Nr. 37. Erscheint tagit außer Montags. Brets pränumeraude: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Preuz Jand: Deutschland u. Defterreich angarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingerz. an der Post- Zeitungs- Breisli für 1894 unter Nr. 6919. SUR.0 DO Norwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgeipaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Ervedition abgegeben werden. Die Grvedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 1508. Telegramm- Adrese: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. 2nd at firs Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die deutschen Arbeiter- Kolonien. 12 Mittwoch, den 14. Februar 1894. lispeln. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Dabei sind die Thatsachen der Statistik wahre Geißelhiebe für die Wortführer dieser Muckerpolitik. Die Unterbringung in Arbeit," sagt Berthold, macht den Kolonievorständen immer größere Schwierigkeiten". Bekanntlich liefern die Kolonien die wohlfeilen, zum Aeußersten gebrachten Arbeitskräfte an Junker und an andre Unternehmer, die billiges Menschenmaterial zu schwerer Thätigkeit brauchen. Während nun 1885/86 noch 1391 oder 27,4 pct. Arbeit oder Stellung erhielten, gelang das 1886/87[ bei 1470 oder 24,7 pt., 1887/89 bei 2465 oder 20,8 pet. und 1889/91 blos bei 19,7 pct.! So sieht es in Wirklichkeit aus. Herr Berthold aber die Kolonisten meint, die Kolonien hätten den Zweck, dauernd sittlich zu heben". Eine nette sittliche Hebung"! " treffenden Jahren. Fast ein Drittel der Vagabunden", zu erzielen, wenn die Vorschriften für alle Kolonien einder auf die Landstraße Getriebenen mußte also mehr als heitlich gälten. Dann wird die Zahl der Ver einmal in zwei Jahren die Arbeiterkolonie aufsuchen. Je pflegungstage noch mehr zusammenschrumpfen, und die länger, je häufiger der Wanderzwang, desto drohender die Sykophanten des praktischen Christenthums können mit Ende 1892 bestanden in Deutschland, wie Dr. G. Berthold Gefahr des Untergangs. Die Krisis, die das Erwerbsleben frommem Augenaufschlag von der segensreichen Wirkung seiner lehrreichen Abhandlung über die Arbeiterkolonien bedrückt, erzeugt Arbeitslosigkeit, der einmal durch den der Arbeiterkolonien auf die Abnahme der Vagabondage 18 82-1892 in G. von Mayr's Allgemeinem Statistischen Stempel der Vagabondage Gebrandmarkte erhält immer Archiv" ausführt, 25 solcher Gründungen, außerdem noch schwerer Beschäftigung, Hunger und Elend drängen ihn eine Heimathstolonie Friedrich- Wilhelmsdorf, in der Kolo- immer tiefer hinab, der Fusel wird Tröster, der Verfall ist nisten, die sich als besonders tüchtig und zuverlässig ge- da, der Kapitalismus hat ein neues Opfer auf dem Gewissen. zeigt haben, ihr eigenes Heim erwerben konnten." Die gesammten Arbeiterkolonien des Deutschen Reichs Das Wachsthum der Zahl der nochmals Aufgenommenen verfügen über- 3039 Pläge. Da die Zahl der Wandernden ist stetig. Denn in den Vorjahren 1887/89 entsprachen 13575 bereits vor einem Jahrzehnt auf 500 000 geschätzt wurde, so Aufnahmefällen 10 403 Personen; das heißt 23,4 pt. der zeigt sich schon daraus, immer vorausgesetzt, daß die Karten lauteten auf dieselben Personen. So sagt denn Arbeitertolonien sozialpolitisch von Werth wären, was fie auch Berthold: Eine Zunahme der wiederholt die aber nicht sind, wie lächerlich das Verhältniß des Ge- Kolonien Aufsuchenden ist unbestreitbar." Jm Durch botenen zu der Wanderziffer ist. Berthold stellt fest, daß schnitt aller Kolonien waren 1886/87: 34,8, 1887/89: 40,9, im Jahre 1890: 40,2, 1891: 32,0 pCt. der um Unterkunft 1889/91: 46,3 pCt. der Kolonisten wiederholt anwesend. Für Bittenden zurückgewiesen werden mußten. Die Wander- die einzelnen Kolonien zeigen die wiederholten Aufnahmen bettelei, dieses deutliche Kennzeichen wirthschaftlichen Noth- 1889/91 zum Theil sehr erheblich höhere Prozentfäße, z. B. flandes, läßt sich zahlenmäßig unter den jetzigen Verhält in Meierei( Pommern) 54,7, in Maria- Been( Westfalen) niffen faum völlig sicher erfassen. Es ist aber doch von 53,7, in Kästorf( Hannover) 53,8, in Karlshof( Ostpreußen) Interesse, daß z. B. allein in Berlin im Jahre 1889 52,4 pt. 12 970, im Jahre 1890 13 197 Bettler aufgegriffen wurden; Die Dr. Eisenbart- Politik der Kolonienwirthschaft tritt wurden unter anderen 684 Personen wegen Bettelus, 780 Wiederkehr derselben Rolonisten als ein Uebelstand anzusehen sei", dem man vorbeugen müsse durch verschärfte wegen Arbeitsschen". Es ist nicht nöthig, unsere Ansicht über die Arbeiter- Bedingungen für die Wiederaufnahme. Deni armen Teufel, Aus dem Reichstage. Die Stellung der Post. Tolonien eingehend darzulegen. Es ist bekannt, daß wir den die bittere Noth in die Zwangsanstalt wiederum hinein- affiftenten gab heute dem Redner des Zentrums, Gröber, fie in ihrer jetzigen Gestalt als ein Erzeugniß einer jagt, wird der Eingang versperrt oder erschwert. Warum noch Aulaß zu einer sehr eingehenden Erörterung. Außerpfäffisch- fapitalistischen Richtung betrachten, die den durch ist er auch schon wieder oder noch immer brotlos? Mit dem ist von dieser Partei eine Resolution eingebracht, in die bürgerliche Wirthschaftsweise außer Brot geworfenen feinem kapitalistischen Justinkt drücken die Männer der der verlangt wird, in eine Prüfung der Frage eintreten Proletarier auch noch deshalb straft, weil ihn der Geldsad Arbeiterkolonien, getränkt von christlicher Barmherzigkeit", zu wollen, inwieweit die dienstliche Stellung der Post- und brotlos gemacht hat. In muckerisch- finsterer Bucht wird bei einer Wiederaufnahme die Hungerlöhne noch tiefer. Telegraphen- Assistenten verbessert, insbesondere eine Gleich der Sträfling gehalten und in der Regel bei härtester In Karlshof z. B. wird bei der zweiten Auf- ftellung mit den Militäranwärtern in der Zulassung zum Arbeit arg ausgebeutet. Nur die äußerste Ber- nahme ein Tagelohn von nur 10 Pfennig vom 15. Tage Sekretätsexamen und eine Beschleunigung in der definitiven zweiflung treibt den Arbeiter in diese Werkhäuser der ab gewährt, bei der dritten nur täglich 5 Pfennig, bei Anstellung derselben durchgeführt werden kann". Bodelschwingh und Genossen. dog gaan weiteren Aufnahmen erhält der Kolonist überhaupt keinen Diese Resolution wird in der dritten Lesung zur AbWie jammervoll muß es Zehntausenden von Wanderern Lohn mehr." Wesentlich diesem Umstand" diesem Umstand", sagt ſtimmung gelangen. gehen, wenn Herr Berthold schreiben fann:... Daß auch die triumphirend Herr Berthold, schreibt der Verwaltungs- Sonst drehte sich die Debatte um mehr nebensächlichere Wanderarbeitsstätten( Verpflegungsstationen) für die kältere bericht dieser Kolonie für 1890/91 die Abnahme. der Punkte, doch dehnte sie sich bis furz vor 6 Uhr aus, ohne Jahreszeit den Wanderern längeren Aufenthalt bis 2 oder Verpflegungstage im Jahr um 10 000 zu." Das glauben daß es trotzdem gelungen ist, die Etatsposition zu er 3 Monate gewähren sollen, halten wir nicht für richtig,... wir gern. Dann doch lieber auf der Landstraße als freier ledigen. weil dadurch das Wandern und Unterkommen bei der Mann einherfahren, als unter der erniedrigenden Anstalts- Der Herr Generalpostmeister versuchte es heute wieder großen Zahl der Stationen zu bequem gemacht disziplin in schwerster Arbeitspein für 5 Pfennig oder gar fich den Rednern der Linken gegenüber etwas sehr auf das wird nichts sich bei fümmerlichster Rost und viel Gebet abplacken! hohe Roß zu sehen, Bebel und Schmidt( Elberfeld) er Kolonie Kästorf verlangt bei Die Gesammtzahl der Aufnahmen betrug nach dem Er- Die bei zweiter Auf- innerten den Herrn aber sehr energisch daran, daß er und gebniß der amtlichen Zählkarten in den 2 Jahren 1. April nahme desselben Kolonisten daß er drei Wochen ohne seine Räthe dazu da seien, um bei der Etatdebatte Rede 1889 bis Ende März 1891 in 22 Kolonien einschließlich Lohn, also nur für Wohnung und Kost, nur für Wohnung und Kost, arbeite, und Antwort zu stehen. Diese Mahnung war ebenso anMit gebracht, wie sie ersichtlich gute Wirkung hatte. Morgen Friedrich- Wilhelmsdorf 15 425, die sich auf 11 088 Personen bei dritter vier, bei vierter sechs Wochen! vertheilten. Das heißt 28,1 pct. der Karten betrafen tiefem Gefühl erklärt Herr Berthold, ein durchschlagender ist Schwerinstag und steht der Wahlgesetz- Antrag auf der piederholte Aufnahme derselben Person in den be- Erfolg sei mit diesen verschärften Bestimmungen erst dann Tagesordnung. verurtheilt zu gerichtlicher Haft oder Korrektionshaft deutlich zu Tage, wenn man erfährt, daß die häufige Politische Leberlicht. is sid jus Nachdruck verboten.] Feuilleton. ( Alle Rechte vorbehalten elene. ( 42 Roman in zwei Bänden von Minna Rautsty. Vor einem Augenblick noch hätte die Hand gezittert, aber durch die Herrschaft ihres Willens hatte sich der Ausgleich in ihrem Organismus wunderbar rasch vollzogen. Vierundachtzig," sagte er lächelnd, das geht ja." Er gab dem Krankenwärter das Zeichen, zur Narkose zu schreiten, und als jetzt der Arzt Tempsfy in der vorgeschriebenen Adjustirung heran kam, verließ er die Beiden. Berlin, den 13. Februar. befestigt und der Dperirte, der noch immer in der Narkose Sie versuchte zu lächeln, während große Tropfen, die lag, wurde hinweggebracht, um in seinem Bett zu erwachen. die langen Wimpern nicht länger zurück hielten, langsam Jetzt erst sahen die Beiden in die Höhe und ihre über ihre Wangen rollten, und sagte leise:" Augen trafen zusammen in einem langen und freu-„ Die Freude, Sie wiederzusehen, war so groß fo digen Blick. ich niußte mich zur äußersten Ruhe zwingen und in Sofia trat in den reservirten Staum. Ein Diener diesem Moment eine solche Arbeit zu leisten" sie schlug folgte ihr mit farbolisirtem Wasser, in das sie sofort ihre die Hand vor die Augen und ihre Brust hob sich Hände tauchte. Er half ihr die blutige Schürze ausziehen unter erneuten Buckungen: Ich begreife nicht, wie ich es und legte eine frische neben sie hin. habe thun können ich begreife es nicht begreife es Gleich darauf tam Lazar herein, um sich ebenfalls zu nicht!" fäubern. Er zog die Aufschluchzende an sich, ihr Haupt ruhte an Als der Diener sich entfernt hatte und fie allein seinem Herzen, und indem er sich über sie beugte, flüsterte waren, ging er rasch auf Sofia zu und streckte ihr die er leise, abgebrochene Worte, die von Glück durchbebt Hände entgegen. schienen: Aber Sofia, es ist doch gelungen wir haben Sie faß beim Fenster; der Kopf war gegen die Stuhllehne zurückgesunken, die Augen hatte sie halb ge- so gut zusammen gearbeitet so sicher Sie hatten fich nicht wieder angesehen und Beide schlossen und ein trampfhaftes Schluchzen erschütterte ihre Kameraden, wir haben alle Ursache, zufrieden zu sein-" arbeiteten mit Kaltblütigkeit und Akkuratesse. Von ihrer Brust. Ich bin es auch", sagte sie und raffte sich auf. Ruhe und Geschicklichkeit hing ein Menschenleben ab und Sofia Alexandrowna, was ist Ihnen," rief Lazar Ihre Brust hob sich unter gleichmäßigeren Athemzügen, sie waren sich ihrer großen Verantwortung wohl be- und ergriff ihre Hand, die auf der Armlehne des Sessels wußt. ruhte. " Der Moment der Bewußtlosigkeit war bei dem Kranken eingetreten; sie fonnten ihr Wert beginnen. wie alte sie fezte sich in dem Sessel zurecht und fuhr mit der Hand über die Stirne, als wolle sie hinwegtilgen, was noch an ihren Nerven riß und zerrte. Die Arterie wurde mit einer Seidenligatur unterbunden; Er fühlte, wie diese zitterte, und selbst bewegt, drückte eine Drainröhre eingelegt; die Wundränder durch zwölf er fie fest in der seinen. Aber der Krampf, durch die" Ich bin sehr zufrieden und ich bin glücklich, daß Metalluähte vereinigt. Rasche Blicke und knappe Worte furchtbare Ueberreizung ihres Nervensystems hervorgebracht, Sie zurückgekehrt sind aus dieser Hölle- Tania hat wurden getauscht, von hoher augenblicklicher Bedeutung: wollte nicht weichen. So tapfer sie sich bisher bezwungen mir Alles erzählt, ich wußte, welchen Gefahren Sie sich Abtupfen " Schwamm -Finger- Klemme. Klemme... Silt hatte, hier war sie machtlos. ausgesezt hatten, um- fagen Sie, ist es gelungen? ... Drain" rief in Absäten der Operateur und sein Jch begreife, es hat Sie sehr überraschen müssen, mich Haben Sie Natalie befreit? Ist sie mit Ihnen?" Ein dunkler Schatten flog über sein Antlig. Assistent vollzog den Befehl ebenso rasch und bestimmt, als so plöglich vor sich zu sehen," sagte er leise. Nein." Sie nickte, sprechen fonnte sie nicht, und sah ihn an er gegeben wurde. Die Finger dieser vier Hände, die bewußt und unauf- mit durch Thränen verschleierten Augen, als bäte sie ihn hörlich ineinander griffen, als wären sie von einem Gehirn um Vergebung für ihre Schwäche. Er fuhr fort: dirigirt, verrichteten Wunder. " Ich war nicht unvorbereitet auf dieses Wiedersehen, Es war geschehen. Der Stumpf war mit einigen Sofia Alexandrowna, ich wußte Sie hier, aber als ich Lagen farbolifirter Watte belegt und mittels einer Gazebinde Ihnen so plöglich gegenüberstand, hatte auch ich Mühe mich in zirkulären und achterförmigen Touren an dem Rumpf zu fassen." 2:32 2000 " " So ist es also nicht möglich gewesen?" Seine Stirne furchte sich noch mehr, er biß wie im Schmerz die Zähne zusammen. gewollt." Es war möglich alles war bereit Sofia starrte ihn ungläubig an. fie hat nicht Die Unduldsamkeit der evangelischen Geistlichen zeigt sich wieder einmal in einem Ausspruche des Rektors der Universität Bonn, des evangelischen Theologen Dr. Kamphausen, der lautet: Die fatholischen Rorporationen provoziren durch ihre Existenz die übrige Studentenschaft, fie stören den Tonfeffionellen Frieden, sie sind nicht existenzberechtigt, und ich kann Ihnen nur den Rath geben, sich aufzulösen." " Die Währungsenquete. Der Reichs Anzeiger" Freifinnige Selbsttäuschungen. Je mehr das Ber-, aufmerksam gemacht haben, ist ihr größtes Verbrechen in ben schreibt: trauen auf die eigene Thatkraft und der Muth, sich auf Augen der Ordnungsgesellschaft. In die Kommission behufs Erörterung von Maßregeln diese zu stügen, bei den Liberalen schwindet, desto mehr zur Hebung und Befestigung des Silberwerths find folgende klammern sie sich an jeden Strohhalm. Ein solcher StrohHerren als Mitglieder berufen worden: Dr. Arendt, Dr. Bam- halm ist die Hoffnung, daß die Regierung das lecke Fahr berger, General- Sekretär H. A. Bueck, Rechtsanwalt und Banktdirektor Büsing, Dr. Hammacher, von Kardorff, Königs, zeug des Liberalismus wieder flott machen werde. Den Direktor des Schaffhausen'schen Bankvereins Köln( Rhein), fonservativsten Minister, wenn er nicht ein Brett vor dem Geheimer Bergrath Leuschner, Professor Dr. Leris in Göttingen, Ropfe hat oder wenu er nicht mit den tollsten Heißspornen Professor Dr. Lot in München, Arnold Otto Meyer sen. in der Junker und Pfaffen mitrennt, möchten sie sofort zu Hamburg, Graf von Mirbach, General- Konful Russel, Freiherr einem Bundesgenossen der Liberalen stempeln, und aus jeder von Echorlemer Alst, Dr. A. Schäffle, Dr. Moritz Stroell, Aeußerung eines Ministers, die ihnen nicht geradezu vor Dabei bestehen an der Universität konfessionell evanDirektor der Notenbank in München. den Kopf ftößt, wittern sie bereits das Zeichen eines gelische und vielleicht auch konfessionell jüdische StudentenWir ersehen daraus, daß das Bank, Industrie-, Land- Syftemwechsels" So war es auch, als an Stelle des Kultus vereine. So war es auch, als an Stelle des Kultus- vereine. Wie reimt sich dieser Ausspruch eines hohen wirthschafts- und Handelskapital, mit einem Worte alle ministers v. Zedlitz, der mit dem Schulgesetze fiel, Dr. Bosse Staatsbeamten mit dem Grundsat jedes modernen Staates, Interessen der besitzenden Klasse trotz der Ablengnung der berufen wurde. Die„ Bossische Zeitung" giebt heute ihrer daß der Unterschied der Religion die staatsbürgerlichen Herren von Pfetten, Detting und von Stumm fürsorglich Entrüstung Ausdruck. Mit der vorliegenden Kirchengeseh- Rechte nicht beeinflussen darf, zusammen. bei den Berufungen in die Kommission berücksichtigt find, gebung, erklärt sie, habe der Minister Dr. Bosse sich ganz daß aber kein einziger Vertreter der Arbeiterklasse berufen und gar in den Dienst der kirchlicheu ReDer österreichische Reichsrath ist auf den 22. d. M. wurde. Es ist dasselbe Spiel wie bei der Kommission zur aktion gestellt, ohne sich freilich offen als ihr Banner- einberufen. Es ist kaum anzunehmen, daß ihm die WahlBerathung des bürgerlichen Gesetzbuches, wo die Vertreter träger zu bekennen". Ja, was hat denn die„ Boſfische rechtsvorlage bei seinem Zusammentritte zugehen wird, da aller Jutereffenkreise der Bourgeoisie und kein einziger Ver- Beitung" zu anderen Erwartungen berechtigt? Wozu soll das Ministerium und die leitenden Parteien über die Zutreter der Arbeiterklaffe berufen wurde, obgleich in beiden Herr Boffe als Bannerträger demonstriren, wo sein ganzes geständnisse, die gemacht werden sollen, sich bis jetzt nicht Kommissionen über wesentliche Intereſſen der Arbeiter be- Handeln deutlich genug spricht? Die alte freisinnige Tante einigen konnten. Wird aber auch die Vorlage dem öfterrathen wird. Und da wundern sich unsere Gegner, wenn wünscht, daß Herr Bosse den Vorhang vollends fallen lasse. reichischen Abgeordnetenhause zugehen, so ist nicht abzuwir die Regierung als die Exekutive der bürgerlichen Klassen Herr Dr. Bosse steht deutlich und unverhüllt genug für sehen, wann sie Gesetz werden wird, denn zuerst soll das be Was die Stellung zu den strittigen Bunkten der die Augen zuhält. Jeden da, der nicht aus Schwäche und Feigheit sich selbst Budget für das am 1. Januar 1894( 1) beginnende Etatsjahr erledigt werden, dann soll die sehr umfangreiche Währungsfrage anlangt, so haben sich die Bimetallisten Strafgesetz- Novelle und eine Reihe anderer Gesezentwürfe, nicht zu beklagen, die Vertreter ihres Standpunktes ſizen den fie der sozialdemokratischen Bewegung widmet, noch erledigt werden. Man stellt die Geduld des österreichischen Die fächsische Polizei behält trotz ihres Uebereifers, die der Regierung viel dringlicher sind als die Wahlreform, Jedenfalls werden die Berathungen in der Währungs- Beit, die Aufführung von Theaterstücken zu hindern, die Proletariats auf eine harte Probe. Die Folgen dieser enquete nicht abgeschlossen sein, bevor der russische Handels- auf den Hof bühnen von Berlin, München, Stuttgart, zwar nicht tiefsinnigen, aber um so mehr österreichischen vertrag Gesetz wird, so daß die Agrarier, welche für den Wien zc. aufgeführt wurden. Die Dresdener Polizeidirektion Verschleppungstaktik hat sich die Regierung dann selbst zuVertrag stimmen werden, sich des Köders bedienen können, hat nämlich der Leitung des dortigen Residenztheaters den zuschreiben. um ihren Anhängern eine Aenderung der Währung als nicht mißzuverstehenden Wink gegeben, die Aufführung der Gegenleistung für den von ihnen früher so energisch freien Stücken nicht wieder aufzunehmen, da sie sonst das Traumdichtung Hannele von Gerhard Hauptmann aus bekämpften Bertrag bezeichnen zu können. Mehr Nutzen freien Stücken nicht wieder aufzunehmen, da sie sonst das wird die Währungsenquete nicht haben. Denn so viel Stück verbieten würde. Man mag über das Hannele und Blindheit trauen wir den deutschen Staatsmännern nicht die Berechtigung der Theaterzensur denken, wie man wolle, zu, daß fie eine Aenderung unserer Währung ernstlich in's kann man doch der Dresdener Polizei die Anerkennung Auge fassen. nicht versagen, daß sie auch auf dem Gebiete der Theater zenjur ihren Kollegen in allen anderen Städten der Welt an Eifer und Scharfsinn weitaus überlegen ist. bezeichnen! ziemlich zahlreich in der Kommission. Die Monarchen betheiligen sich jetzt mit einem bisher nie beobachteten Eifer an der Debatte über schwebende politische Fragen, so vor kurzem agitirten sie für die Militärvorlage, jetzt für den deutsch- russischen Handelsvertrag; dem Raiſer iſt auf diesem Pfade mit Eiser der König von Sachsen gefolgt und bevor das Schicksal des Vertrages im Reichstage entschieden sein wird, werden wohl sämmtliche Bundesfürsten mit Einschluß des Fürsten von Reuß jüngerer Linie dem Beispiele des Raisers gefolgt sein. Das ist sehr erfreulich, denn je mehr Kreise sich an den politischen Debatten, die das Volk bewegen, be theiligen, desto demokratischer wird unser Staatswesen. Die Sache hat nur einen kleinen Haken, den selbst die Kreuz- Zeitung" fühlt, die sich freilich recht einfach zu helfen weiß, indem sie wohlbeglaubigte Aeußerungen des Kaisers als nicht geschehen bezeichnet. Betheiligen fich nämlich die Bundesfürsten an den Debatten über schwebende Fragen, so müffen sie sich auch Widerspruch, ja, vielleicht sogar oft nicht ganz schmeichelhaste Kommentare zu ihren Aeußerungen gefallen lassen, dann müssen sie aber auch ihre Staatsanwälte an die Kette legen. Geschieht dies, dann haben wir an der Betheiligung der Monarchen an den öffentlichen Diskussionen nichts aus zusetzen. Vor Tisch da klang es anders- das heißt, bevor der russische Handelsvertrag servirt ward. Heute hat die Kreuz- Zeitung" uur Bedenken", verhält sich steptisch". Ein merkwürdiger Abstand von der stolz- drohenden Sprache des vorigen Monats! Und wenn der entscheidende Moment tommt, und das ominöfe hic Rhodus, hic salta hier ist der Stock, hier springt ertönt, dann wird auch das letzte Bedenken" und das letzte Atom skeptischer" Gesinnung verflogen sein. Und hoppla, hoppla hopp wird der große Junkersprung mit affenartiger Geschwindigkeit und der Eleganz eines Zirkus- Clowns sich vollziehen. 1 Er ging einige Male in dem kleinen Raume hin und her und trat zu dem Vorhange, um hinauszusehen. Jm Saale war alles beschäftigt, sie würden noch einige Augenblicke ungestört bleiben. Er kam zurück und setzte sich neben Sofia an das Fenster, dann erzählte er in einem völlig ruhigen Tone: V = handelt. Von den zirka 20 Verhafteten hat er 13 ausgewiesen, Aus der Schweiz wird uns geschrieben: In Sachen des Züricher Krawalls hat der schweizerische Bundesrath rasch gedarunter je 6 Italiener und Deutsche und 1 Desterreicher. Die Ausweisung erfolgte auf grund des bekannten§ 70 des Bundesstrafrechts, der von der Gefährdung der inneren und äußeren Sicherheit der Eidgenossenschaft spricht. Aus dem Bundesrathsbeschlusse erhellt, daß mehrere der nun ausgewiesenen„ Unabhängigen" bereits polizeiliche Verwarnung erhalten hatten, daher wohl wußten, was fommen werde, wenn sie in ihrer Agitationsin dem Anitsblatt man denke dem Amtsblatt! Den 42 Blamirten aus Dresden's Umgebung wird weise fortfahren würden. Unter den ausgewiesenen Italienern Löbtau, einer der Ortschaften, in denen es nach Angabe von befindet sich auch die beim Krawall mitverhaftete junge Italienerin. der Angst- und Heulmeier am Tollsten hergehen sollte, also heimgelenchtet: Ob außer der Ausweisung die Verhafteten auch noch Strafe Rantons Zürich ab. Ueberweist diese die verhafteten Demonftranten den Gerichten, so ist eine Bestrafung nicht unwahr scheinlich, wofür die legten Anarchistenurtheile im Kanton Neuenburg sprechen. Es steht jedoch zu erwarten, daß die zürcherische Regierung nicht Rachsucht üben, sondern in der verhängten Ausweifung genug Strafe erblicken wird. erhalten werden oder nicht, hängt nun von der Regierung des Haben wir früher den Züricher Krawall verurtheilt, so be Theil der Betheiligten, deren mehrere nur schwer wieder Griſtenz dauern wir ihn nun angesichts der harten Folgen für einen großen Unser Löbtau hat den Ruf als Hochburg der Sozialdemokratie, und wie die Wahlen ergeben, gehören zwei Drittel der wahlberechtigten Einwohnerschaft dieser Parteirichtung an. Hier also müßten sich alle jene in der Petition gerügten Uebel. stände in erhöhtem Maße zeigen. Jeder vorurtheils freie Mensch muß nun aber gerade unserem Orte das Zeugniß geben, daß durch Sozialdemokraten erzeugte Rüpe Teien auf den Straßen hierorts nicht vorkommen, noch weniger haben wir von ehrverlegenden Angriffen auffinden werden. Aber wir bedauern ihn auch im Hinblick auf Frauen hier etwas gemerkt. Es wird uns wohl niemand den Vor- das schweizerische Asylrecht, das um so schattenhafter werden wurf machen können, daß wir mit den Sozialdemokraten lieb- muß, je mehr die politische Polizei den Schein von Griſtenzäugeln, aber die Gerechtigkeit zwingt uns dazu, den Zugehörigen Züricher Krawall und die Agitationsweise der Anarchisten und Unberechtigung gewinnt. Und daß sie durch Vorgänge wie der diefer Parteirichtung hierorts den größten Anstand an= zuerkennen. Vou all den in der betreffenden Petition abhängigen überhaupt gewinnen muß, liegt auf der Hand. Wenn die angeführten Behauptungen betreffe der allgemeinen Sicherheit schweizerischen Reaktionäre triumphiren können, leidet darunter natürSicherheitlich bewahrheitet sich bei uns nichts. Rüpeleien auf der ich auch die schweizerische Arbeiterbewegung und die einheimischen Straße kommen aller Orten vor und sie werden bei uns ge- Sympathien für die ausländischen Konkurrenten mehren. Da die Arbeiter werden infolge solcher Schädigungen sicherlich nicht ihre wöhnlich von nach Dresden gehörenden jungen Herren" ausgeführt, die da glauben, auf dem Dorse Anarchisten zc, nach ihrer Angabe doch ebenfalls wie die Sozialein Kalb schlachten zu können. Das gleiche, was wir von demokratie die kapitalistische Gesellschaft bekämpfen und bessere Löbtau gesagt haben, gilt auch für Cotta. Wir haben die Verhältnisse für die Arbeiterklasse herbeiführen wollen, so ist ihre Straßen dieser Gemeinde zu allen Tag und Nachtstunden die Freiheit und die Arbeiterbewegung schädigende Thätigkeit paffirt und noch niemals sind wir unterwegs belästigt worden einfach unverständlich. Wie zahlreiche andere Fälle, so sollte auch oder haben Kenntniß von Szenen erhalten, daß die Sicherheit Arbeiter das Verkehrte und Schädliche einer solchen Zattit einder jüngste Fall in Zürich die den Anarchisten 2c. anhängenden der Straßen durch Sozialdemokraten gefährdet werde." Und so ist's überall. Wo Sozialdemokraten sind, fehen lernen und sie veranlassen, daraus die praktische Nußkommen Rüpeleien" überhaupt nicht vor. Das ist ein Поста Privileg der gebildeten" Klaffen. Aber nicht blos keine Das charakteristische Merkmal unserer Zeit ist Rüpeleien" kommen vor, sondern auch keine Unter die Unordnung" sagt, nicht ein Sozialdemokrat, sondern fchleife und keine Betterschafts- Jobbereien. der französische Bourgeoisdemokrat Clemenceau Daß die Sozialdemokraten in der Umgegend von Dresden allerdings ein klarer Kopf. Er gebraucht das Wort haupt auf diese Praktiken der Ordnungsgesellschaft sächlich von den politischen Zuständen, allein da diese doch " anwendung zu ziehen. " Und haben Sie gleich darauf die Krim verlassen?" zu täuschen," dachte sie, man muß nur flug und verfragte Sofia. schlagen sein." ried " Die Vorbereitungen, die ich zur Flucht getroffen hatte, Und die Oberin war so gütig, sich blind zu stellen waren nachträglich verrathen worden, ein Freund rettete und lachte mit den Anderen über so viel naive Be mich vor der Verhaftung, indem er mir ein flinkes Pferd schränktheit. Aber heute dachte Petrowna nicht an solche zur Verfügung stellte.... Ich harre nun mit Ungeduld Manöver. ihres Freispruches, er muß erfolgen, wenn ihre Richter Die Post, die seit Wochen alle Privatmittheilungen menschlich empfinden D, Sofia Alexandrowna, wer zurückgehalten hatte, war endlich eingetroffen und sie, wie fie sieht, muß von ihrem Anblick gerührt sein und sich ihrer die übrigen Freiwilligen stürzten sich gierig auf die ein Jugend erbarmen." gelaufenen Briefe. Nahende Schritte wurden vernehmbar; einige Kollegen stürzten herein, in lauter, lärmender Geschäftigkeit. " Ich hatte Monate in der Nähe ihres Landgutes in der Krim, wo sie internirt war, hingebracht, ehe es mir ge lungen war, Natalie wieder zu sehen sie wurde frant, und als Arzt hatte man mich zu ihr gerufen. Sie haben Natalie gekanut, sie besaß die blühendſte Gesund heit ich fand sie zerrüttet... Die lange Haft und die Seelenqualen, die sie erlitten, die Peinigungen, denen Sofia und Lazar verließen den Raum, und bald darauf sie ausgesetzt war, hatten das arme Kind zu tief getroffen. hatte der vielgestaltige Dienst im Hospital jeden anderweitig Aber alles konnte wieder gut werden- ich brachte in Anspruch genommen.j ihr die Erlösung, die Freiheit! Sie glaubte sie zurückSie glaubte sie zurück Die Hauptmahlzeit des Tages vereinigte die Schwestern weisen zu müssen und weder Bitten noch Thränen ver- in ihrer Behausung. Sie verlief zumeist in fröhlicher Gemochten ihren Einfluß zu ändern." selligkeit. Sofia nahm jedes Wort von seinen Lippen, eine Man suchte den Dienst zu vergessen, um sich ganz der bange Frage drückte sich in ihrem Gesichte aus. Sie er- Ruhe und Behaglichkeit des Augenblicks hinzugeben. wartete, daß er weiter sprechen würde, aber er schwieg, Die adelige Schülerin Petrowna Nikolajewna war es weil er fühlte, daß seine Stimme au Festigkeit verloren namentlich, welche das Amusement zu besorgen hatte und hatte. Nach einer Pause jedoch sprach er in ruhigem selbst durch ihre Seufzer erheiternd wirkte. 910 In letzter Zeit hatte sie öfter sentimentale AuwandEs waren gerechte Bedenken und edle Beweggründe, die ihr dieses Verhalten aufdrängten. Ihr Oheim hatte lungen gehabt sie war verliebt. sich für sie verbürgt, ihre Flucht hätte ihn kompromittirt, Tone weiter: auch-ach, es giebt so viele vielleicht juchen, mich mit ihuen abzufinden. ich muß b Der Doktor mit der bloden Locke hatte ihr's angethan. Zum Glück wurde ihre Neigung erwidert. ihn und seine ganze Familie ins Unglück gestürzt, vielleicht Gr mochte sie für einen interessanten Fall halten und zeigte nicht übel Lust, seine Prioritätsrechte darauf offen zu wahren; sie aber draug auf Geheimhaltung. Niemand sollte um ihre Liebe erfahren, am wenigsten 18106 Sofia Alexandrowna war unbeweglich auf ihrem Plate geblieben. Sie lehnte den Kopf gegen die Polster zurück und schien völlig abwesend zu sein. Als sie einmal auffah, begegnete fie Tanias fragendem Blick. Sie winkte ihr mit den Augen zu; beide erhoben sich und traten in die Fensternische. fich " Du haft mir etwas zu sagen," fragte Tania leise. Ja." Tania umschlang schmeichelnd ihre Taille und schmiegte enge an sie. " Sprich, Sonja, mein Täubchen." " Lazar Dodutoff ist hier." Wie, und Natalie?" Lazar an diesenr Nachmittage erfahren hatte. min Sofia Alexandrowna erzählte ihr alles, was sie von " Verzeih, ich habe ihn nicht gefragt." Und von Eugen sagte er nichts?" Sofia faßte ihre Hand:" Wohin willst Du?" " Dann will ich es thun." Tania wendete sich. " Bu ihm." Disziplin." " Ich habe nun die Ueberzeugung gewonnen, daß sie Das ist im Augenblick unmöglich, Du kennst unsere nicht anders konnte, und daß es so das Beste war aber damals, als ich vor ihr stand, flehend und verzweifelt, die Oberin. Hier galt es schlau zu sein; aber Petrowna Die Kleine wandte sich mit einem Ruck nach ihr um damals war mir ihr Verhalten unrecht und grausam gegen hielt sich für schlau. Und wenn sie auch häufig die Rede und ein finsterer, fatanischer Zug trat in ihr Gesicht, ihre sich und gegen mich erschienen. Ich habe sie zornig, in auf Ihn brachte- sie brannte darauf, seinen Namen zu Lippen bebten. wildem Trotz verlassen, den den ich nun von Tag zu hören und auszusprechen so geschah es doch, wie sie Du weißt doch, ich warte und warte auf Nachricht Tag immer tiefer bereue," seine Stimme war zu einem meinte, auf eine so feine, unmerkliche Art, daß gewiß Nie wie lange schon Dodukoff hat Verbindungen, er kann Flüsterton herabgefunken, wie bei einem heimlichen Ge- mand dahinter fam. shamed mir vielleicht sagen, ob Eugen noch lebt oder ob sie ihn ständniß. D, sie verstand sich darauf, die Schwestern hinter's Licht schon gemordet habenlaß mich." " Armer Freund!" sagte Sofia und streckte ihm die zu führen! Alle seine Besonderheiten und kleinen reizenden Und sie ging hinaus, ohne sich nach der Oberin auch Hand entgegen. Unarten hatte sie ihm abgeguckt sie schwärmte dafür nur umzusehen. Diese saß ruhig und hielt die Armte vor den Schwestern aber bespöttelte sie sie, und ahmte sie über der Brust gekreuzt. Ihren klugen, scharfblickenden nur nach, um darüber zu lachen.se datbly of Augen war nichts entgangen und sie machte sich ihre Ge danken. ( Fortsetzung folgt.) Er faßte sie und drückte die feingeformte blasse Hand an sein Herz. Ihre Antheilnahme schien ihm ein lindernder Balsam zu sein. D " Es ist sehr leicht, andere über seine Empfindungen nur der Ausdruck dcr ökonomischen Verhältnisse sind, so gilt es auch für die gesammte sozialpolitische Lage. Und nicht blas von Frankreich. Die Unordnung ist das charakteristische Merkmal unserer Zeit, die ihre„Ordnung" nicht so oiel rühmen und betonen würde, wenn sie an sie glaubte. Eine untergehende Gesellschaft, die an sich selbst verzweifelt, zu den tollsten Pfuschmitteln Zuflucht nimmt, um ihr Absterben etwas zu verlängern und plan- los in den Tag hinein lebt— und der Sozialismus noch nicht stark genug, um dem Jammer und Elend ein Ende zu machen und einmal wirkliche Ordnung zu schaffen: Das ist ein häßliches Zwischenreich— wüste Anarchie von oben und von unten, das wildeste Ehaos, jedoch hineinstrahlend die Morgenröthe des Sozialismus. Clemenceau aber hat recht: Is caracteristique de notre tempa e'est le deaordre— neunzehntes Jahrhundert-Ende, Dein Name ist Unordnung!— � Von de» Anarchisten wird gesprochen und die S o z i a l i st e n. s i n d gemeint— das sagten wir bei der letzten Anarchistenhatz, wie bei den früheren. Wie recht wir mit den französischen Anarchistengesetzen hatten, das zeigt die gestern schon von uns erwähnte Thatsache, daß die erste Verurtheilung auf grund dieses Schandgesetzes einen Sozialisten und folglich prinzipiellen Gegner des Anarchismus getroffen hat. Wir lesen heute die Prozeß- verhalrdlnng. Weshalb die Anklage und Verurtheilung? Weil dcr„Parti Socialiste", das Organ unseres Freundes Eduard Vaillaut, die Hinrichtung des verrückten Kock) topf-Wersers für ein Verbred>en erklärt hatte. Wenn Earuot das Todesurtheil vollstrecken lasse, sei er ein Mörder, schlimmer als Vaillant-Marchal und wenn er eines Tages von einer wirklichen Bombe getroffen werde, so habe er keinen Anspruch auf Mitleid und Sympathie. Hierin erblickten die Herren Richter eine Bedrohung des Präsi- deuten! Es ist jetzt überhaupt Mode geworden, jeden, der die Hinrichtung Vaillant-Marchal's verurtheilt, für einen Anarchisten zu erklären. Das hält uns nicht ab, zu wieder holen, daß diese Hinrichtung eine verutheilenswerthe That war. Und wir fügen hinzu, daß die That Vaillaut-Marchals, des unglücklichen Tollhäuslcrs, den man nicht zu seziren wagte, weil das zerstörte Hirn die Krank- heit erwiesen hätte, weit milder zu beurtheilen ist als seine Hinrichtung. Hier ein körperlich und geistig verkommener Schwäche ling, der im Wahnsinn eine gemeingefährliche Handlung begeht. Tort die allmächtige bürgerliche Gesellschaft, kalt überlegend, im Vollbesitz ihrer Kräfte. Und diese allmächtige bürgerliche Gesellschaft stellt sich auf gleiche Stufe mit jenem Wahnsinnigen, und sagt ihm: „mit dem Maß, da Du mir messen wolltest, meffe ich Dir. Tu wolltest auch tödteu— ich tobte Dich!" Steigt damit die bürgerliche Gesellschaft nicht zu deni anarchistischen Halbidioten herab? Hat sie selbst sich nicht ihm gleichgeordnet? Vor dem Wahnsinnigen haben sogar die Halbwilden, ja die Ganzwilden einen schauderhaften Respekt. Sie ver- ehren in ihm das hilflose Unglüa. Sie machen ihn un- schädlich, aber sie krümmen ihm kein Haar. Das ist die Barbarei. Und die Zivilisation unserer bürger- lichcn Gesellschaft? Sie köpft den armseligen Tropf, über dessen Leben die Humanität und die Wissenschast zu wachen verpflichtet waren! Niemals hat die bürgerliche Gesellschaft ihre Ver- koinmenheit, ihren Mangel an Selbstvertrauen und sittlichen Halt so gründlich, so empörend zur Schau gestellt, als durch die Hinrichtung Vaillant-Marchal's. Verglichen mit dieser Handlung kühl berechnender Feigheit einem durch seinen Geisteszustand unverletzlich gemachten Irrsinnigen gegenüber sind die in der Wuth der Leidenschaft verübten Atassenschlächtereien der Junitage 1848 und der blutigen Maiwoche von 1871 geringfügige Frevel.— Auf A folgt B, auf Hödel der N o b i l i n g, und aus den V a i l l a n t- M a r ch e l ist dcr B r e t o n ge folgt, oder wie sonst er heißt. So will es das ABC dcr geschichtlichen Logik. Wie jener Philosoph des Alterthums einem handgreiflichen Gegner sagte: Schlagen ist keine Ant- wort— so sagen wir der bürgerlichen Gesellschaft: Köpfen i st keine Antwort. Mit der Guillotme beschwört man nicht da? Gespenst des Anarchismus und die soziale Frage ist kein gordischer Knoten, den man mit dem Schwert oder Fallbeil durchhauen kann. Ueber das vorerwähnte neue Attentat liegt eine lange Reihe oonDepeschenvor, diesowohldasSensationsbedürfnißdes Publikums befriedigen, als auch die Politiker für die eventuelle Einführung von Ausnahniegesetzen präpariren sollen. Wir geben, natürlich ohne uns für die Richtigkeit der offiziösen Depeschen irgendwie verbürgen zu wollen, blas die folgenden wieder: Paris, 12. Februar, Abends S Uhr 80 Min. Im Innern des Cafö des Hotel Terminus, gegenüber dem Bahn- hos St. Lazare, fand heute Abend 8 Uhr eine Explosion statt; bis jetzt verlautet von mehren Verwundungen. Es geht das Gerücht, daß die Explosion auf einen verbrecherischen Anschlag zurückzuführen wäre. Paris, 12. Februar. Bei dem Attentat in dem Cafe des Tcrminus-Hotel wurden 12(»ach einer späteren Meldung 24, wieder nach einer anderen blas 10) Personen, darunter drei Kellner, verwundet. Der Zustand der drei Schwer- verletzten ist besorgnißerregend, die anderen sind nur ganz leichtverletzt. Der Materialschaden ist dagegen nicht bedeutend. Nur die Decke zeigt die Spure» des Geschosses und Fenster- scheiden und Tische sind zerstört.— In dem Augenblick der Explosion entstand eine unbeschreibliche Panik. Von allen Seiten ertönte Geschrei. Die Gäste stürzten nach den Ausgängen, einige zertrümmerten die Scheiben, um zu entkommen. Die Bombe, welche die Form einer Sardinenbüchse hatte, und mit Kugeln, Nägeln und chlorsaurem Kali gefüllt war, bewirkte eine starke Detonation. Das ganze Cafe füllte sich mit dichtem Rauch, was die Panik noch vermehrte. Die Verletzten sind alle Pariser. Der Attentäter erklärte nach seiner Verhaftung, er heiße Vreto», sei 30 Jahre alt und Anarchist. Der Urheber des Attentats suchte eiligst durch die Nue St. Lazare zu ent- kommen, Schutzleute und Publikum setzten ihm nach. In dem Augenblick, als die Polizisten ihn packen wollten, zog der Ver- folgte einen Revolver und gab 8 Schüsse ab, wodurch 3 Per- sone» verwundet wurden, jedoch gelang es einem Schutzmann, ibm einen Säbelhieb über das Gesicht zu versetzen und ihn zu verhaften, wobei er gegen die Wuth des Publikums geschützt -verde» mußte. Der Minister des Innern, Raynal, und der Jlisiizminister, Dnbost, begaben sich alsbald nach dem That- orte. Das Easä ist polzeilich besetzt.— Die Professoren der Universität Brüssel haben sich zwar mit großer Mehrheit— 42 gegen 12 Stimmen— auf Seiten des Verwaltungsraths gestellt, aber sie haben sich auch für eine allgemeine Amnestie erklärt. Das heißt unter dem Druck der Verhältnisse, hat man die getroffenen Maßregeln, unter Schonung der Urheber, thatsächlich auf- gehoben. Die Frage ist jetzt blos, ob die Dinge nicht schon zu weit gegangen sind, und eine gütliche Beilegung mit WiderHerstellung des früheren Zustandes überhaupt noch möglich ist.— Der staatlichen Unterdrückungstheorie hat jüngst dcr holländische Justizminister ein durchaus treffendes Urtheil gesprochen. Er erklärte in der ersten Kammer Hollands gegenüber dem sehnsüchtigen Verlangen der Reaktionäre nach Ausnahmegesetzen gegen die Sozial- demokratie:„Derjenige, der glaubt, durch Straf- gesetze Ideen unterdrücken oder neuen Lehren das Schiv eigen auferlegen zu können, täuscht sich, denn die Ers ch ütte run g en, die er vermeiden will, werden dadurch gerade herbei- geführt. Ein ruhiger Fortschritt wird nur durch die Erziehung des Volkes erreicht, und zu letzterer trägt der Gebrauch des Versammlungs- und Vereinsrechts, wie auch die Gelegenheit zur Kenntnißnahme durch Wort und Schrift am meisten bei." Das ist einmal ein wirklich staatsmännisches Urtheil, an welchem sich auch viele der berühmtesten Staatsmänner Europas ein Beispiel nehmen könnten.— vosss cTEspana— spanische Wirthschaft; das war bekanntlich Jahrzehnte lang eine stehende Rubrik dcr Zeitungen. Spanische Wirthschaft, das bedeutet etwas ähnliches wie„polnische Wirthschaft"— nur zehnmal so polnisch und verwirrt. Die Cosaa d'Eapana werden bald wieder die Zeitungen füllen. Es bereitet sich jenseits der Pyrenäen abermals eines jener großen Durcheinander vor— die kleinen zählt und beachtet man nicht—, die schließlich zur Erschöpfung und dann stets zu einem noch größeren Durcheinander führen. Man lese nur folgende Faschingskorrespondenz aus Madrid, die wir in der„Vossischen Zeitung" finden: Madrid, 7. Februar. Die Faschingszeit ist sehr ruhig verlaufen; die Verhältnisse sind nicht solcher Art, daß die großen Massen im Stande wären, den Karneval wie früher zu feiern. Nur die höchst.» Gesellschaftsklassen haben glänzende Feste veranstaltet, im königlichen Schlosse und in den Palästen der Granden und der fremden Diplomaien sind Maskenbälle abgehalten worden. Das Volk bekundete nicht einmal Lust, die öffentlichen Aufzüge zu sehen, die von kleinen Gesell schaften veranstaltet wurden. Niemand benutzte nach altem Brauch die Maskensreiheit der Fastnacht, um den Ministern einige kräftige Wahrheiten zu sagen. Der Frohsinn ist geschwunden. Ein dumpfes Gefühl der Trostlosigkeit beherrscht d»e ganze Bevöl- k e r u n g und macht sich überall geltend. Hunger und Elend veranlassen Tausende und Aber- tau sende ihr Heil im Vetteln, iin Stehlen und Rauben zu suchen. Der Selbstmord-v i r d epidemisch in dem nothleidenden Mittel- st and e. Die 11»Haltbarkeit der bestehenden Zustände macht sich in allen Schichten d e r Bevölkerung mehr als je bemerkbar. Die u m fassend st en Vorsichtsmaßregeln, welche die Regierung angesichts der Zustände in Portugal und der eisrigen Thätigkeit der spanisdzen uud der portugiesischen Republikaner ergriffen hat, erzeugen Unruhe bis in die höchsten Kreise hinauf. Das Banditen- weseu greift weiter und weiter um sich, und vergebens fragt man sich, was für Mittel angewandt werden sollen, dem Uebel zu steuern. 3 727 SI9 Einwohner Spa- niens, und zivcir nahezu zwei Millionen Männer und 6�/« Millionen Frauen sind, der neuesten st a t i st i s ch e n Z u s a m in e n st e l l u n g g e- mäß, beschäftigungslos, 34 000 leben als Pensionäre auf Kosten des Staats, über 90 000 Bettler und Bettlerinnen werden auf öffentliche Kosten erhalten; ein Heer von 97 257 Personen versieht Beamtendieuste; auf 43 523 beläust sich die Zahl der Geistlichen, auf 28 549 die der Nonnen. Obgleich die Masse der Schüler und Schülerinnen beinahe V/4 Millionen beträgt und 39 532 Lehrer und Lehrerinnen an den Lehranstalten thätig sind, können von den 17 Millionen Spaniens nur 3 417 855 männliche und 2 333 315>v eibliche Personen, zusammen also nur 3 104 470 schreiben und lesen. Diese Ziffern sind bezeichnend für den Kulturzustand des heutigen Spanien. Und da wundert man sich, daß es drunter und drüber geht! Wir wundern uns blos, daß es bei diesem heiß- blütigen Volke und solchen Zuständen nicht noch weit toller hergeht und daß auf diesem vortrefflichen, wie eigens methodisch dazu hergerichteten Nährboden der„Anarchismus" nicht noch weit üppiger gedeiht!— PnvlnmentaviHckzei». Die Budgetkommissiou ging in ihrer heutigen Sitzung zur Berathung des Militäretats über. Die Einnahmen wurden ohne Debatte bewilligt. Zu den Ausgaben bemerkten die beiden Referenten v. Podbielsky und Dr. Schädler übereinstimmend, daß sie sich geeinigt hätten, in Rücksicht auf die schlechte sinanzielle Lage zu beantragen, alle diejenigen Ausgaben vorläufig abzu- setzen, die sich als nicht absolut nölhig herausstellten. Diese Ersparnistheorie kam zunächst nur bei einigen ge< forderten Kassenbeamteu in Anwendung, die aber die Militärverwaltung für absolut nöthig erklärte und des- halb die Majorität der Kommission bewilligte. � Abg. Lingens brachte allerlei Wünsche wegen des Kirchenbesuchs der Soldaten vor, die vom Kriegsiiumster nur theilweise zustimmend beant- wortet wurde». Abg. Jazdzeivsky frug an, ob es richtig sei, daß eine Kabinetsordre existire, wonach möglichst Rücksicht dar- auf genommen lverden solle, daß die in der Pro- viiiz Posen ausaehobenen Mannschaften in dieser ver- blieben. Der Kriegsminister bestätigte dies. Eine lange Debatte rief die vom Abg. Lingens angeregte Frage hervor, ob eine Kabinetsordre Friedrich Wilhelms IV zu Recht bestehe. nach der evangelischen Offizieren verboten wurde, im Falle einer Heirath mit Kathoukinn«!, das schristliche Gelöbniß abzugeben, die Ehe katholisch zu schließen und die Kinder katholisch erziehen zu lassen. An der Debatte betheiligteu sich außer dem Frage- steller die Abg. Dr. Schädler. Lieber, Prinz v. Aren- berg, Jazdzeivsky, Bebel, Hanimacher und v. Kardorff. Die große Mehrzahl der Redner sprach sich gegen die Giltiakeit der Verordnung und gegen das von der Militärbehörde eingeschlagene Verfahren aus. Die Form der Eheschließung sei Angelegenheit des Einzelnen und stehe es keiner Behörde zu, ihren Einfluß in irgend einer Richtung geltend zu machen. Sozialdemokratilcherseits wurde noch hervor- gehoben, daß es auch im Widerspruch mit dem Gesetz stehe, wenn gegen Militärs, die sich nicht kirchlich trauen wollten lassen, Maßregelungen angeordnet würden. Der Kriegsmiuister. der die Geltung der Kabinetsordre vertheidigte, sagte schließlich zu, die gehörten Anschauungen in sorgfältige Erwägung zu ziehen. Abg. v.Kardorff regte dieFrage an.obes nichtzmeckmäßig sei, das Militär dienst-Privilegium der Lehrer— sechswöchentliche Dienstzeit— aufzuheben, vielleicht empfehle es sich, dieselben für die Kranken« pflege auszubilden. Der Kriegsminister erklärte, daß Erörterungen über diese Frage im Gange seien, aber noch zu keinem Abschluß geführt hätten. Abg. Bebel erklärte, daß er keinem Privile- gium das Wort rede, das in Frage stehende sei aber aus dem Mangel an Lehrern entstanden. Wolle man dieses Privilegium aufheben, wofür auch er eintrete, so sei uothwendig, die Lehrergehälter so zu gestalten, daß ein Zudrang nach den Lehrerstellen stattfinde, dem trete man aber grade konservativerseits entgegen. Abg. Müller regte an, den Lehrern die Berechtigung zum Einjährigen einzuräumen, ein Vorschlag, der von den Abgg. Singer und Bebel bekämpft wurde. Ersterer widersprach auch dem Vorschlage Kardorff's, die Lehrer ohne»veiteres für die Krankenpflege auszubilden. Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. von Kardorff, Dr. Hammacher und Jazbzewsky wurde die Angelegenheit verlasse», weil kein be- stimmter Antrag vorlag. Bei dem Kapitel Militär- Justiz- Verwaltung wurden die Verhandlungen abgebrochen und die Sitzung vertagt. Permisickxkes. Sturmberichte. Neubrandenburg, 13. Februar. Der neue Thurm der Johanniskirche wurde gestern vom Sturm bis aus die Höhe des Kirchdaches hinabgestürzt. Derselbe schlug im Fallen auf die neuerbaule Ostgiebelwand der ktirche und zer- brach in zwei Theile, die auf verschiedenen Seiten der Kirche niedergingen. Das Kirchdach ist erheblich beschädigt; Menschen wurden nicht verletzt.— In A d a m s d o r f bei Penzlin wurde eine Scheune, hinter welcher Schulkinder vor dem Un- ivetter Schutz suchten, vom Sturme umgerissen. Die Kinder wurden unter den Trümmern begraben. Neustrelitz, 13. Februar. Der gestern tobende West- stürm hat überall im Lande an Gebäuden, in Gärten le. großen Schaden angerichtet. Auf dem hiesigen Marktplatz wurde eine Frau vom Sturme zu Boden geschleudert und im Gesicht er- heblich verletzt. Flensburg. 12. Februar. Der Sturm hat in der Provinz große Verheerungen angerichtet und viele Häuser ab- gedeckt.?luf Bahnhof Schleswig Friedrichsberg wurde das Perrondach herabgerissen. In Sonderburg ist die Pontonbrücke beschädigt, der Wagenverkehr über dieselbe unterbrochen. Von Menschenverlusten verlautet bisher nichts. Königsberg i. P r., 13. Februar. Ein orkanartiger Weststurin staute den Pregel an, welcher die tiefer gelegenen Straßen überfluthete und die Grüne Brücke gefährdete, die Abends 10 Uhr polizeilich abgesperrt ivurde. Ein Dammbruch verursachte die Ueberschweiiimung des Raffen Gartens. Pioniere und Feuerwehr retteten die gefährdeten Menschen und das Vieh. Hamburg, 12. Februar. Der Sturm hat in dem Hafen viele Kähne und Schuten mit werthvoller Ladung zum Sinken gebracht. In Harburg wurden durch den Sturm mehrere Häuser zerstört, ivobei zwei Personen getödter wurden. Lübeck, 12. Februar. Seit gestern Abend wüthet ein Orkan mit fürchterlicher Gewalt. In der Stadt und Vorstadt sind viele Häuser abgedeckt und die Dächer sammt Ziegeln, Balken und Sparreu straßenweit fortgeschleudert worden. In dem hanseatischen Jnvalidenversicherungsgebäde, einem Neubau, stürzten sämmtliche Schornsteine ein und zertrümmerten mehrere Stadtwerke. I» Ratzeburg warf der Sturm das Noth-Thurmdach zwischen die Gräber des Friedhofes; viele alte Bäume wurden entwurzelt, der Pferdebahnbetrieb ist gestört. Abends hat der Sturm etwas nachgelassen. K o r s ö r, 13. Februar. Bei dem gestrigen Orkan wurde der Radkasten des deutschen Postschiffes„Adler" gegen das Boll- werk geschleudert und beschädigt. G l ü ck st a d t, 12. Februar. Das hiesige Betriebsamt macht bekannt: die Strecke Sledesand-Langenhorn ist wegen Hoch- ivaffers unsahrbar. Die Züge von Süden fahren bis Langen- Horn, von Norden bis Stedesand. Dresden, 12. Februar. Seit gestern herrscht hier orkan- artiger Sturm mit Regenböen. Die Telephonverbindungen mit Berlin, Leipzig und fast sämmtliche» Orten von Sachsen sind unterbrochen. In Radeberg ist eine große Fadrikeffe einsestürzt. Die Abendblätter bringen die Meldung von dem Einsturz des Gerüstes am Neubau der Altersversicherungsanstalt in der Dürerstraße, wobei zwei Arbeiter— und zwar der eine der- selben schwere innere— Verletzungen erlitten haben sollen. Andauernd laufe» Meldungen von weiteren Unfällen, Be- schädigungen von Häusern und dabei zu Schaden gekommene Personen ein. Kopenhagen, 12. Februar. Wegen des herrschenden Orkans sind die Ueberfahrten von Gjedsör nach Warnemünde und von Korsör nach Nyborg eingestellt, bis sich das Wetter bessert. Gestrandet. Cuxhaven, 12. Februar. Di» englische Bark„Lake Simcoe", nach London bestimmt, und der dänische Dreimast-Schooner„Ellida", nach Maraeaibo bestimmt, sind beide heute Nacht nach den Nordergründen vertrieben gestrandet. Die Mannschaft der„Ellida", 7 Mann sitzen in den Masten; der Verbleib der Mannschaft von„Lake Simcoe" ist unbekannt. Schlepper und Rettungsboote sind abgegangen. Eisstoff. Hermannstad t, 13. Februar. In Bistritz wurde die Eisenbahnbrücke vom Eisgang weggerissen. Der Fluß Szamos ist aus den Ufern getreten und richtete einen un- geheuren Schade» an. Explosion. Budapest, 13. Februar. Auf dem Alexander- platz fand Abends in einem Hause«ine furchtbare Gasexplosion statt, bei ivelcher mehrere Personen erheblich verletzt wurden. Penzlin, 13. Februar. Von den gestern durch den Ein« stürz der Scheune in Adamsdors verfchülteten Kindern sind fünf todt, zwei schwer, die übrigen leicht verletzt unter den Trümmern aufgefunden ivorden. Die Kinder sind alle im Alter von 1v bis 14 Jahren. Verviers, 13. Februar. Eine furchtbare Feuersbrunst äscherte in dcr verflossenen Nacht die großen Webereien der Firma Dreze vollständig ein. Den Materialschaden schätzt man auf über IVz Millionen Francs. Ueber 1000 Arbeiter sind in- 'olge des großen Brandunglücks brotlos geworden. Konstantinopel, 12. Februar. Die Cholera hat erheblich� abgenommen und blieb beinahe nur auf einige Kasernen be- 'chränkl; gestern kamen 6 Erkrankungs- und 1 Todessall vor. In Pera und Galata wurde kein Cholerasall gemeldet. Dviefkayen Vvv Nvdaktion. Scholle. Wir erhielten ein Heft!„An die Scholle gefesselt" nicht. N., Eiergasse. 1. und 2. Arbeiter unterliegen der Ver- icherungspflichr, ohne Rücksicht auf die Höhe des Gehalts. �andlungsgehilsen, Werkmeister, Betriebsbeamte u. s. w. nur, wen» ihr tägliches Einkommen 3,66 M., oder bei Lohn- zahlung in längeren Fristen Ihr Jahreseinkommen 2300 M. nicht übersteigt. Handlungsgehilfen auch nur, wenn ihnen gegen- über die Rechte aus Art. 60 des Handels-Gesetzbuches aus- geschlossen sind. Das alles steht klipp und klar in§§ 1 und 2a de- Krassenkassen-Gesetzes, wo Sie es sehr gut hätten selber nach- lesen können. _ Engel-Ufer. Durch den Buchstaben sind die Prägestätten der Münze» gekennzeichnet. F flicht sto. 20. 1. Nein. 2. Ja. H- M. F. Wir können leider Ihrem Wunsche nicht ent- precheu. � B. U. 40.�1. Ja. 2. Ja. Für den Inhalt des Injerate über nimmt die Redaktion dem Publikum Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Zum 17. Male: gegenüber keinerlei Verantwortung Herr Coulisset. Schwant in 3 Atten v. Blum u. Toché. Theater. Mittwoch, den 14. februar. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Schauspielhaus. Die Minnekönigin. Verbotene Früchte. Leming Theater. Ohne Geläut. Deutsches Theater. Der Herr Se nator. Berliner Theater. Ein Tropfen Gift. Wallner- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Der Lieutenant zur See. Residenz- Theater. Der Mustergatte. Neues Theater. A basso porto. Central- Theater. Herr Coulisset. Berlin 1893. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria- Theater. Die Kinder des Rapitän Grant. Aleranderplah- Theater. Faust. National- Cheater. Bajazzi.- Der Teufel in Berlin. Charley's Tante. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlojen von Berlin. Wo Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellinig. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Sierauf zum Berlin 1893. 53. Male: Revue in 2 Abth. von 2. Leipziger. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Wegen der im Deutschen Theater stattfindenden Wiederholung der Meissner- Vorstellung, in welcher das gesammte Personal des Central- Theaters die Revue Berlin 1893 zur Aufführung bringt, bleibt das Theater am Donnerstag geschlossen. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musit von Franz Roth. In Szene gesezt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. di Unserm Pfropfenbruder Wilhelm Baehr zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! 17296 Der Pfropfenverein Wedding. Diesmal giebt's feine Entschuldigung. Sentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler 2c. Verwaltung Berlin H. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Sonnabend, den 10. d. M., unfer Mitglied, der Vergolder Hermann Tichelmann an der Lungenentzündung verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. d. M., Nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des freireligiösen Friedhofes( Pappel- Allee) aus. statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. 16 Danksagung. Allen Freunden, Genossen und Ver wandten für die liebevolle Theilnahme und die kostbaren Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben, unvergeßlichen Mannes und guten Vaters unseren besten Dank. 1735b Wwe. Preuss nebst Tochter. Castan's Panoptikum. sche Ecke Friedrich- und Behren- Strasse. ratweil Bierhallen G Kommandantenr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Täglich abwechselnd. Programm bei freiem Entree Ranfmann's Variété. Spezialitäten der ersten Wiener Damenkapelle Vorstellung. Mikloska und Auftreten von TF Nur noch kurze Zeit: 0 Märchen- Cyclus. Spandau. Freitag, den 16. d. m., Abend3 8 Uhr, im Lofale des Herrn Radtke, Neunmeisterstraße 5: Oeffentliche Volksversammlung. National- Theater. Künstlern. Spezialitäten inbung eines Arbeiterverein Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Novitäten! Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Posse mit Gesang und Tanz von Hugo Busse. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: A tad Bajani", Parodistische Oper v. Hugo Busse. Hierauf: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Aften von Eugen Prudens. Musik von A. Wiedecke. Regie: May Samst. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Der Teufel in Berlin. Hierauf: Charley's Tante. Sonnabend Nachm. 3 Uhr: Schülervorstellung zu bedeutend ermäßigten Breifen: Wilhelm Tell. In Vorbereitung: Die Weber. Schauspiel in 4 Atten. American- Theater. 1. Ranges. Mr. Kauning, Concertmaler. Derselbe wird innerhalb 15 Minuten ein Delgemälde malen, welches nach Schluß der Vorstellung gratis verlooft wird. Sonntags Unf. 5 Uhr. Gutree 30 Pf. 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten find noch an verschiedenen Tagen zu haben. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Letztes Gastspiel Truppe Hassoni. Die Baby's. Echt Berliner Blut. Riesen- Programm. Entree 15 Pf. Refervirt 30 Pf. R. Winkler. WES Nur noch kurze Beit! Tagesordnung: Gründung Um zahlreiches Erscheinen ersucht 1720b Der Vertrauensmann. Bebel, Die Frau, Blos, Revolution, suche zu kaufen. 6379 A. Sauer, Raupachstr. 2. Roh- Tabak A. 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M., Abends 8 Uhr, bei Boltz, Alte Jakobstrasse 75( unterer Saal): Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstagsabg. Herrn Fr. Harm über:" Die herrschende Arbeitslosigkeit, ihre Ursache und Wirkung in der heutigen Gesellschaft". 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung ftatt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht # 168/ 17 Der Vertrauensmann. Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW, Beuthstrasse 2. Soeben ist erschienen: brends Sozialdemokratie 200 box 910 stred moj und 2206 Hoe och jag sid and side Antisemitismus. is Bon A. Bebel. Preis 20 Pf. Wiederverkäufer hohen Rabatt.is ( Bei Einzelbestellungen bitten wir 3 Pf. für Porto beizulegen.) 210 Die höchft zeitgemäße und von Seiten der Genossen längst erwartete Schrift empfehlen wir zur Massenverbreitung angelegentlich. teabit Hr. 127. 12 50 Bad jiguid Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. 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Druck und Verlaa von Maz Badina in Berlin SW.. Beuthstraße 2, ( Pfand pro Flasche 10 Bf.) 1/8 To. Lagerbier für 3 Mart. 1/4 0. DD.• 6 Mart. u. f. 10. vierau eine Beilage Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 37. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. " Die zweite Berathung des Reichs- Haushaltsetats wird fortgesezt und zwar beim Etat der Post- und Te legraphenverwaltung, Titel 22: 4619 Dber Boft affiftenten, 5334 Postassistenten und Telegraphenassistenten. Bom Abg. Gröber und Genossen ist folgender Antrag eingebracht: con Mittwoch, den 14. Februar 1894. Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, in eine Prüfung der Frage eintreten zu wollen, in wie weit die dienstliche Stellung der Postassistenten verbessert, insbesondere eine Gleichstellung mit den Militäranwärtern in der Zulassung zum Sekretäreramen und eine Beschleunigung in der definitiven Anstellung derselben durch geführt werden kann. = Abg. Schwarze( 3.) hebt nochmals hervor, daß die Klagen der Postverwalter fich hauptsächlich auf das zu niedrige Mindest gehalt beziehen. Abg. Graf Oriola( ntl.) fragt, wie viel Postverwalter mit 1000 M. angestellt sind. Direktor Fischer: Bollbeschäftigte Postverwalter zu 1000 m. find nicht vorhanden, es handelt sich dabei meist um Bostämter, die nicht während des ganzen Jahres im Betriebe sind. Der Titel wird bewilligt. 11. Jahrg. Beim Titel 23: 3001 Vorsteher von Postämtern III. Klasse| faches christliches Gemüth( Lachen rechts), er hat das Bedürfniß ( Postverwalter) bemängelt Abg. Schwarze( 3.) das niedrige in die Kirche zu gehen. Er schreibt weiter: Das ist das Wohl= Anfangsgehalt dieser Beamten, welches nur 1000 m. beträgt, wollen der Postverwaltung. Wo bleibt die Liebe zum Dienst? während alle anderen Beamten ein höheres Anfangsgehalt Können wir dabei Christen bleiben? Ich bitte darum, daß da= haben, sogar die Telegraphengehilfinnen beziehen 1100 M. als für gesorgt wird, daß wir mehr Geld und einmal wenigstens im 48. Sigung vom 13. Februar 1894, 1 Uhr. Anfangsgehalt. Jahre Urlaub bekommen, und hauptsächlich, daß wir Christen Am Bundesrathstische: v. Etephan, v. Bötticher.. Abg. Graf Oriola( natl.) führt aus, daß die Klagen der bleiben können." Hier ist eine Reform nothwendig und nicht Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Postnerwalter diefelbe, ja vielleicht noch eine größere Berechti- schwer. Indem die Postverwaltung den Unterbeamten eine ge Abg. Bebel: In der Sigung vom 6. d. M. machte ich bei gund haben, als die der Postassistenten; die Bostverwalter ringe Erleichterung in ihrer schweren Lage beschafft, kann fie der Erörterung des Mädchenhandels in Hamburg mit bezug auf wünschten nur den Ober- Postassistenten gleich gestellt zu werden. zeigen, daß sie nicht blos von Sozialreform spricht, sondern auch die dort bestehenden öffentlichen Häuser die Aeußerung: Es ist Sie sind selbständige Beamte und tragen die volle Verant- fozialpolitisch zu handeln versteht. mir weiter aus der Mitte meiner Fraktion von Personen, die wortung für den Postbetrieb in ihrem Bezirke, sie stehen aber Abg. Singer( Soz.): Mir wird mitgetheilt, daß die Unterin Hamburg wohnen, gesagt worden- ich weiß nicht, mit schlechter als die Ober- Postassistenten. Die Boftverwaltung er- beamten bei den Postämtern 3. Klasse ein monatliches Gehalt von welchem Recht, daß sogar Staatspersonen in Hamburg Beklärt, daß sie in den letzten 10 Jahren sehr viel für die Post- 60 m. beziehen, bei den Postämtern 1. Klasse 66-68,20 m. fizer von Häusern sind, in denen solche Einrichtungen be- verwalter gethan habe, indem ihr Durchschnittsgehalt von 1200 Dabei sollen den Unterbeamten bei den Bostämtern 1. Klasse seit stehen." Diese Mittheilung wurde mir verschiedenseitig auf 1850 M. erhöht wurde. Früher waren die Postverwalter dem 1. April 1891 die Kleiderkassenbeiträge bis auf 9 M. jährlich aus der Mitte meiner Fraktionsgenossen zugerufen, während nicht gelernte Postbeamten, jetzt haben sie aber dieselbe Vor- erlassen worden sein, während die Unterbeamten bei den Postich hier die Rede hielt. Es stellte sich aber nach bildung wie andere Postbeamte. Redner hofft, daß die Ein- ämtern 3. Klasse jährlich für die Kleiderkaffe einen Beitrag von träglich heraus, daß ich dieselbe insofern mißverstanden führung der Dienstaltersstufen auch die Beschwerden der Post 39 M. zahlen müssen. Ich kann im Augenblick nicht feststellen, habe, als es sich nicht um Vorfälle in Hamburg, sondern verwalter beseitigen werde. ob das richtig ist und erlaube mir die Anfrage an die Vertreter in einer benachbarten Hafenstadt handelt, und zwar um Direktor Fischer: Den Gehaltsverhältnissen dieser Beamten der Postverwaltung, ob ein solcher Unterschied in den KleiderVorfälle der genannten Art, die vor einigen Jahren Gegenstand hat die Postverwaltung ihre Aufmerksamkeit zugewendet; das tassenbeiträgen bei Beamten derselben Kategorie existirt. Der der Erörterung in der Presse waren. Ich halte mich für ver- Durchschnittsgehalt der Beamten ist von 1870 bis jetzt von 775 Werth der Unterbeamten bei den Postämtern 1. und 3. Klasse pflichtet, diese Berichtigung zu machen. auf 1850 M. erhöht worden. wird derselbe fein, sie haben gewiß ganz gleichen Dienst. Die Gehaltsdifferenz wird damit erklärt, daß die Bostämter 1. Klasse sich an Orten befinden, in denen die Lebenshaltung theurer iſt. Das würde bei Beamten anf den Postämtern 3. Klasse wohl ein Mindergehalt rechtfertigen, für ganz unberechtigt würde ich es aber halten, wenn die Kleiderkaffenbeiträge derartig verschieden wären. Der Unterschied, den man jetzt bei der Anstellung der Unterbeamten zwischen Militär- und Zivilanwärtern macht, muß beseitigt werden. Die Resolution des Abg. Gröber bezieht sich nur auf die Postassistenten, tann aber vielleicht auf die Unterbeamten Beim Tit. 24: 167 Telegraphengehilfinnen weist Abg. Bebel erweitert werden, denn ich nehme an, daß das Zentrum dasselbe darauf hin, daß die weiblichen Postbeamten fast ausschließlich Interesse für die Unterbeamten hat. Es ist in der That ein Aft bei der Bedienung des Telephons verwendet werden. Der Ver- der Disparität, wenn der aus dem Militärverhältnisse kommende fehr mit ungefchickten, ungeduldigen und oft nicht gerade höf- Beamte 15 Jahre früher auf feste Anstellung rechnen kann, als Abg. Gröber( 3) glaubt, daß man im Haufe allgemein den lichen Korrespondenten ist kein besonders annehmlicher; außerdem der die gleiche Qualifikation für den Dienst mitbringende Beamte, Wunsch haben werde, daß der Postassistenten- Berband endlich zur ist der Telephondienst ein sehr gefährlicher für das Nervensystem. der aus dem Zivilstande kommt. Der Militäranwärter hat wohlverdienten Ruhe komme. Die Poftassistenten werden darüber Die Damen beschweren sich nun darüber, daß ihr Gehalt erheb allerdings schon eine zwölfjährige Militärdienstzeit hinter sich, inquirirt, ob sie dem Verbande angehören; wenn nun auch jeder, lich niedriger ist als das ihrer männlichen Kollegen, und daß es mag sein, daß man nach der Richtung Unterschiede machen der den Verband angehört, fich offen dazu zu bekennen den Muth ihnen ein zur Ausspannung doch so nothwendiger, wenn auch fann, aber das gleicht die um 15 Jahre spätere Anhaben sollte, so ist es doch begreiflich, daß die Postassistenten die furzer Urlaub nicht gewährt wird. Ich richte an die Reichsstellung der Zivilanwärter nicht aus, die immer von Auskunft verweigerten, weil sie glaubten, dann zum Austritt aus Postverwaltung die Frage, welche Gründe zu dieser differenziellen dem Wohlwollen ihrer Vorgesezten abhängen und in der dem Verbande gezwungen zu werden. Die Postassistenten find Behandlung geführt haben. Die Damen wagen es nicht, sich zu Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Rechte nicht frei sind, im Interesse des Dienstes versetzt worden; es ist nur beschweren, aus Furcht, nach 4 Wochen entlassen zu werden. weil das Damoklesschwert der Kündigung immer über merkwürdig, daß dieses Interesse des Dienstes immer Müffen fie um einen mehrtägigen Urlaub nachsuchen, so werden ihnen schwebt. Oft 20, 30 Jahre lang sind die Beamten in gerade in dem Augenblick eintrat, wo der Beamte Anlaß ihnen die Diäten gekürzt. dieser ungemüthlichen und unbequemen Situation, sie können zur Unzufriedenheit für seine Borgefehten gegeben hatte. Direktor Fischer: Die Telegraphengehilfinnen dieses Titels von einem Monat zum andern ohne disziplinarisches Vorgehen Co naiv sind wir im Hause doch nicht, daß wir uns mit einer sind festangestellte Personen, welche wir zum Theil aus anderen entlaffen werden, während die Entlassung der festangestellten folchen Erklärung begnügen sollten. Der Herr Direktor Fischer Verwaltungen übernommen haben. Die Anfrage des Vorrebners nur auf dem disziplinarischen Wege bei Bergehen möglich ist. hat gesagt, nicht wegen ihrer Zugehörigkeit zum Verbande, bezieht sich auf die beim Fernsprechdienst beschäftigten Ge- Es wäre interessant festzustellen, ob überhaupt und wie viele sondern aus Anlaß derselben sei die Versetzung im Interesse des hilfinnen, welche ganz gleichmäßig wie die Posteleven behandelt Unterbeamte unkündbar angestellt sind. Es handelt sich um Dienstes erfolgt; bas ist ein sehr feiner, vielleicht zu feiner Unter- werden. einige 60 000 Unterbeamte. Die Poftverwaltung ist ja im Einschied. Redner verweist darauf, daß im Falle des Postassistenten Abg. Bebel: Der Herr Direktor hat anerkannt, daß sich verständniß mit dem Reichstag damit beschäftigt, die Zahl der Funk die Kündigung erfolgt ist, weil derfelbe sich nicht bereit die Beamtinnen bewährt haben und daß ihr Dienst ein fehr an- diätarisch beschäftigten Beamten im Verhältniß zu den fest erklärt hat, auf Anforderung seiner vorgefeyten Behörde die gestrengter ist. Ebenso richtig ist aber auch, daß der Dienst ihre angestellten zu verringern. Besteht dasselbe Bestreben bei der Agitation zu unterlassen. Er hat ein Flugblatt vertheilt, in Nerven sehr anstrengt und daß sie deshalb einen Anspruch auf Poftverwaltung auch in Bezug auf die Unterbeamten? Ich bitte welchem zwei Reichstagsreden, die des Herrn Vollrath und die Urlaub haben. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Ich um Angabe der Ziffern, wie viele Unterbeamte auf Kündigung des Herrn Zimmermann über den Postassistenten- Berband ab- frage, ob auch den männlichen Beamten gleicher Kategorie der und wie viele fest angestellt sind. Die Ausdehnung der Resogedruckt waren. Das ist nicht schön, aber strafbar ist es nicht. Urlaub verweigert wird? lution Gröber auf die Unterbeamten werde ich beantragen. Die Reden sind nicht aus dem Zusammenhange gerissen, sondern Eine Antwort vom Bundesrathstische erfolgt nicht. Direktor im Reichspostamt Fischer verweist darauf, daß fie enthalten alles, was über den Verband gesagt worden Bei Titel 25, Briefträger, führt der Abg. Schoenfant aus: der Nachtdienst 1/2 fach auf die Dienststunden angerechnet wird, ist. Die wahrheitsgetreuen Berichte über Reichstags- Verhand- Alle Sozialpolitiker sind sich darin einig, daß der Nachtdienst die jeder Beamte in der Woche zu leisten hat. Für einen er lungen sind aber straffrei, und zwar nicht blos vor dem Kriminal- gesundheitsschädlich, nerventödtend und sehr angreifend ist, sowohl tranften Beamten wird sofort ein Stellvertreter eingestellt. Den richter, sondern auch vor dem Disziplinarrichter. Wir haben die im Gewerbebetriebe als Postbetriebe. Die Poftbeamten müssen, Sozialdemokraten gehen immer Schreiben von Postbeamteu zu. Ueberzeugung gewonnen, daß nicht einzelne Persönlichkeiten hier nachdem sie Vormittags von 6-1 Uhr gearbeitet haben, alsdann Mir ist auch ein Schreiben zugegangen, in welchem sich Postagitiren und unzufriedenheit erregen, sondern daß die Uebel- von 8 Uhr Abends bis zum Morgen durcharbeiten. Für diesen beamte verwahren gegen die Schmähung des Staatssekretärs stande, die vorhanden sind, diese Unzufriedenheit mit sich bringen. Nachtdienst wird nicht ein Pfennig Vergütung gezahlt. Bei v. Stephan und jede Gemeinschaft mit den Sozialdemokraten abDeshalb wollen wir versuchen, diese Uebelstände zu beseitigen jedem anständigen Privatunternehmen wird für den Nachtdienst lehnen; fie feien stolz auf die Zugehörigkeit zur schönen deutschen durch unseren Antrag. etwas vergütet bezw. ein Zuschlag zum Lohn gezahlt, so in der Reichspoft( Beifall rechts). Bezüglich der Postämter erster und Direktor im Reichs- Postamt Fischer: In betreff des Funk Buchdruckerei, der Typographie, Buchbinderei, Metallindustrie. zweiter und denen dritter Klasse besteht der Unterschied, daß bei Tann ich mittheilen, daß derselbe, trotzdem er durch Tele- Warum sollte sich das nicht auch im Staatsbetrieb durchführen den ersteren etatsmäßig angestellte Beamte vorhanden sind, bei gramme gewarnt war, das Flugblatt zu versenden, dasselbe lassen? In Desterreich, wo auch eine Reihe von Reformen ein- den letzteren find Personen angestellt, die sich noch im Vordoch versandt hat; er hat nachher, als er sich wieder um geführt sind, auf die wir noch lange warten fönnen ich er bereitungsdienst befinden. die Aufnahme in den Postdienst bewarb, selbst anerkannt, innere an die Kartenbrirfe wird für den Nachtdienst eine Abg. Schoenlank( Soz.): Die etatsmäßig angestellten Beamten daß dies offener Ungehorsam ist. In bezug auf die allgemeinen Vergütung von 30 Kreuzer bis 1 Gulden gezahlt, sowohl an haben nicht dieselben Rechte wie die unkündbar angestellten; die ersteren Ausführungen ist der Vorredner mehrfach von unzutreffenden Oberbeamte, als an Subalternbeamte und Diener. Was in fönnen nach vier Wochen Kündigung entlassen werden und ver Voraussetzungen ausgegangen. Die Assistenten sind nicht jeder- Desterreich möglich ist, läßt sich doch auch in Deutschland durchlieren dann nach dem Pensionsgefeß jeden Pensionsanspruch, bei zeit abjeybar. Sobald sie ihr Assistenteneramen bestanden haben, führen. Die Leute haben durch den Nachtdienst Extra- Auslagen, den untundbar angestellten fällt der weg und sie können nur bei werden die jungen Leute diätarisch beschäftigt und sind nur mit fie müssen eine Taffe Kaffee trinken, ein Brot essen Delikten vom Disziplinarhof zur Verantwortung gezogen werden. 6wöchentlicher Kündigung zu entlassen. Eine so austömmliche oder dergleichen. Kommt ein solcher überanstrengter Mann Eine baare Entschädigung giebt es also für den Nachtdienst Stellung ist in feiner anderen Verwaltung vorhanden. In dieser des Morgens nach Hause, so muß er womöglich bei nicht. Der freie Tag nach dem Nachtdienst macht gar nichts Kategorie bleiben die Assistenten 41/ 2-43/ 4 Jahre, also fürzere den anerkannt schlechten Wohnungsverhältnissen der Post: aus, denn nach einem Tag und einer Nacht Dienst reicht berBeit als die diätarischen Beamten anderer Behörden, bei denen beamten in einem Zimmer sich erholen, wo die Kinder und die selbe höchstens hin, um zu schlafen und die Körperfräfte wieder man den Vorbehalt gemacht hat, daß ihnen die Zeit angerechnet den Haushalt besorgende Frau sich aufhalten. Ferner ist der zu gewinnen. Herr Fischer beruft sich auf einen einzigen Brief, wird, welche sie länger als 5 Jahre diätarisch gedient haben. Dienst- Stundenplan ein wunder Punkt der Postverwaltung. Bei gerade wie auch im vorigen Jahre, aber diesmal ist er Dann werden sie Ober- Assistenten und diese sind lebenslänglich den Bostämtern 1. Klaffe, den Telegraphenämtern 1. Klaffe, den wenigstens echt. Ich habe nämlich denselben Brief von diesem angestellt. Die Entlassung der Beamten, obwohl sie fündbar Bahnpost- und einigen Stadtpostämtern, wo die Beamten voll strebsamen Manne auch bekommen. Es ist der Postverwalter in find, erfolgt nur aus denselben schwerwiegenden Gründen, aus in Anspruch genommen sind, weist der Dienst Stundenplan Biffelhovede; er schreibt mir auf einer Postkarte: Herr Direktor denen auch angestellte Beamte entlassen werden können. Jeder wöchentlich) 52-54 Stunden auf. Wo der Dienst weniger an- Fischer wird diesen Brief wohl auch bekommen, denn wenn man einzelne Fall wird gründlichst untersucht. Die Aenderung des strengend ist, darf er bis zu 60 Stunden ausgedehnt werden. sich nach oben rekommandiren will, fönne man es besser dadurch Reglements ist nicht so leicht. Wir sind nicht stehen geblieben Die Leute müssen ost 2-3 Stunden länger arbeiten als in thun, als sich mit den Sozialdemokraten zu dementiren. Die auf diesem Gebiete; wir haben die pefuniäre Lage dieser Be Stundenplan vorgesehen ist. Die Ober- Postdirektionen haben ganze Bufchrift, die ich mir zu gelegentlicher Verwerthung aufamten erheblich verbessert. Wir sollen jezt die Dienstaltersstufen zwar das Recht, den Dienst- Stundenplan zu kontrolliren, aber hebe, ist bezeichnend, die schenke ich Ihnen nicht, Herr Fischer. für die Pofibeamten einführen, was sehr schwierig ist, ohne die diese Prüfung wird dadurch illusorisch, daß der Postamts Vor-( Lachen rechts.) Die große Masse der Poftunterbeamten freut Beamten zu schädigen. Warum wollen Sie uns nun jetzt zu steher das Recht hat, wenn ein dienstliches Bedürfniß vorliegt, fich über unser Vorgehen. Herr Fischer hat im vorigen Jahre, muthen, das Reglement von 1871 zu ändern. Daß die Militär- die Beamten und Unterbeamten zu außerordentlichen Leistungen am 6. März 1898, auch einen folchen Brief hier vorgelesen, und anwärter zum Examen zugelassen werden, ist ein altes Recht, heranzuziehen. Namentlich die Unterbeamten werden hierbei in der muß ihm so tostbar gewesen sein, daß er bereits öffentlich welches wir nicht antasten können. Es fommen alle Jahre nur außerordentlicher Weise angestrengt. Für diese Ueberstunden in Nr. 14 des amtlichen Archivs für Post und Telegraphie vom ein paar Fälle vor. Durch die Zulassung der Postassistenten wird niemals ein Pfennig Entgelt gezahlt, es Juli 1892, Seite 508, bekannt gemacht wurde.( Heiterkeit links.) zum Sefretäreramen werden sie nicht zufriedengestellt werden, es- ich wiederhole- in jedem anständigen Privatbetriebe So sieht es mit den Dokumenten strebsamer Beamten aus. Uns wird vielmehr ein Element der Aufregung und Agitation unter der Fall ist. Wenn ein Unterbeamter erkrankt, find die andern klagen die Beamten ihre Noth, an die Herren auf der Rechten die Lente geworfen. Deshalb möchte ich bitten, der Resolution gezwungen, feine Obliegenheiten mit zu erfüllen. Die Post- wenden sie sich nicht, denn die haben mit ihrem eigenen Noth nicht zuzustimmen.( Beifall rechts.) Inspektoren sollen diesen Punkt im Auge haben, sie achten Wenn Kardorff das der Unterbeamten anstellung alles mögliche erklärt hat, ist begreiflich; eine solche Dienſtſtunden vorhanden sind. Ein Gewerbe Inspektor ist bei für so schön hält, so empfehle ich ihm und seinen Freunden, er Erklärung fann man aber nicht als freie Willensmeinung auf der Postverwaltung nöthiger als ein Postinspektor. In derselben möge den nothleidenden Agrariern ans Herz legen, Postfaffen. Ob vier- oder sechswöchentliche Kündigung ist vollständig Stadt kommen auf ein Bostant 9-10, auf ein anderes 12 Dienst- assistenten und Unterbeamte zu werden. Die Postinspektoren gegleichgiltig. Das tommt nur bei den Terminen der Gehaltsstunden. Alles hängt davon ab, ob der Vorsteher ein humaner nügen uns nicht, wir wollen Gewerbe- Inspektoren, die auch die zahlung zum Ausdruck. Daß das Reglement so lange besteht, Mann ist oder nicht. Bei einem Berliner Postamt haben fürz- Arbeitszeit und den Dienst sich ansehen. wie Abg. Gröber( 3): Daß der Funk beim Gesuch um Wieder nicht darauf, daß nicht zu viel, sondern daß nicht zu wenig fümmer hun, daß sie sich um den Nothstand anderer nicht ist gar kein Grund. Auf militärischem Gebiet hat man alle lich die Unterbeamten den Dienst verweigert und den Dienst Abg. von Kardorff:( R.-P.): Den Anzapfungen des möglichen, sehr tostspieligen Organisationen durchgeführt. Daß ſtundenplan der oberen Behörde eingeschickt. Im allgemeinen Herrn Schönlant gegenüber will ich auf eins aufmerksam machen. ein Unterschied zwischen Zivil- und Militäranwärtern nicht be- find die Unterbeamten nicht so thatfräftig, sie wissen auch, Die Poft hat 140 000 Beamte. Wenn von diesen so wenig Be steht, fann auch die glänzendste Beredsamkeit nicht beweisen. Es warum. Ich empfehle den Herren von der Postverwaltung schwerden kommen, so ist das ein gutes Beichen für die Postist die allgemein übliche Bevorzugung des Militärs. Machen hauptsächlich, sich die Zustände auf den Bahn- Postämtern anzu verwaltung. Naturgemäß muß in einem so großen Kreise Sie das Gramen so schwer Sie wollen, aber gleich für alle. sehen, besonders Amt 9 am Potsdamer Bahnhof. Der dortige manches vorkommen. Auf das übrige will ich nicht eingehen. Machen Sie doch teine solche angeblichen Schwierigkeiten. Je Borsteher steht nicht gerade auf dem Standpunkt der Sozial- Es ist mir wirklich unmöglich, den Borredner ernst zu nehmen. schneller die Verschiedenartigkeit beseitigt wird, desto besser ist es. politik, den angeblich Herr v. Stephan vertritt. Durch Nachtdienst Abg. Schönlank( Soz.): Wenn so wenige Klagen von den Be Abg. v. Leipziger( f.) erklärt, daß die Konservativen jetzt und Ueberstunden kommt es, daß die Beamten schon mit 35-40 Jahren nicht für die Vorlage stimmen könnten; sie würden sie aber, wenn Greise sind. Nicht blos in Berlin liegen die Verhältnisse so. die Abstimmung bis zur dritten Lesung ausgesetzt würde, wohl Infolge meiner Rede sind mir aus der Provinz eine ganze Reihe wollend prüfen. von Zuschriften zugegangen. Ein Poftbeamter aus der Provinz Posen schreibt unter anderem: Wie steht es denn mit den Kirchenfonntagen? Wir haben erst den sechsten Sonntag frei Beim Tit. 27 Land- Briefträger verweist Abg. Lenzund müssen dann vorher die Nacht burcharbeiten, wonach wir mann( frf. Vp.) darauf, daß die Busage der Postverwaltung, so müde sind, daß wir nicht stehen können. Wir sind schon alle für die Land Briefträger besser zu sorgen, nicht erfüllt sei. Heiden. Urlaub bekommen wir nicht." Der Mann ist ein ein- 650 m. bekommen die Leute als Anfangsgehalt, b. h. 1,80 m. Direktor Fischer verweist darauf, daß die Stellung der Militäranwärter auf der alten deutschen Wehrverfassung beruht, welche anzutaften fein Anlaß vorhanden ist. 911 Der Titel wird genehmigt; die Abstimmung über die Resolution wird bis zur britten Lesung zurückgestellt. amten tommen, so liegt das daran, daß den meisten der Mund versiegelt ist, weil sie, wenn sie öffentlich auftreten wollten, gemaßregelt werden würden. Warum sollen wir nicht für die Unterbeamten eintreten, wenn die Agrarier den ganzen Tag über ihre Nothlage schreien? B pro Tag. Dafür arbeitet bei uns im Weiten nicht einmal ein zu erhalten haben. Wenn der Herr wißbegierig genug ist( Buruf stehenden Volksbäder einen erheblichen Zuschuß aus dem Stadt. arbeitsloser Vagabund. Der ortsübliche Tagelohn ist ja höher. links: Sehr!), so theile ich ihm mit, daß sie insgesammt säckel erfordern, sollen bei den bevorstehenden Neubauten der Diese Landbriefträger sind nicht etwa junge Leute, sondern meist 1 461 488 M. erhalten haben. städtischen Bade- Anstaltest solche Maßnahmen getroffen werden, ältere Leute, welche früher als Poftillone zc. thätig waren. Ein Abg. Schmidt Elberfeld( Frs. Vp.): E3 möchte doch die daß Zuschüsse möglichst vermieden werden, und zwar soll die Sandbriefträger ist 80 Jahre alt und befindet sich noch im Dienst. Erörterung fördern, wenn der Staatssekretär nicht über die Unterscheidung von Bädern erster und zweiter Klasse fallen geAls sein Sohn ein Auge verlor, wandte er sich um eine Unter Mißbegierde der einzelnen Abgeordneten wigeln wollte( Unruhe lassen, und der Tarif so berechnet werden, daß die Reinigungsstützung an die Postverwaltung. Es wurde ihm erwidert, dazu rechts). Die verlangte Spezifizirung ist jetzt theilweise gegeben und die Schwimmbäder möglichst billig abgegeben, dagegen soll jei fein Geld da; man gab ihm aber ein Darlehn aus dem worden, aber diese Angaben zeigen ja gerade die Nothwendig für Wannenbäder, welche einigermaßen einen Lurus bilden, ein Spar- und Vorschußverein zu 6 pCt. Zinsen! Was diese unterste feit der Spezifizirung. Ich bitte ebenfalls um die Zurück- etwas höherer Preis erhoben werden für die neuen Bade- AnDas Magistratskollegium hat daher beschlossen, folgende Preise Abg. Bebel( Soz.): Der General- Postmeister hat durchaus feine stalten zu normiren: 1. für ein Brausebad mit einem Handtuch Ursache, in der verlegenden Weise dem Abg. von Reibniz zu und Seife 10 Pf., 2. für ein Wannenbad, gleichfalls mit einem erwidern, wie er hier beliebt hat. In der Kommission hat die Handtuch und Seife 30 Pf., 3. für ein Schwimmbad mit einem Poftverwaltung thatsächlich auf die betreffenden Fragen ge- Stück Seife, jedoch ohne Wäsche, für Erwachsene 25 Pf., für schwiegen, was den peinlichsten Eindruck gemacht hat. Da nach Kinder 15 Pf. An Schwimm- Unterrichtshonorar für Erwachsene der bisherigen Debatte die Sache eher unklarer als flarer ge- 5 M., für Kinder 4 M. Im worden, muß die Zurückweisung des Titels erfolgen. Staatssekretär von Stephan hat von einem peinlichen Eindruck in der Kommission nichts bemerkt. bestellen 2c. erhält, ist nicht bedeutend. Die Leute wollen wenigstens den Stadtpostboten gleich gestellt werden mit einem Gehalt von 700-1000 7. war die Abg. Lenzmann: Die allgemeine Gehaltserhöhung ist 1890 erfolgt, aber die Zusage des Vertreters der Postverwaltung für die Landbieträger liegt nach dieser Zeit. Der Titel wird bewilligt. Citations S 0001 16 Gir Lokales. Direktor Fischer: Eine Zusage in bezug auf Gehaltserhöhung haben wir nicht gemacht; eine solche Behauptung könnte leicht in den Klassen der Beamten falsch verstanden werden; wir haben erst vor wenigen Jahren diesen Beamten eine Einen Antrag auf Räumung der Müllpläge wird der Gehaltserhöhung zugebilligt. Der Vorredner hat auch keinen Grund, die braven Beamten als Postproletarier zu bezeichnen. Magistrat in der nächsten Stadtverordnetensizung stellen. Danach Abg. Lenzmann: Es ist gesagt worden, daß bei nächster Abg. Schmidt- Elberfeld: Auch am vorigen Freitag hat uns follen die beiden Müllpläge in der Mühlenstraße vor dem Gelegenheit diese Beamten bedacht werden sollten. Diese die Verwaltung über die Doppelbriefe statistische Zahlen gegeben, Stralauer Thor und in der Triftstraße von den dort Gelegenheit lagernden Abfuhrstoffen gereinigt und die Müllmaffen nach dem Etats. Das die nicht richtig waren. Borlegung dieses Wort Proletarier ist fein Schimpfwort; es deutet nur Direktor Sachfe: Ich muß die damals von mir gegebenen neu erstandenen städtischen Ablageplatz in Sprenhagen geschafft eine bittere Wahrheit an. Es wird mitgetheilt, Es wird mitgetheilt, daß in Bahlen durchaus aufrecht erhalten. Herr Schmidt hat die werden. Die mehrere Wochen währende Arbeit soll, wie berichtet Effen eine Bestimmung besteht, wonach die Landbriefträger ver- Bahlen von 1891, ich diejenigen von 1892 gemeint; er wird, von Arbeitslosen ausgeführt werden. pflichtet sind, eine wollene Decke auf ihre Kosten zu beschaffen, hatte ferner Bayern und Württemberg nicht mit in betracht ge- Ein ganzes Waarenlager gefundener Gegenstände um die Packete, die sie befördern, vor Näffe zu schützen. Da- zogen. hat sich wiederum in dem Vereinsbureau der Berliner Droschtenfür mußte doch eigentlich die Postverwaltung selbst sorgen. Der Antrag auf Zurückverweisung wird abgelehnt, futscher, Schüßenstr. 58, angehäuft und da sich die rechtmäßigen Direttor im Reichs- Echazamt Aschenborn verweist darauf, der Titel bewilligt. Besitzer dieser Gegenstände nicht in der vorgeschriebenen Zeit gedaß erst vor wenigen Jahren die Landbriefträger mit einer Auf eine Anfrage des Abg. Müller- Sagan erwidert meldet haben, so werden jezt diejenigen Kutscher, welche die Gehaltsaufbesserung von 120 Mark bedacht sind, d. h. mit einer Geheimrath Scheffler, daß die Verwaltung futzessive mit der Gegenstände abgeliefert haben, von dem Vorstand des Vereins höheren Ausbesserung als die anderen Beamten; sie stehen noch Erseßung der alten Eisendrahtleitungen durch Bronzedraht Berliner Droschenkutscher aufgefordert, sich die von ihnen abgebesser da als die Eisenbahnbeamten und erhalten ihr Höchstgehalt leitungen vorgehe, daß zunächst die fernen Leitungen an die lieferten Fundgegenstände gegen Zahlung der üblichen Koften in in viel fürzerer Zeit. Es kann doch nicht in jedem Jahre eine Reihe tämen. der Zeit vom 12. bis 28. Februar abzuholen. Unter diesen beliebige Beamtentlasse herausgegriffen werden für die Gehalts- Der Titel wird bewilligt und darauf Vertagung beschlossen. Fundobjekten befinden sich alle nur irgend denkbaren Gegenerhöhung. Echluß 6 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr.( Anträge stände, vom Hohenzollernmantel herab bis zum Portemonnaie aus dem Hauſe.) end mit und ohne Inhalt. Man kann sich von der Reichhaltigkeit dieser Gegenstände und von der Nachlässigkeit ihrer Befiger nur sinussaje Isla sz dann einen rechten Begriff machen, wenn man erwägt. daß nicht weniger als 202 Stutscher berechtigt sind, von diesen Gegeng 13 Bei den Stellenzulagen für Beamte und Unterbeamte weist 0001 ständen je etwas abzuholen. d allow gatepil Abg. Förster- Neustettin darauf hin, daß die Zulagen eigent- Bei der in Schöneberg am Sonnabend stattgehabten Wahl lich gedacht feien als Entschädigung für besondere Schwierig zum Gewerbegericht gingen die sozialdemokratischen Kan- daß im Monat Januar im Männerasyl 9485 Personen genächtigt Bei der in Schöneberg am Sonnabend stattgehabten Wahl Der Berliner Asylverein für Obdachlose giebt bekannt, feiten der Dienstleistungen; es sei aber die Sache dahin gebidaten mit 362 Stimmen einstimmig als gewählt hervor. haben, während im Frauenasyl 997 Personen aufgenommen sind. Tommen, daß die Zulage eine persönliche geworden ist, daß ihre Vertheilung vom Zufall abhängt. Beschwerden der Beamten Ein zu fühnem Fluge bereitstehender Adler schließt Gebadet haben von diesen Obdachlosen 3315 Männer und 75 ändern daran nichts, da ja schließlich doch die Vorgesetzten den in vornehmen Stilformen ausgeführten Erweiterungsbau des Frauen. Die Arbeitsnachweisstellen des Vereins befinden sich wieder Bericht darüber erstatten. Redner seht auseinander, daß Minifteriums der öffentlichen Arbeiten ab, der jetzt in der Leip für Männer Büschingstraße 4, für Frauen Füfilierstraße 5. die Stellenzulagen immer geringer sind, sowohl in bezug auf ihre sigerstraße, nahe der Wilhelmstraße, vollendet wurde. Dieser Hungernde Schulkinder giebt es nicht, wenigstens nicht, Höhe als in bezug auf thre Bahl, je geringer das Gehalt der be- dunkelfarbige Metalladler auf hellem Steinpostament hat etwas wenn die sozialdemokratischen Stadtverordneten die Speisung der treffenden Beamten ist; er glaubt, daß es am besten wäre, die Merkwürdiges, einen hochbedeutsamen finnbildlichen Zug, durch Schulkinder auf Kosten der Stadt verlangen. Die Schilderungen ganze Stellenzulage abzuschaffen. Wenn die höheren Postbeamten den er die ersprießliche und viel bewunderte Thätigkeit des Mi vom Elend der Schuljugend sind dann natürlich außerordentlich von Behörden und sogar von Privaten Geschenke annehmen nisteriums der öffentlichen Arbeiten schlagend zum Ausdruck übertrieben und werden nicht im Interesse der armen Kinder gedürfen, so ist nicht einzusehen, weshalb den Post- Unterbeamten bringt: der zum Fluge fich anschickende Adler wird an seinem macht, sondern blos, um die braven Stadtväter zu ärgern. die Annahme von Geschenken zu Weihnachten oder Neujahr Platz festgehalten durch eine weithin sichtbare unzweifel- Anders ist es dagegen, wenn der Bettelsack für dieselbe Sache wohlberechnete u. f. w. untersagt wird. Für das Gute und Organisatorische der Post- haft gegen Gifen- geschwungen wird. Vor uns liegt ein Aufruf zur Beschaffung verwaltung sind wir dankbar. Aber wir glauben den Dant am tonftruttion! Reizvoller tonnte eigentlich das wirken der preußi- von Mitteln für die Speisung bedürftiger Schulfinder in den besten abzustatten dadurch, daß wir Herrn von Stephan auf- fchen Bauten Bureaukratie nicht dargestellt werden. Wir Bolksschulen der Potsdamer Vorstadt". Das Elend der Schulmerksam machen auf die Mißstände seiner Verwaltung. empfehlen zur Vervollständigung dieses Denkmals auf jede Seite jugend wird hier ohne weiteres zugegeben und in beweglichen Geheimer Oberpoftrath Wittko führt aus, daß die Verwal- des Adlers noch einen Schuhmann aus demselben Metall in der Worten das Verlangen nach Hilfe ausgesprochen. Unter anderen tung diese Stellenzulagen für die verantwortlichen Stellen nicht felben Farbe aufzustellen, der im Begriff ist, den Säbel zu ziehen, Säulen der Ordnung prangen auch die Namen von 15 Stadtentbehren tönne. um dem vorwitzigen Adler eins auf die Flügel zu geben. Jeder verordneten unter dem Aufruf; aber diese Herren dürfen sich Der Titel wird bewilligt. Beim Titel 61 Erweiterungsbauten Schußmann müßte ebenfalls von hinten durch eine weithin zu beileibe nicht an die Stadt wenden. Denn eine gründliche Hilfe hat die Budget- Kommission 70 400 m. für eine Grundstückser- bewundernde Eisenkonstruktion auf seinem Standort gehalten wäre ja ein Schritt auf dem Wege zum Sozialismus. Beffer, werbung in Wesel gestrichen. man bleibt im gewöhnlichen Schlendrian der privaten WohlAbg. von Polenz( dt.) empfiehlt den Neubau des Postge- Warum haben eigentlich unfere hochverehrten Staats- Bau- thätigkeit, durch welche man zwar keine gründliche Abhilfe der bäudes in Plauen im Bogtlande, welches den Anforderungen des bestehenden Schäden erreicht, aber in den Bohlthätern doch das Verkehrs nicht mehr entspricht. behagliche Gefühl erweckt, was für gute Menschen sie eigentlich find. T gins werden. Staatssekretär v. Stephan erkennt die Ausführung des Vorrebners als berechtigt an; sobald die Mittel bewilligt sein würden, könne der Bau begonnen werden. Winddruck abend Nachmittag aus unbekannter Ursache ein alter EisenbahnAuf dem Rangirbahnhof in Tempelhof ist am Sonnwaggon in Brand gerathen, in dem die Arbeiter ihre Kleidungswaggon in Brand gerathen, in dem die Arbeiter ihre Kleidungsstücke aufbewahrt hatten. technifer die Siegesgöttin auf dem Königsplah noch nicht gegen Umfallen gesichert und durch eine lange Eisenstange mit dem Fußboden verbunden nach Art der Telegraphenstangen? Das Minifterium der öffentlichen Ingenieure will mit diesem so auffallend nach den besten Regeln der Schlofferkunft gefesselten Direktor Fischer empfiehlt die Ablehnung des Antrags der Adler den ewig nörgelnden Parteien zeigen: Seht, wir möchten Budgetfommission, weil sonst die Betriebsverhältnisse verschlechtert gern im Fluge der Wissenschaft uns erheben, aber wir können und die Beschaffung eines andern Postgebäudes vertheuert würde. nicht, wir sind von hinten gefeffelt! Unsere Zeit steht zwar im Abg. Gescher( dt.): Das jezige Postgebäude liegt in der Beichen des Verkehrs, aber dieser Vogel, den wir dort oben haben, Im Eisenbahnkoupee verwundet. Als am Dienstag beften Geschäftsgegend der Stadt, das neue Grundstück liegt seyr er foll in Wahrzeichen dafür sein, daß bei uns Alles im ge. Morgen gegen 7 Uhr der Spandauer Vorortzug in den Chrter. nicht Zonentarif fann Bahnhof eingelaufen war, fand ein Schaffner beim Nachsehen viel ungünstiger. Man brauche nur die oberen Räume des fesselten Verkehr steht! nicht Bettel alten Gebäudes, welche als Dienstwohnung für den Postdirektor unsere Ruhe stören, die wir in dieses neue Gebäude auszudehnen der Wagenabtheilungen in der dritten Klasse einen Mann auf benugt werden, zu dienstlichen Zwecken zu verwenden. wünschen. dem Fußboden liegend vor, der schwere Verletzungen davon Direktor Fischer: Die Hinzunahme von vorhandenen Und wenn Architekten und Ingenieure des In- und Aus- getragen zu haben schien. Der Krante wurde einem Schuhmann Räumen, so von der Dienstwohnung des Direktors, würde landes auf ihren Studienreisen Berlin besuchen, durch die Leip- übergeben, der ihn sofort nach der Charitee brachte. Dort nicht ermöglichen, dem vorhandenen Bedürfniß auf die Dauer zu zigerstraße gehen und vor dem schönen Hause mit dem flug- wurde festgestellt, daß der 33 Jahre alte Arbeiter Franz Peschow bereiten Adler verwundert fragen: wa uin hat man denn diese aus Friedrichsberg dies ist der Verunglückte einen doppelten genügen. Abg. Gescher: Die Berücksichtigung der Mahnung zur häßliche Eisenkonstruktion nicht einfach in Postament verborgen? Bruch des rechten Oberarmes und eine Zerschmetterung der Sparsamkeit ist mir sehr erfreulich. Es mag ja auch sein, daß um mit Hilfe der Lehre von den höchsten Aufgaben des Eifens rechten Hand davongetragen hatte. Peschow, der allein in der der Ankauf sehr viel Gelb foften würde, darum handelt es sich die ewige Wahrheit des schönen Lieres zu verdeutlichen:" Und Abtheilung gesessen hat, konnte vernommen werden und hat den aber garnicht, denn ich schlage ja gerade vor, daß die Post da wollt er wieder runter und da konnt er Vorgang folgendermaßen geschildert: Während der Fahrt habe sich mit den vorhandenen Häumen einrichten soll. Herr Fischer nicht!!" fagt, es geht nicht, aber warum es nicht geht, haben wir nicht erfahren. Der Kommissionsantrag wird angenommen. Ebenso werden die legten, noch übrigen Titel des Ordinariums der Ausgaben bewilligt. Bu dem Titel„ Vergütungen an auswärtige Post- und Telegraphenbehörden u. s. w. und Telegraphen- und DampfschiffsUnternehmungen bemerkt Referent Abg. Möller Dortmund, daß eine in der Kommission verlangte Uebersicht über die Kosten unserer Kolonien nach der Angabe der Verwaltung nicht gegeben werden könnte. er am geöffneten Fenster gestanden und den Arm hinausgestreckt, um sich zu überzeugen, ob es regne. In diesem Augenblicke sei Der Lohn für treue Dienste. Das selbstverständliche, ein Bug aus der entgegengesetten Richtung vorbeigefahren und sozusagen natürliche Schicksal eines treuen Arbeiters wird in habe seinen Arm gefaßt. Des. Näheren jagt er aus, daß von einer Einsendung in der Sonntagsnummer des„ Lokal- Anzeiger" dem Buge eine Thür offen gestanden habe, die ihm gegen den Im Norden Berline, in einer bekannten Fabrit, war ein Arm geflogen sei. Die Verlegungen sind so schwer, daß Beschow gewiffer Sch. als Hausdiener 37 Jahre ununterbrochen thätig, faum wieder arbeitsfähig werden wird. für einen Wochenlohn von 16 M. Welches Zutrauen die Behier zu dem ehrlichen Alten hatten, bewies, daß er oft mit Taufenden von Mart unterwegs war. Nachdem des alten Mannes 25 jähriges Jubiläumn ohne die geringste Anerkennung der ungeduldige Arbeiter bis zu diesem Zeitpunkt nicht warten, Ein Verhungerter fiel am Montag Morgen in der Köpenickerstraße vor dem Hause 182 entkräftet auf das Straßen= pflaster. Man schaffte das Opfer unserer göttlichen Weltordnung nach dem Krankenhause am Urban. Abg. v. Neibnitz( Frf. hält Tangens, welches vom ganzen Wolfe gestellt werde, für dringend ganzen Dienstzeit; eine geistige und förperliche Schwäche trat Nachmittag in der ersten Stunde, als der Sturm am heftigsten geboten; er ersucht außerdem um größere Spezialisirung dieses ein, welche ihn dienstunfähig machte. Er wurde entlassen, ohne tobte, ein Arbeiter, welcher mit mehreren anderen auf dem Hote Die Postverwaltung fei in der Kommission diesem Verlangen nur diente; der Buchhalter gab ihm den wohlmeinenden Rath, fich bedachung eines Gebäudes zu entfernen. Der Betreffende war Möglich, sich der Herr nichts dabei tönnen, für welche Kabel Vergütungen gezahlt worden seien, wie bat, dem Alten ging's zu Herzen, gestern erhängte er sich." Sonderliche Entrüftung über diesen Fall ist schlecht an fortzufchaffen pflegte, aus dem Hausflur in den Hofraum zu theuer die einzelnen Kabel sich stellen und welche Benuzung diefe gebracht. Es gehört sich in der heutigen Gesellschaft so, daß der treten, als der mit voller Wucht auf die Hinterwand des Vorder= Kabel erfahren haben. Ein Kabel, welches 140 000 m. geloftetarbeiter, nachdem er für einen möglichst niedrigen Lohn nach Stück Buz- und Mauerwerk von der dritten Etage des Hauses hauses wirkende Sturm ein etwa zwei Quadratmeter großes Rabel erfahren haben. Ein Kabel, welches 140 000 m. geloftet habe, sei nur für 50 Depeschen benutzt worden, jede Depesche Kräften ausgenutzt worden ist, am Ende seiner Tage oder auch herabriß. Mit Donnergepolter stürzte die Masse in die Tiefe, habe also dem deutschen Wolfe 2800 Wt. gekostet. Der General, postmeister habe die Grtheilung einer Auskunft abgelehnt, weil noch früher, auf das Straßenpflaster gefekt und der frohen Hoff, schlug dem ganz versteinert dastehenden Mann den Gimer aus Diese Rabelanlagen noch embryonenhaft seien. Wenn das der nung auf die sozialreformerischen 381/3 Pfennige Altersrente, die ber rechten Hand und büllte hen Grſchredten in eine Dichte Grund für diese Kostensumme sei, was würden erst für Rosten er mit dem siebzigsten Jahre einheimst, überlassen wird. Kann Wolfe von Kalfstaub. Schon glaubte man, der Arbeiter fei ger entstehen, wenn diese Embryonen sich zu gesunden kräftigen In- nun, so ist dies gewiß nicht die Schuld derer, die ihn aufs schmettert, aber unversehrt, wenn auch blaß über den gehabten dividuen ausgewachsen hätten. Bom Bundesrathstische erfolgt eine Antwort nicht. Der Straßenpflaster gesetzt haben. Warum hat er von seinen 16 Mart Schrecken, ging derselbe aus der ihm so gräßlich gedrohten Todes Referent verliest noch einmal die von der Verwaltung in der pro Woche nicht gespart? Für jemand, der mit 16 Mart gefahr hervor. Wochenlohn 37 Jahre lang gepraßt hat, hat der Rath, mit einem Auf Auordnung der königlichen Staatsanwaltschaft Kommission mitgetheilten Zahlen. Abg. Müller- Eagan( frf. Bp.) beantragt infolge dessen die Strick über das reichlich genossene Grdenleben zu quittiren, am Landgericht II Berlin ist der Bauunternehmer Spieß in Zurückverweisung des Titels an die Budgettommiffion. Gerade gar etwas Gemüthvolles an sich; er überhebt den Berathenen Rigdorf verhaftet worden. Sp., welcher zahlreiche Kleine Handja aller tünftigen Sorgen. werker, die für ihn gearbeitet haben, um den Sohn ihrer Arbeit das Schweigen der Verwaltung sei verdächtig und müsse ge- Hoffentlich prägt dieser Fall recht vielen Arbeitern das Begebracht hat, soll sich verschiedener Vergehen und Verbrechen Staatssekretär v. Stephan begreift nicht, warum sich der Vor- wußtsein ein, daß die Treue" gegen den Unternehmer, die sich schuldig gemacht haben. in größtmöglichster Unterthänigkeit und steter Rufriedenheit init redner so sehr aufregt. Auf die Kabelmiethe an Rabelgesellschaften dem Schicksal äußert, ein sehr mißliches Ding is, bas zu Maurer Berger aus Berlin in der Berlinerstraße zu Nixdorf In hilflosem Zustande wurde am Sonnabend Abend der entfalle von der ganzen Titelsumme nur der kleine Betrag von mindesten seine zwei Seiten hat. Die Tugend der Treue ist ge 238 000 M. Der Depeschenverkehr nach Ostafrika, wo an Kabel: wiß nicht verwerflich, aber sie soll geübt werden von dem Ar- aufgefunden. B. war wenige Stunden vorher aus dem städtischen miethe 102 000 m. bezahlt werden müßten, sei schon 1891 auf beiter gegen Seinesgleichen und vor allem gegen die Organi: Krantenhaus am Urban als geheilt" entlassen worden, war die Bahl von 11 000 Telegrammen angewachsen. Wozu also iation, der anzugehören er die unverbrüchliche Pflicht hat. aber thatsächlich noch so schwach und entkräftet, daß er auf der noch neue Berathungen in der Kommission. Denn das organisirte Proletariat ist berufen, an stelle der Straße zusammenbrach. B. wurde nach dem Rixdorfer KrantenAbg. v. Kardorff: Eine Zurückverweisung des Titels würde capitalistischen Weltordnung, die dem Arbeiter im glücklichen haus gebracht. Abg. v. Reibnit: Ich kann dem Antrag auf Bufall has Schicksal des treuen Hausdieners sichert, eine humane, Aus Luckenwalde geht uns die Nachricht zu, daß der eine menschliche Weltordnung zu setzen. Sturm am Montag die Schornsteine der Hutfabrik Glaatsjelretar v. Stephan: Die Summer, deren Spezifizierung zwischen Luxusbäbern und Bädern gewöhnlicher Art und der Luchfabrik von Steinberg umgeweht haton Con der Vorredner vermißt, sind nicht für Rabelmiethe ausgegeber, with in einer magistratsoffiziösen Notiz wie folgt unterschieden: find mehrere Arbeiter der Cohn'schen Fabrit nicht unbedeutend fondern sind Abrechnungen mit Rabelgesellschaften für Telegramme, Die feitens der Stadtgemeinde hergerichteten Bolts- Bade- Anstalten verlegt worden. Der Arbeiter Schulz, von dem wir gestern mittheiite welche diese Gesellschaften, die indo- europäische, if cnglo follen vornehmlich dem fanitären Zweck dienen und feineswegs amerikanische und die Eastern- und South- Africa Compagnieden Charakter als Lurusbäder tragen. Da nun die bereits be- daß er infolge der bei der Firma Siemens u. Halste erlitterat brochen werden. in der That teinen Zweck haben. verweisung nur unterstützen. Leider Berlegungen gestorben sei, ist glücklicher Weise nicht todt. Die] Der am Sonnabend zu 6 Monaten Gefängniß veröffentliche Volksversammlung stattfindet, in der die Lokalfrage uns gestern von einem seiner Kollegen übermittelte irrthümliche urtheilte Buchdruckereibefizer Wilhelm Werner war am von Steglit geregelt werden soll. Außerdem wird Genosse Nachricht ist vielmehr dahin zu ergänzen, daß Schulz sich auf dem Montag schon wieder vor die 1. Straffammer des Landgerichts I Bubeil ein Referat über die neuen Steuervorlagen halten. Die Wege der Befferung befindet. geladen, um sich in Gemeinschaft mit dem Redakteur des Vorstände der Vergnügungsvereine sowie die Gastwirthe von Ausschreitungen werden aus dem Asyl für Obdach- Sozialist" Tischler Frantz wegen Aufreizung zum Klaffenbaß Steglit find hiermit ganz besonders eingeladen. Tose in der Fröbelstraße gemeldet. Unter den zahlreichen nicht erschienen und der Staatsanwalt sprach den Verdacht aus, zu verantworten. Werner war troz ordnungsmäßiger Ladung Die Lotaltommission. Obdachlosen, die am Montag Abend Einlaß begehrten, soll ein baß Werner aller Wahrscheinlichkeit nach überhaupt nicht er Nordbahnschächten bei Mährisch Ostrau wird telegraphisch Die Beendigung des Streiks der Bergleute auf den Messerheld bei einer Prügelei seinen Gegner derart schwer verscheinen werde. Der Gerichtshof verhandelte daher gegen Frank lezt haben, daß dieser, wie das unverbürgte Gerücht lautet, bald allein und verurtheilte ihn wegen des unter Anklage gestellten heinen gemeldet. darauf gestorben ist. Artikels zu sechs Wochen Gefängniß. Werner soll zum Uebereintommen beider Parteien vor dem Einigungsamt Der Formerausstand zu Nürnberg ist durch gütliches nächsten Termin mit Hilfe der Polizei vorgeführt werden. beendet. 3 1200 Arbeiter Es SSC GREE Ueber den Sturm der lehten Tage liegen aus der Um gegend folgende Nachrichten vor: In Reinickendorf wurde ein hochbeladener Heuwagen ungeworfen und hat vier in der Nähe batten sich in der letzten Sigung des Rixdorfer Schöffengerichts Wegen Vergehend gegen das Nahrungsmittel- Gefeh spielende Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren unter der ber Teppichfabrit. Ginakey in riesigen Last begraben. nicht weniger als Personen zu verantworten. Der Milch Maffersdorf bei Reichenberg i. B., welche am verdurch herbeieilende Arbeiter herausgezogen. Salb erstickt wurden die Kleinen händler Heinrich wurde wegen Verkaufs stark verfälschter gangenen Sonntag eine eigene Wertstätten- Organisation mit dected In Steglih Butter zu 30 m. event. 10 Tagen Haft, die verehelichte Gied- Streiftafse beschlossen hatten, begannen gestern einen allgemeinen in der Nacht Nacht zum Montag der Drkan das Dach einer Villa sammt fchlag wegen Verkaufs von Magertäse unter der Bezeichnung Streit, weil 24 von ihnen die Kündigung erhalten hatten. dab und schleuderte die Last auf das demmaſſiven Schornstein" Sahnentäse" zu 3 M. event. 1 Tag Haft, und der Droguen- 270 nahmen heute die Arbeit wieder auf. Die Ruhe ist nicht geDach einer Nad barvilla, welches ebenfalls start beschädigt wurde. Schwer 10 m. event. 2 Tagen Haft verurtheilt. Der vierte Fall mußte einer händler Brenzel wegen Berkaufs gefälschten Ungarweins zu ftört worden. gelitten hat der Köpenicker Forst, den zu betreten in den drei behufs Beugenladung vertagt werden. Der Nadlerstreik bei der Firma Ahl in Hof i. B. iſt letzten Tagen mit Lebensgefahr verbunden war. Aus Rüdersdorf * જ durch Einigung mit dem Fabrikanten beigelegt worden. Die wird nachträglich gemeldet, daß in der Gewitternacht zum Sonntag Vor dem Rigdorfer Schöffengericht hatte sich dieser Tage Arbeiter ließen die Forderung, eine 5prozentige Lohnerhöhung zu, der Bliz eine Scheune in Brand gesetzt hat.- Ginen schaurig die 15jährige Minna Anna Blankenburg wegen Beleidigung des erhalten, fallen, während der Fabrikant die 11ftündige Arbeitsschönen Anblick gewährte in den Sturmtagen der Müggelsee; die Pußfeder- Fabrikanten Karl Dittrich und dessen Ehefrau in Rig zeit später einzuführen versprach. Sturmgepeitschten Wellen erreichten die Höhe von drei bis vier dorf zu verantworten. Die Beweisaufnahme, welche ein grelles Bergarbeiter- Bewegung. Die Grubenarbeiter- Delegirten Metern. Auf der Rahnsdorfer Seite, dem Teufelssee zu, gingen Streiflicht auf die Ausschreitungen des Unternehmerthums warf, des Pas de Calais hielten am legten Sonntag einen Kon die Wellen noch höher, und hier gewährte der Müggelfee den An- ergab folgenden Sachverhalt: Die Angeklagte, ein kleines, schwäch- greß ab. blick eines sturmgepeitschten Ozeans. Auf der Spree und der liches Rind, war im Mai v. J. bei dem Putfeder- Fabrikanten Havel find Schiffe, soweit wir in Erfahrung bringen fonnten, Dittrich beschäftigt. Als sie bald darauf entlassen wurde, weigerte Der Bierboykott unserer Genossen in Barmen gegen nicht gesunken oder beschädigt; die Fahrzeuge sind durch drei- fich Dittrich, das Arbeitsbuch an das Mädchen herauszugeben das Bier der Brauerei Diericho dauert unverändert fort. fache Unterfetten am Lande befestigt. Ein bedauerlicher Sturm- und als die Kleine trotzdem auf die Herausgabe desselben be Unfall wird aus Rathenow gemeldet. Dort stürzte am stand, wurde sie von Frau Dittrich aus dem Geschäftsraum ver: hat an den dortigen Magistrat eine Eingabe gemacht, in welcher Gewerbegericht. Die Arbeiterschaft von Oldenburg Montag der Dampfschornstein der Fabrik von A. Mowiz ein, wiesen. Infolge dessen machte das Mädchen gegen Frau D. eine um die Errichtung eines Gewerbegerichts ersucht wird. Die BeDie Steinmassen fielen auf ein zweistödiges Gebäude, in welchem Bemerkung, durch welche sich diese beleidigt fand. Bald darauf hörden von Oldenburg scheinen dem Projekt sehr wenig fich die Stuhlmacher- Werkstatt befindet, und durchschlugen das begab sich die Mutter eines anderen entlassenen Mädchens, dem sympathisch gegenüber zu stehen, was aber die dortigen Genossen Dach sowie die Decke des ersten Stockwertes. Der Stuhlmacher D. gleichfalls das Arbeitsbuch vorenthielt, nach der Dittrich'schen nicht abhalten wird, ihre Forderungen so lange zu wiederholen, Karl Böker erlitt schwere innere Verlegungen. Leichtere äußere Wohnung und nahm die Blankenburg mit. Als die betreffende bis sie damit durchgedrungen sind. Verwundungen trug der Stuhlmacher Schneider davon. Frau nun das Arbeitsbuch ihrer Tochter verlangte, wurde sie Polizeibericht. Am 12. d. M. Morgens wurde ein Glaser bedroht, als der Herr Fabrikant aber gar die fleine hauer Bereins" zu Dre den wurde in einer Versamm von Dittrich grob behandelt und sogar mit Ohrfeigen Die Auflösung des seit 21 Jahren bestehenden Bildin feiner Wohnung in der Birkenstraße erhängt vorgefunden. Blankenburg wieder erblickte, stürzte er auf dieselbe los, lung obigen Bereins am 3. Februar beschlossen. G3 geschieht Im Spreekanal, an der Schleuse, wurde die bereits start verweste ohrfeigte das Mädchen rechts und links und würgte es dann dies zu gunsten des neugegründeten Bildhauer- Vereins Leiche eines Mannes angeschwemmt. Auf dem Leipzigerplatz berart am Halse, daß die Fingernägel Blutspuren hinterließen. Don Dresden und Umgegend und ist insofern als ein fiel Bormittags ein Mann von einem in der Fahrt befindlichen Dabei bediente fich der Mann unanständiger Schimpfworte. Die großer Fortschritt zu bezeichnen, als damit ein gut Theil RaftenPferdebahnwagen und erlitt eine Verrenkung des Oberarms. Auf dem Grundstück Marheinekeplay 1-4 wurde die Leiche eines Mißhandelte gab ihm dieselben jedoch zurück und lief dann geist fällt. Im neuen Verein verbinden sich nicht nur Stein, neugeborenen Kindes aufgefunden. Nachmittags wurde ein davon. Gegen Dittrich wurde wegen diefer groben Ausschreitung olz- und Gypsbildhauer, sondern es treten ihm auch Arbeiter vor dem Hause Weißenburgerstraße 61 durch einen wegen Rörperverlegung Anzeige erstattet, doch wurde das dies die Modelleure, Biseleure und ElfenbeinMöbelwagen überfahren und anscheinend innerlich verletzt. bezügliche Strafverfahren leider eingestellt, weil nicht der Vater, schniger bei. Vor dem Hause Landsbergerstraße 23 gerieth Abends eine hatte, was nach den gefeßlichen Bestimmungen unzulässig ist. Crefeld mit den latholischen Gesellenvereinen auf gemeinsame sondern die Mutter der Mißhandelten den Strafantrag gestellt Die Hirsch Duncker'schen Gewerkvereine haben sich in Frau unter Die Räder eines Geschäftswagens und erlitt eine Quetschung des Unterleibes. Durch den Sturm Dittrich und dessen Ghefrau fanden jedoch noch den Muth, gegen Kandidaten zu den bevorstehenden Gewerbegerichtswahlen geeinigt. Das wurden am 12. d. M. eine Reihe von Unfällen hervorgerufen, Das Schöffengericht sprach die Angeklagte jedoch frei, da es auch ein Fortschritt! bei denen auch Menschen zu Schaden gekommen sind. mittags wurden an der Ecke der Holzmarkt- und Alexanderstraße besessen gabe. In der Urtheilspublikation gab der Borsitzende, Breslau feitens der Krankenfaffen- Mitglieder eine lebhafte überzeugt war, daß dieselbe die Erkenntniß der Strafbarkeit nicht Für die freie Arztwahl wird neuerdings auch in und vor dem Hause Christinenstr. 20 zwei Frauen durch einen err Amtsgerichtsrath Niemir, dem Erstaunen des Gerichtshofs Agitation entfaltet. Am lestvergangenen Sonntag fand eine Windstoß zu Boden geworfen, von denen die eine eine Ver- Barüber Ausdruck, daß Dittrich Strafantrag gestellt habe, trot öffentliche Versammlung statt, in welcher Herr Dr. Sachs über Herr renkung der Schulter erlitt, während die andere nur leichtere bem er bei rechtégiltigem Strafantrag eine empfindliche Strafe die Einführung freier Arztwahl referirte. Die Versammlung eVerlegungen davontrug. Auf der Moltkebrücke wurde ein Rollkutscher durch den vom Sturme losgeriffenen Plan vom Wagen über die Erhebung der öffentlichen Anklage, da doch nicht das führungen einverstanden: Die heute am 11. Februar im Konzerterwarten gehabt hätte. Ebenso erstaunt war der Gerichtshof flärte sich durch Annahme folgender Resolution mit seinen Ausgeschleudert, so daß ihm die Räder über beide Beine gingen. Vor dem Grundstüc Chausseestr. 88 wurde Mittags ein Bau- geringste öffentliche Interesse hierfür vorgelegen habe. haus tagende Versammlung von Krankenkassen- Mitgliedern erklärt unternehmer durch herabfallende Theile des Hausgesimses an Vom Omladinagrozeß bringt das Wolff'sche Tepeschen die Zahl der angestellten Kassenärzte nicht für ausreichend, um der Stirn und am Oberarme erheblich verletzt. Nachmittags bureau aus Prag eine Mittheilung, die gerade in ihrer halb in gewissenhaftester Weise den einzelnen Patienten behandeln zu wurde der Gehäusedeckel des vor dem Hause Grün- offiziellen Färbung den Mißbrauch erkennen läßt, den das öfter fönnen. Deshalb beauftragt dieselbe den Orts- Krantentaffenthalerstr. 11 stehenden Straßenbrunnens herabgeschleudert und reichische Ausnahmegericht wieder einmal mit der Justiz treibt. Verband, sowie den Berein zur Wahrung der Interessen ber dabei ein Handlungsreisender am Kopfe und am Arme verlegt. Die Verhandlung am 13. Februar, heißt es, wurde in Abwesenheit Krantenfassen, als die zuständigen Faltoren", in geeigneter Auf dem Grundstücke Stralauerstr. 48 stürzte der Schornstein der Angeklagten, welche Disziplinarstrafen erhalten haben, fort ein System freier Arztwahl zur Durchführung zu bringen. fort- Weise Schritte zu thun, um möglichst bis zum 1. Januar 1895 eines Quergebäudes ein und fiel gegen die massive Giebelwand, geführt. An Stelle der abwesenden Vertheidiger wurde vom die infolge dessen ebenfalls einstürzte. Durch die herabfallenden Gericht ein Vertheidiger bestellt. Der Staatsanwalt Lorenz legte Die Petition de hsischen Berg- und HüttenTrümmer wurde ein kleines Gebäude auf dem Nachbargrund in seinem Schlußplaidoyer dar, daß weder ein politisches noch arbeiter an den sächsischen Landtag, die wir kürzlich in ihrem stücke, Stralauerstr. 49, bis auf geringe Mauerreste niedergelegt ein nationales Streben aus den Thaten der Angeklagten hervor wesentlichen Inhalte wiedergegeben, hat schon einigen Erfolg erind ein darin beschäftigter Steindrucker verschüttet; er blieb aber gehe, sondern daß es sich einfach um gemeine Verbrechen gegen die zielt. Die v. Arnim'schen Werke bei Zwickau, die besonder inversehrt. Vor dem Hause Friedrichstr. 126 wurde eine Frau Dynastie, den Staat, die Religion und die Bürger sowie gegen behart angegriffen waren, haben seit Anfang Februar die achtourch einen Dachstein am Kopfe verlegt. Auf den Häusern hördliche Organe handele und daß selbst ein Staat, der den Neuße- stündige Arbeitszeit vor sogenanntem heißen Ort eingeführt. Winterfeldftr. 23, Lichterfelderstr. 38, Luisen- User46 und Prenzlauer rungen und den Ideen, die in den Köpfen der Angeklagten herum. Bis jetzt waren die Arbeiter gezwungen, auch an diesem Ort Allee 5 wurden die Schornsteine umgerissen und dadurch die Dächer sputen, entspräche, sich mit aller Macht gegen solche Verbrechen 12 Stunden täglich auszuhalten. Freiwillig hat das Werk diese and theilweise auch die darunter liegenden Decken zerstört. Von wehren müßte. Die antidynastischen und antiösterreichischen An Konzession jedenfalls nicht gemacht; man geht wohl nicht fehl, sem Hause Brunnenstraße 94 wurde das Zinkoach herabgeriffen schläge der Angeklagten seien wohl mit Erfolg abgewehrt worden, wenn man annimmt, daß hier das Bergami einigen Drud ausand zum Theil bis nach der Butbuferstraße geschleudert. Vom allein die Gefährlichkeit liege darin, daß ein solches Treiben auf geübt hat. Dieses aber war wiederum beeinflußt von der öffentDache des Hauses Küstrinerplatz 8 fiel ein Theil der aus Zink- die Maffen Einfluß ausüben und deren loyale Gefühle abftumpfen lichen Meinung und so ist die Erleichterung in letter Linie nur jäulen bestehenden Brüstung auf den Bürgersteig hinab. Am tönnte. Niemand sei wegen seiner politischen oder nationalen dem Vorgehen der Arbeiter zu danken. Möchten die Bergarbeiter Hause Kommandantenstr. 50 wurde ein etwa zwei Meter langes Gesinnung verfolgt worden, sondern der Untergrund der Anklage allerorts die richtigen Konsequenzen hieraus ziehen. Blechschild, und vom Dache des Hauses Kottbuserstr. 8 der Zint sei nur gemeine Missethat; und daß es nicht Jugendstreiche geseckel einer Bodenluke herabgeschleudert. Auf den Grundstücken wesen seien, welche die Angeklagten ausführten, bezeuge der Alexandrinenstr. 104 und 110 und Gitschinerstr. 12/13 wurden Mord, der an Mrva verübt wurde. Der Staatsanwalt wies Die Einfriedigungen niedergelegt. In den meisten Fällen mußte nach, daß Mrva weder Agent provocateur gewesen, noch in cie Feuerwehr eingreifen, um die Gefahr zu beseitigen.-Im Polizeidiensten gestanden. caufe des Tages fanden vier fleine Brände statt. andodasin Vor nica noile WW Gerichts- Beitung. Wegen einer Majestätsbeleidigung, die sie auf einer Bierreife in Gegenwart von Polizeibeamten begangen hatten, wurden die Brüder Eduard Janzen und August Janzen am Dienstag von der vierten Straflammer des Landgerichts I zu je drei Monat Gefängniß verurtheilt. te sie Soziale Ueberlicht. Achtung, Tischler! Sämmtliche Kollegen( 26 Mann) der Werkstatt von Sprange, Liebenwalderstr. 31, legten gestern die Arbeit nieder, weil sie die Behandlung von seiten des Wertführers nicht länger erdulden wollten. Herr Sprange lehnte es ab, durch seinen Einfluß in der Angelegenheit zu vermitteln. Wir ersuchen die Kollegen, dieses zu berücksichtigen und, bis eine Verständigung erzielt ist, den Buzug fernzuhalten. Die Werkstatt- Kontrollkommission des deutschen Holzarbeiter Verbandes. ( Bahlstelle Berlin.) = ordsp ido di and Wenn zwei fich raufen, erfährt man gelegentlich ein Stück Wahrheit. So plaudert sich jetzt Herr Fusangel in seinem Organ in wünschenswertheſter Deutlichkeit über seine früberon Brotgeber aus, und wer es noch nicht wüßte, er könnte es ezt erfahren, wer das größte Interesse an dem Ausbruche eines Streits hat. Und zwar find es außer den Unternehmern auch die Preßtofaten, die im Interesse ihres elenden BeilenSchinderhandwerks Streits herbeiwünschen und wohl auch herbeiführen helfen. Doch hören wir Herrn Fusangel, er schreibt: Wir tönnten den Mitarbeiter einer größeren Beitung mit Streit in 14 Tagen 800 m. für gelieferte Rorrespondenzen verNamen nennen, der sich rühmte, im Jahre 1889 beim großen dient zu haben. Seit der Zeit ist der Mann ein begeisterter müßten die Bergleute jedes Jahr mindestens einmal, noch und Anhänger des Streits wenn es nach ihm ginge, besser besser aber zweimal, einen Ausstand machen. A13 im Jahre 1892 der höchst unglückliche Versuch gemacht wurde, wiederum einen allgemeinen Streit in Szene su sezen, ein Ver such, der vom Schreiber dieses Artikels damals mit größter Ent fchiedenheit bekämpft worden ist, weil sonst unabsehbares Glend über unzählige Bergarbeiterfamilien hereingebrochen wäre, da hat der oben erwähnte dunkle Chrenmann nicht allein Flugsondern er hat dieselben auch selbst in Gelsenkirchen abgeholt und in Höntrop, Eppendorf, Weitmar 2c. verbreitet. Gott sei Dank ist der teuflische Versuch, die Bergarbeiter in einen allgemeinen Ausstand zu hehen und damit reichlichen Stoff für gut bezahlte Beitungsartikel zu erhalten, damals nicht gelungen." Wir quittiren mit Dank für diese Mittheilung, Herr Fusangel. An die Ehrlichkeit der Arbeiterfreundlichkeit ultramontaner Blätter haben wir niemals geglaubt. 129 menings Das Roblenjt V In dem hier in polnischer Sprache erscheinenden Parteiblatt„ Gazeta Robotniga" erschien am 17. Juni v. J. ein Artikel mit der Ueberschrift Militarismus". Der Kriegsminister stellte wegen der darin enthaltenen Beleidigungen Arbeiter Charlottenburgs! Am Montag, den 19. Fegegen den Redakteur der genannten Zeitung, Joseph Woiczi bruar, findet hierselbst die Wahl zum Gewerbegericht statt. to wsti, Strafantrag, worauf derfelbe sich gestern vor der neunten Möge es ein jeder Arbeiter für feine Pflicht halten, an diesem Straffammer des Landgerichts I zu verantworten hatte. Die gegen Tage sein Wahlrecht auszuüben, um den von den Arbeitern in blätter abgefaßt, welche die Bergleute zum Ausstand aufforderten, das preußische Heer erhobenen Beschuldigungen wurden für so schwer der öffentlichen Volksversammlung aufgestellten sozialdemokratigehalten, daß die Verlesung der Uebersetzung des fraglichen fchen Kandidaten zum Siege zu verhelfen. Wahlberechtigt ist Artikels unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand. Aus der jeder Arbeiter, der das 25. Lebensjahr erreicht hat und ein Jahr Urtheilsverkündigung ging hervor, daß in dem Artikel von den am Orte wohnt oder in Arbeit steht. Im leyteren Falle hat der Unteroffizieren behauptet war, fie ließen den Refruten eine Arbeiter eine Bescheinigung seines Arbeitgebers beizubringen, im unmenschliche Behandlung zu Theil werden, sie seien bestrebt, übrigen genügt eine Bescheinigung seitens der Behörde oder die den Soldaten einen thierischen Haß gegen fremde Völker und gegen Steuereinschäßung. thre eigenen Landsleute der ärmeren Klasse einzuflößen und Die Wahlhandlung ist des Morgens von 10 Uhr bis Mittags dergleichen mehr. Der Gerichtshof nahm an, daß der An- 1 Uhr und von Nachmittags 5 bis Abends 8 Uhr. getlagte fich nicht nur der verleumderischen Beleidigung schuldig 1. Bezirk. Wahllotal: Turnhalle, Sophie- Charlottenstr. 69/71. Kartelle und Trusts. Das Kohlensyndikat, der mächtigste gemacht, sondern auch wiffentlich entſtellte und erdichtete That Kandidat Herm. Schiller, Maler. 2. Bezirk. Wahllokal: Turn- Unternehmerring in Deutschland, fängt an, seine Macht fachen verbreitet habe, um dadurch Staatseinrichtungen ver- halle, Schloßstr. 27. Kandidaten Eduard Dürre, Tischler und auch auf die Händler auszudehnen. Die Hafenhändler hielten verhalle, bisher mit ihren Abschlüssen zurück, um die Kohlenpreise zu ächtlich zu machen. Es wurde über die vom Staatsanwalte Aug. Grüneberg, Arbeiter. 3. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle, reduziren. Es gelingt ihnen nicht, sie müssen zu Kreuze triechen, auf vier Monatrafe von 2 Monaten hinausgegangen und zwischen Kirchhof und Rostenstraße, Kandidat Rudolf Gäde, sich auf Gnade oder Ungnade dem allmächtigen Kapital ergeben. beantragte auf vier Monate Gefängniß erkannt. alone Töpfer. 4. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle, Schloßstr. 2. Triumphirend rufts die hein. Wests. 3tg." aus, daß das Händler. Am Dienstag fand vor der Straffammer III des hiesigen Kandidaten Wilhelm Schulze, Maurer und August Diecte, Bäder, thum die Fruchtlosigkeit dieser Bestrebungen eingesehen habe und 5. Bezirk. a) Nördlich des Kanals, Steßler bes- Boltsblatts für Teltow 2c." statt, der an: Wahllokal: Turnhalle, Schillerstr 28/32. Kandidaten Heinrich Rohlensyndikat zugleich eine Regelung des Abfahgebietes der Restaurant Thiergartenhof, Berlinerstr. 1. Unterabtheilung b. Restaurant Thiergartenhof, Berlinerstr. 1. Unterabtheilung b. blatt aus: Bei Gelegenheit dieser Neuabschlüsse nimmt das geflagt war, in der Nummer 58 des Voltsblatts" vom 19. Mai Berbe, Schmied und Theodor Pauls, Zimmerer. 6. Bezirt. einzelnen Händler vor, indem es je einer Sändlerfirma den vorigen Jahres durch einen Artikel über den Militarismus Berberie Staatseinrichtungen verächtlich gemacht zu haben. Die Ver: Wahllokal: Turnhalle, Joachimsthalerstr. 81/82. Alleinvertrieb einer oder mehrerer Kohlenmarfen für ein genau wies, in der Zeit, handlung enbete mit Freisprechung des Angeklagten, da er nach- Auguſt Schnell, Einsetzer. Wir machen die Genossen noch darauf aufmerksam, daß am einschneidende Maßnahmen dem einen oder anderen zunächſt begrenztes Gebiet überträgt. Es ist selbstverständlich, daß solch hergestellt wurde, nicht in Berlin anwesend, sondern auf einer Sonntag, den 18. d. M. eine öffentliche Volksversammlung in recht unangenehm erscheinen; nach den Erfahrungen auf den= der Gambrinusbrauerei stattfindet. Agitationstour gewefen zu sein, so daß er von dem Inhalte der Nummer teine Kenntniß haben fonnte. Kandidat jenigen Zechen, welche schon seit längeren Jahren solche Alleinverfaufsgebiete gebildet hatten, ist indeß mit Bestimmtheit zu erwarten, daß nach Durchführung dieser Maßregel alle Theile mit derselben zufrieden sein werden." Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Achtung, Steglig! Den Parteigenossen von Steglitz diene hiermit zur Nachricht, daß am Donnerstag, den 15. Februar, Abends 8 Uhr, im Restaurant 3ur Krone", Albrechtstraße, eine sors Wa mils mi paidat za nos polan bu is a 14toffdale mill room Auch der Antrag des Staatsanwalts, die Nummer 58 des Boltsblatts" im objektiven Verfahren zur Vernichtung zu verurtheilen, wurde vom Gerichtshofe abgelehnt.. Also nicht nur die Produktion, auch der Konsum wird von Versammlungen. $ wer: Nach der von uns eingezogenen Information haben mehrere Der nachfolgende Redner diese Behauptung zurückgewiesen. fachliche und tattvolle Bericht" des Intelligenz Blattes" ent hielt davon nichts. Wir verwahren uns aber auch gegen den Vorwurf, als ob wir durch die Veröffentlichung der Redner eine Art schwarzer Liste geben. Haben die Redner ein Interesse daran, daß ihr Name nicht gebracht wird, so mögen sie es dem Bericht: erstatter sagen. Bisher hat niemand von unseren Lesern sich darüber beschwert, daß wir die Namen der Redner brachten. G 1 1 Männer- Gefangverein Waldkapelle 2, Abends 9 Uhr, Musik- Dilettantenverein Preciosa, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. Berliner Die 3. Männer- Abtheilung turnt jeben Mittwoch und Sonnabend Abend don Don 8-10% Uhr in der Chorinerstr. 74. Zurnverein Fichte"( Mitturnt Mittwoch und Sonnabend von 8-10% Uhr Friedensfir Die 1. Männer Abtheilung glied des deutschen Arbeiter Turnerbundes). bei Heft. = Großfapital geregelt". Die Großindustrie tritt immer mehr in widerlegt wurden. Die nächste Versammlung findet am 15. März| Gefelltger Berein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. aufgererne Pfeife. Zriftstr. 1 bei Hoffmann Humo direkte Beziehungen zu den Konsumenten. Das Kapital reibt Annenstr. 16 statt. ristischer Rauchflub, Görligerstraße 42 bei Picht. Geselliger dadurch immer mehr Eristenzen auf, proletarijirt das KleinhandVerein Brüderlichteit Georgentirchstraße 65 bei Müller.. Musifverein Die Kistenmacher hielten am 12. Februar bei Gründer, Bautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg. werk, das Händlerthum, kurz den Mittelstand, und wirkt so Köpnickerstr. 100, eine öffentliche Versammlung ab, in der Naunynfir. 86 bet Bubeil Abends 8 Uhr. Berein Rhetorit eminent revolutionär, Geselliger Verein Hoffnung wobei es die Arbeit als sein eigener Stadtv. Metzner über die„ Ursachen der Arbeitslosigkeit" Zebuſerſtraße Nr. 6 bei Nemis( alle vierzehn Tage). Theaterverein Todtengräberr mit wünschenswerthester Schnelligkeit besorgt. Proletariat, Naunynftr. 83 bet Köhn. Bergnügungsverein Amor II, In gleicher Weise arbeitet der Petroleum trust, dessen spann sich eine lebhafte Debatte, deren Resultat die Annahme ergehen, referirte. Ueber die Frage: Wie feiern wir den 1. Mai? ent- Prinzen- Allee 10' bet Bergemann. Touristenklub Fretheit und WohlNeuenburgerstr. 37 bei egeberg. Rauchtlub Rothe Gründung wir neulich in einem Leitartikel besprachen. Die Stat Nordamerikanische Standard- Dil- Kompagnie, an deren Spize beauftragen, die Frage mit den Werkstatt- Bertrauensleuten noch- Abends 8 Uhr bei Sauermann, Adalbertſtraße 8. eines Antrages war, den Vertrauensmann der Gewerkschaft zu Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant Taubenbörse. flub Kreuz- Solo Krautsir. 48 bei Nattke. Regel- Klub Lustige 18", der mehr als hundertfache Millionär Schafstopftlub Spar: die russische Petroleum- Gesellschaft, als deren efeller und mals eingehend zu ventiliren und in einer späteren Verſamm- Agnes, Abends 9 Uhr, Blumenstr. 46 bei Wend. Hauptbetheiligter der TagesRothschild gilt so führten wir damals aus Gefang-, Turn- und gelellige Vereine. Mittwoch. Gesangverein lung darüber zu berichten. Als dritter Punkt auf der Tages- nospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. den, nachdem sie sich geeinigt, den Petroleumhandel der ganzen in die Tischler- Krankenkasse zur Berathung. Die fortgesetzte Er- bei Mebelin, ordnung stand die Petition für den Uebertritt der Kistenmacher mufitverein Borwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langeftraße 108 Welt beherrschen. Im Rheinland, so wird von dort behöhung der Beiträge in der Allgemeinen Ortstaffe für gewerb- Restaurant Kayser, richtet, werden bereits alle Maßregeln getroffen, um den ganzen liche Arbeiter"( alte Meier'iche) bis auf 60 Bf. wöchentlich. Zoens sx- 11 1hr Uebungsflunde inverein' pofto, Mbends 9 Hyr, im Konsum von Petroleum in den Händen der beiden Petroleum hauptsächlich hervorgerufen durch die hohe Bahl der weiblichen Restaurant Schulze, Beuthstr. 18-1939 11hr, i Tegelerstraßen- Ede. Männer- Gefangverein Apollo, fürften zu vereinigen. So werden für Elberfeld Barmen Mitglieder, laffe es räthlich erscheinen, beim Oberpräsidenten ber Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Mans Bisternen erbaut, die von den großen Petroleumbassins bei teuffelftr. 9.- Kraftfurnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und SonnDüsseldorf aus direkt durch Röhrenleitungen geſpeiſt wer- Stiftenfabrikation beschäftigten Personen der Orts- Krankenkaffe brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von aerolina, Provinz Brandenburg dahin vorstellig zu werden, daß die in der abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofftr. 8.- Zurnverein Gesund und alle Zwischenhändler werden umgangen, denn von hier aus nächsten stehen, dies ist die Tischlerkasse. Um diefen Uebertritt Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, uebungsflunenfchaft: den. Dadurch fallen die nicht unerheblichen Transportkosten weg desjenigen Berufes zugetheilt werden, dem fie naturgemäß am in der Zurnhalle, Freienwalderstraße 39. – Kraftturnverein Berolina, werden die Kleinhändler und die Privatkunden durch die eigens ie eher je besser zu erreichen, wurden nicht nur die Mitglieder straße 154, Lokal Konkordia. hierzu fonstruirten Kesselwagen der Gesellschaft mit Petroleum versorgt. Gegen diesen großartigen Fortschritt, der Geld und der allgemeinen Ortskasse, sondern alle Angehörige des Berufs Arbeitskraft ſpart, ist an sich durchaus nichts einzuwenden, nur, haben sich aus leicht erklärlichen Gründen ebenfalls dafür aufgefordert, die Petition zu unterzeichnen. Die Arbeitgeber daß die Ersparniß menschlicher Arbeitskraft einigen wenigen zu erklärt. Theater- und Bergnügungs- Verein humanitas Abends 9% Uhr bet gute fommt, während sie tausend andere in die größte AbReed, Lothringerfir. 94. Theaterverein Bultania 2", Abends 9½ Uhr, hängigkeit von sich bringen, indem sie Arbeiter brotlos machen Eine gutbesuchte Versammlung der Kontobuch bei Schulz, Beteranenftr. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerstraße 101.- Theater: und Leseklub Morgenroth, und den Preis des Produtts beliebig in die Höhe schrauben, das Arbeiter und Arbeiterinnen tagte am 12. Februar. jeden Mittwoch, abends& Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerfir. Mr. 67. ist das Verkehrte unserer heutigen Wirthschaftsordnung. Und In seinem Referat theilte der Kollege Sigrist mit, daß die lehte Theaterverein erres tagt jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, bei Güzlaff, GroßDie Erkenntniß dieser Widersinnigkeit der heutigen Ordnung" Versammlung das erfreuliche Resultat ergeben hat, daß von den görschenstraße 3. Gäste rotutommen. Hetmathluft, Sigung jeden Mittin den Köpfen der Masse zu verbreiten, ist die Aufgabe der Berufsgenossen mehrere der Organisation beigetreten sind. Die woch, Abends 9 Uhr, bet H. Lange, Stromstr. 28. Beselliger Vergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Sozialdemokratie. noch einigermaßen leidlichen Verhältnisse in dem Berufe werden Sommer, Grünstraße 21.- Kreuzfidel, bet Gumlich, ReichenbergerTouristenaber nur dann zu erhalten sein, wenn die Berufsgenossen sich ftraße 149.- Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannſtr. 5. Abend 9 Uhr bei Gieblutad, Manteuffelder Organisation anschließen. Zur Besprechung der Verhält- perein Frei Weg" ftraße 86. Arbeiter Bitherklub Freiheitstlänge", Abends niffe in den einzelnen Werkstuben hatte man die Kollegen von 8-11 Uhr, bei R. Pommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof zur heutigen Versammlung eingeladen. Nicht vertreten Großgörschenstraße. Bithertlub Alpenglöckchen Edelweiß. In einem Versammlungsbericht der Fildhauer befindet Eick u. Friedländer. Kollege Sigrist schlug vor, einen Ver- mit Damen bei Weigmann, Andreasstr. 32. waren die Werkstuben: Barschall, Schnellentamp, Richter, Heuer, uebungsabend Gipsfir. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler willkommen. Verein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9½ Uhr Sigung -Bergnüngungsverein Hand sich in dem Organ des königlichen Polizeipräsidiums folgender trauensmann zu wählen, dem die Obliegenheit zufällt, Ver- in Sand 2, Abends 9 Uhr, im Restaurant Müller, Große Frankfurter: Paffus: bindung mit Vertrauenspersonen aus den einzelnen Werkstuben ftraße 80-81. Gesellschaft Hero, Abends 9 Uhr, Sigung Brunnensir. 155 Im weiteren Verlaufe der Diskussion wird der Bericht herbeizuführen, um die Regelung einer zweckentsprechenden stunde bet Nomad, Manteuffelstr. 9. Arbeiter- Bitherverein Ginigteit, Abends 9 Uhr: UebungsBeselliger Verein unter uns". dependes Intelligenz- Blatt" über die lehte Bisdhauer- Versamm Agitation unter den Kollegen und Kolleginnen herbeizuführen. Jeden Mittwoch Abend um 8% Uhr bei G. Fischer, Beuſſelſtr. 66. lung für fachlicher und taktvoller erklärt, als der des Mit diesem Amt wurde Kollege Kusch betraut. Es wurde für Rauchklub Rothe Relte, bei Steuer, Weinstr. 22. Rauchklub Roochloa, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralfir. 83.Humoristischer Vorwärts", der nicht nur die Resolution unterdrückte, nothwendig erachtet, zur nächsten Versammlung die Liniirerinnen Raut Iub, Abends 9 Uhr, bet a. Niemann, Görlizerfir. 42.- Rauchflub fondern durch Veröffentlichung der Namen der Diskussions- einzuladen, deren erbärmlicher Wochenlohn mit wenigen Aus- Sanssouci, Boechstraße 51.- Rauchklub Ohne 8mang. Abends b redus den Unternehmern eine Art schwarzer Liste" in die nahmen 5 m. beträgt. Rauchklub Grüne Quaste, Abends 9 Uhr, bet Zum Schluffe wurde zu zahlreichem bei Späth, Weinfr. 28. Echlüter, Kleine Martusfir. 10. Rauchklub Vulkan, Abends 9 Uhr bei Dand gab." Besuch der am Montag stattfindenden Mitglieder- Versammlung Rachfall, Waldemarstr. 18. Rauchflub Goldene Quaste, Abends 9 Uhr aufgefordert. bei Muß, Jostystraße 8. Rauchtlub Schmotes Werte, Röpenider ftraße 121a bet Schöbel. Humoristische Pfeifenbrüder, Rauchtlub Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genossen W. Salzwedel. Deutsche Eiche, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 62. Rauchtlub uftige Brüder Abends 8% Uhr Büdlerstr. 61 bei Faulhaber. Rauchtlub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41.Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bei Bogt. Altdeutscher Rauchflub bei Gädecke, Münchebergerstr. 6. Rauchflub Rauchflub Granada, Abends 9 Uhr, Forsterftr. 40 bei Tuguntfe. Rothe Fahne, Mittwoch Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant zur Zaubenbörse. Mauchflub Sumatra Süd- Ost, Sigung alle Mittwoch, Abends 8 Ubr bet Tilgner, Forsterstr. 22. Stattlub Treff, Abends 8 Uhr, bet Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Der Berliner Arbeitervertreter- Verein hielt am 7. d. M. feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Die Versammlung Stattlub areau AB bei Lange, Friedrichsberg, Wartenbergstraße 67, ehrt vor Eintritt in die Tagesordnung das Andenken des verbas Proletariat international vedere, An der Jannowitz- Brücke. Ladies and Gentleman storbenen Rollegen Martin durch Erheben von den Plähen. Herr Buchholz giebt der Versammlung einen Ueberblick über die Eine außerordentliche Versammlung in den Kontordia- Festfälen, Andreasfir. es. are invited. English Conversational Club Shakespeare. nahmen und Ausgaben der Berufsgenossenschaften nach den amt- Privat- Theater- Gesellschaft Romelia. Heute Abend, 9 Uhr, Sigung Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at lichen Berichten vom Jahre 1893, den er einen Bericht über mit Damen, bei Müller, Püdlerstr. 2. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: Nord Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36, Guests are Zahl der Unfälle, sowie über die Alters- und Invaliden- Schule, Müüerftr. 179 a: Unterricht in Geschichte( mittl.). Dit- Saule, welcome. bild das versicherung folgen läßt. Bon Herrn Gutheit wird dieser Martusstr. 31: Unterricht in Logit. Südost- Schule, Reichenberger Club Uncle Sam. 9 o'clock Jack's Restaurant, Bericht zum Theil ergänzt. In der Debatte weist Herr Straße 133: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Bei allen UnterKrause darauf hin, wie nothwendig es ist, daß die richtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jetzt, im Laufe des 11 Hoher Steinweg. English speaking guests are quite Arbeiter in ihren Organisationen für die Aufklärung ihrer Mitglieder gerade auf dem Gebiete der Versicherungsgesetzgebung Sorge tragen. Hauptsächlich aber um gegen die rigorose Be handlung seitens verschiedener Berufsgenossenschaften Front zu ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) machen. Buchholz giebt bekannt, daß die sechs Berliner Arbeiter Paris, 13. Februar. Der Urheber der im Café des Tervertreter im Reichs- Versicherungsamt zu den ihnen vorgelegten im Bereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Zr. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. Uebungsneuen Unfallformularen mehrere Abänderungsanträge gestellt stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. 2iebesfreiheit 1, minus- Hotel erfolgten Explosion gestand vor dem Untersuchungshaben. Auf Antrag des Herrn Thamm wird der Kommission Andreasstr. 26, bei Wilte. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser: richter, sich einen falschen Namen beigelegt zu haben, ver ftraße 22-28, Böhow's Braueret. Silaritas, Hochstraße 32 a, bet weigerte, für Bentralisation der Krankenkassen ein Beitrag von 50 Mark Wilfe. jedoch hartnäckig, seine Identität einzugestehen. Deutsche Eiche, Grüner Weg 29 bet Säger. Echo 1 Pankow, bewilligt. Schulzeftr. 27. Steinmegen, Flemmingftr. 6 bei Mann. Er wurde nach einem zweistündigen Verhör, bet welchem er sich yra 1, Mariannen- Ufer 2 bei Wills.- Sand in hand 1, Reichenberger- sehr herausfordernd benahm, nach dem Gefängniß Mazas ge= Der Verein sämmtlicher Arbeiter und Arstraße 16 bei Päzoldt. Schneeglöd chen 2, Potsdam, Brandenburger beiterinnen der Wäsche und Kravatten Branche Kommunikation 16, bei Glaser.- Unverdrossen, Abends 8 Uhr, bei Sache, bracht. Es wird behauptet, der Attentäter fomme aus EngLindowerstr. 26. Rütli, Friedenau im Kurhaus.- Bor wärts 5, Friedrichs- land und gehöre, wie aus gewissen Merkmalen und seiner hielt am 8. d. M. eine Generalversammlung ab. Vom Kassirer hagen, Nundtheil, b. Lerche. Lorbeerkranz, Lichtenbergerstr. 21 b. Seise. Ausdrucksweise hervorgehe, nicht dem Arbeiterstande an. Der Gust wurde der Versammlung der Kassenbericht vom verfloffenen Südo ft 1. Köpnickerstr. 191, Reſtaurant Foge.- Ro the Mette Schöneberg, Sachverständige Girard erklärte, die Konservenbüchse, aus welcher Kupferschmiede, Weinfir. 11 bei Feind. Jahre verlesen. An Einnahmen sind zu verzeichnen 378,30 M., Golzfir. 48, bei Siegeler. Concordia, Gitschinerstr. 65 bei Saase. Deutscher Männer die Bombe angefertigt war, sei englischen Ursprungs. Der Zu Denten eine Ausgabe von 268,43 m. gegenübersteht; mithin ist fang, Belforter fir. 15, bei Schneider. Fretheitstlänge, Alt- stand der Verwundeten, auch der Schwerverwundeten, ist nicht ein Bestand vorhanden von 109,87 M. Hierauf gab der Vor- gatobftr. es.- unverzagt 1 Manteuffelstraße bei Nowack. LorbeerSiedeslust in Fürstenwalde gefahrdrohend. Bende Rollege Zemte einen ausführlichen Bericht über die tranz 2, Oranienstraße 190 bei Statsch. bei Taschenberg, Junkerstraße 5. Sänger or der Maler, Kaiser Thätigkeit des Vereins im vorigen Jahre und vollzog sodann Franz Grenadier- Platz 7. Freiheits- Gruß, Schönhauser Allee 46, Die Versammlung die Wahl des Vorstandes. Es wurden ge- bei Busse. Hoffnung 3, Brandenburg a. H., Wilhelmsdorferwählt: Hergt, 1. Vorsitzender; Frl. Stephan, 2. Borsigende; straße Rest. Concordia.-Ganges blüthen, Stralauerplay 10/11 bei Poppe. Moabit, Waldstr. 62 bei Gohr.- 2iederlust, Köpenickerstr. 100 Gust, 1. Kassirer; Frl. Küssow, 2. Kassirerin; Kirchner, 1. Schrift bei Gründer( fr. Mundt). Freiheitstänge 1, Sebastianftr. s bet führer; Röhler, 2. Schriftführer; Weniger, Bechly und Frau Mayer. Lyra 3, Brig, Werderstraße 15. Freiheitstlänge 2, Katfer'scher Quartettverein, Krautstr. 6 bei Rudolf Hahnold Beisigende. Zum Bibliothekar wurde Kollege Weniger, Eberswalderstraße 6.- Arbeitergefangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bei Dorn.- Junge K. N. NW., Perlebergerstraße 8, 1 Tr. wohnhaft Greifswalderstr. 228, ernannt. Der Vorsitzende Hergt& iche, Reinickendorf, Gesellschaftsfir. 11 bei Hartmann. Georginia, Fechner. Es giebt in Lindau am Seeufer einen Eisenbahns macht die Anwesenden darauf aufmerksam, daß sich der Arbeits- Manteuffelstraße 45 bet Stewald. Ginig, Straußbergerstr. 3 bei Birk. damm durch den See; eine Fußgängerbrücke giebt es nicht. Ob Vorwärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ede bei Greinert. nachweis Holzmarktstr. 3 befindet und bittet, denselben mehr zu Seeger'scher Männerchor, Frankfurterstraße 18 bet kaprolatis. der Klapperstorch eine Bunge hat, wissen wir nicht. Sehen Sie berücksichtigen. Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 153 bei Krause. ihm, wenn er einmal bei Ihnen Einkehr hält, in den Rachen. Gemischter Chor Wedding, J. P. Kaufen Sie sich für 20 Pf. die Reichsverfassung. Da elfenburg, Srautir. 6 bei Rudolph. Müllerstr. 7 bet Reichert, Glühlicht"( gem. Chor), Berlebergerstr. 28, bet maienfönnen Sie lesen, daß der König von Preußen als Präfident des Sermerschmidt. Steinnelfe, Neue Hochstr. 49 bei Altmarn. Melodia, Rirdorf, Bundes den Zitel" Deutscher Kaiser" führt. Aus dem Buche ruß, Charlottenburg, Wallstr. 64 bet Reichelt. Appolonia, Rosenthalerfir. 11-12, Rosen- tönnen Sie auch noch mehr und wichtigere Dinge lernen. Bergstr. 133 bei Hoffmann. thaler Klubhaus. Apollo, Beuthstr. 18-21 bet Schulze, Posthorn". Westend", R. L. Fruchtstraße. Frage 1 ist dem Parteivorstand zur Männer- Chor Süd- Ost, köpnicterstr, 191 bet Foge. Erledigung überwiesen. Fr. 2 läßt sich schwer beantworten; Schöneberg, Rafer- Friedrichsstr. 6 bet Hentelmann. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bus schriften find at richten an p. Sent el, Bergmannstraße 1, of 2 2r.) es tommt auf die Verpackung an. Fragen Sie auf dem Gütermittwoch: Bollad- klub ustige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Stewald. bahnhof nach. 3. Der Taufschein muß Ihnen zugesandt werden, In einer Versammlung der Porzellanarbeiter und verwandter Berufsgenossen, die am 10. d. M. tagte, referirte Genosse Fris Hansen in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema: Materialismus und Ethit." Die Diskussion drehte sich um die Organisationsfrage. Von einem Redner wurden auch die bekannten anarchistischen Grundsäke vertreten, die aber in der Versammlung gar feinen Anklang fanden und vom Referenten in eingehender Weise A. Tiedemann's Homöopath. Wollinerstr.( am ArkonaSchmiede. Mittwoch, den 14. Februar, Abends sh Uhr, Mitglieder Ber: fammlung bei Tempel, Langefir. 65. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner m Berlin. Mittwoch, den 14. Februar, Abends 8% Uhr, große Versammlung der Schleswig Solsteiner mit Frauen im Kommandanten- Garten, Rommandantenstr. 10-11, Bortrag des Herrn G. Wagner über„ Die Ursachen des Verbrechens". Oeffentliche Volksversammlung. Mittwoch, den 14. Februar, bends 8% Uhr, bei Joel, Andreasstr. 21. Vortrag: Sozialdemokratie und Staatsreligion". Referentin: Frau Henrich- Wilhelmi Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend. Wanderversammlung der Filiale Nord, Mittwvody, münberfit. 35. Lagesordnung. Vortrag der Genoffin Frau Reimann:„ German American Club. 9 o'clock Restaurant Belden 14. Februar, Abends 8 Uhr, im Swinemünder Gesellschaftshaus, Swine Verein ehem. Schüler der 18. Gemeindeschule. Mittwoch 9 Uhr, Pünktliches Erscheinen dringend nöthig. Gemefters, eintreten. teyte, Echwebterstraße 33. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frib Gesundbrunnen, Abends 8 Uhr, bei Saferland, Bellermannstr. 87. Gleichheit, Abends 8 Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123.- Seine, Rigdorf Abends 8% Uhr, Brinz- Han dierystr. 60, parterre. Einigkeit, Abends 8 Uhr bei Zeige, Triftstraße 1. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen " = welcome. Depeschen. 1439 90215 Briefkaffen der Redaktion. Raßler. Schicken Sie uns die Resolution zu, die Veröffentlichung fann nachträglich geschehen. Uebrigens ist die Resolution dem Sinne nach wiedergegeben. Sinſtitut, Molinergi 10 com Bielone Maffen- Ausverkauf. 1000 Regenmänte!!! Roh- Tabak!! plaz). Sprechst. von 8-10 u. 2-3, Sonnt. v. 8-11. Langjährige Praxis. Mäßigstes Honorar. In der 55901 15186 Cohn'schen Hosenfabrik Winterräder, Frauenmäntel u. Plüsch- gute Qualität, tadelloser Brand, 7 Pallisadenstr. 7 Inventur- Ausverkauf. sollen die Waarenbestände beſtehend Gardinen- Reste zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Fabrit Grüner Weg 80, prt. Eingang vom Flur. 54902* in Herren- und Knaben- Garderoben, sowie Stoffresten werktägig von 9-1 und 2-8 Uhr, zu Tagpreifen ausver fauft werden. 1900 Dann's Spezialhochelegant à 7-15. 100 Backfisch- Jaquets à 2,50 M. 500 elegante Jaquets jetzt für 10, 12, 14-20 M. 5567L* Damen- Mäntel- Bazar, Leipziger- Strasse 91 1. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. 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