Akte 
Manuskript "Leben und Arbeit"
Entstehung
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verlag xxx des Hauptausschusses für Arbeiterwohlfahrt herausgegebenwurde. Die wesentlichen Mitarbeiter dieses Standardwerks der sozia-listisch orientie ten Wohlfahrtspflege waren neben Marie Juchacz nochDr. Hanna Colm, Hedwig Wachenheim , Dr. Helene Fimon, Louise Schroeder ,Martha Eva Prochownik, Dorothea Hirschfeld , Walter Friedländer , Dr.Hans Maier, Dr. Laura Turnau und Dr. Carl Mennicke . Die Redaktion desBuches besorgte Hedwig Wachenheim , die damit den gesamten Lehrstoffder zukünftigen Schule zusammentrug und bearbeitete. Dieses Buch dürf-te heute mit der Fülle auch immerauch des statistischen Materials, das es bringt,Cnochfür#ix Sozialwissenschaftler eine Fundgrube sein. Im letzten Kapiteldieses Buches fasst Marie Juchacz noch einmal all das zusammen, wasgrundsätzliches Ziel der Arbeiterwohlfahrt ist, behandelt das ThemaArbeiterbewegung und Wohlfahrtsfragen vor 1918' und geht dann sehrausführlich auf die schon in der Idee im Jahre 1902 entstandenen Kin-derschutzkommissionen ein, die sich mehr und mehr entwickelten unddie der eigentliche Anlass für Marie waren, alle in der sozialen Wohl-fahrtspflege tätigen Kräfte endlich im Jahre 1919 zusammenzufassen.-Mit der Redaktion dieses Buches setzte sich Hedwig Wachenheim ein ge-drucktes Denkmal. Ihr Biograph wird es zu würdigen wissen.

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Elisabeths Tod]

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Neben der Arbeit an dem Buch lief die Arbeit für Hedwig Wachenheim sie war Ministe ialrat, redigierte die Zeitschrift' Arbeiterwohlfahrt'und war gleichermassen in denApparat der Sozialdemokratischen Parteieingespannt weiter. Als Marie Juchacz das Heft 3 des dreiten Jahrgan-ges der Zeitschrift Arbeiterwohlfahrt' in die Hand bekam, las sieauch einen kleinen Artikel über" Neue preussische Ausführungsbestim-mungen zum Reiche jugendwohlfahrtsgesetz', ohne sich das den Verfaseser dieses kurzen, sachlich definierenden Berichts einzuprägen. Erstammte von Lotte Lenke, deren Na me damit erstmalig publizistisch inErscheinung tratz. Mehr als ein Jahr später veröffentlicht sie imNovemberheft des Jahres 1928 unter dem Titel' Zehn Jahre öffentlicherWohlfahrtsarbeit eines Landkreises' als Kreis fürdorgerin in Calau N.-L.im Alter von 25 Jahren einen sehr ausführlichen und fundierten Artikel,den auch Marie Juchacz mit grossem Interesse las, weil er im Rahmen***** der Wohlfahrtsarbeit eines Landkreises alle Probleme anschnitt,die für Marie Juchacz zu den Grundsätzen ihrer eigenen Arbeit gehör-ten. Ein Gespräch, das Marie Juchacz und Hedwig Wachenheim darüberführten, lässt sich leider nicht mehr rekonstruieren. Aber es geschahzur rechten Zeit, dass sich Hedwig Wachenheim an Lotte Lemke erinner-Loke Lankete. Aber das sagt selbst viel besser:

" Es war im Sommer 1929, da wurde ich die junge Fürsorgerin in einem