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" Alles war schmuddelig und verstaubt, überall lag und stand Krimskramsund Nippes herum, in einem grossen Zimmer hingen Fahnen an den Wänden.Die Frau hatte mich mit einem Satz begrüsst, der so ähnlich klang wie' Ach, welch ein entzückendes deutsches Mädchen'. In der Diele hing einstandmitgrosses Bild von Kaiser Wilhelm II , davor eine Kommode, xxxxxxx einemdarauf.grossen Blumenstrauss.xxxxdx Der Mann sagte mir, dass das eine Ehrungfür den Kaiser sei, der einen sehr wichtigen Handelsvertrag mit Russ land abgeschlossen habe, der die Vormachtstellung des Deutschen Reichedstärke."
ihren
Als Marie von den vergeblichen Versuchen zu Hause berichtete, be-schloss Vater Gohlke, bei den weiteren Adressen selbst mit anzufra-gen, so wie es sich für einen Vater gehört. Sie einigten sich schliesslich bei einem Holzhändler über Entlohnung und Essen, Dauer der Ar-beitszeit, freie Stunden an einigen Tagen und gelegentliche Besuchezu Hause.
Vater Gohlke versuchte, seiner Tochter Marie klar zu machen, dass essich hier bestimmt um eine gute Stelle handele, und wenn sie erst ein-mal mit der Arbeit angefangen habe und damit vertraut sei, würde esihr auch sicher grosse Freude machen. Marie hatte den Eindruck, dassder Holzhändler etwas zu liebenswürdig, zuvorkommend und freundlichgewesen sei, behielt di* x* x* x* xxxk das aber für sich, weil sie sichselbst nicht darüber klar war, warum sie das Verhalten des Mannes ge-stört hatte.
Ihr Gefühl hatte sie nicht getäuscht, denn nach einigen Wochen kündigtesie kurzerhand und ging zu den Eltern zurück. Von einer Tätigkeit ineinem privaten Haushalt wollte sie nichts mehr wissen. Durch einen Zu-fall erfuhr sie, dass die evangelischen Gemeindeschwestern ein Madchenfür ihren Haushalt suchten: