454 455 454 Nr. 171. Abonnements- Bedingungen: bonnements Brets pranumerando: Vierteljährl. 3,30 m, monafl. 1,10 ML, wöchentlich 28 Pig frei ins Haus. Peinzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. dummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt 10 Bfg. Boit. 20 onnement: 1,10 Mart pro Monat ingetragen in die Bost- Zeitungs. Breisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. to 31. Jahrg Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 60 Pig., für politische und gemertschaftliche Vereins, und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ..Kleine Hnzeigen", das fettgedrudie Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedrudte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafftellenan zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morisplak, Mr. 1983. Scharfer Kurs in Bayern. Freitag, den 26. Juni 1914. " 1 Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplak, Nr. 1984. für die Konzessionserteilung die Bedingung, daß diese Be- schaft auf den Bosten des verflossenen Ordens- Ludwig eröffnet. stimmung aus dem Vertrag herausfommt. Es soll Stimmung zum Eintritt in die Fortschrittliche VolksSchärfer fonnte eine Regierung ihre Arbeiter- und Koalitions- partei machen, und es glaubt diesem Zwed nicht besser dienen rechtfeindschaft nicht äußern, indem sie ohne jede Be zu können, als dadurch, daß es in der maßlosesten und berAus Bayern wird uns geschrieben: rechtigung sich einen dreisten Eingriff in das Koalitions- logensten Weise auf die Sozialdemokratie schimpft. Daß sie recht der in Privatbetrieben beschäftigten Arbeiter erlaubte. sich selbst und dem gesamten Freisinn ein jämmerliches Der panische Schrecken, von dem die herrschenden Klaffen Soweit ist heute die Verpreußung Bayerns schon gedichen Armutszeugnis ausstellen, wenn sie sich dort, wo eine Aufangesichts des rapiden Anschwellens der roten Flut erfaßt und diese ruhmreichen" Taten eines brutalen Gewalt zählung der positiven Leistungen ihrer eigenen Partei am find, hat auch die Machthaber in Bayern gepackt. Mit Be- regiments geben sicher einen Ausblick auf die kommende Blaze wäre, auf eine alberne Attade wider die Sozialdemo geisterung stinumen sie in den jest hoch im Kurs stehenden Beit und die allgemeinen Unterdrüdungsbestrebungen gegen fratie beschränken, scheint den liberalen Politikern nicht. flar Rampfruf ein: Schärfiter Kampf gegen die die freien Gewerkschaften. Der Zeitpunft nähert sich immer geworden zu sein. Sozialdemokratie! Und es fehlt nicht mehr viel, und mehr, in der die bundesstaatlichen Regierungen mit Ein- Nichts liegt uns ferner als die Absicht, die Vorwürfe Bayern hat Preußen in der Gewaltpolitik gegen die klassen- schluß der bayerischen natürlich in der Frage des er dieser fortschrittlichen Helden hier im einzelnen zu wider. bewußte Arbeiterschaft erreicht. Alle unter dem iegt böhten Arbeitswilligenschubes ein Herz und legen; wir erwähnen sie einzig und allein, um ihre Kampfherrschenden scharfen Kurs vorgenommenen Maßnahmen cine Seele find. Die jüngsten Zaten der bayerischen Re- methoden zu kennzeichnen. Weil die sozialdemokratischen Abgegen die freien Gewerkschaften, gegen die Arbeiterjugend, gierung berechtigen zu den schlimmsten Erwartungen. gegen die Arbeiterturn- und-Gesangvereine, finden auch in geordneten beim Kaiserhoch siten geblieben sind, wird die Wohl taucht hier und da im wüsten Lärm der Scharf Sozialdemokratie die Helferin der Reaktion genannt, Bayern einen lebhaften Widerhall. Und das in einem Lande, macher und ihrer Handlanger eine warnende Stimme auf, die ihre gänzliche Infähigkeit zu praktischer poli. das bisher immer noch mit einem gewissen Nimbus liberaler die zur Vernunft mahnt. Aber wo entscheidet in der wüsten tischer Arbeit erwiesen habe. Was praktisch- politische Arbeit Verwaltungspraris umgeben war. Man sieht hieraus, daß Heze gegen die Sozialdemokratie und gegen die freien Ge- ist, berrät uns das Flugblatt leider nicht, aber wir nehmen die zunehmende Industrialisierung Bayerns und die mit der werfichaften die Vernunft, wenn es sich um die Nieder- bis auf weiteres an, daß sie in der Bewilligung von Heeres wirtschaftlichen Entwicklung eintretende Verschärfung der haltung und Anebelung der Arbeiter dreht, damit die Bahn und Flottenvorlagen und in der Zustimmung zu allen imAlaffengegensäße auch in den Staaten preußische Zustände für eine ungestörte und erhöhte Ausbeutung frei wird. Durch perialistischen Plänen besteht. schafft, die sich bisher auf ihre füddeutsche Eigenart" noch nichts wird das deutlicher gekennzeichnet, als durch die Abetwas zugute taten: in Bayern, Württemberg und Baden. Schuld der Sozialdemokratie soll es sein, wenn das lehnung von 75 000 Mt. Staatszuschuß für gemeindliche 3entrum unentbehrlich sei, und wie die Sozialdemokratic Als das jetzt in Bayern am Ruder befindliche homogene Arbeitslofenversicherung durch das bayerische Schleifzeug, ge- die Stellung des Sentrums stärke, habe sich am deutlichsten Ministerium Hertling mit Zentrumshilfe aus der Taufe ge- nannt Reichsratskammer, in der geborene und berufene Ge- bei der Behandlung der Besoldungsvorlage gezeigt. hoben wurde, da fühlte es fich sofort berufen, durch den jegesmacher" sich zu reaftionärem Tun ein Stelldichein geben. Daß unsere Partei, nachdem infolge der Hartnäckigkeit der Mund des Ministerpräsidenten von Hertling den Kurs ver- Als fapitalistische Interessenvertretung lehnte der Reichsrat Regierung die ganze Vorlage zu Fall gekommen war, eine fünden zu lassen, der ießt auf ausdrücklichen Wunsch der die lächerlich geringe Summe ab, weil er unter feinen Um- Gehaltserhöhung der Landbriefträger in den Etat einzustellen Ichwarzen Gewalthaber eingeschlagen werden sollte. Am ständen das Prinzip der Arbeitslosenversiche versuchte, magen die Herren, die fiir den Wisch verantwortlich 28. März 1912 proflamierte v. Hertling unter dem stürmischen rung anerkennen will. Er weiß auch sehr gut warum: zeichnen, eine Komödie zu nennen, und glauben auf diese Jubel des Zentrums die Degradierung sozialdemokratischer Die feudal- fapitalistischen Brofit und Ausbeutungsinteressen Weise das zweimalige fraftlofe Zurückweichen ihrer eigenen Staatsangehöriger zu Staatsbürgern ameiter Klasse und erbeischen es, daß der Druck der industriellen Reservearnice, Partei vor dem Unannehmbar und der Auflösungsdrohung Die Aufhebung der Meinungs- und Wahitreiheit der Beamten. Der Arbeitslojen, weder in Seiten guter non fchlechter Ron- der Regierung in Bergessenheit bringen zu können. Der echt preußische Schneid des bayerischen Minister junktur im Interesse des Profits geschunächt werde. Denn je präsidenten hat natürlich den lebhaftesten Beifall aller Scharf- ftärfer das Angebot der arbeitslosen Proletarier ist, um so lungen über das Arbeitslofenproblem in der Ber Nach einer ganz unnahre Darstellung der Berhand. imacher gefunden, und sie haben auch nicht verfäumt, das leichter sind die Kapitalisten in der Lage, den Forderungen liner Stadtverordnetenversammlung behandelt das fort. berfassungswidrige Handeln gegenüber der Sozial- ihrer Arbeiter auf Erhöhung der Löhne und Verkürzung der schrittliche Machwert noch die preußische Wahlrechts. demokratie als eine staatsmännische Zat ersten Ranges fort- Arbeitszeit einen wirksamen Widerstand entgegenzujeßen. Die frage. Diesen Abschnitt aber muß man im Wortlaut gejezt zu preijen.. Aufsichtsrats- und nackteste Eigenintereffenpolitif siegt im genießen: Der Ankündigung seines verfassungswidrigen Treibens Reichsrat und liefert so teben vielen anderen reaftionären, folgten die Taten auf dem Fuße. Sozialdemokratischen sozialpolitisch rückständigen Taten von neuem den flaren Be Bürgermeistern wurde die Bestätigung versagt, obgleich sie weis für die Notwendigkeit der Beseitigung dieser gegen nach einem Urteil des Bayreuther Oberbürgermeisters und Verfassung und Gesez bestehenden ersten Kammer hochedler" liberalen Führers Casselmann die besten und zuverlässigsten und erlauchter" Reaktionäre. Allerdings versagen auch hierBeamten sind. Besonders scharf wird der Kampf gegen bei wieder einmal glänzend die Liberalen, die in schwächdie Sozialdemokratie und gegen die freien Gewerkschaften licher Entfagung des ersten liberalen Grundfaßes der Rechtsauf Grund der jegt im Gemeindebeamtengefeßausschuß an- gleichheit nur eine flägliche Reform" der Reichsratskammer genommenen ausnahmegeseblichen Bestimmun- in der Weise wollen, daß eine größere Anzahl von Persöngen in den Artikeln 12 und 16 des Gemeindebeamtengefeges lichkeiten auch aus Handel, Gewerbe und Industrie Siz und geführt werden. Demnach darf ein Beamter nicht nur fein Stimme im Reichsrat erhalten. Das reichsrätliche Schleifzeug Sozialdemokrat, und ein Sozialdemokrat fein Beamter sein, foll also mit Hilfe der Liberalen ouf ewige Zeiten erhalten Hier wirkt die Verlogenheit nur noch komisch, und es ist fondern ein Beamter darf auch nicht einer freien Ge- bleiben, wenn man so gnädig ist, die großkapitalistischen und nur schade, daß das Flugblatt darauf verzichtet, die Helden. merfichaft angehören. Und was das Empörende großagrarischen reichsrätlichen Scharfmacher noch um ein taten aufzuzählen, die die Fortschrittler in der Zeit ist: es fallen unter dieses Gemeindebeamtengejek nicht nur paar Dußend Scharfutacher aus Handel, Gewerbe und In- der Zurückhaltung der Sozialdemokratie im preußischen Berufsbeamte, sondern auch Ehrenbeamte. Also ganz dustrie zu vermehren. So findet sich der Liberalismus auf Wahlrechtskampfe getan haben. Vermutlich hat die Verfasser wie in Preußen. Gekrönt wird dieses Produkt schwarzer allen Gebieten des politischen Lebens mit dem Bestehenden hier ihr Gedächtnis im Stich gelaffen, und es wird fich Gewaltpolitik noch durch die positive Erklärung des Ministers ab, und gibt so den Arbeitern eine prächtige Bestätigung vielleicht gelegentlich die Notwendigkeit ergeben, daß wir Soden im Ausschuß, daß der Zugehörigkeit der dafür, daß er nichts weiter als eine politische Vertretung ihr Erinnerungsvermögen wieder ein wenig auffrischen. Beamten zu einer christlichen Gewerkschaft fapitalistischer Besisinteressen ist, die eine Verewigung In diesem Zusammenhange möchten wir davon absehen, weil nichts im Wege steht. Damit ist wiederum, ganz im Sinne der auf Ausbeutung der Arbeiterklasse berubenden kapitalisti- jede ernsthafte Diskussion denen zu viel Ehre antun hieße, Sertlings, die aufreizende Proklamierung des zweierleischen Gesellschaft im Interesse der ausbeutenden Kapitalisten die, noch dazu in einem Moment, wo das reaktionäre ScharfRechts in Bayern erfolgt. machertum sich auf allen Gebieten zum Vormarsch rüstet, als Diese offenkundige und bewußte Bevorzugung und So gehen wir in Bayern unter einem fich immer mehr Fortschrittler nichts besseres zu unternehmen wissen, denn einen gnädige Duldung der christlichen Gewerkschaften ist weiter verschärfenden Drud zentrümlicher und homogener Gewalt. Riibel voll Schmuß über die Sozialdemokratie auszugießen. nichts als die Erfüllung der Wünsche des von Neid und Saß politik schweren Kämpfen entgegen. Zum ausnahme. Die Herren geben ihrem Flingblatt die Ueberschrift Die gegen die freien Gewerkschaften erfüllten Sentrums, dem gefeßlichen Kampf gegen die Sozialdemokratie, zu den Nieder- unfähige Sozialdemokratie". Nun, wie sind nach dieser diese schon lange ein Dorn im Auge sind. Der Kampf gegen fnüttelungsbestrebungen gegen die freien Gewerkschaften, zu Leistung allerdings genötigt, den Tadel mit einem Kompli den Süddeutschen Eisenbahnerverband, der der brutalen Heze gegen die Presse und gegen sozialdemo- ment zu beantworten. Die Fortschrittler beweisen hier, daß der christlichen Eisenbahnerorganisation eine unbequeme Son- fratische Redakteure, gesellt sich noch in steigendem Maße der sie fähig sind, doß sie zu allem fähig sind. furenz ist, hat bekanntlich damit geendet, daß der Verkehrs. Kampf gegen die Arbeiterjugend, um sie zu forrumpierten minister b. Seidlein als dritter Homogener im Rate der Kreaturen fapitalistischer Klassenherrschaft zu machen. Schwarzen, jene berüchtigte Reverspolitik eingeführt Arbeiten die haßerfüllten Arbeiterfeinde mit den Mitteln hat, nach der von den Eisenbahnern und sonstigen Staats- brutaler Gewalt und kleinlicher Nadelstiche, so stellt die arbeitern die Unterschreibung eines Re- flaffenbewußte Arbeiterschaft diesem Treiben den klaren München, den 25. Juni 1914. beries verlangt wurde und noch wird, daß fie einer prinzipiellen Kampf des Proletariat 3 gegenfreien Gewerkschaft nicht angehören und auf über. Eher, als man angenommen hat, erledigte heute der Kongre Nur die durch grundsäblich betriebene das Regulativ der Generalfommission der Gewerkschaften. Die Er ihr Streifredyt verzichten. sozialistische Aufklärungsarbeit erstarkte örterungen über die Grenzstreitigkeiten waren ziemlich erregt, aber Damit ist jedoch der Kampf der schwarzen Gewalt Sozialdemokratie ist in der Lage, die finstere und sie dehnten sich nicht so lange aus, wie man angenommen hatte. Nach menschen und ihrer Regierung gegen das Koalitions. nichtswürdige Gewaltpolitik des Zentrums und der herr- der Begründung der Anträge über die Grenzstreitigkeiten drehte fich recht noch feineswegs erschöpft. Es genügt ihnen nicht, die schenden Klassen zu brechen. Der in Bayern wehende scharfe die Debatte im wesentlichen um den vielerörterten Schiedsspruch über Staatsarbeiter ihres Koalitionsrechts zu berauben, fie Wind wird sich letzten Endes, wie schon so oft, als die Kraft den Grenzstreit zwischen dent Transportarbeiterverband und dem greifen auch mit frecher Hand in das Privatleben hinein, um erweisen, die das Böse will und das Gute schafft.... thren unheilvollen Einfluß zugunsten der herrschenden und Verband der Brauereiarbeiter. In diesen Streit wurden auch andere Gewerkschaften vertickelt, so die Fabrikarbeiter, die es unangenehmt empfunden hatten, daß die Arbeiter in den Mineralwasserfabriken fationszugehörigkeit dieser Arbeitergruppe regelnder Kartellvertrag zwischen dem Verband der Brauereiarbeiter und der Fabrifarbeiter besteht. Trotzdem hat das Schiedsgericht diese Arbeiter dem Trans. portarbeiterverband zugewiesen, statt sich zu orientieren, daß sie demt Fabritarbeiterverband schon angehören. erheischen. befigenden Klaffen auszuüben. So wurde am 22. April d. 3. Ein fortschrittlicher Schmuhkübel. Nach dem Muster Haltet den Dieb" wird auch im preußischen Wahlrechtskampf gearbeitet. Die Sozialdemokratie möchte gern, vergeffen machen, daß sie sich jahrzehntelang um das preußische Wahlrecht überhaupt nicht gefümmert hat. Statt sich bewußt zu sein, daß hier ohne die Hilfe des Liberalismus nichts zu erreichen ist, verdächtigt man diesen fortgesezt und fabelt allerlei ungereimtes Zeug über dessen Vertrauensseligkeit und Schwäche. In Wahrheit hat auch hier die Sozialdemokratic völlig berjagt, wie überall, wo es gilt, praktische Arbeit zu leisten und Erreichbares durchgujeßen. Ein arbeitsreicher Tag. Schmutz durch den Schiedsspruch berührt werden, obgleich ein die Organibon unserem Genossen Körner im Landtag ein Fall zur Sprache gebracht, der den Uebermuit und die Koalitionsrechtfeindschaft der flerifal- fapitalistischen Regierung recht drastisch zeigt. Die Stadt Kaiserslautern will sich nämlich eine Straßenbahn zulegen. Sie hat zu diesem Zwecke mit der Wenn der Wahlverein der Fortschrittlichen Volkspartei ausführenden Gesellschaft einen Vertrag auf Ueberlaffung im ersten Berliner Reichstagswahlfreis forporativ dem Reichsder Straße abgeschlossen, der die Bedingung enthält, daß verband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie beiträte, Zu einem Höhepunkt wurde die Disfuffion gefördert, als ein den Arbeitern die Koalitionsfreiheit ge- würden wir darüber keinen Augenblick verwundert sein, Mitglied des Schiedsgerichts, Genosse Leipart, das Wort ergriff, währt und ein Arbeitetausschuß gebildet denn er hat soeben ein Flugblatt losgelaffen, das sich in nichts dem der Kongreß fehr gern eine verlängerte Rebezeit einräumte. In werde. Was tat die Regierung? Als ausführendes Organ von den Elaboraten der Liebertschen Organisation unter- wei gleich bedeutsame Teile zerfiel diese Rede. In eine unbedingte Willens der Schwarzen und der Scharfmmacher, stellte sie scheidet und das seinem Verfasser ohne weiteres die Anwart- Stellungnahme für die Berufsorganisation gegen die Betriebsorganis sation. eine Ansicht, die Leipart an zahlreichen, sehr interessanten Beispielen begründete. Auch die Gegner seines Standpunktes werden sicherlich seine Gründe würdigen, wenn sie auch, wie der Bericht- erstattcr, nicht der Meinung sein können, daß die von ihm ange- führten Fälle zu der Verallgemeinerung Anlaß geben und zu der Meinung zwingen, daß die Berufsangehörigkcit die gewerkschaftliche Begrenzung heute und dauernd zu bestimmen haben. Trotzdem muß man Ausführungen eines so erfahrenen und klugen Gewcrk schaftsführers sehr hoch bewerten und auf die Erörterung künftig einwirken lassen. Freilich in einem Punkte muß man Leipart Wider sprechen: Zu seinem Lob des Buchdruckerverbandes, das durchaus nicht eingeschränkt werden soll, ist der Einwand gestattet, daß der Buchdruckerverband bei all seinen Einrichtungen und hervorragenden Leistungen von Anfang an in einem merkwürdigen Widerspruch stand zu einem der wichtigsten Prinzipien der deutschen GeWerk- schaftsbewegung, das stets den Vorsprung der deutschen Organi- sation vor der englischen kennzeichnete: dem Prinzip der gcwerk schaftlichcn Zusammenfassung gelernter pnd ungelernter Arbeiter. Von den Zimmerern und Steindrvckern abgesehen, ist die Buch druckerorganisation heute die einzige Gewerkschaft in Deutschland, die an dem Typus der alten englischen Gewerkschaftsorganisation streng festhält. Es ist hier nicht der Ort, diesen Standpunkt zu werten, aber Wohl hat man das Recht, zu erklären, daß das vielleicht für die Buchdrucker aus bestimmten Erwägungen dauernd notwendige nicht den Ausgangspunkt für eine prinzipielle Klarstellung der für die deutschen Gewerkschaften maßgebenden Abgrenzungen bilden darf. Vereinigung aller zusammengehöriger gelernter und ungelernter Ars beiter in Zentralisationen ist das maßgebende und kennzeichnende Prinzip der deutschen Gewerkschaften gelvesen. Wenn die Buch druckcr da» eine dieser Prinzipien niemals für sich gelten ließen und trotzdem bemerkenswerte Erfolge erzielten, so ist das der Eigenart ihres Gewerbes, der Geschultheit ihrer Mitglieder und mancher son- stiger Erscheinungen ihrer Organisation zuzuschreiben; aber gerade weil die Buchdrucker mit so eigenartigen Bedingungen ihrer Organ! sation zu rechnen haben, wird man gut tun, vorsichtig zu sein mit den Schlüssen aus ihren Erfahrungen! Von diesem Mangel abgesehen, waren Leiparts Ausführungen bei allem Widerspruch, den sie bei uns hervorrufen, sehr bcmerkens wert. Hatten schon diese Ausführungen die Aufmerksamkeit des Kon- gresses gefesselt, so war dies noch in höherem Maße der Fall bei seiner Darlegung der Wirksamkeit des Schiedsgerichts. In diesem siebengliedrigen Schiedsgericht war Leipart mit zwei anderen vom Transportarbeitervcrband ernannten Richtern. Das Schiedsgericht hat einstimmig seine Beschlüsse gefaßt, frei von jeder Abneigung und jedem Vorteil gegen den Transportarbeiterverband, lediglich von dem Bestreben geleitet, einen Ausgleich herbeizuführen. Das Schieds gericht hat weder die Absicht noch ist es auch mit seinem Wesen ver einbar, daß seine Entscheidung über den einen Streitfall maßgebend für alle Schiedsgerichte sein soll. Macht man dem Schiedsgericht den Vorwurf, daß es sein Urteil nicht begründet hat, so muß man er- klären, daß diese Begründung viel zu ausführlich gewesen wäre. Aber es mag, wie Leipart zugab, ein Fehler gewesen sein, daß man die Begründung des Schiedsspruchs den streitenden Parteien nicht münd lich eröffnet hat. Die Ausführungen Leiparts, hie vom Geiste der Versöhnlichkeit getragen und in ruhiger Weise vorgetragen waren, fanden starken Widerspruch bei den Transportarbeitern, für die zuletzt Müller Berlin sprach, und die den Schiedsspruch als einen Fchlspruch be- zeichneten, aber den Schiedsrichtern nicht im mindesten persönlich nahctreten wollten. Was sie wünschten und was sie mit Entschieden� heit vorbrachten, war eine Steljuiignzihmc des Kongresses zu dem Schiedsspruch, uin ihre Beschwerden aus der Welt zu bringen, und um eine Sicherung gegen eine Ausdehnung deS Schiedsspruches auf spätere Schiedsgerichte zu schaffen. Mit Entschiedenheit traten die Vertreter der Fabrikarbeiter- organisation für die Betriebsorganisation ein, doch fanden sie durch Zwischenrufe manchen Widerspruch. Der Schluß der Diskussion wurde angenommen, obgleich noch 2 Redner über die Frage der Erenzstreitigkeiten sprechen wollten. Aber der Kongreß scheint der Meinung gewesen zu sein, daß eine weitere Debatte an der Bc- schlutzfassung nichts mehr ändern würde. Mit großer Wärme emp- fahl Legten die Annahme der von der Vorständekonfcrcnz vor- geschlagenen Resolution. Er niahnte zum Frieden und zur Anerken- nung der Schiedsgerichte, die in der gegenwärtigen Lage den einzigen Ausweg bilden. Auf Wunsch der Metallarbeiter, die sich über die Stellung zu den vorgeschlagenen Resolutionen noch nicht geeinigt hatten, beschloß der Kongreß, die Abstimmung erst morgen zu Be- ginn der Sitzung vorzunehmen. Legten verzichtete auf eine Begründung der wichtigen Vor- schläge über eine solidarische Unterstützung bei Streik» und Aus- sperrungen. Der Kongreß war vollständig einig, daß an Stelle der bisweiligen Freiwilligkeit eine statutarische Verpflichtung zur Soli. darität und eine geregelte Ordnung aller Fragen, die mit der gc- meinsamen Streikunterstützung zusammenhängen, beschlossen werden. Niemand war für die Erhaltung des bisherigen ZustandeS, nur der Redner der Zimmerer war dagegen, weil ihm die Vorlage nicht weit- gehend genug erschien. Rasch war auch die Vorlage, soweit sie sich auf die Aufgaben der GewertschaftSkartelle bezog, erledigt. Nur über die mangelhafte Unterstützung der Landarbeiter durch die Gewerkschaftskartelle und über die falsche Auslegung der Boykottibeschlüsse wurde gesprochen. dann wurde dieser Teil des neuen Regulativs einstimmig ange- nommen. Ausgezeichnet war das Referat des Genossen Bauer über die .Volksfürsorge". Auf alle Schwierigkeiten, die ihrer Lösung ent- gcgengestellt wurden, wies er hin. Er fand, daß die Behandlung der .Volksfürsorge" neuerdings den Betveis dafür erbracht habe, daß unsere Regierenden nichts anderes sind als der geschäftsführende Ausschutz der herrschenden Klassen. Um so befriedigter war der Kon- greß, alS er von'dem glänzenden Erfolg der„Bolksfiirsorge" hörte, die alle Gegcngründungen der Gegner weit hinter sich gelassen hat. Ueber ein reiches Material verfügte der Abgeordnete Brey, der ausführlich und eindringlich die Handhabung des Rcichsvereins- gcsetzcs beleuchtete und jedermann klarmachte, daß die Politisch- erklärung der Gewerkschaften keinen Rechtsgrund habe, daß die Ver- sprcchungen bei Schaffung des Rcichsvereinsgesetze« auf das schmählichste gebrochen würden, und daß das ungleiche Recht gerade bei der Handhabung des Vereinsgesetzes zum klarsten Ausdruck komme. Durch eine Reche bemerkenswerter Fälle ergänzten der Bochumer Berg- arbeiter Husemann, der Berliner Metollarbeiter Cohen und Leipart die Ausführungen Breys, dann wurde die Resolution einstimmig an- genommen. Schnell erledigte dann der Kongreß entsprechend der Vorlage die künftige Zusammensetzung der Gencrallommission und ging dann zur Beratung der Frage des Arbeitswilligenschutzes und des Unter- nehmcrterrorismus über. Es war sicherlich ein glücklicher Gedanke, den Genossen Alexander Schlicke mit diesem Referate zu be- trauen, da er aus seiner Tätigkeit als Leiter deS Metallarbeiter- Verbandes ein nur zu reiches Material über diese Frage sammeln konnte. Mit größter Aufmerksamkeit wurde auch dieses bedeutsame Referat noch trotz der späten Stunde, in die eS siel, und trotz seiner großen Ausdehnung angehört, So hat der Kongreß am heutigen Tage einen sehr großen Teil seiner Tagesordnung erledigt. Es bleibt ihm noch genügend Zeit zur gründlichen Erörterung der weiteren Aufgaben, die ihm gestellt sind. Es ist erreicht! Mit der Sammlung der Leute von Basscrmann biZ Hehde- brand ist's vorläufig Essig. Die Bassermänner verlangen bindende Garantien, daß sie bei der Geschichte nicht wieder die Geleimten sind, und da die Ritter und Heiligen natürlich gar nicht daran denken, diese Garantien zu geben, droht die holde Harmonie wieder in die Brüche zu gehen, bevor sie noch recht in Takt gekommen ist. Herr Bachem, einer der lautesten Sammlungs- trompcter, gesteht betrübten Gemütes im roten Tag, daß für seine volksfrcundlichen Absichten zurzeit die Zeichen recht ungünstig sind, Herr Kuckhoff markiert in der„Kölnischen Volkszeitung" den unentwegten Oppositionsmann, der gar keine Veranlassung fühlt, „für die Regierung die Kastanien aus dem Feuer zu holen, um nachher im Stiche gelassen zu werden", und die Redaktion der „Kölnischen Volkszeitung" selbst läßt sich von Berlin ein„Geleit- wort zum nächsten nationalliberalen Parteitag" schreiben, daS die armen Bassermänner geradezu eu csnsille behandelt. Was soll man schließlich auch noch Rücksichten nehmen, da aus dem er- sehnten Blockhandel voraussichtlich doch nichts wird! Der nationale Karren steckt also vorläufig noch recht tief im Sumpfe, und wenn nicht noch im letzten Augenblick ein Wunder geschieht, werden die Mannen üm Westarp sich wohl darauf ein- richten müssen, daß sie auch in den nächsten Monaten„das bittere Brot der Minderheit" zu essen genötigt sind. Doch glücklicherweise ist dieses Wunder schon zur Wahrheit geworden! Ein frommer Gottesmann war vom Herrn dazu ausersehcn, den betrübten Sammlungspropheten als Retter in der größten Not zu erscheinen. Im Scherlschen„Tag" verkündet Herr Lizentiat Mumm, des seligen Scheiterhaufcn-Stöckcr Schwiegersohn und Mandatserbe, daß ihm über Nacht ein verwünscht gescheiter Gedanke gekommen sei. Und das kam so: Vor wenigen Tagen ist von der Hamburger Hapag-Werft ein neuer Schiffskolotz vom Stapel gelaufen, dem auf Geheiß Wilhelms II. der Name Bismarck gegeben wurde. Unmittelbar danach nahm der Kaiser an Bord der Hapag-Jacht Viktoria-Luise" an einem Festmahl des Norddeutschen Regatta- Vereins teil und bei dieser Gelegenheit hielt er eine Rede, die er in den Worten ausklingen ließ: „Wir müssen in der Lage sein, eines der besten Worte, das der eiserne Kanzler je geprägt hat, tatsächlich auf uns zu übertragen und auszuführen, das heißt, wir müssen so leben und handeln, daß wir allezeit mit ihm sagen können: Wir Deutschen fürchten Gott und sonst absolut nichts und niemanden auf dieser Welt." Diese Bismarck-ReminiSzenzen also waren eS, die Herrn Mumm nach schlaflos verbrachter Nacht auf einen ganz gescheiten Gedanken stießen liehen. Wie wäre es, wenn man daS große Heerbanner des nationalen Junker-, Bürger- und Pfaffentums BiSmarck-Block taufte? DaS Wort Block ist aus Frankreich zu unZ herübergekommen und fester Bestandteil des politischen Sprachgebrauchs geworden. Mir wird es gestatet sein, für die an dieser Stelle mehrfach erörterte Zusammenfassung der politischen Parteien den Namen Bismarck- Block in Vorschlag zu bringen. Uff! Die schwerste Arbeit im nationalen Sammlungswert wäre dank dem kapitalen Genie des großen Volkstribunen von Wittgenftein-Siegen-Viedenkopf getan. Zwar fehlen zunächst noch die Mannen, die den Block füllen sollen; auch ist es für ein so staatserhaltendes Unternehmen, wie eS der Bismarck-Block doch sein soll, nicht ganz unbedenklich, eine Bezeichnung zu wählen, die vom französischen Erbfeind entliehen wurde. Aber— in der Not frißt der Teufel Fliegen und außerdem können nun natürlich die Nationalliberalen nicht mehr länger zögern, sich den Erzbergcr und Arendt in die Arme zu werfen, wenn sie nicht unweigerlich dem Odium verfallen wollen, Verräter am großen Erbe Bismarcks zu sein. Wohlgemut schließt deshalb Herr Mumm seine Epistel: Dennoch darf die nationale Notlage den Gedanken, daß die politische Rechte das, was sie an Gemeingefühl besitzt, auch voll empfinden soll, nicht ersterben lassen. In der Persönlichkeit Bismarck» sind Anregungen genug gegeben, die fruchtbare Arbeit auch noch für weitere Jahrzehnte deutscher Politik ermöglichen, und seine Persönlichkeit ist nicht nur so reich, sondern auch so geschlossen, daß es möglich ist, ohne den Wechsel der Zeiten zu verkennen und auf vergangenen Zeiten zu verknöchern, einen „BiSmarck-Block" zu politischen Realität zu erheben. Nach dem Bülow-Block der BiSmarck-Block! Nun kann dem deutschen Volke an seiner Herrlichkeit nichts mehr fehlen. politisthe Uebersicht. Jungliberale zur preußischen Wahlrechtsfrage. In ihrer jüngsten Nununer veröffentlichen die in Köln erscheinenden„Jungliberalen Blätter", das Organ des Reichs- Verbandes der nationalliberaleu Jugend, einen Artikel zur preußischen Wahlrechtsfrage. Wer jetzt noch, so heißt es da, an eine Wahlreform der Regierung glaube, sei ein unver- besserlicher Optimist; die bisherige Taktik der Bc- icheidenheithabesichalsvölligpcrfehlther- ausgestellt. Mau strebe sogar dahin, die kleine Ver- günstigung, die sich für die unteren Volksschichten aus der Drittelung in den Urtvahlbezirken ergebe, zu beseitigen, mit welchem Hinweis sich freilich das jungliberale Blatt gegen ftie eigene Partei wendet, die sich gerade für diese Forderung ausgesprochen hat. Darauf heißt es: „Es ist, als ob man an den maßgebenden Stellen mit Blindheit geschlagen ist und nicht begreift, was dem Wohle des Staates fromme, nicht einsieht, daß die Gewährung einer parlamentarischen Vertretung an die unteren Volks- schichten, auch wenn sie zum großen Teil sozialdemokratisch wählen, eine Notwendigkeit ist, soll nicht der Groll über die völlige Nichtberücksichtigung ihrer Interessen und die Unmöglichkeit, sie an der geeigneten Stelle im Parla- ment zu vertreten, sich zum Schaden des Staatswohles ig anderer Weise entladen. ES kann auch nicht aus- bleiben, daß sich gerade der Kreise des neuen Mittelstandes eine immer schärfere Stimmung bemächtigt, weil sie ja sehen müssen, daß sie als preußisch« Staatsbürger nicht für voll angesehen werden." Der Artikel schließt mit dem Hinweise, daß keine Sa m m l u n g" der bürgerliche n. Pa rte i en, sondern nur die endliche Erfüllung der begründeten Wünsche des ! Zolles der Unzufriedenheit abhelfen. Schließlich wird den liberalen Parteien ins Gewissen geredet, nicht vor lauter Taktik ihre Anhänger aus den mittleren und Volksschichten vor den Kopf zu stoßen. Man müsse sich jetzt darüber klar ein. daß in der Wahlrechtsfrage die Politik der Mäßigung Schiffbruch gelitten und ppr dazu gedient habe, auch die ermäßigten Ansprüche auf ein Nichts herunterzudrücken. Deshalb fordert der Verfasser einen organisierten Wahlrcchtskampf der libe'- ralen Parteien. Das klingt fast wie ein Kampfruf. Aber er will bei deni Junglibcralen nicht viel besagen. Die reaktionäre Hetze. Wir lesen in der„Frankfurter Zeitung" über die ko servativen Angriffe auf das Jmmunitätsrccht: „In dem Versuch, den Kaiser für die eigenen paricipolr tischen Zivccke auszunutzen, liegt die e i nz ige Majestätsbeleidi gung, die in der Kaiserhoch-Affäre anerkannt werden kann. Da Verhalten der sozialdcmolratischen Reichstagsfraktion nämtich man mag es sonst beurteilen wie man will, hat mit M a j e st ä t s- beleidig ung nicht das in i n d c st c zu tun. Es ist da Recht jedes Staatsbürgers, Republikaner z> sein und seine republikanische Gesinnung na außen hin kundzutun, und es ist eines der verlogensten Mittelchen der reaktionären Taktik, ein solches Bekenntnis zin Republik als ungesetzlich und revolutionär zu behandeln. Ma kann s e l b st v c r st ä n d l i ch auch von keinem Rcpubli kaner verlangen, daß er in ein Kais er hoch eim stimme, und die Frage, wie er sich zu verhalten hat, wen andere ein Hoch auf den Monarchen ausbringen, liegt ausschlicß lich auf dem Gebiete des Takts und der Politik, keineswegs aber auf dem des Strafrechts. Man mag es ungr zogen oder politisch unklug nennen, wenn sozialdemokratisch Reichstagsabgeordncte beim Kaiserhoch sitzen bleiben: eine Bc leidigung des Kaisers aber liegt in dieser Demonstration für di Republik nicht, und es gehört schon die ganze Vertümme r u n g des politischen U n a>dbä n g i g kei bsf i n n e in Teutschland dazu, um mit diesem Gc jammere über di angebliche Schutzlosigkcit des Kaisers auch nur ein schwache Echo zu finden." Mit dem Gerede über„Takt" ist natürlich nichts an zufangen, und die„Frankfurter Zeitung" hätte es sich schenke können. Im übrigen aber unterscheiden sich diese Ausfüh rungcn vorteilhast von dem„Gejammcre" der ineisten andere liberalen Blätter. Zentrnmshilfe für den Kriegsminister. Der Prozeß des Kriegsministers gegen �die Genossi Luxemburg macht dem Zentrum nicht weniger Sorge als bei Kriegsminister. Ter klerikale„Miinstcrische Anzeiger" is bereits eifrig dabei, dem Gericht Winke zu geben, wie es de unangenehmen Beweiserhebung über Soldatcnmißhand lungen vorbeugen soll. Zu dem Aufruf in der Parteiprcss an die Zeugen von Soldatenmißhandlungen schreibt da Blatt am 2l). Juni: „Ob in dieser Form des Aufrufs zur Materialbeschaffun nicht eine starke Beeinflussung der Zeugen liegt? Das Gericht wird zu untersuchen haben, ob es diese so ge sammelten Zeugen überhaupt vereidigen soll; denn de „Vorwärts" sagt ja sechst offen, wozu er seine Zeugen sucht; nich zur Ermittelung der Wahrheit in erster Linie, sondern für der politischen Kampf." Das Zentrum hat nnmer der Reaktion die schmutzigste' Handlangerdienste geleistet, und so möchte es auch in den Pro zessen, in denen es sich um das Wohl der Söhne des Volke- handelt, die die Uniform zu tragen haben, durch jesuitisch Kniffe die Wahrheit unterdrücken. Es fühlt sich auch hie völlig einig mit der Junker- und der Scharfmacherpresse. Die einzig richtige Antwort ist natürlich, daß alle, di von Soldatenmißhandlungen etwas wissen, ihre Adressen, so weit sie es bisher noch nicht getan haben, pnZ sofort zur Ver fügung stellen._ Soldatenmißhandlungen durch einen Sozialdemokraten Unter dieser sensationellen Ueberschrift macht folgende Noll der„Koburgcr Zeitung" die Runde durch die bürgerliche Presse: „Ein Gefrsiter im 71. Infanterieregiment in Erfurt wur vor einiger Zeit wegen S o Ida tenm i tzh a nd lungen zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis verurteilt Tiefer Gefreite ist jetzt«in FührerderKoburgerSozial Demokratie und gehört der Preßkommission des dortige Parteiblattes an." Gierig schnappten die reaktionären Blätter nach diesem fetter Bissen: ein sozialdeinokraüscber Soldatenschiri der! Und die hob Strafe! Also sehr grobe Mißhandlungen. Und das alles jetzt(„vo einiger Zeit") wo die Sozialdemokraten eben einen besonders hcf tigen Feldzug gegen die Soldatennnßhandlungen führen und Zeugen aufbieten, um dem Kriegsminister solche Soldatcnmißhand- lungen nachzuweisen? Ein sozialdemokratischer Soldatenschinder« Endlich mal einer. Ah, daS tut wohl? Natürlich ist die Geschichtg Schwindel. Auf unsere Anfrage in Kbburg wird uns mitgeteilt: ..Die Notiz der„Koburger Zeitung" bezieht sich auf den Stadtverordneten Kirchner in Neustadt bei Koburg. Die Tatsache seiner Bestrafung ist richtig, aber der Fall liegt siebenund« zwanzig Jahr« zurück(vor einiger Zeit, sagt die„Ko- burger Zeitung"). Kirchner haite die U n t e r o s f i z i e r s ch u l e besucht und war eben als löjähriger Gefreiter in die Truppe eingetreten, als er sich der Mißhandlung schuldig machte. Nach Verbüßung seiner Strafe schied er aus dem Militärdienst aus und niuß im Zivilleben bald ein tüchtiger Mensch geworden sein, denn seit 17 Jahren schon ist er Stadtverordneter in Neu« stadt." So der Sachverhalt! WaS bleibt nun von dem„sozialdemo- kratischen Soldatenschinder"? Will man etwa behaupten, daß der ISjährige Gefreite, der die mindestens dreijährige Zuckt und Aus« bildung der Unteroffizierschule hinter sich hatte, Sozialdemokrat ge- Wesen sei? Die Soldatenmißhandlung des 19jährigen Gefreiten Kirchner gestaltet sich ganz im Gegenteil zu einer scharfen Anklage gegen das ganze militärische Erziehungssystem. Als der Mann dem Militarismus den Rücken gekehrt, ward er Sozialdemokrat und so tüchtig, daß ihn das Vertrauen der Mitbürger in ein öffentliches Amt berief. Für seine Person hat er die in der Gefreitenuniform und Gefraitenstellung begangene Tat gebüßt— von rechts wegen. Die Soldaten Mißhandlungen ober sind gebli eben, denn im System des Militarismus hat sich in den 27 Jahren nichts wesentliches geändert. So lange dieses System besteht, werden auch die Soldatenmißhandlungeu nicht aussterben. Herzog Georg ll. von Sachsen-Meiningen gestorben. Der Herzog Georg!l. von Sacksen-Meiningen ist gestern im Alter von 88 Jahren nach längerem Leiden in Bad Wildungen ge« starben. Ten Thron besteigt nunmehr der am 1. April 18ö1 geborene Erbprinz Bernhard Friedrich. Der neue Herzog Bernhard Friedrich stand vor 11 Jahren eine Zeitlang im Vordergründe des politischen Interesses. Der damalige Erbprinz war kommandierender General des 6. Armeekorps in Breslau. Ein Kanonier, namens Güniher, der von seinem Unteroffizier gepeinigt worden war, verübte Selbstmord. Der Unteroffizier erhielt in einer darauf folgenden KriegSgerichtsver- Handlung die übliche gelinde Strafe. Unter dem Eindruck der empörenden Feststellungen dieses Prozesses erließ aber General il Bernbard von Mcimngen einen äußerst scharfen Erlaß gegen die Z o l d a t e n m i ß h a n d l u n g e», der in der unabhängigen Presse viel Anerkennung fand. Das ging aber den höheren und höchsten Militärs gegen den Strich; die reaktionäre Presse in- i'zenierte ein Kesseltreiben gegen den Erbprinzen mit dem Erfolg »aß dieser Erlaß zurückgezogen wurde. In dieser Zeit der Kampagne gegen die Soldatcnmißhand- 'lungen kommt diese Erinnerung an einen gutgemeinten Erlaß, der ">le so manche andere an der so fest eingewurzelten Mißhandlungs- 'raxis nicht ändern konnte, ganz gelegen. Die Spionageaffäre. In der Angelegenheit der gestern gemeldeten Verhaftun- gen lassen sich jetzt noch folgende weitere Einzelheiten feststellen: Nachdem bei der ersten Jngenieurinspcktion das Fehlen von Plänen festgestellt war, wurde eine Beobachtung eingeleitet, die Itarke Verdachtsgründe gegen den Feldwebel Pohl ergab. Er wurde daher festgenommen und hat sein Verbrechen eingestanden. Pei ihm wurde die Adresse eines Dr. Blumenthal in Dresden gefunden, der, wie Pohl aussagte, mit ihm im Komplott gehandelt batte. Die Polizei stellte fest, daß der angebliche Dr. Blumenthal em in Berlin geborener Kurt Kaul war, der unter einem falschen, ihm in Petersburg ausgestellten Patz, als .-v. Blumenthal in Dresden wohnte. Da die Festnahme Pohls streng geheim gehalten worden war, gelang es einige Tage später, auch Kaul festzunehmen. Auch er ist geständig. Aus Düsseldorf wird berichtet: Wegen Landes- b e r r a t s � sind hier drei Personen festgenommen worden. Sie stehen in dem Verdacht, an eine fremde Macht Material geliefert zu haben. Unter den Verhafteten befindet sick», wie berichtet wird, der �orzeichner Wiederholt von der Firma Krupp in Essen, W. wurde schon seit längerer Zeit beobachtet. Er soll schuldig stin, die Konstruktion eines Panzcrturms an England vcr- faten zu haben. Der Verhaftete, der ein Wortführer der E c l b c n war, hat eine Familie mit sieben Kindern. Der Nachfolger Kopps gegen die Integralen. Pfarrer Riebo- fawöki, der Leiter der kcrthotischen Aktion, wollte in Breslau einen Vortrag halten. Die bischöfliche Behörde hat den Vortrag verboten Zum Präsidenten des Kgl. statistischen Landesaintcs ist an Stelle im April verstorbenen Oberregicrungsrats Georg Evcrt der Ertragende Rat im Ministerium des Innern Geheimer Rcgierungs- Saenger ernannt worden. Sein Amt wird er am 1. August antreten._ Der albanische Mfstanü. In Durazzo scheint man in ängstlicher Nervosität einem umfassenden Angriff der Aufständischen entgegenzusehen. Als beweis für die dort herrschende Nervosität dient die Ver- hastung einiger ausländischen Journalisten, die man mit Gewalt zu den Befestigungsarbesten heranziehen wollte. Wenn unter dem Wust von Depeschen immer wieder Nachrichten auf tauchen, daß die Lage des Fürsten„weniger beunruhigend" fai. so ist das nur verlogene Stimmungsmache, die trüben österreichischen Quellen entspringt. In Wirklichkeit steht die Sache schlechter denn je. denn der Aufstand in Südalbanien Ulacht immer weitere Fortschritte. Erfolglose Berhandlungen. Durazza, 24. Juni, 10 Uhr abends. Die vergangene Nacht so wfa der heutige Tag verliefen ohne Zwischenfall. Auch heute wurden öfa Befestigungsarbeiten von der städtischen Bevölkerung fortgesrgt. Sämtlich« Geschäfte der Stadt sind beschlossen. Die Arbeiten dürften morgen, spätestens übermorgen dollendet sein, sind jedoch jetzt schon so weit gediehen, daß auch bei einer etwa versuchte» Ueberraschung dem Feind mit Erfolg Widerstand geleistet werde» könnte. Gleichzeitig errichtet auch der Feind starke ö r f e st i g t e P o s i t i v n e n, die am Rasbnl gut beobachtet werde» "falle». Heute früh ist beim Minister des Innern von de» Rebellen ein schreiben eingelaufen, worin zwecks Einleitung von Berhandlungen Ulu Entsendung einer Abordnung nach Schiak gebeten wird. Die Ab- jrdifung, welche aus 4 Mohammedanern, 1 Orthodoxen und Mon- vgnore Kaeiori bestand, fand dort mehrere Vertreter der am Aufstand beteiligten Ortschaften vor, mit denen jedoch nur unverbindliche Be- farechnugeu stattfinden komiteu, weil angeblich die Vertreter von Matia und Elbassan noch nicht eingetroffen waren. Die Delegierten d»» Durazzo wurden eingeladen, bis zu deren Ankunft in Schiak zu warten. Sie zogen es jedoch vor, nach Durazzo zurückzukehren, um stch«orgcu ueuerlich nach Schiak zu begeben. Verhaftete Zournalistcn. Durazzo, 25. Juni.(Meldung der Agenzia Stefani.) In der bestcigen Sitzung der Kontrollkommission wurde dem holländischen �ajor Kroon vorgehalten, daß bei Ausführung de» Befehl» an die Bevölkerung, sich bei den Befestigungsarbeiten und der Entfernung öes Gebüsches vor den Sümpfen zu beteiligen, ein russischer und ein sranzösischer Journalist, die sich geweigert hatten, dies zu tun, unter "stenbarer Verletzung der Kapitulationen und der Rechte der Neutralen, verhaftet worden sind. Major Kroon gab seinen Fehler öu, keine Ausnahme bei dem Befehl gemacht zu haben, und der» Wrach, in Zukunft die Rechte der Fremden auf der Grundlage der Kapitulationen und der Neutralität zu wahren. Die Lage in Südalbanien. Durazzo, 23. Juni. Der Kommandant des russischen "reuzers„Terez" meldet aus Valona, daß die Stadt ruhig stt. man erwarte aber einen Vormarsch der Rebellen von Fieri stach Valona. Es bestätigt sich, daß Berat sich in den Händen orr Aufständischen befindet. Der mexikanische Konflikt. Borläufiger Abschluß der Friedensverhandlungen. Niagara Falls, 23. Juni. Das Protokoll über alle öwifchcn Mexiko und den Vereinigten Staaten schwebenden Meimingsverfchiedenheiten ist gestern abend von den Ver- Mittlern und den amerikanischen und mexikanischen Dcle- ssierten unterzeichnet worden. Die Konstitutionalisten Werden mit der Partei Huertas über alle inneren Zwistig- reiten Mexikos Vereinbarungen treffen, so auch über die Wahl einer provisorischen Regierung, die auf Huerta folgen soll. Tie Konferenz wird keine formellen Sitzungen abholten, solange die Vertreter Carranzas und Huertos sich bemühen, öu einer Verständigung zu gelangen. Tie Abgesandten Car- �onzas werden in wenigen Tagen hier erwartet. Ein neuer Erfolg der Aufständischen. El Paso, 25. Juni. Räch einem Bericht deS General» Perehra stbcr den Fall von ZacatecaS wurde die Stadt am Diens- nachmittag eingenommen, wobei den Siegern eine große Menge Munition und Waffen sowie eine Anzahl Gefangene in die Hände Helen. Die Rebellen hatten große Verluste, darunter zwei Gene- '•le; die Verluste der Bundestruppen werden nicht erwähnt, Tie blutigste Schlacht. New Nock, 25. Juni. Die Schlacht bei ZacateeaZ, welche mit der Einnahme der Stadt durch die Rebellen endigte, war die blutigste Schlacht der Revolutionskämpfe; sie dauerte vier Tage. Es wird gemeldet, die Bundestruppcn hätten vor ihrem Abzüge viele Gebäude durch Dynamit zerstört. General Villa gibt die Verluste der Bundestruppen auf 4000 Tote und 2000 Verwundete, seinen eigenen Verlust auf 500 Tote und 800 Verwundete an; außerdem will er 5000 Gefangene gemacht haben, i Frankreich. Wahlbestechungsprozesse. Pari», 25. Juni. Vor dem Znchtpolizeigericht von Mans bc- gannen gestern zwei Prozesse, welche ein Nachspiel zu der Wahl C a i l l a u x' bilden. Mehrere Wähler des Bezirks Mamers hatten gegen Caillaux Strafanzeige wegen Wahlbestechung erhoben. Ter Staatsanwalt bezeichnete die Klage als unzulässig. Hierauf wurde über eine von Caillaux gegen seinen unterlegenen Mitbewerber, den konservativen Grafen d'Allierc, erstattete Strafanzeige wegen Wahl- bestechung verhandelt. Caillaux begründete die Strafanzeige selbst.' Sein Anwalt, der Deputierte Ceccaldi, erklärte, der Gegner Caillaux' habe an sämtliche Bürgermeister einen Brief gerichtet, in dem es hieß, daß Frau Caillaux wegen Mordes im Gefängnis sitze und Caillaux selbst durch die Rochette-Affärc bloßgestellt sei. Man hätte eine Frau beschimpft, von der man zum mindesten sagen müsse, daß sie tapfer und ehrenhaft sei, und den Mann beleidigt, der Frankreich Marokko gegeben habe. Das Urteil wird in vierzehn Tagen- ge- sprachen werden. Die ausländischen Arbeiter. Paris, 25. Juni. In der D e p u t i e r t c n k a m m e r be- gründete der Deputierte der Rechten Pugliesi-Conti fol- gendcn Antrag: Die Kammer, entschlossen, die nationale Arbeit zu schützen, ersucht die Regierung, einen dringenden Gesetzentwurf vorzulegen, nach welchem die Arbeitgeber, die auslän- bische Arbeitskräfte anstellen, zu einer Steuer herangezogen werden sollen. Der Redner wie» dabei auf die Grubenbezirkc im Osten und in der Normandie hin, die von Ausländern überschwemmt seien. Ter Redner wurde häufig von den Sozialisten unter- brachen, die ihm vorwarfen, für das DreijahrcSgesetz gestimmt zu haben. Pugliesi-Conti fuhr fort: Die Steuer könnte eine gewisse Kompensation für die durch das DrcijahreSgcsctz entstandenen Lasten bilden. Der Redner schätzte die Zahl der in Frankreich wohnenden ausländischen Arbeiter und Angestellten auf 600000 und forderte, daß Frankreich seine nationale Ar beit ebenso schütze, wie mehrere andere Staaten dies bereits getan hätten.(Beifall auf der Rechten und im Zentrum.) UnterstaatSsekrctär im Ministerium deS Aeußern Abel Ferrh erklärte, daß die Regierung diesen Vorschlag nicht an- nehmen könne. Es handle sich darum, den besten Weg zum Schutze der Arbeit zu finden, aber der Vorschlag sei ein schlechtes Mittel, denn er treffe die Produktion. Abel Ferrh fragte, ob Pugliesi-Conti auch die Folgen seines Vorschlages erwogen habe, und ob er die GegenseitigkeitSverlräge, die Frankreich zum Beispiel mit der Schweiz, mit Spanien und mit Schweden geschlossen habe, aufkündigen wolle. C o l l i a r d, der frühere Vorsitzende der Kommission für öffentliche Arbeiten, erklärte, daß die Frage gegenwärtig geprüft werde, daß aber noch keine Kommission gewählt worden sei. Er bat, die Abstimmung über den Antrag bis nach der Wahl der Kam Mission zu verschieben. Der Minister der öffentlichen Arbeiten unterstützte diesen An trag auf Vertagung, ebenso der Ministerpräsident. Andere Redner wollten nunmehr das Wort ergreifen, doch verzichteten sie angesichts lebhafter Zurufe: Abstimmen! Der von Colliard eingebrachte Vertagungsantrag wurde darauf mit 452 gegen 104 Stimmen angenommen. Griechenlanü. Die Antwort an die Türkei. Athen, 25. Juni. Den offiziösen Zeitungen zufolge wird die griechische Antwort auf die türkische Rote wahr- scheinlich morgen an den griechischen Gesandten in Konstantinopcl Panas geschickt werden. Sie ist in freundschaftlichem Tone gehalten. In der. Antwort wird die Befriedigung der griechischen Regierung über die von der ottomanischen Regierung nach den jüngsten Verfolgungen ergriffenen Maßregeln zum Aus druck gebracht. Die Regierung erklärt, mit dem Austausch zwischen den Flüchtlingen einverstanden zu sein unter der Bedingung, daß den Auswanderern freie Wahl gelassen wird. Die Rote drückt zum Schluß die Hoffnung aus, daß die Kaiserliche Regierung ihre Versprechungen halten wird, so daß nichts in Zukunft die Beziehungen zwischen den beiden Ländern trüben kann. China. Ein optimistisches Urteil über die Lage. London, 25. Juni. Dr. M o r r i s o n, der frühere„Times"-Korre- spondent in Peking und jetzt politischer Ratgeber des Präsidenten Jüanschikai, ist in London auf Urlaub eingetroffen. Er sprach sich zu mehreren Zeitungsvertretern sehr optimistisch über die Lage Chinas aus. U. a. bemerkte er, daß der Weiße Wolf bereits vor drei Monaten in Houan hingerichtet ivorden sei, und daß von seinen An- hängern nur noch eine Bande von Marodeuren übriggeblieben sei, die von den Regierungstruppen in den Grenzgebieten Kiangsu, Schensi und Szeffchuan verfolgt würde. Dieser ganze Ausbruch habe gar keinen potilischen Charakter gehabt, sondern sei eine einfache Räuberei gewesen. Dr. Morrison sagte weiter, in jeder bedeutenden tadt Chinas herrsche Ruhe und Frieden. Viele von den Führern der ersten Revolution arbeiteten jetzt ruhig in Regierungsämtern. Die Revolutionäre nähmen an Zahl ab, und sie hätten auch kein Geld. Die Regierung sei Herrin der Situation. Der Präsident trachte durchaus nicht danach, eine neue Dynastie zu gründen, und er habe auch keineswegs seine Beziehungen zu der Jung-China- Partei aufgegeben. Er habe Ratgeber und Mitarbeiter au» allen Teilen der Partei herangezogen. Bewährte Beamte aus der Mandschuzeit seien wicderangestellt, und in den Ministerien und in der unmiltclbaren Umgebung des Präsidenten befänden sich viele junge Chinesen, die im Auslände, in Europa, Amerika oder Japan ihre Bildung erworben hätten. Die siebzig Mitglieder de» Staats- rates verträten alle Nuancen der herrschenden politischen Ueber- zeugungen. Wenn die Jung-China-Partei die Legislative zu stärken wünsche, so sei eine gute Verwaltung und eine Stärkung der Exe- kutive das Hauptbcdürfnis Chinas, und gerade das sei erreicht worden. Die Angriffe auf die finanziellen Verhältnisse Chinas er- klärt Dr. Morrison für unbegründet. Die Salzsteuer weis« einen un- erwarteten Uebcrschuß auf. Die Ueberschüsse der Staatseinnahmen genügten, um alle Verpflichtungen für die nächsten sechs Monate zu decken. Der Präsident habe ihn zu der Erklärung ermächtigt, daß von einem Moratorium von fünf Jahren, während dessen die In- demnität der Boxerzeit nicht gezahlt werden sollte, gar keine Rede sei. und daß die Regierung kein« Schwierigkeiten habe, ihren Ver- pflichtungen nachzukommen, /tos öer Partei. Der badischc Parteitag und das Kaiserhoch. Genosse Frank sendet uns zu diesem Artikel eine Zuschrift, in der er folgendes richtigstellt: ■1. ES ist unwahr, daß ick erklärt habe, ich müsse die A n» »ahme des Antrages Kruse, der das Sitzenbleiben billigte, als persönliche Beleidigung empfinden. 2. Zahlreiche Unterzeichner des Antrage» Kruse zogen nach meinem Referat ihre Unterschrift zurück, darunter waren nur ein paar Delegierte aus dem Mannheimer Wahlkreise. Erst als dies geschehen war, sagte ich in meinem Schlußworte, ich hätte es als kränkend empfunden, daß schon am Tage vor meiner Behandlung der Äaiserhochaffäre Unterschriften gesammelt wurden, man hätte mich vorher hören müssen. 3. Der Antrag Kruse wurde zurückgezogen, weil er mit er- drückender Mehrheit abgelehnt worden wäre. Die Antragsteller wußten, daß der Gegenantrag Großhans, der die alte Taktik vertrat, aufrecht erhalten werde. Sie konnten nicht erwarten, „daß der Parteitag von einer Beschlußfassung in der Frage über- Haupt absehen werde", denn das Gegenteil war ihnen vorher öffentlich gesagt worden. 4. Est st unwahr, daß der Lörracher Antrag, der sich gcgen� den Großblock im ersten Wahlgang richtete, angenommen wurde. Vielmehr wurde, dem Wunsche des Referenten K o l b entsprechend und gegen die Stimmen der Lörrachcr Antrag» steiler, dieser Antrag nur„dem Landesvorstand als Material überwiese n". Der Parteitag lehnte es ab, sein« Taktik auf Jahre hinaus festzulegen. Mannheim, 24. Juni 1914. Ludwig.J.r g n k, polizeiliches, Gerichtliches usw. Prchprozeff. Wegen Beleidigung der Zcitzcr Stadtverordneten wurde bei Genosse B l e ch s ch in i d t vom Zeitzer„Volksboten" zu 200 M. Geldstrafe verurteilt. Im Zeitzer„Volksboten" war kritisiert wor- den, daß die Stadtverordneten einen jährlichen Zuschuß für ein von einem Fabrikanten gestiftetes nationales Jugendheim bewillig» tcu. Die Staatsanwaltschaft lehnte ab, Offizialklagc zu erheben; die Zeitzer Stadtväter beschritten dann den Weg der Privatklage mit dem oben genannten Erfolg. Gegen das Urteile wird Berufung eingelegt,_ /tos Inöustrie und Handel. Ein großes Fallissement in Amerika. Einem Telegramm auS New A o r l zufolge wurde das EngroS- Manufalturwarenhau» H. B. C l a f l i n u.' C o. unter gerichtliche Zwangsverwaltung ge- stellt. Die mit dem Unternehmen in Verbindung slebenden Firmen werden hiervon jedoch nicht betroffen. Die Verbindlichkeiten der Firma werden aus 35 Millionen Dollar geschätzt, denen angeblich Aktiven in Höhe von 44 Millionen Dollar gegen« überstehen sollen._ Letzte Nachrichten. Ein neuer Wahlrechtsraub. In einer stürmisch verlaufenen Sitzung wurde gestern in der Neuköllner Stadtverordnclcnversaminlung die Frage der Eintrag tlng des Wlagistrats in die Wähler» l i st c verhandelt. Mit 39 gegen 28 Stimmen wurde schließ- lich der Antrag der Sozialdemokraten, gegen das vom Be» zirksausschuß in Potsdam gefällte Urteil beim Obcrverwal- tungsgcricht Berufung einzulegen, abge-lehnt, Der Streik der Rohrer beendet. In einer öffentlichen, von Zentralistcn, Lokalisten und un» organisierten Rohrern besuchten Versammlung wurde gestern abend das Ergebnis der Berhandlungen mit den Unternehmern, die 17 Pf. pro Quadratmeter vom 26. d. M. und 18 Pf. vom 1. April 1915 ab bewilligt haben, bekanntgegeben. Der Vertreter des Deutschen Bauarbeiterverbandes und einige Unorganisierte sprachen für, Kater und andere Lokalisten gegen Annahme. Zuletzt stimmten 57 für und 44 gegen die Vorschläge der Unternehmer. Hierauf erklärte der Vertreter des Deutschen Bauarbcitcrverban�es, daß für die Mitglieder des letzteren der streik beendet ist und dfa Arbeit heute wieder aufgenommen werden kann. England und dck Aufstand in Albanien. London, 23. Juni. Der Urnornst Sir Mar? S Y k'e s fragte heute im Unterhause an, ob Grey mit Rücksicht auf die Verantwortlichkeit, die England und die anderen Mächte mit der Schaffung Albaniens übernommen hätten, mit den Mächten in Unterl)andlungen treten wolle, um den Massakern und Mißhandlungen der Bevölkerung in Südalbanien ein Ende zu bereiten.— Grey erwiderte: Die Errichtung einer guten Regierung in Albanien ist bereits Gegenstand der Sorge der Mächte und ständigen Meinungsaustausches unter ihnen. Ich kann es jedoch nicht unternehmen, britische Truppen»ach Albanieu zu entsenden. A u b r e y Herbert fragte, ob Staatssekretär Grey, da England süx die Schaffung Albaniens mit die Verant- wortung trage und die Albanesen im Süden niedergemetzelt oder mißhandelt würden, Konsuln oder andere geeignete Per- sönlichkeiten in die erwähnten Gebiete entsenden wolle, damit sie einen genauen Einblick in die dortigen Verhältnisse ge- Winnen könnten. Grey erwiderte, obgleich die englische Regiening mit den Regierungen der anderen Großmächte für die Schaffung eines alltonomen Albaniens verantwortlich sei, könne er dennoch die Verantwortung nicht dafür über- nehmen, daß die Ordnung in Albanien auf- rechterhalten werde und er wünsche auch nicht, die Verantwortung dadurch zu übernehmen, daß er Maßregeln treffe, wie sie von den Fragestellern in Anregung gebracht worden seien._ Eine französische Staatsaktion. Rancv, 23. Juni.(Meldung der„Agence HavaS".) Die Polizei hat zwölf Ausländer festgenommen und von diesen fünf in Haft behalten, die im Verdachte stehen, den Soldaten der Garnison zum Desertieren verholfen zu haben. Man spricht auch von Munitionsdiebstählen. Die Staatsanwaltschaft hält die Angelegenheit geheim. Eine lebhafte Sitzung der italienischen Kammer. Rom, 25. Juni. Die Deputicrtcnkammcr verhandelte heute zwölf Stunden lang bis abends um 10 Uhr, da die Regierung auf diese Weise die Obstruktion der Sozialisten gegen die Steuervorlagcn zu brechen wünschte. Et kam zu leb- haften Zwis chcnfällen und zu heftigem Wortwechsel, der sogar in Tätlichkeiten ausartete, besonders als der Republikaner Eugen Chiefa die Abstimmungsurnen umwarf. Infolgedessen wurde er bis zum Montag vom den Sitzungen ausgeschlossen. istan 6 a Die Reiser& che reitag, den 26. Juni 1914. Anfang 4, Uhr. Boigt Theater. Das Mitternachtsmädchen. Anfang 5 Uhr. Baffage- Theater. Sino- Barieté. Potsdamer Naturtheater. Potsdam. Anfang 7 Uhr. Cines Nollendorf- Theater. Die tolle Gräfin. Anfang 7%, Uhr. Besten. Die Walküre. Anfang 755 Uhr. AltMetropol. Die Reise um die Welt in 40 Zagen. 1160 Anfang 8 Uhr. 111 Urania. Der Großglodner, Gastein und die Salzburger Alpen. Deutsches Opernhaus. Zigeunerbaron. Deutsches Künstler Theater. Jeppe bom Berge. Reffing. 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Sonnabend, abends 8 Uhr: Heiligenwald. Sonntag, abends 8 Uhr: Klein- Eva. Täglich 8 Uhr: Mr. Wu. Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Berliner Theater. Der Großglockner, Gastein 8 Uhr: Wie einst im Mai. Theater am Nollendorfplatz 5. 8 Uhr: Der Juxbaron. Theater des Westens. Freitag, Sonnabend, Sonntag: Walküre. Anfang 7, Uhr. = DOSE THEATE Große Frankfurter Str. 132. Zum legten Male: Zwischen Himmeln.Erde. Anjang 8 Uhr. Sonnab. z. 1. Male: Der Silberkönig. Auf der Gartenbühne Rund um die Spree. Gr. Revue. Bother Konzert, Spezialitäten. und die Salzburger Alpen. Die letzten 5 Vorstellung en d. Saison Anfang 8 Uhr. Die Scheidungs- Ehe. Passage- Panoptikum. Lebend! Die letzten weiblichen ZOOLOG Azteken! ischer Garten Täglich ab 5 Uhr: Großes MilitärDoppel- Konzert. Eintrittspreise: Zoo 1 M., von 6 Uhr ab 50 Pf. Aquar. 1M.v.d.Str., 50Pf. vZoo Kinder unt. 10 Jahr. die Hälfte. Neu! Neu! AQUARIUM 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. Schiller Charlottenburg. 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Lohn und 25 Proz. der Einnahme gewährten, verschwiegen aber, daß der Fahrer täglich 0,75 M. Wagenwaschgeld zu zahlen hat. Das Versprechen könnten die Unternehmer nur inne halten, wenn der Führer täglich 37 M. Kasse hätte. Träfe dies wirklich zu, so hätten die Unternehmer an jedem Fahrer pro Tag einen Reinverdienst von 12 M. Da aber die Fahrer absolut keine Forderungen gestellt haben, wäre es unverständlich, wenn die Unternehmer bei so hohem Gewinn wie sie selbst angeben, Abzüge von dem bisher gewährten Lohn machen wollten. Freitag, 26. Juni 1914. mus der Unternehmer hat es vermocht, einen Teil unserer Kollegen fannt geworden, und sie bewährt sich auch jetzt wieder als durchaus in den gelben Sumpf zu ziehen." Achtung, Knabenkonfektion! In dieser Branche wurde von dem unterzeichneten Verband wiederholt der Versuch unternommen, geregelte Berhältnisse zu schaffen. Leider bisher mit recht wenig Erfolg. Und doch sind die Verhältnisse in dieser Branche derartig ungesunde, wie kaum in einer anderen Branche oder in einem anderen Beruf. Dadurch, daß fast jeder Werkstattbetrieb fehlt und die meiste Arbeit von Frauen in der Heimarbeit angefertigt wird, fönnen sich die Arbeitgeber in bezug auf Lohnzahlung und Behandlung alles erlauben. zuverlässige Schüßzerin der Arbeitswilligen. Ein Beispiel: Der Arbeiter F. D. hatte am 9. Mai dem arbeitswilligen Fuhrmann Hofmann, der einen Sack Kartoffeln transportierte und zu seinem Schuhe einen Schußmann zur Seite hatte, zugerufen:" Wart', Fränzfen, wir saiht us wiehr!" Den Schußmann hatte er außerdem ungerleider genannt. Der Antlagevertreter, ein junger Assessor, beantragte 1 Jahr Gefängnis und 60 M. Geldstrafe. Das Gericht erkannte" nur" auf sechs Wochen Gefängnis und die beantragte Geldstrafe. Ausland. Der Verband der Schneider hat zum Montag, den 29. Juni, Der Allgemeine Gewerkschaftsbund Großbritanniens. Der Jahresbericht des britischen Gewerkschaftsbundes, dem zureine öffentliche Versammlung für die in der Knabenkonfektion Beschäftigten einberufen und ersuchen wir die Gewerkschafts- und zeit 156 Gewerkschaften hit 967 257 Mitgliedern angehören, meisk Parteimitglieder, auf die Anzeige am Sonntag, den 28. d. M., im eine erfreuliche Entwickelung der Finanzen und des Mitglieder Vorwärts" zu achten und ihre Angehörigen, welche in dieser standes dieser Organisation auf. Der Bund ist in der Hauptsache Branche beschäftigt sind, aufmerksam zu machen und zum Besuch eine Streifrückversicherungsorganisation. In den letzten Jahren hatte er mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen; die großen Streifs der Versammlung zu veranlassen. Der Verdienst des Kraftdroschfenführers ist unter den heutigen Verband der Schneider, Filiale Berlin. und Aussperrungen brachten es mit sich, daß die Ausgaben die EinBerhältnissen durchschnittlich nur 25-30 m. wöchentlich. Dieser Achtung, Gastwirtsgehilfen! Nachstehende Lokale sind für or- sation besorgt zu sein. Im vergangenen Jahre hat sich die Lage nahmen überstiegen und man begann, um den Bestand der OrganiVerdienst wird oft durch Polizeistrafen in einer Woche gänzlich ganisierte Gastwirtsgehilfen gesperrt: Strandrestaurant Richters- des Bundes jedoch merklich gebessert; er kann einen Ueberschuß an aufgebraucht. An diesen Unsinn, den die Unternehmer bezüglich horn", Inh. Reck, in Grünau; Restaurant Vater Fieliz" in Grün- Einnahmen von 16 046 Pfund verzeichnen und die Zahl seiner Mitdes Geldverdienens ausgestreut haben, glaubt auch kein vernünftiger heide. Die Inhaber dieser Lokale sprachen sich verschiedenen Gästen glieder nahm um 92 976 zu, so daß man annehmen kann, daß die Mensch. Da nun dieses Zugmittel nichts nußte, versuchen die sowie Vereinen gegenüber dahin aus, daß sie sich lieber von der seit dem Jahre 1905 herrschende Krise überwunden worden ist. Unternehmer Arbeitswillige aus den von ihnen so sehr bekämpften Lokalliste streichen lassen, als die Minimalforderungen der organi- Auf Grund einer die Jahre 1909 bis 1913 umfassenden Berechnung Fahrschulen zu ziehen. Trotzdem ihnen genau bekannt ist, daß sierten Gastwirtsgehilfen anzuerkennen. kommt der Sekretär Appleton zum Ergebnis, daß der Bund 2% die Schüler in den Fahrschulen kaum das Steuer in die Hand Verband der Gastwirtsgehilfen. Berlin I. bekommen und von praktischer Ausbildung gar nicht gesprochen Tage Unterstützung für jedes Mitglied im Jahre zahlt. Der Setretär befürwortet die Schaffung eines größeren Reservefonds. Heute werden kann, will man diese Schüler auf das Publikum loslassen. Deutsches Reich. beträgt der Reservefonds nur 29 159 Pfund, während er im Jahre Ob die Polizeibehörde dazu ihre Hand bieten wird, muß noch stark bezweifelt werden. 1908, als der Bund erst 689 674 Mitglieder hatte, auf 162 210 Pfund Wenn die Unternehmer auch behaupten, daß stand. ihnen polizeilicherseits das größte Entgegenkommen zugesagt ist, so sind in dieser Beziehung auch gewisse Grenzen gezogen. Allen lebergriffen in dieser Hinsicht wird die Leitung des Deutschen Transportarbeiterverbandes entgegenzutreten wissen. Der Stand, der Bewegung hat sich im wesentlichen nicht verändert. Wie berichtet wurde, soll der Verein der Kraftdroschfenbefizer seine Mitglieder durch Ausschluß zwingen wollen, den mit dem Deutschen Transportarbeiterverband abgeschlossenen Tarif zurückzuziehen. Von den Vereinsmitgliedern haben 6 den Tarif zurüdgezogen, dagegen sind 15 neue Tarife unterzeichnet und abgeschlossen worden. Aus der Dachdeckerbewegung. Die wirtschaftlichen Kämpfe des Metallarbeiter: verbandes im Jahre 1913. Der Verband hat an 401 Orten 1246 Bewegungen geführt, die Als Ursache des großen Mitgliederzuwachses, der nicht dem An7112 Betriebe mit 426 608 Beschäftigten( 1912: 449 Orte, 1787 Be- schluß neuer Gewerkschaften an den Bund, sondern lediglich dem wegungen, 5878 Betriebe, 563 598 Beschäftigte) umfaßten. Direft Erstarken der schon angeschlossenen Organisationen zuzuschreiben ist, beteiligt an den Bewegungen waren 188 816 männliche und 10 170 gibt der Bericht die mit der herrschenden Arbeiterunruhe verbundene weibliche Personen( 1912: 307 667 Beteiligte). Von den 1246 Be- Organisationsfreudigkeit der Massen und das Versicherungsgesek an. wegungen waren 155 Angriffsstreifs, 186 Abwehrstreiks, Aussper- Es wird auch von der zunehmenden Konsolidierung der britischen Gerungen 37. Ohne Arbeitseinstellung wurden geführt 666 Angriffs- werkschaftsbewegung, dem Zusammenschluß von Gewerkschaften desund 202 Abwehrbewegungen. Gegen das Jahr 1912 war die Zahl selben Berufes oder verwandter Berufe berichtet, bei dem der Geder Bewegungen mit Arbeitseinstellung verhältnismäßig höher. An werkschaftsbund mitgewirkt hat. Der Sekretär erwähnt ferner die 378 Streits und Aussperrungen waren 70 157 Personen beteiligt, engen Beziehungen, die der Gewerkschaftsbund mit den gewerkschafts denen 868 Bewegungen ohne Arbeitseinstellung mit 138 829 Belichen Landeszentralen anderer Länder unterhält. Schließlich sei teiligten gegenüberstehen. Die Angriffsstreits haben abgenommen noch ein Projekt erwähnt, mit dessen Ausführung der GewerkschaftsDurch den Tarifabschluß mit den Gelben ist es dahin ge-( bon 245 auf 155), die Zahl der daran Beteiligten ist jedoch ge- bund begonnen hat. Es ist dies die Lebensversicherung des Gewerftommen, daß der Dachdeckerverband immer mehr zurücging. Un- tiegen von 28 961 auf 49 345. Die Abwehrstreits waren zahlreicher schaftsbundes, die seit acht Monaten in Tätigkeit ist. Die Bolksvers geheuer war der Terrorismus, den die Unternehmer ausübten, um als 1912. Die Aussperrungen stiegen von 36 auf 37, die Zahl der sicherung, die in beständiger Entwickelung begriffen ist, hat heute über 2000 Mitglieder, deren Prämien ein jährliches Reineinkommen bie Dachdecker gefügig zu machen. Niemand wurde eingestellt, der daran Beteiligten war 9253 gegen 28 108 im Jahre 1912. Der Gesamterfolg der Kämpfe des Jahres 1913 war beffer als von 800 Pfund einbringen. Das noch bescheidene Unternehmen hat nicht Mitglied bei den Gelben war. Die Arbeitskräfte wurden nur sich nach der gesunkenen Geschäftslage erwarten ließ. Die Zahl gegenüber den gewaltigen privaten Versicherungsgesellschaften pan Rachweis der Unternehmer entnommen. Hand in Hand ging der Beteiligten an den Bewegungen für Lohnerhöhung und Ber- natürlich einen schweren Stand, aber die Gründer geben an, daß sie it diesem Terrorismus ein fortwährendes Herabdrücken der Löhne. es find Fälle nachweisbar, wo Unternehmer den Dachdeckern fürzung der Arbeitszeit war zwar geringer als 1912, die 1913 er- 3u ihrer Aktiva einen Posten rechnen können, den die privaten Ge 60 Pf. Stundenlohn anboten. Diesen Zuständen muß ein Ende zielten Erfolge sind aber deswegen besonders wertvoll, weil die auf sellschaften nicht haben: die Loyalität der Gewerkschafter. gemacht werden. Das war die Parole einer von etwa 400 Per- in ihrer Dauer und die Lohnerhöhung in ihrem Betrag die früheren den einzelnen Beteiligten entfallende Verkürzung der Arbeitszeit jonen besuchten öffentlichen Versammlung, die am Mittwoch abge Jahre übertreffen. Die Arbeitszeitverkürzung betrug 1912 durchhalten wurde. Es hat sich notwendig gemacht, den Kollegen zu schnittlich 1,74 Stunden die Woche, 1913: 1,83 Stunden. Die Lohnzeigen, welchen Zuständen sie entgegengehen, wenn es nicht gelingt, erhöhung war 1912 durchschnittlich 1,40 M. die Woche, 1913: 1,78 m. tie Verhältnisse im Dachdeckergewerbe zu verbessern. Sie können aber nur gebessert werden durch eine Stärkung der Berufsorgani- des Verdienstes erreichten 58 219 Personen. Bei 340 Bewegungen Die Arbeitszeit wurde für 56 163 Personen verkürzt. Erhöhungen 21. Sizung vom Donnerstag, den 25. Juni 1914, nachmittags fation. 5 Uhr. Der Altgefeller Otto Boigt berichtete, daß er sich an die wurden für 44,719 Bersonen Tarifverträge abgeschlossen. Die heutige lette Sitzung vor den Sommerferien wird vom Berliner Dachdeckerinnung gewandt habe, um den Abschluß eines 11830 Personen wurde die Affordarbeit geregelt. 13 481 Personen Tarifvertrages zustande zu bringen. Der Obermeister habe ihm erzielten die Abstellung von Mißständen. Buschläge für UeberZu der Umwandlung der Verwalterstelle auf dem städtischen versprochen, seine Wünsche der nächsten Innungsversammlung zu stunden erhielten 16 354, für Nacht- und Sonntagsarbeit 15 622 Friedhof in Friedrichsfelde in eine Inspettor stelle unterbreiten. Leider sei sein Gesuch abschlägig beschieden worden, Personen. Sonstige Verbesserungen wurden für 40 224 Personen hat der niedergesetzte Ausschuß unter der Bedingung seine Zuweil die Innung nicht in der Lage sei, einen Tarif abschließen zu fönnen, diese Angelegenheit müsse vielmehr dem Arbeitgeberver- bedingungen wurden für 14156 Beteiligte abgewehrt. Der Ber- erster Linie mit einer gärtnerisch vorgebildeten Persönlichkeit Die beabsichtigten Verschlechterungen der Lohn- und Arbeits- stimmug gegeben, daß die Stelle eine technische sein soll und in bande vorbehalten bleiben. Die Versammlung beschloß einstimmig:„ Der Vorstand des band war auch an 293 Streits und Aussperrungen mit 1184 unter- bejezt wird; auch soll der Magistrat ersucht werden, die Stelle auszuschreiben. Die Versammlung tritt den Ausschußanträgen Zentralverbandes soll sich wegen des Abschlusses eines Tarifver- tüßungsberechtigten Mitgliedern beteiligt, die von anderen Organi- ohne Debatte bei. trages sofort an den Vorstand des Arbeitgeberverbandes wenden." fationen geführt wurden. Angenommen wurde auch eine Resolution, welche sagt: Die Verfammlung betrachtet die gelbe Vereinigung als ein Angstprodukt der Unternehmer und ist der festen Zuversicht, daß ihre Mitglieder den Weg in die alte Organisation finden, denn nur der wirtschaftliche Druck im Baugewerbe und ein unerhörter TerrorisKleines Feuilleton. erfämpft. Für Stadtverordnetenversammlung. Vorsteher Michelet nach 5% Uhr eröffnet. Stadtv. Sachs( A. L.) erstattet den Ausschußbericht über den speziellen Entwurf für die Errichtung einer Fleisch groß= Vom Schutz der Arbeitswilligen. markthalle an der Landsberger Allee. Der Entwurf Vor den Dortmunder Gerichten kommen jetzt die Streiksünder sowie der mit 4½ Millionen Mark abschließende Kostenanschlag vom Transportarbeiterstreit im Mai d. J. zur Aburteilung. Die sind vom Ausschusse mit der Maßgabe genehmigt worden, daß Dortmunder Streifjustiz ist ja seit dem Bergarbeiterstreit sehr be- die Halle um eine durchlaufende Längsreihe von Standinseln wissen von diesem lebendigen Wirken nichts. Sie hängen mit mit der Naturwelt ringsum in einem einzigartigen Rapport. Ueberzeugung am fünstlerisch toten historischen Ausstattungsprunt Seine Mensch- Natur fühlt sich eins mit ihr und fündet deren und lieben das posierende Virtuosen und das steifgedrillte unergründliche Rätsel bald in schmerz, bald in lustgeborenen Puppentum, als Db die Arbeit der Meininger niemals Melodien, unvergänglicher Schönheit voll. Ist es nicht, wenn wir Der lehte Schritt in vorderster Reihe. In Preußen sind die geschehen und nicht schon vor gerade vier Jahrzehnten seine Pastorale- Sinfonie vernehmen, die Kapellmeister WachsSoftheater, furz gesagt, schlecht. Sie sind nicht bloß von bürgerlichen erstmals und zuerst nach Berlin getragen worden wäre. Sie be- mann am letzten Montag im Konzertsaal der Brauerei Königstadt Bühnen überholt, haben nicht bloß literarisch und künstlerisch die stätigen, daß die geschichtliche Rolle der Hofbühnen ausgespielt ist. in wundervoller Tonverklärung darbot ist es nicht, als riefe Führung verloren, sondern sind absolut unter der Linie des Acht- Einst waren sie ohne Rivalen, Führer ihrer Kunst. Heute trotten sie Beethoven allen, die Tag für Tag in Fabriken fronen, zu:" Blidt baren. Das ist nicht das Los der Hoftheater überhaupt. Anders- den bürgerlichen Theatern nach, laufen dann und wann einmal in die schöne Natur und beruhigt euer Gemüt über das wo in Deutschland haben sie diese Linie immerhin zu halten oder einen Sprung nebenher und suchen hier und da deffen Geltungs- Müffende"? In jenem Konzert hörten wir auch Henry Litolffs wiederzugewinnen gewußt. Und von einer Hofbühne ging sogar ein bereich, will heißen zahlendes Publikum, pfiffig, möglichst ohne Ouverture zu der Revolutionsoper Robespierre", marin der wichtiges Stüd Fortentwicklung deutscher Theaterkunft aus. Der gestern ideelle Verpflichtung an sich zu bringen. Die Meininger Arbeit war ganze Jubel und Trubel der republikanischen Epoche zwischen 1792/94, erfolgte Tod des greisen Herzogs Georg von Meiningen erinnert der Hofbühnen lezter Schritt in vorderster Reihe. das heißt bis zur Guillotinierung der Häupter der sansculottischen Bergpartei is charakteristischer Musipolyphonie festgehalten ist. Ein gleichfalls vom Blüthner- Orchester an Johanni in der Brauerei Friedrichshain veranstaltetes Elitekonzert hielt, trok erheblich höherer Eintrittspreise, Publikum in großer Masse um sich versammelt. Zwei namhafte Gesangskünstler: Elisabeth Böhm van Endert vom Deutschen Opernhaus Charlottenburg und May Garrison, der Stimmgewaltige Darsteller Wagnerscher Heldengestalten von der Wiener Hofoper, verliehen dem Programm durch ihre Vorträge eine höchst charakteristische Note. daran. " Notizen. ek. Die Rückständigkeit der Universitäten. Be zeugt wird sie durch eine Eingabe, die soeben von der Deutschen Gesellschaft für Soziologie an 63 Fakultäten deutscher und schweize rischer Universitäten und Fachhochschulen gerichtet wird. Die Eingabe fordert nämlich, daß die Soziologie ihrer wachsenden großen Bedeutung gemäß von der Tätigkeit der Hochschulen gewürdigt werde. auf diese wachsende Bedeutung der Gesellschaftsforschung müssen die Hochschulen erst noch aufmerksam gemacht werden. Die Meininger sind durch die siebziger und achtziger Die Lugusreklame der letzten Mode. In Paris sah man bei den Jahre hin das eigentliche Ereignis deutscher Bühnenentwide- legten großen Rennen eine neue Sorte Mannequins. Hübsche kleine lung geweſen, Sie reichten über die leere, hohle und Mädchen von zehn Jahren, welche Toiletten für die Kinder der nüchterne Alltäglichkeit und Oberflächlichkeit hinaus, die überall Reichen lancierten. Es waren ganz extravagante Kleider, die sie trugen. graffierte, fie gingen ihr mit dem Ziele zu Leibe, der Bühne das Prachtstücke, die der Mode um eine Spanne Zeit voraus sind". Kunstwert der Großen, der Shakespeare, Schiller und Kleist zu er- Aber es ist im Beruf der Mannequins nicht die einzige Neuheit, obern. Der Meininger Herzog ärgerte sich, daß in Deutschland Kinder als lebende Kleiderreklame heranzuziehen. Gott sei Dant. Shakespeare so schlecht gespielt wurde; das war in den sechziger Sie ist wohl einzig in ihrer Art, aber nicht die einzige. Die großen Jahren und war der Anfang, aus dem Gutes hervorgehen sollte. Pariser Schneiderateliers haben größeren Ehrgeiz. Sie begnügen Den Herzog reizte nicht wenig die malerisch- dekorative Seite der sich feineswegs mit dem frivolen Mißbrauch von Kindern zu ReklameBühnenkunst. Das führte ihn auf den Weg des Ausstattungsstücs, siveden. Sie wollen nach jeder Richtung hin auf der Höhe der Zeit das die historische Echtheit betonte und von der künstlerisch stehen. Sie betreiben die Jagd nach den Sklavinnen der Mode in ftilifierenden Aufgabe abirrte ins funstgeschichtliche Nebenland. der raffiniertesten Weise. Die lebendige Bedeutung, die das Meiningertum für unser Theater Man trifft also jezt schon Mannequins auf den großen überhat, kann auf diesem Felde nicht liegen. Historisch ist auch schon seeischen Dampfern, die den Dienst zwischen Nord- und Südamerika das literarische Verdienst geworden, das der Regiewilltür gegen die und Europa versehen. Drei gingen mit der„ Empreß of Ireland" Dichterwerke die Grenzen wies. Was die Kunst der Meininger mit für ein Bariſer Geschäft zugrunde. Natürlich reisen sie 1. Klasse dem Theaterwerk der Gegenwart verbindet, ist ihr entschlossenes und verblüffen das internationale Publikum durch ihre Eleganz und Bordringen zur stimmungsmäßig werkgerechten Ensemblekunst, und die Anzahl ihrer Toiletten. Bei jeder Gelegenheit, und wo gibt es hier steden sicher auch persönliche Verdienste des Herzogs. deren mehr als auf einem Lurusdampfer, legen sie eine andere an. Man darf nicht annehmen, daß die Leistung seiner Truppe wie Auf jedem dieser Dampfer gibt es Damen, die sich für die Vollmöller fühlt sich nach längerem Zaudern durch Dinters Protest ein Meteor in die deutsche Theaterentwicklung hineingefahren ist. Sie neuesten Toilettenwunder" interessieren und mit dem Mannes getränkt. Er will ihm den Vorsprung der besseren katholischen war in fräftigen Reimen vorbereitet in der Arbeit Raubes, Dingel- quin, ant den sich alle Männer herandrängen, Bekanntschaft Gläubigkeit nicht lassen und er macht sich an die Arbeit, um den stedts, Eduard Devrients. Diese Keime wurden in Meiningen fach zu Mannequin nimmt schließlich schädlichen Wirkungen des Dinterschen Protestrufes beizeiten vorzuverständig weitergepflegt und der Herzog hatte das Glück, in Ludwig die Bestellung entgegen( er ist schon fo gütig) und vermittelt sie beugen. Er ruft deshalb jetzt den Papst für die kirchliche Bravheit Chronegt die beste Kraft für diese Arbeit zur Seite zu haben. Was durch eine drahtlose Depesche nach Paris. Und so finden die feines Legendenspiels in die Schranken. Im Film will er ihm die er selber beigesteuert hat, war vor allem die Stärkung der Klientinnen, sobald sie nach Paris kommen, die Toiletten nach ihren Berliner Aufführung" naturgetreu" vor Augen bringen. Autorität der Regie. Sollte das Ziel erreicht werden, daß die Angaben zum Anprobieren bereit. Sie können schon 24 Stunden Dem tapitalistischen Geschäft müssen bekanntlich selbst die Schauspieler im Kunstwert aufgingen, so mußten die Virtuofengelüfte nach ihrer Ankunft nach der letzten Mode gehen. Und die Schneider- heiligsten Güter zum Besten dienen, und so werden die Mirakelin der Wurzel ausgerottet werden, und die grassierten damals schlimm ateliers fahren sehr gut dabei. macher, wenn Vollmöller Glück hat, sicherlich mit Freuden auch den im Mimentum. Die meiningischen Schauspieler wurden rücksichtslos Papst auf ihren Reklamewagen heben. unter die oberste Gewalt der Regie gebeugt. Mufik. Gine fiebenjährige Tieffeeforschungsreise. Schinderei" nannten fie's mit heimlichen Flüchen, aber sie gingen Sinfonie Konzerte des Blüthner Orchesters. Der englische Forschungsreisende Stackhouse will ſtatt seiner ges artig auf den Willen ein und trugen so dazu bei, daß ein bedeut- In Fortsetzung der Musikserie Zur Entwicklung der planten Südpolarreise eine Tiefseeforschungsreise ausführen, wie sie samer Schritt moderner Bühnentechnik im kleinen Meiningen vorweg Sinfonie" werden wir uns veranlaßt sehen, länger im Kreise in solchem Maßstabe wohl noch nicht dagewesen ist: die berühmte erzielt wurde. der Olympier Haydn, Mozart, Beethoven zu verweilen. In des Challenger- Reise hat von 1872 bis 1876 gedauert; Stackhouse will Uebertriebene machen fuchen. Der Der Papst als Miratethelfer. Der Mirakelautor Diese Arbeit also hat dem, was uns heute die besten Bühnen letzteren Schöpfungen erblicken wir die stolze Krönung des Tempels: aber sieben Jahre unterwegs bleiben und alle großen Ozeane bieten, vorgebaut. Wir fühlen ihr lebendiges Wirken noch, sie ruht Instrumentalmusit geheißen. Tiefster Empfindungsgehalt paart sich freuzen. Es fehlt dem Unternehmen noch an der Kleinigkeit von nicht vergraben in den Aften der Theatergeschichte. Freilich, die da mit fühnsten Humanitätsideen. Beethoven, der schöpferische Boll einer halben Million Mart, aber Stackhouse wird, wie es heißt, die preußischen Hofbühnen find gut ein halbes Jahrhundert zurüd und begriff feines politisch revolutionären Zeitalters, steht auch große Fahrt bestimmt im Dezember beginnen. " schusses. = Ian die Da Wi 10 t vergrößert wird und daß die Mehrkosten in einer Nachtragsvorlage zu treffen. Seule wird uns vom Polizeipräsidium mitgeteilt, daß I Stadtbaurat Krause: Wir haben bisher bei dem Bau der beantragt werden. Site Gesellschaft den ergangenen Verfügungen nach Nordjüdbahn nicht die Erfahrung gemacht, daß wir billiger bauen Auch hier werden die Ausschußanträge ohne Diskussion zum gekommen sei, daß diese Anforderungen sich aber als nicht als früher, im Gegenteil hat uns das neue Wassergeseh größere Beschluß erhoben. ausreichend erwiesen haben; es werde jetzt der Gesellschaft Leistungen auferlegt. Die A. E.-G. hat auch ihrerseits noch keine Ueber den Magistratsantrag wegen Abschlusses eines neuen die Fortsehung der Produktion untersagt werden, Nachprüfung des Projektes in dieser Richtung eintreten lassen. Vertrages mit der Gesellschaft m. b. H. Normalzeit" über den bis Abhilfe geschaffen sei; die zu gewährende Uebergangsfrist werde Stadtv. Cassel( A. 2.): Der Antrag muß auch nach meiner Betrieb der der Stadt gehörenden öffentlichen Uhren nur wenige Tage umfassen, daun werde das Betriebsverbot er- Ansicht zunächst in einem Ausschuß vorberaten werden; seine über soll nach dem Ausschußantrage die Beschlußfassung vorbehalten gehen. Selbstverständlich wird der Magistrat dieser so überaus wich- stürzte Annahme würde die Erreichung des gewollten Zwedes micht werden; einstweilen soll der Magistrat ein Provisorium schaffen, tigen Angelegenheit auch ferner seine volle Aufmerksamkeit wid- fördern, sondern hindern. Die Ausschußberatung wird nicht das durch das Betrieb und Regulierung der Uhren über den 1. Juli men.( Beifall.). geringste verzögern, denn ein endgültiger Beschluß kann ja doch hinaus sichergestellt wird. Es sind noch neue Angebote der Firmen Stadv. Modler: Wir sind dem Oberbürgermeister für diese erst im Herbst gefaßt werden. Daß die Leiter der A. E.-G. erklärt Magneta" und Siemens u. Halste eingegangen; auch soll den Erklärung sehr dankbar. Die Gesellschaft ihrerseits bestreitet, daß hätten, sie würden die Strecke als Untergrundbahn ahne jede Mehr an Ausschußmitgliedern die vor Jahresfrist vom elektrotechnischen sclche Uebelstände überhaupt oder in nennenswertem Umfange leistung bauen, können wir nicht glauben; solche Gemütsmenschen Mä Bureau der Stadt ausgearbeitete Denkschrift über das Uhrenwesen existieren. Seit Anfang April haben wir unausgesetzt gegen die sind das nicht. Den Magistrat hindert nichts, auch ohne unserer fie zugänglich gemacht werden, in welcher die Zentralisierung des- Kalamität gearbeitet, und auch damals schon hat man uns seitens Beschluß sich mit der A. E.-G. in Verbindung zu sehen. selben durch Anlage eines eigenen Kabelnezes vorgeschlagen war. der Gesellschaft gesagt, es werde in wenigen Tagen Stadtv. Flohr( Fr. Fr.) beantragte nunmehr Ueberweisung a Referent ist Stadtv. Dr. Levy II( A. L.). Abhilfe geschaffen sein! Es ist aufs nachdrücklichste zu wünschen, einen sofort vom Vorstande zu ernennenden Ausschuß. Von einer von Die Versammlung beschließt nach den Vorschlägen des Aus- daß es jest gelingen werde, die Gesellschaft endlich anzuhalten, ihren Ueberrumpelung könne nicht die Rede sein, da die Besprechung der Verpflichtungen nachzukommen. Die Bebauung des Inselspeichergeländes nach den Magistratsvorschlägen hat der eingesetzte Sonderausschuß gutgeheißen, und zwar hinsichtlich der Stadtbibliothek einstimmig, hinsichtlich des Oberbürgermeisterhauses mit 12 gegen 2 Stimmen. Referent ist Stadtv. Stapf( A. L.), der näher darlegt, daß die Konfiguration des Geländes( spizminfliges Dreiec) die Bebauung mit nur einem großen Gebäude verbietet. Das Projekt eines Oberbürgermeister ha uses, das aus demselben Grunde aus dem Projekt einer Oberbürgermeisterwohnung herausgewachsen ist, habe eine eingehende Erörterung erfahren; die Minderheit habe sich eigentlich auch nur gegen ein besonderes Haus für das Stadtoberhaupt ausgesprochen. An der geplanten inneren Ausgestatlung des Hauses sei eine Kritik überhaupt nicht geübt worden. Die Vorlage wird ohne Debatte genehmigt. Dem Abschluß eines Pachtvertrages auf 10 Jahre und 3 Monate mit Herrn Richard Fröhlich in Berlin- Wilmersdorf über die Uraniasäulen hat der betr. Ausschuß in allen wesentlichen Punkten zugestimmt; ein Antrag, den Vertrag nur auf 6 Jahre abzuschließen, ist abgelehnt worden. Stadtv. Dr. Isaac( N. L.): Die Krankenhausverwaltung Frie- Interessenten mit der A. E. G. erst vorgestern stattgefunden habe drichshain ist jekt sogar verhindert, für ordnungs- und der Antrag also nicht früher hube eingereicht werden können mäßige Lüftung der Räume zu sorgen! Man sollte Geheimrat Rathenau habe versichert, in loyalster Weise die Summe ermitteln zu lassen, welche für die Umwandlung notwendig wäre solche Zustände in Berlin nicht für möglich halten. Stadtv. Hoffmann( Soz.): Herr Dove erklärte vorhin, auch in Stadtv. Wurm( Soz.): Es hat erst des Eingreifens des Magistrats, der Bezirksvereine und des Krankenhauses bedurft, bis der Schönhauser Allee habe man früher solche Beschwerden vor die Polizei einschritt. Das Recht dazu hatte sie auf Grund des gebracht, und heute sei man dort ganz zufrieden. Dagegen muß i § 6 der Gewerbeordnung. Der Zustand ist so arg, daß die Park- Verwahrung einlegen. Das Straßenbild an der Kastanien- und wächter überlaufen werden von den Besuchern des Friedrichshains, Pappelallee und Eberswalder Straße, wo fünf Straßen zusammen weil sie meinen, es sei im Friedrichshain Dünger aufgefahren. stoßen, ist geradezu unglaublich verschandelt worden, und ich fürchte ( Heiterkeit.) Der Geruch tritt nur dann auf, wenn die Abwässer, daß es an der Prinzenallee ebenso kommen wird. Darum sollte die die bei der Hefereinigung entstehen, in die Gullies abgelassen Sache nochmals erörtert werden. werden. Diese Abwässer geben schwefelstoffhaltige Dünste von Stadtv. Cassel: Auch bei der Schönhauser Allee Haf hier eine fich, die die ganze Gegend weit hinaus verpesten. Es ist geradezu sehr sorgfältige Beratung stattgefunden. Der Wahl des Ausschusse unbegreiflich, daß die Polizei so lange mit durch den Vorstand muß ich durchaus widersprechen; dazu ist die ihrem Eingreifen gezögert hat. Wäre eine Ver- Sache doch zu wichtig und andererseits auch keineswegs so eilig. sammlung von Jugendlichen im Spiele gewesen, so Die Versammlung verweist schließlich den Antrag an einen hätten wir die Behörden weit rascher an der Arbeit Ausschuß, der durch die Abteilungen( also erst nach den Ferien gesehen.( Seiterfeit.) Wir hoffen und erwarten, daß nun in gewählt werden soll. türzester Frist dem unerträglichen Mißstande ein Ende gemacht Schluß gegen 8 Uhr. werden wird.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Eine Debatte findet nicht statt, der Vertrag wird angenommen. Das Reglement für das Erziehungshaus in Stadtv. Rosenow( N. L.): Die Mitteilungen des OberbürgerLichtenberg ist infolge der auf dem Gebiet der Fürsorge- meisters sind sehr erfreulich, um so mehr, als die Gesellschaft noch erziehung städtischerseits beschlossenen Reformen abänderungs- gestern in einem Schreiben der Auffassung Ausdruck gibt, daß ihr bedürftig geworden. Der neue Entwurf soll nach einem Antrage Betrieb überhaupt gesundheitliche Nachteile nicht habe und nicht des Stadtv. Prof. Lazarus( Fr. Fr.) einem Ausschusse über- beanstandet werden könne.( Hört! hört! und Heiterkeit.) Wir wiesen werden. Redner führt lebhafte Klage über das geringe hören eben, daß die Abwässer in die Kanalisation abgelassen werden Maß von Berücksichtigung, welches die Vorschläge und von da aus den Gullies mephitische Dünste sich verbreiten; der Waisendeputation auf dem Gebiete der Fürsorge- ich sehe darin auch eine Gefahr für unsere Stanali erziehung beim Magistrat gefunden haben. wird beschlossen. Die Verweisung der Vorlage an einen gemischten Ausschuß Von den Stadtvv. Brückner u. Gen.( Soz.) ist am 18. Juni folgender Antrag eingereicht worden: „ Die Versammlung beschließt, den Magistrat zu ersuchen, 5000 M. aus dem Dispositionsfonds für unvorhergesehene Ausgaben als Zuschuß an Arbeiter und Arbeiterinnen der graphischen Berufe für den Besuch der ,, Bugra"-Ausstellung in Leipzig zu bewilligen." Der Antrag lag der Versammlung als dringlicher schon in der letzten Sitzung vor, konnte aber nicht zu Verhandlung gelangen, da Stadtv. Löser( A. L.) Widerspruch erhob. Stadtv. Leid( Soz.): Unser Antrag geht von dem Standpunkt aus, daß die Gemeinde an dem günstigen Stand von Handel und Gewerbe ein großes eigenes Interesse hat; zahlreiche Gemeindeeinrichtungen bezeugen, daß Berlin diesen Grundsatz anerkannt hat. Ein weiteres Mittel zur Durchführung desselben erblicken wir auch darin, daß möglichst weiten Kreisen der städtischen Bevölkerung Gelegenheit gegeben wird, ihre Kenntnisse zu erweitern. Diesem Zweck dient u. a. auch die jest in Leipzig stattfindende Ausstellung. Nach allem, was man hört, leidet es keinen Zweifel, daß die Bugra" für die graphischen Berufe von sehr großem Werte ist. Insbesondere ist es wünschenswert, daß gerade die Stadt Berlin dafür Gorge trägt, diese Ausstellung auch für ihre Bewohner nutzbar zu machen; ist doch Berlin die erste Druckstadt des Reiches! Leistungsfähige Arbeiter und tüchtige Betriebsleiter müssen herangezogen werden; da ist der Besuch der Ausstellung sehr angebracht. Bedauerlich ist nur, daß wir einen solchen Antrag erst noch begründen müssen; viele deutsche Städte haben schon Gelder für diesen Zweck ausgeworfen, Berlin leider nicht. Natürlich ist, weder der Magistrat noch die Versammlung an die Summe von 5000 M. gebunden; wir werden die lehten sein, die einer Erhöhung widerstreben. Stadtv. Ullstein( Fr. Fr.): Meine Freunde stehen dem Antrage durchaus wohlwollend gegenüber, seine Annahme könnte aber unter Umständen zu nicht ganz unbedenklichen Konsequenzen führen. In dem Ausschuß, in den der Antrag ja verwiesen werden muß, wird sorgfältig vor allem zu prüfen sein, wer die Arbeiter, die nach Leipzig geschickt werden sollen, auszuwählen hat, und ob die Betreffenden selbst von jedem Opfer dafür befreit werden sollen. Bielleicht möchte es sich empfehlen, den Fachschullehrern, die dort hin, wie man hörte, entsendet werden sollen, die Leitung der Besuchsreisen zu übertragen. Stadtrat Doflein: Der Magistrat hat sich mit der Prüfung der Angelegenheit und der bezüglichen bei ihm eingegangenen Gesuche von Fachvereinigungen beschäftigt und dafür einen Sonder ausschuß eingesetzt. Da die Ausstellung bis zum 15. Oktober bestehen wird, so läßt sich die Angelegenheit ohne jeden Nachteil bis zum September vertagen. Der Antrag geht an einen Ausschuß. den 74 540 m. bewilligt. Nationsarbeiter. Innerhalb der Stadt dürfen derartige ge= fundheitsschädliche Gewerbebetriebe überhaupt nicht zugelassen werden; wir haben solcher Gefahrenpunkte in der Stadt noch mehrere( Zustimmung), so in der Greifswalder Straße eine Knochenentfettungsfabrik, die die Anwohner aufs äußerste mit ihren Ausdünstungen belästigt. Stadtv. Dr. Knauer schließt sich dem Bedauern des Kollegen Wurm an darüber, daß das Einschreiten der Behörde so lange gedauert hat. Im Einverständnis mit den Antragstellern zieht er die Anträge zurück. Die Stadtvv. Goeroldt und Genossen( F. F.) haben folgenden dringlichen Antrag eingebracht: " Die Versammlung ersucht den Magistrat, erneut mit der A. G. G. in Verhandlung zu treten, um die Schnellbahn Gesundbrunnen- Neukölln für die als Hochbahn geplante Strecke vom Humboldthain bis zur Weich bildgrenze als Untergrundbahn zur Durchführung zu bringen." Stadtb. Gueroldt: Die letzte Teilstrede der Bahn auf dem Gesundbrunnen ist als Hochbahn geplant. Aus den jüngst ausgelegten Plänen war zu ersehen, daß der an der Prinzenallee und Badstraße projettierte Bahnhof ein ganz gewaltiger eiserner Kasten von annähernd 200 Meter Länge werden soll, der dort den Verkehr schwer beeinträchtigen und die Straße verschandeln muß. Der beteiligten Bewohnerschaft haben sich Besorgnisse bemächtigt, deren Berechtigung der Oberbürgermeister anerkannt hat. Auch bei der A. E. G. sind Vorstellungen erhoben worden. Seit der Beschlußfassung über das Bahnprojekt hat sich manches auch hinsichtlich des Kostenpunktes geändert; es fann jetzt vielleicht unterirdisch billiger gebaut werden. Herr Rathenau hat auch in dieser Hinsicht Entgegenkommen zugesagt. Stadtbaurat Krause: Nach vielen Beratungen haben wir feinerzeit das Projekt der A. G. G. genehmigt. Es wird jezt hauptfächlich gegen den Bahnhof in der Christianiastraße Einspruch erhoben. Die Finanzen unserer Stadt werden durch diese Anregungen sehr stark in Mitleidenschaft gezogen; ich halte dafür, daß die Versammlung einen Beschluß heute nicht fasjen tann, sondern den Antrag in einem Ausschuß näher prüfen muß. Soziales. Die erzwungene Ausgleichsquitfung. die das Wesen der vor dem Gewerbegericht, so off Mit einer prinzipiell überaus wichtigen Entscheidung erörterten Frage nach der Unanfechtbarkeit der Ausgleichs quittung im innersten berührte, führte die 7. Kammer unter Vorsitz des Magistratsassessors Dr. Bertholdt die Klage zum Austrag, die der Hausdiener und Kellerarbeiter Lehmann gegen die Firma Antelmann Nachf.( Deutsches Kolonialhaus) um 5 M. Restlohn angestrengt hatte. ma für zun De esse die es zu Ber gro ſtin ges glei Ad die des da eri bor feit feir ges Ar als Lei Di fer au ger der get ebe zur su hör die gle An die ersten habe der Kläger ein Delfaß durch sein Verschulden auslaufen Die Beklagte machte zweierlei als Klageeinwand geltend zum lassen. Dadurch sei der Firma ein Schaden entstanden, der me denn zehnmal höher sei, als die einbehaltenen 5 M.; zum ander legte die Beklagte eine Ausgleichsquittung des Klägers vor, in den dieser mit seiner Unterschrift in der üblichen Form bei seinem Dienst austritt ausdrücklich anerkannt hatte, keine Ansprüche mehr an die die Firma zu haben. Beide Einwände wurden von der Kammer verhin worfen. Wegen des vermeintlichen Schadens wurde die Beklagte auf den Weg der Zivilflage verwiesen, die Ausgleichsquittung wegen ihres merkwürdigen Zustandekommens nicht als bindend anerkannt Die Beweisaufnahme und Zeugenvernehmungen ergaben nämlic folgenden Tatbestand: Ursprünglich sollten dem Kläger bei der letzte Lohnzahlung 13 M. für das ausgelaufene Delfaß abgezogen werde Dagegen protestierte er aber energisch, auch dann noch, als die be flagte Firma ihre Ansprüche von 13 M. auf 5 M. ermäßigte. Schließ lich sei ihm gesagt worden: Wenn Sie sich nicht 5 M. abziehen lassen, kriegen Sie gar kein Geld"; darauf habe er nochmals prote stiert, aber, da er seinen sauer verdienten Lohn doch brauchte, den Schein" unterschrieben. Obgleich der Ausgang der Verhandlung nach Klärung der Sachlage kaum noch fraglich sein konnte, wurde der der Beklagten von der Kammer nahegelegte Vergleich Sizung wurde sogar auf eine Viertelstunde unterbrochen, um den Vertreter der Firma Gelegenheit zu geben, den Chef defür telephonisch geneigt" zu machen abgelehnt beztv. mit 2,50 M. unterboten. Darauf erfolgte die Verurteilung der Beklagten zur Zahlung der geforderten 5 M. an den Kläger. 11 die Wir haben schon wiederholt dargelegt, daß ein in einer Aus gleichsquittung enthaltener Verzicht mit§ 2 des Lohnbeschlagnahme gesetzes unvereinbar ist. Effener Wohnungspolitik in Ser Statistik. gebiet, in denen die Not an Kleinwohnungen sich seit Jahr Zu den Städten im rheinisch- westfälischen Industrie und Zag ganz besonders fühlbar macht, gehört die Muster wohnstadt" Essen. Als am 17. April in öffentlicher Stadtverordnetensitzung eine verstanden sein, wenn die Sache nicht so dringlich wäre. Der AnStadtv. Hinge( Soz.): Mit Ausschußberatung könnten wir eintrag verlangt ja nur neuerliche Verhandlungen des Magistrats mit der A. E. G.; nur dann, wenn das geschieht, werden wir er delt sich nicht um den Bahnhof Christianiastraße, sandern um den fahren, was die A. E. G. heute gegen damals verlangt. Es han= Bahnhof an der Prinzenallee, und da hat sich die Situation sehr bürgerliche Interpellation über die Wohnungsnot zur Sprache fam geändert, indem dieser Bahnhof ursprünglich nur als Durchgangs- redete der Oberbürgermeister sich mit wichtigtuerischen, aber nichts bahnhof mit offener Salle geplant war, während icßt die Bolizei fagenden Redensarten über die unbequeme Sache hinweg. Immer ein massives Bauwerk in Söhe von 8-10 Meter bort verlangt. hin mußte er zugeben, daß der Prozentjak der leerstehenden Woh Geradezu als abschreckendes Beispiel wirkt ja schon der Bahn= nungen bereits unter 1 Prozent gesunken sei, daß es besonders hof in der Schönhauser Allee an der Danzigerstraße; an kleinen Wohnungen fehle und deshalb wünschenswert wäre, Für die Vermehrung der Kräne und automatischer Wagen und der ganze Verkehr bort ist dadurch gestört und die schöne wenn zu den im Bau befindlichen tausend Wohnungen( einschließlich für eine Reihe weiterer Neueinrichtungen des Osthafens wer- Straße elend verschandelt; die Badstraße aber ist 20 Werkskolonien!) noch 1000 bis 1500 hinzufämen, alsdann würde der Meter enger; sie ist nur 33 Meter, die Schönhauser Allee aber Normaljazz von 3 Prez. erreicht sein. Damit war trotz aller SchönDie Vorlage über den Anschluß der auf dem Tempelhofer 53 Meter breit. Die Verhältnisse haben sich auch insofern geändert, färberei doch das Essener Wohnungselend in seiner ganzen Größe Gebiet errichteten Staferne der Maschinen gewehrab- als durch die Entwicklung der Technik der Bau von Untergrund zugegeben. Trotz dieses unwillkürlich eingestandener Jammers, und teilung des Augusta- Regiments an die Berliner bahnen überhaupt billiger geworden ist. Die Geldfrage allein darf obwohl keinerlei Aussichten für die Erstellung der fehlenden 1000 bis Kanalisation wird auf Antrag Modler einem Ausschuß die Stadt Berlin nicht abhalten, der Frage näher zu treten; für ein Gingreifen der Stadt ab, weil die private Bauthigkeit nicht be 1500 Wohnungen vorhanden waren, lehnte der Oberbürgermeister überwiesen. den füdlichen Teil derselben Linie war ja auch ursprünglich eine Mit der Stadtgemeinde Lichtenberg soll hinsichtlich der Hochbahn projektiert, da hat aber die Stadt sich bereit erklärt, die einträchtigt werden dürfe. für den Anschluß an die Berliner Kanalisation zu zahlen- eventuellen Mehrkosten für eine Untergrundbahn zu übernehmen, Einen Monat später, am 18. Mai schwang derselbe Oberbürger ben Kosten ein Vergleich abgeschlossen werden, der dem lang- was nachher nicht einmal erforderlich geworden ist. Steigt die meister sich in einer Ansprache an die Mitglieder der Wohnungs jährigen Streit darüber ein Ende macht. Der Vergleich wird genehmigt. Hochbahn Humboldthain in einer Rampe aufwärts, so geht kommission des Landtags zu einer Lobrede auf die glänzende und auch dem Hain dadurch viel von seinem Werte verloren. mustergültige Wohnungspolitik Essens, wie sie selbstgefälliger faum Zur Beratung gelangen nunmehr einige nachträglich auf Es ist auch sehr fraglich geworden, ob die A. G. G. die Genehmigung gedacht werden kann, auf. Als ob mit einer an sich zeitgemäßen Baudie Tagesordnung gesezte dringliche Anträge. bekommen wird, die Bahn als Hochbahn nach Reinickendorf weiter- ordnung und dem Bau schöner, praktischer Willen für die Besitzenden Gegen die verpestung des Friedrichshains durch zuführen. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, den früheren Beschluß und einer Anzahl Werkswohnungen das Wohnungsproblem gelöst eine neuerrichtete Hefeverwertungsanlage in der Brauerei Fried- aufrecht zu erhalten. Die Hausagrarier scheiden für mich bei dieser wäre, richshain wendet sich eine vom Stadtv. Dr.. Knauer an den Ma- Frage aus, aber die Bewohner und die Geschäftswelt des Gesund- Wie es in Wirklichkeit in Essen mit der Wohnfrage für die giftrat gerichtete fchleunige Anfrage. brunnens haben auch Anspruch auf Berücksichtigung. Wenn das breite Masse bestellt ist, zeigen die trockenen Zahlen des ſtatiſtiſchen Einen gleichen Antrag haben die Stadtvv. Modler u. Gen. Bauwerk bis auf 8 Meter an die Häuser herantritt, wo bleibt Vierteljahrsberichts für das erste Quartal 1914, der fürzlich heraus eingereicht: da Luft und Licht? Hätte man uns damals schon den Bahn- gekommen ist. Im ersten Quartal waren ganze 44 Wohngebäude " Den Magistrat zu ersuchen, schleunigst die geeigneten Schritte hof Brinzenallee in dieser Form vorgeführt, nimmermehr hätte mit 158 Wohnungen im Bau gegen 69 und 241 in gleichen Beit zu ergreifen, um die unerträglichen Uebelſtände zu beseitigen, sich hier eine Mehrheit für den Bau durch die A. E. G. gefunden. raum des Vorjahres. Von den in einer andern Tabelle aufgeführten welche durch die Anlage für die umliegenden Stadtteile einge- Wir bitten also doch, dem Antrag sofort stattzugeben. durch Neubau entstandenen 164 Wohnungen entfielen nur 19 auf treten sind." Stadtv. Dove( N. L.): Die Ausschußberatung ist unumgäng- 3iveiräumige, 37 auf dreiräumige und 39 auf vierräumige, der Rest gewesen ist, die entstandene Kalamität, die besonders für das den werden. Bei der Frage der Verkehrsbedürfnisse müssen öfter ge- daß das Angebot an unmöblierten Wohnungen 892 betrug gegen 1174 Stadtv. Dr. Knauer( N. 2.) legt dar, daß es bisher unmöglich lich. Der finanzielle Gesichtspunit darf jedenfalls nicht übersehen auf die größeren, darunter 6 auf zehn- und mehrräumige Wohnungen, Friedrichshain besuchende Publikum und für das Krankenhaus am Friedrichshain die ärgsten Nachteile im Gefolge habe, aus der Welt wiffe, Opfer in ästhetischer Beziehung gebracht werden. Ein Ge- im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Die Nachfrage hingegen 2905 zu schaffen. Das Einschreiten der Polizeibehörde scheine auch meinwesen wie Berlin muß auch vertragstreu bleiben, wenn nicht wenigstens bisher nicht von durchgreifendem Erfolge begleitet wesentliche Umstände sich ändern; davon ist aber hier keine gegen 1440. Es wurden angeboten Ginzimmerwohnungen 81, ver langt 92; 3weigimmerwohnungen 229, berlangt 966; Dreizimmer zu sein. wohnungen 226, verlangt 954. Selbst bei den mehrräumigen Woh Oberbürgermeister Wermuth: Gegen die großen UnzuträglichStadtv. Ladewig( N. L.) schließt sich den Ausführungen des nungen überstieg die Anfrage das Angebot erheblich. Bei alleben keiten, die mit der Anlage verbunden sind, hat sich der Magistrat Borrebners an muß immer im Auge behalten werden, daß schon das Vorjahr mit schon gewendet; sowohl die Krankenhaus wie die Partdeputation Stadto. Thieme( Fr. Fr.). Der Bahnhof Prinzen- Allee bleibt nur 1,7 Proz. leerstehenden Wohnungen weit unter den Normal haben durch Schreiben das Polizeipräsidium um Abhilfe ange- nach den jeßigen Plänen nur 7½ Meter von den Hausfronten stand" geraten war. gangen. Der Polipräsident hat auch seinerseits die Sache energisch entfernt; also auf 180 Meter Länge wird der Verkehr aufs in die Hand genommen und die Sefeberwertungsgesellschaft unter äußerste beengt und wird Luft und Licht den WohnunStrafandrohung aufgefordert, die erforderlichen Abhilfemaßnahmen gen und Geschäftstofalen unterbunden. Rede. Die Tabelle über den städtischen Wohnungsnachweis belehrt uns, Der Oberbürgermeister hätte besser getan, dafür zu sorgen, daß statt seiner schönen Reden der statistische Bericht für das erste Viertel jahr der Wohnungsfommission vorgelegt werde, We ein abe be die nic aub im hä da Au ge A M bir tag die bfe bil bet no fü fü de ni mic Si me ni de in da mi we Ki 1111 etr ha F ge Ki di de zie ge be fl che bo au E er 50 Hid bet auen ößere feine einer über micht t das doch g an einer Aus der Frauenbewegung. Die Frauen und der Staat. Bor fiebzig Jahren warf Robert Blum in seinen Bater. eklärt landsblättern" die Frage auf:„ Haben die Frauen das Recht, Mehr an den Interessen des Staates teilzunehmen?" Ein junges schen Mädchen aus bürgerlichen Kreisen beantwortete die Frage; serer sie schrieb:„ Die Frauen haben nicht nur das Recht, sie haben die Pflicht, an den Interessen des Staates teilzunehmen." Damals erschien diese Antwort äußerst fühn. Sie wurde bon einigen bewundert, von den meisten aber verurteilt. Würde heute die gleiche Frage in gleicher Weise beantwortet, so würde sie weder bewundert noch verurteilt werden. Würde man aber eine Umfrage veranstalten, welche Frauen es heute für ihre Pflicht halten, an den Interessen des Staates teilzunehmen, so würde man doch erstaunt sein, daß es in Deutschland noch unendlich viele Frauen gibt, die den InterBieffen des Staates gleichgültig gegenüberstehen. nnen intme wäre vor un men irchte te bi eine juſſe erien ung off ichs inter zum tann aus gum aufen me der t der ienst " Vorwärts" Nr. 171. Freitag, den 26. Juni 1914. stat das Mädchen, das Mutter wird, leidet unter der Rechtlosigkeit. 1 In einigen amerikanischen Staaten ist man dazu übergegangen, Ebenso wird das uneheliche Kind davon schwer getroffen. durch das Gesetz sogenannte Mutterpensionen einzuführen, das heißt, Jede Frau, jede Mutter muß diese Ungerechtigkeit als ein alleinstehenden Frauen( Witwen, Eheverlassenen und Frauen, deren Unrecht empfinden, das ihr selbst zugefügt wird, und auch Männer Gefängnisstrafen verbüßen) regelmäßig bis zur Erwerbs daraus wieder den Schluß ziehen, daß es ihre Pflicht ist, fähigkeit der Kinder gewisse Summen auszuzahlen, die sich mit an den Interessen des Staates teilzunehmen, um gegen die steigender Kinderzahl erhöhen. Vorbedingung ist dabei, daß die doppelte Moral anzufämpfen, die durch die heutige Gesetz- Mutter feinem außerhäuslichen Erwerb nachgeht und sich um Ers gebung unterstützt wird. ziehung und Aufzucht der Kinder bekümmert. Diese Unterstützung fommt den dauernd oder zeitweise alleinstehenden Frauen zugute, und es wäre zu wünschen, daß auch in Deutschland ähnliche Geseze geschaffen würden. Aber so wertvoll diese Hilfe auch wäre, so genügte sie doch bei weitem nicht, denn alle die gehen leer aus, deren Männer zwar erwerbstätig sind, deren Einkommen aber nicht ausreicht, um den Unterhalt der Familie ganz zu bes streiten. Die Unzulänglichkeit unserer Kinderschutzgesetze tritt bei jeder Gelegenheit zutage. Diese ungenügenden Geseze werden aber noch heute in vielen Fällen überschritten, und das Strafmaß für solche Ueberschreitungen ist gering. Wer aber hätte ein größeres Interesse an der Ausgestaltung aller Geseze, die Gesundheit und Leben der Kinder schützen, die sie vor Mißhandlungen hüten, als die Mütter? Je mehr die Frauen nachdenken, desto mehr werden die Hier hat in manchen Orten die kommunale Fürsorgetätigkeit Frauen zu der Ueberzeugung kommen, daß es nicht nur ihr eingesetzt, und was sie zu leisten vermag, davon geben die Magdes Recht, daß es ihre Pflicht ist, an den Interessen des Staates burger und Breslauer Berichte ein anschauliches Bild. In Breslau teilzunehmen. Wenn sie aber weiter nachdenken, welche poli- war es möglich, die Säuglingssterblichkeit von 22,7 Proz. auf ( In Berlin beträgt sie in den fische Partei sie in dieser Pflicht unterstützen kann, so wird 15,4 Proz. herabzudrücken. sich ergeben, daß all die Spezialinteressen der Frauen heute Arbeitervierteln 42 Broz.) In Breslau wie in Magdeburg schon von der Sozialdemokratie vertreten werden. Sie werden werden Effprämien von 1,50-2 M. pro Woche an selbststillende auch erkennen, daß es heute noch so ist, wie zu Luise Ottos Mütter gewährt, außerdem liefert Breslau für 12 Pf. pro Tag eine Beiten, daß auch heute die Arbeiter die Männer des Staates, nach ärztlichen Angaben bereitete Säuglingsnahrung für die der Wissenschaft, des Geschäfts beschämen, weil sie allein Rinder, die neben der Muttermilch noch andere Nahrung brauchen, daran denken, daß die Frauen ihnen ebenbürtige, zu Frei- oder die nicht von ihren Müttern gestillt werden können; und in heit und Selbständigkeit geborene Wesen sind, denen neben Magdeburg erhalten Mütter oder Pflegemütter von Kindern, Die proletarische Frauenbewegung in Italien. denen aus triftigen Gründen die natürliche Nahrung nicht gegeben werden kann, einen Ausweis, der sie berechtigt, besondere Kinders milch zum Marktpreise gewöhnlicher Milch zu beziehen. Die Mehra Toften trägt sowohl in Breslau wie in Magdeburg die Stadt. In Breslau erstreckt sich die Fürsorge auf Familien mit weniger als 2000 m. Einkommen. Ein großer Teil der Schuld liegt bei den Männern, die die Politik als ihr eigenstes Gebiet betrachten und die es den Frauen verwehren wollen, ihnen in dieses Gebiet zu folgen. Auch das hatte Luise Otto erkannt; als in Berlin ein Arbeiterkongreß stattfand, da fand sie zu ihrer großen Freude zum erstenmal in den Satzungen die Beit die Stimmung, daß die Frauen von den Forderungen nicht aus geschlossen sein, sondern daß sie unter gleichen Pflichten einen gleiche Rechte wie die Männer genießen sollten. In einer Adresse an den Kongreß schrieb sie:„ Arbeiter, Ihr habt die anderen Männer beschämt, die Männer der Wissenschaft, gleichen Pflichten gleiche Rechte zustehen. des Staates, des Geschäfts, welche niemals daran denken, daß neben ihnen noch eine große Zahl menschlicher Wesen eristiert, welche auch zur Freiheit und Selbständigkeit geboren sind, ebenbürtige Wesen." Auch diese Tatsache hat sich feit Luise Ottos Tagen wenig geändert, denn es gibt wohl in den letzten zehn Jahren gemacht haben, kann man noch nicht Troß der Vorstöße, die Partei und Getrertschaften in Stalien feinen Beruf, feinen Stand, der den Frauen so uneinIn Berlin dagegen werden Familien mit einem wöchentlichen geschränkt gleiche Rechten und Pflichten zugesteht wie die von einer irgendwie beachtenswerten proletarischen Frauenbewe. Einkommen von 30-35 m., das find 1560-1820 m. im Jahre, wie Genoffin Wehl in ihrer Broschüre" Die Frau und die GemeindeArbeiterschaft. Ueberall sonst werden sie mehr oder weniger gung auf der Halbinsel sprechen. als Konkurrentinnen angesehen, die lästig sind und deren tapferen und aufopfernden Führerinnen gefehlt hätte. Seit Jahr- fürsorgestellen um Unterstützung wenden. Die Stillprämien find in Nicht, daß es der proletarischen Frauenbewegung in Italien an politit" berichtet, meist zurückgewiesen, wenn sie sich an die Säuglings Leistungen geringer eingeschätzt werden als die der Männer. zehnten hat die Genossin Anna Kulischoff fein Mittel unversucht Berlin ebenfalls zu niedrig, fie betragen 1-1,75 M. wöchentlich, Die Folge davon ist eben, daß man die Frauen der Politik gelassen, um die Arbeiterinnen um die Fahne unserer Partei zu nur in den seltensten Fällen 3 M. So müssen die außerhäuslich fern zu halten strebt, um zu verhindern, daß sie Einfluß scharen. Argentina Altobelli, die verdiente Sekretärin des 3en- erwerbstätigen Frauen darauf verzichten, bei ihren Kindern zu bleiben tralverbandes der Landarbeiter, organisiert und arbeitet unermüd auf die Gesetzgebung bekommen, die heute noch manche Un- lich und bertritt auch als Mitglied des Ausschusses des Reichs- und die Säuglinge erhalten infolgedessen statt der Muttermilch im gerechtigkeit gegen die Frauen enthält. arbeitsamtes die Interessen der proletarischen Frau. Angelika Ba- besten Falle die Flasche, weit öfter aber wohl irgendwelchen un Daß es nicht nur das Recht, daß es auch die Pflicht labanoff, Linda Malnati, Maria Goia und viele, viele andere tauglichen Ersatz. Berlin bleibt also hinter anderen Städten in der Frauen ist, an den Interessen des Staates teilzunehmen, wirken in der Presse, in den Versammlungen, in der politischen und bezug auf die Säuglingsfürsorge erheblich zurück, während doch die geht schon daraus hervor, daß ia die ganze Gesetzgebung wirtschafflichen Organisation für die sozialistische Aufklärung des Reichshauptstadt auf dem Gebiete der Fürsorgebestrebungen an der ebenso im Interesse der Frauen wie der Männer liegt. Schon Ueber die Zahl der in der Landwirtschaft und Industrie bezur Zeit der französischen Revolution erklärte ein preußischer schäftigten Frauen fehlen neuere Angaben, da die Ergebnisse der Spizze stehen sollte. Mit der sorgfältigen Beobachtung der Ernährung allein ist aber Sunter und Staatsmann Th. von Hippel, daß es falsch wäre, Volkszählung von 1911 über diese Frage noch nicht bekannt sind. noch nicht alles geschehen, um die Gefahren von den Kindern abber die Frau bei allen öffentlichen Angelegenheiten für schwach Die Bolkszählung von 1901 ere, one landwirtschaft: auwenden, wenn auch die Brustkinder den Einflüssen der Size besser behind unvermögend zu erklären, denn, sagte er,„ diese Schwäche licher und 1 371 000 industrieller Arbeiterinnen, wobei 300 000 haus- widerstehen als Flaschenfinder. Es muß dafür gesorgt werden, daß hört auf, Schwäche zu sein, sobald von Verbrechen und Strafe industrielle Spinnerinnen und Weberinnen mit einbegriffen sind. Die Kinder in luftigen, sauberen Räumen untergebracht sind, und annt die Rede ist. Dann werden beide Geschlechter mit dem Die erste Stelle nimmt die Textilindustrie ein, die außer den hier beginnt erst die eigentliche Schwierigkeit. Wie will man es gleichen Maß gemessen. Vor den Gerichtshöfen gibt es kein Heimarbeiterinnen 346 000 Frauen beschäftigte. Seitdem haben sich fertigbringen, daß den dumpfen Wohnungen, die man richtiger mit Ansehen zwischen Mann und Weib." Trift die Frau also die Verhältnisse wesentlich geändert und die Inanspruchnahme der dem Namen„ Spelunken" bezeichnete, frische Luft zugeführt wird? Ansehen zwischen Mann und Weib." Trift die Frau also weiblichen Arbeitskraft durch die Großindustrie hat gewaltige Fort- Selbst wenn die Fenster geöffnet werden und Gegenzug hergestellt die ganze Verantwortung ihrer Taten, so ist es ungerecht, schritte gemacht. Wenn trotzdem bei einem Organisiertenbestand wenn nur der Mann das Recht zur Verurteilung hat. An von etwa 320 000 Mitgliedern die italienische Gewerkschaftszentrale, wird, was in den meisten Fällen in den Hofwohnungen nicht einmal einer gerechten Justiz hat die Frau das gleiche Interesse, die Stonföderation der Arbeiter, nur etwa 6 Prog. weiblicher Mit möglich ist, bringt in die Wohnungen statt reiner Luft ein mit üblen aber auch das gleiche Recht wie der Mann. glieder zählt, so darf man nicht in der industriellen Rückständigkeit Gerüchen erfüllter heißer Dunst, laum daß einmal am Abend eine die alleinige Erklärung suchen. Daran ist vor allem die große Abfühlung eintritt. Santenrichtung der Männer schuld. Die Arbeiterschaft sieht in der tätiger Mütter Aufsicht und entsprechende Pflege zu gewähren. Die Rückständigkeit der Arbeiterfrauen und die kleinbürgerliche Ge Aber es bleibt noch eine Möglichkeit, den Kindern erwerbs. Teilnahme der Frauen am öffentlichen Leben eine große Unschid- Stadt müßte in den Arbeitervierteln eine große Anzahl von hygienisch lichfeit, etwas ungehöriges, das sie ablehnt. Trotzdem beginnt es einwandfreien Kinderkrippen bereitstellen, in denen die Säuglinge auch in Italien zu fagen. So sind die Reisarbeiterinnen, die alljährlich in der Zahl von bis zum Abend blieben und verpflegt würden. Diese Krippen müßten 40 000 bis 50 000 die Jätung der Reisfelder vornehmen, ein gut vor Fabrikanfang geöffnet werden und allen Familien offenstehen, organisierbares Material, und haben die bestehenden Schutzgesetze die nicht über geeignete Wohnungen verfügen und in denen die schnellen Verschiebungen in den Massen der städtischen Arbeiter bereitzustellen, so daß wirklich alle Unbemittelten die Einrichtung zum großen Teil den eigenen Kämpfen zu danken. Auch die Mütter miterwerben müssen. Die Stadt hätte dafür erhebliche Mittel schaft, die den einzelnen der Umgebung entreißen, in der er aufgebenugen tönnten. wachsn ist, tragen zur Zersetzung der Vorurteile bei. e au begen mlic este rde be ließ iehen rote den lung urde die dent nijch oten Tung Tus Sme ric ter eine am te er Soh ers ire Tich der on Proletariats. Säuglingsfürforge. Das gleiche Interesse hat die Frau auch an der Finanzberwaltung. Der Staat fordert von der erwerbenden Frau die gleichen Steuern wie vom Manne. Die Frau hat aber nicht das Recht über die Verwendung dieser Steuern mitzubeſtimmen. Der größte Teil dieser Steuern wird nicht im Interesse der steuerzahlenden Frau verwendet, ja sogar häufig im gegenteiligen Interesse. Ein drastisches Beispiel dafür ist die Summe, die die Mehrheit des Reichstages zur Ausbildung von Hebammen bewilligte. Es hatte sich herausgestellt, daß ein großer Teil von Frauen ohne Hilfe von Hebammen entbinden müsse, und daß die Folgen für Wöchnerin und Kind gleich verhängnisvoll sind. Um dem Wir sehen nun, daß die ersten Anfänge gemacht worden sind Wenn auch selbstverständlich die Versorgung der Kinder mit Mangel an Hebammen abzuhelfen und um eine bessere Aus- und auch in Italien ein neuer Geist in die Massen der Frauen ein guter Flaschenmilch in solchen Strippen die mütterliche Nahrung bildung zu ermöglichen, bewilligte die Mehrheit des Reichs- zieht. Der unermüdlichen Arbeit der Frauen wird es gelingen, nicht ersetzen kann, so ist doch die Wartung durch geschulte abr tages 100 000 M. Bald darauf erging an den Reichstag auch hier dem Sozialismus eine Gasse zu bahnen. adep Kräfte und die Unterbringung in gut ventilierten Räumen ficher die Forderung, eine Summe zur Anschaffung von Remonte geeignet, die Sterblichkeitsgiffer herabzudrücken. Daß die pferden zu bewilligen. Die gleiche Mehrheit, die zur AusAufklärungsarbeit unter den Frauen der unbemittelten Schichten bildung von Hebammen ganze 100 000 m. bewilligt hatte, Mit dem Einsetzen der Sizeperiode beginnt in jedem Jahre für tonung. Selbft da, wo es nur unter Opfern möglich ist, daß die bewilligte 16 milionen für Remontepferde. nebenher fortgesetzt werden muß, bedarf keiner besonderen Bes noch ein Beispiel: Riesige Summen werden ausgegeben mit einigermaßen auskömmlichen Lebensbedingungen sich alles auf sollte es geschehen in dem Bewußtsein, daß diese Bftichterfüllung Nur viele Frauen eine Zeit der Sorge und Angst. Wenn in den Familien Mutter einige Monate hindurch sich der Pflege des Kindes widmet, für militärische Zwecke, für Uniformen, für neue Regimenter, die Sommermonate freut, auf das Wandern in der Natur, auf das tausendfältige Früchte tragen wird. Leider muß aber unter den für Kanonen, für Kriegs- und Luftschiffe. Die Frauen, von Reben im Freien, und sei es auch nur in den Laubengärten, denken heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen damit gerechnet werden, daß denen ja immer gesagt wird, daß sie da sind, um mitzulieben, die jungen Mütter der schlechtestgestellten Schichten mit Grauen in immer steigender Zahl verheiratete Frauen einen Beruf ausüben nicht um mitzulassen, haben durchaus fein Interesse am an die Gefahren, die der Sommer für ihre Kleinen im Gefolge hat. und gleich nach der Geburt der Kinder wieder die Erwerbsarbeit männermordenden Krieg. Selbst wenn dieser Krieg zum Jahr für Jahr erleben sie es, wie in den Häusern, die sie be- aufnehmen müssen. Für diese Mütter müssen Staat und Kommune Siege führt, sind viele von ihnen die Leidtragenden. Sie wohnen, die Säuglinge in den heißen Monaten von Darmkrankheiten eintreten und versuchen, durch eine großzügige Fürsorge die werden zu Witwen und Waisen und verlieren sehr häufig befallen und oft genug unter qualvollen Leiden dahingerafft werden. Gefahren einzudämmen, die den Säuglingen von der Sommerhige nicht nur den Gatten oder Sohn oder Bater, sondern auch Auf diese Weise gehen in Deutschland jährlich etwa 200 000 Kinder drohen. den Ernährer. Da nicht der Krieg, sondern der Frieden zugrunde, die ihren Eltern und der Allgemeinheit erhalten werden im Interesse der Frauen liegt, ist es ihre Pflicht, an den tönnten, wenn sich die Säuglingssterblichkeit auf das praktisch erInteressen des Staates teilzunehmen und dabei zu helfen, reichbare Minimum von 7 Prozent herabdrücken ließe. 200 000 Kinder daß die Steuern, zu denen sie ihren Beitrag leiften, genau im ersten Lebensjahr werden geopfert, weil ihre Eltern zu arm, wie die Männer, mehr im Interesse der Frauen verwendet sind, um ihnen das zu geben, dessen sie bedürfen um den Ein- den einzelnen Staaten zwischen zehn und zwölf Stunden täglich. Die gesetzliche Arbeitszeit der erwachsenen Frauen schwankt in werden. flüssen der Hize widerstehen zu können: die Muttermilch, Luft und In Deutschland, Großbritannien, Griechenland, Holland und der Es wird von den Frauen verlangt, daß sie möglichst viele Reinlichkeit. Kinder zur Welt bringen; aber der Staat tut wenig genug, Schweiz sieht die Gesetzgebung für den Tag vor Sonn- und Feier um ihnen die Mutterschaft zu erleichtern. Als die Forderung mit der sozialen Lage der von ihr betroffenen Schichten steht, vention, die bisher von elf Staaten ratifiziert wurde, ist die Nacht Daß die hohe Säuglingssterblichkeit in engem Zusammenhang tagen eine fürzere Arbeitszeit vor. Auf Grund der Berner Kons einer Mutterschaftsversicherung eingebracht wurde, auch da wird heute kaum noch von irgend einer Seite bestritten. Ges arbeit der Frauen in allen Betrieben mit mehr als zehn Beschäf hat die Mehrheit des Reichstages selbst die bescheidenen wiß trägt in einzelnen Fällen auch die Unwissenheit und Nach in Deutschland und Griechenland 10 Stunden( an Tagen vor tigten verboten. Als Marimalarbeitszelt für Frauen ist festgesezt: Forderungen der Linken noch zuungunsten der Mütter ab- läffigkeit der Mütter die Schuld, aber im großen und ganzen Sonn- und Feiertagen 8 Stunden), in Oesterreich 11 Stunden, Bera geändert. ist doch die wirtschaftliche Not der unteren Klassen dafür vereinigte Staaten 8 bis 12 Stunden, Großbritannien 12 Stunden, be Es wird von den Frauen verlangt, daß sie möglichst viele antwortlich zu machen, daß so viele Kinder alljährlich dem Tode ziehungsweise 60 Stunden in der Woche( in der Textilindustrie Rinder zur Welt bringen; aber wie gering sind die Rechte, anheimfallen. Will man den Kampf gegen die Säuglingssterblichkeit 55% Stunden), in Bulgarien, Frankreich, Holland, Rumänien die den Müttern über ihre Kinder gesetzlich zustehen. Statt aufnehmen, so ist die erste Borbedingung, die Mütter zum Selbst- 10 Stunden, in Japan, Norwegen 12 Stunden, in Rußland den Müttern die Möglichkeit zu geben, möglichst gute Er- stillen ihrer Kinder zu veranlassen. Dazu ist in der Theorie 11 Stunden, in der Sovela 11 Stunden( 9 Stunden am Samstag), zieherinnen ihrer Kinder zu werden, wird in allen Schul- jede, auch die ärmste Frau, in der Lage. Die Armut übt auf die in Serbien 10 Stunden, dagegen im Handel 12 Stunden. Die Ar gefegen die weibliche Ausbildung gegenüber der männlichen Still fähigteit feinen nennenswerten Einfluß aus. Die Frage lich beschränkt, und zwar in Oesterreich und in der Schweiz( auf beitszeit für erwachsene Arbeiter ist nur in einigen Staaten gesetz bernachlässigt. Die Frauen, die Mütter haben keinen Ein- ist nur, wie in der Pragis die Mutter ihr Kind selbst nähren soll, 11 Stunden täglich), Rußland( 11) und in Frankreich( 12 Stunden). fluß bei der Schulgesetzgebung, die so wenig dazu tut, Mäd- wenn sie darauf angewiefen ist, so schnell als möglich Geld au berchen zu guten Müttern zu erziehen. Die Mütter werden aber dienen. Reichte der Sohn des Mannes schon vorher nicht zum bom Staat gezwungen, ihre Kinder in Schulen zu schicken, unterhalt der Familie, wieviel weniger dann, wenn sie wieder um auf deren Lehrplan sie keinerlei Einfluß haben. Auch die ein Glied vergrößert ist und durch die notwendige Schonung der Schulpolitik sollte es den Frauen flar machen, daß es ihre schwangeren Frau sowie durch die Geburt und die mit ihr verbeiterinnen. Mit diesem Titel ist soeben eine fleine wirtungsvoll Pflicht ist, an den Interessen des Staates teilzunehmen. bundenen Anschaffungen die Ersparnisse aufgebraucht wurden oder Ebenso sollten die Frauen diese Pflicht in der Rechtlosigkeit gar ein Defizit im Haushaltungsbudget entstand. Die Wiederaufnahme erkennen, die die Gesetzgebung heute der unverheirateten der Erwerbstätigkeit furg nach der Geburt ist für die Frauen schlecht Mutter zuweist. Auch da hört die Schwäche der Frau plötz- entlohnter Arbeiter eine Notwendigkeit, der sie sich nicht entziehen lich auf, Schwäche zu sein, denn in diesem Falle trifft der tönnen, wenn ihnen nicht aus öffentlichen Mitteln zum mindesten ein rößte Teil der Verantwortung die Frau. Und nicht nur Teil des Lohnausfalles erfegt wird. ße mb bis tet без era 384 nd mt ent la big ent 34 de it ent uf 31 4 5 Der gesetzliche Normalarbeitstag. Zur Agitation. Warum find wir arm? Eine eindringliche Frage an alle Ar beiterinnen. Mit diesem Titel ist soeben eine kleine wirkungsvoll geschriebene Broschüre aus der Feder der Genoffin Luise Zietz Mädchen recht gute Dienste leisten wird. Der Preis beträgt 10 Pf. erschienen, die zur Aufklärung in den Kreisen der Frauen und Eine Ausgabe ohne Umschlag wird den Organisationen zu ganz billigem Preis vom Verlag Buchhandlung Vorwärts Paul Singer G. m. b. H., Berlin SW, 68, geliefert. Geffentliche politische Versammlungen. Sechster Wahlkreis. Heute Freitag, 26. Juni, abends 8 Uhr, im Stadttheater Moabit, Alt- Moabit 47/49: Oeffentliche politische Versammlung Tagesordnung: Klassenstaat und Monarchie. Referent: Reichstagsabgeordneter Georg Ledebour. Diskussion. Arbeiter und Arbeiterinnen! Erscheint in Massen! 228/15 Der Einberufer: Friedrich Staffler, Pantstr. 65. Deutscher Holzarbeiter- Verhand Ortsverwaltung Berlin. Montag, den 29. Juni, abends 8 Uhr: Invaliden- Unterstützungskasse der Steindrucker u. Lithographen. Am Freitag, den 3. Juli, abends 8 Uhr, im Gewerk schaftshaus, Engelufer 15, im großen Saale: Ordentliche General- Versammlung General- Versammlung im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 4. Tagesordnung: 1. Diskussion vom Verbandstage. 2. Wahl der Preßtommiffion. 3. Wahl des Gauvorstandes. 4. Bericht vom Gewerkschaftskongreß. Achtung! Bibliothek. Achtung! Dieselbe bleibt wegen Juventur einige Zeit geschlossen. Kollegen werden ersucht, die Bibliotheksbücher einzuliefern. Die Die Verwaltungssigung am Freitag, den 26. Juni 1914, fällt aus. 89/13 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verband. pro 1914, zu welcher sämtliche Herren Vers treter dieser Stasse hiermit ergebenst eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Jahresbericht pro 1913 und Abnahme der Jahresrechnung. 2. Neuwahlen für den Vorstand(§§ 8 und 9 des Statuts). 3. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres(§ 20 des Statuts). 4. Verschiedenes. Berlin, den 25. Juni 1914. 25005 Der Vorstand. J. A. A. Schütz, Borfizender. Orts- Krankenkasse = der Klempner. FUTTERT Todes- Anzeigen Verband der Lithographen, Steindrucker u.verwandten Berufe ( Deutscher Senefelder- Bund). Am 23. Juni verstarb unser Mitglied, der Steindruder Lorenz Bösel im Alter von 57 Jahren an Nierenentzündung. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Sonnabend, den 27. Juni, nach Bekanntmachung. mittags 5 ihr, im Krematorium Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienftr. 83-85. Berficherten im Ausschuß werden Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Sonntag, den 28. Juni 1914, vormittags 10 Uhr: Branchen- Versammlung der Kesselschmiede im Lokal von Haberland, Linienstraße 73. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Jacob über: Die gelben Werkvereine." 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten nnd Verschiedenes. Sonntag, den 28. Juni 1914, vormittags 10 Uhr: Branchen- Versammlung aller in der Metallindustrie beschäftigteu Maschinenarbeiter und Arbeiterinnen Die Bertreter der Arbeitgeber und hiermit zu der am Freitag, den 3. Juli 1914, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal V, stattfindenden 275/12 Ausschußsitzung eingeladen. Tagesordnung: 1. Beratung und Beschlußfassung über eine Krankenordnung für unsere Kasse. 2. Beratung und Beschlußfassung über eine Dienstordnung für die Angestellten unserer Kasse. 3. Bewilligung der Kosten für Teilnahme an der 21. Jahresversammlung des Hauptvor standes deutscher Drtstrantenlaffen. Der Vorstand. J. A. Joseph Hartmann. Allgemeine Ortskrankenkasse für den in den„ Sophien- Sälen", Sophienstraße 17/18, großer Saal. Stadtbezirk Köpenick. Zagesordnung: 1. Vortrag des Genossen M. Schütte. 2. Diskussion. 3. Neuwahl von 2 Kommissionsmitgliedern. 4. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind alle in der Metallindustrie beschäftigten Gemäß§ 98 Abs. 2 der Kaffenjagung laden wir hiermit die Ber treter des Ausschusses zu einer am Donnerstag, den 2. Juli 1914, abends 8 Uhr, im Ratskeller stattfindenden in Treptow statt. Um recht rege Beteiligung ersucht Die Verwaltung der Filiale 1. Deutscher Buchbinder- Verhand. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unsere Kollegin Emma Hell plöglich gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, den 26. Juni, nachmittags 4 Uhr, auf dem Friedhofe in Ahrensfelde statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet 24/3 Die Ortsverwaltung. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Groß- Berlin. Am 23. Juni verstarb unser Mitglied Julius Wittke. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 26. Sobler, Bohrer, Fräser, Stoßer, jerner die in den Betrieben der Außerordentlich. Ausschußsitzung Sittags 3%, Uhr, von der Zeichenein. Gelbmetallindustrie beschäftigten Schnittarbeiter, an Ziehpressen und Stoßwerken Beschäftigten, ferner alle an Maschinen tätigen Arbeiterinnen freundlichst eingeladen und erwarten wir regen Besuch. Außerdem machen wir darauf aufmerksam, daß die Mitgliedsbücher in 1. der Versammlung abgestempelt werden und zu diesem Zwecke mitzubringen sind. Die Ortsverwaltung. ( 121/1) MagaDMöbel-*** Brunnenstr. 120 Bunte Küche von 48 Mark an Engl. Schlafzimmer v. 295 M. Kompl. WohnungsEinrichtung schon v. 230 Mark an Otto Piehl Berlin H ist ein reguläres MöbelMagazin, das aber trotzdem jedem kulant Kredit gewährt! An den billigst kalkulierten Kassapreisen ändert die Teilzahlung nichts! Brunnenstr. 120 Speisezimmer v. 320 M. Wohnzimmer von 235 Mark an Garnitur v. 100 bis 350 Mark Schlaf- Sofa v. 75-120 Mark Tagesordnung: Renntnisnahme von den Bestim mungen der oberen Verwaltungsbehörde betreffend Verwendung von Kassenmitteln für den Besuch bon Versammlungen(§ 363 Abs. 2 R.-B.-D.) und Beschlußfassung gemäß Ziffer 2 der Bestimmungen. 275/11 2. Geschäftliches. Röpenid, den 24. Juni 1914. Der Vorstand. Otto Nickel, Vorsitzender. Allgemeine Orts Krankenkasse für den halle des Dantes- Kirchhofes, Reinickendorf- West, Blankestraße, aus statt. 57/3 Die Ortsverwaltung. Verband der Lithographen, Steindrucker u. verwandten Berufe ( Deutscher Senefelder- Bund). Am 23. Juni verstarb unser Mitglied, der Lithograph 109/7 Eugen Fritzsche im Alter von 50 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, den 26. Juni, nachStadtbez. Köpenick. mittags 5 Uhr, von der LeichenAuf Grund des§ 103 der Kassenfagung ist auf Beschluß der ordentlichen Ausschußßigung vom 28. April 1914 mit Genehmigung des Berficherungsamts Köpenid vom 12. Mai 1914 für die erfrankten Mitglieder eine neue Krankenordnung erlaffen, welche am 1. Juli 1914 in Kraft tritt. Druckeremplare der Krankenordnung sind vom 1. Juli ab im Kaffenlokal zu haben. Die vom 1. Januar d. J. erlassene Krantenordnung tritt mit dem gleichen Termin außer Gültigkeit. 275/10 Köpenid, 24. Juni 1914. Der Vorstand. neuen Otto Nickel, Friedrich Murcken, Borfigender. Schriftführer. halle des Emmaus- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Verwaltung der Filiale III. Am 23. Juni, abends 6 Uhr, verstarb mein lieber Mann und guter Bater Richard Birth. Dieses zeigen tiefbetrübt an Die trauernde Witwe und Kinder. Die Beerdigung findet Sonn abendnachmittag 4 Uhr auf dem St. Nikolai Kirchhof. Prenzlauer Allee, statt. 2507b nework sid PUCK díe die neue 3,9 Qualitäts Cigarette Verband d. Gemeinde- u. Staatsarb. wir Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern geben biermit Nachricht vom Tode des Kollegen Gustav Schmidt Spezialarzt für Harn, Haut, Frauen-, Bein leiden sich. Heilung der atuten Go norrhöe in wen. Tag. durch Spezial methode, Syphilis, schmerzlose Schnell Iuren ohne Berufsstörung. 251/3 von der 24. Revierinspektion der Dr. Stoffels, Leipziger Str. 103. städtischen Gaswerke. Ehre seinem Andenken! Beerdigung heute Freitag, den 26. Juni, nachmittags 42 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Johannis- Kirchhofes in Plößensee aus. Um rege Beteiligung ersucht 35/2 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Hermann Stempel 3offener Str. 51, am 18. d. M. am Gehirnschlag gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Ferner starb unser Mitglied, der Uhrmacher Joh. Clauer Schönfließer Str. 21, am 23. Juni an Lungenleiden. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Frei tag, den 26. Juni, nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des 3ions Kirchhofes in Nordend aus ftatt. = Rege Beteiligung erwartet 120/20 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Allen, welche sich an der Beerdigung meines lieben Mannes Julius Grewe beteiligt haben, sage ich meinen herzlichsten Dank. 970 Helene Grewe. Danksagung. Ecke Friedrichstr. Spr. 122 u. 5-7. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage Blutuntersuchung. Schnelle, sicher schmerzlose Heilung ohne Berufs störung. Teilzahlung. Spr. vorm. 10-8 ab., Sonnt. 9-10 Knaben- Waschanzüge Hosen und Blusen Stoff: u Kammgarn- Anzüge außerordentlich billig direkt in der Fabrik Bertha Pröstel 50 Andreasstr. 50, I. Etage. Kein Laden. Mehr als 20000 Aerzte empfehlen und verordnen Hafernahrung für Magen- und Darm franke, Blutarme, Bleichsüchtige, Buder trante, Wöchnerinnen und Refon valeszenten. Kein anderes Hafer präparat übertrifft an Wohlgeschmad, Nährwert, Leichtverdaulichkeit und fchneller, einfacher Bubereitung Do And Weil Hafermark Allen, die sich an der Beerdigung Bon nur allerbestem, gereinigtem meines lieben Mannes Richard Ressel Hafer hergestellt, ist Dr. Rud. Beil's vorzügliches Blut und Musteln beteiligt haben, sage ich meinen herz lichsten Dank. Hafermart selbstverständlich auch ein 23w. Alma Reifel. bildendes Kraftnährmittel für Gefunde jeden Alters. 273/ 7* Allen, welche sich an der Beerdigung Gebrauchsvorschrift auf den Paleten. Danksagung. unserer lieben Tochter 24996 Trudchen beteiligt haben, sagen wir unseren herzlichsten Dant. W. Näther und Frau. Danksagung. Für die mir bei der Trauerfeier meines innigft geliebten Mannes er wiesene Teilnahme und Kranzspenden spreche ich allen Freunden und Betannten sowie allen Vereinen, ins besondere dem Redner Herrn Weh meter für die trostreichen Worte im Namen aller Hinterbliebenen meinen innigsten Dank aus. A 97 Witwe Antonie Zuchelt geb. Schenk. Wasche mit Henkel's Bleich Soda. Originalpaket 1 PM. 40 PL General- Depot: D. Mader, Prinzenstr. 86. Zu haben in den Filialen der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. Radfahrerfarten Wanderkarten hält stets vorrätig Buchhandlung Vorwärts Lindenstr. 69( Laden) Maßschneiderei eleg. Herrenmoden beste Stoffe, schick. Schnitt Ia Verarbeitg., pa. Zutaten enorm billig. E. 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Die Unternehmerorganisationen erstiden fast in Resolutionen und Petitionen, die sie gegen die Gewerkschaften beschließen, die Handelskammern fertigen gelehrte Gutachten über den mangelhaften Schutz der geliebten Arbeitswilligen an, der Hansabund tobt auch mit, in den Barlamenten interpellieren die Scharfmacher die Regierungen, ob es nun nicht bald gegen die Arbeiterverbände los geht, die Polizisten stürmen mit hinreißender Bravour einzelne Streifpoften auf ganz menschenleeren Straßen als Verkehrshindernis, Jagow sammelt belastendes Material und die Richter überbieten sich in graujamen Der Charlottenburger Denkmalsprozeß und flaffenstaatliche gesichts dieser Tatsache ausrufen. Arbeitslose, auch in Potsdam, in Schreckensurteilen gegen Streiksünder. Der Berliner Polizeioberste sammelte nicht nur Material, er hat auch, wie bekannt, Verordnungen gegen die Gewerkschaften erlassen. Die Durchführung dieser Maßnahmen führte zu einigen bedauerlichen Tumulten, die natürlich der reaktionären Meute einen willkommenen Anlaß zu einer verstärkten Auflage ihres gehässigen Getsäffs boten. Einige Tumultuanten, durchweg jüngere Arbeiter, wurden erwischt und mit brutal hohen Strafen belegt. In dieser Situation ergreift der Magistrat der kgl. Haupt- und Residenzstadt das Wort und nimmt sich mannhaft der vergewaltigten Arbeiter an. In einer Eingabe an den Monarchen weist er in ernster Rechtsprechung. im Park von Sanssouci glockenhelle Kinderstimmen an unser Chr bringen. Gesungen wurde mit Wärme und Gefühl das reizende Frühlingslied: Beise zieht durch mein Gemüt, liebliches Geläute." Dritter Kreis. Am Dienstag, den 30. Juni, abends 81, Uhr, Neugierig, wer hier im Königlichen Part, unter steinernen Nymphen findet im Gewerkschaftshaus eine außerordentliche Generalverfamm- Heinesche Lieder in vortrefflicher Weise zu Gehör bringt, bogen wir lung statt. Auf der Tagesordnung steht ein Referat des Reichstags einige Schritte seitwärts und entdeckten sechs Mädchen im Alter von abgeordneten Dr. Dstar Cohn über: Der unabhängige preußische 10 bis 13 Jahren, welche unter der Aufsicht einer älteren Arbeiterin Richter. Als zweiter Punkt Kreisangelegenheiten. mit der Säuberung des Rasens von Unkraut beschäftigt wurden. Meine Frage, ob sie von der Königlichen Gartenverwaltung be= Sechster Wahlkreis. schäftigt werden, wurde bejaht. Die Arbeitszeit dauert für diese Genosse Ledebour wird in einer Reihe von Referaten, armen, bedauernswerten Kinder bei der jetzigen Temperatur von mit anschließender Diskussion, die gegenwärtige gespannte mittags 1 bis abends 6 Uhr. Auf die scherzhafte Frage, daß sic politische Lage, unter Berücksichtigung der Ergebnisse der wohl dann auch einen Königlichen Lohn bekommen, wurde mit einem Reichstagssession zur Erörterung bringen. Es sind angesetzt: ernsthaften:" Es ist nicht so schlimm", geantwortet. Der Lohn, Klassenstaat und Monarchie. Freitag, den 26. Juni, im Stadttheater Moabit: den die Königliche Gartenverwaltung für diese fünf Arbeitsstunden zahlt, beträgt 40 Pf. oder pro Stunde sage und schreibe 8 Pf. Klassenstaat und Monarchie. Dienstag, den 30. Juni, im Prater- Theater: Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich, kann man anHülle und Fülle, und die Königliche Gartenverwaltung verwendet Kinder für anstrengende Gartenarbeit bei der horrenden Entschädigung von 8 Pf. pro Stunde. Welch eine ungesunde und anstrengende Arbeit für diese zarten Menschenpflanzen, auf dem durch den starken Regen der vergangenen Tage durchnäßten Boden zu knien oder in gebüdter Stellung Unfraut zu jäten. Wer entschädigt die Kinder, die durch diese Beschäftigung in ihrer Gesundheit beträchtlich geschädigt werden? Die Königliche Gartenverwaltung? Wann sollen diese Kinder, die doch zurzeit während des Vormittags ihrer Schulpflicht genügen müſſen, ihre Schulaufgaben erledigen und ihre Kennt nisse erweitern? Oder sind der Königlichen Gartenverwaltung die dümmsten Kinder die besten Arbeiter? Ueberaus traurig war es mit anzuhören, wie die Kinder ihre Sehnsucht nach fröhlichem Spiel durch Singen zu stillen versuchten. Die zahlreich im Garten anwesenden Fremden, Engländer und Amerikaner, tauschten ihre Meinungen über die Beschäftigung der Kinder ungeniert aus, und es war wenig schmeichelhaft für die Königliche Gartenverwaltung, was wir dort zu hören bekamen. Der Kinderschuskommission von Potsdam bietet sich dort ein dankbares Feld der Tätigkeit. Vielleicht ist es möglich, in den anderen Königlichen Gärten ein Gegenstück zu diesem Idyll zu suchen." Die Ratten im Tiergarten. Dienstag, den 7. Juli, in Ballschmieders Kastanienwäldchen: Imperialismus und Kolonialpolitik. Dienstag, den 14. Juli, in den Pharus- Sälen: Der Kampf gegen den Militarismus. Neukölln. Die Bücher der Wahlvereinsbibliothek find Inbentur halber bis zum 30. Juni zurückzubringen. br, der bei Lichterfelde. Heute Freitag, abends pünktlich 8%, Wahrendorf, Bätesir. 7: 2. Sturfusvortrag: Einführung in Goethes und eindringlicher Form darauf hin, daß durch Gewaltmaßnahmen Faust, II. Teil. Erläuterungen und Rezitationen. und Ausnahmegeseze gegen die Arbeiterorganisationen das allgemeine Bernau. Am Sonnabend, den 27. Juni, abends 8% Uhr, und das staatliche Wohl nie und nimmer gefördert werden fönnen. Wahlvereinsversammlung bei Franz Salzmann, Basdorfer Straße. Geradezu goldene Borte eines selbstbewußten und freiheitlichen Bericht von der Kreis- und Verbandsgeneralversammlung. Partei Bürgerfinns findet der Berliner Magistrot in dieser Eingabe, indem angelegenheiten. er ausführt: Am Sonntag, den 28. Juni, nachmittags 3 Uhr, findet in Ruhlsdorf eine öffentliche Versammlung statt. Der Radfahrer verein und die radfahrenden Barteigenoffen treffen sich hierzu bei Lemmler, Wallstr. 3. Abfahrt pünktlich 1 Uhr. " Es ist ein ausgemachter Say, daß die emp findliche Seite der menschlichen Freiheitsliebe auch in staatspolitischer Hinsicht so wenig wie möglich berührt und noch weniger, wenn Klosterfelde u. Umg. Sonntag, den 28. Juni, nachmittags jugendliche Aufwallung die Handlungen uner- 2% Uhr, findet auf dem Grundstück der Frau Emma Schrinner in fahrener Individuen leiten, wenn Leichtsinn, der Straße nach Prenden zu, eine öffentliche Volksversammlung Unüberlegtheit und ein durch vernachlässigte unter freiem Himmel stait. Referent Reichstagsabgeordneter Genosse Erziehung berbliebener Mangel richtiger Stadthagen. Grundsäze dabei obwalten- ohne Gefahr nach= teiliger Folgen öffentlich angetastet werden darf. Das find prächtige Worte, die man in großen Lettern drucken und in allen Geheimratsstuben und Ministerzimmern anbringen follte. Denn wie himmelweit ist doch gerade die preußische Regie tungsweisheit von der einfachen Logit entfernt, daß Rücksicht auf die menschliche Freiheitsliebe ein Gebot staatspolitischer Klugheit ift. Aufruhr • Berliner Nachrichten. Hochbahn oder Untergrundbahn? Aus der Stadtverordnetenversammlung. " Im Auftrage der Tiergartenverwaltung wird uns geschrieben: Es kann nicht geleugnet werden, daß der Tiergarten eine ziemliche Anzahl Ratten beherbergt, deren Vernichtung seit Jahren das Bestreben der Tiergartenverwaltung gewesen ist. Kein Mittel blieb unversucht. Eine völlige Ausrottung der Nager ist in einem so ausgedehnten Park mit seinen vielen Schlupfwinkeln unmöglich, um so mehr, als sich das Ungeziefer im Winter nach den benachbarten Gewässern, Ranälen und Grundstüden zieht, wo zu seiner Vertilgung häufig nichts geschieht. Es wurden Versuche gemacht mit Rattenfeuchenartig bazillen, welche mit Brotbrocken in die Röhren gesteckt wurden und wirken sollten, was jedoch nicht der Fall Patronen, welche nach ihrer Entzündung giftige Die Stadtverordnetenversammlung hatte gestern in ihrer Der Berliner Magistrat hat sich durch das Terrorismusgefchrei Unter den Beratungsgegenständen waren mehrere, die eine letzten Sizung vor den Sommerferien noch reichlich zu tun. anläßlich der erwähnten Tumulte erfreulicherweise nicht beeinflussen schleunige Erledigung heischten. Drei Anträge, die von war. Patronen, laffen. Er weist im Gegenteil mit erfrischender Deutlichkeit darauf Stadtverordneten eingebracht worden waren, erregten be- Gase entwickeln, follten, in die Röhren geſtedt, ebenfalls eine ver hin, daß diese Unruhen lediglich eine Folge der polizeilichen Provo- sonderes Interesse. In der Debatte über den Antrag, der nichtende Wirkung ausüben. Dieses Mittel versagte aber ebenfalls. lationen waren und fährt in der Eingabe fort: Dies beweist überzeugend der erwähnte Fall und neuerliche für die Schnellbahn Gesundbrunnen- Neukölln forderte, fie wo es die Verhältnisse gestatten, wird Wasser in die Löcher gelassen Dies beweist überzeugend der erwähnte Fall und neuerliche auch im Stadtteil Gesundbrunnen doch noch als Untergrund- und die hervorkommenden Ratten werden erschlagen, wodurch eine der aftenmäßig bloß durch die aufgezwungene Ver ordnung entstanden ist und der eine Menge gewiß größtenteils bahn auszuführen, tam es noch einmal zur Aufrollung der ganz erhebliche Zahl getötet wird. Am besten haben sich Klappnicht moralisch böser, sondern nur leichtsinniger, nach ihren be- alten Streitfrage Hochbahn oder Untergrundbahn". fallen aus startem Kupferdraht bewährt. Durch fie merben jährlich schränkten Einsichten in dem Gefühl ihrer Jugendkraft und ihrer Die sozialdemokratische Fraktion bean- große Mengen gefangen und da die Fallensteller Fangprämien bebermeinten... Ehr- und Freiheitsrechte handelnder Züng- tragte, den Besuch der Internationalen Ausstellung fommen, stellen sie dem Ungeziefer mit großem Eifer wh linge in harte Strafe gebracht und zur Kränkung ihrer Eltern für Buchgewerbe und Graphik in Leipzig durch Ganz wesentlich aber könnte das Publikum selbst zur Ber vielleicht auf die ganze Zeit ihres Lebens ins Unglück gestürzt hat." Hergabe von Geldmitteln aus dem Stadtsädel auch Ar- minderung der Ratten beitragen, wenn dasselbe etwas ordnungsEs gehört gewiß Mut, sehr viel Mut für die Behörde der beitern zu ermöglichen. In der vorigen Sitzung war liebender wäre. Anstatt die Stullenpapiere nebst Speisereften eingrößten deutschen Stadt dazu, sich der tobenden Meute, die nach von freisinniger Seite die Dringlichkeit dieses Antrages be- auſteden, werden dieselben einfach unter die Bänke geworfen, was Ausnahmegefeßen schreit, so mannhaft entgegenzuwerfen und der stritten worden, so daß er erst gestern beraten werden konnte. bie Ratten ganz genau wiffen. Auf ihren abendlichen Streifzügen Regierung so ungweideutig den Vorwurf der Provokation ins Ge- Genoffe 2 e id führte aus, daß die Gemeinde, wenn fie werden in erster Linie die Bänke revidiert. Man werke baher nicht ficht zu schleudern. Wenn der Bürgermeister und die Räte der Stadt Gewerbe und Industrie fördern will, auch das Bildungs- Gßwaren usw. fort, sondern tue derartige Abfälle in die soweit vorBerlin, die diese zeitgemäße Eingabe verfaßten und unterzeichneten, mittel des Besuches von Ausstellungen den Arbeitern handenen Körbe." bamit unterm heutigen Sturs auch wahrscheinlich die Anwartschaft zugängig machen muß. Stadtverordneter UII ſtein wollte Der im Schlußsaße der Zuschrift ausgesprochenen Bitte der Verauf Regierungsgunst und Orden ein für allemal verscherzten, so das nicht so allgemein gelten lassen und hielt die Stonse- waltung können wir uns nur anschließen. dürfen sie sich doch reichlich entschädigt fühlen durch das Vertrauen quenzen" für„ bedenklich", doch war er geneigt", in diesem und den Dank der Arbeiterschaft. Straftaten eines Offiziersburschen. Ja, aber wie wird uns denn! Der Berliner Magistrat als einem Ausschuß überwiesen, nachdem für den Magistrat Falle eine Ausnahme" zuzulassen. Der Antrag wurde Vor dem Kriegsgericht der Landwehrinspektion hatte sich vorfurchtloser Streiter gegen die Regierung im Kampfe für das Recht der Stadtrat Doflein eine wohlwollende Erklärung ab. gestern der Füfilier Marinowitsch zu verantworten. bermenschlichen Freiheitsliebe" auch bei Arbeitern? Das Un gegeben und eventuelle Erledigung bis September zu- Breisgabe von Dienstgegenständen, Betrug in 12 Fällen, UrkundenDie Anklage warf ihm 19 Straftaten, darunter Fahnenflucht, mögliche, sollte es zum Ereignis geworden sein? Ach der ahnungsvolle Leser hat natürlich längst etwas gegesagt hatte. Gegen die im Vorwärts" bereits geschilderte Verleutnant M. in Charlottenburg Bursche. Er erhielt als solcher, fälschung, Diebstahl usw. vor. Der Angeklagte war bei dem Obermerlt und ist vorbereitet auf unsere Aufklärung: Selbstverständlich pestung des Friedrichshain- Viertels durch wie in der Verhandlung festgestellt wurde, 9 M. Burschenzulage werde man beim Berliner Magistrat vergeblich nach soviel Mut und eine efeberwertungsanlage der Brauerei Fried- und stand sich so, daß er täglich 1 M. für sich verausgaben durfte. freiheitlichen Bürgerfinn und Objektivität gegenüber wirtschaftlichen richshain" richtete sich ein von Freisinnigen eingebrachter Davon sollte der Angeklagte sich vollständig verpflegen. Der Bursche Klassentämpfen suchen, aber so hätte er reden müssen, wenn... Antrag, der den Magistrat zu Abwehrmaßregeln aufrief. fam mit dem Gelde nicht aus, er unterschlug fleine Summen, bichtete Finte, sondern echt und genau so ist der Wortlaut und der mühungen verschiedener Behörden und des Eingreifens auch ihm zur Beförderung übergeben hatte. Er öffnete auch einige Briefe Gänzlich falsch geraten, lieber Leser! Die Eingabe ist keine er- Stadtverordneter senauer beklagte, daß troß der Be- die er für den Offizier zahlen sollte. Schließlich vergriff er sich auch an den Briefmarken, die sein Herr auf die Briefe geklebt und Tatbestand, wie hier dargestellt. Nur daß die Sache so um etwas der Polizei bisher nichts erreicht worden sei. Oberbürger- und vernichtete sie. Auch das wäschegeld für die Waschfrau des mehr als hundert Jahre zurückliegt. Es war um die Wende vom meister Bermuth konnte mitteilen, daß soeben das Poli- Offiziers blieb er schuldig und machte im Wäschebuch falsche Ein. 18. ins 19. Jahrhundert, das alte zünftige Handwert lag schon halb zeipräsidium energische Schritte in Aussicht gestellt hat und tragungen. Als er sab, daß man bald hinter seine Betrugsmanöver in Sterben und damit war auch der einftmals so mächtigen Gesellen die erwünschte Abhilfe nötigenfalls durch ein Betriebs- kommen werde, wurde er fahnenflüchtig. Am 31. März defertierte organisation die Lebensmöglichkeit untergraben. In dieser Zeit ging verbot erzwingen will. In der weiteren Debatte sprach er, fuhr nach der Provinz und entwendete einem Schweizer einen die preußische Regierung daran, die alten kampfluſtigen Gesellen- Genosse Wurm seine Verwunderung darüber aus, wie Bivilanzug. Seine Uniform gab er dann im Walde preis. Sie berbände in staatlich konzessionierte und ständig überwachte Unter- Lange hier auf einen Erfolg polizeilichen Eingreifens ge- teil zurückgeschickt. Nach neun Tagen stellte sich Marinowitſch stüßungskassen umzuwandeln. War auch die Kraft der Gesellen wartete werden muß, anders als z. B. bei Versammlungen selbst der Behörde. wurde später von einem Gendarmen gefunden und dem Truppen= berbindungen infolge der wirtschaftlichen Umwälzungen bereits ge- Jugendlicher, mit denen die Polizei sehr viel rascher fertig brochen, so ließen sie fich doch diesen Anschlag nicht ruhig gefallen. zu werden versteht. Durch die Erklärung des Oberbürger- Gefängnis und zur Bersekung in die zweite Klaffe des SoldatenIn Berlin war es zu erheblichen Unruhen bei den Schmiede meisters war der Antrag erledigt, so daß er zurückgezogen standes. In der Urteilsbegründung wurde betont, daß der Angegesellen gekommen, bei denen man zunächst das neue Reglement ausprobieren wollte. Und nun wandte sich Bürgermeister und Rat wurde. flagte mit Schäßen zwar nicht reich gesegnet war, daß es aber der Stadt Berlin in der erwähnten Eingabe, die vom 24. Dezember fölln, deren Bau durch die A. E. G. schon begonnen wor- hätten(!!) und nicht unehrlich würden. Durch diese Urteilsbegrün Für die Schnellbahn Gesundbrunnen- Neu- andere Burschen gebe, die noch weniger Geld zur Verfügung 1801 batiert ist, an den König, um die Regierung zu veranlassen, den ist, kam der Antrag, auch dem Gesundbrunnen noch die dung ist die Tatsache leider nicht aus der Welt geschafft, daß der bon den Anschlägen auf das Koalitionsrecht zurückzustehen. Tatsäc- Ausführung einer Untergrundbahn zu erwirken, eigentlich Handlung getrieben wurde. lich steckte die Regierung, nachdem auch von anderen Behörden betichtet wurde, daß die Durchführung des Reglements Unruhen nach oeroldt erwiderte Stadtbaurat Krause, das Projekt ein bißchen spät. Auf die Begründung durch Stadtv. fich ziehen würde, einen Pflod zurüd. Womit dann allerdings auch fei ja in allen Einzelheiten längst genehmigt, eine nachDie Ordonnanzen im Reichsmarineamt. ur erreicht war, daß die endgültige Zertrümmerung des Koalitions trägliche Aenderung werde, wenn überhaupt, nicht ohne Ginzug in den neuen Palast in der Königin- Augusta- Straße gehal Das Reichsmarineamt hat nach langwierigem Umzug feinen rechts um einige Jahre verschoben wurde. Diese Angelegenheit ist überaus zeitgemäß, denn auch damals fteller halten die Hindernisse für nicht unüberwindlich und der Straßen der Reichshauptstadt umher lagen, wodurch der Dienst sehr schtere Opfer für die Stadt zu erreichen sein. Die Antrag- ten. Die einzelnen Abteilungen, welche früher in den verschiedenen ging die Stampagne unter der Devise: Bekämpfung der Miß- sprechen sich noch jetzt Erfolg von neuen Verhandlungen erschwert wurde, find heute einheitlich miteinander verschmolzen. bräuche" der Handwerksgesellenverbindungen. Heute schreit die ganze zwischen Magistrat und A. E. G. Reaktion über die Auswüchse" des Koalitionsrechtes und die ReAuch unsere Genossen Der ganze Dienstbetrieb läßt sich nun viel besser und schneller abs Forderung. wideln. schaften. Aber die Geschichte wiederholt sich nicht in allen Einzel-/ Der Antrag wurde einem Ausschuß überwiesen. heiten. Einem Magistrat, der den Koalitionsräubern in den Arm fält, die Regierung auf das Provokatorische ihrer Maßnahmen auf-| mertsam macht und warme Worte der Verteidigung findet für solche der unbesonnenen Arbeiter, die sich durch die behördlichen Provokationen zu Dummheiten hinreißen lassen, einen solchen Magiftrat gibt es in Denn inzwischen ist der Kommunalfreifinn erfunden worden. Berlin nicht mehr. Mit dem Bau eines zweiten Ledigenheims in Berlin in Schönstedtstraße am Brunnenplatz ist begonnen worden. Kinderarbeit im königlichen Park zu Sanssouci. Uns wird geschrieben:" Als ich am gestrigen Tage mit einem Betannten die Königlichen Gärten in Potsdam aufsuchte, hörten wir Das Kriegsgericht verurteilte den Angeklagten zu 8 Monaten Das Reichsmarineamt ist voll und ganz der Neuzeit entsprechend gebaut und eingerichtet. Als ganz besondere Neuheit, die besonders hervorgehoben werden muß, von den berühmten Baumeistern j. 8t. jedoch vergessen ist, muß die Menagefüche" für die Ordonnanzen bezeichnet werden. Die Menagefüche ist jetzt erst im Erdgschoß bon der Behörde ausgebaut und eingerichtet worden. Nicht weniger als 40 vierzig Ordonnanzen, die im Reichsmarineamt und Admiralstab tommandiert sind, nehmen an der Mennage teil. Als Einweihungsgericht wurden Spederbjen gekocht. Wer an diesem Tage seine Naje zu dem Hofraume hinaussteckte, der konnte an dem mürzigen Geruch wahrnehmen, daß den Marinesoldaten ein gutschmeckendes Mittagessen bevorstand. Speckerbien! an denen sich jo ziemlich ein friegsstarker Zug Marinesoldaten laben sollte, waren die Freudenmahlzeit der modernen Einrichtung. M. suchte. Er Vorortnachrichten. Stadtverordnetenerfahwahlen in Lichtenberg. zuverlässige Arbeiter bei einem Wochenlohn von 2 hunde. Vor- bewegen, die Wahlen erst im Herbst stattfinden zu lassen Hauptsächlich geschah das zu dem 3med, flüssige Kapitalien der Ge meinden zu einem gutem Zinssage nußbringend anzulegen oder aud zur Einführung von gemischt- wirtschaftlichen Unternehmen". Anders aber in Neukölln! Am Sonntag, den 28. Juni, von mittags 12 bis abends Hier will sich die Stadtverwaltung an einer in der Neugründung 7 Uhr, findet in der dritten Wählerklasse die Ersatzwahl begriffenen Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 300 000 Diese 40 Marinejoldaten, die doch eigentlich zur Fahne gerufen für den Genossen Priese, im Lokal von Jacob, Müggelstraße 16, beteiligen. Und das nicht etwa um seine schwachen Finanzen auj sind und friegstüchtig zum Schuße des Vaterlandes ausgebildet und am Montag, den 29. Juni, von mittags 12 bis nach zubeffern, als vielmehr damit die drohende Herrschaftsstellung der werden sollen, verrichten im Reichsmarineamt und Admiralstab mittags 6 Uhr, im 5. Bezirk der zweiten Wähler- Sozialdemokratie in dem Gemeindeparlament zu verhindern. Be „ Kalfafterdienste". Sie werden zu Bobengängen verwendet und ver- flasse die Ersakwahl für Dr. Standke, welcher zum Stadtrat dem 42- Millionen- Etat der Stadt ist der eventuelle wirtſchaft treten die Bureaudiener im Reichsmarineamt bei Beurlaubungen gewählt worden ist, in Kerns Festsäle, Türrschmidtstraße 45, statt. liche Nußwert des eingelegten Kapitals ohne Bedeutung; dagegen Erkrankungen. Sonst haben sich die Ordonnanzen in der Zu einem heißen Kampf wird es besonders in der zweiten das Risiko sehr erheblich. Botenmeisterei aufzuhalten, wo ihnen alle weiteren Aufträge erteilt Abteilung kommen, stehen doch hier unserm Kandidaten, dem Ge- Die Stadt hat ein großes Industriegelände erworben, das nun werden. Diese unausgebildeten Marinesoldaten werden größten- nofsen Buger, zwei Gegner gegenüber, deren Parteigänger die mehr auch seine Verwertung finden soll. Große Kanal- und Hafen, teils auch zu Gefreiten befördert. Die neue Wehrvorlage hat ja so äußersten Anstrengungen machen, um jeder für sich den Bezirk anlagen sind geschaffen worden und ein Millionenkapital wurde viel Soldaten mehr gebracht, daß es tatsächlich heutzutage auf eine zu erobern. Bei der letzten Wahl vor zwei Jahren wurde der darin investiert, um Industrie heranzuziehen. Gegen die Seßhaft Handvoll mehr oder weniger gar nicht ankommt. Die Hauptsache ist Bezirk mit einer kleinen Majorität von der sogenannten Mittel- machung der Industrie ließe sich gewiß nichts einwenden und unter und bleibt, daß heute eine Zentral- Reichsbehörde vorangeht, ober- standspartei gleich im ersten Wahlgang gewonnen, diesmal ist das Mitwirkung der Sozialdemokratie sind die neuen Verkehrswege z flächlich ausgebildete Soldaten von der Fahne wegnimmt und sie zu Feld für die Mittelständler aber bedeutend ungünstiger, da auf Wasser und zu Lande, sowie die großen Hafenanlagen geschaffe Botendiensten verwendet, wodurch anderen Leuten Stellen verloren Grund des Einspruches unseres Genossen John das Oberverwal- worden. Soweit, sogut! Dann aber tritt das politische Momen gehen und sic in ihrem Fortkommen sehr geschädigt werden. Da tungsgericht dahin entschieden hat, daß der Eisenbahnfiskus wie flarer in die Erscheinung und enthüllt sich schrankenlos. Induſtriel redet man immer von der Notwendigkeit der zweijährigen Dienst- auch die Friedrichsberger Bank aus der Wählerliste zu streichen sind. Unternehmen, die sich in Neukölln niederlassen wollten, mußten ſi zeit. Und hier hält man Soldaten für gut genug, Botendienste zu Hierdurch sind in der Gesamtheit etwa 1000 Wähler aus der vertraglich verpflichten, daß ihre Angestellten dort Wohnung nehme verrichten, die mit der militärischen Ausbildung nichts zu tun haben. dritten Klasse in die zweite Klasse aufgerückt. Zudem hat sich auch würden. Die Gemeinde hob nach den Grundsäßen unserer preuz noch die bürgerliche Gegenpartei der Mittelständler, die sogenannte schen Junter glatt die Freizügigkeit auf. Auch die Direktoren un Schachtelgruppe, zu ihrem Kandidaten den Rechtsanwalt Dr. Alter- Besitzer der in Verhandlung stehenden Unternehmen wurden verar thum aus den Reihen der Mittelständler( Bürgerverein) erkoren. laßt, gleiche Verpflichtungen einzugehen. Dafür wurden dann de Die Mittelständler sind sich auch bereits darüber klar, daß es dies- Werfen Gegenwerte geboten. mal ohne Stichwahl nicht abgehen wird. Sie lassen daher kein meistens unter dem Selbstkostenpreis und hatten dann noch die Sie erhielten billiges Baulan Mittel unversucht, die Stadtverordneten und den Magistrat zu Vergünstigung, den billigsten Tarif für elektrische Kraft in gar da für Deutschland zu haben. Außerdem aber brauchte der Betrag für da sie bei einer Stichwahl, die in die Ferien fällt, die Aussicht auf erworbene Bauland nur jährlich mit 10 Proz. getilgt zu werde einen Sieg äußerst gering ist, da ihr Wählertroß, die Beamten der jeweilig verbleibende Rest wurde mit 4% Proz. verzinst, d. und Lehrerschaft fast allgemein dann auf Reisen ist. Hierdurch mit dem gleichen Sabe, den die Gemeinde für das geliehene Kapita verbessern sich besonders bei einer etwaigen Stichwahl die Aussichten welches zum Ankauf der Grundstücke diente, zahlen mußte. Das für unseren Kandidaten ganz erheblich. Besonders läßt uns das Unternehmen sparte dann so die üblichen Säße für Provision, die d Hinaufrücken einer nicht unerheblichen Zahl Wähler der dritten zahlen müßte, wenn es selbst Kapital zu beschaffen gezwungen wäre Klasse mit einer gewissen Bestimmtheit hoffen, daß bei genügender Die Gemeinde mußte diese Provision an die für sie tätigen Agenten Agitation auch dieser Bezirk der zweiten Klasse von uns erobert selbstverständlich zahlen. Aber auch diese Bemühungen haben no werden wird. Wie notwendig dies ist, ergibt sich schon daraus, nicht den erhofften Erfolg erzielt. Noch drängt sich nicht die In daß in allen wichtigen Fragen, die eine Schwächung der Interessen dustrie nach Neukölln. Noch immer droht das Schredgespenst sozial der Arbeiterklasse betrafen, beide bürgerlichen Parteien demokratischer Herrschaft in der Gemeinde. Also weiter! eine reaktionäre Mehrheit bildeten, so finden wir die Ein bekanntes und großes Wert, dessen Aktien so schlecht Mittelständler in trauter Gemeinschaft mit der Schachtelgruppe stehen, daß sie an der Börse nicht mehr zugelassen werden, hat ein unter anderem beim Wahlrechtsraub, bei der falschen Rech- Tochterunternehmen, welches sich von dem Mutterwerk frei machen nungslegung der Werke. Auch gegen die Betretung des Beschwerde- will. Um frei zu kommen, bedarf es Kapital, welches es bisher weges wegen der Nichtbestätigung unserer Genossen in der Schul- nicht erlangen fonte, obgleich es angeblich Dividenden in Höhe von deputation stimmten die Mittelständler. 12-20 Proz. verteilt hat. Dies Unternehmen gehört dem Kartell sie sich am 60. Geburtstag des Stadtverordnetenvorstehers mit unter häusliche Niederlassung und Aktienkapital von 300 000 M. an; den Aeußerst bezeichnend für die Mittelständler ist es auch, daß an und Neukölln greift nach dem„ fetten" Happen und bietet ihm den Gratulanten befanden, trotzdem sie kurz vorher öffentlich im Vorsitz im Aufsichtsrat übernimmt der Oberbürgermeister. Der U " Lichtenberger Tageblatt" von demselben Vorsteher denunziert wor- jak beträgt rund 1% Millionen M. pro Jahr. Dafür ist die Stadt den waren, daß sie als preußische Beamte bei einer geheimen Ab- gewillt, Grund und Boden unter den geschilderten Bedingungen ſtimmung( Stadtverordnetenwahl) für die sozialdemokratischen für den Preis von 315 M. pro Quadratrute zu geben. Das Grun Kandidaten gestimmt haben. Die wichtigsten Beschlüsse in der stück liegt im Industriegelände am Hafen und hat auch Anschluß a Stadtverordnetenversammlung sind vielfach mit nur ein und zwei die Gleise der Verbindungsbahn. Der Erstehungspreis des Grund Stimmen Mehrheit gefaßt, so daß die Eroberung dieses stüds stellt sich für die Stadt wesentlich höher. Das Wutterwer Bezirks für jede Partei von außerordentlicher bekommt jedoch von der Gemeinde extra eine Abfindungssumme Wichtigkeit ist, daß wohl mit Recht erwartet werden kann, von 160 000 M., außer den genannten Vergünstigungen. Und des daß kein Arbeiterwähler der Wahl fernbleiben alles, um ein industrielles Wert nach Neuföllr zu bekommen, da wird, und andererseits die beiden letzten Tage von den Genossen 3. 34. etwa 80 Arbeiter beschäftigt, welches aber noch ausbauföf zur Agitation für unsere Kandidaten in reger Weise ist. Lediglich deshalb, um ein„ steuerfräftiges Publikum" ausgenutzt werden. Ohne Mühe und Kampf kein Sieg. solches wird das in Frage kommende Werk angesehen tölln zu ziehen und damit einen größeren Einfluß auf die Gestaltung Charlottenburg. der Abgrenzung der Wählerabteilungen zu bekommen, ist Magistrat und Stadtverordnetenversammlung willens, fich in tollfühne Unter nehmen einzulassen. Die Angst vor der Sozialdemokratie macht die herrschenden Gewalten in der Gemeinde Kopfscheu. werden. Ein frevelhaftes Spiel mit Arbeitslosen. Zu großen Menschenanjammlungen fam es vorgestern abend auf dem Wedding. In einem Blatt hatte ein angeblich in der Reinickendorfer Str. 46 wohnhafter Fabrikant ein Inserat erlassen, in dem er nüchterne, bestellte die Arbeitsuchenden zu einer bestimmten gestern abend herrschte ein bedeutender Andrang in und vor dem Grundstück Reinickendorfer Straße 46. Hunderte und Aberhunderte von Arbeitslosen erschienen, um sich zu melden. Als sie erfuhren, daß sie betrogen waren, und daß in dem Hause kein Fabrikant wohnt, bemächtigte sich ihrer große Empörung. Es kam zu er regten Szenen und zu gewaltigen Menschenansammlungen, so daß schließlich die Beamten des nächsten Polizeireviers alarmiert wurden. Der Urheber dieses Unfugs fonnte bisher noch nicht ermittelt Eine raffinierte Schwindlerin ist gestern durch die Schöne berger Kriminalpolizei festgenommen worden. Die Gaunerin, die 22jährige Hedwig Müller, ein sehr hübsches stattliches Mädchen, wohnte seit mehreren Wochen in den verschiedensten vornehmen Hotels und Pensionaten des Westens und der Vororte und gab sich überall als die Nichte eines Berliner sehr hohen und befannten Staatsbeamten aus. Als solche trat sie natürlich sehr nobel auf und es wurde ihr gern überall ein hoher Kredit eingeräumt. Als angebliche Jlse Schartow machte die Müller die Bekanntschaft zahlreicher hoher Beamter und Offiziere, in deren Familien sie zum Teil Eingang fand. Diese Gelegenheit benußte die Schwindlerin, um sich Briefbogen mit dem Namensaufdruck der Betreffenden zu größere Bestellungen in den verschiedensten Geschäften. Die Bestellungen wurden ohne weiteres ausgeführt. Auf die Anzeigen der Geschädigten hin wurde die Hochstaplerin gestern auf der Straße verhaftet. Schwerer Unfall auf dem Görliger Bahnhof. Ein verhängnisvoller Unglüdsfall hat sich gestern in früher Morgenstunde auf dem Görlizer Bahnhof ereignet. Beim Rangieren von Personenwagen geriet der 36 Jahre alte Weichensteller Alexander Kühn aus Lichtenberg in dem Augenblick, als er einen Waggon an die Maschine ankuppeln wollte, auf das Nebengleis, auf dem gerade eine andere Lokomotive herangefahren fam. A. fiel unter die Räder und wurde überfahren. Er erlitt schwere Verstümmelungen und innere zerreißungen und wurde in fast hoffnungslosem Zustand nach dem Krankenhaus Bethanien gebracht. Zwei zusammengebundene Leichen gelandet. Gestern mittag wurden bei Rauchfangwerder aus dem Zeuthener See die Leichen eines jungen Mannes und eines Mädchens gelandet, die ausammengebunden waren. Der Mann ist etwa 25, das Mädchen 23 Jahre alt. Anscheinend handelt es sich um ein Liebespaar aus dem Arbeiterstande. Stadtverordneten- Versammlung. ไป ได้ nach Neus In nur 1½stündiger Situng erledigten die Stadtverordneten eine Reihe kleinerer Vorlagen. Eine Vorlage, die einige Verbesseam Mittwoch in ihrer letzten Sizung vor den Ferien meist debattelos Roste es was es wolle, unter allen Umständen gilt es, die zu rungen in den Bestimmungen über die Gewährung von Ruhegehalt, erwartende sozialdemokratische Mehrheit in der Gemeindeverwal Ruhelohn und Hinterbliebenenversorgung der städtischen Beamten tung zu verhindern. Der Scharfmacherkurs treibt sonderbare Blüten und Arbeiter bringt, wurde an einen Ausschuß verwiesen. Eine all- im Staat und in der Gemeinde. jährlich wiederkehrende Petition des Bundes der Haus- und Grund- Spielausschuß. Sonntag, den 28., Familienwanderung besizervereine gegen den Straßenhandel, über die die Versammlung Tegel- Frohnau. Treffpunkt 7 Uhr Schlesischer Bahnhof( Madai An den Unrechten in früheren Jahren stets zur Tagesordnung übergegangen war, straße, Straßenbahnhaltestelle). Fahrgeld 40 Pf. kamen Pferdediebe, die dem Juhrherrn Strohet einen Schimmel murde gegen den Widerspruch unserer Genossen, in deren Namen werden gebeten, den Kindern 10 Pf. und etwas gemahlenen Staffel aus dem Stall stahlen und sich darauf bei dem Gemüsehändler Stadtv. Scheel auch diesmal einen Antrag auf llebergang zur zum Kaffeekochen mitzugeben. Herzberg noch ein zweites Tier dazuholen wollten. Ein schwarzer Tagesordnung begründete, dem Magistrat als Material überwiesen. mittags 2 Uhr vom Wildenbruchplak( Elfensteg). Mittwoch, den 1. Juli: Spielen in Treptow. Abmarsch nach Wallach, den sie dort im Stall fanden, gefiel ihnen sehr. Es gelang Zu einer Debatte führte dann der Vorschlag des WahlDie Eltern ihnen auch, ihn anzuschirren. Als sie ihn aber dann entführen ausschusses, als Mitglied in die Schuldeputation den Stadtv. Geh. Treptow- Baumschulenweg, Nieder- Schöneweide. wollten, entpuppte sich der Wallach als ein so bösartiger Schläger, Regierungsrat Dr. Stadthagen zu wählen. Die Wahl ist da- Sein diesjähriges Waldfest veranstaltet am Sonntag, den taß die Diebe auf ihn verzichteten, ihn im Geschirr ſtehen ließen durch notwendig geworden, weil die Regierung dem vor einigen 28. d. M., der„ Männerchor Oberspree" in der Königsheide. Nach und die Flucht ergriffen, um sich mit dem bereits gestohlenen Wochen gewählten Stadtv. Genossen Dr. Borchardt die Be- althergebrachter Weise finden dort Volksbeluftigungen aller A Schimmel zu begnügen. Der Eigentümer wunderte sich nicht wenig, als er morgens sein Pferd, das er im Stall an der Krippe stätigung versagt hat. Auf Antrag unserer Genossen wurde der Kinderspiele, Präsentverteilung usw. statt. Da die Wahlvereine wähnte, angeschirrt auf dem Hofe herumlaufen fand. Gegenstand in öffentlicher Sizung verhandelt. Genosse Dr. Bor- werden die Parteigenossen darauf aufmerksam gemacht und ge Treptow und Niederschöneweide petuniär daran beteiligt sind, so chardt führte aus, daß die Verjagung der Bestätigung zwar ohne beten, sich zahlreich zu beteiligen. Der Feftzug durch den Ort bes Angabe von Gründen erfolgt ist, daß die Gründe aber bekannt seien, ginnt um ½2 Uhr vom Lokal Aug. Krause, Baumschulenwes Kleine Nachrichten. Mit Gas vergiftet hat sich die 35jährige Klavier- fie liegen lediglich in der politischen Ueberzeugung des Gewählten. Kiefholzstr. 249. lehrerin Frl. H. aus Steglib. Das Motiv ist in einem schweren Nerven-| Ein wirklich liberales Bürgertum dürfe die Regierung in ihrem Beleiden zu suchen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Nieder- Schönhausen. Aufstreben, die Mitglieder der sozialdemokratischen Partei zu Bürgern Bahnhof Warschauerstraße vor einen einlaufenden Zug geworfen hat zweiter Klasse zu erklären und mit einem moralischen Mafel zu besich der 24 Jahre alte Arbeiter Fritz Braun aus der Pillauer Straße. haften, nicht unterſtüßen, sondern müsse laut und deutlich seinen Un- das Thema:„ Der ämeiſenſtaat". Der Redner erntete am Schluß In der Mitgliederversammlung des Wahlvereins hielt Genoffe Biging einen interessanten naturwissenschaftlichen Vortrag über Er starb auf der Stelle. Die Leiche wude nach dem Schauhause gewillen darüber zum Ausdruck bringen. Nur wenn das geschehe, und feines Vortrages reichen Beifall. bacht. Festgestellt sind die Personalien des jungen Mädchens, das Alsdann erstattete Genosse fürzlich an der Lichtenſteinerbrücke in den Landwehrkanal sprang. zwar nicht vereinzelt in einer Stadt, sondern wenn überall das libe- Siege den Bericht von der Kreisgeneralversammlung. Genosse Es ist ein 16 Jahre altes Dienstmädchen Ottilie Bieber aus Frank rale Bürgertum Wert darauf lege, die Grundsätze des gleichen Rechts Beher ersuchte, auf der nächsten Kreisgeneralversammlung darauf furt a. D. Stellungslosigkeit hat das Mädchen in den Tod ge- für alle stets und immer wieder energisch zu betonen, könne bei der hinzuwirken, daß bei Wahlen, speziell in Oberbarnim, mehr Ge trieben. Vom Tode überrascht wurde ein zirka 50 Jahre alter Regierung ein Wandel der junkerlich- agrarischen Anschauungen mit noffen zur Wahlarbeit aufgeboten werden.- Den Bericht von der unbekannter Mann vor dem Hause Steinstr. 33. Er trug einen ihrem Gefolge fleinlicher und gehässiger Nadelstichpolitik herbei- Verbandsgeneralversammlung gab Genosse Effing. Von einzelnen grauen Jackettanzug, weiße Wäsche und eine Schirmmüße. Die Zeiche eines neugeborenen Knaben wurde aus dem Luisen schlage, den Genossen Klid zu wählen, Folge leisten. Der liberale heftig kritisiert. Am Schlusse der Debatte meinte Genosse Eſſing, geführt werden. Deshalb müßte die Versammlung unserem Vor- Rednern wurde besonders der Antrag des Genossen Adolf Hoffs mann sowie die Sammlung auf der Verbandsgeneralversammlung städtischen Kanal gelandet und nach dem Schauhauſe übergeführt. Stadtverordnete Wöll mer entgegnete, daß seine Freunde die Nicht- daß über den Massenstreif wohl nur eine Meinung vorhanden se Oeffentliche Gesangskonzerte veranstaltet der Gesangverein bestätigung eines Sozialdemokraten mißbilligten, daß sie im Gegen- nämlich, daß derselbe kommen müsse und kommen werde. Der Be „ Gesundbrunner Harmonie" am Sonntag, den 5. Juli, nach- teil eine Heranziehung auch der Sozialdemokraten zur Mitarbeit auf richt vom zweiten Teil der Verbandsgeneralversammlung soll auf mittags 5 Uhr, im Humboldthain und am Sonntag, den 19. Juli, allen Gebieten der Verwaltung wünschten. Aber sie seien ohnmächtig dem im Juli stattfindenden gemeinsamen Zahlabend erstatte nachmittags 5 Uhr, auf der Schülerwiese im Schillerpart. dem Willen der Regierung gegenüber, deshalb würde die Wahl eines werden. Sodann wurde Genosse Matschke sen. als Revisor, Verloren gegangen sind zur Sonnenwendfeier der Arbeiter Sozialdemokraten eine erfolg- und daher zwecklose Demonstration Stelle der Genossin Matschke die Genossin Schaper als Kreisdele jugend in den Gosener Bergen u. a. folgende Gegenstände: 1 Rud- bedeuten. gierte und als Erjak Genosse Kullad gewählt. Nachdem drei Neus sack mit Inhalt, 1 Schlafdecke, 1 Wanderstock und eine Feldflasche. aufnahmen vollzogen, machte Genosse Urban noch bekannt, daß fi am Ort ebenfalls eine Jugendsektion gebildet habe, er ersuchte empfahl Berücksichtigung solcher Friseure, welche die Forderungen der Gehilfen bewilligt haben. an Die Finder werden gebeten, diese Gegenstände im Jugendsekretariat Dr. Stadthagen mit großer Mehrheit zum Mitglied der Schul- Adressenangabe von jungen Leuten über 18 Jahre. Genoffe Viet In der darauf folgenden geheimen Sizung wurde Stadtv. deputation gewählt. Lindenstraße 3, 3. Hof, Aufgang IV, abzugeben. Aufgefundene Leiche. Am 24. d. M. nachmittags wurde in der Nahe Tegelorts aus dem Tegeler See die Leiche eines unbekannten unt Mannes gelandet, der anscheinend etwa 8-10 Tage im Wasser der Deputation für Gesundheitspflege sollen fünftig an stillende regen Beteiligung. Am kommenden Sonntag findet eine Partie Warmes Mittagessen für stillende Mütter. Nach einem Beschluß Die Kinderspiele am hiesigen Ort erfreuen sich stets einer gelegen hat. Mütter warme Mahlzeiten, sofern deren Verabfolgung aus besonderen nach Tegel statt. Treffpunkt morgens 8 Uhr bei Reuß, Treston, Der nach der Leichenhalle in Blößensee gebrachte Tote ist gesundheitlichen Gründen geboten erscheint, als Stilbeihilfe in Ede Platanenstraße. Badezeug und Proviant ist mitzubringen. zirka 50 Jahre alt, groß, untersett, hat blaue Augen, dunkelblondes gesundheitlichen Gründen geboten erscheint, als Stillbeihilfe graumeliertes, furz geschnittenes Haar, rötlich blonden, grau- der Regel für die Dauer von höchstens vier Wochen verabreicht Genoffinnen und Genossen, die sich als Spielhelfer zur Verfügung melierten Schnurrbart, im Oberfiefer feine Zähne und ist bekleidet werden. Die Verabreichung der Mahlzeiten erfolgt auf Grund bestellen wollen, werden gebeten, sich beim Genossen Sauerbrei, mit dunklem schwarzgestreiften Jatettanzug, schwarzen Zugftiefeln, ſonderer Gutscheine, die von den Säuglingsfürsorgestellen ausgestellt hlandstr. 43, zu melden. grauen Strümpfen gez. E..", Normalhemd und Unterhose, Reinickendorf- Oft. meißem Umlegetragen, breiter schwarzer Krawatte und rosablaugestreiften Manschetten. Wahrscheinlich liegt Selbstmord vor. Retogneszenten wollen fich bei der Tegeler Polizei melden. werden. Neukölln. Selbsthilfe eines Hausverwalters. Die Gemeinde als Aftionär. Daß Gemeinden von industriellen Im Hause Kopenhagener Str. 12 regiert als Verwalter Unternehmen Aftien erworben haben, ist gewig teine Seltenheit. ein Herr F. Gleißenring, Kriminalwachtmeister a. D. Wie er mit Ge aud ten". bung Mt. auj der Bei haft cgen nun fens urte haft Inter e zu affer ment ciel jme cu 111 rav δε lam j die gan : dal rden d. 4 pital Da ie d päre enten no zial Hecht t ein ichen isher bon rtell ihm den 11m Stadt ngen uni B an und wer! mme bds bal fois ไว้ Neus tung ftrat uter die ези wal üten ung Ιδαί tern affee ady den Mad Art eine fo ge bes veg offe ber uffe offe offe auf Be der en offs ing ng jen Be auf tet an le id eth en er tie これ ng Ch et it am unbequemen Mietern fertig wird, hat er in voriger Woche gezeigt.[ Aufstellung des großen Motors am 8. September noch an demselben Ein Schädling der Arbeiterklaffe. Ginem Arbeiter, der Miete schuldig geblieben war, erflärte er: Tage an den diensttuenden Ingenieur die Meldung gemacht habe, Ein gemeingefährlicher Verbandskassenmarder wurde Wenn Sie nicht pünktlich zahlen, fönnen Sie ziehen." Drei Tage daß die Anlage fertig sei, aber ein Schutzdeckel für den Anlasser Mittwoch von der Nordhäuser Straffammer durch die wollte der Verwalter noch warten wenn aber dann nicht gezahlt fehle. Wenn der verunglückte Krause, der von ihnen gewarnt und Verurteilung des Schornsteinmaurers Rudolph Wiegand werde, sei die Wohnung schleunigst zu räumen. Daß ein Mietsvertrag auf die mit der Anlage verbundene Lebensgefahr hingewiesen sei, aus Lipprechtsroda zu fünf Jahren Zuchthaus ouch bei Verzögerung der Mietezahlung nicht ohne weiteres null und den Anlaß ohne Schußvorrichtung in Betrieb gejezt habe, so sei und 1500 M. Geldstrafe unschädlich gemacht. Der Gauner nichtig wird, schien der Herr Gleißenring nicht zu wissen. Nach ihm dies nicht zur Last zu legen; die Verantwortlichkeit dafür, hat seine raffiniert angelegten Betrugsmanöver mit einer drei Tagen tam er in die Wohnung und fragte die Frau, ob sie daß innerhalb von 10 Tagen seit der Fertigstellung der Anlage für gefälschten Unfallrentenquittung, einem gefälschten Verbandsbuch vielleicht erst warten wollten, bis sie ermittiert würden. Der Herr eine ordnungsmäßige Vorrichtung noch nicht Sorge getragen worden der Bauarbeiter und mit Hilfe sonstiger Mittel ausgeführt und Verwalter hatte also mit seiner Aufforderung, bei Nichtzahlung so- war, müßten die Beamten tragen, die die Arbeit nach ihrer Vollen- die Verbandskassen in Apolda, Döbeln, Bochum, Frankenhausen, fort auszuziehen, nicht etwa gespaßt. Inzwischen war ein dung abgenommen und den Betrieb geduldet hatten. Staatsan- Blankenburg, Lehrte, Osterwied, Gernrode, Heringen, KönigswusterKind an Majern erfranft, aber Herr Gleißenring wußte Rat. walt Dr. Weyermann beantragte gegen die Angeklagten je einen Hausen, Mittenwalde usw. um teils sehr erhebliche Beträge erBringen Sie," erklärte er der Frau,„ das Kind ins Krankenhaus! Monat Gefängnis, während die Rechtsanwälte Dr. Heinemann und leichtert. Am tollsten trieb es der Bursche, der es auch besonders Ziehen Sie ins Armenhaus! Ich warte nicht länger." Dr. Wiegert auf Grund der Beweisaufnahme, in welcher die als auf das Stehlen von Verbandsbüchern abgesehen hatte, in Heringen, Es vergingen dann mehrere Tage, ohne daß die Familie Zeugen vernommenen Ingenieure des Bergmannschen Werkes un- wo er vom Verbandskassierer 6 M. erschwindelte und durch EinAnstalten traf, auszuziehen. Zwischendurch drohte der Ver- beeidigt blieben, jede Schuld der Angeklagten mit Erfolg be- bruch die Verbandskassette mit 260 M. und ein Sparkassenbuch walter dem Mieter:" Ich lasse Sie ermittieren." Wir fönnen stritten. über 150 M. stahl. Im ganzen wurden ihm 34 Betrugs- und 4 Diebstahlsfälle zur Last gelegt. Während er im Gefängnis erst den wilden Mann zu markieren suchte, gab er in der Verhandlung, zu der über 50 Zeugen geladen waren, auf alle an ihn gerichteten Fragen einfach feine Antwort. Das Urteil lautete auf 5 Jahre Zuchthaus, 1500 M. Geldstrafe evtl. weitere 100 Tage Ge fängnis. Widerstand. Auf eine Anklage wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt bezi. Beamtennötigung hatten sich gestern der Wächter Karl Armonier in Charlottenburg und dessen Ehefrau vor der 2. Straffammer des Landgerichts III zu verantworten. jest nicht ziehen," antwortete ihm der, die Kinder sind frank." Das Gerichtsprach beide Angeklagte frei, Schon hatten bei einem zweiten Kind sich die Masern gezeigt, und da die höheren Beamten sich das Werk angesehen und auch das dritie schien gefährdet. Schließlich kam eines Abends, den Betrieb geduldet hätten und die Angeklagten auf diesen nährend der Mann abwesend war, der Verwalter in die Wohnung und wetterte auf die Frau los: Machen Sie, daß Sie rauskommen! Betrieb keinen weiteren Einfluß ausüben konnten. Sie haben gar fein Recht mehr, hier drin zu sein. Ich schmeiße alles raus, wenn Sie nicht einpacken." Er holte darauf seinen erwachsenen Sohn herbei, und nun griffen beide zu dem Mittel der Selbsthilfe, indem sie eigenhändig die Stube ausräumten. Sie nahmen ein Bett auseinander und schafften es auf den Korridor. An das zweite Bett konnten sie sich nicht heranmachen, weil eins der Kinder darin lag. Das Kleiderspind brachten sie mit solchem Ungestüm hinaus, daß es beschädigt wurde. Als die Frau das weinende Kind auf den Arm nahm, schafften Gleißenring Vater und Sohn auch das zweite Bett hinaus. Der Kinderwagen, in dem das jüngste, sechs Monate alte Kind lag, wurde in die Küche geschoben. Die hilflose Frau hatte inzwischen ihren Mann herbeirufen lassen. Als er eintraf und jah, was da vorging, gab es begreiflicherweise einen erregten Auftritt. Der Verwalter ließ sich aber nicht hindern, die ausgeräumte Stube abzuschließen, so daß die Familie auf die Küche angewiesen blieb. In ihr übernachteten die Eltern mit den drei Kindern, nachdem sie die Betten wieder hereingeholt hatten. Am nächsten Tage, 20. Juni, räumten sie alle miteinander die Wohnung. So hatte Herr Gleißenring gezeigt, wie man mit solchen Mietern fertig wird. Was ein richtiger Hausverwalter ist, der spielt felber Polizei und Gericht. Da bedarf es nicht erst der Umständlichkeiten einer Ermissionsklage. Ueber den Zustand der Kinder ließen sich übrigens die Eltern noch an demselben Tage, 20. Juni, ein Attest geben. Es bescheinigt, daß die drei Kinder zurzeit an Majern ertranft und bettlägerig find". Der Verwalter scheint von dem Sieg, den er da erfochten hat, noch nicht mal ganz befriedigt zu sein. Den Familienvater, der sich diese Verlegung seines Hausfriedens nicht so ohne weiteres gefallen lassen wollte, soll er der Verwalter obenein zur Bestrafung angezeigt haben. Man darf gespannt sein, was nach Prüfung des Sachverhalts die Staatsanwaltschaft tun wird. Lichterfelde. 000000 Am 9. Oftober 1913 begaben sich die Kriminalschuhleute Lux und Hohlwein nach der Wohnung der beiden Angeklagten, um auf Grund eines Beschlusses des Untersuchungsrichters eine Haussuchung abzuhalten und nach Papieren zu fahnden, die geeignet waren, den Aufenthalt des gerichtlich gesuchten Sohnes Heinrich Armonier den Behörden bekannt zu geben. Als die Beamten er schienen, eilte Frau A. sofort in ein Zimmer, in dem sich ein Bett befand, holte einen Stoß Papier aus dem Bett hervor und zerriß die Papiere. Lur, der ihr nachgeeilt war, suchte ihr die Papiere zu entreißen, die Angeklagte hielt sie jedoch krampfhaft fest, stieß den Beamten zurück und stedte einen Teil der Papiere in den Mund, doch gelang es dem Lur, sie ihr zum Teil aus dem Munde herauszuholen. Der Ehemann Armonier riß seine Frau von dem Beamten los und stieß diesen mit der Hand zurück. Dann holte die Frau in aller Gile noch einige Papiere aus dem Bett hervor und suchte auch diese zu verschlucken. Erst als auf den Ruf des Qur der Kriminalschuhmann Hohlwein diesem zu Hilfe eilte, gelang es, die Eheleute völlig zu überwinden. Die der Ehefrau aus dem Munde geriffenen Zettel enthielten Notizen über die Adressen, unter denen der sich verbergende Sohn zu erreichen war. Das Charlottenburger Schöffengericht hatte den angeklagten Ehemann zu 1 Monat, die Ehefrau zu 1 Woche Gefängnis verurteilt. Auf die vom Rechtsanwalt Dr. Harry Pincus eingelegte Berufung hob gestern die Straffammer das erste Urteil auf und erkannte auf 60 M. bzw. 30 M. Geldstrafe. Aus aller Welt. Das Wohnungselend im Ruhrgebiet. " Kleine Notizen. die Festgenommene Verbrecher. In Magdeburg gelang es, zwei gemeingefährliche Verbrecher, die seit langer Zeit in der weiteren Umgebung Magdeburgs ein Schrecken der Bevölkerung geworden waren und seinerzeit den Molkereibefizer Kersten in Drurberge erschossen hatten, festzunehmen. Es handelt sich um Arbeiter" Albert Krahenberg und Karl Beder aus Bedringen. Zwei weitere Komplizen entfamen. Beder zog bei der Ver= haftung einen Browning und schoß auf einen Beamten, ohne zu treffen. Einer der Beamten schoßz darauf in der Notwehr zwei Schüsse auf Becker ab und verlebte ihn schwer. Araßenberg wurde überwältigt und ins Gefängnis eingeliefert. Mord aus Eifersucht. In Trzenies in der Provinz Posen wurde die 34jährige Arbeiterfrau Jerzyk in einem Roggenfelde mit durchschnittener Keble aufgefunden. Täterschaft dringend verdächtig wurde ihr Mann verhaftet, der die Tat aus Eifersucht verübt zu haben scheint. Als der Brandstiftung der Suffragetten. In Ballylesson bei Belfast versuchten Brandstifter die Kirche niederzubrennen. Der angerichtete Schaden ist beträchtlich. Am Tatort wurden Schrift. stücke der Suffragetten gefunden. Russisches Banditenunwesen. In der Nähe von Olszanice in Russisch- Polen wurden mehrere vom Wochenmarkt heimkehrende Kaufleute und Bauern von einer Räuberbande überfallen, ermordet und beraubt. Die sofort ausgesandte Gendarmeriepatrouille fonnte drei der Verbrecher verhaften. Mit einem Wasserflugzeuge abgestürzt. Am Donnerstagnachmittag stürzte in Kiel gleich nach dem Start der Kapitän leutnant Walter Schroeter infolge Uebersteuerns seines Wasserflugzeuges aus 40 Meter Höhe ins Meer, Schroeter wurde zwar sofort von einer Pinasse gerettet, ist jedoch den schweren inneren Verlegungen im Friedrichsorter Krankenhause era Tegen, Spiel und Sport. Ein blutiges Rencontre zwischen einem Nachtwachbeamten und einem Diebe hat in der vorlegten Nacht in Lichterfelde stattgefunden. Der Gemeindenachtwächter B. bemerkte gegen 3 Uhr nachts auf dem Holzplatz von Schmidt in der Brauerstraße einen Mann, der Holzplatten vom Stapel nahm und zusammenschnürte. Als ihn der Wächter anrief, versuchte der Dieb zu fliehen, wurde aber eingeholt und von dem Nachtwächter festgenommen. Nun ging der Mann ruhig eine Strecke mit. Plöblich riß er sich jedoch weise ist neben der Auswucherung der Arbeitskraft die Bewuche- Drtsgruppe Berlin: Am Sonntag, den 28. Juni, werden folgende los und rannte davon. B. verfolgte den Flüchtigen und hatte ihn faft eingeholt, als der Dieb plöblich einen Revolver zog und auf feinen Verfolger schoß. Der Nachtwächter wurde von der Kugel am Oberschenkel getroffen und so erheblich verwundet, daß er von der weiteren Verfolgung Abstand nehmen mußte. Der Spitzbube entfam, fonnte jedoch bereits gestern früh als ein in Richterfelde wohnender Arbeiter W. crmittelt werden. Friedenau. Ein schwerer Automobilunsall hat sich Mittwoch in der Rheinstraße ereignet. Als der Chauffeur Paul Brauer diesen Straßenzug entlang fuhr, bersuchte eine Automobildroschke, die sich in gleicher Richtung bewegte, an ihm vorbeizukommen und stieß dabei gegen das Motorrad. Brauer wurde umgestoßen und flog in weitem Bogen auf das Straßenpflaster. Der Verunglückte erlitt einen doppelten Oberschenkelbruch und schwere Kopfverletzungen und wurde in besinnungslosem Zustande nach dem Krankenhause in Lichterfelde gebracht. Nowawes. Iation. Wohl die übelste Erscheinung der kapitalistischen Produktionsrung der Arbeitskraft durch die wahnwißige BodenspekuAm schlimmsten und verderblichsten wirkt der Bodenwucher natürlich auf die Aermsten der Armen, die mit vielen Kindern gesegneten" Arbeiterfamilien. Haben es sich doch zahlreiche Hauspaschas zum Prinzip gemacht, an tinderreiche Familien überhaupt nicht zu vermieten. Dieselben Leute, die vor moralischer und sittlicher Entrüstung triefen, weil die Arbeiterklasse ben Kapitalisten nicht mehr Ausbeutungsobjekte in unbegrenzter Zahl liefern mag, sehen es jahraus, jahrein taltschnäuzig mit an, daß kinderreiche Familien von einer faum Wohnung zu nennenden Behausung in die andere gehetzt werden, ja selbst beim besten Willen überhaupt keine Wohnung bekommen. Das Christenwort: Lasset die Kindlein zu mir kommen! ist durch die Patentchristen in das Gegenteil verkehrt worden. Bleibt mir mit euren Rangen vom Halse! ist der Heilsspruch des modernen Hauspaschas! Erst neulich mußten wir berichten, daß in Duisburg ein Arbeiter sich das Leben genommen hat in der Verzweiflung Das Sommerfest der Gewerkschaften findet am Sonntag, den darüber, daß er mit den Seinen keine Wohnung finden konnte. 28. d. M., wiederum auf dem Festplatz an der Berliner Straße statt. Jekt liegen aus derselben Stadt einige Fälle vor, die eine neue Um 2 Uhr nachmittags erfolgt vom Singerschen Lokal der gemein- unglaubliche Schmach unserer viel gepriesenen Kultur und Gesame Abmarsch. Der Festzug geht durch die Priester-, Eisenbahn-, fittung bedeuten. Seit dem 1. Mai haust in Duisburg eine FaGroßbeeren, York-, Linden- und Berliner Straße. Auf dem Fest- milie mit sieben Kindern, die feine Wohnung bekommen plaz ist durch Konzert, turnerische und athletische Vorführungen, fann, in einer Selterswasserbude. an der Arndtstraße Preisschießen, Verlosung, Kinderspiele usw. für ausreichende Unter- und eine andere Familie mit vier Kindern in einere Re= haltung von Groß und Klein geforgt. Um 9 Uhr abends soll der Rüdmarsch erfolgen, der, durch die Linden- und Wilhelmstraße mise an derselben Straße. Zu diesen zwei Familien, deren gehend, im Festlokal" Deutsche Festsale" sein Ende findet. Von Möbel in einem Stalle bei der Polizei untergebracht sind, wird 5 Uhr nachmittags ab ist in beiden Parteilofalen Tanz. Der Ein. voraussichtlich zum 1. Juli noch eine Familie, ebenfalls mit trittspreis beträgt 20 Pf. pro Person. Die Mitglieder der Gewerf- fieben Kindern, kommen. Dieser ist am 2. Pfingsttage geschaften werden um zahlreiche Beteiligung am Festzuge ersucht, der fündigt worden, und es ist ihr trotz eifrigen Suchens bisher nicht doch der Einwohnerschaft ein eindrucksvolles Bild von der Stärke gelungen, irgend eine Wohnung ausfindig zu machen. und Geschlossenheit der freien Gewerkschaftsorganisationen bieten foll. Jugendveranstaltungen. Neukölln. Die Eröffnungsfeier des städtischen Spielplates an der Brenz- Allee findet am kommenden Sonntag nicht statt. Die Gründe der Bertagung sowie der neue Termin sind bisher nicht bekannt. Wanderer. Deutscher Arbeiter- Wanderbund„ Die Naturfreunde. Touren unternommen: Chorinchen, Oderberg, Niederfinom( Nachttour). Abfahrt Sonn abend abends 9.15 1hr( Stettiner Fernbahnhof). Melchow, Schwärzesee, Nonnenfließ( Nachttour). Abfahrt Sonn abend abends 9.15 Uhr( Stettiner Fernbahnhof). Rüdnis, Hellsee, Bucowsee, Melchow( Nachttour). Abfahrt Sonne abend abends 9.15 Uhr( Stettiner Fernbahnhof). Rehbrüde, Rauher Berg, Michendorf( Nachttour). Abfahrt Sonns abend abends 8.54 Uhr( Bahnhof Charlottenburg). Königs Wusterhausen, uflenfee, stroffinfee, Erkner( Nachttour). Tiefensee, Freienwalde. Abfahrt Wriezener Bahnhof 5.32 Uhr. Grüneberg, Kremmen. Abfahrt Stettiner Fernbahnhof 5.42 Uhr vormittags. Birkenwerder, Grabowfee, Oranienburg. Abfahrt Stettiner Bors ortbahnhof 6.45 vormittags. Ertner, Pätsee, Erkner. Abfahrt Schlesischer Bahnhof 6.33 Uhr vora mittags. Abfahrt Sonnabend abends 9.40 Uhr( Görlizer Bahnhof). Tegel, Schulzendorf, Stolpe. Treffpunkt 7, Uhr vormittags an der Strafanstalt Tegel. Motivtour der Photogr. Abteilung nach dem Beezer See ( Baderast). Abfahrt Stettiner Fernbahnhof 6.46 Uhr vorm. nach Schwante Hennigsdorf, Blodbrüde, Fintenkrug. Abfahrt Stettiner Bororts bahnhof 1.25 Uhr nachm. Kindertour. Tegel, Schulzendorf, Hermsdorf. Treffpunkt 18 Uhr vorm. Schlesischer Bahnhof. 8 Uhr vorm. Oranienburger Tor. Drtsgruppe Steglik: Schlesischer Bahnhof: a) Sonnabend abends 8.23 Uhr, b) Sonntag vore Fangschleuse, Störissee( Beltlager), Spreenhagen, Cablow. Abfahrt mittags 6.25 Uhr. Drtsgruppe Friedrichshagen Köpenid: Nach dem Blumenthal. Abfahrt 4.37 Uhr Bahnhof Friedrichshagen. Ortsgruppe Neukölln: Unsere Mitglieder treffen sich mittags 123%, Uhr im Restaurant Karls. garten. Abmarsch pünktlich 1 Uhr. Kinderwanderung. Tegel, Frohnau. Treffpunkt Schlesischer Bahnhof 7 Uhr vormittags. Gibt es wohl eine größere Versündigung, als so das heranwachsende Geschlecht, die Kinder, fittlich und moralisch zu gefährden? Wenn die armen Kinder trotz aller Fährnisse zu anständigen Menschen heranwachsen, eines ist sicher: sie müssen mit einem heiligen Haß erfüllt werden gegen eine Gesellschaftsordnung, die ihnen in ihrer Jugend nicht einmal eine menschenwürdige Be-( Belte und Babezeug mitnehmen.) hausung gewährte. Folgenschwere Grubenunfälle. Arbeiter Touristenverein„ Die Naturfreunde". Drtsgruppe Berlin. Sonnabend, 27. Juni: Johannisfeier( Sonnenwendjeier) am hinteren Päger Sec. Abfahrt am Sonnabendabend vom Görlizer Fern bahnhof a) 7.15 nach Groß- Besten; b) vom Görlizer Vorortbahnhof 9.40, in Königs- Wusterhausen umsteigen. Tagesraft). Im Anschluß am 28. Juni: Wanderung durch den Duberowforst. Arbeiter- Wanderverein Berlin. Sonntag, den 28. Juni: Wanderfahrten zum Springsee bei Storkow( Badetour, Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. I. Abfahrt Sonntag früh 7.40 Görlizer Bahnhof bis ScharmütelfeeSpringfee. Friedrichsfelde. Freitag, den 26. Juui, im Rathaus. Ein schwerer Grubenunfall. hat sich auf der zur Gewerk. II. Abfahrt Sonnabendabend 7.20 Görliger Bahnhof bis Storkow Diefe Sigungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist beschaft Rhein- Elbe gehörenden 3 e che Pluto in Wanne er-( Königs- Wusterhausen umsteigen), Groß- Schauen( Nachtlager), Springfee. techtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. III. Abfahrt Sonnabendabend 7.15 Görlizer Bahnhof bis Halbe( nicht eignet. Auf Schacht Wilhelm wurden, wie erst jezt bekannt 7.40, wie im Tourenplan angegeben), Bend. Buchholz- Hermsdorf- Stre wird, Mittwoch nachmittag furz nach 2 Uhr drei Berg- genz- Bugt- Springsee. Weglänge ca. 30 km.( Nur gute Fußgänger). Ieute bei dem Durchbruch einer Gebirgsstörung ver- Arbeiter Touristenverein„ Die Naturfreunde". Ortsgruppe schüttet. Die Rettungsarbeiten wurden sofort aufge- reffpunkt Sonnabend abends 6.30 Uhr am Schloßplak. Abfahrt 7.02 Uhr Köpenid. Sonntag, den 28. Juni: Sonnenwendfeier am Baker Hintersee. nommen. Troz ununterbochener Arbeit gelang es bis gestern Bahnhof Grünau nach Groß- Besten. mittag nicht, die Verunglückten zu bergen oder mit ihnen eine Verständigung herzustellen. Gerichtszeitung. Tötlicher Unfall. Ein folgenschwer Unfall in den Bergmannschen Elektrizitätswerken, der ein Menschenleben gefordert hat, unterlag gestern der Nachprüfung der 6. Straffammer des Landgerichts III. Ein zweites schweres Grubenunglück hat sich auf dem Ifaliwerte Ronnenberg in Hannover zugetragen. Bei Sprengarbeiten auf der 653 Metersohle des Die auf fahrlässige Tötung lautende Anklage richtete sich gegen Werkes wurde durch einen verspätet losgegangenen Sprengden Installateur Georg Sendler und den Schloffer Wilhelm Petruck. Schuß der Lehrhäuer Voges getötet; zwei andere BergAm 18. September fand der Beizer August Krause in dem leute erlitten schwere Verlegungen. Bergmeraschen Elektrizitätswerte, Betrieb Metallwert, Abteilung Beizerei, dadurch seinen Tod, daß er beim Handhaben des AnGrubenbrände in England. laffers mit den stromführenden Teilen des Anlaßwiderstandes in Berührung fam. Dies war darauf zurückzuführen, daß diese Teile, Auf zwei englischen Kohlengruben brachen entgegen den Unfallverhütungsvorschriften, nicht mit einer Schuß- große Brände aus. Doch ist niemand dabei umgekommen. hülle versehen waren. Als Krause dann beim Anlassen des Motors Auf der Bryncoch Grube in der Nähe von Neath( Wales) diese ungedeckten Metallteile des Anlaßwiderstandes mit der Hand zerstörte eine Feuersbrunst das Gerüst im Ausfuhrschacht und brachte berührte, wurde er durch elektrischen Starkstrom getötet. die Ventilation zum Stillstand. Der Förderkasten siel in Für den Unglücksfall wurden die beiden Angeklagten verant- die Tiefe. Die Bergleute in dem Kasten kamen alle mit heiler Haut ivortlich gemacht. Die in der Beizerei befindliche Absauganlage davon. 250 Bergleute waren zur Zeit des Unglüds in der war ein kurz vor dem Unfall neu angelegter Betrieb. Die Auf- Grube. Auf der Douglas Grube in Bellshill bei Glasgow stellung des Exhausters mar dem Angeklagten Petrud übertragen gewesen und dieser hatte en Angeklagten Sendler mit der Auf- richtete ein Feuer beträchtlichen Schaden an. stellung eines geeigneten Motors beauftragt. Beide Angeklagte be- der Grube fuhren auf das Alarmsignal hin durch einen Notschacht ritten entschieden ihre Schuld, Sendler behauptete, daß er nachzutage, . am Mittwoch Die 200 Mann in Radfahrer. Arbeiter- Radfahrer: Bund, Solidarität". Mitgliedschaft Berlin. Tourenplan zum Sonntag, den 28. Juni. Agitationstour früh 5 Uhr. Start von den bekannten Stellen. Unterfommissionsmitglieder müssen erscheinen. Sämtliche Abteilungen starten mittags 1 Uhr von den bekannten Stellen. 2 Uhr Sammelſtart: Tempels of an der Ringbahn. Richtung Groß- Lichterfelde( Sängerfeft). 12. Abt.( Motorfahrer). Keyin a. d. Havel( Klemm). Start 7 Uhr Bahnhof Heerstraße. Charlottenburg. Nachts 2 Uhr Hohenelse; früh 5 Uhr Streif. züge durch den Grunewald. Nachmittags 2 Uhr Lichterfelde. Sängerfest. Start: Rosinenstraße.. Neukölln. Einweihung des städtischen Sportplazes, Grenz- Alce. Festzug ohne Räder im Sportdreß. Treffpunkt 12%, Uhr: Etablissement Adlershof. Badetour am Müggelsee. Start 1%, Uhr beim Ge noffen Otto Biege. Lichtenberg. Sonnabend, 27. Juni, abends 10 Uhr: Spreewald. Möllensee; mittags 12, Uhr: Herzfelde. Start: Pfarrstr. 74.( 1. Abt.). tour. Start: Türrschmidtstr. 40. 2. Abt. Sonntag, 28. Juni, früh 6 Uhr: Pankow Niederschönhausen. Groß- Lichterfelde. Start früh 8 Karlsgarten. Uhr; mittags 12 Uhr Mühlenstr. 31 Weißenfee. Grabowsee früh 6 Uhr; nachm. 12 Uhr: Groß- Lichters felde Barendorf. Start bei Beuteri. Bernau. Tiefensee. Start 8 Uhr. Temmler, Ballstr. 2 Tegel. Start 3 Uhr: Hennigsdorf. Schöneberg. Herzfelde( Friesen). Start 12 Uhr beim Genoffen Obst.( Badeanzug mitbringen). 2 Uhr: Groß- Lichterfelde( Sängerfest). Start beim Genossen Obst. Dber Schöneweide. Sonnabendabend 8 Uhr: Herrentour. Start: Restaurant Schäffer, Siemensstraße. Wilmersdorf- Friedenau- Halensee. Morgens 5 Uhr Badetour nach Krossinsee. Start am Deuchtanal. Schmargendorf. Sonnabend, den 27. Juni, abends 9 Uhr, nach Zehlendorf. Start bei Mangelsdorf, Misdroger Str. 1. " Köpenid. Frühtour nach Kummersdorf. Abfahrt früh 6 Uhr b. Riek. Arbeiter Radfahrer Verein Groß- Berlin". Sonnabend, den 27. Juni, abends 12 Uhr, nach Wörlik( Gambrinus) und Dessau( 116 km) ohne Anschlußstart. Bahnfahrer bis Wittenberg ab Anhalter Bahnhof. Sonntag früh 5.35. Fabrpreis mit Rad 2,10 M.; Wittenberg bis Wörlig 19 km. Sonntag früh 6 und mittags 12 Uhr nach Werlsee( Hotel SeeAid): Badetour. Anschlußstart: Bahnhof Treptow. Ortsgruppe Neukölln. 28. Juni: Start 12, Uhr Reuterplak. Ziel wird dortelbst bekannt gegeben. Turner. Turnverein Fichte" veranstaltet am Sonntag, den 28. Juni, fein diesjähriges Spielfest im Schillerpart. Abmarsch 2%, Uhr bom Turnplay Reinickendorf, Thurnerstraße. Beginn 3 Uhr. 2. Männerabteilung. Treffp. 12 Uhr Görl. Bahnh.( Linie 32). 8. Männer- Abteilung: Sonntag, 28. Juni: Treffp. 12 Uhr Alexanderplaz( Berolina); 12%, Uhr Abfahrt( 32, 35, 41) nach Umkleidelotal " Seebad Reinidendorf". Turnkleidung nicht vergessen. " 100 Arbeiter- Turnerbund( 4. Bezirk) Nordgruppe. Sonntag, den 28. Juni, in Stegliz, Turnplatz Schüßenstraße neben Birkenwäldchen", Faustballwettspiele um die Gruppenmeisterschaft. Beginn 2 Uhr nachm. Freie Turnerschaft Charlottenburg( Männer Abteilung). Sonnabend, den 27. Juni: Nachtpartie. Fahrt bis Groß- Besten. Treffpunkt abends 8.30 Uhr Bahnhof Charlottenburg. Genügend Proviant mitbringen. Ober- Schöneweide. Sonntag, den 28. Juni, Sportfest auf dem Turnplatz des Turnvereins Oberspree. Antreten der Vereine 13% Uhr im Schloßpart Wilhelminenhof. Beginn des Festes 3 Uhr. Schöneberg. Sonntag, den 28. Juni, Spielpartie des Arbeiter- Turnbereins. Näheres heute abend Rathausfäle. * Die Freie Sportvereinigung, Berlin", veranstaltet am Sonntag, den 12. Juli, vorm. 9 Uhr, in Treptow ein leichtathletisches Meeting und awar: 100, 400, 800, 1500 Meter Laufen, 3000 Meter Gehen, ferner 3mal 1000 Meter und eine Olympische Stafette( 800, 400, 200 Meter). Dffen für Jugend- und Männermitglieder aller Turn- und Sportvereine. Umfleibelofal: Treptower Prachtjäle, Inh. Wanzlick. Meldungen bis zum 8. Juli nimmt entgegen Walter Dewell, Lübbener Str. 12, III. Arbeiter Sportkartell„ Neukölln". Auf Anweisung des hiesigen Magistrats findet die Einweihung des städtischen Sportplates am Sonntag, den 28. Juni, nicht statt. Alle für diesen Tag getroffenen Veranstaltungen find demnach gegenstandslos geworden. Fußball. Reinickendorf( R. B. C. 06). Fußballwettspiel gegen Minerva". Auf dem R. B. C. Plaz( Graj Rödern- Allee 50: Anfang der 3. Mannschaft um 2 Uhr. Am Sonntag, den 28. Juni, spielt Adler I" Mannschaft gegen Wilmersdorf I" nachmittags 5 Uhr in Reinickendorf, Schillerpromenade 49. Rüftig Vorwärts" I. Mannschaft 3 gegen Hertha I. Mannschaft dito II. Mannschaft. Anfang 3 Uhr. Platz Waigandufer, Ede Roseggerstraße. Arbeiter Samariterbund, Kolonne Groß- Berlin. Lehrabende finden in der nächsten Woche( Beginn 81, Uhr) statt: Lichtenberg. 4. Abt. Donnerstag, den 2. Juli, Scharnweber straße 60, Restaurant Bidenhagen. Heute Freitag: Monatsversammlung, Neue Friedrichstr. 35, Restaurant Haverland. Eingegangene Druckschriften. Aepfel, australische, Rifte 8,00-18,00. Erdbeeret, holländische, 50 Stilos gramm 20,00-26,00, Dresdener, Kanne 0,40-0,50, badische, 50 Kilo gramm 15,00-20,00, Mezer 25,00-28,00, Werdersche 15,00-25,00, Beelizer 15-30, Hamburger 22-35, Walderdbeeren 60-90; Stachel beeren, unreif, hies. 9-11, do. boll. 8-10; Himbeeren, ½, kg 0,35-0,40; Johannisbeeren, hiesige 50 kg 20; 00-25,00; Blaubeeren 25,00-30,00 Aprikosen, italienische 15,00-28,00; Pfirsiche, italienische 16,00-30,00; franzöfifche 18,00-35,00; Pflaumen, italienische 16,00-28,00; Mispeln, italienische 10,00-14,00; Bananen, Jamaifa 16,00-20,00, fanarische 14,00-18,00; Erdnüffe 28,00-30,00; Ananas 65,00-90,00; Zitronen, Messina 300 Stüd 8,00-12,00, Messina 360 Stüd 7,50-11,00, Mejjina 150 Stüď 6,00-10,00. Bon der Neuen Zeit" ist soeben das 13. Heft vom 2. Band des 32. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Die edlen und erlauchten Herren. Der Briefwechsel zwischen Marg und der amerikanischen Arbeiterbewegung. Von Algernon Lee. Engels. Beiträge zu ihrer Biographie von N. Rjajanoff. Zur Geschichte Ein Beitrag zur Frage des Schriftenvertriebs innerhalb unserer Partei. Von Heinrich Wetterprognose für Freitag, den 26. Juni 1914. Diez. Weißmann. Sleinstaatliche Verpreußung. Von Franz Filip( Gera). War der Großblod für Baden eine Notwendigkeit? Bon Anton westlichen Binden; keine erheblichen Niederschläge. Etwas warmer, vielfach heiter, aber noch veränderlich, bei mäßigen Berliner Betterbureau Feuilleton: Wieviel essen die Menschen? Von Alex. Lipschütz. Literarische Rundschau: Geheimrat Prof. Dr. May Rubner, Wandlungen Freitagmittag: Ein wenig wärmer. Im südlichen Binnenlande ziemlich Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis in der Boltsernährung. Bon Lipschüß. heiter und meist troden. In den übrigen Gegenden zunächst überwiegend bewölkt und vielfach Regenfälle. Später neue Aufheiterung. handlungen, Postanstalten und Kolporieure zum Preise von 3,25 M. pro Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle BuchQuartal zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft tostet 25 Pf. Von der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen, ist uns soeben Nr. 20 des 24. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Die Baseler Aktion. Von Rosa Luremburg. Zur Frage eines einheitlichen Internationalen Sozialistischen Frauentags. Von Hilja Pärssinen. Katharina Breschko- Breschkowstaja. Bon Edda Tannenbaum. Material zur Tagesordnung der dritten Inter nationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Wien: 1. Aus Holland. Von Heleen Anterſmit. Fördern wir die Entwidlung unserer Jugend! Bon Hedwig Scholz. Der 10. Verbandstag des Deutschen Holzarbeiterverbandes. Bon fk. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Bost bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Jahresabonnement 2,60 M. Bom Wahre Jacob ist soeben die 14. Nummer des 31. Jahrganges Seiten start erschienen. 16 den Verlag J. H. W. Diez Nachf. 6. m. b.. in Stuttgart sowie von Der Preis der Nummer ist 10 Pf. Probenummern find jederzeit durch allen Buchhandlungen und Kolporteuren zu beziehen. den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Amtlicher Maritbericht der städtischen Markthallen- Direktion über ( Ohne Verbindlichkeit.) fleisch Ia 72-84, dto. Ila 66-71, dto. IIIa 57-66; Bullenfleisch Ia 70-78, Donnerstag, den 25. Juni. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg M.: Dchsenoto. IIa 62-66; Stübe, fett 45-56, dto. mager 35-45, Freffer 60-65, dto. Hoff. 50-60; Bullen, dan. 40-60. Kalbfleisch: Doppellender 107-127; Mafttälber Ia 88-100, bto. IIa 72-82; Kälber ger. gen. 42-58. Hammelfleisch: Mastlämmer 90-92; Hammel Ia 77-89, bto. IIa 79-76, dto. austral.-Schod 3,50-3,80; Trinteier 4,00-4,20. --; Schafe 76-80. Schweinefleisch 52-58. Eier: Landeier 50 kg 90-100; Randbutter 70-80. Butter: Molkereibutter per Gemüse, inländisches: Rhabarber, hamb. 100 Bund 1,75-3,50, dto., hiesiger 1,60-2,00; Startoffeln, magnum bonum 50 kg 3,75-4,00, Wohltmann 3,00-3,25, runde, weiße 3,00-3,25, Dabersche 3,50-3,75; Borree, Schod 1,00-1,50; Spinat 50 kg 6,00-10,00; Schoten 8,00-14,00; Mohrrüben, Schodbund 1,20-1,50; Champignon 50 kg 30,00-35; Kohlrabi, Schod 0,60-0,80; Wirsingkohl, rhein. 100 Stöpfe 18,00-20,00; bto. hiesiger Schod 5,00-7,00; Blumenkohl, Erfurter 100 Std. 10,00-20,00; Meerrettig, Schod 8,00-14,00; Beterfilienwurzel, neue, SchockDer Schwimmberein„ Vorwärts", Berlin 1897 veranstalttet am bund 1,00-3,00; Radieschen 0,50-1,00; Salat, Schod 0,40-0,60; 8wiebeln, kommenden Sonntag ein großes Sommer- Schwimmfest im Seebad Wil Schockbund 0,60-0,70; Tomaten: 50 kg 30,00; Pfefferlinge 30,00-35,00; 35 helmsruh"( Inh. R. u. D. Grande), Kronprinzenstr. 2. Herren-, Damen- Spargel, Beeliger I 50 kg 25,00-38,00, dto. II 8,00 20,00, dto. III 2,00 und Jugendschwimmen, Springen, Wasserballspiele und Lampionreigen. bis 5,00, dto. unfort. 10,00-20,00, sonstiger biefiger I 20,00-30,00, Gartentonzert. Nach dem Schwimmen: Tanz. Anfang 3 Uhr. Eintritt dto. II 8,00-15,00, dto. III 3,00-5,00. Puffbohnen 50 kg 12,00 30 Pf. Fahrtverbindungen: 5 Minuten vom Bahnhof Reinickeodorf- Rosen- bis 14,00. thal der Stettiner Vorortbahn; Straßenbahnlinien: 32, 32E, 35, 35E, 36, 37, 41, 47 48. Die Mitglieder der Abteilung Dderberger Straße treffen fich mittags 12 Uhr am Bahnhof Gesundbrunnen( Eingang Brunnenstraße). Die Freien Schwimmer Charlottenburg( M. d. A.-W.-B.) feiern ihr zehnjähriges Stiftungsfest, berbunden mit Konzert und Theateraufführung( Ulf- Trio) am Sonnabend, den 27. Juni, im Voltshaus, Rofinenstraße 3( großer Saal). Alle Freunde und Gönner sind hierzu eingeladen. Schwimmer. 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