Akte 
Manuskripte und Material zur Geschichte der Frauenbewegung
Entstehung
Keine Angabe
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3. Frauen der Arbeiterklasse lernten es zwar bald zwischen Partei und Gewerk-

schaften zu unterscheiden, aber es wurde aus der Sache heraus- selbstver-( standig wachsendeständlich, dass man" Hand in Hand" miteinander arbeitete.Die) Frauenerwerbsa-die Ursache und

aber auch

arbeit war der treibende Motor für die Frauenbewegung.Aus ihr erwuchsen dieumfangreichen, sozialen Probleme, mit denen die Gewerkschaften täglich inBerührung kamen, die aber auch der Sozialdemokratie die starken Motive fürihre Forderungen an die Gesetzgebung gaben und sie auch veranlasste daspolitische Bewusstsein der Frauen dauernd zu stärken und zu schulen. DieNotwendigkeit zur Verständigung beider Flügel der Arbeiterbewegung -be-sonders auf dem sozialpolitischen Gebiet- ergab sich von selbst. Durch diese( auch später immerSchule warGertrud Hanna gegangen, ihre Tradition war deutlich an ihrbei allem was sie tat und sspürbar, So war esselbstverständlich, dass sie sich niemals be-

sagte.

sonnen hat, wenn sie gebeten wurde, der sozialdemokratischen Frauenbewegungmit ihrem Wissen, mit ihrer Erfahrung, mit ihrem Einfluss zu nutzen. Und wirvergassen niemals sie um Rat und Hilfe zu bitten, wenn es galt der Frauenbe-wegung auf breiter Ebene zu dienen.

So standen wirkurz vor dem Ende des Krieges( 1914-18) zusammen in denSophiensälen in Berlin , in jener, viel zu wenig im Bewusstsein gebliebenenKundgebung der Frauen aller Richtungen, in der sie alle- endlich ganz entschlos-sen und infolgedessen geschlossen- für die volle, politische Gleichberechtigungeintraten. Das Gewicht der Vertreterin des Arbeiterinnensekretariats, mit demGeneralkommission der freien deutschen Gewerkschaften im Rücken, wurde vonden Vertreterinnen der bürgerlichen Verbände sichtlich stark empfunden undsehr begrüsst. Dieser Kundgebung vor der Oeffentlichkeit war einige Tage vor-her ein Brief dieser Frauen aller Richtungen an den Reichskanzer und seinenVertreter voraufgegangen, an dem auch Gertrud für das Frauensekretariat mit-gearbeitet und den sie unterzeichnet hatte. Darin wurde die Notwendigkeitdes allgemeinen und gleichen Frauenstimmrechtes begründet und um eine Unter-redung nachgesucht.

zeit

während des Krieges( gewesen. Sie

Reichhaltig war die Arbeit Gertruds( bei der Vorbereitung der Arbeit sozialdemokratischer Frauen und i" de bewerkschaften mitwirkte in dieserim" Ausschuss für Frauenarbeit während des Krieges". Sowie

.Als es der damaligen Reichsregierung klar wurde, dass ein starker Frauen-einsatz in der Kriegsindustrie nicht so einfach möglich war, war Dr.Mariehatte man eine Frau

Frau,