4. Im März 1895 war Georg von Gizycki gestorben. / XXX/ Heinrich+ Im August XXXXXXXXXXX_1895 fragte sie/ XXX/ in einer sozialpolitischenAngelegenheit um einen Rat. Er båt ihr seinen Besuch an.
Klas
Tetkin
Ohne ihn je gesehen zu haben, beschäftigte sich Lily mit ihm.Der Klang sei-ner Stimme hatte sie einmal erreicht. Sein Name, seine Tätigkeit wurden 1ihr vertraut. Sie arbeitete unter Gizycki's Einfluss in der Wohlfahrtspflege.
Lily".... kein halbwüchsiges Mädchen liest Romane so gierig wie ich damalsWoche für Woche das" Sozialpolitische Zentralblatt"
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Ihre Jugend war mit romanhaften Begebnissen angefüllt. Kein Verlangen mehrnach geselligem Leben der grossen Welt...... Statt Sinne nglück, im Spielihrer Leidenschaften vergeblich erhofft.... hatte sie Seelenfrieden gesucht---- in geschwisterlicher Ehe mit ihrem Lehrer und Freund.
Spannend erschienen ihr die" vom höchsten, dramatischen Leben erfülltenPhänomene" der sozialen Bewegung.... Jedes Heft fand ihren Beifall.
Nach dem Tode von Georg von G.( März 1895) sollte ihr Leben nur dem" Dienstan Armen" gewidmet sein. Sie wollte einen" Zentralausschuss für Frauen-arbeit" gründen. Umfassende Hilfsarbeit?
Weder von der bürgerlichen X** X* XXXXXXX@@ gкgx Frauenbewegung, nochvon sozialistischer Seite wurde dieses Vorhaben unterstützt. Aber Klarą Zetkin fügte hinzu:" Suchen sie den Genossen Heinrich Braun zu interessierenGewinnen Sie ihn, so ist Ihnen geholfen, er setzt alles durch, was er will."
Gewann ihn.... Für den Plan,
für sich selbst, für ihr ganzes Leben.
Ihr Gespräch blieb rein sachlich. Lily aber vetor Befangenheit. Heinrich:".... eine zum Himmel emporsteigende Flamme."
Julie V... weisst hier auf Memoiren hin. Sie suchen die tatsächliche Ver-zauberung wahrscheinlich zu machen. Julie aber lässt Briefe und TagebuchLily's sprechen, Aufzeichnungen von Braun.
21.August 95, Tagebuch Lily's" Lange, höchst wertvolle Unterhaltung übermeinen" Zentralausschuss".----- Am gleichen Tag: Acht Seiten füllendes,sachliches Schreiben über Bemühungen, den" Plan" zu fördern.
23.August: Lily: Langer Besuch von H.B. Merkwürdiges Anerbieten. Ich mussemich 4 Wochen erholen. Eine Freundschaft von zwei Tagen.
Lily war ihm wie ein blasses, schmächtiges Mädchen erschienen. Sie müssesich erst zur Arbeit kräftigen. Sie gestand ihre Sehnsucht nach den Bergen.Ihre Mittellosigkeit.---- Sie brauche sich nicht um die Reisekosten kümmern.---- Sei sie so kleinlich. Dass sie Freundschaft annähme, nicht das" lumpige"Geld. Tagebuch am Abend: Entschlossen abzulehen. 24. August, langer Brief:... mich würde Gedanke drücken, etwas anzunehmen, nicht mit Sicherheitzurückgeben.Habe grade genug, um zu leben, mehr nicht.... Abhängigkeit vonmeinen reichen Verwandten gewaltsam abgeschüttelt--- nicht wieder zurück.Lassen Sie mir mein mühsam errungenes Proletarierleben. In zwei Tagen zumFreund.... kann Ihnen das sagen, ohne missverstanden......... Herzlichen Dankdafür. Damit ich weiss, dass Sie mich richtig verstanden haben, ich nichtetwa durch diesen Brief diese Freundschaft wieder verliere, kommem Sie bitterecht bald. Ich wage es vorher nicht zu Ihnen zu kommen.
ver-
'
Sofort Antwort: Sehr gehrte Frau Professor: für Ihren freundschaftlichenBrief, der mir durch seine grosse Offenheit besonders sympathisch war,...herzl.Dank. Was ich einzuwenden habe, will ich mir erlauben mündlich vorzu-bringen, Hoffentlich gelingt es mir, Sie zu überzeugen, dass Sie bei der
bitte wenden