Nr. 170. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Big. Boit. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs, Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich, Ungarn 2,50 Mart, für übrige Auslens 4 Mark pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. 215 Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 60 Pig.. für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erite Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Big. Worte über 15 Buchstaden zählen für zwei soze. Inserate für die nächste Numuter müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplay, Nr. 1983. Dem Kriegsministerium werden, ins Stammbuch. Von Richard Gädke. " 7 Donnerstag, den 25. Juni 1914. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 1984. fürchten Gott und sonst absolut nichts und nie eine fünftige, aber heute noch unmögliche Regelung dieser Frage manden auf dieser Welt." Ich bin diesmal sehr fein. Viele Organisationen fürchten vielleicht Verluste, die bei einverstanden. Folgt dem guten Worte, ihr Deutschen alle, einer lingestaltung der Organisation aber reichlich wettgemacht gebt die erbärmliche und feige Furcht vor den Schifanen der werden könnten. Doch das sind alles Zukunftsfragen. Wenn wie heute Mächtigen auf und leistet Mann für Mann den Behörden die Erörterungen gepflogen werden, wird man die Schwierigkeiten den grimmigsten Widerstand, wo sie auch nur um Haaresbreite ihre gesetzlichen Befugnisse überspannen! Kampf gegen von Fall zu Fall zu beheben, die Streitfälle zu mindern, die die Willkür, Kampf für Eure gesetzliche Freiheit und unab- Stimmungen zu besänftigen suchen. Auch das wird ein großer GeDer Einjährig- Freiwillige Stöder ist am 15. Juni hängigkeit jei Euer Losungswort! Ihr sollt sehen: die, die winn sein, den dieser Kongreß gebracht haben wird. Aber wenn das, wie wir hoffen, auch eintritt, so wird dieser auch durch die Oberersazkommission endgültig dem„ Land- jetzt Eure Tyrannen sind, werden dann wie Wachs in Euren Kongreß doch nicht der legte sein, der sich mit den Grenzstreitig ſturm mit Waffe" zugewiesen; er ist also für Friedenszeiten Händen werden. Das Gesetz vom 9. November 1867 gibt den Ersatzbehörden feiten befaßt. Auch bei dem besten Erfolg dieses Kongresses wird von jeder militärischen Verpflichtung, auch von jeder Meldeund Kontrollpflicht, befreit worden und hat mit Mars, dem nur das Recht, junge Leute vor dem zwanzigsten er viele Arbeit seinen Nachfolgern nicht ersparen können. Vielleicht bekanntlich„ moralischsten" aller Götter, gar nichts mehr zu Lebensjahre vom freiwilligen Eintritt in das Heer aus fühlte das auch Genosse Legien, der in flarer und versöhnlicher tun. Seine eigene höchstbetrüblich moralische Unwürdigkeit", zuschließen, wenn sie die nötige moralische und körperliche Darstellung ein friedliches Vertragen den Gewerkschaften empfahl. nach einjähriger Dienstzeit zur Reserve" beurlaubt zu Qualifikation noch nicht haben. Im äußersten Falle hätte die Bei allem Eifer seiner eindringlichen Ausführungen hatte man feine Erjagbehörde also Herrn Stöcker verhindern können, seiner hat für für ihn selbst erfreulicherweise materiell unangenehmen Folgen gehabt. Wahrschein Dienstpflicht vor dem 20. Lebensjahre freiwillig zu genügen, aber doch das Gefühl, daß er an eine Erledigung dieser Frage auf Biel zu flar erkennt er ja auch die lich wird er sich mit dem jungen Düwell, enn sie berechtigt wäre, ihm die nötige moralische die Dauer nicht recht glaubt. seinem Glücksgenossen, zusammentun, um den preußischen Befähigung nur aus dem Grunde abzusprechen, weil er sich ununterbrochenen Aenderungen in unserer Industrie, die ganz naturNach dem 20. Lebensjahre gemäß auch zu Aenderungen in der Organisationsgestaltung führen Ersazbehörden ein herzhaftes„ Schmollis, Ihr Brüder!" zu sozialdemokratisch betätigt hatte. zurufen. Und den„ moralischen Makel", den man ihm anzu- gibt es diese moralische Zensur" überhaupt nicht mehr; da müssen. Nach der Einleitungsrede Legiens wurden die Anträge, die zu heften versucht aus keinem anderen Grunde, als weil er fönnen vom Dienst bekanntlich( Strafgesetzbuch§ 31 und 37) von seinem verfassungsmäßigen Rechte Gebrauch gemacht hat, nur die ausgeschlossen werden, die zur Zuchthaus den Grenzstreitigkeiten gestellt waren, begründet, und da gab es strafe verurteilt worden sind oder gegen die auf dauernde für feine eigene sozialdemokratische Anschauung zu werben diefen Matel" wird er mit so vergnügtem Schmunzeln Unfähigkeit zum Dienste im Heere erkannt worden ist schon harte Reibungen zwischen Bauarbeitern, Metallarbeitern, tragen, wie ich etwa die gesezwidrige Entziehung des ehrlich Leute, die unter bürgerlichen Ehrenstrafen stehen, werden Transportarbeitern, Fabrifarbeitern, Gemeindearbeitern usw. verdienten Rechtes, den Titel Oberst zu führen. Welches solange zurückgestellt als die Wirkung dieser Ehrenstrafen sind am Schlusse des heutigen Tages nicht einmal alle Anträge beVorschnell Gesetz gibt denn dieser Bureaukratie die Befugnis, über dauert( Reichs- Militärgesch vom 2. Mai 1874§ 18). gründet, und noch hat die Aussprache nicht eingesetzt. moralische Würdigkeit oder Unwürdigkeit unbescholtener Nach dem Eintritt in das Heer kann einem Einjährigen sein wäre es, schon heute ein Urteil abzugeben. Unter einiger Unruhe schloß Schlicke die Sigung mit einer Männer zu entscheiden? Und nun gar ihre innere Be- Vorrecht nur dann genommen werden, wenn er in die rechtigung! Du lieber Gott, darüber wollen wir lieber gar 3 weite Stasse des Soldatenstandes versett Erklärung der Redaktion der Sozialistischen Monatshefte". nicht erst reden. In den Kreisen, in denen Herr Stöder wird( Reichs- Militärgesek voni 2. Mai 1874§ 50). Mit unbegründeten Anwurf derselben gegen die Nedaktion des„ Vorwärts" verkehrt, glaubt den königlich preußischen Ersatzbehörden kein einem ungewöhnlichen Maße von Kühnheit legt sich also die wies Schlicke gebührend zurüd. einziger Mensch; man mißt ihrem Urteil keine Bedeutung Behörde gegenüber dem noch nicht dienenden Einjährigen ein bei. In den Augen der großen Mehrheit unseres Volkes hat viel höheres Recht bei als gegenüber den bereits unter den und das ohne die leiseste Spur Stöcker selbstverständlich nicht verloren, sondern gewonnen. Militärgesehen stehenden Was gehen uns die Beamten an? Wir wissen, daß es sich Nun aber ihr Recht der moralischen Zensurierung aus hier nicht um einen Akt des Rechtes und der Sittlichkeit, sondern um einen solchen der nacktesten Gewalt handelt. Was politischen Gründen überhaupt! Artikel 5 der preußischen Verfassung gewährleistet die ihnen mißliebig ist, nennen sie ,, unwürdig"! Aber die Erledigung des Einzelfalles gibt mir Veran- persönliche Freiheit; ihre Einschränkung kann nur Artikel 27 gewährt je de m Tassung, noch einmal mit dem preußischen Kriegsministerium durch Geseze stattfinden. Der Aufruf an all' diejenigen, die Erfahrungen über die grundsätzlich abzurechnen, das geglaubt hat, gegen meine Preußen das Recht, durch Wort, Schrift, Druck, bildliche Er fann traurigen Zustände in den Kasernen gemacht haben, uns ihre sachverständigen Ausführungen Berichtigungen" loslassen zu Darstellung seine Meinung frei zu äußern. dürfen. Natürlich zum Jubel" der reaktionären Presse. Ob sich also unzweifelhaft auch ohne gefeßlichen Nachteil als Adressen anzugeben, hat Erfolg gehabt. Trotzdem liegt es das Kriegsministerium darauf wirklich Wert legt? Diese Republikaner und Sozialdemokrat bekennen, folange er selbst im Interesse der Sache, das reiche Material noch zu verMenschen bejubeln doch kritiklos alles, was gegen die böse teine gesetzlich verbotenen, gewaltsamen Mittel zur Begefeßlicher Begründung. " Gegen die Militärmißhandlungen. Zeugen heraus! Kenntnis bringen. E3 Einen Opposition gedruckt wird. Db es richtig oder falsch ist, feitigung der gegenwärtigen Staats- und Gesellschaftsordnung vollständigen. Es gibt sicher noch viele, die meinen, sie das ist ihnen völlig gleichgültig; meist sind sie auch zu dumm, borschlägt. Für seine politischen Ansichten eine gefegliche und brauchten sich der geringen Mühe, sich bei uns zu melden, friedliche Propaganda zu treiben, ist dem Deutschen ver- nicht mehr zu unterziehen, da uns genug Fälle bekannt seien. um sich darüber ein eigenes Urteil bilden zu können. Recht. Diese Freiheit aber Es ist aber wünschenswert, eine möglichst vollständige Das geehrte Kriegsministerium hat bei seiner sogenannten fassungsmäßig verbrieftes Wo Sammlung zur Verfügung zu haben. Deshalb ist es Berichtigung" nach dem alten, ach schon so abgegriffenen, Rezept wagt die Behörde als unmoralisch" zu erklären! Ein Sozialdemokrat fann dringend erforderlich, daß alle diejenigen, die verfahren, viel Dampf um völlige Nebensachen aufzuwirbeln fißen denn die Umstürzler? auch ohne Schaden, nach Maßgabe seiner Militärmißhandlungen erlitten oder von solchen sichere Kenntund so die Aufmerksamkeit von den entscheidenden Dingen natürlich abzulenken. Es ist schließlich sehr gleichgültig, ob wirklich der militärischen Befähigung, Offizier werden, wie in Frankreich, nis erlangt haben, sofort ihre Adresse uns zur Fichskanzler eine Aenderung der Behrordnung gegengezeichnet wie in der Schweiz? Denn wo steht geschrieben, wo ist der hat, wenn diese Aenderung nicht der breitesten Deffentlichkeit Beweis geliefert, daß er um seiner politischen Gesinnung willen Es gilt den Kampf gegen den Militarismus bei durch das Reichsgesetzblatt zugänglich gemacht wird. Sie be- den bestehenden Gesezen nicht gehorchen oder gar Unterdeutete ja eine völlig neue Auslegung des alten, seit 27 Jahren gebene zu ihrer Umgehung anhalten wird? Das sind nichts als jeder Gelegenheit im Parlament, und da es der Kriegsminister in Gültigkeit befindlichen Gesezes, die mit der bisherigen recht gewaltsame Konstruktionen unserer Regierenden im Interesse will, auch vor Gericht zu führen. Der Schlag, den die Reaktion lichen Auffassung der Ersatzbehörden, ohne daß irgend etwas ihrer Herrschaft, zur Niederhaltung und Verfemung einer ihnen gegen die Sozialdemokratie, die unermüdliche Bekämpferin der Neues eingetreten wäre, in schrofffter Weise brach; sie gab lästigen Bewegung! Mit Verdächtigungen begründet man Militärmißhandlungen, führen will, muß mit doppelter und ihnen ein höchst gefährliches Recht in die Hand, das schlimmstem gesezwidrige Ausnahmemaßregeln. Das ist preußische Taktif dreifacher Wucht auf sie zurückfallen. Mißbrauche Tür und Tor öffnete. Was moralisch oder seit hundert Jahren! Da der Prozeß gegen die Genossin Lugem. Je weniger wir leider in der Verteidigung der unmoralisch ist, wird allein nach dem Belieben unverantwort licher, unkontrollierbarer Männer abgeschätzt, die in politischen und der Verfassung den Behörden gegenüber auf unsere Boltsburg bereits am 29. Juni stattfindet, mögen sich die Dingen meist dem ärgsten Fanatismus verfallen sind. vertretung bauen dürfen, desto mehr haben alle unabhängigen Beugen unverzüglich auf unserer Redaktion Zum mindesten hätte es damals den ersten Geboten der Männer gleichgültig welcher besonderen Partei sic angleichgültig welcher besonderen Partei sic an- fchriftlich melden! Deshalb tut Eure Pflicht und stellt uns Eure Erfahrungen Loyalität und des politischen Anstandes entsprochen, diese ganz gehören die Pflicht, sich zu einer festen Abwehrphalanx neue Machtbefugnis, die den Ersatzbehörden beigelegt wurde, zusammenzuschließen. Und darum gebe ich dem Kriegs- zur Verfügung! durch die Presse der breitesten Deffentlichkeit bekanntzugeben. ministerium den freundschaftlichen Rat, sich mit mir feine Man hat es natürlich absichtlich nicht getan; ein alter Trick Mühe mehr zu geben. Ich begreife ja, daß es meine Aufunferer Regierenden, Neuerungen, die ihre Wacht vermehren, fäße eifrig liest, aber seine Berichtigungen" imponieren mir die Abhängigkeit vergröbern, den Absolutismus erweitern, gar nicht. Wenn es sich auf einen publizistischen Kampf gegen möglichst unauffällig und unter harmlosen Formen ins Leben mich einläßt, wird es keine Lorbeeren ernten. zu rufen, damit das regierte Volt nicht sofort merke, welch' neue Zuchtrute man ihm aufgebunden, und damit man sich später auf eine alte, unwidersprochen gebliebene Uebung berufen könne! Freilich, unsere ärmlichen Volksvertreter fallen auf solche abgenugten Künfte immer und immer wieder hinein. Ihre sträfliche Vertrauensseligkeit ist unausrottbar. " Die Grenzstreitigkeiten. Der albanische Aufstand. Der einzige Vorteil, den der am Mittwoch abgelaufene Waffenstillstand der albanischen Regierung gebracht hat, ist die Verstärkung der improvisierten Befestigungswerke von Durazzo gegen einen etwaigen Sturmangriff der Aufständischen. Diese haben die Zeit sicherlich auch nicht unMünchen, 24. Juni 1914. genutzt vorübergehen lassen und werden Verstärkungen, Die bedeutsamsten Verhandlungen dieses Gewerkschaftskongresses, Munition usw. herangeholt haben. Daß sie nicht müßig Entscheidend aber ist denn schließlich doch, daß man in die auch im Begrüßungsartikel des„ Vorwärts" hinsichtlich ihrer waren, beweist die Niederlage der Regierungstruppen südsich selbst überfugelnder Schlauheit die Neuabdrucke" der wichtigkeit, aber auch der ihnen entgegenstehenden Schwierig östlich von Durazzo. Zu allem Unglück ist auch die Abteilung Behrordnung mit jener gefeßwidrigen Machterweiterung durch feiten begründet worden sind, beschäftigten den Kongreß in seiner Brent Bibdodas, der vom Norden her den Aufständischen in Leinen Reichstanzler hat gegenzeichnen lassen; seelenruhig, als heutigen halbtägigen Sigung. Die Verhandlungen fanden statt die Flanke fallen sollte, geschlagen worden; möglich ist auch, sei gar nich geschehen, steht unter ihnen noch immer der unter der denkbar größten Aufmerksamkeit des ganzen Kongreffes. daß er sich freiwillig hat schlagen lassen, um einen Vorwand Name eines ehemaligen Stellvertreters des Kanzlers, Ueber die Frage der Grenzstreitigkeiten wird auch noch morgen zu haben, mit den Führern der Aufständischen gemeinsame der zur Zeit des letzten Neuabdrucks längst eine politische und übermorgen verhandelt werden, und das weiß man heute Sache zu machen. Mumie war. Auch aus Südalbanien kommen ungünstige Nachrichten. Darum bedaure ich fast, daß Stöcker zu seiner Fest- schon, daß eine Lösung, die alle an dieser Frage interessierten Darum bedaure ich fast, daß Stöcker zu seiner Fest: ftellungsflage nun nicht kommt, zu der er auf meinen Ratewerkschaften befriedigen könnte, wenigstens im gegebenen Augen- Die Stadt Valona wird von den Aufständischen bedroht. Die wirtschaftlichen Notwendigkeiten haben entschlossen war. Gegen preußische Behörden muß man sich blid unmöglich ist. mit allen gesetzlichen Mitteln bis aufs äußerste wehren und die Arbeiterorganisationen schon zur Ueberwindung weit größerer Durazzo, 24. Juni.( Meldung der Agenzia Stefani.) Der darf sich von ihnen nichts gefallen lassen. Das scheint ja auch Schwierigkeiten erzogen. Nicht nur die harte Tatsache, sondern auch gefirige Tag verlief verhältnismäßig ruhig. Gemäß der Proklamation die Auffassung des Kaisers zu sein, der jetzt zum zweiten eine die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Organisations- ftellten sich am Morgen alle Männer zwischen 14 und 50 Jahren, Male mit erhöhtem Nachdruck versichert hat: Bir Deutschen formen Klarstellende Untersuchung wird die Vorbedingung für um an den Befestigungsarbeiten teilzunehmen. Es wurde vei H Die Lage in Durazzo. neue Verschanzungen aufgeworfen und 100 Meter davor Draht- Fischer vorgeworfen wurde, er habe sich sch nieren lassen. Sier und dennoch sind riesige Abschlüsse mit dieser Händlerfirma berhaue errichtet, aber erhebe fie für einen 3uhälter feiner eigenen abgeschlossen. Frau sechsmal Antlage! Prenk Bibdoda geschlagen. Rom, 24. Juni.( Meldung der Agenzia Stefani.; Hier ist die Nachricht eingetroffen, daß Prent Bibdoda von den Auf ständischen geschlagen und gefangen genommen, auf sein Ehrenwort aber wieder freigelassen worden sei. Die Unruhen in Südalbanien. Balona, 23. Juni.( Meldung der Agenzia Stefani.) Gestern abend besetzten Streitkräfte unter Botasch Bei und Zaccani Fieri die Ufer des Flusses Poissa. Valona wird in Verteidigungszustand gesetzt. Die Regierungstrappen hatten in dem Kampfe vom 21. Juni 80 Zote und 120 Verwundete. Die Epiroten griffen am 21. Juni zwei Dörfer an und töteten 24 Männer, 12 Frauen und 6 Kinder. Ein mohammedanisches Dorf wurde von den Banden der Epiroten in Brand gesteckt. In Valona traf das russische Kanonenboot„ Terez" ein trauten. " Das sind nur einige des bereits durch die BeweisDer Kölner Rechtsanwalt v. Coellen wies nach, daß Haupt- aufnahme evident Erwiesenen. Für die„ Deutsche TagesRolle gespielt habe; gerade seine Aussage habe auf die Ge- noch eins! Wie dumm müßten die Züchter und fleinen mann im Deuter Landfriedensbruchprozeß sehr wohl eine wichtige zeitung" sind das aber nur ,, Menschlichkeiten". Teufel schworenen die psychologische Wirkung gehabt, daß sie dem Gewerf Besizer sein, die nicht merkten, daß allein die Sozialdemokraten schaftssekretär Fröhlich die Anreizung zur Gewalttätigkeiten zu- auch hier das Interesse der Arbeit gegen das Kapital vertritt, daß aber die Deutsche Tageszeitung" und nicht Das Gericht, dem die Geschichte offensichtlich höchst peinlich minder die„ Kreuz- Zeeitung" auch hier lediglich das Interesse geworden war, tam zu einer Berurteilung des Genossen Beher des Kapitals und des Großgrundbesizes gegen das der zu 20 M. Geldstrafe. Es mußte zubilligen, daß der An- Züchter und Kleinbefizer wahrnimmt. geflagte lediglich Tatsachen gegen Hauptmann vorgebracht und auch in Wahrung berechtigter Interessen ge= handelt habe. Die Ueberschrift:" Der beleidigte Hauptmann" lasse aber die Absicht der Beleidigung erkennen!! Gegen das Urteil wird Revision eingelegt werden. und jeste dort ein Witglied der Kontrollkommiſſion an Land. Der Remonteprozeß und die Der Dampfer, Bari" landete 120 Kisten Patronen. Die Niederlage im Süden. Durazzo, 23. Juni abends. Die von Süden vorrückenden Re= gierungstruppen unter Nureddin sind abermals von Auftändischen geschlagen und nach Berat zurückgeworfen worden. Zwei vorher von den Truppen unbrauchbar gemachte Geschüße sollen in die Hände der Aufständischen gefallen sein. Heute nachmittag wollten zwei Parlamentäre der Rebellen in die Stadt gelangen, wurden jedoch, um ihnen leinen Einblick in die Befestigungsarbeiten zu geben, aufgefordert, morgen zu kommen. Der beleidigte Zuhälter. Vor der Kölner Straffammer spielte sich am Dienstag ein Prozeß ab, der in der Geschichte der preußischen Justiz wohl ohne Gleichen dasteht. Die durch die Rheinische Zeitung" angegriffene ostpreußischen Pferdezüchter. Unparteiische Richter. Kürzlich fällte die erste Ferienstraffammer des Land gerichts Chemniß ein Urteil, das zu den stärksten Stücken ungerechter Rechtsprechung gehört. Angeklagt war ein im Bauarbeiterverband organisierter Bauarbeiter, der eine Baukontrolle beim Wasserturmbau der Ges meinde Burgstädt vornahm und sich dabei als Beauftragter der Landesversicherung ausgegeben haben soll. Wegen unbefugter Ausübung eines öffentlichen Amtes" wurde er zu 14 Tagen Der Deutschen Tageszeitung", der Kreuzzeitung" und der ihm vorgeworfene Täuschung begangen zu haben, er brachte auch Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte bestritt entschieden, die " Post" ist die Sprache über die durch den Pferdehandelprozeß Entlastungszeugen beinübte nichts. Allein es fommt oft vor, aufgedeckten Mißstände ausgegangen. Keine Zeile, kein Wort haben daß die Richter unbeschadet der gegenteiligen Versicherungen des diese konservativen Organe bislang darüber geschrieben. Gestern Angeklagten und der Aussagen seiner Entlastungszeugen von der abend registriert die Deutsche Tageszeitung" notgedrungen Schuld des Angeklagten überzeugt find; wegen solcher Verurteilung folgende Buschrift, die die agrarische Ostpreußische Zeitung" allein macht man deshalb kein großes Aufsehen mehr. Anders aus Züchterkreisen erhielt: steht es mit der Begründung des Urteils. Die Chemnizer Boltsstimme" führt aus den Urteilsgründen folgende Säge an: " Der Unterhalt der in Ostpreußen befindlichen beiden Hauptund der vier Landgestüte erfordert im laufenden Etatsjahre 1 038 500 M. Es ist aber zwedwidrig, dieses Geld auf der einen Seite zum Besten der Landespferdezucht auszugeben und auf der anderen Seite dieser schweren Schaden zuzufügen, wie dies durch die Art und Weise des Ankaufs volljähriger Militärpferde im vorigen Jahre geschehen ist. Hier ist nicht nur der ostpreußischen, sondern auch der hannoverschen, westpreußischen und posenschen „ Ehre" eines notorischen 3uhälters sollte repariert werden. Ein um so strafwürdigeres Verbrechen, als im Deuzer Land- Pferdezucht großer Abbruch getan worden, indem der Händler friedensbruchprozeß der aus dem Gefängnis als Belastungszeuge bevorzugt worden ist. In Ostpreußen wurden von den 7000 vorgeführte zuhälter Hauptmann auf den Vertreter der Staats- bolljährigen Pferden 4500 vom Händler gekauft, der durch anwaltschaft son st einen ganz günstigen Einbrud" schnittlich 500 M. am Pferde verdiente, so daß die ostpreußimachte. Und so mag es wohl gekommen sein, daß sich die Staats- fchen Pferdezüchter um rund 2 250 000 M. geschädigt worden anwaltschaft des beleidigten Zuhälters annahm und gegen den verantwortlichen Redakteur des Kölner Parteiblattes, den Genossen Baher, im öffentlichen Interesse Anklage erhob. Diese Der Angeklagte ist Mitglied des sozialdemokrati. schen Bauarbeiterverbandes. Als Organ dieses Verbandes für das Königreich Sachsen besteht in Dresden eine sogenannte " Landesfommission für Bauarbeiterschuh", die 11. a. beziedt, im Parteiinteresse Erhebungen darüber anzustellen, ob bei der Ausführung von Bauten die gefeßlich vorgeschriebenen Ar beiterschutzvorrichtungen getroffen werden. Zu solchen Parteis 3weden ist in der Zeit vom 1. bis 15. Juni 1913 von dem erwähnten sozialdemokratischen Verbande eine soworden." genannte Bautenkontrolle" veranstaltet " ... Ueber einen Entlastungszeugen wird gesagt: Der Zeuge ist nach dem Eindruck, den sein Auftreten in der Hauptverhandlung gemacht hat, schwerhörig. Hierzu kommt, daß die Aussage dieses Zeugen auch um deswillen mit einer gewissen Vorsicht aufgenommen werden muß, weil der Zeuge O. gleich dem Angeklagten dem Bauarbeiterverbande angehört." Und endlich wird die Strafhöhe wie folgt begründet: Bei der Strafzumessung ist zugunsten des Angeklagten seine Unbescholtenheit beachtet worden. Andererseits war zu be= rücksichtigen, daß sein Vorgehen außerordentlich dreist gewesen und von dem Zweck geleitet worden ist, mit unerlaubten, unlauteren Mitteln unter Mißbrauch staatlicher Einrichtungen Material für seine den Umsturz be strebende Partei zu sammeln." " sind. Ganz besonders bedenklich ist es, daß bei der schlechten finanziellen Konjunktur viele gute Stuten in den Handel gekommen und damit der Zucht entzogen worden sind. Diese Art und Weise des PferdeAllerhand Achtung! fann man sagen, wenn man das Straf- ankaufs hat gerade in den Kreisen fleiner bäuerlicher Pferdezüchter eine große Erbitterung und damit die Gefahr konto des zu hälters seiner eigenen Frau liest. Das Straffonto des Hauptmann, dem der Staatsanwalt nun schon zum ihnen aber beruht aber überhaupt unsere Pferdezucht, lassen sie diese hervorgerufen, daß sie sich ganz von der Pferdezucht abwenden. Auf sechsten Male seinen Schuß verleiht, ergab folgendes reizende Bild: Im Jahre 1902 wegen Unterschlagung 100 W.; 1904 als unrentabel liegen, so ist unsere Pferdezucht verloren.. Gerade eine solche Gelegenheit wie der Massenankauf im wegen Untreue drei Monate Gefängnis und 100 M. Strafe; 1905 wegen Betrugs drei Wochen Gefängnis; 1907 wegen Beborigen Herbst mußte trotz der vorhandenen Schwierigkeiten dazu trugs und Unterschlagung zehn Wochen; 1906 vom Ober- benutzt werden, die Lust und Liebe in Züchterkreisen neu zu beleben. Das Urteil ist nicht von Versonen gefällt, die sich zur friegsgericht sechs Monate und Versetzung in die zweite Klasse des Doch das ist nicht geschehen. So haben oft fleine Besizer durch die Soldatenstandes; 1908 wegen Beleidigung einen Monat, 1908 Not der schlechten Jahre gezwungen, gute Stuten zu billigen Preisen Lebensaufgabe gestellt haben, ihren durch voreingenommene wegen Betrugs vier Monate Gefängnis; 1908 wegen Inter- abgegeben, während der Händler, von der Militärbehörde fo- Arbeiter diftierten Standpunkt durchzuseßen. Und doch sp- Unkenntnis, persönliche Interessen oder Haß gegen die schlagung fünf Monate Gefängnis; 1910 wegen Interschlaufagen unterſtügt, feinen großen Schnitt machte. g'u'ng sechs Monate Gefängnis; 1911 wegen Betrugs zehn Mo- leinen Züchter stehen jezt verärgert und ohne geeignetes nicht falscher gefällt werden können. Weder ist der Bauz bätte ein Urteil, das von solchen Personen gefällt wäre, nate Gefängnis; 1913 wegen schwerer Urkundenfäl3uchtmaterial da..." Die Deutsche Tageszeitung" leitet diese Wiedergabe mit der arbeiterverband ein sozialdemokratischer" Verband, noch hat schung fünf Monate Gefängnis. 3urzeit schweben wieder zwei Verfahren wegen schwerer uppelei und zuhälter ei. Bemerkung ein, in ihr spiegele sich auch ihre Auffassung wider, die eine Bautenkontrolle mit Barteiinteressen" etwas zu tun, noch handelt es sich bei der Aufdeckung von Mißständen, die Frau Hauptmann, die Beyer früher beleidigt haben sollte, fie mit folgenden geschraubten Wendungen präzifiert: megen Gänsefüßchen bei dem Worte„ Gattin", ist seit dem Jahre Zu dem Prozeß über Vorgänge bei den vorjährigen Remonte- gegen das Gesetz verstoßen, um Material für Umfturg1892 fünfach mal wegen Gewerbsunzucht, Erregung öffentantäufen in Ostpreußen möchten und können wir uns nicht ab bestrebungen". Das sollte ein noch so weltfremder Richter schließend äußern, solange das Verfahren noch ich webt. Db wiffen. Der Richterverein, der da behauptet, Klaffenjustiz lichen Aergernisses, Erpressung usw. bestraft. eine ungehörige Bevorzugung des Pferdehandels gegenüber den gäbe es nicht, möge mal dies Urteil unter die Lupe nehmen. Züchtern, oder ob sonstige Ungehörigkeiten vorgekommen find, Kann ein Richter das Handwerkszeug der Rechtsprechung fonnte bisher jedenfalls nicht einwandfrei festgestellt werden. In richtig handhaben, der in dieser Weise an Stelle der Wirkperiönlicher Beziehung neigen wir einstweilen wenigstens zu der lichkeit die Phantasie jetzt? Und fann ein Richter, dem sein Ansicht, daß es fich höchstens um Menjchliteiten gehandelt klassenstandpunkt nicht die Unbefangenheit geraubt hat, als hat, bei denen vielleicht nicht genügend darauf geachtet worden ist, Straf ich är fungs grund erachten, daß der Angeklagte nicht auch bösen Schein zu vermeiden. Wir wollen aber, wie gefagt, in feinem persönlichen Interesse gehandelt hat, sondern im mit unserem Urteil darüber noch zurückhalten; dagegen wird man Interesse von Leib und Leben seiner Arbeitsbrüder, im schon nach dem bisherigen Verlauf des Prozesses sich doch. des Interesse der Aufrechterhaltung von Arbeiterschutzgesetzen, im Einbruds faum erivehren können, daß rein objektiv Benach Interesse seiner Gewerkschaft oder seiner Partei? Bei der teiligungen der Pferdezüchter stattgefunden haben, die schließlich Brüfung und Beantwortung dieser Fragen mag der Richterauch aus der ganzen Sachlage erklärlich sind, aber doch hätten verein freilich uns mit der seichten und albernen Auffassung handle absichtlich gegen seine bessere Ueberzeugung, aljo als verschonen, unter Klassenjustiz verständen wir, der Richter Verbrecher einer Rechtsbeugung. Das Wesen der Klasseniuftia beruht darauf, daß das weltfremde und ungerechte Urteil auf der Ueberzeugung des Richters beruht, daß dieser. falschen Ueberzeugung aber alle Elemente fehlen, die ein Mensch braucht, um gerecht zu handeln. Parteiisch handelt stets, wer einen Angeklagten deshalb schärfer bestraft, weil er nicht der politischen Partei des Richters angehört, sondern sich zur Ehre rechnet, ein überzeugter Sozialdemokrat zu sein. In der Berhandlung, die zum Teil unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand, ergab sich zur allgemeinen Verblüffung der Richter, daß der Angeklagte das Zuhältertum des Hauptmann, das die Staatsanwaltschaft trog langwieriger Untersuchung nicht hat beweisen können, mit erdrückendem Material na ch= weisen fonnte. Es traten eine lange Reihe von Zeugen auf, die bekundeten, daß sich zwischen ihnen und der Frau Haupmann unter Billigung ihres Mannes intimite geschlechtliche Vorgänge abgespielt haben. Wiederholt war bei Dingen, die nicht einmal angedeutet werden können, der saubere Gatte als 3uschauer oder Schmierestehender dabei, der hinterHer das Geld einstrich. Eine Zeugin bekundete, die Frau Hauptmann habe ihr erzählt, ihr Mann schide ihr jetzt sogar in Aachen vermieden werden sollen. Ein wunderbarer Heiliger, der Dr. Dertel! Wir wollen ( wo Hauptmann ſizt) Gefängnisaufseher aus dem Ge- nicht mit ihm rechten, ob in der Tat die Ostpreußische fängnis zu, damit fie sich bei ihr amüsieren sollen; tatsächlich Zeitung" dieselbe schleimige Auffassung wie sein Organ hat. fam auch einer mal zu ihr. Dieselbe Zeugin gab an, daß sich Aber seltsam, höchst seltsam, daß Dr. Dertel aus dem Prozeß die Frau Hauptmann stets ihrer guten Beziehungen zur bericht noch nicht erkannt hat: Polizet gerühmt habe. Einmal erwischte die Zeugin einen 1. Der Pferde züchter ist durch die Remontekommission Schumann bei der Frau Hauptmann in zärtlicher Umarmung, gegenüber den Händlern außerordentlich benachteiligt und als sich der Schuhmann überrascht sah, drohte er der unlieb- worden. famen Störerin mit einer Anflage wegen Haus= 2. Pferde, die vom Züchter vorgeführt, als unbrauch friedensbruchs! Die Frau Hauptmann rühmte sich auch, bar bezeichnet wurden, sind teilweise noch an demselben Tage als die Artifel in der Rheinischen Zeitung" erschienen:„ Es dauert bei dem Händler für brauchbar erklärt find das nicht lange, da friegt mein Mann auch die Zeitung„ Menschlichkeiten"? " Politische Uebersicht. Einen Schritt zurück. ins Gefängnis, da sorgt schon die Aachener Kriminalpolizei 3. Der Vorsitzende der Remontekommission und einer vom dafür." In der Tat hat der Zuhälter Hauptmann die beiden Kriegsministerium beorderte Gutachter haben im Gegensatz zu Nummern der„ Rheinischen Zeitung" auf unaufgeklärte Weise ins der Anschauung der Kenner der Verhältnisse die ostpreußische Gefängnis erhalten. Die Frau Hauptmann hat der Zeugin auch Pferdezucht und das Pferdematerial als schandbar" resp. teilung, daß das Strafverfahren gegen den Genossen Unserem Bayreuther Parteiblatt entnehmen wir die Miterzählt, Hauptmann habe im Deußer Landfriedensbruchprozeß den schlecht bezeichnet freilich hat die Deutsche Tageszeitung" Hacke, der die Nummer der Fränkischen Volfstribüne" mit Gewerkschafter Fröhlich durch einen Meineid instein Wort von dem gegenteiligen Gutachten des auf mehreren dem Artikel: Wie die Kosaten in den Straßen Petersburgs" Gefängnis gebracht. landwirtschaftlichen Ausstellungen prämierten Herrn Hofer verantwortlich zeichnete, eingestellt worden ist. Es gebracht. handelt sich um den Artikel, den Genosse Puchta ursprüng lich schon am Freitag vor dem Schwurgericht verantworten follte. Eine lange Reihe weiterer Zeugen bekundeten immer wieder, daß Hauptmann ein Zuhälter und Kuppler und seine Frau eine Lohndirne sei, die ein ganz verworfenes Leben führten. Trotz alledem hielt der Staatsanwalt seine Anklage auf Beleidigung dieses Menschen aufrecht und beantragte 100 M. Geldstrafe gegen Beyer. Es handle sich weniger um die Ehre des Hauptmann, der der Zuhälterei tatsächlich dringend verdächtigt sei, sondern um die fortgesette Auflehnung gegen Sprüche des Gerichts. Hauptmann habe im Deußer Landfriedensprozeß nicht die wichtige Rolle gespielt, die ihm die Rheinische Zeitung" andichte. 4. Der Vorsitzende der Remontekommission hat von der selben jüdischen Pferdehändlerfirma, von der er amtlich Pferde zu kaufen hatte, für sich persönlich mindestens 14 Pferde gekauft. Der Ordenshandel. 5. Die Preise dieser Pferde wurden von der Firma so Einem Telegramm aus Toulouse zufolge wurde dort niedrig gestellt, daß der Major 200 bis 300 m. pro Stück auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Berlin ein mehr zahlte als gefordert wurden. Trotzdem hat der Major gewisser Dr. Peres vernommen, um festzustellen, ob er in beim Weiterverfauf dieser Pferde noch 7900 m. verdient. Sie Angelegenheit des Titel, und Ordensschachers 6. Von der Remontefommission wurde die Lieferung von verwickelt ist, mit der sich die deutschen Behörden zurzeit be200 Maschinengewehrpferden an die Firma Sandelowski u. fassen. Peres gab zu, eine Internationale Akademie der Rechtsanwalt eine beantragte Freisprechung und Ueber- Rachmann vergeben, ohne die Züchter zur Liefe- Künste und Wissenschaften zu Toulouse", die jetzt aufgelöſt ſei, nahme aller Kosten auf die Staatskasse. Er beleuchtete, welche rung dieser Pferde an die Militärverwaltung zu zu gegründet und einem Deutschen, Bobschiner, Diplome und Folgen es für die Presse habe, wenn sie nicht mehr wahrheits- lassen. Auszeichnungen dieser Akademie geliefert zu haben, er stellte getreu über Gerichtsverhandlungen berichten könne. Hauptmann 7. Die Firma S. u. R. hat bereits vor Jahren von aber in Abrede, Bobschiner aufgefordert zu haben, ihm deutsche jei doch nun einmal ein berüchtigter 3uhälter und könne ihr an die Remontekommission verkaufte Pferde nochmals Diplome, insbesondere solche der Universität Rostock, zu vernicht deshalb, weil er der Staatsanwaltschaft einmal als ein durch Kleine Besiger auf dem Markt vorführen lassen, damit schaffen. Die Archive feiner Atademic feien im Jahre 1912 Belastungszeuge gedient habe, nun für ſein ganzes Leben davor es so aussehe, als ob die Remontekommission diese( bereits beschlagnahmt und nach Brüssel wegen eines dort schwebenden geschützt werden, daß man ihm sage, was er in Wirklichkeit ist. ihr verkauften) Pferde von Züchtern kaufe. Verfahrens gegen den Titelschacher gebracht worden. Wäre der Zuhälter Hauptmann für Fröhlich ein Entlastungs- 8. Das Konto Haad, aus dem sich ergeben müßte, welche Unterdessen bringt jeder Tag neues Material, das den zeuge gewesen, so würde sich die Staatsanwaltschaft seiner wahr Pferde und ob und wieviel unter dem Einkaufspreis an den großen Umfang des Drdensschachers kennzeichnet. Am scheinlich nicht so angenommen haben. Heine erinnerte daran, Vorsitzenden der Remontekommissio Haack verkauft sind, ist 26. Mai d. J. erhielt ein Industrieller des Chemnitzer Handelsdaß selbst bei Beleidigungen von Reichtagsabge- verschwunden. tammerbezirks vom Rittmeister a. D. Graf Schimmelordneten die Staatsanwaltschaft schon die Erhebung einer 9. Herr Haad selbst hat erklärt, vorläufig dürfe er auf mann in Berlin W. 15, Düsseldorfer Straße 23, ein öffentlichen Anflage abgelehnt habe, so, als unserem Genossen höhere Anordnung bei der Firma S. u. R. nicht mehr kaufen Schreiben folgenden Inhalts: Nr. 170. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donerstag, 25. Juni 1914. Gewerkschaftliches. Ein Postbeamtenstreik. Diese erklärten nach der Scharfmacher. dies nicht geschehen würde, und fügte hinzu, daß der Minister die haben. Der Versuch, Arbeitswillige heranzuziehen, scheint den Abordnung empfangen werde, wenn die Unterbeamten die Arbeit Unternehmern schiver zu gelingen. Sobald die sich Meldenden unverzüglich wieder aufnähmen. Die Briefträger haben darauf hören, daß die Ankündigungen der Unternehmer von dem großen wie berichtet wird. nach einer Besprechung die Arbeit wieder! Verdienst und sonstigen Annehmlichkeiten nicht der Wahrheit ent= aufgenommen. sprechen, und sie von den streifenden Kollegen über die wahren Der französische Senat hat die Erhöhung der Wohnungs- Vertreter der Brieftäger empfangen. Der Postminister Thomson hat seiner Zusage entsprechend die Verhältnisse aufgeklärt sind, verzichten sie auf das Wohlwollen der entschädigung abgelehnt. Deshalb veranstalteten die unteren Post- Audienz, der Minister habe namens der Regierung die Verpflichtung beamten in Paris mehrere Kundgebungen, die nach den vorliegenden übernommen, die Beschwerden der Briefträger dem Senat bei der Nachrichten des Wolfffchen Depeschenbureaus ziemlich leidenschaftlich zweiten Etatslesung zu unterbreiten. verliefen. Am Dienstagabend versammelten sich mehrere hundert Mann im Hauptpostamt, wo sie den Abgang der Postwagen verhinderten. Als die Polizei einschritt, kam es zu einem Auflauf. Zwei Briefträger wurden verhaftet, ein Polizeiinspektor wurde verprügelt, und die Polizeibeamten mußten sich zurückziehen. Etwa 600 Briefträger verbarrikadierten sich dann im Innenhofe des Hauptpoftamts und ließen sich durch das Gitter hindurch Lebensmittel bringen. Die Post nach der Provinz, sowohl wie nach dem Auslande konnte nicht ab gehen. Um 10% Uhr abends erschien der Poſtminister Thomson. Als er sprechen wollte, wurde er durch kärmen und Pfiffe unterbrochen. Als endlich etwas Ruhe eintrat, setzte der Minister den Briefträgern auseinander, daß sie keinen Grund hätten, den Postdienst zu stören, da das Barlament einen großen Teil ihrer Forderungen bereits bewilligt habe. Für die Bewilligung ihrer anderen Forderungen verspreche er sich einzusetzen. Da der Lärm andauerte, zog sich der Minister zurück. Um Mitternacht verließen die Briefträger das Haus. Der Syndikatsausschuß der Postbeamten faßte einen Beschluß antrag, in dem er erklärte, daß er die Kundgebung nur billigen fönne und fest entschlossen sei, die Proteſtkundgebungen so lange fortzusetzen, bis die Beamten Genugtuung erlangt hätten. Der Beschluß ist denn auch in die Tat umgesetzt worden. Die demonstrierenden Postbeamten verharrten im Ausstand. Am Mittwoch früh um 5 Uhr kamen die Unterbeamten an, welche die Bestellungen, die Dienstagabend hätten stattfinden müssen, ausführen sollten. Ferner waren drei Hilfskolonnen herbeigeholt worden. Trotzdem konnte der Dienst nicht gemacht werden, da die Briefträger, die sich in dem Saale des Hauptpostamtes befanden, die Arbeitswilligen daran hinderten. Nun wurden die im Hauptpostamt befindlichen Streifenden regelrecht belagert. Ein durch Munizipalgarden verstärktes Polizeiaufgebot umstellte das Hauptpoftamt. Die Postbeamten ließen aus den Fenstern Bindfäden herab, an welche ihre draußen gebliebenen Kameraden Lebensmittel banden. Um die Verproviantierung der Eingeschlossenen zu ver hindern, schnitten die Polizeibeamten, wenn irgend möglich, die Bindfäden ab. Diese Vorgänge wurden vom Publikum mit lautem Gelächter begleitet. Der Verkehr in der Umgebung des Hauptpostamtes war unterbrochen. Nachmittags tam es zu einem unbedeutenden Handgemenge zwischen Schutleuten und Postbeamten, Einen Erfolg hat das solidarische Zusammenhalten der Postbeamten also schon gehabt: Ihre Wünsche und Beschwerden werden geprüft.- Hoffentlich auch berücksichtigt. Berlin und Umgegend. Zum Streit der Holzbildhauer. Klagen über schlechte Löhne in der A. E. G. Die in den Werken der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft Brunnenstraße, Ackerstraße, Huttenstraße, Sidingenstraße, Oberschöneweide und Hennigsdorf beschäftigten Packer, Lager-, Hilfs-, Hof- und Transportarbeiter, sowie Kran-, Fahrstuhl- und Autoführer nahmen in einer überfüllten Versammlung in Ballschmicders Saal zu den seit einiger Zeit eingetretenen Lohnverschlechterungen Stellung. From ke vom Deutschen TransportarbeiterVerband führte unter anderem aus: Troß ihres enormen Vermögens und der hohen Reingewinne bezahlt die A. E. G. ihre ArIn einer von etwa 600 Personen besuchten Versammlung der beiter schlecht. Die Klagen über schlechte Entlöhnung nehmen imStreifenden wurde am Dienstag der Situationsbericht erstattet. mer mehr zu. Nicht nur daß die Akkordlöhne der produktivtätigen Von den Unternehmern ist ein Schreiben eingegangen, worin sie Arbeiter ständig reduziert und verschlechtert werden, sondern auch erklären, einer fürzeren Arbeitszeit, als sie bei den Holzarbeitern die Löhne der Hilfsarbeiter haben seit einiger Zeit stetige Verbesteht nicht zustimmen zu können. Sie machen denn auch ver- schlechterung erfahren. Es werden hiervon annähernd 7000 Bezweifelte Anstrengungen, um ihre Arbeit in Betriebe zu schmuggeln, schäftigte betroffen. Für die oben angeführten Berufskategorien die ihre Forderungen bewilligt haben. Bei der scharfen Kontrolle beträgt der Anfangslohn nur 40 und 42 Pf. pro Stunde. Da die und Wachsamkeit der Streifenden ist aber nicht damit zu rechnen, Anfangslöhne niedrig sind, haben die Direktionen versprochen, nach daß diese Manipulationen von Erfolg begleitet sein könnten. furzer Beschäftigungsdauer mäßige Lohnerhöhungen eintreten zu Immerhin wurde in der Versammlung die allergrößte Vorsicht in lassen. Die üblichen Zulagen sollen pro Stunde 2 Pf. betragen. dieser Hinsicht befürwortet und die ſtrengsten Maßnahmen ge- Solche Zulagen sollen vierteljährlich und halbjährlich gewährt fordert. Eine größere Anzahl Gehilfen arbeiten übrigens bereits werden. Seit mehr als Jahresfrist wird diesen Zusagen der Direkzu den neuen Bedingungen. tion keinerlei Beachtung mehr geschenkt. In manchen Werken haben die Lohnzulagen völlig aufgehört. Es sind eine große Ankeinerlei Zulagen mehr erhalten haben und trotz der Länge ihrer zahl Arbeiter tätig, die seit zwei, drei, vier und fünf Jahren Tätigkeit nur 44 und 46 Pf. Stundenlohn beziehen. In der Diskussion kam durchweg zum Ausdruck, daß der die Forderungen bewilligt seien. Es wurde ferner festgestellt, daß Kampf mit aller Entschiedenheit durchgeführt werden müsse, bis die wenigen arbeitswilligen Zwischenmeister den Erfolg der Arbeiter nicht im geringsten beeinflussen können, da Qualitätsarbeit von ihnen doch nicht hergestellt wird. Die Direktion vom Werk Brunnenstraße hat dem Arbeiter= Die Konjunktur ist übrigens eine gute, besonders draußen im ausschuß gegenüber behauptet, daß sie die Abteilungsleiter angewiesen habe jedem Arbeiter vierteljährlich eine Lohnzukage von Reiche, sodaß für die Streifenden die Situation eine außerordent- 2 Pf. pro Stunde zukommen zu lassen. Die Behauptung der lich günstige ist. Die Unternehmer versuchen denn auch fortwährend, Streifende schriftlich und telephonisch in die Betriebe zu locken, allerdings ohne Erfolg. An der Forderung des Acht stundentags und der 6 Proz. Lohnerhöhung wird festgehalten. An dem Streik sind auch die im Hirsch- Dunderschen Gewerkverein organisierten Bildhauer beteiligt. Lohnbewegung der Kraftdroschkenführer. Wie bekannt, haben die Unternehmer den vom Gewerbegericht gefällten Schiedsspruch abgelehnt, trotzdem sie vorher unterschriftlich die Zusage gegeben hatten. Dagegen forderten sie von den Führern die Unterschrift eines Reverses, welcher neben der Festsetzung geringerer Löhne verlangt, daß die Führer für jeden Verlust und Schaden am Wagen ohne jeden Einwand haften. Die Versicherung der Fahrer, worauf sie vorher so großes Gewicht legten, erwähnen sie gar nicht in dem vorgelegten Revers. Der Verein der Kraftdroschkenbesizer legt nun sein Schwergewicht auf die in dem Verein bestehende Haftpflichtversicherung, die gar keine Versicherung, sondern nur eine Unterstüßungseinrichtung ist. Sie bietet dem einzelnen Unternehmer nicht die Gewähr, die der§ 7 des Haftpflichtgesezes verlangt. In dem Statut des Vereins der Kraftdroschkenbesizer heißt es: Direttion trifft aber feineswegs zu. Durch eine Umfrage ist festgestellt worden, daß von den Beschäftigten dieses Werkes 87 jeit mehr als 3 Jahren mit feinerlei Zulagen bedacht worden sind. 308 haben seit 2 Jahren keine Zulage erhalten. 267 erhielten seit 1½ Jahren und 196 seit 1 Jahre keine Lohnzulage. In den anderen Werken steht es ähnlich. Ganz besonders wird der Diref= tion des Betriebs in der Ackerstraße zum Vorwurf gemacht, daß sie ihre Versprechungen nicht im entferntesten innegehalten hat. Von den Beschäftigten des Werkes in Hennigsdorf wird geflogt, daß dort die Einstellung nur mit 40 Pf. Stundenlohn vorgenommen werde. Der niedrige Einstellungslohn für die in Hennigsdorf Beschäftigten sei um so unverständlicher, da für die da draußen Arbeitenden die Unkosten sehr große sind. Die Ausgaben für Fahrgeld von Berlin nach Hennigsdorf betragen pro Woche 2,50 M. Die gegen Vom Referenten wie von allen nachfolgenden Diskussionsrednern wurde verlangt, daß eine höhere den heutigen Verhältnissen entsprechende Lohnzahlung anzustreben sei. wärtigen Löhne wurden allseitig als unzureichend anerkannt. Dicses Bestreben hat um so mehr Berechtigung, weil bei den andern weniger kapitalfräftigen Firmen die Lohnverhältnisse bedeutend bessere sind. Einstimmig wurde eine Resolution angenommen, worin sich die Versammelten mit dem Referenten einverstanden erklären, ihrer Entrüstung über die niedrigen Löhne Ausdruck geben, und die Vertrauensleute beauftragen, darüber zu beraten und ge= sie auch sein mögen, sind freiwillig. Rechts aneignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine Besserstellung der Verspruch steht den Mitgliedern nicht zu." hältnisse baldigst herbeizuführen. die von der Straße aus ihre im Hauptpostgebäude befindlichen Kameraden mit Lebensmitteln zu versehen suchten. Zum Sortieren der Briefe sind Soldaten herangezogen worden, die keine Sämtliche Leistungen der Kasse, welcher Art Waffen tragen. Eine Abordnung von Kaufleuten beklagte sich beim Postmeister über den Ausstand und versicherten, sie hätten durch denselben bereits einen Schaden von 1 Million Frank erlitten. Diese Vorstellung scheint auf den Minister gewirkt Die Bestimmung des Automobilgesezes, welche verlangt, daß Verlegte und Geschädigte entschädigt werden, wird durch diese Unterstützungskasse illusorisch, weil es nur von dem Vorstand ab- Aus dem Fleischergewerbe. Der Fleischermeister Geisler, hängt, ob in den einzelnen Fällen Schadenersatz geleistet wird. Ein Weißensee, Lehderstr. 4, hat den Tarifvertrag der Organisation großer Teil der Mitglieder des Vereins der Kraftdroschkenbesizer anerkannt. Die Sperre ist somit aufgehoben. Ueber zu haben. Im Laufe des Nachmittags versicherte ein höherer Poſt- scheint auch bereits erkannt zu haben, daß der ganze Versicherungs- die Firmen Hildmann, Lothringenstr. 44, Zaubenheim, beamter den Briefträgern, daß der Minister ihre Abgesandten rummel, den die Leitung des Vereins in Szene gesetzt hat, nichts Berliner Allee 220, Jessen, Berliner Allee 223, Klinke, empfangen würde, falls sie den Brieffortierungssaal verließen. Die weiter wie Bluff ist. Streustr. 122, Schreiber, Berliner Allee 34, Weißensee, Briefträger wieſen dies mit der Begründung zurück, daß man dann Im Laufe des gestrigen Tages sind weitere Tarife anerkannt ist wegen Nichtanerkennung des Tarifvertrages die Sperre für Soldaten an ihre Stelle sezen werde. Der Beamte versicherte, daß worden, so daß zurzeit ungefähr 450 Betriebe bewilligtl organisierte Fleischergesellen verhängt. Die Tariffommission. stufen Kleines Feuilleton. durchmacht, und die " Notizen. ek. die Welt von der sie knechtenden Herrschaft des Goldes.| wird. Das Tempo, zumal während der auf dem Es- durEr lehrt die Menschen, statt egoistisch an überkommenen Afford ruhenden Einleitungsintervalle, bis das Orchester Gefeßen zu hängen, ihrem Instinkt zu folgen; er ist der ideale Mensch, die erste Modulation nach As- dur ausführt, müßte fünftig der Mensch der Zukunft. Durch ihnt ist auch die Schuld der Götter doch etwas rascher genommen werden; dies erscheint hinEin neuer Malariaerreger. Eine Entdeckung, deren Tragweite gefühnt, ihre Herrschaft neu gefestigt; auf Erden aber bricht ein sichtlich der wenigen Violinen um so notwendiger. Unter den Mitsich noch nicht übersehen läßt, ist von Dr. Stephens, dem Professor neues Zeitalter an, das nicht auf Besiz und Macht, sondern auf die wirkenden konnten die Vertreter weiblicher Nollen diesmal nicht für tropische Medizin an der Universität Liverpool, gemacht worden Allgewalt der Liebe gegründet ist; die Knechtschaft durch das Gold durchgängig von ihrer Vortrefflichkeit überzeugen. Als Frida war und in der letzten Sigung der Royal Society in London vorgetragen ist gebrochen, der Egoismus durch die Liebe überwunden. Was also Mariska Aldrich doch etwas zu steif. Glie Bengell( Erda) worden. Es handelt sich um einen neuen Blutschmaroßer, der bei Wagner damals bezweckte, war: in Siegfried die kommende Zeit zu fang gut; das zweite Terzett der Rheintöchter tlang besser zusammen der menschlichen Malaria beteiligt ist. Seitdem durch Laveran das verherrlichen. Sollte aber ein neues Weltalter anbrechen, so mußte als das erste. Von den männlichen Darstellern verstand es Wilhelm winzige Urtierchen nachgewiesen worden war, das sich bei allen erst der Verfall der alten Welt gezeigt werden. Die verneinende Buers hinsichtlich würdevoller heldischer Erscheinung, kraftvollen Malariakranten im Blut findet und dort verschiedene Entwicklungs- Abkehr vom Willen zur Bejahung einer aufwärts steigenden Ent- Gesangs und dramatischen Spiels das Hauptinteresse auf seinen llebertragung widelung der Menschheit hatte natürlich eine völlige Umwandlung Wotan zu lenken. Außerdem gaben Peter Krender( Mime), nachdem dann dieser Keime auf den Menschen durch Stechmücken nach des ganzen Nibelungenmythus zur Folge. So entstand all- Paul Schwarz( Loge), Hermann Kant( Alberich) sowie Mar jedoch in umgekehrter Reihe die Dichtung der Lohfing und Theodor Simons als Riesen sehr entsprechende gewiesen worden war, schien das Wesen dieser häufigsten aller mählich tropischen und subtropischen Krankheiten hinreichend aufgeklärt zu Tetralogie, in der man deutlich die Spuren eines utopistischen Leistungen. Das ziemlich voll besette Haus fargte nicht mit Beifall, Sozialismus erkennen kann. Der dem Ring" zugrunde liegende der wohl ehrlich vom Herzen kam. Die gestrige zweite und die sein. Die Entdeckung von Prof. Stephens stößt diese Ansicht um. Sie wurde an einer Blutprobe gemacht, die von einem indischen tragische Gedanke ist: daß alles, selbst das Oberste und Höchste heutige dritte Aufführung geschah und geschieht mit einer jeweils Kinde stammte und zur Untersuchung nach Liverpool gefandt worden( die Götter), selbst das Edelste und Tüchtigste( Siegfried und Brun- besonderen Besetzung. war. Der Forscher bemerkte darin gewisse eigentümliche Körper, hilde) untergeht, wenn es sich irgendwie dazu verleiten läßt, statt das alles zusammenhält, Gewalt, die er zunächst für die bösartige Form der Malariaparasiten Liebe, dieses einzigen Bandes Durch sei's offene( Gewalttätigkeit) oder heimliche( List und Trug) zu in der dritten Entwidlungsstufe der Krankheit hielt. Ein neues Nansen Buch. Fridjof Nansens letzte Tanges und sorgfältiges Prüfen und Vergleichen wurde er jedoch üben. Im Nibelungenring verkörpert sich das von Wagner mit vollem Reise nach der Mündung des Jenissei zeitigt ein neues Buch des zu dem bestimmten Schluß geführt, daß diese Auffassung auf einem Irrtum beruhte und daß der betreffende Schmaroger über- Bewußtsein gesuchte und auch zustande gebrachte„ Kunstwerk der Zu- berühmten Nordpolfahrers, das unter dem Titel„ Sibirien, Alle Künste wirken hier intensiv zu- das Land der Zukunft", im Herbst bei Brockhaus erscheint. haupt noch niemals beobachtet und beschrieben worden war. Er funft" oder„ Allfunstwerk". Als Dichtung eines der originellsten zyklischen Dramen Was die Albanesen dazu sagen! Gin hübsches gehört gleichfalls zu den Urtierchen von der Gruppe der Amöben. sammen. Die Masse des Eiweißklümpchens ist immer gering, und die diesem der Weltliteratur, ist es zugleich eine echte Musikdichtung, die engste Wigwort fiel fürzlich in einem Pariser Klub. Wan plauderte über mikroskopischen Tierchen eigenen Ausläufer oder sogenannten Schein- Verbindung mit der Tonkunst fordert und sich unbewußt nach deren die jüngsten Vorgänge in Durazzo und erörterte besonders ausfüßchen äußerst dünn und zart. Die Unterschiede von Malaria ewigen Geseze richtet. Charakteristisch ist für das Wagnerſche Wort führlich die Gegenjäße, die in der Politik Desterreichs und Italiens was ja schon dieser Name ausdrückt eine völlige bei dieser Gelegenheit hervortreten. Ein Albanese hörte, ohne den parasiten werden auf das genaueste angegeben und begründet und Tondrama sind nach den bisherigen Feststellungen so groß, daß feinerlei Gemein- Harmonie, eine intime Verbindung zwischen Worten und Tönen. Mund aufzutun, zu. Da wandte sich plötzlich ein Journalist an den fchaft mit irgendeinem der bisher bekannten Malariakeime des als Folge einer natürlichen muſikaliſchen Entwicklung stellen sich die Schweigenden mit der Frage:" Ja, was ist denn Ihre Ansicht?" Menschen zu bestehen scheint. Stephens hat ihnen den Namen sogenannten Zeitmotive dar. Das sind charakteristische Themen, die mit echt orientalischer Gleichgültigkeit antwortete der Albanese: Plasmodium tenue gegeben, wegen der erwähnten Bartheit des teils unverändert, teils in mannigfachen Umbildungen sich wieder Junger Mann, Sie haben gewiß schon gesehen, wenn sich zwei holen und gleichsam alle Teile des Dramas miteinander verbinden. Hunde um einen Knochen balgen. Haben Sie aber jemals schon erGesang, Orchester, Dekoration, schauspielerische Kunst bilden ein un- lebt, daß der Knochen sich zu der Sache, an der er in erster Linie teilbares Ganzes und erfordern daher gleiche Ansprüche an die Be- beteiligt ist, geäußert hätte?" Ein Frankfurter Aueroch 3. Dem Sendenbergischen trachtung. Es iſt, 11m nun zur Aufführung selbst zu kommen Museum zu Frankfurt a. M. wurde das fast vollständige Skelett ein erfreuliches leberraschen. Дав der„ Ring" jegt eines Auerochsen überwiesen, das sich wenige Meter von dem Museum schon den Mitgliedern beider freien Vollbühnen geboten entfernt bei den Ausgrabungsarbeiten für die Universitätsbauten im werden fann und Theater und Musik. zivar nicht in Nachmittags-, sondern Moor fand. -2otalbahnidyll. Der Hofer Anzeiger" meldet: Am Wagners Ring" für das. Kartell der Freien Abendvorstellungen in möglichst unverkürzter Form und Gestalt. Volksbühnen. Erster Tag: Rheingold. Mit den Nibelungen Am Dienstag wurde erstmalig" Rheingold" gegeben. Zwar werden legten Sonntag gab ein gemütliches Stückchen auf der Münchberghat Wagner sich fast ein Bierteljahrhundert lang schöpferisch be- wir im Theater des Weſtens auf die Wunder modernster Bühner- Zeller Lokalbahn den Mitfahrenden Anlaß zu großer Heiterkeit. schäftigt. Wenn ihm schon der Mythus im allgemeinen für dichter- technik, wie wir sie im Deutschen Opernhaus in Charlottenburg haben, Ertönt da plöglich von einer holden jungen Dame der Schreckensmusikalische Behandlung alleinzig prädestiniert erschien, wieviel mehr verzichten müssen. Desgleichen auf ein komplettes, großes Orchester, ruf:„ Ach Gott, mein Hut!" und ratlos starrt sie dem die Böschung erst der germanische Göttermythus. Zunächst griff Wagner die das eine Wiedergabe aller Schönheiten der Musik in Wagners fünft- hinuntertollenden Hute nach. Ein Fahrgast, der sich im nächſtGestalt des Siegfried auf, indem er( im November 1848) den Tert lerischem Geiste gewährleistet. Es sei aber gleich anerkannt, daß die folgenden Wagen befand, fragt nicht viel, springt aus dem Zuge, zu einer großen Oper": Siegfrieds Tod schrieb. Um dieses Helden erste Aufführung einen sehr günstigen Eindruck hervorbrachte. Herr eilt dem Flüchtling nach und läuft dann neben dem Zuge her, bis willen fühlte er sich gedrängt, den ganzen Nibelungenmythus plastisch Kapellmeister v. Reznicek vollbringt mit einem kleinen, im zum Abteil der glücklichen Schönen, um ihr den Hut durch das auszuführen. Wie alles, erfaßte er ihn vormärzlich- revolutionär im Violinpart allerdings zu schwach besetzten Orchester doch recht tüchtige Fenster wieder zu überreichen. Mit aller Ruhe wartet er dann, bis sozialen Verhältnisse geknüpften Leistungen; obwohl man seine Auffassung der Wagnerischen Mujit ein Abteil kommt, und steigt wieder ein unter dem Gelächter der Umsturzideen. Stegfried, der vollkommenste Mensch, erlöst in ihrem Verhältnis zu Wort und Handlung nicht immer teilen Mitfahrenden, die sich nun über das Lokalbähnle lustig machten. Gebildes. Damit ist der Forschung eine neue Aufgabe erwachsen, da nun erst festgestellt werden muß, welche Bedeutung der entdeckte Keim für die Erregung und Verbreitung der Malaria befigt und ob sich die durch ihn verursachte Krankheit in ihrem Wesen und Verlauf von der gewöhnlichen Malaria gleichfalls unterscheidet. Sinne der damals die alt " Deutsches Reich. Agitation für Ausdehnung der Kaufmanns- gerichtsbarkeit. Das Kaufmannsgerichtsgesetz wurde vor nunmehr zehn Jahren am 16. Juni 1904, vom Reichstage verabschiedet. Die letzten par- lamentarischen Kämpfe drehten sich besonders um das Wahlrecht der Handlungsgehilfinncn zu den Bcisitzerwahlen. Die Reichs tagskommission hatte das aktive Zxrauenwahlrecht zugestehen woh lcn, aber die Reichsregierung erklärte die Forderung für unan nehmbar. Der Zentralverband der HandlungS g e h i l f e n hat jetzt eine neue Agitation für die Ausgestaltung des Kaufmannsgerichtsgesetzcs eingeleitet. Zahlreiche Ortsgruppen des Verbandes haben Eingaben an den Bundesrat gerichtet, in denen die lückenlose Ausdehnung der Kaufmannsgerichtsbarkeit auf das ganze Reich und das Wahlrecht der weiblichen Angestellten zu den Beisitzerwahlen gefordert wird. Ter Formerstreik in Döhlen beendet. Nachdem die Aussperrung in den sächsischen Gußstahlwerken in Döhlen bei Dresden auf- gehoben worden ist, ist nun auch der Streik der Former und Gießer mit einem Erfolge der Streikenden bceiüdet worden. Cine Debatte über öen Krieg. Am Sonntag hat die sozialistische Seine-Födera- t i o n ihren Kongreß begonnen, der die Tagesordnung des inter> nationalen Kongresses zum Gegenstand hat. Die Rolle, die diese Föderation innerhalb der geeinigten Partei spielt, verleiht ihren Verhandlungen eine besondere Bedeutung. Die Resolutionen der Seine-Foderation werden sicher auch auf dem Mitte Juli stach findenden Parteitage der französischen Sektion der Internationale im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Von den einzelnen Punkten der Tagesordnung hat keiner eine so lebhafte Debatte hervorgerufen wie die Frage.Jmperia- lismus und Schiedsgerichte'. Ihre Beratung aus dem Kongresse wird auch außerhalb Frankreich« auf ein um so lebhafteres Interesse stoßen, als sie die Stellung vorzeichnet, die, wenn nicht die Mehrheit, so doch«in sehr großer Teil der fron zösischen Partei auf dem Wiener Kongreß einnehmen wird. Genosse V a i l l a n t gab zunächst eine Charakteristik des aus der Konzentration des Kapitals geborenen Imperialismus und seines Militarismus. Die Bemühungen, ihn niederzuwerfen, müßten noch verstärkt werden. Vor keinem dazu dienlichen Mittel dürfe das Proletariat zurückschrecken. Es handle sich bei der zu fassenden Re- solution weniger um eine theoretische Erklärung, als um ein festes Mandat, das diese Mittel— bis zu den äußersten— präzisiere. Das Schiedsgerichtsverfahren müsse immer, auch in den jogenmrnten Fällen der„nationalen Ehre' angewandt werden. Ge nosse Vaillant kam dann auf seine im Verein mit Keir Hardie in Kopenhagen eingebrachte Resolution zu sprechen:»Man hat erzählt, daH ich sie preisgäbe. Nie werde ich meine Ideen preisgeben. Die Frage bleibt auf der Tagesordnung, durch die Beschlüsse des Kopenhageuer Kongresse« selbst und die de« tnter nationalen Bureaus. Und heute wie gestern müssen wir sagen, waS wir darüber denken und ob uns der General st reik als ein geeignetes Mittel zur Verhinderung des Kriegs erscheint. Und wie könnten wir das Gegenteil behaupten. nach den Erfahrungen des partiellen Eisenbahnerstreiks in Frankreich und des englischen Bergarbeiterstreiks? Die« haben wir auch auf den früheren Föderationskongressen ausgesprochen und die Arbeit«- konföderation hat in demselben Sinn entschieden. So ist in dieser Frage die Einigkeit des Proletariats v'rwirklicht worden und wir denken sie aufrechtzuerhalten. In Wien werden wir von unseren deutschen und äst erreicht schen Genossen fordern, unseren Antrag anzmrehmen. Es gibt keinen stichhaltigen Einwand gegen unsere Formel, die nicht die Verpflichtung auf dieses oder jenes Mittel enthält, aber kein Mittel ausschließt. In Deutsch« l a n d ist die Massenaktion als äußerste« Mittel zur Eroberung de« preußischen Wahlrechts vorgeschlagen. Sie kann und muß auch gegen den Krieg angewandt werden und unsere deutschen Genossen werden sie annehmen. Was sie zaudern machen könnte, wäre, wenn Sie zu schwanken scheinen würden." Die Vaillantsche Auffassung bekämpfte Grumbach, Dele- gierter der 14. Sektion von Paris. Die Internationale in Wien dürfe sich nicht über einer Resolution spalten, die keine neue Waffe bringe. Auf diesem Gebiete könne es nier einstimmige Beschlüffe geben. Die Resolution würde weder den Generalstreik im Augenblick der Kriegserklärung herbei» führen, wenn er«»möglich sei, noch bedürfe eS ihrer, wenn er mög- lich sei. Nichts lasse voraussehen, daß die Opponenten von Kopenhagen ihre Meinung geändert hätten. Man belaste es also beim Beschlutz von Basel. Rappaport erwiderte, Grumbach habe für die deutsche Sozialdemokratie allzuviel Vorsicht an den Tag gelegt. Die Er- klärungen Rosa Luxemburgs und die Artikel Scheidemanns zeigen, daß die große Kraft der Sozialdemokratie, die in ihrer WandlungS« fähigkeit liegt, weiterlebt. Bebel hat in Kopenhagen einen Krieg für unmöglich gehalten, in Basel hat er begriffen, daß er leider noch möglich ist. Wir müssen berücksichtigen, daß die Internationale schon einen Krieg verhindert hat. Auch ist die Sozialdemokratie mächtig erstarkt. Wir müssen erklären, daß niemals ein Proletarier auf den andern schießen darf. Es handelt sich hier nicht um Unterschiede der Tendenzen. Die vor- liegende Frage ist, wie Vaillant sagte, eine Frage auf Leben und Tod. Wenn die Deutschen für das allgemeine Wahlrecht zum Generalstreik bereit sind, sollten sie es nicht sein, um einen Krieg zu verhindern 1 ES spricht noch einmal Genosie Grumbach, der erklärt, daß die Regierung, wenn sie Gewaltmaßregeln wegen eines Generalstreik- beschlusses für den Kriegsfall anwenden wollte, die Zustimmung der Reichstagsmehrheit finden könnte, zur Verhinderung des Wahl- rechtsstreik« dagegen nicht. Er fordert Vertrauen für die deutsche Sozialdemokratie. Albert Thomas unterbricht Grumbach und wirst ihm vor, daß er die deutsche Regierung allzusehr intervenieren lasse. Diese hätte ebenso auch schon nach der Stuttgarter Resolution einschreiten können. Der Augenblick ist stir die Internationale gekommen, um entscheidende Beschlüsse zu fassen. Wir müssen den Generalstreik in unseren Beschluß aufnehmen. Wir fordern, daß alle Sozialisten ihr Denken dem Generalstreik zu richten und seine Idee sie zu männ- lichen Taten vorbereite. Nachdem noch L ö V y im Sinne Vaillants gesprochen und erklärt hat, daß es sich nicht darum handle, gegenseitige Konzessionen in Wien auszuschließen, sondern nur den Genossen dort zu Wen. was die Franzosen zu tun bereit seien, und sie zu fragen, was sie tun könnten, wird eine Resolutionskommission gewählt, die die Texte für die nächste Kongreßsitzung auszuarbeiten hat. Rus der Partei. Parlamentsfraktion und Parteivorftand über den Massenstreik. Rom, den 22. Juni.(Eig. Ber.) Die sozialistische Parlamcntsfraktion hat nach langer Dis kussion über die jüngste Volksbewegung in Italien die folgende Tagesordnung angenommen: „Die sozialistische Parlamentsfraktion sieht in den letzten Voltsbewegungen die unvermeidliche und klar vorhersehbare Folge der törichten Politik der herrschenden Klaffen Italiens, deren blinder Starrsinn an Stelle dringender wirtschaftlicher und sozialer Reformen die verbrecherische Vergeudung für Militär und Kolonien gesetzt hat und so die erzieherische und diszipli- nierende Wirksamkeit der sozialistischen Partei für die laugsame Umgestaltung der politischen und sozialen Ordnung vereitelt und in den Massen den Kultus der Gewalttat wieder rehabilitiert hat. Die Parlamentsfraktion betont von neuem den Grundbegriff des modernen internationalen Sozialismus, demzufolge die großen sozialen Umgestaltungen, besonders die Befreiung des Proletariats vom kapitalistischen Joch, nicht durch Plötz liche Erhebungen unorganisierter Massen er- reicht werden, deren Mißerfolg die boshafte sie und dümmste Reaktion wiederbelebt und so den circulus vitiosus der politischen Unfruchtbarkeit bedingt, in dem sich nun- mehr seit St> Jahren das politische Leben der Nation bewegt. Sie erklärt es demnach für notwendig, daß von feiten der Fraktion immer größeres Gewicht auf die parlamentarische Wirksamkeit und auf die Propaganda unter den Massen gelegt werde, unter entschiedenster Opposition gegen Militarismus, Abgabenbelastung der arbeitenden Klaffen und Protektionismus und unter wachsamster und euer- gischstcr Verteidigung der bedrohten politischen Rechte, während gleichzeitig in eifriger und geduldiger Aktion, die allein als wirklich revolutionär gelten kann, die Organisation, Erziehung und Bildung der proletarischen Bewc- gung zu fördern ist, zur Erringung immer größerer politischer und sozialer Vorteile. Zur Erreichung dieses Ziels erachtet die Parlamentsfraktion das innigste Einverständnis zwischen den Hauptvertretungen des organisierten Proletariats: sozialistischem Parteivorstand, Parla- mentssraktion und Konföderation der Arbeit für unerläßlich, spricht der Konföderation auch für ihre Haltung während des Generalstreiks ihre Solidarität aus und gibt dem Wunsche Ausdruck, daß ein besseres Ineinander- greisen der Aktion der Konföderation und der des Parteivorstandcs verwirklicht werde." In dieser Tagesordnung nimmt die Parlamentsfraktion zwischen den Zeilen sowohl gegen den„Avanti" als gegen den Parteivorftand Stellung. Bekanntlich wurde das Ende deS Generalstreiks nach 48stündiger Dauer von der Konföderation der Arbeit dekretiert. Gegen dieses Vorgehen der Konföderation nahm der Parteivorstand in einer allerdings sehr maßvoll gehaltenen Tages- ordnung Stellung. Der„Avanti" beschuldigt« die Konföderation sogar de« Verrats an der Sache der Mafien. Nun spricht die Fraktion der Konföderation die Solidarität auS: das bedeutet also, daß sie sich gegen den„Avanti' und gegen den Parteivorstand wendet. An sich ist dies durchaus nicht zu verwundern, da die große Mehrheit der Fraktion reformistisch ist. Am 27. d. M. tritt der Parteivorftand zu einer Plenarsitzung zusammen, dabei wird der Sekretär oer Fraktion. Genosse M o r g a r i, der Mitglied des Parteivorstandes ist, die Resolution der Fraktion dem Vorstand unterbreiten._ Neuerungen im Nürnberger Parteibureau. Die Parteigenossen in Nürnberg stimmten einstimmig einem Vorschlage zu, der durch den Umstand veranlaßt ist, daß bei den im Herbst stattfindenden Gemeindewahlen die Sozialdemokratie vor- aussichtlich die Mehrheit oder wenigstens eine nahe daran streifende. Vertreterzahl erlangen wird, wodurch die Verantwortlichkeit und die Arbeitslast unserer Vertreter bedeutend wachsen werden. Es wurde deshalb beschlossen, einen Fraktionssekretär � anzustellen, der das zugängliche Material zu sammeln und den einzelnen Gc- nassen zu übergeben hat usw. Für diesen Posten wurde der Ge- meindebevollmächtigte Genosie G i e r m a n n bestimmt, der bisher als Sekretär im Bureau des sozialdemokratischen Vereins tätig war. Für das Vereinsbureau wird ein neuer Sekretär angestellt mit der Bedingung, daß er wenigstens für die nächsten Jahre kein Mandat zu öffentlichen Körperschaften übernehmen darf. Zahl verunglückter Jugendlicher und die Tatsache, daß gerade die deutsche Regierung die Herauf- setzung des Tckiu Halters auf 18 Jahre als internationale Abmachung verhindert. In den Betrieben mit ausgedehnten! Maschinenbetrreb hat schon die Zahl der Jugendlichen von unter 16 Jahren einen hohen Stand erreicht. Tos erklärt wohl den Wider- stand der Regierung. In den gewerblichen Betrieben mit über 10 Arbeitern gab es im Jahre 1010 180171 männliche und weibliche Jugendliche von unter 16 Jahren, im �ahre 1012 schon 332 204. Davon entfallen auf Bergbau und Hütten 44 200, auf die Metallverarbeitung 73 788 und auf die Maschinenindustrie 82 863. Auf diese drei Gewerbe kommen mithin annähernd 40 Proz. aller Jugendlichen. Die Textilindustrie beschäftigte 03 411 Jugendliche, das Be- kleidungsgewerbe 38 633, das Nahrungs- und Genußmittel- gewerbe 31 900, die Industrie der Holz- und Schnitzstoffe 33 673. Unter der Gesamtzahl der Jugendlichen befanden sich 186 097 weiblichen Geschlechts', von diesen waren weiter 6133 noch nicht einmal 14 Jahre alt; jugendliche männliche Arbeiter in diesem Alter wurden 7780 gezählt. Ungenügender Schutz dieser Kräfte ist gleichbedeutend mit einer unerhörten Verwüstung von Volksgesundheit. Fachausschüsse für Hausarbeit. Da? soeben herausgegebene Reichsgcsetzblatt 1036 enthält Bestimmungen des Bundesrats über Fachausschüsse für Hausarbeit. Die 34 Paragraphen umfassende Verordnung enthält lediglich einen Rahmen für die Errichtung von Fachausschüssen. 8 1 Absatz 1 stellt als Ziegel auf:„Fachausschüsse werden in der Regel für einzelne Ge- Werbezwcige oder für Teile von Gcwerbezwcigen errichtet." Zu Ver- trctcrn der Hausarbeiter sowie zu Stellvertretern für sie dürfen nur mindestens 30 Jahre alte deutsche Personen gewählt werde«, die mindestens ein Jahr hindurch als HauSarbeiter, als Hausgewerbetreibende oder als gewerbliche Arbeiter denjenigen Gewerbezweigen oder Teilen von Gewerbezweigen, für welche der Fachausschuß oder die Abteilung errichtet ist, im Hauptberuf angehören oder angehört haben. Die Wahl erfolgt auf vier Jahre. Mus Industrie und Handel. Die wirtschaftliche Krisis in der Türkei. Di« Türkei steht in eln«r schweren politischen Krisis. Hand in Hand mit dieser politi- 'chen Krisis geht besonders in Konswntinopel eine furchtbare wirt- chaftliche Krisis. Die Unsicherheit, welche durch die politische Lage jervorgerufen ist, legt sich schwer auf den ganzen Geschäftsverkehr. Die wirtschaftliche Stagnation ist vollkommen. Die Lebens- mittel werden von Tag zu Tag teurer, während die Löhne tationär bleiben, vieljach sogar zurückgehen. Die Zahl der Ar- b e i t s l o s e n ist ungewöhnlich groß, das Elend daher ungeheuer. Die Regierung und auch die Stadtverwaltung greisen helfend ein. Da aber die Ursachen der Krisis bestehen bleiben, so kann das alles nichts nützen. Je mehr der politische Horizont verdunkelt bleibt, desto schlimmer wird die Krisis und die wirtschaftliche Lage ist gegen- wärtig schwärzer als während der letzten Kriegsperiode. Das neueste Staatsgcschcnk für Grundherrcn. Seit Jahr- zehnten'ist kaum irgend ein Gesetz in Preußen herausgekommen, das nicht Prosite, Begünstigungen für die Gutsherren enthielte. In der Kommission des Abgeordnetenhauses für das Fischerei- gesetz ist am Dienstag ein konservativer Antrag angenommen worden, der den Grundbesitzern in allen Binnengewässern, die nicht Wafferläufe erster Ordnung sind, das Fischereirecht zusteht. Dieses Ziecht war in einzelnen Landesteilen bis jetzt ein Recht des Staates. Der Antrag, den die Konservativen in das Gesetz gebracht haben, bedeutet also nichts weiter, als ein« Schenkung des Staates an die Grundbesitzer. Dagegen haben die Konservativen gleichzeitig durch Annahme eines anderen Antrages den(Gemeinden an zwei Küsten- tüssen in Ostftießland das ihnen zustehende Recht der Fischerei in diesen Flüssen ohne Entschädigung entzogen. Selbswerständlich wird kein Sozialist etwas dagegen einwenden, daß der Plunder von Eigentumsrechten aus der Welt geschafft wird, aber daß Staatseigentum an Privatleute verschenkt wird, ist das Gegenteil der EntWickelung, die man wünschen muh. Der Be- chluß der Kommission ist nur ein neuer Beweis für die AuSbeu- tung der gesetzgeberischen Macht zu Privatzwecken, die seit einem Menschenalter in zunehmendem Maße unsere preußische und auch einen großen Teil der deutschen Gesetze kennzeichnet. Ter prügelnde Buchhalter. Merkwürdige Zustände müssen in einer„Genosscuschaft' herrschen, gegen die am Dienstag die Verkäuferin Frau- ziska Z. vor der 5. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts Klage erhob. Die Klägerin war mebrere Jahre bei dem beklagten Unter- nehmen, der„Zcntral-Einkaufs-Genossenschaft" zusammen mit dem Buchhalter Otto Bruhns tätig. Wre das junge, bescheiden auftretende Mädchen in der Verbandlung schildert, war es sehr schwer, mit B. auszukommen, da dieser sehr zu Gewalttätigkeiten neigte. Am 28. Mai wollte sie seinem Verlangen, länger zu ar- beiten nickst nachkommen und machte sich zum Fortgehen beveit. Während sie nun arglos an ihm vorüberging, erhielt sie hinterrücks einen Faustschlag ins Genick, daß sie wie besinnungslos nach vorn taumelte. Da niemand im Geschäft war, der sie hätte schützen können, so läutete die Klägerin bei dem einzigen Vorstandsmit- glied, das sich zu der Zeit in Berlin befand, telephonisch an und schilderte den Hergang. Das betreffende Vorstandsmitglied, Herr Bormann, begab sich auch in dl« Geschäftsräume und stellte den Buchhalter in höflichster Weise zur Rede. Er. der Buchhalter, möge die junge Dame wegen des Faustschlags wenigstens um Entschuldi- gung bitten, dann wäre alles wieder gut. Statt dem g«vitz be- rechtigten Wunsche nachzukommen, erklärte Bruhns dem Vorstand«- Mitglied kategorisch, er denke gar nicht daran, um Verzeihung zu bitten. Er bedauere den Schlag auch gar nicht, im Gegenteil, wen« Fräulein Z. sich noch einmal muckst, dann beronimt sie»och ei« Paar. Nach dieser Unterredung wandte sich das Vorstandsmitglied an die Klägerin und legte ihr selbst nahe,„unter diesen Umständen nach Hause zu gehen, da sie sonst immer wieder den tätlichen An- griffen des Bruhns ausgesetzt sei!" Der Vertreter der beklagten Genossenschaft konnte die AuS- schreitungen des Buchhalters gegenüber der Klägerin nicht be- streiten und drückte selber sein Bedauern über den Vorfall auS. Der Vorsitzende bezeichnete es als„geradezu unerhört", daß eine junge Dame derartigen Exzessen� eines Angestellten ausgesetzt sei, und daß kein Vorgesetzter zur Stelle sei, der einen solchen Angestellten sofort hinaussetze. Es wäre das die Pflicht des Vorstandsmitgliedes und auch sein Recht als Inhaber dieses Amte» gowften. Der Ver- treter der Beklagten erkannte auf diesen Vorhalt hin die Gehalts- forderung der Klägerin vorbehaltlich der Genehmigung des Vor- stands der Genoffenschaft an. Das Strafverfahren gegen den Buchhalter schwebt bereits. Selbstverständlich hat die Konsumgenossenschast für Berlin und Umgegend mit dieser sogenannten„Zentral- Einkaufs-Genossenschaft" nichts zu tun. Soziales. Zugcudliche Arbeiter. . Der Gewerkschaftskongreß in München hat die Forderung erhoben, ein Verbot der Beschäftigung von Arbeiterinnen und Jugendlichen an gefährlichen Maschinen zu erwirken. Als Illustration dazu kann die Mitteilung dienen, die wir vor einiger Zeit niedriger gehängt hatten und die auch ein Delegierter der Bergarbeiter machte, daß nämlich eine Zechen- Verwaltung es fertig bekommen hat, einen 16 Jahre alten Knaben als Lokomotivführer zu beschäftigen. Wie berechtigt ne Forderung ist, ergab weiter die Feststellung der hohen Rechtsauskunftstellen in Preuße«. Auf allen Gebieten sozialer Arbeit humpeln Regierung. Be» Hörden und bürgerliche Parteien hinter der modernen Arbeiter- bewcgung her, äffen ihre Einrichtungen nach. Erst wenn die Arbeiter- schast selbst ein bisher ödes Brachfeld mit Erfolg bebaut hatte, kamen auch ihre Gegner nachgerückt. Nicht aus sozialem Pflicht- gefühl, sondern lediglich aus politischen Gründen. Man wollte der Sozialdemokratie das Waffer abgraben, eine Berührung der Arbeiter mit den sozialen Einrichtungen der Arbeiterbewegung hintertreiben. AuS diesem Grunde wurden auch von Gemeinden, vom Staat und bürgerlichen Vereinigungen Rechtsauskunftstellen eingerichtet, nach» dem Partei und Gcwerkschaflen auf diesem Gebiete bereits Muster» gültiges geschaffen halten. Trotz aller Anstrengungen der Gegen- seite bebauplet die moderne Arbeiterbewegung mit dieser Art Ein» richtungen auch heute noch den ersten Platz. Das Kaiserl. Statistische Amt veröffentlicht eine Zusammenstellung der im Jahre 1S12 unter« baltenen RechtSauskunftstellen. Danach ergibt sich nach der Art deS Trägers dieser Einrichtungen folgende Uebersicht: Auskunft- Erteilte Angefertigte stellen Auskünste Schnstsätze Insgesamt......... 587 Gemeindliche und staatliche R.-A.. 84 R.-S. gemeinnütziger Vereinigungen 25 R.-A. für Krauen....... 61 R.-A. von Arbeitervereinen, und zwar: a) freie Gewerkschaften... 163 b) deutsche Gewerkvereine sH.-D.) 41 c) christliche Gewerkschaften.. ckj polnische Berufsvereinigungen v) sonstige Arbeitervereinigungen R.-A. von Arbeitgebern..... Konfessionelle R.-A., und zwar: as evangelische...... b) katholische....... R.-A. polnischer Bereinigungen.. R.-A. von Privatangestellienverbänden R.-A. ländlicher Genossenschaften. Mehr als einViertel aller Stellen und mehr als ein Drittel allerAus« künfte und angeferligten Schriftsätze entfallen demnach auf die von den freien Gewerkschaflen unterhaltenen Einrichtungen. Mit dieier Fest- stellung ist aber die Ueberlegenheit der von der modernen Arbeiter- bewegnng geschaffenen Einrichtungen noch nicht vollständig dargetan. Sie arbeiten auch gründlicher als die allermeisten anderen Recht«- 45 8 4 8 18 88 23 13 6 1 181 418 220 076 133 732 83556 424 839 49 202 35 905 21081 2 500 11527 23 307 172 870 21 956 13 782 17 029 338 592 41305 23 222 7006 123 488 10 102 20 438 12 224 1248 5 017 11271 72 494 0132 1061 584 tr. 170. 31. Jahrgang 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Forstag, 25. Juni 1914. Der Wälderkauf des Zwecktragsentwurf ihr Ja und Amen gab. Nach dem Antrag des Verbandsausschusses, den der Stadtrat Parteiangelegenheiten. Die Namen der Schwerverunglückten, die Aufnahme im Krankenhause fanden, find: Maurer Heinrich Luer aus der Kopenhagener Straße, Maurer Hermann Briese aus der Gartenstraße, Maurer Das Straßenbahnneh soll von Schmorgendorf nach Dahlem zu können, wurden auf dem Fußboden der Aula mächtige ( Kronprinzenallee) weitergeführt werden. Bei den Siemens- Holzstüßen errichtet, die ein Gerüst aus Brettern trugen. Schuckert- Werfen am Nonnendamm wir dzur glatteren Ab- Am gestrigen Nachmittag sollten an dem südlichen Teile der Aula wicklung des Verkehrs die Straßenbahnstrecke bis zum Verwaltungs- die letzten Betonierungsarbeiten vorgenommen werden. Dabei waren verbandes. gebäude verlängert. Rudow erhält Straßenbahnanschluß nach Johannisthal durch Verlängerung der bis dort endenden Strecke elf Arbeiter unter der Aufsicht eines Poliers beschäftigt, die HohlFriedrichsfelde- Oberschöneweide- Niederschönemeide- Johannisthal. steine auf die Verschalung zu legen, die Stäbe zu ziehen und dann Entscheidender Beschluß der Verbandsversammlung. Die bisher mit Benzol betriebene Straßenbahn Friedrichs Eisenbeton festzustampfen. Die fertige Decke sollte dann 8 bis Der Zweckverband Groß- Berlin hatte durch die Verbandshagen- Schöneiche- Kaltberge wird künftig mit Elektri- 14 Tage trocknen, um so ihre volle Festigkeit zu erreichen. Die bauausführende Gesellschaft hatte für die Decke eine Traglast von versammlung gestern Beschluß zu fassen über den Wälderkauf, zität betrieben werden. wie ihn der Verbandsausschuß nach den weiteren Verhandlungen Gegen den vom Polizeipräsidium Berlin angeregten Plan, am 500 Kilogramm auf den Quadratmeter berechnet. Gegen 3½, Uhr mit der Staatsregierung nunmehr vorschlug. Die von der Re- 300logischen Garten die Straßenbahngleise aus der Faja- nachmittags vernahmen die auf dem übrigen Grundstück arbeitenden gierung gemachten Zugeständnisse erschienen der Mehrheit so be- nerie- und Lichtenſteinallee zu beseitigen und die Strecke an die Maurer plöglich ein lautes Krachen und Splittern und bald darauf ceutend, daß sie ohne langes Besinnen dem vorgelegten Kaufver- Friedrich- Wilhelm- Straße anzuschließen, erklärte sich der Verband. einen dumpfen Fall. Als sie hinzueilten, sahen sie, daß ein großer Teil der Südseite der Decke, etwa 120 Quadratmeter, eingestürzt Warum die sozialdemokratischen Vertreter nach Krause- Berlin empfahl, wurde die Genehmigung versagt. wie vor nicht zustimmen konnten, legte unser Gen. Stadtv. Hei= Der Untergrundbahnstreit zwischen Schöneberg und Wilmers- war. Vier der bei den Betonierungsarbeiten beschäftigten Arbeiter mann- Berlin noch einmal dar. Er knüpfte an die Worte an mit de- dorf war im voraus geschlichtet worden. Ohne nennenswerte De hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können und kamen nen auf dem diesjährigen deutschen Städtetag zu Köln der Vorsitzende batte wurde dem Projekt des durch die Stadt Schöneberg und die mit ganz leichten Schrammen davon. Die übrigen acht Arbeiter Oberbürgermeister Wermuth- Berlin die notgedrungene Abwehr- Untergrundbahngeſellſchaft auszuführenden Baues eines Gemein waren durch die eingestürzte Decke acht Meter tief hinuntergerissen stellung der Gemeinden gegenüber den staatlichen Gewalten zu kenn- schaftsbahnhofs am Nollendorfplatz und des durch die und unter den Holz- und Steintrümmern begraben worden. Mit zeichnen versucht hat. An jene Rede werde man erinnert bei der Stadt Schöneberg auszuführenden Ausbaues der Schöneberger vereinten Kräften leisteten die Arbeitskollegen den Verunglückten Waldankaufsvorlage, deren Annahme nun den Schlußstein zu der Untergrundbahn zur Herstellung eines Durchgangsbetriebs mit der Bürgermeister Peters- Wil- Hilfe und bald konnten die Verschütteten befreit werden. Die Verersten großen Aktion des Zweckverbands Groß- Berlin bilden solle. Hochbahn- Oststrecke zugestimmt. Von vornherein hat der Redner, als der Verband ins Leben treten mersdorf gab die kurze Erklärung ab, daß Wilmersdorf keine Be- unglückten wurden in herbeigeholten Automobilen nach dem nächsten Krankenhause geschafft, wo festgestellt wurde, daß vier schwer, die sollte, sich nicht berhehlt, daß die Herbeiführung eines einheitlichen denken mehr hat. anderen vier leichter verlegt worden waren. und geschlossenen Handelns nirgends schwerer als hier sein werde. Künstlich und widernatürlich sei dieses Gebilde organisiert nach dem Prinzip„ Teile und herrsche", indem man den mit Berlin und feinen größeren Vororten zusammengespannten fleinen Städten und Landkreisen einen verhältnismäßig starken Einfluß gab. Zur An die Bildungsausschüsse und Organisationsleitungen. Frizz Rose aus Neukölln, Zimmermann Franz Giebler. Beleuchtung des Kaufvertrags, über den der so zusammen- Der Leitfaden für die Bildungsarbeit in Der Neubau wurde polizeilich gesperrt, da die heutige Untergejette 3wedverband jest zu entscheiden hatte, ging Heimann auf Groß- Berlin"( 3weiter Jahrgang 1914) ist erschienen und suchung durch Sachverständige erst die Ursache der Statastrophe ereinige der Zugeständnisse" näher ein. Anfänglich habe der Fiskus den Bildungsausschüssen und Vorständen zugegangen. Körper geben soll. ein Wiederkaufsrecht auf drei Jahrhunderte gefordert, jezt aber molle die Regierung sich damit zufrieden geben, daß bei notmenschaften, die mit der empfangenen Anzahl nicht auskommen, mögen Die Aufräumungsarbeiten wurden von der herbeigerufenen vom Sekretariat weitere Exemplare einfordern. digem Wiederkauf nur durch Enteignung erworben und die darin festaefezte Entschädigung gezahlt werden soll. Das zeige, daß selbst ausschüsse und Organisationsvorstände in Groß- Berlin unentgelt- Abendstunden zum größten Teile beendet. Der Leitfaden für die Bildungsarbeit" wird an die Bildungs- Feuerwehr alsbald in Angriff genommen, sie waren in den späten Wunsch und Absicht des Staatsministeriums, den Gemeinden lich abgegeben. Andere Interessenten innerhalb und außerhalb Groß Berling unerträgliche Lasten aufzuer= Groß- Berlins können die Broschüre gegen Einsendung von 0,50 Iegen, ihre Grenze finden, wenn nur der Verband geschlossen Mort pro Exemplar vom Sekretariat des BezirksbildungsausEinen neuen Weltrekord im Dauerfluge auftritt. Bezüglich des Kaufpreises ist, fuhr der Redner fort, schusses beziehen. Vom 1. Jahrgang des Leitfadens ist noch eine hat der 21 Jahre alte Rumplerpilot Basser aufgestellt. das Ergebnis leider nicht so günstig, weil hier ein geschlosse Heine Anzahl von Exemplaren vorhanden, die auf Wunsch an die Derselbe stieg am Dienstagnachmittag furz vor 4 Uhr auf nes Borgehen des Verbandes nicht zu erreichen war. Wir alle waren einig in dem Wunsch, die Wälder um Groß- Groß- Berliner Organisationen, die den 1. Jahrgang nicht mehr und flog ununterbrochen bis Mittwoch früh 10 Uhr. Er hat einen Flug von 18 Stunden 12 Minuten Dauer zurückgelegt. Berlin erhalten zu sehen oder das ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, sondern: wieder zu Wald zu machen, was früher 26. April der französische Flieger Poulet hielt, um 1½ Stunden Basser hat mit dieser Leistung den Dauerweltrekord, den ſeit mal Wald gewesen war. Meine Freunde vertreten ja in erster Reihe solche Bevölkerungsschichten, für die der Wald als wichtige Erholungsstätte in Frage kommt. Wir bleiben in der Minderheit mit denen, die zunächst dem Fiskus selber die Erhal= tungspflicht zuwiesen. Wir hielten selbst 50 Millionen für einen exorbitanten Preis, zumal da die Erhaltung tariat: Lindenstraße 3. Telephon: Morigplatz 4740/41. des Grunewalds ohnedies durch eine Kabinettsorder zugesichert war. Selbstverständlich ist eine weite Spannung von den ursprünglich als Preis genannten 178 Millionen Mark zu den jetzt geforder= ten 50 Millionen Mark bei zinsfreier Ratenzahlung. Aber wir Tegel, Nieder- Barnim. Das Strandschloß am See, Inhaber find überzeugt: wären Sie bezüglich des Preises fester geblieben, Paul Grothe, steht uns nunmehr zu allen Veranstaltungen zur Sie hätten sicher auch hier noch zugeständnisse erlangt. Die Mil- Verfügung. Die Lokale Bellevue" und" Tuskulum" See lionen, die jetzt unnötigerweise dem Fiskus bewilligt werden sollen, sind von der Liste zu streichen und streng zu meiden. Auf mehrwären besser den Gemeinden verblieben. In der Ueberzeugung fache Anfragen erflären wir, daß das Lokal von Bludschuß. von der Richtigkeit unserer Auffassung einer Möglichkeit weiterer Neu- Heringsdorf, nach wie vor gesperrt ist und von der organi Preisreduktionen bestärkt uns der ganze Verlauf dieser Waldber fierten Arbeiterschaft gemieden wird. Die Lokalfommission. handlungen. Wer möchte bestreiten, daß hier die höchste Verwaltungsbehörde des Landes in einer Weise gehandelt hat, durch die ein Privatmann sich für immer jede Reputation verscherzen würde. Bierter Wahlkreis. Am Sonntag, den 28. Juni, veranstaltet Aber nach dem, was man sonst gegenüber den Städten erlebt hat, die 6. Abteilung einen Ausflug nach der Märkischen kann das nicht Wunder nehmen. Wir haben es schmerzlich bedauert, Schweiz". Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof 6.51 1hr früh daß der Verband jeden festgeschlossenen sturmbereiten Zusammen- nach Dahmsdorf- Müncheberg. Sonntagsfarte 3. Klasse für Sin halt hat vermissen lassen. An den Dingen selber ist nun nicht und Rückfahrt 1,95 M. Treffpunkt 7 Uhr am Schlesischen mehr viel zu ändern, und Sie werden den Vertrag jest ratifizieren. Bahnhof, Ede Fruchtstraße. Der Verband wird dann in die Lage kommen, seine erste wirkliche Tätigkeit auszuüben, d. h. den Wald herzustellen. Wir haben den allerdringendsten Wunsch, daß er diese Aufgabe so gut erfüllt, wie der Fiskus sie bisher vernachlässigt hat. An unserer Stellung zu der Ankaufsvorlage hat sich nichts geändert: wir lehnen sie auch heute ab, wenn wir auch in dem Wunsch, der Großstadtbevölkerung Erholungsstätten zu schaffen, uns von keinem im Kaiser Wilhelmgarten" stattfindenden Lichtbildervortrag: unter ihnen übertreffen lassen. Für eine Minderheit der bürgerlichen Vertreter, die gegenüber der früheren Vorlage jich gleichfalls ablehnend verhalten hatte, erklärt Stadtverordneter Rosenow- Berlin, daß man nach den Zugeständnissen der Regierung eine andere Stellung einnehmen molle. Um nicht abseits zu stehen bei dem großen Werk, lasse er den früheren Widerspruch fallen und stimme zu. besitzen, abgegeben wird. aufzustellen und dem Bezirksbildungsausschuß von den VeranWir ersuchen nun die Bildungsausschüsse, ihre Winterpläne staltungen, für deren Durchführung( Engagement der Kräfte, Bearbeitung der Programme usw.) sie seine Unterſtüßung in Anspruch nehmen wollen, Kenntnis zu geben. Dabei wollen sie sich des ragebogens bedienen, das mit einem Zirkular im Mai zum Versand kam. Der Bezirks- Bildungsausschuß Groß- Berlin. Sekre= Zur Lokalliste. am überboten. Ein Sturmflug im Gewitter. Einen Flug auf Tod und Leben hatte gestern mittag der Flieger Landmann von den Albatros- Werfen zu bestehen. Landmann, der am Dienstagabend zu einem 24- Stunden- Flug aufgestiegen war, flog nach der Landung Bassers unentwegt weiter. Gegen 11 Uhr zog von Westen eine so schwere Wolkenbank herauf, daß selbst die vor den Schuppen stehenden Maschinen in die Gebäude hineingebracht wurden. Mit unheimlicher Schnelligkeit zog das Unwetter unter Blig und Donner heran. Landmann fah wohl von seinem Flugzeug das Unwetter, war aber offenbar unschlüssig, was er tun sollte. Landen wollte er nicht, da er sonst um die Früchte seiner vierzehnstündigen Fahrt gekommen wäre. Entfliehen konnte er dem Gewitter auch nicht, da das Unwetter. von allen Seiten herankam. So machte er einen Umgehungsversuch, der aber mißlang, und schon nach zehn Minuten kehrte der Flieger auf das Flugfeld zurück. Inzwischen war das Gewitter herangekommen, und ein orfanartiger Wind peitschte, von Regen und Hagel begleitet, die am Rande des Flugplazes stehenden Bäume. schwere Albatros- Doppeldeder, der sich, von den Bligen umzudt. scharf gegen den schwarzgrauen Hintergrund abhob, wurde wie ein Spielzeug geschüttelt. Die Böen warfen die Maschine nach allen Himmelsrichtungen und das Flugzeug machte Sprünge von mehreren hundert Metern. Landmann fämpfte wie ein Verzweifelter, fonnte aber dem rasenden Unwetter auf die Dauer feinen Trotz bieten. Schließlich glückte es ihm, den Westwind in den Rücken zu bekommen, und mit einer Geschwindigkeit von 180 bis 200 Kilometer brauste der Doppeldecker davon. Schließlich sah sich Landmann doch genötigt, den Flug aufzugeben, und so entschloß er sich, in Liegniß zu landen. Mariendorf. Der 2. Vortrag für die neueingetretenen Mit- Dort ist er gestern mittag um 2 Uhr 26 Minuten niedergegangen. glieder des Wahlvereins findet am Freitag, den 26. Juni, abends Däumig spricht über Fünfzig sozialdemokratische seiner Arbeit gebracht worden. 8 Uhr, im Restaurant Preuß, Kurfürstenstraße 44, statt. Genosse Durch dieses eigenartige Bech ist der mutige Flieger um die Früchte Er wird am Donnerstag nach Kampfjahre". Johannisthal zurückkehren. Neukölln. Zur Vorbereitung der Ferienspiele findet am Freitag, den 26. Juni, abends 8% Uhr, bei Bartsch, Hermann straße 49, eine Zusammenkunft sämtlicher Spielleiterinnen und Selferinnen statt. Friedenau- Steglitz. Zu dem morgen, Freitag, pünktlich 8% Uhr, „ Aus russischen Kerkern" sind noch Billetts an der Kasse zu haben. Die Genoffen, die Billetts zum Vertrieb in Händen haben, werden gebeten, etwas früher zu erscheinen und abzurechnen, da die Billetts gebraucht werden. Der. Stadtverordneter asset- Berlin rühmte seinen und seiner Freunde Eifer im Kampf um die Selbstverwaltung der Gemeinden. Den Zweckverband habe auch er als ein unglückliches Gebilde be= fämpft. Von vielen sei diese Organisation ungeſtüm verlangt Bibliothet wird diese vom 4. Juli bis 7. August geschlossen. Die Der städtische Seefischverkauf wird im Sommer eingestellt. Behufs Neueinteilung, Ergänzung und Renovierung der worden, weil sie Berlin dadurch eins versehen" zu können hofften. In der Waldankaufsfrage habe ein Opfer gebracht werden Bücher find bis Sonnabend, den 4. Juli, zurückzugeben. Mit Rücksicht auf die heiße Jahreszeit wird der städtische müssen. Auch wenn die anfänglichen Preisansprüche der Regierung Hermsdorf, Waidmannsluft und Glienicke. Sonntag, den Seefischverkauf während der Monate Juli und August ausweit unter dem zuerst genannten und nicht ernst zu nehmenden 28. Juni, früh 8 Uhr: Handzettelverbreitung. Betrag von 178 Millionen blieben, bedeute der jeßt bewilligte Preis Montag, den 29. Juni, abends 8½ Uhr, im Restaurant„ Bergeine ansehnliche Ermäßigung. Mehr würde gewiß nicht zu erschloß" am Bahnhof Waidmannslust: Große öffentliche Verreichen gewesen sein. Mit dem Antauf der Wälder zu den jezi- jammlung". Tagesordnung: 1. Militarismus und Jugendgen Bedingungen werde man verdienstlich gehandelt und eine gute erziehung! Referent: Landtagsabgeordneter Otto Braun. 2. DisTat vollbracht haben. fussion. Hiermit schloß die Generaldebatte. Röntgental, Zepernick, Buch. Am Sonnabend, den 27. Juni, In der zweiten Lesung wandte sich Stadtverordneter Son im Lokal von August Lange, Siemensstraße: Mitgliederversamm: nenfeld Berlin gegen das Verlangen des Militärfiskus, ihm den bisherigen Husarenschießplaz in der Stolper Forst( Ober- lung. Tagesordnung: Bericht von der Verbandsgeneralversamm försterei Potsdam) zu sichern durch Eintragung einer Grunddienst- ung sowie andere wichtige Punkte. barkeit oder mindestens durch Vertrag auf 30 Jahre. Auch der Bernau. Die Zentralbibliothef bleibt vom 3. Juli bis 28. August Verbandsausschuß hat in seiner Vorlage sich gegen die Bewilligung geschlossen. Es wird um Abgabe aller noch ausgeliehenen Bücher ausgesprochen. Zur Haltung der sozialdemokratischen Vertreter bis zum 3. Juli ersucht. gegenüber der jeßigen Vorlage bemerkte Sonnenfeld, er wolle zugeben, daß sie im Wünschen und& mdern von keinem übertroffen würden. Er selber hatte angesichts der Zugeständnisse" der Regierung nichte meiter zu münschen und zu fordern. Berliner Nachrichten. Selbſt der Preis ſchien ihm jest„ durchaus angemessen, wenn auch Deckeneinsturz auf einem städtischen Neubau. nicht billig". Daß der Preis ganz und gar nicht billig zu nennen sei, betonte Stadtverordneter Ladewig- Berlin. Aber auch er war im übrigen einverstanden mit dem Kauf.. Die meisten der einzelnen Paragraphen des Kaufvertrags wurden ohne weitere Debatte angenommen. Die Stempeltoften dem Verband aufzubürden, hielt Stadtrat Preuz- Berlin für eine starke Zumutung. In Rück sicht auf die Gemeinnüßigkeit des 3wedes dieses Wälderkaufs müsse ein Verzicht auf Erhebung der Stempelkosten, erwirft werden, zumal da dieje ja dem verkaufenden Fistus zugute fommen wür den und somit einen Preisaufschlag darstellten." Verbandsdirektor Steiniger erwiderte, diese Frage könne nur außerhalb des Kaufvertrags geregelt werden. Acht Arbeiter verlegt. Ein folgenschwerer Unfall, dessen Ursachen noch nicht aufgeklärt find, hat sich gestern nachmittag um 14 Uhr auf dem Neubau der städtischen Luisen- Realschule in der Ystader Straße ereignet. Dort stürzte während der Maurerarbeiten die Decke der großen Aula ein und begrub 12 Arbeiter unter sich, von denen vier mit ganz leichten Verlegungen davonkamen, während acht mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Ueber den Unfall wird folgendes gemeldet: gesezt. Geldschrankeinbrecher in der Lombardbank. Reiche Beute machten geiderbsmäßige Anader in der vorber gangenen Nacht in dem Lombardbanfgeschäft und der Lagerspeicherei von H. Wasservogel in der Johannisstraße 20/21. Gie fantelten im dritten Stock die Flurtür der Geschäftsräume auf, erbrachen funstgerecht" zwei Geldschränke und erbeuteten daraus für über 10 000 M. Wertsachen verschiedener Art. Der Einbruch wurde erst gestern früh entdeckt. Von den Tätern fehlt jede Spur. Umleitung von Straßenbahnlinien. Die Große Berliner Straßenbahn muß wegen Bauarbeiten am Hermannplatz in der Nacht vont 25. zum 26. Juni von 1 Uhr an die Linien 29, 58, 47 und 48 umleiten. Die Wagen der Linien 29 und 58 gehen über die Admirals, Grimm, Fichtestraße, Hasenheide, die der Linien 47 und 48 über die Kaiser- Friedrich- und Fuldastraße. Ein aufregender Vorgang ereignete sich gestern früh an der Lichtensteinbrücke. Ein junges Mädchen schwang sich plötzlich über das Geländer des Landwehrkanals. Zuschauern, die sich sofort aut die Rettung machten, gelang es zwar, die Lebensmüde bald aufzufinden; auf der Rettungswache konnte indessen nur noch der Tod festgestellt werden. Die Tote ist etwa 18 bis 22 Jahre alt und 1,57 Meter groß, hat blondes Haar, hellbraune Augen und ein rundes Gesicht und trug eine weiße Bluse mit roter Schleife am Halse, einen schwarzen Tuchrock, schwarze, durchbrochene Strümpfe, dunkelgraue Halbschuhe mit Lachspitzen und einen schwarzen Strohhut mit weißem Federstub. Auf dem Grundstück Ystader Straße 1-4 gegenüber der Korsörer Brande in der Kulmstraße 20a die Kinder Margarete und Else In großer Lebensgefahr schwebten gestern früh bei einem Straße läßt der Berliner Magistrat gegenwärtig einen Neubau für Mary. Beherzte Hausbewohner holten die Kleinen noch vor AnIn der Gesamt abstimmung wurde der ganze Kauf- die Luisen- Realschule und für eine Gemeindeschule errichten. Der funft der Feuerwehr aus der brennenden Wohnung heraus. vertrag mit mehr als 3weidrittelmehrheit angenommen. Zur Aufbringung der Kosten des Ankaufs soll eine Anleihe diehen. Im Mittelteil des ziemlich großen Baues liegt die 13 mal 8 1hr am Rudolfplatz im Osten Berlins. im April begonnene Bau ist zurzeit bis zum zweiten Stockwerk geDie Notlandung eines Freiballons erfolgte gestern abend um aufgenommen werden. Ankaufs- und Unterhaltungskosten werden Troßdem die Jusassen, auf die dem Verband angehörigen Gemeinden und Kreise durch 18 Meter meſſende Aula, die in ihren Grundmauern bereits voll- drei Militärluftschiffer, fortwährend Ballast auswarfen, war es ihnen Umlage berteilt. Berlin muß dabei am meisten bluten. tommen fertiggestellt ist und nun mit einer Decke aus Eisen- nicht möglich, über das Häusermeer Berlins hinwegzukommen. Um In derselben Sizung wurde auch noch eine Reihe von Ver- beton versehen werden sollte. Seit etwa acht Tagen wurde einen linfall zu verhüten, mußte schließlich die Notlandung vorgetehrsangelegenheiten, meist ohne Debatte erledigt. an dieser Dede gearbeitet. Um die Betondecke herstellen nommen werden. Personen sind dabei nicht zu Schaden gekommen. Der Ballon wurde, nachdem das Gas entwichen war, mittels Fuhr- tonte auch noch, daß wir Sozialdemokraten gerade gegenüber dem| Marienfelde. wert forttransportiert. gegenwärtigen Raijer keinerlei Veranlassung zu irgendwelcher Gemeindevertreterfißung. In der leßten dringlichen Sizung Ein schwerer Unfall ereignete sich in der vorbergangenen Nacht Huldigung haben. Der gegenwärtige Kaiser habe den Kampf gegen beschloß die Gemeindevertretung den Anlauf des Wilkeschen Ge= in der Elbinger Straße. Ein unbekannter Mann, der den Fahr- es nicht an Reden und Taten gegen uns fehlen lassen. Sollen Bei der Auflassung sollen 200 000 M. angezahlt werden, während uns zu seiner persönlichen Angelegenheit gemacht. Und er habe ländes von zirka 39 Morgen. Der Kaufpreis beträgt 375 000 2. damm überschreiten wollte, wurde von einem Straßenbahnwagen wir ihn dafür noch besonders huldigen? Die Genossen sind sicher die Restsumme nach vier Jahren gezahlt werden soll. Von den angefahren und so schwer verletzt, daß er nach dem Krankenhaus nicht nur mit der jetzigen Haltung der Fraktion einverstanden, 39 Morgen sollen für den Gemeindepark 18 Morgen Verwendung am Friedrichshain gebracht werden mußte. Dort liegt er noch besinnungslos danieder. Der Verunglückte ist etwa 20 bis 25 Jahre sie würden es sogar gebilligt haben, wenn unsere Genossen sich finden, während der übrige Teil als Baustellen verkauft werden nicht auf das Sißenbleiben beschränkt, sondern eine Gegenalt und 1,65 Meter groß, hat blondes Haar, einen Ausflug von demonstration veranstaltet hätten. Nach diesen, mit lebhaftem Otto Petsch verhandelt, dessen Grundstück sich an das anzukaufende soll. Anschließend hieran wurde über ein Angebot des Landwirts Schnurrbart und trug ein dunkles Jadett, eine gestreifte Hose, Beifall aufgenommenen Ausführungen schloß Genoffe Kazenstein Gelände anschließt. Der Preis dafür beträgt 7500 m. pro Morgen. ein schwarzen, steifen Hut und schwarze Schnürschuhe. die Versammlung mit einem begeisterten dreifachen Hoch auf unsere Es wurde beschlossen, den Gemeindevorsteher zu beauftragen, nochBewegung. mals mit dem Besizer zu verhandeln. it? Eichwalde. Volks- Sinfoniekonzerte. Die nächsten Konzerte des Blüthnerorchesters finden statt am Freitag, den 26. Juni: Neue Welt; Sonnabend, den 27. Juni: Berliner Bod- Brauerei; Dienstag, den 30. Juni: Moabiter Stadttheater( Alt- Moabit 47/48). Dirigenten find Stapellmeister Eugen Sauerborn und Max Wachsmann. Als Solisten wirken mit: Julia Parody( Klavier), Konzertmeister Nicolas Lambinon( Violine), Carola Zellenta( Violine), Anna Reichner- Feiten( Gesang) und Alfred Ernst( Harfe). Eintritt 30 Pf. Kleine Nachrichten. In der Nähe des Freibades Wannsee er trant ein unbekannter älterer Mann beim Baden. Er ist anscheinend beim Schwimmen von einem Herzschlag betroffen worden. Die Leiche fonnte noch nicht geborgen werden. Von dem gleichen Schicksal wurde der 11 jährige Schüler Hans Becker in der Badeanstalt in Stegliz ereilt. Obwohl fich alles um den Knaben bemühte, konnte man nur den Tod feststellen. Neukölln. Zum geplanten Wahlrechtsraub. Aus der lesten Gemeindevertreterfißung. Zunächst wurde der Der Wahlrechtsraub scheint schon perfekt zu sein, ohne daß neugewählte Gemeindevertreter der ersten Klasse, Herr Schelenz, die Stadtverordnetenversammlung sich damit beschäftigt hat. Ber- eingeführt. Eine ausgedehnte Debatte entspann sich beim Punkt breitet doch die bürgerliche Presse bereits die Mitteilung, daß die Entwässerung der Bahnhofstraße". Genosse Allrik beantragte, die Angelegenheit, weil nicht genügend vorberaten, an die Baubürgerlichen Fraktionen den Antrag der Sozialdemokraten, Be- fommission zurüdzuverweisen. Der Antrag wurde abgelehnt, da-rufung einzulegen, ablehnen werden. Also man scheint sich wieder für der Antrag des Gemeindevorstandes angenommen: Der Bauwie 1908 ehrenwörtlich gebunden zu haben. Aber das Tollste kommission 500 M. zur Verfügung zu stellen, um eine Entwässeist, daß die liberale Presse mit keinem Wort des Protestes sich rung herbeizuführen. Zur Erweiterung und Verbesserung der gegen die reaktionäre Mehrheit von Neukölln wendet, wie 1908. Gasanstalt ist eine Anleihe von 54 000 M. bewilligt. 26 000 m. Auch damals hat es sehr lange gedauert, bis diese Presse Worte kostet die Verbesserung der Anlagen und 28 000 M. erfordert der fand, um von den Neuköllner Wahlrechtsräubern abzurücken. Auch neue Gasometer, mit dessen Bau aber noch gewartet wird, da der die sich oftmals radikal gebärdende Neuköllnische Zeitung" drudt Gemeindevorsteher erst mit Zeuthen wegen Abgabe von Gas verhandelt. Nach jahrelanger Beratung wurde auch endlich das diesmal nur den sozialdemokratischen Antrag ab, und drückt sich„ Ortsjtatut gegen die bauliche Verunstaltung des Ortes" angeum eine Stellungnahme herum. Hier scheint der Magistrat schon nommen. Danach find Doppelhäuser zulässig, jedoch muß jeder Mit durchschossener Schläfe wurde gestern auf einer Bank im vorgearbeitet zu haben. Denn als vor 2 Jahren das erstemal die Bauherr 1000 M. Kaution stellen. Die Kaution verfällt, wenn eins Plänterwald ein unbekannter, ca. 60-65 Jahre alter Mann auf Absicht bekannt wurde, die Stadt als Wähler einzutragen, da der Häuser ein Jahr nach Baubeginn des anderen noch nicht fertig gefunden. Der Tote führte teinerlei Papiere bei sich. Bekleidet brachte dieses Organ ganz leidliche Artikel gegen den Neuköllner ist. Das Geld wird in diesem Fall zum Auspuz des Giebels verwar derselbe mit schwarzem Jadettanzug, schwarzem steifem Hut, Magiftrat. mendet. Einige unvorhergesehene Ausgaben sollen aus dem weißem Vorhemd und dunkler Strawatte. Der Tote wurde nach der Halle des Treptower Gemeindefriedhofs in der Kiefholzstraße geAlle Finsterlinge sind natürlich entzückt über die Absicht der Ueberschuß der Hundesteuer, der im ersten Halbjahr 500 m. beträgt, Besonders das Lichten- gedeckt werden. Herr Merz beschwerte sich über Belästigung durch ichafft. Wegen unglücklicher Liebe hat sich der 25 Jahre alte Neuköllner Stadtverordnetenmehrheit. Mag Gärtner vor seiner Haustür Rottbuser Ufer 61 erschossen.berger Tageblättchen wittert Morgenluft. Es schreibt: Erlangt junge Burschen" am Bahnhof, die dort abends ihre Freunde erEin Portemonnaie mit 5 M. Inhalt wurde einem 11 jährigen Jungen das Urteil Rechtskraft, so würden diejenigen Gemeinden, die es warten und dabei etwas luftig sind. Dagegen sollen nun Polizei und Nachtwächter einschreiten. An der höheren Schule werden vor dem Hause Görliger Str. 48 gestohlen. Der Kleine foute für nicht anwenden, töricht handeln." Da man auch in Lichtenberg einen ca. 20 jährigen Mann eine Bestellung ausrichten und stellte dieselbe Seidenangst vor einer sozialdemokratischen Mehrheit hat zurzeit von insgesamt 157 Kindern 51 auswärtige unterrichtet. Einholetasche mit Portemonnaie in den Hausflur nieder.. Als er zurüd- wie in Neukölln, so wird man jedenfalls dort dasselbe Manöver Rosenthal. tam, war der Mann mit dem Geld verschwunden. versuchen. Aber das wird alles nichts nußen. Das Urteil des Im Insektarium des Berliner Aquariums ist jetzt auch ein Bezirksausschusses ist gegenüber den vorliegenden OberverwaltungsTerrarium auf dem Dachgarten mit einer Anzahl größtenteils gerichtsentscheidungen so nichtig, daß es bei Anfechtung der neuen Sardinischer Billendreher bevölkert worden, die namentlich an Wählerliste tassiert werden wird. sonnigen Tagen mit großem Fleiß ihrer eigenartigen Arbeit obliegen. Eifrig formen sie paarweise aus frischem Rinderimist wallnußgroße Kugeln, die sie umherrollen und schließlich in einem zu diesem Zwed vorher ausgehöhlten Loch vergraben. Die mit cinem Ei des Käfers beschickte Kugel dient dann der Larve zur Nahrung. Bekanntlich wurden die Starabäen unter diesem Namen sind die Pillendreher auch weiteren Kreisen bekannt von den alten Aegyptern als Sinnbilder des Fleißes verehrt und häufig dargestellt. Eine Uhr wurde am letzten Sonntag am Bäßer See gefunden. Wahrscheinlich ist die Uhr einem Teilnehmer an der Sonnenwendfeier des„ Arbeiter- Wanderbundes" verloren gegangen. Der Verlierer kann dieselbe bei Kurt Reichel, Neukölln, Elsenstr. 73, b. II, in Empfang nehmen. Vorortnachrichten. Stadtverordneten- Erfahwahl in der dritten Abteilung. Der Magistrat hat die Ersatzwahl im 5. Bezirk der dritten Abteilung für den Genossen Schuch, der das umstrittene Mandat in der zweiten Abteilung angenommen hat, auf Sonntag, den 2. August, angesetzt. Johannisthal. " Der Betrieb der elektrischen Straßenbahn Mittelstraße- Rosenthal ist, nachdem die Bahn schon seit Monaten fertiggestellt war, am 28. Juni aufgenommen worden. Wenn auch nur ein kleiner Teil der Einwohner Rosenthals hiervon Nuzen hat der am stärtsien bewohnte Ortsteil Wilhelmsruh wird hiervon nicht berührt 7,10 dürfte die Verlängerung der Linie voraussichtlich mit dazu bei tragen, daß das Projekt der Linie 41 bald zur Tatsache wird, denn auch die 4000 Einwohner des Ortsteils Wilhelmsruh haben ein Interesse daran, daß eine gute Verbindung nach Berlin geschaffen wird. Nowawes. fort le i bere der Bre lein liche treff ift Drg nich te da Die wär jeir hn Gre tom Wint eing Ben Bor Die befin bes tom die man Beri 6t ar γιατ Set nier imm Ber Bis die erter ber arbe einn Den eing nach die in 16 Iri ichie Die lich Stuff eine pan he felb blei Bum Die Arb Lab foll bei idhet 380 a tom bien ber befte war, Inft inito Ber unie der K. 2 geri lato Ja S arbe tbeil Gem ipro bes Steg ben Ston et für find Run leite babe bur war eben imm Entr Bru Enti idha 10 6 fich nich Buzu traf fage die Spandau. Ein schwerer Unfall ereignete sich gestern nachmittag um 2 Uhr auf der Waldhausfiedelung. Der bei der Firma J. Makowka beschäftigte Zimmerer Ernst Deutschländer von hier stürzte von einem der im Bau begriffenen Häuser so unglüdlich ab, daß er schwerverletzt liegen blieb und ins städtische Krankenhaus geschafft werden mußte. Auf der Bürgerablage, die Sonntags das Biel bieler Ausflügler Entrichtung einer Gebühr von 3 M. der Ausschant von Getränkeit lochen und ant bie eine Ausschant von Getränken Die vom Ortsausschuß für Jugendpflege am Havelufer neu erEine lebhafte Debatte riefen in der Mitgliederversammlung baute Badeanstalt ist vor einigen Tagen ihrer Bestimmung überdes Wahlvereins die Berichte über die Kreis- und die Ver- geben worden. Sie besitzt influfive eines Sportplatzes von etwa bands- Generalversammlung hervor. Genosse Gonschur meinte, daß 100 X 32 Meter einen Flächeninhalt von 48,50 Ar. Außer einem zurzeit von der Anwendung des Massenstreits zwecks Erringung Erfrischungsraum sind vorhanden ein Fahrradschuppen, mehrere des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts in Preußen nichts Toiletten, 25 verschließbare Zellen und eine nach vorn offene Halle zu erwarten jei. An dieser Tatsache fänne auch ein Massenstreif- für 75 Personen. Eine größere Rasenfläche soll der Jugend als fonds nichts ändern. Die Hauptsache bestehe in der Stärkung der Tummelplag dienen. Zu den bis jetzt 4500 M. betragenden BauOrganisation. Zur Hebung des Abonnentenstandes des Vor- tosten haben beigesteuert: der Landrat 500 M., der Landesdirektor wärts" würde zweifellos eine umfangreiche lokale Berichterstattung 1500 M., die Regierung 1000 M. und der Minister 1500 M. Man beitragen. Genosse Dühring glaubt, daß der Vorwärts" als ersieht also hieraus, daß die Behörden mitunter recht freigebig fein Zentralorgan der Partei nicht so populär gehalten sein fönne, um tönnen wenn es sich um die Förderung der nationalen Sozialdemokratie und Monarchie. werden vielleicht zur Ente In einer überfüllten. Versammlung im Charlottenburger demselben in indifferenten Streifen in größerem Maße Eingang Jugendbewegung handelt. Sie Vorwärts" nur Rofalblatt, so ließen schuldigung jagen, daß das Geld ja der Allgemeinheit. zu berschaffen. Wäre der Boltshause sprach Reichstagsabgeordneter Genosse Ledebour ich vielleicht nach dieser Richtung wesentliche Aenderungen herbeis des Drtes zugute fommit. Das trifft zivar zu, jedoch nur in beüber obiges Thema. Im allgemeinen, so führte er aus, beschäf- führen. Genosse Steuer meinte, daß die Genossin Luremburg fich dingter Weise, weil die Anlage einem Verein gehört und somit nicht tigen wir uns herzlich wenig mit unserer Stellung zur Monarchie. ein falsches Bild von der Masse der Arbeiterschaft zu machen jedem Einwohner das Benutzungsrecht ohne weiteres zusteht. zäge Sie ist gegeben schon durch unser Programm. Wir betrachten sie scheine. Es gehe nicht an, die Stimmung in der Arbeiterklasse den Behörden wirklich etwas an dem Allgemeinwohl, dann hätten als ein Zubehör zur gegenwärtigen Wirtschaftsordnung, das mit für größere Kämpfe, wie sie der Massenstreit zur Grringung eines sie dem Bersuch der Gemeinde, für den Bau einer eigenen Badedieser auch verschwinden wird. In einer sozialistisch organisierten besseren Wahlrechts voraussehe, aus einzelnen gut besuchten Ver- anstalt passendes Gelände zu erhalten, seinerzeit feine Schwierigkeiten Geſellſchaft find monarchische Institutionen undenkbar. Wie wir fammlungen zu beurteilen, sondern man müsse auch mit der un- in den Weg legen dürfen. Gegen eine derartige Begünstigung bon unsere wirtschaftlichen Ziele verfolgen, so haben wir auch auf geheuren Bahl der noch abseits Stehenden rechnen. Infolge der Vereinen durch Mittel der Allgemeinheit muß schärfster Protest ereine Aenderung der Staatsverfassung hinzuarbeiten. Wenn wir vorgerüdten Zeit wurden die übrigen Beratungsgegenstände für hoben werden. Zur Vollendung der Anlage sollen noch etwa die Republik anstreben, dann fordern wir eine Staatsverfaffung, eine spätere Bersammlung zurüdgestellt.. 2000 M. fehlen. Als Eintrittspreis verden erhoben von Erwachsenen die ja selbst in einigen deutschen Bundesstaaten( Lübeck, Hamburg 10 Pf., von Kindern 5 Pf. und Bremen) schon besteht. Unser republikanisches Bekenntnis Friedenau. hindert uns aber nicht, die bestehenden Zustände vorläufig anDie vom Gemeindevorstand beantragte Errichtung einer Be: zuerkennen und mit ihnen zu rechnen, wie wir ja trot unserer triebskrankenkasse wurde in der letzten Gemeindevertretersizung Feindschaft zum heutigen Wirtschaftssystem mit diesem border- scharf bekämpft. In der Debatte entpuppte sich der Amtsvorsteher hand rechnen müssen. Wir weigern uns deshalb auch nicht, alles Herr Walger als Muster sozialpolitischer Rückständigkeit. Jeder was uns nach den gegenwärtigen Gefeßen aufgezwungen wird, ist sich selbst der Nächste", erklärte der Herr, als ihm entgegenge zu tun, weder innerhalb noch außerhalb des Parlaments. Aber halten wurde, daß die" Allgemeine Ortskrankenkasse" dann die Beidarüber hinaus darf es nicht gehen. Uns zuzumuten, den Reprä- träge erhöhen event. die Leistungen herabseßen müsse. Gegen den sentanten der von uns bekämpften Einrichtungen noch Huldigungen Antrag des Gemeindevorstandes wandte sich zunächst Herr Gemeindebarzubringen, sei ein starkes Stück. Wie war es nun im Reichs- schöffe Woffidlo, der darin eine Unfreundlichkeit gegenüber der Orts- ist, wurde seit einer langen Reihe von Jahren allen Vereinen gegen tag? Wir haben in der langen Zeit unserer parlamentarischen frankenkasse erblidt. Genosse Richter erklärte sich ebenfalls gegen Tätigkeit aus Rücksicht auf die bürgerlichen Abgeordneten am die Vorlage. Er bemerkte, daß nicht vernünftige vorausschauende an Mitglieder gestattet. Der Magistrat hat jetzt einige unliebſame Schlusse der Session vor dem üblichen Kaiserhoch den Saal ver- Sozialpolitik von Herrn Walger vertreten werde, sondern daß ein Borkommnisse, die sich am Himmelfahrtstage auf der Bürgerund allen Vereinen, lassen. Wir sind deshalb von bürgerlichen Wizblättern oft berulft fleinlicher Krämergeist aus dem Meanne spreche, der einem großen ablage ereigneten, als Borwand bene worden. Als der neue Reichstag zusammentrat, war die Sache Gemeinwesen vorstehe. Genehmigung zum Kaffee Der Gründung einer Landkrankentasse selbst denen, erteilt schon schon rein äußerlich betrachtet etwas anders. Es entsprach keines- jetzt noch die einer Betriebskrankenkasse folgen zu lassen, sei wohl diese nachträglich wieder versagt. Nur zwei Geschäftsleuten ist der megs mehr der Würde unserer Reichstagsabgeordneten, am das schlimmste, was bisher vertreten worden sei. Außerdem wandSchlusse der Tagung fluchtartig den Saal zu verlassen, um nur ten sich die Herren Saustein und Berger entschieden gegen die Verkauf von alkoholfreien Getränken auf der Bürgerablage erlaubt. ja hinauszukommen. Bei 111 Abgeordneten läßt sich das nicht Vorlage. Hatte Herr Walger schon in seiner Begründung gezeigt, wiesen, wo Tausende von Ausflüglern sich den ganzen Sonntag auf unauffällig und ohne Unannehmlichkeiten machen. Hinzu kam, wie weltfremd er in sozialpolitischen Dingen ist, so fanden seine balten und Fluß- und Sonnenbäder nehmen, herrscht infolge der daß ein neuer Fraktionsfollege, Genosse Landsberg, einfach er meiteren Ausführungen so wenig Antlang bei den Bürgerlichen, daß Härte, er ginge nicht mit hinaus, sondern bleibe im Saal und sie ihn überhaupt in Stich liegen. Die Vorlage selbst wurde dann Maßnahme des Magistrats großer Mangel an Getränken. Verstehe mit auf. Bei dem fünfundzwanzigjährigen Regierungs- mit 15 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Ein anderer Antrag, der gangenen Sonntag war schon nachmittags nicht eine Flasche Selter Unter diesen Umständen muß auch der jubiläum des Kaisers wurde nach dem Kaiserhoch entgegen einer die Befreiung der Lehrer und Lehrerinnen von der Krankenber mehr au bomen. Vereinbarung im Seniorentonvent ein reichsparteilicher Antrag sicherungspflicht verlangt, wurde ebenfalls abgelehnt. Der Bei- Bildungsausschuß, der am 12. Juli auf der Bürgerablage ein großes in unserer Abwesenheit angenommen, die Sigung überhaupt zu trag zum 3wedverband in Höhe von 2226,25 M. ist vom Streis Waldfest plante und auf den Besuch von mehreren tausend Berschließen. Dies zeigte uns, wie leicht die bürgerlichen Parteien wieder übernommen worden. Außerdem hat der Kreis der Ge- ionen rechnete, hiervon Abstand nehmen. Es gewinnt fast den Anunsere Abwesenheit während höfischer Demonstrationen auch sonst meinde einen Zuschuß von 1500 M. geleistet für Beschaffung einer schein, als ob der Magistrat nur auf die von aufgeklärten Arbeitern benußen können, um uns unbequeme Beschlüsse zu fassen. Wir Motorsprize für die Feuerwehr. Nach dem vorliegenden Bericht am meisten verurteilte Ungehörigkeit einiger Personen gewartet beschlossen daher in der Fraktion, für die Folge im Saale zu erforderten für 1912 die Volksschulen einen Zuschuß von 266 528 hat, um das Verbot zu rechtfertigen. Das geplante Waldfest des bleiben, und da wir nicht mit demonstrieren wollten, fißen zu Mart, die Fortbildungsschule und der Handfertigkeitsunterricht Bildungsausschusses kann doch unmöglich zu dem allgemeinen Berbot bleiben. Und jetzt der fünstliche Entrüstungssturm der bürger 2253 M. beigetragen haben, denn im vorigen Jahre sprach doch selbst der lichen Parteien! Nichts ist lächerlicher als dieser. Die, die sich Förster dem Bildungsausschuf für die Sauberhaltung des Festplates heute so entrüften, waren es, die früher unser Hinausgehen ver- Mitgliederversammlung. Die leßte gut besuchte Versammlung seine Anerkennung aus. ulften. Uebrigens vergessen die Konservativen und besonders auch des Wahlvereins beschäftigte sich, nachdem mehrere Neuaufnahmen Ein großes Verkehrshindernis bildeten gestern abend um 6 Uhr die Liberalen ja ganz ihre eigene Vergangenheit. Wie hat es das vollzogen, mit der Kreis- und Verbandsgeneralversammlung, woBürgertum während seiner Revolutionen gemacht? In England rüber Gen. Kuffel Bericht erstattete. Des meiteren macht der die vorfintflutlichen Brückenklappen der Charlottenbrücke, die wieder und Frankreich hat es gar feinen Anstoß daran genommen, die Vorfißende bekannt, daß die Parteischule ihren 8. Kursus beginnt einmal versagten und einem großen Schleppdampfer die Durchfahrt Könige aufs Schafott zu schleppen. Und die Konservativen tobten und Anmeldungen zur Teilnahme an demselben bis spätestens verweigerten. Gilfertig rückte die Feuerwehr an, aber erst nach Erin der wüftesten Weise gegen die Monarchie, als sie in bezug auf 15. Juli erfolgen müssen. Die Tellersammlung von der öffent- scheinen eines großen Polizeiaufgebots funttionierte der Mechanismus die Erhöhung der Kornzölle nicht ganz nach ihren Wünschen lichen Volksversammlung, in welcher Gen. Liebknecht über" Dent- wieder. Die Leidtragenden dieses Großstadtidyls waren wieder einGen. mal zahlreiche Arbeiter, die mit der Elektrischen rechtzeitig den tanzen wollte. Und wir als Republikaner sollten unserer Ueber- malsfrebel" referierte, ist dem Kreis überwiesen worden. zeugung zuwider an höfifchen Demonstrationen teilnehmen? Und Paulus macht nochmals auf den Lichtbildervortrag Aus russischen nächsten Zug erreichen wollten. Vorsichtige Leute, die schnell zum bas zu einer Zeit, in der die Heze gegen die Arbeiter geradezu Kerkern", der am 26. Juni im Kaiser- Wilhelm- Garten stattfindet, Bahnhof kommen wollen, gehen in Spandau zu Fuß. gemeingefährliche Formen anzunehmen droht! In diesem Zu- aufmerksam. fammenhange ging Genosse Ledebour noch eingehend auf das Ferienausflüge. Um den Kindern, deren Eltern es auf Grund Situngstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Urteil in der Charlottenburger Denkmalsaffäre ein. Wir billigen ihrer sozialen Stellung nicht vergönnt ist, mit ihren Angehörigen Friedrichshagen. Am Freitag, den 26. Juni, nachmittags 5 Uhr, die Tat nicht. Sie ist ein Tummerjungenstreich. Aber das Urteil die Schulferien an der See oder in irgend einem Badeorbe zu ver- im Rathause, Friedrichstr. 87. ist von einer unerhörten Härte. Die Strafe bekommen die Be- bringen, eine genußreiche Abwechslung zu bieten, veranstalten un- Diese Sihungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist bes teiligten nicht wegen ihrer Tat, sondern weil sie Sozialdemokraten fere Genofsinnen auch in diesem Jahre wieder ihre gemeinsamen rechtigt, ihnen als Zuhörer beiguwohnen. find. Den Opfern dieses Urteils gebührt unser innigstes Mit Ferienausflüge. Der erste Ausflug findet am 6. Juli, mittags gefühl.( Langanhaltender Beifall.) In einer Zeit, in welcher 1 Uhr, statt. Treffpunkt Kaiser- Allee, Ecke Rönnebergstraße. Jugendveranstaltungen. berartiges und viele andere Dinge möglich find, mußte die Sozial- Eltern, die gewillt sind, ihre Kinder an diesen Ausflügen teilnehmen demokratie so handeln. Sicher steht auch die übergroße Zahl der zu lassen, werden ersucht, diesbezügliche Meldungen an Frau Grün- mittags 2 Uhr, findet bei Reus, Niederschönhausen, Staiserweg, Ede Platanens Pankow- Niederschönhausen. Sonntag, den 28. Juni er., nach Genossen hinter der Mehrheit der Fraktion.( Stürmische Zu- berg, Albestr. 26 und Frau Tölle, Handjerhstr. 60/61 ergehen zu straße, gemeinsames Spielen der Arbeiterjugend von Pantow- Niederschönftimmung.) Es empfiehlt sich, Kindern keine Glasflaschen sondern hausen, Rosenthal- Wilhelmsrub, Schönwalde und Schönerlinde statt. Fuzz Genoffe abenstein beantragte, den Ertrag der Teller- feste Kannen mitzugeben. Kaffe und Zubrod ist mitzubringen. ball- Bettspiel zwischen Rosenthal- Wilhelmsruh und Pankow. Anschließend fammlung den Opfern der Denkmalsaffäre zuzuwenden. Er be- Die Ausflüge werden von erfahrenen Genoffinnen geleitet. Unterhaltungsabend. Berantw. Rebolt.: Alfred Wielepy, Neutölln. Inferatenteil verantwo. Th. Glode, Berlin. Drudu.Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. laffen. Bu b dieje fall ng C= Nr. 170. 31. 3ahrgang. R. gum en ng en 13 de 11. h= er 13, ift ie 11= 11= n. er er 1= e= er 13 cig 111 gt, ch Sci at cil ent To ei in eit ers va ere De Te นะ For ant ein en its eit. De cot ge ent De DIT era va ent uf te int ent Mer en 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Deutscher Gewerkschaftskongreß.ung.) Ich bitte Sie deshalb, München, 24. Juni 1914. 3. Berhandlungstag. ( Telegraphischer Bericht.) Legien regt sein gestern nachmittag begonnenes Referat über ie Vorlage betr. das Regulativ für das Zusammenwirken der Gewerkschaften Deutschlands M Donnerstag, 25. Juni 1914. JIT aus einem früher in einem bestimmten Falle ergangenen Schiedsspruch Handwerker sind die Knotenpunkte des Produktionsprozesses. AußerFolgerungen für die Zukunft oder für andere Fälle ziehen.( Erneute halb unserer Organisation können sie ihre Forderungen schwer durchZustimmung.) Ich bitte Sie deshalb, die Vorlage anzunehmen. feßen und ohne sie sind wir einflußlos. Gegenwärtig verweigern திர aber die Verbände uns die Zuführung der gelernten Arbeiter. Zu der Es wird darauf hingewiesen, daß die gelernten Arbeiter bei einem Wechsel der Stellung dann immer wieder in andere Organisationen Frage der Grenzstreitigkeiten verwiesen werden müßten. Diesen Grund, den Robert Schmidt in liegt eine große Anzahl Anträge vor, von denen die meisten unter den Monatsheften" geltend macht, kann ich nicht anerkennen. stüßt werden. Zur Erörterung stehen: Ein Antrag( K. 2) des Ver- Die Ueberweisung ist doch eine rein verwaltungstechnische Aufgabe bandes der Gemeinde- und Staatsarbeiter, welcher wünscht, daß in und kann für die Form unserer Organisation nicht entscheidend den die Grenzstreitigkeiten behandelnden Abschnitt des Regulativs sein. Der Wechsel in der Organisation mag dem einzelnen die Betriebsorganisation aufgenommen wird. Die An- persönlich unangenehm sein, aber das ist kein Grund, um unsere träge K. 3 und 4, von zwei Zahlstellen des Fabrikarbeiterverbandes Gewerkschaften den Forderungen des Wirtschaftslebens nicht anzus jort. Er bespricht zunächst die zur Regelung von Grenzstreitig gestellt, wollen, daß die Betriebsorganisation die Grundlage der passen. Wenn Sie das nicht wollen, dann müssen Sie das Regulativ leiten vorgeschlagenen Bestimmungen und bemerkt: Wir haben Industrieverbände bildet. Antrag K. 8( Metallarbeiterverband, überhaupt ablehnen. Dann müssen wir zurück zur reinen Berufs bereits durch die Hamburger Resolution einen Weg zur Regelung Berwaltung Dresden) nimmt Bezug darauf, daß die in Mittel- und organisation. Legien behauptet, die Ungelernten wechselten nicht mit der Grenzstreitigkeiten zu beschreiten gesucht, aber die Versuche, die Großbetrieben beschäftigten Metallarbeiter verschiedenen Organi- der Organisation, aber das stimmt nicht. Sind sie in einer chemischen Grenzstreitigkeiten durch Refolutionen allgemein beizulegen, haben fationen angehören, deshalb soll der Kongreß veranlassen, daß die Fabrik, so gehören sie zu uns, in einer Startonnagenfabrit gehören leinen vollen Erfolg gehabt. Es ist vielfach nur bei einem äußer- betreffenden Organisationen die ihnen angehörenden Metallarbeiter sie zu den Buchbindern, in einer Holzwarenfabrik zum Holzarbeiterlichen Ausgleich geblieben, ohne daß das innere Band um die be- dem Metallarbeiterverband überweisen. Antrag K. 12( Metall- verband. So hat z. B. ein Mitglied in unserer Organisation treffenden Organisationen geknüpft worden wäre. In manchen Fällen arbeiterverband, Verwaltung Kiel) verlangt, daß nur die der Zentral- 10mal die Arbeit und 9mal die Organisation wechseln müssen. it aber überhaupt kein Ausgleich möglich geweien, weil die werftlommission angeschlossenen Gewerkschaften für die Seeschiffs- den letzten Jahren mehren sich die Stimmen für die Betriebsorgani Organisationen dabei blieben, auf bestimmte Arbeiterfategorien werften zuständig sind. Antrag K. 14( Buchbinderverbands- sation. Wir bezwecken durchaus nicht, die Gewerkschaftsicht zu verzichten, unter denen sie bis dahin agitiert und die vorstand) wünscht eine einheitliche Regelung der llebertritts- organisation bon heute auf morgen in Betriebsorganis e organisiert hatten. Die Konferenz der Vorstände hat hieraus bedingungen und der Karenzzeiten im Unterstüßungswesen. sationen umzuändern. Wo die Berufsorganisationen genügen, das Bedürfnis nach einer entscheidenden Instanz empfunden. Antrag K. 15( Bauarbeiterverband, Zweigverein Augsburg) will, daß werden sie auch in Zukunft neben den Industrieverbänden Diese Instanz sollte zunächst die Generalkommission sein, aber dann die Vorstände der Transport, Fabrik-, Brauerei- und Holzarbeiter bestehen, aber man sollte neuen Formen nicht den Weg versperren, wäre die Kommission statt ein Bindeglied unter den Verbänden zu angewiesen werden, ihre Zweigvereine zur Durchführung der mit dem sondern gleiches Recht für gelernte und ungelernte Arbeiter schaffen. ein, ein Streitobjekt unserer Organisationen geworden. Es wird Bauarbeiterverband abgeschlossenen Startellverträge anzuhalten.-Führt die Entwicklung nicht zur Betriebsorganisation, so werden Ihnen deshalb der Vorschlag unterbreitet, zur Entscheidung über Nach Antrag K. 18( Metallarbeiterverband, Verw. Breslau) soll für wir sie mit unserem Antrag nicht machen, aber vom Standpunkt Grenzstreitigkeiten, bei denen auch die Vermittelung der General die in Eisen-, Metall- und Zinngießereien beschäftigten Former, des Rechts und der Logik muß er angenommen werden.( Lebhafter ommission nicht zum Abschluß von Kartellverträgen geführt hat. Sternmacher, Bußer und Gießereihilfsarbeiter der Metallarbeiter- Beifall.) Antrag K. 19( Metallarbeiterverband, Hedmann Berlin( Gemeindearbeiter): Die Vorständes tinzusetzen, das aus je drei von den Vorständen der beteiligten Verw. Breslau) nimmt alle in der Metall- und Maschinenindustrie konferenz hat sich die Tragweite ihres Beschlusses nicht überlegt, als Bewertschaften zu wählenden Gewerkschaftsvertretern und einen beschäftigten Maschinenarbeiter und-Arbeiterinnen für den Metall- fie in das Regulativ hineinschrieb:" Für die in Gemeinde- und Borsitzenden besteht, den die Schiedsrichter zu wählen haben. arbeiterverband in Anspruch. Antrag K. 20( Steinarbeiterverband, Staatsbetrieben beschäftigten beruflichen Arbeiter, für die eine Die Mitglieder des Schiedsgerichts dürfen den im Streit Bahlstelle Beutha) will verhindert wissen, daß der Fabrikarbeiter- Berufsorganisation besteht, ist ihre Berufsorganisation zuständig." befindlichen Gewerkschaften nicht angehören. Die Entscheidung verband unter den Arbeitern der Steinbruchbetriebe agitiert und sie Damit würden wir Gemeindearbeiter gezwungen sein, alle es Schiedsgerichts ist endgültig und bindend. Also die General als Mitglieder aufnimmt. ommission hat selbst darauf verzichtet, den Vorsitzenden oder eit ne ers ent, ar, Ber bt. eir f Der er. ter Der 115 Tit tet es Die Diskussion. = die Arbeitergruppen, die für den Gemeindebetrieb in Betracht kommen, an die anderen Organisationen abzugeben, und dann würde von unserer Organisation nichts mehr übrig bleiben. Ihre kläglichen Reſte würden nicht mehr ausreichen. Die Gemeindearbeiter fönnen zu feiner anderen Form als zu der Betriebsdie Schiedsrichter zu bestellen, sie soll ganz ausscheiden. Nun wird Müel- Rostoc( Bauarbeiter): Den Bestimmungen des Reman ja sagen, daß die erste Erfahrung mit einem solchen Schieds- gulative über die Grenzstreitigkeiten stehe ich, soweit ihre Wirkungen ericht nichts Gutes für die Zukunft verspricht. Das in dem in Betracht kommen, steptisch gegenüber. 1908 haben wir in Streit zwischen Transportarbeiter- und Brauerei- Hamburg ähnliches beschlossen, aber niemals ist ein Erfolg einge- organisation kommen, denn die Gemeindebetriebe sind Monopolrbeiter Verband eingesetzte Schiedsgericht hat zweifellos treten. Der Deutsche Bauarbeiterverband nimmt die ungelernten betriebe. Der öffentlich rechtliche Charakter der Gemeinden auch im nach bestem Wissen und Gewissen entschieden, es ist aber in einer Arbeiter auf, aber ein großer Teil von ihnen gehört anderen Ver- Arbeitsverhältnis, ihre besonderen Lohnformen und Lohnskalen für Beiſe angegriffen worden, daß man sich sagen muß, wenn das auch bänden an. Trotz unierer Hinweise haben sich diese Verbände da- die Arbeiter mit beſtimmten Zulagen uſtv. macht die Arbeiter Zukunft geschieht, so wäre zu befürchten, daß sich schließlich hinter verkrochen, es stehe zwar in dem Hamburger Beschluß, daß beamtenähnlich. Ohne Betriebsorganisation ist ein einheitliches niemand mehr als Schiedsrichter findet. Es wird aber doch nicht fie die Hilfsarbeiter an uns abzugeben hätten, aber zwangsmaß- Handeln den Gemeinden gegenüber nicht möglich. Auch haben die immer so fommen, wie in diesem Falle. Es braucht ja nicht jeder regeln feien nicht festgelegt. Ueber den lebertritt hat unsere Zentral- Gemeindearbeiter viel mehr Berührungspunkte miteinander, als mit Berband so zu handeln, wie das hier geschehen ist.( Seiterkeit.) leitung mit den Verbänden der Fabrit, Transport- und Holzarbeiter Arbeitern der Privatindustrie. Man hat den Tabafarbeitern zuBisher galt es in unserer ganzen Organisation als Grundsay, Kartellverträge abgeschlossen. Da ist festgelegt, daß der Uebertritt gestanden, daß die in ihrem Berufe vereinzelt beschäftigten Metalldie Entscheidung der selbst eingesetzten Instanzen unbedingt anzu zur Berufsorganisation zu erfolgen hat, wenn der Arbeiter mindestens arbeiter ihrem Verbande angehören sollen, um ihn zu kräftigen. fennen, auch wenn sich der eine oder andere Teil benachteiligt fechs Wochen in dem Betriebe des Berufes tätig ist. Die Fabrik Der Schiedsspruch ist ergangen zugunsten der Brauereiarbeiter, ühlt.( Sehr richtig!) An diesem Grundsaz darf doch nicht gerüttelt arbeiter und Transportarbeiter sind dieser Bestimmung jedoch nicht weil die Lebensinteressen einer Organisation in Frage standen. werden.( Buſtimmung.) Die Generalversammlung der Transport- nachgekommen.( Unruhe und Widerspruch.) Wenn nicht bestimmt eben Sie das Ausnahmerecht, das der Absatz 6 des Regulativs arbeiter hat eine Erklärung angenommen, die diesem Kongreß nicht wird, daß die Beiträge nicht weiter einfaffiert werden dürfen nach gegen die Gemeindearbeiter schafft, auf. Sie würden damit nur einmal unterbreitet wurde. Da können Sie sich den Inhalt also den sechs Wochen, dann nutzt alles nichts. Auch der Metallarbeiter- unfere gegnerischen Organisationen zu lachenden Dritten machen. lenken.( Seiterkeit.) Im übrigen will ich auf den ganzen Fall nicht verband kommt für uns in Frage. Er und der Verband der Ge- Sie würden damit nur die Stellung der Arbeitgeber stärken, die sich tingehen. Es ist inzwischen ein Antrag H. 24 eingegangen, wo- meindearbeiter versuchen, wo es mur irgend geht, Zeute, die für gegen Verbessernngen für die Gemeindearbeiter sträuben, weil sie ach dem ersten Satz der Vorlage hinzugefügt werden soll, daß unsere Organisation in Frage kommen, für sich einzuheimfen. Legien diese dann auch den Arbeitern in der Privatindustrie gewähren müssen. gelernten Arbeiter in die für sie zuständigen hat gemeint, daß die Grenzstreitigkeiten sich besser erledigen würden,( Beifall bei den Gemeindearbeitern.) Industrieverbände der ungelernten Arbeiter wenn die leitenden Männer friedlich zusammenwirken wollten. Das Schumann Berlin( Transportarbeiter): Die von Legien iberwiesen werden sollen. Dieser Antrag will die Be- ist ja sehr nett gefagt; ich habe es auch versucht, aber mit dem erwähnte Streitfrage dreht sich darum, ob die organisatorische Zwed tiebsorganisation durchführen. Es ist aber doch ein Unter- Fabritarbeiterverband war ein gemeinsames Wirken unmöglich. mäßigkeit nur auf Kosten des einen Teils durchgeführt werden darf. hieb zwischen gelernten und ungelernten Arbeitern zu machen.( Sört! hört!) Dagegen haben wir uns mit dem Brauereiarbeiter- Regien fagt in seinem Geschäftsbericht, wenn jemand Unrecht ungelernten Arbeiter können ihren Beruf wechseln, ohne schließ- verband sehr gut verständigen können. erleidet, so dürfe er nicht gleich aufbegehren, sondern müsse es ot Der es br er rt Gr= us 11# ent E hr, bes ch. 1ts 17 nd die Die a # Döring Berlin( Transportarbeiter): Ich könnte eine ganze tragen. So wird es nicht gehen, denn schließlich müssen Rufe). Wenn aber ber gelernte Arbeiter, also jemand, der sich in Reihe von Faden anführen, wo der Bauarbeiterverband die Be wir alle bestrebt sein, bei solchen Differenzen den Mittelweg tiner regelrechten Lehrzeit oder durch langjährige Uebung bestimmte dingungen des Kartellvertrages nicht eingehalten hat.( Widerspruch zu finden, und es kann uns niemand zumuten, daß wir uns dandgriffe und Kenntnisse angeeignet hat, aus seinem Betrieb aus der Bauarbeiter.) Der Bauarbeiterverband hat niemals Beschwerde auch diesmal wieder wie so oft schon, freiwillig, ohne heidet, dann wird er, falls er überhaupt Arbeit findet, immer die- bei uns erhoben, das hätte er tun sollen, statt hiermit vor die Deffent- uns dagegen zu wehren, zum Prügelknaben hergeben. Wir stehen elbe Berufsarbeit verrichten und daher in seiner Berufsorganisation lichkeit des Gewerkschaftskongresses au treten. Es ist ja ganz natür- auf dem geſtern von Bauer so stark betonten Rechtsstandpunkte: wir bleiben. Davon haben sich aber auch Abweichungen ergeben, so lich, daß in den Zeiten wirtschaftlicher Depression die Arbeiter in verlangen nichts weiter, als daß uns gegenüber dieselben Rechtsum Beispiel hat der Metallarbeiterverband zugestanden, daß anderen Berufen unterzukommen fuchen, wenn sie in ihrem teine Be- grundsäge gelten, auf die jede andere mit uns verbundene Organi die für die Lohnkämpfe der Tabalarbeiter äußerst wichtigen schäftigung mehr finden. So sind auch in unserem Berufe tausende von fation mit Recht Anspruch erhebt. Im übrigen unterlasse ich es, Arbeiter an Zigarettenmaschinen von Metallarbeiterverband, zum früheren Bauarbeitern. Der Rebner begründet den Antrag 22, der eine etwas zu der Art zu sagen, in der Genosse Legten beliebt hat, uns Labatarbeiterberband übergehen können. Was der Antrag also will, Berufungsinstanz für die vorgesehenen Schiedsgerichte verlangt. Wir sind bereits am ersten Kongreßtage zu behandeln. Das sind wir gefoll ja, wo dies möglich ist, herbeigeführt werden.( Burufe.) Aber nicht grundfäßlich gegen die Schiedsgerichte; aber das erste Schiedsgericht, wöhnt.( Buruf: Wir auch!) und man braucht sich wirklich nicht zu das in Tätigkeit getreten ist, hat burch seine Entscheidung den Be- wundern, wenn heute unter den Gewerkschaften bis zum legten iheitern. Wir werden bestrebt sein, nach diefer Richtung zu arbeiten. weis für die Notwendigkeit einer Berufungsinstanz erbracht. Funktionär eine Animosität gegen uns bemerkbar ist, zu der wir Bollt Ihr Euren Antrag nicht zurückziehen?( Rufe: Nein! nein!) Schiedsrichter fönnen wir genug finden, da teile ich die Befürch absolut feine Veranlassung gegeben haben.( Lachen und Dhol- Rufe.) gut, dann lagt ihn ablehnen.( Heiterkeit.) Aber der Sache ist tungen Legiens durchaus nicht; aber ich hoffe, die Tatsache des Man braucht sich darüber nicht zu wundern, wenn von maßgebender dienlicher, wenn es nicht erst zu einer Entscheidung darüber Bestehens einer Berufungsinstanz wird von heilsamer Wirkung auf erster Stelle in dieser geschmackvollen Weise uns gegenüber operiert tommt. Man muß nur versuchen, was der Organisation am besten die Schiedsrichter sein, so daß sie mit größerer Sorgfalt an die Er wird, wenn wir mit derartigen Redensarten traftiert werden, die instanz für die Schiedsgerichte schaffen. Die Konferenz unserer Sache nicht vor, daß es wider besseres Wissen oder grob fahrlässig rufen sollen, sondern einen Entrüstungssturm hätten entfesseln müssen sich schwerlich gehandelt hätte, aber es hat seinen Spruch gefällt unter Verkennung der( Sehr wahr!). Go handelt man nicht, wenn man an erster Stelle Schiedsrichter finden werben, wenn sie wissen, daß ihre nach wahren Sachlage, nur um den Brauerverband aktionsfähiger zu machen. steht, gegenüber einer Organisation, nachdem man vorher zum bestem Wissen und Gewissen gefällte Entscheidung von einer Legien hat freilich gemeint, so ein Schiedsspruch sei in sich ab- Frieden geraten und versucht hat, den Friedensengel zu markieren. Instanz umgeworfen werden kann. Man weist auf die Revisions- gegrenzt, und es dürften aus ihm feine Schlußfolgerungen für aber darauf will ich nicht weiter eingehen( Heiterkeit), sondern instanzen in der bürgerlichen Gerichtsbarkeit hin. Diefer spätere Fälle gezogen werden; aber dann werden wir einen ganzen wir werden uns unseren Vers daraus machen. Wir wissen, Bergleich trifft doch nicht zu, denn die Schiedsrichter werden doch Haufen sich widersprechender Schiedssprüche bekommen.( Bu- welche Nuganwendung wir aus den Vorgängen speziell auf unsere Leute sein, von uns bestellt, die auch etwas verstehen von Stimmung.) Wo ist es je in der Gewerkschaftsbewegung vor diesem Kongreß zu ziehen haben. Ich weise da auf den Bes Sache und ihr nicht weltfremd gegenüberstehen. Ein Antrag gekommen, daß die Zuständigkeit zu einer Organisation von dem schluß von gestern hin.( Zuruf: Was soll denn das heißen? 23 wünscht eine Erklärung des Rongresses, daß die Schieds- willen des Inhabers eines Betriebes abhängig gemacht wird. Das Wollt Ihr austreten?) Ich komme nun zu dem Schiedsspruch selbst. gerichte die von den Gewerkschaftstongreſſen festgelegten organi- Schiebsgericht hat den Grundfag aufgestellt, daß Arbeiter in Bier- Als seiner Zeit in der Vorständekonferenz von Leipart die Einatorischen Grundsäge zu beachten und zu befolgen haben. Es wird niederlagen, die im Privatbesig sind, dem Transportarbeiter- fegung eines Schiedsgerichts angeregt wurde, da habe ich sofort erla dem Schiedsgericht in dem Streit der Brauer und Transport- Verband anzugehören haben; verkauft aber der Privatbesiger ſeine flärt, wir würden in unserem Borstand dafür eintreten, daß wir vorgeworfen, die Hamburger Resolution verlegt zu haben, Bierniederlage an eine Brauerei, so werden die Arbeiter gewisser- das Schiedsgericht anerkennen. Die andere Partei hat es nicht gebeil nach dieser Reſolution eine Arbeiterfategorie eines bestimmten maßen mit verkauft und müssen zum Brauerverband übergeschrieben tan. Der hat man ziemlich zureden müſſen. Wir haben uns auf Gewerbes der Organisation eines anderen Gewerbes nicht zuge- werden. den Standpunkt gestellt, es sei endlich an der Zeit, diese Differenzen prochen werden darf. Ich habe schon auf der Generalversammlung Schneider Hannover( Fabrikarbeiter): Gerade der Bau- aus der Welt zu schaffen, dabei haben wir allerdings an einen Transportarbeiterverbandes erklärt, daß Abweichungen von dieser arbeiterverband hat bei den Grenzstreitigkeiten von der Selbsthilfe solchen Schiedsspruch nicht gedacht und nicht denken können, stattfinden nach vorheriger Vereinbarung zwischen in einem Umfang und in einer Form Gebrauch gemacht, daß er am und zwar deshalb nicht, weil wir bisher immer des Glaubens aufgestellt und wiederholt unterstrichen worden unerschütterlich feststehen müssen, daß fie eine Bis zu den Ausführungen Rechtsgrundlage werden müssen, der gegenüber kein Schiedsgericht es der arbeiter bes Hegel nur den beiderseitigen Organisationen. Dadurch, daß der Hamburger allerwenigsten Anlaß hat, seine Klagen vor dieses Forum zu waren, daß organisatorische Grundsätze, die von GewerkschaftsRongreg in die Resolution eine solche Bestimmung hineinbrachte, hat schleppen. Der Redner begründet den Antrag K. 24, der die Zu- fongressen für alle Zeiten sein kann und daß Abweichungen davon zulässig der ungelernten Arbeiter verlangt. find, soweit sie zweckmäßig für die Sache der Organisation find. Legiens habe ich geglaubt, unser Antrag sei nur die folgerichtige wagen darf, ein Urteil zu fällen, das diese Rechtsgrundsäge beseitigt Stun haben sich die beteiligten Transport- und Brauereiarbeiter Ergänzung, ja eigentlich nur eine Erläuterung des Regulativs. und über den Haufen wirft. Im Schiedsgericht haben wir darauf leitens ihrer Drganisationen zwar vorher nicht verständigt, aber sie jetzt habe ich erfahren, daß er eine fast unmögliche Aenderung vor- hingewiesen, daß wir es als ganz selbstverständlich betrachten, daß burger Resolution ist feinesfalls verlegt, denn an Stelle der Verbands- wicklung der Unternehmerverbände, die Fortschritte der Technik alle Gewerkschaften maßgebenden Grundsäge gefällt werden könne. intanzen trat ein Schiedsgericht. Der Grundgedanke in Hamburg verwischen die Grenzen zwischen gelernten und ungelernten Arbeitern. Wir haben uns dabei gestüßt auf die Resolution des Hamburger war, daß Abweichungen eintreten fönnen, und deshalb brauchte man Das gibt Legien zu, und er ist damit einverstanden, daß in den meisten Gewerkschaftskongresses. Die Auslegung Legiens, daß durch die Ans eben das Schiedsgericht. Unsere Organisation entwickelt sich nicht Fällen die Ungelernten zu den Gelernten gehören sollen in der erkennung des Schiedsgerichts diejenigen Grundsäge zwischen den Bes Entwickelung, die auch Abweichungen von früher entwickelten trifft auch auf die Industriezweige zu, die zu uns gehören. Grundsägen nötig machen kann. Um über solche Abweichungen diesen müssen die gelernten Arbeiter den Organisationen der un- rechtigt sei, hiervon abzuweichen, diese Auslegung können wir uns nicht Entscheidung treffen zu können, wollen wir eben die neue Instanz gelernten zugeführt werden. Die Konzentration der Gütererzeugung, die Ent- die Entscheidung des Schiedsgerichts nur unter Beobachtung der für immer gleich, denn sie ist doch auch abhängig von der industriellen Organisation. Aber das ist eine Halbheit, denn genau dasselbe teiligten als vereinbart betrachtet werden sollten, die in der HamIn burger Resolution aufgestellt sind, daß aber das Schiedsgericht bes Legien behauptet, unser Zusatzantrag zu eigen machen. Wir sind der Auffassung, daß das Schiedsgericht ab nicht nach Ich für meinen Teil und unser ganzer Werbandstag mußte diesen Schaffen. Wäre es möglich, alles in Resolutionen vorher zu regeln, formuliere ein neues Organisationsprinzip. 10 nicht ut In Anwendung ist es sich unbedingt nach der Hamburger Resolution hätte richten müssen. Die Schlosser, die Apparate einer chemischen daß ein Fehlspruch vorliege, haben wir es als gutes Recht für dieſen Fall berechtigt, sine tatsächliche und gewertſchaftlich ber Schre im Beruf, ſondern nach dem Arbeitsort. Ein Induſtrieverband Schiedsspruch als einen dehlipruch bezeichnet, zu dem betreffenden Verband gehörende Arbeiterkategorie ihm auf beruflicher Grundlage ist ein Widerspruch in sich. Nun wird verletzung in sich birgt, wie sie bisher noch nicht vorgekommen ist. Buzusprechen, und zwar aus Zweckmäßigkeitsgründen, um die Aktions- eingewandt, daß die Stellung der gelernten Arbeiter in diesen Be- Der Schiedsspruch schafft einen Zustand der Unsicherheit, der auf die Traft des Verbandes zu heben. Nun werden die Transportarbeiter trieben eine andere als die der ungelernten sei. Ich verstehe den Dauer nicht zu ertragen sein dürfte. Nachdem wir überzeugt waren, lagen, dann tönnen ja auch die anderen Organisationen fommen und Unterschied nicht. die Maurer, die die zu angesehen, dieſen Spruch zu fritifieren; under to start zu verlangen. Ich glaube von vornherein erklären zu fönnen, daß öffnen und zu schließen haben, sind Produktionsarbeiter. In einer zu fritisieren, daß eine Wiederholung dieser Schiedsspruch ausschließlich und nur für den einen Differenz großen chemischen Fabrik find 2987 ungelernte Arbeiter und 1523 die Einsetzung von Schiedsgerichten zur dauernden Einrichtung fall für den Fall, daß maßgebend ist.( Zustimmung.) Keine Organisation tann Handwerker vorhanden, die reine Betriebsarbeiter sind, aber diese in der deutschen Gewerkschaftsbewegung wird, nicht zu befürchten ist. 2 " Der Schiedsspruch, bem ja bisher jede Begründung fehlt alle spruches fährt Schumann dann fort: Wenn man nun auch noch be- bas gegenüber der Rednertribüne hängende Bild August Bebe unsere Anregungen, die Begründung zu erhalten, waren erfolglos- greifen fönnte, daß aus Gründen der Schlagfertigkeit des Brauerei dem die deutsche Arbeiterschaft über das Grab hinaus Liebe ist so, daß wir überzeugt sein müssen, daß die Schiedsrichter fich arbeiterverbandes die Bierfahrer der Brauereien ihm zugewiesen Verehrung zollt, erinnert der Redner daran, daß Bebel wiederh ausschließlich von dem Gefühl des Mitleids gegenüber der anderen werden, so ist der Spruch des Schiedsgerichts, soweit die Fahrer gefagt habe, man richte sich bei einer Beurteilung von Organisation haben leiten laffen, die infolge der technischen Ent- der Bierniederlagen in Frage kommen, unter gar feinen Umständen fchließungen und tattiichen Maßnahmen am besten nach dem Urte widlung eventuell im Laufe der Jahre zur Altionsunfähigkeit ver- zu verstehen, denn die Bierniederlagen find teine Brauerei das die Gegner der Arbeiterklasse darüber fällten. Nichts fürcht urteilt werden würde. Legien hat das in gewissem Sinne bestätigt, betriebe, sondern Handelsniederlassungen. Ein solchen Zustand unsere Gegner mehr, als daß dieser Kongreß sich für Betrie indem er erklärte: zweifellos haben sich die Schiedsrichter von diefer dürfen wir nicht einreißen lassen. Wir meinen, der Kongres organisationen und für Großindustrieverbände aussprechen würde Annahme leiten lassen, nur so ist der Schiedsspruch überhaupt zu müsse zum Ausdruck bringen, daß er nicht will, daß durch Die weitere Verhandlung wird vertagt. begreifen. Entscheidungen eines Schiedsgerichts von ihm selbst aufgestellte Grund- Borsigender Slide verliest nach Sem Grundfak, daß m Wenn wir erst dahin kommen sollten, so zu berfahren und ein fätze verlegt werden. Er muß weiter zum Ausdruck bringen, daß Abwesenden, die auf dem Kongreß angegriffen worden sind, Gebilde wie den Brauereiarbeiterverband nur dadurch lebensfähig der Transportarbeiterverband genau dasselbe Recht hat wie jede Möglichkeit der Abwehr nicht versagen dürfe, eine längere 31 zu erhalten, daß man an einem anderen Verband unter Ausschaltung andere Organisation und daß er es sich nicht gefallen zu laſſen ſchrift der Redaktion der Sozialistisc allgemein geltender Rechtsgrundsäge eine Amputation vornimmt, braucht, von irgendeiner Stelle vergewaltigt zu werden. Keine Monatshefte" gegen die Angriffe des Delegierten Faaß b dann werden wir niemals zur Ruhe und zu der Stetigkeit in unserer Stelle fann feiner Organisation die Rechte nehmen, die sie fich Landarbeiterverband in der Sigung vom 22. Juni auf einen Art Organisation tommen, die wir unbedingt haben müffen. Sonst selber erworben hat durch jahrelange Beobachtung treuester Soli des Genoffen Dr. Artur Schulz in den Sozialistischen Mond wird gefragt, ob irgend eine fleine Organisation, der es genau so darität. Aufgabe des Kongresses ist es, jetzt zu entscheiden, ob heften" über„ Landarbeiterverband und Landarbeiteranjiedelun geht wie dem Brauereiarbeiterverband. fich einer größeren Organi- der Grundfaß" Treue um Treue" weiter gelten soll, ob einheitliches In dieser Erklärung heißt es, daß Dr. Schulz auf einer Studi fation anschließen will. Hier aber befolgt man die gegenteilige Recht für alle besteht oder ob die Vergewaltigung einer einzelnen reise ist. Sobald er im Besiz des Berichts über die Rede des De Bragis und man sagt: die Transportarbeiter sind groß genug ge- Organisation zuläffig sein soll.( Beifall bei den Transport- gierten Faaß sein würde, würde er auf den Inhalt dieser Ang worden, was schadet es ihnen, wenn ihnen etwa 50 000 Berufsgenossen arbeitern.) Wir haben die Erklärung unseres Verbandstages eingehen. Soweit aber aus den Ausführungen des Genossen abgesprochen werden. Um viele Tausende von Mitgliedern breht es bem kongreß nicht unterbreitet, weil wir meinten, daß dem Kongreß persönliche Vorwürfe gegen Dr. Schulz hergeleitet werden könn fich aber gar nicht, sondern um die Tatsache, daß der Transport- borher ein entsprechender Antrag hätte unterbreitet werden müssen. werden fie entschieden zurüdgewiesen. zurüdgewiesen. Dr. Schulz, be arbeiterverband in Zukunft gehindert werden soll, einen Teil Ich übergebe aber die Erklärung dem Bureau, das sie wohl den eindringende Sachkenntnisse auf agrarwissenschaftlichem Gel feiner Berufsangehörigen organisatorisch zusammenzufassen und ihre Delegierten übermitteln wird.( Beifall bei den Transportarbeitern.) wohl auf feiner Seite bestritten werde, habe immer Interessen zu vertreten. Spinnt man den Faden einmal weiter und Körner Harburg( Fabritarbeiterverband) tritt für den Antrag Organisierung der Landarbeiter sein regstes Interesse sezt man dieses Auseinanderreißen fort, dann können sehr wohl K. 8 ein, der den Ausbau der Gewerkschaften zu großen Industrie- gewendet und ſie andauernd mit großer Hingabe zu förd Lebensfragen einer Organisation in Frage kommen. Es tommen ja verbänden nach dem Grundsatz der Betriebsorganisation fordert. gesucht. Wenn er mit der Taktik des Landarbeiterverbandes m nicht nur die Bierfahrer in den Brauereien in Betracht, sondern auch Früher befürchtete man, daß bei einer Betriebsorganisation die un- einverstanden sei und gegen ihn polemisiert habe, so geschah die Chauffeure, die Kraftwagenführer usw., die unter ausnahme- gelernten Arbeiter die gelernten Arbeiter erdrücken würden. Jetzt selbstverständlich nur in der Absicht, diesem Verband einen Di gefeßlichen Bestimmungen stehen, deren Zusammenfassung mit den aber hat sich eine Gruppe von Epezialarbeitern gebildet, die nicht au erweisen. Weiter sagt die Erklärung, daß die Redaktion übrigen Transportarbeitern aber unbedingt notwendig ist. Und gelernte Arbeiter, aber doch eingelernte Arbeiter sind, wodurch die wahrung dagegen einlege, daß der Bericht des„ Vorwärts" diefe Gruppen vill man auseinanderreißen Es handelt sich also Grenzen zwischen gelernten und ungelernten Arbeitern immer mehr die Schulziche Methode rieche nach der des Reid für uns tatsächlich um eine Lebensfrage. Nun fagt Legien, er wünsche, berwischt werden. Um so mehr Solidarität muß zwischen ihnen verbandes, und daß der Vorwärts" diesen Angriff noch daß der Kongres zum Ausdruck bringe, daß in Zukunft zu erlaffende bestehen, zumal gegenüber der Büchtung der gelben Gewerkschaften. durch gesperrten Saz hervorhebe. Diese Tatsache werde wohl Schiedssprüche nicht etwa dazu führen dürfen, daß unsere Web Düffeldorf( Metallarbeiter) begründet den Antrag K. 11, von den Delegierten des Landarbeiterverbandes energisch zu Organisationen Ruzanwendungen für sich daraus ziehen. Er fagt, wonach brei Monate nach lebergang in einen anderen Beruf der gewiesen werden. das sei unzulässig. Demgegenüber müssen wir doch betonen: Diefer lebertritt in die zuständige Organisation unbedingt erfolgen muß. Vorsitzender Slide: Tatsache ist, daß die R Schiedsspruch wird den Weg gezeigt haben für das Vorgehen auch Bartleib Hannover( Fabritarbeiterverband) tritt für den des Genossen Faaß eine derartige Redewendu anderer Organisationen, und ich würde es diesen anderen Organi Antrag K. 4 ein, der sich inhaltlich ungefähr bedt mit dem Antrag enthielt, so daß nicht der Vorwärts" jie aus eigenem d fationen sehr verdenken, wenn sie sich das nicht zunuze machen K. 3. Zur Begründung der Forderung nach Betriebsorganisationen gegeben hat. Im übrigen haben wir beide Teile gehört; die g würden.( Hört! hört!) verweist der Rebner auf das notwendige Zufammentoirfen gelernter Sache geht den Kongreß überhaupt nichts weiter an und ist für Nach eingehender Besprechung der Einzelheiten des Schieds- und ungelernter Arbeiter in allen Lohntämpfen. Unter Hinweis auf erledigt.( Bustimmung.) Verkäufe. Saison- Räumungspreise bis 60 Prozent ermäßigt. Gardinen fett 2,50, Rünstlergarnitur 3,50, Bettdeden 1,35, Steppdeden 3,95, Teppiche, Borlagen, Läuferstoffe fabelhaft billig. Georg Lange Nachf., ChauffecStraße 73/74, und Schöneberg, Haupt straße 149. Vorwärtslejern noch Prozent Extrarabatt. 2719 Herrenanzüge! Baletots, BeinHeider, Bettenverlauf, Prachtteppiche, Gardinenauswahl, Plüschportieren, Tischbeden, Steppdecken, Aussteuers wäsche, Uhrenbertauf, Schmudiachen, Spottbillig! Leihhaus Barschauer Straße 7. 2596* Garbinen! Steppdeden! Bortieren! 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Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW To 480 1 478 fugeinrichtungen. Ihre Tätigkeit beschränkt sich nicht auf die Aus- 1 funfterteilung und Anfertigung von Schriftsäzen. So weit nur eben angängig, übernehmen sie auch persönliche Vertretungen vor den Instanzen bis hinauf zum Reichsversicherungsamt. Zu diesem Zwede ist das Zentralarbeitersekretariat eingerichtet worden. Das wichtigste aber ist, daß die gewerkschaftlichen Einrichtungen geschaffen worden find, um den Arbeitern zu helfen, während die meisten gegnerischen Einrichtungen der Erwägung entsprangen, durch sie die Arbeiter für politische Zwede einzufangen, die dem proletarischen Interesse au widerlaufen. Vom Strafwesen in der Judustrie. Schornsteinfegerkrieg. Große Entrüstung der Versammelien rief die Mitteilung Her vor, daß die Geschäftsleitung von der 101 M. betragenden Kaution, In einem in Lichtenberg ausgebrochenen Schorn welche die Witwe abgehoben hat, noch 20 m. abzog, die dieselbe vor. fteinfegerkrieg hatte gestern das Schöffengericht her von dem Inspektor erhalten, um die Beerdigungskosten zu be Berlin- Mitte eine Entscheidung zu treffen. streiten. Inspektor Jacobi erklärte allerdings einem Vertreter Der Klempnermeister Hoffmann, Misbefizer des Hauses des Deutschen Transportarbeiter- Verbandes gegenüber, daß er diese Friedrich- Karl- Straße 11, war mit der Polizei in Konflift ge- 20 M. aus seiner Tasche gegeben hätte. fommen, weil er sich, entgegen der unter dem 20. März 1912 ergangenen Lichtenberger Bolizeiverordnung weigerte, die Reinigung der Schornsteine durch den Bezirksschornsteinfeger Bussewiß vornehmen zu lassen. Herr Hoffmann war mit den Leistungen der Aus aller Welt. Gehilfen des Bezirksschornsteinfegermeisters nicht zufrieden und wie moderne Geldschrankknacker arbeiten. hatte mit einem freien Schornsteinfegermeister vereinbart, daß dieser fortab die polizeilich vorgeschriebene regelmäßige Reinigung Interessante Mitteilungen über das Vorgehen der modernen der Schornsteine des Hauses ausführen solle. Herr Hoffmann er- Ginbrecher macht die Königl. Brandversicherungskammer in Dreshielt ein Strafmandat in Höhe von 10 M., beantragte aber gericht- den zur Warnung des Publikums. Ihre Erfahrungen und Beobliche Entscheidung. Die Berichte der Gewerbeinspektoren geben Kunde davon, daß weite Kreise des Unternehmertums sich um die Arbeiter schutzgeseze verteufelt wenig kümmern. Auch ist bekannt, daß die Rechtsprechung mit gesegesverachtenden Unternehmern sehr milde verfährt. Stonstatiert doch ein Beamter im legten Be- Im gestrigen Termin beantragte der Amtsanwalt 10 M. Geld. adhtungen faßt die genannte Behörde in folgendem zusammen: Jm gestrigen Termin beantragte der Amtsanwalt 10 M. Geld: Weit zwei erbittert Krieg führenden Parteien sind Geldschrankricht der preußischen Beamten, daß Urteile direkt zu Geseges- strafe. Die Polizei jei befugt, aus Gründen der Feuersicherheit fabrikanten und Einbrecher zu vergleichen. Der Einbrecher, der berlegungen anreizten, weil die festgesetzten Strafen in gar dem Angeklagten die Pflicht aufzuerlegen, in bestimmten Terminen feinem Verhältnis zu den bei der Gesetzesverlegung zu erlich stehe es dem Angeklagten frei, außerhalb dieser vorgeschriebe- mer, Stemmeisen und dergleichen gefährlich aussehenden Werkfeinem Verhältnis zu den bei der Gesegesverlegung zu er durch den Bezirks- Schornsteinfegermeister fehren zu lassen; natür- sich früher an einen Geldschrank heranwagte, versah sich mit Hamhoffenden Profiten standen. Die Unternehmer befinden sich in dieser Beziehung demnach in nen Perioden auch noch einen anderen Meister mit der Reinigungs- zeugen, die einem modernen Geldschrank gegenüber nußloses Spielarbeit zu betrauen. Rechtsanwalt Heidenfeld verwies auf den zeug sind. Aber ihre Werkzeuge sind nach und nach verfeinert. einer für sie sehr angenehmen Lage. Dagegen spielen sie selbst den harten Kampf, der zwischen den freien und den Bezirks- Schorn- Der Einbrecher selbst hat sich in der Aufmachung verbessert und Arbeitern gegenüber den strengen Selbstherrscher. In manchen Gesteinfegermeistern entstanden ist und suchte an der Sand eines auf madt in den meisten Fällen einen eleganten weltge werben und Gegenden ist das Strafwesen auf Grund der Arbeits- diesem Gebiete ergangenen Kammergerichtsurteils und eines vom wandten Eindruck. Von den Anstrengungen bei der„ Arbeit“ ordnungen noch sehr start verbreitet und in lebung. Die Arbeits- Schöffengericht Berlin- Tempelhof kürzlich gefällten Urteils darzu ist heute in den wenigsten Fällen zu sprechen. Das Anallgasgebläje, ordnungen sind aber feine zwischen Unternehmern und Arbeitern gelegen, daß die in Frage stehende Polizeiverordnung ungültig fei, oder auch Schneidebrenner genannt, erzeugt durch gemeinsames Grenzen im allgemeinen nur durch die Gewerbeordnung gezogen Zwangs- und Bannrecht aufgehoben sei, die Polizeiverordnung aber Verbrennen von Waſſersauerstoff und Sauerstoff eine Stichflamme, find. Obwohl die Strafgründe in den Arbeitsordnungen angegeben ein solches Zwangs- und Bannrecht konstruiere. Außerdem verstoße die Panzerplatten wie Wachs zum Schmelzen bringt. Die hierzu find, ist der Willkür ein weites Feld offen gelaſſen. Ein Gegen der§ 2 der Verordnung auch gegen einen von den Ministern für erforderlichen Gasflaschen können bequem in der Tasche mitgegewicht, wie es die Mitbestimmung der Arbeiter bilden könnte, ist Sandel und Gewerbe und des Innern ergangenen Erlaß vom führt werden. Unter Benutzung von Schneidebrennern sind schon nicht vorhanden. Das gilt auch, von wenigen Fällen abgesehen, von der Verwaltung und Verwendung der Gelder. Berichiedentlich 27. April 1907; wenn aber eine Bolizeiverordnung in grundlegen zahlreiche Geldschrankeinbrüche erfolgreich ausgeführt worden. Der von der Verwaltung und Verwendung der Gelder. Berschiedentlich den Bestimmungen ungültig sei, fönne fie auch im übrigen nicht als Einbrecher braucht nur ein Loch in den Geldschrank oder in die dienen die Strafgelder dazu, Belohnungen an" gute" Arbeiter ausgültig angesehen werden. Eventuell würde wohl das geringste Tresortür zu schmelzen, um bequem mit der Hand in das Bezuteilen. In welchem Umfange Bestrafungen vorgenommen werden, lassen die Angaben aus zwei industriereichen Bezirken erkennen. Im Strafmaß am Blake sein, da der Angeklagte sich doch nur aus hältnis hineinfassen zu können. Das gefährlichste aller dem Grunde zu seinem Vorgehen habe bewegen lassen, um einem Mittel ist jedoch das Thermitpulver, das lose in der Regierungsbezirt Düsseldorf haben im bergangenen Jahre gange Gewerbe die Möglichkeit der Betätigung zu geben. 111 Betrieben, die fich Strafbefugnis beigelegt hatten, öffengericht glaubte den rechtlichen Ausführungen der Verteidi- Tasche oder sonstwo schußlos mitzunehmen ist, denn das Pulver 68 mit 10 293 Arbeitern in 31 741 Fällen Strafen im Gesamtbetrage bon 5427 DR. verhängt; die durch gung nicht folgen zu können. Die Polizeiverordnung sei insofern an fich ist völlig gefahrlos, da es nur durch Magnesium zur EntEs entwickelt damit aber sofort schnittliche Höhe der Strafe betrug mithin im Einzelfall 0,17 m. für gültig zu erklären, als die Polizei befugt sei, im Intereffe der zündung gebracht werden kann. Die meisten Bestrafungen haben in den Betrieben der Metall- Feuersicherheit anzuordnen, daß die Schornsteine in gewissen eine Siße von 2000 bis 3000 Grad Celsius. Schon in berarbeitung( 9164), der Papierindustrie( 8307) und der Textilindustrie Zwischenräumen durch Bezirksichornsteinfegermeister gereinigt geringer Menge verwendet, übt Thermit auf eine Panzerplatte ( 8238) stattgefunden. In Breslau sind in 69 von 108 gewerblichen werden, ohne daß dadurch eine Tätigkeit der freien Schornstein- dieselbe Wirkung aus, wie ein Stüd glühendes Eisen auf einen Anlagen mit einer Beschäftigungsgiffer von 11 845 Köpfen 20 308 Be- fegermeister untersagt wird. Der Angeklagte sei daher der Weber- Schneehaufen. Auch der zur Beleuchtung dienende elektriſtrafungen erfolgt, deren Höhe fich insgesamt auf 8880 m. belief. tretung der§§ 2 und 6 für schuldig erklärt, die Strafe aber nur sche Strom ist den Einbrechern eine willkommene Kraft, da mit Auf 100 Arbeiter tommen mithin 171,4 Straffälle im Betrage von auf 3 M. bemessen worden, da der Angeklagte in gutem Glauben diesem ein Geldschrank ebenfalls geöffnet werden kann, indem an 82,7 M. Hier erreichten die höchsten Ziffern die Bestrafungen in den gehandelt habe. die elektrische Lichtleitung zwei Drähte geknüpft werden, von denen Maschinenfabriken( 4795), in den Werkstätten des Bekleidungsgewerbes einer mit dem Geldschrank verbunden und das Ende des anderen ( 8880), der Papierindustrie( 3595) und in den Metallwarenfabriken mit einem Rohleftift versehen durch die mit Asbefthandschuhen be( 3101). In Breslau ist demnach die Strafe im Einzelfall ungefähr doppelt so hoch als in Düsseldorf. Unter der Herrschaft fleidete Sans des Einbrechers gegen die Geldschranktür gedrückt bes Schnapses und des fatholischen Kaplans scheint es mit dem wird. Die eiserne Tür des Geldschrantes fängt an der BerührungsDrbnungsfinn ber Arbeiter am meisten zu bapern. Bemerkens ftelle des Rohleftiftes an zu glühen und zu schmelzen. Durd) langmerterweise wird dort am wenigsten gestraft, wo verhältnismäßig james Weiterführen des Stiftes fann ein Loch in die Geldschranks farle Arbeiterorganisationen vorhanden sind. Denkende und flaffen tür geschmolzen werden. bewußte Arbeiter üben am meisten Selbstzucht; wo sie auf die Ar beitsverhältnisse Einfluß gewinnen, sorgen fie auch für Ordnung. Den Unternehmern sind aber unordentliche Arbeiter, wenn fie nur bebingungslos unterwürfig sind und feine Menschenrechte verlangen, lieber als ordentliche Arbeiter, die leine Sllaven fein wollen. bon Jugendbewegung. Zwangsweise Jugenddpflege. In einem Ministerialerlaß vom 3. Juni wird darauf hingewiesen, daß das Turnen und die Jugendspiele als Pflichtfach an den gewerblichen und faufmännischen Fortbildungsschulen einzuführen ist. In dem Erlaß heißt es: Eine verhängnisvolle Ohrfeige. Das Ein ungewöhnlich großes Aufgebot von medizinischen Gutachtern ist durch eine Ohrfeige veranlaßt worden, die der Werkmeister Conrad von der Firma Jonas u. Co. eines Tages dem ihm unterstellten Silberarbeiter Berger ber fegt hat. Todessturz eines Militärfliegers. Bei einem Fluge, den Oberleutnant olbe vom Infanterieregiment Nr. 97 in Saarburg mit Hauptmann Ruff bom Infanterieregiment Nr. 180 in Tübingen am Mittwoch unternahm, kamen beide in Mecklenburg zwischen dem Westteile des Ostorfer Sees und Görries so unglücklich zu Boden, daß Kolbe einen Schädel bruch dabontrug, dem er bald darauf im Garnisonlazarett erlag; Ruff erlitt einen Unterschenkelbruch. Eine Bauernrebellion. Es tam zu Lesterer hatte sich nach Ansicht des Angeklagten zu lange auf dem Klosett aufgehalten und wurde von dem Wertmeister mit Vorhaltungen bedacht. Dieser soll unter anderem zu Berger gesagt haben: Sie bewegen sich ja wie ein Graf!", worauf B. erwiderte: So hundsgemein wie Sie behandelt man nicht Arbeiter!" Als er dann den Raum verließ, ging der Angeklagte hinter ihm her und nannte ihn einen„ bummen Jungen", während Berger darauf res plizierie: Jch werde Sie schon Anstand lehren und wie man feine plizierte: Ich werde Sie schon Anstand lehren und wie man feine Arbeiter behandeln muß." Dies versette den Angeklagten in folche Erregung, daß er dem Berger eine Ohrfeige verfekte. Diese hatte sehr böse Folgen, da fie eine Gehirnerschütterung hervorrief. Der Geschlagene stürzte sofort zu Boden und mußte schleunigst nach der Unfallstation und von dort per Droschte nach dem jüdischen Krankenhouse transportiert werden, wo er monatelang zugebracht hat. In dem rein tatholischen Dorf Blahheim( Kreis Bergheim) Nach dem Gutachten des Professor Strauß lag eine Verlegung herrscht schon seit einigen Wochen in folge von Kirchen. im Mittelohr vor, die inzwischen wieder behoben ist. Es konnte eine funktionelle Neurose festgestellt werden, der Schlag gegen den eitigkeiten, die durch die Absetzung eines Pfarrers verStopf hat eine Blutung im Gehirn oder eine Erschütterung des Ge heftigen Kundgebungen gegen Mitglieder des Kirchenvorstandes, anlagt wurden, der Belagerungszustand. hirns hervorgerufen und Berger befindet sich noch heute in ärztlicher fogar zu Brandstiftungen, Ginwerfen von Fenstern usw., bis Behandlung. Er hat noch einen schwankenden Gang und leidet fchließlich ein größeres Gendarmerieaufgebot dauernd ins Dorf an starkem Zittern der Gliedmaßen bei jeder Bewegung. Das verlegt wurde, um die erregte Bevölkerung in Schach zu halten. Schöffengericht hatte sich seinerzeit für unzuständig erklärt und Dennoch tam es, als der Kölner Weihbischof Müller sur Firmung die Sache an die Straffammer verwiesen, da nach seiner Meinung nach B. fam, au lebhaften Standalszenen. Man begrüßte Siechtum im Sinne des§ 224 des Strafgesetzbuches vorläge. ihn mit Pfeifen und Johlen und beugte sich nicht zum üblichen Zur gestrigen Verhandlung des Falles vor der zweiten Straf Segensempfang, und nur 23 Personen folgten ihm in die Kirche, tammer des Landgerichts II waren außer 12 Zeugen 6 medizinische in der von 500 Firmlingen nur etwa 30 erschienen Dagegen ließe sich wenig einwenden, wenn nicht der Grlaß Sachverständige vernommen. Auf Grund der Gutachten der letzte waren. In der Nacht bom Sonntag zum Montag haben sich päter gleichzeitig bezweckte, daß die Fortbildungsschüler durch einen ren tam das Gericht zu dem Schluß, daß das Vorliegen von Siech recht bedenkliche Vorfälle ereignet. Aus dem Hinterhalt wurde auf fanften Drud in die staatliche Jugendpflege eingereiht werden tum zu verneinen sei. Es gehöre dazu eine dauernde Beeinträchti- einen Gendarmen und einen Bolizeisergeanten scharf geschossen. follen: gung der Gesundheit. Diese sei nicht anzunehmen. Die Störung Während der Gendarm unverlegt blieb, wurde der Sergeant in die Besonders aber fann erwartet werben, daß des Gehörs jei behoben, die Nervenerschütterung dauere noch an, Brust geschossen und schwer verleßt. Die angestellten Ermittelun. es den Leitern und Lehrern der Turnübungen aber da sich auch dieser Zustand seit dem schöffengerichtlichen Ter- gen nach dem Täter blieben erfolglos. Die fleritale Bresse schweigt gelingen wird, die Schüler zu veranlaffen, min bedeutend gebeffert habe, jei anzunehmen, daß er im Laufe fich seltsamerweise über alle diese Vorkommnisse vollständig aus. sich auch den auf freiwilliger Grundlage be der Zeit auch gänglich behoben werden dürfte. Das Gericht verruhenden Beranstaltungen der Jugendpflege urteilte den Angeklagten, der so schlimme Folgen des Schlages anzuschließen. Zur Erleichterung dieses Zieles wird es wohl faum habe erwarten fönnen und auch gereizt worden sei, dienlich sein, wenn die Leitung der pflichtmäßigen wegen der Körperverlegung zu 300 M. Gelbftrafe, wegen der Beund der freiwilligen Turns und Spielübungen leidigung zu 10 m. Geldstrafe. Der Staatsanwalt hatte neun soweit als möglich in dieselben Hände gelegt wird. Monate Gefängnis beantragt. Berschiedentlich findet sich die Auffassung vertreten, baß Turnen und Jugendspiele an den Fortbildungsschulen grundsäglich nur auf der Grundlage der Freiwilligkeit gepflegt werben sollen. Die Erfahrung zeigt aber, daß dabei zahlreiche junge Leute obne aus reichenden Grund den Veranstaltungen fern bleiben und die Freude an turnerischen lebungen und jugendlichem Spiele in freier Luft überhaupt nicht fennen lernen. Die einzige Möglichkeit, fie in rechter Weise zu einer vernünftigen Leibeserziehung anzuhalten, besteht daher in der Einführung des Pflichtunter richts im Turnen und Jugendspiel. Wir werden gut tun, überall die jungen Leute daran zu er innern, daß sie aur Teilnahme an den freiwilligen Beranstaltungen der Jugendpflege nicht gezwungen werben fönnen. Bas ihnen die staatliche Jugendpflege an förperlicher Schulung bietet, gibt ihnen die freie Jugendbewegung auch, aber ohne die Veigabe geistiger Verblödung. Gerichtszeitung. Vorsicht beim Rasieren! Der Verkehrtheit der Ansicht vieler Barbiere, die im Alaunstein ein Universalmittel gegen Infektion bei jeder Schnittverlegung erblicken, wird von den meisten der Geschäftskunden viel zu wenig entgegengetreten. Daß gerade der Alaunstein, der nach jeder Rajur als„ Desinfektions,, Berliner Rollmops" als Herkunftsbezeichnung. Eine Handelsgesellschaft in Altenburg verkauft seit Jahren ihre Rollmopje als" Berliner Rollmöpfe". Die Berliner Firma Mortenson flagte darauf gegen die Altenburger auf Unterlassung der Bezeichnung Berliner Rollmops". Das Reichsgericht erkannte am Dienstag, daß Berliner" teine Herkunftsbezeichnung ist und deshalb die Bezeichnung der in Altenburg fabrizierten Rollmöpfe als Berliner eine ungulässige Täuschung ist. Der Kläger wie jeber Berliner fönne sein Fabrikat aus marinierten Heringen als Berliner bezeichnen, nicht aber die Beklagte. Das Reichsgericht gab beshalb der Klage statt. Versammlungen. Ein Homosexueller als Pfadfinderführer. Der Hauptmann K. Braun, Führer der Chemnizer Pfadfinder, wurde auf die Anzeige seines Burschen hin verhaftet und ins Militärgerichtsgefängnis übergeführt. Es handelt sich um Bergehen gegen§ 175 des Reichsstrafgesetzbuchs. Der als sagen wir schneidig geschilderte Offizier stammte bom 105. Regi ment und war bis zu seiner Verseßung nach Chemnitz Führer einer Maschinengewehrkompagnie in Straßburg, lange Zeit auch Erzieher im Kadettenhaus zu Dresden. In Chemnik war er be= fannt als Führer der nationalen Jugendbewegung. Inzwischen ist der Hauptmann ins Garnisonlazarett Dresden zur Beobachtung seines Geisteszustandes übergeführt worden. Heil! hoben. Wenigstens für Seifen. Seffens Bandesvater hat dem Alle Migitimmungen zwischen Volk und Fürsten sind jeht bedringenden Bedürfnis nach Bermehrung der Orden Rechnung getragen. In Zukunft wird jeder Hesse zwar nicht sein Huhn im Topfe, wohl aber sein Ordensband im Knopfloch haben notabene wenn er sich dieser landespäterlichen Gnade würdig erweist. Wie es in der Stiftungsurkunde des Stern von Brabant" getauften Der deutsche Transportarbeiterverband( Branche der in Kauf- Ordens heißt, ist der Orden gestiftet worden, um das Band, das mittel" angewendet wird, Krankheiten von einem Menschen und Warenhäusern Beschäftigten) besprach fürzlich in einer Ber- Fürst und Volt innig verbindet, mit einem sichtbaren auf den anderen übertragen kann, läßt ein Rechtsstreit er- sammlung den Fahrstuhlunfall im Warenhause Ties, wobei das Zeichen zu bekräftigen. kennen, der jetzt das Reichsgericht beschäftigt hat. Verbandsmitglied Kieselbach tödlich verunglückte. Begreiflicheripeise Das sichtbare Zeichen des innigen Bandes zwischen Fürst und Anfang Januar 1912 ist der Kläger durch einen Barbier in wurde in der Versammlung die Frage aufgeworfen, wer die Schuld Volt" ist nach verschiedenen Klassen abgestuft, denn es Perlin beim Rasieren unterhalb des Kinnes verlegt worden. Da an dem Unfall trage. Gelöst konnte die Frage an dieser Stelle nicht geht schließlich doch nicht an, daß ein Briefträger oder Chaussec= Es wurde bemerkt, man müffe erit die Untersuchung wärter die gleiche Deforation trägt wie ein Kommerzienrat. die entstandene Schnittwunde erheblich blutete, rieb der Barbier werden. längere Zeit mit dem Alaunstein darüber hin, um so das Blut zu durch die Behörden abwarten, um Klarheit darüber zu bekommen, stillen. Die Wunde ist dann auch mit Bildung eines Schorfes ver- ob der Berunglückte, der eine Frau und drei Kinder hinterläßt, das beilt. Am 20. Januar 1912 zeigten sich beim Kläger Anschwellungen Opfer einer Außerachtlassung der für Aufzüge bestehenden PolizeiIm übrigen wurde gesagt, daß im Wie aus Paris gemeldet wird, unternahm der amerikanische der Halsbrüfen, und die daraufhin durch einen Arzt vorgenommene vorschriften geworden ist. Untersuchung ergab syphilitische Infektion des Blutes. Infolge- Betriebe der Firma große Schilder vorhanden sind, auf denen au Flieger Sperrb am Dienstag mit einem von ihm erfundenen deffen flagte der Verlegte auf Zahlung von 400 M. Heilungskosten lesen ist, daß die Fahrstühle wegen Reparatur oder Reinigung automatisch stabilen Wasserflugzeug mit einem außer Betrieb gesetzt sind. Wenn diese Schilder auch an dem Tage, Fluggast mehrere Flüge, die große Werblüffung erregten. So ließ und Ersaz weiteren Schadens. Der Beklagte wurde in allen Instanzen verurteilt. Das Reichs- wo Kiefelbach die Reinigung der Fahrstühle ausführte, angehängt Sperry in 150 Meter Höhe das Steuer los. Sein Fluggaft gericht erklärte in seiner am Dienstag gefällten Entscheidung, un- gewesen wären, dann hätte jedenfalls der bedauerliche Unfall nicht stieg auf die Flügel und ging auf ihnen hin und können, aber auch leberbündung der arbeiter und das die Nachbehandlung mit Alaun, oder etwa nach dem Verlassen des Antreibersystem seien oft genug die Ursache von Unfällen. DerBarbierlabens in die Bunde gebracht ist. Da der Barbier die artige Klagen würden von den Angestellten der Firma 6. Ties mit einer Geschwindigkeit von hundert Kilometer in der Stunde fort. Bunde verschuldet habe, sei er auch schadenersatzpflichtig. ftändig geführt. Ein neues Flugzeug. 鍵 470 Kleine Notizen. Geburtenrückgang und Geburtenregelung von Prof. A. Grotjahn. Brosch. 6 M. 2. Marcus, Berlin SW. 61. Bom eigenen Sohn erschossen. In der Nacht zum Mittwoch Die Lage der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter Kassels wurde der Gastwirt Sykora im Schuzhaus auf dem Josefsberg im Lichte der Statistit. Im Auftrage des Gewerkschaftskartells bebei Bielit von seinem eigenen Sohne erschossen. arbeitet von A. Thiele. 1,20 M. Verlag: Buchhandlung des„ BolksDer Grund zu dieser schrecklichen Tat ist in Familien- blattes in Raffel. ftreitigkeiten zu suchen. Phyfit. 25 Pf. 2. Heft Physik und Chemie. 25 Pf. A. Michaelis, Leipzig. Merkbüchlein für Naturlehre. Von Lehrer P. Brüdner. 1. Heft Frauenarbeit und Familie von E. Fischer, M. d. R. 1 M. J. Springer, Berlin. Der Deutsche Buchbinderverband im Jahre 1913. Jabresbericht. 135 S. Selbstverlag, Berlin, Urbanstr. 63. Bericht des Zentralvorstandes des sozialdemokratischen Der erweiterte Nord- Ostsee- Kanal wurde am Mittwoch er- wahlkreis 1913/14. 91 S. Verlag: W. Poller, Kiel. Zentralvereins für den 7. schleswig- Holsteinischen Reichstagsöffnet. Staatssekretär Dr. Delbrüd hielt eine Ansprache, in der er den Bau als Denkmal für das Können unserer Zeit feierte. Delbrück erhielt den Verdienstorden der preußischen Krone.- Der erste, 98% Kilometer lange, 9 Meter tiefe Kanal, wurde am 21. Juni 1895 eröffnet. Es fonnten Schiffe von 145 Meter Länge, 23 Meter Breite und 8½ Meter Tiefgang durchgeschleust werden. Im Jahre 1907 wurden die Schleusen verlängert und der Kanal serbreitert. Der neue Kanal hat eine Schleusenlänge von 330 Meter, eine Schleusenbreite von 45 Meter und eine Wassertiefe bon 14 Meter. Die Schleusen sind die größten der Erde und übertreffen selbst die des Panamafanals. Die Eisenbahnbrüden find so hoch gelegt, daß selbst die Kriegsschiffe bequem darunter hinweg fahren können. Orkanschäden in Nordamerika. In der Nacht zum Mittwoch wüteten in fünf nordamerikanischen Staaten heftige Stürme. In Watertown( Süddakota) nahm der Sturm den Charakter eines Tornados an. Viele Häuser sind zerstört und 22 Personen verlegt worden. Im Kampfe um den Ozean. Ein Seeroman von W. Freyer. 5 M., geb. 6 M. Th. Weicher, Leipzig. poldine Stulla. 3 M., geb. 4,20 m. E. Diederichs, Jena. Die Frau und die Arbeit von Olive Schreiner. Deutsch von LeoDer neue Merkur. Monatsschrift für geistiges Leben. Herausgeber: E. Frisch. Pro Jahr 15 M. G. Müller, München- Berlin. Mesrop. Zeitschrift der Deutsch Armenischen Gesellschaft. 1. Jahrgang. Juli- August. Erscheint zweimonatlich. Jährlich 5 M. Selbstverlag, Berlin. Stationen Barometer stand mm 10 Witterungsübersicht vom 24. Juni 1914. Wind. richtung Windstärke Swinemde. 764 SD Wetter 2beiter Temp. n. T. 5°.= 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind. Aumppa Windstärke Better Temp. n. C. 880 D09 2wollen 19 Betersburg 766 DSD 1 wolkenl 25 19 Haparanda 765 S Ein trauriges Bild. Nach einem Telegramm aus Butte Cith in Montana kam es in einer Versammlung in der Union Hall, in der Streitigkeiten zwischen feindlichen Berg= arbeiterparteien beigelegt werden sollten, zu einem Kampfe, bei dem zwei Personen getötet wurden. Die Hamburg 762 SSW 4 bededt 13 Angreifer zerstörten einen Teil der Halle mit Dynamit. Auch Berlin 764G Schüsse wurden zwischen Bergarbeitern und bewaffneten Polizei- Frantj. a.M 766 N beamten gewechselt. Schließlich zogen sich die Angreifer zurüd. München 767 S Bien Ein Dampfer festgelaufen. An der Küste von Cornwall lief der Dampfer Gothland" auf die Klippen und geriet in Gefahr, mit Mann und Maus unterzugehen. Auf die Notsignale des Dampfers eilten andere Schiffe zur Hilfe herbei und brachten die Passagiere und Mannschaften in Sicherheit. Der Dampfer Lionneß" ist inzwischen am Mittwoch früh mit 281 Passagieren und Mannschaften vom Gothland" an Bord in St. Mary eingetroffen. " 17 Die Bootskatastrophe auf dem Bodensee. Wie sich nachträglich herausgestellt, hat der Orkan auf dem Bodensee ein wesentlich größeres Unglück verursacht, als zuerst angenommen worden ist. Insgesamt werden etwa 25 bis 30 Fischer vermißt. Bis jett fonnten zehn Leichen geborgen werden. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet 2tnden strake 69, born vier Treppen Fahrstuhl-, wochentäglich von 4½ bis 7% Uhr abends, Sonnabends, von 4½ bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Brieflaften bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnement& quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Olga 31. 1. Der Bühnenvorstand ist dazu berechtigt. Wir raten, unter Darstellung des Sachverhalts mit dem Vorstand in Verbindung zu treten. 2. Falls die Mietsforderung ausgeklagt wird, ist die Pfändung der entbehrlichen Wirtschaftssachen auch in der neuen Wohnung zulässig. M. 75, Soldiner Straße. 1. und 2. Ja, sofern es sich um Schulden für den Unterhalt handelt. 3. Falls die Forderung ausgetlagt ist, ja, fo weit Sie mehr wie 28,85 M. wöchentlich verdienen. 4. Ja. Den Anspruch fann jedoch nur der Vormund geltend machen. G. 5. 1000. Die Frage läßt sich nur nach Einsichtnahme in den Mietsvertrag beantworten. 2. D. 12. 1. Ja, am besten durch das Polizeirevier. 2. Ja. 3. Nach teiliges nicht bekannt. 3. S. 20. 1. Ja. 2. Falls Ihr Sohn in der fraglichen Zeit ohne Erwerb war, ist der Bater baftbar. Die Klage ist bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk der Vater wohnt, anhängig zu machen. 3. Es liegt Berjährung vor. F. R. 7890. 1. Ja. 2. Unbekannt. Scilly 769 Aberdeen 75323 768 2Nebel 13 2wolfen! 14 2 wollig 16 1 heiter 17 2 bedeďt 14 5 bededt 14 Paris 76623 2 wollig 18 Wetterprognose für Donnerstag, den 25. Juni 1914. Ein wenig fühler, zeitweise heiter, aber sehr veränderlich, bei mäßigen südwestlichen Winden; etwas Regen und Gewitterneigung. Berliner Betterbureau Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Freitagmittag: Ziemlich fühl, anfangs größtenteils bewölft und an den meisten Drten, besonders im Küstengebiete noch wiederholte, an Stärke nachlaffende Regenfälle. Deftlich der Oder strichweise Gewitter. Später im Südwesten beginnende Aufheiterung und langfame Erwärmung. Waferstands- Nachrichten der Landesanftalt für Gewässertunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau feit 23.6. 22. 6. cm cm³) Basserstand Memel, Zilfit Bregel, Insterburg Weichsel, Thorn Dder, Ratibor Krossen Frankfurt arthe, Schrimm am 88-3 -38-2 94+4 128 87 92 -26 Landsberg-25 -27 16 Reze, Bordamm EIbe, Reitmerit Dresden Barby Magdeburg 113 2. 100. 1. Der gesamte Betrag fann von jedem der beiden Inhaber gefordert werden. 2. Für die andere Hälfte haften demnach ebenfalls Sie beide. Es darf aber bei der Zahlung der einen Hälfte dem Betreffenden gegenüber kein Berzicht ausgesprochen, auch nicht die Klage zurüdgenommen werden. B. 102. 1. Rein. 2. Der Vater wäre nur dann haftbar, wenn das Geld zu Unterhaltungszweden verwendet ist, andernfalls nicht. Auch der Sohn lann wegen Minderjährigkeit nicht in Anspruch ge nommen werden. N. P. 100. Wenn dem Meister ein Berschulden nicht nachgewiesen werden kann, nein.§. 2. 5. Das Wahlrecht erlangen Sie nach einjährigem Wohnsik. Otto. Ja. Wichtig 100. 1. Die Frau bleibt Eigentümerin, falls nicht ein Anfechtungsgrund vorliegt. Db dies der Fall ist oder nicht, läßt Ihr Schreiben nicht erkennen. 2. Ja. 23. 3. 100. 1., 3. u. 7. Nein. 2. Der jegige Name der Frau müßte angegeben werden, falls fie Inhaberin ist. 6. Es kann die Quittungsleistung mit dem jezigen Ramen 4. u. 5. Ja. verlangt werden. M. N. 84. Ihre Frau hat nur Anspruch auf die Dauer von vier Wochen. M. H. No. 25. 1., 2. u. 3. Ja. Argus. Durch Abonnierung der in Frage lommenden Zeitschriften ist das möglich. Die Abonnementspreise sind jedoch erheblich. P. 7. Ja. R. R. N. 37. Nein... O. 1. Rein. 2. und 3. Für jedes Jahr 240 M. 4. Ja, Rapitulationsjahre jedoch nicht. 5. 1. Oftober 1913. 6. Ja, sofern die Police nicht zugunsten der Frau lautet und sofern ein Testament nicht vorhanden ist. R. N. 101. Wenn sich Ihre Be hauptungen beweisen lassen, halten wir den Lokalbesiger für erfaßpflichtig und zwar in Höhe des nachweisbaren Wertes. R. E. 8. Falls der Berkehr vor dem 24. November v. J. stattgefunden hat, ist die Verurteilung möglich. M. H. Lippspringe. Die Versicherungsanstalt fann ein höheres Hausgeld gewähren. Verpflichtet ist sie zur Gewährung eines Hausgeldes in der Höhe ges Betrages, den die Krankenkasse zu gewähren verpflichtet ist in Fällen, wo sie bei einem verheirateten Mitgliede Krankenhausbehandlung anordnet. Die Frage bezüglich der Schreibbeihilfe ist Grunow, Huttenstraße. Leider ist der Standpunkt des Vormundschaftsgericht im Gesetz begründet. - B. N. 13. 1. Nein. 2. Ohne Zustimmung der Beschäftigten nicht. 3. Bei der erstmaligen Lohnzahlung fonnte die Firma den Lohn für einen Tag fürzen. E. J. Die genannten Beträge fönnen dem steuerpflichtigen Einkommen leider zugerechnet werden. Bei 3 Kindern haben Sie einen Anspruch auf Ermäßigung um 2 Stufen. 3. 2. 37. An die Stiftungsdeputation des Magistrats Berlin, Poſtſtr. 16. 6. Neu fölln, 52. 8u erfragen bei Direftor, Geh. Ober- Reg.- Rat Görte Berlin, Dranienstraße 90/91. F. R. 27. Heimat für Frauen und Mädchen, Sch. 101. Nachdem man 25 Jahre ver heiratet ist, feiert man Silberhochzeit, also den 26. Hochzeitstag. C. 2. 39. Zu erfragen beim Verband Berliner Kegellubs, Berlin, Kurstr. 32. Viktoria 86. Tüchtig Klopfen, Pfeffer, Kampfer oder Naphtalin streuen. 5. S. 16. Sie sind zahlungspflichtig, sofern die Abmeldung bei der Steuerbehörde nicht vor dem 1. April erfolgt ist. 7. Sch. 38. 1 Boraussichtlich ist eine Fortnahme des Kindes nicht zu erwarten. Auch wird Ihnen wahrscheinlich das Pflegegeld weitergezahlt werden. 2. Die Miets. forderung fann noch eingeflagt werden. B. 7. 1. Der Anspruch würde erst mit dem 31. Dezember 1917 verjähren. 2. Bei der Zustellung des Urteils fann auch gleichzeitig vollstreckt werden. A. P. 100. Das Kind fann in Baisenpflege gegeben werden. Das Mädchen soll sich mit der Baisenverwaltung, Alte Jakobftr. 35/38 in Berbindung setzen. R. R. 33. 1. Nein. 2. Beglaubigung der Unterschrift ist nicht erforderlich. 3. und 4. Ja. 5. Bon einer Urteilsfällung ab. Die Frist wird unterbrochen durch jede Bollstreckungshandlung. E. A. 999. Die angegebenen Gründe verständlich. Berlin, Köthener Str. 42/43. reichen zu der Beschwerde nicht aus. 3. 8. 39. 1. und 2a. Nein. 2b. Ja, falls er die Grabstelle bezahlt hat. Neukölln 34. 1. und 2. Ja. Eingegangene Druckschriften. Religion und Politik. Von W. Baratsch. 134 S. F. E. Fischer, Leipzig. Bericht über die 13. Bersammlung deutscher Historiker zu Wien 1913. Geb. 2 M. Das Dogma des Sandichaks. Eine geschichtliche Untersuchung von Tripliziffimus. Geh. 1,20 m. Dunder u, Humblot, Leipzig. Die Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Die Lösung der sozialen Frage. Von U. Auffens. Geheftet 2 M. P. Bafer, Berlin- Halenfee. Die B. E. W. und wir? Studie von Dr. D. Bolz. 20 Pf. Atlasverlag, Berlin S. 42. Aus Natur und Geisteswelt. Bd. 1. Acht Vorträge aus der Gesundheitslehre von M. v. Gruber.. Bd. 69. Der Kalender. Von W. F. Wislicenus. Bd. 209. Allgemeine Geologie. 3. Die Arbeit des fließenden Wassers. Von F. Frech. Bd. 375. Geschichte der auswärtigen Politit Defterreichs im 19. Jahrhundert. Von P. Charmaz. Bb. 466. Verfaffung und Verwaltung der deutschen Städte. Bon M. Schmid. Einzelband 1 M., geb. 1,25 M. B. G. Teubner, Leipzig. 1)+ bedeutet Wuchs. 7777777 Wasserstand Saale, Grochlik Havel, Spandau) Rathenow) Spree, Spremberg) Beestow') am feit 23. 6. 2.6. cm cm¹) 116-4 60+3 34 +1 78-6 69 0 Befer, Münden 207+15 Minden 268-6 Rhein, Marimiliansau 576-8 384 392 0 Redar, Heilbronn 210+18 Raub Köln -110+4 138 +3 Main, Hanau Mojel, Trier Fall. 5) Unterbegel. 183-3 109+4 VORWARTS BIBLIOTHEK Der Gottesläfferer Roman aus dem Leben der erzgebirgischen Waldarbeiter Von A. Ger :: Preis gut gebunden 1 Mark:: Zu beziehen durch die Buchhandlung Vorwärts, Lindenstraße 69 Todes- Anzeigen KЯ Statt besonderer Anzeige. Dienstagmorgen um 2, Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden mein inniggeliebter Mann, unser guter, treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der Kaufmann www.Albert Buck im 43. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Berlin, den 23. Juni 1914. Urbanstr. 69. Namens der trauernden Hinterbliebenen Margarete Buck. Trudchen Buck. Die Beerdigung findet am Freitag, den 26. Juni, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen St. MichaelKirchhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Pader August Dupont am 22. Juni im Alter von 67 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 25. Juni, nachmittags 4%, Uhr, von der Leichenhalle des Französischen Kirch hofes, Wollantstraße, aus statt. Nachruf! Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Chauffeur Robert Just am 20. Juni im Alter von 36 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 66/12 Die Bezirksverwaltung. 114A Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines Euer Verband der Bureauangestellten. vergeßlichen Mannes und guten tet boll Ortsgruppe Groß- Berlin. Den Mitgliedern biermit zur Kenntnis, daß unser langjähriger Kollege Gustav Müller ( Kaffenangestellter) plötzlich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 26. Juni, nachmittags 52 Uhr, auf dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde, PappelAllee 15/17, statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein 1. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis. Köpenicker Viertel. Bez. 173. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Former Gustav Knappe Brangelstr. 115, gestorben ist. 46/7 Am Sonntag, den 21. Juni, verstarb ganz plötzlich und unerwartet unser Kollege Gustav Müller ( Zahlstelle 6). Wir verlieren in dem so früh Dahingeschiedenen einen lieben, hilfsbereiten Kollegen und werden wir seiner stets gern gedenken. Die Beerdigung findet am Freitag, den 26. Juni, nach mittags 3%, Ubr, von der Halle des Emmaus- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Baters, des Gasarbeiters altan bit nach Friedrich Broscheiten 3 Da sage ich allen Verwandten, Freunden onpr und 114 inzer und Bekannten, den werten Kollegen der Gasanstalt II, Gitschiner Straße meinen herzlichsten Dank. Luise Broscheit nebft Sohn Simmel Danksagung. Für die aufrichtige Teilnahme, die unjerem Bruder und Schwager Otto Lilienthal erwiesen worden ist, sagen wir hiermit unjeren herzlichen Dank. end, b Die H Stennt endes f " Der en uni man f he Her Stauf 131 emplaris Ernst Lilienthal. Olga Lilienthal geb. Rettig. ein einen Id Mag Lilienthal. Man annt je Zu de Bijchen ung": Das Eduard Lilienthal. Habe mich niedergelassen als Die Beiſebung findet am Frei- Spezialarzt für Geschlechtsleiden tag, den 26. Juni, nachmittags 5 Uhr, auf dem Freireligiösen Friedhof, Pappelallee, statt. 275/9 Die Angestellten derAllg. Ortskrankenkasse der Stadt Berlin. Landsberger Viertel. Bez. 432. Den Mitgliedern jerner zur Nachricht, daß unser Genosse, der Hausdiener am Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Gustav Müller Goldaper Str. 4, gestorben ist. Die Beerdigung findet Freitag, den 26. Juni, nach mittags 5%, Uhr, von der Halle des Friedhofs der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee, aus statt. Ehre ihrem Andenken! Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Richard Drewitz Neukölln, Thüringer Str. 39 am 19.. M. gestorben ist. Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 25. Juni, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuköllner Gemeindefriedhofes in Neukölln, GottliebDunkel- Straße, aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Former Gustav Knappe Brangelstr. 115 am 23. d. M. an Herzleiden. Die Beerdigung findet am Frei tag, den 26. Juni, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Schlosser August Schläfke Stalizer Str. 27 am 23. Juni an Krebsleiden. Die Einäscherung findet am Freitag, den 26. Juni, nachmittags 5 Uhr, im Treptower Rrematorium ftatt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet 120/19 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Am 19. Juni verstarb unser Parteigenosse Richard Drewitz Thüringer Str. 39, 12. Bezirk. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute den 25. Juni, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neu föllner Gemeinde Friedhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 237/11 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Köpenick. Dr. Stoffels blidhe nisters Ecke beze eie Geri Leipziger Str. 103 Friedrichstr. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Parteigenoffe Emil Jack am Sonntagnachmittag Baden ertrunken ist. beim am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 25. Juni, nachmittags 61%, Uhr, von der Leichenhalle des hiesigen Friedhoses aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 202/14 Der Vorstand. Am 23. d. M. entschlief sanit nach furzem Leiden, mein lieber Mann, unser guter Vater, der Formermeister 2498b Franz Rieffenstahl im 54. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Dia trauernden Hinterbliebenen. Die Bestattung findet am Freitag, nam. 32 Uhr, von der Leichenhalle des Neuköllner Gemeinde- Friedhofes, Mariendorfer Beg, aus statt. Sprechstunden 12-2 u. 3-7. Danksagung. Sage allen denen, die an der Beerdigung meines lieben Mannes teilgenommen haben, auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank. 1170 Witwe Karoline Kernchen. Sie erhalten sofort 10 Mark von der Kaufsumme abgeschrieben, sofern Sie in einem meiner 4 Geschäfte eine M MOBEL Einrichtung erstehen. Abteilungen In allen finden Sie grösste Auswahl, die Preise sind 80 billig, wie es der Selbsterhaltungstrieb erfordert, die Anzahlung ist so unbedeutend, dass dadurch eine kaum nennenswerte Ausgabe entsteht. Spezialität: Ein- und ZweiZimmerWohnungen in neuzeitlich. Formen nach Entwürfen namhafter Architekten. Besichtigung ohne Kaufzwang! In besond. Abteilungen Herren- Zimmer Wohn- Zimmer Speise- Zimmer Schlaf- Zimmer Elegante Salons Farbige Küchen Teppiche Gardinen Tisch- Decken Kinderwagen Els- Schränke ksw. Achten Sie gefl. nur auf blauweisse Firmenschilder und auf die einzig dastehende KREDIT Firma Für ung de VA In Pa eine Atreis utiche S und g nehmer Bauer lin ftän afeinde tru ein denn Den fch FEDER Zentrale Norden: Brunnenstr. 1 Eing. Weinbergsweg 28 Filiale Ostem: Frankfurter Allee 89 Filiale Sfiden: Kottbuser Damm 103 Filiale Westen: Charlottenburg Scharrenstr.5 Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wieleva, Neukölln. Für den Injeratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Die rden 3 tretung mit ab ndler fich mi er ihne zialdem gren 1111 tändig Der rde, K ieb au Serr präzi ere Ju tache u desber egen i eiterbe der en Ar gen an gelinde Unjer en haber chreibt: Wir e Auf Fenn er vedt e Pialbemo andlunge Folbat eb ja 5 an bi ng, die i Bt es fi annicha gten unjchen, eiber wi nich er doch Benn's ort neu inen nac In Ser orden be tete Schr beftion. awei at in mener Die S en haber uben mi Berordent Die B Ben d Landta Borher miffion Regierin Dern und icherung fte ber b Fien werd Fliche M agroin Bosma He herzliche " ung meines Euer Hochwohlgeboren bitte ich meine nachstehenden Zeilen durch das Reich wirksam durchgeführt werden könne auf Grund eines befont, daß der Vorteil des einen der Vorteil des anderen und guten vollſter Diskretion entgegenzunehmen: Ich bin von einem gefeßlichen Zwanges. Der Einzelstaat könne das nicht für sich allein sei, daß die Eingeborenen zwischen dem einen Weißen und et nicht alfanstaate gebeten worden, für das Rote Kreuz" da- machen, weil er sonst zu einem Anziehungsgebiet für die Arbeitslosen dem anderen nicht unterscheiden könnten, daß die Herrschaft it nach Möglichkeit zu werben.- Herren, welche für diesen werden würde. Der Minister bezeichnet es ferner als nicht richtig, des weißen Mannes auf dem Prestige seiner Farbe beruhe scheiten 3med Summen von zirfa 5000 m. ab zeichnen, werden daß die Reichsregierung aus dem Stadium der Erwägungen nicht und daß ein Verlust dieses Preftiges bei einer Nation der n Dant in Form eines Drdens erhalten. Der herauskomme. Sie sei bereits in das Stadium der Verhandlungen anderen zum schweren Schaden gereiche. Dann habe man tonprinz des betreffenden Landes weilt zurzeit in Deutsch eingetreten, und der Standpunkt des Staatssekretärs Dr. Delbrück sich gelobt, diese Solidarität der Interessen aufrecht zu er en Kollegen und würde ich die betreffenden Herren dem Kron 114 ingen vorstellen. Ihren geschägten Nachrichten entgegen müsse von ihm als berechtigt anerkannt werden. Er werde die geseh- halten, und er freue sich, feststellen zu können, daß sie beide end, verbleibe ich mit vollster Hochachtung ergebenst Graf liche Regelung der Angelegenheit im Auge behalten und alles tun, was d. h. Deutsche und Engländer das Gelübde treu genebft Sohn Himmelmann, Rittmeister a. D." zur Linderung der Not der Arbeitslosen ihm möglich sei. m, Freunden Ener Straße 3. nahme, die pager al. geb. Rettig. Die Handelstammer Chemnitz hat diesen trassen Fall Stenntnis der sächsischen Regierung gebracht und dabei endes bemerkt: Der Sündenbock.8 Fußtritte bei einer Elitetruppe. balten hätten, he and Gualember- bns Gclubbe treu ges Es ist für den Unterschied zwischen deutschen und englischen Zuständen bezeichnend, daß das imperialistische Am Dienstag stand der Oberjäger Heinrich Bertram von der Glaubensbekenntnis des liberalen Mannes aus Deutschland " Derartige Ansinnen werden zwar kaum jemals bei irgend bent Kriegsgericht der 1. Gardedivision. Bertram war wegen vor- werden kann. Man denkt an Indien und Aegypten, wo Derartige Anfinnen werden zwar kaum jemals bei irgend- Maschinengewehrtompagnie des Gardejäger bataillons vor in England kaum von dem kühnsten Reaftionär abgelegt em unserer bezirkseingefeffenen Industriellen oder Kaufleute, an thal man sie zu richten wagt, Gegenliebe finden, schließen aber eine fäßlicher Mißhandlung eines Untergebenen angeflagt. Am 25. Mai man über das Prestige der weißen Haut ganz anders denkt, wir hiermit he Herabwürdigung und Beleidigung des ganzen Fabrikanten d. 3. kehrte die Kompagnie von einer Webung zurüd. Man hatte seitdem gelbe Hände die weiße Haut bei Mufden arg gebläut 131% Kaufmannsstandes ein, daß fie unferes Erachtens nicht nur auch Futterbeutel mitgenommen, die nach der Rückkehr abgeliefert haben. Und anstatt die farbigen Untertanen vor den Kopf mplarische Preisgabe in der Deffentlichkeit verdienen, sondern werden mußten. Plöglich waren die Futterbeutel verschwunden. zu stoßen, versucht wenigstens die Reichsregierung, sie zu ein Einschreiten der dazu berufenen Instanzen angezeigt er- Die dem Angeklagten unterstellten Mannschaften mußten sie suchen. besänftigen und zu beruhigen. Man wird sich noch der einen lassen." Das ging dem Bertram nicht hurtig genug und besonders fiel ihm geharnischten Rede entsinnen, mit der im letzten Jahre der Man darf auf den Bescheid des sächsischen Ministeriums der Fahrer Wesselmann auf. Um diesen„ anzuspornen", versette Vizekönig von Indien die Inder gegen die südafrikanische annt sein. er ihm einen Fußiritt in die Kniekehle. W. schnappie Regierung in Schutz nahm. Die Inder wollen jezt ihren Die Rede des Anspornung durch den Vorgesetzten beobachtet. der Am 29. Mai erstattete W. Anzeige. Der stellvertretende Kompagnie Welch ein Speftafel wäre wohl entstanden, wenn anstatt führer bestrafte Bertram mit einem Verweis, das Gericht der des konservativen Lord Hardinge der deutsche Liberale Dern1. Gardedivision verlangte jedoch friegsgerichtliche Aburteilung. burg Vizekönig von Indien gewesen wäre und in der Krise während B. den Fußtritt zuerst zugegeben hatte, bestritt er heute von der Solidarität der Interessen aller Bleichgefichter jedwede Borjählichkeit. Er fönne nur, wie das ja Borgefeßte vor philofophiert hätte! Es braucht wohl kaum hinzugefügt dem Kriegsgericht meist behaupten, eine zufällige" Bewegung ge- werden, daß die englischen Liberalen den Standpunkt ihres inmacht haben. Die Anzeige des W. führte er auf Rache zurück. W. deutschen Parteigenossen feineswegs billigen. So schreibt wollte sich offenbar dafür revanchieren, daß der Mannschaft der die Daily News":„ Die Theorie, die annimmt und glatt Pfingsturlaub gestrichen worden ist. Der Anklagevertreter bean- erklärt, daß die weißen Rassen in aller Ewigkeit die Erde tragte wegen Mißhandlung 7 Tage gelinden Arrest. Bertram wurde erben und besitzen werden, ist feine, von der man vernünftigerin Anbetracht seiner„ begreiflichen Erregung" zu 3 Tagen ge- meise erwarten kann, daß sie bei denen Annahme findet, die Linden Unter- Dr. in den Arrest wegen vorschriftswidriger Behandlung Unter- Dr. Dernburg als die Menschen von dunklerer Hautfarbe gebener berurteilte urteiltsmo bezeichnet. bezeichnet." Oesterreich. Der Protest der Grazer Arbeiter jofort zusammen und flagte über Schmerzen. Kameraden hatten Vizekönig nicht gehen lanperialistischen Politik Englands. tals echtsleiden Zu den Gerüchten über den bevorstehenden Rücktritt des Bischen Justizministers schreibt die„ Norddeutsche Allgemeine ung": Das Hirschsche Telegraphenbureau will Gerüchte über eine els gebliche Grichütterung der Stellung des preußischen Juftizmisters als nach seinen Informationen nicht ganz grund. riedrichstr.bezeichnen tönnen. Wir sind ermächtigt, festzustellen, daß 1. 3-7. Gerüchte jeder Begründung entbehren. Für die reaktionären Treibereien war indes die Verung des Gerüchts recht bezeichnend. t me rn er Ecke en en hl, 50 er eb hd, me te en n. n VAT Wenn zwei dasselbe tun. Burschenelend. Vor dem Kriegsgericht der Landwehrinspektion Berlin stand In Passau hat in diesen Tagen der Altbayerische Bauern. eine in liberalem Fahrwasser segelnde Organisation, Areisversammlung für Niederbayern abgehalten. Die utsche Tageszeitung" ist von dem Verlauf dieser Tagung und gar nicht erbaut, was man ihr schließlich auch nicht am Mittwoch der Fusilier Marinowitsch. Der arme Teufel Die Landesparteivertretung und die Landesgewerkschaftss nehmen kann, wenn man erfährt, daß der Kreisvorsitzende war bei dem Oberleutnant S. in Charlottenburg Bursche. kommission erlassen folgenden Aufruf an die Arbeiter von Bauernbundes es ausdrücklich ablehnte, die Kampffront Er erhielt als solcher, wie in der Verhandlung festgestellt wurde, links zu wenden, da zurzeit die größeren Volksfeinde neun Mart Burschenzulage und stand sich so, daß er in dem Graz und Umgebung: eine ganze Mark ständen, und ein zweiter Redner als einen dieser für sich verausgaben durfte. Davon mußte der Angeflagte boll sfeinde das mit den Junkern soeng verbündete tändig leben. Nicht einmal eine Tasse Kaffee fiel von seines trum bezeichnete. So etwas schmerzt begreiflicher- Herrn Tische, der Junggeselle ist, ab. Marinowitsch kam mit dem ein echtpreußisches Junkergemüt aufs tieffte, und so Gelde nicht recht aus, und es dauerte nicht lange, jo hatte er denn das Dertelblatt gegen die bayerischen Abtrünnigen en schärfften Tönen los: Die Freisinnigen und Sozialdemokraten den zweifellos ihre helle Freude an dieser Bauerntretung haben, der Landwirtschaft und dem Mittelstand wird mit aber nicht gedient. Auch die niederbayerischen Bauernbler tönnten in den letzten Jahrzehnten gelernt haben, daß lich mit ihrem Radikalismus nur ins eigene Fleisch schneiden. t ihnen empfiehlt, dem Erbfeind der Bauern, den zialdemokraten und der liberalen Linfen, den Rüden zuzuten und sich gegen die Rechte zu wenden, verdiente von ändigen Landwirten keine andere Behandlung, wie ein Offider angesichts des Feindes feiner Mannschaft befehlen the, Kehrt zu machen und auf die eigenen Leute im zweiten au feuern. teb „ Ein Aufschrei tiefster Empörung durchbebte die Arbeiter in Graz und im ganzen Reiche, als sie die Kunde vernahmen, daß die Grazer Geschworenen den geständigen Mordgefellen Matṭaschi frei sprachen. Fassungslos, voit sittlichem Grauen erfüllt, wollten sie nicht daran glauben, was das fürchterliche Urteil für sie aussprach: die Aechtung des Arbeiterlebens, einen Freibrief für die Gefährdung des Lebens und der Gesundheit ihrer Vertrauensmänner. Darüber wollen wir nicht schweigen. In ruhiger und würdiger, aber entschiedener Weise wollen wir Gericht halten und die Lehren aus dem Schreckensurteil ziehen. Wir rufen cuch zu einer Massenversammlung für Freitag, den 2. Juni, um 26 Uhr nachmittags, in die Industriehalle. fleinere Summen, die er für den Offizier zahlen sollte, unterschlagen und in Essen umgefeßt. Ein Fall folgte dem anderen, und schließlich vergriff sich der Angeschuldigte auch an Briefmarken, die sein Herr auf die Briefe geklebt und ihm zur Beförderung übergeben hatte. Auch das Wäschegeld für die Wasch frau des Offiziers blieb er schuldig und machte im Wäschebuch falsche Eintragungen. Als Marinowitsch sah, daß man bald hinter seine Betrugsmanöver kommen werde, wurde er aus Verzweiflung Fahnen flüchtig. Am 31. März defertierte er, fuhr nach der Provinz und entwendete einem Schweizer einen Zivilanzug. Seine uniform gab er dann im Walde preis. Sie wurde später von wir am Freitag um 5 Uhr nachmittags die Fabriken, einem Gendarmen gefunden und zum Truppenteil zurückgeschickt. Werkstätten und Betriebe. Um 5 Uhr wird überall Auf Anraten seines Wetters stellte er sich nach neun die Arbeit eingestellt und ohne Säumen zur Industriehalle Tagen selbst der Behörde. Das Kriegsgericht verurteilte marschiert." Marinowitsch zu insgesamt acht Monaten Gefängnis und zur Verfehung in die zweite Klasse des Soldatenstandes. Abdankung des serbischen Königs? Zum Zeichen des Protestes und der Entrüstung verlassen Letzte Nachrichten. Serr v. Puttkamer würde denselben Gedankengang furz bräzis ausgedrückt haben: An die Laterne mit ihm! te Junker und Landbündler lieben eben eine fernige ache und betrachten jeden Berufsgenossen als Hoch- und Das serbische Amtsblatt veröffentlicht eine Proflamation Desberräter, der nicht mit ihnen an einem Strange zieht. des Königs Peter, in der er wegen seiner Krankheit den weiterbert der Streifbrecher und bei gen ist der berufsmäßige Streif brecher und gelbe Kronprinzen Alexander mit seiner Stellvertretung be- arts".) Die Rundgebungen der Postbeamten hatten feinen in ihren Augen ein höchst ehrenwertes Mit- traut. der bürgerlichen Gesellschaft, und wehe dem organi Arbeiter, der eine solche Staatsstüße mit scheelen en ansieht. Das Zuchthaus ist für ihn ein noch viel Belindes Sühnemittel. ten ,, Kreuzzeitungs"- Schmerzen. Unser Aufruf an diejenigen, die Soldatenmißhandlungen er haben, sich bei uns zu melden, hat es der Kreuzztg." angetan. en Fenit ihreibt: " Wir halten diesen Aufruf seiner ganzen Fassung nach für Aufforderung zum Bruch der Disziplin; denn er sich auch nicht direkt an aftive Militärpersonen wendet, so vedt er doch, diese zu dem Glauben zu verleiten, daß auch das albemofratische Zentralorgan eine Instanz sei, an die man Mißblungen melden könne, damit sie ihre Sühne fänden.(!) Man to ja natürlich einwenden, daß die Leftüre des Vorwärts" den Soldaten verboten ist, doch die Genossen verstehen auch so, ung, die die sozialdemokratische und die ihr nahestehende Presse hat, t es sich nicht berhüten(!), daß der Aufruf auch aktiven Rannschaften zu Gesicht kommt und in untiaren oder er gten Köpfen Verwirrung anrichtet. Es wäre daher zu an die Soldaten heranzumachen, und bei der großen Berbreir 0 a 3 SW Das Wolfffche Bureau meint, daß diese Nachricht nur auf einem Mißverständnis der erwähnten Profla mation beruhe. Der Streit der Parijer Postbeamten. Baris, 24. Juni.( Bribattelegramm des„ VorStreitcharafter, wenngleich heute die Hauptpost bis um Das Reutersche Bureau verbreitet dazu folgende Mel- 3 Uhr feierte. Die Beamten wollten das Postgebäude nicht verGin mittags dung: König Peter hat zugunsten des Kron- lassen, da sie Ersatz durch Soldaten befürchteten. Eine alsbald drohender Straßenfonflift wurde durch den Genossen Renaudel prinzen Alexander abgedankt. erscheinende Proflamation wird diesen Entschluß fundgében verhütet. Die Demonstranten nahmen nach der Abstimmung den Dienst wieder auf, als der Handelsminister den Empfang der Dele= und mit Gesundheitsrücksichten begründen. gation bewilligt hatte. Die Erregung war entstanden, weil der Senat gestern die von der Stammer im Jahre 1910 beschlossene Besoldungserhöhung für die gesamten Postbeamten in Höhe von 12 Millionen wohl bewilligte, aber die Erhöhung der Woh= nungszulage bon 300 auf 400 Frant bei den Unterbeamten abstrich. Der Unterschied macht nur 58 000 Franf aus, was die Aufregung der Betroffenen noch steigerte, die darauf hinwiesen, daß die Erhöhung den Offizieren und Unteroffizieren unverkürzt gewährt wurde. Den Kern der jezigen Bewegung bilden Drudschriften, worin die Austräger als die schlechtejt gestellte Kategorie bezeichnet werden. Andere Unterbeamte erklärten sich solidarisch, und auch höhere Beamte zeigen Sympathien. Die reaktionäre Presse möchte die Erregung der Handelswelt, über die Desorgani sation des Postwesens politisch gegen die Sozialisten und die Reformpolitik überhaupt ausbeuten. Sie zetert über die Tyrannei der Beamten und der ihr dienenden Parlamentarier. Der Handelsminister sagte der Delegation zu, ihre Forderungen bei der zweiten Lesung des Budgets zu befürAuflösung der Skupſchtina. Belgrad, 24. Juni. Der Minister des Innern Protitsch hat in der Stupichtina einen Erlaß des Königs berlesen, durch den die Stupichtina aufgelöst wird, die Neuwahlen für den 14. August ausgeschrieben werden und die neue Stupichtina zu ciner am 23. September beginnenden außerordentlichen Session einberufen wird. England. Herr Dernburg und die farbigen Völker. eiber wird dem aufhebenden Aufruf des„ Vortvärts" gericht Behandlung der farbigen Völker und die Sozialreform be- worten. Der Konflikt ist vorläufig abgeschlossen. nicht jo leicht beizutommen sein; vielleicht läßt sich et doch ein Versuch machen." Benn's aber doch nicht geht, so sollen, wünscht die Kreuzzig. haben. Denn steht nicht in Deutschland die Sozialreform still,| neue Strafgejebe fabriziert werden! Die Herren Oct inen nachgerade verfolgungswahnsinnig zu werden. Die Spionage- Affäre. 1988-18 Gin allzu Mengstlicher. Baris, 24. Juni. Der ehemalige Minister und Deputierte Joseph Thierry beabsichtigt, die Regierung zu befragen, welche Maßnahmen sie zu ergreifen gedenke, um zu verhindern, daß die Fordes Landes schädigen. derungen der Beamten das wirtschaftliche Leben London, 23. Juni( Eig. Ber.) Herr Dernburg hat auf einem Festessen der Lont inschen, daß man dieser Minierarbeit des Vorwärts" doner Handelskammer eine Rede gehalten, in der nell als möglich einen Damm entgegensest er als die zwei wichtigsten Fragen der modernen Zeit die zeichnete. Die Hervorhebung der Sozialreform muß die Herren von der Londoner Handelskammer etwas sonderbar berührt und trachten sie nicht selbst sehnlichst danach, den gleichen Stillstand in England herbeizuführen? Noch vor zwei Tagen jubelten sie dem amerikanischen Eisenbahnkönig Hill zu, der Borden beschäftigt, ist eine neue Wendung eingetreten. Der ver- geschildert hatte, das an den Gewerkschaften, der Sozial In der Spionageaffäre, die seit einigen Tagen die hiesigen den Amerikanern in Chicago das traurige Los Englands fete Schreiber ist der Feldwebel Pohl von der 1. Ingenieur reform und dem Freihandel zugrunde gehe. Freilich hatte| Peftion. Auf Grund der gegen ihn geführten Untersuchung ist er das nur tun können, indem er verschwieg, daß sich Eng- wien, 24. Juni. Die albanische Korrespondenz meldet aus weite Verhaftung erfolgt, die eines Dr. Blumenland seit dem gewaltigen Aufschwung der Gewerkschaften, in Dresden. Anscheinend ist dies jedoch nur ein ange- der Inangriffnahme sozialer Reformen und dem Triumph Balona, daß die Aufständischen Berat eingenommen haben. mener Name und der Verhaftete heißt anders. der Freihandelsfinanz einer wirtschaftlichen Prosperität eren haben, zugunsten Rußlands geführt. Die Behörden die englischen und namentlich die Londoner Kapitalisten, die| Die Spionage wurde, wie die beschlagnahmten Papiere er freut, wie sie das Land nie zubor gefannt. Das hinderte Immer noch Griechenverfolgungen. Athen, 24. Juni.( Meldung der Agence d'Athenes".) Die uben mit der Verhaftung des angeblichen Dr. Blumenthal einen in den„ Times" ihr Sprachorgan haben, nicht daran, die türkischen Behörden in Aiwali( Kleinasien) lassen die Felder der Berordentlich wichtigen Fang getan zu haben. Hillsche Jeremiade dem englischen Volke in allen Tonarten Griechen der Umgegend abernten. Sie haben auch Waffen aus Mit diesem Punkte der Dernburgschen Rede den Armeedepots an 500 Baschi- Bozufs ausgegeben. In Aipali en die Stimmen der Sozialdemokraten an. werden die Mitglieder der Londoner Handelskammer wohl ist nur der bisherige Kaimakam bis heute abgesetzt worden. faum einverstanden gewesen wird am 1. Juli geschlossen. das Landtag Ein neuer Sieg der Epiroten. Die Zweite badische Kammer nahm am Mittwoch das Budget vorzusingen. Borher beriet die Kammer über einen Antrag der Budget- aber den Ausführungen des. Um so wärmer werden sie Hundert christliche Familien in Kemeri werden miffion betreffend die Arbeitslosenbersicherung, der dieser auf ein Problem der kapitalistischen Expansionspolitik| Islam übertreten. Bern und hiervon denjenigen Gemeinden, die eine Arbeitslosen- Schatten anwies. Vor drei Jahren, sagte Herr Dernburg,| Regierung auffordert, in einem Nachtragsbudget 25 000 m. angu zu sprechen fam und den farbigen Völkern ihren Play im ficherung eingeführt haben, auf Ansuchen Zuschüsse in Höhe der habe er die große Ehre gehabt, Gast der Königlichen Afrika-| itsDie Orkanverheerungen in Nordamerika, R Chicago, 24. Jumi. Nach weiteren Meldungen sind bei dem Orkan, en werden, und im Bundesrat dahin zu wirken, daß eine reichs an diese hervorragende Körperschaft einige Worte zu richten. ionen umgefommen e der von ihnen für diesen Zweck aufgewendeten Summen über- nischen Gesellschaft zu sein, und er habe das Glück genoffen, der in fünf Staaten wütete, in und bei Minneapolis vier Perund aipei tödlich verleit liche Arbeitslosenversicherung geschaffen werde. Der Kommissions In bezug auf die Solidarität der Interessen aller weißen, worden. In Watertown wird der Sachschaden auf eine Million wurde angenommen. Minister des Innern: Frhr. herrschenden Nationen den unterworfenen Raffen gegenüber Dollar geschäßt. Die Telegraphenleitungen sind in den vom Sturm Bosman erklärte u, a ,, daß die Arbeitslosenversicherung nur seien fich alle einig gewesen, und man habe die Tatsache berührten Gegenden fast vollständig zerstört, tag Geffentliche politische Versammlungen. Sechster Wahlkreis. Syststr Freitag, den 26. Juni, abends 8, Uhr, im Stadttheater Moabit, Alt- Moabit 47/49: Oeffentliche politische Versammlung. word hon 228/ 15* Tagesordnung: Klassenstaat und Monarchie. Referent: Reichstagsabgeordneter Georg Ledebour. Diskussion. Arbeiter und Arbeiterinnen! Erscheint in Massen! Der Einberufer: Friedrich Stäffler, Bankstr. 65. Juro Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher Bureau: Melchiorstraße 28, part. Fernsprecher Amt Mpl. Nr. 4787. Filiale Berlin. USW. Arbeitsnachweis: Gormannstraße 13 Fernsprecher: Amt Norden 3791-97 Freitag, den 26. Juni, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15: Zentralverband der Steinarbeiter Deutschlands Ortskrankenkass Zahlstelle Berlin. Steinarbeiter. Am 1. Juli( 27. Boche) tritt die neue Beitragsregelung in Straft. Der Zentralvorstand macht bekannt, daß mit dem Abschluß der Duartals abrechnung alte Marken nicht mehr verlauft werden dürfen. Etwaige Restanten müffen dann schon ihren Rüdstand mit dem erhöhten Beitrag ausgleichen. Am Sonntag, den 28. Juni, vormittags von 9-12 Uhr, findet in ämtlichen Zahlstellen Groß- Berlins eine der Gürtler zu Berlin, Oranienstraße 13 Zu der am Freitag, 3. Juli 19 abends 5% Uhr, im Resta Corona- Festfäle, Kommand straße 72, stattfindenden Außerordentlichen Ausschuß- Situm allgemeine Regelung werden die Herren Bertreter der Mitgliedsbücher statt. Die Kollegen werden ersucht, möglichste Pro paganda für den Erfolg derselben zu betreiben. Vom Erscheinen befreit find nur diejenigen Kollegen, welche ihr Buch schon vorher in Ordnung ( 26. Woche) gebracht haben. Die Ortsverwaltung. Kennst Du das Land, wo dicke Eichen stehn? on Hast Du den Kleinen Spreewald schon gesehn? Der schönste Ausflugsort im Reiche Ist Mann's Waldschloß in Schöneiche. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerziose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. vorm. 10-8 ab., Sonnt. 9-10. 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Die Versammlung wird pi eröffnet. Eine Vertretung ist unzuläig Berlin, den 24. Juni 191 Der Vorstand. Ewald Liesack, Borsitzende teppdecke Spezialhaus Emil Lefèv Berlin Oranienstr. TS. Champagne 0.95 an. Migge, Purpur doppelseitig Schönhauser Allee 146a. Similiseide Farben 395 bis Alte Hüte werden zu Schuten gepreßt. Mitglieder- Versammlung Erfrischende Limonaden 1ter 5p. Tagesordnung: 1. Die Holz und Marmormalereien, ihre Entwicklung, Bedeutung und zeitgemäße Ver wendung. Referent: Fachlehrer Fr. Schott, Schwerin i. M. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Wegen des interessanten Vortrages erwarten wir das Erscheinen aller Kollegen. Mitgliedsbuch legitimiert. Varanzeige! Die Ortsverwaltung. Das Sommerfest der Filiale Berlin findet am Sonnabend, den 25. Juli, in der Brauerei Friedrichshain statt, bestehend aus: Konzert Berliner Ulk- Trio x Großer Ball x Gratisverlosung für Damen × Kinderfackelzug, wozu jedes Kind eine Stod. laterne gratis erhält. 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