it. folgen ürschner daß di dazu an machen beiter flärt di uldigte mmiffion tung Siedom Brief e ift ins nid 566 725 98079 105 499 621 87 47 578 2 37 65 538 695 107111 708 44 1174 75 329 91 914 24 5243 1501 89 118183 870 982 3896 715 104 499 7 22 49 120089 5 831 40 74 734 96 707 13217 2001 764 8 50 96 03 50 400 796 266 384 4.50 63 143001 66 464 722 39 147111 149173 100 70 868 983 011 206 150034 017 197 046 130 2 22 81 652 763 660 829 73 115 83 622 68111 149 89 241 44 501 677 30[ 300] 27 401 540 656 775 82 81 916 99 146 711 903 -4007 570 667 77 774 3149 76 83 855 De Nr. 83. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin; Vierteljährlich 3,30 Mart, monatItch 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Bost- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Berliner Bolksblatt. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die LandgemeindeI. Geschichtliche 3. ( Fortsetzung.) Freitag, den 10. April 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. ein Symptom für eine Ursache. Weil die wirthschaftlichen Wenn Keil in seinem Buch„ Die Landgemeinde" Zustände sich in der oben angedeuteten Weise ausgebildet schreibt: Auffallend ist es auch, daß von Luther anfangend Gestalt zusammengebrochen war, deshalb deshalb konnte die nur selten Verständniß für die mißliche Lage des Bauern Rezeption des römischen Rechts, dieses skrupellosen Dieners, standes zeigte, ja sogar oft in eifrigfter Weise dieser haarscharfen Formulirung des Privateigenthums Be die Interessen des Herrenstandes als mit den Geboten Die verhältnißmäßig erträgliche Lage der bäuerlichen griffes ,, anstandslos erfolgen. Die Zeit war reis für dieses der göttlichen Ordnung übereinstimmend vertreten hat", so Bevölkerung, die wir Ausgangs der mittelalterlichen Ge- Recht, deshalb kam es zur Herrschaft und wurde mit un- ist das durchaus nicht auffallend, sondern erklärt sich schichtsperiode vorfinden, war nicht von Bestand. Die groß- barmherziger Strenge angewendet. Recht und Gesetz sind einfach aus dem Wesen des lutherischen Pfaffenthums. Die artige wirthschaftliche und gesellschaftliche Umwälzung, welche ia nichts als der Niederschlag der ökonomischen Ent- Fürsten aber in ihrem Kampfe mit den Ständen sicherten den Eintritt der kapitalistischen Produktionsweise einleitete, wickelung. Und daß für ein bestimmtes Gebiet, für die fich die Grundlagen des absoluten Staates, indem sie den den Eintritt der kapitalistischen Produktionsweise einleitete, Mark Brandenburg, nicht wie man bisher annahm, das Bauernstand den Herren auslieferten, ganz gleich, ob dieser zerschlug auch die alten Formen der ländlichen Verfassung. Der Zusammenbruch des Ritterthums, die Auflösung der römische Recht einen großen Einfluß auf den Verfall der absolute Staat von Ferdinand I., von Boleslaus X. oder feudalen Gefolgschaften, der Ersatz der Ritterschaft durch bäuerlichen Rechtsverhältnisse gehabt hat, ist vor einiger von dem Hohenzollern Joachim I. angestrebt wurde.") Der dreißigjährige Krieg, der vor allem auf Kosten des Söldnerheere, die bedeutsame Preisrevolution, die unter dem Zeit durch Großmann's Untersuchungen überzeugend nachplatten Landes geführt wurde,„ vollendete die EntZeichen der Entdeckungen sich allmälig vollzog, all das gewiesen worden. Ordnung in Preußen. batten, weil die deutsche Gemeindeverfaſſung in der alten die ganze Reihe der der neuen Lehre anhängenden Geistlichen D von waren Momente, die für die Geschicke des deutschen Bauers Auf Kosten der Bauern wurde das Herrenland er vickelung." Der Rest der Bevölkerung, soweit er noch auf von hervorragender Wichtigkeit waren. In demselben Verweitert, mit oder ohne Entschädigung" jagte man sie den verwüsteten Höfen geblieben war, war hilflos und mittellos " Jetzt war der Bauer hältniß, in welchem die Kriegsdienste des Adels überflüssig davon, um größere Ackermarken zu erhalten. Um das Bauern- dem Gutsherrn ausgeliefert. wurden, das Fehderecht aufhörte und die Territorien fich land zum Hofland zu schlagen, legte man die Bauern nach nicht mehr in der Lage, die bei der Verödung des konsolibirten, sab sich der Adelige auf die landwirthschaft Herzenslust. Nach der von Fuchs mitgetheilten Bauern Landes gesteigerten Anforderungen des Herrendienstes von und Schäfer Ordnung von 1616 war es z. B. in sich zurückzuweisen, er konnte sehr zufrieden sein, wenn er 3. liche Thätigkeit angewiesen. Wie der Junker auf dem platten Lande wirthschaftete, Pommern möglich, nach Willkür die Armen ins Elend nunmehr als lassitischer Unterthan mit einer dürftigen Hofwurde.... Mit dem Verluste der das weiß Jeder, der die Geschichte des Bauernkrieges fennt. zu stoßen. Die Landes Ordnung für die Fürsten- wehr neu ausgestattet wurde. Die Unterdrückung des Bauernstandes, die Bergewaltigung der thümer Oppeln und Ratibor 1562 traf im persönlichen Freiheit und des eigenthumgleichen Besitzrechts armen Leute, der Landdiebstahl im großen Stil, das Legen der Artikel 46 die Bestimmung:„ Wenn ein Unterthaner dem des Bauernstandes waren aber auch die Grundlagen der Bauern wider Recht und Gesez, die Bereicherung auf Herrn nicht gefället, und ihn unter sich nicht leiden will, bisherigen Gemeindeverfassung unwiederbringlich dahin. Kosten des Landmanns um jeden Preis, das sind die so soll der Bauer zu verkaufen pflichtig sein." Wo das Ohne in sich selbst genügende Kraft, ohne bei Staat und hervorstechenden Büge in der Wirksamkeit jener Edelsten Bauernlegen so im Schwange war, man lese nur nach, Kirche nennenswerthe Unterstützung zu finden, mußte der und Besten". Was besaß denn vor dem Beginn jener Beit was Knapp in seinem klassischen Werke über die Bauern Bauernstand seinem Geschick erliegen."**). des offenen Raubsystems solch ein ritterbürtiger Lehnsmann befreiung berichtet, da war das rasche Wachsthum des Wie hatte sich die Situation nachgerade gestaltet? Die und Ministeriale? Maurer, der Bahnbrecher auf dem Dominiallandes etwas Natürliches. War nun das Areal Grundlage des ländlichen Gemeinwesens war die ErbunterDas Gebiete der deutschen Gemeindeverfassung, der geniale des Hofes vergrößert, so brauchte man auch mehr Arbeits- thänigkeit der hörigen Leute zu den Gutsherren. Geschichtsschreiber des mittelalterlichen Wirthschaftslebens, kräfte. Die Junker wußten sich zu helfen. Der Gesinde herrschaftliche Gut umfaßte nicht blos dasjenige Gelände, hat uns berichtet, daß solch edeler Junker oft gar dankbar Dienst zwang der Bauernkinder fam auf. Und da die Zahl welches von dem Gutsherrn wirthschaftlich genutzt wurde, gewesen sei, wenn sein Lehnsherr ihm ein Gewand, seine der Bauern vermindert war, was lag da näher, als den sondern auch dasjenige, welches die ihm unterBlöße zu decken, geschenkt habe. Ürkundlich ist es festge- übrig Gebliebenen desto größere Lasten aufzuhalsen. Statt thänigen Bauern inne hatten. Die Gutsherren", heißt stellt, daß in der Mark und in Theilen von Vorpommern der ursprünglich in Weisthümern sorglich verzeichneten be es in der bereits öfters angezogenen Uebersicht( Anlage A der ritterbürtige Lehnsmann nur mit 4 bis 6 Hufen Acer- stimmten Verpflichtungen setzte der Adel die Bauern auf S. 11) machten es von ihrem freien Belieben abhängig, ob Landes bedacht war, die im Gemenge mit dem Bauernlande ungemessene Dienste, beutete ihre Leistungsfähigkeit auf das die einzelnen Theile der Feldmark für sie selbst bewirth und oft nicht einmal in derselben Dorfflur lagen. Schamloseste aus und vermehrte die nur zu oft widerrechtlich schaftet oder mit bäuerlichen Wirthen besetzt werden sollten. Die Gunft der Zeiten, die Schwäche und Geld- geheischten Scharwerkstage in der Weise, daß die Bauern War die Gutswirthschaft so groß, daß sie nicht mehr von noth der Fürsten, die brutale Gewalt, Alles häufig keine Zeit hatten, den eigenen Acker ordnungsgemäß einem Mittelpunkte, dem Gutshofe, aus bewirthschaftet tam zusammen, um dem Adel eine ökonomische Macht zu bestellen. werden konnte, so zweigte man Vorwerke ab, welche in der stellung zu sichern, welche auf den Trümmern zahlloser Die Reformation mit ihrem riesigen Raub der Kirchen- Regel besonderen Verwaltern unterstellt wurden. Die der Bauerneristenzen aufgebaut, die Unterdrückung der Bauern- güter verschärfte die Noth der Bauern.„ Unter dem Krumm- Gutsherrschaft unterthänigen Bauern wohnten gewöhnlich fchaft verewigte. Wenn von der bürgerlichen Geschichts- ftab ist gut wohnen", das war ein Bauernsprichwort, welches schreibung und auch von der Regierung( Anlage A zu dem seine guten Gründe hatte; die fürstlichen Vögte und Amt*) Im Jahre 1540 gestattete der Kurfürst Joachim II. denen Entwurf einer Landgemeinde- Ordnung u. f. w. S. 10) als männer trieben Abgaben und Leistungen weit strenger ein. vom Adel, ungehorsame, muthwillige" Bauern zu„ relegiren"; auf eine Ursache des Untergangs des alten Bauernstandes Die Luther und Melanchthon stellten sich mit flarem Be- feine Anordnung, die Stellen derselben nach Würdigung deffen, hingewiesen wird auf das Bestreben der Gelehrten des wußtsein in den Dienst der Herrschenden, sie predigten die was sie gelten, zu bezahlen", wird so wenig beachtet worden sein, römischen Rechts, Begriffe und Grundsätze jenes Rechts, Lehre vom beschränkten Unterthanenverstande, und Luther's Später wurde die Erlaubniß des Relegirens auch auf die Fälle wie andere fromme Wünsche betreffs des Bauernschutzes." welche den Bauern nachtheilig und verderbenbringend waren, Verhalten im großen Bauernkriege beweist am besten, welche ausgedehnt, in welchen der Gutsherr die Bauerngüter selbst bein unzutreffender Weise in die gutsherrlich- bürgerlichen Ver- Rolle er sich und dem protestantischen Klerus zugewiesen wohnen" wollte. Vgl. Anlage A u. f. 1. S. 12. hältnisse Deutschlands hineinzutragen", so versicht man hier hatte. 668 747 46 945 1501 40 936 49 592 743 39 588 835 93 479 684 488 524 425-60 48 324 49 805 58( 200 406 50% 13 334 11803 59 737 59 758 902 78 62 839 594 467 037 27 48 741 131013 75$ 56 574 78 1501 63 1501 95 801 938 712 79 4 33 55 144046 076 86 542 916 77 185 57 939 194 236 146004 86 828 158075 512 26 61086 62152 315 91 35067 307 657 1501 39 93 630 5.36 62 168 70 1501 56 375 594 177055 316 848 77 621 05 639 85020 755 98 617 92 88050 Feuilleton. Macbrud verboten.] [ 32 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol wäre? von Robert Sa, weichel. herauf. " **) Reil a. a. D. S. 36/7. " vorgestellt, daß Dein Vater mir so zuwider gesinnt ist," Was braucht's einen anderen Segen, als daß wir sagte sie endlich ganz leise. uns lieb haben?" rief er wie vorher und seine Brauen " Ach was!" rief er und machte eine geringschätzige Be- zogen sich finster zusammen. Auf alles Uebrige pfeif' ich!" wegung mit der Hand. Sie legte ihre Hände beschwörend gegen seine Brust. Staft bemerkte sie nicht; denn sie hatte den Kopf ab-„ Wenn Du Deinen Bater auch nach Deinem Willen gewendet und sah über die kahle Hecke auf den Kirchhof zwingst: mir wird er nimmer das Unrecht vergeben, hinunter, wo noch hier und dort die Lichtlein auf den bas er meinem Vater gethan hat. Ich bitte Dich, mit grauen Rändern zogen von Westen, her das That in Freundschaft von einander scheiden. Es war Ünrecht, Gräbern flimmerten. Große Wolken von eisigem Weiß Ambros, wie können wir das ertragen? Laß uns daß ich Dir damals nachgegeben habe." Als sie den breiteren Weg erreicht hatten, der sich hinter Es tann ja auch nicht anders sein; jetzt versteh' ich's," -in Freundschaft?" brach nun Von einander scheiden der nun entlaubten Hecke hinzog, blieb Ambros, auf Stafi sagte Stasi so leise wie vorher und pflückte mechanisch ein das Gewitter in ihm aus. Wenn es ihr so leicht würde, wartend, wieder stehen und sagte: Jetzt haben wir das vereinsamtes, noch grün gebliebenes Blättchen von der ihn aufzugeben, ihn, der um ihretwillen der ganzen Welt Grab von Deinem Vater ganz vergessen. Hecke." Es wird auch nimmer anders werden, nach die Stirn zu bieten bereit wäre, dann wollte er nur gleich Ich hab's nicht vergessen, aber es ist besser so," gab dem, was zwischen Deinem und meinem Vater geschehen gehen. Er sähe ja daraus, daß sie ihn nicht lieb hätte, nie Stafi leise zur Antwort. ist. Er wird mich nie als Söhnerin annehmen." geliebt hätte. An ihrer Freundschaft wäre ihm nichts geEr faßte leicht ihre Hand und sie gingen weiter." Darauf willst hinaus?" rief Ambros mit einem rauhen legen. beschäftigte, gewaltsam sich losreißend, warum sie so still sag' Dir, er wird." auf das Herz schlagen?" flagte fie, die Hände ringend. Nicht mit Gutem," versetzte sie und hob die Augen, Nur an ihn dachte sie ja allein, fuhr sie verzweifelt fort. " D, wir haben ja so viel gehört, Brofi," versetzte sie, die voll Thränen standen, zu ihm auf.„ Ach, Brofi, es ist Ihn nicht lieben? wäre es möglich, daß er es im Ernſt ohne die Augen zu ihm zu erheben. ja schon so viel Hader und Feindschaft auf dem Klosterhof glauben könnte? Sähe er denn nicht ein, daß sie ihn nur " Ja, aber ich will nicht daran denken. Himmel, gewesen und jetzt soll ich Dich gar mit Deinem Vater ver- freilassen wollte, damit er nicht unglücklich würde? Was Sakrament, ich will nicht," rief er und stampfte dazu mit feinden? Das kann ich nicht." läge ihr an dem eigenen Glück und Leben? Nm sein Glück dem Fuße. Die Wimpern vermochten ihre Thränen nicht mehr wollte sie mit Freuden sterben; aber der Zweifel an ihrer Ach, was nüßt denn das?" fragte sie und blickte ihn aufzuhalten und sie tropften über ihre Wangen herunter. Liebe sei bitterer als der Tod. Sie wollte ihm entsagen, ihn von sich weisen, und umschen von der Seite an. Ich bitt' Dich, sei nicht so wild. Was meinst Du denn, was geschehen soll?" fragte Ich muß an alles denken, was Deine Ahne erzählt hat, an Ambros, der bei ihren Worten stehen geblieben war, mit Klammerte seinen Hals, um durch seine Augen auf den alles, alles und daß die Lisei Recht hat." Grund seiner Seele zu dringen. The thränenverschleierter einer dumpfen Stimme. „ Es ruht kein Segen auf unserer Liebe," antwortete Blick war so angst- und verzweiflungsvoll, daß sein unStafi mit zitternden Lippen. Ich bitte Dich, Brosi, laß gerechter Born entwaffnet wurde. Leidenschaftlich drückte er fie an sich. Stasi antwortete nicht sogleich. Ich hab's mir nicht ab von mir, denke nicht mehr an mich!" " Nach einer Weile fragte er, von dem Gedanken, der ihn Lachen. Deshalb laß Dir kein graues Haar wachsen. Ich Allmächtiger Gott, wie kannst Du mir so grausam " Ich hab' auf der Lisei ihr Reden nicht groß Acht gegeben, versetzte er. Womit hat sie Recht?" in einem Dorfe, mitunter auch in mehreren Dörfern zu-| Thatsächlich verschärft sich die Unterthanenpflicht bis dicht| Und hat er nicht Recht? Was sind die politischen sammen. Der Gutsherr und die Bauern hatten ihre Necker an die Grenze der Leibeigenschaft und bis zur Leibeigen Freiheitsformen und Formeln, wenn der entsprechende regelmäßig nicht zusammenliegend, sondern über die Feldflur schaft selbst. Böhlau hat für Mecklenburg, Fuchs für Neu- soziale Inhalt fehlt? Ist ein soziales und ökonomisches Aus zerstreut. Es bestand also die Gemengelage nicht blos vorpommern und Rügen die Leibeigenschaft als nahmegesetz im Grunde nicht weit schlimmer als ein poli unter den bäuerlichen, sondern auch unter diesen und den letzte Konsequenz der absteigenden Entwickelung im tisches, das so lange ihm das ökonomische Korrelat fehlt gutsherrlichen Aeckern. Die Einwohner des Dorfes theilten 18. Jahrhundert nachgewiesen; sie herrschte in West- mehr oder weniger nur auf dem Papier steht? Man sich in der Regel in drei Klassen: der eigentlichen, mit Acker- preußen, wir finden Fälle dieser Art auch in bedente nur, wie ganz ohne Eindruck die Kulturkampfgesete besitz auf der Feldflur angesessenen, spannfähigen Bauern, unter Brandenburg und Ostpreußen. Die Erbunterthänigkeit der auf die finanziell wohl fundirte katholische Kirche waren, welchen die Boll-, Halb- und Mittelbauern unterschieden wurden; hörigen Leute, die den Bauer in jeder Regung seines und wie die schweren persönlichen Nachtheile, welche das der Koffäthen, deren Grundeigenthum gewöhnlich kleiner als Daseins fesselte von der Wiege bis zum Grabe, die seine Sozialistengeset uns brachte, fast ausschließlich dasjenige der Bauern und meistens nicht auf der Flur, sondern Beugungskraft dem Gute dienstbar machte", so daß dieselbe wirthschaftlicher Natur waren. in den die Bauernhöfe und den Gutshof umgebenden Feld- nicht gegen das Interesse, noch über das Bedürfniß des Genug- sogar Herr von Puttkamer hat begriffen, daß gärten, mehrfach auch auf früherem Gemeinlande belegen Gutes hinaus" verwendet werden durfte, war von der Leib- es sein Weizen ist, der in dieser Arbeiterschutz- Debatte war, und der Häusler, Käthner oder Büdner, welche nur eigenschaft bestenfalls grabweise verschieden. blüht, und er nützte die Gelegenheit aus, so gut seine Mittel ein Haus oder daneben noch einiges Land besaßen, dessen So sehen wir am Ende dieser Periode den Ritter als es ihm erlaubten. Wie er sprach? Wie Buttkamer. Ertrag jedoch zur Ernährung einer Familie nicht aus- Feudalherrn, aus der Handvoll Streuhufen, die vordem sein Wir kennen ihn ja. Und gelernt hat er nichts, auch nichts reichte". Eigen, wurde das große Rittergut; die Bauernschaft ver- vergessen. Höchstens etwas verlernt- nämlich die unnach sant in Hörigkeit, ward unterthänig und rechtlos. Die ahmliche", wunderbar einstudirte Tanzmeisterpose, die er foziale Funktion des Adels, Bauern zu legen und zu früher mit Virtuosität exekutirte. Jetzt fiel sie recht ungelent piesacken und die Macht des Junkerthums zu konsolidiren, aus die Uebung fehlt. stand über allem Zweifel erhaben da. Klingt es Was er gesagt? Nun- was ein Buttkamer sagt. darum nicht erbaulich, wenn der bekannte Minister Und Puttkamer ist kein Mensch, sondern ein Typus, ein Friedrich II., von Schlabrendorff, an die Breslauer Kriegs- Automat, den man auswendig kann, noch ehe er den und Domänenkammer am 13. Juni 1761 schreibt: Die Mund aufgemacht. Die Sozialdemokraten begrüßten und jenigen, so adlige Güter besitzen und nicht vom Adel feien, beklatschten ihn einige seiner Fraktionsgenossen hätten sollen bei dem ersten Vorfall, wo sie mit denen Unterthanen ihn beinahe ange- sch nar cht, wir bitten um Verzeihung, rude umgehen oder ihnen neue onera obtrudiren,*) an- aber welch' anderen Namen haben die Geräusche, die ein gehalten werden, sogleich ihre Güter an Edelleute zu ver- Schlafender mit dem Munde macht?- und, die Thatsache kaufen, weil daraus constiret,**) daß sie nicht Bernunft noch muß verzeichnet werden: verschiedene Mitglieder der kon Qualitäten besitzen, die Unterthanen raisonnable au gouver- servativen Partei wurden von Puttkamer in Schlaf niren"***)( Steil a. a. D. S. 41)? geredet ein Beweis, daß die Konservativen auf Buttkamer Die Edelleute besaßen die Vernunft und die Quali- und Den hinter ihm kein rechtes Fiduz mehr haben täten.... - trotz alledem und alledem. Bei den gutsherrlichen Bauern lassen sich- abgesehen von dem außerordentlich häufigen Zeitpachtverhältniß zwei Hauptarten des Besitzrechtes unterscheiden: I. Das Erbpacht oder Erbzinsverhältniß, zufolge dessen das Obereigenthum des Gutsherrn auf den Bezug gewisser Leistungen der Bauern herabgemindert war, dieses Verhältniß überwog nur in Niederschlesien und einzelnen Theilen der heutigen Provinz Brandenburg, die früher zu Schlesien gehörten, vor. In den Aemtern Krossen und Züllichau waren die Bauern am Ende des vorigen Jahrhunderts größtentheils bereits Eigenthümer ihrer Höfe. Dies Recht war gleich dem Kulmerrecht zu lokal beschränkt, um als typisch zu gelten. lässig und die von Todes wegen beschränkt war, dem Erb- Politische Lebericht. Fortschrittler Gutfleisch, ber so ziemlich im wesen war. Berlin, 9. April. = II. Das Verhältniß der Lassiten oder Laßbauern, die ein eingeschränktes Nutzungsrecht an ihrem Grundbesitz gegen zahlreiche, dem Gutsherrn vorbehaltene Rechte und Leistungen hatten. Der Bauer, der lassitischen Besiz hatte, konnte darAn der Debatte über§ 125, die in der Mitte über nicht frei verfügen. War dies Nutzungsrecht erblich, abgebrochen werden mußte und vielleicht morgen noch so ähnelte es, obwohl eine Verfügung unter Lebenden unzunicht zu Ende geht, betheiligten sich ferner der zinsrecht bezw. der Erbpacht. Ein solches Verhältniß war Sinne Buttkamers sprach, der Zentrumsmann Schädler, die Regel in der Kurmark. Dagegen war in Oberschlesien, der desgleichen that, und der König" Stumm, der der Neumark, Uckermark, in Preußisch- und Schwedisch- Die Frage, welche den Reichstag heute beschäftigte, natürlich als König" sprach, und zwar als ein ab Pommern*), in der Oberlausitz und in Preußen der Stellen- ist eine der brennendsten innerhalb der vielen brennenden soluter, der Gott ähnlich den Arbeiter züchtigt, weil befizer durchgängig nicht erblicher Lassit. Fragen, welche beim sogenannten Arbeiterschutz- Gesetz im er ihn liebt. Auch der Handelsminister von Berlepsch Als typisch zu Grunde zu legen ist also bei einer Spiele find, die Frage des Kontrakt bruch 3. Und hielt es für nöthig, das Gewicht seiner Autorität für den Untersuchung der Gemeindeverfassung der Fall, daß der dennoch heute im Hause dieselbe gähnende Leere wie gestern Kontraktbruch- Paragraphen in die Waagschale zu werfen- in Bauer unerblichen lassitischen Besitz hat und zugleich als und vorgestern: gut zwei Drittel der Majoritätsparteien sehr ernster Stimmung scheint er indeß dabei nicht gewesen zu Unterthan einer Herrschaft unterworfen ist, ganz gleich, ob glänzte durch Abwesenheit. Mit der Schlußantrags- Guillotine sein, denn er genehmigte sich den zwar nicht neuen, aber diese Herrschaft der Landesherr auf den Domänen, der war's also wiederum nichts die Majorität mußte der doch sehr spaßhaften Scherz, die Sozialdemokraten feien eine Minorität wenigstens dasjenige Recht lassen, welches sogar Partei von Unternehmern, die aus den Unter Abel, eine geistliche Körperschaft, ein städtisches Gemein- die Despoten des Alterthums dem Sklaven zuerkannten: nehmerstiefeln nicht heraus können. Gegen die Bestrafung des Kontraktbruchs sprach auf Den verschiedenen Besitzrechten gemeinsam ist die Ver- das Recht, sich zu beschweren, das Recht, zu klagen und Seiten der Mehrheitsparteien nur der Volksparteiler pflichtung der Bauern zu Leistungen und Abgaben, nament- anzuflagen. lich aber zu Diensten an den Gutsherrn, zu Diensten, mit Die Debatte über§ 125- den Kontraktbruchs Paye r. welchen der Gutsherr zum größten Theile seine Wirthschaft Paragraphen wurde durch Singer eingeleitet, Des Reichs- Parlamentarismus ganzer Jammer faßt führte. Auf den bäuerlichen Grundstücken ruhte ferner als der den Nachweis lieferte, daß die Bestrafung des Kontrakt- uns an, wenn wir nachstehende Jeremiade der„ National dingliche Laft die Grundsteuer, während die herrschaftlichen bruches ein neues Ausnahmegesetz als Ersatz für das Go- uns an, wenn wir nachstehende Jeremiade der National Güter Steuerfreiheit genossen. Für die Steuerpflicht waren zialistengesetz schaffen solle. Er zerzaufte die alten stereotypen liberalen Correspondenz" über die parlamentarische Lage" die Katafter maßgebend, nach dem die Necker in steuerbare Redensarten vom freien Kontraft" der Arbeiter stehe lesen: Berhängnißvoller( als im preußischen Landtag, der ( kontribuable) und steuerfreie zerfielen, je nachdem sie bei auch" an dieser Krankheit leidet) hätte die Beschlußunfähigkeit Aufstellung des Katasters zu bäuerlichen oder zu gutsherrim Reichstage werden können und die Mahnung kann nicht lichen Stellen gehört hatten. bringend genug wiederholt werden, daß die Mitglieder mehr ihrer Pflicht eingedent feien, Heute wurden die SS 120 a bis 120 e erledigt, welche den Unternehmern eine eige von Ber pflichtungen auferlegen zum Schuße der Arbeiter gegen Ge fahren für Leben und Gesundheit. Diese Paragraphen find, wie ja überhaupt die ganze Vorlage, in der Kommission auf das Gingehendste erörtert worden und haben schließlich unter der Zustimmung der großen Mehrheit eine durchaus befries digende Fassung erhalten, welche auch heute vom Plenum lediglich bestätigt wurde. Aber dazu wurden fünf Stunden verbraucht, da die Sozialdemokraten ihre Anträge, obgleich fie wissen, daß sie aussichtslos sind, immer von Neuem vorbringen und den Fortgang der Berathung durch endlose Reden hinzu halten bemüht bleiben. Denn sie wissen, daß diesem absichtlichen Mißbrauch der Redefreiheit Niemand mit einem Schlußantrag entgegenzutreten wagt, da alsdann von ihrer Seite sofort bie Beschlußfähigkeit des Hauses angezweifelt und die erforder liche Auszahlung ihnen Recht geben würde. Auf diese Weise ist die Mehrheit genöthigt, sich von einer kleinen Minderheit chifaniren zu lassen und die Arbeiten bleiben zurück, wo doch bei der großen Masse des noch zu bewältigenden Arbeitsstoffes Beschleunigung dringend zu wünschen ist." nicht als gleichberechtigter und nicht als gleichmächtiger Faktor dem Arbeitgeber gegenüber, sondern er sei in einer Zwangslage, ein Abhängiger, der aus eigener Kraft seinem Herrn keinen Widerstand leisten könne, und darum burch das Gesetz vom Staat geschützt werden müsse. Die Geburt auf Dominialboden, die Heirath mit einem Unterthanen machte zum Unterthanen. Ohne Erlaubniß des Der berüchtigte Paragraph fand einen würdigen Ver Herrn keine Heirath, kein Wegzug. Der Unterthan war schollenpflichtig, wirthschaftlich eine Zubehör des theidiger: Den Helden des Sozialistengesetzes, der gewisserder Vorkämpfer der bestimmt war, Guts, mit dem er veräußert wurde. Gerichts- und maßen voraus Putttamer. Polizeigewalt lagen in des Gutsherrn Händen, Grund- Kortraktbruch- Bestrafung zu werden und Spigelminister feierte heute ains, Behnt, und Beede waren ihm zugefallen, er be. Der Ex- PolizeiUmschwirrt von saß das Privilegium der Steuerfreiheit. Die absolute feine parlamentarische Auferstehung. gespenstischen Larven seiner Thring- Mahlow, Monarchie, hütete sich", dasselbe dem Landadel in irgend den einem Punkte zu beschneiden"( Keil a. a. D. S. 51). Der Schröder, Haupt, Krüger und Konsorten, vertheidigte er mit Bauer versant in immer tiefere und schmählichere Ab- dem gleichen Polizei- Genie das neue Ausnahmegesetz, wie hängigkeit, und es ist ein Streit um Worte, wenn man be- weiland das alte. Glücklicher als der Geist im Hamlet, hauptet, die Leibeigenschaft sei nur vereinzeit vorgekommen. wittert er Nacht luft, dumpfe, modrige Nachtluft. Er Daß im Jahre 1890 zu Mönkwitz auf Rügen noch Roffäten existirten, welche nach laffitischen Besitzrechten ihre Höfe innehatten, ist in der Presse und im Landtage festgestellt worden. An diesen Ueberresten des Feudalismus ist die hohe Weisheit der Gesetzgebung, die das Regulirungsgesetz vom 2. März 1850 auf Neu Vorpommern nicht ausgedehnt hat, gemächlich vorbei gegangen. glaubt offenbar die Zeit gekommen, wo er und ein Anderer, der unsichtbar hinter ihm steht und der demnächst leiblich neben ihm zu fizen hofft, den tollen Herensabbath der Reaktion wieder führen können. *) Lasten aufhalsen, **) hervorgeht. ***) vernünftig zu regieren. " Ja, aber warum die ganze Heulmeierei. Warum laffen denn die Herren sich von der sozialdemokratischen Minorität und Ambros fuhr fort: Ihr Mann ist todt und sie muß sich gar kümmerlich behelfen. Du mußt' was für sie thun, Vater." Er warf den Hut neben sich auf den Tisch. Das sollte mir einfallen!" rief der Klosterbauer ver ächtlich. Was geht sie mich an?" Er blies große Rauch wolfen von sich. Lisei war unterdessen zu Hause angekommen. Der Alte nach einer Weile, warf das Messer geräuschvoll auf Klosterbauer brummte über ihr langes Ausbleiben. Schon den Tisch und schlug mit der flachen Hand den Propfen in seit einer halben Stunde hätte er auf seine Jause, die Flasche. Giebt's nichts zu thun?" das Das war Vesperbrot gewartet. ihr Lohn" Ich wartete nur, bis Du gegessen hättest", gab Lisei dafür, daß sie nur eben so warm und erfolgreich für ihn sanft zur Antwort. " Ich hab' gegessen", nörgelte er weiter. gegen die Großmutter eingetreten war! Ste beeilte sich, thm Brot und geräucherten Schinken aufzutragen und stellte Lisei blieb jedoch still, trug die Ueberbleibsel der Sie ist doch die Mutter von Deiner verstorbenen Frau, dazu die Flasche mit Kirschgeist, darauf setzte sie sich an das Jause fort und kam mit einem brennenden Licht wieder, entgegnete Ambros und seine Augen, die fest auf den Vater Fenster und sah den Weg hinunter, auf dem ihr Bruder denn es war, während der Klosterbauer vesperte, allmälig gerichtet waren, hatten einen noch viel schärferen Ausdruc nach Hause kommen mußte. Das Herz war ihr schwer. dunkel in der Stube geworden. Sie stellte die Branntwein- als seine Worte. Es kann Dir wenig Ehre vor den Leuten Sie wünschte um des Vaters willen, daß Ambros und flasche in den Eckschrank, säuberte den Tisch und ging bringen, daß Du sie hungern läßt". Stasi nicht mit der Ahne zusammengetroffen wären. auf die Vortreppe hinaus, um auf ihren Bruder zu Die Bornader auf der Stirn des Alten schwoll dick an Ja ihr selbst entwickelte sich aus dent Schmerz, warten. Ambros kam bald darauf, sprang aber nicht wie„ Meine Ehre?" schnob er. Ich will Dir rathen, mir nicht den ihr die Mittheilungen der Großmutter verursacht sonst elastisch die Vortreppe herauf, sondern trat fest auf an den Wagen zu fahren. Schämen sollst Du Dich, daß Du hatten, ein Seine jeder Stufe auf. ein tiefes Mitleid mit dem Vater. Dich von der alten Vettel gegen Deinen eigenen Bater auf unglückliche Ehe hatte ihm den Glauben an die Liebe hegen läßt. Aber freilich, Bettelpack ist jetzt Deine liebst überhaupt benommen. Denn aus welchen Gründen er auch Gesellschaft." ihre Mutter geheirathet, so hatte er doch wohl bei sich geBater!" schrie Ambros auf und wurde blaß. hofft, daß ihm mit ihrem Besize auch ihre Neigung zufallen„ Ob heut oder morgen, es ist alles Eins," ent Der Vater fuhr jedoch schneidend fort: Meinst Du würde. Lisei vermochte nicht es sich anders vorzustellen, gegnete er rauh und ging in die Wohnstube. Lisei folgte ich kenne den Vogel nicht, der aus Dir pfeift? Wenn Du und wer war bemitleidenswürdiger, nach ihrer Denkungs- ihm besorgt. Deinen Vater ehrtest, wie es Deine Pflicht ist, dann würdest art, als ein Mensch, der den Glauben an die Liebe verloren" Guten Abend, Bater," sagte er und in seiner Stimme Du der alten Strasser das Schandmaul gestopft haben, statt hat? Doch nein, noch hatte er sie nicht vollständig ver- war wieder jener harte Ton, der Stafit zuvor in der Schenk- auf das zu horchen, was ihr der Haß auf mich eingegeben hat. Loren: sein Herz hing ja noch an Ambros, und nun hatten stube des Bacters aufgefallen war. Gleich bist Du mit der Faust parat, wenn Dich Einer nut die Enthüllungen der Ahne wohl gar die Achtung ihres Der Klosterbauer, welcher, seine Pfeife rauchend, im schief ansieht. Aber wenn Dir Einer fein um den Bart Bruders vor dem Vater unterwühlt! Lehnstuhl saß, erwiderte den Gruß unverständlich. Ambros geht, da läßt Du selbst Deinen eigenen Vater schimpfiren setzte sich an der Tischkante auf die Bank und starrte ins Ich hab' Dich für einen klugen Menschen gehalten, aber Licht. Lisei hielt sich im Hintergrunde. Du bist dumm, ganz dumm. Du merkst nicht, daß sie durch Dich ihren Vortheil suchen, sie und die Andere, die doch auch wohl dabei gewesen ist." " Ich bitt' Dich, Ambros," flüsterte Lisei, ihn auf haltend, sprich doch nur heut nicht von Deinen Angelegen heiten mit dem Vater." Schaust ja aus, als ob Du auch Allerseelen gefeiert hättest", äußerte der Klosterbauer, nachdem er einige Gefunden lang durch die Rauchwolten seiner Pfeife nach dem Sohne geschielt hatte. " Ich bitt' Dich, lass die Staft aus dem Spiel," rief Ambros mit wogender Brust. Der Klosterbauer stieß bei seiner Jause dann und wann einen knurrenden Laut aus. Ein Zeichen des Wohlbehagens war das nicht. Der Allerseelentag hatte seine Galle auf geregt. Das Grab seiner Frau hatte er an diesem Tage nie besucht, und ohne den Zwiespalt mit Ambros würde er den Tag auch heuer wie immer unbeachtet haben vorüber " Ja, ich bin auf dem Kirchhof gewesen", versetzte Amgehen lassen. Nun aber hatte der Tag seine Erinne Der Klosterbauer aber ging schonungslos weiter vor. rungen an seine Frau und Raspar Larseit neu belebt; bros ohne die Blicke von dem Lichte zu wenden. Ambros sollte endlich den Meister in ihm erkennen. Wenn " Scheinst ja seit einiger Zeit ein absonderliches Gefallen er nicht völlig den Verstand verloren hätte, rief er ihm während Lifei das Grab ihrer Mutter geschmückt, hatte er der Zeit seiner Brautwerbung gedacht, als ob nur an dem Ort zu haben", spöttelte der Vater. Wochen und nicht viele, viele Jahre seitdem verflossen wären, und der alte Haß gegen Kaspar hatte sich mit frischen, scharfen Stacheln in sein Fleisch gedrückt. Was fizt Du denn da wie ein Bildstock", murrte der Ambros richtete die Augen scharf auf ihn und sagte ihm triebe. Auf sein Geld allein hätte sie es abgesehen, zu, dann würde er erkennen, daß Stasi nur ihr Spiel mit gedehnt:" Ich hab' dort die Frau Strasser aus Pleiten, Klosterbänerin wollte sie werden und dazu wäre ihr tein Mittel schlecht genug. unsere Ahne, getroffen." Der Klosterbauer zuckte, rauchte aber schweigend weiter ( Fortsetzung folgt.) ett be น รี oli hlt Can egze en, Das Cich aß tte tel ts ch er ent gt. ein pent nd Ten ng, zin che ( af ter Jen Ette och Det im : t, Der b peil ch Den in zu ber ine cer auf ler aft cal ge" ber teit icht ehr bis Ber Se nd, auf nter ries cum den fte gen ази Chen Crag Die Der Seife heit Doch ffes fen ität muß jut, ver uch aut," mater rud ten ant icht Du auf bft Ди Di deft tatt hat. itur Bart ren aber urd aud rief vor. Benn ihm mit hen, tein " To schmählich vergewaltigen? Sie brauchten ja nur am Ist das eine Partei, die mit den Geheimfonds aufge Play zu sein und ihre Pflicht zu thun! Freilich, päppelt wurde", Herr Eugen Richter? Das ist ihnen zu langweilig. Ueber Arbeiterangelegenheiten ernsthaft diskutiren vorausgesetzt, daß es keine ArbeiterDie ,, Berliner Börsen- Zeitung" sucht dem„ Kleinen groschen" sind, die eingesteckt werden sollen das ist diesen Journal" in Bezug auf genaue Informationen den Rang Herren Kapitalisten eine Dual- lieber lassen sie sich ein abzulaufen. Sie hat entdeckt, daß bereits Herr Kurt Baake paar Wochen lang die" Diktatur des Proletariats" gefallen, statt des Herrn Liebknecht als verantwortlicher Redakteur vor der sie doch sonst eine so heidenmäßige Angst haben. des Vorwärts" zeichnet. Nun hat Liebknecht wegen nicht Nunes ist ganz gut, daß sie sich bei Zeiten daran gewöhnen. Ihrem Schicksal können sie ja doch nicht entgehen. Das Gerücht vom baldigen Rücktritt des Ministers Maybach erhält sich und scheint durch den eben angetretenen Urlaub desselben Bestätigung zu finden. Da wir seit drei Wochen keinen Miniſterwechsel hatten, dürfte das Gerücht bald seine Bestätigung finden. Der Sieg Bismard's im 19. Hannoverschen Wahlkreise scheint doch nicht so gewiß zu sein, wie der merkwürdige Kandidat seinen Gratulanten am 1. April verfichert hat, sonst würde nicht Umschau nach anderen Wahlfreisen gehalten werden. Ein Herold- Telegramm meldet aus Hamburg: Wie hier verlautet, hat der Abgeordnete v. Kardorff ein Schreiben an den Fürsten Bismarck gerichtet, worin er ihm mittheilt, daß er, falls der Fürst am 18. d. M. im 19. hannoverschen Wahlkreise nicht gewählt werden sollte, sein Mandat zu Gunsten des Fürsten niederlegen und ihm seinen Wahlfreis zur Verfügung stellen würde, wo er sicher gewählt werden würde. Eine Bestätigung dieser Meldung ist abzuwarten, wir betrachten sie nur als einen Fühler aus Friedrichsruhe, wobei Herr v. Kardorff ganz unbetheiligt sein kann. seltener Abhaltungen durch seine parlamentarische und agitatorische Thätigkeit überhaupt nie unser Blatt als verantwortlicher Redakteur gezeichnet, während bekanntlich unser Kollege Baake schon seit zwei Jahren die Verantwortung für unser Blatt trägt.Herr von Wißmann soll in den Dienst der belgischen Kongogesellschaft treten. Hoffentlich befolgt bald Dr. Peters und andere Kolonialfanatiker sein Beispiel. ,, Agitator" kein Schimpfwort so hat dieser Tage das Landgericht Leipzigs entschieden. Wir lesen dar über im Leipziger Tageblatt" von heut: " " Von der Anklage der Beleidigung durch die Presse wurde der Redakteur und Verleger der Deutschen Töpferzeitung" Paul Ludwig freigesprochen, da nach Ansicht der Berufungsinstanz in der Bezeichnung Agitator" ohne Weiteres eine Beleidigung nicht erblickt werden kann. Ludwig hatte nämlich in Nr. 25 der von ihm herausgegebenen Zeitschrift am 16. Juni 1889 eine Korrespondenz über den Stand des Töpferstreits in Zwickau veröffentlicht und in derselben den Töpfer August B. als Agitator bezeichnet. Auf erhobene Beleidigungsflage hatte das hiesige königliche Schöffengericht Ludwig zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt, da es unter der Bezeichnung Agitator einen Menschen verstand, der sich in erster Linie aus Lust am Heßen der Lohnbewegung angeschlossen hat und das Schüren und Hehen nur als Selbstzweck betrachtet. Auf ein gelegte Berufung Ludwig's hat nun, wie oben mitgetheilt, das fönigliche Landgericht das verurtheilende Erkenntniß aufgehoben und die Freisprechung Ludwig's verfügt." So wie Fürst Bismarck früher für seine frühere Stellung zum Freihandel und seine Kirchenpolitik anderen sie Verantwortung zuschieben wollte, so jetzt für die AltersAndere Zeiten, andere Sitten und Anschauungen. Vor und Invalidenversicherung in ihrer heutigen Form. 3u 30 Jahren galt in Deutschland das Wort„ Agitator" guterletzt wird Bismarck noch erklären, daß er auch mit außer wenn es einem Ausländer beigelegt war, wie z. B. Sem Welfenfonds nie etwas zu thun gehabt habe. dem irischen Agitator O'Connel, für eine Beschimpfung. Ueber den Welfenfonds bringt der„ Reichs- Anzeiger" Seit aber die Sozialdemokraten das Eis gebrochen haben, heute ein Dementi. Dasselbe richtet sich gegen Bismard's und Reichskanzler, Grafen, Könige und Kaiser, sogar Richter unter die Agitatoren gegangen sind, kann sich Niemand mehr " Hamburger Nachrichten" und lautet: durch das Epitheton" Agitator" beleidigt fühlen. Diese Behauptung ist lediglich aus der Luft gegriffen. 3u feiner Beit haben zwischen dem Reichstanzler von Caprivi und Dr. Windthorst Verhandlungen oder Besprechungen über die Frage des Welfenfonds stattgefunden. Halbzeitarbeit und der zur Vollarbeit zuzulassenden Kinder bezw. jugendlicher Arbeiter. 6. Die Nothwendigkeit der Errichtung von Dorf- oder Gemeinde- Aemtern im Hinblick auf die Aenderung des gegen wärtigen Landsystems, so daß Englands Bedarf an Nahrungsmitteln möglichst durch heimische Produktion gedeckt werden tönne. er ver Tom Mann begeistert sich förmlich für Ackerzuweisungen ( Allotments) an die ländlichen Tagelöhner, und steigt sich in England!- zu dem Sah, daß unter dem Allotmentsystem, also der Zwergwirthschaft, der Boden fünfzig Prozent mehr Ertrag abwerfe, als auf den großen Pachtgütern. Die vorerwähnten Gemeinde- Nemter sollen das Recht haben, den zwangsweisen Verkauf von Land entsprechend den Marktpreisen an die Lokalbehörden zwangsweise anzuordnen, welches die Letzteren zu mäßigen Bachtsäßen mit dauernder Geltung als fleine Anwesen oder Allotments an die Landarbeiter zu vermiethen haben." Nach diesen Beispielen wird man mein obiges Urtheil schwerlich unbillig finden. Neben Tom Mann soll nach derselben Quelle auch Michael Davitt einen Sitz in der Kommission angeboten erhalten haben, es set aber fraglich, ob sein Gesundheitszustand ihm die Annahme desselben erlauben werde. Mit gewissen Einschränkungen tann man dasselbe wie von Mann auch von Davitt sagen, er ist ein ehrlicher Demokrat, Anhänger der Nationalisirung des Grund und Bodens, weitgehenden Arbeiterschutzes und der Organisation der Arbeiter als Klasse, aber Sozialdemokrat im modernen Sinne des Wortes ist er nicht. Ob man einen solchen in die Kommission zu berufen den Muth haben wird, bleibt abzuwarten.Der jüngste Mordanschlag auf den Zaren hat einen verdächtigen Polizeigeschmack. Der angebliche Attentäter soll einen Revolver und ein Giftfläschchen" gehabt haben. Bei ber Unsicherheit eines Revolverschusses kann nur ein sehr grüner Junge an ein Barenattentat per Revolver denken. Die Nihilisten pflegen andere Waffen und Mittel zu be nüßen. Die russische Polizei hat es aber sehr nöthig, ihren Ruf etwas aufzufrischen. Und vielleicht ist der Verhaftete einer der panslavistischen Banditen, welche die russische Regierung jüngst nach Bulgarien schickte. Dieselben hatten allesammt Revolver. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß russische Truppen massenhaft am Pruth und am Schwarzen Meere angehäuft sind, und daß thatsächlich der Plan bestanden hat, einen großen Schlag auf der Balkan- Halbinsel zu führen. Der MordIn einer vom 3. d. M. datirten Berliner Korrespondenz anschlag gegen Stambulow war, wie jetzt festgestellt ist, nur ein stellen die Hamburger Nachrichten" die Behauptung auf, daß Der Traum der Antisemiten, die Majorität im Theil einer umfassenden Verschwörung, die einen allgemeinen zwischen dem Reichskanzler von Caprivi und dem nunmehr verstorbenen Abgeordneten Dr. Windthorst Verhandlungen über die Wiener Gemeinderathe zu erhalten, verwirklicht Aufstand zum Zweck hatte. Wer weiß, ob der MordFrage des Welfenfonds stattgehabt hätten. sich nicht; der gestrige Wahltag brachte ihnen eine derartige anschlag gegen den 3 aren nicht auch blos aus poliNiederlage, daß die Liberalen wegen des den Meistbesitzen- tisch en Gründen erfunden worden ist, um die Aufmerkden überaus günstigen Wahlrechts eine zwei Drittel Majo- samkeit Europas von den Mordanschlägen des rität über die Vertreter der antisemitischen Kleingewerbe- Baren und seiner bezahlten Werkzeuge abzulenten. treibenden haben werden. Dies ist sehr zu bedauern, denn Wann wird endlich diesen russischen Banditenpolitikern die Antisemiten hätten bei der Verwaltung eines so großen an der Newa das Handwerk gelegt werden? Gemeinwesens, wie es Groß- Wien ist, bewiesen, daß sie es nicht besser machen können, wie die Liberalen: an die Stelle der liberalen Korruption hätten sie die antisemitische gesetzt und wir hätten den Gewinn gehabt, denn wenn sich alle bürgerlichen Parteien abgewirthschaftet haben, fallen uns die Massen zu. Nun hoffentlich wird der Reichs- Anzeiger" bald mehr über den Welfenfonds erzählen als das, was mit ihm nicht geschehen ist. Die parteioffizielle ,, Konservative Korrespondenz" und die„ Kreuz- Zeitung" schimpfen noch immer gegen einander. Der Ton wird immer gereizter und unhöflicher, so daß diese Polemik der Einigkeit in der deutschkonser vativen Partei alles eher als förderlich ist. Der Bankerott der katholischen Chriftlich- sozialen wird von Tag zu Tag offenkundiger. Auch aus Bochum wird gemeldet, daß Redakteur Lensing's und des Abgeordneten Stößel's Bemühungen, im Kohlenrevier für einen christlichpatriotischen Verband Stimmung zu machen, vollständig gescheitert sind. Der Renommir- Arbeiter des Zentrums, Herr Stößel, wurde sogar von den Arbeitern feines Wahlkreises ausgepfiffen. Der Thurm des Zentrums wankt und Herr Stöbel wird ihn nicht aufhalten. 3 Herr Eugen Richter schimpft wieder einmal wie ein Eugen Richter. Und warum? Weil wir es annagelten, daß er im Gegensatz zu seinem Kollegen Barth, der klipp und klar erklärte, im Fall einer Stichwahl zwischen Bismarc und dem Sozialdemokraten im 19. Hannoverschen Wahlkreis müßten die Deutschfreisinnigen selbstverständlich für den Sozialdemokraten stimmen indirekt sich so geäußert hat, als betrachte er es für selbstverständlich, daß die deutschfreisinnigen Wähler in diesem Fall nicht für den Sozialdemokraten stimmten also Fürst Bismarck den Sieg gäben. Das nennt Herr Eugen Richter in seiner eleganten Ausdrucksweise gelogen". Wir glaubten eben an die Logit des Herrn Eugen Richter- wenn es Herrn Richter Spaß macht, wollen wir ihm gern bescheinigen, daß unser Glaube ein irriger war. Herr Richter als Agitator für Bismarck das ist allerdings ein seltsames, urtomisches Schauspiel. Indeß Herr Richter ist nicht zum ersten Mal das Opfer grausamer Schicksalstücke. Wir erinnern nur an sein burleskes Pech im vorigen Winter, wo er gerade während des hitzigsten Windmühlenkampfes gegen die Sozialdemokratischen Theiler" in flagranti bei einer abscheu lichen Theilerei ertappt wurde Wäschediebstahl" nannte es die" Bossische Beitung", seine fortschrittliche Kollegin. Uebrigens wollen wir Herrn Eugen Richter das Zeugniß aus stellen, daß er mit seiner indirekten Parteinahme für Bismarck gegen die Sozialdemokratie sich durchaus innerhalb der Taktik und Tradition seiner Partei bewegt. Gleich zu Anfang des" großen" Konflikts, im Jahre 1863, sagte Fürst Bismard, damals einfacher Herr von und preußischer Ministerpräsident, einmal in einem Gespräch über die politische Lage: Bah! Mit den Fortschrittlern werde ich fertig. Ihre Angst vor der Revolution und den Arbeitern ist größer, als ihr Haß gegen mich." Und er hat Recht gehabt. Herr Eugen Richter hat dann weiter, in Bezug auf unfere vorgeftrige Notiz über seine jüngste Versammlung bei verschlossenen Thüren, die Naivetät zu schreiben: Herr Liebknecht möge doch die einfache Frage beantworten, ob nach seiner Ansicht Präsident von Schweizer aus den geheimen Fonds unterstützt worden ist." Die Italiener machen recht schlechte Erfahrungen mit ihren Kolonien, Ein römisches Telegramm meldet hierüber: Ein amtlicher Bericht aus Maffauah an den Ackerbauminister besagt, daß das Hochland, also das einzig kolonifirbare Gebiet, infolge Wassermangels gänzlich ungeeignet ist zum Anbau. In Indien scheinen an verschiedenen Orten die Eingeborenen sich gegen die englische Herrschaft aufzulehnen. Es ist nicht ganz ausgeschlossen, daß diese Unruhen auch von Rußland angezettelt sind, dessen Biel in Europa die Eroberung Konstantinopels, in Asien die Indiens ist. Arbeiterbewegung. Mannheim, 6. April. Heute Abend fand eine Sigung von Delegirten der streifenden Getreide- Arbeiter mit den Inhabern der hiesigen Getreidefirmen statt, in welcher eine Ginigung dahin er zielt wurde, daß alle Forderungen der Ausständigen Genehmigung In Belgien will man das Wahlrecht lediglich auf die fanden und die Arbeit morgen früh wieder aufgenommen wird. Personen ausdehnen, welche mindestens 8 M. direkte Steuer An dem Streit selbst waren etwa dreihundert Mann betheiligt bezahlen, damit giebt man wohl den reaktionären Klein- und nur fünfzehn arbeiteten während des heutigen Tages. bürgern, nicht aber den Arbeitern das Wahlrecht. Die bel. Ausstand wurde durch Vertragsbruch von Seiten der OberArbeiter hervorgerufen. gischen Sozialisten werden sich natürlich durch eine Arbeiter- Bertrauensmännern die wöchentlichen Zohnlisten zur KonDieselben weigerten sich nämlich, den berartige Entscheidung, falls sie eine definitive werden sollte, trolle vorzulegen. nicht zufrieden stellen lassen. Ueber die Königliche Untersuchungs Kommission schreibt unser Londoner Korrespondent: Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Sigung vom Donnerstag, den 9. Aprit Das Daily Chronicle" bringt als verbürgt die Meldung, daß Tom Mann von der Regierung aufgefordert worden sei, in der Königlichen Untersuchungs- Kommission über die Konflikte zwischen Arbeitern und Unternehmern Platz zu nehmen Der Vorsteher, Stabtv. Dr. Stryd, eröffnet die Sigung und die Aufforderung angenommen habe. Die Auswahl ist nicht ungeschickt. Tom Mann erfreut sich einer großen Popu- nach 5/2 Uhr mit einer Reihe geschäftlicher Mittheilungen. larität in Arbeiterkreisen, und soweit sein Gifer und sein ehr- Ausschüsse vorgenommen. Der erste Ausschuß fou Geſellſchaft Die Abtheilungen haben vor der Sigung die Wahl zweier licher Wille in Betracht kommen, auch ficherlich einer wohl soll den verdienten Popularität. Aber bedauerlicher Weise hält sein tragsetat mit der Neuen Berliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft ökonomisches Wissen seinem sozialen oder sozialistischen Wollen und in Verbindung damit den sozialdemokratischen Antrag, ber nicht die Waage, und so hat sich Tom Mann in Bezug auf sich auf die Pferdebahnen bezieht, vorberathen. Unter den verschiedene wichtige Fragen der Sozialpolitik schon mehrfach Mitgliedern dieses Ausschusses befindet sich der Stadtverordnete ziemlich schwach gezeigt, er sieht oft den Wald vor Bäumen Vogtherr. nicht. Er ist vielleicht selbstloser wie John Burns, aber er Nach Eintritt in die Tagesordnung werden einige Rech hat nicht deffen Schlagfertigkeit und Schärfe, die wunderbare nungsfachen dechargirt. Bur Vorlage betreffs der Ueberlassung einer& I& che auf Beherrschung der Thatsachen, die jenen auszeichnet. Daher ist bem afferthorplate an die Kirchengemeinde St. Simeon er zugleich in der Kommission ein nicht besonders gefährlicher Gaft. Es fehlt zwar in der hiesigen Arbeiterbewegung, Den zum Bau einer Kirche berichtet als Referent der Stadtneuen Unionismus" eingeschlossen, nicht an Leuten, von denen verordnete Löwel. Er begründet und befürwortet hinsichtlich der Die letztere Qualifikation noch in höherem Grabe gilt, als von schon einmal berathenen Vorlage Namens des Ausschusses die Ablehnung der Magistratsvorlage. Den Hauptgrund für die Mann, aber sie besitzen nicht seine Popularität. Und zweifels- Ablehnung bildete in dem Ausschuß die Ansicht, daß der vorohne ist deshalb die Wahl auf ihn gefallen. In dem Aprilhest der" New Review" hat Tom Mann handene Bauplatz in der Wasserthorstraße vollständig ausreiche und dazu sehr geeignet sei. Es existire für diesen Bauplatz beseine Ansichten über die Arbeitskommission und ihre Pflichten" reits ein Projekt des Geb. Ober- Baurath Adler, das 1889 die ausführlich entwickelt; die Aufgabe der Kommission wäre nach baupolizeiliche Genehmigung erhalten habe. Die Gemeinde sei ihm, zu untersuchen, wie die Beschäftigung der Arbeiter stetiger zwar arm, aber doch nicht so arm, wie angenommen werde; das gemacht werden könne, wie den Arbeitslosen geholfen werden tönne, was in Bezug auf die sogen. Saisonindustrien, und was in Bezug auf die periodischen Geschäftsstockungen geändert werden könne. Wäre der gute Tom nicht eine so ehrliche Haut, so könnte man ihn für einen Satiriker ersten Ranges halten, nachweist. denn in diesen vier Fragen steckt so beiläufig ziemlich die ganze Stadtv. Meu brint tritt für die Magistratsvorlage ein bürgerliche Produktionsherrlichkeit. Tom meint's aber nicht so und bestreitet insbesondere, daß der Bau der Kirche die Schifffahrt schlimm. Er lenkt, von den vorstehenden Fragen ausgehend, erwähnte Grundstück habe heute einen Werth von 400 000. Stadtv. Wiet bittet, den Ausschußantrag abzulehnen und die Magistratsvorlage mit der Abänderung anzunehmen, daß die Gemeinde die Mittel zum Bau und zur Ausschmückung der Kirche die Aufmerksamkeit der Kommission speziell auf folgende Bunkte: auf dem nahe gelegenen Kanal beeinträchtigen könnte, da dieser Stabto. Spinola tritt für die Magistratsvorlage ein. 1. Die Zweckmäßigkeit der Ernennung ständiger Arbeits- Kanal sozusagen ein todter Arm sei. kommissionäre, die bei ausbrechenden Konflikten zwischen Kapital Stadtv. Beelit vertheidigt den Standpunkt des Ausschusses. und Arbeit als Vermittler zu funktioniren hätten, ohne deshalb Ein Schlußantrag wird angenommen. nothwendiger Weise Einigungsämter überflüssig zu machen. Sie hätten die Ursachen der Konflikte zu untersuchen, wobei als Be= bingung aufzustellen wäre, daß während der Untersuchung die Arbeit aufgenommen wird. Nun und wenn er daraus unterstützt worden ist, würde das beweisen, daß die Sozialdemokratie mit den Ge heimfonds aufgepäppelt und großgezogen worden" sei? Hätte Herr v. Schweizer dann nicht Geheimfonds- Unterſtügung zu dem Zweck erhalten, bie sozialdemokratische Beder wegung zu Grunde zu richten und zu verderben? Daß Fürst Bismarck Versuche gemacht hat, sich die Sozialdemokratie dienstbar zu machen, ist richtig eben so richtig ist aber, daß seine Liebeswerbungen mit Berachtung zurückgewiesen, und die paar Elenden, welche fich von ihm laufen ließen, sofort nach der Entlarvung als ehrlose Schufte aus der Partei ausgestoßen worden sind. 2. Eine erschöpfende Untersuchung über den Werth gleitenLohntarife als Mittel der Regulirung. 3. Die Nothwendigkeit einer erheblichen Vermehrung der Bahl der Fabrifinspektoren, der Ernennung weiblicher Fabrikinfpektoren und der Ausdehnung der Fabrikgefeßgebung. 4. Eine Untersuchung der Leistungen der unter öffentlicher Verwaltung stehenden Docks und, falls diese sich empfiehlt, Befürwortung der Munizipalisirung der Londoner Docs und Werften. 5. Die Zweckmäßigkeit der Erhöhung des Alters der zur In namentlicher Abstimmung wird hierauf der Magistratsantrag mit 70 gegen 31 Stimmen abgelehnt. Dafür ſtimmen Bailleu Borte, Degmeyer, Eßmann, Gehrke, Gerold, Haß, Hermann, Krampf, Kyllmann, Düben, Manegold, Dr. Wießner, Namslau, Nicolai, Prezel, Reichnow, Rößler, Scheiding, Schmeißer, Dr. Schwalbe, Seeger, Seiffert, Selle, Siebmann, Spinola, Dr. Virchow, Vité, Wieck, Wienstruck und Ziethen. Die übrigen Gegenstände der Tagesordnung entbehren des Schluß 8 Uhr. öffentlichen Intereſſes. Es folgt eine nicht öffentliche Sigung. Theater. Freitag, den 10. April. Opernhaus. Zar und Zimmermann. Schauspielhaus. Das goldene Vließ. Der Gastfreund. Die Argonauten. Achtung Metallarbeiter! Arbeiter- Bildungs- Schule. Am Sonntag, den 19. April, Vormittags Leffing- Theater. Der Probepfeil. präzise 10 Uhr, findet im Feen- Palast eine Berliner Theater. Die Jungfrau von Orleans. Deutsches Theater. Das Wintermärchen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Am Sonntag, den 12. April, Vorm. 9 Uhr, wird der Unterricht eröffnet, große öffentliche Versammlung aller in der und zwar in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter statt. Dieselbe soll zu dem am 11. Juni d. J. einberufenen Allgemeinen deutschen MetallViktoria Theater. Die fieben arbeiter- Kongreß Stellung nehmen. Wallner Theater. Des Teufels Weib. Residenz- Theater. Vater und Sohn. Raben. Bellealliance- Theater. Gavaut, Minard u. Ko. Vorher: Die Odaliste. Ostend Theater. Maria Stuart. Nord- Schule: Sastanien- Allee 53, Süd- Schule: Hagelsbergerstr. 43, Ost- Schule: Markusstr. 31, West- Schule: Stephanstr. 45, 225/2 mit folgendem, in allen Schulen gleichmäßigen Lehrplan: Ich ersuche daher alle Branchenvorstände, an diesem Tage feine Versammlungen abzuR. Petzold, Wilhelmstr. 21. der Klempner Berlins Thomas- Theater. Der Millionen halten. bauer. Adolph Ernst- Theater. Adam unb Verein Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. und Umgegend. Sonnabend, den 11. April, Abends 8 Uhr: Theater der Reichshallen. Große Große Versammlung Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. in Gratweil's Bierhallen, Sommandantenstr. 77-79. Tages Ordnung: = 1. Vortrag: Das Römerreich und unsere Zeit. Referent: Herr Henning, 2. Diskussion. 3. Der Aufruf der Vertrauensleute der MetallFarbeiter. 4. Verschiedenes und Fragen.. Gäste willkommen. Sonntag: Vormittags 9-10 Uhr: Buchführung. 10-11 11-1 " Stenographie.*) Zeichnen. Abends 81/ 2-101½ Uhr: Deutsch. Naturwissenschaft. Geschichte. Nationalökonomie. Montag: Dienstag: " Mittwoch: " Donnerstag: " Freitag: " " Sonnabend: 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-91/ 2 91/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 " " " Rechnen. " " " Geschichte. " Schreiben. *) Es wird in der Nord- und Süd- Schule Roller'sche und in der Ost- und West- Schule Neu- Stolze'sche Stenograhie gelehrt. Die Unterrichtsstunden beginnen und enden pünktlich zur angesehten Zeit, und ist ganz pünktliches Erscheinen erforderlich, der Unterricht darf feinesfalls durch Nachzügler gestört werden, ebenso wie es im Intere aller Theilnehmer liegt, daß der Eintritt am Beginn und nicht im Laufe des Vierteljahres erfolgt! Die zum Unterricht erforderlichen billigeren Lehr Etablissement Buggenhagen öffentliche Bersammlung mit Frauen statt. Vortrag des Herrn Türk. Nach mittel werden unentgeltlich geliefert. NB. Am Sonntag, den 19. April, findet ebenfalls bei Gratweil eine am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. dem Vortrag: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Der Eintritt ist frei. Der Vorstand. 187/9 Große öffentliche Versammlung Spesialis chant von Vasenotes der Weißgerber u. Berufsgenossen 641 F. Müller. Bratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernsängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Verfammlungen. 703 F. Sodtke. am Sonnabend, den 11. April, Abends 8 Uhr, in Knebel's Salon, Bad- Straße Nr. 58. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn H. Sievert, Lehrer a. D., über Arbeiter- Schutzgesetze. 2. Wahl eines Fesikomitees zur Maifeier. 3. Beschlußfassung über die weitere Haltung der Streit- Kontrollkommission. 4. Wahl von Revisoren zur Abrechnung. 5. Verschiedenes. NB. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. 346/2 Oeffentliche Bersammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 12. April, Abends 6 Uhr, im großen Saale der Berliner Bockbrauerei am Tempelhofer Berg, veranstaltet vom Leseklub ,, Carl Marx". Tagesordnung: 1. Vortrag( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Danach gemüthliches Beifammensein mit Tanz. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung PassagePanopticum. tatt. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. 254/9 Der Vorstand. Große öffentl. Formerversammlung am Sonntag, den 12. April, Vorm. 10% Uhr, im Saale des Herrn Müller, Johannisstrasse No. 20. Zages Ordnung: 1. Die verschiedenen Formen der Organisation. Referent Kollege Gerisch. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Nur Inhaber von Unterrichtskarten haben zum Unterricht Zutritt und sind Karten à 75 f. für das Vierteljahr und für alle Lehrfächer au gleich geltend für Männer und Frauen an den untenstehenden, mit bezeichneten Zahlstellen gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben; in den Schulräumen findet keine Ausgabe von Mitgliedsbüchers oder Unterrichtskarten statt. " In den Vorzimmern liegen Tagesblätter und andere Zeitschriften aus! Die Zahlstellen, bei denen Billets zum Aquarium"( von jeht ab zum Preise von 25 Pf.) zu haben sind, sind die folgenden: S. * Börner, Ritterstr. 108. * Gründel, Dresdenerstr. 116. A. Günther, Gitschinerstr. 87. Klein, Rottbuser Damm 14. SO. Kehr, Röpnickerstr. 126. Schmidt, Wrangelstr. 141. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. * Zubeil, Naunynſtr. 86. Linke, Forsterstr. 45. SW. Schönfeld, Mariendorferstr. 10. * Wilschke, Junkerstr. 1. * Wilschke, Ratzbachstr. 1. * Antrick, Steinmetstr. 60. Müller, Winterfeld- u. BiethenstraßenEcfe. 0. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. * E. Böhl, Frankfurter Allee * Heindorf, Langestr. 70. Jnsinger, Krautstraße. 48, Lock, Friedrichsbergerstr. 11.95 * Tempel, Breslauerstr. 27. C. Sommer, Grünftr. 21. * Kuhlmey, Rosenstr. 30. * Vogtherr, Landsbergerstr. 64. N. Abraham, Straßburgerstr. 5. Gleinert, Müllerstr. 174. * Gnadt, Brunnenstr. 38. * Hasenclever, Chauffeestr. 49/50. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenſtr. 83. * Schmidt, Tresckowstr. 24. * Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 46. NO. " Gumpel, Barnimftr. 42. Grasshold, Ballisadenstr. 59. Drescher, Linienstr. 50, NW. * Vogtherr, Stephanite 97a. * Voss, Birkenstr. 59. Friedrichsberg. Lippe, Friedrich Karlstr. 11. Neu- Weissensee. Pratz, Sedanstr. 35d. Wegen Abwesenheit" des unterzeichneten ersten Vorsitzenden sind Z schriften aller Art, welche die Arbeiter- Bildungs- Schule betreffen, während be nächsten sechs Wochen an den zweiten Vorsitzenden, Herrn Stadtverordnete Die Kollegen werden ersucht, pünktlich und zahlreich zu erscheinen, da Friz Zubeil, SO., Naunynstr. 86, zu richten. um 2 Uhr das Lokal anderweitig vergeben ist. 154/8 Der Vertrauensmann. 103/12 Der Vorstand. J. A.: E. Vogtherr, 1. Vorsitzender, Stephanstr. 27a. Außerordentl. Mitglieder Verſammlung Freie Vereinigung der Maurer Prof. Dr. R. Koch des Fachu. der Puker im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pr. Welt- Restaurant. 97. Dresdenerstraße 97. Täglich Auftreten der[ 121 M Sieben Norddeutschen Sänger Bersonen. sowie der Duettisten Geschw. Waldmann. Kunststickerei, Bilderhandlung, Bildereinrahmung von 57b Fröhlich& Richter, Berlin O., Nr. 65. Grüner Weg Nr. 65. Anfertigung fämmtlicher Stickereien. Spezialität: Sozialdemokrat. Sinnsprüche, Lager von Bildnissen hervorragender Parteigenossen, sowie allen Bildern sozialdemokratischen Genres. Rohtabat Spandauerbrücke 6, A. Goldschmidt, am hiesigen Plate bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate find am Zager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 des Königl. Preuß Rechts- Bureau Amtsrichters a. D., am Sonntag, den 12. April, Vorm. präz. 11 Uhr, in den ,, Bürger- Sälen", Dresdenerstraße Nr. 96. Zages Ordnung: 1. Rassenbericht pro 1. Quartal 1891. 2. Beschlußfaffung über die diesjährige Herren- Fußpartie. 3. Wie stellen sich die Mitglieder zu dem geDianten Verband Deutſcher Maurer? 4. Vereinsangelegenheiten und Verfchiedenes.- Um pünktliches Erscheinen bittet 246/11 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung Berlins und Umgegend. Sonntag, den 12. April ds. Js., Vormittags 10 Uh General- Versammlung in ,, Orschel's Salon", Sebastianstraße Nr. 39. Tagesordnung: Maskenball und Abrechnung der freiwilligen Beitragssammler zuin Reſer 1. Abrechnung des Kassirers vom 1. Quartal 1891. Abrechnung vo fonds. 2. Wahl des Vorstandes, des Ausschusses und der Revisoren. 3. Ver fchiedenes. Kollegen, welche vor der Versammlung dem Verein beitrete haben Stimmrecht. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: Julius Wernau, Rosenstr. 30. 234/11 der Kistenmacher Berlins Berein zur Wahrung der Intereſſen d. Klavierarbeitet mit Frauen am Sonntag, den 12. d. M., Abends 61/2 Uhr, bei Joël, Andreasstrasse 21. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Reichling. Nachdem gesellige Unterhaltung mit Tanz. Gäste haben Zutritt. Bur Deckung der Unfoſten findet Tellersammlung statt. 190/4 Achtung, Lederarbeiter! Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 12. April ds. Js., Vormittags 9 Uhr, im Lokale des Herrn Kessner, Annenstrasse 16. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung des 1. Mai. Referent Herr Rob. Schmidt. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten zur Streit- Kontrollund verwandter Berufsgenossen. Sonntag, den 3. Mai ds. Js., in den gesammten Räumen der Gräf Reischach'schen Brauerei in Stralau: Mai- Feier. Festrede, gehalten vom Kollegen Rob. Schmidt. Abstimmung der Resolution zu Gunsten des Achtstunden- Tages. Großes Konzert, unter gefl. Mitwirkung d. Gesangvereine ,, Liederlust" u. ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). „ Urban fommission. 3. Verschiedenes. Uin weiteste Verbreitung dieser Bekannt- Lebende Bilder, große Fadelpolonaise für Kinder, Ballu. s. 1. machung, sowie um zahlreiches und präzises Erscheinen ersucht Die Agitations- Kommission. 127 b Achtung! Rixdorfer! Achtung! Deffentliche Versammlung sämmtl. in der Lertilbranche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen von Rigdorf und Umgeg. Zages- Ordnung: Alte Jakobstr. 102 II. Gewissenhafter Rath, Hilfe in allen Angelegenh. Unbe- am Sonnabend, den 11. d. M., Abends 8 Uhr, in Hoffmann's Salon, Bergstr. 133. mittelten unentgeltl. Auch Sonntags. 1. Bericht des Delegirten vom Textilarbeiter- Rongreß. 2. Diskussion. Restaurations Rüchenspind, 3. Stellungnahme zur Maifeier. 4. Verschiedenes. D Großes Kinderwagen, Garnitur 95M., Entree 25 Pfennig. Anfang 4 Uhr. Eröffnung der Kaffeeküche um 2 Uhr. Billets sind vorher zu 20 Pf. bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern, Restaurant Winzer, Naunynstr. 78, und in sämmtlichen mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Zu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Der Vorstand. 186/27 Ausserordentliche Versammlung der Zimmerleute am Sonntag, den 12. April, Vormittags 10 Uhr, Zages Ordnung: im Feen- Palast, St. Wolfgang- u. Burgstraßen- Ecke, neben der Börse Die heutige Lage im Zimmerergewerbe und die Mittel zur Abhilfe der Selbständige sowohl wie auch Nichtselbständige in der Textilbranche fortwährenden Lohnabzüge. Referent: Regierungsbaumeister G. Kekler. Es ist Pflicht eines jeden Zimmerers, zu erscheinen Waschtoilette, Spind billig 3. verkaufen Beschäftigte werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Gr. Hamburgerstr. 2 i. Speicher.[ 51S 126 b Der Einberufer. 352/10 Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlea na Mar Babing in Berlin SW.. Beuthstraße 2 Der Vorstand. Hierzu zwei Beilage S 0. n der etzten darf reffe nicht ehr utritt r zus , mit aben; hers aus! Breife e. Der 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 83. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. = Freitag, den 10. April 1891. " 8. Jahrg. Die Abgg. Payer und Genossen( Boltspartei) beantragen die Streichung der auf die Entschädigung bezüglichen Bestimmung. Abg. Krause beantragt, den Say, daß die Forderung der Entschädigung an den Nachweis eines Schadens nicht gebunden sein soll, zu streichen.! stimmung und den folgenden diesen Standpunkt aufrecht erhalten wird mit der bewußten Absicht, sich dadurch einen Vortheil zu wollen, weiß ich nicht, das aber weiß ich positiv, daß in dem verschaffen, so ist das eine ganz andere Sache, welche die GesetzAugenblick, wo diese Vorlage Gesetz wird, immer weitere gebung nöthigt, dagegen einzutreten. Die Freiheit des Arbeiters Schaaren von Arbeitern sich der Sozialdemokratie zuwenden wird dadurch nicht im Geringsten beeinträchtigt. Er hat es in 94. Sigung vom 9. April. 1 Uhr. werden, und wenn keine andere Partei geschlossen und einheitlich der Hand, seine Stellung zu nehmen. Die Sozialdemokraten beAm Bundesrathstische: v. Bötticher, v. Berlepsch, gegen eine solche Bestimmung auftritt, dann muß in der arbei- haupten in ihren Versammlungen, der Kontraktbruch sei eine Lohmann. fenden Bevölkerung die Ueberzeugung wachgerufen werden, daß Waffe für den Arbeiter, den Kampf wirksamer zu führen, sie beDie zweite Berathung der Gewerbe Ordnungs Novelle die Interessen der Arbeiter einzig und allein in den Händen der zeichnen ihn als ein unentbehrliches Mittel. Im Auslande aber ( Arbeiterschuh- Gesez) wird fortgesetzt. Sozialdemokratie gewahrt sind.( Sehr richtig! bei den Sozial- ist ein Kontrattbruch unbekannt, obwohl dort Streits durch§ 125 setzt für den Kontrattbruch eine Buße fest, in- demokraten.) Der Vorwurf, der sich gerade an die Einführung gefochten werden, welche bei uns noch nicht in dieser umfassenden dem bestimmt wird, daß, falls eine Gefelle oder Gehilfe rechts- dieser Bußbestimmung knüpfen wird, wird als un- und langdauernden Weise vorgekommen sind. Die Fassung der widrig die Arbeit verlassen hat, der Arbeitgeber als Entschädi- auslöschliches Brandmal dem Liberalismus für alle Zeiten Kommission schwächt den Vorschlag der Regierungen auf Erlegung gung für den Tag des Vertragsbruchs und jeden folgenden Tag aufgeheftet sein. Der Initiative eines freisinnigen Ab- einer Buße erheblich ab; aber dennoch sind die verbündeten Reder vertragsmäßigen oder gesetzlichen Arbeitszeit, höchstens aber geordneten ist einzig und allein das Zustandekommen dieses gierungen entschlossen, den Kommissions- Beschlüssen zuzustimmen, für eine Woche, den Betrag des ortsüblichen Tagelohns fordern Paragraphen in der Kommission zu verdanken. Hätten die Herren weil die Majoritäts- Verhältnisse des Hauses nichts anderes fann. Diese Forderung soll an den Nachweis eines Schadens in der Kommission den Standpunkt, den sie im Hause wie in erwarten lassen. Gegen die Behauptungen, daß die Majorität nicht gebunden sein. Durch ihre Geltendmachung wird der An- Versammlungen immer vertreten, energisch gewahrt, so würden und die verbündeten Regierungen nur das Unternehmerspruch auf Erfüllung des Vertrags und auf weiteren Schaden- die Entschädigungen nicht in der Vorlage figuriren. Kollege intereffe vertreten, werden wir allmälig abgeftumpft. Die Herren ersatz ausgeschlossen. Dasselbe Recht soll den Gesellen oder Ge- Gutfleisch, der mit großem Nachdruck die„ Buße" bekämpft hat, sollten etwas vorsichtiger mit diesem Vorwurf sein. Ich will hilfen gegen den Arbeitgeber bei unrechtmäßiger Entlassung zu hat selbst den verbündeten Regierungen und den übrigen Bar- nicht an das Verhalten der Herren erinnern, welche sich so unstehen. Die Verleitung zum rechtswidrigen Verlassen der Arbeit feien eine goldene Brücke gebaut, indem er den Antrag auf„ Ent- harmonisch zur Philharmonie stellen( Heiterkeit), aber denken Sie macht den neuen Arbeitgeber dem früheren gegenüber für den schädigung" einbrachte. Das Zentrum hat diesen Antrag natür- an Karl Marx, dessen Briefe von 1875 Ihnen fast Zeile für entstandenen Schaden als Selbstschuldner mitverhaftet. lich als willkommene Deckung gegenüber den Wählern gern Zeile Phrase, hohle Phrase, das Steckenbleiben in dem GedankenAbg. Singer( Soz.): Dies ist einer der Paragraphen, der akzeptirt.( Unruhe.) Ob Sie damit die Zustimmung Ihrer freise der bürgerlichen Gesellschaft u. f. w. zum Vorwurf machen. die winzigen, aber im Verhältniß zu dem Bestehenden immerhin Wähler erhalten, wollen wir abwarten. Sie werden wahrschein- Was Herr Bebel uns Allen in der Kommission vorgeworfen, daß vorhandenen Verbesserungen der Regierungsvorlage für die lich bei den nächsten Wahlen die Quittung für diese Krönung wir aus den Unternehmerstiefeln nicht herauskommen, das wird arbeitende Bevölkerung illusorisch macht, indem die Arbeiter der Sozialreform" erhalten. Auf jeden Fall haben die Arbeiter von Mary Herrn Bebel und Konsorten vorgeworfen. Also: außerhalb des Rahmens der allgemeinen Rechtsverhältnisse ge- Klarheit über die wahren Tendenzen der freisinnigen und anderen Was Du nicht willst, das man Dir thu', das füg' auch keinem stellt werden. Das lag von vornherein in der Absicht der Mehr- Parteien. Der verstorbene Lasker, der in den nationalliberalen Andern zu!"( Heiterkeit.) Die Fabrikanten haben denselben Anheit dieses Hauses. Sagte doch der Abg. Hartmann in der ersten Reihen immer mit besonderer Verehrung genannt wird, hat schon spruch auf Schuß ihrer berechtigten Interessen, wie die Arbeiter. Lesung, daß die Bestimmungen über den Kontraktbruch und gegen 1867 ausgeführt, daß es Willkür und Beleidigung der Arbeiter sei,( Beifall rechts.) die Auswüchse des Koalitionsrechtes mit den Bestimmungen über wenn aus ihren Personen der Grund entnommen wird, das, was den Arbeiterschutz Hand in Hand gehen müßten. Die Arbeiter allen anderen Personen gegenüber zivilrechtlich verfolgt wird, follen also noch mehr unter die Botmäßigkeit der Unternehmer gegen sie mit öffentlicher Strafe zu verfolgen. Die liberalen Pargebracht werden. Gewiß haben die verbündeten Regierungen die teien stellen ihre ganzen Programme auf den Kopf, wenn sie an Beste Absicht gehabt, durch diese Vorlage die Lebens- und Arbeits- die Stelle der Gleichheit aller Bürger vor dem Recht ein bedingungen der Arbeiter zu verbessern; ich glaube nicht, daß die günstiges Recht für die Unternehmer, ein ungünstiges für die Ar- Abg. Payer: Diese ganze Bestimmung einer verschämten verbündeten Regierungen dem einseitigen Klasseninteresse der beiter setzen. Wir werden für alle die Kommissionsfassung ab- Buße soll ein Ausnahmegesetz wider die überhandnehmenden Unternehmer dienen wollten; thatsächlich wird aber durch eine schwächenden Anträge stimmen, aber selbstverständlich schließlich Streits sein, das haben Herr v. Puttkamer und Herr v. Berlepsch Bestimmung, wie die vorliegende, die soziale Uebermacht des gegen den ganzen Paragraphen. Wir können nicht Bestimmungen uns eben noch bestätigt. Wie man mit solchen Maßregeln etwas Unternehmerthums noch mehr gefördert als bisher. Die Regierung annehmen, welche die Arbeiter überzeugen müssen, daß sie recht erreichen will, ist mir räthselhaft, denn auch die beiden Verwollte ursprünglich dem Arbeiter, welcher vertragswidrig die Arbeit los und die Parias der heutigen Gesellschaft sind.( Beifall bei treter dieser Vorschrift geben sich der Illusion nicht hin, daß sie verläßt, eine Buße auferlegen, welche den Unternehmer schablos halten den Sozialdemokraten.) damit die Streits aus der Welt schaffen können. Soll das sollte für die Schäden, die ihm etwa aus der vertragswidrigen Abg. v. Puttkamer( dk.): Wir sind hier in der That bei öffentliche Interesse gelten, soll jeder Kontraktbruch, in welchem Arbeiteinstellung erwachsen. Die Kommission hat prinzipiell hieran einem Punkte angelangt, der nicht nur einer der bestrittenften, das öffentliche Leben in Mitleidenschaft gezogen wird, zivilnichts geändert. Man hat nur wahrscheinlich aus Wahlrück- sondern auch der politisch bedeutendsten der ganzen Vorlage ist. rechtlich oder strafrechtlich geahndet werden, dann führe man fichten eine Abschwächung vorgenommen, indem man an die Die Haltung der Sozialdemokraten zu der Frage der Kündigungs- diesen Grundsatz in unser öffentliches Leben ein, aber vor der Stelle der„ Buße" die" Entschädigung" hat treten lassen. Das friſten macht mir den Eindruck, daß sie sich als die ent- allgemeinen Durchführung kann seine Anwendung in diesem ist aber nur ein Spiel mit Worten. Die Entschädigung, um die schiedensten Feinde der Arbeiter dokumentirt haben; das gestrige Spezialfall nicht statthaft sein. Ebenso werden genau öffentliche es sich hier handelt, hat privatrechtlich eine ganz andere Be- Vorpostengefecht ist für sie nicht glücklich verlaufen, und die Interessen verletzt, wenn eine Eisenbahn die vertragsmäßigen deutung als die Entschädigungspflicht der übrigen Klaffen der heutige Hauptschlacht dürfte denselben Verlauf haben. Kohlenlieferungen nicht empfängt und dergleichen. Solche Ver Bevölkerung. Während man unter der Herrschaft des Sozialisten( Ruf bei den Sozialdemokraten: Das wußten wir im tragsbrüche wirken öffentlich mindestens ebenso schädlich gesetzes die Maßregeln gegen die Arbeiterklasse auf das Gebiet Voraus.) Sie haben gestern einen ungeheuren taktischen Fehler wie diejenigen, welche hier getroffen werden sollen. Ich kann des Polizeirechts verlegt hat, versucht man mit dieser Bestimmung damit begangen, die Kündigungsfrist ganz aufheben zu wollen. also von der Auffassung nicht los, nicht los, daß es sich hier jene Maßregeln auf das Zivilrecht zu übertragen. Der preußische( Gelächter bei den Sozialdemokraten.) Sie haben sich dadurch allerdings um ein Ausnahmegesetz für Die Arbeiter Handelsminister hat die Berechtigung der Regierungsvorlage mit der ganzen übrigen Nation in einen unlösbaren Widerspruch handelt, welches ganz einseitig und ausschließlich nachtheilig für nachzuweisen versucht durch eine Statistit über die Arbeits- gesetzt, ein Resultat der gestrigen Berathung, welches nur als den Arbeiter werden wird, also eine Unbilligkeit in jedem Sinne einstellungen. Ich habe keinen Grund, die Richtigkeit der hocherfreulich bezeichnet werden kann. Prinzipiell ist an dem des Wortes ist. Die heutige Lage hat zu folchen Unbilligkeiten Buhlen irgendwie zu bezweifeln, aber sie beweisen nichts Vorschlag der Regierung nichts geändert, darin sind wir mit nicht geführt; Jeder hatte das gleiche Recht auf Erfüllung des für die Behauptung, daß es nothwendig sei, das Koalitions- Herrn Singer einverstanden, wir werden die Regierung nicht im Kontrakts und auf Schadenersatz. Die jetzt scheinbar, nur auf recht gesetzlich einzuschränken. Man müßte doch zunächst Stiche lassen. Bis zu einem gewissen Grade kann ich der Be- dem Papier vorhandene Gleichmäßigkeit wird schon dadurch vererfahren, welche Gründe zu den Arbeitseinstellungen geführt hauptung folgen, daß hier ein neues Ausnahmerecht für die Ar- schoben, daß die Lohneinbehaltung fehr vielfach in den gewerb haben und ob die Arbeiter überhaupt eine Schuld trifft. beiter geschaffen wird ich erkläre hier nebenbei, daß ich nicht lichen Verhältnissen Plaz gegriffen hat. Da ist denn der ArbeitSo kann sehr wohl die Unterlassung hygienischer Maß zu Denen gehöre, die das Scheitern der Verständigung über die geber immer im Besis, mag er im Recht oder im Unrecht sein; regeln, namentlich beim Bergbau, den Ausbruch von Streits Verlängerung des Sozialistengefes für ein Glück betrachten( Ruf der Arbeiter also ist in der schwierigeren Lage. Greifen diese mit veranlaßt haben. Jedenfalls fonnte die Regierung aus jenen links: Das wissen wir!) es sollen vermögensrechtliche Nach- Lohneinbehaltungen in größerem Umfange Platz, so wird die Zahlen nicht den Schluß ziehen, daß die Arbeiterbevölkerung die theile besonderer Art an den Kontrattbruch der Arbeit geknüpft Lage noch viel schwieriger für den Arbeiter. Gerade die Buße, Heiligkeit des Wortes, die Nothwendigkeit, einen Vertrag zu werden. Der Kontraktbruch der Arbeiter unterscheidet sich welche in das Gesetz aufgenommen werden soll, wird den ArbeitHalten, so außer Augen läßt gegenüber den anderen Bevölkerungs- himmelweit von dem naiven Kontraktbruch anderer Kreise der geber geradezu dazu auffordern, von der Lohneinbehaltung flaffen, daß sie zu Staatsbürgern zweiter Klasse degradirt werden Bevölkerung. Wenn ein Arbeiter oder eine Koalition von Ar- ben umfaffendsten Gebrauch zu machen. Der Arbeiter wird müffe. Ich folge hier einer ebenso verdienstvollen, wie durch beitern den eingegangenen Verpflichtungen zuwider die Arbeit nur im feltensten Falle von dem Rechte der Einklagung hohes Gerechtigkeitsgefühl ausgezeichneten Arbeit des Privat niedergelegt, so ist das ein rechtswidriger 3wang, der auf Willen einer Entschädigung bei rechtswidriger Entlassung Ge dozenten Dr. Löwenfeld an der Münchener Universität, abgedruckt und Einfluß des anderen Theiles ausgeübt wird. Der Wille, brauch machen wollen; anders der Arbeitgeber, der bis jetzt im Archiv der Sozialstatistit. Seine statistischen Aufnahmen be- die Lohnerhöhung zu erzwingen, ist von vornherein ein rechts nicht in derselben günstigen Lage war, sich einfach an die weisen, daß die Vertragstreue der arbeitenden Bevölkerung der widriger, dem also auch ein sittlicher Makel anhaftet. Die Buße zu halten, wenn er einen Schadensnachweis nicht zu führen der übrigen Bevölkerungsklassen bedeutend voraus ist. Während Wirkung des großen Ausstandes im Baugewerbe in Berlin 1886 braucht. Das Resultat der Gesetzgebung des§ 125 wird lebigdie Betheiligung der Arbeiter an den vertragsrechtlichen Streitig war eben himmelweit von den Wirkungen anderer Kontrakt- lich den Arbeitgebern Nutzen bringen. Aus diesen Gründen kann feiten ungefähr 21 pCt. im Verhältniß betragen müßte, beträgt brüche unterschieden; fie zogen eine ganze Reihe von Arbeitern ich diesem Ausnahmerecht mit seiner einseitigen Wirkung nicht sie auf Grund der Zahlen, die Herr von Berlepsch hier ange- in Mitleidenschaft, beschränkten sich keineswegs auf die Arbeit zustimmen. führt hat, nur 73/4 pet. Noch deutlicher als es hier geschieht, geber, sondern wirkten auf andere Gruppen, die ganz unbetheiligt Arbeiterwelt bleibt in der That das, was wir bis jetzt geleistet Hinter den sehr weitgehenden Erwartungen der kann die Behauptung des Ministers, daß die Heiligkeit des waren und von dem Streit gar nichts wissen wollten. Da haben haben, sehr weit zurück( Zustimmung links); es wird immer gegebenen Worts in Arbeiterkreisen aufs Aeußerste ge- Sie den Unterschied von den Wirkungen des Kontrattbruches im zweifelhafter, ob das in jener Wagschale Liegende nicht aufgewogen schädigt sei, nicht widerlegt werden. Beständen aber wirk- gewöhnlichen Privatverkehr und desjenigen, der von ganzen Ar- werden wird durch die Bestimmungen des Arbeitertrutzes, zumal lich solche Mißstände, so sollte man statt solcher mecha- beitergruppen begangen wird. Der Einwand, daß diese Vorschrift wenn man bedenkt, daß Vieles, was wir hier in dem Schweiße nischen Maßregeln die Lage der Arbeiter verbessern, indem den Arbeiter rechtlos macht, ist haltlos, denn der Arbeitgeber unseres Angesichts geschaffen haben, in vielen Fabriken schon man Bustände schafft, bei denen die Freude an der Arbeit unterliegt derselben Entschädigungspflicht, und diese Bestimmung längst praktisch ausgeübt wird. Schon jetzt habe ich den persön in gleichem Verhältniß steht zum Ertrag der Arbeit. Davon ist ist keineswegs lediglich dekorativ. Der Arbeiter ist daher durch lichen Eindruck, daß ich lieber das ganze Gesetz nicht haben aber in diesem Gesetz keine Rede. Das wenige Gute wird durch diesen Vorschlag ganz entschieden besser gestellt, als durch das möchte, als auch nur eine Bestimmung darin, welche den Anschein andere Bestimmungen wieder durchlöchert und beseitigt. Das muß bestehende Recht; denn jetzt muß er den Nachweis des ent- erwecken könnte, daß wir den Arbeitern statt des Brotes einen ein Gefühl der Erbitterung und Empörung in den Arbeitern standenen Schadens führen und dieser Nachweis ist fast immer Stein geben!( Hört, hört! und Zustimmung links.) hervorrufen. Die Mehrzahl des Hauses hat der Verewigung des sehr schwierig. Die Ausnahmenatur der Bestimmung tritt aller- Abg. Gutfleisch( dfr.): Die Rede des Herrn Singer war Sozialistengefeßes nicht zugestimmt, man wollte die Rückkehr zum dings an den Tag in der Klausel, daß der Schadensnachweis ganz deplazirt, sie hatte Berechtigung, als noch die Buße der gemeinen Recht. In demselben Angenblick aber, wo von Seiten nicht geführt werden braucht. Das ist nur gerechtfertigt, wenn Vorlage zur Debatte stand, welche bis zum sechsfachen des der verbündeten Regierungen der sogenannte neue Kurs einge- es sich um die Beseitigung eines als gemeinschädlich erkannten Wochenlohnes ausgedehnt werden konnte. Ich sehe es für einen Idlagen wird, in demselben Augenblick, wo die kaiserlichen Er- Uebelstandes handelt; dafür aber sehen wir den Kontraftbruch ansehnlichen Fortschritt an, daß man das Strafelement aus den Lasse in die Welt gingen, machen dieselben verbündeten Regie- an. Bei allem Wohlwollen für die Interessen der Arbeiter und zivilrechtlichen Verhältnissen verbannte, und daher ist die neue unter eine Vorlage, durch welche die Arbeiterbevölkerung wieder bei aller Förderung, welche die Vorlage denselben angebeihen Formulirung des§ 125 entstanden. Der Fall des Kontraktbruchs gericht ein Ausnahmegeſet geſtellt wird dadurch, daß man die läßt, muß doch auch auf die Förderung der Probuition und auf iſt gar nicht so zu konſtruiren, daß ein Richter dem Arbeitgeber gerichtliche Entscheidung ausschließt und die Entschädigung nicht geordnete soziale Verhältnisse Bedacht genommen werden. Wenn einen Schadenersatz zusprechen könnte; denn dieser Nachweis ist an den Nachweis bes erfolgten Schadens bindet. Mit der An- nun die Regierungen ihren ursprünglichen Vorschlag zurückstellen, eben praktisch gar nicht zu führen. Es wurde somit schließlich nahme dieſes Paragraphen verewigen Gie bie Ausnahmeftellung, so wird doch im Wesentlichen dasselbe erreicht werden, wenn der angenommen, daß der Nachweis des Schadens fortfallen folle; beeche ieber arbeitenden Bevölkerung zuweisen wollen. Sie kommissionsvorschlag zur Annahme gelangt. Auch in Zukunft die schädigung sollte als in Höhe des Tagelohns, jedoch nicht begeben sich damit ein für alle Wal des Rechts, fagen zu wird natürlich damit ein Streit wever verhindert noch ge über eine 23oche hinaus vorliegend präsumirt werden. Die wekönnen, daß Sie teine einseitigen Klasseninteressen vertreten. Man brochen werden; wir müſſen uns eben damit begnügen, nigen Fälle, wo der Arbeiter fonach mehr an Entschädigung hat uns letthin vorgeworfen Klasse seien und also fein Recht hätten, den übrigen Parteien Makel anzubeften. daß wir die Vertreter einer dem gefezwidrigen Kontraktbruch einen fleinen sittlichen zahlen muß, als er nöthig hätte, müssen mit in den Kauf ge= Drohungen mit der wachsenden nommen werden. Ein Vortheil ist, daß sehr viele Prozesse und das Zudie Vertreter der Arbeiterklasse hier auftreten zu können. Wir los einen Vorwurf zu machen. Allerdings sind wir stolz darauf, als Erbitterung der Arbeiter prallen an uns völlig wirkungs- sehr viele Kosten erspart werden; ferner war ab; wir sind diese Ausführungen von Seiten geständniß der Kommissionsbeschlüsse sehr annehmbar gegenfürchten auch den Einwand nicht, daß nicht alle Arbeiter So- der Herren Sozialdemokraten schon zu sehr gewohnt. über den viel weiter gehenden Ansprüchen der Regierungen zialdemokraten find. Die Arbeiterklasse als solche ist politisch Minister v. Berlepsch: Allerdings haben die Verbündeten und eines großen Theils des Hauses. Die Befürchtung, daß die Organisirt in der Sozialdemokratie, und somit ist die Sozial- Regierungen schwerwiegende Gründe für ihre Vorschläge zum Industriellen jetzt erst von diesem Recht einen umfassenden Gebemokratie vollkommen berechtigt, sich als Vertreterin der Arbeiter- 8 125. Die Neigung der Arbeiter zum gefezwidrigen Kontrakt- brauch machen werden, ist unbegründet, denn diese Herren haben Haffe zu bezeichnen. Alle schönen Worte werden nichts an der bruch hat in einer gemeinschädlichen Weise überhand genommen. bisher schon alle ganz genau gewußt, daß sie dieses Recht hatten, zustand gestellt werden. Bei allen anderen Bevölkerungsklassen wir feine Statiſtit. Thatsache ändern, daß hier die Arbeiter unter einen Ausnahme- G3 handelt sich gar nicht um die Gründe zum Streit, darüber und sie haben es in vollem Maße ausgeübt. Ich habe der ReEs handelt sich blos um die gierung feine Brücke gebaut, ich habe auch nicht die Buße in vis gerichtlich nachgewiesen werden, daß wirklich ein Schapen brauch, ob sie zum Sontrattbruch Ursache hatten. Gin Streik um anderer Form gerettet; diefe Vorwürfe der Sozialdemokraten Giniegt, für die Arbeiter soll biefe, Bedingung wegfallen. Cohnerhöhung, wie der große Bergarbeiterstreit, hat in feinem gegen mich sind ganz unberechtigt. Schon zu einer Zeit, wo zur aus Falle Ursache zum Kontraktbruch gegeben.( 3wischenruf links: man noch nicht ahnen konnte, daß die Regierungen fabungenen Zeit fertigſtellt, tann ber öffentlichen 28ohl- und der Sontrattbruch ber Bechenbeſiger 3) Ich werde während aufgeben würden, ist die Frage in diesem Ginne in die Buhe fahrt viel mehr Verlegenheit bereiten, als eintretter, men med de Contra teine solche Ginwendung antworten. Wenn die finnigen Preſſe, erörtert worden. Es liegt hier weder ein queiberie Arbeit einstellt, und doch kann er verlangen, daß ihm Trage bes kontrattbruchs nicht geregelt wird, ist die Unsicherheit nahmerecht noch eine Herabſegung der Arbeiter vor. Mit ver die Schaden, den er zufügt, nachgewiesen wird, der Arbeiter hat in der Induſtrie verewigt. Gin Theil der Arbeiter, der nicht mit Bemerkung über das unauslöschliche Brandmal, welches der stimmungen enthält, tann unmöglich von uns angenommen wer- hineingezogen. Die Broschüre des Dr. Löwenfeld, welche nachweisen nächsten Wahlen schrecken Sie mich nicht; bei Wahlen bin ich Ein Arbeiterschuß, welcher solche Be- streifen will, aber dazu gezwungen ist, wird mit in das Unglück dem Liberalismus aufgedrückt hätte, mit der Drohung der den. Sie verwahren sich immer mit großer sittlicher Entrüftung foll, daß die Neigung zum Kontrattbruche in der Arbeiterwelt schon mehrfach durchgefallen( Heiterkeit), und ich erfreue mich bei dagegen, daß wir allein die wirklichen Intereffen der Arbeiter geringere Verbreitung habe, als in anderen Kreifen, trifft meiner Wirksamkeit der Zustimmung auch sozialdemokratischer auf diesem Gebiet vertreten. Ob Sie uns gegenüber dieser Be- den Kern der Sache nicht. Wenn der Kontraktbruch begangen Arbeiter. 8 d bet nete er Thr Dom Terve Ver reten 34/11 ter Pan" 10. im egten 114 ite örfe ber Fler. en gen Recht nicht. der die Arbeit Die Die Abgg. Hartmann, Betocha, Möller und von§ 3a gegen die Stimmen der Freifinnigen, Nationalliberalen und Abends 7 Uhr habe ich mein 2/2 Jahr altes Mädchen, das Stumm beantragen, in den§ 125 eine Einschaltung zu machen, der Freifonservativen angenommen, ebenso ohne Debatte die Diphteritis erkrankt war, in diese Anstalt gebracht, wo sie fofot nach welcher in dem bezeichneten Umfange anch derjenige Arbeit§§ 3-13. geber mitverhaftet ist, welcher einen Gesellen oder Gehilfen, von operirt wurde. Der Arzt sagte mir, ich sollte, wenn ich bei einen § 14 regelt die Zuschläge zu den Staatssteuern und bestimmt, meiner anderen Kinder etwas Verdächtiges merkte, das Ki dem er weiß, daß derselbe einem anderen Arbeitgeber zur Arbeit daß von den Gemeinden Zuschläge zur Staatseinkommensteuer sofort in die Anstalt bringen. Am 24. März Vormittags brac noch verpflichtet ist, während der Dauer dieser Verpflichtung in nicht ohne gleichzeitige Heranziehung der Grund- und Gebäude- ich deshalb meinen sechsjährigen Sohn in die Anstalt, als f der Beschäftigung behält, sofern nicht seit der unrechtmäßigen steuer erhoben werden sollen. Lösung des Arbeitsverhältnisses bereits vierzehn Tage ververdächtige Anzeichen bemerkbar machten.- Gegen Mittag de Die Konservativen( von Rauchhaupt und Genossen) bean- felben Tages starb mein Mädchen und wurde am 28. März beerdig flossen sind. tragen, auch die Gewerbesteuer gleichzeitig mit Zuschlägen zu Am Abende dieses Tages wurde der Knabe operirt. Mein Man belegen. und ich find alle Tage hingegangen, durften aber unser Kind nicht sehen. Am 30. März ging ich wieder hin; die Wärterin wa nicht ba, die Thür stand offen. Ich guckte um die Thür, wo da Kind lag; das bekam mich auch sofort zu Gesicht, freute fi sehr und wollte sprechen, konnte aber durch das in den Hals na der Operation eingesetzte Röhrchen keinen Ton hervorbringen und wintte nur mit der Hand. Als ich nun näher ging, kam die Märterin plöglich auf uns zugestürzt, schimpfte und machte großer Lärm, wie ich dorthin gehen und das Kind aufregen könnte Dem Kinde ging das durch Mark und Bein, das sah ich a seinem Gesicht. Am nächsten Morgen um 2 Uhr ist es denn au gestorben. Schadet denn das Schimpfen der Wärterin dem Kind weniger, als der Anblick seiner Mutter? Die Abgg. v. Strombeck und v. Heydebrand empfehlen diese Anträge, Letterer namentlich die Heranziehung der drei ersten Klassen der Gewerbesteuer nach dem neuen Gesetze; die vierte Klasse solle, weil sie hauptsächlich Arbeitseinkommen darstellt, nicht mit Zuschlägen belegt werden. Minister Herrfurth erklärt sich mit dem Antrage einverstanden, nachdem er gegenüber seiner früheren Fassung in der Kommission verbessert sei. Abg. Schädler( 3.): Wir stehen auf dem Boden der Rommissionsbeschlüsse und des Antrags Hartmann und Gen. Wir stehen auf dem Boden des freien Arbeitsvertrages, ziehen aber Die Konsequenzen daraus, die sich aus der Vertragsnatur ergeben, und diese Konsequenz ist zunächst die Pflicht, den geschloffenen Vertrag zu halten, sofern nicht Unmöglichkeit dazwischentritt. Hierin liegt für uns auch das fittliche Moment. Wir stellen hier den Verbindlichkeitsbruch unter Entschädigung; wenn die Herren Sozialdemokraten glauben, es solle dadurch ein doppeltes Maß eingeführt werden, so steht es ihnen ja vollständig frei, mit einem Entwurf hervorzutreten, welcher den Kontraktbruch auch auf anderen Gebieten gleich behandelt; dann wird sich zeigen, ob sie mit diesem Entwurf allein stehen oder nicht. Wir sind entschieden gegen den Kontraktbruch und wollen denselben nach Möglichkeit erschweren. Die Fabriken mit mehr als zwanzig Arbeitern sollen ja unter diese Bestimmung überhaupt nicht fallen. Das Zentrum ist bemüht, die wahre, echte Harmonie zwischen Arbeit und Rapital her- Heranziehung der Gewerbesteuer zu den Kommunalzuschlägen, Abg. Richter hält es für bedenklich, ein neues Prinzip, die zustellen, wir glauben das gerade auch durch die Zu- hineinzuwerfen in dem Augenblicke, wo die Regierung für die stimmung zu den Kommissionsbeschlüssen zu thun. Die firirte nächste Session bereits ein neues Gesetz über die GemeindeEntschädigung für den Vertragsbruch kann keine Herabwürdigung besteuerung angekündigt hat. der Arbeiter sein; denn auch Brentano, der doch ein großer Freund der Arbeiter Assoziationen ist, erklärt den Kontrattbruch für verwerflich und hat gegen§ 125 nichts einzuwenden. Abg. v. Stumm( Reichsp.) befürwortet die Annahme des Antrages Hartmann, welcher zur Durchführung des gesetzgeberischen Gedankens des§ 120 unumgänglich nothwendig sei. Derjenige Arbeitgeber, der bona fide einen vertragsbrüchigen Arbeiter in Arbeit nimmt, solle von der Haftung befreit bleiben. Die Ablehnung des Antrages würde ihn veranlassen, gegen den ganzen § 125 zu stimmen, da es dann besser in dieser Hinsicht beim Alten bliebe. Um 434 Uhr wird die Fortsetzung der Berathung auf Freitag 1 Uhr vertagt. Abgeordnetenhaus. 64. Sigung vom 9. April, 11 Uhr. Um Ministertische: von Boetticher, Herrfurth und Rommissarien. Der Gesetzentwurf wegen Abänderung des Wahlverfahrens wird in zweiter Abstimmung definitiv genehmigt. Es folgt die zweite Berathung des Entwurfs einer Landgemeinde Ordnung für die sieben östlichen Provinzen der Monarchie. Abg. v. Jedlig einpfiehlt ebenfalls den Antrag. Abg. v. Rauchhaupt: Wir wollten auch die Heranziehung der Grundsteuer zu den Zuschlägen von der Hälfte auf ein Drittel ermäßigen. Wir haben aber trotz der Belastung des Grundbesizes davon Abstand genommen, weil dann neben die Maßstabe von 50, 100, 150 v. S. Zuschlag noch ein Zuschlag von 331/3 v. H. treten würde. Abg. von Ranchhaupt hält es gerade im Interesse der Landgemeinden für nothwendig, auch die dritte Klasse der neuen Gewerbesteuer heranzuziehen. Abg. v. Huene hält die Annahme des konservativen Antrags doch für zweckmäßig, namentlich, da die nicht besitzenden Elemente der Landgemeinden ja auch Stimmrecht erhalten sollen. Wir möchten glauben, daß für die Eltern armer Kinder i den Krankenhäusern eine bessere Gelegenheit geschaffen würde daß Jene ihre Kinder öfter sehen, als zu den gewöhnliche denten, die durch den Anblick der Eltern, der dem kranken Kind Sprechstunden. Wir können uns faum eine Kinderkrankheit zu Theil wird, nachtheilig beeinflußt werden könnte. Nach Ueber den Aufenthalt in der Charitee schreibt uns Jemand: Die Art, wie man dort als Kranker von den Kranken wärtern behandelt wird, ist schon nicht mehr schön. Man foll doch wenigstens verlangen fönnen, reine Bettwäsche bekommen. Mir wurde ein Bett zugewiesen, das scho Abg. Richter hält es nicht für richtig, dieses neue Prinzip ein anderer Kranker benutzt hatte und dessen Wäsche nicht ge jetzt so nebenher einzuführen. wechselt wurde. Fragt einer nach reiner Wäsche, dann heißt e das ist hier so Mode! Soll einer der Kranken in seinem Bett in Schweiß gebracht werden, so werden von den anderen Kranke die Bettdecken genommen und dem Betreffenden gegeben. Beendigung des Schwitzens bekommt dann jeder seine Dede womöglich durchgeschwißt, wieder zurück. Viele Kranke ve richten die Arbeiter der Wärter und bekommen dafür beffere Effen. Das ist doch auch nicht in der Ordnung, denn man mus doch immer glauben, daß dieses beffere Effen den anderen Krante abgeht. Ueber die Behandlung, welche die Kranken von de Aerzten erhalten, ist ja nicht zu tlagen, aber was die Aerzte gut machen, verderben die Wärter und die Krankenkassen werfen Geld ohne Nutzen für die Kranken fort, wenn sie es an foldi Anstalten zahlen. Der Antrag der Konservativen wird gegen die Stimmen der Freisinnigen und Nationalliberalen angenommen. Darauf wird die Berathung vertagt. Schluß 334 Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr.( Fort setzung der zweiten Berathung der Landgemeinde- Ordnung.) Parlamentarisches. die Reichstags- Resolution, betreffend die Revision des Reglements In der heutigen Plenarsizung des Bundesrathes wurde Offiziere, den Ausschüssen für das Landheer und die Festungen in Betreff der Vergütung für Reisekosten der Beamten und sowie für das Seewesen und für das Rechnungswesen überwiesen. § 1, nach welchem die Landgemeinde- Ordnung für Dst Ausnahmetarife deutscher Eisenbahnverwaltungen zur Förderung Die Resolutionen, betreffend die Vorlegung einer Uebersicht der und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien der Kohlenausfuhr, und betreffend die Mittheilung des Vertrages und Sachsen Anwendung finden soll, wird ohne weitere Debatte mit der Aktiengesellschaft des Wolff'schen Telegraphenbureaus genehmigt. Nach§ 2 sollen die jetzigen Landgemeinden und Gutsbezirke über die Beförderung von Telegrammen wurden dem Herrn Reichskanzler überwiesen. bestehen bleiben, Landgemeinden und Gutsbezirke sollen nach der Borlage nach Anhörung der Betheiligten sowie des Kreisausschusses im öffentlichen Interesse auch gegen ihren Widerspruch vereinigt werden können durch königlichen Erlaß. Die Kommission beantragt die Auflösung und Zusammenlegung von Landgemeinden und Gutsbezirken durch königLokales. bal Wir bemerken hierzu, daß die Klagen über das mangelhaft ragendsten Aerzten laut wurden. Diese Klagen scheinen also no Wärterpersonal in der Charitee schon vor Jahren von den hervor immer nicht abgestellt zu sein. ärztliche Verhältnisse Berlins allgemein bezieht: Schließlich noch eine briefliche Mittheilung, die sich auf di gesegneten Umständen befindliche Frau plötzlich von inner Am 22. März d. J. Morgens 1/22 Uhr wurde meine Krämpfen befallen. Ich fandte sofort einen Boten nach b Sanitätswache der Schönhauser und Rosenthaler Vorstadt in de Kastanien- Allee und ließ dringend um ärztlichen Besuch bittes stellte auch eine Droschke zur Verfügung, trotzdem die Entfernu von der Wache nach meiner Wohnung nur 10 Minuten beträg Aber die verlangte Hilfe wurde mir nicht zu Theil; weßhal weiß ich nicht; vielleicht weil der Bote aussah wie ein Arbeiter Dhne zu wissen, in welcher Art die Krämpfe auftraten, wurden Pulver verschrieben und der Bote damit abgefertigt, nachdem liche Anordnung nur dann erfolgen zu lassen, wenn sie das Etatsjahr vom 1. April 1889 bis 31. März 1890 ist vor Der Verwaltungsbericht des Berliner Magistrats über gleich die Gebühren für das Rezept mit einer Mart be zahlt worden waren. Am nächsten Morgen schickte i ihre öffentlich rechtlichen Verpflichtungen zu erfüllen außer Stande Sturzem dem„ Gemeindeblatt" beigelegt worden. Den Bericht gleich nach einem Privatarzt, der aber auch erst um 11 u find. In anderen Fällen steht beim Widerspruch der Betheiligten durchweht der echte Begasbrunnen- Geist. Der Besuch des Königs Vormittags erschien. Dieser ordnete an, daß die mit dem Tod dem Kreisausschuß die Entscheidung zu, gegen welche die Be- von Italien und die Jubelfeier der Reformation bilden Glanz ringende Frau nach einem Krankenhause übergeführt wurde, was schwerde an den Bezirksausschuß und an den Provinzialrath geht. punkte. Höchst rühmend erwähnt der Bericht das jederzeit bereit auch sofort geschah. Nach dem Hedwigs- Krankenhaus gefahre Erachtet der Oberpräsident durch den Beschluß des Provinzialraths das öffentliche Interesse für gefährdet, so steht ihm die Be- willige Eintreten der herrschenden Richtung für die Zwecke der wurde mir der Bescheid zu Theil, dort habe man teine Kramp schwerde an das Staatsministerium offen. Gin öffentliches Inter- Kirche. Von besonderem Interesse sind die Mittheilungen über station; ebenso erging es uns bei anderen Krankenhäusern effe soll nur dann vorliegen 1. wenn Landgemeinden oder Guts- die Ergebnisse des Steuererlasses, der mit dem 1. April 1889 zum schließlich fuhren wir nach der Charitee, wo die Frau, ohne di bezirke ihre öffentlich rechtlichen Verpflichtungen zu erfüllen außer ersten Male für die Miethssteuer und die unterste Stufe der Ge- Besinnung wieder erlangt zu haben, starb, wovon ich erst länge Stande sind; 2. wenn die Zersplitterung eines Gutsbezirks oder meinde- Einkommensteuer eingetreten ist. Der Erlaß hat feine als 24 Stunden später Nachricht erhielt. Diese Mittheilung läßt allerdings unsere ärztlichen Verhäl die Bildung von Kolonien in einem Gutsbezirke, dessen Umwand- Berminderung des Gesammtertrages der brei Hauptsteuern nisse gerade bei dringenden Fällen in einem sehr wenig günstige Gemeinde- Einkommensteuer, Haussteuer, Miethssteuer zur lung in eine Landgemeinde oder dessen Zuschlagung zu einer oder Folge gehabt, sondern berselbe ist gegen das Vorjahr um Lichte erscheinen. mehreren Landgemeinden nothwendig macht; 3. wenn infolge 625 000 mt. gestiegen. Wenn die volle Steuer erhoben worden örtlich verbundener Lage mehrerer Landgemeinden oder von GutsIm Nordwesten der Stadt, in ber am Thiergarten g bezirken oder Theile derselben mit Landgemeinden ein erheblicher wäre, so würde die Erhöhung 6 pet. betragen haben. Somit ist legenen Händelstraße, ist in vorvergangener Nacht ein Mord- un Widerstreit der kommunalen Interessen entstanden ist, dessen Aus- der Miethswerth der Wohnungen wieder ge- Selbstmord Versuch ausgeführt worden. Ueber die Blutth gleichung auch durch Bildung von Zweckverbänden nicht zu er- iegen. Da aber gleichzeitig die Zahl der leer stehenden welche anscheinend in geistiger Störung geschehen ist, wird un Wohnungen um beinahe 17 pet. gewachsen ist von 8516 auf berichtet: Abg. Rickert beantragt die Regierungsvorlage wieder her- der Miethen nicht einmal die natürliche Folge eines verminderten ein Schankgeschäft, bei dessen Leitung ihr neben einer Tochte 9956(!) eben laut dem Bericht, so ist das andauernde Steigen Im Hause Händelstr. 15 führte im Keller die Wittwe Stu Abg. v. Nauchhaupt( tons.): Die Landgemeinden müssen Angebots und kein Zeichen der Wohnungsnoth. Die Grund- von ihrem 27jährigen Sohn Karl hilfreiche Hand geleistet wurde die Garantie haben, daß ihre Interessen wohl erwogen werden, besizer gehen mit der Miethe nicht herab, weil sie es nicht nöthig Vorgestern wurde Frau Studt von Bewohnern des Hauses be ehe darüber entschieden wird, ob sie eine selbständige Gemeinde haben". Dies giebt auch die„ Kreuz- Zeitung" zu, wobei sie hinzufügt: wohnenden Herrn v. M. angefahren waren, einige Stück ent bleiben sollen oder nicht.( Beifall rechts.) schuldigt, von Preßkohlen, welche für den in demselben Hau Abg. v. Suene( 3.): Ich bin ein Freund der neuen Land- um so beunruhigender muß dieses fortgesetzte Steigen der wendet zu haben. As Karl Stubt das hörte, gerieth er i gemeinde- Ordnung, nicht weil ich sie für vollkommen halte, Miethen erscheinen, und um so dringender tritt an die städtischen große Aufregung und es kam zwischen ihm und seiner Mutter sondern weil ich meine, es wird vielleicht tein späteres Behörden die Pflicht, in erster Linie den arbeitenden Klassen die bie ihre Unschuld betheuerte, und seiner Schwester, die für die Haus die Sache von so tonservativem Stand- Beschaffung billiger und gesunder Wohnungen zu ermöglichen." Mutter Partei ergriff, zu sehr heftigen Auftritten. Wiederholt punite aus behandeln.( Heiterkeit.) Das genannte fromme Blatt meint übrigens, indem es die erklärte Karl Stubt den beiden Frauen, daß sie die Schande Minister Herrfurth: Die Beschlüsse der Kommission haben beiten" lobt, es würde noch erfreulicher sein, wenn die Bürger- den Tob zu geben." Die Frauen suchten ihn zu beruhigen " Theilnahme der städtischen Behörden für firchliche Angelegen- nicht überleben dürften und moralisch gezwungen feien, fi habenheiten" einen durchschlagenden Vorzug vor der Regierungsvorlage, welchen ich ja im Innersten meines Herzens für besser halte; schaft() die Ueberzeugung gewinnen könnte, daß diese Theilnahme hatten aber mit ihren Bemühungen nur wenig Erfolg. In der Dieser Vorzug liegt darin, daß sie mit Sicherheit angenommen Kirche gegründete ist". Das ist allerdings von unseren Liberalen Mutter und schlug auf sie mit einem Hadmesser lo auch eine wirklich innerliche, auf Interesse an der evangelischen Nacht um 2 Uhr stürzte Karl Studt plötzlich an das Bett seine werden, während die Vorlage mit Sicherheit abgelehnt wird. evangelischer, katholischer und jüdischer Religion ziemlich viel Die unglückliche Frau versuchte vergeblich dem Rasenden Wider Abg. Krause( natl.) erklärt, daß seine Freunde für die verlangt, von den Ungläubigen unter ihnen ganz zu schweigen. stand zu leisten, der ihr sechs schwere Kopfwunden beibrachte und Vorlage, wie sie von der Kommission gestaltet ist, stimmen die Kirche so ganz und gar die Rücksicht auf ihren äußeren Vor- fchreckliche That ausführte, rief er einmal über das andere Als ob die Frominen" bei ihrer innerlichen" Theilnahme für ihr auch einen Beigefinger abhackte. Während der Sohn dies Abg. v. Meyer Arnswalde( t.): Das Bedürfniß nachtheil vergäßen! einer neuen Landgemeinde- Ordnung sei durchaus nicht nachgewiesen. reichen ist. zustellen. ( Beiterkeit.) würden. " Mutterchen, bist Du denn noch immer nicht todt?" Als die alte Herr Eugen Richter fammelte im Briefkasten der Freis. Frau mit Blut überströmt und besinnungslos auf dem Bett lag Beitung" bisher für Herrn Adloff, den freisinnigen Kandidaten lief Studt in die Küche und versuchte sich dort die Kehle abzu Abg. Ritter( ft.): Ich muß im Gegensatz zum Vorredner die im 19. Hannoverschen Wahlkreise. Seit gestern hat er jedoch die schneiden. Die Schwester war während des Ueberfalls der Mutter Annahme der Vorlage als Nothwendigkeit bezeichnen. Sammlung für diesen Kandidaten eingestellt und nimmt nur noch die Bewohner des Hauses zusammen gerufen. Carl Studt hat durch das Fenster auf den Hof geflüchtet und hatte Hilfe rufend Abg. v. Schalscha( 3.): Die Vorlage sei eine Blendlaterne; Beiträge für die Kandidatur", also zur Bestreitung der Agi- fich sehr schwere Verlegungen beigebracht, und es wird sowoh sie beleuchtet einen nach links führenden Weg, und Diejenigen, tationstoften, entgegen. Es wird ihn inzwischen wohl einer, der bie an diesem Wege Interesse haben, glauben, daß dieser Weg sich vernünftiger auszudrücken weiß, auf die Seltsamkeit des Mutter gezweifelt. Die verwundete Frau ist nach dem Sana an seiner Wiederherstellung, wie an dem Aufkommen seiner eingeschlagen werden soll. Geldsammelns für einen deutschfreisinnigen Reichstags- Kandidaten torium am Hansaplatz, Carl Studt nach der Charitee geschaff aufmerksam gemacht haben. worden. Abg. Sombart( natl.) erklärt sich für die Zusammenlegung von Gemeinden und Gutsbezirken, weil allein dadurch eine Einigung erzielt werden könnte. Nicht Hader werde aus dieser Kranken- Klagelieder. Unter den uns zugesendeten Briefen, Ein anderer Berichterstatter schreibt: Vereinigung entstehen, vielmehr würden die Gutsbezirke deren Inhalt auf eine öffentliche Erörterung von Uebelständen Am Montag lieferten die Leute der Kohlen Handlung von mit ihren zwei Millionen besiglosen Gingerichtet ist, werden in der letzten Zeit solche Zuschriften besonders Rüftermann im Keller des Hauses Händelstr. 15 die für den dor wohnern sehr bald die Beute der Sozialdemo- besonders gahreich, in denen über Mißstände in den hiesigen die erste Etage bewohnenden Regierungsrath v. Moltke bestellten tratie werben. Krankenhäusern Klage geführt wird. Wenn wir solchen Wit- Kohlen ab. Wie in früheren Fällen hatten die Leute, wie fie Abg. Nickert: Am besten wäre es, wenn dem Minister auf theilungen gegenüber auch besonders vorsichtig sind, da der ge- angaben, auch diesmal für die Wittwe Studt sogenannten Kohlen 5 Jahre vielleicht die Bollmacht ertheilt würde, die jetzigen reiste Gemüthszustand der Kranken und ihrer Angehörigen diefe grus mitgebracht, zu dessen Unterbringung sie sich die Schlüffe schlechten Verhältnisse zu verbessern. Denn nur die Auf leicht zu Uebertreibungen anregt, so sind doch andererseits in zum Studt'schen Keller geben ließen. Es stellte sich bald heraus, rechterhaltung der verrotteten Zustände ebnet diesen Schreiben so bestimmte thatsächliche Mittheilungen ent- daß die Leute nicht Kohlengrus, sondern Kohlen, und zwa den Boden für die Sozialdemokratie. abgelehnt war. Nach einigen Bemerkungen des Abg. v. Heydebrand entziehen zu können glauben, als jene Mittheilungen mehrfach Badung entnommen und in dem Studi'schen Keller untergebracht schließt die Debatte. Die Vorschläge der Kommission werden uns übereinstimmen mit Klagen, die früher bereits auch von ärztlicher hatten. Der Moltte'sche Diener hatte dies in Erfahrung gebracht, verändert angenommen, nachdem der Antrag Rickert auf Wieder- Seite als begründet anerkannt und theilweise selbst erhoben den Gastwirth Studt darüber zur Rede gestellt und seinem Herrn Herstellung der Regierungs- Vorlage gegen die Stimmen der Frei- worden sind. finnigen und der nationalliberalen Abgg. Sombart und Heineke Da liegt uns zunächst der Brief einer in Rigdorf wohnenden Frau P. vor, dessen Inhalt wir ja allerdings seiner Hauptsache sich diesen Vorfall so zu Herzen, daß er aus dem Leben zu scheiden Der sehr ehrgeizige, dabei auch krankhaft erregte Studt nahm Nach einem Antrage des Abg. v. Strombect soll als nach als den Schmerzensschrei einer unglücklichen Mutter betrachten, beschloß. Vorgestern bereits scheint er sich mit Selbstmordgedanken § 2a eingefügt werden:„ Das Vermögen der vereinigten Land- der aber doch auch für die in den Krankenhäusern herrschenden getragen zu haben; er verließ Nachmittags verstört sein Ge gemeinden geht auf die neugebildete Landgemeinde über." Zustände bezeichnend ist. Frau P. schreibt uns: schäftslokal und irrte planlos im Thiergarten umher. Gegen Minister Herr furth und die Abgg. Rickert und Wer sein Kind lieb hat, der bringe es nicht nach dem Abend kehrte er indeß unverrichteter Sache zurück; er schien einen Krause halten den Antrag für überflüssig. Abg. v. Heydestädtischen Krankenhause am Urban, denn dort bekömmt er es anderen Plan gefaßt zu haben, über welchen er sich auch bald brand empfieht denselben. Derselbe wird darauf und zwar als nicht eher wieder zu sehen, bis es im Sarge liegt. Am 22. März rückhaltslos zu seinen Angehörigen aussprach. Er und die e Das d fofo einen 3 Rin bracht als fid g des erdigt Man r Rind in wat vo dal te fid 3 παι en und m die großer Bnnte ich ar maudh Kinde Der in würde lichen antheit Kind mand: anten foll Scho cht ge Bt e t Bett anten Nad Dece ver effer mu canten t ben e gut n bal fold Thaft ervor nod uf di ne i nere in de bitten rnun trägt Bhall eiter? urden chdem t be eid 1h Tod was ahre ampf ufern ze bir änge tha ftiges en g 11 ttbd Du Stu ochte 3 be ourde Daufe ent er in Futter ir bie erholt and fich higen n der Teiner Tos Bider e und diese Dere e alte t lag abzus utter ufend that lipohl Teiner Sana chafft von dort ellten wie fie ohlens lüffel raus, zwar mten pracht racht Derrn nahm weiden anten Ges Begen einen bald bie - Sämmtliche brei Angeklagte Seinen, fo äußerte er, tönnten boch die Schande nicht überleben die Dame in Krämpfe gefallen war. Ein leeres Fläschchen in fach fingirt worden feien 2c. 2c. es bestreiten ihre Schuld und behaupten, daß sie ihre Geschäfte ganz und so müßten sie denn gemeinschaftlich aus dem Leben der Hand deutete darauf hin, daß die Unglückliche Gift scheiden. Mutter und Schwester suchten den hochgradig erregten war Salzsäure genommen hatte. Die von den gräßlichsten reell geführt und die Buchungen ganz ehrlich vorgenommen haben. Mann nach Kräften zu beruhigen, was auch insofern Erfolg Schmerzen Gepeinigte wurde zunächst nach der nächsten Polizei- Sie behaupten, daß Strauß, nachdem sie die sofortige zwangs hatte, als dieser Abends um 101/2 Uhr, früher als sonst, wache und von da mittelst Droschte nach dem Krankenhause am weise vollstreckbare Forderung desselben in Höhe von 7140 M. das Geschäft schloß und sich mit den Verwandten zur Friedrichshain gebracht. Der Zustand der Selbstmörderin ist fast anerkannt hatten, und ein Gläubiger Schulz gleichfals pfänden lassen wollte. Strauß habe dann, um denselben abzulösen, 6000 M. Ruhe begab. In der Nacht scheint bei ihm nun der furchtbare hoffnungslos. gezahlt und die übrigen, in dem zweiten Vertrage anerkannten Plan gereift zu sein, Mutter und Schwester und dann sich selbst Folgender Aufruf geht uns mit der Bitte um Veröffent- 4000 m. sollten dazu dienen, um die Affordzahlungen von 20 pet. zu tödten. Gegen 11/4 Uhr nach Mitternacht schlich sich Stubt nach der Küche und kehrte aus derselben bald, mit einem lichung zu:" Parteigenoffen! Am 1. Mai ist es ein Jahr, daß zu leisten. Zu erwähnen ist noch, daß das Geschäft der Angeklagten schweren Schlächterbeil bewaffnet, in das Schlafzimmer zurück. die Genossen von Friedrichshagen mit ihren Berliner Brüdern sich in der Brunnenstraße befunden hat. Die Beweiserhebung Er begann hier die schaurige That mit einem blutigen Attentat zusammen die erhabene Feier der ersten Demonstration für den ist eine so umfangreiche und die Zahl der Zeugen eine so große, auf die Mutter: mit der Schärfe des Beiles hieb er auf den Achtstundentag begingen; die Feier wird jedem Genossen, der daß zur Verhandlung drei Tage angesezt sind. Kopf der Schlafenden unbarmherzig los, dabei beständig rufend: daran Theil nahm, unvergeßlich bleiben. Auch in diesem Jahre und wobei Gestern wurden die ersten Zeugen vernommen. Wie dabei Mutter, bist Du noch nicht todt?" Die von dem Lärm erwachte sehen sich die Friedrichshagener Genossen veranlaßt, in der Vor- zur Sprache kam, wurde unter dem 3. September 1890 gegen Schwester eilte an das Fenster und alarmirte durch ihre gellen- aussetzung, daß viele Berliner Genossen bei ihnen zu Gaste er zur Sprache kam, wurde unter dem 3. September 1890 gegen den Hilferufe bald das ganze Haus. Der neben den Studt'schen scheinen werden, ein der Demonstration würdiges Arrangement may und Nathan B. Haftbefehl erlassen. Von dieser Maßregel Räumen wohnende Hausverwalter, Herr Harlos, verließ eiligst zu treffen. Um nun ungefähr zu wissen, wie viel Berliner Ge- hatten aber die Angeklagten Kenntniß erhalten und wurden flüchtig. Die eingeleitete steckbriefliche Verfolgung hatte Anfangs fein Schlafzimmer, um Hilfe zu bringen. Auf dem Korridor nossen am 3. Mai nach Friedrichshagen kommen werden, ersuchen feinen Erfolg, bis es endlich gelang, ihre Spur in Bayern zu taumelte ihm schon die alte Frau entgegen, welche sich den wir die Gewerkschaften, Vereine 2c., die nach Friedrichshagen zu entdecken. Sie haben dort auf falsche Bässe, die auf die Namen mörderischen Schlägen ihres Sohnes entwunden hatte. Man kommen gedenken, uns möglichst sofort Mittheilung davon Ifidor Lewinstein aus Berlin und Isaak Keller aus Frankfurt a. M. führte die Schwerverletzte nach der H.'schen Wohnung und leistete zu machen, in welcher Stärke sie ungefähr erscheinen werden, Isidor Lewinstein aus Berlin und Jfaat Keller aus Frankfurt a. M. lauteten, mit gefärbtem Haar und Bart mit Tuchwaaren haufirt ihr hier durch Kühlung der Wunden die erste Hilfe. Der darauf damit wir unsere Arrangements darnach treffen, und die De- und sind endlich am 2. Januar d. J. zu Leipzig, wo sie aus dem benachbarten„ Sanatorium" herbeigerufene Assistenzarzt monstration zu einer imposanten gestalten können. Das Pro- mit ihren Frauen zusammengetroffen waren Dr. Jllers stellte am Schädel der alten Frau sechs schwere Wun- gramm wird demnächst bekannt gemacht werden. Zuſchriften ihnen ein bedeutender Posten Hauſirwaaren beschlagnahmt ben, von scharfen Beilhieben herrührend, fest; alle Schläge haben find zu richten an M. Wartmann, Zigarrenhändler, Friedrichs- ist, festgenommen worden. Erst nach längerem Zeugnen hatten diese den Schädelknochen verlegt, an einigen Stellen mußte man sogar hagen, Friedrichstr. 122. Mit sozialdemokratischem Gruß die ist, festgenommen worden. Erst nach längerem Zeugnen hatten sie ihre Identität mit den steckbrieflich Verfolgten zugegeben Knochensplitter entfernen. Außerdem hatte ein Sieb des Mörders Barteigenossen von Friedrichshagen. J. A.: F. Stetefeld. und wurden dann von Leipzig nach Berlin übergeführt.- Der zwei Glieder vom Zeigefinger der linken Hand der Wittwe Studt M. Wartmann. Kaufmann Moses Strauß hat das von ihm erstandene Blumenvöllig abgetrennt, welche Verlegung wohl dadurch entstanden sein Polizeibericht. Auf dem Grundstück Am Schlesischen Güter- thal'sche Geschäft weiter an seinen Neffen Hermann Fränkel für mag, daß die Ueberfallene, während die furchtbaren Schläge auf sie niederfausten, ihre linke Hand schützend auf den Kopf gelegt bahnhof Str. 9 stürzte am 8. d. M. Vormittags ein auf dem 15 255 M., b. h. um 3000 m. billiger verkauft, als er selbst dafür hat. Der Muttermörder lief indeß verstört und mit allen Zeichen dortigen Steinplatz von Steinmeßen ohne baupolizeiliche Er- gegeben hat. Dieser hat die vorhandenen Waarenbestände in einer furchtbaren Angst in den Wohnräumen umher; als die laubniß errichteter Fachwerkschuppen infolge mangelhafter Stüßung leinen Boften losgeschlagen und das Geschäft geschlossen. Nach requirirte Polizei aber in die letzteren eindrang, fand man ihn zusammen, wobei die Arbeiter Müller, Recke, Bierwirth, Haus- den Bekundungen einiger Zeugen genossen die Brüder May und in einer großen Blutlache liegend vor. Stubt hatte sich mit einem mann und Hoffmann verlegt wurden. Müller mußte nach dem Nathan B. einen sehr schlechten kaufmännischen Ruf, welcher Tangen und breiten Schlächtermesser einen tiefen Stich in die Krankenhause am Friedrichshain überführt werden, die übrigen schon aus früheren Unternehmungen her datirte. Man rechnete Rehle beigebracht, welcher die eine Halsarterie durchschnitten wurden nach ihren Wohnungen gebracht. Beim Abbruch eines fie zur fchwarzen Bande", d. h. denjenigen Leuten, hatte. Als man ihn verbinden wollte, kehrte das Bewußtsein Quergebäudes auf dem Grundstück Königstr. 43 fiel zu derselben welche Treu und Glauben im faufmännischen Leben geslissentlich zurück und er begann zu toben und sich den Verband wiederholt Zeit ein Arbeiter aus dem 3. Stock auf den Hof hinab und er- dadurch untergraben, daß sie Waaren auf Kredit einkaufen, aber abzureißen. In der Morgenfrühe transportirte man ihn mittelst litt außer einem Bruch des linken Armes anscheinend innere Ver- nicht bezahlen, sondern möglichst schnell verschleudern und zu des Koppe'schen Krantenwagens nach der Charitee, woselbst er legungen, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte.- Gelde machen. In dieser Beziehung ist besonders bemerkenswerth, hoffnungslos barniederliegt. Frau Studt wurde in dem am Vor dem Hause Niederwallstr. 27 wurde gegen Mittag ein 7jähriger baß sich die Angeklagten noch ganz furz vor der Proklamirung ihrer Hansaplaße belegenen Sanatorium" untergebracht. Ihr Be- Knabe mit einer bedeutenden Verlegung aufgefunden und nach der Bahlungseinstellung von einem Kaufmann Otto Schulze in Rott finden giebt, falls nicht Komplikationen eintreten, Hoffnung auf elterlichen Wohnung gebracht. Nach seiner Angabe ist der Knabe bus für 2796 Mark Waaren kommen ließen, dann ihre Wiederherstellung. Die von Schreck und Angst erkrankte Martha von einer Droschke überfahren worden. Auf dem Grundstück der Wechsel nicht einlösten und auch diese Waaren bei Strauß verSchultheiß'schen Brauerei, Franfectistr. 86, stürzte Nachmittags Pfändeten. Einer der Hauptbelastungszeugen, der Kaufmann Stubt, welche mit einem Sergeanten verlobt ist, hat sich nach ein beim Bau eines Fabritschornsteins beschäftigter Maurer infolge Siegmund Gasper, welcher große Verluste erlitten, behauptete, Schließung des Geschäftes zu Verwandten in Pflege begeben. des Bruchs eines Steigeeifens etwa 12 Meter hoch herab und daß die Geschäftsbücher, wie sie jetzt vorliegen, ganz andere fand, Zwei durchgehende Pferde versetzten vorgestern Nachmittag erlitt eine Verstauchung des Rückgrats, so daß er nach dem als diejenigen, die wirklich geführt worden sind und daß in dem Augenblick, als die Quote von 20 pCt. geboten worden, der Angegen zwei Uhr die Passanten der Charlottenstraße in der Nähe Krankenhause am Friedrichshain überführt werden mußte. des Akademiegebäudes in Aufregung. Die wild gewordenen Abends wurde ein 68 Jahre alter Handschuhmacher in seiner Woh geklagte Wilhelm Bl. neue Bücher angefertigt und darüber oft Pferde, welche einen Wagen der Köpenicker Waschanstalt von nung in der Dresdenerstraße mit geöffneten Pulsadern todt auf- bis spät in die Nacht hinein bei der Arbeit gesessen habe. Die Hanisch zogen, tamen rasenden Laufs von der Dorotheenstraße gefunden. Auf dem Andreasplay wurde zu derselben Zeit ein Thatsache, daß die Bücher übertragen worden waren, wurde von Daher, auf dem nassen Asphalt aber stürzten sie zu Boden und Tischler mit gebrochenem Unterschenkel vorgefunden und nach dem den Angeklagten zugegeben, der britte Angeflagte bestritt aber In der Nacht zum entschieden, daß er dieselben fünftlich zu betrügerischen Zwecken zwar mitten auf dem Damm gegenüber der Einfahrt vor dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Hotel de Rome. Ein Möbelwagen fuhr in diesem Augenblick mit 9. d. m. versuchte der 18 jährige Studt seine Mutter, die ver- angefertigt habe, sondern behauptete, daß die Neuanlage der folcher Heftigkeit gegen das Gefährt der Waschanstalt, daß dasselbe wittwete Schankwirthin Studt, in ihrem gemeinschaftlichen Bücher nothwendig gewesen sei, weil die alten von dem früheren umschlug und gerade auf eines der durchgegangenen Pferde zu Schlafzimmer im Keller des Hauses Händelstr. 15 mittelst eines Buchhalter nicht richtig geführt worden seinen. Nathan Bl. wurde liegen tam. Dem armen Thier war das Streuz gebrochen und es Beils zu erschlagen. Er verletzte dieselbe schwer am Kopfe und darauf aufmerksam gemacht, daß auch die von ihm geführten täglichen mußte daher nach der Abdeckerei geschafft werden. versuchte darauf sich selbst mittelst eines Messers die Kehle zu Kassabücher so blizsauber seien und von einer täglichen Benutzung durchschneiden. Die Mutter wurde nach dem Sanatorium in der Jo wenig verriethen, daß auch hier der Verdacht nahe läge, daß Tod durch Ueberfahren. Ein schwerer Unglücksfall, der Leffingiraße und der Sohn, welcher noch Lebenszeichen von sich sie nachträglich fünstlich angefertigt seien. Der Angeklagte beben Tod eines Kindes herbeiführte, ereignete sich gestern Abend gab, nach der Charitee gebracht. Aufregung darüber, daß die stritt dies aber und versicherte, das liege nur daran, daß er ein 7 Uhr vor dem Hause Acterstr. 132. Daselbst spielten mehrere Mutter sich angeblich an einem Kohlendiebstahl betheiligt habe, fehr reinlicher Mensch sei und immer hübsch ein Löschblatt Kinder, darunter der 6 jährige Knabe Karl Wolter, Sohn des scheint die Veranlassung zur That gewesen zu sein. Um zwischen die Seiten des Buches gelegt habe. Der gerichtliche Schuhmachers Heinrich Wolter, wohnhaft Bernauerstr. 41, das 8. d. M. und in der darauffolgenden Nacht fanden drei kleinere Bücherrevisor Bierstädt hat festgestellt, daß in den vorhandenen Kind lief in einem mit Petroleumfässern beladenen Wagen hinein, Brände statt. wurde zu Boden geworfen und ehe es der Kutscher verhindern fonnte, ging dem Kinde das rechte Vorderrad über Brust und Beine. Mit noch schwachen Lebenszeichen wurde das Kind nach der elterlichen Wohnung gebracht, wo ein herbeigeholter Arzt den bereits eingetretenen Tod konstatirte. Der Kutscher wurde nach der Wache sistirt, doch soll demselben keine Schuld treffen. Gerichts- Beitung. Büchern der Angeklagten bei acht Firmen andere Eintragungen gemacht waren, als sie den thatsächlichen Geschäften mit diesen Firmen entsprachen und in deren Büchern richtig zur Eintragung gelangt waren. Die Angeklagten vertraten den Standpunkt, welcher auch vom Rechtsanwalt Dr. Wolff mehrfach betont wurde, daß sie gar nicht als Bollkaufleute anzusehen seien, sondern als Hausirer, und daß aus ihrem Waarenumsatz etwa 50 000 m. nur als durchlaufender Posten zu streichen " Ein umfangreicher Prozen wegen betrügerischen Ein aufregender Vorfall spiegelte sich, wie hiesige Blätter Bankerotts bezw. Beihilfe bazu und versuchter Verleitung zum sei, da sie diese Waaren nur für Siegm. Casper verberichten, vorgestern Vormittag in der Kolonie Halensee ab. Meineide begann gestern vor dem Schwurgericht am hiesigen fauft haben. Daß sie thatsächlich auch während der Griſtenz Gegen 9 Uhr erschien beim Pförtner des in der Westfälischen Landgericht I. Vor den Schranken desselben standen die drei ihres Geschäfts das Hausirgewerbe betrieben und als solche in Straße neu erbauten Ziemann- Mertensschen Hauses ein etwa Brüder May, Nathan und Wilhelm Blumenthal, von denen der Welt umbergereist sind, wurde von mehreren Zeugen bestätigt. 24 jähriger, gut gekleideter Mann in so seltsamer Berfassung und die beiden ersten Angeklagten beschuldigt werden, als Schuldner, wo die ursprünglichen Bücher verblieben, darüber schwebt ein mit so verstörtem Wesen, daß der Pförtner ihm sofort die Thür welche ihre Zahlungen eingestellt, zur Benachtheiligung ihrer wies. Der Mann hatte Stiefel und Strümpfe ausgezogen und Gläubiger die Handelsbücher absichtlich falsch geführt und Rechts- gewisses Dunkel, doch entfuhr dem Angeklagten Nathan B. gelegenttrug dieselben nebst dem Rock überm Arm. Auf dem Rückwege geschäfte anerkannt zu haben, welche ganz oder theilweise er- lich das Wort, daß er dieselben vernichtet habe. durch den Hausflur wurde der Hinausgewiesene plöglich tobfüchtig, Dichtet waren. Beide sollen ferner eine dritte Person zur Abgabe Gegen den Redakteur der Staatsbürger- Zeitung", drang durch eine Hinterthür in den Laden des Materialwaaren- einer falschen eidesstattlichen Versicherung zu bestimmen versucht Dr. Otto Bachler, wurde gestern vor der zweiten Straftammer händlers Lähn, ergriff ein Messer und bedrohte damit die hinter haben. Der dritte Angeklagte ist angeklagt, weil er als Buch des Landgerichts I eine Anflage wegen Beleidigung durch die bem Ladentische stehende Frau Lähn. Diese flüchtete in die nächste halter die falschen Eintragungen in die Handelsbücher gemacht Bresse verhandelt. Beanstandet war ein Artikel, welcher in der Stube. Nun tobte der Fremde zunächst im Laden herum, zer hat, gegen einen vierten Angeklagten, den Kaufmann Moses Nr. 209 des genannten Blattes vom 7. September v. J. erschienen trümmerte Fensterscheiben und richtete auch sonst allen möglichen Strauß ist das Verfahren ausgesetzt worden, well derfelbe in- war. Es wurde in demselben behauptet, daß in Schöneberg ein Unfug an. Als sich aber zahlreiche Leute vor dem Laden an zwischen erkrankt ist. Den Vorsitz des Gerichtshofes führt Land- Schantlokal bestehe, welches nicht tongeffionirt sei, aber troßdem fammelten und wiene machten, den Wüthenden zu greifen, gerichtsrath Funke, die Anklage vertritt Staatsanwalt Dr. von den dortigen Gendarmen unbehelligt bleibe, obgleich der sprang dieser nach hinten und schloß sich in der Küche ein. Benedig, die Wertheidigung führt Rechtsanwalt Dr. Rich. unfittliche Charakter des Lokals in der Zivilbevölkerung allgemein Hier entkleidete er sich, bearbeitete den Kochherd mit der Wolff. Im Allgemeinen handelt es sich um folgenden That bekannt sei. Die Gäste würden dort von Kellnerinnen( bedient, Feuerzange und schwang das Messer gegen die Außenstehenden, bestand. Der zweite Angeklagte, Nathan Blumenthal, welcher be- die aus Berlin fämen und benen auch in einzelnen Fällen Nachtdie ihn durch das Fenster hindurch beobachteten. Es wurde nun reits zwei Geschäfte unter der Firma Gebr. Blumenthal und quartier gewährt werde. Vor kurzer Zeit sei plötzlich ein grüner aus dem Nachbarhause telephonisch die Hilfe der Wilmersdorfer N. Blumenthal u. So. geführt und sich alsdann als Haufirer Wagen des Berliner Polizeipräsidiums erschienen und habe zur Polizei erbeten, und ein gerade anwesender Bierfahrer fuhr im ernährt hatte, errichtete im Jahre 1888 mit seinem, gleichfalls Nachtzeit fünf solcher Damen" aus dem Lokale fortgeholt. Galopp zum Dorfe um das Eintreffen des Polizisten zu beschleu- als Baufirer thätigen Bruder Max ein Tuch- und Garderoben- Diese Mittheilung soll auf unwahrheit beruhen, der Amtsvornigen. Da verließ plöglich der Wüthende seinen Schlupfwinkel, Geschäft unter der Firma M. u. N. Blumenthal. Die Grund- steher Schmock zu Schöneberg hat Namens der dortigen Genrannte in seinem abamitischen Zustande über den Hof zu dem lage zu dem Geschäft soll von Anfang an höchst unsolide und darmen Strafantrag gestellt und der Staatsanwalt dem Antrage stattgegeben. Der Beschuldigte hat angegeben, daß es sich um welcher er, wild unt sich schlagend, nach dem Hause zurückkehrte. Herr Bierstädt hat entdeckt, das gleich zu Beginn eine Schulden- das Rabe'sche Lotal in Schöneberg handele und nach dieser RichSchließlich muß er wohl vor Erschöpfung zusammengebrochen last von 30 000 m. eingetragen worden ist, welche zum großen tung hin den Beweis der Wahrheit angetreten. Durch die ſein; denn als man endlich in die Küche eindrang, fand man ihn großen Theile nicht bestand. Das Geschäft hat sehr bald einen Beugenvernehmung wurde nur festgestellt, daß Rabe eine Zeit ruhig, mit dem Gesichte nach unten, auf der Diele liegend. Er großen Umfang angenommen, wenigstens haben die Angeklagten lang neben seiner Speise- Wirthschaft auch das Schankgewerbe beließ sich nun ohne Widerstand fesseln, wurde in Decken gehüllt in den acht Monaten, in welchen das Geschäft bestand, für trieben hat, ohne hierzu die Befugniß zu besitzen. Weibliche Bereno sodann nach her zwischen Wilmersdorf und Halensee ge- ca. 100 000 M. Waaren eingekauft. Das Geschäft hat nur bis bienung hat er nicht gehalten und ebensowenig hat jemals eine Legenen Wegenerſchen Irrenanstalt gebracht. Aus den Papieren, zum Sommer 1889 bestanden und brach dann zusammen. Die Berhaftung in seinem Geschäfte stattgefunden. Der Angeschuldigte De man bei dem Unaletlichen sand, geht hervor, daß er ein in Angellagten unterhandelten mit den Gläubigern über einen führte sodann aus, daß die Neberwachung derartiger Zotale, und seinem wohnhafter pufiter, namens Petrich Franz, ist. Bei Attord auf der Basis von 20 pCt. und die Garantie für diesen bas Stonzessionswesen überhaupt, garnicht zu der Geschäftsthätig feinem Serumtoben hatte er sich mit dem Messer selbst vielfach Atford übernahm Moses Strauß. Nach der Auskunft ber vor- feit bes betr. Amtsvorftebers, oder der ihm unterſtellten Amtshandenen Bücher hat der Bücherrevisor beim Zusammenbruch des diener gehöre, es sei dies Sache des Landrathsamts oder des Geschäfts eine Unterbilanz von 47 000 W. festgestellt und die Berliner Polizeipräsidiums und Flußpiraten üben gegenwärtig auf Havel und Spree ihr Forderungen der Kreditoren bezifferten sich auf ca. 85000 M. Nach den hätte den Strafantrag stellen müſſen. llebrigens habe ihm jebe Gewerbe aus. In origer Woche haben Diebe ber Villa eines Behauptungen der Anklage follen sich unter diesen Forderungen beleidigende Absicht ſem gelegen und schließlich habe er im guten Berliners in Pichelsport an der Unterhavet einen nächtlichen Be- viele fingirte Summen befinden, außerdem sollen auch unter den Glauben gehandelt, denn die Notiz stammt von einem Bericht fuch abgestattet. Gie Tanbeten an bem Grundstück, welches am Debitoren manche phantastische Posten sich befinden. Die erstatter, der ihm seit vielen Jahren als zuverlässig bekannt sei & luffe belegen ist, shit, einem Rahn, plünderten die Billa aus und Hauptgläubiger sind dem vorgeschlagenen Attord beigetreten, und von dem er wiſſe, daß demselben häufig amtliche Duellen schafften die Beute in ihren Rahn. Am Morgen hatten die Moses Strauß aber, welcher gleichfalls ein Gläubiger war, soll zu Gebote ständen. Durch die Beugenvernehmung wurde festDiebe die Dreiſtic teit, sich von einem Dampfer der Berliner ihnen, nach Verabredung mit den ersten beiden Angeklagten, einen gestellt, daß auch der Amtsvorsteher und die ihm direkt unterBrahngesellschaft tach Charlottenburg schleppen zu lassen. Ihr bösen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Die Angeklagten tellten Amtsbiener die Kontrolle über die Schankwirthschaften hatten ein ziemlich großes Waarenlager; am 24. Juli 1889 follen sie mit Strauß einen Vertrag abgeschlossen haben, in welDer Staatsanwalt hielt den unbegründeten Vorwurf der ihres Bräutigams versuchte sich ein funges chem sie anerkannten, daß sie an Strauß die Summe von 7140 M. Pflichtverletzung, der in bem fraglichen Artikel gegen die Schönegiften. Das ern Mittag auf dem Nikolai Kirchhofe zu ver- verschuldeten. Nun ließ Strauß am 25. Juli sofort das ganze berger Beamten erhoben werde, für einen so groben, daß er dafür wohnenden Kaufihrige Mädchen, Tochter eines in der Königstadt Waarenlager pfänden, er schloß dann einen neuen Vertrag mit eine Geldstrafe von 300 M. in Antrag brachte, während der Annanns R., war mit einem Buchhalter verlobt den beiden ersten Angeklagten ab, in welchem sie anerkannten, geflagte in längerer Rebe für seine Freisprechung plädirte. Das er bereits 6000 Mart baar gezahlt und noch urtheil lautete auf fünfzig Mark. und auf obenger etwa vier Wochen an Lungenentzündung starb daß Für diese 10 000 Mart einmal Beerdigung des anntem Kirchhof beerdigt wurde. Bald nach der 4000 Mark zu fordern habe. das Waarenlager noch pfänden, schwer trant u jungen Mannes wurde die unglückliche Braut ließ Strauß hüten. Umfoyano mußte bis Anfang dieser Woche Bett und Haus das Lager wurde durch den Gerichtsvollzieher verkauft und verwundet. Verbleib ist unbet Am Grabe, Mädchen vorgest gewesen, der vo geigte, ben annt. auszuüben haben. eine dieser Behörden Versammlungen. Tochter, bei mehr waren die besorgten Eltern erfreut, als ihre Strauß erstand dasselbe für 18 100 m., tompensirte aber den der sich eine von Tag zu Tag wachsende Melancholie Kaufpreis mit seiner Forderung und die Gläubiger bekamen im In einer öffentlichen Versammlung des Vereins Borgestern Bunsch aussprach, einen kleinen Ausgang zu machen. Großen und Ganzen nichts. Einige von ihnen haben geklagt hofes die Vormittag bemerkten Besucher des erwähnten Fried- und fleinere Summen rechtsträftig erstritten, der größte Theil der Freie Volksbühne," welche unter der Leitung des Herrn Hügel, deunge Dame, welche heftig weinte und wiederholt den Gläubiger aber hatte das Nachsehen. Es wird nun behauptet, Doktor Bruno Wille am vergangenen Mittwoch stattfand, wurde ihr Theuerstes barg, füßte. Da aber solche Szenen daß diese ganze Entwickelung der Dinge eine Schiebung" der den Anwesenden der Genuß einer Frizz Reuter- Vorlesung gebaf Friebeöfen öfters porto mara, tutte man nicht jonberlich Angeklagten mar, handelsbücher, widtürlich hergeſtellte boten. Aus Borleſer fungizte ber Regiſſeur des Vereins, Herr barauf, bi s plöglich einer der such as the better gewahrte, daß Debete und Kreditposten enthielten, manche Staffazahlungsart eine Cord Hachmann, Herr Bachmann beherrschte den mecklenburgischen Dialekt vollkommen und verstand es, seine feinsten Schattirungen Lese- und Diskutirklubs. Freitag.„ Karl Marr", Abends bei Grube, Martendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt. durch Mitglieder eingeführt, willkommen. derartig zum Ausdruck zu bringen, daß man den Rezitator leicht( veranstaltet vom Lese- und Diskutirklub„ Wahrheit") fand americht ber Delegirten von der Berliner Streit- Kontrolfommission. 6. Eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Fruchtstr. 36. Tagesordnung: 1. Bericht ber Delegirten von 1. beuti Tertilarbeiter- Kongreß. 2. Distuffton. 3. Wie stellen wir uns zum 1. für einen geborenen Mecklenburger halten konnte. Erklärlicher 7. April bei Krüger, Frankfurterstr. 99, unter dem Vorsitz des schiedenes. Weise befand sich unter den Zuhörern ein Theil, welcher infolge Genossen Lazarus statt. Zum ersten Punkt der Tagesordnung gänzlichen Unbekanntseins mit dem plattdeutschen Dialekt nur hielt Herr Siever 3 einen Vortrag über„ Europa zur Zeit der gemeinen Arbeiterinnenvereins Berlins und umgegend am Montag, Achtung! Friedrichsberg und Umgegend! Große Versammlung wenig, vielleicht auch gar nichts von der Vorlesung verstanden; Völkerwanderung". Derselbe wurde von der Versammlung mit 1. Bortrag des Herrn Borladt aus Dresden über„ Die Lage der Geächtete 13. April, Abends 8 Uhr, bei Spitzig, Frankfurter Allee 174. Tagesordnung doch auch diese hörten aufmerksam zu, gefeffelt durch das aus großem Beifall aufgenommen. An der darauf folgenden Dis 2. Distusfion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4." Wahl des Filtalen drucksvolle Geberdenspiel und das biegsame Organ des Künstlers fussion betheiligten sich die Herren Died und Lazarus, standes. 5. Berſchiedenes. Herren als Gäſte ſind eingeladen. Zur Dedu und durch den Reiz der fremdklingenden Sprache. welche sich ebenfalls im Sinne des Vortragenden aussprachen, der Unkosten Tellersammlung. Um zahlreichen Besuch wird ersucht. Zunächst trug der Rezitator die Dichtung Rein Husung" und ausführten, daß nur durch den Sozialismus einzig und allein klaffen, Verwaltungsstelle Berlin 1, Sonnabend, den 11. b. M., Abends 8 Kranken- und Begräbniß- Kaffe des Vereins sämmtlicher Berufs ( Haus) vor. Selbstverständlich war es nicht möglich, die ganze, Abhilfe der heutigen traurigen wirthschaftlichen Verhältnisse ge- Brunnenstr. 78, bet Wollschläger. Anträge, Geſchäftliches, Mittheilungen ungekürzte Dichtung vorzulesen, da hierzu mindestens ein Zeit schaffen werden kann. Hierauf schloß der Vorsitzende die ziemlich den 12. April, Vormittags 10% Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobster Schrauben- und Façondreher! General- Versammlung am Sonnt raum von 3-4 Stunden erforderlich gewesen wäre; vielmehr gab gut sowohl von Männern als Frauen besuchte Versammlung Tagesordnung: 1. Vierteljahres- Kaffenbericht; 2. Bortrag über Arbei Sex, Sadmann nur einen aus den hervorragendſten und inhalt- mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. Organtfation und Unternehmer- Berbände", Referent Otto Klein; 3. Distuffas 4. Berschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, thre Quittungsbücher die Wahl der Stellen so glücklich getroffen war, daß sich die Im Tischlerverein( Konzerthaus Sanssouci) hielt am Ordnung und zur Versammlung mitzubringen. Uebergänge und der Zusammenhang von selber ergaben und so 4. April Herr L. Henning, Lehrer an der Arbeiter- Bildungs- fammlung am Sonntag, den 12. b. Mis., Bormittags 11 Uhr, in Scheffers Freie Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins. Mitglieber Be nicht die geringste Störung eintrat. schule, einen intereffanten Vortrag über:„ Ein Blick in Natur Salon, Inselstr. 10. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Hübsch. Thes Nachdem der Herr Vorleser diesen Theil unter eifrigem Bei- und Menschenleben." Es wurde beschlossen, am Sonntag den 3. Erfagwahl der Berbreiter unseres Fach- Organs Der Arbetter"; 4. Stellung wird in der Versammlung bekannt gemacht; 2. Abrechnung vom 1. Quartal fall seiner Zuhörer beendet hatte, theilte der Vorsitzende mit, daß 10. Mai eine Herren- Fußparthie zu unternehmen und als Ausnahme zur General- Gewerkschafts- Kommission; 6. Verschiedenes und Fra wahrscheinlich in nächster Zeit eine nach der durch Jahnke gangspunkt derselben die Bahnstation Grünau bestimmt. Der fafien. Säfte, die durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt. bearbeiteten Dramatisirung in Szene gesetzte Aufführung Vorsitzende macht bekannt, daß die Theilnehmer am Besuch der Bersammlung wird pünktlich eröffnet, auch wird um zahlreiches Grich einen erfut ,, Kein Hufung" für die Mitglieder des Vereins Urania" am 19. April präzise 9 Uhr sich daselbst einzufinden Süden", Abend Freie Voltsbühne" stattfinden werde. Im Uebrigen finde haben; weiter weist er auf die am 18. April in Roll's Salon, 8% uhr bet Schwarzkopf, Staligerstr. 11. Gäste, Damen und Herr kommenden Sonntag für die Mitglieder der ersten Abtheilung Adalbertstr. 21, stattfindende Generalversammlung der Kranken( rothe Karten) und übernächsten Sonntag für die Mitglieder der kasse( E. H. 89) hin und ersucht um baldige Meldung eines stunde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Gefangverein„ Collegi Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend Abends 9 Uhr, uebung britten Abtheilung( graue Karten) die Vorstellung des Schau- etwaigen Wohnungswechsels der Mitglieder an den Kassirer. Restaurant Reichenbergerstr. 16.- Gefangverein des Fach vereins be spiels von Ludwig Fulda„ Das verlorene Paradies" statt. Pußer Berlins und umgegend"" Gemütlichkeit", Genbe straße 30 bet Preußer. Im weiteren Verlauf des„ Reuter- Abends" las Herr Hach- Schneiderinnen- Verbandes hielt Kollege Timm einen Vortrag mi e be", bet Tempel, Breslauerftr. 27.- Arbeiter- Gefangverein urd Mitgliederversammlung des Schneider- und Jatobftr. 75 bei Feuerstein. Buchbinder- männerchor" Berlin, Männer- Gefangverein der Berlin mann einige Gedichte des mecklenburgischen Dichters vor, deren über Gewerbegerichte, der mit großem Beifall aufgenommen Brunnen bailer' Inhalt einen vorwiegend humoristischen Charakter trug und die wurde. In der Diskussion sprachen sich die Kollegen Schulz und Gefangverein, orbeertrans", Restaura Zuhörer oft zum Lachen reizte. Es waren die Gedichte: Jochen Reuse im Sinne des Referenten aus. Weinstr. 11. aiser'scher Männerchor", Schönhauser Allee 28 Nürnberg. Gesangverein, ieder hall", Wrangelftr. 141 bet Schmidt. Päsel, wat biste förn Esel; Täuw, di will ick betalen; Du drögst las Kollege Wilk die Abrechnung für das 1. Quartal. Sie ergab Gefangverein„ Esmeralda", stoppenstraße 35 bei Keller, Abends& Fru Unter Verschiedenem ver- Arbeiter Gesangverein Hoffnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlfir. de Panne weg; Wat all in sone Stadtreknung steit u. s. w. Schulze. Summer'scher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Rüth. Auch nach der Vorlesung dieser Gedichte wurde Herrn Hach- 79 Pf., bleibt ein Ueberschuß von 98 M. 32 Pf. Am Schlusse Reichenbergerſtraße 83. eine Einnahme von 561 M. 11 Pf., eine Ausgabe von 462 M. Wilhelm Seeger'sche Siebertafel", Abends 9 Uhr bei Trud mann reicher Beifall zu Theil, und die Versammelten entfernten des Quartals betrug die Mitgliederzahl 496, also 76 mehr wie Solsbor Gesangverein, Zonblüthe", Görligerstr. 68 sich mit dem Bewußtsein, einen wirklich genußreichen Abend ver- im vorigen Quartal. Sodann wurde eine Ergänzungswahl der Keller, Bergftr. 68. Karthanscher" Gesangverein, Große Frankfurterstr. 99 Krüger, Frankfurter Bierhallen. Gefangverein, Jugendfreuden" lebt zu haben. Kommission in der Kostümbranche vorgenommen, sie ergab die Gesang-, Turn- und gesellige Vereine.„ Männnerchor walbe Wahl der Kollegen Koch und Arndt. rauschen", Martgrafenftr. 87 bei Weigt. Männer- Gesang- Verein Unto Abends 9 Uhr, in der Berliner Bock- Braueret. Ferner theilte Kollege de Barry der Versammlung mit, daß Glode" 9-11, uebungsstunde. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Mufitoilettanten- Ber er dem Posamentier Säuberlich Billets zu dem bevorstehenden Vergnügungsverein GIüd auf", Abends 8% Uhr, Sigung bei Mo Vergnügen angeboten habe, worauf ihm dieser erwiderte:" Was Fichteftr. 29. Nach der Gizung Tanz. Gäſte willkommen. Bergnügu verein Beilchen", Sigung mit Damen von 9 Uhr ab, Admiralstr. 3 brauchen die Schneider überhaupt ein Vergnügen abzuhalten?" Lülow. Gäste willkommen. Geselliger Verein Immerg nächsten Montag das Vergnügen bei Joel und am 1. Mai eine Schüler der 38. Gemeinde Schule, Sibung, bend Zum Schlusse macht der Vorsitzende noch bekannt, daß am Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinice, Dranienftr. 36. Verein e Bersammlung in Orschel's Salon stattfindet. Grand Restaurant Kornblume"( Inh. Otto Noll), Andreasstr, 3. Bersammlung in Orschel's Salon stattfindet. willkommen. Rauchtlub„ Ohne 3wang", Abends 8% Uhr, bei. Sp Weinstraße 28.Achtung, Lederarbeiter! Da die zum 6. d. Mts. einberufene Vereins- Karl Ullrich, Wrangelstr. 84. Gäste durch Mitglieder eingeführt wiltomm Stattlub" Tournee", Abends 8% Uhr, beim Gen Bersammlung wegen angeblich zu später polizeilicher Anmeldung nicht hat stattfinden können, so diene den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß die Vereinslotal, Annenstr. 16, bet teßner,( als übitche Vierteljahrs- Generalnächste Versammlung am Sonntag, den 19. April, Vormittags 10 Uhr, im versammlung) stattfindet, und hat sich Herr Lehrer Sievers erboten, dasselbe Bersammlung findet am 13. April im Vereinlotal statt. Das religiöse Vorurtheil", zu halten. Die VertrauensmännerFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 12. April, Vormittags 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38, Vortrag des Herrn H. Stewers: Die Grundlagen der ( G. 3. 29, Hamburg. Den Mitgliedern der 3. Wahlabtheilung zur Kenntnis; hielt wegen Bergehens gegen§ 130 des Reichs- Strafgesetzbuch der Metallarbeiter. Karlsruhe, 9. April. Der sozialistische Redakteur Geck daß das Wahlresultat am Sonntag, den 12. April, Vormittags 10% Uhr, begangen durch Aufnahme des Artikels Fliegen und Spinner Andreasfir. 26, bet Bolzmann, bekannt gemacht wird. Weber und Weberinnen Berlins und Umgegend! Große Ver- im Volksfreund" 21/2 Monaten Gefängniß. Das erste, durch da fammlung am Sonntag, den 12. April, Bormittags 10 ühr, im Freischüs," Reichsgericht aufgehobene Urtheil hatte auf 9 Monate gelaut genommen: " Eine öffentliche Volksversammlung tagte am Sonntag, den 5. April, im Saale der Volksbrauerei, Alt- Moabit. Den Vortrag hielt Herr Sievers über:„ Die Kulturfeindlichkeit Der Lehre Jesu." Nachdem ein Herr Konrad als Gegner in der Diskussion gesprochen hatte, sprachen noch die Genossen Seidenberg, Heitmann und Frau Löpki im Sinne des Referenten. Nach einem Schlußwort wurde folgende Resolution einstimmig an Die heutige öffentliche Volksversammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden und sieht ein, daß, wenn die Lehre Jesu durchgeführt werden soll, sämmtliche Kultur dadurch vernichtet würde. Sie verspricht mit aller Kraft für die Lehre der Sozialdemokratie zu arbeiten, weil nur durch dieselbe die Kultur gefördert werden tann." Im Verschiedenen" sprachen die Herren Heitmann, Rohn und Pleste. Mit einem Hoch auf die internationale völferbefreiende Sozialdemokratie schloß der Vorsitzende die Verfammlung. Die Versammelten fangen beim Verlassen der unteren Räume die Arbeiter- Marseillaise, was der überwachende Beamte sich in ziemlich energischer Weise verbat und sofort sechs Beamte aus dem oberen Saale, in dem das vergnügte Beisammensein stattfand, antreten ließ. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Benthstraße 3. Referat, monistischen Erziehung. und Sterbekane Im Druck befindet sich und erscheint demnächst in unserem Berlage: Gesetz, betreffend die Gewerbe- Gerichte. Mit Erläuterungen, gemeinverständlicher Darlegung des Inhalts des Gesetzes und ausführlichem Sachregister. Cartonuirt mit Leinwandrücken Preis 50 Pfennig. ( In Parthien billiger.) Mit der Veranstaltung dieser Ausgabe des die Arbeiterwelt in ganz besonderem Maße interessirenden Gesetzes, das am 1. April d. J. in Kraft getreten ist, hoffen wir derselben einen Dienst zu erweisen. Bei der Wichtigkeit, die die Gewerbegerichte bei Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber besitzen, glauben wir die Anschaffung des Buches jedem Parteigenossen empfehlen zu müssen. Format, Druck und sonstige Ausstattung lassen nichts zu wünschen übrig, sie sind dem praktischen Gebrauch angepaẞt. In Vorbereitung befindet sich für unseren Verlag und erscheint demnächst: Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich. Mit den Ausführungsbestimmungen, Erläuterungen und aus. führlichem Sachregister, unter Berücksichtigung aller seit der Emanation stattgefundenen Abänderungen derselben bearbeitet. Der Preis wird Mk. 1,- nicht übersteigen. Wir bitten die Parteigenossen, dem Unternehmen schon jetzt das lebendigste Interesse entgegenbringen zu wollen. Die Aus= gabe erfolgt schnellstens nach der 3. Lesung der den sog. Arbeiterschuk" betreffenden Abänderungen. = Echte Echte Rathenower Brillen und Pince- nez nur mit prima Kristall- Gläsern von 1,50 Mark an. Rudolf Reinhardt, Linden Straße Nr. 94, neben der Markthalle. Her Sonntags geschlossen. Mein Schuh- und Stiefel- Lager für serren, Damen und Kinder bringe hiermit in empfehlende Erinnerung. 399 L Albert Auerbach, Rottbuser Damm Nr. 7, nahe der Kottbuser Brücke. Bringe den Genossen hierdurch meine| Rieseneisbeine Rind- und Schweineschlächterei, mit Sauerkohl, Bortion 40 Big.. bei Pfg., gemüthlichem Stat oder Schafstopf= Depeschen. " ( Depeschen des Bureau Herold.) Ziegelei- Arbeiter- Verein für Unserm Genoffen Georg Ladde faches Hoch. Gute Nacht!!! Schieb Azu seinem heutigen Geburtsage ein dr Mittenwalde und Umgegend. wir denn am Sonntag im Sonntag, den 12. April, Nachmitt. 312 Uhr, im Vereinslokal: 362/3 Große Versammlung. Tagesordnung: Die wirthschaftliche Lage der Arbeiter und die Nothwendigkeit gewerkschaftlicher Organisation. Referent Th. Glocke- Berlin. Jedermann hat Zutritt. Brauer- Verein der Provinz Brandenburg. Freitag, 10. April, Abends 8 Uhr: im Neuen Klubhaus, Kommandanten- Straße Nr. 72: Monats- Versammlung. Aeußerst wichtige Tagesordnung. 134 b Der Vorstand. Allgemeiner Deutscher Sattlerverein. ( Mitgliedschaft Berlin.) Sonnabend, 11. April, Abends 81/2 Uhr: Geschlossene Mitglieder- Versammlung bei Reyer, Alte Jakobstraße 83. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Bericht der Delegirten. 3. Wahl des ZentralVorstandes, des Ausschusses und der Revisoren. 4. Verschiedenes. 264/5 Der Vorstand. Fachverein der Rohrleger- Gehilfen Berlins und Umgegend. Sonntag, 12. April, Vorm. 10 Uhr: Außerord. Versammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: Der Einberufer. Möbel- Ausverkauf. Waldtat einen Stamm mit Klabauz? C. H. 0. Unserm Kollegen Georg Ladde zum heutigen Wiegenfeste ein brei donnerndes Hoch! wir denn heuteran Ja Aner mit Knautschte? De tentutscher, welch Der Droschere mittag 11/2 Uh Montag, Voyo Markt einen Her Werder'schen wuhr, dessen Pferd eine Dame f teichstagsgebäudes Durch Subhastation des Hauses ist mein mehrjähriger Kontrakt gelöst, und Neubau des Safer gebeten, feine zu räumen. Ich offerire daher Wohnungs- Sendelstr. 31( einrichtungen in folider, moderner Ausführung beispiellos billig. Einzelne Garnituren in Plüsch u. Seide, Paneelsophas, Divans, Buffets, Vertifows, Kleider- und Bücherspinden, Schreibtische, Spiegel, Tische zc. zu äußerst herabgesetzten Preisen. Brautleuten besonders empfohlen. G. 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Daß der neu begründeten Genossenschaft anfänglich große fonds zu überweisen, ein Antrag, welcher einstimmig angenommen wird. Es hat sich herausgestellt, daß die Arbeiten des Ver- Schwierigkeiten bereitet würden, war vorauszusehen; wir werden trauensmannes sich derartig vermehrt haben, daß eine Person uns durch dieselben in keiner Weise beirren lassen. Alle bis jetzt sie nicht mehr bewältigen kann; durch die leidige Eristen; frage gegründeten Produktiv Genossenschaften haben damit zu rechnen Aus dem 19. hannoverschen Wahlkreis. Wohl selten wird der Genosse Woldersky vielleicht auch genöthigt sein, Köln gehabt und haben sich trotz alledem mit der Zeit das Vertrauen erregte eine Wahl so großes Interesse, wie die Nachwahl im zu verlassen. Man mußte deshalb heute bereits einen zweiten des Publikums und der mit ihnen in Geschäftsverbindung stehenden ertrauensmann wählen, den man in der Person des Genossen Kaufleute erworben. Wir haben unseren Genossen und der All19. hannoverschen Wahlkreis. Unsere Genossen sind tüchtig bei Moritz sand, außerdem für den ausscheidenden Genossen Richter gemeinheit gegenüber eine zu große Verantwortung und würden der Arbeit und finden auch vielfach sehr guten Boden. Unser ein neues Mitglied der Preß- und Lokalkommission. Für letteren selbst für den Fall, daß uns der größtmögliche Kredit eingeräumt Kandidat Schmalfeldt hat in den ländlichen Bezirken sehr Posten wurden Reuther und Hofrichter gewählt. würde, von demselben doch immer nur in so weit Gebrauch erfolgreiche Versammlungen, besonders auch gegen den Bismarckmachen, als es sich mit einer ruhigen und sicheren Entwickelung Agitator Dr. Jerufalem, abgehalten. Nachdem am Ostersonntage Freiburg i. B., 6. April." Vor den Schranken des Schwur des Geschäfts vereinbaren läßt. In diesem allmäligen Fort in Lehe Reichstags- Abgeordneter Bruhns gemeinsam mit unferem Genossen Schmalfeldt eine außerordentlich zahlreich gerichts stand heute der frühere Redakteur ber nunmehr einge schreiten sehen wir die sicherste Bürgschaft für die Zukunft unseres besuchte Wahlversammlung abgehalten, sprach am Oster- gangenen sozialdemokratischen„ Oberrheinischen Boltsztg.", Otto Unternehmens. Bielowski( gegenwärtig Redakteur des Volksfreund" in Offen- Um Veröffentlichung des Vorstehenden ersuchend, zeichnet montag auf einem sozialdemokratischen im Kolosseum statt- burg). Er war beschuldigt, in einem Artikel der Nr. 23 ge Hochachtungsvoll findenden Familienfest des Wahlvereins zu Bremerhaven nannter Zeitung vom 5. Februar d. J. die katholische Kirche be- Der Vorstand der Tabatarbeiter Genossenschaft( E. G. m. b. H.). Genosse Peus aus Berlin über Die freie Liebe". Aus einer kgl. bayerischen ,, Muster"-Werkstätte. In Da er nun einmal da war, so wurde er gleich für die folgende schimpft zu haben(§ 166 R.-St.-G.-B.). Der katholische Pfarrer Woche für die Wahlagitation in Kontribution gefeßt. Es fanden am 2. Februar seine Pfarrkinder in einem Vortrage, zu dem sich den kgl. Eisenbahnwerkstätten zu Nürnberg ist folgende Bekanntgutbesuchte Versammlungen statt in Wuhlsdorf und in Schiff; mit dem Angeklagten viele Sozialdemokraten eingefunden hatten, machung angeschlagen worden: dorf, lettere auf der Diele eines Bauernhauses. In Stotel dorf, lettere auf der Diele eines Bauernhauses. In Stotel über die Stellung der Sozialdemokratie zur Religion aufgeklärt. wurde eine Versammlung, welche auch auf solcher Diele statt finden sollte, durch Vormundschaftsrechte eines Bäckermeisters vereitelt. Aber die Stoteler mochten sich doch nicht bevormunden Tassen und schrieben sogleich am folgenden Tage, daß eine andere Diele sich gefunden habe, auf der dann Genosse Pens am Sonn tag vor sehr zahlreich besuchter Versammlung den Beweis brachte, daß die Sozialdemokraten keine reißenden wilden Thiere, sondern ganz vernünftige Menschen seien. Ein junger Schmied, der durch seinen aussprach. Schwiegervater, einen Lehrer, in die Geheimnisse der Richter'schen Frrlehren eingeweiht zu sein schien, meinte, im sozialdemokratischen Dr. Gutmann von dem benachbarten Dorfe Merzhausen hatte * Nürnberg, den 28. März 1891. Bekanntmachung. Betreffend: Arbeiterversammlung. N Eine Diskussion wurde nach dem Vortrag nicht gestattet, darum unternahm der Angeklagte die Widerlegung des Redners in seiner " Oberrhein. Volts- 3tg." Er that dies in zwei Artikeln. Veranlassung zur öffentlichen Klage gab ein Passus, in dem eine Nach einer zu Händen des unterzeichneten Ober- BahnamtsBeschimpfung der katholischen Kirche gefunden wurde. Die Ge- Borstandes gelangten Bekanntmachang und Einladung unter schworenen bejahten die Schuldfrage, worauf der Gerichtshof zeichnet von Kaspar Schrödel ist auf Montag, den 17. Mai eine Strafe von einem Monat Gefängniß gegen Bielowski J., Nachmittag 2 Uhr, eine Versammlung von Vertretern der Arbeiter sämmtlicher Staatsbahn Werkstätten nach Nördlingen einberufen, um über Lohnerhöhungsfragen und verschiedenes Alzey, 7. April. Dem befehrten 48er Herrn Ludwig Bam- Andere zu berathen. Bei der wohlwollenden Fürsorge, welche Zukunftsstaate werde er das bischen Freiheit, das er jetzt Abends spät berger, der schon in den 70er Jahren vor dem Erstarken der die hohe Generaldirektion dem gesammten Personal der Staatsfinde, wenn er den ganzen Tag sich gequält habe, auch noch ver- Demokratie, die damals freilich unter ultramontaner Flagge eisenbahnen, inkl. der Arbeiter der Werkstätten stets angedeihen lieren. Er wolle kein Zuchthaus. So verwirren die Richter'schen segelte, aus dem Mainzer Wahlkreis weichen mußte, wird es auf läßt, muß eine derartige Agitation unter dem Werkstättepersonal Irrlehren selbst den Kopf eines sich mühsam quälenden Dorf schmiedes. Sogar feine Dorfgenossen fanden für seine Weisheit feine alten Tage nicht erspart bleiben, nach einem Unterschlupf als unzulässig bezeichnet werden und wird es sich empfehlen, die schmiedes. Sogar seine Dorfgenossen fanden für seine Weisheit sich umzusehen. Die sozialdemokratische Partei, die bei den vor- Arbeiter der Werkstätten auf das Ungehörige ihres Vorhabens nur spöttisches Lachen. Endlich sprach Genosse Peus noch in einer startbesuchten Wählerversammlung in der Markthalle zu jährigen Wahlen zum ersten Male eine ernste Kandidatur auf- aufmerksam zu machen und dieselben in ihrem eignen Geestemünde. Auch hier trat ihm ein von den Irrlehren Richter's stellte und es auf 1000 Stimmen brachte, macht wenigstens in Interesse vor der Theilnahme an solchen Versammlungen warnen; da ihnen jederzeit freisteht, imprägnirter Freifinniger allen Theilen des Wahlkreises namhafte Fortschritte. Beweis wohlmeinend entgegen, der aber außerdem die hohe hoch patriotisch sich ausließ, lieferte wieder eine am Sonntag hierselbst von Dr. Rüdt abge- auf dem vorgeschriebenen Dienstwege Bitten an indem er es der Sozial haltene Versammlung. Die Vorführungen des Redners der über Generaldirektion gelangen zu lassen, welche noch niemals billigen demokratie als ein unerhörtes Verbrechen anrechnete, daß fie nicht gewillt sei, das Vaterland gegen die moderne Industrie und ihren Einfluß auf die Entwickelung Anforderungen des Personals die wohlwollendste Würdigung verdie Feinde ber menschlichen Gesellschaft" sprach, fanden den uneingeschränkten fagt hat. Herr Adressat werden Veranlassung nehmen, dies zur durch jährlich sich mehrende Soldaten, Gewehre und Kanonen zu Beifall auch der zahlreich anwesenden Nichtsozialisten. Die Kenntniß der Arbeiter der Betriebswerkstätte zu bringen. schüben. Es schien, als könnte er sich fein erhebenderes SchauResolution: An den Vorstand der tgl. Be spiel für patriotische Seelen denken, als das blutbesudelte SchlachtDie heute Sonntag, den 5. April, im Pfälzer Hof" triebs Werkstätte Nürnberg Königl. Oberbahnamts- Direktor feld eines modernen, mit allen Künsten der Technik geführten heiligen Krieges. Selbstverständlich fehlte es nicht an der üblichen tagende Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen Herrn Maschinenenmeister Hauck. des Referenten voll und ganz einverstanden und verspricht, Der Herr fgl. Oberbahnamts Direktor Louis glaubte bamit Versicherung, daß wir Deutschen die friedliebendste Nation der für die Bestrebungen der Sozialdemokratie ganz energisch wohl nur in Uebereinstimmung mit einem von den tgl. bayerischen Welt und nur die Franzosen und die Russen die besonderen einzutreten, da dieselbe die einzige Partei ist, welche der Staatseisenbahnen erlassenen DienstbefehI" zu handeln, Liebhaber des Krieges feien. Der mordspatriotische Anhänger tapitalistischen Ausbeutung des fleinen Mannes" einen der unterm 27. Juni 1890 in der Zentral- Werkstätte zu Nürn des Freissnns fand natürlich die gebührende Abfertigung. Am Sonntag sprach Genosse Peus dann nochmals im Kolosseum zu Damm entgegenseßt, um den Arbeiter, den kleinen Hand- berg bekannt gegeben wurde und also gelautet hat: Bremerhaven über die augenblickliche Hauptfrage der Zeit, die werker und Kleinbauer vor gänzlichem Ruin zu bewahren." ,, Königlich Bayerische Staats- Eisenbahnen. Dienstbefehl. Verkürzung der Arbeitszeit, und wies auch an der Hand dieses Themas nach, wie die Arbeiter eine Vertretung ihrer Interessen einzig und allein von der Sozialdemokratie erwarten dürften und demgemäß also auch bei der Wahl mit geschlossener Einstimmig teit für unsern Kandidaten Schmalfeldt stimmen müßten. Ser abzugeschlüssig gemacht. Als Ziel dieser Vereine ist die Förderung der el and rwaare Bill. Bre Heyn parterre ereinfun ung ffelstr. Pfb. 15 18 " 10 .10u.15 Bfb. 20 .35 u. 45 den gut kobftr rechts. nicht kennt." * ** " " wurde nach der„ Mainz. Bolts- 3tg." mit allen gegen 2 Stimmen angenommen; das hiesige Organ des Herrn Bamberger, der " z. Beob." bestreitet dies und behauptet, es feien gewiß mehr andere Personen dagegen gestimmt hätten. als zwei gewesen, da außer seinem Berichterstatter noch einige" * München, 7. April. In einer Voltsversammlung, die nach Angabe der Münchener Allg. 3tg." von 7000 Personen besucht war, sprachen Grillenberger und Molkenbuhr über die Aufgaben und Ziele der Sozialdemokratie. Arbeiterbewegung. " # Louis." Die Geschäftsordnung des Finanz Ausschusses der Kammer der Abgeordneten, hier: Behandlung der an den Landtag ge langenden Petitionen des Eisenbahn- Personals. A. Nr. 5. Im Vollzuge des Auftrages des königl. Staatsministeriums des fönigl. Haufes und des Aeußeren vom 8. Juni 1890 Nr. 70 741 wird hiermit eröffnet, daß nach Mittheilung des Präfidiums der Kammer der Abgeordneten der Finanzausschuß dieser Kammer in Ergänzung seiner Geschäftsordnung Folgendes beschlossen hat: Petitionen, durch welche die Petenten eine materielle Berbesserung ihrer Lage erstreben, werden nur fachlich ge würdigt, wenn die Betenten sich vorher oder wenigstens gleichzeitig mit der betr. Bitte an die t. Staatsregierung gewendet haben. Petitionen, welche erst in den Einlauf des Landtags gelangen, nachdem im Finanzausschusse der Etat, zu dem fie einschlägig sind, bereits erledigt ist, werden nicht weiter berücksichtigt." Dieser Beschluß ist den Beamten, Bediensteten und den München, den 21. Juni 1890. Generaldirektion der t. b. Staats- Eisenbahnen. gez. Schnorr von Carolsfeld. gez. Maninger." Bum Kampfe gegen die Sozialdemokratie hat sich nun auch der Previnzial- Landwirthschaftsverein zu Bremervörde ge rüftet. Schon vor einiger Zeit hat derselbe eine Kommission gewählt, welche die Mittel zu erwägen hat, wie den Bestrebungen der Sozialdemokratie, die Landbevölkerung für ihre Zwecke au gewinnen, entgegenzutreten fei. Die Kommission ist inzwischen nicht unthätig gewesen, sondern hat sich über ein Statut für Totale Arbeitervereine und die Konstituirung eines Zentralvereins Aussöhnung des Arbeiterstandes mit Staat und Gesellschaft hinSamburg, 7. April. Die Tabakarbeiter- Genossenschaft vergestellt und als Mittel zu diesem Zweck bezeichnet: 1. Die Be- öffentlicht im" Echo" folgende Geklärung:„ Der in der„ Köln. thätigung der Gemeinschaft und gegenseitigen Unterstüßung Beitung" unter dem Titel„ Die Holländer und die Hamburger gegenüber den unberechtigten Anforderungen und Ausschreitungen, Tabatarbeiter- Genossenschaft" veröffentlichte Bericht stammt weder sowie Zusammenhalten bei politischen und kommunalen Wahlen vom holländischen Generalkonsulat, noch vom Vorstande der gegenüber der sozialdemokratischen Partei. 2. Belehrung und Tabatarbeiter- Genossenschaft her. Der Bericht ist von einem sich Erziehung nach und zu den Grundsäßen der chriftlichen Sitten- für die Genossenschaft interessivenden Herrn ausgearbeitet und ständig beschäftigten Arbeitern durch gegenwärtigen Dienstbefehl lehre. 3. Unermüdliche, opferwillige Liebe zum nächsten, welche dem Präsidenten der Handelskammer in Amsterdam schon einige im Wege des Anschlags in den Diensträumen oder durch Umlauf sich zu bethätigen hat im Leben der Einzelnen, in der Gemeinde, Wochen vor Errichtung der Genossenschaft übermittelt worden. bekannt zu geben. Der Vorstand der Genossenschaft war mit dem durch den hollänstaatlichen Einrichtungen und Gefeßen. Der Korrespondent bischen Tabatsmarkt übermittelten Antrag auf Gewährung von von Gremplaren des gegenwärtigen Dienstbefebles werden vom Die zu diesem Zwecke etwa weiter noch erforderliche Anzahl eines nationalliberalen Blattes bemerkt hierzu: Das sind vortreffliche Grundsäge, bie, wenn durchgeführt, geeignet sind, die Kredit einverstanden, lehnt es aber ganz entschieden ab, für die Materialdepot der Generaldirektion auf Bestellung abgegeben bestehenden schroffen Klaffengegensätze zu mildern und einen fried in bem Berichte gezogenen Schlußfolgerungen verantwortlich ge- werden. lichen Verkehr aller Klaffen unseres Voltes wieder herbeizuführen. macht zu werden. Der Verfasser des Berichts steht dem TabaksDie Durchführung wird aber auf große Schwierigkeiten stoßen, geschäft vollständig fern und ist es wohl dadurch erklärlich, daß weil sie mit den bestehenden Verhältnissen und Lebens- derselbe sich ein völlig verkehrtes Bild von der Entwicklung der Gin Fachmann, meinen wir, kann anschauungen völlig brechen muß und eine Selbstlosigkeit des Genossenschaft machte. ben Baffus in dem Bericht Ginzelnen fordert, wie sie die moderne egoistische Gutwickelung fammten Arbeiterpersonals, der Vernichtung der Rohtabaf des Finanzausschusses ber bayerischen Kammer der Abgeordneten den Passus in dem Bericht von Entziehung des ge Die Fränk. Tagesp." bemerkt hierzu: Mit diesem Beschlusse Der Mann kennt seine Leute! märkte in Hamburg und Bremen doch unmöglich ernst fonnte selbstverständlich nur die geschäftsordnungsmäßige e nehmen. Wir brauchen wohl nicht erst zu erklären, daß, wenn handlung der Betition überhaupt gemeint fein. Unmöglich fonnte Frankfurt a. M., 8. April. Die Kommission zur Regelung wir den Bericht verfaßt hätten, derfelbe derartige Zukunfts- und durfte darunter eine Beeinträchtigung des allen Staats, der Maifeier hat in einer gestern Vormittag stattgefundenen Prophezeiungen nicht enthalten, sondern sich nur mit den reellen angehörigen, selbstverständlich inklusive der Arbeiter in den kol. Sigung befchloffen, am 1. Mai, ba von einer allgemeinen Feier Thatfachen an und für sich beschäftigt hätte. Erwähnt sei hier Gisenbahn- Werkstätten, garantirten verfassungsmäßigen Petitions und Arbeitsruhe abgesehen worden ist, vier größere Berfamm- ebenfalls, daß der Verfaffer des Berichtes den Arbeiterkreisen rechts verstanden sein. Bu einer derartigen Intention ist natürlich lungen und zwar des Abends abzuhalten. Dieselben sollen im vollständig fern steht und von Sozialismus und Arbeiterverhält auch der Finanzausschuß fammt der Kammer der Abgeordneten Merianfaale, auf Schwager's Felsenkeller, auf dem Flaß- und nissen keine blaffe Ahnung hat. Dasselbe läßt sich über jene nicht berechtigt, eine solche wäre vielmehr einer direkten VerFund'schen Felsenkeller und in einem Saale in Oberrad statt- Preßstimme sagen, welche unsere Genossenschaft als sozialistisches fassungsverletzung gleich zu achten. finden. Am Sonntag, den 3. Mai, soll dann ein größeres Walb- Institut bezeichnet; die Sozialdemokraten werden sich höflichst fest abgehalten werden, falls das Wetter günstig ist. Ferner dafür bedanken, eine Produktivgesellschaft, welche, um bestehen Eisenbahnbehörden nicht berechtigt sind, Daß aber trotz dieses vorgenannten Dienstbefehls" die eine derartige Ber wurde beschlossen, die Genehmigung eines Buges mit Musik burch zu können, alle Schwankungen der heutigen Produktionsweise warnung zu erlassen, versteht sich um so mehr von selbst, als Die Stadt nachzusuchen. mitmachen muß, als fozialistisch gelten zu lassen. Irrthümlich nach der konstanten Praxis die Nichtbeachtung einer solchen BerKöln, 6. April. Gine große Versammlung der sozialdemo- der hiesigen Tabatarbeiter zu bezeichnen. Die Errichtung der verhältnisses gleich zu achten ist. ist es auch, die Genossenschaft als ein Produkt des Ausschlusses warnung der Dienstentlassung, hier der Kündigung des ArbeitsErwägt man dabei, daß der Einberufer der projektirten Verdem das Bureau durch die Genossen Moriz, Woldersky und der Bigarrenfortirer schon 1½½ Jahre vor Beginn des Aus sammlung, Herr Kaspar Schrödel, ein über allen Zweifel era Hofrichter gebildet war, nahm Genosse Meist das Wort, um in schlusses beschlossen und haben diefelben die Tagesordnung einzuleiten, deren einzelne Punkte lauteten: rend wäh habener loyaler Staatsbürger ist; berselbe, welcher den bayerisch Wie stellen sich die Arbeiter zur Maifeier? Wahl einer Rom trag wöchentlichen Bei nationalen Verein" gegründet hat; dieselbe Persönlichkeit, die für zu einem Genossenschafts- Fonds gesteuert. Der würdig befunden wurde, sowohl von den Ministern als dem mission; Wahl resp. Neuwahl des Vertrauensmannes. Genosse Ausschluß hat selbstrebend Sympathien, bei einem größeren Prinzregenten in Audienzen empfangen zu werden; daß es bei der Meist bezeichnete in kurzer, trefflicher Nebe die Maifeier als die Kreis von Zabalarbeitern für Errichtung einer Genossenschaft er projektirten Versammlung in Nördlingen sich nur um Ausübung des Demonstration, durch welche wir der Welt immer wieder zeigen weckt, weil derselbe seitens der Fabrikanten einzig zu dem Zweck verfaffungsmäßigen Petitionsrechtes und der bis dato durch Reichswollten, daß wir auf die Forderung des achtstündigen Normal- unternommen wurde, den Arbeitern die freie Billensäußerung zu geses, allerdings im bescheidensten Maßstabe, gewährleisteten Arbeitstages nicht verzichteten. Woldersky stellt den Antrag, am nehmen und sie zum Austritt aus ihren Vereinen zu zwingen. Koalitionsfreiheit der Arbeiter handelt; daß es nabe liegt, daß 1. Mai nur eine Boltsversammlung zu veranstalten und den Demgegenüber mußte sie naturgemäß das Bestreben nach größerer die Besprechung von Schritten zur Erreichung befferer Lebensdarauf folgenden Sonntag eine Demonstration, um sich so Selbständigkeit geltend machen. Dieses Bestreben steht in vollem verhältnisse der Arbeiter nicht in den Königl. Werkstätten von dem Fraktionsbeschlusse anzuschließen. Der Antrag wird, Ginklang mit den bestehenden Gesetzen. Das Genossenschaftsgesetz Mund zu Mund wirksam betrieben werden kann; erwägt man nachdem er durch Hofrichter und Fischer empfohlen wor selbst ist Bürge dafür, daß für basselbe auch in anderen Streifen ferner, baß die projektirte Besprechung in öffentlicher Versamm ben, angenommen. so tann jener lung unter den Augen der Polizei stattfindet: Ein vom Genossen Reuther gemachter der Gesellschaft Sympathien vorhanden sind. Borschlag, daß jede Gewerkschaft am 1. Mai eine Ver Wenn nun ferner behauptet wird, daß wir, ohne Rücksicht Erlaß des königl Ober- Bahndirektors nur als ein Attentat auf fammlung abhaite, ruft eine kurze Debatte hervor, da verschiedene auf die Konkurrenzverhältnisse auf dem Tabakmarkt, lediglich um das verfassungsmäßige Petitionsrecht und die Koalitionsfreiheit Genossen der Ansicht waren, daß nicht die nöthige Anzahl totale eleggeren Brebit au erhalten, ausschließlich aus Holland der Arbeiter genannt werden, zur Verfügung ständen. Nunmehr wurden aus jeder Gewerkschaft unseren Tabak zu beziehen die Absicht hatten, so ist dieses ebenso Der Herr Eisenbahn- Minister v. Crailsheim hat nunmehr Kommissionsmitglieder gewählt, welche die Vorarbeiten in An- falsch. Das Gegentheil ist der Fall; die Genossenschaft wird ihre das Wort. griff nehmen sollen. Die Wahl ergiebt vorläufig 26 Personen, Tabate dort einkaufen, wo sie dieselben am vortheilhaftesten und am die sich jedoch noch vervollſtändigen sollen, va verschiedene Ge- billigſten einkaufen kann und sich nicht von vornherein Beschrän= werbe nicht vertreten waren. Woldersky macht sodann den Vor- fungen auferlegen, durch welche die Gristensfähigkeit derselben in schlag, einen Theil des Arbeitsverdienstes am 1. Mai dem Preß- Frage gestellt werden könnte. ge! Granit tbillig 158 ! 2, 12 wher DE 58/1 Blume Glerei 180 DEP 189 olderinne Berftr. 4 L. Bog 497 * dieser Zeit regelmäßig einen Nuffifches. Der Teßten Nummer von Free Russia" Rußland" entnehmen wir Nachstehendes: Frei Die„ Daily News" vom 17. Februar brachte ein Telegramm aus St. Petersburg über den Streit und die Agitation anzugeben, woraus er auf eine betrügerische Absicht des An- 1 unter den Arbeitern der neuen Admiralitäts- geklagten geschlossen habe. Der Staatsanwalt beantragte, dem Docks. Es wurde darin berichtet, daß die Streitigkeiten durch leichtfertigen Denunzianten sämmtliche nicht unbedeutende Rosten, ein unmittelbares hochherziges Einschreiten des Großfürsten einschließlich der durch die Vertheidigung des Angeklagten erAlexis, des Ober- Admirals der Flotte, beigelegt worden seien. Diese Meldung stellte die stete Bereitschaft und Fähigkeit der Antrage. Joachimsthal wurde natürlich freigesprochen. wachsenen, aufzuerlegen und der Gerichtshof erkannte nach diesem russischen Arbeiter, ihre Interessen aufs hartnäckigste zu verthetdigen, ins beste Licht und schien uns daher so wichtig, daß wir von unserm Rorrespondenten eine Bestätigung erbitten zu müssen glaubten. zu Stücklohn angestellt und mehrere äußere Mißstände, Versammlungen. kommission und es wird dem Vertrauensmann Decharge ertheilt. Bum vierten Punkt erfolgt die Abrechnung der Agitations Als Revisor wird Kollege Ederd gewählt. Kollege Greier spricht sein Bedauern aus, daß die Rigdorfer Kollegen einen eigenen Verein gegründet haben. Zum Schluß findet folgende Resolution, die Maifeier be treffend, Annahme gegen eine Stimme: Die heute, am 7. April, in Gratweil's Bierhallen tagende öffentliche Versammlung der Töpfer Berlins und Umgegend be Folgenden Bericht empfingen wir als Antwort: schließt: In Erwägung, daß die Lage der Arbeiter im Vierhundert der bei der neuen Admiralität beschäftigten Allgemeinen eine schlechte und die Masse der Kollegen nicht Versammlungen behufs der Maifeier sind bereits von im Stande ist, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen, erklärt Leute( fie arbeiteten gerade an einem Kanonenboot), befanden mehreren Wahlvereinen und außerdem von vielen Gewerkschaften sich die Versammlung mit dem Beschluß der sozialdemokratischen sich in einer ungünſtigeren Lage, als ihre Kameraden. Sie waren beschlossen worden. So erfreulich e3 auch ist, daß alle Arbeiter Reichstagsfraktion einverstanden und empfiehlt den Kollegen welche zu beseitigen nicht in ihrer Gewalt stand( wie fich an der Agitation und Demonstration für den Achtstundentag Folgendes: schlechte Beleuchtung, mangelhafte Arbeitsmittel 2c.), hinderten sie zu betheiligen gesonnen sind, so erscheint doch die massenhafte gestatten, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen und sich dennoch 1. Diejenigen Kollegen, deren wirthschaftliche Verhältnisse es beträchtlich in ihrer Arbeit. Schon immer hatten diese 400 Mann Abhaltung gleichzeitiger Versammlungen verfehlt. Wenn die Ver- an der allgemeinen Feier am 3. Mai zu betheiligen, machen unverhältnißmäßig wenig verdient. Da traf mit einem Male der Leiter der Docks die Anordnung, daß für alle Lampen, sammlungen der Gewerkschaften gut besucht sind und die einen gemeinsamen Ausflug. welche während der Arbeitsstunden zersprängen, die Arbeiter Wahl großer Lokale läßt aus den Wunsch und die Absicht sich leisten zu können resp. deren Arbeitgeber es nicht gestatten, 2. Diejenigen Kollegen, denen es nicht möglich ist, Beides au kommen sollten. Nun endlich riß die Geduld der Leute und schließen, eine starke Theilnehmerzahl herbeizuziehen, so können am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen, verpflichten fich, an der am Montag und Dienstag, den 2. und 3. Februar( neuen die politischen nicht gut besucht sein. Dazu kommt, daß sich ein Feier des 8. Mai theilzunehmen, um so den Arbeitgebern die Tatums) begannen nicht allein die 400 direkt Betroffenen, Referentenmangel für diesen Tag schon jetzt bemerklich macht, Waffe der Maßregelung aus der Hand zu nehmen. gestellten Arbeiter die Arbeit einzustellen. An die 800 Streifende zumal bekanntere Referenten auch vielfach eingeladen sind, aussammelten sich im inneren Hofe, der Rest verließ die Docks. wärts zu sprechen. Am besten wäre es, wenn nur etwa sechs lin, hielt am 1. d. M. eine Versammlung ab. Die Kameraden Der Verband deutscher Zimmerleute, Lokalverband Ber Der Hafenkommandant, Rontre Admiral Werkhovsky, tam in große Versammlungen in den verschiedenen Stadttheilen und je Ortland und Stehr als Delegirte zu der Generalversammlung, den Hof und stieß Drohungen und Schmähungen gegen für einen Wahlkreis stattfänden. Ohne einer endgiltigen Rege- welche am 23., 24. und 25. März in Halle tagte, erstatteten sondern überhaupt alle bei den neuen Admiralitäts- Docks an= die Streifenden aus. Diese erwiderten, anstatt es sich geGerichts- Beitung. Die Töpfer die fallen zu lassen, Schmähung mit Schmähung. Am folgenden lung vorzugreifen, glauben wir wenigstens denjenigen Gewer Reise- Unterstützung von jetzt ab, nicht wie bisher, von den ein Tage kam Verkhovsky wiederum, aber diesmal nicht allein, zur schaften, welche noch freie Hand haben, von dem Beschließen zelnen Lokalverbänden, sondern von der Hauptkasse mit 1 M. be Sicherheit hatte er eine Kompagnie Marinesoldaten mitgebracht. weiterer Spezialfeiern abrathen zu sollen. Indeß auch dies erwies sich als unwirksam und nun kündigte zahlt wird und dazu ist der Mitgliederbeitrag in den Verkhovsky an, daß die 400 Mann, welche den Anlaß zu dem vier Sommermonaten Mai, Juni, Juli und August Ausstand gegeben hatten, sämmtlich aus St. Petersburg verjagt hielten am Dienstag Abend eine gut besuchte öffentliche Versamm: wieder die Streifmarken ausgegeben, welche jedes Mitglied zu um 5 Pfennig zu erhöhen. Ferner werden vom 2. Mai werden würden. Diese Drohung wurde nicht ausgeführt; aber lung ab unter Leitung des Kollegen Mante. Zum ersten Punkt entnehmen verpflichtet ist. Die Zahl der Mitglieder hat sich der Grund ihrer Nichtverwirklichung war nicht, daß Großfürst der Tagesordnung hielt Genosse Reßler einen Vortrag über die durch die ungünstige Ronjunktur von 13 000 auf 10 000 vermin Alexis die Partei der Arbeiter ergriff, sondern daß die Arbeiter Ursachen der Arbeitslosigkeit". Redner verliest zuerst ein Bruch dert und die Zahl der Verbandsstädte von 218 auf 207; doch ist Spezialisten sind, welche die Admiralität nicht aussperren fonnte. ftückchen aus einer Broschüre von Ten Brink in Alfen, sowie die Mitgliederzahl jest wieder im Steigen begriffen. Seitens Bielen von ihnen wurde bereits die Erlaubniß zur Rückkehr an einen Theil aus dem Jahresbericht des Fabrikinspektor Röhrhof des Verbandsausschusses erstattete Kamerad Wolter Bericht über die Arbeit unter besseren Bedingungen ertheilt. ( Baden). In der ersten Broschüre wird von dem der Sozialdemo- die vorgekommenen Beschwerden über den Hauptvorstand und tratie völlig fernstehenden Autor zugegeben, daß es selbst für dergleichen, welche demselben zur Prüfung und Erledigung vor arbeitsfähige und auch arbeitslustige Männer nicht Arbeit genug gelegen haben. In der Diskussion founte sich Seizt nicht damit gebe, während in dem Bericht festgestellt wird, daß die Betriebe einverstanden erklären, daß die Generalversammlung jezt nur von 1887-89 stetig gewachsen, die Geschäftsthätigkeit eine gute, der alle zwei Jahre stattfinden soll. Er meinte, diese Einrichtung Gewinn ein hoher gewesen sei, während die Löhne niedriger ge- wäre nur zur Bequemlichkeit des Hauptvorstandes geschaffen Ein sonderbarer Konkurrenzkampf zweier Zahnärzte hat worden sind! Der Referent führt nun des Weiteren aus, daß worden. Ferner sprachen noch Papst und Schönfisch. An Stelle eine Anflage wegen versuchten Betruges im Gefolge gehabt, Alles was heute von der Regierung zum Schutz der Arbeiter vor- des Kameraden Ortland wurde Zipke zum ersten Vorsitzenden welche gegen den Zahnarzt Edwin Richter gestern in zweiter geschlagen und unternommen werde, sich stets in das Gegentheil, gewählt. In Betreff der 1. Mai- Feier wurde beschlossen, sich den Instanz vor der fünften Straftammer verhandelt wurde. In den Schutz des Kapitalismus verwandle, daß Alles, was geschehe, Beschlüssen der Generalversammlung zu fügen. dem Hause Potsdamerstraße 141 hatte der praktische Zahnarzt fast ausschließlich im Interesse des Kapitals geschehe. Redner Arthur Richter lange Zeit hindurch seine ausgedehnte Praxis geht dann auf die Bauthätigkeit speziell in Berlin ein, beleuchtet Eine öffentliche Müller- Versammlung tagte am 30. März ausgeübt, bis er seine Wohnung aufgab und in das Nachbarhaus, den Bauschwindel, den Besizwechsel und Schwindel beim Wechsel unter Vorsitz des Kollegen Gronau. Sie war sehr gut besucht Potsdamerstraße 140, zog. Das Schild am alten Hause, welches des Besizes und zieht aus alledem den Schluß, daß die Arbeits- und hat für die junge Gewerkschaft eine besondere Bedeutung, feinen Kunden von der Wohnungsänderung Mittheilung machte, losigkeit ihre Urfachen in der heutigen anarchischen Produktions- weil es die erste Versammlung gewesen, in welcher auch Frauen verschwand aber sehr bald auf Veranlassung des Hauswirths, weise habe. zahlreich erschienen waren und sich auch lebhaft an der Ab denn dieser hatte die Wohnung an einen anderen Zahnarzt ver- An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Muze, timmung über die Resolution sowie über die Anträge zur Mai miethet und gar bald prangte an dem von Herrn Arthur Babiel, Hoffmann, Grämer und Andere. Es gelangt nach einem feier und dergleichen betheiligten. Das Referat hielt Herr Richter verlassenen Hause das Schild:„ Edwin Richter, praft. Schlußwort des Referenten folgende Resolution zur einstimmigen Sievers. Derfelbe erledigte seine Aufgabe in trefflicher Weise Zahnarzt". Aus verschiedenen Anzeichen schöpfte nun der nach Annahme: und tam am Schlusse seines Vortrages auf die Arbeiter- Bildungs dem Nebenhause verzogene Herr Arthur Richter den Verdacht, Die heute in Gratweil's Bierhallen tagende öffentliche Ver- schule zu sprechen, wie gerade das arme Proletariat bestrebt if daß ein Theil seiner Kunden irrthümlich in die Praxis feines sammlung der Töpfer von Berlin und Umgegend erklärt sich mit das wahre Wissen sich anzueignen. Redner legte es der Wer Nachbarn und Namensvetters gingen und von diesem gefliffentlich den Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden sammlung ans Herz, der Arbeiter- Bildungsschule beizutreten, in dem Irrthum erhalten würden, daß sie sich bei Arthur Richter und ersteht daraus, daß die heutige Krise im Baugewerbe teine benn nur durch Aufklärung ist es der Arbeiterschaft befänden. Es wurde ihm gemeldet, daß der Konturrent in vorübergehende ist, sondern schließlich mit dem allgemeinen möglich, sich aus der dedrängten Lage zu befreien. Gine einzelnen Fällen, wo den alten Kunden die gänzliche Veränderung Bankerott der heutigen anarchischen Produktionsweise enden muß, entsprechende Resolution gelangte zur einstimmigen Annahme. der Wohnräume doch zu auffallend war, angedeutet habe, daß er und hofft, daß es der fortgefeyten Agitation endlich gelingen In Betreff der Maifeier wurden folgende Anträge einstimmig die Arthur Richter'sche Praris übernommen habe; in anderen werde, die geschilderte Produktionsweise in die sozialistische zu angenommen: 1. Den 1. Mai eine öffentliche Müterversammlung Fällen soll er die Betreffenden zwar aufgeklärt haben, daß Arthur überführen." mit darauf bezügliche Tagesordnung abzuhalten, und am 3. Mai Richter verzogen sei, ihnen aber so unbestimmte Angaben über Bum 3. Punkt der Tagesordnuny giebt Kollege Fetgenhauer zur allgemeinen Feier fich dem Groß der Berliner Arbeiterschaf den einzuschlagenden Weg zu demselben gemacht haben, einen ausführlichen Bericht über die Bauarbeiter- Konferenz, wie er anzuschließen. 2. Verpflichten sich die Anwesenden einen Theil daß sie zumeist an dem Schilde am Nachbarhause achtlos vorbei in Nr. 38 des Vorwärts" enthalten ist und empfiehlt schließ des Tagelohns vom 1. Mai zu Gunsten der allgemeinen Arbeiter gingen. Herr Arthur Richter hat dann den Konkurrenten durch lich, die Versammlung möge sich mit der abgeänderten bewegung zu opfern, und der Generalfommission in Hamburg zu verschiedene Vertrauenspersonen auf die Probe gestellt; dieser Resolution einverstanden erklären. Verschiedene Redner überweisen. Zu Verschiedenem machte der Vorsitzende noch be mertte aber sehr bald die Absicht und vergab sich nichts. So sprechen dafür und einige dagegen. Es kommt schließlich zur kannt, daß der Saal( Krügers Bierhallen, Frankfurterstr. 99) haben denn die meisten Fälle, in welchen ein bestimmter Verdacht Abstimmung in mehrfacher Form und die veränderte Resolution schon zu der am 1. Mai, Abends 8 Uhr, stattfindenden Versamm vorwaltete, nicht zur Erhebung einer Antlage geführt, dagegen wird abgelehnt. Kollege Fetgenhauer legt hierauf sein lung bestellt ist, und daß ein Jeder für den Besuch dieser Ver war dies der Fall bezüglich eines Lieutenants Nebel, welcher Amt als Delegirter nieder. Es muß, da ein Delegirter fammlung rege agitiren möge. gleichfalls irrthümlich zu dem Angeklagten gerathen war. Troz noch nachzuwählen war, die Neuwahl von zwei Delegirten er Mit einem träftigen Hoch auf die internationale, völferbe der belastenden Aussage desselben hielt das Schöffengericht die folgen. Niemand aus der ganzen Versammlung erklärt sich freiende Sozialdemokratie schloß der Vorsitzende die imposant Sache doch nicht für ganz aufgeklärt und erkannte auf Frei- jedoch bereit, das Amt anzunehmen, und die Töpfer Versammlung. sprechung. Der Staatsanwalt legte Berufung ein und so werden daher auf der nächsten Konferenz nur durch einen Detam die Angelegenheit vor die 5. Straffammer. Im legirten vertreten sein. gestrigen Termin bestritt der Angeklagte ganz entschieden, irgendwo den Namen feines Konkurrenten ชิน eigenem Nußen gemißbraucht oder den Kunden desselben falsche Vorspiegelungen gemacht zu haben. Der als Zeuge vernommene Lieutenant Nebel bekundete dagegen auf das Bestimmteste, daß der Angeklagte versucht habe, ihn in der irrthümlichen Auffassung zu erhalten, daß er sich bei Herrn Arthur Nichter bezw. bei Jewand befinde, der die Praxis deffelben übernommen. Staatsanwalt Werner beantragte wegen versuchten Betruges einen Monat Gefängniß, Rechtsanwalt Leonh. Friedmann wollte Dagegen allerhöchstens ein gesellschaftlich nicht zu billigendes Verhalten feines selienten zugeben. Der Gerichtshof stützte sich auf ein Reichsgerichts Erkenntniß, wonach ein Wegschnappen von Kunden unter falschen Angaben einen Betrug darstelle; er hielt die Requisite des versuchten Betruges für vorliegend und ver urtheilte den Angeklagten zu 150 M. Geldbuße event. 15 Tagen Gefängniß. und 3. Ziehung der 2. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 1788 861( 200) 944-64 92003 8 16 269 87 339 50 490 601 77 773( 1500) Ziehung vom 9. April 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 105 Mart sind den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 27 93 268 375 94 731 902 1047 137 273 451 595 757 84 89[ 1500] 832 918 2105 8 230 36 62 317 27 57 530 803( 150) 3103 249( 150) 336 539 45[ 150] 66 724 45 4076 87 110 213 14 426 31 45 97 509 760 94 813 77 905 40 76 5165 382 88 500 7 23 728 82 983 6045 258 1300] 460 64 624 717 37 49 74 802 31 918 7043 216 88 330 48 472 616 45 713 813 32 941 59 8404 94 526 50 680 94 763 804 12 66 9036 90 105 62 383 409 95 550 78 796 954 10067 136 39 488 591 654 75[ 300] 732 993 11075 159 73 77 222 59 332 87 635 71 729 33 37 64 12047 76 92 104 525 608 29 781 995 13014 29 43 94 138 72 240 465 522 24 30 629 72 988 98 14219 45 306 1501 22 549 657 78 717 44 881[ 200] 15036 60 92 385 471 630 70 714 42 814 932 10182 227 393 416 522 640 760 896 913 91 17036 280 368 533 668 725[ 150] 844 939 68 95 18147 377 436 82 518 693 853 19018[ 150] 42 56 122 217 31 64 537 57 96 640 83 833 946 24003 239 362 439 640 888 917 54 66 87 96 21028 328 84 93 428 586 652 919 22058[ 150] 264 520 820 924 23060 267 354 410 594 707 56 24026 99 168 201 65 66 394 412 76 507 666 911 65 79 94 25022 57( 300) 118 45 264 419 76 500 968 0002 10 108 309 33 97 504 684 716 964 68 27070 159 211 81 471 74 97 503 615 58 723 917 68-94( 200) 28003 165 217 1501 40 86 387 484 607 696 772 887 947 29002 67 177 96 201 22 332 434 570 963 85 30038 64 82 173 224 390 468 596 705 53 826 920 31083 118 231 368 498 579 657 713 831 935 32164 220 28 455 94 538 45 59( 150) 657 844 71 935 66 80 33042 105 48 59 92 331 483 578 625 54 34139 283 301 43 89 427 791 836 35103 48 61 226 393 653 813 938 42 55 86034 110 45 55 242( 150) 58 311 36 47 470 542 663 782 804 65 70 969 32019 59 151[ 150] 310 74 416 90 670 720 25 34 51 848 937 81 38137 204 70[ 160] 376 405 22 46 57( 200) 606 10 50 801 983 39376 89 446 854 40014[ 150] 126 240 453 587 653 97 801 24 61 904 7 41001 16 41 43 407 753 810 70 87 915 42072 87 485 692 864 994 43020 424 660 731 804 11 44032 69 114 77 85 239 396 419 537 602 92 877 78 976 45052( 200] 173 233 65 354 405 619 791 872 951 55 46136 214( 150) 86 320[ 150] 504 62 63 616 720 79 91 867 921 43 57 47073 107 8 209 19 12001 360 514 649 79 895 910 48121 65 427 527 605 785 863 98 927 49255 540[ 200] 675 81 757 996 50055 165[ 2001 242 338 46 60 557( 1501 94 724 830 76 93 964 51034 129 468 97 517 59 749 51 803 45 938 57 52127 50 271 300 2 465 818 64 946 56 62 73 53102 324 71 432 66 577 95 632 58 709 95 808 914 54115 20 21 60 538 608 14 77[ 200] 896 55016 465 523 43 672 702 33 819 905 56091 107 46 213 419 90 562 619 743 11501 871 922 37 57015 86 402 94 606 724 42 13001 863 930 31 71 58183 315 432 540 611 29 65 79 59062 775 Ein Gewinn in der Marienburger Lotterie, der dem Handelsmann Jakobius zugefallen, ist für denselben zum Danaer geschenk geworden. Jin September vorigen Jahres erhielt Jakobius die Nachricht, daß er ein Pferd gewonnen habe, welches in Marienburg zur Abholung bereit stehe und bis dahin auf feine Rosten verpflegt werden würde. Jakobius hatte keine Verwendung für den Gaul und eben so wenig die Mittel, denselben nach Berlin holen zu lassen. Ein Bekannter, der Handelsmann Schlesinger, erbot sich, einen Käufer für das Pferd zu schaffen und Jakobius ging mit Freuden darauf ein. Schlesinger führte ihm den Stallmeister Gustav Joachimsthal zu zwischen diesem und Jakobius tam folgender Vertrag zu Stande: Joachimsthal follte für das Pferd, das weit höher eingeschätzt war, 300 m. und von dieser Summe fofort 50 m. zahlen. Dann sollte Joachimsthal es für feine Rechnung hierhertransportiren lassen, die gehabten Unkosten von der Nesrkaufsumme abziehen und den übrigbleibenden Theil an Jakobius auszahlen. Sollte das Pferd dem Käufer aber nicht 300 Mart werth sein, so sollte der Handel rückgängig gemacht werden. Der Gaul traf ein. Er blieb weit hinter den gehegten Erwartungen zurück. Dagegen waren die Unkosten über Erwarten hoch gewesen, Joachimsthal legte Jakobius eine Rechnung über 203 Mark vor. Schließlich einigte man sich dahin, daß Jakobius noch einen Betrag von 67 Mart ausbezahlt erhielt, er hatte somit für den Gewinn im Ganzen 117 Mart baares Geld erhalten. Später erfuhr Jakobius, daß Joachimsthal an Schlesinger 50 Mart Provision gezahlt habe und diesen Er Betrag mit auf die Unkostenrechnung gesezt hatte. wähnte sich übervortheilt und zeigte Joachimsthal wegen Betruges In der gestrigen Verhandlung vor 89. Abtheilung des Schöffengerichts zeigte sich, daß die Anzeige mit großer Fahrlässigkeit vom Stapel gelassen worden war. Es stellte sich heraus, daß der Angeklagte den Zeugen Jakobius in allen Punkten ehrlich bedient hatte, die Rechnung über die Auslagen stimmte genau und war auch früher von Jakobius genehmigt worden. Der Lettere wußte auch nicht eine Thatsache Verantwortlicher Redakteur: Curt an. Der 906 41 93010 215 1150] 70 86 335 61 83 88 403 567 645 52 60 757 834 97 940 61 97 9 4038 113 333 426 40 680 715 84 850 95065 91 219 452 566 72 92 653 94 740 58 99 935 96047 102 531[ 150] 52 719 826 965 1200) 76 7194 331 420 551 624 715 872 904 69 98007 29 255 62 853 446 639 756 867 99030 216 423 31 548 91 622 44 742 75 78 809 944 100037 110 42 46 235 503 58 770 806 42 71 965 101006 31 42 334 65 74 431 35 692 723 33 41[ 150] 72 85 845 938 102129 707 103005 14 149 208 31 7 518 31 94 915 30 104016 131 84 241 76 495 575 626 776 921 10 5282 520 615 854 74 106002 209 337 533 681 731 76 803 901 78 107289 364 463 507 67 601 35 76 81 868 84 108239 315 24 469 639 855 67 946 48 92 109004 35 43 289[ 200] 322 726 812 19 73 993 110115 34 46 219 26 429 500 77 694 707 14.41 835 85 111050 145 215 23 370 73 85 99 436 582 600 757 954 112068 173 93[ 300] 373 95 409 89 503 685 92 714 37 98 85 82 917 118087 383 618 19 69( 150) 773 95 813 114117 86 269 94 435 54 511 748 966 115022 48 78 262 395 421 23 34 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. fr 5 be De 2 89 in R ரு hatte und war, Baue Flurz 18. felder Hutu Das geschi Baue herrn bedin Herre fanzle daß b gar fe daß m wehr nur e felbft duktio Verhä zur V ständi veruri als Kapit tivire schwei einsti drückt D mögli bestre Ersch zinst fontr hörig [ eine Legen, Leisti wird nicht Wohl Nachb Nom stäbli geger der noch den Unre von: wend Mutt recht mich Gefid und eilte Arm tannf seiner ihn a