Mr. 36. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertel jährlich 6,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Saus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Preuz band: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Breisliste für 1894 unter Nr. 6919. S 3hite dal st 11. Jahrg. Vorwärts Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Big., für Vereins: und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pig Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eerusprecher: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. demo in 2 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Getreidezollfrage in Frankreich. Paris, 9. Februar 1894. Die Grund- und Bodenbesizer bemühen sich mit einer Hingabe, die man nicht genug bewundern kann, für die französische Landwirtschaft und die durch das amerikanische und russische Getreide bedrohte Grundrente. Schon seit lange fämpfen sie unermüdlich für diese edle Sache: 1885 trugen sie den Sieg davon, fie veranlaßten, daß das aus ländische Getreide mit einem Einfuhrzoll von 3 Franks für hundert Kilo belegt wurde; dies war aber nur der erste Vorstoß, 1887 erneuerten sie den Angriff und erhielten einen Zoll von 5 Franks auf 100 Kilo bewilligt. Nun waren sie befriedigt. Der Preis des Getreides stieg auf 16-18 Frants für den Hektoliter, und sie konnten nun die Grund- und Bodenrente erhöhen. Dieses Jahr, wo die Getreide Ernte, infolge der großen Trockenheit, 10 Millionen Hektoliter weniger beträgt, als durchschnittlich in den zehn vorhergehenden Jahren, gedachten sie, fich das Getreide mit Gold aufwiegen zu lassen. Es bedarf nur einer schlechten Ernte, um das Glück der Grund und Bodenbesiger zu machen. C Doch, anstatt zu steigen, sinkt der Getreidepreis; er fällt troh des Einfuhrzolles von 5 Franks, bis auf 14 und selbst 12 Frants für den Hektoliter. Dienstag, den 13. Februar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. fuhrzoll zu bewilligen, weil er weiß, daß sich ein Schrei der die Schäßungen dahin, daß, wenn man die Getreidemenge, Entrüstung erheben und man ihn beschuldigen wird, die die Frankreich innerhalb von 10 Jahren hervor Brottheuerung verursacht zu haben; aber er muß gehorchen, gebracht oder eingeführt hat, berechnet, ein Ueberfeine parlamentarische Majorität ist aus den eifrigsten schuß von ungefähr 100 Millionen Hektolitern Schutzöllnern zusammengesetzt, die ihn erbarmungslos be- da ist, der von de. Spekulanten zurückgehalten und erst seitigen würden, wollte er versuchen, ihrem Willen zu auf den Markt gebracht wird, wenn die Preise zu steigen widerstehen. beginnen. Das Angebot wird dann so groß, daß der Preis sofort wieder sinkt. Drei oder vier Jahre müßten vergehen, bevor diese Vorräthe erschöpft sind, und bis dahin haben die Spekulanten manche Gelegenheit, sie zu erneuern. " In der Zollkommission versuchte ein früherer Handelsminister, der Opportunist Jules Siegfried, ganz schüchtern den Schutzöllnern die Augen über die Ungeheuerlichkeit ihrer Forderungen zu öffnen: Ein Boll von 10 Franks Man darf nämlich nicht glauben, daß man zu jeder auf 90 000 000 Bentner, die jährlich in Frankreich ver- Beit einen so hohen Zoll aufrecht erhalten kann; die Ausbraucht werden, würde im ganzen eine Zolleinnahme von ficht auf eine schlechte Ernte zwingt jede Regierung, ihn zu 900 Millionen Franks auf Kosten der Bevölkerung er erniedrigen. Die Schutzöllner hatten 1887 einen Einfuhrgeben. Wir haben 7 Millionen Hektar Landes, das mit zoll von 5 Frants bewilligt erhalten; indeß mußte ihn die Korn bebaut ist. Die 900 Mill. würden also 128 Fr. auf jeden schutzzöllnerische Kammer 1891 für ein Jahr auf 3 Frants Hektar ergeben. Ist das nicht ein übermäßiges Gefchent? ermäßigen, da eine schlechte Ernte in Aussicht stand. Diese Wel che Klaffe von Grundbesigern wird hauptsächlich diese 900 Schwankungen des Einfuhrzolls kommen nur den SpekuMillionen gewinnen? Der mittlere und Großgrundbesizer! lanten zu gute. Und wer wird schließlich den Zoll von 900 Millionen be- Wenn der Einfuhrzoll den kleinen Bauern nichts nüßt, zahlen? Bei dem Durchschnittsverbrauch von 600 bis so wird sich ihr ganzer Born sicher gegen die Großgrund700 Gramm pro Tag und Person ergiebt ein Boll von befizer, die ihn gefordert, und gegen das Ministerium, das 10 Franks auf den Zentner 7 Centimes pro Tag oder ihn bewilligt hat, richten. 25 Franks 55 Centimes jährlich für eine Person das Die gesammte Bevölkerung der Städte wird diesen macht für eine Haushaltung von 5 Personen einen Zoll neuen Hungersnoth Vertrag*), der thatsächlich von 127 Frants das Jahr. Ist bas für ein Aus hungerungs- Vertrag ist, und bas eine Republik nicht über alle Maßen viel? Der Brot Ministerium des theueren Brotes an den Pranger Dahin ist der schöne Gewinn, den man sich aus der preis im Auslande ist weit niedriger als bei uns ftellen. Die Weinbau treibenden Departements, die wenig Hungersnoth der Nation erträumt hatte. Die Grundbefizer er beträgt in Brüssel 26 Centimes, in Gent 17 Centimes oder gar kein Getreide bauen und schon jetzt unter einer find in Verzweiflung; fie erfüllen das Land mit ihren Klagen pro Kilogramm, dank dem Zusammwirken der Arbeiter. Ueberproduktion von Wein leiden, werden sehen, daß ihre und bemühen sich wieder, den Zoll zu erhöhen. Nun be- Aber in Paris beträgt der Preis 40 Centimes für 1 Kilo Krisis durch die Brotvertheuerung noch verschlimmert wird; gnügen sie sich nicht mehr mit 5 Frants, aan, fie verlangen Brot erster Qualität, für ein solches zweiter Qualität sie werden Maßregeln zu ihren gunsten fordern, und das 10-12 Frants für hundert Kilo, denn jezt Tönnen sie nicht 32 Centimes. Darf man angesichts der fremden Kon- Ministerium wird nichts für sie thun können. Binnen bestehen, wenn der Hektoliter Getreide nicht für 20, 22 furrenten, die durch eine liberalere Bollpolitik begünstigt kurzem stedt Casimir Périer in einer Klemme, aus der ihn oder 25 Franks verkauft wird. Der Appetit kommt beim sind, daran denken, diesen Zustand zu verschlimmern?" auch keine Anarchisten- Bombe mehr retten tann. Essen. Einige unter ihnen verlangen die Wiedereinführung Die Russen ihrerseits sind voll Besorgniß; sie erklären, Gallus. der beweglichen Zölle wie vor 1848, um den Verkauf daß der 10 Franks- Boll Frankreich dem russischen Getreide des Getreides zu einem gleichmäßigen Preis von 20 verschließen würde. Hätte man das nach Kronstadt und bis 30 Frants für den Hektoliter zu ermöglichen. Toulon erwarten sollen?" fragt die St. Petersburger Das Preisminimum wird auf 25 Frants für den Hektoliter Neue Beit". festgesetzt, bei einem Einfuhrzoll von 5 Franks, der sich in Aber die Patrioten des Großgrundbesitzes pfeifen ebenso dem Maße vermehrt, wie der Preis fich verringert: er auf das russische Bündniß wie auf die Hungersnoth in würde dann z. B. 5 Franks 50 Centimes betragen, wenn Frankreich. Sie wollen ihren Einfuhrzoll, und sie werden das Getreide auf 24 Frants 50 Centimes, oder 10 Frants, ihn bekommen. wenn es auf 20 Franks herabsinken würde, während der Einfuhrzoll ganz wegfiele, wenn der Hektoliter Getreide den iſt i Preis von 30 Frants erreichte. " Es ist indeß mehr als wahrscheinlich, daß die ZollGerhöhung, wie es ja immer der Fall gewesen, nur den Spekulanten zu gute kommen wird. In der That gehen Casimir Périer ist verdrießlich; er scheut sich, den Einnod mo dal Nachdruck verboten.] Feuilleton. Helene. sdelene. do spidus ( Alle Rechte vorbehalten [ 41 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Das ist keine Schwester vom Orden der Kreuzerhöhung?" fragte er, indem er dem hinwegtretenden Arzte folgte, nicht ohne sich noch einmal nach Helene umzusehen. Es ist eine freiwillige Pflegerin." Die sind hier stark in Verwendung auch keine Russin." aber sie ist * Pacte de famine Hungersnoth- Bertrag ein unter der alten Bourbonen- Monarchie abgeschlossener Staatsvertrag mit Kornspekulanten, der ein Getreidemonopol mit Monopol Brotpreisen begründete. Dieser Hungersnoth- Bertrag, der das Ideal unserer deutschen Agrarier iſt, hungerte das französische Bolt buchstäblich aus bis an den Rand des Verhungerns zum Vortheil des landbefizenden Adels und der spitzbübischen Finanzleute, denen der Staatshaushalt der Monarchie zur Plünderung überliefert war. Der Pacte de famine war eine der Hauptursachen der französischen Revolution, die wesentlich durch ihn zu einem furchtbaren Boltsgericht wurde. Fräulein zu zart," bemerkte er laut zu dem Arzte gewendet, wir fie finden, und behalten sie, so lange sie unsere Statuten dann ihr in's Gesicht sehend, flüsterte er mit einem falschen nicht verlegen." Lächeln:„ mignonne, ,, mignonne, tres mignonne" tres mignonne"( winzig, sehr winzig)." rodaja tu walipašin Tania schlug die Augen auf und sah ihn an. Wir Schwestern werden nicht unter das Maß gestellt, Exzellenz." Stimme flang sanfter noch als gewöhnlich. Ihre Augen hatten ein seltsames Flimmern, aber ihre " Es wäre gut, wenn Sie sich mit den Ordensschwestern begnügten, schon aus Sittlichkeitsgründen", rief der General noch erregter. Wir werden das bei einem nächsten Krieg zur Bedingung machen, und wir werden darauf sehen, daß sich Alles nach von uns festgesezten Normen vollziehe." Aurten Sein hartes Gesicht hatte einen noch trozigeren Ausdruck, als er das Hospital des rothen Kreuzes verließ. " Diese Privathilfe bedarf einer besonderen polizeilichen Aussicht," murmelte er zwischen den Zähnen, wir werden " Und doch sollte auch bei den Pflegerinnen die förperliche Kraft ausschlaggebender sein, als Sentimentali täten," erwiderte er rauh. Dann hob er rasch den Kopf und über die Kleine hinwegsehend, ließ er seine Augen von sie ihr geben." Bett zu Bett schweifen; er glaubte unter den Verwundeten ein unterdrücktes Kichern gehört zu haben. Ich kenne diese Burschen ein Gesindel es bei Euch mit der Disziplin aussehen." III. d Der Chefarzt befand sich nach dieser Visite in der -wie mag übelsten Laune. Seine kleinen, immer geschonten Hände in die großen nieder. Ich glaube nicht, obwohl sie russisch spricht." " Es scheint, man ist hier wenig anspruchsvoll in der Wahl der Personen; wir nehmen nur Ordensschwestern, und die Regierung wünscht nur solche in Verwendung zu fehen." Unsere Freiwilligen thun ihre Pflicht und mehr, Unsere Disziplin ist vorzüglich," entgegnete der Chef- Taschen gesteckt; lief er im Hofe des Hospitals auf und Exzellenz, bemerkte der Arzt in scharfer Burückweisung. arzt kalt. Sie arbeiten mit Aufopferung und Anstrengung." Bugegeben, zugegeben, mein lieber Doktor, aber Ordens, schwestern sind doch immer verläßlicher, auch in der Moral; eine so Hübsche tann gar leicht ins Gedränge kommen." Er sah sich wieder nach ihr um und schüttelte den Kopf. " " Die könnte doch wahrhaftig eine mühelosere Existenz finden," dachte er bei sich, und er empfand große Lust, sie ihr zu verschaffen. Wirklich? So fo Sie haben dann Musterfoldaten, Herr Doktor, denen weiche Händchen und eine süße Stimme schon imponiren, ich gratulire." D, wir haben ein vortreffliches Mittel gefunden, Exzellenz, um die Schlimmsten sofort zu bändigen," ver feßte Tania mit jenem fagenartig schmeichelnden Ausdruck, der den Slawinnen so geläufig ist. Ei, lassen Sie hören, Schwesterchen." Wir brauchen unseren Kranken nur damit zu drohen, Tania brachte einen Verbandstisch in Ordnung. daß wir sie von uns weg in ein Militärhospital transportDen Rommandirenden schienen die Instrumente zu tiren lassen, und sie werden zu Lämmern." intereffiren, aber in Wahrheit betrachtete er das kleine flint herumhantirende Mädchen. Tanias furzgeschnittenes Haar, das straff herniederhing und von keiner Haube bedeckt war, mißfiel ihm. " Das ist auch feine Ordensschwester," dachte er, die gehört nicht einmal den barmherzigen Wittwen" an und törperlich ist sie ein Nichts." Diese geringe Leiblichkeit war nicht geeignet, seine Sympathie zu wecken. Für einen so anstrengenden Dienst erscheint mir das Der Kommandant starrte sie an, als aber der Chefarzt zu lachen anfing, als wollte er die Sache komisch aufgefaßt wissen, lachte er mit. Es war das Klügste. Als sie aber draußen im Korridor waren, sagte er barsch zu dem Doktor: " Er wollte frische Luft schöpfen und seinen Nerger überwinden, ehe er das Operationszimmer betrat, wo sich um 11 Uhr alle Aerzte zu den vorzunehmenden Operationen zu versammeln pflegten. Er vermochte indeß nicht so leicht über diese Inspektion und ihre möglichen Folgen hinweg zu kommen. Keine Freiwilligen nur Ordensschwestern, nur Barmherzige- haha- als ob sie nicht alle Barmherzige wären wir müssen froh sein, daß wir sie haben- Gr machte eine Schwenkung und rannte nach der anderen Seite. Ja, Verordnungen erlassen ist leicht dabei schicken sie Transport auf Transport unser Personal ist viel zu geringes leistet das Höchste an Selbstaufopferung und da wollen wir wählerisch sein feine Unterschiede machen zwischen Geweihten und Ungeweihten, Graduirten und Nichtgraduirten? Unsinn!" Sie haben da eine Nihilistin, ich warne Sie, Sie müssen Schon befand er sich einem neuen Konflikt zwischen sich von diesen Elementen frei halten, oder Sie werden seinen Verordnungen und den dringendsten Forderungen des schlimme Konflikte heraufbeschwören." Augenblicks gegenüber. Wir treiben nicht Politik, Exzellenz, wir brauchen Ein halbes Dugend junger Mediziner hatte sich zum fleißige Hände und wackere Herzen: wir nehmen sie, wo Dienste gemeldet. Keiner von ihnen hatte eine Empfehlung, Politische Das erste Bismarck- Haus! Freue dich, Deutsch-| sich freiwillig aufgelöst haben, weil die Mitische teberlicht. Iteberlicht. land! Das Leipziger Tageblatt", Leipziger Tageblatt", Zentralorgan für glieder von der Behörde nicht gekannt sein wollen! Und Berlin, den 12. Februar. Im Reichstage wurde heute die Debatte über den Bostetat fortgesetzt; die Herren von der freisinnigen Volks partei und von den antisemitischen Fraktionen bemühten sich vergeblich, die Postbeamten ihrer Sympathien zu versichern. Diese wiffent wohl, wer am schneidigsten und rückfichtslosesten ihre Sache geführt hat. Singer vertrat auch heute in zwei Reden den Standpunkt der Partei. Das Abgeordnetenhaus verhandelte heute über den Gesezentwurf betreffend die Erweiterung und Vervollständigung des Staatseisenbahnnetzes. Alle Redner brachten die Eisenbahnwünsche ihrer Wahlkreise vor. Es wäre Raumverschwendung, wollten wir den Verhandlungsbericht veröffentlichen. Die auf den Berliner Vorortverkehr bezüglichen Reden bringen wir unter Lokales. Die Vorlage wurde der Budgetkommission zugewiesen. Mittwoch findet die nächste Sigung statt, in der über den Etat verhandelt werden wird. Reichskommiffion für Arbeiterstatistik. In der heutigen Nummer des Reichs- Anzeigers" werden die Namen der für die jetzige Legislaturperiode vom Bundes: rath und vom Reichstag neu bezw. wiedergewählten Mitglieder der Kommission für Arbeiterstatistik veröffentlicht. Neu gewählt sind der Großherzoglich hessische RegierungsRath Freiherr von Gemmingen, sowie die Reichstags Abgeordneten Dr. Kropatscheck, Letocha, Merbach und Schmidt( Elberfeld). Von den bisherigen Mitgliedern sind ausgeschieden die früheren Mitglieder des Reichstags Biehl, Dr. Hartmann und Dr. Hirsch. Der Unterstaats sekretär im Reichsamt des Innern Dr. von Rottenburg und der Direktor des kaiserlichen Statistischen Amts Dr. v. Scheel, welche am 13. April 1892, ersterer zum Vor: sitzenden, letterer zum Mitglied der Kommission auf fünf Jahre ernannt worden sind, gehören der Kommission auch peiterhin an. patriotische Schweinsknöchel und Klöße und national das will die kranke Beit" heilen! liberalen Anarchismus, meldet in seiner gestrigen Nummer: Ueber ein Schächtverbot berieth die PetitionsSeipzig, 11. Februar. Bei dem allgemeinen großen Intereffe, welches in unserer Stadt dem jetzt in der Aus- kommission der bayerischen Abgeordnetenkammer. Die betr. führung befindlichen Projekt der Verbreiterung des Thomas- Position wurde abgelehnt. gäßchens und den daselbst aufzuführenden Neubauten Aus Hamburg wird gemeldet, daß die Bevölkerung entgegengebracht wird, glauben wir unseren Lesern eine in fünfzehn großen Volksversammlungen gegen die HamMittheilung nicht vorenthalten zu sollen, die wir heute eine Klassenherrschaft von zuständiger Stelle erhalten. Seine Durchlaucht Fürst burgische Staatsverfassung als " = Bismarck bat dem Erbauer des Eckhauses, Herrn of energisch protestirt hat und die Einführung des allgemeinen Lieferant Wigleben, auf dessen Bitte in einem: Friedrichsruh, Wahlrechts und der progressiven Einkommensteuer gefordert den 8. Februar" datirten Schreiben die Genehmigung ertheilt, hat. Wie lange wird sich das selbstsüchtige Patrizierthum baffelbe mit seinem Namen zu benennen. Unsere Stadt wird der Republik" Hamburg gegen diese Forderungen des dadurch die hohe Ehre haben, das erste Bismarck Haus in Volkes wehren? Deutschland zu besigen. Der Erbauer wird gewiß auch dafür Sorge tragen, daß die große Ehre, die ihm hierdurch zu Theil geworden ist, in der baulichen Ausführung des an so bevorzugter Stelle belegenen Hauses zum Ausdruck gelangt und so dürfen wir wohl hoffen, daß das Bismarck- Haus eine Zierde der Stadt Leipzig werden wird. Das Prachtzimmer fönnen wir hinzufügen wird als besonderes Bismarck Zimmer eingerichtet werden: das Bett wird in Spandau aus alten Raketenkisten zurecht geschnitzt und die Wände mit alten Strafanträgen und Emser Depeschen( Chamade neben Fanfare) tapezirt. Die Freiheit des Arbeiters wird prächtig illustrirt beiter3 wird durch die folgende Meldung aus Düsseldorf: fie " Die Firma Wölber u. Brohm in Hamburg, die im Reichstag des Stlavenhandels zwischen der Togoküste und dem Kongostaat bezichtigt wurde, hat jetzt im Hamburger Rorrefpondent" eine Vertheidigungsschrift losgelassen. Daß das jetzt erst geschieht, motivirt sie damit, daß anfangs nur sozial fie des Stlavenhandels bezichtigt demokratische Blätter hätten, jetzt aber, da sogar wohlgesinnte" diese Beschuldigungen wiederholten, halte sie es doch für gerathen, sie von sich abzuwehren. Wir wenden uns", schreibt die Firma, mit unserer Darlegung zunächst an die Kreise unserer Hamburgischen Standesgenossen, an deren Achtung uns als ehr. mal, was diese ehrbaren Kaufleute für sich vorzubringen haben. baren Kaufleuten gelegen sein muß." Hören wir also Sie geben zu, Dom Könige Behanzin von Dahomeh Die Firma Wortmann und Elbers in Düsseldorf hat dem Sklaven freigekauft" zu haben und diese freigekauften Stlaven bei ihr beschäftigten Emaillirer R. Baudach, wegen seiner Theil dann zu siebenjähriger Kontrattarbeit nach dem Kongostaat ver nahme an der vom Minister für Handel und Gewerbe Herrn schifft zu haben, wo sie zu Eisenbahnarbeiten verwandt werden von Berlepsch zum 24. Januar nach Berlin berufenen sollten. Sie behaupten aber, daß dies alles unter Beobachtung Kommission zur Begutachtung der Ausnahmebestimmungen der von der deutschen Regierung erlassenen geseßmäßigen Vorfür die Sonntagsruhe in der Metallindustrie, die Arbeitschriften geschah, und man muß ihnen zugeben, gekündigt. Baudach ist Mitglied des Hirsch Duncker'schen daß den Wortlaut dieser Vorschriften trefflich be Gewerkvereins der Klempner und Metallarbeiter, der bei dem obachtet und den wirklichen Sklavenhandel nur mit dem Nermel Minister von Berlepsch Beschwerde erhoben hat; auch wird gestreift haben. Und ebenso ist es ihnen zu glauben, daß sie den fich der Zentralrath der Deutschen Gewerkvereine in seiner Waffenhandel nach Dahomeh zu einer Zeit betrieben haben, als nächsten Sigung mit dieser Angelegenheit beschäftigen. der Krieg zwischen Frankreich und Dahomeh noch nicht ausWas wird Herr v. Bötticher dazu sagen? Mit seinem gebrochen war, da ja die französische Kolonialverwaltung selbst stets bereiten Lächeln läßt sich dieses Zeichen der Versklavung diesen Sachverhalt durch Entlassung des von ihr vorher verhaf Bon früheren Mitgliedern gehören der Reichskommission der deutschen Arbeiterklasse nicht fortdeuteln. Wird er nun teten Agenten Richter anerkannte. Die Firma beruft sich auch darweiter an der Unterstaatssekretär Lohmann, der Vorstand wenigstens zugestehen, daß das übermüthige Unternehmer- auf, daß andere namhaft gemachte weftafrikanische Handelshäuser oes bayerischen Statistischen Amtes Rasp, der sächsische thum die Arbeiter ihrer staatsbürgerlichen Rechte beraubt? genau denselben Waffenhandel getrieben haben. Ja die Firma Oberregierungsrath Morgenstern, der württembergische Ober- Wenn auch nicht, so bleibt es doch erwiesen, daß die Hunger- und ihr Agent Richter tönnen sich gegenüber der deutschen regierungsrath v. Schicker, der Vorstand der badischen peitsche des Unternehmerthums einer der wichtigsten Faktoren in die Bruſt werſen, denn Herr Richter hebt in einer besonderen Rolonialverwaltung von Kamerum sogar noch als Tugendbolde Fabrikinspektion Dr. Wörrishofer und die Reichstags- Abunferer Staatsordnung ist. 600 00 uro Rundgebung hervor, daß die deutsche Regierung den losgetauften geordneten Siegle( natl.), Dr. Hize( 3.) und Molten Sklaven teinen Sold, sondern nur Naturalver. buhr( S.). Die Kölnische Volks- Zeitung" schreibt: Der Bund der Landwirthe hat bekanntlich be- Kongo- Eisenbahn- Gesellschaft durch ihren von der Firma Wölber pflegung für ihre Militärdienste gewährte, während die schlossen, alle Zeitungs- Berichterstattung von seiner GeneralVersammlung auszuschließen und selbst einen Bericht über die Brohm vermittelten Vertrag den Losgekauften einen landesüblichen Monatslohn zusicherte. Versammlung anzufertigen. Da natürlich den Mitgliedern des Bundes nicht verwehrt werden kann, felbft Beitungsberichte anzufertigen, fann diese Geheimnißthuerei schwerlich Erfolg haben; immerhin fält auf, daß der Vorwärts" sofort verspricht, feinen Lesern gleich mit einem Originalbericht aufzuwarten. Man erinnert sich dabei, daß der Vorwärts" auch zuerst die Mittheilung von den neulich erfolgten Kündigungen einiger Herren aus der Verwaltung des Bundes brachte. Sollte etwa das sozialdemokratische Organ sogar Le Roi me réverra! Der Rönig wird mich wieder sehen! knirschte der zerschmetterte Hausmeier, als er im schon im Landbund seine" Genossen" haben, die Ruprecht. Ranfern's Drohung, sozialdemokratisch zu werden, ausgeführt März 1890 nach Friedrichsruhe abgegangen ward. Drei haben? Haben Wölber und Brohm mit lehterer Behauptung Recht, Jahre und 101 Monate ließ der so undankbar ver Glaubt denn wirklich die R. V. 8.", daß ein Verein so ist das ein neuer Schandfleck der durch die Weiberprügeleien abschiedete" Reichsgründer das rebellische Drohwort durch seine Preßkosaken verbreiten, Bis por drei Wochen die von 170 000 Männern in Deutschland bestehen kann, ohne bereits hinreichend anrüchig gewordenen Verwaltung von verhängnißvolle Weinflasche kam, deren zauberischer Inhalt daß der Sozialdemokratie, der größten Partei im Deutschen Kamerun. Was nun aber die ehrbaren Kaufleute Wölber und zum Lethetrant") ward und den verhängnißvollen Hofgang Reiche, eine Anzahl Mitglieder angehören? Hat das Blatt Brohm selbst angeht, so ist das Charakteristische an der Sache, in ihrem Verfahren gegen die europäische erzwang. Le roi me reverra! Ja, der König hat ihn noch nichts von dem Terrorismus gehört, mit dem die daß sie wiedergesehen, aber nicht so, ivie& r gewollt, sondern ach! Candleute zum Beitritt zum Bunde gezwungen wurden? Boltsmoral fich gröblich vergangen haben, trotzdem sie gegen die ehrbarste Raufmannsmoral verstießen. ganz, ganz anders. Und nun ist das rebellische Drohwort Jezt hat der Bund die Früchte davon; mehr Sozialdemo- die europäischen Kolonialgesete streng beobachteten und auch gar unbequem geworden so unbequem, wie weiland fraten, als die Leiter ahnen, stehen in ihren Listen und nicht sozial- Rein Augenblick fann ein Zweifel darüber bestehen, daß ihr und der Kulturkampf, als das Zentrum auf der ganzen Linie bleiben fich trotzdem der Pflichten bewußt, die sie der sozial- anderer ehrbarer Kaufmannshäuser Kulihandel, wenn er felbſt auch dem Gesetze nach kein Sklavenhandel ist, doch direkt die gefiegt hatte. Damals erklärte der Urheber des Kultur- demokratischen Partei schulden. Stlavenjagden und den Sklavenhandel im Innern von Afrika tampfes: Ich hab's nicht gethan- ich habe mit dem In eine Grube, die für uns gegraben, sind befördert. Denn wenn Behanzin und andere Sklaven jagende Kulturkampf nie etwas zu schaffen gehabtich fordere Andere hineingefallen. Unsere Leser erinnern sich der Negerkönige wissen, daß sie an der Küste sich von jeden heraus, mir das Gegentheil zu beweisen!" Und heute, in a co jen gemachten Versuche der Polizei, die sozial- den ehrbaren europäischen Kaufleuten ihre Sklaven zu fo drei Jahre und 10% Monate nach dem trogigen: le Roi Semokratische Partei als solche unter das Vereinsgefeß zu günstigen Bedingungen ablaufen laffen tönnen, so werden me reverra! sagt der Urheber des Worts:" Ich hab's nicht bringen. Heute erfahren wir nun aus den„ Dresdener fie mit Eifer dafür sorgen, daß von dieser preiswürdigen gethan ich habe nie etwas Aehnliches gesagt ich Nachrichten", daß diese Versuche, die der Sozialdemokratie Waare stets ein gehöriger Boften am Markte ist. Also auch hier nicht schaden können, gewiffen anderen Parteien verderblich wieder ist es nicht individuelle Schuld, sondern das fluchwürdige geworden sind. Zum Beispiel den Herren Antisemiten, tapitalistische System mit seinen Kolonialauswüchsen, dem die deren Vereine man doch der Form halber nicht anders be- gegeißelten schmählichen Vorkommnisse aufs Ronto zu schreiben handeln konnte, als die sozialdemokratischen. Die bloße *) Trant des Vergeffens Lethe, der Strom des Bergessens Ginforderung der Mitgliederliste hat den tapferen Re- Das franzöfifche Anarchistengesetz wird munter formern" folchen Schreck eingejagt, daß mehrere Vereine auch gegen die Blanquisten, die schärfsten Gegner der im Todtenreich der griechisch- römischen Mythologie. Die Aufhebung des Identitätenachweises wird gleichzeitig mit dem deutsch- russischen Handelsvertrage stattfinden. Dem Reichstage wird der Gesezentwurf sehr bald sugehen. Die Agitation für und gegen den deutschrussischen Handelsvertrag wird von den Interessenten sehr eifrig betrieben. Große Kundgebungen werden von beiden Seiten stattfinden. fordere jeden heraus, mir das Gegentheil zu beweisen!" Damals lachte die Welt. Und heute lacht fie auch. in Uebereinstimmung mit§ 3 Abfaz 2 der hierfür geltenden Der Vertrag der Rongo- Eisenbahn- Gesellschaft sei vollständig gesetzlichen Bestimmungen, welcher lautet: Die dem Losgetauften in Anrechnung gebrachten Raten dürfen unter den üblichen Lohnfäßen nicht bleiben. Unzulässig ist eine Vereinbarung, wonach auf den abzuverdienenden Betrag Lieferungen des Lostaufenden an Lebensmitteln, Rleidungsstüden u. s. w. in Anrechnung gebracht werden. Mit dieser Bestimmung stehe das Verfahren der Kameruner Verwaltung zweifellos nicht im Einklang find. 8037 Keiner sein Diplom in der Tasche... Es waren Frei- ganzen Rüstzeug von Arm- und Beinschienen ausgestattet freudige, aber sie berührte sie so tief, daß sie sich an den willige, die auf eigene Fauft hierher famen. Er hatte sie und mit den verschiedensten Instrumenten und Verbands- nahen Verbandstisch stützen mußte, um sich aufrecht zu erhalten. als Aerzte zurückgewiesen, aber sie hatten sich nicht ab- materialien versehen. Es roch start nach Karbol.ly sid olem Der Chefarzt, flüchtig aufsehend, bemerkte nur ihre schrecken lassen. 低 Nehmen Sie uns, wofür Sie wollen," hatte der Eine Die antiseptische Wundbehandlung war bereits ein Anwesenheit.i gefagt, ein Mann schön wie die Sonne, mit schwarzen geführt und hinter einem Vorhängelchen am Ende des Augen nud röthlichem Haar, dessen ausdrucksvolles intelli Saales machten die Aerzte gleichsam ihre Operationsgentes Geficht sofort für ihn einnahm, verwenden Sie uns toilette. Sie zogen die Röcke aus und banden eine frisch als Träger und Krankenwärter, wenn Sie uns als Aerzte gewaschene Linnenschürze vor, die den Körper vollständig zurückweisen müssen; kein Dienst soll uns zu anstrengend umhüllte. oder zu schlecht sein, wenn es gilt, unseren Brüdern zu Sie schlugen die Aermel hoch über den Ellenbogen Hilfe zu kommen." deper zurück und wuschen Arme und Hände mit einer Sublimat lösung, che sie zu dem blutigen Werke schritten. Im Verlaufe des Gesprächs hatte sich's herausgestellt, daß Mediziner Tempsky, so nannte sich der Rothe, auf deutschen Kliniken gearbeitet hatte, die von Koryphäen der Wissenschaft geleitet waren, und daß er mit ihren Methoden wohl vertraut war. Ach, meine Herren, wenn Sie mir ihre Diplome hätten," hatte er ihnen zugerufen, als er sie verabschiedete. 73090 Man hatte mehrere Operationstische aufgestellt, die sämmtlich belegt waren. Die Arbeit vollzog sich rasch und verhältnißmäßig ruhig, da die Mehrzahl der Operirten unter Narkose waren. Sofia Alexandrowna mit ihrem ernsten, durchgeistigten Antlig und dem kurzgeschnittenen Haar, die wie alle Uebrigen die große Operationsschürze vorgebunden hatte, unterschied sich kaum von den jungen Aerzten, mit denen sie gemeinsam Er ahnte wohl, weshalb ihnen der Doktorhut fehlte; weil sie als russische Emigranten von Universität zu Uni- hier arbeitete. versität gejagt wurden, stets in Gefahr, denunzirt und aus- 1907 geliefert zu werden. Bur Amputation eines Oberarmes, welche zunächst vorgenommen werden sollte, war sie als Assistent beordert, und Es waren Nihilisten, kein Zweifel, aber war denn nicht sie prüfte mit Ruhe und Umsicht die mit Karbolwasser gedie gesammite studirende Jugend von einem revolutionären reinigten Instrumente und legte Alles zurecht. Geiste erfüllt? Und wenn man vom Dienste alle aus Dann trat auch sie hinter den Vorhang, um ihre Arme schließen wollte, die diese Ueberzeugung theilten, dann- er zu entblößen und in der Sublimatlösung zu waschen. Als sie hervorkam, sah sie den Chefarzt vor dem Ope lachte grimmig wie viele würden dann übrig bleiben? Und er gedachte der Anhäufung der Kranken, die sie in ratonstische stehen, wohin man den Patienten eben gebracht Bauernhütten zerstreut untergebracht hatten, wodurch der hatte. Dienst erheblich erschwert wurde, so daß die vorhandenen Neben ihm befand sich ein Fremder, wahrscheinlich einer Kräfte nicht ausreichten, und selbst die nöthigsten chirurgischen der neu angekommenen Aerzte, der mit der Untersuchung des Objettes beschäftigt war. Eingriffe hinausgeschoben werden mußten. Noth fennt fein Gebot", sagte er, zog die Hände aus der Tasche und beorderte den Mediziner Zenipsky in den Operationssaal. Dieser war ein heller, mäßig großer Raum, mit einem Rasch kam sie näher, dann prallte sie plöglich zurück, ein Bittern durchfuhr ihren Körper und eine Flamme stieg in ihr Antlig. Sie hatte Lazar ertanut. Die Ueberraschung war eine Chirurg Tempsky wird die Operation vornehmen hier Schwester Sofia wird Ihnen assistiren," sagte er, und hatte damit die Beiden einander vorgestellt. Dann wendete er sich wieder dem zu Operirenden zu, dem ein Krankenwärter den Oberkörper entblößte. Sehen Sie da, in der Höhe des Collum chirurgicum, wenn Sie sich darauf verstehen, einen Zirkulärschnitt." Es erfolgte keine Antwort, der Chefarzt hatte die Empfindung, als wäre er nicht verstanden worden, und hob den Kopf. Chirurg Tempsky stand von ihm abgewendet, offenbar hatte er die hübsche Assistentin ins Auge gefaßt. Halloh," dachte der Chef und seine Stirnader schwoll im Zorn, während er sich rasch nach Sofia umwandte. Sie ftand ruhig und zuwartend, das jähe Roth ihrer Wangen war einer außergewöhnlichen Blässe gewichen, sie fiel ihm auf. es Was haben Sie, sind Sie unwohl?" fragte er scharf. Sie öffnete den Mund, als wolle sie etwas sagen, aber tam kein Ton über ihre Lippen. " Ich sehe, Sie sind übermüdet, treten Sie ab," befahl er und blickte sich im Saale nach einem Ersaz um, aber es waren alle Hände beschäftigt. Der zu Operirende begann zu jammern. Da trat Sofia an den Chefarzt heran und sagte: " Ich bin ganz wohl, Primarius, und bereit, bitte, ver fügen Sie über mich." Sie hatte sich gefaßt und ihre Haltung wieder ge wonnen, aus ihren Augen leuchtete eine ungewöhnliche Energie. Der Primarins firirte sie scharf, dann ergriff er ihr Handgelenk und hielt es eine Weile prüfend unter den Fingern. ( Fortsetzung folgt.) Anarchisten, angewandt; so wurde unlängst unser Genosse nächste Mal beffer zu machen sei. Geradezu lächerlich dafür Sorge zu tragen, daß sich derartige Fäde nicht wieder er Breton, der Redakteur des Parti Socialiste", zu zwei seien die Gründe, welche für Aufhebung des Streits in eignen; um einer Maßregelung vorzubeugen, wurde bestimmt, Jahren Gefängniß und 1000 Frts. Geldstrafe wegen Be- der Resolution niedergelegt wurden. Zu denjenigen Arbeiter daß innerhalb der ersten vier Wochen feine Entlaffung vor. drohung des Präsidenten Carnot, falls dieser Vaillant nicht die da glauben, innerhalb der heutigen Gesellschaft dauernd er- Montag wieder aufgenommen werden. Ein weiterer Gegen organisationen, welche auf Hirsch- Duncker'schem Boden stehen, genommen wird. Die Arbeit soll daraufhin am folgenden begnadigen würde, verurtheilt. heblich bessere Verhältnisse schaffen zu fönnen, gehöre auch der stand der Verhandlung war die Maßregelung von vier Arbeitern Die Pariser Arbeitsbörse bleibt geschlossen; mit 372 Verein Berliner Droschkentutscher. Derselbe würde nicht ein durch den Fabrikanten Hamann, Neue Friedrich str. 86. gegen 166 Stimmen erklärte sich die französische Kammer Dußend Mitglieder haben, wenn derselbe nicht allerlei Institu- Nach den Ausführungen der einzelnen Redner sind die Zustände mit dem Verhalten der Regierung einverstanden. tionen, wie Krankenkasse 2c. hätte, wodurch die Mitglieder gefeffelt in dieser Fabrik derartige, daß ein schleuniges Ein. würden. Der Verein Berliner Droschkenkutscher fultivire den schreiten der sanitären Behörden nothwendig Italien. Aus Rom wird telegraphirt: Rastengeist, den Standesdünkel und vernachlässige die Solidari erscheint. Von den Rednern, 1816 In Parlamentstreifen verlautet, daß Ministerpräsident tät mit den anderen Kutschern und der gesammten Arbeiterschaft. Wort ergriffen,& öbler, if nece in der Distuſſion bas Crispi demnächst die Vertrauensfrage stellen werde und daß er nicht die Absicht habe, den Ausnahmezustand in Sizilien eher aufzuheben, als bis ihm das Vertrauensvotum ertheilt sei. u sein. Parteinachrichten. " Menzel, und Aufgabe einer Organisation sei es, vor allem für Aufklärung zu anderen, wurde die Unterstützung der Streifenden befürwortet, sorgen, die Indifferenten heranzuziehen, auch die übrigen Kutscher ebenso das Eintreten für die 19 Kollegen, welche infolge der zur Organisation zu veranlassen. Dies seien die Lehren, die aus vorhergehenden Kämpfe noch ohne Arbeit sind. Folgende Redem Streit zu ziehen feien.( Großer Beifall.) H. Schulz von solution wurde einstimmig beschlossen: Die 2c. Versammlung erder Agitationsfommission hielt die Versammlung nicht für fom- flärt das Verhalten der Arbeiter von Oppenheimer für gerechtverspricht die Unterstützung der Ausgesperrten. Die petent, die Ursachen der Niederlage zu erörtern. Daſſelbe werde fertigt unterhalten dod aber in der nächsten öffentlichen Versammlung am Dienstag Versammlung erblickt im Anschluß an die Organisation das ge Abend geschehen. Im übrigen wandte er sich gegen den Re- eignete Mittel, Differenzen dieser Art vorzubeugen. Die fofortige Verhaftung des Genossen Wilde, Referenten und bemerkte, daß nicht die Hälfte der Mitglieder des Am 26. Februar werden die Filzschuharbeiter in der Frage alteur der Berg. Arbeiterstimme"( Solingen) wurde am Vereins Berliner Droschkentutscher in der Krankenkasse seien. der gemeinsamen Organisation für die Arbeiter der SchuhDergangenen Mittwoch auf Petreiben der Staatsanwaltschaft Auch sind die Droschkenkutscher nicht aus Prinzip gegen den industrie Beschluß fassen. vorgenommen. Gründe für dieses Vorgehen wurden nicht an- Tarameter. Indifferente gäbe es ebenso, wie bei den Droschtengegeben. Innerhalb 8 Monate, die er an der In Köpenick( Wilhelmsgarten) fand am 11. Februar eine " Urbeiter futſchern, bei allen Bewertſchaften. Die Drae Arbeiter futschern, bei allen Gewerkschaften. Die Organisation täme bei von etwa 400 Personen besuchte öffentliche Versammlung statt. stimme wegen Beleidigung eines Pfaffen und zweier Fabrikanten mit sich in feiner Weise solidarisch gezeigt. Solidarität ohne Geldmittel gegengenommenen Vortrag über das Thema:" Wann beginnt " als verantwortlicher Redakteur thätig war, wurde er dem Streit gar nicht in Betracht. Die Freie Vereinigung habe von etwa 400 Personen besuchte öffentliche Versammlung statt. Genoffe A. Hoffmann- Bankow hielt einen beifällig ent13 Monaten Gefängniß bestraft, auch stehen ihm noch einige fei nicht ausreichend. Rang erklärte, daß die Freie Bereinigung ihre gegengenommenen Vortrag über das Thema:" Wann beginnt die Revolution?" Von einer Diskussion wurde Abstand Anklagen bevor. welche Luft- sozialdemokratischer Redakteur Schuldigkeit gethan und auf Listen gesammelt habe. Soffgenommen. Eine längere Debatte entspann sich über den zweiten mann hätte gewünscht, daß den Kutschern vor, nicht nach dem Punkt der Tagesordnung: Wie können wir die Gewerkschaften Streit Belehrung hätte zutheil werden sollen. Da die Polizei- für Köpenick und Umgegend einheitlich und wirksam gestalten?" Aus Hamburg schreibt man uns unter'm 1. Februar: In verordnung am 1. Januar in Kraft trat, konnten die. Droschten: Der Referent Maurer Schigo13ti- Berlin ermahnte zunächst der vergangenen Woche hat unsere Partei hier eine besonders futscher zu keinem anderen Zeitpunkte streiken. Nicht durch eindringlichst zum Anschluß an die Berufsorganisation rege Thätigkeit entfaltet. Nachdem am vorigen Sonntage ein Streitbrecher aus den Reihen der Kutscher sei der Streif ver und empfahl des weiteren die Bildung eines Kartells Flugblatt in Hamburg und Umgegend verbreitet worden war loren gegangen, sondern durch die Kutscherfabrik. Nät her nach dem Muster der Berliner Gewerkschafts- Kommission und mit der Präzision, welche der musterhaften Organisation ent nahm Beranlassung, den beiden Vorrednern gegenüber seinen zwar in der Weise, daß jede der am Ort bestehenden 12 Gewerk stammt, die der hiesigen Arbeiterschaft als Segen des Bismard Standpunkt weiter zu vertreten. Rang empfahl dem Verein schaften in öffentlicher Versammlung einen Vertrauensmann war in der Weise, daß jede der am Ort bestehenden 12 Gewerkſchen Sozialiſtengeſeges überliefert wurde, fanden am 7. d. Mr. Berliner Droschfenkutscher, feine Statuten zu ändern und den: wählt, die dann gemeinsam die Regelung der an die Gewerkum 22 Uhr Nachmittags vier große, imposante Versammlungen Borfizenden seine diktatorische Gewalt zu nehmen. Die gegen: fchaften herantretenden Fragen in die Hand zu nehmen haben. von Arbeitslosen flatt, in welchen hauptsächlich Stellung gegenseitige Aussprache wurde in lebhafter Weise noch längere Zeit Die meisten Redner sprachen sich in ähnlichem Sinne aus, Beüber der Behauptung des Staatssekretärs v. Bötticher genommen weitergeführt. schlüsse wurden jedoch nicht gefaßt. Nach Erledigung einer Anwurde, daß während der Cholerazeit in Hamburg wohl öffentliche Versammlung Handelsgelegenheit Bock und Winterfeld sich jedoch bei Vaggerarbeiten u. f. w.) der Arbeitsgelegenheit Arbeiterinnen( Hausdiener, Backer, Martthelfer 2c.) den 18, d. M., Mittags 122 Uhr in der Borussia- Brauerei in entgogen hätten. Sämmtliche Versammlungen nahmen selbst- Arbeiterinnen verständlich, trotz der Noth unter die Theilnehmenden leiden, tagte am 8. Februar in den Armin Hallen". Nach Wahl der Niederschönweide eine öffentliche Versammlung aller Arbeiter und den ruhigsten und würdigsten Verlauf. Am Freitag Abend Kollegen Uthes, Wie und Müller zu Revisoren der Ab- Arbeiterinnen der Textilbranche stattfindet. fanden ferner fünfzehn Boltsversammlungen in Hamburg- rechnung des Vertrauensmannes erfolgte zunächst die Bericht Adlershof. Am 5. b. M. tagte hier eine gutbesuchte Urheisgelegenheit genug vorhanden gewesen wäre, die Arbeiter gewerbefiaftigung für alle im Sanbels: gelegenheit, zwischen den Genossen B Hilfsarbeiter und gab Genosse Feller zum Schluß bekannt, daß am Sonntag, " " Leider und Baumann. dad sid Literarisches. D Des Stadt, Bororten und Landgebiet statt mit der Tagesordnung: erstattung der Beisitzer am Gewerbegericht über ihre Thätigkeit. Bolksversammlung. Reichstags- Abgeordneter Bueb referirte Die Hamburger Berfaffung, die neuen Steuervorlagen und der Die„ Stellungnahme der Berliner Kollegen zu dem an den Pfingst über das Thema" Christenthum und Sozialismus" Nothstand. Troz des schlechten Weyers waaen sämmtliche Ver- tagen in Halle a. S. stattfindenden Kongreß der im Handels längeren verweilt Redner bei der Schilderung des UrchriftenBeweis, welches rege Interesse, die arbeitende Bevölkerung längere Debatte, an der sich Schuhmann, Raßler, die dann allerdings je nach den Bedürfnissen von der Kirche und welche bis jest von jeber Betheiligung an der Hamburger Grauer, Kamp, Dreher und andere betheiligten. Von den Kirchenfürsten in der ihnen zweckdienlich erscheinenden Weiſe Gesetzgebung ausgeschlossen ist, an der aufgestellten Tages- feiner Nothwendigkeit waren alle Redner überzeugt. Die Beschluß- umgemobelt wurde so manche auch dem Sozialismus naheordnung nimmt. Von den gefaßten Refolutionen sei folgende, faffung über einige Anträge, welche eine Abänderung refp. Er stehende Grundsäge vertritt. Christenthum und Kirche stehen welche im Barmbefer Bittoriagarten- Saale zum Beschluß ergänzung ber seitens der Agitationskommission in der letzten heute im Widerspruch. Die Kirche ist die Stüße des Klaffen. Sonntagsnummer des" Vorwärts" veröffentlichten provisorischen staates, der feine Aufgabe in der Ausbeutung des Menschen hoben wurde, mitgetheilt: den, bisschen beschen „ Die Bersammlung protestirt dagegen, daß der heute schon Tagesordnung des Kongresses bezwecken, wurde ebenfalls bis zur durch den Menschen erblickt. Dem recht beifällig aufgenommenen schwer um die Existenz ringenden minderbegüterten Bevölkerung nächsten Versammlung vertagt.- Dem Bericht des Vertrauens- Bortrag fonnte wegen der vorgerückten Zeit feine längere Disnoch neue Steuerlaften aufgebürdet werden; fie fordert vielmehr, mannes Alboldt für das Jahr 1893 zufolge bestehen in Berlin tuffion folgen, da die Versammlung nur bis 10 Uhr tagen darf. daß die Einkommensteuer auch in den höheren Stufen fonsequent steht der größte Theil der Kollegen der Organisation theilnahms gesetzt werden. 13 Berufsvereine mit insgesammt 3500 Mitgliedern. Die Diskussion foll deshalb in der nächsten Versammlung fortweiter progressiv ausgestaltet wurde. Die Versammlung Zum Schluß wählte die Versammlung eine fordert ferner, daß endlich den Staatsangehörigen das los gegenüber. Die Einnahmen aus Tellersammlungen und Sanitätskommission, bestehend aus den Genossen Michels, Reichart allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht zur Bürgerschaft Ueberweisungen von Vereinen( einige batten eine solche rundeingeräumt werde, damit die Interessen der minder weg abgelehnt) betrugen 297,35 M., abzüglich der Ausgaben von begiterten Maffe in der Hamburgischen Gefeßgebung selbst- 164,25 m, verblieben ihm 188,10 M., von welcher Summe er thatige Vertretung finden und der politischen Bevormundung ber- inzwischen 100 M. an die Agitationstommiffion abgeliefert habe. Zum Schluß wünschte er aus der Mitte der Versammlung die felben ein Ende gemacht werde. Ob diese Kundgebung von fünfzehn, start besuchten Volks- Bestätigung, daß er 1. seit dem 1. Juli nicht mehr ber Agitations. Unter der rothen Fahne. Blätter aus dem Tagebuche eines versammlung der Senats- und Bürgerschaft- Kommiffion, welche Kommission angehört habe, 2. daß mehrere Sprechfaal- Artikel Boltsschullehrers im Jahre 151( 1943) von Hermann bereits mehr als ein Jahr über eine Verfassung und Berwal- gegen ben Verein Berliner Hausdiener" nicht von ihm ausLahrssen. Verlag von Peter Hobbing. Leipzig. tungsveränderung schlummert, zu einem rafcheren Tempo gingen, 3. daß er nicht der Preskommission der früheren Fach Da liegt uns wieder einmal ein Versuch vor, der Sozialihrer, wie es scheint eingestellten Arbeit verhelfen wird? Seit zeitung Die Ginigkeit" angehört habe und 4. daß er Vertrauens- demokratie den Garaus zu machen durch ein Berrbild des andie Choleragefahr geschwunden, ist die Hamburger Bürgerschaft mann der gangen Gewerkschaft, nicht aber nur Vertrauensmann geblichen Zukunftsstaats. Diesmal ist es ein Volksschullehrer, wieber in ihre alte gethargie versumpft.- Heute Honntag fand des„ Verbandes der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen" er in den Fußtapfen Eugen Richter's wandelt. Angefüllt mit der abseiten der sozialdemokratischen Partei hier die angekündigte sei. Dieser Bestätigung bedürfe er dringend, da gegen ihn ein der ganzen Unwissenheit seines Vorgängers ist er an feine Aufallgemeine Ausnahme einer Arbeitslosenstatistik per Formulare Prozeß schwebe. Im Anschluß an den Bericht legte er fein Amt gabe berangegangen. Es ist wirklich eine harte Sumuthung, In die Hände der Versammlung zurück, gleichzeitig eine eventuelle Diese Echilderungen lesen zu müssen, die auf jeder Seite zeigen, Wiederwahl ablehnend. Ein Antrag, dem früheren Vertrauens daß der Verfasser sich niemals ernstlich mit dem Studium fozialmann 10 Mark Mankogelb zu bewilligen, fand fast einstimmige demokratischer Schriften befaßt hat. Ihm ist die Sozialdemo and Polizeiliches, Gerichtliches ze. Annahme, trotzdem Iboldt erklärte, er verlange ein fratie nur eine fulturzerstörende Bewegung. Schon das Titel Bur Charakteristit der Polizeispiel folches nicht und würde es doch nicht für sich be- bild zeigt das an: Ein nacktfüßiges Weib mit Schurzfell und In Plauen wurde vorige Woche der in Arbeiterkreisen als halten, sondern der Agitations Kommission überweisen. Polizeispiyel wohl bekannte Sticker Bunniger wegen Sittlich Die Kollegen Dreher, Puher, Schuhmann, Raßler Jakobinermüze ſtampft grimmen Blicks daher über die zerfeitsvergehen zu 5 Monaten Gefängniß und 3 Jahren Ghrverlust und Herrmann gaben Alboldt die von der Versammlung zerrissene Bücher. schmetterte Venus von Milo, zerknickte Fruchtbäume und verurtheilt. B. befand sich schon vorher dreimal wegen Verdachts verlangten bejahenden Antworten auf seine Fragen. Zum Ver- nun erst das Buch! Der Erzähler, ein Landschullehrer im Und was für Albernheiten enthüllt uns ähnlicher Vergehen in Untersuchung tonnte aber niemals über- trauensmnnn wurde Barnewiß gewählt. Auf Antrag Jahre 1943, 3 Jahre nach Einführung des Zukunftsstaates, führt werden. In der Voruntersuchung stellte er das Verfahren Herrmann sollen dem Vertrauensmann, sowie dem Delegirten hat sich mit seiner Gemeinde der neuen Ordnung nicht angegen ihn als einen Racheakt der Sozialdemokraten hin; das zur Gewerkschaftskommission alle Baarauslagen für die Gewerk bequemt. In den Städten schwelgt das schmarohende Induftrie Gericht ging auf dieses Geschwäß nicht ein. Das find also schaft ersetzt werden. Der Delegirte zur Gewerkschaftskommiffton proletariat herrlich und in Freuden; mittlerweile werden die die Leute, beren sich das heutige System bedient, um die Sozial- Brüchte erstattete ebenfalls Bericht. Osw. Grauer theilte wälder abgehackt und ein großer Theil des Landes bleibt undemokratie zu bekämpfen. mit, daß die Arbeitgeber ihr Bureau in der Stralauerfiraße bebaut, da die landwirthschaftlichen Dienstboten in die Stadt ge= mangels genügender Mittel aufgegeben haben, und konstatirt im laufen sind, um an dem dortigen Schlaraffenleben theilzunehmen. Anschluß hieran, daß der Leiter des Bureaus vom Verein Ber: Da fommt in das abgelegene Dorf die Ordre, den Normal liner Hausdiener", Runge, die Mitglieder dieses Vereins nicht arbeitstag einzuführen auch in der Schule; der Lehrer soll acht nach dem Gewerkschaftsbureau, Rosenstraße 28, 1 Stunden unterrichten, bie Schüler müffen sich acht Stunden Die Freie Vereinigung der Blumen und Puz sondern nach dem ersteren zwecks Stathertheilung geschickt unterrichten laffen; das ist nach Auffassung des Berfaffers die feber Arbeiter und Arbeiterinnen hielt am 6. Fe habe; das hieße gewiß den Bock zum Gärtner machen. folgerichtige Anwendung des Normalarbeitstages. Natürlich bruar ihre regelmäßige Monatsversammlung ab. Genosse Mini Zum Delegirten der Gewerkschaftskommission wurde Kollege giebt es beshalb Krach. Der widerspenstige Lehrer wird durch städt hielt eine Vorlesung aus der Gleichheit" über das Thema Polis ernannt. Unter Punkt„ Verschiedenes" rigten mehrere bie tommandirenden Demagogen feines Amtes entsegt und Friede auf Erden". Diskussion fand nicht statt. Bum dritten Redner das Verhalten der Lokalkommission und des" Vorwärts". wandert schließlich, nachdem er allerhand Erfahrungen ähnlicher Punkt der Tagesordnung wurde beschlossen, die Versammlungen Troydem bei Einberufung der Volksversammlung am letzten Art gemacht hat, nach Amerita aus. Ganz Eugen Richterisch fünftig alle 14 Tage stattfinden zu lassen, und findet demnach Sonntag alle Kautelen berücksichtigt wurden und die Berfamm- muthet uns die zwischendurch erzählte Geschichte von dem die nächste Versammlung am 20. Februar bei Ehrenberg, Annen- lung von mindestens 500 Personen besucht war; sollen jetzt deren muthet uns die zwischendurch erzählte Geschichte von dem armen Glener" an: Als er nicht länger Lebrer sein wollte, straße 16, mit einer Vorlesung aus Kennan's Buch über Beschlüsse umgestoßen werden. Dagegen müffe entschieden bestellte man ihn zum Gehilfen des Schornsteinfegers in BerleSibirien statt. protestirt werden und zu dem Zweck jeder Genosse in der betreffen- berg; seine Frau fam als Wäscherin ins Hessische, und seine den Versammlung am Plaze sein, statt. 1190 Versammlungen. r., In der Versammlung der Hilfsarbeiter und Ar beiterinnen, die am 7. Februar tagte, hielt Genosse Hoff- Die Versammlung wünschte sodann die Aufnahme nachfolmann- Pankow einen Vortrag über das Thema;" Das moderne gender Resolution im Vorwärts", die in der Versammlung, die Raubritterthum." An der Diskussion betheiligten sich Rollege am 4. Februar in den Konkordiafälen tagte, gegen den Verein Arndt und Frau Müller im Sinne des Referenten. Sodann Berliner Hausdiener angenommen wurde: erörterte die Versammlung die Stellungnahme zur Feier des 1. Mai. Nach einer längeren Debatte wurde ein Antrag Jahn, sich mit den Beschlüssen der Gewerkschafts- Kommission einverstanden zu erklären, angenommen. 2016 29 2900 Eine öffentliche Versammlung für Kutscher aller Branchen, einberufen von der Freien Bereinigung der Kutscher, wurde in der Nacht zum 10. b. M. abgehalten. Der Delegirte zur Gewerkschaftstommission, Kollege Böttcher, erstattete ben Bericht über die Thätigkeit derfelben. Bezüglich bes Streits der Droschkentutscher sprach er sich dahin aus, daß er sich von vorn " fünf Kinder Nun die hatte er schon längst in die allgemeinen Erziehungsanstalten abgeben müssen!" Auf weitere Einzelheiten einzugehen lohnt sich nicht, denn wie aus den eben angeführten einzugehen lohnt sich nicht, denn wie aus den eben angeführten Proben hervorgeht, find die Zahrſſen'schen Albernheiten nicht einmal originell. bis gl. Briefkaffen der Redaktion. 20. G. 47. Ja. In Anbetracht, daß der Verein Berliner Hausdiener troh feines Versprechens der Lokalkommission gegenüber, gesperrte Lotale nicht mehr zu besuchen, dennoch im September v. J. der Borstand des Vereins offiziell mit Fahne und Emblemen bei Keller, Röpnickerstr., erschien; ferner seinen Maskenball am 27. Januar d. J. in der Philharmonie abhielt, auch beabsichtigt zum 24. Febr. ein Fest im Feenpalast abzuhalten; erklärt die Versammlung diese N. N. 100. Kommen Sie mit dem Miethsvertrag in die Bereinigung nicht als ein Verein betrachten zu können, der Sprechstunde. F. B. 44. 1. Ja. 2. Sie müssen bis zur Vertheilung auf dem Boden der mordernen Arbeiterschaft Berlin wird berein nicht für denselben erwärmen konnte und demzufolge bei schaft auf, die Entfernung von Plataten, welcher für gesperrte ob es sich um wirkliche Mißstände oder um Klatschereien handelt. dringend aufgefordert, diesen Berein und seine Feste zu meiden. durch den Verwalter warten. Lohnforderungen gehen aber allen Ferner fordert die Versammlung die organisirte Arbeiter übrigen Konkursforderungen vor. G., Ackerstraße. Aus Ihrer Zuschrift ist nicht ersichtlich, Der Abstimmung über denselben in der Gewerkschaftskommission Lokale Propaganda zu machen, energisch in allen Lokalen und Im ersteren Falle sprechen Sie bei uns vor. sich seiner Stimme enthalten habe. Deffenungeachtet habe er, Geschäften zu fordern. nachdem der Streit anerkannt worden war, seine Schuldigkeit( Es ist selbstverständlich, daß der Vorwärts" der Lokal- G. N. 1. In der französischen Volksschule wird keine Religethan und forderte er auch die Arbeitskutscher auf, nach Kräften tommission zu Veröffentlichungen zur Verfügung stehen muß, gion gelehrt. 2. Wenden Sie sich an die Expedition des„ BorDie Gemaßregelten zu unterstützen. Er befürwortete die fernere ganz gleichgiltig, wie sich die Redaktion zur Taktik der LokalDelegation eines Kollegen in die Gewerkschaftskommission. Mit Commission verhält. Die Red. d.„ Vorwärts"). diesem Amt betraute die Bersammlung den Kollegen A. Schulz, wärts". C. 2. 36. Dr. Zadek, Annenstr. 46. Winter. Hoffentlich sind Sie damit einverstanden, daß wir Herrn Meyer das Wort zur Vertheidigung gegeben haben. 2. X. Eine Biographie im Brieftasten zu geben, tönnen Sie wohl doch nicht recht verlongen.d Davos. Lungenschwindsucht. Zwei Wettende. Heran." als deffen Stellvertreter wurde Kollege Jahnte ernannt. Jin Die Arbeiter der mechanischen Schuhfabriken tagten Anschluß hieran wurde der Kollege Raphal, Waldemarstr. 18, am 11. d. M. bei Joel, Andreasstr. 21. Rollege Fleischer als Vertrauensmann gewählt. Nachdem referirte Genosse machte Mittheilung über die Vorfälle in der Fabrik von Mäther über die Frage: Was lehrt uns der jüngste Oppenheim u. Meyer, Königstraße, in der durch das AufStreit der Tarameter Droschtenkutscher?" Derselbe sprach treten ber Direttrice die Arbeißniederlegung der Vorrichterinnen fich dahin aus, daß die Kutscher troß der erlittenen Nieder- und Stepperinnen veranlaßt wurde. Nachdem die Lohnkommission lage feine Ursache hätten, die Flinte ins Korn zu werfen, viel- sich ins Mittel gelegt hatte, ist eine Einigung dergestalt erzielt, reichstag am 7. Februar 1888 mit 188 gegen 95 Stimmen be mehr alle Ursache, aus der Niederlage zu lernen, wie es das daß seitens der Fabrikanten das Versprechen abgegeben wurde schlossen. 612. Die fünfährige Wahlperiode wurde vom Kartell Für den Inhalt der Injerate über Adolph Ernst- Theater. aimmt die Redaktion dem Publikum Charley's Tante. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 13. Februar. Opernhaus. 8. Sinfonie- Abend. Schauspielhaus. Zopf und Schwert. Leffing Theater. Madame SansGêne. Deutsches Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Berliner Theater. Rean. Wallner- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Lieutenant zur See. Residenz- Theater. Der Mustergatte. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Berlin 1893. Herr Coulisset. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Bother: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Rapitän Grant. Alexanderplatz Theater. Dorf und Stadt. National- Theater. Bajazzi. Der Teufel in Berlin. Charley's Zante. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. Unserem Freunde und Genossen Albert Voigt Sozialdemokratischer Wahlverein au ſeinem 25jährigen Arbeitsjubiläum für den 5. au feinem 25jährigen Arbeitsjubiläum für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ein donnerndes Hoch! 224/10 E. W. K. G. G. B. Martha Popitz Robert Voigt Verlobte. 1711b In Szene geſetzt von Adolph Ernst Buchbinder- Verband Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung und Konzert. Ein Stiergefecht in Cadig. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime, ausgeführt von den spanischen Clowns Hermandos. Neu! Frl. Elsa Zeller, RostümSoubrette. The Willon's, DoppelJongleure. Geschw. Gläser, Gefang- u.Instrument. Duettistinnen. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. Theater Unter den Linden. Der Böhmisches Brauhaus, Obersteiger. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Novitäten! 99 Bajazi", Novitäten! Parodistische Oper v. ugo Busse. Hierauf: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Eugen Prudens. Musik von A. Wiedecke. Regie: Mar Samft. Zum Schluß: Charley's Tante. Große parodistische Poffe mit Gesang und Tanz von Hugo Busse. Musik von Adolph Wiebede. Regie: Mar Samft. Rasseneröffnung 61/2 Uhr. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Der Teufel in Berlin. Hierauf: Charley's Tante. In Vorbereitung: Die Weber. Schauspiel in 4 Atten. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Zum 16. Male: Herr Coulisset. Schwant in 3 Atten v. Blum u. Toché. Hierauf zum 52. Mate: Berlin 1893. Revue in 2 Abth. von 2. Leipziger. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 81/2 Uhr: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Ver brecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lampensusanne, gen. Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. Brunwald heit " • mit bewegter VergangenMartin Bendix Täglich: Auftreten des beften Bauchreduers d. Jetzeit H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" Don Martin Bendix, sowie Hugo Schulz, Alfred Bender. Anfang Wochentags 2 Uhr, Sonntags 62 Uhr. Landsberger Allee. Dienstag, den 13. Februar er.: Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 f. Im Vorverkauf 40 Pf. ( siehe Platate). Zum legten Male: Eine Soiree bei Lehmann's. Gr. parodistisches Ensemble von Meyfel. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Sensationeller Erfolg Der Geschwister Gottlieb: Die Baby's. Orig.- Szene von May Larsen. Echt Berliner Blut u. s. w. Entree 15 Pf. Reſervirt 30 Pf. R. Winkler. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß 458/12 unfer Kollege Paul Willmann am 9. d. m. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 14. Februar, Nachmittags 41/2 Uhr, vom Krankenhaus„ Urban" aus nach dem kath. St. Michaels- Kirchhof( Hermannstraße) statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. Allen Freunden, Verwandten u. Be fannten für die herzliche Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben unVersammlung am Mittwoch, 14. Februar, Ab. 8% Uhr, bei Müller, Johannisstr. 20. Tages Ordnung: 379/5 1. Vortrag des Riichstags- Abgeordneten lees: Die Stellung der sozialdemokratischen Partei zu den Handelsverträgen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Um recht zahlreichen Besuch bittet Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei Fritz Krüger, Hirtenstr. 10: Wittchow, R. Hamburgerstr. 27; F. Weber, Landsbergerstr. 41; Richter, Neue Königstr. 90; Achilles, Greifswalderstr. 210. Das Stiftungsfest findet am 24. Februar im Schweizergarten statt. Billets sind bei den Zahlstellen und in den mit Plakaten belegten Lokalen zu haben. 379/5 Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 13. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16: Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Wie stellen sich die Bildhauer zu den Regie: vergeßlichen Mannes sage ich hiermit Arbeiten? Referent Kollege Dupont. 3. Steinbildhauer- Abend. 4. Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. meinen besten Dank. 1726b Wwe. Dornbusch nebst Tochter. Danksagung. 148/13 Für die mir am Lage meines Sur Frauen- u. Mädchen- Bildungsverein Ju biläums gespendeten Glückwünsche, fowie wertvollen Geſchenke und Ehrenbezeugungen, sage ich allen Be theiligten, insbesondere aber meinen Herren Chefs, meinen ergebenen und aufrichtigsten Dank. 1713b Hugo Schmauch. PassagePanopticum. Im Theater- Saal, ohne Extra- Entree: Nord und Süd, Liederspiel von R. Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Castan's Panoptikum. Ecke Friedrich- und Behren- Strasse. Nur noch turze Zeit: Märchen- Cyclus. des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. Wander- Versammlung der Filiale Nord am Mittwoch, 14. d. M., Ab. 8 Uhr, im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 35. Zages Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Reimann: Ist das Proletariat international? 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Herren und Damen als Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. 460/12 Verein d. Lithographen, Steindruder und Berufsgenossen Deutschlands( Filiale Berlin). General- Versammlung am Donnering, 15. Februar, Ab. 81/2 Uhr, bei Philipp's, Rosenthalerfir. 88. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Bericht der Fünfer- Kommission über die Errichtung i nes Vereinsburaus. Referent Kollege R. Schöpte 2. Diskussion und Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet Die Verwaltung. Verein der Berliner Hilfskaffenärzte. Zu der am Dienstag, den 13. Februar, Abends 9 Uhr, in Gratwell's Bierhallen stattfindenden Versammlung behuss Besprechung der Vertragserneuerung ladet der unterzeichnete Vorstand sämmtliche Vorsitzende und BeHilfskassen von Berlin Vororten, Filialen, soweit Einladungen Zentral- Kranken- u. Begräbniß- mächtigte der Freien eingeschr. bilfs fim bungen nicht dirett ergangen Kaffe der Tapezirer. find, ergebenſt ein Der Vorstand des Vereins der Berliner Hilfskassenärzte. ratweil'sche Die Quartals- Versammlungen Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. finden folgendermaßen statt: Filiale I( Süden): Mittwoch, den 14. Februar, Abends 81/2 Uhr bei Bolt, Alte Jakobstraße 75 im Tunnel. Filiale II( Norden): Mittwoch, den 14. Februar, Abends 81/2 Läglich abwechselnd. Programm 8 Uhr, bei Hilgenfeld, Bergbei freiem Entree een Wiener Damenkapelle Mikloska" der ersten und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. straße 60. Filiale III( Osten) s Dienstag, den 13. Febr., Ab. 81/2 Uhr, bei Wilke, Andreasstr. 26. Um zahlreichen Besuch bitten 813/5 68/7 Orts- Krankenkasse der Schuhmacher. am Deffentliche Versammlung für die Mitglieder Mittwoch, den 14. Februar 1894, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstrasse 33. Tages- Ordnung: 1. Erledigung der Beschuldigung von Jänsch gegen Niederauer. 2. Anträge zur nächsten Generalversammlung. 3. Stellungnahme zur Zentralisation Um zahtreiches und pünktliches Erscheinen ersucht der Ortstassen. Der Einberufer: F. Valerius, Mendelssohnstr. 14. Die Ortsvorstände. Dentscher Holzarbeiter- Berband 100 Mark Belohnung! In der Nacht vom Mittwoch zum Derfelbe wird innerhalb 15 Minuten hof bis zur Großbeerenstraße ein Mr. Kauning, Concertmaler. Donnerstag ist vom Schlesischen Bahnein Delgemälde malen, welches nach ( Bahlstelle Berlin).dat Vertrauensmänner- Versammlungen. Horden( Wedding- Gesundbrunnen): Mittwoch, den 14. Februar, Abends 81/2 Uhr, im Colberger Salon, Colbergerstr. 23. ( Rosenthaler- Vorstadt): Schluß der Vorstellung gratis ver- rothbrauner Koffer Rosenthaler Vorstadt): Montag, den 19. Februar, Abends 8% Uhr, bei looft wird. 1715b Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Bf. mit Handgriff von einer Gepäckbroschte 3 Kegelbahnen. Stunde 60 Pf. verloren gegangen. 6 Billards, pro Gegen Rückgabe desselben obige Be C. Koch, fr. Gambrinus. lohnung bet Säle für Versammlungen Bigarren Handlung, Oranienftr. 187. und Festlichkeiten find noch an verschiedenen Tagen zu haben. Circus Renz. ( Karlstraße.) 0 Franz Wieland, M. 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Neu erschienen: Internationales aus dem„ Volksstaat" Bon Friedrich Engels. 72 Seiten 8° Preis 30 Pf. Wiederverkäufer Rabatt. Die Broschüre enthält u. A. die längst fpergriffente Schrift: Die Bakunisten an der Arbeit" und das Programm der blanquistischen Kommuneflüchtlinge", deren Reudruck gerade in der heutigen Zeit den Genossen um so willkommener fein muß, weil hier an der Hand der historischen Ereignisse eine vernichtende Kritik des arbeiterschädlichen Treibens der Anarchisten und ihrer bombastischen Deklamationen geliefert ist. 907 Künstl. Zähne 2 M., Plomben 1,50 M., schmerzloses Zahnziehen u. Nervtäglich für erwachſene Herren, Dienſtag Ungelegenheiten. Unbemittelten uvent Kleiderſpind Dranienſtr. 153, III r. tödten 1 M. Zahnarzt Robert Wolf, Leipzigerstr. 22, Sprechst. 8-7 Uhr. und Freitag für Damen. geltlich. Auch Sonntags. 1088b Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Berlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 36. Dienstag, den 13. Februar 1894. 11. Jastrg. Varlsmsnksberiihko. Deutscher Reichstag. 47. Sitzung vom 19. Februar, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Stephan. Fischer u. A. Die Berathung des Etats der Post- und Tele- graphen-Berwaltung wird sortgesetzt. In der Betriebsverwaltung werden für die Oberpost direklionen(40 Oberpostdirektoren, 144 Oberpost- und Posträthe, IS Postbauräthe, 156 Post- und Telegraphen-Jnspektoren, 9 Posb bau- Inspektoren) insgesammt 58 950 M. für 9 Posträthe und 4 Postinspektoren mehr verlangt. Die Budgetkommission hat die Mehrforderung nicht beanstandet. Das Zentrum(Abgg. Graf Hompesch u. Gen.) haben zu diesem Titel folgende Resolulion eingebracht: Den Reichskanzler zu ersuchen, veranlassen zu wollen, daß dieAnnahme und Bestellung gewöhnlicher Packele der Reichspost an Sonn- und Feiertagen mit Ausnahme der Weihnachtszeit(18.-30. Dezember) auf Eil- sendungen beschränkt werde. Abg. Liugens(Z.) weist darauf hin, daß er sich seit 16 Jahren bei der Berathung der Postetats zur Aufgabe gestellt habe, für die Jnnehaltung der Sonntagsruhe und Sonntags Heiligung durch die Beamten unter Berufung auf das göttliche Gebot einzutreten. Es sei anzuerkennen, daß der Ches der Post Verwaltung mit der ihm eigenen Energie die Erfüllung dieses Gebots angebahnt habe; auch in diesem Jahre seien Fortschritte zu verzeichnen. Wenn aber leider auch eine bedingungslose Durchführung der Sonntagsruhe und Sonntagsheiligung nicht möglich sei, so bleibe doch noch manches zu wünschen übrig. Der Packetverlehr an Sonntagen könne ohne Nachtheil für die Bcrkehrsinteressen fortsallen und so einer weiteren großen Zahl von Beamten die Gelegenheit zur Sonntagsruhe und zum Kirchen- besuch gegeben werden. Besonders störend sei es, wenn während der Kirchzeit an Sonntagen die Packetwagen der Post durch die Straße rollten. Die Rücksicht aus das Publikum würde in diesem Falle zu weit getrieben. Redner bittet, zum mindesten den Zentrumsantrag anzunehmen und aus diese Weise auf eine Besserung der Zustände hinzuwirken. Im Interesse weiterer Einschränkungen des Sonntagsdienstes läge es vielleicht auck, das Porto für an Sonntagen zu bestellende Briese und Telegramme zu verdoppeln. Staatssekretär v. Stephan: In unseren Bestrebungen, die Sonntagsruhe immer allgemeiner durchzusühren, fahren wir unausgesetzt fort, wenn wir es auch nicht mit der starren Auf- fassung des alten Testaments, sondern des erheblich milderen des neuen halten, die da besagt: Der Mensch ist nicht um des Sabbaths willen, sondern der Sabbath um des Menschen willen da. Unmöglich kann die deutsche Postverwaltung auf diesem Gebiete einseitig vorgehen; andererseits sind internationale Vev Handlungen auf diesem Gebiete nothwendig ganz ungemein zeit raubend und wcilschichtig, zumal der Sonntag nur bei einem Theile der im Weltpostverein verbündeten Staaten der Ruh- und Feiertag ist. Aus demselben Grunde verbietet sich eine Aenderung an den Portosetzen. Die Sonntagsruhe ist bei 99,99 pCl. der Beamtin durchgeführt. Nur ein Beamter unter 10000 ist von der all gemeine» Durchführung dieser Maßregel ausgenommen, ein Resultat, wie es günstiger nicht erwartet werden kann. Ließe man den bis- herigen Sonntagsdienst für den Montag liegen, so würde derM ontags- dienst prompt und ordnungsmäßig sich nicht mehr abwickeln lassen. Der gestellte Antrag würde in dem inneren Betriebe der Post- Verwaltung nichts ändern; die Wagen, die Beamten, die Bureaus. alles müßte parat gehalten werden, auch wenn es sich nur um Eilsendungen handelt. Außerdem ist es aber immer gefährlich, privilegirte Sendungen zu haben; gerade den Spekulanten würde diese Einrichtung zu gute kommen, denn ihnen käme es auf den Portozuschlag nicht an; der reelle Geschäftsverkehr aber würde benachtheiligt werden. Ebenso muß hier die Konkurrenz des Auslandes in Rechnung gestellt werden. Immerhin wird der Bundesrath die Resolution, falls sie angenommen werden sollte, in Erwägung nehmen. Abg. Geschcr(dk.) tritt für den Antrag des Zentrums ein. Die Gegengründe des General-Postmeisters seien nicht stichhaltig. Abg. Müller- Sagau(freis. Vp.): Der Vorschlag einer erhöhten Bestellgebühr für Sonnlagsbestellungen würde auf den Verkehr ganz außerordentlich nachtheilig wirken. Freie Volksbühne. Als Februar-Vorstellung bietet die„Freie Volksbühne" ihren Mitgliedern Schiller's Trauerspiel„Kabale und Liebe", das für die I. Abtheilung am Sonnlag im„Natronal- Theater" aufgeführt worden ist. Den älteren Mitgliedern ist das Stück schon einmal in einem früheren Spieljahr gegeben worden. Die erneute Aufführung unterschied sich jedoch von jener früheren in merklicher Weise, nicht blos durch die höheren künstlerischen Leistungen, die diesmal von den Darstellern geboten wurden, sondern auch durch eine liebevollere Hingabe der Zuhörer an das Werk des Dichters. Dieser doppelte Fortschritt bedeutet einen Fortschritt der„Freien Bolls- bühne" überhaupt, deren Ausgestaltung und Festigung besonders in diesen beiden Punkten— neben dem dritten, der Zusammensetzung des Spielplanes nämlich,— sich durch die letzten beiden Jahre zurückverfolgen läßt. Es ist äußerst lehr- reich und hat einen eigenen Reiz, durch das Mittel der Wieder- auffohrung eines bereits früher gegebenen Stückes einen Rückblick in die Ansänge des Vereins zu thun und zu messen, wie wen man inzwischen vorwärts gekommen ist. Schon aus diesem Grunde ist die Wiederaufführung von„Kabale und Liebe", wem, auch die Entschließung des Ausschusses mehr durch äußere Umstände beeinflußt worden zu sein scheint, dem Schreiber dieser Zeilen außerordentlich erfreulich gewesen. Aus derselben Empfindung heraus werden hoffentlich auch diejenigen älteren Mitglieder, denen die erneute Ausführung etwa unerwünscht gekommen �sein sollte, diese nachträglich doch billigen. Und wer das klassische Drama überhaupt von der„Freien Volksbühne" verbannt wissen möchte, der muß wenigstens diesem Drama gegenüber die Waffen strecken.„Kabale und Liebe" hat unbedingt ein Anrecht darauf. im Spielplan einer„Freien Volksbühne" sogar wiederholt seinen Platz zu erhalten. Auf eine Wiedergabe der Handlung des Stückes kann diesmal verzichtet werden. Das Schicksal der Musikanten- tochter Luise Millerin und des Ministersohncs Ferdinand von Walter ist am Ende den meisten derjenigen unter unseren Lesern, welche diesen Zeilen Interesse entgegenbringen, bekannt genug, als daß hier noch einmal aus- sührlich erzählt zu werden brauchte, wie die junge Liebe des un- glücklichen Paares mit den Unterschieden ihres„Standes" in Konflikt geräth, und der zarte Bund durch die Kabalen eines herrsch- und habsüchtigen, auf dem Ministersessel waltenden Vaters zerrissen wird. Was heute an dem Drama am meisten fesselt und wohl auch in der«Freien Volksbühne" am meisten gefesselt hat, ist ja auch gar nicht die Handlung, deren beinahe bis zum Ueberdruß oft behandelter Stoff uralt, wenn auch leider immer noch unveraltet ist. Es liegt auch nicht eigentlich rn den Charakteren, aus denen heraus sich die Handlung ent- wickelt. Es liegt mehr in den Verhältnissen, in denen die Charaktere wurzeln und aus denen heraus sie sich gestalten, in Ab. Zimmermann(Antisemit): Wir find auch für den Antrag Hompesch und wünschten, derselbe ginge noch weiter. Der gesammte Dienst bei der Post fordert bei den Unterbeamten zu einer ständigen Kritik heraus. Die Briefträger haben Ustündigen Dienst; einen ganz freien Sonntag haben die Brief- träger nicht, mit einziger Ausnahme einiger Geldbriefträger. Diese Zustände sind wenig erquicklich. In Dresden hat ein Brief- träger vom 18. Dezember bis zum 97. Januar dienstplanmäßig keinen freien Sonntag oder Feiertag gehabt. Wie läßt sich dies in Uebereiustimmung bringen mit der Erklärung, daß die Beamten spätestens den dritten Sonntag frei haben. Die Arbeitswoche wird bei der Post berechnet zu sieben Arbeitstagen. Das findet man in keinem Verwaltungszweig, nirgends in der Privatthätigkeit. Wenigstens sollte man die Dienststunden am Sonntag verlegen. In Belgien ist der Nachmittagsdienst am Sonntag neuerdings aufgehoben. Was in diesem Industriestaat möglich war, muß auch bei uns durchführbar sein. Die bei uns dieserhalb ange- stellten Ermittlungen sollten doch zu einem baldigen Abschluß gebracht werden. Die Arbeiter und Dienstboten könnten ganz wohl am Sonnabend Abend oder Sonntag früh ihre Kor- respondenz und ihren sonstigen Verkehr mit der Post besorge». In kaufmännischen Kreisen wünscht man die Vertagung des Sonntagnachmittagdienstes auf die Mittagszeit von II— 1 oder 12 bis 9 Uhr. Während zahlreiche Briefträger Jahrzehnte lang keinen freien Sonntag haben, wird anderen Beamten derselben Kategorie ein freier Sonntag nur nach absolvirtem Nachtdienst gewährt, ein völlig werthloses Zugeständniß. Es scheine, als ob die Zentral- behörde das Beste wolle, aber die nachgeordneten Instanzen nicht genügend den Verfügungen von oben nachkämen. Da müsse denn doch größere Energie von der Zentrale entwickelt werden. Die Unzufriedenheit der Postbeamten ist keine künstlich gemachte. Herr v. Stephan sagt, wenn wir den Sonntag als Feiertag fest- legen, könnten auch die Nationen, welche andere Tage heilig halten, deren Anerkennung von uns verlangen, so die Israeliten die des Sabbaths. Wo ist denn der jüdische Staat, mit dem Herr v. Stephan einen Weltpostvertrag abgeschlossen hat? Ich kenne ihn nicht, will uns aber Herr v. Stephan bei seiner Ein- Achtung helfen, so soll er uns willkommen sein.(Heilerkeit.) Abg. Schädler(Z.): Wir verlangen unsere Resolution für den Postbeamten, der doch sozusagen auch ein Mensch ist. Wenn man einseitig die Handelskammern befragte, wie der Herr Staats- sekretär anzudeuten scheint, dann würden wir wohl überhaupt zu keiner Einschränkung kommen; aber das Volk besteht doch nicht blos aus Handelskammern(Heiterkeit). Auch ich würde gern in der Richtung der Einschränkung noch weiter gehen, bin aber im Augenblick damit zufrieden, wenn die Resolution an- genommen wird. Der Packelpostdienst macht sich am Sonntag am krassesten und störendsten fühlbar, verletzt am allertiessten das Volksgewiffen. Die Staatsbetriebe müssen mit gutem Beispiele vorangehen. Bor Mehrausgaben, die die Erreichung dieses Zweckes verursachen würde, schreckt das Zentrum nicht zurück. Abg. Singer(Soz.): Wir sind hier nicht auf einem kirch- lichen Konzil, um die Unterschiede zwischen Judenthum und Mohamedanismus, zwischen Katholizismus und Protestantismus zu erörtern, sondern wir müssen uns aus wirthschaftlichen und sozialen Rücksichten mit dieser Frage beschäftigen. Die sozial- demokratische Partei hat, so lange sie an den parlamentarischen Verhandlungen lheiluimmt, immer verlangt, daß die Beamten in den Genuß einer ausreichenden Sonntagsruhe gesetzt werden, und keine Beamtenkatcgorie ist in ihrem Dienst so angestrengt, wie gerade die Postbeamten. Wenn ihr Dienst nicht mehr als 70 Stunden betragen soll, so ist es in der That sonderbar, daß sieben Arbeitstage gerechnet werden, während über- all wo anders nur sechs Tage gerechnet werden.(Zu- ruf: Hier auch!) Wenn mir von den Herren von der Postverwaltung zugerufen wird, daß auch bei ihnen nur 6 Arbeits- tage gerechnet werben, so sind 70 Stunden eben zu viel! Nun kann man aber der Postverwaltung allein keinen Vorwurf machen, daß sie nicht für eine genügende Sonntagsruhe sorgt. Voraus- setzung ist selbstverständlich eine strengere Durchführung der Sonntagsruhe im Handel, Gewerbe und Industrie. Man sollte nicht in diesen Erwerbszweigen durch immer neue Bestimmungen die Sonntagsruhe immer mehr durchlöchern, so daß von einer solchen kaum noch die Rede sein kann. Es hieße doch das Pferd am Schwanz aufzäumen, wenn man verlangt, daß die Postverwaltuug dem sogenannten historischen Hintergrund, von dem sich die f andhing abhebt. Und, wenn nicht allein, so doch in erster inie um dieses Hintergrundes Willen gehört„Kabale und Liebe" auf die Volksbühne im proletarischen Sinne. Schiller giebt uns darin ein abstoßendes, aber leider nicht übertriebenes Bild von dem Willkürregiment und der moralischen Verkommenheit, die an den Fürstenhöfen der deutschen Klein- staaten des 18. Jahrhunderts herrschte, von der Minister- und Maitressenherrschaft.von der schrankenlosen Aussauaung des Landes, von dem nichtswürdigen Menschenschacher, den deutsche Fürsten nach Amerika betrieben, von der hochmüthigen Verachtung des Bürgerstandes durch den Adel, von der Rechtlosigkeit aller, die zur„Bürgerkanaille" und nicht zur Hoskamarilla gehörten. Das sind nun freilich Dinge, die zum großen Theile bereits hinter uns liegen. Vor allem: eine„B ü r g e r kanaille" giebt es heute nicht mehr. Heule scheitert auch selten noch ein Herzensbund an dem Unterschied zwischen bürgerlich und adlig, und vollends glaubt keine„Äürgcrdirne" mehr, einem solchen Bündniß entsagen zu müssen, weil es„die Fugen der Bürgerwelt auseinandertreiben und die gemeine, ewige Ordnung zu Grund stürzen würde". Dieser Theil der„gemeinen, ewigen Ordnung", worunter man damals wie heute die durch Recht und Sitte geheiligte Knechtung und Ver- achtung des einen Theiles der Gesellschaft durch den anderen verstand, ist längst beseitigt. Die alten„Schranken der Unter- schiede" sind längst iveggerissen worden, aber freilich nur, um anderen Platz zu machen, die an ihre Stelle treten sollten. Die Unterschiede der Geburt sind durch die Unterschiede des Besitzes verdrängt worden, und wir sind von der Zeit, wo„Menschen nur Menschen sind", weiter als je entfernt. Das Bürgerthum von dazumal ist, soweit es unter die Besitzenden gehörte oder ge- langte, in die Reihen der Herrschenden hinaufgestiegen, soweit es dagegen besitzlos war oder wurde, in die Reihen der Beherrschten hinabgesunken. Die ehemals zur„Bürgerkanaille" gezählt wur- den, aber nun durch den Besitz„geadelt" sind, blicken jetzt mit derselben Verachtung auf die„Arbeiter kanaille" herab, wie früher der Adel auf das Bürgerthum. Zur„Arbeiterkanaille" rechnet das besitzende Bürgerthum heute selbstverständlich auch EjistenzenJ wie den Musikus Miller und seine Tochter. Das Schiller'sche Drama zeigt, wie ehedem der dritte Stand durch den ersten vergewaltigt wurde. Für das 13. Jahrhundert war es also ein direktes Spiegelbild der Gesellschaft. Für die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts hat es eher nur noch die Bedeutung eines Gleichniffes. So lange das vollkommene proletarische Seitenstück zu „Kabale und Liebe" in der modernen deutschen Literatur noch fehlt,-- wenn man nicht Hauptmann's„Weber" dafür ansehen will— wird der moderne letzte Stand, das besitzlose Proletariat in dem Schiller'sche» Drama wenigstens ein indirektes Spiegelbild der wehrlosen Abhängigkeit, der Knechtschaft und verachteten Lage erblicken, in welcher es stch dem modernen ersten Stande, der besitzenden Bouraeoisie gegenüber befindet. Deshalb die Industrie weiter versorgen, und ihren eigenen Leuten Sonntags Ruhe gönnen soll. Den Vorschlag des Abg. Zimmermann, die Schalterstunden zu verlegen, halte ich für durchaus vernünftig, weil dann die Postbeamten wenigstens den halben Sonntag für sich benutzen könnten, wenn es auch nicht zutreffend ist, daß in der Zeit von 5—7 Nachmittags am Sonntag der Verkehr sehr still ist. Das ist je nach der Lage des Postamtes sehr ver- schieden. Die Resolution, für welche wir trotz einiger Bedenken stimmen werden, halte ich nur für einen schwachen Anfang. Durch die Verwaltungsschwierigkeiten sollte man sich nicht abhalten lassen. Würde man sich durch jede Schwierigkeit zurückschrecken lassen, so würde daS eine Stagnation der ganzen mensch- lichen Entwicklung bedeuten. Wer den Skandal gehört hat, den die Unternehmer gemacht haben, als sie von der Sonn- tagsruhe bedroht wurden, glaubte, daß der ganze Handel unter- gehen müsse. Heute spricht kein Mensch mehr davon. So wird es in dem Postbetriebe auch gehen. Es gefällt mir nicht, daß die ÄIn trag stell er gestatten wollen, daß Eilsendungen am Sonn- tag bestellt werden. Das ist weiter nichts als eine Konzession an den Geldsack. Das ist nur eine Benachtheiligung derjenigen, für welche 50 Pf. Porto schon keine Kleinigkeit ist. Ferner macht es auch gar keinen Unterschied, ob ein Briefträger, der einen Eil- bries 2 Treppen hoch abgiebt, hierbei auch einen ge- wöhnlichen Brief an den eine Treppe wohnenden Empfänger abgiebt. Es handelt sich hier um das Interesse der Volksgesundheit und der öffentlichen Moral, das zu wahren ist selbst auf die Gefahr hin, daß einer kleinen An« zahl von Leuten Unbequemlichkeiten bereitet werden. Verstehen würde ich es, wenn man die Ausgabe von Packeten gestallen würde, deren Inhalt dem Verderben ausgesetzt ist. Man will die Postbeamten für den Sonntag entschädigen, indem man ihnen einen Tag in der Woche freigeben will. Auf diesem Standpunkt stehe ich durchaus nicht. In Deutschland hat man glücklicher- weise das kirchliche Interesse hierbei in den Vordergrund ge- schoben, daher hat man auch alle Veranstaltungen, auch die dem Volk Vergnügen bereiten sollen, auf den Sonntag verlegt. Ein freier Tag in der Woche wäre also kein Ersatz für den Sonntag. Abg. von Staudt)(dk.) widerspricht der Auffassung, daß der Sonntag vor Allem der Zerstreuung und dem Vergnügen gewidmet sein soll. Redner tritt ebenfalls für die Resolution ein, erkennt ober an, daß bei der Höhe der Portosätze für Eil- sendungen es leicht geschehen könnte, daß der wirthschaftlich Stärkere den Schwächeren schädigt. Es würde deshalb der Ver- waltung anheimzugeben sein, wenn sie aus den Antrag eingehen will, ein besonders ermäßigtes Eilporto festzusetzen, um die entgegenstehenden Interessen zu vereinigen. Die An- gaben des Staatssekretärs, daß die Sonntagsruhe für alle Beamten dergestalt geregelt sei, daß jeder bis aus Einen unter 10 000 entweder den driten Sonntag oder innerhalb drei Wochen von zwei Sonntagen jeden halben frei habe, entsprechen nach seiner Kenntniß der Dinge nicht den that- sächlichen Verhältnissen. Redner nimmt Bezug auf Petitionen aus der Grasschast Mark, wo die Landbriefträger höchstens ein oder zwei Sonntage im ganzen Jahr frei hatten. Staatssekretär v. Stephan erwidert, daß das Rasseln der Postwagen durch die Siraßen am Sonntage erheblich weniger Störungen verursache als der sonstige Wagenverkehr. Wenn Briefträger jeden Sonntag das ganze Jahr hindurch beschäftigt, seien, so könne es fichlnur um Aushelfer handeln, die freiwillig, um bezahlt zu werden, also lediglich aus Rücksicht auf die eigene Existenz sich beschästigen lassen. Nachdem noch die Abgg. Kröber(Vp.) und Gröber(Z.) für die Resolution eingetreten sind und Abg. Müller-Sagan auf die Ausführungen des Abg. Singer erwidert hat, wird der Titel bewilligt und die Resolution gegen vereinzelte Freisinnige und Nationalliberale angenommen. Bei Titel 20(Post- und Telegraphenämter) ver- langt Abg. Müller-Sagan eine genaue Uebersicht über die Ver- theilnng der einzelnen Gehaltsstufen von 3000 bis 5400 M. auf die Inhaber der sogen. Militär-Postämter, welche versorgungs- berechtigten Dffizieren vorbehalten sind. Nach einer kurzen Erwiderung des Direktors im Reichs- Postamt Fischer wird der Titel bewilligt. Bei Tilet 21(Ober-Postsekretäre und Post- sekretär e) fragt muß dieses Drama bei aller Ueberschwänglichleit der Sprache, die zwar für die Zeit des jungen Schiller kaum etwas Befremdendes an sich hatte, aber unserer Zeitfbereits wunderlich genug erscheint, gerade aus ein proletarisches Publikum auch heute noch den Eindruck eineS vollen Wirklichkeitsbildes machen. Zum Verständiß der Zustände, aus und aus denen sich die Handlung ausbaut, bedarf das Proletariat— leider!— keines Kommentars. „Kabale und Liebe" ist ein durch und durch revolutionäres Stück. Es wirft den Herrschenden den Fehdehandschuh hin und tritt ein für die Beherrschten und Unterdrückten. Daraus erklärt sich der große Erfolg, den es sofort bei dem deutschen Bürger- thum fand, das noch unter dem Druck des absoluten Regiments schmachtete. aber bereits von dem Geiste erfüllt war, der in Frankreich zum Sturze der Monarchie und zur Brechung der Macht des Adels führte. Manche Wandlung hat sich in diesen hundert Jahren mit dem deutschen Bürgerthum und feiner Stellung zu dem Schiller'sche» Revolutionsdrama vollzogen!„Kabale und Liebe" ist bekanntlich an den Theatern, die der Bourgeoisie zur Unterhaltung diene«, immer noch ein beliebtes Stück. Aber daß es das noch immer ist, beweist so recht, wie wenig unsere Bourgeoisie noch im stände ist, den revolutionären Schiller zu verstehen. Wäre sie noch fähig, die ganze Tiefe der Entrüstung und des Zornes auszuschöpfen, der diesem Stücke innewohnt,— sie müßte gegen seine Aufführung in ihrem eigensten Interesse protestiren und sie zu verhindern suchen, wie es vor 100 Jahren die Stuttgarter Hoskreise mit Erfolg gethan, und wie es Hauptmann's „Weber"-Dra>na gegenüber in unserer Zeit die Polizei im Interesse der kapitalistischen Gesellschaftsordnung thut.„Kabale und Liebe" gehört nicht blos auf die Volksbühne im prole- tarischen Sinne,— nein, es gehört nur und ausschließlich auf diese Volksbühne, weil es nur hier noch in seiner ganzen Bedeutung erfaßt werden, nur hier noch so wirken und den Hörer packen kann, wie es der Dichter gewollt hat.— lieber die Aufführung selber nur wenige Worte. Die Dar- steller fanden lebhasten und wohlverdienten Beifall. Zur Be- setzung der Hauptrollen waren so viele Gäste angeworben worden, daß für das Personal des National- Theaters diesmal nicht viel übrig blieb, und nur wenige davon in dem Stück beschäftigt werden konnten. Es wurden gegeben die Rollen der Luise Millerin durch Sophie Burska, deren künstlerische Darbietungen den Mitgliedern der„Freien Volksbühne" aus mancher früheren Vorstellung rühmlichst bekannt sind, des Ferdinand von Walter durch Fritz Herz, des Präsidenten von Walter durch Max Löwenfeld, der von der„Weber"« Aufführung her gleichfalls noch in guter Erinnerung sein dürfte, des Hofmarschall von Kalb durch Friedrich Basil, der Lady Milford durch Agate Thenier. Unter dem Personal des„National-Theaters" zeichneten sich Direktor Max S a m st als Musikus Miller und H. R h o d e- E b e l i n g in der ver- ständnißvoll durchgeführten Rolle des Sekretär Wurm aus. Er. Abg. Müller- Sagan, in wieweit die Oberpostsekretär- sollte man auch gegen Herrn Griesbach einschreiten, der den von Arbeitsuchenden, der sich gegen den Winter hin in Berlin Stellen mit Beamten besetzt werden, welche aus dem Eleven- Poftbeamten in einer schon nicht mehr schönen Weise das Kleider- bemerkbar zu machen pflegt, eine vortheilhafte Seite abDer Schmerz darüber, daß ihr dieser ftande hervorgegangen find, aber nicht die zweite Prüfung be- gefchäft von Eduard Sachs, einem Juden, aufgedrängt hat. zugewinnen versteht. standen haben. Der Verband erftrebt mit Recht eine Aenderung dahin, daß die stärkere Buzug gleichzeitig das Obdach mit solchen füllt, die Direktor Fischer erklärt sich außer Stande, eine Statistit Assistenten auch zu Sekretärstellen aufrücken können. Nach Arbeit suchten, aber keine fanden, wird also wohl nicht so sehr dieser Art zu geben, da er auf die Frage nicht vorbereitet sei. meiner Anschauung ist übrigens nicht die Unzufriedenheit, sondern tief sein. Bei Tit. 22, Oberpostassisten und Postassistenten, bemerkt die Zufriedenheit die Quelle aller Kultur. Die Versetzung des Abg. Müller Sagan: Der Chef der Verwaltung habe das Beamten Dietrich in Schiltigheim geht nach meinen Informationen Der seit drei Tagen mit furchtbarer Kraft wüthende Recht der Beamten zur Unzufriedenheit anerkannt, aber das doch auf die Thätigkeit dieses sehr tüchtigen Beamten bei dem Sturm hat auf dem Stettiner Bahnhof eine furchtbare Recht, Unzufriedenheit zu erregen, bestritten. Nach ungemein Verbande zurück. In dem laufenden Jahre ist wiederum in Ratastrophe herbeigeführt. In der Nacht vom Sonnabend auf zahlreichen Mittheilungen aus der Mitte dieser Beamtentlaffe, einigen Fällen Mitgliedern des Verbandes gegenüber das Brief- Sonntag war der Verkehr auf der Abfahrtseite der großen Bahn auf deren Zuverlässigkeit man sich zunächst zu verlassen habe, und Telegraphengeheimniß verlegt worden, und damit wird auch hofsstelle schon beendet, und man erwartete nur noch die Einfahrt müsse man zu der Auffassung gelangen, daß die Postassistenten eine Gesegesverletzung begangen.( Redner führt einige solcher des um 1 Uhr fälligen Zuges, als plößlich der orfanartige verfeht und verschickt werden lediglich deshalb, weil sie sich an Falle ausführlich vor.) Gin Postbeamter darf auch nach einem Sturm, der mit furchtbarer Gewalt in die nach dem Vestibul zu die Spige der Bewegung stellen, ohne sich irgendwie dienstlich Geheimbefehl die Verbandstage nicht besuchen; einer schon geschlossene Halle hineinfegte, den über der Abfahrseite oder außerdienstlich vergangen zu haben. In dieser Weiso vor derfelben wurde infolge eines Verstoßes gegen dieses ihm belegenen nordöstlichen Theil der von 17 eisernen Gewölbezugehen, follte die Verwaltung unterlassen, dann würde sie am nicht bekannte geheime Verbot als Postkassirer nicht be- rippen getragenen Wellblechbedachung erfaßte, in der Ausdehmeiften dazu beitragen, die Ünzufriedenheit im Poftassistenten- ftätigt. Die Berjeßungen innerhalb der Postverwaltung im nung von etwa 70 Metern von den 7 Rippen losriß, wie dünnes Verband zu verringern. Interesse des Dienstes finden auch gar häufig, theils als Maß- Papier zusammenrollte und auf das Dach des an der Längsseite Abg. Singer: Die Stellung der Reichs- Postverwaltung zum regel gegen den Assistentenverband, theils als Maßregel gegen des Bahnhofes fich hinziehenden Anbaues warf. In dem Affiftentenverbande ist in den letzten Jahren wiederholt hier zur den Antisemitismus statt. Daß das Liebeswerben der Sozial- felben Augenblick verlöschten die Gaslaternen der Halle und Sprache gefommen. Troßdem von Seiten aller Parteien des demokraten bei den Postbeamten Früchte trägt, glaube ich nicht; bie plögliche Finsterniß erhöhte noch die allgemeine Verwirrung. Reichstags das Recht der Postassistenten, sich zur Förderung durch die Berührung mit den Herren Singer und Schoenlant Als sich die Aufregung gelegt hatte, wurde man auf Hilferufe ihrer wirthschaftlichen Interessen zusammenzuschließen, anerkannt werden diese Beamten doch alle zu Antisemiten gemacht, denn fie aufmerksam, die aus der im erwähnten Anbau befindlichen ist, hindert die Poftverwaltung die Assistenten, indem sie dies fennen nur zu gut den Spruch: Timeo Judaeos et dona Dienstwohnung des Stationsvorstehers Biekursch hervordrangen. Recht scheinbar vertheidigt, von demselben Gebrauch zu machen. ferentes!( Heiterfeit rechts.) Hier hatte sich inzwischen ein verhängnißvoller Unfall ereignet. Der Begründung eines Verbandes für Elsaß- Lothringen hat man Direktor Fischer: In dem einen Falle hat der Vorsteher Das auf das Dach geschleuderte Wellblech hatte einen hohen von Seiten der Verwaltung die größten Schwierigkeiten in den ungweifelhaft seine Befugniß überschritten. Er ist wegen Dieses Schornstein umgerissen, der wieder das Dach und das schwere Weg gelegt, diefelbe ist aber dennoch erfolgt. Der betreffende Uebergriffs von dem ihm vorgefeßten Ober- Postdirektor münd Deckengebält, über dem Schlafzimmer, in dem Ziekursch und seine Postassistent Dietrich in Schiltingheim ist verseht worden, lich rettifizirt worden. In Halle liegt die Sache vermuthlich Gattin ruhten, durchschlagen und im Zimmer selbst arge weil er nach den Erklärungen der Regierungsvertreter ähnlich, und wir sind gerne bereit, noch nachträglich eine Verwüstung angerichtet hatte. Am schlimmsten weggekommen in der Budgetfommission sich infolge seiner Thätigkeit für den Rettifikation eintreten zu lassen. Die angebliche Verlegung des war der Stationsvorsteher selbst, Balten und Schuttmassen hatten Verband in Dienste lasch gezeigt habe. Ich weiß nicht, wieweit Briefgeheimnisses in Straßburg hat sich auf grund amtlicher sich über ihn aufgethürmt und schwer verletzt. Die Gattin, deren dies zutrifft. Jedenfalls ist ihn vorher eine Ermahnung feitens Bernehmung als unwahr herausgestellt. Daffelbe gilt von den Bett mehr nach der Halle zu gestanden, war mehr vom feines Vorgesetzten zu Theil geworden. Im übrigen ist bekannt, Mittheilungen aus Bruchsal. Es ist dort keinem Beamten wegen Glück begünstigt worden. Das Gebält war an der Hallendaß die Postverwaltung mit der Maßregelung mißliebiger Be- eines Todesfalles der Urlaub verweigert worden. Der Vorredner feite hängen geblieben und hatte so eine Art Schutzdach über amten nicht fargt. Wie ein rother Faden zieht sich durch die hat dann noch behauptet, daß Ober- Postdirektor Griesbach in Frau Biekursch gebildet. Da der mit der Oberleitung betraute Reichspostverwaltung der Umstand, daß derjenige, der es Berlin und ein Ober- Postdirettor in Magdeburg sich zu Agenten Bau- und Betriebsinspektor abwesend war und es somit an der magt, Bestrebungen zu vertreten, die nach Auffassung der für jüdische Geschäftsleute hergegeben hätten. Ich bebaure, daß nöthigen Leitung fehlte, wurden die Nettungsarbeiten stark ver Reichs Postverwaltung gegen die Disziplin verstoßen, uns uns das Material nicht vorher zugänglich gemacht worden ist. zögert, erst um 2 Uhr 21 Minuten bewirkte der Polizeilieutenant weigerlich dienstlich gemaßregelt, versetzt wird u. f. w. In diesen Augenblick fann ich nur versprechen, daß die Fälle Hennicke die Alarmirung der Feuerwehr, die den verunglückten Die Assistenten haben als Staatsbürger nach dem Gesetz ein forgfältig werden geprüft werden. Stationsvorsteher aus den Schuttmassen geradezu ausgraben Recht, einem Verein beizutreten, um ihre Lage zu verbessern und Abg. Liebermann von Sonnenberg wird von der Bereit- mußte. Ziekursch war über und über mit Blut überströmt, zum für ihre Interessen Propaganda zu machen. Die Postverwaltung willigkeit des Direktors Fischer gern Gebrauch machen.lu Glück waren es meist nur blutige Schrammen, arg zugerichtet hat in der Kommission einen sehr bequemen Standpunkt ein- Abg. Förfter( Ant.) tritt für die Berechtigung der Post ist dagegen die rechte Hand, die beim Handgelent vollgenommen, indem sie sagte:„ Wir verbieten den Assistenten nicht, assistenten zum Aufrücken in die Postsekretärstellen ein. Aus den ständig zersplittert ist. Der Verlegte wurde nach Anlegung dem Assistentenverbande beizutreten, fie dürfen nur nicht agitiren; Maßregelungen wegen Zugehörigkeit zum Postassistenten- Verbande von Nothverbänden und Auswaschen der Schrammen nach dem wir erkennen den Beamten das Recht der Unzufriedenheit zu, führt Redner den Fall an, daß der Heirathstonsens nur unter Krankenhaus gebracht. Als ein Glück ist es noch zu bezeichnen, aber sie dürfen dieses Gefühl nicht erregen und demselben nicht der Bedingung ertheilt werden sollte, daß der betreffende daß ein schwerer Deckenbalken, den man dicht vor dem Bette fand, Ausdruck geben." Das ist ein Spiel mit Worten, denn ein Heirathskandidat aus dem Verbande ausscheide. Warum dulde nicht Ziekursch getroffen hat, er wäre sonst faum mit dem Leben solches Verbot ist gleichbedeutend mit der Beseitigung des man die Beamten, die Offiziersvereine, die doch auch nur wirth- davongekommen. Die nähere Untersuchung des demolirten Daches Vereins. Dazu haben die Assistenten den Berband nicht schaftliche Biele haben, die innerhalb ihrer Klassen genau das der Halle ergab, daß vom Sturm gerade jenes Wellblech losgegegründet, um sich in Loyalitätsbezeugungen gegen ihren obersten selbe wollen, wie der Postassistenten Verband? Es liege riffen ist, welches erst im letzten Sommer neu aufgelegt ist. Die Chef zu ergehen, das thun sie so schon mehr als genug. Lajsen bier thatsächlich die Kränkung eines den Poftaffiftenten Abfahrtseite der Halle ist vorläufig gesperrt, die Züge werden Sie überhaupt den Assistentenverband zu, so müssen Sie ihm zustehenden staatsbürgerlichen Rechts Dor. Versetzungen vom Mittelperron, theilweise auch vom linken Seitenperron ab auch die Agitation gestatten, die zur Erreichung seiner Zwede von Breslau nach Köln, von Hagen nach Memel feien nichts gelaffen. Start beschädigt ist durch den Sturm auch das nöthig ist. Die Gründung des Verbandes beweist, daß soviel Seltenes. Die Ertheilung des guten Rathes, dem Postasistenten- Stationsgebäude des Stadtringbahnhofes Stralau- Rummelsburg, Stoff zur Unzufriedenheit vorhanden ist, daß sich die Beamten verbande nicht beizutreten, fomme doch dem direkten Verbote in welchem sich auch die Zentralweichestellung befindet. Das zentralisiren müssen, um mit vereinten Sträften für die Be- gleich. Wenn es geheime Berbote nicht giebt, wie die Verwaltung Dach des Gebäudes ist durch eine Blechlage hergestellt, die auf feitigung der Ursachen der Unzufriedenheit zu wirken. Die Post- behauptet, dann soliten doch einmal im Amtsblatt der Post 6 Boll starten Balken ruht und gewissermaßen als Gesims verwaltung follte sich gar nicht über diese Unzufriedenheit verwaltung die Ober- Postdirektoren angewiesen werden, dem über das Mauerwerk des Gebäudes hervorragt. Dem Sturm aufregen, denn Unzufriedenheit ist eine Quelle der Kultur Koalitionsrecht der Postaffiftenten nichts in den Weg zu legen. war es daher in der gestrigen Nacht gegen 1/2 Uhr ein das Dach und des Fortschritts. Wäre der Staatssekretär bei Abg. v. Kardorff( Rp.): Die Assistenten können nicht zu Leichtes, von dem isolirt stehenden Gebäude dagegen sträubt sich die zu seinem Eintritt in sein Amt nicht mit den Zuständen Sekretären befördert werden, lockern und der Orfan schleuderte das Letztere vielleicht noch feines Ressorts unzufrieden gewesen, so hätte er nicht so unendlich Postverwaltung mit Recht. Ob eine mitsammt der Balfenlage gegen die große daneben belegene viele Fortschritte durchführen können. Die Vorfizenden des Ver- Zwischenstufe eingerichtet werden kann, will ich dahin Wartehalle, deren Rücken Holzwand buchstäblich zersplittert bandes werden gemaßregelt und bestraft. Der Erfolg entspricht gestellt fein lassen; an den Gehaltsverhältnissen wird schwerlich wurde. Das Dach des Stationsgebäudes ist total abgedeckt, fo diefer Taktik. Wenn der Assistentenverband wirklich von 3500 etwas verändert werden können. Für die höhere Postverwaltung daß die oberen Dienstzimmer vollständig offen daliegen. Die auf 1500 Mitglieder zurückgegangen ist, so tann man das wohl ist die Ablegung des Abiturientenexamens erforderlich. Diese Wartehalle ist vorläufig nicht zu benutzen. als einen Pyrrhussieg der Postverwaltung bezeichnen, denn das Bedingung erfüllen die Postassistenten nicht. Maß der Unzufriedenheit ist sicherlich nicht in diesem Grade vermindert. Damit drängen Sie nur die berechtigten Wünsche der Beamten von der Oberfläche zurück und veranlassen die Leute, die Faust in der Tasche zu ballen. Die Verwaltung erzieht sich damit nur Streber und Heuchler. Deshalb muß der Reichstag flar und Junzweideutig aussprechen, daß das Verhalten der Postverwaltung gegen den Assistentenverband den Gesetzen widerspricht. Was die Postverwaltung als Agitation und Berhebung ansieht, können die Assistenten nur als den wahrheitsgemäßen Ausdruck der in ihrem Beamtenverhältniß herrschenden Zustände betrachten. Es ist kein Lob für die Postverwaltung, daß fie bemüht sein muß, den Assistenten den Mund zu verbieten, damit sie über die Zustände in ihrer Verwaltung nicht sprechen. Mit dem Agitiren verbieten Sie überhaupt das Reden Als ein Muster" von Arbeitgeber erweist sich der und die Postverwaltung wirft sich hier in der Beurtheilung Berliner Magistrat besonders in den städtischen über das, was Agitation ist, zum Richter in eigener Gasanstalten. In seinem neuesten Bericht über diesen Sache auf. Die Postverwaltung sollte sich endlich einmal auf Zweig der städtischen Verwaltung heißt es bei dem Titel Ebenfalls ist der Einsturz des Giebels eines Neubaues in den einzigen ihrer würdigen Standpunkt stellen, daß sie sich um Arbeitslöhne":" Die den Arbeitern der Gasanstalten be- der Lynarstraße zu melden, Infolge des heftigen Sturmes wurde das außerdienstliche Verhalten der Assistenten, soweit es nicht willigten Lohnsätze haben eine Aenderung nicht erfahren, indem Sonntag Mittag eine Giebelwand des Gebäudes gelockert, ein auf grund des Disziplinargesetzes zu verfolgen ist, nicht fümmert. Die in den letzten drei Jahren gewährten Lohnerhöhungen voll. Umstand, der von den Bauarbeitern noch rechtzeitig bemerkt Der Assistentenverband thut nichts anderes, als alle anderen auf ständig ausreichend waren, um zu jeder Zeit die für den Betrieb wurde. Die sofort benachrichtigte Revierpolizei ließ den Straßengrund des Vereinsgefezes bestehenden Vereine. Je mehr Sie es der Anstalten erforderliche Anzahl von Arbeitern zu den verzug absperren und benachrichtigte die Feuerwehr, bei deren Eintreffen einstellen zu fönnen." dem Verbande verwehren, seine Interessen in geordneter Weise fchiedenartigen Leistungen Die der Einstura bereits erfolgt war. Den vorsichtigen Maßregeln zu vertreten, desto mehr schmälern Sie nicht nur der Verwaltung der städtischen Gasanstalten steht also auf des Reviervorstandes ist es lediglich zu danten, daß Verlegungen Affiftenten staatsbürgerliche Rechte, sondern auch bas dem Standpunkte, daß Lohnerhöhungen nur dann zu ge nicht vorgekommen sind. Ansehen der Postverwaltung und ben Ruf, daß in währen sind, wenn die bisher gezahlten Löhne nicht mehr Dem Bahnverkehr hat der Sturm ganz besonders arg mitDeutschland für jeden Staatsbürger gleiches Recht gilt ausreichend sind, um dafür zu jeder Zeit die erforderliche Anzahl gespielt und fast ist es ein Wunder zu nennen, daß ernstere Wir Sozialdemokraten tönnen ja von diesem gleichen Recht ein von Arbeitern bekommen zu tönnen. Private Unternehmer nennen Unfälle nicht eingetreten sind. Der Potsdamer Bahnhof war um Lied fingen. Die Behandlung der Sozialdemokraten ist das gerade diefes Verfahren, das sie ganz selbstverständlich finden, Ausnutzung 12 Uhr Mitternacht für den Ringbahn- Verkehr dadurch gestört, Gegentheil davon. Die Postverwaltung ist sonst garnicht blöde der Konjunktur. Augenscheinlich hält es auch der Magistrat, daß sich das Hebelgewicht einer Signalstange auf Bahnhof darin, sich des Assistentenverbandes für ihre Zwecke zu bedienen, der ja allerdings in den Gasanstalten auch nur als Unternehmer Schöneberg infolge des Orfans gelockert und im Draht festgefeßt wenn es sich um irgend eine Demonstration zu gunsten der Ver- auftritt, für durchaus selbstverständlich. Aber eine derartige hatte. Da die Signale infolge dessen nicht mehr funktionirten, waltung oder um cine Rollefte unter den Beamten handelt. Die Ausuußung der Konjunktur führt leicht zur Ausbeutung der waren auch die damit in Verbindung stehenden Weichen nicht Postverwaltung dürfte dem Assistentenverband nicht zumuthen, Nothlage der Arbeitsuchenden. Private Unternehmer be- zu stellen. Hierdurch war der Bahnverkehr auf dem Potsdamer auf seine staatsbürgerlichen Rechte zu verzichten, schon um nußen denn auch thatsächlich die Zeit der Arbeits- Bahnhof für 50 Minuten unterbrochen und die Züge Der letzte fich nicht in den Verdacht zu bringen, daß die Klagen losigkeit dazu, die Löhne ihrer" Arbeiter sogar noch erlitten Verspätungen bis zu zwei Stunden. der Assistenten gegen die gegen die Verwaltung begründet sind. herabzusehen. Vielleicht wird auch die Verwaltung der städtischen Südringzug traf mit zweiftündiger Verspätung auf dem und zwar schilderlos", der Warum bestraft die Postverwaltung nur die Postaffiftenten und Gasanstalten gelegentlich daffelbe versuchen, sobald sie zu der An- Schlesischen Bahnhof ein belehrt sie nicht in der ihr offenstehenden Verkehrs- Blg.". ficht gelangt ist, daß die augenblickliche Lage des Arbeitsmarktes Ortan hatte die großen Wandtafeln, welche an der Lokomotive Die Post macht sich zum Organ der Polizei, um absehbare Be- es ihr ermöglicht, selbst bei geringeren Löhnen die erforder- und den Koupees hängen und die Richtung des Zuges angeben, amte zu verhindern, für die Postverwaltung unangenehme Dinge liche Anzahl brauchbarer Arbeiter zu bekommen. Sie befindet fortgeschleudert, ebenso war die Signallaterne an der Maschine zu fagen. Der Reichstag darf nicht dulden, daß einem sehr sich ohnedies bei der Eigenart ihres Betriebes in der angenehmen und dem legten Wagen verlöscht. Auf der Schlesischen Bahn großen Theil der deutschen Mitbürger Unrecht geschieht, und ich Lage, von dem nach der Jahreszeit schwankenden Angebot von erlitt ein Fernzug dadurch 41 Minuten Verspätung, daß eine bitte dringend, eine Resolution anzunehmen, welche den Reichs- Arbeitskräften doppelt profitiren zu können. Im Sommer, Signalstange umgebrochen war. Vor Friedrichshagen soll, fo fanzler auffordert, dafür Sorge zu tragen, daß das Verfahren wenu das Heer der Arbeitslosen sich etwas verringert, tann wird uns weiter berichtet, eine Wärterbude, in welcher der der Reichspost- Berwaltung in eine Bahn einlenkt, welche noch sie einen Theil ihrer Arbeiter entlaffen, weil dann die Streckenwärter saß, vom Orfan erfaßt und eine ganze Strecke den Anspruch auf anständig und gefeßlich machen kann. Im Winter dagegen, weit fortgeschleudert worden sein. Gasproduktion eingeschränkt wird. wieder mehr Arbeiter fie weil einstellen muß, Präsident v. Levehow: Ich habe mir das amtliche Steno- wenn Auf einem Dache in der Taubenstraße am Gendarmen muß, markt hat der Ortan einen Telephonständer umgerissen, wodurch gramm der Rede des Herrn Singer kommen laffen und ersehe, dann die Gasproduktion wieder gesteigert werden Daß er der Postverwaltung den unverhüllten Vorwurf der Un- bietet fich ihr eine übergroße Zahl von Arbeitsuchenden an, etwa 200 Leitungen am Sonntag Morgen gestört waren. In bie anständigkeit und Gesetzwidrigkeit gemacht hat. Ich rufe den da Bahl dieser sich inzwischen wieder vermehrt Schöneberg und Charlottenburg sind zahlreiche Dächer abgedeckt, Abg. Singer deswegen nachträglich zur Ordnung! #hat. So braucht sie weder im Sommer noch im Winter die von Neubauten die Holzrüstungen abgerissen worden. Der Orkan, der seit Sonnabend fortdauernd wüthet, richtet Abg. Liebermann von Sonnenberg( deutsch- sozial. Anti- Löhne zu erhöhen. Angebot und Nachfrage sind bei den Gasjemit): Ich bedauere fehr, daß die Herren Schoenlant und anstalten immer in schonster Uebereinstimmung. Die Verwaltung immer mehr Unheil an. Am Montag Nachmittag um 1 Uhr Singer hier so heftige Reben gegen die Poftverwaltung gehalten der städtischen Gasanstalt hat die Vorzüge diefer vortrefflichen befand sich der Arbeiter Karl Haum aus der Reichenbergerstraße haben; aber noch weit bedauerlicher ist es, daß diese Herren mit Einrichtung schon in dem Bericht über das vorlegte Betriebsjahr auf dem Wege nach seiner Arbeitsstelle. Vor dem Hause 142 ihren Beschwerden fast durchweg Recht haben. Wenn Herr hervorgehoben, indem sie mit behaglichem Schmunzeln be wurde er durch einen Dachschiefer an der rechten Hand getroffen. Schoenlant gesagt hat, wenn Herr Stephan aus Stolp heute Boft merkte: Nachdem in den beiden letzten Jahren nicht un- Der Schiefer riß ihm das Fleisch von dem ganzen Handrücken affiftent wäre, er würde der eifrigste Berbändler und der wüthendste erhebliche Erhöhungen der Lohnfähe der Arbeiter auf den und verlegte noch die Knochen. Haum wurde nach einem Cozialdemokrat fein, so ist das nur zur ersten Hälfte vielleicht richtig; Anstalten bewilligt worden waren, ergab sich für das verflossene Strankenhause gebracht und dürfte die Hand schwerlich Ein in vollem Umfange gebrauchen können. denn ein wüthender Sozialdemokrat würde er nicht sein, das Jahr eine weitere Steigerung der Löhne nicht als nothwendig, wieder der mit einer Riepe die Abalbert der Verband aus fönigstreuen Beamten besteht, die sozialdemo- indem stets eine ausreichende Anzahl von Arbeitskräften zur Kohlenhändler, fratische Tendenzen weit von sich weisen. Ich bin sehr befremdet Berfügung stand, sobald infolge des steigenden Betriebes in den straße entlang ging, wurde gegen 2 Uhr vom Sturme umdarüber, daß die mir von Herrn Direktor Fischer versprochene Wintermonaten die Einstellung neuer Arbeiter sich als noth- geworfen und trug eine Kopfwunde und eine Verstauchung der Untersuchung aller im vorigen Jahre von mir vorgeführten Fälle wendig erwies." Man ersieht daraus, daß die städtische Ver- rechten Hand davon. In der Flemmingstraße wurde etwa um nicht eingetreten ift. Ich habe Fälle aufgeführt, wo es fich um waltung die industrielle Reserve- Armee mit genau derselben dieselbe Beit ein Schornsteinaufsatz von Eisenblech heruntereine Berlegung des Brief und Telegraphengeheimnisses handelte, Geschäftsflugheit zu benußen weiß, wie jeber andere Unternehmer. geworfen und traf einen Knaben. Ein kleines Mädchen wurde Sie macht gar tein Hehl daraus, daß sie dem stärkeren Zuzug um 3% Uhr in der Rottbuserstraße von der Mutter fort quer ich bin auch für Bestrafung unerlaubter Agitationen; aber dan " 1 ". Darauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Abg. Schoenlank, der eine persönliche Bemerkung mit den Worten beginnt:„ Herr v. Kardorff, ich kann Ihnen nur den Rath geben..." wird bei diesen Worten vom Präsidenten unterbrochen, der ihm, weil er keine persönliche Bemerkung mache, das Wort entzieht. Echluß 53/4 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr. ( Fortsetzung der Berathung und Wahlprüfungen.) " Tokales. Das Unglück auf dem Stettiner Bahnhof ist darauf zurückzuführen, daß der Sturm das Dach aus Wellblech zum Theil abdeckte; er riß etwa 2500 Quadratmeter der Metallplatten in 3 Theile. Der größte davon blieb an dem Gebäude hängen, während eine Platte heruntergeschleudert, eine andere von 250 Quadratmeter Größe auf das Dach geworfen wurde, unter dem die Dienstwohnung liegt. Sie gerriß das Telegraphennetz und schlug gegen einen 25 Meter hohen eisernen Schornstein, der im Fallen das Dach zertrümmerte und die Verwüstung im Innern herbeiführte. Wellblech und Schorndstein sind in der Decke des Schlafzimmers steden geblieben. Das Unglück wäre noch größer gewesen, wenn das abgehobene Wellblech nicht durch die Telegraphendrähte aufgehalten wäre. Während die Beamten des 7. Polizeireviers auf dem Stettiner Bahnhof beschäftigt waren, hat eine Mutter die Gelegenheit benutt, um in einem Zimmer der Diensträume ihren etwa 6 Wochen alten Knaben auszusehen. 0 über den Damm unter die Räder einer Droschte getrieben, konnte hat wieder einmal ihre Arbeiterfreundlichkeit zu beweisen gesucht.| Feuer hatte sich über den ganzen Oberkörper verbreitet und zu Faber noch gerettet werden. Aber auch an einer heiteren Episode Um letzten Freitag wurden ohne ersichtlichen Grund zwei feit gleich Bett und Nachttisch vernichtet. Ueber die Entstehung des fehlte es nicht. Zwischen 3 und 4 Uhr hatten die auf dem ca. 4 Jahren daselbst beschäftigt gewesene Tischler entlassen. Als Feuers ist noch keine Klarheit zu schaffen. Wahrscheinlich hat Luisenstädtischen Kanal liegenden Schiffer ein einträgliches Ge- dieselben sich bei dem Herrn Direktor Jacobi nach dem Grunde bie Krante in der Nacht die Kerze anzünden wollen, um sich der schäft. Nicht weniger als 21 Hüte hatte der Sturm den ihrer Entlassung erkundigten, erhielten sie als Antwort: Seher Erfrischungsmittel zu bedienen, ist aber entweder dem Bette selbst Gigenthümern entführt, für deren Auffischung aus dem Wasser und Aufwiegler fönnen wir hier nicht dulden". oder einer Aether enthaltenden Flasche mit dem brennenden je 50 Pf. eingeheimst wurden. Aus der Umgebung Berlins, aus Die Heßereien und Aufwiegeleien der Beiden haben darin be- Streichholze zu nahe gekommen. Spandau, Köpenick, Rixdorf, Groß- Lichterfelde wird gemeldet, standen, daß sie einigen Kollegen gegenüber sich mißbilligend Ein bedauerlicher Unfall hat sich am Sonnabend Bor daß Schornsteine umgestürzt, Zäune niedergelegt, Dächer ab- über die zu lange Arbeitszeit aussprachen, welche in Der gedeckt, Häuser beschädigt wurden; doch sind Verletzungen von einigen Sälen noch um eine Stunde verlängert werden Rangirbremser Robin war beim Rangiren beschäftigt, als er auf mittag auf dem Bahnhof Nieder- Schönweide ereignet. Menschen nicht bekannt geworden. follte. Die Entlaffenen oder richtiger: Die wegen ihres bem vom Regen schlüpfrig gewordenen Boden ausglitt und im Besonders arg hat der Orkan das Haus Lichterfelderstr. 33 Freimuths Gemaßregelten haben in der in der Markgrafenstraße Fallen mit der rechten Hand in einen Bremsschuh gerieth, der mitgenommen, von dem das halbe Dach abgerissen und zum belegenen Filialfabrik von S. u. H. gearbeitet, nicht in Char- ihm sofort drei Finger glatt abquetschte. Der Verletzte wurde Theil auf die Straße geschleudert wurde. Besonders gefährlich lottenburg. wurde die Passage dieser Straße durch den zur Seite gewehten Der bei der Firma Siemens u. Halste angestellt gewesene nach Anlegung eines Nothverbandes nach Berlin in das Krankenhaus Bethanien befördert. Schornstein des Hauses, der von der herbeigeholten Feuerwehr Fahrstuhlwächter Schulz, welcher, wie wir berichteten, am nur mit großer Mühe wenigstens theilweise wieder in seine Lage Mittwoch der vergangenen Woche bei Ausübung seines Berufes Polizeibericht. Am 10. d. M. Mittags überschlug sich in gebracht werden konnte.gran schwer verunglückte, ist am Freitag früh im Krankenhause ver- der Bellealliancestraße ein von einem Stallmann gerittenes Pferd. ftorben. Dem Verblichenen hat seine Thätigkeit für die genannte Der Reiter erlitt dabei außer einer Wunde am Kopfe QuetschIn der Nacht Firma überhaupt kein großes Glück gebracht. In der Glühlicht- ungen des Kreuzes und des rechten Beines. abtheilung, worin er längere Zeit beschäftigt war, hatte er sich zum 11. d. M., gegen 1 Uhr, wurde die Feuerwehr nach dem eine langwierige Krankheit zugezogen, die auf einer Quecksilber- Stettiner Bahnhofe gerufen, wo der Sturm das Zinkdach der vergiftung beruhte und die sein so plötzlich beendetes Leben großen Halle zum Theil abgedeckt und außerdem einen Schornftein umgeworfen hatte. Die Trümmer des Schornsteins fielen langsam zu vernichten drohte. in die Wohnung eines Beamten und fügten demselben schwere Verlegungen am Kopf und an der rechten Hand zu. Am 11. b. Mt. Abend3 wurde an der Ecke der Wall- und Neuen Roßstraße ein Tischler durch ein Droschkenpferd umgestoßen und erlitt am Hinterkopfe eine bedeutende Verlegung.- Am 10. und # 8 " Gerichts- Beitung: 3 Die Stellung der Aerzte zu den Berufsgenossenschaften. Nichts fennzeichnet wohl drastischer die Praktiken, die von den Berufsgenossenschaften zuweilen gegenüber den verunglückten Arbeitern geübt werden, als die Beschlüsse, die in der legten Sigung der Aerztekammer der Provinz Brandenburg gefaßt worden sind. Der Berichterstatter, Dr. med. Markuse Berlin, stellte folgende Anträge! Die Aerztekammer wolle be- Wozu die Unternehmer kein Geld übrig haben. Die schließen, bei den zuständigen Behörden zu beantragen: 1. Die Mittheilung in der Sonnabend- Nummer, wonach der Direktor §§ 16, 47 umd 87 des Unfallversicherungsgesetzes vom 16. Juli 1884 der Aktiengesellschaft Schwarzkopff. Kommerzienrath Raselowsky, bahin abzuändern, daß a) in die Vorstände und Sektionen der Be- 5000 M. zur Errichtung eines Hohenzollern- Denkmals in Friesac rufsgenossenschaften, b) in die Schiedsgerichte und in da 3Reichsverzeichnete, erscheint noch in einem anderen Lichte durch folgende 11. b. M. fanden drei unbedeutende Feuer statt. ficherungsamt je ein Arzt mit Sig und Stimme gewählt wird; Thatsache. pdike witho 2. den§ 51 des Gesezes dahin zu ändern, daß der ersten Unfall: In einer hiesigen Fachschule besteht auch eine sogenannte anzeige ein auf Kosten der Berufsgenossenschaft auszustellendes elektrische Klasse, zu deren Unterhalt neben Siemens u. Halske 2c. ärztliches Attest beizufügen ist, und 3. den§ 54,2 dahin zu auch Schwarzkopff alljährlich einen Beitrag von 300 m. gegeben ändern, daß zu den durch das Gefeß vorgeschriebenen Unter- haben. In diesem Jahre wurde die Zahlung dieses Beitrages suchungen des Unfalls seitens der Orts- Polizeibehörde ein ärzt von genannter Firma verweigert, mit der Begründung, daß bei Zwei Beleidigungsklagen gegen den Vorwärts" licher Sachverständiger auf Kosten der Berufsgenossenschaften den schlechten Zeiten alle unnöthigen Ausgaben gestrichen werden wurden am Montag vor dem Landgericht I zur Erledigung ge zugezogen werden muß." Ferner: Die Aerztekammer müßten. Die Firma hat in diesem Jahre 18 pCt. Dividende bracht. Der zuerit verhandelte Fall richtete sich gegen den wolle beschließen: 1. Der Vertrauensarzt einer Berufs- vertheilt, da konnte es wohl auf die 300 m. nicht ankommen. früheren verantwortlichen Redakteur Wilhelm Schröder. genossenschaft soll, soweit dies thunlich ist, die Be- Ein Piepmat tommt aber wohl viel schneller nach Unterstüßung unter seiner Verantwortlichkeit wurde in der am 23. Juli handlung des durch einen Unfall Verlegten nicht über von Denkmalsbauten geflogen, als für Unterstüßung von Fach vorigen Jahres erschienenen Nummer ein Artikel in der politischen nehmen. 2. Der Vertrauensarzt einer Berufsgenossenschaft soll schulen, umsomehr als ja der Minister selbst diese Schulen auf Uebersicht gebracht, nach dem in der Dresdener Ferienkolonie" nicht zu gleicher Zeit Inhaber einer Klinit, eines Massageinstituts, den Hungeretat gesetzt hat. und zwar unter den Mannschaften des Leibregiments Nr. 100 eines medico- mechanischen Instituts oder Leiter eines Krankengraffiren follte. hauses sein. 3. Die Errichtung von Unfallstationen in Berlin, Die Obduktion der durch den Schlosser Filzhuth der Typhus in bedenklichem Umfange verbunden mit stationären Kliniten, wie sie vier Berufsgenossen: ermordeten Schülerin Pohl hat als Todesurfache Ver- Diese Nachricht war dem„ Vorwärts" von einer Seite übermittelt schaften bereits eingeführt haben und noch weitere einzuführen blutung ergeben. Die Verlegung, welche der Körper des Kindes worden, die die Redaktion für zuverlässig gehalten hatte und da beabsichtigen, schädigen die Interessen der Unfallverlegten und außer der Stichwunde noch zeigt, läßt faum einen Zweifel mehr der Gewährsmann eine Reihe angeblich erfrankter Soldaten als ne des§ 176 bes Strafgeleges Beugen namhaft gemacht hatte, fo glaubte bie Rebation an des ärztlichen Standes." Die Anträge des Referenten wurden zu, daß ein Verbrechen im Sinne des geehmigt. Ebenso fanden die drei Erklärungen des Referenten die an ihm begangen worden ist. Ein entgiltiges Urtheil hierüber standslos die betreffende Nachricht mit entsprechender Glossirung Zustimmung der Versammlung, folgender Antrag der Drr. Kalischer dürfte aber erst der Gerichtschemiker abgeben. Filzhuth giebt veröffentlichen zu können. Bei der heutigen Verhandlung stellte sich und Littauer wurde angenommen: Im Einverständniß mit unumwunden zu, mit seinem Taschenmesser, das er später vom zur Evidenz heraus, daß die Redaktion in diesem Fall das Opfer dem Geschäftsausschuß der ärztlichen Standesvereine die zustän- Blute gereinigt, das Pohl'sche Kind erstochen zu haben. Auf die einer schmählichen Täuschung geworden war. Die Beugenaussagen 3. einer digen Behörden zu ersuchen, daß der Entwurf zur Novelle des Die Antwort:„ Ein Wahn hat mich umfangen gehalten!" Db ähnlicher Art, wie bei nachheriger Nachforschung gemeldet gare Frage, warum er diesen bestialischen Att ausgeführt, gab er nur ergaben, daß weder Typhuserkrankungen, noch Erkrankungen folitUnfallgesetes, sowie alle die Arbeiterschutzgesetzgebung sonst bebei dem gedachten Regiment vorgekommen sind, furzum es hatte treffenden Gesetzentwürfe vor Stellungnahme der Regierung der dieser Einwand stichhaltig ist, wird die gerichtliche und ärztliche ein Lumpazius mit einem gemeinen Lügengewebe Erfolg gehabt. Aerztekammer zur gutachtlichen Aeußerung vorgelegt werden." Der Gerichtshof verurtheilte den von Herrn Rechtsanwalt Dem Magistrat ist von einem Unternehmer nunmehr ein als Die elektrische Hochbahn. Die vom Magistratskollegium Freudenthal vertheidigten Angeklagten zu 1000 Mark Der Staats Plan unterbreitet worden, nach welchem der verrufene Stadttheil niedergesetzte Kommission zur Vorberathung der Frage wegen Geldstrafe eventuell 100 Tagen Gefängniß. zwischen der Prenzlauer und Schönhauserstraße Errichtung einer elektrischen Hochbahn in Berlin hat in der anwalt hatte eine Gefängnißstrafe von 3 Monaten beantragt. heutigen Sigung des Der zweite Prozeß ist älteren Datums und richtete sich gegen zur den Redakteur Genossen Aug. Enders, der bekanntlich gegen straße andererseits eine vollständige Umgestaltung erfahren soll. eine gemischte Deputation von 22 Mitgliedern, und zwar wärtig in Blößensee eine längere Freiheitsstrafe verbüßt. m Am Das Projekt bezweckt zunächst die Weiterführung der Kaiser 7 Magistratsmitgliedern und 15 Stadtverordneten einzusetzen. 8. Oftober 1892 hatte der Vorwärts einen Zum Poſtetat" überWilhelmstraße in gerader Linie über die Hirtenstraße hinaus Das Magistratskollegium hat demgemäß beschlossen und wird schriebenen Artikel gebracht, in dem in längeren Darlegungen im Zuge der Koblantstraße in einer Länge Don zirka 30 Meter, von hier aus nimmt dieselbe gabelförmig, in hierzu die Genehmigung der Stadtverordneten- Bersammlung nach von der Postbehörde in Slavenkit( Oberschlesien) berichtet wurde, einem nahezu halbrunden Kreise, ihre Fortsetzung einer- suchen. daß sie das Briefgeheimniß gegenüber einem ihrer Beamten verseits nach der Prenzlauerstraße, Ecke der Linienstraße, unter Die Frau des Schleifers Hermann Hubert, welche Jetzt habe. Auch in diesem Fall ergaben die Beugenaussagen, er für zuKassirung des Theiles der Kleinen Alexanderstraße an der nach unserer Mittheilung in Nr. 30 unseres Blattes vom 6. Fe- daß der Vorwärts" von einer Seite, worden war. hielt, verlässig Hirten bis zur Linienstraße, andererseits auf der Ecke der Schön- bruar, die auf Wunsch ihrer Angehörigen erschien, über dem falsch berichtet war. GegenDon dem Staatsanwalt mit der bekannten hauser. und Linienstraße, unter gleichzeitiger Raffirung des aus ihrer Wohnung verschwunden" fein sollte und als geistig Energie vorgebrachten Ausführungen, die auf eine Zusatzzwischen der neuen Straße und Linienstraße belegenen Theiles gestört" bezeichnet wurde, ersucht uns mitzutheilen, daß sie nicht strafe von sechs Monaten hinausliefen, wies Herr R.-A. Wolfgang der Grenadierstraße. Ferner kommen in Wegfall die ganze verschwunden" ist, sondern das Haus ihres Mannes frei- Seine auf die Unmöglichkeit für den Redakteur hin, sich über die Füfilierstraße, diejenigen Theile der Amalienstraße und der willig und zwar bei vollständig flarem Geiste vorsätzlich ver- Richtigkeit der ihm überbrachten Mittheilungen in jedem Falle Weydingerstraße, welche zwischen der Hirtenstraße und der neu- lassen habe. Zu diesem Schritt sei sie durch leidige Familien Richtigkeit der ihm überbrachten Mittheilungen in jedem Falle zu vergewiffern. Das Gericht schloß sich den Ausführungen des profeftirten Kaiser Wilhelmstraße belegen, die Roblantstraße von verhältnisse gezwungen gewesen. dem Punkte ab, wo die Kaiser Wilhelmstraße eine Schwentung Bertheidigers zum Theil an und verurtheilte den Angeklagten Frau Niemann Seebach, die berühmte Schauspielerin, zu einer Gefängnißstrafe von sechs Wochen. macht bis zur Linienstraße. Dagegen soll die Bartelstraße, deren Verbreiterung bis auf 16 Meter in Aussicht genommen ist, bis ist am Freitag Nachmittag von einem gräßlichen Unglück be zur Lothringerstraße durchgelegt werden, ebenso der noch vertroffen worden. Als die Künstlerin an der Kurfürsten- und absteigen Untersuchung ergeben. einerseits, und der Hirten- und Linienstraße bezw. Lothringer den Antrag stellt, ollegiums Bericht erstattet, in welchem fie B " " Leipzig, 12. Februar. Das Reichsgericht verwarf die Rebleibende Theil der Amalienstraße von der Neuen Kaijer wollte, glitt sie aus und wurde im selben Augenblick von einem Gotha wegen Beleidigung des Ministeriums, des früheren Mider Strede zwischen Prenzlauerstraße bis zur Dragonerstraße Beine gebrochen. Sie wurde in hoffnungslosem Zustande in die Monaten Gefängniß verurtheilt worden war. Gro Wilhelmstraße ab in eben berselben Breite. Die Linienstraße auf Rohlenwagen überfahren. Der unglücklichen Dame wurden beide nisters v. Bonin und des Landgerichts- Direktors Gruner zu fünf foll durchgängig auf 16 Meter verbreitert werden, während die beiden Arme der Kaiser Wilhelmstraße eine Breite von 20 Meter Bergmann'sche Klinit überführt. erhalten sollen. Prag, 12. Februar. Bei der heutigen Verhandlung in dem In seiner außerordentlichen Sigung hat das Magistrats Lokalforrefpondenz, zeigt sich gegenwärtig wieder, wie alljährlich würden unter den Bajonetten nicht bezw. sich nicht vertheidigen. vuonnadie Bei dem Kleinhandel mit Kartoffeln, so schreibt eine Omladinaprozeß war der Gerichtssaal mit einer Polizeiwache besetzt. Die Bertheidiger und die Angeklagten erklärten, fie follegium die Berathungen der Einzeletats zur Feststellung des um diese Zeit, die stets wiederkehrende Misere: Die Kartoffeln unter großem Tumulte wurde hierauf der Saal geräumt, bie Stadt Haushaltsetats für das Verwaltungsjahr 1894/95 zu Ende find, ohne daß dies äußerlich erkennbar ist, verdorben und zur Inhaftirten wurden abgeführt und nach einer Viertelstunde geführt. Die definitive Festseßung des Brozentsatzes der Ge Verwendung als Speisekartoffeln ungeeignet. Entweder haben wieder vorgeführt, worauf sich, da die Wachen nicht entfernt meinde- Einkommensteuer tann aber erst dann erfolgen, wenn sie vom Frost gelitten oder sie sind vom Felde aus von so wurden, die Zumulte erneuerten. Die Bertheidiger erklärten de seitens des Fiskus die Höhe der Staatseinkommen- Steuerfumme schlechter Beschaffenheit, daß sie sich zur menschlichen Nahrung nochmals, unter den Wachen nicht weiter zu vertheidigen und für Berlin pro 1894/95 dem Magistrat zur Kenntniß gebracht nicht eigenen. Der Kleinhandel liegt in den Händen der Gemüse- die Angeklagten erklärten, auf die Vertheidigung zu verzichten. worden sei. Indessen ist nach dem Resultat der heute zu Ende händler, die einen möglichst geringen Einkaufspreis anlegen, um de geführten Etatsberathungen im Rollegium, wie bereits mitgetheilt, billig wieber verkaufen zu können und die Folge ist, daß man in Hierauf wurde die Verhandlung bis morgen Bormittag vertagt. mit Sicherheit vorauszusehen, daß die Duote für die Gemeinde- ganzen Stadtvierteln von den Familien über die Kartoffelnoth Barcelona, 11. Februar. Die Untersuchung über das einkommensteuer nicht wird unter 100 pet. angefeßt werden. Zuflagen hört. Diese Gelegenheit wird nun noch von Hausirern Attentat im Teatro Liceo ist zu Ende geführt; die Angeklagten erwähnen ist noch der wichtige Beschluß des Kollegiums, daß für ausgenutzt, die auch gegenwärtig wieder ihre Waaren anzu werden vor das Schwurgericht gestellt werden. das Etatsjahr 1894/95 der Magistrat auf die Einbringen suchen. Diese Leute übervortheilen ihre Käufer in allen ziehung der Gemeinde Einkommensteuer auch Fällen, indem sie entweder falsches Maaß, oder schlechte Waare, der zweiten Steuerstufe, welche mit einem Einkommen oder beides zugleich verkaufen. Der Verkauf nach Gewicht und daß die erste und zweite Stufe steuerfret bleiben. Dessen un- oder vorgewendet, daß der Käufer auch bei der größten Aufgeachtet sollen dieselben zur Steuer veranlagt werden, um so den merksamkeit fast jedesmal benachtheiligt ist. betreffenden Personen die Ausübung der bürgerlichen Rechte zu händler sind vor diesen Haufirern nicht sicher, die ihnen gelegents bei von 660-900 W. veranlagt ist, verzichten werbe, so nach Hohlmaas wird von diesen Leuten so gefchickt angewendet erhalten. lich eine halbe Wagenladung von solchen Kartoffeln andrehen und die Preisberechnung so geschickt anzustellen wissen, daß die Käufer ihren Schaden zu spät besehen. Es ist merkwürdig, daß trop Markthallen und aller möglichen Verkehrseinrichtungen solcher Handel in unserer Stadt im großen Umfange und in jedem Jahre Wochen und Monate hindurch getrieben werDerlammlungen: Gefangverein Alpenglühen 2. Uebungsstunde Dienstag von 9-11 Uhr owad, Manteuffelstr. 9. Gauverein Berliner Bildhauer. Stehe Inferat in dieser Nummer. Fachverein der Tapesirer Berlins. Dienstag, den 18. Februar, Abends 8 Uhr: Diskussion über„ Egoismus“. Vereinsangelegenheiten. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8X- 10% uhr. NordSchule, Müllerstraße 179a: Unterricht in: Raufm. Rechnen. Korrespondenz. Dft Schule, Martusstraße 81: Unterricht in: Deutsch( unt.). SuboftSchule, Reichenbergerstraße 183. Unterricht in: Mathematit. Laufe des Semesters, eintreten. im Anhaltiner, Tempelhofer Ufer. : Bei allen Unterrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jezt, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an P. Hentet, Bergmannstraße 14, 6of 2 Tr. Frenking. Louisenstädtischer Theaterverein Musitverein Soffnung, Frohsinn bei Möhring, Admiralfir. 18c. münstermann, bei Wilte, Hochstr. 32a. Uebungsstunde und Aufnahme bet Dreßler, Eisenbahnstraße 6. Geselliger Musikdilettanten Verein neuer Mitglieder. Theaterverein Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Damum 103 bet Meter. Theaterverein Frete Kunst, Blumenstraße Nr. 46 bet went, 8% Uhr. Schüßenverein Freifugel, Staligerstr. 34 bei Sente traße 25. Rauchflub Gut geftnnte Freunde, Abends 9 Uhr, bet Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Alle Menderungen im Bereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelfir. 49, v. a Tr. Dienstag, abbs. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.-& reunit Sauermann. bet Oswald Berliner, Brunnenstr. 114. Olympia, Abalbertftr. 8 Theater- Gesellschaft Liberte, Rottbuser Gefangverein Alpenrose Abends 9 Uhr bei Tschentscher, Schönlein. Müller, Georgenttrchftr. 65. Bur Flaschenbierfrage wird uns von dem Brauereibefizer Herrn F. Happoldt, Hafenhaide 32/38, folgendes geschrieben: Ich habe in der Versammlung der vereinigten Gastwirthe als Bertreter der Brauereien gesagt: Die Herren Gastwirthe machen einzelnen Brauereien den Borwurf, daß sie an Wiederverkäufer 39 Flaschen Lagerbier ben kann. liefern, anstatt der üblichen 36 Flaschen; eine Brauerei, die dieses thut, liefere aber nicht 86 Flaschen zu 4/10 Liter Inhalt, sondern gebendig verbrannt ist am Sonnabend früh die 87 Jahre alte Gattin des früheren dänischen Kammerraths Jonas, der giebt 39 Flaschen zu 37/100 Liter Inhalt; eine solche Brauerei in dem Hause Bismarckstr. 27 zu Groß- Lichterfelde wohnt. Das gäbe thatsächlich dasselbe Bierquantum wie 36 Flaschen zu hochbetagte Ehepaar hatte allein mit einem Dienstmädchen den 4/10 Liter Inhalt, nur giebt sie, um die Preisdrückerei vieler ersten Stock der Billa inne. Die Frau, welche seit etwa zehn Händler zu stillen, 8 Flaschen mehr. Dies sei eben nur ein Jahren an Gefichtskrebs leidet und vierzehn Tagen ohne fremde Geschäftskniff, den Vortheil davon hat der Händler, den Nachhilfe das Bett nicht verlaffen tonnte, hatte ihr Schlaftheil derjenige Konsument, der sich flaschenweise beim Wieder- zimmer an der Ostseite des Hauses, während Herr Jonas verkäufer sein Bier holt. an der entgegengesezten Seite, und durch zwei Zimmer von Allerdings sei 3/100 Liter ein sehr geringer Fehlbetrag, aber feiner Gattin getrennt, schlief. Die alte Dame hatte die domaffenweise spiele er schon eine Rolle. Uebrigens thun dies nur Angewohnheit, zur Nachtzeit eine kleine Lampe in ihrem Zimmer einzelne Brauereien, die Mehrzahl hält an Flaschen mit 4/10 Liter zu brennen, sie war auch nicht eher zufrieden, als bis ihr auch Schtlbhorn, Usedomstr. 33 bei Mielte. Allegro, Inhalt Lagerbier. eine Kerze mit Streichhölzern auf den Nachttisch neben ihr Bett rangelfir. 141, bei Schmibt.- Ipenglode, Grüner Weg 29, bet Saeger. Schließlich kann ich der geehrten Redaktion zu meiner Freude gestellt wurde. Außerdem befanden sich hier einige Fläschchen Shn'scher Humor, Straußbergerſtr. 3 bet Birt. Unverzagt 2, Moabit, hierbei mittheilen, daß die Regierung endlich ernstlich daran mit ätherischen Stoffen, welche die Kranke zur Linderung ihres arbeiter- matbund, Nowawes, Ballstraße bet Gärtner. SängerWaldstr. 8 bet Jante. Walbtapelle, Reichenbergerstr. 19 bei Roscher. denft, nicht nur Fäffer, sondern auch Flaschen aichen zu lassen, Leidens nöthig hatte. Der ärztlichen Vorschrift gemäß hatte der tette, Rottbuser Damm 74 bei A. Silte. Kreuzberg, Lichterfelderstr. 7/8, es werden jezt durch die Polizei bereits Erhebungen veran- Kammerrath seiner Gattin noch in der Nacht um 12 Uhr bei Winter.- ulte sinde, Mariannenftr. 48 bei ütler.- Borwärts staltet; dann werden hoffentlich auch diese Ueberbietungen ver- Tropfen eingegeben und sich dann selbst zur Ruhe ge- einstraße 11 bei Feind. Rathenow, Restaurant Bur Erholung bei W. Friesecke. Gefangverein der Böttcher Stetnetche, schwinden. Hoffentlich tragen Publikum und Preffe dazu bei, legt. Um 2/2 Uhr wurde er durch Hilferufe geweckt, güdenstr. 55 bei Trieschmann. Vorwärts 8, Marwig, bei Wilhelm Nölte. de daß hier endlich Wandel geschaffen wird, der Verein der die aus dem Schlafzimmer der Kranken zu ihm drangen. Hilaria, Frantfurterstr. 30 bet haberecht.- Wieberball, töpenickerBrauereien Berlins und der Umgegend wird ebenfalls sein Mög- Als er hinzueilte, fand er die alte Dame vor ihrem Bette Braße 191 bet Boge Sie Vorwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmstraße 10 bei Momber. Gefangverein Rothe Melte 2, bei Rabe, Ruppiner- und slichstes thun. liegend und am ganzen Körper brennend vor. Trotzdem er durch Schönholzerstraßen- Ecke Schneeglöckchen 1, Nirdorf, Karlsgartenstraße Gefangverein Eintracht, Nieder- Schönwetbe, testaurant Die Weltfirma Siemens u. Halske, deren Humanität Ueberwerfen eines Teppichs und einer Decke, die er aus dem bet Silpert. Streitler, Grünauerfir. Mohr'fches Doppelquartett, Neue Königstr. 73 Don der bürgerlichen Presse bei allen möglichen und unmöglichen Nachbarzimmer rasch herbeiholte, die Flammen erstickte, tam doch bet Babn Gefangverein Frohstnn in Stralau, Gräflich Gelegenheiten in den verschiedensten Zonarten gepriesen wird, die Hilfe zu spät, denn der Tod war bereits eingetreten. Das Reischach' sche Braueret. Gängergruß, Friedrichshagen, Blant's stile Restaurant. " Epheu, Gerichtsfir. 10 bei Gehrandt. Gefang- int Restaurant Prog, Annenstr. 9. Geselliger Verein unter uns", Bremen, 12. Februar. Der feit mehreren Tagen cerein Echo 39 Uhr Abends nebungsstunde bei Reimann, Alle Schön- Abends 8 Uhr, bei 6. Fischer, Beuffelstr. 66, Moabit. hauferstr.42. Gesangverein Gerechtigkeit Westen, Bülowstr. 59 bet Werner. Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, Abends 9 uhr, herrschende starke Südwestwind artete heute Vormittag in einen Gefang und Theaterverein Acacie"( gemisch. Chor). Reichenbergerstraße 24, bei Schröder. Rauchtlub Dammerwolte, heftigen Sturm aus und verursachte zahlreiche Beschädigungen Beughofftr. 8 bei Behlendorf. Arbeiter- Gefangverein Freiheit 2, Adlers: Böchstr. 51. Rauchflub Bruderbund. Abends 9 Uhr, bei Stabernact, an Dächern, Schornsteinen und Bäumen. Die Telegraphen und hof, Restaurant Kuhle. Karlstraße 11 bei Heinede. Freies Lied 1, Friedrichsberg, Friedrich- Büchlerfit. 49.- Rauchflub zeitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant Telephonverbindungen wurden vielfach unterbrochen. Verluste Wacht auf Schwedterstraße 23 bei zum Zeitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchklub Unverzagt bei G. Ruppin, Nagels. Blumenlese, Sebastianftr. 3, bei Meter. Freiheit 3, Blumenstraße 49. Rauchtlub Portorico, Abends 9 Uhr, bei an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Bernau, im Schüßenhaus.- Senefelder, Landsbergerstr. 31 bei Seehaufen. Kohn, Wrangelstraße Nr. 136. Rauchtlub Gemüthlichkeit 2, Stettn, 12. Februar. Infolge des heftigen Sturmes ist Echo 3, Zehlendorf, Karlstr. b. Regler.- Männergesangverein, a ch' Auf", Abends 9 Uhr bei Achsel, Köpeniderstraße 161.- Rauchllub Blaue Luft, heute Nachmittag der im Herbst neuerbaute 120 Meter hohe Bankowo, Wollantstr. 115 bei Hermann Sonntag.- Männergesangverein Eichen Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. Rauchtlub Abguß, 8 Uhr, ranz". Prenzlau, im Kaisergarten.- Männergesangverein Rottbuserar bei Schulze, Weberstr. 10. Rauchtlub Grüne Quaste", Abends Thurm der hiesigen Jakobikirche eingestürzt, wobei auch der nonie", Böthstraße 8 bei Albert Möwes. Weddinger Sarmonie, 9 Uhr Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeift. Rauchflub Eldo- zweite fleinere Thurm der Kirche zerstört wurde. Verluste an Müllerftr 7. Männerchor Nord- Ost, Landsberger Allee bei Ferd. ra do Abends 8 Uhr bei Ganer, Ballisadenitraße Nr. 66-67. Rauch Prause. Harmonie Rirdorf, Bergstr. 120 Menschenleben sollen nicht zu beklagen sein. bet Bartha( Deutsches flub Tabatsblüthe, Sigung, Abends 9 Uhr, Blumenstr. 19. RauchWirthshaus). Seimathtlänge, Köpenick, Rosenstraße bei Troppenz. flub Columbus, Abends 8 Uhr, bei A. Utte, Oppelnerfir. 23. Almenrausch, Gräfestraße 34 bei Plöt. Sängerfreiheit Rauchflub Gut gesinnte Freunde, Georgenfirchstr. 65 bei Müller. Naunynftr. 86 bei gubeil. Arion, Wittenberge, Thurmftr. 23, Sentral- Rauch flub Sumatra, Abends 8% Uhr, bei Krause, Gitschinerstr.$ 3. galle. Liebesfreiheit 2, Strausberg, Wilhelmstraße, Weber's Kaffee- Stattlub Eintracht Abends 9 Uhr bei Grande, Lausigerstr. 50. gaus. Froh' Hoffnung( B. W.) Kulmstr. 36 bei Raumann. 3u Stattlub Rother Junge, Sigung alle Dienstage nach dem 15. und tunit 1, Steglig, Ahornstr. im Gambrinus. Edelweiß 1, im Restau- Spielabend alle Dienstage von 9-11 Uhr im Restauraut Boechstr. 7, bet cant Rasch, Oranienstr. 190. Gleichheit, Lothringerstraße 81 bei Herrn Serrath. Büglerverein Norden". Jeden Dienstag, Abends Hagemann. Männer- Gefangverein Wilmersdorfer Liebertafel 9 Uhr, Sigung, Kaftanien- Allee 40, im Restaurant. Kartenflub Lustige Wilmersdorf, Berlinerstr. 40, Möller's Garten. Brüder", bei Restaurateur E. Raitte, Krautstr. 48. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gefan gverein Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16.- Gesangverein tott bufer harmonie, Boechstr. 8 bei Albert Möwes.- Musitverein Nord 8-11 Uhr, Wriezenerftr. 6, bei Sendte. Musikverein Osiris, Mariannenstr. 31-32 bet Doberstein. Zurnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von SX- 10% Uhr in der Zurnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a.- Turnverein Fichte. Jeden Dienstag und Freitag, Abends 8-10 Uhr, Staligerstr. 55-56. Theater- Verein Othello a Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Sumor, Abends 9 Uhr, Röpnider: traße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Grescendo. Abends, bei Nicolay, Elifabethtirchstr. 14.- Theaterverein Bultania, Abends 9% Uhr, bei Schütte, Alte Schönhauferstr. 23-24, Sigung mit anschließendem Tanz. Theaterverein Bultanta 2, Abends 9% Uhr, Ackerstr. 144, Borstädtisches Kasino. Theaterverein Freundesfreis", Sigung 9 Uhr, Restaurant Kazorte, Solmsstr. 1. Theaterverein Morgenroth zu Friedrichsberg tagt mit Damen, Abds. 9 Uhr im Vereinslotal bet Chriften, Friedrich Karlstr. 26° Vergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimstr. 47. Bergnügungsverein Nord wacht, abends 9 Uhr, im Totale bet Sermer schmidt, Perlebergerstraße 28. Gefelliger Berein Brüderschaft, Abends 9 Uhr, im Restaurant Dittmann, Berlebergerstr. 9.- Bergnügungs: Coerein Saturnalia, Abend 9 Uhr, Andreasstr. 3, Sigung.- Bergnügungs: 79 verein Fidelio, Abends 9 Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, Oranienstraße 21. Geselliger Verein Mehr Licht", Abends 9 Uhr, Große Frankfurterfir. 138 bei Golds. Zouristenklub Wanderlust Abends 9 Uhr, Franfedtstr. und Schönhauser- Allee- Ecke. Geselliger Verein Dermischtes. " -U Bochum, 11. Februar. In der hiesigen Gußstahl- Fabrit fand heute Vormittag 94 Uhr eine heftige Explosion des zu den Stahlschmelzen führenden Gastanals statt, bei welcher ein die Aufsicht ausübender Vorarbeiter ums Leben tam. Außer einer mehrtägigen Betriebsstörung der betreffenden Werkstätte ist ein erheblicher materieller Schaden nicht entstanden. Prag, 12: Februar. Nach einer Meldung der hiesigen Beitungen graffirt unter einem Theil der hiesigen Garnison der Typhus. Konstantinopel, 12. Februar. Die Cholera ist hier wieder aufgetreten; amtlich sind vom Montag bis zum Freitag der vergangenen Woche 42 Krankheitsfälle festgestellt worden. Man glaubt indessen, daß die faktische Ziffer weit höher ist. Die Krankheit ist speziell in den auf den Hügeln bei Pera gelegenen Kasernen aufgetreten, in Bera selbst ist ein Fall vorgekommen. Der Orkan, der seit, einigen Tagen das ganze Gebiet der Regina Sigung mit Damen Drantenstr. 153 bei Schönwalder. Ber: Nordsee und Ostsee durchzieht, hat auf hoher See sowohl wie gnügungsverein una. Sigung bei Haberecht, Große Frankfurterstraße 30 an den Küstenstädten zahlreiche Unglücksfälle im Gefolge gehabt. Männerchor Waldesrauschen im Restaurant Hohen= zollern", Sendelstraße. Bergnügungsverein Berolina Abends 9 Uhr Die wichtigsten Depeschen bringen wir nachstehend: Fidelitas. Achtung! " Achtung! Protest- Versammlung am Dienstag, 13. Februar, in der Brauerei Friedrichshain am Rönigsthor. Tages Ordnung: 1. Protest gegen den Beschluß der Volksversammlung vom 4. Februar betreffs des Boycotts u. f. w. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 202/4 Die Lokalkommission. Zu Sommerfesten empfehle Vereinen und Gesellschaften den prachtellen, Schattigen Garten der„ Bock Brauerei" mit Theaterbühne und Tanzsälen ab 1. April ds. Js. unentgeltlich. Umgehende Bestellungen erwünscht 55912* A. Tiedemann, Oekonom der Bochbrauerei Tempelhofer Berg. Presskohlen Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW., Benth- Straße 2. Ein unentbehrlicher athgeber für Vereinsvorfände ic. ein Bud), das in feiner Arbeiter- Bereinsbibliothek fehlen darf, weil es ein Nachschlagebuch auf allen Gebieten der Vereins- Gesekgebung in allen Bundesstaaten des Deutschen Reiches ist, nicht blos für Versammlungs- Einberufer, Vereins- Vorstände, sondern auch für Beamte, Behörden, Rechtsanwälte, Politiker aller Parteien, ist das in unserm Berlage erschienene Vereins- und 5 31 Ropenhagen, 12. Februar. Es herrscht hier furchtbarer Sturm bei sehr niedrigem Barometerstande. 1942 Hamburg, 12. Februar. Der Südweststurm, welcher seit mehreren Tagen wüthet, nahm in vergangener Nacht an Heftig feit erheblich zu. Mehrere Personen sind verlegt worden, Häuser wurden beschädigt und Bäume umgebrochen; die Telephonver bindung mit Berlin, Bremen, Kiel und Lübeck ist gänzlich unter brochen. Auch im Hafen sind mehrere Unfälle vorgekommen. Von Verlusten an Menschenleben ist bisher nichts bekannt geworden. Der Sturm scheint besonders in Mecklenburg große Verheerungen angerichtet zu haben. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wien, 12. Februar. Eine von ungefähr 2000 Personen be suchte, in den„ Rosensälen" in der Vorstadt Favoriten abgehaltene Versammlung der Arbeitslosen endete unter stürmischem Tumult, der durch eine sozialdemokratische Arbeiterführerin hervorgerufen wurde, welche den Unabhängigen zurief, sie mögen zeigen, wie man mit der Anarchie die Arbeitslosigkeit abschaffe. Die Ber sammelten gingen endlich unter Hochrufen auf die Sozialdemotratie auseinander. Auf der Straße fand fein Zwischenfall statt. Briefkaffen der Redaktion. Obst. Ihr Eingesandt können wir nicht zum Abdruck bringen, wollen Sie die Angelegenheit in der Bersammlung erledigen. E. S. 68. Klagen Sie beim Gewerbegericht. Plachetki. Nein. 34 fund Albrecht's] Pig Bäckerei, P. Brot für 50 Pfennig liefert Wrangel- Strasse 8 Langestr. 26, Falkensteinstr. 28 Aug. Krause, Wienerstr. 13. 56182 Blumen- Geschäft und Kranzbinderei. Vereinskränze mit Widmung in bester Ausführung zu billigsten Preisen. Kanarien- Edelroller, vielf. koch prämiirt, versend. nach Blumenhandlung Abromeit, BlücherAraße 69, 55472 Berlin SW. Kränze, Bouquets, Topfgewächse, Guirlanden u. s. w. Billigste( Markthallen-) Preise bei geschmackvoller Ausführung. Sehr hohe Preise zahle ich für Briefmarken aus alten Brieffchaften und für ganze Samm lungen. Tausch erwünscht. Große Auswahl in Briefmarken- Albums. 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Tag für Tag kommen von einzelnen 37 Admiral- Straße 37 Liebenwalderstr. 48 im Vordh. 2 St., Vereinen, Bertrauensmännern, Gewertschaftsvorständen Klagen über Mißgriffe und Bergewaltigungen seitens einzelner Behörden und Beamten; die Redaktionen der Parteiblätter haben ununterbrochen Nath und Auskunft zu ertheilen, wie sich die Genoffen und Bereine gegenüber Versamm lungs- Verboten, Auflösungen, Bereinsschließungen u. s. w. zu verhalten haben. Ueber alle diese Punkte giebt das Buch an Hand des Wortlautes der einzelnen Bereinsgesetze und in Erläuterungen über die im Laufe der Jahre von den Gerichtsbehörden in ihren Urtheilen geübte Praxis tlaren und unzweideutigen Bescheid, und ermöglicht es somit den Genossen, die Klippen und Fußangeln der reaktionären Vereinsgefeße zu vermeiden. Ein dem Buche beigegebener Anhang enthält eine tabellarisch übersichtlich geordnete, gruppenweise gerethte Mebeneinanderstellung des Wortlaufes der in den einzelnen Bundesstaaten bestehenden Bestimmungen über Dereins- und Versammlungsrecht und alphabetisches Sachregister. Zahlreichen Bestellungen steht entgegen Buchhandlung des Vorwärts". Sophastoff- Reite !! Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billigster Preislage, empfiehlt Heinr. Franck, BabtabakHandlung, Brunnenstr. 185. Formen( Bockfoorn) wieder vorräthig. Hochinteressant für Jeden ist die neuerschienene Schrift von Victor Bruching: Warum verarmen wir? ( Verlag: Richard Wilhelmi, Berlin.) Preis: 60 Pf. R. v. 75-80 Thlr. 1 St. u. R. v. 50 bis 60 Thlr. Geschäftsteller zu jedem Geschäft, mit Wohnung 80 Thlr. M. Klosett u. Waffert. Arbeitsmarkt. Abtheilung 1718b Für die Blehnerei, Drüderei u. Stanzerei eines großen Wertes wird ein energischer, durchaus leistungsfähiger und zuver lässiger Vorarbeiter 68/3 gesucht, der die Meisterstelle vertritt, die neuesten und bewährtesten Einrich tungen fennt. Meldungen mit Zeugnißabschriften, Lohnansprüchen und An gabe des Eintritts find zu richten unter B. 539 an Haasenstein& Vogler, A.-G. Karlsruhe. In furz gedrängter überzeugender Politur- Arbeiter Form deckt der Verfasser einen stetig fucht sofort die Goldleisten- Fabrik von wachsenden Krebsschaden der modernen Plagemann u. Maad, Gotha. Verhältnisse auf, weist nach, wie diesem jeder gesunde Wohlstand zum Opfer 1 Schuhmacher- Lehrling nach außerh. fallen, die Berarmung zunehmen muß, wird verl. Näheres Lübbenerstr. 24 zeigt aber auch den Weg zur Abhilfe. bei Rademacher. Erhältlich in allen Buchhandlungen. in Phantasie, Rips, Damast, Crêpe, Gobelin, Plüsch und Moquett, ferner: Ein schw. 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Jahrg. mehr eine andere Behandlung von Seite der Bette fürchten, da eben jeder ein Sünder vor der Polizei wäre. Den Boykott wären die Gastwirthe auf diese Weise ebenso rasch los und zwar den von Seite der Arbeiter sowohl, wie den von Seite der Militärbehörden. NE Breslau, 9. Februar. Ein Antwortschreiben des, Magistrats zu Breslau. Am 14. Januar fand hier im Saale der" Concordia" eine von 1500 Personen besuchte Voltsversammlung statt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete für Breslau- Ost, Genosse Tutauer in zweistündiger Rede über. die Erweiterung des Kommunal- Wahlrecht 3 referirte. Die Versammlung nahm nach furzer Debatte folgende " Die heutige Voltsversammlung Resolution einstimmig an: erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und beauftragt das Bureau der Versammlung, in Verbindung mit dem von der sozialdemokratischen Parteikonferenz im vorigen Jahre gewählten Komitee, Namens der heutigen Bersammlung bei dem Magistrat und der Stadtverordneten- Bersammlung eine Petition einzureichen, welche die Gewährung des kommunalen Wahlrechts für alle männlichen Einwohner Breslau's, welche ein Einkommen von 660 M. an haben soweit dieselben sonst der in der Städte- Ordnung enthaltenen Bestimmungen Genüge leisten Gesetzes fordert. auf grund des§ 77 Absatz 1 des EinkommensteuerFerner nahm die Versammlung folgende, vom Genossen Geifer eingereichte Resolution ebenfalls einstimmig an: heutige Volksversammlung erklärt die sogenannte„ Sanalgebühr" oder„ Kanalisationssteuer", welche alle Ginwohner für jedes heizbare Zimmer, das sie bewohnen, mit 4 M. Steuer belaften soll, für eine ungerechte und unannehmbare, weil sie die Aermeren und Nermſten am härtesten drücken, von den Reichen aber fast gar nicht empfunden werden würde. Die Versammlung spricht den Stadtbehörden wegen der beständigen Verfuche, folche ungerechte Steuern einzuführen, ihre entschiedenste Mißbilligung aus und verlangt, daß das zur Beftreitung der Gemeindausgaben nöthige Geld nicht, wie bisher, hauptsächlich von den Armen, sondern von den Reichen genommen werde." " Die Lavalle in Ludwigshafen vorgegangen und habe in den letzten erhöhen und die Arbeitszeit auf 9 Stunden festzusetzen. Diese Tagen eine ebenfalls der Firma schon ertheilte Erlaubniß, einen haben nun die Bewilligung des von den Gehilfen Verlangten Je mehr die Kapitalien anschwellen und sich in einzelne Stollen durch den Eisenbahndamm hindurchzulegen, wieder zurück- rundweg abgelehnt. Es steht zu erwarten, daß die Gehilfen verHände konzentriren, desto gefährlicher werden sie der Allgemein- genommen. Hätte die Stadtverwaltung von St. Johann ahnen suchen werden, durch einen Generalstreit ihre Forderungen zu heit. Der Kapitalismus und seine Diener, sie dürfen keine Rück- können, daß die Halberger Hütte überhaupt einen andern Weg erringen. fichtnahme aufkommen lassen gegen andere, das ist gegen die als den des Rechts(!) gehen würde, so hätte sie dieser gewiß nicht Ausgesperrt wurde ein Theil der Arbeiter der Fabrik Tendenz des Kapitals. Die Richtigkeit dieses wird durch Vor- die große Röhrenlieferung für den Betrag von 100 000 m. übergänge, die gegenwärtig dort sich abspielen, wo der Herr tragen. Wenn auch dem Namen nach die Firma Rud. Böcking fämmtliche übrigen Arbeiter mit den Ausgesperrten solidarisch Klevenhusen in Bremen. Darauf haben sich heute Morgen v. niedergelegt.blo b. Stumm seinen Herrschersiz hat, und das lebhafteste Interesse der und Komp. den Kampf führe, so sei es doch ganz zweifellos, fämmtliche übrigen Arbeiter mit den Ausgesperrten solidarisch gefammten Bevölkerung wach halten, haarscharf bewiesen. Indem daß man es in der Hauptsache mit Freiherrn von Stumm es in der Hauptsache mit Freiherrn von Stumm erklärt und die Arbeit niedergelegt. ber Alleinherrscher von Neunkirchen als Sitten zu thun habe. Dies sei ihm, dem Bürgermeister, der Zur Boykottfrage. Eine Versammlung sämmtlicher Gastrichter der Arbeiter bekannt( fiehe seine Fabrifordnung), auch gerne die großen Verdienste Stumm's anerkenne und mit ihm wirthe fand dieser Tage in Chemnih statt. Es wurde die fonft als Befämpfer der gemeingefährlichen" Sozialdemokraten dieselben politischen und wirthschaftlichen Gesinnungen theile, be- Gründung einer Vereinigung sämmtlicher Gastwirthsvereine befich hervorthut, dürfte die Wiedergabe oben bezeichneter Vor- fonders peinlich und er müsse bedauern, wenn ein Mann, der schlossen, welche die gemeinsamen gewerblichen Interessen getommnisse auch für unsere Leser von Interesse sein. immer gegen die Elemente ankämpfe, die den Kapitalismus als nannter Vereine berathen und die etwa gefaßten Beschlüsse durch In furzen Umrissen ist der Sachverhalt folgendermaßen: das Uebel der Zeit hinstellten, wenn dieser, wie er beweise, sein ihre dazu gewählten Organe zur Ausführung bringen soll. St. Johann hat vor furzer Zeit zur Abhilfe seiner Wasser- Kapital mißbrauche.() Zum Schlusse macht Redner auf die Die nächste Zusammenkunft soll Ende September wieder in noth einige Quellengrundstücke im Scheiderthal bei Rentrisch erschweren Folgen aufmerksam, die ein völliges Gelingen der Ab- Chemnitz stattfinden. Ob die Vereinigung sich dazu aufschwingen worben und sich mit großen Kosten eine Wasserversorgung von grabungen für St. Johann nach sich ziehen könne und es er wird, Stellung zu nehmen zu der Frage der Hergabe von Sälen dorther beschafft, die allen Ansprüchen genügt. Der Scheidter scheine ihm unglaublich, daß Freiherr v. Stumm eine solche Ver- zu sozialdemokratischen Versammlungen, das ist nicht blos fragbach, der täglich 80 000 cbm affer liefert, verliert hierdurch antwortung auf sich nehmen würde. In einer einstimmig an- lich, sondern sehr unwahrscheinlich. Die Herren könnten aber täglich 600 cbm Wasser. Stumm, durch dessen Wert der Bach genommenen Resolution spricht die Versammlung den pfälzischen ihre Interessen gar nicht besser wahren, als indem sie sich zu fließt, fühlt sich geschädigt und flagt gegen die Stadt St. Johann, Behörden ihren Dank aus für die wirksame Inschußnahme der dem Beschlusse vereinigten, wir alle geben unsere Lotalitäten zu obwohl diese ihm die Röhrenlieferung für das Wasserwerk über- gefährteten! öffentlichen Interessen gegenüber sozialdemokratischen Versammlungen her," denn da brauchte kein tragen hatte, auf Entschädigung. Die Klagen Stumm's werden den Wasserabgrabungsversuchen der Firma Böcking u. Comp." aber von den zuständigen Instanzen abgewiesen. Doch Stumm Welch ein Zwiespalt der Natur". Im Reichstag der giebt sich damit nicht zufrieden. Der Vertheidiger von Gesez schneidigste Bertreter von Bildung und Moral" gegenüber und Ordnung" im Reichstage pfeift auf" Gesetz und Ordnung" der ungebildeten Masse", der Hüter für„ Gesez und und greift zur Selbsthiffe. Er faufte für ca. 25 000 M. Wiesen, Ordnung", der sich so gern aufspielt als der Wohlthäter feiner die an das St. Johanner Quellengebiet grenzen, die vielleicht einen Arbeiter, seiner ganzen Domäne, hier fügt er sich nicht dem reellen Weith don 5-6 000 m. haben. Die Stadt St. Johann Gefeß, er stellt sich über dasselbe, unabhängig unumschränkt. Als ift gezwungen, das gleiche zu thun, fie muß also ein Grund- treuer Priester des Mammons fann er nicht anders, er muß flück, für das vor etwa zwei Jahren 60 M. gelöst unnachsichtlich vorgehen, unbekümmert um das Gemeinwohl. wurden, für 2080 M. antaufen. Stumm beabsichtigt, von den Ihm liegt die Aufgabe ob, den Besitz zu vergrößern und der angetauften Grundstücken aus einen Stollen unter der Straße Kapitalismus tennt feine Rücksicht. Diefer Vorgang wird und der pfälzischen Bahnlinie durch, um das St. Johanner Manchem die Augen öffnen über die Schädlichkeit des privaten Wasserwerk herumlaufend, anzulegen. Der Stollen sollte der Kapitals; das Verhalten des König Stumm fann nur uns, den Stadt St. Johann das Waffer abfangen und diese gezwungen Sozialdemokraten, denen er den Kampf bis aufs Messer anwerden, sich vor dem Despoten von Neunkirchen zu beugen. gefündigt hat, von Nußen sein. Etumm hatte sich schon die Erlaubniß zur Unterbohrung der Straße und der Bahnlinie bereits erwirkt, doch wurde dieselbe auf die Vorstellungen des Oberbürgermeisters von St. Johann wieder zurückgezogen. Die pfälzische Regierung hat es also gewagt, Herrn Stumm ein Paroli zu bieten, die fönigl. preußische Regierung in Trier aber, der das Wohl einer preußischen Stadt Un die Böttcher Deutschlands! eigentlich doch mehr am Herzen liegen sollte, that nicht nur Kollegen! Wie Euch bekannt sein dürfte, war im nichts gegen Stumm, nein, fie leitete gegen den Bürgermeister vorigen Jahre auf dem Deutsch- Amerikanischen Petroleum- Lagervon St. Johann wegen seines Verhaltens gegenüber dem hof zu Berlin die Arbeit eingestellt worden, die ja zu unsern Neunkirchener Allgewaltigen eine Disziplinaruntersuchung ungunsten ausgefallen, weil von auswärts Leute herangezogen Nachdem die Plane Stumm's durch dak Ver wurden und 4 Mann gar nicht erst die Arbeit niederlegten. Die halten der pfälzischen Regierung durchkreuzt waren, ver Gesellschaft weigerte sich damals, den Lohn von 27 Mart fucht er jetzt, der Stadt St. Johann auf andere Weise das bei 91/2 stündiger Arbeitszeit zu zahlen, der von jedem anderen Baffer zu entziehen. Der St. Jobanner Wasserstollen sowohl Meister sowie auf Brauerei und Fabriken gezahlt wird. als der Brunnen haben nach dem Stumm'schen Grundstücke zu Die damalige Arbeitseinstellung kostete unserem Verein leider keine wasserdichten Wände. Stumm ließ nun auf seinem über 500 Mark und wurde, wie schon angeführt, durch die Gebiete möglichst nahe an dem St. Johanner Wasserwerk Boh- Niedertracht unserer eigenen Kollegen nichts erreicht. Gegen rungen vornehmen und pumpt mittels starter Maschinen Wasser wärtig sucht die Gesellschaft Böttcher in Stettin, weil von den heraus, hoffend, daß es ihm gelinge, durch die starken Pumpen hiesigen niemand eingestellt werden soll. Deshalb wendet sich bas sich im Wafferstollen und dem Brunnen der St. Johanner die Gesellschaft nach außerhalb, um billige und willige Gesellen sammelnde Waffer durch das Erdreich hindurch zu ziehen und zu erhalten. Troydem die Stettiner Kollegen brieflich hiervon in fie auf's Trockene zu sehen. Erreicht er seinen Zweck wirklich, Kenntniß gesetzt worden sind, so sind doch schon 2 Kollegen anSo bleibt der Stadt zwar immer noch die Herstellung einer wasser gekommen und die Anderen werden wohl noch nachkommen, obbichten Schicht zwischen ihrem und Stumm'schem Gebiete als wohl darum ersucht worden ist, sich nicht verlocken zu lassen. Sinne der ersten Resolution abgefaßte Petition, fowie die zweite Bereits am Tage nach der Versammlung wurde eine im Rettung übrig. Thatsächlich liegt also die Sache so, daß Stumm, Hier in der Reichshauptstadt haben wir Arbeitslose Resolution sowohl dem Magistrat, als auch der Stadtverordneten= um seinen Willen durchzusetzen, Tausende und Abertausende grade genug, denn im vergangenen Quartal find 538 Mark Versammlung zugestellt. Von der Stadtverordneten- Versammlung opfert, ohne auch nur die entfernteste Aussicht auf einen end an Arbeitslose ausgezahlt worden, jedenfalls ein Beweis, ist eine Antwort bisher nicht erfolgt, wohl aber hat unfer hochgiltigen Erfolg zu haben. daß deren genug vorhanden sind, die auch ein Recht auf wortschreiben Luft gemacht: In noch deutlicherer Weise wird Stum in, der nicht genug Arbeit befigen. Deshalb ist nun am Sonntag in unserer Verweiser Magistrat" feinem gepreßten Herzen durch folgendes Antzetern fann über die Unbotmäßigkeit" der Arbeiter, der seine fammlung beschlossen worden, den Petroleum- Lagerhof so lange Ew. Wohlgeboren erwidern wir auf das Schreiben vom Leute in strenger väterlicher Bucht und Ordnung" hält, durch zu sperren, bis die gestellten Arbeitsbedingungen erfüllt, der Lohn 14. Januar er. zugleich zur Mittheilung an die anderen einen Bericht gekennzeichnet, der uns über eine Bürgerversamm bezahlt und die Gefellen von unserem Arbeitsnachweis bezogen Herren Unterzeichner desselben ergebenst, baß wir nicht lung in St. Johann vorliegt. Verschärfend muß es wirken, werden. An die auswärtigen Kollegen ergeht deshalb die ernste in der Lage sind, mit Ihnen, als Vertretern daß der Mann, der hier die Manipulationen des Freiherrn Mahnung, sich nicht in den Dienst der Millionäre zu stellen, einer Volksversammlung, über allgemeine Ge von Stumm- Halberg geißelte, nicht einer jener Volts: sondern die Rechte und Forderungen der eigenen Kollegen mit meinde Angelegenheiten zu verhandeln. Auf verführer", sondern ein Angehöriger feiner eigenen Selaffe, nicht verwirklichen zu helfen. H. Winter, 1. Bev. die Beschwerde, daß die Stadtbehörde das zur Bestreitung ber ein Auswiegler", ein„ Hezer", sondern ein Mann der„ Ordnung" war, und zwar war es der Oberbürgermeister von Achtung! Kollegen und Kolleginnen! Die Gemeindeausgaben nöthige Geld bisher hauptsächlich von den haben wir festgestellt, daß von St. Johann selbst, der über die Angelegenheit der Bürger- lekte öffentliche Versammlung der Schneider und Schneiderinnen Armen nähme, schaft berichtete. In besagtem Verichte heißt es: In einer stark beauftragte durch eine Resolution die Agitations- Kommission, vier Herren Unterzeichnern des Schreibens vom 14. Januar cr. besuchten Bürgerversammlung, die vor mehreren Tagen hier statt- mit denjenigen Geschäften in Verbindung zu treten, die im drei je ein Prozent ihres Einkommens oder weniger als Ge fand, handelte es sich vor allem um die für St. Johann ungemein vorigen Jahre den erhöhten Tarif nicht bewilligten oder wieder meindesteuer zu entrichten haben, der vierte etwa 22 pet. feines wichtige Frage des Wasserwerks, das durch die Abgrabungs- Abzüge gemacht haben. Da wir auf keinen Fall die Abzüge Einkommens, während bei den wohlhabenderen Einwohnern an versuche des Frhrn. v. Stumm- Halberg geradezu gefährdet ist. ruhig hinnehmen können, denn das würde auf diejenigen an- Gemeindeſteuern 4/2 bis 6 pet. des Einkommens erhoben Die Versammlung verlief mit einer großartigen Vertrauens ständigen Geschäfte, die noch heute den erhöhten Tarif zahlen, werden. Wir können daher nicht anerkennen, daß Sie oder die fundgebung für den Bürgermeister Dr. Neff und damit zu einer nicht ohne Wirkung bleiben, so hat die Agitations- Kommission anderen Herren Unterzeichner Grund haben, über Ueberbürdung Der Magistrat. G. Bender." scharfen Berurtheilung des Vorgehens der Halberger Hütte. am Mittwoch, den 14. d. M. eine Werkstatt- und Geschäfts- zu klagen.lars Dr. Neff sette in nahezu zweistündiger Rede die Entwickelung Delegirtenversammlung einberufen, die bei Freigang, Schügen: Magistrat" ist nicht in der Lage", mit den Vertretern einer Eine merkwürdige Logik in diesem Schreiben! Der biebere und den gegenwärtigen Stand der Wasserwerksfrage in flarer Straße 18/19, Abends präzise 9 Uhr stattfindet. Die Arbeiter Magistrat" ist nicht in der Lage", mit den Vertretern einer und fachlicher Weise auseinander. Er hob zunächst hervor, aller Geschäfte und Werkstellen, in denen Abzüge stattfanden, Volksversammlung zu verhandeln und doch giebt er ihnen Antwie St. Johann in der Nähe der Stadt teine ge- werden dringend aufgefordert, zu erscheinen, es gilt wichtige wort auf eine Beschwerde". Freilich was für eine Antwort! nügenden Wassermengen hätte finden können und schließlich Punkte zu berathen. Die Arbeiter derjenigen Firmen, die im Die Armen haben keinen Grund über Steuerüberbürdung zu surch die Noth gezwungen gewesen wäre, die 10 Kilo- vorigen Jahr garnicht bewilligten, werden gleichfalls im eigenen flagen, weil sie von dem Bischen Einkommen", das sie haben, Kollegen und einen geringeren Prozentsah zahlen, als die Reichen. Daß meter von hier gelegenen Quellen bei Rentrisch, nahe Interesse ersucht, Delegirte zu entfenden. an der bayerischen Grenze, zu erwerben, und daß sich Kolleginnen! Wenn wir nicht vorwärts drängen, wird sich bald 21/2 pet. Steuer für Jemand, der wenige Hundert Mark jährdie Gesammifosten der Anlage von 500 000 m. belaufen hätten. der Rückschritt bemerkbar machen, daher gilt es, die Situation lich verdient, eine schwerere Belastung ist als 6 pCt. für einen Die Firma Rudolf Böcking u. Ko. am Halberg, an der Freiherr zu klären, um dem Unternehmerthum zu zeigen, daß wir nicht der Zehntausende verdient, das scheint Magistratus" nicht einv. Stumm betheiligt ist, habe im Jahre 1891 Verwahrung gegen fchlafen, sondern gewillt sind, auf ihre rigorosen Maßnahmen fehen zu können. die Entnahme des Wassers aus den Rentriisch'schen Quellen entsprechend zu antworten. eingelegt, allein St. Johann besitze für seine Anlage den vollen Schutz des Rechts, da das Reichsgericht 1886 flar entschieden Die Gewerbe- Abtheilung der Würzburger Handelshabe, daß jeder Befizer eines Grundstücks freie Verfügung über fammer begutachtete gestern die Bildung eines Gewerbegerichts die Wasserabern habe, die sich auf seinem Eigenthum befinden. für die Stadt Würzburg. Auch die Innungen und sonstigen Auf dem Wege des Rechts tönne daher die Firma Böcking u. Ro. Achtung, Schneider! Die Kieler Schneider stehen nahe Arbeitgebervertretungen, die bisher sich dagegen gesträubt, selbst dann nichts gegen St. Johann erreichen, wenn sie durch das vor einer Lohnregelung. Ihre Verhältnisse sind die denkbar schlossen sich dem an. Der Umschwung ist hauptsächlich das Wasserwerk bedeutend geschädigt worden sei. Dieser Fall liege aber traurigsten, ein durchschnittlicher Wochenlohn von 18,50 M. in Resultat der sozialdemokratischen Abgeordneten im Landtage. durchaus nicht vor, trotz der gegentheiligen Behauptungen den größten Geschäften, dazu Werkstellen, welche nicht im geim Saarbrücker Gewerbeblatt, denn es fei amtlich, und zwar ringsten einem menschlichen Aufenthaltsorte ähnlich sehen. Soun- ftande veröffentlicht der Kuster", das Fachorgan dieses Standes, Ueber das Kranken Kaffenwesen zum Schaustellers durch einen Bergbeamten aus Zweibrücken, erwiesen, daß der einen bemerkenswerthen Artikel. Aus demfelben geht nämlich Echeidterbach, auf den die Halberger Hütte angewiesen ist, täg nun für einen durchschnittlichen Wochenlohn von 17,50 M. ein- bervor, daß der Gesetzgeber bei der Ausstellung der GewerbeEcheidterbach, auf den die Halberger Hütte angewiesen ist, täg- tags- und Nachtarbeit sind an der Tagesordnung. Wir wollen ftande veröffentlicht der„ Kuster", das Fachorgan dieses Standes, lich 84 000 Stubifmeter Waffer führe und daß diesem durch die treten; ferner soll die Hausarbeit so viel als möglich abgeschafft betriebe zum Beitritt einer Krankenkasse nur die bestehenden, nicht St. Johanner Wasserleitung täglich nur 600 Rubikmeter, also werden, und sollen die Arbeitgeber für gesunde Wertstellen Sorge aber die Gewerbebetriebe im Umherziehen berücksichtigt hat, wofaum 3/4 pt., entzogen würden. Bon einer Gefährdung der tragen, sodann ist sämmtliche Sonntags- und Nachtarbeit in Weg- durch ein ganzer Stand, was diesen Punkt anbelangt, in eine Fabrik, von dem Brotloswerden Tausender von Arbeitern fall zu bringen. Da sich die Arbeitgeber diesen unseren Forderungen höchst zweifelhafte Lage gebracht wurde. Wie schlimm ist nämand wie die übertriebenen Behauptungen alle alle lauteten, sehr energisch gegenüber stellen und einige Geschäftsinhaber schon lich, so schreibt das genannte Blatt, beint Krantwerden Tönne also gar keine Rede sein. Der Das Vorgehen erflärt haben, der Postverkehr zwischen Kiel und Berlin ist noch der Schausteller, oder beffer gesagt, der Schausteller= Wege der Selbsthilfe und zwar frei, was so niel heißen will, als wir schicken unsere Arbeit nach Firma, bie auf dem Wege der burch Abgrabungen und Anlage von Dampfpumpen ein zur Berlin, so appelliren wir an das Solidaritätsgefühl der Berliner einer Erkrankung um Aufnahme in eine Heilanstalt nachsucht, so solch' ein armer Teufel" bei Befriedigung eines öffentlichen Bedürfnisses errichtetes Waffer: Kollegen und bitten sämmtliche Arbeit, welche von Kiel nach ist stets die erste Frage:" Sind Sie Mitglied einer Krankenwerf vernichten wolle, sei unerhört und illoyal, und es sei sehr einer Erkrankung um Aufnahme in eine Heilanstalt nachsucht, so werf vernichten wolle, sei unerhört und illoyal, und es sei sehr Berlin geschickt wird, energisch zurückzuweisen; es wird besonders tasse?" Wird diese Frage verneint, so folgt der ersten Frage bezeichnend, daß sich der Regierungspräsident von Auer in Berlin geschickt wird, energisch zurückzuweisen; es wird besonders ist stets die erste Frage: Sind Sie Mitglied einer KrantenSpeier auf die Seite St. Johanns gestellt habe und einer der gebeten, auf die Marine- Uniformen acht zu geben. Auch bitten stets die stereotype zweite:" Haben Sie Mittel, die Verpflegungsfosten zu bezahlen?" Wehe dem Armen, wenn er auch diese Firma bereits ertheilte Zusage zur Anlegung eines Stollens unter wir den Zuzug fremder Kollegen fern zu halten. Frage verneinen muß. Entweder wird er nun ganz und gar ter bayerischen Staatsfiraße fofort zurückgezogen habe, nachdem Die Agitations- und Streittommiffion 390 der Schneider Kiels und Umgegend. er über die wahre Sachlage aufgeklärt worden sei und abgewiesen, oder wenn dieses nicht angeht, nur aus Gnade und St. Johann durch jenen Beamten den Beweis geliefert J. M.: Wilhelm Dossow, Stiel, Möllingstr. 25, 2 Tr. L. Barmherzigkeit aufgenommen und zwar auf Kosten der öffent Die Schriftfeher und Buchdrucker Wiens hatten, wie lichen Armenpflege. Andererseits wieder haben die Angehörigen habe, daß eine kaum nennenswerthe Verminderung der Wassermengen in dem Scheidterbach eingetreten sei. Jm wir vor einigen Wochen mittheilten, die Forderung an die des Reisendenstandes durch die verschiedenen Auffassungen des gleichen Sinne fei der Direktor der Pfälzer Eisenbahnen von Prinzipale gestellt, den Minimallohn von 18 auf 15 Gulden zu Gesetzes von seiten der Lokalbehörden zu leiden. Es ist nur ere " sie Wir erwarten daher zahlreichen Besuch. Die Agitations Rommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. J. A.: Arthur Mähr. I. = " " den Wenn die Antwort der Stadtverordneten- Versammlung eintrifft, tommen wir auf die Sache zurück. daran. gehilfe Wenn Stellung zu nehmen. Patente sind in Deutschland im vorigen Jahre 4343 ertheilt worden, seit dem Jahre 1872 bis Ende 1893 im Ganzen 50 207. Im Kanton Zürich kommt am 4. März das Gesetz, betreffend das Verbot von Fabritarbeit an Festtagen zur Abstimmung. Die Referendumsvorlage schafft nichts Neues, fondern fanttionirt nur den bestehenden Zustand, wie er durch das schweizerische Fabriksgesetz festgelegt ist, indem sie den Neujahrstag, Charfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag und die beiden Weihnachtstage, die bisher schon als Festtage gefeiert wurden, nur als solche anerkennt. wünscht, daß die Regierung auch in diesem Punkte baldigst von Rasche bestätigt. Der Liedergemeinschaft aller Arbeiter- 1 richtete, daß sich 42 Kollegen für Bau- und 10 für Werkstattarbeit Remedur schaffen wird. Sängervereinigungen Deutschlands wurden 200 M. überwiesen. einzeichnen ließen. Davon erhielten Arbeit zugewiesen 6 Kollegen Ein Komitee von ca. 200 namhaften Industriellen aus Sodann wurde beschloffen, am 17. März im Saale der Brauerei für Bau- und 1 Kollege für Werkstattarbeit. Dieser ungünstige Friedrichshain" einen Liederabend abzuhalten. Der Bundes- Erfolg ist wohl, außer dem jezigen schlechten Geschäftsgang, allen Theiles Deutschlands hat sich gebildet, welches beabsichtigt, Dirigent Friedrichs ersuchte die Bereine mehr Interesse den darin zu suchen, daß viele arbeitslose Stollegen um Arbeit anin nächster Zeit eine Versammlung von Vertretern der gesammten Uebungsstunden entgegenzubringen. fragen gehen, und so die Nichtinanspruchnahme unseres Arbeitsdeutschen Industrie und Gewerbethätigkeit nach Berlin zu be= Zum Schluß wurde bekannt gemacht, daß die Lokale nachweises seitens der Unternehmer erinöglichen. Möchten dies rufen, um in der Frage des deutsch russischen Handelsvertrages Buggenhagen und Sanssouci als boykottirt gelten und die die Kollegen beachten. Nach Erledigung einiger interner Bereins. Vereine des Arbeiter- Sängerbundes sich danach genau zu richten angelegenheiten wurde die gutbesuchte Versammlung geschlossen. haben. In der Versammlung des deutschen Holzarbeiter. Vom Verband der Maurer( Zahlsielle Berlin 1 Buyer) Verbandes( Bezirk Often), die am 5. Februar tagte, hielt Dr. fand am 4. Februar die regelmäßige Mitglieverversammlung statt. Joel einen beifällig aufgenommenen Vortrag. Von einer Dis Der Bevollmächtigte gab der Versammlung einen ausführlichen fussion über den Vortrag wurde Abstand genommen und darauf Bericht über die Thätigkeit der örtlichen Verwaltung im ver- die Wahl der Werkstatt- Kontrollkommission vollzogen. Gewählt flossenen Jahre. Dem folgte der Bericht des Kassirers, der fol- wurden folgende Kollegen: Hemp, Wagner, Syvert, Reich, gende Kassenübersicht zur Kenntniß gab: Die Jahreseinnahme Olschimke, Piöffle, Wiedekopf, Sachtleben, Ritter, Fulz und betrug 5247,40 M., dieser steht eine Ausgabe gegenüber von Ehlert. Zum Bibliothekar wurde der Kollege Breitbarth ernannt 4958,91 M., mithin ist ein Bestand vorhanden von 288,49 M. und zum Beitragsammler für zwei weitere Bahlstellen im Osten Die Mitgliederzahl hat sich um 86 vermehrt. Hierauf schritt der Kollege Zastrow, Zahlstelle bei Tempel, Langestr. 65, für man zur Neuwahl der örtlichen Verwaltung, es wurden gewählt Nordosten Kollege Mann, Zahlstelle bei Krause, Landsberger zum ersten Bevollmächtigten F. Schulz, zum zweiten König, zum Allee 147. Zum Schluß machte Rollege Syvert darauf aufersten Kassirer H. Richter, zum zweiten A. Lehmann, zum Schrift- merksam, die Bibliothek mehr zu benußen. führer F. Hannemann, zu Revisoren E. Simanowsti, G. Schmidt Der Verein zur Negelung der gewerblichen Verhält und A. Kelpin, als Thürkontrolleur wählte man die Kollegen nisse der Töpfer hielt am 6. Februar in Spandau eine WanderEine Versammlung der Mitglieder der Ort 3. Simanowski, Ch. Nitschte und G. Dufterhoff, die Verwaltung versammlung ab, in der Genosse Sassenbach in einem interessanten Rrantentasse der Wäsche brauche beschäftigte sich am der Bibliothek wurde den Kollegen Arndt, Buzlaff und Malisti Vortrag über" Heinrich Heine's Leben" sprach. In der Diskussion 22. Januar abermals mit den Verhältnissen in der Orts- Kranken- übertragen. Laut Bericht und Abrechnung des Kollegen H. betheiligte sich der Kollege Daudert im Sinne des Referats. forderte der Vorsitzende zum fasse. Herr Möhring giebt den Anwesenden eine ausführliche Gräschte von der Unterſtügungs- Kommission verfügt diese über Unter" Gewerkschaftliches" Abonnement für den Bauhandwerker" auf. Darstellung der Mißstände, die in der Kasse vorhanden sind, und einen Bestand von 210,15 m. unterbreitet am Schluß seines Referats der Versammlung den Ju der Freien Vereinigung der Graveure und Zise Der Frauen und Mädchen Bildungsverein hielt am Antrag, eine Kommission zu wählen, die die geeigneten Schritte feure hielt am 4. d. M. Herr Dr. Weyl einen interessanten 7. Februar eine Versammlung ab, in der Genoffe Hansen über unternehmen soll behufs Gründung einer freien Hilfskasse. Dem Vortrag über die Physiologie des Gehirns". In der Diskussion das Thema referirte:„ Luther und seine Zeit". Von einer Dis wurde von der Versammlung nach einer längeren Diskussion zu- wurden mehrere auf den Vortrag bezughabende Fragen durch fussion über den interessanten Vortrag wurde Abstand genommen. gestimmt. den Referenten beantwortet. Nach dem noch einige Vereins- 3um Schluß wurde bekannt gegeben, daß am zweiten Osterfeierangelegenheiten dem Vorstande zur Regulirung überwiesen wurden, tag ein Vergnügen in den Arminhallen stattfindet. Billets hierzu macht der Vorsitzende noch bekannt, daß die Leipziger Fachzeitung find bei Frau Zipple, Markusstr. 14, und bei den KomiteemitDer Abonnementspreis beträgt pro gliedern zu haben. jest monatlich erscheint. Jahr 1,50 M., halbjährlich 75 Pf. Abonnements werden vom Kollegen Thiel, Fischerstr. 22, entgegengenommen. Versammlungen. " Der Fall Buchholz", Gewährung von Rechtsschutz mußte abgewiesen werden, mit dem Hinweis, daß sich der Kollege in diefer Angelegenheit an den Hauptvertrauensmann zu wenden habe, welchem es obliegt, alle diese Fälle zu regeln. es an der " Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter für Berlin und Umgegend hielt am 29. Januar seine ordentliche Generalversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde der in letzter Zeit verstorbenen Kollegen Raaz Einer öffentlichen Versammlung der Maurer Berlins und Panzer gedacht; die Versammlung ehrte das Andenken in und Umgegend( lokaler Richtung")" erstattete am 11. d. M. der üblichen Weise. Den ersten Punkt der Tagesordnung„ Kassen- Eine gut besuchte öffentliche Schneider und Schnei: Karl Behrend Bericht über die stattgehabten Berathungen bericht" erledigte der Rendant. Die Einnahmen betrugen vom derinnen. Versammlung tagte am 5. Februar in Marten's der feinerzeit niedergesetzten Einigungskommission. Die Vertreter 30. September bis 31. Dezember inkl. des vorhandenen Bestandes großem Saal. Der Vorsitzende, Kollege Timm, gab an stelle der lokalen Richtung hielten, dem Bericht zufolge, um eine wirk vom 3. Quartal 10 042,88 m., die Ausgaben in derselben Zeit des erkrankten Kassirers, Kollegen W. Schulze, die Abrechnung. liche Einigung der Berliner Maurer herbeizuführen, eine Radikal4326,25 M., so daß ein Kassenbestand von 5716,63 m. verblieb. Von den Revisoren wurde die Richtigkeit derfelben und beste fur am Plaze und machten den Vorschlag, beide am Drte beDen streifenden Schuhmachern sind in letzter Zeit 100 m. be- Ordnung der Belege und Kasse bestätigt und außerdem bekannt stehenden Vereinigungen aufzulösen und an deren Stelle einen willigt worden, außerdem hat der Verband noch 8 Kollegen gegeben, daß eine Anzahl Liften und Marken vom Streit, sowie vollständig neuen Verein zu setzen. Dieser Vorschlag wurde vom Streit bei der Firma Willing u. Violet zu unterstützen. Marken der Agitationsfommission noch ausstehen. Die Inhaber seitens der Zentralisten stritte abgelehnt. Ein anderer Borschlag Kollege Müde gab alsdann Bericht über die Thätigkeit der derselben sollen demnächst veröffentlicht werden. Auf Antrag betraf die Einsetzung einer gemeinschaftlichen Kommission zur Bibliothekommission. Vorhanden sind insgesammt 872 Bände der Revisoren wurde dem Kassirer einstimmig Decharge ertheilt Regelung öffentlicher Angelegenheiten und Schaffung eines einund zwar in der Bibliothek im Norden 308, im Süden 329, Hiernach erfolgte Neuwahl der Agitationskommission. Gewählt heitlichen öffentlichen Fonds. Auch dieser Vorschlag, welcher ein und in Moabit 235 Bände, ausgeliehen wurden 571 Bände; be- wurden die Kollegen Haase, Danzig, W. Schulze, Gottschalk, Bindeglied zwischen beiden Organisationen bezweckte, wurde seitens fannt gegeben wurde, taß die Kataloge in den Bibliotheken ge- Sleeft, Mähr, Timm, Räcke, Zander, und die Kolleginnen der Zentralisten aus finanziellen und taktischen Gründen abgelehnt. druckt ausliegen, und die Vertrauensleute im Besige eines S. Blume, Frau Schwarz und Frau Reimann. Da möglichst Bon zentralistischer Seite wurde demgegenüber ein Antrag gestellt Exemplars find. Beklagt wurde wiederum, daß die Kollegen bei alle Branchen in der Kommission vertreten sein müssen, betr.die Einberufung einerKonferenz nach Altenburg behufsBerathung Wohnungsveränderungen dieses nicht angeben, der Kommission jedoch für die Damenkostüm und Knabenbranche Vertretung der Schritte, welche eine Einigung der Maurer Deutschlands erfällt es aus diesem Grunde nicht häufig schwer, ausgeliehene nicht zum Vorschlag tam, findet in der nächsten öffent möglichen fönnten. Dieser Antrag ist seitens der Zentraliſten Bücher zurück zu erlangen. Die Kollegen Köhler, früher lichen Versammlung eine Nachwahl statt. Zum Vorsteher des angenommen worden, die Stellung der Lokalisten zu diesem AnGr. Frankfurterfir. 130, Hermann Schulz, früher Fehrbelliner Arbeitsnachweis- und Auskunftbureaus wurde Kollege Timm trage hatte die tagende Versammlung zu bestimmen. In der straße 52 wohnhaft und Grünberg, aus Chemnitz sind noch wiedergewählt. Nunmehr referirte Kollege August Tätero w folgenden Diskussion trat Blauroc zunächst der Auffassung im Besitz von Büchern, die jetzigen Wohnungen sind über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in allen Branchen der entgegen, daß nunmehr die lokalorganisirten Berliner Maurer, nicht befannnt, etwaige Mittheilungen hierüber werden von der Schneiderei. Er führte aus, daß das Unternehmerthum die indem es feinen anderen Ausweg mehr gäbe, mit Sang und Kommission erbeten. Hierauf gelangte die Angelegenheit des schlechten Konjunkturen benutzt, die Löhne herab zu drücken. In Klang ins Lager der Verbändler übergehen würden. Seiner Kassirers Beer zur Verhandlung. Der Rendant theilte mit, daß der Militärbranche ist die Möglichkeit, Befferung zu schaffen, so Meinung nach wäre hier der Wunsch der Vater des Gedankens. bei B. Anfang Dezember ein Einbruch verübt sei, bei welchem günstig wie nie zuvor, Beweis dafür ist die Thatsache, daß An- Wie der Referent war auch der Redner der Meinung, daß in nahezu 500 M. Verbandsgelder gestohlen wurden. Diese Summe fertigung der grauen Militärmäntel Sivilschneidern übertragen erster Linie in Berlin eine Einigung geschaffen werden müsse, ist von B. vorläufig gedeckt worden. Kollege Beer wünschte, daß worden ist, ebenso daß Sonntags- und Ueberstundenarbeit play- bevor man sich anderen, die ganze Angelegenheit nur hinhaltenihm die betreffende Summe wenigstens zum Theil zurück erstattet gegriffen hat. Am miserabelsten liegen die Verhältnisse in der den, wenn nicht gänzlich vereitelnden Projekten zuwenden könne. werde. Es entspinnt sich hierüber eine längere Debatte, in der Konfektion, hier ist durchaus nichts mehr zu verlieren. An der Nachdem noch Palm, Garbe, Borpahl, Jänsch, unforrette Buchführung getadelt wurde. Die Ver Hand beweiskräftigen Zahlenmaterials behauptet der Referent, W. Schulz, Bielide, Wilte, Regeler, Mezte sammlung beschloß, diese Angelegenheit bis zur weiteren Auf- daß gute Aussichten die für Konfektion zu ton- und Dienert ihre Meinung geäußert hatten, lehnte und feien, flärung auf sich beruhen zu lassen. In Sachen der vom Vor- ftatiren Zeit ist, diese die Versammlung die Einberufung und Beschickung einer stand dem Kollegen Trittelwig entzogenen Zahlstelle beschloß Gelegenheit nicht unbenüßt vorübergehen zu laffen. Der Konferenz zum 4. März nach Altenburg, woselbst am die Versammlung, nachdem versucht war, war, Klärung zu Einzelne ist machtlos. Nur eine starte, feste Organisation 5. März der Verbandstag des Zentralvereins stattfindet, schaffen, die Zahlstelle zu Trittelwig wieder zu verlegen. ist im stande, dem Unternehmer Besserungen abzuringen. An einstimmig ab und nahm ebenso einstimmig folgende von Blaurock Hierauf fanden verschiedene Neuwahlen statt. Als Kassirer der sich anschließenden Debatte betheiligten sich die Kollegen und W. Karpe beantragte Resolution an: für den Süden wurde der Kollege Kaiser gewählt, in die Frädrich, Sieboldt, Pfeiffer und Fr. Gubela." In Erwägung der von allen Seiten zugestandenen elenden Bibliothekkommission für den Norden die Kollegen Schubert, Folgende Resolution wurde zur Diskussion gestellt: Die wirthschaftlichen Lage und deren Begleiterscheinungen, als da Scholz, Pflugner, für den Süden die Kollegen Timm, Agitations Rommission wird beauftragt, die Regelung der sind: von Jahr zu Jahr sich mehrende Arbeitslosigkeit, stetig Wojciechowski, Förster, Guthzeit, Kühn und für Moabit die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Schneiderei in die Hand fallende Löhne und die aus der Uneinigkeit der Berliner Maurer Kollegen Hofort und Raddei. Die Kollegen Krusemart( Schrauben zu nehmen und zu diesem Behufe diejenigen Geschäfte, welche hervorgehende Organisationslosigkeit; in fernerer Erwägung, dreher) Schröter( Rohrleger) wurden als Beisiger im Vorstand Abzüge gemacht, sowie diejenigen, welche die im vorigen Jahre daß in der Einigungskommission die von den Delegirten der Ber von der Versammlung bestätigt. aufgestellten Forderungen nicht bewilligt haben, zu veranlassen, liner Maurer gemachten Vorschläge: 1. Auflösung beider Ordas Unterlassene vollständig nachzuholen. In einer späteren ganisationen und Gründung einer gemeinsamen Organisation, Versammlung ist über das Resultat Bericht zu erstatten und oder 2. friedliches Nebeneinandertagen beider bestehenden Drweitere Stellungnahme zu beschließen. Insbesondere ist eine all- ganisationen und träftiges Zusammenarbeiten auf dem Boden gemeine Agitation in der Konfettion anzubahnen, um zu des Berliner Generalfonds behufs Bekämpfung unserer wucheEin Antrag, die noch auf der Tagesordnung stehende geeigneter Zeit für Verbesserung der Lage der Konfektions- rischen Ausbeuter, Unterstüßung kämpfender Genossen anderer Vor allen Dingen Gewerschaften und energischem Heranziehen Statutenänderung zu vertagen und auf die Tagesordnung der arbeiter und Arbeiterinnen einzutreten. der großen nächsten Versammlung zu stellen, wurde angenommen. ist es der Kollegen und Kolleginnen aller Branchen indifferenten Masse zu den Organisationen, von den Ver Der Verband der Sattler und Tapezirer hielt am 3. d. Pflicht, sich behufs Befferstellung ihrer Lage zu organi- bändlein abgelehnt und ihrerseits die Berliner Maurer auf eine geschloffene Mitgliederversammlung ab. In derselben wurden firen, sich den Verbande deutscher Schneider, Schneiderinnen einen später einzuberufenden Kongres vertröstet worden sind, be die Anträge, die bereits von der Filiale Berlin berathen sind und und verwandte Berufsgenossen anzuschließen." Diese Re- schließt die heutige Versammlung, Mann für Mann energisch der am 26, März stattfindenden Generalversammlung unterbreitet solution wurde einstimmig angenommen. Kollege 3 ander be- für den Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Maurer werden sollen, besprochen. Darauf wurde Kollege Blum als flagte sich, daß er als Arbeiter laut Mahnzettel ohne vorher zu agitiren. Ferner werden die Vertrauensmänner, sowie auch Delegirter gewählt und beauftragt, der Generalversammlung gegangene Aufforderung gezwungen wurde, zu den Wohlfahrts- der Vereinsvorstand aufgefordert, von nun an öfter Bersammieinrichtungen der Innung beizutragen, obgleich er fein Innungs- lungen behufs Förderung der Berliner Organisation einzuberufen, diese Anträge vorzulegen. In der Ergänzungwahl wurde hierauf mitglied sei, worauf Kollege Pfeiffer erklärte: Hier rächt damit die Berliner Mauer bald in der Lage find, den staatlichen Kollege Sifirsfy als Beisitzer gewählt. sich einmal wieder die Nachlässigkeit der Kollegen gegenüber ihren und städtischen Behörden wie auch dem Bauunternehmerthum Die Arbeiter Bildungsschule( Südost) hielt am 4. Februar eigenen Pflichten. Der§ 100f giebt den Innungen das Recht, ihre Forderungen vorzulegen." in Schmiedel's Festsälen eine gutbesuchte Versammlung ab. Ge- bei allen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, wo irgend etwas zu Im Sinne diefer Resolution foll ferner ein Flugblatt aus noffe A. Wig referirte über„ Episoden aus der Pariser Kommune", bekommen ist, Beiträge für ihre Wohlfahrts- Einrichtungen zu gearbeitet und verbreitet werden. Lebhafte Klage wurde als welcher Vortrag mit großem Beifall aufgenommen wurde. An erheben. Che§ 100 f Gesetz wurde, fand zur Besprechung des dann darüber geführt, daß die Genossenschafts- Hutfabrik, obgleich der Diskussion betheiligten sich die Genoffen Hager und Sigg felben eine öffentliche Versammlung statt, welche so schwach be- dieselbe von der Arbeiterschaft Solidarität verlangt, die Ausim Sinne des Referenten. Gegner unserer Bestrebungen oder sucht war, daß nichts zu machen war führung ihrer Bauten dennoch einem Großunternehmer überder Ausführungen des Referenten meldeten sich nicht zum Wort. Zum Schlusse wurde auf den diesjährigen Maskenball hin- tragen habe, welcher nicht einmal organisirte Maurer in Arbeit Zu Verschiedenes" forderte der Obmann der Südost- Schule die gewiesen, welcher Sonntag, den 11. Februar, in der Berliner stelle. Die Vertrauensmänner wurden beauftragt, demnächst zur Anwesenden, soweit sie noch nicht Mitglieder sind, auf, der Ressource stattfindet. Besprechung dieser Angelegenheit eine öffentliche Versammlung Schule beizutreten und ermahnte die anwesenden Mitglieder, rege für Zuführung neuer Kräfte in ihren Kreisen zu agitiren. So- Die Kranken- und Sterbekaffe der Berliner Haus einzuberufen und zu dieser den Genoffenschafts- Vorstand eindann machte derfelbe die Mittheilung, daß am 11. Wiärz im diener( E. H. 61) beschäftigte sich in der legten General zuladen. Kyritz in der Prignitz. Am 13. Januar fand hier eine selben Lokale zum Besten der Arbeiter- Bildungsschule ein Vokal- versammlung mit dem ausführlichen Jahresbericht des Kassirers. und Instrumental- Konzert, arrangirt vom Arbeiter- Bitherverein Demselben ist zu entnehmen, daß die Gesammteinnahme der von dem antisemitischen Reformverein einberufene VolksversammGinigfeit" unter Mitwirkung eines Gesangvereins des Arbeiter Kasse 47 922,67 7. beträgt, der eine Ausgabe von 28 664,91 M lung statt, in der Herr Liebermann von Sonnenberg über Sängerbundes und emiger Solokräfte stattfindet. Daß nach gegenübersteht, mithin bleibt ein Bestand von 19 257,76 m. Der Judenthum und Sozialdemokratie" referirte. Zur Diskussion folgende Tanzkränzchen hielt die Theilnehmer bis zu später von der Behörde geforderte Refervefonds würde sich demnach sollte jedermann zugelassen werden, als sich aber Wagner- Berlin Stunde zusammen. Sonntag, den 18. d. Mts., findet für die decken. Die Versammlung bewilligte dem Kassirer 50 Mt. Manko- zum Worte meldete, wurde ihm dies verweigert, weil er fein Oft- Schule in demfelben Lokale, für die Nord- Schule in den geld. Die Kaffenstunden sind vom 1. April ab von 12-5 Uhr Priegniger fei. Darauf berief der hiesige, seither deutsch- freiGermania- Sälen je eine Versammlung statt. festgesetzt. Der Vorsitzende bemerkte, daß durch den Austritt sinnige Arbeiterverein zum 4. Februar eine öffentliche Versammvieler Mitglieder, denen die Beiträge zur Erhöhung des Reserve lung ein und stellte das gleiche Thema auf die Tagesordnung. Ausschuß- Sihung des Arbeiter Sängerbuudes am fonds zu hoch gewesen, die Verwaltungskosten vermindert werden Wagner war als Referent und Liebermann von Sonnenberg als 4. Februar. Zur Aufnahme haben sich 12 Vereine gemeldet. müßten. Der Kassirer würde sich dazu verstehen, statt wie bisher Korreferent eingeladen. Lekterer erschien nicht, dagegen entwickelte Dieselben wurden in üblicher Weise aufgenommen. Zu Revisoren für 125 M., mit 100 m. monatlich das Amt zu verwalten. Wagner die Lehren der Sozialdemokratie unter dem lebhaften find gewählt die Vertreter von den Vereinen: Norddeutsche Ein Antrag, Puter 90 M. zu bewilligen, gelangte hierauf zur Beifall der Versammlung, welche von ca. 500 Personen besucht Schleife Oberon" und Hand in Hand". Zu Kontrolleuren Annahme. Den Ausschuß- und Vorstandsmitgliedern soll für war. Die anwesenden Antisemiten, etwa 20 an der Zahl, wichen wurden 7 Ausschußmitglieder ernannt. Die Abrechnung vom jede Sigung 75 Pf. gewährt werden. Die Wahl des Vorstandes trotz wiederholter Aufforderung der Diskussion aus, während der Boltsfest in Schönholz", wurde vom Kassirer Kaiser verlesen. ergab folgendes Resultat: Emil Puzzer, Vorsigender; Wilhelm Arbeiterverein sich unter stürmischer Begeisterung der modernen Danach beträgt die Einnahme 12 279,30 M., die Ausgabe Sothmann, Stellvertreter; zu Schriftführern wurden wieder Arbeiterbewegung anschloß und eine große Bahl neue Mitglieder 4962,16 M., mithin ist ein Ueberschuß von 7317,14 M. vor gewann. Liebermann von Sonnenberg hatte unterm 1. Febr. handen. Halbirt erhält die Arbeiter- Bildungsschule und Arbeiter in der" Kyrizer Zeitung" bekannt gemacht, daß ihm die EinSängerbund je 3658,57 M. Da von einzelnen Vereinen noch ladung erst zugegangen sei, nachdem er bereits über seine Zeit Refte zu verzeichnen sind, so wurde beschlossen, wenn diese Vereine am Sonntag, den 4. Februar, verfügt hatte. Er sei aber bereit, nicht binnen 4 Wochen abgerechnet haben, find fie vom Bunde selbst zu kommen, oder einen Vertreter zu schicken, welcher den auszuschließen. Der Verein„ Rothe Fahne", dessen Vertreter der Der Fachverein der Stuckateure hielt am 5. Februar Herren Sozialdemokraten ebenso gut wie er selber Bescheid zu Metallschleifer Bohlmann 250 Billets entnommen ohne bis jetzt eine Generalversammlung ab. Nach dem Kassenbericht, der zur geben vermag, wenn in der Zeit bis Ostern eine neue Versammabzurechnen, wurde ausgeschlossen. Die Richtigkeit der Abrechnung Verlesung kam, beträgt die Einnahme im letzten Quartal lung in Kyriß einberufen und er vierzehn Tage vorher davon nach genauer Prüfung der Belege wurde seitens der Arbeiter 593,76 W., die Ausgaben 301,20 m., so daß ein Bestand von benachrichtigt wird. Dies soll nun innerhalb der angegebenen Bildungsschule von Frl. Baader und vom Arbeiter- Sängerbund 292,56 M. bleibt. Die Kommission für den Arbeitsnachweis be- Frift geschehen. " 11 gewählt: Karl Runge; Gustav Grauer, Stellvertreter; des gleichen zum Kassirer August Kuhntke. Den Ausschuß bilden die Mitglieder: August Meier, Hermann Wolter, Otto Dobrat, Gustav Pickert und Karl Heinke. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.