Nr. 165. at walang Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis pränumerando: Bierteljährl 3,30 m, monatl. 1,10 ML, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost- Zeitungs. Breisliste. Unter Areuzband Tür Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz alle Ericheint täglich. NOS Vorwärts Berliner Volksblaff. 12 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Big. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 1983. Die Mißhandlungen im Heere. Von Richard Gädke. Sonnabend, den 20. Juni 1914. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritplat, Nr. 1984. kultivierten Ländern des Westens und des germanischen die Strafwürdigkeit der Handlungen des einen wie des anderen. Nordens schon längst getan hat. Der Vorgesetzte findet immer milde und verstehende Richter, Nun weist man vom Ministertische aus gerne auf die dem Untergebenen wird das erzene Bild der unverlegbaren Geringfügigkeit der Zahlen hin, mit denen die rohe Behand- und rächenden Manneszucht entgegengehalten. So kommen lung Untergebener in der Statistik auftritt. Die gerichtlichen Verurteilungen stellen sich nämlich auf folgende Ziffern: 1908 1909 1910 1911 1912 161 167 184 393 368 363 359 306 583 556 524 526 490 wegen Beleidigung und vorschriftswidriger Behandlung 190 188 wegen Mißhandlung da • burch Difiziere beaulichtigten Stellung, aber eine Zahl wir zum Begriffe des rein passiven, rein leidenden Gehorsams, und die Auffassung Friedrichs des Großen, daß der Mann seinen Offizier mehr fürchten müsse als den Feind, ist aus dem Unterbewußtsein vieler Vorgesetzter immer noch nicht Wer heute Mißhandlungen, Beschimpfungen, Ehrverganz geschwunden. Auch wenn sie sicherlich offen nicht mehr legungen, Beleidigungen gegen Soldaten, wer gar den Mißeingestanden wird, wirkt sie instinktiv auf das Verhältnis des brauch der Dienstgewalt gewohnheitsmäßig nennt, Offiziers zum Untergebenen ein. So tommt man zu dem läuft Gefahr, wegen Beleidigung der deutschen Offiziere und Urteil, daß auch einem Befehl, der mit dem Dienste" Unteroffiziere angeklagt und von unseren Gerichten mit harter Eine leichte Verringerung macht sich fühlbar; immerhin schlechterdings nichts mehr zu tun hat, dennoch gehorcht Bön, meist mit einer erheblichen Freiheitsstrafe belegt zu ist man auf Grund dieser Zahlen zurzeit noch berechtigt, von werden müsse, so zu der milden, gelegentlich unverständig werden. Wir kennen die Auffassungen und gelegentlich die alltäglichen Vergehen gegen das berechtigte Selbstgefühl milden Bestrafung von Mißhandlungen, so zu der EinBefangenheit unserer Richter in diesen Dingen. Um die der Untergebenen, von zahlreichen und zum Teil systematischen dämmung des Beschwerderechtes. Nur der Starke im Heere Autorität der Staatsgewalt zu schüßen, vergessen Duälereien zu sprechen. Denn jene Zahlen stellen nur die hat das uneingeschränkte Recht der Beschwerde, für den sie oft genug, daß ihre erste und vornehmste Aufgabe ist, Zahl der Verurteilungen dar, aber keineswegs die Schwachen, den Aengstlichen, den Ungewandten bietet es seinem das Recht zu schüßen, besonders auch das Recht des Bahl der einzelnen Mißhandlungen. Wir wissen ja, daß oft Wortlaute wie feinem Geifte nach die ärgsten Fußangeln, in Schwachen, und sie bestrafen die gleiche Handlung einmal sehr genug zahlreiche, in manchen abschreckenden Fällen Hunderte seinen Folgen ernstliche Gefahren. Wenn auch die berechtigte milde und ein andermal vielleicht mit einer Härte, die an von Mißhandlungen durch ein einziges, zusammenfassendes Beschwerde wegen formaler Mängel zur Bestrafung führen Grausamkeit und gelegentlich an Rache und erbitterte politische Urteil getroffen werden mußten. Außerdem aber ergreift fann, so wird die Mehrzahl unserer Leute eine beabsichtigte Feindschaft erinnert, nur weil sie in diesem Falle an bewußte die obige Zusammenstellung doch nur die Zahl der Abschreckung darin erblicken. Opposition gegen die Regierung oder gegen die Gesellschafts- gerichtlichen Verurteilungen, aber nicht die der Dazu tommt nun, daß unsere jungen Unteroffiziere zu ordnung glauben. So kann es kommen, daß das gleiche disziplinarisch erledigten Fälle. Aus meiner Kenntnis der ihrem Berufe überhaupt nicht vorgebildet find; aus einem fast Vergehen je nachdem als Streich übermütiger Laune oder Verhältnisse heraus schäße ich letztere auf leichtlich das ganz rechtlosen, auf den passiven Gehorsam eingeschworenen der Trunkenheit von der bereits arg berüchtigten Putativ- dreifache der ersteren. Ein strifter Beweis läßt sich natürlich Verhältnis gelangen sie ohne jede Vorbereitung zu einer verrotwehr ganz zu schweigen mit einem gelinden Denkzettel nur bringen, wenn das Kriegsministerium einmal eine Statistit hältnismäßig angesehenen und im inneren Dienst nur wenig geahndet wird oder gar in alles verstehender und alles ver- aus den Strafheften anordnet und veröffentlicht. zeihender Milde zum Freispruch führt, während es ein ander- Und selbst diese würde die wirkliche Zahl der Mißhand- von Leuten ihrer Willkür anheimgegeben und ihnen gegenüber mal wie ein schweres aus Brutalität und Verkommenheit ge- lungen, oder sagen wir der Püffe, Knüffe und Schmeicheleien ebenso rechtlos find, wie sie es noch eben erst waren. Und es borenes Verbrechen betrachtet wird. d noch nicht annähernd genau wiedergeben. Wir alle wissen, ist sehr bedauerlich, daß die älteren Unteroffiziere- die ihr Darum auch wird jede Kritik der öffentlichen Gewalten wie ungeheuer vorsichtig unser Volk im allgemeinen, und nun Treiben besser sehen als die Offiziere zu ihnen nicht in schon an sich mit Mißtrauen und feindseligen Augen an- gar erst unsere jungen Rekruten, dem Mächtigen gegenüber einem ausgesprochenen Vorgeseztenverhältnis stehen, wie zum gesehen. Wenn unsere Regierenden sich noch so oft als mo- find, jedem gegenüber, von dem man Nachteile und empfind- Beispiel in Frankreich. Hier liegt ein Krebsschaden unserer derne Menschen gerieren, sich noch so oft für die Freiheit der Kritik liche Nache zu befürchten hat! Vielleicht nur der zehnte Teil Organisation und eine der großen Ursachen, aus denen die und für ihre Nüglichkeit aussprechen, wenn sie mit noch so aller Straftaten gelangt zur Kenntnis der Vorgefegten. Und Mißhandlungen noch immer nicht aus den Gewohnheiten und treuherzigem Tone versichern, nur ihre Ausschreitungen und erst bei ihrer öffentlichen Verhandlung fieht man, wie durch dem täglichen Leben unseres Heeres verschwinden wollen. ihren Mißbrauch treffen zu wollen, so ist das im besten Falle einen Blisstrahl erleuchtet, was wirklich vorkommt. Man hat wie zum Beispiel in Frankreich wo fic undenkbar geSelbsttäuschung, oft genug aber Betrug und Heuchelei. Zahl nicht nötig, an schuldhafte Einwirkung der Vorgesetzten zur worden find. lose Opfer, die Mißstände unserer öffentlichen Einrichtungen Unterdrückung der Beschwerden zu denken, obwohl auch fie überhaupt bloßlegt, durch das das Blut vergiftet wird, haben bald genug in den meisten Fällen für übertrieben halten; daß sie aber in erkennen müssen, daß fie Narren waren, solchen Versicherungen weitestem limfange besteht, kann niemand leugnen, der die zu trauen. Die geringste rednerische Entgleisung, ein in der Verhältnisse fennt. Wie wäre es sonst möglich, daß ein armer Erregung, in der Kampfesstimmung des Augenblicks zu weit Rekrut sogar dem ekelhaften, wahnsinnigstem Sadismus ent- Die anhaltische Regierung hat am Donnerstag den Landgreifendes Urteil, ein einziges unbedachtes Wort genügen, sprungenem Befehle gehorcht hat, aus dem Spudnapf zu tagsabgeordneten einen Gesetzentwurf über die Aende. um dem Verbrecher" die schwärzesten Absichten und die faufen". Er hätte es selbst unter dem strengen Militärgesetz rung der anhaltischen Gemeindeordnung zuniedersten Beweggründe unterzuschieben. Die Absicht" der zweifellos nicht nötig gehabt, einen solchen Befehl auszuführen. gehen lassen. Wird dieser Entwurf von dem Landtag, der Beschimpfung, der Dolus" wird dann als bewiesene Tatsache Jch will ganz davon absehen, daß jener Unteroffizier gar nicht am 23. Juni zusammentritt, ohne wesentliche Aenderungen unterstellt und damit dem Griffe der Revision entzogen, gewagt hätte, ihn wegen solchen Ungehorsams zur Anzeige angenommen, dann haben die anhaltischen Arbeiter nicht mehr während diese tatsächliche Feststellung" manchmal nichts zu bringen. Auch wenn das Unglaubliche geschah, brauchte die Möglichkeit, die Verhandlungen in den anhaltischen Geweiter ist als eine leere Verdächtigung und dann viel frivoler er vor Gericht nur zu erklären, daß er den Vorgesetzten meindeparlamenten wirksam zu beeinflussen. Auf Grund des erscheint als die Beleidigung selbst, die so stigmatisiert werden für wahnsinnig gehalten habe, und daß überhaupt kein jetzt bestehenden Gemeindewahlrechts, das in den Städten foll. Wer heutzutage Mißstände bei den Regierenden und bei Gesetz der Welt einen verpflichte, cinen völlig sinnlosen gleich und geheim und nur an einen 3 en sus von den Mächtigen aufbedt, muß immer auf eine Gefängnisstrafe nur auf Beschimpfung abzielenden Befehl auszuführen. 1050 M. gebunden ist, war es der Sozialdemokratie möglich gefaßt sein. Es ist so weit gekommen, daß viele eine im Gerade, wie er den Befehl, irgendeinen beliebigen Hund zu geworden, in mehreren Orten des Herzogtums die Mehrpolitischen Kampfe davongetragene Freiheitsstrafe für eine töten oder einer Fledernaus die Flügel auszureißen, nicht beit im Gemeinderat zu erobern. Das ist nach dem neuen ehrenvollere Auszeichnung betrachten dürfen, als ein auszuführen hat. Aber was nüßen diese Erwägungen dem, Gefeßentwurf vollständig ausgeschlossen. Rominerzienrat seinen Titel oder ein freisinniger Abgeordneter der nicht wagt, sie anzustellen? Die große Mehrzahl gerechtden roten Adlerorden vierter Klasse. Und wenn ich sage, daß fertigter Beschwerden kommt aus Angst, manchmal auch aus in weiten Streisen unseres Volfes das Vertrauen in unsere Gutmütigkeit, überhaupt nicht zur Kenntnis der Vorgesezten Rechtspflege in politischen Dingen erschüttert ist, so stelle ich damit eine Tatsache fest, die mir in zahllosen Unterhaltungen entgegengetreten ist. glaubten aufbecken zu müffen, wie der Arzt das Geschwür gelegentlich vorkommten mag; man mag die further und immer wieder Entrechtung! " " Gemeindewahlrechtsraub in Anhalt. Der Regierungsentwurf bestimmt, daß an den Gemeindewahlen alle Gemeindeberechtigte" teilnehmen.„ Gemeindeberech tigt" find alle männlichen Gemeindeangehörige, die 1. die deutsche und der Gerichte. Man darf darum allerdings behaupten, Reichsangehörigkeit befizen, 2. das 25. Lebensjahr zurückgelegt und daß Ausschreitungen gegen Untergebene zurzeit noch nicht aus 3. mindestens 1 Jahr ihren Wohnsiz in der Gemeinde haben. Die den Gewohnheiten unseres Heeres ausgerottet sind und daß 3ahl der Stadtverordneten für die Städte beträgt bis zu 2000 EinBir dürfen uns also nicht wundern, wenn auch die Be- Schifanierungen schwerfälliger, ängstlicher, ungeschickter Unter- wohnern 12, bis zu 5000: 15, bis zu 10 000: 18, bis zu 25 000: 24, hauptung, in unserem Heere werde gewohnheitsmäßig gemiß- gebener leider noch zu den alltäglichen Erscheinungen gehören. bis zu 50 000: 30 und darüber 36. Aus Abteilungswahlen handelt und Safernentragödien fänden alltäglich statt, zur Während umgekehrt die rabiaten, dickfälligen, geistig regsamen gehen Stadtverordnete hervor in Städten bis zu 2000 Einwohnern Anklage und wohl fast stets zur Verurteilung führt. Die die gefährlichen! Elemente von ihnen fast ganz ver- 8, bis zu 5000: 10, bis zu 10 000: 12, bis zu 25 000: 16, bis zu Borte einer Sprache sind ja immer vieldeutig und werden schont bleiben. Ja, das Verhältnis gestaltet sich ihnen gegen- 50 000: 20, bei mehr als 50 000 24; also zwei Drittel der Gesamtvon den Herrschenden anders gebraucht als von der großen über in gewissen Fällen manchmal fast umgekehrt. Man zahl der Stadtverordneten. Das lekte Drittel geht aus Masse der Leidenden da unten. Gruppenwahlen hervor. fürchtet sie. man Innerhalb der Bürgerschaft werden zwei Abteilungen gegründet, deren jede die Hälfte der aus Abteilungswahlen hervorgehenden Stadtverordneten zu wählen hat. In der ersten Abteilung sind alle Bürger, welche die allgemeinen WahleigenIn der preußischen Armee ist geprügelt und geschimpft Das gerade macht die Mißhandlungen und Beschimpfungen worden, solange sie besteht, das heißt, seit nunmehr bald noch unsympathischer; ich glaube sagen zu dürfen, daß aus 275 Jahren; alle Versuche, das lebel auszurotten, sind bis gesprochene, ruhige und geriffene Sozialdemokraten fast aus her vergeblich gewesen, gerade wie die Bemühungen, die un- nahmslos gut behandelt werden. bernünftige Roheit des Duells zu beseitigen, an dem Heißt die Feststellung solcher Tatsachen nun eine Be- schaften befizen, stimmberechtigt. In der zweiten Abteilung qnarchistischen Hochmut des Junkertums gescheitert sind. Der leidigung der Offiziere und Unteroffiziere des deutschen sind diejenigen Bürger stimmberechtigt, die mit mindestens 3600 Staatsanwalt pflegt die Fälle von Mißhandlungen, Beleidi- Heeres? Gott bewahre; niemand wird bestreiten, daß sie wart zur Gemeindeeinfommensteuer veranlagt gungen, Beschimpfungen, die wir auch jetzt noch zu beklagen in ihrer großen Mehrheit ehrenhaft gesonnene Männer sind, sind oder die zu dem höchstveranlagten Neuntel der gemeindeeinhaben, für eine unvermeidliche Folge menschlicher Unvoll- ja daß sie grobe Ausschreitungen, so weit sie nicht persönlich kommenpflichtigen Bürger gehören oder die im Stadtbezirke kommenheit anzusehen, die man beileibe nicht verallgemeinern durch Leidenschaft hingerissen werden, ernstlich verdammen. Grund stüd besißen, die mit mindestens 1,25 M. zur Einheit der Das System dürfe. Einige räudige Schafe gäbe es aber immer. System ist es, das bitter und Grundsteuern veranlagt sind oder die im Stadtbezirk Gebäude Gewiß ist früher weit mehr als gegenwärtig geschimpft empört angreifen muß, nicht die die Männer in ihrer befißen, die mit mindestens 80 Pf. zur Einheit der Häufersteuern Das System, und gehauen worden; die unaufhörliche Kritik in Parlament Gesamtheit. zunächst einer alten, veranlagt sind. und Presse hat eine wesentliche Verminderung der Aus- üblen, eingerotteten Gewohnheit, veralteten, der Zeit Bei den Gruppenwahlen wählen in Städten bis zu schreitungen zur Folge gehabt, die sich Vorgesetzte unter dem der Söldnerheere entstammenden Anschauungen und Vor- 2000 Einwohnern die Grundbesiker 3, die selbständigen Schuße ihrer gesicherten Stellung gegen wehrlose Untergebene urteilen entspringt. Unser ganzes Wehrsystem entspricht seinem Gewerbetreibenden 1 Stadtverordneten; bis zu 5000 Einund damit zugleich gegen die Mannszucht erlauben. Anderer- inneren Wesen nach noch immer der Zusammensetzung einer wohnern die Grundbesitzer 3, die selbständigen Gewerbetreibenden seits sind wir mehr und mehr empfindlich gegen jeden Miß- Landsknechtstruppe, die sich aus den rohesten Elementen des 2 Stadtverordnete; bis zu 10.000 Einwohnern die Grundbesißer 3, brauch des Vorgesetztenverhältnisses geworden. Man sollte Volfes ergänzt, nicht aber dem Charakter eines wahren Volks- die Kaufleute 1, die Handwerker 2 Stadtverordnete; bis zu 25.000 sich darüber freuen, denn es bedeutet, daß die große Menge heeres, das die Blüte unserer jungen Mannschaft in sich auf Einwohnern die Grundbefizer 3, die gewerbesteuerpflichtigen Kaufunseres Volkes in Ehrensachen feinfühliger denkt, daß auch der nimmt zu keinem anderen Zwecke, als um sie auszubilden leute und die übrigen Kaufleute je 1, die Sandwerker 2 und die einfache Mann ein höheres Gefühl seiner persönlichen Würde im Gebrauch der Waffen und sie geschickt zu machen zur Ver- Angestellten 1 Stadtverordneten; bis zu 50 000 Einwohnern die erhalten hat; es bedeutet, daß die Gefittung. bei uns steigt, teidigung des Vaterlandes. Der Abstand zwischen dem Grundbesitzer 3, die gewerbesteuerpflichtigen Kaufleute 1, die und daß wir die Formen gegenseitigen Verkehrs dieser höheren geborenen Offizier und dem geborenen Gemeinen" ist darum übrigen Kaufleute 2, die Handwerker 3 und die angestellten Gefittung anzupassen wünschen, wie man das in den länger noch immer ein unüberbrückbarer. Danach beurteilt man auch 1 Stadtverordneten; in Städten über 50 000 Einwohnern die Grundbesizer 3, die gewerbesteuerpflichtigen Staufleute und die| Landwirte und Büchter sei das Pferdegeschäft ein sehr ernstes p übrigen Kaufleute je 2, die Handwerker 2 und die Angestellten Geschäft, bei dem sie nicht zu lachen hätten. Ganz anders der 2 Stadtverordnete. Pferdekauf für die reiche Händlerfirma: Gar luftig ist der Pferdekauf allhier in Preußenland." Wählbar als Stadtverordneter ist, wer drei Jahre seinen Wohnsiz in der Stadtgemeinde hat und in der Abteilung oder Gruppe, von der die Wahl erfolgt, stimmberechtigt ist. In den Städten findet die Wahl durch Stimmzettel in amtlich abgestempelten Auwerts statt. " „ Das Stammergericht hat am 18. Mai 1914 eine Polizei verordnung des Oberpräsidenten für Westfalen für ungültig er flärt, wonach gewissen Weisungen von polizeilichen Aufsichts, beamten bei Strafe Folge zu leisten sei. Von Streifterrorismus und Schutz der Arbeitswilligen ist in dem Urteile mit feinem Worte die Rede." Wie uns von den in Betracht kommenden Verwaltungsbehörden mitgeteilt wird, find angesichts dieser veränderten Sachlage noch keine neuen Bestimmungen getroffen. Recht bunte, aber nichts weniger als anmutende Bilder wurden aus dem Leben und Treiben der Firma Sandelowski u. Rachmann in ihrem Verhältnis zur Remoniekommission gestern enthüllt. Der Zeuge Voß, der 5½ Jahre Stallmeister bei der Wir möchten jedenfalls nicht verfehlen, Ihnen im Anschluß an Der Entwurf will alle sechs Jahre allgemeine Neuwahlen Firma war und eine offenbare Hochachtung für den Major v. Rundvornehmen lassen. In den größeren Städten kann die Bestedt an den Tag legte, mußte auf Befragen allerlei Praftifen und unser Rundschreiben vom 16. Mai diese weitere Mitteilung zukommen air! swahl eingeführt werden. Diese wird natürlich nur dort Kniffe der Händlerfirma enthüllen. So werden der Firma eine zu lassen, zumal die veränderte Rechtslage auch den Bund der Industriellen zu einer erneuten Stellungnahme hin eingeführt, wo die Gefahr besteht, daß bei der allgemeinen Wahl Anzahl Kehlkopfpfeifer von der Militärbehörde zurückgeschickt, sie sichtlich des Schuges der Arbeitswilligen nötigen wird. Der Bund in der 1. Abteilung die Sozialdemokratie sämtliche Mandate er schiebt sie in andere Lieferungen und wird sie fürs Militär zumeist der Industriellen war bei seinen Entschließungen über die Frage obern kann. In den Orten, wo die organisierte Arbeiterschaft wieder los. Als der Unwillen über die wirkliche oder vermeintliche eines vermehrten gesetzlichen Schutzes der Arbeitswilligen bisher noch schwach ist und sie infolge der Bezirkswahl eventuell einige Bevorzugung der genannten Firma so kraß wurde, daß die echt patrio- davon ausgegangen, daß die geltenden Gesezesbestimmungen und Mandate erhalten könnte, wird dagegen die Bezirkswahl nicht ein- tischen Befizer doch zu einer Denunziation" gegriffen hatte, erklärte ihre gefeßliche Handhabung durch die Verwaltungs- und Polizeigeführt. der Vorgänger des Major v. Rundstedt, ein Oberstleutnant Haad, er behörden genügen würden, um die nicht nur im Interesse der Für die Landgemeinden ist das bestehende reisfönne borläufig" von der Firma teine Pferde kaufen. Ferner Industrie, sondern im gesamten öffentlichen Interesse erforderliche Flassenwahlrecht und die öffentliche Abstimmung wurden prächtige Schiebungen bei der Firma enthüllt, die offen- Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung auch gegen beibehalten worden. Die öffentliche Abstimmung fann allerdings bar darauf berechnet waren, dem Publikum Sand in die Augen zu über dem Terrorismus bei Streits zu gewährleiſten. Die in unserem legten Rundschreiben angeführten und damals durch Gemeinderatsbeschlüsse in eine nichtöffentliche umgetreuen. So wurden zum Beispiel erst auf der Befizung der Firma noch durch die Gerichte anerkannten Polizeiverordnungen schienen wandelt werden. Das wird aber nur geschehen in den Land- 25 Pferde für den Staat angetauft. Aber wohl damit dies auch zu bestätigen. Durch die neuere Entscheidung des Kammer gemeinden, wo in der zweiten und dritten Klasse die industrielle nicht gesagt werde, man könne mit Recht singen:„ Ach, Bauer, Du gerichts ist die Sachlage allerdings entgegen unseren früheren AnArbeiterschaft bisher die Mehrheit hatte. Dagegen wird in den bist nicht gescheit, was bringſt Du für ein Biest, ich kauf die Mähre nahmen verändert. werden die 25 bereits für das Militär angeworbenen In diesem Zusammenhange berichten wir Ihnen ferner, daß die Gemeinden, wo die Agrarier herrschen, die öffentliche nicht?" Wahl beibehalten werden, damit ja tein Landsklave auf den ver- Pferde noch auf den Markt gebracht, aber nicht von der Firma, sächsische Regierung zur Vermehrung des Schuzes gegen Streitmegenen Gedanken kommt, einen Sozialdemokraten zu wählen. sondern von kleinen Besizern vorgeführt, die hoffentlich für terrorismus eine Verordnung entworfen hat, welche gegenwärtig den Die anhaltischen Granden sollen nach wie vor die Möglichkeit diese Statistenrolle, die die Firma aufführte, wenigstens ein Trinf- sächsischen Gemeindeverwaltungen usw. zur Begutachtung unterhaben, den schamlosesten Terrorismus bei den Gemeinde- geld bekommen haben. Eine eigentümliche Geldsendung an die breitet worden ist.( Folgt der Wortlaut der sächsischen Streikpostenordnung.) ratswahlen ausüben zu fönnen. Firma wurde von einem Zeugen befundet. Der Sohn des früheren Es wird notwendig sein, die Frage eines vermehrten Schutzes Die anhaltische organisierte Arbeiterschaft wird in den Vorsißenden der Remontefommission habe ein Pferd von der Firma der Arbeitswilligen erneut im Großen Ausschuß des Bundes der nächsten Tagen in einer großen Anzahl von Protestbergetauft, der Buchhalter habe den Preis eintragen wollen, aber die Industriellen und gegebenenfalls auf unserer im Herbst bevorstehen fammlungen gegen den reaktionären Gefeßentwurf Firmeninhaber hätten ihm den Preis nicht angegeben. Der Buch- den Generalversammlung zu beraten. Stellung nehmen. halter flagte darüber. Das Kaufgeld wurde dann plötzlich gezahlt just nach dem Erscheinen unserer Artikel und just zu der Zeit, wo der Mitinhaber der Firma Rachmann sich in Berlin aufhielt., Der Buchhalter der Firma wollte allerdings von den Dingen nichts wissen. Da jei ja ein Konto Haad" eingerichtet und da stehe alles, Kaufpreis usw. genau drin. * * Wahlrechtsraub in Reuß. Der albanische Aufstand. Die Mitglieder des Bundes der Industriellen werden gebeten, Mitteilungen, Anregungen und Wünsche hierzu an die Geschäftsstelle des Bundes( Berlin W. 9, Königin Augusta Straße 15) gelangen zu lassen. Mit ausgezeichneter Hochachtung Bund der Industriellen. Das Präsidium: gez. H. Friedrichs, Kommerzienrat. Die Geschäftsführung: gez. Dr. H. Schneider, Syndikus." Der Kampf verschärft sich und die Arbeiter werden um ausgesezt auf dem Posten sein müssen, um den Vorstoß gegen eines ihrer Grundrechte abzuschlagen. Der Landtag von Reuß j. L. nahm am Freitag das Gesek über die Einführung des Mehrstimmenrechts in den Gemeinden in namentlicher Abstimmung mit 16 gegen Als dann die Inhaber der durch den Pferdeankauf bei Züchtern Für die Stadt Gera und die und Verkauf an das Militär millionenreich gewordenen Firma 3 Stimmen endgültig an. Drte von mehr als 3000 Einwohnern ist das Verhältniswahl- Sandelowski u. Rachmann über dies Konto Saat und was dazu Die in diesem Rundschreiben erwähnte Kammergerichts. system vorgesehen. Den Gemeinden mit Stadtrechten und den gehört, vernommen wurden, kam es zu dramatischen Auftritten, wie entscheidung ist unsern Lesern ebenso wie der sächsische Ver Beide ändern die bestehende Orten mit unter 3000 Einwohnern ist es überlassen, Klassen- sie selten in einem Gerichtssaal stattfinden. Mit einmal hieß es ordnungsentwurf bekannt. oder Ständewahlen einzuführen. Diese verschiedenen Systeme nämlich von deren Seite, ein Konto Saad führten sie Rechtslage nach feiner Richtung: die Kammergerichtsentschei hat man lediglich ausgeflügelt, um die Wahl sozial- überhaupt nicht. Die Geschäftsbücher seien vernichtet, sie dung bestätigt die Zulässigkeit des Angriffs gegen das bemokratische Vertreter in vielen Gemeinden, be- wußten nicht, wo sie sich befänden, sie hätten überhaupt keine Ge- Recht auf Streitposten durch allgemeine Straßenpolizeisonders in kleinen Städten, unmöglich zu machen. Um schäftsbücher usw. Vom Vorsitzenden, Staatsanwalt und von der verordnungen, und der sächsische Verordnungsembryo verlegt zu verhindern, daß die Wähler durch einen solchen Wechselbalg Verteidigung wurde auf das Unglaubliche verwiesen, daß die Ge- auf das flagranteste das Reichsrecht. Das ist dem Bund der von Wahlgesek die Freude an der Wahlbeteiligung verlieren schäftsbücher, die 10 Jahre lang aufbewahrt werden müssen, mit Industriellen nicht minder bekannt wie uns. Und dennoch fönnten, ist es den Gemeinden überlassen, Geldstrafen bis zu einem Male vernichtet seien. Da hieß es:" Wir können doch mit läutet er durch das Rundschreiben den gemeinsamen Kampf 30 M. für die Wahlversäumnis festzusehen. unserm Eigentum machen, was wir wollen." Als einer dieser gegen das Koalitionsrecht Schulter an Schulter mit dem Pferdehändler auf die Täuschung des Publikums durch die Komödie Zentralverband ein. Die verschämten Scharfmacher einigen mit den 25 bereits verkauft gewesenen Pferden, denen Befißer als sich mit den unverschämten in dem Ruf nach neuen AusStatisten beigegeben waren, hingewiesen wurde, plaßte er ganz nahmegesehen. bramjig los:„ Wir können doch mit unsern Pferden machen, was wir wollen." Der Vorsitzende und die Verteidiger suchten beiden Inhabern flar zu machen, in Deutschland dürfe man mit dem Gide nicht machen, was man wolle. Die Art und Weise der Zurüdhaltung mit der Wahrheit veranlaßte die Verteidigung direkt, dem Millionär klarzumachen, daß er einen glatten Meineid geleistet habe. Als Probe mag folgendes dienen: Der Zeuge Rachmann wird gefragt, ob er beim Major v. Saad im Herbst gewesen sei. Zeuge erwidert erit: Nein, wirklich nicht." Dann auf weiteren Vorhalt: Die große Aktion und die neugierige Poft" Bei ihm im Zimmer nicht."" Auf der Inspektion suchte ich ihn Mit der Miene eines Eingeweihten versichert eine bürger auf, traf ihn aber nicht." Und erst auf weiteres Drängen Tommt liche Korrespondenz, es sei jezt heraus, wie der Sozialdemo dann heraus: er habe den Major später auf der Straße getroffen. fratie zu Leibe gegangen werden solle, um die Wiederholung Das Zurückhalten in den Aussagen der beiden Firmeninhaber des Frebels bom 20. Mai zu verhüten. Es werbe für den scheint leider in etwas auf das Militär abgefärbt zu haben. Als Wiederbeginn des Reichstags eine Aktion nach zwei Richtungen die Frage gestellt wurde, wie es denn mit den Durchschnittspreisen hin geplant. Auf dem Wege der Gesetzgebung folle ber stehe, sagten einige Zeugen: Jch toeiß es nicht." Aber der Gutachter 3mmunitätsartikel der Reichsverfassung geändert Rittmeister v. Rotenhan meinte: über Preise dürfe nichts mit- werden, und gleichzeitig gedenke man die Geschäftsord. geteilt werden! Ein solches Verbot ist auch nach der Strafprozeß- nung so zu reformieren, daß das Sigenbleiben beim Raiserordnung nur dann gerechtfertigt, wenn durch die Beantwortung hoch ein für allemal unmöglich sei. Die reaktionäre Presse der Frage das Wohl des Deutschen Reiches oder eines Bundes- hat diese Ankündigung, durch die sie für einige Zeit des itaates gefährdet würde. Wie faul muß es mit Preußen und eigenen Nachdenkens über erfolgversprechende Maßregeln Deutschland stehen, wenn die Offenlegung der Preise, die an Pferde- enthoben ist, mit Freuden aufgegriffen, und die" Post" züchter, und derjenigen, die an Pferdehändler gezahlt find, das schrieb gestern morgen: daß hier der richtige Weg betreten sei, dürfte schon aus den Kommentaren hervorgehen, die der Wohl Preußens oder Deutschlands gefährden könnte. Vorwärts" am Freitag zum besten zu geben nicht verfehlen werde. Wenn heute keine Nachrichten von neuen Kämpfen vor liegen, so ist das darauf zurückzuführen, daß Fürst Wilhelm über feine Streitkräfte mehr verfügt, die Aufständischen aber nur aus Besorgnis vor einem Eingreifen der Mächte noch mit einem Sturm auf Durazzo zaudern. Das Eingreifen der Mächte darf sich im alleräußersten Falle nur auf einen Schutz der Person des Fürsten und seiner Familie beschränken. Ein aktives Vorgehen gegen die aufständischen Albanier würde zu unabsehbaren Berwidelungen unter den eifersüchtigen Mächten führen. Die österreichischen Offiziösen scheinen Neigung zu verspüren, dem Fürsten zu Hilfe zu kommen und lassen in der ihnen zur Verfügung stehenden Presse allerlei Versuchsballons steigen, um die Stimmung zu jondieren. Eine solche Einmischung darf aber unter keinen Umständen erfolgen. Es ist schon ein starkes Stück, daß ein österreichisches Stauffahrteischiff mit albanischen Geschüßen auf die Aufständischen gefeuert hat. Unter den Aufständischen herrscht große Erbitterung, weil ein Brief, den sie an die internationale Kontrollfommission gerichtet hatten, in Durazzo von der Regierung weggenommen und zurüdbehalten wurde. Auch die Kontrollkommission hat gegen das Verschwinden des Briefes Protest erhoben. Panik in Durazzo. Durazzo, 18. Jnui. Als gegen Abend die Vorposten starke Ansammlungen der Aufständischen nördlich von Durazzo bei Porta Romana meldeten, ging der von der albanischen Regierung ge mietete österreichisch- ungarische Dampfer Herzegowina" mit dem von Freiwilligen bedienten Geschütz, um die Stadt vor einem neuerlichen leberfall zu schüßen, mit dem Auftrage ab, den Feind an dem Vorgehen zu hindern und die vorgeschobenen Mannschaften der Regierungstruppen bei der Abwehr eines eventuellen Angriffes zu unterstützen. Gegen zehn Uhr Abends war tatsächlich von Porta Romana her starkes Geschüßfeuer vernehmbar. " Wird es der telegraphisch benachrichtigten Königsberger Bolizei gelingen, die Geschäftsbücher der mit der Militärbehörde so eng Itierten Firma aufzufinden und dem Gericht vorzulegen? Politische Uebersicht. Darin hat sich ja nun das hellseherische Blatt getäuscht. Der Vorwärts" hat bisher von den Mitteilungen, die den Stempel der Kombination gar zu deutlich an der Stirne " Zum Kampf gegen das ugen, überhaupt keine Notiz genommen, und wenn er fie Koalitionsrecht. der Injetzt erwähnt, so geschieht es nur um festzustellen, daß die reaktionäre Presse in ihrem blinden Eifer auf jeden Unsinn, wenn er nur mit der nötigen Wichtigkeit vorgetragen wird, Im Gegensatz zum Zentralverband der Industriellen, den hineinfällt. Die Korrespondenz faselt von einer Ergänzung der Geextremen Scharfmachern, hatte der Bund buftriellen bisher sich nicht ausschließlich für Ausnahme- schäftsordnung, nach der Mitglieder, die der Aufforderung gefeze gegen die Arbeiter auf dem Gebiete des Koalitions- des Präsidenten, sich von ihren Sigen zu erheben, nicht Folge In Durazzo dauert die Panit fort. Sehr viele Familien rechts erwärmt. Diese Haltung bedeutete mun nicht etwa leisten, für die Dauer der Sigung aus dem Saale entfernt begeben sich an andere Orte Albaniens. In den Spitälern werden eine besondere Arbeiterfreundlichkeit; die Herren vom Bund werden können. Wenn man weiter nichts will, so bedarf es die zahlreichen Verwundeten auf das sorgfältigste gepflegt. Damen der Industriellen waren vielmehr der Ueberzeugung, es gehe dazu gar keiner Aenderung der Geschäftsordnung. Der Präder österreichisch- ungarischen und der deutschen Kolonie widmen auch ohne besondere geseggeberische Maßnahmen. Polizei, fident braucht sich nur auf den Standpunkt zu stellen, daß sich mit größter Aufopferung den Verwundeten. Im Gelände des Verwaltungsbehörden, Gerichte, die würden schon die Inter das Sigenbleiben eine gröbliche Verlegung der Ordnung" gestrigen Kampfes wurden heute noch mehrere Tote und Ver- essen der Unternehmer nicht zu Schaden kommen lassen und bedeute, dann kann er nach dem§ 60 schon heute den Ordmit den bestehenden gesetzlichen Vorschriften auszukommen nungsstörer von der Sigung ausschließen. Die Frage ist nur, fuchen. Das soll jest anders werben. Der Bund ob es ihm opportun erscheinen würde, über einige Dutzend der Industriellen will sich anscheinend den Forderungen des Abgeordnete diese Maßregel zu verhängen, und diese Zweifel traulichen Rundschreiben" an seine Mitglieder hervorgeht: Berlin W 9., den 12. Juni 1914. Bund der Industriellen. Königin Augusta- Straße 15. Vertrauliches Rundschreiben bom 12. Juni 1914. An die Mitglieder des Bundes der Industriellen! Wir nehmen Bezug auf unser Rundschreiben vom 16. Mai über schreitungen von Streitposten. mundete aufgelesen. Ostpreußischer Pferdehandel. Bentralverbandes anſchließen, wie aus folgendem ver- werden ihm sicherlich nicht genommen werden, wenn der Die gestrige Verhandlung gegen unsere drei Rebat teure wegen der Klarlegung der Mißstände beim Remonte. fauf illustrierte geradezu finnfällig, welch ungeheuren Schaden die fleinen Landwirte und Pferdezüchter und welch riefigen, völlig unverdienten Nußen die reichen Pferdehändlerfirmen durch die Art des Remontekaufs haben. Reichstag die Bestimmung des§ 60 noch weiter spezialisiert. Was außerdem mit den Leuten geschehen soll, die sich bei dem Hoch nach Beendigung der Session nicht er heben, verrät die erwähnte Korrespondenz leider nicht. Ein Rittergutsbefizer Braemer verfauft bier Pferde der Preußische Polizeiberfügungen gegen die Ausfeien Rundgebungen, die den Tatbestand der Beleidigung des Zum zweiten die Aenderung der Verfassung: Man denke, sagt die Nachrichtenstelle, an einen Zusatz zu dem Artikel 30, der etwa dahin gehe, daß von der Straflosigkeit ausgeschlossen Remontetommission, das fünfte muß er der Pferdehändlerfirma für 1000 M. überlassen, damit dieſe das von der Remontekommiffion Minister des Innern, zunächst abgewartet hatte, ob die früheren diefes Verbrechen gegen den Grundsatz der Immunität zu beIn diesem Rundschreiben hatten wir erwähnt, daß der preußische Raisers bilden. Gut, nehmen wir an, der Reichstag jei bereit, bei dem Befizer zurückzuweisende und zurückgewiesene Pferd an die rheinisch- westfälischen Polizeiverordnungen durch die Rechtsprechung gehen, so wäre damit doch noch keineswegs gesagt, daß das Remontekommission verkaufe. Ein anderer Besizer, Warnat, der ber Gerichte als gültig anerkannt würden. Diese Gültigkeit war Sigenbleiben beim Kaiserhoch als Majestätsbeleidigung zu Thpus eines arbeitsamen Bauers und Züchters, flagte empört dar- festgestellt worden durch Entscheidung des ersten Straffenats des gelten habe. Darüber hat ja nicht die Verfassung, sondern über, wie jein Pferd von der Remontekommiffion zurückgewiesen preußischen Kammergerichts bom 17. April 1918 fotie durch ein darüber hat der Richter zu befinden. Nun beruft sich die wurde und eine halbe Stunde darauf die Pferdehändlerfirma, an Urteil des 5. Straffenats des Reichsgerichts vom 18. Juni 1912. Korrespondenz, und mit voller Freude mit ihr die" Poft", Mittlerweile ist nun, wie Ihnen befannt ist, in der Presse, auf ein Reichsgerichtsurteil vom Jahre 1884, aus dem fich die er das vom Tierarzt auf mindestens 1400 M. geschäßte Pferd für 1100 MR. verkaufte, das Pferd dann der Remontekommiffion allerdings meist ziemlich unbestimmt, erwähnt worden, daß das ergebe, daß das Sißenbleiben tatsächlich eine MajestätsStammergericht jene in der Industrie viel beachteten BolizeiverordGar beweglich war feine Klage: Wir haben die nungen in einer neueren Entscheidung vom 18. Mai 1914 für un- beleidigung im Sinne des Gesetzes jei. Schade nur: Arbeit und ziehen das Pferd auf und der Händler ver- gültig erklärt habe. Wir haben daraufhin beim preußischen Kammer- 7. Dezember 1907, also 23 Jahre später, hat das Reichsgericht in Berlin Erfundigungen eingezogen und erhalten von dem gericht in einem Falle, wo Sozialdemokraten in einer öffent Wahrlich, wie recht rief vorgestern ein Zeuge aus: Für die Präsidenten des preußischen Kammergerichts folgende Mitteilung: lichen Versammlung bei der Huldigung für den Monarchen berfaufte. dient. ant Zr. 165. 81. Iahrgimz. 1. SeilW des Jotroärts" Kerlim ilnlbbliill. Sonnabfitb, 20. Juni 19(4. Gewerkschaftliches. Scharfmachermanieren einer Stadtverwaltung. Wer zur Bestreitung seines Lebensunterhalts nur auf seine Arbeitskraft angewiesen ist, den soll man in der Ver- Wertung seiner Arbeitskraft nicht beschränken. Das ist ein moralisches Gebot. Es kommt aber auch im Gesetz dadurch zum Ausdruck, daß jedem die volle Freizügigkeit— nicht nur von Ort zu Ort, sondern auch von Betrieb zu Betrieb— zugesichert wird. Ein auf seinen Profit bedachtes Unternehmer- tum aber setzt sich über Gesetz und Moral hinweg und weiß Mittel und Wege zu finden, um Arbeiter und Angestellte, deren Dienste ihm wertvoll erscheinen, an den Betrieb zu fesseln oder sie doch zu verhindern, sich bessere Stellung in einem Konkurrenzunternehmen zu suchen. Wo die Kon- kurrenzklausel nicht anwendbar ist, da treffen große Unter- nehmer untereimrnder Vereinbarungen, wonach das neue Unternehmen niemanden einstellt, der in einem anderen, der Vereinbarung angehörenden Unternehmen beschäftigt war. Diesen verwerflichen Brauch gewisser Großunternehmer übt auch die Verwaltung des städtischen Elektrizitätswerkes in Trier, indem sie folgendes schreiben an die Angestellten Richtet: ♦ Trier, 9. Juni 1914. An die Bauleiter und Monteure! Auf Grund einer Vereinbarung mit der Rheinischen Schuckert-Gesellschast, Bureau Traben-Trarbach, und mit der Eisenbahngesellschaft Becker u. Cie. in Saarlouis setzen wir Sie hiermit davon in Kenntnis, daß in Zukunft keine Arbeiter, Hilss- Monteure oder Monteure, die bei der Rheinischen Schuckert-Ge- sellschaft resp. bei Becker u. Eie. in Arbeit stehen oder gestanden haben, bei uns eingestellt werden. Desgleichen sind die beiden vorgenannten Gesellschaften ebenfalls daran gebunden, kein« Leute, die bei uns in Dienst stehen oder gestanden haben, in ihren Betrieben aufzunehmen. Sie wollen hiervon Kenntnis nehmen und danach handeln. Elektrizitätswerke der Stadt Trier. Thiemann. Blechmann. Also das städtische Elektrizitätswerk geht Hand in Hand mit den Großindustriellen, um den Angestellten das Recht der Freizügigkeit zu nehmen. Tie Verwaltung des Werkes glaubt wohl, ihre Scharfmachermanieren ungestört betätigen zu können, weil im Trierer Rathause das Zentrum herrscht. Wenn auch die schwarzen Stadtvätcr gegen solche Praktik Nichts einwenden sollten: verwerflich bleibt sie in jedem Falle. Verlin unö UmgegenS. Der Streit der Holzbildhauer. Die einmütige Arbeitseinstellung zur Erringung des Acht. stundentageS hat den Arbeitgebern gezeigt, daß alle vofsilungcn, die jahrelange Krise im Beruf habe den KampfeSmut dec Gehilfen gebrochen, zunichte getvorden sind. Trotzdem die Mehrzahl in den letzten Jahren mit großer Arbeitslosigkeit zu kämpfen hatte— Perioden von 8— 10 Wochen waren keine Seltenheiten— wurde doch die erste günstige Gelegenheit benutzt, diese alte Forderung zu unterbreiten. Die Ansprüche an die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit sind durch die verlangten Stilkcnntnisse und die scharfe Konkurrenz derart gesteigert, daß hierdurch allein schon eine Verkürzung der Arbeitszeit notwendig ist, um ernsthaste Störun- gen der Gesundheit zu vermeiden. Im allgemeinen besteht zwischen den Bildhauerprinzipalen und den Gehilfen hierüber keine Meinungsverschiedenheit. Tie treibenden Kräfte bei dem Widerstand sind jedoch in den Reihen der Tischlermeister zu suchen, die nun mit sanftem Nachdruck die selbständigen Bildhauer vor die Alternative stellen, entweder diese Forderung abzulehnen oder auf die Kundschaft der Tischler zu verzichten. Die Bildhauerprinzipalc sitzen nun zwischen den Puffern und dürften wahrscheinlich bei einem längeren Kampfe die Kosten tragen. Auf diesen sind die Gehilfen vorbereitet. Es wurde darum be- schlössen, den Kollegen, die nach dem Statut keinen Anspruch aus Streikunterstützung haben, eine Unterstützung aus der Lokalkasie i» derselben Höhe wie den vollberechtigten Mitgliedern zu zahlen. Sollte hier und da in einer Tischlerei noch ein Bildhauer arbeiten, dessen Existenz uns bisher verborgen war, bitten wir die Holzarbeiter, die Adresse des Betriebes und möglichst den Namen des Gehilfen der Streikleitung bekanntzugeben. Das Bureau befindet sich im Gewerkschaftshaus, Engelufcr 15, Saal 2. Telephon: Amt Moritzplatz, 6230. Zentralverein der Bildhauer. Ter Tarif der Wäschearbeiter und Arbeiterinnen, der bis zum l. September dieses Jahres abgeschlossen war, ist, weil er von keiner Seite gekündigt wurde, um ein Jahr verlängert. In einer am Donnerstag abgehaltenen Versammlung der in der Wäsche- brauche Beschäftigten wurde diese Angelegenheit besprochen. Ter Rcfcrenk Eue verwies darauf, daß sich der Kampf der Wäsche- arbeitcr immer in erster Linie um die Erreichung eines einheit- lichcn Tarifs gedreht habe. Dies Ziel sei allerdings bei dem letzten Tarifabschluß nicht erreicht worden. Vieles sei im Arbeitsvcrhält- nis noch zu bessern, auch die sanitären Zustände in den Betrieben lassen viel zu wünschen übrig. Der Verband werde gegen Miß- stände in den Betrieben noch schärfer als bisher vorgehen. Was den gegentoärtigen Tarif betrifft, so sei eine Konferenz der fiir die Wäscheindustrie in Frage kommenden Bezirke Deutschlands unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Verhältnisse zu der Erkenntnis gelangt, daß ein Kampf zurzeit nicht ratsam sei. Darum habe man von einer Kündigung des Tarifs vorerst abgesehen, doch soll das Tarifjahr zu intensivster APtation und Organisationsarbeit aus- genutzt werden. In der Diskussion kam eine starke Mißstimmung gegenüber der Taktik des Vorstandes zum Ausdruck. Von anderer Seite wurde die Stellungnahme des Vorstandes verteidigt, derselbe habe die Situation berücksichtigen und dementsprechend handeln müssen. In seinem Schlußwort erklärte Eue, daß auch er mit der Nichtkündigung des Tarifs nicht zufrieden fei. Er freue sich über die Mißstimmung und wünsche, daß nunmehr auch die Kon- sequenzen gezogen werden. Aus dem Fleischergewerbe. Die Firma Sperlich, B r u n n c n st r a ß c 76, will, wie es scheint, sich überhaupt zu einer Einigung nicht herbeilassen. Tic Organisation hat sich am 4. Juni nochmals an die obengenannte Firma gewandt, um eine friedliche Verständigung berbeizuführcn, und glaubte ganz sicher, wenigstens Antwort zu bekommen, zumal die Firma Sperlich in der Arbeiterpresse ibre Ware der organisierten Arbeiterschaft zum Verkaufe anbot. Aber die Firma Sperlich hat eS bis zum heutigen Tags noch nicht einmal der Mühe wert gefunden, Antwort auf ein bösliches Schreiben zu geben. Die Sperre über die Firma Sperlich, B r u n n e n st r. 76, bleibt somit nach wie vor für organisierte Fleischcrgcsellen bestehen. Ferner ist wegen Nicht- ancrkcnnnng dee Tarifvertrags über die Firmen: Fenske, Sonntagstr. 1, Schreiber, Kautstr. 20, G enge Ibach, Mozartftraßc Ecke.Kantstraße in R u in m e I s b n r g. Hi ld- mann, Lothringcnstraßc 44, G c i S l e r, Lcbderstraße 4, Taubenheim, Berliner Allee 220, I essen, Berliner Allee 223, T i s ch c r, Berliner Allee 236, Schreiber, Berliner Aller 34, und Klinke, Streustr. 122 in W c i ß e» s e e die Sperre verhängt. Die Tarifkon: Mission. Verband der Viireauaugestcllten. In der Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Groß-Berli» find folgende Mitglieder als Delegierte zum Verbandstag gewählt worden: K. Bauer. Rader. Freier. Wiesner. Tollkühn. Fischer. Hampel. Wille. Bräunig. Aßmann' Anfang Juli muß zwischen Seipke, Amann, Bock, Schäffler Stich- wähl stattfinden. Die OrtSverwaltung. deutsches Neich. Lohnbewegung der Kölner Transportarbeiter. In Köln a. Rh. befinden sich zurzeit die Fuhrleute, Spedition?- kutscher, Lade- und Lagerarbeiter, Möbeltransporteure, Droschken- chausienre und Fensterputzer(zirka 1800) in der Lohnbewegung. Es ist nicht ausgeschlossen, sogar sehr wahrscheinlich, daß es zum offenen Kampfe, also zur Arbeitsniederlegung kommt. Die Vertretung der Arbeitgeber für das Transportgewerbe, die Fuhrherrenvereirngung, hat, nachdem die Forderungen eingereicht waren, schon durch die bürgerliche Presse ausposaunen lassen, daß es vollständig aus- Sescblosicn sei, an eine Aenderung der bestehenden Verhältnisse im ähre 1914/15 zu denken. Die Lohn- und Arbeitsverhältniffe sind in Köln im Verkehrs-, Transport- sowie Reinigungsgewerbe bedeutend schlechter als in anderen gleichartigen Städten, so daß der Wunsch nach Verbesserung nur zu berechtigt ist. Das Organisationsverhältnis ist ein gutes. Um der Kölner Transportarbeiterschaft den Kampf nicht zu erschweren, ersuchen wir die Arbeiter« schaft: Kein Fuhrmann oder Kutscher, Lade- oder Lagerarbeiter, Möbeltransporteur, Chauffeur oder Fensterputzer nehme seinen Weg nach Köln. Deutscher TranSportarbeiter-Verband. Ortsverwaltung Köln a.' Rhein. Zum Streik der Breslauer Stukkateure. Die Ausständigen haben beschlossen, bei den Unternehmern, die den Tarif einzeln unter» schreiben, die Arbeil aufzunehmen. Die größte Firma am Orte hat das getan und damit ist der größte Teil der Ausslän- digen wieder in Arbeit getreten. Bei den übrigen Firmen wird Weiler gestreikt, weil sich die Innung noch weigert, den Tarif unterschnftlich anzuerkennen. Drahender Streik in der Haynauer Papierfabrik. Zu der Notiz, welche wir unter dieser Ueberschrist am 14. b. M. veröffentlichten, erhalten wir von der Papierfabrik zu Hayna» G. m. b. H. eine Zu- schrift, worin gesagt wird: .In der hiesigen Papierfabrik haben weder fortgesetzt noch über- Haupt Lohnabzüge slaitgefunden.... Wenn die Sortiererinnen trotz aller klaren Beweise des Glaubens sind, sie bekämen ihre Arbeit zu einem schlechteren Satze berechnet, so ist ihnen eben nicht zu helfen. Wohl mußten hin und wieder Lohnsätze infolge von Verbeffe- rungen der Einrichtungen geändert werden, jedow hatten die Arbeiter dadurch stets einen wcsenllichen Borteil in höherem Lohn. Maßregelungen sind uiisereS Wissens nicht vorgekommen. Wir hatten einen Mann wegen ungebührlichen Benehmens... ent- lassen... Bisher ist uns keine Kündigung eingereicht." Daß die Fabriklcitung die Aenderung der Lohnsätze von anderen Gesichtspunkten betrachtet wie die Arbeiter, glauben wir ohne weiteres. Dagegen glauben wir nicht, daß die Arbeiter auf den Gedanken kommen konnten, insgesamt zu kündigen, wenn sich i5r Verdienst sogar erhöht haben sollte. Der Geldbeutel der Arbeiter ist in dieseni Falle sicher ein zuverlässigerer Maßstab für die tatsächliche Lohn- höhe, als die unkontrollierbare Berechnung der Fabrikleilnng. MuslaaS. Lohnbewegung von Schiffsoffizieren. London, 19. Juni. Die Kapitäne und Offiziere der T y n e- Tees S t e a nr s h i p p i» g Company, deren Schiffe vom Tyne. von Sniiderland und vom Tees nach London und dein Kontinent laufen, haben der Gesellschaft eine Frist von 24 Stunden zur An- nähme ihrer Forderungen aus Erhöhung der Gehälter und Dienst- verbesieningen gestellt. Wenn die Forderungen nicht bewilligt werden, werden fünf Dampfer der Gesellschaft, die morgen absahren müßten. nicht auslaufen. Kleines Feuilleton. Ein taller Tenkmalsulk. Ein Denkmalsunfug, der viel ärger ist, als die Tat der fchwerbestraftcn Pinieler von Eharlottenburg, hat sich am 17. Juni an den Ufern des Rheinstroins im Angesichte des herrlichen SiebengebirgeS zugetragen: Amtspersonen, Spießer und interessierte Hotelier» haben„unter dem Protektorate" von Carmen Sylva dem Dichter der Revolution, unserin Ferdinand Freiligrath, mit einem Kostenanfwande von 33 000 M. eine Bronzebüste gesetzt. Rudolf Herzog hielt die Festrede, und nach dem Zeugnis der klerikalen.Kölnischen Volkszeitung" hat er ein Lebensbild des Dichters entworfen, das.keine Phase seines wechi'elvollen Lebens übersah";.trotz allem" sei Freiligräth ein deutscher Dichter geblieben. Schade, daß der Geleierte das nicht mehr erleben durfte. Vielleicht hätte es ihn ein wenig darüber getröstet, daß er so viele Jahre seines Lebens außerhalb der Grenzen seines Vaterlandes. in Belgien, in Holland, der Schweiz und in England, hat zubringen muffen, weil zu befürchten war, daß die preußischen Machthaber und ihre Schergen den Dichter der Freiheit auf Jahre in den Kerker werfen würden. Man hat ihn des Hochverrats angeklagt, ihn steck- brieflich verfolgt, und auch in dem Kölner Kommunistenprozeß figurierte er als Angeklagter. Jetzt aber ist er wieder.ein deutscher Dichter", und sein Denkmal wurde in Gegenwart eines preußischen LandratS und anderer.Spitzen der Behörden" enthüllt. Es ist ein toller Ulk gewesen, den man da in RolandScck am Rhein mit dem Manne getrieben hat, der sich selber als den Dichter der Revolution bezeichnete, der mit den Rebellen Marx. Engels, Laffalle und Wilhelm Wolff Duzbrüderschaft hielt, der ein Redakteur an der von der Regierung gewaltsam unterdrückten„Neuen Rheinischen Zeitung" war und ihr das trotzige, wuchtige Abschieds- gedicht schrieb, der der unvergeßliche Schopfer der �.Toten an die Lebenden" ist, derentwegen er angeklagt war.„die Bürger aus» gereizt zu haben, sich gegen die landesherrliche Macht zu bewaffnen, auch die be stehende Ver- fassung umzustürzen", kurz, der der unbestrittene und un- überlroffene Führer ist in dem Rebellenkorps der revolutionären Lyriker. Und nun gehen preußische Patrioten, lauter staatSerhaltende Männer, hin und enthüllen diesem Menschen„unter freundlicher Mitwirkung" der benachbarte» römisch- katholischen Klosterschule Nonncnwerlh ein Denkmal, lassen von einer Klosterschülerin einen von einer Franziskanerin verfaßten Prolog vortrage», lassen den Chor der Klosterschülerinnen singen und senden nachher ein Huldigungstelegramm an Wilhelm II. ab! Zu toll und unglaublich; ober so steht es zu lesen in der Nummer 547 der.Kölnischen Volks- zeitung" vom 18. Juni 1914. Jene Armen kennen unseren Freiligrath nur auS dem Schul- lefebuch und aus gewiffen Anthologien in Goldschnitt; aber es handelt sich doch um den nämlichen Ferdinand Freiligrath, dessen Verse Jahr für Jahr am 18. März der Schere der Berliner Polizei- leutnams zum Opfer fallen, wenn diese aus dem Friedhof der März- kämpfer von 1848 die Kranzschleifen verstümmeln. Die Schinrermeichung als Kulturerscheinung. Die Gehirn- «weichmrg gehört heute zum eisernen Bestand der Irrenanstalten. und die Wassermannsche Reaktion hat mit Bestimmtheit den urfäch- lichen Zusammenhang zwischen Syphilis und Gehirnerweichung dar« getan. Doch erkranken nicht alle Syphilitiker an Gehirnerweichung und man muß daher fragen, worin die iveiteren Ursachen für diesen wählerischen. Ausbruch der Krankheit zu suchen sind. Derjenige, der an Paralyse erkrankt, muß. wie Kellner in der„Pol.-anthropol. Revue" ausführt, entweder eine besondere Veranlagung besitzen, oder aber iveiteren Schädlichkeiten, welche außerhalb seiner Person zu suchen sind, unterliegen. Unter einer großen Zahl von Völkern ist zwar die Syphilis weit verbreitet, die Gcbirncriveichung aber selten, z. B. in den östlichen Ländern Europas und bei den farbigen Raffen der Tropen. Für die mohammedanische Bevölkerung des Balkans wie Nordafrikas sehen manche den Grund in der absoluten oder doch relativen Enihaltung von Alkohol, andere in der natürlichen, nicht von der Kultur veränderten Lebensweise. Bei den Japanern, die außerordentlich stark von Syphilis befallen sind, tritr die Gehirnerweichung in erheblichen, Maße erst in die Erscheinung, seitdem sie in den Konkurrenzkampf der Völker eintraten und damit auch an den Errungenschaften der westeuropäischen Kultur teilnehmen. Auch in Algier und Kairo tritt die Krankheit bei den Eingeborenen vorwiegend»ur dort auf, Ivo diese mit Kullurzentren in Verbindung treten. Diese Beobachtungen weisen auf feste biologische Beziehungen zwischen Gehirnerweichung und Kulturleben hin. Die Gefahren der Syphilissolgen wachsen mit der Kultur und holen sich ihre Hilfstruppen aus dem Kulturleben. Eine erheblich nervös« Disposition als Ausdruck einer konstitutionellen Veranlagung kann auch bei der Gehirnerweichung nicht ganz außer acht gelassen werden. Am äugen- scheinlichsten treten die Schattenseiten der Kultur in den Großstädten zutage. Der Lebenskampf beginnt im allgemeinen erst beim Zug in die Stadl. Mit den, im Gefolge des Daseinskampfes einsetzenden AltoholiSmuS steigert sich auch für den Syphilitiker die Gefahr, an Gehirnerweichung zu erkranken. In dem iudustricreicheu England mit seinen zahlreichen Großstädten sind 12,5 Proz. der Aufnahmen in die Irrenanstalten Fälle von Paralyse, in Schottland dagegen 4 Proz., in Irland sogar nur 1,1 Proz In den Großstädten wird die Gehirnerweichung gewiffermaßen zum Symptom der Reaktion des Nervensystems auf die degenerierenden Einflüsse der Kultur- schaden. Wesentlich— unwesentlich. ES ist entschieden nützlich, hier und da auch einmal etwas sehr Wesentliches total zu vergessen. In dieser Kunst hat eS anscheinend die Kirche, oder vielmehr ihre merkantil.« Vertretung.„der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Stodtsynode" zu einer schönen Vollkommenheit gebracht. Wenn man nämlich die Formulare, durch die die evangelische Kirche mit heiterer Unvoreingenommenhcit Juden, Christen und Heiden unter Androbung der Zwangsvollstreckung zur Erlegung der .Kirchensteuer' auffordert, bedächtig durchstudiert, so entdeckt man. schamhaft auf der zweiten Seite verborgen, noch etwas Gedrucktes, überschrieben.Wesentliche Best im- m u n g e n". Es werden da auch die Paragraphen angegeben, auf Grund deren die Steuerpflicht erlischt. Aber siehe da! welch sonderbarer Zufall! welch geniale Vergeßlichkeit: der alles lösende Tod ist erwähnt und die weniger einschneidende WohnungS- Veränderung— aber ein« fehlt gänzlich, nämlich die Anführung der kaum zu bestreitenden Tatsache, daß die Steuerpflicht vor allem auch durch den A u S t r i t t ans der Kirchengemeinschaft hinfällig wird! Diese Bestimmung erschien dem Synodaldiplomaten also wohl nicht „wesentlich"? Oder sollten da boshafte Menschen eine wohlbercchnete Unterlassung vermuten dürfen? Musik. V o l k S k o n z e r t des P h i l h a.r m o n i s ch c n O r ch e st e r S. Das Vortragsprogramm vom Donnerstagabend im Saale der Brauerei Königstadt wie", wenn wir absehen von je einem Stück von Beelhoven, Wagner und Johann Strauß, nur sinfonische Werke ausländischer Komponisten aus. Zunächst begegnete man der Ouvertüre zu„RnSzlan und Ludmilla" von Mich. Iwanow Glinka. Er war der erste Nationalrusse, von dem große Opern aufzuweisen sind. Sein„Leben für den Zaren" kennzeichnet allerdings gleich die byzantinische Tendenz. Das nationalistische Element kommt in alirussischen Volksliedern und Tänzen zur Geltung. Neu war eine „Rumänische Rhapsodie" kw» G EneSeo. Ganz gleich der rumänischen Literatur ist auch die rumänische Musik. Im Charakter steht sie zwischen slawischer und südromanischer Musik. Pfeife, Dndelsack. nebst ander» BlaS-, Zupf- und Schlag- instrnmenten des europäischen Ostens spielen darin die Hauptrolle. Ferner waren Konzertstücke für Violine(Konzertmeister T h o r n- berg) und Cello(W. Ferner) von Halvorsen, Bazzini und B. Godard vertreten. Des Russen Peter TschaikowSky Suite aus einem romantische»„Doniröschen'-Ballett und die Ouvertüre zu „Wenn ich König war"(Li j'etais roi) von Adolphe Adam, dem Schöpfer des volkstümlich gewesene» Postillon von Lvnjumeau, beschlossen den sremdvölkischcn Musikreigen. ES ist ja ein bißchen „vielschattig" auf einmal. Weniger wäre mehr, da auch mit einem »och wenig erschlossenen Verständnis des Publikum» gerechnet werden muß. Auch würde eS sich empfehlen, die Programme möglichst deutsch zu geben und bei fremden Komponisten auch deren Geburt?- und Todesjahr anzumerken. vir. Notizen« — Zwischen zwei Vätern. Der Vaterschastskanipf, den Isolde Beidler gegen ihre Mutter Cosima führt, hat jetzt zu einem Urteil des Bayreulher Landgerichts geführt, da? die Klage der Tochter abweist. Nie sollst du die Gerichte befragen, woher du kamst, der Fahrt! Daß Isolde Beidler WagnerS Tochter ist. ist schwerlich im Ernst zu bestreiten, aber das Gericht hält sich an juristische und formelle Gründe und stellte fest, daß sie als die Tochter des Mannes zu gelten habe, den sie bisher nie für ihren natürlichen Vater zu hallen brauchte. Diesen zugemuteten Platz zwischen zwei Vätern lehnt Isolde ab, sie wird die Gerichte zwingen, ihre Klage abermals zu verarbeiten. Und da? HauS Wahnfried läßt das skandalöse Schauspiel willig geschehen. Man spürt, um welcher Tugend willen. — Der verschwundene Berliner, die beim Weil- bcwerb der Vereinigren Berliner Volksbühnen preisgekrönte Posse von Alfons Fedor Cohn, wird zu Beginn der kommenden Saison die Uraufführung in Berlin erleben. — Ein Riesentreibriemen. Wohl der gewaltigste Riemenantrieb der Welt wurde vor kurzem auf einem österreichischen Hüttenwerk angelegt. Der Riemen ist 63 Metel: lang und 1,1 Meter breit, übertrpgt 2650 Pferdestärken und hat eine Geschwindigkeit von 28 Meter in der Sekunde. Zu seiner Anfertigung waren die Mittel- stücke von 620 Ochsenhäuten erforderlich, welche in vier Bahnen auseinander geleimt wurden. Um den Riemen gegen Wasser un- empfindlich zu gestalten, mußten die Häute nach einem besonder? zu diesem Zwecke angewendeten Verfahren gegerbt werden. Verbandstag der Brauerei- und Mühlen wieder gesucht, bis wir den Feind hatten. Dann ging's wieber: seit den Befehl bekommen, sich über die um war, dann hieß es: Auf, dem Feinde nach!" Nun wurde Oberwachtmeister Dörmann befundet, er habe seinerarbeiter. Hamburg, 18. Juni. " W. erstattete Anzeige wegen Beleidigung, doch wurde der betr. Buchmacher für irrsinnig erklärt. Einmal wollte der Zeuge den Gendarmen zeigen, daß es gar nicht so schwer sei, Buchmacher zu faisen, doch gelang ihm dies nicht. Der Zeuge erklärt oft:„ Schon dann ist ein Beamter ein Verbrecher, wenn er auch nur eine Bigarre als Beamter erkannt. Anfangs hielt w. gerade die Angeklagten für annimmt!" Oberwachtmeister Winterfeld wurde, als er das erftemal in Hoppegarten in givil erschien, sofort von den Buchmachern die besten Beamten, welche die meisten Buchmacher nahmen. Sobald ein Buchmacher genommen werde, gebe er aus" praktischen Gründen" meist selbst zu, buchgemacht zu haben. Es werden dann gleich mehrere Vergehen als eine Handlung abgeurteilt. Laufschritt, marsch! marsch!"" Hinlegen!"„ Auf!" Und dann Ersparnisse des Angeklagten Ergleben in der Kälte, die Finger waren manchmal ganz steif" usw. Solch einfache und naive Detailschilderung an sich bedeutungs- etwa 5000 m. gehabt. Der Zeuge sucht dann zahlenmäßig nachzu zu erkundigen. Wachtmeister Ergleben habe Ersparnisse in Höhe von Der vierte Berhandlungstag beginnt mit der Erörterung bon loser Einzelheiten bildet für jeden Kenner solcher Dinge den besten weisen, in welcher Weise diese Summe zusammengekommen ist. Bis Anstellungsfragen. Nach kurzer Debatte wird beschlossen, den Beweis, daß sie nicht frei erfunden", sondern wirklich selbst auf 900 m. ist die Summe zahlenmäßig zu eruieren, doch ist es Posten des Bezirksleiters für Oberschlesien und eines Agitations- erlebt sind. Der Renommist gibt sich mit solchen kleinen Sachen möglich, daß der Angeklagte auch noch von seinem Gehalt Gelder leiters in Worms aufzuheben, Dann werden die Anträge zum Statut beraten, soweit nicht ab, der erlebt immer nur Heldendinge; daran erkennt man zurückgelegt hat. Es war also möglich, daß Ergleben die Summe fie nicht der Neunerkommission für die Finanzreform überwiesen dann leicht die Aufschneiderei. Hier dagegen ist alles nur schlicht zusammengefpart hat, ohne sich auf unreelle Weise bereichert zu find. Die Abgrenzung des Organisationsgebietes erzählt und ohne jede Nebenabficht dargestellt, so daß der Eindruck haben. Oberwachtmeister Winterfeld bekundet, daß an ihm einmal regelt folgende neugefaßte Bestimmung: Unter Berüdsichtigung der Glaubwürdigkeit durch die Behauptung der friegsministeriellen ein Buchmacher zugerufen habe: Jn 14 Tagen haben Sie Ihren Rock verloren!" der für die deutschen Gewerkschaften gültigen Bestimmungen, so- Berichtigung", der Verstorbene selbst habe an teiner dieser Uebunweit sie nicht durch Vereinbarungen außer Kraft gesezt sind, gen teilgenommen, nicht im geringsten erschüttert werden kann. tönnen Mitglieder unseres Verbandes alle in nachfolgend benannWeiter bestreitet das Kriegsministerium, daß der Verstorbene ten Betrieben beschäftigten Personen werden, sofern sie sich den in einer der falten Januarnächte statt 2 Stunden einmal 4 Stunden Bestimmungen des Statuts unterwerfen: Brauereien, Bierniederlagen und Depots der Brauereien, Walzfabriken, alkoholfreie Be- habe Wache stehen müssen, weil ein anderer Mann der Wache krant schlossen sind, Brennereien, Sprit- und Hefefabriken, Weintelle- wäre. Die hier bestrittene Schilderung des Briefschreibers enthält triebe, soweit sie Eigentum von Brauereien bzw. solchen ange- geworden und ins Lazarett gebracht worden sei, wo er gestorben reien, Getreide-, Reis- und Schälmühlen und die dazu gehörigen solch konkrete Angaben, daß sie nicht mit einer einfachen AbleugSpeicher- und Lagerräume, Delmühlen, soweit jie Nebenbetriebe nung abgetan werden können. Daß diese Angaben aus der Luft von Getreidemühlen sind. gegriffen seien, davon wird das Kriegsministerium niemand überzeugen fönnen. Wenn in der Berichtigung feierlich festgestellt wird: Ebenso unrichtig ist die Angabe, daß ein Posten zwischen Gräbern au stehen habe", so kann das nur Kopfschütteln erregen. In den Briefen des Verstorbenen heißt es darüber unter dem 13. Januar bei der Schilderung des nächtlichen Wachestehens: Dann so allein auf einem Friedhof, das ist nichts"; unterm 18. Januar heißt es: . bis die Stunde kam, wo ich draußen hin mußte und auf und ab gehen mußte von 1 bis 3 Uhr, das war eisig, so ganz allein zwischen den Gräbern". Jedermann außer dem Berichtiger des Kriegsministeriums wird das zwischen den Gräbern" hier nicht wörtlich verstehen, sondern barin einen übertragenen sentimentalen Ausdruck für„ auf dem Friedhof" sehen und ihn als Widerspiegelung des Gemütszustandes des Briefschreibers betrachten. Im Statut wird festgelegt, daß erlassene Beiträge nicht nachgezahlt werden dürfen; in der Praxis wurde das Statut bisher schon in diesem Sinne gehandhabt. Die Entschädigung für Sizungen in den Zahlstellenverwaltungen wird von 50 Pf. auf 75 Pf. erhöht. Die Zahlstelle Dessau beantragt: Der Verbandstag beauftragt den Hauptvorstand, zum nächsten Verbandstag ein Projekt auszuarbeiten, wonach die kleinen Zahlstellen in fleine Bezirke von 1200 bis 1500 Mitgliedern zusammenzulegen sind und durch einen Beamten verwaltet werden. Ebel vom Hauptvorstand er flärt, daß dem Vorstand der Antrag sympathisch sei, er ersuche, den Antrag dem Vorstand zu überweisen. Es wird so beschlossen. Eine Reihe von Anträgen verlangt, bie Bezirkskonferenzen wieder einzuführen. Der Verbandstag beschließt, daß die Konferenzen nach Bedarf abgehalten werden sollen. Darauf vertagt sich der Verbandstag. " Wachtmeister Steffen wird bereidigt. Oberwachtmeister Bathge wird bezüglich des Vorganges, der sich in dem Lindowschen ofal zwischen dem Wachtmeister Schulz und Buchmachern abgespielt Schulz sagte damals zu dem Zeugen, er habe bat, vernommen. von Buchmachern Geld bekommen und wolle die Sache anzeigen. Näheres hat Schula damals nicht geäußert. Ob die fraglichen Artikel über die Rennbahnkorruption damals schon in der Zeit am Montag" gestanden haben, vermag der Zeuge nicht anzugeben. Auch gab es seinerzeit nach Ansicht des Zeugen noch kein Munteln über angebliche Bestechungen. Der Oberwachtmeister sagte seinerzeit, Schulz müsse wissen, was er zu tun habe. Die„ berichtigten" Briefe eines naten Januar und Februar eine Mitteilung, daß der Brief Shre Beamten bestehen laffen. Toten. Zu der in der lebten Sonnabendnummer des„ Borwärts" abgebrudten Berichtigung des Kriegsministeriums an ben seinerzeit veröffentlichten Soldatenbriefen des Musteöffentliches Geheimnis, daß man sich manchmal von den Gendarmen Hermann Teuerkauf bekundet folgendes: Es war ja Noch mehr Kopfschütteln muß es erregen, wenn in der Berichti- und einmal hat er nehmen lassen mußte. Der Zeuge wurde hin und wieder genommen, gung behauptet wird:„ Hizblech war während seiner Dienstzeit überhaupt nur einmal auf Wache, und zwar am 12. März 1914 auf Er wollte vom Oberwachtmeister vernommen werden und erklärte: auf der Rennbahn einen Skandal provoziert. Kasernenwache." Dabei findet sich fast in jedem Brief aus den Herr Oberwachtmeister, ich muß den Vorwurf erheben, daß sich Ich werde in furzer schreiber Wachtposten stehen mußte. Diese Schilderungen vom Zeit 20 Buchmacher holen, die seit Jahren nicht mehr genommen Wachestehen sind doch nicht einfach aus der Welt geschafft durch die Be-| worden sind. Die Sache auf den Rennbahnen war nicht mehr mit hauptung, der Verstorbene habe damals noch gar nicht Wache ge- anzusehen. Der Zeuge ging dann aur Beit am Montag" und unterstanden! breitete dort sein Material. Bei einem Renkonter mit dem Angeklagten Suchsland habe der letztere erklärt:„ Ich stelle es Ihnen frei, ob Sie fich nehmen laſſen wollen!" Der Zeuge erwiderte:„ Na, wie Sie wollen!" Der Angeklagte antwortete darauf: ,, Na, denn machen Sie einen Zettel zurecht!" Teuerkauf wurde dann genommen. Er erklärt: Ich bin der Ansicht, daß alle Beamte beſtochen worden find. Die kleinen Buchftechungen vermag der Zeuge nicht anzugeben. Den Angeklagten hat macher wurden genommen, die großen nicht. Tatsachen über BeTeuerlauf nichts gegeben. Wenn in der„ Berichtigung" des Kriegsministeriums gesagt wird:„ Unrichtig ist die Behauptung Hizblechs in dem Briefe vom tiers i blech aus Velbert im Rheinland wird uns geschrieben: 21. Januar 1914, daß er sich am 20. Januar frank gemeldet habe, Das Kriegsministerium stüßt sich bei seinen Berichtigungen unzutreffend, daß er in der vorhergehenden Woche 2 Wachen habe aweifellos auf die Angaben der unmittelbaren Vorgesezten und stehen müssen", so braucht man dieser Ableugnung nur den fraglichen der Kameraden des verstorbenen Soldaten, die natürlich nicht als Brief gegenüberstellen, um sofort zu zeigen, was von ihr zu halten ist. unbefangene Auskunftspersonen angesehen werden können. Man Ein Meisterstück der Berichtigungskunst enthält die folgende braucht sich nur zu erinnern, was sich vor den Kriegsgerichten alle Behauptung der friegsministeriellen Berichtigung":" Es entspricht Tage abspielt, wenn militärische Vorgesetzte wegen Mißhandlung nicht den Tatsachen, wenn Hizblech in dem Briefe vom Sonntag, In der weiteren Beweisaufnahme verweigert abermals eine oder vorschriftswidriger Behandlung Untergebener unter Anflage den 22. Februar 1914 behauptet, er habe in der vorhergehenden Anzahl Zeugen die Antwort auf die Frage, ob sie Geld dem Angestehen. Die Beschuldigten selber stellen meist jede Schuld in Abrede Woche bom Dienstag bis Samstag an einer Uebung außerhalb flagten gegeben haben. Betreffs der Bereidigung des geugen oder stellen die Dinge als Harmlosigkeiten bin. Die als Beugen Straßburgs teilgenommen. In diesen Tagen fanden bei seinem Friedländer und des Wachtmeister Sulz, der Hauptgeladenen Soldaten leiden gar oft an auffallender Bergeßlichkeit und Truppenteil überhaupt keine lebungen im Gelände statt, der Dienst belastungszeugen, machen die Verteidiger längere Auslaffen sich jedes Wort erst aus dem Munde ziehen. Sie wissen, wurde vielmehr auf dem Kasernenhofe oder dem nahe bei der führungen, die darin gipfeln, von einer Bereidigung dieser Zeugen warum, und alle Welt weiß es. Der bleierne Drud des autokrati- Stadt befindlichen Grerzierplak Polygon abgehalten. Die ganzen dagegen die Bereidigung. Abstand zu nehmen. Der Vertreter der Antlage beantragt schen Militärsystems lastet auf ihnen und auf dem ganzen Gerichts- Schilderungen Sizblechs über die durchgemachten Anstrengungen Beratung, beide Zeugen nicht zu vereidigen, weil ihre Ausiagen nach Das Gericht beschließt nach längerez verfahren. Wie viel mehr aber gilt das von solchen nicht gerichtlich und das schlechte Leben in dieser Zeit sind mithin freie Erfindungen." der einstimmigen Ueberzeugung des Gerichts als offenbar borgenommenen Ermittelungen, wie sie den Berichtigungen" des Der kriegsministerielle Berichtiger ist schnell fertig mit feinem unglaubwürdig erscheinen. Die Sigung wird sodann auf Kriegsministeriums zugrunde liegen. Daher können solche Fest- harten Urteil: freie Erfindung", da die fraglichen Felddienstübun- heute vertagt. Das Urteil dürfte heute abend verkündet werden. stellungen" feinerlei Anspruch auf absolute Uebereinstimmung mit gen in jenen Tagen" nicht stattfanden. Daß sie überhaupt der objektiven Wahrheit erheben. Im vorliegenden Falle um so nicht stattfanden, hütet er sich zu sagen, und das ist doch das Entweniger, als die Briefe, die fie berichtigen sollen, für jeden Unscheidende. Es handelt sich bei der Zeitangabe möglicherweise um befangenen von der ersten bis zur letzten Zeile den Stempel des einen Irrtum. In dem fraglichen Briefe ist das Datum folgenderLebenswahren und Erlebten tragen und bei ihrer Abfaffung teiner- maßen angegeben: Straßburg, d. 2. 22. 1914. Da es einen 22. Monat lei Tendenz gegen die Militärverwaltung in Frage fam. Der nicht gibt, wurde angenommen, der Punkt hinter der ersten 2 Briefschreiber hat sicher niemals geahnt, daß diefe Briefe an seine gehöre eine Ziffer weiter und so wurde beim Abbrud des Briefes Braut und an seinen Vater einmal veröffentlicht werden könnten. der 22. 2. 1914 als Datum angegeben. Aber es ist auch möglich, Die familiären und rein persönlichen Stellen der Briefe- die nicht daß der Briefschreiber versehentlich die Monatsziffer doppelt geveröffentlicht worden sind bestätigen die über seinen Charakter schrieben hat und es: 2. 2. 1914 heißen muß, oder ein anderer und seine Lebensführung von allen, die ihn kannten, gemachten Schreibfehler vorliegt. Solche irrtümlichen Datumsangaben kommen Mitteilungen. Er war ein aufrichtiger und wahrheitsliebender ia in Briefen öfter vor. Die in dem fraglichen Briefe gemachten Mensch, dem alle Flunterei und Aufspielerei fern lag und der für Angaben über eine fünftägige Felddienstübung quer durch das Elsaß jein Alter ungewöhnlich ruhig und gesezt auftrat, von dem daher sind aber derart konkret und detailliert, daß die unmittelbaren in seiner Heimat tein Mensch glaubt, daß er in seinen Briefen Vorgesetzten und die Kameraden des Verstorbenen imstande sein freie Erfindungen" aufgetischt hätte. müssen, an ihnen das Datum zweifelsfrei festzustellen. Das hätte Die einzelnen Punkte der friegsministeriellen Berichtigung er- sich auch das Kriegsministerium sagen können und es durfte sich weisen sich bei näherer Betrachtung als Argumente ohne Beweis- deshalb nicht mit der Erklärung aufrieden geben,„ in jenen Tagen" fraft. So wird die Angabe in der Karte vom 8. Januar:" Ich sollte habe keine lebung außerhalb Straßburgs, stattgefunden. ins Lazarett, doch ist es zu überfüllt," für unzutreffend" erklärt, und dabei behauptet, der Mann habe sich wegen eines wundgelaufenen Fußes frant gemeldet und sei vom 7. bis 11. Januar 1914 als revierkrank behandelt worden. Damit vergleiche man, was ber Mann selber in einem im Vorwärts" aus Raummangel nicht mit veröffentlichten Briefe vom 13. Januar an seine Braut über die Fußkrankheit" schreibt: " Aus der Partei. Kon nur unter anderem Namen weiter erscheinen. Trotzdem hat G Aus der Leidenschronik der lettischen Arbeiterpreffe. Als die lettischen Arbeiter am Anfang des Jahres ihre Tageseitung schufen, wußten sie, daß fie nur unter Aufwendung aller Kräfte am Leben zu erhalten ist, daß ein harter Kampf ihrer wartet, scharfe Waffe zu entreißen. Und in der Tat, die Maßnahmen gegen daß die Behörden alles aufbieten werden, um den Arbeitern diese bie Arbeiterpresse wurden von Tag zu Tag strenger: scharfe Waffe zu entreißen. Und in der Tat, die Maßnahmen gegen fistationen und Bestrafungen waren an der Tagesordnung, die Verantwortlichen wanderten einer nach dem anderen ins Ge= fängnis. Viermal wurde die Zeitung ganz verboten, und konnte die Zeitung ihre Position behauptet und den Leser- und Unterſtützerfreis bedeutend erweitert. Diefer Mißerfolg scheint die Gewalthaber ganz außer sich gebracht zu haben. Da fie auf gefeßlichem Wege der Arbeiterpresse nichts mehr anhaben können, versuchen sie jetzt auf Briefen behaupteten Soldaten selbstmorde sind der beste Arbeiterzeitung zu verbreiten. Dieses Borgehen ist eine brutale Die Angaben der„ Berichtigung" über die beiden in den andere Weise ihr den Todesstoß zu versetzen. Die Polizei hat den Beitungsverkäufern und Händlern bei Strafe verboten, die Beweis, daß an allen Angaben Sizblechs etwas dran" ist, und daß Gesegesverletzung; aber die Händler haben sich gefügt und die sie deshalb nicht durch einfaches Abstreiten widerlegt sind. Es joll weitere Verbreitung der Zeitung abgelehnt. Darauf hat die Refein Selbstmord durch Erhängen, sondern nur ein Selbstmordverjuch baktion die Arbeiterschaft aufgefordert, die Verbreitung der Zeitung durch Erhängen vorgekommen sein; der Betreffende soll erblich auf andere Art au organisieren, um auch dieses Hindernis zu belastet und geistig nicht normal" sein, niemanden soll ein Ber- überwinden. In der legten Woche fanden mehrere Haussuchungen ach hatte es an der Lunge, es sollte Lungenentzündung sein. schulden treffen". Im zweiten Fall soll es zwar richtig sein, daß in den Redaktionsräumen statt; Belastendes wurde nicht geAber es geht jetzt wieder, denn ich mache wieder Dienst mit, und sich ein Mann geschossen" hat, es soll aber nicht feststehen, daß am Freitag muß ich wieder auf Wache. Doch ich soll mich noch es in selbstmörderischer Absicht geschehen sei. Der Betreffende funden. Auch auf die Drudereibefizer versucht die Polizei in acht nehmen, daß es nicht wieder fommt, denn es hätte jest so wird versichertzog sich beim Gewehrreinigen eine Schußber- ungern und nur gegen enorme Entschädigung sind die Unternehmer einzuwirken, um die Herstellung der Zeitung zu verhindern; nur gut gegangen. Doch wie soll man sich hier in acht nehmen in legung an der rechten Hand dadurch zu, daß das mit einer Plaz bereit, die Zeitung herzustellen. dieser Kälte und immer am Schneien." Wer tönnte wohl behaupten, daß diese schlichte Angabe übertriegsministeriellen Berichtigung" patrone geladene Gewehr sich entlud." Diese Behauptungen der wenn wir sie als wahr die Natur seiner Erfcantung nicht den Eindruck des Wahrhaften unterstellen- besagen nichts gegen die Glaubwürdigkeit des Briefmachte? Der Mann renommiert nicht, er lagt niemanden an; er schreibers. Es ist doch sehr wohl möglich, daß der Briefschreiber schildert einfach, wie es ihm geht. Soll man ihm nicht glauben, nichts davon erfuhr, daß der Mann, der sich aufgehangen hatte, daß er lungentrant war und wegen Ueberfüllung nichts ins Lazarett wieder ins Leben zurüdgerufen werden konnte. Das Motiv bei kam, nur weil die in ihrem Wert schon beleuchteten" Feststellungen" Soldatenselbstmorden ist bekanntlich nie„ festzustellen"; im Volfe des Kriegsmnifteriums ihn für fußfrant" erklären? Das Kriegsministerium behauptet ferner, der Verstorbene habe Derkwürdig mutet es aber an, daß man erst durch den Selbstmordist man jedoch in 90 bon 100 Fällen darüber kaum im Zweifel. in seinem Briefe vom 18. Januar über Uebungen im Gelände un- versuch hinter die„ erbliche Belastung" und die Geistesgestörtheit" tonferenz für den 7. medlenburgischen ReichstagsJn Strelik tagte am vergangenen Sonntag die Kreisrichtige" Behauptungen aufgestellt. Die Uebungen hätten an jenen des Mannes gekommen ist. Ebenso merkwürdig erscheint es, daß im wahlkreis. Wie aus dem gedrudt vorliegenden Jahresbericht Tagen zwar stattgefunden, seien aber nicht erst um 8 Uhr, sondern Zeitalter der chirurgischen Wunder ein Mann an einer Schußver- ersichtlich ist, geht es auch in diesem vorwiegend ländlichen Kreise schon(!) um 6 Uhr und um 7.33 1hr abends, in einem Falle bereits lehung an der Hand sterben muß Das eine wie das andere ist stetig vorwärts. um 1 Uhr mittags beendet gewesen. Im übrigen aber habe der zwar möglich, aber unwillkürlich fragt man doch, wie das möglich 836, darunter 104 weibliche Mitglieder. Die Einnahmen der KreisDie Zahl der Mitglieder flieg von 651 auf Berstorbene selbst an feiner dieser Uebungen teilgenommen. Aus fein konnte. Darüber aber erfährt man in der kriegsministeriellen leitung betrugen 3515,37 M., denen an Ausgaben 3074,91 m. gegen Raummangel verbietet sich der Wiederabdruck des angezweifelten Berichtigung nichts. überstehen. Auf der Tagung wurde eingehend darüber beraten, wie Briefes, aber es genügt schon, an einer einzigen Stelle des Briefes, die seinerzeit bei der Veröffentlichung fortgelassen wurde, ministeriums macht, ist nicht geeignet, den großen Eindruck, den wurde einstimmig Genoffe Faas Berlin, Redakteur des„ LandDer Gesamteindrud, den die„ Berichtigung" des Kriegs- man mehr wie bisher an die ländlichen Arbeiter herrlomme. Ant Stelle des aus Gesundheitsrüdsichten zurüdgetretenen Genossen Lüth weil sie belanglos erschien, zu zeigen, wie auch hier eine völlig die Veröffentlichung der Briefe Sizblechs in der Oeffentlichkeit arbeiter", zum Reichstagstandidaten gewählt. Beschlossen warde tendenglofe Schilderung tatsächlicher Erlebnisse vorliegt. Die feiner gemacht hat, aufzuheben oder auch nur zu beeinträchtigen. zeit fortgelassene Stelle lautet: noch, den weiblichen Mitgliedern die Gleichheit" für 5 Pf. pro Nummer zu liefern. Die nächste Konferenz findet in Neubrandenburg statt. und um 5 Uhr ging's los, dann mußten wir 30 bis 38 Kilometer laufen, bis wir den Feind antrafen. Dann ging das ganze Infanterieregiment 143 gegen das 132. Infanterieregiment. Es wurde nicht eher Schluß gemacht, bis sich einer zurückzog. Wir durften uns nicht zurückziehen, denn das Infanterieregiment 143 sollte hoch in Ehren bleiben, und so mußten Rennbahnkorruption. Dritter Verhandlungstag. Nach eintägiger Unterbrechung sind die Verhandlungen in dem air schwer bran halten. Des Mittags um 1 Uhr wurde ½ Stunde Bestechungsprozeß gegen die Gendarmeriewachtmeister Haneberg. Bause gemacht. Da gab's Spederbsen, denn die Felbrüche ging Suchsland und Ergleben gestern vormittag wieder aufgenommen mit uns: Das war ein Effen, halb gar. Wenn die halbe Stunde woorden. Auch das Gewertschaftsorgan will man jetzt vernichten. Sechs Jahre hat es der Arbeiterschaft in ihren Kämpfen beigeftanden, fechs Jahre hat es allen Verfolgungen getrost, jetzt ist es nach mehreren aufeinanderfolgenden Konfiskationen und Bestrafungen verboten worden. Ein neuer Streiter ist schon an seine Stelle getreten und der Kampf geht in verschärfter Form weiter. getreten und der Kampf geht in verschärfter Form weiter. Aus den Organisationen. " Polizeiliches, Gerichtliches usw. Beleidigte Schuleute. Steinbühel von der dortigen Arbeiterzeitung" au 50 Mart Begen Beleidigung der Schuhleute in Essen wurde Genosse herb fir a fe verurteilt. Er hatte in einem Versammlungsbericht das starke Aufgebot von Schuhleuten satirisch fritifiert. Der Bolizei Nr. 165. 31. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Und wieder die Elektrizitätsfrage. Sonnabend, 20. Juni 1914. Die Entscheidung über die B. E. W. steht unmittelbar bevor.| Warum nicht alle sieben Tage? Liegt etwa kein Bedürfnis Gestern beriet das Magistratskollegium über die Angelegenheit. vor? So fragen sich viele. Es geht nicht, sagt der Stadtrat Hamburger, der Dezernent für das Elektrizitäts- Gärtner als Fachmann. Wie der Mensch, will auch wesen der Stadt, hielt ein mehrstündiges Referat über die Materie. Die Partnatur ihre Erholung haben. Tausend, zweiDann begann die Diskussion, die sich stundenlang hinzog, aber tausend, oft dreitausend Luft- und Lichthungrige auf Bei dem Duell, das sich zwischen der Stadt Berlin und den noch nicht zur endgültigen Entschließung führte. Die Entscheidung solcher mächtigen Spielwiese, die können schon die B. E. W. zurzeit abspielt, sind nur die Personalien der Stadt ist für Berlin eine folgenschwere, und es fragt sich nun, ob im Millionen von Grashalmen aus Reih und Glied zwingen. genau bekannt, während sich um die Gegenpartei ein mystisches Magistrat der Einfluß der A. G. G. und der B. E. W. so start ist. Die niedergedrückten Gräser würden selbst über Nacht das Dunkel legt. So viel haben allerdings mit der Zeit auch weitere dem Privatkapital auch ferner auf eine kleine Ewigkeit hinaus die Wiederaufstehen vergessen, wenn sie tagtäglich gar so viele erKreise erfahren, daß die B. E. W. mit der Allgemeinen Elektrizi- Herrschaft über die Versorgung der Bevölkerung mit elektrischem holungsbedürftige Gäste auf sich herumtrampeln lassen tätsgeſellſchaft aus einem Topje eijen. Aber Smit it bie sternt Licht und mit elettriſcher straft zuzuschieben. müßten. Man siehts ja an den schattigen Stellen unter Sollen die Allgemeininteressen nicht mit Füßen getreten wer- dem Laubdach überhängender Parfbäume. Dahin ziehen den, so kann der Magistrat gar keinen anderen Entschluß fassen sich im glühenden Sonnenbrand Hunderte zur Dauerals den, die B. E. W. in Regie der Stadt zu übernehmen. raft zurück, und die baldige Folge ist die Vernichtung des Graswuchses. Nein, es geht wirklich nicht. Das Bedürfnis für sieben freie Tage auf der herrlichen Spielwiese ist sicher vorhanden, aber es muß sich dem Erholungsbedürfnis der Grasfläche, der Freude der Menschen an dem weiten grünen Rafen unterordnen. Die freien Tage auf der Spielwiese haben sich tief einso anspruchslos, heiter und anregend zum vollen Ausdruck tommt. Hier ist man Mensch, hier darf man's sein. Nur die notwendigsten Schranken sind der Sommerlust von Groß nis noch nicht viel weiter gediehen, und es erhebt sich die interessante Frage danach, was sich denn eigentlich hinter den drei schmudlosen und doch so gewichtigen Buchstaben A. E. G. verbirgt. Das ist nun ein weites Feld, und wir haben nicht die Abficht, es in einiger Ausführlichkeit zu schildern. Wir wollen vielmehr bloß auf einen häufig übersehenen Umstand hinweisen, daß nämlich die A. E. G. nicht etwa eine nur in Berlin sitzende gewaltige Attiengesellschaft ist, die sich mit der Fabrikation elektrotechnischer Gegenstände, Turbinen, Maschinen und Apparaten, Viel zu lange schon ist diese Entscheidung verzögert worden. Jetzt endlich muß die Entscheidung fallen. Wir hoffen, daß, der Magistrat den vielen verpakten Gelegenheiten nicht eine neue zufügt, unter denen Berlin heute so schwer seufzt. Kabeln und Transformationen befaßt, auch ganze Glettrizitäte Für Für die Opfer des Charlotten- gebürgert im Berliner Volksleben, das wohl nirgends ſonſt werte einrichtet und betreibt, sondern daß sie auch das Haupt eines gewaltigen Konzerns ist, der seine eisernen Arme weit über das ganze Land, ja über die Grenzen unseres burger Denkmals- Prozesses. und dem metallenen Bärenschild üben verständnisvolle den lachenden Sonnenschein, in dessen strahlender Wärme Landes und unseres Kontinents hinaus gespannt hat. Neben ihm Die unschuldigen Familienangehörigen der Verurteilten und Klein, gezogen, fein Behelmter stört den Naturfrieden, besteht in Deutschland ein anderer Konzern, der der Siemens- im Charlottenburger Denkmals- Prozeß bedürfen dringend der und die städtischen. Aufsichtsbeamten mit der blauen Müße Schudert- Werte( S. S. W.). Wer die Elektrizitätsverhältnisse materiellen Unterstützung. Es sind schon eine ganze Reihe Zurückhaltung, drohen nur mal mit dem Krückstock, wenn Deutschlands tennen lernen will, muß den Tätigkeitsspuren dieser zum Teil namhafter Beträge aus Kreisen, die der sozialdemo- findlicher Uebermut allzu sehr über die Stränge schlagen will. Gruppen sorgfam folgen. Unmittelbar zu den beiden gewaltigen fratischen Partei fernstehen, die aber empört über das harte Konzernen gehörten schon 1913 83+ 78= 161 Elektrizitäts- und Urteil find, eingegangen. Auch in Parteitreisen sind ganz Wiese, aus weit entfernten Gegenden, die nicht so glücklich Mit Kind und Regel zieht man hinaus auf die grüne Straßenbahnunternehmungen in Deutschland. Seitdem wird diese spontan private Sammlungen veranstaltet worden. Zahl wohl noch um rund 10 Proz. auf 175 gestiegen sein. Das besonders Bemerkenswerte ist dabei, daß sich darunter eine Reihe gerechte Verteilung zu ermöglichen und um in die Sammlung mindesten. Die jungen Menschenblüten da drinnen, die noch Um nun aber für die bisher eingelaufenen Spenden eine sind, Freiflächen zu Spiel und Erholung zu besitzen. Eine fleine Kinderwagenburg fährt auf und stört nicht im bon Sonderunternehmungen befindet, die nicht dem einen oder für die Opfer der Klassenjustiz Drdnung zu bringen, hat der dem andern Konzern ausschließlich gehören, in denen sie sich viel- Vorstand des sozialdemokratischen Zentralwahlvereins für nichts von Sorge und Elend wiffen, ſehen über sich nur mehr gemeinsam betätigen. Zu solchen Unternehmungen, bei Teltow Beeskow- Storfow- Charlottenburg beschlossen, seinem denen eine oder mehrere Tochtergesellschaften beider Gesellschaften Raffierer die Entgegennahme der gesammelten Beträge und beteiligt sind, gehören zum Beispiel die Oberrheinischen Kraft die Auszahlung der Unterstügungen zu übertragen. Alle ein werte A. G. in Mülhausen i. Els., die mit einem Aftientapital laufenden Spenden wie die Verteilung der Unterſtügungen von 20 Millionen Mart durch Zusammenwirken der zum A. E. G. werden durch die ständigen Revisoren des Zentralwahlvereins Konzern gehörigen Elettrobant in Zürich und der zum S. S. W.- kontrolliert. Konzern gehörigen Elektrischen Licht- und Kraftanlagen- Gefell- Der unterzeichnete Vorstand bittet, alle ferneren Sendungen schaft m Berlin gegründet wurden. Dazu gehört auch das unter unter der Angabe der Zweckbestimmung an der Führung von Hugo Stinnes stehende Rheinisch- Westfälische Elektrizitätswerk A. G. in Essen, an dem sowohl die dem S. S. W.Ronzern angehörige Elektrische Licht- und Kraftanlagen A., G., richten zu wollen. Berlin, wie auch die dem A. E. G.- Konzern angehörige Gesellschaft für elektrische Unternehmungen A. G. in Berlin beteiligt ist, während gleichzeitig in ihr die berühmten Kohlen- und Eisenmagnaten Hugo Stinnes, A. Thyssen, Kirdorf und Haniel mit den Bertretern der Deutschen Bank, der Dresdner Bank und der Darmstädter Bant zusammenwirken. Die Verbindung der beiden großen mu Elektrizitätskonzerne, der A. E. G. und der S. S. W., noch ver- Eine Bolksversammlung findet am Dienstag, den 23. Juni stärkt durch die bis 1912 selbständige Bergmann- Gesellschaft, die 1914, abends 8%, Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schöninzwischen an die S. S. W. übergegangen ist, mit dem Ring der Hauser Allee 10, statt. Alex Pagels, Berlin SW 68, Lindenstr. 3 50 Der Zentralvorstand. J. A.: Mar Groger. Parteiangelegenheiten. Tagesordnung: Aus russischen Kerkern! Ein Hilferuf. Die Leiden der politischen Gefangenen Rußlands. Kohlen- und Eisenfürsten Stinnes, Thyssen, Kirdorf usw. zeigt, ordaß seine vollständige Bertrust ung des deutschen Elektrizitäts- und Straßenbahnwesens weitfichtig borbereitet worden ist. Namentlich auch durch die großen Bantengruppen, die hinter der A. E. G. und den E. S. W. stehen: Deutsche Bant, Dresdner Bant, Tarmstädter Vortrag des Schriftstellers Ernst Reuter( mit erläuternden Bant, Berliner Handelsgesellschaft, Diskontogesellschaft, S. Bleichröder gehören beiden Konzernen an. fie doppelt kräftige Stinder des Volkes werden sollen. Denn was hier spielt, das ist Volt, wahres Volk. Die Bonne der abfärben, beileibe nicht hierherführen. Affig geputzte höhere feinen Herrschaft darf ihre Schutzbefohlenen, damit diese nicht Töchter, die den Spielplatz passieren, rümpfen die Nase, wenn freude, und den Herren Gymnasiasten mit der schlechten sie den Trubel sehen, haben fein Verständnis für die MassenStraßenerziehung sind, damit der Kastengeist schon unter der Jugend zu seinem Rechte kommt, besondere Rasenflächen als Spielplag eingeräumt. Außenseiter in Kinderschuhen! Auf der großen Volkswiese das sind die dankbarsten Objekte für alle Kinder und Volksfreunde. Stramm und manchmal leider auch recht fümmerlich zur Welt gekommene Erdenbürgerlein, die faum frauchen können, strampeln in unverfälschtester Naturblöße auf dem sonnendurchwärmten Rasen. Daneben verteilt Mutter aus blecherner Kanne talten Kaffee und Schrippen und Stullen. Ein kräftiger erster Biß, dann geht's ohne Aufenthalt mit vollen Baden weiter im lebensfrohen Spiel. Am Wiesenrand ist mit hoher Erlaubnis jogar noch ein füßer" Karren aufgefahren, der mit Eiswaffeln und Himbeerwasser, mit Kirschen und Bananen auch die Leckermäulchen befriedigt. Beim Spiel wird man hungrig. Die unvermeidlichen Stullenpapiere reden am Abend, wenn sich die Dämmerung über die Wiese senkt, eine gar deutliche Sprache. Und wie wird hier gespielt! Ungeniert, die Mädels vielfach in Pumphöschen, die Jungens Streitereien find Zu der Versammlung werden Eintrittskarten zum Preise gerade mit dem Nötigsten bekleidet. von 20 Pf. verausgabt, die in nachfolgenden Ausgabestellen Seltenheiten, weil alles sich wie eine einzige große zu haben sind: Zigarrengeschäft Schröder, Hagelbergerstr. 54,55. Familie fühlt, die gleiche Lebensinteressen hat und in Bigarrengeschäft Horsch, Engelufer 15. Zigarrengeschäft Bau- einander aufgeht. mann, Rungestr. 30. Bureau des 4. Wahlkreises, Stralauer Ja, es ist etwas Schönes um diese Spielwiesen in GroßBlak 10/11( von 9-1 und 5-7 Uhr)." Vorwärts"-Spedition, Berlin. Nicht genug können ihrer sein, und jede. Bestrebung, Petersburger Platz 4. Zigarrengeschäft Schneider, Hufeland- neue zu schaffen, muß von den maßgebenden Instanzen und ftraße 30. Vorwärts"-Spedition Mars, Greifenhageuer Str. 23. Persönlichkeiten im Interesse der Volkswohlfahrt mit aller Restauration Dieseler, Brunnenstr. 150, im Hof. Restauration Straft gefördert werden. Friedrich, Gerichtstr. 19. Restauration von Paersch, Oldenburger Str. 10. Lichtbildern). Der Ueberschuß wird dem Deutschen Hilfsverein für die politischen Gefangenen Rußlands zugewendet. 1 Die Konzentration und Vertruſtung auf dem Gebiete der Elettrizitätsversorgung und des Verkehrswesens hat in Deutsch Land einen Grad erreicht, der amerikanischen Verhältnissen nicht biel nachgibt, nur daß es in Deutschland infolge der Vielgestaltig feit des Gesellschaftswesens und der Anonymität unserer Attienbanten schwerer ist, die Verschachtelungen und Beteiligungen zu erkennen, die in Amerika vielfach mit dem Namen eines einzelnen Mannes verknüpft sind, z. B. eines Rockefeller, eines Morgan und eines Hill. Wie die Schauspielerinnen zumeist ihren bürgerlichen Ratten im Tiergarten. Uns wird geschrieben: Wer zurzeit Namen ablegen und ein Künstlerpseudonym wählen, wenn sie zur einen der schönen Abende genießen und nach des Tages Laft und Bühne gehen, so wechseln auch die großen elektrischen ZentralMühen sich im Tiergarten ein wenig ergehen will, fann da recht firmen ihre Namen in den Ausstrahlungen der lokalen Werte. unliebsame Beobachtungen, namentlich in der Nähe des GoldfischElektrizitätswert Ringelheim: G. m. b. 5." flingt ganz unaufteiches, machen. Wenigstens ging das mit fürzlich an verschiedenen fällig, nicht wahr? Wer einmal in dem gottverlassenen Nest in der Bierter Wahlkreis. Von der 15. Abteilung findet am Sonntag, Abenden ſo, als ich mit meiner Frau durch die TierProbing Hannover gelvesen ist, sieht dieser Ueberlandzentrale den 21. Juni, vormittags 10 Uhr, eine Besichtigung des Krema gartenwege schlenderte. Mehr als ein Dußend großer, wohlnatürlich nicht an, daß zwischen ihr und der bayerischen Ueberland- toriums in Baumschulenweg statt. Treffpunkt morgens 8 Uhr genährter Ratten saben wir über unseren Weg flizen; und zentrale A. G. in Regensburg, sowie der Ueberlandzentrale West in den Bezirkslokalen. Für Nachzügler bei Erbe, Baumschulen als wir auf einer Bant ein wenig ausruhten, erwiesen preußen G. m. b. H. eine innige Verwandtschaft besteht; alle drei firaße, Ede Ernststraße. Berte gehörten ursprünglich der Bergmann- Gesellschaft und gingen einen Familienausflug nach der Jungfernheide. sondern trieben ihre Spiele ganz in unserer Nähe. So interessant Die 41. Abteilung veranstaltet am Sonntag, den 21. Juni, sich die flinken, dunkelhäutigen Rager gar nicht, menschenschen 1912 an die S. S. W. über. Es bedarf schon eines genauen Stu- Abfahrt nachmittags 1 Uhr mit der städtischen Straßenbahn von auch im allgemeinen derartige Tierbeobachtungen in freier Natur find, diums, um allen diesen Wandlungen ins einzelne zu folgen. Elbinger Straße, Ede Kniprodestraße bis Virchow- Krankenhaus. Für ein unangenehmes Gefühl der Belästigung wurden wir doch nicht Denn so wechselreich das Schicksal dieser nur als Beispiele heraus- Rachzügler: Treffpunkt bis 4 Uhr Lokal„ Deutscher Kronprinz am los. Auch von anderer Seite, der wir Mitteilung von diesem Rattenjo gegriffenen Werke war, so wechselboll war auch das vieler anderer, Spandauer Schiffahrtskanal. überfluß machten, wurden uns unsere Erlebnisse bestätigt. Immer wir erwähnen nur die von den großen Konzernen allmählich alle Erklärung. Nach dem gestrigen Bericht von der Charlotten- bin tönnte man sich den Tiergarten, unsere größte Berliner Parkübergeschluckten Gründungen der Lahmeyer- Gesellschaft, des burger Generalversammlung hat der Genosse Olhoff behauptet, die anlage, auch ohne Ratten ganz angenehm denken. Und vielleicht beEachsenwertes, des Helios und anderer früher ziemlich bedeutender Reuköllner Delegierten hätten es unter sich abgelehnt, für die Char- darf es nur einer Anregung, daß man es braucht nicht gerade Fabrikationsfirmen. lottenburger Stompensationsvorschläge zu stimmen. Der Genosse ein Erlaß Jagowe zu sein! von der Verwaltung den langWenn wir oben sagten, daß neben dem A. E. G.- Konzern der Dlhoff ist einer Mystifikation zum Opfer gefallen. Nicht die Neuder S. S. W. beſtehe, so soll das natürlich nicht heißen, daß diese töllner Delegierten, sondern die große Drtstonferenz hatte sich mit geschwänzten Nagern im Tiergarten etwas energisch auf den Leib beiden Gruppen völlig gleichbedeutend und gleichberechtigt wären. den Anträgen beschäftigt und die Charlottenburger Vorschäge ab- rüdt und ihnen ihr wild wucherndes Leben ein wenig faurer macht So wie die„ Garde" die Eristenz anderer militärischer Formationen gelehnt. Also Bindung von unten nach oben. Nachdem vor einem als es gegenwärtig der Fall zu sein scheint. Jahr die Frage in der Kreisgeneralversammlung erörtert wurde, zwar nicht ganz leugnen kann, aber doch nur mit dem mühsam hielten die Neuköllner eine neue Diskussion, für zwecklos, sie haben dem eigenen Selbstbewußtsein abgerungenen Wort von den„ be- daher schon auf der vorlegten Generalversammlung gegen die Verwaffneten Horden in der Proving" anerkennt, so ist der A. E. G.- bandlung des Brizer Antrages und jetzt gegen die Verhandlung des Konzern die Garde unter den Elektrizitäts- Charlottenburger Antrages gestimmt. firmen. Die Angliederung der Bergmannwerke hat den S. S. W.- Konzern eher geschwächt als gestärkt. Aber:„ Non- Lichtenberg. Die vom Bildungsausschuß veranstaltete Besichtigung haltig ausgestatteten Warenlager die Fluß- und Kanalläufe Furrenz muß sein," sagen fich die Männer der A. G. G., die vor des alten und neuen Wasserwerks findet am Sonntag, den 21. Juni, in und um Berlin abstreichen sehen, Bier und Backwaren, einer Verstaatlichung der Elektrizitätsversorgung in Deutschland mittags 2 Uhr statt. Treffpunkt: Mittage 1 1hr am Bahnhof Startoffeln, Gemüse, Brot, Wurst, Speck, Käse, Butter, allerhand Manschetten haben und daher den Anschein eines Rummelsburg- Dft. Die gleichfalls vorgesehene Bejichtigung der Zigarren, Schreibwaren, Plüschschuhe, Hosenträger, Lederabsoluten Monopols gern vermeiden möchten. In Wirklichkeit städtischen Gas- und Elektrizitätswerke wird noch bekanntgegeben. riemen, alles ist vertreten und findet bei den Schiffern willige fönnen sie sowohl in der elektrotechnischen Fabrikation wie auch im Waidmannsluft. Heute Sonnabend, den 20. Juni, abends Abnehmer. Mit den alten Schiffern gibt es zunächst längere Gebiete der Elektrizitätsversorgung in Deutschland ihre Bedin- 8 Uhr, in den„ Kronprinzensälen( Inh. Ruß) in Glienice Mit- Begrüßung und Nachrichtenaustausch, mit den Neugungen diftieren, wenn nicht Staat und Gemeinden einige Sefb- gliederversammlung des Wahlvereins. ständigkeit aus diesem Strudel der Ereignisse zu retten wissen. Nach diesen Darlegungen erkennt man wenigstens in den Umriffen, wer eigentlich die A. E. G. sind, die in der bescheidenen Maske der B. E. W. jekt mit der Stadt Berlin über die Elektrizitätsverforgung verhandeln wollen. Es ist wirklich schade, daß nicht vor Beginn des Kampfes auch auf diesem Felde der Kartenwechsel oder die feierliche Vorstellung Aufschluß über die Personalien gibt! Manch einem ahnungslosen Gemüt würde es bann wie Schuppen von den Augen fallen. Der Wahlvereinsvorstand von Neukölln. Berliner Nachrichten. Der Wafferbudiker". " Jetzt, in der Hochsaison der Schiffahrt, ist der Wasserbuditer ein vielbegehrte Persönlichkeit. Etwa zehn Mann befassen sich mit diesem Gewerbe. Zu jeder Tageszeit kann man die fleinen Kähne mit dem geteilten Verded und dem reichlingen wird Freundschaft geschlossen. Der überall gerngesehene Mann stellt übrigens auch eine Art Postanstalt dar, denn er übermittelt Nachrichten sowohl schriftlich wie mündlich, kommt doch bei ihm mit der Zeit jeder Schiffer vorbei, deffen Auffinden sonst mit größten Schwierigkeiten verbunden wäre. Des Wasserbudikers größtes Hauptbuch füllt sich all mählich mit Adressen, wo und wann der und der seine Ladung Sonntag, Montag, Mittwoch, Freitag... bier Tage in löscht oder einnimmt. Das auf diese Weise gewonnene der Woche ist bis Mitte Oktober die große Spielwiese, über Adressenmaterial wird gern und gratis weitergegeben, so daß die jetzt mehrere der hervorragendsten Groß- Berliner Barf es manchem Schiffer ermöglicht wird, an einen Freund zu anlagen verfügen, zur öffentlichen Benugung freigegeben. schreiben, dessen Adresse seit Jahr und Tag unbekannt war. Auf der Spielwiese. Zum Tank dafür sorgt der Kunde stets für eine �Lexringizr�ng des Warenbestandes des Wafferbudikers. Bootsunfall bei Gatow. In der Nähe von Gatow an der Havel hat sich am gestrigen Mittag ein BootSunfall abgespielt, der leider ein Menschenleben ge- fordert hat. Der Handlungsgehilfe Paul Schmidt, Charlottenburg, Berliner Straße 90. hatte mit seiner Braut, der neunzehnjährigen Charlotte Schüler, Bayerischer Platz 2 wohnhaft, eine Bootsfahrt unternommen. Nach einiger Zeit wollten beide die Plätze wechseln. Das Mädchen, das am Steuer saß, wollte sich nach der Mitte deS Bootes begeben, verlor jedoch das Gleichgewicht, so daß der Kahn kenterte. Die beiden Insassen fielen ins Wafier, in dessen Fluten Fräulein Sch. versank. Es gelang Schmidt zwar, seine Braut noch einige Minuten über Wasser zu halten, dann aber verließen ihn die Kräfte und er versank gleichfalls. Ein vorüberfahrendes Segelboot nahm Schmidt im letzten Augenblick auf, während das Mädchen von der Strömung fortgetrieben wurde. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. �_ Ausstellung für Säuglingskundc. Von Arbeiterniüttern gehen uns über diese neue Einrichtung vielfache Beschwerden zu. Be- mangelt wird von den Beschwerdeführerinnen, daß das verlangte Eintrittsgeld von 60 Pf. so hoch sei, daß Frauen aus dem Arbeiter- stände auf den Besuch verzichten müßten. Wir sind ebenfalls der Ansicht, daß solche Einrichtungen überhaupt nur einen Zweck haben, wenn der großen Masse deS Volkes Gelegenheit gegeben wird, diese Ausstellungen zu besichtigen. Nur dann kann die Au«- stellung. kulturfördernd wirken. DaS geschieht aber nicht bei so hohen Eintrittspreisen. Deshalb erwarten wir von der Leitung des Unter- uehmenS, daß sie den Arbeiterniüttern Gelegenheit gibt, zu einem minimalen Preise die Ausstellung zu besichtigen. Ein schwerer Automobilunfall ereignete sich Donnerstagabend am Äniferdamm. Die 13jährigc Arbeiterin Marie Kursch, Röntgen- stratze S wohnhaft, befand sich in der Begleitung ihres Bräutigams auf dem Wege nach der elterlichen Wohnung. Beim Ueberl'chreiten des KaiserdainmS geriet das junge Mädchen unter die Räder eines MraftwagenS und zog sich eine schwere Gehirnerschütterung sowie einen Schädelbruch zu. Die Schwerverletzte wurde in das Kranken- hgus Westend gebracht. Der Bräutigam des Mädchens, der Mon- teur Hoffmann, wurde, als er seine Braut unter den Rädern des Automobils liegen sah, vor Schreck irrsinnig und mußte in eine Nervenheilanstalt gebracht werden. Ein falscher Schularzt. . Ein gemeingefährlicher Bursche, vor dem bereits die Schulleiter warnen müssen,»reibt gegenwärtig in Berlin sein Unwesen. Cr gibt sich als Schularzt aus und sucht solche Wohnungen auf, fn denen schulpflichtige Mädchen allein anwesend sind. Unter der Angabe, er sei Schularzt und von der Schulverwaltung aus gesandt, fordert der Fremde dann die Mädchen auf, sich zu entkleiden. Er hybe den Auftrag, sie zu untersuchen. Der gefährliche Mensch ver- steht eS dann, derart auf die Mädchen einzuwirken, daß sie seinen Wunsch erfüllen. Und nun vergeht sich der falsche Schularzt an seinen wehrlosen Opfern. In den Schulen ist bereits vor dem Treiben des Sittlichkeitsverbrechers gewarnt worden. Bei einem Besuch in Berlin tödlich verunglückt ist der 21 Jahre alte Kaufmann Chaim Königsberger aus Wien. Der junge Mann kam hierher, um seinen Onkel zu besuchen. Er fuhr mit der Straßen- babn und stieg an der Ecke der Klosterstraße aus. Als er über den Damm der Königstraße hinübergehen wollte, wurde er von einem Straßenbahnwagen zu Boden gestoßen. Der Führer hielt so rasch. daß der Verunglückte nicht überfahren wurde. Nachdem König«- b-ergtt �uf der Rettungswache die etste Hilfe Erhalten hatte, konnte er zu seinem Onkel gehen. Im Laufs, des Nachmittags bekam er hier Blutorbrechen und sein Zustand wurde so schlimm, daß man ihn mit einem Wagen nach dem Krankenhaus am Friedrichshain bringen mußte. Auf dem Wege dorthin aber starb er schon. Der Arzt im Krankenhause konnte nur noch seinen Tod feststellen, der wahr- scheinlich aus eine Gehirnerschütterung zurückzuführen ist. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. Ein gefährlicher Wohuüngseinbrecher, der bei der Festnahme seiner beiden Spießgesellen entschlüpfte, wird von der Kriminal- Polizei eifrig gesucht. ES ist ein 27 Jahre alter auS Dillweißenstein gebürtiger Schlächter Hermann Köllc, der den Spitznamen.Schlächter- Hermann" führt. Kölle betrieb mit seinen jetzt verhafteten Helfers- Helfern einem Bäcker Dettler aus Pretitz und einem Schlächter Sachs aus Danzig eine„Spezialität". Dettler mußte mit Dienst- niädchen Liebesverhältnisse anknüpfen, um Einbruchsgelegenheiten bei deren Herrschaften auszukundschaften. Wenn dann die Herrschaften nicht zu Hause waren, so holte Dettler die Mädchen zu einem Spaziergang oder nach dem Tanzboden ab, traf sich auf Verabredung mit Kölle und Sachs und steckte ihnen die Schlüssel zu, so daß fte in aller Ruhe in die Wobnungen eindringen und alles, was sie an Geld und Wertsachen fanden, herausholen konnten. So erbeutete die Bande an einer Stelle in der Mommsenstraße für 1200 und in der Weinmeislerstraße für 3000 M. an Gold- und Schmucksachen. Dettler besaß bei der Festnahme noch eine ganze Menge Adressen von Dienstmädchen, deren Herrschaften noch ein Besuch zugedacht war. Einen schweren Kampf mit Einbrechern hatten gestern früh der Eigentümer des Hauses Oranienburger Str. 46/47, Rentner GermerS- haiifen und fein Sohn zu bestehen. Gestern morgen in der fünften Stunde hörte der Sohn GermerShausen ein Geräusch auf dem Flur. Er sah, wie drei elegant gekleidete Männer sich an dem Türschloß bei Frank zu schaffen machten. Während er dann die Polizei be- nachrichligte, trat sein Vater auf den Flur hinaus. Einer der Ein- hrecher versetzte ihm sofort einen Schlag auf den Kopf und ergriff dann die'Flucht. Der junge Germershaufen eilte feinem Vater mit gezogenem Revolver zu Hilfe, gab mehrere Schüsse auf die Ver- brecher ab und traf beide. Der eine wurde so erheblich verletzt, daß er nach der Charitä gebracht werden mußt«. Er wurde festgestellt als ein Zuschneider Thomas Gazorg aus Pankow, ein Mann von 97 Jahren. Der zweite Einbrecher, der nur einen Streifschuß er- hielt, ergab sich jetzt ohne Widerstand und wurde von Schutz- männern nach der Revicrwache gebracht. Der dritte Einbrecher ist intkommen. Allem Anscheine nach hat man es mit.schweren" Jungen zu tun, die feingekleidet auf Beutezüge auszugehen pflegen. Verlegung von Straßenbahnlinien. Die Große Berliner Straßen- bahn muß wegen Bauarbeilen in der Alexanderstraße zwischen Landsberger und Kaiserstraße in den Nächten vom 22. zum 28., vom 28. zuin 24. und vom 24. zum 25. Juni von 1 Uhr an die Linien 11, 22. 36. 86 und 45 umleiten. Die Linien gehen über den Hackeschen Markt, An der Spandauer Brücke vorbei, durch die Neue Friedrichftraße, Rosenstraße, Kaiier-Wilhelm-, Spandauer Straße, Molkenmarlt. Stralauer, Neue Friedrichstraße, An der Stralauer Brücke, die Linien 69 und 71 über Landsberger, Kleine Frankfurter Straße, und die Linien 22, 68 und 168 über Rosenthaler Straße. tzackeschen Markt, An der Spandauer Brücke, Neue Friedrich-, Rosen-, Kaiser-Wilhelm-, Spandauer, Königstraße, Alexanderplatz, Lands- berger und Kleine Frankfurter Straße und umgekehrt. Die Kindcslcichc im Müllkasten. Einen grausigen Fund machten Müllabträger auf dem Grundstück Posener Str. 24. Beim Entleeren eines Müllkastens«nldeckten sie ein Paket, das die Leiche eines neu- geborenen.Knaben enthielt, die fest in Packpapier eingeschnürt war. Den Berlust eines Geldbetrages hatte ein Teilnehmer der vom Metallarbeiterverband veranstalteten Fahrt Bornholm-Kopcnhagen -n beklagen.' Wir werden gebeten, mitzuteilen, daß der Betrag auf Bornholm gefunden worden ist. Der unbekannte Verlierer kann denselben im Bureau des MetallarbeitervetbandeS, Limenstr. 88/85 bei Otto Lück in Smpfang nehmen. Falsche Alarmiertug. Die Berliner Feuerwehr wird tagtäglich böSwllligerivelse nach dem Gesundbrunnen alarmiert. Obgleich man eine Beobachtung der Feuermelder versucht und eine Belohnung von 30 M. auf die Ergreifung des oder der Täter ausgesetzt hat, war eS noch nicht möglich, diesem Unfug zu steuern. Arbeiter-BildungSschule. Die Teilnehmer am FortbildungSkursuS werden ersucht, am Sonntag früh pünktlich um 9 Uhr anwesend zu sein, damit die Delegierten zur Verbandsversammlung am Sonntag noch rechtzeitig zu den Verhandlungen kommen. Wer ist die Tote'? Aus dem Landwehrkanal gelandet wurde vor dem Haufe Kotlbufer Ufer 9 die Leiche eines noch unbekannten Mädchens von etwa 18—20 Jahren. Die Tot« ist etwa 1.50 Meter groß, hat dunkelblondes Haar und trug ein graues Jackett mit schwarzem Sammetkragen und großen Knöpfen, eine weißbraun- karierte Bluse mit Spitzenkragen, einen schwarzen Strohhut mit roten Sammelband und schwarze Spitzenhandschuhe. Kleine Nachrichten. Durch einen Sturz auS dem dritten Stock tödlich verunglück: ist der dreijährige Sohn deS Schlossers Zastrow aus der Koloniestraße 77. Frau Zastrow ging auf einen Augenblick hinunter, um eine Bestellung zu machen. Der Kleine, der noch im Bette lag, stand auf und wollte der Mutter nachsehen. Dabei verlor er das Gleichgewicht, stürzte hinab und blieb regungslos liegen. Ein Arzt konnte nur noch den Tod feststellen.— Das ein Jahr alte Söhnchen des Schlossers BlaviuS aus der WiSbyer Straße kam beim Spielen in der Küche der Gasflamme des Kochherdes zu nah«. Seine Kleider fingen Feuer und er verbrannte sich so schwer, daß er bald starb. Vorortnachrichten. Charlottendurg. Ein gewaltiger Dachftuhlbrand wütete gestern mittag gegen 12 Uhr am KönigSweg 29. Bei Ankunft der Feuerwehr sah die Situation schon recht bedrohlich auS, weshalb unverzüglich aus sechs Rohren Wasser gegeben wurde. Die Löschmannschaften hatten das Hauptaugenmerk darauf zu richten, die Nachbargebäude zu schützen. was schließlich auch gelang. Der vom Feuer«,mnal erfaßte Dach- stuhl brannte jedoch fast vollständig nieder. � Die Lösch- und Auf- räumungsarbelten zogen sich bis in die späten Rachmittagsstunden hin. lieber die Ursache des Feuer» konnte nichts ermittelt werden. Mariendorf. Die rege Agitation der„Roten Woche' hat dem Wahlverein bi« jetzt 178 neue Mitglieder gebracht. Da dies« den Ideen de« Sozia- liSmus noch fremd gegenüberstehen, so wird der Genosse Däumig in drei Einführungskursen diese neuen Mitglieder mit den Grund- gedanken des Sozialismus vertraut machen. Der zweite Vortrag findet am Freitag, den 26. Juni, wieder beiPreuß. Kurfürstenstr. 44, statt. Thema:„Fünfzig fozmldemokraiische Kampfjahre". Marienfeld«. Gemeindevertretersitzuu». In der lebten Sitzung berichtete der Gemeindevorsteher, daß die Sammlung für das Kriegerdenkmal im ganzen einen Betrag von 1700 M. gebracht hat.— Der Magisttat von Lichtenberg beansprucht von der Gemeinde 1188 M. für Schul« Unterhaltungskosten, da in den hiesigen Daimler-Werken ein Teil Arbeiter beschäftigt sind, deren Kinder die Lichtenberger Schule be- suchen.— Der folgende Punkt der Tagesordnung behandelte den Ankauf eines Terrains für Anlegung eines Gemeindeparks. �Zn Aussicht genommen ist dafür da« ehemalige Kammergut Horstenstem, jetzt den Wilkeschen Erben gehörig. Für zirka 40 Morgen werden inkl. Gebäude 375 000 M. gefordert. Da das Grundstück schon zum größten Teil einen sehr alten Baumbestand hat, so würde«S sich zu einem Volkspark ganz besonders«ignen. Es besteht die Absicht, einen Teil des Grundstücks später als Baustellen zu verkaufen. 18 Morgen sollen für den Park Verwendung finden. Beschlosien wurde, einet: Lokaltermin auf dem Grundstück abzuhalten und dann nochmals zu dem Ankauf Stellung zu nehmen. Adlershof. Die Justiz im Dienst« der Politik, lieber dieses Thema sprach in einer gut besuchten öffentlichen Versammlung Genosse Wuschick. An der Hand zahlreicher krasser Beispiel« geißelte der Redner die in letzter Zeit gefällten Urteile der preußischen Justiz. All« diese Urteile müßten die Arbeiterschaft veranlassen, die Organisationen deS Prole» tariat» zu stärken. Nach dem mit reichem Beifall aufaenommenen Vortrage betonte Genosse Neumann, daß die vom Referenten er- wähnten krassen Urteil« der letzten Zeit dem Klasseninstinkr unserer heutigen Richter entsprängen. Der Massenstreik, das letzte Mittel de« Proletariats, werde sicher kommen. Genosse Klodt appellierte an die Versammelten, unablässig für die Stärkung der gewerkschaftlichen und politischen Organisationen Sorge zu tragen. Der Männer» gesangverein Frohsinn erhöhte durch mehrere Gesangvorträge die Stimmung der vom besten Geiste beseelten Versammlung. Versammlungen. Mißstände in den Werkstätten der Hoch- und Untergrundbahn. In einer kürzlich abgehaltenen Versammlung der Werkstätten- und BctriebSarbeiter der elektrischen Hoch- und Untergrundbahn wurde lebhaft über folgende Mißstände geklagt: An den Einfahrten der großen Hauptwerkstatt befinden sich Türen, die sehr unvollkommen schließen. An den unteren Teilen bleiben offene Spalten von 2 bis 3 Zentimeter, die selbst im streng- sten Winter nicht bekleidet werden. Die schlechte Luft im Werkstatt- räum, der Mangel an genügender Ventilation, zwingt zum Ccffnen der Fenster, die gegenüber den Türen angebracht sind. Zwischen den Türen und den Fenstern befinden sich die Kanäle, in denen Tag und Nacht gearbeitet werden muß. Die höchst ungesunde Zug- luft wird besonder« an den kalten Tagen und im Winter zur Unerträglichteit für die Arbeiter. Da angeblich ständiger Kohlenmangel herrschen soll, außerdem ein Kolonnenführer sich auch noch da» sonderbare Vergnügen leistet, in den Winternächten das Dampsventil abzusperren, so ist e> den Arbeitern meistens unmöglich, mit den erstarrten Gliedern weiter- arbeiten zu können. Die zur Reparatur und Instandhaltung der oberen Wagenteile bestimmte» Arbeiter müssen aus Mangel an Leitern die Wagen- gcstelle erklettern, um nur arbeiten zu können. Diese umständliche, gefährliche Kletterei wiederholt sich so oft, bi» jeder Wagen fertig- gestellt ist. � �' In der Waschküche müssen die von den Wagen losgenommenen Eisenteile gereinigt werden. Dies geschieh� indem diese Teile in lochendes Seisenwasser gelegt, in dem der schmutz dann abweicht. Der dadurch entstehende Dunst findet keinen Abzug. Die in diesem Raum beschäftigten Arbeiter haben sehr unter der furchtbaren Atmo- sphäre zu leiden. In dem großen, zirka 100 Meter langen Betriebsschuppen sind die Gullys der 12 Kanäle schon seit September v. I. nicht mehr gereinigt worden. Die Ablaufrinnen dieser Kanäle sind stark ver- fandet: eine stinkige Wasserschicht Jjon mehreren Zentimeter Höhe hat sich angesammelt. In diesen höchst ungesunden Räumen müssen täglich viele Arbeiter tätig sein. Ebensalls wird lebhaft und sehr berechtigt über die ungenügende Reinigung der reparaturbedürftigen Wagen geklagt. Sobalo die Züge auf die Untergestelle genommen sind, müssen sofort die Schlosser daran arbeiten, ohne daß erst die dicken Kotmassen entfernt werden. Während noch die Schlosser an den Untergestellen arbeiten, sind oben am Wagen schon die Wagenwäscher beschäftigt. Das abfließende Wasser ergießt sich über die unten arbeitenden Schlosser, die, beschmutzt und völlig durchnäßt, die Arbeit fertigstellen müssen. Dasselbe wiederholt sich jeden Tag. Ebenso angenehm ist der Aufenthalt in der Schmied«. In dem engen Räume befinden sich sechs Schmiedefcucr. die so eng neben» einander'liegen, daß nur die größte Vorsicht die Nachvarkollegcn vor Verletzungen schützen kann. Der Abzug des Qualmes ist un- genügend. In dem stark verräucherten Raum« arbeiten noch zwei Lagerschalenausgießer, die ihr Metall auf offener Esse zum Schipcl- zcn bringen, da es an einem«chmelzofen mangelt; außerdem-jt auch noch ein Schleifer untergebracht. Für den intensiven Qualm, die Giftschwaden des schmelzenden Metalles und den Schleiferstaub ist ebenfalls kein Abzug. Die Lungen der Arbeiter sind anscheinend die billigsten Absaugungsapparate. Alle Beschwerden zur Abänderung dieser höchst bedauerlichen Zustände verbleiben unbeachtet. Hinzu kommt noch die unwürdige Behandlung der Arbeiterschaft durch Vorgesetzte. Selbst Kolonnen- führer maßen sich schon einen Ton an. der allzu sehr an den Kasernenhos erinnert. Es fehlt nur noch die Macht, Arreststrafen verhängen zu dürfen.„Wenn es Ihnen nicht paßt, fliegen Sie!" ist«ine ständige Redensart, die im stärksttn Fortissimo erfolgt, um die angetriebenen Leute zu größeren Leistungen anzuspornen. So wurden in der Werkstatt Warschauer Stratze zur Regulierung der Bremsen vier Schlosser verwendet. Im Grunewaldbetrieb sind be- deutend mehr Wagen zu revidieren, doch sind da nur drei Schlosser für diese Arbeit zur Verfügung. Als vor kurzer Zeit ein Kollege, der schon über 8 Jahre diese Arbeit verrichtet,� zu größerer Arbeitsleistung angetrieben, sich bescheiden gegen diese erneute Zumutung wandte, erfolgte am Mend ffcine Entlassung. Wenn die Arbeit nicht fertig wird, bat es gebumst, wurde ihm vorher gesagt. Was unter gebumst zu verstehen war, wurde ihm am Abend klargemacht. Der Arbeiterausschuß konnte die Zurücknahme der Entlassung nicht er- zielen, und ein Betriebsbeamter erklärte rundweg:„Wer 10 Jahre im Betriebe war, ist verbraucht." Hoffentlich bleiben diese Wort« in dauernder Erinnerung. Für die sehr verantwortungsvolle Arbeit, von deren gewissen- hafter Ausführung das Leben Hunderter von Fahrgästen abhängig ist, wird ein« Entlohnung gewährt, die jeder Beschreibung spottet. Handwerker, die vier Jahre gelernt haben, werden bei der Hoch- und Untergrundbahn mit 48 Pf. pro Stunde eingestellt. Nach vielen Jahren wird der Lohn bi» zu 60 Pf. pro Stunde erhöht. Selbstverständlich ist es undenkbar, mit diesen geringen Verdiensten auch nur einigermaßen die notwendigsten Bedürfnisse deS Lebens befriedigen zu können. Die Mithilfe der Frauen ist unumgänglich geworden. Eine Erziehung der Kinder ist unmöglich, wenn beide Ehegatten arbeiten müssen, um nicht vor Unterernährung»ugrundc zu gehen. Natürlich haben die Kollegen auch mit schuld an den jämmerlichen Lohn- und Arbeitsverhältnissen. Sie sollten ruhig die Zaghastigleit abstreifen, sich inehr gewerkschaftlich organisieren und dann wird es ihnen eine Leichtigkeit sein, die Leitung der Hoch- und Untergrundbahn zu besserer Behandlung und Bezahlung der Arbeiter sowie zur Einrichtung gesunderer ArbeitSräume zu zwingen. Diesen Ausführungen des Kollegen W e g n c r vom Metall- arbeiterverband, sowie den Aussiihrungen deS Genossen Hilter vom TranSportarbciterverband folgten die zahlreich erschienenen Kollegen mit lebhaftem Beifall und versprachen zum Schluß, in eine cnetgifch« Agitation für die Besserung der besprochenen Ver- Hältnisse«inzutreten._ Die ,,Olrx"-Petrolcum-Gesellschast und die kaufmäunischei» Angestellten. Am 9. d. M. berichteten wir über eine Versammlung des kauf- männischen Personals der„Elex", in der über die GehaltS- und Arbeitsverhältnisse lebhaft geklagt wurde. In einer zweiten Ver- sammlung, die am 16. d. M. stattfand, wurden die Klagen auis neue erhoben und begründet. Man betonte, daß verheiratete mann- liche Angestellte zwischen 120 und. 140 M. monatlich erhalten. während die unverheirateten Kollegen sich vielfach mit Gehältern von 90 und 100 M, begnügen müssen. Nock» schlimmer geht es den weiblichen Angestellten, die Gehälter von 60 bis 80 M. beziehen, ja es gibt auch solche, die nur 40 und 45 M. monatlich erhallen. Während das Gehaltskonto für etwa 566 Angestellte monatlich zirka 60 090 M. ausmacht, beziehen 13 Direktoren der Gesellschaft monat- lich 12 000 M. Ist also die Gesellschaft recht zurückhaltend.in bezug aus die Gewährung auskömmlicher Gehälter, so ist sie desto freigebiger in der Anordnung unbezahlter Uebcrstunden. So müssen die Angestellten der Buchhalterei andauernd täglich mehrere Ueberstunden machen, und es gehört keineswegs zu den Seltenheiten, daß sie bis 1 und 2 Uhr nachts an der Arbeitsstelle fest- gehalten werden. Als Entschädigung wurde den Slngestellten ge. legcntlich mal Schnitzel mit Beilage oder ein Paar Würstchen ge- boten. Sonntagsarveit aber wußte man besonders zu schätzen und gewährte hierfür einmal 3 M. Die SonntagSarbeit ist bei der Firma überhaupt sehr beliebt und die Angestellten müssen häufiger auf ihre Sonntagsruhe verzichten. Auch die Behandlung durch die Herren Vorgesetzten läßt v,el zu wünschen übrig. Die Angestellten haben übrigens nach der ersten Versammlung feststellen können, daß diese einen recht erfteulichen erzieherischen Einfluß auf manche Vorgesetzte ausgeübt hat, denn eS wird jetzt weniger ge- schimpft. Tie Versammelten zeigten durch ihr Verhalten in den Versammlungen, daß sie entschlossen sind, ihre Interessen dem Zentralverband der Handlungsgehilfen anzuvertrauen, der für die Abstellung der bestehenden Mißstände wirken wird. Sie bekundeten das durch zahlreiche Beitritte zum Verbände. Die Produkte der ..L>lex"-Petroleum-Gesellschaft ftnden hauptsächlich in den Kreisen der werktätigen Bevölkerung Absatz, zahlreiche deutsche Konsum- vereine stehen mit dieser Gesellschaft in Verbindung und eS dürfte für die Oeffentlichkeit nicht ohne Interesse sein, auch einmal die Arbeitsverhältnisse der Angestellten der„Olex" kennen zu lernen. die an den verschiedensten Plätzen Teutschlands Niederlagen unterhält.__ Mus aller Welt. Ein militärischer Vorkämpfer öes Volts- Heeres. Das sozialdemokratische„Het Volk" in Amsterdam erinnert daran, daß der in albanischen Diensten gefallene Oberst Thom- s o n in der bürgerlichen Welt ein Vorkämpfer deS Volksheeres ge« wesen ist und daß sein entschiedenes Eintreten für diese Idee da» Emporkommen dieses befähigten Offizier« in der holländischen Armee verhindert und ihn schließlich außer Landes getrieben hat, um sich in fremdem Dienst« zu betätigen und zu fallen. Wäre Thomson. so schreibt da« genannte Blatt. Sozialist gewesen, so hätte er in dem Kamps« für da» Volksheer einen Bestandttil des großen, reichen. umfassenden Kampfes für die Erhebung und Befreiung der arbeitenden «lasse erblicken gelernt, und er hätte, nachdem zurzeit für da, Volksheer nrcht vrel zu erreichen ist. einem anderen Teil unserer Aufgabe jeine Kraft gewidmet. Aber nur im Kampfe für das Volks- tjeer begegnete er der Sozialdemokratie; im übrigen war er unser Gegner, em Gegner, der die große Bedeutung unsere« Kompseö für n*.. rn n'm s vermochte. Doch wenn jetzt die bürger- u?d?ta ate�Sn„?"! �stimmig huldigt, um ihn trauert ., �wt. so muß man dabei doch daran er- größerer W ut a�"« Thomsons Ideen in der Regel mit gröberer Wut als Sachkenntnis bekämpft und auck seine Lebensaufgabe� nftbt'd � die Presse Taiiu Ä« ihm sein« Kraft«lahmte übt®ic �ach., an der seine i- ist fe ste,?*' WM»»-". SÄ2S Hz ä Ss. A irÄ w°s mit der Heeresverwgltung in Beziehung steht; dem Herr, lehre uns Bescheidenheit, Benn ich mich seh' zu Tische, un Und hilf, daß ich zu jeder Zeit Das größte Stüd erwische, Sanpes G. D. 77. uns nicht bekannt. B. F. 666. 1901 unternommenen bescheidenen Schritt in der Richtung einer] tümlich zu geben. Zu Sen furiofen Dingen, welche er zu diesem| Meranderftr. 39/40. Droffen. Verkürzung der Dienstzeit ist kein zweiter gefolgt. Thomson und seine guten Zwed auf sich nahm, gehörte, wie ein altenburgischer Mit Man bestreiche die davon behafteten Möbel tüchtig mit heißer Lauge; auch Durch Begießen mit Branntwein oder Bestreuen mit pulverisiertem Richtung wurden in den letzten zehn Jahren systematisch bekämpft und arbeiter der Franff. 3tg." schreibt, auch ein herzogliches Well- Besprigen mit Benzin, Petroleum oder Spiritus ist wirksam. unterdrüdt; erst 1913 wurde er wieder der Truppe einverleibt, aber fleischeffen gelegentlich eines ländlichen Schlachtfestes, das in Schwefel, Hese, Buder, heißem Seifenwasser oder kochendem Wasser. Nördis an der altenburgisch- sächsischen Grenze ein guter Patriot A. M. 169. 1. Nur mit Zustimmung des Vormundes und des Vorer kam zurüd nicht als der begeisterte und hoffnungsvolle Verfechter veranstaltet hatte. Mit großen, weißen Schlächterschürzen, die auch mundschaftsgerichts. 2. Für die legten 4 Jabre ja. 3. Unterliegt der Berder Verjüngung der Armee, sondern als ein besiegter Kämpfer, dent Herzogspaar umgebunden wurden, setzten sich die vielen Teil- einbarung. R. S. 150. Wegen der noch nicht länger als 4 Jahr für den es teine andere Pflicht mehr gab, als den Befehlen seiner nehmer an die Tafel, deren Freuden der Gemeindeälteste mit dem fälligen Steuerforderung ist unbeschränkte Lohnbeschlagnahme zulässig. Wegen älterer Steueransprüche nur die Lohnforderung, die 28,85 M. Borgesetzten zu gehorchen, die ihn im günstigsten Fall als einen wundervollen Schlachtessen- Tischgebet eröffnete: wöchentlich übersteigt. 5. 33. Unseres Erachtens muß das Einkommen unpraktischen Idealisten verschrien. Daß er sich nach einem anderen des voraufgegangenen Kalenderjahres im vorliegenden Falle der Ein Tätigkeitsgebiet umjah und meinte, in einem neuen Lande einen schäßung zugrunde gelegt werden. Reklamieren Sie daher. Stellen Sie neuen Beruf zu finden, kann niemanden verwundern. Nun er tot bei der Reklamation gleichzeitig den Eventualantrag auf Steuererlaß für die Zeit der Arbeitslosigkeit. B. B. N. 31. 1. Strafbar, Geldstrafe bis ist, wird man unwillkürlich an den tapferen Kampf erinnert, den zu 600 M. oder Haftstrafe bis zur Dauer von 6 Wochen. 2. Jm alldiefer Nichtsozialdemokrat in Wort und Schrift geführt hat für die 23. M. 42. Nur nach Einsichtnahme in den RentenDer Gastgeber überreichte den Prinzen und Prinzessinnen ein gemeinen nein. Verkürzung der Dienstzeit auf das unbedingt nötige Maß, an das E. S. 29. Polizeipräsidium Berlin. Angebinde vom Schweineschlachten mit folgenden Worten: bescheid zu beantworten. Vertrauen, daß er in den Soldaten setzte, im Gegensatz zu den gold- Wie das Ringelschwänzchen des geschlachteten.. 46. Vor rechtskräftiger Scheidung der Ehe iſt eine Wiederverheiratung nicht zulässig. 5. P. 70. 1. Ja, sofern Sie leistungssäbig beireiten Herren, für die der Mensch nichts, die Disziplin alles ist Schweines sich in endloser Rundung über die Gaben des find. Db das nach der herrschenden Rechtsprechung der Fall ist oder nicht, Sein Tod erinnert weiter an den Mut, mit dem er die Mißbräuche Korbes erhebe, in so unendlicher Treue halte die lägt Ihr Schreiben mangels Angabe der Höhe des Verdienstes und der in hohen Militärkreisen, die Günstlingswirtschaft und das Krupp- Bauernschaft zum Herrscherhause, und das dide Anzahl der Familienangehörigen nicht ertennen. 2. Nur dann, falls BarEnde, mit dem das Schwänzchen an dem Körper hänge, bedeute mittel noch vorhanden sind oder falls Ihr Stiefsohn zahlungsfähig ist. monopol bekämpft hat. m. S. 100. 1. und 2. Zweifelfür ihn, daß auch Se. Hoheit der gesamten Bauernschaft sein 3. Ja, bis zur Höhe des Pflichtteils. Wohlwollen nicht entziehen werde." Noch lange wird das Herzogs- haft. 3. Ja, sofern Sie den Mietsvertrag unterschrieben haben, andernfalls nicht. M. N. 01. Falls beweisbar, tann Beseitigung des Uebelstandes paar an das Essen und an den kuriosen Spruch denken, der über unter Segung einer Frist verlangt werden. Verstreicht die Frist erfolglos, dem Eingange zum Gute mit dem Bilde eines delikaten Schweines wäre eine stage aus Bertragslösung nicht aussichtslos. Herrfurthstr. 2. Eisenbahnkatastrophe in Schottland. prangte: Du greeßte Sau, dich upferd garn Die Liebe zu dem Landesharrn! 1. Ja, unter Abzug des Beitragsanteils. 2. Wir halten Sie überhaupt nicht für erstattungspflichtig. B. 15. 1. Nein. 2. Die Armenverwaltung Abat einen Ersatzanspruch und könnte im Prozeßwege vorgehen. P. F. 58. Ihre Schwefter fann Abänderung des Zeugnisses ver langen und wendet sich am besten zunächst an die Drtspolizeibehörde. Bum Aufsuchen einer neuen Stellung muß ihr die erforderliche freie Zeit gewährt werden. etwa 2 Stunden einige Male in der Woche G. 5. 100. Ja.. 2. 13. Die Veranlagung ist leider begründet. Fr. R. 970. 1. Sa. 2. In 30 Jahren. R. G. 50. 1. 30 Jahre. Ein schweres Eisenbahnunglück hat sich am Donnerstag mittag im schottischen Hochland zugetragen. Das Unglück ereignete fich 112 Meilen nördlich von Carrbridge in Inverneßshire, dem höchsten Punkt des schottischen Hochlandbahnsystems. Es ist eine öde, nur ganz dünn bevölferte Gegend, und so ist es zu erklären, daß erst Freitag früh die Tunneleinsturz in den französischen Alpen. Nachricht in London bekannt wurde. Der Zug passierte die Ein furchtbares Unglück meldet der Telegraph aus Nizza. Brücke über den Fluß Dulnan, als der Lender der Maschine Auf der neuen Bahnlinie von Nizza nach Cuner ist entgleiste. Die Maschine selbst war bereits in Sicherheit auf der anderen Seite der Brücke. Zwei Personenwagen ent- zwischen den Ortschaften Sospel und Breil durch einen Erdgleisten und einer stürzte in den Fluß. Nach einer rutsch ein Teil eines im Bau befindlichen Tunnels eingestürzt. Dreißig Arbeiter wurden durch Stein- und anderen Meldung soll die Brücke unter der Raft des zum Erdmassen verschüttet. Die Aufräumungsarbeiten Stillstand gekommenen Zuges eingestürzt sein. Der Fluß find im bollen Gange. Bisher find zwölf Zote aus den war durch ein Gewitter start angeschwollen. Der Trümmern hervorgezogen worden. Wagen wurde zertrümmert und die Passagiere bon den Fluten weggeschwemmt. Vier Leichen wurden bis jetzt geborgen. Ein Herr und eine Dame waren in ihrem Abteil eingeklemmt und hatten so den Tod durch Ertrinken gefunden. Etwa zwölf Personen sind verletzt worden. Wie die Polizei aus Inverneß telephonierte, steht die Zahl der Umgekommenen noch nicht fest, da man noch nicht weiß, wie viele Personen sich in dem Wagen befanden. Angeblich werden noch zwölf Personen vermißt. Das Unglück hat sich wahrscheinlich dadurch zugetragen, daß ein Gewitter die Gleise unterspült hatte, die dann unter der Last des Zuges nachgaben. Ein Hilfszug mit Aerzten ist von Inverneß an die Unglücksstelle abgegangen. Schreckenstat eines Geiftestranten. 美 Kleine Notizen. 2. Nein. 3. Die länger als 4 Jahre zurüdliegenden Zinsansprüche waren der Verjährung zu erblicken. P. R. 68. Eine Frist ist nicht vorgesehen. verjährt. In der Abzahlung ist aber ein Anerkenntnis bezw. Unterbrechung Sie können Einlösung unter Sehung einer Frist verlangen und zwar unter Androhung der öffentlichen Versteigerung. Verstreicht die Frist erfolglos, to tönnen Sie die Sachen durch einen Gerichtsvollzieher oder durch einen 6. B. 111. Bei öfientlich angestellten Auktionator versteigern lassen. dem Amtsgericht, in dessen Bezirk Ihre Frau verstorben ist. 3. 6. 11. Versuchen Sie es mit einem Antrage bei dem dortigen Amtsvorsteher. 8. G. 75. Sa.-.. 10. Unjeres Grachteng erforderlich. Die Bolizei fann einschreiten. Schritte bei Gericht sind aussichtslos. Waffereinbruch in eine Grube. Auf der Myslowingrube in Sie können nur den Versuch machen, sich mit dem Vormund zu verOberschlesien erfolgte infolge der starten Regengüsse der letzten ständigen. B.. 22. 1. Die Schenfung wird durch Uebergabe vonIlärung beim Notar abzugeben. 2. Nein, Emma. Militärpaß des Tage ein Wassereinbruch unter Tage. Soweit bisher zogen. Soll es sich nur um ein Schenkversprechen handeln, so ist die ErMannes. Falls die Braut minderjährig ist, Einwilligungserklärung bekannt, sind drei Bergleute dabei ertrunten. Absturz eines russischen Fliegers. Der Militärflieger So= des gesetzlichen Vertreters. Außerdem kann der Standesbeamte noch jatine ist am Freitag auf dem Flugplake von Gats china aus einen Staatszugehörgkeitsausweis verlangen. Gatschina geringer Höhe tödlich abgestürzt. Sie das nicht zu dulden. W. 99. Kaiser- Wilhelm- Straße. Nein. Explosion an Bord eines Truppentransportschiffes. Bei der Antunft des italienischen Truppentransportschiffes Juliana" im Hafen von Aden ließ der Sommandeur das übliche Salut schießen. Dabei explodierte eine Kartusche zu frühzeitig. 3 wei See= leute wurden getötet und ein Artillerist so schwer ver Tebt, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. An Bord des Schiffes wurde durch die Gewalt der Explosion beträchtlicher Schaden angerichtet. Spargroschen. Ein außerordentlich kostbares Hochzeitsgeschenk hat in New York der Sportsamnn Morten Plant seiner jungvermählten Frau gemacht. Er übergab ihr am Hochzeitstage eine Brieftasche, in der sich Wertpapiere befanden, die einen Wert von insgesamt 32 Millionen Mart darstellten. In einem Anfalle von Geistesgestörtheit hat der 39 Jahre alte Schuhmacher Schmidt aus Granfee i. M. eine furchtbare Tat verübt. Schmidt lebte mit seiner Familie, bestehend aus Frau und vier Kindern im Alter von 1 bis 10 Jahren, in glüdlichster har monie und in guten petuniären Verhältnissen. Am Donnerstag nahm Frau Schmidt mit ihrem 10jährigen Sohne an einem Schulausflug teil, der nach Fürstenberg in Mecklenburg führte, ivährend das einjährige Kind zu Nachbarsleuten gegeben wurde. In Abwesenheit dieser Familienmitglieder hat nun Schmidt anscheinend in einem plöglichen Wahnsinnsanfall den siebenjährigen Sohn Balter und die sechsjährige Tochter Hedwig und dann sich selbst erhängt. Als abends gegen 7 Uhr Frau Schmidt mit ihrem Sohne vom Ausflug heimkehrte, fand sie ihren Gatten wundet. und die beiden Kinder tot auf. Zusammenstoß zweier Automobile. Stationen T otaugn G. 67. 1. E. brauchen Witterungsübersicht vom 19. Juni 1914. Barometer Stand mm richtung Wind Windstärke 7640 7640 Swinemde. 764 Still Hamburg Berlin Frankf.a.M 764 N München 763 Wetter Temp. n. T. 5° 4° R. wolfen! 16 3 balb bb. 17 3 heiter 16 Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstarle Haparanda 759 Wetter Temp. n. T. 5° C= 409. 2 Dunst 14 15 766 NNW 765 NND 765 Still 2 halb bd. 14 Betersburg 762 WNW 1 heiter Scilly 20 Aberdeen 15 Paris 1 mollig 2 bededt 12 3 bededt wolfen! 17 762 NW 2 bedeckt 16 das Räuberunwesen zu einer Landplage ausgewachsen. Die Räuber in Rußland. Im Gouvernement Siew hat sich Wien Wetterprognose für Sonnabend, den 20. Juni 1914. das Räuberunwesen zu einer Landplage ausgewachsen. Große Banden ziehen umher und rauben und plündern, was Ein wenig wärmer; vielfach heiter, aber noch veränderlich bei meist ihnen in die Hände fällt. Letthin wurden Eisenbahnzüge schwachen nordöstlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge, überfallen, wobei die Fahrgäste all ihr Geld und Wertsachen hergeben mußten. Allein in den letzten Tagen wurden 15 Per= fonen von den Banditen getötet bzw. tödlich verBriefkasten der Redaktion. Berliner Betterbureau. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Sonntagmittag: Etwas wärmer und vieljad heiter, aber veränderlich. Im Süben und Osten vereinzelte Regenfalle, strichweise Gewitter. Ju Norden keine erheblichen Niederschläge. Wasserstand Memel, Tilfit Bregel, Insterburg Beichsel, Thorn Dder, Ratibor Wasserstand Wafferstands- Nachrichten Die furistische Sprechstunde findet 2inden strafe 69, born bier Treppen Auf der Chaussee von Abbeville nach Paris stieß am Donnerstag Fahrstuhl, wochentäglich von 4½ bis 7% 11hr abends, Sonnabends, der Randesanstalt für Gewässertunde, mitgeteilt vom Berliner Betterbureau feit das Automobil eines Herrn Saint mit dem aus entgegengesetter von 4% bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Brieflaften bestimmten Anfrage Richtung kommenden Kraftwagen des Gutsbesizers Beauchamp ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt ist, zusammen, in dem sich fünf Personen, zwei Damen und drei Herren, werden nicht beantwortet. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. -35 G. 23. 100. Lassen Sie sich in einer großen Annoncenegpedition wie befanden. Die Gewalt des Zusammenstoßes war so groß, daß beide Antomobile vollständig in Trümmer gingen. Sämtliche Saasenstein u. Bogler, Rudolf Moffe usw. den großen Zeitungskatalog vor. 6. M. 55. Je mehr man zu sich nimmt, um so mehr erhöht Insassen wurden in großem Bogen herausgeschleudert. Während legen. M. S. 22. Fragen Sie bei der Direktion des " Versuchen wirs". 1. Zu erfahren durch Saint nur mit geringen Verlegungen davonkam, wurden sein sich das Gewicht. Krankenhauses direkt an. Chauffeur und die fünf Personen des anderen Wagens so schwer Ihren Wahlverein. 2. Nein. 3. Nur diejenigen, die sie aus dem Unter K. K. 3. Böchentliches Bücherverzeichnis". berlegt, daß fie in hoffnungslosem Zustande ins richt gewonnen haben. 8. 8. 3. G. B. 99. 1. Siehe Verlag: Felir Dietrich, Gautsch bei Leipzig. Hospital gebracht wurden. Berliner Adreßbuch". Band 2, Teil 2, Seite 286, Spalte 5. 2. EbenD. J. E. Nein. falls Band 2, Teil 2, Seite 257, Spalte 5. M. P. 76. Positives tönnen wir auch nicht mitteilen. Jedenfalls P. S. 29 und Langjähriger eine Berunreinigung des Bassers. Abonnent 15". 1. Stiftungsdeputation des Magistrats Berlin, Poststr. 16. 2. An die Städtische Schuldeputation, Rathaus Zimmer 60-88... 5. Benden Sie fich an die Zentralkommission der Krankenkassen Berlin, stand: 392 cm am 17. Juni um 1 Uhr mittags. Herzogs beim Wellfleischessen. Gine patriotische Kundgebung der Bauernschaft seines Landes, an die er denken wird, hat jüngst der Herzog von Alten burg mit seiner Frau über sich ergehen lassen. Er machte nach beliebtem Muster eine Landesreise und suchte sich recht volts am am feit 18.6. 17. 6. 18.6. 17.6. cm cm³) cm cm¹) 100 0 Saale, Grochlit 136+20 0 95 avel, Spandau) Rathenow³) 39 54 +1 181+21 28 arthe, Scrimm Krossen Frankfurt 70-1 Spree, Spremberg) Beeskow) 69 76 2 Befer, Münden 245 -17 -26 0 Minden 294 -4 -14 -5 Rhein, Maximiliansau 576 +36 -15 5 Raub 373 -+- 3 3 +7 Köln 401+25 Dresden -126+8 124 Barby Magdeburg 104 Nedar, Heilbronn 305)+-70 +8 Main, Hanau 218+8 0 Mosel, Trier 177 45 1)+ bedeutet Wuchs, Fall. Landsberg Nete, Bordamm Ibe, Leitmeriz 3) Unterbegel.) Höchster Wasser. Stiller Gegr. 1867 C., Jerufalemer Straße 32-35 Potsdamer Straße Nr. 2 König- Straße Nr. 25= 26 Tauentzien Straße 19 a Rofenthaler Straße Nr. 5 Tauentzien Straße 7b Chauffee Straße 114-115 Friebrich Straße Nr. 75 Schönebg., Haupt- Str.146 2 Oranien Straße Nr. 161 Neukölln, Berg- Straße 25 言 Gr. Frankfurter Str. 123 Charl., Wilmersdorfer Straße 54 . 3entrale: Berlin · 3weigniederlaffungen: Hamburg Lübeck Rostock Stettin Danzig Königsberg Bromberg Pofen Görlitz Dresden Halle Magdeburg Caffel Rilein- Derkaufs Stellen an vielen anderen Plägen. • . Leinenschuhe, das Angenehmste für die heiße Jahreszeit • Celcht im Tragen Kein Heißlaufen der Füße. Kein Heißlaufen der Füße Praktisch im Gebrauch Sandalen in modernen und antiken Formen Tennisschuhe Turnschuhe Touristenstiefel Haus, Garten-, Reifeschuhe und Pantoffel · Пeue farbige Herren- Stiefel Kinder- Stiefel in großer Auswahl Пeue farbige Damen- Stiefel Hauptpreislagen für moderne Damen- und Herren- Stiefel 875 1050 1250 14.50 16% Sozialdemokratischer Wahlverein 1. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis. Görlitzer Viertel. Bezirk 155. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Genossin, Frau Elisabeth Pfeiffer Kottbuser Ufer 45 geftorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, 21. Juni, nachmittags 3 11br, von der Halle des ThomasKirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Am Donnerstag, den 18. Juni, verstarb unser Genosse, der Tischler Wilhelm Paul Sparrstraße 29. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 22. Juni, nachmittags 23, Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in der Müllerstraße, Ede Seestraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 228/13 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Albert Herter Karlshorst, Rödelstr. 6, im Alter von 48 Jahren ge storben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. Juni, nachmittags 5 1hr, auf dem Kirchhof zu Karlshorst statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Rudolf Schmidt Neukölln, Reuterstr. 61, im Alter von 49 Jahren ge storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 21. Juni, nach: mittags 21hr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes, Neufölln, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 89/6 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, day unjer Mitglied, der Dreher Artur Roweck Müllerstr. 138a gestorben ist. am Die Beerdigung findet Sonnabend, den 20. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gnaden- Kirchhofes aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Zinkgießer Heinrich Jahn Neukölln, Weserstr. 215 am 18. Juni an Herzleiden. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 21. Juni, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhofes in Neukölln, Mariendorfer Weg, aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Metalldreher Richard Ressel Lichtenberg, Müggelstr. 8 am 14. Juni an Herzschlag. Die Beerdigung findet ani Sonntag, den 21. Juni, nahm. 4 1hr, von der Leichenhalle des Gemeinde Friedhofes in い Adlershof aus statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung wird erwartet. 120/10 Die Ortsverwaltung. Verband d. Gemeinde- u. Staatsarh. Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern geben ivir biermit Nachricht vom Tode des Kollegen Karl Voigt vom Krankenhause Moabit. Ehre seinem Andenken! Die Bestattung findet heute Sonnabend, den 20. Juni, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Johannis- Kirchhofes in Plößensee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 34/20 Die Ortsverwaltung. Hiermit die traurige Nachricht, daß am Donnerstagnachmittag 1,2 Uhr meine liebe, gute Frau und meiner Tochter treusorgende Mutter Elisabeth Pfeiffer geb. Peukert 109A nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 33 Jahren verstorben ist. Mit der Bitte um stille Teilnahme Die trauernden Hinterbliebenen Otto Pfeiffer und Tochter, Rottbuser Ufer 45. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 21. Juni, nach mittags 3 Uhr, von der Halle des Thomas- Kirchhofs in Neukölln, Hermannstraße, qus statt. Deutscher Buchbinder- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser Kollege Artur Simon plöglich gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, die an der Beerdigung meines lieben Mannes teilnahmen, sage ich hierdurch meinen herzlichsten Danf. 113A Gertrud Frese und Kind. Allg. Kranken- und SterbeDie Beerdigung findet Sonn kaffe d. Metallarbeiter abend, den 20. Juni, nachmittags 3 Uhr, auf dem städtischen Friedhof in Friedrichsfelde statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 24/2 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Traueralt meiner 113 inniggeliebten Frau Elise Thiemer geb. Rupnow sage ich hiermit im Namen der Hinterbliebenen meinen herzlichsten Dank. Alfred Thiemer. August Rupnow. Marie Rupnow. August Thiemer. Auguste Thiemer. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meines lieben Mannes sage ich allen Ber wandten, Freunden und Bekannten, sämtlichen Deputationen und Gesang vereinen, sowie dem Herrn Redner für die trostreichen Worte am Sarge des Entschlajenen meinen tiefgefühlten Dant. 101 Witwe Klara Rösler nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme und die überaus zahlBeerdireichen Kranzipenden bei der Be gung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter Berta Pühl, geb. se I ann, fagen wir allen Berwandten, Freunden und Bekannten, V. a. G. Hamburg. Filiale Berlin 4. Außerordentliche Mitgliederversammlung Sonnabend, den 20. Juni 1914, abends 82 Uhr, Andreasstraße 26 bei Bringmann. Tagesordnung: Kassenbericht. Wahl der Ortsvers waltung. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet 24356 Die Ortsverwaltung. Keine Filialen. 1 Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante HerrenModen fertig und nach Mass. Garantie für tadellosen Sitz. Jonas Kurzberg Oranienstr. 160 ¹. zwischen Moritz- u. Oranienplatz. Bitte auf Hausnummer u rote Schilder zu achten. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienftr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Montag, den 22. Juni, abends 6 Uhr: Versammlung der in den Metallgießereien Berlins und Umgegend beschäftigten former und Berufsgenossen im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 4. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstagsabgeordneten Davidsohn. 2. Disfuffion. 3. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Montag, den 22. Juni, abends 6 Uhr: Branchen- Versammlung der Metall-, Fasson- u. Revolverdreher sowie Dreherinnen n. im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 1. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Otto Glöckner über: ,, Darwinismus." 2. Distusfion. 3. Branchenangelegenheiten.band Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Montag, den 22. Juni, abends 6 Uhr: Bezirks- Versammlung für den 18. und 19. Bezirk in Büttners Festsälen, Schwedter Straße 23. bagesordnung: 2. Diskussion. 1. Stellungnahme zur Einführung der Hauskaſſierung. Referent: Kollege Franz Meyer. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 120/13 Die Ortsverwaltung. Verein der Freidenker für Feuerbestattung. Begr. 1905. Sig Berlin Geschäftsstelle: sid h F. Sachtleben, Berlin O., Rigaer Str. 91. Tel. Königst. 3699. Eintrittsgeld 1 M. Gegr. 1905. 12 Kassierer: Paul Stieler, Neukölln, Weisestr. 21, III. Monatlicher Beitrag 30 Pf. Nach dreijähriger Mitgliedschaft kostenlose Einäscherung und Beisehung der Nach 25 jähriger Aschenkapsel. Aufnahme ohne ärztliche Untersuchung. Mitgliedschaft Beitragsfreiheit. Montag, den 22. Juni, im ,, Rosenthaler Hof", Rosenthaler Straße 11/12: Große Versammlung. Tagesordnung: Sie erhalten sofort 5 Mark von der Kaufsumme abgeschrieben, sofern Sie in einem meiner. 4 Geschäfte Einkäufe machen. Billigste Preise Kleinste Anzahlung Grösste Kulanz Kolossale Auswahl Achten Sie gefl. aufblauweisse Firmenschilder und auf meine konkurrenzlos dastehende Firma KREDIT FEDER Zentrale Norden: Brunnenstr. 1 Eing. Weinbergsweg 28 Filiale Osten: Frankfurter Allee 89 Filiale Süden: Rottbuser Damm 103 Filiale Westen: Charlottenburg Scharrenstr.5 Nach beendeter Saison in allen Abteilungen enorme Einkaufs- Vorteile Anzüge Paletots Ulster Gummi Mäntel Jünglingsgarderobe Knaben- Konfektion 286/ 10* Kostüme Kleider Röcke ſowie dem Chef und dem Bersonal Kasperle- Theater Vorführung des neuen Krematoriummodellbildes. der Firma G. Biesuer, insbesondere dem Sprecher der Freireligiösen Ge meinde, Herrn Gabbert, für die troft reichen Borte am Sarge der Entschlafenen unseren herzlichsten Dant. Emil Pühl nebst Kindern. zum 5. Inli gesucht. Besuche von Arbeiter- Vereinigungen zum Arbeiter- Sommerfest im Heidefrug erwünscht. Meldungen bei R. Heinricht, Velten, Mühlenstr. 19. ESTMANN Mohren str.37a. Gr.Frankfurter str.115. Peigene solide Fabrikation Schluß des Keine MassenWare Saison- Ausverkaufs in wenigen Tagen bevorstehend. Für die Reise: • sonst bis jetzt 1 Feine aparte Staubmäntel..45.- 13.50 Echte weiche Lodenkostüme 58.- 25.Imprägnierte Lodenmäntel.32.- 14.50 Wasserdichte Lodencapes 17.- 8.75 Moiré- Russenblusenjacketts 39.- 15.Wunderbare Alpakamäntel 40.- 13.50 Frotté- u. Waschkostüme.. 30.- 16.50 Echt englische Gummimäntel 40.- 15.75 Seidene Gummimäntel.... 115.- 39.Warme Ulster best. Erzeugn. 38.- 22.50 Eleg. Plüschmäntel( Modelle) 160.- 69.Reiseröcke M. 5.- an Blusen v.M. 3.- an Y 199 Sonntag 8-10 geöffnet Spezialität: Weite Grössen Leihhaus Moritzplatz 58a Gäste willkommen. MA -Verschiedenes. Der Vorstand. Neu! Von der Michaelbrücke am Stadtbahnbog. 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Zeuge Rittergutsbesitzer B r a e m e r- Toristhal: Auf dem Pillkallener Remontemarkt habe ich mehrere Pferde vor- gestellt. Bon diesen hat der Major 4 genommen, ein Pferd wurde vom Major v. Rundstedt zurückgewiesen. Bei der Zurückweisung sagte der Major, er kaufe derartige Pferde nicht einzeln. Es war ein besseres Pferd russischer Abstammung, aber kein ostpreußisches. Davon, daß das Pferd für die Maschinen- gewehrkompagnie tauglich sein könnte oder dergleichen, hat der Major nichts gesagt. 5lus der Zurückweisung in Verbindung mit der Bekanntmachung, daß Zugpferde für Maschinengewehrkom- pagnien paarweise vorzuführen sind, habe ich entnommen, daß das Pferd nicht gekaust wurde, weil es für die anderen Truppen- gattungen sich nicht eigne. Ter Major sagte noch, die Firma Rachmann kaufe solche Pferde. Ich habe das Pferd dann an die Firma Sandelowski u. Räch mann für 1000 Mark verkauft. Geboten wurden nnr erst 800 M. Was aus dem Pferde geworden ist, weiß ich nicht. Auf die Frage des Majors v. Rundstedt, ob Zeuge geglaubt habe, der Hinweis auf die Firma Sandelowski u. Räch- mann solle dem Interesse der Firma oder dem des Zeugen dienen, erwidert Zeuge: Ich hatte die Empfindung, der Major war mir wohlgesinnt und wollte mir einen Weg weisen, auf dem ich mein Pferd verkaufen könnte. Nach der Vernehmung von Braemer bekundet noch Major V. Rundstedt, er babe sich gestern in der Zahl geirrt. Von der Firma Sandelowski u. Rachmann seien außer den gestern ange- führten 41 Pferden noch 14 in Stallupönen gekauft, insgesamt also öö. Zeuge Besitzer Warnat- Gudellen: In Stallupönen habe ich der Remontekommission ein Pferd vorgeführt. Dies Pferd wurde aber nicht abgenommen. Ter Major winkte ab, nachdem rr nur Kopf und Brust des Pferdes gesehen, aber es sich nicht von der Seite angesehen hatte. Durch das Abwinken war das Pferd zurückgewiesen. Ich versuchte dann das Pferd noch einmal vor- zuführen. Es gelang mir ober nicht. Das Pferd habe ich eine halbe Stunde darauf an die Händlcrfirma Sandelowski». Räch- mann für 1100 Mark verkauft. Ter Tierarzt in Stallupönen hat mir gesagt, das Pferd sei min- bestens 1400 M. wert. Ich nahm an, daß die Zurückweisung zu Unrecht erfolgt ist. Ich habe das Pferd aufgezogen und der Händler hat verdient. Tic Firma Sandelowski u. Rachmann hat dasselbe, mir zurück- gewiesene Pferd im Anschluß an den öffentlichen Markt an die Remontekommission verkauft. Ich schrieb der landwirtschaftlichen Zeitung.Georgine", wie es mir gegangen ist. Der Zeuge trägt auf Verlangen den Brief vor. In diesem beklagt sich der Zeuge bitter darüber, wie er behandelt wurde. Nachdem er sein Pferd an einen jüdischen Händler verkauft habe, sei mit einmal das Pferd, das vor einer halben Stunde untauglich war, abgenommen.„Run frage ich, ob ein Pferd in wenig Stunden umgewandelt werden kann?" Tie Zeitung hatte Bedenken gegen die Aufnahme. Der militärische Sachverständige v. Brösigkc begutachtet, ein jeder Mustercr sehe ein Pferd von vorne und von der Seite an. Er meint, bei der großen Pferdezahl sei ein ge- Wistes Gedränge möglich gewesen: der Wink, der als Abwinken aufgefaßt wurde, sei vielleicht falsch aufgefaßt. Der Zeuge erklärt demgegenüber und auf mehrere Vorhalte mit voller Bestimmtheit: das sei unmöglich. Er habe in der Reihe gestanden, es sei genügend Platz gewesen.� In dem Augen- blick, wo er zur Vorführung kam, sei er zurückgewiesen. Der Sachverständige H o f e r bekundet: der Besitzer muß genau wissen, ob der Wink seinem Pferde gilt. Es sei a u s g e- schlössen, daß der Besitzer sich da irrcn könne. Wenn angeführt sei, vielleicht sei das Pferd störrisch gewesen, so genüge ein kleiner Schlag von hinten und das Pferd gehe vor. Der Major v. Rundstedt erklärt: Vielleicht habe der Wink «ine ganz andere Bedeutung gehabt, vielleicht habe er sich auch, was bei der großen Anzaihl von Pferden möglich sei, geirrt. Des Vorfalls entsinne er sich nicht. Eine längere Diskussion ruft die Frage hervor, ob das Pferd des Zeugen wirklich von der Händlerfirma«n die Kommission verkauft worden sei? Der Zeuge schildert mit voller B c st i m m t b e i t. d a ß d c m so gewesen ist. Er hat die Musterung, die sich an dem mzent- lichen Verkauf auf dem Hof für die Firma anschloß, genau bc- obachtet und hat gesehen, wie seine Stute der Gruppe zu- geteilt wurde, die verkauft war. � � Zeuge V o ß aus Königsberg: �ch war 5'A Jahr, bis zum 15. April bei der Firma Sandelowski u. Rachmann als Stall- mcister und Zureiter tätig. Der Major hatte seine Reitpferde bei uns zu stehen, im Winter eins, im Sommer zwei. Er ritt die Pferde täglich eine Stunde. Wenn Offiziere von der Firma Pferde kaufen wollten, ist er oft um seine Meinung gefragt worden Für seine Pferde habe der Major das«tandgeld be- zahlt und die Fourage geliefert. R.-A. Haase erinnert den Zeugen daran, daß er ein genaues Taschenbuch geführt haben solle. Zeuge bestätigt dies, erklärt aber, daß er das Buch ver- nichtet habe, als er aus der Firma ausschied.— R.-A. Haa,e. Ist Ihnen etwas davon bekannt, ob Major v Rundstedt 5 Pferde von der Firma gekauft hat. die vorher von dem Militardcpot in Kaste! als Keblkopfpfeifer zurückgewiesen waren? Z c u g e weiß von einem solchen Hergang nichts. Auf die �rage, daß er derartiges verschiedenen Personen gefagt� haben fall, erklärt der Zeuge, er entsinne sich nicht. Allerdings, e t e n j a K e h I. o p f- Pfeifer zurückgekommen, die daiin""eder verteilt und eingeschoben wurden. Ob auch der Mafor solche erhalten hat. wisse er nicht.— Bor,.: sie ,agen. sie sind einaeschoben worden, das wäre dock eine unreelle �ache. Cl ein Kehlkopfpfeifer vorhanden ist, erwidert Z e u g c, rann man uct der Vorführung im Schritt und im Trabe nicht erkennen, ,ondern erst im Galopp. Auf Befragen der Verteidigung erklart der Zeuge: mindestens von drei Pferden, die als Kehlkopf- Pfeifer zurückgekommen sind und dann v c r k a u, i sind, ist mir bekannt. Daß der Major für seinen eigenen>.e- darf Pferde von der Firma gekaust hat, bestätigt der Zeuge. Er erinnert sich etwa vier Fälle. Ueber die Hohe der Preife weiß er nichts. Fuhrwerk ist dem Major von der �>nna wohl einige Male zur Verfügung gestellt worden, ob dafür Geld gezahlt wurde. weiß der Zeuge nicht! R.-A. Haase: Ist Ihnen bekannt, ob Vorsitzende der Einkaufskommisston insbesondere der Oberst- leutnant Haack, der Vorgänger des Ma,orS v. SR.. Pferde bekommen hat?- Zeuge: Pferde erhalten hat Herr Haack ob sie geschenkt worden sind, weiß ich nicht. Es handelt sich um drc. Pferde.— R.-A. Haase: Wurde allgemein gc,agt, daß das geschenkte Pferde seien? Zeuge: Ich kann nur sagen: Jedenfalls waren dw Pferde bis zu einer gewiste« Zeit nicht bezahlt. Der Buchhalter«pieß muß das genau wissen.— R.-A. H a a sie: Hat Herr Spieß mit Ihnen dar- über gesprochen?- Zeuge: Ja. w.r haben darüber gesprochen. Herr Haack hatte für sich und seinen Sohn die Pferde entnommen." Wir sprachen darüber, daß das Geld noch nicht gezahlt sei. Spieß sagte, es sei schon sehr lange her, er könne aber nicht fragen, wie die Pferde verbucht werden sollten. Wenn er danach frage, dann scheine cS niemand zu hören. Er Wiste gar nicbt,, wie er das buchen solle.— R.-A. Haas c: Also schloß der Buchhalter daraus, es handle sich um ein Geschenk?— Zeuge: Ja, aber nickt für den Herrn Major v. R., sondern für den Oberstleutnant Haack.— R.-A. Haase: Für das letzte Pferd des Herrn Haack ist das Geld eingegangen. Wann war das und unter welchen Umständen?— Zeuge(nach verschiedenem Hin und Her): Das Geld kam, nachdem die Sache in die Presse gekommen war, aus Berlin zu einer Zeit, als Herr Rachmann in Berlin war oder eben 'gewesen war.— R.-A. Haase: Haben Sie sich darüber unterhalten?— Zeuge: Darüber habe ich mich mit dem Buch Halter unterhalten. Es kamen 1200 M. glaube ich in einem Brief an und da hat der Buchhalter Spieß verwundert gefragt: Nanu, waS ist denn nu los? ES fiel dem Buchhalter auf. Auf Befragen: Der junge Haack hat nur ein oder zwei Pferde bekommen. Meine Unterhaltung mit dem Buchhalter bezog sich auf das Geld aus dem Vertauf. R.-A. Haase: Haben Sie anderen Leuten erzählt. Major von Rundstedt verdiene an den Pferden, die er van Rachmann kauft und dann wieder verkaufte, rund 6000 M.?— Zeuge: Das weiß ich nicht. Es kann sein, daß ich gesagt habe: gewiß hat der Major verdient. Wie hoch ich den Verdienst schätzte, weiß ich nicht. Er mag 800 oder 1200 M. pro Pferd verdient haben, er hat ja die Pferde zugeritten und hat Beziehungen zu besseren Herren, die das Geld bezahlen können. Zeuge auf Befragen: Ob und aus welchem Grunde dem Major v. Rundstedt Pferde zum Einkaufs- preis verkauft wurden, weiß ich nicht. Es kommt das auch bei anderen Leuten vor, wenn man nicht mehr erzielen konnte. Die vom Major gekauften Pferde waren roh, er muhte jie erst zu- reiten. Ob die Pferde an den Major zu geringerem Preise ver- kauft, um ihn bei guter Laune zu erhalten und sein Wohlwollen zu erlangen, weiß ich nicht. Auf Fragen des R.-A. Haase, den Oberstleutnant Haack betreffend, erwidert der Zeuge: Vor zwei oder drei Jahren kam Haack in das Geschäft und erzählte, die Remontekommission ist denunziert. Er könne deshalb vorläufig keine Pferde von der Firma Sande- lowski u. Rachmann mehr kaufen. Die Denunziation bezog sich daraus, daß Haack täglich oder öfters nicht auf öffentlichen Märkten, sondern bei der Firma Pferde kaufe. Vorläufig, sagte nun Herr Haack, könnten Pferde von der Firma nicht gekauft werden, später können sie gekauft werden und sind auch gekauft worden. Natürlich wurden auch einige Pferde verkauft, die auf den Markt geschickt wurden. Einmal kam Haack aus den Hof und sagte, er will 20 bis 30 Pferde haben, sie sollten aber nicht auf den öffentlichen Mark geschickt werden, sondern anderswo hin. Sie wurden nach einem Gasthaus transportiert. Das war vor etwa zwei Jahren, der Transport erfolgte nach dem etwa zwei Kilometer von Königsberg gelegenen � Fuchsberg. Weswegen sie nach Fuchsberg transportiert wurden,'weiß ich nicht. Wohin die Pferde kamen, weiß ich auch nicht, es waren Remonlepferdc. Tie Firma hat die Pferde auch an kleine Besiüer verteilt. Diese Besitzer führten sie dann vor, tatsächlich hatte Herr Haack schon vorher die Pferde auf dem Hof der Firma aufgemnstrrt. — R.-A.: Haase: Wußten Sie, daß das zu dem ausgesprochenen Zweck geschah, damit die Welt nicht merkte, daß von der Firma immer wieder die Pferde geliefert wurden, vielmehr der Schein erweckt wurde, als ob die Pferde von den Züchtern stammten?— Zeuge: Das wi l l ich ja zugeben.— R.-A. Haase: Geschah das, damit die Besitzer nicht immer wieder sehen, daß die Firma die Lieferantin war?— Zeuge gibt das zu und nennt aus Befragen die Namen einiger der so vorgeschobenen Personen. Auf wiederholtes eindringliches Befragen, ob Zeuge nicht da- von erzählt habe, daß Oberstleutnant Haack noch viel mehr Vorteile erhalten habe, erklärt der Zeuge stockend: Davon mag ja gesprächs- weise gesprochen sein. Ich habe nur immer daran gedacht, daß Herr Haack seine Pferde bekommen hat. An andere Vorteile, Dar- lehne oder dergleichen, dachte ich nicht. Das Geld für das Pferd ist erst n a ch d e n A r t i k c l n gekommen. Herr Haack hat zwei oder drei) sein Sohn zwei Pferde, im ganzen vier oder fünf erhalten. Herr Major v. Rundstedt, gibt der Zeuge noch auf Befragen an, hat die Pferde zugeritten, das Stallgcld bezahlt und das Futcr geliefert. Wenn ich das rechne, so kommt bei einem Verkauf um 800 M. allerdings nicht viel heraus.— R.-A. Haase: Ist Ihnen bekannt, ob Oberstleutnant Haack auf öffentlichen Märkten Pferde von Züchtern zurückwies, dann aber der. Firma Sandelowski u. Rachmann ein Zeichen gab, daß sie die Pferde kaufen sollte,— Zeuge: Ein solches Gerücht ist aufgetaucht, ich habe es von Besitzern gehört. Es ist mir von mehreren Besitzern gesagt, weiter weiß ich nichts.— R.-A. Haas e: Das Zeichen soll im Hackenheben bestanden haben. Wenn die Pferde zurückgewiesen waren und dies Zeichen gegeben war, dann'stürzten die Herren der Firma Sandelowski u. Rachmann hinzu- und kauften die Pferde.— Zeuge: Davon weiß ich aus eigener Wahrnehmung nichts. Major v. Rundstedt: SRit den Rohrern verhielt es sich so. In Kastel existiert ein Pferdedepot nicht. Die Firma hatte fünf Pferde als Rc-hrcr zurückbekommen. Ich probierte die Pferde aus. Eins. von denen röhrte nicht. Dies eine Pferd habe ich angenommen, nachdem ich es probeweise geritten, daß es dampfte und ihm die Zunge zum Halse herausging. In dem Fall hatten sich die Veterinäre bei der Truppe in der Ansicht geirrt, daß es auch röhre. Daß ich 800 bis 1200 M. bei deni Verkauf eines von mir gekauften Pferdes verdient habe, muß ich leider in Abrede stellen. Bei einem Pferd habe ich 800 M. verdient, das war ein englischer Rappe, Von dem Verdienst gehen die Unkosten noch ab. Das Pferd habe ich eingeritten, es war ein sehr ungezogenes Pferd. Wenn ich ein Pferd von der Firma kaufte, so habe ich stets gefragt: Kostet das Pferd i e soviel? Vielfach habe ich mehr gezahlt, als gefordert wurde. Wenn ich den Eindruck hatte, daß ich das Pferd zu billig hatte, fchlugichzu: 200. 250, auch 300 M. können es gewesen sein.— Vors.: Haben Sic die Pscrde billiger bekommen als andere?— Major v. SR.'; Ich habe das möglichst zu vermeiden gesucht, mein Bestreben war, absolut so zu kaufen, wie bei jeden anderen. Ich war durch meinen Vorgänger vorbereitet, daß diese Frage an mich herantreten könnte. Die erste Zeit hat die Firma wohl versucht, mir die Pferde zu unverhältnismäßig billigen Preisen zu geben. Ich habe bei dem Verlaus der Pferde nicht mehr verdient, als ich als Leut- nant bei meinen damaligen Pferdeverkäufen verdiente. Fuhrwerk mag etwa zwei- oder dreimal bestellt sein, wenn gekaust werden sollte.- Das war eine Art Probefahrt, es mag auch mal zu einem anderen Zweck gewesen sein. Dann habe ich aber dem Kutscher mindestens soviel Trinkgeld gegeben, wie ein Wagen mich gekostet haben würde. Rittmeister ti. R o t e n h a n: Die gesetzmäßize Mängel« frist für Rohrer ist durch die allgemeinen Vorschriften auf drei Wochen verlängert. Die Pferde werden beim Truppenteil aufs Rohren ausprobiert.— Sachverständiger Hof er: Ob ein Rohrer da ist, ist unschwer festzustellen. Durch einen«chlag unter den Bauch und auch an der Struktur ist das ftstzustellen. Wenn man mit zwei Zügeln den Kopf nach unten zieht, dann ist es leicht festzustellen, ob das Pferd röhrt oder kehrlkopfleidcnd ist. Buchhalter Spieß wird� dann als Zeuge vernommen. Er ist seit 1905 bei der Firma Sandelowski u. SRachmann angestellt. Er gibt an: Die Preise, die dem Major v. Rundstedt für seine Pferde berechnet wurden, waren höher als die Ein- kaufspreise. Es waren reguläre Verkaufspreise. ?ln Standgeld hat er das reguläre Standgeld von 15 M. pro Monat bezahlt. (Wie stand es mit dcnjjäferden für Haack?) R.-A. Haase: Haben Sie unter Haack und als verkauft eingetragen?— Zeuge: Ja, wir haben für Haack ein Konto. Belastet habe ich ihm die Pferde.— R.-A. Haase: Erfolgte die Eintragung gleich oder nachträglich?— Zeuge: Es ist möglich, daß v i e l l c i cd t mal ein längerer Zwischen- räum w a r, ich kann es nicht so genau sagen.— R.-A. Haase: Haben Sie eine Summe eingetragen?— Zeuge: Ja. R.-A. Haase: Welche?— Zeuge: Tie Summe gaben die Herren mir an.— R.-A. Haase: Sogleich nach dem Kauf oder erst in diesem Herbst?— Zeuge: Möglicherweise nicht so- g leich an demselben Tage.— R.-A. Haase: War ein längerer Zwischenraum bis zur Eintragung?— Zeuge: Ich kann mich nickst besinnen.— R.-A. Haase: Haben Sie zu Voß gesagt, wenn ich Sandelowski u. Rachmann frage, wie sie zu ver- buchen sind, dann bekomme ich keine Antwort?— Zeuge: Ich kann mich nicht entsinnen.— R.-A. Haase: Ist gleich nach der Lieferung eingetragen worden?— Zeuge: Einige Wochen nach der Lieferung.— R.-A. Haase: Wie viele?— Zeuge: Das weiß ich nicht.— R.-A. H aase: Wie kam das Geld für das Pferd des Sohnes Haack ein, per Post oder Bank?— Zeuge: Durch die Post.— R.-A. Haase; Wunderten Sie sich nicht selbst dar- über, daß Sie erst jetzt Geld erhielten und haben Sie die Ver- wunderung ausgesprochen?— Zeuge: Davon weiß ich nichts. — R,-A. Haase: Der Zeuge Voß erzählte unS doch daS.— Ein Beisitzer: Der Zeuge meint wohl da§ zweite Pferd.— R.-A. Ha a s e: Hat der Sohn des Herrn v. Haack zwei Pferde de- kommen:— Zeuge: Ich weiß nur von einem.— R.-A. Haase: Wie hoch war der Preis?— Zeuge: DaS weiß ich nicht mehr.— R.-A. Haase: Wenn ich Ihnen die Zahl 1200 nenne, erinnern Sie sich dann?— Zeuge: Es ist möglich.— R.-A. H a a f.e: Sie haben nicht gesagt, die Herren geben Ihnen keine Auskunft, so daß Sie nicht wissen, wie Sie eS verbuchen sollen?— Zeuge: Nein. R.-A. Haase: Haben Sie niemals über den sonderbaren Handel gesprochen, darüber daß der Kaufpreis nicht oder erst spät gezahlt ist?— Zeuge: Davon weiß ich nichts. Es folgt eine Konfrontation des Zeugen Spieß mit dem Zeugen Boß. — Zeuge Voß: Als der Sohn von Herrn Haack das erste Pferd bekam, sprach ich mit Herrn Spieß. Ich fragte, was das erste Pferd gebracht hat. Er sagte dann, ich weiß es nicht. Ich fragte: Na, wie machen Sie denn das mit dem Buchen? Er erklärte: Ich habe schon ein paar Mal die Herren gefragt, aber ich darf nicht fragen. Die Herren antworten nicht.— Der Zeuge Spieß bleibt trotz aller Vorhaltungen dabei: Ich kann mich nicht darauf besinnen.— Vor f.: Das war vor etwa zwei Jahren.— R.-A. Haase: Wann kam denn das Geld?— Zeuge Voß: Im Herbst 1913. Herr Spieß machte den Brief auf und entnahm ihm 1200 M.— T�r Zeuge Spieß schweigt.— Vors.: Sta« sind doch Vorgänge, die auffallend sind, die vergißt man doch nicht. — Zeuge Spieß schweigt. Die Verteidiger: Wir werden doch die Bücher vorlegen lassen müssen.— R.-A. Heine- m a n n(zum Zeugen Spieß): Sie behaupten, es sind alle Pferde bezahlt,— Zeuge Spieß: Jawohl.— R.-A. Haase: Wann ist das letzte Geld eingegangen?— Zeuge Spieß: Im vorige» Sommer denke ich.— R.-A. Haase: Im Herbst, Winter oder Frühling?— Zeuge Spieß: Das glaube ich nicht.— R.-A. H e i n e m a n n: Haben Sie niemals auch nur den Gedanken ge- habt, daß der Major einen Borteil von der Firma hat?— Zeuge: Nein.— R.-A. H e i n e m a u n: Wann die Zahlungen im ein- zelncn eingingen, können Sie nicht mit Sicherheit bekunden?— Zeuge: Nein.— Major v. Rundstedt: Ich bitte den Zeugen zu fragen, ob ich jemals länger als 24 Stunde» eine Summe schuldig geblieben bin.— Zeuge Spieß: Ich glaube nicht.— R.-A. Haase: Woher wissen Sie das jetzt so genau?— o r s.: Der Zeuge sagt ja nur: Ich glaube. Die Verteidigung beantragt die Vorlegung der Bücher der Firma Sandelowski». Rachmann. o r j.: Welchen Zweck verfolgen Sic mit diesem Antrag, da doch die Dinge nicht Herrn v. Rundstedt, sondern Herrn Haack be- treffen?— R.-A. Haase: Im ersten Artikel ist der Name de? SNajors v. Rundstedt nicht genannt. Stellt es sich heraus, daß die behaupteten Dinge sich aus seinen Vorgänger beziehen, so würde das für die Schuldsrage und das Strafmaß von großem Ein- fluß sein.— R.-A. T r. H e i n c m a n n: Das Allcrgravierendste, das heute festgestellt ist, ist, daß pro korma die Pferde von de» Be» sitzern verkauft wurden, während sie in der Tat bereits von der Firma angekauft waren, daß also dem Publikum Sand in die«»gen gestreut werden sollte. Um diese wichtige Feststellung handelt es sich auch.— Vor f.: Können das nicht Sandelowski u. Rachmann bekunden? — R.-A. Haase: Die werden wohl zurückhaltend sein.— Der Staatsanwalt beantragt, die Ladung des Oberst. leutnant Haack, jetzt in Hannover. Das Gericht beschließt: de» O b e r st I e u t n a n t Haack zu morgen 12 Uhr a l» Zeugen zu laden und telegraphisch die Bücher von Sandelowski u. Rachmann einzufordern. Sodann wird der R i t t c r g u t s v c f i y e r v. S i m s o n als Zeuge gehört, v. Rundstedt habe ohne Ansehen der Person ge- mustert und nur ausgewählt, was unbedingt brauchbar ivar Ab- gelehnt habe er keineswegs in schroffer Form, und es habe bei feiner Art sich zu äußern auch kein Zweifel darüber entstehen föuneii, ob er-in Pferd nehmen wollt- oder nicht Bevorzuat bade er wohl eher die Besitzer als die Händler, doch habe er weil ch! Besitzer wenig geeignete Pferde brachten, chefcn viele-iurückivcifen müssen.' Zu dem inzwischen gefaßten Beschluß, die Sandelowski u. R a ch m a n n 1 ch e n Geschäftsbücher telegraphisch einzu- fordern. lowe.t sie die Konten Haack n d v. R und st. d t betreffen, sollen die als Zeugen geladenen Geschäftsinhaber ,ick darüber äußern, welche Bücher da wohl in Frage kommen. Beidccrklarcn: Es existiert kein Konto Haack! R.-A. Haase bittet. Sandelowski u. Rachmann einstweilen ab- treten zu lagen, damit ihr Buchhalter Spieß sich nochmals über äußern kann.- Zeuge Spieß: In dem neuen Buch gibt es kern Konto vaack. In dem alten Buch hat e« dnngestanden.— Vors.: Wo ist das?- Zeuge: Das habe ich Herrn Rachmann gegeben.-.-. aase: Rachmann sagt doch, daß überhaupt kein Konto Haad cristiert. 3euge: Es hat egistiert. Der Zeuge, den im Laufe der sehr umständlichen Befragung der Vorsisende ermahnen muß, sich doch nicht wie cine Zitrone ausquetschen zu lassen", erklärt, er habe manche von Herrn Haad rasch bezahlte Posten gar nicht gebucht. R.-A. Haase: Herr v. Rundstedt hat, wie er uns bekundete, meist in 24 bis 48 Stunden gezahlt, da müßten Sie ja für ihn überhaupt fein Konto haben. Aber für ihn, den prompten Zahler, haben Sie es gebucht und für den nichtprompten Zahler Haad haben Sie es im Kopfe behalten? 3euge weiß keine Antwort hierauf. R.-A. Haase beantragt jest, jämtliche S. u. R.schen Geschäftsbücher einzufordern. -ministeriums gefriegt. 3euge Voß: Spieß fagte, das wäre 3euge: Wenn es zuviel find was soll man dann damit? für das Pferd von Herrn Haad. Die weitere Befragung des Bors: Zerreißen Sie denn die?-8euge: Das macht alles Der Vorsitzende wirft die Frage Zeugen Voß ergibt, daß eine frühere Aussage von ihm infolge der Spieß.( Heiterfeit.) eines Mißverständnisses so aufgefaßt werden konnte, wie wenn die auf, wie es denn bei solchen Einnahmen ohne Konto zwischen den Bezahlung des Pferdes 4 oder ½ Jahr nach den Zeitungsartikeln beiden Sozien mit der Gewinnteilung gehalten wurde, ob denn erfolgt sei, während er gemeint hat: 4 oder ½ Jahr nach der da das Geld sogleich zwischen ihnen geteilt wurde. Zeuge: Lieferung. Beide Verteidiger versuchen immer wieder, aus Das kann sein. R.-A. Haase rechnet vor, daß es sich bei dieser dem Zeugen Rachmann mehr herauszubringen. Gr versichert, Herrn Firma um Millioneneinnahmen handelt. Ob denn da mit jedem Saad niemals irgendwelche Vorteile zugewendet zu haben, weder einzelnen Gewinn so verfahren wurde? Nein, sagt Sande bar Geld als Provision, noch billige Pferdepreise. Iowski, das wird auf Konto S. u. R. bei der Bank angelegt. Warum nicht auch der Gewinn aus einem Geschäft mit Haad? Daß Rachmann nach einem Geschäft mit Haack dem Buchhalter nicht." Er bestreitet, daß Spieß ihn vergeblich gefragt habe, wie Ja, um Bagatellen", antwortet Sandelowski, fümmre ich mich Spieß auf seine Frage, welchen Preis er denn eintragen solle, er das Haacksche Pferd verbuchen solle. Haac habe immer bezahlt feine Auskunft gegeben habe, erklärt Rachmann so: und keine Vorteile gehabt. Von dem Besuch seines Sozius RachBeim Pferdegeschäft kann man den Preis nicht immer so wiffen. mann bei Saad weiß Sandelowski nichts. Sprechen Sie denn, fragt der Vorsigende, nicht mit ihm über geschäftliche Dinge?, Nein! Selten mal! antwortet Herr Sandelowski Und wie steht's mit der Schiebung? Weshalb erhielt der Buchhalter keine Antwort? Kommen Schiebungen vor? ,, Es kommt zum Schwur!" Zeuge v. Rundstedt: Ich fühlte, man mar Kommission. Ich sagte mir, die Kommission fönne Unannehm lichkeiten davon haben, daß ich das am Morgen zurüdgewiesene Pferd am Nachmittag doch faufte. Bernommen wird dann der Pferdehändler Bernhard Rach. mann aus Königsberg über die früheren geschäftlichen Beziehungen zu den damaligen Remontekommissar Haad, der jetzt Remonteinspekteur ist. Vors: Es ist behauptet, Major Haack habe Pferde umsonst von Ihnen erhalten. 3euge: Nein, niemals! Den in der Vormittagssigung zur Sprache gekommenen Trid, Ausgeschlossen! Vors.: Auch über seinen Sohn wird das be- Pferde der Händlerfirma an Befiber zu verteilen und sie durch hauptet. Daß Haad bei ihm Pferde gemustert habe und diese dann an Der Zeuge bestätigt, daß diefe dem Major Haad vorstellen zu lassen, gibt Rachmann zögernd 3euge: Nein, nein! Major Haad ihm Pferde abgekauft hat. Die seien aber stets be- zu. Pferde dieser Art habe er selber als Händler eben nicht vor- Besizer gegeben und von ihnen auf öffentlichen Märkten vorzahlt worden, und zwar immer schon nach einigen stellen dürfen. Auf die Frage, ob. Major Haad, wie behauptet wird, gestellt wurden, damit man nicht merkte, bon wem fie waren, Tagen. Der Sohn habe weniger rasch bezahlt, aber warten davon gewußt habe, antwortet 3euge: Daß weiß ich nicht! Jet widert er: Wir können doch mit unserem Eigentum machen, was nimmt Zeuge mit Kopfschütteln auf. Dem R.-A. Haase er= lassen habe auch er nur nach dem zweiten Pferdekauf, der im soll ich mich noch entsinnen! Zeuge Voß wiederholt, daß wir wollen! Spätherbst 1912 stattfand. Vors.: Nach Erscheinen der Artikel Major Haad diese Pferde vorher gesehen und gemustert habe. Auf Diese Antwort führt zu einem lebhaften Proteft der langte bei Ihnen eine Sendung von 1200 M. an. Es ist der Ver- eine Frage des Staatsanwalts erklärt er, es habe der dacht entstanden, daß Sie selber diesen Betrag von Berlin aus Schein erwedt werden sollen, daß es Pferde von Beſizern waren. Ueber den mit Haad abgeschlossenen Lieferungsvertrag für MaVerteidiger gegen ein derartiges Auftreten vor Gericht. an sich abgeschickt hätten. Zeuge: Ausgeschlossen! Wie komme Die Verteidiger Heinemann und Haase wünschen zu wissen, ob ich nach Berlin mit 1200 M.! Vors: Wo ist das alte Konto- Saad dem Rachmann einmal gesagt hat, die Remonte kommission schinengewehrpferde und über die zu diesem Zwed von der Firma buch? 3euge: Das ist nicht mehr da. Vors: Sie müssen sei bei dem Kriegsministerium denunziert" worden, und ob er gemachten Pferdekäufe bei Besitzern weiß Beuge gut Bescheid. Bedoch als Kaufmann Ihre Bücher aufbewahren. Beuge: Wir deshalb die Geschäftsverbindung mit der Firma für einige Zeit züglich des Simonschen Pferdes fragt R.-A. Haase, warum sind keinem was schuldig. Vors.: Herr Spieß, Sie haben es abgebrochen hat. Auch hierauf antwortet 3e uge Rachmann: Herr Rrundstedt dem Händler Rachmann, als er von diesem die Herrn Rachmann gegeben? Beuge Spieß: Ja; ich glaube, Das weiß ich nicht. Ich erinnere mich nicht. R.-A. Heine richtige Angabe des dafür gezahlten Preises haben wollte, hinzu er nahm es mit in seine Privatwohnung. 3euge Rachmann tommt darauf zurück, daß Rachmann den Inspekteur fügte: mann: Nein, nein! Zeuge Rach= Vors: Das ist doch aber wunderbar! Haad in der Inspektion nicht getroffen habe. R.-A. Heinemann: Warum Ein Kaufmann muß doch wissen, wo seine Bücher find!- Auf mann: Unten traf ich ihn. eine Frage des R.-A. Haase erklärt Zeuge nochmals, ein Konto haben Sie das zuerst verschwiegen? Haad sei niemals dagewesen. Als er auf die entgegenstehende AnDas ist ja ein glatter Meineid. gabe seines Buchhalters Spieß verwiesen wird, versichert er, er habe sich nicht darum gekümmert. Warum solle er dem Pferdehändler Jacob Sandelowski, Ebenso schwierig ist es, aus Rachmanns Schwager und Sozius, denn auch ein Konto anlegen, wenn alles bezahlt werde? Er herauszubringen. Daß Major von Rundstedt die Firma nicht in beträftigt, um die Buchführung fümmere er sich nicht. R.-A. Haase hält ihm vor, daß er deffenungeachtet von vornherein unzulässiger Weise begünstigte und nicht Vorteile von ihr erhielt, mit großer Bestimmtheit erklärt habe, es eriftiere gar kein versichert er sehr bestimmt. Beuge Spieß gibt an, er habe Warum kein Konto Haad? getauften Pferde vollständig eingetragen, die ber= Aber über die geschäftlichen Beziehungen zu v. Rundstedts fauften einzutragen, sei ihm oft nicht möglich gewesen. Den Vorgänger, Major Haad, weiß er weniger sicher zu antworten, Zeugen Rachmann fragt R.-A. Ha ase: Sind Sie nicht im Herbst denn darum hat er sich nicht gefümmert". Von einem Konto borigen Jahres bei Herrn Haad gewesen? Beuge: Nein. Haad weiß auch er nichts. R.-A. Haafe: Gar nicht? 8euge: Nein. R.-A. Haaje: Warum ein Konto v. Rundstedt?. Jm vorigen Herbst nicht? 3euge: Auf seinem Zimmer nicht. R.-A. Haase: Wo denn? Zeuge: Ich bin einmal in der Inspektion gewesen, ich traf ihn aber nicht. R.-A. Haase: Zu welchem Zweck? 8euge: Ich wollte miffen, ob ich Pferde nach liefern sollte. Daß damals, während Zeuge in Berlin war, bei ihm in Königsberg Geld ankam, weiß er nicht. Zeuge Voz: Das war etwa 4 vder ½ Jahr nach dem Kauf des Pferdes. Spieß machte das Kubert auf, es waren 1200 M. drin. Obendrauf war der Stempel des Kriegsministeriums oder so etwas. Zeuge Der Vorsitzende fragt ihn: Haben Sie schon mal von Nachmann: Wir haben Geld von einent Offizier des Kriegs- einem Kaufmann gehört, daß seine Geschäftsbücher verschwinden? Konto Saad. die nut etwas auch er kann keine Erklärung dafür geben, warum nicht für den nach Tagen oder Wochen zahlenden Saad, aber für den sofort zahlenden v. Rundstedt ein Konto geführt wurde. Er weiß nichte" und kann nichts sagen". Bücher glaubt er nicht aufbewahren au fallen, auch nicht mit Rücksicht auf etwaige Bemängelung seiner Steuererklärung. Wie verschwinden die Geschäftsbücher? Für Reise und Wanderung Pferdepreise find Staatsgeheimnisse. Ueber v. Rundstedts Verhalten bei Pferdemusterungen werden noch Majoratspächter Strehl, Gutsbefizer Steiner, Pferdehändler Werner bernommen. Alle drei, die selber Pferde vorgestellt hatten, haben nichts auszuseßen gefunden. Den Zeugen Steiner fragt v. Rundstedt nach dem für seine Pferde erzielten Preis. Als Steiner den Durchschnitt auf 1478 M. angibt, wünscht R.-A. Saase auch die sonst erzielten Preise zu wissen, die vielleicht weniger gut waren. v. Rundstedt hat Bedenten, ob er antworten darf, und der Sachverständige v. Rotenhan erklärt dann, über Preise dürfe nichts gesagt werden. .-. Sa a se stellt fest, daß am Tage vorher derselbe Sachver er nach den Preisen gefragt wurde, von einem ständige, als Mangel an Anhaltspunkten hierfür gesprochen, aber nichts von einer Pflicht der Geheimhaltung gesagt hat. R.-A. Seinemann hält für nötig, daß v. Rundstedt sich vom Kriegsminister zur Ausfunfterteilung über die Preise ermächtigen läßt Die Sizung wird auf Sonnabend vertagt. Zur Herbei schaffung der Geschäftsbücher ist die Königsberger Polizei durch Telegramm angewiesen worden. Remonteinspektor Haad und sein Sohn, der Oberleutnant Haad, sollen geladen werden. Kronen- Bouillonwürfel 5 Stüd 20 pf. Kronen- Suppen BouillonWortel KRONE 3 Teller 10 pf. unentbehrlich und in Qualität unerreicht sind: Kronen- Saucen.. 2 portionen 10 pf. Nährmittel- Gesellschaft Krone" Michaelis& Co., G. m. b. H., Berlin SW 29 Verband der Steinsetzer, Pflasterer Bene Deutschlands. Achtung! Tarifbezirk Groß- Berlin. Achtung! weg, Die Firma Ernst Junge, Nieder- Schönhausen, Raisertveg 6, ist gesperrt, weil sich diese Firma beharrlich weigert, den durch den Schiedsspruch des Berliner Einigungsamts zustande gekommenen Tarifbertrag anzuerkennen. In Betracht kommen die Baustellen: KaiserKanalisationsgraben, Nieder- Schönhausen; Französisch Buchholz und Blankenfelde i. M. Die Bewegung wird noch weiteren Umfang annehmen, da auch die Firmen Gebrüder Ahrend, Marschner u. Bittkau in Oranienburg und Wilhelm Langen, Wilhelmsruh bei Berlin den Tarif noch nicht anerkannt haben, obwohl sie nach den Bestimmungen des§ 12 des bis zum 31. März 1914 gültigen Tarifvertrags den Schiedsspruch anerkennen müßten. Wir bitten deshalb alle Arbeitsuchende, diese Firmen bis auf weiteres fireng zu meiden. Die außerordentliche Versammlung am 23. Juni fällt aus. Die nichterledigten Anträge werden in der Versammlung am 12. Juli mit erledigt. Mit Verbandsgrup Die Bezirksleitung. Oswald Naefe Färberei u. 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Oudebein. Hans Residenz. Die verfligte Liebe. Admiralspalast. Im Tangoflub. # Sternwarte, Invalidenstr. 57-62 Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Anfang 8 Uhr. Zum 105. Male( täglich 8 Uhr) Sonntag nachm. 3 Uhr( fl. Preise): Der müde Theodor. Vorher: Tanzgastspiel Miss Keen. Voigt- Theater Badstraße 58. Morgen Sonntag: Das Mitternachtsmädchen. Gr. Ausstattungsstüd m. Gef. u. Lanz Gänzlich neue Spezialitäten. Die Scheidungs- Ehe. Staffeneröffnung 2 Uhr. Anf. 4%, Uhr. Paul Obiglos Konzert- und Festsäle Koppenstraße 29. Sonnabend, den 20. Juni: Großes Volks- Sinfonie- Konzert des Blüthner- Orchesters. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Gewerkschaftshaus Menu für Sonntag, 21. Juni, à 1 M. Krebssuppe. Bouillon mit Mart. Lachs mit Butter Rotzunge in Weißwein Prager Schinken mit Butter Krabbenmayonnaise Lammbrust m. jung. Kohlrabi Filetgulasch. Hamburger Gans Kalbsrüden Heidschnuckeule. Kompott oder Salat. Käse oder Eis. Abend Spezialitäten: Fricassee von Huhn.. 80 Pf. Junge Gans m. Kompott 1 M. Hummermayonnaise... 1 M. Eisbein mit Sauerkraut 75 Pf. Kongreßwurst mit Salat. 40 Pf. Jeden Abend: Konzert • in den Parferresälen. Während des Diners: Tafelmusik. Reederei Kahnt& Herzer Fernsprecher Königst. 2062. Billige Extrafahrten ab: Waisenbrücke Jeden Montag u. Donnerstag Wenden Neue Mühle in 2. zur u.zur. schloß- Grünan- Krampenburg Jeden Dienstag und Freitag nad Woltersd. Schleuse 59 Pf. N.- Ahlbeck, Müggelschloß, Kinder Neben Mittwoch nach Wendenschloß. Ziegenhals 25 Pf. Grünau- Krampenburg Jeden Mittwoch Teupitz( Idyll bin uno zuriüd 2 M. nach Bon Café Alsen( Schlesische Brücke) Abfahrt je 1 Stunde später. Jeden Neu! Ab Neukölln ( 8.u.2Uhr ab Kaiser- Friedrichbr. Sonntag 18.2/ hrab wildenbruchbr. nach Krampenburg hin u. zurüd 1 M., einfach 50 Pf., Kinder 50 resp. 25 Pf. Die Rüdf. der Sonntagstour endet abends in Café Alsen resp. Waisenbr. Jeden Montag Neu- Ahlbeck u. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 1374 Fl 16. 1. 12 28 12 20 1.8 < mli\ U. Pf. e. t. 6" tt ar ng. kel Ste r, präsident von Effen stellte Strafantrag. Genoffe Steinbüchel rella. mierte den Schuß des§ 193 und machte außerdem geltend, daß bei der Art, wie die Polizei in Essen vorgehe, eine fräftigere Ausdrucksweise nicht zu umgehen wäre. Er habe schon fräftigere Ausbrüde gebrauchen müssen, um das Verhalten der Stadtpolizei richtig zu lennzeichnen. Der Staatsanwalt hatte eine Gefängnisstrafe von awei Monaten beantragt. Unfruchtbare Staatsanwaltsarbeit. Bom Vater Staat. genden Gewinn auf; so die Oesterreichische Berg- und Hüttenwerks-| entscheidend gewefen und Scholz hätte, obwohl er Sachfe fei, als Die angefochtenen gesellschaft( 6,38 auf 6,925 Millionen) und die Brüger Kohlenberg- eingeschriebener Wähler mitstimmen fönnen. bau- A.- G.( 4,794 auf 5,732 Millionen). Lettere steigerte ihre Divi- Wahlen seien demnach gültig. dende von 23 auf 25 Broz. In der„ Gewerkschaft" wird darauf hingewiesen, daß diese Gewinne in einer Zeit erzielt wurden, in der nicht nur das Arbeitseinkommen, sondern auch der von der ArBei dem heutigen Preisstande wird das Existenzminimum, das beit erzielte Mehrwert dank Arbeitslosigkeit und Feierschichten zu eine fleine Familie zur Leistung des Notwendigen, ohne alle Zugusrüdgegangen ist. Mithin wurde der Gewinn der Banten auf Kosten ausgaben, haben müßte, auf 1800 M. pro Jahr, allermindestens auch des Unternehmergewinns erzielt. Obwohl sie selbst aber auf 1500 m. berechnet. Inwieweit Bater Staat" seinen Das Landgericht in Nordhaufen verurteilte vor längerer Zeit an ihren Industriepapieren unter dem industriellen Stillstand mit Arbeitern für schweres Tagewerk dieses Eristenzminimum gewährt, bie Genoffin Bartenberg aus Hamburg, die im Agitations- leiden, gleicht sich alles zu ihren Gunsten aus durch die Höhe des dafür liefert das Statistische Jahrbuch für den preußischen Staat bezirt Sale Lichtbildervorträge über„ Das Wirtschaftsleben der Beihainses, der im vorigen Jahre eine außergewöhnliche Höhe einige Beiträge. Die Verwaltung der preußischen und heifischen Gegenwart mit seinen ungeheuren Schäden für die Volksgesundheit" erreicht hat. So wird mit Ausnahme der Bodenmonopolisten, wie Staatseisenbahnen teilt 3. B. mit, wieviel Lohn ihr Personal in den gehalten hatte, wegen Verbreitung und Darstellung die Bergwerksunternehmungen und den vom Staate begünstigten Jahren 1897 bis 1911 befommen hat. nzüchtiger Schriften zu zwei Monaten Ge Rüftungslieferanten u. ähnl. das industrielle Unternehmertum durch Nehmen wir zunächst den gesamten Durchschnitt aller dort anfängnis. Ein Genoise, der der Vortragenden beim Lichtbilder- die Arise doppelt: durch Mangel an Absatz und teuren Bins be- geführten Arbeiter und Angestellten, so betrug dieser im Jahre 1911 3,51 M. bortrag behilflich war, wurde wegen Beihilfe zu zwei Wochen troffen. Und wiederum wird durch diese Einbußen der Unternehmer pro Tag. Wie eine Anmerkung ergibt, werden diese Löhne wenigstens Gefängnis verurteilt. Das Reichsgericht hob das Urteil auf der Arbeiterschaft, deren Kampffähigkeit ohnehin schwer durch einem Teil der erwähnten Arbeiter auch für die freien Tage beund wies die Antlage an die Vorinstanz zurüd. Das Bemühen die Arbeitslosigkeit beeinträchtigt ist, in ihrem Streben nach einem zahlt. Wir müssen also die 3,51 M. mit 365 multiplizieren. Aber bes Staatsanwalts, in der erneuten Verhandlung eine Verurteilung gewiffen Ausgleich durch verkürzte Arbeitszeit und erhöhten Lohn das macht nach Adam Riese immer erst 1281 m. aus, bleibt also u erzielen, war vergeblich. Das Gericht sprach beide An- ein besonders heftiger Widerstand entgegengestellt, während sie die weit hinter dem Existenzminimum zurüd. Nun aber ist ja das die getlagte frei. eigentlichen Nugnießer: Bodenmonopolisten und Leihkapitalisten, Durchschnittszahl, und man mag einwenden, daß hierbei die Werkgar nicht faffen kann. Dieselbe Arbeiterschaft aber leidet als tättenlehrlinge mit nur 1,14 M. Tagelohn mitgerechnet sind, was Konsumentin aufs schwerste unter der durch dieselben Ele- natürlich den Durchschnitt herunterdrücken muß. Jedoch sind dafür mente mit Hilfe der öffentlichen Gewalten herbeigeführte Teuerung auf der anderen Seite die Hilfskräfte des mittleren technischen der notwendigsten Verbrauchsgüter: Wohnung und Lebensmittel. Dienites mit einem Taaelohn von 7,45 M. mitgerechnet. Das dürfte den Fehler mindestens ausgleichen. Aber gut, lassen wir diese beiden Kategorien weg und nehmen wir nur die eigentlichen Arbeiter und fleinen Angestellten. Dann bleiben als höchstentlohnte Klasse übrig die Werkstättenbandwerfer im Stüdiohn mit 5 m. pro Tag, die aber keine Sonntage bezahlt bekommen( denn das gilt nur für den Betriebsdienst); ihren Tagelohn dürfen wir also nur mit 300 multiplizieren und fommen so auf 1533 m., alfo gerade auf das Existenzminimum. Und als schlechtest entlohnte klasse bleiben übrig die Hilfskräfte im unteren Bewachungs- und Unterhaltungsdienst mit 2,72 M. pro Tag. Ihren Lohn müssen wir wieder mit 365 multiplizieren, was nur 993 M. ergibt. Alle anderen bewegen fich dazwischen. Es muß indessen erwähnt werden, daß hinter den erfstättenbandwerkern im Stüdlobn fofort die Werkstättenhandwerfer im Tagelohn kommen, die schon weit weniger friegen, nämlich nur 4,52 m., b. 5. bei 300 Arbeitstagen 1366 M. Es ist also tatsächlich außer den technischen Beamten nur eine einzige Arbeiterfategorie, die in preußischen Staatseisenbahndienst das Existenzminimum hat!( Notabene, wenn das Existenzminimum auf nur 1500 M. angelegt wird.) Jugendbewegung. Eine Staatsaktion gegen Fortbildungsschüler, In Laubega ft bei Dresden sollten drei Fortbildungsschüler re Teilnahme an den Uebungsstunden des Arbeiterturnvereins mit le drei Mart Geldstrafe büßen. Das Schöffengericht entchieb aber, daß das Verbot der Schulinspektion, auf das sich die Strafverfügung stüßte, ungefeßlich sei und sprach die Schüler frei. Soziales. Aus dem Gewerbegericht. Um 50 Pfennige tufung ein und mußte es erleben, daß das Landgericht den waren der Hausdiener Weidemann und der Hutfabrikant freispruch bestätigte. Doch der Staatsanwalt legte Revision& eder in Differenzen geraten, die in einer Klage des Anbeim Oberlandesgericht ein und fah seine Ausbauer belohnt: Das gestellten gegen seine Firma um elf Tage Restlohn vor Oberlandesgericht hob den angefochtenen Freispruch auf und wies der zweiten Kammer des Gewerbegerichtes ihren legten Ausdie Sache an die Vorinstanz zurück, die nun auch die drei Fort- klang fanden. bildungsichüler, zu je drei Mark Strafe und zur Tragung der Kosten aller Instanzen verurteilte. In der Begründung wurde entgegen der ersten Entscheidung die Verfügung der Schulinspektion als ein Att bit Schulzucht anerkannt, der bem§ 1 bes Reichsvereinsgeieges nicht widerspreche. wurde gar nicht eingegangen. Auf die Frage, ob der Turnverein politisch sei, Aus Industrie und Handel. Die schwedische Arbeiterbank. Aber wir wollen auch nicht verschweigen, daß Vater Staat die Um wieviel, mag öhne im Laufe der Jahre aufgebessert hat. folgende Tabelle zeigen. Wenn wir wiederum die Lehrlinge und die technischen Hilfskräfte auslassen, so betrug der Tagelohn der höchst bezahlten schlechtest bezahlten Kategorie Kategorie im Jahre 1897 Der Sachverhalt ber Klage war folgender: Zu Weidemanns Obliegenheiten gehörte auch die allabendliche Besorgung der fälligen Batete nach der Post. Am Tage vor Himmelfahrt, alio zu einer Beit, die für die Sutfabrikanten, hohe Saison" bedeutet, hatte sich der Kläger geweigert, die Bost zu besorgen und war daraufhin wegen Gehoriams- und Arbeitsverweigerung fristlos entlaffen worden. Der Kläger begründete aber vor der Kammer die Verweigerung seiner Dienste sehr einleuchtend. Es war nämlich üblich, ihm für den Gang nach der Post, wenn es erheblich nach 6 Uhr wurde, alfo gleichsam als Entschädigung für Arbeit nach Feierabend, 50 Pfennige zu zahlen. Diese hatte er aber am 18. Mai und auch am nächsten Lage trop wiederholter Vorsprache im Kontor der Die von den schwedischen Arbeiterorganisationen auf Initiative Firma nicht erhalten, worauf er sich an dem betreffenden Tage mit tines jozial denkenden Geldmannes, des Herrn Olof Aschberg. echt weigern zu können glaubte, weiter die verlangten" leber4,17 mal 300= 1251 M. 650 M. 1,78 mal 365 bor zwei Jahren gegründete Neue Bant" in Stockholm, über die stunden" zu machen. Die Betlagte fuchte zwar als Klage 1911.. 5,11 mal 300= 1533 M. 2,72 mal 365= 993 m. bir feinerzeit berichteten, erfreut sich einer stetigen Entwidelung. einwand geltend zu machen, es sei nur selten erheblich später als Wir überlassen es getrost der öffentlichen Beurteilung, ob Vater Das Grundkapital der Bant beträgt 1 Million Kronen, wovon den 6 Uhr mit dem Gang nach der Post geworden, besonders nicht an Staat ein Recht hat, sich diese Lohnsteigerung gewissermaßen noch Gewerkschaften, Genossenschaften, der Partei und sonstigen Ar- dem Lage, an dem die 50 Pfennige Extravergütung nicht gezahlt als besonderes Berdienst anzurechnen, zumal wenn man bedenkt, beitertorporationen die Hälfte überlassen wurde. Dem Reserve- worden seien. Aber die Kammer riet ihr doch nach eingehender welch folosiale Ueberschüsse er aus den Eisenbahnen zieht, auf denen onds konnten bisher 30 000 kronen zugeführt werden. Die Um- Prüfung der Sachlage, wobei ein Beisiger das Wort„ Kleine Ursachen tatsächlich seine ganzen Finanzen beruhen. fagjumme betrug im ersten Jahr rund 2 Millionen und ist in den große Wirkungen" fallen ließ, dringend zu einem Bergleich e. eiten 5 Monaten dieses Jahres auf 5,2 Millionen gestiegen. Auf Ein solcher fann auch durch Zahlung von 10 M. an den Kläger Spartajjerechnung hatte die Bank am 1. Januar 1913: 84 302 Aronen, am 31. Mai 1914 war diese Summe auf 1 055 345 Kronen zustande. geftiegen. Auf Girokonto waren am 1. Januar 1913: 136 437 Aronen gebucht, am 31. Mai 1914 dagegen 1 122 337 Aronen. Auf Depofitentonto waren am erstgenannten Datum 567 358 Kronen| Den Vorwurf der Lehrlingszüchterei mußte fich der Löhne der erwachsenen Männer. Sie betrugen: gebucht, am 31. Mai 1914 dagegen 1 799 860 Kronen. Die bei der Maschinenfabrikant Fize aus Saarbrüden durch δας Bant deponierten Gelder sind demnach insgesamt von 788 097 Aronen auf 3 977 542 Aronen gestiegen. Das ist in der Zeit von Kammergericht machen lassen. laum 1½ Jahren eine sehr erfreuliche Entwidelung. Fige hatte 38 jugendliche Arbeiter unter 17 Jahren, die bei felbftver- ihm als Lehrlinge beschäftigt find, nicht zur Fortbildungsschule gehen und zwar wurde im Sommer 1911 der niedrigste Sohn( 1,93) im 120 Gefcin, nach Möglichkeit den Bau von Kleinwohnungen au tändlich insbesondere soziale Biele. Ihre Aufgabe ſoll es u. a. laffen. Er wurde deshalb wegen Hebertretung bearbrider Regierungsbezirk Oppeln bezahlt, der höchste( 3,34) im Regierungsgetlagt. Der Angeklagte berief sich auf eine Bestimmung des Drts- bezirf Arnsberg. zu sammeln. Sie ist aber darüber hinausgegangen und hat statuts, wonach nicht handwerksmäßig beschäftigte reine Fabrikeine auf Beranlassung des schwedischen Metallarbeiterverbandes arbeiter von der Schulpflicht befreit sind. Seine Lehrlinge, für die Begründete Metallwarenfabrik finanzieren helfen. Diese Fabrit, übrigens eine dreijährige Lehrzeit vereinbart ist, würden nicht hand" Madius" benannt, ist mit einem Attienkapital von 450 000 kronen wertsmäßig beschäftigt. Dann erklärte er: Die Frage, ob er vergegründet worden und soll in erster Linie Betroleumtocher und pflichtet fet, die fraglichen Jugendlichen in die Fortbildungsschule zu Grfaßteile fabrizieren. Dieser Artikel iſt ein schwedischer Welt- ichiden, fei für ihn wichtig. Er habe fo viele iugenbliche parktartikel und die Produktion der alten Fabriken ist zum großen Arbeiter hauptsächlich beshalb, um Arbeitstöhne Stelle Teil exportiert worden. Lehrlingszüchterei. zu sparen. Wenn er fie alle in die Fortbildungsiule iiden müßte, dann würde das für ihn iährlich einen Berlust von 30000 M. bedeuten. Das Landgericht in Saarbrüden berurteilte Hinzugefügt seien noch einige Worte über die Entlohnung der Arbeiter bei der staatlichen Forstverwaltung. Dort wird im Sommer mehr gezahlt als im Winter, Männer bekommen mehr als Frauen, diese wieder mehr als Jugendliche. Nehmen wir nur die Zahlen, die nach außen hin das günstigste Bild geben, nämlich die Sommerim Jahre Höchstlohn Mindestlohn 2,63 M. 1904 1907 1911 • . • 3,08 3,34 1,52 1,78 1,93 " Wie väterlich sorgt doch der Staat für feine" Arbeiter! Gerichtszeitung. Von der Ertüchtigung der nationalen Jugend. Zum Betrüger und Defraudanten geworden ist der 16jährige Schreiber Frit 3. aus Hirschberg in Schlesien durch die nationale" Jugendbewegung. Uniform" und dazu gehörige Ausrüstungsgegenstände besaß, hatte Die Fabrit ist augenblicklich für eine Jahresproduktion von 150 000 Apparaten und 300 000 Brennern eingerichtet, fann aber nach Bedarf erweitert werden. Sie ist mit den modernsten Mazu der niedrigen Geldstrafe fonen. Ihre Produktion hat bereits den Inlandsmarkt erobert. bon 20 Mart. Aber es gilt natürlich auch für sie, den Export zu organisieren. Der erste Senat des Kammergerichts unter dem Eine zweite von den leitenden Personen der Bant angeregte Vorsitz des Senatspräsidenten Lindenberg berwarf dieser Tage Gründung ist eine Volksbersicherungsgesellschaft die Revision des Angeklagten. Begründend wurde ausgeführt: und Ausrüstungsgegenstände für die Jugendwehr gekauft, und daß mit den gleichen Aufgaben wie die Volksfürsorge in Deutschland. Die Anwendbarkeit des Drtsstatuts set ohne Rechtsirrtum an 3., der der nationalen Jugendwehr angehörte, aber noch keine Unterschlagungen in Höhe von über 200 m. begangen. Er gab in der Verhandlung ohne weiteres die Unterschlagungen zu, führte aber zu seiner Entschuldigung an, daß er sich von dem Gelde eine Uniform Mitglieder der Jugendwehr ihm wiederholt Geld abgeborgt hätten. Die Hirschberger Straffammer verurteilte den jungen Mann Auf die Anklagebant hätten eigentlich die Leute, die den Uniformklimbim der„ nationalen" Jugend angestiftet haben, befondere will diese Gesellschaft den Unterstüßungsvereinen der genommen worden. Höchst charatteristisch set es, daß mit dem patriotischen Geist Jungdeutschlands zu 6 Wochen GeArbeiter die Rüdversicherung ermöglichen und es ist in der sich der Angeklagte selbst fühn zur sogenannten Lehrlings fängnis. Bwischenzeit eine Einigung mit dem Zentralverbande der schwe. 8üchterei betenne und sage, er nehme die vielen jugend-| bande bisher in Verbindung gestandene Anstalt in der neuen und einbüßen, wenn er sie alle in die Fortbildungsschule schicke.| erweiterten Versicherungsgesellschaft aufgegangen ist. Das sei fürwahr ein trasses Eingeständnis, daß er Ferner hat die Bank in der furzen Beit ihres Bestehens mehrere seine Pflichten als Lehrherr in schlimmster An dem geringen Strafmaß ändern. Boltsunternehmungen finanziert. In erster Linie konnte eise berlegt habe. barbieren. Gemeindewählerliste und Stadtverordnetenwahl. 40 Jahren amortisiert. Die Bank hat in den letzten Wochen ihr eigenes Heim be300en in einem Hause, das ihrem Direktor und Gründer Aschberg werden dürfen. gehört, ihr aber zum Selbstkostenpreis überlassen wird. gehört ,, Notleidende" Steuerbrückeberger. Einen Einblick in die Verhältnisse der„ nofleidenden" Agrarier gestattete eine Verhandlung vor der Neuenburger Straffammer. Der Landwirt Ede aus Schmirna hatte im Jahre 1911 sein elter= liches Gut übernommen. Im vorigen Jahre sollte er eine Steuererklärung abgeben. Sein Vater hatte das Kapitalvermögen mit 3000 M. angegeben. Ecke weigerte sich, eine Steuererklärung abzugeben, da sich niemand um seine Ersparnisse zu kümmern hätte. Das Schöffengericht verurteilte ihn, weil er auf diesem Standpunkt beharrte, zu 100 W. Geldstrafe. Hiergegen legte er Berufung ein. Eine geborstene Ordnungsfäufe. Das Schwurgericht in Trier verurteilte am 17. Juni den Gemeindeeinnehmer Wikmann aus Conz wegen Unterschlagung amtgünstigen Bedingungen aufgenommene Shpother abzustoßen, die find von den Arbeiterorganisationen und sonstigen Intereffenten in eine Obligationsanleihe umgewandelt wurde. Die Obligationen erworben unter der Verpflichtung der Bant, sie jederzeit zu Tom-| Bei den Stadtverordneten- Ergänzungswahlen in Schönebec a. E. am 24. November 1918 wurden in der ersten Abteilung der Fabril Eine ähnliche Obligationsanleihe hat die Bant soeben der direktor Rödder mit 33 Stimmen und der Kaufmann Luther mit Stadt Södertälge gewährt. Weil hier die Sozial- 32 Stimmen gewählt, während der in der Stimmenzahl nächst. Einfluß auf die Stadtfinanzen folgende Kandidat, Kaufmann Born, 31 Stimmen erhielt. ausübt, weigern sich die Privatbanken, der Stadt die nötigen Kapi- Born focht die Wahl im Verwaltungsstreitverfahren an und talien zu beschaffen. Die Arbeiterbank übernahm daraufhin eine verlangte die ungültigkeitserklärung der Wahl von Ködder und Auch der Staatsanwalt hatte Berufung eingelegt und ließ zu deren Obligationsanleihe von 725 000 Stronen zu 4½ Broz., während die Luther. Er machte unter anderem geltend, daß das Wahlresultat Begründung eine Haussuchung bei Ede abhalten. Diese förderte sei durch die Stinume eines Nichtpreußen, eines mun ein überraschendes Resultat zutage. Man fand nämlich bei Sachsen, des Kaufmanns Scholz, der als Wähler zivar unbeanstandet dem" armen" Landwirt Wertpapiere im Betrage von 100 438 M. in der Wählerliste gestanden habe, aber nicht hätte aufgenommen Die Voraussetzung, daß der Wähler ein Preuße sein müsse, sei eine so fundamentale, daß die Verzeichnung des in der Wählerliste seine Stimmabgabe nicht rechtfertigen licher Gelder in Höhe von über 75 000 2. zu 4 Jahren Zuchthaus Der Bezirksausius au Magdeburg wies die und 10 Jahren Ehrverlust. Fast 10 Jahre hindurch hat der AnDas Oberverwaltungsgericht bestätigte am Gemeindetaffe betrogen, ohne daß dies bei den Revisionen enidect geflagte, der zulegt ein Ginkommen bon über 5000 m. hatte, die 18. Juni das Urteil und führte zur Begründung auen wurde. Der Verurteilte war ein guter Katholik und ein ebensolcher sei allerdings nicht Preuße und hätte nach dem materielle et Patriot. Seinen Vorgesetzten gegenüber unterwürfig und mit allen nicht in die Liste aufgenommen werden dürfen. Er jei aber aufge: Mitteln danach trachtend, sich in Gunst zu erhalter. war er den nommen worden und die Lifte sei in bezug auf ihn unfleinen Leuten gegenüber von beispiellofer Arroganz und behandelte Berichtigung offengelegen habe. Das Oberverwaltungsgericht stehe diese in der gröblichsten Weise. Die Betrügereien find um so verwerflicher, als es sich fast ausschließlich um ganz arme, Gemeinden Standpunkt und halte daran mit Kleinbauern, fleinen Winzern und armen Eisenbahnarbeitern Boltes Not und Herrengewinne in Defterreich. Die schwere Ar- feft, beitslosigkeit, unter der die Arbeiterbevölkerung namentlich im ver- weise ordnungsmäßig festgestellte Wählerliste handelt, die um das Geld betrogen wurden. unberrüdbare Grundlage für die Wahl gangenen Jahre gelitten hat, ging Hand in Hand mit steigenden Ge- die winnen der Großbanken. Die 8 größten Banken erzielten für bilde, und daß Einwendungen, die bei der daß auf diesem Gebiete wichtige Aufgaben für die Arbeiterbewegung tönne. zu lösen sind. Sie wird auch von den kapitalistischen Banten mit wenig freundlichen Augen angesehen. Ihre Einrichtungen find so Klage ab. heit für ihre Rapitalien auch die größte Bequemlichkeit verschaffen. In einer Reiße per größten Städte des Landes sind Filialen er richtet worden, auch übernimmt die Bank die Kaffierung der Bei daß diese sich in steigenbem Maße der Bank für diesen Zwed be- angefochten träge beispielsweise für die Krankenkassen, was dazu geführt hat, dienen, wobei ihr Betrieb erheblich verbilligt worden ist. aber auf dem daß die als fie beDas Berfahren gegen Dr. Alexander". hätten erhoben werben tönnen und Die Voruntersuchung gegen den Kösliner Erbürgermeister„ Dr. 1912 und 89,2 Millionen 1911. 1909 waren es erst 67 Millionen. nicht erhoben worden feien, im Streitberfahren Alexander"( Thormann) ist zum Abschluß gelangt. Der Fall Thor= An der Spike itchen die Krebitanstalt mit 20,7, bie Bodentredit- wegen Gültigkeit einer Bahl nicht mehr anstalt mit 14,8, die Länderbank und der Bantverein mit je 13,2 rüdfitigen feien, abgesehen von dem einen Falle, daß die mann ist dem Schwurgericht Kösiin zur Aburienung für die SepGegen den PseudoRillionen. Entsprechend sind die Dividenden faft überall gestiegen: Bifte an derartigen grundfäglichen Fehlern leibe, daß fie begrifflich tember- Schwurgerichtsperiode überwiesen. em höchften bei der Bodentreditanstalt( von 19 auf 20 Bros.). überhaupt nicht mehr als Bählerlifte angefehen werben tönne. Bürgermeister ist auf Grund von 11 Paragraphen des Strafgeseh ei. Dieser Ausnahmefall liege hier nicht bor. Somit fei bie Wählerlifte buchs das Sauptverfahren vor dem Schwurgericht beantragt worden, Neu eröffnet! Charlottenburg Wilmersdorferstr. 118-119 Diese Woche: SaisonAusverkauf In fast allen Lagern Artikel von ganz hervorragender Preiswürdigkeit A.Jandorf& C Spittelmarkt Belle- Alliancestr. Brunnenstr. Gr. Frankfurterstr. Kottbuser Damm Lebensmittel Nicht am Spittelmarkt. Die mit bezeichneten Artikel sind von der Zusendung ausgenommen Wurstwaren Pommersche Teewurst..Pfand 1.15 Bauernbratwurst Teewurst Butter und Käse Cervelat- od. 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Gegen das Vergung verurteilende Erkenntnis der Vorinstanz auf langen der Agrarier nach weiteren solchen Minimalzöllen ist auch ben, und inzwischen ist bekanntlich außerdem noch am die sächsische Regierung und sie ließ neulich in der amt februar 1908 jenes Gesez ergangen, das als Tatlichen Leipziger Zeitung" mitteilen, daß eine Vermehrung smerkmale für die Majestätsbeleidigung außer der der Minimalzölle in Aussicht genommen sei. Gegen diese egung, Absicht der Ehrverlegung und Böswilligkeit Mitteilung wendet sich eine offiziöje Korrespondenz, die mit großer Bestimmtheit erklärt, daß diese Nachricht jeder tat Bir trauen der bürgerlichen Mehrheit ja allerlei zu, sächlichen Grundlage entbehre. Die zuständigen Resorts daß sie von der" Post" und ihrem engeren Kreise hätten bisher noch keine Veranlassung gehabt, zu der Frage in rferstabgesehen zu solchen Dummheiten fähig wäre, irgendeiner Weise Stellung zu nehmen. die gutunterrichtete" Korrespondenz ihnen nachsagt, en wir denn doch nicht. 5 Pf.arts" aufrieden. Doffentlich ist nun die" Post" mit diesem Kommentar des 2.25 Die Mobilmachung gegen den Waffenstreik. 1.85 ie„ tölnische Zeitung"( Nr. 703) begrüßt mit warmen 521580 ¡ 5 Pf. 18 Pf. 10 PL .25 98Pt. 58PL Die den freikonservativen Antrag, der die Staatsgewalt die Beschlüsse der Berliner Generalversammlung und demokratischen Putschgelüfte" aufruft. Das Blatt bt: Danach scheint die preußische Regierung die Absicht zu haben, den Agrariern bei dem neuen Zolltarif sehr weit entgegenzukommen. Und das in einer Zeit unaufhörlich steigender Lebens mittelpreise! Die Arbeiterklasse wird gut tun, mit größter Aufmerksamkeit die Pläne der Ausplünderungspolitiker zu berfolgen, um rechtzeitig zur Gegenafiion schreiten zu können. Erzberger bramarbafiert. Damit nicht genug. Das sozialistische Organ von Salonifi„ Avanti" veröffentlichte einen Artikel, in dem das Vorgehen der Polizei fritisiert und verurteilt wurde, die am Geburtstage des Königs die Schließung der Fabriken und Werkstätten angeordnet hatte. Der Herausgeber und Redakteur des sozialistischen Blattes, Genosse Arditi, wurde daraufhin verhaftet, und zwar wird ihm das Verbrechen der Majestätsbeleidigung zur Last gelegt. Man mag sich vorstellen, welches Urteil seiner harrt. In dieser und ähnlicher Weise sucht die Regierung Venizelos die politische Aktion der Sozialisten und jede sozialiftische Betätigung unserer Genossen in Salonifi unmöglich zu machen. Die Presse schweigt nicht nur die Willkürakte der Behörden tot, sie stachelt sie gegen die Sozialisten auf, stellt sie als gemeine Banditen hin oder als Hochberräter, die an Bulgarien verkauft seien. Und wirklich versucht man, MaIn einer joeben im Verlag der Germania"( Berlin) erschie. terial für einen Hochverratsprozeß zu präparieren. Die von der sozialistischen Föderation angenommene Renenen Broschüre: Die Zentrumspolitik im Reichstage"( Reichstagsfession vom 25. November 1913 bis 20. Mai 1914) befaßt sich Serr solution erhebt energischen Protest gegen alle diese Willkürakte Die Tatsache, daß dieser Antrag im preußischen Abgeordneten Matthias Gra berger in bemerkenswerter Weise mit dem Ber- und Ungerechtigkeiten sowie gegen die Vergewaltigung der und nicht im Reichstag, wo er mehr am Blaze hältnis der Regierung zum Reichstage. Er spricht Bürgerrechte und die systematische Verfolgung der Sozialisten. Provinzen politisch gleichzustellen. esen wäre, eingebracht worden ist, erklärt sich wohl sehr von einem„ latenten innerpolitischen Strifenzustand". Die Drohung, Bugleich wird die Kammer aufgefordert, die Ausnahmebaraus, daß der Reichstag schon seit längerer Zeit geſchloſſen den Reichstag sofort aufzulösen, wenn der sozialdemokratische Antrag, beſtimmungen für Mazedonien aufzuheben und die neuen Gleichwohl möchten wir glauben, daß sich auch den Landbriefträgern 100 Mart Zulage zu gewähren, in den Etat Provinzen politisch gleichzustellen. Reichstag eine Mehrheit finden würde, die den aufgenommen würde, lasse Konfliktsstoff beim BundesDie Genossen Salonifis bauen auf die Solidarität 75Pf. aldemokraten in ihren revolutionären Bestrebungen entgegen rat bermuten, wogegen die Regierung den ganzen Eeffionsabschnitt der Internationale und versprechen sich auch von falls sie weiterhin so betrieben werben wie in den legten hindurch die Zügel am Boden habe ſchleiſen laſſen. Es heißt in der fchen Breffe gegen die griechische Reaktion eine günstige lassen. Es heißt in der einem energischen Protest der gesamten sozialistiDie Kölnische Volkszeitung" bezeichnet den Berliner u als den, ersten Schritt zur Revolution eutschland" und spricht das Vertrauen zur Staatsung aus, daß sie rechtzeitig geeignete Maßnahmen treffen Also auch das Zentrum, das vor seinen Arbeiterh noch immer Wahlrechtsfreundschaft heuchelt, denkt baran, dem Drängen der Massen nach einer Wahlreform geben. Bezeichnend ist, daß sich das Zentrumsblatt in erhinderung der Wahlreform am meisten auf die lidhen Arbeiter verläßt. Die christlichen Gewert und deren Stärkung sind ihm das beste Bollwerk ben Massenstreit. Das Zentrum weiß, daß die christGewerkschaftsführer sich allezeit lieber an die Seite der hen Junter stellen als in die Front ihrer Klaffenen, die das gleiche Recht doch auch für die chriftliche se 10 PL. 20 PL. 35 Pt. 25PL 20 Pt. 22Pt. 20 Pl. 20 PL 20 PL Paten. 10Pt. terschaft erkämpfen wollen. 10 PL 10 PL 35P. 28PL tungen ngen. = Erzergerschen Broschüre weiter: Rüdwirkung. Frankreich. Das Anleihegeses vor der Kammer. Paris, 19. Juni. Die Kammer beriet heute den Entwurf einer Das System völliger Syftemlosigkeit legt die beiden geseh gebenden Körperschaften( Bundesrat und Reichstag) lahm und vergendet viel Kraft und Zeit nulos. Es fehlt nahezu jede Fühlungnahme zwischen Regierung und Reichstag; alle Parteien flagen ganz gleichmäßig hierüber. Stodt dann ein Gesez ganz, so schweigt die Regierung wie eine Pagode und läßt alles laufen Anleihe von 800 Millionen in 3/ prozentigen Renten, rüdzahlbar in oder liegen, bis ein diensteifriger Abgeordneter sich bemüht, eine 25 Jahren. Der geeinigte Sozialist Bedouce stellte den Antrag, Formel zu finden. Wenn manche dieser Magen auch alt, jo find den Entwurf wieder an die Kommission zu verweisen. Der Berichtfie in dieser Häufung doch nie aufgetreten. 24 Stunden vor Beendigung der Reichstagsarbeiten wußte fein Abgeordneter, ob erstatter Metin und der Finanzminister Noulens bekämpften Bertagung oder Schluß der Seffion eintreten wird; so wenig diefen Antrag. Der Minister erinnerte daran, daß die Regierung Rüdsicht wurde auf die bürgerlichen Verhält in das Budget für 1915 eine Kapitalsteuer hineinschreiben werde. nisse der Abgeordneten noch nie genommen. Die Der Antrag Bedouce wurde mit 404 gegen 182 Stimmen abgelehnt. Bureaukratie scheint sich gar nicht vorstellen zu fönnen, daß ein Die Sozialisten bekämpften darauf den llebergang zur Besprechung Abgeordneter auch einen bürgerlichen Beruf hat, für welchen er der einzelnen Artikel. Noulens ersuchte unter lebhaftem Beifall die vorausschauende Dispofitionen treffen mußte. Jeder Gym Rammer, dem Uebergang zuzustimmen. Er sagte: Es ist unzuläffig. nasiat tann über seine Zeit besser verfügen, als daß ein großes Land wie Frankreich während der zwei bis drei das M. d. R. Solche gewollte oder ungewollte unfreundlichkeiten Monate dauernden Ferien nicht die Hilfsmittel zur Verfügung hat, wecken und verstärken den Eindruck, daß man den Reichstag Der mit der denkbar größten Geringschäßung be- bie es gebrauchen könnte. Mit 442 gegen 106 Stimmen wurde handeln will; man braucht ja ausnahmsweise in darauf der lebergang zur Besprechung der Artikel beschlossen. diesem Jahre keine neuen Steuern, feine neue Hohenzollern" und anderes mehr. Die Sozialisten gegen das Anleihegeset. Reichstag darf daher auch Regierung nicht auf die Paris, 19. Juni.( Privattelegramm des„ Vorbertrauen, fondern muß zur Selbsthilfe schreiten; mill wärts.") Die sozialistische Fraktion beschloß in die Regierung nicht mit ihm zusammenarbeiten, so hat der Reichs- ihrer heutigen Sigung gegen das von der Regierung eintag Macht genug, um zu seinem Rechte zu kommen." " Sturm in der bayrischen Rammer. bayerischen Landtag kam es am Freitag bei der Beratung Gats des Landtags zu leidenschaftlich erregter Debatten, in Berlauf Dr. v. Pichler, der frisch geadelte Ritter, die aldemokratie mit einer Aenderung der Ge sordnung bedrohte, falls sie nicht die angebliche Obon im Gemeinde- Beamten- Gefeßausschuß aufgäbe. Dr. von edenes befahl fura und bündig, daß der Landtag troß der verHerr Erzberger deutet auch an, wie er feine Macht" zu zeigen gebrachte Anleihegesetz von 800 Millionen Franks zu stimmen en Lage noch in dieser. Session auch das Armengejek zu gebenft: Die systemloje, tunterbunte, sich überhaftende Borlegung und einen Entwurf über die Besteuerung des Reichtums, üler, Githieden habe. Die Rechte der Minderheit, verkündete Pichler, von Gefeßentwürfen soll daurch bekämpft werden, daß der Reichstag analog der deutschen Wehr abgabe, vorzulegen. gewahrt werden, aber wenn die Minderheit die Rechte miß- einfach alle diese Entwürfe unerledigt liegen" In der am Nachmittag begonnenen Kammerdebatte sprach age 18, wenn sie die Geschäfte des Landtags lahmlegt, dann läßt; er muß es ablehnen, auch nur in die erste Lesung einzu- als erster Fraktionsredner Genosse Bedouce. Er protestierte lorfrei. Ab der Oberbefehlshaber der bayerischen Zentrumspolitik Ge- treten, er darf feine Kommission bilden, bis die Regierung ihr gegen den Imperialismus und die reine Heerespolitik. Weitere en nach dem Vorbilde des Reichstags im Jahre 1902. ganzes Vorlagenprogramm für einen Seffionsabschnitt mitgeteilt Redner, unter anderem die Genossen Thomas, Compèrè Dic e Sozialdemokraten begrüßten diese Drohung mit Sallo. hat" Die Fahrkartenfrage fei der befte Barometer für die Be Morel und Sem bat, haben sich angemeldet. eue Ritter, rief man Dr. v. Bichler zu. Genoffe Eduard handlung des Reichslages durch die Regierung". ist berbat sich die Verdächtigungen und die Anpöbelei bes Herr Erzberger hat fein Empfinden dafür, wie unjäglich Rußland. Pichler, her fachliche Beratungen Obstruktion nennt und lächerlich diese Courage hinterher", dieser" Mut" wirft, nachdem für diese Kennzeichnung zweimal vom Bizepräsidenten zur ber Feind außer Schweite ist! Ganz besonders widerwärtig ist die 160 Monate Gefängnis als Nachspiel zum Ritualmordprozek reng gerufen. Selbstverständlich, fährt der Redner fort, muß Erzbergeriche Wichtigtuerei nach dem jämmerlichen JneinanderBeilis. ten Chanh bei den Bestimmungen länger aufhalten, die ein Aus- flappen der Reichstags mehrheit in dem schließlichen Verlauf der Petersburg, 19. Juni. Gegen 26 Petersburger egesek, cinen Verfassungsbruch der Regierung 3aberndebatte. In ungewollter Offenheit verrät Erzberger selbst, Advokaten, die während des Beilisprozesses eine für ( Stürmische Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) was die Ursache der miserablen Behandlung des Reichstags ist: das Justizministerium und das Gericht beleidigende ReBichler beschuldigt uns der Lahmlegung der parlamenta- Man braucht ja ausnahmsweise in diesem Jahre keine neuen solution unterzeichnet hatten, wurde heute nach dreitägiger Arbeit, er droht mit Gewaltmaßregeln, derselbe Dr. von Steuern, teine neue Hohenzollern" und anderes mehr." Eine Gerichtsverhandlung das Urteil gefällt. Die Rechtsanwälte männlit, der gegen die vorige Regierung den Streit protia. Selbstohrfeigung ärgster Art! Die Regierung fennt ihre Bolts- Sofolow und Kerenski wurden zu je 8 Monaten, that und die ganze parlamentarische Maschinerie mit seinen vertreter"; sie weiß, daß diese Herren sich überbieten in Bewilli- die übrigen Angeklagten zu je 6 Monaten Gefängnis zen Freunden ins Stoden gebracht hat.( Stürmischer Bei- gungseifer und Folgsamkeit, und daß insbesondere das 3entrum verurteilt. Bentralbints. Warum will man das Gemeinde- Beamtengesez mit in seiner unheilbaren Regierungslüsternheit immer darauf bedacht| immungen belasten, die nicht hineingehören? Die Regierung ist, sich von keiner der rechtsstehenden Parteien und den Nationalen hausin engänger en Mut haben, offen ein Ausnahmegesek gegen die liberalen an„ Loyalität" den Rang ablaufen zu laffen. Dußende edigenheim.demokratie einzubringen und es nicht in Gefeße hineinzu- Male hat die Regierung es erlebt, daß das Zentrum tros seines Zimmerein, die damit nichts zu tun haben.( Lebhafte Zustimmung donnernden„ Niemals!" nachher stets glatt umgefallen ist und brab flärung der merikanischen Delegierten, in welcher der ameriWashington, 19. Juni. In Erwiderung auf die Ers Es wäre eine Schande für uns, wenn wir uns nicht wehren bewilligt hat. Gine gelegentliche scheinoppositionelle Boje täuscht tanische Vorschlag auf Einsegung einer provisorischen ReBimgegen diese Mizachtung unserer Partei. Wir werden immer noch unzählige harmloje Zentrumswähler, nie aber die Regierung mit einem Führer der Aufständischen an der Spize Sat, Schon wie bisher die Beratungen sachlich führen, ebenso beim engesetz, bei dem man uns schon jetzt auf Vorschuß Obstruktion itit. Noch einmal: Machen Sie direkt ein Ausnahmegesek uns, aber wideln Sie es nicht in andere Geseze ein. Das erbärmliches, ein niederträchtiges Spiel! Zum großen mer. Moabit, 1. Juli Zimmer chließlich monatlich, Gartenba art. tellen. e, feparat Bohnjad, uten. ein Dr. b. Pichler hatte auch die Liberalen aufgefordert, an gierung. " " Die griechisch- türkische Spannung. Strafverfügungen der türkischen Regierung. Ronftantinopel, 18. Juni. Der Minister des Innern Talaat Bei Umsturz der Geschäftsordnung teilzunehmen. elle Batti des Sentrums lehnte dieses Werlangen Abgeordneter hat der Pforte aus Smyrna telegraphiert, das Kriegsgericht in jelmann namens der Liberalen mit aller Entschiedenheit Smyrna habe 47 Personen wegen Plünderung griechischen Emigranten fet der Sozialdemokratie nicht zu verdenken, daß sie sich Eigentums und Ruheſtörung zu Strafen von drei bis 5 Jahren bas Gemeinde- Beamtengesetz wehre, denn es sei kein Gefängnis verurteilt. Der Minister habe den Gouverneur bon er feine Maßnahmen getroffen habe, um Angriffe gegen die 8. fstelle, pf. suche. Eifel, daß es ein Ausnahmegejez gegen die Sozial. Balitesri beauftragt, den Bürgermeister von Evreni abzusehen, weit Motratie und auch gegen andere Richtungen sei. Genoffe Adolf Müller wünschte festzustellen, ob für jene Bewohner von Karagatsch während der Auswanderung zu berhüten. Sliertes Shüllte Proklamation der Zentrumsdiktatur nur Dr. v. Pichler, Zwei Griechen und ihre Genossen feien zur Verantwortung gezogen mit eig Offerten die er möglid nd nur 1. 9. 14. 2 ant die ganze Zentrumspartei die Verantwortung tragen wolle. worden, weil sie durch Verbreitung der Gerüchte, daß die Türken und fab sich der Vorsitzende der Zentrumsfraktion, Seld, ge- Cirlaffier die Bevölkerung maffatrierten, zur Auswanderung anjah fen im Namen des Zentrums die Gewaltsandrohung zu be ngen, Dr. v. Pichler zu deden und zur großen Genugtuung der geftiftet hätten. itigen. Auch der Minister v. Soben griff unter dem Gelächter der Bialdemokraten in die Debatte ein, indem er feierlich versicherte, et unschuldig Mexiko. Amerika und die Präsidentenfrage. abfällig beurteilt wird, ist hier eine Erklärung herausgegeben worden, in welcher die Ansicht der amerikanischen Regierung wiederholt wird, daß die Einsegung eines Präsidenten aus den Reihen der Aufständischen das einzige Mittel sei, welches den Feindseligkeiten ein Ziel setzen und weiteres Blutvergießen verhindern könne. Die Erklärung wird als ein Zeichen für die unabänderliche und unnachgiebige Haltung der Vereinigten Staaten in ferneren Unterhandlungen aufgefaßt. Letzte Nachrichten. Grubenkatastrophe in Kanada. Calgary( Staat Alberta, Kanada), 19. Juni. In ber Hillcrest Stohlenzeche im Crowsnest- Pas- Distrikt in der Nähe von Fernie hat eine Explosion stattgefunden. Dem Schacht entsteigen riesige Rauchsäulen und Flammen. Die der Totenzahl schwanken zwischen 200 und 600. Bis zum Abend waren 50 Leichen geborgen. Die Sozialistenverfolgung in Saloniki. häsungen Man schreibt uns: Die Verfolgungen der Sozialisten in Saloniki, über die hier fürzlich berichtet wurde, nehmen immer schärfere Formen an. Herr Venizelos protestiert zwar gegen die türkische verletzungen seiner eigenen Regierung haben seine sichtliche an dem Ausnahmegesetz sei, denn warum fielen markt Sozialdemokraten unter diese Bestimmung. Aber es half dem Minister nichts. Genosse Eduard Schmidt Wirtschaft, aber die Willkürakte und schmählichen Gesezesf ber vorigen Regierung hineingebracht habe, das ursprünglich Billigung. feit, daß gerade Herr v. Soden das Schandgefeß in den Ent g! die Berhältnisse der Gemeindebeamten regeln wollte. rehilfe find für rt: Richters h. Red Fielitz Unter großer Erregung ging die Debatte zu Ende. Das neue Ronkurrenstlaufelgefes wird im„ Reichsanzeiger" ffentlicht. Das Gefeß tritt am 1. Januar 1915 in Rraft. Agrarische Attentatspläne. Die Presse sekt ihre Setzkampagne und ihre Denunzia tionen gegen die Sozialisten fort und die Behörden folgen mit Eifer ihren Anweisungen. Die letzten Taten der Behörden bestehen in folgenden Streichen. Die Sozialisten Salonitis nahmen in ihrer legten Generalversammlung eine Resolution an, in der sie gegen Agrarier verlangen für ihren lüdenlosen 3olltarif auch das Vorgehen der Regierung Venizelos protestierten.( Wir weitere Bindung der Zölle. Bisher beschränkten sich die haben über den Einbruch der Regierungsbeamten und Gen inbeitzölle, d. h. diejenigen, die auch bei Vertragsverhandlungen darmen in das Lokal der Föderation berichtet.) Diese Reherabgesetzt werden dürfen und deshalb den Abschluß von solution sollte an die griechische Regierung abgeschickt werden, 16 Die Grubenbrände in Belgien. Brüffel, 19. Juni. Heute vormittag entstand in einem Schacht der Kohlengruben von Bonne bei Lüttich aus bisher unaufgeklärter Ursache eine Erplosion. Es enistand eine Panit, jedoch konnten alle Bergarbeiter bis auf einen, der getötet wurde, ge= rettet werden. In der Kohlengrube von Bieille Maria Haye ist in etwa 640 Metern Tiefe ein Brand ausgebrochen. Um 2 Uhr mittags waren 200 Arbeiter aufgestiegen. Man weiß noch nicht, oh es allen Arbeitern gelungen ist, sich zu retter Ein betrügerischer Bankier verhaftet. Wien, 19. Juni. Der Alleininhaber des Bankhauses h. J. Blewa, Bantier Gustav Schober, ist heute unter der Beschuldigung großer Depotunterschlagungen verhaftet worden. delsverträgen außerordentlich erschweren auf Roggen, Weizen, aber die Absendung des Telegramms wurde, wie das mit Schober gibt au, Depots in Höhe von 500 000 Aronen für eigene wirtsge. Gerfte und Hafer. Der Roggen- und Haferzoll darf nicht allen Depeschen der Sozialisten 5 M., der für Weizen nicht unter 5,50 M. und der für Glückwünsche Jnh. I. lin SW und wären es fimple Behörde inhibiert. Tionen Aronen an. 131 shidbi 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 11 Alles überragend Ausverkaufder Saison- Restbestände ZA 11 11 beispiellos billigen Preiser In allen Abteilungen ohne Ausnahme Preisherabsetzungen, teilweise bis zu Herren Kleidung Große Green Jackett- Anzüge 1- und 3 reihig Große modernste Muster. 11,75 16.50 32.50 36, Posten Cutaway und Westen eleg. Formen 24.50 36.Posten 36.54.27.4132,50 54. - Neueste Formen. 22,- 24.50 2745. 59.1 30.4545.63, Große Gebrock- u. 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