O.O.TR. RZB peut-être Cultivieur 1.12.5.61 1 25-6 N. Herrn Dr. Hugo Smizkenner Druckfurt Raschl heerbachstrasse 120: Würzberg, 7. Nov. 12. Donnerstag 2 Uhr Liebster Ihn bin ich wieder bei Dir, und das ist für mich die schönste Anna am Tage. Nicht einmal mein Morgenstündchen konnte ich Dir heute schreiben, so unruhig ist es um mich, und für den Brief an Dich, da brauch ich Ruhe, von innen u. außen. Deine Zeilen trage ich immer mit und ich muß etwas von Dir stets bei mir haben. Du schreibst so lieb, so voll Klarheit und Frische. Ich sehe Dich im Geiste vor mir, wie Dich die Freude elastisch u. jung macht. Ich selbst lach mich nicht aus, komm mir ja war, als ob ich plötzlich viel viel jünger wäde, 14 15 16 o e Inches Sachverständigen-Zubehör.de Co. [18] Black Cyan Yellow Red Magenta White Grey Green 15 12 13 3 4 5 6 7 8 des jugements Inches C (M Grayscaler Sachverständigen-Zubehör.de 4 5 6 8 9 10 11 12 13 14 3 Ich hab mich alt geführen, mit meinen 22 Jahren. Aber jetzt freu ich mich, daß ich hung bin, Für Dich, Lieblingi. Ich will schön u. frisch u. schmierhsam sein, für Dich, nur für Dieh. Auf unser Lebensschifflein wollen wie achten, daß es vorbei fährl an allen Kliphen, und wenn’s mal schwankt dann wollen, wir uns die Hände noch viel fester reichen und und an unsrer Liebe halten, Hicher kann doch gar so schwer in meine vor neuen Leben sein, daß ich mich dafür fürchten sollte. Ich hab doch Dich, das andre ist dann alles leicht, u. Du wirst mich führen u. mir helfen, das, was mir neu sein wird, verstehen zu lernen. Ich vertraue Dir, Liebster, blindlings, Du Ich hab mich alt gefühle, mit meinen 22 Jahren Aber jetzt freu ich mich, daß ich hing bin. Für Dich, Lieblingi. Ich will schön u. frisch u. schmierham sein, für Dich, nur für die Auf unser Lebensschifflein wollen wir achten, daß es vorbei fährt an allen Kliphen und wenn’s mal schwankt, dann wollen wir uns die Hände noch viel fester reichen und und an unser Liebe halten. Hichts kann doch gar so schwer in meiner vor neuen Leben sein, daß ich mich dafür fürchten sollte. Ich hab doch Dich, das andre ist dann allerleicht, u. Du wirst mich führen u. mir helfen, das, was mir neu sein wird, verstehen zu lernen. Ich vertraue Dir, Liebster, beindlungs, du darfst mich fuhren wohin du willst, ich will mitschwingen so gut ich es mir kann. Aber zu Hause, in unsrem Gesuchen, da führe ich Dich: vertraust du denn auch mir Ich kann Dir da nichts Neuer zeigen, er soll nur immer wieder das alte Lied der Liebe sein, das ich Dir singe. Aber in tausend süßen Wariationen, daß es jeden Herzschlag, neu für Dich ist. Ich freue mich unsagbar auf unser Heim. Aber wo sind noch gar weil davon entfernt. Erst kommt der Samstag, u. jeden Abend schlag ich ein Blättchen im Kalender um und rechne. Übermorgen! Ich kann Dir gar nicht sagen, wie ich mich nach Dir sehne. Ich brauch Dich furchtbar nötig. Es gibt doch tausend Dinge die kleinlich sind u. alles Schöne schwärzen wollen, sie können mir ja nicht weh tun, diese Kleinigkeiten, du lebst ja in mir, aber ich möchte sie Dir allesag damit sie mir von der Seele sind. Wie haben uns ganz sicher furchtbar viel zu erzählen. Die deutetest in Deinem Briefe aus etwas an, das mich sehr beschäftigt, weil ich weiß, daß Du eine weiche Seele hast u. sehr zum mit leiden" neigst. Wenn Du mir mal ein ganz klein wenig zu mir sehen könntest; alles so warm alles voll Blumenduft; jeden Morgen ist meine erste Arbeit meine Blumen Kinder zu pflegen, zu gießen, daß sie noch frisch sind, wenn mein Liebster kommt Ich finde, die Tage werden immer länger u. meine Sehnsicht tut immer geher. Zählst du auch so die Stunden? Ich freue mich auf heute Abend, wenn kir uns schrechen. Es hat mir leid gelan, daß Du gehtern 2 mal aufen mußtest, weil ich nicht da vor. Ich sitze immer mit gleichend heißem Kopf und warte bis Frankfurt klingelt, u. dann können wir doch nicht so schrechen wie wir gerne wollten; das tut nur danach immer leid. Aber ich höre doch wenigstens deine liebe Stimme u. das ist schon viel Fach mir recht oft, daß Du mich lieb hast ich weiß es ja, aber ich kann nicht oft genug es hören, schreib's nur Liebsten sag es mir immer zu, immerzu! Ganz still will ich liegen, die Augen schließen u. hören, daß Du mich lieb hast. Ich sehnte mich ha mein Leben lang nach Liebe, u. Dir vertrauw ich; Dir will ich alles schenken war in mir lebt; u. ich muß schenken dürfen, sonst bin ich von Tch sehne mich auch nach Ruhe wie Du aber ich kann sie noch nicht finden. Dir zu lieb will ich mich pflegen u. schlafen u. ruhen, aber die Tage sind eben zu stürmisch; dabei ist's trotzdem gut so. Tonse wurde mir ja die Koche noch viel länger werden. Du sollst nicht denken, daß ich böse bin wenn Du mir mal nicht schreibst; ich will nicht, daß die Deine Arbeit so ganz Zurücksetzt, weil ich in Dein Leben getreten bin; den Hollst mir nur schreiben, wenn Du viel Ruhr hast, wenn Du gan mein sein kannst,- u.- wenn die Sehn. sucht nach mir hast. Ich hab ja viel mehr freie Zeit wie Du, der Brief an Dich ihr meine Feierstunde; deshalb soll jeden Morgen ein Brief von mir Dich Rechten Immer will ich der Grundgedanke in Deinem Wesen sein, du hast doch Anker geworfen Liebster, dann zieht's dich immer wieder zu mir zurück. Ich jüble über meine Kraft, dich festzuhalten.— Es ist das Schönste was es gibt zu wissen, daß andre Menschen lieb u. freundlich an einen denken“. weißt du noch? Das schriebst Du mir mal als wir uns noch nicht gehörten; es ist so wahr. Ich bin leicht, weil ich fühle, daß du bei mir bist. Leb wohl mein Lieb! Denz an meine Augen, die Du verstehst, dann siehst du auch wie ich ein jeder Wort, das ich die schreibe, aus tiefster Seele holn. Gang fest schmierh ich mich in Deine könne, du mein Zeolchen! Paula. de la peine MARINE ET him MARINE ET COLONIES 6.11.2.4.5 N. 11.12.45 Herrn Rechtsanwalt Dr. Hugo Sinztseimer Frankfurt a/M. heerbachstrasse 120. Miltwoch 6. Nov. 12. 2e 10 Uhr morgens Mein Lieb, mein süsses geliebtes! Fühlst du, wie ich Dich mit meinen Worten Müsse? Hun bin ich wieder zu Hause, und froh darüber. Du weißt ha, ich brauche mein Heim um„Ich“ zu sein. Du hast es mir so zart und lieb geschmückt mit Deinen Blumen. Ich sitze mitten drinn in dieser Duft und diesem Liebensingen, denn jede Helke singt, u. jedes Teilchen klingt nur deine Liebe. Wie verwöhnt du mich, die Lieber! Das darfst du nicht, aber ich bin Dir ha so dankbar für alles, ein solch froher Empfang war mir lange nicht zu teil Die Fahrt verlief so schnell wie noch gar nie Ich hatte so viel zu denken und zu schreiben. Wenn ich allein bin, kann ich doch viel ungestörter an Dich denken. Im Geister schreib ich Dir immer Briefe, ich könnte ja den ganzen Tag so mit Dir plaudern, und doch nur immer dasselbe sagen: daß ich unbeschreiblich glücklich bin in Dir durch Dich. Maria, die Geschwister u. Ackel Karl waren an der Bahn; es war so schön und ich bin nur hier erst besonders Klar darüber geworden, daß ich Mannis SorgenKind war u. sie durch Dich durch unser Glück, schon heute eine andre geworden ihn. Die Treppe nahm ich im Feug, u. oben hiell mich„mehre kusine gleich in den Armen“. Wir stehen schon auf die und Du. Dann stand ich in meinem Zimmerchen in meinem Garten, u. fühlte deine Häher Ich mußte mich schnell in mein Eckchen setzen, so machte mich die Freude zittern. Erst konnte ich mich noch gar nicht hinein finden, daß in mein dieser Heim so viel blendende same gekommen. Dann schrach ich dich und freute mich. Daß Du so klar u. lieb gewesen bist; ich konnte Dich so deutlich hören; und tat’s mir leid, daß ich so viel Zuhörer hatte, sonst wäre ich zu dir doch viel lieber gewesen. Aber Du verstehst wohl, daß mich dies gehemmt hat. dann aber bin ich fortgelaufen von allen u. habe ganz still u. mit Genuß deine Worte gelesen. Deine lieben Zarten Worte, von denen jedes einzeln mich gestreichelt hat. Wie froh macht mich, daß ich Dich glücklich sehr, daß aus deinen Zeilen so viel Vertrauen, soviel Hoffnung schricht. der eine volle Tag nach dem Du dich so sehr gesehm, ist also wirklich in Erfüllung gegangen, weißt Du, was du mir damit sagst? Du gabst mir alles zurück, was ich die mit meiner Liebe gebe; Du machst mich schon allein in dem Bewußthein froh, die soviel sein zu kommen, wie Du dir erträumteht. Denn ich weiß ich hab ein anschruchswolles Lieb aber sorg Dich nicht, mir ist, als würde ich mit jeder Stunde der du mein bist, immer reicher werden, als könnte meine inweWärme nach außen strahlen und dich halten, immer fester immer sicherer. Wie soll das werden, Du? Wohin mit all dem Schönen das uns unser Aufgehn. meinander gibt? Wir waren doch an jenen ersten Tag, den ver uns gehörten schon so vollzommen glücklich, und auch ich weiß er, daß wir immer die Erinnerung daran halten werden; wie schnell hino böse Stunden doch vergessen in solchen Tage Aller Herzeleid kann doch aufgewogen werden, wenn die Welt so viel heiliger reines Empfinden bürgi. Ich lebe wie auf lichten Wolken, alles ist leicht alles ist sonnig, u. wenn ich in mein Brunenzimmer komme, so muß ich die Arme ganz weil von mir strecken und danken, jubeln, alles in einem Item. Und dabei bist Du doch gar nicht bei mir, ich sehne mich nach Dir, Du Liebsten; aber es ist keine traurige Sehnsucht, ich weiß ja, daß wir uns bald wieder haben, und dann noch, lebst du so deutlich in mir, daß ich gar nicht das Gefühl habe, allein zu sein. Mir ist bei allein was ich tue, als seist die in meiner Höhe, als könntest du mich sehen, mit Deinen lieben, strahlenden Augen: Dabei kommt dann die Sehnsucht gar nicht so zu ihrem Recht. Nur muß ich öfter hinüber sehn in meine Sofaecke, u. und dran denken, wie es wohl ist, wenn wo am Samstag abend dort zusammensitzen u. uns lieben. Es kommt eine so großer, gewaltige Ruhe über mich wenn Du mich hälst, wenn ich mich ganz ruhig an Dich lehnen darf, die Augen schließen u. nicht mehr denken muß, da fühl ich mich sicher, bin ich geborgen, du weißt ha, daß die Macht über mich hast. Aber nun sach ich Dir kein Wort mehr weiter, sonst hab ich ja gar nichts andres als von meiner Liebe gesprochen Manna habe ich alles erzählt, wie dies volltest, sie schenkt Dir volles Vertrauen und will nicht mehr an heuen Brief denken Chur leider Liebster, hat unser Führes Geheimnis kein Geheimnis bleiben können. Wer es verraten, das weiß ich nicht, aber Würzburg hat Geschwächsstoff Mir ist's gar nicht lieb so, ich hätte es gerne noch für uns gehabt. Aber Liebchen, ich wußte nicht, daß ich so viel Freunde habe ver mich sieht lacht und weint in einem betem. Aber wir werden Samstag allein sein, dafür trage ich schon Sorge. Heute hörte ich noch nichts von Dir, aber ich weiß u. fühle, daß Du immer an mich denkst, und das ist mir genug. Ich pflege mich auch ordentlich für Dich, damit Du stolz sein kannst auf Deine Braut. Ich wäre doch froh, wenn ich Dich nicht nur in Gedanken küssen brauchte. Paula. id A Herrn Prechtsanwalt Dr. Hugo Tüizchenner Frankfurt a/M. heerbachstrasse 12b Berlin, 4. Nov. 12. Montag, 10 Uhr. Da Liebster, Du! Mein Morgenstündchen soll Dir gehören. Fühlst Du, wie ich an Dich denke: bei allem was ich sogar, bei Allem was in tin, lebst Du in meiner Seele; u. immer Ich ich Deine lieben Augen, wie sie sich voll Wären in die meinen senden u. mich küssen. Deine Worte heute morgen haben mich geweckt, aber auch ohne sie roire mein Erwachen froh gewesen: Ich habe ganz wundervoll geschlafen, so tief, u. ruhig u. fest, als ob Du mich in Deinen komen hieltest um mich zu schützen, ich war ja auch so müde Und nun bist du ganz keil fort von mir, u. die Arbeit kommt wieder u. das all. tägliche Leben, will, daß aller Poesie vergessen sein soll. Aber ich will so fest so innig an Dich denken, daß Du das fühlst u. daß ein Frohgefühl im tiefsten Grunde seiner denkend wachse, der dich leicht u. glücklich machen soll; geviz 1 kin. es bei mir ist. Denn über meinem Wesen liege ein Zauber, den ich nicht nennen kann, u. wenn ich forscher, was Das ist, so isi mir eine großer stille Freudigkeit, die ganz tief einen liege u. aus mir strahlt. Und doch macht mich mein Glück noch ernster; ich möchte immer sitzen u. die Hände falten u rankbar sein. Ich hatte abgeschlossen u niemals mehr gedacht. Daß sammenhelles Tage kommen könnten, u. nun kommst durch u. gibst mir Deine Liebe, Dein Vertrauen gibst mir den Glauben an ein Leben, das ausgefüllt u. reich sein wird, das macht mich ernst, denn es ist gar zu viel, der Schönen, das mache mich so unsagbar reich u. Looh. Verstehst lu meiner Dankbar. keit? Dir bin ich s. u. dem Leben, dem Schicksal, oder dem Kerker der Geschicke Glück mache auch fromm reißt du darIch meine nicht formen im kleinlichen Sinner; Du verstehst mich schon; denn auch Dir lebt das, was ich empfinde; wir sind so gleiche Menschen in unsrem Fühlen Thur unsere Schwächen und verschieden, u. das ist gut; denn da soll eines dem anderen helfen stark zu werden, immer besser. abgeändeter, ich laß mich so gern biegen von Dir, die Liebster, die hast so eine zarte, reich. Hand. Doch ich weiß auch, daß ich Dir helfen kann; ich habe sie ha alle lieb, Deine Schwächen, er macht mich froh, daß ich Dir etwas sein darf, etwas geben kann, u. ich fühle es ich hab die Kraft in mir, in bösen Stunden. Dich wieder leicht zu machen P. Dann will ich bei Dir sitzen ganz noch Hanz diese, u. Deinen Kopf an meine Schulter Ziehn; so wollen wir es immer machen, wenn Du unter irgend etwas leicht, ganz zart will ich Dir dann die firne streicheln u. deine Augen küssen u. Du sollst das Schlagen meiner Herzenskönne, u. fühlen wie waren das für Dich schlägt. Timmer im Takt, Ihn-goHu? go? Immer nur deinen Hamen wird es schlagen. Der Schlagen wird Dir die Sicherheit in Allem geben, denn er macht Dir klar, daß ein Wesen für Dich denkt, u. für Dich da ist. Ich bin ja mir für dich da: weißt Du das, führst du das: du, du, Lieber, schon mal in dem Heaob da nicht einer meiner Blicker sich festgefangen hat, u. dann schaust die nur in die Augen; aber mach die Deinen dabei ganz fest zu, Ganz fest hörte und? Ich weiß, dann siehst Du es besser; in meinen Augen muß doch meine ganze Liebe für Dich liegen, u. das soll Dich troh machen u. leicht u. hing. b' wir werden so glücklich zusammen sein, ich weiß es sicher. Ich will Dir dem Heim mit so viel Tonne u. Wärz füllen, daß gar kein Platz mehr für Sorgen. Ich will Dich pflegen u. streicheln, u. wenn du müde am Abend nach Hause kommst, dann will ich dich wieder frisch machen mit meinen Lachen, denn ich kann ich glücklich bin, kann ich auch lußig kindlich werden. Doch ich habe Dich noch lieber wenn Du müde bist; Ganz still beisammen sitzen können, ist das nicht auch schön? Manchmal meine ich, es sei das Schönste. Schon tritt sich immer näher in solchen Stunden u. fühlt immer bewußter, daß man Zusammenwächst, u. eine doch nur ein andern lebt. Die Sicherheit ist doch das herrlichste an unsrer Liebe. Ich glaube, das alles habe I do schon oft gesagt, in diesem einen Tag an dem wir uns gehörten; doch meine Liebe hat zwar immer gleiche Worte, aber immer schon eines, tieferes Fühlen je länger ich dem bin. Morgen, Dienstag früh um 8 Uhr fahre ich nach Hause. Ich muß jetzt zu meinem Müttelchen, ich habe ihr doch so viel von Dir zu sagen. Salenhuis lassen mich gernefraSie versehen, u. freuen sich mit uns. Ich hätte Dir ja immerzu zu schreiben aber morgen ist auch ein Tag u. bis Samstag sollen uns doch unsaweiche helfen halte still Liebstow, eben küsse ich Dich in Gedanken Immer keine Paula. O Herrii Rechtsanwalt Dr. Hugo Linzheimer Frankfurt af heerbachstraße 1201 Burzburg, 26. Okt. 12. Sehr verehrter Herr Doktor! Sie vermuten mich gewiß schon in der Eisenbahn u. dabei sitze ich zu Hause an meinem Schreibtisch Ich mußte meine Kaiser um einen Tag verschieben. u. weil ich mit den Vorbereitungen dazu fertig bin, u. Sie mich baten, bald an Sie zu schreiben. so nehme ich hierfür den freien ruhigen Sonntag morgen. Verständnisvolle Worte wollen Sie hören u. es freut mich, wenn ich Ihnen mit diesen etwas geben kann. Ich kenne sie ja nur zu Gul. Die bunden, in denen man des eignen Ich nicht Herr wird, in denen man sich nach einem Menschen sehm der das, was man empfindet, in Worter fasst, die klären, u. erleichtern. Ich weiß, daß Sie allein sind wenn Sie leiden, daß da Keiner ist, der Ihnen beisteht. die Sorgenfalten fortzubringen, der Ihnen hilft, das Dünkle zu vergessen. Daß ich es bin die thuen helfen soll, das macht mich froh; ich künschte nur, daß meine Freundschaft ein ganz klein wenig heim taiben Stunden scheuchen könnte. Wenn ich auch nicht den weiten Blick u. die Erfahrung habe, wenn ich auch haltlos bin, dem wirklichen Leben gegenbar ich fühle doch, daß ich die Kraft besitze andre Herzen zu verstehen, vielleicht ist das so Frauenant. Ich sehe sie alle die Geschenster die Sie umlauern sie legen einen dunklen Schleier auf alles, was begehrenswert erscheint, u. sie drohen, quälen bis sie das Schöne in den Staub gezogen, u. Sie es o begehrenswert gar nicht mehr finden können. Ich weise wohl, daß nichts schwerer ist als solch ein Knecht um innere Freiheit. Jene Enttäuschung hat Sie dem Leben gegenüber streptischer gemacht u. deshalb Zweifelnd, ängstlich. das ist es, was Sie lähmt Sie haben ja den Glauben in diesem Kampf zu siegen, u. ich weise auch, daß das gar nicht anders sein kann. Denn, wenn Sie Eines alter Druckende Gefühl in eine Waage legen u. in die andre Thre Lebensfreude, so muß doch die allein schon überwiegend sein, u. wenn das Erster droht u. hält so muß dies"Lebenvollen" doch nur stärker verden. Angst hat doch Jeder, es könnten Jahr kommen, da man mit leeren Händen steht, in denen man sich fragt: hab ich auch alles Lebensverte das mir kam, genommen. Doch ich will weiter kägen. Und schon guten Eigenschaften die Sie haben, u. Thoe Incogie, u. den Verstand, dies alles will ich zu ThorLebensfrende legen; ist das nicht viel? Gibt daß nicht Kraft, das Eine zu betrüben? Kraft genug das Schöne, welcher Art es sei, zu halten, fest u. mit Zuversicht. Da muß doch diese Lühmung schwinden in der Erkenntnis der eignen Sicherheit, das eigene Wertes. Ich weise nicht, ob ich da das Rechte schreibe doch denke ich, daß ein Mensch, der mit sich kämpft schon halb gewonnen hat. Ich schreche Aus Erfahrung Sie wissen ja, daß auch mir der Weg zu diesem freien frendigen Mut nicht leicht geworden ist. klehr darf u. kann ich Ihnen nicht sagen.— Aber, bitte nicht blindlings in den Tannes laufen wenn auch Alleinsein gut tüt u. oft nötig ist ei Stunden des Zweifels, Sie sind ein Johann, der und unfreier, unklarer wird, je mehr er grübelt. weil das Vergangene zu laut noch spricht weil Sie die halten bösen Geister heraufbeschwören. Der alb, kann wieder die Geschensterstunden kommen, so setzen Sie sich an Ihren Schreibtisch, denken Sie ich liege ihnen gegenüber im Großvaterstuhl, u. Sie erzählen, wenn auch nur brieflich, u. beichten von der Seele. was auf Ihnen lastet u. ich höre zu; ich weiß u kann verstehen. Ich werde Ihnen besser Antwort geben, als diese Stille u. Einsamkeit im Taunur Ich müsste nicht Frau sein, wenn ich nicht gerne, helfen wollte. Ihm danke ich Ihnen, daß Sie meinen Brief tapfer nennen u. Dichtig verstanden haben. Ich wünsche Ihnen freie, leichte Tage. Klachen Sie sich um meine truben Stunden keine Sorgen. Herzlichste Grüsse! Ihre Paula Stettenheimer. Meine sehr ist: Dr Valentin Berlin N. Togostrafse 76 2.8 11.10.12.7 11.10.12.7-8N. Herrii Rechtsanwalt Dr. Hugo Tinzheimer. Franzfurt afll heerbachstraße 121 nachweg konnte Hepp nennem hin wo sprechen hiebein, 2) Zwäge ihrer so vieh nur? wie wir auch Witsen Sie nur tündigkeit zu erkennen, wenn sie mehrere, nur einen gewissen Kirchen nicht um Zusinnig ist. n'währlich zu gewärtig; Ihr einen eine ich bei Wien weissen bei den zu er unzuwehnt naßbewete im ihm gesuch hij erwärtigen’ ersuch zunache, worin ja immer ichmal erwärt in drein Teil hätte, u weh unser und meinander mein um zu ohnt’ wir, messer nach Herrniß wenn sie sie mich über die heute volemühr Ja zw. etwas neuh zu immern. woch nachgehe zuvog mehr hin ihrer netter nun nur nicht erhört, mehr wir ich nur mehr müssen wir mehr, ich nicht in ihm, wenn reich u bei seitig hin. hier noch nur meine im Zw. mehr ſerisset gehen. u mehrfahrung zu uns neuſgeIn wissel wäre ich noch vorher noch nieren nicht In einer neuereinnehmen möchte, wenn er ma’ ungechiff nezweifen Bünwer verw. manchen die geben, und mein Schlegel vielwein, wiederum die frühren wenden u würdch nicht zu mir meiner Hof inwenetwa wichert verstorbenen können erste, die wieder eine Monsieur Blücken sich wenn die wisserwirtschaft für mich in den hözt. vier freit mehrt mehr mehr, wenn die Vergleichung neichg ist es gehört ist auf ein mehnschwer merzer Bürgermehrung meine der Wung erreicen, er sie wenn nicht zu veranlungen, Geschwissen nahr. Zuwächst in auch heim ihrer wenn nur zu thun kurzt. Vernehmehr nur für sinde wünschenen gewonnenkeit zwischen ihm nicht an wir mit ihm zw neuere er ist, nommen hann auch in ihremmme ihn neuht gewiß wir hier merk; nach Ihr einer andere nur unweisehe ihm eine in ihm über der Wochen zu weinig in ein.’erich zum Fum aus Zu zu unerzuschien. -w! neuerwehr wohnzunehmen wir eine unterzeichnhaftnehmer, um zuſprechen mein Eine Hn. u zweck ich wir gegenw. Kerk u seyn eröhnenim hinn zw' ärrige zwei Ehenfahr, wo ihnn näher zum xx nachwank. nachsenhilje wenn wir nur eſurigung nur kennt ich. ihm ihm wir neben sich dem um einmög schmerzen mehr immer noch nur zu verwahren, wie ihm awehr i) nachher er erwisse zu mir, wo gefwährer nur wenn noch mein mehr, nachdem gehilen nach mehr sehr zur schw. um nochmal auf; essam will ich nun ihnen auch niederleicht u. wch wegen Herrn wiss dieser zwösse wohnet und mehr. 0 Saula Fleilheuil reiuwilen zurückzu wünschne für mehrere als nur meine wir aus auch nur mein keinen Freiß wäre wir wollen Erschreibenen hußtruch bekommen, wenn neißig ich einwieder hinreicher ist, wie man nach meiner eher einem schwierig mehr sind am war. Ich neuheſt Inhaltung eines Zwischennschwirten mehr auch Früher für die Bühmenbewandt, wenn auch mehr Denn Emporowert er ihr m thun eix nachricht. so quälen sie sich mich folß mit Ihrer Bewitt rein aus ein Fortsicht in Schreiben, mit grurück ihr Ihr nur mehr mehr gefüren. Wir kann u. räum die mit einem Zahl der worner ein Ein ſieren nach einem Rkriren nun neueſsagneri wenn nebstvernehmigung, geben können, und wenn auch nur mehr hwie gegen sey hat manches eiW meinig. Sr weil über die schwerer für zu vernehmen. riren. Erwärig nur überzum örmig ömmſe auf einem netes thun ganz mehr er’ nehrsmit mehr 1829 MARINE ET COLONIES - 5.10.12.4-5 N. 5 N Herrn Dr. Sinzheimer Frankfurt a/M Leerbachstraße 120: P. Würzburg, 5. Oktober 17/2 Mein lieber Herr Doktor Sie haben mir heute einen großen Dienst erwiesen. Mein Tag hat für mich mit Threm Brief begonnen, und wie ich Ihnen schon sagte, liebe Zeilen von lieben Menschen können mich für den ganzen Tag in gehobene Stimmung versetzen; ich danke Ihnen für Ihre warmen Worte Ich tü immer das, was mein Gefühl mir vorschreibt, und kann es mich dazu drängt, thuen schon jetzt wieder zu antworten, so fühle ich, daß auch Sie sich freilen weit hinaus in's Freie Vater's Lieblingsweg. Die viebelnden Blätter der Frische, klare Wind der mich zauste, die bauten Farben, u. die unendlicher Einsamkeit da oben, dies alles hat mich ordentlich gepackt; und ein so unsinniges Krendegefühl hat mich da durchzittert wie ich es kaum beschreiben kann. Lachen Sie mich nur aus, ich kannte mich selbst kaum mehr; ich, die doch so viel böse Stunden durchkeinte, die am Leben u. an der Tugend verzweifeln, konnte, ich steh da oben, um lache den Herbst an u. freur mich, nur weil ich übermächtig in mir fühle, daß ich sung bin u. so viel unverbrauchte Lebenskraft besitze; den Weg will ich Sie führen, wenn Sie kommen, Aber Sie dürfen nicht denken, daß ich mir schazieren gehe, seitdem ich hier bin, ich suche meinen Tag, so schön ich kann zu leben. Im Buch, der inneren Schönheit stehl: es gibt keine kleinen Tage. Kinden Sie das Wort nicht auch sehr richtigMan muß doch nicht nach einem großen Erleben forschen, sichen wollen. Die ruhige Tage sind mir oft die besten. Deshalb bedaure ich Sie auch gar nicht, daß Sie die Ruhe u. Stille in Ihrem Heim so deutlich hören, wenn man froh u. Frei sich fühle, so ist diese Einsamkeit wie einer Zarte Hand die Steeichell u. Harmone schaff wenn Sie morgen einen Sonntagsgrüß von mir bekommen, und ich weiß, kann Sie mittags in den Taunus wandern, werden Ihre Gedanken auch ein klein wenig nach Kurzbg. fliegen. Und weil ich will, daß Sie mir lieb und freundlich an mich denken, schon deshalb schreibe ich. Auch ich will morgen hinaus in's Forie. Ich habe den Herbst lieb gewonnen doch eist, seitdem ich froh bin. In trüben Stunden hat er sich drückend und aufHerz gelegt, da sah ich mir das Sterben und wogehn u. welcher Blätter, da könnte die Hatur und gar nichts geben. Doch gestern hat es mich hinawezogen. u. so bin ich ganz allein fortgekändert, ^ Und ihr Heim ist doch zum Träumen wie geschaffen; ich sagte es Ihnen ja schon wie kärm und schön es ist, und wie besonders gul es und gefallen hat, ich kann mir auch denken, wie Sie jetzt dappell gern zu Hause sind, nach diesen Tagen, die Sie so ganz u. gar nur nur gewidmet. Auch ich laß mich durch die warme weicher Atmosphäre zum Träumen viel verleiten, und wenn ich abends in meiner Sophaeden sitze u. die„Lublfe" in der Hand habe, so komme ich ohne für diese nächster Zeit; ich bin eben gar nicht zu dieser Unruhe die dieser Reise bringt, aufgelegt. Aufgeschoben ist hanicht aufgehoben u. kann nur eine solche Umgebung auch viel bietet meine inneur, so schwer erkämpfte Seelenruhe, über die ich so froh bin, die will ich so recht mit aller Klärheit genießen, u. dazu brauche ich meine gewohnte, liebe Angebung nicht so viel Heuer, nicht so viel Trubel. Verstehen Sie das? Glauben Sie a nicht, daß ich zu gleichgültig sei. neue Eindrücke in mich aufzunehmen. Jetzt werde ich wie ein Schulmädel mit der Blappe in die Stunde vandern, u. Ihren Brief gleich in den Kastenwerfen daß Sie auch morgen nicht umsonst darauf warten müssen:(der Karten Sie gar nicht darauf? Für Ihre Gesellschaft heute abend viel Vergnügen, Sammchen Kind wohl sehr aufgereicht sein. Ich Grüße Sie von Herzen! Ihr Paula Stettentseimer nicht viel weiter damit, weil ich mich immer wieder beim Träumen ertache, Frau Elze, das ist doch wohl die Frau von der Sie schwärmten, hat auch schon meine wollster Sympathie, Sie hatten recht mir dieses Truch zu geben. Über Boheme kann ich noch sehr wenig berichten, jetzt habe ich Klakierstunde da soll es erst durchgearbeitet werden, denn all die Feinheiten die darin liegen die will ich ganz u. gar herausholen können; ich freue mich auf dieser Arbeit. Gestern schrieb ich auch meinen Absagebrief nach Berlin, wenigstens transcripte VRZ Herrn Rechtsanwalt Dr. Hugo Sinzheimer. Frankfurt nein Leerbachstrasse 120 K de 2 Wurzburg. Oktober 1912. Unson Gedanken werden sich grüßen! Sagten Sie nicht so? Ich hab das Seelenrenckz-rons gut eingehalten. Und nun, lieber Herr Dr. sollen Sie wissen wie es bei mir aussieht, außen und innen; es ist 17 Uhr am Abend, ich sitze ganz allein in meinem geliebte herrnzimmo am Schreibtisch, die grüne Länner brennt, die Sie ja kennen men, dackel schläft zu meinen Fußu. schaut und manchmal auf ein sich zu kündern, was Frauchen ohne so schät heut noch zu schreiben hat leben, und mit dieser Rechtheit bin auch de weil u rühx werden wir verschiedenenen werden. wir verworben; ich wenn ich hier nicht nie zwischen zu thun, eben zwar zu ihm beweglich sich zu zu verfahren wenn nur wo wir ihr Nieren haben, die durchgefertigung nun auch immer: untersehen hir u nehmen wäre ich wurzt, nach verschier auf eineh ein u. bliebst nur weiß und noch schwerf uM will ich in ihrem Zimmer nesser, welcher, neserte manchef ohnef er geverw. -f nex teleleur mehme eher gehöre, wo er noch derſt zur in ihrer gerücktigkeit, nur nur in ihm hier auch wir wir noch nicht, Schreiben Felder u. s. f. in Reise günst sich so schielt, u. mit vielen Zwischen FJ viel reis wiss ich immertich erhielt und hier zur Auszug geweiseten gewesen, wie er r im rix’ Lenwzehr verzog ich erbe da vor Esiges wochen wir mich er ihr unter einen Ihr ganz in in iuris Kirchen niehren in ihm wir die wie weißenenen Wirke, nach bliebte viele weis. Wir sich ihr hochwieder nerzeig. um, wenn ich ihm zu geweile. Zu verzug in wir viel zwischen gewesen, wie die Schon in ihm Ihre Ritwreiße; es ist er nicht ich mich nicht die überneu, betrücklichen Wittworten mit ihrem Vieh’s nicht ge ihm nein neue ihnen seine Fichter und Dießen mehr, wenn ich in Es ist besonders ruhig u. einsam hier, nur die große Uhr die tiet so laut u. eindringlich, ich höre die München streichen; grad, als ob ich sie halten müßte; denn ich halte gerne die Hunden fest, in denen ich mit Bewußtsein die innere Ruhe genieUnd daß ich so frei u. froh mich fühle, das kommen doch wohl von all den schönen Eindrucken, u. von den vielen Plaudersunden die mir die letzten Tage brachten. Ich bleibe mir treu, auch heute unterhalte ich mich mit Ihnen, trotzdem es schätwird, und ich habe wenigstens nicht Verantwortung. wenn Sie dann morgen müde aufstehn müssen; aber ich weiß, daß ich doch Antwort haben werde, wenn Sie meine Zeilen P. S. Sie hat ganz reizend für mich gesorgt, überall Blumen, wie ich es liebe, und so war es heute abend zur Rendez-vous Stunde warm, lauschig und schön, bei und, so ist es auch jetzt noch Deshalb kann ich kein Ender finden und doch ist Schlafenszeit. Hun wissen Sie genau wie es hier aus sieht und morgen will ich bald für Sie eine Einladung eopirken und zu Träu Fels gehn. Dann komen das alter, facheer tägliche Leben, das ich mir durch, la Bökème u. durch Ihr Buch verschönen will; aber ganz so öde u. so traurig wird es nie mehr sein, ich hab es ihnen da ganz fest versprochen, u. was ich einmalsagte, wird gehalten, es fällt ja auch nicht schwer mehr; fast ist mir, als ob sich alles Jugend kraft jetzt doch helt zeige, weil ich so lange nicht an sie geglaubt. Reisen ist doch ofteres sehr gesund. Recht herzlich. reichst Sinthor Paula Hettenheimer, P. Berlin N. Tagostraße 76 I. Sehr verehrter Herr Doktor! Nun war es mir wirklich, als ich Ihren Brief in händen hielt, als sitze ich in Ihrem schönen, tiefen Großvaterstühl, u. könnte Ihnen die Worte von den Lippen lesen; was ich dabei empfunden habe, das will ich Ihnen alles gerne sagen, und weil Sie meine Punktlichkeit so sehr gerühne sollen Sie so bald schon meine Antwort haben. doch vor allem sollen Sie wissen, wie herzlich ich mich freue, daß ich noch hier bin, kann Sie kommen werden: Thlr 14 Täger bis 3 Wochen viliich bleiben, das ist für mich dann schon genug der Trubels, u. ich weiß, daß ich mich nach viel Ruhe sehne, nach solcher Zeit. Ich komme mir hier vor wie ein verwehter Blatt, in diesem lauten sagenden, verwirrenden Leben. So habe ich mir den Eindruck von Berlin doch nicht gedacht. Sie haben Recht, man wird gepacht u. mitgerissen. Immer wieder muß ich Schönes sehen die Zeit hat Flügel u. ein jeder Tag bringt, wieder Heuert, das mich entzückt. Wenn ich des Abends dann in meinem Zimmer sitze, bin ich sehr müde u. freue mich, mein Reich für mich allein zu haben, um mich zu sammeln. Ich bin ja hier bei lieben Kleinschen die mich verwöhnen, Die harmonie der Beiden scheint einen karmen Hauber um ihr heim, u. doch, Sie schrieben ermir aus der Seele, fühle ich mich oft furchtbar einsam. Man sieht so deutlich hier wie Feder allein. mir für sich lebt, u. daß auf sich, man angewiesen ist; der kird wohl öfter kommen, dies Gefühl! doch ich will jung u. froh sein, und ich freue mich, daß ich es nicht nur außen bin, sondern auch im Tiefsten meiner Seele.— Ich habe Ihren Brief sehr oft gelesen, am schäten Abend, als es still geworden; doch hatte ich dabei gar keine ernsten Augen, denn ich sah ja, wie Sie immer leichter atmen konnten, u. freien wurden, je mehr Sie. um erzählten. Ich sorge mich auch nicht um Sie u. kann Sie so bedauerte. wert gar niemals finden, denn Sie haben ja doch eine Sonnervatur ein Mensch der Lebenssehnsucht hat, ist reich, keil er doch nach Erfüllung strebt und— hofft. Viel schlimmer ist's, wenn man vom Leben stimpf geworden u. nichts mehr will. Sie fragen mich, was ich von Ihnen denke! Ich denke, daß Sie sehr ehrlich sind, mir Ihre Ahwachen so besonders klar zu zeigen, und ich denke noch, daß Sie gav keine Hr schwarze Siele haben, wie Sie schildern. Ich glauben, daß Sie für Ihre eigne Schuld ein zu gestrenger Richter sind. Ein Feder denkt, sein Leid das sei das Schlimmstr. Unglück ist schwer weil man als eine Ungerechtigkeit empfindet wenn das Schicksal mit frühen Reuschen plötzlich grausam umgeht. Doch Schuld dünst mir nicht schwerer, denn man kennt den Weg den man gegangen eh' man schuldig ward und muß weil Vieles doch zu jener Handlung trieb, sich selbst verstehen u. vergeben können. Ich vermüte weil ich Sie so kenne,- daß Sie nie etwas taten war Ihr Gefühl nicht vorschrieb, schon das macht Thon Schuld geringer, was es auch sei. Ich glaubdaß für Sie solch ein soleben kommen mußte. weil Sie leichtgläubig, unpulsiv sich nehmen ließ. u. weil das für einen Blau der mitten im Leben steht, gefährlich. ist; man erwart nie aus u. man sieht oft schäter erst für was das alles Gut wär. Und dieser reine frohe Tag auf den Sie warten, wird immer Deiner, froher werden je schwerer die um ihn zu kämpfen haben, weil Ihr Sehnsicht immer mächtiger wird. Doch wir schwachen uns ja bald, derhalb will ich darüber nicht weiter schreiben; wenn Sie hier sind u. Zeit für mich haben, so wird es mich und meiner Freunde freuen, die hier bei uns zu sehen. Vielleicht rufen Sie mich telephonisch an, daß ich auch sicher zu Hause bin Telephon: Moabit 2942 Für heute nur noch herzlicher Grüße von Thono Paula Stettenheimer. Dienstag früh ½ 9 Uhr 5. Nov. 12. Guten Morgen, mein liebes KerlchenNun sitze ich also in der Eisenbahn, um nach Hause zu fahren. Dort bin ich dir dann wieder näher. Ich habe ein ganzes Kupen für mich allein u keiner kann lachen, wenn ich so ordentlich vertrauende Augen mache, u. immer nur in eine Eder schauJetzt mußt Du meinen ersten Brief wohl lesen, ich fühle das. Da bist mir eben so besonders nahe. u. in diesem Gefüll will ich Dir schreiben; vielleicht nur wird buntes Zeug, aber du sollst fühlen, daß ich Dich lieb habe, mit jeder Stunde lieber, Du hörst du war das heißt? Ich kann dies Wort "lieben" gar nicht so innig sagen wie ich es fühle. Manchmal wenn ich Dich so ganz besonders noch weiß, dann ist es wie ein Brennen tief im Herzen das steigt mir in die Kehler, u. in die Augen, daß ich sie schließen muß, als könnte seinem sehen. Wie sie sich mit Tränen füllen. Wie Trauen des Glücks, denn ich weiß gar nicht wohin mit all dem schönen, wundervollen Glücksempfinden, Lachst Du mich aus. Test muß ich mich wohschämen, daß ich so töricht bin Und wenn ich heute mittag nach Hause komme, dann hier ich etwas von meinem Liebling; wie freue ich mich auf Deine Worte Auf unser Telephongeschrächungen ich gestern trotz"dringend" eine voller Stimme in der Post warten Sei nicht böse, Kerlchen, es hab mich etwas deprennert, nicht das Warten, nein, unser Gespräch. Ich konnte Dich so schwer verstehen u. Dir gar nicht so alles sagen was ich wollte. Ich habe so errege auf deiner Stimme gewartet u dann warst Du so fern u. ich hörte gar nicht deiner Liebe klung de ma Aber ich war auch gestern Hoeck müde, u. abgehetzb. Ich wollte. doch allen Lieben zu hausch etwas mitbringen, von dieser Reise die mich so froh gemacht hat. Wäme her u. sonst haben mir so lieb geschrieben, ich habe die Briefe für Dich auf. Der Abschied von Valent war fröhlich, u. doch tat es uns allen leid es wird sich bei Ihnen v bei mir so vieler andern bis wir Wir haben mir uns wiedersehen für unser Heim eine schöne, groß Bronze geschenbl. Preuß Du Dich auch mit allem so was für unser Heim ist? Unser Heim" ich will das Wort recht oft schreiben, er klingt so sicht, so voll Kühr, so woll klarer geachtender, wärmender Trine Du hast recht, ich bin ein Kind aber für Dich immer nur Dein nur