350 16% Nr. 176. " Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 ML, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband Tür Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. an: Ericheint täglich. . S 148 6580 anudson 31. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblaff. But nothing sida Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedrudte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Etellengesuche und Schlafstellenantzeigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Rummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplak, Nr. 1983. Erzherzog Mittwoch, den 1. Juli 1914. Franz Ferdinand.ufmachung bedeuten 11 Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplak, Nr. 1984. Besißendeninteresse zu der Einheit bildet, die man find anderer Meinung. Ihnen ist die unselige Tat Wasser auf die Autorität nennt; und was die in schwarzgelber Mühle, auf der sie ihr Pulver mahlen gegen das Volt. Das ist der Aufmachung bedeuten kann, weiß man schon von den Charakter der deutschen Reaktion! Zeiten der früheren Ferdinands her. Nicht ohne Be- Die gesamte internationale Sozialdemokratie ist gewiß einig in rechtigung hat man von Erzherzog Franz Ferdinand immer dem ehrlichen Bedauern und dem aufrichtigsten Mitleid für die beiden Aus Wien wird uns vom Montag, den 29. Juni, ge- berichtet, daß ihn eine geradezu krankhafte Abneigung gegen Opfer nationalistischen Wahnwizzes. Sie weist aber auch auf die schrieben: die Sozialdemokratie befeelt, daß er die gegenwärtige Herrschaft Wunde an dem Körper der Wölfer hin, woraus derartige VerMit einer Unbewegtheit, die an stumpfen Gleichmut grenzt, hauptsächlich wegen ihrer Schwäche" gegen die umstürzlerischen brechen entstehen. Sie zeigt die Gefahr und warnt vor ihr; nicht hat die Bevölkerung die Kunde von der Ermordung des Tendenzen gescholten hat. Nicht zufällig ist darum der Erz- um die Tat von Sarajewo irgendwie politisch auszuschlachten, Thronfolgers aufgenommen. Natürlich weckt ein solches Er herzog in den Bannkreis jenes Seleritalismus geraten, der nur sondern in dem aufrichtigen Bestreben, solche die Menschheit eignis jene Neugier, der alles, was außerhalb des Bereiches auf Wiener Boden gedeiht und in dessen Tendenzen die immer schändende Taten zur Unmöglichkeit zu machen. Die Sozialdes Gewöhnlichen und Erwarteten steht, sicher ist; aber von strupellose Bekämpfung der Sozialdemokratie der Mittelpunkt demokratie hat es dem Volke gelehrt, daß es nicht durch individuelle irgendeiner echten Teilnahme, von der schmerzbewegten Er ist. Indem sich das Volk vergegenwärtigt, welche Schwierig Taten des Impulses und der Leidenschaft, daß es nicht durch Putsche schütterung, die die grause Bluttat bei allen beweglichen Gefeiten der demokratischen, der kraftvollen Entwicklung zur seine großen Ziele erreichen kann, sondern nur dadurch, daß die mütern eigentlich hervorrufen müßte, ist wenig zu spüren. Selbst Freiheit und Gerechtigkeit und Geistigkeit von der Ferdinan Arbeiterschaft, die breite Masse des Volkes, der sittlich, geistig, in allem Aeußerlichen macht es sich fund. Die schwarzen Fahnen däischen Herrschaft gedroht hätten; wenn es daran denkt, wie wirtschaftlich und politisch höher stehendere, der gebildetere Teil des werden nur langsam und vereinzelt aufgezogen, es fehlt sogar oft die Notivendigkeiten der Dinge mit dem harten und selbst- Bollsganzen werde. Alles wirken und Arbeiten der Sozialdemo die drängende Nachfrage der Großstadt nach den Meldungen über bewußten Willen dieses Monarchen in Kampf geraten hätte fratie geht darauf hin, das Volk zu geistiger, moralischer und poli die Katastrophe; das Gefühl, einen Verlust erlitten zu haben, können, wird es unfähig, die rüchsichtslose Verurteilung einer tischer Reife zu bringen. Dadurch freilich wird die Sozialdemokratie zeigt sich nirgends. Wir denken da natürlich nicht an die abscheulichen Mordtat zu dem Bewußtsein zu verdichten, daß zur eminenten Gefahr für die gegenwärtige„ Ordnung" und für den proletarischen Massen, die sich bescheiden, das Mordverbrechen ihm der Sonntag etwas geraubt hat, was ihm niglich hätte Klassenstaat. Mit den gleichen ehrlichen Waffen, der Boltsaufklärung u verurteilen wie jede schnöde Geivalttat; aber selbst in dem werden können und lieb und vertraut gewesen ist. und sittlichen Hebung kann die Reaktion nicht lämpfen sie kämpft so leicht beweglichen, schwarzgelben und für alles Dynastische In dem Ernst und der Geschlossenheit seines Wesens war deshalb mit allen Mitteln der Gewalt und mit allen Mitteln der ungemein empfängliche Wienervolt hat der Mord von Sara Franz Ferdinand dennoch eine Persönlichkeit, und angesichts Gemeinheit, indem sie selbst solche aus ihrem Geiste geborenen lewo, der den Thronfolger in den habsburgischen Ländern des hohen Alters des regierenden Kaisers und der jugend- Taten wie das Attentat in Sarajewo der ringenden aufstrebenden aus dem Leben strich, teine tiefen Furchen gezogen. Das hat lichen Unzulänglichkeit des nunmehrigen Anwärters reißt der Arbeiterklasse an die Rockschöße hängen will. Ihnen gereichen alle bor allem in der Persönlichkeit des Toten seinen Grund. Tod in die Geschlechterfolge des Regierens in diesem zer- Dinge zum Gemeinen!" Eigentlich müßte der hochgradige Klerifalismus des Thron- rissenen Staate eine empfindliche Lücke. Wie die Mordtat, Die Attentäter. folgers, da Wien in der überwiegenden Mehrheit die unzweifelhaft aus serbisch- nationalistischen Beweggründen jeiner bürgerlichen Schichten im Lager der Christlich entsprang, die Mängel und Schwächen dieser Staatlichkeit Sarajewo, 30. Juni. Princip und Cobrinovic sozialen steht, bei den Wiener Schwarzen und Schwarz aufzeigt, so wird die gefährliche Bedrängnis, in der die mon verhalten sich andauernd außerordentlich zynisch und zeigen die größte Bestürzung und die tiefste Trauer auslösen Art immerhin eine Energie war, nur gemehrt. Der Bluttag die meisten Fragen verweigern sie die Antwort, leugnen aber gelben die stärkste Sympathie finden und der Mord archie steht, durch den Tod des Thronfolgers, der in seiner nicht die geringste Reue; sie scheinen sich vielmehr darüber 3 freuen, daß ihre ruchlose Tat gelungen ist. Auf Aber dem scheint nur so. In Wahrheit ist Erzherzog Franz von Sarajewo ist in dem Betracht ein starker Einschnitt in nicht, Bomben aus Belgrad bekommen zu haben, wie Ferdinand den Volksempfindungen sein ganzes Leben durch der Geschichte. von Dumme Verleumdungen. T fie sagen, von zwei Romitatschis. Ebenso gestehen sie nunmehr ein, in Verbindung miteinander ge handelt zu haben. Ihre Verabredung sei dahin gegangen, daß, falls dem einen der Anschlag mißlänge, der andere das Werk fortzusehen hätte. Belgrader Lügen. ein Fremder geblieben. Ihm fehlte alles, was in unserer Zeit einen Monarchen auch nur in dem beschränkten Maße der bürgerlichen Ideologie volkstümlich oder beliebt machen fönnte, das, womit der Sinn der patriotischen Menge am chesten gefangen genommen wird; das Liebenswürdige und Obwohl nicht der mindeste Zweifel darüber bestehen kann, Freundliche, hatte in seinem Charakterbilde keinen Platz ge- daß die Bluttat von Sarajewo auf wahnsinnig überreizten funden. Mit Ausnahme der politischen Spekulanten, die sich nationalen Fanatismus zurückzuführen ist, suchen die interBelgrad, 29. Juni. Das Blatt Balcane macht über die feiner Wefensart politische nationalen Scharfmacherhyänen den Sozialismus mit dem beiden Urheber des in Sarajewo verübten. Attentats folgende Vorteile erhofften, also zumeist der flerifalen Scharfmacher, war das Gefühl, Verbrechen in Zusammenhang zu bringen. Diese Versuche Angaben: Nedjelfo Cabrinovic, von Beruf Typograph, war das man seinem Regieren entgegenbrachte, das der Furcht werden von Belgrader Zeitungen unterstützt zu dem offen- von anarchistischen Ideen erfüllt und als unruhiger Geist bekannt. der Beklommenheit, was dieser unberechenbare, autoritäre baren Zweck, die Anklagen gegen den großserbischen Natio- Gr weilte bis vor 20 Tagen in Belgrad, wohin er nach dem Kriege Bille, dieses ausschweifende Selbstbewußtsein dem Staate nalismus auf den Sozialismus abzulenten. Demgegenüber tam, und wo er in der Staatsdruckerei beschäftigt war. Vor seiner an Schwierigkeiten, den Völkern an Leid und Unbill be- sei noch einmal mit allem Nachdruck betont, daß gerade unsere Abreise erklärte er, daß er sich nach Triest begebe, wo er in einer scheren könnte. serbischen Genossen seit langem den erbittertſten Stampf gegen neuen Druckerei Arbeit bekommen werde. Gavrilo Princip alle chauvinistischen Treibereien im serbischen Volke geführt weilte gleichfalls bis vor kurzem in Belgrad. Während des Krieges haben und noch führen. Es ist sicher, daß es den beiden hatte er sich als Freiwilliger gemeldet, wurde jedoch nicht ange Attentätern nicht möglich gewesen ist, mit den Sozialisten Belgrads in Fühlung zu kommen, da diese mit solchen nationalistischen Wirrtöpfen nichts zu tun haben wollen. nommen, weshalb er Belgrad verließ. Er kehrte aber zu Weihnachten des vorigen Jahres nach Belgrad zurück, besuchte eine Zeitlang das Gymnasium und verließ dann Belgrad fast zu gleicher Zeit wie Cabrinovic, doch auf einem anderen Wege als dieser. Princip war schweigsam, nervös, lernte gut, verkehrte mit einigen gleichfalls aus Bosnien und der Herzegowina stammenden Mittelschülern und in letzter Zeit auch mit Gabrinovic. Er neigte sozialistischen Ideen zu, obwohl er ursprünglich der fort= schrittlichen Jugend angehörte. Beide, Princip und Cabris novic verband seit ihrer Kindheit eine unzertrennliche Freundschaft. Sie hatten Serbien verlassen wollen, weil sie dortselbst, trotzdem sie sich für begeisterte Serben ausgaben, nicht die erhoffte Aufnahme gefunden haben. Wit welchen Empfindungen und Befürchtungen man der Ferdinandeischen Aera entgegensah, zeigt sich ja am deutlichsten in der Hartnäckigkeit, mit der man sich an den greisen Raiser flammert, trotzdem der fühle Beurteiler die Gebrechen dieses Altersregimes an allen Ecken und Enden feststellen muß. Und da man dem Tage, da die Macht und Gewalt in die Aus Wien wird uns dazu noch geschrieben: Hände des Erzherzogs Franz Ferdinand gelangen würde, nur" Ihnen gereichen alle Dinge zum Gemeinen." So muß man mit Sorge und Angst entgegen blickte, so bleibt, allen offiziösen sagen, wenn man die Stimmen liest, die in der reaktionären Presse Trauerzeremonien zum Trot, das echte und rechte Mitgefühl, sich zu dem Attentat in Sarajewo äußern. Noch sind die Leichen Die tiefere Trauer aus. Der klerikale Troß, der sich an die zweier Menschen, die einem künstlich großgezogenen Wahnwiß zum versen des lebenden Thronfolgers hängte, der fühlt aller- Opfer fielen, nicht erkaltet und schon schlachtet die Presse die Bluttat dings, daß er einen Gönner und Schußherrn verloren, aber aus für ihre reaktionären Pläne gegen das Volt, mit denen sie sich in den Volksschichten und Volksklassen hat das Gefühl, daß immer trägt. ein entschiedener Freund ihm geraubt worden, keinen Eingang Das Attentat ist aus derselben Fieberhige entstanden, die vor gefunden. mehr als hundert Jahren dem Wunsiedeler Studenten Sand den Es liegt eine merkwürdige, schmerzhafte Tragik in dem Dolch gegen den russischen Spizel Kozebue in die Hand drückte. Geschicke Franz Ferdinands, der durch den Kronprinzen Rudolf Serbien hat einen Krieg hinter sich, eigentlich deren zwei. Der Krieg unvermutet in den Vordergrund gerückt wurde, so zähe und ist stets der Nährboden alles Schlechten und Gemeinen. Der Maffenungeduldig nach der vollen Macht gierte, dem aber das lange mord im Krieg stumpft die Gewissen ab gegen den Einzelmord. Der Sarajewo, 30. Juni. Wie aus Mostar gemeldet wird, ver Leben des regierenden Kaisers zum enttäuschten Ausharren Strieg war siegreich; er steigerte ein an sich schon frankhaftes National- anstalteten dort Kroaten und Muselmanen eine Rundgebung, zwang, und der nun durch die Stugel eines halbwüchsigen Burschen gefühl, das nichts gemein hat mit der Liebe zum Vaterland oder bei der fie Rufe gegen Serbien ausstießen. Schwere Aus um Leben und Macht gekommen ist. Was den nun ermordeten zum Volte. zur Siedehize. Die abgestumpfte Moralität in Ber- fchreitungen ereigneten sich nicht; nur einige Fensterscheiben wurden Mann aus der Reihe des Durchschnittes der kaiserlichen bindung mit dem krankhaften Nationalismus treibt dann einzelne zertrümmert. Militär stellte die Ordnung wieder her. Auch in Brinzen emporhebt, ist keineswegs eine tiefere Einsicht, ein Individuen zum politischen Mord in der törichten Meinung, dadurch einigen anderen Orten fanden antiserbische Kundgebungen schärferer Blick, eine zusammenfassende Kraft. Ihm war nur politische Ziele erreichen zu können, und haben diese Individuen statt, doch kam es nirgends zu ernsteren Ausschreitungen. eines eigentümlich ein starker Wille, der ohne Rücksicht nicht selbst miterlebt, daß man Kriege, den Massenmord der Völker In Travnik fanden gestern patriotische Kund. und Schonung seine Laufbahn nimmt, der auf einem ge- nicht um der Verteidigung und des Schutzes des Volkes willen, gebungen der katholischen und moslemitischen Bevölkerung statt, steigerten Selbstbewußtsein ruht und sich selbstherrlich seine sondern daß man die Striege begann und unter schrecklichen an die sich eine ferbenfeindliche Demonstration schloß. Als die DeDurchsetzung sucht; aber wohin dieser harte Wille uns ge- Schlächtereien durchführte, um dynastische und politische Zwecke zu monstranten in der serbischen Schule die Fenster einwvarfen, feuerte trieben hätte, ist nicht auszudenken. Ganz gewiß hätte es erreichen!? Gibt es nicht in allen Ländern eine Presse, die um ein Pope aus der Schule und verwundete eine auf der auch so kommen können, daß Franz Ferdinand gelernt hätte, politischer Zwecke, um neue Rüstungen gegen den Willen und Wunsch Straße stehende Person. Der Pope wurde verhaftet, da die Menge sich den unerbittlichen Notwendigkeiten der Dinge, die alles des Volkes durchzuführen, zum Kriege treibt und hetzt? Ist nicht ihn lynchen wollte. Imperatorenhafte überwinden, zu fügen, aber daß der Weg der ganze offizielle Geschichtsunterricht in den Schulen darauf zuVerhaftungen. Serbenfeindliche Demonstrationen. zu seiner Läuterung" für die Völker Desterreichs geschnitten, die Kriege als den höchsten Ausdrud der sittlichen und Sarajewo, 30. Juni. Der Präsident der serbisch- radikalen ein mühseliger und dorniger gewesen wäre, muß nach physischen Kraft des Volfes hinzustellen? oppositionellen Norodgruppe Athanasic Sola wurde verallem, was man von seiner Wesensart erfahren, an Wo also fizen die intellektuellen Urheber es ist dies ein haftet, weil er aufreizende Reden an die Bevölkerung genommen werden. Man erschöpft diese Art nicht damit, staatsanwaltlicher Begriff der Bluttat von Sarajewo? Sie sigen hielt, ebenso der Chefredakteur Radulovic des serbischdaß man Franz Ferdinand einen Klerikalen nennt. Wohlwar seine im 2ager der nationalistischen Kriegsheter. Und radikalen Blattes" Narod" wegen des Verbrechens der AufFrömmigkeit und Stirchlichkeit und auch die seiner Frau, deren wie ein Verhängnis, wie eine mahnende Lehre der Geschichte erscheint reizung der Bevölkerung, sowie ebenso der Führer des geEinfluß infolge der Liebesheirat auf den Thronfolger nicht es, daß in diesem Falle Täter wie Opfer von der unglücklichen famten serbischen politischen Lebens in Bosnien, Landtagsunterschätzt werden darf in einem wahrhaft beängstigenden Frau und Mutter abgesehen, die mit zum Opfer fiel aus dem mitglied Jefanovic. Maße entwickelt und derlei Aufgehen in den Ansprüchen der selben Lager hervorgegangen sind. Der österreichische Throufolger Das Bestehen einer Verschwörung zur Ermordung fatholischen Kirche erscheint unserer Zeit schon als völlige war der ausgeprägteste Typus eines Imperialisten. Der junge des Thronfolgers ist durch das Geständnis der beiden VerVerirrung. Aber die Frömmigkeit war hier, weiß Gott, feine serbische Mörder ist zu seiner Tat aufgestachelt worden von den brecher vollkommen erwiesen. Es steht fest, daß sich unter der Privatsache", die wir in Sachen der Religion auch Fürsten serbischen Imperialisten, Nationalisten, Kriegstreibern. Menge noch Genossen der Verbrecher befanden, die eben" zubilligen möchten, sondern in ihm war der streitbare Kleri Jeder Versuch also, das Attentat von Sarajewo im reaktionären falls mit Bomben und Revolvern ausgerüstet falismus, der scharfmacherische verförpert, der Geist, in dem Sinne gegen das Bolt auszuschlachten, müßte für einen ehrlichen varen. Die von den Tätern verwendeten Bomben seien sofich die Dreiheit bon Religion, Absolutismus und Reaktionär völlig ausgefchloffen sein. Die deutschen Reaktionäre genannte serbische Militärbomben gewesen. Kein Kaufzwang! Die gestörte Trauerkundgebung. Agram, 30. Juni. Die Trauerfundgebung des Iroatischen Landtages wurde durch heftige Lärm izenen unterbrochen. Während der Rede des Präsidenten riefen Mitglieder der Rechtspartei gegen die Koalition gewendet: Habt Ihr Bomben mitgebracht? Nieder mit dem Mörder! und Das ist das Wert einer Belgrader Hand! Die Rechtspartei ist die nationalistische kroatische Bartei, die das Zusammengehen von katholischen Kroaten und orthodoren Serben mißbilligt. Der Präsident sah sich genötigt, die Sigung zu unterbrechen. Hinter den Kulissen " steuerung des Besizes den Angelpunkt der ganzen letzten Reichstagswahlbewegung bildete. Inzwischen ist Lieberts Mandat nun doch flötengegangen. öfter des Reichsverbandes. Je offer aber das Volk hinter die Kulissen des Reichs. Politische Uebersicht. Der Liebertsche Reichsverband gegen die Sozialdemokratie Ausspruchs der tugendsamen Flora Gaß, der Konkubine des verbandstheaters blickt, unt so lebhafter erinnert es sich des erlebt heuer schwarze Tage. Der Kaltstellung feines Gene- weiland Streuzzeitungsritters Hammerstein: Komödianten ralissimus v. Liebert bei der Reichstagsnachwahl in Borna- seid Pegau folgte die Entlarvung seines ersten Geschäftsführers seid ihr doch alle! Dr. Ludwig als Titelschacherer und nun ist das Kajjeler Volksblatt" in der Lage, abermals den Zeitgenossen einen Blick hinter die Kulissen des Reichsverbandstheaters zu ermögErst nach mehrstündiger stürmischer, von der Rechtspartei un lichen, der aller Welt zeigt, welch beispiellose poliablässig gestörter Sizung gelang es dem Präsidenten, den Be- tische Unehrlichkeit in den Reihen derer herrscht, die Dr. Ernst Meyers Berufung verworfen. schluß der Trauerkundgebung des Landtags zu verlesen, worauf sich berufen fühlen, durch einen„ Kulturkampf im höchsten Wie uns telegraphisch aus Leipzig gemeldet wird, ver dieser von der serbokroatischen Koalitionsmehrheit angenommen Sinne des Wortes" die Herrschaft der untersten Schichten" warf das Reichsgericht die Revision unseres Kollegen, Re wurde, während die kroatische Rechtspartei unablässig schrie, daß zu verhindern. dakteurs Dr. Ernst Meyer, der bekanntlich vom Landgericht die serbischen Abgeordneten, da ihre Landsleute das Attentat an- Bevor der nach der Enthüllung der Titelschacheraffäre ab- Berlin I wegen vermeintlicher Beleidigung des deutschen gestiftet hätten, an der Trauerfeier für die Opfer nicht teilnehmen schobene Dr. Ludwig erster Geschäftsführer des Reichs- Kronprinzen zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden ist. dürften. Am Schlusse der Sigung setzte die Menge die serben- berbandes gegen die Sozialdemokratie geworden war, wurde feindlichen Rundgebungen fort. dies Amt von dem bekannten Dr. Bovenschen versehen. Bovenschen ist Verfasser zahlreicher Flugblätter des Reichsverbandes und des jezt in dritter Auflage erschienenen Hand- Schreiben, das von einer Auskunftei in zahlreichen Exemplaren buches für nichtsozialdemokratische Wähler, das den Ruhm" in die Welt geschickt worden ist. In diesem Rundschreiben heißt es: Die Kölnische Volkszeitung"( Nr. 582) veröffentlicht ein Anwürfe zu sein, deren die Sozialdemokratie jemals ausgesetzt beanspruchen darf, die universellste Sammlung der albernsten gewesen ist. Dr. Bovenschen hatte auch das Amt, dem Reichsverbande rednerische Kräfte und literarische Mitarbeiter zu sichern. So fam er auch in Beziehungen zu einem bekannten deutsch- schweizerischen Rechtslehrer, der dem Reichsverbande das liebenswürdige Anerbieten" gemacht hatte, sich an den Bestrebungen der Liebertiſten rednerisch und literarisch zu beteiligen. Am 7. März 1911 richtete nun Dr. Bovenschen an diesen Professor einen Brief, aus dem das Kasseler Volksblatt" folgende Säge zitiert: Eine Erklärung der serbischen Regierung. Die Berliner serbische Gesandtschaft sendet der Presse folgende Kundgebung: Die Gesandtschaften Serbiens sind von ihrer Regierung angewiesen worden, die Erklärung abzugeben, daß Serbien das bei abscheuungswürdige Verbrechen in Sarajewo ebenso auf das schärfste verurteilt, wie dies in Oesterreich- Ungarn und auf der ganzen Welt geschieht. Man kann doch nicht ein ganzes Bolt verantwortlich machen für die Tat eines unreifen, wirren jungen Menschen. Wenn aus dem traurigen Anlasse durch nichts begründete Verdächtigungen gegen Serbien verschiedentlich erhoben werden, so muß dagegen auf das entschiedenste protestiert werden. Jeder denkende Mensch wird begreifen, daß Serbien dem verwerflichen Verbrechen völlig fernsteht. Ein Bataillon Zeugen. In dem Prozeß gegen die Genossin Dr. Rosa Luxemburg erklärte in der gestrigen Verhandlung die Verteidigung, bis gestern morgen haben sich bei ihr nicht weniger als 922 Zeugen gemeldet. Stündlich laufen neue Meldungen ein, so daß wohl schon ein friegsstarkes Bataillon von Entlastungszeugen zur Stelle ist. Und noch nicht einen Belastungszeugen, noch nicht einen Zeugen hat die Staatsanwaltschaft beibringen können, der bereit wäre zu beschwören, es gäbe einen Tag, an dem in feiner Rajerne in Deutschland Dramen sich abgespielt haben. Die schier erdrückende Fülle des Entlastungsmaterials macht die Einberufung von Ersazrichtern erforderlich. Freitag wird die Beweisaufnahme dann beginnen. Gestern wurde in ausführlicher Weise dargelegt, welche Einzelheiten die zunächst geladenen etwa 30 Zeugen befunden sollen. Ein schauerliches, tief erschütterndes Gesamtbild zeigt uns der Inhalt der Beweisanträge, selbst wenn nur der zehnte Teil des Vorgetragenen erwiesen wird. Danach haben viele unserer Brüder im Soldatenrod infolge des Systems des Militarismus faum sagbare Leiden schweigend erduldet. Rohe Schimpfworte der widerlichsten Art prasselte es gegen die Soldaten, ja selbst gegen ihre Mütter. Mißhandlungen rohester Art wurden von Vorgefegten und alten Leuten" geübt. Beinigungen, Schleifereien, Schlägereien, Anspuckereien und anderer schimpflicher Tort. Zwang zum Auskehren von Stuben mit Zahnbürsten, Zwang zu roher, menschenunwürdiger Mißhandlung von Kameraden mußten die Wehrlosen sich bieten lassen. Mußten. Es gibt ja ein Notwehrrecht auch gegenüber Mißhandlungen durch Vorgesezte. Aber in der Praxis wehe dem, der es gebraucht: das Reichsmilitärgericht will es nur in beschränktem Umfang gegenüber Vorgesetzten anerkennen, das verlange die Disziplin". Genau so wehrte sich noch in der letzten Reichstagssession der Kriegsminister gegen ausdrückliche gesetzliche Festlegung des Notwehrrechts der Untergebenen gegen Beleidigungen und körperliche Drangsalierungen. Und ein Beschwerder echt? Darüber wurde nach den Beweisanträgen in folgender Weise instruiert:„ Es gibt auch ein sogenanntes Beschwerderecht. Da hat sich mal einer beschwert. Na, der Unterofizier bekant drei Tage Arrest und der Beschwerdeführer fam nach wenigen Monaten in die ArbeiterAbteilung" oder Ihr habt das Recht und die Pflicht Euch zu beschweren, aber drei Tage später fibt Ihr im Loch." Gestern suchte der Staatsanwalt abermals, der Verteidi gung den Beweis abzuschneiden. Er wollte nicht einmal dulden, daß Beweisanträge gestellt würden. Ein Gerichtsbeschluß lehnte sein Anfinnen ab. u Titel- und Ordensschacher. Sehr geehrter Herr! Von einem mit einflußreichen Regierungsfreisen verschiedener deutscher Bundesstaaten sehr eng liierten Herrn des Hochadels sind wir beauftragt worden, die Namen von aktiven Offizieren, landwirtschaftlichen Großgrundbesitzern und sonstigen prominenten Ber sönlichkeiten aus Kaufmanns, Großindustriellen, Gelehrten, Künstler-, Ingenieur- und Architektenkreisen zu eruieren, welche sich für die Erlangung eines oflieferanten, Kommerzien ratstitels oder desjenigen als Hofbaurat, bezw. Geh. Hofbauraf bezw. Ver= leihung eines Ordens interessieren, oder aber die Erhebung in den erblichen Adelsstand für sich und ihre Deszendenten anzustreben geneigt sind." Der Name des Zwischenhändlers" wird zwar nicht verraten, jedoch wird mitgeteilt, daß es ein früherer langjähriger ofmarschall" ist. Das Schreiben ist außerordentlich vors Ordensschachers" zu verfallen, sagt aber immerhin deutlich: " Es müßten allerdings in einem gewissen Stadium der Verhandlungen an die vermittelnde Persönlichkeit gemisse Garantien ideeller Natur und auch ma ferieller Unterlagen, die uns im einzelnen nicht näher bekannt sind, gegeben werden können, welche Bedingungen ja auch selbstverständlich erscheint... Es sollen geeigneten, angesehenen Persönlichkeiten, die auch an und für sich zur Vornahme solcher Verleihungen bezw. Standeserhebungen prädestiniert erscheinen, in diskreter, sachgemäßer Formt derart Fingerzeige gegeben und die Wege geebnet werden, daß dieselben bei weitem schneller als dies gewöhnlich zu geschehen pflegt, des Vorzuges solcher Titulaturen bezw. Standeserhebungen teilhaftig werden. Gobald Jhr grundsätzliches Einverständnis hier eingeht, können die Verhandlungen sofort in die Wege geleitet werden und vorausfichtlich acht Wochen dauern, bis die Angelegenheit spruchreif ist, es versteht sich aber am Rande, daß die Angelegenheit sich bei weitem schneller erledigen lågt bei Persönlichkeiten, die bereits im Besiz eines Titets sind." ... Und nun zur Reichsfinanzreform. Da wird es Sie gewig interessieren, zu hören, daß ich in der Frage der Erbanfallsteuer... mit ihnen durchaus konform gehe. Ich bin ein abgesagter Gegner der Erbanfallsteuer, weil ich in ihr, wie Sie ganz richtig betonen, eine sozialistisch- tom- sichtig gehalten, um nicht dem Verdacht des plumpen Titel- und munistische Maßregel sehe, die von einer Vermögenstonfistation nicht mehr allzu weit ent fernt ist, zumal, wenn, wie in diesem Falle, ein auf Grund des allgemeinen gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts gewähltes Barlament über den weiteren Ausbau der Erbanfallsteuer zu entscheiden hätte. Hätten wir eine Erbanfallsteuer, dann würden wir in der Reichssteuergesetzgebung nach meiner Ueberzeugung auf eine schiefene Ebene geraten sein, an deren unterem Ende der sozialistisch- kommunistische Zukunftsstaat steht.... Ich kann Ihnen noch weiter mitteilen, daß der der Reichsverband der Frage สน überhaupt keine Stellung eingenommen hat und keine Stellung hat einnehmen tönnen, weil über diese Frage innerhalb der bürgerlichen Parteien nicht nur, sondern auch innerhalb unseres Vorstandes die verschiedensten Auffassungen geherrscht haben. Während ich beispielsweise, trotzdem ich mich zur Reichspartei rechne, ein abgefagter Gegner der Erbanfallsteuer bin und im Reichstage unbedingt dagegen gestimmt haben würde, haben die drei Vorstandsmitglieder des Reichsverbandes, die dem Reichstage angehören, die Herren Exzellenz v. Liebert, Exzellenz b. Dirkjen, Landgerichtsrat Hagemann, aus taktischen ist also das Bug- um- Zug- Geschäft" gemacht. Selbst die Köln. Gründen für die Erbanfallsteuer geftimmt.. Wir würden, abgesehen davon, daß der Reichsverband auf Grund seiner Sagungen zu der Frage gar nicht hat Stellung nehmen können, weil sie mit dem Kampf gegen die Sozialdemokratie doch nur in lojem Zusammenhange steht und weil wir uns um wirtschaftliche. Fragen nicht zu fümmern haben, mit einer bestimmten Stellung Die Zentrumsfraktion des badischen Landtages hat sich ver nahme für oder gegen die Erbanfallsteuer eine anlaßt gefühlt, an ihren Führer, den Geistlichen Rat Wader, Sprengbombe in die Reihen unserer Mitglieder geworfen haben. deffen Schrift gegen die sogenannten Quertreiber bekanntlich von Wir haben daher in fühler Erwägung der Folgen, die eine der Inder- Kongregation auf den Inder gesetzt worden ist, eine folche Stellungnahme für den Bestand des Reichsverbandes hätte Vertrauensadresse zu richtenfreilich eine Adresse recht furioser haben können, dieser Frage gegenüber die strikteste Neutralität ge- Art. Der von Wacker ausgesprochenen Ansicht, daß der Vatikan wahrt, und in feiner unferer Veröffentlichungen, nicht den klerikalen politischen Parteien Befehle zu erteilen hat, in feinem Flugblatt, in feiner Korrewagen sich in ihrer Furcht vor Rom die wortgewaltigen Herren spondenz ist der Erbanfallsteuer auch nur mit einem nicht anzuschließen, und ebensowenig gestattet ihnen ihre Devotion Worte Erwägung getan, geschweige denn, daß wir vor der Kurie, sich mit ihrem Führer solidarisch zu erklären; sie in irgendeiner Sigung des Vorstandes oder des Ausschusses beschränken sich daher darauf, ihm in allerlei geschwollenen Phrasen zu ihr Stellung genommen hätten. Ich füge zum Beweise dessen ihre Anhänglichkeit auszudrücken und ihm zu versichern, daß sie auch unser großes, illustriertes Steuerflugblatt bei, das wir nach der fünftig seiner glorreichen politischen Führung folgen wollen. Reichsfinanzreform veröffentlicht haben. In diesem Steuer- Wörtlich heißt es in dieser schönen Vertrauenskundgebung: flugblatt, das in einigen Millionen Exemplaren verbreitet worden ist, sind wir mit feinem Worte auf die Erbanfallsteuer eingegangen...." Unheil Er Innerhalb acht Wochen, bei Personen mit Titeln noch schneller, Bolfszeitung" nennt das Schreiben einen Beweis, in welchem aus gedehnten Umfang heute der Titel- und Ordensschacher betrieben wird. Klerikale Phraseologie. Seit einem Menschenalter sind die badischen Zentrumts wähler gewöhnt, Ihrer Fahne zu folgen, die Euer Hochwürden bon Sieg zu Sieg getragen haben. Die gegenwärtigen Vorgänge werden Führer und Volk nur noch enger berketten. Die großen Interessen, für die wir unter Ihrer Führung seit Jahr zehnten gekämpft haben, fordern heute mehr als je Einheit und Geschlossenheit. Von dieser Pflicht sind unsere Wähler sowie auch die auserwählten Vertreter im Parlament durchdrungen Aus diesem ernsten Pflichtbewußtsein heraus, und in danks barem Gedenken dessen, was Euer Hochwürden durch eine Lebensarbeit zum Wohle des Vaterlandes, besonders auch der fatho lischen Kirche und des Volkes geleistet haben, bitten wir Guer Hochwürden, die Versicherung entgegenzunehmen, daß unser Vers trauen und unsere treue Anhänglichkeit zu Ihnen durch den von uns beklagten Vorgang nicht im mindesten erschüttert worden sind. Dem bewährten Führer und erfahrenen Steuermann, welcher sich in jahrzehntelanger Arbeit bewährt hat, werden wir auch in Zukunft treu zur Seite stehen." Albernes Phrasengedresch! Borgesetzte feuerten nach den Beweisanträgen die alten Es ist wirklich eine feine Firma, diese ReichsverbandsLeute an zur Kompagnieliebe", zur Beschattung vom gesellschaft zur Vernichtung der Sozialdemokratie. Ihr erster heiligen Geist", zum Kommen des alten Frig" und wie sonst literarischer Kopf hält die Erbanfallsteuer für eine sozialistischder Schlachtruf lautete, der zu bestialischer, feiger, roher Be- tommunistische Maßregel; er sieht das Reich bereits auf die handlung an Refruten aufrief. Erschütternd, empörend wirken die Soldatenmißhand- tommunistische Zukunftsstaat steht; aber Herr Dr. Bovenschen schiefe Ebene gleiten, an deren unterem Ende der sozialistischlungen. Fast noch empörender, daß gegen die Anklägerin rührt nicht einen Finger, um das nach seiner Ueberzeugung gegen diese zum Himmel schreienden Mißhandlungen Anklage dent deutschen Vaterlande erhoben ist. Ihr ist der Beweis für das. Vorkommen solcher abzuwenden. Er schweigt sich aus in allen Steuerflugblättern, drohende schwere Mißhandlungen entgegen dem Rechtsgefühl aufgedrungen. die der Reichsverband millionenweise ins Land wirft. Und sie hat ihn reichlich angetreten. Fragen nicht zu kümmern haben"? Ein Narr, der das glaubt, schweigt, weil wir( der Reichsverband) uns um wirtschaftliche diese zur Salvierung vor der Deffentlichkeit hervorgesuchte Ausflucht wird schlagend Lügen gestraft durch die Tatsache, daß der Reichsverband viele andere wirtschaftliche Fragen vor Die unter Beweis gestellten Dinge würden zeigen, daß der breitesten Deffentlichkeit im Sinne feiner reaktionären BeVorgesetzte von einer bestialischen, rohen, feigen, völlig strebungen ausgeschlachtet hat. Den wahren Grund des aufNeue Verfassungsschmerzen in Mecklenburg. menschenunwürdigen Neigung zu Mißhandlungen, zur Er- fälligen Schweigens der sonst so geschmäßigen Reichsverbändler Aus Neubrandenburg wird dem Deutschen Kurier" ge stidung des Menschlichen im Menschen geleitet sind, von einer in der Frage der Erbanfallsteuer enthüllt ihr erster GeschäftsNeigung, die ihren Nährboden im System des Kadaver- führer in dem zitierten Briefe, in welchem er aus seinem herzog von Mecklenburg- Strelit, einem Wunsche seines verstorbenen „ Wie ich aus sicherster Quelle erfahre, beabsichtigt der Großgehorsams und in der Wehrlosigkeit der Untergebenen hat. Herzen feine Mördergrube machte der Reichsverband schwieg, Baters entsprechend, den Ständen Stargardischen Kreises( der So mancher hat sich das Leben genommen, um von den denn er würde mit einer bestimmten Stellung Stargarder Kreis ist die Bezeichnung, die Mecklenburg- Strelik vor Drangsalierungen in der Ferienkolonie" erlöst zu sein. So nahme eine Sprengbombe in die Reihen der Landesteilung von 1701 führte) ihre Privilegien nur mit der gewaltig erschiitternd solch tragisches Opfern Schuldloser und seiner Mitglieder geworfen haben". Kautele zu bestätigen, daß durch deren Erhaltung nicht allgemeine das Triumphieren unmenschlicher Beiniger wirft noch weit erschütternder wirkt, daß erwachsene Leute, die ihre Militär- bieten. Das hat der Reichsverband reichlich bewiesen, wenn Buldigung zu verweigern, und könnte leicht zu dem im Lande sehns Man kann dem deutschen Bürgertumt viel Ungereimtes würde einen großen Teil der Stände veranlassen, ihm die übliche Landesinteressen verlebt würden. Diese Handlung des Großherzogs pflicht ausübten, ihre Menschenwürde mit Füßen treten er den Gutgläubigen ein über das andere Mal den hand- süchtig erwünschten Konflift zwischen Fürst und Ständen führen, ließen, und dennoch den Mut zum Weiterleben aus Pflicht- greiflichsten Unsinn auftischte. Doch alles hat seine Grenzen. in dem dann der Großherzog fraft seines Manutenenzrechts die gefühl gegen sich, ihre Familien und die Allgemeinheit fanden. In dem Augenblick, wo es bekannt geworden wäre, daß der neue Verfassung oftrobieren würde." " 1 11 schrieben: Das ist eine Art Dialektik der sittlichen Weltordnung. Das ist ein Reichsverbandsgeneral v. Liebert und dessen Intimste nur Die Junker und Agrarier im Obotritenlande, die sich bisher Drama, das erschüttert und erhebt Erhebt, weil es die Gewiß aus taktischen Gründen für die Erbanfallsteuer gestimmt einer Verfassungsänderung mit Erfolg entgegenseiten, werden auch heit verschafft: diesem Militärsystem, dessen Folgeerscheinung haben, daß sie lediglich der jämmerlichsten Mandatspolitik ihre den neuen Ansturm Sr. Königl. Hoheit abweisen. Immerhin tann folche Soldatenpeinigung ist, sind die Vernichter aus dem Ueberzeugung opferten und für eine sozialistisch- kommunistische der in Aussicht gestellte Kampf recht interessant werden, wenn der System selbst heraus entstanden. Wer zu Tode gequält ist, Maßregel" stimmten in diesem Augenblid wäre aus der Berichterstatter des Kurier" recht behält. Viel wird freilich auch fann nicht mehr kämpfen. Anders der Ueberlebende. Für tollen Reichsverbandskomödie eine Tragödie geworden. Die bei diesem Kampf nicht herausspringen. ihn erwächst die Pflicht, das System zu bekämpfen, das so Bombe wäre geplakt und der Reichsverband wäre gesprengt entseßlich Furchtbares auf dem Gewissen hat. Die Auf- worden. Soldaten als Erntearbeiter. rollung der Soldatentragödien ist folge des Strafantrages In fühler Erwägung dieser von Dr. Bovenschen erwarteten Verschiedene Landratsämter veröffentlichen eine Verfügung, des Kriegsministers. Er bewährt sich so als ein Teil von Folgen einer Stellungnahme gegen die Erbanfallsteuer haben die vor furzem der Kriegsminister v. Falfenhahn über die Beur jener Kraft, die zwar das Böse will, doch manchmal Gutes Lieberts Leute stritteste Neutralität" gewahrt, obwohl ob laubung von Soldaten zu Erntearbeiten erlassen hat. Es heißt chafft, dieser wichtigen Steuerfrage ein Kanzler stürzte und die Be- darin: " t Alagen über Arbeitermangel aus den beteiligten Aveisen 1 ( injonderheit des Ostens) lassen es angezeigt erscheinen, den Balona im Belagerungszustand. Aus den Organisationen. Balona, 30. Juni. Ueber Balona ist heute der BelagerungsWünschen der landwirtschaftlichen Bevölkerung um Beurlaubung zustand verhängt worden. Der holländische Major Sluys ist zum von Mannschaften zur Aushilfe bei Erntearbeiten möglichst weit entgegenzukommen. Das Kriegsministerium stellt Plazkommandanten ernannt worden. 50 3 I unter Bezug auf sein Schreiben vom 29. November 1908 ergebenst anheim, die Truppenkommandeure anzuweisen, Gesuche dieser Art wohlwollend zu prüfen und Beurlaubungen hierzu eintreten zu lassen, soweit es mit den dienstlichen Verhältnissen vereinbar ist." t 24 I : 4.4 H 21 e C It D r t ピカピ a fj r Ľ e T t 6417 are t e t e t t t * Italien. Der Agitationsbezirk Görlig, der die sechs Wahlkreise Gör liz- Lauban, Rothenburg Hoyerswerda, Bunzlau Lüben, GrünbergFreystadt, Sagan- Sprottau und Löwenberg umfaßt, weist in seinem Geschäftsbericht für das Jahr 1915/14 eine Mitgliederzunahme von 589 auf. Die Gesamtmitgliederzahl beträgt 8886 gegen 8297 des Vorjahres. Weibliche Mitglieder sind davon 1608 gegen 1561 des Vorjahres. Die Presse hat eine Steigerung um 574 Abonnenten erfahren. Die Zahl der Gemeindevertreter ist gegen das Vorjahr V * = Die Rache für den Aufstand in der Romagna. Rom, den 27. Juni.( Eig. Ber.) Die Regierung hat um 66 gestiegen und beträgt zurzeit 253. 173 öffentliche Versamm Unter der Landwirtschaftlichen Bevölkerung" sind in diesem wirklich das Ungeheuerliche gewagt und hat heute früh um lungen, 18 öffentliche Frauenversammlungen, 632 MitgliederFall natürlich die Herren Rittergutsbesizer zu verstehen, die nach 4 Uhr durch ein ungeheures Aufgebot von Polizei zehn versammlungen und 64 Zusammenkünfte der weiblichen Mitglieder billigen Erntearbeitern verlangen. Sie werden sich durch den von den elf Mitgliedern des Erekutiv= fanden statt. Flugschriften wurden 337 370 verteilt, darunter 100 000 obigen, ihrem Begehr nach billigen Arbeitskräften Rechnung trafomitees der Arbeiterkammer von Ancona Boltskalender. Bildungsausschüsse bestehen in 12 Orten des Bezirks. genden Erlaß des Herrn Kriegsministers diesem zu Dank ver- in ihren Wohnungen verhaften lassen. Das elfte Meit- Im Kaffenbericht bilanzieren Einnahme und Ausgabe mit 12 870,22 Mit- Mart. Die Bezirkskonferenz. an der vom Parteivorstande Genosse pflichtet fühlen und nicht verfehlen, dafür in ihrer Presse seine glied hatte verstanden, sich in Sicherheit zu bringen. Unter Braun und die Parteisekretärin Genoffin Frida Wulff- Breslau Berdienste um das deutsche Heer entsprechend zu preisen. den Verhafteten befindet sich auch ein Parteigenosse, der teilnahmen, beschloß, eine Gemeindevertreter- und eine FrauenFreilich kann man die Verfügung auch von einem anderen Korrespondent des„ Avanti" mit Namen Levi. Offenbar plant tonferenz einzuberufen. Gejichtspunkte aus betrachten. Wenn es den„ dienstlichen Ver- man einen Riesenprozeß, der Schrecken über die ganze hältnissen" nichts schadet, daß alljährlich große Teile der Mann- Romagna bringen soll. Die Verhafteten sind angeklagt, den Der Braunschweigische Reichstagswahlt freis( Wolfenbüttel Helmstedt) schaften dem Dienst dadurch entzogen werden, daß sie zu Offiziers- König an der Ausübung seiner Souveränität gehindert und hielt ant Sonntag seine burschen, Stall- und Reitknechten usw. bestimmt oder zu landwirt- eine gewaltsame Aenderung der Staatsverfassung versucht zu Streises befindet Jahreskonferenz in Wolfenbüttel ab. Die Parteibewegung des schaftlichen Arbeiten beurlaubt perden, dann dürfte es auch den haben. guter Aufwärtsentwickelung. Das Strafminimum beträgt zwölf Mitgliederzahl 1161 hat sich von auf 1455, jogenannten„ Dienstlichen Verhältnissen" nicht schaden, wenn die ahre. Weiter werden sie sich auch wegen Aufreizung zum 169 weibliche, die Zahl der Wolfsfreund" Leser von 1709 militärische Dienstzeit herabgesezt würde. Doch von solchen Verbrechen( drei Jahre) und wegen Bildung einer verbreche- auf 1775 gehoben. Die Streistasse schloß mit 3346 M. Einnahme Schlüssen wollen die großen Logiter à la Falkenhayn natürlich rischen Vereinigung( drei Jahre) zu verantworten haben. Es und Ausgabe ab. Mit Rücksicht auf das eigenartige Verhalten der find auch zahlreiche Schriftstücke beschlagnahmt worden, die in badischen Genossen, das Sißenbleiben unserer Reichstagsfraktion bein acht Säden auf das Gerichtsgebäude geschafft wurden. Auch Staiserhoch als Sigfleischdemonstration zu bezeichnen, nahm die Die Veteranenbeihilfe. Halboffiziös wird daran erinnert, daß die Bewilligung der worden. Als Hauptbelastungsstück werden die Bons gesammelt, auch in Zukunft die Fraktion bei dieser Haltung bleiben möge. Die das sozialistische Voltshaus ist behaussucht und gebrandschatt Ronferenz eine Resolution an, die das Vorgehen der Fraktion mi Genugtuung 5egrüßt und die Erwartung ausspricht, daß Beteranen- Beihilfen durch die Zivilbehörden erfolgt. Gesuche durch die die Arbeiterkammer die Verzehrungssteuern erhob, Konferenz billigte ferner, ebenfalls einstimmig das Verhalten der diese Beihilfen sind daher stets an die Ortsbehörde, in Berlin an das Königliche Polizeipräsidium, zu richten. Eingaben auf Grund der ermäßigten Dftroitarife, die das republikanische Fraktion in der Frage der Besoldungsordnung. Als Kreisvorsigender an das Kriegsministerium sind zwecklos, da diesem eine Einwirkung Komitee eingeführt hatte. wurde wieder Genosse Scheele- Wolfenbüttel gewählt. nichts wissen. um Rücktritt des Präsidenten des Reichs- Militärgerichts. Nach Meldungen bürgerlicher Blätter steht der Rücktritt des Präsidenten des Reichs- Militärgerichts, des Grafen v. Kirchbach, bebor. Als Nachfolger komme der Stommandierende General des jechsten Armeekorps, Prizelwiz in Betracht. Die darunter auf die Entschließungen der Zivilbehörden nicht zusteht. Durch Es trifft sich gut, daß diese Provokation der Regierung Eingaben an das Kriegsministerium geht nur das Proletariat der Romagna nicht mehr in zwei feindliche Der Sozialdemokratische Verein für die Reichstagswahlkreise unnötige 3eit verloren. Lager gespalten vorfindet. Gerade in diesen Tagen haben die Köln- Stadt und Köln- Land beschäftigte sich in drei alten Feinde, die sozialistische und republikanische Partei und Generalversammlungen mit dem von uns schon auszugsweise verDie zu beiden gehörenden Gewerkschaftsorganisationen, dem öffentlichten Jahresbericht. Die Diskussion erörterte in der Hauptunheilvollen Bruderzwist ein Ende gesetzt und ein Schuß- und fache die Frage, wie der Abonnentenstand der„ Rheinischen Truzbündnis gegen die Reaktion geschlossen. Die Regierung unter Wahrung des grundsäglichen Standpunktes mehr leichten Zeitung" zu heben sei. Allseitig wurde gewünscht, daß das Blatt will es nun mit dieser vereinigten Macht aufnehmen. Vielleicht esestoff erhalte. Nur so sei es möglich, in noch indifferente wird es ihr nicht so glatt gelingen, wie das Salandra in Streise einzubringen. Von der Redaktion wurde zugesagt, daß demseinem reaktionären Kopf sich ausgeflügelt hat. nächst der Preßkommission entsprechende Vorschläge unterbreitet werden sollen. Gegen die politische Haltung des Blattes wurden teine Beschwerden laut. Sehr lebhaft verlangten die Sport= bereine größere Berücksichtigung ihrer Bewegung in der Parteipresse. Bur Kaiserhoch affäre wurde folgende Entschließung einstimmig und debattélos angenommen: Bei der VerSpanien. Hungerrevolten. Neue Anklagen gegen Genoffin Luxemburg. Die Genoffin Dr. Luxemburg ist kürzlich in einer neuen Anflagesache gegen sie verantwortlich vernommen. nehmung wurde ihr mitgeteilt, sie solle Offiziere und Unteroffi-| ziere durch einen Vortrag, den sie hier in Berlin in den GermaniaMadrid, 30. Juni. Infolge eines Preisaufschlages von jälen über Soldatenmißhandlungen hielt, beleidigt haben. Die zehn Centimes auf ein Kilogramm Brot fam es hier zu Aus Anklage soll demnächst erhoben werden. Zu einer weiteren ver- schreitungen. Hunderte von Burschen stürmten die Bäckerantwortlichen Vernehmung in einer anderen Sache ist die läden, von denen mehrere geplündert wurden. Gnossin auf den kommenden Donnerstag geladen. Mehrere Manifestanten wurden von den Bäckern durch Wurfgeschosse verletzt. Einige Bäcker, die sich mit Waffen zu verteidigen suchten, wurden mißhandelt. Der oftpreußische Pferdehandel. Die Kreuzzeitung" öffnet in ihrer gestrigen Abendzeitung endlich in etwas, ihre Spalten einer Stritit der Mißstände im ostpreußischen Pferdehandel, die durch den„ Vorwärts" enthüllt sind. Gie gibt einer längeren Zuschrift als Leitartikel Platz. Dort werden allerlei Verbeugungen vor fonservativen Abgeordneten gemacht, die Beschwerden über die Remontekommission dem Kriegsminister unterbreitet hätten. Dann wird aber schlankweg zugeben: Paris, 30. Juni. Wie aus Madrid gemeldet wird, wurden bei den gestrigen Ruhestörungen etwa 400 Bäckereien geplündert. Ein Bäckerladen wurde in Brand gesteckt. Gegen zwanzig Personen erlitten, zumeist durch Glassplitter, leichte Verlegungen. Man befürchtet, daß es heute an Brot fehlen wird. Vierundzwanzigstündiger Generalstreit als Demonstration gegen den Marokkokrieg. Erscheinungen, die im Verlaufe des Prozesses gegen den Borwärts" zutage getreten sind, haben leider Veranlassung ge= geben, erneut schwere Beunruhigung bei den ostpreußischen Landwirten zu verbreiten, mußten doch die Ansichten beMadrid, 30. Juni. Heute morgen 1 Uhr fand die Schlußsizung greifliche Erregung, ja Erbitterung hervorrufen, die des großen allgemeinen Arbeiterkongresses in Madrid statt. Sämt der frühere Präses der Remonteantaufstommission, Major liche Gewerkschaften und Syndikate waren vertreten. Nach langen b. Rundstedt, und die Sachverständigen des Re- Debatten wurde schließlich eine Tagesordnung angenommen, wonach montierungswesens bei diesem Prozesse über die ostpreußische Pferdezucht und über die Be- die Synditate beabsichtigen, einen 24stündigen Generalstreit sämtlicher wertung des von den Händlern gelieferten Materials gegen Gewerbe zu erklären. Die 24stündige Arbeitsruhe in ganz Spanien über dem von den Züchtern vorgestellten vortrugen." Der Leitartikel erklärt, die Ansicht der Herren über das Pferdematerial in Ostpreußen sei vollständig abwegig". Das hätte der Leitartifler im Prozeß schon von dem Sachverständigen Hofer hören und im„ Vorwärts" lesen können. Ein bißchen spät tommt der Kreuzzeitung die Einsicht, aber sie kommt, wenn auch noch etwas dürftig. Die Deutsche Tageszeitung" hinft noch hinter der Kreuzzeitung" hinterher. Liegt das daran, daß Dr. Oertel noch im Urlaub ist, oder ist die Entscheidung zu kizlig? 11 soll als Zeichen des Protestes gegen den Maroffofeldzug der spanischen Regierung gelten. Ein bestimmter Termin für den Generalstreit ist jedoch bisher nicht festgesezt worden. Marokko. Schwere Verluste der Spanier und Franzosen. Madrid, 30. Juni. Nach Meldungen aus Algeciras sollen die Verluste der Spanier in dem letzten Kampf bei dem Ueberfall auf den Lebensmitteltransport, der bei Kudia Federice in der Umgebung von Ceuta stattfand, drei bis vierhundert an Toten und Verwundeten betragen. Eine Bestätigung dieser Gerüchte steht noch aus. Wie die Kosaken in den Straßen Petersburg. Durch einen Artikel, der sich mit den Vorgängen in Zabern beschäftigte und obige Ueberschrift trug, fühlte sich die Militärbehörde beleidigt und stellte gegen eine Anzahl Parteiblätter Strafantrag. Gegen den Genossen Geiler von der„ Volkszeitung" Udschda, 30. Juni. Wie aus Taza gemeldet wird, hat die in Mülhausen i. Els. wurde am Dienstag verhandelt. Der Staats- Kolonne Gouraud die Aufständischen, die täglich den Posten bei anwalt beantragte 300 M. Geldstrafe. Das Gericht setzte die Rudia Talba beunruhigten, aus ihren Stellungen vertrieben. Urteilsfällung aus und beschloß, den Kriegsminister darüber ver- Senegalesische Schügen machten mehrere Bajonettangriffe gegen den nehmen zu lassen, ob der ergänzende Strafantrag fristgemäß ge- Feind, der völlig in die Flucht geschlagen wurde und seine Waffen im Stiche ließ. Die Franzosen hatten acht Tote und zwanzig Verwundete. Stellt fei. Wieder ein Soldatendrama. Japan. Wieder hat ein großer Soldatenmißhandlungsprozeß stattge funden, in dem festgestellt wurde, daß eine große Zahl Soldaten schwer mishandelt worden sind. Vor dem Kriegsgericht der 2. Divi- Im Bestechungsprozeß beantragte der Staatsanwalt gegen lion in Insterburg hatten sich die Ulanen Kempa, Piontea, Held Pooley 3 Jahre und gegen den Reuter- Agenten Blundell sechs und Mukat wegen Mizhandlung von Rekruten zu verantworten. Monate Zuchthaus ohne Strafaufschub wegen Erpressung; gegen Das Ulanenregiment Nr. 8 aus Stallupönen hatte im Mai im Sermann 10 Monate Zuchthaus mit Strafaufschub wegen BeTruppenlager zu Arys( Ostpr.) Uebung, und hier wurden die stechung. Die Urteilsverkündung wurde ausgesetzt. Refruten des Nachts aus dem Schlafe gewedt und mit Wasser begossen. Sie mußten unter den Betten durchkriechen, wurden über Schemel gehetzt und mußten dann um den Ofen laufen, wobei sie wieder begossen und mit Hieben bearbeitet wurden. Die Mißhandelten hatten Furcht, Anzeige zu erstatten; erst als einer der Refruten an feine Angehörigen schrieb, kam die Sache zur Kenntnis Der Vorgesetzten. die Aus der Partei. Sozialdemokratische Volksschullehrer. In Zürich, Bern, Chaux de Fonds und anderen schweizerischen Das Kriegsgericht erkannte gegen Kempa auf ein Jahr neun Orten haben sich im letzten Jahre" Sozialdemokratische LehrerMonate, gegen Pionted auf ein Jahr und drei Monate und gegen vereinigungen" gebildet. Die stärkste dieser Organisationen ist die Geld fiebzig Mitgliedern. Dieser Tage fand nun in Bern eine Besprechung statt und es wurde der Grundstein einer Vereinigung aller sozialdemokratischen Lehrer der Schweiz gelegt. Die definitive Konstituierung steht bevor. Diese Vereinigung soll einmal die in den größeren Städten bestehenden sozialdemokratischen Lehrerverbände umfassen und dann den vereinzelten Barteigenossen auf dem Lande und in realtionären Gegenden, die oft als fozialdemokratische Lehrer feinen leichten Stand haben, einen Der albanische Aufstand. In Erwartung eines neuen Angriffs. Rom, 30. Juni. Der Agenzia Stefani wird aus Du 880 von gestern abend 10 Uhr gemeldet: Auf den ihnen Eine Altersstatistit. bon dem gefangenen Amid Bei Jsdam übersandten Brief Rückhalt geben. Auch soll eine Zeitung gegründet werden. haben die Aufständischen in einem in ihrem Namen von dem Hodja von Schiaf unterzeichneten Briefe geantwortet, der Gefangene möge sich in sein Los ergeben, doch möge er sich beDer Sozialdemokratische Verein Kölns veröffentlicht eine ruhigen, da sein Leben durch die Gefangenen, die sich bei Altersstatistit seiner 8819 Mitglieder. Demnach standen im Alter ihnen befänden, gesichert sei. Der Tag ist ruhig verlaufen. bon 18-20 Jahren: 197 Mitglieder, im Alter von 21-25: 830 Mitglieder, von 26-30: 1614 Mitglieder, von 31-40: 3374 Mitglieder, Alles wurde zur Verteidigung fertig gemacht, da die auf ihre von 41-50: 1618 Mitglieder, von 51-60: 619 Mitglieder, von Richtigkeit nicht nachzuprüfende Meldung eingetroffen war, 61--70: 137 Mitglieder. lleber 70 waren 11 Genoffen, drei davon daß die Aufständischen in der nächsten Nacht Durazzo an stehen im 81. Lebensjahre. Bon 419 Mitgliedern ist das Alter nicht Reifen würden. befannt. „ Die Generalversammlung begrüßt die Demonstration der Reichstagsfraktion gegen die Kaiserhuldigung im Deutschen Reichstage. Die Versammlung bedauert, daß über solche Selbstverständlichkeiten in der Sozialdemokratie überhaupt noch disfutiert werden muß." Zu Vorsitzenden wurden die Genossen Sauer und Solla mann wiedergewählt. Schriftführer wurde Genoffe Fries. * Die Generalversammlung der Partei im Kreise Mülhausen im Elsaß, die am Sonntag, den 28. Juni, behufs Stellungnahme zum Landesparteitag am 4. und 5. Juli, stattfand, nahm einstimmig eine Resolution an, in der sie es begrüßt, daß die Reichstagsfraktion durch das Sißenbleiben während des Kaiser= hochs beim diesjährigen Reichstagsschluß die grundsätzliche AbTehnung aller Huldigungen in ungweideutiger Weise öffentlich be fundet hat. Die Versammlung erwartet, daß die sozialdemokrati schen Abgeordneten im Landtage für Elsaß- Lothringen in Zukunft geschlossen dieselbe Tattit befolgen. Am Sonntag tagte in Delsnit eine Generalversammlung des 23. sächsischen Reichstagswahltreifes, die als Hauptpunkt die Neugründung der Preise erörterte. Nach dem erstatteten Referat tritt das neue Zeitungsunternehmen, das mit Hilfe der Leipziger Parteibruckerei also ohne jede Unters fügung der Gesamtpartei errichtet wird, am 1. Oftober unter dem Titel Boltszeitung für das Vogtland" in Kraft. Die Versammlung nahm ferner ein Referat des Landtagsabgeordneten Müller- 3widau über über die Sozialpolitit entgegen, im sächsischen Landtage in dem der Redner das völlige Versagen der bürgerlichen Parteien in sozialen Fragen treffend charakterisierte. Ueber den Parteitag in Würzburg sprach der 5geordnete des Kreiſes, Genosse Jädel. In einer ohne Diskussion angenommenen Resolution billigte die Versammlung das Verhalten der Fraktion beim Schluß des Reichstags und verurteilte die Stritik in den Sozialistischen Monatsheften" als eine parteischädigende Tätigkeit." As Delegierten zum Parteitage wählte die Versammlung den Genossen Lochner Delsnig. Leste Nachrichten. Vertagung der amerikanischen Vermittelungskonferenz. Niagara Falls, 30. Juni. Es wird bekanntgegeben, daß die Vermittelungskonferenz sich morgen formell vertagen wird, und zwar auf so lange, bis die Vertreter Huertas und der Konstitutionalisten die inneren Fragen Merifos vertraulich erörtert haben werden. Man glaubt nicht, daß die Konferenz vor Ablauf von zwei oder drei Wochen wieder zusammentritt. Ein Miserfolg der Konferenz? Washington, 30. Juni. Amtliche Kreise legen die Vertagung der Konferenz in Niagara Falls verschieden aus. Diejenigen, die einen Erfolg der Vermittelung von vornherein bezweifelten, sind der Ansicht, daß die Konferenz nicht wieder zusam mentreten dürfte. Eisenbahnkatastrophe im Elsak. Straßburg, 30. Juni. Heute ereignete sich auf der Station Wilwisheim ein 3ugzusammenstoß. Auf den in der Station stehenden Personenzug 402 fuhr ein zweiter in die Station einlaufender Personenzug auf, wobei ein Passagier ge tötet und drei andere lebensgefährlich verlest wurden. Fin Lustmord. Effen( Ruhr), 30. Juni. Heute mittag wurde in einem Kornfelde in Essen- Rüttenscheid die Leiche eines dreizehnjährigen Anscheinend liegt u st mor D Mädchens aufgefunden. vor. Eine Untersuchung ist im Gange. Vom Starkstrom getötet. Osnabrüd, 30. Juni. Zwei städtische Arbeiter, die den Auftrag hatten, einige Maſten der Starkstromleitung zu streichen, famen dem Strom zu nahe, wobei einer jo schwere Brandwundeu erfitt, daß er nach wenigen Minuten verstar b. Der andere Arbeiter wurde schwer verletzt. HEUTE Line Gelegenheit SaisonBeginn um Blaue Kostüme. 4.50 6.75 9.75 12.75 15.75 19.75 darunter Werte bis zu 55Phantasie- Kostüme 2.50 5.75 8.75 11.75 14.75 16.50 darunter Werte bis zu 49.Wasch- Kostüme *** 2.75 4.75 6.75 9.75 12.50 14.75 darunter Werte bis zu 29.Seidene Kleider 9.75 12.50 14.50 17.50 18.- 19.75 darunter Werte bis zu 45.Musselin- Kleider 6.50 7.50 9.75 11.- 12.50 14.darunter Werte bis zu 27.Wollene Kleider 5.- 7.50 9.75 14.- 16.50 18.75 darunter Werte bis zu 39, Blusen -.50 1.- 1.50 1.75 2.- 2.50 darunter Werte bis zu 16.zum Sparen! Kommen Sie möglichst vormittags Ein Verkauf an Wieder- Verkäufer findet nicht statt. Ausverkauf 1210 Uhr Popelin- Mäntel 1.75 3.50 4.75 6.75 9.75 12.50 darunter Werte bis zu 25Phantasie- Mäntel 1.50 2.50 4.50 6.50 8.- 9.75 darunter Werte bis zu 28.Schwarze Mäntel 6.50 7.50 9.75 12.50 14.50 17.50 sed bod darunter Werte bis zu 35. Seidene Mäntel 12.50 15.- 17.50 22.50 25.- 27.50 darunter Werte bis zu 55Sport- Jacken 2.50 4.50 6.50 9.- 11.50 12.75 darunter Werte bis zu 25.Kinder- Mäntel 1.- 1.50 2.25 3.50 4.75 6.50 darunter Werte bis zu 20.Röcke -.95 1.50 1.90 2.50 2.75 3.50 darunter Werte bis zu 15.um den Andrang zu vermeiden! C& A BRENNINKMEYER.G.M.B.H. Pakete müssen während des Ausverkaufs mitgenommen werden Königstraße 33 Am Bahnhof Alexanderplatz Sonntags geschlossen Chausseestr. 113 Beim Stettiner Bahnhof Berantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inferatenteil verantw. Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstak Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl Nr. 176. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Freigesprochene Streikposten! Deutsches Reich. Mittwoch, 1. Juli 1914. mittagssigung beschäftigte sich der Kongreß mit den Berufskrank Ausgesperrt find in den Karosseriewerken von Kathe u. Sohn einen Bericht über die Tätigkeit der Sanatorien der englischen heiten der Postangestellten. Durant( Großbritannien) unterbreitete in Halle und Diemit wegen Vertragsdifferenzen am Dienstag Postangestellten. Der diese Sanatorien verwaltenden Organisation vormittag sämtliche Arbeiter. Der vor drei Jahren abgeschlossene gehören zurzeit 57 500 Mitglieder an. Bis zum Ende des letzten Vertrag lief am 30. Juni ab. Verhandlungen zur Erneuerung des Jahres waren 565 Fälle behandelt worden; in 88,34 Prozent der Nach ständiger Praxis der Polizei werden die Streif- Vertrages resp. Abschluß eines neuen Vertrages hat die Firma ab- Fälle war der Tuberkulose entweder Einhalt geboten oder eine posten selbst in Straßen, die gar keinen Verkehr haben, als gelehnt. Die Firmeninhaber hielten es für angebracht, die wesentliche Besserung erzielt worden. Ein französischer Delegierter Verkehrshindernis angesehen und im Interesse der öffent- einzelnen Branchen nacheinander auszusperren. Am 29. Juni wies auf die großen Gefahren, denen die reisenden Postbeamten lichen Ordnung und Sicherheit" aus der Nähe des bestreiften wurde durch Anschlag bekannt gegeben, daß die Arbeits- ausgesetzt sind, hin. Cheesman( Großbritannien) führte aus, daß Betriebes fortgewiesen. So wird das Recht des Streifzeit nur noch von 7 bis 9 Uhr vormittags für die noch eins der schlimmsten Uebel, unter dem das Personal leide, die sostenstehens durch sinnwidrige Anwendung der Straßen wird. Als Dienstag früh die genannten Branchen ihr zweistündiges sci, diese Krankheit unter den Bostbeamten auszurotten. Poſt- und im Betriebe befindlichen Metallarbeiter und Lackierer festgesetzt ungenschwindsucht sei; man glaube aber, daß man auf dem Wege polizeiordnung illusorisch gemacht. Aber diese Polizeipraris Tagewerk beginnen wollten, wurde ihnen von zwei Gendarmen, die Telegraphenbeamten Titten auch sehr an Nervenkrankheiten, die genügte dem Schußmann Thierling, der bei einem Streif in am Fabriktor postiert waren, bedeutet, daß die Firma mit ihren namentlich durch die Beschleunigung des Betriebes hervorgerufen der Pianofortefabrik von Berzina in der Zeughofstraße seines Arbeitern nichts mehr zu tun haben wolle. Eine nachgesuchte und würden. Sie hätten in ihren Reihen eine verhältnismäßig große Amtes waltete, nicht. Der Schußmann glaubte vielleicht, er vorher versprochene Verhandlung wurde als Irrtum bezeichnet. Die Zahl Personen, die infolge der Ueberlastung ins Irrenhaus geFönne sich die Mühe, das„ Verkehrshindernis" in jedem ein- Firma suchte die Arbeiter vorher in gelbe Vereine zu bringen; da schickt werden mußten. Eine Resolution wurde angenommen, in zelnen Falle zu beseitigen, sparen, und so erließ er denn an ihr dies nicht gelang, kam die Aussperrung. In Betracht kommen der eine gründliche Untersuchung über die Berufskrankheiten der jedem Streifposten den„ Befehl", die Zeughofstraße nicht mehr Stellmacher( Kastenmacher und Kaſtenhelfer), Tischler, Metallarbeiter Bostangestellten verlangt wurde. Ferner sprach sich der Kongres zu betreten und drohte für den Fall der Zuwiderhandlung gesamt etwa 500 Arbeiter. Da der Kampf voraussichtlich ein langer Postpersonals aus, erklärte sich für die internationale Solidarität ( Schlosser, Schmiede und Blechschmiede), Lackierer und Sattler, ins- zugunsten einer internationalen Gesetzgebung zum Schuße des sofortige Sistierung an.- Zwei Streifposten, die nach und erbitterter werden wird, ersuchen die Verbandsleitungen um und nahm den Vorschlag der englischen Delegation an, daß alle einigen Tagen wieder in der Zeughofstraße erschienen, wurden strengste Solidarität und Fernhaltung des Zuzuys. dem Verband angeschlossenen Organisationen auf allen fünftigen denn auch ohne weiteres vom Schuhmann Thierling sistiert Kongressen der Postunion vertreten sein sollten. Ind angezeigt. Aber das Schöffengericht, welches sich fürzlich mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen hatte, bezeichnete das Vorgehen des Schußmannes als unberechtigt und sprach die Angeklagten frei mit der Begründung: Der§ 132 der Straßenpolizeiordnung jezze voraus, daß einer von dem Beamten im Hinblick auf das augenblickliche Verkehrsbedürfnis ergangenen Anordnung zuwidergehandelt werde. Eine derartige Anordnung habe der Beamte nicht erlassen, es habe auch bei der Festnahme der Angeklagten kein Grund dazu vorgelegen. Der generelle Befehl, die Straße nicht zu betreten, habe für die Zukunft eine Gefährdung der Verkehrssicherheit abwenden sollen, die Straßenpolizeiordnung fei hier also nicht anwendbar. Zum Kaffeler Brauereiarbeiterstreik. Der nächste Kongreß wird in Wien abgehalten werden. Am zweiten Tage beschäftigte sich der Kongreß zunächst mit Die Vergleichsverhandlungen, welche in der vorigen Woche auf der Frage der Akkordarbeit. Tintignac( Frankreich) begründete Antrag des Kaffeler Kartells unter Leitung des Vorsitzenden des cine Resolution, in der die Affordarbeit verurteilt wurde. Dic Gewerbegerichts stattfanden, sind gescheitert. Die Verhandlungen Affordarbeit, so führte er aus, diene lediglich dazu, den Profit des hätten zur Verständigung führen können, wenn die Brauereien und Arbeitgebers zu vermehren und lasse bei dem Arbeiter kein inihr Syndilus Rechtsanwalt Schmidt- Bielefeld sich nur ein wenig telligentes Interesse an der Arbeit aufkommen. Parmegiani entgegenkommend gezeigt und in bezug auf Wiedereinstellung der( Italien) sprach gegen die Resolution und erklärte, daß dies eine Streitenden annehmbare Bedingungen gestellt hätte. Kann es Frage sei, deren Lösung jedem einzelnen Lande überlassen bleiben schlimmeren Hohn geben als das Angebot, von 195 im Streit müffe. In Italien seien die Arbeitsverhältnisse schlechter als in Stehenden zunächst 15 Mann einzustellen? Am nächsten Berhand- Frankreich und die italienischen Bostangestellten müßten Ueberlungstage erhöhte man die Zahl auf 23 Mann sofort, 11 Mann in ſtunden machen, um leben zu können. McCarthy( Großbritannien) Brauereien war für die Streifenden unannehmbar. Gegenvorschläge den anderen ausspiele; das System habe die Tendenz, die guten 14 Tagen und die übrigen nach Bedarf. Dieses Angebot der führte aus, daß man mit dem Antreibesystem einen Arbeiter gegen nach dieser Richtung sowie in bezug auf Einstellungslöhne und Ab- Sitten im Postdienst zu untergraben. Englische Telegraphisten Wenn auch das Vorgehen eines Schußmannes in diesem laufstermin wurden von den Brauereien glatt abgelehnt. Damit litten infolge des Antreibesystems im immer zunehmenden Grade Falle eine gerichtliche Korrektur erfahren hat, so folgt daraus ist die vom Gewerkschaftskartell angebahnte friedliche Beilegung des an dem Telegraphistenkrampf. Das Akkordlohnsystem führe zu noch lange nicht, daß die Streikposten nunmehr vor polizei- Kampfes gescheitert und haben die maßgebenden Körperschaften der einer Verkürzung der Reallöhne. Watson( Großbritannien) sprach lichen Schifanierungen sicher sind. Im Gegenteil. Das Urteil Kasseler Arbeiterbewegung in einer am 28. Juni abgehaltenen über die unjittlichen Folgen des Akkordlohnsystems, das zur Kinderändert nichts an der herrschenden Praxis. Der Schußmann Sigung beschlossen, den Boykott über die bestreikten Brauereien arbeit führe. Die Resolution wurde angenommen. hat sie nur nicht richtig" gehandhabt. Hätte er die Streif- au verhängen, um dadurch den durch das Verschulden des Rechtsposten nicht ohne weiteres sistiert, sondern ihnen gesagt: anwalts Schmidt entstandenen Kampf zu einem ehrenvollen Abschluß zu führen. Gehen Sie hier weg, sie hindern den Verkehr," dann häfte ihm das Gericht recht gegeben, denn es darf ja so will es das Kammergericht nicht nachprüfen, ob der Streifposten tatsächlich ein Verkehrshindernis gewesen ist. Also es bleibt alles beim alten, so lange, bis veraltete Geseze und Verordnungen, die nur noch zur Knebelung der Arbeiterbewegung angewandt werden, zum alten Eisen geworfen sind. Berlin und Umgegend. Ausland. Internationaler Kongreß der Postbeamten. Dann gelangte ein Begrüßungstelegramm der Pariser Postangestellten zur Verlesung. Frau Pinettes( Frankreich) schlug eine Resolution vor, die den Achtstundentag und einen Ruhetag in der Woche für alle Postangestellten verlangte. Auch diese Resolution gelangte zur Annahme, wie auch ein Antrag, in dem gefordert wurde, daß der ( Eig. Ber.) Am 25. Juni fand in London der zweite Kongreß Staat sich bestreben müsse, ein mustergültiger Arbeitgeber zu sein. des Internationalen Verbands der Post-, Telegraphen- und Tele- Ein englischer Antrag verursachte eine rege Diskussion in den phonbeamten statt. Fünf Länder waren vertreten, nämlich Oester- Reihen der französischen Delegation. Er lautete:" Dieser Kongreß reich, Frankreich, Großbritannien, Italien und die Schweiz. Aus dem ist der Ansicht, daß die jeweilige Regierung eine passende Norm dem Kongreß von dem Vorsitzenden des Verbands F. Koch( Schweiz) für das Arbeitsverhältnis ihrer Angestellten in bezug auf Lohn, unterbreiteten Bericht ging hervor, daß der Verband im ver- Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen festsetzt, die derart sein muß, gangenen Jahre 160 000 Mitglieder zählte. Diese verteilten sich daß sie den privaten Arbeitgebern als zu befolgendes Muster diene." auf die verschiedenen Länder wie folgt: Großbritannien 80 000; Französische Delegierte wandten sich gegen den Antrag und führten Der Streit der Steinsetzer, Pflasterer und Berufsgenossen in Oesterreich 3500; Bulgarien 1600; Frankreich 55 500; Italien aus, daß sie den Abschluß von Kollektivverträgen zwischen Staat Nieder- Schönhausen, Französisch- Buchholz und 10 000; die Niederlande 1400; Portugal 2000; die Schweiz 6000. und Arbeitern erstrebten. Der Pariser Poststreit sei darauf zuOranienburg dauert fort. Die Situation ist für die Strei- Der Kongres nahm einstimmig eine Resolution an, in der er rückzuführen, daß man gewisse anempfohlene Gefeße nicht ausfenden günstig. Obgleich die Unternehmer weder Mühe noch Geld- den Postarbeitern der ganzen Welt die brüderlichsten Grüße dar- geführt habe. Der englische Antrag wurde schließlich zurückfosten sparen, um Arbeitswillige herbei zu schaffen, ist ihnen dies bot und erklärte, daß die Arbeiter der Post zu allen anderen gezogen. nur in vereinzelten Fällen gelungen. Um einigermaßen die Bau- Arbeitern stünden. Auf Antrag des Sekretärs des englischen Post- Ein anderer englischer Antrag( der angenommen wurde) stellen besetzt zu haben, sind die Unternehmer gezwungen, den beamtenverbandes Stuart wurde beschlossen, eine Untersuchung lautete:„ Dieser Kongres gibt der Ansicht Ausdruck, daß die VerHammer selbst in die Hand zu nehmen und zu pflastern. Natürlich über die Löhne und Arbeitsverhältnisse der Postangestellten in den staatlichung öffentlicher Dienste wie des Postdienstes für die egeschieht dieses Vergießen von Meisterschweiß unter Polizeiaufsicht.) verschiedenen Ländern einzuleiten. Koch( Schweiz) schlug die An- gestellten und die Arbeiterklasse nicht notwendigerweise vorteilhaft Von den Streikenden ist noch nicht ein einziger abtrünnig geworden; nahme einer internationalen Sprache vor. Diese wurde von ver- ist, es sei denn, daß sie eine beständig zunehmende demokratische es melden sich Tag für Tag neue zur Kontrolle. Was die Arbeits- schiedenen englischen und französischen Rednern unterstützt. Doch Kontrolle sowohl seitens der Angestellten wie der Vertreter der ausführung anbelangt, fällt es auch Laien auf, daß dieselbe nicht so Ammon( Großbritannien) wandte sich mit dem Einwand gegen Arbeiterklasse im Barlament im Gefolge hat. Er verpflichtet sich einwandfrei ist, wie es die Kommunen zu verlangen haben und wie den Vorschlag, daß die Suche nach einer internationalen Sprache deshalb, unermüdlich an der Entwicklung der öffentlichen Meinung es auch im Interesse des Handwerks läge. Das erklärt sich wohl geeignet sei, den Verband von seinen Zielen: der wirtschaftlichen nach beiden Richtungen hin zu arbeiten." Duberry( Großbritannien) daraus, daß Arbeiter, welche niemals gerammt haben, zum Rammen, und politischen Emanzipation der Postangestellten, abzubringen. forderte in seiner Begründung der vorstehenden Resolution, daß Berufsfremde und Lehrlinge, die knapp zu lernen angefangen haben, Schließlich beschloß der Kongreß, sich dem Bureau zur Verschmel- Hand in Hand mit der Verstaatlichung der Betriebe cine immer zum Pflastern verwandt werden. zung des Esperanto und des Jdo anzuschließen. In der Nach- größer werdende Anteilnahme der Arbeitervertretung an der Ream Kleines Feuilleton. الدنس tämen nur zwei Stünstler in Betracht. so- Kürzlich las man in der Presse, für den neuen Wettbewerb Es blieb nichts umgetan, was diesem Musikdrama zu einer Das nur nicht ausgeschaltet werden sollen. Man glaubt, daß auch diese Denkmals-| sprühenden Schmiedelieder mit den berauschenden Klängen des Orchesters angelegenheit von Anfang an ihre seltsame Parole gehabt habe: im ersten, die einzig wunderbare Musik und Bildszene des Waldwebens im Interesse einzelner und zur Beseitigung von„ Unbequemen" habe im zweiten, das großartig konstruierte Vorspiel zum dritten Akt und Obwohl. Die Nachricht von dem Sarajetvoer Attentat er wohl von Anfang an das Ziel bestanden, eine möglichst fleine An- endlich allda die Musikszenerie zwischen Felsen und flackernden reichte Wilhelm II. in Stiel, während er gerade mit seiner Jacht zahl Künstler heranzuziehen, was natürlich auf eine Kaltstellung brausenden Flammen, die in dem leidenschaftlichen Liebes duett zwischen Meteor" an der Segelregatta teilnahm." Der Kaiser," heißt es in bon so und so vielen Künstlern von Begabung hinauslaufen mußte. Siegfried und Brünnhilde unfagbar herrlich austlingt. einem Telegramm der„ Kölnischen Zeitung"," brach die Regatta jo fort ab, obwohl der Meteor" einen Vorsprung von über Diese Mitteilung findet würdigen Aufführung verhelfen konnte. Dies ist uniso höher an15 Minuten hatte." Man dente, obwohl er mit einem Vorsprung durchaus nicht überall Glauben. Neben den Namen Behn und zuschlagen, als die Aermlichkeit der maschinellen sowie sonstigen techbon 15 Minuten alle Aussicht hatte, die Regatta zu gewinnen, brach Gaul geht noch ein dritter spukhaft um und will nicht verschwinden. nischen Hilfsmittel und Einrichtungen des( Operetten-) Theater des der Kaiser sofort ab.. In Wahrheit ist es eine der fauftdichsten Er hat in der schwebenden Sache seine Geschichte. Eines Tages Westens erst durch mancherlei Einbauten, Versenkungen, moderne Majestätsbeleidigungen, die uns seit langem zu Gesicht gekommen wurde bekannt, daß der Bildhauer Tuaillon, der Kaiserfavorit, Beleuchtungsanlagen, fahrbare Versazstücke usw. extra ergänzungssind, dieses Obwohl. Denn man mag zu den Dingen stehen, wie von der Kommission, die die Kolonialdenkmalsangelegenheit zu führen weise auf den Stand einer Opernbühne gebracht werden mußte. man will: dort in der bosnischen Hauptstadt hat sich hatte, als künstlerischer Berater hinzugezogen wurde. Damit wurde Bevor überhaupt an die Aufführung Wagnerscher Werke herangegangen Sonntag ein erschütterndes Stück menschlicher Tragik er der Eingeweihte in alle solche Konkurrenzen umschwebenden Ge- werden konnte, waren mehrwöchige bautechnische Arbeiten zu be abgespielt. Menschenleben wurden ausgelöscht, als die Sonne heimnisse und urteilte als Juror mit ab über die es waren wohl wältigen. Die Dekorationen zu" Siegfried" find gelungen. hoch amt Himmel stand. Ein Prinz nur acht Künstler, die für würdig befunden wurden, bei diesem Interieur der Schmiedehöhle entspricht dem Bilde der damaligen fiel als Opfer einer verderblichen und verfehlten Politik und eine schuldlose Stückchen mitzutun. Und wiederum eines Tages hieß es in einem Technik und ist naturalistisch. Desgleichen erfreut( im zweiten Aft) Frau dazu. Beide sind Freunde des deutschen Kaisers, Beitungsbericht, zu der zweiten Konkurrenz verde wahrscheinlich das Waldinnere, besonders aber die Anordnung der Drachenhöhle bor kurzem noch faß und tafelte, schwazte und lachte er in auch der Bildhauer Tuaillon" hinzugezogen werden. Man hat da- und der grauslich bewegliche Lindwurm, dem die überlieferte GeKonopischt mit ihnen zusammen, und da er jah die Nachricht erhält, bon in der Deffentlichkeit nichts weiteres gehört, aber die Frage be- ftalt des vorsintflutlichen Fabeltiers gegeben ist. Grandiose Stimdaß beide aus einem bunten Tag herausgerissen sind, soll es ihn steht, ob diese Aussicht auf Tuaillons Mittun etwa wirklich und mung liegt über die Felslandschaft des dritten Aftes. nicht erschüttern wie andere Sterbliche, sondern das liegt in dem immer noch vorhanden ist? Die Befeßung der einzelnen, zumal der Hauptrollen, durch Obwohl sein erster Gedanke soll sein: Wie schade! Jetzt geht Moralisch ist eine Beteiligung für Tuaillon unmöglich. Sie hervorragende Wagner- Interpreten beweist neuerdings, was draußen" mir die Regatta verloren, denn ich habe schon 15 Minuten Bor- schlüge aller Wettbewerbsgerechtigkeit mit rohester Faust ins an Provinz" bühnen oberstes Erfordernis zu sein scheint sprung und muß abbrechen! Und er rafft sich trotzdem auf und Gesicht. So sollte also die Möglichkeit für ausgeschlossen in Berlin. Von einem naturfräftigeren, dabei prachtvoll mitTommandiert: Kehrt!, obwohl. gelten. Aber hier sitzt der Hase im Pfeffer: troßdem hält sich reißenden Gänger und Darsteller des Siegfried, wie es Wir strammen Republikaner, die wir bei Kaiserhochs fizen zu in Künstlerkreisen das Gerücht, daß Tuaillons Beteiligung an Georg Schmieter ist, wissen wir hier, seit Ernst Krauß Glanzbleiben pflegen, denten nicht so niedrig vom Kaiser, wie dieser( der Elefanten- Konkurrenz noch im Bereich der Möglichkeit zeiten nur noch vom Hörensagen. So findlich naiv im Waldweben, schwarz- weiß- rote Schmod. Wir glauben nicht, daß, als er von dem liege. Und das bedeutet: in Preußen- Deutschland fehlt es durchaus so unbändig lebens- und tatfroh gab er sich beim Schmieden des Schrecklichen Kunde erhielt, zuerst der Gedante an seine Regatta in nicht an Künstlern, die in Wettbewerbsangelegenheiten den letzten Nothung. Minnie Bönsgen rechtfertigte als Brünnhilde abermals ihm auftauchte. Wir glauben vielmehr, daß er schlicht erschüttert Rest von Vertrauen verloren haben. Was auf dieſem Felde in den ihren Ruf einer stimmgewaltigen Künstlerin. Desgleichen erwies sich war wie jeder andere Sterbliche. Aber einem Krämerblatt wie der letzten Jahren geleistet wurde, reichte hin, sie mit dem Glauben zu auch wieder Wilhelm Buers als vorzüglicher Botan( Wanderer), " Kölnischen Zeitung" wird es vielleicht in alle Welt nicht eingehen, der das Tuaillon- Gerücht sich hält, hat symptomatischen Wert. Jetzt Scheideszene mit Erda. Ein ganz brillanter Mime, äußerlich sowohl Kölnischen Zeitung" wird es vielleicht in alle Welt nicht eingehen, erfüllen, daß das Skandalöseste möglich ist. Die Harinädigkeit, mit fo besonders in der Rätsellösungsszene mit Mime wie in der daß man einen sicheren Gewinn preisgeben kann, nur weil man als feinem zwiespältigen Charakter tief nachgehend, ist Peter menschlich getroffen ist, daß man von einer Partie deshalb laffen wird geerntet, was man säte. foll, obwohl man 15 Minuten Vorsprung hat. Sentimentalitäten! Kreuder. Auch Ludwig Wiedemann( Alberich), May wird sie denken, auf den Gewinn kommt es an und auf die Lohfing( Fafner), Else Bengell( Erda) und Tilly Jansen 15 Minuten Vorsprung! Wagners, Ring" für das Kartell der Freien( Waldvogel) standen gut an ihrem E. von Reznicek Voltsbühnen. Prilter Zag: Stegfried. Sieglindens pirigierte mit Energie. Die ganze Aufführung hatte musikalischen Das Gerücht vom dritten Mann. Am Baltenplatz soll ein Sohn, der furchtlose Mensch, wenn er mit dem selbstgeschmiedeten Rhythmus und dramatische Geschlossenheit. Kolonialdenkmal errichtet werden, und der erste Aft, die erste Kon- Schwerte auszieht, das liegend besigende Weltungeheuer" zu erfurrenz ging vor furzem zu Ende. Wieder hat sich der Kaiser einge- legen, ja sogar Wotan, den Gott aller Götter, zu befriegen, ist er Notizen. mischt. Den Entwurf des Bildhauers Behn hat er abgelehnt, und nicht die Verkörperung eines alle Unheilsmächte überwindenden- Die nächsten Volts Sinfonie Konzerte des eine neue Konkurrenz foll stattfinden. Aber nicht für die Gesamt- freien Voltes? Den schönsten Traum seines Lebens" hat Wagner Blüthner- Orchesters finden statt am Mittwoch, den 1. Juli, heit der am ersten Wettbewerb beteiligten Künstler, die ein Anrecht den Siegfried" einst genannt. Er ist nicht nur der symmetrischste, in der Brauerei Königstadt"( Richard Wagner- Abend) und am darauf hätten. Neben Behn wird Gaul als aufgeforderter Kon- vollkommenste und originellste Teil der Tetralogie, bei dessen Donnerstag, den 2. Juli, in den Konzertsälen Obiglo, Koppenstr. 29. furrenzteilnehmer genannt, und das Thema lautet auf allerhöchsten Anhören man weder an eine Oper noch an das Theater Dirigenten sind Kapellmeister May Wachsmann und Eugen SauerBefehl: darzustellen ist ein Elefant. denkt, weil man in eine ganz neue, nur durch die Musik möglich ge- born. Als Solisten wirken mit Konzertfängerin Maria Kolb und Daß etwa Behn oder Gaul sich aus Gründen der Solidarität machte Welt versetzt wird. Siegfried" ist gerade vom poetischen Konzertmeister Paul Thoma( Violine). Eintritt 30 Pf. geweigert hätten, an dieser formell merkwürdigen Konkurrenz teilzu- Standpunkt aus zweifellos Wagners vollendetste Schöpfung, sowohl Theaterchronit. Die für die Gluck Feier im nehmen, davon hörte man nichts. Man hört überhaupt in der als Dichtung wie als Musit. Ein Naturdrama, wie Rheingold" Deutschen Opernhaus, Charlottenburg( 2. Juli), vorgesehene BorDeffentlichkeit nichts Weiteres von der Angelegenheit. In den Kreisen und Walküre", überragt es beide doch in bezug auf Schwung, un- ftellung phigenia in Aulie muß wegen Unpäßlichkeit der der Künstlerschaft freilich laufen grollend folportierte arge Gerüchte um. bergleichliche Schilderung des Waldlebens und eines von föstlichstem Frau Melanie Kurt ausfallen. Statt dessen 8igeunerbaron". Man schreite, heißt es da, den Weg, der üblich sei, wenn es etwas zu Humor durchtränkten Realismus. Miit staunender Freude aber steht man Rudolf Blümner ist für das Deutsche Küftler- Theater Societät geheimnissen gebe, wenn Unbequeme, die nicht von Richtung" find, vor der Siegfried- Mufit. Nur einiges sei herausgegriffen, wie die tats für mehrere Jahre verpflichtet worden. H " = Theater und Musik. -ek. gierung gehen müsse. Die Arbeiter müßten bersuchen, sich Gin- Irial für die mündliche Verhandlung aufzusparen. Andere Redner und der Schweinebestand um 5,2 Proz. zurückgegangen ist. Am gang in die Verwaltung der verschiedenen Abteilungen des Staats- unterstützen ihn hierbei und Wissell warnt geradezu vor einer 1. Januar 1914 waren demnach für je 100 Einwohner 9 Rinder, betriebes zu verschaffen, um bei der Festsetzung ihrer Arbeits- eingehenden Begründung bei dem Einspruch. 7 Schafe und 3 Schweine weniger vorhanden als im Jahre 1910. bedingungen ein wichtiges Wort mitreden zu können. Von sämtlichen Rednern wird der Ausbau der Arbeiterrechts- Der absolute Rückgang wird durch folgende Zahlen gekennzeichnet. Beilage für wünschenswert erklärt; dieser Wunsch verdichtet sich zu Es waren vorhanden: dem Antrage: Schlachtrinder Koch( Schweiz) wurde als Sekretär des internationalen Verbands wiedergewählt. Zum Schluß stimmten die Delegierten die Internationale an. 4. Konferenz der Arbeitersekretäre. München, 29. Juni. Dem Gewerkschaftskongreß schloß sich heute eine Konferenz der Arbeitersekretäre an, die unter Vorsiz von Bauer- Berlin im Gewerkschaftshause zusammentrat und von fast 100 Arbeiterjekretären besucht war. Den Schafe Schweine 50 584 000 . · 41 178 000 35 855 000 61 503 000 52 448 000 49 719 000 62 868 000 58 186 000 58 933 000 " Die Konferenz der Arbeitersekretäre drückt den Wunsch aus, 1900 es möge die von der Generalfommission ab 1. Januar 1915 in 1910 Aussicht genommene Herausgabe der Zeitschrift des Arbeiter1914 rechts möglichst alle 14 Tage erfolgen, und zwar in einem Umfange, daß auch ausreichend alle Gebiete des sozialen und Ver- Wirkung verstärkte Abnahme von Schlachtvieh hat eine Verminde Die durch den gleichzeitigen Bevölkerungszuwachs in ihrer ficherungsrechts berücksichtigt werden können." Der Vertreter der Generalfommission Umbreit weist darauf So sank die Ausfuhr von Rindern seit 1905 von 567 806 Stück rung der Vieh- und Fleischausfuhr der Union zur Folge gehabt. hin, daß die propagandistische Arbeit für den Ausbau des sozialen ständig bis auf 24 714 im Jahre 1913. Gleichzeitig ging die Aus" Correspondenzblatt" überlassen bleiben müsse, auch in der Zeit- 39,9 Millionen im Jahre 1913 zurück. Hingegen stieg die Einfuhr Rechtes nicht Aufgabe dieser Zeitschrift sein könne, sondern dem fuhr von Rindfleisch seit 1905 von 359,2 Millionen Pfund auf schrift des Arbeiterrechts könne es sich ebenso wie in der jetzt be- von Rindern in dem gleichen Zeitraum von allmählich von 25 541 stehenden Rechtsbeilage nur darum handeln, alle Konsequenzen zu auf 420 261 Stüd. gunsten der Arbeiter aus der Versicherungsgefeßgebung zu ziehen, und darauf hinzuwirken, daß durch eine vernünftige Rechtsprechung dadurch zu erklären, daß große grasreiche Flächen in den westlichen Der Rüdgang der amerikanischen Schlachtviehproduktion ist das Versicherungsrecht finngemäß angewendet und erweitert werde. Staaten, die früher zur Viehzucht benutzt wurden, im Laufe der Die Generalfommission hat bereits eine Erweiterung der Rechts- Jahre infolge der wachsenden Befiedelung in Akerboden umgebeilage auf das Doppelte ihres gegenwärtigen Umfanges ins Auge wandelt sind. Da diese Entwicklung noch anhält, ist mit einem issell betont, daß eine solche Erweiterung bei weitem nicht weiteren Rückgang des Schlachtviehbestandes der Union zu rechnen. genüge, er werde bei der entscheidenden Sizung der Generalkommission mit Entschiedenheit für eine weit umfangreichere Erweiterung eintreten. Gerichtszeitung. Schuh gegen Schuhleute. Bericht des Zentralarbeiterfekretariats erstattete Hermann Müller- Berlin. Die Tätigkeit des Sekretariats war fast ausschließlich der Reichsversicherungsordnung gewidmet. Die Hoffnung, daß das Reichsversicherungsamt die neueren günstigen Vorschriften auf die schwebenden Fälle anwenden würde, hat sich nicht erfüllt. Die Zahl der für die Verletzten gefaßt. günstigen Refurse ist jest wieder auf über 20 Proz. gestiegen, aber nicht deshalb, weil die Rechtsprechung günstiger geworden wäre, sondern weil die neuen Vorschriften, soweit der Jahresarbeitsverdienst in Frage kommt, ohne weiteres angewendet werden mußten. Noch immer kommt es vor, daß die Kollegen uns von Janschet- Essen meint, daß völlig aussichtslose Sachen nicht einem beim Reichsversicherungsamt schwebenden Fall keine Mit- vertreten werden sollen. Ihm hält Link- Berlin entgegen, daß teilung machen und wir die Vertretung nicht erhalten. Erforderlich man bei der schwankenden Rechtsprechung fast niemals sagen könne, ist, daß die Sekretariate die Tatsachen strenge prüfen und ver- eine Sache sei völlig aussichtslos. Durch Voraussagung der Aushindern, daß der Verletzte als früheren Jahresarbeitsverdienst eine sichtslosigkeit der Vertretung würde man die Schutzsuchenden ledigzu hohe Summe angibt. Dem Reichsversicherungsamt stehen die lich den Winkelkonsulenten in die Arme treiben, von denen sie In Elmshorn verbot ein Hausbesizer einem Arbeiter Ma 3= Lohnlisten zur Verfügung, und durch falsche, wenn auch nur auf ausgebeutet werden, ohne zu ihrem Rechte kommen zu können. Tock das Haus. Der Arbeiter fehrte sich an das unberechtigte VerIrrtum beruhende Angaben fällt ein schiefes Licht auf den Ver- Nach einem furzen Schlußwort der beiden Referenten langen nicht. Darauf holte der Wirt einen Schuhmann letzten selbst. In den Rekursen darf nicht schlechthin etwas be- Müller und Mössinger, wobei Mössinger seine Ausfüh- Thiessen. Dieser forderte den Arbeiter auf, mit nach der hauptet, sondern Beweis muß angetreten werden durch Bescheini- rungen über die Begründung von Einsprüchen dahin einschränkt, Wache zu fommen. Die Befolgung dieses völlig unberechtigten Vera gungen und ärztliche Gutachten. Besonders hapert es mit der daß eine ausführliche Begründung nur in besonders geeigneten langens lehnte der Arbeiter ab und setzte der Gewalt Widerstand Unterstüßung anhängiger Streitfälle durch ärztliche Gutachten. Dem Fällen erfolgen soll, wird eine Resolution in diesem Sinne gegen entgegen. Thiessen ließ darauf 2 Schußleute zu seiner Hilfe holen. Zentralarbeiterfefretariat steht eine Reihe ärztlicher Autoritäten 2 Stimmen angenommen. Von den 3 wurde Maslock unter angeblichem Widerstand auf die zur Verfügung, die zu Gutachten bereit sind, soweit sie sich nach Es folgt dann ein Referat von Wissell über: Wache gebracht. Auf der Wache wurde Maslock mit einem Lage der Akten erstatten lassen. Notwendig ist es, womöglich in ,, Die sozialen Wahlen". Gummischl auch verprügelt. allen Städten sich einen Kreis von Aerzten zu sichern, die wir als unsere Gutachter bezeichnen können. Sie dürfen natürlich nicht bei Gr hebt hervor, daß der Ausfall der Wahlen der Beisitzer zu den jeder Kleinigkeit in Anspruch genommen werden, sonst werden sie Versicherungsämtern unseren Erwartungen keineswegs völlig entals willfährige Aerzte verschrien und kommen in denselben Geruch prochen habe. Für die Vorbereitung und Durchführung der Wahl wie die Vertrauensärzte der Berufsgenossenschaften. Der Vor- sei an verschiedenen Orten doch nicht so gearbeitet worden, wie es schlag eines Sozialpolitikers und Arztes in Karlsruhe, Gewerk- geschehen müsse. Um so notwendiger sei es, daß bei den in den streitfachen anzustellen, empfiehlt sich aus dem gleichen Grunde versicherungsämtern in energischer Weise gearbeitet wird, damit schaftsärzte zum Zwecke der Begutachtung in Arbeiterversicherungs- nächsten Wochen bevorstehenden Wahlen der Beisitzer zu den Obernicht. Häufig schicken die Arbeitersekretariate die Aften so spät ein, wir feine Enttäuschung erleben. daß daran die Besorgung eines ärztlichen Gutachtens scheitert. Die Diskussion über diesen Punkt wird auf Dienstag vertagt. Empfehlenswert wäre es, wenn die Gewerkschaftskartelle den Arbeitersekretären einen Fonds zur Verfügung stellten, aus dem die Sosten der Gutachten gedeckt werden können. Schon jetzt kommen eine Reihe von Verbänden ohne weiteres für die Kosten auf. Soziales. Vorsicht beim Unterschreiben! Diese gar nicht oft und dringlich genug an die Arbeiter vor Augen gehabt, so daß er gestern mit seiner Klage auf zu richtende Mahnung hatte der Stanzer Lorke leider nicht Zahlung von zwei Wochen Lohn vor der zweiten Kammer des Gewerbegerichts kein Glück hatte. Die von der letzten Konferenz gewünschte Rechtsbeilage ist erschienen und soll nun an Umfang vergrößert als selbständiges Blatt herausgegeben werden. An Material fehlt es nicht. Redner führt schidten, ohne Kenntnis der Aften aber sei für die Verlegten nichts Klage, daß die Kollegen im Reich die Aften häufig verspätet ein zu erreichen. Gewiß sind die Arbeitersekretäre überlastet, aber sie jollten doch Zeit finden, um die Rekurse ausführlicher zu begründen. Das Zentralarbeitersekretariat hat in einigen Fällen leider das Ergebnis der Berufung beim Reichsversicherungsamt falsch gemeldet. Bei seinem Arbeitsantritt in der Schuhfabrik Röhr wurde ihm Wir find in allen acht Senaten des Reichsversicherungsamtes be- ein Buch zum Einschreiben seines Namens vorgelegt. Der Kläger, schäftigt und können nach einer Verhandlung nicht immer auf das in der festen Meinung, es handle fich nur um die schriftliche NiederResultat warten, sondern müssen es uns von anderer Seite mit- legung feines Nationale", schrieb auch seinen Namen hin, ohne fich teilen lassen. So entstehen Irrtümer. Einer der Verletzten, dem zu vergewiffern, was er damit unterschrieb, nämlich die Anerkennung wir irrtümlich eine günstige Entscheidung gemeldet hatten, will uns der Arbeitsordnung, die ausdrücklich kündigungsausschluß vorfieht. sogar auf Schmerzensgeld verklagen.( Heiterkeit.) Der Anregung, Von der Kammer belehrt, daß unter diesen Umständen eine Klage die Konferenzen fünftig im Anschluß an die Verbandstage der Ge- wegen fristloser Entlassung völlig aussichtslos fei, da er doch nicht werbegerichte stattfinden zu lassen, steht Redner sympathisch gegen- gegen die Arbeitsordnung und gegen seine eigene Unterschrift Sturm über. Die Entscheidung darüber steht natürlich der General- laufen könne, nahm Zorte seine Lage zurüd. tommiffion zu. In der Diskussion Zur Selbstverwaltung der Krankenkassen. Eine wichtige Entscheidung, die kleines Stüdchen der illusorisch weist Dolleschel darauf hin, daß den Berufsgenossenschaften gemachten Selbstverwaltung der Ortskrankenkassen allerdings ausführliche ärztliche Gutachten nur 6 bis 10 M. fosten und nur in nur für das Königreich Sachsen Ausnahmefällen bei sehr ausführlichen Gutachten 20-35 M. Die rettet, hat das sächsische LandesVerletzten müssen viel mehr zahlen. Unter 10 M. ist ein Gutachten versicherungsamt getroffen. In einer Reihe von Fällen hatten für sie nicht zu haben, ja es sind bis 72 M. für ein Gutachten Ortskrankenkassen die vierjährige Amtsdauer des Vorsitzenden so gefordert worden.( 3uruf: 150 M.) So hohe Kosten können die geteilt, daß zwei Jahre ein Versicherter und zwei Jahre ein UnterVerletzten natürlich nicht aufbringen. Die Beschwerden der Sefre- nehmer den Vorsitz führt. Auf diese Weise wurde in den Fällen, täre gegen die Berufsgenossenschaften werden vom Reichsversiche- in denen eine andere Einigung nicht zu erzielen war, die Berungsamt ganz im Gegensatz zu der Praxis, z. B. des bayerischen stimmung eines Mußvorsitzenden durch die Behörden vermieden. Landesversicherungsamtes, monatelang ohne Bescheid gelassen. Der Die Versicherungsbehörden versagten aber da und dort dieser Bescheid selber ist sehr kurz, beschränkt sich auf die Angabe, daß die Berufsgenossenschaft diese oder jene Aenderung habe eintreten lassen. Die Arbeiterrechtsbeilage sollte zweimal im Monat in einem Umfang von 24-32 Seiten erscheinen, um den Vergleich mit der bürgerlichen Versicherungsliteratur aushalten zu können. Gräf Frankfurt betont, daß die Krankenkassen sich in ihrem eigenen Interesse mehr um Erteilung ärztlicher Gutachten fümmern müssen. D Auf Vorschlag von Bauer wird, da die Diskussion bereits auf den dritten Punkt der Tagesordnung übergriff, zunächst das Referat hierzu: Teilung die Genehmigung. Eine der in Frage kommenden Ortskrankenkassen legte daraufhin Beschwerde beim Landesversicherungsamt ein und dieses hat nun entschieden, daß solche Teilung zulässig sei.. Damit ist diesen Vereinbarungen eine rechtliche Grundlage gegeben worden. Ein sehr verständiges Urteil fällte dieser Tage das Oberlandesgericht in Kiel. Angeklagt wurden nun nicht die Schußleute, sondern der gcmißhandelte Arbeiter. Das Schöffengericht in Elmshorn und die Straffammer in Altona verurteilten den Unschuldigen au 20 M. Geldstrafe wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. Allerdings, hieß es in den Gründen, befand sich Thiessen nicht in rechtmäßiger Ausübung des Amts. Anders läge es aber Landgericht, von ihrer vorgesetzten Behörde den Befehl, auf Anruf mit den hinzugerufenen beiden Schußleuten. Sie haben, meinte das eines Kameraden unbedingt zu Hilfe zu kommen. Ihnen stand Daher nicht mehr zu, zu prüfen, ob die Verhaftung durch Thiessen berechtigt war. Sie übten daher ihr Amt rechtmäßig aus. Ihnen hat Maslock in starkent Maße Widerstand geleistet. Insofern ist die Verurteilung zu Recht erfolgt. Das Straffenat des Oberlandesgerichts Kiel hob auf die durch Rechtsanwalt Dr. Herz( Altona) eingelegte Revision, dies befremdliche Urteil auf, sprach den Ange= Urteils führt das Straffenat u. a. aus: Es ist entgegen der Anlagten frei und legte sämtliche Kosten, einschließlich der Ber teidigungskosten, der Staatskasse auf. In der Begründung dieses nahme des Landgerichts davon auszugehen, daß die Festnahme des Angeklagten durch die beiden später hinzugerufenen Schuhleute ebenso wenig rechtmäßig war, wie die durch den Schumann Thiessen. Bei der vorliegenden Interessenfollision zwischen dem Gehorsam der Beamten gegen die Befehle der Vorgesezten und dem Rechtsschutz des Publikums, wird auf letteren das Hauptgewicht zu legen sein und der Beamte nicht von der Verpflichtung befreit werden können, in jedem einzelnen Falle zu prüfen, ob sein Vorgehen auch berechtigt ist. Die Festnahme des Angeklagten durch alle drei Schuhleute charakterisiert sich also als ein rechtswidriger Angriff im Sinne des§ 53 des Strafgesetzbuches. Der Widerstand des Angeklagten ist als Notwehr anzusehen und deshalb nicht strafbar. Der Angeklagte war daher freizusprechen. Wird nunmehr gegen die prügelnden Schußleute" seitens der Staatsanwaltschaft zu Altona eingeschritten werden? Versammlungen. " Generalversammlung der Zahlstelle Berlin führte die Diskussion Deutscher Holzarbeiterverband. Die am Montag abgehaltene über den Verbandstag, die schon zwei vorhergegangene Versamm lungen beschäftigt hatte, zu Ende. Die Haltung der Vorstände im Werftarbeiterstreit, das Festessen zur Einweihung des Verbandsbandstage, das waren die Gesichtspunkte, um die sich auch in der hauses und die Behandlung der Berliner. Anträge auf dem Verleßten Versammlung wieder die Diskussion drehte. Außerdem vermißte ein Redner eine flare Stellungnahme zur Politischerklärung der Gewerkschaften. Nach Schluß der Diskussion wurden zwei An träge angenommen. Der eine lautet: " Die Generalversammlung protestiert gegen die in der Holzarbeiterzeitung" vom 6. Juni gemachten Angaben der Beschwerdekommission auf dem Verbandstage betreffs der Vergebung von Arbeiten im Restaurationsbetriebe des Verbandshauses, welche den Tatsachen nicht entsprechen." Eine Ausstellung von Gewerbekrankheiten und Unfällen. Endres Fürth weist darauf hin, daß die Berufsgenossenschaften bei Kapitalabfindungen die Verletzten überreden, in eine Der Verband der Fabritarbeiter Deutschlands hält in der Zeit erhöhte Einschätzung ihrer Erwerbsfähigkeit zu willigen, und daß bom 5. bis 11. Juli in Kannstatt im„ Kursaal" seinen Verbandstag die Verletzten sich oft dazu verleiten lassen, auf dieses gesetzwidrige ab. Mit der Tagung ist eine Ausstellung verbunden, welche Bilder Vorgehen einzugehen. von unfallverlegten Personen aus der chemischen Industrie und Papierindustrie enthält. Die Verlegungen, die durch die Verägung dauern darüber aus, daß der Verbandstag das Mandat des Ber In dem zweiten Antrage spricht die Versammlung ihr Be von Säuren und Laugen, durch Verbrennung infolge Explosionen liner Delegierten Brüdner für gültig erflärte, obgleich derselbe und Entzündung leicht brennbarer Flüssigkeiten, durch Hineingeraten infolge wissentlich falscher Angaben über seine Organisationszuges „ Das Verfahren bei den Spruchbehörden der Reichsversicherungs- der Arbeiter in Maschinen entstanden, bieten oft einen grauenhaften hörigkeit auf die Kandidatenliste gekommen ist. ordnung" Anblid. Sie sind Zeugen von den Gefahren der gewerblichen Ferner vollzog die Versammlung folgende Wahlen: Prez von dem Berichterstatter Mössinger Augsburg entgegen Arbeit. tommission: Rob. Schmidt, Rich. Leopold, Späthe, genommen: Er verweist auf die Notwendigkeit der Vertretung bei Neben den Unfallgefahren bedrohen gewerbliche Erkrankungen Schwarzmeier, Grabe. Gauvorstand: Hübner, Unfallsachen, denn die Belehrung des Verlegten beim Versicherungs- Leben und Gesundheit der Beschäftigten in verschiedenen Industrie- Meier, Hammel, Schulze, Ebert. amt ist nicht immer eine gute und zweddienliche, es kommt sogar zweigen. Besonders in der chemischen Industrie ist das vorwiegend vor, daß durch eine falsche Belehrung der Verletzte sich dazu verDie in den Eisenkonstruktionswerkstätten beschäftigten Arbeiter leiten läßt, feinen Antrag zurückzuziehen und so seine Rechte voll- der Fall. Zur Belehrung wird auch in dieser Hinsicht manches ge- sowie Fahrstuhlmonteure und Helfer hielten am Montag ihre ständig verliert. Notwendig ist ferner nicht nur eine ausführliche boten. Zahlreiche Bilder und Wachsabgüsse veranschaulichen die Ein- Branchenversammlung ab. Much id referierte über die LohnBegründung des Returses, sondern auch der Einspruch soll schon wirkungen von schädlichen Substanzen und deren Folgen während und Arbeitsbedingungen in den Eisentonitruktionswerkstätten. Wit möglichst gut begründet werden. Bei der Frage der Erstattung der der Ausübung des Berufs. Die Besichtigung der Ausstellung ist Verschlechterung der Lage ihrer Arbeiter hin und nur dem ent allen Schikanen wirken die Unternehmer dieser Branche auf eine Kosten der ärztlichen Gutachten, die so überaus wichtig ist, laffen jedermann gestattet. Gewerbehygienikern, Aerzten, Gewerbeaufsichts- schlossenen Widerstand der letzteren ist es zu danken, wenn dies nicht manche mittleren und kleinen Gewerkschaften es an dem nötigen beamten und Arbeitern bietet sich hier die beste Gelegenheit, ihre gelingt. So suche die Firma Heim, Lehmann u. Co durch Entgegenkommen fehlen, und verfallen in ein langwieriges bureau- Kenntnisse zu bereichern. fratisches Verfahren, so daß oft zum Schaden des Verlegten die ErHeranziehung jugendlicher, ungelernter Arbeitsfräfte. die höher stattung des Gutachtens unmöglich wird. Sehr wichtig wäre es, entlohnten Arbeiter zu verdrängen. In gleichem Sinne geht die die Arbeiter selbst darüber aufzuklären, daß sie den Arbeitersekre= Firma Wolf, Netter u. Jakobi bor, die auch nach Möglichtären stets die notwendigen Mitteilungen machen. Häufig genug feit billige Arbeiter heranholt. Die Sicherheit des Betriebs für tommt es vor, daß sie sich durch das Wort Endentscheid verleiten Gesundheit und Leben der Arbeiter wird dadurch natürlich nicht ges laffen zu dem Glauben, es sei nun nichts mehr für sie zu erreichen, Sinkende Schlachtviehproduktion in den Vereinigten Staaten. fördert, wie ja auch in den Eisenkonstruktionsbetrieben die Sicherund daß sie deshalb zu ihrem eigenen Schaden die Mitteilung an Die Berichte über Handel und Industrie" veröffentlichen einen heitsmaßnahmen und hygienischen Vorkehrungen viel zu wünschen den Arbeiterfekretär unterlassen. Es ist deshalb sehr bedauerlich, Bericht des Kaiserlichen Konsulates in Chikago, nach welchem die übrig lassen. Durch den Grundsatz„ billig produzieren" wird gerade daß die Frage der Bezirksarbeiterfekretariate auf dem Gewerkschafts- Produktion an Schlachtvieh in den Vereinigten Staaten von Nord- die Betriebssicherheit der Fahrstühle in Frage gestellt. Ein Monteur, kongreß nicht das Entgegenkommen gefunden hat, das sie verdient. amerika seit dem Jahre 1900 ständig im Rückgang begriffen ist. der 4 bis 5 Fahrstühle am Tage revidiert, kann mit dem Leben ( Beifall.) Am 1. Januar 1914 waren insgesamt an Rindern, Schafen und der Mitmenschen nicht gewissenhaft umgehen, da eine vorschrifts In der dann wieder einsehenden Diskuffion betont Schrader Schmeinen 144 507 000 Schlachttiere vorhanden gegenüber mäßig ausgeführte Revision längere Zeit erfordert. Bei der Firma Erfurt, daß die Kartelle bereits mehr oder minder an der Grenze 151 812 000 im Jahre 1910 und 174 955 000 im Jahre 1900. Jm Wolf, Netter u. Co. arbeiten zurzeit sogar junge Arbeiter ihrer Leistungsfähigkeit angekommen seien und daher kaum einen Verhältnis zu der seit 1900 um etwa 22 Millionen vermehrten für 16 Pf. die Stunde, also für Löhne, die man in Berlin nicht Fonds zur Bestreitung der Kosten ärztlicher Gutachten aufzubringen Bevölkerung der Vereinigten Staaten ist der Rückgang noch viel mehr für möglich halten würde. Pflicht aller Arbeiter der Branche vermögen. stärker als in den obigen Zahlen zum Ausdruck kommt. Das Land- jei es, gegen diese Zustände energisch vorzugehen. Thomas München machte gegenüber den Ausführungen des wirtschaftsamt in Washington berechnet, daß im Verhältnis zum In der Diskussion flagte ein Arbeiter über das Verhalten Referenten Möffinger geltend, daß es keineswegs geboten fei, den Stande der Bevölkerung in der furzen Beit von 1910 bis 1913 der der Wertführer und Kolonnenführer. Auch sollten keine UeberEinspruch ausführlich zu begründen, es sei viel richtiger, das Mate- Rinderbestand um 19,2 Proz., der Schafebestand um 11,6 Proz. stunden gemacht werden, solange noch Arbeiter arbeitslos find. 0 Aus Industrie und Handel. es nun wohl nicht fehlen. Went Power trotzdem durchfällt, hat er zu besitzen. Weiter wurde mitgeteilt, daß bei der Firma Fleischmann jous Plauen wegen seiner großen Verdienste um die Menschheit bewirbt, ist allen Gegentandidaten durch einen eigenartigen Wahldie Fahrstuhlrevisionen völlig unzureichend ausgeführt werden. einen höheren Orden. Natürlich nahm er ihn! Aber das, was trick um eine Nasenlänge voraus. Er hat in einer Bekanntmachung Ebenjo liegt es bei anderen Firmen. Die Fahrstuhlunglücke aus bei einem Wald- und Wiesen- Fortschrittler heutzutage selbstver- den Frauen der Stadt mitgeteilt, daß er die zu seiner Gattin der letzten Zeit sprechen auch für die geschilderten Zustände. Viel- ständlich erscheint, wurde Herrn Oskar Günther sehr verargt. machen werde, die ihm während der Wahlkampagne die hach würden mit der Behandlung der Fahrstühle ganz ungeeignete Satte er doch im Landtage nicht genug gegen das Ordenswesen größte unterstützung angedeihen läßt. An Agitation wird Arbeiter beauftragt, ein Zustand, der Unglücksfälle direkt begünſtige. Bei der Firma Flohr gingen die Arbeiter wegen Lohn- räſonnieren können. Die intonsequente Haltung des ordens- wenigstens die Genugtuung, eine ihm ebenbürtige gemütvolle Gattin zulage vor. Den Monteuren wurde denn auch eine solche zugesagt, geschmückten Günther war seinen engeren Parteifreunden so undagegen sollten die Helfer mit 40 Pf. Stundenlohn nichts erhalten. angenehm, daß es auf einem Parteitage der sächsischen FortIn dem Betrieb von Tyssen ist seinerzeit ein Arbeiter tödlich schrittler zu einer ziemlich heftigen Auseinandersehung kam. Aber Kleine Notizen. berunglückt. Es hat sich dabei der Mangel an Vorkehrungen gezeigt, es blieb dabei, Herr Günther hatte seinen Piepmah und trug ihn wie sie für solche Fälle vorhanden sein müßten. So fehlte jedes stolz im Knopfloch. Er hat auch alle Veranlassung, mit seinem gekochtem Schinken starben in Schantweiler im Elsaß Folgenschwere Fleischvergiftung. Nach dem Genuß von un Transportmittel zum Fortbringen eines Kranken oder Verlebten. Orden zu renommieren. Ist er doch das Opfer der Sozialdemo- ein 60jähriger Aderer und zwei Töchter im Alter Mit der Affordarbeit muß auf die Dauer aufgeräumt werden, da tratie geworden. Nur die sind schuld, daß er den Orden ge- von 20 refp. 22 Jahren. fie zu vielen Mizhelligkeiten führt und für die Arbeiter mancherlei nommen und nicht zurückgeschickt hat, was bei einem so über- Studentenkrawall. Nach einer Namenstagsfeier in Karlsruhe, Schäden mit sich bringt. Vom Kommerzienrat Flohr wurde ein Ausspruch erwähnt, daß seine Arbeiter es nicht nötig hätten, wohl- Beugungstreuen Manne, wie Oskar Günther es ist, sonst selbst- an der deutsche und russische Studenten teilnahmen, tam es zu einer Hierbei wurde der 24jährige Student Burds tätige Stiftungen in Anspruch zu nehmen, da sie gut bezahlt verständlich wäre. Warum Herr Günther den Orden behielt, ver- auferei. würden. Die Tatsachen zeigen aber ein anderes Bild. Alles in rict in einer Versammlung der Zwickauer Fortschrittler der beim büchler aus Barr im Elsaß von einem Schuhmann durch einen allem seien die Zustände in dieser Branche äußerst verbesserungs- lehten Titeljegen zum Kommerzienrat ernannte Fort- Revolversus so schwer verletzt, daß er im städtischen Krankens bedürftig und es sei Zeit, daß entschieden nach dieser Richtung schrittler Bär. Er sagte: hause gestorben ist. borgegangen werde. Gefahren der Arbeit. Zwei städtische Arbeiter aus Danas brück, die den Auftrag hatten, einige Masten der Starkstromleitung neu zu streichen, wurden Dienstagmorgen vom elektrischen Strom getroffen und sofort getötet. Die Annahme eines Ordens sei für einen Fortschrittler biel schwerer als die Ablehnung, die meist bloße Effekthascherei bedeute. Abg. Günther habe den Orden auch deshalb angenommen, um einen gegenwärtig besonders an- Drei Arbeiter verschüttet. Bei den Arbeiten zur Errichtung der gebrachten, ja notwendigen starken Strich 34 Kanalisation für Glogau stürzte Montagnachmittag in einer bier ziehen zwischen der Fortschrittspartei und der Meter tiefen Baugrube die Versteifung zusammen, wodurch drei Arantimonarchischen Sozialdemokratie. beiter verschüttet wurden. Einer war sofort tot, der giveite Der arme Herr Günther! Ausgerechnet muß er das Opfer noch nicht geborgen werden. wurde lebensgefährlich verlegt. Der dritte Arbeiter konnte Sozialdemokratischer Intrigen werden. Gestrandeter Passagierdampfer. Witterungsübersicht vom 30. Juni 1914. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in der Knabenkonfektion und ift eine Aenderung möglich? Diese Frage beschäftigte eine vom Verband der Schneider zu Montagabend nach dem Lokal von Siegel in der Gr. Frankfurter Straße einberufene öffentliche Versammlung. Der Referent Börkel schilderte einleitend die früheren Berhältnisse in der Schneiderei, ging dann auf die Vorgänge in anderen Branchen des Berufes ein und erörterte, wie sich diese mit Hilfe der Organisation Verbesserungen geschaffen haben. Anschließend hieran schilderte der Referent die Verhältnisse in der Knabenkonfektion und stellte fest, daß von geordneten Lohn- und Arbeitsbedingungen in dieser Branche bisher in feiner Weise geredet werden kann. Eine Besserung könne auch hier wie in allen übrigen Berufen und Branchen nur durchgeführt werden, wenn die Arbeiterschaft An der irischen Küste ist am Sonntag der Dampfer„ Calidurch Organisation sich diejenige Machtstellung schafft, welche fornia", der etwa 1000 Passagiere an Bord hatte, gestrandet. Es erforderlich ist, den Arbeitgebern Zugeständnisse abzuringen. ist bisher nicht gelungen, das Schiff wieder flott zu machen. Die In der Diskussion wurden von verschiedenen Rednern die Aus- Mehrzahl der Mannschaften ist an Bord geblieben. Drei Passaführungen noch ergänzt. So fonnte Krienke anführen, daß giere der„ California", ein Mann, eine Frau und ein Kind, sind Swinemde. 766 23 Preisunterschiede für dieſelbe Arbeit von 50, 100, ja in einzelnen entweder durch die Gewalt des Auflaufens oder durch eine herab- Samburg 767 23 3wolfig Fällen bis 200 Proz. zu verzeichnen sind. Eine Anzahl Aufnahmen fallende Spiere getötet worden. Ein Passagier, der von für den Verband und das Gelöbnis, mit aller Kraft für die Stärkung einem Rettungsboot weg in einem Korbe an Bord der" Cassandra" München Franti. a.M 768 ND der Organisation und dadurch für eine Verbesserung dieser elenden 767D 2 heiter 766 NNW 1wollig Rerhältnisse zu arbeiten, war das Ergebnis der gutbesuchten Ver- gehigt wurde, fiel ins Wasser und erlitt erhebliche Ber- Bien Wetterprognose für Mittwoch, den 1. Juli 1914. Etwas wärmer, vielfach heiter bei mäßigen südwestlichen Winden; feine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. jammlung. Aus aller Welt. Die Roten sind schuld. legungen. Zwei Deutsche in Rußland verhaftet. Der Buchhalter Seidlig und der Speditionsgehilfe Suchta aus Eydtkuhnen wurden am vergangenen Sonntag in Wirballen wegen Spionageberdachts verhaftet. Sie hatten eine Wagentour nach Wirballen unternommen und mehrere photo graphische Aufnahmen gemacht. Da Photographieren Ausländern in Rußland streng verboten ist, erfolgte die Verhaftung. Die Verhafteten wurden nach Willowischki gebracht. Stationen Berlin Barometer stand mm Wind richtung Windstärke 767 Wetter Temp. n. C. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind. richtung Windstärke Better Temp. n. C. 18o Do 2wollig 14 2Regen 14 2 Nebel 15 માર 2 heiter 1 heiter 2 heiter 16 Haparanda 753 N 15 Betersburg 757 17 Scilly 767 NND 19 Aberdeen 761 SS 19 Paris 767 ND 18 3 heiter 20 1 wolfen! 20 Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Donnerstagmittag: Etwas wärmer. Im nordöstlichen Küstengebiet teilweise stärkere Bewöllung, sonst größtenteils heiter und froden. Später auch im Nordwesten Zunahme der Bewölfung, aber keine erheblichen Niederschläge. In Freien Stunden Die Sozialdemokratie ist an allen schuld. Sie ist nicht nur daran schuld, daß die Liberalen bei jeder Gelegenheit umfallen und der Reaktion in die Arme laufen, sie ist auch daran schuld, wenn Fortschrittler einen Orden annehmen. Das ist zwar etwas unlogisch, aber wahr. Vor einiger Zeit erhielt der Führer der Fortschrittler im sächsischen Landtage, Herr Oskar Günther Amt des Bürgermeisters der nordamerikanischen Stadt Duincy Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. Ein neuer Wahltrick. Ein Mr. Edward Power, der sich neben anderen um das Die Wochenschrift für Arbeiterfamilien Ohne jede Anzahlung!! Keine Kassierer, fleine Raten! Bettwäsche, Teppiche, Portieren, Bilder, Gardinen, Stores, Stepp- u. and. Decken. MATZNER, Hufelandstraße Nr. 41. Saifon- Ausverkauf Stiller Gegr. 1867 der alten Stiller- Firma Wir bieten in diesem Jahre ganz enorme Vorteile, um Ihnen Geld zu ersparen. Die zum Ausverkauf gestellten Waren sind zum Teil bis zu 50% 200 und mehr O ermäßigt! Garbáty Cigaretten 2. Haus neben der Friedrichstrasse, neb. 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Frau Anna Stegemann 2580b Großbeerenstr. 63. Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis. Landsberger Viertel. Bez. 412 I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Tischler Robert Schattschneider Heidenfeldstr. 8, gestorben ist. Ehre seinen Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags 2 Uhr, von der Halle des PhilippusApostel- Kirchhofes in der Müllerstraße, Ede Scestraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 214/13 Der Vorstand. Statt Karten. Für die Zeichen liebevoller Teilgeb. Schulz im 51. Lebensjahre. Dies zeigen in großem Schmerze an Theodor Stegemann und Kinder. am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 2. Juli, nachm. 3, Uhr, von der Halle des Städtis schen Friedhofes, Miller, Ecke Seestraße, statt. Danksagung. 117a Dem sozialdemokratischen Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags: wahlkreis, 4. Abt., Bez. 550, spreche ich für die Anzeige besten Dank aus. Ebenso allen denen, welche uns mit Kranzspenden bedacht und denen, welche sich an der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, beteiligt haben, unseren herzlichsten Dank. Allen Freunden und Bekannten für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseren guten Vaters, des Formers meisters Franz Rieffenstahl sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dant. 25926 Die trauernden Hinterbliebenen. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme am Grabe meines lieben Mannes sage ich allen Freunden und Bekannten meinen herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Marie Henningseb. Schubert. Danksagung. Teilnahme bei der Beerdigung unserer Für die vielen Beweise herzlicher lieben, unvergeßlichen, guten Mutter Luise Blume sagen wir allen unseren Stunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. Familie Dahlenburg. Marie Wille und Kinder. 114 Deutscher Metallarbeiter- Verband. nahme und die vielen Strang Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienftr. 83-85. spenden bei dem Heimgange meines heißgeliebten, unvergeßlichen Mannes, des Kaufmanns Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Donnerstag, den 2. Juli 1914, abends 8 Uhr: Albert Buck Allgemeine Versammlung fagen wir hiermit allen lieben Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. 114A Frau Margarete Buck. Tochter Gertrud Buck. Deutscher Bauarbeiter- Verband. Zweigverein Berlin. Sektion der Putzer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Wilhelm Tolch im Alter von 67 Jahren verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwoch, den 1. Juli, nachmittags 5 Ubr, von der Halle des alten St. Pauls- Kirchhofes in der Seestraße aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 143/8 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiterverband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Stollege, der Vergolder Emil Baumann Saarbrüder Str. 33 57 Jahren geim Alter von storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, den 1. Juli, nachmit tags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Bartholomäus- Kirch hofes in Weißensee, Falkenberger Chaussee, aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Stodarbeiter Wilhelm Bothe Niederschöneweide, Fennstraße 26, im Alter von 53 Jahren ge storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, den 1. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des Brizer Gemeinde- Friedhofes, Chausseestraße, aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Einjeter Robert Schattschneider Heidenfeldstr. 8 im Alter von 49 Jahren ge storben ist. nachEhre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, den 1. Juli, mittags 23, Uhr, von der Halle des St. Philippus- Apostel- Friedhofes in der Müller. Ede Secstraße aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 89/17 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer Paul Schleupner Torfstr. 29, am 29. Juni an Gehirnleiden gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 2. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen. halle des Städtischen Friedhofes, Seestraße, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Ferner starb unser Mitglied, der Monteur Otto Fiedler Ehre seinem Andenken! 121/6 Die Ortsverwaltung. der Schmiede in Bökers Festsälen, Weberstraße 17. Tagesordnung: 1. ,, Die Gewerkschaften und ihre Feinde." Referent: Kollege Adolf Cohen. 2. Diskussion und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen aus den Innungsbetrieben besonders eingeladen. Donnerstag, den 2. Juli 1914, abends 8 Uhr: Versammlung Ein Radfahrer sagt .. und ich möchte nicht unterlassen, Ihnen meine vollste Anerkennung über die Qualität Ihres Fabrikats auszusprechen. Ich habe wohl schon alle Marken gefahren, aber eine derartige Haltbarkeit noch nicht beobachten können." Continental Pneumatik So und ähnlich wird über ihn in Hunderten von Zuschriften geurteilt. Continental- Caoutchouc- u. Gutta- Percha- Co., Hannover Personal 12 000. Hochfrequenz- Maschinen Möbelfabrik..Adler". Eingetragene Genossenschaft mit be schränkter Haftpflicht. Aktiengesellschaft für drahtlose Telegraphie. Bilanz per 31. Dezember 1913. Kassa- Konto. Bilanz per 31. Dezember 1913. Aktiva. der in den Eisengießereien beschäftigten Keuken- Konto( darunter Bankguthaben M. 566 245,85) 121/7 Former und Berufsgenossen in den Boruffia- Sälen, Ackerstraße 6/7. Tagesordnung: Fortsehung der Versammlung vom 25. Juni. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Donnerstag, den 2. Juli 1914, abends 6 Uhr: Versammlung aller Operationsmöbelschlosser im Lokale von Hummel, Sophienstraße 5. Tagesordnung: Bericht aus den Betrieben der Gruppe. Donnerstag, den 2. Juli 1914, abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung im Gewerkschaftshause, Engelufer 15( Saal 3). Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch obiger Versammlungen erwartet Für Erwachsene ist Die Ortsverwaltung. Kufeke in Milch, Kakao, Suppen oder Gemüsen die bestgeeignete, leicht verdauliche u. nahrhafte Krankenkost. estmann Mohrenstrasse 37 a ( Kolonaden) Gr. Frankfurter Str. 115 ( an der Andreasstrasse) Vom 1 ten bis 3 ton Juli Saison- AusverkaufsSpezial- Offerte Reise Uebertrifft alles bisher Dagewesene! Preise zum Teil bis aufermäßigt! Lodenmäntel 13, Lodenpelerinen 934, Lodenkostüme 25.-, seidene echt englische Gummimäntel 39.-, echt englische Gummimäntel 16 warme Ulster 22%, Modellkostüme in hlau 18.-, 25.-, 33.-, 45.-, Mäntel, Reiseröcke, Kostüme für starke Figuren 18.-, 22.-, Sportjackette 6.75, Seidentrikotjackette 9%, Gesellschaftskleider 18.-, 25.-, 33.-, 50.- bis 100.- M. Hochfeine Seidenplüschmäntel.. M. 39.Echt englische Scalplüschmäntel M. 98.Pelzmäntel M.125.-, 150.-, 200.-, 300.Konsortialbeteiligungs- Konto Genussschein- Verwertungs- Konto. Patent- Konto Mobiliar- Konto Bestand. 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Schlesinger- Trier& Co., Kommanditgesellschaft auf Aktien in Berlin und Firma Wiener Levy& Co. in Berlin während der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstunden. Berlin, den 29. Juni 1914. Hochfrequenz- Maschinen Aktiengesellschaft für drahtlose Telegraphie. Das Christusproblem gelöst! Soeben erschien: Vor 1900 Jahren! Wer war Jesus Christus! In einer alten orientalischen Bibliothek ist ein Dokument gefunden worden, das ganz genau mitteilt, wer Jesus Christus war: ein Bundesbruder des Essäerbundes, einer Art Freimaurervereinigung. Es ist der Bericht des Aeltesten dieses Bundes in Jerusalem an den Aeltesten in Alexandrien. Ein christlicher Priester versuchte bei der Entdeckung das Dokument zu vernichten, da sich die ganzen mystischen Wundergeschichten auf einmal ganz natürlich erklären. Die Vernichtung gelang ihm aber nicht. Dieser historische Bericht ist ins Deutsche übersetzt worden, mit einem Vorwort über Kein Pontius Pilatus, neu bearbeitet von Fard. Schmidt. 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M. 672,49 617,24 600, 700, 700, 470,14 400, 703,98 13,23 737,01 M. 707,21 783,40 746,40 500, 737,01 moffen, Ent rt jid chafts R. 105/14 cher a .Tor iden Tage) sicher Berufs .9-10 aletot Zutaten band, Börs.) Die Nr. 176. 31. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parteiangelegenheiten. Mittwoch, 1. Juli 1914. Folgender Fall sei besonderer Beachtung empfohlen. In dem Ein Fall von schwarzen Pocken sollte nach Zeitungsnachrichten 76. Polizeirevier, dessen Gebiet das Hansaviertel ist, im Krankenhaus Westend in Charlottenburg vorgekommen sein. Das führt Polizeileutnant Schulze einen scharfen Kampf gegen die Nachrichtenamt des Charlottenburger Magistrats teilt hierzu mit, daß Bierter Wahlkreis. Jugendsektion. Am Donnerstag, 2. Juli, Straßenhändler. Schlimmes hat eine Händlerin Frau M. zu er- ein unter dem Verdacht der Erkrankung an schwarzen Bocken vor finden für die Mitglieder des Wahlvereins im Alter von 18-23 Jahren dulden gehabt, die seit Jahren in diesem Stadtteil ihrem Gewerbe einigen Tagen eingelieferter Patient bald darauf wieder entlassen worden ist, da sich herausgestellt hat, daß es sich nur um Windpocken zwei Versammlungen statt. nachgeht. Nachdem sie in den lezten Wochen eine ganze Reihe handelt. Für den Stadtteil Südosten abends 8 1hr im von Strafmandaten erhalten hatte, die ihr recht erhebliche GeldReichenberger Hof", Reichenberger Str. 147. Bortrag des Genossen strafen aufpacten, wurde gegen sie ein Hauptschlag geführt. In R. Weimann über: Die internationale Jugend- der Flensburger Straße rüdte ein Polizeiaufgebot von fünf Mann bewegung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. gegen ihren Wagen vor, an dem gerade mehrere Käufer standen, Aus dem fünften Stock abgestürzt. Bei der Arbeit tödlich verunglückt ist Montagabend die 46 Jahre Für den Stadtteil Osten abends 8 Uhr bei Siegel, und auf das Kommando„ Nu man los" wurde der Wagen alte Ehefrau Auguste des Schlossers Vetter aus der Wissmannstr. 46 Gr. Frankfurter Str. 30. II. Vortrag des Genossen Emil Eich- samt dem Obst zur Wache gebracht. Da der Wacht- zu Neukölln. Frau Better, die die Hausreinigung besorgte, lüftete horn über: Einführung in die Gedankengänge des wissenschaftlichen Sozialismus. 2. Diskussion. meister die Bitte um Herausgabe des Wagens abschlug und sich von unten aus alle Flurfenster. Als sie fertig war, lehnte fie sich 3. Verschiedenes. dabei auf Anordnungen des Leutnants bezog, so rief die Frau, im fünften Stock aus dem Fenster hinaus, um etwas frische Luft zu die den Wagen und das Pferd nur gelichen hatte, per Telephon schöpfen, beugte sich zu weit vor und verlor das Gleichgewicht. Mit den Besitzer herbei. Diesem, cinem Obsthändler H., gelang es, einem lauten Aufschrei stürzte die Unglückliche auf den Hof hinab. den Leutnant selber zu sprechen, aber auch ihm wurde die Bitte wo sie tot liegen blieb. Es wird ersucht, daß die älteren Wahlvereinsmitglieder die jüngeren auf diese Veranstaltungen aufmerksam machen. Charlottenburg. Die Jugendsettion hält am Donnerstag, den 2. Juli, abends 8 Uhr, im Voltshause ihren Diskussions abend ab, zu welchem alle Partei- und Gewerkschaftsmitglieder im Alter von 18-23 Jahren hiermit eingeladen sind. Neukölln. Hente findet bei Bartsch, Hermannstr. 49, die VerSammlung der Jugendsektion statt. Die Zusammenkunft ist als allgemeiner Diskussionsabend gedacht und wird sicher das Interesse der jungen Arbeiter und Arbeiterinnen über 18 Jahre erweden. Berliner Nachrichten. Rohes Volk. Die Verzweiflungstat einer lebensmüden Frau rief Montagabend am Maybachufer Aufsehen hervor. Vor den Augen zahlreicher Passanten stürzte sich die 31 Jahre alte Frau G. aus der Blücherden Ein junger Mann sprang der übergeführt. um Herausgabe zunächst abgeschlagen. Wenn ich", sagte der Beim Rettungswerk ertrunken. In der Havel zwischen NeuLeutnant,„ den Wagen freigebe, dann ist die Frau gleich wieder Cladow und Gatow, vis- a- vis Lindwerder, badeten gestern mehrere da und handelt weiter. Ich gebe ihn nicht frei, damit sie sich Leute. Plöglich rief ein junger Mann, wohl des Schwimmens unnicht nochmal einer strafbaren Handlung schuldig machen kann." fundig, um Hilfe und verschwand. Ein Herr sprang dem Rufenden Herr H. versprach, dafür zu sorgen, daß dies nicht wieder ge- im Anzug nach und versuchte ihm zu Hilfe zu kommen. Es gelang schehe. Als er schließlich eine Sicherheit anbot, ging der Leutnant ihm auch, den Ertrinkenden zu packen, doch plötzlich verließen ihn tatsächlich darauf ein, daß- es flingt fajt unglaublich, aber man selbst die Kräfte und er ertrant, bevor vom Ufer mittels Kahn Hilfe versichert uns aufs bestimmteste die Richtigkeit dieser Angabe gebracht werden konnte. Der Badende konnte gerettet werden. Der 100 Mark als Pfand hinterlegt wurden. H. sagt uns, ein Ertrunkene, dessen Leiche noch nicht gefunden wurde, soll ein Zigarren- und Likörreisender Gustav Schmidt aus Spandau sein. mit ihm aufgenommenes Protokoll habe vereinbart, daß die 100 Mark der Armenkasse zufallen sollten, wenn so hat er den Sinn der Vereinbarung aufgefaßt. Frau M. an demselben Tage bis 8 Uhr abends in dem Revier beim Straßenhandel angetroffen Ich fuhr mit einem Dampfer auf der Spree. Allerlei würde. Nun erst erhielt er den Wagen samt der Ware zurud, gebensmüden nach und brachte sie glüdlich ans Ufer. In bewußts 10 daß Frau M. nach Volf war darauf. Da fiel plöglich ein sehr fräftiger Aus- Revier aufsuchen und dort noch einen Teil ihrer Ware verkaufen losem Zustand wurde sie nach dem städtischen Krankenhause druck. Die Frau, von der er fam, errötete gleich darauf bis konnte. Am Abend ließ dann Herr H. seine 100 Mart auf dem unter die Haare. Neben mir aber wisperte eine Dame em- Polizeibureau abfordern. Frau M. meinte, hiermit sei die Sache Kinder auf der Straße. An der Ede der Belle- Alliance- Straße pört: „ Mein Gott, ist das ein rohes Volk!" In diesem erledigt, und selbstverständlich wollte sie vom nächsten Tage ab und der Baruther Straße hat sich am Montagabend ein Unfall erAugenblick erschallte vom vorderen Teile des Dampfers her wieder im 76. Revier handeln. Als sie ant nächsten Tage in der eignet, der unter den zahlreichen Augenzeugen große Aufregung verein allgemeiner lauter Aufschrei. Als ich aufschaute, sah ich Mittagsstunde das tat, sah sie sich bald wieder von vier Polizisten genannten Stelle spielten gegen 7 1hr abends mehrere Kinder auf ursachte, glücklicherweise aber noch sehr glimpflich verlief. An der im Wasser ein fieloben treibendes Boot; ein Mädchen umringt, und wieder wurde sie zur Wache gebracht. Diesmal dem Bürgerſteig. Als die dabei beteiligte siebenjährige Lotte flammerte sich daran und rief gellend um Hilfe. Ein Mann war es ihr nicht möglich, den Besitzer des Wagens herbeizurufen Tzeutschke auf dem anderen Trottoir ihren Bater erblickte, wollte sie im Ruderanzug suchte sie zu halten. Der Dampfer drehte und zu versuchen, ob wieder gegen Pfand die Freigabe bewilligt mit ihren jüngeren Geschwistern, der fünfjährigen Dorothea und der bei. Von beiden Ufern der Spree nahten sich Schwimmer werden würde. Wagen und Ware mußten auf der Wache bleiben. vier Jahre alten Luise über den Fahrdamm laufen. In der Aufdem Boote. Es fuhren einige Motorboote vorbei, ohne jedoch Am späten Abend ließ Frau M. das Pferd abholen, und ant regung übersah sie einen in der Richtung nach dem Halleschen Tor zu stoppen. Auf einmal wieder lautes Geſchrei! Drei Vier nächsten Tage holte sie auch den Wagen samt der Ware, die sie herannahenden Straßenbahnwagen, und die drei Kinder betraten figer flikten herbei, hinter ihnen her jagte ein großes Motoriezt nur noch zum Teil und mit großem Verlust losschlagen aller Straft, vermochte aber den Wagen auf so kurze Entfernung hin furz vor dem Waggon das Gleis. Der Führer bremste zwar mit boot, besetzt mit einer ganzen Anzahl von Leuten. Ein fonnte. Mensch stand aufrecht in dem Boot und brüllte nicht mehr rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Die Mädchen wurden Soll man die hier wiedergegebene Schilderung des Vorgehens umgerissen und gerieten unter den Vorderpeiron vor dem Schutzden Ruderbooten nach. Die Menschen auf gegen die Händlerin für möglich halten? Zu den Sistierungen rahmen. Die Kleinen kamen glücklicherweise mit Hautabschürfungen dem Dampfer schrien, unt das Motorboot und die schritt die Polizei wohl wegen irgendwelcher Uebertretungen, die am Kopf, Händen und Füßen davon. Sie erhielten auf der nahen Ruderer auf die Verunglückten aufmerksam zu machen. Aber sie annalyn. Können aber ihre Machtbefugnisse so weit reichen, Unfallstation am Tempelhofer Ufer die erste ärztliche Hilfe und diese achteten nicht darauf und jagten vorüber. Die hohen daß sie die Ware beschlagnahmen darf? Wir bestreiten das, wie wurden nach der elterlichen Wohnung gebracht. Wellen, welche das Motorboot aufwarf, brachte die beiden im schon gesagt. Und seit wann darf eine Straßenhändlerin aus In einem Ohnmachtsanfall überfahren und getötet wurde Montage Basser Stämpfenden in ernste Gefahr. Aber schon hatten einem ganzen Polizeirebier ausgewiesen werden? nachmittag der 48 Jahre alte Gürtler Otto S. aus der Kaisers Schwimmer das umgeschlagene Boot erreicht und halfen dent 3st denn in dem ganzen 76. Revier der Straßenhandel überhaupt Friedrich- Straße zu Neukölln. Beim Ueberschreiten des Fahrdamms Manne bei der Rettung des Mädchens. Andere Schwimmer verboten? Geradezu abenteuerlich klingt der Einfall, eine an der Ede der Bürknerstraße und des Kottbuser Dammes brach bugjierten das Boot an das Land. Das alles war sehr schnell aution anzunehmen. Dem Uebereifer des Herrn Polizei- der Mann gerade vor einem schweren Kohlenwagen bewußtlos zugegangen, war das Werk weniger Minuten. Als nun noch leutnants sollte mal von oben her ein kleiner Dämpfer aufgesett sammen. Die Räder des schweren Wagens zermalmien dem Unglückein Kahn fam, brach die Frau, der vorhin der fräftige Aus- werden. lichen beide Beine. Er starb schon nach wenigen Stunden im Krankenbruck entfahren war, erleichtert in die Worte aus: Jezt hab'n haus am 1rban. se sie drin! Jezt hat's feene Gefahr mehr!" Die Dame aber Ferienfrühwagen der Straßenbahnen usw. war während alldem mit den Bliden dem Viersizer und dem Motorboot gefolgt und sagte nun zu ihrem Begleiter:" Ich glaube, das war Training von der Hertha"." Da sah ich mir die Frau und dann die Dame an und laut sagte ich zu der Frau auf die Dame weisend: Rohes Volk!" etivas Für den Der geheimnisvolle Todesfall im Gefängnis Tegel. Am 3. April meldeten wir, daß zur Aufklärung eines Gerüchtes, Ferienreiseverkehr richtet die Straßenbahn am 4., 5. und das über einen im Strafgefängnis zu Tegel vorgekommenen Todes- 6. Juli Frühverbindungen nach dem Zoologischen Garten und fall verbreitet war, die Angehörigen des Verstorbenen eine Fest- Stettiner Bahnhof ein. Am Sonnabend, den 4., geht Linic 51 stellung des Sachverhalts herbeizuführen sich bemühten. Bauarbeiter, unt 5.00 Uhr vom Wartburgplatz zum Stettiner Bahnhof. die im Januar dort in Haft waren und in der Anstalt mit Re- L von 4.47 Uhr an viertelstündlich vont Straßenbahnhof paraturarbeiten beschäftigt wurden, hatten am Morgen des Lichterfelde zum Stettiner Bahnhof. Am Sonntag, den 5., Die Eingemeindung Reinickendorfs nach Berlin 28. Januar den Auftrag erhalten, die beim Lazarett gelegene geht Linie 51 um 5.00 Uhr um 5.00 Uhr vom Wartburgplag zum abgelehnt. Tobzelle frisch zu streichen. Hierbei bot sich Gelegenheit, in Stettiner Bahnhof, F von 5.40 Uhr an vom Händelplay Der Oberpräsident der Provinz Brandenburg hat in der Zelle verschiedene Blutspuren zu bemerken, mehrere blutige in Lichterfelde zum Zoologischen Garten, L. von 4.50 1hr einem jetzt den beteiligten Gemeinden zugegangenen längeren Handabbrüde an den Wänden, einige Blutspriser an der Dede, an viertelstündlich von Straßenbahnhof Lichterfelde zum Bescheid den Antrag des Berliner Magistrats und der Ge- große Flede geronnenen Blutes auf dem Fußboden. Man meinte, Stettiner Bahnhof. Am Montag, den 6., gehen die Wagen meinde Reinickendorf auf Eingemeindung Reinickendorfs in den die Blutspuren in Verbindung bringen zu müssen mit einem Ge- wie am 4. Stadtbezirk Berlin abgelehnt. Die Hauptgründe dieser Ab- fangenen, der schon am Abend des 26. Januar nach einem wilden, Wegen Gleisarbeiten gehen in den Nächten zwischen dem lehnung sind darin zu erblicken, daß einmal die Provinz durch das ganze Haus hörbaren Geschrei in die Tobzelle geſtedt 2. und 4., 7. und 8., 13. und 15. Juli, von 1 Ühr an, die Brandenburg einer derartigen Abbröckelung ihres Gebietes worden sein soll. Dieser Gefangene soll ein Möbelpolierer Linien 11, 35, 36 und 45 über König, Spandauer Straße, nicht zustimmen würde und daß zum zweiten die Staats- Sch. gewesen sein, der im Gefängnis Tegel, wie eine von der An- Wolfenmarkt, Stralauer, Neue Friedrich- Straße, An der regierung zur Beseitigung der Groß- Berliner Schwierigkeiten ſtaltsdirektion an die Mutter abgesandte Todesnachricht meldet, in Stralaurr Brücke, 3, 22, 68, 69, 71 und 168 über Prenzlauer zunächst den Verband Groß- Berlin ins Leben gerufen habe. der Nacht zum 27. Januar starb. Erst im März wurde Straße, Prenzlauer Tor, Friedenstraße, Landsberger Platz, Reinickendorf sei nicht für sich allein zu betrachten, sondern den Angehörigen das Gerücht überbracht, daß damals Strausberger Straße, 58, 64, 65, 164 über Neue Königstraße, bilde einen Teil Groß- Berlins, aus dessen Zusammenhang ein Gefangener in der Tobzelle nach star fem Königstor, Friedenstraße, Landsberger Platz, Strausberger einzelne Teile nicht gerissen werden könnten. Blutverlust gestorben fei und daß dies Sch. ge- Straße, Strausberger Plaz, Große Frankfurter Straße, Die Ablehnungsgründe sind keine Gründe. Weder ist wesen fein folle. Daraufhin fragte die Mutter bei Frankfurter Allee, Thaerstraße, Baltenplatz, Petersburger Reinickendorf noch Berlin mit diesem Bescheide geholfen. Die der Anstaltspirektion an, was den Tod ihres Sohnes verursacht Straße und umgekehrt. Gemeinde Reinickendorf hatte mit einem durchschlagenden habe. Ihr wurde geantwortet, zunächst habe man Herzschwäche anMaterial seinen Antrag begründet, das aber in feiner Weise genommen, die Sektion jedoch habe ergeben, daß er an erbrochenen tag, den 2. Juli, in Obiglos Festsälen in der Koppenstraße statt. gewürdigt worden ist. Widerlegt werden konnten die Dar- und in die Luftröhre geratenen Speisereften erstickt sei. Im April egungen der Vorortgemeinde nicht. Um so mehr muß die richtete dann Frau Sch. eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft Ablehnung der Eingemeindung verfehlt erscheinen. Ein Sinfoniekonzert des Blüthner- Orchesters findet am Donnerss Vorortnachrichten. und beantragte ein Ermittelungsverfahren, indem sie über die im Gefängnis von einem Zeugen gemachten Beobachtungen sowie über das dort entstandene Gerücht sehr bestimmte An- Schöneberg. Vom Polizeikampf gegen die Straßenhändler. gaben beifügte. Seitdem sind nahezu drei Monate vergangen, Der Straßenhandel ist ein erlaubtes Gewerbe, das nur allerlei aber noch immer wartet die Mutter auf Bescheid. Der Zeuge, Vorlage über den Ausbau der Untergrundbahn durch Anlage eines Aus der Stadtverordnetenversammlung. Zunächst gelangte die einschränkenden Bestimmungen unterliegt. In Berlin darf man ben sie genau benannt hat, ist bisher wir stehen hier vor einem Gemeinschaftsbahnhofes am Nollendorfplatz mit Kehr- Gleisen in nicht so ohne weiteres in den Straßen eine feste Handelsstelle ein- Rätsel nehmen, auch wird in gewissen Straßen und Straßenteilen dieser die Staatsanwaltschaft an jene Anzeige erinnern und ihre Bitte um mit ihrer Oftstrecke zur Beratung. Stadtv. Meyer( lib.) als Benoch gar nicht vernommen worden. Frau Sch. will mun der Moßstraße, sowie Abschluß eines Nachtragsabkommens mit der Hochbahngesellschaft wegen Einrichtung eines Durchgangsbetriebes Handelsbetrieb überhaupt nicht geduldet. Obwohl aber der Antwort wiederholen. Straßenhandel, von solchen Beschränkungen abgesehen, auch hier boten, nicht nur aus Rücksicht auf die Mutter des Verstorbenen, Umsteigen die Schöneberger Untergrundbahn nach dem Osten zirka Eine Beschleunigung scheint dringend gerichterstatter des Ausschusses betonte, daß durch das fortwährende ein erlaubtes Gewerbe ist, kann es einem von der Polizei wegen sondern auch deshalb, weil die Angelegenheit seit Ende Februar 7 Proz. ihrer Fahrgäste verloren habe. Von Vorteil sei der Durcheiner Uebertretung angehaltenen Straßenhändler passieren, daß außerhalb des Gefängnisses verschiedenen Bersonen bekannt geworden gangsverkehr für das Südgelände und die dahinter liegenden Vorihm auf Stunden und vielleicht für den ganzen Rest des Tages und lebhaft besprochen worden ist. Schon im Hinblick hierauf muß orte. Der Verkehr nach dem Westen werde sich nicht besonders Ausübung seines Gewerbes vollständig unmöglich gemacht wird. man die unbegreifliche Verzögerung der Erledigung bedauern und bessern, wohl aber dürfte derselbe nach dem Osten ungefähr 80 Proz. Ein einzelner Polizeibeamter kann gegenüber einem Straßen- baldigste Bekanntgabe des Resultates der Er- steigen. Zu dem Bau des Gemeinschaftsbahnhofs zahle, die Stadt händler ein Vorgehen als zulässig ansehen, das in der Wirkung mittelungen wünschen. 2 700 000 M., außerdem werde der Hochbahngesellschaft ein hypothe= auf ein zeitweiliges Verbot seines Gewerbes hinausläuft. Uns farisches Darlehn in Höhe von 3 Millionen Mark gewährt. lind Fälle bekannt geworden, in denen die Polizei bei leber- Von der Straßenbahn schwer verletzt wurde am Sonntagmittag bedauern sei das Verhalten der Gemeinde Wilmersdorf. Erst habe tretung von Straßenhandelsvorschriften den Händlern die Ware bei der Heimkehr von einem Ausfluge der Ledersortierer Start lettere den Anschein erweckt, als ob mit dem Vertrage Einverständabnahm und auf der Wache zurückbehielt. Wird die Dendorfer, Buttmannſtr. 8. Dendorfer wollte in Tegel von einem Verhalten sei entschieden zurückzuweisen. Die beste Antwort hiernis bestehe, dann habe sic plößlich Einspruch erhoben. Ein solches Bare erst ant späten Abend endlich wieder freigegeben, so kann Straßenbahnwagen absteigen, wobei er stolperte und ein ganzes auf sei einstimmige Annahme der Vorlage. fie, wenn sie leicht verdirbt, am nächsten Tage nur noch mit Ver- Stüd von dem Wagen mitgeschleift wurde. Oberbürgermeister luft losgeschlagen werden. Mit schweren, inneren Dominicus begrüßte das Entgegenkommen des KommerzienWer die Polizei nach dem Grund Verlegungen wurde D. nach der Polizei gebracht, wo er von einem rats Haberland, der viel zum Gelingen des Planes beigetragen dieses Verfahrens fragen will, dem wird sie antworten, daß Arzt untersucht wurde. Leider wurde der schwer Verletzte in ein habe. Jakow( lib.) erklärte, man sollte in derartigen Fragen the daran liegt, eine Wiederholung der Uebertretung zu verhindern. Auto gesezt und ohne jede Begleitung nach seiner Wohnung vorsichtiger sein. Der Anschluß an den Wittenbergplak wäre wichti Gie hält es für ihr Recht, zu diesem Zwed die Ware, die sozu- gefahren, anstatt sofort nach einem Strankenhause gebracht zu werden. ger, als nach dem Nollendorfplatz. Das Eingehen des Betriebss sagen das zu der strafbaren Handlung benutzte Werkzeug sei, Erst am Montag fonnte D. dem Virchow- Krankenhause zugeführt betonte, daß nach wie vor mit aller Macht danach gestrebt werden bahnhofs müsse möglichst aufgehalten werden. eitweilig zu beschlagnahmen. Wir sind überzeugt, daß sie sich werden, wo er infolge von Rippenbrüchen und Lungenzerreißung gestern müsse, den Bau nach Berlin und den Vororten weiter zu fördern. eines anderen belehren lassen müßte, wenn mal einer sich gegen ein unter furchtbaren Schmerzen gestorben ist. Zeugen des Unglüds in Zum Frohloden liege feine Veranlassung vor, denn die Gesellschaft berartiges Vorgehen mit allen zu Gebote stehenden Rechtsmitteln Tegel werden um Angabe ihrer Adressen an A. Dendorfer, Butt- mache das bessere Geschäft. Darum müsse die eigene Regie gefördert wehren und den Streit bis zu Ende durchfechten wollte. mannstr. 8, ersucht. werden. Zu Genosse Küter Die Deputation zur Regelung der Arbeiterfragen sollte um einige städtische Arbeiter vermehrt werden. Der Magistrat empfahl die Wahl zweier Bürgerdeputierte, die nicht städtische Arbeiter sind, da die Interessen der städtischen Arbeiter eng berührt werden. Genosse Bernstein betonte, daß nicht immer so gehandelt wird; denn in der höheren Schuldeputation fäßen Schuldirektoren sowie Lehrkräfte, die es meisterhaft verstehen, ihre Interessen zu vertreten. Die Arbeiter könnten daran lernen, wie man ihre Rechte vertrete. Stadtrat Fleischhauer meint, die Arbeiter gehörten nicht in diese Deputation. Nachdem die Genossen Bernstein und Mohs nochmals dieser Anschauung entgegengetreten waren, wurde die Vorlage einem Ausschuß überwiesen, dem die Genossen Bernstein, Küter und Mohs angehören. Die Arbeiterbibliothek ist nach nunmehr beendeter Inventur vom Donnerstag, dem 2. Juli ab, wieder geöffnet. Die Ausgabe der Bücher erfolgt wie bisher an jedem Donnerstag und Sonnabend in der Zeit von 8 bis 9 Uhr abends im Singerschen Lokal, Priester, straße 31. Zur unentgeltlichen Entnahme von Bächern berechtigt ist jede gewerkschaftlich oder politisch organisierte Person, die sich durch das Mitgliedsbuch legitimieren kann. Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Aula des Realgymnasiums, Kaiserstraße 17/19. Mariendorf. Donnerstag, den 2. Juli, nachmittags 5 Uhr, in der Tempelhof. Gemeindefizungszimmer, Dorfstr. 42. Donnerstag, den 2. Juli, nachmittags 5%, Uhr, im Hohen- Schönhausen. Donnerstag, den 2. Juli, abends 7 Uhr, im Berwaltungsgebäude, Hauptstr. 50. Diese Sihungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ift be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Veranstaltungen. Frauen der 13. Abteilung ein Kaffeekochen bei Lindenbaum in Blökensee Sechster Wahlkreis. Am Donnerstag, den 2. Juli, veranstalten die am Spandauer Schiffahrtskanal. Rege Beteiligung ist erwünscht. Die Vorlage wurde hierauf einstimmig angenommen. Der Vor-| bürgerlichen Mitglieder Einspruch. An feiner Stelle wurde Spiele beginnen am Montag, den 6. Juli. Alles weitere über den Tage, 147 000 M. aus der ungültigen Wertzuwachssteuer zurüdzu- Seminarlehrer Rogge vorgeschlagen. Mit 25 gegen 11 Stimmen Treffpunkt der Kinder usw. wird noch bekanntgegeben. zahlen, wurde zugestimmt. Für das Krankenhaus soll eine Unter- wurde Schneider wiedergewählt. Der Verpachtung einer städtiNowawes. schufchubfeuerung eingebaut werden, die 28 000 M. Kosten verur- schen Forstparzelle an den Rest. Seidler, für die Dauer von facht. Genoffe Eichelhardt ersuchte um Ablehnung dieser Vor- fünf Jahren, gegen einen jährlichen Bachtpreis von 250 M. wurde Tage; da die Anlage nicht tauge und sie sei auch zu teuer. Große nach furzer Debatte zugestimmt. Zu einer längeren Debatte Firmen hätten die Anlage nach einem Versuch verworfen. Die führte der Antrag einer Anzahl Genossinnen, der verlangt, daß auch Reparaturen stellten sich äußerst fostspielig. Auch die fanitäre in diesem Jahre wieder eine Beihilfe für Ferienspiele bewilligt Frage sei nicht außer acht zu lassen. Die die Kessel bedienenden werde. Mit Rücksicht auf die hohen Ausgaben hatte das Komitee Arbeiter seien den größten Gefahren ausgesetzt. Er empfehle daher in dem Antrag gebeten, anstatt wie bisher 50 M., jest 100 M. zu die Angelegenheit zur nochmaligen Beratung an den Ausschuß bewilligen. Genosse Wigler machte darauf aufmerksam, daß in zurückzuweisen. Nachdem die Genossen Bernstein und Rüter den letzten Jahren 162 M. Unkosten entstanden sind. Ein Teil der gleichfalls die Vorlage befämpft und Baurat Egeling dieselbe bürgerlichen Stadtverordneten erklärte, daß sie mit der Beihilfe zur Annahme empfohlen hatte, wurde sie an den Ausschuß zurück- nicht einverstanden seien. Derartige Spiele müssen durch die verwiesen. Schule veranstaltet werden, der man gern 150 M. dafür bewilligen wolle. Von unseren Genossen wurde darauf hingewiesen, daß die Beit viel zu kurz sei, um die Spiele allein von der Stadt zu arrangieren. Auch mehrere bürgerliche Redner schlossen sich diesen Ausführungen an, so daß in der Gesamtabstimmung der Antrag unserer Genossen, dem Komitee 100 M. zu bewilligen, angenommen wurde. Straßenbahn und des Elektrizitätswerts für 1913 zugestimmt. Bei Ohne Debatte wurde den Rechnungsabschlüssen der der Straßenbahn ist ein Defizit von 21 981,44 M. vorhanden. Der werden. Ueber den Fehlbetrag jagt der Bericht folgendes:" Das Verlust soll dem Reservefonds entnommen und als Vorschuß geführt abgelaufende Geschäftsjahr stand unter dem Eindrucke rückläufiger Konjunktur, stilliegender Bautätigkeit und ungünstiger Witterung zu den Hauptverkehrszeiten. Die Betriebseinnahmen blieben hinter Die Hausbesizer- und Bezirksvereine wünschten, daß der den gehegten Erwartungen, die im Haushaltsplan festgelegt sind, Magistrat bei Straßenbenennung einheitliche Namen wählen und der Arbeitsverhältnisse aller in städtischen Betrieben Beschäftigten zurück, während die Betriebsausgaben durch grundsätzliche Regelung nicht ein und dieselbe Straßenflucht mit drei Namen belegen möge. eine nicht unerhebliche Steigerung erfahren haben." Der Magistrat erklärte, die Benennung der Straßen jei Sache wurden 6 308 720 Personen. Das find gegen das Vorjahr 605 560 Befördert der Polizei, die Stadtverwaltung werde nur gehört. 2inicus Personen mehr. ( lib.) betonte demgegenüber, daß der Magistrat die Rechte der Das Elektrizitätswert hat dagegen einen UeberStadt besser wahren solle. Das veranlaßte dem Oberbürgermeister schuß von 158 402,90 M. gebracht. Zu einer längeren Aussprache Dominicus zu der Entgegnung, daß es gut wäre, wenn die führte der Bericht der Hypothekenkommission, der an die Kommission Stadtverordneten die städtischen Rechte besser vertreten würden, sieht die Bewilligung von 300 M. zur Einführung von Kursen für zurückverwiesen wurde. Eine weitere Vorlage des Magistrats die es häufig daran fehlen lassen. Hierauf folgte geheime Sizung. orthopädisches Turnen vor. Nach Berichten der Schulärzte leidet Gewerkschaftskommission. In der letzten Sizung erstattete eine Anzahl von Schulkindern( 35 Mädchen, 21 Knaben) an Genoffe Hauffe den Bericht von der Berliner Gewerkschafts- Rückgratverkrümmungen. Die geforderten 300 M. sollen zur Anfommission. In längeren Ausführungen sowie an Hand eines schaffung von Geräten dienen. Die Vorlage wurde einstimmig anreichhaltigen Zahlenmaterials legte er dar, daß es die leitenden Ein Antrag des Gesangvereins„ Gemischter Chor" Kreise verstanden haben, die Organisation auf der bisherigen um Gewährung einer finanziellen Beihilfe, damit künstlerische VerHöhe zu erhalten, trop der großen Krise und den damit gesteigerten anstaltungen durchgeführt werden können, hatte in einer früheren Ansprüchen an Unterstüßungen. Der Redner schloß seine Aus- Sizung zur Einjeßung einer gemischten Kommission geführt. Das führungen mit dem Hinweis, daß die Agitation nicht ruhen dürfe, Resultat dieser Verhandlungen ist, daß fünstlerische Veranstaltungen bis auch der letzte Mann für unsere Ziele gewonnen sei. Leb- von der Stadt arrangiert werden sollen. Zur Durchführung des hafter Beifall folgte diesen Ausführungen. Programms soll eine gemischte Kommission eingesetzt werden. Die Sodann richtete Genoffe Petri an die Anwesenden einen Wahl der Kommission erfolgt nach den Ferien. Debattelos wurde Mahnruf, alles dafür einzusehen, um den Verein Juwendheim den Vorlagen des Magistrats, zu stärken. Es könne keine Befriedigung hervorrufen, wenn von der Körnerschule- und Bewilligung von 1675 M. an den WafferErwerb von Straßenland neben 2500 politisch und 8000 gewerkschaftlich Organisierten nur 300 dem Verein Jugendheim angehören. Man müsse danach streben, daß schaffung von Schläuchen 500 M. zu bewilligen, um in den Kolofistus zugestimmt. Ein dringlicher Magistratsantrag, zur Beauch unsere Jugendlichen ein eigenes Heim bekommen und nicht nien Uhlenhorst und Wendenschloß Einrichtungen für erste Hilfe mehr gezwungen seien, ihre Spiel- und Unterhaltungsabende fort bei Feuersgefahr zu schaffen, wird ebenfalls angenommen. während in anderen Lokalen abzuhalten. Die nachfolgende Disfuffion ergab das volle Einverständnis mit den Ausführungen des Zehlendorf( Wannseebahn). Referenten. Die Anwesenden verpflichteten sich, alles daran zu sezen, um durch Sammlungen recht bald ein eigenes Jugendheim zu schaffen. Beschlossen wurde, für diesen Zweck noch ein Flugblatt herauszugeben, das an die Werkstätten- Vertrauensleute gerichtet werden soll. Vom Genossen Hauffe wurde noch bekanntgegeben, daß die find, während das von uns vorgeschlagene Kommissionsmitglied Hauffe an Stelle Kosante zum Arbeitsamt nicht bestätigt worden ist. Vom Genossen Wardin wurde Beschwerde geführt über ber schiedene der neugewählten Gewerbegerichtsbeifiber, welche die stattfindenden Sigungen nicht regelmäßig besuchen. Siervon wurde Kenntnis genommen und beschlossen, in Zukunft der betreffenden Gewerkschaft davon Mitteilung zu machen. " Die Freie Elternvereinigung hält heute Mittwoch, abends 9 Uhr, in den Neuen Rathausfälen", Meiningerstraße 8, ihre Bierteljahresversammlung ab. Wichtige Tagesordnung. Lichtenberg. genommen. Briefkasten der Redaktion. Die furistische Sprechstunde findet 2inbenstraße 69, vorn vier Treppen Fahrstuhl, wochentäglich von 4½ bis 7½ Uhr abends, Sonnabends, von 4½ bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt til, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor zurzeit eine Brücke im Bau. Gesamtlänge 4800 Meter. Die nächſtgrößte A. M. 100. Zwischen den Städten New York und New Jersey ist Bruden sind: der Wiesenviadukt in der Schweiz mit 3500 Meter. Die Dhiobrüde in Stairo mit 3220 Meter. Die Taybrüde mit 3287 Meter. . M. Ein spezielles Verfahren zu diesem Zwed ist uns nicht bekannt. 2. 5. Nach der letzten Bolkszählung 1910: 931 035 Einwohner. Stettin 100. .. 45. 1. Stettin, Große Dderstraße 18/20. 2. Nein. Gartenstraße 23. Verein für soziale stolonisation Deutschlands, Zehlendorf, M. v. 101. Darüber sind sich selbst die Fachleute noch nicht einig. Noch weniger tönnen wir uns anmaßen, ein endgültig Urteil abzugeben. 23. G. 8888. Sie müssen sich von einem Fa S. Adreßbuch Bd. 2 Teil 2. 2. Durch Nachfrage bei dem Amt der g mann beraten laffen. A. K. 17. Es gibt viele derartige Zeitungen. wünschten Gemeinde. F. Sch. 31. Erkundigen Sie sich beim Staiser!. Patentamt, Berlin, Gitschiner Straße 97-103. M. N. 21. traße 3. glauben nicht daran. 2 Wettende. 1. Berlin SW 11, Kleinbeeren 2. u. 3. Bundesorgan des Innungsverbandes Deutscher Baus Gemeindearbeiterverband, Berlin, Engelufer 15. Alles Nähere erfahren gewerksmeister. A. R. 12 und Tr. B. 70. Benden Sie sich an die Stiftungsdeputation des Magistrats, Berlin, Poststraße 16. Sie daselbst. Charlottenburg 2. 1. und 3. Nein. 2. und 4. Ja. Wir A. 101. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über Ein tödlicher Unglücksfall hat sich gestern nachmittag auf der den Großhandel in den Bentral- Markthallen. ( Dhne Verbindlichkeit.) Potsdamer Chauffee zugetragen. Der in der Roonstr. 7 in Groß- fleisch Ia 72-84, do. Ila 66-71, bo. IIIa 57-66; Bullenfleisch Ia 70-78, Montag, den 30. Juni. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg M.: Ochsen Richterfelde wohnende Tischlermeister F. Gumtau hatte eine Wohnungs- bo. Ila 62-66; Stühe, fett 45-56, do. mager 35-45, Fresser 60-65 einrichtung nach Potsdam zu liefern, die gestern in einem großen do. boll. 50-60; Bullen, dän. 40-60. Kalbfleisch: Doppellender 107-127; wagen nach dem Bestimmungsort transportiert werden sollte. Das Mastfälber Ia 88-100, bo. IIa 72-82; stälber ger. gen. 42-58. Hammel fleisch: Mastlämmer 90-92; Hammel Ia 77-89, do. IIa 69-76, do Fuhrwert führte der Kutscher Richard Hainiger aus der Chaussee- austral.-; Schafe 76-80. Schweinefleisch 52-57. Eier: Landeier straße 56 in Lichterfelde, der in einem Fuhrgeschäft angestellt war, chod 3,50-3,80; rinfeier 4,00-4,20. Butter: Molkereibutter pet das für den Transport die Pferde gestellt hatte. Bei dem an der Potsdamer 50 kg 90-100; Landbutter 70-80.- Gemüse, inländisches: Rhabarber, Chauffee gelegenen Restaurant Mochow begegnete dem Gumtauschen bonum 50 kg 4,00-4,25, 3ohlimann 3,50-3,75, runde, weiße 8,50-3,75, hamb. 100 Bund 1,75-3,50, do., hiesiger 2,00-2,25; Startoffeln, magnum Fuhrwert ein anderer großer Möbelwagen, der von Potsdam tam. Da die Dabersche 3,784,00; Borree, Schod 0,75-1,00; Spinat 50 kg 5,00-7,00; Chauffee zum größten Teile, insbesondere an jener Stelle, nach der Schoten 3,00-12,00; Mohrrüben, Schodbund 1,25-1,50; Champigno einen Seite zu außerordentlich abgerundet ist und Hainiger die 50 kg 30,00-35; Stohlrabi, God 0,60-0,80; Wirsingtohi, rhein. 100 stopi Gefährlichkeit dieses Umstandes für schwere Laftwagen aus Erfahrung 10,00-20,00; Meerrettich, Schod 3,50-14,00; Beterfilienwurzel, neue, Schod 00,00-00,00; do. hiesiger Schod 4,00-7,00; Blumenkohl, Erfurter 100 Std. genau tannte, so rief er den Führer des ihm entgegenkommenden bund 1,00-2,00; Rabieschen 0,50-1,00; Salat, Schod 1,00-2,00; Zwiebeln Wagens zu, doch zu halten und ihn vorbei zu lassen. Der andere Schodbund 0,70-1,00; Tomaten: 60 kg 30,00; Bfefferlinge 26-30; Kutscher wollte sich jedoch darauf nicht einlassen, sodaß sich Hainiger 12,00-14,00, do. Malta-, neue 10,00-18,00, do. ital. lange, neue 7-10,00 Buffbohnen 50 kg 10,00-12,00. Ausländisches. Kartoffeln, tanar. 50 kg schließlich gezwungen fah, feinerseits weit nach rechts aus- do. italienische runde, Ergebnis der Stadtverordnetenwahlen. Die Ersahwahlen zur neue 5,00-10,00, do. ungarische 7,00-8,00 Stadtverordnetenversammlung, die am Sonntag für die dritte und zubiegen. Dabei legte sich der Lastwagen an der außer Tomaten fanarische, Stifte 2,00, do. italienische 50 kg 4,00-12,-, am Montag für die zweite Abteilung stattfanden, zeitigten folgendes ordentlich abgeschrägten Seite des Weges so sehr nach rechts 25,00, bo. IIa 5,00-8,00; 3miebeln, ägyptische 50 kg 18,00-20,00, 50. franzöfifche 10,00-12,00; Blumenkohl, holländischer Ia 100 Std 10,00 bis Resultat: In der dritten Abteilung wurde mit allen abgegebenen hinüber, daß sich die Ladung verschob und der Wagen um- ital. 11,00--16,00; Gurten, holl. 100 Stüd 4,00-9,00, do. Einlege-, ilal Stimmen( 421) Genosse Hans Hampsch gewählt. In der zweiten stürzte. Hainiger geriet dabei unter die Möbel und trug Schod 3-4; Bohnen, grüne, ital. 50 kg 6,00-12,00, dto. französische Abteilung stimmten für Genossen Frib Berger 94 Wähler, für den schwere äußere und innere Verlegungen davon. Die Lenker bis 15,00, do. ital. Beutel ca. 5 kg 1,00-1,20, do. ung. Beutel 0,20-1,00 Mittelständler 108 und für den Kandidaten der Grundbesißer 32, und Infaffen einiger vorüberkommender Fuhrwerke befreiten den früchte. Sirschen 50 kg Thüringer 7,00-10,00, schlesische 8,00-14,00, Wachsbohnen, italienische 50 kg 25,00-28,00. Obst und Süd sodaß Stichwahl zwischen dem Sozialdemokraten und dem Mittel- Berunglückten aus seiner entfeßlichen Lage und benachrichtigten die Werderfche 8,00-12,00, holland, faure 14,00-18,00, ung. Natten 30,00-40,00 ständler erforderlich ist. Bei der letzten Wahl war es den Bürger- in der Nähe belegene Schlachtenseer Heilanstalt, von der sofort ein lepfel, auftralische, Stifte 3,00-18,00. Erdbeeren, holländische, 50 kg lichen noch möglich, im ersten Wahlgang mit etwa 175 gegen 78 103 Arzt hinzueilte, der dem Schwerverletzten die erste Hilfe zuteil 16,00-20,00, Werderſche 10,00-20,00, Beeliger 15,00-25,00, a Stimmen das Mandat zu bejeben; diesesmal ist es trotz der Beburger 25,00-30,00, Balderdbeeren 50,00-70,00; Stachelbeeren, unrei schränkung der Wahlzeit( 1 bis 6 Uhr abends) den Bürgerlichen werden ließ. Der Verunglückte, der schwere innere zerreißungen biel. 8-9, do. holländ. 8,00; reife, hiej. 14-20; Himbeeren, 50 kg 18-20; nicht gelungen, das Mandat zu halten. Genossen! Nüßt die Zeit erlitten hatte, verstarb jedoch unter den Händen des Arztes, noch ehe Johannisbeeren, biefige 50 kg 10,00-15,00; Blaubeeren 20,00-23,00; bis zur Stichwahl aus, sorge jeder für planmäßige Agitation, dann ein Krantenwagen zur Stelle war. Der Begleiter des Verstorbenen, Aprikosen, italienische 24,00-28,00; Pfirsiche, italieniſche 16,00-30,00; wird auch dieses Mandat der zweiten Abteilung durch die Sozial- der Arbeiter Braun, kam wunderbarerweise ohne Verlegungen da- franzöfifche 14,00-35,00; Pflaumen, italienische 10,00-25,00; Mi italienische 10,00-14,00; Bananen, Jamaifa 18,00-21,00, tanarijde von. Der getötete Kutscher Hainiger hinterläßt eine Frau und fünf 15,00-21,00; Erdnüsse 28,00-30,00; Ananas 75,00-100,00; Bitrone Kinder in den dürftigsten Verhältnissen. Messina 300' Stüd 8,00-12,00, Messina 360 Stüd 7,50-11,00, Messina 150 Stüď 6,00-10,00. Spandau. demokratie erobert werden. Ober- Schöneweide. Wasserstand Wafferstands- Nachrichten cm) Wasserstand Saale, Grochlik Havel, Spandau) Rathenow³) Do. 14,00 +1 Durch eine glänzende Wahlbeteiligung der 2. Abteilung am Montag wurde der Ansturm der Mittelstandspartei abgewehrt. Es Mit den Kinder- Ferienspielen, die in diesem Jahre der sozialwar betrübend anzusehen, wie die Angestellten der A. E.-G. fich ab- demokratische Frauenverein zum erstenmal veranstaltet, haben sich der Landesanſtalt für Gewäſſertunde, mitgeteilt vom Berliner Betterbureat mühten, den Großkapitalisten den Sieg zu erringen. Alles was von die Stadtverordneten am Donnerstag zu beschäftigen. Mit Rücksicht den großen Werken abhängig ist, mußte seine Stimme dem Er- auf den gemeinnüßigen Zwed, der mit diesen Ferienspielen verfolgt forenen der A. E.-G. geben. Aber nur 78 Stimmen entfielen auf wird, hatte sich der Verein mit dem Ersuchen um freie Straßenbahnfahrt an den Magistrat gewandt, aber einen kurzen ablehnenden Bescheid er- Memel, Tilfit Herrn Realgymnasialdirektor Strohmeyer. Auf den von den Sozial- halten. Im Gegensatz hierzu empfiehlt der siebente Ausschuß der Stadt- Bregel, Insterburg demokraten unterstüßten Herrn Ladewig entfielen 163 Stimmen. berordnetenversammlung, den Magistrat zu ersuchen, eine Bei- eichel, Thorn Damit ist der Plan der A. E.-G. durchkreuzt, den Einfluß unserer hilfe unter der Voraussetzung zu gewähren, daß feine poliDder, Ratibor Krossen Genossen in der Gemeindevertretung zu brechen. tischen Zwede mit den Ferienspielen verfolgt werden. Daß lettere Frankfurt Befürchtung hinfällig ist, geht schon aus dem Schreiben der Frauen Barthe, Schrimm an den Magistrat und die Stadtverordneten hervor. Es werden Landsberg Stadtverordnetenfißung. Mit einer reichhaltigen Tages- demnach alle Kinder, die fich melden, zu den Ferienspielen ete, Bordamm ordnung hatte sich die letzte Sibung vor den Ferien zu beschäftigen. angenommen, ohne Rücksicht auf die Parteizugehörigkeit der Eltern. Elbe, Leitmeriz Für den ausgeschiedenen Stadtverordneten Noad wurde Stadt- Auf 25 bis 30 Kinder tommen zwei Frauen zur Beaufsichtigung. verordneter Friedrichs als Mitglied des Kuratoriums der städti- Da nun auch einige als Samariterinnen ausgebildete Frauen sich schen Sparkasse gewählt. Gegen die Wiederwahl des Stadtverord- an der Beaufsichtigung der Kinder beteiligen, so können die Eltern neten Schneider als Schuldeputationsmitglied erhob ein Teil der ihre Kinder unbesorgt an den Ferienspielen beteiligen lassen. Die Köpenid. In der Sommerfrische Dresden Barby Magdeburg 1)+ bedeutet Wuchs, am jeit 29.6. 28. 6. am felt 29.6. 28. cm 83 cm cm) -1 176 101 83 -424-4 +8 -5 114 44 Spree, Spremberg) 36 76 +16 88-7 28efer, Münden Beeston) 69 182 Minden -31 3 34-2 Rhein, Marimiliansau 552 264 352 -17-16 Main, Hanau Nedar, Heilbronn Köln 371 138 165 Mojel, Trier 95 Fall. 3) Unterpegel. -131-7 139-8 116+2 Kaub leifen die beliebten, praktischen MAGGI Erzeugnisse Erzeugnisse ausgezeignete Dienſte. 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Der Prozeß gegen die Genossin Rosa Luxemburg wurde gestern| Staatsanwalt Hagemann: Ich halte auch die Entgegennahme Zeuge Müller, der 1893-94 in Thüringen gedient hat, foll fortgesetzt. Alsbald nach Eröffnung der Sizung erhielt der Ber- für unzulässig und beantrage Gerichtsbeschluß. Verteidiger wissen, daß ein Vizefeldwebel einen franken Refruten wiederholt teidiger, Rechtsanwalt Dr. Kurt Rosenfeld, Berlin, das Wort zur Dr. Rojenfeld: Das habe ich doch noch nicht erlebt, daß fich die gegen die Brust schlug, so daß er vor Schmerzen laut aufſchrie und Präzisierung des Wahrheitsbeweises für die in der Freiburger Rede der Genossin Luxemburg enthaltemen Worte: ,, Was auch in Meh passiert ist eins ist klar: Es ist sicher eines jener Dramen, die tagaus, tagein in den deutschen Kasernen sich abspielen und bei denen das Stöhnen der Beteiligten nur selten an unsere Ohren gelangt." Der Verteidiger führt unter Ueberreichung der schriftlich figier ten Beweisthemata aus, was die auf Freitag geladenen, in Berlin wohnenden Zeugen befunden sollen. Zeuge Dieffenbach, der 1902 bis 1903 als Einjährig- Freiwilliger in einen westfälischen Artillerie- Regiment gedient hat, soll betunden, daß die Soldaten von Unteroffizieren häufig mißhandelt wurden. Ohrfeigen, Püffe, Säbelstöße und auch Schläge mit der Reitgerte geschahen täglich. Gin Sergeant prügelte systematisch, in Leutnant hat öfter und ein Major einmal Soldaten geohrfeigt. Beschwerden unterblieben aus Angst. Zeuge Arzt Dr. Rosenthal soll bekunden, daß bei einer Uebung 1895 in Breisach kein Tag ohne Mißhandlungen berging. Der Zeuge bot dem Unteroffizier Reichle an, ihm eine Woche hindurch allen Schnaps zu bezahlen, den er trank das war nicht wenig Reichle lehnte das mit der Begründung ab, wenn er einen ganzen Tag nicht prügelte. er müsse sich erst jeden Morgen munte rügeln. Auch die anderen Unteroffiziere haben dazusiveg geprügelt. Zeuge Dr. Karl Liebknecht hat 1893 bis 1894 beim GardePionier- Bataillon gedient und soll befunden, daß zwei Sergeanten täglich mit der Faust und dem Seitengewehr Soldaten mißhandelten. Auch der Zeuge selbst jei von einem Unteroffizier mit dem Geitengewehr geschlagen worden. abgesehen, Beschwerde zu führen, weil sie Angst hatten. Bei einer Die Mißhandelten haben davon Belehrung über das Beschwerde recht habe ein Sergeant erklärt: Es gibt auch ein sogenanntes Beschwerderecht. Es hat sich auch einer einmal über einen Unteroffizier beschwert; der triegte 3 Tage, der Soldat kam aber bald in die Arbeiterabteilung." Zeuge Rechtsanwalt Dr. Siegfried Rosenfeld, ber 1898-99 im 4 Garde- Regiment gedient hat, soll tägliche Mißhandlungen von Soldaten durch Unteroffiziere, auch ckelhafte Schimpfworte dient hat, habe trok schmerzhafter Strankheit Dienst machen müſſen; Zeuge Meyer, der 1910-11 im 5. Garderegiment zu Fuß geer trug einen Lungenspizenkartarrh davon und wurde als dienstuntauglich entlassen. Staatsanwaltschaft sogar dagegen wehrt, daß das Gericht bald darauf im Lazarett starb. Anträge der Verteidigung überhaupt entgegennimmt. Das widerspricht völlig allem Recht und Gesez. fein Anlaß vorliege, diese Beweisanträge der Verteidigung Nach kurzer Beratung beschließt das Gericht, daß zurzeit nicht entgegenzunehmen. seiner Beweisanträge fort. Der Zeuge v. Göll soll besonders die Verteidiger R.-A. Dr. Rosenfeld fährt nun in der Stellung Erfolglosigkeit von Beschwerden bekunden. Zeuge Drescher, der 1906-08 in Rastenburg gedient hat, soll bezeugen, wie Soldaten durch systematische Mißhandlungen von Unteroffizieren und alten Leuten krank gemacht wurden. Zeuge Germann, der 1885-88 in Prenzlau gedient hat, wurde vom Leutwa at Erler mit der Faust ins Gesicht geschlagen, daß ein Zahn blut und lose wurde. Ueberfälle migliebiger Refruten, denen die ,, Kompagnicliebe" zuteil wurde; bei Nacht durch alte Leute, waren an der Tages ordnung. Der Zeuge selbst wurde blutig geprügelt, feine Meldung aber nicht weitergegeben. Musketier Hempel fam eines Tages 3 spät in die Kaserne, der Feldwebel erklärte der Kompagnie, von einer Weitermeldung dieses Schweins an den Hauptmann Abstand zu nehmen, aber man solle ihm die ,, Kompagnicliebe" geben. Als der Dienst beendet war, erschoß sich Hempel mit seinem Dienstgewehr. Der hinzugerufene Oberstabsarzt sagte:„ Mein Sohn, Du hast gut getroffen." Ein in Diebstahlsverdacht stehender Soldat Wolfmann Dieb zu sein. Der Zeuge selbst wird eigene schwere Mißhandlungen wurde von den alten Leuten geschlagen, bis er eingestand, der befunden. Durch die Bitten eines Unteroffiziers ließ er sich, obgleich er infolge der Mißhandlungen ins Lazarett mußte, von Weitermeldung abhalten. Ein ins Lazarett eingelieferter polnischer Musketier fonnte von den Aerzten erst durch Drohung mit Straffost und mit Arrest wegen Belügen eines Vorgesezten dazu gebracht werden, mitzuteilen, daß ihn ein Korporal geschlagen und ihm aufgefordert hatte, dem Arzt zu erklären, er sei von der Treppe gefallen. Der Unteroffizier bekam dann 6 Monate Gefängnis und Degradation. Ein ein Erfahreservist warf sich vor den Eisenbahnzug, anderer ertränkte sich weil sie die Mishandlungen des Unteroffiziers Hübner nicht mehr ertragen fanten. vom Unteroffizier mit dem Seitengewehr so auf die Finger geZeuge Jehle, der 1908-10 in Wittenberg gedient hat, wurde schlagen daß es blutete. Nach etwa einer Viertelstunde fragte der Unteroffizier: ,, Was haben Sie denn da?" Der zweite Verteidiger Dr. Levy- Frankfurt a. M. stellte gleichfalls eine große Reihe ähnlicher Beweisanträge. Er erleutnants a. D. Nissen- Meher zur Verfügung, der Bataillons. klärte zunächst: Wir stellen Ihnen das Zeugnis des Oberstkommandant gewesen ist und sich die Bekämpfung der Soldatenmißhandlungen zur Lebensaufgabe gemacht hat. wird über die Erfahrungen in seiner Dienstzeit bis einschließlich 1906 dem Gericht Mitteilung machen und seine Ansicht dahin präzisieren, der Grund für die Soldatenmißhandlungen liege darin, daß von den Hauptleuten einmal ein hohes Maß von Drill verlangt und andererseits darauf gesehen wird, daß die von ihnen verhängten Disziplinarstrafen nicht zu zahlreich sind. So kämen die Hauptleute dazu, die Erziehung der Mannschaften den alten Leuten" zu überlassen und die Mißhandlung der Mannschaften durch Schläge zu dulden. Weiter stellte Dr. Levy noch einige Anträge von denen wir folgende hervorheben: ani ba Zeuge Boldt, 1897-99 gedient, soll u. a. bekunden, daß der Bursche des unflätig schimpfenden Hauptmanns v. Rod infolge schlechter Behandlung einen Selbstmordversuch verübt Soldaten seien von den Unteroffizieren zwei Rippen gebrochen. hat. Einem etwas ängstlichen, beim Bajonettieren zurückweichenden Die Fälle sind nicht gerichtlich erörtert, denn die Leute hatten nicht den Mut, sich zu beschweren. Zeuge Göther, 1892-94 in Liegniß gedient, soll befunden, daß ein polnischer Rekrut von einem Unteroffizier furchtbar mißhandelt wurde, sich schließlich aufhing. Darauf habe der Unteroffizier sich von der Korporalschaft bestätigen lassen, daß sie nichts gesehen habe. soll befunden, daß der Unteroffizier Klee den Präsentiergriff mit Zeuge Glombiza, 1911-13 im I. Garderegiment in Potsdam, Seitengewehrhieben über die Finger forrigierte. Einen Refruten schlug lee mit dem Haarschweif so, daß das eine Auge blutunterlaufen war. Oberleutnant von Hofenfels und Leutnant Burggraf Dohne- Schlowitten schimpften häßlich. Alte Leute mißhandelten die Rekruten im Auftrage der Vorgesetzten. oder Auch der Zeuge Büttner soll das Erscheinen der ,, heiligen Feme" bekunder. ,, der schwarzen Kommission" Zeuge Howe, 1908-10 in Königsberg, soll wissen, daß ein Unteroffizier einen nackten Rekruten abschrubben ließ. Als der Zeuge antwortete, daß ihn der Herr Unteroffizier darauf Grobod, 1911-13 in Königsberg, aussagen kann, gerichtlich nicht Diese Mißhandlungen sind, ebenso wie die über die der Zeuge rückt geworden, was bilden Sie sich ein, ich habe Sie überhaupt ebenfalls nicht gerichtlich erörtert, soll auch der Zeuge Maulhardt gehauen habe, antwortete der Unteroffizier:" Sie find wohl vererörtert. Mighandlungen durch Unteroffiziere und alte Seute, nicht gehauen." Aus Angst hat der Zeuge Meldung unterlassen. Der Hauptmann ordnete bei großer Kälte an, daß nur in der befunden, der 1895-97 in Gumbinnen gedient hat. Kaserne geübt und nur eine halbe Stunde draußen ererziert Mizhandlungen eines Unteroffiziers Boiz erst durch die Defertion Der Zeuge Hein, 1893-95 in Posen, soll befunden, daß die werden solle. Darauf mußten die Soldaten eine halbe Stunde eines Rekruten Wiesnowski herausfamen. Ein Unteroffizier Polim Freien still stehen. Der Zeuge war dermaßen erfroren, daß ihm torad kam, wenn die Leute im Bett lagen, mit einem Zylinders Das Gewehr hinfiel. Deshalb befahl ihm der Unteroffizier, eine halbe Stunde länger stehen zu bleiben. Dann wurden die Goldaten puzer, fommandierte Füße heraus und hieb dann mit dem Draht= durch Laufschritt in Schweiß gebracht und mußten darauf 10 Miende auf die Füße. nuten in der Kälte stehen! Ein wegen Mizhandlung verurteilter Unteroffizier ersuchte den Zeugen, in der Berufungsverhandlung seine Aussage abzuschwächen. Faustschläge ins Gesicht morgens bei der Instruktionsstunde, Schleifereien, dauernde Kniebeugen mit Gewehrstrecken bis zum Umjinfen bekunden, weiter, daß in den Anzügen vorhandene Risse mit Gewalt vergrößert und von den Unteroffizieren höhnisch erklärt wurde, daß sich jetzt das 3u nähen lohne. Hunderte Male jah der Zeuge gewaltsames Aufdrücken des Helmes, wenn dieser nicht richtig saß, und Zerren an den Schuppenketten, so daß die Soldaten rote Köpfe befamen. Besonders Elsässer und Lothringer wurden viel mißhandelt und tändig als verfluchte Franzosenköpfe, Franzosenschädel usw. beichimpft. Vor Beschwerden wurde von den Unteroffizieren gewarnt und für diesen Fall noch ärgere Behandlung in Aussicht gestellt. Beuge Wölfling, der 1897-99 in Rastenburg diente, wurde bon einem Offizier geschlagen, als ihm eine vorher nicht eingeübte unvorschriftsmäßige lebung nicht gelang. Er soll auch geradezu bekunden, ebenso Mißhandlungen durch Offiziere und daß, als er don dem Adjutanten zu Protokoll vernommen wurde und die Miz handlung angab, der Adjutant von der Mißhandlung nichts wissen wollte und erklärte, der Soldat habe noch viel zu wenig bekommen. Zeuge Koch, der 1909 in Posen gedient hat, ist von einem Sergeanten Fürst mit mehreren Kameraden so sehr mißhandelt und gequält worden, daß er sich zur Flucht entschloß, da Meldungen und Beschwerden zwecklos waren, sogar noch seine Rage verschlechterten. Er wird zahlreiche Faustschläge unter das Kinn befunden. Zeuge Jaeckel, der 1886 gedient hat, wird schwere Mißhandlungen, die Blutungen zur Folge hatten, Anspucken von Soldaten burchy Vorgesezte, Schemelstrecken bei glühendem Ofen befunden, iweiter ordinäre Schimpfercien von Offizieren, von denen einer cinem ließen. Leutnant Müller hat wiederholt Soldaten geohrfeigt und den Hals in den Schnee stecken ließ und diese Prozedur zu seiner Freude durch zwei Soldaten ausführen ließ. Dieser Zeutnant habe Ihr habt das Recht und die Pflicht, Euch vorkommendenfalls zu auch den Säbel zwischen den auf den Rüden gebundenen Händen beschweren aber drei Tage später sitzt Ihr im Loch." ein Soldaten so durchgesteckt, daß sich die Spike in die Kniekehlen Ein Hauptmann forderte die alten Leute vor der Front auf, doch einbohren mußte, und dann kommandierte er langsamen Schritt. die Lümmels zu erziehen. Der Zeuge Springer, 1902-03 Einjährig- Freiwilliger in Köln, hat erlebt, daß ein Musketier bei 22 bis 23 Grad Kälte in eine Badewanne mit faltem Wasser steigen und sich von mehreren Musketieren mit her Bürste bis zum Bluten abwaschen laſſen mußte. Der Beuge jollte sich daran beteiligen, verweigerte die Ausführung eines solchen moralwidrigen Befehls, worauf ihm der Unteroffizier mit Meldung drohte. In diesem Augenblick wurde der Mißhandelte ohnmächtig. befunden, wie die Unteroffiziere die Soldaten sich Zeuge Martens, der 1907-09 in Allenstein gedient hat, wird gelehrt: in schmuziges Eiswasser und Jauche legen Zeuge Drewig, der 1909-11 in Krotoschin diente, soll ähnliche Schindereien durch alte Leute und Vorgesetzte befunden. Zeuge Lehmann, der 1899-1900 in Königsberg diente soll abscheuliche Schimpfereien und Mizhandlungen bei Bielübungen befunden. Als zusehende Baſſanten dieſe Mißhandlungen bemertten, rief der Feldwebel: „ Wenn die verfluchten Sozialdemokraten da nicht herunterfähen, würde ich Euch in die Freffe hauen!" Aus Angst wurde nichts gemeldet. Die Artillerie fuhr auf, Formen und Arten sollen bekunden, die Zeugen Lichtloh, 1909-11 Weitere Mißhandlungen in ihren verschiedenen unzähligen Formen und Arten sollen befunden, die Zeugen Lichtloh, 1909-11 in Allenstein, 3arrat, 1906 08 in Pillau, Nowaski, 1906 in 3ül, lichau, wo sich ein Kaufmann Schuchardt wegen Mißhandlungen Anfang 1907 crschossen hat. Auch dieser Fall sei nicht gerichtlich erörtert. Zeuge Wurm, 1906--07 in Crossen, foll befunden, daß ein Feldwebel auf Befehl eines Leutnants Soldaten mißhandelte. Zivilisten zeigten einen Fall an. Die Refruten seien aber von den Stubengefreiten beeinflußt worden, unrichtige Angaben zu machen. Zeuge Littich, 1904-06 in Glogau, soll ebenfalls Mißhandlun= gen bei dem dortigen Feldartillerieregiment, auch durch einen Hauptmann, fennen. Zeuge Rubarth, der bei den Ulanen in Demin gedient hat, wurde durch zwei wegen Soldatenmißhandlung bereits bestrafte Interoffiziere ausgebildet, die die Rekruten durch alte Leute mit Pferdegerät etc. verhauen ließen. Der Zeuge fapitulierte dann zur schwer mißhandelten. U. a. mußten die Rekruten abends von 9-11 Feldartillerie nach Mez, wo einige Unteroffiziere regelmäßig und Uhr die Unteroffizierstube mit der Zahnbürste ausfegen. Ein Refrut wurde in den Irrfinn hineingequält und dann als dienstuntauglich entlassen. Auch bei den 9. Dragonern lich erörtert ist. in Devant- les- ponts gab es systematische Quälerei, die nicht gericht In der Frühstückspause mußten die Soldaten in Kniebeuge mit präsentiertem Gewehr bis zur Erschöpfung stehen. Als einige d. h. alte Leute mißhandelten die Refruten, schlugen sie auf den weinten, lachte sie der Unteroffizier Renz aus. Püffe und Tritte nadten Körper mit Peitschen oder Knütteln. wurden beim Ererzieren angewandt, ein Leutnant Freiherr Gräß Zeuge Kerscher, der 1905-07 in Regensburg diente, soll missen, Der Zeuge Uffenlaffer hat 1906-08 in Memel gedient. Dort Hauptmann v. Backmeister- Felig heste die alten Leute gegen die die Finger geschlagen hatte, daß sie in ärztliche Behandlung gehen die Stube verlassen und man hörte nur noch Stöhnen und Fluchen. bannte die Elsässer Wackes, Franzosenköppe und Frantateure. Ein daß Refruten, die der Unteroffizier mit dem Geitengewehr so auf habe der Leutnant Schmidt einen Refruten Sieg zunächst mit Refruten, wenn der Parademarsch nicht flappte. Der Zeuge hat mußten, von dem Unteroffizier gejagt wurde, jie sollten doch anOhrfeigen mißhandelt, dann zog er den Degen, die Leute mußten täglich Mishandlungen gesehen, Zeuge Kopplin, der 1895-97 gedient hat, hat gesehen, wie die geben, sie hätten sich die Finger geklemmt. Das sei auch angegeben, Sieg wurde so geschliffen, daß er entlassen werden mußte und Rente Rekruten die Stuben mit der Zahnbürste ausfegen, Der Arzt merkte aber, daß die Verlegung anderer Art sei und wegen Dienstbeschädigung erhielt. Der Fall ist nicht gerichtlich ererstattete Anzeige. Ein Refrut sei von einem Unteroffizier in der örtert. Ueber einen Refruten Wingus soll der Zeuge einen der zur Stube so mißhandelt, daß er weinend jagte, wenn ihm das in Hebung des Patriotismus außerordentlich geeigneten auf die Spinde klettern, unter den Betten Bauchrutschen, im Kohlenfasten Kehrt üben mußten und mit Klopfpeitschen geschlagen hurben, namentlich nachts von den alten Leuten. Offiziere und Unteroffiziere duldeten die Mizhandlungen durch die alten Leute, Der Zeuge meldete einen solchen Ueberfall, aber vergebens. Ein Geficht. Seuge Rizer, der 1892-94 in Metz bei einem bayerischen Regiment gedient hat, sah bei einem daneben lagernden preußischen D Regiment ständig Soldatenmizhandlungen. Zeuge v. Göll hat 1894-96 in Leipzig gedient. t Erster Zivil passiert wäre, hätte er dem Kerl den Schädel eingehauen; er schämte sich, überhaupt zu sagen, was geschehen war. Ein adliger befunden. Vizefeldwebel, v. Wilaskow, habe den Zeugen unter das Kinn gestoßen, daß er drei Schritte zurüdtaumelte. Zeuge Wagner hat 1905-06 in Rendsburg, dann in Allenſtein gedient, wurde vom Unteroffizier mit dem Gewehr ins Kreuz geschlagen. Die ganze Korporalschaft mußte zwei Leute mit Scheuerbürsten und kaltem Wasser abbürsten. Zeuge Köppfe hat 1900-1902 in Bosen gedient. Er soll beLeute befunden, was man Spucknapfdienst Zeuge Ludwig, 1898 in Goldap, soll von einem Soldatenselbstmord infolge Mihhandlungen wissen. Er sei selbst, als er eine Beschwerde gegen einen schlagferti. gen Sergeanten vortrug, vom Hauptmann beschimpft und befan noch 5 Tage Mittelarrest wegen gröblich ungebührlichen Betragens gegen einen Vorgesetzten. sonders Schimpfereien von Offizieren, Mißhandlungen durch alte auf etwa 30 Zeugen beziehen, befinden sich zahlreiche noch nicht In dem zweistündigen Vortrag dieser Beweisanträge, die sich gerichtlich erörterte Fälle. Wert. Dr. Rosenfeld: Das ist alles nur ein geringer Teil des uns zur Verfügung stehenden Materials. Bis jetzt haben sich bei uns 922 Zeugen ,, vom heiligen Geist beschatten" ,, der alte Frik kommt über uns" nannte. Der Major rief beim Bataillonsegerzieren: Habe ich enn keine alten Leute mehr im Bataillon? Sofort wurden die siehst Du Jungeken, das ist der Refruten getreten. Giner der alten Leute sagte dem Zeugen, Schlachtruf vom Major, Bei Erwähnung dieses Falles unterbricht der Vorsitzende: Ich dachte, die Beweisanträge bezögen sich nur auf die preußische Armee. Verteidiger: Die Angeklagte hat von den Dramen in den deutschen Kasernen gesprochen. Staatsanwalt Hagemann: Der Strafantrag ist aber nur für Breußen gestellt. Verteidiger: Das tut nichts, der Zeuge joll eben auch sächsische Soldatenmißhandlungen befunden. Erster Staatsanwalt Hagemann: Da sich der Strafantrag nur das war letztes Jahr gerade so!" auf preußische Truppen bezieht, dürften solche Vernehmungen Zeuge Guftfe hat 1909-11 in Thorn gedient. Einem Soldaten, nicht zugelassen werden. Vorsitzender Landgerichtsrat Dr. der sich beschwert hatte, fchrie ein Sergeant zu: Seligmann: Wir nehmen jetzt nur die Anträge entgegen, über„ Tu As haft Dich beschwert, Du bist ja noch ein Jahr hier, Dir ihre Zulässigkeit werden wir später entscheiden. Erster werden wir es acigen!". gemeldet, und mit jeder Post laufen weitere Meldungen ein. Angesichts eines solchen Beweismaterials fönnen wir unsere Beweisanträge natürlich erst nach und nach formulieren. Vorsitzender: Wird denn beabsichtigt, alle diese 922 3eugen borzuladen? Bert. Dr. Rosenfeld: Darüber möchte ich noch keine Erklärung abgeben. Borf.: Das müffen wir aber wissen, denn wir müssen uns ja nicht auf Wochen, sondern auf Monate cinrichten. Bert. handlungen werden von uns genau so als Drama angesehen. Erster Staatsanwalt Hagemann: Es wird der Staatsanwalt schaft kaum möglich sein, bis zum Freitag über alle diese schon vor getragenen Fälle Erkundigungen einzuziehen. Dr. Rosenfeld: Erst nach einigen Tagen der Beweisaufnahme und die Zahl unserer Beweisanträge abhängig machen von dem| Charafters. Ständig geübte, verhältnismäßig geringfügige Mißkann ich darüber genaue Erklärungen abgeben. Bors.: Jedenfalls Ergebnis des ersten Teils der Beweisaufnahme. werden wir schon jetzt einen Ergänzungsrichter hinzuziehen. Der Vorsitzende wünscht nun, daß vielleicht zunächst die Fälle Bert. Dr. Levy: Eine zuverlässige amtliche Statistik würde ja als mit dramatischem Ausgang, Selbstmord, Fahnenflucht usw. beWahrheitsbeweis genügen, aber die amtliche Statistik umfaßt nur handelt werden. einen fleinen Teil der Mißhandlungsfälle. Bors.: Natürlich Vert. Dr. Rosenfeld: Das möchten wir nicht tun, weil wir bon Die Verhandlung wird auf Freitag, 9 Uhr früh vertagt. Es kann sie nur die Fälle umfassen, die gerichtlich verhandelt wurden. der Auffassung ausgehen, daß der Erfolg oder das Ergebnis von sellen dann die Fälle verhandelt werden, über die bis dahin die Bert. Dr. Levy: Jawohl; aber wir müssen eben den Umfang| Mißhandlungen nicht maßgebend sind für die Beurteilung ihres| Staatsanwaltschaft ausreichende Ermittelungen anstellen kann. GertraudtenH. Esders& Dyckhoff Strasse 8-9 Spezialhaus für Herren- und Knaben- Kleidung Herren- Sacco- Anzüge 15.- 19.- 25.- 32.- 39.- 42-55- Herren- Bozener- Mäntel leichte Cheviot. M. 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