de I V. 924 Iuris iode in Gemon ite 16 Absdrift Die Arbeiter- Wohlfahrt neu erstanden. " Sozialistische Mitteilungen" s for German Sozialists in England 79/80-- 1945 Oktober November 1945 ABSCHRIFT 19 dr etwa 25 Jahren hatten sich in allen groesseren Staedten Deutschlands Ausschuess fer Arbeiter- Wohlfahrt guganda gebildet.Ihr Zweck war, alle in der Wohlfahrtslege taetigen Genossen zusammenzufassen, zu schulen und den Weg vorzubereiten, clle gesamte Wohlfahrtspflege in die oeffentliche Iland ueberzuleiten. Ein Netz von Arbeiter- Wohlfahrts- Ausschuessen hatte sich ueber ganz Deutschland gespannt. Durch praktische Arbeit, insb.auf den Gebieten der Erholungsfuersorge, der FuersorgeErziehung, der Jugendgerichtshilfe, der Hauskrankenpflege usw.war es unseren Freun den gelungen, ueberall in der oeffentlichen und in der freien Wohlfahrtspflege Einluss zu gelangen. Unter schweren Muehen und grossen Opfern gelang es den ArbeiterWohlfahrtsausschuessen( AWA) in einigen Staedten, eigene Kindererholungsheime usw. tu errichten, Auchddeneßselbsthilfeorganisationen der Arbeiterschaft wurden nach der Machtergreifung Hitlers verboten und die AWA wurden ihrer Einrichtungen durch die Nazie beraubt.Nun ist die A, die grosse Gemeinschaftshilfsorganisation der deutschen Arbeiterschaft, in zahlreichen Staedten wieder neu erstanden. Diese Meldungen kommen aus Dortmund, wo die AW Volkskueeten einrichtete, aus Stutgart wo Kindertagesstuetten und Waldheimferienkolonien vorbildlich organisiert werden, aus Hamburg, Luebeck, Hannover und Staedten des Ruhr- und Rheingebietes. Auch im Auslande haben unsere Genossen die Initiative zur Gruendung zur Gruendung von Arbeiter- Hohlfahrts- deutschen Ausschuessen ergriffen. In London wurde ein Ausschuss gegruendet, don bisher Jenny Fliess, Herta Gottthelf, Paul Heide Janowsky, Heinz Putzrath, Wilhelm Sander( Vorsitz) Dora Segall, Helene Schoettle, Nelly Ingrid Sieder, Frida Walter, und Friedrich Wittelshoefer angehoeren und der sich die Aufgabe gestellt hat, Kleidungsstuecke, Gebrauchsgegenstaende, Gelder, Arznei- und Staer kungsmittel zu sammeln, um den Opfern der Gestapo und der KZ in Deutschland und deren Angehoerigen baldige Hilfe senden zu koennen. In Stockholm bildete sich ebenfalls ein AWA, bestehend aus unseren Freunden Alfred Drexel, Aurt Heinig, Olga Neidhardt, Paul Pankowski( Vorsitz) und Otto Thiele, der im engen Einvernehmen mit London arbeiten will und die volle Billigung unserer schwedischen Bruderpartei findet. In New York hat unser Freund Robert Groetsch in der deutschen Sprachgruppe der Sozialdemokratischen Foederation die Initiative ergriffen eine Hilfsaktion fuer unsere Genossen in Deutschland durchzufushren und die Volkszeitung wird ihre Spalten der Propagierung dieser Idee zur Verfuegung stellen. In anderen Laendern wird man sicher diesen Beispielen folgen. Issued by the London Representative of the German Social Democratic Party. 33 Fernside Avenue, London, NT 7. Pennington, am 23.4.1946. Liebe genommen Juchacz! Entschuldigen Sie meine etwas verspätete Antwort, ich hatte gehofft, sie zu treffen, bin aber dann nicht dann gekommen, And m's kommt vor, dass man mehr ten sollte-d' auch mehr tun könnte. Zil habe den Eindruck, als ob nicht alles zo gut ginge, als jedermann er wünscht, besonders nicht bei den Gewerk. schafte, ohne die ein Grunde nicht gut Nicht alleidendes für die Arbete woll folgt. in Denhildand zuslande komme wird. Wenn sie selbst nicht die Luch- d. die Leute haben, ihre eigenen Mög tichkeiten, aus malopfen- was wäre, lachten als sie anderem ins Vufug in stellen, deren Zweck und Arbeits- mittel darauf eingestellt sind. Ich habe hin end doch'Anseginge gemacht – d veide nach wie vor jede Gelegenheit bemitten, da sich bicht und finden läßt, uns den leite klar zu machen, daß er auf mehr ankommt als sie denken. Leider venstelen nur Wenige, wie viel dabei auf dem Spiel steht. Ich würde mich freuen, mit Dir und heut einmal über diese and ending. Gegenstände zu reden-d. werde mich mit eine Kärk weilt selig anbrächigen, sobald ich wieder einmal lönger als einen halben Tag in New York bin Hushalen guß. Joseph Buttinger, entschuldigen Sie meine etwas verspaetete Antwort, ich XXXXX### hatte gelöfft Sie zu treffen, bin aber dann nicht dazu gekommen. Auch mir kommt vor, dass man mehr tun sollte und auch noch tun koennte. Ich habe den Eindruck als ob nicht alles so gut ginge, als jedermann es wuenscht, besonders nicht bei den Gewerkschaften, ohne die im Grunde nichts Entscheidendes fuer die Arbeiter-Wohlfahrt in Deutschland zustande kommen wird. Wenn sie selbst nicht die Lust und die Leute haben, ihre XXXXX eigenen Moeglichkeiten auszuschoepfen-was waere leichetr als sie an den zur Verfuegung zu stellen,### Zweck und XXXIX Arbeitsmittel darauf eingestellt sind. deren Ich habe hier und dort Anregungen gemacht und werde nach wie vor jede Gelegenheit benuetzen, die sich bietet und finden laesst, um den Leuten klar zu machen, dass es auf mehr ankommt als sie denken. Leider verstehen nur wenige, wieviel dabei auf dem Spiele steht. Ich wuerde mich freuen, mit Dir und Emil einmal ueber dies und anderes Gegenstaende zu reden und werde mich durch eine Karte rechtzeitig ankuen digen, sobald ich wieder einmal laenger als einen halben Tag in N.Y. bin. Telephone, ALgonquin 4-7668 119 ASSOCIATION of FREE GERMANS, Inc. 31 Union Square, New York, N. Y. COMMITTEE OF AMERICAN SPONSORS: WILLIAM GREEN, Chairman President A. F. of L. MURRAY FELENSTEIN Attorney- at- Law GEORGE FIELD Program Director of Radio Station WEVD DR. KARL J. FRIEDRICH Harvard University ADOLPH HELD President of the Amalgamated Bank ALEXANDER KAHN Attorney- at- Law DR. HORACE M. KALLEN New School for Social Research FREDA KIRCHWEY Editor" The Nation" ARTHUR UPHAM POPE Chairman, Committee of Morale BENJAMIN STOLBERG Author and Writer Democratic Germans Speak The Association of Free Germans is a group of responsible Germans- composed of all democratic political parties- incorporated under the laws of New York State on November 29, 1941. Its certificate of incorporation, together with the names and addresses of the incorporators, has been registered with the Department of State of the United States as required by law. It is the purpose of the members of the Association to cooperate with all of the agencies of the United States government in the prosecution of the war and in the solution of problems rising out of the war situation. It is their desire to serve the democratic cause especially by crystallizing democratic thought among Germans wherever they may be. As democratic citizens speaking the German language and thus being in a position to appeal to the German people, they feel they can play an effective part both during the war and in the period immediately following it. They feel that the time has come for them to make their appearance before the American people and to present their ideas with regard to the reorganization of Germany during the post- war period. As collaborators in the activities of the Weimar Republic, they have devised a sketch of a second German republic which, in their opinion, will eliminate the weaknesses which permitted the rise of Hitler, and which will be appropriate to solve the social evolution which is expected. This sketch is herewith presented to the statesmen of the United Nations and to the people of the Allied countries. New York City, October, 1942. BOARD OF DIRECTORS: ALBERT C. GRZESINSKI, President former Prussian Minister of the Interior MAX BRAUER, First Vice- President former Mayor of Altona DR. CARL MISCH, Second Vice- President former Political Editor of the" Vossiche Zeitung" FRITZ TEJESSY DR. RUDOLF KATZ, Executive Secretary former Aldermanic President of Altona DR. HORST BAERENSPRUNG former Police President of Magdeburg GERHART H. SEGER former Member of the Reichstag former Ministerial Councillor in Prussia For the Free Germany of Tomorrow! The Association of Free Germans, Inc. confident that complete victory will reward the efforts and sacrifices of the United Nations, trusting that this victory will bring freedom to the German people, which is now oppressed by Hitler and his henchmen, as well as to the rest of the world, deeply convinced that the collaboration of the Free German people is indispensable for the peaceful development of Europe and the world in the spirit of the Atlantic Charter, determined not to spare any sacrifice in the struggle for freedom, will strive for the realization of the following aims in Germany: I. True Democracy The German people will build a free Republic. The second German Republic shall establish democracy in Germany firmly and permanently, and make sure that Germany never again shall be subjected to a dictatorship of any description. The state shall serve the interests of the people. It shall maintain peace through the authority of law and provide for the people of the Second German Republic the four freedoms: freedom of speech, freedom of worship, freedom from fear, and freedom from want. II. On the Morrow After the Removal of Nazi Tyranny The national socialist rule shall be completely uprooted. All laws, decrees and measures of the Nazi government and its functionaries, which were aimed at the furtherance of the Hitler regime, shall be declared null and void. All the Hitler annexations, including those masked as" Anschluss", will be repealed. If any foreign territories are still occupied, they will be promptly returned to their status quo. Newspapers, radio, and motion pictures will be purged from the enemies of democracy. The policies applied to these institutions will be governed by democratic principles. All Germans, regardless of race, color, creed, or political opinion, are entitled to the exercise of all the rights of citizenship, except people who have actively participated in the Nazi system of oppression. They shall be deprived of such rights, for they have forfeited their claim to live under a democratic form of government by promulgating and furthering a totalitarian form of government. Attempts to overthrow the democratic form of government in the future will be checked by adequate agencies to be established by the government, and all such attempts shall be repressed with utmost energy. The crimes committed by the Nazis and their henchmen in Germany or in the victimized countries will be punished as criminal acts against the German people and the peace of the world. A speedy trial of the criminals shall clear the situation and establish a warning example for the future. Damage inflicted by the Nazis upon individuals or minority groups shall be repaired within the limits of possibility. III. Influence on Youth The Second German Republic shall educate the young people to be loyal citizens of the democratic state. With this end in view, care for and education of the younger generation shall be completely reformed. Youth shall be taught the appreciation of cultural values, shall learn to believe in right rather than might, in tolerance rather than persecution, in respect for the Aufhaeuser, Siegfried Baerensprung, Dr. Horst Bandmann, Dr. Eugene Bernhard, Professor Georg Brauer, Max Braunthal, Dr. Alfred Ferl, Gustav Altmann, Fred( Chicago, Ill.) sanctity of human life, in the binding force of a pledged word, in the conscientious observation of agreements and treaties. The Fuehrer legend shall be destroyed by bringing to light the appalling facts of the Hitler terror. IV. Economic Democracy The groups and classes which provided the strongholds for pan- German militarism and imperialism will be permanently reduced to impotence. To break their power, they will be deprived of their economic basis( heavy industry, other industrial monopolies- for instance, IG Farben- Industrie- and large agricultural estates). The national socialist policy of autarchy, which served the purpose of war and brought starvation upon the German people, will be abolished. Within the future economic organization of the world, the German Republic will work for a restoration of unrestricted international exchange of goods. The German Republic will participate with all its resources in international economic planning in order to secure economic and financial stability and protect the nations from misery and from the catastrophic effects of depression. In her domestic economic policy, Germany will try to realize the same aims on the national level. V. Return Into the Community of Nations The German Republic will collaborate without any reservation with her neighbors and all other nations in the reorganization of Europe. German economic and technical ability shall create works of peace, among which the reconstruction of territories destroyed by war or plundered by the Nazis shall have priority. The German Republic will consider it a proper and natural task to participate in this effort of reconstruction with all available resources. The supply of goods and services for this purpose must be so organized as to make all profiteering by individuals or groups impossible. In order to safeguard the common interests of Europe, the German Republic will fit the solution of her own economic and transportation problems into a plan for the whole continent. The Republic will make sure that Germany's production and transportation system will never again serve purposes of aggression. The German Republic will carry out the complete disarmament and demilitarization of the German people, as the primary condition for the establishment and protection of peace which all nations desire. The new German Republic shall take its place in the family of nations as a state based on law and shall participate in the measures to safeguard the peace, for the good of the German people and all mankind. The Members of the Association of Free Germans, Inc. Forell, Rev. Frederick J. Geyer, Anna Glaser, Dr. Kurt S. Grzesinski, Albert C. Hansen, Richard Hirschfeld, Dr. Kurt Jungnitsch, Siegfried Katz, Dr. Rudolf Kesten, Hermann Krueger, Dr. Erich Marck, Dr. Siegfried Misch, Dr. Carl Peiser, Dr. Werner Seger, Gerhart H. This Declaration has been signed furthermore by: Biermann, Berthold( Cleveland, Ohio) Borchardt, Dr. Hermann( New York City) Gassner, Joe( New York City) Hirsch, Dr. Leopold( New Orleans, La.) Jacobson, Dr. Walter( New York City) Juliusburger, Dr. Otto( New York City) Karsen, Dr. Fritz( New York City) Kempner, Dr. Robert( Philadelphia, Pa.) Kleemann, Dr. Erich( New York City) Landauer, Dr. Karl( Berkeley, Cal.) Leeb, Rudolph( New York City) Lorch, Dr. Alexander( New York City) Naumann, Dr. Robert( Baltimore, Md.) Polgar, Alfred( Beverly Hills, Cal.) Reach, William( New York City) Reisner, Else( Wilmington, Del.) Sender, Toni Stampfer, Friedrich Sussmann, Arthur Tejessy, Fritz Volbach, Walther R. Wagner, Friedrich Wilhelm Weichmann, Dr. Herbert Reisner, Konrad( Wilmington, Del.) Schuhmann, Kurt( New York City) Thomas, Adrienne( New York City) Weyl, Michael( New York City) Wilk, Dr. Kurt( New York City) Wolf, Louis( New York City) Wurmbrandt, Fanny( New York City) Wurmbrandt, Michael( New York City) Zweig, Fredericka( New York City). Die" Association of Free Germans" ist am 29. November 1941 von dem Secretary of State des Staates New York als juristische Person inkorporiert worden. Der Text der" Certification of Incorporation" besagt: CERTIFICATION OF INCORPORATION OF ASSOCIATION OF FREE GERMANS, Inc. Pursuant to Article II of the Membership Corporations Law. We, the undersigned, desiring to form a corporation pursuant to Article II of the Membership Corporations Law of the State of New York, do hereby make, subscribe and acknowledge this certificate for that purpose, as follows: 1. The name of the proposed corporation is ASSOCIATION OF FREE GERMANS, Inc. 2. The corporation is organized for the purposes as follows: a) To organize German refugees from Germany and other Nazi occupied countries in order to enable them to contribute their part in destroying Nazism. b) To organize free Germans in the United States of America and in other parts of the world for the purpose of promulgating the doctrines as set forth by President Roosevelt and Prime Minister Churchill and as expounded in the document known as the Atlantic Charter. c) To study and to draft plans in collaboration with representatives of other nations, for the purpose of reconstructing a free democratic Germany and a peaceful Europe. d) To foster the ideals of a free Germany free from the dominance of the principles of Nazism and all other forms of totalitarianism. e) To promote peace and good will on earth and to safeguard and transmit to posterity the principles of justice, freedom and democracy. f) To conduct historic, political and social research for the purposes of fostering the principles of democracy and to combat Nazism and all other forms of totalitarian government. g) To cherish, maintain and extend the institutions of American freedom. 3. It shall not be within the purposes or powers of the corporation to attempt to influence legislation, and the corporation shall not, either as one of its purposes or as a means of furthering any of its purposes, attempt to influence legislation. 4. The territory in which the corporation's operations are principally to be conducted is in the United States of America and in all parts of the world where, from time to time, the furtherance of its objects shall be necessary. 5. The principal office of the corporation is to be located in the City and County of New York. The corporation may have other offices for the purpose of properly conducting its business either within or without the State of New York. 6. This corporation is not established and shall not be maintained, conducted or used for pecuniary profit. 7. The number of directors of the corporation shall not be less than three or more than fifteen. 8. The names and residences of the directors to serve until the first annual meeting are: ALBERT C. GRZESINSKI RUDOLF KATZ KURT E. HIRSCHFELD WILLIAM REACH MAX BRAUER 92-16 Whitney Avenue, Elmhurst, L. I., N. Y. 815 Riverside Drive, New York City 1410 Grand Concourse, Bronx, N. Y. 110-17 91st Ave., Richmond Hill, L. I., N. Y. 687 West 204th Street, New York City 9. All of the subscribers to the certificate are of full age; at least two- thirds of them are citizens of the United States; at least one of them is a resident of the State of New York; and of the persons named as directors at least one is a citizen of the United States and a resident of the State of New York. ( German text) Für das Freie Deutschland von Morgen Die Association of Free Germans, Inc. von der Zuversicht durchdrungen, dass vollständiger Sieg die Anstrengungen und Opfer der vereinigten Nationen krönen wird, von dem Vertrauen geleitet, dass dieser Sieg wie der ganzen Welt so auch dem durch Hitler und seine Satrapen unterdrückten deutschen Volke die Freiheit bringen wird, von dem Glauben erfüllt, dass des freien deutschen Volkes Mitwirkung zur friedlichen Entwicklung Europas und der Welt im Sinne des" Atlantic Charter" unerlässlich ist, und von dem Willen beseelt, für den Freiheitskampf kein Opfer zu scheuen, strebt für Deutschland folgendes an: A I. Eine wahre Demokratie Das deutsche Volk soll eine freie Republik bilden. Die zweite deutsche Republik soll die Demokratie in Deutschland auf die Dauer und fest gründen und dafür sorgen, dass es nie wieder einer Diktatur, gleich welcher Richtung und Art, zum Opfer fällt. Sie soll dem deutschen Volke die Vier Freiheiten verbürgen: Redefreiheit, Glaubensfreiheit, Freiheit von Furcht und Freiheit von Not. Der Staat soll dem Volke dienen, Friede durch Recht, Freiheit in Gesittung sollen seine Leitsätze sein. II. Nach dem Sturz der Nazityrannei Die nationalsozialistische Gewaltherrschaft ist mit Stumpf und Stiel auszurotten. Alle von der Naziregierung oder ihren Gefolgsleuten zur Stützung ihrer Herrschaft erlassenen Gesetze, Anordnungen und Massnahmen werden ausser Kraft gesetzt. Alle von ihr vorgenommenen Annexionen, auch solche, die als" Anschluss" maskiert sind, werden rückgängig gemacht, etwa noch besetzte Gebiete sofort geräumt. Presse, Rundfunk, Kino usw. sind von Feinden der Demokratie zu reinigen und auf demokratische Prinzipien zu gründen. Zu den vollen staatsbürgerlichen Rechten sind alle Deutschen ohne Ansehen der Rasse, der Farbe, des Glaubens oder der politischen Ueberzeugung zugelassen. Ausgeschlossen sind diejenigen, die sich am nationalsozialistischen Unterdrückungssystem tätig beteiligt haben, wodurch sie ihren Anspruch auf demokratische Gleichberechtigung verwirkten. Betätigung gegen die Demokratie wird mit aller Schärfe unterbunden. Die Verbrechen der Nazis und ihrer Gefolgsleute, ob sie in Deutschland oder in anderen von den Nazis unterdrückten Ländern begangen worden sind, werden als Verbrechen gegen das deutsche Volk und gegen den Weltfrieden geahndet. Die schnelle Aburteilung der Schuldigen soll eine abschreckende Mahnung für alle Zeiten sein. Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung zugefügte Schäden sollen nach Möglichkeit wieder gut gemacht werden. III. Die Gewinnung der Jugend Die zweite deutsche Republik soll die Jugend zu demokratischen Staatsbürgern erziehen. Deshalb sollen Jugendpflege und Jugenderziehung völlig neu gestaltet werden. Die Jugend soll zu kulturellen Werten hingeleitet werden, statt zur Machtanbetung zur Idee des Rechtes, statt zur Unduldsamkeit zur Toleranz, Achtung vor der Heiligkeit des Menschenlebens, Treue zum gegebenen Wort, Innehaltung von Abmachungen und Verträgen. Die" Führer- Idee" soll durch wahrheitsgetreue Beschreibung des despotischen Hitlerterrors entlarvt werden. IV. Demokratie- auch in der Wirtschaft Endgültig politisch unschädlich gemacht werden diejenigen Gruppen und Klassen, die Träger des alldeutschen Militarismus und Imperialismus waren. Zur Brechung ihrer Macht soll ihnen die wirtschaftliche Grundlage genommen werden: Schwerindustrie, sonstige monopolistische Wirtschaftszweige( wie IG Farben- Industrie usw.) sowie agrarischer Grossgrundbesitz. Die den Krieg nährende, das deutsche Volk aushungernde nationalsozialistische Autarkiepolitik wird abgeschafft. Im Rahmen der kommenden Organisation der Weltwirtschaft wird die deutsche Republik Wiederherstellung des freien, internationalen Güteraustausches anstreben. An der internationalen Wirtschaftsplanung, die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität gewährleisten, die Völker vor Not- und Krisen- Katastrophen sichern sowie den Standard der arbeitenden Massen heben soll, wird die deutsche Republik mit allen Kräften teilnehmen. Die innere Wirtschaftspolitik Deutschlands soll auf dieselben Ziele im nationalen Rahmen gerichtet sein. V. Rückkehr zur internationalen Gemeinschaft Die deutsche Republik wird an der Neuordnung Europas sowie der Welt gemeinsam mit all ihren Nachbarn und den übrigen Nationen vorbehaltslos mitwirken. Deutschlands wirtschaftliches und technisches Können soll Werke des Friedens schaffen, wobei der Wiederaufbau der im Kriege zerstörten und von den Nazis ausgeraubten Gebiete in vorderster Linie stehen soll. Die deutsche Republik wird es als ihre selbstverständliche Aufgabe betrachten, daran mit ganzer Kraft mitzuarbeiten. An den dafür bestimmten Sach- und Arbeitsleistungen dürfen sich weder Einzelne noch Gruppen bereichern. Im engeren Rahmen Europas wird sich die deutsche Republik in eine zum Besten des Erdteils zu lenkende Wirtschafts- und Verkehrspolitik einordnen. Sie wird dafür sorgen, dass Deutsch lands Produktions- und Verkehrsmittel nicht zu Angriffszwecken missbraucht werden können. Die deutsche Republik will die vollkommene Abrüstung und Entmilitarisierung des deutschen Volkes durchführen, in der sie die erste Voraussetzung für die Schaffung und Sicherung des von allen Völkern ersehnten Weltfriedens erblickt. Die neue deutsche Republik soll als Rechtsstaat in der Familie der Völker ihren Platz einnehmen und an der Friedenswahrung teilnehmen, zum Besten des deutschen Volkes wie der Menschheit. Aufhaeuser, Siegfried Baerensprung, Dr. Horst Bandmann, Dr. Eugene Bernhard, Professor Georg Brauer, Max Braunthal, Dr. Alfred Ferl, Gustav Die Mitglieder der" Association of Free Germans, Inc." Forell, Rev. Frederick J. Geyer, Anna Glaser, Dr. Kurt S. Grzesinski, Albert C. Hansen, Richard Hirschfeld, Dr. Kurt Jungnitsch, Siegfried Katz, Dr. Rudolf Kesten, Hermann Krueger, Dr. Erich Marck, Dr. Siegfried Misch, Dr. Carl Peiser, Dr. Werner Seger, Gerhart H. Sender, Toni Stampfer, Friedrich Sussmann, Arthur Tejessy, Fritz Volbach, Walther R. Wagner, Friedrich Wilhelm Weichmann, Dr. Herbert Diese Erklärung haben ferner unterzeichnet: Altmann, Fred( Chicago, Ill.) Biermann, Berthold( Cleveland, Ohio) Borchardt, Dr. Hermann( New York City) Gassner, Joe( New York City) Hirsch, Dr. Leopold( New Orleans, La.) Jacobson, Dr. Walter( New York City) Juliusburger, Dr. Otto( New York City) Karsen, Dr. Fritz( New York City) Kempner, Dr. Robert( Philadelphia, Pa.) Kleemann, Dr. Erich( New York City) Landauer, Dr. Karl( Berkeley, Cal.) Leeb, Rudolph( New York City) Lorch, Dr. Alexander( New York City) Naumann, Dr. Robert( Baltimore, Md.) Polgar, Alfred( Beverly Hills, Cal.) Reach, William( New York City) Reisner, Else( Wilmington, Del.) Reisner, Konrad( Wilmington, Del.) Schuhmann, Kurt( New York City) Thomas, Adrienne( New York City) Weyl, Michael( New York City) Wilk, Dr. Kurt( New York City) Wolf, Louis( New York City) Wurmbrandt, Fanny( New York City) Wurmbrandt, Michael( New York City) Zweig, Fredericka( New York City) Telephone, ALgonquin 4-7668 119 ASSOCIATION of FREE GERMANS, Inc. 31 Union Square, New York, N. Y. COMMITTEE OF AMERICAN SPONSORS: WILLIAM GREEN, Chairman President A. F. of L. MURRAY FELENSTEIN Attorney- at- Law GEORGE FIELD Program Director of Radio Station WEVD DR. KARL J. FRIEDRICH Harvard University ADOLPH HELD President of the Amalgamated Bank ALEXANDER KAHN Attorney- at- Law DR. HORACE M. KALLEN New School for Social Research FREDA KIRCHWEY Editor" The Nation" ARTHUR UPHAM POPE Chairman, Committee of Morale BENJAMIN STOLBERG Author and Writer Democratic Germans Speak The Association of Free Germans is a group of responsible Germans- composed of all democratic political parties- incorporated under the laws of New York State on November 29, 1941. Its certificate of incorporation, together with the names and addresses of the incorporators, has been registered with the Department of State of the United States as required by law. It is the purpose of the members of the Association to cooperate with all of the agencies of the United States government in the prosecution of the war and in the solution of problems rising out of the war situation. It is their desire to serve the democratic cause especially by crystallizing democratic thought among Germans wherever they may be. As democratic citizens speaking the German language and thus being in a position to appeal to the German people, they feel they can play an effective part both during the war and in the period immediately following it. They feel that the time has come for them to make their appearance before the American people and to present their ideas with regard to the reorganization of Germany during the post- war period. As collaborators in the activities of the Weimar Republic, they have devised a sketch of a second German republic which, in their opinion, will eliminate the weaknesses which permitted the rise of Hitler, and which will be appropriate to solve the social evolution which is expected. This sketch is herewith presented to the statesmen of the United Nations and to the people of the Allied countries. New York City, October, 1942. BOARD OF DIRECTORS: ALBERT C. GRZESINSKI, President former Prussian Minister of the Interior MAX BRAUER, First Vice- President former Mayor of Altona DR. CARL MISCH, Second Vice- President former Political Editor of the" Vossiche Zeitung" FRITZ TEJESSY DR. RUDOLF KATZ, Executive Secretary former Aldermanic President of Altona DR. HORST BAERENSPRUNG former Police President of Magdeburg GERHART H. SEGER former Member of the Reichstag former Ministerial Councillor in Prussia For the Free Germany of Tomorrow! The Association of Free Germans, Inc. confident that complete victory will reward the efforts and sacrifices of the United Nations, trusting that this victory will bring freedom to the German people, which is now oppressed by Hitler and his henchmen, as well as to the rest of the world, deeply convinced that the collaboration of the Free German people is indispensable for the peaceful development of Europe and the world in the spirit of the Atlantic Charter, determined not to spare any sacrifice in the struggle for freedom, will strive for the realization of the following aims in Germany: I. True Democracy The German people will build a free Republic. The second German Republic shall establish democracy in Germany firmly and permanently, and make sure that Germany never again shall be subjected to a dictatorship of any description. The state shall serve the interests of the people. It shall maintain peace through the authority of law and provide for the people of the Second German Republic the four freedoms: freedom of speech, freedom of worship, freedom from fear, and freedom from want. II. On the Morrow After the Removal of Nazi Tyranny The national socialist rule shall be completely uprooted. All laws, decrees and measures of the Nazi government and its functionaries, which were aimed at the furtherance of the Hitler regime, shall be declared null and void. All the Hitler annexations, including those masked as" Anschluss", will be repealed. If any foreign territories are still occupied, they will be promptly returned to their status quo. Newspapers, radio, and motion pictures will be purged from the enemies of democracy. The policies applied to these institutions will be governed by democratic principles. All Germans, regardless of race, color, creed, or political opinion, are entitled to the exercise of all the rights of citizenship, except people who have actively participated in the Nazi system of oppression. They shall be deprived of such rights, for they have forfeited their claim to live under a democratic form of government by promulgating and furthering a totalitarian form of government. Attempts to overthrow the democratic form of government in the future will be checked by adequate agencies to be established by the government, and all such attempts shall be repressed with utmost energy. The crimes committed by the Nazis and their henchmen in Germany or in the victimized countries will be punished as criminal acts against the German people and the peace of the world. A speedy trial of the criminals shall clear the situation and establish a warning example for the future. Damage inflicted by the Nazis upon individuals or minority groups shall be repaired within the limits of possibility. III. Influence on Youth The Second German Republic shall educate the young people to be loyal citizens of the democratie state. With this end in view, care for and education of the younger generation shall be completely reformed. Youth shall be taught the appreciation of cultural values, shall learn to believe in right rather than might, in tolerance rather than persecution, in respect for the Aufhaeuser, Siegfried Baerensprung, Dr. Horst Bandmann, Dr. Eugene Bernhard, Professor Georg Brauer, Max Braunthal, Dr. Alfred Ferl, Gustav Altmann, Fred( Chicago, Ill.) sanctity of human life, in the binding force of a pledged word, in the conscientious observation of agreements and treaties. The Fuehrer legend shall be destroyed by bringing to light the appalling facts of the Hitler terror. IV. Economic Democracy The groups and classes which provided the strongholds for pan- German militarism and imperialism will be permanently reduced to impotence. To break their power, they will be deprived of their economic basis( heavy industry, other industrial monopolies- for instance, IG Farben- Industrie- and large agricultural estates). The national socialist policy of autarchy, which served the purpose of war and brought starvation upon the German people, will be abolished. Within the future economic organization of the world, the German Republic will work for a restoration of unrestricted international exchange of goods. The German Republic will participate with all its resources in international economic planning in order to secure economic and financial stability and protect the nations from misery and from the catastrophic effects of depression. In her domestic economic policy, Germany will try to realize the same aims on the national level. V. Return Into the Community of Nations The German Republic will collaborate without any reservation with her neighbors and all other nations in the reorganization of Europe. German economic and technical ability shall create works of peace, among which the reconstruction of territories destroyed by war or plundered by the Nazis shall have priority. The German Republic will consider it a proper and natural task to participate in this effort of reconstruction with all available resources. The supply of goods and services for this purpose must be so organized as to make all profiteering by individuals or groups impossible. In order to safeguard the common interests of Europe, the German Republic will fit the solution of her own economic and transportation problems into a plan for the whole continent. The Republic will make sure that Germany's production and transportation system will never again serve purposes of aggression. The German Republic will carry out the complete disarmament and demilitarization of the German people, as the primary condition for the establishment and protection of peace which all nations desire. The new German Republic shall take its place in the family of nations as a state based on law and shall participate in the measures to safeguard the peace, for the good of the German people and all mankind. The Members of the Association of Free Germans, Inc. Forell, Rev. Frederick J. Geyer, Anna Glaser, Dr. Kurt S. Grzesinski, Albert C. Hansen, Richard Hirschfeld, Dr. Kurt Jungnitsch, Siegfried Katz, Dr. Rudolf Kesten, Hermann Krueger, Dr. Erich Marck, Dr. Siegfried Misch, Dr. Carl Peiser, Dr. Werner Seger, Gerhart H. This Declaration has been signed furthermore by: Biermann, Berthold( Cleveland, Ohio) Borchardt, Dr. Hermann( New York City) Gassner, Joe( New York City) Hirsch, Dr. Leopold( New Orleans, La.) Jacobson, Dr. Walter( New York City) Juliusburger, Dr. Otto( New York City) Karsen, Dr. Fritz( New York City) Kempner, Dr. Robert( Philadelphia, Pa.) Kleemann, Dr. Erich( New York City) Landauer, Dr. Karl( Berkeley, Cal.) Leeb, Rudolph( New York City) Lorch, Dr. Alexander( New York City) Naumann, Dr. Robert( Baltimore, Md.) Polgar, Alfred( Beverly Hills, Cal.) Reach, William( New York City) Reisner, Else( Wilmington, Del.) Sender, Toni Stampfer, Friedrich Sussmann, Arthur Tejessy, Fritz Volbach, Walther R. Wagner, Friedrich Wilhelm Weichmann, Dr. Herbert Reisner, Konrad( Wilmington, Del.) Schuhmann, Kurt( New York City) Thomas, Adrienne( New York City) Weyl, Michael( New York City) Wilk, Dr. Kurt( New York City) Wolf, Louis( New York City) Wurmbrandt, Fanny( New York City) Wurmbrandt, Michael( New York City) Zweig, Fredericka( New York City) ( German text) Für das Freie Deutschland von Morgen Die Association of Free Germans, Inc. von der Zuversicht durchdrungen, dass vollständiger Sieg die Anstrengungen und Opfer der vereinigten Nationen krönen wird, von dem Vertrauen geleitet, dass dieser Sieg wie der ganzen Welt so auch dem durch Hitler und seine Satrapen unterdrückten deutschen Volke die Freiheit bringen wird, von dem Glauben erfüllt, dass des freien deutschen Volkes Mitwirkung zur friedlichen Entwicklung Europas und der Welt im Sinne des" Atlantic Charter" unerlässlich ist, und von dem Willen beseelt, für den Freiheitskampf kein Opfer zu scheuen, strebt für Deutschland folgendes an: I. Eine wahre Demokratie Das deutsche Volk soll eine freie Republik bilden. Die zweite deutsche Republik soll die Demokratie in Deutschland auf die Dauer und fest gründen und dafür sorgen, dass es nie wieder einer Diktatur, gleich welcher Richtung und Art, zum Opfer fällt. Sie soll dem deutschen Volke die Vier Freiheiten verbürgen: Redefreiheit, Glaubensfreiheit, Freiheit von Furcht und Freiheit von Not. Der Staat soll dem Volke dienen, Friede durch Recht, Freiheit in Gesittung sollen seine Leitsätze sein. II. Nach dem Sturz der Nazityrannei Die nationalsozialistische Gewaltherrschaft ist mit Stumpf und Stiel auszurotten. Alle von der Naziregierung oder ihren Gefolgsleuten zur Stützung ihrer Herrschaft erlassenen Gesetze, Anordnungen und Massnahmen werden ausser Kraft gesetzt. Alle von ihr vorgenommenen Annexionen, auch solche, die als" Anschluss" maskiert sind, werden rückgängig gemacht, etwa noch besetzte Gebiete sofort geräumt. Presse, Rundfunk, Kino usw. sind von Feinden der Demokratie zu reinigen und auf demokratische Prinzipien zu gründen. Zu den vollen staatsbürgerlichen Rechten sind alle Deutschen ohne Ansehen der Rasse, der Farbe, des Glaubens oder der politischen Ueberzeugung zugelassen. Ausgeschlossen sind diejenigen, die sich am nationalsozialistischen Unterdrückungssystem tätig beteiligt haben, wodurch sie ihren Anspruch auf demokratische Gleichberechtigung verwirkten. Betätigung gegen die Demokratie wird mit aller Schärfe unterbunden. Die Verbrechen der Nazis und ihrer Gefolgsleute, ob sie in Deutschland oder in anderen von den Nazis unterdrückten Ländern begangen worden sind, werden als Verbrechen gegen das deutsche Volk und gegen den Weltfrieden geahndet. Die schnelle Aburteilung der Schuldigen soll eine abschreckende Mahnung für alle Zeiten sein. Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung zugefügte Schäden sollen nach Möglichkeit wieder gut gemacht werden. III. Die Gewinnung der Jugend Die zweite deutsche Republik soll die Jugend zu demokratischen Staatsbürgern erziehen. Deshalb sollen Jugendpflege und Jugenderziehung völlig neu gestaltet werden. Die Jugend soll zu kulturellen Werten hingeleitet werden, statt zur Machtanbetung zur Idee des Rechtes, statt zur Unduldsamkeit zur Toleranz, Achtung vor der Heiligkeit des Menschenlebens, Treue zum gegebenen Wort, Innehaltung von Abmachungen und Verträgen. Die" Führer- Idee" soll durch wahrheitsgetreue Beschreibung des despotischen Hitlerterrors entlarvt werden. IV. Demokratie- auch in der Wirtschaft Endgültig politisch unschädlich gemacht werden diejenigen Gruppen und Klassen, die Träger des alldeutschen Militarismus und Imperialismus waren. Zur Brechung ihrer Macht soll ihnen die wirtschaftliche Grundlage genommen werden: Schwerindustrie, sonstige monopolistische Wirtschaftszweige( wie IG Farben- Industrie usw.) sowie agrarischer Grossgrundbesitz. Die den Krieg nährende, das deutsche Volk aushungernde nationalsozialistische Autarkiepolitik wird abgeschafft. Im Rahmen der kommenden Organisation der Weltwirtschaft wird die deutsche Republik Wiederherstellung des freien, internationalen Güteraustausches anstreben. An der internationalen Wirtschaftsplanung, die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität gewährleisten, die Völker vor Not- und Krisen- Katastrophen sichern sowie den Standard der arbeitenden Massen heben soll, wird die deutsche Republik mit allen Kräften teilnehmen. Die innere Wirtschaftspolitik Deutschlands soll auf dieselben Ziele im nationalen Rahmen gerichtet sein. V. Rückkehr zur internationalen Gemeinschaft Die deutsche Republik wird an der Neuordnung Europas sowie der Welt gemeinsam mit all ihren Nachbarn und den übrigen Nationen vorbehaltslos mitwirken. Deutschlands wirtschaftliches und technisches Können soll Werke des Friedens schaffen, wobei der Wiederaufbau der im Kriege zerstörten und von den Nazis ausgeraubten Gebiete in vorderster Linie stehen soll. Die deutsche Republik wird es als ihre selbstverständliche Aufgabe betrachten, daran mit ganzer Kraft mitzuarbeiten. An den dafür bestimmten Sach- und Arbeitsleistungen dürfen sich weder Einzelne noch Gruppen bereichern. Im engeren Rahmen Europas wird sich die deutsche Republik in eine zum Besten des Erdteils zu lenkende Wirtschafts- und Verkehrspolitik einordnen. Sie wird dafür sorgen, dass Deutsch lands Produktions- und Verkehrsmittel nicht zu Angriffszwecken missbraucht werden können. Die deutsche Republik will die vollkommene Abrüstung und Entmilitarisierung des deutschen Volkes durchführen, in der sie die erste Voraussetzung für die Schaffung und Sicherung des von allen Völkern ersehnten Weltfriedens erblickt. Die neue deutsche Republik soll als Rechtsstaat in der Familie der Völker ihren Platz einnehmen und an der Friedenswahrung teilnehmen, zum Besten des deutschen Volkes wie der Menschheit. Aufhaeuser, Siegfried Baerensprung, Dr. Horst Bandmann, Dr. Eugene Bernhard, Professor Georg Brauer, Max Braunthal, Dr. Alfred Ferl, Gustav Die Mitglieder der" Association of Free Germans, Inc." Forell, Rev. Frederick J. Geyer, Anna Glaser, Dr. Kurt S. Grzesinski, Albert C. Hansen, Richard Hirschfeld, Dr. Kurt Jungnitsch, Siegfried Katz, Dr. Rudolf Kesten, Hermann Krueger, Dr. Erich Marck, Dr. Siegfried Misch, Dr. Carl Peiser, Dr. Werner Seger, Gerhart H. Sender, Toni Stampfer, Friedrich Sussmann, Arthur Tejessy, Fritz Volbach, Walther R. Wagner, Friedrich Wilhelm Weichmann, Dr. Herbert Diese Erklärung haben ferner unterzeichnet: Altmann, Fred( Chicago, Ill.) Biermann, Berthold( Cleveland, Ohio) Borchardt, Dr. Hermann( New York City) Gassner, Joe( New York City) Hirsch, Dr. Leopold( New Orleans, La.) Jacobson, Dr. Walter( New York City) Juliusburger, Dr. Otto( New York City) Karsen, Dr. Fritz( New York City) Kempner, Dr. Robert( Philadelphia, Pa.) Kleemann, Dr. Erich( New York City) Landauer, Dr. Karl( Berkeley, Cal.) Leeb, Rudolph( New York City) Lorch, Dr. Alexander( New York City) Naumann, Dr. Robert( Baltimore, Md.) Polgar, Alfred( Beverly Hills, Cal.) Reach, William( New York City) Reisner, Else( Wilmington, Del.) Reisner, Konrad( Wilmington, Del.) Schuhmann, Kurt( New York City) Thomas, Adrienne( New York City) Weyl, Michael( New York City) Wilk, Dr. Kurt( New York City) Wolf, Louis( New York City) Wurmbrandt, Fanny( New York City) Wurmbrandt, Michael( New York City) Zweig, Fredericka( New York City) T Love lenth Ich setze voraus, dass Geschichte der AW bekannt. Nach 1945 Wiederaufbau der Organisation. ( JM??) Sie alle wissen am besten unter welchen Schwierigkeiten. Heute, nach nun zwei Jahren Aufbau zu einem gewissen Abschluss gelangt Gliederung von unten nach oben Spitze HA Lage in den drei Westzonen und in Berlin in vielen Landern. Organisation reicht bis ins letzte Dorf Bei Wiederaufnahme der Arbeit chaotische Verhältnisse des Zusammenbruchs. Von daher ergaben sich die Aufgaben; Zunächst Betreuung der Flüchtlinge, Hilfsaktionen für die Hilfslosen. War das der erste Ausgangspunkt für unsere Arbeit, so wuchsen uns die Aufgaben mit der Zeit immer zahlreicher zu. Neue Probleme drängten nach Lösung neue Notursachen verlangten nach Abhilfe. Heute namhafte Leistungen auf allen Gebieten der Wirtschafts-, Jugend-, und Gesundheitsfürsorge. Die se Ausweitung unserer Aufgaben hat uns erheblich über das hinausgeführt, was wir vor 1933 an praktischer Arbeit leisteten. Das hat seinen guten Grund. Zwar auch damals umfangreiche Not( Weltwirtschaftskrise) Aber damals auch gut funktionierende öffentliche Fürsorge und Versorgung durch den Wohlfahrtsstaat. Unsere Aufgabe damals: Durchdringung des behördlichen Apparates Jedem zu seinem Recht verhelfen. Eigene Massnahmen und Einrichtungen nur vereinzelt. Im Vordergrund stand die Einflussnahme auf Gesetzgebung u. Verwaltung Eigene Anstalten als Beispiel und Vorbild. Heute ist die Einflussnahme auf Gesetzgebung und Verwaltung zunächst noch nur recht eingeschränkt möglich. Wir haben keine Souveränität, keine Zentralregierung und damit auch kein zentrales Parlament; - 2- - 2- wir sind in Zonen und Tänder aufgespalten und nicht nur in jeder Zone, sondern in jedem Lande liegen die politischen und verwaltungsmässigen Voraussetzungen anders. Die Einflussnahme auf die Durchführung der öffentlichen Fürsorge auf der Ebene der Städte, Kreise und Gemeinden ist zwar schon recht erfreulich in Gang gekommen, muss aber noch sehr ausgebaut und vertieft werden. Das Tempo dabei hängt nicht nur ab von den Schwierigkeiten, die uns von einer starren, häufig noch reaktionären Bürokratie und von denjenigen Kreisen gemacht werden, denen die wiedererstandene, aktive AW ein rechter Dorn im Auge ist, das Tempo hängt auch davon ab, ob wir die geeigeneten Menschen in genügender Anzahl zur Verfügung haben. Damit rühre ich an eines der ernstesten Probleme in unserer Organisation, auf das ich noch zusprechen kommen werde. Wenn also heute die Seite der Arbeit, die vor 1933 bei uns im Vordergrund stand, Einflussnahme auf Gesetzgebung und Verwaltung und auf die praktische Durchführung der öffentlichen Fürsorge, aus den genannten Gründen von uns noch nicht so wahrgenommen werden kann, wie wir das gern möchten und eigentlich müssten, so sind andererseits Aufgabengebiete von uns zu bewältigen, für die wir uns früher einfach nicht für kompetent erklärt hätten. Daran ist nichts mehr zu ändern: Die AW heute ist anders als vor 1933! Damals waren wir, ich möchte sagen das Gewissen der öffentlichen Verwaltung, ein immer waches, oft sehr unbequemes Organ! Heute sind wird das auch noch, oder möchten es wieder werden. Daneben aber sind wir in breitestem Ausmass selbst zum Träger fürsorgeri/ scher Aktionen geworden. Die alten von Ihnen wissen noch ganz genau, wie es früher hier in Hannover mit der AW aussah. Da wäre doch das, was sich heute hier in Hannover begibt garnicht vorstellbar gewesen. Bedenken Sie doch, was hier in Hannover alles los ist: 2 Kindergärten im Betrieb, ein dritter vor der Vollendung, eine Erziehungsberatungsstelle, die hoffentlich einmal über Hannover hinaus Bedeutung haben wird, Braunscha - 3- - 3- der Bau des Jugendwohnheims, die Örtliche Erholungsfürsorge in Gehrden, die Langeoog Aktion, Nähstuben, 1 Schusterwerkstätte, Flüchtlingsläger, 1 Rechtsberatungsstelle! Und wenn ich Ihnen dann sage, dass Hannover durchaus nicht an der Spitze liegt, dass wir Orte haben, in denen wir ein noch viel regeres Leben haben, dann werden Sie sich eine Vorstellung davon machen können, was alles in diesen zwei Jahren in der AW zu Stande gekommen ist. Mahler. Ja, werden nun manche einwenden, befinden wir uns da nicht auf einem bedenklichen Wege? Führen wir da nicht Aufgaben durch, die garnicht unsere sind, die nicht in die Zuständigkeit der freien Wohlfahrtspflege gehören, sondern eine Pflicht der öffentlichen Verwaltung sind? Geben wir nicht dadurch, dass wir eigene Anstalten und Einrichtungen unterhalten, unser bestes Argument im Kampf um die Vorrangstellung der öffentlichen Fürsorge aus der Hand? Dieser Einwand kommt mit Recht und er verdient, sehr ernst genommen zu werden. Die Vorrangstellung der öffentlichen Fürsorge, der Rechtsanspruch jedes in Not geratenen Menschen auf Hilfem ist eine unabdingbare Forderung, ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil unseres sozialpolitischen Programms. Und alle unsere Massnahmen und Entscheidungen müssen wir an die sem Grundsatz orientieren. Die freie Wohlfahrtspflege hat ihre grossen, unbestrittenen Verdienste in Vergangenheit und Gegenwart, Quch im Staate der Zukunft, im sozialistischen Deutschland wird sie ein unentbehrlicher Faktor sein und ergänzend das tun müssen, was durch staatliche Sozialpolitik und Fürsorge nicht erfasst und geregelt werden kann. Aber die Pflicht des Staates, durch eine umfassende Sozialgesetzgebung jedem seiner Bürger für Zeiten der Krankheit, der Arbeitslosigkeit des Alters die Existenzgrundlage, den Kindern und Jugendlichen die Erziehung zu leiblicher, geistiger -4 4.und gesellschaftlicher Tüchtigkeit zu garantieren, geht allem voran! Wenn dieser Grundsatz für uns unabdingbar ist und er ist es!- dann wird mit Recht die Frage aufgeworfen, ob wir mit unserer Aktivität überall im Lande, mit den vielen eigenen Aktionen und Einrichtungen nicht gerade diesen Grundsatz aufgegeben haben. Ja, darüber lässt sich nun viel sagen; aber ein Beispiel macht die Situation vielleicht amt ehesten deutlich. Wenn irgendwo ein Haus brennt, muss die Feuerwehr heran; denn dafür ist sie da und dafür zahlen wir unsere Steuern. Aber nun dauerts vielleicht eine Zeit, bis die Wagen ankommen- kostbare Zeit- die vielleicht für das Leben von Menschen wich. Haben wir unsere Pflicht getan, wenn wir den Feuermelder bedient haben Und nun ist die Feuerwehr da und die Hydranten geben kein Wasser. Hun gut, mag die Feuerwehr sehen, wie sie ese schafft, denn sie ist dazu da und wir zahlen unsere Steuern und waschen unsere Hände in Unschuld. Nein, das macht niemand! Nun wird eine Kette gebildet bis zum nächsten Brunnen oder Teich und jeder tut sein Äusserstes. Auf unsere Situation aufgewandt: Da sind Menschen, in Not. Flüchtlinge, Kinder, Jugendliche, Heimkehrer, Alte, Hilflose " Bitteschön, Sie müssen zur öffentlichen Fürsorge gehen. Der Staat hat die Pflicht, jedem zu helfen, wir haben unsere Gesetze und da steht das alles drin!" Aber die öffentliche Fürsorge ist heute in derselben Lage, wie die Feuerwehr, wenn die Hydranten kein Wasser geben! Die Not brennt an allen Ecken und Enden und nun müssen wir eine Kette bilden und die Hilfe daher holen, wo der Staat mit seinen Schläuchen ( ich bleibe beim Beispiel der Freuerwehr) nicht mehr hinreicht. Mrs Marie Juchacz 339 East 173 Street 1 New York 57, N.Y. den 25.November 1945 Lieber Genosse Stampfer, inliegend ein Zettel( Briefauszug). Ich freue mich dass der Genosse Landsberg die boese Zeit ueberstanden hat und werde ihm auch schreiben. Der Zettel wurde mir durch Frau Hertz uebergeben, mit der Bitte ihn doch weiter zu leiten. Weiter finden Sie inliegend zwei Schriftstuecke, die ich Ihnen zur Kenntnisnahme und-- wenn Sie wollen-- zur Verwendung zugehen lasse.Nur-- der Genosse Hertz, von dem ich die Erlaubnis zur Weitergabe erbat, sagte mir, dass er keinen Wert auf den Gebrauch seines Namens legt, was ich zu beruecksichtigen bitte.Wie mir scheint, geht der Briefwechsel noch weiter. Nach dem Photostate gab es also doch im April 1934 eine" Volkszeitung" in Saarbruecken, was ich nicht wusste. Zu unserer Unterhaltung am letzten Freitag moechte ich Ihnen schriftlich wiederholen, was ich Ihnen muendlich sagte: Ich legte und lege fuer mich absolut keinen Wert darauf, politisch in Referaten oder Debatten hervor zu treten. Neben einer gewissen persoenlichen Verbitterung, die Ihnen in ihren Ursachen nicht ganz fremd sein sollte, sind es nur mit meiner Person zusammenhaengende Gruende, die mich veranlassten von der aktiven Teilnahme an Vortraegen und oeffentlichen Debatten abzusehen. Das mag man nicht verstehen, aber ich glaube beansp spruchen zu koennen, dass man es respektiert. Auch die Initiative zu einem Zusammengehen( oder Vereinigung) der verschiedenen politischen Gruppen der hiesigen Emigration-- die ich seit zehn Jahren fuer notwendig halte, wenn ich meine Zeit in Frankreich dazu rechne-muss ich den Persoenlichkeiten mit mehr Einfluss und groesserem Prestige ueberlassen. Und Leuten mit einem groesseren Ueberschuss an Kraft und Energie.Wohl wuerde ich mitgehen, wenn es gelingen sollte, den grossen Berg von Misstrauen und Bitterkeit, der sich angesammelt hat, abzutragen. Etwas anderes ist es mit der Hilfstaetigkeit fuer die Genossen in Deutschland.Dafuer habe ich den Rest meiner Kraft aufgespart und dafuer will ich sie verwenden, trotz allem, was dazwischen liegt. Es hat mich verletzt als ich das offensichtliche Bemuehen erkannte, mich nicht in das Hilfswerk einzuschalten. Ich konnte am 19.0ktober, als ich wegen des Nachrufs fuer Hans Vogel fuer manche so unverhofft in der Versammlung erschien, dem Zuruf, der von dritter Seite erfolgte, nicht folgen, konnte nicht in den Ausschuss eintreten. Ich waere der ungebetene Gast, der durch eine Hintertuer einschleicht.Es waere das erste mal in meinem Leben gewesen, so zu einem Amt zu kommen. Blatt 2. den 25.0ktober Ich muss aber feststellen, dass es sich bei den Mitgliedern des Committees in der Mehrzahl un Leute handelt, die meine Vergangenheit auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege und der Hilfstaetigkeit kennen.Trotz allem aber kann ich mir noch immer nicht vorstellen, dass es Absicht gewesensein soll Sohwierigkeiten zu schaffen auf einem Gebiet auf dem einheitliches Vorgehen sozialistischer Kreise zu einer gebietenden Notwendigkeit, ja zur gebietenden Pflicht geworden ist. Es handelt sich un verhungernde deutsche Kinder, un verelendende Gesinnungsgenossen in der gemeinsamen Heimat, es handelt sich um unsere Parteigenossen und ihre Familien, denen aus Menschlichkeit und aus unserer Gesinnung heraus, geholfen werden muss.Es handelt sich um den Urgrund des Wiederaufbaus der Arbeiterbewegung und noch um vieles mehr, wenn man unseren Genossen drueben zeigt, dass echte Kameradschaftlichkeit und solidarische Treue keine ausgestorbenen Begriffe sind. Und ich empfinde es als eine mich draengende Pflicht Ihnen--- und darueber hinaus den Genossen des Committees--- zu sagen, dass sie bei ihrem Vorgehen der Sache, der sie zu dienen glauben, schaden, wenn sie kein einheitliches Arbeiten anstreben, auf dem Gebiet einer Hilfstaetigkeit mit gewaltigem Ziel, wenn man die vorhandenen Kraefte damit vergleicht.Ohne vereintes Vorgehen und unter Verletzung der Kraefte, die man eigentlich nicht entbehren kann, kann der hoechst moegliche Erfolg nicht erreicht werden.Ist es nicht das worauf es ankommt? Freundliche Gruesse Marie Juchacz 339 E 173 Str New York 57, NY November October 4,1945 Liebe Hertha Kraus, ich danke Ihnen herzlich dafuer, dass Sie so gut auf meine Gedanken und Wuensche eingegangen sind, dass Sie sich fuer deren Erfuellung bemueht haben und dass Sie mir Nachricht gaben uegber die schmale Aussicht, die vielleicht besteht, wenn man in Berlin, wie Sie richtig sagen--" so let's hope that( it has helped to draw his attention to this problem and that he has followed up in some way. Ich weiss, dass man an einer solchen Stelle- beschäftigt mit einem so grossen, vielseitigen Komplex- natuerlich nicht mehr fuehlen kann, dass und wie das Herz einer einzelnen Person mit einem solchen Schriftstueck und mit dem, was darin wirklich enthalten ist, verbunden ist. Inzwischen nuetze ich hier die Zeit, so gut es geht, um mich durch selbstgewaehlte Arbeit zu beteueben.Die Not dort drueben, laesst mich nicht zur Ruhe kommen.Zuerst habe ich versucht mit einer kleinen Menschengruppe unter dem schuetzenden Dach des" Workmen's Circle" eine Hilfsaktion fuer die Menschen aufzuziehen, die in Frankreich unter den Umstaenden der Emigration und des Krieges besonders litten. Wir mussten den Radius unserer Hilfe von vornherein begrenzen, weil wir doch im Stillen arbeiteten.Natuerlich haben wir das, was uns aus Holland und Belgien bekannt wurde, mit einbezogen.Sobald die Moeglichkeit dazu besteht, wollen wir auch nach Deutschland hinein.Dazu muessen wir natuerlich hier in diesem Land den Kreis unserer Ceber erweitern.---- Ueber diesen Komplex XXXX moechte ich gerne einmal auch mit Ihnen sprechen, um Ihren Rat dazu zu hoeren.Ich weiss, dass Sie ueber Menschenkraft engespannt sind und wage kaum zu bitten. Aber falls Sie einmal in NY sind und eine halbe Stunde absparen koennen, wollen Sie sie dann fuer mich reservieren und mir Bescheid geben? Ich waere Ihnen sehr dankbar. Was mich zu meinem Tun veranlasst, ist neben dem eignen, mich treibenden Gewissen auch der Gedanke, dass es die Pflicht der ganzen politischen Emigration ist, kameradschaftlich denen zu helfen, die nicht in der Sicherheit gesessen haben, denen zu helfen, die sich nicht satt essen konnten, waehrend wir hier die Gastfreundschaft und Hilfe des Landesgenossen haben.Es ist doch die beste Art moralische Schulden abzutragen, wenn man denen/ zurueck gibt die nicht hier sein durften, was Amerikanische Menschen und Organisationen fuer uns getan haben. Es kommen mir da einige Schwierigkeiten in den Weg. Ich hatte schon meinen Plan der Verbreiterung der Aktion( in rohen Umrissen) im Kopf und wollte ihn sachlich mit einigen Freunden durchsprechen, als die " Sozialdemokraten um die Volkszeitung herum" ploetzlich auch mit einem aehnlichen Plan hervortraten.An sich habe ich gegen die Aktivitaet der Leute nichts, aber die einzige Moeglichkeit etwas zu erreichen ist, oder waere, dass wir gemeinsam daran arbeiten wuerden und das nach aussen zeigen- und zwar von vornherein- ohne erst einzeln aufzutreten. Ich haette gerne gesehen, wenn Sollmann dabei die Vermittlung uebernommen haette, aber dabei streikt er.Er sieht es anders als ich. Doch das erzaehle ich Ihnen nur am Rande.Der hauptzweck meines Schreibens war mein Dank und meine Bitte, die ich in den ersten beiden Absaetzen aussprach.--- Vielleicht rufen Sie mich einmal durch eine Karte oder telephonisch, wenn Sie hier sind. Dank. Herzlich gruessend Ihre Mrs. Marie Juchacz 139 East 173 Str New York 57, N.Y. Mrs. Marie Juchacz U.S.A. elm Sander .de Avenue, London, N.W.7 339 East 173 Stree. New York 57, N.Y. USA 19th November, 1945 Liebe Genossin Juchacz| Recht herzlichen Dank für Ihre freundlichen Zeilen vom 25. Oktober, die auch die Genossen Ollenhauer und Heine gelesen haben. Da wir politisch und organisatorisch aufs engste zusammenarbeiten haben wir eine Briefgemeinschaft und so bin ich auch über Ihre Briefe an Ollenhauer und Heine orientiert. Auch wir freuen uns, die" AW" geschaffen zu haben in der alle Gruppen, die in unserer" UNION" zusammengefasst sind, mitarbeiten. Dadurch benötigten wir zwar eine gewisse Anlaufszeit bei der Vorbereitung und Gründung, aber dieser Tempoverlust wird jetzt durch ein herrliches Zusammenarbeiten aller Gruppen mehr als wettgemacht. Ich selbst habe mich keineswegs an die Leitung herangedrängt, ich wünschte, wir hätten Sie, die Mutter der deutschen AW hier, sie wären sicher unsere Vorsitzende geworden! Aber Herta Gotthelf und Genossinen der SPD, des ISK und der ehemaligen SAP( ja" ehemaligen, denn sie sind schon zu uns gekommen und auch andere Genossen der sozialistischen " Randerscheinungen" in der UNION und ausserhalb der UNION drängen nun, auch in die Parteigruppe aufgenommen zu werden, die dann gewissermassen eine Londoner Gruppe der neuerstandenen SPD im Reiche werden würde!) arbeiten unermüdlich und wir werden sicher bis Weihnachten ein gutes Stück Arbeit geleistet haben. Auch die Sozialistische Jugend beteiligt sich an dieser Arbeit, was beiden, der Jugend und den Alten, nur zum Vorteil gereicht. Ich gestatte mir, Ihnen einige Werbeschriften beizulegen, die ihnen besser sagen, wie wir arbeiten, als wenn ich längere Briefausführungen machen müsste. Wir hoffen, noch vor Weihnachten etwa 10-12 Kisten getragener Kleidung nach Hamburg an den AW verschiffen zu können. und Reparationsmaterial: Zwin, Stopfgarn, Wolle, Nadeln, Lichte, Scheren) Dort wurde durch unsere Freunde bereits Vorsorge getroffen, dass einige der Kisten an andere AW in anderen Städten wietergeleitet werden. Hier wird nun in der englichen Oeffentlichkeit eine Parallel Aktion durchgeführt: Help Europe now I und auch diese Aktion wird sicher in einigen Wochen auch für uns Früchte tragen. Jedenfalls sind wir in engstem persönlichen Kontakt mit diesen Freunden und erhoffen uns einen grossen Erfolg davon. Ich werde Ihnen später darüber noch etwas zusenden, sobald Material verfügbar ist. Darüber hinaus bereiten wir eine überparteiliche deutsche Hilfsaktion für das hungernde Deutschland vor, in die wir natürlich führende Perfür der robne mOHIAW sönlichkeiten der katholischen und prontestantischen Kirchen in England und im Auslandsdeutschtum gewinnen müssen. Die ersten Vorbesprechungen ( bei denen auch unsere Sudetendeutschen und Danziger Genossen beteiligt sind) erscheinen Erfolgversprechend. Sobald wir uns über einen Board und gewisse Arbeitsrichtlinien geeinigt haben, werden wir uns auch an unsere Freunde ins Ausland wenden, Sie werden dann also nähere Einzelheiten erfahren. Von meinem Dresdner Parteifreund Robert Grötzsch würde ich über die Aktionen seiner Freunde um die Volkszeitung und die Socialdemocratic, Federation( Deutsche Sprachengruppe) verständigt. Er fordert nun Material an und möchte aufs engste mit uns zusammenarbeiten. Darüber sind wir natürlich sehr erfreut, obwohl wir sehen, dass auch in der Hilfsaktion für unsere Genossen in Deutschland kein einheitliches Zusammenarbeiten in USA stattfindet. Ich bin deshalb von Ollenhauer und Heine gebeten worden, an Grötzsch und Katz zu schreiben, um den Versuch zu machen, eine gewisse Coordinierung der Arbeit in USA auf diesem Gebiet zu erreichen. Sicher wäre dies ein Vorteil für uns alle und für unsere Genossen und Hilfsbedürftigen in der Heimat, vielleicht hätte dies sogar gewisse Fernwirkungen für die ganze künftige organisatorische Arbeit im Interesse der neuerstandenen Partei in der Heimat. monie Sicher ist dies in USA schwieriger als hier in England( das hat uns neben vielen anderen Dingen auch der Brief von Ihnen und Ihren Freunden vor einigen Monaten an Hans Vogel gezeigt) aber vielleicht ist ein Versuch auf diesem Gebiet der erste Anfang einer Zusammenarbeit nauf breiterer Ebene. ( Ich werde jedenfalls in diesem Sinne auch den Genossen Katz und Robert Grötzsch schreiben. dole nobrow Es tut mir sher leid, dass Sie unsere" SM" nicht erhalten haben, sie ist regelmässig seit mehr als einem Jahre auch an Sie abgegangen. Nun habe ich allerdings festgestellt, dass sie bisher an 139 East usw. gegangen ist( siehe beiliegende gelbe vervielfältigte Adresse). Hätten Sie mir diese Verlustanzeige früher geschickt, hätte ich diesen Irrtum schon früher bemerkt. Leider sind die rückwärtigen Nummern nicht mehr vorrätig. Wir mussten einige komplette Jahrgänge in letzter Zeit e für Deutschland, Frankreich, Belgien und Dänemark senden und versuchen enun, ältere, Nummern zurückzubekommen.( Aehnlich ist es mit der Adresse Rudi Leebs gegangen, doch ich schreibe ihm persönlich, senden Sie ihm bitte diese Zeilen mit zu). Wegen des Erscheinen des Buches über die Opfer im Anti- Hitlerkampf kann ich Ihnen im Augenblick noch kein Datum geben, wir verhandelten noch mit Oprecht in der Hoffnung, die Veröffentlichung in Deutschland zu erreichen, was jedoch erst im nächsten Jahre möglich wäre. доблез Alles Gute, herzliche Grüsse, 019 Ihr The linen fander Herzlichen Gruß! Eva Mrs. Regina Kaegi Zuerich Bronx, N.Y., 25. November 1945 1830 Anthony Ave. Liebe Genossin Kaeg1, do Obwohl wir in diesen Jahren direkt nichts von einander gehoert haben, hatte ich doch nie das Gefuehl, dass wir ausser Kontakt seien. Ihre Arbeit und die des Arbeiter- Hilfs- Werks sowohl waehrend des Krieges als auch jetzt beim Wiederaufbau ist hier allgemein bekannt, und uns durch unsere Freunde staendig gegenwaertig gewesen, und ich denke, auch Sie haben in grossen Zuegen gewusst, was wir hier taten. Nun, da nicht nur der Krieg zu Ende 1st, sondern immer mehr Laender sich oeffnen, wo Genossen dringend Hilfe brauchen, und wo man nach und nach auch die Erlaubnis bekommt, sie geben zu duerfen, und wo der Postverkehr wieder einigermassen funktioniert, haben wir das Beduerfnis, in direkte Beziehung mit Ihnen und Ihrer Arbeit dort zu kommen. Daher der heutige Brief, den ich ueber Hanna Bertholet schicke, weil ich nicht sicher bin, ob Ihre Adresse von 1940 noch stimmt. Ich will gleich zum entscheidenden Grund meines Briefes kommen. Eine ganze Reihe von Genossen hier, die damals durch internationale Solidarıtaet Frankreich verlassen und nach den Vereinigten Staaten gehen konnten, haben diese Tatsache immer als eine bindende verpflichtung empfunden, soweit und soviel wie moeglich den zuruexkgebliebenen Freunden zu helfen, und Hilfe mobil zu machen in amerikanischen oder richtigen Einwandererkreisen. Seit z. B. der Postverkehr nach Frankreich und anderen mitteleuropaeischen Laendern offen 1st, tat sich hier unter dem Vorsitz von Marie Juchacz, der Gruenderin der Arbeiterwohlfahrt, ein Ausschuss zusammen, der, da wir hier keine eigene Hilfsorganisation haben durften, 1m Rahmen der amerikanischen Organisation" Workmen Cercle" in der Abteilung" Solidaritaet" eine Paket- Aktion fuer diejenigen Genossen in cang brachte, die Besatzung und Konzentrationslager ueberlebt hatten, und die in der dringendsten Weise unserer Hilfe bedurften. Der Ausschuss hier setzt sich zusammen aus Genossen der verschiedensten Richtungen der sozialistischen und gewerkschaftlichen Emigration, die durch das gemeinsame Schicksal in Frankreich sich naeher gekommen waren, und die die Tatsache ihrer Rettung als besondere Verpflichtung empfanden. Es wurde organisiert, dass die Empfaenger in Frankreich auf partei politisch voel11g neutraler Grundlage ausgesucht wurden, soweit sie Sozialisten waren, und zwei Vertrauensleute der sozialistischen Emigration in Frankreich, der Genosse Markscheffel und der Genosse Nelke, wurden mit der Verteilung der Pakete betraut. Ich lege Ihnen hier ein Rundschreiben bei, das wir an die Spender in den Vereinigten Staaten kuerzlich versandten, und aus dem Sie einen gewissen Eindruck von der Arbeit und ihrem Geist bekommen werden. neod Dieses konnte direkt von hier aus gemacht werden, und wurde gestartet von denen, die eine solche Aktion fuer notwendig hielten. Ebenfalls von ihr erfasst wurden einige Freunde in Belgien und Holland durch Einzelsendungen. Nun kommt allmaehlich der Zeitpunkt naeher, wo sich 2 FACI desvol STOT praktische Moeglichkeiten abzeichnen, die Not unserer Genossen in Deutschland zu lindern. Dass uns das besonders am Herzen liegt, d.. denen unserer Freunde, die als aktive Nazigegner durch die Hoelle der Konzentrationslaeger und Gefaengnisse gegangen sind, und ihren Familien heute unsere gol1daritaet zu beweisen und vielleicht zu erreichen, dass das grenzenlose Elend um einige Grade wenigstens gelindert wird, und, wenn irgend moeglich, diejenigen weniger hart trifft, die alles Ataten, um die Nazi- Barbarei zu bekaempfen, werden Sie gewiss verstehen. Nur 1st es leider heute noch unmoeglich, das von hier aus direkt zu tun. Dagegen hoerten wir kuerzlich von verschiedenen Freunden, dass es dem Arbeiter- Hilfs- Werk trotz aller Schwierigkeiten schon gelungen 1st, Genossen in Deutschland zu helfen, dass es z. B. seine Hilfe in grosszuegiger Weise Anti Nazi Transportarbeitern in Bremen zugesagt hat in der Form von Lebensmittelpaketen, und dem ArbeiterWohlfahtts- Ausschuss an BгEGEnx Baden, damit besonders die Kinder der aktiven Anti- Nazis diesen schrecklichen Winter besser ueberstehen.- Unsere Frage an Sle: Ist es moeglich, dass wir uns von hier aus an diese Aktion anschliessen? Wenn ja, in welcher Form? Wir haben uns basher mit der Bitte um Spenden im Wesentlichen an Emigranten gewandt, wie ich am Anfang erklaerte. Sowie groessere Moeglichkeiten sich eroeffnen, werden wir an weitere Kreise herantreten koennen; und ich glaube, dass sich erhebliche Mittel auftreiben lassen werden, trotz des natuerlich verstaendlichen und weit verbreiteten zoegerns, etwas fuer" Deutsche zu tun, weil wir uns bewusst beschraenken auf Hilfe fuer die aktiven Opfer des Nazi Regimes. Wenn wir also von Ihnen hoeren, ob und in welcher Weise wir uns an Eure Arbeit anschliessen koennen, bin ich ueberzeugt, dass wir hier einiges werden mobil machen koennen. Dazu wuessten wir also von Ihnen gern so konkret wie moeglich, in welchem Rahmen und in welcher Form unsere Hilfe willkommen und weiterleitbar waere, und wie die Verteilung vor sich gehen wuerde. Ist es Euch z. B. lieber, sie in der Form von Ueberweisungen oder von Paketen zu bekommen? Koennen wir von hier aus Euch wuensche uebermitteln in bezug auf Verteilung und versendung, immer in dem oben beschriebenen Rahmen?- Auch wenn, was wir hoffen, die Postbeschraenkungen von hier aus bald aufgehoben werden, waere ein Austausch unserer Erfahrungen und eine gewisse Koordinierung der Arbeit sicher nur im Interesse der Sache.a DTI Ich weiss, oder kann mir lebhaft vorstellen, wie beschaeftigt Sie sind liebe Regina. Aber trotzdem werden Sie uns sicher bald wissen lassen, was Sie von unserer Anfrage denken. Diese Anfrage 1st uebrigens vorlaeufig persoenlich, aber mit Marie Juchacz besprochen, die voellig einverstanden 1st. Ich bin sicher, sowie eine positive Antwort von Euch eingeht, dass wir Euch sehr bald das praktische Einverstaendnis eines groesseren Kreises werden mitteilen koennen. Nur dies fuer heute. Ich denke noch manchmal an die Tage, als Sie uns mit der Reisetasche voller guter Sachen in Marseille besuchten. Dass nun wenigstens der Hitlerspuk mit seinen unvorstellbaren Schrecken der Vergangenheit angehoert, macht unsere Verpflichtung nur umso groesser, dafuer zu sorgen, dass auch der Nazigeist aus der Welt verschwindet. Und davon sind wir leider, leider noch weiter entfernt, als damals in Marseilte vom Sieg ueber Hitler.- Lassen Sie bald von sich hoeren, und seien Sie sehr herzlich gegruesst, auch von Otto, von Ihrer NOV uд gen nim Staats Z. Vors troll Veru 5.1.46 Über Kom morsoll, uer onder nter ten NEUE VOLKSZEITUNG Sonnabend, den 26. Januar 1946 Arbeiter- Hilfsorganisation Gründung einer" Union der ArbeiterwohlfahrtsAusschüsse in U.S.A." - Die von der deutschen Sprachgruppe der SDF gegründete Hilfsorganisation" Relief for the German Victims of Nazism( Arbeiter- Wohlfahrts- Ausschuss, New York)" hat beschlossen, die Initiative zur Organisierung einer" Union der Arbeiter- Wohlfahrts- Ausschüsse in U.S.A." zu ergreifen und die ersten Schritte dazu unternommen. In einer Anzahl von Städten haben sich in mehr oder weniger fester Form Komitees mit ähnlicher Zielsetzung wie der des New Yorker Ausschusses gebildet, oder sind in Bildung begriffen. Da zur Zeit auf dem Gebiet der organnisatorischen Vorbereitung einer Hilfstätigkeit nach Deutschland eine grosse Verwirrung herrscht, besteht die Gefahr, dass die Aktivität der der Arbeiterschaft nahestehenden Gruppen sich in relativ wirkungslosen Einzelmassnahmen zersplittert. Das würde sich letzten Endes zum Schaden der durch die Arbeiterwohlfahrt betreuten deutschen Arbeiter auswirken. Wir sind es der deutschen Arbeiterbewegung, die jetzt unter denkbar schwierigsten Bedingungen ihre Wohlfahrtsorganisation wieder aufbaut, schuldig, auch hier alle Kräfte in der zweckmässigsten Form zu organisieren. Bisher befinden sich alle Organisationen, die eine Hilfstätigkeit für Deutschland beabsichtigen, noch im Vorbereitungsstadium. Der zuständige" President's War Relief Control Board" hat noch keiner Organisation die Erlaubnis zur Aufnahme der Hilfstätigkeit erteilt. Das darf uns jedoch nicht dazu verleiten, nun mit dem Ausbau der Organisation zu warten, bis der Board seinen endgültigen Beschluss fasst. Im Gegenteil, es ist umso notwendiger, alle Vorbereitungen, die jetzt getroffen werden können, zu erledigen, damit nicht noch weiterer Zeitverlust eintritt, wenn endlich nach Eröffnung des Post- und Paketdienstes der Weg zur grosszügigen Hilfe frei wird. Eine" Union der Arbeiterwohlfahrts Ausschüsse" muss sich in kurzer Zeit auf ein Netz von Komitees und Helfern in allen Orten vom Atlantik bis zum Pazifik stützen können, in denen Amerikaner deutscher Abstammung, in dem Bewusstsein ihrer Verpflichtung gegenüber den deutschen Opfern des Nazismus, entschlossen sind, ihren Anteil an der notwendigen Hilfe zu übernehmen. Die Berichte aus Deutschland beweisen mit erschütternder Eindringlichkeit, dass die deutsche demokratische Arbeiterschaft vor einer Elendskatastrophe in einem derartigen Ausmass steht, dass demgegenüber aller Wiederaufbauwille versagen muss, wenn nicht auch die Solidarität der Arbeiterbewegung des Auslandes sich in aktiver Hilfe bewährt. Dabei müssen selbstverständlich die deutschstämmigen Arbeiter im Ausland an erster Stelle stehen. Es darf sich auch niemand der Illusion hingeben, dass es sich nur um eine kurzfristige Hilfsaktion handelt, für die schnellé Improvisationen ausreichen könnten. Wir wissen heute bereits, dass unsere Hilfe auf Jahre hinaus erforderlich sein wird, und zwar in einem Umfange, zu dem möglicherweise auch unsere Kräte allein nicht einmal voll ausreichen werden. Es ist zu hoffen, dass auf dem Gebiete dieser Hilfstätigkeit alle karitativen Organisationen schliesslich zu irgend einer Form der Zusammenarbeit gelangen werden. Vielleicht würde dadurch auch die Erlaubnis zur Aufnahme der Hilfstätigkeit beschleunigt werden. Ob und in welcher Form sie sich verwirklichen lassen, steht noch dahin. Wir fördern sie aber am besten, wenn wir zunächst einmal unsere eigenen Kräfte voll einsetzen und jeden zur Mitarbeit heranziehen, der zu uns gehört und helfen will. Und das sind Zehntausende, ja Hunderttausende hier im Lande. Alle Anfragen, Nachrichten und Beiträge sind zu richten an die Adresse:" Relief for the German Victims of Nazism", 227 E. 84th Street, New York 28, N. Y. umseitig 29. Dez. 45 Frau Culver tritt für Hilfe für deutsche Kinder ein Frau Die Redaktions- Sekretärin des Kirchen- Komitees für Überseeund Wiederaufbau, Elsie Thomas Culver, erklärte, daß die Kirche im gegenwärtigen Deutschland die einzige demokratische Einrichtung sei. Hilfe Frau Culver kehrte jüngst von reiner viermonatigen Studienreise e aus Europa zurück. Die StudienKirchen treise war im Auftrage der protehunternommen worden. stantischen τ Amerikas Auf einer Pressekonferenz sagte Frau Culver:" Die deutsche Kirche steht nicht außerhalb des Volkslebens. Wenn wir den Kirchen für Verteilung in Deutschland Lebensmittel und andere notwendige Dinge geben können, würden wir das Beste für den Aufbau eines künftigen Friedens tun." " 66 sein Frieden Sie gab als ihre Überzeugung kund, daß die Vereinigten Staaten die deutschen Kinder mit Lebensmitteln versorgen sollten, weil eine unterernährte europäische Jugend" eine Gefahr für künftigen würde." den Neue Volks. Zeitung 29. Dez. 1945 ' Arbeiterwohlfahrt" wieder da Die englische Besatzungs- Behörde in Deutschland hat, wie das Reuter- Büro in London am 26. Dezember meldet, eine formelle Entscheidung des Inhalts getroffen, dass nunmehr die bekannte sozialdemokratische Organisation der" Arbeiterwohlfahrt", die jahrzehntelang drüben segensreich gewirkt hat, wieder offiziell zugelassen worden ist. Sie war bekanntlich schon zu Anfang des Hitler- Regimes zwangsweise aufgelöst worden. Die" Arbeiterwohlfahrt" ist eine von vier zugelassenen philanthropischen Organisationen. Die drei anderen sind das" Rote Kreuz" sowie eine evangelische und eine katholische Hilfs- Organisation. Die deutsche" Arbeiterwohlfahrt" ist diejenige Organisation, mit der auch die kürzlich in New York gegründete deutsch- amerikanische Hilfs- Organisation" Relief for the German Victims of Nazism", 227 E. 84th St., New York 28, N. Y.( Präsident: Dr. Fritz. Karsen, Sekretär: Helmut Wickel, Schatzmeister: Arnold Schroeder, Finanzsekretär: William Reach), aufs engste zusammenarbeiten wird, sobald der normale Post- und Paket- Verkehr nach drüben wieder eröffnet wird. Es steht zu erwarten, dass in dieser Beziehung die zahllosen Appelle amerikanischer Organisationen an die Regierung, besonders der Aufruf der 32 Senatoren, über den wir in der vorigen Ausgabe berichtet haben, bald die entsprechende Wirkung zeitigen dürfte. The German American August 1,1946 HILFE FUER DEUTSCHE ARBEITER 18 In den Branchen und Distrikten der Arbeiterkrankenkasse und den Arbeitergesangvereinen gehen seit einiger Zeit Antraege ein von einer Organisation, die sich( zur Irrefuehrung)" Arbeiter Wohlfahrt" nennt. In den Antraegen wird besonders darauf hingewiesen, dass Unterstuetzung fuer die Opfer des Faschismuss gefoedert wird. Die Antragsteller vermeiden es aengstlich klar und eindeutig zu sagen, dass es sich um eine rein sozialdemokratische, allein von der" Neuen Volkszeitung" gestuetzte Organisation handelt. Die Organisationsleitung, nur solche Sozialdemokraten, deren politische Uebereinstimmung mit der Schreibweise der Neuen Volkszeitung Bedingung ist, hat es bisher unterlassen, auf die an sie gerichtete Frage:" Wer wird als Opfer des Faschismus betrachtet?" eine klare Antwort zu geben. Solange eine solche Antwort nicht vorliegt, ist anzunehmen, dass von dieser Organisation versucht wird- gemaess der Einstellung der Neuen Volkszeitung- alle gesammelten Gelder, Kleider und Lebensmittel in das Lager Herrn Schumachers, der im Auftrage der englischen Regierungsmitglieder und der englischen Labor Party insbesondere in den westlichen Zonen Deutschlands taetig ist, fliessen zu lassen, Die schaedliche Rolle Schumachers im Bunde mit Ollenhauer, Severing und einigen anderen ehem. Fuehrern der SPD vom Schlage Stampfer, beiterbewegung weitmoeglichst zu verhindern, die Spaltung im Intresse der Reaktion aufrecht zu erhalten. Eine Organisation, die ihre Hilfsaktion mur betreibt, um durch Fettpakete hungernde Seelen fuer die Spaltung der Arbeiterbewegung zu kaufen, ist gleich zu setzen mit einer Organisation, wie die Bundisten, die mit Fettpaketen den reaktionaersten Teil Deutschlands, die Nazis staerken wollen. Wir lehnen das eine wie das andere ab. Wir lehnen jedoch nicht ab, die in Deutschland existierende und zum Zentralausschuss gehoerende Arbeiter Wohlf fahrt zu unterstuetzen. Diejenigen Organisationen, die an die Arbeiter- MAXIM Wohlfahrt in Deutschland Hilfe schicken wollen, koennen dies tun durch die verschiedeneben Hilfskomitees, die hier in Amerika geschaffen worden sind und die ihre Hilfsaktionen auf breitester Basis betreiben. Das" American Committee for Relief to German Needy, Inc, 220 East, 23rd Street, New York 10, NY , das Unitarian Service, haben sich z.B.verpflichtet, jede Sammlung, die fuer die Arbeiter Wohlfahrt in Deutschland deklariert wird, nach dorthin zu uebermitteln. Unterstuetzung fuer die Arbeiter- Wohlfahrt in Deutschland soviel wie moeglich, aber keine Unterstuetzung der Politik der Herren der" Neuen Volkszei tung 2 ENTWURF eines Berichtes vom Beginn der ARBEITER WOHLFAHRT USA bis zum Maerz 1948 Wie sie entstand Als die Arbeiter Wohlfahrt USA Ende 1945 ins Leben trat, war noch keine Moeglichkeit vorhanden, Liebesgabensendungen nach Deutschland zu schicken. Es war noch nicht moeglich, ceffentlich fuer Deutschland zu sammeln. Die Organisationen, die sich zu diesem Zeitpunkt als Wohlfahrtsorganisationen etabliert hatten, konnten eine Anerkennung als solche nicht erhalten. Sie haben diese Anerkennung, in direkter Form, auch heute noch nicht. Auch die schon laenger bestehenden Organisationen hatten zu diesem Zeitpunkt noch keine offizielle Erlaubnis fuer Deutschland- Sammlungen, waren aber in der Lage, von ihren sonstigen Kollekten etwas aufzustapeln, um fuer den zu erwartenden Zeitpunkt vorbereitet zu sein. Alle amerikanischen Hilfsorganisationen, soweit sie fuer" Overseas" arbeiten, gehoeren dem" American Council of Volontary Agencies for Foreign Relief Service" an. Soweit sie sich damals fuer die Deutschlandhilfe interessierten, erhielten sie durch die Praesidialverordnung im Februar 1946 die Moeglichkeit, sich im" Council of Relief Agencies Licensed for Operation in Germany"( CRALOG) zusammenzutun, Damit war nun die Erlaubnis verbunden, oeffentlich fuer Deutschland zu sammeln und den Ertrag der Sammlungen in Form von Liebesgaben zu verschicken. Den neu gebildeten, nicht anerkannten Organisationen wurde erlaubt, sich zum Zweck der Sammlung und Verschiffung einer dieser licensierten Organisationen anzuschliessen, Die Arbeiter Wohlfahrt schloss sich zu diesem Zweck der Labor League for Human Rights( AFofL) an. CRALOG setzt sich jetzt aus den folgenden 15 Verbaenden zusammen: American Friends Service Committee( Quaeker); Brethren Service Committee Inc., Committee on Christian Science Wartime Activities of the Mother Church; Congregational Christian Service Committee% 3B Church Committee on Overseas Relief and Reconstruction; Church World Service, Inc.; International Migration Service, Inc.; International Rescue and Relief Committee, Inc.; Labor League of Human Rights, AFofL; Lutheran World Relief, Inc.; Mennonite Central Committee, Inc.; B National CIO Community Service Committee; Russian Children's Welfare Society, Tolstoi Foundation, Inc; Unitarian Service Committee; War Relief Services, National Catholic Welfare Conference, Inc. Ziel der Arbeiter Wohlfahrt USA Die genannte Praesidialverordnung und die daraus entstehende Situation ermoeglichte es uns, die Hilfsarbeit zu entwickeln und auf besondere Aufgaben zu konzentrieren. Unser Ziel ist der sich wieder aufbauenden Arbeiterbewegung Deutschlands durch das Senden von Lebensmitteln und Kleidung materielle und moralische Hilfe zu geben, immer aus dem Geist der kameradschaftlichen Verbundenheit heraus handelnd. Was haben wir erreicht? Es ist uns gelungen, in diesen zwei Jahren unsere Geldsammlungen auf die$ 68,000 zu bringen. Dazu kamen die Kleidersammlungen und Zuwendungen in natura. Sie sind mit$ 35,000 nicht zu hoch veranschlagt. Zu beachten ist das folgende: durch die nur indirekte Mitgliedschaft der Arbeiter Wohlfahrt USA bei der CRALOG werden die nach Deutschland gesandten Mittel unter der Firma ihrer SponsorOrganisation, der Labor League for Human Rights, AFofL, verschickt. Viel oder wenig, dieser Begriff ist relativ. Die Geber der Arbeiter Wohlfahrt gehoeren fast alle den Schichten ohne groesseren Besitz an. Dazu kommt, dass die ル 1/111 π/ 208/ 1 ; 9383 -20 meisten unserer Spender sich ihren Verwandten und Freunden in Deutschland verpflichtet fuehlen muessen. Von diesem Gesichtspunkt aus ist der Ertrag unserer Sammlung ueberraschend gross. Aber Aber unter der Vorstellung, dass die ArbeiterWohlfahrt in Deutschland mit fast leeren Haenden vor riesengrossen allgemeinen Aufgaben steht, erscheint uns der Ertrag unserer Arbeit bestimmt viel zu gering. Wie hat die Arbeiter Wohlfahrt USA die Mittel aufgebracht? Die Idee, die uns leitet ist Kameradschaft. Unsere Arbeit wird bis auf die notwendigste Schreibhilfe ehrenamtlich geleistet. Wir haben keinen Beamtenstab und das denkbar bescheidenste Buero. Deutsch- amerikanische Organisationen wie: Arbeiterkrankenkasse USA, Arbeiter- Feuerversicherung, Wochenendverein Stony Brook Lodge, Bakers' Union, Local 3, International Ladies Garment Workers' Union( Verband der Damenschneider); Arbeitersportverband USA, Vereinigte Arbeitersaenger- Vereine USA; Vereinigung fuer fortschrittliches Verlagswesen; Deutsche sozialdemokratische Gruppe, Deutschamerikanischer Kongress fuer Demokratie in Detroit und in Chicago, Workmens' Benefit and Benevolent Ass. of USA( Kinderkrankenkasse.) Jedoch muss eine Organisation, wie die Arbeiter Wohlfahrt USA, sich dauernd weiter zu entwickeln suchen. So machte z. B. einer unserer Mitarbeiter eine Reise durch die verschiedensten grossen Staedte. Diese Reise galt dem engeren Kontakt mit den Gewerkschaften. Die Bemuehungen, solchen Kobtakt herzustellen, muessen fortgesetst werden. NEW YORK, die Wiege der jungen Organisation, wurde automatisch zur Zentrale. Ortsgruppen wie CHICAGO, Ill., PHILADELPHIA, Pa., ROCHESTER, N.Y ,, CLEVELAND, Ohio, DETROIT, Mich. entstanden im Laufe der Zeit. Wertvolle Stuetzpunkte, wie MILWAUKEE, Wisc., ELIZABETH, N.J., ERIE, Pa. kamen dazu. Anerkennung gebuehrt dem Solidaritaetsgeist der Arbeiterturne. Branches der Arbeiterkrankenkasse, die ArbeiterFrauen- und Maennerchoere stellten sich in allen Orten dem Hilfswerk der Arbeiterwohlfahrt zur Verfuegung, hier und dort auch Naturfreunde,-- Bei eigenen Veranstaltungen und in friedlicher Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen leisteten die Ortsgruppen und die helfenden Verbaende ihren Anteil an aufopfernder Arbeit. In New York war es das grosse Konzert im Madison Square Garden( mit Quaekern und Lutheran World Relief) und der eigene Weihnachtsbasar, in Chicago das Fest der Arbeiter Wohlfahrt mit seinem auserlesnenen Programm, in Philadelphia ein grosses Konzert( mit den Quaekern) und die ertragreichen und schoenen sommerlichen Picknicks( eigene Veranstaltungen), in Rochester der Deutsche Tag ( mit allen deutsch- amerikanischen Verbaenden) und eine Reihe von eigenen Aktivtaeten. Detroit und Rochester sind auch die Orte, in denen man die von uns so sehr gewuenschte Verbindung mit den Gewerkschaften kraeftig anstrebt. Maifeiern, Saengerfeste, Sportveranstaltungen Ausfluege, Kartenabende wurden fleissig ausgenuetzt. Aus KANADA, MEXIKO und BOLIVIEN flossen uns durch die Freunde der Arbeiter Wohlfahrt ebenfalls Mittel zu, die, wie alles, zum Besten der deutschen ArbeiterWohlfahrt verwendet wurden. Durch die New Yorker Neue Volkszeitung, die in alle Teile des Landes kommt, durch unser Bulletin, und durch Rundbriefe wandten wir uns an die Allgemeinheit, an Vereine und einzelne Personen. Wir verkauften Markenbuecher, und liessen Sammellisten und Buechsen zirkulieren. Sehr aktive Frauengruppen stehen uns bei Veranstaltungen und in stiller Kleinarbeit das ganze Jahr hindurch zur Verfuegung. Sie leisten Erstaunliches. -3Was schickten wir? 1946: 34,488 Buechsen Babynahrung 11,710 lbs. Vollmilchpulver 3,700 lbs. Schmalz 1,200 lbs. Gerste 1,400 lbs. Schokoladensyrup 260 Paar Arbeitsschuhe fuer Maenner 402 Paar Kinderschuhe 200 Dutzend Rollen Garn 144 Pakete Nadeln 130 lbs. Naehmaterial 70 Kisten Schuhreparaturmaterial 245 Knaeuel Strickwolle 2,000 lbs. gebrauchte Kleidung 2,000 lbs. Babysachen 500 lbs. verschiedene BuechsenNahrungsmittel 367 CARE PAKETE 1947 130 lbs. Naehmaterial nach Schweden*) 1,000 Naehmaterial**) 902 Paar neue Kinderschuhe 2,000 Paar gebrauchte Armeeschuhe und Reparaturmaterial***) 95 Kisten Brot in Buechsen 328 CARA PAKETE 23,126 lbs. Vollmilchpulver 20,350 lbs, Schmalz 6,300 lbs. Griess 24,800 lbs. Popover( gebrauchsfertiges Beginn 1948 5,700 lbs. Scgmalz 5,700 lbs. Schmalz 4,000 lbs. Baumwolle#) 20,000 lbs. Cellulose#) 46 lbs. Strickwolle 152 wollene Bettjacken Mehl.) 57,950 lbs.Ware( Sammlung vom Freundschafts- Schiff.) *) Dieses Naehmaterial ging nach Schweden. Die schwedische Arbeiter Wohlfahrt hatte einen grossen Posten Kleider gesammelt. Naehmaterial war in Schweden nicht zu kaufen. **) Diese Sendung fuer die Naehstuben der Arbeiter Wohlfahrt ist durch eine Spende des ILGWU( International Ladies Garment Workers' Union- Internationaler Damenschneider- Verband) moeglich geworden. Eine befreundete Organisation half uns zu einem besonders vorteilhaften Einkauf. ***) Nach einem Bericht des Hauptausschusses fuer Arbeiter Wohlfahrt gab diese Sendung die Moeglichkeit, Schuhreparaturwerkstaetten in Fluechtlingslagern einzurichten. # 23) Man teilte uns hierzu mit, dass zum ersten Mal die notleidenden Heime mit Bettwaesche versorgt werden koennen. Es waere moeglich, in verschiedenen Stoffarten zu weben und nach Bedarf einzufaerben. Dies ist ein Beispiel, wie sich der Wert unserer Sendungen durch die Verarbeitung in Deutschland selbst vermehrt. DIE ARBEITER WOHLFAHRT IN DEUTSCHLAND Besonders wertvoll ist der rege Gedankenaustausch mit den Traegern der deutschen Arbeiter Wohlfahrt: dem Hauptausschuss in Hanover, den Zonensekretariaten in Stuttgart und Baden- Baden, der Arbeiter Wohlfahrt berlin, aber auch mit den uns bekannten Funktionaeren im ganzen westlichen Deutschland und Berlin. Das ist nur bei enger ideenmaessiger Verbundenheit moeglich. Wir sind ueber den Geist der Arbeit, zu deren Durchfuehrung wir beitragen, gut unterrichtet. Die Zahl der Mitarbeiter kann man nur schaetzen; sie zaehlen nach vielen Zehntausenden. Es sind viele Frauen darunter, die ein schweres Schicksal tragen, liebe Ange -4hoerige durch Hitler und seinen Krieg verloren haben, selber verfolgt wurden, zum Teil alles an Hab und Gut verloren und heute die allgemeine Not teilen. Viele dieser Frauen sind frueher durch die Schule der Arbeiter Wohlfahrt gegangen und handeln heute bewusst in ihrer sozialen Erkenntnis. Der grosse Wrt der deutschen Arbeiter Wohlfahrt liegt in ihren Menschen und in ihrer durch den Geist fundamentierten Ideologie. Schulungsarbeit Die Luecke, die durch die Zerstoerung der Organisation und die Unterbindung jeder Arbeit gerissen wurde, muss wieder gefuellt werden. Mitteilungsblaetter, Arbeitsbriefe, zentrale und oertliche Kurse, Arbeitskonferenzen fuehren in die Probleme von heute ein. Durch Verbindung mit Fachschulen wird die Berufsausbildung und Fortbildung der Fuersorgerinnen, Hortnerinnen, Kindergaertnerinnen, Krankenschwestern durchgefuehrt und gefoerdert. Eigene Einrichtungen sind im Werden oder schon entstanden. Die Kindererholungsfuersorge Kindererholungsfuersorge ist durch die Verbindung mit der Jugendfreunde- und Falkenist die grösste Notwendigkeit dieser Zeit. Die offene arbeit mit modernem paedagogischen Einschlag versehen. Die oertliche Kindererholungsfuersorge vollzieht sich in Tagesstaetten in der Naehe der Staedte, sodass die Kinder morgens und apends befoerdert werden muessen, waehrend sie in den Zeltlagern ( Kinderrepubliken) waehrend der Kurperiode Aufenthalt haben, so auch in den Kinderheimen mit meistens voerwoechentlichen Kurperioden. Die Fuersorge fuer gefaehrdete Jugendliche dem die Arbeiter Wohlfahrt sich mit Ernst und Verantwortungsbewusstsein beteiligt. ist heute ein grosses Arbeitsfeld, an Die Hitlerzeit, der Krieg und die Not liessen diese Aufgabe ins Ungeheuere wachsen. Erholungs- und Schulungswochen de Muetter werden in verschiedenster Form mit lon Gewerkschaften und manchmal in Vereinbarung mit den Betriebsleitungen durchgefuehrt. Die Beurlaubung erfolgt dann mit Lohnzahlung von den Betrieben, wenn der Gesundheitszustand es notwendig macht. Die gesundheitliche Fuersorge fuer arbeitende Muetter ist zu einem grossen Arbeitsfeld geworden. fuer Lehrlinge, junge und aeltere Arbeiter, arbeitenFamilienfuersorge und Nachbarschaftshilfe der heutigen Situation viele Mittel( Kleidung, Nahrung), geschulte Arbeit und kamesind zwei grosse Arbeitsgebiete, die in radschaftlichen Geist erfordern. Wird die Familienfuersorge oft in Verbindung mit der kommunalen Fuersorgestelle durchgefuehrt, so ist die Nachbarschaftshilfe ein altes Gebiet der Arbeiter Wohlfahrt. Hier wird z.B. in Krankheitsfaellen, oder wenn ein Kind geboren wurde, nachbarliche Hilfe organisiert. Nachstuben und Schusterwerkstaetten so recht das Kernstueck aller Arbeit. Die Naehstube der AW fehlt fast in keinem Ort, mit Ausgabe der Kleidung an die Beduerftigen sind mindestens 1200, vermutlich mehr, sind vorhanden. Schusterwerkstaetten existieren ebenfalls in grosser Zahl. In den Naehstuben wird ein bemerkenswertes Quantum von ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Die gebrauchten Sachen werden oft erst durch die Verarbeitung gebrauchsfaehig. Die Frauen entwickeln sich hier zu wirklichen Handwer kern, ja Kuenstlern in ihrem Fach." Aus Alt wird Neu" ist die Devise. Und der zweite Wahlspruch ist:" Es darf nichts umkommen!" Wer von unseren Freunden in diesem Lande moechte da nicht helfen? -5Die Mittel der Arbeiter Wohlfahrt in Deutschland Was das Ausland aufbringt, ist nur ein Teil dessen, was gebraucht wird. Die Verwaltung, die Unterhaltung der Heime und Einrichtungen, der Schulungsarbeit werden im Lande selber aufgebracht. Dauernd ist ein Heer von Helfern unterwegs, um Sachspenden: Kartoffeln, Gemuese fuer Kinderspeisungen, einzusammeln. Mehl und Cerealien werden oft loeffelweise erbeten. Sammlungen an Kleidern, Hausrat und Geld finden dauernd statt, Unendlich viel Arbeit, z. B. in der Kinderspeisung und in den Volkskuechen wir ehrenamtlich geleistet. Das laesst sich mit keiner Ziffer erfassen, ebensowenig die moralische Kraft und der sozialistische Geist, der das Ganze durchdringt und zu besten Hoffnungen berechtigt. Die Arbeiter Wohlfahrt in Deutschland war die einzigste Sozialorganisation, die von Hitler verboten wurde. Das Vermoegen wurde konfisziert und Abertausende Helfer dem Terror ausgesetzt. Diese Arbeiter Wohlfahrt ist nach dem Zusammenbruch ohne Hilfe von aussen neuerstanden, als Ausdruck der moralischen Kraft und des sozialen Geistes derjenigen Deutschen, die nach wie vor im Mittelpunkt des Kampfes um Menschenrecht und Menschenwuerde stehen. Dieser Kampf ist auch der unsrige, Ohne die Stillung des Hungers, ohne Kleidung kann keine Gesundung kommen. Chaos oder geordnetes Leben, Barbarei oder Menschenrecht in der ganzen Welt haengt jetzt zum hohen Teil von der Erfuellung menschlicher Verpflichtung ab. GEBT. HELFT, WERBT fuer die ARBEITER WOHLFAHRT USA! Sendet Nahrungsmittel und gebrauchte Kleidungsstuecke, Schecks oder Money- Orders an ARBEITER WOHLFAHRT USA, 216 East 80th Street New York 21, N.Y. oder an Eure Ortsgruppen. Issued by ARBEITER WOHLFAHRT USA 216 East 80th Street New York 21, N. Y. Mrs Marie Juchacz 339 East 173 Street New York 57, N.Y. 27. Nov. 1945 Lieber Genosse Sander, herzlichen Dank fuer Ihren Brief vom 19.November.Es hat- fuer mein Cefuehletwas lange gedauert mit der Antwort und ich glaubte nicht mehr daran, dass Ihr mir noch von London aus schreiben wuerdet. Ich sage das nicht, um Vorwuerfe zu erheben, sondern um mich mit dem Nachfolgenden besser verstaendlich zu machen. Ich war naemlich am letzten Sonntag den 25.im Begriff Ihnen, ollenhauer und Heine zu schreiben.Es war gut, dass ich dem Zureden von Emil Kirschmann folgte und das Schreiben auf den Montag verschob.Mein Brief waere naemlich nicht sehr liebenswuerdig ausgefallen. Warum? Am Sonntag brachte mir ein Freund die S.M., letzte Seite.Und mir war als ob mir damit das letzte Vertrauen zerbrach, was ich noch glaubte auf alte Kampfgefaehrten setzen zu koennen.Bitte beachten Sie meine Situation vom Sonntag. Eine Antwort auf die Fragen die mich so stark beschaeftigten, war nicht da.Die Die S.M.um die ich gebeten hatte, hatte man mir nicht geschickt.In der Situation hier in N.Y. sah ich schwarz.Und nun kam mir diese Seite der S.M. ins Haus. Man hat mir die S.M. nicht nur deshalb gebracht, weil die Mitteilung uebber N.Y. darin war. Das war uns ja allen bekannt.Sondern weil unter der Ueberschrift: Die Arbeiter- Wohlfahrt neu erstanden, alle Namen genannt worden sind, die Euch gegenwaertig bekannt sind, waehrend in den historischen Abriss mit Aongstlichkeit vermieden wird, meinen Namen als Gruenderin zu nennen. Bitte sehen Sie sich unter der Vorstellung meiner Situation diese Seite noch einmal an---- doch Schwamm drueber. Es ist sehr schden, dass alle in der A.W.- London mitarbeiten. Ich kann mir gut vorstellen, dass es ein gutes arbeiten ist. Ich halte hier Freundschaft mit den Leuten vom ISK, mit den Lewinskies, Erna Blenke, den Albrechts u.a.Die ganzen Jahre schon. Vor allem ist es Eva Lewinski, deren Name Euch sicher durch oefteres Erwaehnen gelaufig( oder gegenwaertig) istmit der mich Freundschaft verbindet, mit der man jode kompliziertere Frage durchsprechen kann und die immer ein guter Kamerad ist.Natuerlich gehoert auch ihr Mann Otto Pfister, den Ihr in London gesehen habt, zum Kreis meiner Freunde.Und ich schaetze ihn sehr. Auch Leute von der SAP gehoeren dazu. Ich lege Euch eine Briefkopie ein.Den Brief schrieb ich am Sonntag an Stampfer, Vor Empfang Ihres Briefes.Ich denke auf diesem Weg unterrichte ich Euch am sachlichsten, eine andere Absicht habe ich dabei nicht.Es ist dazu zu sagen. Ich hatte zweimal eine Zusammenkunft mit Stampfer.Das erstemal folgte ich einer Einladung in seine Wohnung.Es kam dort nichts bemerkenswertes heraus und ich wusste eigentlich nicht wozu das sein sollte.Es war vor der Versammlung, in der das Committee gegruendet wurde, nachdem vier Wochen ein Prvisorium bestanden hatte, was ich nicht wusste.Bei einer zweiten Anregung bat ich ihn in meine Wohnung zu kommen und fragte ihn, ob loh noch jemend dazu bitten duerfte. --" Wen Sie wollen"--. So war Eva Lewinski- Pfister und Erna Blenoke zeitweise zugegen.Hans Hirschfeld dagegen war im letzten Moment abgehalten worden.Mit dem im liebenswuerdigsten Tonfall ausgesprochenen Satz:" Unsere Tueren stehen Jedem offen, der kommen will", ist in dieser Situation wirklich nichts anzufangen.--- Aber ich schreibe das nur, um Buch zu informieren, damit Ihr den Brief versteht, dassen Kopie ich beilege. zu schlagen ist Freundlichen Dank fuer die Werbeschriften.Man sieht am Resultat, dass selbst in einem Land, das kriegfuehrend war und so gelitten hat, es moeglich ist durch 2. den 27.November 1945 Zusammengehen etwas zu erreichen. Wieviel notwendiger waere das hier bei den viel reicheren Moeglichkeiten in diesem Lande.Und wie gross ist ist unsere Gewissenspflicht. Ich schicke Buch zwei unserer Rundbriefe.Das mittlere fehlt, ich habe keins mehr.Es war aber auch nur so eine Art von Zwischenbescheid mit Bestaetigung fuer gezahlte Betraege. Bis jetzt haben wir zweimal je 80 Pakete mit mit je 14 Pfund hochwertigen Lebensmitteln nach Frankreich gehen lassen. Die zweite Sendung wurde leider durch Dockarbeiterstreiks empfindlich verzoegort.Zu diesen Sendungen ka men noch Einzelpakete nach Belgien und Holland. Jetzt geht eine te weitere Sendung heraus.Es werden 100 Pakete a 17 Pfund sein, wovon ein gutes Teil in das franzoesisch besetzte Cebiet gehen wird, Genossen haben die Erlaubnia zur Einfuhr erwirkt.-- Und ueber die Schweiz werden wir jetzt eine Sendung kleinerer Colis( 250) fuer Kinder gehen lassen.-- Auch amerikanische sozialistische Kreise machen Paketsendungen und bedienen sich dabei unserer Adressen. Das alles haben wir in der Stille fertig gebracht. Es wird mir der Vorwurf gemacht, dass ich mich ja auch nicht auf der anderen Seite gemeldet haette, als diese Sache gestartet wurde. Dagegen kann ich mich nur mit Erfolg verteidigen, wenn der Gegenpartner sich Muehe gibt, die Situation von der psychologischen Seite zu verstehen. Das ist mir z.B.bei Stampfer glaenzend vorbei gelungen.: den Hier gab es eine Gruppe von Genossen- die- weil sie seit Beginn ihres Hierseins guten Verdienst hatten- es sich zur Pflicht machten, davon regelmaesig etwas abzugeben. Das taten sie aus Solidaritaet fuer solche Genossen, denen es wegen Alter, Krankheit, Sprachschwierigkeiten usw 16K nicht moeglich war, sich in diesem grossen, fremden/ trotz aller liebnsquerdiger Hilfabereitschaft mancher amerikanischer I Kreise) und harten Land zu " setteln".Ich kenne diese Cenossen garnicht alle, aber es waren durchaus nicht alle ehemalige Sozialdemokraten, es waren SAP, ISK, vielleicht KPO Iter ks und andere Schattierungen.------ Von hier aus schickte men einige der Genossen zum Workmen'scircle, Branch 424B," Solidaritaet".---- Ich hatte schon frueher- als Chairman- in einer Versammlung gesagt, dass es jetzt Zeit soi fuer eine Hilfsaktion fuer deutsche Genossen in Frankreich.Es war uns doch nur zu bewusst, dass wir eine grosse Zahl auesserst gefaehrdeter Leute hatten zurueck lassen muessen, um deren Schicksal vir waehrend unserer Sicherheit bangten.---- Die Augabe der oben erwaehnten Gruppe war hier ziemlich geloesst, durch andere glueckliche Umstaende, die zu erzaehlen zu weit fuehren wuerde.Und die Genossen, die als Freunde zum Verhandeln zu uns kamen, boten uns ihre Hilfe dafuer an, So waren wir so gluecklich mit einem Stamm regelmaessiger Zahler beginnen zu koennen.Die grosse Organisation des Wokman's- Circle- die eine Licence fuer Sammlungen hat, gab uns ihr schuetzendes Dech.Wir brauchten nur der Leitung unsere Absicht mitzuteilen baten sie ausserdem noch uns den Kassierer zu stellen, was ebenfalls geschah.So waren wir- was in USA sehr wichtig ist- den gesetzlichen Schwierigkeiten enthoben und konnten gleich mit der Arbeit beginnen. ----- Dass ich aber nicht, wie mir jetzt vorgeworfen wird, mit" meinem" Vorhaben,( was ja garnicht das Meine ist, siehe oben) zur Socialdemocratic Federation( Deutsche Sprachgruppe) oder zur German Labor Delegation gehen konnte, hatte vor allem seine Gruende in der Psychologischen Situation. Ich habe mit den Genossen niemals politisch diskutiert.Aber mein Gefuehl sagte mir, dass hier auf dieser Seite und bei der Mentalitaet auf der anderen Seite-im Augenblick noch keine Bruecke zu schlagen ist.Sollte ich nun das Vertrauen, das man in mich als Mensch( nicht als Sozialdemokrat) setzte, durch plumpes Vorgehen aufs Spiel setzen zum Schaden der bedraengten Leute in Frankreich? 3. den 27 November 1945 Ich hatte mit Robert Groetsch kein schlechtes Verhaeltnis.Wir waren geruehrt, dass er, der es wirklich nicht uebrig hat, seinen kleinen Obulus treu und bieder bei einem unserer Freund ablieferte.Er konnte mit mir sprechen, wenn er so etwas vor hatte und ich bin sicher, wir waeren zu einer Loesung gekommen, die beiden Teilen gerecht wurde und der Sache diente. Wir sind in einem Land in dem auf lange Sicht wahrscheinlich das Meiste zu machen ist. Man merkt auch hier den kommenden Umschwung der Meinung. Das fast Totschweigen der Not und der politischen Zusammenhaenge, soweit Deutschland in Frage kommt, hoert eines Tages auf und dann wendet sich das das Blatt.--- Aber--- vir haben von beiden Gruppen nur den gleichen Spenderkreis in Personen und in Organisationen.Wir muessen uns notgedrungen in die Quere kommen.Als Konkurrenten machen wir die Spender scheu und es bekommt in manchen Faellen keiner was.Man wird misstrauische, dann ist es ganz vorbei.Als Freunde auftretend, bringen wir das Moegliche zusammen. Welche Wahl bleibt da? Ihr geht bald nach drueben. Ich wollte Euch nur noch an Informationen mitgeben was mir moeglich ist. Ich glaube ich bin sachlich geblieben. Ich vergass noch zu sagen, dass alle unsere Hilfe selbstverstaendlich an Leute geht, die Sozialisten sind, gegen Hitler im Kampf gestanden haben, unter ihm litten, verarmten, deportiert wurden usw.Auch bei den Paketen, die fuer Kinder bestimmt sind, handelt es sich um solche Faelle, wo das gesagte auf die Eltern zutrifft und so wird es bleiben. Wir haben unsere Aktion abgegrenzt nach der kommunistischen und Frei- Deutschland Seite. Dort zu helfen ist andrer Leute Angelegenheit. Noch ein Wort // ueber die Genossen in Frankreich. Dort ist nicht der Boden fuer eine Organisation der AW.Dafuer ist die Not unter den Genossen zu gross.2.T.sind sie auch zu stark gefesselt durch den Gedanken an den Aufbruch.Aber was die einzelnen dort leisten, um unser Hinueberreichen bis ins Reich hinein, ehe die Grenzen geoeffnet sind, leisten, das gehoert einmal auf ein anderes Blatt, ich wollte es hier nur andeuten. Nun freundliche Gruesse, Eure wedish lat turch Mein Eindruck von dem Arbeiter- saengerfest in Chicago Marie Juchacz 10. Sept. 46 Ich hatte die Freude das grosse Arbeiter- Saengerfest in Chicago erleben zu duerfen.Viertes Nationales Saengerfest, gibt es so etwas? Deutsch Arbeitersaenger in so grosser Zahl in Amerika, dass sie ein nationales Fest, das heisst ein Fest ueber die Staaten veranstalten koennen? Ja, es gibt so etwas, ich habe mich davon ueberzeugen koennen. Sie kamen zu tausenden, aus allen Teilen des Landes.--- Begruessungskonzert, Hauptkonzert und Picknick mit ihren Darbietungen haben mir auch deutlich gezeigt, dass jahrelanges, festes Zusammenhalten und gemeinsames Ueben solche Resultate hervorbringen konnten. Und die in deutscher Sprache gehaltenen Ansprachen, die deutsche Umgangssprache zeigten, dass auch daheim, im Vereinleben, dafuer gesorgt wird, dass die Muttersprache und die Kultur der Heimat und des Herkommens bewusst* gepflegt wird.--- Und die Darbietungen selbst Es waren neben der grossen Konzertoper" Martha" und einigen sehr schoenen Volksliedern in englischer Sprache, in der Hauptsache deutsche Lieder und Freiheitsgesaenge. : Wo die schoenen MA Uthmannschen Choere noch mit solcher Inbrunst und Liebe vorgetragen werden, da kann es nicht nur die Liebe zu Gesang und Musik sein, die die Arbeiter- Saenger- Vereine Amerikas zu festem Zusammenhalt antreibt Das ist auch nicht nur die Erinnerung an eine fruehere schoene Heimat.Das ist auch die Erinnerung an die gemeinsame Arbeit und an den Kampf um die Freiheit, gemeinsam Erlebtes mit Menschen gleicher Gesinnung. Wo Frauenchoere so innig und jubelnd ihr" Empor zum Licht" vortragen, wo Uthmanns" Sturm" und " Das heilige Feuer schueren wir" mit solcher Liebe einstudiert wurden, dass es einen so schoenen und reinen Klang gibt, da muss mehr sein hinter diesen Liedern als nur die Freude am Gedang, da muss auch das Herz und die Gesinnung hinter den Worten stehen /.--- Ich fuehlte das sehr deutlich, schon am Eroeffnungsabend; ich haette bei dieser Gelegenheit und in dieser Stimmung wer weiss wasdarum gegeben, den fast dreitausen Menschen in dem grossen Ashland Auditorium sagen zu koennen, was ich- die jetzt in dieser Zeit besonders mit meinen Gedanken in der Heimat weilende- bei ihren schoenen Gesaengen empfand dass die Erinnerungen mich bestuermten, dass ich sie alle vor mir sah, die waehrend der letzten, bangen Jahre soviel um die Freiheit gelitten haben und noch heute leiden, dass diese Freunde, nachdem die furchtbare politische Bedraengnis der Hitlerzeit von ihnen genommen ist noch immer wie unter einem Alpdruck stehen. Und dass sie nun heute nachtraeglich die Knute des Hungers fuehlen und viele von ihnen wahrscheinlich noch hinterher an dem Jammer der Hitlerzeit zugrunde gehen muessen. Dass sie mit ihren geschwaechten Kraeften dem Hunger und der Entbehrung ausgesetzt sind und dabei der harten Arbeit verschrieben, die man den" Wiederaufbau" nach diesem moerderischen, zerstoerenden Krieg nennt. Das alles ging mir auch durch Kopf und Herz, als ich- stehend- das schoene: " Brueder zur Sonne zur Freiheit, Brueder zum Licht empor" mitgesungen habe. Vor meinem geistigen Augu wanderte ein endloser Zug hungernder Kinder durch eine von Bomben zerstoerte Heimat und in unseren gemeinsamen Gesang hinein toenten mir die Rufe: Brot, gib mir Brot. Auf dem Picknick am Montag fand ich dann endlich die Gelegenheit zu den Festteilnehmern zu sprechen. Aber groesser war meine Freude als ich am Dienstag zu den Delegierten auf dem Nationalkonvent sprechen durfte.Da erst fand ich mich ganz zurecht auf dem von frueher her so vertrauten Boden. Ich hatte ernste Maenner und Frauen vor e mir, die sich zu einer Arbeit versammelt hatten. Ich hatte das Gefuehl- seit langer Zeit einmal wieder- zu Maennern und Frauen aus der Bewegung sprechen zu koennen.Zu Genossen, die mich und mein Denken verstehen. Ich habe sie gebeten, zuhause, in ihren Organisationen dafuer zu sorgen, dass die hungernden Brueder und Schwestern in der alten Heimat nicht vergessen werden.- Sie nicht und nicht ihre Kinder.Ich habe ihnen die Gruesse der Arbeiter- Wohlfahrt XXXXXXgebracht und damit zugleich die Gruesse die Gruesse aus Deutschland, denn wir, die Arbeiter- Wohlfahrt Amerikas fuehlen uns als die Vertreter und Sachwalter hungernder Arbeiter- Kinder in Deutschland, auch derer, die nach Menschenaltern heute wieder nach Deutschland -2hineingezwungen werden, nachdem ihre Vorfahren sich vor mehr als hundert Jahren eine Heimat im oestlichen Teil Europas gesucht oder gegruendet hatten, z. T. waren sie auch damals von Despoten vertrieben. Und wenn druehen in Deutschland auch die von Hitler zerstoerte Arbeiter- Wohlfahrt wieder auferstanden ist, wenn unsere Freunde selbst aus Zuchthauesern, aus K.- Z.- Laegern und dunklen Schlupfwinkeln kommend, selber hungernd und frierend, selber in ihrer Gesundheit geschaedigt, selber in Lumpen gekleidet, sich dennoch aufraffen zum Hilfswerk fuer ihre Brueder, die Opfer des Nazismus sind- fuer die Kinder, die ganz unbewusst Opfer geworden sind, dann ist dies der hoechste Ausdruck der Solidaritaet und fuer uns hier in diesem schoenen und reichen Land der staerkste Mahnruf zur Hilfe.Wir muessen ihm folgen. ********** Beitraege, Zusendungen, Spenden, Schecks usw werden an die Adresse: ArbeiterWohlfahrt, New York, P.0.Box 50, Station K. New York 28, N.Y. erbeten. den 10.Sept.1946 Lieber Genosse Wickel, ich adressiere an Sie. Ich denke, wir koennten von diesem Bericht ein paar hundert Abzuege machen lassen und sie in je einer kleineren Anzahl an die Ortsgruppen des Arbeiter- Saenger- Bundes schicken. Mit einem Begleitschreiben, in dem die Bitte enthalten ist, sich dem etwa am Ort befindlichen A.W. anzuschliessen, etwa selber zur Gruendung solcher der A.W. am Ort den Anstosse zu geben, sich als Saenger tatkraeftig in dan Dienst der AW( Veranstaltungen) zu stellen und selber in den eignen Reihen zu sammeln usw. Wir koennen Donnerstag darueber sprechen, nur muss die V.Z. gleich Bescheid wissen, wegen der Abzuege. Freundlichen Gruss Marie Juchacz Der Genosse Schumannn hatte versprochen das Programm zu verschaffen, aus dem man die Orte und Namen feststellen kann, die Adressen werden sich dann herausfinden lassen. A 20 MI 30AM RELIEF FOR THE GERMAN VICTIMS OF NAZISM- ARBEITER WOHLFAHRTS- AUSSCHUSS, NEW YORK ( organized by the German Branch- Social Democratic Federation) Werter Genosse: Obgleich die Hilfsaktion fuer unsere Genossen in Deutschland durch noch bestehende Regierungsverbote aufgehalten ist, um in vollem Masse das durchzufuehren, was wir durchzufuehren beabsichtigen, leidet unsere Organisationsarbeit jedoch keinen Aufschub und es ist noch viel zu leisten. Wir, das Komitee, ersuchen Dich frdl. uns bei der Anlegung eines Adressenverzeichnisses behilflich zu sein und bitten Dich herzl., wenn irgend moeglich und sobald wie moeglich uns Adressen zu senden von: - 1. deutschen Freunden, die unserm Hilfswerk nahe stehen( Volkszeitungsleser); 2. amerikanischen Freunden, die unserer Sache sympathisch sind; 3. Namen von Organisationen, die wir mit Rednern( fuer 10-15 Minuten) in den Versammlungen besuchen koennen. verbleiben, Wir hoffen auf Deine Unterstuetzung rechnen zu koennen und mit solidarischem Gruss i.A. Kurt Schumann. HONORARY CHAIRMEN: HON. LOUIS P. GOLDBERG ALGERNON LEE AUGUST CLAESSENS RELIEF FOR THE GERMAN VICTIMS OF NAZISH ARBEITER- WOHLFAHRT 227 E. 84th St., New York 28, N. Y.- P. O. Box 50, Sta. K, New York 28, N. Y. AUXILIARY COMMITTEE OF THE LABOR LEAGUE FOR HUMAN RIGHTS, PRESIDENT'S WAR RELIEF CONTROL BOARD LICENSE NO. D- 15 CHAIRMAN: Kurt Schumann VICE- CHAIRMAN: Otto Wollenberg BOARD OF DIRECTORS: Dr. Fritz Karsen, Pres. Marie Juchacz, Vice- Pres. Helmut Wickel, Exec. Sec. Arnold Schroeder, Treas. Wm. Leege, Fin. Sec. CAMPAIGN: Wm. Reach, Director Frank Reilich, Rep. of Sudeten German Trade Unions SPONSORS: Workmen's Benefit Fund of the U.S.A. Workmen's Benefit and Benevolent Ass'n, Inc. Workmen's Mutual Fire Insurance Society, Inc. Workers Sports League of America Progressive Publishing Association, Inc. German American Congress for Democracy, Inc., Chicago, Ill. German American Congress for Democracy, Inc., Detroit, Mich. ( incomplete) 119 Liebe Freunde, Datum des Poststempels die Arbeit unseres Ausschusses hat sich in den letzten Monaten erheblich erweitert und muss, wenn wir den vor uns stehenden Aufgaben gerecht werden wollen, noch bedeutend ausgebaut werden. Da wir jeden einkommenden Dollar wenn irgend moeglich fuer Hilfeleistungen nach drueben verwenden und daher die Ausgaben fuer die Verwaltung minimal halten wollen, sind wir fuer das Funktionieren der Arbeit auf freiwillige Arbeitskraefte angewiesen. Koennen wir dabei auf Sie rechnen? Es handelt sich um Hilfe beim Schreiben, Adressieren, Verschicken, Karthotek fuehren, und aehnlichen Arbeiten, die aufkommen moegen. Donnerstag von 5- 9 Uhr ist als Arbeitstag festgelegt worden und zwar: 227 E. 84 th Str., 3 floor, Room 5. Wuerden Sie uns bitte wissen lassen, wie wir Sie in den Arbeitsplan einsetzen koennen? Z.B. jeden Donnerstag?, oder den 1., 2., 3. oder 4. Donnerstag im Monat? Bitte senden Sie uns eine Postkarte. Mit kameradschaftlichen Gruessen ORGANIZED BY THE GERMAN BRANCH OF THE SOCIAL DEMOCRATIC FEDERATION, NEW YORK, N. Y. ENTWURF eines Berichtes vom Beginn der ARBEITER WOHLFAHRT USA bis zum Maerz 1948 Wie sie entstand Als die Arbeiter Wohlfahrt USA Ende 1945 ins Leben teat, war noch keine Moeglichkeit vorhanden, Liebesgabensen ungen nach Leutschland zu schicken. Es war noch nicht moeglich, oeffentlich fuer Deutschland zu sammeln. Die Organisationen, die sich zu diesem Zeitpunkt als Wohlfahrtsorganisationen etabliert hatten, konnten eine Anerkennung als solche nicht erhalten. Sie haben diese Anerkennung, in direkter Form, auch heute noch nicht. Auch die schon laenger bestehenden Organisationen hatten zu diesem Zeitpunkt noch keine offizielle Erlaubnis fuer Deutschland- Sammlungen, waren aber in der Lage, von ihren sonstigen Kollekten etwas aufzustapeln, um fuer den zu erwartenden Zeitpunkt vorbereitet zu sein. Alle amerikanischen Hilfsorganisationen, soweit sie fuer" Overseas" arbeiten, gehoeren dem" American Council of Volontary Agencies for Foreign Relief Service" an. Soweit sie sich damals fuer die Deutschlandhilfe interessierten, erhielten sie durch die Praesidialverordnung im Februar 1946 die Moeglichkeit, sich im" Council of Relief Agencies Licensed for Operation in Germany"( CRALOG) zusammenzutun, Damit war nun die Erlaubnis verbunden, oeffentlich fuer Deutschland zu sammeln und den Ertrag der Sammlungen in Form von Liebesgaben zu verschicken. Den neu gebildeten, nicht anerkannten Organisationen wurde erlaubt, sich zum Zweck der Sammlung und Verschiffung einer dieser licensierten Organisationen anzuschliessen. Die Arbeiter Wohlfahrt schloss sich zu diesem Zweck der Labor League for Human Rights( AFofL) an. CRALOG setzt sich jetzt aus den folgenden 15 Verbaenden zusammen: American Friends Service Committee( Quaeker); Brethren Service Committee Inc., Committee on Christian Science Wartime Activities of the Mother Church; Congregational Christian Service Committee; Church Committee on Overseas Relief and Reconstruction%; B Church World Service, Inc.; International Migration Service,.. Inc.; International Rescue and Relief Committee, Inc.; Labor League of Human Rights, AFofL; Lutheran World Relief, Inc.; Mennonite Central Committee, Inc.; B National CIO Community Service Committee; Russian Children's Welfare Society, Tolstoi Foundation, Inc; Unitarian Service Committee; War Relief Services, National Catholic Welfare Conference, Inc. Ziel der Arbeiter Wohlfahrt USA Die genannte Praesidialverordnung und die daraus entstehende Situation ermoeglichte es uns, die Hilfsarbeit zu entwickeln und auf besondere Aufgaben zu konzentrieren. Unser Ziel ist der sich wieder aufbauenden Arbeiterbewegung Deutschlands durch das Senden von Lebensmitteln und Kleidung materielle und moralische Hilfe zu geben, immer aus dem Geist der kameradschaftlichen Verbundenheit heraus handelnd. Was haben wir erreicht? Es ist uns gelungen, in diesen zwei Jahren unsere Geldsammlungen auf die$ 68,000 zu bringen. Dazu kamen die Kleidersammlungen und Zuwendungen in natura. Sie sind mit$ 35,000 nicht zu hoch veranschlagt. Zu beachten ist das folgende: durch die nur indirekte Mitgliedschaft der Arbeiter Wohlfahrt USA bei der CRALOG werden die nach Deutschland gesandten Mittel unter der Firma ihrer SponsorOrganisation, der Labor League for Human Rights, AFofL, verschickt. Viel oder wenig, dieser Begriff ist relativ. Die Geber der Arbeiter Wohlfahrt gehoeren fast alle den Schichten ohne groesseren Besitz an. Dazu kommt, dass die -2meisten unserer Spender sich ihren Verwandten und Freunden in Deutschland verpflichtet fuehlen muessen. Von diesem Gesichtspunkt aus ist der Ertrag unserer Sammlung ueberraschend gross. Aber- unter der Vorstellung, dass die ArbeiterWohlfahrt in Deutschland mit fast leeren Haenden vor riesengrossen allgemeinen Aufgaben steht, erscheint uns der Ertrag unserer Arbeit bestimmt viel zu gering. Wie hat die Arbeiter Wohlfahrt USA die Mittel aufgebracht? Die Idee, die uns leitet ist Kameradschaft. Unsere Arbeit wird bis auf die notwendigste Schreibhilfe ehrenamtlich geleistet. Wir haben keinen Boumtenstab und das denkbar bescheidenste Buero. Deutsch- amerikanische Organisationen wie: Arbeiterkrankenkasse USA, Arbeiter- Feuerversicherung, Wochenendverein Stony Brook Lodge, Bakers' Union, Local 3, International Ladies Garment Workers' Union( Verband der Damenschneider); Arbeitersportverband USA, Vereinigte Arbeitersaenger- Vereine USA; Vereinigung fuer fortschrittliches Verlagswesen; Deutsche sozialdemokratische Gruppe, Deutschamerikanischer Kongress fuer Demokratie in Detroit und in Chicago, Workmens' Benefit and Benevolent Ass. of USA( Kinderkrankenkasse.) Jedoch muss eine Organisation, wie die Arbeiter Wohlfahrt USA, sich dauernd weiter zu entwickeln suchen. So machte z. B. einer unserer Mitarbeiter eine Reise durch die verschiedensten grossen Staedte. Diese Reise galt dem engeren Kontakt mit den Gewerkschaften. Die Bemuehungen, solchen Kobtakt herzustellen, muessen fortgesetzt werden. NEW YORK, die Wiege der jungen Organisation, wurde automatisch zur Zentrale. Ortsgruppen wie CHICAGO, Ill., PHILADELPHIA, Pa., ROCHESTER, N.Y., CLEVELAND, Ohio, DETROIT, Mich. entstanden im Laufe der Zeit. Wertvolle Stuetzpunkte, wie MILWAUKEE, Wisce, ELIZABETH, N.J., ERIE, Pa. kamen dazu. Anerkennung gebuehrt dem Solidaritaetsgeist der Arbeiterturne. Branches der Arbeiterkrankenkasse, die ArbeiterFrauen- und Maennerchoere stellten sich in allen Orten dem Hilfswerk der Arbeiterwohlfahrt zur Verfuegung, hier und dort auch Naturfreunde.-- Bei eigenen Veranstaltungen und in friedlicher Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen leisteten die Ortsgruppen und die helfenden Verbaende ihren Anteil an aufopfernder Arbeit. In New York war es das grosse Konzert im Madison Square Garden( mit Quaekern und Lutheran World Relief) und der eigene Weihnachtsbasar, in Chicago das Fest der Arbeiter Wohlfahrt mit seinem auserlesnenen Programm, in Philadelphia ein grosses Konzert( mit den Quaekern) und die ertragreichen und schoenen sommerlichen Picknicks( eigene Veranstaltungen), in Rochester der Deutsche Tag ( mit allen deutsch- amerikanischen Verbaenden) und eine Reihe von eigenen Aktivitaeten. Detroit und Rochester sind auch die Orte, in denen man die von uns so sehr gewuenschte Verbindung mit den Gewerkschaften kraeftig anstrebt. Maifeiern, Saengerfeste, Sportveranstaltungen, Ausfluege, Kartenabende wurden fleissig ausgenuetzt. Aus KANADA, MEXIKO und BOLIVIEN flossen ans durch die Freunde der Arbeiter Wohlfahrt ebenfalls Mittel zu, die, wie alles, zum Besten der deutschen ArbeiterWohlfahrt verwendet wurden. Durch die New Yorker Neue Volkszeitung, die in alle Teile des Landes kommt, durch unser Bulletin, und durch Rundbriefe wandten wir uns an die Allgemeinheit, an Vereine und einzelne Personen. Wir verkauften Markenbuecher, und liessen Sammellisten und Buechsen zirkulieren. Sehr aktive Frauengruppen stehen uns bei Veranstaltungen und in stiller Kleinarbeit das ganze Jahr hindurch zur Verfuegung. Sie leisten Erstaunliches. -3Was schickten wir? 1946: 34,488 Buechsen Babynahrung 11,710 lbs. Vollmilchpulver 3,700 lbs. Schmalz 1,200 lbs. Gerste 1,400 lbs. Schokoladensyrup 260 Paar Arbeitsschuhe fuer Maenner 402 Paar Kinderschuhe 200 Dutzend Rollen Garn 144 Pakete Nadeln 130 lbs. Naehmaterial 70 Kisten Schuhreparaturmaterial 245 Knaeuel Strickwolle 2,000 lbs. gebrauchte Kleidung 2,000 lbs. Babysachen 500 lbs. verschiedene BuechsenNahrungsmittel 367 CARE PAKETE 1947 130 lbs. Naehmaterial nach Schweden*) 1,000 Naehmaterial**) 902 Paar neue Kinderschuhe 2,000 Paar gebrauchte Armeeschuhe und Reparaturmaterial***) 95 Kisten Brot in Buechsen 328 CARA PAKETE 23,126 lbs. Vollmilchpulver 20,350 lbs, Schmalz 6,300 lbs. Griess 24,800 lbs. Popover( gebrauchsfertiges Beginn 1948 5,700 lbs. Schmalz 5,700 lbs. Schmalz 4,000 lbs. Baumwolle#) 20,000 lbs. Cellulose#) 46 lbs. Strickwolle 152 wollene Bettjacken Mehl) 57,950 lbs, Ware( Sammlung vom Freund1270 Paar neue Schuhe schafts- Schiff.) *) Dieses Naehmaterial ging nach Schweden. Die schwedische Arbeiter Wohlfahrt hatte einen grossen Posten Kleider gesammelt. Nachmaterial war in Schweden nicht zu kaufen. **) Diese Sendung fuer die Nachstuben der Arbeiter Wohlfahrt ist durch eine Spende des ILGWU( International Ladies Garment Workers' Union- Internationaler Damenschneider- Verband) moeglich geworden. Eine befreundete Organisation half uns zu einem besonders vorteilhaften Einkauf. **) Nach einem Bericht des Hauptausschusses fuer Arbeiter Wohlfahrt gab diese Senung die Moeglichkeit, Schuhreparaturwerkstaetten in Fluechtlingslagern einzurichten. #) Man teilte uns hierzu mit, dass zum ersten Mal die notleidenden Heime mit Bettwaesche versorgt werden koennen. Es waere moeglich, in verschiedenen Stoffarten zu weben und nach Bedarf einzufaerben. Dies ist ein Beispiel, wie sich der Wert unserer Sendungen durch die Verarbeitung in Deutschland selbst vermehrt. DIE ARBEITER WOHLFAHRT IN DEUTSCHLAND Besonders wertvoll ist der rege Gedankenaustausch mit den Traegern der deutschen Arbeiter Wohlfahrt: dem Hauptausschuss in Hannover, den Zonensekretariaten in Stuttgart und Baden- Baden, der Arbeiter Wohlfahrt Berlin, aber auch mit den uns bekannten Funktionaeren im ganzen westlichen Deutschland und Berlin. Das ist nur bei enger ideenmaessiger Verbundenheit moeglich, Wir sind ueber den Geist der Arbeit, zu deren Durchfuehrung wir beitragen, gut unterrichtet. Die Zahl der Mitarbeiter kann man nur schaetzen; sie zaehlen nach vielen Zehntausenden. Es sind viele Frauen darunter, die ein schweres Schicksal tragen, liebe Ange -4hoerige durch Hitler und seinen Krieg verloren haben, selber verfolgt wurden, zum Teil alles an Hab und Gut verloren und heute die allgemeine Not teilen. Viele dieser Frauen sind frueher durch die Schule der Arbeiter Wohlfahrt gegangen und handeln heute bewusst in ihrer sozialen Erkenntnis. Der grosse Wrt der deutschen Arbeiter Wohlfahrt liegt in ihren Menschen und in ihrer durch den Geist fundamentierten Ideologie. Schulungsarbeit Die Luecke, die durch die Zerstoerung der Organisation und die Unterbindung jeder Arbeit gerissen wurde, muss wieder gefuellt werden. Mitteilungsblaetter, Arbeitsbriefe, zentrale und oertliche Kurse, Arbeitskonferenzen fuehren in die Probleme von heute ein. Burch Verbindung mit Fachschulen wird die Berufsausbildung und Fortbildung der Fuersorgerinnen, Hortnerinnen, Kindergaertnerinnen, Krankenschwestern durchgefuehrt und gefoerdert. Eigene Einrichtungen sind im Werden oder schon entstanden. Die Kindererholungsfuersorge ist die grösste Notwendigkeit dieser Zeit. Die offene Kindererholungsfuersorge ist durch die Verbindung mit der Jugendfreunde- und Falkenarbeit mit modernem paedagogischen Einschlag versehen. Die certliche Kindererholungsfuersorge vollzieht sich in Tagesstaetten in der Naehe der Staedte, sodass die Kinder morgens und apends befoerdert werden muessen, waehrend sie in den Zeltlagern ( Kinderrepubliken) waehrend der Kurperiode Aufenthalt haben, so auch in den Kinderheimen mit meistens voerwoechentlichen Kurperioden. Die Fuersorge fuer gefaehrdete Jugendliche ist heute ein grosses Arbeitsfeld, an em die Arbeiter Wohlfahrt sich mit Ernst und Verantwortungsbewusstsein beteiligt. Die Hitlerzeit, der Krieg und die Not liessen diese Aufgabe ins Ungeheuere wachsen. Erholungs- und Schulungswochen fuer Lehrlinge, junge und aeltere Arbeiter, arbeitende Muetter werden in verschiedenster Form mit den Gewerkschaften und manchmal in Vereinbarung mit den Betriebsleitungen durchgefuehrt. Die Beurlaubung erfolgt dann mit Lohnzahlung von den Betrieben, wenn der Gesundheitsaustand es notwendig machte Die gesundheitliche Fuersorge fuer arbeitende Muester ist zu einem grossen Arbeitsfeld geworden. Familienfuersorge und Nachbarschaftshilfe sind zwei grosse Arbeitsgebiete, die in or heutigen Situation viele Mittel( Kleidung, Nahrung), geschulte Arbeit und kameradschaftlichen Geist erfordern. Wird die Familienfuersorge oft in Verbindung mit der kommunalen Fuersorgestelle durchgefuehrt, so ist die Nachbarschaftshilfe ein altes Gebiet der Arbeiter Wohlfahrt. Hier wird z.B. in Krankheitsfaellen, oder wenn ein Kind geboren wurde, nachbarliche Hilfe organisiert. Nachstuben und Schusterwerkstaetten mit Ausgabe der Kleidung an die Beduerftigen sind so recht das Kernstueck aller Arbeit. Die Nachstube der AW fehlt fast in keinem Ort, mindestens 1200, vermutlich mehr, sind vorhanden. Schusterwerkstaetten existieren ebenfalls in grosser Zahl. In den Naehstuben wird ein bemerkenswertes Quantum von ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Die gebrauchten Sachen werden oft erst durch die Verarbeitung gebrauchsfaehig. Die Frauen entwickeln sich hier zu wirklichen Handwerkern, ja Kuenstlera in ihrem Fach." Aus Alt wird Neu" ist die Devise. Und der zweite Wahlspruch ist:" Es darf nichts umkommen!" Wer von unseren Freunden in diesem Lande echte da nicht helfen? 5.Die Mittel der Arbeiter Wohlfahrt in Deutschland Was das Ausland aufbringt, ist nur ein Teil dessen, was gebraucht wird. Die Verwaltung, die Unterhaltung der Heime und Einrichtungen, der Schulungsarbeit werden im Lande selber aufgebracht, Dauernd ist ein Heer von Helfern unterwegs, um Sachspenden: Kartoffeln, Gemuese fuer Kinderspeisungen, einzusammeln, Mehl und Cerealien werden oft loeffelweise erbeten, Sammlungen an Kleidern, Hausrat und Geld finden dauernd statt, Unendlich viel Arbeit, z. B. in der Kinderspeisung und in den Volkskuechen wird ehrenamtlich geleistet. Das laesst sich mit keiner Ziffer erfassen, ebensowenig die moralische Kraft und der sozialistische Ceist, der das Ganze durchdringt und zu besten Hoffnungen berechtigt. Die Arbeiter Wohlfahrt in Deutschland war die einzigste Sozialorganisation, die von Hitler verboten wurde. Das Vermoegen wurde konfisziert und Abertausende Helfer dem Terror ausgesetzt. Diese Arbeiter Wohlfahrt ist nach dom Zusammenbruch ohne Hilfe von russen neuerstanden, als Ausdruck der moralischen Kraft und des sozialen Geistes derjenigen Deutschen, die nach wie vor im Mittelpunkt des Kampfes um Menschenrecht und Menschenwuerde stehen. Dieser Kampf ist auch der unsrige. Ohne die Stillung des Hungers, ohne Kleidung kann keine Gesundung kommen. Chaos oder geordnetes Leben, Barbarei oder Menschenrecht in der ganzen Welt haengt jetzt zum hohen Teil von der Erfuellung menschlicher Verpflichtung ab. GEBT. HELFT, WERBT fuer die ARBEITER WOHLFAHRT USA! Sendet Nahrungsmittel und gebrauchte Kleidungsstuecke, Schecks oder Money- Orders an ARBEITER WOHLFAHRT USA, 216 East 80th Street New York 21, N.Y. oder an Eure Ortsgruppen. Issued by ARBEITER WOHLFAHRT USA 216 East 80th Street New York 21, N. Y.. HONORARY CHAIRMEN: HON. LOUIS P. GOLDBERG ALGERNON LEE AUGUST CLAESSENS RELIEF FOR THE GERMAN VICTIMS OF NAZISH ARBEITER- WOHLFAHRT 227 E. 84th St., New York 28, N. Y.- P. O. Box 50, Sta. K, New York 28, N. Y. September 19, 1946 AUXILIARY COMMITTEE OF THE LABOR LEAGUE FOR HUMAN RIGHTS, PRESIDENT'S WAR RELIEF CONTROL BOARD LICENSE NO. D- 15 CHAIRMAN: Kurt Schumann VICE- CHAIRMAN: Otto Wollenberg BOARD OF DIRECTORS: Dr. Fritz Karsen, Pres. Marie Juchacz, Vice- Pres. Helmut Wickel, Exec. Sec. Arnold Schroeder, Treas. Wm. Leege, Fin. Sec. CAMPAIGN: Wm. Reach, Director Frank Reilich, Rep. of Sudeten German Trade Unions SPONSORS: Workmen's Benefit Fund of the U.S.A. Workmen's Benefit and Benevolent Ass'n, Inc. Workmen's Mutual Fire Insurance Society, Inc. Workers Sports League of America Federation of Workers Singing Societies of America Progressive Publishing Association, Inc. German Branch of the Social Democratic Federation, New York, N. Y. German American Congress for Democracy, Inc., Chicago, Ill. German American Congress for Democracy, Inc., Detroit, Mich. Typographia No. 7, A. F. L. 119 Dear Friend: Appreciating your very valuable support of the Arbeiter- Wohlfahrt we would like to give you a picture of the relief work that our organisation has accomplished thus far with the help of your contributions. About 3000 lbs. of food and clothing were send to us which we immediately shipped- via CRALOG to the Arbeiter- Wohlfahrt in Germany. The fund raising campaign of spring and early summer enabled us to organize the following CRALOG shipments to Germany: 588 cases of food for children( including beans, carrots, peas, pudding, fruits, medicines and soap), 40 cases of whole milk, 12 cases of powdered eggs, 1200 lbs. of coarse barley, sewing material, men's shoes, and a special shipment containing children's food, including milk and cereal, to help maintain a child- feeding program in Munich that is operated solely by the Arbeiter- Wohlfahrt. In addition we shipped via CARE- about 100 CARE- Packages to ArbeiterWohlfahrt organizations and to needy persons according to lists prepared by the German Arbeiter- Wohlfahrt. In cooperation with our representative in Sweden and with fraternal organizations in Switzerland and Belgium we also helped support a special youth- sheltering program operated by Arbeiter- Wohlfahrt Koeln. Due to the conditions in Germany, it is not yet possible to give an overall survey on the operations of the Arbeiter- Wohlfahrt in that country. The central committee of the Arbeiter- Wohlfahrt, whose headquarters are located in Hanover, is preparing such a survey, and we shall not fail to make it known to you. However, you may be interested to read some excerpts of a report rendered by the CRALOG- Representative, Robert Kreider, who made a field trip to Hanau to inspect the program of the Arbeiter Wohlfahrt in the distribution of CRALOG relief supplies. Mr. Kreider writes: " Few cities have I visited in Germany which have suffered such complete devastation as Hanau. The entire central portion of the city has been leveled to the ground. Mr. Krause, Arbeiter- Wohlfahrt Hanau, states that the pre- war population of Hanau was 45,000 and now is 20,000. He added that of 5,300 buildings in the city, 4,200 were completely destroyed. This is the setting of need within which the Arbeiter- Wohlfahrt serves. - 2- " I visited Mr. Alfred Krause, Arbeiter- Wohlfahrt, and chairman of the city child feeding program. He report. ed that up until the present child feeding in Hanau has been an operation of the Arbeiter- Wohlfahrt. In December they began with the feeding of 900 children daily. Indications are that was the first child feeding program to be established in Greater Hesse. During recent months an average of 1200 to 1500 children have been fed daily by this rolief committee, using indigenous supplies. Meals served have been approximately 400 calories. One dish is served: oatmeal, cereal or soup. When available milk has been a constituent part of these meals. Following are statistics on the number fed: " April 48,000 rations( Each child receiving average 26 meals per month) May June July 27,300 rations( Lacking supplies, feeding discontinued May 16) 9,000 rations( feeding resumed June 24) 30,000 ( feeding discontinued July 19) 11 August 5 the school will reopen and the child feeding program will then become a joint operation of all agencies in Hanau. The major concern is this: When are the supplies coming? How much can we count on? Particularly do they emphasize their need for sugar. They have in stock only 380 kg. of sugar, enough for 16 days. " To date Arbeiter- Wohlfahrt has been feeding all of the children in the schools they operate. Ninety percent of the Hanua children have been found to be malnourished. The Hanau committee is now wrestling with the question of whether to continue to feed all children, to feed only three times a week, and so on, These questions are related to the volume of CRALOG supplies which they can anticipate. " Evaluation- One can be confident that ArbeiterWohlfahrt in Hanau exercizes good trusteeship for foreign supplies. They seem to be keenly sensitive to the needs of their area. They have developed systematic procedures for distribution and accounting of their relief operations. Thanking you again for your earlier contributions we are certain that you will continue to support the Arbeiter- Wohlfahrt's relief work while the approaching winter makes American help a matter of life or death. for hundreds of thousands in Germany. Fraternally your, Helmut Wickel HONORARY CHAIRMEN: HON. LOUIS P. GOLDBERG ALGERNON LEE AUGUST CLAESSENS RELIEF FOR THE GERMAN VICTIMS OF NAZISM ARBEITER- WOHLFAHRT 227 E. 84th St., New York 28, N. Y.- P. O. Box 50, Sta. K, New York 28, N. Y. AUXILIARY COMMITTEE OF THE LABOR LEAGUE FOR HUMAN RIGHTS, PRESIDENT'S WAR RELIEF CONTROL BOARD LICENSE NO. D- 15 CHAIRMAN: Kurt Schumann VICE- CHAIRMAN: Otto Wollenberg BOARD OF DIRECTORS: Dr. Fritz Karsen, Pres. Marie Juchacz, Vice- Pres. Helmut Wickel, Exec. Sec. Arnold Schroeder, Treas. Wm. Leege, Fin. Sec. CAMPAIGN: Wm. Reach, Director Frank Reilich, Rep. of Sudeten German Trade Unions SPONSORS: Workmen's Benefit Fund of the U.S.A. Workmen's Benefit and Benevolent Ass'n, Inc. Workmen's Mutual Fire Insurance Society, Inc. Workers Sports League of America Progressive Publishing Association, Inc. German American Congress for Democracy, Inc., Chicago, Ill. German American Congress for Democracy, Inc., Detroit, Mich. ( incomplete) 119 Liebe Freunde und Genossen, Die Vereinigung der" Arbeiter- Wohlfahrt, New York" und der" Solidaritaet" ( Workmen's Circle) ist erfolgt. Aus der" Solidaritaet" sind die Genossen Karl Braeuning, Eva Lewinski und Marie Juchacz in die" Arbeiter- Wohlfahrt" eingetreten. Die erste oeffentliche Ankuendigung erfolgte in Nr.10 der " Neue Volkszeitung, N.Y.". Nun gilt es die Organisation der Arbeiter- Wohlfahrt auszubauen! Dazu erbitten wir Ihre Hilfe! Jede Zersplitterung der Kraefte muss vermieden werden. Alle vorhandenen Kraefte muessen mobilisiert werden und sich auf das eine Ziel konzentrieren. Dieser Rundbrief wendet sich an die politische Emigration in diesem Land, soweit sie der Arbeiterbewegung verbunden war. Wir sind sicher, dass sie mit uns gewillt ist, fuer unsere deutschen Kameraden und Freunde zu tun, was moeglich ist. wir, die in diesem Land Schutz vor der Verfolgung durch Hitler fanden, haben die Gefahr, in der wir selber waren, nicht vergessen. Wir sind gefuehlsmaessig mit starken Faeden mit den Freunden in Deutschland verbunden, mit denen, die das Schicksal erlitten haben, dem wir entronnen sind. Zum wiederaufbau des Zerstoerten bedarf es neben der Anstrengung der Freunde drueben, auch der Hilfe von hier. Wir wollen den Kameraden drueben die fehlenden Kraefte dafuer vermitteln, indem wir ihnen und ihren Kindern Kleider und Lebensmittel senden. Wir wollen der durch den Hitlerismus misshandelten Jugend helfen, die Kraefte zu sammeln, die fuer jedes Kind und jeden Jugendlichen die Vorbedingung sind zum Wachsen und werden. Wir verfuegen nicht ueber Reichtum, wir koennen selbst nicht viel tun, gemessen an dem, was getan werden muss. Aber unser Gewissen zwingt uns die staerkste Verantwortung auf. Wir wollen uns der Zusammenarbeit stellen, wollen mit unserem Geben, mit unserem persoenlichen Einfluss und mit unserer Hilfeleistung zur Verfuegung stehen, wollen so aus vielem Wenigen ein Viel machen. Wollen wir uns nicht alle um dieses Hilfswerk sammeln und es zu dem Unsrigen machen? Wir haben zu zeigen, dass uns das Schicksal unserer Brueder und Freunde in der Heimat nicht gleichguektig ist, dass wir uns der moralischen Verpflichtung, die aus Gesinnung und Tradition erwaechst, nicht entziehen wollen. Bitte erklaeren Sie Ihre Bereitschaft, arbeiten Sie mit uns. Mit sozialistischem Gruss, Marie Juchacz ORGANIZED BY THE GERMAN BRANCH OF THE SOCIAL DEMOCRATIC FEDERATION, NEW YORK, N. Y. Mrs Marie Juchacz 339 East, 173 Str. CS/ RK/ 11/ New York 57.NY Liebe Genossin Kaegi, den 30/ Maerz 1946 ich habe Ihnen nicht- oder vielmehr bisher nicht- auf Ihr freundliches Schreigen, datiert vom 8. Febr. geantwortet. Das lag daran, dass hier alles, was unsere Arbeit betraf, in der Umorganisierung begriffen war.Sie haetten bestenfalls eine vorlaeufige Antwort haben koennen. Damit waere Ihnen sicher auch gedient gewesen, aber, da jeder von uns in tiefster Arbeit steckte, ist es leider unterblieben und ich bitte um Entschuldigung. Wir nehmen an, dass Sie die nach Ihrer Aufrechnung verbliebenen Fr.200- so verfahren sind, wie Sie es fuer richtig gehalten haben. Wir haben Ihnen keine Namen mehr genannt und hoeren ja zu unserer Zufriedenheit von Ihnen, dass es sich bei der Betreuung um aktive Kaempfer, z.T.aus dem Zuchthaus oder dem KZ entlassen, handelt. Jetzt will ich noch mitteilen, worauf sich meine obige Bemerkung von der Umorganisierung bezieht: Sie wissen vielleicht, dass sowohl der Ausschuss" Relief for the German Victims of Nazism"( ArbeiterWohlfahrt New York) wie auch der Ausschuss" Solidaritaet"( Workmen'sCircle) keine Lizenz fuer Oeffentliche Sammlungen hatte. Damit erklaert sich u.a.die Kleinheit der aufgebrachten Summen.Keine der neuen Hilfsorganisationen hat bisher eine solche Lizenz erhalten und die Erlaubnis zum Sammeln fuer Deutschland war ueberhaupt nicht gestattet.Die Aenderung dieser Situation kam am 20.Febr., als der Praesident der USA bekannt gab, dass er das" Council of Relief Agencies for Operation in Germany" CRALOG nunmehr anerkennt. Es ist dies die Verbindung von elf amerikanischen Organisationen, die mit einer Lizenz ausgestattet sind, die sie sowohl zum Sammeln, wie zur Verschiffung des Resultats nach Deutschland berechtigt. Die moegliche Hoehe der Waren, die verschifft werden duerfen ist auf monatlich 2000 Tonnen begrenzt.--- Die bestehenden Organisationen ohne Lizenz zum Sammeln duerfen sich( so sie mitarbeiten wollen) einer der 11 Organisationen als" auxiliary- committee" anschliessen.-- Zu den elf Organisationen gehoert die IRRC und beide Gewrkschaftsfluegel, das andere sind neben den Quaekern noch andere religioese Organisationen.Sie unterhalten in Deutschland ein Committee von 8 Personen, es wird u.a. das Zwischenglied sein, zwischen der Mil.Behoerde und dem deutschen Committee, das bestehen soll aus Vertretern der Inneren Mission der Charitas und der Arbeiter- Wohlfahrt( neben einigen anderen Vertretern) Aus der gedraengten Darstellung ersehen Sie sicher sofort die Konsequenz der ganzen Lage: Die von uns gesammenlten Mittel gehoeren im Augenblick ausschliesslich der CRALOG, wir haben keine andere Bewegungsfreiheit.IRRC und wir signieren die Sachen fuer die AW, die Quaeker signieren grundsaetzlich nicht, was die anderen tun ist klar, soweit es sich um die kirchl.Organisationen handelt, so hoffen wir auf einen gesunden Ausgleich bei der Verteilung. Dass uns eine mehr individuellere Arbeit naeher laege und wir herzlich gerne mit dem Schweizer Arbeiter- Hilfswerk zusammen gearbeitet haetten, brauche ich wohl kaum zu betonen.Ich gebe auch die Hoffnung nicht auf, dass es eines Tages doch noch etwas wird.Dass wir aufpassen werden auf eine Gelegenheit, moechte ich nur noch betonan.Die zweite Aenderung bitte ich ebenfalls zu notieren. Die beiden -230.Maerz 1946 zu Anfang genannten Organisationen-Solidaritaet und Arbeiter- Wohlfahrthaben sich vereinigt.Auch diese organisatorische Aenderung war seit laengerer Zeit angestrebt und hat sich im Februar vollendet.Der Grund dafuer lag auf der Hand. In dem Beschluss der" Solidaritaet" vom 19.I. heisst es: In Anbetracht der aeussersten Dringlichkeit der schleunigen Zusammenfassung aller Kraefte fuer die Hilfsarbeit fuer Deutschland spricht der Ausschuss des WORKMEN CIRCLE seine Bereitschaft aus, sich auf diesem Gebiet mit dem Relief for the German Victims of Nazism" zu vereinigen, um ein Maximum an Erfolg zu sichern. In den Ausschuss" Arbeiter Wohlfahrt New York ind die Genossen KKXXXX Karl Braeuning, Eva Lawinski und XXXKIN Marie Juchacz eingetreten. So hat sich hier eine Entwicklung vollzogen, die hoffentlich fuer die Sache ihre Fruechte traegt. Wann ich nun trotzdem die Hoffnung auf ein speeters Zusammenarbeiten nicht aufgeben moechte so deshalb, weil ich nicht glauben kann, dass der augenblickliche Zustand das letzte Wort in der Hilfe fuer deutsche Arbeiter, Opfer des Nazismus und deutsche hungernde Kinder sein wird. . Freundschaft Ihre Mrs Marie Juchacz 339 East, 173 Str. New York 57, N.Y. April 3,1946 Lieber Freund Buttinger, ich habe Dir noch garnicht gedankt fuer die grossen und so erfolgreichen Bemuehungen, drueben in Deutschland, um die Arbeiter- Wohlfahrt zur Anerkennung und dadurch zur Mitarbeit zu bringen bei der Verteilung. Es ist mir ein grosses Beduerfniss Dir zu sagen, wie sehr ich es zu wuerdigen weiss, Wenn die AW sich in der naechsten Zukunft gut entwickeln kann, wird es darauf zurueckzufuehren sein, dass sie durch diese Oeffnung der Tueren erst die Moeglichkeiten zur Entfaltung ihrer Kraefte gefunden hat. Ich halte gegenwaertig die Hilfsarbeit fuer das Wichtigste. Es ist Dir ja wohl nicht unbekannt, dass sich hier in New York in der Zwischenzeit die Einigung zwischen der" Solidaritaet"( Workmen's Circle) und der" Arbeiter- Wohlfahrt, New York" vollzogen hat. Ebenso weisst Du sicher, dass Karl Braeuning, Eva Lewinski und ich in den Ausschuss AW eingetreten sind und dass es geschehen ist, um die Zerslitterung der Kraefte auf dem Gebiet der Hilfsarbeit zu vermeiden. Ich moechte so gerne, dass wir den richtigen Weg finden, um eine breitere Beteiligung der Genossen und der sozialistischen Freunde an der Hilfsarbeit zu erreichen. Wie gerne wuerde ich einmal eine unverbindliche Aussprache mit Dir darueber haben, um sicherer zu gehen in dem Aufspueren eines sochen Weges. In der Angelegenheit C R A LOG fanden wir den Beschluss, sich der" Labor League of Human Rights" anzuschliessen( zum Zweck der Sammlung) schon vor.Persoenlich und vertraulich moechte ich dazu sagen, dass ich es sehr bedauern wuerde, wenn durch einen vielleicht uebereilten Beschluss die notwendigen engen Beziehungen die so not wendigen engen Beziehungen zur IRRC nicht gefunden wuerden. Ich sehe -ohne dass man es im Einzelnen aussprechen muss- sowohl fuer die IRRC, wie fuer die AW noch grosse Entwicklungsmoeglichkeiten, fuer die erstere besonders auf der Internationalen Basis.Alle gesunden Ansaetze dazu sind da.Und ich wuerde eine enge Zusammenarbeit aus sachlichen und ideologischen Gruenden sehr gerne sehen. Doch das kann ich natuerlich nur Einzelnen zur Kenntnissnahme uebermitteln, ich bin von Niemandem zu einer Aeusserung dieser Art autorisiert. Emil Kirschmann und ich haetten auch gerne einmal ueber Deine Eindruecke gesprochen, die Du ausserhalb der Hilfsarbeit in Paris gewonnen hast. Vielleicht koennte sich einmal dazu die Gelegenheit ergaben, wenn es Deine Zeit gestattel? Nochmals meinen herzlichsten Dank fuer die Erledigung der Dinge in Deutschland, die mit wirklich Herzenssache sind. Freundschaft Schweizerisches Arbeiterhilfswerk Limmatstrasse 25, Telephon 27.33.00 Zürich 5. Zürich, den 11. April 1946Unser Zeichen: SAH/ CS/ RK/ Hg. Frau Marie Juchacz 339, East.173 Str. New York 57.NY. Betr.: Hilfe für Deutschland. FLUGPOST Liebe Genossin, Ich danke Ihnen recht herzlich für Ihren sehr aufschlussreichen Brief vom 30.März 1946, der hier schon am 5. April ankam. Ich sehe daraus, dass auch in USA das Sammeln nicht eine so einfache Sache ist, und dass sich dort wie bei uns der Staat sehr energisch einmischt. Bei uns sind allerAber die dings seit Kriegsende eine Reihe von Vorschriften gefallen. Existenz der Schweizer Spende, die im vergangenen Jahre alle Sammlungen auf sich konzentrierte, hat uns" Kleinen" das Leben etwas sauer gemacht, wenn auch anderseits zu sagen ist, dass alle privaten Organisationen grosszügig von der Schweizer Spende, der Schweizerischen UNRRA, reichlich in ihren Auslandwerken unterstützt werden; doch haben wir natürlich nicht so freie Hand, wie wenn wir selbst gesammeltes Geld ausgeben könnten. Gestern hatten wir die Grosse Freude, Schewa Strunsky in unserem Büro begrüssen zu dürfen. Es war wirklich eine grosse Freude, dann es ist herrlich, wenn" papierene Menschen", mit denen man jahrelang nur brieflich Sie hat verkehrt hat, plötzlich in Fleisch und Blut vor einem stehen. mir viele Grüsse von Eva gebracht; ich lasse sie herzlichst güssen und hoffe und wünsche von Herzen, dass sie bald ihr Kindlein gesund und froh in den Armen haben darf. Schewa, René, Hans Pfeffermann und ich haben eine Vereinbarung getroffen in Bezug auf die Colis. Wir sind bereit, durch unsere Verteilungsstelle auch" Privatkundschaft" des International Rescue and Relief Committee zu bedienen. Wir sind heute bereits in der Lage, etwa 12 Zentren zu beliefern; diese vermehren sich mit jeder Reise Renés nach Deutschland. Unsere neuen Zirkulare sind im Druck; sobald sie draussen sind, schicken wir Ihnen eine Anzahl zur Orientierung. Wir machen 3 Typen von Colis: ein Schweizer- Colis zu Fr.20.-, ein dänisches und ein schwedisches zu Fr.30.-, wobei zu sagen ist, dass das schwedische noch nicht versandbereit ist. Wir haben mit Schewa abge - 2- macht, dass wir bei einer festen Abnahme von 1000 Colis der ersten Sorte dieses dem IRRC zu Fr.18.50, das zweite zu Fr.27.50 abgeben. Wir stellen unseren Verteilungsstellen Ihre Auftragslisten zu sowie besondere Quittungen, so dass der Empfänger weiss, dass er das Colis vom IHRC erhält. Schewa glaubt, dass sie im ersten Monat schon ca. 500- 600 Coli, spa ter mindestens 1000 pro Monat wird bestellen können. Das wäre nun alles recht schön, aber mir scheint diese Abmachung it dem Feststellung Ihres Briefes im Widerspruch zu stehen, indem Si ja die von Ihnen gesammelten Mittel der" Cralog" abliefern müssen; s ist mir dann nicht recht verständliche, wie das IRRC die immerhin betichtlichen Mittel für ca. 1000 Pakete pro Monat aufbringen soll. Nun, wir warten ab und sind einfach bereit, auf Ihren Wunsch hin dann die Vrteilung vorzunahmen. Zur Deutschlandhilfe noch ein Wort: Es ist sicher, dass in vielen lebieten Not herrscht, ebenso sicher aber ist, dass es nicht überall o ist, und dass auch hier die Deutschen das Geschäft der Propaganda gt verstehen, und darin von gewissen Reaktionären gut unterstützt werda. Ein guter Kenner der deutschen Verhältnisse, der schon mehrmals in Deutschland war, schreibt mir darüber: " Was ich zu sehen bekam, bestärkt mich im Eindruck, dass wir uns dunh die Hilferufe auch aus dem Sudetenland nicht ins Bockhorn jagen lassen sollen. Es ist meine feste Ueberzeugung( ich habe darüber Informationen) dass in Deutschland noch versteckte Reserven vorhanden sind. Die Herrschaften sollen zuerst damit herausrücken. Dass man unserem Volk die Rationen verkürzt, weil sie draussen Geschrei erheben, dafür bin ich nicht zu haben( der Schreiber ist sehr aktiv in der Auslandhilfe und einKämpfer aus der Widerstandsteit). Man lasse die Germanen ruhig zappeln und von ihren versteckten Reserven leben. Man gebe aber auch den Besatzungsbehörden nicht so ohne weiteres Gehör. Die Herren sollen einmal gründlicher nachschauen, dann stossen sie bestimmt auf allerhand Kalorien. etc....." Natürlich geht das nicht unsere Leute an und nicht das Rheinland, aber für weite Strecken gilt das, wie ich auch von verschiedenen zuverlässigen und nicht bornierten Deutschen Hassern weiss. Man muss also ausserordentlich vorsichtig vorgehen. Ich lasse Ihnen noch besonders einige Jahresberichte zukommen; ich kann mich nicht erinnern, es schon getan zu haben. Mit vielen herzlichen Grüssen bleibe ich Ihre Herzliche Grips bes on des an on Schweizerisches Arbeiterhilfswerk Regina Ragi –Fuchsman Sve we von lose à. Germain 34 Abschrift and unter Sander- London zu finden. Wilhelm Sander, 33 Fernside Ave.London N.W.7 27.Mai 1946 Schweizerisches Arbeiter- Hilfswerk Zuerich 5,1.1mmatstr 25 Liebe Genossin Haegi Fuchsmann, fuer Ihren Brief vom 4.April 1946 habe ich Ihnen noch herzlich zu danken.Wir haben, wie Sie vielleicht bereits erfahren haben, in der Zwischenzeit mit der Genissin Else Rosenfeld persoenliohan Kontakt aufgenommen und haben sie auf unserer gemeinsamen KKH Maifeier mit unseren sudentendeutschen Genossen ein kurzes Referat halten lassen. Sie hat sich mit grossem Geschick und viel Sachkunde der Aufgabe gewidmet und wir hoffen auf ein weiteres engeres Zusammenarbeiten mit ihr, In den naechsten Tagen wird Frau Charlotte Haber, die Ww des bekannten Nobelpreistraegers Professor Haber, in Privatangelegenheiten in der Schweiz sein und wird sich auch bei Ihnen vorstellen.frau haber ist eine fleissige und selbstlose Mitarbeiterin in unserer Deutschlandhilfe( sie kommt von der Bekenntniskirche) und will auch fuer diese Hilfsarbeit in der Schweiz Erkundigungen einholen, Verbindungen knuepfen usw.Wir wuerden uns sehr freuen, wenn Sie ihr vertrauensvoll entgegenkommen und ihr jede Hilfe zuteil werden lassen.-------- XXXXXXXXXXXXXXXXWWXHXXNXXX Von Fritz Heine, den sie ja aus seiner selbstlosen und umfassenden Hilfsarbeit aus Marseille konnen, erhielt ich vor einiger Zeit einen Brief, der allerdings hier eintraf, waehrend ich mich grade auf der Fahrt nach Deutschland befand.In diesem Brief heisst es u, a." Heute hat Freund S.eine Anweisung von Colis Suise erhalten, sich drei Lebensmittelpakete von einer hiesigen Stelle abzuholen, die von Marie Juehacz in a New York angewiesen und offenbar mit je 20 Schweizer Franken bezahlt worden waren. --- Koenntest Du nicht die Freunde in der Schweiz und in Amerika bitten, dass auch fuer SPD- Spitzenfunktionaere, die von Morgen bis zum Abend in der Politischen unsd sozialen Arbeit stehen, solche Pakete gesandt werden? Unsere Leute Hier im Buro- es sind jetzt ueber 23 Personen, muessen mit einer Intensitaet arbeiten, wie es wohl in ganz Deutschland in einem anderen Euro nich wieder geschieht.Sie brauchen dazu bessere Ernaehrung.Sie haben ein wenig bessere Ernaehrung durch einen markenfreien Mittagstisch( was bedeutet, dass wir z.B.letzte Woche hintereinander Graupenauppe als Mittag hatten) Deshalb solltest Du einmal nach der Schweiz und USA schreiben, damit ColisSuisse KaraNXWE IEI auch fuer unsere Leute etwas tut.Schliesslich ist es doch eine Groteske: Ausser einem Paket fuer Kurt Schumacher,( der schwer magenkrank ist, zehn Jahre lang in verschiedenen Z's war) dass Du gesandt hast und einem Paket von Erwin Schoettle, hat er ueberhaupt noch keine Liebesgabe aus dem Ausland erhalten, von den anderen Kollegen und Kolleginnen ganz zu schweigen..... Liebe Genossin Kaegi, ich habe mich einige Tage lang in Hannover am GraupeSuppen- Essen beteiligt und kenne den ungeheuben Arbeitsfleiss aller Genossinnen und Genossen und glaube auch, deren Lebensmittellage und wirtschqaftliche Situation richtig einschsetzen zu koennen.Ich moechte Ihnen deshalb die herzliche und dringende Bitte unterbreiten, Ihren Einfluss geltend zu machen, damit auch fuer unsere Parteigenossen in Hannover Hilfe zuteil wird. Ich werde an Fritz Heine schreiben und ihn bitten, mir eine genaue Namensund Adressenliste zu senden, weil das vermutlich die Zuteilung von Paketen erleichtert. Ich werde einen Durchschlag dieses Schreibens an die Genossin MOL Seite-2- Sander an Kaegi, Schweiz. Juchacz und die Freunde der Arbeiter- Wohlfahrt nach New York schicken, damit man auch dort ueber die Notwendigkeit einer besonderen Hilfsleistung informiert ist. In der Zwischenzeit darf ich Sie bitten schon das Eine oder andere zu veranlassen und ich moechte Ihnen zunaechat provisorisch dafuer die folgenden Adressen uebermitteln: 1.Kurt Schumacher( 20) Hannover, Odeonstr.15/ 16 2. Alfred Nau( 20) Hannover, Jakobstr.10 parterre 3.Fritz Heine( 20) Hannover Odeonstr.15/ 16 4.Frau Meier( 20) Hannover, Odeonstr.15/ 16 5.Frau Bock, 420) Hannover, Jakobstr.10 parterre 6.Egon Franke,( 20) Hannover, Jakoba tr.10 parterre 7.Herbert Kriedemann,( 80) Hannover, Jakobstr.10, parterre 8.Erick Ollenhauer,( 20) Hannover, Odeonstr.15/ 16 Ich hoffe Sie haben Verstaendniss fuer meine Bitte und die Dringlichkeit meines Ersuchens, aber wenn ich mich nicht selbst drei Wochen lang in Hannover, Bremen, Hamburg usw aufgehalten haette und aus eigner Ueberzeugung die Notwendigkeit einer solchen Hilfe erkannt haette, wuerde ich nicht mit dieser konkreten Bitte an Sie herangetreten sein.Sie wissen, liebe Genossin Kaegi, dass ich das erste mal mit einer solchen Bitte an Sie heran trete und dass ich in den vergangenen 12 Jahren meiner Arbeit als Sekretaer der Sozialdemokratischen Fluechtlingsstelle mich immer bemueht habe, selbst mit den Schwierigkeiten irgendwie fertig zu werden. Leider ist die situation in England so, dass wir nur in sehr geringem Umfange helfen koennen. Trotzdem tun unsere Genossen und Genossinnen der Arbeiter- Wohlfahrt- KI London alles, was in ihren Kraeften steht.Lebensmittel und andere Hilfsmoeglichkeiten sind aber hier sehr begrenzt.Fuer den Englaender ist die Rationierung der Lebensmittel jetzt ernster als waehrend des ganzen Krieges. Alles Gute mit freundlichen Gruessen Ihr P.Sa Anbei sende ich Ihnen einen Bericht ueber unseren Parteitag in Hannover, der vielleicht auch fuer Sie nicht ohne Intresse sein wird. Fins Leben trat den 4. Juni 1946 . Lieber Genosse Sander, Ihren Brief vom 30.Mai, der gestern frueh hier eintraf, beantworte ich, wie sie sehen, fast postwendend. Ich tue das schon, ehe ich seinen Inhalt der naechsten Sitzung vortrage.Selbstverstaendlich bin ich in der Sache mit Ihnen einverstanden. Nur- ich kann- aus obigem Grund, nur fuer mich allein sprechen. Im Anschluss an die Sitzung werden Sie dann jedenfalls einen definitiven Bescheid erhalten: Zu Ihrem Brief: Ich habe in der Arbeiter- Wohlfahrt, New York vor einiger Zeit schon einmal den Gedankengang ueber unsere verschiedenen Verpflichtungen ( die moralischen meine ich) entwickelt, den ich Ihnen als meine Ansicht ebenfalls darlegen moechte.Ich bin in der AW auf keinen Widerstand damit gestossen- im Gegenteil- aber nach langer eingehender Debatte mussten wir vorlauefig zu dem Ergebnis kommen, dass wir gemeinsam nach Mitteln und wegen suchen wollen, um den Zustand zu erreichen, der mir dabei vorschwebte" Ich fasse kurz zusammen: " Unsere Verpflichtung ist dreifach.1.muessen wir uns mit ganzer Kraft an der und endlich gegebenen Moeglichkeit der Teilnahme an der allgemeinen Sammlung Sammlung beteiligen.( CRALOG) 2.haben wir als politische Emigration die Verpflichtung, fuer ehemalige und jetzt taetige Spitzen der Arbeiterbewegung Solidaritaet zu ueben. Und 3. sollten wir die Arbeiter- Wohlfahrt in Deutschland dadurch besonders zu stuetzen suchen, indem wir ihre besonderen Arbeiten unterstuetzen, z.B.durch Materialien fuer ihre Naestuben, Vitamine und andere besondere Artikel fuer die Kinderarbeit, usw, usw," Zum besseren Verstaendniss gebe ich noch einmal die organisatorischen Tatsachen, wie sie fuer uns hier gegeben sind.Bevor die CRALOG durch Verfuegung des" President of the United States" Awaren die Summen, die zur Verfuegung standen, fuer die AW sehr klein, noch XXI kleiner als sie heute sind.Aber ich lasse jetzt eine Stelle eines Briefes von mir an die Genossin Kaegi- Fuchsmann folgen. Der Brief ist vom 30.Maerz 1946 ( zur Information ... Jetzt will ich noch mitteilen, worauf meine obige Bemerkung von der Umorganisierung sich bezieht.Sie wissen vielleicht, dass sowohl der Ausschuss" Relief vor the GerAnmerkung: In der man Victims of Nazism"( Arbeiter- Wohlfahrt) wie auch der AusZwischenzeit fielen schuss" Solidaritaet"( Workmen's- cirele) bisher keine Linach einmaliger Er- zenz fuer oeffentliche Sammlungen hatte. Damit erklaett sich hoehung der Quote, X.a. die Kleinheit der aufgebrachten Summen.Keine der neuen und nach einer Zeit- Hilfsorganisationen hat bisher eine solche erhalten und ungsmeldung gehen diedie Erlaubnis zum Sammeln fuer Deutschland var ueberhaupt Sachen jetzt auch nicht gestattet. Die Aenderung dieser Situation kam am endgueltig mit in die 20., Februar, als der Praesident der USA bekannt gab, das er englische Zone, waeh- das" COUNCIL OF RELIF AGENCIES FOR OPERATION IN GERMANY" rend mit der franz. das ist CRALOG nunmehr anerkennt.Es ist dies die Vernoch verhandelt wird.bindung von elf amerikanischen Wohlfahrtsorganisationen, die mit einer Lizenz ausgestattet sind, die sowohl zum Sam meln, wie zum Verschiffen des Resultats nach Deutschland berechtigt. Die moegliche Hoehe der Waren, die verschifft werden duerfen, ist auf monatlich 2000 Tonnen begrenzt, Die bestehenden Organisationen ohne Lizenz zum Sammeln, duerfen sich( so sie mitarbeiten wollen) einer der 11 Organisationen als" Auxiliary Committee anschliessen.---HII * alle Begrenzunger Fidelity -2- Juchaos a Sander Zu den 11 Organisationen gehoert die IRRC und beide Gewerk schaftsfluegel, das andere sind neben den quaekern noch andere religioese Organisationen. Diese 11 unterhalten in Deutschland ein Committee von 8 Personen, es wird u.a.das Zwischenglied sein, zwischen der Militaerbehoerde und dem deutschen Committee, das bestehen soll( 1) aus Vertretern de der Inneren Mission, der Chantas und der Arbeiter- Wohlfakt neben einigen anderen Vertretera.--- Aus der gedraengten Darstellung sehen Sie sicher sofort die Konsequenz der ganzen Lage: die von uns gesammelten Mittel gehoeren im Augenblick ausschliesslich der CRALOG, wir haben keine andere Bewegungsfreiheit.IRRC und wir signieren die Sachen fuer die AW, die Quacker signieren grundsaetzlich nicht, was die anderen tun ist klar.Wir hoffen auf einen gesunden Ausgleich bei der Verteilung. --- Dass uns eine mehr individuelle Arbeit nacher laege, und wir herzlich gerne mit dem Schweizer- Arbeiter- Hilfe werk" zusammen gearbeitet haetten, brauche ich wohl kaum zu betonen.Ich gebe auch die Hoffnung nicht auf, dass es eines Tages doch noch etwas wird. Dass wir aufpassen werden auf eine Gelegenheit, moechte ich nur noch betonen. Die zweite Aenderung bitte ich auch noch zu notieren. Die beiden su Anfang genannten Organisationen haben sich vereinigt.XXXXXXXMEMES( Arbeiter- Wohlfahrt, New York und Solidaritaet) Auch diese organisatorische Aenderung war seit laengerer Zeit angestrebt und hat sich im Febuar vollendet.Der Grund dafuer lag auf der Hand.In dem Beschluss der" Solidaritaet" vom 19.2% Febr.heisst es: I anbetracht der auessersten Dringlichkeit der der schleunigen Zusammenfassung aller Kraefte fuer die Hilfsarbeit fuer Deutschland spricht der Ausschuss..seine Bereitwilligkeit aus sich auf diesem Gebiet mit der Arbeiter- Wohlfahrt New York zu vereinigen, um ein Maximum an Erfolg zu sichern......" Lieber Genosse Sander, ich habe den Text gewaehlt, um auch Ihnen und den Gen. in Deutschland, soweit sie in der Helferarbeit steuken, die organisatorische Situation hier lebendig zu machen. Die kleinen" Auslaenderbrganisationen has ben( in Stillen) gesammelt.Die Summen waren klein.Sie wurden sofort ausgegeben, weil die Notrufe dringlich waren. Als die Solidaritaet die kleine Summe ueber das Schweizer- Arbeiter- Hilfswerk gab, weil das die erste Gelegenheit ueberhaupt war etwas nach D.hinein zu bringen, habe ich einen Teil der notwendigen Korrespondens gefuehrt und gezeichnet. Als das Werk kaum in dieser Weise begonnen war, waren uns auch schon die Haende gebunden, wie aus dem obigen Brief hervorgeht. Viel bitterer war es Eva Lewinski und mir( auch dem ganzen Ausschuss cast A.-.) dass wir nach Koeln, wo wir uns an einer Aktion fuer die Kinder beteiligt hatten, aus dem gleichen Grunde stoppen mussten.-- Es liesse sich noch viel mehr des Unerfreulichen berichten, woran niemand von uns allen die XXX Schuld traegt.Aber ich will weder klagen noch will ioh Versprechungen machen, nur die Versicherung abgeben, dass wir alle gemeinsam tun wollen, was in unserer Kraft steht.Wir begreifen die dortige Situation vollkommen. Ich bitte aber auch die unsrige zu verstehen, wenigstens es zu versuchen, wenn es auch nicht immer leicht ist.-- Aber um eins bitte ich persoenlich.mich nicht etwa zu verdaechtigen, dass ich parteiisch handeln koennte zuungunsten der Parteigenossen. Zu Ihrem Brief an mich: Ich freue mich sehr, dass man in der Genossin Lotte Ie 3- Juchacz an Sander Lemke die Kraft fuer die A.-. gefunden hat, die notwendig fuer den Aufbau und fuer die Durchfuehrung der Arbeit ist so ist doch fuer diese so wichtige Arbeit jemand uebrig geblieben, der jung genug ist, Tatkraft mit Sachkunde und praktischer Tuochtigkeit auf beste verbindet.Die Aufgabe ist gross und schwer.Ich hoffe die Genossin L.findet genuegend Hilfe und Unterstuetzung. Bitte wollen Sie Herta Gotthelf einen der Durchschlaege dieses Briefes geben und den anderen zur Information der Genossen nach Hannover geben? Ich verknuspfe das zugleich mit einer Bitte: Wir sind dabei, zu Werbezwecken ein monatliches Bulletin herauszubringen. Dafuer brauchen wir Material aus D., ebenso fuer die Zeitungspropaganda.er hier angesprochen werden soll, um etwas zu geben, will natuerlich auch wissen wie es drueben aussieht.Es koennen auch Zeitungsausschnitte sein und gedrucktes Tatsachenmaterial. Amtliche Gesundheits- und andere soziale Berichte, Stimmungsbilder, Darstellungen der Hot, Berichte ueber Versuche der Selbsthilfe- aus denen sich auto matisch ja auch der Mangel an Hilfsmitteln ergibt, auch charakteristische Ausspruche und Erzaehlungen von Kindern und ueber Kinder.Man soll ja nicht uns damit holfen sondern wir wollen uns gegenseitig helfen, weil wir Euch gegenueber unsere Verpflichtung fuehlen.-- loh lasce nicht nur Herta Getthelf und Lotte Lomke Olueck wuenschen fuer die gemeinsame Arbeit, sondern der gesamten A.., mit der ich mich so eng verbunden fuehle wie frueher.- Ich danke Herta G.fuer die Zusendung des Blattes mit den Gruessen der Genossinnen, die ich herzlichst orviedere und ebenso fuer das Blatt" Botschaft der deutschen KERK sozialdemokratischen Frauen an die Genossen und Genossinnen des Auslande." Ioh habe es der" Neuen Volkszeitung" empfehlend weiter gegeben und hoffe, dass sie es bringt. In der Anlage drei Exempl.meines letzten Artikels" Tin Appel", der deutlich zeigt, wie wir jetzt wieder fuerchten muessen, dass die Aktion, die wir eben fuer die allgemeine" Arbeit gestartet haben, durchkreuzt werden kann, nicht muss.Sie sehen, dass wir die Freiheit der Paketsendung im Herzen wuenschen, aber doch ihre Wirkung auf die allgemeine Arbeit fuerohten. Einige vertrauliche Mitteilungen, die aber fuer einen bestimmten Kreis informierend sind; 1.es wurde schon vor laengerer Zeit der Versuch gemacht, einen internationalen Ausschuss von Sozialisten zu schaffen, mit dem Zweck, hungernden Funktionaeren der Arbeiterbewegung in der ganzen Welt mit Paketsendungen zu helfen Dieser Versuch scheint nicht zu gluecken. Woran es scheitert? An der Stumpfheit der leitenden Personen der Arbeiter- Bewegung.Die einzigen, die sich bisher ruehrten, waren Juden.Zin Paradox.Aber bei Ihnen geht es schon deshalb nicht sehr weit, weil sie mit Hilfsmassnahmen in eignen Kreisen ueberbelastet sind. Trotzdem haben sie den guten Willen gezeigt, was ich ihnen ganz hoch anrechne.Die juedischen Arbeiterkreise sind die einzigen im Land, die aufgrund ihrer europaischen Tradition solchen Gedankengaengen gegenueber enpfaenglich sind. Dass heute, nicht nur ihnen in materieller Beziehung, sondern auch uns in moralischer Hinsicht enge Sohranken gesetzt sind, liegt auf der Hand.-- Fuer die bescheidene Summe, deren Vorhandensein ich eben andeutete, sollen nun Pakete nachEuropa gesandt worden.Mir wurde aufgegeben dafuor 50 Adressen zu nennen( wobei ich die handelnde Person fuer alle Richtungen bin. Ich habe darunter genannt: Schumacher, ollenhauer, Heine, Goerlinger, Knothe, Schoettle, Doetsch Koblenz) Boeckler, Severing, wingender, Detzel( Maria) Emil Gross, Eichler, Loebe, Schroeder, Karl Schreck, Denker Profit, Bettgenhauser, Boegler und noch eine Reihe anderer von denen ich bestimmt weiss, dass sie in unserem Kreis arbeiten.Ich moechte nicht, dass hier einmal meine" Unparteilichkeit" zur Debatte gestellt wird. Ob nun die Tukete auch einmal ankommen, dafuer kann ich keine Garantie leisten.------------ Ebenfalls vertraulich: Bei der CRALOG sind auch beide grossen Union vertreten.Die C IO ist nicht als kommunistisch zu betrachten, aber in ihr sind besonders starke F Name: Labor Emegency Relief for Europe. -4 Juchacz an Sander Tendenzen dieser Art vorhanden.Die AF of L ist eine( mur um es auf eine kurze Formel zu bringen) sehr weit rechts stehende Organisation, mit einem besonders schwerfaelligen Apparat, Beide Union bekriegen sich untereinander.Beide sind aber auch jetzt- kurz vor den Novemberwahlen bestrebt, sich( inbezug auf Deutschland) politisch nicht zu kompromittieren.Beide sind mit einem( fuer solche Zwecke bestehenden Zweigkommttee) in der CRALO G. Feide haben sich noch nicht geruehrt. The League of Human Rights( AF of 1) hat uns gnaediget gestattet, und ihrer Lizenz fuer die Sammlungen zu bedienen.wie weit das eher ein Hindernis als ein Vorteil ist, moechte ich hier nicht auseinandersetzen.Beide haben das Recht bekommen, einen Vertreter in Deutschland zu haben. Der Vertreter der AF of I heist Dennen, soll seinen Hauptaufenthalt in Frankfuert haben. Ihm muesste von unserer Seite( ohne mich zu verraten) tue ohtig eingeheizt worden. U.a. mit dem Argument, dass die amerikanischen Arbeiter( als Bewegung) doch an dem Ausbau H der Gewerkschaften in Deutschland intressiert sein mussten. dass die Vorbedingung defuer aber ist, dass Physischen und Paychischen Kraefte der Arbeiter- Bewegung solidarisch gestaerkt wuerden( Wirken der A.-.)--Bitte die gewaehlte Ausdrucks form zu beachten, mit der Politik und dem Sozialis kann man u.U.ins Fettnaepfchen treten, die Mentaliteet ist eine so wesentlich andere als die unirige.-- liun folat etwas aus der Historie der CR ALOG ,, was in unmittelbarem Zusammenhang mit dem vorher gesagten steht: Bevor die Verordnung fuer die ORALOG herauskam, var eine Studienkommission in Deutschland, Darunter war ein Sozialist, der Deutschland kennt, den ich durch einen Brief von hier nach Paris( wo er sich grade aufhielt und den Auftrag nach D.zu fahren erhalten bat) brieflich auf die A..aufmerksam machte.r fand dann( in amerikanischen Sektor) sehr bald heraus, dass die A.. wohl existierte, aber von einer allgemeinen Anerkennung durch die Mil.Behoerde weit entfernt war.Er arkannte weiter, dass da in der A.W.allerhand gute und brauch bare Kraefte waren und dass die Organisation und ihre Arbeit bei der geeig neten Stuetzung erfreulich entwicklungsfachig sei.Das bestimmte seine Taktik. U.a.setzte er( in seiner Studienkommission) durch, dass die hiesigen Organi sationon das Recht erhalten muesaten, die Sendungen zu signieren, damit auch bei den Sendungen schon die( von diesem Zeitpunkt des Auftretens der Sudienkommission an) anerkannte A.T. in Erscheinung treten musste.Das Resultat war: " die kirchlichen Organisationen signioren( Charitas und Innere Missian), die Quaeker signieren( grundsaetalich) nicht).Die IRRO( International Recoue and Relief Committe) signiert fuer die A.. Voraussetzung fuer das taktische Verhalten des sozialistischen Freundes war, dass ja dooh die beiden Riesenorgani sationen der Arbeit nicht anders koonnten als auch fuer die A..zu signieren und ausserdem dann bei der Verteilung die nicht kleinen Mittel der Quaskor ( American Friends Service Committee) zum Ausgleich verwendet werden konnten und wuerden.Es kan anders( siehe oben) die beiden Arbeiter- Organisationen haben ihre Vertreter bekommen, sie tun hier( bisher) nichts. Das IRRC ist relativ klein. Die Unitarien- Kirche hat( vorlaue figlobenfalls den Beschluss gefasst, die A.W. ala Empfaenger zu bezeichnen, die Meinungen dort sind sehr geteilt, als Sammelorganisation ist diese Gruppe auch nicht gross.Die A.W.New York hat kleine Moeglichkeiten, Als die CRA LOG- Verordnung kam, war sie blank, hatte alles ausgegeben. Dazu kommt, dass die Organisation der A..aus Mangel an administrativeh Mitteln in ihrer Auswirkungsmoeglichkeit gehemmt ist.Arm sein ist teuer, das ist eine alte Erfahrung. Fir arbeiten ehrenamtlich, haben bisher kein Buro, seit 14 Tagen einen Schreibtischplatz. Es fehlt an allen technischen Hilfsmitteln. Das ist keine Klage, nur eine Erklaerung. Wir haben den festen Willen uns zu bessern, in jeder Bezinung.Was mich in diesem Zusammenhang quaelt ist nur die Situation der A..drueben.Ich weiss dass es auf die Behoerden, die die Existenz der A..garnicht fuer lebenswich haelt, unguenstig( in unserem Sinn gesehen) gewirkt hat, als die fuer die A.. signierten Mittel so spaerlich waren, waehrend die kirchlichen Organisatio nen, die schon ein Jahr vorher sammeln und aufspeichern konnten, ganz gross auftraten. Dass diese Tatsachen auch Wasser auf die Muehlen der Charitas und der Inneren Mission sind, kann ich mir gut vorstellenbiesen Schweren Stand kann die A.w.vielleicht oder wahrscheinlich nur durch dortige Leistungen und wicht ganz F be-5- Juchacz an Sander eine geschickte Vertretung ihrer Intressen ausgleichen.-- Das Bewusstsein, dass die Genossin Lemke die Vertretung der A.. sein koennte oder doch die verschie denen Vertretungen instruieren wird, hat mich zu diesen vertraulichen Darlegungen inspiriert. Demnaechst wird eine Delegation der AF of I mit" Translators and Intergators" aus uns nahestehenden Freisen( auch) nach D.kommen. Ihr werdet es drueben schon merken, wenn sie da sind. Wahrscheinlich hat der Genosse Katz oder Brauer auch schon eine Mittellung gemacht, ich bin eigentlich nicht befugt dazu, ich denke nur immer an den Zusammenhang mit der A..- Arbeit und wie vielleicht die Unstaande genuetzt werden koennten. Deshalb nur noch diese kurze, ebenfalls vertragliche Mitteilung. Noch eine perscenliche Bemerkung, die auch nur dazu dienen soll, die situation richtig zu zeigen. An einem Brief von mehr als 4 Seiten, sitze ich natuerlich Stunden. Wer deX weiss, was es heisst nicht diktieren zu koennen sondern mit deuteungeuebtor Hand selber zu tippen, weiss was das F.Ich bin 67 Jahre alt, habe einen Haushalt fuer drei zu versehen, gehe in Sitzungen, muss lesen um auf den Laufenden zu bleiben, muse Mensolen sehen um immer informiert zu sein, ( dic Grossstadt New York versohlingt Zeit und Kraefte) und muss nicht nur alles selber tippenfes ist nicht wenig) muss aber ausserdem auch die Auslagen fuer Papier und Fortis von meinem Haushaltsgeld abzweigen, waehrend die Gelder meiner Hausgenossen heute restlos fuer Paketsendungen an Freundeund Verwandte draufgehen. Aber auch dies ist vertraulich. Wir- ich apreche mit Absicht im Plural- fuehlen uns verpflichtet bis zum letzten Quantohen, verpflichtet den Freunden drueben; aus Liebe, Freundschaft und Gesinnung. Wir wissen, das diese selbstverstaondlicho Hingabe das Einzige ist, was wir der angeheuben, unter so grossen Entbehrungen zu leistenden Arbeit drieben als Equivalent entgegen zu setzen haben.Wir sind taeglich erdrueckt von dem Bewusstsein der titanische Aufgabe dort drueben.Aller Verstand und alle( gestrungon kuehle) Ueberlegung die da sagt, dass man einzelne Steine und Schutt abzutragen hat und einzelne Steine wieder aufzusetzen hat, wenn ein neuer Bau eratohen soll der Deutschland und Europe heisst und ein Sozialistisches sein soll, aendert nichts an unserer Ungeduld und an unserer brennenden moralischen Verpflichtung. Herzlichste Grusse und wuensche, auch von Emil Kirschmann, der den letzten Absatz nicht billigen wird Bure Abschrift Wickel an Leege New York 17.November 1946 116 Lieber Leege, ich schicke Dir den Durchschlag eines langen Briefes an Arnold Schroeder. damit Du informiert bist. Ich polke(:) ihm darin das Paketgeschaeft auseinander, da ich moechte, dass er das Gefuehl verliert, dass wir leichtfertig Gruendungen starten. Leider habe ich die Rueckseite der Kopie auch benuetzt, und darum wird der Brief schwer leserlich sein fuer Dich. Ich moechte Dich aber bitten ihn zu lesen, da ich am Freitag das Gefuehl hatte, dass Du von Schroeders Bedenken nicht unbeeinflusst geblieben bist. Ich bin aher in geschaftlichen Dingen nicht so unerfahren, wie Du denkst-und Schroeder ist leider kein Geschaeftsmann, sonder ein- sicher ausgezeichneter- Verwaltungsmann. Damit etwas verwaltet werden kann, muss es aber erst einmal da sein, d.h.aufgebaut werden. Dazu muss man unternehmend sein, und das ist Schr.bestimmt nicht Unser Hauptkapital ist nicht das Geld, das wir schon gesammelt haben und die Zahlungen, die laufend eingehen, sondern unsere Initiative und unser Unternehmungsgeist. Wenn wir da versagen, sollen wir besser lequidieren und die ganze Hilfsarbeit Leuten ueberlassen, die weniger resigniert haben.(!!!) Leider werden das meistens Kommunisten oder Nazis sein. Aber das geschieht uns dann ganz recht. Das ist alles nicht boes gemeint, Aber ich bin im Ernst der Ansicht, dass unseren entscheidenden Aufgaben erst jetzt vor uns stehen und dass, alles, was wir bisher getan haben, nur als Vorbereitung angesehen werden sollte. Jetzt haben wir naemlich erst die Voraussetzungen fuer wirkliche Hilfeleistungen.Also keine Muedigkeit aufkommen kassen. Mit besten Gruessen Abschrift Wickel an Arnold Schroeder 16.Nov.1946 1946 Lieber A.Schr., ich hoere von Leege, dass Du doch noch nicht soweit wieder hergestellt bist, dass Du unserer Delegiertenversammlung am Mittwoch beiwohnen koenntest. Das tut mir umsomehr leid, als es doch eine Art Jubiläumsversammlung sein wird. Es ist rund ein Jahr her, dass wir unsere ersten, schuechternen Gehversuche machten und darueber sprachen, ob wir wohl den Gen.Schroeder fuer den Posten des Schatzmeisters gewinnen wuerden. Wir werden also rühmend auf Dich hinweisen und Du wirst Dich darauf gefasst machen muessen, dass Dir Ender der Woche eine Delegation auf die Bude rueckt damit Du nicht ganz die Gesichter der AW vergisst.Leege haelt mich auf dem Laufenden ueber Deinen Zustand und ich bin froh, dass alles doch recht glatt gegangen zu sein scheint.--------- Wie mir Leege sagte, bist Du nicht sehr einverstanden, dass wir jetzt den Parcel- Service sp schnell voran getrieben haben und meinst, wir hatten vielleich etwas unvorsichtig operiert. Ich nehme an, dass eine genaue Darstellung der Sache Deine Bedenken zerstreuen wird: 1.) Die Idee des Parcel- Service wurde dauernd von uns weiter verfolgt. Du wirst Dich erinnern, dass wir bereits im September,-nachdem die Plaene zur Gruendung einer eigenen Firma, die auch die Pakete packen und ein entsprechendes Warenlager unterhalten sollte, aufgegeben waren- den Genossen Wollenberg beauftragten, weitere Erkundigungen einzuziehen. Das Ziel war dabed, mit einer der bestehenden Versandfirmen ein Abkommen auf einer Provisionsbasis abzuschliessen. Ich persoenlich wurde in dem Bestreben, die Sache nicht aus dem Auge zu verlierenbestaerkt durch Briefe von Katz u. von deutschen Gen.in Hannover, die bereits Abkommen mit Schweizer Organisationen( Europa Union und Schweizer Arbeiter- Hilfswerk) getroffen hatten und sehr wuenschten, dass endlich auch von hier aus aehnliche Schritte unternommen werden. Die Abkommen der Deutschen AW mit den beiden genannter Schweizer Organisationen gehen allerdings weiter als wir bisher bereit sind zu gehen. AW hat mit beiden Schweizer Organisationen abgemacht, dass die Pakete von der Schweizan die diversen Hauptstellen der Amin Deutschl als Sammelsendungen gehen und von den Empf.bei diesen Hauptstellen abgeholt werden. Dabei soll auf jedes zehnte Paket ein Freipaket fuer AW entfallen. Du siehst, das ist ein viel groesserer Aufbau mit wesentlich groesserem Risiko und grosser Kapitalinvestition als wir sie zunaechst vorhaben. Jedoch ist der Grundgedanke derselbe: aus dem businessmaessigen Versand von Privatpaketen soll ein Nutzen fuer AW gewonnen werden. Ich habe mit der Europa- Union korrespondiert, um ev.unsere ganze Aktion mit d deren zu koppeln. Es geht z.Z.nicht, da die Schwierigkeiten der Geldueberweisung zu gross sind. Es wurde hur gehen, wenn wir einen internen Verrechnungsverkehr schaffen koennten, was aber wieder voraussetzt, dass wir hier gleichfalls einen Paketdienst haben.Sonst fehlt die Basis fuer die Verrechnungen.-------- 2.) Inzwischen erhielt ich aber weitere Informationen, sowohl aus D.wie aus der Schw. Dieser Schw.Paketdienst krankt darandass er durch eigene Lastwagen durchgefuehrt wird und nicht per Post. Das schien im Anfang die grosse Idee zu sein, ist es aber nicht mehr. Der Postdienst funktioniert besser und billiger als die Lastwagen transporte und ist weniger risikovoll. Die Schaffung von eigenen Lagerhäusern bei den AW- Hauptstellen schafft ja auch zusaetzliche Kosten und Risiken.( Nur fuer die Russische Zone ist der Schw.Weg zur Zeit noch der beste und praktisch einzige.) Die Folge ist, dass jetzt Schw.Firmen bei ihren Anzeigen damit operieren, dass sie hervorheben;" Auslieferung von USA aus."----- Alle Informationen deuten daher klar darauf hin, dass der beste Weg fuer uns ist, mit einer oder mehreren der bewtehenden Firmen auf einer Kommissionsbasis zu verhandeln.Ein Beginnen auf einer solchen Basis erfordert praktisch so gut wie keine Investitionen und das Risiko ist äusserst limitiert. Es sind zwei Risiken in der Sache: 1.das normale Risiko bei jedem Versand, dass naemlich Pakete verloren gehen. Dagegen ist man formal durch Versicherung -2gedeckt, was jedoch praktische Bedeutung nur hat, wenn es sich um Verluste groesserer Art.etwa durch Untergehen eines Schiffes etc, handelt. In kleinen Faellen wird man praktisch den Verlust erst einmal selber decken muessen, da die Versicherungen erst nach endloser Zeit reagieren und wir in der Zwischenzeit die Kunden zu sehr veraergern wuerden. Dieses Risiko ist aber heute bereits klein, sodass man sich dagegen durch entsprechende Ruecklagen sichern kann.Otto Wollenberg und ich haben uns mit Firmen und mit Versicherungsbrokern, die grade im Paketgeschaeft arbeiten, viele Stunden ueber diese Frage unterhalten.2.Die Firma, mit der wir arbeiten, koennte unsolide sein. Auch dieses Risiko ist sehr begrenzt, weil wir die Abmachung getroffen haben, dass die Firma, mit der wir arbeiten, ( International Gift Parcel) uns zu jeder Order die Bestaetigung der Post, dass das Paket aufgegeben worden ist, ue bergibt.( Das gilt natuerlich fuer postalische Sendungen von hier aus) Wenn die Pakete erst einmal weg sind, kann ja nichts mehr damit passieren, selbst wenn die Firma finanziell nicht mehr gut sein sollte. Bleibt das Risiko, dass die Firma vielleicht nicht die Ware hineinpackt, die bestellt wurde. Dagegen hilft nur moeglichst genaue Kenntnis der Firma und indirekte Kontrolle durch den Kundenkreis. Diese indirekte Kontrollmoeglichkeit haben wir nur bei einer Firma die wir ausgesucht haben, naemlich Intern.Gift Parcel.Bei all den grossen Firmen haben wir diese Kontrolle nicht. Bei Gift- Parcel dagegen kenne ich den Inhaber und einen sehr grossen Prozentsatz seiner Kunden. Ausserdem bot der Inhaber uns an, dass wir ihm bei genuegend grossen Bestellungen eine Vertrauensperson nennen koennen, die endann bei sich einstellen wuerde, wenn das Geschaeft es traegt.).----- Ich hatte ausserdem mit Hudson Shipping verhandelt, und mir den Betrieb dort angesehen. Das ist natuerlich viel groesser und ausserlich sehr vertrauenerweckend. Ich habe auch ein Parcel von Hudson angeboten und Bestellungen( fuer Russische Zone) erhalten, aber nicht weiter gegeben.Inzwischen erhielt ich naemlich uskuenfte, die recht unguenstig fuer Fudson lauteten. Darau hin habe ich die Orders zunaechst zurueckgehalten, da ich auf Nachricht aus der Schweiz warte, um die Orders ev/ direkt via Schweiz gehen zu lassen ueber eine Firma, bezw.Leute, die ich seit 15 Jahren kenne und die immerhin ein Renommee zu verlieren haben, was in der Schweiz mehr bedeutet als gier.------- Nun noch zwei Punkte. Das erste ist der Zeitpunkt, Da bin ich der Ansicht, dass wir leider den guenstigsten Termin versa" umt haben, der im September gewesen waere. Dann haetten wir naemlich das ganze Weihnachtsgesdhaeft mitgenommen. Wenn wir ueberhaupt noch vor Weihnacht anfangen wollten.musste es jetzt sein. Im Dezember haette nur noch laechlich gewirkt. Da das ganze Unternehmen kurzfristig ist und etwa auf ein Jahr geschaetzt werden kann, ist jeder Zeitverlust ein unwiderruflicher Verlust, d.h. fuer ein Verlust fuer unsere Genossen in D.die jedes unserer Versäumnisse mit etwas mehr Hunger bezahlen muessen. Und da der Zweck unseres Parcel- Unternehmens ist, funds fuer Pakete an unsere Genossen zu schaffen, wirkt sich das unmittelbar und brutal aus. Je spaeter wir beginnen, und je geringere Anstrengungen wir machen, umso spaeter und umso weniger koennen wir den Genossen schicken, die seit langem auf unseren Listen stehen und sowieso nicht begreifen, warum grade wir nicht senden koennen, waehrend alle anderen Organisationen dürfen.--- Aus dieden Gruenden glaubte ich nicht länger verantworten zu koennen, dass ein seit langem ueberfaelliger Beschluss noch weiter hinausgezögert wird.----- Was jetzt noch offen ist, das ist die juristische Form. Das erste Rundschreiben laesst das noch offen.Es war ja auch nur als ein Versuch gedacht, damit die Beschluesse auf der Delegiertenversammlungwenigstens auf gewisse Erfahrungen basiert werden koennen. Nach meiner Ansicht ist der Versuch ueberraschend gut ausgefallen. Jetzt kannman m.E.mit gutem Gewissen die Ansicht vertreten, dass es ratsam ist, die Gebuehren fuer die Inkorporierung des Parcel- Service aufzubringen. Der Betrag, den die Inc.Charter kostet,( etwa$ 60--) ist ja schon durch das Parcel- Service selbst verdient worden. Dazu kommen allerdings Anwaltsgebuehren, die wir XXXXXXXXXXX aber noch druecken werden und vor allem auch wesentlich spaeter zahlen.Sie werden also auch aus dem Geschaeft selbst verdient werden. Mit der Incorporation wird also auch das finanzielle Risiko begrenzt, sodass AW als Ganzes nicht hinein gezogen werden kann. AW behaelt natuerlich eine gewisse moralische Verantwortung, da ja der Name der AW das Hauptkapital der Firma ist. Aber dafuer sind wir ja da.Wir haben einerseits die Aufgabe, darueber zu wachen, dass alles Geld der AW ordnungsgemaess verwandt wird. Das ist die eine Seite -3Das ist die eine Seite unserer Verantwortung. Die andere Seite- und sie scheint mir manchmal in Vergessenheit zu geraten- ist, das wir auch alle Moeglichkeiten ausnuetzen, um die Finanzkraft und die Leistungen der AW zu steigern.Wenn wir durch Mangel an Initiative Moeglichkeiten, neue Einnahmen fuer die AW zu schaffen, versäumen, handeln wir mindestens ebenso verantwortungslos, wie wenn wir Gelder der AW falsch verwenden wuerden. Nach meiner Ansicht ist der Mangel an Initiative sogar die groessere Verantwortungslosigkeit.Falsche Verwendung von Geldern kann bei unserem organisatorischen Aufbau immer nur sehr kleine Ausmasse haben, der Verlust durch Mangel an Initiative kann sogar die Weiterfuehrung unserer Arbeit gefaehrden, wodurch sie automatisch an Organisationen uebergehen wuerde, zu denen wir wenig Vertrauen haben,(?) Wir sind zeitweilig auch dieser Gefahr schon beinahe unterlegen.(?) Der Brief ist natuerlich viel zu lang geworden und es ist eine ziemliche Zumutung ihn zu lesen. Ich nehme aber an, Du hast jetzt Zeit und Musse.Mir liegt sehr daran, dass Du Dich uebrzeugst, dass wir nict leichtfertig vorgehen, sondern dass unsere Schritte berechnet sind und nicht ohne sehr ausgedehnte Xarx Vorarbeiten unternommen wurden. Wenn ich jetzt sehr auf Beschleunigung draenge, so darum, weil die Zeit kurz geworden ist. Dieser Winter ist der entscheidende, da die Anforderungen im fruehen Fruehjahr ungeheuerlich sein werden.Aber dann ist es zu spaet, noch etwas zu organisieren. Darum, was nicht jetzt geschieht, geschieht ueberhaupt nicht mehr. Ich denke, wir werden uns Ende der Woche sehen, falls Du bereit bist, Besuche zu empfangen Bruno Rother. New York, den 10. November 1946. Vôpie An Die "Arbeiter-Wohlfahrt" New York z.H. des Exekutivsekretars Helmut Wickel. Werte Genossen! Zu meiner grossten Überraschung erhielt ich ein Rundschrei- ben der"Arbeiter-Wohlfahrt" New York das bekannt gibt, dass ein Paket-Service dieser Organisation gegrundet wurde und gleichzeitig erhielt ich ein detailie tes Angebot dieser neuen Sparte der"Arbeiter-Wohlfahrt". Als Mitglied der Delegiertenversammlung ist es für mich be- freidend vor eine vollzogene Tatsache gestellt zu werden, obwohl ich zu fruhe- ren Zeitpunkt zu Vorberatungen zugezogen wurde, die damals aus rein sachlichen Grunden zu keinen positiven Ergebnis führten. Diesmal war man bei der Behandlung nicht so gewissenhaft und das Ergebnis ist ein Preisangebot, das auf hoher liegt als mir zur Verfügung stehende Angebote von Organisationen und noch dazu muss ich hören, dass die Firma, mit der man zusammenarbeitet, einen politischch Gegner gehort. Aus diesen rein sachlichen Grunden kann ich mich mit der Art und Weise der Durchführung des Paket-Services nicht einverstanden erklären. Um mir Gelegenheit zu geben, einer verantwortlichen Korperschaft gegenüber meine zahlenmässig belegten Beweise zu unterbreiten, ersuche ich um die Einberufung einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung in den nächsten Tagen, damit diese die notwendigen Schritte zur Reparierung unternimmt. Zur freundlichen Lit sozialistsischen Grussen: Kenntnisnahme. Gut. Bruno Rother m.p. Zum Rother Mr. Bruno Rother, 47 West 75th Str. New York, N.Y. Abschrift 14.November 46. Werter Genosse Rother, ich bestaetige den Erhalt Ihres Schreibens vom 10. November. Ihr Brief wurde am 11. November dem Board zur Kenntnis gebracht. Da Sie bei Ihrem Ersuchen, eine ausserordentliche Delegiertenversammlung zur Besprechung der Gruendung des Parcel- Service einzuberufen, von irrtuemlichen Voraussetzungen ausgehen, sah der Bord keinen Anlass, der ordnungsgemaess am 20. November stattfindenden Delegiertenversammlung vorzugreifen. Mit sozialistischen Gruessen Helmut Wickel Exc. Secly. Parcel- Division der Arbeiter- Wohlfahrt 16' Nov. 1946? I. Die Parcel Divion der Arbeiter- Wohlfahrt operiert als Juristisch und verwaltungsmaessig selbstaendige Koerperschaft und soll als solche inkorporiert werden. II. Die von der Parcel Division erzielten Nettogewinne sind viertel jaehrlich an die Arbeiter- Wohlfahrt( USA) abzurechnen und zu uebergeben, mit der Massgabe, dass Arbeiter- Wohlfahrt sie fuer Pakete an beduerftige tax Genossen der deutschen Arbeiter- Bewegung verwendet. III. Die Geschaeftsfuehrung liegt in den Haenden des Exec. Sekretaers und eines der beiden Vorsitzenden( chairmen) der A.W. Die Geschaeftsfuehrung wird ueberwacht von einem Board, der zu 2/3 aus Mitgliedern bestehen sollte, die waxxxBoardxas nicht anderen Koerperschaften der AW angehoeren, zum anderen Drittel aus Mitgliedern der Delegatenversammlung der AW. Die beiden Geschaeftsfuehrer nehmen an den Sitzungen des Boards teil, haben jedoch keine Stimme beinden Entschliessungen. Der Board oder ein Beauftragter des Board ist verpflichtet, die Buecher der Parcel- Division viertel jaehrlich zu ueberpruefen. Die kaeftsfushxxx Taetigkeit des Board ist ehrenamtlich. Die eschaeftsfuehrung ist im Prinzip eine bezahlte Funktion. Nach Ablauf des ersten Quartals, in dem g* x* x* я hoehere Unkosten zu erwarten sind, sollen die gesamten administrativen Kosten einschliesslich der notwendigen Risikoruecklagen der Parcel Division in der Regel nicht mehr als 50% der Netto- Einnahmen betragen, da sonst der Hilfszweck des Unternehmens nicht erreicht wuerde.( Unter Nettoeinnahmen sind verstanden, die Einnahmen nach Abzug der Kosten, die die Parcel- Division selber fuer die Pakete und ihre Befoerderung zu zahlen hat). IV. Der Board der Parcel- Division setzt gemeinsam mit den beiden Geschaeftsfuehrern weitere Direktiven fuer die Geschaeftsfuehrung fest. 16 den 4.Maerz 1947 Fuer die naechste Board- Sitzung der Arbeiter- Wohlfahrt zur Beratung und Beschlussfassung empfohlen. Die jetzige Situation der Arbeiter- Wohlfahrt, organisatorisch gesehen. Gegenwaertig existieren zwei Koerperschaften, deren Kompetenzen awar feststehen, die aber ein gegenseitiges Vertrauensverhaeltnis schaffen muessen, wenn die AW zu befriedigenden Verheissen kommen will. Ergebnissen Eine dieser beiden Koerperschaften ist die Sqmmel- und Hilfsorganisation Arbeiter- Wohlfahrt. Das zweite ist die Arbeiter- Wohlfahrt, Incorporated, die sich zum Ziel setzt, eine gemeinnuetzige Verkaufsorganisation de fuer Pakete nach Deutschland zu sein. Das heutige Verhaeltniss der beiden nebeneinander bestehenden Organisationen ist nicht befriedigend und birgt Gefahren, die von den verantwortlichen Traegern beider organisationen voraus gesehen werden muessen. Die Arbeiter- Wohlfahrt( beide Organisationen) muessen naturgemaess auf mense Reputation und eine breite Vertrauensbasis in der Oeffentlichkeit bedacht sein.Sind auch die Aufgaben der beiden Organi sationen verschieden, so verbindet sie doch dieses gemeinsame Interesse. Eine nicht zu uebersehende Tatsache ist, dass die AW, Inc. aus der AW und auf Beschluss der AW entstanden ist. Die Zustimmung des gleichen Namens und die stillschweigende Zustimmung zur Benuetzu der Wahl zung des Apparates der AW( Adressenmaterial, organisation, und des Sekretaers mit seinen in der AW erworbenen Organisationskenntnissen, setzt eine absolute Vertrauensbasis beider Organisationen voraus. Diese Feststellungen und die bis hierher gezogenen Konsequenzen, wie auch die am Schluss erhobenen Forderungen, sind keine juristische FBewegung Diktion. Sondern sie entsprechen einer stets, innerhalb der sozialdemo kratischen und frei- gewerkschaftlichen, geuebten Selbstverstaendlichkeit, die auf der Gesinnung und dem gegenseitigen Vertrauen beruht. Um fuer die beiden Organisationen" Arbeiter- Wohlfahrt" die notwendige Moeglichkeit eines vertrauensvollen Zusammen- und Nebeneinander- Arbeitens zu eroeffnen, schlage ich folgende Massnahmen zur Beratung und Beschlussfassung vor: bitte wenden 1.Es werden durch Beschluss zwei weitere Personen, eine die dem Board, die andere, die dem Gesamtvorstand der Arbeiter- Wohlfahrt angehoert, vom Board der Direktoren der AW; INC.aufgenommen, resp.es wird in einer Verhandlung darum gebeten. 2.Das Direktorium der AW, INC.wird gebeten, eine massgebende Persoenlichkeit aus seinem Kreis in die AW( Board) zu delegieren. Die Antragstellerin bittet darum, dass moglichst unverzueglich eine Sitzung des Boards der AW zu diesem Vorschlag Stellung nimmt, ihn zum Beschluss erhebt und diesen Beschluss baldmoeglichst dem Board der Direktoren zur Beratung und Beschlussfassung unterbreitet. Die Angelegenheit ist dringlich und sollte nicht aufgeschoben werden. Die Unterzeichnete ist bereit, den vorstehenden Vorschlag sachlich zu begruenden und bittet den Vorsitzenden der Arbeiter- Wohlfahrt um die baldmoeglichste Einberufung einer Sitzung, die sich mit dieser Materie befasst. อง сч Marie Juchacz Einigungsverhandlung. Geschlaf. und “ Solidarität”. und Aw- Nyock. Gesprächs- Notiz mit in Firma Ort Straße Uhrzeit telefonisch 789 10 11 12 persönlich Tag Rufnummer 19. 13 14 15 16 17 18 Betreff: Unterschrift: Wie erledigt: BRUNNEN Gesprächs- Notizblock 64 222 ( Abschrift) Brief vom 11 0 Dezember 1945 von Marie Juchacz an den Genossen Goetsch, betreffend Resultat der Sitzung vom 10.Dezember 1945. Der Solidaritaets- Ausschuss des Workmen's- Circle hat in seiner Sitzung am 10.Dezember Xta 1945 Stellung genommen zu der Frage der Vereinheitlichung des Hilfswerkes fuer die Opfer des Nazismus in Deutschland. Der Ausschuss steht dieser Frage positiv der Loesung gegenueber. Er hat beschlossen: " Es werden vier Personen bestimmt, die mit dem Hilfsausschuss der Socialdemocratic Federation ueber moeglichkeiten der ZusammenArbeit in der Hilfeleistung fuer sozialistische Opfer beraten sollen. Der Solidaritaetsausschuss schlaegt vor, dass wenn moeglch, diese acht Personen vor der Sitzung des Ausschusses der Socialdemocratic Federation( die laut Mitteilung am 17.Dezember stattfinden soll) zusammen tritt, damit dieser Sitzung die von den acht Personen erarbeiteten Vorschlaege unterbreitet werden koennen. Dieser Beschluss würde dem Genossen Groetsch am XWXXXXXXXX 11. Dezember vormittag telephonisch durchgesagt, der Brief am gleichen Tag abgeschickt Nach einigen Tagen( das Datum weiss ich nicht genau, teilte der Genosse Groetsch mit, dass es zu seinem Bedauern nicht moeglich sei, die vier Genossen durch telephonische Verstaendigung zu bestimmen.Man wolle aber die auf den 18.Dezember folgende Sitzung in einem moeglichst kurzen Abstand beschliessen.Inzwischen koennten dann die von beiden Seiten bestimmten Genossen ihre Vorschlaege ausarbeiten. Abschrift eines Briefes des Genossen Groetsch an M.J.vom 20.Dez.46 .vergeblich telephonisch versucht.... teile Ihnen das Ergebniss unserer Ausschuss- Sitzung vom 18.Dezember schriftlich mit. Der Ausschuss, der sich schon in seiner vorletzten Sitzung fuer eine Zusammenarbeit mit der"" Solidaritaet" erklaert hatte, waehlte am 18.Dezember die vier Genossen, die mit denen von Ihnen genannten Genossen der" Solidaritaet ueber die Formen und Moeglichkeiten der gemeinsamen Arbeit beraten und dann unserem Ausschuss darueber Bericht ersteatten sollen.Unsere naechste Sitzung soll am 8. Januar stattfinden. Die von unserem Ausschuss bestimmten Genossen sind: Hellmut Wickel, Otto Wollenberg, Kurt Schumann und ich.Ich moechte Sie also bitten uns zu sagen wann und wo wir uns mit Ihren Kameraden treffen koennen. Wahrscheinlich waere die richtige Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr.Wenn es in dieser Spanne nicht passen sollte, dann vielleicht in den ersten Tagen des Januar. Am besten wohl, sie geben mir Bescheid damit ich mich mit den angegebenen Genossen verstaendigen kann. Die mehrfache telephonische Unterredung wegen des Termins dieser Sitzung ergab als besten Tag den Abend des 2.Januar, abends 8 Uhr. Ort: Sitzungszimmer der Neuen Volkszeitung. Die drei Punkte, die den vier Genossen mit auf den Weg gegeben wurden: 1.Die Ueberparteilichkeit in der Zuammensetzung hier 2.Sicherung der Ueberparteilichkeit bei der Verteilung drueben. zu 1. und 2. gemeint, soweit sozialistische Kreise und Gruppen in Frage kommen. 3. Vollkommene Paritet? offen geblieben Dazu: Antrag Groetsch. Beschlüsse der Verhandlungskommissionen der Gruppe" Solidarität" des Workmen's Circle und der Gruppe Relief for the German Victims. of Nazism am 2. Januar 1946. Anwesend von" Solidarität": J.Lang, Juchacz, Kadmon, E.Lewinsky. von Gruppe" Relief": Grötsch, Schumann, Wickel, Wollenberg. Vorsitz: Gen. Marie Juchacz. Protokoll: H.WickelGen. Grötsch leitet die Verhandlung ein und gibt die beiden Vorschläge der Gruppe" Relief" bekannt, die entweder eine völlige Verschmelzung, wobei über die Quoten noch gesondert verhandelt werden müssten vorsehen, oder die Einsetzung eines KoordinierungsAusschusses und Delegierung eines Vertreters der Gruppe Relief zu den Sitzungen von Solidaritat sowie umgekehrt, eines Vertreters von Solidarität zu den Sitzungen der Gruppe Relief. Verschmelzung wird als noch nicht zeitgemäss nicht diskutiert. Koordinierungsausschuss in's Auge gefasst, jedoch soll erst allgemeine Zielsetzung debattiert werden. Folgende Zielsetzung wird einstimmig beschlossen: Die Aufgabe der Organisation ist, in engster Zusammenarbeit mit der deutschen Arbeiter- Wohlfahrt den sozialistischen und gewerkschaftlichen Opfern Hitlers in Deutschland Hilfe zu bringen. Sobald wie möglich sollen die Arbeiter- WohlfahrtsAusschusse in Deutschland aufgefordert werden, die Namen besonders bedürftiger Genossen mitzuteilen, damit zusätzliche individuelle Betreuung für sie vermittelt werden kann. Der letzte Satz des Beschlusses wurde angefügt, um den vielfach auftretenden Wünschen nach individuellen Patenschaften Rechnung zu tragen und es nicht dem Zufall zu überlassen, wer Nutzniesser dieser individuellen Hilfsbereitschaft wird. Organisatorisch: Vorschlag auf Verschmelzung wird vorerst abgelehnt. Koordienierungs- Ausschuss wird vorgeschlagen, jedoch ohne gegenseitige Vertretung bei den Sitzungen der beiden Gruppen. Die beiden Verhandlungskommissionen schlagen ihren Gruppen Tediglich die Einsetzung eines ständigen Koordienierungs- Ausschusses von je 4 Vertretern beider Gruppen vor, der in erster Linie für die Vermeidung von Ueberschneidungen in der Werbung durch gegenseitiges Vergleichen der Listen und coordiniertes Auftreten gegenüber anderen Organisationen wie Gewerkschaften etc. sorgen soll. Gemeinsame Durchführung sonstiger Aktionen müsste der Ausschuss von Fall zu Fall beschliessen. Die Vertreter beider Gruppen einigen sich auf folgende Formulierung: Die Verhandlungskommission schlägt die Schaffung eines paritätischen Ausschusses zur Koordnierung der Tätigkeit und Vorbereitung eines engeren Zusammenschlusses vor. 9. Januar, 1945 Liebe Genossin Juchacz: Wie ich Ihnen bereits telefonisch mitteilte, hat unser Ausschuss nach laengerer Diskussion gestern zur Frage des gemeinsamen Aufrufs fuer das Schweizer Hilfswerk folgenden Beschluss gefasst: Der Ausschuss nimmt mit Dank Kenntnis von den Demuehungen des Schweizer Hilfswerkes fuer Beutschland und beschliesst, einen entsprechenden Geldbetrag direkt an die Schweizer Genossen abgehen zu lassen." Vielleicht ist es fuer unsere weitere Unterhaltung zweck- dienlich, wenn ich Ihnen meinen persoenlichen Eindruck von der Stimmung gestrigen Sitzung wiedergebe. Die xiizung/ war stark beeinflusst von der Tatsache, dass unsere Unterhaltung mit den vier Genossen der" Solidarity" ohne greifbare* rage Resultate gebäieben war und dass von Eurer Seite keine positiven Vorschlaege fuer ein gemeinsames organisatorisches Zusammengehen vorlagen. De mein Vorschlag( die acht Genossen als einen gemeinsamen vorbereitenaene Ausschuss anzusehen und je einen von Euch x in unseren Aus schuss aufzunehmen und je einen von uns in Euren Ausschuss zu delegieren) von Euch nicht akzeptiert wurde, betrachtet unser Auschuss diesen Vorschlag als erledigt. Genossin Eva Lewinski trat fuer die rationalste Form einer Zusammenarbeit ein, naemlich fuer die Verschmelzung. Unser Ausschuss hat viel Symapathie fier diese Loesung; er naeit ausserdem nunmenr eine Entscheidung fuer wuenschenswert und erachtet es fuer zweck- maessig, wenn uns die" Solidarity nun Vorschlaege fuer eine Verschmelzung machen wollte. Fuer ein Zusammengehen von Fall zu Fall besteht auf unsrer Seite keine Sympathie, da das nach aussen hin nicht zur Kiaerung, sondern nur zur Verwirrung fuehre und nicht Kraeftekonzentration, sondern Kraertezeespitterung bedeute. Das, leebe Genossin Juchazz, waere in Kuerze der Extrakt der Diskussion. Unsere naechste Ausschussitzung ist aur den 6. Februar angesetzt worden. Es waere also gut, wenn Ihr und wir Vier uns bis Anfang Febraar noch einmal zusammen setzen koennten, um zu positiven Vorschiaegen zu kommen. Aber bitte nicht am 22. oder 23. Januar und nicht an einem Freitag, weil er zu besetzt ist. Nochmals besten Dank fuer die Briere von Luise Schroeder und Paul Loebe; die Briefe wurden im Auschuss verlesen und haben tiegen Eindruck gemacht. Mit freundlichen Gruessen, auch an Emil, Abſ Refect, Groetsch folgen drei Vorschlaege verschiedener Art, die hier zur Debatte gestellt werden. Der Beschluss muss dann dem Brief an den Genossen Groetsch angehaengt werden. Erster Vorschlag: Zweck der Verhandlungen der Genossen von hueben und drueben ist: Beide Ausschusse bilden zusammen den Arbeiter- Wohlfahrts- Ausschuss fuer USA. Begruendung: L.Die Aufgaben der Hilfeleistung unter den deutschen Genossen ist so gross und umfangreich, dass hier alle Kraefte der emigrierten Sozialdemokraten und Sozialisten mobilisiert und zusammen gefasst werden n muessen, um soviel wie moeglich zu erreichen. Was in den Kreisen der W um Mittel Werbenden geschieht, wird seinen Eindruck nicht verfehlen auf die irgendwie organisierten Arbeiterkreise in Amerika.---- Ausserdem ist die Zeit und XXXX die organisatorische Entwicklung soweit vorgeschritten, dass keine Zeit mehr mit Praeliminarien zu verlieren ist, wenn man nicht kostbare Zeit verlieren will. Zweiter Vorschlag: Eventualvorschlag Zweck der Verhandlungen von hueben und drueben ist: Der Ausschuss" Solidaritaet" hat den dringenden Wunsch in gleicher Weise als bisher zu bestehen und zu arbeiten.---- Er sieht seine spezielle Aufgabe darin, nach drueben, das heisst nach Deutschland, ausgleichend zu wirken, wenn--- wie die Genossen bestimmt annehmen, sich dort trotz aller Bemuehungen vollkommen neutral zu arbeiten, herausstellen sollte/++. Wenn sich nach einiger Zeit diese Befuerchtung als grundlos erweisst, ist der Solidaritaetsausschuss bereit sich nachtraeglich noch einzugliedern in die groessere Hilfsarbeit. Damit inzwischen aber dem Ziel einer erweiterten und konkurenzlosen Hilfsarbeit gedient werden kann, moegen sich zwei bis drei Genossen und Genossinnen dem dortigen Ausschuss eingliedern, waehrend von Ihrem Ausschuss zwei bis drei Genoss( innen) bei uns mitwirken moegen. Damit koennte- vorbehaltlich einer weiteren Entwicklung- ebenfalls die Bildung eines wirklichen, das heisst nicht mehr umstrittehen, Arbeiter- Wohlfahrts- Ausschusses in die Wege geleitet werden. Dritter Vorschlag. Eventualverschlag. Den Genossen und Genossinnen, die den Wunsch haben, auf einerbreiteren Grundlage in der Hilfsarbeit fuer( wie sie in ihrem Charakter bereits abgesteckt ist) mitzuarbeiten, steht es frei, das zu tun.Sie verlassen damit in freundschaftlicher Uebereinstimmung den Solidaritaets- Ausschuss des Workmen'sCircle.Es ist Ihnen gestattet, sich in der entsprechenden, der Arbeit dienenden Form von dem bisherigen Spenderkreis zu verabschieden. Abschrift eines Briefes des Genossen Groetsch an M. J.vom 20.Dez.46 ... vergeblich telephonisch versucht.... teile Ihnen das Ergebniss unserer Ausschuss- Sitzung vom 18.Dezember schriftlich mit. Der Ausschuss, der sich schon in seiner vorletzten Sitzung fuer eine Zusammenarbeit mit der"" Solidaritaet" erklaert hatte, waehlte am 18.Dezember die vier Genossen, die mit denen von Ihnen genannten XXNX Genossen, der" Solidaritaet ueber die Formen und Moeglichkeiten der gemeinsamen Arbeit beraten und dann unserem Ausschuss darueber Bericht ersteatten sollen.Unsere naechste Sitzung soll am 8. Januar stattfinden. sind: Hellmut Wickel, Die von unserem Ausschuss bestimmten Genossen Otto Wollenberg, Kurt Schumann und ich. Ich moechte Sie also bitten uns zu sagen wann und wo wir uns mit Ihren Kameraden treffen koennen. Wahrscheinlich waere die richtige Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr.Wenn es in dieser Spanne nicht passen sollte, dann vielleicht in den ersten Tagen des Januar. Am besten wohl, Sie geben mir Bescheid damit ich mich mit den angegebenen Genossen verstaendigen kann. Die mehrfache telephonische Unterredung wegen des Termins dieser Sitzung ergab als besten Tag den Abend des 2.Januar, abends 8 Uhr. Ort: Sitzungszimmer der Neuen Volkszeitung. Die drei Punkte, die den vier Genossen mit auf den Weg gegeben wurden: 1.Die Ueberparteilichkeit in der Zuammensetzung hier 2.Sieherung der Ueberparteilichkeit bei der Verteilung drueben. zu 1. und 2. gemeint, soweit sozialistische Kreise und Gruppen in Frage kommen. 3. Vollkommene Paritaet? Aus dem Inhalt des Protokolls, wie ich es mir vom Genossen Wollenberg. am Telephon vorlesen liess. XXXXXXXXonXXLOKEXX xkXXXXagen XXXXXXXXX Die Uebertragung ist lueckenhaft, aber sicher dem Sinne nach, wie es am Telephon vorgelesen wurde, richtig: Groetsch fasste die die gemachten Vorschlaege zusammen, entweder Verschmelzung der beiden Ausschuesse, wobei ueber Modalitaeten noch verhandelt werden muesse.----- Da Verschmelzung noch nicht reif zu sein scheint.------ Coordinierungsauschuss, jedoch ohne Vertretung in den beiden Ausschuessen( gegenseitig) Aufgaben: Der Coordinierungsausschuss hat lediglich den Zweck der Vermeidung gegenseitiger Ueberschneidung in der Werbung der Mittel fuer die Argeit( Vergleich der Namenslisten) und z.B.auch bei den Gewerkschaften. Gemeinsame Durchfuehrungen sonstiger Aktionen von Fall zu Fall.---- Die Vertreter beider Ausschuesse einigen sich auf folgend Formulierung: Die Verhandlungskommission schlaegt die Schaffung eines Coordinierungsausschusses vor, zur Vorbereitung des engeren Zusammengehens Das Protokoll enthaelt noch einige s ueber die Debatte ueber die mehr individuelle Ausgestaltung der Arbeit, inbezug auf Namenslisten und dergl.von drueben, was ich aber hier nicht aufgenommen habe. Abschrift eines Briefes vom 9. Januar 1946( Genosse Groetsch an M. J.) n Ihr und wir vier uns bi Anfang Februar och einmal zusammensetzen konnten, um zu positiven Vorschlaegen zu ist auf den 6.Fr angesetzt worden. Es waere gut, kommen. Aber bitte nicht am 22.oder 23. Januar. er zu besetzt ist...... und nicht an einem Freitag, weil Wie ich Ihnen bereits telephonisch mitteilte, hat unser Ausschuss nach laengerer Diskussion gestern zur Frage des gemeinsamen Aufrufs fuer das Schweizer Hilfwerke folgenden Beschluss gefasst: " Der Ausschuss nimmt mit Dank Kenntniss von den Bemuehungen des Schweizer Hilfswerkes fuer Deutschland und beschliesst, einen entsprechenden Geldbetrag direkt an die Schweizer Genossen abgehen zu lassen." Vielleicht ist es fuer unsere weitere Unterhaltung zweckdienlich, wenn ich Ihnen meinen persoenlichen Eindruck von der gestrigen Sitzung wieder gebe.Die Stimmung war stark beeinflusst von der Tatsache, dass unsere Unterhaltung mit den vier Genossen der" Solidarity ohne greifbare Resultate geblieben war, und dass von Eurer Seite keine greifbzen Vorschlaege fuer ein gemeinsamens organisaZusammengehen torisches X vorlagen. Da mein Vorschlag( die acht Genossen als einen gemeinsamen vorbereitenden Ausschuss anzusehen und je unsx einen von XXXXXXXXXXXXMM Euch in unseren Auschuss aufzunehmen und je einen von uns in unseren Ausschuss zu delegieren) von Euch nicht akzeptiert wurde, betrachtet unser Ausschuss diesen Vorschlag als erledigt. Genossin Eva Lewinski trat fuer die rationalste Form der Zusammenarbeit ein, naemlich fuer die Verschmelzung. Unser Ausschuss hat viel Sympathie fuer diese Loesung; er haelt ausserdem nunmehr eine Entscheidung fuer wuenschenswert und erachtet es fuer zweckmaessig wenn uns die" Solidarity" nun Vorschlarge fuer eine Verschmelzung machen warex wollte. Fuer ein Zusammengehen von Fall zu Fall, besteht auf unserer Seite keine Sympathie, da es nach aussen hin nicht zur Klaerung, sondern nur zur Verwirrung fuehre und nicht Kraeftekonzentration, sondern Kraeftezersplitterung bedeuten wuerde. Das ist der Extrakt der Diskussion.Unsere naechste Ausschusssitzung Werter Genosse Groetsch, unser Ausschuss sieht sich leider gezwungen noch einmal auf Ihr im Auftrag Ihres Ausschusses an uns gerichtete Schreiben vom 9. Januar einzugehen, dass Sie an die Genossin Juchacz gerichtet haben. 46 " Wir bedauern es sehr, dass Ihr Ausschuss unseren wohlgemeinten Vorschlag, schon in diesem Augenblick in einem soeben praktisch gewordenen Fall der Hilfeleistung zusammen zu gehen, abgelehnt Xxxx hat. Zum besseren Verstaendniss unserer Enttaueschung mag Ihnen das Folgende dienen: Es war unseren Vertretern aufgegeben worden, diesen Vorschlag als Beweis unseres Vertrauens zu machen, wenn ihnen die Atmosphaere vertrauensvoll und guenstig erschiene.--- Wenn wir es nun auch zu verstehen suchen, dass Ihr Ausschuss Bedenken gegen eine solche Zusammenarbeit im gegenwaertigen Moment hat, so traegt die Form des uns mitgeteilten Beschlusses in keiner Weise dem Vertrauen Rechnung, wie es in unserem Angebot zum Ausdruck kommen sollte und wie wir es auch glauben akt zu haben. Gezeigt Doch das ist nur eine Nebenfrage zu dem groesseren Ziel des Zusammengehens zum Zwecke der Hilfeleistung die Opfer des Nazismus aus sozialisischen und gewerkschaftlichen Kreisen in Deutschland. Soviel wir wissen hat bei der Debatte im Kreis der acht Genossen ueber das Grundsaetzliche Eingkeit bestanden. Darauf kam es den teilnehmenden Genossen und ihren Auftraggebenn in erster Linie an.--- Wir sind erstaunt, dass auf Ihrer Seite Entaueschung darueber vorhanden ist, dass wir auf organisatorischem Gebiet keine positiven Vorschlaege gemacht haetten.Soviel wir wissen ist nur der eine Teil des Vorschlages des Genossen Groetsch abgelehnt worden( naemlich der, in die beiderseitigen Ausschuesse zu delegieren).Es wurde auch der Grund dafuer genannt-- von den Genossen, die aan sich dagegen aussprachen-- naemlich dass die dazu verurteilten of bei der Vermehrung der Sitzungen zu keiner fruchtbaren Arbeit kaemen und dass aus einem solchen ueberlastenden Leerlauf nichts heraus kommen koenne.----- Dagegen ist in ganz positiver Form die Einsetzung eines Coordinationsausschusses eroertert worden. Als Aufgabe eines solchen Ausschusses wurde( bei sehr vorgerueckter Zeit) besprochen, dass er die Aufgabe haben koenne, XXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Abmachungen vorzubereiten ueber die Aufbringungung der Mittel fuer die Arbeit( Werbung) Vergleichung der Adressenlisten fuer die Werbung und anderes und darueber hinaus sich die Aufgabe stellen sollte, die beiden Ausschuesse endgueltig zu vereinigen. zum Vorteil der Arbeit und des Zieles der Arbeit. In Ihrem Brief gehen Sie auf diese Tatsache nicht ein sondern sagen" Die Stimmung war stark beeinflusst von der Tatsache, dass unsere Unterhaltung mit den vier Genossen.... ohne greifbare Resultate geblieben war und dass von Eurer Seite keine greifbaren Vorschlaege genannt fuer ein gemeinsames organisatorisches Zusammengehen vorlagen. Da mein vorschlag .von Euch nicht akzeptiert wurde, betrachtet unser Ausschuss den Vorschlag als erledigt. Nach Ihrem Brief schlagen wir Ihnen jetzt vor, die Verhandlungen zu fuehren auf folgender Grundlage: Entwust nicht abgeschickt лы Werter Genosse Groetsch, unser Ausschuss sieht sich leider gezwungen noch einmal auf Ihr im Auftrag Ihres Ausschusses an uns gerichtete( Schreiben vom 9.Januar einzugehen, dass Sie an die Genossin Juchacz gerichtet haben. " Wir bedauern es sehr, dass Ihr Ausschuss unseren wohlgemeinten Vorschlag, schon in diesem Augenblick in einem soeben praktisch gewordenen Fall der Hilfeleistung zusammen zu gehen, abgelehnt Max hat. Zum besseren Verstaendniss unserer Enttaueschung mag Ihnen das Folgende dienen: Es war unseren Vertretern aufgegeben worden, diesen Vorschlag als Beweis unseres Vertrauens zu machen, wenn ihnen die Atmosphaare vertrauensvoll und guenstig erschiene.--- Wenn wir es nun auch zu verstehen suchen, dass Ihr Ausschuss Bedenken gegen eine solche Zusammenarbeit im gegenwaertigen Moment hat, so traegt die Form des uns mitgeteilten Beschlusses in keiner Weise dem Vertrauen Rechnung, wie es in unserem Angebot zum Ausdruck kommen sollte und wie wir es auch glauben XXXXXXXXX zu haben. Gezeigt Doch das ist nur eine Nebenfrage zu dem groesseren Ziel des Zusammengehens zum Zwecke der Hilfeleistung/ die Opfer des Nazismus aus sozialisischen und gewerkschaftlichen Kreisen in Deutschland. A Soviel wir wissen hat bei der Debatte im Kreis der acht Genossen ueber das Grundsaetzliche Eingkeit bestanden. Darauf kam es den teilnehmenden Genossen und ihren Auftraggebenn in erster Linie an.--- Wir sind erstaunt, dass auf Ihrer Seite Entaueschung darueber vorhanden ist, dass wir auf organisatorischem Gebiet keine positiven Vorschlaege gemacht haetten.Soviel wir wissen ist nur der eine Teil des Vorschlages des Genossen Groetsch abgelehnt worden( naemlich der, in die beiderseitigen Ausschuesse zu delegieren).Es wurde auch der Grund dafuer genannt-- von den Genossen, die ax sich dagegen aussprachen-- naemlich dass die dazu verurteilten#of bei der Vermehrung der Sitzungen zu keiner fruchtbaren Arbeit kaemen und dass aus einem solchen ueberlastenden Leerlauf nichts heraus kommen keenne.----- Dagegen ist in ganz positiver Form die Einsetzung eines Coordinationsausschusses eroertert worden. Als Aufgabe eines solchen Ausschusses wurde( bei sehr vorgerueckter Zeit) besprochen, dass er die Aufgabe haben koenne, XXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Abmachungen vorzubereiten ueber die Aufbringungung der Mittel fuer die Arbeit( Werbung) Vergleichung der Adressenlisten fuer die Werbung und anderes und darueber hinaus sich die Aufgabe stellen sollte, die beiden Ausschuesse endgueltig zu vereinigen. zum Vorteil der Arbeit und des Zieles der Arbeit. In Ihrem Brief gehen Sie auf diese Tatsache nicht ein sondern sagen " Die Stimmung war stark beeinflusst von der Tatsache, dass unsere Unterhaltung mit den vier Genossen.... ohne greifbate( Resultate geblieben war und dass von Eurer Seite keine greifbaren Vorschlaege fuer ein gemeinsames organisatorisches Zusammengehen vorlagen.Da mein Vorschlag.. ..von Euch nicht akzeptiert wurde, betrachtet unser Ausschuss den Vorschlag als erledigt." Nach Ihrem Brief schlagen wir Ihnen jetzt vor, die Verhandlungen zu fuehren auf folgender Grundlage: или nicht ab je schickt . Die Leitung der Gruppe Solidaritaet des Workmen's Circle und der Solidaritaetsausschuss dieser Gruppe haben zur Klarstellung vorkommender Differenzen und zur Selbstverstaendigung fuer die Verhandlungen mit den Vertretern des sogen. Arbeiter- Wohlfahrtsausschusses die folgenden Grundsaetze fuer die weitere Arbeit und fuer die allgemeine Haltung gegenueber dem AW festgelegt: 1) Wir sind grundsaetzlich der Meinung, dass die solid.Hilfsaktion fuer die soz. Genossen in Deutschland am besten durch eine einheitli- che Organisation in Amerika geleistet wird дndxdя* x* x* x* exxxXX* schiedensten. Aus Gruenden, die wir bedauern, aber nicht mehr aendern koennen, ist es zur Schaffung des AW- ausschusses gekommen, ohne dass vorher eine Verstaendigung mit dem S- ausschuss erfolgte, der zwar im bescheidenen Masse doch seit mehr als einem Jahre bestrebt war, solidarische Hilfe fuer die Gen.in Europa zu organisieren. Nichtsdesto weniger streben wir die organisatorische Einheit mit dem AW an und wollen uns schon heute an Richtlinien halten, die unserer Meinung nach den Weg zu dieser ebnen koennen: a) Wir unterstuetzen ohne Vorbehalt alle allgemeinen Aktionen des AW fuer die Oeffnung des Postverkehrs nach Deutschland/ und fuer Hilfe- Beistung an die notleidenden Funktionaere der soz.u.gew.Arbeiterbewegung. b) Wir wollen alles unterlassen, was nach aussenhin auch nur den An- schein einer Gegeneinanderarbeit oder Konkurrenz der beiden Organisationen erwecken koennte. c) Wir schlagen zum Zwecke gemeinsamer Aktionen, des Austausches von Erfahrungen und des gegenseitigen Ueberpruefens der Spenderlisten einen Koordinationsausschuss( oder eine kleinere gemeinsame Instanz) vor, dee die kameradschaftliche Zusammenarbeit und letzten Endes auch die voellige organisatorische Verschmelzung sichern, bezw.vorbereiten soll. 2) Diese von uns erstrebte organisatorische Verschmelzung beider Organisationen ist fuer uns keine formales Problem und die Schwierigkeiten fuer sie liegen nicht auf organisatorischem Gebiet, sondern Wir sind der Meinung, dass sie organissch aus der gemeinsamen Arbeit entstehen muss. Durch gemeinsame Arbeit und gemeinsame Aktionen soll in Verbindung mit den Erfahrungen hueben und drueben eine Atmosphaere des vollsten gegenseitigen Vertrauens geschaffen werden, aus der die organisatorische Verschmelzung als eine Selbstversta endlichkeit hervor gehen kann. 3) Wir sind uns selbst gegenueber und gegenueber unseren Genossen in Deutschland verpflichtet, die Arbeit des AS im verstaerkten Masse weiter fortzusetzen.Unsere Taetigkeit bedeutet keine Konkurrenz fuer den den AW, da sie bewusst auf die individuelle Hilfeleistung von Gen.zum Gen.beschraenkt ist. Fuer die Notwendigkeit dieser individuellen Hilfeleistung fuehren wir an: a) Das besondere Interesse, das im Krėėse unserer Mitarbeiter und Spender an Hilfeleistung fuer persoenlich bekannte, durch gemeinsamen Kampf oder Gefahren verbundene Genossen besteht. b) Vorlaeufig die notwendige Sicherlat dafuer, dass einzelne besond. wuerdige Gen.nicht aus parteipolitischen Gruenden vernachlaessigt werc) Die unserer Meinung nach* яxяax auch in der Zukunft notwendige Hilfe fuer Einzelfaelle, deren besondere Noete den Rahmen einer allgemeinen Solidaritaetsaktion stets uebersteigen werden. den. d) Die technischen Erfahrungen der Sammeltaetigkeit, die es besonders auf dem Boden der USA notwendig machen, einzelne Faelle hervorzuheben, um einen groesseren Anreiz fuer die Beteiligung zu bieten und die wich in groterem Mark Es jetz möglich tigen Möglichkeiten der Patenschaften sichert. Zu günstigen, e) Die Möegleichkeit,dass die technische und legale Grundlage fuer die Hilfeleistung an einzelne Personen vielleicht aber gegeben sein wird, als die Ueberweisung von Unterstuetzungen an ganze Organisatio- nen, und dass auch in Zukunft eine solche Ueberweisung vor allem aus finanziellen Gruenden wuenschenswert sein koennte. Mit Ausnahme des unter b) angefuehrten Grundes der auf Grund einer erfolgreichen Zusa menarbeit mit dem AV hinfaellig werden koennte, erscheinen uns die anderen Gruende derart bedeutend, dass wir auch bei der erstrebten voelligen Verschmelzung beider Organisatioen Wert darauf zu legen haben, dass diese Gesichtspunkte nicht vernach- laessigt werden. Im Rahmen des soz. Sektors war unsere Arbeit stets auf ueberpartei- licher Grundlage organisiert und wir sind fest entschlossen, auch in Zukunft daran festzuhalten. Selbstverstaendlich steht allen unseren Mitarbeitern die politische Betaetigung jeder Art frei, solange sie nicht die sozialistische Grundlage verlaesst. Wir sind uns aber da- rueber einig,dass- soll die ueberparteiliche Haltung gewaehrleistet werden- unsere Entscheidungen in Fragen der Solidaritaet nicht von parteipolitischen Erwaegungen abhaengig gemacht werden duerfen. Es soll und darf keinem Gen. ein Vorwurf daraus gemacht werden, dass er aus politischen Erwaegungen politische Entscheidungen trifft, die nur seine Person betreffen, wie sie etwa der Eintritt in soz.dem. Federa tion, der Anschluss an das Austrian Labor Com., der Eintritt in die SP-Amerikas, oder dergl.darstellen. Es ist aber auf keinen Fall zu- laessig, dass solche politische Entscheidungen oder Verhandlungen mit der Tætigkeit im AS verbunden werden. schid 11 Die Aufgaber der Hilfeleistung fuer die Genossen in Deutschland ist so gross und unffangreich, dass alle Kraefte der emigrierten Sozialisten mobilisiert und zusammen gefasst werden muessen, um soviel wie moeglich zu erreichen.Was in den Kreisen der um Mittel werbenden geschieht, wird seinen Eindruck nicht verfehlen auf die organisierten Arbeiterkreise in Amerika.Wir hoffen, dass durch kameradschaftliche Zusammenarbeit und aufgrund der zu erwartenden guenstigen Erfahrungen hueben und drueben, in moeglichst naher Zukunft, die Voraussetzung fuer eine organisatorische Vereinigung geschaffen wird. Dazu ist es notwendig, dass ein Koordinationsausschuss schon heute die Organisierung gemeinsamer Aktionen in Angriff nimmt. In dieser Zwischenzeit soll durch die Arbeit des Koordinationsausschusses alles vermieden werden, was nach aussen hin den Eindruck einer konkurierenden Taetigkeit erwecken koennte. Um dieses Ziel zu erreichen, bringen wir mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck, dass der Ausschuss" Solidaritaet" seine Aktionen nur in dem Sinne der Solidaritaet vom Genossen zum Genossen fortsetzen wird. es Wir betrachten als unser engeres Arbeitsgebiet, die Hilfeleistung fuer einzelne Genossen und deren Familien( Sozialisten und Gewerkschafter, ohne Unterschied der Parteizugehoerigkeit) zu organisieren, die in ganz besonderem Aus mass unter dem Hitler- Terror gelitten haben, sich in ausserordentlicher Notlage befinden oder besondere Bindungen aus engerer Kampfoder Gefahrengemeinschaft mit sozialistischen Emigranten in Amerika haben. In dieser Periode der kameradschaftlichen Zusammenarbeit im Coordinationsausschuss muessen die Listen der Genossen, an die heran getreten we werden soll, gegenseitig geprueft und eine Vereinbarung erzielt werden, die das Herantreten an dieselben Spender vermeidet. Unter allen Umstaenden hat der Coordinationsausschuss die Aufgabe, durch gemeinsame Beratungen vor konkreten Aktionen alles zu vermeiden, was beim Herantreten an amerikanische Arbeiterorganisationen oder UnterstuetzungsAgencies auch nur den leisesten Anschein einer Konkurenz oder einer Gegeneinanderarbeit erwecken könnte. Der Ausschuss" Solidaritaet" gibt der Hoffnung Ausdruck, dass auf diese Weise eine gute Grundlage geschaffen wird fuer ein wirklich fruchtbares enges Zusammengehen. . Jola 1. Die Aktivität des Soli- Ausschusses des WC ist seit längerer Zeit durch eine Reihe objektiver und subjektiver Umstände gehemmt. Eine wesentliche Ursache dafür ist die Gründung der sozialdemokratischen Arbeiter- ohlfahrt durch die sich spezielle die Genossin Juchacz tangiert fühlte. 2. Eindeutige Erklärungen wichtiger Komitee- Mitglieder zeigen, dass sie auf Grund ihrer Einschätzung der Situation in D und der Möglichkeiten in USA unter allen Umständen für ein möglichst sofortiges Aufgehen in der AW plädieren. 3. Nach Meimung dieser Gen. ist das bisherige Aufgabengebiet des WC auch insofern überholt, als die organisierte individuelle Betreuung von Gen. zu Gen. in D unzweckmässig ist, da die Gen. der AW in Zukunft über die Verteilung der zu sendenden Pakete und Spenden entscheiden sollen. 4. Diese Gen. sind ferner der Meinung, dass davon ausgegangen werden kann, den betreffenden Gen. der AW in D im Voraus genügend Vertrauen zu schenken, dass sie in der Hilfsarbeit überparteiisch vorgehen. 5. Die Gen. Juchacz hat ausdrücklich erklärt, dass sie entschlossen ist, ihre Kraft in den Dienst der grösseren Organisation zu stellen. 6. Die Gen. sind auch der Meinung, dass das Verhalten des sozialdemokratischen Ausschusses im ersten konkreten Fall( Schw.Hilfswerk) und die Ablehnung der gemeinsam fizierten Vereinbarung den WC nicht veramlassen sollte, vom Kurs auf rascheste Verschmelzung Abstand zu nehmen. 7. Aus der Tatsache, dass verschiedene Komitee- Mitglieder anderer Auffassung sind, z.B. dass a) das Tätigkeitsgebiet des WC weiter aktuelle Bedeutung hat, b) keine Gewähr für dne entsprechende Berücksichtigung der sich nicht zur SP zählenden sozialistischer Genossen und Gewerkschaftler garantiert zu sein scheint, c) ein Zusammenwirken mit der AW sich auf fallweise Vereinbarungen und einem funktionierenden Koordinierungs- Ausschuss beschränken muss und erst organisch eine Vertrauensbasis entstehen kann, d) die jetzt gemachten Erfahrungen Beweis für die Notwendigkeit einer selbständigen Organisation sind sind eine Reihe von Differenzen im WC- Komitee entstanden und haben zu einigen Konflikten geführt, die im Rahmen eines so kleinen Forums nicht ohne persönliche Bitterkeit abgehen konnten. 8. Ihren deutlichen Ausdruck nach aussen fanden diese Meinungsverschiedenheiten in der gemeinsamen Sitzung mit dem sozialdemokratischen Ausschuss, in welchem die WC- Delegierten gegeneinander polemisierten. Diese Tatsache wurde auch in dem Antwortschreiben von Grätzsch weidlich ausgenützt. 9. Einige Gen. des WC- Komitees empfanden z.B. die Haltung von Eva L. bei disen Verhandlungen als ausgesprochen illoyal, da ihre Vorschläge den Ver. such, auf Grund der gemeinsam fixierten Formulierung zur gemeinsamen Hilf arbeit zu kommen, durchkreuzten. 10. Während sich unsere Hilfsarbeit in der Vergangenheit von allen politischen Streifragen ferngehalten und sich nur auf das Gebiet der Solidarität beschränkt hat, ist jetzt bei einigen Freunden der Eindruck entstan den, dass die inzwischen erfolgten Organisationsveränderungen( Neugründung der SP in D unter Einbeziehung bisher aussenstehender Zwischengruppen, Eintritt der Londoner unabhängigen Gruppen in die SF etc) sich auch in der augenblicklich ausgebrochenen Konflikt im WC widerspiegeln. 1 -211. Nur auf diesem Boden starker pol.Meinungsverschiedenheiten wird das Verhalten einzelner Gen. verständlich, die zu Auseinandersetzungen und Vorwürfen führten, deren Peinlichkeit von jedem Teilnehmer empfunden wurde 12. Es wäre verfehlt, in diesem kleinen Komitee zu verhehlen, dass als Folge dieser Dinge das gegenseitige Vertrauen das unsere Arbeit lange Zeit auszeichnete und uns über viele Schwierigkeiten hinweghalf, getrübt ist und dass eine Situation entstand, die kaum reparabel zu sein scheint. 13. Verschäffungen, die vielleicht vermeidbar gewesen wären, sind nun auch dadurch entstanden, dass die Komitee- Mitglieder erst nachträglich von Briefen und Besprechungen informiert wurden, bezw. festellen mussten, dass die Berichterstattung nicht in einer korrekten Art erfolgte.( Briefwechsel EvaKägi, Sitzung zur Bildung eines" Org.Komitee zur Hilfe in Europa", Besprechung Stampfer- Juchacz- Eva- Erna Blencke.) 14. Alle in Punkt 1-13 angeführten Tatsachen, Empfindungen Erwägungen geben Veranlassung, einen möglichst alle befriedigenden Ausweg zu suchen, um zu vermeiden, dass in zeitraubenden Sitzungen um Worte und Formulierungen gestritten wird, dass in entnervenden Diskussionen die Kräfte verbraucht werden, statt sie in positiver Arbeit zu verwenden. 15. In disem Bestreben und um zukünftige persönliche Spitzen auszuschliessen und um jedem der Gen. Gelegenheit zu geben, sich an der Stelle und in dem Arbeitsbereich, das jeder für sich bejaht, zu betätigen, wird der fol gende Antrag zur Diskussion gestellt: Der Soli- Ausschuss des WC löst sich auf. Den Mitgliedern wird freigestellt, sich an dem Werk der AW zu beteiligen oder durch eine lose Zusammenfassung einzelner Freunde sicl individueller Spezialbetreuung zu widmen. Dieser Beschluss wird in geeigneter Form dem bisherigen Spenderkrei mitgeteilt. Ueber die Verwendung der vorhandenen Mittel erfolgt kollektive Verständigung. 16. Mit der Annahme dieses Antrags wäre gewährleistet, dass bei der AW all Einwendungen betreffs Konkurrenzorganisation ete gegenstands los werden, das jedes Neben- und Gegeneinander ausgeschlossen wird. Im Interesse der Ven. in D wird die Hoffnung ausgedrückt, dass sich die Er wartungen der Freunde, die in der AW wirken werden, sowohl hinsichtlich der Aufbringung grosser Mittel in USA wie auch der überparteilichen Hilfe in D verwirklicht. 17. Die Arbeit des WC wird von die sem Beschluss nicht berührt. Mrs Marie Juchacz 339 East, 173rd Street New York 57, N.Y. den 3.Januar 1946 XXXXXXXXXXXXXXX Lieber Genosse Groetsch, inliegend, wie versprochen, den Entwurfs des Rundbriefes, wie er geplant war.Er ist durch den Zeitverlust in gewissen Wendungen ueberholt. Wird der Brief gemeinsam verschickt, muss man sich noch ueber einiges miteinander verstaendigen. Ich denke, wir werden am 9/ 10.Januar Sitzung haben, wenn wir also sofort nach Eurer Sitzung vestaendigt werden koennten, waere das sicher zweckmaessig. In der Anlage finden Sie ausserdem je einen Duchschlag von zwei Briefen, die Sie vielleicht intressieren werden. Emil laesst fuer Gruesse und Besserungswuensche bestens danken und sie erwiedern. Bitte gruessen Sie auch Ihre Frau von uns. Freundlich gruessend Ihre M. 1.J. Bitte waeren Sie vielleicht in der Lage die Adresse des Genossen Dr. Rinner zu kontrollieren und sie eventuell zu erneuern? Ich fuege einen Klebezettel an. Vielen Dank. Chairman: Marie Juchacz The Workmen's- Circle Branch 424E " Solidaritaet" Secrtary: Marthe Schmiedl 21.Dezember 1945 Liebe Freunde, Bitte nehmen sie die besten Wuensche fuer das Jahr 1946 von uns entgegen. Wir wuenschen von ganzem Herzen, dass sich das Los unserer Kameraden bald besser gestalten moeger wollen unser Teil dazu tun. Soeben erhalten wir bag Sch Soredemes Schweizer Arbeiter- Hilfswerk" die Nachricht, dass es moeglich ist, von dort aus ab 15. Januar 1946, monatlich je 500 Lebensmittelpakete an deutsche Genossen in de Grosstaedten der englischen, amerikanischen und franzoesischen Zone zu schicken. Jedes Paket kostet 4-. Es enthaelt: Oelsardinen, 3 Pfund Zucker, Kuns thonig, und Staerkungsmittel, aehnlich der hier erhaeltlichen Ovamaltine. Die Verteilung wird von den Funktionaeren des" Schweizer Arbeiter- Hilfswerkes" vorgenommen.Sie sind in engem Kontakt mit den sozialistischen und gewerkschaftlichen Genossen( Arbeiter- Wohlfahrt) in Deutschland.so ist jede Sicherheit gegeben, dass die Pakete dorthin gehen, wo wir es wuenschen. Die Aktion ist von den Schweizer Regierung und von den Besatzungsbehoerden genehmigt. Trotz aller uns bekannten Hilfsbereitschaft kann sie nicht allein von den Schweizer Genossen finanziert werden. Unsere Hilfe ist- d***** gend notwendig, um die Situation auch wirklich auszunuetzen. Wir alle warten doch darauf, endlich Anch etwas fuer unsere Genossen in XXX Deutschland etwas tun zu koennen.Hier bietet sich uns die erste Gelegenheit, ihnen unsere Solidaritaet und Treue beweisen zu koennen. Gewiss wuerden wir es lieber sehen, wenn die Zusammenstellung des Inhalts noch besser waere.Aber solange es keine andere Moeglichkeit gibt, sind die oben aufgezaehlten Dinge besser als nichts. Wir halten es daher fuer unsere Pflicht, Sie sofort von dieser Gelegenheit zur aktiven Hilfeleistung zu unterrichten.--- Sie wissen es, die Not unserer Genossen und ihrer Familien ist unvorstellbar.Waehrend dieser harten Winterwochen kann jede, auch die geringste HilfeXXXXXкg zur direkten Lebensrettung beitragen. Wir bitten um schnelle und grosszuegige Hilfe.Es eilt.Benuetzt die vielleicht noch vorhandene oder nachwirkende Teststimmung, um auch im Kreise Eurer engeren Freunde fuer unsere hungernden und frierenden Genossen und ihre Kinder zu bitten und so den Betrag zu vermehren. Mit solidarischen Gruessen Marie Juchacz Chairman Marvin Stelman Treasurer Manfred Ackermann- Frieda Albrecht- Karl Brauening- Peter GlueckOtto Kadmon- Emil Kirschmann- Josef Lang- Eva Lewinski. Zuschriften und Checks erbeten an: Marvin Stelman, The Workman's- Circle -English speaking Division- 175 East Broadway, New York, N.Y. Bitte abtrennen und einsenden: to: Mir Marvin Stelmann, The Workmen's- Circle, 175 East Broadway, NaWXXXXXX New York 2, N.Y. I herewith pledge to contribute foor food parcels for friends in Europe and send you enclosed my check-money orderas a one time. weekly, monthly gift. Date Signature and adress Sitzung der Verhandlungskommissionen der Gruppen" Solidaritaet" und " Relief for the German Victims", 28. Januar 1946. Anwesend fuer" Soli".: Jola, Juchacz, Kadmon, Eva Lewinsky. " Relief": Groetsch, Wickel, Wollenberg. Vorsitz: Juchacz; Protokoll: Wickel. Gegenstand der Verhandlung war der Vorschlag der Gruppe" Relief", anstelle des auf der Besprechung vom 2.Januar empfohlenen Koordinations- Ausschusses die volle Ver schmelzung durch Anschluss der Gruppe Soli and Relief durchzufuehren. Gen. Juchacz teilt mit, dass Soli diesen Vorschlag ablehnt. Das heisse nicht, dass Soli die Zusammenarbeit nicht ernsthaft wuensche. Hauptgründefuer die Ablehnung seien: 1) die Gruppe Soli ist der Ansicht, dass sie auf dem Gebiet der individuellen Unter stuetzung noch einige Sonderaufgaben zu er fuellen habe, die bei einer voelligen Ver schmelzungx vielleicht nicht gewahrt werden koennten. 2) die Vertrauensbasis zwischen beiden Gruppen sei noch nicht genuegend gefestigt. Der Beschluss der Gruppe Relief, in der Angelegenheit der Schweizer Arbeiterhilfe getrennt vor zugehen, habe darin auch einen Rueckschlag gebracht. Es sind bei Soli Befuerchtungen vorhanden, dass eine generelle Arbeit in einer gemeinsamen Organisation unter Umstaenden zu politischen Beguenstigungen fuehr en koennten. 3) Die von Soli speziell angestrebten individuellen Patenschaften koennen durchaus zu erheblichen Er sparungen fuer die allgemeine Arbeiter wohlfahrt fuehren, dax die so betreuten Familien aus dem Fuer sorgeber eich der AW herausfallen wuerden. Es muesse daher fuer diese speziellen Probleme von Soli zunaechst ein Arrangement getroffen werden, befor dem Ver schmelzungsplan naeher getreten werden koenne. Aus all diesen Erwaegungen kommt Soli zu dem Vorschlag, statt der Verschmelzung vorlaeufig eine Zusammenarbeit von Fall zu Fall zu organisieren, in der die Gruppen ihre Selbstaendigkeit bewahren und Soli ihre Sonderaufgaben er fuellen kann. Die Gruppe Soli ist darueber hinaus bereit, sich an gemeinsamen Aktionen, Aufrufen, oeffentlichen Kundgebungen etc, zu beteiligen. Gen. Groetsch nimmt diese Vorschlaege zur Kenntnis, um sie dem Relief- Ausschuss vor zutragen. Im uebrigen begruendet er die Haltung des" elief-Ausschusses in der Angelegenheit Schweizer Arbeiterhilfe. Allgemeine Debatte, an der sich alle Anwesenden beteiligen, ergibt, dass das Ziel nach wie vor die Ver schmel zung sein muesse. Der Vorschlag Soli wird darum dahin ergaenzt, dass die Faxxx Zusammenarbeit in der losen Form der Koordinierung als Interims zustand auf drei Monate begrenzt wird. RELIEF FOR THE GERMAN VICTIMS OF NAZISM ( ARBEITER WOHLFAHRTS AUSSCHUSS, Organized by the GERMAN BRANCH- SOCIAL DEMOCRATIC NEW YORK) 227 East 84th Street DR. FRITZ KARSEN, President HELMUT WICKEL, Executive Secretary ARNOLD SCHROEDER, Treasurer WM. REACH, Financial Secretary Honorary Chairmen: Hon. LOUIS P. GOLDBERG Member of New York City Council ALGERNON LEE President of Rand School of Social Science AUGUST CLAESSENS Executive Secretary, Social Democratic Federation of America 119 FEDERATION NEW YORK, N. Y. New York 28, N. Y. Februar 9, 1946. An die" Solidarität", z.Hd. Genossin Marie Juchacz. Werte Genossen: Wir haben das Ergebnis der Sitzung unserer gemeinsamen Besprechung unserem Ausschuss vorgetragen. Der Ausschuss nahm mit Bedauern davon Kenntnis, dass die Verschmelzung der" Solidarität" mit der" Relief" abgelehnt wird. Unser Ziel ist der deutschen Arbeiter- Wohlfahrt die grösstmöglichste Hilfe zu leisten. Dieser Aufgabe wird nach Meinung des Ausschusses durch Euern Vorschlag eines Interims zustandes von drei Monaten, der die notwendige Vereinigung hinauszögert, nicht gedient. Gerade innerhalb dieser drei Monate werden wichtige Entscheidungen für die zukünftige Arbeit auf dem Gebiet der sozialen Hifstätigkeit für Deutschland fallen. Wie Ihr wisst, sind wir im Aufbau von Arbeiter- Wohlfahrts- Ausschüsse über ganz Amerika, in denen alle auf dem Boden einer demokratischen Arbeiterbewegung stehende Organisationen zusammen arbeiten werden. Der Ausschuss richtet daher nochmals einen dringenden Appell an Euch, sich dieser Zusammenfassung nicht zu entziehen, sondern den Schritt zu tun, der das Höchstmass an Hilfe für die deutsche Arbeiter- Wohlfahrt-und unseren deutschen Genossen- verspricht. Wir hoffen auf eine kameradschaftliche Einsicht Eurerseits und würden es daher begrüssen, wenn Ihr uns mitteilen könntet, dass Ihr bei nochmaliger Ueberprüfung Eures Standpunkts, unsere Auffassung von der Notwendigkeit einer sofortigen Verschmelzung beipflichtet. Um weitere Kräftevergeudung zu vermeiden, müssen wir Euch mitteilen, dass wir eine andere zweckvolle Möglichkeit der Zusammenarbeit nicht sehen. Wir hoffen von Euch baldige positive Antwort zu erhalten. Mit sozialistischem Gruss, Robert Groetsch Mrs Marie Juchacz 339 East, 173rd Str. New York 57, N.Y. to: Relief for the German Victims of Nazism. zu Haenden von: Mr.Robert Groetsch, 59 West, 91th Street New York, N.Y. Februar 19,1946 Werter Genosse Groetsch, auf Ihr gef.Schreiben vom 9.Februar cr. in dem Sie dem Ausschuss" Solidaritaet" des workman's- Circle die Stellungnahme des Ausschuss:" Relief for the German Victims of Nazism" mitteilen und um einen Beschluss der" Solidaritaet" ersuchen, bin ich beauftragt Ihnen folgendes mitzuteilen: In Anbetracht der auessersten Dringlichkeit der schleunigen Zusammenfassung aller Kraefte fuer die Hilfsarbeit fuer Deutschland, spricht der Ausschuss" Solidaritaet" des Workman's- Circle seine Bereitschaft aus, sich auf diesem Gebiet mit der" Relief for the German Victims of Nazism" zu vereinigen, um ein Maximum an Erfolg zu sichern. Der Ausschuss" Solidaritaet spricht gleichzeitig die Erwartung aus, dass die in Bildung begriffene vereinigte Hilfsorganisation auf demokratischer Grundlage aufgebaut wird. Ich habe noch mitzuteilen, dass ich beauftragt bin, die letzten Modalitaeten der Vereinigung dem" Relief" vorzutragen und mit Ihnen zu besprechen. Ich XXX bitte darum, mir baldmoeglichst Gelegenheit dazu zu geben. Mit sozialistischem Gruss M.J. Marie Juchacz Februar 9,1946. Werte Genossin Juchacz: Aus beiliegenden Brief ersehen Sie dass unser Ausschuss die vorgeschlagene dreimontaige Interimslösung als völlig unzureichend betrachtet. Wie Sie weiter sehen, wird von uns noch einmal an die " Solidarität" appelliert sich mit den in Bildung gegriffenen Arbeiter- Wohlfahrts- Ausschüssen von Amerika zu verschmelzen. Sic Wir appellieren an Genossin Juchacz, Ihre Tradition als Gründerin der Arbeiter- Wohlfahrt in Deutschland auch hier in Amerika fortzusetzen und würden es daher begrüssen, wenn Sie nun Ihren Eintritt in den Ausschuss der" Relief" und der im Werden begriffenen Arbeiter- Wohlfahrt- USA. erklären können. Ithr Mit sozialistischem Gruss, Robert Groctroch den 20.Februar 1946 Lieber Jola, gestern abend teilte mir Karl Breining mit, dass er nach reiflicher Ueberlegung seine Zusage mit in den Relief- Asschuss einzutreten, zurueckziehe. Mir tut das sehr leid. Bitte ueberlege doch noch einmal mit den Freunden, die dafuer in Frage kommen, ob mir nicht ein andrer Name genannt werden kann. Nachdem ein Beschluss gefasst worden ist, muessten doch die Genossen der Minderheit sich auch beteiligen, zumal sie alle erklaert hatten, dass sie sachlich fuer ein Zusammengehen sind. Bitte gib mir bald Bescheid da ich, wie Du aus meinem Dir zugegangenen Briefdurchschlag ersehen wirst, wohl bald eine Aufforderung zur Ruecksprache erhalten werde. Freundlichen Gruss auch an Erna Eure Inliegend Abschrift eines Briefes vom Schw.Arbeiter- Hilfswerk. den 19.Februar 1946 Lieber Jola, inliegend ein Durchschlag des Briefes nach dem gestrigen Beschlusss. Ich hoffe, dass mir kein Fehler unterlaufen ist, es ist genau nach dem Wortlaut des Entwurfs, nach dem der Beschluss gefasst wurde. Freundliche Grusse Eure Maric Juchacz Vn Anbetracht der äussersten Dringlichkeit der schleunigen zusäuentregung aller Kräfte. für die Hilfsarbeit für Duoten Gland spreces der Solßwitte Aussiaines de J. W. C. du Buras schafft aus, sich auf diesem Gebied met den J.W.A.G.J. einzel zum das Maxiveren hälgere E. an Erfol v zu erzeu ? pricht glaichte also das This children beofed Carlove d'Oss, dass die vereille 4: Thurgkowels og Gio de mehr Gneding aufgehört Nâr Master Theatre 103rd Street. Cor. Riverside Drive Box Office Tel. Academy 4-1700( Evenings Only) SATURDAY- SUNDAY MONDAY and TUESDAY - December 22nd December 23rd December 24th December 25th - 7:30 p.m. and 9:30 p.m. - - - Extra Matinee Xmas Day, December 25th, 3:30 p.m. TWICE DAILY " Die Kleine Film und Schau Buehne"( The Little Screen and Stage Theatre' presents( on the screen): OSKAR KARLWEIS in: " DER TANZHUSAR"(" THE DANCING USSA Musical Screen Comedy( in German) with ENGLISH superimposed titles, featuring OSKAR KARLWEIS and an All- Star Cast, including - - Gretel Theimer Friedl Haerlin Ernst Verebes Music: WILLY ENGEL- BERGER - Max Ehrlich, etc. THE NEW YORK DAILY NEWS CRITIC:" Music which lends itself admirably to whistling... makes' Der Tanzhusar' better than ordinary. Given a sound story as well, one which is excellently sustained and nicely balanced in a light key, diverting entertainment is assured." THE NEW YORK TIMES CRITIC:" Spiced with some rather catchy airs... The acting is good, the music is pleasant, and the photography and sound reproduction are clear," ON THE STAGE, IN PERSON: ELLEN SCHWANNEKE... FAMOUS SCREEN, STAGE, RADIO STAR ( Maedchen in Uniform"," Die Sextanerin"," Kadatten", etc.) Admission at the Box Office: $ 1.20 and 84c Including Tax Advance Sale $ 1.02 and 75c Including Tax Matinee Dec. 25th at 3:30 p.m. All Seats 65c Including Tax Advance Sale at: ATLANTIC LLOYD, Ltd., 55 W. 42nd St., Cafe Eclair, 141 W. 72nd St., TR 4-7935; Waesche- Etage Joseph Lang, 200 W. 78th St., TR 7-4193; Jeweler Edward Stein, 4209 Broadway at 178th St., WA 8-1525, Henry Mielke, 242 E. 86th St., RE 4-5159. Mail Orders and Reservations: ATLANTIC LLOYD, 55 W. 42nd St., Suite 753, BR 9-1161. We Are Now Shipping FOOD AND USED CLOTHING TO Austria, Hungary& Yugoslavia We also ship parcels of your own selection- All shipments are guaranteed Request our Price List or visit us in our Shipments are made every week VICTORY EXPORTING CORP. Parcel Division office - 303 FOURTH AVENUE Corner 23rd Street, New York City Tel. GRamercy 5-6674 Collecting Offices: ATLANTIC LLOYD, INC. 55 W. 42nd St., New York BRyant 9-1161 STANDARD EXCH. CO. 147 E. 86th St., New York ATwater 9-9090 in a New Laff- Sketch," EINE FEINE FAMILIE"( with Eric Juhn) OUR NEXT ATTRACTION: NEW YEAR'S EVE., DEC. 31st, from 9:30 p.m. until dawn- A Gigantic SCREEN and STAGE Surprise SHOW, with all the Wine, Delicate Sandwiches, Dancing, etc., FREE!.. On the SCREEN: FELIX BRESSART( popular Hollywood star) in the uproarious musical farce- comedy," DER SCHRECKEN DER GARNISON" ( The Terror of the Garrison), with Lucie Englisch, Adele Sandrock, etc. On the STAGE: A galaxy of favored entertainers, to be announced later. Send in your name and address. We will mail you our next program. 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Mrs Marie Juchacz 339 East, 173 Street New York 57, N.Y. zur Information. den 9.Februar 1946 Lieber Genosse Nelke und lieber Genosse Weissmann, 44 am 22.Januar schrieb ich Euch beiden im Auftrage des" Workman's- circle, Solidaritaets- Ausschuss" einen Brief mit der Mitteilung, dass Ende des Monats Dezember 100 Pakete abgegangen seien.Davon seien 60 stueck fuer die Freunde in Frankreich bestimmt, waehrent40 in das franz.besetzte Gebiet befoerdert werden sollen, wofuer seinerzeit der Genosse Ernst Roth, Saarbruecken die Vermittlung angeboten habe. Ich hoffe, hab Each inzwischen mit ihm vorbereitend in Verbindung gesetzt. Bitte teil x doch dem Genossen Ernst Roth mit, dass wir, wenn es irgend moeglich ist, folgende Genossen beruecksichtigt sehen möchten; Ludwig Manderschied, Neustadt a.H.Kurfuerstenstr. Karl Bub, Neustadt a.H., ev, an die Eltern, Amalienstr. auszuhaendigen. Marie Kritz, Frankental, Pfalz, Wormserstr.8 III, ( Mutter von Irma Hubeny) Fritz Ohlhoff, Mainz, Hugo Preuss Str.44 Ich hoffe, dass diese Sendung ein freundlicheres Schicksal hat, als die vorhergehenden.--- Auch Buch habe ich dazu einige Adressen mitzuteilen, , zu denen der Genosse Jola das Folgende schreibt:" Nachtragaliste fuer Pake tempfaenger in Frankreich.Es handelt sich dabei um Freunde, die erst nach Einreicheung unserer ersten Liste mit 93 Namen bekannt wurden, um Leute, die aus der Kriegsgefangenschaft oder aus der Deportation oder aus der Schweiz etc.zurueck kamen. Der Ordnung halber habe ich weiter numeriert." Wir bitten Euch nach Moeglichkeit und bestem Wissen und Koennen diese Genossen zu beruecksichtigen. Wir haben weiter numeriert, weil wir seinerzeit damit angefangen haben und dabei bis 93 gekommen waren: 94/ Isi Abuach, 12 Blv.Poissoniere, Paris 9 95/ Albert Adler XXXXXXXXXXXXXXXXXMEREK 96/ H.Bassfreund, 21 Place de la Republique, Paris 3 Moselle ma 97/ Thomas Blank, jetzt: 90 rue Nationale, Hotel Doupuy, Forbach, M 98/ Walter Blasig, c/ o Abusch( siehe Nr.94) 99/ Josef Boerner, chez Malaval, Chanac, Lozere 100/ Charles Breuer, 3 rue de Russia, Nice, A.M. 101/ Walter Dupre, 9 rue Bombart, Clermont- Ferrand, P.d.D. 102/ Georg Glaser, 12 rue des Beaux Arts, Paris 6 165/ Ruth Fabian, 128 Blv.Pereire, Paris 17 104/ Arthur Illes, 19 rue de vieille du Temple, Paris 4 105/ Kurt Kramer, 5 rue Marie- Davy, Paris 14 106/ Elias Leyser, 15 rue Ferdinand Duval, Paris 4 Moselle 107/ Adolphe Ludwig, Jetzto/ o Lous Ludwig, 5 rue Therese, Saargemines,/ 108/ Ottilie Moulins, 51 rue St. Armand, Paris 15 109/ Fritz Picard, 128 Blv.Pereire, Paris 17 110/ Frederick Pollak, chez Benzon, 52 rue Etienne Marcel, Paris 2 111/ Fritz Schubert, chez Caynes, cite de Jardins, Montauban, T& G. 112/ Max Mertin, Chez Verdere, 14 rue Rolland, Bagnereres- de- Bigovre Haut Rhin Als 115.empfehle ich Euch warm einen Genossen Albert Mueller, Crehange Cite, Gare Faulquemont, Moselle, von dem ich nicht weiss, ob Ihr ihn in der Liste habt.Aber es wurde mir von zwei Stellen migeteilt, dass der 2. mitgeteilt, dass der Genosse Mueller durch eine schwere Ischias vollkommen hilflos geworden ist, seine Frau ist ebenfalls schwer krank, die 15 jaehrige Tochter nach Kraeften bemueht fuer die Familie zu sorgen, was sie natuerlich nicht schaffen kann. Es versteht sich, dass Ihr sowie es frusher schon vereinbart war, bei der Verteilung Euch nach den Moeglichkeiten zu richten habt, die Ihr A dort besser usbersehen konnt als wir hier. Hoffentlich hat die Ende Dezember abgegangene Sendung ein freundlicheres Schicksal als die frueheren.Zur zweiten Sendung, auf deren Bestaetigung wir immer noch warten, haben wir im Spaetsommer 1945 aufgegeben. Absender war das" Jewish Labor Committee hier, Empfaenger das gleiche Committe in Paris, also die gleiche Stelle wie bei der ersten Sendung.Einige Zeit nach der Erteilung des Auftrags erfuhren wir, dass der Auftrag nicht gleich ausgefuehrt werden konnte.Man war in den grossen Dockarbeiterstreik hinein geraten.Nach Erledigung des Streiks wurde uns mitgeteilt, dass die Pakete verschifft seien.Wir warteten auf einen Bericht von Euch, er blieb aus.( ur nebenbei: auch in meinem erwachnten Brief vom 22.Jan.erwachne ich das Fehlen des Berichtes) Jetzt wurde uns mitgeteilt, dess in Fr.irgend etwas mit dieser Bendung passiert sein muesse- aufgehalten? Irre geleitet? Was es war oder ist, konnten wir nicht erfahren. Ihr wuerdet gut tun einmal selber dort vorzusprechen, um Euch nach dem Schicksal dieser Sendung zu erkundigen. Nach der letzten Sitzung des" workman's- Circle, Solidaritaets- Ausschuss" bin ich beauftragt Euch mitzuteilen, dass es die letzte, Sammelsendung ist, die Ende Dezember an Euch abgegangen ist. Das beilegende Zirkular, das ich zu meiner technischen Erleichterung Euch zur Information mit anfuege, zeigt Euch am besten, wie die Dinge mun hier liegen.Ich bin ueberzeugt, dass Ihr Verstaendniss dafuer haben werdet. Aber- es duerfte Euch durch den zeitweiligen Unterbruch der brieflichen Verbindungen nicht vollkommen bekannt geworden sein, dass wir in den Zeiten zwischen den Sendungen eine grosse Anzahl von Einzelsendungen an Genossen veranlassen konnten. Es handelt sich dabei um spontane XKK Aktionen von Amerikanern: Schulen, Organisationen, Einzelpersoenlichkeiten.In einem Fall handelt es sich um eine Organisation, die auf internationaler Basis wirkt und fuer Sozialisten( antifaschistische Kaempfer) eino. Art von Patenschaften vermittelt.Wir haben uns bei den ganz ploetzlich an uns herantretenden Gelegenheiten mit den vorhande nen Adressen behelfen muessen, so gut es ging.( Das heisst: bei der durch die Verhaeltnisse bedingten heftigen Fluktuation unserer Freunde in Frankreich werden viele Adressen nicht mehr gestimmt haben, was fuer uns einigermassen fatal und peinlich ist, well weltfremde Menschen, die sich garnicht hinein denken koennen in unsere und Eure Schwierigkeiten, nur die Entaueschung empfinden, sich manchmal betrogen fuehlen, weil sie keine Antwort von dem Empfaenger bekommen.)--- Es ist anzunehmen, dass auf diese Weise verschiedene hundert collies von Privatpersonen an unsere Freunde geschickt wurden. In einigen Faellen teilte man uns mit, dass Bestaetigungsbriefe eingegangen seien. In einem Fall teilte uns eine amerikanische Freundin mit, dass durch ihre private Initiative in kurzer Zeit von Einzelpersonen 200 Pakete abgeschickt worden seien. Was zeigt nun die Erfahrung: 1.Die Personen oder Familien, ueber die wir mit der Adressen vermittlung zugleich etwas naeheres ueber Schicksal und Unstaende sagen konnten sind bei der Belieferung viel besser fortgekommen als jene, deren naehere Schicksalumstaende wir nicht nacher kannten und infolgedessen nur mit einer vagen Empfehlung ausstatten konnten. 2.Dort wo an den Absender ein freundlicher Dankbrief, mit Schilderung der Freude, der Schwierigkeiten und Sorgen, die man zu ueberwinden hat( ohne Bettelei natuerlich) einlief, hat sich eine Art von freundlichem Dauerzustand herausgbildet usw. Ich gebe Euch nachstehend ein Beispiel fuer die Adressen: Ehepaar- Alant fluechtete 1933 aus D.kam nach Pr.Mann wurde Appttt von Deutschen deportiert, war im Lager--- 4oder) wurde zu Zuchthaus verurteilt --- oder, kaempfte bei den Maquis---- oder,/ musste sich verborgen halten bis die Amerikaner kamen----- Gesundheitszustand: krank( woran) oder, geschwaecht durch Unterernaehrung, oder, usw.Kinder, Alter, Knaben, Maedchen Schule,---- Schwierigkeiten des Erwerbs in Fr.fuer Fremde oder zu geringer Verdienst. Alles verloren--- Fuer Einzelpersonen etwas aehnliches.Wenn besonders Kleider gewuenscht vordon, auch die Groessenverhaeltnisse ungefaehr angeben. Alter und Beruf nicht vergessen. Ich weiss, dass es schwer ist.Es ist fuer uns hier aber auch schwer.Wenn Ihr Euch die Mushe machen koennt- am guten willen zweifle ich nicht, dann muss man hier eine Kartothek anlegen und in Ordnung halten. Das kostet Arbeit und aufmerksamkeit hier und den. Dabei kann ich noch nicht einmal versprechen ob nicht die Stimmung soweit umschlaegt, dass sich die Hauptaufmerksamkeit( nach dieser langen psychologisch bedingten Ablehnung Deutschlands) in kurzer Zeit nach D. wendet.Auch im Hinblick darauf wuerde ich Buch empfehlen die Arbeit zu machen, wenn sie ueberhaupt moeglich ist. Bei der Debatte ueber die ganze Materie sprach man in unserem Soli- Ausschuss den Gedanken aus, doch einmal diese Frage mit Ruth Fabian zu besprechen.Ich stelle Euch das aber ganz anheim.Es soll nicht so sein, dass wir auf etwas draengen, was dort vielleicht nicht moeglich ist. Wir empfinden es nur als eine gebietende Pflicht Euch auf etwas aufmerksam zu machen, was von hier aus gesehen, moeglich erscheint. Mit der Uebersendung einer solchen Adressenliste uebernehmt Ihr selbstverstaendlich auch die Verpflichtung und immer die Adressenaenderungen mitzuteilen, damit das Material hier in Ordnung gehalten werden kann. Biner Antwort entgegen sehend mit freundlichen Gruessen Freundschaft M. J. SOCIAL- DEMOCRATIC FEDERATION OF U.S.A. Durchschlag! Bruno Rother 47 West 75 th St., New York City. Dear Comrade Claessens: DEUTSCHE SPRACHGRUPPE 7 EAST 15TH STREET • NEW YORK 3, N. Y. Sommer 46 2 In response to your request I asked Com.Marie Juchacz, former member of the German Parlament and president of the organisation" ArbeiterWohlfahrt in Germany, to make out a list according to the wish of the Woman's Committee of the C.C.F. in Canada. Com.Juchacz took special care to select brave and meritorious women who really deserve special attention. I hope, that the mentioned Women'ns Committee will find it possible to send foodparcels to the following women, which will be received-I am sure- not only as a very welcome aid to overcome actual hunger, but also as a contribution which will strengthen their spirit. Needless to say, that it was very difficult to choose only ten out of a great number of women, but we are grateful even for this opportunity. Fraternally yours: Bruno Rother. Marie Ansorge Marl, Kreis Recklinghausen Siedelungstr. 19 Germany- British Zone 22a Nettchen Mueller Koel- Ehrenfeld Leyendeckerstr.103 Germany- British Zone 22a M.A. was a member of Parlament for 13 years -before Hitler- and was arrested several times after he came to power. She was under surveillance when not held in jail or concentration camp.After liberation by the Russians she had many unpleasant experiences.Later she was turned out by the Poles She lost everything and arrived sick in the Ruhr area.At present she works with the Labor movement. N.M. is 75 years of age. She was town councillor for many years an was hounted by the Nazis. During this time, her husband suffered a nervous breakdow and is still sick.Mrs.M.is in danger to loose her sight.Not enough, she had to undergo an operation to for cancer several weeks ago.As 18ng as she could manage she worked-after the liberation- for the labor movement. 119 SOCIAL- DEMOCRATIC FEDERATION OF U.S. A. DEUTSCHE SPRACHGRUPPE 7 EAST 15TH STREET NEW YORK 3, N. Y. Durchschlag! Elisabeth Frerichs c./o. Lotte Lenke 15 Friedrichstr. Hannover, Germany- British Zone 20 Lotte Lemke 15 Friedrichstr. Hannover, Germany- Britsh Zone 20 Marie Peters 8 Grafenwerthstr. Kaeln- Suclz Germany- British Zone 22a Frida Nadig 8, III Arndtstr. Bielefeld, Germany- British Zone 21a Anna Stiegler 10 Aurichstr. Bremen, Germany- British Zone 23 Minna Lubitz 6 Kichstrasse Hannover- Linden Germany- British Zone 20 Martha Fuchs 28 Herzogin Elisabethstr. Braunschweig Germany- British Zone 20 -2E.F. worked in the labor movement since her early youth. The Nazis murdered her husband. She was arrested many times and suffered greatly. Today she is a faithful and excellent worker of the labor movement again. When Hitler came to power L.L. was business manager for the" Arbeiter- Wohlfahrt".During the Hitler's regime she worked illegally, was persecuted and had to hide for many years. She escaped under very difficult conditions from eastern part of Germany and today she is again business manager for the A.W. M.Peters was a most helpful underground worker of the labor movement during Hitler's regime and at present works industriously for the German Social Democratic Party. F.N. was continuously under surveillance after Hitler came to power but in spite of that she managed to help others.At present she is a director of the" Arbeiter- Wohlfahrt" in Westfalia. A.S. belongs to the bravest women and was many years in a concentration camp and jail up to the liberation.Before Hitler she was very active in womens organisations where she works at present again.Her health suffered greatly. E.Lubitz experienced a similar fate to many politivaly activ wamen who were hunted and had to hide.She 11st many members of her family and all her personal belongings. She works at present with the" Arbeiter- Wohlfahrt" where she concentrates on making homes, camps for children." Work for others, especially for children is a help to overcome sorrow", she wrote to a friend in one of her letters. M.F.belonged to the most persecuted during the Nazis power. She spend a long time in an concentration camp. When she returned to Braunschweig her hometown, she was made a member of the state government.After this was dissolved, she was com pelled to stay in the administration of the Braunschweig region.Besides that she spends most of her time for the" Arbeiter- Wohlfahrt". 119 SOCIAL- DEMOCRATIC FEDERATION OF U.S.A. Durchschlag! -3DEUTSCHE SPRACHGRUPPE 7 EAST 15TH STREET • NEW YORK 3, N. Y. Frau Thielemann 44 Grosse Theaterstr. Hamburg 36, Germany- British Zone 24 Mrs.Thielemann was a social worker. Under Hitler she was arrested, released, hunted again and finally settled in Hamburg.There she was bombed out and lost the last of her belongings.After the liberation she volunteered right away for the reestablishment of the labor movement. She was assigned to a position according to her preliminary knowledge. 119 Reginald Resumee der Besprechung mit Aennedy am 8/22/46 Labor League for tuman 1) Situation der AW in Deutschland. Нишан Rights Nach Berichten, die von Deutschland in vergangener Woche eingetrof. fen sind, hat sich die Situation der AW in juengster Zeit erheblich gebessert. Im Anfang entstanden grosse Schwierigkeiten aus der Tatsache, dass die AW erst wieder neu aufgebaut werden musste und an vielen Orten zunaechat ueberhaupt nicht in Erscheinung trat oder erst um ihre Anerkennung kaempfen musste. Dieses Stadium ist so gut wie ueberall ueberwunden. Dagegen macht sich der Mangel an geschulter Helfern und die generelle Armut der Organisation noch ueberall bemerkbar. Der Mangel an geschulten Mitarbeitern wirkt sich auch dahin aus, dass die oertlichen Organisationen keine geeigneten Representanten haben( in vielen Faellen) und dadurch leicht von den kirchlichen Organisationen ueberspielt werden. Sie haben auch nicht das genuagende Selbstbewusstsein bei der Vertretung von Forderungen der AW. Oft lassen sie sich mit den wenigen, direkt fuer AW designierten Sachen aus den amerikanischen Verschiffungen abspeisen, obwohl sie einen klaren Anspruch auf mindestens einen erheblichen Anteil aus den undesignierten Verschiffungen haben. Sie sollten aber im Prinzip ueberhaupt die Auffassung vertreten, systematisch und beharrlich, dass die oertlichen Beduerfnisse und die oertliche Staerke der Organisation und der von ihnen Betreuten den Verteilungsschluessel abgeben muss und nicht die Zusammensetzung der Geberschichten in in allen USA. Dies sollte- Kennedy betonte es ausdruecklich unseren Briefen nach D. immer wieder zum Ausdruck gamaak gebracht werden, damit die Genossen in ihrer Forderung nicht nachlassen. Seitdem die AW behoerdlich ueberall anerkannt ist, ist haeufig der Grund fuer Benachteiligung in zu grosser Bescheidenheit oder Schuechternheit unserer Genossen zu suchen. Sie sollen sehr selbstbewusst auftreten, da sie nicht betteln, sondern einen berechtigten Anspruch vertreten. In vielen Orten wurde die Legitimation der AW als die WohlfahrtsAuch Organisation der Arbeiterschfat aufzutreten, angezweifelt. das ist ueberall ueberwunden, indem die Gewerkschaften veranlasst wurden, brieflich zu bestaetigen, dass sie AW als ihre Wohlfahrtsorganisation betrachten. Die Labor League hat beim General Clay energische Vorstellungen wegen der Benachteiligung der AW erhoben. Es wurde ihr versprochen, dass die Militaerbehoerden strikk darauf achten werden, dass diese Benachteiligungen aufhoeren und dass der Schluessel der Zuteilung nicht mehr die Designierung der Shipments allein sein soll, sondern die Beduerfnisse der Organisationen. Es liegt nun wesentlich auch an unseren Funktionaeren in D., dass sie entsprechend ihre Forderun gen anmelden. Weiter hat die Labor League bei den Mitikser CRALOG Klage gefuehrt, dass die vielen CRALOG- Vertreter in D. sich mehr als Vertreter ihrer respektiven Organisationen fuellen denn als CRALO G- Vertreter. Sie sind aber nicht hinuebergeschickt als Vertreter der Unitarier, Katha IRRC etc, sondern der CRALOG und sollen unparteiisch die allgemeinen Relieg-Interessen vertreten. Auch da wurde Abhilfe versprochen. Besprechung Kennedy 8/22/46@ 2- 2) Bulletin. Keine Bedenken gegen Verwendung xaxxBukkakinx eines evtl. Bulletin Ueberschuss fuer Schaffung eines Spezialfonds fuer Sendungen an besonders beduerftige Genossen. In naechster Nummer werden wir daher bereits eine entsprechende Note einsetzen und gasserdem einen Preis festsetzen. Kennedy empfiehlt, das Bulletin aukh an die Labor Presse zu senden, die bisher nicht viel Material ueber Deutschland bekommt. 3) Wie weit wir unser Geld fuer allgemeine Einkaeufe fuer die Versendung via CRALOG verwenden wollen, wie weit fuer CARE Sendungen an einzelne organisationen, ist ganz uns ueberlassen. 4) Keine Bedenken gegen Schaffung eines bezahlten Sekretaersposten, wenn wir uns versprechen, dass entsprechende Erhoehung der Einnahmen eintritt. Bisherige Werbungskosten in guenstigem Verhaeltnis zu unseren Einnahmen. Abschrift. Von der Labor League for Human Rights an die A.W., z.H.Wickel Enclosed is a copy of a letter I received from Mr.Melvin Blum which is self- explanatory. gez.Kennedy Oto: Mr.Reginald Kennedy Labor League for Human Rights 10 East 40th Street Dear Mr.Kennedy: From your contacts with the Internationale Rescue& Relief Committee you may know that I am their CRALOG representative for the Brtish Zone of Germany with a special interest in the Arbeiter- Wohlfahrt.---- The other day I met Mr.Rudolf Katz in Hannover at the Arbeiter- Wohlfahrt office and we discussed its problems as well as certain general relief problems in the Britis Zone insofar as they affect us.Since I am specializing on welfare problems while Mr Katz's concerns are broader in scope the suggestion that I should send you a brief report on AW came out of this conversation.--- On the scor of administration, membership of voluntary workers and a healthy enthusiasm for the job of tackling the critical welfare reqirements of working class people, the AW had a remarkable revival. In the British Zone it has 9 regional administrative Committees, 30 paid workers, and about 30 000 voluntary helpers.Local committees exist in the smallest communities and in the large towns such as Hamburg ad Hannover the AW is influential.---- AW committees are very active in providing welfare sevices, such as nursery schools.advice and assistance to returning prisoners of war, to refugees, to workers in general. They conduct a tracing service to help the reunion of broken families, act as forwarding agency for parcels sent from abroad and distribute cash relief.There are other services which is hardly pays to mention here but it should be suffice to say that there seems to be no currently permissible function of a workers welfare organisation which they are not fulfilling to the extent of the limited means at hand.While it originates from the SPD the AW assists all non- Nazi workers without regard to party affiliation.----- Out side of the general restrictions affecting all German organisations operating under military government the AW is confronted with two major problems.The first is the restoration of property and building confiscatd by the Nazis.Before 1933 the AW had hundreds of schools, homes for the aged, and workers convalescent and rest homes.Some of these properties have been destroyed by the war and almost all others, because of their special value as institutional type buildings have been requisitioned by the Army and Control Commission for their reqirements or public needs.Because of the extensive destruction of housing in the Britisch Zone and the influx of expellees of German ofrigin from Poland as well as the large number of people who leave the Russian Zone all existing buildings are overtaxed as regards inhabitants and it is extremely difficult to secure the release of requisitioned XXXXXXXXX EGEMISSIONXXXXXXXXXX property.Notwithstanding the friendly ininterest of several wellplaced people in the Contol Commission less than twenty of these properties have been released to AW in the British Zone.---- This same difficulty would apply to essential administrative materials, office equippments, motor transport, and the like.With the end of the war and destruction of nazism AW was faced with the necessity of rebuilding while the two major confessional organisations, Evangelisches Hilfswerk and Charitas Verband, which had operated throughout the Nazu regime continued to be in possessing of most of their assets. This point deserves mentioning because of the sometimes subtle but persistent attempt of the confessional organisations to discourage the regrowth of AW.On the other hand AW has some advantage with the Control Commission because the solidarity of certain labor MP's in Britain has seeped through in the form of a mild pressure on their behalf.My own job is to defend their interests and to exploit this pressure in the fullest to AW's adventage.I cannot over- emphasize how important it is that our friends in Britain should know that theit prssure effective and should not be relaxed.---- The small proportion of relief goods consigned to AW out of total CRALOG shipments is naturally damaging to their prestige and morale. This can only be rectified by the American Labor movement itself.On the problem of distribution of undesignated good we think we have found a solution by having them allocated to the areas of greatest distress and there and there apportioned by local welfare committees.Since AW has its chief strenght in these areas we believe that this geographic allocation will result in their disributing about 25% undesignated goods.If this does not work out in practive, then we shall try other means to insure their receiving high proportion of undesignatated goods. It might be well to put in a few words here about the type of things most needed. These are fats and oils, sugar, milk powder, egg powder, canned fish, canned meat, vitamins, cod liver oil,( in bulk) soap, coca and chocolate.Clothing and most especially children's shoes, are urgently reqired.If the clothing is used it should be cleaned and the shoes repaired bevore, shipment because these facilities are extremely difficult to secure here.Woll yarn and knitting needles are in great demand.Cigaretts and coffee are much wanted but are dutiable and do not serve the same useful purposes as the other items enumerated. In conclusion may I MAY suggest that I am anxious to cooperate in any way XX which will result in assistence to Arbeiterwohlfahrt. Fraternelly yours / s/ Melvin Blum Welfare Section Public Health Branch 1 A& C Div.HQ. CCC Bunde BAOR, Germany Hedwig W. Abschrift ungezeichnete Copy eines Briefes an Mr.Reginald Kennedy, Direktor, Foreign Relief, Labor League for Human Rights 10 E.40th Street, New York 16, N.Y. M August 26,1946 Dear Mr.K..., I have to apologize for not having answered to your letter of July 12, 1946, at an earlier date.But I first wanted to talk the matter over with the representatives of Arbeiter- Wohlfahrt.---- The organisation of CRALOG unfortunately ist such that the organsations to which the foreign relief supplies are designated can dispose of them at their will.At the present time Evangelisches Hilfswerk, organsation of the Protestant Land churches, receives the largest quantities, Caritasverband, organisation of the Catholic Church, followes next, and Arbeiter Wohlfahrt, or as it is called in Wuertemberg- Baden: Wuertembergisch- Badischer Wohlfahrtsbund, runs as a very poor third.---- Shortly before your letter arrived here a device was e X developed by which Arbeiter- Wohlfahrt has gained a larger share in the distribution of the foreign relief supplies than is due to it in accordance with its receipts from USA.The device is common action of the three organisations in child feeding.I had a long talk with Mr Ripp, the zonal secretary of Arbeiter- Wohlfahrt on your letter, and we decided that Arbeiter- Wohlfalt profited greatly from the three organisations common action, because it can name the number of children food supplies it needs for these children regardless of the amount it has X received from the Initd States.The allocation comes from the supplies of the Land Committee and the private welfare agencies put at the disposal of child feeding out of the supplies they have received from US.Mr Ripp decided therefore that Arbeiter- Wohlfah fahrt should in the first place support such common action.Besides he suggestd to the Land Committee for Wuertemberg- Baden in its last meeting ( when Ripp sat there as the representative of the Wuertembergisch- Badische Wohlfahrtsbund) that one meal a day for fourteen days should be granted to a tent camp of young apprentices sponsered by the Mannheim trade unions. The Land Committee consented and the food is given to the union camp. Thus a step forward was made in the direction you suggested.----- ArbeiterWohlfahrt may have a similar succes in Greater Hesse, but I am doubtful wheter it would have succes in Bavaria where political conditions are far less favorable. In the long run Arbeiter- Wohlfahrt can, however, keep ip its position only, if it gets more foreign relief supplies.So far as it has received shipments mainly from the Unitarian church Service, and, as I have said before, it lags far, far behind the other two organisations.Its recognition in the Land Committee and also in the German Central Committee as a partner of equal rights depends on the long run on the supplies designated to it.I therefore urge you to reconsider your plans and to send Arbeiter- Wohlfahrt relief supplies.Its position would be greatly improved not only because it also received a large amount of foreign supplies, but because of its contacts with the American unions which would thus be x proved.It would give great encouragement to the unions and the hard- working organizers of Arbeiter- Wohlfahrt, if they got a tangible proof of the American union's interest in their work.------ There is another point I want to make. Two days ago, Miss Louise Schroeder was here. She is one of the Vice- chairman of the Berlin Social Democratic Party which has refused the merger with the communists.In Berlin no Arbeiter- Wohlfahrt was allowed by the Russians.As Berlin institutions can only be changed by unanimity in the Commandatura, no Arbeiter- Wohlfahrt can now be organized since the Russians oppose it.So far OMG has not licensed a US Sector Arbeiter- Wohlfahrt.Miss Schrieder thinks that if some relief supplies were designated to Arbeiter- Wohlfahrt, US Sector, Berlin, it might be licensed.Woul you think this problem over?--In the US Zone Arbeiter- Wohlfahrt is under trade union sponsorship. In Berlin this is not possible because the trade unions there would not sponser it.But even as an independent organisation its character would always be guaranted since its members are all closely connected with the Social Democratic Party. Beschluss der Arbeiter- Wohlfahrt New York zur Frage der Mitarbeit im Ko- ordinationsKomitee deutsch- amerikanischer Hilfsorganisationen. New York, 21. Mai 1947 Der Arbeiter- Wohlfahrts- Ausschuss New York hat den Bericht ueber die Verhandlungen zur Bildung eines Ko- ordinations Komitees der deutsch- amerikanischen Hilfsorganisationen zur Kenntnis genommen. Die Versammlung dankt den Delegierten fuer ihre Taetigkeit und beschliesst, sich an dem zu bildenden Ko- ordinations Komitee zu beteiligen unter den im Bericht gegebenen Bedingungen und Vorbehaltlich der Zustimmung der Labor League for Human Rights( AF of L) Voraussetzung dieser Zusammenarbeit mit anderen deutsch- amerikanischen Hilfsorganisationen ist, dass die in der Sitzung des Ko- ordinations Komitees vom 13. Mai aufgestellten Richtlinien streng eingehalten werden. Diese Richtlinien sind: Ziele hat; 1) Dass das Ko- ordinations Komitee keine ueber das Hilfswerk hinausgehenden dass Mitglieder des Komitees sich aller Angriffe auf andere Hilfsorganisationen enthalten sollen; dass Komiteemitglieder, die sich an diese Regel nicht halten, aufgefordert werden, aud dem Komitee zurueckzutreten. 2) Mitglieder des Komitees sollen sich fuer die Dauer ihrer Mitarbeit politischer Taetigkeit enthalten. 3) Oeffentliche Kundgebungen, Delegationen nach Washington etc. sollen nur fuer Zwecke des Hilfswerks erfolgen oder entsandt werden. Arbeiter- Wohlfahrt unterstellt, im Sinne der obigen Entschliessungen vorausgegangenen Beratungen, dass die Mitwirkung von Kommunisten und deren fellow travellers sowie von Nazis und deren fellow travellers als Funktionaere der dem Ko- ordinationskomitee angeschlossenen Gruppen nicht zulaessig ist, damit das Hilfswerk nicht als Front fuer anti- demokratische politische Zwecke missbraucht werden kann.sexxerxerdaghtxeinex steenxMixxxxx Entwurf ca1948 Organisationsrichtlinien der Arbeiter- Wohlfahrt( USA) 1. Die AW- USA ist ein auxiliary Committee der Labor League for Human Right ( AfofL) und eine Koerperschaft, die sich aus Delegierten verschiedener Vereine zusammensetzt. 2. Die AW- USA besteht aus Bezirks- resp. Ortsgruppen, die in ihrem Bereich autonom arbeiten, jedoch mit der Zentrale in New York( Board genannt!) in stetem Arbeitskonnex stehen, gemeinsame Abrechnungen zentral vornehmen und ihre Arbeit koordinieren. 3. Die AW- USA verwendet alle Gelder und Waren, die sie aufbringt, fuer Verteilung von Sachspenden durch die AW- Deutschland. Sonderbeitraege, die sich aus besonderen Spenden oder Umstaenden ergeben, sind AUSnahmefaelle, die das Prinzip der kollektiven Sammlung und der/ Bollektiven Zustellung an die gewaehlten Instanzen der AW in Deutschland nicht beeintraechtigen duerfen. 4. Der Board der AW- USA ist der Treuhaender der gesamten AW- USA. Seine Zusammensetzung aus Wahl und Kooptierung- entstand, ebenso wie die einzelnen Bezirksresp.Ortsgruppen, aus der geschichtlichen Entwicklung der Al- USA, der( teilweisen) gewaehlten Zustimmung von Delegiertenversammlungen der AW( z.B/ New York) und andererseits freiwillige Akzeptierung anderer Ortsgruppen. De der Board seinen Sitz in New York hat; viele Ortsgruppen darum nicht in vollem Masse aktiv an den Entscheidungen des Boards teilnehmen koennen; faire und sinnvolle Neuwahlen des Boards aber nur in Gemeinschaft mit allen Bezirks- resp.Ortsgruppen vorgenommen werden koennen; die AW- USA aber aus materiellen Gruenden vorerst keine Delegierten Jahresversammlungen fuer ganz USA vornehmen kann, ist der Board nicht nur die Politik machende Koerperschaft, sondern weit mehr und vor allem der treuhaenderischen Verwalter einer Politik, die stillschweigend oder aktiv von allen bestehenden Bezirksresp. Ortsgruppen der AW- USA bis dato gebilligt wurde, weil diese traditionell entstand und dem Geist und Gefuehl aller an der Sozialarbeit der AW Interessierten entspricht. Fuer die einzelnen Gruppen wie dem Board der AW- USA gelten aus all jenen Gruenden darum folgende Richtlinien: a) Alle Fragen der Geschaeftsfuehrung, der praktischen Arbeitsdurchfuehrung sowie Zentralabmachungen mit anderen Zentralkoerperschaften, die ueber den lokalen Masstab hinausgehen, haben sich im Rahmen der einmal entstandenen und bisher gueltigen Grundsaetze der AW- USA zu halten. b) Beschluesse, die die bisherige Politik, sei es in Prinzip, oder in taktischen Grundfragen veraendern, sollen weder von den existierenden Gruppen noch dem Board selbstaendig vorgenommen werden. Machen sich solche Veraenderungen notwendig, so ist eine vorherige Befragung und Zustimmung durch die Mehrheit der existierenden Bezirksresp.Ortsgruppen der AW- USA einzuholen. e) Die Aufnahme neuer Delegierte aus bisher nicht vertretenen Vereinen oder besonderer Einzelpersonen ist grundsaetzlich Sache der entsprechenden Gruppe. Nur in Faellen, wo das innere Proporsverhaeltnis-sei es sahlen- oder inhaltsmaessig- durch Neuaufnahmen entscheidend veraendert, geschweige denn aufgehoben wuerde, sollen solche Neuaufnahmen nur in Gemeinschaft mit dem Board, als Treuhaender der ganzen AW- USA, vorgenommen werden. a) Gilt dies fuer die einsinen Gruppen, so erst recht fuer den Board. Kooptierungen dieser oder jener Person zum Board, soll nach wie vor dem Board selber zustehen, Doch die Kontinuierlichkeit des Boards sowohl in der Art seiner Zusammensetzung wie in der Methode seiner Arbeit muss gewahrt bleiben. Die Wuensche der bestehenden Branchen muessen in der personellen Zusammensetzung des Boards beruecksichtigt werden. Diese aufgezeigten Richtlinien sollen nicht so gehandhabt werden, dass sie zur Fessel notwendiger Veraenderungen werden. Die AW muss selbstverstaendlich in der Lage sein, den jeweiligen Umstaenden entsprechend zweckmaessig handeln zu koennen. Festumrissene Statuten, die jede Prozedur festlegen, koennen darum nicht gegeben werden weil oben genannte Unstaende diesen entgegenstehen. Die AW sollte sich auch, wie bisher von Statutenreiterei fernhalten. Wichtiger als festumrissene Statuten ist der Geist und die Zielsetzung, nach der eine Organisation arbeitet. Statuten haben mur dann ein wahres Leben, wenn sie in fairer Weise jenen vorgenommenen Geist und die organisch -3entstandenen Methoden widerspiegeln. Andererseits werden sie hohle Phrasen oder zur Arbeits-/ Waffe von Buerkraten. Ich schlage daher vor, dass wir in unseren/ Richtlinien nicht pehr hineinschreiben als was de facto wir bisher selber getan haben.und dem realen Aufbau und Inhalt der AW- USA entspricht. Dieser Entwurf will keine endgueltige Formulierung geben, sondern nur den Grundriss. nichts weiter als dem gerecht werden WAS Was die Richtlinien besagen wollen ist IS T. Was sein wird, das haengt nicht von unseren Statuten, sondern von der Fairness und Loyalitaet ab, die bei unserer Arbeit, bei unseren Zustimmungen wie bei unseren Differenzen wir selber bezeugen werden. 1947/48 How Arbeiter Wohlfahrt USA was founded Shortly before the military defeat of Nazi Germany, Arbeiter Wohlfahrt USA vas initiated. Its founders were well aware of the fact that the reconstruction of a democratic Germany would essentially have to depend on German Anti Nasis, 1.0. mainly on those parts of the German Labor movement that had not been contaminated by Hitler. It was therefore particularly important to be ready to stretch out a helping hand to those men and women who had suffered to a much larger degree of Nasi oppression and the war's destruction than the average population. In order to be able to do this at the right moment, Arbeiter Wohlfahrt USA contacted a number of social, cultural and fraternal organisations in USA, such as the Workmen's Benefit Fund of the USA, Workmen's Mutual Fire Insurance, Workers' Sport League of America, Federation of Workers' Singing Societies, Progressive Publishing Association, German Branch of Social Democratic Federation, German American Congress for Democracy, Detroit, Mich., and Chicago, Ill. These organisations sent delegates into Arbeiter Wohlfahrt USA, and in the months and years to come, they fully made good on their pledge to assist Arbeiter Wohlfahrt USA in its relief work for Germany. Arbeiter Wohlfahrt Germany Arbeiter Wohlfahrt Germany was founded after the first world war and soon became within the framework of the new democratic parliamentary form of government an important welfare organisation, with many institutions of its own, with a network of practical relief setivity which was carried out by highly qualified reliefworkers trained in Arbeiter Wohlfahrt's own schools, With Hitler's rise to power, Arbeiter Wohlfahrt of course, was destroyed, its institutions were taken over by the Nazis, and the better known of Arbeiter Wohlfahrt's workers and leaders were persecuted. After the military defeat of the Nasis the organisation had to start from scratch, as far as material means were concerned. The only asset on which they could build, were intellectual and moral forces, and a tremendous amount of good will which had boon the basis of Arbeiter Wohlfahrt before its dissolution. Within a short period of time, Arbeiter Wohlfahrt was recognised and licensed by the Military Governments of all three Western zones, and of Berlin. Aims of Arbeiter Wohlfahrt USA As said before, the main purpose of Arbeiter Wohlfahrt USA consisted in bringing help to those German workers who had suffered particular hardship at the hands of the Nazis, and to help especially their children, the mothers, the adolescents. One means to achieve this was fund raising here, the other one a close contact with the representatives of Arbeiter Wohlfahrt in Germany, in order to be correctly informed about their needs and wishes. Of course, Arbeiter Wohlfahrt USA could not undertake to provide the necessary means for Arbeiter Wohlfahrt Germany by its own strength alone. It was therefore warmly welcomed that American relief organisarions, such as the International Rescue & Relief Committee and the Unitarian Service Committee included Arbeiter Wohlfahrt Germany in their relief activities. We also gratefully acknowledge that the American Friends Pervice Committee( Quakers) participated to a large extent in this relief work. And we, of course, want to mention that Labor League for Human Rights( AFofL) has an outstanding record with regard to help the democratic Labor movement in Germany. But in spite of all these appreciable efforts during the past two years, it has not been possible to provide Arbeiter Wohlfahrt Germany even approximately with that amount of help from USA which they would need in order to fill even the most urgent needs. It is our sincere desire to improve this situation through the opening up of more End more important sources of contributions, and 139 since Arbeiter Wohlfahrt Germany helps the general needs in Germany, any organisation in USA that has this aim, can freely earmark part of their contributions for Arbeiter Wohlfahrt USA, Membership in CRALOG Affiliation with CRALOG could be effectuated in an indirect manner only. According to then prevailing federal regulations( beginning of 1946) Arbeiter Wohlfahrt USA as a newly founded organisation, could not became a direct member, but could only become an auxiliary of one of the member agencies of CRALOG, Arbeiter Wohlfahrt decided to affiliate with and thus become an auxiliary of the Labor League for Human Rights( AFofL), and our funds were raised under the Labor League's license number, and our relief shipments to Germany made in their name. Accomplishments of Arbeiter Wohlfahrt USA Our relief work was made possible in the following ways: 1. own fund raising, meetings, collects; 2. Occasional joint fund raising affairs with other organisations; 3. Contributions from our contacts over the country, and our sponsoring organizations. The total of funds raised since the beginning of our work amounts to approximately $ 68,000.-. Not included in this amount is the value of used clothing which is being collected and shipped continuously. We work with a staff of voluntary helpers, and administrative expenses are reduced to the salary of one employee. Some recent trends in our work! Sexing and shoe repair centers: In the beginning most of the funds were used to sending any relief in kind to be distributed by Arbeiter Wohlfahrt Germany where it was most needed. The regular exchange of experiences between Arbeiter Wohlfahrt here and and Arbeiter Wohlfahrt Germany soon brought about a higher degree of specialisation and adaptation to their needs. More and more in the three Western zones and in Berlin, sewing circles and -3shoe repair shops became one of the centers of Arbeiter Wohlfahrt's activity. The sewing circles usually also distribute the used clothing that arrived from abroad, they fit it to the need of the individual, make new things out of old, sometimes out of the smallest scraps of tissue. In these shops women and girls receive vocational instructions and learn to repair their and their family's seanty wardrobe. In these centers, refugees from the East and returned prisoners of war receive their first outfit, or have their soiled and worn old clothes repaired and cleaned. All this work is being carried out by voluntary helpers, and the same is true concerning the shoe repair centers. In one district( Bremen) alone there are 30 such sewing centers, and in the British and American zone together, there are more than 1,000 sewing centers, plus an unspecified number of shoe repair shops. These cleaning and repair centers are the prerequisite for other welfare work, such as help to families, babies, vocational guidance, neighborhood centers, health care where not only food, but clothing is needed as well. City or State. relief is, due to the general situation, not in a position, to provide the necessary help to those who need it, and the above mentioned centers have thus proved to be of an invaluable assistance. Therefore Arbeiter Wohlfahrt USA recently concentrated on sending the necessary tools to these centers, such as clothing, yard material, sewing utensils, knitting wool, shoes, and shoe repair material. This kind of help has been particularly appreciated by Arbeiter Wohlfahrt abroad, Guidance centers: Another important branch of Arbeiter Wohlfahrt's relief activity are their guidance centers. They have become so essential that in some rural parts" ambulant", or" flying" centers have been set up. Here clients receive the first advice concerning employment and other economic problems, here help is being given in the tremendous field of juvenile delinquency, assistance given to people of old age, the sick, to the refugees, and last not least to the returned prisoners of war. These guidance centers employ an impressive staff of trained social workers and nurses, assisted by a good mumber of voluntary hel pers. Vacation and convalescence homes for children to In the summer of 1947, in the land of Wuerttemberg- Baden alone, 12,500 children were sent to vacation S as, inspite of tremendous difficulties( part of the food needed for this purpose was provided from here). These children comprised: 1.those who are not included in the so- called Hoover feedings( children between 4 and 6 years of age); 2, children and adolescents whose state of health and undernourishment were such that additional help was medically required.- In Hamburg, Bremen, Hannover, Northern Germany, the industrial areas of the Ruhr and in Berlin, Arbeiter Wohlfahrt is equally active in this field of child welfare and we also try to support the numerous country-, mountain- and ocean- homes that have been established for this purpose. Camps for youth groups, and summer schools for apprentices and other young workers mahly organized by the trade unions, belong in this same field of activity. Training of helpers -4 The passionate will to help themselves which is being demonstrated in each phase of the foregoing report, may best be illustrated by the large number of voluntary helpers There is a moral force and stamina in these many thousands volunteer workers of Arbeiter Wohlfahrt which is of good foreboding for the democratic reconstruction of Germany provided these helpers are being given the necessary implements to do their work. One of the important aspects of this work is the systematic training and schooling of professional and voluntary workers of Arbeiter Wohlfahrt Germany. One professional school for social work is operating again in view of the tremendous difficulties of such an undertaking, it has been launched with a great deal of precaution: for the time being, there is only a one year course for re- training pf particularly qualified workers( mostly injured veterans), and on the basis of experiences made with this school, an extension of the work will be considered. The present school needs, of course, all the support it can obtain in ordef to be able to carry through. May we add that in cooperation with the trade unions, some projects have been worked out relating to vacation trips of male and female workers. The factory owners have been glad to financially participate in order to have their workers back in better physical shape than before. Although these projects have not been going on for long or on a large scale, the results yielded so far seem to be promising, and this sort of work should in the near future be extended mainly to mothers of big families who need relaxation bitterly. The foregoing shows that there are innumerable possibilities for extension of Arbeiter Wohlfahrt USA's relief activity in Germany. Among other projects, Arbeiter Wohlfahrt USA plans to concentrate through the current year on the following activities of Arbeiter Wohlfahrt in Germany: 1. The sewing and shoe repair centers( included shoes) with an amount of 2. Neighborhood welfare, family relief, health care.... 3. Convalescence and vacation camps for children 4. Summer schools and convalescence for apprentices $ 25,000.00 $ 40,000.00 $ 75,000.00 and young workers $ 25,000.00 5. Schooling and training of professional and volunteer social workers $ 10,000.00 6. Health care for workers... 7. Miscellaneous. $ 25,000.00 $ 5.000.00 Totals $ 205,000.00 1948 WICKEL: VORSCHLAG FUER EINE RESEARCHGRUPPE DER ARBEITER- WOHLFAHRT USA Folgende Anregungen sind nur als Grundriss und Stichworte fuer ein im Detail noch naeher auszuarbeitendes Programm der zu organisierenden Research- Gruppe der AW gedacht. I. Die sozialpolitische Grundlage der AW( Unterschied von charitativen Organisationen und kirchlichen Hilfswerken). a) Rolle der AW in der Weimarer Republik.( Zielsetzung, Organisation, tatsaeuhliche Funktionen) b) Die Arbeiter- Wohlfahrt nach dem Zweiten Weltkrieg. Erste Funktionen waren zwangslaeufig im wesentlichen charitativ. Neufundierung der Organisation. Jetzige Zielsetzungen. Neue Gedankengaenge und Stroemungen. II. Detaillierte Berichte, bezw. Materialzusammenstellungan ueber die tatsaechlich geleistete Arbeit( und zwar wie viel, wie, mit wessen Hilfe, Verhaeltnis zu Behoerden, anderen Hilfsorganisation, etc.) auf dret Hauptgebieten: Fluechtlinge, Kinder, Jugendliche, allgemeine Nothilfe, Heine und Institutionen, Beratung, Sozialpolitik, Presse. III. Analytische und kritische Bearbeitung dieses Materials, Herausarbeitung neuer Tendenzen, Probleme und Problemstellungen. IV. en Beziehung zum Ausland. Rolle der Auslandsorganisationen; zukuenftige Funktionen. 1. ( sozusagen intern) Herausarbeitung einiger Sonderaufgaben unter Gesichtspunkt des Appells fuer die AW USA.( Z.B.: Kinderdoerfer und regelmaessige Berichterstattung ueber die Lage der Jugendlichen.) VI. Wissenschaftliche, literarische und journalistische Auswertung des Materials. ( als permanentex Aufgabe gedacht.) 1947/48 Vortrag in der Delegierten "Versammlung" der Aufsichts- von der Der Entscheidung, die mit Burgerl. Vereinen Witte Konzert... 1947 Allgemeine, sehr praktische Uelung, dass die Fortsetzung wichtiger Debatten,denen ein einschneidender Beschluss folgen soll, noch einmal eine Uebersicht zu geben, also zu rekapitulieren, auch zu sagen, woraf es ankommt Der Zweck einer solchen Uebung ist, aus der Debatte die Ueberfluessigkeiten auszuschalten.Das heisst: man unter streicht, worin Einigkeit besteht. Das heisst, es sollen noeglichst keine neuen Konfusionen und Erschwerungen fuer die Verstaendigung geschaffen werden, wo sie nur irgendwie vermieden werden koennen, Der Ausgangspunkt war: Gespraech mit Herrn Specht, wozu er eingeladen hat. America Committee for the Relict of German Needy. Inc. Das ist das erste. Das zweite ist: Bei dem Bericht, hier in dem Arbeitsausschuss(Vorstand?) wurde einstimmig (und zwar auf meine Anregung) festgelegt, dass eine engere Arbeitsgemeinschaft,(es fiel sogar das unglueckliche Wort Verschmelzung) mit diesem Committee nicht in Frage kaeme. Konsequenz ist, auch darueber braucht nicht debattiert zu werden. — Was davon debattiert werden sollte, war nur die Frage einer losen Zusammenarbeit von Fall zu Fall. Es ist an ich fest zu stellen. So ging ich mit Herrn Spechi auseinander:also sprechen Sie mit Ihren Freunden und wenn Sie nicht mit mir uebersinstimmen,dann werden wir uns nicht boese sein, wir haben uns d dann nicht getroffen, das Gespraech X hat nicht stattgefunden, aber wir werden uns nicht boese sein.- 2. Aber es ist dann im Verlauf der Entwicklung nicht bei dieser Fragestellung geblieben. 1 ? Aber es blieb nicht bei dieser Grund. lage, bei der die Fragestellung sehr einfach war.--- Wir wären darnach vielleicht und wahrscheinlich zu dem Resultat gekommen, in freundlicher a und hoeflicher Form mit nein zu antw worten, Hoechstens haette man Herrn Specht noch einmal auf den Zab fuehlen koennen, wie er sich wohl ein Zusammenarbeiten in einem konkreten Fall vorstellt. Aber--- bis ich hierueber vor dieser Versammlung zur Berichterstattung kam, hatte sich fuer uns schon die Diskussionsbasis verschoben.Herr Ridder lud ein--- als: deutschsprachige ty wirklich viel gelesene Tageszeitung. Ich glaube, Sie werden mit mir darueber einig sein, dass das die Diskussiongrundlage fuer die AW wesentlich verschob, Es waren da schon Dinge im Gange, die sich unserer Kenntnis entziehen, die aber nicht schwer zu erraten sind. Die Schwierigkeiten, das Sammelergebnis zu steigern,---- ja nur---- es auf einer bestimmten Hoehe zu halten Jede werbende Organisation dieser Art, hat ihren Apparat auszubauen. Das bringt den Zwang mit sich, die Einnahmen dauernd zu steigern, man unterliegt als Organisation nicht nur dem Gesetz, sondern auch einer ungeschiebenen, Gesetzmaesigkeit 3. Wenn man bei seiner Betrachtung zu diesem Punkt kommt, XXXXXX fuer uns die Frage, was geht uns das an.---- Soweit es sich um die uns fremden Organisationen handelt? NICHTS Soweit es sich um die allgemeine Hilfsleistung fuer drueben handelt sehr viel.--------- Die beiden konfessionellen Richtungen haben soviele Moeglichkeiten, dass wir nie mit ihnen konkurieren koennen, dass sie sich auch nicht nach Bundesgenossen umsehen werden. So nehme ich an, dass sich Herr Ridder als so eine Art unbeteiligte, neutrale Stelle fuehlte, so eine Art von ehrlicher Makler, der es um der Sache willen tut, wenn er die Vereine einlud.. Ich stelle fest: er lud nicht ein fuer das XXXXXX American Committee for the Relief of Germah Needy sondern fuer diejenigen Vereine, die( wie auch die AW als auxiliaries fungieren. Es sind: Das eben genannte Committee, der Quaker Samariter Fund, der sich wohl auch als eine Art von sub- committee fuehlt( wenn man die organisatorischen Zusammenhaenge so genau kennen wuerde, wuerde das uns deutlich sein. Uns ist es ja nicht unangenehm, wenn diese Leute dabei sind. Nur Feststellung. Dann sind da: Das New Jersey Committee for the Relief of German Needy, Inc. das unter der Lizens der Friends arbeitet. Denselben Namen, woanders nennen sich die verschiedenen auxiliarie mit andern Namen, Das XXXXXXX spielt ebenfalls in unserer Debatte keine Rolle. Dann sind da die Plattdeutschen Vereine 1.Herr Ridder fuehlte sich als eine Art von unbeteiligter Stelle, die nur als Wehrlicher Makler" auftrat,--- und zwar Richt fuer die Organisation des American Committee for the Relief of German Needy, sondern fuer diejenigen deutsch- amerikanischen Vereine, die, wie auch die AW als auxiliaries fungieren. Es hat ja, diese Vereine von anfang an geschmerzt, dass sie nur Hilfstellung einnehmen durften, nicht als selbstaenlige Organisationen an die Oeffentlichkeit treten konnten. Und4. Wenn wir ganz ehrlich sein wollen, muessen wir sagen, dass es auch fuer die Entfaltung unserer Arbeit vielleicht besser gewesen wae re, wenn wir gleich zu anfang mehr Selbstaendigkeit und Bewegungsfrei heit gehabt haetten. aber auch- in chinger Hinsicht Es musste manches nicht unbedingt so sein, wie es gewesen ist, das kommt ja im wesentlichen, auf die Organisation an, deren Schutz man sich in einem solchen Fall unterstellt, und auch auf die Nssonen Das ist nur eine Bemerkung am Rand die ich mache, um das Bild abzurund Sagen en will, d Wobei ich noch dass wir naemlich sehr bald feststellen konnten, dass zB das Ameri can Committee for the Relief of German Needies sehr bald in der Oeffentlichkeit etwas bedeutete, waehrend das den Quakern angesp schlossene Relief Committee garnicht soviel von sich reden machte wenigstens nicht in New York und in dem Umkreis, den ich intensiv beobachten konnte. Dass auch sie unzufrieden sind mit ihrer Stellung und ihrem Einfluss haben wir hier waehrend der Debatte orfahren bereits zur Kenntnis genomen Alle uebrigen Organisationen, die sich in der verschiedensten Form den Quakern zur Verfuegung stellen, haben gar keine Ambitionen, das heisst, sie wollen in ihren Veranstaltungen nur sammeln und haben das unumschraenkte Vertrauen zu den Quakern, dass die es schon richtig machen, deshalb gar icht auxiliation 5. zurück zur Einladung Als die Einladung des Herrn Ridder kam, bat ich im Arbeitsausschuss, noch jemand zu bestimmen, der mit mir dorthin gehen sollte, es war das in der Einladung vermerkt, dass xxx das frei stuende, ich hielt das auch sachlich fuer richtig. Neue Situation Der Brücke wurde nicht gegenüber, Ich glaube aber, Sie werden mit mir einig gehen, dass die Situation doch wirklich eine wesentlich andere ist als wenn wir es nur mit der Organi- sation des Herrn Specht zu tun habe wurden. Dazu kam Hoovers Leise Inzwischen war auch Herr Hoover auf die Reise nach Europa gegangen, und es war wirklich eine andere Gesamt- situation zu erwarten. ——— Diese Erwartung hat sich auch be- staetigt, der Hooverplan sieht fuer die XXXXXXXX Hilfsorganisationen bedeutend guenstiger aus,——wenn er in seinen wesentlichen Teilen durchgefuehrt wird, was wir hoffen wollen. 6. Zu sammenkane dam.’n 1 will ich noch eine Feststellung machen, ueber die mir auch kein Zwei fel zu sein scheint, Es ist den Hilfsorganisationen der ganzen Welt, soweit sie sich mit Deutschland befassen also z.B.auch Schweden, der Schweiz, den kirchlichen Organisationen anderer Laender und allen Hilfsorgansa- tionen in den USA nicht möeglich, auch nur in der mangelhaitesten Weiseé, mit dem Problem Deutschland fertig zu wer- ——Wenn wir uns ueber diese den. Situation klar sind, brauchen wir auch darueber nicht mehr zu debattieren, Der Vorteil des Hooverplanes liegt u.a. auch darin, dass dies von einer Stelle, die doch beim Praesidenten und in den staatlichen Stellen, nicht zuletzt vom Senat und von den Representatives ge- hoert wird. Es liegt im Augenblick auch ein Vorteil darin, dass es grade ein Mann dieser Richtung ist, aber auch mit diesen anerkannten und respektierten Erfahrungen ist, es ist nun schön einmal so, und wir koennen nichts daran aendern, dass die helfenden Vorschlaege fuer Deutsch lan ueberhaupt,aus dem republikanische Lager kommen. Leiden- Fakt. Wird der Hooverplan so oder mit Abwand lungen durchgefuehrt, dann ist die Arbeit der Hilfsorganisationen da durch im Ganzen etwas hoffnungsvoller, was ganz zweifellos seine psychologischen Wirkungen auf die Gesamte Hilfsarbeit haben wird. Es ist dann naemlich so, dass die Rationen, die damit fuer den Einzelnen fluessig gemacht werden sollen, in sehr vielen Faellen auch noch durch Massnahmen der deutschen Wohlfahrtsorganisationen xxxxxxxx vervollstaen digt werden muessen. ——Mit anderen Worten: dann beginnt erst die wirklich sachliche Arbeit dieser Organisatio- nen, bei der sie dann nicht das Ägefxx Gefuehl der schrecklichsten Ohnmacht haben muessen, so als wenn man ein Meer ausschoepfen soll, oder als wenn man mit Bechern etwas in ein hohles Fass ohne Boden zu schuetten hat. satze ‖ ⵣⵟⵔ ạⴶⵜ. S: Sie wissen, dass die Sendungen signiert werden. Dass die Aw in Deutschlandhur einen sehr geringen, sehr schwankenden ʔsatz bekommt. Nach einem letzten Bericht der Quaker vom Febr. 1947 haben im Durchschnitt der Zeit vom 1.April 1946 bis 1.Sept. die Arbeiter-Wohlfahrt erhalten 3,2% Кккжжл҄жижхл҅лх҅ хжףж҅ף ч҅҇҇ףפ҆פספхק Die Caritas hat erhalten:42,3%, das evangelische Hilfswerk 37,8%, nicht designiert waren 16,7% in Pfund ausgedrueckt ist es so: Caritas erhielt 4,961,876 AW358,489 Warum ich das sage: Sie koennen sich ausmalen, in welcher Situation die AV ist. Es ist richtig betont worden, dass wir es nicht uebernehmen koennen, Deutschland aufzufuettern Angesichts dieser Leistungen erscheint es nicht angebracht, dazu ein Wort zu sagen. Aber—die Aw in Deutschland ist ein Stueck der Arbeiter-Bewegung. Ich habe ihre Bedeutung in der Vergangenheit nicht ueberschaetzt, und habe immer eingedaemmt, wenn die Wogen des Selbstbewusstsein zu hoch steigen wollten. Aber—in gegenwaertigen Moment des Aufbaues—ist das Ergebnis der Sammlung im Auslande fuer die Aw das Arbeitsmittel--fuer die anderen auch, —— Die kirchlichen Organisationen sind drueben viel ruecksichtsloser als hier. – Sie wissen, was es bedeutet, mit der Hilfe des Auslandes die eignen Institutionen wieder auf-und auszubauen. Beispiel der XXXXXXXXXI CARE. Sie bedient sich zur Verteilung nicht der Post, sondern der W-Organi- sationen. Ein Ueberschuss an Paketen wird den Orga- nisationen gegeben. XXXX 30/ 30/ 39/ und 10 lautet die von hier gegebene Anweisung. Caritas,: Wir haben bei der Verteilung das meiste getan.— Frage ist nicht: wo sind die meisten Hungrigen. Was ist die zweckmässigste Verwendung. Welche Organisation ist bisher am schleschtesten weggekommen—Das waeren sachgemaesse Fragen, Genossin Lemkes Appel nach hier 37. Nie λόπιμημακισιεν. Ehe ich noch einmal auf die Debatte die meinen Ausfuehrungen folgen soll komme, will ich noch feststellen, dass es niemand von uns reizen kann,mit Kommunisten oder Fellow Travellers an einem Tisch zu sitzen. 9. Einheitström 4. geli“st'e 1.trotzdem wir innerhalb der Aw nicht parteipolitisch entscheiden wollen, ist es doch wichtig in die sem Moment festzustellen,dass von den Eruunden, die hier sitzen, auch denen, die hier etwa heute nicht anwesend sind, keiner diese Neigung hat,geschweige denn etwa die Nei- gung hat, eine Einheitsfront bis Moskau zu bilden. A. W. Exped. m’est i enfeld. e i'n Wenn auch das festgestellt ist, und das ist nur der Zweck dieses Satzes, dann braucht man auch dar ruebr nicht zu debattieren. Ich gebe die boesen Erfahrungen, die Sie hier gemacht haben, ohne weiteres zu.——Ich sage Ihnen, wir haben sie auch gemacht.—— Ich verstehe auch die Mahnungen zur auessersten Vorsicht.—Aber wenn auch darueber Einigkeit besteht, dann brauchen wir auch das nicht mehr zu debattieren. Auch diejenigen unter uns, die die wirk- liche Frage, die zur Debatte steht im positiven Sinne debattiert sehen wollten, dass sie es wissen, auch aus Deutschland her wissen, dass mit/Leuten, die durch die marcher kommunistische Schule gegangen sind und ihre Anweisungen von Moskau empfangen, nicht gut XXXXX Kirschen essen ist. Die Kernfrage ist: Wie koennen wir im Ganzen helfen, das Sammelergebnis--- auch fuer uns hier als AW, die alles an die AW drueben gibt, steigern helfen und koennen wir dadurch vielleicht etwas tun, um das Gesamtergebnis fuer die AW drueben, zu steigern. Ich sage das bewusst im Zusammenhang mit der Frage nach den Kommunisten. Im Amerikan Committee for the Relief of the German Needy sitzen sichtbar 4 Kommunisten. Darunter ist einer.( Mueller) der, wenn er auch nicht als Delegate gewaehlt ist, doch die Funktionen eines solchen-- und --- innerhalb der Krankenkasse--- seinen Einfluss zugunsten dieser Organisation ausuebt.Darueber berichtet er oeffentlich unter seinem Namen. Sie sagen mit Recht, dass Sie den Wettkampf auf dem Gebiete der Hilfsarbeit als eine sich oft unanstaendi, auswirkende Konkurenz empfinden. Nun frage ich Sie aber: Schalten Sie diese Herren denn auf die Dauer dadurch aus, dass Sie/ nicht( unter. einer neutralen Leitung) mit den deutschamerikanischen Hilfsorgannisationen/ an einen Tisch setzen wollen 2 Wenn wir naemlich durch eine ganz konsequente Ablehnung jeder Zusammenarbeit mit jeder buergerlichen Organisation, die paar Kommunisten, die sich da eingeschlichen haben, abtoeten koennten, dann waere das sehr einfach.------- Aber die Sache ist doch so, dass wir das nicht koennen.--- Aber ich komme auf das, was wirklich die Kernfrage ist, im anderen Zusammenhang noch einmal zurueck. 11. Gewerkschaften Sprechen wir erst einmal von den Gewerkschaften. hier in diesem Land, nur so weit es im Zusammehang mit unserer Frage notwendig ist. Der erste Eindruck, den ich einmal hier in diesem Lande erhielt, war, dass die Gewerkschaften durchaus nicht den Grundsatz haben, etwa xxxxx in der Loesung sozialer Fragen nicht mit anderen Organisationen zusammen zu gehen. Im Gegenteil/ Als ich hier eintraf, wollte es mir durchaus nicht in den Sinn, dass die Gewerkschaften, XXX durch deren starke Hilfe wir Emigranten in dieses Land gekommen waren, nun die Sorge fuer die politischen Fluechtlinge den buergerlich- religioesen Committees ueberlies. Das war keine Geldfrage, wie ich dann belehrt wurde, sondern eine klare Abmachung. Auf das Zureden von irgend jemand habe ich XXXXXXXXX den Versuch gewagt, einmal den Komplex mit einer Frau, die in den AFofL grosses Vertrauen geniesst, zu sprechen. Es ist bei einem Versuch geblieben.----- Es handelte sich bei diesem Versuch nicht darum, nun fuer mich eine bessere Situation zu erreichen, sondern um die allgemeine Frag Die Antwort: You all have to go to your Church. You than have to go to the Organisation where you belong to. To the American XXXXXXXXXX Commttee of the Christia Refufugees, To the KXXXXXX Committee of the Catholic's or to the Jewish Committee. We the labor pay for this much of money. But that is all we can do. KKKKXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX So ist es geblieben, so gingen die Gewerkschaften mit hinueber in den National War Fund., bis er aufgeloest wurde. So gingen sie mit hinein in die Organisation der CRALOG--- als ein Teil des Ganzen--- und drueben--die AW muss in allen Zonen( ausser russisch) mit den buergerlich- religioesen Organisationen zusammen arbeiten-- schlecht und recht. 12. Das hat nur bedingt zu tun, mit dem allgemeinen Stoemung von heute, soweit die Kommunisten infrage kommen. Das ist Washington, wir koennen es taeglich lesen. Das ist das Verhaeltnis zwischen AFofL und CIO. Was nicht hindert, dass sie gemeinsames educational work tun.Was nicht hindert, dass sie-- dort wo es ihnen zweckmaessig erscheint, auch Einigungsversuche unternehmen. Da ist die grosse Internationale Streitfrage, die sie als amerikanische Gewerkschaften in ihrer Art austragen. 6666666666666666666 Alles nur Schlaglichte zur Beleuchtung.. Aber grade aus dem Ganzen--als Bild gesehen--- ist nicht zu folgern, dass die AFof L. sich dabei was denken wuerde, wenn wir uns--unter einer neutralen Leitung-zur Erledigung etwaiger gemeinsamer Aktionen- mit deutsch- amerikanischen Organisationen zusammen finden. Staatszeitung und Herold Bleibt die Staatszeitung. Ich will auch darueber mit Ihnen einverstanden sein, dass die Staatszeitung, wie sehr viele Blaetter dieser KXXXXXX) Katerogie- in der Nazi- Kampf- Zeit sehr geschillert haben. Doch stelle ich fest, dass die Haltung und die Linie der Saaatszeitur und Herold von heute, uns nicht berechtigt von ihr zu sagen, dass sie eine Nazizeitung ist. Eine Kommunistenzeitung ist sie auch nicht, das ist noch viel deutlicher Sie ist ein buergerliches Blatt, das sich dadurch zu halten sucht, dass sie-zwischen Her Nazieinstellung und den Kommunisten eine Mittellinie zu halten sucht, mit dem offenbaren Bemuehen, keine parteipolitisches Blatt zu sein. 3 Hier in diesen Lande, wo jede Existenz von nur geschäeftlichen Er- waegungen abhaengig ist, wird eine Zeitung bald vor die Wahl gestellt entweder mit einer ganz klaren politischen Linie ein 12 Wochenblatt zu werden und ohne finanzielle Hilfe von aussen her zu sterben, oder sich dem trend, der hier herrschend ist, zu fuegen. Es scheint mir, dass die Staatszeitung nicht sterben wollte und sich der allgemeinen Linie gefuegt hat. Darau's ist zu folgern dass die Staats-Zeitung von heute, aber auch kein Kommunistenfreundliches Blatt ist, wie Sie sich heute taeglich ueberzeugen koennen. Wohlgemerkt, ich habe damit nichts gegen die VolksZeitung gesagt, wie ich ueberhaupt nur Fakten festzustellen suchte, ohne moralische Beurteilung. Es kann durchaus gebotene Pflicht sein, als solche empfunden werden,— auch um den teuren Preis dann ein kleines Blatt zu XXXXXX sein oder zu werden, eine bestimmte politische Linie zu vertreten. Das bejahe ich, wenn man es bewusst tut und dann weiss man auch die Konsequenz zu tragen. Auch das nur um ein Bild zu geben oder es abzurunden Nicht zu dem Zweck etwa die Debatte damit zu belas- ten. Die Publizitaet 14. Damit, dass unsere Zeitung die Notwendigkeiten einer publicity nicht in dem Masse erfuellen kann, wie das fuer die Aufgabe notwendig ist, ist doch die Notwendigkeit nicht erloschen Auch die anderen Organisationen haben heute nicht die publicity, die sie brauchen. Ich spreche nur von den auxillaries..----- Es haengt bei allen von den Aktivities ab------- Z.B. wenn die Plattduetschen einen Bazar machen, wie jetzt wieder, dann wird ueber jede Phase in der Staatszeitung berichtet, die Aufmerksamkeit dauernd auf die Organisation gelengt. Die grossen kirchlichen Verbaende haben ja ihren eignen Apparat, auch die Quaker, die deutsch- Amerikanischen Organisationen sind nur ihre Hilfso Werkzeuge. In puncto publicity koennen wir nur gewinnen, wenn verhalten wir uns nicht ganz ablehnend Ich koennte mir z. B. denken, dass man Herrn Ritter mitteilte. 15 Die Arbeiter- Wohlfahrt New York hat die Frage eines Zusammengehens der deutsch- amerikanischen Hilfsorganisationen, soweit sie das Ziel verfolgen, Hilfe fuer Deutschland zu bringen, sehr gruendlich durchberaten " Wir halten die Frage einer Dachorganisation aller deutschamerikanischen Hilfsorganisationen im Augenblick nicht entscheidungsreif.Wenn wir auch nicht verkennen, dass es in manchen Faellen recht zweckmaessig sein koennte, durch gelegentliche Zusammenarbeit bei Aktionen, das Ergebnis der Arbeit zu vergroessern. Aber schon ein solches gemeinsames Vorgehen von Fall zu Fall, z.B.bei Veranstaltungen, die einzelne Organisationen wegen ihrer Groesse garnicht oder nur unvollkommen bewaeltigen koennen, setzt schon eine bestimmte Uebung des gemeinsamen Vorgehens und auch eine gewisses Vertrauensverhaeltnis voraus. Deshalb sollte man den Versuch machen, durch gemeinsame Aussprachen unter einer neutralen Leitung diese Vertrauensbasis zu schaffen, Das kann durchaus auch schon dadurch gefoerdert werden, dass man die Moeglichkeiten gemeinsamer Aktionen diskutiert, um das vorhandene Feld fuer eine solche Arbeit abzustecken. Damit 9 dass man einen solchen Vorschlag macht, hat man sich nichts vergeben./ Gehen die Organisationen auf eine solche Basis ein, oder bieten sie uns einen Vorschlag, der auf einen gleichen unverbindlichen Zweck hinaus laueft, dann hat man die Gelegenheit, bei diesen Aussprachen zu sagen: Bitte nehmen Sie auch zur Kenntniss, dass wir das wir es unangenehm empfinden, wenn wir in den ausgesprochenen Arbeiter- Ogganisationen jemand treffen, der z. B. den Mitgliedern einer Branch der Arbeiter- Krankenkassen sagt: 6 Wir sind die eigentliche Arbeiter- Wohlfahrt. Wir sammeln viel Hittel, die zu 95% an die Aw in Deutschlnd gehen.—— Und in einer anderen Organisation heisst es dann,(weil es viel) leicht dort zweckmaessiger erscheint) dass man an alle vier Organisationen in D.(also das Rote Kreuz inbegriffen) sammelt usw. In beiden Faellen sitzen dann Leute, die zu uns gehoeren, Sie nach dem Grundsatz handeln wollen dem Redner,###in einer Versammlung, der deutsch-amerikanischen Arbeiter nicht entgegen zu treten, um nicht die Spender misstrauisch zu machen und um nicht dem Spender XXXXXXXXXXXXXX den billigen Vorwand zu geben nichts zu geben, Aber diese Leute, die in ihren Innersten verletzt sind, bei dieser Methode, kom men dann in unsere Versammlungen oder stellen uns persoenlich und erklaeren uns, dass sie auf die Dauer unter die- sen Umstaenden keine Werbearbeit mehr machen koennen. X in diesen Veranstaltung Ihne . 1a” κα Der Gewißl. [l.1.4] 1 17. dass die Mittel fuer die Hilfe durch manche Methoden sich nicht vermehren, dass die Atmosphaere in den Branches usw nur vergiftet wird. Selbst dann, wenn unsere Mitarbeiter sich zusammenreissen, und keine unangenehme Diskussion hervorrufen wollen, gehe die Unzufriedenheit doch in den Kreisen der Versammlungsteilnehmer herum uns voh Mund zu Mund. usw. usw. viele Moeglichkeiten. Wir brauchen auch unsere eigenen Vorbereitungen z. B. fuer einen Weihnachtsbazar nicht aufzustecken, Sollte sich eine gemeinsame Basis bilden, dann haben wir etwas mitzubringen und koennen Bedingungen stellen und Einfluss ausueben. Nun koennen Sie durch Beschluss ausdruecken, was Sie wollen. Niemand wird boese sein, wenn aus sachlichen Gruenden ein verneinender Beschluss gefasst wird. Aber ich bitte darum, dass im Falle einer gaenzlichen Ablehnung auch die hoefliche Form gefunden wird, die wir selber fuer uns beanspruchen und die andere nicht verletzt. Mrs Marie Juchacz 339 East, 173 Street New York 57, N.Y. Lieber Freund Buttiger, A W 20 May 1946 Nun muss ich Dich ja wohl von Deinem grossen" Glueck" unterrichten. Die Funktionaerversammlung der Arbeiter- Wohlfahrt findet statt am Mittwoch den 19. Juni, abends XXX 8 Uhr 15, in der Randschool for Social Science" 7 East.15th Street, New York. Unser Angebot ist mit grosser Freude entgegen genommen worden. Ich moechte nur noch wissen, wie Du das Thema fuer die Einladung formuliert wissen moechtest.Ich meine die" Ueberschift", dies und alles andere bleibt Dir vollkommen ueberlassen.Ueber das Milieu sprachen wir ja. Freundliche Gruesse M J Montag abend habe Genossin Juchacz. Entschuldigen Sie bitte, wenn ich heute erst schreibe, war über’s Wochenente bei Mutter-Grim. Man muß die paar sonnigen Tage ausnützen. Hoffe das Sta ebenfalls einige Pulevolle Wochen verbringen können. Doch nun zur Tagesordnung Ornweg muß ich sagen, das die Gen. Pfister- Lewinski mir letzte Woche ebenfalls schrieb, sich über die Einladung bekankte, ihr beknern ausdrückte, nicht kommen zu können u. natürlich dieselben Zweifel hegte als Sic- Frünächst Gen. Juchacze muß ich sagen, das ich auf 30 bestimmte benossen mir diese Einladungen ausschickte. Wenn ich gewusst hätte, das Lieben. Lewinski in Ferien ist hätte ich yr noch nicht mal eine Einladung geschickt. Nicht aus Schlechtigkeit, sondern einfach weil sie nicht in der liten war. So habe ich den Ein. Reich, die Gen. Juchacz u. verschiedene andere Gen. auch nicht eingeladen. Erstens weil es ja direcke mit der H. W. nichts zu tun hat u. zweitens nur eine Vorbesprechung sein sollte u. auch war. Trotzalledem nahm ich auch an, das der Gen. Wickel Sie wie die anderen Gen. in groben Umrissen es beschrieben hatte Von den 30. Eingeladenen waren 15 km. gekommen u. zwar Leute die durchaus nicht sich nur von befühlen leiten lassen[mehrere haben ihr eigenes Geschäft] Es gab ein stafür, das absolut nicht begeisternd war u. ein glattes Lägegen.[Abstimmungsverhältnis 12-3] Man sagte, der Versuch solle gemacht werden. $1500.00 wurden von anwesenden versprochen. Wir, Wickel, Wollenberg u. ich denken auch es kommt auf einen Versüch an, der wohl Wert ist gemacht zu werden. Das Unsere H. W. nicht auf dieselben Tisch oder Unter den Lebensmittelparkiten zu liegen kommen terh, ist für mich klar. Eine Grundungsversammlung soll erst noch statt, finden, da noch verschiedene Dinge vorher, geklärt werden müssen. In den nächsten 2-3 Wochen wissen wir alle etwas mehr. In der Zwischenzeit findet zuüber wieder unsere A. W. Delegatenversammlung statt.[am Mittwoch den 17. Juli] an wahlier ich auch gern Sie, sehen möchte. Dies für Heute! Die anderen Schriftstücke liegen bei. Mit sozialistischen Grüßen Fach, beste Erühse an den Ein. wie nimmte Kirchmann Ihr Kurt Schumann Kurt Schumann 1319 University Ave. New York 52, N. Y. Tel. JE. 8-9168. New York, 27. Juni 1946. Werter Genesse, In der Anlage finden Sie ein Memorandum ueber den Aufbau eines gemeinnuetzigen Unternehmens fuer den Versand von Liebesgaben nach Deutschland. Seit der Eroeffnung des Paketverkehrs mit Deutschland ist jeder von uns aeusserst interessiert, seinen Angehoerigen und Freunden in Deutschland so viel wie moeglich an Lebensmitteln fuer die Dellars zu senden, die er sich fuer diesen Zweck absparen kann. So wie uns geht es vielen Tausenden in Amerika, die uns nahestehen und mit denen wir groesstenteils auch durch die Arbeiter- Wohlfahrt bereits verbunden sind. Auf der anderen Seite haben sich bereits Dutzende von Geschaeften aufgemacht, die ihren Profit an der allgemeinen Hilfsbereitschaft machen. Im Namen einiger Freunde bitte ich Sie, an einer Besprechung am Dienstag, den 2. Juli in der Rand School, 7 East 15 th Street, teilzunehmen, an der wir die Moeglichkeiten der Gruendung eines gemeinnuetzigen Unternehmens fuer den privaten Paketversand besprechen wollen, dessen Reinverdienst der Unterstuetzung unserer politischen Freunde in Deutschland dienen soll. Die Vorarbeiten fuer unseren Plan sind genuegend weit gediehen, um eine sachliche Aussprache und praktische Beschluesse zu ermoeglichen. Wir rechnen bestimmt mit Ihrer Teilnahme an der Besprechung. Mit solidarischen Gruessen Rust Cla Vorschlag zur Gründung einer gemeinnützigen NON PROFIT food- parcel- gesellschaft. Das food- parcel Geschäft nach Deutschland und anderen Landern hat einen bedeutenden Umfang angenommen. Die bestehenden Privatunternehmungen arbeiten mit einer hohen Verdienstquote, die objectiv aus der Not, Lebensmittel nach Deutschland senden zu müssen, geschröpft wird. Der von der OPA genehmigte Preisaufschlag auf die Grosshandelspreise für Ueberseepakete ist 40% plus 5%. Ein Paketpreis setzt sich wie folgt zusammen: Lebensmitteleinkaufspreis( angenommen) 5.plus 40% Aufschlag. zusammen: plus 5%( warum? vielleicht commision) plus genehmigte Verpackungsspesen.... plus genehmigter Kartonpreis.......... zusammen: 2.37.0.35 0.50 0.10 7.95 Das$ 5.- Paket wird also im Detaile mit$ 7.95 verkauft. Der Aufschlag von$ 2.95 ist der von der OPA genehmigte. Da die Post- und Versicherungskosten zu Kosten des Käufers gehen kommen zu obigem Preis hinzu$ 1.54 Postgebühren und$ 0.28 Versicherungsgebühr für ein 11 Pfund Paket obigen Preises. Aus diesen offiziellen Angaben ergibt sich eindeutig, dass ein eigner Binkaufs- und Vertriebsapparat zu mindest un 10% billiger sein kann, wobei immer noch ein angebrachter Verdienst, aus dem leicht die Kapitalrückzahlung erfolgen kann, gewährleistet ist. Selbst wenn jene oben genannten 5% von Firmen, durch die aufkommende. Konkurrenz, als Rabatt gegeben wird, wäre die Preisaufschlagsspanne immer noch gross genug um billiger sein zu können. Offener ist schon die Frage welche Lebensmittel der Einkäufer erwerben kann. Zweifellos existieren bei bestimmten Waren( Fette, Reis, etc. Warenknappheit. Untersuchungen ergaben, dass die diev. Privatunternehmen in ihren Warenangaben( Innhalt der Pakete) je nach der Lage des Warenmarktes Schwankungen aufweisen. Ist der Wareneinkauf also schwieriger, so doch keineswegs unüberwindlich. Die Konkurrenz erscheint stärker als sie de facto ist, weil-was später ausgeführt wird- die gemeinnützige parcel Gesellschaft durch ihren Umsatz den Durchschnitt der mittleren parcelgeschaften überlegen ist. Die CARE- Pakete sind unbestritten gut. Gegen diese halbgovernments Organisation zu konkurrieren wird schwer sein. Doch die Carepakete -2kosten$ 15.- Dieser Preis ist für den Durchschnittskäufer viel zu hoch, da er nicht einer Familie, sondern im Durchschnitt mehreren-zu mindest Personen- per Monat Pakete schicken will und muss. Nur wo Verwandte und Freunde in einer Stadt zusammenwohnen, das Carepaket also aufgeteilt werden kann, oder bei Käufern, die über grössere Einkommen verfügen, wird das Carepaket vorgezogen werden. Soweit wir feststellen konnten, werden im Durchschnitt Pakete von 5.- bis 8.- Dollar gekauft. Das ist die Preislage des Durchschnittskäufers. Unser Vorschlag ist, dass einige Freunde sich zusammentun um ein Non- Profit, d.h.eine Gemeinnützige Gesellschaft, Inc. gründen. Incoperatet darum, weil die Haftung der einzelnen Geldgeber sich damit nur auf den von ihen eingezahlten Betrag beschränkt. Die Kundenbasis würde nicht so sehr der offene Markt, sondern die" Arbeiter- Wohlfahrt" und der ihr angeschlossenen Organisationen sein. Wenn wir bedenken, dass cal50000 bis 200000 Menschen durch uns ( der AW- Arbeit) propagandistisch erfasst werden, ergibt sich, dass wir bei diesen Menschen und Organisationen nahezu ein Werbe- und Befürwortungs monopol besitzen, dass kein Privatunternehmen aufweisen kann. Die Privatgesellschaften, die durchschnittl. einen Menschenkreis von 10000 bis 15000 Menschen erfassen können, haben Umsätze von 2000 bis 3000 Pakete per Monat.( Das konnte festgestellt werden.) Es sollte uns möglich sein, die wir uns an 200000 Menschen mit gemeinsamen Interesse wenden, ca. 5000 Pakete monatlich zu versenden. Wir sollen und können dabei billiger sein und nicht unbedeutende Reinverdienste der Arbeiter- Wohlfahrt Deutschlands überweisen.( In der Form von direkten Paketsendungen.) Die hiesige" AW" würde ihr office in den Räumen des Unternehmens erhalten und könnte so gleichzeitig den ganzen Betrieb-ohne juristisch gebunden zu sein- überblicken. Die finanziellen Vorteile für die" AW- USA" ergeben sich daraus ganz eindeutig. Es wird vorgeschlagen, dass einige Freunde privat Anteile von $ 100.- bis$ 300.- zur Gründung geben. Mit einem Gründungskapital von $ 3000.- wäre die Eröffnung dieser gemeinnützigen Gesellschaft möglich. Die Kassen- und Buchkontrolle sollten zwei bekannte Vertrauenspersonen unserer Vereine unterstehen. Nach den vorgenommenen Kalkulationen würde-zu Beginn- ein monatl. Unkostenbetrag von 8750.- bis 800.- existieren. Er setzt sich zusammen: 8150.- Miete( monatlich) 200.Gehalt des Leiters( monatl./ 320.- für zwei weitere Angestellte ( monatl.) -3$ 130.- für alle weiteren Spesen. $ 800.- zusammen.( Veränderungen innerhalb der einzelnen Posten vorbehalten.) Schon bei einem Umsatz von 500 Paketen per Monat auf der Basis von$ 7.95 per Paket abzüglich 10% Rabatt=$ 7.15 würden$ 920.-( also mehr als die Regiekosten) per Monat Einnahmen sein. Bei einem Grundkapital von$ 3000.- ist es möglich für$ 2000.Ware zu kaufen und$ 1000.- Betriebskapital zu haben. Das sollte genügen um in korrekter weise das Geschäft zu starten.( Da$ 2000.- in waren da sind, die z.Zt. immer verkaufbar ist, besteht das eigentliche Risiko in den restl.$ 1000.- der reinen Unkosten.) Es besteht Grund zur Annahme dass, ist die" ründung gesichert, die Labor League ihre Hilfe und Beziehungen der Gesellschaft zur Verfügung stellt. Doch bevor endgültige Besprechungen dieser Art getätigt werden können, müssen wir selbst die Arbeitsbasis gelegt haben. Andere Organisationen lassen sich danach auch für das Unternehmen interessieren. Nach unseren Erfahrungen und unserer Meinung, müssen wir jedoch immer selbst er den Grundstock gelegt haben und ein Beispiel, ein praktisches Beispiel geschaffen haben. Die Idee eine gemeinnützige Einkaufs- und Vertriebs Inc. für den gift- food- parceldienst aufzuziehen ist keineswegs neu und auf uns beschränkt. Andere Organisationen gehen in gleicher Richtung vor und weitere werden folgen. Wir müssen uns schnell entscheiden ob wir willens sind mit unseren Kräften, auf unserer Basis und unserer Zielsetzung eine solche Arbeit zu unternehmen. June, 6 1946. Otto Wollenberg. Wichel Wollenberg. akt geschädigt, ALBERT C. GRZESINSKI 92-16 WHITNEY AVENUE ELMHURST, L. I. TELEPHONE HAVEMEYER 6-5654 Mrs. Marie Juchacz 339, East 173rd Street New York City Dienstag den 14.Maerz 1944 Liebe Freundin Marie: Daisy und ich senden Dir herzlichste Glueckwuensche und hoffen fuer Dich alles Gute, was wir auch fuer uns selbst erwarten. Mehr ist kaum zu sagen. Verlebe den Tag im Kreise der Deinen und Deiner Freunde so angenehm als moeglich und wenn es irgend geht, will ich so etwa um 7 Uhr herum kommen, um Dir in aufrichtiger Zuneigung auch noch die Hand zu schuetteln. Unterdruecken will ich dabei keineswegs, dass ich in den letzten Jahren mich/ ort genug wuetend ueber Dich geaergert habe.Meine Freundschaft zu Dir hat das nicht beeintraechtigt. Und nun schweifen meine Gedanken zurueck.Jch gehe an meine" Files" und finde meinen Geburtstagsbrief an Dich von 1 15 Jahre zurueck.Jch sende ihn Dir mit der Bitte, ihn mir wieder zurueckzugeben. Was hat sich seitdem geaendert; was ist aus Eurem schoenen Haeuschen geworden, in dem wir den 50. gefeiert haben? Was werden wir ueberhaupt vorfinden, wenn wir einmal zurueckehren koennen und werden wir unsere Heimat und Wirkungsstaetten unseres Lebens ueberhaupt wiedersehen koennen? Jaalien ist ein boeses Omen!! Herzlichst Dir, Emil und Kaete von Daisy und Deinem Menſ 4. Grprint. ma. Abschrift 15. Maerz 1929 Liebe sehr verehrte Genossin Marie Juchacz! Frauen soll man ihr Alter nicht vorwerfen und ich will mich als Kavalier an diese Regel auch ganz strikte halten und sogar hinzufuegen, dass man einem so jugendlichen Menschenkinde gegenueber mit der koerperlichen und geistigen Frische, wie Siesie besitzen, auch von“Alter garnicht reden kann. Mit den vielen Vielen anderen, die heute erscheinen oder sich telefonisch oder brieflich melden, will auch ich Ihnen, sehr verehrte Genossin Marie Juchacz meinealler- herzlichsten Glueckwuensche zum Geburtstage ueberbringen und hoffe, dass Sie noch recht oft Geburtstag feiern koen- nen; in Ihrem persoenlichen Interesse wie auch im Interessen unserer gemeinsamen grossen Sache. Ich darf an Ihrem heutigen wichtigen Lebensabschnitte Ihnen gegenueber mit grosser Genugtuung bekennen, dass sich durch Ihr Wirken an der Stelle, an der Sie heute stehen, der Eindruck bestaetigt und vertieft hat, den ich von Ihnen vor vielen Jahren bekommen hatte, als Sie an diesen Platz von der Partei gestellt worden sind. Die persoenliche Bekanntschaft, die wir inzwischen haben machen koennen, hat mir dann auch gezeigt, welch' praechtiger Mensch Marie Juchacz ist; und Sie kennen gelernt zu haben, dazu moechte ich an diesem Tage mir selbst gra- tulieren. In aufrichtiger Wertschaetzung und mit freundlichen Gruessen bin ich stets Ihr gez. Alb. Grzesinski Z. II. III. Art. 7. Mrs. Marie Juchacz Lieber Albert, 339 East 173 Street New York 57 N.Y. Tel. TRemont 2- 4484 25. Maerz 1944. vielen Dank Dir und Daisy fuer die guten Wuensche. Dass Du, lieber Albert, Deine Weunsche so ehrlich mit Pfeffer gewuerzt hast, macht mir Deine Gratulation erst recht wert. Ich darf wohl in diesem Moment keine Retourkutsche fahren, sonder muss warten, bis zu einer anderen und besseren Gelegenheit? Es war fein, dass Du mir die Kopie Deines Geburtstagbriefes von 1929 schicktest. Vielen Dank. Mit Komplimente n fuer Deine Ordnung schicke ich die Kopie anbei zurueck. Meine Geburtstagsfeier war bescheiden, nett und freundlich. Freunde kamen und gingen und ich hatte keinen Augenblick das Gefuehl allein und verlassen zu sein. Es war schade, dass Du absagen musstest. Ich hoffe, Du kommst in der naechsten Zeit einmal. Diese Einladung gilt natuerlich auch fuer Daisy, wenn es ihre Zeit und Kraft erlaubt. Koennen wie und telefonisch verstaendigen? Herzliche Gruesse von Deiner Emil und Kaethe lassen ebenfalls herzlich gruessen SOZIALDEMOKRATISCHE PARTEI DEUTSCHLANDS DER PARTEIVORSTAND Frau Marie Ju chacz Winterberg/ Sauerland Haus Sauerland BONN, 31. Mai 1954 FRIEDRICH- EBERT- ALLEE 170 GO/ Wh. Fernsprecher 21901-07 Fernschreiber- Nr. 089 890 Telegr.- Adr. Sopade Bonn Meine liebe Marie! Auf unserer letzten Sitzung des Ausschusses für Frauenfragen haben wir in Vorbereitung der Internationalen Frauenkonferenz 1955, die das Thema" Sozialismus und Familie" behandeln soll, die Expertenausschüsse gebildet, die folgendes untersuchen sollen: Ausschuss Nr. 1: Die Wandlung in der Anschauung der Familie in den theoretischen Schriften des Sozialismus von Marx, Engels, Bebel, Kautsky usw. Ausschuss Nr. 2: Dieser Ausschuss sollte einmal zusammenstellen, wie zu gleicher Zeit, als die Väter des Sozialismus noch die ulkigsten Ansichten über die Funktion der Familie in ihren theoretischen Schriften vertraten, die" Mütter des Sozialismus" von den ersten Anfängen sozialdemokratischer Frauenbewegung an, zielbewußt alles getan haben, um die Familie zu schützen. Für diesen zweiten kleinen Unterausschuss wollten wir Dich, Louise Schroeder, Elisabeth Selbert und Paula Karpinski bitten, uns einmal einiges Material zusammenzustellen. An sich ist das allerdings eine Arbeit, an die sich wohl jeder für sich begeben muss und vielleicht würde es sogar schon genügen, wenn Du, die ja die umfassendste und längste Erfahrung hat, uns erst einmal eine allgemeine Übersicht geben würdest. Louise Schroeder könnte dann vielleicht noch einiges zur Frauenarbeitsschutzgesetzgebung zusammenstellen, Elisabeth Selbert über die juristische Entwicklung und Paula Karpinski über die Entwicklung der Jugendschutzgesetzgebung. Wie denkst Du über diesen Plan, oder hast Du einen anderen Vorschlag, wie man mit der Arbeit zu Rande kommen kann? Mit herzlichen Grüssen! Deine Jenda ( Herta Gotthelf) Postscheckkonto: 1136 84 Köln, Erich Ollenhauer und Alfred Nau- Rhein- Ruhr- Bank Filiale Bonn, 4524 Erich Ollenhauer Liebe Herfa! heute beantworte ich Deinen Brief von 345 in dem Du mich zur Mitarbeid an dem Theuer "sorialismus und Familie" ersuchst. Es nat etwas länglich gedauert, bevor ich Dir Bescheid g mich äussere, ich musse mir das erst sehr grundlich überlegen, und es ist gut, dass Du mir auch die beiden Protokolle schicktest(Bonn 29.5.54) und Wien 5.5.54) so kann ich mir doch ungefähr ein Bild machen von dem was verlangt wird. Zu Eurem Aus= schuss Mtr. I brauche ich nichts zu sagen ich will es nur feststellen, damit alle's was ich sage auf Ausschuss Nr. 2(nach Deinem Brief zu beziehen. So. Danrok Charelnea. sind Vertreterinnen der Lander es als die ausspäischen verpflichtet derungegentin(oder das Material aus ihrem Land zur Verfügung zu stellen, die dann ihrerseits aus diese» Material als Brandlage ihre Vortrags benützt. soweit der mir zugedachte Teil ingrage kommd, würde es, auch wenn es sich zu einem grossen Teil auf Erfahrung stätze Broschüren ein Nachschlagen, in Protoko Nebür zeitschriften,(z.B(Neue zeit, sozialistische als erststefde echter) und – wenn möglich – der VVGleichheit handeln. Mit anderen Worten: Es wurde dabei eine Arbeit entstehen die äusserlich relativ umfangreich warder müsste wenn die Referendin es auch schliesslich sehr nur invkomprimierter Form behandeln Kann. F ‖Nach meiner Vorstellung würden auch "Udie anderen drei von Dir genannten benossinnen, wenn sie sich wie es mir vorschwebt auf Tatsachen material von Jahrr ehufen stätzen massen, schliesslich er was eine umfangreichen Arbeit zu= stande bringen mussen, wollen sie den gestellden werk gemacht werden. Doch näherlich sie müssten sich selbs d da zu aussern Vielleicht lässt zu diesen Brief abschreiben mit Durchschlägen, nur gevalligen Meinungsaussebungx dann kann man weiter sehen. x wobei ich mir"auch eine Burckschrift" ausbitten wurde. Fakir schwebt z. B. vor, dass ich ein paar Tage in Bonn sitzen und arbeiten wurde- und- da die Gleichheid m. W. nur in Berlin beim Telegrać einzusehen ist, auch dord. I'll seide X wo ich die Protokolle, und Broschümer und Zeitschriften finde Wenn Du damit ein persöndern bist und mir helfen willsé, bin ich dazu bereid. 3. Naturtion aussche das gesamte- so zusdande gekommene Material von gemand überprüft werden sollen, damit sich keine Widerspäche einschleichen. Verstek mich redhé: auch wenn eine Arbeit keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebé und von einem durchaus auf die Praxis eingestellten feste Mensohem saamme, muss sie einex, Aber tiefe und geistige branalage, rassen in Tatsachen und Meinungen der Vergangenheit haben. I. II. 55 un Hen'il a „ pas war es aber nicht, was mich veranlasste zu schreiben. Ich hatte Dir – als ich dort war. noch sagen wollen, dass ich sehr traurig darüber war, dass in der Paulskirche keine Frau nur gesprochen hat, sind wir noch immerkein Mannerstaat? Und sind die – indirekt – beteitigten Organisationen nur Männerorganisat. anen? Und soll man in Fragen, die uns jetzt alle aufwählen, wo es um Leben und Tod der Menschheit geht, wirklich nur Männer hören? Ich nekme an, dass man bei den Vorberatungen erwogen hat, eine Frau sprechen zu lassen? Vielleicht war Helene Wessel aus irgend welchen Zweckmässigkeitsgrunden nicht tragbar? Ich weiss es nicht und will es auch nicht wissen, dieser Name kam mir grade in dem Sinn. Die Anregung zum schreiben kann mir durch Dein Rundschreiber Nr. 3,55 nebst Anlage. Gut und schön, I do treue mich immer über beine persönliche Ak= tivität. Aber sage doch bitte den Genossen vom P.V. und sprich vor allem mal mit Erich in dem sinn, dass es Aufgabe – geschichtliche Angabe der sozialdemokratie ist, die Frauen nicht nur aufzurufen, sondern sie in geschicktlichem Augenblicken zum Mithandeln einzuladen. Wir haben einen Stab vom Frauen, mit dem man schon etwas Positive und sichtbares tunkann, wenn man mit ihren spricht. SOZIALDEMOKRATISCHE PARTEI DEUTSCHLANDS DER PARTEIVORSTAND An die Bezirkssekretariate und die Genossinnen in den Bezirken BONN, 3. Februar 1955 Go/ Wh. FRIEDRICH- EBERT- ALLEE 170 Fernsprecher 21901-07 Fernschreiber- Nr. 089 890 Telegr.- Adr. Sopade Bonn Rundschreiben Nr. 3/55 Liebe Genossinnen und Genossen! Vor einiger Zeit wurde in einigen Städten des Bundesgebietes durch Postwurfsendung ein Propagandabrief der sogenannten " Arbeitsgemeinschaft demokratischer Kreise" an die" Frauen und Mütter" rundgeschickt, der ihnen beibringen soll, wieder einmal ihre Männer und Söhne" auf dem Altar des Vaterlandes" zu opfern. Beiliegend der Text eines Kommentars von Franz Barsig im " Sozialdemokratischen Pressedienst". Wir bitten Euch nicht nur, diesen Text in unseren Partei- und parteinahen Zeitungen und Zeitschriften zu veröffentlichen, sondern darüber hinaus die Frauen aufzufordern, den Herausgebern dieses Werbebriefes eindeutig ihre Ablehnung klar zu machen. Mit freundlichen Grüssen! Hudalgotshey ( Herta Gotthelf) 1 Anlage Postscheckkonto: 113684 Köln, Erich Ollenhauer und Alfred Nau- Bankhaus v. Schulz, Tegtmeyer& Co, Bonn, Nr. 1401, Erich Ollenhauer Frauen und Mütter sollen helfen- die Lust am Soldatentum zu wecken Es eile den Tatsachen voraus, soll der CDU- Abgeordnete Dr. Lenz geantwortet haben, als man ihn kürzlich wegen eines drei Mio- DM- Fonds ansprach, über den er verfügen soll, um den Wehrgedanken in der Bundesrepublik zu fördern und den Aktionen der SPD entgegenzutreten. Diese Auskunft von Dr. Lenz dürfte sogar stimmen, denn drei Mio DM haben er und seine Propaganda- Kompagnieoffiziere Rasner und Dr. Vogel noch nicht zur Verfügung. Rund 1.8 Mio DM aber dürften es jetzt schon sein, von denen ein Drittel aus der Industriespende stammt, die vor wenigen Monaten im Kanzlerpalais gezeichnet wurde. Zwei Drittel hat die Industrie zusätzlich locker gemacht, die an Rüstungsaufträgen in weitestem Sinne des Wortes interessiert ist. Zugegeben, man hat von der Umwandlung dieses Geldes in bedrucktes Papier, Filme usw. noch nicht viel gemerkt. Aber was nicht ist, wird noch werden. Das erste Produkt liegt jetzt vor. Selbstverständlich wurde dabei das Lieblingskind von Dr. Jenz noch während seiner Zeit als Staatssekretär im Bundeskanzleramt, die" Arbeitsgemeinschaft demokratischer Kreise" bedacht, die in diesen Tagen einen offenen Brief an alle Frauen und Mütter herausgegeben hat. Man könnte über dieses törichte Machwerk zur Tagesordnu g übergehen, wenn es nicht ein so erschreckendes Beispiel dafür abgeben würde, dass in der Bundesrepublik heute jeder Propagandist genehm ist, wenn er sich nur trefflich antikommunistisch gebärdet. Aus den Zeilen dieses Offenen Briefes spricht nämlich so offen nationalsozialistisches Denken, wie man es in den letzten Jahren nicht mehr erlebt hat. Es fängt mit der" Blubo"( Blut und Boden, Sie erinnern sich?)- Ideologie an, die den Frauen und Müttern einredet, dass sie ein Band vereine, das die Männer nie begreifen können und kommt dann munter auf den Zweck des Anliegens; gerade die Frauen und Mütter sollten ihre Männer und Jungen davon überzeugen, wie nützlich und zweckmässig es ist, heute wieder Soldat zu werden. Im weiteren Laufe dieses Briefes wird dann die Flüchtlingsfrau, die alles verloren hat, davon überzeugt, dass sie auch ihren letzten Sohn" für das Vaterland" bereitstellen müsse und selbst die zitternde und bangende Verlobte hat zum Schluss Tränen des Stolzes im Auge, als ihr Peter beschliesst, sich eines Tages Blank zur Verfügung zu stollen. Ebenso naiv ist die politische Argumentation, die einreden will, dass eine neue Wehrmacht notwendig sei," damit nicht mehr so grässliche Dinge wie im letzten Weltkrieg geschehn können". Die zwölf deutschen Divisionen sollen dabei die Abschreckungstheorie untermauern. Nur hat man dabei offenbar nicht mehr die letzte Rundfunkrede des Bundeskanzlers berücksichtigen können, der sagte, der Besitz von zwölf deutschen Divisionen könne in der heutigen Zeit Deutschland er verwechselt es wieder einmal mit der Bundesrepublikauch nicht stark machen bezw. sichern. Ausserdem: jene gräßlichen Dinge geschahen den Angehörigen eines Volkes mit der angeblich stärksten Wehrmacht der Welt. Sic hat sie nicht vor dem furchtbaren Unglück bewahren können. Im Gegenteil: die Existenz dieser gewal- - 2- von Herrn Göthel. Skizze meiner brieflichen Ausserung darauf, auf der Rückseide des Briefes. dio - 2- tigen militärischen Macht und der politische Missbrauch, den man mit ihr trieb, war eine der Hauptursachen für das grenzenlose Elend, das am Ende des Krieges über ganz Deutschland kam. Der geradezu widernatürliche Kern dieses Briefes ist die gegen jedes mütterliche und frauliche Empfinden gerichtete Forderung: " Wir Mütter müssen unsere Söhne beeinflussen. Was sein muss, muss sein. Sicher tun es die jungen Männer nicht gerne, Soldat zu werden. Aber es ist eben Eure Sache, sie zu überzeugen". Die" Arbeitsgemeinschaft demokratischer Kreise" hat dann auch noch den traurigen Mut zu behaupten, dass sie diesen Brief von einer ihrer Mitarbeiterinnen unaufgefordert erhalten habe, obwohl aus jeder Zeile die klügelnde Konstruktion von Propagandisten spricht. Eines ist richtig an diesem Brief. Es wird gesagt:" Auch Ihnen wird er Anlass zum Nachdenken geben". Davon sind wir überzeugt. Wir glauben, dass das Ergebnis dieses Nachdenkens die glatte Ablehnung dieser Art von Wehrpropaganda ist. Friedensvertrag wird torpediert wenn das Parlament die Verträge unterzeichnet 4.55 Aus dem Weltkriege und aus Gefangenschaft bin ich als Schwerbeschädigter zurückgekehrt, habe meine Stellung, meine Wohnung, meine gesamte Habe und auch Angehörige verloren, so daß ich das Grauen und das Leid des Krieges persönlich erfuhr. Es ist mir unfaßbar, daß Abgeordnete eines noch an den Kriegsfolgen laborierenden Volkes durch ihre Entscheidungen heute bereits wieder einen neuen Krieg vorbereiten. Die Geschichte beweist doch allzu deutlich, welche unheilvollen Folgen der deutsche Militarismus bei allen Völkern erzielt hat. Als Angehöriger des deutschen Adels, als Akademiker, Kriegsfreiwilliger und Freikorpskämpfer war ich traditions- und erziehungsbedingt ein Befürworter der Militarisierung. Heute und erfahrungsbedingt distanziere ich mich schärfstens von den Militärkreisen, insbesondere von jenen früheren Offizieren, welche nunmehr als Abgeordnete im Bundestag, in den Landtagen und in verantwortlichen Stellen der Bundes- und Landesregierungen offen eine Politik der Kriegsvorbereitung betreiben. Daß mit der Ratifizierung und Verwirklichung der Pariser Verträge, die politische Lage der ganzen Welt verschärft wird, und sich zugleich die Gefahr eines neuen, noch verheerenderen Krieges, erhöht, beweist der augenblickliche Meinungsstreit der Parlamente aller Völker um diese Verträge. Die angestrebte Wiedervereinigung unseres zerrissenen Vaterlandes auf friedlichem Wege wäre auf unabsehbare Zeit verhindert. Das Recht unseres Volkes auf Abschluß eines Friedensvertrages, 10 Jahre nach Krieg sende, wäre illusorisch. Die Politik unserer Bundesregierung, welche auf die Wiederaufrüstung und damit auf das Wiedererstehen des deutschen Militarismus ausgerichtet ist, beweist eindeutig, daß wir für einen Friedensvertrag noch nicht reif sind, da dieser, schon vor Entstehen, torpediert wird. Ihre Aufgabe als Abgeordnete des deutschen Volkes dürfte es daher sein, diese die Existenz des deutschen Volkes bedrohende Politik zu verhindern. Ich begrüße aufrichtig die ablehnende Stellungnahme einiger Bundestagsabgeordneter der Koalitionsparteien gegenüber den Pariser Verträgen, welche sich nicht dem Fraktionszwang unterwerfen, sondern, der beschworenen Verfassung getreu, einzig nach ihrem Gewissen handeln und dem Volkswohle entsprechen. Wie aber wollen sich diejenigen Abgeordneten verantworten, welche leichtfertig oder aus Parteiräson und deren Vorteilen, ihre Zustimmung zu diesen unheilvollen Verträgen geben?" Karl Freiherr von Eyb, Neumarkt/ Opf., Littalta Intion and DD Marie Juchacz Frau Dr. Marie Baum Heidelberg/ N. Universität Sehr geehrte Frau Dr. Baum! L. Lemke Düsseldorf, am San Remostrasse 3 ( Schnittor Meb ж. дейно Da ich erst jetzt Ihr Buch" Rückblick auf mein Leben" gelesen habe, möchte ich nicht versäumen, Sie auf einen darin enthaltenen sehr ernsten geschichtlichen Fehler aufmerksam zu machen. Sie sprechen auf Seite 217 von den Zuständen im Herbst des Jahres 1918 und sagen da bei der Besprechung des Zusammenbruchs und des Ihnen vorschwebenden Zieles: " Der Weg dazu lag in der Einberufung einer Nationalversammlung, in der das Volk selbst über sein Schicksal entscheiden sollte. Da den Frauen während der kurzen Kanzlerzeit des Prinzen Max von Baden im Oktober 1918 das Stimmrecht verliehen war und sie sich somit im Besitz der vollen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten befanden, traf sie die volle Mitverantwortung.... Abgesehen davon, dass ich selber noch zu den wenigen Frauen gehöre, die in den Oktober/ Novembertagen 1918 das Werden und den endlichen Vollzug des Frauenwahlrechtes tätig miterlebte, zitiere ich Ihnen einige Zeugen. In Hermann Müller" Die Novemberrevolution"( 1928, Der Bücherkreis G.M.B.H., Berlin) sagt er ( Seite 19) u.a.: " Nicht nur die sozialdemokratischen Frauen rührten sich in jenen Tagen. Bürgerliche und sozialdemokratische Frauen hielten am 4. November 1918 in Berlin in den Sophiensälen eine gemeinsame Kundgebung für die Einführung des Frauenstimmrechts ab. Marie Juchacz, Rosa Kempf, Marie Stritt, Clara Bohm- Schuch, Minna Cauer und Regina Deutsch referierten. Nach ihnen sprachen Vertreter der politischen Parteien und verschiedener Organisationen für das Frauenwahlrecht. Nach Konrad Haenisch, Paul Hirsch, Heinrich Schulz und dem Freisinnigen Sirkovitsch sprach ich für den Vorstand der Sozialdemokratischen Partei. Meine Vorredner hatten mir alle schönen Argumente für die Notwendigkeit der Einführung des Frauenwahlrechts weggenommen, und so sagte ich einfach nach wenigen einleitenden Sätzen:" Wahrlich, es werden wenige in diesem Saale sein, die den Sieg des Frauenstimmrechtes in Deutschland nicht erleben werden.- Es wird mir unvergesslich sein, wie Minna Cauer, die greise Vorkämpferin für die staatsbürgerliche Gleichberechtigung der Frauen, mir nachher sagte: " Das waren Worte der Hoffnung, aber ich weiss nicht, ob ich das noch erleben werde." Schon wenige Wochen später wurde das Frauenwahlrecht in Deutschland durch die Regierung der Volksbeauftragten eingeführt. -2Soweit Hermann Müller. In dem von Anna Blos 1930 bei Kaden und Co., Dresden herausgegebenen Buch" Die Frauenfrage im Lichte des Sozialismus" berichtet Adele Schreiber in ihrer Abhandlung über " Die Sozialdemokratin als Staatsbürgerin" auf Seite 104 ebenfalls über diese Versammlung. Sie nennt als Rednerinnen noch ihren eigenen Namen und den von Gertrud Hanna, die offiziell als Vertreterin der Deutschen Gewerkschaften sprach. Es wird Sie in diesem Zusammenhang interessieren, dass Minna Cauer und Marie Stritt als Beauftragte ihrer beiden Frauenstimmrechtsverbände an den Vorverhandlungen zu dieser Kundgebung teilnahmen. Von den Gewerkschaften war Gertrud Hanna beauftragt, für die Sozialdemokratie, zu deren Vorstand ich seit 1917 gehörte, nahm ich daran teil. Wir entwarfen ein Schreiben an den Reichskanzler Prinz Max von Baden und sandten ein Exemplar davon an den Vizekanzler, Herrn von Payer, den wir u.a. auch um eine Unterredung baten. Es wurde nicht mehr beantwortet, die Ereignisse überstürzten sich. Der Bund Deutscher Frauenvereine beteiligte sich nicht an dieser Aktion. Sowohl von Minna Cauer wie von Marie Stritt wurde uns überzeugend begründet, dass Gertrud Bäumer bei der Zusammensetzung des Bundes gar nicht in der Lage wäre, für das Allgemeine Frauenwahlrecht einzutreten. Auf Seite 218 Ihres Buches sprechen Sie von einem überparteilichen Frauenwerbeausschuss, dem nach Ihrem Erinnern die" eigene Wege suchende Sozialdemokratinnen" ferngeblieben seien. Ich kann mich nicht erinnern, dass man damals mit einem solchen Angebot an uns herangetreten wäre. Aber ich weiss, dass 1918/19 die Frauen der Arbeiterschichten politisch so angeregt waren, dass sie in hellen Scharen in unsere Versammlungen kamen. So sahen wir unsere dringendste Aufgabe darin, mit ihnen in ein direktes politisches Gespräch zu kommen. Zu etwas anderem blieb damals weder Zeit noch Kraft, es wäre auch zwecklos gewesen. Aber das nur am Rande. Ich glaube, dass es auch in Ihrem Interesse liegt, den bösen geschichtlichen Fehler zu berichtigen. Ich hoffe, von Ihnen zu hören. • Mit vorzüglicher Hochachtung Cambridge, October 15.1946. Liebe Frau Juchacz. Wissen Sie den Namen und die Adresse des Kinderheims in Finkenkrug bei Berlin, in dem die Kinder der von den Nazis Hingerichteten untergebracht wurden. Ich weiss von Amerikanern, die besonders interressiert waren, solche Kinder zu unterstützen. Falls Sie meine erste Frage bezüglich des Finkenkruger Kinderheims beantworten können, so wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir auch sagen könnten, ob man durch Ihre Organisation an bestimmte Heime oder besonders schwer betroffene Familien etwas direkt schicken könnte? Sie wissen wie viele Menschen eher geben, wenn man ihnen Einzelschicksale beschreiben kann und sie ihre Hilfe dort conzentrieren können. Ich habe, wie Sie vielleicht wissen, Kleider und Geld gesammelt, die ich durch den Council of Churches nach Deutschland geschickt habe, teilweise mit der Bitte es an Pastor Grüber nach Berlin weiter zu leiten, der wie ich weiss besonders für Flüchtlingskinder sorgt. Mit den herzlichsten Grüssen Ihre Maßrändition UaBrandstrom Ulich den 28.Oktober 1946 Liebe Frau Brands then- Uhlich, Dank fuer Ihr Schreiben vom 16.Oktober.Ich erhielt es mit etwas Verspaetung, in einem Augenblick wo ich im Begriff stand fuer einige Tage zu verreisen.Dann kam ich etwas unpaesslich zurueck.Ich bitte die Verspaetung zu entschuldigen. Namen und Adresse des Kinderheims in Finkenkrug bei Berlin weiss ich nicht, leider.Aber louise Schrieder, Berlin- Friedenau, Peter Visherstr.5, II wuerde ganz sicher gerne und zuverlaessig die Vermittlung dorthin uebernehmen, auch dann, wenn sie unmittelbar mit diesem Heim nichts zu tun haben sollte. Sie hat fuer den westlichen Teil Berlins die ArbeiterWohlfahrt wieder aufgezogen.Die Arbeiter- Wohlfahrt ist fuer Berlin leider nicht anerkannt, weil die russischen Vertreter in der MilitaerKommandantur der Grossmaechte dagegen Einspruch erheben haben, und die Beschluesse dort bekanntlich alle einstimmig gefasst werden muessen. Dass bedeutet nicht, dass Louise Schroeder und die Arbeiter- Wohlfahrt nicht arbeitet, es bedeutet fuer sie nur erschwerte Umstaende.Sie partizipieren nicht an den allgemeinen Hilfsmitteln, die von draussen kommen, wenn diese nicht direkt an sie adressiert werden. Aber-- fuer die Zuverlaessigkeit der Vermittlung und fuer die groesste Sachlichkeit in jeder Beziehung, kann ich garantieren. Ausserdem ist Ihnen Louise Schroeder ja wohl keine Unbekannte. Zur zweiten Frage: Wir haben bis jetzt( ausser der Benuetzung der CAREsendungen nur generell ueber die CRALOG geschickt. Wohl wissen wir, dass schon eine Anzahl Heime der Arbeiter- Wohlfahrt bestehen. So z. B. auch aber das Ludwig" Frank- Kinderheim oberhalb Trieberg im Schwarzwald" wir haben noch kein Verzeichnis dieser Heime und keine Beschreibung der naeheren Umstaende, unter denen si existieren.Wir waren naemlich bis jetzt immer der Meinung, dass wir die Sachen ohne besondere Zielbestim mung senden muessten. In diesen Tage sprach ich einmal Hertha Kraus, die mir sagte, dass es durchaus moeglich sei, auch ueber die CRALOG, unsere Sendungen dorthin zu dirigieren, wohin wir sie gerne haben wollten. Das muessen wir versuchen und es wird damit auch zur Notwendigkeit werden, ein Verzeichnis der Heime usw zu bekommen.In Kuerze wird das in Ordnung sein. Sie werden dann von uns Bescheid erhalten.mx Mit Adressen von Leuten in besonderer Notlage koennen wir Ihnen jederzeit dienen. Die Frage ist immer, ob die Geber hier in diesem Land die Pakete selbst packen wollen, oder ob sie eine Bestellung ueber uns gehen lassen wollen( wofuer wir gerne zur Verfuegung stehen) oder ob sie die Adressen fuer die CARE- orders benuetzen wollen. Alle drei wege sind gangbar.Wenn Ihnen an Adressen, mit Schicksalen liegt, sind wir jederzeit bereit sie zu senden. Ich darf dafuer wohl Ihre Antwort abwarten? Sollte Sie Ihr Weg einmal ueber New York fuehren, wuerde ich Sie gerne sehen und sprechen/ Mit herzlichen Grussen Ihre M. J. I Frankfurt a/G. haupt Inher anerstr. 26 h. den 8/4/48 Liebe verehrte Genosie Juchair härz Zuerst lasse Sie mich Ihnen danken für die Zusendung der Berichtes Ihrer Arbeit in Amerika. Besonderen Dank für das liebe kleine Kärfchen. Sie haben es nicht leicht aber Sie haben doch Erfolg& das freut mich. Und nun etwas, was uns(uns ist immer Marie Bittorf& ich seit etwa ½ Jahr ganz bewuders beschäftigt. Es ist die Tiage, wie bringen wir Marie Jachacz herüber,& wenn es nur zu einem Besuch nach Deutschland langt? Wir sind der Mei nung, daß wir Sie hier nötig haben. Erstens für die Frauen aber vielleicht noch mehr für unsere Münner. Denn der alte Leist der Partei hübsch in dem Sextor Arbeiter & Partei zu verharren, gilt ganz besonders für uns Frauen & macht sich in weiten Kreisen der wzialistischen Partie bemerkt bar, ist auch leider unter unseren Tienen vorhanden. Da wäre eine persönliche Ansprache der Frau von Nutzen die in klarer Erkenntnis der damaligen Situation ermöglicht hat der Frauen Deutschlands das politische Stim̅recht zu geben. Als Marie Bittorf vor etwa 2 Jahren den Kampf beginnen für sozialistische Trauen den Verkehr mit aufne oder überperteipolitischen Tiäum anzubahnen& zu aktivieren(etwas allein um den kommunistischen Frauen das Feld nicht zu über- lassen) entdeckten wir in einem Büchlin, das Frau Blos geschrieben hat Ihren Anteil ein der Erreichung des Tienen. stimmrechts im Jahr 1918/19. Es heißt da auf Seite 103 II Marie Inchacz hat das Zustandikommen dieser gemeinsamen Arbeit später auf der Weimarer Frauenkonferenz mit den Worten motiviert„gs wurde uns klar, daß die Arbeit für Gleichbauch tigung der Frauen zum Teil in der Zeitströmung untergeht, wenn sie sich nur innerhalb des eigenen Partei absprekt. Es ist uns gezeigt worden, daß wir mit den bürgerlichen Stimmachtvereinen zusammen gehen müssen, damit die öffentliche Meinung sich gewohn- heitsmäßig mit den Raumfragen beschäftigen muss. In einer welchen Lage befinden wir uns, unnser Ansicht nach auch jetzt. Die öffentliche Meinung muss gewohnheitsmößig sich mit den Ferneforderungen beschäftigen. Die Möglichkeit das Stimmacht Auszuüben gibt noch nicht die Möglichkeit seine Möglichkeiten allzeit& wo immer es sein mag zur Wirkung zu bringen. Huben wir doch den Kampf in den eigenen Reihen noch lange nicht beerdet. Noch immer gilt es den Kampf aufzuheben nehmen um eine Frau an den ihren Fähigkeiten entsprechenden Platz zu setzen, noch immer wird ein oft weniger fähiger Mann der Frau vorgezogen. Als Marie Bittorf diener Kampf Mit Ihren Worten ist Marie Bittorf von etwa 2 Jahren krebsen gegangen. Nicht ganz ohne Enfoly. Daran a noch vieles Andere denken wir, wenn wir den Wunsch haben Sie hier zu sehen. Und nun was gestern Senonin Zinke aus Cassel bei uns, da habe ich auch dieses Thema angenknitten. Ich fand Zustimmung eine große Kundgebung für die Arbeiter Wohlfart zu machen& Sie als Gründerin dabei heraus zu stellen. Natür lich münten wir Ihnen Reise& Aufenthalt u.s.w. vergüten. Wie stellen Sie sich zu diesem Plan? Es steckt ja leider noch in den Windeln. III Das weiteren wurde von Senosien Günther vorgeschlagen eine Genonin die gut englisch spricht u etwas Mitreihnader in der Rede besitzt gleich dem Bischof des evangelischen Kirche, der jetzt U.S.A. breist Redenhüllt& um Liebesgeben für die evgl. Monaten Deutschlands wirkt, durch U. S. A zu schicken. Uebereinen erwarten Vorschlag woll wir uns die Köpfe zerbrechen. Auch darüber, ob es möglich ist, daß Sie diese Rednerin begleiten. Wenn G. Rechnitlov aus München genügend englisch spricht, denkt man an sie. Einstweilen aber währe sie noch nichts von dem ihr zugeteilten Glück. Sie hat nur der auf dem Congress einlährlich Bahshundert feier der Paulskirche direkt nach Dr. Elisabeth Lüders sehr gut bestanden u dies war keine Kleinige keit. Der Vorschlag von S. Lünther beruht auf einem Brüch im Lager der amorikanischen Liebespakete. Die Cl. V. war da sehr schmal beteiligt, während die Pakete für die eozl. Hilfsaktion in Tolge der Reise der Bischofs sich türmten. Ich persönlich wäh wohl, daß ein großes Unterschied zwischen Amerika& Deutnhland in Bezug auf den Sozialismus berichtet & glaube Ihnen auf Wort, daß Sie es dabei nicht lei eht haben. Ueber die Künde sind wir uns wohl einig, es hiese Eulen nach Athen tragen, ließe ich mich da aus. Vollen Sie uns über beide Fragen Ihre Ansicht sagen? Hat die Reise à Ca Binhof einen Sinn? Würden Sie kommen, wenn wir es fertig brächten eine Regung der A. W. zu Stande zu bringen? Der hessische Trauenverband, Vorsitzende Tini Pfanes ist nicht zu verwechseln mit den Demokratischen Ueber Tienen- verbanden der Ostrone in Deutschland& jetzt leider auch in der Westzone, Während in der Ostrone die Kommunisten& folglich zu rische Dictatur herrukt, ist Dank der Mitarbeit der Sozialistinnen IV der Einfluss der kommunistischen Frauen zurückgedrängt& ohne Einfluß. Es bedarf selbstverständlich einer förtwährender Aufmerkramkeit sie in Schranken zu halten, aber ich sehe es doch an Marie Bittorf wie dadurch der Kampf geist gestärkt, die Ausdrückmöglich keit erweitert& die eigene Ueberzeuung gefestigt wird. Oft erstaunen ich über das, was sie aus sich gemacht hat. Hätten wir den Wünschen von Hanoves& auch von Lotte Lemke nachgegeben uns von der Berührung Mitarbeit im Frauen-Verband Herrn zurückgezogen, er hätte die Vor- sitzende ihr Amt niederlegen müssen u die bürgerliche Frauen wären der Kommunistinnen ausgeliefert worden. Auch in der A. W. Frankfurt a/g. geht der Kompf zwischen Kom̅unisten a Sozialisten weiter, aber es ist erreicht, daß der fest aber still vor sich geht. Man wirkt durch die Tat& nicht mit Benhrei, allmäh lich werden die leitenden Köpfe erweit sie noch kommunisten sind durch unsere Leute besetzt& dabei muss man bedenken daß die Zu- sam̅inarbeit durch die Americaner beinahe erzwungen wurde adie Aktiveren die Kommunisten waren& oft noch sind So, das ist war ich Ihnen sagen wollte u. zu unterbreitet habe – Geben Sie uns biste Anträt& glauben für, daß wir hier Ihrer in Liebe& Dankbarkeit gedenken u Ihnen alles Gute wünnten. Ihre Meta Quarck-Hammernhlag C Abschrift 1 . aus der" Neuen Zeitung" vom 30. Mai 1948 Beginndende Klärung Die nach 1945 wieder erwachende deutsche Frauenbewegung zeigte von vornherein zwei Tendenzen, eine stark zentralisierte Osten und eine mehr förderalistische im Westen und Süden. Hier im wuchsen die Organisationen aus örtlichen Gegebenheiten heraus, erstreckten sich langsam über das Hand und sind bisher lediglich in der britischen Zone zonal zusammengefasst worden. Das andere Charakreristikum ist die starke Vereinheitlichung auf der einen und grosse Vielfältigkeit auf der anderen Seite. Über die Frauenausschüsse der stzone, in denen offiziell SED. ODU. LDP. nebst einigen Parteilosen vertreten waren, kam man dort zu der von der SA. geförderten straffen Organisation des " Demokratischen Frauenbundes". Er kennt zwar keine offiziellen Parteidelegationen mehr, ist dafür aber ganz in die Obhut der SED. genommen und wird von ihr nicht nur materiell, sondern sogar mit seiner Ideologie versorgt. Dieser Bund erfüllt die gleiche Funktion wie die Einheitsorganisation der Frauenschaft der NSDAP Mobilisierung der gesamten Frauenkräfte zur Durchsetzung einer totalitären Staatsidée. Demgegenüber stehen etwa 40. Frauenorganisationen der drei Westzonen und Berlins, die politische, kulturelle und kirchliche Interessen vertreten. Sie werden durch ihre Überparteilichkeit und ihr politisches Bekenntnis zur Demokratie zusammengehalten. Der Initiator des interzonalen Frauenkongresses in Frankfurt/ M. der Hessische Frauenverband, hatte sich diesem Grundsatz der Überparteilichkeit verpflichetet gefühlt, als er den demokratischen Frauenbund zu der Tagung einlud. Der DF. sagte ab und trug damit zur Klärung einer Situation bei, die notwendig ist, wenn die deutsche Frauenbewegung in der politischen Gestaltung des neuen demokratischen Deutschlands ein entscheidendes Wort mitreden will. Mit der Annahme der Resolution:" Der Kongress lehnt jegliche Gewaltmethoden und jeden Totalitätsanspruch, gleich von welcher Stelle und unter welchem Vorwand er komme, ab und erwartet, dass die überparteilichen und überkonfessionellen Frauenverbände in ihrer täglichen Arbeit alle Konsequenzen ziehen hat die Frauenbewegung des Westens und Berlins allen getarnten oder offenen Infiltrationen" volksdemokratischer" Ideologien einen Riegel vorgeschoben. erantworDieserklärung wurde nicht zuletzt beschleunigt durch die Aufnahme des DF. in die unter kommunistischer Leitung stehende " Internationale demokrati che Frauenförderation", von der eine Rednerin in Frankfurt/ Main sagte;" Es bedeutet noch keinen Fort schritt in der menschlichen esellschaft, wenn die Internationale Frauenförderation 50 Millionen Frauen in eine Ideologie ein- spannt, die Freiheit, Unabhängigkeit und individuelle tung auslöscht, um an deren Stelle diktatorische Patentlösungen zu setzen. Der egenschritt der Präsidenten des parteipolitisch neutralen International Council of Women ,, die auf dem Kongress den Wunsch ausdrü kte, mit der deutschen Frauenbewegung wieder Verbindung aufzunehmen, zeigt, dass das demokratische Ausland mit wachen Interesse die Klärungen innerhalb der deutschen F Frauenbewegung Frauenbewgung verfolgt und dabei nicht geneigt ist, nur in der Rolle des interessierten Zuschauers zu bleiben. Unter dem Gesichtspunkt der Anbahnung internationaler Beziehungen war das Fernbleiben der Gewerkschaften und der SPD. CDU. und LDP. waren durch offizielle Delegationen vertreten) besonders bedauerlich. Auf längereicht könnte diese Abstinenz die in Frankfurt/ M. vertretenen Organisationen in eine Entwicklung hineindrängen, die ein Wiederaufleben des 1933 aufgelösten rein bürgerlichen" Bundes deutscher Frauenvereine" begünstigen und der bis dahin bestehenden Zusammenarbeit aller demokratischegesinnten Frauen abträglich sein würde. Das unter Umständen mögliche Resultat, eine neue ausgesprochen bürgerliche Frauenbewegung im Westen und Süden Deutschlands mit Einschluss der kirchlichen erbände, würde in keiner Weise mehr den gesellschaftlichen Verhältnissen im heutigen Deutschland entsprechen. Darüber hinaus würde eine soziologische einseitig orientierte Frauenbewegung besonders inopportun in einem Augenblick erscheinen, wo alle freiheitlich und demokratisch gesinnten Frauen es als ihre Hauptarbeit betrachten sollten, einen Frieden zu mobilisieren, der auf der" arantie der Freiheit/ und der Würde der Persönlichkeit beruht. Diese Aufgabe gilt ebenso sehr für die deutschen Frauen, wie für die grossen internationalen demokratischen Frauenverbände, die sich auf dem Frauenkongress in Frankfurt/ M. vertreten liessen und öffnet den Weg zu neuer fruchtbarer internationaler Zusammenarbeit. Die Zusammenfassung aller Kräfte zur Erhaltung des riedens sollten den übergeordneten Rang haben vor Inangriffnahme parteipolitisch unterschiedlich gesehener Probleme, deren Lösung schlisslich den rieden voraussetzt. 1 ! Zum Material den 9.November 1948 Liebe sehr verehrte Genossin Quark- Hammerschlag, herzl.Dank fuer Ihren Brief vom 8. Juni.Es ist lange Zeit vergangen, bis ich antworten kann, endlich ist es so weit.Glauben Sie mir, dass es viele und sehr zwingende Gruende waren, die mich an einer schnelleren Antwort hinderten. Dieser Brief, resp.sein sachlicher Inhalt ist gleichzeitig fuer die Genossin Marie Bittorf bestimmt. Zu Ihrer Unterrichtung: ich rueste schon seit langer Zeit fuer eine Reise nach dort, doch ist es nicht so einfach, aus vielen Gruenden, die ich aus Zeitmangel nicht anfuehren kann.-- Ich denke nun, dass ich zu Beginn des neuen Jahres abfahren kann.--- In oeffentlichen Versammlungen werde ich nicht sprechen; auch das hat seine Begruendung, ich werde meine ganze Kraft brauchen, um das zu erfuellen, was ich mir selber vorgenommen habe.-- Damit beantwortet sich von selber Ihre Frage nach einer grossen Kundgebung, wobei Sie freundlicher Weise daran dachten, mich als Rednerin herauszustellen mit einem( bedauernden) Nein. Sie, die mich kennen, werden bestimmt glauben, dass ich weder launisch bin, noch faul, sondern aus bestimmten sachlichen Gruenden meine Taetigkeit dort rationieren muss. Sehr gerne wuerde ich natuerlich sehen, wenn einmal eine Genossin, die gut englisch spricht, hier als Rednerin durch das Land gehen wuerde. Aber hier fehlt es mir an Einfluss, das Nichtvorhandensein einer Arbeiter- Bewegung im deutschen und Europaischen Sinn ist die Ursache dafuer, dass ich leider da ganz versagen muss.--- Aber ich weiss wohl, dass drueben bei den USA- Leuten Bestrebungen vorhanden sind, sowohl politische Frauen, wie auch Wohlfahrtsarbeiterinnen herueber zu bringen, um in den US" Demokratie zu studieren, oder zu lernen".Ein geschicktes Einreihen dort, duerfte nicht unmoeglich sein, wenn man--- die Stellen und Personen kennt. Ich kenne sie hier nicht, das muss sich drueben vollziehen, womit sich dann auch die sehr schwierige Kostenfrage loest. Ueber die" Frauenfrage" als Komplex viel nachzudenken, habe ich bei meiner intensiven Arbeit hier noch wenig Kraft uebrig gehabt.Nachdem was ich hier sehen konnte, scheint es mir so: die Frauen sind in der Lage und haben die Kraft viel zu leisten, wenn sie es richtig anfangen. Es scheint mir aber, dass sie aus dem Stadium herausgewachsen sein muessen, in dem man immer sagte: es muss auch eine( oder zwei, oder drei) Frau( en) dabei sein.Sondern man muss sagen konnen: wir schlagen Frau sowieso vor, sie hat grade fuer dieses Amt die besten Qualitaeten, aus den und den Gruenden.--- Frauenklubs und Frauenverbaende mit ganz bestimmten sozialen, gesellschaftlichen, paedagogischen und sonstigen Zielen, werden dadurch nicht ueberfluessig, im Gegenteil.Aber... na ja,... es fehlt mir an der Zeit, um alle meine Gedanken darueber ausfuehren zu koennen, ich denke, es laesst sich manches durch freundschaftliche Unterhaltung klaeren, wenn ich drueben sein werde. Bis dahin herzlichst gruessend Ihre, Eure Die Organisierung meines Aufenthaltes hat Lotte Lemke in der Hand/ Hildegard Berlin-Wilmeredor Württembergische Str. 14 Wegscheider gewisser 10148. an Marie Imhait Liebe Marie geweint habe ich Esel, als ich Deinen Rund brief und Deine freundlichen Begleitworte be- kam. Ich glaube, ich habe viel mehr Sehnsroht nach Euch Allen+ gnade auch nach Dir als ich mir eingestehe. Es steckt soviel Trotz in uns! Wir gestehen uns sanftere Regungen gar nicht gerne ein. Wir wissen, daß wir O, nichts Ain können. Aber standhalten müssen wir und für unser kleines bischen Ziecheit Kampferr. Wir- oder vielleicht gilt das nicht für alle- also. ich kann schon gar keine großen Worte mehr vertragen. Wenn ich deutsche Zinnen-oder, Zwendensorganisation en für"den Weltfrieden" reden höre – diese armen Herden hungrigen, hirtenlosen Schlachtviehs- dann weiß ich erst, wie schlecht es um die Sache der Weltfriedens steht! Man kann nur noch gegen das alles anlieben. Und Keiß doch, wie criminal die Wirkung ist. So: das war ein Ausbruch! Und doch hast Du die deutschen Genossen gerade um ihrer Standhaftig keit willen gelobt! Sei nicht böse deshalb auf mich! Ich halte auch stand. Ich habe sogar Kumor; und manche jüngeren Freunde holen sich darum Rat und Mut bei mich Auch brauchen wir ja jedes Zetzchen trotz bedas wir ergättern können. Wenn aber dann gemain von weit, weithakommt und einem so freundlich die Glatze streichelt und von unserm Nachmittag in Basel spricht, dann heult man los; und das tut gut. Und ich danke Dir recht schön dafür. mich interessiert, daß Du jetzt"Amerika" studierst sollten wir Dir nicht eine Reihe Einladungen zu Referaten darüber schönen. Ich arbeite hier gern in einer kleinen, immer gut geheizten& hell beleuchteten amerikanischen Bücherstube. Sehr viel sozialigliches Material wird da angeboten. Mir scheint, als ob der maßgebliche Gedanke sich in solchen Titeln ausdrückte, wie"Dunocracy" in kansformation Sie vermeiden gern das Wort"Sozialism", weil es ein Ziel+ vielleicht auch einen Weg ausdrückt aber keine Tatsacht. Dabei sind sich die ernstkaffen schriftsteller durchaus dessen beweist, daß dem cracy all round auch noch nicht vollkom- men ist. Man liest da Erörterungen über die Negerfrage und fühlt, daß es ihnen ein Anliegen wäre, dieser Sache endgiltig Herr zu werden. Aber sie sind sehr vorsichtig mit dem Erwecken von Hoffnungen+ mit Prophezeiungen. Auch mit zu raschen und umfassenden Verellgemeinerungen Wie schön wäre es, Dich über diese und viele andre Dinge sprechen zu hören. Grüße Emil Kirschmann. Von Gezini. Kis Ende hatte ich gelesen! Es wäre schön gewesen, ihn wieder hier zu haben. In meiner Parteiabteilung, der 9. in Wilmersdorf, spielt eine große Rolle der alte Polizeipräsident Nichter. Er ist ein Sonder ling geworden+ eine ulkige Nudel'aber er denkt sehr selbständig& eigenartig und ärber tet geistig sehr stark mit. Sein Kopf ist stock vergeistigt und direkt schön geworden. Leider geht es Luise Schröder nicht gut! Aber Liebe& Vertrauen der Berliner zu ihn scheinen unbegrenzt zu sein. Im Marz will ich versuchen, nach Basel zu meiner Schwester Bernvulli zu fahren. Ich fürchte mich wir der Anstrengung der"Reise" und vor der ungestörten Atmosphäre doit. Aber sel kann ja nicht kommen, und es wändich gut, wenn wir einander noch einmal schen könnten! Ich will es also versuchen. Ich günst Dich sehr, liebe Marit! Und denke darüber nach, ob Du kommen willst+ kannst! Zur Zeude für Viele! Auch für Deine alte Kildegard. Berlin Mai 1947 SEITE 202 DAS SOZIALISTISCHE JAHRHUNDERT WEITE WELT IM ENGEN SPIEGEL Lebenserinnerungen von Dr. Hildegard Wegscheider, Berlin*) Mutterschaft und Berufsarbeit In der Arbeiter- Abstinentenbewegung traf ich auch meinen späteren Mann, Dr. Max Wegscheider. Wir heirateten im Jahre 1899, und ich versuchte Fräulein Lange, die Leiterin der Gymnasialkurse in Berlin, dazu zu bewegen, daß ich auch als verheiratete Frau weiter an ihren Kursen unterrichten durfte. Sie fragte mich bei diesem Gespräch, ob ich sicher sei, daß uns nicht passierte, was jungen Ehen doch sehr häufig passierte, nämlich Kinder. Diese Frage war zuviel für mich, da mußte ich frech werden, und ich sagte laut, aber deutlich, daß ich mindestens ein Dutzend Kinder haben wollte. So konnte ich bei Fräulein Lange nicht bleiben. aller Ich sah später ein, weswegen sie so gehandelt hat. Sie wollte die Gleichberechtigung der Mädchenbildung mit der der Knaben erreichen; dazu bedurfte sie der Hilfe politischer Persönlichkeiten Parteien und wollte auch die Unterstützung der Kaiserin erlangen. Auf diesem Wege war ich als Sozialdemokratin an ihrer Schule nicht ganz angebracht, und eine junge Mutter als Lehrerin konnte auch nur gegen die Zulassung von Mädchengymnasien sprechen. H. Lange hat also ihre Linie richtig verfolgt. Für mich war es aber ein schwerer Schlag; zugleich freilich war es eine neue Gelegenheit zum Kampf: es mußte für die verheiratete Lehrerin gekämpft werden. Immerhin waren die Stunden in den Langeschen Kursen das erste Stück aufbauende Erziehungsarbeit, das ich geleistet habe. Ich kam mit den Klassen in eine ganz nahe menschliche Verbindung, die sich nicht auf den Unterricht beschränkte. Wenn ich des Sonntags wanderte oder eins der Berliner Museen aufsuchte, waren immer einige Schülerinnen mit mir. Das verband uns sehr fest, und nach meiner Heirat hatte ich jeden Monat einen ,, offenen Abend", der in erster Linie für die Schülerinnen gedacht war. Mit einigen von ihnen bin ich bis heute befreundet. Sie sind nicht alle Sozialistinnen geworden, aber wir waren immer darin einig, daß wir die Achtung vor jedem Menschen, wer er auch sei und welcher Gesellschaftsklasse er auch angehörte, zur Grundlage unserer Handlungen zu machen suchten. Eine ganze Reihe von ihnen sind Aerztinnen geworden, viele Lehrerinnen und Fürsorgerinnen. Daß ich aus den Kursen ausscheiden mußte und neue Arbeit suchte, war für mich keine wirtschaftliche Frage. Das Bedürfnis nach privater Vorbereitung zum Abitur war unter den Frauen Berlins damals sehr groß, und bald fand sich auch eine neue feste Arbeitsgestaltung. Mein Mann war ebenso wie ich davon überzeugt, daß auch eine verheiratete Frau zur Berufsarbeit berechtigt war. Er war der Sohn eines der bekanntesten Berliner Ärzte, des alten Sanitätsrats *) Vgl. Soz. Jahrhundert, S. 105 ff, 142 ff, 172 ff. Wegscheider, der seinerzeit das ganze Fabrikarbeiterin. Mit Hilfe des Vereins Berliner Geheimratsviertel ärztlich betreut hat. Man rief ihn in Krankheitsfällen, aber seine Praxis baute sich auf der Idee des Hausarztes" auf. Er fuhr mit seinem Wagen von einer Familie zur anderen, fiel, wie der Berliner sagt, den Menschen mit Vorliebe in die Suppe, um die Ernährungsweise zu kontrollieren, ließ sich dann alle Schwierigkeiten nennen, ging selbst in die Küche und gab Anordnungen für die Zubereitung der Speisen, kurz, er hielt die Verbindung mit der ganzen Familie, so daß ihn die Krankheiten in ihrer Wirkung auf den einzelnen nicht ganz leicht überraschen konnten. Seine Praxis fiel in die Bismarcksche Zeit und in den aufblühenden Reichtum von Berlin. Der Vater Wegscheider hat nie eine Rechnung geschrieben. Seine Patienten schickten ihm am Ende des Jahres ein Honorar nach Gutdünken, und er holte das Nötige für den Haushalt von der Bank. Mein Mann besann sich noch darauf, wie eines Tages, als er noch Schüler war, das Bankhaus seinem Vater mitteilte, daß die Million erreicht wäre. Der Lebenszuschnitt des Hauses änderte sich durch diese Tatsache keineswegs. Es bestand ein gut bürgerlicher Lebensstil. Die beiden Söhne wurden Ärzte, die Töchter wurden in ,, weiblichen" Beschäftigungen ausgebildet und holten sich in Vorträgen genügend Bildungsstoff, um an Unterhaltunn teilnehmen zu können; sie spielten Klavier, gingen ins Theater, und an den Sonntagen war Empfang von Freunden und jungen Leuten; Schauspieler und Sänger der staatlichen Theater sorgten für Unterhaltung der Gäste. Der unausgesprochene Zweck war natürlich, die vier Mädchen unter die Haube zu bringen. Es gelang nur bei zweien von ihnen. Die anderen beiden haben sich später noch beruflich ausgebildet, sich an einem bekannten photographischen Atelier Photographinnen betätigt und sind doch nicht dem unbefriedigten Dasein einer ,, alten Jungfer" verfallen. Familienschule als SO Wir mieteten eine der üblichen Fünfzimmerwohnungen in der Corneliusstraße, in der die Praxis neben meiner Privatstundentätigkeit ihren Platz fand. Sehr bald trat der Verein Frauenwohl" an mich heran, an dessen Spitze Minna Cauer stand, eine der radikalen Vertreterinnen der Frauenbewegung. In diesem Kreis fand ich ein lebhaftes Echo für meine Stellung zu der Frage der verheirateten Lehrerin: Wenn die Arbeiterbewegung das Recht der Frauen auf voll gewertete Arbeit auf ihre Fahnen schrieb, dann sollte diese Forderung auch für den Beruf der Lehrerin Geltung haben. Das um so mehr, als der erzieherische Einfluß einer verheirateten Frau, einer Mutter, oft stärker auf die Kinder eindringt als der einer einsam alt werdenden unverheirateten Frau. Im Jahre 1900 wurde ich zum erstenmal Mutter; ich erlebte also den Konflikt zwischen Mutterschaft und Berufsarbeit, wenn auch natürlich in leichterer Form als die ,, Frauenwohl" gründete ich die erste Schule für schulpflichtige Mädchen mit gymnasialem Unterricht in Charlottenburg. Sie begann im siebenten Schuljahr, wie die damals aufkommenden Reformgymnasien, so daß sechs Jahre zur Ausbildung vorgesehen waren. Mit Erlaubnis des Ministeriums durfte ich an dem Reformgymnasium am Savignyplatz im Lateinunterricht hospitieren. Ich machte hier meine ersten Erfahrungen über den Unterschied zwischen Knaben und Mädchen in der Aufnahme und Bewältigung des Lehrstoffes. In der Zeitschrift des Vereins für Kinderpsychologie habe ich diese Erfahrungen niedergelegt. Sie entsprechen noch immer dem, was uns auch heute die Lehrer besonders aus den Schulen mit gemeinschaftlicher Erziehung der Geschlechter berichten. Unser Schulplan machte der Schulverwaltung einige Schwierigkeiten. Wir hatten den vollen Lehrplan einer höheren Schule, konnten aber als solche nicht gewertet werden, da es keine anerkannten höheren Schulen für Mädchen überhaupt gab. So fand man den Ausweg, jede Klasse als eine Art Familienschule gesondert aufzubauen. Das war dann ein Privatunternehmen der Eltern, die einen der Väter als Vorsitzenden wählten, mit dem die Bezirksverwaltung arbeiten konnte. Natürlich hatten wir sehr eifrige und lebendige Schülerinnen und sehr inte essierte Eltern bei diesem Versuci, dem größeren Teil dieser Schülerinnen habe ich bis zur Hitlerzeit eng zusammen gehalten. Viele von ihnen mußten dann auswandern, manche gingen in dieser furchtbaren Zeit zugrunde. Mit vielen stehe ich nun wieder in eifriger Korrespondenz, wir tauschen unsere pädagogischen Erfahrungen aus, als ob wir nie getrennt gewesen Der äußere Rahmen dieser Schule war sehr bescheiden. Wir hatten kein Lehrzimmer, uns war nur ein kleines Eckchen in dem an sich zu kleinen Schulhof der Knabenschule, in der Unsere wir arbeiteten, zugeteilt. Pausenerholung bestand darin, daß ich mich in die Mitte dieses Plätzchens stellte und die Mädchen im Kreis um mich herumgingen. Wir haben dabei viel und herzlich gelacht. Um diesen Mangel auszugleichen, machten wir in jeder kurzen Pause ein paar Minuten lang Turnübungen. wären. Das zweite Kind Solange nur eine Klasse da war, brauchte ich nur zwei Stunden am Vormittag von zu Hause weg zu sein und hielt am Nachmittag eine Sprechstunde für Eltern, Lehrer und Schülerinnen in meiner Wohnung. Aber nach knapp zwei Jahren meldete sich unser zweites Kind. Die Sache wurde schwierig. Ich berief die Eltern zusammen, auch die für das dritte Schuljahr, die sich schon gemeldet hatten, und stellte sie vor die Frage, ob es ihnen lieber wäre, wenn ich jetzt nur Urlaub nähme und mich vertreten ließe, oder ob ich ganz von der Arbeit an der Schule zurücktreten DAS SOZIALISTISCHE JAHRHUNDERT der allgemeinen Volkswahlen tritt höchstens die indirekt und stufenweise nur von Vertrauensmännern ausgeführte Wahl der oberen Körper. Die Herrschaftsschicht, der Führungskreis, bezeichnet sich selbst als die ,, Elite", die ihre Mitarbeiter ernennt. Wer eigentlich führt, bleibt undurchsichtig. In jedem System der Diktatur müssen die obersten Organe der Partei zugleich die obersten Organe des Staates sein oder eng mit ihnen zusammenarbeiten. Die Partei ist zwar auch ein Verband zur Organisation der Willensbildung, aber zur Durchsetzung staatlich- politischer Zwecke. Die Partei wird zur disziplinierten und kommandierten Funktionärgarde, die blindlings die taktischen Befehle durchzugeben und durchzuführen hat. In Wirklichkeit muß die solcherart aufgebaute Partei- da sie keine eigene Meinung haben darf nahezu entpolitisiert sein, auch wenn sich die Mitglieder ,, aktiv" politisch betätigen dürfen. Jeder Parteifunktionär gibt nur den Druck mehr oder weniger verhüllt weiter. Dafür wird die Partei wirtschaftlich in jeder Weise bevorzugt. - - - - Wenn die Konkurrenz der Parteien im Staate wegfällt, ist Wettstreit oder Widerstreit nicht mehr möglich. Es gibt keine ehrliche politische Auseinandersetzung, keinen ehrlichen geistigen Zusammenhang zwischen den streitenden Gruppen mehr, keine unausgesprochen respektierte Diskussionsbasis, keine für jede Partei gültigen Kampfregeln, sondern nur die Funktion der einen Partei, ihre politische Vormachtstellung durchzusetzen, Aufträge der Staatsführung durchzuführen. Wer eine andere Meinung hat, andere Meinung äußert, als offiziell verkündet wird, wird zum Reaktionär, zum Staatsfeind, zum Volksschädling erklärt. Die Diktatur ist überempfindlich gegen Nuancen und Schattierungen der verkündeten Auffassung oder gar gegen abweichende Meinungen in den eigenen Reihen. Jede Abweichung wird bekämpft. Jedes politische Programm, jede Proklamation werden lediglich Mittel der Machterhaltung oder der Machterweiterung. Sie sind einzig unterstellt den taktischen Zielen des Staates. Ideologie und Verhüllung Der Wert des politischen Wissens, das verbreitet werden darf, richtet sich also nach seinem Propagandawert, nach seiner Brauchbarkeit als ,, Herrschaftswissen". Die politische Wissenschaft soll im Grunde nur die im Machtkampf benötigten Verhüllungsideologien liefern. Dafür wird ein großer Apparat aufgezogen, werden große Stäbe mit Intellektuellen eingesetzt. Es gibt keinerlei Autonomie des Geistes. Alles ist restlos eingegliedert in den politischen Kampf, dessen einziges Ziel ist, den Gegner zu vernichten. Gegner ist jeder, der anderer Meinung ist. Der deutsche Staatsrechtslehrer Carl Schmitt, der theoretische Wegbereiter und Apologet des Nationalsozialismus, sagte in einer seiner früheren Schriften: ,, Der Volksgenosse, der dem Kampfe des Nationalsozialismus gleichgültig oder gar ablehnend gegenübersteht, spielt mit seinem eigenen Geschick." Die politische Praxis der Diktatur kann daher völlig anders sein als die Lehrsätze, die sie verbreitet. Weil Ideologie nur Mittel zum Zweck ist, kann sich die politische Praxis Widersprüche gestatten und morgen das Gegenteil von dem tun, was sie heute vertrat, ohne daß sie dafür Rechenschaft abzulegen oder es öffentlich zu begründen hätte. Die Ideologie und die Methoden der Diktatur sind zynisch und demagogisch. Sie unterstellen an Ublem dem Gegner, was sie selbst tun oder vorhaben. Damit das eigene Bewußtsein der Herrschaftsgruppe vor der Enthüllung und Entlarvung geschützt wird, muß irgendeine Idee zum absoluten Wert erhoben werden, von dem alles andere abgeleitet werden kann. Solche Verabsolutierung braucht jede radikale Bewegung. Beim Faschismus und bei den Nazis waren es die Vergottung der Nation und des Staates und die Transzendentierung des Führers, also - SEITE 201 völlig irrationale Werte ein Vorgang, der geistesgeschichtlich wichtige Hintergründe und mit dem Niedergang der Philosophie der bürgerlichen Gesellschaft zu tun hat. Aus der Anbetung der Gewalt oder der ,, Vitalität" und der Verachtung des Geistes ergibt sich eine Art Neumacchiavellismus, der sich letzten Endes in der Praxis immer derjenigen Ideologie und derjenigen Mittel bedient, mit der sie sich am schnellsten glaubt, an den Erfolg spielen zu können. Alle Mittel sind dazu recht. Dieses System schreckt nicht vor Verrat und Heuchelei, vor Vertragsbruch, vor Lüge und Betrug, vor Grausamkeit und Verbrechen, vor Folter und Mord zurück. Den einen bringt man um, indem man ihm die Wurzeln abschneidet, den anderen, indem man ihn totschlägt. Wartenmüssen ist oft auch ein Tod. Diese Methoden, die sich grundsätzlich abseits von der Öffentlichkeit und vor ihr geheimgehalten abspielen müssen und die in den letzten zwölf Jahren auf Generationen hinaus den deutschen Namen in der Welt verunglimpften, sind grundsätzlich in jedem System der Diktatur möglich. Der alte Begriff des Rechtsstaates und der Rechtssicherheit muß in jeder Diktatur restlos untergehen. Im modernen demokratischen Staat bedeutet die Gewaltenteilung die. Trennung von Legislative, Justiz und Exekutive. Sie ist eine Garantie der Rechtssicherheit. Die Diktatur muß die Gewaltenteilung des Staates aufheben. Sie muß zunächst. Exekutive und Legislative in einer Hand vereinigen und schließlich auch der Justiz die Selbständigkeit nehmen, Dies geschieht durch Absetzbarkeit der Richter oder ihre Abhängigmachung von Anordnungen des Staates, durch die Einsetzung von Sondergerichten oder durch die Einführung von Laienrichtern. Auch aus diesen Erfordernissen heraus muß die Diktatur zentralistisch regieren, den größten Teil aller Staatstätigkeit sich in der Zentrale abspielen lassen. Sie braucht zwar Dezentralisation der Provinzen zur besseren Drchsetzung des zentralen Willens, aber nicht Selbstentscheidung der Provinzen. Aufhebung der Grundrechte Zwangsläufig und gleichzeitig werden auch die GrundPerson, das Briefgeheimnis, die Unverletzlichkeit der Wohrechte aufgehoben, die Freiheit und Unantastbarkeit der nung, das Recht der Versammlung, die Freiheit der Presse usw. Alles wird nur gesichert durch die nackte Gewalt, die schrankenlos und unkontrolliert herrscht. Polizeifunktionen, die ohne Haftbefehl, ohne Möglichkeit In jeder Diktatur gibt es auch eine starke Sondertruppe mit der Rechtfertigung und ohne Verpflichtung zum ordentlichen Gerichtsverfahren Menschen beliebig abholen, einkerkern und vernichten kann. Zu ihnen gehört ein System Nachrichtendiensten, das sich aller Mittel bedient. Wenn von Spitzeln, Angebern, geheimen Berichterstattern und in irgendeinem Lande jemand ohne Haftbefehl eingesperrt werden kann, besteht kein Rechtsstaat und also keine Demokratie, auch wenn es noch so laut verkündet wird. Gerade dieses Zeichen ist vielmehr ein wesentliches und charakteristisches Merkmal für das Vorhandensein eines diktatorischen Systems Auch in der Demokratie kann es Korruption geben, wie es Diebstahl, Mord und Plünderung gibt. Der Unterschied ist der, daß in der kontrollierten Herrschaft der Demokratie die Korruption sichtbar gemacht und bekämpft werden kann, in der Diktatur die Aufdeckung der Korruption aber von der Zustimmung der verantwortlichen Führerclique abhängig ist. Die Korruption muß in der Diktatur grundsätzlich verschwiegen werden. Das bedeutet letzten Endes die langsame Auflösung jeder politischen Struktur. Diese Tatsache ist auch die entscheidende Hoffnung, die den Gegnern der Diktatur immer bleibt: daß diese Korruption, die Unmoral der Mittel und die wachsende Gewaltsamkeit der Methoden zwangsläufig früher oder später zur inneren Aushöhlung jedes Diktatursystems führen muß. DAS SOZIALISTISCHE JAHRHUNDERT sollte. Ich könnte mir denken, daß die Eltern Bedenken hätten, wenn die Kinder mich in meinem Zustande sähen. Die Eltern baten mich, solange wie möglich bei den Kindern zu bleiben und forderten mich direkt auf, bei dieser Gelegenheit den Kindern die Schönheit und Heiligkeit der Mutterschaft klarzumachen. Sie selbst seien dabei so unsicher, Es dauerte nicht lange, da übernahm die Aufsichtsbehörde selbst diese Aufklärung. Ein Potsdamer Schulrat besichtigte die Klassen mit gutem Erfolg, ging dann ins Lehrerzimmer der Knabenschule, in das wir keinen Zutritt hatten und erfuhr dort von einem Kollegen, der auch in unseren Klassen unterrichtete, daß ich schwanger war. Acht Tage darauf erhielten unsere Klassenväter die Mitteilung, ich müsse ,, aus Gründen der Sittlichkeit" innerhalb vierzehn Tagen aus der Schule entfernt werden, sonst würden die Klassen geschlossen. Es blieb mir nichts übrig, als meine lieben Kinder zu versammeln, ihnen zu erzählen, welches neue Glück mir und meinem Mann bevorstand und auch, daß die Behörde in Potsdam es für unpassend halte, daß ich in dieser Lage noch weiter unterrichtete. Der Abschied war sehr schmerzlich, und ich wußte keinen rechten Trost für die Kinder, als daß ich ihnen sagte, sie sollten so tüchtig werden, daß, wenn sie einmal im Beruf stünden und Mutter würden, sie niemand mehr aus ihrer Arbeit herauswerfen dürfte. Zu meinen Schülerinnen gehörte damals eine Enkelin von Hedwig Dohm, der Gattin des berühmten Redakteurs am Kladderadatsch. Das Kind kam nach Haus, tief beeindruckt von der Abschiedsszene, die sie in folgender Form berichtete: ,, Die Behörde hat der Frau Wegscheider gesagt, daß sie ein Kind bekommt, und da muß sie jetzt zu Hause bleiben." Was blieb mir übrig, als mich mit doppeltem Eifer für das Recht der verheirateten Frau und Mutter auf ihre Berufsarbeit einzusetzen? In der Schule wurde ich sehr gut vertreten durch die Charlottenburger Oberlehrer Burg und Lenschau. Sie haben nach 1908 selbst Mädchengymnasien gegründet und geleitet. Burg wurde Direktor der Fürstin- Bismarck- Schule, der erste jüdische Direktor in Berlin, den der Kaiser bestätigte, und Lenschau gründete die staatliche Augusta- Schule. Unsere Klassen aber gediehen weiter und wurden in der Nürnberger Straße als Studienanstalt der Augusta- Viktoria- Schule aufgebaut. Das HamDozentin und Rednerin Mädchenschulwesen burgs war damals, freilich auf rein privater Grundlage, sehr modern entwickelt. Ich wurde aufgefordert, die dortige gymnasiale Studienanstalt zu leiten. mußte das aber natürlich ablehnen, da mein Mann ja seine langsam aufblühende Praxis in Berlin nicht im Stich lassen konnte. So blieb mir nach der Geburt meines zweiten Sohnes viel Zeit, und ich freute mich, als ich als Dozentin an der Humboldtakademie für das Gebiet der Kulturgeschichte der deutschen und der englischen Sprache angestellt wurde. Zugleich arbeitete ich mich in das Parteileben Berlins ein. Zuerst war es der Frauenkongreẞ 1904 in Berlin, der mir Gelegenheit zum öffentlichen Reden bot. Ich hatte keinerlei Referat übernommen, plötzlich aber starb die Rednerin für die Alkoholfrage, Frau Marie Mellin; ich mußte für sie eintreten, hatte nur zehn Minuten Zeit zur Vorbereitung, mußte also zum ersten Male in meinem Leben frei sprechen. Es wurde ein großer Erfolg, und ich wurde von vielen Delegierten für den nächsten Winter zu Vorträgen engagiert. Zu gleicher Zeit fand eine große Agitationstour führender Wiener Sozialisten aus dem Kreise der dortigen abstinenten Arbeiterschaft statt, die in einer Anzahl großer Städte Versammlungen abhielten. Dr. Fröhlich, mein alter Freund aus Zürich, gehörte zu den erfolgreichsten Rednern; er erregte durch seine stark marxistische Propaganda den Ärger der preußischen Polizei und wurde daher als lästiger Ausländer ausgewiesen. Ich habe seine ausfallenden Versammlungen für ihn halten müssen. Streik im Ruhrgebiet zum Fast gleichzeitig wurde ich als Vertreterin des Vereins abstinenter Arbeiter großen Ruhrarbeiterstreik gerufen. Der freie Bergarbeiterverband und der christliche Verband forderten gemeinschaftlich Redner, die durch möglichst viele Versammlungen die Arbeiter dort im Revier vom Trinken abhalten sollten, denn das ganze Gebiet stand voll Militär, sogar Artillerie war aufgefahren. Es mußte verhütet werden, daß bei Erregung der Arbeitermassen Zwischenfälle vorkamen, die ja nur zum Schaden der Arbeiterschaft sich ausgewirkt hätten. Die Gewerkschaften selbst versuchten, die Wirte zu bewegen, daß sie ihre Theken schlossen. Als Redner mußte man auf die Leute selbst einwirken. Ich machte durchschnittlich drei Versammlungen am Tage, es war nicht immer leicht, von einer zur anderen zu kommen, und es war auch nicht immer ein durchschlagender Erfolg zu erzielen. Aber diese zwei Wochen im Kreise der kämpfenden Arbeiterschaft ließen doch meine Kraft in der Rede sehr wachsen, und mit Ausnahme einiger Frauenversammlungen hatte ich keine ernsthaften Gegner. Die Frauen freilich erklärten manchmal, daß sie es nicht aushalten könnten, wenn ihre Männer nicht, ehe sie nach Hause kämen, ihre Portion Schnaps getrunken hätten.; denn ohne ihn wären się, viel zu bedrückt und in der Küche nicht zu brauchen. Der Streik wendete sich vor allen Dingen gegen das sogenannte Nullen der Waagen, wenn zuviel Gestein unter die Kohle kam, und außerdem forderten die Arbeiter die Anrechnung des Weges unter Tag auf die Arbeitszeit. Er wurde abgebrochen, und der Erfolg stellte sich erst ein wenig später ein. Ich selbst hatte die letzte Versammlung in Essen zu halten. Ich hätte die enttäuschte Versammlung durch meine Worte nicht in Ordnung halten können. Führende Genossen halfen mir, und das Absingen unserer alten Lieder ließ schließlich die Versammlung noch einigermaßen befriedigend ausklingen. Unter den großen Persönlichkeiten der rheinisch- westfälischen Arbeiterschaft war es besonders Hue, der mir hilfreich war und mit dem mich seitdem eine gute Kameradschaft verband, die wir erneuerten, als ich 1919 in den PreuBischen Landtag kam. Mehr als die Berliner Versammlungen zeigte mir dieser riesige Streik die ganze Wucht und Unwiderstehlichkeit organisierter Arbeiterschaft. Auch persönlich hatten sich Fäden SEITE 203 angeknüpft, und in der Zeit der deutschen Republik habe ich in jedem Wahlkampf eine Woche im Revier gearbeitet. Dort fühlte ich die großen Kraftströme der Bewegung. Es war leichter, eine Schultätigkeit mit Ehe und Mutterschaft zu verbinden als eine agitatorische Arbeit, wie sie jetzt mein Leben erfüllte. Meine Interessen gingen doch vielfach allzusehr über das häusliche Leben hinaus, und ich war wohl auch zu leidenschaftlich in ihrer Verfolgung. Jetzt nach vierzig Jahren kann ich leicht einsehen, daß daran eine Ehe zerbrechen konnte. Damals empfand ich es natürlich nur als Unglück. Mein Mann und ich versuchten noch einmal, die Schwierigkeiten zu überwinden durch das übliche Mittel einer längeren Trennung mein Mann fuhr als Schiffsarzt nach Südamerika. Aber es war eine andere Frau in sein Leben getreten, und er kam nicht von ihr los; wir mußten uns scheiden lassen. Wir versuchten, es ohne Feindschaft zu tun, und in gewissem Grade gelang das auch. Die Kinder wurden mir zugesprochen, und ich erstrebte eine neue Schulstellung, da ich mich wirtschaftlich auf eigene Füße stellen wollte. Ich machte das Staatsexamen für das Lehramtan höheren Schulen nach, was vor kurzem zum ersten Male in Preußen auch Frauen gestattet worden war, und ich wurde in Bonn an einer Studienanstalt in der Entwicklung als Oberlehrerin angestellt. Abstinent am Rhein Es war ein guter Stern, der mich nach Bonn führte. Der Rhein, das Siebengebirge, die liebliche Stadt Bonn selbst, die engeren, aber nicht kleinstädtischen Verhältnisse, die ganze westdeutsche Kulturlage, das alles kam meinen Wünschen sehr entgegen. Meine Jungen haben in Bonn eine gute Jugend gehabt, wenn auch natürlich nicht ohne die üblichen Schwierigkeiten. Ich hatte der Stadtverordnetenversammlung bei meiner Meldung mitgeteilt, daß ich Mitglied der Sozialdemokratischen Partei war. Damit fand man sich ab, da man zum Aufbau der Schule eine Vollakademikerin brauchte. Der Oberbürgermeister nahm mir nur die Verpflichtung ab, zwei Jahre lang keine öffentlichen politischen Versammlungen zu halten. Er meinte, ich müsse mich erst an die. politischen Verhältnisse in einer Stadt mit Zentrumsmajorität gewöhnen. Das war in der Tat auch im Schulleben nicht ganz einfach; aber die Schule, an der ich unterrichtete, wuchs schnell. Zuerst waren es mehr Schülerinnen von auswärts, Töchter von Beamten aus dem Osten, die zu uns kamen. Als die Schule dann aber 1908 alsgroße städtische Vollanstalt anerkannt wurde, bekamen wir auch viele Bonner Bürgerstöchter und bildeten bald einen nicht unbedeutenden Teil des gesamten Bonner Schulwesens, Ich hielt mich an die Abmachung, sprach im wesentlichen in Jugendveranstaltungen und bei Gewerkschaftskursen wissenschaftlicher Art sowohl in Bonn als auch in Köln. Ich pflegte meinen sehr bürgerlichen Direktor zu solchen Abenden einzuladen, wohl wissend, daß er dieser Einladung niemals folgen würde. Dieser kleine diplomatische Schachzug genügte, um mich zu sichern. ( Fortsetzung folgt.) SEITE 204 DAS SOZIALISTISCHE JAHRHUNDERT NACH DER MOSKAUER KONFERENZ M Von Paul Löbe, Berlin uß die Konferenz in Moskau als gescheitert gelten? Der ,, Mann auf der Straße", vor allem in Deutschland, ist sehr geneigt, die Frage glatt zu bejahen. Er kennt die Feinheiten diplomatischer Verhandlungen nicht und sieht sich durch die Vertagung aller Hauptfragen enttäuscht. Keine Entscheidung über die Grenzen, auf die Millionen Vertriebene verzweifelnd warten, keine Entscheidung über die staatliche Gliederung Deutschlands, welche die Siegermächte sich vorbehalten haben. Keine Entscheidung über die Reparationen, ihre Höhe, ihren Beginn, ihre Dauer, keine über die Demontagen von Betrieben, der Friedensindustrie, über das einheitliche Wirtschaftsgebiet, nicht einmal über den Abbau der Zonengrenzen. Selbst in der Denazifizierung wurden keine einheitlichen Grundsätze durchgeführt, und für die Entmilitarisierung blieb es bei recht allgemein gehaltenen Vorschlägen. Nur zwei Erfolge sind errungen, von denen wir hoffen, daß sie auch zur Tat werden: der Beschluß über die Entlassung und Heimbeförderung der deutschen Kriegsgefangene'n bis zum 31. Dezember 1948- also 334 Jahre nach der Waffenruhe!- und der nicht näher erläuterte Beschluß über die Verminderung der Besatzungstruppen in allen vier Zonen Deutschlands vom 1. September 1947 ab. Kein Wunder also, wenn ein Gefühl tiefer Enttäuschung die Millionen erfaßte, die mit dem Neuaufbau der deutschen Wirtschaft beginnen möchten und wenigstens einige positive Resultate erwartet hatten. Sie sind sehr geneigt, dem amerikanischen Senator Dulles zuzustimmen, wenn er feststellt, daß ,, der Fehlschlag in Moskau eine Tragödie für Millionen Menschen in Europa" bedeutet, deren Leiden verlängert werden, weil sich die großen Mächte nicht einigen können". Nur eine Etappe Die beteiligten Staatsmänner haben den niederdrückenden Eindruck zu mildern gesucht und darauf hingewiesen, daß angesichts der Schwere der Probleme Moskau nur eine Etappe im Zuge der Beratungen hat bilden können. Der amerikanische Staatssekretär Marshall freilich sieht den einzigen Fortschritt darin, daß die Kontrahenten den Standpunkt des Partners genau kennengelernt haben, und er kündigte die Festigkeit der amerikanischen Position für künftige Verhandlungen an. Der britische General Brian Robertson beruhigte mit den Worten: ,, Es wäre grundfalsch, anzunehmen, daß bei einer späteren Konferenz keine Einigung erzielt werden könne." Auch sein Außenminister Bevin bittet das britische Volk um Geduld: ,, Wir werden unsere Differenzen bei einer zukünftigen Konferenz ausgleichen." Von einem ähnlichen Optimismus zeugt auch die knappe Äußerung des Generalissimus Stalin zu Marshall: ,, Ein Kompromiß ist möglich." Und nachträglich wird ja die Unterredung Stalins mit dem amerikanischen Gouverneur Stassen, der als Präsidentschaftskandidat genannt wird, bekannt, in der sich Stalin für enge Zusammenarbeit mit den USA ausgesprochen hat, in der er die weltanschaulichen und wirtschaftlichen Gegensätze für kein Hindernis hält und hofft ,,, daß wir letzten Endes zu einem Einvernehmen kommen". Doch alle Beruhigungsversuche können die Tatsache der folgenschweren Verzögerung wichtiger Lösungen nicht aus der Welt schaffen und die Enttäuschung der Betroffenen * nicht beseitigen, die jeden erfassen mußte, der einer schnellen Ordnung der Verhältnisse Europas zustrebt. Die Umstände, die die Verzögerung verursachten, sind bekannt. Es sind vor allem die Gegensätze unter den Siegermächten selbst, und es ist zweitens das immer noch bestehende Mißtrauen gegenüber Deutschland. Dabei zeigt sich wieder, daß wir in den Jahren der Naziherrschaft von einer klaren Erkenntnis der Stimmungen im Auslande systematisch ferngehalten wurden und die Ereignisse und Ansichten jenseits der Grenzen nur in der entstellten Form tendenziöser Berichterstattung erfuhren. Wie viele unserer Landsleute glauben heute noch, das Problem Deutschland sei das einzige Zentralproblem der Welt. Sie haben keine Kenntnis von den Leiden und Schwierigkeiten der anderen Völker. Konflikte in aller Welt Wie viele leben unbewußt in der Ueberheblichkeit weiter, die das Hitlerregime ihnen zwölf Jahre lang anerzog. Diese Anmaßlichen glauben, jedes Getreideschiff, das die Häfen der USA oder Kanadas verläßt, müsse seine Ladung in deutschen Seestädten löschen, und wissen nicht, daß die Menschen in Oesterreich und Italien, in Griechenland und Ungarn, ja in Rumänien denselben Hunger haben, daß Japanern und Chinesen, ja sogar Indern geholfen werden muß, weil der Weltkrieg alle in Armut stieß. Sie begreifen nicht, daß das deutsche Problem zwar ein wichtiges, aber nur eins der Probleme ist, die sich als diplomatische Streitkomplexe im Pazifik und in Korea, in China und Indien, in Iran und Aserbeidschan, in Palästina und Aegypten, an den Dardanellen und am Piräus, in Sofia und Bukarest, in Wien und Budapest, in Warschau und Berlin angehäuft haben. Der fremde Staatsmann muß seinen Blick gleichzeitig auf alle diese Konfliktherde richten. In dem großen Mosaik diplomatischer Kämpfe ist Deutschland nur ein Stein, und nur wer das Ganze übersieht, kann einen sicheren Standpunkt für die Beurteilung der Weltlage und unserer eigenen gewinnen. Bald schiebt sich der eine Konfliktstoff vor, bald der andere, heute ist es Triest oder Griechenland, morgen Palästina oder Indien, die alle Aufmerksamkeit absorbieren. In diesem Kaleidoskop wechselnder Beratungen bedeutet Deutschland nur ein Teilbild, das um soviel zurückgedrängt wird, als andere Probleme in den Vordergrund rücken. Viele unserer Landsleute geben sich noch keine Rechenschaft darüber, wie die Welt draußen über uns denkt. Noch herrscht tiefes Mißtrauen über unser zukünftiges Verhalten. Während wir kraftlos am Boden liegen, schließen alle unsere Nachbarn neue Bündnisse gegen, einen etwaigen zukünftigen deutschen Angriffskrieg. Das Resultat der Umfragen, die das Gallup- Institut in vielen Ländern anstellt, beweist, daß nicht nur die Staatsmänner, sondern auch die Völker dieses Mißtrauen noch hegen, das uns Sozialisten so unbegründet erscheint. Wie ist das möglich? Berechtigtes Mißtrauen? Es gibt Erklärungen dafür und der Schreiber dieser Zeilen hat sie an sich selbst erfahren. Als einer der ersten Deutschen habe ich vor 25 Jahren, nach dem kleinen" Weltkrieg, vor einer Volksversammlung im Trocadero zu Paris eine dem Andenken Jean Jaurès gewidmete Rede gehalten, eine weitere als Delegierter der Deutschen Friedensgsellschaft in der Sorbonne und darauf eine dritte als Mitglied enie a ocellos de I---. sban histe Opfern Hillers HOU HOV adopt out a state to den 18. August 1947 obod An: Lotte Lemke, ByJe ne sa Fritz Heine, moderatotion If eb Paul Loebe, ebony rain el tale.neasa flew gene fish meast mi- a MRS. MARIE JUCHACZ 339 EAST 173rd STREET NEW YORK 57, N. Y. bte elb 1366 Natrag zu meinem gestrigen Brief, betr.Liste von Opfern Hitlers. Heute morgen erhielt ich einen Anruf, der mich zu wesentlichen Einschrae kungen, resp.auch Ergaenzungen zwingt. Mir wurde gesagt: Die besagte Organisation muesse sich vorlaeufig ganz auf Tade sopfer( Hinterbliebenen dieser Todesopfer) beschraenken. Man wolle nicht Halt machen vor dem" 20. ganze Juli 194", sondern das Jahr 1944 miteinbeziehen.-- Die Sorge der Organisation solle den Hinterbliebenen der Opfer( Frauen, Kinder, Enkel, ev.Eltern) zuteil werden. Der Tod muesse natuerlich durch den aktiven oder passiven sein. Widerstand verschuldet(:)-( natuerlich nicht im Sinn von" Schuld des Opfers gemeint.) Bei den Begleitzeilen( Story) ueber das Schicksal des Opfers und seiner Familie, moechte nicht vergessen werden, gleich mit zu berichten, was neben Lebensmitteln wohl am dringendsten notwendig waere: Kleidung, Schuhe, z.B.auch Bettwaesche, Struempfe, Medikamente, Lehrmittel, Lage der Familie in materieller Hinsicht und auch sonst.Schuhgroessen angeben, Zeichnungen.--- Gut waere es auch, wenn die Liste MXNMex als Zeichner den Namen einer bekannten, allgemeines Vertrauen geniessenden Persoenlichkeit, gewissermassen als Garanten trage, oder auch den Stempel einer politischen Organisation, etwa des Vorstandes der SPD • Die Zahl der zu nennenden Namen wurde bei diesem Gespraech auf vorlauefig 100 erhoeht.( Vorher waren 50-60 angegeben worden.) Aber es wird als zweckmaessig angesehen, wenn die dringensten und dringenden Faelle mit einem Zeichen versehen werden und dann eine Fussnote angebracht wird. je Persoenlich moechte ich noch bemerken, dass es mir als eine sehr ernsthafte und Dauer versprechende Sache fuer die einmal erfassten Personen erscheint. Auch wurde mir gesagt, dass die Sache im Anfangsstadium ist und es auf die Audehnung der Organisation ankommet, resp.auf die weitere Entwicklung. Freundlichen Gruss Eure Marie Juchacz Anlage zuen Breich& M. J. a. 16. 6,2 Berlin v. Anna Nemitz, Berta Lungwitz, Willy Schuch, Hedwig Voss, Frieda Griechen, Frau Minna Diederich Frau Lene Heilmann Frau Gertrud Kluehs, Elfriede Ryneck Alice Westphal Dr.Borothea Hirschfeld Erna Maraun Ella Kay Grete Kuenstler Dr.Hildegard Wegscheider Frau Kuestenmeyer Annedore Leber Schmausstr. 38, Spenerstr. 28 Breiter Weg 22 Bahnhofstr. 9 Behrimgstr.48 Wielandstr. 12 Saechsische Str. 48 Kleiner Weg 11 Gubitzerstr. 16 Bundesweg 6 Hoeppnerstr. 91a Marchandstr. 31 Raumerstr. 30 Weserstr. 85 Saechsische Str. 6 An der Rehwiese 5 Berlin- Koepenick Berlin NW 40 Berlin- Johannistal Berlin- Koepenick Berlin- Baumschulenweg Babelsbergerstr. 40/41 Berlin- Friedenau Berlin- Wilmersdorf Berlin- Neu Tempelhof Berlin N.O. Berlin- Tempelhof Berlin- Tempelhof Berlin- Lankwitz Berlin N 58. Berlin- Neukoelln Berlin- Wilmersdorf Berlin- Nikolassee Berlin-Wilmersdorf Hannover( 20) Frau Meyer, Angestellte Odeonstr. 15/16 Hannover Egon Franke Frau Bock Jakobstr. 10. part. Hannover Jakobstr. 10. part. Hannover Maria Pasch Redenstr. 8. I Hannover Minna Lubitz Hans Giessmann Kirchstr. 6 Hannover Friedrichstr. 2 Hannover Max Engel hiedeman Hamburg( 24) British Zone. Grosse Bleichen 23 Frau Claire Thiedemann Grosse Bleichen 23 Hamburg 36. -2Frau Luise Wegbrodt Harnackweg 48 Frau Hanna Reitze Resedenweg 12 Bremen- Kiel ได้ พา เร นท( 24) Hamburg 36. Hamburg L.II. Hamburg- Fuhlsbuettel Lotti Kroeplin Holsteinerstr. 145 Bremen, Holsteinerstr. 145 Werner Rother- Romberg An der Weide 4/5 Bremen Mady Fricke Graf Walderseestr. 27 Bremen Anna Stiegler Aurichstr. 10 Bremen Gertrud Voelker Bergstr. 11 Kiel Magda Jung Kn Krombogenweg 66 Kiel- Sued Luebeck Wolfradt Gaertnerstr. 44, A.W. Luebeck Minna Sattler Franz Klupsch Marie Ansorge Ruhrgebiet Schiepstr. 3 Stille Gasse 10, Siedelungsstr. 19 Fulerumer str. 28 Dortmund Dortmund Marlo, Krs. Recklinghausen Essen- West ✗Frau M.Twardecki X Maria Berns Schubertstr. 3 Frau Elly Heinrich/ Binnberg, Hasenlauf 37 Essen- Ruettenscheidt Hagen/ Westf. Frankfurt/ Main Meta Quark- Hammerschlag Annelise Weiss Inheidener str. 26 -3Frankfurt/ Main Fan Rauschenbach str.10 Frankfurt/ Main Duesseldorf( 22a) Hans Wingender, Stadtwaldstr. 5 Duesseldorf- Grafenberg Peter Brass Schiefbahnweg 4 Duesseldorf- Oberkassel . Grete Schmals, Arbeiter- Wohlf. Wallstr. 10 Duesseldorf Gustav Grossmann Moers- Repelen, Sendung ueber AW: Wallstr. 10 Duesseldorf. Ww. Katharine Wilms Duelken/ Rheinland, Sendung ueber AW: Wallstr. 10 Duesseldorf Heinrich Huhndorf Moers- Merbeck, Sendung ueber AW: Wallstr. 10 Duesseldorf Ernst Gnoss Wallstr. 10 Duesseldorf Lore Agnes, Im Grund 39 Duesseldorf Tinni Goerlinger, Grafenberger Allee Duesseldorf 103 Offenbach/ Main Karl Drott Frankfurterstr. 30 Offenbach/ Main Anton Dey Heinestr. Offenbach/ Main Margarete Steinhaeuser Senefelderstr. 18 Offenbach/ Main Wilhelm Widmann Hoelderlinstr. 26 Offenbach/ Main ✓Li Lily Kaeser Muenchen Pettenkoferstr. 17. II.r. Maunchen Else Reventlow, Klara Mass Luise Westermeyer Dollingerstr. 37.II. bei Ohly, Muenchen 38 Melusinen str.6.II.r. Muenchen Arbeiterhaeuser 14.I. Muen schen Kunigunde Fischer Karlsruhe Gerwigstr. 7. -41 Karlsruhe Koeln( 22a) und Bezirk Nordrhein Westfalen und Koblenz( 22b) Koenigsforsterstr. 401. Koeln/ Brueck Paul Blankschar Franz Jahn Nonnenstrombergstr. 4. Koeln- Klettenberg Kaethe Bonnessen Duerenerstr. 274 Koeln- Lindental Else Klein Heinz Kuehn, Heinrich Huennekens Frau Marie Peter, Nettchen Mueller Kirchhoffstr.5 Hosterstr. 12 Akazienweg 125 Koeln- Bickendorf Koeln- Buchforst Koeln/ Ehrenfeld Grafenwerthstr. 8 Koeln/ Suelz Koeln/ Ehrenfeld Christian Fette Philipp Fries Alfred Specht Anton Gelhard Emil Bettgenhaeuser Aenne Doetsch Leyendeckerstr. 10 Akazienweg 125 Rheinbacherstr. 9.b. Gronauer Waldweg 38, Hanhemianshnamáha Andriamantommmmmmm Koeln/ Bickendorf Koeln/ Suelz Bergisch Gladbach( Koelner Zone) Vallendarstr. 61. Arbeitsamt Waisenhausstr. 4. Neustr. 22 Bendorf/ Koblenz Koblenz Koblenz/ Metternich Ludwig Thelemann Arthur Arst Buergermeister Leer( 23) Ostfriesland Buntes Haus, Senne 2( 21a) Post Dalbke, Westf. British Zone Willy Rothenberg Buntes Haus, Senne 2( 21a) Post Dalbke, West. British Zone Luise Steinkrueger Bielefeld Karl Schreck Minna Zenker Frida Nadig Willi Michel Helene Schuckenbohmer Berta Schulz -5Apfelstr. 68 Bielefeld Stapenhorststr. 16 Bielefeld Spindelstr. Bielefeld Arndtstr. 8 III. A.W. Bielefeld Vinkestr. 9 ( 21a) Minden/ Westfalen Kleinbremen ueber Bueckeburg( a)( 20) Berlebeck bei Detmold- Lippe Kassel( 16) Arbeiter Wohlfahrt, Anna Zinke Frida Hauschild Kassel Graefestr. 118 Kassel Adelheid Paetzold Wilhelmshoeher Allee 118 Kassel Schweinfurt/ Bayern Frau Dora Soldmann, Leinnitzerstr. 15 Schweinfurt/ Main, Bayern. Christian Rauschwanger Feldgasse 9 Schweinfurt/ Main, Bayern Martha Fuchs Hedwig Bockmann, Elisabeth Sommer BRAUNSCHWEIG( 20) Herzogin Elisabethstr. 28 A.W. Fallerslebentor 3/4 Bohnenkamp 6 Braunschweig Braunschweig Braunschweig Joseph Klein Elsa Beck Wiesbaden( 16) Darmstadt Jungfern Gartenstr. 4. Jahnstr. 111 Berta Schoettle- Thalheimer, Wannenstr. 62 Friedel Schlichtinger Hilde Mehlin Spiegelstr. 5 161 Wiesbaden- Sonnenberg Rossdorf bei Darmstadt Stuttgart Regensburg Wildenberg, Kreis Rothenburg/ Niederbayern Nuernberg Julius Lossmann Tannhaeuserstr. 59 Nuernberg Kaethe Strobl Minervastr. 32 Nuernberg Gerti Kandler Marie Boll Bavern( 18) Mittermaierstr. 18 Gross Hessen( 16) ( 18) Dachau/ Bay. Odenwaldring 52. ( 16) Offenbach/ Main Marianne Kuehn 38, rue Leon Mignon Bruxelles III, den 2.Maerz 1946 Mrs Marie Juchacz 339 East, 173rd Street New York 57, N.Y. Liebe Genossin, F& St wir danken Ihnen sehr fuer die herzliche und praktische Anteilnahme, die Sie und die auf grund der Iniative des Workmen's- Circle noch ausserdem beteiligten anderen Committees an unserer Hilfsaktion genommen haben, und wir bitten Sie, diesen Dank in unserem und x im Namen der Koelner Genossen der AW an die anderen Organisationen dort weiter zu leiten. Die Aktion, die mit dem Eintreffen meines Mannes, der mit den notwendigen Ausweisen und Zeichnungslisten fuer Geld und Sachspenden ausgeruestet war, am 2.Febr.begann, wurde am 14, Febr.abgeschlossen und kann wohl wegen der zur Verfuegung stehenden XXX kurzen Zeit als ein guter Anfangserfolg angesehen werden, wenn man beruecksichtigt, dass alles nur von kurzer Hand vorbereitet werden konnte, d.h.in der Hauptsache improvisiert werden musste; dazu die belgischen Wahlen, die die zeitlichen, finanziellen und sachspendlichen Moeglichkeiten unserer belgischen Gestark zugunsten der Wahlkampagne der soz.Partei beeintraechtigten. Ferner kam hinzu, dass Ihr Avis ueber die gespendeten Betraege dem Gen. Schoemann erst am 12.Febr. erreichten, sodass wir erst am 13.II., also am vorletzten Tag, ueber das Geld verfuegen konnten.Leider war das zu spaet, um die sofort im Grosseinkauf bestellten Lebensmittel noch rechtzeitig geliefert zu bekommen, sodass letztere nun mit dem naechsten Transport -der gegen Ende Maerz stattfindet- gehen werden, vorausgesetzt, dass nach dieser Zeit des Anlaufens und Einspielens genuegend Mittel, sei es zum Eikaufen von Waren, sei es durch Sammlung von Sachspenden, zusammen gekommen sind, die 3-4 Tonnen ergeben, d.h. das Zur- Verfuegung- stellen eines Lastautos durch die Quaeker rechtfertigen. Das Aktionsergebnis sieht zahlenmaessig folgendermassen aus: Geldeinnahmen:$ 400 Frs.17,462,25 Sammlung in Belgien--------- 乾 Geldausgaben: fuer Lebensmittel 4,350-------- 21,812,25 und Unkosten-- Frs.-( verbleiben--- ---- 8,796,70 Frs. 13,015,55) Der Ausgabenbetrag setzt sich, umgerechnet in Kilo, in auf gesammelte Marken gekaufte Lebensmittel von ca. 400 Kilo um, so dass wir mit den gesammelten Lebensmitteln von ca. 600 Kilo insgesamt also auf 1.000 Kilo oder 1 To. gekommen sind( bestehen hauptsaechlich aus: Erbsen, Bohnen, Trockenei, Trockenmilch, Maccaroni, Kindermehle, Maizena, Haferflocken.) Hinzu kommt die Kleidersammlung( in der Hauptsache aus gutgepflegten warmen Kindersachen fuer Babys, Kinder und Erwachsene bestehend, mit ca.200 Kilo. Die vorstehenden Mengen waren fuer die direkte Verteilung durch die Koelner AW bestimmt und das eigentliche Aktionsergebniss. Ferner kamen dann noch zusammen an von der hiesigen Emigration fuer Freunde und Genossen in Deutschland( Britische Zone) aufgebrachte, namentlich bestimmte Lebensmittelpakete von ca 1 Tonnen, die gleichfalls mitgingen. x) Heinz Kühn -2Man kann danach sagen, dass die belgischen und wenigen deutschen Genossen hier unter Beruecksichtigung der gegebenen Umstaende ihr Moeglichstes zu einem Gelingen der Aktion beigetragen haben, wobei allerdings zu bemerken ist, dass mit einem solchen Sammelerfolg fuer die zweite Aktion aus privaten Mitteln nicht mehr zu rechnen ist, da" der Rahm abgesoepft" ist. So sind wir froh, doch noch ueber einen Bestand von rund Frs 13,000 zu verfuegen, d.h.in Waren ausgedrueckt, ueber 1 Tonnen.( Erbsen und Maccaroni von zusammen ca.Frs 12,000--) Frs.1000-- moechte ich unter allen Umstaenden jedoch zurueck behalten fuer die Erfuellung von Spezialwuenschen der Koelner AW wie z.B.Werkzeug, elektr.Draht, Lampen etc., und insbesondere zur Einloesung von Kleiderpaketen, die der Londoner AW- Ausschuss aus Sammlungen zusammen gestellt hat und, mangels anderer Moeglichkeiten, nach hier zur Weiterleitung durch uns an die Koelner AW schicken wird.Denn was an Geldsammlung hier noch einkommen wird, ist nicht abzuschaetzen und muss daher vorkauefig ausserhalb der Kalkulation bleiben. Wir haetten natuerlich Ihre gespendeten$ 400-- ganz fuer die erste Aktion verwendet- und ohne Schwierigkeiten auch gut verwenden koennen, wenn sienur 2-3 Tage frueher eingetroffen waeren. Ihre Befuerchtungen, dass der zusammengekommene Dollarbetrag fuer einmal in anbetracht der hiesigen Rationierungslage vielleicht zu gross sei, sind gluecklicherweise nicht zutreffend, obwohl Ihre Ansicht grundsaetzlich natuerlich richtig ist. Aber wie immen.wenn man einem Problem ernstlich zuleibe rueckt, findet sich auch ein Ausweg- zumindest hier in Belgien, und so ist nun das Lebensmittel- Beschaffungs- problem im groesseren Masse fuer uns keins mehr; alle Welt sammelt die dazu gehoerigen Marken, und die hier inzwischen mit der hiesigen Cooperative und anderen kleinen Firmen getroffenen Vereinbarungen bieten in diesem Sinn guenstige Einkaufsmoeglichkeiten, falls wir eben die noetigen Mittel dazu haben. Wir koennen die Waren teils sogar zu Einkaufs- finanziellen preisen oder zu Preisen nur wenig darueber bekommen.( Zur Verdeutlichung der Preislagen der verschiedenen Waren: 1 kg.Erbsen kostet hier zwischen Frs 5-- u.5.25; 1kg.Maccaroni 13--, 1Paeckchen Trockenei a 140 gr.Frs 15--, 1 kg Trockenmilch 17--, 1 kg.weisse Bohnen 17--. 1 kg Buechsengemuese zw. 11-- und 13--, also kostet z. B. eine Tonne Erbsen Frs XX 5.250-- u.s.f. Es ist wohl zu erwarten, dass in Anbetracht des Ernstes der Ernaehrungslage in D.die Grenzen fuer Paketsendungen etc.aus dem Ausland, d.h.vor allem Uebersee, nun frueher geoeffnet werden.Leider kommt es nun nicht mehr darauf an, dass Lebensmittelsendungen gestattet werden, sondern dass sie schnell erfolgen.In Bezug hierauf wird dies von dort aus aber Wochen, ja Monate mehr daueren als dies von hier aus geschehen kann. Die dringendst gebrauchten Nahrungsmittel aber sind in D. in Anbetracht der dort fehlenden Gemuese, Kartoffeln und Mehlwaren( Brot): Huelsenfruechte, Nudeln, Buechsengemuese, Mehl und Trockenei,-was sich hier auftreiben laesst vor allem Erbsen.- Wuerden wir nun ueber die noetigen Geldmittel verfuegen, koennten wir in entsprechendem XXXXX Umfange einkaufen, Die Transportmittel stehen uns dafuer jetzt- falls sich die Transportmengen lohnen, zu jeder Zeit zur Verfuegung. Die Lebensmittel koennen also auf schnellstem Weg herueber gebracht werden und zur Verteilung gelangen. Ich moechte Ihnen dies zu erwaegen geben, falls Sie an eine weitere KX Beteiligung finanzieller Art an der Hilsaktion fuer die Kinder und Kameraden in der Heimat von dort aus denken koennen.Es ist gewiss nicht noetig zu betonen, was eine solche Hilfe bedeutet- auch mit unseren- im d Grossen gesehen- kleinen Hilfsmoeglichkeiten. Die Not ist inzwischen riesengross geworden, und, um nur eins, das Schlimmste, herauszugreifen; man braucht sich nur die armen kleinen Kindergesichter mit den grossen, grossen Augen tief in den Hoehlen- wie wir sie hier auf fotos sehenund von denen mein Mann aus eigner Anschauung berichtete- vorzustellen, um alles in den Kraeften stehende zur Linderung zu tun. Von mancher Seite wird geholfen, tun aber alle das Ihre, wird aus dem viel Wenigen ein Wie -3Viel, dann koennen wir einigermassen hoffen, den Kampf um das nakte Leben zu gewinnen. Wenn Sie also Ihre Hilfsmoeglichkeiten fuer die naechste Zeit hierauf konzentrieren koennten, waere viel getan; denn wir allein hier sind zu schwach.Natuerlich waeren auch Paketsendungen mit Lebensmitteln, die hier nicht zu haben sind oder nur zu Ueberpreisen, nach hier zur Weiterleitung in die Heimat bis zur Eroeffnung der direkten Versandmoeglichkeiten nach D.gerne gesehen.Mein Mann hat bei seinem Hiersein diesbezueglich bereits an das IRRC appeliert und als Empfaenger den Genossen Schoemann vorgeschlagen. Diese Pakete muessten aber besonders gekennzeichnet sein, vielleich am besten mit dem Wort" action" aussen auf der Verpackung und innen noch einmal mit einem Zettel, um Verwechslungen auszuschliessen; dazu vorherige schriftliche Ankuendigung, wieviel Pakete abgesandt wurden( die Einloesung beim Zoll hier betraegt jetzt fuer jedes Paket Frs.16--) Doch sei gesagt, dass solche Paketsendungen erst an zweiter t Stelle rangieren; direkte Geldueberweisungen nach hier bedeuten eine groessere und schnellere Hilfe fuer die Heimat im Augenblick. Senden Sie aber bitte alle Gelder, von welcher Seite sie auch kommen, vorlauefig an den Genossen Schoemann, bis zur Mitteilung der Adresse eines belg.Genossen, an den diese Betraege dann gehen koehnen. Denn wir Auslaender, wenn auch" staatenlos" und" non- enemie", aber doch" d'origine allemand" haben staendig gewisse Schwierigkeiten, um an uns ueberwiesene Betraege, von mehr als monatlich Frs 6,000-- von den Banken ausgezahlt zu erhalten. --Auch fuer die zukuenftige Weiterfuehrung der Hilfsaktion sind wir genoetigt, einen zuverlaessigen belg.Genossen zu finden, da auch ich spaetestens im April nach D. zurueck gehen werde.Andere deutsche Gen.oder Freunde kommen fuer diese Sache leider nicht in Betracht und Gen.Schoemann ist schon so gaenzlich mit zusaetzlichen Arbeiten 100XXXXX in Committes usw ueberlastet, dass er sich unmoeglich damit befassen kann. Allerdings wuerde der belg.Gen.eng mit dem Gen. Schoemann zusammen arbeiten muessen und ihm verantwortlich sein.Aber das sind Fragen, die erst nach der zweiten Aktion akut sind und bis dahin geklaert sein werden.Fuer jetzt noch: Geben Sie bitte avis an mich( mit gleichzeitiger Kopie an den Gen Schoemann) damit ich rechtzeitig informiert bin und disponieren kann. Gleichzeitig moechte ich dann um Ihre Wuensche betr. Berichterstattung und Abrechnung bitten, ob in' details' oder' en gros', damit die Arbeit von vornherein so rationell wie moeglich gestaltet wird, da sehr wenig Hilfskraefte da sind und die Hauptarbeit auf mir liegt. Wir hoffen bald von Ihnen zu hoeren. Mit sozialistischen Gruessen gez.Marianne Kuehn Elsa Brandström 113 WALKER STREET CAMBRIDGE, MASSACHUSETTS February 16, 1943 Liebe Frau Juchacz: Wenn Sie so viele Briefe von mir erhalten haetten wie ich in Gedanken schon an Sie geschri ben habe, waeren sie sehr zahlreich. Ich wollte so gerne mit einem positiven Vorschlag antworten aber da nichts aufgetaucht ist, ist Monat nach Monat verflossen und ich bitte Sie deshalb mein Schweigen zu verzeihen. Mit Ihren grossen Erfahrungen muessten Sie in so vielen Plaetzen nuetzlich sein koennen und doch ist es so sehr schwer etwas zu finden. Seit Ihrem Brief im Herbst haben Sie vielleicht Glueck gehabt und eine Ihnen zusagende Taetigkeit gefunden. Ich habe hier eine Anzahl Freunde gesprochen, die mir aber gar keinen Ausweg fuer Sie haben zeigen koennen. Wenn Sie in New York sind und ich einmal dort hin kommen wuerde, so wuerde ich mich sehr freuen, wenn wir uns treffen koennten, denn durch eine muendliche Besprechung wird ja so vieles klarer. Mit herzlichem Gruss Ihre UsaBrändition. Ulica 4 Otto Thiele Eolshall Huvudsta via Stockholm Sveden G.Markscheffel Parti Socialdemocrate Allemand FEST. den 9.Febr.1946 Werter Genosse Markscheffel, Der Genosse Kurt Heinig sandte mir heute Deinen Brief vom 21.1.46 nebst der Kopie Deines Schreibens vom 25.12.45 an die Genossin Maria Juchacz. Wir sind hier noch in den Vorbereitungsarbeiten fuer das Hilfswerk nach Deutschland und hoffen, bald die Erlaubnis zur Absendung von Paketen von den schwedischen( Behoerden?)( das Wort fehlte M. J.) zu erlangen. Es wird Dich aber sicher intressieren wie ueberhaupt die Sache bei uns aufgezogen wird bzw. aufgezogen worden ist. Wir sind einer Anregung der Genossen in London gefolgt, die ihre Hilfe vorerst in Verbindung mit der A AW in Hamburg organisiertwir selbst wollen als unseren Stuetzpunkt in XXX Deutschland die AW in Luebeck benuetzen, da Luebeck verkehrstechnisch gesehen fuer Schweden am besten liegt. Die Mitglieder unseres AW- Ausschusses in Schweden sind: Pankowsky Paul, frueger Redakteur in Stettin, Vorsitzender. Thiele, Otto, frueher Reichbannerfuehrer in Gross- Dresden, Sekretaer. Wallin, Emil,( ist) der Kassierer und jetzt Leiter unserer schwedischen Bruderpartei, Kassierer. Drechsel, Alfred, frueher Reichsbannermann in Chemnitz, Beisitzer. Heinig, Kurt, frueher Reichstagsabgeordneter in Berlin. Neidhardt, 01ga, die Frau des frueheren Reichsbannerfuehrers von Berlin, Beisitzer. Wigforss, Eva, die Frau des schwedischen Finanzministers, als Beisitzer. Urspruenglich hatten wir die Sache ohne die schwedischen Genossen durchzufuehren geplant.Um aber ein offizielles, speziell fuer Sammlungen reserviertes Postscheckkonto zu erhalten, mussten wir hiesige Staatsbuerger in der Leitung haben. So traten unsere beiden schwedischen Freunde bei.Die Genossin Winforss ist leitend in der schwedischen Frauenbewegung. Inzwischen haben wir ueberall im Lande Ausschuesse gebildet.Gegenwaertig H verlangt die schwedische Dachorganisation fuer die Hilfstaetigkeit nach dem Auslande( eine halbamtliche Einrichtung) von uns den Nachweiss, dass die AV in Deutschland von den englischen Behoerden zugelassen ist. Wir sind dabei, diesen Nachweis zu erbringen. In dieser Richtung sollen auch die Genossen 01lenhauer und Heine, die von London wohl jetzt nach Hannover gegangen sind, jetzt wirken. Ho Nach Erledigung dieser Formalitaet werden wir energisch sammeln und die Pakete mit Lebensmitteln, Kleidern, Medikamenten in Verbindung mit der AW in Luebeck nach Deutschland senden.-- Das Wichtigste erscheint uns zu sein, dass ueberhaupt erst einmal die Hilfsaktion in Gang kommt und die Genossen in der Heimat spueren, dass wir Fluechtlinge im Ausland fuer sie arbeiten.--- Eine Zentralisierung der AW in D.ist gewiss wuenschenswertwir glauben auch, dass dies mit der Verbesserung der Verkehrsmittel und sonstigen Verbindungen in D.bald moeglich sein wird. Die Zentrale in D.koennte dann die verschiedenen Laendergruppen anweisen, wohin die Sendungen gleich dirigiert werden sollen, um dort helfen zu koennen, wo es gerade anotwendigsten ist. Tir hoffen Dir hiermit einen Uebelick gegeben zu haben, der auch fuer Euch von Intresse sein wird.Mit sozialistischem Gruss Landesausschuss Schweden. ARBEITER- WOHLFAHRT I.A.gez.Otto Thiele Kurt Heinig Odengatan 61 Stockholm Herrn G.Markscheffel SPS., 21 Place de la Republique Paris 3 B 9.Febr.1946 Lieber Genosse Markscheffel, die Abschrift Deines Briefes an die Genossin Juchacz habe ich an den Sekretaer unserer Arbeiter- Wohlfahrt in Schweden den Genossen: 0.Thiele, Eolshall, Huvudsta, weiter geschickt. Er wird sich mit Dir sicher in Verbindung setzen.Er kann Dir auch berichten, wie weit wir in Schweden bisher mit der AW gekommen sind. Prinzipiell ist die Koordinierung natuerlich richtig. Die Gefahr besteht nur darin, dass man Luftschloesser koordiniert, also in die in der Emigration seit jeher grassierende Organisationsspielerei sich verirrt. Das wichtigste ist ja doch, dass wir Pakete nach Deutschland senden koennen, und zwar an unsere Genossen. Und das ist wohl bisher auch von Euch aus noch nicht gelungen. Mit besten Gruessen an Dich und die Freunde in Paris gez.Kurt Heinig Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger Erscheint an jedem Wochentag abends. Bezugspreis burd bie Bost monatlich 2,30 RM einfchließlich 0,48 R. Beibungsgebühr, aber ohne Bestellgelb, für Selbst abholer bel ber Anzeigenstelle 1,90 monatlich. Ane Boftanstalten nehmen Bestellungen an, in Berlin für Selbstabholer bie ngelgenftelle SW 68, uhelm ftraße 32. Cingelne Nummern dieser Ausgabe Loften 80 W, einzelne Beilagen 10 Pt. Sie werden nur gegen Barzahlung oder vorherige Einsendung bes Betrages einschließlich bes Portos abgegeben. Fernsprech- Sammel- e. 19 88 88. Nr. 225 Reichsbankgirokonto Berlin, Konto Nr. 1/1913 Inhalt des amtlichen Zeiles Deutsches Reich Ernennungen und sonstige Personalveränderungen. Bekanntmachung über den Widerruf von Einbürgerungen imb die Aberfennung der deutschen Staatsangehörigkeit. Erlaß über die Durchführung des Kartensystems für Lebens mittel für die 42. Zuteilungsperiode vom 19. Oftober bis 15. November 1942. Bekanntmachungen der Geheimen Staatspolizei Troppau und des Regierungspräsidenten in Arnsberg über die Einziehung von Vermögenswerten für das Reich. Zwanzigsie Durchführungsanordnung zur Verordnung über die Vom 22. Seps Verbrauchsregelung für Spinnstoffwaren. tember 1942. Bekanntmachung über die Ausgabe des Reichsgefegblatts, Teil I, Nr. 97. Amtliches Deutsches Reich Es sind ernannt zu Präsidenten einer Reichspostdirektion der Ministerialrat im Reichspostministerium Dipl.- Ing. Sturm in Graz, die Oberposträte im Reichspostministerium Dr.- Ing. Bruno Fischer in Chemnitz, Steller in Aufsig. Der Führer hat dem ordentlichen Professor em. Geheimen Regierungsrat Dr. phil. Karl Voretsch in Naumburg a. S. mit Urkunde vom 24. September 1942 die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Bekanntmachung Auf Grund des§ 2 des Gesetzes über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit vom 14. Juli 1933( RGBl. I S. 480) in Verbindung mit§ 1 der Verordnung über die Aberkennung der Staatsangehörigkeit und den Widerruf des Staatsangehörigteitserwerbes in der Ostmark vom 11. Jult 1939( RGBI. I S. 1235) erfläre ich im Einvernehmen mit dem Reichsminister des Auswärtigen folgende Personen der deutschen Staatsange hörigkeit für verlustig: 1. Angst, Adolf Mag, geb. am 27. 2. 1911 in Aarau ( Kanton Aargau) Schweiz, 2. Bellgardt, Else Johanna Maria, geb. am 24. 6. 1912 in Berlin- Charlottenburg, 3. Benz, Viktor, geb. am 6. 8. 1912 in Zürich, Hülsede, Kr. Springe, 4. Blumenberg, Werner, geb. am 21. 12. 1900 in 5. Claus, Paulinus Anton, geb. am 2. 9. 1920 in Trier, 6. De bold, Walter, geb. am 8. 10. 1920 in St. Gallen, 7. Dietrich, Hermann, geb. am 5. 7. 1914 in St. Gallen, 8. Dietrich, Jda, geb. Meier, geb. am 8. 10. 1918 in Thalwil( Kanton Zürich) Schweiz, 9. Diez, Ernst, geb. am 21. 5. 1911 in in Rheinfelden ( Kanton Aargau) Schweiz, 10. Eckstein, Hartmut, geb. am 24. 9. 1922 in Klausthal( Harz) Braunschweig, 11. Eder, Josef, geb. am 8. 5. 1915 in Markt Ardagger, Amstetten/ ND., 12. Effert, Karl Heinrich Hermann, geb. am 29. 4. 1915 in Hamburg, 13. Flöß, Valentin Manuel, geb. am 2. 8. 1919 in St. Moritz( Stanton Graubünden) Schweiz, 14. Gäßler, Willy Fidelis, geb. am 22. 5. 1919 in Ebingen( Württemberg), 15. Gittermann, Clara Frieda Ottilie, geb. Kaeseberg, verw. Hähnel, geb. am 30. 11. 1878 in Gotha, 16. Gollnow, Harald, geb. am 13. 4. 1916 in PortoAllegre/ Brasilien, 17. Haaspiel, Theodor, geb. am 11. 1. 1920 in Adliswil( Kanton Zürich) Schweiz, 18. Haidegger, Hans Max, geb. am 26. 8. 1913 in Bludenz( Vorarlberg), 19. Herz- e stranet, Stefan, geb. am 19. 5. 1909 in Wien, 20. Sez, Karl Adolf, geb. am 30. 11. 1914 in Bevilard/ Schweiz, 21. Hunkel, Editha, geb. Stahr, geb. am 19. 5. 1894 in Riesenburg/ Westpr., 22. Sunfel, Sigwalt, geb. am 4. 12. 1924 in Ulm/ Donau, 23. John, Oskar, geb. am 15. 10. 1912 in Wien, 24. John, Susy Mathilde, geb. Capt, geb. am 11. 1. 1918 in Lausanne/ Schweiz, 25. John, Arlette Emilie, geb. am 5. 4. 1939 in Biel Schweiz, 26. John, Oscar Hector, geb. am 12. 12. 1940 in Biel/ Schweiz, 27. Juchacz, Marie Luise, geb. Gohlfe, geb. am 15. 3. 1879 in Landsberg/ Warthe, 28. Keller, Friedrich Wilhelm, geb. am 5. 12. 1893 in Freiburg i. Brsg., Anzeigenpreis für den Raum einer fünfgespaltenen 55 mm breiten Bett- Belle Anzeigen 1,10 R., einer breigespaltenen 92 mm breiten Bettt- Belle 185 R.M. nimmt au ble Angeigenstelle Berlin SW 68, Wilhelmstraße 82. Alle Deudauftrage find auf einseitig beschriebenem Papier völlig brudtreff einzufenben, insbesondere ift barin auch anzugeben, welche Worte etwa burch Fettbrud( einmal unter ftrichen) ober burch Sperrbrud( besonderer Bermert am Ranbe) hervorgehoben werben sollen Befristete Anzeigen müffen 3 Tage vor bem Cinridungstermin bel ber Anzeigenstelle eingegangen sein. Berlin, Freitag, den 25. September, abends 29. Koch, Georg, geb. am 28. 2. 1913 in Davos/ Schwetz, 30. Koch, Jba Frieda, geb. Obrecht, geb. am 8. 2. 1899 in Weidlibach/ Kanton Bern, 31. Roßbiel, Herbert Lothar, geb. am 27, 6, 1919 in Neuhausen/ Schweiz, 32. Krawczyk, Valentin, geb. am 12. 2. 1895 in Berlin, 33. Krawczyk, Martina Elisabeth, geb, Mellenthin, geb. am 5. 11, 1890 in Zippnow, Kr. Deutsch- Krone, 84. Krawczy( früher Strömtete), Hans, geb. am 18. 8, 1919 in Berlin- Steglitz, 35. Kruse, Heinrich Kurt Gotthilf, geb. am 18. 8. 1897 in Berlin, 36. Kruse, Frieda Erna, geb. Raschke, geb. am 1. 8. 1908 in Berlin, 87. Bindenlaub, Werner Gustav, geb. am 9. 8. 1921 in Basel, 38. Löwenberg, Florence, geb. Webb- Verworn, geb. am 19. 6. 1900 in Walle/ Washington, 39. Löwen herz, Renate, geb, am 11. 1. 1929 in Göttingen, 40. öwenherz, Vera, geb. am 9. 8. 1980 in Göttingen, 41. Maurer, Josef, geb. am 14. 8, 1913 in Ettingen ( Kanton Baselland) Schweiz, 42. Maurer, Alice, geb. Grüter, geb. am 30. 11. 1916 in Birsfelden( Kanton Baselland) Schweiz, 48. Maurer, Madeleine, geb. am 11. 3. 1936 in Basel, 44. Maurer, Ruth, geb. am 25. 11. 1937 in Binningen, 45. Maurer, Peter Josef, geb. am 1. 4. 1989 tn Binningen, 46. Maurer, Theresta, geb. am 3. 4, 1940 in Binningen, 47. Meister, Walter, geb. ant 3. 7. 1911 in Jestetten, Kr. Waldshut, 48. BinzI, Paul, geb. am 7. 1. 1922 in Fällanden ( Kanton Zürich) Schweiz, 49. Birler, Friedrich Jobange am 2. 6. 1907 in Voitsberg bet Graz, 50. Sailer, Marla, geb. am 11. 1A 1902 in Graz, 51. Scheuermann, Hans, geb. am 29. 4. 1918 in Wald/ Kanton Appenzell, Postscheckkonto: Berlin 41821 1942 52. Schubert, Friedrich, geb. am 25. 8. 1906 in Dessau, 58. Schüller, Rosa, geb. am 17. 2. 1910 in Wien, 54. Sped, Walter, geb. am 15. 5. 1918 in Basel Schweiz, 55. Sped, Frieda, geb. Holzer, geb. am 26. 4. 1919 in. München, 56. Sped, Anneliese, geb. am 25. 12. 1940 in Schaff hausen/ Schweiz, 57. Spreng, Franz Reinhold, geb. am 24. 8. 1910 t Interlaken( Kanton Bern) Schweiz, 58. Spreng, Salome, geb. Hoffmann, geb. am 11. 9. 1911( Geburtsort unbekannt), 59. Stadtaus, Alfred, geb. am 7. 8. 1911 Wands bet b. Hamburg, 60. Stern, Anna Maria, geb. Klejna, gesch. Tanzler, geb. am 24. 3. 1880 in Wien, 61. Tanzler, Margarethe, geb. am 28. 2. 1905 in Baden bei Wien, 62. UIImann, Heinrich, geb. am 26. 4. 1898 in Wien, 68. UIImann, Dora Hildegard, geb. Eckert, geb. am 6. 5. 1905 in Vaihingen a. Fild( Württ.), 64. Thoma, Friedolin Joseph, geb. am 4. 11. 1910 in Zürich, 65. Thoma, Rosalie, geb. Steinberger, geb. am 18. 2. 1920 in Dingolfing/ Niederbayern, 66. Tonndorf, Heinz Gustav, geb. am 7. 8. 1915 in Dels/ Schlesien, 67. Türkel, Erich, geb. am 6. 8. 1909 in Wien, 68. Vogl, Barbara, geb. Ratta, geb. am 15. 1. 1903 in Karlsbad, 69. Vogl, Viktor, geb. am 19. 11. 1922 in Karlsbad, 70. Vogl, Sigmund, geb. am 9. 8. 1929 in Karlsbad, 71. Weber, Arthur, geb. am 12. 6. 1913 in Zürich, 72. Weber, Katharina, geb. Erni, geb. am 22.4. 1915 in Jlanz/ Kanton Graubünden, 78. Weber, Gerda, geb. am 18. 8. 1941 in Zürich, 74 38 ernigg, Trang, geb. am 18. 10. 1918 in 23ien Schweiz. am 2. 1922 Berlin, den 22. September 1942. Der Reichsminister des Innern. J. V.: Dr. Studart. Erlaß Betrifft: Durchführung des Kartensystems für Lebensmittel für die 42. Zuteilungsperiode vom 19. Oktober bis 15. November 1942 Die Leistungen der deutschen Landwirtschaft und bie Erweiterung des deutschen Nahrungsraumes durch die Wehrmacht gestatten eine wesentliche Verbesserung der Lebensmittelzuteilung. Auf Grund gesetzlicher Ermächtigung wird daher folgendes angeordnet: Erster Teil Festsetzung der Rationen Mit Wirkung vom 19. Oktober 1942( Beginn der 42. Bu teilungsperiode) erhalten die Versorgungsberechtigten, deren Brotrationen am 6. April 1942 gesenkt worden sind, ihre vor diesem Termin bezogenen Brotrationen in vollem Umfange und ausnahmslos wieder. Den Normalverbrauchern über 20 Jahre stehen also in Zukunft wöchentlich 250 g und den Kindern bis zu 3 Jahren wöchentlich 200 g Brot mehr zur Verfügung. Die Kinder von 3-6 Jahren behalten- bet thre seit gleichbleibender Ration an Kinderstärkemehlen - Sem 6. April 1942 wöchentlich um 100 g erhöhten Brotrationen. Unverändert bleiben ferner die Brotrationen der Kinder und Jugendlichen von 6-20 Jahren sowie die Brotzulagen der Schwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeiter, die die um wöchentlich 250 g erhöhte Brotration über ihre Brotfarten erhalten. Mit Wirkung vom 19. Oktober 1942 werden ferner die Fleischrationen der Versorgungsberechtigten aller Altersstufen um 50 g, die der Schwer, Schwerst, Lang- und Nachtarbeiter um 100 g wöchentlich erhöht. Die Wochenrationen an Fleisch oder Fleischwaren betragen daher in Zukunft für Kinder bis zu 6 Jahren 200 g, für Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren 400 g und für Normalverbraucher über 18 Jahre 350 g. Die Schwerarbeiter erhalten in Zukunft 700 g, die Schwerstarbeiter 950 g und die Lang- und Nachtarbeiter 550 g. Die um wöchentlich 100 g erhöhte Fleischration der Schwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeiter wird in Höhe von 50 g über die Zusatz- und Zulagekarten und in Höhe der restlichen 50 g über die Fleischkarten, die auch diese Arbeiter erhalten, ausgegeben. Es versteht sich von selbst, daß Verbraucher, die infolge Gemeinschaftsverpflegung über' Lebensmittelfarten nicht verfügen und denen die Rationen der Versorgungsberechtigten zustehen, in dem gleichen Umfange wie diese an den Rationserhöhungen beteiligt sind. Die Rationserhöhungen für Brot und Fleisch gelten nicht für die Selbstversorger. Ob und inwieweit andere Verbrauchergruppen hieran teilnehmen, bleibt besonderer Regebrauchergruppen hieran teilnehmen, bleibt besonderer Regelung vorbehalten. Die Versorgungslage macht es möglich, in der 42. Zu tellungsperiode in größerem Umfange Kartoffelstärkeerzeuge nisse an Stelle von Getreidenährmitteln auszugeben. Wit Wirkung vom 19. Oktober 1942 gelangt daher die unver änderte vierwöchentliche Nährmittelration von 600 g in Höhe von 125 g in Kartoffelstärkeerzeugnissen( bisher 50 g) und in Höhe von 475 g in Getreidenährmitteln( bisher 550 g) zur Berteilung. Von demselben Zeitpunkt ab erhalten die über 3 Jahre alten Selbstversorger mit Getreide, deren bis herige Vierwochenrationen an Nährmitteln 250 g und an Kartoffelstärkeerzeugnissen 50 g betragen, 175 g Getreide nährmittel und 125 g Startoffelstärkeerzeugnisse. Im übrigen bleiben die Rationen an Butter, Margarine, Käse( abgesehen von der in der 41. Buteilungsperiode er folgten Sonderzuteilung an Räse), Quart, Kaffee- Ersatz, Volle milch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver gegen über der 41. Zuteilungsperiode unverändert. 3 weiter Teil Durchführungsbestimmungen und sonstige Regelungen Erster Abschnitt Warenabgabe auf die Reichsbrotkarten Die von der 42. Zuteilungsperiode ab geltenden Rationen an Brot oder Mehl sind aus der Anlage zu diesem Erlaz ersichtlich. Aus dieser Anlage geht auch hervor, in welchem Umfange Weizen- und Roggenmehl bezogen werden kann. Die infolge der Rationserhöhung von Brot notwendige Umgestal tung einiger Brotfarten macht es notwendig, die für manche Gebiete geltende erweiterte Bezugsmöglichkeit von Roggen mehl an Stelle von Roggenbackwaren nunmehr auf die aus der Anlage ersichtlichen Abschnitte zuzulassen. 3weiter Abschnitt Warenabgabe auf die Nährmittelfarten Die Ration von 475 g Getreidenährmitteln wird auf die Abschnitte N 1- N 19, die Ration von 125 g Kartoffelstärke erzeugnissen auf die Abschnitte N 20- N 24 der rosa und blauen Nährmittelfarten abgegeben. Die hiervon in Teige waren zu beziehende Menge bleibt gegenüber der bisherigen Regelung unverändert. Bei der Nährmittelfarte SV/ G für die über 3 Jahre alten Selbstversorger mit Getreide berechtigen die Abschnitte N1 bis N 7 zum Bezuge von Getreidenährmitteln und die Ab schnitte N 8- N 12 zum Bezuge von Kartoffelstärkeerzeug nissen: Die Möglichkeit, auf die Abschnitte der Nährmittelfarten auch Weizenmehl, Hülsenfrüchte oder Reis, soweit vorhanden, bezieben zu können, entfällt. Dritter Abschnitt Kartenwesen Reichsbrotkarten Reichs. und Staatsanzeiger Nr. 225 vom 25. September 1942. 6. 2 Die Regelung, nach der die Abschnitte der Reichsfleischarten fämtlich erst mit Ablauf der Zuteilungsperiode verallen, gilt mit Wirkung vom 19. Oftober 1942 auch für die Abschnitte der Reichsbrotkarten, soweit sie bisher nur für eine Woche galten. Gültig werden diese Abschnitte wie bisher zu Beginn der einzelnen Zuteilungswochen. Der Vorgriff auf noch nicht fällige Abschnitte bleibt weiterhin verboten. Entsprechend dieser Regelung sind die mit" I" bezeichneten Abschnitte mit den Daten der ersten bis vierten Zuteilungswoche versehen, die mit ,, II" bezeichneten Abschnitte mit den Daten der zweiten bis vierten Zuteilungswoche usw. Die zum Be zuge von Mehl berechtigenden Abschnitte sowie alle Abschnitte bis zu 100 g sind nach wie vor während der ganzen Zu teilungsperiode gültig. Bei den Zusazkarten für Schwer- und Schwerstarbeiter, den Zulagekarten und den Wochenkarten für ausländische Zivilarbeiter verbleibt es bei der bisherigen Regelung, wonach die Brotabschnitte nur eine Woche lang, nämlich während der Gültigkeitsdauer der Wochenkarte, zum Bezuge von Brot bzw. Mehl berechtigen. Abschnitte für den Bezug von Teigwaren Die vermehrte Ausgabe von Kartoffelftärkeerzeugnissen hat die Umgestaltung der Nährmittelkarten und damit die Umstellung der zum Bezuge von Teigwaren berechtigenden T". Abschnitte in der aus den Karten ersichtlichen Weise erforderItch gemacht. Es berechtigen künftig zum Bezuge von Teigwaren bei Karten mit 3,, T"-Abschnitten: die Abschnitte Zulagen: Schwerarbeiter. Schwerstarbeiter. Lang- und Nachtarbeiter 5600 g Brot R oder 3600 g Brot R +1500 g Mehl R 9600 g Brot R oder 7600 g Brot R +1500 g Mehl R 2400 g Brot R oder 400 g Brot R +1500 g Mehl R B. Bierwochenrationen an Brot bzw. Mehl in Bayern, Württemberg, Baden, der Westmark und in den Reichsgauen Sudetenland, Wien, Kärnten, Niederdonau, Oberdonau, Salzburg, Steiermart und Tirol mit Vorarlberg*). Normalverbraucher.. Karte A 7000 g Brot R oder 4000 g Brot R +2250 g Mehl R Karte B 2000 g Brot oder 1500 g Mehl ( Bezugsmöglichkeit von je 750 g Mehl R statt je 1000 g Brot R auf die Abschnitte I und IV a) arte A 8400 g Brot R Jugendliche von 10-20 Jahren( Jgd) Kinder oder 5400 g Brot R +2250 g Mehl R Starte B 2000 g Brot oder 1500 g Mehl ( Bezugsmöglichkeit von je 750 g Mehl R statt je 1000 g Brot R aufble Abschnitte Ia und IV a) von 6-10 Jahren( K) Kinder " " 1 " " " " " " N 11-13 N 11-15 N1-3, N 11-13 N 11-17 von 3-6 Jahren( Klk) Kinder wie unter A bis zu 3 Jahren( klst) zulagen: 17 " 1 " " " " " 2 " N 1-4, N 11-14 10 " " 11 N 1-5, N 11-15 356789 Urlauberkarten Die Reichskarten für Urlauber entsprechen wegen der Rationserhöhungen bei Brot und Fleisch nicht mehr den ab 19. Oftober 1942 geltenden Brot- und Fleischrationen. Die Ausgabe der Urlauberkarten für die Verpflegung ab 19. Of tober 1942 wird daher in einem besonderen Erlaß neu geregelt. Formatänderungen Infolge der Rationserhöhungen mußten die Formate der folgenden Karten wie angegeben geändert werden: Reichsbrotkarte A auf 14,8: 16,8 cm( 20 Nuhen) Reichsfleischkarte 14,8: 12 cm( 28 Reichsfleischkarte Jgd 14,8: 14 cm( 24 " " 1 Papierbeschaffung " " Die Ernährungsämter werden zweds rechtzeitiger Papter beschaffung bereits jetzt darauf hingewiesen, daß in der 43. Zu teilungsperiode die Reichszuckerkarte, die Reichskarte für Marmelade( wahlweise Zucker), die Reichseierkarte und der Bezugsausweis für entrahmte Frischmilch neu zur Ausgabe gelangen. Die Papierfarben bleiben unverändert. Bierter Abschnitt Schlußbestimmungen Abgabe der Bestellscheine Die Verbraucher haben die Bestellscheine einschließlich des Bestellscheins 42 der Reichseierkarte und der Reichstarte für Marmelade( wahlweise Zucker) in der Woche vom 12 bis 17. Oftober 1942 bei den Verteilern abzugeben, sofern nicht die Ernährungsämter die Abgabe auf bestimmte Tage diefer Woche beschränken. Maternübersendung Die gemäß den Vorschriften dieses Erlaffes hergestellten Matern einschließlich der Matern für die Reichs- Mahl- und -Brotkarten und für die Wochenkarten für ausländische Zivilarbeiter werden wie üblich von der Deutschen Zentraldruderei übersandt. Die Ernährungsämter haben wie bisher die Drudmatern der Nährmittelfarten hinsichtlich der Verteilung von Teigwaren sofort nach ihrem Eingang auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Inkrafttreten Die Bestimmungen dieses Erlasses über die Suteilungen für die Zeit vom 19. Oktober bis 15. November 1942 treten am 19. Oktober 1942, die übrigen Anordnungen, soweit nichts anderes bestimmt ist, sofort in Kraft. Berlin, den 7. September 1942. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft. In Vertretung des Staatssekretärs: Riede. Anlage. Zusammenstellung der Brot- und Mehlrationen A. Vierwochenrationen an Brot bzw. Mehl in allen Reichsgebieten außer Bayern, Württemberg, Baden, der Westmark und den Reichsgauen Sudetenland, Wien, Kärnten, Niederdonau, Oberbonau, Salzburg, Steiermark und Tirol mit Vorarlberg. Normalverbraucher Jugendliche von 10-20 Jahren( Jgd) Kinder von 6-10 Jahren( K) Kinder von 3-6 Jahren( Kik) Kinder bis zu 3 Jahren( Kist) Karte A 7000 g Brot R oder 6000 g Brot R +750 g Mehl Karte B 2000 g Brot ober 1500 g Mehl Karte A 8400 g Brot 1 oder 7400 g Brot R + 750 g Mehl R Starte B 2000 g Brot oder 1500 g Mehl 4600 g Brot R ( oder 4100 g Brot R +375 g Mehl R und 2200 g Brot oder 1650 g Mehl 2000 g Brot R ( oder 1500 g Meh! R und 2800 g Brot ( oder 2000 g Brot + 600 g Mehl), ferner 250 g Kinderstärtemehle 4400 g Brot oder 3300 g Mehl, ferner 500 g Kinderstärtemehle Schwerarbeiter.... 5600 g Brot R oder 1600 g Brot R +3000 g Mehl R ( Bezugsmöglichkeit von je 375 g Mehl R statt je 500 g Brot R auf die Abschnitte Ia, IIa, IIIa, IVa ber Busaßkarte) Schwerstarbeiter • 9600 g Brot R ober 5600 g Brot R +3000 g Mehl R ( Bezugsmöglichkeit von je 375 g Mehl R statt fe 500 g Brot R auf die Abschnitte Ib, IIb, IIIb, IVb der Busazkarte) Lang- und Nachtarbeiter.... wie unter A *) Alle Verbraucher tönnen außerdem auf ihre Fleischkarten je Buteilungsperiode an Stelle von 50 g Fleisch oder Fleischwaren 250 g Weizenmehl beziehen. Bekanntmachung - Auf Grund der§§ 1, 8 und 4 der VO. über die Einziehung volls- und staatsfeindlichen Vermögens in den sudetendeutschen Gebieten vom 12. Mai 1939( RGBl. I S. 911) in Verbindung mit den Erlassen des Reichsministers des Innern bom 12. Juli 1939- I a 1594/39/3810- und des Reichsstatthalters im Sudetengau vom 29. August 1939 III 7 Wi/ Jd 7126/39 wird das gesamte Vermögen der Gastwirtin Hermine Sera Fre verw. Roth, geb. Guttmann, geb. am 4. Oktober 1871 in Schönbrunn/ Oder, ehemals wohnhaft in Neudorf bei Mährisch- Ostrau, verstorben am 26. Juni 1939 in Mährisch- Ostrau, hiermit zugunsten des Deutschen Reiches Reichsfinanzverwaltung eingezogen. Troppau, den 23. September 1942. Geheime Staatspolizei. Staatspolizeistelle Troppau. - Bekanntmachung Auf Grund des Gesetzes über die Einziehung kommunistischen Vermögens vom 26. Mat 1933( RGBl. I S. 293) in Verbindung mit dem Gesetz über die Einziehung volts- und ftaatsfeindlichen Vermögens vom 14. Juli 1933( RGBl. I S. 479) und dem Erlaß des Führers und Reichskanzlers über die Verwertung des eingezogenen Vermögens von Reichs feinden vom 29. Mai 1941( RGBl. I S. 303) wird hiermit da nachstehende Vermögen der Ehefrau Irma Sara Dalbergi geb. Neumark, geb. am 5. Juni 1898, Jerlohn, Kluse 18 wohnhaft, nämlich das Verwaltungskonto über RM 317,08 und das Sicherungskonto über RM 1868,-, zugunsten des Deutschen Reiches( Reichsfinanzverwaltung) eingezogen. Arnsberg( Westf.), den 21. September 1942. Der Regierungspräsident. J. A.: Dr. Blume. Zwanzigste Durchführungsanordnung zur Verordnung über die Verbrauchsregelung für Spinnstoffwaren Bom 22. September 1942 Auf Grund der Verordnung über die Verbrauchsregelung für Spinnstoffwaren in der Fassung vom 11. Oftober 1941 ( RGBl. I S. 630) wird mit Zustimmung des Reichswirtschafts ministers angeordnet: § 1 Die Geltungsdauer der Dritten Reichskleiderkarte für Männer, Frauen, Knaben, Mädchen und Kleinkinder und des Bufaßtleiderkarte für Jugendliche zur Dritten Reichskleider farte wird bis zum 30. Juni 1944 verlängert. § 2 § 4 der Achtzehnten Durchführungsanordnung zur Ver ordnung über die Verbrauchsregelung für Spinnstoffwaren vom 12. März 1942( Deutscher Reichsanz. und Preus Staatsanz. Nr. 71 vom 25. März 1942) wird aufgehoben. §8 Diese Anordnung tritt mit ihrer Verkündung in Kraft. Berlin, den 22. September 1942. Der Sonderbeauftragte für die Spinnstoffwirtschaft. Dr. Bauer. Bekanntmachung Die am 23. September 1942 ausgegebene Nummer 97 des Reichsgesetzblatts, Teil I, enthält: Fünfte Verordnung zum Schuß gefährdeten landwirtschaft Htchen Grundbesizes in Reichsgau Sudetenland sowie in den ist die Reichsgaue Niederdonau und Oberdonau und den in die Länder Preußen und Bayern eingegliederten sudetendeutscheft Gebieten. Vom 18. September 1942. Verordnung zur Aenderung der Verordnung über die Aberkennung der Staatsangehörigkeit des Protektorats Böhmeft und Mähren. Vom 19. September 1942, Verordnung über Feld- und Forstdiebstähle. Vom 20. Sep tember 1942. Verordnung zur Aenderung der Verordnung zur Regelung der Getreidepreise im Wirtschaftsjahr 1942/43. Vom 21. Sep tember 1942. Anordnung über die Ernennung der Beamten und die Be endigung des Beamtenverhältnisses im Bereich der Ordnung polizei. Vom 16. September 1942. Umfang: ½ Bogen. Verkaufspreis: 0,15 RM. Bostbeförder rungsgebühren: 0,03 RM für ein Stück bei Voreinsendung auf unser Postscheckkonto: Berlin 96 200. Berlin NW 40, 24. September 1942. Reichsverlagsamt. Dr. Hubrich. Nichtamtliches Deutsches Reich Der Kgl. Afghanische Gesandte in Berlin, Herr Allah Nawaz Khan, hat Berlin am 21. September d. J. ver laffen. Während seiner Abwesenheit führt Herr Legations sekretär Gholam Ahmad Khan die Geschäfte der Ge fandtschaft. Wirtschaftsteil Wirtschaftspolitik im neuen Europa Die spanische Zeitung" Pueblo" veröffentlicht ein Interview mit Staatssekretär Dr. Landfried vom Reichswirtschaftsministerium, der auf wichtige Fragen der Handels, Zoll- und Währungspolitik im neuen Europa einging. Der Staatssekretär erinnerte darin an die Feststellung führender Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft, daß die wirtschaftliche Neuordnung den einzelnen beteiligten Völkern nicht als Zwangsjade übergestreift, sondern daß auf allen wirtschaftlichen Sektoren weitgehend auf die Belange der einzelnen Nationalwirtschaften Rüdsicht genommen werden soll. Nach diesem Grundsatz wird praktisch schon jetzt bei allen Maßnahmen verfahren, die mit der wirtschaftlichen Neuordnung zusammenhängen. Die Vorstellung einer Wirtschaftsgemeinschaft verlangt aber auch, daß sich die Nationalwirtschaften ihrerseits auf die größere Gemeinschaft ausrichten. Das bedeutet, daß die Wirtschaften der beteiligten Länder bei aller Anerkennung der sich aus dem Stand und den Aufgaben der einzelnen Nationalwirtschaften ergebenden örtlichen Wünsche auf die Dauer so geplant und geordnet werden müssen, daß sie sich dem Gesamtbild einer europäischen Wirtschaft einfügen. Nur dann kann der Zweck der wirtschaftlichen Neuordnung, nämlich die Erschließung aller wirtschaftlichen Kraftquellen Europas, zum Nußen der europäischen Gesamtheit erreicht werden. Der StaatsJekretär sprach die Ueberzeugung aus, daß Europa auch diese ihm durch die Geschichte gestellte Aufgabe erfüllt, und daß am Ende diefer Entwicklung eine blühende europäische Wirtschaft stehen wird, die allen beteiligten Völkern eine wesentlich dauerhaftere Existenzgrundlage sichern wird, als die einzelnen Nationalwirtschaften sie bisher jeweils aufzuweisen gehabt haben. Die Rückfichtnahme auf die Eigenarten der Nationalwirtschaften und die Lebensgewohnheiten der einzelnen Völker ist, wie Dr. Landfried betonte, nur möglich, wenn in der Frage einer tunlichsten Befeitigung der starren Zollgrenzen zwischen den einzelnen Nationalwirtschaften nicht schematisch verfahren wird. Zunächst wird man sich im Rahmen einer vertrauensvollen und engen Zulammenarbeit auf dem Gebiet des Zollwesens in den meisten Fällen auf die im einzelnen gerechtfertigte Herabsehung der Zölle beschränken und eine Vereinfachung der Zollförmlichkeiten sowie eine Angleichung des Zollschemas und der anderen zollrechtlichen Bestimmungen anstreben müssen. Zweifellos wird auch auf diesem Teilgebiet der wirtschaftlichen Neuordnung Europas zu gegebener Zeit eine entsprechende Zollregelung im Rahmen freundschaftlicher Verständigung erreicht werden, die auf dem ähnlichen Gebiet der Nebenabgaben bei Ein- und Ausfuhren durch zwed mäßige Regelungen ergänzt wird. Bereits vor geraumer Zeit ist damit begonnen worden, das System der zweifeitigen Verrechnungsabkommen zu einem mehr seitigen Verrechnungssystem auszubauen. Schon heute wird die Verrechnung verschiedener Staaten über Berlin und Rom geleitet und damit die Möglichkeit eröffnet, entsprechende Guthaben nicht nur zweiseitig, sondern auch vielseitig zu verwenden. Wenn das System des Zentralclearings fertig ausgestaltet ist und die sich aus dem Kriege und seinen Erfordernissen ergebenden zeitlichen Schwierigkeiten überwunden sind, wird es ohne Zweifel die im angeschlossenen Raum notwendigen Zahlungen reibungslos er möglichen. Hierfür sind feste und dauernde Währungsverhält nisse eine wichtige Voraussetzung; sie werden sich bei gutem Willen aller Beteiligten ohne weiteres erreichen lassen, und zwar unter voller Wahrung der wirtschaftlichen und währungspolitischen Selbständigkeit der einzelnen Staaten. Eine ausgezeichnete Basis hierfür bieten die Währungen der Achsenmächte, die bereits jetzt als Rechnungsgrundlage für den überwiegenden Teil des europäischen Waren- und Zahlungsver kehrs dienen. Eine schon vorher erreichte feste und sichere Ord nung der europäischen Währungsverhältnisse wird unserem Kon tinent den reibungslosen Abschluß an die Weltwirtschaft wesent lich erleichtern. Die Achsenmächte lehnen bekanntlich nur den Welthandel angelsächsischer Prägung, d. h. als Instrument eines politischen Imperialismus ab. Ein die Welt umspannender wechselseitiger Güteraustausch, der dazu bestimmt ist, den Lebensstandard der beteiligten Völker in einem ihrer Arbeitsleistung entsprechenden Umfange zu verbessern, ist von den Achsenmächten immer bejaht worden. Auch der Gedanke einer europäischen Autarkie im Sinne einer Abschließung von der Außenwelt ist von uns niemals vertreten worden. Die Wirtschaftspolitik der Achsen mächte war vielmehr von jeher nur darauf gerichtet, in wirtschaft licher Selbstgenügsamkeit alle vorhandenen wirtschaftlichen Kraft quellen auszubauen, um allen wirtschaftlichen Abdrosselungsmaß nahmen von außen her begegnen zu fönnen. Wie richtig diese Politik gewesen ist, zeigt der bisherige Verlauf des Krieges. Aus dieser Entwicklung ist auch zu ersehen, wie notwendig die Bildung der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ist, die allein den Zwed hat, alle Wirtschaftskräfte Europas und des ihm zur Verfügung stehenden Raumes voll zu erschließen. Ein Abschluß vom Welt handel ist mit diesem Bestreben in keiner Weise verbunden. Das wirtschaftlich neu geordnete Europa wird ein besserer Partner des neuen Welthandels sein, als das alte Europa, das in un August 28,1947 Liste von Hinterbliebeneh solcher deutschen Maenner die im Widerstand gegen die Nazibewegung ermordet wurden, oder an den Folgen von Verletzungen starben. Frau Alice Westphal Berlin Tempelhof Bundesweg 6 Frau Dora Soldmann Schweinfurt/ Bayern Leibnitzstr.15 American Zone ( 13b) Frau Rose Reichwein Bergstueckerstr.8 Berlin- Wannsee US- Sektor Frau Irene Machts 21 rue G.Cormouls Houlés Mazamet( Farm) France Frau Ottilie Tuebben Berlin- Lichterfelde Kommandantenstr.8 Frau W.ist die Wittwe von Max Westphal. Er war Fuehrer der sozialistischen Jugendbewegung in der Vorhitlerzeit.Mitglied des Reichstags.Sauberer Charakter. Verlor i im Krieg 1914-18 einen Arm.Schlug sich in der Hitlerzeit muehsam durch und stand sehr aktiv in der Untergrundbewegung.Wurde von den Nazis totgeschlagen.--- Frau Westpha ist eine sehr zarte Frau, sehr tapfer, und gleicher Gesinnung.Es sind zwei Kinder da, Maedchen, davon hatte die aelteste spinale Kinderlaehmung und blieb gelaehmt.Sehr intelligentes Maedchen- Lage fuer die Mutter sehr schwierig. Frau S.ist Wittwe von Fritz Soldmann.Sozialdemokrat.Mitglied des Reichstags von 1920-24, und 1932 bis Hitlers Machtantritt. Viele Ehrenaemter, sehr geachteter Mann. Von Beginn der Hitlerzeit schwersten Verfolgungen ausgesetzt, mehrfach verhaftet, Verweisung aus der Stadt Schweinfurt, Sonder gericht Bamberg Hochverratsverfahren.5 mal Gefaengnis, KZ Dachau, Sachsenhausen, Buchenwald.- Trotzdem Mitglied der Widerstandsbewegung.Letzte Inhaftierung 20. Juli 1944. Aus dem Krankenhaus( nicht geheilt) nach Buchenwald.Befreiung durch Amerikaner.Starb 14 Tage nach der Befreiung an den Folgen. Frau Soldmann lebt ganz in der Idee des Mannes.Ist der Hilfe beduerftig.-- Ganze Familie intakt, doch sind die Kinder wohl erwachsen. Der Mann Reichwein ist im Gefolge des Attentats vom 20. Juli 1944 gehaengt worden.Sozialist.Stand in der Volkshochschularbeit.Es sind 3 oder 4 Kinder zwischen 3 und 10 Jahren vorhanden.-- Frau Reichwein bedarf dringend der Hilfe, auch wegen der jungen Kinder. Frau Irene Machts ist die Wittwe eines Polizeihauptmanns Machts.Sie bittet nicht fuer sich, sondern fuer ihre uralte Mutter, die wegen des( von den Nazis erschlagenen) Schwiegersohns waehrend der ganzen Hitlerzeit sehr gelitten hat und sich heute nicht mehr selber helfen kann.-- Soviel mir bekannt ist, kann Machts erst nach 1944 getoetet worden sein. Sozialist/ 1 Nachrag zum Falle Machts: In einem Brief an einen Freund teilt Frau Irene Machts z.B.mit, dass sie aus Liebe und Pflichtgefuehl fuer ihre alte Muttet, den Versuch gemacht hat, nach Berlin zu gehen, dort zu arbeiten und fuer ihre Mutter zu sorgen. Sie erkrankte schwer- infolge der ploetzlichen, durch die Umstaende erzwungenen Ernaehrungs- Umstellung, musste auf aerztlichen Rat zurueck- damit nicht zwei Frauen hilflos de waeren.Sie darf ihrer Mutter von Frankreich aber nichts schicken. Annedore Leber Berlin- Wilmersdorf Babelsbergerstr.40/ 41 Frau Elisabeth Leuschner Carlo Mierendorfstr.44 Darmstadt- Eberstadt Amerikanische Zone ( 16) Frau Lene Heilmann Berlin- Wilmersdorf Saechsische Strasse 48 Dr.Leber war Mitglied des Reichstags. Sozialdemokrat. Journalist.Im direkten Zusammenhang mit dem Attentat hingerichtet.-- Frau Leber arbeitet im Sinn ihres Mannes an der Zeitung" Telegraph" in Berlin.-- 0b Kinder vorhanden sind, ist mir nicht bekannt. -- Frau Leuschner ist die Wittwe des im Zuge des" Verfahrend" nach dem Attentat hingerichteten Wilhelm Leuschner, dessen Name und Aktivitaet gegen das Hitlerregime sehr bekannt geworden ist.Frau Leuschner soll sich in sehr unguenstigen Lebensumstaenden befinden. Frau Elisabeth Erdmann- Macke--Raisendorferstr.17 Meersburg am Bodensee Franzoesische Zone ( 17b) Frau Aenne Doetsch Koblenz- Metternich Neustr.22 Franzoesische Zone ( 22b) Frau Grete Kuenstler Berlin- Neukoelln Weserstr.58 Wittwe des nach unsaeglichem Leiden von den Nazis erschlagenen Ernst Heilmann, Sozialdemokrat, Mitglied des Reichstags, des Preussischen Landtags, sehr bekannt. Sehr tapfer gegen Nazis, deshalb besonders gehasst. Vier Kinder. Frau Heilmann ist sehr tapfer, sie arbeitet im Sinne ihres Mannes. Der Mann Erdmann ist 1939- nach 10 Tagen Verhaftung durch die Nazis" gestorben", er hatte sich ueber die Be- und Misshandlung Anderer waehrend dieser Tage empört, worauf man Ihn totpruegelte.Mir wurde mitgeteilt, dass Frau Erdmann krank ist, allein lebt und ganz dringend x Hilfe braucht. Johann Doetsch war ein ganz besonders charaktervoller Mann, der in der Hitlerzei mit Klugheit, Ruhe und Umsicht in der Widerstandsbewegung tastig war.Verhaftet, im KZ musste er sehr viel ertragen, wurde von den Amerikanern befreit, von seinen sozialistischen Freunden noch mit einem Verwaltungsposten betraut, starb aber bal an den Folgen der Misshandlungen und Ent behrungen. Mann Kuenstler, von den Nazis erschlagen. In Widerstandsbewegung.Sehr tapfer. Sozialdemokrat.Reichstag.-- Es sind Kind da.Frau Kuenstler arbeitet heute im Gei und Andenken an ihren Mann. Frau Frida Kuttner Lekstraat 160 II Amsterdam/ Holland Erich Kuttner war ein sehr bekannter Journalist.Sozialdemokrat.Ging nach Holland.Arbeitete von dort aus mit dem Widerstand in Deutschland.Waere er dort geblieben, war ihm sofortiger Tod siche -3Frida Kuttner,.. Fortsetzung---- XXXX Nach der Invasion Hollands von 2- wurde Kuttner doch noch ein Opfer der Nazis.Erschlagen. Nach Mitteilungen ist Frau Kuttener hoffnungslos an Cancer erkrankt, mehrfach operiert, vollkommen hilflos- ausserdem in Gefahr bei den jetzigen Massnahmen in Holland von der Ausweisung mit betroffen zu werden. Frau Gertrud Kluehs Kleiner Weg 77 Berlin- Tempelhof Frau Neubecker- Kluehs gleiche Adresse Der fruehere Journalist( Redakteur am " Vorwaerts vor Hitler) wurde nachdem man ihn zu lang jaehriger Zuchthausstrafe verurteilte, doch noch ein Opfer der Nazibehandlung. Frau Gertrud Kluehs ist die Wittwe.--- Frau Neubecker Kluehs ist die verheiratete Tochter mit 10 jaehrigem Sohn, der nach aerztlichem Befund verloren ist, wenn die sehr gewissenhaften Eltern nicht in der Lage sind, sehr bald eine bessere und reichlichere rnaehrung fuer den Enkel von Kluehs zu bekommen. Frau Berta Doering- Seliger Bremen- Paschenburgerstr.22 ( 23) Frau Doering gehoert nicht in die Kategorie der Wittwen und Hinterbliebenen.Aber sie schreibt in einem Brief an Paul Loebe, Berlin:" Sie hoerten wohl, in welch schlimmem Zustand c.Doering aus dem KZ nachhause kam.Er kann und kann sich nicht davon erholen. Es faellt mir so schwer zu betteln.Auch habe ich heute gar keine Verbindung mehr ins Ausland. Was soll ich tun?--- Frau Seliger- Doering war eine bekannte Sozialdemokratin, sie und ihr Mann waren in der Bildungs- und Schulungsarbeit dieser Bewegung taetig. August 28,1947 Liste von Hinterbliebenen solcher deutschen Maenner die im Widerstand gegen die Nazibewegung ermordet wurden, oder an den Folgen von Verletzungen starben. Frau Alice Westphal Berlin Tempelhof Bundesweg 6 Frau Dora Soldmann Schweinfurt/ Bayern Leibnitzstr.15 American Zone ( 13b) Frau Rose Reichwein Bergstueckerstr.8 Berlin- Wannsee US- Sektor Frau W.ist die Wittwe von Max Westphal. Er war. Fuehrer der sozialistischen Jugendbewegung in der Vorhitlerzeit.Mitglied des Reichstags.Sauberer Charakter. Verlor im Krieg 1914-18 einen Arm.Schlug sich in der Hitlerzeit muehsam durch und stand sehr aktiv in der Untergrund bewegung.Wurde von den Nazis totgeschlagen.--- Frau Westpha ist eine sehr zarte Frau, sehr tapfer, und gleicher Gesinnung.Es sind zwei Kinder da, Maedchen, davon hatte die aelteste spinale Kinderlaehmung und blieb gelaehmt.Sehr intelligentes Maedchen- Lage fuer die Mutter sehr schwierig. -Frau S.ist Wittwe von Fritz Soldmann. Sozialdemokrat.Mitglied des Reichstags von 1920-24, und 1932 bis Hitlers Machtantritt. Viele Ehrenaemter, sehr geachteter Mann. Von Beginn der Hitlerzeit schwersten Verfolgungen ausgesetzt, mehrfach verhaftet, Verweisung aus der Stadt Schweinfurt, Sonder gericht Bamberg Hochverratsverfahren.5 mal Gefaengnis, KZ Dachau, Sachsenhausen, Budhenwald.- Trotzdem Mitglied der Widerstandsbewegung.Letzte Inhaftierung 20. Juli 1944. Aus dem Krankenhaus( nicht geheilt) nach Buchenwald.Befreiung durch Amerikaner.Starb 14 Tage nach der Befreiung an den Folgen. Frau Soldmann lebt ganz in der Idee des Mannes.Ist der Hilfe beduerftig.-- Ganze Familie intakt, doch sind die Kinder wohl erwachsen. Der Mann Reichwein ist im Gefolge des Attentats vom 20. Juli 1944 gehaengt worden.Sozialist.Stand in der Volkshochschularbeit.Es sind 3 oder 4 Kinder zwischen 3 und 10 Jahren vorhanden.-- Frau Reichwein bedarf dringend der Hilfe, auch wegen der jungen Kinder. Frau Irene Machts 21 rue G.Cormouls Houlés Mazamet( Farm) France Frau Ottilie Tuebben Berlin- Lichterfelde Kommandantenstr.8 Frau Irene Machts ist die Wittwe eines Polizeihauptmanns Machts.Sie bittet nicht fu sich, sondern fuer ihre uralte Mutter, die wegen des( von den Nazis erschlagenen) Schwi gersohns waehrend der ganzen Hitlerzeit sehr gelitten hat und sich heute nicht mehr selber helfen kann.-- Soviel mir bekannt ist, kann Machts erst nach 1944 getoetet worder sein. Sozialist/ Nachrag zum Falle Machts: In einem Brief an einen Freund teilt Frau Irene Machts z.B.mit, dass sie aus Liebe und Pflichtgefuehl fuer ihre alte Muttet, den Versuch gemacht hat, nach Berlin zu gehen, dort zu arbeiten und fuer ihre Mutter zu sorgen.Sie erkrankte schwer- infolge der ploetzlichen, durch die Umstaende erzwungenen Ernaehrungs- Umstellung, musste auf aerztlichen Rat zurueck- damit nicht zwei Frauen hilflos da waeren.Sie darf ihrer Mutter von Frankreich aber nichts schicken. 1 geb. Rosental Annedore Leber- Berlin- Wilmersdorf Babelsbergerstr.40/ 41 durch privat Berlin – Zehlendorf Heine Eokenweg 3 J Frau Elisabeth Leuschner Carlo Mierendorfstr.44 Darmstadt- Eberstadt Amerikanische Zone ( 16) geb. Batz dadok Heino: Ober Ramstadt. Dr.Leber war Mitglied des Reichstags. Sozialdemokrat. Journalist.Im direkten Zusammenhang mit dem Attentat hingerichtet.-- Frau Leber arbeitet im Sinn Ihres Mannes an der Zeitung" Telegraph" in Berlin.-- 0b Kinder vorhanden sind, ist mir nicht bekannt. Frau Leuschner ist die Wittwe des im Zuge des" Verfahrene" nach dem Attentat hingerichteten Wilhelm Leuschner, dessen Name und Aktivitaet gegen das Hitlerregime sehr bekannt geworden ist.Frau Leuschner soll sich in sehr unguenstigen in Hessen, Nieder darmstädters& Lebensumstaenden befinden. Ein Sohn. Frau Lene Heilmann Berlin- Wilmersdorf Saechsische Strasse 48 36 Frau Elisabeth Erdmann- Macke--Raisendorferstr.17 Meersburg am Bodensee Franzcesische Zone ( 176) Frau Aenne Doetsch Koblenz- Metternich Neustr.22 Franzoesische Zone ( 22b) Frau Grete Kuenstler- Berlin- Neukoelln Weserstr.58 Wittwe des nach unsaeglichem Leiden von den Nazis erschlagenen Ernst Heilmann, Sozialdemokrat, Mitglied des Reichstags, des Preussischen Landtags, sehr bekannt. Sehr tapfer gegen Nazis, deshalb besonders gehasst. Vier Kinder. Frau Heilmann ist sehr tapier sie arbeitet im Sinne ihres Mannes. Der Mann Erdmann ist 1939- nach 10 Tagen Verhaftung durch die Nazis" gestorben" er hatte sich ueber die Be- und Misshandlung Anderer waehrend dieser Tage empört, worauf man Ihn totpruegelte.Mir wurde mitgeteilt, dass Frau Erdmann krank ist, allein lebt und ganz dringend x Hilfe braucht. Johann Doetsch war ein ganz besonders charaktervoller Mann, der in der Hitlerzei mit Klugheit, Ruhe und Umsicht in der Widerstandsbewegung taetig war.Verhaftet, im KZ musste er sehr viel ertragen, wurde von den Amerikanern befreit, von seinen sozialistischen Freunden noch mit einem Verwaltungsposten betraut, sterb aber bald an den Folgen der Misshandlungen und Entbehrungen. Mann Kuenstler, von den Nazis erschlagen. In Widerstandsbewegung.Sehr tapfer. Sozialdemokrat.Reichstag.-- Es sind Kinder da.Frau Kuenstler arbeitet heute im Geist und Andenken an ihren Mann. Frau Frida Kuttner Lekstraat 160 II Amsterdam/ Holland Erich Kuttner war ein sehr bekannter Journalist.Sozialdemokrat.Ging nach Holland. Arbeitete von dort aus mit dem Widerstand in Deutschland, Waere er dort geblieben, war ihm sofortiger Tod sicher -3Frida Kuttner,.. Fortsetzung---- MIXXXX Nach der Invasion Hollands von- 2- wurde Kuttner doch noch ein Opfer der Nazis.Erschlagen. Nach Mitteilungen ist Frau Kuttener hoffnungslos an Cancer erkrankt, mehrfach operiert, vollkommen hilflos- ausserdem in Gefahr bei den jetzigen Massnahmen in Holland von der Ausweisung mit betroffen zu werden. Frau Gertrud Kluehs Kleiner Weg 77 Berlin- Tempelhof Frau Neubecker- Kluehs gleiche Adresse • Der fruehere Journalist( Redakteur am " Vorwaerts vor Hitler) wurde nachdem man ihn zu lang jaehriger Zuchthausstrafe verurteilte, doch noch ein Opfer der Nazibehandlung. Frau Gertrud Kluehs ist die Wittwe.--- Frau Neubecker Kluehs ist die verheiratete Tochter mit 10 jaehrigem Sohn, der nach aerztlichem Befund verloren ist, wenn die sehr gewissenhaften Eltern nicht in der Lage sind, sehr bald eine bessere und reichlichere rnaehrung fuer den Enkel von Kluehs zu bekommen. Frau Berta Doering- Seliger Bremen- Paschenburgerstr.22 ( 23) Frau Doering gehoert nicht in die Kategorie der Wittwen und Hinterbliebenen.Aber sie schreibt in einem Brief an Paul Loebe, Berlin:" Sie hoerten wohl, in welch schlimmem Zustand c.Doering aus dem KZ nachhause kam.Er kann und kann sich nicht davon erholen. Es faellt mir so schwer zu betteln.Auch habe ich heute gar keine Verbindung mehr ins Ausland. Was soll ich tun?--- Frau Seliger- Doering war eine bekannte Sozialdemokratin, sie und ihr Mann waren in der Bildungs- und Schulungsarbeit dieser Bewegung taetig. The October 11, 1949 Reporter The New Germany and other features 25 ¢ WM + 卐 卐 5 5 f 4+ 3 5 ㄓ 4 AR A German villager votes October 11, 1949 * Reporter A fortnightly of facts and ideas อา T Contents Volume 1, No. 13 Page 2 The New Germany- An Editorial 4 The Meaning of the German Election An analysis of the balloting by Theodore Draper 9 Ten German Politicians A series of sketches by John Scott 12 The Indestructible Dr. Schacht A fresh look at the financier by Fred M. Hechinger 15 A Party in the Ruhr Saul Padover talks to some festive industrialists 16 Germany's Stepchildren Ernest Leiser examines the newest refugee problem The New Germany The old industrialists, the unrecon structed newspaper editors, the men who went along with Hitler, once more are making themselves heard. Germany is still too weak to be a menace, but the potentialities of German resources and German skill have been left undiminished by the war. Some people think that we must get ready for a third round with Germany in the near future. We are not among them. Germany is not a threat to the peace of the world- at least not now. And it quite possibly can't become one again, if we are firm and realistic in handling the German problem. 20 To Man's Measure... Domestic Foreign Culture 23 Two Hard- Working Lobbyists How to promote labor and cotton in Congress 25 Devaluation Can't Do It All Tariffs, customs procedures, and foreign trade 28" The Welfare State' Arthur Schlesinger, Jr., says all of us are for it 30 Greece- Our Test Democracy- building at its hardest 33 Caste After the Fourth Grade Max Lerner surveys the German educational system 36 The Ghost of Goebbels Will freedom of the press kill freedom in Germany? 38 Return to Metternich A review of Peter Viereck's new book Editor& Publisher: Max Ascoli Managing Editor: Philip Horton; Assistant Managing Editor: Robert S. Gerdy; National Affairs Editor: Llewellyn White; European Editor: Leland Stowe; Copy Editors: Al Newman, William Knapp; Art Editor: William A. McIntyre; Production Manager: Anthony J. Ballo; Staff Writers: Richard A. Donovan, Pat Holt, James M. Minifie, Gouverneur Paulding, David Wills, Claire Neikind, Theodore A. Sumberg, Robert K. Bingham, Douglass Cater; Assistant to the Publisher: Helen Duggan; General Manager: Richard P. Callanan; Business Manager: Joseph F. Murphy; Advertising Manager: Houston Boyles. Cover by Joseph Low. Photographs by Magnum; Seymour- Magnum. The Reporter: Published every other Tuesday by Fortnightly Publishing Company. All rights reserved under Pan American Copyright Convention. Copyright 1949 by Fortnightly Publishing Company. Subscription price, United States, Canada, U. S. Possessions, and Pan American Postal Union, Onc year$ 5; Two years$ 8; Three years$ 10. All other countries, One year$ 6; Two years$ 10; Three years $ 13. Please give four weeks' notice when changing your address giving old and new address. Editorial, Advertising and Circulation Offices 220 East 42nd Street, New York 17, N. Y. Editorial The New Germany " This is where we came in, and everything that happened before will happen again," according to many people who know Germany well. They see the unrolling of the same chain of events: rampant nationalism, a feeble democracy, and then, not too far off, a new militarism and a new German- Russian pact. There is another school of thought among observers of German affairs- a school that listens to the Cassandras, takes their warnings seriously, and yet keeps its shirt on. Let it be said at the outset that The Reporter keeps its shirt on. There Is No Germany On July 9, 1943, speaking of the Free French, who had asked the United States for diplomatic recognition, President Roosevelt said:" There is no France." Had he been alive on V- E Day, he could have said with far greater accuracy:" There is no Germany." The German people had been left without institutions, without agencies of law enforcement, just as there were no leaders who could speak for them or to whom they had given a measure of their confidence. For twelve years, actually, they had had no institutions of their own, and the unconditional obedience that Hitler had exacted led them to their unconditional surrender to the Allies. The machine of the Nazi party had established total control over their lives; it ruled their schools, their factories, their churches, their leisure time, their emotions. With the collapse of the Nazi machine, the monolithic nation overnight was reduced to the dust of its smallest component elements, the men and women of Germany. On these men and women the military governments of the four allied nations had to exert their rule. The military governments assumed the task of administering a revolution to the German people. It was called de- Nazification. For the Russians, this was an easy task, assuming that they ever took it seriously, for they are in the business of revolution. The military governments of the three democratic nations, the United States, Britain, and France, were ordered to do the impossible- to conduct a revolution according to Standard Operating Procedure and with some respect for the due process of law. Northern Italy alone, among the regions of the two Fascist nations, had some days of real revolution on its own, after the partisans had taken over the functions of government and before the AngloAmerican armies had arrived in strength. Mussolini himself, and a large number of Fascist leaders, were summarily executed, together with quite a few innocent people. In Milan, a well- known general of the Fascist militia was sought as a prize catch by the embattled partisans- an easy catch since everybody in town was familiar with his reddish beard. Actually, as the story goes, five men, all with reddish beards, were shot. A few days later, it was discovered that the close- shaven general was safely in jail. This is revolution. We Have No Names Our military government was to bring democracy to Germany. It was given the responsibility of scrutinizing every particle of the shattered nation, practically every man and woman above a certain minimum level of civic importance, and then it had to decide who was fit and who was not fit to hold a position of responsibility. In the military rule of Germany, as in that of Italy and Japan, we were facing a task for which we had no precedent, no blueprint, and no expert. We could make of Germany neither a colony nor a kept nation. We could not let the Germans go to the Far Right nor to the Far Left. We had to exert pressure on the interests, the motives, the instincts of the Germans so that some time, somehow, they could unite themselves in a Germany vaguely resembling a peaceful democracy. We had, so to speak, to run the primaries in Germany; we had to select and certify the politicians whose claim to leadership had ultimately to be ratified by the German people. Just as there are no traditions for what we had and still have to do in Germany and in other parts The Reporter, October 11, 1949 2 of the world, so we have no adequate names to express it. We don't want colonies, we don't want to dominate nations. We want to re- define the range of their independence, to determine those conditions for their well- being that will let them live securely. Our Communist opponents, on the contrary, have the advantage of all the old- established names and practices. To the Russians and to the people under them," empire" and" sphere of influence" mean exactly what they used to. For these Johnnycome- latelies of international politics have adopted, with a pedantic vengeance, all the patterns that the old imperial powers have relinquished. Most of our liberals keep a careful account of what they call American mistakes and failures in Germany. They shake their heads, and predict the worst. Actually," mistake" and" failure" are incorrect words when applied to something for which there is no corresponding precedent of achievement or success. Most American liberals seem to act on the assumption that their abhorrence of extremes entitles them to sit in sour judgment of everything that is being done. This sitting habit does not represent the liberal tradition at its best. For there is a great difference between a sitting posture and the risky, purposeful effort of every muscle and nerve, aimed at lifting a nation from the horror of tyranny and defeat. This Removable Government Here we are now, confronted, at the end of military government, by this newly- assembled Western Germany that is learning how to speak, think, and act as a nation. We have before us this big, truncated section of what was once Germany. The German nation has been split in two by the conflict between East and West, just as three centuries ago it was broken up by the schism between Protestantism and the Roman Catholic Church. As a result of that division, it was not until 1871, after the Franco- Prussian War, that the unity of the German nation could be achieved. Since then the German state has proved to be a peril to its own people and to the world. The best thing that can be said about the new German government is that it is weak. The parties that form it won the election by a slim margin, and Adenauer became the Chancellor by a majority of one vote- his own. To rule a divided Germany, still under allied control, is a rather unsavory task, that unfortunately has fallen on not very savory people. But this is probably the best government that Germany could have, for it is removable, at the mercy of a fractional shift of opinion. It is an interim government, for everything- parties, rulers, and politicians- is interim, precarious, and improvised in a nation that is just starting to live again. Business, Not Love Our officials have to do business with the German leaders who won the election, as they have to deal with the industrialists of the Rhineland and of the Ruhr, still the same men who ruled the German economy before Hitler, for Hitler, and with Hitler. Perhaps this is necessary, for, as the saying goes in some of our government circles, they are the men who" know their jobs." They are powerful, callous, cynical men, thoroughly impervious to moral scruples and to sentimental idealism. But they do know their jobs. They also speak English, know how to dress, eat, and drink. They do all these things so well, in fact, that some Americans are inclined to conclude that they are" our kind of people." The art has been developed in America- only too well, at times beyond the point of decency- of keeping a strict line of demarcation between business contacts and social connections. In our working lives, there is a fair measure of equality and democracy, regardless of race and creed, enjoyed five days a week between 9 A.M. and 5 P.M. During off- hours, on vacation and recognized holidays, some barriers of discrimination are raised. It would be a good thing if the system could be abandoned at home and adopted, in some instances, abroad. Actually, there is no reason why business intercourse with the German industrialists and political leaders should be accompanied by fraternization or declarations of eternal love. There are, on the contrary, all possible reasons for keeping the closest watch on the people with whom we have to deal. When those people give evidence that, in doing their jobs, they are only after greater and greater economic and political power, they must be sacked. It is a very difficult task to introduce democracy in a nation- much more difficult than many of our well- meaning liberals seem to assume. The generous intention to help the non- Communist left in a foreign country is sometimes crudely challenged by the fact that there are not many non- Communist leftwingers to be helped. Sometimes, on the contrary, we may risk being trapped by the reactionary politicians of the country we help, as our experience in Greece proves. It is a hard job we are up against, a job that requires an extraordinary degree of sophistication and hard- headedness. We can do business with this new rightest Germany, provided, of course, we are not going to marry her. -M.A. The Reporter, October 11, 1949 3 The Meaning of the German Election The vote was surprising, both in its size and in its regard for the status quo, but the government perches precariously between socialists and Far Rightists 55 As the August elections in western Germany showed, the pieces of the German puzzle are not so easy to put together. The political experts were as poor at prophecy in Germany as they had been the year before in America. Detecting, as they thought, an overwhelming popular disgust with the political system and the existing parties, they predicted a very small vote, with spectacular gains for the extremists. The vote was large and unsensational. Obviously the dark side of the German picture was overdone. The experts were obsessed by the nine million refugees from the east, who live uprooted, morbid existences; the three million ex- Nazis, entitled to vote for the first time; the youth, the best of whom have lost the ability to put faith in anything; and the former professional soldiers, who form a loose but intimate community with a tradition of militarism and nationalism extending back far beyond Hitler. These groups may some day turn out to be a big menace, but they didn't in 1949, perhaps because the time was not ripe for them. The power that came out on top in Germany- narrowly, insecurely, perhaps temporarily- was the conservative middle class. Of all the unknown quantities, it proved to be the biggest and the least advertised. The middle class had been strengthened and even enlarged by the economic recovery that followed the currency reform last year. While the index of industrial production was rising from 51 in June, 1948, to 90 in March, 1949, a political force at once irresistible and intangible was set in motion. Some people benefited too much and many not enough; some industries are booming and others are begging; but, all in all, those who had a stake in the economic revival outnumbered those who did not. Naturally there were other influences at work, too, but the economic upswing was the decisive one. The balance, of course, is so nervous and delicate that an economic movement in reverse could easily bring about the most pessimistic of the political predictions. It is necessary only to look at the parties individually to see that nothing has been settled, everything postponed. Free Democrats. To understand what happened in the August election, it happened in the August election, it may be best to start with the Free Democratic Party( F.D.P.). It ran third in the election, but is the fastest- growing and most strategically- situated party in Germany. It is the only one of the Big Four that gained both absolutely and relatively. The Christian Democrats and Social Democrats gained absolutely but lost relatively, and the Communists lost both absolutely and relatively. In the 1947 Landtag elections, before the currency reform, the F.D.P. ran fourth, behind even the Communists. Its organization then consisted essentially of a list of candidates. Its chief asset was its license from Military Government to call itself a party. In the recent election, fourteen months after the currency reform, it almost doubled its vote, won one- eighth of the seats in parliament and one- fourth of the cabinet posts, as well as the presidency. Its three million voters undoubtedly came predominantly from upper- and- middle- income people who had profited from the currency reform Of all the parties, the F.D.P. stood for free enterprise in its purest form. When the index of industrial production was 28 in 1947, theirs was not a very popular political program. In 1949, with the index in the upper eighties, it was. If the Free Democratic success meant anything, it was that the Protestant middle class is again a powerful political force in Germany. The Christian Democrats also insisted on oldfashioned capitalism, but they combined it with clerical and federalistic principles. The Free Democratic mixture- capitalism, anticlericalism, and strong, centralized government- traditionally makes a greater appeal to the Protestant middle class. Yet the German middle class, Protestant or otherwise, has always been too insecure and shifting to stick to any one outlook, and that inconsistency is reflected in the Free Democratic Party. In Württemberg- Baden, in the American Zone, where President Theodor Heuss comes from, the F.D.P. is probably the nearest approach to a western- style democratic party. Further north in the British Zone, in Lower Saxony and Schleswig- Holstein, it takes on a more nationalistic complexion. The movement has as many alliances as it has factions. In the Bonn Government, it is the natural ally of the Christian Democrats. In several states, it shares power with the Social Democrats. And in Hesse, in the American Zone, it made a coalition with the extreme right. The Hesse situation shows what may be lurking just beneath the surface. Municipal elections were held in Wiesbaden, in Hesse, in April 1948. Almost a quarter of the votes went to the National Democratic Party, a locallylicensed group, which demanded, among other things, the reconstitution of the Wehrmacht and revival of the flag of the Kaiserreich. The Hesse The Reporter, October 11, 1949 leader of the Free Democrats, August Euler, decided to combine forces with the National Democrats in the recent election, even though he had to split his own party to do so. The deal paid off handsomely. The F.D.P. in Hesse increased its vote from 250,000 to 600,- 000, higher than its total in any other state. A camouflaged National Democratic delegation, with a large percentage of former Nazis, was sent to Bonn. Germany is full of groups and organizations with a respectable democratic figure out in front and dubious, compromised characters in the background. Almost every one of the big parties so BREMEN KIEL SCHLESWIGHOLSTEIN LOWER SAXONY HAMBURG HANNOVER MINDEN ESSEN NORTH RHINEWESTPHALIA COLOGNE KASSEL far has the word" Democratic" in its far has the word" Democratic" in its name, a sure sign of how meaningless the term has become. The Free Democrats, who agree with the Christian Democrats on economic policy, and with the Social Democrats on almost everything else, possess more tactical flexibility than any other party. It is safe to predict that they will never lack reasons for making deals with anyone to share power. That is the kind of hinge on which the new west German régime has to turn. Christian Democrats. The father of post war German free enterprise, Dr. Ludwig Erhard, the former Bizonal economic director, joined the Christian Democratic Union a few months before the election. Next to Dr. Konrad Adenauer, he was the most promising C.D.U. campaigner and, of course, he BRUNSWICK defended his own record. It was not his fault that the C.D.U. lost part of the middle- class vote. The C.D.U. is a heterogeneous collection of rich and poor, employers and trade unionists, Protestants and Catholics, Bavarian farmers and Ruhr workers. The fact that it did so well, even though it put up so conservative a campaign, must be attributed to the favorable economic atmosphere. Keeping its left wing in line, while campaigning on a free- enterprise HESSE BAMBERG FRANKFURT COBLENZ WIESBADEN RHINELANDPALATINATE HEIDELBERG NÜRNBERG REGENSBURG BAVARIA WÜRTTEMBERGBADEN 1019 STUTTGART BADEN- BADEN WÜRTTEMBERG SOUTH BADEN FREIBURG MUNICH GARMISCH platform, was a good trick, but it may be hard to repeat. It was probably fortunate for the C.D.U., which won thirty- eight per cent of the vote in 1947 and thirty- one per cent in 1949, that the election was not much longer delayed, for the party was beginning to show the strains peculiar to such a complex assortment of interests. The two surprises in the election were that the Free Democrats gained so much, and that the Christian Democrats lost so little, with practically indistinguishable economic policies. The Christian Democrats cannot stand still, and it is hard to see how they can go forward. Their grip on the government will give them important sources of power and patronage, but at best these will be able only to slow up the backward drift. Their shifting position may have won them votes in this election and cost them dearly in the long run. When the C.D.U. was formed, a conscious effort was made to profit from the experience of the pre war Center Party. The new party was to be more " social- minded," and it was to be Protestant as well as Catholic. After four years, both these objectives have begun to fade. In 1947 the Christian Democratic conference went so far as to approve the nationalization of basic industries. In 1949 the C.D.U. campaign made anti- socialization its main talking- point. Of the 139 Christian PASSAU Democrats in the Bundestag, only about forty represent the so- called left wing. Dr. Adenauer, the Christian Democratic Chancellor, is far over on the conservative side. This transformation of the C.D.U. was partly a result of the former Military Government policy barring extreme rightist parties. As long as the F.D.P. was relatively unimportant, there were only two major antagonists, the Christian Democrats and the Social Democrats. Right- wing interests automatically leaned toward the Christian Democrats, and after the currency reform the Ruhr industrialists began even to take an active financial interest in the party, as The Reporter, October 11, 1949 5 they were again solvent enough to do. The C.D.U.'s effort to bridge the political gap between Protestants and Catholics seems to be failing. The Free Democratic advance was one symptom. In North Rhine- Westphalia, in the British Zone, where Catholics outnumber Protestants three to two, the Christian Democrats won. In Lower Saxony, also in the British Zone, where Protestants outnumber Catholics four to one, the Social Democrats ran far ahead. In a strongly Protestant region, the right tends to take shape independently of the C.D.U. The C.D.U. has begun to depend more and more on the local Catholic clergy to offset the far more efficient political machine of the Social Democrats, the best in Germany. What this means in terms of practical politics can be illustrated by the recent election in Cologne, a Catholic stronghold, where the votes of men and women were counted separately. The women gave 78,494 votes to the Christian Democrats and 48,924 to the Social Democrats; the men 48,881 and 48,640 respectively. The C.D.U. majority was made up of 29,570 women and only 241 men an indication that women are more likely to vote as the church wants them to. It is significant that the most prominent leader of the left- wing Christian Democrats, Dr. Karl Arnold, a former trade- union official now Minister- President of North Rhine- Westphalia, and President of the Bundesrat, has been far more critical of Dr. Adenauer's policy since the election than before. First, Arnold publicly expressed the desire to see Social Democrats in the Government. Then, at the annual Catholic congress on social problems, at Bochum in September, he warned sharply against" a bourgeois, anti- socialistic complex." In North Rhine- Westphalia, the most important state of west Germany, the tension between the Ruhr industrialists who supply C.D.U. funds and the Catholic workers who provide C.D.U. votes is most extreme. The C.D.U. in the Government is really a coalition within a coalition. The Bavarian fraction of the C.D.U. delegation is even separately organized. Dr. Adenauer's government has to reconcile so many different interests that it is likely to break down for internal rather than external reasons. Theodor Heuss Social Democrats. The rising index of production is one side of the German economic picture. A total of one and a half million unemployed- and an average weekly wage barely on the level of subsistence- is the other. The reservoir of political discontent still stands at a relatively high point, but discontent is far from desperate. Most of the dissatisfied voters backed the Social Democrats, the most disciplined expression of opposition. And the Social Democrats themselves lost ground. They came out of the election with almost seven million votes, or close to thirty per cent of the total, a decline of over five per cent in the past two years, just about equal to the drop in C.D.U. votes. The Christian Democrats and Social Democrats are almost evenly matched in numbers, but the former has allies and the latter none- at any rate, on a national scale. In a sense there are only two parties, the Social Democrats and all the rest. As long as the economic climate favors free enterprise, the Social Democrats have to choose between isolation and compromise on principle. On the one hand, they bear the brunt of Communist propaganda. On the other hand, in such places as Hamburg, where they are in power, the bourgeois parties form a coalition against them on the ground that they are" as bad as Communists." To make matters worse, the German Social Democrats are also cut off from their natural allies on the continent. They disagree with the French Socialists on the Saar question and the Ruhr statute. By pushing the dismantling of German factories, Ernest Bevin probably cost the Social Democrats a good many votes. The other German parties suggested that dismantling was connected with Socialism, and that proved to be an effective campaign device. Dr. Kurt Schumacher, the leader of the Social Democrats, is perfectly content to have his party remain, for the time being, out of the government. The Weimar Social Democrats wanted to get in, if they possibly could. Their emphasis was on Ministers and Members of Parliament, not the party. Schumacher puts the party first. He controls Ministers from his headquarters in Hannover. He thinks that the party would suffer if it took power prematurely or shared it disadvantageously. In Berlin, it won the last municipal election, took control of the western sectors, and has been losing popular support ever since. In some of the western states, the party has had to criticize the policy of coalition governments as if Social Democratic Ministers were not part of them. Dr. Schumacher's policy is that the party must win a majority and take all power or none. Communists. The German Communists were surprised by their very poor showing, but they did not need the election to tell them that they were not doing well in the west. They had tacitly admitted that, before the balloting, by trotting out the National Front, their third important tactical device since the end of the war. The first was the Socialist Unity Party, which was successful in swallowing up the Social Democratic Party in the Russian Zone, but failed to penetrate into the western zones, or to sink The Reporter, October 11, 1949 very deep roots even in the Russian Zone. The second front to be erected was the People's Congress, organized in November 1947. It had about the same fate as the Socialist Unity Party. The election of delegates to the third People's Congress in the middle of May, 1949, was the turning point. The Russian Zone was asked to vote" Ja" or " Nein" on the proposition of" a united Germany and a just peace," which was like asking for a vote on the multiplication table. According to the official figures, 33.9 per cent voted" Nein." When the Soviet Military Government made this figure public, the Communist leaders assumed they were being told to try something else. The National Front, which was born last May, is still another effort to cast a wider political net. This time the net has no limits. The People's Congress had an" anti- Fascist and democratic" basis, whatever the interpretation of that might be. The National Front has made room for unreconstructed Nazis. " There should be drawn into the National Front those circles of the German people who until now have stood aloof or even rejected the German People's Congress movement because of its organizational setup and democratic basis," Wilhelm Pieck has said. " In view of the mortal danger to the whole nation, we need not look back on the former[ Nazi] party membership of individuals, but we must have the sincere will to come together with every nationally- minded German who wants the unity of Germany, a just peace, and thereafter the withdrawal of the occupation troops," Walter Ulbricht said recently." We have today in the Soviet occupation zone not a few former active Nazis who are carrying out responsible work." " It is necessary that we should act more coldly and courageously to draw into the great national struggle those forces which until now have not taken part in it, because they were and are standing outside the anti- Fascist, democratic order," said Fred Oelssner in Neues Deutschland on August 7." We must draw into this great struggle much more courageously than until now the former officials and teachers, the active soldiers and officers, the former Nazis and not merely the nominal ones." " For the enlistment of former National Socialists in the National Front, there is no other condition than their sincere will to fight for the unity and independence of Germany," said Pieck in Neues Deutschland on August 4. The tactic behind the National Front is curiously parallel to that behind the Nazi- Soviet Pact ten years ago. Then, too, it was permissible to make a pact with the Nazis against the western powers. Now any enemy of the United States Communist propaganda hardly bothers with Britain or France- even a" former" active Nazi who is still enough of a one to have no use for anti- Fascism or democracy, is considered a fit partner. Communists are busy preaching just what they accuse the western powers of practicing. To justify this new line, the Communists assert that Germany is a" colonial problem" and they are waging a struggle of" national liberation." Germany is actually put in the same class in their propaganda as Spain, Greece, and Puerto Rico. This" colonial" theory serves two ends. It provides a political basis for Communist- Nazi collaboration on the ground that the all- important issue is" national," not" social," and it enables the Germans to think of themselves as a poor, oppressed people who are paying, not for their own sins, but for the insatiable greed of American profiteers and warmongers. If the Socialist Unity Party or the People's Congress had come up to expectations, there would obviously be no need for the National Front. The need is not so acute in the Russian Zone, where the Communists would like more popularity but do not need it to stay in power. The National Front was primarily conceived for the western zones, where the Communist vote recently declined from 1,634,545 to 1,360,443, or from 9.4 per cent to 5.7 per cent. The weaker the Communists are, the more they need allies, and the most easily available allies against the United States are on the extreme right. The common stock- in- trade of all the neoFascist groups, like Otto Strasser's illegal but not inactive Black Front, now called" The League for Germany's Revival," is inflammatory nationalism which, in the western zones, is antiAmerican, anti- British, anti- French, or all three, as the case may be. The National Front is solely a political basis for collaboration between the extreme right and extreme left, taking them and leaving them as they are, with only one thing in common: German" national interest." This is doubtless a dangerous game, as the NaziSoviet Pact was. Communist leaders admit having trouble making the whole Socialist Unity Party" understand" it. At the moment the two most overworked words in the Communist vocabulary are" German" and" national." The Communists insist that there is a difference between" national" and " nationalism," but there is some question as to whether the objects of their propaganda always appreciate that difference. Rightists. Except for the Free Democrats, only the parties of the extreme right increased their vote both absolutely and relatively. The chauvinistic German Party obtained almost a million votes; the neo- Fascist German Rightist Party almost half a million; the predominantly monarchist Bavarian Party a million; and a special Dr. Konrad Adenauer The Reporter, October 11, 1949 7 brand of Bavarian führer mentality, the innocuously named Economic Reconstruction Association, led by Alfred Loritz, over half a million. Over a million votes were also cast for" independent candidates," most of them far to the right. Thus three to four million votes went to the extreme right- about onesixth of the total. It will be represented by fifty- three deputies in the Bundestag about one- eighth of the total. If the system of representation had not been weighted against local parties and independent candidates, they might have had twice as many deputies. Yet there was a sigh of relief that the extreme right turned out to be no stronger than it did. The nervousness is partly attributable to the elusiveness of the danger. If one neo- Fascist party existed, the danger would be concrete and localized. Now it seems to be everywhere: among the refugees, the youth, the war veterans, the former Nazis, the groups and circles and associations that pop up daily( and not least inside the so- called democratic parties). In Lower Saxony, not far from the Russian Zone, there is a town called Wolfsburg. It is unique for three reasons: It is the home of the Volkswagen, or People's Car; it has more men than women; and flagrant neo- Fascists have won the last three local elections. Wolfsburg is a one- factory town; ninety per cent of the population of 23,000 depend on the auto factory, which expects to produce 40,000 cars in 1949. The majority of the workers are refugees from the east. They live packed together in grim- looking barracks set down in the middle of a dusty wasteland. No one knows who owns the factory now; it was started by the Nazi Strength Through Joy organization, and taken over by the four- power Control Council, which no longer exists for all practical purposes. Wolfsburg first became notorious in November, 1948. In a local election, the unknown and unnoticed German Rightist Party received 16,500 votes, against the Social Democrats' 5,500. The leaders were obscure young men with army backgrounds. Five months later the party was banned in the district by the British Military Governor, and a new election was ordered. The slightly less extreme German Party stepped in and won. Then the German Rightist Party was reinstated for the most recent election, and again came out on top. It has now moved its headquarters to Hannover for bigger game. How much of Germany is represented by Wolfsburg? Potentially all of Germany- given the same refugee problem, living conditions, and social unbalance. Wolfsburg indicates that, in this country, Fascism still has a much better chance than Communism. One of the commonest observations heard in Germany is that what the country needs is a conservative party. The thought is that Germany has had radical reactionaries, not disciplined conservatives. It may have had, for a time in the 1920's, a reasonable facsimile of a democratic government, but it never had a democratic opposition. And without a democratic opposition, a democratic government can only make a single slip. By refusing to license parties of the extreme right, except on a local scale and not always then, the Military Government understandably but unavoidably introduced a deformity in the political system. In a sense, the story of the past two years has been the effort to get around this obstacle, either by transforming the Christian Democratic and Free Democratic Parties into rightist parties, or by forming new and more extreme ones. Now the bars have been lifted, and anyone can form a A Shot in the Arm party or start a newspaper without a license. For the first time, then, the real face of German conservatism may again become visible. With the big vote and relatively small extremist representation, the Bonn régime got off to a better start than everyone expected. But it would be inexcusable to imagine that it is much more than a start. At best, on its own showing, the régime is a provisional one for half of Germany, with rigidly restricted authority. Within this narrow framework, it has to struggle against immense odds. There is still the multiplicity of parties and the desperate search for a stable majority. The parties themselves are still new and untested. There is room for a good deal of shake- up, not necessarily for the better. There are the nine million uprooted refugees, the millions of" former" Nazis, the ominous silence of the younger generation, the reviving prestige of the military caste. Houses need to be built, unemployment cut down, markets found. The psychological and political effect of the last year of amazing economic recovery was greatly underrated. It was positive enough to win an edge on all the negative factors. It was feared that Bonn would never even get a chance. Bonn has been given a chance, just that. -THEODORE DRAPER The Rentenmark of 1923 produced a miracle in ending one of the world's dizziest inflations; and the Deutsche Mark, the new legal currency put into use on June 20, 1948, may also work wonders in healing the scars of modern Germany's second vanquished economy- this time only three years after the war's end. A general lifting of price, allocation, and rationing regulations accompanied the issuing of the new currency. Figures on the Bizone's industrial output show a steady rise: ( 1936-100) iron& Total coal steel chmcls. 42 22218 23368 June, 1947 December June. 1948 December June, 1949 41 61 44 72 26 43 51 80 32 53 79 85 89 55 88 76 60 88 The businessman benefited most from this new German attempt with a" free economy," but to a certain extent the worker, too, shared in the economic improvement. The average Ruhr miner's gross monthly earnings rose from 203 marks in June, 1947, to 267 two years later. Unemployment, however, increased from 5.2 to 9.3 per cent in this period, but that was due mainly to the influx of refugees from the east. The Reporter, October 11, 1949 8 Ten German Politicians Most of them stayed out of Hitler's prisons and his party; most are just entering big- time politics อา 康 German politicians never have made a good impression on the rest of the world. Germans of ability and integrity have usually followed such pursuits as philosophy, music, and science, leaving statesmanship to a line of willful, and often unscrupulous, characters like Frederick, Bismarck, Wilhelm II, and Hitler. During the Nazi years, most prominent Germans of democratic leanings were done away with. During the past four years, many Nazi leaders have died by the bullet, the rope, or the cyanide pill. The survivors- with the exception of a lucky few- are those whose indifference or prudence kept them out of Nazi Party leadership on the one hand, and the dungeons of the Gestapo on the other. Into this last category fall all but a few of the emerging leaders of the West German Federal Republic. Ten of the more prominent of these men are: Dr. Konrad Adenauer, seventythree, leader of the Christian Democratic Union( C.D.U.-C.S.U. in Bavaria), and first Chancellor of the West German Federation. Professor Theodor Heuss, sixty- five, President of the Federal Republic, and a leader of the Free Democratic Party. Dr. Kurt Schumacher, fifty- four, leader of the Social Democratic Party ( S.P.D.), and of the opposition. Dr. Carlo Schmid, fifty- two, Social Democratic Party whip in Parliament. Max Reimann, fifty, Communist leader of western Germany, and member of the Bundestag( lower house). Dr. Ludwig Erhard, fifty- two, Minister of Economics in the West German government, and Adenauer's chief Economic adviser, right- wing C.D.U. leader. Dr. Erich Köhler, fifty- four, President of the Bundestag, and a C.D.U. leader. Karl Arnold, forty- eight, President of the Bundesrat( upper house), Minister- President of North Rhine- Westphalia, and left- wing C.D.U. leader. Alfred Loritz, forty- seven, head of the Bavarian Economic Reconstruction Party. General Otto Ernst Remer, prominent in the extreme nationalist German Rightist Party, militarist. Of these men, only two, Schumacher and Reimann, opposed the Nazis vigorously enough to get sentenced to long terms in concentration camps. Only two, Schumacher and Heuss, were members of the Reichstag before 1933. Four held responsible positions under the Nazis; one was a heavily- decorated high officer; at least one was an ardent Nazi. All have been critical of the occupying powers. The most important of the group is, of course, the Chancellor, Dr. Adenauer. He was born in Cologne, where his father was an underpaid government functionary, and has spent most of his life there. Early in his career, Dr. Adenauer moved from law practice into politics, but because of his intense regionalism, he was a local rather than a national figure. He was Lord Mayor of Cologne from 1917 till 1933, when he incurred the displeasure of Hermann Göring and was removed from his post. He withdrew to his home on the Rhine and to the practice of law. Twice during the Roehm purge, and again after the attempt on Hitler's life in July, 1944- he was arrested and questioned, then released. Today he insists indignantly that he was never inDr. Kurt Schumacher volved in any plots against the Nazis; he has never been an adventurer, he says. Instead, he kept himself busy raising his seven children with all the authoritarianism of a good German, and puttering about in his large garden. He has been married twice, the second time to Gussie Zinsser, the daughter of a Cologne doctor, Dr. Ferdinand Zinsser, who was born in New York. It is an interesting footnote on fine families that the American High Commissioner for Germany, John McCloy, and the Ambassador to Britain, Lewis Douglas, are both married to Zinsser girls, American cousins of Mrs. Adenauer. She died in 1948. Adenauer has always favored a federation of German states, and after the First World War he even grew quite serious about the idea of an independent Rhineland, a fact that makes him highly acceptable to the French, but somewhat less so to the British. In 1945, British military government officers removed him summarily from his position as Mayor of Cologne, which Americans had given him earlier that year, but the British now insist it was an underling's error. Neither his Rhenish regionalism nor his devout Catholicism prevents Adenauer from being an able politician, not above giving the devil his due and beating the drum of renascent German nationalism. In a speech last spring he said," It was the German Army which capitulated, not the German people." His partners within the C.D.U. range all the way from left- wing leaders like Arnold, who believes in nationalizing some industries, to the extremists of the right, with their enthusiasm for laissezfaire. Both sides have pushed him hard. No economist himself, Adenauer has The Reporter, October 11, 1949 Karl Arnold adopted the principle of" social market economy" from Professor Erhard of the Bizonal Economic Council. Two of the main points of this principle are free private enterprise, and the sharing of profits by employees. Adenauer has made his coalitions with the right rather than the antiCommunist left; he fears the Social Democrats both for their Socialism and their insistence on a strong central government. Convinced that most Germans would rather run part of their country themselves than have the Russians participate in running all of it, he has been cool toward Berlin and the eastern zone, though some members of his party have been talking publicly about the revival of trade with the east. His majority over the Social Democrats in Parliament is small139 to 131- and he was elected Chancellor by a margin of one vote, but Adenauer is likely to remain at the top for some time as the result of the C.D.U.'s coalition with the supernationalist, militarist, and regionalist splinter parties of the right. Among Adenauer's bitterest critics is the fanatical, one- armed and one- legged Social Democrat Kurt Schumacher. A Socialist leader of long standing, Schumacher was bitterly anti- Nazi from the start. As a result, he spent ten uninterrupted years in a concentration camp. He emerged a gaunt and awesome zealot. His oratory is unequaled in postwar Germany, and his hatreds are almost as scorching as Hitler's. But his health is extremely shaky. He lost one arm as a soldier in the First World war. Now a series of internal disorders rack him, keeping his disciples worried and for weeks at a time restricting his diet to coffee, cigarettes, and pills. Careful feeding and constant medical treatment, including the amputation of his left leg last year, have brought him back to some kind of health, and even helped him gain about twenty pounds. Schumacher is tremendously courageous, and completely opposed to the Soviet Union and and everything it has done in recent years. In his opinion, the Russian leaders have not only violated law, reason, and humanity in their internal and foreign policies, but, even worse, they have slandered Marxism and discredited Socialism. Schumacher lights into the Russians under their very noses in Berlin. At the same time he has been consistently critical of certain" imperialist tendencies" on the part of the United States and Great Britain. He also attacks the Church. If Berlin came into the Western German Federation, the S.P.D. would probably outvote the C.D.U. and Schumacher might replace Adenauer as the leader of the plurality party. If this does not occur within a year or two, however, Schumacher may no longer be leader of his own party. He has continuously antagonized many of his own subordinates by his dictatorial methods, and his health cannot be counted on to hold up for long. Were Schumacher to die or withdraw from leadership, his place might be taken by Carlo Schmid, a burly, unkempt man who was once professor of law in Tübingen University. Schmid, who was born in Perpignan, France, of a French mother and a German father, is a bilingual, cosmopolitan cross between Heywood Broun and Trygve Lie. During the Nazi occupation of France he was given a post in the military government of the provinces of Nord and Pas de Calais, but he managed to maintain good relations with the French without losing his job. Like many of his Social Democratic colleagues, Schmid is convinced that the future of Europe depends on its workers. The C.D.U. will always be on the side of the West. But the West can lose the workers. And if they do, they can lose Europe. Believing this, he bases his policies on the Socialist programs popular among the continent's workers for a century. Lacking the unity and the discipline of the Social Democrats, the Christian Democrats have more leaders, and more diverse opinions by far, than their rivals. Balancing its extremists of the right, the C.D.U. has a raw- boned left wing, concentrated in the industrial districts of the Ruhr. Here miners and steel workers, Catholic and Protestant, have flocked to the C.D.U., hoping for support in their old struggle to make a living in one of the most highly centralized industrial areas in the world. The leader of this strongly unionized, semiMarxist group is Karl Arnold, the handsome and earnest Minister- President of North Rhine- Westphalia, the most populous province in Germany, and articulate defender of a limited Christian Socialism. Arnold was trained as a leather worker, and fought his way to the top of his trade union. At the age of twenty- four, he was secretary of the Christian Trade Unions in Düsseldorf. During the Nazi years he lived in political oblivion, from which he emerged to participate in the July 20, 1944, plot. In 1945 the British installed Arnold as Mayor of Düsseldorf, a position he held until he was unanimously elected Minister- President of North RhineWestphalia in 1947. Max Reimann The Reporter, October 11, 1949 IO Two other Christian Democratic leaders who are little known outside Germany, but important for the economic power they wield in the Fourth Reich, are big and genial Dr. Erich Köhler, President of the Bundestag, and former President of the Bizonal Economic Council; and Dr. Ludwig Erhard, who has been appointed to the important job of Economics Minister by Adenauer. A veteran economist and administrator, Erhard is given much credit for the success of the currency reform of 1948. Erhard was Minister of Economics for Bavaria after the war, and then stepped into the Bizonal Economics job when Dr. Johannes Semmler was fired by General Clay for slandering American Military Government. Erhard is the foremost exponent of free enterprise in western Germany. When he removed virtually all controls in December, 1948, consumers in a dozen cities demonstrated against him, and even his supporters in military government and the German Economic Administration felt that he had gone too far. But he stuck to his guns, refused to control prices, and left the economy of western Germany free and booming, blessed with inflated profits for the lucky and enterprising. The Communist Party in west Germany is led by one of the most unexpected characters in German politics, a dapper, suave man named Max Reimann. A handsome cynic who goes in for English tailoring and drives a Maybach( the German Rolls Royce), Reimann started out a miner, became a Communist functionary in the early 1920's, and spent six years in Sachsenhausen concentration camp. Leader of the Communist Party in the British zone since 1945, he was defeated in his local district for the Bundestag, but holds a seat under proportional representation, thanks to which his party has fifteen representatives. He impresses most strangers as a likable man and a congenial enfant terrible. He seems to enjoy embarrassing the Social Democrats by voting with them, and often steals their thunder by attacking the military government authorities even more vigorously than Schumacher does. As long as the Communists of western Germany poll only 5.6 per cent of the popular vote, as they did in the last election, Reimann will remain at worst a nuisance. Considerably more than a nuisance are some of the right- wing extremists like General Otto Ernst Remer, prominent in the affairs of the ultranationalist, militarist German Rightist Party. Remer was a major on duty in Berlin in 1944. The July conspirators knew him as a disciplined career officer who could be depended upon to obey who could be depended upon to obey orders from his superiors. A short time after the bomb at Hitler's headquarters exploded, the conspirators in Berlin sent Remer at the head of a detachDr. Ludwig Erhard ment of soldiers to arrest Goebbels, take over the country's propaganda machinery, and announce the new government's intention of signing an armistice as soon as possible. Better Nazi than soldier, Major Remer allowed the persuasive Goebbels to put through a long distance telephone call to Wolfschanze, Hitler's headquarters near Rastenburg, where Hitler himself, still bleeding and dazed, came to the phone and assured Remer that he was indeed alive and that the major's duty was to obey Goebbels and arrest the conspirators. This Remer proceeded to do, earning tremendous honors and a big promotion. Later, Remer led the Führer Escort Brigade in the Battle of the Bulge. His élite armored unit captured St. Vith, then broke its teeth on the 84th Infantry Division near Hotton. Its remnants joined the final unsuccessful assaults on Bastogne. Remer remained obscure for some time following the capitulation, then turned up in the British Zone and set about organizing right- wing nationalists. There is some evidence that he received encouragement, perhaps help, from agents of the Soviet military administration, who would be delighted to see extreme nationalism revived in west Germany to support the Russians' " unity" campaign. Also on the lunatic fringe of German politics is Alfred Loritz, Führer of the separatist Bavarian Economic Reconstruction Party, which now has twelve seats in the Bundestag. In the midst of these partisans and crackpots, President Theodor Heuss appears as a rock of stability. An old member of the pre- Hitler Liberal Party, Professor Heuss is now leader of the Free Democrats, a free- enterprise, anticlerical party. As President of the Federal Republic of Germany- a position somewhat similar in function to those of the President of France and the British KingHeuss will have the task of keeping the centripetal pressures of the occupation authorities and the centrifugal forces of the various parties and factions from breaking up the still shaky hull of the Fourth Reich. These German politicians are the men in whom the western powers have entrusted a considerable measure of control over the groping and truncated German state. It is probably a good thing that none of them has given indications of having the organizational ability of Disraeli, the diplomacy of Talleyrand, the integrity of Lincoln, or the determination of Peter the Great. Both major parties believe in democratically elected governments, and are prepared to leave their offices peacefully if the voters wish. While the universal dissatisfaction with the Oder- Niesse line will keep the country in a ferment of irritation and anger for many years, regardless of its government, no responsible leader of the two main parties has expressed any intention of preparing for rectifications by force. On the contrary, all agree on Germany's need for peace, not for a year or two, but for good. -JOHN SCOTT The Reporter, October 11, 1949 II The Indestructible Dr. Schacht The president of the Reichsbank under Hitler, left free by various courts, has written a book indicating that his judges may have been hasty About a year ago, a group of Americans dining in a fashionable German restaurant were surprised to see most of the waiters desert their assigned tables to crowd around a well- dressed, bespectacled, whitehaired man who had just arrived. After the bowing and scraping had subsided, the Americans found out that the magnetic customer was Dr. Hjalmar Horace Greeley Schacht. The waiters' awed response to him was a tribute to a 48 long series of most remarkable achievements. Hjalmar Schacht's technical genius in financial matters had won him an important post in Hitler's first Cabinet. From 1934 to 1937, he had been Minister of National Economy, and from 1933 to 1939, president of the Reichsbank, the institution which financed the secret rearmament of Germany and which later accumulated a hoard of gold teeth from the mouths of concentration- camp victims. At the Nürnberg war- crimes trial Schacht was one of the most prominent defendants, but his skillful lawyers, who made much of his alleged participation in the July 20, 1944, plot against Hitler, won him total clearance. Later several de- Nazification courts failed to lock up Schacht, and there is one more trial pending, for which hearings have not yet been held. Meanwhile, the apparently indestructible financier has participated in some high- level, though unofficial, economic conferences with western German officials. Most important of all, he has written a book, Settling an Account with Hitler( Abrechnung mit Hitler), which, in a low- priced edition, has run to three hundred thousand copies, and become one of the most startling German postwar best- sellers. Rounding out the roster of Schacht's distinctions is the fact that he spent the last months of the war in a Nazi concentration camp, which helped considerably to assure his several acquittals. In his book, Schacht refers to the Flossenbürg" extermination" camp; but he also mentions the fact that he had a ( 51) radio in his barracks, a convenience that was not available to most other inmates. As literature, Schacht's book is negligible. As a historical record, it is one of those volumes which, for the past hundred years, have persuaded Germans that every country in the world has chronically been out of step except their own. In spite of these shortcomings, I recommend the book as an indispensable guide to postwar Germany, a unique Baedeker for any American traveler who hopes to understand the German scene- that political landscape of murderous precipices carefully hidden by smoke screens of respectability and Kultur. The book provides interesting evidence of the resilience of those German nationalists who have flourished during every régime since that of Wilhelm I, through the Weimar Republic, the Hitler dictatorship, the war( until it began to be lost), and the interregnum of the Allied Occupation. Settling an Account with Hitler is as important a book as the seventy- two- year- old financier is a man. Both are of vital significance as symbols. If you understand Schacht's book and Schacht's mind, you know that the German danger has not been averted by the suicide of Hitler. The book repudiates Hitler. Hitler's Nazism is dead, it says, but is adds at once: Long live Schacht's nationalism! Schacht denies, of course, that he gave any aid to Hitler. He describes at great length the poverty and hopelessness that ravaged the Weimar Republic. He tells of unemployment, the foreign debt, demoralization, political The Reporter, October 11, 1949 12 strife, and economic chaos. And he explains all these phenomena simply: " That was the work of democracy." He points scornfully at the" democratic parties," and says triumphantly that they have not been able to cope with Germany's problems. It follows, therefore, that they and not the active and passive rightist parties- were responsible for Nazism. Last year when Fritz Thyssen, the former king of Ruhr steel, appeared before a de- Nazification court, the prosecution introduced records of a meeting of Germany's industrial and financial hierarchy shortly before the elections that pushed Hitler into power. One of the leading industrialists had said bluntly:" What we need now is a maximum of disorder."( This, of course, is the same disorder for which Schacht blames democracy and the " democratic parties.") The prosecution asked why Thyssen, one of the most influential magnates there, had not objected. Thyssen replied calmly, that he had, indeed, registered his disagreement, and when the court asked how, he said:" I shook my head." Today the Schachtists, or the" nonNazi" nationalists, proclaim again and again that they protested against Hitler by shaking their heads, if not by underground resistance." You must keep in mind," a powerful Ruhr industrialist said in a private conference in Düsseldorf a few weeks ago," that men like Schacht hated the Nazis, but joined in order to stop them." This man had himself been a" contributing member" of the S.S. He probably never wore the uniform; perhaps he never even wore the emblem of the National Socialist German Workers' Party; but he put money into Himmler's treasury at a time when the tramping of black boots and the flashing of S.S. daggers were powerful means of intimidation. The Schachtists- and they included of course, many officers of the German general staff- probably did dislike Hitler. He was vulgar, and his grammar was faulty. But they despised and feared democracy more, and they thought that they could control Hitler and use him for their own ends. They agreed with his aims sufficiently to overlook his methods. Today they condemn Hitler's madness because it lacked sufficient method. The long- range aims of German nationalism remain just so much unfinished, but fully justifiable, business. Schacht found no fault with the Nazi program. As a matter of fact, he saw in it the fulfillment of his own objective: the extension of German power. There was nothing in the Nazi platform, the naive nationalists maintain, that could have warned them of violence. There was no indication that anybody would be persecuted. The aggressive chants, heard shouted night after night by marching columns," Today Germany is ours, tomorrow the whole world," and the cries of" Down with the Jews!"- neither of these penetrated Schacht's" nonpolitical" consciousness. As for Mein Kampf, Schacht shrugs it off as" not an official party statement, but propaganda and fighting literature." He was disturbed less by the book's contents than by its style, which, he says," could only be regarded as a rape of the German language." And there is the real difference between the genteel nationalists and the Nazis, a difference that became graduNazis, a difference that became gradually more marked and even sent some of the Schachts and the Thyssens into of the Schachts and the Thyssens into concentration camps. The question was one of manners." The half- educated" is Schacht's most scathing comment for Hitler." Any attempt to trace[ HitGARDON HAKE ler's] family gets lost in illegitimate births," he complains." Little is known about Hitler's childhood. Surely he must have lacked a good upbringing. ... Once I looked at a little oil painting by Hitler's brush which had been put up in the Thyssen home as a matter of curiosity. Its architecture was very badly drawn." To Schacht, a member of the natural ruling class, Hitler was a boorish little corporal, who had some useful ideas and a way with the masses: a promising tool, who, unfortunately, got out of hand." During the war he remained a lance corporal for four and a half years," says Schacht, as if no more need be said. Schacht's account of the past also seems to be his guide to the future: to achieve the goals of German nationalism, leadership must be kept out of the hands of men of Hitler's class. Such must have been the thoughts of the prominent Ruhr industrial leader who, a few weeks ago, tried to convince me that the Nazis really represented the extreme left wing of German politics. One of the reasons why the" antiNazi" nationalists are" anti- Nazi" may be seen in Schacht's sorrowful description of how he erred in judging Nazism." All meetings and debates of those first months[ of Hitlerism]," he writes," indicated that the government did not consider or describe itself as national- socialist, but as national. Mentioned was always the national bloc, the national front, the national revolution -never a national- socialist one." Plainly, then, a national revolution against democracy would have been welcome. Plainly, too, such a revolution would be favored today by those nationalists who parade as the defenders of free enterprise and democracy. It is best, perhaps, to ignore the indecent episodes of Schacht's- and the The Reporter, October 11, 1949 13 other nationalists'- resistance against Hitler. Thyssen shook his head. Schacht set out to fool everybody by sounding more Hitlerian than Hitler." More than ever before," he recalls proudly, " I used Nazi phrases in my speeches in 1938.... The uninformed masses cheered when the merger with Austria, asked for by the Austrians again and again for two decades, became reality. The unpleasant form with which this merger was carried out went unnoticed in the rejoicing." The opposition that the Schachts were hiding behind the brave Nazi phrase was opposition to Hitler's" form" and manner, never to his principles. When the conspirators took up arms in 1944, many of the respectable right- wingers merely grasped at this last opportunity to desert the ship now that it was about to sink, just as they had at first helped hoist the sails for conquest. In 1941, Schacht, according to his own report, advised Hitler to use all diplomatic means to end the war. He told the Führer that the time had come to stop" on the peak of his military success." By his own admission, Schacht knew that Germany was" not sufficiently prepared economically for a long war." One year earlier, in 1940, the financial wizard had even offered to go to the United States in order to " slow down America's aid program to British armament." There is every indication that the plans of the refined nationalists were simply more subtle, and therefore, perhaps, even more dangerous than those of the lowly corporal. Today this nationalist group has not only begun to rally; it has more funds, cleaner shirts, and, of course, more graceful table manners than Hitler's victims. Moreover, its members have usurped the halo of anti- Nazi conspiracy, and wear it jauntily. Schacht maintains that as long as he was in office the economic rights of the Jews were protected. Aside from the falsehood of this statement, it is significant that Schacht favored giving the Jews of Germany the same" rights" as would be granted to foreigners- a highly doubtful privilege in Nazi Germany. He expresses horror over the murder of millions of Jews, but he declares:" My attitude toward the Jewish problem has always remained the same. I have always regarded it as contrary to the best interests of the Jews themselves that cultural key positions were coveted by them.... Cultural policy coveted by them.... Cultural policy in a Christian state must not be exposed to non- Christians...." When Hitler proclaimed a gigantic collective fine against all Jews, and it was found that the money could be paid only if additional banknotes were printed, with Jewish property as their support, Schacht recalls:" An ice- cold sensation went down my spine." Was this a reaction to the monstrosity of the injustice? No, simply the financier's terror:" We had arrived at the printing of worthless money." With monotonous similarity the nonNazi nationalists, from the pathetic old Thyssen to the vigorous new leaders of the Ruhr, keep repeating that they are not politicians, know nothing about politics, and regard themselves as" just plain businessmen." Then they discuss national and international economic policies that make Hitler's geopolitics sound like a beginners' course. Schacht himself, formerly an advocate of German colonial expansion, a few weeks ago told an interviewer from the New York Herald Tribune that Germany should become the instrument of President Truman's plan to develop backward areas. Link that with Schacht's expressed admiration for" the sensible policy of Bismarck." All the nationalists after loud condemnation of the Nazi interlude- call demnation of the Nazi interlude- call for a return to the day just before yesterday. They do so, not because they loved the struggling Weimar Republic, but rather because the democracy of that period was too harmless to disturb the pattern of their own power and dreams. If only the clock could be turned back, they feel, they would have the sense not to fall for a" half- educated" upstart again. This time the legitimate children of the ruling caste would fend off interlopers. Any move, therefore, to break up the status quo is violently attacked. Mention re- education, and Schacht answers:" One ought to keep in mind that the German people from Charlemagne( Karl the Great) to the French Revolution had been culturally the dominating and leading nation of Europe." Mention reorientation, and Schacht answers:" The ideas of race, leadership principle and militarism have not been taken seriously by as many as five per cent of the population. The people themselves have shown nothing but sympathy for the Jews, persecuted by the party.... The Nürnberg trial has not offered any proof that the mass of the German people had anything whatsoever to do with the Nazi ideology which has been formulated( sic) by the prosecution." There is a dangerous temptation for American observers to swallow the German rightists' defense of the preHitler status quo. The temptation arises out of the false equation of the American conservative with the German nationalist. The fallacy is in the fact that the American wants to preserve a status quo that is already democratic; the German wants to re- establish the springboard from which any democratic opposition to the authoritarian, caste- ordered state can be destroyed. There is a great temptation to say, amiably, that politics is politicswhether the scene is Germany or America. Schacht exposes this fallacy simply: " Only people with full stomachs are democrats." But lest we be tricked into accepting these deceptive apologies, it should be recalled that, under the Greater German Way of Life, many western European democrats managed to hold onto their ideals on very insufficient diets. Although Schacht refuses to take even an infinitesimal part of the responsibility for Germany's wrongs, he constantly manages to stress his own prominence. In this he is symbolic of all German nationalists: They reject the idea of Germany's guilt; but at the same time they see Germany and German problems as paramount. In Schacht and the nationalists there is a surface veneer of piety and Kultur. Twin trademarks of these men's outlook -both are just as hollow and dishonest as the disavowal of" politics" by people who have freely offered their economic power and genius to a political oppressor and a military aggressor. Their" resistance" developed only when Hitlerpresumably their willing tool- showed he had a mind of his own and made them, too, his slaves. His sin, however, became unforgivable only when he staggered into defeat. Failure was the supreme crime. Bad manners and" halfeducation" were the real horrors. The corporal- almost alone- is guilty. He lost. He lacked Kultur. -FRED M. HECHINGER The Reporter, October 11, 1949 14 A Party in the Ruhr Some of the Reich's old armorers admire our methods, but are ready to do business with Russia if we don't provide them with markets อา- An Englishman who had spent many years in Germany gave me a friendly bit of advice in Düsseldorf:" If you really want to know what is going on here, talk to businessmen. You can ignore the politicians. They are just mouthpieces, who don't always understand the real forces behind them, but the' economic elite' [ by which he meant the businessmen] are shaping present- day Germany." This seemed sound advice, and I took it. I roamed the Ruhr and the Rhineland, and talked to merchants, entrepreneurs, bankers, and manufacturers. I had met Herr B. a machine- tool manufacturer employing about three hundred workers, a few years ago when I was in military government. One Sunday afternoon I went to his villa, and we had a long talk. He was, as usual, immaculately dressed. He admitted that business was excellent. I saw hundreds of empty wine bottles neatly stacked against a wall in the garden, and he told me that his cellar was full, as usual. Everything was going fine, but he would have liked a bit more export trade. He wished the British would relax some of their controls, as he could have sold plenty abroad. Still he didn't want to complain: The plant was operating on three shifts. No, he had no trouble with labor. The workers were docile and co- operative, though he could not deny that they earned just enough to live on. At this point his father came in an old gentleman with a Hoover- type collar, a goatee, and lively blue eyes. Half a century ago he had founded the business that his son was now running, and he still kept a shrewd eye on it. " Well, well, well," he exclaimed." So we have an American visitor, how interesting.... Always did want to meet Americans. Why? I'll tell you why, young man. Because they're smart. Real horsetraders, that's what they are. You deal with them, and if you're not quick and sharp you lose your pants to them. Look at the way they came out of this war. Everybody was ruined, but the Americans ended up with all the money in the world. Kolossal!" His son tried to nudge him into silence, but the old man would not stop. " Don't shush me, son; you always say the same thing I do, so why aren't you frank with your visitor? Truth doesn't hurt anybody," he said." Die Amerikaner will end up owning the world. What smartness! What cunning! I say, let's learn from them." While America is the businessman's model, Britain is his object of scorn. For one thing, he knows that the British standard of living is lower than the German. For another, he considers the British unfair competitors and economic inferiors. Germans find a grim Schadenfreude in the fact that the British victors eat less than they, the defeated. Opinion is practically unanimous that the British went to war with Germany twice for one, and only one, reason- fear of German competition in the world markets. Moral or strategic reasons are ignored. All over Germany one hears a repetition of the same argument:" The British industrial system is antiquated and its worldmarket position is based upon privilege. Given any kind of a chance, we can outproduce and outsell them everywhere. They know it and so they fear us. That is why they are determined to destroy us. That is why they are now dismantling our industrial plants." This line of thinking, it must be admitted, antedates Hitler and Goebbels. It has deep historic roots, going back to the days of old imperial rivalries. Has there then been no change in the German mind? I believe that the business community has changed in one essential- it has reduced the scale of its ambition. Responsible Germans no longer think of conquering the world; but they are certain they can dominate Europe, at least economically. They are aware that the earth is now shared by two super- powers. But they know that they have the finest and most productive industrial plant in Europe- and that they have a wonderful bargaining position between the two super- powers. This was brought home to me by a group of Ruhr- Rhineland industrialists and businessmen. A textile manufacturer, whom I had known during the war days, phoned to ask whether I was willing to meet some of his business associates at a private party in Düsseldorf. They were anxious that I should hear the" objective point of view" of German businessmen. We assembled after dinner in the F COFFEE The Reporter, October 11, 1949 15 comfortable office quarters in back of one of the plants. There were eight of them, well- groomed, suave, and extremely self- confident. On the floor were three cases of wine, and the big electric icebox was full of bottles. Hour after hour the host kept filling our glasses, and then the tongues loosened. " The whole world hates us Germans," said the banker. " I am not so sure," said the silk manufacturer." Last month I was in Holland and was cordially received, even by the Jews." " Bah, the Jews!" exclaimed the department- store owner." They'd do business with anybody." " Nah, that's not right," the machine- plant owner objected." The Jews are like us Germans. They're smart and efficient, just as we are. That's why people don't like them and don't like us." " Anyhow," said the building contractor," the world doesn't like us, that's certain. But we'll show them. Brains and German energy will win." I said I thought they were conceited and living in a fool's paradise. Where, I asked, were they going to find markets? This led to long and intense arguments, among themselves and with me. Boiled down, their thought ran as follows:" There is no question about it, we are now a force to be reckoned with again. Europe needs us; it cannot be rebuilt without Germany. Afterwards we'll see. Situated as we are, we have two choices. We can turn west, if the United States opens up markets to us, gives us a chance to do business in South America, for example. Or we can turn East toward our traditional field of operations. If the Americans don't provide us with markets or treat us as equals, then Russia might again become our friend." I said that I was shocked to hear capitalists wanting to make an economic alliance with Communists. " Pfui," exclaimed the banker, who by now had become spokesman for the group." Such Unsinn, such naivete! Communism, that's merely dope for the ignorant masses. The Russian rulers know that. Like us, they are hard- headed. We and the rulers of Russia understand each other." -SAUL K. PADOVER Germany's Stepchildren Thrown out by old neighbors, unwanted by new, nine million refugees haunt the western state The summer sun beat on the dusty flatlands of Dachau. From the sprawling barracks, where once the inmates of the concentration camp had lived, there streamed almost twenty thousand shabby men and women. Many of them looked intense and angry as they massed in the wide square opposite the gray building which had housed the gas chamber. They squeezed as close as possible to a platform on which a middle- aged man with burning eyes began to speak, gradually working up the controlled rage of a practiced orator. " Let them remember," he shouted in German which had the intonation of the Sudetenland," that we are German, too, that German blood runs fiercely through our veins. Let them no longer dare to treat us as aliens in an alien land. When the might of the Fatherland was marching in triumph, we marched along. Let them care for us now in defeat." The audience- all Germans who had been expelled from other European countries after the war- roared approval, but the speaker waved for silence." We must not let them provoke us to violence," he said more gently. " That's what they want- to break and destroy us. " Yet I tell you this," and again his voice rose," when they say to us,' We have no money to care for you,' we must demand that they find money. When they say,' there are no jobs, no homes,' we must reply,' find jobs, find homes, or we will rise in our righteous might against you.' " And if," he shouted," the German treasury cannot provide for our needs, let the Americans take care of us. They are spending billions in preparing to start the next world war. Let them take that money to feed and clothe us." For an hour he ranted on against the German and the occupation authorities. Every once in a while he asked his listeners to" remain calm," but these appeals only incited the crowd to noisier anger, as, it seemed, they were meant to. When he finished, with a crescendo of denunciation, the inhabitants of Dachau picked up clubs and stones, stormed out of the camp, and did their best to smash several neighboring towns and villages, before police managed to round them up. The speaker, Egon Hermann, who is known as the" demagogue of Dachau," is something of a mystery. He arrived. in the former concentration camp in June, 1948, after having, he said, been expelled from Prague. Investigators who have looked into his movements, however, believe that he and his wife left Czechoslovakia in 1946 for the Russian Zone of Germany, and that, from then until May, 1948, he returned to Prague freely and worked there intermittently. His wife still lives in the Soviet Zone. Hermann has been called both a neoNazi and a Soviet agent. His own words provide some support for both accusations. He proclaims with pride that he was a Nazi. He denies that he is a Communist, but he has said:" My political conviction is the color of my heart's blood. The day will come when we shall take what we want." Whatever Hermann's political coloration, his political ambition is plain. He aspires to be the Führer of all the Germans repatriated to Germany, and ultimately, perhaps, of the whole country. After the Dachau incident The Reporter, October 11, 1949 16 he was sentenced to a year in prison for inciting to riot, and he has privately called his sentence" a badge of honor" and compared it to that of Hitler in Landsberg prison. There is no mystery about the people to whom Hermann has made his primary appeal. They are Germans and people of German origin who have, during the last four years, been kicked out of the countries of eastern Europe into a Fatherland which has no room, few jobs, and little understanding to offer them. So far Hermann has made little headway with those outside of Dachau. There are nine million or more of these Flüchtlinge- about two and a half million from the Sudetenland and the rest of Czechoslovakia; half a million from Hungary; half a million from Yugoslavia; some quarter million from Roumania; more than a million from what was prewar Poland, and the rest, close to five million, from the eastern German territories that were transferred to Poland after the war. Most of this latter group first went to the Soviet Zone, as they were supposed to under the Potsdam agreement. Hundreds of thousands, however, moved on to the western zones to escape being drafted for labor in uranium mines, or because they grew sick of being treated as second- class citizens by their countrymen, or because they had no liking for the" new democracy" of Soviet Germany. An estimated forty to sixty thousand are still coming to west Germany every month. This mass of displaced Germans- in a strange and often hostile environment, resentful and deeply resentedconstitute perhaps the gravest menace to the development of democracy in western Germany. Propertyless, bitter about their expulsion from lands where they had lived all their lives, these nine million are dangerously susceptible to the blandishments of any new demagogue. At the same time, their presence in every city, town, and village of the western zones inevitably whips up a spirit of irredentism among the native Germans, and leads too easily to talk of a new war to win back" lost territories" of the Fatherland. On August 2, 1945, when the United States and Britain signed the Potsdam agreement, they agreed reluctantly, at Russia's insistence, that" the transfer Russia's insistence, that" the transfer to Germany of German populations... remaining in Poland, Czechoslovakia and Hungary will have to be undertaken." They insisted, for what it was worth, that any transfer" should be effected in an orderly and humane manner." As it has worked out, Germans have been expelled from other countries besides those mentioned at Potsdam, and the transfers have been Potsdam, and the transfers have been anything but" orderly and humane." The Sudeten Germans were given only a few hours to cross the Czech borders, and they were allowed to take only those possessions that they could carry on their backs. From Yugoslavia, Germans were not permitted even to take extra clothes. From Silesia, they had to travel by foot across the new Polish border to the Russian Zone of Germany. many The Potsdam signatories had requested the Czechs, the Poles, and the Allied Control Council in Hungary to suspend further expulsions until the distribution of the expellees could be worked out and facilities found for them. That plea was generally ignored. The welcome in the homeland was no warmer than the farewells. In almost every German community, the local people did not have enough food, clothes, jobs, shelter, or money. So the refugees were mostly shoved into old army barracks and former concentration camps, where they were given meager rations and crowded, often filthy, quarters. Whatever the location of these camps from southern Bavaria, where more than two million expellees have settled among the clannishly hostile. MA natives, to the little northern state of Schleswig- Holstein, where the refugees comprise nearly half the populationthe inmates are similarly miserable and poverty- stricken. In a camp outside of Ludwigsburg, in Württemberg, I heard a typical story of wanderers who were once proud of their blood relationship to the Fatherland- people whom Adolf Hitler once grandly insisted were his charges no matter where they lived. Eleven persons were squeezed into a barracks room, heavy with the odors of stale straw and unwashed bodies. As I came into the room, they all fell silent, and a man came up and introduced himself as Herr Manfried Abusch. He pointed out his wife, her mother- a wraith of a woman who, I found out, was eighty- three- and his twin fourteen- year- old sons, Horst and Helmuth. They occupied the five beds in one half of the room, Abusch said. The six beds across the aisle belonged to the family of Herr Arthur Koeppler. Early in 1946, the Abusches and the Koepplers had all been expelled from Yugoslavia, where their families had settled before the turn of the century. The Koepplers had owned a tinware shop at Samobor, a village near Zagreb, in Croatia, and Abusch had owned a sizable farm, on which he had employed four tenant families. Abusch had been conscripted by the German Army when it swept across Yugoslavia. He was captured in Italy, and released four months after the war ended. When he returned home, he found that his farm had been divided among three of his tenants and the local chairman of the People's Front. Koeppler's shop was confiscated in February, 1946, and a month later the two families, along with three others of German origin in the village, were ordered to leave the country. They were taken to the Austrian frontier in an army truck. The Abusches and the Koepplers went to a camp at Graz, where a cousin of Koeppler's lived. With this man's help, Koeppler found a job in a cheeseprocessing plant, and Abusch received temporary work as a common laborer. Two years later, the cousin died. Koeppler's job was taken by a native Austrian. Unable to get new work, both men were notified by the local housing office that they had to clear out of The Reporter, October 11, 1949 17 their lodgings. Soon, a local official told them that it might be better if they left the country altogether. After all, he said, they were Germans, not Austrians. Why didn't they go home? Herr Koeppler had a relative in Germany, too a prosperous granduncle in Stuttgart. So, the two families again picked up their few belongings, and trudged over the hills into Upper Bavaria, dodging the border police because, like most of the refugees, they had no entry permits. When they finally arrived in Stuttgart, another blow fell. The granduncle and his house had both vanished during the war. The Abusches and Koepplers had no choice but to report to the local refugee authorities. They were sent to the camp at Ludwigsburg, after hearing a violent tirade about their illegal entry into the country. There were nearly three- quarters of a million refugees in Württemberg- Baden already, an official told them. How did these migratory idiots think the citizens of Germany could continue to support this never- ending influx? These Flüchtlinge were not real Germans; they were just troublemakers. Why didn't they go somewhere else? The Koepplers and Abusches took the abuse, and they took the single. room in a stone barracks which was made available to them. There they have been ever since. Uprooted, penniless, almost hopeless, these eleven people now have two driving compulsions: to find, once more, enough to eat and a place in which they may have some privacy; and to get revenge on the Yugoslavs and all the others who deprived their lives of stability, aim, and security. In fairness to the state governments in the western zones, it must be reported that most have made genuine efforts to do something about the problem of the Flüchtlinge. Although many refugee officials, in the tradition of German bureaucracy, have been more concerned with their dignity than their responsibilities, government policy has been to do everything possible to process and rehabilitate the expellees. Practically every state has either a Ministry or a State Secretariat for Refugees. In some cases, the administration has been entrusted to men who are themselves expellees. Their principal task, after the initial processing, has been to settle the new arrivals where they will cause the least social and economic dislocation, and where there is most room. This has been enormously difficult. Even in Bavaria, the richest state in western Germany, two persons are assigned to every habitable room. There simply is not enough space to absorb the expellees. The refugee offices try to place expellees on an equal footing with the rest of the population in allocation of housing space, but they rarely succeed. In the spring of 1949, there were estimated to be nearly four refugees to a room in western Germany- and that did not include those in the camps, where the figures were far higher. The second major task of the refugee administrations has been to find work for the new arrivals. Again, the theory has been that job allocation would be made equally and without discrimination against the expellees. Again, in practice, that has failed. Local hostility has made the work of refugee officials enormously difficult from the beginning. However Hitler regarded the Volksdeutsche- the racial Germans whom he once ordered to stand by the Fatherland- most of the German people regarded them after the war as squatters, aliens, and as no responsibility of theirs in any case. On the heels of the economic boom brought about by ECA aid and currency reform, western Germany has recently been cursed with its largest- scale unemployment since the war. The total of jobless at the end of the summer of 1949 was nearly a million and a half. An estimated one- third of the unemployed were refugees. Hundreds of thousands of others found only casual or part- time labor, and had to be partially supported by the German state governments. Even among those lucky enough to have found jobs, the wage standards are much lower than among the local population. At the end of 1948, thirtyseven per cent of the refugees quizzed in a military government survey reported incomes ranging downward from a hundred Deutsche Mark monthly a wage barely adequate to keep body and soul together. Only about nineteen per cent, or about half this many, of the indigenous Germans reported a wage as low. Furthermore, millions of refugees are still separated from their families. Many more are too old or too sick ever to be rehabilitated. A recent survey showed that, while nearly three quarters of the married German population had finally been reunited with their families, only slightly over half of the married Flüchtlinge were together with their husbands, wives, or children. Homes for the aged and sick are already jammed as a result of wartime dislocations. The politicians of western Germany are struggling to relieve the situation, and not only out of civic and humanitarian motives. They realize just how potent a political force is this bloc of nine million persons- more than a fifth the total population of the Bonn Republic. Men like Eugen Gerstenmaier, the shrewd, tough head of the Evangelical Relief Organization for Germany, who has virtually made a career of caring for the refugees, are known to believe that he who can swing the expellee vote can rule west Germany. 18 Most of all, the politicians realize that the expellees are a problem which Germany today cannot solve by itself, no matter how determined, intelligent, and unselfish the approach. Eleven years ago Adolf Hitler began his march to conquest under the banner of lebensraum- living space for the German people. Little as the cry for lebensraum was justified then, even those bitterly hostile to Germany cannot deny that the remaining German territory is desperately overcrowded now. Today forty- eight million people live in an area where before the war there were thirty- eight million, an area in which a third of the dwelling space has been demolished. The density of the population in Trizonia today has been put at 512 persons per square mile -more than twice the population density of France, and higher than that of any nation in continental Europe except Belgium, the Netherlands, and Monaco. French proposal, nor has any other solution been offered. Day by day the solution been offered. Day by day the influx of refugees continues. Dr. Wolfgang Jaenicke, State Secretary of Refugees in Bavaria, and himself an exile from Silesia, told a reporter recently," We know that it was the mad policies of Hitler which set in motion the horror which led to this enormous reshuffling of peoples. Yet we cannot see how Germany alone can ever cope with a mass of more than nine million people, evicted from their homes and deprived of their property. " I suppose," and he smiled wryly, Inevitably, lack of space and employment will lead- when Germany's voice is heard again in the councils of ሲበ the world to a new irredentism. The powerful expellee minority, led by its Egon Hermanns, will demand that the Fatherland regain for them their lost. lands and lost homes. The only healthy solution is one suggested, interestingly enough, by France. At the Foreign Ministers' conferences held in Moscow and London in 1947, Georges Bidault warned the other powers that these evicted millions must be dealt with carefully and sympathetically, if a peace treaty with Germany was to have meaning. His own proposal was for an international agreement to sponsor largescale German emigration- not of the kind by which Hitler infiltrated his victim countries, but of a sort that would make possible genuine assimilation of the Volksdeutsche in countries populated sparsely enough to absorb them. No action has been taken on the @ ⠀ ⠀ ⠀ 門口 " you could call the Flüchtlinge our German war surplus. We cannot convert them to peacetime use within the borders of our own shrunken country. And there is little demand for them elsewhere. The human markets of the world are already glutted with refugees; people who have been driven from many places, for many reasons." -ERNEST LEISER ( This article is an abridged version of a chapter Mr. Leiser has contributed to This Is Germany, which will be published by William Sloane Associates early next year.) 用 國 robt, bruce The Reporter, October 11, 1949 19 To Man's Measure.. The Navy In Micronesia The United States Navy now has an empire all its own. Creating a strange exception to the concept of empires in the past, the Navy demands practically nothing of its subjects except that they be antiseptic and happy. In its benevolence and total disinterestedness the Navy is Godlike. The Navy's new empire is in the Micronesian Islands of the western Pacific Ocean; it is called the Trust Territory of the Pacific, and the Navy administers it for the government under a mandate from the Trusteeship Council of the United Nations. We are in the Marianas, the Carolines, and the Marshalls for strategic reasons alone, and for no economic purposes whatsoever, and it must be admitted that it was nice of the United Nations to give our presence the status of trusteeship. We announced that we were in Micronesia to stay; the United Nations said that was fine. But here is no case of exploitation. We want neat, trim naval bases, with gardens round them and a quiet population outside the gardens. We bring dollars, and a mild amount of political reorganization. There is nothing whatever that we want to take away in exchange. The islands are so far away- Palau is 5,751 miles from San Franciscothat only those Americans who threw the Japanese out of them would remember them now. The Navy remembers them very well. Behind all the shifts in American foreign policy, the lapses in interest, the sudden excitements, the Navy is one American institution that thinks in technical terms, has enduring aims, immense persistence, and more influence than is generally suspected. That is why the Navy now has its ninety- six islands in Micronesia, scattered over three million square miles of ocean. It also has some fifty thousand subjects. It is a little hard to gauge the benefits derived by the natives from their previous contact with western or Oriental civilizations. Spain was first in the area, in 1668.( Magellan had discovered the Marianas in 1521.) Spain sold them to Germany in 1899. Japanese forces occupied them in 1914. They stayed until we threw them out. Spain brought Catholicism; Germany, with help from free- lance missionaries, brought Protestantism; the Japanese simply brought, in the vulgar sense, the fear of God. The Spanish never were interested in commerce; here was no gold to grab, no military power to crush. They did not greatly disturb the social habits of the islanders. They merely gratified the taste they then had for settling all over the globe. The Germans were methodical; they set up trading companies for copra, and the personnel of these companies took the place of the civil servants they otherwise would have had to pay. The Japanese were after what we are after today- military bases- but they wanted chiefly to colonize. By 1940 there were eighty- four thousand Japanese mostly Okinawans, sort of lower- class Japanese- settled on the islands; that is to say, there were more Japanese than natives. There was indeed room for the Japanese, since the effect of contact with the West had been the decimation of the native population by imported diseases. The Navy is tackling a puzzling task with professorial seriousness. It started out with CIMA( Coordinated Investigation of Micronesian Anthropology) and in 1947 sent out thirty- five anthropologists. It opened a School of Naval Administration( SONA) in cooperation with Stanford University. The governing fact of the present experiment is that Micronesia, like Korea, is liberated territory. We have restored Micronesia to the Micronesians. We drove out the Japanese forces and then we drove out the Japanese colonists. It cost us many lives to do so; it costs us many dollars to feed the Japanese colonists whom we sent back to an already overcrowded Japan. But now the ground is cleared, and the liberated Micronesians owe us their liberty. We ask no repayment. Godlike, we have freed these mortals, and now, with complete disinterestedness, we are setting about to make them- gently, with as little compulsion as possible, simply because it is in our nature- to some slight degree in our image. There is a certain danger of vanity involved in the undertaking. We might be inclined to feel at least like demigods. That is the occupational disease of earnest administrators in foreign lands. Edward Gibbon, in The Decline and Fall of the Roman Empire, remarks that the Romans" gradually usurped the license of confounding the Roman monarchy with the globe of the earth." Greater restraint is imposed upon us by the circumstances of the modern world, and also by the discipline and tradition inculcated in Navy personnel. The worry we have is concerned with proselytizing. All civilizations are persuaded that their manner of life is the best. We have one way of living. The Micronesians have another. Inescapably we are bound to share what we most cherish; inevitably this generosity destroys before it builds. Sometimes the phase of building never comes- there is nothing left to build upon. The Navy's anthropologists know that Micronesian civilization is built in communal life. This does not lead to strong personal individuality; it does not permit a competitive individualistic society; it abhors romantic love. The contrast between the Micronesian perspective and our own is as great as that between the Communists' and ours. It is deeper, because the islanders' is not a rigid doctrine recently imposed, but is rooted in the half- remembered mysteries of remote ages. The Navy will teach the ABC's and imagine that it is only teaching English; the Navy will give jobs to people regardless of clan or caste, instruct people in the techniques of trade and plumbing; it will try to teach Micronesians how to vote- as if they were mere Germans. And all the Navy does will be beneficent, thoughtful, and unavoidable in the eyes of the Navy, and in our own. What the Navy will do must be done but mainly because after western civilization discovered the islands, it became forever impossible for the West to leave them alone. The Navy imagines that it is in Micronesia for strategic reasons only. It is there because big civilizations cannot leave little ones alone. -G. P. левы Robert Shore 初 兵 新 世 工人 同 DETROT Foreign Affairs By Alan Dunn ЯБЛОКА 50 KONEEK " Dammit, if we don't maintain relations with the United States we won't be able to get the parts." ЯБЛОКАМ " Well, there you are- they write off Yugoslavia, we write off China." " So, comrades, it is the commission's opinion that by our policy of permitting each kolkholz peasant to own his own half acre of land Russia is blissfully driving down the back road to capitalism." ш Вход ВОСПРЕЩЕН " I confess I was worried- America had me thinking we wouldn't get it until 1952." The Reporter, October 11, 1949 1th 22 Washington Two Hard- Working Lobbyists Lobbying, an old profession with a rather shady reputation, is specifically protected by the Constitution, which declares that" Congress shall make no law... abridging... the right of the people... to petition the government for a redress of grievances." Though this is reasonably clear, Congress sometimes becomes extremely suspicious of lobbyists and decides to take a careful look at their activities. That is happening now, and it is a large order. Washington lobbyists peddle many products in many ways. The Congressmen will have to consider, for instance, both John W. Edelman of the Textile Workers Union, ( CIO) and Robert C. Jackson of the National Cotton Council. Edelman is a tall, thoughtful man with long experience in the labor movement, and a boyish passion for wildWest movies. He is fifty- six years old, and is paid$ 5,200 a year for representing the 450,000 members of his union. Jackson, who is thirty- eight, makes fifteen thousand dollars a year for representing an amorphous organization of cotton farmers, ginners, warehousemen, and merchants, as well as owners of textile and cottonseed- crushing mills. He feels that, in a way, he represents the eight million people who live on cotton farms or who make a living out of processing cotton. These include, of course, the cotton textile workers whose union hires Edelman. More often than not, however, Edelman and Jackson interpret the longrun interests of the cotton industry in contrary ways. They use vastly different techniques in trying to promote those interests. Edelman goes in for pressure generated in a Congressman's home district. Jackson is more fortunate: He can act directly through the ready- made Southern cotton bloc in Congress. Despite a law which requires lobbyists to register with and submit financial reports to Congress, and in spite of periodic investigations in the past, no one knows exactly how many lobbyists there are in Washington. Registration forms are on file for over fifteen hundred, making about three lobbyists for every member of the House and Senate. These registered lobbyists admit to spending more than eight million dollars a year. Most of this goes for such prosaic items as salaries, office rent, and postage. The lobbyists' salaries range all the way from none at all to sixty- five thousand dollars a year, a wage received by Purcell L. Smith, president of the National Association of Electric Companies. The average is somewhat less than a Congressman's salary- fifteen thousand dollars a year. The work is hard and generally thoroughly respectable. Expense accounts are moderate; mimeograph paper is a more frequent item than cases of champagne. Edelman got into the labor movement as a teacher in a workers' school in New Jersey. He worked as a press agent for both Sherwood Anderson and Thorstein Veblen, and was Pennsylvania state manager of the 1924 La Follette Presidential campaign. For ten years before the formation of the cro, he was research director of the American Federation of Hosiery Workers. In this job, he began to preach the necessity of organizing the South, fought labor injunctions, and became something of an expert on workers' housing( he is proud of the fact that the first draft of the Wagner Housing Act was written in his home). He has been lobbying for the Textile Workers since 1943. Edelman is paid by the Textile Workers, but he is expected to work on the whole cio legislative program, and to co- operate with other cIo lobbyists. This year the general campaign has called for the repeal of the Taft- Hartley Act, a higher minimum wage( for which Edelman organized and co- ordinated all cro testimony before Congress), a long- range housing program, and increased social- security benefits. There are three degrees of lobbying. In the first, the lobbyist works on the Congressman directly. In the second, the lobbyist tries to persuade somebody else to do it for him. Quite often, the lobbyist tries to persuade somebody else to persuade somebody else to contact the Congressman; this is the third technique of lobbying. It works on the principle that if you get public opinion on your side, Congress will follow. The third type of lobbyist thinks that the easiest place to influence Congressmen is in their home districts. What this amounts to, when successful, is that the public does your lobbying for you. Edelman is one of the lobbyists who devote more attention to a careful cultivation of the voters back home than to buttonholing Congressmen in Washington. The Textile Workers Union has a political action committee in every one of its eight hundred locals. Edelman admits that not all of the local committees function, but at least they exist on paper. He sends them a constant stream of reports and suggestions, which always include an exhortation to" write your Congressman and Senators." The union has even organized classes in how to write to a Congressman. Despite all this, Edelman says," it's still the greatest accomplishment in the world to get a worker to write a letter." Edelman also uses the union's political action committees for indirect influence on Congressmen." Find out what individuals or organizations in your district have the greatest influence with your Congressman," he tells the locals," then get them on your side." For example, Textile Workers' locals throughout New England have been The Reporter, October 11, 1949 23 hammering away at state legislatures, and even Chambers of Commerce, to get them to back an increase in the minimum wage from forty to seventyfive cents an hour. By one argument or another, including the one that without a higher minimum industries are going to keep on leaving New England, the locals have lined up a virtually solid front. The New Hampshire State CIO Council, headed by a Textile Workers' representative, finally got the New Hampshire Legislature to ask Congress for a seventy- five- cent minimum. Edelman says this brought Senator Styles Bridges into line. This technique is also used by other pressure groups, like the National Association of Real Estate Boards, the American Legion, and the private power companies. Jackson ackson doesn't spend nearly as much time as Edelman on indirect lobbying. He doesn't have to. The perfectly disciplined platoon of Southerners requires no persuasion to exert itself on behalf of the cotton industry. Like so many other prominent pressure groups, the National Cotton Council was not set up with lobbying in mind. It did not even have a Washington office until 1944. Its purpose has always been to increase the consumption of cotton, and Jackson's job is to encourage government policies and legislation to that end. Just as Edelman has spent his life close to the labor movement, Jackson has always been close to cotton. He grew up in the Mississippi Delta country, and after a couple of years at the University of Mississippi, took a job in the county agent's office in Macon. Shortly after Oscar Johnston, a wealthy Mississippi planter and cotton expert, organized the National Cotton Council in 1938, Jackson became its Mississippi field director. Except for a couple of years with a seed company in South Carolina, he has worked for the council in some capacity ever since. Because Jackson is interested only in selling cotton, he usually operates as a lone wolf, leaving the logrolling to the cotton bloc in Congress. He rarely approaches a non- Southern Congressman, and knows only about a third of the Southern delegation personally. Taking care of cotton is a complicated business, however, and Jackson sometimes finds himself lobbying on foreign policy, minimum wages, or even the Taft- Hartley Act. The first great lobbying achievement of the Cotton Council, before Jackson came to Washington, was an amendment to one of the wartime price- control bills requiring that ceilings on cotton be based on parity, instead of market, prices. The passage of this amendment led PM to call the Cotton Council" the most powerful lobby in Washington." The council also has to its credit the Research and Marketing Act of 1946, which gave the government the job of doing the cotton industry's research for it. The council originally proposed the law because it didn't have the money to carry on some research it wanted done. The bill was broadened to include all agriculture, and passed Congress without dissent. This year Jackson has been concerned with repeal of margarine taxes, appropriations for the European Recovery Program, and a new cottonacreage- allotment system. He is also proud of an amendment he had inserted in the Commodity Credit Corporation charter, authorizing the trading of surplus farm commodities to various foreign countries in return for strategic and critical materials needed for stockpiling. Jackson at one time worked hard for economic aid to Spain because he saw HAKE an outlet for surplus cotton, but he ran into too many objections from the State Department. He opposed the seventy- five- cent minimum wage on the theory that it would put part of the cotton industry out of business. He also opposed repeal of the Taft- Hartley Act, especially its restrictive provisions on secondary boycotts and jurisdictional strikes, out of fear that organized labor might consider boycotting Southern textiles. Like all other lobbyists, Edelman and Jackson know that threatening Congressmen is an inefficient way of lobbying. A Congressman with a fair amount of experience knows just how powerful each pressure group is in his home district, and exactly what punishment he must expect from labor or from millowners for an unfavorable vote. A Congressman also knows that, as a general rule, if he votes with the dominant economic interests in his district on the matters most important to them, he can do as he pleases on everything else. Jackson's lobbying is based on the political power of a dominant economic interest. The Cotton Council scrupulously avoids direct political action. It never endorses candidates for Congress. But Jackson doesn't hesitate to lobby in the second degree whenever he needs to. Word to a prominent cotton ginner, farmer, or millowner that his Congressman is being contrary sometimes brings results. Edelman's capacity to persuade is based on the voting power of organized labor, a force on which the CIO puts enormous emphasis. But the Textile Workers' membership is largely in New England, and the textile industry is now largely in the South. This gives Edelman a political problem he can't fully solve until the CIO's Southern organizing drive has accomplished a lot more than it has so far. Edelman counts on about ninety out of the 435 members of the House to be automatically on his side on any issue. This group is composed largely of Northern Fair Deal Democrats. Some of these are one- or two- termers, who haven't been in Congress long enough to learn the ropes. Others are old- timers sent to Washington by the Democratic machines of Northern cities, and of these, particularly the New Yorkers, The Reporter, October 11, 1949 24 Edelman says," The problem is not to get them to vote right, but to get them to stay in town to vote at all." Surprisingly few of Edelman's dependable ninety Congressmen represent districts where the Textile Workers have large memberships, but most of them come from places where other unions, either CIO or AFL, are strong. This makes labor- lobbying a co- operative project. The Textile Workers Union is also beginning to find a few friends in the South whose support can be depended on. Edelman can count them on his fingers: Deane of North Carolina, Lanham of Georgia, Sims of South Carolina, Boggs and Morrison of Louisiana, and one or two others. Jackson's rock- bottom strength in Congress is not substantially greater than Edelman's. It amounts to 110 or 120 members in the House, and about twenty or twenty- five in the Senate. But this is a group with low turnover and high seniority, and a facility for logrolling equalled only by that of some Westerners- with whom the Southerners frequently see eye to eye. A lobbyist's duties go beyond shepherding votes on the Hill. Jackson, for example, might want the Department of Agriculture to undertake a research project for the cotton manufacturers. He might be called on by the Commerce Department for information on the cotton industry. Or he might want the State Department or the Economic Cooperation Administration to take some action boosting cotton exports. And Edelman, in turn, finds himself constantly involved with the National Labor Relations Board, the Labor Department, and housing agencies. He even has business with the Justice Department, in connection with civilrights violations in his union's Southern organizing drive. The tactics of lobbying are not cutand- dried. The same man may be welcomed in the Senate Office Building as an expert with invaluable advice to offer, and be suspected in the Pentagon of being a Five Per Center. Laws are made by men who represent, usually, a good many people. But people have special interests, great and small. Some of their legitimate interests are represented in Washington by men called lobbyists, not all of whom are blackguards. -PAT HOLT Trade Devaluation Can't Do It All DISTRIB MARK- UP When Sir Stafford Cripps announced on September 18 that the exchange rate of the pound was being lowered from about four dollars to$ 2.80, he maintained his usual dryly unoptimistic tone when speaking of the increased American trade that he hoped devalusterling nations. This lack of strong ation would bring Britain and the other sterling nations. This lack of strong conviction about any great jump in American overseas purchases after devaluation is apparent in other European countries. Almost all of our wouldbe creditors feel that there's a lot more to the problem of getting Americans to buy abroad than lowered currency rates. Europeans insist that they have done their bit toward inviting American purchases abroad, and that we ought to do much more toward inviting foreign goods here. Most Europeans think it is still America's responsibility to step up the transatlantic flow of goods by reducing tariffs even below the levels achieved by the recently- renewed Reciprocal Trade system, by reforming customs administration, and by contracting to buy specific amounts of foreign materials at predetermined prices. DOMESTI TARIFF IMPORTED the important moves now lie with us. The case of a French silk manufacturer in Lyons illustrates one extreme in the conflict. This manufacturer entertains his American visitors with a glass of wine, and a sad toast to his " museum" of silk samples, which, he says, he can no longer sell in America because of our tariff. True enough, the tariff on French silks is high- from thirty to seventy- five per cent, depending upon the fabric. When questioned further, though, the Frenchman confesses that before devaluation his silks cost at least eighteen dollars a yard in France. At that price the American market for them would obviously be negligible, even if there were no tariff at all, transport were free, and importers and wholesalers had no markup. Nor will the Frenchman consider making cheaper silks, which the American market might be more interested in. His mill has always made what it makes now, and he does not propose changing to suit the whim of the fickle American market, in which competition would be fierce and profits low. He sells to the Parisian couturiers and to rich French colonials; this market is small, but his profits are high, and in his stocks of silk he has some insurance against possible further inflation. Actually, he is passive toward the American market. ket. Therefore his complaint about tariff barriers doesn't hold much water. It seems equally apparent to many Americans that it is up to the Marshall Plan countries to increase their sales to us by reducing their production costs and by learning how to fit their products to the American market, as well as by devaluing their currencies. In short, many Americans think the Consider, however, a product whose initiative in increasing American imports lies largely with foreign sellers. Most Europeans remain convinced that makers are desperately anxious to increase their American sales: French champagne. The problem of expandThe Reporter, October 11, 1949 25 ing those sales is illustrated by the following breakdown of the pre- devaluation price of a case of champagne at various stages on its journey from French port to American celebrant. Breakdown of French champagne price, per case of twelve bottles: Average price- f.o.b. French port$ 20.00 Transport 2.25 U. S. import duty.. 3.71 U. S. excise tax 7.20 Average importer's markup, approx. 2212 per cent 7.00 Port dues .60 N. Y. State tax .98 Average wholesaler's markup, approx. 15 per cent 6.68 Average retailer's markup, approx. 50 per cent 23.01 Retail price in New York......$ 71.43 Thus a bottle of champagne for which the French supplier gets about $ 1.66 is sold retail for about$ 5.95. If the New York customer buys his champagne by the bottle in a restaurant, he will be charged closer to fifteen dollars, and in a night club he will probably pay twenty. The spread between American retail prices of imported goods and their purchase prices in the country of origin varies widely from commodity to commodity. There is usually no import duty, or a very low one, on raw materials.( Imported wool, which competes with native wool, is an outstanding exception.) For semi- manufactured goods ( Italian felt, for example) the duty is generally moderate, since American manufacturers( of hats, to keep the same example) have an understandable interest in holding down the cost of raw materials. But finished manufactured goods destined for retail sale in competition with American goods nearly always face large tariffs. An Italian hat retailing for the equivalent of seven dollars in Rome is sold in Washington for thirty- five, a markup of four hundred per cent. This markup, as is true of the champagne, reflects not only high tariffs, but the not uncommon decision of the American seller to treat the article with an IмPORTED label as a high- priced, low turnover, snob- appeal item. The champagne- price breakdown above illustrates the major factors that determine the American sales price of all imported consumer articles. They are: cost of production, coupled with the rate of exchange at which that cost is translated into dollars; American tariffs and excise taxes; and markups by importer, wholesaler, and retailer. Many European exchange rates have now been pushed down to levels that should give the European exporters great advantages in the dollar markets. As for European manufacturing expenses, they are getting a good going- over both by ECA experts and a lot of amateur economists, but it is apparent that higher productivity abroad won't further lower prices of foreign goods appreciably for some time to come. The second major factor that determines prices of imported goods is the tariff. A strong case can be made for the argument that since Reciprocal Trade began we have made steady cal Trade began we have made steady progress in lowering tariff barriers with a view to encouraging imports, as the following table shows: Duties per cent of total value of: Dutiable Dutiable imports Underwood Law ( 1913-1922) Fordney- McCumber ( 1922-1930) and free imports combined EFFICIENCY & SALES rier of the Smoot- Hawley days was partly due to the impact of fixed duties on goods imported at depressionlow prices. The barrier put up by tariffs is made higher by the dilatory, uncertain, and often just arbitrary ways in which our customs procedures work. Customs assessors at each port constantly endeavor to reclassify imported goods into higher tariff brackets. The port of New Orleans, for example, decided that apple cider was a sparkling wine, and there& 27.0 9.1 38.5 14.0 Smoot- Hawley ( 1930-1933) Reciprocal Trade Act: 1939, a prewar year 1947, a postwar year MARKED- UP IMPORTS 52.8 17.7 37.3 14.4 19.4 7.6 This table does show a steady lessening of the burden that tariffs impose on imports. However, averages are always tricky, and probably nowhere more so than in tariff comparisons. Our tariff structure remains one of the most complicated in any country, with a fixed duty on some articles, a tax proportionate to value on others, and in some cases a combination of both. The decline in percentage tariff figures in recent years is partly due to the higher prices caused by wartime inflation, just as the big proportionate barfore subject to the same duty as champagne. A woolen sweater dutiable at about twenty- five per cent is reclassified if it has a neckband sewn on, and the duty may easily be doubled. Similarly, duty can be doubled by putting a monogram on a shirt, by putting elastic on childrens' trousers, or clocks on a pair of socks. Imported forks( not spoons or knives, just forks) must be stamped individually with the name and address of the maker. There are a thousand other examples of the strange procedures of customs authorities. The Reporter, October 11, 1949 26 Furthermore, it is almost impossible for an importer to tell beforehand on what basis his goods will be valued for customs, or at what rate he will be charged duty. If the importer protests the customs decisions, his recourse lies in arguments before the Court of Customs Appeals, and in the months that go by while the court deliberates, he may lose his market as well as his case. During his arguments with customs officials, too, the importer usually is made to feel that he is being disloyal to the United States by even attempting to bring in foreign goods. Further tariff reduction would be TARIFF * & politically difficult right now, but there is lots of room for reforms in customs procedures, and this could make as important a contribution to increased trade as lowered tariffs. When hen the purchase price abroad and the import duty have been determined, the combined total is rapidly augmented by the importer's and wholesaler's markups, and finally by the retailer's markup. These prices are determined as percentages of the purchase cost of the article plus import duties. Thus, in the example of champagne, the direct contribution of duty and excise to the final price is$ 10.91. This is included in the total that is marked up 22 per cent by the importer, fifteen per cent by wholesaler, and fifty per cent by the retailer. If there were no duty or excise tax to pay, the retail price could be reduced, not by$ 10.91, but by$ 23.11. This is one reason why foreign officials argue loudly that tariff reduction would be the easiest way of expanding trade. Each merchant who handles the product feels that he fully earns the income from his markup. The importer has his working capital tied up just as much by paying customs duties as by paying for the import of the article. He also has to take the risk of breakage in transit, and a rejection of part of his consignment if it is not up to the standards set by the retailer. He must hold an adequate inventory so that the retailer can get what he wants in the needed quantities. The retailer finds that a fifty- per cent markup on the price of the goods he buys will just about bring in his own expenses plus a reasonable margin of profit. There seems to be little room for unreasonable markups, except in the cases of specific snob- appeal articles, such as the Italian hat mentioned above. Unfortunately, the snob treatment is easily applicable to many of the small, non- standardized, quality products which are part of the traditional output of Europe, and for which Europeans would welcome more markets. When all the justifications of distributors' markups have been heard, tributors' markups have been heard, the dominant fact remains that the biggest element in the sales price of biggest element in the sales price of imported goods in this country is the cost of distribution within the United States. American experts who have recently studied the problem of increasing United States imports believe that these costs right now offer the most likely line of attack by both European exporters and American retailers. One hope of bringing European producers and American consumers closer together lies in the establishment of International Trade Centers in the larger cities of this country. Foreign suppliers could then get together in displaying their products, and could themselves assume some of the risks of the American importer and wholesaler. Part of the answer might also lie in Anglo- American, Franco- American, and similar merchandising councils being formed under ECA auspices. Another answer may be the formation of transatlantic private business partnerships( sponsored perhaps by the World Bank), where American merchandising skill could be combined with European manufacturing skill to develop dollar markets profitable to both parties. Those who have a vested interest in the existing high- cost methods of distribution may be expected to object strenuously to a more efficient system, which might bypass their present channels or subject them to heavy competitive pressure. American business boasts regularly about the virtues of competition in reducing costs and raising living standards. The agreement on the need for increased imports will be nullified if either the trader or Congress proves oversensitive to the special claims of those who now profit handsomely through high- cost, smallscale operations. There is no single measure- including devaluation- that will suddenly cause American imports to skyrocket; the attack must come from both sides of the Atlantic, and must be aimed at every expense that hikes up sales prices. The task is not an overwhelming one. Britain, for example, sells just about as much to Canada as to the United States, though the national income of the latter is seventeen times that of Canada. Western Europe sells little more to the United States today than it did before the war, though American buying power is now nearly three times what is was then. If devaluation, plus other needed measures, increased European sales to this country by an amount equal to only one per cent of our national income, Europe. would earn yearly two and a half billion dollars more than it now does, and the back of its dollar problem would be broken. Until its countries have made a really well- organized effort to sell their goods here, they won't be justified in hoping that devaluation will do the job alone, or in continuing to lay all the blame on American tariffs.- D. W. The Reporter, October 11, 1949 27 Politics " The Welfare State' 259 WELFARE STATE In recent months a new phrase has cropped up in American politics. That phrase, of course, is" the welfare state." It was introduced proudly by people who liked the idea behind it, and is now used mostly, and abusively, by those who don't. Since the welfare state seems to be coming to occupy a dominant role in our domestic political discussions, it may be well for us to try to figure out what it really means. such a system could harm. Handouts could easily create a dependence on the state that might sap the individual initiatives upon which free society depends, and, if the handouts were calculated, not according to economic plan, but according to political blackmail, they might well result in a grave weakening of the financial structure. The old- age pension schemes in California, Oregon, and Washington, for example, seem to be an example of a handout system running amuck. In general, recent usage suggests that the welfare state is definitely a bad thing. Herbert Hoover usefully summed up conservative thinking on this point in an address in August, on his seventy- fifth birthday." The slogan of' the welfare state,'" he declared, "... has emerged as a disguise for the totalitarian state by the... route of spending." The welfare state, for Hoover, is the awful climax of the follies of Keynesian economics and New Deal social policy. Mr. Hoover, indeed, was able to add that our pursuit of the welfare state has already put us" on the last mile to collectivism." Almost every Republican in good standing has echoed Mr. Hoover; the Southern Democrats have rushed to join the cry; and the phrase in recent months has become so discredited that even Fair Dealers now avoid it. " Think it over," Mr. Hoover repeated in his seventy- fifth birthday address...." Think it over." This is good advice for Americans who have been treated to an undue amount of confusing oratory on the subject. The most spectacular form of handout was the protective tariff, which preserved favored business undertakings from the hazards of free enterprise and gave them a huge annual subsidy levied on the American people. The grant of public lands to private railroad companies was a form of handout only slightly less appalling. The great conservative publicist of that day, Edwin L. Godkin, protested eloquently against the handout system. He warned the businessmen who were feeding so hungrily at the public trough that they ought not to complain if the farmers and workers eventually got the idea and followed their hoggish example. But men like Godkin were ignored; the system developed, and reached one of its climaxes in 1930. with the Smoot- Hawley tariff. That tariff was converted into law by the willing signature of the President, Herbert Hoover. Yet, if such a system of government handouts does represent, as Mr. Hoover suggests, our greatest internal danger, it may be permissible to ask how that system got started. History provides an unambiguous answer. It started when Alexander Hamilton wrote his famous reports on public finance, the national bank, and manufactures in the early years of the republic. Hamilton argued that the nation could not survive and prosper unless special government favors gave the business community a large stake in that survival and prosperity. Until Andrew Jackson destroyed the earlynineteenth- century Federal improvements system, with the Maysville veto -which forbade the use of national funds for a Kentucky highway- the Hamiltonian handout theory remained substantially dominant in Washington. And the Maysville veto did not affect handouts by the states, where local governments provided lavish aid and facilities to private business through the first half of the nineteenth century. Oscar Handlin and Louis Hartz, in their admirable economic histories of, respectively, Massachusetts and Pennsylvania, have shown conclusively the mythical nature of the alleged golden age of laissez- faire. Certainly if, as the conservatives say, the welfare state is just a system of government handouts to any groups politically powerful enough to insist upon them, then even the most extreme liberal would be foolish to deny that The handout system, once started by Hamilton, was irrevocably imbedded in government tradition by the Republican Party after the Civil War. This history raises the interesting question of why Hoover and the other enemies of the welfare state should find favors so reprehensible when bestowed by government upon farmers or workers, and so beneficial when bestowed upon business. The answer, of course, is that the Hoover case against a system of government handouts is based on the comfortable theory that government aid to business is wise and virtuous, while government aid to the nonbusiness groups is vicious, and leads to collectivism. It is based, in other words, on the most abominable hypocrisy. The only consistent position against the handout system was that held by Godkin-- that government should do nothing for any special group. This position has had no reality in American experience, and has certainly never been advocated by the American business community. Thus far most people have considThe Reporter, October 11, 1949 28 ered the welfare state on the evaluation of its opponents. I wonder whether that evaluation is very accurate, either in theory or in practice. The welfare state has a distinct and definable character. Briefly, it is a system wherein government agrees to underwrite certain levels of employment, income, education, medical aid, social security, and housing for all its citizens. The government does not try to do all these things itself; it seeks where possible to supplement the initiatives of private society. But it does accept the ultimate responsibility of guaranteeing" floors" in certain crucial areas, below which it conceives tolerable living to be impossible. And it will intervene when private society demonstrates its incapacity to maintain these minimum standards. posed to the welfare state today? I cannot believe that it has many serious opponents left." England and the opponents left." England and the United States" one Senator recently remarked," have always recognized the interest of the state in providing a decent minimum standard of living in food, clothing, medical care, and education for those unfortunate enough not to be able to pay for it in full themselves. Housing is only an extension of the same principle to decent shelter, which certainly is absolutely necessary if the children are to have anything like equality of opportunity." The speaker was Senator Robert A. Taft, a clear if sometimes grudging champion of the essential principles of welfarism. " We are all Hussites without knowing it," Martin Luther cried centuries ago, suddenly discovering how far he had drifted from Roman orthodoxy. So today we are all supporters of the welfare state, as laissez- faireism has receded into the mythical past. Not every single one of us, I suppose; not Senator Jenner, nor Senator Kem, nor Senator Bricker, nor Senator Byrd; evidently not Mr. Hoover; but a close Western Democracy Shop This is all that is meant by a welfare state. It should be added, perhaps, that western society came to the welfare state, not through an excess of starry- eyed do- goodism, nor, on the other hand, through a sinister desire to lull an unsuspecting people into totalitarianism. Western society was driven to welfarism by the most powerful and stark of all motives: fear. It became evident early in our century that any government that rejected responsibility for the welfare of all its citizens would forfeit the loyalty of those whom it neglected. It was the overwhelming need to bribe the masses into remaining loyal- not sentimental idealismthat created the welfare state. In the last analysis, welfarism is a form of social Machiavellianism designed to prevent the population from being harried, by insecurity, poverty, and despair, into the arms of Fascists or Communists." If you do not give the people social reform," as an English Tory has said," the people will give you social revolution." Who is really opexamination of even Senator Bridges might disclose the first germs of infection; and from Senator Taft leftward the disease becomes epidemic. This agreement on the principle of ultimate government responsibility does not, of course, mean that there are no differences on domestic policy between Senator Taft and President Truman. Their differences are large and bitter; but they are not over the welfare state. The two main points of debate are over the type of government intervention and over the level at which the minimum standards are to be pegged. Senator Taft wants the states rather than the Federal government to play the greater role in maintaining the" floors" under society. Thus Taft accepts the principle of the minimum- wage law, but he boggled at the enlarged coverage which the Administration tried to write into the recent bill. He accepts the principle of government support for medical care; but he wants the care to be dispensed as much as possible through the states and to be confined to the needy rather than to be available to all. He may seek * 777 Fascist Fantasies UNLIMITED TEMPORARILY CLOSED E Joe's Now SHOWING ADVANCED LINE OF WELFARE STATE CONCESSIONS ххх PLENTIFUL PROMISES TO THE PROLETARIAT EXTRA E- Z TERMS TODAY'S RED STAR SPECIAL NO DOWN PAYMENT PAY AS YOU GO yaralay. The Reporter, October 11, 1949 29 to eviscerate the fundamental conception, but he does not reject it. In this light the recent right- wing attacks upon the welfare state look more and more like a concerted attempt at public obfuscation. Arthur Krock recently complained of the " superior articulation"( he apparently meant the" superior articulateness") of the left. The left may well be more articulate; but the inarticulate right has many more magazines, newspapers, and, one may add, columnists at its disposal. Certainly the current campaign against the welfare state is exceeding the limits of useful discussion. One may grant that there are troubling possibilities discoverable in the idea of the welfare state; yet even Hoover and Krock, one might expect, would not find them in the version advocated by Senator Taft. For better or for worse, the welfare state is with us. The great issue is whether it will become a matter of bread and circuses; and this possibility imposes a responsibility upon serious politicians of both the right and the left. This responsibility is not discharged by demagogic assaults upon the welfare state, any more than it is discharged by promiscuous demands for more pensions, more tariffs, more handouts. It can be discharged only when people settle down in an earnest attempt to meet the requirements of welfarism within a society that can remain free and prosperous. And this can be done only when each of the important special groups- and this means the business community fully as much as it means the farm bloc and the trade unions- recognizes that it cannot blindly pursue its own narrow interest without threatening irreparable harm to society as a whole. Some such theme as this might have been fitting for Hoover's birthday ad-ARTHUR SCHLESINGER, JR. dress. A Previous Forecast " We in America today are nearer to the final triumph over poverty than ever before in the history of any land. The poorhouse is vanishing from among us. We have not yet reached the goal, but, given a chance to go forward with the policies of the last eight years, we shall soon, with the help of God, be in sight of the day when poverty will be banished from this nation...." Herbert Hoover, Speech on Accepting the Presidential Nomination, 1928. Europe Greece- Our Now that the Greek guerrillas have been driven into a few remote mountain strongholds, the United States is approaching the end of the military phase of its aid to Greece. The other two objectives of the Truman Doctrine are still a long way from accomplishment- the economic and the political. In the message to Congress in which he announced the Truman Doctrine, the President said:" It is of the utmost importance that we supervise the use of any funds made available to Greece, in such a manner that each dollar spent will count toward making Greece selfsupporting, and will help to build an economy in which a healthy democracy can flourish." This problem, which the President could speak of only in general terms in March, 1947, can now be seen a good deal more concretely; it is the problem of seeing to it that our economic efforts in Greece work for the benefit of the Greek people as a whole, not merely for that of certain well- connected monopolistic interests. Test Whether these aims will be achieved depends inevitably on the composition and attitude of the Greek Parliament, which will have an important say in determining how our equipment and funds will be used and distributed. In the phase of aid to Greece that has just begun, economic reconstruction and political reorganization have to go together; our economic aid to Greece may be useless, or even dangerous, unless the conditions that make for democracy are created in Greece. Up to now, the United States has acted as if it could- as if, indeed, it should keep out of Greek politics. The fact that we have intervened actively in Greek military and economic matters, and steered shyly away from politics, disturbs quite a few of the ECA officials who are up against the problem of making Greek aid work. As one of them puts it," Every detail of 99.99 999.0 88888888888*************@& BARA Greek government procurement is controlled by Americans; so are all Greek exports and imports and all currency policies. We deliver vast amounts in materials. But the greatest obstacle to effective aid is political. We intervene in every phase of Greek life except one -we do not tell them how, in their own interest, they should organize their politics. Why should Washington insist on doing nothing positive to reshape the political setup over here?" Observations like these call to mind the American experience in China, as it was brought to light in the White Paper published recently by the State Department. There, too, the United States failed to get effective co- operation from the government. Hundreds of millions of dollars were wasted because of the graft and mismanagement characteristic of the Kuomingtang. Democratic reforms were talked about, but postponed, and American aid was wasted because the one- party régime refused to reform, and was unable to win mass support. Greece today bears some disturbing resemblances to the China of four years ago. The Populist Party, led by TsalThe Reporter, October 11, 1949 30 daris, has dominated the political machinery since 1945. Every once in a while, the government is reshuffled, but the same reactionary politicians are left with the power and the purse- strings. Government in Greece remains an unshaken, monopolistic bureaucracy. Even the conservative press is not free to publish what it likes or to circulate wherever it wants to. Freedom of speech and assembly hardly exist. Thousands of citizens are held in concentration camps as political prisoners. As a result of all this, Greeks of almost every political persuasion are becoming increasingly resentful of the rightwing party leaders, who are more attached to their excessive privileges than to democratic liberties. In 1946, fear of Communism drove a great many Greeks to vote for the Populists, who even then were widely regarded as anti- democratic. Today many Greek conservatives, who helped put Tsaldaris in office three years ago, have lost their respect for the rightwing parties." Most of the best Greek technicians," according to one ECA official," cannot and will not co- operate with the people we have supported politically here for the last two and a half years." When conservatives demand change, as they do in Greece, it is time to take notice. One Greek conservative declared recently:" If we do not raise our standard of living within the first years after the civil war ends, we will have Communism here again. What Washington must understand is this: If we lose the reconstruction, we lose the war. But to save the reconstruction you have to dissolve this Parliament, which have to dissolve this Parliament, which is no longer in any sense representative, and hold free elections. There can be no solution in Greece until you get a political foundation on which to build." In the workers' districts of Athens, there is the same attitude, even more emphatic, toward the" governing Greeks," and the same demand for farreaching political change. Until now, the American policy has been:" Hands off politics!" That policy is based on the theory that the 1946 elections were free and representative. elections were free and representative. Henry F. Grady, the American Ambassador in Athens, who was our representative on the Allied Mission to Observe the Greek Elections, has always maintained that they were free, and there is no reason to question his good faith. But it is possible that the 1946 balloting was free only in the most narrow and technical sense. The curtain of repression and fear was undoubtedly lifted on the day in March, 1946, when the Greeks went to vote. But a free election may be a farce if there is no freedom before and after it. Before the 1946 election, Greece was in a state of halfreal, artificially- concocted panic, the principal issue appeared to be Communism; the destiny of every voter was held to be at stake; the Greeks were stampeded into voting indiscriminately against Communism, which meant voting for the Populists and their allies. It is apparently on that twenty- fourhour spell in 1946 that the United States bases its policy of political nonintervention. The British, who helped put Tsaldaris in power in 1945, today regard this policy as inelastic and selfdefeating. They are interested in the moderate center and republican parThe Reporter, October 11, 1949 VOTE HERE robt. 86 B 31 ties, for they are sure that, if a free election were held, the rightist factions would be soundly repudiated. According to law, Greece must vote next year, and there is no doubt that, like it or not, we are now the most important political factor. Unless we do something to prevent them, the Greek rightists will drag us into the election by maintaining that they alone can deliver American aid. By holding ourselves at a distance, we would tacitly sponsor the party in power, and we would be represented by people who could only discredit us. The he coming Greek election is a crucial one. Not only is discontent with the present government spreading and deepening among Greek civilians, but a new and potentially dangerous element is about to enter Greek political life. As the civil war dwindles down to mere policing operations, a large percentage of the quarter of a million soldiers in the Greek Army will have to be demobilized. Many of these young men have been fighting first the Nazis, then the Communists, for eight or nine years. A majority of them will return to impoverished farms and villages. There, food and living conditions will be markedly inferior to the Americanstyle diet and comforts they have been enjoying in the service. Fascism has thrived, in every country, on the discontent of demobilized soldiers who could not adjust themselves to a life of peace. Constantin Doxiadis, the liberally- inclined Director of Reconstruction, says:" The Greek problem starts at the moment of demobilization. Our returned veterans will demand a better livelihood and better government. We can't put these people aside by calling them fellow travelers. After all, they are the people who fought Communism. If we do not give them improved conditions, they may logically turn to violence- to anarchy, or to something else." The Greek election in 1950 will largely be determined by the character of the pre- election government." If the Populists do not control the electoral machinery and policing," to quote a Greek conservative," they are washed up." All over Greece, people are now discussing alternatives to the present The Reporter, October 11, 1949 government. A strong- man setup, headed perhaps by General Papagos, is one possibility that is mentioned often. A caretaker government is another. In the first case, Greece would run the danger of military dictatorship. In the second, there is the likelihood that a pallid Premier would just be a standin for Tsaldaris, and leave the Populist machine in control of the ballot box. Here is where the United States comes in again. In a poor country like Greece, an election campaign is an extremely expensive business: Cars, newsprint, loudspeakers, and the rest of the paraphernalia cost money. If only one party seems able to bring American assistance to Greece, the people who can afford to support a political campaign will contribute to that party. The only feasible alternative to a strong- man government or a camouflaged Tsaldaris government would be flaged Tsaldaris government would be a broad coalition, including representatives of all the non- totalitarian parties. One seasoned political observer said:" Get rid of the old political wheelhorses. There are younger men of real ability in every party. Such men could be brought into a coalition Cabinet, if the Americans insisted that new men be given a chance. The right- wing parties, the moderates, and the Socialists should all be included. It could be done." Some Greeks and Americans done." Some Greeks and Americans take a gloomy view of the chance for this sort of government on the theory that there have been no outstanding political leaders in Greece since the elder Venizelos. Others maintain that a coalition seems to be the most democratic alternative available and, certainly, that it cannot be dismissed until it has been tried. Whether or not it is tried will be decided not in Athens but in Washington. This fact is far clearer to the Greek people, who are political realists, than it is to Americans. The Greeks underit is to Americans. The Greeks understand that any pre- election government formed in Athens will have to be either tolerated or approved by the American tolerated or approved by the American Ambassador. If the Populists are permitted to run in our name, the Greeks may vote for them on the principle that it is inadvisable to shoot Santa Claus, or they may, in revulsion, abstain from voting to such an extent that Tsaldaris and his confederates will win with a very small number of ballots. If we allow ourselves to be identified with the Populists, we will undoubtedly see a repetition in Greece of what happened in China- with the new, and quite insidious, twist that this Kuomintang will superficially seem to have been put in power by free democratic methods. The way we can avoid this is to show that we endorse no single Greek party, and we can do that only by using the influence that we unquestionably possess in Greece to support the formation of a coalition government before the election. We must intervene politically in Greece to the extent of making sure that the Greeks have a range of choice among several non- totalitarian parties, and of avoiding a stampeded election that would prove itself unrepresentative of the will of the Greek people the morning after the balloting booths were closed. In Greece and elsewhere, we are learning that it is exceedingly difficult to promote democracy in a foreign land. We are learning- or, if not, we shall learn- that it is impossible to assume strategic and economic responsibility for a small exposed country without exercising political influence at the same time. In Greece and elsewhere, the British have for a long time shown an aptitude for winning allies and influencing governments, in line with British interests and long- range objectives. They have always recognized that they have to make political suggestions, and they know when to make them. We can improve our technical skill in these matters by studying how the British handle them, but of course we cannot operate in precisely the same way because our State Department has never been the powerful, centralized institution that the British Foreign Office is. Here in the United States, Congress and public opinion take a big hand; everything is done amidst loud and perhaps unnecessary proclamations; the Truman Doctrine itself provides the best instance of this procedure. That is the way we go about things, and we like it. But it is time for the State Department, Congress, and public opinion to make a decision about our stand in Greece, where, unwillingly and largely unwittingly, we will, in a few months, be running for office. 32 Education Caste After the Fourth Grade 茶 ABC DEF GHIJKL A slight young man, who looked about nineteen, got up to ask a question. It was the first question of the evening, and it threw the and it threw the older men on the platform into confusion. For the first time, in my summer trip around Germany, I sensed a stirring of moral health, a faint hope for the future. Here is the setting: One week last summer at Munich, a Jugendforum was held in the State Parliament of Bavaria. The unusual thing about this forum was that the young people were running it. The Ministerpräsident, the Landtagspräsident, the Abgeordnete, the Oberbürgermeister, and the rest of the movers and shakers were there as invited guests. A former American newspaperman working for Military Government, H. C. Patrick, the organizer of these" discussion evenings," had insisted on this arrangement, novel though it was for the German Alte Herren, who were in the habit of sitting in the seats of authority while the young people listened, trembled, and obeyed. A girl named Ilse Muller had the chair on the high dais where the President of the Landtag usually sits; she was flanked by two boys. In the semicircle facing them were row upon row of students from the University of Munich and the Munich Technische Hochschule, their ages ranging from seventeen to twenty- five. They were there to quiz the legislators about the operation of the government. It didn't quite work at first. Instead of grilling, Fräulein Muller started off on an apologetic note. The young people, she said, were there to learn democratic habits of thought- not to discuss high politics and stick their noses into matters that were none of their business. She called upon the President of the Landtag, a likeable fellow called Horlacher, who attacked dictatorship, explained the nature of parliamentary democracy and civil liberties, and wound up with a plea against militarism, receiving warm applause. He was followed by the four committee chairmen of the Landtag, each of whom was supposed to speak for five minutes, and each of whom spoke for fifteen or twenty. They were self- important, dumpy little men who began with," My dear young friends," made a point of talking down to their audience, and explained everything in mechanical and legalistic terms. Perhaps, I reflected, all we had succeeded in doing in Germany was to replace unspeakable beasts with insufferable bores. I was not altogether right. As soon as the speeches were over, questions began crackling from all over the young audience. The first, from the slight young man, was about the peculations of a member of the Landtag who had stuffed his pockets with public funds, much to the distress of the party in power. The mention of this incident threw the ministers and legislators into a paroxysm of apology. Each of them got up and made elaborate disassociations and explanations- but they were visibly shaken by the line that the quiz was taking. After a number of scattered, earnest questions, a blond boy, who identified himself as a Technische Hochschule student, made a little speech. The committee chairmen had talked of the budget, finance, taxes, the similarities and differences between a state econnomy and a household economy. All the technical schools, he said, were the technical schools, he said, were badly in need of funds for research, teaching, and laboratories. Why had the Bavarian government cut these funds further? Was it because the dominant party, the Christian Social Union, to which the Ministers belonged, feared the effect of science and technology on the traditional authority of the Church, and had siphoned the funds off elsewhere? The question was met with almost thunderous applause. There was an uproar among the dumpy little men. Each rose again, waved his hands, explained, deplored. The man whom everyone in the audience had on his mind- Alois Hundhammer, the Minister of Education, who holds the heavy hand of theocracy over Bavarian intellectual life- had thoughtfully stayed away from the meeting. Later, a tow- headed boy with an anxious face, egged on by a little group sitting around him, got to his feet. He said that youth lacked direction and purpose, that everyone was doing too much talking, that they needed to be shown what to do. After a moment or two, I realized that this was the language of Nazi indoctrination. That was how the audience took it. There was at first a thin scattering of applause, and then massive shouts of " Hitlerjugend, Hitlerjugend!" were hurled against him from every corner of the room. Most of these boys and girls were trying to break through the crust of their Hitler training. With a painful honesty, and not without courage, some of them were groping for democracy's meaning. Their groping was clumsy because, according to all that I could find out in the American Zone, most young Germans are still products of a feudal, stratified educational system- one that predated Hitler by a century and helped make the Weimar democracy a springboard for authoritarianism and oppression. Consider how the system traditionally operated. All German children went to the public elementary schools ( Volkschule) until they finished the fourth class, which they generally did The Reporter, October 11, 1949 33 by the time they were ten. When a child reached that age the decision was made whether he would continue there or be transferred to one of the complicated network of higher schools. Before the war, ninety per cent remained in the common schools for another four years, and then some went on to vocational or trade schools, and eventually took their places in factories and offices, or on farms. The privileged ten per cent were- and still are- divided into two groups. About half of them those from middle- income families go to the Intermediary Schools ( Mittelschule) for a six- year course that prepares them for skilled and semiskilled work and the lower administrative posts in industry and trade. The other half- those whose parents are at least fairly well- heeled -go into a nine- year advanced course. This course alone leads to the universities. From the universities, one could move into the civil service and high government, the officer corps of the Army, high teaching and church posts, the bigger jobs in industry. To these distinguished and lucrative fields, there was no other path. The United States has been so preoccupied with helping German industry that it appears to have forgotten to do anything much about the German mind, and the molds in which the German national character has been formed. We have told ourselves we are putting first things first, and in the process we seem to have neglected coming to grips with the feudal sentries that have stood for generations at the strategic passes to the German mind, and blocked every effort to break down the worship of authority. Most of these facts are contained in a remarkable report by an American educational mission sent to Germany at the end of the war, headed by KINDER KIRCHE KÜCHE The Reporter, October 11, 1949 George F. Zook. It created something of a stir when it was issued in 1946. Reading it in 1949 was a peculiar experience, and my feelings were a little like Wordsworth's in Yarrow Visited the sense of a once- familiar image that had been all but wiped out by later experience, and had left only a few memory- traces, which were now revived. Here was the record of a group of people who had dared to utter some truths about Germany, which are now too inconvenient to stress. It said that apparently Nazism was not an accident or an aberration, but had deep roots in German history and life; that economic reconstruction is futile without educational, moral, and social reconstruction; that the national character of a people is conditioned largely by its cultural milieu; that the democratic spirit in Germany has been poisoned at its sources by the principles of class privilege and caste division that originate in the family and have been frozen into the school system. It is fundamental that Nazism was not a doctrine that suddenly sprang up after the defeat of 1918; it was the consummation of a system of society that sprouted under the semi- mystical Goths and the Teutonic barbarians, and burst into sinister bloom under Frederick the Great and Bismarck. Modern Germans- as Hitler knew so well- prefer to glorify Niebelungen militarism rather than the short- lived tradition of freedom, which was stifled shortly after 1849, and which the Weimar Republic failed to revive. As I read the Zook Report I got into a wholly different frame of mind from the one which prevailed in the part of Germany I saw this summer, among both the German officials and the occupation authorities. I checked the dates again. The report had been sent to General Clay on September 20, 1946. Those last months of 1946 were a watershed in American thinking about Germany. In 1946 Clay was still determined to break down one of the great castewalls in German society- the system of cartels. In 1946 he reprimanded General Draper for not following the basic directives on decartelization. But in 1947 everything had changed, and by 1948 Clay had adopted Draper's position. Just as breaking up the cartels was de- emphasized, so was breaking up caste in education. A group of educational administrators- including Herman Wells and Alonzo Grace- had kept making appeals for more funds and a larger staff in the educational branch of Military Government, but their pleas met no response. The fivepoint program of educational reforms that the Zook Report recommendedconcrete methods for breaking up the caste divisions in the schools, and for giving all German children access to educational opportunity- were apparently relegated to some vague" later phase." Whenever action was finally taken, the German opposition had been given time to organize for obstruction. In the early days of the occupation- 1945 and 1946- much time was spent in academic debate on whether reforms should be" imposed." The only period during which sweeping changes could have been made and would have been accepted was thus talked away. There have been almost no reforms, as far as I have been able to find out, adopted by the German Länder in the field of educational structure in our zone. All that the recent American educational administrators in Germany have been able to do has been to" advise" the Germans and seek to lead them gently into educational democracy. Even so good an educator as Alonzo Grace has prefaced his reports with the statement that the Americans do not place any emphasis on structural changes in the German school system. There have been signs that in Hesse and in Bremen more advanced ideas have begun to make an impact on the Germans, and in some places the idea of free tuition and textbooks, at least, has been reluctantly accepted. But the fact is that the German educational system in the United States Zone today is in no essential way different from what it was at the time of the Zook Report. With the emergence of the German state and the withdrawal of military government, it is notable that education is not one of the fields in which even a slight supervisory power has been retained by the American High Commissioner. Indeed, education has not been mentioned in the occupation statutes. What will this mean for the German mind? Consider again how the system 34 INDUSTRY .. GERMANY has always operated. From the age of ten onward a sharp wedge is driven between the German boy who can afford a higher- school education and the boy who cannot. I call it a caste system rather than one of class, because class always involves an element of flexibility, but here the walls between the classes remain rigid. A large percentage of those who have been admitted into higher schools drop out before they have finished their course, and have to go back to the common public schools. But there is no movement in the other direction. This means that under the traditional system almost every child is trained to take the station in life for which his family's economic and social position destines him. It means that few children have a chance of being trained for higher stations than those of their fathers. It means social arrogance on the one hand, and social submission on the other. It means an undermining of a child's belief in his innate capacities, and a fatalistic acceptance of his social role. And it means that ninety per cent of the population is cut off from a general education that has any meaning, and cut off, therefore, from the influence of the humanist tradition. It means the training not the education of a vast majority of people, who become citizens in name only, because they have no access to the tools of independent thought and political judgment that EDUCATION enable human beings to govern their affairs democratically. It is scarcely surprising, then, that public- opinion polls recently taken by Military Government in our zone showed widespread political ignorance. A large percentage of Germans have no faith in any of the political parties. Forty per cent, when questioned about the Bonn Constitution, answered that they were not interested in its future. Only fifty- seven per cent knew the leading party in their state legislature. Forty per cent had no expectations, one way or another, about the work of the Landtag. Now an increasing majority thinks the Nazis had the right ideas but blundered in achieving them. Probably even more serious than the undemocratic structure of the schools are the surviving archaisms of the are the surviving archaisms of the autocratic father, the teacher who acts as the little Kaiser of his classroom, the employer who is Führer in his factory. The idea of accepting without question the word of an infallible authority is at least as serious a threat to democracy as the fact that only a small percentage of the population is in line for adequate education. The system is vicious and self- perpetuating, in that the traditional German school is as likely to make authoritarians of workers' sons as of the sons of the social élite. All of this eats away not only the spirit of individualism, but also the social cement which ties people together with the bonds of common interest rather than those of authority. Some have laughed at Americans for being" joiners," but I wish that German women had something like the League of Women Voters. Such organizations cannot grow unless there is soil for them to grow in. In Germany, there is no such soil. How then do I explain what I saw and heard at the Munich Youth Forum? First, remember that I was listening to the élite of advanced schools and the universities. If the ninety per cent of West German children who are, according to my computations. still cut off from liberal education could have at least the chance to make a choice, the number of young people like those I saw at Munich would be much greater, and they would furnish the peaceful dynamism which Germany now lacks. One of the best Germans I know, Eugen Kogon, the editor of the Frankfurter Hefte, ventured the estimate for me that five per cent of the Western German youth in the age group I saw were politically dangerous, fifteen per cent more or less liberal, and the remaining eighty per cent( four young Germans out of five) politically unconscious, apathetic about public affairs, engrossed only in their immediate sensual and material life. I would risk increasing the five per cent, even the Nazi fanatics among them, if half of the eighty per cent could be educated for democracy. One of the most impressive Germans I met was a man whom I shall call only Karl, the chauffeur of a friend of mine in Military Government. Karl had been through the caste system of the schools, and had somehow come through it without the usual dullness and lethargy. He talked with piercing insight and a wide knowledge about every issue in German and international affairs. I asked him how he had come by his broad outlook." I am an educated man," Karl answered with an ironic smile." I was in one concentration camp after another during the whole Hitler régime. And it was in the concentration camps that you met the best people. It was from them that I got my education." I hope that the young generation of German workers, who will be the Karls of the future, will not have to get their education that way. But I have my fingers crossed. --MAX LERNER The Reporter, October 11, 1949 35 Press The Ghost of Goebbels few One day a few weeks ago, Germans crowded, surprised and unbelieving, around their newsstands. Their eye had been caught by an authentic replica of Voelkischer Beobachter, the official Nazi paper, adorned with swastika and eagle. It carried a black- and- red headline: IT IS BEGINNING AGAIN! LICENSING ENDS IN BIZONIA! Now AT LAST WE CAN SPEAK OUT AGAIN! A special front- page editorial referred to an article by Dr. Goebbels somewhere inside. This startling exhibit turned out to be a satirical comment by the political humor magazine Wespennest( Hornets' Nest) on the recent Allied decision to relinquish control of the German press. The hoax was more than a publicity stunt. It sounded an S.O.S. It gave notice that, in the opinion of the non- Nazi press, the end of Allied licensing would brighten the lives of the until now unemployed newspapermen who had followed the Nazis. The Western Allies announced their decision to the accompaniment of hopes and admonitions from the highest levels. The change was sudden. Military Government had made painstaking efforts, after stamping out all traces of the Nazi press, to select the men licensed to operate papers. In the American Zone this" screening," in the early days of the occupation, had involved a soul- searching which sometimes became ridiculous. British had occasionally preferred professional qualifications to a clean political record. But in the British and American Zones, the freedom of an editor, once licensed, had been limited only by the rarely exercised Allied power to revoke his right to publish. Only the French had continued, until recently, to The maintain rigid censorship and control. An increasing number of licensed newspapers appeared, and what had at first seemed austerity fare grew into an abundant diet. Even though one third of the people, according to a publicopinion survey, regard existing newspapers as no more trustworthy than the Nazi press, the three hundred or so licensed papers sounded an almost purely democratic note. When the Allies suddenly announced their retirement from the field, many German democrats joined the Wespennest in its fear that the music would soon change. Far from eliminating the Nazi problem, de- Nazification had merely forced the publishers, editors, and reporters of Goebbels' time into an unwilling, bitterly resented retirement. A conspiracy of outright Nazis, and the opportunists who had followed them, had been awaiting the day of come- back. Some of them had managed to infiltrate the field beforehand; an" expert" on the Danish- German border problem, who had written for a number of papers, turned out to have been the Nazi press attaché in occupied Copenhagen, and a high- ranking officer in the S.S. But most unemployed Nazi journalists clearly had to wait for the signal of the" freedom of the press." For quite some time, strange" press committees" had been attacking the licensed papers and posturing as the champions of free enterprise. These groups were financed by publishers of old standing, such as Walther Jaenecke, who had been ordered in 1945 to lease their presses to the licensed papers. They were, of course, paid good money by their nonNazi" tenant- successors"; but, strangely, they resented the Allied order, whereas they had obeyed enthusiastically the orders of Dr. Goebbels. The feeling of the newly licensed editors, was expressed bluntly by one of them as long ago as 1947." We are not really editors and publishers," he said." We are just temporary caretakers. And when military government withdraws its protection, we will be at the mercy of the very men whose presses we are now using against their will. In the meantime we are filling their treasuries against the day when they will be our bosses and we their employees. Personally I expect to be unemployed the morning they take over." Two years later, another Alliedlicensed editor was asked what he thought about the de- controlling of the press. He looked up from the manuscript of one of those rare German editorials which speak out against nationalism." One of these days I shall go home for lunch and stay home," was all he said. That day may have come already. With the end of licensing in the American zone, a swarm of new papers sprang up. Marshall Plan imports had solved the newsprint problem. Within one month more than sixty new papers, over twice the number of the licensed ones, appeared in Württemberg- Baden. In Bavaria 106 papers got started; the existing twenty- seven had been. struggling along with a combined circulation of 2,100,000. Many of the new ones are, of course, small- town journals that emphasize local matters; but among their traditions is that of subscribing to monopolistic, ready- made news and editorial services, of the type that Alfred Hugenberg once used so skillfully to flood small towns with his anti- Weimar chauvinism. Some of the old newspaper magnates have voluntarily pledged their cooperation in the Allied fight against Nazi tendencies. But while they never stopped extolling the freedom of the press when they themselves were temporarily hit by the licensing laws, they long ago proved their unwillingness to defend freedom when it needed deThe Reporter, October 11, 1949 36 fense most desperately. Many have already begun to cater again to sensational political and ethical tastes. The numerous magazines and illustrated weeklies published in Western Germany today know how to satisfy these tastes. One periodical started last year with the" Diaries of Eva Braun," which demonstrated a pornographic imagination plus some insight into the private lives of Nazi bigwigs. The editors of Wochenend turned to Nazi uniforms and sex- a hugely profitable combination. Since then there has been a flood of exposés, memoirs, and" insides" on Himmler, Goebbels, Ilse Koch, and the maidens of the S.S. Yellow and prurient journalism is, however, not the only problem of the German press. The fact is that American attempts to teach Germans how to separate news and opinion have, by and large, failed miserably. Only a small minority of German papers pretend to" cover the news" for the purpose of informing the public. During the election campaign, papers blandly ignored important mass- meetings if they didn't agree with the sponsors. Unabashed editorializing pervades every inch of newsprint from banner headlines to sports. German reporters are still hardly more than enterprising office boys. The art of uncovering the news is almost unknown. Instead, editors dictate philosophical treatises in the seclusion of carpeted chambers. A combination of academic dullness, party narrowness, and the arrogant editorial pose of talking down to the readers kept the circulation of a Social Democratic newspaper in the stoutly Social Democratic city of Stuttgart down to two thousand. But serious as these deficiencies are, the real danger signal appeared when totally discredited ex- Nazis hastily prepared to re- enter the publishing business. Among them is Max Willmy, owner of the Nürnberg plant which printed Julius Streicher's Stürmer. Denazification has pronounced Willmy respectable; he owns one of the bestequipped printing shops, and he almost certainly can get ahead of the struggling" caretakers" who have little more than their convictions to call their own. This is the worst of the crisis: The ex- Nazis are going back into business with the money that the anti- Nazi, licensed press has been paying for the use of their plants and equipment. Most of these" caretaker" contracts were made for five years plus a threeyear option; but even if the contract continues in operation, the unwealthy license- holder still depends on the wealthy Nazi landlord. To pretend, under these conditions, that the end of licensing serves the cause of democracy and freedom is crude mockery. Talk of free competition sounds sour when a democratic minority, impoverished by economic and political persecution, must pit its penniless idealism against the still powerful profiteers of Nazism. The High Commissioners seem to have sensed the danger. Before they handed most of their powers to the new Bonn government, they reserved a measure of control over the press. In view of the desperate plight of the licensed press, such action was undoubtedly essential for the moment; but it does little more than postpone the hour of reckoning. Controls are negative brakes at best. At the present low ebb of Allied power in Germany, the brakeof Allied power in Germany, the brakelining of controls has worn thin. The only hope is in positive action. As long as politically clean editors and publishers have to pay homage and Democratic Press money to their political enemies, they are doomed. The most basic action therefore must be to help them secure their own plants and, with them, their political destiny. If a re- examination of the status of Nazi- owned property and Nazi- earned Nazi- owned property and Nazi- earned assets is the only way out, such steps must be taken. It is unrealistic to think that the Nazi revolution can be undone without removing some of the loot of the Nazi revolutionaries. It is naive to expect the high ideals of weak naive to expect the high ideals of weak democrats to defeat the low schemes of strong totalitarians. In Germany, the press is not simply an industry or a business. It is vital education. Positive action to strengthen it must include co- operation with, and support of, the democratic elements. Ultimately the problem of the German press is part of the vast realm of re- education. Newspapermen- from reporter to publisher- must be brought in contact with their colleagues in democratic countries. And simultaneously, the German public must be educated in school, university, and citizens' meeting- to demand newspapers worthy of that name. That the job can be done has been demonstrated by a few valiantly democratic publications. Eugen Kogon's Frankfurter Hefte has achieved a high standard of objective liberalism. A little daily in Bremen recently offered a bravely signed editorial in devastating answer to a reader who had written of the glory of Nazi days. Wespennest used the memory of Goebbels' journalism to shock German and Allied friends into stopping the flood of returning Nazi publishers. But a shining example was set by the Frankfurter Rundschau, which a few weeks ago printed a headline that criticized the government of Hesse. The Ministry of Justice demanded public retraction and apology although no falsehood was involved. The editors replied publicly that they will appear in court as ordered, but that they had nothing to retract, and would cheerfully risk imprisonment rather than bow to another dictatorship by unreconstructed, autocratic German officialdom. The Rundschau case, even before it has been resolved, has been one of the few victories of democracy in Germany. It has shown what a press, conscious of its rights and its duties, can do. It should have given a hint to Allied policy- makers- unaccustomed as they are to democratic" resurgence" in Germany- that it will pay to strengthen, to support, and to protect even the most bashful flowering of a truly free anti- Nazi press. This may involve some ruthless trampling down of resilient Nazi weeds; it may involve economic watering- perhaps with ERP aid of the anti- totalitarian buds. If anyone should point to the recipients of such favors with a sneer at" collaboration," let him be reminded that if American funds are helping reconstruct German industry, there is no reason why they should not help reconstruct the German mind. -PAUL WAKEFIELD The Reporter, October 11, 1949 37 Books Return to Metternich The versatile and kaleidoscopic mind compliments he is at pains to bestow. of Peter Viereck is an asset to American intellectual life. His devotion to freedom and his self- confidence- both entirely honest are potentially a combination of great value. It is therefore no pleasure to report that his latest volume, Conservatism Revisited,( Scribners,$ 2.50) is a confused and unconvincing exercise in heterodox history. Not that the book is valueless. Mr. Viereck does not know how to be dull, and his topic is one which has not lately had many students. Even a hasty essay in defense of conservatism is likely to shake the complacency, and prick the prejudices, of uncritical liberals. Uncritical liberalism is dying, but slowly, and from the head down. Mr. Viereck's attack on its excesses will hardly be unfamiliar, but his is a sprightly, readable restatement of the case. However this is certainly not all that conservatism needs, nor all Mr. Viereck's admirers have hoped for. Mr. Viereck's main thesis is that Clemens Metternich, foreign minister of Austria for forty years, has been sadly abused and misunderstood. Up to a point, this is not at all startling. Metternich, the architect of a period of repose, and, with Castlereagh, the framer, in 1815, of a peace without vengeance- this is a Metternich we have had with us now for many years. Where Mr. Viereck breaks new ground is in his assertion that, at least in principle, Metternich's political philosophy was as admirable as his diplomacy. This is new indeed at least among believers in individual freedom --and it may be valid. But if the case can be made, Mr. Viereck has not made it. His Metternich, an apostle of lawand- ordered liberty, is skillfully constructed of quotations by and about the great man, but the construction is so unreal that Mr. Viereck himself constantly withdraws under his breath the Moreover, Mr. Viereck sometimes contradicts himself. He praises Metternich for his care not to inflame French nationalism by a punitive peace after Waterloo. Then he ardently defends his client's description of Italy as " a geographical expression." It is a " a geographical expression." It is a strange alchemy which can transmute this standard thesis of Hapsburg diplomacy into a lofty principle of internationalism. The Austrians wished Italy to be merely" a geographical expression," and Metternich applied both force and guile to make this wish come true. Metternich's Italian policy, viewed from the standpoint of human freedom, was a crime; from the standpoint of diplomacy, a blunder. Perhaps more serious still are Mr. Viereck's omissions. Is it possible to rehabilitate Metternich without some discussion of the theory and practice of legitimacy? And how can we accept Mr. Viereck's portrayal of Metternich as a guide to" The Conservative Way to Freedom" when Mr. Viereck does not even mention this remark:" No Government can pursue a firm and undeviating course when it is daily exposed to the influence of such dissolvent posed to the influence of such dissolvent conditions as the freedom of the Press"? Mr. Viereck tells us that Metternich would have reformed Austria, but history shows that he prevented the but history shows that he prevented the discussion of reforms by other Austrians. Mr. Viereck tells us that Metternich was an admirer of the British Constitution, at least for the British, but history shows that he urged Britain to silence any of its citizens who supported continental liberalism. Now Metternich, whatever else he may have been, was certainly complex. Like so many politicians, he was inordinately concerned about his place in history, and many of the comments that Mr. Viereck has joyously exhumed bear the musty taint of afterthought and apology. Metternich was at home with principles- he could always find a high ground for low actions. What is surprising is that Mr. Viereck should be so easily persuaded by verbal acrobatics. An attractive theoretical conservatism can be constructed from the statements of most reactionaries, including the" stuffy- stodgy" Americans whom Mr. Viereck rightly repudiates. Why then should he accept the statements of Metternich, nearly all of whose actions show him as the last great servant of a worn- out, sterile system of royalist repression and unearned aristocracy? Mr. Viereck's motives are unquestionably of the best. His retreat to Metternich is not merely a puckish hunt for an unpopular position. He seems to have come to the Austrian by way of his notable study of the romantic origins of Nazism( Metapolitics: From the Romantics to Hitler, Knopf, 1941), and some of the best passages in Conservatism Revisited are restatements of passages in his earlier book. We may join him in admiring Metternich's perception of the dangers of romantic nationalism. Equally, we must applaud Mr. Viereck's emphatic denunciation of present- day Bolshevik nationalism, and his plea for common cause among liberals and conservatives against the extremes of right and left. Yet Mr. Viereck's topical illusions, by their very acceptability, seem to me to undermine his thesis about Metternich, for while Metternich was no Fascist, I find it hard to see him as the first anti- Fascist. If he has spiritual descendants, I cannot find them in the men who have fought for freedom, but rather in such gray figures as Pétain. Mr. Viereck is right when he tells us that there is a conservative way to freedom. But surely it must be at all times, and passionately, a way to freedom. It is just at this point that we get little help from Prince Metternich. -MCGEORGE BUNDY The Reporter, October 11, 1949 38 Contributions The Reader Reports The articles appearing on these pages were contributed by readers in response to the theme question: What do you consider the greatest threat to our political freedom today? Holding the Franchise The right to vote is a personal gift to every one of us as we reach the age of twenty- one, and is an exclusive right of franchise that can be exercised only by the holder. The greatest threat to our political freedom today is the fact that the citizen does not look upon this great franchise of his with appreciation and the will of preservation. It is ours by right of birth in the United States, and it is free for our use to better our way of living- yet only one- third of the registered voters of the United States exercise their right to vote. If a bus line with a franchise to operate in your neighborhood refused to run on schedule, and stopped at any corner it saw fit, at any time it saw fit, every individual in the area would be clamoring to have the franchise removed from that particular company. And so it is with our right to vote- if we fail to exercise it, eventually that right might be removed from us by a group or groups interested in their selfaggrandizement. The American people talk very loudly about their rights, but do very little toward maintaining them. MRS. JOHN E. WALTERS Salinas, California The Man Who's Right The greatest threat to our political freedom today, and every day, is the man who, frightened by the responsibilities of liberty, strikes the word from his copy of the dictionary and intends to see to it that all others do the same. He is the man who, inherently fearful of the competition to be met in the free market place of ideas, desires only to eliminate that competition. A louder voice, a bigger chest, a technique of smear or blackmail, coercion, intimidation, misrepresentation, he considers legitimate weapons with which to eliminate all that he considers dangerous to the perpetuation of his own ideas. His name is Bugsy Siegel or Father Coughlin, Stalin or Hitler, Rankin or Dennis; he is a Grand Kleagle or a neighbohood bully, the man at the next desk who knows it all, or a pontificating radio expert. He is, in fine, the man who is right. There is no worse threat to our freedoms today than the man who is right. Democracy is that system of living which allows the greatest elbow room for the greatest number within the framework of a society kept perpetually flexible by the knowledge that it may be wrong. The man who is right and who, being right, logically would eliminate what, in his righteousness, he believes wrong, is the enemy always and everywhere of flexibility, change, compromise. He boxes a little portion of the free ether of idea and calls it the whole world. He is totalitarian in the sense that he calls the part the whole; his totalitarianism consists in mistaking( and defending his mistake to the great cost of others) the fragment for the total fabric. In a most thoughtful and illuminating article in a recent issue of The Reporter, Arthur Schlesinger, Jr. defines the man who is right, the congenital enemy of all synthesis, of free exchange, of compromise. He is a sick man, a man sickened by the pressures of choice, the man who has failed to live up to the moral exigencies of living. The small section of the whole that has offered him the security of dogma, the comfort of numbers, the fortress of infallible and predigested opinion, elicits his most complete loyalty. With other sick men, then, he marches to righteous battle against the well men, who, because they are well, have never found it necessary to be right. Negative Goal ROBERT U. GODSOE New York City The greatest threat to our political freedom today is a morbid fear of Communism that appears to paralyze the democratic spirit. Democracy flourished while its adInstructions to Reader Contributors Theme:" How long do you think it will take Germany to become a useful member of the community of nations?" 1. All contributors should state the question to which the letter is in answer. 2. Letters should not exceed four hundred words. 3. Contributors are asked to print name, address, and occupation. 4. Contributions should be addressed to Reader Contributions, The Reporter, 220 East 42 Street, New York 17, New York. 5. Contributions to be printed will be selected by The Editors. 6. Each contributor whose letter is printed will receive a check for$ 25.00. 7. All contributions, whether printed or not, will become the property of The Reporter. 8. All contributions on this issue's question must be postmarked not later than October 18, 1949. Reader contributors are asked to follow instructions carefully in order to avoid confusion between contributions on the theme- question and regular Letters to the Editor. The Reporter, October 11, 1949 39 herents followed positive objectivesthe winning of political or social rights, or the dynamic quest of new liberty through settling a wilderness. Letters But we cringe from new challenges, and accept the purely negative goal of opposing Communism. Instead of applying democratic solutions to the problems of mankind, we bend all our efforts to preventing the application of Communistic solutions. Even ECA was presented to Congress and the people as a measure to thwart Communism Shifting the Burdens rather than to strengthen and foster democracy. To The Reporter Achievement of democracy will prevent Communism anywhere. But mere prevention of Communism will never achieve democracy. We are violating the first principle of war, the principle of offensive action, and have yielded the initiative to the enemy. Any change, any proposal to ameliorate the obvious social, economic, and political ills besetting most of the world, will not be ours but our opponents'. Fear of Communistic change has engendered fear of any change. And the compulsion to demonstrate errors in Communism has led us to attribute a perfection to our own policies and methods that cannot possibly exist. We mistake democratic forms for democracy itself; postulate that these forms are perfect; and deduce that we have attained a perfect state of democracy. But perfect democracy can never be attained- although it may always be more closely approached. To the Editor: Your recent issues prompt these questions and tentative answers. Does Britain bear enormously too large a share of the western world's security burden? Does Britain police oceans and furnish first and second lines of defense out of all proportion to its reduced resources? The United States, belatedly, relieved Britain of the burden of Greece and of most of the burden of Germany. Was this relief sufficient? Was it only a beginning? The following transfers of wealth, power, prestige and burden are suggested: The Bahamas to cold Canada, which needs a warm resort area, for say one hundred million dollars. To Canada, also, say, one billion dollars' worth of the British Navy. Belize, Falkland Islands, British Guiana, possibly to Guatemala or Honduras, Argentina, Venezuela, or to the United States as trustee. The consideration should be hundreds of millions of dollars.( As is already evident from uranium explorations, British Guiana will be developed with American capital.) Jamaica, Trinidad and other densely populated British possessions in the Caribbean, no monetary consideration. But the United States to share the dead- weight burden of steering these islands toward independence. Gibraltar, Malta, Cyprus, Suez, Aden to the world's first naval power, for enough billions to pay off Britain's debt to America. Some sort of shift of on- the- spot responsibility in Southern Asia. Are these suggestions insane? In a rapidly- changing world, new problems continually arise, involving new conditions and relationships. New solutions must be found. Solutions employed for past problems will be inadequate, however well they served before. If we cease to seek new solutions, fearlessly and aggressively, we shall find ourselves unable to solve new problems by reason. And as Arnold Toynbee has amply demonstrated, a society which no longer meets its problems rationally must turn to force. The results are dictatorship, militarism and Schizojournalism? disintegration. The immediate threat to our freedom is not as yet- that a tyranny shall be imposed upon us. It is rather that we shall halt in our advance toward democracy. But in the end, this will amount to the same thing. M. M. KREEGER New Orleans, Louisiana Or would such transfers, after temporarily lowering British prestige, enormously strengthen Britain? And America? And the western world? JOHN MCCAIN Seattle, Washington To the Editor: I am sometimes troubled by a seeming split in The Reporter's personality. On the one hand the magazine assumes a considerable amount of background information- particularly about the internal political situation in continental Europe. The style of writing contains allusions which must be lost on people who have not attained a certain degree of intellectual poise. On the other hand, an occasional article adopts an extremely simple approach. I am never sure just what you are trying to do or whom you are trying to reach. The fare is a little too thin, perhaps, to excite the scholar and intellectual- yet the magazine seems to be aimed at him in part. I'm afraid it's too demanding, on the other hand, for the" average" reader. It must be aimed primarily at liberal college graduates who are interested in things but only partly informed. If this is so, I should like to suggest something. Forget about trying to woo the scholars directly, since they are an irascible minority at best. Forget about trying to be subtler than the" little magazines" and go after that literate but undernourished group of college graduates and professional people. And forget about throwing a bone to the masses. MARK E. HUTCHINSON, JR. Brooklyn, New York. Dear Reader: In this issue we have only established the main lines of our position on Germany; we have not exhausted the subject. Every" theme" that we have brought to your attention will be developed in future issues. The men who have written for us are experts; several write from recent experience. Among new contributors are John Scott, former chief of Time's Berlin Bureau; Ernest Leiser, bureau chief for a press service in Berlin; and Fred Hechinger, who writes for the Washington Post and the New York Herald Tribune. - -The Editors NOTE: The Reporter likes to give credit where credit is due, even if belatedly. Dr. Harold Taylor, in writing his article," A Vote for Academic Freedom" in the August 30 issue, based it on his speech given previously at the Mademoiselle Sixth Annual College Forum, on" Freedom and Security," in April. The Reporter, October 11, 1949 40 A market stall in Dortmund 出 Th food NEXT ISSUE The Reporter looks at the AMERICAN BUSINESSMAN 1. * 2. x 3. Anschriften der Hinterbliebenen der Blutzeugen des Rettungsversuches von 20.7.44. von Fritz Heine erhalle ( 13b) Allgäu) ( Engerer Kreis). Stand vom 1.12.46) Frau Gertrud Neubauer geb. Beck, Hilstöckl b. Oberstdorf ( Amerikanische Zone)( 1 Kind) Frau Emmi Bonnhöfer geb. Dellbrück,( 3 Kinder)( 24) Haus Gronenberg Bost Pönitz/ Ost- Holstein.( Britische Zone) Clothilde Brückelmeier,( 1 Tochter)( 13a) Schloss Offenstetten bei Abensberg/ Niederbayern.( Amerikanische Zone) 4. Frau Erika Canaris,( 2 erwachsene Töchter) ab 1.4.47 ( 22) Bonn, Beethoven- Platz 6( Französische Zone) 5. Frau Miekmann geb. Merz v. Quirnheim,( 4 Kinder)( 20) BlankenburgHarz, Laisenstrasse 3.( Englische Zone) 6. Gräfin Marie Agnes Dohna geb. von Borcke,( 21) Cappenberg bei Lünen/ Westfalen bei Graf Kanitz.( Englische Zone) * 7. Frau von Doneny geb. Bonhoeffer,( 3 Kinder) Unter Windach Post Landsberg/ Lech, Haus 64( 13b)( Amerikanische Zone) M 8. Frau Fellgiebel,( 21) Hamm/ Westf. Knappenstr. 2( 2 erwachsene Kinder.( Englische Zone) 9. Baronin Mädy v. Freytag- Leringhofen geb.v.Rauch,( 12b) Salzburg/ Aigen Aigenstrasse 85( 4 kleine Kinder). xlo. Frau Goerdeler,( 4 Kinder).Hofgut Katharinenplaisier, Post Kleebronn, Kreis Heilbronn.( Französische Zone) 11. Baronin von Gattenberg geb. Prinzessin Schwarzenberg( 3 Kinder) ( 13a) Salzburg bei Bad Neustadt a.Saale, Mainfranken.( Amerikan. Zone) x 12. Barbara von Haeften, geb, Curtius,( 5 Kinder)( 17a) Weihershof Bodringen Amt. Konstanz.( Amerikanische Zone) x 13. Frau Erika von Hagen geb. v. Berg,( 2 Kinder)( 23) Baren bei Vechta/ Oldenburg, bei Baron Freytag.( Englische Zone) x 14. Frau von Hase geb. v. Funk( 3 Kinder)( 21) Bad Driburg/ Westf., v. Vinkestr.4( Englische Zone) 15. Frau Ilse von Hassel geb.v.Tirpitz,( 13b) Ebenhausen bei München, Villa Tirpitz( 2 Kinder)( Amerikanische Zone) x 16. Frau Hoepner,( 1) Berlin- Mikolasee, Lückhof 14. x 17. Baronin Hofacker,( 5 Kinder)( 13b) Prottenmühl am Chiemsee, Bez. Rosenheim/ Oberb.( Amerikanische Zone). * 18. Franz Käthe Jensen,( 3 Söhne)( 24) Flensburg, Husumerstr. 97. ( Englische Zone) 19. Frau Kießling geb. v. Prinz,( 15) Rudolstadt/ Thür. Agnesstadt 1 ( 5 erwachsene Kinder).( Russische Zone) x x 1 -2x 20. Frau Hanne Kiep geb. Alves,( 2 Töchter),( 13a) Würzburg- Zel lerau, Spessarstrasse 25( Amerikanische Zone) x 21. Frau Jäger,( 1 Sohn)( 14) Stuttgart, Hölderlinplatz 5 Mutter von Oberst Fritz Jäger.) Amerikanische Zone) x 22. Frau Alice Kleist- Schmentzien geb.v. Kuhlwein,( 21) Ahlen/ Westf. Oststrasse 56,( 7 Kinder).( Englische Zone) 23. Fräulein Kläger,( 13b) Landau/ Isar, Krankenhausstrasse 256 bei Hinstorfer,( Braut von Alfred Kranzfelder.) Amerikanische Zone) 24, FrauAnnedore Leber geb. Rosenthal.( 1) Berlin- Zehlendorf, Bekenweg * 25. Gräfin Lehndorf geb. Gräfin Kalnein( 23) Bremen- Schoenebeck, Fichtenhof, Kirchweg 161( 4 Kinder)( Englische Zone) 26. Baronin von Leonred geb. Twickel,( 13b) Schmichen über Nevingen/ Oberbayern.( Amerikanische Zone) x 27. Frau Elisabeth Leuschner geb. Batz,( 16) Ober- Ramstadt/ Hessen, Niederramstädterstra36 Krs. Darmstadt,( 1 Sohn).( Amerikan.Zone) x 28 Frau Lina Lindemann, geb. Friedeburg,( 2 erwachsene Söhne)( 1 Tochter),( 24) Hamburg 39, Marie- Louisestr. 57.( Englische Zone x 29. Frau Ingeborg von Linstow geb. Cornelius( 13b) Hof Reichenberg Kemptenhausen bei Sternberg/ Obb.( Amerikanische Zone) 30. Frau von Lüninek,( 5 erwachsene Kinder)( 21) Ostwig bei Bestwig, Hoch- Sauerland/ Westf.( Englische Zone) x 31. Gräfin Lynar.' Ilse geb. Gräfin Behr,( 2) Seese bei Kalau NLT ( 6 Kinder) Russische Zone). 32. Dita Maas,( unmündigt),( 16) Odenwaldschule, Heppenheim/ Bergstrasse( Amerikanische Zone). 33. Gräfin Matuschka,( 16) Boyseburg über Wichmannhausen Krs. Nachwege( 4 Kinder)( Amerikanische Zone) x 34, Frau Elisabeth Meichsener geb. Wilhelm( 20) Hameln, Hastenbeckerweg 2,( 2 Kinder unmündig).( Englische Zone) x 35. Frau Altvater- Mackensen und Tochter,( 20) Eschede bei Celle Gutshaus.( Oberst Altvater- Mackensen+ 23.3.45 Zuchthaus Celler (( Englische Zone). x 36. Frau Hilde Merz v. Quirnheim,( 3 Kinder)( 17a) Heppenschwand) über Waldhut.( Amerikanische Zone) 37. Frau Ingrid von Oerzen geb.v. Langen- Steinkeller,( 24) Bad Segenberg Holstein, Parkstrasse 19.( Englische Zone) x 38. Frau Gertrud Oster geb. Knoop,( 25) Hamburg 39, Sierichstrasse 5 bei Fricke( 1 Sohn).( Englische Zone). 39. Universitätsprofessor Geheimrat Flank,( 20) Göttingen.( Englische 40. Frau Hannelore Rathgens geb.v. Bramen,( 24) Kampen( Sylt) ( Englische Zone) -3* 41. Brau Renate Send geb. v. Kosnel( 3 Kinder)( 24) limeburg, Bögelstr. 54 ( inglische Zone) z 42. Prau Christine' scholz- Babiach,( 2 Töchter)( 20) Dedenson bei Hannover ( Englische Zone) 43. Gräfin Charlotte Schulenburg geb. Kotelmann,( 6 Kinder)( 20) Bohlen bei Bodenwerder, Kro. Holamindon( Englische Zone) x 44. Frau Jutta aybille Schulse- Mittger,( 2 Kinder)( 20) Hameln, Brichstr. 2 ( Englische Zone) * 45. Frau Sahulze- Buttger,( 20) Hildesheim, Bohnen 8 IV.( tutter)( Englische Zone) 246. Grafin ohwerin geb. Sah,( 3 Kinder)( 24) Lüneburg, Reichenbachstr. 11' ( Englische Zone) 47. Grafin Niha Stauffenberg geb. Gräfin Lerohenfeld( 5 kl. Kinder) Lauthingen bei Balingen, ett.( 14)( Amerikanische Zone) 48. Frau Elisabeth Strinck,( 16) Frankfurt/ Main, Stainlesoster. 19 ( Amerikanische Zone) * 49. Frau Helene von stillpnagel gab. von Bauts( 3 erwachsene Kinder). ( 13b) Berchtesgaden, Königsweg 1.( Amerikanische Zone) 2.50. Fren von Trackon geb. Schiffen( 130) Bendorf bei Königshöfen,( Mainfranken) ( amerikanische Zone) # 51. Fran Erika von Preskow gob. v. Falkenhayn( 4 Kinder)( 23) Thedinghaussch bei Bronen, Bahnhofstr. 294( Englische Zone) = 52. Pra Clarita von Trott a Sola gob. Mofenbacher,( 16) Innenhanson bei Bebra( 2 Kinder)( amerikanische Zone) 53. Grafin Ida Oxküll gob. v. Pfaffenhofer( 14) Lautlingen bei Balingon ( golahat)( Amerikanische Zone) 54. From agnor,( 13b) Tegernsee bei München, Berchfeldstr. 124( Amerikahinohe Zone) 55. Karl- Friedrich Wentzel- Tautschenthal( 20) Braunschweig- dlienarode ( Britische Zone) x 56. Pran neina geb. v. itsleben, Holbum Masch 2 Kre. Verden/ Aller( 25) ( 3 Kinder)( Englische Zone) * 57. Pran Elsa winter,( 20) Celle, sudwall 22,( witwe des Oberstlin.a.D. inter, verstorben nach Gestapohaft, Celle)( malische Zone) * 58. Frou Habermann,( 2) Berlin- Lichterfelde, Berliner Str. 31,( früherer Vorsitzender D... V.+ 30.10. 44)( 2 erwachsene Töchter, 2 söhne 12+14) 59. Dr. med v. Harnack, Wintermoos/ Kr. Schneverdingen( 20) Kinderklinik( sohn) ( Englische Zone) x 60. Friedrich Wilhelm Heinz,( 2) saakro- Pieskow bei Berlin.( Gruppe Oster, Sohn Rüdiger 13 Jahre, von Gestapo ermordet.)( Russische Sono) * 61. Joachim I oepner( 21) Arnsberg i... Auf der Ale 21( Englische Zone) * 62. Frau Cornelia Schrader( 20) Gr. Denkte bei Braunschweig.( Bitwe dee Oberstltn, Werner Schrader)( 2 orw. Kinder)( Englische Zone) * 63. Frau a von Rabonau, Witwe des Generals von Rabenau( 20) Seckendorf bei laan. Tochter Kornetsky( 5 kleine Kinder)( Englische Zone) * 64. Frau Rommel( 2 Kinder)( 14) Harlingen bei Uin( Witwe des von Hitler vergifteten Generalfeldmarschalls Rommel)( Amerikanische Zone) -4 -4x 65. Frau Reichswein.( 1) Berlin- Tannsee, Bergstückenstr. 8( 4 Kinder) 66. Grafin Marie Jock von Warttenburg geb. irtes,( 1) Berlin- Lichterfelde West Hortensienstr. 50 z 67. lisabeth Schwanb,( 16) Undenheim( Rheinhessen) staaterat Schwanbstr. 55 ( Witwe des. Staatsrate Schwanb.)( Amerikanische Zone) * 68. Fran Elisabeth Gross gob.. Koch( 22) Köln, Rheydterstr. 6( 5 erwachsende Kinder, 1 Kleines Kind)( glische Zone) x 69. Fran Grete Lotterhaus geb. Thiel, Kastella/ Guner. Bahnhofstr. 64 a( 22) ( Englische Zone) * 70. Geschwister Nellor( 22) Köln- Lindenthal; Syrhoffstr. 19( Englische Zone) * 71. Frau Gottfr. Kunagon( 22) Duisburg, Seitenstr. 19( Englische Zone) * 72. Frau Hans Adlhoch( 23b) Augsburg, Feutinger str. 11( Amerikanische Zone) 73. Frau Hermine Dernardie geb. Loichtinger, Anschrift nach Österreich über Trl, Brickineyer,( 13b) inchen- Schwabing, Adelheidetr. 20( Amerikanische Zone) * 74. Schwester Aina Grifin Bernstorff( 1) Berlin, Litzowerstr. 20, ElisabethKrankenhaus = 75. Grafin Cornelia Blumenthal cob. v. Solmi taler( 22) Gisborg/ instereifel Ben. Koln( 3 Kinder)( Englische Zone) x 76. Frau Kathe- Luise v. Bochner gob. Terhorst( 22) Wuppertal- Barmen, Paracelsusstr. 82( Englische Zone) 77. Familie v. Boeselager( 3 Kinder)( 22) Heinerahein/ Weiteresist Krs. Bonn ( Eltern des Oberetltn. Georg v. Boeselager 27.8.44).( Französische Zone * 78. Familie Bonhoeffer,( 1.) Berlin- Charlottenburg( Eltern des Bekenntnis-. pfarrers Dietrich Bonhoofer), Marienborger Allee 45. 79. Maria v. Wedemeyer, stuf.( 20) Göttingen, stegenhlenstr. 22( Brant Metrich Bonhoeffers)( Englische Zone). z 80. Frau Maria Bola geb. Hoones( 14) Stuttgart, An Kriegsberg 44 1 Tochter Witwe des Ministers Bigen Bols+ 20.1.45)( Anorikanische Zone) 81. Nora von Eichel,( 22) Burg Schladern/ sieg. Tochter von Oakcar Caminacei+ 9.3.45 Mauthausen). 02. Fran Charlotte Cramer gob. Vebar( 2 verh. Tüchter), two dos Dichters Graner ( 10) Henne bei Naumburg/ Baalo, Haus Wotanasu. * 83. Prau Delp Langner thoin/ Rhein, Römerstr. 98( Mutters Jonui tempater Delp) 84. Familie der Grafen Drechsel,( 15a) Karatein tibor Regenstauf/ Oberpfalz ( Amerikanische Zone) * 85. Prau Elenas( 1) Berlin- Dahlen, Patochkauer Weg 41( 2 Tüchter) * 66. Petor lease( 14) Stuttgart, Troubergstr. 6( Amerikanische Zone) * 87. Vera Engelborn( 17b) Danbach/ Rhön, Wiesenthalerstr. 6( 2 Kinder) ( Anorikanische Zone) * 66. Frau Annemarie Finck gob. v. Wayzauch( 14) Stuttgart- orlock, Reutlingerstr. 31( Amerikanische Zone) = 89. Frau Annemarie Frank geb. Werner( 17a) Karlsruhe, Ludwig Harumetr. 13 ( Amerikanische Zone) -5 -5xxx 90. Hildegard Gahre,( 4 Jahre alt) bei Frau Sthonk geb. Gehre( 24) tyk auf ihr ( Eltern, Ludwig Gohre und Frau erschossen) 91. Fran lianbeth Herpich( 1) Berlin- Dahlan, Fontanentr. 5 = 92. Frau Frieda Jonnevein,( 1) Berlin 1.0. Greifswalderstr. 158 * 93. Prau Ursula Solroeter( 1) Berlin- Charlottenburg 5, Neue Kantstr. 15 ( Schwester von Frau Gloeden, erhängt 30.110.1944) # 94. Frau Sabine Gourdeler ge. Ulrich( 20) Gifhom/ Hannover, Allerstr. 5 ( 3 erwachsene Kinder)( glische Zone) * 95. Pra, Hermeen( 17a) Hermannsberg, Post Pfullendorf/ Baden( 5 Kinder) ( Amerikanische Zone) x 96. Boinhild Grifin Hardenberg( 20) Worten- Hardenberg( Braut von Wormer von Haeften( Bnglische Zone) 97. Frau Melanie Lilly Hahn( 15) Summerda bei furt Kernbiegel Platz 6 ( Russische Zone) à 98. Frau Victoria Marie v. Halan geb. Garbe( 16) Inshausen bei Bebra, Bez. Kassel( bei Fr.v. Trott,( 2 Kinder))( kanische Zone) * 99. Tran Irene Hansen, geb. Stölzel,( 13b) Nicholm, rs. Lichterfels, Oberfranken( Amerikanische Zone) z 100. Anna v. Harnack geb. Wiggert,( 1) Berlin- Zehlendorf, In Pisobtal 6 ( 3 erwachsene Kinder) 101. Prl. Anneliese Schellhase( 24) Hamburg 36, Colonaden 40 bei Alexius ( Braut Beubach, studiert Gesang)( Englische Zone) x 102. Dr. Haushofer,( 13a) Hartochimmel Post Pühl/ Oberbayern( Amerikanische Zone) * 103. Pran Magarethe Hayensen gab. Zurschmann( 16) Mittelhof bei Gensingen, Bez. Kassel( 2 Kinder)( Amerikanische Zone) x 104. Grifin Ingeborg Helldorf geb. Grafin Wedel( 24) Thlerstorf bei Olenburg Holstein,( 3 kleine Kinder)( Englische Zone) 105. Herr Hepp,( 17a) Weingarten/ Württ. Bahnhofstr. 26( Amerikanische Zone) z 106. Pandlio Herfurth( 19) Wernigerode am Harz( Englische Zone) 107. Herbert und Frau Rose v. Wesling( 136) Hemerten über Rain/ Lech ( Amerikanische Zone) z 108. Prau Thekla Hübner,( 24) Hamburg- Lockstedt, Hindenburgstr. 1( 2 erw.Kinder) 109. Familie John( 16) Wiesbaden, Martinstr, 12( Bruder: Dr. Jolm, Green Hill 10, London N.. 3)( Amerikadache Zone) x 110. Rog.Rat Ludwig Kaiser,( 16) Kassel, Kurhausstr. 50( Amerikanische Zone) x 111. Frau Alma Zilcken,( 16) Wiesbaden, Schöne Aussicht 9( amerikanische Zone) * 112. Fran Ursula Klamroth geb. Klamroth( 24) Hamburg- Blankenese, witt.Park 24 ( 1 Kind)( Englische Zone) * 113. Prau Else Klamroth, geb. Podeus( 19) Halberstadt, Bismarckstr. 26 ( Englische Zone) * 114. Mario- Sybille Klansing,( 16) Wallau/ Lehn, Adelsbachstr. 14,( ifann und Sohn+) ( Amerikanische Zone) * 115. Frau Annemarie Koch.( 1) Borlin- likolassee, Burggundenstr. 2a( 4 Kinder) -6 6. x 116. Frau Therese Körner,( 22) Bonn, Reuterstr. 153( 3 qöchter) ( Französische Zone) = 117. Frau Elfriede ladrouinaki gob Hempel( 16) Kassel( 4 Kinder) ( Amerikanische Zona) x 118. Fram Imgard Langbahn geb Nadelhola( 13b) Wahhonsse/ obb. Haus 765 ( Amerikanische Zone) * 119. Frau Marie'v.d. Laucken geb. Heorhoops( 2) Potadan, Marlenet. 26 ( Russische Zone) * 120. Frau ledaig Lejeune- Jung, geb. Flottmann( 1) Berlin- Charlottenburg, Liezensee üfer 71( 6 orwachsene Kinder) x 121. Freifrau Monika von Iconrod gab. v. Swickel( 13b)' Schnlechen über Mering/ Oberbayern)( Amorilnische Zone) x 122. Paula Leuninger, Hangerskirchen Era. Walburg/ Lahn( 16) ( Amerikanische Sone) XX × x X X X x X x % 123. Uta Mase,( 16) Bad Soden/ Allendorf, Werra, Heintor 11 b ( 19 Jahre, Vollwaise).( merikanische z.) 124. Michael Maas,( 24) Hamburg, Obe hoop 5 bei schiff( 20Jahre) Vollweise( Englische z.( 1 125. 4 Kinder Maas( 16, 7, 5, 2 Jahre) Vollwaise,( 20) Bad Lauterberg 1.H. Bergstr.14b( Dr.Pienning) Vormund, Prl.Dr.Korte Berlin# 30, Barbarossastr.64)( Englische z.) 126. Gräfin Anna Marogne- Redwitz geb. Gräfin Arco,( 13a) Hiddenkirchen bei Prien an Chiemsee/ Obb.( amerikanische z.) 127. Frak Marks,( 10) Dresden A 28, Freiberger str.114. ( Russische zone.) 128. Gräfin Frdea Holtke geb: Deichmann,( 1) Berlin- Lichterfelde, Hortensienstr.51( 3 Kinder) 129. Prau Senta Munzinger,( 13b) Brannenburg/ Inn Oberbayern, Haus Peter List Nr.29( Amerikanische z.) 130. Dr. Bernd v.umm( 136) Schretzheim bei Dillingen/ Oberbayern, Firma Felten u. Guilleaume).( Amerikanische Z.) 131. Frau Eve Olbricht,( 1) Berlin- Dahlem, Peter, Tennéstr.38 ( 1 verh.Tochter.) 132. Frau Ferds( 1) Berlin- Zelandorf test, Goethestr.22( 1 Kind) 133. Frau Dr.med. Nelly, Planch, geb. Schoeller,( 1) Berlin- Grunewald, Bettinastr. 2( charite) 134. Freifrau Ariane von Plettenberg geb.Freiin von Maltzahn, ( 21) lekeburg, Hofkammer.( 3 Kinder). Englische z.) 135. Horr Popitz( 20) Göttingen, schildweg 17( Englische z.) X 136. Cornelia Popita( 1) Berlin- Lichterfelde. Weddingerweg 75 137. Frau Lorey( 20) Celle, Hannover Trift 33( Englische z.) 138. Frau Ursula v.Seenne geb. v.Bulow( 24) Butenstein bei Freiburg a.d.Elbe über Stade.( 2 kleine Kinder) Engliscife M x x x X Zone. 139. Prau Helen sack) 16) schlitz/ Oberhessen, Hindenburgstr.16 ( 2 Kinder)( Amerikanische Zone). 140. Frau v. salviati( 24) Grons Weeden, Post Siraroda Bez. Hamburg,( Master) Englische Z. 141. Freiin v. Werthern( 2) Potsdam, Hang Sachs Str.34( 4 Kinder) ( Russische Z.) 142. Frau Ursula schleicher geb. Bonhoeffer( 1) Berlin- Charlottenburg, Marienburg Allee 45. 143. Frau schöne geb.Guben,( 2) Kirchhain N.L.Bismarckstr.13 ( 2 erwachsene Kinder).( Russische Z.) 144. Prau Luise Schneppenhorst,( 138) Nürnberg, Hauerngasse 6 ( Amerikanische Z.) M x x X X I 145. Frau Gertrud Sperr geb. Schmitt( 13b) München, Donaustr.30. ( 1 Sohn(( Amerikanische Z.) 14.6 Grafin Marie Stauffenberg geb.Claassen,( 14) Lautlingen bei Balingen/ Wagtt.( 2 Kinder)( Aerikanische z.) 147. Frau Cecilie stieff geb.Gaertner, fhalgan/ salzburg Österreich. 148. Graf Alexander v.tauffenberg( 13b) München, Balanstr.10. ( merikanische 2.) 149. Joachim v.stulpnagel, sad.ing.( 20) Hannover- alchausen, Bregenser str.6( Englische 2.) 150. Walter von stulpnagel, atud.ing.,( 20) Hannover- Waldhausen Bregenzerstr. 6( Englische z.) 151. Frau Lieselotte Thiele geb.undt( 1) Berlin- Steglitz, Wulfstr.7 152. Frau von Thiingen,( 13b) Bamberg, Misgrube 20a ( Amerikanische 2.) 153. Gräfin Eva Treskow geb.Gräfin Schlieffen, stud.med. ( 13a). Erlangen- Loeweniechstr.33( 5 Kinder) Amerikanische Z. 154. Frau Magda Voigt( 24) Kiel, Sofienblatt 69( 5 Kinder) ( En lische Z.) 155. Pray Gisela von Voas geb. v.Stülpnagel( 1) K1.Machnow Post Berlin- Zehlendorf Jägernstieg 24( Russische%.) 156. Trudel Benzig( 22) Girsberg bei Münstereifel Bez.Köln, ( Schwester Kaplan Wehrle+14.9.44)( Englische 2.. 157. Prau Hedwig Wirmer geb. Freckel( 23) Vechta/ Oldenburg, Grosse Strasse 30,( 3 Kinder).( Englische z.) 158. Jobst wilhelm v.Ni taleben( 178) Heidelberg, Bieblingen, Ravehaus, Klosterstr.6( Amerikanische z.) 2) Kreuz vor Nummer bedeutet besondere hilfsbedürftig! stiche no chi angesti nicht geanne!