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Das war auch am Vormittag des 26. Juni 1908 der Fall. Marie hatteihr Pensum genäht, zusammengepackt und war im Begriff, aus dem Hauszu gehen und die Arbeit abzuliefern. Sx* x* x* x* x* x* x* x* x* x Statt-dessen musste sie alles stehen und liegen lassen, um die nicht weitentfernt wohnende Hebamme zu holen, die schon unterrichtet war, dasssie demnächst gebraucht würde. Sie kam gerade zur rechten Zeit, ummitzuhelfen, dass Elisabeths Sohn mühelos zur Welt gebracht wurde.
Nachdem sich Elisabeth xяяxяяx erholt hatte,
ergab sich die Notwendigkeit eines Wohnungswechsels.Die Wohnung in der Wartburg strasse 13 war nun doch zu klein gewor-den. Gemeinsam ging man auf Suche, und wenig später hatte sich auchetwas Brauchbares gefunden, in Neukölln , das zu dieser Zeit nochRixdorf hiess.
" Es war ein Arbeitervorort, mit einer guten Organisation, von starkerVitalität und wirklich erstaunlichem kulturellen Auftrieb.-
Durch das neue Vereinsgesetz waren der Sozialdemokratie neue Aufga-ben erwachsen und neue Möglichkeiten entstanden, um die Bildungs-und Werbearbeit für die Frauen- auch vom Standpunkt der Partei ausin völlig neue Wege zu leiten. Und das war gut so.
uns
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Wir waren froh, dass wir hier, in Rixdorf , noch unbekannt waren undhofften auf xxxxx ein wenig Besinnungsmöglichkeit. Wir glaubten, dasses uns möglich sein würde, auf den Besuch der Veranstaltungen zu be-schränken, ohne ein Amt zu übernehmen. Es hatte sich auf die Dauerdoch nicht als einfach erwiesen, neben der Erwerbsarbeit und den Auf-gaben für die Familie- wir waren ja inzwischen aufwachsen auch noch verpflichtende Ämter und die damit verbundenezeitliche, geistige und auch körperliche Anstrengung zu bewältigen.Wer das nicht selbst mitgemacht hat, weiss nicht, welches Mass vonEnergie und Arbeitskraft dafür aufgebracht werden muss.
Sieben
Köpfe ange-
und
Wir mussten aber bald erkennen, dass wir uns getäuscht hatten. Eshatte sich schnell herumgesprochen, dass die beiden Genossinnen, diesich da soeben angemeldet hatten, keine absoluten Neulinge waren,als zu einer internen Frauenversammlung eingeladen wurde, gingen wirhin. Es sollte über die Einordnung der Frauen in die Parteibewegungund Parteiarbeit beraten werden. Der Zweck dieser Versammlung wareinfach der, unter den Frauen, die sich bereits zur Sozialdemokratiebekannten, solche herauszufinden, die für die Werbungs- und Schulungsarbeit geeignet erschienen. Der Referent und Leiter der Zusammenkunftwar vom Ortsvorstand der SPD direkt mit dieser Aufgabe betraut wor-