sprechen, die in der Vorbereitung zur Aufnahme in die Kirche sind, findeich besonders wichtig.
Ich kam auch in Berührung mit einer Reihe früherer Mitglieder derOrtsgruppe, obgleich viele das Gebiet verlassen haben und nicht zurück-gekehrt sind, andere gestorben sind und andere nicht auffindbar. Jedochfanden wir uns mit einer Anzahl neu gewonnener Frauen zusammen underneuerten die Ortsgruppe.
Hagen und Umgebung: Von Düsseldorf fuhr ich nach Hagen ,wo Frl. Blickle ein sehr reichhaltiges und anspruchsvolles Programm vor-bereitet hatte, welches trotz Krankheit und schrecklichen Wetters durch-geführt wurde.
Grete Blickle hatte Vorbereitungen nicht nur für Hagen , sondern auchfür die weitere Umgebung getroffen, so daß Vorarbeit geschaffen werdenkonnte, die später fortgesetzt werden müßte.
Schulen Pläne waren gemacht, um möglichst viele Knaben undMädchen, die Ostern die Schule verlassen würden, zu erreichen, und folg-lich wurden 26 Schulen besucht. Die Jugendlichen zeigten erheblichesInteresse an der Alkoholfrage und nahmen in einigen Fällen an lebhaftenDiskussionen teil. Fräulein Blickle meint, und das mit Recht, daß es gutund notwendig ist, daß diese jungen Menschen Einiges von den Gefahrenund Wirkungen des Alkohols hören, bevor sie ihr neues Leben im Berufbeginnen, wo sie sofort als Männer und Frauen eingereiht werden undbestimmt in die Versuchung des Trinkens geraten.
Die Schulleiter, obgleich meist nicht abstinent, kennen sehr wohl dieGefahr und Versuchung des Alkohols im zukünftigen Leben dieser jungenLeute, die ihre Obhut verlassen, und haben meinen Besuch an ihrenSchulen begrüßt, wobei sie besonders lobend hervorhoben, sie fändenes gut, daß eine Ausländerin gekommen wäre, um hierüber zu sprechen.Sie finden, es mache den jungen Leuten mehr Eindruck, besonders inihren letzten Schultagen, als wenn ihr gewöhnlicher Lehrer über diesel-ben Dinge mit ihnen spricht; und außerdem wird ihnen gezeigt, daß dieAlkoholgefahr keine Grenzen hat und überall denselben Schaden anrich-tet, sei es in Deutschland , Schweden , Amerika oder jedem anderen Land.Eine wichtige Unterredung fand mit dem Schulrat von Hagen statt, undeine sehr fruchtbare Diskussion ging vor sich. Er drückte ganz besondersseine Billigung meiner Besuche und Arbeit in den Schulen aus und willuns bei jeder weiteren Arbeit in dieser Richtung unterstützen.
Frauengruppen: Von Hagen als Mittelpunkt reiste ich nachHamm , Dortmund , Wetter, Hattingen , Bochum , Herdecke , um Frauen-gruppen in diesen Städten zu besuchen. Meistens waren diese Frauen imgrößeren Umkreis aus verschiedenen Gebieten oder Städten zusammen-gerufen. Fräulein Blickle reiste mit mir, da wir es nötig fanden, daß siediese Frauen an den verschiedenen Orten kennen lernen sollte, da dieshelfen würde bei der Arbeit, die meinem Besuch folgen muß, wenn dieFrauen interessiert bleiben sollen.
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