N Nr. 38. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnemen:: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Preuz band: Deutschland u. Deiterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingert. in der Boft Zeitungs- Breislifur für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Wfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Eernsprecher: Amt I. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 15. Februar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Bur Gefinde- Ordnung. Gesinde unstatthaft" und daß deshalb eine Aufhebung der An Stelle der Lederpeitſche war kraft Gefeßes die Hungerso äußerst wichtigen Verhältnissen zwischen Herrschaft und Macht, dies Recht auszuüben und in Anwendung zu bringen. Etwas von dem Ausnahmerecht, dem in Deutschland Millionen Dienstboten und ländliche Arbeiter unterworfen sind. I. " Leute." " vielen Provinzial- und örtlichen Gesinde- Ordnungen, die peitsche getreten. Ueberdies hatte dem ländlichen Arbeiter theils mit dem Geiste der Gesetzgebung nicht mehr und dem Gesinde gegenüber das Gesetz dafür gesorgt, daß vereinbar" und eine einheitliche Regelung des Gesinde auch rein äußerlich das Abhängigkeitsverhältniß dieser verhältnisses für ganz Preußen geboten sei. freien Leute" thatsächlich von den früheren faum zu unterfcheiden war. " " " F Daß die Gefinde- Ordnung( in ihrem§ 11) sogar auch von einem Recht auf die Person des Dienstboten im Gegensatz zu dem Recht auf seine Dienste spricht, mag allerdings auf einem Flüchtigkeitsfehler beruhen, ist aber immerhin bezeichnend für die Stellung, die das Gesinde und der ländliche Arbeiter auch nach der Martinifreiheit" einnehmen sollten und bis heute noch einnehmen. Nach dem Datum dieser Verordnung entsteht fernerhin Diese neue Gesinde- Ordnung wiederholt in 176 Parafein unterthäniges Verhältniß, weder durch graphen meist wörtlich die Bestimmungen, welche das am Geburt, noch durch Heirath, noch durch Uebernehmung einer 1. Juni 1794 unter voller Herrschaft der Erbunterthänigunterthänigen Stellung, noch durch Vertrag," verhieß§ 10 feits- und Dienstzwangsinstitutionen in Kraft getretene des preußischen Edikts vom 9. Ottober 1807.§ 12 dess allgemeine Landrecht für die preußischen Staaten in seinen selben Edikts verkündete sogar:„ mit dem Martini§§ 1-176 Theil II Titel 5 unter der Ueberschrift" Vom 1810 hört alle Gutsunterthänigkeit in gemeinen Gesinde" enthielt. Eine wesentliche, wenn auch unseren sämmtlichen Staaten auf: nach furze Aenderung wurde vorgenommen: dem Martinitage 1810 giebt es nur freie Das Landrecht erachtete, seiner patriarchalischen Denn diese den feudalsten Anschauungen und AnAuffassung entsprechend, daß das Gesindeverhältniß in engstem sprüchen Rechnung tragende Gesinde Ordnung von 1810 In voller Uebereinstimmung mit diesem Editt lehute Busammenhang mit dem Familienleben stehe- ein Gesinde ist noch heute in Preußen in Geltung. Ja noch „ Herrschafts- VerMinister von Stein das Erlassen einer Gesinde- Ordnung ab, verhältniß nur dann für vorliegend, wenn gewisse häus mehr: jüngere Geseze haben das der Arbeitgeber und Die Botmäßigkeit welche die als preußische Landstände zusammengetretenen Ii che Dienste auf eine bestimmte Zeit geleistet werden hältniß" feudalen Junker entworfen hatten. Er führte durchaus zu sollten." Die neue Gesindeordnung schob zwischen häusliche" der Arbeiter noch schärfer ausgeprägt werden doch treffend aus, daß es nach dem Edikt vom 9. Oktober 1807 und Dienste" die Worte oder wirthschaftlich e" auch im gewöhnlichen Sprachgebrauch die beiden Kontrahenten feiner Bestimmung weiter über Gesindelohn, über Dienste ein. Dadurch wurde den Bestimmungen der selten anders als mit„ Herrschaft" und" Knechte" bezeichnet. und Taglöhnerarbeit der Unterthanen bedürfe, sondern daß Gesinde Ordnung auch der größte Theil Eine Reihe dieser Geseze hat insbesondere durch aus es den freien Menschen" überlassen werden müsse, wie sie der ländlichen Arbeiter, die vordem aus den nahmegesetzliche Bestimmungen dem Dienstboten und länd ihre Verträge über Anwendung und Benuhung ihrerj Kräfte Unterthanen" zwangsweise genommen wurden, unterworfen. lichen Arbeiter den Stempel eines Bürgers niederer Klasse So tamen die mit dem Martinit age 1810 zu freien aufgedrückt. schließen wollten". Meinte man es in den regierenden Allerdings feudale Verherrlicher der bestehenden Gesinde Kreisen mit dieser Ausführung und mit dem Edift von 1807 Leuten" umgewandelten Unterthanen" aus ihrer lieben Ordnung meinen, diese habe in patriarchalischem Wohlwollen crust, so genügte die Einreihung des Gesindevertrages unter Gewohnheit und ihrem früheren Recht nicht hinaus. die Verträge über Berdingung der Arbeitskraft überhaupt Bereits vor dem Ebitt von 1807 hatte, noch unter für das Gesinde dafür Sorge getragen, daß das Element -cin Weg, den der Code civile wenige Jahre zuvor( 1803) voller Herrschaft des Dienstzivanges und der Erbunter der Zugehörigkeit zum Hausstand und zum gemeinschaftdas Landrecht ja bereits( im§ 226, lichen Familienleben nicht ganz zurückgedrängt" werde; im mit seinem Artikel 1780 eingeschlagen hatte. Meinten der thänigkeit, bestimmt, daß wegen des Verhältnisses Wesen des Gesindevertrages liege eine gegenseitige, wortbrüchige preußische König Friedrich Wilhelm III. und II, 7) der Herrschaft und den ihr als Ge- innere, sittliche Beziehung, die wie bei den Gliedern seine ihm ebenbürtige Kamarilla, die eben erst bei Jena zwischen und Auerstädt eine glänzende Probe von ihrer Feigheit, finde dienenden Unterthanen die Vorschriften der Geseze der Familie rechtliche Wirkungen erzeugt". Schauen wir Unfähigkeit und Verkommenheit abgelegt hatte, mit der von Herrschaft und Gesinde überhaupt Anivendung finden an der Hand der Bestimmungen der Gesinde- Ordnung zu, " Freiheit" von Martini ab es ernst, oder wollten sie nur sollen, soweit nicht ausdrückliche Abweichungen*) davon im wie der wohlwollende Gesetzgeber die gegenseitigen inneren, weite Kreise des preußischen Volkes in den Glauben ver- Landrecht begründet sind." Die Unterthanen" hatten fittlichen Beziehungen des Gesindevertrages" vertheilt hat setzen, ihre gesetzliche Knechtung und Mißhandlung durch also im wesentlichen lediglich ihre Bezeichnung gewechselt. Das Gesinde diese freien Leute" muß von der Die junterliche Kanaille sei aufgehoben, sie hätten nun ein Sie waren freie Leute" geworden. Sie waren Besizer Obrigkeit durch Zwangsmittel zum Dienstantritt angehalten volles Recht und guten Grund zur Liebe und Aufopferung jener gefeßlich verbrieften papierenen Freiheit" geworden, werden"(§ 51 Ges.- Ord.). Es muß allen häuslichen für ihr Vaterland? Lag schon damals die Absicht vor, die an die Luft des wirklichen Lebens gebracht wie eine Einrichtungen und Anordnungen der Herrschaft sich Sie hatten das Recht der Vertrags unterwerfen.(§ 73.) neun durch das Volk die Fremdherrschaft abgeschüttelt Seifenblase zerplatt. sein würde, die Freiheit" des Volkes in noch freiheit, das Recht", frei zu sein, erlangt, waren aber auch stärkere Fesseln Sei( wie alle Arbeiter)" frei" von jedem Mittel, frei von jeder wie zuvor zn schlagen? dem, wie ihm wolle Dor zweiten Tage dem Martinitage 1810, von wo an alle Preußen freie Diese ausdrückliche Abweichung bestand im wesentlichen Seine Dienste muß es treu, fleißig und aufmerksam Leute" sein sollten, erschien eine Gesinde Ordnung für darin, daß dem Gesinde Unterthan gegenüber festgestellt war verrichten(§ 64). Auch außer Diensten ist das Gefinde sämmtliche Provinzen der preußischen Monarchie vom( S$ 227, 229 II, 7 21. 2. R.):„ die Ertheilung der Stockschläge ist schuldig, der Herrschaft Bestes zu befördern, Schaden und 8. November 1810". Die königliche Verordnung, welche gefezwidrig, dagegen aber der Gebrauch einer ledernen Peitsche Nachtheil aber, so viel an ihm ist, abzuwenden"(§ 70). diese Gesinde- Ordnung einführte, nahm auf die Martini- laubt, mit welcher auf dem Rücken über die het er time, Holthet Selbst zu Denunziationen gegenüber einem Mitgeplagten Anzahl von Hieben gegeben werden kann." Die Pflicht, solchen Bemerkte Untreue des Nebengesindes", freiheit nicht Bezug. Die Verordnung gab vielmehr als sieben sich unterwerfen zu müssen, stellt die Gesinde- Ordnung ist es verpflichtet. Grund ihres Entstehens an, daß eine Ungewißheit der nicht, wenigstens minder ausdrücklich, fest. heißt es in§ 71, ist es der Herrschaft anzuzeigen verRechte und Pflichten in den so allgemein verbreiteten und bunden". Entsteht durch Unterlassung dieser Denunziationsam V Feuilleton. Helene. Nachdruck verboten.] [ Alle Rechte vorbehalten [ 43 Roman in zwei Bänden von Minna Rautsty. Ihr zunächst saß Schwester Wjerotschka. Sie hatte teinen Brief erhalten und auch keinen erwartet. Ihre breiten Hände ruhten auf den weit vorgestreckten Knieen, in der schönen Symmetrie einer egyptischen Statue, und mit der Unbeweglichkeit einer solchen gab sie sich der Verdauung hin. Auch die übrigen Ordensschwestern pflegten nach der Mühfal des Tages der Ruhe; ihre Gemüther waren durch feine Sorgen und kein Verlangen bewegt und so konnten fie ihre Kraft für den Dienst ungeschmälert erhalten welch ein Segen! Aber mit diesen Freiwilligen war es anders. Die gehörten nicht sich an, die gehörten noch den Anderen. Das Außenstehende machte seine Rechte über sie geltend, und so tamen fie unaufhörlich ins Gedränge. Liebe oder Haß war es, was ihre Gemüther bewegte und sie innerlich aufrieb. In leidenschaftlicher Erregtheit war diese kleine Tania hinweggeeilt, und wie bewegt fah Sofia aus, troß ihrer Regungslosigkeit. Ob trotzdem geprügelt wird? " ,, Die Befehle der Herrschaft und ihre Verweise muß das Gesinde mit Ehrerbietung und Bescheidenheit an nehmen."(§ 76.) " überall herum liegen läßt. Und Und hier Helene steht der junge Gebhart gleich am nächsten Tage zu uns ges nicht auch fie im Rampfe mit ihrer Liebe oder mit kommen ist, um wenigstens uns Alles aufzuklären und zu ihrem Haß? sagen, daß er Dir den Rath gegeben hätte, nach Bulgarien zu gehen." Ihre Augen blieben auf Helene haften. Sie saß grade vor ihr. Der Brief, den sie erhalten hatte, lag noch ungeöffnet vor ihr am Tische, der Kopf war gesenkt, geröthet die Lider ihrer fest geschlossenen Augen, deren lange Wimpern tiefe Echatten über die bleichen Wangen warfen. Mit Aufmerksamkeit verfolgte die Oberin jede Linie dieses schönen Gesichtes, und die Sympathie, die sie für Helene empfand, schien noch zu wachsen. Sie mußte grausam gelitten haben, wohl durch eigene Schuld, aber ihre Seele war rein. Wäre es nicht verdienstlich, sie vor ferneren Rämpfen zu schützen, denen diese zarte Empfindlichkeit nicht ge wachsen schien? Jetzt streckt Helene langsam, fast widerwillig die Hand nach dem Brief aus, dessen Schriftzüge ihr wohlbekannt waren. Es war ein Brief ihres Mannes, der erste, den er an sie geschrieben, seit sie sein Haus verlassen hatte. Sie konnte sich denken, was er enthalten würde, Vorwürfe, Anflagen, Beleidigungen vielleicht. Bald nach ihrer Ankunft in Siftowo hatte sie Mittheilungen von ihren Eltern erhalten und daraus erfahren, daß ihre fluchtartige Entfernung aus dem Hause ihres Gatten ungeheures Aufsehen erregt hatte, daß man sie ausnahmslos verdammte und ihn bedauerte. Legte ihre Mutter damit nicht das naive Geständniß ab, daß, wäre es nicht geschehen, die eigenen Eltern ihre Tochter verdächtigt hätten, weil sie von denselben Voraussegungen ausgingen? Der Schlußsaz ihres Briefes beträftigte dies. " Ein Glück ist's," hieß es da, daß der Gebhart so trank ist, so ganz am Hund, denn sonst würde man gleich Gott weiß was denken, die Leute sind einmal so schlecht." Damals, als sie den Brief erhielt, hatte dies alles keinen Eindruck auf sie gemacht. Die Aufregungen und Anstrengungen, die ihr neuer Beruf über sie verhängten, waren so groß und gewaltig gewesen, daß das Maß physischer und seelischer Erregungen, das ein Mensch ertragen kann, voll war und nicht mehr gesteigert werden konnte. Jetzt fiel ihr das alles wieder ein und sie lächelte bitter. Sie riß das Rouvert auf und entfaltete den Brief ihres Mannes. Er enthielt kalte, dürre Worte, die sie eben so kalt entgegennahm, verwundert fast, daß sie feinen Eindruck auf sie hervorbrachten. Er verlangte Scheidung, vollständige Scheidung. War sie nicht schon vollzogen? Hatten sie sich nicht längst mit jeder Faser des Herzens von einander geschieden? Er verlangte gerichtliche Scheidung, gut, sie wird ihre Einwilligung nicht versagen, er soll sie haben. Dr. Hartmann hatte seine Großmuth an eine UnEin so reicher, zärtlicher, ja sinnlicher Zug spielte um ihre halbgeöffneten Lippen, die zu lächeln schienen, während würdige verschwendet, hieß es, die sich so weit erniedrigte, ihre Augen ernst und träumerisch gegen das Fenster daß fie mit einem Proletarier durchgegangen war. So spricht man von Dir, meine arme Helene," Erft zum Schluß schlug der tühle Ton seines Briefes starrten. Sie denkt an den Mann, den sie liebt", sagte sich hatte ihr die Mutter jammernd geschrieben. Jeder ist der in einen erregten um: Nur in wilder Bügellosigkeit, hieß die Oberin ,,, und wahrlich, fie verräth sich kaum weniger Meinung, daß Du von Deinem Manne nur fortgelaufen es darin, könne eine Frau thun, was sie gethan habe, die deutlich, als diese gute Petromna, die die Bekenntnisse bist, weil Dir ein Anderer lieber war, und Niemand unbekümmert um Ansehen und Stellung des Gatten, die ihrer heimlichen Liebe in ein Tagebuch krizelt, das sie kann sich was anderes denken. Wie gut war's daher, daß Tortur eines unerhörten Standals über ihn gebracht habe. pflicht oder sonst durch müssiges Versehen des Dienst- 1 Maßgabe der Vertragsvereinbarung Lohn und Kleidung boten Schaden, so haften für diesen Schaden nicht entrichten und Kost bis zur Sättigung" reichen. Die nur der Lohn und die Habseligkeiten und die Habseligkeiten dieser freien Offenbar der Gesundheit nachtheilige und ekelhafte Kommission für Arbeiterstatistik § 78. Auf solche Ausdrücke oder Handlungen, die zwischen anderen anderen Personen als Zeichen der Geringschätzung anerkannt sind, begründen gegen die Herr schaft noch nicht die Vermuthung, daß sie die Ehre des Gesindes dadurch habe kränken wollen. von ArbeitLeute". Nein, wenn Lohn und Habseligkeiten zum Speisen kann das Gesinde anzunehmen nicht gezwungen trat beute zu einer Sigung im Reichsamt des Innern zufammen. Ersatz nicht ausreichen, so muß es den Schaden, werden."(§ 83.) Die Herrschaft darf dem Gesinde nicht zu dem zweiten Gegenstand der Tagesordnung: Regelung der durch unentgeltliche Leistungen auf eine ver- schwerere Dienste zumuthen, als es ohne Verlust seiner Ge- Arbeitszeit in den Bäckereien und Konditoreien" sind als Sachhältnißmäßige Zeit vergüten".(§ 69.) Das fittliche" Recht sundheit bestreiten kann.(§ 85.) Endlich jetzt§ 86 der verständige zwei Bäckermeister, zwei Bäckergesellen, ein Herr vom des Gesindesklaven, schußlos geprügelt und beleidigt zu wer- Gesinde- Ordnung fest, daß die Herrschaft für Kur- und Proviantamt und ein Mitglied des Reichs- Gesundheitsamts hinden, stellen die SS 77 und 78 in folgender Weise fest. Verpflegung zu sorgen hat, menn ein Dienstbote zugezogen. Außerdem find zwölf Vertreter § 77. Reizt das Gesinde die Herrschaft durch un- sich durch den Dienst oder bei Gelegen- geber- Berbänden und zwölf Vertreter von Arbeiter Vereinigungen gebührliches Betragen zum Zorn und wird in selbigem von heit desselben eine Krankheit zugezogen hat. des Bäckergewerbes und acht Gehilfen, sowie acht Arbeitgeber ihr mit Scheltworten oder geringen Thätlichkeiten be- Reaktionäre Juristen und des Konditorgewerbes, als Auskunftspersonen geladen. andere Zopfleute, 10handelt, so tann es dafür keine gerichtliche Genugthnung wie Manchesterschwärmer halten diese Bestimmung für bis auf einen anwesend sind, wird der zweite Punkt der TagesDa sämmtliche Sachverständige und die Auskunftspersonen fordern. einen eklatanten Beweis dafür, daß die Gesinde ordnung vorweg genommen. Ordnung der Herrschaft meit mehr Pflichten Nachdem der württembergische Ober- Regierungsrath Dr. auferlege, als aus der Vertragsnatur folge, daß v. Schicker in einem eingehenden Referat den zweiten Theil der die Gesinde Ordnung der Herrschaft eine nur aus der Erhebungen über die Arbeitszeit in den Bäckereien und Konditoreien fittlichen" Natur des Gesindeverhältnisses heraus erklärliche besprochen hat, wird mit der Bernehmung der Auskunftspersonen Art Familienfürforge für den Dienstboten treffe. Gemach begonnen. Zuerst werden die Bäckermeister Herbst aus Halle das Gegentheil ist eher richtig. Durch diesen Para Kretschmer- Berlin und Schlid aus Köln vernommen. Nachund Schwarz aus München, sowie die Vertreter der Gesellen Von feudaler Seite aus ist bei Ausarbeitung des Landrechts und dieser Gesinde- Ordnung lebhaft getadelt, daß graphen legt das Gesetz der Herrschaft nur die Sorge für dem in sehr eingehender Verhandlung der Backprozeß Har gelegt diese Paragraphen dem Gesinde gegenüber fein unbedingtes ein durch den Dienst oder bei Gelegenheit desselben er- und namentlich der Einfluß des Heizungsmaterials, der Ofen Züchtigungsrecht einräumen, wie z. B. die oben erwähnten frankten Dienstboten auf, während die Pflicht der Guts fonstruktion, der Hefe, der Gährung u. f. w. auf die Dauer der Bestimmungen dem Unterthan" gegenüber es thaten. Es herrschaft ihren Unterthanen gegenüber weiter, nämlich in Arbeitszeit erörtert ist, wird die Frage gestellt: ist die Durchsei ein Büchtigungsrecht nothwendig, um das Gesinde zum allen Fällen dahin ging, sich ihrer Unterthanen in vorführung einer zwölfftündigen Arbeitszeit möglich? Gehorsam, zur Ordnung und sittlichen Aufführung anzu kommenden Nothfällen wertthätig anzunehmen."(§ 122, Gegen die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit sprechen sich halten". Suarez, der Vater des Landrechts, beruhigte die II, 7.) Und wie felten ist, insbesondere bei die Meister aus; für dieselbe treten die Vertreter der Gesellen ein. Herr Schlick aus Köln hält dieselbe für unumgänglich nothBedenken mit dem Hinweis, daß die Bestimmungen der inneren Krankheiten, ein Beweis zu erbringen, wendig, weil die jetzige Arbeitsmethode sehr schlimme Folgen für §§ 77 und 78 dem arbitrio iudicis( der richterlichen Würdi- daß die Krankheit durch den Dienst oder bei Gelegenheit den Arbeiter hat. Wer wie Redner Gelegenheit hat, die Bädergung) Raum genug laffen, das sich ohnehin immer desselben zugezogen ist! Endlich hat aber die Rechtsprechung, gesellen neben den anderen Arbeitern zu beobachten, muß zu der mehr auf die Seite der Herrschaft neigen auf welche mit Fug und Recht Suarez unluſtige Junker Ueberzeugung kommen, daß die Bäckergesellen geistig auf einem wird." verwies, dafür gesorgt, daß von der in§ 86 festgesetzten niedrigeren Niveau stehen, stehen, als die übrigen Arbeiter. Die Rechtsprechung hat wahrlich seine Ansicht nicht herrschaftlichen Fürsorge so gut wie nichts übrig bleibe. Während bei anderen Arbeitern der Trieb vorhanden ist, sich Lügen gestraft. Das Gesinde fühlt sich mit Recht Beleis Dic preußischen obersten Gerichte haben nämlich den Grund- weiter auszubilden, tritt dieser Trieb bei Bäckern seltener hervor digungen und Mißhandlungen der Herrschaft" gegenüber sah aufgestellt, daß jede Verpflichtung der Herrschaft für den und darf man wohl annehmen, daß die Ueberanstrengung bei recht und schutzlos. Je mehr der Richter in jedweder durch den Dienst oder bei Gelegenheit desselben erkrankten Dienst anstrengung wirkten auch die niedrigen Löhne der Gesellen under Arbeit diese Erscheinung hervorruft. Neben der Ueberscharfen Kritik irgend einer verkehrten, unanständigen oder boten in Wegfall komme, sobald der Dienstbote durch günstig auf dieselben ein. Es ist undenkbar, daß ein ungerechten Handlung eines Beamten oder„ Ordnungs- eigenes Versehen die Krankheit sich zugezogen. Dafür, Geselle so viel ersparen fann, um ein ſelbſtändiges Gemannes" eine Beleidigung zu sehen geneigt ist, um so wie weit hierin die Rechtsprechung geht, nur ein Bei schäft zu gründen. Deshalb suchen die Bäcker in anderen schärfer fällt die fast rechtlose Stellung des Dienstboten spiel! Ein Dienstmädchen wird beim Eintreiben des Gewerben Arbeit zu finden. Zu dem Uebertritt zu einem anderen auf. Von einer ihn scheltenden, schimpfenden oder schlagen- Biehes vom Stammochsen schwer verwundet. Sämmtliche Gewerbe werden sie vielfach gezwungen, wenn sie in der Bäckerei den Herrschaft darf sich der Dienstbote nicht einmal in Instanzen weisen das auf Erstattung der Kurkosten klagende ihre Gesundheit ruinirt haben und zur Fortsetzung der Bäckerallen Fällen durch Verlassen des Dienstes befreien; denn Mädchen ab, weil das Mädchen unterlassen habe, auf Buruf arbeit unbrauchbar sind. Nur solche Gesellen, welche von die Behandlung durch die Herrschaft giebt dem Gesinde hin dem Stammochsen auszuweichen, also durch eigene Un Baus aus Vermögen haben, werden Meister. Im Bäckergewerbe ist eine Beschränkung der Arbeitszeit möglich, nur dann ein Recht auf Verlassen des Dienstes ohne Kün- vorsichtigkeit die Verwundung sich zugezogen habe. Also weil die Bädermeister zu den besser fituirten von allen in Gefahr des Lebens oder der Gesundheit bruck gelangte Recht ist dank dem ,, arbitrium iudicis: das sich ruhiges Leben, fie haben sich weniger zu quälen, als andere digung, wenn es durch Mißhandlungen von der Herrschaft auch das winzige im§ 86 der Gesinde Ordnung zum Aus- i bie Bädermeister zu den beſſer fituirten von allen Kleingewerbetreibenden gehören. Die Bäckermeister führen ein versetzt worden, oder wenn die Herrschaft das Gesinde auch immer mehr auf die Seite der Herrschaft neigen wird", zu Gewerbetreibende und lassen die Arbeit von den Gesellen machen. ohne solche Gefahr, jedoch mit ausschweifender einer fast bedeutungslosen papierenen Verzierung herab- Auch die Sonntagsruhe würde sich im Bäckergewerbe durchführen ungewöhnlicher Härte" laffen, da man Brot herstellen kann, welches auch am Tage nach harte Begesunken. handlung setzt also der Gesetzgeber voraus So sieht die Quintessenz des Gesindeverhältnisses nach der Herstellung noch zu genießen ist. Redner ist der Meinung, handelt hat.( SS 136 und 137.) Auch die Klage Maßgabe der Gesinde- Ordnung vom 8. 11. 1810 aus. Ist daß eine wöchentliche Arbeitszeit von 72 Stunden festgesezt werden müsse. auf rückständigen Lohn ist dem Gesinde erschwert. es danach berechtigt zu behaupten, daß im Wesen des Dieser Ansicht wird von den Meistern widersprochen. Sie Ist nämlich die Herrschaft kontraktbrüchig geworden und hat Gefindevertrages eine gegenseitige innere sittliche Be- behaupten, daß die Bäckermeister nicht so gut fituirt sind. deshalb das Gesinde entlassen, so muß das Gesinde ziehung liege", oder stellt der Gesindevertrag danach seinem Herr Kunze theilt mit, daß in Berlin von 1400 Bädersich erst mit dem Antrage an die Polizeibehörde Wesen nach ein gefeßlich firirtes Hörigkeitsverhältniß dar? meistern in einem Jahre 140 in Ronfurs gerathen sind und wenden, das Gesinde wieder aufzunehmen. Erst, Wie schon oben erwähut, haben dann spätere Gesetze den Herr Prußog aus Breslau behauptet, daß dort ein Drittel berer erweitert, die der wenn der polizeiliche Versuch fruchtlos ausgefallen ist, Kreis Gefinde- Ordnung der Bäcker vor dem Bankrott stehe. Herr Kretschmer schließt sich in bezug auf die Arbeitsist das Gesinde auf Lohn zu tlagen berechtigt. Diese Art unterworfen sind und ist durch Einführung von Gesinde dauer der Ansicht des Herrn Schlick In einer Brämie für kontraktbrüchige Herrschaften entspricht natürlich büchern durch Sonder- Strafgesetze und durch Koalitions Stunden Arbeitszeit von 72 wöchentlich fann die die ausnahmegefeßliche Stellung des Arbeit gethan werden. er dem Wesen nach sittlichen Beziehung zwischen beschränkungen Es ist die Möglichkeit gegeben Gesindes, der Schiffsknechte und der ländlichen Arbeiter bei dieser Arbeitszeit, die Unregelmäßigkeiten auszugleichen, Herrschaft und Gefinde". noch klarer gestellt. Erweitert ist der Kreis dieser Hörigen welche dadurch entstehen, wenn durch Witterungseinflüße oder durch die Kabinetsordres Friedrich Wilhelm III. vom erhöhte Nachfrage an einzelnen Tagen die Arbeit verlängert 23. 9. 1835 und vom 8. 8. 1837. wird. Bei stark gesteigerter Nachfrage vor den Festen können Das Miethsgeld, durch dessen Hingabe alten deutschen Durch die erstere sind die bei Stromschiffern in Aushilfskräfte eingestellt werden, solche sind jederzeit zu haben, Vertragsrecht entsprechend der giltige Abschluß des Ver- Dienst stehenden Schiffsknechte die Gesinde- da annähernd ein Drittheil der Gesellen jederzeit arbeitslos ist. trages erfolgt, ist alter deutscher Gewohnheit zu Ordnung unterworfen; die Rabinetsordre vom 8. 8. 1837 Wenn die Bäder geistig hinter den anderen Arbeitern zurüc vider in der Regel auf den Lohn anzurechnen. erkennt zwar an, daß die Inst leute der Provinz Preußen Jugend zu sehr angestrengt werden. Wenn ein Bursche unter stehen, dann kommt es davon, daß die Lehrlinge in frühester § 25.) Weihnachts, Neujahrs- oder ähnliche Ge- nicht zum Gesinde zu rechnen sind, verordnet aber, daß 16 Jahren des Nachts in der Backstube arbeiten muß, dann schenkeist die Herrschaft dem Gesinde auch dann zu künftig bei den Streitigkeiten zwischen den Dienst mit Brotaustragen beschäftigt wird und am Tage Handlangergeben nicht verpflichtet, wenn sie die Geschenke ausdrücklich herrschaften und Justleuten in der Provinz Preußen dienste zu verrichten hat, dann muß er förperlich und geistig verund über und Abgzug versprochen hat( 8 34): eine Ausnahme von der Regel ein über Er fommen. Er ist der Ansicht, daß es verboten werden müsse, Mann ein Wort" zum Wortbruch und Kontrattbruch füllung kontraktmäßig übernommener Verbindlichkeiten Lehrlinge unter 16 Jahren vor 4 Uhr Morgens zu beschäftigen. haben sich Herrschaften ihren Unterthanen" gegenüber stets die Polizeibehörde auf dieselbe Weise, wie es für die Die Ausbildung der Lehrlinge würde unter diesem Verbot nicht berechtigt erachtet. eigentlichen Gesindesachen gesetzlich vorgeschrieben ist, die leiden, weil ein körperlich gesunder leichter begreift als derjenige, bis zur Erschöpfung angestrengt wird. Die Arbeit, welche Auf welche Weise hat sich die Herrschaft des geistigen vorläufigen Bestimmungen erlasse und mit Vorbehalt des welcher täglich des Nachts vier Uhr ge= und körperlichen Wohls ihres Gesindes, das ja auch außer beiden Theilen dagegen zustehenden Antrages auf gericht macht wird, kann der Lehrling nach vollendetem 16. Lebenshalb des Dienstes der Herrschaft Bestes zu fördern ver- liche Entscheidung zur Ausführung bringe". Hierdurch ist fahre noch erlernen. Ebenfalls hält Redner die Sonntagsruhe pflichtet ist, auzunehmen? Sie soll das Gesinde zum naturgemäß der Kontraktbruch und die Willkür der land- im Bäckergewerbe für durchführbar. fleißigen Kirchenbesuch anhalten(§ 84), fie soll ihm nach lichen Arbeitgeber außerordentlich gefördert. and be= Und welche" fittlichen" Pflichten legt die Gesinde- Drdtung aus diesem Familienverhältniß" heraus der Herrchaft auf? den An die Er sehe den Tag voraus, wo sie diesen Schritt auf's Biel ins Auge zu fassen. Ich will Sie führen und in den Tieffte bereuen werde, aber von dem Augenblick an, wo sie einzig ficheren Hafen geleiten. Ich verlange nicht jetzt Ihre jein Haus böswillig verlaffen, habe sie sich jedes Schutes Antwort, überlegen Sie, prüfen Sie sich. Aber bedenken von feiner Seite, jeder Rücksicht begeben, jeder Unter- Sie auch, daß die Zeit der Kraft und Gesundheit eine betügung selbst. schränkte ist Sie können krank und fiech werden und Sie las nicht weiter, die alte Erbitterung war über sie dann- D, Sie wissen es wohl, daß es Millionen von gekommen und das Gefühl des Ekels. Sie ballte mit Frauen giebt, die, weil sie niemand haben und zitternden Händen den Brief zusammen. niemand für fie sorgt, elend zu Grunde gehen... Wir sind keine Frömmlerinnen, Helene, wir sind Arbeiterinnen; dem Baren allein verantwortlich, durch eine große Drganisation verbunden Sie, und sie allein ver leiht uns Würde und Freiheit zugleich fie sichert uns Bedenken Sie's!" unseren Unterhalt bis an's Ende Helene!" sagte eine sanfte Stimme. Sie sah auf und begegnete dem ernsten, theilnehmenden Blick der Oberin. Womit quält man Sie, Schwester Helene?" fragte fie leise, es taugt nicht zu unserem Beruf, sich so auf auregen." D, ich werde fortan sehr ruhig sein, gute Schwester, alle Fesseln sind gefallen, ich bin frei, frank und frei." Die Oberin streckte ihr die feingeformte aber abgehärtete Hand über den Tisch entgegen. Eine schwache Röthe war in ihr blasses Gesicht gestiegen, fie belebte wunderbar diefes luge energische Gesicht. Sie hatte Helenen's Hand losgelassen und erhob sich zu voller Stattlichkeit. Und laut, mit flarer, freundlicher Stimme ermahnte sie: „ Es ist Zeit, meine Schwestern, lassen Sie uns zu unserer Pflicht zurückkehren." 41210 " Frei? glauben Sie es nicht, Frauen sind selten frei, wenn fie arm find, niemals... Sie sagten mir einmal, daß Sie kein Vermögen besigen in welchem Sinne alfo tönnten Sie frei sein? In feinem guten, meine ich. Haben Schnee fiel in dichten Massen, als die Schwestern Sie eine richtige Vorstellung von Ihrer Lage? Sie ver- ihre Behausung verließen, um sich nach dem Hospital zu urtheilt Sie zur Abhängigkeit, zur Unfreiheit. Glauben begeben. Dor Der Sachverständige Most giebt noch Aufklärung über die Lehrlingszüchterei. Bäckermeister in Berlin lassen sich Knaben vom Lande, namentlich aus den östlichen Provinzen kommen. Die Agenten, welche diese Knaben besorgen, lassen sich dieselben ie nach der Stärke bezahlen. Schwächere Knaben werden für niedrigere Breife abgegeben wie die stärkeren. Er weist an einselnen Beispielen nach, wie diese Knaben ausgebeutet werden. Um 6 Uhr wird die Sigung vertagt. Politische Steberlicht. Berlin, den 14. Februar. Aus dem Reichstage. Der Reichstag brachte heute zunächst in zweiter Lesung die Anträge Rickert- Gröber auf Abänderung des Wahlgesetzes zur Erledigung. Da die Rechte sich an der Diskussion gar nicht betheiligte diese Schweigsamkeit charakterisirt die Stellung der Rechten zur Wahrung des Wahlgeheimnisses mehr als lange Reden so verliefen die Verhandlungen ziem lich rasch. Von nationalliberaler Seite wurde Einspruch erhoben gegen den im Antrage vorgesehenen Isolirraum, in welchem der Wähler, furz vor Abgabe des Wahlzettels, ganz allein feinen Bettel in das Kuvert stecken soll. Die Herren glauben mit dem Kuvert allein das Wahlgeheimniß ge nügend gesichert. Diesem Einwurf traten die Abgeordneten Sie mir, die arme, alleinstehende Frau ist wehrlos einem Ein weißlicher Nebel breitete sich über die Landschaft, Gröber, Rickert, Barth und Auer entgegen. Von dieser grausamen Kampfe ausgesetzt. Sie ist ganz dem Zufall an- er hüllte alle Gegenstände in einen Schleier, den die ein- Seite wurde der Jfolirraum als der Kernpunkt des ganzen heimgegeben und muß sich verdingen ohne Wahl." tretende Dämmerung immer undurchdringlicher gestaltete. Antrages erklärt. Helene hatte ihr ihre Hand überlassen, die gute, ver- Bor den Augen der Dahinschreitenden aber wirbelten Bon dein Abg. Casselmann lag ein Antrag vor, die ständige Art, in der sie alles dies fagte, beeinflußte sie, und lustig die kleinen Schneeflocken durcheinander, die auf Wähler, welche vor 7 Uhr im Wahllokale anwesend find, fie erkannte, aus diesem Munde kam Wahrheit. den Flächen liegen blieben und zu immer dichteren Lagen noch zur Abstimmung zuzulassen. Bei aller Sympathie für Die Oberin drückte ihre Hand fester und dämpfte ihre sich häuften. die Tendenz des Antrages wurden gegen die Form desselben Stimme zu einem Flüsterton herab. Eine Gruppe junger Männer, Aerzte und Feldscheerer, doch allseitig Bedenken geltend gemacht. Unter Vorbehalt Vertrauen Sie mir, mein Kind, und hören Sie meinen hatten sich auf dem freiliegenden Plaze vor den Baracken redaktioneller Aenderungen bis zur dritten Lesung wurde Rath. Kommen Sie zu uns, schließen Sie sich unserer zusammengefunden. Sie gingen auf und nieder, plauderten, der Antrag und schließlich die ganze Vorlage angenommen. Korporation an.. Glauben Sie mir, ich sehe die Ge- lachten, riefen einander zu und trieben furzweilige Der zweite Punkt der Tagesordnung betraf einen fahren voraus, die Sie umdrängen, und die um so größer Gymnastik mit Händen und Füßen. Und Glühwürmchen alten freisinnigen Antrag, wonach die Kündigungsfristen im sein werden, so lange Sie jung und begehrenswerth sind. gleich strahlte die Gluth ihrer brennenden Bigarren, die fie taufmännischen Gewerbe für beide Theile gleich sein müssen Sie haben Schiffbruch gelitten, Sie sind in Ihren persön nicht aus dem Munde gaben, durch das sie von allen Seiten und dem entgegenstehende Vertragsbestimmungen ungiltig lichsten Empfindungen verrathen worden. Wenden Sie all' umwirbelnde Gestöber hindurch. fein sollen. diefer Jämmerlichkeit den Rücken, um ein neues und großes( Fortsetzung folgt.) In der Debatte fündigte Singer zur zweiten Lesung einen Antrag an, wonach die Vereinbarung einer fürzeren| als vierwöchentlichen Kündigungsfrist nicht zulässig ist". Nachdem auch die Abgeordneten Bassermann( nationalliberal), Buchka( konservativ) und Klemm( Antisemit) sich in zustimmendem Sinne geäußert, wurde, nachdem vorher noch in die zweite Lesung eingetreten war, die Situng geſchloſſen. " Die Kommission für Arbeiterstatistik trat heute, wie der Reichs- und Staats- Anzeiger" meldet, im Reichsamit des Jnnern unter dem Vorsiz des Unter- Staatssekretärs Dr. von Rottenburg zu einer Sigung zusammen. Als Kommissare des Reichskanzlers wohnen die Geheimen Regierungsräthe Dr. Wilhelmi und Dr. Sell, sowie die Regierungsassessoren Lohmann und Koch, als Kommissare des Ministers für Handel und Gewerbe die Regierungsassessoren Dönhoff und von Meyeren den Verhandlungen bei. Die Tagesordnung ist folgende: 1. Eingänge und ge schäftliche Mittheilungen. 2. Untersuchung über die Arbeitszeit in Bäckereien und Konditoreien. 3. Antrag einer Kommission von Bureau- Angestellten: eine Abänderung des Regulativs der Kommission für Arbeiterstatistik dahin herbeizuführen, daß die Aufnahme von Berufs statistiken neben den gewerblichen Berufen auch für den Stand der Bureau- Angestellten erfolgen fönne". An den Verhandlungen über den zweiten Gegenstand der Tagesordnung nehmen als Beifizer 5 Sachverständige, nämlich Berlin, sowie Ferner find 40 Auskunftspersonen, 24 für Bäckerei, 16 für Konditorei zur mündlichen Vernehmung geladen. 2 Bäckermeisteradmeister der Garnison 1891), ließ einer der Schwarzen das Ruder durch zu starkes An- I grausame Strafen in der Regel eine Vermehrung ber aiehen aus der Schlinge fallen. Der Unteroffizier, welcher durch Verbrechen zur Folge gehabt haben. fortwährendes Schimpfen schon ganz heiser war, sprang wüthend Doppelt unsinnig aber ist die Abschreckungstheorie Verauf und stieß dem Armen die Faust derart in's Gesicht, daß rückten wie Hödel, Vaillant- Marchal u. s. w. gegenüber, die sofort das Blut aus der Nase schoß und der Neger vor Schmerztein Verständniß der Gefahr haben und überhaupt nicht dies dafür, weil er beim Rudern aus dem Takt gefallen war! Auf der Station Pangani wurden berechnen und nicht überlegen. dem Taft gefallen war! fast täglich an Schwarzen der Schuhtruppe, sowie der oft- Ein internationaler Kongreß für Arbeiters afrikanischen Gesellschaft Brügelstrafen mit der Flußpferd unfall und Sozialversicherung soll Ende peitsche vollzogen. Wenn man nach dem Grunde fragte, so ergaben fich regelmäßig Vergehen, die auch nicht entfernt eine September und Anfangs Oktober in Mailand stattfinden. solch barbarische Sühne rechtfertigten. Der Direktor der Das italienische Defizit würde im laufenden Jahr Plantage Lewa ließ 13 Einwohnern feines benach 60 Millionen Frants betragen, wenn es sich nicht durch die barten Dorfes, darunter einem hinfälligen Greis. Eisenbahnbauten und vor allem durch die Kosten des Beje zwanzig Hiebe mit der Nilpferdpeitsche verab folgen, weil sie sich geweigert hatten, Lasten nach Bongwe zu lagerungszustandes in Sizilien und durch die anderen tragen, wozu fie gar nicht verpflichtet waren. Der militärischen Vorkehrungen gegen das eigene Bolt minKommandant der Station Maffind verfuhr in der gleichen destens verdoppelt hätte. Weise mit seinem außeretatmäßigen Koch, weil er einige Tage hintereinander Kaffee zubereitet hatte. Der Nachfolger jenes Difisters auf derfelben Station ließ, wie er mir selbst zugestand, zwei Soldaten, welche in einem Rauf handel mit Weibern verwickelt waren, je zweihundert Siebe mit der Flußpferdpeitsche aufzählen, so daß sie ohnmächtig vom Plage getragen werden mußten. Dabei ist zu berücksichtigen, daß 250 bis 300 Hiebe mit jenem entsetzlichen Instrument der Todesstrafe gleich zu er achten sind." Die internationale Sanitätskonferenz beschloß in ihrer gestrigen Gigung, zwei große technische Kommissionen zu bilden, von denen die eine sich mit den sanitären Verhältnissen des Gebietes des Rothen Meeres, die andere mit der Organisation der Gesundheitspolizei im perſiſchen Mee busen beschäftigen soll. Vom Panamino. Aus dem italienischen Korruptionsfumpf wird der„ Bossischen Zeitung" telegraphirt: Der nachträgliche Feldzug gegen die gesammte Giolitti'sche Verwaltung erhält neue Nahrung durch die bloßstellenden Enthüllungen des Prozesses Pinto. Die Opposition macht unumwunden Giolitti dafür mitverantwortlich, daß im Finanzministerium einem Zeitungsmann wie Chauvet alle Wünsche erfüllt, für wenige Artikel unter falscher Flagge 3000 Lire gezahlt und die Befürwortung von Beförderungen, ja der Berufung eines Ministers ans Herz gelegt wurde. Die Lage der Angeklagten ist durch Briefe des Genueser Spediteurs bedenklich geworden, da sie dessen Bemühungen um Beschaffung gefälschter Bollquittungen und Frachtscheine für Binto flare stellen. 2000 Die Erschwerung der Einwanderung nach den Vers einigten Staaten. Wie die" Times" aus Philadelphia Der christliche Staat vor dem Totalisator. Die schnöde Heuchelei des chriftlichen Staates bricht hinter Wie Du mir, so ich Dir! Das ist die Regel im melden, empfiehlt der Ausschuß des Repräsentantenhauses seinen hochprahlenden Reden von Sozialreform, Hebung europäischen Staaten- Konzert. Gestern erhöhten wir die Annahme des Gesezentwurfes, betreffend die Besichtigung der Sittlichkeit u. s. w. am deutlichsten hervor, wenn man unsere Armee, heute erhöhen die Franzosen ihre; gestern der Auswanderer in den fremden Häfen durch die Konsuln, sieht, wie Christenthum, Moral und Humanität gleich einer schlossen wir einen Handelsvertrag mit Rußland, dem Ver- um die Versendung von Verbrechern und Armen zu perSeifenblase zerspringen, wenn sie mit irgend einem Interesse bündeten Frankreichs- heute bieten die Franzosen hindern. der herrschenden Klassen und auch nur der nichtigsten Laune Italien, dem Verbündeten Deutschlands, einen Handels- Aus Brasilien kommen wieder einmal„ entscheidende" derselben in Konflikt gerathen. Unzählige Maschen weist vertrag an. Und er wird auch zu stande kommen, denn Nachrichten, die natürlich einander widersprechen. das Gesetz auf, in denen sich der Arbeiter verfangen kann Italien hat einen Handelsvertrag mit Frankreich noch Aufständischen haben große Erfolge errungen und Peixote und verfangen muß, aber dieselben Maschen thun sich weit nöthiger, als Rußland einen mit Deutschland. pfeift auf dem letzten Loch." Die Aufständischen haben auf und lassen die herrschenden Klassen gehobenen Hauptes So mischt sich in die einfachsten und natürlichsten Be eine vernichtende Niederlage erlitten, und am 1. März hindurchschreiten. Offenkundig existiren Vereine, die auf ziehungen der Staaten zu einander die Eifersucht. Und sollen Neuwahlen stattfinden." Gelogen ist beides. Was ihr Banner offen die Gesetzesverlegung( Duell) schreiben; selbst das Gute wird nur gethan aus Bosheit einem aber ist die Wahrheit? das Gesetz, welches die Vereine der Arbeiter mit schärfster anderen zum Tort. und minutiösester Kontrolle umgiebt, trifft sie nicht. Die Annehmlichkeit oder gar Nützlichkeit des Totalisators wird in den staatserhaltendsten" Blättern und vorzugsweise in der fönigstreuen und„ chriftlichen" Preſſe diskutirt, obwohl sein Bestehen überhaupt gegen das Geset läuft und jeder Schuhmann nicht blos berechtigt, sondern sogar verpflichtet wäre, gegen den Totalisator, den die höchsten Gerichtshöfe als strafbares gewerbsmäßiges Glückspiel ansehen, einzuschreiten, und die Theilnehmer am Totalisator ebenso wie jich versammelnde Arbeitslose zu behandeln. Woher dieser Widerspruch? Nun, Shakespeare hat vor 300 Jahren bereits die Lösung gegeben: " Plattir' die Sünde nur mit Gold, gleich bricht Die starte Lanze der Gerechtigkeit Ohnmächtig ab; bekleide sie mit Lumpen Und eines Narren Strohhalm sticht sie durch." Der christliche Staat wird jetzt dem strafbaren gewerbsmäßigen Glücksspiel" seine besondere Weihe geben er betreibt ja selbst das Lotteriespiel mit Glanz indem er den Totalisator besteuert. Der Kirche Segen, die sich mehr und mehr mit Lotterien aufbaut- wird auch nicht ausbleiben. Es geht doch nichts über den chriftlichen Staat. 1 Für die konfeffionelle Schule arbeiten die öster reichischen Ultramontanen unausgefeßt, vorerst freilich ohne Aussicht auf Erfolg. Gestern wurde wieder vom oberöster reichischen Landtage eine Resolution für die Reform der Schule in ultramontanem Sinne gefaßt. Ueber das Pariser Attentat liegen heute folgende telegraphische Meldungen vor: des Die bei dem Attentat Verletzten find auf dem Wege der Befferung, so daß alle gerettet werden dürften. Der Polizist Peiffer befindet sich ebenfalls außer Lebensgefahr. " " tod Parteinachrichten: " Polizeiliches, Gerichtliches zc. In Meerane( Sachsen) ist dieser Tage ein be merkenswerthes Versammlungsverbot erlassen worden. Die Polizei untersagte das Abhalten einer Versammlung, in welcher Fräulein Wabnih aus Berlin sprechen sollte, mit dem Bemerken, daß nach dem durch die Zeitungen bekannt gewordenen Inhalt ihrer bisherigen Vorträge sich vermuthen lasse, daß„ Ausfälle gegen die Religion und die gegenwärtige Staatsordnung zu be= Die Identität des Urhebers der Explosion im Terminus. fürchten find." Diese Staatsordnung" und die„ Religion" Hotel ist nunmehr festgestellt. Derfelbe heißt Emile Henry muß doch auf sehr wacklichen Füßen stehen, wenn man, um Ausund ist am 26. September 1872 in Barcelona von franzöfifchen fälle" gegen sie zu verhindern, solche Maßnahmen zu treffen für Eltern geboren. Sein letzter Aufenthalt war London, woselbst nöthig hält. er der Polizei als Anarchist bekannt war. Diefelbe wußte-Die Revision des Genossen Trogni, Redakteur auch, daß Henry sich seit dem 18. Januar in Paris aufhalte. der Reußischen Volkszeitung", der am 6. Dezember v. J. wegen Hier war er früher bei einem Bildhauer und später bei einem Pfarrerbeleidigung zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt verem Möbelhändler beschäftigt. Bei der Vernehmung erklärte er, gleiche Schicksal hatte die Revision des Mitangeklagten, des urtheilt worden war, wurde vom Reichsgericht verworfen. Das er habe allein, ohne Genossen, gehandelt. Eine willkommene Bombe. Expedienten des Blattes in Greiz, der in der ersten Instanz Der Brief unseres zu 4 Monaten verurtheilt worden war. f unseres Pariser Korrespondenten Gallus in der vorgestrigen Nummer und Elze jun. wurden als Borstandsmitglieder des Arbeiter. - Die Genossen John, Sarlipp, Wagner Vorwärts" schließt mit den Worten: Binnen furzem steckt Casimir Perier in einer Klemme, weibe und Umgegend mit je 15 M. Geldstrafe belegt, da Bildungsvereins für Johannisthal, Nieder- SchönDer„ Bismarcktag" liegt taum 14 Tage hinter uns, uns, aus der ihn auch keine Anarchisten Bombe sie am 1. Weihnachtsfeiertag v. J. öffentliche Tanzmusit abund heute ist Alles genau so wie vor diesem denkwürdigen mehr retten tann." gehalten haben, wozu die polizeiliche Erlaubniß versagt war. Ereigniß, das nach den Prophezeiungen der tollgewordenan Nun- während dieser Brief gedruckt wurde, plagte In dem Termin am 29. Januar wurden die Genossen Rannegießer eine vollständige Revolution in der inneren die neue Anarchisten- Bombe". Sie entsprach den Bedürf John und Garlipp freigesprochen, da ersterer während des und äußeren Politit bewirken sollte. Der einzige Unterfnissen und Wünschen des Herrn Casimir Perier, der natür- Bergnügens nicht anwesend war, und letzterer nicht zum Vorschied, den der Hofgang" bewirkt hat, ist, daß der Holich das Menschenmögliche thun wird, um aus der Sardinen- stand gehört. Dagegen wurden die Genossen Wagner und gänger" sich im Schimpfen und Nörgeln etwas mehr Bwang büchse des Breton alles noch herauszuschinden, was ihm der Elze jun. verurtheilt zu je 15 M. Geldstrafe und Tragung auflegen muß. Abgesehen von der vorläufig weni gftens Kochtopf des Vaillant- Marchal nicht bieten konnte. Der der Kosten. etwas anständigeren Form schimpft und nörgelt er aber Sardinenmann wird auch, um die Wirkung zu erhöhen, genoffen, eines Fortbildungsschülers in 3 went au bei Leipzig, gerade so giftig wie zuvor, und mit der Wahrheit nimmt ebenso pünktlich geköpft werden wie der Kochtopfmann. ber darin bestanden hatte, daß er tothe Febern auf seinem wie er es auch nicht genauer. Ueber den russischen Handels- und nach den bekannten Gesezen der Ansteckungskraft von Sute getragen, mußte ger och en werden. Er erhielt wegen vertrag fönnte er vor Wuth bersten. Daß sein Nach- geistigen Epidemien wird auch noch der eine oder andere Tragen republitanischer Abzeichen einen Strafbefehl folger einen diplomatischen Erfolg" davon getragen Narr sich finden, der Herrn Casimir Perier und deffen Ge- von drei Tagen Gefängniß vom Amtsgericht zugestellt. Das hat, und zwar auf einem Gebiet wo tein sellschaft eine ähnliche Gefälligkeit erweist zur Ab Urtheil wurde damit begründet, daß der betreffende Schüler ein Anderer, als die alte Raketenfifte ein Recht hat, Erfolge wechselung vielleicht mit einer Suppenschüssel. Allein auf sehr begabter Mensch sei, der entschieden die nöthige Einsicht davon zu tragen, das ist zum Rafendwerden. Und noch die Dauer hält das nicht vor unser Gallus hat von der Strafbarkeit seiner Handlung beseffen, der, da er felbft wie auch sein Vater verschlimmert wird der Frevel dadurch, daß er mit wahr Recht, und bald wird Herr Cafimir Perier so arg Sut mit zwei grellrothen Federn auf der Straße getragen, um ein eifriger Sozialdemokrat ist, einen haft teuflischer Berechnung darauf angelegt ist, den größten in der Klemme stecken, daß ihm keine Anarchistenbombe ergerniß hervorzurufen, und denselben blos deshalb mit in Mann des Jahrhunderts brutal Lügen zu strafen. War auch keine anarchistische Suppenschüssel mehr hilft. die Schule gebracht habe, um den Lehrer zu verhöhnen und unter von diesem nicht gesagt worden, der Nachfolger habe„ ben D, diese Frivolität! hören wir den Chorus der gleichgesinnten Schülern hämische Freude zu erregen. Gegen das Draht zwischen Berlin und Petersburg abreißen lassen?" Angstphilister stöhnen. Frivolität hin, Frivolität her. Die schöffengerichtliche Urtheil erhob der Beklagte Berufung beim Und nun ist es gerade der erbärmliche Stümper", der unter der Firma des Anarchismus verübten Bubenstreiche, tgl. Landgericht zu Leipzig. Dieses aber verwarf die Berufung. den Draht" wieder anknüpft, ben der Wundermann von Idiotenhandlungen und Verbrechen sind von uns allezeit Ganz wenta u wird nun wohl erleichtert aufathmen, das Vorgänger tölpelhaft hatte abreißen lassen und nicht wieder sehr ernst und sehr richtig beurtheilt worden, und die Verbrechen" ist gefühnt. anknüpfen gefount troh schmählichsten Wettfriechens" Opfer haben allezeit unsere vollste Sympathie gehabt. Wie vor Bäterchen". aber mit ihm geliebäugelt, ihn gehegt und geunsere Gegner Anarchismus russische Wie eine Niederlage der von dem Er- Kanzler geführten Fronde, pflegt, Reklame für ihn gemacht, ihn systematisch gezüchtet sondern auch ein persönlicher ein persönlicher Triumph des Herrn Alles uns verhaßten Sozialdemokraten zum Schaden So it. der deutſch zufliche Ganbelsvertrag nicht nur aute haben we em, ég set bangelen, die gut bertheilt? Depeschen. ONE ( Depeschen des Bureau Herold.) Reichenberg i. B., 14. Februar. Infolge der Interv. Caprivi über den Säkularmenschen. Und darum dieses und Schabernack! Nun haben sie fich an dem Spielzeug wurde der Streit in der Maffersdorfer Teppichfabrit beigelegt. lage ist eine Feuersbrunst ausgebrochen, welche toloffalen UmBrügge, 14. Februar. In der hiesigen Petroleumniebermörderische Geschimpfe des Friedrichsruher Heerbanns. die Finger verbrannt. Und da sollten wir nicht Für uns aber ist diese Kazbalgerei um so ergöglicher, Schadenfreude verspüren? Nein- auch hier gilt das alte Die entlassenen 24 Arbeiter sind jedoch nicht wieder aufgenommen weil die große That", um welche es fich handelt, nichts Sprichwort: wer den Schaden hat braucht für den Spott worden. weniger als groß ist, sondern die Lösung einer einfachen, nicht zu sorgen. Für den Schaden sorgen unsere Feinde durch die wirthschaftlichen Verhältnisse und Bedürfnisse selbst. Für den Spott sorgen wir. peremtorisch gestellten Aufgabe, die von jedem Durchschnitts- Und wie unsere Feinde den Anarchismus, den sie in menschen gelöst werden konnte. Und was wir von dieser ihrer Kurzsichtigkeit heraufbeschworen haben, wieder los " großen That" sagen, das gilt beiläufig auch von den werden das ist ihre Sache. großen Thaten" der Säkularmenschen, heißen sie nun x, V oder Z. Die Anwendung der Prügelstrafe in den deuts schen Schuhgebieten ist nichts ungewöhnliches so schreibt der Afrikareisende Friedrich Kallenberg in der Augsb. Abendztg." Aus seinen auf grund persönlicher Wahrnehmungen gemachten Mittheilungen sei folgende Schilderung wiedergegeben: dindas hos Oder sollen wir Sozialdemokraten uns den Kopf unserer Feinde zerbrechen? H Die Abschreckungstheorie wird durch das neueste Pariser Attentat wieder einmal recht drastisch widerlegt. Wenn Carnot den Baillant- Marchal geschont hätte so argumentirte die ganze Ordnungspresse in voriger Woche dann hätten die Anarchisten sich ermuthigt gefühlt und sofort wieder Attentate gemacht. Jetzt werden sie sich hüten! Sie wissen, daß es Ernst ist." fang annahm und furchtbare Verheerungen anrichtete. Der Schaden ist von ganz enormer Höhe. Petersburg, 14. Februar. Der Stadtverwaltung von Sebastopol wurde geftattet, 150 000 Bud( 1 Bud= 40 Pfund) Steinkohlen zollfrei aus England einzuführen zwecks billigen Vertaufs an die ärmere Bevölkerung. Briefkaffen der Redaktion. B. K. Die Tapezirer- Zeitung" erscheint: Berlin, Borsigstraße 24. Simpel. Ihr Eingesandt kann im Sprechsaal nicht aufgenommen werden. Bergmann Lüdgendortmund. Die Adresse: RazzbachBerlag. " Ich habe wahrgenommen, daß der jüngste Unteroffizier wie der jüngste Beamte das Recht hat oder es sich wenigstens Nun, wie sie sich gehütet, das hat die letzte Montags- straße 9/1 genügt vollkommen. Zweite Frage beantwortet unser ungestraft herausnimmt, bei oft ganz geringfügigen Anlässen Explosion gezeigt. doleta dell die ihm untergebenen Schwarzen mit der Nilpferdpeitsche Noch niemals, soweit die geschichtlichen Erinnerungen A. K., F. B. Es ist der Bruchtheil einer Mart. durchprügeln zu laffen oder in anderer Weise grausam mit Otto Steinbach. Vor allem laffen Sie sich die Pfandihnen zu verfahren. Bahllos find hierfür die Beispiele aus reichen, ist es gelungen, durch Abschreckung, d. h. durch scheinebene Wenn die Sachen noch nicht eingelöst sind, so meiner eigenen unschauung und Erkundung. Als ich mich in drakonische Strafen, Berbrechen oder Gewaltthaten zu verlöfen Sie sie selbst ein und verlagen Sie die Leute auf Zahlung dem von einem deutschen Unteroffizier kommandirten Stations- hüte u. Im Gegentheil, die Erfahrung hat gelehrt, daß G. 2., Kottbuser- Damm. Von einem derartigen Brief boote in Bagamoyo an Bord des Mar" begab( im Februar gerade die Gefahr einen Ansporn bildet so daß wissen wir nichts. Für den Inhalt der Inserate über timmt die Redaktion dem Publikum ( egenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 15. Februar. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Ein Sommernachtstraum. Leng- Theater. Madame SansGêne. Deutsches Theater. Das erste Mit tagessen. In Zivil. Das Fest der Handwerker. Berin 1893. Wallner- Theater. Geschlossen. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 81/2 Uhr: Lumpensusanne oder: Nachruf. Am 12. d. M. verstarb nach schwerem Leiden unser treuer Genosse und Sangesbruder Karl Gerhardy 1744b im 38. Lebensjahre. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Die Beerdigung findet Donnerstag, Berliner Gewerkschafts- Kommission. Freitag, den 16. Februar, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Ehrenberg, Annenstraße 16: Oeffentl. Versammlung der Delegirten. Zagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Schlußabstimmung über das Gewerkschaftsden 15. d. M., Nachmittags 5 Uhr, Bureau. 3. Beschlußfassung über die Aufbringung der Mittel zur Deckung von der Leichenhalle des Neuen Jakobi- der Unkosten für das Gewerkschafts- Bureau. 4. Verschiedenes. Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. Die Delegirten werden ersucht, in dieser Versammlung bezüglich der Matineebillets abzurechnen. Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Gewerkschaftskommission. Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem VerLumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", brecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Gesangverein„ Sängerkette". ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Die Bombe, Aftervermietherin im Müllder deutschen Wagenbauer. winkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Brunwald mit bewegter Vergangen- am Dienstag, den 13. d. Mts., unser heit Martin Bendix. treues Mitglied Täglich: Auftreten des " Friedrich Wilhelmäädt. Theater. beften Bauchreduers d. Jehtzeit Der Lieutenant zur See. Residenz- Theater. Der Mustergatte. Neues Theater. A basso porto. Berliner Theater. Timon von Athen. Central Theater. Geschlossen. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Rapitän Grant. H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" Don Martin Bendix, sowie Hugo Schulz, Alfred Bender. Anfang Wochentags 72 Uhr, Sonntags 62 Uhr. Alexanderplay Theater. Dertrom Adolph Ernst- Theater. Der Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: peter von Sättingen. National- Theater. Bajazzi.- Der Teufel in Berlin. Charley's Zante. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Theater Unter den Linden. Der Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gefang in 1 Att von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: National- Theater. Spezialitäten- Borstellung Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Novitäten! Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Posse mit Gesang und Tanz von Hugo Busse. Mufit von Adolph Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Bajani", Parodistische Oper v. Hugo Busse. Hierauf: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gefang und Tanz in 3 Atten von Eugen Prudens. Musit oon A. Wiedecke. Regie: Mar Samft. Rasseneröffnung 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend Nachm. 3 Uhr: Schülervorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen: Wilhelm Tell. In Vorbereitung: Die Weber. Schauspiel in 4 Aften. und Konzert. Ein Stiergefecht in Cadig. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime, ausgeführt von den spanischen Clowns Hermandos. Neu! Fri. Elsa Zeller, RostümSoubrette. The Willon's, DoppelJongleure. Geschw. Gläser, Ge= fang- u.Instrument.- Duettistinnen. Anfang:{ Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. PassagePanopticum. Jm Theater- Saal, ohne Extra- Entree: Liederspiel G. Jäckel Deffentliche Versammlung 274/20 887/7 zu Gunsten des Vereins für die Reform der Schule u. Grziehung am Freitag, den 16. Februar, Abends 84 Uhr, im ,, Konzerthaus Sanssouci", Kottbuserstrasse No. 4a. Tagesordnung: im 49. Lebensjahre gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 15. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Staligeritr. 59 b, aus nach und dem Emmaus- Kirchhof in Briz statt. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung, Bezirk 4. Dem Gesangverein ,, Gleichheit", sowie sämmtl. Gästen, die am Sonnabend, den 10. d. M., in der Kronenbrauerei zur Beerdigung der ermordeten 441/9 Vortrag von Frau Hedwig Wilhelmi: ,, Geistiges leibliches Proletariat". Nach dem Vortrag Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer: 0. Friederici- Friedenau. Orts- Krankenkasse der Tischler und Pianoforte- Arbeiter. General Versammlung Dant. Frau Sohite, Birkenstr. 19. der Vertreter der Kassenmitglieder und der Arbeitgeber Na Nur noch kurze Zeit! Präuscher's anat. Museum. am Donnerstag, 22. Februar, Abends 71/2 Uhr, bei Bolk, Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: 2739c 1. Abnahme der Jahresrechnung pro 1893 nebst Bericht der Revisoren. Diejenigen Kollegen, welche am 28. Januar als Delegirte auf der Wahl Nell: Rebifopftuberkulose, Kehlkopf- 2. Beschwerde gegen ein Vorstandsmitglied. Zungenentzündung, Lunge mit Tuber- ftanden und nicht bis Schluß der Wahlversammlung anwesend waren, werden tulose, Herz mit Klappenfehler, Magen ersucht, sich im Kaffenlokal oder bei dem betreffenden Kassirer zu informiren, mit Entzündung, mit Geschwüren, ob sie gewählt sind. Der Vorstand. Leber- und Milzkrankheiten. Schußkanal durch fünf Körper, Gladiatorenkampf, täglich für erwachsene Herren, Dienstag und Freitag für Damen. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Letztes Gastspiel Truppe Hassoni. E Verein zur Wahrung der Jnteressen der Gast- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend. Am Freitag, den 16. b. M., Nachmittags 5 Uhr, bei Wilke, Hochstraße 32a: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag über„ Gewerbesteuer- Beranlagung" und Diskussion. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz. 164/9 Die Baby's. Centralkranken- u. Begräbnisskasse der Sattler, Echt Berliner Blut. Riesen- Programm. Entree 15 f. Refervirt 30 Pf. R. Winkler. Hoffnung( E. H. 64), Ortsverwaltung Berlin). Die Mitglieder werden hiermit zu der am Freitag, den 16. d. M., Abends 82 Uhr, bei Rehlitz, Bergstr. 60, stattfindenden Zentral- Kraufen- u. Sterbefaße eingeladen. der Zimmerer ( E. H. Nr. 2, Hamburg) Dertliche Verwaltung Berlin. General- Versammlung am Freitag, 16. Febr., Abds. 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Bolt, Alte Jakobstraße Nr. 75( unterer Saal). Tagesordnung: Nord und Süd, 1. Abrechnung pro 4. Quartal 1893. 2. Gründung einer Filiale in Nord- Ost. 871/6 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht von R. Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Central- Theater. Concordia- Festsäle Alte Jakobstraße 30. Wegen der im Deutschen Theater ftattfindenden Wiederholung der Meissner- Vorstellung geschlossen. Freitag, den 16. Febrane cr.: Zum 18. Male: E Herr Coulisset. Schwant in 3 Atten v. Blum u. Toché. Sierauf zum Berlin 1893. 55. Male: Revue in 2 Abth. von L. Leipziger. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ratweil'sche Bierhallen G Bommandantenstr.77-79. Melt. u. größt. Etablissem. Berl. Läglich abwechselnd. Programm bei freiem Entree der ersten Wiener Damenkapelle Mikloska" und Auftreten von C. Saeger, 64. Andreasẞtraße 64. Wegen anderer Verbindlichkeit der Norddeutsch. Sänger fällt die Soiree am 15. d. M. aus und findet die nächste am Donnerstag, 22. Februar 65/19 statt. C. Saeger. Castan's Panoptikum. Ecke Friedrich- und Behren- Strasse. Nur noch furze Zeit: G Märchen- Cyclus. Circus Renz. ( Karlstraße.) Donnerstag, den 15. Februar cr., Abends 7/4 Uhr: Zum vorletzten Male: Der Vorstand. J. A.: August Gruse, Barnimstr. 41 a General- Versammlung des Kr.- Unterfügungsvereins der Labafarbeiter Berlins früher Medizinal- Verein. ( Eingeschriebene Hilfstasse Nr. 88) Sonnabend, den 24. Febr., Abends 9 Uhr, bei Feindt, Weinstr. 11. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung pro 4. Quartal 1893. 2. Neuwahl des Vorstandes und Ausschusses. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. 322/18 J. A.: Carl Butry. Ausserordentliche General- Versammlung d. Orts- Kr.- Kaffed. Korbmacher zu Berlin Montag, den 26. Februar 1894, Abends 8 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21. Tagesordnung: 1. Ersatzwahl eines Arbeitgebers. 2. Erhöhung der Beiträge. Quittungsbuch legitimirt. 1741b Ein Künstlerfest. 17. Künstlern. Spezialitäten ueberraschende Licht- und Waffereffekte. 1. Ranges. Mr. Kauning, Stunde 60 Pf. Grosses Pracht- Feuerwerk. Außerdem: Musterung der Der Vorstand. Tischler- Verein. Maskenball Februar, Abends 9 Uhr, bei Keller, Hafenhaide. 11 Uhr: Großer Aufzug. Nächste Versammlung 24. Februar, Concertmaler. Neuerwerbungen für den Marstall. Abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15. 383/11 Chemisch analysirte, garantirt echte Medicinal- Ungarweine, sowie 56232* Derselbe wird innerhalb 15 Minuten 4 arabische Schimmelhengste, als ein Delgemälde malen, welches nach Fahnenpferde vorgeführt vom Direktor Schluß der Vorstellung gratis ver- Fr. Renz. 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Bestes Lagerbier Fl.( Patentflaschen) für 8 Mt. ( Pfand pro Flasche 10 Bf.) 1/8 Zo. Lagerbier für 3 Mark. Do. 1/4 20. 6 Mark. u. f. w. . Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 38. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Donnerstag, den 15. Februar 1894. 49. Sigung vom 14. Februar 1894, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: von Bötticher. Die zweite Berathung der Anträge Gröber( 3.) und Ridert ( Frf. Vgg.) auf Abänderung des Wahlgesetes wird fortgefeßt. § 11a der Abänderungsvorschläge bestimmt, daß die Abgabe der Stimmzettel in amtlich abgestempelten Umschlägen erfolgen soll, deren Beschaffenheit gleichmäßig für alle Wahlkreise vom Bundesrath festzustellen ist. Abg. v. Heereman( 3.) empfiehlt die Annahme dieser Menderung. für Abg. v. Marquardsen( nt.) spricht sich ebenfalls Rouverts aus. Abg. Rickert: Die Wahlkouverts verbürgen allein die Geheimhaltung der Wahl noch nicht. Der springende Punkt ist, daß man den Wählern einen Moment verschafft, in dem sie unbeobachtet den von ihnen aus freier Ueberzeugung gewählten Stimmzettel in das Rouvert stecken können. Wenn die Nationalliberalen noch der Beweise bedürfen, was alles in dieser Richtung an Zwang und Vergewaltigung geschehen ist, so verweise ich auf ein Gerichtsurtheil aus Bochum, welches alle jene Manipulationen, das Gebot des Hochhaltens der Zettel, das Verbot, die ausgehändigten Zettel in die Tasche zu stecken u. s. w. als schwere Gefeßesübertretungen brandmarkt, ich verweise auf die Instruktionen, welche nationalliberale und konservative WahlTomitees in dieser Richtung erlassen haben. § 11a wird gegen die Stimmen der beiden Parteien der Rechten angenommen. § 11b soll einen neuen dritten Absah erhalten, welcher die Schaffung des Isolirraum vorschreibt, in welchem der Wähler unbeobachtet den Stimmzettel in das Rouvert legen fann. Die Abgg. Baffermann und Prinz zu Carolath wollen diesen Zusatz beseitigen. 11. Jahrg. 6 Uhr vor, trotzdem wird z. B. auch in Berlin anders ver- schaffen. Eine Minimal- Kündigungsfrist von 4 Wochen würde fahren. Für den Antrag Caffelmann und gegen denselben den Unternehmern nichts schaden, das Personal aber davor sprechen zahlreiche Gründe, ich kann zur Zeit mich für ihn nicht sichern, plöglich auf Straße geworfen zu werden. entscheiden. Der Unternehmer fann sich nicht darüber beklagen, Abg. v. Marquardsen ist dem Antrage geneigt; die Ent- wenn das, was jetzt ungefähr den thatsächlichen Verscheidung werde der dritten Lesung zu überlassen sein, wo auch hältnissen entspricht, gesetzlich festgelegt wird. Ich bin überauf die Verlängerung der Wahlzeit zurückzukommen sein werde. zeugt, daß auch die anderen Parteien eine Kündigungsfrist Abg. Stephan- Beuthen( 3.) spricht sich auch für den An- von 14, 8 oder 1 Tag als unmoralisch ansehen. Man kann trag aus, dessen endgiltige Fassung der dritten Lesung vor- diese Zustände nicht anders denn als eine Schmach für den behalten bleiben könne. Der Antrag komme einem wirklichen Handelsstand bezeichnen. Bahlreiche Petitionen von HandlungsBedürfniß entgegen. gehilfen sprechen sich für die Minimal- Kündigungsfrist aus, nicht eine einzige steht auf dem Standpunkt der Unternehmer, daß die volle Vertragsfreiheit aufrecht zu erhalten sei. Der Unterschied in den Petitionen ist nur der, daß die einen eine von vier von 6, die andern Minimal- Kündigungsfrist von 6, Wochen wünschen. Wir sollten mit dieser Frage nicht bis zum Erlaß des bürgerlichen Gesetzbuchs warten. Sie werden durch eine schnelle Erledigung der Sache dem Handlungsgehilfenstand einen großen Dienst erweisen, jedoch nur mit der Minimalfrist von 4 Wochen. Das entspricht den Interessen der Industrie und des Handlungsgehilfenstandes und ist seiner würdig. Ich werde in zweiter Lesung den Antrag stellen, daß die Vereinbarung einer fürzeren als vierwöchentlichen Kündigungsfrist nicht zulässig ist. Mit der einstimmigen Annahme dieses Antrages würden Sie sich den Dank des Handlungsgehilfenstandes erwerben. Abg. Zubeil( Soz.): Wir haben in der Fraktion zu dem Antrage noch nicht Stellung nehmen können. Es muß uns aber sehr daran liegen, daß die bis zum Schlusse der Wahlzeit im Wahllokal Erschienenen auch ihr Wahlrecht ausüben fönnen; wir sind deshalb mit der Tendenz des Antrags einverstanden; die definitive Formulirung sollte man bis zur dritten Lesung aussetzen. Abg. Caffelmann beklagt, daß auch die so werthvolle Verlängerung der Wahlzeit den Beifall des Abg. v. Marquardsen nicht finde. Abg. Rickert bittet den Antragsteller, den Antrag bis zur dritten Lesung zurückzuziehen. Nachdem Abg. Casselmann erklärt hat, zur Zurücknahme des Antrags keinen Grund zu haben, wird§ ile mit diesem Antrag angenommen. § 11f trifft Bestimmung darüber, welche Stimmzettel ungiltig sind. Es soll hinzutreten die Vorschrift, daß dazu auch Stimmzettel gehören, die nicht in amtlich gestempeltem Umschlag oder in einem durch ein Kennzeichen auffällig gemachten Umschlag übergeben worden sind. Das letztere soll auch von den Stimmzetteln gelten. Abg. Baffermann beantragt, wie früher auch die Stimmzettel, die nicht von weißem Papier find, für ungiltig zu Abg. Leuzmann will auch Stimmzettel, deren Gewicht und Größe von den amtlich festgestellten Gewichts- oder Größe bestimmungen erkennbar abweichen, für ungiltig erklären. Abg. Baffermann( ul.) hält dafür, daß die Anbringung heißen Abg. Gröber hält beide Anträge für überflüssig, da es jetzt dieser Isolirräume innerhalb des Wahllofals namentlich nicht mehr heißen folle mit feinem äußeren Kennzeichen", auf dem Lande gar nicht möglich sein wird, man sondern nur mit einem Kennzeichen", womit beide besonderen müßte dann von Staatswegen besonders konstruirte Wahl- Wünsche gedeckt würden. Totale bauen. Die Benutzung des Isolirraums würde§ 11f wird unverändert angenommen, ebenso der Rest der in Wahlkreisen mit starker Bevölkerung das Wahlgeschäft sehr Abänderungsanträge ohne Debatte. verzögern und der Wahlanfechtung Thür und Thor öffnen, zumal eine Strafandrohung wegen Mißbrauchs dieser Bestimmung nicht vorgesehen sei. Abg. v. Marquardsen bekämpft ebenfalls die praktisch und technisch gleich bedenkliche Dunkeltammer. Man möge doch einmal es mit dem Umschlagsystem allein versuchen. Abg. Barth: Wenn das Hineinlegen des Bettels vor ver sammeltem Kriegsvolt geschehen soll, wird die Sache noch schlimmer wie sie schon ist. Unser Vorschlag kann mit den primitivsten Mitteln hergestellt werden. Abg. Träger( Frf. Vp.) hat für den Antrag Singer außer ordentlich viel Sympathie; sehr schwierig aber erscheine es, die vierwöchentliche Minimal- Kündigungsfrist organisch dem Handelsgesetzbuch einzuverleiben. Wie soll es in diesem Falle mit der vierwöchentlichen Probezeit gehalten werden? Eine bestimmte Erklärung über die Forderung läßt sich jedenfalls zur Zeit nicht abgeben. Abg. Spahn( 3.) spricht sich für den Antrag Schröder aus mit der Modifikation, daß die Kündigung immer nur am Ersten jedes Monats ausgesprochen werden soll. Abg. Baffermann( natl.) ist mit seiner Partei ebenfalls mit victh; der Tendenz des Antrages einverstanden und hat auch gegen den Uebergang zur zweiten Lesung ohne Kommissionsberathung nichts einzuwenden. Die Anregung des Abg. Singer ist sehr beachtenswerth; das formale Prinzip der Vertragsfreiheit muß überall da weichen, wo die Praxis eine Benachtheiligung der wirthschaftlich Schwachen und infolge davon schwere Unzuträglichkeiten erkennen läßt. Ebenso muß Es folgt die erste Lesung des Antrags Schröder, betr. die den Handlungsgehilfen ein Klagerecht auf das Zeugniß einge Abänderung des Artikels 61 des Handelsgesetzbuches. räumt werden. Der Antrag bezweckt Neuordnung der Bestimmungen über die Im ähnlichen Sinne äußern sich die Abgg. v. Buchka( dk.) Kündigungsfrist und die Ausstellung der Zeugnisse. Die und Klemm- Dresden( Antisemit). Kündigungsfrist foll, wo sie vertragsmäßig vereinbart ist, für Damit schließt die erste Berathung. Das Haus tritt sofort beide Theile gleich und jede entgegenstehende Vereinbarung rechts in die zweite Berathung ein, beschließt aber, da ein Abänderungsungiltig fein. Beim Abgange follen die Handlungsgehilfen ein vorschlag Singer vorliegt, die Bertagung. Zeugniß über Art und Dauer ihrer Beschäftigung fordern tönnen, auf ihr Verlangen soll dieses Zeugniß auch auf Führung und Leistungen ausgedehnt werden. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr. ( Poſtetat und Wahlprüfungen.) Herrenhaus. 4. Sigung vom 14. Februar 1894, 2 Uhr. Am Ministertische: Bosse und Kommissarien. Präsident Otto Fürst zu Stolberg eröffnet die Situng mit geschäftlichen Mittheilungen. M Abg. Auer( S03): Der Antrag Baffermann ist eine Ver Antragsteller Abg. Schröder( fr, Vgg.) empfiehlt in längerer schlechterung des bisherigen Zustandes und daher unannehmbar. Rede den Antrag, der schon im vorigen Jahre als Antrag Will man den Verschlag nicht, so muß die Sache überhaupt Goldschmidt sehr freundlich aufgenommen worden sei. Die voranders angefaßt werden. Es muß dann vorgeschrieben werden, geschlagenen Menderungen entsprächen dem allgemeinen Wunsche daß die Kuverts auf dem Rathhause oder bei einer Behörde der Handlungsgehilfen. Da die Materie genügend erörtert sei, vor der Wahl zu erhalten sind. Wir fönnen aber mit dem stehe der sofortigen Vornahme der zweiten Lesung wohl nichts Am 25. Januar ist das Mitglied, General der Kavallerie, Verschlag sehr gut auskommen, was man dagegen anführt, sind im Wege. Graf Georg v. d. Gröben Neudorfchen gestorben. Die Herren nur Möglichkeiten, die uns von der Schaffung weiterer Abg. Singer( Soz.): Wir werden diesem Wunsche feinen ehren das Andenken des Verstorbenen durch Erheben von den Garantien für Wahlfreiheit und Wahlgeheimniß nicht ab Widerspruch entgegenfeßen. Für die Frage der Zeugnißaus- Pläßen. halten dürfen. In Wahlbezirken mit großer Wähler: stellung ist es nicht mehr nöthig, noch weiter Worte zu ver- In das Herrenhaus berufen sind u. A. der Herzog Ernst zahl braucht man ja einfach nur eine größere Bahl lieren. Das Wichtigere ist die Regelung der Kündigungsfrist. Günther von Schleswig- Holstein- Sonderburg- Augustenburg und folcher Verschläge anzubringen. Der widerspenstige Wähler, der Die viel gerühmte Vertragsfreiheit des Handelsgesetzbuchs der Herzog Ferdinand von Schleswig- Holstein- Sonderburgfich in dem Verschlag festsetzt oder gar darin einschläft, fann bat sich für die Mehrzahl der Handlungsgehilfen zu einer wahren Glücksburg. Neu eingetreten sind die Herren von der Gröben, ruhig der Fürsorge des mit Polizeibefugniß ausgerüsteten Wahl- Unfreiheit und Vogelfreiheit umgewandelt. Gewisse Geschäfts- v. Kalkreuth, v. Beer und Fürst Leopold zu Salm- Reiffervorstandes überlassen werden. ordnungen gewisser großer Firmen könnte man zutreffender mit scheid. Abg. Gröber tritt für seinen Antrag ein. dem Worte Stlavenordnung" bezeichnen. So behält sich eine Eingegangen find die Uebersicht über die Darstellung des Abg. Lenzmann( Frf. Vp.) erwidert dem Abgeordneten der bekanntesten Firmen Leipzigs in ihrem Engagementsvertrag Ergebnisses der 1893 stattgehabten Verhandlungen des Landesv. Marquardsen, daß mit den Kuverts allein nichts erreicht das Recht vor, jeden Tag zu fündigen, während der Kommis an Eisenbahnrathes, der Bericht über die Ergebnisse der wird, weil man nicht wisse, ob nicht vorher der Wähler einen die Frist des Handels- Gesetzbuches, also an die sechswöchentliche 1886 bewirkten Umwandlung von Prioritäts- Anleihen ver bestimmten Zettel in das Kuvert zu thun gezwungen worden Kündigung zum nächsten Quartalsersten gebunden ist. Noch staatlichter Eisenbahnen in konsolidirte Staatsschuld, der Bericht sei. So beschränkt werde doch auch fein Wahlvorsteher sein, schlimmer find die Kontrakte, welche eine der bekannte über die Bauausführungen in der Eisenbahnverwaltung pro um nicht zu wissen, wie er den Verschlag einzurichten habe. Die ften Berliner Firmen, Rudolph Herzog, mit ihren Rommis 1892/93 und eine Dentschrift über die Verwendung von Staatszur Zeit der Wahlprüfungs- Kommission vorliegenden Wahlatten abschließt. Es werden durch die Vertragsfreiheit die wirth geldern für Flußregulirungen. legten fchreiendes Zeugniß ab für die stete Wiederkehr der schaftlich Schwachen willenlos in die Hand der wirthschaftlich Die ersten drei Berichte werden der Kommission für Eisenschändlichsten Wahlbeeinflussungen in denselben Wahlkreisen, Starten gegeben. Die kleine Verbesserung, die hier vorgeschlagen bahn- Angelegenheiten, die Denkschrift der Kommission für den namentlich im Bereich der nationalliberalen Großindustrie in wird, trifft nicht das, um was es sich handelt; fie verhindert Staatshaushalt überwiesen. Rheinland und Westfalen. nicht, daß die Leute jeden Tag, jede Woche auf's Pflaster ge- Auf der Tagesordnung steht zunächst die Wahl von drei Abg. v. Marquardsen( natl.): Daß der Wähler nach dem worfen zu werden fürchten müssen. Der Kommis ist eben öfo- Mitgliedern für die statistische Zentralfommmission. Die bisVorschlag Bassermann den Wahlzettel im Wahllofal in das nomisch nicht in der Lage, seinen Willen zum Ausdruck bringen herigen Mitglieder Geh. Justizrath Prof. Dr. Hinschius und Ruvert legen soll, ist doch selbstverständlich. Der Vorschlag zu können. Die amtliche Enquete über die Verhältnisse in den Oberforstmeister v. Alvensleben erklären sich bereit, ihr Amt auch Auer's, daß die Kuverts bei den Behörden von den Parteien Handelsgewerben hat sich auch auf diesen Punkt erstreckt; auf für diese Legislaturperiode beizubehalten. An Stelle des Herrn entnommen werden sollen, paßt nur für Wahlen, für die die das Gutachten des Vereins der Berliner Industriellen darf man Staatssekretärs Dr. v. Stephan wird Generalauditeur Jttenbach Parteien die Kandidaten amtlich nominiren, wo Stimmzettel, die aber nichts geben, wenn man wirklich an den schlimmen zu gewählt. auf andere Namen lauten, als sie die Parteien nominirt haben, ständen etwas bessern will. Dieses Gutachten ist nicht allgemein ver- Es folgt die Berathung und Beschlußfassung über die geungiltig sind. öffentlicht, weil es allen Anlaß hatte die Kritik zu scheuen, es schäftliche Behandlung der Novelle zu den Staatsgefeßen über Abg. Barth( Frf. Bg.): Durch die Umschläge allein find vielmehr nur wenige Exemplare gedruckt und einige dem die Kirchengemeinde- und Synodalordnung und die Kirchenverwürde lediglich der Glaube erweckt werden, als ob zur Wahrung Reichskanzler übergeben. In bezug auf die Kündigungsfristen fassung. des Wahlgeheimnisses etwas geschehen wäre. Abg. Bassermann will es bei der bisherigen Vorschrift be laffen. Abg. Gröber plädirt für seinen Vorschlag, da man in der Bertrauensseligkeit den Wahlvorstehern gegenüber nicht zu weit gehen dürfe. Abgeordnetenhaus. 15. Sigung vom 14. Februar 1894, 11 Uhr. Am Ministertische: Miquel, v. Schelling. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten Berathung des Staatshaushaltes für 1894/95. Beim Etat des Ministeriums der auswärtigen Angelegen heiten und zwar bei den Ausgaben für nicht aversionirte Postporto- und Gebührenbeträge 2c. bespricht find die Angaben derart, daß man nur das eine aus ihnen ent- Nach kurzer Debatte beschließt das Haus die Novelle nach § 11b wird in der vorgeschlagenen Fassung gegen die nehmen kann, daß man es nicht so macht, wie die Herren es voraufgegangener Generaldiskussion schon heute einer Kommiffion Stimmen der Rechten und der Nationalliberalen ange- vorschlagen. Wenn jemals eine maßlose Uebertreibung geschehen zu überweisen. Es meldet sich jedoch in der allgemeinen Benommen. Der Antrag Bassermann ist damit erledigt. ist, so ist es hier der Fall. Der Verein Berliner Industrieller sprechung niemand zum Wort. Die Vorlage wird einer KomNach§ 11e soll die Wahlzeit von 10 Uhr Vorm. bis 7 schreibt an den Reichskanzler, daß eine Regelung der mission von 15 Mitgliedern überwiesen, welche morgen vor der Gjetzt 6) Uhr Nachmittags dauern. Die Annahme erfolgt ohne Ründigungsfristen lediglich im Interesse des untüchtigen Plenarsizung gewählt werden soll.. Diskussion. Theiles der Gehilfenschaft liege. Vergleichen Sie mit Schluß 28/4 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 2 Uhr. § 11d enthält nach dem Vorschlage der Abgg. Gröber und diesem Gutachten die Petitionen der Handlungsgehilfen, so( Die oben mitgetheilten Berichte.) Rickert die Neuerung, daß der Wähler selbst, nicht der Wahl- sehen Sie, daß hier das nackte Unternehmerinteresse in den vorsteher, das Kuvert in die Wahlurne legen soll. Vordergrund geschoben wird. Die Handlungsgehilfen werden wie ein Stück Waare behandelt, das gekauft wird, wenn es gebraucht wird, und hinausgeworfen wird, wenn es unbrauchbar geworden ist. Das Wunderbarste an Uebertreibungen leisten sich die Herren in Folgendem: fie fordern die Beibehaltung der Vertragsfreiheit, indem sie sagen, durch die gefeßliche Einführung Abg. Marquardsen glaubt, daß der Antragsteller in seinem der Minimal- Kündigungsfrist an ein untüchtiges Geschäftspersonal Mißtrauen gegen die Wahlvorsteher zu weit geht, indem er ihn mindestens auf 2 Monate gefesselt zu sein, würde zum Ruin des sogar der Möglichkeit der zulässigen und berechtigten Kontrolle Handels beitragen. Unter einer größeren Anzahl von beraube. Handlungsgehilfen einige untüchtige im Personal zu haben, sie Abg. Mohr- Altona( natl.) das preußische Konsulatswesen. Abg. Rintelen( 3.) wendet dagegen ein, daß nach dem bis- nicht jeden Tag auf das Pflaster werfen zu können, soll Nach Beantwortung seiner Beschwerde über die Konsular herigen Verfahren vielfach ein Wahlvorsteher durch das Befühlen den Ruin besiegeln! Dieser Auffassung, die wohl nicht die der berichte durch den Geh. Legationsrath Reichardt wird der der Bettel zu ermitteln wußte, wie dieser oder jener Wähler ge- Majorität des Handelsstandes ist, steht diametral eine Unter- Titel bewilligt. wählt hatte. Solchen Eventualitäten solle vorgebeugt werden. suchung der thatsächlichen Verhältnisse, die der Verein Berliner Unter den Besoldungen für die Gesandtschaften sind 8 11d wird gegen die Rechte und die Nationalliberalen ge- Industrieller gemacht hat, gegenüber, in welcher festgestellt werden 36 000 M. für den Gesandten in Stuttgart ausgesetzt. Im nehmigt. Zu§ 11e( Prüfung der Umschläge nach Schluß der mußte, daß fünfzig Prozent dieser Leute eine vierwöchentliche vorigen Jahre waren ebenfalls 36 000 M. angesezt, aber davon Wahlhandlung und Feststellung des Resultats) liegt ein Antrag Kündigungsfrist haben und dennoch nicht den Konkurs angefagt 6000 M. als fünftig wegfallend bezeichnet. Die Budgetfommission Gaffelmann vor, wonach von 7 Uhr ab nur Wähler zur haben! Von den 657 Geschäften haben nur 245, also 37 Prozent, beantragt, das Gehalt für den Gesandten in Stuttgart auf Stimmabgabe zugelassen werden sollen, welche vor 7 Uhr bereits die gefeßliche Kündigungsfrist von sechs Wochen. Bei diesen 30 000 M. zu ermäßigen. im Wahllokale anwesend waren. 657 Geschäften handelt es sich um 1010 Betriebe, davon haben Der Antrag der Budgetkommission auf Streichung wird Abg. Casselmann( frs. Vp.) bedauert, daß man nicht dazu 339 eine sechswöchentliche, 11 Prozent eine vierwöchentliche, 503 eine nach längerer Debatte, an der sich mehrfach auch der Finanzübergehen wolle, die Wahl am Sonntag vorzunehmen. Dafür zwei bis dreiwöchentliche und 25 eine 24stündige Kündigungsfrist. minister Miquel betheiligte, einstimmig angenommen; im habe man die Wahlzeit um eine Stunde verlängert. Im Interesse Von den in diesen Betrieben angestellten weiblichen Handlungs- übrigen wird der Etat des Auswärtigen Ministeriums ohne der räumlich sehr ausgedehnten oder unwegsamen Wahlkreise müsse gehilfen haben 284 die handelsgefeßliche Kündigungsfrist, weitere Debatte genehmigt. aber wenigstens entsprechend seinem Antrage die Möglichkeit der 449 eine monatliche, 499 eine zweiwöchentliche Kündigungsfrist Es folgt der Etat der Münzverwaltung. Stimmabgabe ausgedehnt werden. vierundzwanzigstündige Kündigungsfrist. Abg. Arendt( ft.) weist darauf hin, daß die 5 400 000. und 67 eine Abg. Auer( Soz.): Bezüglich des Schlusses der Wahlhand: Diese Verhältnisse stehen mit den jetzigen Anforderungen in Silbermünzen, die im vorigen Jahre ausgeprägt find, heute lung herrscht allerdings eine verschiedene Praxis. Das Wahlgeset bezug auf die öffentliche Wohlfahrt nicht im Einklang. Die höchftens 2 400 000 m. werth sind. Diese unterwerthigen Münzen und das Reglement schreiben den Schluß der Stimmabgabe um fozialpolitische Gesetzgebung muß auch auf diesem Gebiet Wandel sind sonst nur in der Kipper- und Wipperzeit geprägt worden M Abg. Paasche( natl.): Es sei durchaus nicht eine baldige Erschöpfung der Goldvorräthe zu erwarten. Die Steigerung der Goldproduktion hat in den 70er Jahren auch eine Goldentwerthung mit sich gebracht. Die Informationen über die Goldvorräthe hat Redner vom Professor Emanuel Kaiser in Marburg, dessen geologische Autorität mindestens ebenso groß ist als die volkswirthschaftliche des Professor Sueß. Abg. Arendt( ft.): Herr v. Eynern irrt, wenn er meint, wenn ich im Reichstag fäße, würde ich diese Rede hier nicht halten. Ich würde die Rede ganz genau so balten wie jetzt; Denn es kann von diesen wichtigen Dingen nicht genug gesprochen werden. Wenn das Silber jetzt im Preise gesunken ist, so ist das nicht eine Folge der gestiegenen Produktion; denn es sind ia Abg. Fuchs( 3.): Wenn der Goldwerth schwankt, dann jetzt viele Minen geschlossen. Der Preissturz ist eine Folge davon, daß dem Silber die Eigenschaft als Münzmetall entzogen ist. Ob die Silberenquete nach der Art ihrer Zusammensetzung die Gewähr eines guten Ergebnisses für sich hat, weiß ich nicht. Man hat dafür gesorgt, daß die Ansichten des Herrn v. Eynern die Mehrheit erhalten. Abg. v. Eynern( natl.): Warum diskreditirt Herr Arendt die Silberenquete schon jetzt? Er sieht wohl die Unfruchtbarkeit dieser Berathung schon jetzt ein. eignet das Gold fich nicht als alleiniger Werthmesser; es muß ein anderes Metall als Werthmesser hinzugenommen werden. Abg. Graf Limburg( t.): Es tommt darauf an, was die Leute wollen. Wenn man das Silber wieder einsetzen will, dann wird es gemacht. Wir glauben, daß es möglich ist, daß das Silber in eine bessere Relation gesetzt wird, daß diese Relation aufrecht erhalten werden kann, daß nicht genügend Gold produzirt wird. Wir werden in diesem Sinne weiter wirken. ( Beifall rechts.) Der Etat der Münzverwaltung wird darauf genehmigt. Es folgt der Etat der Staatsarchive. Beim Gehalt des Direktors der Staatsarchive, 9000 M., weist Abg. v. Strombeck( 3.) darauf hin, daß 1886 die Verlegung des Archivs von Magdeburg nach Halle vorgeschlagen, aber vom Hause abgelehnt wurde. Die Räume in Magdeburg wurden als unzulänglich erklärt. Es ist aber trotzdem nichts geschehen; wird demnächst ein Bau ausgeführt werden? und in der Zeit der Kriegsnoth unter Friedrich dem Großen. 1 genommen hat, es sei gegenüber den gewaltigen Veränderungen seine Anklagen wegen der vielen Selbstmorde in der Armee Kommen wir, wie ich hoffe, zur Doppelwährung, dann auf dem Gebiet des Münzwesens in der ganzen Welt gegenüber nicht nur eine genaue Statistit der Selbstmorde geben müssen die Münzen in vollwerthige ungeprägt werden, den wachsenden Meinungsverschiedenheiten, den vermeintlichen fönnen, sondern auch eine genaue Statistik über die verschiedenen bleiben wir bei der Goldwährung, dann ist die Aus- oder wirklichen Interessengegensägen erwünscht, wieder einmal Kategorien der Motive, die zum Selbstmorde führten. Und da prägung fo unterwerthiger Münzen erst recht nicht zu verant die Thatsachen und Verhältnisse objektiv untersuchen zu lassen, zu solle man teine Kriminalstatistik haben, die für die Militärworten. Wir haben vielleicht den Umlauf an Silberthalern bisher erwägen, ob eine Aenderung im Münzwesen gerathen und mög- verwaltung selbst nöthig sei. Offenbar handle es sich um die unterschätzt; es sollen 2351/2 Millionen Silberthaler in der Bank lich fet und welche Mittel vorhanden sind, um ein solches Biel beliebte Geheimthuerei, man unterbrüde jetzt auch die Veröffentliegen. Oder es haben vielleicht schon betrügerische Nachzu erreichen. Weder die Reichsregierung, noch die preußische Regie- lichungen über die Selbstmorde, weil diese angeblich agitotorisch prägungen stattgefunden. Es ist dem Ministerpräsidenten sehr rung geht mit einer vorgefaßten Meinung in die Untersuchung hinein. ausgenutzt würden. Man werde im Plenum noch darauf zurückzu danken dafür, daß er auf diesen Punkt die Aufmerksamkeit Daraus ergiebt sich von selbst, daß der Vorwurf, als ob die tommen. Abg. Gröber bringt eine Resolution ein, in der der der Behörden gelenkt hat. Für die Deckung einer so großen Reichsregierung von vornherein die Kommission nach einer be- Reichskanzler zur Vorlegung einer Militär- Kriminalstatistik aufMenge unterwerthigen Geldes reicht der Kredit des Deutschen stimmten Richtung zusammensetzen fonnte, unbegründet ist. Was gefordert wird. Abg. v. Podbielsky: Die Militär- Straf Reichs nicht aus. Wenn man die Goldwährung durchführen imich betrifft, so würde ich persönlich auf die Mehrheits- prozeßordnungen im Deutschen Reich seien verschieden, deshalb sei will, dann muß man entweder die Gilberthaler verkaufen oder abstimmungen einer solchen Kommission ein geringeres Gewicht eine Statistit nicht möglich, oder nur eine ungenaue, es die Silbermünzen vollwerthig machen. Beides kostet aber legen als auf die Ergebnisse der Verhandlungen. Die Beweis fehle die gleiche Grundlage für die verschiedenen Militär1/4 Milliarde Mart. So viel wird ja wohl die Goldwährung führung wird entscheidend sein, nicht die Abstimmung.( Beifall fontingente. Abg. Gröber: Ist das Strafverfahren verschieden, werth sein. Es ist auf die Dauer nicht zu ertragen, daß Silber lints.) An der Debatte selbst mich zu betheiligen, habe ich fein so nicht das Strafgesetz; letzteres gelte für die gesammte deutsche münzen 60 pet. unter dem Werth ausgeprägt werden.( Beifall Intereffe, weil ja die Kommission eingesezt ist. Aber ich habe Armee. Der Einwand des Vorredners sei also hinfällig. Auch rechts.) den Eindruck befommen, daß, wenn es schon bedenklich ist, daß im Zivil Strafprozeß sei die Juftizhoheit Landessache, dennoch Unter Staatssekretär Meinecke: Die Ausprägung der die Landtage sich mit den Reichsfragen beschäftigen, und die sei eine gemeinsame Kriminalstatistik vorhanden. Die Resolution Münzen ist durch Reichsgeseh geregelt, davon fann nicht ab Wüngfrage ist eine Reichsfrage und hat sogar eine internationale Gröber wird mit großer Mehrheit angenommen. gewichen werden. Bedeutung dies um so bedenklicher ist, wenn die ganzen De- Bei dem Kapitel Militärärzte" bringt der Abg. Bebel Abg. v. Eyneru: G3 handelt sich hier um eine Reichs: batten gar keinen praktischen Zweck verfolgen. einen Fall zur Sprache, wonach ein Arzt( Tr. R. Oppenheimer angelegenheit und es ist zu bedauern, daß Herr Arendt nicht ein Abg. v. Eyneru: Wer nicht Anhänger der Doppelwährung in Straßburg i. Elsaß) wider die gesetzlichen Bestimmungen. Reichstagsmandat erhalten hat, dann würde er uns hier nicht ist, wird als Gegner der Landwirthschaft angegriffen; deshalb der Heerordnung verpflichtet worden sei, das zweite Halbjahr in jedem Jahre eine Silberrede halten. Seit Jahren prophezeien müssen wir unsere Gründe angeben, weshalb wir die Doppel- feines Einjährigendienstes mit Verlust der Stellung als Unterarst Herr Arendt und seine Freunde, daß Maßregeln gefunden werden währung als ein Phantom betrachten müssen und doch gute anzutreten, allem Anschein nach, weil er Sozialdemokrat fei. Er fönnten, um den Silberpreis zu heben. Es giebt Leute, welche Freundschaft sind. Könnten wir die Doppelwährung im Ver- frage an, wie die Militärbehörde ihr Verfahren rechtfertige. daran glauben und dazu gehören auch einige Mitglieder der hältniß von 1: 151/2 herstellen, so würde ich mit beiden Händen Gen.- Lieut. v. Goßler erklärt, genau sei ihm der Fall nicht be= preußischen Staatsregierung. Die Frage ist, ob es möglich ist, zugreifen. Aber das ist unmöglich. Auch wenn drei Viertel der tannt, es sei ihm aber so viel erinnerlich, daß der Dr. Oppen unterwerthiges Metall im Preise zu heben. Die Regierung hat sich Kommission aus Doppelwährungsleuten bestehen, so wird sie zu heimer sich an sozialdemokratischen Agitationen und an sozialdarüber noch keine feste Meinung gemacht. Die große Steigerung der teinem andern Ergebniß fommen. Daß die Preise der land- demofratischen Festlichkeiten anläßlich der Anwefenheit des Abg. Silberproduktion hat das Silber zu einer Maritwaare gemacht wie wirthschaftlichen Produkte infolge der Silberentwerthung all- Bebel in Straßburg betheiligte, das tönnen die Militärbehörden alle andern Metalle. Ich habe bedauert, daß der Minister- gemein gefunden sind, ist von Herrn Brömel schon widerlegt nicht dulden. Die Sozialdemokratie tämpfe gegen die Einrichtung präfident Graf Eulenburg in seinem bekannten Refkripte davon worden. 1890 waren die Preise für Getreide so enorm gestiegen, der Vorgesetzten, die Militärverwaltung fönne also einen gefprochen hat, daß der Silberpreis wohl seinen tiefsten Stand daß man die landwirthschaftlichen Zölle suspendiren wollte; Sozialdemokraten nicht in der Stellung eines Vorgesetzten be erreicht hätte, seitdem ist der Silberpreis von 31 auf 29 Pence damals war die Silberentwerthung vorhanden wie jetzt, und trotz- laffen. Abg. Singer: Er frage; woher die Militärbehörde gefunten. Daß wir von diesen Schwankungen und Erschütterungen dem waren die Preise so hoch! wisse, daß der Dr. Oppenheimer bei Anwesenheit Bebels in verschont geblieben sind, verdanken wir nur der guten ReichsStraßburg sich in der angeführten Weise bemerkbar gemacht Münzgesetzgebung. habe. Es scheine ein Spionensystem zu bestehen, das sich mit der Unabhängigkeit der Staatsbürger nicht vertrage, dies gehe auch aus andern bekannt gewordenen und erörterten Vorgängen hervor. Kriegsminister Bronsart von Schellendorf: Spione habe man nicht, aber wenn ein Mann wie Dr. Oppenheimer den Abg. Bebel am Bahnhofe in Empfang nehme, fo würde das vielseitig bemerkt und die Militärbehörde erfahre es. Die Sozialdemokraten beabsichtigten zugestandenermaßen den Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung, fie nehmen auch eine durchaus feindliche Stellung zum Königthum ein, wie fönne man da einen Sozialdemokraten zu einer Offiziersstelle zulassen. Er verstehe nicht, wie ein zielbewußter Sozialdemokrat überhaupt den Fahneneid leisten könne, der doch wider seine leberzeugung gebe. Abgeordneter Bebel: Er wiffe genau, daß die Straßburger Polizei den Dr. Oppenheimer der Militärbehörde denunzirt habe, solche Liebesdienste verrichte die Polizei Abg. Paasche( natl.): Die Silberproduktion ist seit den überall, er wiffe nicht, ob auf Ansuchen der Militärbehörde. fünfziger Jahren auf das sechsfache gestiegen; die Goldproduktion Oppenheimer habe allerdings mit ihm verkehrt, er habe sich ist nur von 556 auf 592 Millionen gestiegen. Es steht eher eine aber nicht an Demonstrationen betheiligt. Er habe ein sehr weitere Ausdehnung der Goldproduktion als eine Einschränkung gutes Dienstzeugniß erhalten, er habe also feine Pflichten als Derselben zu erwarten. Professor Leris weist darauf hin, daß Soldat während der ersten halbjährigen Dienstzeit erfüllt, obwir mit der Thatsache rechnen müssen, daß jährlich 600 Millionen gleich er auch schon damals Sozialdemokrat war; mit welchem Mark Gold produzirt wird. Da wird das Zerren an der kurzen Rechte also maßregelte man ihn? Wolle man teine SozialGolddecke bald aufhören. Der Vorrath an Gold in den Banken demokraten, dann solle man das im Gesetz erklären; dann und Tresors hat sich seit 1890 um 2 Milliarden Mark vermehrt. Direktor der Staatsarchive v. Sybel spricht die Hoffnung würde sich seine Partei damit abfinden. Jetzt bekäme man Desterreich hat 430 Millionen Mark Gold aus dem Weltverkehr aus, daß im nächsten Etat eine Forderung dafür erscheinen wird. immer mehr Sozialdemokraten in die Armee, weil die Partei herausgenommen.( Zuruf des Abg. Arendt: Sie beweisen zu Abg. v. Heereman: Die Klagen der Gelehrten über die stetig wachse; da sei also schließlich die Armee nach Ansicht der viel!) Sie haben Zahlen verlangt, sonst würden ihnen diese un- nicht gestattete Benuzung der Archivschäße haben nachgelassen, Herren in der Militärverwaltung verloren. Schon jetzt tönne angenehmen Zahlen nicht vorgehalten werden. Durch die aber nicht beachtet ist meine Klage darüber, daß die Archiv- man ohne die Sozialdemokraten nicht mehr auskommen; so indische Maßregel ist der Werth gesunken, aber der Konsum von beamten statt mit der Ordnung der Archive und der Bekannt habe man türzlich bei der Kaiser Geburtstagsfeier in einem eines Silber ist dort derfelbe geblieben. sozialdemokra Die Silberproduktion wird machung der Repertorien mit der Geschichtsschreibung beschäftigt hiesigen Garderegiment den Sohn höchstens in mäßigem Umfange eingeschränkt werden und dann werden. Dafür sind die Universitätsprofessoren u. f. w. da, nicht tischen Reichstags Abgeordneten Darstellung des ist die Gefahr da, daß Silber wie Stupfer oder Blei behandelt die Archivbeamten. Zu tadeln ist es, daß die jungen Archiv- großen Preußentönigs Friedrich II. in einem lebenden Bild nehmen wird. Den Silberpreis von 29 auf 60 zu erhöhen, dazu hat beamten immer von einem Archiv zum andern versetzt werden, müssen, weil fein passenderer Mann da war.( Große Heiterkeit.) Deutschland am allerwenigsten Veranlassung. so daß sie sich nirgends recht einleben. Man müßte auf die Den Fahneneid leisteten die Sozialdemokraten nicht freiwillig, Abg. Fuchs( 8) stellt sich auf die Seite des Abg. Arendt. Wünsche der Beamten und ihre Zugehörigkeit zum Lande mehr sie würden dazu gezivungen und würden, falls sie sich weigerten, Abg. Arendt dankt dem Vorrebner für seine Unterstützung Rücksicht nehmen. schwer bestraft. Graf Caprivi habe selbst anerkannt, daß die und wendet sich gegen Paasche, der von den 50er Jahren ge= Direktor der Archive v. Eybel freut sich über die An- Sozialdemokraten in der Armee mit die besten Soldaten seien. sprochen habe.( Buruf Paasche's: Die Zusammenstellung erkennung, daß die Benutzung der Archive liberaler gestaltet Führer dürften nicht Sozialdemokraten sein, sage man, Unterhaben Sie ja selbst gemacht.) In den 30er Jahren war die worden ist. Die Archivbeamten werden nicht auf die Geschichts- offiziere feien aber auch Führer und in der sozialdemokratischen Goldproduktion 20 Millionen, jetzt 190 Millionen; sie hat sich fchreibung hingewiesen, sondern vielmehr auf die Quellen- Fraktion seien nicht weniger als 13. Abg. Prinz v. Arenberg: also verzehnfacht, und dennoch ist keine Entwerthung des Goldes publikation. Er wolle konstatiren, daß Graf Caprivi nicht gesagt habe, die eingetreten. Dem gestiegenen Goldvorrath der Banken steht eine Sozialdemokraten feien die besten Soldaten. Abg. Bebel: Ob Steigerung des Notenumlaufs gegenüber, das ist ein Beweis für gerade dieses Wort gefallen sei, wolle er nicht behaupten, jeden die Knappheit des Goldes, daß die Banken es festhalten und falls habe aber der Reichskanzler sich über die Sozialdemokraten dafür Noten ausgeben. Diskreditiren will ich die Silberenquete in der Armee lobend ausgesprochen. Vorsitzender v. Kardorff nicht; aber man darf sich nicht wundern, daß die Ergebnisse nicht bittet, den Fall doch lieber im Plenum zu erörtern, der Komgut ausfallen, wenn man der einen Richtung von vornherein mission foste er zu viel Zeit. dies Uebergewicht giebt. Von einer Ueberproduktion des Silbers ist durchaus teine Rede; das Silber begegnet einer immer größeren Nachfrage bei der Industrie. Wird denn das, was übrig bleibt, eine so große Umwälzung hervorbringen? Man thut immer so, als wenn das ganze Silber auf Deutschland stürzen würde. Wir wollen doch feine isolirte, sondern eine internationale Doppelwährung.( Burus: Kanik, Kardorff!) Abg. Brömel( frs. Wg.): Wir stehen wohl alle unter dem Eindrucke, daß die Debatte eigentlich nicht in dieses Haus gehört. Herr Arendt behauptet, die Silber- Stommission sei einseitig im Sinne der Goldwährung zusammengesetzt. Die Zusammensetzung der Kommission ist Reichsfache; wenn hier darüber kritisirt wird, so leidet darunter das Ansehen dieses Hauses. Bertreter der Reichsregierung sind hier nicht anwesend, um den Vorwurf zurückzuweisen und ein preußischer Minister ist zur Zurückweisung nicht bereit. Nach meiner Meinung sind eher die Silberleute zu sehr berücksichtigt. Gerade die Einsetzung der Kommission hätte es verhin dern sollen, heute das Haus mit einer Währungsdebatte zu belästigen. Auch die Titel über Beschaffung der Naturalverpflegung der Redner widerspricht der Behauptung, daß die Silberentwerthung Armee riefen längere Erörterungen über die Frage hervor, ob ein Sinken der Waarenpreise mit sich gebracht hätte; er weist der neu eingeführte Gebrauch die Naturalien direkt bei den Proaus der Statistit nach, daß seit 1873, wo die Gilberentwerthung( Etat der Justizverwaltung). duzenten, mit Umgehung der Händler zu kaufen sich bewährt habe begann, die Butterpreise stiegen und sanken nach den wirthschaftund welche Erfahrungen gemacht worden seien. Abg. Singer lichen Verhältnissen und nach der Entwickelung der Butterregt hierbei die Einführung der Fleischbeschau an. Die Be produktion; es sei aber nirgends eine Einwirkung der großen rathung des Titels 5 Kapitel 25, handelnd von der Viktualien Silberentwerthung zu merken. Das zeige sich auch bei anderen Bedarfsartikeln: Fleisch, Eier u. f. w. Die Brüsseler MünzDieser beantragt eine genaue Aufstellung der Preise für die letzten Tonferenz beschäftigte sich garnicht mit der Frage der inter- Sigung der Budgetkommission. Der Abg. Gröber fragt 3 Jahre und der gegenwärtigen Preise. Er ist der Ansicht, daß nationalen Doppelwährung, fondern blos mit dem Silber- an, warum die Militärverwaltung den Beschluß des Reichstags, der Titel um ca. 1/2 Millionen Mark zu hoch eingesetzt ist, die preise. Ein anderes Ergebniß wie die Brüsseler Münzfonferenz eine Kriminalstatistik über die in der Armee vorgekommenen Be- abgesetzt werden könnten. Die Kommission beschließt demgemäß. wird auch die neue Gilbertommission, mag fie zu strafungen aufzustellen, nicht befolgt habe? Der Kriegsminister Schluß der Sigung. sammengesetzt sein wie sie will, taum haben. Wenn erklärt, daß für eine solche Statistik die nöthigen Kräfte fehlten, Unser Bericht über die gestrige Budget- Kommissionssihung wir das Zwei- und Fünfmardstück vollwerthig ausprägen auch bestehe eine solche nicht, außerdem gehe das nicht, so lange wollten, dann würden wir zu so schweren Stiden kommen, das gegenwärtige Strafprozeß- Verfahren in der Armee bestehe. fiel turz aus, weil wir den Verhandlungen in derselben keine be daß die Bevölkerung diese unbrauchbaren Stücke zurückweisen Abg. Gröber läßt diese Gründe nicht gelten, er führt aus, aus fondere Bedeutung beilegten. In der gegnerischen Presse wurden würde. Bei internationaler Regelung der Währungsfrage würde welchen Gründen eine solche Statistik sowohl für die verbündeten die Verhandlungen ausführlicher berichtet und wurde namentlich Deutschland die schwerste Aufgabe baben; es müßte den andern Regierungen wie für den Reichstag nothwendig sei, namentlich über das Auftreten des Abg. Bebel in der Frage der kirchlichen Staaten die Kaftanien aus dem Feuer holen. Wenn der Silber auch in Rücksicht auf die neue Militär Strafprozeßordnung, Trauung der Militärpersonen in einer Weise berichtet, die uns tlar müsse sich werden, preis wieder von 30 auf 61 erhöht würde, würde die Produktion man was das jetzige Verzwingt, noch einmal kurz auf den Vorgang zurückzukommen. steigen.( Widerspruch rechts.) Man ist daher bei den Bimetallisten fahren verbiete. Der Kriegsminister antwortet, er sei Der Bericht der Boss. Blg." läßt z. B. den Vorgang zwischen zu der Ueberzeugung gekommen, die ganze Silberproduktion müffe nicht Chef der deutschen Militärverwaltung, sondern nur Chef dem Abg. Bebel und dem Kriegsminister sich in folgender Weise überall verstaatlicht werden. Professor Wagner hat sich diesen der preußischen, auch tönne er nicht wider einen Bundesraths abspielen: Abgeordneter Bebel( S03): Die Militärverwaltung Vorschlag zu eigen gemacht. Dieses Problem ist wohl noch viel beschluß handeln. Die Statistik habe doch erst dann Werth, weniger lösbar als die internationale Doppelwährung. Hätte wenn eine neue Strafprozeßordnung in Kraft getreten fei. fümmere die Bedingungen nichts, unter denen eine Ehe ge Herr Arendt der Debatte eine praktische Folge geben wollen, so Abg. Bebel: Auf die lettere werde man wohl noch bis ins schlossen werde; aber in der Armee herrsche noch der Gewissenshätte er den Antrag stellen müssen, die Regierung solle teine 20. Jahrhundert warten tönnen, wenn die Angelegenheit ähnlich zwang; es könne doch der Fall eintreten, daß fonfessionell unterwerthigen Silbermünzen mehr ausprägen. Das hat er wie in den legten Jahrzehnten gehandhabt werde; ihm scheine gemischte Brautleute den Ausweg der Zivilehe wählen; das sei anterlassen. es faum glaublich, daß keine Kriminalstatistik für die Armee den Offizieren aber nicht gestattet. Kriegsminister Bronsart Abg. von Heereman dankt für die entgegenkommende Gr flärung. Der Titel wird bewilligt. Beim Titel„ Direktor des Geheimen Staatsarchivs, Geheime Staatsarchivare und Staatsarchivare I. und II. Klaffe" bemängelt = zur Abg, Paasche die niedrigen Gehälter dieser wissenschaftlich vorgebildeten Beamten, die eine lange diätarische Wartezeit Im weiteren Verlauf der Verhandlungen wird auf Anfrage durchmachen müssen, um mit 1800 m. Gehalt anzufangen aus der Kommission durch die Kommiffare der Militärund nur langsam aufzurücken. verwaltung festgestellt, daß die durch die Heeresverstärkung an Geh. Finanzrath Lehnert: Auch andere Verwaltungen haben genommenen Manquements an Unteroffizieren und Offizieren fich Das den Wunsch nach Gehaltserhöhung für ihre Beamten, und wesentlich günstiger gestalteten, als berechnet wurde. die Finanzverwaltung möchte gern allen diesen Wünschen Manquement an Unteroffizieren stelle sich um rund 9 pet., das gerecht werden; über die Erfahrungen, die sie bei für Offiziere um 10 pCt. günstiger. og der Bevorzugung einer einzelnen Beamtentlasse gemacht Längere Erörterungen rufen die mehr geforderten 400 000 m. hat, ermuntern nicht zu einem solchen Vorgehen, weil für Gefechts- und Schießübungen im Gelände hervor. Der Posten bie Forderungen dann von allen Seiten auftauchen. Die Archiv habe sich seit 1892/93 um 800 000 m. erhöht, man habe geglaubt, beamten werden warten müssen, bis eine allgemeine Erhöhung daß die Beschaffung von Schieß- und Ererzierpläßen für die einder Beamtengehälter erfolgen tann. zelnen Armeekorps diese Ausgaben verminderten. MilitärischerAbg. Graf Limburg( t.): Jch siehe vollständig auf dem feits wurde darauf erwidert, die großen Uebungspläge Standpunkte des Regierungsvertreters, aber die Staatsarchivare verursachten Mehrkosten, namentlich durch den Transport der stehen doch zu schlecht, schlechter als die Oberlehrer. Wann die Mannschaften, andererseits würden erhebliche Ersparungen und Finanzverhältnisse es gestatten, würden diese Beamten zuerst be- namentlich Erleichterungen für die Bevölkerung durch verminderte dacht werden müssen. Aber für das nächste Jahr will ich das Einquartirung erzielt. noch nicht verlangen. Der Etat der Staatsarchivare wird darauf genehmigt. Echluß 4 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 11 Uhr Parlamentarisches. verpflegung, wird auf Antrag des 9hg, lichter ausgesetzt. = Finanzminister Miquel: Die preußische Regierung hat sehr bestehen solle. Aus den vorjährigen Verhandlungen in der v. Schellendorff: Bon einem Falle letterer Art sei nichts gern die Anregung der Reichsregierung, die Münzfrage wieder Militärfommission sei hervorgegangen, daß man in der Militär- bekannt; er bitte den Abg. Bebel um Mittheilung eines solchen. einmal prüfen zu laffen, befolgt. Die Bedeutung dieser Frage verwaltung sehr viel und sehr genaue Statistit treibe. Auch( Bebel schweigt.) Ich warte also vergebens darauf. Abg. Dr. liegt darin, daß die Neichsregierung damit die Stellung ein- habe ihm vor Jahren einmal der Kriegsminister auf Stauby( tons.) hält es für wünschenswerth, daß die Difiziere, shi die nicht kirchlich getraut würden, nicht mehr der Armee ange- 1 Uebrigens find derartige Rollekten in den Spandauer Militärhören sollten." Und nach den Zwischen bemerkungen einiger anderer Redner heißt es weiter in der Boff. 3tg.": einen Gewissenszwang." werkstätten durchaus nichts Seltenes, denn faft bet jeber Zahlung geht irgend eine Liste zu einem Jubiläum oder sonst einem Er eigniß unter den Arbeitern herum und für diese ist es natürlich jedesmal eine hohe Wollust, von ihrem fargen Lohn für Zwecke, benen sie in den meisten Fällen zum mindesten gleichgiltig gegen über stehen, einen Beitrag zu opfern. Regen. mit Eine recht fatale Ueberraschung wurde gestern, Dienstag Nachmittag, dem Chef eines sehr bekannten, im Zentrum der Stadt belegenen Modewaarengeschäfts zu Theil. Als derselbe gegen 6 Uhr von einem Ausgange zurückkehrte und sich in sein Abg. Bebe I spricht feine Genugthuung darüber aus, daß Privatkomtoir begab, fand er daselbst seine Kassirerin, die der Kriegsminister zugegeben, die Militärbehörde fümmere fich 29 jährige Augufte Hirsch, vor dem Geldschrank stehend; das nicht um die firchliche Trauung der Offiziere. Der Kriegs junge Mädchen war mit einer Papierscheere bewaffnet und hatte minister unterbricht hier den Redner und bestreitet diese Aeußerung. Er habe ihn nur gebeten, Fälle zu nennen, wo Stadtmission nur geringen Werth zu haben, wenigstens erschrockene Chef versuchte seine Untergebene an dieser sonder Der Kinderschutz scheint in den Augen der Berliner damit mehrere Hundertmarkscheine zerschnitten, wie auf dem Fußboden umherliegende Papierschnitzel bewiesen. Der aufs Höchste einem Offizier aus der Ziviltrauung Unannehmlichkeiten erwachsen wären. Abg. Bebel erklärt, folche Fälle nicht nennen mußte man auf die Vermuthung kommen, wenn man beobachtete, baren Arbeit zu hindern, erhielt jedoch von der Kassirerin die zu können, und bekämpft dann gleichfalls die Kabinetsordre als wie am Sonntag Abend gegen 7 Uhr in der Straußbergerstraße stereotype Antwort, daß sie als Millionärin doch Koupons von ein kleines Mädchen im strömenden Regen die im Verlage der den Werthpapieren abschneiden dürfe und daß sie ihren Prinzipal Diese Darstellung ist ungenau. Der Abgeordnete Bebel er: Buchhandlung der Berliner Stadtmission erscheinenden, vom als Hausdiener anstellen werde. Als der Geschädigte die plötz flärte, als er nach dem Kriegsminister das Wort erhielt: Gr theilte. Es ist schon unerhört, daß zu dieser Thätigkeit über- lich irrsinnig Gewordene an der Zerstörung des Papiergeldes Stöcker herausgegebenen Predigten an die Vorübergehenden verkönne allerdings einzelne Fälle nicht nennen, und zwar aus baupt Kinder verwendet werden, und nun gar im Sturm und verhindern wollte, drang die Bedauernswerthe auf ihn ein und dem einfachen Grunde nicht, weil unmittelbar der ziemlich träftige Mann mußte flüchten, um nicht durch Stiche und Willen der Berliner Stadt- mit der Sche re verlegt zu werden. Geſchieht das nur auf nach Infrafttreten des Zivilstandsgesetzes der Erst mehreren durch den verstorbene Kaiser Wilhelm eine Verordnung fürchtiger Eltern zurückzuführen, die die ihnen zur Bertheilung geberdende Mädchen zu überwältigen. Ein sofort geholter Arzt mission, oder ist es nur auf die Bequemlichkeitsliebe gottes: Lärm hinzugerufenen Verkäufern gelang es, das sich wie rasend erlassen habe des Inhalts, daß die Verübergebenen Predigten bei einem Wetter, bei dem man keinen stellte fest, daß die H. an Größenwahn leide und ordnete die pflichtung zur tirchlichen Trauung durch Hund hinausjagt, nicht selber austragen mögen? das Zivilstandsgefez nicht aufgehoben würde. Ueberführung der Geistestranten nach einer bei Berlin gelegenen Dieser Verordnung müsse sich jeder Offizier fügen bei Strafe der Der Geschäftsinhaber hat durch das Von der Zensur. Der Titel einer Broschüre Ehe, Liebe, Privat- Jrrenanstalt an. Entlassung. In dieser Beziehung stehe die Militärverwaltung Sinnlichkeit" von Hans von Reinfels, welche seit Wochen un- Berschneiden von Banknoten einen Berlust von 700 Mark erganz auf dem Standpunkt des Abg. v. Staudy. Sierauf beanstandet in den Schaufenstern hiesiger Buchhandlungen auswurde von den anwesenden Kommissaren der liegt, hat das Anstandsgefühl unserer Sittenpolizei verlegt. Die Lumpen- Liese." Einen großen Auflauf erregte gestern Militärverwaltung kein Worterwidert. Buchhändler sind auf Beranlassung derfelben genöthigt worden, Abend um 8 Uhr das im ganzen Schönhauser Stadtviertel unter das echt deutsche und einwandsfreie Wort„ Sinnlichkeit" zu obigem Namen bekannte arme Wesen. Die Trunkenboldin hatte Konkursordnung. In der Reichstags Komüberkleben oder die Broschüre aus den Schaufenstern zu ent- bei den Unbilden der Witterung der Schnapsflasche tapfer zu mission zur Berathung der vom Zentrum beantragten fernen. Daß die Aufmerksamkeit des Publikums durch dieses gesprochen und wollte ihren Rausch in dem Waschkeller des Novelle zur Konkursordnung wurde gestern Abend Heftpflaster auf einen Theil des Titels erst recht auf das Wert Hauses Dragonerstr. 17 ausschlafen. Sie wurde jedoch von den auf Antrag der Abg. Rintelen und Schwarze in§ 54 der Kon- hingelenkt wird, scheint die Polizei nicht zu vermuthen. Dem im Hause beschäftigten Fleischergesellen aufgefunden und herausfursordnung( bevorrechtigte Forderungen) folgender neue Absah Autor kann also damit nur gedient sein. Trozdem beabsichtigt gebracht. Nicht lange darauf fand man die Lumpensammlerin eingeschaltet: Die Forderungen der Werkmeister, Handwerker derselbe gegen diese Verfügung beim Polizeipräsidium vorstellig wieder in einem anderen Keller des betreffenden Hauses. Aberund Arbeiter für die von ihnen zur Herstellung oder Wiederhermals wurde sie herausgebracht, wobei es, aus welchem Grunde stellung eines Gebäudes gelieferten Arbeiten und gemachten Lieferungen: das Vorrecht gilt nur für die Forderungen aus den ist nicht ersichtlich, seitens der Beförderer Hiebe gab. Zur Ablegten sechs Monaten vor der Eröffnung des Konkursverfahrens, wehr zog die Hinausgewiesene ein bis dahin verborgen gehaltenes fowie für solche Forderungen aus der Zeit vor Eröffnung des Messer und schlug damit um sich, wobei sie dem SchlächterKonkursverfahrens, welche innerhalb fechs Monaten nach der gefellen R. durch die rechte Hand ſtach. Ein Schuhmann nahm darauf die Lumpen- Liese nach der Wache des 15. Polizei- Reviers, Fälligkeit rechtshängig geworden und bis zur Eröffnung des Alte Schönhauserftr. 5, von wo dieselbe wohl nach Moabit Verfahrens gerichtlich verfolgt find, und beschränkt sich auf den befördert werden dürfte. zur Konkursmasse fließenden Erlös aus den betreffenden unbeweglichen Sachen." * * Tokales. zu werden. Besonders gelitten hat durch den Sturm der Berliner Thiergarten. Wie uns mitgetheilt wird, sind daselbst insgesammt 91 Bäume niedergelegt worden. Man hörte gestern Morgen von allen Seiten die Aexte der Holzhauer ertönen, die mit dem Berfleinern der Stämme beschäftigt sind. werthen Gästen recht gut. wurde. 1 Sie Am 13. d. M. wurden der ,, Uckermärker." Rücksichtslosigkeiten ist am meisten eine Redaktion ausgesetzt. Wohl ist das Schicksal bes Arbeitsmannes beflagenswerth, der sich, der Noth der Umstände gehorchend, In der Nacht zum Dienstag haben Einbrecher dem von einem protigen Prinzipal für fargen Lohn den Tag über Wirthshaus Polonia in der Zimmerstraße, wo zarte intermit hundert Grobheiten anflegeln lassen muß; aber schlimmer nationale Bedienung herrscht, einen Besuch abgestattet. ist das Schicksal des geistigen Proletariers, auf dem ein Jeder, sind vom zweiten Eingang vom Flur" aus mittelst Nachschlüssels der da Luft fühlt, herumhackt. Wir wollen heute nicht mit dem eingedrungen und haben unter Verzicht auf die holde WeiblichDer Ausschuß für Vorberathung der Vorlage des überarbeitete verantwortliche Redakteur in später Abendstunde hat gepfiffen, dagegen sich mittelst des in der Ladenkasse vorgefundenen Bruder Staatsanwalt rechten, der ein scharfes Wort, das der feit sich selbst bedient. Freilich haben sie auf die saueren Weine Magistrats betreffend die Dienstalters zulagen der ſtädtischen Beamten und Lehrer hielt am Mittwoch seine zweite möchte; ach, es giebt schlimmere Dinge als von daher kommen! goldenen Uhr gefeht und dann den angenehmen Drt schleunigst durchschlüpfen lassen, mit Monaten Gefängniß gefühnt wissen Geldschrankschlüssels in den Besitz von nahezu 200 M. und einer Sigung ab. Zu einem Beschlusse kam es auch in dieser Gigung Beute haben wir eine Günde im Auge, die als typisch gelten verlassen. Troß diefes empfindlichen Berlustes soll das finis noch nicht. Wie sehr aber namentlich die Volksschullehrer Ber- fann für die Rücksichtslosigkeit, mit der Freund Demos die Poloniae noch nicht eingetreten sein. anlaffung haben, auf der Hut zu sein, wenn sie eine Verbesserung Redaktion seiner Zeitung gerade passend zu schwersten Ver- Polizeibericht. Am 12. d. M. Nachmittags wurde ein ihrer Lage herbeiführen wollen, ergab sich auch in dieser Sigung. richtungen erachtet und wenn uns in unserer heutigen Qual Arbeiter durch eine vom Dache des Hauses Reichenbergerstr. 142 Der Stadtschulrath Bertram machte zwar nicht im Auftrage des ein Trost beschieden ist, so ist es der, daß wir den uns auf- herabgewehte Schieferplatte so an der Hand verlegt, daß seine Magistrats, sondern seiner eigenen Ansicht folgend, allen Ernstes den Vorschlag, das Anfangsgehalt der Lehrer an erlegten Jammer mit einer allerdings schuldbefleckten Seele, Ueberführung nach dem Krankenhause am Urban erforderlich Vor dem Hause Hussitenstr. 6 fiel einem 10jährigen Gemeindeschulen auf 1200 W. zu bemessen, andernfalls würde dem allverehrten Finanzminifter Miquel zu tragen haben. Von einem Gastwirth Breyer heißt der Verruchte und Knaben ein durch den Sturm herabgeschleuderter Ziegelstein auf die Finanzlage der Stadt die Anrechnung der auswärtigen er wohnt in der Reichenbergerstraße befamen wir am den Kopf, so daß er einen Schädelbruch erlitt. Er wurde nach Dienstzeit, wie diefelbe vom Unterrichtsminister verlangt wird, Mittwoch eine sehr bedenkliche Sendung. Eine kleine Riste dem Lazarus- Krankenhause gebracht. nicht vertragen. Dem Lehrer, dem Erzieher und Bildner der und in ihr lagen Glimmstengel aus Schwebt an Bormittags ein Mechaniker in seiner Wohnung in Kinder des Voltes ein Gehalt von monatlich 100 m., er der Uckermärfer, cigarros puros Uckermarkos von Schillingstraße, und Nachmittags ein Maurer in seiner wöchentlich noch nicht einmal 24 M.! Und dabei soll der Lehrer angekleidet sein, und natürlich auch keine Schulden ganz derselben Sorte, mit der Finanzminifter Miquel in der Wohnung in der Admiralstraße, erhängt vorgefunden. An Lehrer angekleidet sein, und natürlich auch keine Schulden machen, wenn er nicht der disziplinarischen Bestrafung ausgesetzt Stunde der Tabaksteuernoth heimtückisch überschüttet worden ist. Der Ecke der Straße Alt- Moabit und der Galvinstraße wurde ein Auf dem uns vorliegenden Postabschnitt läßt der Fabrikant Krantenwärter mit einer, anscheinend von einem Falle herfein will. Die Aussichten der Lehrer auf Ausbesserung ihrer Gehälteroffmann in Echwedt a. D. unschuldig schreiben: Ich rührenden Verlegung am Kopfe aufgefunden und nach dem nur Bigarren von dieser Sorte machen lassen, die 50 Krankenhause Moabit gebracht. Zwischen der Schloß- und scheinen nicht allzu glänzend zu sein, da nach der herrschen- andern waren die Bewußten. Weitere Anfertigung dürfte Schleusenbrücke sprang Abends ein 10jähriger Knabe in den den Meinung es sich lediglich um eine andere Eintheilung der Gehaltsstufen handelt, bei der Gehaltszulagen nicht in Aussicht sich nicht lohnen. Hoffentlich schmecken die Zigarren ihren Kanal, wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden genommen zu haben, gerettet. Vor dem Hause Müllerstr. 47 wurde gestellt feien. Die ganze Sache sei für die Verwaltung ein Sprung Welche Infamie! ein Arbeiter mit anscheinend schweren inneren Verlegungen ine Dunkle; bewähre sich das System, so stände ja einer Ver Die Zigarren schmecken den werthen Gästen natürlich nicht auf dem Bürgersteige liegend vorgefunden und nach der Charitee befferung der Gehälter in späterer Beit nichts entgegen! gut und während man eine vermeintliche Dynamitbombe aufs gebracht. Nach seiner Angabe ist er in der Trunkenheit unter Mit solchen Argumenten versucht man eine entsprechende Bolizeirevier trägt, schickte der Wirth Breyer in seiner Rath- die Räder eines Wagens gerathen und überfahren worden. Befriedigung der Lehrer bis zum St. Nimmerleins- losigkeit die gemeingefährlichen Bigarren an die Redaktion des In der Nacht zum 14. d. Mts. warf sich eine Puhmacherin vor tage hinaus zu schieben und sie vorläufig mit der warmen Symdem Hause Lindenstr. 90 vor einen in der Fahrt befindlichen pathie, die man angeblich für fie hegt, zu vertrösten. Die Vorwärts". Mehrheit der freisinnigen Stadtverwaltung fann sich eben nicht märker. In heroischer Selbstüberwindung probirten wir die Uder- Pferdebahnwagen und wurde durch Huftritte der Pferde am Oberschenkel so bedeutend verletzt, daß ihre Ueberführung nach zu dem Standpunkt aufschwingen, daß eine anständige BeUeber die Wirkung dieser opfermüthigen That wollen wir dem Krankenhause erforderlich wurde. Bei der Ueberführung zahlung der Volksschullehrer auch eine Verschönerung der schweigen. Sollten sich jetzt noch Spuren derselben zeigen, so der Görliger Bahn über den Landwehr- Kanal wurde ein Mann Stadt ist. wird der verständigere Theil unserer Leser in staunender Beim Wasser treibend bemerkt, herausgezogen und nach dem Kriegs- Festspiele werden seit einiger Zeit im Feenpalast" wunderung unseres Heroismus gewiß distret ein Auge zudrücken. Strankenhause am Urban gebracht. Er ist anscheinend in der zur Darstellung gebracht, welche dem Zuschauer interessante" Finanzminister Miquel hat bekanntlich im wohlverstandenen Trunkenheit ins Wasser gefallen. Am 18. d. M. fanden zwei Schlachtenbilder vorführen und ihm ermöglichen, sich in die Tabatsteuerinteresse tein Urtheil über das Geschenk aus der Ucker- fleine Brände statt. Heldenthaten des Krieges seinen militärischen Geist zu erquicken. Unser Urtheil haben wir Angesichts des Opfers, das wir Trotzdem das Unternehmen auf den Patriotismus und den mili- unserer Gesundheit brachten, in dem Beschluß zusammengefaßt, tärischen Sinn der Berliner spekulirt, scheint daffelbe doch nicht den Wirth B. wegen fahrlässiger Körperverlegung zu verklagen. ziehen" zu wollen. Immerhin aber giebt es doch Leute, welche Auf Untersagung des Gewerbebetriebes tlagte der Großes Mergerniß verursacht bei den Kleinhändlern der für die Kriegs- Festspiele zu schwärmen scheinen. Wenigstens hat Bentral- Markthalle eine Menderung der Direktion, wonach Bolizeipräsident von Berlin gegen den Volksein Lehrer der Gemeindeschule in der Schwedterstraße Ver- Tagesstände" nicht mehr ausgegeben werden. Seit dem anwalt" Deter. Der Polizeipräsident machte geltend, Deter anlassung genommen, seinen Schülern den Besuch der Kriegs- 1. Februar sind eine Reihe feſter Stände frei geworden, ohne sei öfters und im Jahre 1886 zum letzten Male wegen verschie Festspiele mit dem Hinweise darauf, daß diefer nur 10 Pig. daß die Wiedervermiethung derselben bisher gelungen war. Die dener Bergehen mit Gefängnißftrafen belegt worden, auch habe fofte, warm zu empfehlen. Offenbar verspricht sich der Herr Markthallen- Verwaltung ist nun der Ansicht, daß eine Ausgabe richtige Angaben gemacht, die von der ihm ertheilten Information er zuletzt bei Abfaffung eines Gnadengefuches wissentlich unLehrer viel von Der erzieherischen Wirkung dieser Kriegs- an Tagesständen nicht früher stattfinden dürfe, als bis die Festspiele und hält es für wünschenswerth, daß die kindlichen valant gewordenen Monatsstände wieder vermiethet seien und abwichen. Der Auftraggeber bekundete auch, daß in dem frag von dem Geiste durchweht werden, der bereits durch den in den Hauptgängen nicht mehr gestattet. Gemüther durch das Anschauen der„ Nuhmesthaten" noch mehr hat, um dieses zu erreichen, das Ausstellen von Waaren lichen Gnadengeſuch alle Punkte, die er dem Deter vorgetragen Diese Maß habe, nicht erwähnt seien. Im Gnadengesuche habe aber ge" nationalen" Geschichtsunterricht, wie er in den„ Volksschulen" nahme verursacht bei den Händlern erklärliches Aergerniß, um standen, daß er die strafbare Handlung gar nicht begangen habe, ertheilt zu werden beliebt wird, mit Sorgfalt gepflegt wird. so mehr, als kaum der Berdienst für die Miethe der Monats- auch sei erst später der Thäter ermittelt worden; solche Angaben Sehr viele Eltern der Gemeindeschüler sind aber nicht dieser stände zu erschwingen ist, welche pro Tag das Bierfache beträgt, habe er( Deter) feineswegs gemacht. Letzterer bestritt diese AusAnsicht, und so findet die diesbezügliche Aufforderung des Herrn als diejenige der Tagesstände. Lehrers sehr wenig Nachachtung, trotzdem der Nummel nur 10 Pfg. toftet. Für die Kriegsspiele teinen Jungen und feinen Groschen, lautet die Parole. Der Eifer mancher Lehrer aber, noch über den Rahmen der vorschriftsmäßigen Jugenderziehung hinauszugehen, verdient wirklich Anerkennung und wird dieselbe jedenfalls auch in gebührender Weise nicht ausbleiben. gels Gerichts- Beitung. sage und erklärte, genau seine Information befolgt zu haben. Der Bezirksausschuß hielt die Klage des Polizeipräsidenten für Vor dem Spiegel erschossen hat sich am Dienstag begründet und erkannte auf Untersagung des Gewerbebetriebes. Nachmittag zwischen 12 und 1 Ühr der 53 Jahre alte Buch- Hiergegen legte Deter erfolgreich Berufung beim Ober- Verwaltungshalter Ernst Graßhoff, der Dorotheenstr. 55 eine möblirte Stube gericht ein; der vierte Senat wies die Klage des Polizeiinnehatte. Graßhoff, der einer Gutsbesigerfamilie entstammte, präsidenten ab und zwar aus folgenden Gründen: G3 könne war verheirathet, lebte aber von seiner auf Java befindlichen nicht als erwiesen angesehen werden, daß Deter in dem GnadenEhefrau getrennt. Er hatte seine Stellung verloren und konnte gesuche wissentlich falsche Angaben gemacht habe. Was seine Singe, wem Gesang gegeben in der Militärwerkstatt. auch trotz aller Mühe teine Beschäftigung finden, sodaß er in Bestrafungen angehe, so sei es unstreitig, daß Deter nach BerAn einem sogenannten patriotischen Festtage, an dem neulich die Noth gerieth. Er griff daher zum Revolver und machte seinem büßung der letzten Strafe nicht die für sein Gewerbe erforder= Mehrzahl der in den Spandauer Militärwerkstätten beschäftigten Dasein durch einen Schuß in die rechte Schläfe ein Ende. liche Zuverlässigkeit gehabt habe; wäre damals gegen Deter geArbeiter wenn auch widerwillig- theilnahm, hatten einige Arbeitslosigkeit überall und nicht zum wenigsten im faufmännischen flagt worden, so wäre dem Beklagten sicher die Ausübung seines stimmbegabte Leute die üblichen patriotischen und religiösen Beruf! Gewerbes untersagt worden. Inzwischen aber habe Deter Lieder zu singen. An patriotischen Festtagen hebt sich bekanntlich die Brust des wahren Reichsfreundes zu doppelter Spannweite Ein Opfer der Trunksucht ist der 30 Jahre alte Mechaniker während eines Zeitraums von sechs Jahren sein Gewerbe tabellos betrieben. Hieraus müsse angenommen werden, daß und da bei den elenden Arbeitsverhältnissen fein sozialdemokra- Hermann Mauge geworden. Nachdem er seiner Gewohnheit tischer Arbeiter sich an diesem Abend muckste, und alles in gemäß auch gestern wieder vom Schnapsteufel gefaßt war, hat Deter die erforderliche Zuverlässigkeit wieder erworben habe; schönster, reichstreueſter Harmonie verlief, so faßte der Direktor er am Nachmittag im Zustande der Trunkenheit Hand an fich mithin liege zur Zeit fein Grund vor, die Untersagung des Gewerbebetriebes auszusprechen. Ließe sich aber der Beklagte Goes den hochherzigen Entschluß, für die brav geweſenen Ar- gelegt. Er wurde in seiner Wohnung Schillingstr. 1 erhängt auch nur das Geringste zu Schulden tommen, so würde ber beiter ein übriges zu thun, und einen Gesangverein derselben zu aufgefunden. Senat seine Meinung ändern. gründen. Gesagt, gethan. Am Dienstag voriger Woche ging ein Liebesgram wird als Motiv eines Selbstmordverfuches „ Gefehen, Nettelbeck, Meister", fignirtes Schriftstück des Inhalts bezeichnet, den die 17jährige Schneiderin Martha R. in der ein Urtheil der IV. Zivillammer des Landgerichts II, welches Für Miether und Vermiether von gleichem Interesse ist bei den Arbeitern der Militärwerkstätten herum, daß auf Wunsch Weißenburgerstraße am Montag beging. Weil sie von der am dahin geht: Der Miether ist nicht verpflichtet, feinerseits Vordes Direktors sich ein Gesangverein der in den Militär- Sonntag erfolgten Hochzeit eines Mannes erfahren, dem sie werkstätten beschäftigten Arbeiter gründen sollte, zu dem jeder ohne dessen Wissen ihr Herz zugewandt hatte, stürzte sie sich am dringende Feuchtigkeit abzuwehren bezw. fortzuschaffen. In der fehrungen zu treffen, um eine von Außen in die Wohnung einin diesen Werkstätten Arbeitende einen Beitrag leisten möge, nöchsten Tage in der Gegend vom Schiffbauerdamm in die der in einer Kollekte unter den Arbeitern Spree. Das arme Kind wurde aber glücklich gerettet und von den„ Bl. f. R." veröffentlichten Entscheidung heißt es u. a.: eingesammelt werde. Die Kollekte ging am Donnerstag von helt werde. Man kann die Verpflichtung eines Miethers, der in ein neue statten und wie dies bei der unbeschränkten Freiheit im Denken unversehrt der Wohnung ihrer Eltern wieder zugeführt. noch nicht völlig ausgetrocknetes Haus einzieht, zur Betheiligung und Handeln, die den Arbeitern einer töniglichen Werkstätte als Einen konzessionirten Vogelfänger hat der Kreis Nieder- an der Beseitigung derjenigen Feuchtigkeit annehmen, welche noch unveräußerliches Menschenrecht gewährt ist, nicht anders zu er barnim erhalten. Der Kustos des Zoologischen Instituts der in dem neuen Hause steckt, da der Miether von diesem Bu warten war, opferte man ausnahmslos einen Betrag, der sich in hiesigen Universität, Herr Dr. Friz Czeschta von Maehrenthal, stande Kenntniß gehabt und trotzdem die Wohnung bezogen hat. teinem Fall unter 5 Pfg. belief. Unter den Arbeitern ging das, hat für das laufende Jahr die behördliche Genehmigung erhalten, hier fonnte also in der Unterlassung sorgfältiger Lüftung, trotz der Bestimmtheit, mit der es auftrat, natürlich unbestimmte zu wissenschaftlichen Zwecken Vögel fangen, erlegen und sammeln Heizung und Reinlichkeit ein Verschulden des Miethers ge funden werden Eine Berbindlichkeit bes Miethers Gerücht, daß unter 25 Pfg. überhaupt nicht angenommen würde. zu dürfen. aber, eine erst während der Miethszeit neu ent- heftiger Schneefall ein, Nachmittags war langfames Fallen des stehende, von Außen eindringende und insbesondere von Waffers bemerkbar. einem benachbarten Neubau veranlaßte Feuchtigkeit fortzuschaffen, Kopenhagen, 13. Februar. Die Barke ,, Elisabeth Rickmers", und Zwecks dessen besondere Manipulationen durch übermäßiges Kapitän Lubes, aus Bremerhaven, ist gestern Nachmittag bei Lüften und Heizen, überhaupt irgend welche Maßregeln vorzu- Haverviig( Westjütland) gescheitert. Die aus 19 Mann bestehende nehmen, läßt sich in feiner Weise aus dem Gesetz herleiten. Wird Besayung wurde durch den Raketenapparat gerettet. eine Wohnung infolge solcher Feuchtigkeit auch nur vorübergehend Stockholm, 14. Februar. Des feit Sonntag Abend herrganz oder theilweise zu dem bestimmten Gebrauche untüchtig, schende Sturm verursachte in mehreren Ortschaften bedeutenden resp. wegen Gesundheitsgefährlichkeit unbewohnbar, so geschieht Schaden und sogar Ueberschwemmungen. Eine Ortschaft Waldies ohne alles Verschulden des Miethers und dessen Rücktritts- duzh- Waldemarsvik ist zum Theil unter Wasser, bisher wurde recht auf grund des§ 383 des Allgem. Landrechts tritt in Kraft. jedoch kein Unfall von Personen gemeldet. Das Gesetz verlangt durchaus keine dauernde Untüchtigkeit. Newyork, 14. Februar. Ein furchtbarer Schneesturm wüthet In dem Streitfalle wollte der Vermiether ein Verschulden ununterbrochen. In Chicago liegt der Schnee meterhoch, sodaß Der Mietherin daraus herleiten, daß dieselbe während der der Verkehr nahezu stockt. Ausführung eines benachbarten Neubaues zweimal einige Wochen hindurch aus der Wohnung entfernt gewesen ist und dieselbe während ihrer Abwesenheit verschlossen gehalten hat. Der Vermiether behauptete, daß gerade erst dadurch die Feuchtigkeit einen folchen Umfang angenommen hat, daß der Zustand ein gesundheitsgefährlicher geworden. Selbst bei einer Nachweislichkeit dieser Behauptung hat das Gericht diesen Umstand für unerheblich erachtet, weil die Mietherin überhaupt feine Verpflichtung hatte, die von dem Neubau her veranlaßte Feuchtigkeit durch irgend welche Thätigkeit ihrerseits fortzuschaffen, es vielmehr Sache des Vermiethers selbst gewesen wäre, feinerseits die genügenden Maßregeln zu ergreifen. Im Omladina- Prozeß beantragte der Staatsanwalt am Mittwoch, 14 Angeklagte wegen Hochverraths, 40 Angeklagte wegen Ruhestörungs- Verbrechen, die übrigen Angeklagten wegen Geheimbündelei zu verurtheilen. Vermischtes. Versammlungen. " " " Eine zahlreich besuchte Versammlung hielt die Freie Vereinigung der Kaufleute" am 8. Februar ab. Der Reichstags- Abgeordnete Bueb hatte das Referat über die politischen Parteien und die Handlungsgehilfen" übernommen und entledigte sich dieser Aufgabe zur allgemeinen Zufrieden heit. Nach lebhafter Diskussion, an welcher sich die Kollegen Penn, Lewin, Adler und Wibe betheiligten, wurden folgende Resolutionen angenommen: I. die Versammlung der Freien Vereinigung der Kaufleute" erklärt sich mit den Ausführungen des Reichstags- Abgeordneten Bueb einverstanden und verspricht, an allen Orten und bei allen Gelegenheiten für die Ideen der Sozialdemokratie einzutreten. 11. Die Versammlung erklärt, daß der bekannte Utas der Direktion der Dresdener Bank" wo: nach Angestellte derselben erst heirathen dürfen, wenn sie ein Einkommen von 2000 M. haben eine Ueberhebung dieser Hans v. Bülow ist todt! Am Montag verschied er in Goldmagnaten ist und spricht gegenüber dieser Handlungsweise, Kairo, wo er als Schwertrander seit einigen Tagen Heilung ge- welche unsere Kollegen zu Sklaven erniedrigt, ihr Mißfallen aus. sucht hatte, in den Armen seiner zweiten Frau, der früheren Dieſe Reſolution ist der Direktion zu übermitteln. Zum Schluß wird noch ein Brief verlesen, in dem mit Schauspielerin Schanzer. Wer den großen Künstler am Piano oder am Dirigentenpult zu bewundern Gelegenheit hatte, wird getheilt wird, daß die Firma Danziger u. Bramson, Kronenstr. 33, ihm gern die mancherlei Schwächen und Schrullen verzeihen, seit einigen Monaten des Sonntags von 9 bis 2 Uhr ihren Einmit Denen er oft genug das Kopfschütteln ernsthafter richter und Lehrling arbeiten läßt. Es wird noch bekannt geMänner erregte. Bülow, der am 8. Januar 1830 zu Dresden geben, daß die Freie Vereinigung alle Arbeitgeber, welche die geboren ist, war bekanntlich einer der ersten, der Richard Sonntagsruhe im Handelsgewerbe verlegen, zur Anzeige bringt, Wagner's Ruhm verbreitete und die vereinte Thätigkeit am Hofe Nur zu oft sei es aber nicht möglich gewesen, die Schuldigen zur des jungen Bayernkönigs Mitte der sechziger Jahre hatte nur Bestrafung zu bringen, weil die Angestellten aus Furcht zu den einen Fehler, daß fie allzu kurze Zeit dauerte. Im Sommer gunsten ihrer Prinzipale die Unwahrheit aussagen. Wie die 1866 nahm Bülow plöglich von München Abschied und bald Polizei mitgetheilt hat, wird sie in nächster Beit einige diefer Darauf heirathete Wagner die geschiedene Frau seines Freundes, Angestellten, die ihren Chefs belfen, die Sonntagsruhe zu umFrau Cosima, die Tochter von Franz Lißt. Nachdem Bülow gehen, wegen Begünstigung eines Vergehens vor den Strafrichter einige Zeit in Italien gelebt hatte, ließ er bald wieder sein bringen. Genie als Dirigent erstrahlen, diesmals aber nicht als Verbreiter Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. der neuen musikalischen Richtung, sondern als Interpret der alten Zweigverein Berlin( Filiale Südost). Donnerstag, den 15. Februar, im Klassiker Mozart und Bethoven. Bülow's Mißachtung gegen otale des Herrn Herschleb, Adalbertstr. 4, Abends 10 Uhr, Versammlung. Lehrkurfus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Wagner's Musik äußerte sich mit der Zeit so energisch, daß es hilfe bei Unglücksfällen. Donnerstag, den 15. Februar, Abends 8% Uhr, in der musikalischen Welt allgemeines Aufsehen erregte, als er bei Th. Bolz, Alte Jakobfir. 75, Vortrag des leitenden Arztes Herrn vor wenigen Jahren plötzlich wieder die gewaltige Meistersinger- r. Christeller, Lehr- und Uebungsstunde. Billetausgabe zum diesjährigen Stiftungsfeit. Ouvertüre in sein Programm aufnahm. Im Gedächtniß unserer Oeffentliche Versammlung der Graveure, Biseleure und verLeser dürfte es wohl noch stehen, daß Bülow, der einst zu den wandter Berufsgenossen findet heut Abend 8 Uhr bet Bolt, Alte Jatob: Männern zählte, die Lassalle um sich versammelt und der Herstraße 75, statt. Vortrag des Reichstagsabgeordneten Fr. Harm über: Die herrschende Arbeitslosigkeit, ihre Ursache und Wirkung in der heutigen wegh's Lied Bet' und arbeit"" tomponirt hatte, sich später dazu Gesellschaft. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, Abends 8%-10% Uhr: Nord hergab, das Lob des vergangenen Bismard mit Pauken Schule, Müllerstr. 179a; Unterricht in Deutsch( unt.) Dst Schule, und Trompeten zu verkünden. Schade um diesen Flecken. Martussir. 31: Erste Hilfe bet unglücksfällen. Südostschule, Reichen: Cughaven, 18. Februar. Die Mannschaft des gestrandeten bergerir. 183: Unterricht in Kaufmännischem Rechnen, Korrespondenz und dänischen Schooners, Ellida" wurde heute früh durch ein Rettungs- Geschichte( alt). boot hier gelandet;" ein Schiffsjunge ist gestorben. Die Mann schaft der gestrandeten englischen Bark Lake Simcoe" wurde wohlbehalten durch den Schlepper Goliath" gelandet. Es wird versucht, die Ladung der beiden Schiffe zu bergen. Königsberg i. Pr., 13. Februar. Durch den gestrigen orfanartigen Südwest Sturm, welcher, wie bereits gemeldet, den Pregel austaute, wurden Haffeis und Hölzer von Coffe aus in den Pregel getrieben, welcher gestern den höchsten Wasserstand seit dem Jahre 1801 erreichte. Außer der Grünen Brücke sind auch die übrigen Brücken theilweise selbst für Fußgänger gesperrt. Bei dem Versuch, ihre Keller zu verstopfen, verloren drei Hausbesitzer das Leben; dreizehn Hinterhäuſer mußten vollständig geräumt werden. Bäumen angerichtete Schaden ist sehr groß. Heute Mittag trat Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. Hefe- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dietgen, Abends sy Uhr, Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei bei Schröder, Wiesenftr. 39. Gieshoit.Süd- Ost, bei Tolksdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ecke. Klub ber Freunde bet Guadt, Swinemünderftraße 120. sajenclever, Abends sy 1hr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg Sozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends reptow. Diskutirklub 3eitgeist" jeden 8 Uhr, Reichenbergerstr. 157, Sigung. Tonnerstag nach dem 1. und 16. Des Monats bet Zempel," Langestr. 65, Abends 8½ Uhr. Distufirflub Gleichheit"( Weitenfee) bei klebs, Charlottenburger- und Roelfestraßen Ede, Abends 8 Uhr. Abends 9 Uhr im Reſtaurant Zubeil. --L 1 Böttcher. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friejece. Dorf glöcklein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguftftr.- Ecke bei Schulz. Ginigteit( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4, b. A. Meinhardt.- Harmonie, Tempelhof, Dorfftr. 10, bet Gerth. Ost- und Westpreußischer Männer: Gefangverein, Neue Königftr. 78, bei Hahn.-Edelweiß 2, Potsdam Brandenburger Kommunikation 16 bei Glaser. Borar, Reichenbergerftraße 134 bet Schult. Freie Gänger, Krautstraße 6, bet Rudolf. Butunft 3, Belten, bet W. Grunow. Kreuzberger har monie, Safenhaide 52-53, Kurth's Salon.- Morgengrauen,( Bäder), 4-5 Uhr Nachm., Königstr. 73 bei Hahn. Steinfeger Gängerchor Kaftanien Allee Nr. 28 bei Maiwald. Liedes Echo, Reichenbergerftraße Nr. 24 bei Tauschte.- Vorwärts 9, Charlottenburg, BismardAbendroth in Deutsch- Wilmersdorf bei Mölter. straße 80. Gesangverein der Stuckateure Berlins und Umgegend, Sendelstr. 30 bei Preußer. Arbeiter- Gesangverein Span da u Lynarstraße Restaurant Riefers. Vorwärts 2 Echönhauser Allee 28 bei Kuhlmen.- 2yra 2, Char= lottenburg, Wallfir. 54.- Gesangverein der Kürschner, Landsbergerstr. 31 bei Seehausen. Glodenrein( gemischter Chor) Kastanien- Allee 95/96. Sängerrunde, Rottbuserstr. 6 bei Braun. Frohsinn 2, Friedrichsberg Lichtenberg, Frankfurter Chaussee bei Müller. Treu und Fest, Lebuserstr. 5 bei Nemiz.- Brüderschaft Stallschreiberstraße 29" Bum eichenen Stab".- Freundestreue( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bei Seehausen. Eintracht 2, Neu- Glienice, Rudowerstraße bet Hasdorf.. Arbeiter- GesangWaldesgrün( gem. Chor) Böckhir. 8 bei A. Moewes. verein Oranienburger Borstadt, Hochstraße 32a bei Wite. Feld= Liberté 1, Cuvryftr. 24, blume Lübbenerfir. 30 bei Wilhelm Meyer. bei Thielsch. Flöter'scher Gesangverein, Koppenstr. 43 c bei Lorenz. Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bet Düball. Titania, Morgenroth 4 in Köpenick, Müggelheimer Cuvryfir. 48 bet Tielsch. Arion 2, Thorinerstraße 4 bei Geld.- Alpenrose, Forsterstr. 22. straße 27 bei Hailand. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: entel, Bergmannstr. 14, Sof 2 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruderbund, Andreasstr. 3 bei Moll. Rauchflub Graue Wolfe, Krautstr. 48. - Verein Grüne Eiche( vor dem Halle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Razorfe. Rauchklub 1 Bergnügungsverein Jugendlust, Dhmgaffe 2 bet Krebs. Rauchflub Dezimalwaage, Frisch auf, Roppenſtr. 43 bei Lorenz. Drieschner. 162. 1 Männer austraße 36 bet Infinger.- Rauchflub Erholung, Wienerstr. 13 bet Rauchflub Elvira, Abends 9 Uhr bei Bringborn, Madat: straße Nr. 12. Humuristischer Klub Universum, Beteranenftr. 18, bet Schulz. Brüderlich feit, Pücklerstr. 49 bei Stabernac. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Gefangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelfir. 91. Gesangsabtheilung des fozialdemokratischen Arbeitervereins für Donnerstags und Sonnabends Abend; bet Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gesangverein weißensee und umgegend. prolienne, Abends 9 Uhr bei Faufmann, Reichenbergerstr. 73a. Gesangverein Glodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. Theaterverein Fideler Geist 2, Abends 9 Uhr, Große Frankfurter Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restau ftraße 99 bei martini. Theaterverein Crescendo bei Maißner, rant Bräuer, Solmsstr. 47. Theaterverein Maiglöckchen, Englischer Hof, Neue Theater- Gesellschaft Harmonie, Donnerstag Abends 9% Uhr, Gartenstr. 1 Ghorinersr. 55. Geselliger Klub Blau Veilchen, Abends 9 Uhr, bet Schönwälder, Drantenstr. 135. Verein ehem. 22. Gemeindeschüler, puntt 9 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Webbing, Abends Bergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, s uhr, bei helterhoff, Antonſtr. 5. Gefangverein Proletariat Abende im Restaurant Göz, Drantenſtr. 153. Möwes, Böckhstr. 8. Geselliger Berein univerfum, Sigung mit Damen Abends 9 Uhr ( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. bet Hagemann, Lothringerstraße 81. Vorträge, Fidelitas. Gefelliger Berein üniverfum, Gigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, Linienftr. 19: Vorträge, Fidelitas. Berein Gemüthlich fett und Klub Humor, Abends 9% Uhr, Lothringerftr. 105: Geselliges Betsammensein mit, Männergesangverein Sangesfreunde, Tamen, Fidelitas und Tanz. 9-11 Uhr, Patenhofer Ausschant, Landsbergerstraße Nr. 82. Abends Geselliger Verein Bertha", Donnerstag, Sigung bei Roll, Adalbertſtr. 21, 9 Uhr. Berein Wanderflub( Norden), Sigung jeden Abends Donnerstag von 9 Uhr Abends im Restaurant G. Baatsch, Hennigsdorferitr. 24.Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 108. hauserir. 42. Gefelltger Club der Alten Moabiter: Jeden Donnerstag Bitbert lub Gleich beit, 9 Uhr Abends, bei 5. Reimann, Alte Schön Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sigung mit Damen in Geselliger Arbeiterverein Hoffnung der Emdenerstr. 47 bei Schirmer. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Rohr, Naunyn: bei Gittler, Mariannenstraße 48. straße 78. Rauchklub Waldesgrün. Abends 8% Uhr, Restaurant A. Gaspar, Reichenbergeritr. 113a. Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bet Jakob, Boeckhstr. 21. Rauchflub Rernipige, Abends Rauchtlub Arabt pafcha, 8½ Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Klub Ohne streit, Abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanftr. 45. Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchtlub Rauchflub Brüder= Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flic. Rauch= Itch feit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernac, Bücklerstraße 49. lub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei Rauchklub G. Heinice, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. Fidelio, Abends 8% Uhr im Restaurant Heine, Eisenbahnstr. 23. Rauchflub Pfeifendedel, Sigung Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, LangeVorwärts, Donnerstag bei Salomo, Oppelnerfir. 29. straße 24. Abguß 1, Abends 9 Uhr, bei F. Nawrodt, Martusftr. 25. Stats Statklub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelftr. 84. flub Rückwärts, Abends 8 Uhr bet Arndt Baltfabenftr. 47.- Stat tlub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Schießtlub Zell, Abends 8 1hr bei Nagel, Schwedterfir. 23. Tambour Verein Ginigteit bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr uebungsftunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Fachverein der Klempner Berlins und Umgegend. Arbeitsausgabe Abends 8-10 Uhr, Sonntag 10-12 Uhr bet Stramm, Ritter: - August Getb Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Alle Aenderungen im vereinskalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Nebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahmej neuer Mitglieder. St. Urban, Annenfir. 9, bei Prog.- ornblume, Gr. Frankfurterstr. 133 ftraße 123. Der an b. Gold.-Frühlingslust, Bülowstr. 59, bei Werner. Bregelschluß, Annenir. 16, bei Ghrenberg.-eiße to fe, Reinickendorf, Seeschlößchen bei Presskohlen. 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" 11. Jahrg. Das Mainzer Gewerbegericht, aufgefordert von der unter allen Umständen anerkannt werden, da diese unter Berück heffischen Regierung, hielt am 12. d. M. eine gemeinsame fichtigung aller Vorschriften, also ordnungsmäßig ein Sigung ab, um über eventuelle Ausnahmen bei dem in Aussicht berufen war. Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Wohin folle es führen, wenn Volts- Vernach stehenden Verbot der Sonntagsarbeit im Fabrik- und Werkstätten- sammlungs- Beschlüsse so kurzer furzer Zeit umgestoßen Die Agitationstommission ist in der letzten öffentlichen betrieb ein Gutachten abzugeben. Schon nach kurzer Debatte werden? Wie er aber in Erfahrung gebracht habe, Schneider und Schneiderinnenversammlung aus Kollegen und kam zu Tage, daß ein gemeinsames Einverständniß nicht erzielt bedürfe es infolge des Zusammentreffens widriger Umstände und Kolleginnen der verschiedenen Branchen zusammengejeßt. Damit werden konnte. nun alle Branchen vertreten sind, wird in einer demnächst folgendes: Das Ergebnis der langen Diskussion war der ungenauen Berichterstattung des Referenten in der ersten stattfindenden Versammlung eine Kollegin aus der KostümVersammlung dringend einer nochmaligen Prüfung der AnDie Arbeitgeber verlangen für den Werkstättenbetrieb der gelegenheit mit dem Inhaber von Sanssouci", der er bei Aufbranche noch hinzugewählt. Um wirksam arbeiten zu können, D'amen und Herrenschneider die Freigabe der vier rechterhaltung der übrigen gefaßten Beschlüsse durchaus zustimme. werden alle die Gesammtheit intereffirende Angelegenheiten Sonntage vor Ostern und Pfingsten und aller Sonntage im Mit einem Amendement des Genossen Gumpel, gleichzeitig surch diese Kommission vorberathen und den Versammlungen Oktober und November; während die Arbeitnehmer je einen in eine nochmalige Diskussion über die Zeitdauer der Sperre unterbreitet. Anregungen aus dem Kreise der Kollegen und Sonntag vor den hohen Feiertagen opfern wollen. Für den über das„ Etablissement Buggenhagen" am Moritzplatz einzu Kolleginnen wolle man daher unserem Bureau, Schüßen- Werkstättenbetrieb der Schuhmacher verlangen die Arbeitgeber treten, fand der Antrag des Genossen Grauer Annahme. traße 18/19, Adresse J. Timm, Restaurant Freigang, unter die Freigabe der 4 Sonntage vor Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Gumpel theilte hierauf die Gründe mit, welche die LokalfomDie Arbeitnehmer wollen nur je einen Sonntag zulassen. Für mission zu dem Beschluß fommen ließen ,,, Sanssouci" nicht zu sperren. Mit allen, von anderen Seiten ausgehenden Aktions- die Kürschner verlangen die Arbeitgeber alle Sonntage zur Der Saal war am 22. Januar, an dem Tage, wo die fünf großen bestrebungen, die nur Bersplitterung herbeiführen, haben wir Arbeit in den Monaten Oktober, November und Dezember, die Arbeitslosen- Versammlungen stattfanden, schon wochenlang vornichts gemein. Wir bitten daher auf die von der Agitations- Arbeitnehmer verweigern jede Ausnahme. Für den Betrieb und her an den„ Berliner Schauspiel- Berein" vermiethet. Da Sonntommission einberufenen Versammlungen zu achten. die Beschäftigung der Buchbinder, Portefeuille- Arbeiter, Graveure, tags die Konzerte der Stettiner Sänger stattfinden, wobei der Die Agitations- Rommission Holzbildhauer, Lackirer, Sattler, Tapezirer, Spengler, Uhrmacher Parquetboden derart mitgenommen wird, daß er zum Tanz under Schneider und Schneiderinnen Berlins. und Vergolder verlangen die Arbeitgeber die Freigabe der vier geeignet ist, so mußte er auf ausdrücklichen Wunsch des ReJ. A.: Arthur Mähr. Sonntage vor Weihnachten, während die Arbeitnehmer auch hier giffeurs des Vereins gebohnt werden. Ferner war das Numjede Ausnahme ablehnen. Der Vorsitzende wird das Ergebniß meriren von 1500 Stühlen und das Aufstellen von in anderen der Regierung unterbreiten. Theatern entliehener Dekoration nothwendig. Redner verlas breiten. Aufruf au alle Händler in Berlin und Umgegend! Die Unterzeichneten laden hiermit alle Händler, die in Straßen oder Lokalen ihrem Gewerbe nachgehen müssen, zu einer Besprechung ein, die die Gründung eines Vereins zur gegen feitigen Unterſtügung bezwecken soll. Diese Besprechung ist zum Dienstag, den 20. Februar, Nachmittags von 2-6 Uhr, im Lokake des Herrn Kaßner, Manteuffelstr. 86, einberufen. Wir bitten um recht rege Betheiligung. Die Anzahl der Gewerbegerichte in Deutschland. Die zum Beweise dieser Angaben ein Schreiben des Regisseurs jenes in Frankfurt a. M. erscheinenden„ Blätter für soziale Praxis" Vereins, Herrn Bölfe, und ein weiteres vom Theatermeister veröffentlichen in ihrer neuesten Nummer das erste ausführliche des Vittoria- Theaters, Herrn Möser. Er( Gumpel) gab daß der vorige Referent, Genosse Jobst un berichtet Verzeichniß deutscher Gewerbegerichte nach amtlichen Quellen. 3, genügend haben möge, jedoch ausdrücklich Darnach bestehen gegenwärtig im gesammten Deutschen Reiche habe er erflärt, daß die Kommission zu der Ueber208 Gewerbegerichte, von denen 140 auf Preußen, 13 auf Bayern, H. Quade, J. Heeder, G. Nadler. 14 auf Sachsen, 9 auf Württemberg, 7 auf Baden, 4 auf Beffen, zeugung gekommen ist,„ Sanssouci" tönne nicht gesperrt werden. Der Streit der Teppicharbeiter in Maffer33 auf Eachsen- Weimar, 6 auf Braunschweig, 5 auf die Reichs. Aufgabe dieser Versammlung sei es nun, den gemachten Fehler dorf bei Reichenberg i. B. dauert fort. Eine Versammlung lande und je eins auf Oldenburg, Sachsen- Coburg- Gotha, Reuß zu forrigiren. Mattutat nahm einen Theil der Schuld und der streifenden Arbeiter hielt die Forderung der Wiederaufnahme ä. L., Lippe- Detmold und jene der drei Hansestädte entfallen. Der Irrthümern, die in dieser Angelegenheit vorgekommen der entlassenen Arbeiter aufrecht. Die Leiter der Fabrik jedoch Ganz fehlen bisher die Gewerbegerichte in beiden Mecklenburg, find, auf sich. Er wollte„ Sanssouci" zu der Arbeitslosen- Bermachen feinerlei Konzessionen. Von den 1200 Arbeitern haben in Sachsen Meiningen, Sachsen- Altenburg, Anhalt, beiden 450 die Arbeit wieder aufgenommen. Die Erregung unter den Schwarzburg, Waldeck, Reuß j. 2. und Schaumburg- Lippe. In Streifenden ist im Wachsen begriffen; Ruheftörungen find nicht bezug auf Sachfen wird in einem sächsischen Blatte berichtigend mitgetheilt, daß nicht 14, sondern bereits 17 Gewerbegerichte bevorgekommen. ftehen. Der Streik bei Weipertu. Söhne in Stöterau bei Wien dauert fort. Man machte durch diverse Drohungen den Verfuch, die Streifenden zu bedingungsloser Arbeitsaufnahme zu bewegen, aber alles prallt fruchtlos ab an dem solidarisch musterhaften Vorgehen der Arbeiter. Am 7. Februar erschien eine Kundmachung, daß alle Streifenden definitiv entlassen sind und ihre Arbeits- und Lohnbücher bei der Ortspolizei beheben sollen. Dieses Anfinnen wurde natürlich zurückgewiesen, da die Streifenden nicht bei der Polizei in Arbeit gestanden, also auch das Geld nicht dort zu erheben haben. sammlung am 22. Januar miethen, traf am 19. Januar Herrn hin, wo ihm die Mittheilung wurde, der Saal sei an dem Tage Dahms nicht persönlich an und ging am 20. Januar nochmals vermiethet. äußert: hätte er gewußt, die Bersammlungen würden von der Allerdings habe Herr Da hm3 nachträglich gesozialdemokratischen Partei, und nicht, wie er vermuthete, Arbeitslofikeit in der Schweiz. Von dem städtischen von den Anarchisten einberufen, dann hätte er es dennoch Kredit von 5000 Franken hat die Arbeitslosen- Kommission in vielleicht mit doppeltem Personal ermöglicht, den Saal Vor3ürich bis jetzt 4800 Franken zur Unterstützung der Be- mittags zur Versammlung herzugeben. Er( Mattutat) habe sich fchäftigungslosen verbraucht. Da deren noch in ziemlicher Anzahl jedoch bald, als er den Bescheid hatte, der Saal sei nicht frei, vorhanden, soll die bereits begonnene Sammlung von Geld- wieder auf die Suche begeben". Die von Gumpel ver beträgen zc. fortgesetzt werden. lesenen Erklärungen habe Herr Dahms beschafft, trotzdem habe sammelt worden, wozu die Regierung ihrerseits weitere 11 500 möser habe ihm versichert, daß nur in der Zeit von 12 bis er noch in Gegenwart von Beugen mit den betreffenden Herren In Basel sind für die Arbeitslosen 34 000 Franken ge- persönlich Rücksprache genommen. Der Theatermeister Herr insgesammt 45 000 Franten aufgebracht wurden. Franken leistete, so daß bis dato für Arbeitslosen- Unterstüßung 4 Uhr Mittags die Dekorationsstücke durch ihn befestigt werden konnten, da er von 4 Uhr ab wieder im Bittoria- Garten an" Buzug ist strenge fernzuhalten. Unterstützung dringend nöthig! Wie die Arbeiter in den Streit getrieben werden, Freiland. Ja wenigen Tagen sollen die ersten Kolonisten, wesend sein müsse. Ebenso verhalte es sich, wie Gumpel bereits geht aus einer Buschrift hervor, die der Wiener Arbeiter: 20 Mann an der Bahl, nach Herhka's" Freiland" in Ost- angeführt habe, mit der Reinigung des Parquetbodens. Er Zeitung" aus Mährisch Ostra u übersandt wird und in der afrika abgehen. Die Expedition ist zusammengefeßt aus glaube diese Momente seien hinreichend, einen anderen die Ursachen des Bergarbeiterstreits in den Steinkohlengruben Geographen, Geologen, Förstern, Landwirthen u. f. w., welche zu Beschluß über das Lokal Sanssouci" herbeizuführen, der Nordbahn näher beleuchtet werden. Hauptsächliche Schuld nächst das Land zu untersuchen haben auf Bodenbeschaffenheit, als den den der Versammlung vom 4. Februar d. I.. trage die schlechte Entlohnung der sogenannten und stößer Vegetation u. f. m.; die eigentlichen Kolonisten sollen später in der hauptsächlich die Genoffen des 3. Kreises start vertreten und die Wintürafte eines Bergraths und Betriebs- Juspektors folgen. Wir brauchen hier nicht nochmals erläutern, wie wir waren.( Widerspruch.) Weiter entschuldigte Redner fein AusMayer. Vor seinem Amtsantritt war es in den Gruben über diesen Sozialismus in der Nußschale" denken, die Un- bleiben in der betreffenden Versammlung( er nahm an der üblich, daß das Holz, welches zur Zimmerung in den möglichkeit der Durchführbarkeit der Herzta'schen Idee wird sich Generalversammlung der Arbeiter- Bildungsschule theil) und be= Gruben benöthigt wird, von eigens dazu bestimmten nur zu bald herausstellen. fannte sich schließlich als den Urheber der Zurückhaltung des Tagarbeitern zerschnitten und in die Gruben geschafft wurde. Versammlungsberichts, die er damit begründete, der Beschluß Gleich nach dem Amtsantritt Mayer's wurden die Ueber die Entschädigungs- Berechtigung von Kindern, sollte nicht eher bekannt werden, bis die Lokalkommission, welche Bergarbeiter gezwungen, sich das Holz vor und nach der die bei der Arbeit einen Unfall erleiden, fällte das Reichs- deshalb ihr Umt niederlegen wollte, demselben einen Kommentar Schicht ohne Bezahlung zu schneiden und hinunterzuschaffen. Versicherungsamt am 6. d. M. eine wichtige Entscheidung, der Außerdem verabfolgte man den Bergarbeitern ihr Kohlendeputat folgender Thatbestand zu grunde lag: Ein Landwirth mit hinzugefeht habe. Grauer erkannte an, daß durch die Ausführungen Mattutats die Angelegenheit mit dem früher in Würfeltohle, seit Mayer's Antritt aber in Nußkohle. Namen Wolfsfeld war im Dezember 1892 beschäftigt gewesen, Konzerthaus Sanssouci" eine andere Wendung erhalten Die Bergarbeiter schickten ihren ältesten Genossen, einen Berg- fein Getreide mittelst einer Dreschmaschine auszudreichen. Eines habe. Die Berichterstattung war anfänglich ungenügend. mann namens Jan Kusiak, der 24 Jahre in den Gruben ge- Mittwochs, als der achtjährige Sohn des Landwirths keine Die Angriffe auf die Lokalkommission seien jedoch unberechtigt. arbeitet, zum Mayer, um Beschwerde zu führen Schule hatte, wurde der kleine Bube von seinem Vater an Sie habe sich in der Versammlung vom 4. Februar auf den gegen diese Neuerungen. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich, gehalten, Garben nach der Dreschmaschine zu tragen. Bei dieser einzig richtigen, den referirenden Standpunkt gestellt und weſſen Mayer fähig ist. Er entließ auf der Stelle den Abge- Gelegenheit kam der Knabe mit einem Bein in die fragliche mitgetheilt, was vorgegangen ist, den Beschluß der Versammlung sandten der Bergleute, der eine achttöpfige Familie Maschine, so daß es später amputirt werden mußte. Der überlassend. Es wurde in der Versammlung am 4. Februar nur milzu ernähren hat, aus der Arbeit und hat ihn troy aller Vater des verlegten Knaben beantragte sodann bei der zugetheilt: Müller( Buggenhagen) hat seinen Saal aus AnarchistenVorstellungen feiner Genossen nicht wieder aufgenommen. ständigen landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft für seinen grufelei verweigert, bei Säger wurde dekorirt, bei Dahms gereinigt; Ist das nicht Provokation, ist das nicht Willkür? Und diese Sohn eine Unfallrente, die aber von der beklagten Berufs da mußte die Versammlung zu einem falschen Beschluß kommen. That steht nicht vereinzelt da; sobald sich jemand rührt, wird genossenschaft abgelehnt wurde, da der verlegte Rnabe nicht a mußte die Versammlung zu einem falschen Beschluß tommen. Ansprüche auf die Bruderlade auch verliert. Dieser Rücküchts- Kind anzusehen, das noch nicht ernstlich arbeiten könne und nur( etiva 500 Personen) zu solchen Beschlüssen nicht kompetent geer von Mayer rücksichtslos aufs Pflaster geworfen, wobei er feine als Arbeiter angefehen werden könne; letzterer sei vielmehr als Entschieden müsse er sich gegen die Behauptung und Auffassung richten, die vorige Versammlung sei infolge schwachen Besuches feine rasche Karrière. Die Sünden, tie der Mann an den Berg genossenschaft legte der Vater des Verletzten frühzeitig Berufung Inhibirung des Berichtes, und schließt: heute fei er ebenfalls losigkeit dankt auch der Betriebsinspektor und Bergrath Mayer Spielerei treibe Gegen den ablehnenden Bescheid der Berufs-( etwa 500 Personen) zu solchen Beschlüssen nicht kompetent ge= wesen. Weiter wandte sich Redner gegen Mattutat wegen der arbeitern verbrochen, stinten zum Himmel, und wenn der Streit beim Schiedsgericht mit dem Antrage ein, die Berufsgenossenschaft dafür, daß der Boykottbeschluß über„ Sanssouci" aufgehoben im Ostrauer Kohlenrevier ein allgemeiner wird, so ist es zum zur Rentenzahlung verurtheilen zu wollen. Das Schiedsgericht nicht geringen Theil ein Verdienst Mayer's. Die streikenden Hund- hielt auch die Klage für begründet und erkannte zu gunsten des wird, alle anderen Beschlüsse der Versammlung vom 4. Februar Ein Antrag, stößer haben einen Schichtenlohn von 60, 70 und höchstens Berlegten. Gegen das schiedsgerichtliche Urtheil ergriff sodann müssen jedoch aufrecht die Redezeit auf 10 Minuten zu beschränken, wurde 80 Kreuzern bei einer mörderischen Arbeit. die verurtheilte Berufsgenossenschaft das Rechtsmittel des Re- abgelehnt. Die Konsumvereins- Lagerhalter von Dresden und bebung der Vorentscheidung und Abweisung des Klägers. Das turfes an das Reichs Versicherungsamt und beantragte Aufschlossen, bei ihren Verwaltungen zu beantragen, am 1. Mai die Pfarrius verwart jedoch den Returs der Berufsgenoffenschaft der erste, der einen Boykott, wo er nothwendig, wie bei Reller Geschäfte den ganzen Tag zu schließen. als unbegründet und zwar aus folgender Erwägung: Weder die Entstehungsgeschichte, noch auch der Wortlaut der Unfall in der Röpnickerstraße oder Buggenhagen aufs wirtsamste versicherungs- Gefeße sprechen für eine Beschränkung des Begriffs gestaltet wissen will, im Falle Sanssouci" fei er ungerechtfertigt. 2Bittig hat die Beläge bei Dahms mit eingesehen und hält Arbeiter" auf solche Personen, welche ein bestimmtes Alter be- den Boykottbeschluß ebenfalls für ungerecht. Läterow maßt fiyen; unter Umständen können daher auch schulpflichtige Kinder viel Schuld dem Umstand bei, daß die Parteigenossen, nicht auf als Arbeiter angesehen werden. Auch ist es ohne erhebliche Be- das Vorschlagsrecht der gewählten Kommission ihrer Organisation deutung, ob die Dienstleistung des Kindes gerade als eine wesentliche Arbeitsleistung zu bezeichnen ist oder nicht, voraus: hören. Wer die Verhältnisse nicht kannte, der durfte nicht darüber gesezt nur, daß es sich um eine ernste Thätigkeit und nicht nur reden. Will man nicht auf die Organisation hören, dann ist die um eine spielartige, tändelnde Beschäftigung handelt. Es giebt der Polemit, wie sie Täterow beliebte. Hierauf wurde die Lokalkommission übrig. Schweizer proteftirte gegen die Art eine große Anzahl von Dienstleistungen, welche weber große Diskussion geschlossen und gelangte folgender Antrag von Grauer Körpertraft noch auch technische Vorbildung voraussehen und deshalb häufig von Kindern verrichtet werden. Der achtjährige zur fast einstimmigen Annahme: Die heutige Versammlung erkennt die Beschlüsse der VoltsKnabe behält also seine Rente. verfammlung vom 4. Februar ausdrücklich als für jeden Partei= genossen bindend an und beschließt, nach genauerer Bericht erstattung und Klarlegung des Sachverhalts die Sperre über das Konzerthaus Sanssouci aufzuheben." 3 erhalten werden. ben Zubeil betonte, daß wir auch Gegnern gegenüber ftrenge Gerechtigkeit walten Lassen den Saal. Er sei Umgegend haben in einer öffentlichen Versammlung be- Reichs Versicherungsamt unter dem Vorsitz des Direktors und erst gezwungen geben sie uns müssen. Die wenigsten Wirthe seien Sozialdemokraten Verkürzung der Arbeitszeit. Das Zentralfomitee des Schweizerischen Typographenbundes hat beschlossen, mit 1. März laufenden Jahres unter gänzlichem Wegfall der Frühstücks- und Besperpause die tägliche Arbeitszeit in der Vereinsbuchdruckerei von 9 auf 812 Stunden herabzusetzen. Die Delegirtenwahlen zum nächsten internationalen Bergarbeiter- Kongreß, welcher bekanntlich in Berlin stattfindet, haben bereits begonnen. In einer Bergarbeiter- Bersammlung in Essen wurde Ballmann als Bertreter der Bergarbeiter in Essen gewählt. Schule und Sozialdemokratie. Die Oberpräsidenten sollen befragt worden sein, mit welchen besonderen Mitteln durch die Boltsschule zur Bekämpfung der Sozialdemokratie beigetragen werden könne. Es wird dabei auf Vertiefung des Religions- und Geschichtsunterrichts" hingewiesen. Diese Vertiefung" soll natürlich, soweit die Geschichte in Frage tommt, in mordspatriotischem Sinne geschehen. Aber weder diese, noch der Religionsunterricht wird an der Thatsache etwas ändern, daß der größte Theil der jungen Leute, sobald er aus der Schule in das Leben eintritt, durch die immer fritischer sich gestaltenden Erwerbsverhältnisse ganz von selbst zur Sozialdemokratie gedrängt wird. Derlammlungen. " Da ein Antrag, betreffend die Zeitdauer der Sperre, über Eine öffentliche Versammlung der Parteigenoffen Buggenhagen's Etablissement nicht einging, so bleibt der Be Berlins, einberufen von der Lokalkommission, schluß vom 4. Februar in Angelegenheit dieses Lokals bestehen. tagte am 13. februar in der Brauerei Friedrichshain". Vor Gine Frage: Wie stellt sich die Versammlung zu den Eintritt in die Tagesordnung: Protest gegen den Beschluß der Wirthen, welche ihr Lokal den Anarchisten verweigern? gab Boltsversammlung vom 4. Februar betreffs des Boykotts 2c.", hierauf zu einer Auseinandersetzung mit einigen Angehörigen erbat sich Genosse Grauer das Wort und unterbreitete der dieser Partei Veranlassung. Die Genoffen Halfter und Ein alter Zopf ist infolge fortgesetzter Beschwerden unserer Versammlung folgenden Geschäftsordnungsantrag: Die 2c. Ber- en er fertigten die Herren mit dem Hinweis darauf ab, Genossen auf dem Stadthause zu Mainz in dieser Stadt zu sammlung beschließt, unter voller Anerkennung der von der Volks- daß die Lokalkommission der fozialdemokratischen Partei es den Falle gebracht worden. Seit dem 12. d. M. ist die Polizei- versammlung vom 4. Februar in den Konkordiasälen" gefaßten sogenannten" Anarchisten" überlassen müsse, ihre eigenen Wege stunde außer Kraft gesetzt worden. Es bekümmert sich danach Beschlüsse, welche für jeden Parteigen offen ohne weiteres bindend zu gehen; sie sei nur dazu da, der sozialdemokratischen Bewegung die Polizei nicht mehr um den Wirthschaftsbetrieb als solchen, sein müssen, den 1. Punkt der Tagesordnung der Versammlung die Säle frei zu machen. Mit demselben Recht wie die sondern sie hat nur darauf zu achten, daß es in den Wirth- dahin abzuändern, daß er lautet wie folgt:„ Nochmalige Beschluß- Anarchisten, könnten auch die Arbeiter, welche der Hirschschaften anständig zugeht. Die Wirthe sind endlich die Protokoll faffung über die eventuelle Sperre des Konzerthauses Sanssouci". Dunder'schen oder antisemitischen Richtung angehören, derartige macherei los, das Publikum die geradezu einfältige Bevor- Zur Begründung seines Antrages führte Redner an, der Ansprüche geltend machen, fie feien im Gegentheil noch schärfere mundung und die gleichmäßige Behandlung der Wirthe ist Borsigende resp. der Einberufer Genosse Gump el habe die Gegner für uns, als jene. Die Angelegenheit wurde mit durchgeführt. Wann werden wir wohl von dem großen Tagesordnung bei Eröffnung der Versammlung anders verkündet, Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Robert Schmidt Fischerdorf, so da liegt an der Spree, das Gleiche melden als die Bekanntmachung im Inserat und an den Anschlagfäulen nahm hierauf noch Gelegenheit, eine Aufrage Grauer's laute. Er verlange, daß die Beschlüsse der ersten Bersammlung und Rräter's: wer ist am" Vorwärts" berechtigt, tönnen? " älteren organisirten Buchdrucker bestätigt erhalten, wie denn der verstorbene M. niemals zu solchen Aemtern gelangt wäre, wenn feine organisirten Kollegen sich schon früher mehr um die Krankenkassen- Angelegenheiten gefümmert hätten. Der„ Correspondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer"" gedenkt seines Ablebens mit folgenden Worten: " S. 50. Grheben Sie in der auf dem Zahlungsbefehl angegebenen Zeit beim Amtsgericht Widerspruch. Berichte über Versammlungen zu inhibiren? be S. E. 1. und 2. Die Sache liegt in beiden Fällen gleich antworten. Nicht Mattutat allein, sondern mehrere und ist verschieden von den Gerichten behandelt worden. Beim Vertrauensleute wünschten den Bericht der Versammlung vom Amtsgericht I zu Berlin wurde bisher angenommen, daß der 4. Februar so lange zurückgestellt, bis die Lokalfommission dem Mann für Kosten einer Privattlage gegen seine Frau nicht felben eine Erklärung ihrerseits beifügen könne. Er habe den aufzukommen braucht. Andere Gerichte sind anderer Meinung. selben jedoch, als die Erklärung zu lange auf sich warten ließ, Schönhauser Allee 151. Wenden Sie sich mit dem AnDennoch ohne eine solche veröffentlicht. Die Sache habe nicht M. war einer der drei Delegirten, die der Berliner Buch- trag auf Beerdigungskosten an die betreffende Berufsgenoffen Ein direkter die Bedeutung, die ihr beigelegt wird. Im übrigen wäre es druder- Gehilfenverein 1866 zum ersten Deutschen Buchdruckertage schaft, die Sie auf der Polizei erfahren werden. aber besser, wenn die Beschwerden an die richtige Adresse, an nach Leipzig entsandte; bald darauf, im Juni 1868, bei der Be- Anspruch gegen den Fabrikanten besteht nicht. die Preßkommission gerichtet werden. W. B. 96. Ja. wegung gegen die Sonntagsarbeit in Berlin, blieb M. als erster Vertrauensmann Wengels machte Mittheilung, daß die Maschinenmeister in der Kühn'schen Offizin stehen, während H. N. 114. Versuchen Sie es mit einer Eingabe beim Be Brauerei Friedrichshain schon wiederholt, wie auch am 18. März, sämmtliche Seher zur Erlangung der Sonntagsruhe ihre Stel- zirkskommando. ihren Saal verweigere und wünschte dieserhalb eine energische fungen verließen und nicht wieder eingestellt wurden; M. schied Beleidigung. 1. Beim Staatsanwalt immer und im Wege Rücksprache der Lokalkommission mit dem Defonom resp. aus dem Verein und ist dann auch bis zu seinem Tod ein der Privattlage, wenn beide in verschiedenen Gemeinden wohnen. der Direktion. Tauschel ersucht die Genossen um Gegner desselben wie unserer gesammten Vereinigung geblieben." 2. Kommt auf den Inhalt an. Wenn Sie fragen: Ist das Unterstüßung im Kampf mit den Wirthen auf dem Gesund- Dies zur Steuer der Wahrheit meinerseits. Daß M. mitten oder jenes richtig?", so machen Sie es uns unmöglich, mit ja brunnen, wo zur Zeit nur die Adlerbrauerei und der( frühere in dieser Thätigkeit abberufen worden, kann doch kein Hinderniß oder nein zu antworten, wie Sie verlangen. Weimann'sche) Volksgarten zu Versammlungen zu haben sind. sein, ihn in seiner wahren Gestalt den Berliner Arbeitern zu Alle anderen Wirthe verweigern ihre Säle mit der Begründung, zeigen aus Pietät zu schweigen, wäre in diesem Falle ganz daß ihnen andernfalls die Polizei die Tanzkonzession be- falsch. schneidet; jeder Genosse möge das bei seinen Ausflügen nach dem Nun noch ein paar Worte an Herrn A. Meyer. Gesundbrunnen berücksichtigen. Ein Antrag des Genossen Massini, Ein ausführliches Eingehen auf Ihre Zeilen in der 2. Beidie Lokalkommission aufzulösen und die Regelung der Lokalfrage lage vom 11. 2. 94 muß ich mir für heute versagen, da der jedem Kreis gesondert resp. den Wahlvereinen zu überlassen, Raum des Vorwärts" dadurch über Gebühr in Anspruch gewurde, nachdem Grauer betont hatte, daß dies eine Dezentra- nommen würde; nur auf eines muß ich erwidern. Sie fonstruiren lisation herbeiführen hieße und die Lokalfrage unbedingt von sich aus meinen Worten eine schwere Beleidigung und ich gebe allen Kreisen gemeinsam geregelt werden müsse, mit großer Mazu, daß ihnen eine solche Deutung gegeben werden kann. Ich jorität abgelehnt. Nachdem noch Frau Janice zum Besuch erkläre nun, daß mir die Absicht der persönlichen Beleidigung einer Volksversammlung am Mittwoch bei Joël aufgefordert fern lag, sie auch gar nicht obwalten konnte, da Sie mir vollhatte, erfolgte mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie der ständig fremd waren. Unter dem Eindruck Ihrer Ausführungen Schluß der Versammlung. in der Versammlung vom 21. Januar sind meine Zeilen ge= schrieben, und denselben Eindruck haben doch auch andere gewonnen an den Beklagten rechtskräftig. und demselben sofort Ausdruck verliehen, soweit sie dazu noch Gelegenheit fanden. Daß die Versammlung die Gegner nicht hören und auch keinen derselben in die Kommission haben wollte, ist ein nicht wieder gut zu machender Fehler, der sich je nach ten Umständen rächen wird. Daß aber die Berliner Arbeiter sich ihre Rathgeber genauer anzusehen das Recht haben, werden doch auch Sie zugeben müssen, Herr Meyer! Arendsee. Ueberflüssiger Weise hatte man in den Räumen der Brauerei wieder ein großes Polizei- Aufgebot bereit gehalten. Die Berfammlung ging aber in größter Ruhe und Ordnung ausein ander. Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechjaals, soweit der Raum dafü abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. " Die Herren Buchholz und Adler werfen mir unwahre Behauptungen betreffs des verstorbenen Wertführers" Martin vor, den sie einen„ tüchtigen Mitkämpfer einer guten Sache" nennen, und glauben zur Steuer der Wahrheit" mit einer einfachen Ableugnung von Thatsachen die genügende Zurückweisung gegeben zu haben. Ich habe darauf zu erwidern: Wenn es sich darum handelt, Austlärung über eine strittige Frage in weitere Kreise zu tragen, so fann man auf die freundschaftlichen Gefühle eines einzelnen nicht Rücksicht nehmen. Daß meine Angaben über Martin aber der Wahrheit entsprechen, ergiebt sich aus M's eigenen Worten, welche lauteten: Eine Anfrage bei der Aufsichtsbehörde ergab deren Zustimmung zu der geplanten Zentralisation, und ver sprach dieselbe sogar, hierhin wohlwollend nachzuhelfen." Diese Worte tönnen von einer sehr großen Zahl von Zuhörern bezeugt werden. H Briefkaffen der Redaktion. A. Heinze. Warten Sie das Urtheil ab. Wenn es beim Gewerbegericht ist, ist das Urtheil endgiltig, wenn beim Innungsgericht, fann Berufung eingelegt werden. Wir rathen aber nicht dazu. $. G. Eine derartige Hilfskaffe exiftirt unseres Wissens nicht. Die Zentral- Kranten- und Begräbnißkasse für Frauen und Mädchen E. H. Nr. 26, Offenbach, hat vier Filialen. Die Kassirerinnen dieser Filialen sind: Filiale 1. Frau Möglich, Schlesischestr. 46, v. 1 Tr.; Filiale 11. Frau Lippmann, Schleiermacherstraße 15.; Filiale ll. Frau Grünewald, Prinzen- Allee 27, 3 Tr.; Filiale IV. Frau Gerlach, Friedenstr. 74. C. S. 1000. Sie müssen dafür Sorge tragen, daß die Räume während einer für den Zweck des Weitervermiethens ausreichenden Zeit offen sind. Den Schlüssel brauchen Sie dem Vermiether nicht zu geben. Kassirer. 1. Ja. 2. Ja. H. A. 21. In der Sache ist wegen Rechtskraft des Gewerbegerichtsurtheils nichts mehr zu machen. E. W. Strunk. 1. Ja. 2. Ja, wenn das Zeugniß nicht der Wahrheit entspricht. 3. Unbekannt. M. 5. Ja. E. Sch. Ja. Fordernug. Das Urtheil wird 1 Monat nach Zustellung J. V. Marzahn. Beschweren Sie sich beim OberPräsidenten. Sperber. J. wohnt Prinzenfir. 85 bei Wienecke. Wilhelm Kosko. Ja, wenn die Geschwister oder Kinder des Prinzipals sich in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung befinden. 2. G., Brit. Ja, wenn der Sohn nicht im stande ist, sich selbst zu unterhalten. Alter Abonnent, Kolbergerstraße. Nein. E. W. 31. Sie haben die Gerichtstoften und Zeugengebühren, insgesammt etwa 10 M., zu bezahlen. Carl Grob. 1. Der Ehemann fann wegen der Rosten in Anspruch genommen werden. 2. Nein. A. K. 1000. Sie müssen das Brautgeschenk herausgeben. Brieflich antworten wir nicht. P. S. Pößneck. Der Käufer könnte, wenn der Vertrag formgiltig ist, nur auf Erfüllung und Entschädigung flagen. Wird der Prozeß in I. Jnstanz zu seinen Gunsten entschieden, so fann er ganz zurücktreten und braucht nur Schadenersah zu fordern. Ob eine so ungiltige schriftliche Verpflichtung zum Ber fauf vorlag, hängt von dem Wortlaut ab, in dem die Verkaufsbedingungen abgefaßt und von Pf. unterschrieben sind. Wahr O. A. W. wohnt Charlottenburg, Krummestr. 19. G. Rodewald. Das ist eine Entlassung, also ist für Sonn- scheinlich wird nichts zu machen sein. abend nichts zu fordern. A. R. 1000. 1. Ja. 2. Sie dürfen es, brauchen es aber Ch. M. 21. 1. gar nicht. 2. nein. 3. ja. nicht. 3. Gehen Sie in Ihre Versammlungen, wenn Sie es Hermann Witt, Bergmannstr. Ja, soweit der Nach- durchaus wissen müssen. Wir wissen selbst nicht, ob wir es richtig verstehen. Was ich zur Kennzeichnung des Herrn M. betreffs der Berufsorganisation gesagt habe, tann Herr Buchholz von jedem laß reicht. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L* ain biesigen Blaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigite Preise! Sämintliche im Handel befindl. Rohtavate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr.2. Ein grosser Posten Steppdecken echt Wollatlas( reine Wolle) Grösse 150x200, Stück 7,50 M. circa 1000 Stück schwere buntfarbige Stonal- Schlafdecken mit kleinen Maschinenflecken, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. per Stück 4,50.jonſtiger Preis 9 M. Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafdecken gratis und franko. Steppdecken- Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., Oranienstraße 158. 37 37 Als anerkannt reelle und billigste Einkaufs-Quelle des Süd- Ostens für མ Anhaltische Kohlenwerke ,, Mariengrube"> in Senftenberg NL. Braunkohlenwerke und Briketsfabriken. 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