CARL SCHEUERMANN, WORMS MARINE ET COLONIES S. H.J.LIELïd. CHULRAJUN Tagebuch Ende April dans les voor verw. H.W.A. BUCHBINDEREI eine 2. or angeben. Diese Arbeiter benutzen jetzt alle zur Hin- und Rückfahrt den Kraftwagen des Herrn Karl Rahn Oberrosbach, Fuhrstraße und waren z. Zeit ungefähr 40 Mann, welche früher alle die Eisenbahn nach anderen Arbeitsstellen benutzten. Sollten weitere Angaben nötig sein, bitte ich erg. mir mitteilen zu wollen. wann ich erkl. vorsprechen soll. Piessler 18. II. 81. Der Richter 24. W. 1893. Hent' hab' ich wieder einen düsteren Tag. Hypochondische Anwandlungen. Todesgedanken Unbefriedigt mit allem. Keinen glauben, keine Hoffung, kein selbst vertrauen.— Ein Lichtpunkt— folgendes Gedicht giebt ihn wieder: Ich bin. Ein frisches Leben treibt in mir Die Lust, ein kräftiges Wollen Sie diese abant' dazein O könnt' ich nur o könnnt ich jetzt Die Schwerauf lass ich haben genieres nein froh man sein Weit in der Welt mich sollen. Es schäumt die Ungeduld in mir 2. Es jetzt in allen Knochen Fort will ich, fort von hier. Mocht an die Welt nun pochen Möcht in den Stzern mithlagen Mocht in den Strom mich stügen Möcht' Kampfen mit den Wogen. Und ringen mit den Hogen möcht' klar und frei umher nun schänMöcht' endlich selbst nur sehen Bin lang genug betragen. Bin lang genug betrogen. Und vie, die mich bedrückte 4. Und unbegrenzte Kaume, Und du du dernier Begleiter Die Luster schaut darein: Will froh mein geist durchschweifen Die Schwermit-fahr de hen Sichwermut lass ich fahren Schilp ell es trok gewissen. Will all das Schöne, Note geniese Hroh mein sein. mit trank nem sien begreifen. Und wurden; dass ich bin: Ein trauriges Pendant zu dem hoffenden und Zukunftfrohen Wenn bildet folgendes – ein utrecklicher Verzweiflungsortrei, tief aus dem Hegen heraus. Ich bin so schwach, ich bin so müd Als musst ich heute 7ter beiden Mir fehlt die Kraft, die Leidenschaft Ach, könnt ich nur in LeidensIch kann der Zitterat leiden. Wild von Begehrtes bleiben. Ich seh mich kleinen kleinen Herrn Und wünsch mich doch so gross Ein Eckel packt mich, Aberdruss Das ist mein Erdenlos. Ich fürchte mich ich fliebe mich Und suche süss Torgassen Ach, mir wird schwer, zur Last mein Ich Mein wünschen und mein Hopfen. Wo kann ich Kute fraden wo friede, glück und Lust? Ich frage und ab frage: und Schaudern fasst die Brust... 1 In der Nacht war mir's als hatt der Wahnsinn mich gepackt. Überklich, schrecklich! Und Hilde— die geht mir auch so traurig durch den Kopf. Ich sah sie heut angegriffen und mek. Ahnt sie mein Leiden? Ach wie und oft packt auch der Gedanke sie ist oder wird so wird die, die nen sie.... Schanderhaft... schauderhaft.— Gebt mir Erlosung, glaube. Ja, ich fühle es immer mehr, man, muss einen Halt haben, eine Stütze, an die man sich Klammern kann.. die einen stählt und wütig macht und Lindeng schafft.— Kuke! Tod? Artikel 6 der Französ. Verfassung von 1791 lautet: Tous les citoyens étant égaux tout également admissibles à toutes dignités, places et explois publics, selon leur capacité, et sans autre distinction que celle de leurs vertus et de leur telens. 25. IV. 1893. Heut ist's mir etwas freier in der Seele, wenigstens Zestweise. Die hypochondrische Stimmung löst sich mählich auf und mir wird wohl dabei. An Theo hab' ich gestrieben und zwei Liebesgedühte beigegeben, die er mir vielleicht componiert. Wenn ich nur mehr Kraft hätte mehr Leidenschaft, mehr ungestümes Wollen... Ich bin machtlos gegen den geringsten Eindruck, der etwas unangewehmes in sich schliesst. Er weiß mich gleich nieder, Ich kann mich nicht souverän, mit lächelnder Meere, über ihn hinwegsetzen. Eine gute Dosis echter frivolitäs hälfe mir gewiss über manches widrige Linweg, das mein pedanhoches Ernst nicht loswerden, nicht abstossen kann. Goethe ist oft komisch in seinen Briefen. Seine Natur ist ganz sonderbar. Das Naive, Unbewusste, das das gände meint, geht dieses als positive Eigentümlichkeit desselben anneint ihm ab. Er hat eigentlich zwei Naturen. Die eine ist productio, intuitio— die andere betrachtend und controlierend. Merkwürdig ist dabei, dass beide Naturen in beständiger Inflienz sich befanden- u, dass die controlierende Natur über die leiseste Regung der anderen Rechenschaft geben kann. Goethe ist sich seines Zustandes immer ganz genau bewust, weiss woher er kommt und was er in diesem leisten und thun kann. Beachtens wert ist es auch, wie er sich den Eindrucken gegenüber verhält. Er aber Er über Kritik an ihnen und nicht jeden von ihren lässt er in sein fürstliches Innere. So kommt schwerlich seine Seele aus ihres harmonischen Ruke aus ihrer rumpischen Überlegenheit Watre humanität zieht immer die Gründe in Betracht, aus denen eine Handlung entsprossen. Sie lässt sich nicht von Eindrücken überrumpeln eben weil ihr Auge mehr auf das objective gerichtet ist und das persönlich= empfindliche dieser objectiven Milde gegenüber regungslos bleibt. So wird ein würdiger Vertreter der humanität die Auswüchse des Judentums auf ihre Gründe, auf itre Worgeln zurükleiten, die bekanntlich in dem systematisch betriebenen Aussagewesen zu suchen sind. Ihr ist bedeutungslos, dass die Anwuchse unangenehm sind, sie fragt, warum sind sie unangenahm, und die qualität der Gründe bestimmen ihr Urteil. 26. W. 1893 Die Liebe ist nicht mehr so mächtig in mis. Im übrigen bin ich verdriesslich und gar nicht zufrieden mit mir. Zu nichts echte Lust. Auch keine productive Stimmung- schlaff, müde 27. W. 1893. Heders Stimmen der Völker in Lieder bergen manch schönen Schatz, "Schätze den Hund nicht nach den Haaren, werden nach der Jahren" (Estheisch) Ein schönes Wort von Kant Man kann allenfalls der theologischen Fakultät den stolzen Anspruch, dass die philosophische itre Magd sei einräumen; dabei bleibt aber die Frage, ob die Magd ihrer gnädigen Frau, die Fackel vorträgt oder die Schleppe nachträgt. Im Volkston. Mein Mädel sei - so sagen sie Ein bitterböses Mädel, Sie zanke nur, Sie schimpfe nur Das bitterböse Mädel. Was frag ich viel Nach dem gescherätz. Mein Mavel, das ist schön The Aug' ist blau'. Ihr Muad ist rot. Mein Mädel, das ist schon Sie zanke nur Sie zanke nur, die schimpfe nur, Sie schimpfe nur: Liegt sie mir nur in den Amen, Liegt sie mir nur im Arm; Was geht's mich an, Was geht: mich an, Ich kusse sie, Ich Küsse sie Liegt sie mir nur im ArmLiegt sie mir nur in den Armen. Das gedicht ist niedergeschrieben- Dilettantisch genug- nach der Lectüre verschiedener Lieder aus Herders genannter Sammlung. Ich wollte eigentlich ein Pendant zu dem„Hagestolzen“ dichten, sagen, dass, warme Lippen schlanke Arme und ein liebevoller Busen" zu einem festen Glück nicht genügen, dass auch die entsprechenden inneren Eigenschaften dabei dem mussten. Doch ich blieb in dem höchst material. Nunsche stecken, woran meine vereine Stimus Wohl Hauptahm Stürmisches(II) Es giebt für mich nicht Ruhe, kann nicht vor Anker liegen. Hinaus hinaus in's weite Meer, Nur nicht zu Kreuze Kriechen. Vergiss im allgemeinen Schmerze, Das Leid das Lute nur qualt Die ganze Welt sei keine Liebe, Mit, die sei du vermahlt Resignation Ich singe von dem Willen der ungestim aufbräust. Und sitze hier, verlassenIm Traume Mud’ und schlaff. Ich wünsche nur und wünschte Doch fruchtlos bleibt das Wort: O könnte nur mein Wille, gebieten streng der That! Einsam wandl' ich, eersam Durch die Khaar der freudigen Ein kann den Friede nicht Nach Durch die Schaar der Leit freudigen Waadt ist einsam cersam hin Lust Dort ich kann die Lieb nicht finden Nad Erlosung Rote Wäger, blut rde Rosen Heisses Liebewerben Heimlich Küssen, Heinlich Kosen, Nur nicht sterben, sterben. Gegert sagt, jed' bezwing Nach der In den Blückenkam des ZendeSchevingt um alle Herzen sich Ausgelassen sind die Leute Kade vergessen sich Nur mein Herz bleibt Lüster! heer von Lust und Lieb Pfingsten Golden liegt durch der Blätter grünDer Sonne freundliches Lachen Und der Mensch vergisst die Muhn Die hier der Alltag geschlagen. Lachen Kütern überall Bunter Bänder Weibes dergefli Her: Blickewerfen, Glockenschall, Wersies Seidegekeiter Küssen, Liebeln, Kosen, Heutern grünen Geker, verschweigen He versteckt sind Kosen Heater Keunken Rosen Liedergübeln, frohgesang Und der Vagel gepwitschen Helles Frückings Laken Ingardlust und Ingenstrang von Wied. vom Kinde Froh getragen Haude drucken koketieren Liebewerten Liebezeiten Übermutige charmieren Man sie vielen viele schönen geschmölle des Schönes Hinten Grünep Gitten Kussen, Kosen, Hinter keuseten Kosen gebes schrieben. Dieser de cette Mummen see Im Schwarzwald stille. Grüss Gott Euch schöne Berge Mildern Duft verklärt. Umhänntt von milden Duft Geurgett Euch stolze Tannen Wie würzet ihr die Luft I. Ich atme auf und ganze Die Ruke sehnend ein Ogiess, der Haupter Friede Und in dem Herzenblinket it sanfter Wiederschenf. Sch atme auf und lange In meinem Herzen blühet, Die Ruhe sehnend ein der Ruke Wiederaten könnt ich in diesem Frieden Wohl auch mal gleich O komnt ich nur In meine Seele ziehet Es nicht in mane Seele Und meine Seele ziehet, Ein stiller friede ein Mein Blick schweift in die fern to lachend Himmel, wd’ verschwimmet Weltpfragsten Siegen Ich hör das Lachen nicht, das Rüdeflittern Womit it one his bethors Tit dring in Eure Herzen tiefer Ich kann in iure Verzug Liefer Dringen Und weiss, dass da kein Friede wohnt Ich sch die leidgeführten Miesen Von Ebad bloss und Burger Und dort die Welt höe ich eine Schaen ziehen will Erlösung Nach Mitleid, nach erlösung. Vora, Euer Lacken, Ener Singen, Wenn ich Es kann das Leid nicht überklagen Das Und all des Teufzen, all das Klagen In dem nach Geburt die Menntenberger jagen Wenn was die Sonne Krausser Actes Jedwedem, der in kein Scheine wehrelt Wenn sie auch in die Herzen malt, Neun Lüge, jedes Vorurteil Den freudigen, den heit'ren ganz Hinschmölzt vor ihrem Lauf Dann will ich voll aus ganzen Herzen Nach Walsheit und Mitnagen in dem Chor der Lust Vrkentnis Den Geist erkelt, die Seele Nod fremde hymnen Lustgesegen Entsteigen reich der Brust stalt Dann will ich wild in alle Lüfte rufen Weltpfingsten blüht, Weltpfingsten. Mummensee nach einer alten Lage im Volkston gedichtet von H. Bleibtreu, Am Mümmen zu, am Strande Ein Schafer traumend liegt Es schweift sein Aug am Rande Des stillen Sees dahin. Es sieht die poten Tannen Da stehen die Tannen schweigend Beschauen still ihr Bild Bei übrig nhan u ihr Bild doch Das auf das Wasser zittert neigend Ein milder Friede Eiehet leise und pitterat sich zitend, wellend spenat Sein Herz totwent(so kind) Kad Ruke süsser Friede Er hört die Welle brechen Dort an den Felsen sacht Nieder Es hört die Lüßte zwecken Sm tiefen, dienst'en Schacht. Sein Herz durchziehet Friede Es drängen rengssum ihn Kad tiefe Ruhl still. Sich lichte Blumen vom Nun Erstreckt im Gras sich müde Sein Aug es schliessen will Und nun den drängen freundlich Sich Blumen licht und blau u. licht Ein Lächeln mild verkläret Und Lüfte heftig Kosen Sein helles Angesicht Die schönen Laken kan. Das schon und rein gemiDas blükende Aufesicht. alende Um das die schweige Lorke, die blonde Eia Kranz von Schönheitflicht weite Sich leicht und milde glicht, geschmeidig. Das Weib Nun tritt sie an das Ufer Ein Lächeln um den Mund und Hasserperlen träufeln. Da greift leicht Kirche um sie in der Kund. Da beugt sich über das gesichte, Das prächtige Gottesweib Leicht hebt die schwarze Locke Die um den Leib sich schliegt. Ein Kühler Wind gelinde. Das Augi strahlt und glitzert der Leib süas Düfte namht Wie sie die Gottes einstens Im Liebes Kampf gebraucht. Jetzt gleitet sie zur Erde. Dem Schäfer weich zur Seite Ernkauern fühlt die Wärme. Sie legt dem Schafersich zur Seite, der schauend Wärme fühlt Sie lacht ihn an so liebend In Amuet ganz gehüllt, kein Auge bleibt geschlossen. Die Schönheit blendet ihn Ein Traum ein schönes Bleid werk. Ihm dies noch alles schien. Da ziehlt weite Kreise Da rauscht an Das Wasser plötzlich rasst Und auf das Gras seit leise Aus den Stett sich leise Und sich das Wasser ziehet Leise weite Kreise Und hervor da blühet: Eine weibliche gestalt Da ranscht es in dem Wasser Als hätels ein Sturm bewegt Da rauscht es in dem Wasser Die flut sich Carpam teilt. Und sich! es hebt sich prächtig. 1. Da teilt die flut sich langsam 2 is hebt sich gleich Das Wasser Kreisend rauscht: Ist's Traum was er gesehen Der Schafer steckt zwücke. Ist's Zante, Gankeleptel Sein Sinn ist wie berauscht. Es kann es nicht begreifen Des Hunders ist zu viel 3. Und immer höher hebt sich Der prächtige Weiterleib, Den so eine Blüte lieblich Italien, an ein jünger dem Die flut empore treibt. flöe, wie sich diese Eindreisimmen bericht in ihrem Weiten Termin Sieb wie braucsen wolle die Sonne fiet, wie franssen viell die Sonne Was dämmend in der Seele liegt, Und wie im Traume eingewigt Das wird Erfahrung klaren Wird ferneres Leben der Zeiten Weben Zur Klarheit frei gehören Und aus dem blauen Dämmerlicht In mannigfachen Träumen stätternd Und das glück Durch die Länder hör ut's klingen Hoch die fahren sich ich schwiegen Fraheit, glück allüberath Liebe strehlt das Auge wieder Kein gelüsten Ziehet nieder. wird, sich für Erkenntnis dringen Und klar den geist dortdringen Wird Metshert Helle breiten Und aus dem Dammerlicht der Träume Wied froh zu hellen kommen, Der Geist hinan sich schwingen Und um Erkenntnis ringen. und jedes Leid und jede fremd Und jedes geitern, jedes Heut Umcankt den Geist mit neuer Kraft Und mit der Strebens Leiden erheft, Was damand in der Seele liegt Mein Leben war ein Würschen Ein Wünschen war mein LetenEin Hoffen, stetes Wollen, Ein enteloses Mandern Streben Ein geniessen Ein Entsagen Und ein Kanken und ein Wagen, Nier müden Kiel verlieben Aod ein Schoen Nach dem druten Act, ein ew ges Wähnen, Ahren Tief erschauern, heises fühlen Stets ein eins ges Fuklen, nach dem Glücke Nach dem Lande, In dem selig, ohne sagen. Im genüsse erbwegt der Hochstes schönstes Kleenstes bestes Mild den geist verklärkt Ew. ges. Glück gewätret. rein geiet geweest, nous avés Sie hart mit nicht vergeren, Es ist vollbracht Es ist vollbracht Die Braut wird frei. Die Bruit erglüht's Irkte neuer Welten Morgenschein derst Nach Zeelä durchsprukt's Ich fühle. Ein neues sein, wie früh ein reines Sein Frei näher in die Lüfte: In stolzer Kraft In Leidenschaft mit aller fremigen Leidennhaft Es ist vollbracht, vollbrecht! Ich hab' was mich bedrückte Und nie mich rein beglückte Es fasst ein ungewohntes Stauer Ich hat' es abgestreift. wie geisterhand mich an: Die fersch Kliert am Böien Ich fühl' mich hoch enthoben Der Blick ist's Freite schweift Sevwedem Erdenwehn. Erfüllt die Brust mit Ahren Und durch die Seele klägt ein Mahren mit heimlichen Erwahren Von neuen Keimen, neuem Früchten Als musst sich alles lichten: und Sonnenklarheit sein Aus der Pflichten Erge, frei ruh' ich in die Lüfte die mir noch geraubt, In stolger Kraft Mat aller freud'gen Leidenschaft. Es ist vollbracht, vollracht! Elle, kleine s'Euriprut nuiti nuit Wie einigen WaarenDa, Teilen Geschritt dch. Vos jedes Heim, avec reçu anreres Das C E's quaes das Eine rutels, était allé, schrieb von Vos jours rien Vonstätten vor. was neuen sein. et puisr des eens aux andern nuito niett allem Liebeverfrau De stuivre rivre in fran früher Das Eine aus den auren schreiben De Prg sʼenga als prouwen Ein schönes abendlied bei Herder von Claudius Der Mond ist aufgegangen: Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und Klar; Der Wald steht schwarz und schwerget, Und aus den Wiesen steiget. Der weisse Nebel wundertas. Wie ist die Welt so stille Und in der Dammung Hülle, 50 traulich und so hold! Als eine stille Kammer, Wo ihr des Tages Jammer, Verschlafen und vergennen sollt. Seht ihr den Mord dort steten? Es ist nur halb zu sehen, Und ist hoch rund und schon. so sind wohl manche Sachen Die wie getrost belachen. Weil Unsre Augen sie nicht sehen Wir stolze Menschenkinder sind eitel arme sünder, Und wissen gar nicht viel, Wir spinnen Luftgespinnste, Und suchen viele Kunste, und kommen weiter von dem Ziel Gott, lass uns dem Heil schauen, Auf nichts Vergänglich-trauen Nicht Eitelkeit uns freue! Lass was einfältig werden und vor die Wies auf Erden Wie Kinder fromm auch troklich die An Siegfriv Juggenheim hat ich heut auch gestrieben. Von Kesa hab' ut ihm erzählt, und ihm gestanden, dass das Mädchen mir— nicht gleichgültig- Die Liebe zu Hilda, sinkt- ich spür’ es. Sie hat so viel von ihrer Mutter, wenn sie auch noch vieles zu verztlieren weiss. Auch fehlt ihr Anmut und weiche Hingebung.... ich vliss nicht, was schreib’ ich dem da- ist's Laune- oder? Kant hat eine kritik der reinen Vernunft geschrieben. Der entsprechend könnte man eine Kritik des reinen Kunstvermögens schreiben. Die Principien, die in Kants Werk zu Grunde liegen, liessen sich leicht auf das Kunstschafen übertragen, wodurch eine genau abgestecktes Gebiet das die Kunst nicht überstreiten dürfte, systematisch bezeichnet werden, konnte. Die leitenden Ideen wären demnach Kug die folgenden: Die Kunst darf nichts darstellen, was in der Anschauung nicht gegeben ist, was keine Rahtfertigung in der Erfahrung findet. Alles was nach einer abstraeten Idee gebildet ist, geht das eineliche das lebensvolle des Anschaulschen ab mithin wäre das ein schlechtes Objekt für die Kunst. S. die Mittelasterliche Kunst. Die individuske Kunst die nur Inneres bietet, muss formall jedenfalls der Anschang genügen das gedankliche und stimmysvolle erkennt auf eine Wettat vor der Engewalt 28. IV. 1893. Früh aufgestanden. Eine reine Stimmung hab ich immer noch nicht gefunden, Ich glaub' das beste wäre eben für mit 2 ich pfeife, allem gelehrten Trödel und stiez' mich hinein in ein gesundes Saufleten. Aber dazu bin ich schon viel zu philiströs. Echelhaft dieses Herumflackern, dieses Unnützwein- bin eben ein Prachtexemplar des„Vielzuvielen“ die in etwas Tarasitentium metz schaden als Nutzen bringen. Könt’ ich nur fort, weil fort— und alles vergessen. Ich hat' zu wenig Eerstreuungen, zu Wenig Anregungen ich glaub das hat Hauptschuld an meinem Unwohlsein.— Was ich gestern, sagte, das herene ich heute wieder— mit Keinem Wort, mit keinem Handeln bin ich zufrieden Satire, Komik, Tronie- aber diese drei Begriffe möchte ich, mir in nächster Zeit Klarheit verschaffen, Die Menschen werden objectiv, wenn der subjectiven Vermögen rinkt, wenn es die Kraft verliert, man Licht auch in anderen Körpern leuchten zu lassen. Das was bei gœthe des fall, dessen grösste Kunstwerke dem überströmenden Subjectivismus entstromten— sie nahmen erwert ab, sobald die gerühmte Hjertivität die erwürdige Subjecti vität überwächerte. 30. IV. Heut' ist's mir wieder unsagbar Weh. Den Don Carlos wolle' ich lesen, Kam aber über die Kälfte nicht so drängt sich mir die Rhevermut um's Herz. Meine gedanken können sich objetiv nicht mehr verbreiten— immer und immer nur ziehen sie düstere Kreise um mich. Ichken diese Stimmung auf einen bestreunten Fall nicht zurückführen— sie entspringt meinem ganzen Zustand, in den ich, weiss Gott wie, gekommen bin. Ja, wenn ich mir Schur eine Person nicht anvertrauen könnte, mein Herz ausschütten konnte. Aber wenn denn? Meine Eltern verstehen mich nicht und von ihnen kass ich Linderug nicht Zu hoffen. Ich habe gar nicht den Mut, ihnen gegenüber auch nur die geringete Andeutung zu machen. Liebe, wie ich sie will, finde ich nirgends. Und wenn ich schon soll: ich hab’ sie selbst an Ich verachte mich chen geradezu. Ich habe kein Zutrauen zu mir. Ich werd mir selbst zur Last. Dabei bin ich schlaff und kann zu keines erhebenden Arbeit kommen. Intensio darf ich gar nicht über mich nachdenken, die Thären kommen mir dann in's Aug und eine schreckliche Todessehnsucht. Brech’ ich Pflichten, wenn ich aus dem Leben getr? Rein. Ich bin hier niemand zu Dank verpflichtet; niemand hat mehr verstanden, niemand hat mich meine Eigenart erkennend, gefördert. Es mag brutal sein, was ich da schreibe- aber ich Rain nicht anders. Auf eine Weise muss ich mir doch Luft machen. Ich fass den Todesgedanken jetzt wie etwas selbstverständliches, das durchgesetzt werden muss, In's Auge. Jede Reibung, jede Berührung mit anderen Menschen – macht mich eben ganz nervös. Ich muss fort, du langst nichts für diese Welt- so tönts immer und immer wieder in mir. Wenn dann noch Gedanken über die Zukunft hinzu kommen- dann werde ich ganz confus. Ich soll Medicin studieren, tauge aber auch nicht im mindesten zu diesem Studium. Oder ist darf(!) auch Jura studieren. Das wil ich aber auch nicht. Meiner Neigung soll ich auf jeden fall ertragen. Was soll daraus werden! Wie es einem ist, wenn man gezwungen etwas thut, das hab’ ich in frantigirt, henk' ich, genügend ausgekostet. Und das soll nun wilder kommen mein ganzes Leben lang. Ich komm' innei wieder auf das eine Ziel zirück: Tod! Wena Leiche, eine Einfachheit zur Lhare tragen, die notwendig in die Augen springen muss, so ist dies ein unanstehlichts Prozentum. Ein schones Wort von Hettner: Flache Engherzigkeit, welche überall nur den Maßstab der Katéchismus Kennt, hat in Sachen der Kunst nicht mitzusprechen 1. V. 1893. keine erste Maistimmung. Zum Zeitvertreib hat' ich einen politischen Artikel begonnen: Bismarck und der Antisemitismus. Morgen fütre ich ihn zu Ende und geb ihn der Wormser Ztg. Hardens gleichlautender Aufsatz, der vom Fürsten jedenfalls zu inspiriert ist, liegt meinem zu Grunde und bestimmt den Gedankengang. Eine Original- arbeit liefere ich also nicht. Mir ist es auch nur darum zu thun, die felsche Meinung, Bismarck sei ausgesprochener Antisemit, zu nehmen. Es ist ja unter seinem Regiment aufgekommen, dieses Anticemitisssus- das ist ja wah, muss B. aber deswegen sein Wecker sein? Hat Karl V die Reformation hervorgerufen, weil sie unter seiner Herrschaft sich regte? Es hätte ihn aber unterdrücken müssen— schreien viele, er hat den meineidigen Stöcker im Amte gelassen- das ist Beweises genug. So, meinen Sie? Bismarck Blick war zu sehr auf's grosse gerichtet, auf das wesentliche, um einer Bewegung, die nur insofern politische Bedeutung besaas als sie antecepitalistisch gesinnt war, besondere Berichtung oder Pflege zu widmen. Er ging über sie hinweg und erledigte fragen, die mehr in die Entwickelung des socialen und politischen Letens eingriffen, als dieses Antisemitismus, dessen Grundlage, B. wohl nie verkanneten Wenn er wirklich Antizernit gewesen seine Regierung hätte eine ganz anderes Aussehen... Doch ich will meine gedanken in den Aufsatz entladen, nicht hier. 3. V. 1893. Mit Hilia ist's nun definitiv aus. Sie kam nicht, trotzdem sie mir’s versprochen, sie wie also ihre Entgegungstherde practirt durchfüben. Sei es- ich ergab' mich drein- nur ein seltsam weher gefühl beschleicht mich“, so einsam, so verlassen... Und keine Hüze nehe, keine Möglichkeit mehr, die müde Seele zu erfrischen und zu ertreten! 4. v. 1893. Brief an Siegfrid Guggenheim. Er ist mein Freund nicht mehr, war es auch nie. Dass ich so vertraut mit ihm werd, liegt nur in dem stürrmischen Bedürfnis, sich auszusprechen sich mitzuteilen. Und das Bindnagglied war Hilda. Seitdem nun dies gefallen, behagt mir auch die Freundschaft nicht mehr, und ist bestänke sie auf das"objectivste" nur. Intimes wird er von mir nicht mehr, erfahren. Heute fange mit meiner Byronvorlesungen ein Teilnehmer sind 3 Camereien Wenn mir auch die Gesellnhaft nicht sonderlich behagt, so werde ich mich doch mit allem Eifer der Sache widmen, weil für mit den grössten Nutzen hoffe. 5. v. 1893. Immer noch, diese unglückliche Stimmung: schlaff, schläfrig, sterbenwollen. Ich brauche Liebe, Wärme.. aber eine grosse Liebe, die über mir steht und die meit ganz herauszieht aus meinem Wesen und Wollen. Bycon übt wieder seine Anziehungskraft auf mich aus, mächtiger denn jeAuch die politischen Dinge nehmen mich vollauf in Anspruch. Ich bin froh in ihren etwas zu haben, in das ich eventuell meinen Groll und all meiren Zorn entladen kann. Fürst Bismarck und der Antisemitionus ist der Wormser Zeitung"übergeben. Will sehen, ob sie ihn abdruckt. Wenn ich wenigstens in einer Grossstadt wäre, wo ich mich anstoten könnte, wo ich mich verlieren könnete im Strudel der Vergnügungen. Bereuchen das ist das einzige, was mir eben übrig bleibt... beraenschen... vergenn. Oh, ich wollte Orgien feiern u. ich Wollte leben...! Byrons Hebräische Medodicen schliessen wahrhaft himmlische Schonhert ein. In ihnen kann die Seele sich baden wie in ewigen Licht. Das gefühl, das darin sich offenbart strahlt wieder von Himmelsglanz, von des Weltalls Sphären. Anders kann ich wirklich über diese einzigen gedükte nicht urteilen. Ich hab nur schwärmerische Begeisterung für sie. 6. V. 1893 Hent' bin ich endlich mal wieder vergnügt und guter Dinge aufgestanden. Heut' fütete ich die Sonne wieder, die sich so nageweis durch's Fenster klemmte und mir zubliegelte, dass es draussen so schön sei und dass ich doch kommen sollte, um in Ihrem Gläcze froh zu geniessen. Aber, während ich dies schreibe, kommt schon wieder die Schwermut über mich. Sie sorgt dafür, dass ich keiner Sekunde froh werde. Das gefühl allein zu stehn, kein Freundesterz für sich schlagen zu hören— das ist das schrecklichste noch Mittags: wüste Sauferei Comodie, nichts als Comadie. Ich muss mich frei machen von all dem Pennälerquart.- Südermanns„Heimat im wilden Mann hat mich wenig erregt. Das viele Bier, das in mir steckte, mag mit Schuld dran haben. Eine Fräulein Fernau— Sarah Bernhardtkop spielte die Magda recht gut. Alles andere: O I.V. Schlechtes Wetter und trübe Stimmung. Manfred etwas genossen. Herrliches Dichtwerk.- Sehnsucht nach Hilda. Ich weiss wirklich nicht, was ich von mir denken soll. Gestern hält wie ein Eiszepfen, brutal geredezu durch den plötzlichen Amschwung- und heute wieder ganz hinschmelzende, sehnende Liebe. Mit solchen Stimmungen kommt man nicht weit. Das fühl" ich auch mit. und darum auch die Unzufriedenheit mir diese quälende Selbstverachtung. Der Reichstag ist aufgelöst(6.V.). Ich frei mich auf den Kommenden Wahlkampf. Will sehen, ob ich irgendwie wirken kann. Mamroth schlägt in der Frankf. 719 die Grundung eines"Journalisten-Hatschule vor. Der gedanke ist nicht übel. War sie nur schon in's Leben getreten, und ich könnte hinziehen. Aber, mein Gott warum wünsche ich nur was! Einen Wunsch, den Neigung mir eingiebt, gewährt mir das Schicksalz ja nie. Sowert bin ich in meinem„oplimistirten Zukunftsglauben“ gekommen. Verlassen.(das letzte Lied) Noch einmal, Lieb, Komm an die Brust, Und an die Lippe mein Noch einmal, Lieb, gewet die Lust Und lass mich glücklich sein... Zum letzten Male ruh, auf dir Mein Blick- und dann: ade: Ich bin allein, allein nun hier, Weiss nicht, wohin ich geh'. Im Dan Klen fast' ich, freudeleer, ein terwelkt ist jeder Trieb, Mir leichtet, auf! Kein Ziel nun mehr: Du schiedst ja von mer, Lieb.... Die neueste Toilette unserer modernen Mütte ist eben ein Kosbar und ist protzig herausgeputztes gesundes und schön: Kind. Es die neueste Robe, mit der sie den Neid der„Freundinnen" heraus zufordern suchen. Im Kindes alter Spielen die Weiber mit gemachten Suppen. Als Frauen setzen sie das Spiel mit den Abenden fort. Zu einem heiligen Ernste kommen die wenigsten Die erste Frage bei einer neuen Verlobung ist: Wieviel Kriegt sie mit. Von der Beantwortung dieser Frage hängt der Heut den Partie" und das"gleiche der Ehe ab. No seid etc., Menschen: Ist denn alles um mit ausgestorben, öde und leer— Oder ist es mein Charakter der trübes Licht ausströmt und alle Gegenstände in diesem erscheinen lässt? Man braucht nur nach Frankfurt seinen Blick zu werfen, und man wird ein Menschenverächter. Menschenwürde ist um Geld dort feil: Die Athik ist dort her Geldsach— die Morel der Schwindel, die vollendete Heuchelei Im Grunde sind die Monaten all über einen Leisten geschlagen. Es kommt nur darauf, wer am besten Leuchaln kann, seine waren Motiven zu bemächsen vermag. Der Lügner ist heut’ der fließte, das attische Trautsremplar in den Salon Wer am weitesten von der Natur weg kommen kann— der ist der Liebling. der modernen Cultur. Solche Gedanken, wie die oben geäusserten Können Einem, wenn man fera ist von der geliebten, von ihr sich verlassen watet und obendrein, noch der Himmel ein Gericht macht, als ob es gerade wieder in der Laune vare, der Menschheit eine neue Sintflut zu beschien. Ich hätte nichts dagegen – aber, um alles in der Welt, möchte ich bei dem allgemann Suff kein Noch sein. Ich hayse die Meuchen, und mehr dort mit ihnen sein ich liebe die Theale, und muss doch die Schemen sehen und täglich selbst Schemen, sein— das ist der traurige Conflikt in meiner Brust, und der einen Byron in keinem grossartigen Lyrismus zu seiner grossartige Antimenschenwetrieb. So hat auch alles seine guten Seiten. Ohne diesen Conflikt hätten wir keinen Byros, ohne diesen Conflikt hätte ich noch kein Wort zu Papier gebracht. Um nur leben zu können, berausche ich mich an den Begriffen der Allsags menschheit. Die Quintessenz alles menschlücken Strebens ist schliesslich dort nur dies: an einem schönen Busen waren zu liegen? S. V. Schlechtes Wetter erklechte Stimmung, und Sehnsucht nach Liebe. hann's was schrecklicheres geben?— Dem Zustand in dem ich eben beständig lebe, muss auf irgend eine Weise ein Ende gemacht werden. Das ist kein Leben, das is t ein langgezogenes Ach und Weh, ein Krämpf, worin ich mit wiede und dessen Qualen ich noch nichteinmal Klagen kann. Und dazu kommt noch eine Kälte in meinem Zimmer ber! 9. V. Brief von und an S. Guggenheim. Nicht besonders gestimmt. Trübe Schau in die Zukunft. Manfred fertig gelesen. Der Schluss ist mir in allen Einzelheiten noch nicht recht klar— glaub' auch nicht, dass sich dieses auf dem gewöhnlichen Wege des Gedankens exträtseln lässt, es gehört erleben. erleiden dazu und nur im Gange der Entwickelung, der man nun nicht vorgreifen kann, löst sich das eben noch Unverstandene. 10. V. Schloff, schläfig. Hat' zu nichts rechte Lust Langeweile, dumpfe ode Langweile. Das ist eine Periode eben, die schanderhaft. Heut Morgen ein Gang durch den Garten erquichte mich. Die frok spiessende Natur, die einfach, ihrem Wesen, wie es die Notwendigkeit bestimmt, Lauf lässt, der nichts entgegentritt, entgegen wirkt- sie früchte mit auf und liess mit eine bessere Zeit hoffen, wo auch ich meinem Wesen, meinem Willen, Austruck geben kann. 11.V H. begegnet. Nicht angegeben. Nun ist alles aus- nun steh ich allein muss sehen, wie ich mit mir fertig werde. Das ist kein Leben mehr, das ist Qual, Schmerz. Sie sah fröhlich aus und schien guter Dinge zu sein. Das emporte mich ein bisschen Leid und wenn es auch ner Mitleid, darf ich doch von ihr verlangen. Ich fühle die Verse Moores(in Lalle Rukb T) o. Schmerz der Schmerzen, wenn zum ersten Mal Das junge Herz fühlt des Verlassen Qual rinsam in weiter Welt, gelöst vom Band, Durch das es einzig Wert am Leben fand. 12. V. Moores halle Rukt" hebt mich über meiner Schmerz— zeitweise wenigstens – Linweg. Der„Verschleierte Prophet“ der Dichtung evites Stück, ist herrlich und unerschöpflich in seinem symbolischen Sinn. Aber auch ganz individuell betrachtet, als tragirt gelöste Liebesgeschichte bleibt das Werk prächtig und wunderreich. Die Poesie hat Moschusgeruch und viel von dem Sinnenschweren des Orient. Man ist berauscht, duselig, wenn man mit der Lecture fertig, die Sinne sind gefangen, aber mit Banden, die man in grösster Lust durch's ganze Leben tragen möchte. Der Zweck und das Ergebnis der"Kritch der v. Raucht" wird von Kant selbst einmal in einem Briefe an seinen Freund und Schüler Tieftrunk in einem einzigen Satz ausgesprochen. Dieses Satz lautet: " gegenstande der Sinne können wir nie anders erkennen als blos wie sie uns erscheinen, nicht nach dem, was sie an sich selbst sind; und übersinnliche Gegenstände sind für uns keine gegenstande unserer theoretien Erkenntnis. Hettre: Goethe und Schiller. II. Sep. Ab. der Citteratur 22. V. Walter Realismus Kampf gegen jeglichen Wahn, gegangen alles, was des Menschen unwürdig, was eine Art entstellt. Der stete Kieweis auf seinen Beruf: S. Faust: Und was der ganzen Meuchheit zugeteilt ist; Will ich in meinem innern Selbst geniessen Und so mein eigen Selbst zu ihrem Selbst erweitern Homo sum et nihil humani a me alienum puto. Das Trachten danach alles menschliche es sich zu vereinigen und es erbar zu läutern in grimmer Erfahrung. Das Böse wird auf diesem Wege oft ein Mittel zum zweck. Faust wäre wohl nie von seinem Wahn seine Beschränkung sprengen zu können und zu einem gute sich hinanzzwungen, geheilt worden, wäre ihm in Meph. nicht als Vertreter des Bösen ausgegengetreten der kurzem Leben zurückführte und den durch alle Frügänge gehen bess, das das Böse was bereitet und das nur ein Mensch überwinden kann; der sich in seinem dunklen Drange des rechten Wegs stets bewusst ist, Man nennt den, der für Freiheit und Halsheit eintritt, heute Thealist, Ich seke in dem Menschen, der solches Stuben hat nur einen würdigen Vertreter des wahren Realismus, der auf Keiner Compromiss sich einlässt, für dieohne, fern die Helle. To Kampft des Reels. für die höchs to Moral für Natur. Moral. Denn alles, was wider die Natur, ist wider die Natur. Und gerade die, die heute glauben, sie hätten die Moral gepachtet sind oft die grössten Immoralisten, da in ihnen meist ein Verurteilsgeist steckt, da in seine Naturwidrigkeit eben nur unmoralisch genannt werden kann. goethe hat einmal zu dem Kanzler fr. von Müller gesagt, Grethes Unterhaltungen mit dem Kanzler Fr. v. Müller. S. 1261: die Menge die Majorität ist notwladig immer abwird und verkehrt denn sie ist bequem, und das Falsche ist stets viel bequemer als die Wahrheit. Letztere will ernst und rückhaltslosangenhaut und angeevendet sein. Das falsche aber schmiegt sich an jede träge, bequeme oder thorichte individualität an, ist wie ein firmiss, mit dem man leicht alles übertünkt. S. M. Bem. über diesen Satz in M. Aufsatz. Walleniten und Max Piccolomini) 22. Gingsfreude vos Lacken Kichern überall letzern Buntes Bändergefliker Blickewerfen, Glockenschall, Heisses Seidegekniker Künchern Liederjubeln, Frohgesang gleiche trot vom Wind getragen Jugedluit und Jugenddrang Helles Frühlinplachen. 14one Rote Wargen, blut'ede Rosen, Heisses Lieterwerben- Heimlich Lüssen, heimlich Kosen nur nicht, Nur nicht sterben; sterben. Das Wesen der Freiheit bestimmt Kant auf folglade Weise: " Niemand kann mich zwingen, auf eine Art, wie er sich das Wohlsein anderer Menschen denkt, glücklich zu sein, sondern ein Jeder darf seine Glückseligkeit auf dem Wege suchen, welcher ihm selbst gut dünkt, wenn er nur der Freiheit Anderes, einem ähnlichen Zwecke nachzustreben nicht abbruch thut.“ Dies kommt auf des Wars von Seyes heraus, die Freiheit habe nur da ihre Grenze, wo sie der Frecheit der Anderen zu schaden beginne." 23. V. Faust II. Mephistopheles "Daran erkenn" ich den gelehrten Herrn! " Das ihr nicht testet, steht euch meilenfern! "Was ihr nicht fasst das fehlt euch ganz und gar; „Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr sei nicht wahr, „Was ik nicht wägt, hat für uns kein gewicht. "Was ihr nicht mängt, das, meint ihr, gelte niette Die höchste Liebe ist die, die zu entsagen versteht, die nicht stürmisch alles Das ist die hatste Liebe, die zu entragen versteht, die nicht stürmisch alles für sich begatet, die aufzugehen bemüht ist in den Wesen eines anderen Individuums. Es giebt Leute, die nur dadurch ihre Liebe zu beweisen wähnen, dass sie stetig um die geliebte Personen mit Liebes Bezeugungen niere herumfläten einerlei ob dies dem geliebten Weien angenehm oder unangenehm danech fragen die Gericht Deren geht die schönste Fähigkeit abgeht: sich in die Wünsche eines anderen Individums hinein zu versetzen, in die Wünsch und Bedürfnisse. 27. v. 1893. Endlich wieder ein gedicht, zwar mässig genug, aber doch wenigstens etwas. Hoffung. Lass das Trauern Lass das Frauen, das das Meinen Sich' doch, wie die Rosen blüh'. Die doch auch niet düre und ödeNun in vollem Leben glühn. Sieh, wie alles spriesst und quillet d. anrech Richts bleibt matt und alt Alles schwellt die Werdetrete kad verjüngende gewalt. Sange voll in tiefen Zügen Deine welke, müde Brust, Und lass deinen Geist durchdringen Von des Wachsens grüner Lust, Lass Natur dich mild beletzen glaub an die Terjüngnagskraft, nach Nur der wächst- gedechet, Der Tich stetig neuerschafft. 29. v. 1893. Ich komme über niemutige Stimmungen nicht hinaus. Immer noch dasselbige Hin und Herflacken, immer noch dies verstate Traumleben, das sich nicht fest auf einen Punkt concentrieren und alle Kräfte einem Ziele zu treiben kann. Aber ich habe ja auch keine Anregung, die mich aufrütteln konnte, kein Verbild, das mir im Duchel buchten konnte. gestern war ich in Neustadt bei der Verlobung meiner Cousine Nellie. Sie bekommt einen netten Mannher. Es heiset Löb und ist aus Trier. Näher kenn’ ich ihn noch nicht. Alle Wissenschaft hat eigentlich dann nur wert, wenn sie die Individualität, welche sie sich anzueignen bestrebt ist, völlig durchdringt und nicht nur objectives Besitztum bleibt, das als solches doch nur die Bedeutung von flimmernden Maskenwerk het. Es giebt Frauen— gestern konte ich eine solche nennen— die so lebenslustig und amüsementslusten sind, dass sie in ihrem Manne nur ein Spielzeug sehen, mit dem ihr Humor nach Beliefen umgehen können, ob ihr Mann nun ein erbärmlicher Wicht, oder nicht- das sehen sie nicht in ihrem Sinn, der immer nur lechen will und der selbst vollkommener Läppigkeit nur die Kommende Seite abgewinnt. 29. v. 1893. Evangelnun. Will denn gar nichts mir gelingen, terz entspriessen kein Gebild dem Hand sich fügen: Will kein Hahl die Brust durchdragen und in seliges geniessen meine Seele traunschaft wiegen. Dass die Schönheit sich enthüllet Und des Lebens Sinn und Wert, Dass ich sehe, dass ut fühle, wo das Werden ewig quillet Und der Borne sich nimmer bert! Diese Schärke diese Enge Bandigt ungestümer Schweifen Krohen Laist die wilden Drange Wie in fesseln, wie in Ketten Nur das Nachste stumm begreifen. Klar, will ich in Tiefen sehen Frei will ich im Sturm Steten Nach jed Leid und jede freudeWill ich von dem Himmel fleten Als ein gnädiges geschenk! Allen Jammer, will ich fühlen, Und in jedem Leide wählen. Dass aus meinem Herzen springe, Dass aus meiner Seele dringe, Klar ein Weltbild, Klar und wehr. Alles Wünschen alles Hoffen Und was Menschen je betroffen Alles Schnen alles Streben Alles Glück, und Freudeweten Alles das will ich geniessen Soll aus meinem Herzen spriessen. Als vollend etes Gebild. So will ich als Mensch gedecken Will all meine trefte weiten Einer edlen Menschlichkeit. Will der Wahrheit mich verbinden Allerorts will ich verkunden Ehrlichs und Natürlichkeit. und Natur zurückgegeben Wird dir bliebe ein neues Leben Und ein susses tronnebeben Wird durch deine Seele schweten wie ein sel' ges Himmels ahnen wie ein ew ger Frühlingsrechnen folgenden Brief schrieb ich heute an Theo.(29. V. 1893) (das wesentliche nur, das Ich bezügliche ist copiert) Ich weiss, dass ich in der Verfassung, in die augenblicklich meine Seele gedrängt ist dir keinen besonderen Respekt vor meiner Persönlichkeit einflösser kann. Theo, ich bitte dich— hab' ein ¾ Jahr noch Rücksicht mit mir, nimm’ mich, wie ich eben notens volens Zurechtgehretet werde aber denke stets an die Zukunft, wisse, dass dort ein anderes Huge erstehen wird, der all die Ideale, die in Frankfim Keime in ihm lagen, zur blühefnden freut in seiner Seele emporsprien lasst. Verzweifte nicht an mir, bedeut’ vor allen Dingen, daer die Verhältnisse mich so kläglich entstellen. Das zurückgedrängte Blut, Kocht und fiebert nur um so mehr. Übrigens, wenn du mit eben nicht so achten kannet als damals in Frankfurt- ich kann dir, wirklich nicht verübeln: meinem besser selbst geht’s ja ebenso, verachtet; den Teil der der Knechtschaft sich fügt. Das ist nun das jammerlichste in meinem Zustand, diese Selbstverachtung— moralischen Kater heissts ja wohl in der Künstlerquarte. In einem solchen lebe ich nun wenigstens ein Tats lang bin so verbittert und zu etwas Richtiglen nicht zu getreten wenn eine schöne Liebe mir nicht immer einen Zuell geboten Lüke aus dem die meide Seele sich hätte erfrischen können- ich wäre untergegangen.