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Eine Viertelstunde später verlassen sie den Reichstag . Fritz, der inder Nähe des Bahnhofs Friedrichstrasse noch eine Kleinigkeit gegessen 2hat und im Begriff ist, mit der Stadtbahn nach Hause zu fahren, gerätin den Menschenstrom, der zum Reichstag drängt. Der Reichstag brennt." Das war die Zigarette von Erna Boxheimer", denkt Fritz und stürzt zumnächsten Telefonapparat, um Erna anzurufen. Auch sie ist fassungslos.Bis auf den Sekretär Jakubowicz musste keiner der Drei als Zeuge imReichstagsbrandprozess aussagen. Targler war mit einer KPD - Sekretärinund einem anderen KPD - Abgeordneten im Begriff, ebenfalls den Reichstagzu verlassen. Bei Aschinger xxkxxikzxdiaxxixKRR am Bahnhof Friedrich strasse sah Fritz die drei KPD - Leute in seiner Nähe beim Abendbrot wie-gen.
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Folge des Brandes war das verbot der KPD.gebate, aceque Die SPDVihre Zeitungen
dass
nicht mehr erscheinen lassen, konnte. Für das Organ" Arbeiterwohlfahrt"zeichnete für die Nr. vom 15. März noch Lotte Lemke verantwortlich fürden redaktionellen Teil, und Hedwig Wachenheim xxxxxxxкя für dieSchriftleitung. Hitler hatte zwar am 5. März nicht die absolute Mehr-heit erhalten, sondern" nur" 43,9%, und musste mit dem Stahlhelm, enDeutschnationalen und anderen Nationalisten zusammengehen, aber dieEntwicklung war nicht mehr aufzuhalten. Die Ausgabe der" Arbeiterwohl-fahrt vom 1. April gibt als Verantwortlichen für den redaktionellenTeil Fritz Schreiber an. Von Hedwig Wachenheim bleibt nur die Adresse,der Druckerei- Vermerk lautet noch auf den" Vorwärts", aber auch das än-Schon vomerdert sich am 15. April in xxx A.G. Lindenhaus". am 17. März, hatte derHauptausschuss für Arbeiterwohlfahrt eine Reichstagung einberufen, diesich mit der Lage der Wohlfahrtspflege befasste:
Auf dieser Tagung wurde auch eine Änderung der Richtlinien der Arbei-terwohlfahrt beschlossen. Die neuen Richtlinien, die an Stelle der al-ten treten, sehen die völlige Unabhängigkeit der Arbeiterwohlfahrt vor.Nach den neuen Richtlinien bezweckt die Arbeiterwohlfahrt die Mitwir-kung der Arbeiterschaft bei der Wohlfahrtspflege aus dem Geist solida-rischer Selbsthilfe. Sie will die gesetzliche Regelung und die sachge-mässe Ausführung der Wohlfahrtspflege fördern und die praktische Durch-führung unterstützen. Dieses Ziel soll erreicht werden durch Zusammen-fassung und Schulung der Mitarbeiter, durch Stellungnahme zu allen Fragegen der öffentlichen Wohlfahrtspflege und durch unmittelbare Beteili-gung an der praktischen Arbeit. Bei den zu Betreuenden soll wie bisherkein Unterschied in politischer und weltanschaulicher Beziehung gemachtwerden.
Die Gliederung der Arbeiterwohlfahrt in Haupt asschuss, Bezirks- undOrtsausschüsse bleibt bestehen. Während jedoch bisher die Organisation