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Obwohl im Huas von Robert Kirschmann zeitweilig fünf Menschen zusam-men leben mussten, kam es auf diesen Zuwachs ja nicht an, denn es wür-de bestimmt nur ein Übergangs zustand sein.
Es muss noch erwähnt werden, dass sich in den saarländischen und fran zösischen Emigrationsjahren ein Mensch dichter an Marie und Emil ange-sch ossen hatte: Kaete Fey, eine
einzuleiten
/ und Kaete Fey/ bei Emils Bruder Robert und seiner Frau IdaMarie'Emil waren vorerst zwar/ gut aufgehoben, aber doch von derUnruge getrieben, Schritte zu unternehen, um möglichst schnell an denAufbau einer Existenz in Angriff zu nehmen. Sie hatten nicht damit ge-rechnet, dass erst einmal die Verwaltungsbürokratie der USA über siehereinbrechen und sehr viel Zeit beanspruchen würde. Mit einem proviso-rischen Visum waren sie angekommen als Deutsche oder Staatenlose-,und die USA befanden sich mit Deutschland in Ariegszustand. So wurdensie zuerst einmal als" alien enemies" registriert, mit beschränkterAufenthalt genehmigung und ebenso beschränkter Bewegungsmöglichkeit.Das hinderte sie aber nicht, sofort Erkundigungen einzuziehen, um fest-zustellen, wo sich Freunde von früher befinden könnten. Einer dieserFreunde, Wilhelm Sollmann , den Marie ja schon aus ihrer ganz frühenZeit in Köln kannte, hatte eine Professur an einer Quaeker- Universitätin Pendle Hill. Der Kontakt zu ihm war sehr schnell hergestellt, undSollmann informierte umgehend Hertha Kraus , die beim" American Friends Service Committee " in Philadelphia in Pennsylvanien als" Consultant " tä-tig war. Ma ries und Emils alter Freund, Hans Hirschfeld , hatte sich indieser Zeit ebenfalls mit Hertha Kraus in Verbindung gesetzt, um fest-