Akte 
Publizistische Äußerungen
Entstehung
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Chronik

1893 Eine erste Versammlung der Handlungsgehilfinnen, einberufen vonEmma Ihrer , wurde von 400 Personen besucht. Sozialistische Arbeite-rinnen hatten den Verkäuferinnen in den Geschäften Einladungszettelzugesteckt. In dieser Versammlung kamen unerträgliche Arbeitsverhält-nisse zur Sprache.

1893 Eine Massenpetition mit 60 000 Unterschriften die die Freigabedes medizinischen Studiums für das weibliche Geschlecht forderte, wurdeim Landtag( Preussen?) durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt.

1894 Als die sächsische, sozialdemokratische Landtagsfraktion in einemAntrag das gleiche Wahlrecht vom 20 Lebensjahre an, für Mann und Frau,forderte, gaben sämtliche bürgerlichen XXXXXXXX Fraktionen durch denVizepräsidenten die Erklärung ab, dass sie gegen den Antrag und gegenseine weitere geschäftliche Behandlung stimmen würden.

1894 Auf amerikanische Anregung entsteht in Deutschland der" Bund Deutscher Frauenvereine ".Dieser Bund lehnte die Aufnahme sozial-demokratischer Frauenvereine wegen ihrer gesetzlichen UnzulässigkeitDaraufhin gründete eine Minderheit der bürgerlichen Frauenunter Führung von Minna Cauer den" Verband fortschrittlicher Frauen-vereine" unter der Parole:" Für die Arbeiterinnen,-mit den Arbeite-rinnen"( Und die Rolle von Lily Braun ?, resp. Giżycki)

ab.

1894 Ika Freudenberg gründet in München den" Verein für Fraueninteressen'

1994 Parteitag in Frankfurt / Main . Man beschloss in einer Sonderbespechung" die Frauenagitationskommissionen aufzulösen" und statt dessen einzelneVertauenspersonen der Frauen zu wählen.--- Es sei ferner darauf hinge-wiesen, dass sich die Frauen den Gewerkschaften anschliessen mögen.In Berlin würde Ottilie Baader ,Ottilie Baader , geb.1847 als Tochter eines Arbeitersin Frankfurt/ Oder , von Beruf Näherin, als Vertrauensperson gewählt.( Es gab noch keine Zentralvertrauensperson, die Berliner XXXXX V.-P.übernahm die Funktion einer solchen. M.J.)

1894 12.11.

Die Volksvertretung vonWyoming( nordamerikanischer Staat)sprach 25 Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechtes in einer Adressean alle Parlamente der Welt, aus, dass" die Ausübung des Frauenstimmrechtsnach vielen Richtungen hin sehr gute Folgen gehabt habe" und sie daherdarauf dränge, dass jeder civilisierte Staat auf Erden den Frauen

ohne Verzug das Stimmrecht gewähre"/

1895 Anfang. Die Berliner Agitationskommission( die sich nach demFrankfurter Beschluss nicht aufgelöst hatte, hat mit dem Reichtagsabge-ordneten Hermann Molkenbuhr grosse Volksversammlungen durchgeführt. Theme:Abschaffung der Gesindeordnungen.. Sie bat dann die Reichstagsfraktion,in jedem Wahlkreis öffentliche Versammlungen abzuhalten. Dort Entschlie-ssungen für das Frauenwahlrecht und die gleichen bürgerlichen Rechtefür die Frau annehmen zu lassen.

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