Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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harmlose

2u

Aber and kleiner Episodehat sie in mandre Brife eingeflochtenwe 2. B. überſ.

sie keine kleinen und unbedeutenden' Tatsachen' berichtete, sondern 41-les, was ihr begegnete, sofort in Beziehung zu bringen versuchte zuallgemeingültigen Problemen Auf der anderen Seite froute

und

etwas zu haben, worüber sie schreiben konnte, und wennes auch nur diebeiden Hunde, tanen, die sich im Hause aufhielten:

" Bei einer Abschiedsparty gaben unsere Leiten Hunde- das stand natürlic

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nicht im Programm eine Sondervorstellung: Mckushla, der junge Purzel-baumschläger und Macy( dazu machte Marie eine kleine, drollige Zeich-nung), ein schwarzer, ganz kurz beiniger, heuchlerisch- würdiger Knabe.Sie kamen in so ulkiger und possierlicher Art ins Spielen und Jagen,dass die ganze Gesellschaft sich köstlich amüsierte. Wenn irgend je-mand von uns grossväterlich oder mütterlichen pupils spazieren geht,ist Macy stets dabei, aber er tut so, als ob man ihn nichts angeht. Erspaziert voraus, oder hinterher, ohne sich mit Dir einzulassen."

In den März- Tagen, in denen Marie dies niederschrieb, starb in New YorkToni Wels, die Frau von Otto Wels .

An Emil schrieb sie: Zum Tod von Toni Wels und allen damit zusammen-hängenden Dingen möchte ich nichts mehr sagen. Du wirst mir- hoffeich noch Eindrücke vom Begräbnis vermitteln. Dein Brief sagte mir,dass wir in der Beurteilung von Menschen und Dingen ganz konform ge-hen."

Einer dieser Briefe enthält auch das durchschnittliche Tagesprogramm,das Marie in Scattergood absolvieren musste:

" Um sieben Uhr stand ich auf. Bis Viertel vor acht war ich, gewaschenund gebraust, am Frühstückstisch. Inzwischen lüftete das Bett. Nach demKaffee: Bettmachen, meeting, dishes washing( Geschirrspülen), Staub inunserem Zimmer wischen, dann war es neun Uhr. Von 9 bis 12 Grammatik ge-arbeitet und gelesen. 12 bis 12.15 unser Badezimmer geputzt( beide Din-ge, Geschirr und Bad, sind mein Wochendienst). Dann zum Essen fertiggemacht. 12.30 gab's lunch. Von 1 bis 2 hatte ich Stunde bei Bob. Von2 bis 3 habe ich für die Phoneticstunde gearbeitet, von 3 bis Viertel xxnach vier war Phoneticunterricht bei Jean), Dann habe ich mir aus derKüche eine Tasse Kaffee geholt und bin danach zwanzig Minu_ten dieLandstrasse entlaggelaufen. Um 5 Uhr gab Bob eine Stunde in' AmericanCenergischHistory', Er hat mir erlaubt, daran teilzunehmen, weil ich ihm sagte,dass ich nicht genügend gut, deutlich und langsam sprechen höre. Undjetzt läutet es zum dinner. Nach dem Essen: ein Vortrag über' Bankwe-sen in Amerika '. Während dieses Vortrags werde ich stricken. Wir habeneine Menge Wolle bekommen und stricken daraus Sachen für German Refu-