Nr. 180. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl 3,30 m, monatl. 1,10 ML, wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Beitungs Breisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mark pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. e r -k 1 al nensi d dual Vorwärts Berliner Volksblatt. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. Kleine Hnzeigen", das fettgedrudie Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedrudie Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritplak, Nr. 1983. Hie Rom, hie Zentrum! Sonntag, den 5. Juli 1914. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984. der München- Gladbacher Zentrale oder ihre Vereinshäupter und ferner forderte sie, daß in Vertretung ihrer kapitalistischen der Häresie beschuldigt und auf den Inder gesetzt werden. Wirtschaftsinteressen das Zentrum sich nicht, wie einst im Diese Verschärfung des Kampfes und das direkte Ein- Kulturkampf, gegen das protestantische und„ neuheidnische" greifen Roms in ihn ist begreiflich, handelt es sich doch keines- Unternehmertum abschließe, sondern den neuen Verhältnissen wegs in dem Streit, wie die Köln. Voltsztg." glauben machen Rechnung trage, das heißt dem mehr oder minder Als der Bischof Stopp, der bisher in dem das kleritale will, nur um bloße Nörgelei und Strakeelsucht der Berliner" liberalen Unternehmertum die Hand biete Lager entzweienden Richtungsstreit als Protektor und Heer- und ihrer im Lande verstreuten Anhänger, auch nicht bloß um zur Sammlung gegen die immer anspruchs rufer der sogenannten Berliner Richtung gegolten hatte, zu die christliche Gewerkschaftsfrage, sondern um materielle Macht voller werdende sozialdemokratische ArGrabe getragen wurde und an seiner Stelle der bisherige und Interessenfragen, die für die römische Kurie von höchster beiterschaft. Daher der Schrei der Zentrumsblätter Bischof Bertram von Hildesheim zum Fürstbischof von Bedeutung sind. nach Wahrung der Parität bei der Besetzung der Breslau erwählt wurde, glaubte nicht nur so manches libe- Seit die römische Kirche im vorigen Jahrhundert neues Staatsposten! Daher auch der immer wieder auftauchende rale Blatt, sondern auch mancher Zentrumspolitiker, der Leben in ihren welten Gliedern verspürte, ist sie bemüht ge- Ruf nach Sammlung aller konservativen und gemäßigt- libeKampf zwischen Kölnerei" und" Berlinerei" werde wesen, ihre Kolonnen fest zu formieren, den Einfluß aller ralen Gruppen gegen die„ destruktiven Elemente", wie ihn alsbald gemäßigtere Formen annehmen und schließlich viel freieren liberalen heute fagt man, modernistischen" An- fich das Hauptblatt der Kölnerei", die„ Kölnische Volksztg.", Teicht gar einschlafen. Recht schöne, aber irrige Hoffnungen. schauungen auf diese durch möglichste Abschließung der jegt alle Naselang leistet! Der Streit hat, wenn auch das Kampffeld sich veränderte, Gläubigen zu brechen und der sogenannten heidnisch- liberalen Dieser Politik steht aber die fonfessionelle Abgeschlossenheit im Gegenteil noch heftigere, rücksichtslosere Formen ange- Philosophie, besonders der liberalen Gesellschafts- und Staats- der Zentrumspartei entgegen, ihr spezifischer Charakter als nommen. Hielt Romt sich bisher mehr im Hintergrunde und theoretit, eine feste dogmatische Glaubenslehre entgegenzustellen einer rein katholischen Partei, eines Instruments Roms zur ließ es seine vorgeschickten Tirailleure für seine Machtan- die Kirche also als eine gegen den modernen Geist gefeite, in sich Durchfeßung römischer firchenpolitischer Interessen. Deshalb fprüche fämpfen, so ist es jetzt selbst auf den Kampf- geschlossene Macht zu stabilieren. Diesem Zweck diente nicht Bachems Aufruf: Heraus aus dem Turm!" play getreten. Während im Zentrum die Kölnerei", nur ein der liberalen Aufklärung bewußt entgegengesetter Solche verschiedenen Interessen sind es, die das Auf und der Bachemismus", immer mehr Einfluß erlangt hat Ausbau der alten Dogmatit( erinnert sei hier nur an das Ab im fleritalen Streit bestimmen. Der Kampf zwischen und es ihr durch terroristische Pression nicht nur Dogma von der unbefleckten Empfängnis Mariä und von Berlinerei" und„ Kölnerei" ist demnach im Grunde genommen gelungen ist, die Zentrumsfrattion des Reichstages unter ihr der Unfehlbarkeit des Papstes) und die strenge Verpflichtung ein Streit zwischen den Machtansprüchen der römischen Sturie och zu beugen, sondern auch die frondierenden Elemente im aller katholischen Priester und Lehrer auf diese Dogmatit, und den Bourgeoiselementen des Zentrums, die größtenteils Lande so ziemlich zum Schweigen zu bringen, setzt die nicht nur die völlige Beugung des höheren und niederen politisch noch weit reaktionärer sind als das nationalliberale römische Inderkongregation eine gegen die Berliner" Quer- auswärtigen Klerus unter den neuvertündeten päpstlichen Unternehmertum. treiber" gerichtete Broschüre eines der hervorragendsten Zen- Universalepistopat, sondern auch das fortgesetzte Eingreifen trumsführer auf den Inder, des anerkannten Zeiters des des Papstes durch Enzykliken( Rundschreiben) in die weltbadischen Zentrums und hochgeschätzten Mitarbeiters der lichen Streitfragen. Vornehmlich wird darin in immer zieltölnischen Volksztg.", des Geistlichen Rates, Pfarrers und bewußterer Weise die kirchliche Lehre verkündet, daß nicht Gymnasiallehrers Th. Wacker, der mehr als ein Menschenleben nur der Papst über die das sogenannte Seelenheit be- Ein Triumph der Sozialdemokratie. hindurch für die Herrschaft des Kleritalismus in Südwest- treffenden Glaubensfäge zu befinden habe, sondern auch den deutschland gekämpft hat. Und warum? Weil Wacker am Statholifen ihre politischen Anschauungen und Handlungen In sehr ausführlicher Weise nimmt die bürgerliche Presse 15. Februar d. 33. in einer gegen die„ Quertreibereien" ein- vorschreiben fönne. So heißt es 3. B. in der Enzykitka Stellung zu den bisherigen Ergebnissen des Soldatenmißberufenen Eſſener Protestversammlung die Worte gesprochen„ De civitatum constitutione christiana"( über die christliche handlungsprozesses. Einen Triumph der Sozial. hat, die er nachher auch in seiner Schrift( einem ergänzenden Staatsordnung) vom 1. November 1885: demokratie" konstatiert die Vossische Zeitung". Bericht seiner Rede) aufnahm:„ Das Zentrum fann keine Sie höhnt den Kriegsminister: fonfessionelle Partei sein, die der Autorität der Kirchlichen Würdenträger unterſtellt ist. Bei allem Respett und bei aller Ergebenheit gegen die Kirche und ihre Führer müssen wir mit aller Deutlichkeit sagen: Das geht nicht um der Kirche selbst willen". a 80 " Diese wenigen Worte, die zudem gar nicht als eine ernstliche, offene Auflehnung gegen die Gewalt der Kirche in zeitlichen Dingen" und die von Rom beanspruchte Aufsicht über das Verhalten der„, katholischen" Parteien zu betrachten sind, sondern rein tattischen Erwägungen entsprangen, genügten der römischen Kurie, die Wackersche kleine Schrift am 1. Juni d. J. auf den Inder zu setzen, d. h. sie als ein Schriftwerk zu fennzeichnen, daß durch seinen der fatholischen Kirchenlehre widersprechenden teherischen Inhalt das Seelenheil der Satholiten gefährdet und deshalb vom fatholischen Zaien nicht gelesen werden darf. 69 Was ihre( der Katholiken) Meinung angeht, so haben sie allem und jeglichem ohne jeden 3 weifel beizustimmen, was immer die römischen Päpste ge= lehrt haben oder noch lehren werden, und auch in der Deffentlichkeit, wo dieses erforderlich ist, sich dazu zu befennen. Namentlich aber sollen sie bezüglich der sogenannten freiheitlichen Errungenschaften der Neuzeit auf den Ausspruch des Apostolischen Stuhles hören und alle, ohne Ausnahme, sich nach seinem Urteile richten." 25 Und in der 1890 erschienenen Enzyflifa De praecipipuis civium christianorum officiis"( von den wichtigsten Pflichten christlicher Bürger) wird erklärt: der Sonach besteht die politische Klugheit der Privatpersonen wesentlich darin, die Anordnung der rechtmäßigen Gewalt gewissenhaft zu vollziehen. Dieses wohlgeordnete Verhältnis muß umsomehr in der Kirche herrschen, je zahlreicher die Gegenstände sind, welche die politische Slugheit des Papstes umfaßt. Er hat ja nicht bloß die Kirche zu regieren, sondern allgemein auf die Handlungen ihrer Mitglieder, Christen, ordnend einzuwirken, damit diese Hoffnung schöpfen fönnen, dadurch wirklich das ewige Ziel zu er langen. Hieraus folgt, daß außer der größten Einmütigkeit im Denfen und Handeln auch das achtungsvolle Vertrauen zur Weisheit der Stirchengewalt in der Behandlung politischer Angelegenheiten eine Pflicht ist." Nach dem Prozeß. Es ist ganz anders gekommen, als sich der Kriegsminister hat träumen lassen. Das Unglück, das er bei seiner ersten Zabern- Rede hatte, ist ihm bei seinem ersten Versuch im Gerichtssaal treu geblieben. Oder war es der zweite Versuch? Richtig, das hoffnungsvolle Debut war ja wohl der Remonte= prozeß, der plöblich inmitten einer peinlichen Beweisaufnahme abgebrochen werden mußte, weil ein Oberstleutnant, dessen Zeugnis mit Spannung erwartet wurde, auf absehbare Zeit bernehmungsunfähig geworden war. Die Ergebnisse der Ber handlung waren derart, daß die treuzztg." bittere. Worte veröffentlichen fonnte, nicht gegen die Sozialdemokratie, sondern gegen die Organe der Militärverwaltung. Und nun ist der zweite Prozeß ebenfalls abgebrochen worden, und man weiß nicht, wann er wiederaufgenommen wird, und die Sozialdemokratie freut sich eines Triumphes, während„ nationale" Blätter schivere Vorwürfe gegen den Kriegsminister und den Reichskanzler erheben, daß sie die rote Primadonna vor den Kadi zitierten und als Heldin, als neue Jungfrau von Orleans misten auf die Szene stellten"." Und diese Blamage, meint das Blatt, war doch völlig unnötig. Nur ein Teil der Mißhandlungen komme zur Kenntnis der Militärbehörde. Deshalb mußte vorausgesehen werden, daß die Angeklagte einen sehr umfangreichen Entlastungsbeweis antreten, der unter Umständen zu ihrer Freisprechung führen werde. Aber selbst eine Verurteilung hätte den Schaden nicht wett gemacht, den die langwierige öffentliche Feststellung der einzelnen Weißhandlungen machen müſſe eine Bemerkung, die freilich nicht liberal ist. Denn die Aufdeckung der Mißhandlungsfälle kann feinen Schaden, sondern nur Nußen für die Bekämpfung des militaristischen Systems und seiner Folgen bringen. Dann fonstatiert das Blatt, daß die Verschleppung des Verfahrens nicht der Verteidigung zuzuschreiben sei, während der Staatsanwalt auf der Vertagung bestand, um sich schließlich mit berechtigter Schärfe gegen den Versuch des Kriegsministers zu wenden, dem Gericht Vorschriften über den Umfang der Zeugenvernehmung zu machen. Zum Schluß sagt das Blatt: Eine schwere Diskreditierung des siebzigjährigen Zentrumsführers und zugleich seiner Partei. Und gegen dieſe Bloßstellung und Anklage der versteckten Häresie( der kezerijchen Irrlehre) wagte der mutige Löwe von Zähringen" und feine Partei ein Zeichen der völligen Abhängigkeit von Rom- nicht den geringsten Einspruch. Wacker erklärte vielmehr, als gehorsamer Sohn seiner Kirche Bemerkenswert ist, daß nach den Angaben der„ Unita füge er sich dem vom Papst gutgeheißenen Verbot seiner Cattolica" die Schrift Waders vornehmlich wegen Schrift, finde aber darin keinen Anlaß, nicht seinen Stampf Verstoßes gegen diese beiden Enzykliten auf für die heiligen Rechte der katholischen Kirche in Baden den In der gefeht worden ist. fortzusetzen, während die badische Zentrumsfraktion in Außerdem juchte die römische Kurie in den verschiedenen iveiser Vorsicht jede Zustimmungserklärung zu der konstitutionellen Staaten die Bildung sogen. katholischer Parbon Bader ausgesprochenen Meinung über die Selbständig- teien zu fördern, die unter der Direktive Roms die speziellen teit des Zentrums als politische Partei vermied und sich katholisch- firchlichen Interessen vertraten und Rom einen indilediglich darauf beschränkte, ihrem alten Führer ihr Vertrauen retten Einfluß auf das Staatsregiment sicherten: ein Bestreben, zu versichern. das sich um so mehr geltend machte, je mehr Rom seinen Doch diese, der„ Kölnerei" erteilte deutliche Lektion ge- früheren direkten Einfluß auf die Regierungen Frankreichs, nügte dem Vatikan nicht. Er fand nicht nur keinen Anlaß, Spaniens, Portugals und Desterreichs verlor. einzuschreiten, als die vatikanische Presse, voran die„ Unita Mit dieser Abficht, von Rom aus vermittelst katholischer Cattolica", an die Aufnahme von Wackers Schrift unter die Parteien ihre politischen Machtansprüche durchzusehen, mußte verbotenen fegerischen Schriften allerlei das Zentrum ver- aber die römische Kurie notwendig in einen Gegensatz zu der dächtigende Erläuterungen fnüpfte, der Papst schrieb auch, Zentrumspolitik geraten, als das Zentrum, das einst energisch als der Bischof Archi von Como sich in einem Hirtenbrief die Reaktion der städtischen katholischen Mittelschichten und allerlei zwar formell an die Adresse des Liberalismus, tat- der katholischen Bauernschaft gegen die aufsteigende kapitafächlich aber gegen die deutsche Zentrumspartei gerichtete An- listische Wirtschaftsweise vertreten hatte, nach Beendigung des griffe und Verdächtigungen erlaubte, diesem Kampfluſtigen ita- Stulturkampfes zu einer großen politischen Partei wurde, in lienischen Bischof einen Brief, in dem er ihm seine besondere deren Reihen sich immer mehr eine kapitalistische katholische Unerkennung und sein Wohlwollen aussprach. Und doch heißt Bourgeoisie entwickelte, die, vor allem im industriellen Rheines in diesem Hirtenbrief ohne Umschweise, daß der Reichs- land, die Befriedigung ihrer speziellen Interessen forderte. ausschuß der Zentrumspartei Deutschlands Sie hatte nichts dagegen, wenn der Kampf auch für die erfüllt sei„ vom Geiste des Ungehorsams, sogen. Rechte der Kirche geführt wurde; in erster Reihe falscher Freiheit und Unabhängigkeit"! follte aber die Macht des Zentrums dazu Eine indirekte Verurteilung des bekannten Erlasses des ausgenugt werden, den wohlhabenden entrumsparteilichen Reichsausschusses, der höchsten Zentrums- fa tholischen Zentrumspolitikern eine ähninstanz, gegen die Quertreiber. Und mit diesen dem Zentrum liche und seinen Leitern applizierten Ohrfeigen scheint Rom sich zu noch nicht begnügen zu wollen. Wenn nicht gewisse Anzeichen bisher diesen in und Posten vorbehalten, so verlangte nun v. Falkenhayn sich auf dem Rüdzuge befindet: jogar borteilhafte Stellung i m Staat berschaffen wic den Konservativen. Blieben alle befferen Staatsanstellungen, alle bereins für das katholische Deutschland in München- Gladbach, geoisie, daß auch ihre Sprößlinge in gleicher ngobl das an einen direkten Schlag gegen die Zentrale des Volts- die im Zentrum zur Vorherrschaft gelangte katholische Bourbachemitische Generalstabsquartier der fölnischen Richtung. Weise bei der Besetzung der staatlichen und erleben wir es demnächst, daß sogar einige Schriften kommunalen Posten berücksichtigt würden. Bielleicht " Und wie denkt sich der Herr Erste Staatsanwalt die weitere Entwicklung?" So fragte der Vorsißende.„ Eine bindende Erklärung kann ich nicht abgeben," erwiderte der Vertreter der Anklage. Er hat aber die„ bestimmte Erwartung", daß als= bald nach den Gerichtsferien eine Aufnahme der Verhandlung möglich sei. Die bestimmte Erwartung" wird be= stimmt unerfüllt bleiben. Und wenn es über kurz oder lang wirklich zur Fortsetzung kommt, wie soll dieser Prozeß enden? Die 1013 Zeugen fönnen um abermals 1013 vermehrt werden; auf die eine Vertagung kann die zweite und dritte folgen, unabsehbare Gerichtsdramen über die Kasernendramen, zum Schaden für die Armee, zum Schaden für das Reich und dabei ohne jede Gewißheit, daß eine Verurteilung der Angeklagten erfolgt. In der Tat, die Sozialdemo= fratic hat Glück, und nicht sie sieht der Fort= sezung des Prozesses mit Sorgen entgegen, sondern die Regierung und insonderheit der„ starke Mann", der übel beraten war, als er sich an den Staatsanwalt wandte.' Auch die Morgenpost" konstatiert, daß Herr Herr v. Faltenhahn war nicht gut beraten, als er diesen Prozeß anstrengen ließ. Wollte etiva Herr v. Falkenhayn auf dem Wege eines Beleidigungsprozesses das Heer von der schweren Anklage reinigen, daß in seiner Mitte sich schwere Mißhandlungen ereignen? Ein Versuch mit untauglichen Mitteln. Bring Georg, der nachher auf Sachsens Thron saß, und Erbprinz Bernhard, der heute Herzog von Meiningen ist, haben schließlich keine andere Behauptung aufge stellt als die Führerin der Sozialdemokratie... Und sie haben ihre- Behauptungen mit Beweisen illustriert. Zu Beweisen war und ist auch Rosa Luxemburg erbötig und nicht sie und ihre Verteidiger, sondern der Kriegsminister und jein Staatsanwalt sind es, die eine Vertagung gewünscht und durchgesetzt haben, deren Dauer von sehr unbestimm ter Länge sein dürfte Es muß Rosa Luxemburg überlassen werden, ihre Behauptung von den Dramen, die sich täglich in den deutschen Kasernen abspielen, zu beweisen. Keines Beweises mehr bedarf die Tatsache, daß faum eine Woche vergeht, ohne daß ein Urteil von unverständlicher Milde gegen Soldatensch in der die öffentliche Meinung herausfordert. Hier, Herr v. Falkenhayn, wäre ein günstiges Feld für Ihren Lätigkeitsdrang!" Gegenüber diesen Kritiken ist es doppelt und dreifach auffallend, daß das Berliner Tageblatt" fein Wort über diesen Prozeß zu sagen weiß. Es handelt sich ja freilich nicht um ein Liebesdrama, das seinen sensationellen Abschluß im Gerichtsjaal fand, sondern nur um jene alltäglichen Dramen", deren schlichte Helden kaum Anspruch auf besonderes Interesse des Weltblattes erheben dürfen. Was auch in Mes passiert ist eins ist flar: Es ist sicher I felles festgestellt, die jedoch keine Störung des Gehörs zur Folge habe. eines jener Dramen, die tagaus, tagein in den deutschen Kasernen Der Angeklagte bestritt die Darstellung des 3., insbesondere besich abspielen, und bei denen das Stöhnen der Beteiligten nur stritt er, 3. vor die Brust gestoßen zu haben. Er habe ihn nur" jelten, an unsere Ohren gelangt." an der Naje angefaßt. Sie hat darauf den vollen Beweis der Wahrheit durch ein mehr als friegsstarkes Bataillon von Zeugen angetreten. Als in vollster Oeffentlichkeit mit dem Beweis der Wahrheit begonnen werden sollte, hat der Staatsanwalt und der Kriegsminister schleunigst die Flucht in die Dunkelheit ergriffen. Vom Kasernenelend. Der Anklagevertreter erklärte, er glaube nur der Aussage des Zimmermann und beantragte drei Wochen Mittelarreſt. Das Urteil lautete dem Antrage des Anklagevertreters gemäß. Am 29. Juni hatte sich dann vor dem Königsberger Kriegsgericht der Unteroffizier Wilhelm Falfus von der 9. Kompagnie des 43. Infanterieregiments wegen Mißhandlung zu verantworten. Am 17. Juni war beim Tornisterappell der Musketier Sagade aufgefallen. Auf die Frage des Unteroffiziers, was mit seinem Tornister los sei, antwortete S.: Ich wüßte nicht, was daran fehlt? Falfus stieß deir Das Kriegsgericht der 14. Division in Düsseldorf hat im Tornister, den S. hochhalten mußte, dreimal gegen dessen Kopf. letzten halben Jahr bis Ende Juni genau 28 Sibungen abZweimal fonnte S. den Stoß abwehren, beim dritten Male erlitt er gehalten, und in diesen Sizungen hat es nicht weniger wie 32 Fälle durch eine Tornisterschnalle eine blutende Verlegung an der Stirn von Desertion abgeurteilt die leichtere unerlaubte Entfernung und die schwerere Jahnenflucht. Das macht für jede und war vier Tage rebierkrant. Das Gericht fah hierin einen minderschweren Fall und erkannte auf zehn Tage Mittelarrest. Sibung mehr wie einen Fall. An Strafen wurden dabei verhängt schweren Fall und erkannte auf zehn Tage Mittelarrest. 17 Jahre 4 Monate und 16 Tage Gefängnis, 7 Wochent strengen Arrest, 3 Wochen mittleren Arrest und 1 Woche Haft. Auf ben einzelnen Fall berechnet, macht das allein bei den Gefängnis- b strafen mehr wie 7 Monate aus. Dabei famen mit der Deſertion nur in 6 Fällen nach andere Vergehen in Betracht, sie waren aber auch erst wieder aus der Desertion entstanden. Dagegen ist die konservative Preise um so beredter. In langen Leitartikeln suchen die Streuzzeitung" und Deutsche Tageszeitung" ihren Falkenhayn zu Hilfe Den Rekord schlug das Düsseldorfer Kriegsgericht jedoch in der zu kommen. Die sublime dee des Kriegsministers, die Sigung vom 2. Juli, und damit fing ein neues Halbjahr recht Es verwendete nämlich diese ganze Zivilgerichte mit Hilfe der Militärgerichte trockenzulegen, vielversprechend an. findet den begeisterten Beifall aller Scharfmacher. Die Sigung nur allein auf die Aburteilung von DeHerren haben eben irnbegrenztes Vertrauen gur fertionen! Die Zahl der zu erledigenden Fälle betrug sieben! Und wie sahen diese Sachen zumeist aus oder wie endeten sie! Militärgerichtsbarkeit. Sie werden wohl wissen, warum, und erinnern sich vielleicht des berühmten Tele- Man wird dabei unwillkürlich an das Wort der Genossin Luxemburg gramms des Herrn v. Pelet- Narbonne an ihren Januschauer von den" Dramen" erinnert, die sich hinter den Kajernenmauern abnach dem Freispruch der Reuter und Forstner. Ja, der spielen. burg gegangen und erst im Februar 1914 wieder zurückgekehrt, wo er sich freiwillig stellte. Er hatte sich dieses halbe Jahr als Arbeiter ehrlich durchgeschlagen, konnte auch mit nur guten Zeugnissen aufwarten. Das Gericht nahm bloß unerlaubte Entfernung an und erfannte auf zivei Monate eine Woche Gefängnis. ,, Kreuzzeitung" wäre es sogar am liebsten, sie könnte die Der Mustetier Johann Nowad vom 30. Infanterieregiment in Zivilgerichtsbarkeit ganz auf das Niveau der Militärgerichts- Meg war 1913 ausgehoben worden, hatte auch schon seinen Urlaubsbarkeit bringen. Sie verlangt nicht mehr und nicht weniger, paß erhalten, war aber kurz vor dem Einstellungstermin nach Lugemals daß eine Reform der Strafprozeßordnung das Verteidi gungsrecht der Angeklagten illusorisch mache. Denn für die reuzzeitung" ist die Justiz vor allem ein Mittel zur Unterdrückung aller unbequemen Kritif. Offen erklärt sie: " Der Justiz liegt die Aufgabe ob, unser Heer vor niederträchtigen Angriffen, unser Volk vor der antimilitaristischen Wühlarbeit der sozialdemokratischen Agitatoren zu schüben." Jetzt wissen wenigstens die Richter, wie sie zu verfahren haben. Politische Uebersicht. Nationalliberale Herzensergüffe. Die Kölnische Zeitung" ist ganz entzückt von dem geplanten Massenstreifprozeß. Es bestehe kein Zweifel, „ daß die Art und Weise, in der die Genossin Luxemburg in ihrer Berliner Hezrede zum Massenstreif und den damit notwendigerweise verbundenen Verstößen gegen Gefeße die Versammlung auf zupeitschen versucht hat, die Erhebung einer Anklage aus§ 110 des Strafgesetzbuchs rechtfertigt." Die Einwände des Vorwärts" werden als„ juristische " werden Purzelbäume" abgetan. Und dann wird weiter gehetzt: „ Es wird doch gut sein, daß nun einmal auch vor einent preußischen Gericht einwandfrei festgestellt wird, wieweit die verschiedenen Temperamente innerhalb der Sozialdemokratie in ihren Brandreden für den Massenstreit gehen dürfen, ohne den Richter zu verfallen. Das Urteil in dem neuen LuxemburgProzeß wird vielleicht auch einen Anhalt dafür bieten, wie sich die Behörden gegenüber dem anzusammelnden Massenstreit. fonds von Groß- Berlin zu stellen haben." Zu diesen Scharfmachereien paßt es ausgezeichnet, daß die Kölnische Zeitung" am selben Tage einen Leitartikel bringt, der mit dem Gedanken eines Ausnahmegesetzes gegen die Sozialdemokratie spielt: Der Füsilier Werner Thüner vom 39. Füfilierregiment in Düffeldorf war Anfang 1913 mit einem anderen Kameraden davongelaufen, doch arbeitend nicht über das rheinisch- westfälische Industriegebiet hinausgekommen und erst nach einem Jahre wieder festgenommen Die Deutsche Tageszeitung" dagegen kommt worden. Er fonnte der Verhandlung absolut nicht folgen, da er am juristisch. Sie sucht auszuführen, das Gericht jei auch auf ganzen Körper fürchterlich schlotterte, sich überhaupt in einem so Grund des§ 191 des Strafgesetzbuchs verpflichtet gewesen, schlechten förperlichen Zustand befand, daß er nicht imftande war, die Sache zu vertagen". Nach diesem Paragraph ist bekannt- auch nur ein Wort zu sagen und bei jeder Anrede heftig wie ein lich, wenn eine Beleidigung in der Behauptung einer straf- Sind zu weinen anfing. Der medizinische Sachverständige bezeichnete baren Handlung liegen soll, das Beleidigungsverfahren aus ihn als einen von seinem trinkenden Vater her erblich belasteten zujeben, wenn zum Zwecke der Herbeiführung eines Straf- Menschen mit angeborener Geistes schwäche, dessen Nervensystem arg verfahrens wegen der strafbaren Handlung bei der Behörde zerrüttet wäre und der infolgedeffen für sein Tun nicht veranitvortDas Gericht erkannte denn auch auf Anzeige gemacht ist. Mit scheinbarem Ernst tritt sie dafür lich gemacht werden könnte. eint, der Beleidigungsprozeß sei nicht zur Entscheidung Freisprechung und ordnete die Ueberführung des Unglücklichen darüber da, ob jemand eine strafbare Handlung begangen in ein Lazarett an, von wo er bald als dienstuntauglich entlassen habe". Zuständig zur Entscheidung hierüber feien bei Sol- werden soll. datenniißhandlungen nur die Militärgerichte. Den Unsinn Der Musketier Karl Wykuta vom 159. Infanterieregiment in würde die Deutsche Tageszeitung" schwerlich produziert Mülheim( Ruhr) war in ein Strafverfahren verwvidelt worden, weil haben, wenn sie sich den von ihr angezogenen Paragraphen er dem wiederholten Befehle eines Vorgesetzten widerivillig nachge= Das trieb ihn zur Desertion, die indes nur von des Strafgesetzbuchs genauer angesehen hätte. Danach muß fommen war. nämlich bis zur Beendigung der eingeleiteten Untersuchung Januar bis Mai 1914 dauerte, da er bei einem von vier Diebstählen mit dem Verfahren und der Entscheidung über die Beleidigefaßt wurde, von denen allerdings einer dem Beschaffen von Zivilgung innegehalten werden, wenn wegen der strafbaren Hand. seug galt. Es lag Diebstahl im Rüdfalle vor, doch glaubte das Gelung, deren Behauptung eine Beleidigung sein soll, Anzeige richt, noch über die hierfür vorgesehene hohe Mindeststrafe hinausgemacht ist. Die Genossin Luxemburg soll nach der Deut- gehen und auf zwei Jahre ein Monat Gefängnis, Berlust der bürgerschen Tageszeitung" Soldatenmißhandlungen behauptet lichen Ghrenrechte für fünf Jahre und Ausstoßung aus dem Heere haben. Nach der Deduktion des agrarischen Organs hätte erkennen zu müssen. also die Beleidigungs I age solange eingestellt werden müssen, bis sämtliche schwebenden Verfahren wegen Soldatenmißhandlungen erledigt sind. Die Auslegung der„ Deutschen Tageszeitung" hätte danach also zur Ablehnung der Anklage führen müssen. Der Musketier August Gunkel vom 16. Infanterieregiment in Mülheim( Rhein) hatte Ende Mai 1914 sein Regiment verlassen, war aber schon eine Woche darauf wieder festgenommen worden. Er wurde zu sechs Monaten zwei Wochen Gefängnis und Versehung in die zweite Klasse verurteilt. Б fi he „ Alle bürgerlichen Parteien, so hören wir es seit Jahren fe bon Miquel bis zu Herrn v. Dusch, sollten stets und unter allen hi Umständen gegen die Sozialdemokratie zusammenstehen. Das n Di ba be E ist leichter gesagt als getan und meist schon deshalb unmöglich B weil die einzelnen Parteien in bezug auf die Mittel, die gegen die Sozialdemokratie anzuwenden find, gänzlich uneins jind und bleiben werden. Das schließt freilich nicht aus daß einmal das gesamte monarchisch gesonnene Bürgertum in geschlossener Front gegen die Co zialdemokratie auftritt, und daß diese Verteidigungsphalang zum Schuße der gemeinsamen monarchischen Grundlage des Staates auch vor Ausnahmegesehen nicht zurückschredt. Be Die bürgerlichen Parteien sollten darin angesichts der immer er unverhohlener zutage tretenden republikanischen Gesinnung und üb immer dreistern monarchiefeindlichen Kundgebungen der Sozial fin demokratie nicht allzu schüchtern sein. Ausnahme zustände verlangen Ausnahmegesebe, und schließ Be lich: wer das Kreuz hat, der jegnet sich. Man mache nur recht zeitig von den Machtmitteln, über die man verfügt, Gebrauch gli und sci so rüdsichtslos, wie die Machthaber der Demokrate cs stets und überall gewesen sind." Bei Nationalliberalen ist diese Bereitwilligkeit zu einem neuen Ausnahmegesek freilich nicht überraschend. Eine erzwungene Ehrung. Das Wolffiche Bureau verbreitet folgende Nachricht aus Saarburg: Der faijerliche Statthalter Dr. v. Dallwit hat gestern dem Kreis Saarburg einen Besuch abgestattet. Dabei ereignete sid ein Zwischenfall im Dorfe Harzweiler, wo der Pfarre sich weigerte, aus Anlaß des Besuches die Kirchenglode läuten zu lassen. Der Bürgermeister ließ daraufhin bei de Kreisdirektion anfragen, die bestätigte, daß vorschriftsmäßig bi Glocken zu läuten seien. Da der Pfarrer sich immer noch weigerte bedurfte es des Eingreifens der Gendarmerie. De Pfarrer wurde aufgefordert, die Schlüssel herauszugeben, was ohn weiteres geschah. Darauf wurden die Gloden geläute Dieser Dall wit, besitzt wirklich den Mut zur Lächer be 3 V a b D Der Musketier Otto Köhler vom 167. Infanterieregiment in Der Luxemburgprozeß hat neben den vielen anderen Un- Staffel war in eine Untersuchung wegen lumpigen 5 Mt. Logisschulden geheuerlichkeiten auch die, daß als Beleidigte ein Kollektiv- verstrict worden und hatte sich gelegentlich der Wahrnehmung eines begriff aufmarschiert, nämlich alle Offiziere und Unter- Termins in dieser Sache dazu verleiten laffen von einem Fremden, offiziere, ja fogar alle Angehörigen der preußischen Armee. wie er sagte, seinem Regimente wegzulaufen und nach Belgien zu Demnach sollen auch diejenigen Offiziere, Unteroffiziere oder fahren. Von dort wurde er aber bald wieder abgeschoben und dar- lichkeit. fonstige Angehörige der preußischen Armec, die die gröblichsten auf in Deutschland verhaftet. Nunmehr erhielt er sechs Monate Ge- Aber der neue Kurs hat überhaupt großen Tatendrang Beleidigungen begangen haben, beleidigt sein. Die Deutsche fängnis, außerdem wurde auf die übliche Versetzung in die zweite Die amitliche Straßburger Korrespondena" veröffentlich verö Tageszeitung" stellt sich ebenso wie, die Streuzzeitung" der folgende Warnung: Tatsache gegenüber blind, daß die Staatsanwaltschaft für ihre Behauptung auch noch nicht einen einzigen Zeugen bis jetzt angeführt hat, der eidlich bekunden fönnte, an einem Tage fämen in feiner Raferne Mißhandlungen vor. Die Verschiebung der Beweislast läuft auf nichts anderes hinaus, als auf eine Unterbindung jeder Kritik. Klasse erkannt. Die beiden letzten Fälle, die sich gegen den Ulan Ludwig Thomas vom 5. Ilanenregiment in Düsseldorf und den Musketier Ernst Grabe bom 159. Infanterieregiment in Geldern richteten, mußten verlagt werden: der erste, weil einige Zeugen über die Angabe des Angeflagten gehört werden sollen, er sei wegen ständiger Mißhandlungen alter Leute davongelaufen; der zweite, weil Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten aufgestiegen waren. feine vie ziele Es ist in letzter Zeit beobachtet worden, daß insbesondere bin d der Rückkehr von Ausflügen über die Grenze Fahnen und zeichen aller Art in den französischen Farben in a syml fälliger Weise getragen werden. Es empfiehlt sich daher der i Züge weis, daß das öffentliche Ausstellen dieser Farben nach Artifel des Defrets vom 11. August 1848 und nach vielfachen gerichtlich Gre Entscheidungen eine strafbare Handlung darstellt, die mit G Elter fängnis und mit erheblicher Geldstrafe geahndet wi lebte Wenn jetzt nicht der letzte Französling" zum begeistert Trai Patrioten wird, Dallwizens Schuld ist es sicher nicht. Labiau- Wehlau. und Tonig darst bon Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" gibt ihrer Freude darüber Ausdruck, daß der Beweis der Fügt man nun diese fünf abgeurteilten Fälle denen des ersten Wahrheit vor der Straffammer verhindert ist und meint, Salbjahres hinzu, dann ergibt sich, daß bei 29 Sigungen nicht weniger der Staatsanwalt habe ein gutes Recht gehabt, auf Grund wie 37 Fälle von Desertionen zur Erledigung famen und daß hierdes§ 245 Strafprozeßordnung die Vertagung zu beantragen. bei nicht weniger wie 20 Jahre acht Monate und sieben Tage GeSie behauptet, der Staatsanwaltschaft habe es an der zur fängnis verhängt worden, ungerechnet die Arrest- Strafen, Dabei Aus dem Wahlkreise wird uns geschrieben: Der Wahlkampf hand Einziehung von Erkundigungen über die zu beweisende Tat- hätten für den einen Fall, in dem Fahnenflucht im Komplott vorlag, int bollen Gange. Unsere Gegner überschwemmen den Wahlfre an i fache erforderlichen Zeit gefehlt. Arme Staatsanwaltschaft, leicht noch 1 Jahr 6 Monate Gefängnis die Mindeststrafe hin- mit riesigen Mengen Mafulatur; sie bieten ihre Kandidaten in de wie ohnmächtig ist sie doch danach! In Streifprozessen, zukommen fönnen, wenn nicht seine Nervenzerrüttung den Ange- faueres Bier aus. Da die Arbeiter ausschlaggebend sind, wird Labe Schnellfeuerprozessen, bei denen wie im Ruhrrevier, Ange- flagten bavor bewahrt hätte. den Konservativen wie Fortschrittlern an Umschmeichelung der Oper flagten zugeinutet wird, in noch nicht drei Tagen sich auf alles beiter das Menschenmöglichste geleistet. Und die Konservativ dere übertreffen darin noch die Freijinnigen. So schreiben sie in ihr das Flugblättern: Die Landwirtschaft, das Handwerk, die Beamtenschaft, der U Handel unserer Städte mit ihren Arbeitern, sie sind wie schwister, die in einem Haushalt leben, abhängig voneinand Jung abhängig vom Bestehen des Ganzen, mit der Achtung vor derrat Oberhaupt, das ist der Kaiser und am Ende von Gott." Junker, Landräte und Kommerzienräte und Arbeiter foll * 44 nicht teilnehmen können. ins der Mutt Des geahn in der Anklage zu äußern, und die Staatsanwaltschaft ist zu Vor dem Königsberger Kriegsgericht stand am 27. Juni einer Aeußerung auf einen Beweisantritt der Angeklagten wegen Mizhandlung eines Untergebenen der Unteroffizier Albert noch nicht in Monaten imstande. Die Staatsanwaltschaft hat era nich von der 2. Kompagnie des 1. Pionierbataillons. Am an sich die Pflicht, die Behauptungen ihrer Anklage zu be- 20. April war beim Stiefelappell der Pionier Zimmermann mit weisen. Sie erhebt Anklage, ohne auch nur den Ver- feinen Stiefeln aufgefallen. Auf Befehl des Feldwebels sollte 3. zusuch eines Beweises für ihre Behauptung zu machen, fammen mit andern Soldaten auf dem Korridor vor der Kompagniedie Angaben der Angeklagten feien nicht erweislich wahr. schreibstube Stiefel weich fneten und diese dann dent Unteroffizier 2. Und so wie nun die Angeklagte den ihr gar nicht obliegenden zeigen. Bevor Zimmerman zu 2. ging, kam der Feldwebel und sagte, also wie Geschwister sein und in einem Haushalt leben. Es wü eine Beweis dafür antritt, daß ihre Behauptungen völlig der 3. folle einrüden". 3. ging dann, nach seiner Befundung, zu 2., den Arbeitern übel ergehen, wenn fie danach handeln würd Mein Wahrheit entsprechen, fehlt es mit einemmal der Staats- der auf dem Bette lag, und knüllte unter 2.'s Aufsicht Stiefel. Er llebrigens find die Konservativen gegen die Arbeiter recht falt; anwaltschaft an 3eit zu Erfundigungen, die nach dem Gesetz wurde dann zu seinem Korporalschaftsführer Kranich geschickt. trauisch gefinnt, denn zahlreiche ihrer Versammlungen finden von ihr vor der Erhebung der Anklage hätten angestellt wer- Zimmermann stellte sich mit den Worten vor: Der Herr Feldwebel den Nachmittagen der Wochentage statt, damit die Arbeiter an ihr den können und sollen! hat gesagt, ich soll einrüden. Darauf erhielt er von Kranich lints Die Liberalen lagen in einem ihrer Flugblätter, man ha niema Die Jereminaden der konservativen Blätter täuschen über und rechts Ohrfeigen. Und nun spielt sich nach Angabe des 3. ihrem Kandidaten, Bürgermeister Wagner, fe in liebes ei bar das erbärmliche Rückzugsgefecht nicht, das sie jekt antreten. folgender Vorgang ab. Der Unteroffizier fagte zu 3. er folle fich genommen und ihm persönliche Stränkungen aller Art berei bis ir Aus ihren Auslassungen geht nur soweit das möglich noch Stiefelschmiere kaufen, worauf 3. antwortete, er habe fein Geld. Nun Rühmend wird hervorgehoben, daß die Liberalen die größ flarer als früher hervor: ihnen liegt an einer Beschönigung habe er, 3., hinausgehen wollen; Kranich habe ihn zurüdgerufen, vor Militärvorlage der Welt bewilligt" hätten. der Soldatenmißhandlungen, sie wollen, daß jede Kritik, die die Brust gestoßen, daß er mit dem Kopfe an die Wand stieß. 3. erklären wohl, der kleine Mann jei an der Grenze der Leistun der Quelle der Soldatenmißhandlungen rücksichtslos nachgeht, hatte eine Kopfverlegung und Nasenbluten. In der Nacht darauf fähigkeit angekommen, und es müßte Salt gemacht werden mit durch Anklagen unterbunden wird. Durch alle möglichen habe er starke Kopfschmerzen verspürt und sich am Morgen darauf der Beseitigung der drückendsten Konsumsteuern oder von Billio Rabulistercien und Mißhandlungen der Wahrheit bringen beim Hauptmann gemeldet, dem er als Ursache der Schmerzen die fie es nicht fertig, die Tatsachen aus der Welt zu schaffen: Die oben geschilderte Behandlung durch Kranich bezeichnete. 3. wurde berabſegung der Bucherzölle wird in den liberalen Flugblätt Riebe nicht ein Wort gesagt. Genojfin Luremburg ist angeklagt, weil sie in einer Rede in ins Lazarett gefchidt und hier wurde am Hinterkopf eine fünfmartEin Flugblatt der Liberalen richtet sich direkt an die La Freiburg erklärt hat: ftüdgroße Verlegung und eine blutige Verletzung des linken Trommel arbeiter. Sie bemängeln die unzureichende Wöchnerinnenun bat Geld berwi damal lägt berich W. ftügung für die Bandarbeiterfrauen und fügen hinzu, daß darum wir leben sollen, und auf das Volt machen die gesalbten Reden 1 Amendement Breton wurde mit 293 gegen 254 Stim biele Freunde von ihnen gegen das Kranken- der Lords von dem bevorstehenden Bürgerkrieg und der nahen men angenommen, was die bürgerliche Linke zu befaffengese gestimmt hätten. Es waren ganze zehn dräuenden Gefahr nicht den geringsten Eindruck. Das mag den geistertem Applaus veranlaßte. Mann, die von der Fortschrittlichen Volkspartei gegen die Reichs- Lesern der Meldungen, die von den internationalen, den englischen Um die ganze Unredlichkeit der radikalen Politik zu erversicherungsordnung gestimmt haben. Den Sozialdemokraten ist die ablehnende Haltung gerade von den Fortschrittlern als ein Konservativen nahestehenden Pressebureaus in die Welt geschickt messen, muß man sich erinnern, daß sowohl in der vorigen Rammer ein bedeutender Teil der Radikalen für die Reformi schweres Verbrechen an den Arbeitern angerechnet worden. In werden, sonderbar vorkommen; aber es ist dennoch so. Labiau- Wehlau aber, wo es gilt, die Landarbeiterstimmen zu Um einen Druck auf das Parlament auszuüben, das zurzeit die gestimmt als auch in der Wahlkampagne die Mehrheit der fapern, wird die Abstimmung der Sozialdemokraten und der paar Ergänzungsvorlage zur Homerulebill berät, hat man sich jetzt zu radikalen Kandidaten sich auf sie verpflichtet hat. Die FordeFortschrittler als durchaus richtig hingestellt. Man wird sich das drastischen Maßregeln entschlossen. Der Befehl des Oberstkomman- rung der Einigung der Mehrheiten beider Kammern bedeutet merten müssen. Dann bringen die Fortschrittler in dem Land- dierenden der Ulfterfreiwilligen, daß in Zukunft die Freiwilligen nun, daß die radikale Mehrheit der Deputiertenfammer einarbeiterflugblatt ihre Sympathie für ein starkes öffentlich ihre Gewehre tragen und sich jedes Versuchs, ihnen die fach vor der Senatsmehrheit abdankt, so daß sie diese zu Königtum" zum Ausdruck. Sie wollen mindestens ebenso Waffen zu nehmen, widersehen sollen, ist zweifellos eine direkte weiterem Widerstand ermutigt. fönigstreu" wie die Konservativen sein. Die Erwägung der Wahlreform das ist so ziemlich Die Korfervativen werden sicherlich kurz vor der Wahl, Serausforderung. Angeblich ist der Befehl erlassen worden, weil Die Korservativen werden sicherlich kurz vor der Wahl, die am 16. Juli stattfindet, Bier und Schnaps in Strömen fließen Polizisten in Ulfter Freiwillige, die ihre Waffen trugen, angehalten die einzige Abschlagszahlung, die die Radikalen an den lassen, und die Fortschrittler reden den Landarbeitern zu, den ton und wegen unbefugten Waffentragens aufgeschrieben haben sollen. Combismus leisten. In der Militärfrage fniden sie zweifeljervativen Schnaps zu trinken, sie könnten ja doch liberal wählen. Aber die Polizeibehörden leugnen dies entschieden. Daß sich die los ein. Man darf sich nicht durch die platonische DeAnstatt den Arbeitern zu sagen, sie mögen mit Abscheu und Ver- Polizei wegen der ihr zugemuteten Erfüllung ihrer Pflicht ent- monstration täuschen lassen, die in der Wahl einer dem Dreiachtung den Junterfusel zurückweisen, werden sie zum Alkoholgenuß schuldigen muß, kennzeichnet wohl besser als alles andere die jahrgesetz feindlichen Kommissionsmehrheit und des Generals noch ermuntert. Sowohl die Konservativen wie die Liberalen be- jämmerliche Rolle, die die englische Regierung heute in Ulster Bedoya, eines Anhängers der„ bewaffneten Nation", zu weisen durch ihre Flugblätter deutlich, daß sie den Arbeitern nichts, spielt. ihrem Präsidenten lag. Viviani, der Vertraute Poincarés, aber auch rein gar nichts zu bieten vermögen. Die Sozialdemofratie wird natürlich die Situation nach Kräften ausnuten. fennt seine Pappenheimer. Sie werden sich hüten, ihm verDie Konservativen appeiten wie immer mit echt oftelbischen fängliche Dinge in die Koffer hineinzustecken, die er jetzt für Mitteln. So treiben sie len Liberalen die Säle ab, wobei Geld die Reise zu Väterchen padt. gar feine Rolle spielt. J Popelfen ist jedem Wirt eine Summe bon 100 m. versprochen werden, der sein Lokal den Fortschrittlern nicht gibt. In einem andern Orte versuchte der Amtsvorsteher einen Befizer zu veranlasen, sein Lokal nicht den Liberalen zu geben. Bahlreiche Guts- und Gemeindevorsteher haben zur Einfichtnahme in die Wählerlite erst gezwungen werden müssen. In Bothenen beschimpfte der Semeindeborsteher den liberalen Zettelberteiler als„ Spizbube und Betrüger". In Gielfeim hegte ein Besizer seinen Hund auf en liberalen Zettelverteiler; auch wolfte er ihn mit einem Zaunpfalt bearbeiten. Die Konservativen haben wiederholt versucht, die liberalen Versammlungen zu stören, zu welchem Zwecke sie betrunene Arbeiter in diese Versammlungen geschickt haben. Sowohl die Konservaven wie auch die Liberalen arbeiten mit einem Riesenaufgebot on Kräften. Daß die Sozialdemokratie ebenfalls tatkräftig in den Wahlkampf eingreift, braucht wohl nicht besonders hervorgehoben 3 werden. Ungefährliche Drohung. Offiziös wurde mitteilt, daß der Bundesrat sich vor den Ferien nicht mehr mi der Jesuitenfrage beschäftigt habe; er werde sich wohl auch nach den Ferien kaum hiermit beschäftigen. Das veranaßt die„ Germania" zu folgender Drohung: " Sollte der Bundesre nach den Ferien und vor dem Wiederzusammentritt des Reichsges noch nicht zu einer Beschlußfassung über Aufhebung oder Milderung des Jesuiten gefetes gelommen fer, so wird der Zentrumsfraktion des sen, Reichstages nichts übrig bleiben, als beim Beginn der neuen Session eine Interpellation an den Reichskanzler zu richten und eventuell den an die frühere Interpellation geknüpften Bejalu, ben man als ein tiktrauensvotum bezeichnet hat, Na, und? Der Rehstanzler wird auf den Beschluß bfeifen. Das Zentrum web es sich ruhig gefallen lassen, wie bisher so auch in Zukunft zu wiederholen. Begünstigun der Ultramontanen. In dem katholischen Minz erfreuen sich die Ultramontanen und the Anhang gar mangerlei Bevorzugungen auf stoften der Allgemeinheit. Die freien Begräbnisstätten, die freien Kohlenlieferungen, die die katholison Drdensschwestern von der Stadt erhalten, wurden von der soziqdemokratischen Stadtverordnetenfrattion bekämpft. Da fie nicht die forderliche Unterſtügung fand, werden diese Benefizien weiter gewährt. China. Die Plünderer, die Zu einer anderen Jahreszeit hätte die neue Taktik der Ulsterleute vielleicht wenig zu bedeuten gehabt. Der schönste Krawall fann zu Wasser werden, wenn die Gegenpartei einfach nicht mit machen will. Aber der Anfang des Monats Juli ist in Ulster eine gefährliche Zeit, in der die Flinten von selbst losgehen. Am 12. Juli feiert der Ulstermann die Schlacht an der Bohne. An dem Massenabschlachtung von meuternden Soldaten. Flusse Boyne, einige vierzig Kilometer nördlich von Dublin, befiegte am 12. Juli 1690 das protestantische Heer unter William III. Gine große Anzahl von Soldaten ist im Zusammenhange mit der London, 4. Jult. Die„ Times" melden aus Peking vom 3. Juni: das tatholische Heer unter dem vertriebenen englischen König Plünderung Kalgans Hingerichtet worden. Jakob II. Wer die Schilderung der Schlacht bei Macauley gelesen hat, wird sich wundern, weshalb man von diesem Kampfe, in dem sich militärischer Transportwagen bemächtigen konnten, entflohen die protestantische Uebermacht einen elend ausgerüsteten katholischen nach der Mongolei. Etwa 200 Soldaten, deren Teilnahme an der Mob wie die Hasen vor sich her trieb, so viel Aufsehens gemacht Plünderung nicht einwandfrei feststand, wurden zwei Monate wird. Historisch hat die Schlacht jedoch eine große Bedeutung, da Löhnung und freie Reise in ihre Heimat versprochen. Auf der fie der Macht der Stuarts und den Hoffnungen des Katholizismus ersten Station nach Kalgan ließ man sie aussteigen und dann wurde in England ein Ende bereitete. Den Protestanten Ulsters ist die von Soldaten, die aus Hsuanhuafu für diesen Zwed herangezogen Schlacht an der Boyne, was den Franzosen der Fall der Bastille worden waren, auf sie gefeuert. 120 wurden getötet, die oder den Amerikanern der Unabhängigkeitstag ist. Da wird in übrigen entkamen nach Hsuanhuafu. Die Soldaten feuerten erst, Ulfter eine Woche lang gefeiert und gezecht. Wie bei patriotischen als man ihnen mit dem Tode drohte. Mundgebungen anderwärts fließt das Bier in Strömen und der eine Orangemann trinkt dem anderen mit den Worten zu:„ Dies gilt dem ruhmvollen, frommen Angedenten an Wilhelm von Oranien, der uns von dem Papst und den Päpstlichen, Messinggeld und Holzschuhen befreite!" Wehe den Katholiken, der sich zu der Zeit, in der die Raserei ihren Höhepunkt erreicht, aus dem Hause wagt! Und zu dieser Zeit soll es den Ulsterfreiwillgen gestattet werden, die Waffen. mitzuschleppen! Die hohen Herren, die den Widerstand gegen die Homerule organisiert haben, wollen zweifelsohne Blut sehen. Arbeiterblut selbstverständlich, um Stimmung zu erzeugen. Afrika. Das beruhigte Marokko. Paris, 4. Juli. Wie aus Rabat vom 1. d. M. genteldet wird, würde das Lager der Generale Baumgarten und Gouraud am Inauenflusse von Riataleuten angegriffen. Die Marokkaner wurden Die Fran zurückgeschlagen und erlitten sehr große Verluste. 30sen hatten 9 Tote, darunter einen Hauptmann und 20 Ver= wundete, darunter 2 Offiziere. Jaurès schreibt in der Humanitë" anläßlich der verlusta reichen Kämpfe gegen die Zajan- und die Riataleute: Wie weit find wir von der Pazifizierung doch entfernt, die man uns alle Tage anWas mögen sich die Bürger Misters unter dem Bürgerkrieg" fündigt. Die Eroberung wird immer schivieriger und kostspieliger vorstellen? Wahrscheinlich etwas, was sie nicht sonderlich in ihren werden, je größer die zu besetzenden Gebiete find. Ein großer Teil täglichen Geschäften stört. In den Ortschaften Ulsters, wo man mit der militärischen und finanziellen Hilfsquellen Frankreichs wird dem Fremdenverkehr rechnen muß, hofft man, daß auch in diesem dieser undankbaren Aufgabe zugewendet werden müssen, gerade jetzt, Jahre der Strom der fremden Besucher nicht ausbleiben wird. wo unsere finanzielle Lage immer trauriger und der europäische HoriIn dieser Beziehung leiftet sich das Chauvinistenblatt, die„ Daily 3ont trüber wird. Mail" ein schönes Stückchen. Vor etlichen Tagen schrieb das Blatt in bezug auf den enuen Armeebefehl der Ulsterfreiwilligen: " Die Spannung in Ulster, die mutwilligerweise durch die Teilnahmslosigkeit und Verschleppungspolitif des Kabinetts her= aufbeschworen ist, hat einen Puntt erreicht, wo etwas brechen muß. Wenn nicht ohne Ausflüchte und Verzögerung Schritte getan werden, um die unwiderlegbaren Ansprüche Ulfters zu befriedigen, ist der Bürgerkrieg in der Tat in Sicht." Erfolgreich war ein fialdemokratischer Antrag zu der Buwendung von 3500 m., die sie Stadt feither jährlich an latholische und protestantische Geistlicher Unterstützung hilfsbedürftiger Ston firmanden beider Konfessione gab. Der Betrag wurde um 1000 M. erhäht und es werden fünf auch armen freireligiösen und israe litischen Kindern Zuwendung geniacht werden. Neuerdings wird bekannt, daß die katholischen Ordensschwestern Freitarten zur Benutzung der städtischen elebischen Straßenbahn besigen- sonder barerweise ist diese Aufwendig im städtischen Budget gar nicht erwähnt. Anleitung, wie man bem Staate die Steuer entziehen kann, gibt das Amtsblatt der Diözese Mainz. Dort ist als beste Blattes ohne Bauchgrimmen. Form für Stiftungen, e Shentung gegen Leibrente empfohlen, weil dadurch die hohe Schentungssteuer von 10 Broz. in Wegfall tomme" aufenthalt hochhält." Und das schlucken die Hunderttausende patriotischer Leser des " Aus der Partei. als ant Genoffe Scheidemann über das Sisenbleiben beim Kaiserhoch. In Mannheim und in Karlsruhe sprach Genosse Scheide Seine Kritif art mann dieser Tage in überfüllten Versammlungen. den gegenwärtig herrschenden Zuständen fand stürmische Zustimmung. Ueber den Rahmen der Versammlung hinaus find die AusSo der finstere Leitartikler. Auf der vorhergehenden Seite führungen Scheidemanns über die Haltung der Reichstagsfraktion bei Schluß des Reichstages bemerkenswert. Unter Hinweis auf preist dasselbe Blatt Ulfter als einen idealen Ort an, wo man bas Berhalten der Gegner, denen tein Mittel zu schlecht ist, feine Ferien verbringen könnte. um es nicht gegen uns anzuwenden, tam Genosse Scheidemann Von Ulster schreibt dort der Korrespondent der„ Daily Mail": auch auf das Sißenbleiben" im Reichstage zu sprechen. Es sei „ Der Oberbürgermeister und die Stadträte Belfasts, die eine Verlogenheit jondergleichen, so führte er aus, wenn Hotelbefizer, Eisenbahndirektoren und einflußreiche Leute aus die neue Tattit" eine gegen die Person des Kaisers den Städten nördlich von der Hauptstadt Ulsters erklären, daß gerichtete Demonstration bezeichne und entsprechend ausnüße, unt Es fet die„ Daily Mail" Ulster einen großen Dienst erweist, indem sie eine patriotische Heze gegen unsere Partei au inszenieren. den Ruf der loyalen Proving als einen angenehmen Ferien- selbstverständlich, daß sich dabei notorische Majestätsbeleidiger, wie die„ Post" die" Post", die die Worte prägte:„ Guillaume le timide" am meisten ereifern. Wir bekämpfen als Gegner des Kapitalismus doch nicht den einzelnen Repräsentant, ebensowenig drängt uns unsere republikanische Gesinnung zu Demonstrationen gegen den einzelnen Repräsentanten der Monarchie. Wir bekämpfen Inftitutionen, nicht Personen. Die Befürworter des Sizenbleibens haben sich denn auch mit Eifer gegen die Unterstellung gewandt, daß es sich um eine Demonstration gegen den Kaiser gehandelt Paris, 2. Juli.( Eig. Ber.) Das Schlagwort von der habe. Sie begründeten das diesmalige Verhalten mit dem Hinweis Der Massenstreitprozeß beint zu einer Massenanlage werden republikanischen Majorität" wird für die Radikalen immer fraten, wenn diese den Saal vor dem Hoch verließen. nachriefen:„ Sie auf die albernen Wigeleien unserer Gegner, die den Sozialdemo Es sind außer Genofsin Luremburg und Genossen mehr zum Deckmantel der schäbigsten Besißstandpolitik. In fliehen", schneller" uff. Diesen Herrschaften sollte einmal ad oculos Rosenfeld noch eine Reihe Genossen verantwortlich vernommen, die feinem Namen hat die bürgerliche Linke das Ministerium demonstriert werden, daß man sich ja auch fanders verhalten kann, in der Berliner Verbandsgeneralversammlung gesprochen haben. Viviani gestützt, obzwar die Regierungserklärung dem Pro- daß man einmal, um ihnen die ganze Torheit ihrer albernen Butiner" 3 durch or einer Menschenmenge" 3 Ungehorsam gegen die Gefeße, our gramm von Bau Hohn sprach es genügte ihr, daß Männer Bigeleien zu zeigen, im Saale bleiben tönne! Wahrhaftig, wenn Zustimmung in der geschlossenen Bere gegen die Gesetzbuch dieser republikanischen Majorität" auf den Ministersesseln bie Frattion gegen den Kaiſer persönlich hätte demonſtrieren wollen, purchaus gefeßmäßigen beiden Resolutionen zum Massen faßen." Heute hat die Linke eben dasselbe Brinzip" zu einem bann wäre es am Blaze gewefen, als er sich in feinen Neben mit Vorliebe noch mit unserer Partei beschäftigte, als er beispielsweise streit aufgefordert sein. Auf die Anklage sind wir gespannt." Gie Keulenschlag gegen die Wahlreform benutzt. sprach von der Rotte von Menschen, nicht wert, den Namen wird einen uns nicht weniger als unerfreulichen Beweis dafür lieSchon bei der Wahl der Kommissionen hatten die Reform- Deutsche zu tragen". Diesen Ausführungen des Genossen Scheide fern, wie unsere Gegner Matthäi ant leßten vor sich sehen und feinde in der Kommission des allgemeinen Stimmrechts die mann wurde sowohl in Mannheim wie auch in Starlsruhe allpolitische Bestrebungen durch Strafprozesse und wunderliche Aus- Mehrheit bekommen. An sich wäre das von keiner entscheiden- feitig zugestimmt. legungen zu ftrangulieren suchen. Ehre der„ Mecklenburgischen den Bedeutung gewesen. Jaurès hat noch in der heutigen Landeszeitung", die diese Freude uns beschert hat. zu sollen. Der Mfenstreifprozeß. Ablehnung aller Richter eines Landes. Frankreich. nobis2. 00 Eine Niederlage des Proporzes. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Der Bezirksparteitag eine öffentliche Versammlung. Vom Schöffengericht in Ahlen i. W. wurde der Bezirkssekretär Genosse M. König- Dortmund wegen Bergebens gegen das Reichs au vereinsgefeß zu 20 M. Geldstrafe verurteilt. Das„ Bergehen" bestand darin, daß König den außerordentlichen Bezirksparteitag vom 26. Januar 1918 als eine gefchloffene Vereinsveranstaltung demokratischen Partei Zutritt hatten. Er meldete bie Tagung infolge betrachtete, zu der auch in der Tat nur Mitglieder der soziala beffen nicht an. Trotzdem erschienen zwei Beamte zur Ueberwachung. Dagegen wurde Beschwerde eingelegt, die aber verworfen worden ist. Das Gericht tam zur Verurteilung, weil wie es fagte der Personenkreis der Partei so groß ist, daß sehr viele Leute an der Versammlung teilnehmen konnten. „ Sumanité" erklärt, daß er erwarte, daß die Kommission ihren Entwurf, an dessen Ausarbeitung sich die proportionalistische Minderheit nicht beteiligen würde, vor SessionsDas Weimarische Landgericht hatte sich gestern abermals mit schluß fertigstellen und die Kammer anfangs des nächsten einem Prozeß aus den bekannten Affären des früheren Kieler Universitätsprofessors Lehmann- Hohenberg zu beschäftigen, und Jahres die Entscheidung im Sinne des reinen Proporzes zwar handelt es sich diesmal um einen Beleidigungsprozeß gegen fällen werde. Er erwarte aber für heute auch einen klaren Professor Lehmann- Hohenberg wegen Beleidigung des Griten Beschluß der Kammer zugunsten des Proporzes. Staatsanwalts am Weimarischen Landgericht, Dr. Blochmann, durch Es kam indes anders. Nachdem der Führer der Proeinen offenen Brief an diesen Beamten. portionalisten, der Gemäßigte Charles Benoit, einen ReDer Angeklagte lehnte die Richter, die in den Prozessen gegen solutionsantrag vorgebracht hatte, der die Verhältniswahl ihn früher tätig waren, als befangen ab; desgleichen alle anderen forderte, erklärte zunächst der Erpolizeipräfekt Andrieur, Jem Weimarer Justizminister unterstellten Richter, weil dieser das ber es bom französischen Gehilfen der Dehrana zum Führer der bereit für sich in Anspruch genommen habe, den Angeklagten zu bürgerlichen Demokratie gebracht hat, daß die Republik andere Recht für sich in Anspruch genommen habe, den Angeflagten au Die Verhandlung wurde vertagt, damit erst über das Ab. Sorgen als die Wahlreform habe, und der Ergenosse Breton, lehnungsgesuch von zuständiger Seite entschieden werde. der fanatischste Gegner des Proporzes, den die Wahlreformfeinde just zum Vorsitzenden der Kommission gemacht haben, Zu Staatsministern und Mitgliedern des preußischen Staats- beantragte, in die Resolution, die von der Verwirklichung der ministeriums wurden der Staatssekretär des Reichsichazamts Wahlreform sprach, die Worte einzufügen:„ durch die ühn und der Staatssekretär bes Auswärtigen Amts v. Jagow Einigung der republikanischen Mehrheiten Schwerer Unglüdsfall in einer Metallgießerei. beider Kammern". Bergeblich protestierte Genosse Elberfeld, 4. Juli. In der hiesigen Jägerschen Eisen-, StahlGroussier, der unermüdliche Vorkämpfer der Reform, und Metallgießerei plakte infolge zu großer Sigeentwidelung ein Vom„ Bürgerkrieg" in Ulster. gegen den Unfug, in das parlamentarische Wesen, wo jede großer Schmelzofen. Durch umherfliegende glühende Gifensplitter wurden zwölf Arbeiter verlegt, darunter zwei so schwer, London, 3. Juli.( Eig. Bec.) Als eine Spekulation auf die Stimme gleich zähle, durch den künstlichen Begriff einer re- daß fie faum mit dem Leben dovonkommen dürften. liberale Angstmeierei hat sich die beständige Drohung der englischen publikanischen" Mehrheit, einen Widersinn hineinzutragen, Stonservativen mit dem Bürger rieg in Ulster nicht als erfolglos und fragte, wo denn bei dem Dreijahrgesetz die„ republikanische berdiesen. Sie hat die Regierung dahin gebracht, daß sie so ziem- Mehrheit" geblieben fei. Und wie sei es denn mit den SoHöhscheid, 4. Juli. Da er troß größter Bemühungen eine lich jeden halbwegs annehmba en Vorschlag ihrer Gegner anzialisten, die man einmal zu dieser Mehrheit zähle und das Arbeit finden fonnte, legte sich der 50 Jahre alte Arbeiter nehmen wird, wenn sie nur Ruhe haben kann. Diese Wirkung andere Mal nicht. Aber seine Mahnungen waren ebenso Göttling von hier auf die Eisenbahnschienen und wurde von scheint sich auch nur im Parlament zu offenbaren; denn draußen umsonst wie die Jaurès', der die Radikalen davor warnte, einem Zug überfahren.. Die Maschine ging dem Unbeim Publikum merkt man nichs von der afuten Arise", in der der Wahlreform einen politischen Charakter zu geben. Das glüdlichen über den Kopf, jo daß der Tod auf der Stelle eintrat. ernannt. Letzte Nachrichten. Aus der besten der Welten. COUNTHORS HERMANN TIETZ LEIPZIGER STRASSE ALEXANDERPLATZ FRANKFURTER ALLEE Saison- Ausverkauf Dieser Verkauf erstreckt sich auf fast alle Abteilungen. Sämtliche Waren, die dem Wechsel der Mode unterworfen sind, sollen vor Saison- Schluss geräumt werden. Preise teilweise bis zur Hälfte herabgesetzt Einige Beispiele der enormen Preisherabsetzung: Unterpreisposten 台灣 ca. 50000 Stück pas ca. 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Hierzu 3 Beilagen. 0 e It ie B cl Nr. 180. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Gewerkschaftliches. Die Werkmeister gegen den gelben Terror. Es gibt wohl kaum eine bessere Bestätigung für die Rich tigkeit der marristischen Gesellschaftsfritif, als die Folgerichtig. feit, mit der in unseren Tagen die Gruppen, die bisher als die besten und zuverlässigsten Stüßen des Kapitalismus angesehen wurden, eine nach der anderen zur Erkenntnis seiner Infultur gelangen und sich gegen die weitere Ausdehnung feiner immer unerträglicher werdenden Machtpolitik zur Wehr feßen. Das neueſte auf diesem Gebiet ist folgender Aufschrei aus den Kreisen der Werkmeister: " Vermehrter Arbeitswilligenschutz ist die Parole der Arbeitgeberverbände. Wir allerdings rufen nicht nach einem vermehrten Schuße der Arbeitswilligen, da die gesetzlichen Vorschriften vollkommen ausreichen, um etwaige Uebergriffe der Arbeiter bei Aussperrungen auf das richtige Maß zurückzuführen. Wir verlangen heute etwas ganz anderes! Nämlich den Schuh der 28ertmeister gegen den Terrorismus im Betriebe, der sich heute überall breit macht, der heute dem tüchtigen Wertmeister das Leben verleidet, ihm die Arbeitsfreude nimmt. Dabei handelt es sich nicht um die freien, chriftlichen und Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften, sondern um den Terrorismus, den die Wertvereine ausüben, bziv. die Personen im Betriebe, die die Schutzpatrone der Werkvereine find. Darunter leiden am allermeisten die Wertmeister, bei denen man von vornherein eine neutrale Stellung den verschie denen Arbeitergruppen gegenüber erwartet. Aber nicht nur die Werkmeister sind es, die darunter zu leiden haben, sondern die technischen und Bureauangestellten der Fabtikbetriebe, bei denen auch alles geschieht, um sie zu Mitgliedern der Werkvereine zu werben." Sonntag, 5. Juli 1914. Damit wird für uns allerdings nur bestätigt, was wir stände Nachsicht walten lassen, sintemalen diese schon hinsichtlich aus den Klagen der Arbeiterschaft schon lange wußten. Die der Qualität der gelieferten Arbeiten durchaus am Blage ist. Tatsache jedoch, daß jetzt sogar den Werkmeistern die Sache Aber auch die unterirdischen Kanäle" scheinen verstopft zu sein, zu toll wird, beweist doch, wie weit die Vergiftung des Arbeits- sonst wäre es wohl nicht notwendig, streifenden Bildhauern Streilverhältnisses unter dem Einfluß der gelben Bewegung be- folchen war recht charakteristisch mit einem Trauerrand versehen, an arbeit anzubieten. Der Briefumschlag mit dem Schreiben an einen reits gedichen ist. Denn man beachte wohl: Der Protest der geblich um den Lehrling, der den Brief zur Post gab, irrezuführen. Werkmeister ist nicht aus einer tieferen Ueberzeugung geboren, Man kann ja begreifen, daß die Stimmung der Prinzipale feine ist nicht etwa von der Erkenntnis ihrer Klassenlage diftiert, rosige ist, aber man sollte sich doch soweit beherrschen, dieses nicht fondern es ist nur der überwiegend gefühlsmäßige Aufschrei noch nach außen durch Trauerbriefe fund zu tun. Oder sollte der einer unterdrückten Schicht, die erste Auflehnung gegen den Streifende an die traurige Rolle denten, die ihm zugedacht war? Inzwischen ist an sämtliche Holzbildhauer Deutschlands ein Mißbrauch ihres Menschentums. Schreiben gerichtet, in dem auf den Kampf in Berlin hingewiesen wird, jede verdächtige Arbeit zurückzuweisen. Es dürfte demnach in den unterirdischen Kanälen" in nächster Zeit eine empfindliche Verstopfung eintreten. Es ist weniger die Sorge um die soziale Stellung, als um die Stellung im Betriebe, mehr ein Kampf um die ,, Autorität", als um persönliche Freiheit. „ Der Arbeiter, der mit dem Werkmeister im Werkvereine ist, nimmt sich alles Mögliche heraus, ohne daß der Wertmeister im stande ist, sich gegen die allzu große Kollegialität und Intimität seines Werkvereinsgenossen zu wehren." Der einmütige Beschluß der letzten Streifversammlung ist inzwischen den Organisationen der Arbeitgeber übermittelt. Außer dem wird es nötig sein, den einzelnen Arbeitgebern eine Darstellung von der ganzen Entwicklung des Streits zu geben, da die Auch das ist nur eine Bestätigung unseres Wissens. Die widersprechendsten Nachrichten in deren Kreisen fursieren. ständige Begünstigung und Verhätschelung der Gelben führt ganz naturgemäß dazu, daß die vielen minderwertigen Elemente unter ihnen zu terroristischen Handlungen und Redensarten in einem Maße ermutigt werden, daß sie auch jedem charaktervollen Vorgesekten widerlich erscheinen müssen. Aber deswegen ist es doch verkehrt, wenn die WerkmeisterBeitung" nun gleich das Kind mit dem Bade ausschüttet und summarisch erklärt, ein Werfmeister gehöre überhaupt nicht in einen Arbeiterverein, weil sich das mit seiner„ ,, Autorität" nicht vertrüge. Von den unvermeidlichen Ausnahmen abgesehen, werden frei organisierte Arbeiter immer wissen, wie sie sich ihren zu Werkmeistern avancierten Kollegen gegen über zu verhalten haben. Zum Streif in zwei hiesigen Großbäckereien. Aus Anlaß des Gerichtsberichtes betreffend das Verteilen von Flugblättern auf öffentlicher Straße werden wir von verschiedenen Seiten angefragt, ob die Differenzen etwa beigelegt sind. Das ist nicht der Fall. Sowohl über die Bäckerei Goldader, als auch über die Bäckereien Weidners, Inhaber der Firma Weidner u. Co. ist nach wie vor die Sperre verhängt! Alle gegenteiligen Gerüchte und Behauptungen find unwahr. Zentralverband der Bäcker und Konditoren. Ausland. Streit in einem englischen Arsenal. Von der Wertmeister- Zeitung" wird dies auch ausdrückDiese Worte enthalten eine wuchtige Anklage gegen das lich zugeben. Sie erklärt wiederholt, daß von einem Terro- gebrochen. Veranlassung dazu gab die Maßregelung eines AngeIm föniglichen Arsenal zu Woolwich ist ein Ausstand ausherrschende System und bilden eine vorzügliche Illustration rismus der freien Gewerkschaften oder von einer Abhängig stellten. Der Ausstand breitet sich schnell aus. Fast alle Mitglieder für die freche Lüge, die die Unternehmer und ihre Helfers- feit der Werkmeister von den Mitgliedern der Gewerkschaften des Verbandes der Maschinisten und der Angestellten der Lafettenhelfer mit dem fortwährenden Geschrei über den angeblichen feinesfalls die Rede sein könne, während alle dahingehende abteilung, insgesamt etwa fünftausend Mann, haben die Arbeit Terrorismus der freiorganisierten Arbeiter in die Welt ge- Behauptungen der Arbeitgebersekretäre in verstärktem niedergelegt. Die Lafettenabteilung, das Laboratorium und die fezt haben. Das Bemerkenswerteste aber ist, daß diese Säße Maße für die Werkvereine gelten! Das schließ- Geschügabteilung mußten geschlossen werden. en nicht von einer unkontrollierbaren Einzelperson herrühren lich alle Aeußerungen des gelben Terrors nur eine Gruppe as oder den gelegentlichen Stoßseufzer eines besonders schlecht in dem großen Kompier von Unterdrückungsversuchen bilden, Behandelten darstellen, sondern aus einem Leitartikel der mit denen die kapitalistischen Machthaber das arbeitende Volk ent nd # en Werkmeister Zeitung" stammen, die das Organ niederzuhalten suchen, belegt die Werkmeister- Zeitung" vordes 60 000 Mitglieder zählenden Werkmeisterverbandes in Düsseldorf ist. Dieser Verband gehört, wie wir erst fürzlich züglich mit den Säßen, in denen sie sich über die politische bargelegt haben, durchaus zu der Gattung der garmonie, Beeinflussung der Berfmeister beflagt: 31 e Co tes bereine und seine Politik ist alles andere eher als radikal. Aber gerade dieser Umstand gibt seinem Protest eine erhöhte tt Bedeutung und macht ihn zu einem Dokument, an dem kein et ernsthafter Beobachter unserer sozialen Zustände achtlos vornübergehen kann. Daß diese Zustände wahrhaft unerträglich al sind und dringend der Beseitigung bedürfen, beweisen am besten die Ausführungen, mit denen die WerkmeisterBeitung" beschreibt, wie die technischen Angestellten zu Mitchgliedern der Wertvereine gepreßt werden: ск ten em us em Tid en de di cte De e Jer ng id „ Gehört der Arbeitgeber der Zentrumspartei an, wird es ungern gesehen, toenn der Wertmeister eine führende Rolle in einem liberalen Verein spielt; ist der Arbeitgeber nationalliberal, darf der Werkmeister in der Zentrumspartei nicht den Ton angeben; ist der Arbeitgeber konservativ, verlangt er von seinem Angestellten auch Betätigung nach der konservativen Richtung hin." Also Terrorismus an allen Enden! Im gewerkschaftlichen wie im politischen Leben, im Betriebe sowohl wie in den privatesten Angelegenheiten. Daß die Werkmeister sich hiergegen munmehr auch zur Wehr seßen, ist im Interesse der ganzen Arbeiterklasse zu begrüßen. Hoffentlich bleibt es aber nicht bei dem papiernen Protest, sondern führt auch bald zu Taten, die befanntlich allein in der Lage sind, die Scharfmacher politif der Unternehmer zuibeeinflussen. Berlin und Umgegend. Der Streit der Holzbildhauer. " Hört man das von den beteiligten Personen, ist es geradezu haarsträubend, welche Mittel manchmal an gewendet werden, um das Rückgrat der Wertmeister, auf die der Arbeitgeber angewiesen ist, zur Nachgiebigkeit zu zwingen. Die von ihm hergestellten Produkte werden getadelt, überall findet man etwas auszusehen, das auch dann, wenn die Arbeiten, die der Werkmeister früher lieferte, absolut einwandfrei waren. Die Mitglieder der Wertvereine machen dem Wertmeister allerhand Schwierigkeiten, nur um ihn zum Beitritt zu zwingen. Oft werden gute In den drei Wochen seit Beginn des Streits hat fich die Hoffe Arbeiter in der Abteilung, die der Werkmeister angelernt hat, nung der Arbeitgeber, die Gehilfen würden des Streifens bald müde auf die er sich verlassen kann, nach und nach in andere Betriebe werden, nicht erfüllt. Statt dessen melden sich täglich Holzbildhauer, berfekt, nur damit seine Arbeit nicht mehr einwandfrei ist, die, durch das feste Zusammenhalten der Streifenden ermutigt, eben damit ihm bewiesen wird, daß er den gestellten Anforderungen falls die Arbeit niedergelegt haben. Es bleiben also herzlich wenig nicht mehr entspricht. Es ist auch nichts Seltenes, daß übrig, die nun, vereint mit den Heimarbeitern, die rettenden Engel dem Wertmeister mit der Kündigung edroht geworden sind. Vor dent Streit waren sie allerdings der Krebswird, wenn er dem Werkvereine nicht beitritt." schaden des Berufs, indessen darf man in Anbetracht der jetzigen Um Kleines Feuilleton. ja im Jünglingsalter noch als Flamme gelobert, aber.... wie sagt der Goethesche Knabe Lenter Doch vielen, eh man's noch erkannt, Berlischt es, traurig ausgebrannt. Massenstreik in den Oelgruben von Baku. Seit über drei Wochen wird in dem Naphtarayon von Baku ein Kampf ausgefochten, der an Heftigkeit und Erbitterung die meisten Arbeiterkämpfe der letzten Jahre hinter sich zurüdläßt. Ueber 40 000 Arbeiter stehen hier der Phalang der vereinigten unternehmer gegenüber, der Streif zieht immer weitere Kreise um sich, alle Industriezweige, die auf Naphthafeuerung angewiesen sind, ia auch die, die durch die eingetretene Berteuerung der Kohle betroffen werden, sind in den Bannkreis dieses Streites hineingezogen, und aus der Auseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit im Naphtharayon ergibt sich eine tiefgehende Störung des gesamten Wirtschaftslebens Rußlands, die mit jedem Tage eine größere politische Bedeutung erlangt. Die Naphthaarbeiter in Bafu, ein Gemisch der verschiedensten Nationalitäten, sind am 10. vorigen Monats in den Ausstand ge= treten, um mit vereinten Kräften gegen die unerträglichen Arbeitsund Lebensbedingungen anzufämpfen. handlungen an dem Starrsinn der Unternehmer scheiterten, blieb als einzige Waffe nur der allgemeine Streif. Seine Proflamierung wurde beschleunigt durch die im Naphtharayon ausgebrochene Bestepidemie, die das Leben der Arbeitermassen bedrohte und die wiederholt in den Vordergrund gerückte Frage der Regelung der sanitären Verhältnisse in den Delgruben und Arbeitervierteln von Baku wieder aufrollte. Die Unternehmer machten nicht. Die geringsten Anstalten, den Forderungen der Arbeiter entgegenzufomen, versprach ihnen doch der ausgebrochene Streik eine neue Gelegenheit, die Naphthapreise in die Höhe zu schrauben und ihre Millionendividenden auf Kosten der Arbeiter und der Konsumenten zu erhöhen. Allen Forderungen der Arbeiter, deren Berechtigung selbst von seiten hoher Regierungsbeamten und vieler bürgerlichen Ogane zugegeben wurde, sekte die Unternehmerpresse das Argument entgegen, eine weitere Erhöhung der Löhne würde den Ruin der Naphthaindustrie bedeuten. Hierbei war noch auf der kurz -" Vereine stehe: Reichsmarineamt, Reichstolonialamt, Auswärtiges Amt, Verein zur Hebung des Deutschtums, Aldeutscher Verband, Deutsche Kolonialgesellschaft usw." Wie Anfragen der Schauspielergenossenschaft ergeben haben, Der Wert des Geldes. Unter dem Titel„ Der kleine Beter" sind diese unterschiedlichen Protektionen" ein aufgelegter Mirakel über Mirakel. Nun hat der Dr. Dinter sein Fett! windel. Pläge für die leberfahrt beröffentlicht derzeit Anatole France in einer französischen Revue sind bei der b in die der Dichter leise das Licht seiner reifsten Manneserkenntniffe auch der Papst in Rom hat den guten Katholiken, dessen religiöses Direktoren nur um den einen Monat zu tun, in dem die Mitglieder ſeine Stindheitserinnerungen. In vielen der fleinen Begebenheiten, Nicht nur die Bühnengenossenschaft hat ihn fallen lassen, sondern Ostafrikalinie weber bestellt noch belegt. Wahrscheinlich ist es den durch den des bin the re Er v der er 55 Derraten. 2 " zu tomime gewährt und In der richtigen Erkenntnis, daß alle Kolonialpolitit fapita durchgerungen, daß auch ein folonialpolitisches Theaterunternehmen liftische Raubpolitit ist, haben sie fich offenbar zu der Erkenntnis notwendig auf Raub beruhen müsse. Humor und Satire. Kritik der unreinen Bernunft. Nun flieht die Masse aller derer, Die reisen fönnen welch ein Heer! Und von dem Schweiß der Oberlehrer Färbt sich in Nord und Ost das Meer. Pastoren auch, die lang berbauen, Bedecken breit den weißen Strand. Rentiers fieht man Kotletten fauen Und schwißend Burgen baun im Sand. Doch selbst im Angesicht der Wimpeln, Gelingt es fräftig, Fach zu simpeln, Wenn zwei Juristen baden gehn. Man faulenzt durchs Erholungsleben Und säubert, was sich fäubern läßt Der Stumpffinn mir bleibt weiter fleben, Denn dieser selbe sigt zu fest. symbolisch vorgezeichnet oder auch nur hingehaucht, feelische Miralel"-Speftafels bis zum öffentlichen Protestschrei verlegt fühlte, Züge, die später, methodisch geformt und zu den höchsten Menschheits- Gattin Mia Carmi, der Darstellerin der Mutter Gottes, eine Wallim Stich gelassen. Karl Bollmöller hat Arm in Arm mit feiner zielen erweitert, das ganze Wesen des Dichters einnehmen sollten. erzählt, daß er als ganz kleiner Junge, als einziges sind seiner fahrt nach Rom getan, um dem heiligen Bater feinen Kindlichen Geis Eltern, gewohnt, allein zu spielen, oft in einer Welt von Trainer horfant zu Füßen zu legen und ihn um die Approbation seiner Banbitten. lind der Papst hat fie gnädigst und seine Spiele mit lebhafter Phantastik in dieses to Träumerreich hineinstellte. hat dem Vollmöller den väterlichen Segen hineinstellte. Ein paar Stückchen Schokolade Reklame. zur Er darf jezt die lund gligendes Bapier genügten für einen von seiner Bhantasie erteilt als Erirazugabe Löniglich ausgestattenen Sonjiserieladen, in dem er alle Personen ganze Heiligen Legende für den Zirkus herrichten, ohne daß einer das Recht hätte, ihn bei den Geschäft zu stören. Der hl. Vater hat darstellte: die Kunden, die Angestellten, die er, wie er sich erinnert, ben großen Nugen, der der Kirche aus dem Tun des Herrn Vollmöller bon seiner eigenen Bedeutung erfüllt, mit trockenem Hochmut handelte. Nur als der Anabe die würdige Dame miment sollte, bie erwächst, recht wohl erkannt. Der Katholizismus kommt durch solche in der Kaffe saß, ging ihm die Gelehrtheit aus. Wohl hatte er Schaustellungen wieder in Mode, und der ganze Berliner Westen sing in der Wirklichkeit beobachtet, daß Gold- und Silberſtüde in die läßt sich taufen. Reinhardt foll' übrigens, burch den Erfolg Tes Miratel" vom Werte des katholischen Glaubens überzeugt, bereits Labe gegeben und herausgenommen werden, aber der Sinn dieser Operation war ihm nicht klar. Er ging in seiner Not zur Mutter, übergetreten sein. Auch der Felix Holländer ist bereits auf dem folgende Frage stellte: Mama, jag mal, wer gibt eigentlich Wege nach Rom. Und das ist ein Glück für die Menschheit! das Geld im Laden? Gibt es der, der fauft, ober der, bet bertauft braucht dann seine Sünden nicht mehr in langweiligen BekenntnisDie Mutter, erzählt Anatole France, jah ihn mit einem großen Blick romanen abzuladen, sondern kann sie der Verschwiegenheit des Beicht- Die fern im Meer auf Schiffen wehn, der lleberraschung an, lächelte, aber antworteten at neat ſtuhls anvertrauen. ins Zimmer und die Mutter fagte zu ihm: Weißt Du, was der Hoffentlich ist Bollmöllers Besuch beim Bapst an Ort und Stelle Junge mich eben gefragt hat? Nein, das kannst Du wahrlich nicht gefilmt worden. Es wäre ein unerfeglicher Verlust, wenn den ZeitEr will wissen, wer von beiden zahlt: der Käufer oder genoffen der Anblick dieses Kulturereignisses vorenthalten würde! der Verläufer.... D, die liebe Einfalt, sagte der Vater. Aber die Ein kolonialpolitisches Theaterunternehmen. Aus einer Warnung", Mutter nahm einen ernsten Ton an, und auf ihrem Gesicht spielte die im Neuen Weg", dem gewerkschaftlichen Organ der Schauspieler, eine Art Besorgnis, als sie zum Bater gewendet fagte: veröffentlicht ist, erfährt man von einem Theaterbirektor, der die Mein Freund, da ſtedt noch etwas anderes drin als findliche Ein- deutschen Kolonien in Afrika mit feiner Kunst beglüden will. Der falt; das ist ein Charakterzug. Peter wird nie den Bert unternehmende Mann hat einer Dame für das Fach einer ersten des Geldes tennen. jugendlichen Charakterdarstellerin und Gesangssoubrette eine Gage Meine gute Mutter, sagt der Dichter, hat richtig mein Wesen von 160 M. im Monat geboten. Wer die rasenden Kosten eines geahnt und mein Geschid erraten. Sie hat richtig prophezeit: europäischen Aufenthalts in den Tropen fennt( um von den gesundniemals sollte ich den Wert des Geldes tennen lernen. So heitlichen Gefahren ganz abzusehen), wird den Hundelohn richtig zu var ich mit drei oder dreieinhalb Jahren, so blieb ich würdigen wissen. bis ins Alter hinein. Nie habe ich den Wert des Geldes erkannt. Nichtsdestoweniger erscheint er dem Direktor selber offenbar vielmehr, ich habe ihn zu gut erkannt.... Ich weiß, daß das noch hoch. สิน Bebor die die Mitglieder interessante Geld die Wurzel aller lebel ist, die unsere grausame Gesellschaft Kunstfahrt nach Afrika unternehmen, müssen sie sich berwüstet und auf die wir noch stolz sind. Der fleine Junge von pflichten fast einen ganzen Monat lang in Weißenburg in damals, der nicht wußte, wer zu zahlen hat, Käufer oder Verkäufer, Bayern auf Teilung zur Probe zu spielen. Die Kosten feien Billiam Morris prophetischer Erzählung denken, der, weil er sie mit follte wohl die kapitaliſtiſchen Stofſten übernehmen? Wenn die Mit- im Theater des Westens beginnt am Sonntag, Montag und Liebe fabriziert, nur lauter schöne Pfeifen macht und sie glieder die kapitalistischen Kosten, der Direktor aber den kapitalistischen Dienstag mit dem Rheingold". In der ersten Serie fingt berfchentt, aber nicht verfauft. Brofit übernimmt, ist die Welt doch völlig in Ordnung. Herr Spemann aus Darmstadt den Loge, Siegmund und Siegfried. Auf den Briefbögen renommieren die Direktoren( es find givei), Abonnements werden wieder zu ermäßigien Preisen Schumann daß ihr Unternehmen unter dem Protektorat folgender Aemter und straße 14a ausgegeben. 1211 oder bat In wie vielen, möchte man diesen Erinnerungen hinzufügen, in der Kindheit folch ein idealistisches Flämmchen gebrannt, H ber= Auch ist es leider nicht gelogen, Was man mit tiefem Schmerze fühlt, Daß selbst die kräftigste der Bogen Durchaus nicht in das Innere spült. Was nügt es, fich ins Meer zu sterzen Dies ist es, was den Mensch beschwert Wenn er im Geist und auch im Herzen Genau so bredig wiederkehrt? Notizen. Knag - Theaterchronit. Die zweite Gruppe des„ Ringes" dieses Prämiensystem heute ganz allgemeine Verbreitung gefunden hat. Die Geschäftsstille hat auch im Ausfuhrgeschäft um fich gegriffen, und auch hier wird eine allgemein abwartende Saltung eingenommen, da borläufig der überseeische Markt genügend mit Material gedeckt zu sein scheint...." borher stattgefundenen Generalversammlung der Aktionäre der, Tarifabschluß des Hauptvorstands gut und verurteilte die Haltung Firma" Nobel" in Petersburg- einer der beiden Firmen, die die der Opponenten. gesamte russische Naphthaindustrie syndiziert haben festgestellt Der Mitgliederstand war während der dreijährigen worden, daß der Reinertrag dieser Firma im Jahre 1913 die un- Berichtszeit ziemlichen Schwankungen unterworfen, was seine Urgeheuerliche Höhe von 18 Millionen Rubel erreicht hat. Gegenüber fache sowohl in der einsehenden Wirtschaftskrise als auch in dem dem Vorjahr bedeutete das eine Steigerung des Reingewinns um unglücklichen Ausgang der Bewegung im Steindrudgewerbe hatte. Sie schließt dann ihre allgemeine Betrachtung mit dem Hin5 Millionen Rubel. Einen ähnlichen Dividendensegen" weisen die Im ersten Jahre der Geschäftsperiode stieg die Zahl der Mit- weis, wie notwendig es ist, auch die sogenannten B- Produfte Rechenschaftsberichte der übrigen Naphthafirmen auf, trotzdem glieder von 15 891 auf 16 965, 1912 fiel fie auf 15 586 und Ende( Stabeisen, Walzdraht, Bleche, Röhren, Guß- und Schmiedestücke) weisen aber die vereinigten Unternehmer die durchaus berechtigten 1913 betrug fie 15 934. Die Steigerung hält an, so daß zu hoffen zu syndizieren, dem gewöhnlichen Refrain aller Berichte über die und noch viel zu geringen Forderungen der Arbeiter mit einer ef- ist, daß im laufenden Jahre noch das 17. Tausend erreicht wird. Eisenmarktlage. tigkeit zurück, die sich nur durch den Wunsch erklären läßt, durch Von den Lohnbewegungen traf die im Steindrudge Betrachtet man die einzelnen Angaben derselben Zeitung die Hinausziehung des Streits eine neue Gelegenheit zum Empor- werbe den Verband sehr schwer. Diese Bewegung ging bekanntlich näher, so bemerkt man, daß es den Rohstoff- und Halbfabrikats schrauben der Naphthapreise zu schaffen. von den Steindruckergehilfen aus, die dann die Hilfsarbeiter in produzenten noch gar nicht schlecht geht. Der Absah von Erzen und Inzwischen hat aber der Streit in Baku eine Schärfe an- Mitleidenschaft zogen. Der Streik kostete den Verband fast eine Roheisen beträgt ungefähr 80 Proz. der Leistungsfähigkeit der genommen, die zu den schlimmsten Erwartungen berechtigt. Wie viertel Million Mark, obwohl fast zwei Drittel der Organisierten Betriebe. Das Synditat der Siegerländer Eisensteinder Dumaabgeordnete Genosse Stobelew, der sofort nach Aus- daran nicht beteiligt waren. Wie schon der außerordentliche Ver- gruben hat mit Oberschlesien und den großen rheinisch- westbruch des Streits nach Batu geeilt ist, der Petersburger Arbeiter- bandstag, wird sich auch der kommende Verbandstag mit der Frage fälischen Hütten langjährige Abschlüsse gemacht, die eine Unterzeitung" telegraphierte, sucht der Stadthauptmann Martynow beschäftigen, ob in Zukunft solche Bewegungen einseitig von den brechung in der Abnahme nicht zulaffen. Es hält auch die Preise durch täglich neu ersonnene brutale Eingriffe in den Streit die Steindruckergehilfen vorbereitet und durchgeführt werden dürfen. fast unverändert hoch, auf 18,5 M pro Tonne Rostspat und 12,1 M. Kraft der Arbeiter zu brechen und sie zu Ausschreitungen zu Dabei werden wohl auch Anträge auf Verschmelzung aller Ver- pro Tonne Rohspat. Ebensowenig fümmert sich das Roheisenprovozieren. Nach einer allgemeinen Erklärung, daß ein fried bände im graphischen Gewerbe zu einem großen Industrieverband syndikat um den Konjunkturrüdgang. Die Preise haben nominell licher Streit sich ohne Einmischung der Polizei vollziehen könne," zur Erörterung fommen. für das Inland keinerlei Veränderungen erfahren, nur soweit die schloß er große Kategorien von Arbeitern vom Streit aus und er- Ein festes Tarifverhältnis besteht zur Zeit in 18 Orten englische Konkurrenz in Frage kommt, haben in den Distrikten, flärte die Polizei für berechtigt, die energischsten Mittel zur Nieder- für zusammen 9526 Mitglieder. Daneben bestehen für noch weitere wo englisches Eisen eingeführt wird, Preisermäßigungen von 1,50 werfung des Streits zu ergreifen. Die Polizei ließ auch nicht 18 Orte sogenannte Einzeltarife. Mindestens 10 000 Mitglieder bis 2,00 m. gegenüber den früheren Preisen Plaz gegriffen. Diese lange auf sich warten. In wenigen Tagen wurden 500 Arbeiter, des Verbandes arbeiten zu tariflich geregelten Lohn- und Arbeits- Distritte liegen, abgesehen von den Küstengebieten, hauptsächlich angeblich wegen Belästigung der Arbeitswilligen, ins Gefängnis verhältnissen. an den Binnenwasserstraßen, dem Rhein und der Elbe." Im geschleppt. Die Gewerkschaft der Naphthaarbeiter ist geschlossen. Die Kassenverhältnisse haben sich in den drei Jahren allgemeinen stellen sich die Preise ungefähr auf die Höhe von 1912, Jeder Versuch, Versammlungen zu veranstalten wird unterdrückt. nur wenig geändert. Wohl find die Einnahmen des Verbandes sind also gegenüber dem Niveau von 1913 etivas doch zurüdNicht genug damit, hat die Verwaltung einiger Fabriken in den größer geworden, aber die Ausgaben steigerten sich in demselben gegangen, in der Hauptsache unter dem Druce der englischen umliegenden Dörfern halbwilde Banditen angeworben, die unter Maße. Das Vermögen ist um 26 115 M. gestiegen und betrug am Konkurrenz. Wo sich diese weniger fühlbar macht, hält das Syn Führung der Fabritbeamten mit der Waffe in der Hand die in den Ende der Berichtszeit 144 045 M. Den Einnahmen von 1 327 045 M. ditat an den Hochkonjunkturpreisen nach wie vor fest. Ebenso find Gruben lebenden Arbeiter zwingen, die Arbeit aufzunehmen. standen 1 390 929 M. an Ausgaben gegenüber. An Streikunter die Preise der A- Produkte des Stahlwerksverbandes nur Leisten die Arbeiter Widerstand, wird von der Waffe Gebrauch stüßung wurden 277 925 M. ausbezahlt, wovon 44 938 M. durch Regionen, wo man auf französische und belgische Konkurrenz stößt, gemacht. Im Spital ist bereits eine Anzahl verwundeter Arbeiter Extrabeiträge aufgebracht wurden. In ungewöhnlicher Weise heruntergegangen. So die Preise für Platinen. eingeliefert. Damit hat aber der Terror in Batu noch nicht seinen steigerte sich die Arbeitslosenunterstüßung. Betrug diese 1911 nur Ganz anders liegen die Verhältnisse auf den Märkten der Höhepunkt erreicht. Die Unternehmer haben den streifenden 48 614 M. so schnellte sie im folgenden Jahre auf 90 409 m. empor B- Produkte, to bekanntlich freier Wettbewerb herrscht. Hier Arbeitern Licht und Wasser entzogen, das Recht auf Kranken- und erreichte 1913 die nie dagewesene Höhe von 94 056 M. Die sind die Preise der Fabrikate unier die der unterstützung genommen, den ganzen Rayon mit Kosaten über- Krantenunterstützung hat im gleichen Zeitraum eine Steigerung albfabritate gefunken. Grobblech beispielsweise wird schwemmt, einzelne Schichten der Bevölkerung gegen die Arbeiter von 33 024 M. auf 44 680 M. zu verzeichnen. schon zu 96 M. pro Tonne abgegeben, während der Stahlwertsaufgeheßt, um schließlich, Hand in Hand mit den Behörden, an die Die Tagesordnung des Verbandstages sieht neben den verband, nach dem„ Berliner Tageblatt", für Platinen, aus denen gewaltsame Entfernung der Arbeiter aus den Wohnungen zu Rechenschaftsberichten in erster Linie eine Aussprache über die Bleche gewalzt werden, 97,5 M. pro Tonne fordert. Ebenso werden schreiten. Den Streifenden wurde dieser Tage offiziell angekündigt, geführten Lohnbewegungen vor, wobei die Lehren aus der Stein- Drahtstifte schon zu 11,78 M. pro 100 Kilo verkauft, während gewenn sie am folgenden Tag nicht die Arbeit aufnehmen würden, bruderbewegung gezogen werden sollen. Die Unterstübungen zogener Draht 13,28 M., also um 1,5 M. mehr als das Fertiga seien sie entlassen und ihre Pässe würden ihnen durch die Polizei sollen neu reguliert werden. Vorgeschlagen wird auch, eine weitere fabrikat, kostet. zugestellt werden. Die Unverheirateten müßten ihre Wohnungen Beitragsklasse mit 70 Pf. pro Woche( bisher beträgt der höchste in drei Tagen und die Verheirateten in sieben Tagen räumen. Beitrag 60 Pf.) einzuführen. Mit der Arbeitsnachweisfrage wird Bei Nichterfüllung dieser Forderung würden sie in verkürztem fich der Verbandstag ebenfalls befassen. Dies ist umsomehr not Verfahren ermittiert werden. Alle diese provokatorischen wendig, da es den Unternehmern hier und da schon gelungen ist, Maßnahmen der Unternehmer weisen darauf hin, daß sie die Ge- den Arbeitsnachweis an sich zu reißen. schlossenheit und die Disziplin der Arbeiter mit Gewalt zu brechen trachten. Da auch der aus Petersburg nach Baku fommandierte lich zum Wohl der Organisation erledigen werden. So harrt der Delegierten eine Fülle von Arbeit, die sie hoffentFabrikinspektor zu der den Unternehmern wünschenswerten Einsicht gelangt ist, daß der Streit der Naphthaarbeiter einen poli= tischen Charakter trage, steht wohl nichts mehr im Wege, in konjuntturridgang auf die Fertigindustrie Die festgefügten Verbände haben fomit den die nicht syndiziert ist, abgewälzt. Sie konnten die Preise der Rohstoffe und Halbfabritate hochhalten, obgleich die Preise für Fertigfabritate start gesunken sind. Daher das Geschrei nach einem Zusammenschluß auch der B- Produkte. daß der Kampf zwischen Arbeit und Kapital in den Delgruben von 12. Generalversammlung des Verbandes fönnen. Wären diese Verbände auf den Absatz allein an die überstellen. der Fabrikarbeiter Deutschlands. 6. Verbandstag der Buch- und Stein- Entlassung! Erschwerend für die Organisation fam hinzu, Umfang nicht viel fleiner ist als der gegenwärtige gesamte Inlands druckereihilfsarbeiter. T Leipzig, den 3. Juli 1914. Die Hochhaltung der Preise für Rohstoffe und Halbprodukte ist aber den Verbänden möglich geworden, weil die großen ge mischten Werke ihre Produktion fast ununterbrochen ausdehnen Bafu in derselben Weise und mit denselben Mittelen beendet" Verfeinerungsbetriebe angewiesen, so würden sie sich trotz der lang wird, wie im April 1912 auf den mit Blut gedüngten Goldfeldern jährigen Verträge zu Preisnachlässen verstehen müssen. Da aber an der Lena. Die Verantwortung fällt einzig und allein auf die der größte Teil der Rohstoffe und Halbfabrikate von den gemischten Regierung und die Unternehmerschaft zurück, die dem wirtschaft- arbeiterverbandes. Kaum eine andere Organisation hatte jo telle die Preise für den übrigen Teil hochhalten und den reinen Mit wuchtigen Stößen berannte die Arise den Bau des Fabrit Riesenbetrieben selbst weiterverarbeitet wird, so können die Kar lichen Kampf der Arbeiter nur die Knute und das Bajonett gegen unter den kleinlichen und gehässigen Schikanen der Fabrikanten zu Werken das Leben sauer machen. So drängen die gemischten leiden wie die Organisation der Fabritarbeiter. Vielfach wurden Werte immer mehr in das Gebiet der Verfeinerungsindustrie ein ihr Mitglieder abspenstig gemacht, indem die Fabrikanten das Ulti- und machen dieser Konkurrenz. Die Gelsenkirchener hat beispiels Austritt aus der Organisation oder weise unlängst die Produktion von Radiotoren eingerichtet, deren abfab der bestehenden Werke. Das gleiche tat sie mit Abflußröhren. Thyssen und Phönig haben große Drahtwalzanlagen errichtet. Ebenso dehnen sich auch andere Montanriesen immer mehr aus Diese Entwidelung ist fein Zufall, sondern liegt im Wesen der Verhältnisse begründet, die sich durch die Verbände ergeben haben, Hohe Rohstoffpreise müssen einen Abjabrüdgang zur Folge haben. Jede Produktionseinschränkung erhöht aber die Selbit fosten der Werke und droht, die Kartellrente, den Extras profit, den die Kartelle verschaffen, zu annullieren. Daher müssen die leistungsfähigen Werte einen Ausweg suchen, der ihnen er möglicht, die Produktion nicht einschränken zu müssen. Woller so müssen sie ihren Betrieb gar ausdehnen. Denn das technisc sie noch dazu die neuen technischen Errungenschaften ausnuten, vollkommenere Verfahren wird erst auf einer höheren Produktions stufe vorteilhaft, auch wenn man davon absieht, daß die Vereinigung der Weiterverarbeitung mit der Rohstoff- und Halbfabrikat produktion technische und wirtschaftliche Vorteile bietet. So er flärte der Generaldirektor der Mannesmann- Röhrenwerke auf der legten Generalversammlung, daß die unmittelbare Verarbeitung bon 300 000 Tonnen Roheisen in Stahl eine Kostenersparnis von rund 1½ Millionen Mark ergibt. Aus all diesen Gründen mußten sich die großen gemischten Werke immer mehr ausdehnen. Di nicht syndizierten Produkte. Folge ist aber eine starte Ueberproduktion auf den Märkten de Der Verband der Buch- und Steindruckereihilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands tritt am 5. Juli im hiesigen Gewerkschaftshaus zu seinem sechsten Verbandstag zusammen. Die Zeit seit dem letzten ordentlichen Verbandstag 1910 in Bremen brachte der Organisation viel Sturm und Kampf mit dem Unternehmertum, aber auch Streit in den eigenen Reihen. Da 1911 die erste Tarifperiode ablief, beschloß der Bremer Verbandstag 1910, in eine Tarifrevision einzutreten. Bei dieser Tarifbe= wegung fam es zu einem bedenklichen inneren Konflikt, der nicht allein den Tariffampf ungemein erschwerte, sondern den Verband auch in eine schlimme Situation brachte, so daß am Ende ein außerordentlicher Verbandstag, der im Februar 1912 in Berlin tagte, hierzu Stellung nehmen mußte. Diese Tagung hieß den -Bom Literatur Schacher. Der„ Kunstwart" teilt aus einer Zeitschrift für Schriftsteller und Journalisten" folgendes Inserat mit: daß sie vielfach mit einem rückständigen Element zu tun hat, das ausgeprägten Solidaritätsgefühls bar, ein Spielball der Willkür des Unternehmertums bildet. Diesem tam weiter zu statten, daß die Betriebe vielfach abgelegen sind, die Arbeiter von dem Strome der Allgemeinheit abgetrennt, sich leicht hilf- und wehrlos fühlen, Mißtrauen unter sich selbst auffeimen laffen und so alle Widerstandskraft gegen die Fabrikanten einbüßen, den schlimmsten Uebergriffen sich fügen, um den Preis jelbst der erbärmlichsten Brotstelle der Organisation die Treue brechen, nicht den But finden, durch gewerkschaftlichen Zusammenschluß ihre Menschenwürde und wirtschaftlichen Interessen zu vertreten. der Fabrikarbeiterverband hat sich wader gehalten, er hat die AnWenn man diese Umstände berücksichtigt, dann kann man sagen: griffe der Unternehmer mit Erfolg abgeschlagen, den Befikstand behauptet! Allerdings, am Schluffe des Jahres 1913 waren 213 Mitglieder weniger vorhanden als zu gleicher Zeit des Vorjahres, aber die Berechnung der Mitgliederzahl nach Jahresdurch schnitten ergibt für das letzte Jahr noch einen Zuwachs. Es wurden nämlich Mitglieder gezählt: 1911... männliche 161 169, weibliche 21 858, zus. 182 902 1912.. 179 862, 25 185, 204 997 1913 183 657, 36 366, 210 028 " " " pro ,, Verlag sucht Verbindung mit erfahrenem Redakteur, der in der Lage ist, gegen entsprech. Honorar größere Besprechungen von Neuerscheinungen abzufassen und dieselben in großen Tageszeitungen, beiden letzten Jahre 119414 Austritte, die zum guten Teile auf Das ist immerhin ein gutes Resultat. Dabei erfolgten in den Wochen- und Monatsschriften zu veröffentlichen. Offerten erbeten usw." die oben erwähnten Umstände zurückgeführt werden können. Wie Bekanntlich war die Erzeugung der B- Produkte zwar nicht Bürgerlicher und proletarischer Kunst= geschmad. Es ist ein alter, schöner Brauch, daß den Teilnehmern sehr speziell die Krise den Verband bedrängte, geht aus den folgen- syndiziert, aber fontingentiert, d. h. die Ueberschreitung der Höchst grenze der Produktion wurde mit einer Strafe von 23 M. den Angaben bor: an Kongressen Gelegenheit gegeben wird, sich von den Strapazen Im Jahre 1911 wurden an Erwerbslosenunterstüßung 1 100 201 Tonne belegt. Trozdem haben die Monbanriesen immer neu der Verhandlungen in Fejtkonzerten oder besonderen Theatervor- Mart gezahlt, im nächsten Jahre 1 307 822 M. und im legten Werke gebaut. Da ihnen die Strafe aber recht hoch anzuwachse stellungen zu erholen. So geschah es auch in der vergangenen Jahre 1552368 M.; die Summe der Unterstübungen für begann, bestanden sie bei der Erneuerung des Stahlwertsverbande Woche in München, Zwei Parlamente tagten hier zugleich: das Streifende und Ausgesperrte fant in derselben Zeit von 928 845 m. auf völlige Freigabe der Erzeugung von B- Produkten. Seit 191 der deutschen Aerzte und das der freien Gewerkschaften. Für begann nun auf diesem Gebiet ein toller Wettbewerb, der eine beide waren Festgenüsse vorbereitet. Und zwar konnten die Ver- auf 654 999 M. und stieg dann wieder auf 832698 M. Die ganze Entwickelung der Organisation gestattet das Urteil, großen Preissturz mit sich gebracht hat. Die großen gemischte treter der Aerzteschaft in einer Aufführung der Operette„ Kino- daß sie ihr taftisches Rüstzeug in Ordnung hat und zu gebrauchen Betriebe, die selbst Kohle, Roheisen und Stahl produzieren, könne Königin" von Jean Gilbert ihre rednerischen Bemühungen um weiß. In der materiellen Kriegsbereitschaft hapert es jedoch wohl natürlich auch Röhren, Stabeisen und Bleche billig herstellen. Läg das Heil ihres Standes vergessen, während sich die Gewerkschaftler etwas. Hoffentlich findet die für die Zeit vom 5. Juli und nächsten die Produktion dieser Artikel in schwachen Groen, so wäre i Gerhart Hauptmanns Künstlertragödie„ ollege Crampton" Tage nach Stuttgart berufene Generalversammlung des Ber- Spiel leicht gewonnen. Allein fie stoßen hier zum Teil auf eine um die Kampffähigkeit der kapitalkräftigen Widerstand. Vor allem sind es die Mannesmann -Deutsch franzöfifche Verständigung. Auf die bandes die richtigen Mittel, Organisation zu erhöhen. Mit einem gewissen Interesse Röhrenwerke, die mit Unterstüßung der Deutschen Bank mit de Umfrage eines Franzosen über diesen Gegenstand hat auch Richard darf man auch die Verhandlungen über die schwebenden StreitDehmel reagiert. Er sagt unter anderem: Seit 20 Jahren bemüht sich die Elite der deutschen Intellek- fragen, sowie der Stellungnahme der Generalversammlung zu den tuellen um gegenseitiges Verstehen aber immer wieder kläffen Beschlüssen des Gewerkschaftstongreffes entgegensehen. die beschränkten Instinkte von Schreiern und Böbel dazwischen. Auf jeden Fall wünschen wir den Fabrikarbeitern einen gedeihDennoch hat der kleine David über den großen Goliath lichen Verlauf ihrer Generalversammlung. triumphiert: schließlich wird auch der Geist über die Faust und die Maulhelden fiegen." ansahen. 0 Wirtschaftlicher Wochenbericht. Auf dem Wege zum Trust. Riefen den Kampf aufgenommen haben und sich sogar anschicker diesen Kampf selbst in das Gebiet der Montanindustrie zu tragen indem sie daran gehen, ein Roheisen- und Stahlwerk zu baue Dieser mächtige Konzern bat auch einen eigenartigen Vorschlo gemacht, über den jetzt als über eine Basis für den Frieden unter den Werken eifrig diskutiert wird. Bekanntlich ist die Quotenfrage bei allen Verbandsverhandlu gen das schwierigste Problem. Wie soll man wirklich die Beteili Sehr nett, aber auf Dehmel und die deutschen Intellektuellen gung der einzelnen, zuweilen recht verschieden gearteten Wer tommt es bei der ganzen Sache wenig oder gar nicht an. bemessen? Insbesondere wird die Entscheidung schwierig, wen Ein prähistorischer Urnenfriedhof bei Ham neue Produzenten hinzukommen, die sich einen Absaß erit au burg. Bei den Ausgrabungen, die das Hamburgische Museum für Kosten der anderen verschaffen können. Nach dem Vorschlage de Völkerkunde bei Fuhlsbüttel in der Nähe des Alsterflusses vorIhren letzten Bericht über die Martilage in Rheinland- West Direttors der Mannesmann- Röhrenwerke, Eichs, soll als Grundlag nehmen ließ, ist ein intereffanter Fund gelungen. Man stieß auf falen beginnt die Rheinisch- Westfälische Zeitung" mit folgender der Beteiligung der tatsächlich erreichte Abjak in A- und B- Br einen vorgeschichtlichen Urnenfriedhof, der nicht weniger als 230 Urnen Einleitung: dukten( also die gesamte Stahlproduktion zuzüglich der Zukäu mit reichem Inhalt an Schmuck und Gebrauchsgegenständen auf-" Die Marktlage wird von Tag zu Tag stiller, da die Kauflust in Stahl- oder Halbfabrikaten, aber ohne den Versand aus z weist. Die Urnen, die zum Teil sehr gut erhalten sind, stammen außerordentlich gering ist und abgesehen von vereinzelten Tages- getauften B- Produtten) gelten. Auf der anderen Seite abez j aus der Uebergangsperiode von der älteren zur jüngeren Gisenzeit. geschäften Abschlußfäufe nicht gemacht werden. Es kommt hinzu, neben dieser Befizquote" eine Leistungsquote" gewährt werde Der Urnenfriedhof ist der umfangreichste, den man bisher in Nord- daß bei den Werken bereits mit den Jubenturaufnahmen für das an die aus den eingehenden Bestellungen dann Zuweisungen e deutschland entdeckt hat. mit Ende dieses Monats abgelaufene Geschäftsjahr begonnen folgen, wenn die Befizquote erfüllt ist. An dem Gewinn über di wird, und bekanntlich sucht man sich für diese Zeit möglichst zu beutigen Marktpreise hinaus( die als Berrechnungspreise zu gelte entlasten: feine Einfäufe zu machen, dagegen an Fertigmaterial haben) nähmen dann die Werte sowohl mit der Besiz- wie mit de alles herauszuschaffen, was eben möglich ist. Die Werte sind in- Leistungsquote teil. Bugleich aber wird auch der fünftige Weiter folgedessen zurzeit auch nicht schlecht beschäftigt; sie suchen die aus ausbau geregelt, indem die Werte an der mutmaßlichen Abfa dent 2. Quartal noch rädständigen Mengen bei ihren Abnehmern steigerung nach Maßgabe ihrer Befitquote beteiligt werden solle unterzubringen und drängen deshalb nach allen Seiten hin um Diese dritte Quote, Bauquote", sollen sie an andere Synditat Abnahme. Bei der Geschäftsstille zeigen die Preise naturgemäß mitglieder zu einem im Maximum begrenzten Preise verkaufe wieder Nachgiebigkeit. Besonders der Stabeisenpreis ist wieder dürfen. auf 93,50 M. mit 1% Proz. Stonto Basis Oberhausen zurüdgegangen, trotzdem Werke, wie Hoesch, für das 3. Quartal voll tommen besezt sind und es vorerst ablehnen, für das 4. Quartal schon zu verkaufen. Leider bleibt auch die Tatsache bestehen, daß bon fast allen Werten für sofortige Spezifitationen besondere Vergünstigungen an die Abnehmer eingeräumt werden und daß Ein Sozialdemokrat als Ehrendoktor. Ein Sohn Johann Philipp Beckers, des alten deutschen Achtundvierzigers und späteren Freundes von Marg und Engels, der im Egil seines Vaters zu Genf geboren wurde, ist jetzt von der Universität Genf zum Ehrendoktor ernannt worden. Es ist das der einzige Sohn des alten Revolutionärs, der noch am Leben ist, er ist jetzt vierundachtzig Jahre alt und lebt als still bescheidener Greis in Lanch bei Genf. Er ist Schweizer Bürger und Parteigenosse, sein wissenschaftliches Verdienst beruht besonders in musikgeschichtlichen Arbeiten. Das drahtlose Telephon nach New York. Nach einer Erklärung, die der Leiter der Marconi- Gesellschaft abgab, wird Marconi aller Voraussicht nach noch vor Abschluß des laufenden Jahres drahtlos bon London nach New York telephonieren können. Diese recht komplizierte Berechnung ist auf folgender Grund lage aufgebaut: Den alten Werten bleibt ihr bisheriger Besisstand gewahr Dagegen erhalten die neugebauten Werte die Garantie, daß je Abfabvermehrung( durch die Anrechnung auf die Leistungsquote zuerst ihnen bis zu ihrer bollen Beschäftigung zufließt. Die neue 7. 2 fod -லம் Sa 26. G M Be 28i Sto Fr ab im ber der tla De die für St am 1. üb 4. am Kö Бан Ur ichi AL Wo fan Vo der gli er ge de mi di M g 41 ei 1966FACED NODRO Berte erhalten weiter durch die Verteilung des Gewinns auf die Leistungsquote den vollen Anteil an dem aus der Syndizierung und der dann erfolgenden Preiserhöhung resultierenden Gewinn, der, da die jetzigen Tiefpreise als Basis für die Gewinnberechnung zu dienen haben, recht erheblich sein dürfte. Steigt der Bedarf so weit an, daß der Bau von neuen Werken notwendig wird, so dürfen zunächst die alten Werte bauen, die neuen aber ihnen bloß die„ Bauquoten" abfaufen, wenn sie ebenfalls bauen wollen. Es ist selbstverständlich sehr fraglich, ob die Montanriesen auf diesen Vorschlag eingehen werden. Sein Grundgedanke ist aber überhaupt unausführbar. Er will nämlich sämtliche Werte verpflichten, während der Syndikatsdauer so lange keine neuen Anlagen zu schaffen, als die Leistungsfähigkeit jämtlicher schon be stehender Werke durch die Verkäufe des Synditats noch nicht erreicht ijt. Gegen eine Außenseiterkonkurrenz soll der„ Produktionsschutz", d. h. die Materialsperre, schüßen. Die Montanverbände dürfen an Wettbewerbewerte Rohstoffe oder Halbzeug nur im Einverständnis mit den B- Berbänden liefern. Die Montanverbände, die sich in der Hauptsache auf den Monopolbesitz der Naturprodufte stüßen, haben bis jetzt die Materialsperre nicht eingeführt, wenigstens nicht öffentlich proflamiert. Die Verbände der B- Produkte scheinen aber auf diese terroristischen Mittel nicht verzichten zu können. Geen wen soll sich aber die Materialsperre wenden? Gegen die großen gemischten Betriebe, die doch auch in den Montanverbänden de ausschlaggebende Macht darstellen? Oder sollen sie sich ausdehnen dürfen, während den reinen Zechen und Eisenwerken verbote werden soll, an neuen Werten ber Stahlverarbeitungsindustre zu verkaufen? Werden diese reinen Werke sich jede weitere Jusdehnungsmöglichkeit nehmen laffen? Wie wird sich außerdem der Pergfisfus, wie werden sich die anderen Außenseiter des Kohlensyndikatz zu der Materialsperre stellen? Schließlich ist dah noch die Möglichkeit vorhanden, ausländische Kohle und ausläbisches Erz zu verarbeiten. In der Tat konnten die Händler in vielen Fällen vorläufig über die Fabrikanten siegen. So gegen die Tuch- und gegen die Krawattentonvention, die die von den Händlern diftierten Bedingungen annehmen mußten. Wie lange aber werden sie dieses Sieges sicher sein? Sp. Gerichtszeitung. Erlebnisse mit Schuhleuten. dung, die sich in den Textilbranchen infolge der Konventionen-| Amtspflicht und versuchter Gefangenenbefreiung angeklagt. Hochkonjunktur vollzogen hat. Organisation der Abnehmerschaft Die als Zeugen vernommenen vier Schußleute bestätigten in gegen die Organisation der Fabrikanten und Lieferanten wird allen Teilen die Behauptungen der Anklage. Nach ihrer Behaup die wirksamste Waffe gegen Machtmißbrauch sein." tung hat Widerstand der Verhafteten vorgelegen und, nur diesen zu brechen, sei Gewalt angewendet. Anders schildern die Frauen der Angeklagten und eine Reihe Zeugen den Vorgang. So bekundete Kaufmann Taengef- Frankfurt a. M. als Zeuge: Ich pflege mich um fremde Angelegenheiten nicht zu fümmern und gehe den Schußleuten in möglichst weitem Bogen aus dem Wege, als ich aber sah, wie Schußleute zwei Herren, bei denen auf den ersten Blick zu erkennen war, daß sie den gebildeten Ständen angehören, in geradezu unglaublicher Weise auf offener Straße mißhandelten, da konnte ich meine Empörung nicht unterdrücken. Ich beschloß, auf die Gefahr hin, daß ich den Frühzug nach Frankfurt a. M. versäume, den mißhandelten Herren soweit als möglich beizustehen. Unendlich oft haben wir über Gerichtsverhandlungen be- ch wartete deshalb in kalter Januarnacht mit noch einigen anderen Herren und den Frauen der Angeklagten mehrere Stunden vor richten müssen, in denen nach ihrer Behauptung von Schutz der Polizeiwache, um den Herren meine Adresse als Zeuge anleuten" Mißhandelte wegen Beleidigung und Widerstands zubieten. Aehnliche Bekundungen machten alle anderen Zivilgegen die Staatsgewalt angeklagt waren, nachdem ihre Straf- zeugen und auch die Frauen der Angeklagten. anzeige gegen die Schußleute zurückgewiesen war. Die An- Amtsanwalt Müller hielt die Anklage in vollem Umfange aufgeflagten waren meist Arbeiter. Ueber solche Vorkommnisse recht. Er beantragte gegen Kempfe 150 M. Geldstrafe, gegen berichtet in der Regel die bürgerliche Presse nichts. Gestern Krüger, dessen Schuld nicht nachgewiesen sei, die Freisprechung. wurde vor der 134. Abeitlung des Schöffengerichts Berlin- die Pflicht, die ihnen vorgezeigten Legitimationen zu prüfen, che Verteidiger Rechtsanw. Dr. Esch: Die Polizeibeamten hatten Mitte ein gleicher Fall verhandelt, bei dem die Leidtragenden sie die Angeklagten verhafteten. Es lag keinerlei Anlaß zu einer aber Rittergutsbesigerund Reserveoffiziere Verhaftung vor. Zum mindesten hatten die Beamten fein Recht, waren. Der Richter erklärte bei der Urteilsverkündung, e in den Antlagten Krüger zu feffeln. Daß die Beamten die Angesolcher Fall wäre ihm in seiner 30jährigen flagten sowohl auf dem Wege zur Polizeiwache und auf der Praxis noch nicht passiert. Er mag Recht haben, Polizeiwache selbst in unerhörtester Weise ohne jeden Grund wenn er die Fälle nach Maßgabe des Standes der Angeklagten gemißhandelt haben, ist, selbst wenn man die Angaben der Anregistriert. Arbeitern ist es, wie unsere Leser wissen, geklagten, die doch vollendete Ehrenmänner find ,, außer acht läßt, von einer Anzahl einwandfreier Zeugen in glaubhaftester Weise unendlich häufig passiert, daß sie mißhandelt und dann noch bekundet worden. Von einer versuchten Gefangenenbefreiung kann bestraft wurden. Ueber die Verhandlung selbst geht uns gar keine Rede sein. Wenn die Angeklagten schließlich bemüht waren, die ihnen zugefügten Mißhandlungen abzuwehren, dann folgender Bericht zu: Zwei Rittergutsbesizer und Reserveoffiziere aus Oftelbien, machten sie sich nicht des Widerstands gegen die Staatsgewalt namens Kempke und Krüger, wollten im Januar dieses Jahres schuldig. Die Beamten haben jedenfalls ihre Amtsbefugnisse weit mit ihren Frauen Berlin bei Nacht fennen lernen. Sie unter- überschritten und die Angeklagten handelten in berechtigter Notnahmen eine Autodroschtenfahrt mit ihren Frauen durch Berlin. wehr.- Das Gericht erkannte auf Freisprechung der Angeklagten, In der dritten Morgenstunde langten sie Unter den Linden an der mit der Einschränkung, daß Kempke wegen Beleidigung zu 10 M. Der Vorsitzende, Amtsgerichtsrat Kranzler- Ede an. Bei der Bezahlung kam es zu heftigen Streitig- Geldstrafe verurteilt wurde. keiten, da der Chauffeur nach Ansicht der Herren unberechtigte An- Reich, bemerkte in der Urteilsbegründung: Der Gerichtshof hat sprüche erhob. Die in der Reihe haltenden anderen Chauffeure fich in allen Punkten den Ausführungen des Herrn Verteidigers nahmen für ihren Kollegen Partei. Es kam zu einem sehr lauten angeschlossen. Ich halte es aber noch für erforderlich, ausdrücklich Wortwechsel. Kempte rief einen in der Nähe postierten Schutz- zu betonen, daß mir in meiner dreißigjährigen Praxis als Strafmann an, weil er seiner Ansicht nach von den Chauffeuren beleidigt richter ein derartiges Vorgehen von Polizeibeamten noch nicht vor= und bedroht wurde. Als der Schußmann seinem Ruf nicht gleich gekommen ist. Es ist geradezu unerhört, wie die Polizeibeamten folgte, drängte er sich durch die Chauffeure und herrschte den Schuß- fich aufgeführt haben, das verdient den strengsten Tadel. mann an: Weshalb komen Sie nicht, wenn ich Sie um Hilfe anrufe?" Der Schußmann antwortete:" Ich schreite nur ein, wenn zur Verhaftung gaben, ob insbesondere die Jagdscheine zur Die Frage, ob die Angeklagten in der Tat keinen Anlaß ich„ Herr Schuhmann" genannt werde. Der Rittergutsbefizer erwiderte:„ Ich nenne einen Schuhmann, der im Range eines UnterFreilassung berechtigten, mag auf sich beruhen bleiben. offiziers" steht, ebensowenig Herr, wie einen Unteroffizier; dazu Wünschen möchten wir, daß jede schroffe Behandlung oder fühle ich mich als Reserveoffizier nicht verpflichtet." Diese Be- Mißhandlung Arretierter, auch wenn diese keine Rittermerkung veranlagte den Schußmann, Herrn Kempfe zu verhaften. gutsbesiber oder Referbeoffiziere sind, diemit Unterstügung eines inzwischen herbeigeeilten zweiten Schuß- felbe Beurteilung seitens des Gerichts findet, wie im vormannes wurde der Rittergutsbefizer uns Reserveoffizier im Lauf- liegenden Falle. Leider sieht die Praxis Arbeitern gegenüber schritt nach der in der Georgenstraße belegenen Polizeiwache ge- vielfach völlig anders aus. führt, oder wie sich der Verhaftete vor Gericht ausdrückte, geschleift. Dies geschah, obwohl Herr Kempfe sofort rief: Sie nötig, mich zu verhaften, ich werde mich legitimieren und in deme haben nicht selben Augenblid aus einem Lederetui einen Jagdschein hervor- Ein fleines Mißgeschick, welches in dem Auditorium holte. Der Schuhmann lehnte jedoch die lleberreichung des Jagd- einige Seiterfeit hervorrief, passierte gestern einem Vorsitzenscheines ab. Inzwischen war der zweite Rittergutsbefizer Krüger den einer Straffammer des Landgerichts II. nebst den beiden Rittergutsbesikersfrauen dem Verhafteten nach- Es handelte sich um eine der zahlreichen Anklagen wegen Beigeeilt. Krüger, dem das aufgeregte Temperament seines Freun- hilfe zum gewerbsmäßigen Glücksspiel( Buchmachen). Bei Beginn des Kempfe bekannt war, suchte diesen zu beruhigen mit den der Verhandlung rief der etwas turzsichtige Vorsitzende, nach einent Worten:„ Gehe ruhig mit, es tann Dir ja nichts passieren." Bei flüchtigen Blick auf den Angeklagten, diesem zu: Stehen Sie auf." diesen Worten legte Krüger eine Hand auf den Arm des Kempke. Als sich auf der Anklagebant nichts rührte, ertönte, diesmal schon Ein Schußmann, herbeigekommen, es waren inzwischen noch mehrere Schußleute etwas träftiger, die Aufforderung:„ Stehen Sie doch auf!" erblickte in dieser Bewegung den Versuch einer trat immer noch keine Veränderung auf der Anklagebant ein. NunGefangenenbefreiung. Der Schußmann erklärte deshalb auch mehr ertönte die dritte Aufforderung: Können Sie denn nicht Ist die Montaninduse auf dem Wege zum Trust, so macht Krüger für verhaftet und legte diefem sofort eiserne Handschellen hören, Sie sollen aufstehen, es ist üblich, daß man sich vor Gericht die Textilindustrie die erst Versuche der Kartellierung. Hier sind an. Der Schußmann zog die Fesseln derartig an, daß Krüger laut stehend verantwortet!" Der Angeklagte sah sich ganz erschrect in der letzten Zeit Konveionen wie Pilze nach einem Sommer- aufschrie: Sie zerschneiden mir ja die Pulsadern! Bei diesen und Hilfesuchend um, eine durch ein Aufstehen bedingte Verlänge= regen entstanden. Da ab die Textilindustrie noch relativ wenig Worten zersprang die Fessel, die der Schußmann nunmehr von rung seiner Körpergestalt trat jedoch trotzdem nicht ein. Ale fich konzentriert, die Entstehut von Konkurrenzunternehmungen daher neuem anlegte. Die beiden Verhafteten machten mehrfach den dann wegen des scheinbaren Widerstands gegen die Staatsgewalt" berhältnismäßig leicht ist, nehmen die Konventionen der Textil- Verfuch, sich zu legitimieren, fie wurden jedoch unter heftigen mit der vierten Aufforderung ein kräftiges Donnerwetter über den industrie zu terroristischemitteln Zuflucht. Sie verpflichten sich Büffen und Schlägen zur Polizeiwache gebracht und angeblich in Angeklagten entlud, brachte dieser endlich stotternd heraus:„ Herr gegeneinander, den Außseitern Materialien nur zu höheren diefer so furchtbar geschlagen, daß sie heftig bluteten. Erst nach Gott, ich ja schon längst". Die nunmehr vorge= Breisen zu verkaufen. An diese Konventionen, die sich in erster einigen Stunden, nachdem durch telephonischen Anruf die Bernommene lokale Inaugenscheinnahme" ergab, daß der Angeklagte, Linie gegen die Händler ten, stoßen hier auf energischen Wider- sonalien der Verhafteten festgestellt waren, fonnten sie, angeblich der von der Mutter Natur etwas zwergenhaft gestaltet worden stand. Die Montanverbän haben sich den Handel ganz unterjocht; blutüberströmt, die Polizeiwache verlassen. Am folgenden Tage er- war, tatsächlich von Anfang an gestanden hatte. in der Textilindustrie tät er um seine Existenz sehr energisch. statteten die auf der Polizeiwache verprügelten Rittergutsbesiker Dieser Vorfall erinnert an ein ähnliches Maßgeschid, welches So wird der„ Frankfurtereitung" anscheinend aus Händlerkreisen und Reserveoffiziere gegen die Schußleute Strafanzeige. Sie er- vor einigen Jahren einem ebenfalls kurzsichtigen Gerichtsvorsitzenden geschrieben: hielten jedoch von der Staatsanwaltschaft den Bescheid: Der passiert war. Sich in der Vernehmung eines Zeugen unterbrechend, " Noch niemals wun die tertilen Kreise infolge 3ujam- Strafanzeige fönne teine Folge gegeben werden, da laut Bekundung rief der Vorsitzende:" Der Herr da im Zuhörerraum kann gefälligst menschlußbestrebungen in Atem gehalten wie gegenwärtig. der beschuldigten Beamten deren Aussagen vollen Glauben ver- den Hut abnehmen." Als sich die Situation in feiner Weise Aber auch noch nie h ichte in den Reihen, gegen die sich dienen, diese zur Verhaftung nicht nur berechtigt, sondern sogar änderte, ertönte nochmals im Donnertone:" Wenn Sie nicht sofort die Konventionspolitik btet, eine solche Stampfftimmung, wie verpflichtet waren und eine Ueberschreitung der Amtsgewalt nicht den Sut abnehmen, laffe ich Sie abführen!" Erst jetzt wurde der augenblicklich. Diftiertgedingungen nimmt die Abnehmerschaft vorgekommen sei. Dagegen wurden die Rittergutsbesiber und Vorsitzende von einem Beisiger darauf aufmerksam gemacht, daß nicht mehr entgegen; lehnt sich dagegen auf und lernt die Reserveoffiziere wegen Beamtenbeleidigung, Widerstands gegen die der Herr mit dem Sute" eine Dame war, die allerdings einen ihr innewohnende Machtebrauchen. Und hierin liegt die Wen- Staatsgewalt, tätlichen Angriff auf Beamte bei Ausübung ihrer Herrenhut, Kragen und Schlips trug. Und dann, wenn all diese Schwierigkeiten überwunden sein sollen, werden dann die fontanriesen nicht etwa damit beginnen, statt Stabeisen, Röhren up. Nieten, Schrauben und andere Waren der Kleineisenindustrie af den Markt zu bringen? Fabrizieren doch schon Krupp und Stum Schrauben und Thyssen verschiedene Kleineisenartikel. Oder siewerden selbst in die Maschinenindustrie eindringen. Ein Halt tönen und würden sie nicht machen. fönnen deshalb zivar Syditate dieses oder einzelner Produkte geschaffen werden; die gamte Eisen- und Stahlindustrie, kann aber nicht syndiziert, nur ertrustet werden. Nur ein Trust, der den größeren Teil de Montanindustrie umfaßt und sie einheitlich leitet, fönnte diem Wettbewerb ein Ziel sehen. Ein Syndikat ist dagegen for homogenes Gebilde, vereinigt verschiedene Unternehmergrufen, deren Interessen feineswegs immer die gleichen bleiben. So heint aus dem neugebildeten Gas- und Siedröhrensyndikat tuum in lang23 Dasein beschieden zu sein. Die Syndizierung eines dzelnen Stahlprodukts ist überhaupt be langlos, weil dann die herproduktion und der Wettbewerb aufrufe?" den anderen Gebieten umo schärfer hervortreta muß. Was die Unternehmer auf einem ebiet verdienen, verlieren sie auf dem anderen. Haben doch die Rheinischen Stahlwerke jogar erklärt, daß für sie der Bestand 3 Kohlensynditats ohne Wert ijt, falle die Herstellung der B- Prutte nicht ebenfalls fyndiziert ist. Nun, die Erneuerung des Kohlepnditats steht noch ebenfalls nicht sicher. Auch hier haben sich die ineren Gegenfäße zwischen den gemischten und den reinen Betriebe sehr zugespitzt. Während die reinen Zechen ihre Kotserzeugun in der zweiten Hälfte 1913 gegen die erite um 13 Proz. einschten mußten, konnten die Hüttenzechen ihre Rotsproduktion umgehrt noch um 4 Proz. entweitern. Die reinen Zechen leiden untebem Konjunkturrüdgang, die gemischten dagegen fühlen ihn wenig veil sie sich auf anderen Gebieten aus dehnen können. So steh die gesamte deutsche Montanindustrie bor dem Problem: enter ein all umfassender Trust oder ein Wettbewerb auf dem Mar von dem oder von anderen Produkten der Eisenindustrie. Zeitig mag es gelingen, die Gegensäße zu überbrücken, auf die Dauewird es aber nicht gehen. Wir werden daher in nächster Zeit ein scharfen Konkurrenzkampf auf dem Markte der Stahlfabrikateaben, der den Boden für einen großen Montantrust erst schaffen ird. stehe Stehen Sie auf! " aison Ausverkauf Leiser 50% Ermäßigung. Neu: Friedichtr: 19+ Taubenftrabe: 37 Unvergleichliche Preisvorteile Königet Oranienstese Praniense Tauenflenstrasse 20 Friedenau, Rheinst, 14 Moabil, Turmetr. 50 Leipziger Strasse 65 Neukölln, Bergstr.7-8 Mullerstrasse Ja BEGINN: DIENSTAG 151150 A. WERTHEIM Leipziger Straße Königstraße tük bie fai Ma ber die schn Lab fap Rosenthaler Straße Moritzplatz For mer arb Sö fö die Taff sert Anj acht noc mei abe fra Saison- Ausverkauf Blusen Besonders preiswert Blusen div., aus Waschvoile, reich mit Stickerei- und Klöppel- Einsätzen.. Blusen aus Waschvoile mit StickereiEinsätzen Blusen aus Waschvoile, reich in fast allen Abteilungen 2.90 4.75 mit Stickerei- und Valencienne- Einsätzen.. 5.75 Blusen aus Waschvoile oder Batist, mit bunt. 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In diesem Zahlabend erfolgt die Abstimmung über einen zu erhebenden Extrabeitrag en zum Wahlrechtsfonds. Pflicht jedes Mitgliedes ist es, sich an der Abstimmung zu beteiligen. 1,50 Diese chlich Parteiangelegenheiten. Charlottenburg. Heute Sonntag findet der Ausflug der Im 7. Gruppe nach der Jungfernheide ſtatt. Treffpunkt nachmittags 1912, 2 Uhr bei Schön,„ Baldlater", Tegeler Weg 40. Daselbst Kaffeearüd fochen. 3, Uhr Abmarsch nach der Heide. schen Syn find rin ſtößt Tegel. Am Dienstag, den 7. Juli, abends 7 Uhr: Wichtige Handzettelverteilung von den bekannten Stellen. Mariendorf. Eintrittstarten für den vom Bildungsausschuß am 26. Juli, nachmittags 31 Uhr, veranstalteten Besuch des Botanischen Gartens in Dahlem find zum Preise von 30 Pf. bei dem Genossen der Mar Lehmann, Bergstr. 17 v. 2 Tr. zu haben. Sier Bris- Budow. Der Bildungsausschus beabsichtigt bei genügender der Beteiligung im Herbst eine Schulentlassungsfeier zu veranstalten. wird Wir bitten, die Adressen der in Betracht kommenden Kinder in der erts Ronfumverlaufsstelle, Werderstraße, Ede Rungiusstraße, oder bei Denen Freudenreich, Bapiergeschäft, Hannemannstraße, Ece Bintsch- Allee, erden abzugeben. d ges rie die Dstar Cohn. die Beim Baden ertrunken. des Einspruches der Aktiengesellschaft als Eigentümerin des Ge-[ ländes. Die Kolonisten waren damit zufrieden und blieben. Jm Tegeler See ertrunten ist gestern die zwanzigjährige Ars Darüber, ob die Aktiengesellschaft das Gelände wieder an Herrn beiterin Martha Schwenghans aus der Plankenburger Straße 73. Schulze zu einer Laubenkolonie verpachten würde, wußte dieser Das junge Mädchen geriet beim Baden plöblich an eine tiefe Stelle felber noch nichts Sicheres. und verschwand im Wasser. Obwohl vom Ufer aus sofort Rettungsversuche unternommen wurden, konnte man die Sch. nicht mehr lebend bergen, sondern nur ihren Leichnam aus dem See landen. ling kam Ferner ertrant bom Baden im Freibad Grünau der 21jährige Sohn des Lehrers Rollad aus Fürstenwalde. Da junge Mensch hatte sich anscheinend über seine Kräfte hinaus in den Fluß hinausgewagt. Als er dann zurückschwimmen wollte, stieß er plöklich laute Hilferufe aus, worauf sofort das Rettungsboot flott ge= macht wurde. Ehe es aber die Unfallstelle erreicht hatte, war P. untergegangen und ertrunken. Einen tödlichen Ausgang hat ein Staßenunfall genommen, Die Der Herbst ging hin, und der Winter verstrich, und der Früh und noch immer saßen die Kolonisten auf ihren Parzellen, ohne daß die Aktiengesellschaft Einspruch erhob. Jeder hatte seine Beete längst wieder umgegraben und gedüngt, hatte gesät und gepflanzt und freute sich, wie alles sproßte und grünte und gedich. Die Bezahlung des Pachtgeldes für 1914 stand noch aus und ebenso die dabei vorzunehmende Abrechnung über den Bachtgeldanteil aus 1913, der für die bei der Straßenregulierung abgetretenen Barzellenteile zurückgezahlt werden sollte. Da erschien eines Tages der Generalpächter Schulze und begann, an den Parzellen auszumessen, wieviel Flächeninhalt sie noch hätten. Aha," sagten sich die Kolonisten, jest ist er mit der Aktiengesell- den gestern eine Greisin in der Gneisenaustraße erlitt. Köpenid. Morgen Montag 7 Uhr findet für die am Dienstag lierung." Jawohl, sie kam- aber mit ihr tam auch eine sehr böje der Gneisenaustraße 17 wohnte und sich durch Zimmervermieten Köpenid. Morgen Montag 7 Uhr findet für die am Dienstag schaft endlich einig geworden und nun kommt die Pachtgeldregu- 74 Jahre alte Witwe Henriette Menge, geborene Kluth, die in ertig im Staiserhof stattfindende Bolksveriammlung eine Handzettelberbreitung von den bekannten Stellen aus statt. Tagesordnung Ueberraschung. Generalpächter Schulze schrieb den einzelnen So- ernährte, geriet beim Ueberschreiten des Fahrdammes der Gneide der Versammlung:„ Der Charlottenburger Denkmalsprozeß und lonisten, die Ausmessung babe so und soviel Quadratruben Flächen- fenaustraße unweit ihrer Wohnung unter einen Straßenbahnwagen laffenstaatliche Rechtsprechung." Referent: Reichstagsabgeordneter inhalt ergeben, und eröffnete ihnen dann, daß er die Quadratrute der Linie 14, den sie übersehen hatte. Sie zog sich einen Bruch mit 1 M. berechnete. Bis dahin hatte die Pacht pro Quadratrute des rechten Armes und des rechten Beines zu und starb an den 70 Bf. betragen. Er forderte, daß das erhöhte Pachtgeld Folgen der schweren Verlegungen gestern im Krankenhaus am für 1914 abzüglich der Rüdgewährung aus 1913 bis zum 1. Juli Urban, wohin sie sofort gebracht wurde. gezahlt würde. Sonst müsse er sofortige Räumung berWarnung vor Kinderfreunden. anlassen", fügte er hinzu. Man stelle sich vor, was das bedeutet, eine der Ernte Wir werden um Mitteilung folgender Warnung gebeten: Daß entgegen reifende Laubenparzelle plöglich zu die Schaffung des Schillerparkes einem großen Bedürfnis der Beräumen und den Ertrag der hineingeitedten bölkerung des Nordens entgegenfam, beweist der tagtägliche MassenMühen und kosten größtenteils einzubüßen! besuch, der besonders Sonntags fast beängstigende Formen anNun, hierauf wollte es doch gewiß niemand ankommen lassen? nimmt. Besonders erfreut mögen wohl die Eltern gewesen sein, Griff da nicht jeder geschwind in seinen Beutel und zahlte die welche in allernächster Nähe des Bartes wohnen und nun glaubten, höhere Bacht? Ach nein, so leicht wurde dem Generalpächter die ihre Kinder könnten, ohne viel Aufsicht, im Part, auf den SandBachtsteigerung denn doch nicht gemacht. Zum Gericht mußte er spielpläßen und in dem Planschbecken sich tummeln. laufen, um zu versuchen, ob er dort mehr Verständnis für seine aus frankhaftem Empfinden oder aus sonstigen Motiven sich fittlicher Vergehen an Kindern schuldig machen. n ge Die Zahlabende am Mittwoch sind wie folgt festgefeßt: Für für die Kiezvorstadt bei Bärsch und für die Kölnische Vorstadt bei Odukte Stippekohl. Lichtenrade und Umgegend. Die Mitgliederversammlung findet am 8. d. Wits. bei Buzmann am Bahnhof statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Müde über: Verfassungsfragen. 2. Bericht Lang über die Generalversammlung von Groß- Berlin. 3. Ertrabeitrag. ehnen die aber fchter Rat Ceiner fchte ie ei piel dere land Cau n de 4. Verschiedenes. Grünau. Die Mitgliederversammlung des Wablvereins findet am Mittwoch, den 8. Juli, 29 Uhr, im Lokal zur grünen Ede". Köpenider Straße 88, statt. Tagesordnung: Bericht von der Ver. Reorganisationsfragen, Staſſenbericht. Urabstimmung über den Extrabeitrag zum Massenstreitfonds. Ber: schiedenes. Hermsdorf. Der nächste Zahlabend findet bei Mar Eggebrecht, öhren Albrechtstraße 1. statt. Vortrag des Genossen Karl Reunzig über ichte Vogelschuß. Niederschönhausen- Nordend. Mittwoch, den 8. Juli: Gemeinsamer Zablabend aller Bezirke bei Rettig, Blantenburger Str. 4. Vortrag des Genoffen Glodner: Grundlagen und Forderungen der Sozialdemokratie. haber Fold Selb Srira nüffe en e Bolle uße chnif tion rigu rital is b tußt en ni Böd R. Berliner Nachrichten. Schmorituri. Ansprüche finden würde. " Gestern trat er vor dem Amtsgericht Wedding als Kläger gegen 15 Kolonisten auf und forderte Zahlung oder Räumung. Der Richter hielt ihm vor: Sie können doch nicht während der Bachtdauer ohne weiteres einen höheren Betrag verlangen." Kläger Schulze behauptete, er habe sich ja vorbehalten, nach Einigung mit der Aktiengesellschaft den Kolonijten einen höheren Preis zu machen. Als ihn aber der Richter fragte, womit er das beweisen könne, blieb Kläger den Beweis schuldig. Der steigerungsluftige Laubenland- Generalpächter sah jetzt wohl selber ein, wie sehr er sich auf dem„ Holzweg" befunden hatte. Er gab nach, daß für dieses Jahr noch der frühere Bachtvertrag von 70 f. Unsere Schulkinder schwimmen in Wonne, weil für sie die Geltung behalten solle. Noch machte er einen schwachen Versuch, glückliche Zeit der Ferien angebrochen ist, wir Erwachsenen wenigstens auf Räumung zu bestehen, weil die Beklagten ja auch schwimmen in Schweiß, weil die Julisonne gar zu heiß auf diese 70 Pf. nicht bezahlt hätten. Die Belehrung, daß er erst mal Sodie Straßen und Häuser sowie auf unsere Köpfe niederstrahlt. 70 Bf., aber nicht 1 M. hätte fordern sollen, tat ihre Wirkung. Er uf Schon der Vorgänger des Juli hat uns einige sehr heiße erklärte sich auf eine Anregung des Richters bereit zu einem eit Tage gebracht. Wer hatte das von dem diesjährigen Juni außergerichtlichen Vergleich. Wer nunmehr die 70 Bf. erwartet, der uns in seiner ersten Woche so fühl entgegen- pro Quadratrute zahlt, behält seine Parzelle. Aber nur bis zum getreten ist. Hier tritt wieder die Richtigkeit des alten 1. Oktober 1914 will Generalpächter Schulze sich noch mal mit Spruches zutage, daß man sich leichter vor der Stälte als vor 70 Bf. zufrieden geben. der Hike schützen kann. Was mag denn dieser Generalpächter selber für seine LaubenDie heißen Julitage wären uns viel erträglicher, wenn folonie bisher gezahlt haben und was zahlt er iept? Welchen wir bei den Italienern in die Schule gehen wollten und Profit hat sie ihm bisher gebracht und welchen soll sie ihm fünftig unsere Schlafzeit in die heißesten Stunden des Tages verlegen bringen? nwürden. So verschlafen wir leider diejenige Zeit, in der uns vad die Temperatur des Tages oder der Nacht zum Aufenthalt ban im Freien und zu unserer Arbeit am erträglichsten wäre. Besonders schlimm sind diejenigen daran, die in der heißesten in der Löweschen Fabrik in Moabit ereignet. Der 40 Jahre alte Beit schwere förperliche Arbeiten verrichten müssen. Es Monteur Hermann Lembke hatte für die Baufirma Meier u. To. fönnte hier manche Befferung durch eine anderweitige Ein- an einem eisernen Gerüst gearbeitet. Dabei tam ein schwerer teilung der Arbeitsstunden erreicht werden. In vielen Fällen eiserner Träger aus seiner Befestigung heraus und stürzte aus ist dies freilich leider nicht möglich. einer Höhe von zehn Metern nieder. Lembke wurde zu Boden Um vieles erträglicher wird uns die Hike durch die leichte geschmettert. Die Wucht des Falles war eine so gewaltige, daß sma Sommerfleibung semacht. Man staunt glüdlicherweise nicht durch den Träger auch noch der Fußboden durchschlagen wurde mehr bei uns den Mann an, der seinen Rod ausgezogen hat und der lektere in einen fünf Meter tiefen Kellerschacht hindurchund in Hemdärmeln über die Straße schreitet. Mit fühnem brach. 2. wurde auch mit in den Keller hineingeriffen und in Mut entledigen sich viele Damen des Sommerhutes, der bewußtlosem Zustand wieder hervorgeholt. Der Kopf, beide Arme orid gerade bei der jetzigen Mode der enganliegenden Frisuren und der Brustkasten waren dem Hermſten teilweise zerschmerttert rich und der daraufgebreßten fleinen Hüte besonders läftig wird. worden. In hoffnungslosem Zustand fand der Verunglückte im Sie tragen den Hut in der Hand, manche lassen ihn über- Strantenhaus Moabit Aufnahme. haupt zu Hause. So erweist sich also auch die große Hike bei C it 19 Fein isch tönn Fire Teir tit chid tra bau andl Bete 23 rit age und BBut us bez wver gen We Ab wohnheiten. Wie der Laubenland- Generalpächter steigert. Leider haben wir dabei an jene Menschen nicht gedacht, die Die ersten Jahre hörte man teine Klagen auf diesem Gebiet, erst seit einigen Wochen mehren sich die Fälle, daß an unbeaufsich. tigten Kindern Vergehen sittlicher Art begangen werden. Vor zirka 14 Tagen passierte derartiges an drei kleinen, noch Der Attentäter beschenkte die nicht schulpflichtigen Mädchen. Kleinen mit kleinen Geldbeträgen, damit sie sich Kirschen kaufen Er scheint sich mit Spielereien, unjittlichem Berühren usw. begnügt zu haben. fonnten. Am Donnerstag wurde wieder einer beim gleichen Delift beobachtet und zur Rede gestellt. Es wurde ihm eine gehörige Tracht Prügel verabfolgt. Besser wäre es wohl gewesen, ihn der Polizei zu übergeben, damit er auf einige Zeit unschädlich gemacht werden konnte." Die Eltern tun gut, ihre Kinder entsprechend zu instruieren, nicht mit fremden Personen mitzugehen. Verhaftung auf der Pfandleihe. Ein guter Fang wurde von der Polizei auf einer Pfandleihe in der Friedrichstraße gemacht. Dort erschien ein junger Mann und bot dem Inhaber Schmucksachen von ganz bedeutendem Wert an. Ueber die Herkunft der Juwelen befragt, verwidelte sich der Unbekannte, der auch keine Ausweispapiere mit sich führte, in Widersprüche. Anscheinend ging der Pfandleiher auf die Sache ein, doch ließ er unauffällig die Polizei benachrichtigen, worauf alsbald zivei Beamte erschienen und den jungen Menschen ver= Ein schrecklicher Betriebsunfall hat sich gestern nachmittag hafteten. Stark gefesselt wurde er zur Wache in der WilhelmAuch die in Frage Betriebsunfall bei Löwe. Wegen der Filmzenfur- Gebühren straße gebracht, wo er bereits bei seiner ersten Bernehmung als gefährlicher Juwelendieb ermittelt wurde. kommenden Schmuckstüde rührten aus einem Einbruch her. Ein tragisches Ende. Tödlich verunglüdt ist vor den Augen seiner Frau der 26jährige Als er mit einem Rangierzuge an seiner Seizer Bruno Gärtner aus Zilmsdorf, der bei der Teupiker Lokalbahn angestellt war. Wohnung vorüberfuhr, wollte er seiner Frau, die vor der Tür stand, ein Bild, das er mitgebracht hatte, übergeben. Er batte sich taum etwas aus seinem Stand herausgelehnt, als er mit dem Stopf gegen einen dicht neben den Gleisen stehenden Signalmast schlug. Der Heizer wurde herausgeschleudert, geriet unter die Räder des Zuges und wurde eine Strede, weit mitgeschleift. Er gen Augenbliden starb. Die Frau des Heizers brach besinnungslos erlitt so schwere äußere und innere Verlegungen, daß er nach wenizusammen und konnte erst nach längeren Bemühungen eines Arates wieder zum Bewußtsein gebracht werden. Der Verunglüďte Ein ungewöhnliches Verfahren der Steigerung des Lauben. tretern den Rat, die Films zunächst auf Vereinskosten gensieren hinterläßt außer der Witwe drei unerwachsene Kinder. land- Bachtgeldes hat ein Generalpächer für zulässig gehalten, der eine Laubenkolonie auf dem Gesundbrunnen betreibt. Beide Beine zermalmt. uns vielfach als Reformatorin der Mode und unserer Ge- ist gestern auch der Berein der Kinotheaterbefizer im Polizeipräsidium vorstellig geworden. Der Leiter der Theaterabteilung, Ober- Regierungsrat v. Glasenapp, gab den Verzu lassen und sich dann wegen der Kosten mit den Fabrikanten auseinanderzusehen. An eine Aufhebung der Polizeiberordnung vom 10. Juni d. J., die auf Grund des Allerhöchsten Erlasses vom Hinter den Grundstüden Koloniestr. 109/111, die der Aktien- 26. März d. J. ergangen ist, sei gar nicht zu denken. Eine etwaige Das Opfer eines entseßlichen Automobilunfalles wurde der Gesellschaft für Grundbesitz und Hypotheken gehören, liegt die Herabseßung des Gebührentarifs fönne vielleicht später einmal zwölfjährige Schulfnabe Georg Knopf, Kiffinger Straße 5. Ant Laubenkolonie„ Bolzweg", und ein Bostsekretär a. D. in Erwägung gezogen werden, zunächst müsse an den amtlich be- Virchow- Krankenhauſe lief der Kleine versehentlich gegen ein entber Schulze ist ihr Generalpächter. Im Sommer 1913 wurde ein rechneten Säßen, durch welche man lediglich die Selbstkosten der gegenkommendes Privatautomobil, wurde umgeriffen und über1 g Streifen dieses Laubengeländes zur Straßenregulierung bean- Filmzenjur zu decken beabsichtige, festgehalten werden. fahren. Die Räder gingen ihm über beide Beine hinweg und mit sprucht, so daß mehrere Kolonisten Teile ihrer Barzellen hergeben Außer der Vergünstigung, welche die Polizeiverordnung vom zermalmten sie fast vollständig. Auch innere Verlegungen wurden mußten. Bei Straßenregulierung oder Bebauung sollte der Bacht- 10. Juni selbst gewährt( gebührenfreie Prüfung der vor dem ihm beigebracht. Sterbend wurde der Schwerverlette ins Virchowbertrag als sofort aufgehoben gelten, wie eine darin enthaltene 1. Juli eingereichten Films) habe der Minister noch nachgelassen, Krankenhaus eingeliefert. Bedingung sagte. Eine Entschädigung brauchte der Generalpächter baß in den Fällen, in denen Lieferungsverträge nachgewiesenerzu gewähren, doch sollte von der gezahlten Bacht ein ent- maßen vor dem 10. Juni abgeschlossen worden find, für die die Berliner Feuerwehr nach der Schulstraße 27, alarmiert. Wegen eines Tischlereibrandes wurde gestern früh um 7 Uhr sprechender Anteil zurüdgezahlt werden. Am 27. Juni 1918 gab nachträgliche Prüfung der Films Gebühren nicht erhoben werden gelang, die Flammen auf die Tischlerei zu beschränken.- Am GörGrder Generalpächter Schulze den betreffenden Kolonisten auf, bis sollen. Die Vertreter des genannten Vereins bemerkten, daß fie liger Bahnhof brannten aufgestapelte Breßtohlen auf einem Kohlenzum 15. Juli 1913 ihre Barzellen so weit zu räumen, wie sie ge- noch zahlreiche zensierte Films aus früheren Jahren befäßen, die braucht würden. Die Kolonisten taten das und trösteten sich da- längst vergessen seien und mit denen sie sich noch längere Zeit mit, daß ihnen für das abgetretene Land noch Bachtgeld zurüd über Waffer halten könnten. Es gibt jest nämlich ein Verfahren, gegeben werden mußte. Später teilte Herr Schulze ihnen mit, mittels beffen bielgebrauchte und unansehnlich gewordene Films ber Bertrag Laufe aum 1. Oftober 1913 ab, doch fönnten sie wieder aufgefrischt werden können, so daß fie fich bon Reuauf weiter auf ihren Barzellen bleiben, vorbehaltlich nahmen taum unterscheiden. fo ndi erfa geiv aß squ e n nicht E2 plaß und auf der Reitbahn der Pferdehändler Neuberg Türen. jugend noch verschiedene Gegenstände. Näheres ist zu erfahren im Berloren und gefunden sind zur Sonnenwendfeier der ArbeiterJugendsekretariat, Sindenstr. 3, 3. Sof, Aufgang IV( Bureauzeit von 9-5 Uhr, Mittwochs und Sonnabends von 9 bis 1 und 6 bis 19 Uhr abends). Zur Beerdigung freigegeben ist die Leiche dcZ am Sonntag durch die Straßenbahn in Tegel verunglückten Ledersortierers Karl Diedorfer. Die Untersuchung des Falles gipfelt in' dem'Ergebnis, daß der Verunglückte durch Abspringen von einem in der Fahrt begriffenen Straßenbahnwagen das Unglück selbst verschuldet habe; die Straßenbahn treffe keine Schuld. Es wäre dringend erwünscht, wenn Zeugen des Vorfalles ihre Adressen an A. Dicdorfer, Butt- mannftr. 8, gelangen lassen wollten. Im Berliner Zoologischen Garte» hat jetzt auch das sibirische Tigerpaar leinen ersten Wurf von zwei Jungen gebracht, nachdem die bengalischen Königstiger und die kleinen Inseitiger schon mehr- fach durch gut verkäufliche Nachzucht auch um die Kasse sich verdient gemacht haben. Wohl nicht so bald dürften, wie hier, drei Zucht- paare Tiger und vier Zuchtpaare Löwen in einem Zoologischen Garten vereinigt gewesen sein. Die Direktion hat denn auch manch- mal schon ihre Not, für jeden Wurf eine Hundeamme zu bekommen, und bei den sibirischen Tigerlein ist dies trotz aller Bemühungen zur rechten Zeit nicht gelungen, so daß man ne bei der Mutter be- lassen mußte, die ihre Pflichten ohne sich selbst zu sehr anzustrengen, erfüllen wird. Die Kleinen krabbeln schon aus der Höhle anS Tageslicht und setzen den Beschauer durch ihr langes, dichtes Fell einigermaßen in Erstaunen. Das Elternpaar stanimt vom Usuri, einem Nebenflusse des Amur, und ist mit anderen seiner Art vor drei Jahren durch die große Tierhandlung L. Ruhe in Alfeld eingeführt worden. Zeugen gesucht. Personen, welche am 2S. März d. I. gesehen haben, wie eine Blumenhändlerin am St. Georgen-Kirchenhof, Lands- berger Allee, sistiert wurde, möchten sich nielden bei Frau Zeidler, Langestr. Sl, vorn II. Am 1. Juni d. I.{2. Pfingstfeiertag), zwischen 11 und>/zl2 Ubr vormittags, ivurde in der Brückenstraße zwischen der Köpenicker und kurz vor der Rungestraße ein Radfahrer von dem Berliner Pferde- omnibus Nr. 7 überfahren. Zeugen, welche bei diesem Unfall zugegen gewesen sind, wollen ihre Adresse gefl. an E. Frackowiak, Annen- jtraße 41 IV, einsenden. Vorortnachrichte«. Zemttfpiele. Die Spiele, welche in den nächsten Tagen ihren Ansang nehmen, stehen überall unter der Leitung bewährter Genossinnen, so daß die Eltern unbesorgt ihre Kleinen daran teilnehmen lassen können. Wir ersuchen jedoch die Elter», den Kindern den nötigen Mundvorrat und unzerbrechliche Gefäße—>. kleine Emaillebecher — zur Aufnahme der Getränke mitzugeben. Auch Genossinnen, welche über genügende Zeit verfügen, bitten wir, sich bei den Spielen zu betätigen, da Hilfskräfte nie zu viel sind. Schöneberg. Die Waldausflüge während der Ferienzeit beginnen am Montag, den ll. Juli, und enden am Sonn- abend, den 8. August. Die Begleiterinnen und Kinder versammeln sich um 12% Uhr. Tie Fahrt geht bis Roseneck. Die Rückfahrt beginnt um 8 Uhr. Butterbrot kann nur nach Bedürfnis ver- abfolgt werden. Für Fericnspiele sind die Schulhöfe der Volksschulen, Hohenstaufcnstraße 49, Apostcl-Paulus-Strahe 19/11, Feurigstraße 67, Eingang EberSstrahe 10, freigegeben. Eine Beaufsichtigung findet nicht statt, für etwaige Unfälle kommt die Stadt nicht auf. Personen, die durch ihr Betragen Aergernis geben, werden vom Platz gewiesen und dauernd ausgeschlossen. Ter Spielplatz an der Nathanaclkirchc, Rubensstraße. ist eben- falls als. Erholungsstätte zur. Verfügung gestellt. Die Spiele werden unter Aufsicht von Lehrern vormittags von 9—12 und nachmittags von 4— 7 Uhr stattfinden. Adlershos. Die FcricnauSflüge finden an jedem D i c n s t a g und Freitag statt. Da den Kleinen beim Ausflug Er- frischung und Kaffee gereicht werden soll, tverden die Eltern gebeten, den Kindern 5 Pf. Zehrgeld mitzugeben. Wer nicht dazu m der Lage ist, wird ersucht, trotzdem die Kleinen zu schicken, da Vorsorge getroffen ist, daß alle Kinder mit Getränken usw. ver- sorgt werden.—.Ter erste Ausflug findet am Dienstag, den 7. Juli, statt. Treffpunkt: Mittags%2 Uhr im.Jugendheim", Bismarckstr. 31. Rückkehr zwischen 6 und 7 Uhr abends. Britz-Buckow. Die Fericnspiele beginnen am Montag, den 6. Juli, nachmittags 2 Uhr, auf dem Jdealspielplatz Rungiusstraße. Am ersten Tage wird Kaffee und Kuchen verabreicht. Lankwitz. Tie Kinderspiele beginnen Montag, den ö. Juli. Treffpunkt l'A Uhr an der Gemeinocschule II. Gr.-Lichtcrfelde. Tie Ferienspiele finden Montag? und Tonncrötags statt. Beginn: Montag, den 6. Jnli. Treffpunkt für West: 2 Uhr an der Wiesenballde; für Ost: 3 Uhr bei Erpel. Gc- meinsamer Abmarsch nach Seehof um 4 Uhr. Getränke sind mit- zubringen. Kinder unter 5 Jahren können nur in Begleitung Erwachsener daran teilnehme». ObcrsÄöncwcide. Die Kinderfcricnspiele finden auch in diesem Jahre im Eichentvald an der Rohrlake statt. Zur Teilnahme sind alle Kinder berechtigt; solche unter fünf Jahren nur in Be- Leitung Erwachsener. Die Kindcrschutzkommission ist in der Lage, die Kinder mit erfrischendem Getränk zu versehen. Der Abmarsch erfolgt jeden Tonncrslag um 2 Uhr von den Plätzen vor der Antonius- und Ehristuskirchc. Um 7 Uhr erfolgt der Rückmarsch. Die Kindltc werden wieder nach den Sammelplätzen zurückgeführt. Köpenick. Die Kinderspiele finden jeden Dienstag und Frei- tag auf dem Turnplatz statt. Jedes Kind bekommt Kaffee und Kuchen. Folgende Treffpunkte sind festgesetzt: für die Kinder der Dammvorstadt: mittags 2 Uhr an der Post: der Köllnischen Vor- stadt: am Köllnischen Platz; für Kietz und Altstadt: an der Turn- Halle Müggelheimer Straße. Reinickendorf-West. Die Spiele finden jeden Dienstag und Freitag von 2— b Uhr statt. Abmarsch zum Spiel vom.Jugend- heim", Wachholderstr. 44, pünktüct) 2% Uhr. Rückkehr der Kinder vom Spiel: ö Uhr„Jugendheim.— Als Einleitung der Spiel« findet am Montag, de» 6. Juli, ein Familienausflug nach Schulzen- iwrf statt. Treffpunkt: mittaas 1Z4 Uhr Bahnhof Eichbornstraße. tfkbfahrt 1 Uhr 50 Min. Für Nachzügler: Treffpunkt Schulzendorf, Restaurant„Hubertus". Reinickendorf-Ost. Die Kinderspiele; die bisher schon auf dem Spielplatz in S ch ö n h o l z veranstaltet wurden, werden auch während der Ferien fortgesetzt. Die Spiele beginnen an den Wochentagen bereits uin 2 Uhr nachm. Gespielt wird am Diens- tag und Freitag nachm. von 2— 7 Uhr und am Sonntag vorm. von 10— 12 Uhr. Die Spiele auf dem Spielplatz im Schweizer Viertel erleiden bedauerlicherweise eine Unterbrechung.* So-' bald die Spiele wieder aufgenommen werden können, wird noch darauf hingewiesen werden. Tegel. Die Kinderspiele, finden jeden Dienstag und Freitag von 2— 6 Uhr statt. Ansang der Spiele am Dienstag, den 7. Jnli. Treffpunkt: August-Müller-Straße Ecke Buddestraßc um l'/i Uhr, Abmarsch Punkt 2 Uhr. Borsigwalde. Die Kinderspiele beginnen am Dienstag, den 7. Juli. Treffpunkt: 2 Uhr, Ecke Schubert- und Ernststraße. Alles weitere wird am ersten Spieltage bekanntgegeben. Pankow. Als Einleitung der Ferienspiele veranstalten die Genossinnen mit ihren Kindern am Dienstag, den 7. Juli, einen Ausflug nach Tegel— Tegelort. Treffpunkt: vormittags 9 Uhr am 'Nordbahnhof, Wollankstraße. Treffpunkt für Nachzügler: bis nach- mittags 6 Uhr im Ldkal„Sporthaus", Inhaber' MotheS, in Tegel» ort. Am Mittwoch, den 8. Juli, nachmittags 2 Uhr be- ginnen die Jerienspiele. Spielzeit: Montag, Mittwoch, Freitag. nachmittags von 2— 6 Uhr auf dem Spiel- platz Kissingen jtraße; Dienstag und Donnerstag, von vormittags' 9 Uhr bis nachmittags 5 Uhr, in der Schönholzer Heide. Treff- Ü>unkt der Kinder für den Nprdbezirk an allen Spieltagen Flora- straße Ecke Gaillärdstraße um Uhr resp. 814 Uhr; für den Südbezirk Dienstag und Donnerstag Mühlenstraße Ecke Masuren- straße um S'A Uhr vormittags, an den übrigen Spieltagen auf dem Spielplatz. Essen und Trinkbecher ist mitzubringen; Kaffee«w- halten die Kinder gratis,' Mariendorf. AuS der Gemeindevertretung. Da» vielumftrittene Volkspark- Projekt ist durch den Beschluß der Gemeindevertretung endlich seiner Ausführung näher gerückt. D-e Städtebaumeifter Prof. Möhring und Architekt Großmann erläuterten an der Hand der vorgelegten Pläne und Skizzen das großzügige Unternehmen. Es ist ihnen in dem Projekt gelungen, einen Volks- und Naturpark auf archi- tektonischer Schönheit zu vereinigen. In diesem Park soll ein Freibad für Kinder nebst Unterkunftsräumen, eine Rodelbahn und ein Konzertpavillon eingerichtet werden. Leider wurde von der bürgerlichen Mehrheit das Freibad abgelehnt, dafür aber die An- legung einer Planschwiese beschloffen. Genoffe Reichard bemühte sich vergeblich, den Bürgerlichen klarzumachen, wie notwendig gerade. das Freibad fiir Kinder sei, aber vergeblich. Die geplante Rodel- bahn wurde der hohen Kosten wegen vorläufig abgelehnt; auf An- trag des Genossen Weber wird dafür eine andere Stelle des Ortes in Aussicht genommen.— Die von Berlkin über Tempelhof nach Mariendorf geplante Nord-Südbahn soll, um den Naturpark in seiner Wirkung nicht zu beeinträchtigen, als Einschnittbahn den Park durchfahren.— Tic Guttcmplerlogc fordert für ihre Ver- anftaltungen einen laufenden Beitrag von 30 M. Genoffe Reichardt wandte sich entschieden dagegen, da keine Begründung für diese Forderung vorliegt. Der Antrag wird angenommen.— Den Grundsätzen für die Tilgung von Hypotheken der Gemcindegrundstücke wurde zugestimmt, ebenso der Einfriedigung des Platzes am Bahn- Hof Mariendorf.— Der von unseren Genoffe gestellte Antrag, den § 21 der Ortspolizeiverordnung vom 24. Mai 1906 in seiner ur- sprünglichen Fassung wiederherzustellen, zeitigte eine lebhafte De- batte. Genoffe Hahn führte aus, daß der als harmlos erscheinende Passus:„insbesondere zum Schutze der Person und des Eigentums", sich hauptsächlich gegen die Gewerkschaften und das Streikposten- stehen richte. Der Redner konnte nachweisen, daß das Kammer- gericht eine gleichlautende Polizeiverordnung für ungültig erklärt hat.— Der Antrag unserer Genoffen wurde abgelehnt.— Für Ferienspicle und Ausflüge der Schulkinder beantragten unsere Ge- nossen, 100 M. zu bewilligen. Genosse Hahn legte dar, daß bereits' verschiedene Gemeinden für diesen guten Zweck Mitte! in den Etat eingestellt haben, um denjenigen Kindern eine Freude zu bereiten, die nicht in der glücklichen Lage sind, eine Ferienreise zu machen. Herrn Hinke sSüdende) war es vorbehalten, bei dieser Sache recht auffällig gegen die Sozialdemokratie zu wettern und den roten Lappen zu schwingen. Die Genossen Weber und Hahn fertigten den Herrn in gebührender Weise ab. Auch dieser Antrag wurde abgelehnt. Einen Erfolg hatte die Debatte dennoch gezeitigt. Für das nächste Jahr sollen Mittel für bedürftige Schulkinder bereitgestellt und eine Ferienkolonie gegründet werden.— In den Ausschuß für Tiefbau wurden die Genoffen Geiseler und Reichardt, für Hochbau: Reichardt und Wittig, für Etat: Hahn und Westphal, für Feuerwehr: Westphal, für Gesundheit: Weber, für Einquartierung: Welk gewählt. Neukölln. Die Lnft- und' Sonnenbäder des Stadtbadcs werden am Man- tag, den 6. Juli, eröffnet. Die Bäder sind für Männer und Frauen getrennt und in der Zeit von vormittags 9 Uhr bis abends 7 Uhr zu benutzen. Die Preise sind die gleichen wie für die Schwimm- bäder und sind für uachherige Benutzung des Schwimmbades 15 Pf. nachzuzählen.- Adlershof. Die öffentliche Bersammliwg am 2. Juki, in der Genosse Reuter einen Lickitbildervortrag mit dem Thema:„Aus russischen Kerkern" hielt, gestaltete sich zu einem gewaltigen Protest gegen die ent- setzlichen Gefängnisgreuel des russischen Zarismus. Ungefähr 1000 Personen waren erschienen und lauschten den Ausführungen des Vortragenden. Auch solchen Zuhörern, welche uns noch fernstehe». dürste in dieser Versainmlung zum Bewußtsein gekommen sein, daß der Kampf gegen ein System, das solche Roheiten zeitigt, mit aller Energie gefuhrt werden muh und der Zusantmcnschluß aller Ar- beiter und Arbeiterinnen zu diesem Zweck unbedingt notwendig ist. Eine noch vorgenommene Telleriammlung Ivurde dem Hilfsverein für die politischen Gefangenen Rußlands überwiesen. Mit einem begeistert ausgenonmreneii Hoch auf die internationale Völker- befreiende Sozialdemokratie wurde die imposante Versammlung geschlossen. Reinickendorf-Ost. Heute: Gemcindevertretcrwahl im 2. Wahlbezirk /Reinickendorf- Mitte). Gewähl! wird von 2 bis 7 Uhr nachmittags in der Turnhalle der 1. Gemeindeschule, Lindau er Straße. Kandidat ist der Genosse Reinhold Lorenz, Wickler, Rasch- d o r f st r. 58/69. Genossen! Sorgt für eine starte Wahlbeteiligung! Lankwitz. Die Gemeindevertretung, welche jetzt nur aus Hausbesitzern be- steht, erledigte die vier Verhandlungsgegenstände der letzten Sitzung in 20 Minuten, Für den Umbau des neuen Gemeindehauses in der Desiauer Straße wurden 3500 M. bewilligt. Die Zimmer, welche anscheinend für die OrtSarmen zu groß find, sollen durch Rabitzwände getrennt werden. Nach dem Bericht des Schöffen Pein sollen die Zimmer, welche für Einzelpersonen bestimmt sind, die Größe von 5,20 Meter mal 2,70 Meter haben. Auch für die Familien wird man jedenfalls größere Räume zur Verfügung stellen, da die Räume im alten Ge- meindehaus unzulänglich find. Für die zweite Gemeindeschule wurden von Ostern 1915 zwei neue Lehrstellen beivilligt. Der Gemeindevorsteher erklärte, daß eigentlich vier neue Lehrkräfte erforderlich wären, aber aus Spar- samkeitsrücksichten sei beantragt, nur zwei Kräfte einzustellen. Aus- gerechnet bei der Volksschule betätigt sich der Sparsamkeitstrieb, bei Einrichtungen für das bessere Bürgertum ist man weniger ängstlich. Weil man nun sparen will, darum wird von den einzelnen Lehrern der Volksschule eine größere Arbeitsleistung verlangt. Von diesem Wohlwollen des Gemeindevorstehers werden die Lehrer sicher nicht sehr erbaut sein. Die Gemeindevertreter stimmten dem Bor- schlag ohne Debatte zu Nach dem Beschlüsse der Kreisschuldeputalion öll das achtstufige Schulsystem eingeführt werden. Zum Schluß wurde noch mitgeteilt, daß sich die Kosten des BahnhofSdurchgangeS an der Rathausseite auf 30400 M. belaufen. Kaulsdorf. Aus der Gemeindevertretung. Die Vertretung stimmte einem Antrage des Sckmlrektors auf Erhöhung seiner Amtszulage von 900 auf 1000 M. zu. Ebenfalls wurden dem Schuldtener iür Reinigungskosten 200 M. pro Jahr mehr bewilligt.— Zu einer interessanten Aussprach« kain es bei der Ablösung der niederen Küsterdienste vom Amte des Küsterlehrers. In einer der vorjährigen Sitzungen wurde von unserer Seite der Antrag gestellt, den Lehrer von den gesamten Küsterdiensten zu befreien. Die hierfür von der Kirche gezahlte Entschädigung von 99 M. sollte dann die Gemeinde übernehmen. Hierzu lag nun ein Schreiben des betreffenden Lehrers vor. in welchem er die niederen Küfferdienste, als«erzen- anzünden. Läuten, Turmuhrstellen usw. aufführt und mitteilt, daß er auf die, hierfür von der Kirche gezahlten 86 M. verzichte, sofern ihm diese Dienste abgenommen würden. Gleichzeitig teilte die Kirche mit, daß sie, sofern die Gemeinde den Küster von den angeführten Verrichtungen ablösen wolle, einen jährlichen Zuschuß von 94 M. verlange, da eine anzustellende Hilfskraft 180 M. erfordere. Unsere Genoffen betonten, daß die Einwohner aus Angehörigen aller Konjesfionen, sowie auch au» Religionslose» bestehen, deren Steuer- groschen mit zur Deckung der angeführten kirchlichen Verrichtung«. dienen sollen. Nur der Abtrennung der gesamten Küsterdienste von der Lehrertätigkeit könsten sie zustimmen, nicht aber den von der Kirche geforderten' Bedingungen. Der Antrag der Kirchen- gemeinde wurde tonn auch abgelehnt.— Der Eingemeindung i der Enklave Dahlwitz miede, nach Erweiterung des vorliegenden Vertrages, zugestimmt.— Bei der Wahl von Frauen in die Armenkommission fand unser Borschlag der Genossin Buchmann nicht die genügende Unterstützung. Trotzdem wir schon vor Monaten, als die Kominissron gebildet wurde, und von bürgerlicher und■ bäuerlicher Seite kein Borschlag gemacht werden konnte, unsere Wünsche mitgeteilt hatten, wurde die Wahl vertagt, bis endlich ans: diesen Kreisen drei Frauen sich bereit erklärt hatten, das Amt zu übernehmen. In den Zeiten des Wahlkampfes wird uns immer der Vorwurf gemacht, daß wir im Orte keine positive Arbeit leisten;> wenn wir uns aber zur Mitarbeit bereit erklären, schaltet man uns aus. Pctcrshagen bei Fredersdorf. Gcmeindevcrtretersihung. In der am 1. Juli stattgefundenen Sitzung wurde zunächst eine Anleihe als Zuschuß für de» Eggers- dorser Chausseebau in Höhe von 20 000 M. sowie 10 000 M. als Teilhaberbetrag für das Kreisgaswerk Niederbarnim-Lst bewilligt.— Der Ausbau der Waschküche des Küsters soll in Submission ver- geben, Zeichnung und Kostenanschläge sollen unter Berechnung des Rohmaterials im Gemeindeburean abgegeben werden.— Die Stelle eines Feldhüters auf die Dauer von dreieinhalb!• Monaten soll ausgeschrieben werden.— Ein abermaliger Antrag auf Errichtung eines Wochenmarktes in Petersbogen wurde mit 6 gegen 5 Stimmen abgelehnt.— Mitgeteilt ivurde, daß da-Z Ersuchen an die Postdirektion, die Lage des Ortes besser zu bezeichnen, um Verwechselungen zu vermeiden, abgelehnt wurde. Von dem Landrat ist den Berliner Elektrizitätswerken gestattet, die Kabel in die Straßen des Kreises einzulegen. Einstimmig wurde beschlossen, den für die Gemeinde in Betracht kommenden Teil der Wertzu- wachssteuer nicht mehr zu erheben. Interessante Ein- blicke gewährte ein Antrag, die GraZnutzung des Giebelpfuhls zu verpachten. Diese Flächen, wie auch verschiedene andere Flächen gehörten bis vor kurzem der SeparationSgemeinde. Natür« tich sind die Flächen im Laufe der Jahrzehnte immer mehr zusammen- geschrumpft, indem die betreffenden Anlieger nach und nach ihrem vorhandenen Besitz immer mehr hinzufügten, selbstverständlich sind diese Herren Bauern die Ehrlichkeit selbst. Da nun niemand recht wußte, wie weit das der Gemeinde gehörige Gelände geht, Ivurde von unseren Genossen beantragt, die Grenzen durch einen Land- messer an der Hand des alten KatastermaterialS feststellen zu lasieu. Schönow. Aus der Gcmcindcvertretersitzung. Nach Eröffnung der Sitzunfl nahm Genoffe Duckwitz zur Geschäftsordnung das Wort und sprach sein Bedauern darüber aus, daß der Gemeindevorsteher einen von ihm gestellten Antrag— betreffend ein Baugesuch des Herr» 1 Wtczorei— nicht auf die Tagesorduung gesetzt habe. Dabei kam es zu einer erregten Debatte. Unser Redner sowie Herr Sellin j beantragten, daß die Bauaiigelegenheit noch nachträglich auf die j Tagesordnung gesetzt werde, da es sich um eine Straße handele, bei der die Erstattung der Pslasterkoste-.i an die Gemeinde vo» sämtlichen Anliegern sichergestellt"fei. Demgegenüber erllärte der Gemeindevorsteher, daß diese ganze Angelegenheit Sache der Bau- i Polizei sei. Unser Vertreter machte nochmals darauf aufmerksam, daß keine Bedenken vorlägen, das Baugesnch� zu verweigern; der Gemeindevorsteher befürchte nur, daß die Sozialdemokraten das alte Dorf überflügeln und dann hätten die Bürgerlichen nicht mehr viel zu bestimmen. Das sei der ganze Grund, warum die Bau-» tätigkeit lahmgelegt werde. Schon vier Baugesuche' sind auf diese r Art abgelehnt worden. Der Antrag unserer Vertreter wurde mit 7 gegen 3 Stimmen abgelehnt.— Zur Gewährung einer Beihilfe, anläßlich einer Borstellüng der hiesigen freiwilligen Feuerwehr. führte der Gemeindevorsteher aus, daß es doch richtig wäre,' der Feuerwehr 60 M. zu bewilligen, da es sich doch um eine gemeinnützige Korporation handele, und die Boträge der Allgemeinheit und den auswärtigen Gästen wieder zugute kämen. Von Herrn 1 Grund wurde beantragt, 100 M. zu bewilligen. Genosse Duckwitz widersprach dem und führte aus, daß die Gemeinde gar keine Vcr« antaffung dazu habe, da es sich nur um ein Vergnügen handele. Mit 8 gegen 3 Stimmen wurde beschlossen, der Feuerwehr 00 M.» zu bewilligen.— Die Wahl des Schulvorstandcs war schon am 9. April vorgenommen worden. Es wurden damals vier Personen für den«echulvorstand in Vorschlag gebracht, darunter auch Herr Sellin, dessen Wahl auch die Sozialdemokraten unterstützt hatten. Die Wahl des genannten Herrn war aber dem alten Schulvorstand nicht angenehm. In der vorgestrigen Sidung wurde nun ein Schreiben vom Landratsamt vorgelegt, in oem mitgeteilt wurde, daß die Wahl von vier Herren ungesetzlich wäre und nur drei Mit- glieder gewählt werden dürfen. Unser Vertreter widersprach dem und wies darauf hin, daß in der Sitzung vom 9. April nusdrücklich gesagt worden wäre, es könnten auch fünf Personen gewählt werden. Genosse Wäger betonte, daß wir daran festhalten, daß Herr Sellin| in den Schulvorstand mit hinein kommt, denn er vertrete energisch 1 die Interessen der Kolonie. Tie beantragte Wiederwahl von Herrn Sellin wurde von der Mehrheit abgelehnt. In den Schulvorstand wurde Herr Wilhelm Schültke mit t0 Stimmen und die Herren Julius Wcgener und Ältsttzer Rückert mit 8 gegen 3 Stimmen; gewählt. Jugeudveraustaltunge». Neukölln. Am Sonntag, de» 12. Juli, findet endgültig die feietftch« Eröstnnng des städtischen Sportplatzes an der Krenzallee statt. Für ein Faustball- und Völkerballspiel lönneu aus dem Platz an der Geygerstratzc noch Meldungen abgegeben werden. Die Spiele auf dem Platz an der Geygerstraßc finden bis aus weiteres Montags, Mittwochs und Donners- tags statt._ Sitzungstage der Stadt- und Gemeiudevertretunge«. Alt-Glienicte. Dienstag, den 7. Juli, abends 6»/, Uhr, im Bohnschen Lokal, Grünauer Straße 55. Diese Sitzungen sind öffentlich. Jeder Gemeindeangchörigc ist be- rechügi, ihnen als Zuhörer bcizuwohnc». Mus aller Velt. Kapitalismus und Auskunft. Ein Notschrei aus Fliegerkceisen, und zwar von riuem hervor« ragenden deutschen Piloten, ist dein„Fränkischen Kurier" in Rürit« Berg zugegangen. Der Flieger weist auf den rapiden Niedergang des Flugwesens in Frankreich hin und prophezeit eine ähnliche Er- I scheinung in kurzer Zeit auch in Deutschland. Schuld daran i sei die Nationalfiugspende, mit deren Mitteln man zahllose junge Menschen teilweise oder ganz unentgeltlich i ausgebildet habe, ohne beföndere Prüfung ihrer Qualitäten, i Die Flugzeugfabriken, denen die Ausbildung anvertraut worden sei und die dafür von der Nationalflugspende glänzend bezahlt worden seien, hätten ja das größte Interesse gehabt, mög- lichst viele Schüler zu haben. Nachweisbar hätten es von Hunderten dieser Scbüler nur zehn gu guten Piloten gebrächt. Tie übrigen, die nicht« leisteten, wirkten nur lohndrückend und stellten das Fliegerproletariat. Schon der kürzliche Dreieckfluz Berlin-,- Leipzig— Dresden— Berlin fei ein Symptom für die Gefahr gewesen. in der sich das deutsche Flugwesen befinde. Aon den Teilnehmer« entschädigungen von je 300 M. hätten zwei Drittel die Flugzeugfabriken für sich in Anspruch genommen. Unter solchen Umständen lohne sich da» Risiko für den Flieger nicht mehr. Nur ganz wenige Flieger erreichten noch ein jährliche» Einkommen von 10000— 12 00Ö M. Die Fliegei, die etwa im Schwere Bauunfälle. In Bame I in Belgien stürzte gestern bei Nowawes. Die weiblichen Mitglieder des Wah I eine Stellung bei Flugzeugfabriken haben, ständen sich nur auf 80 Drei Arbeiter bereins veranstalten am Montag, den 6. d. Mts. eine Dampferpartie bis 100 monatlich. Von 300 geprüften Piloten, die Deutschland dem Neubau eines Spitals eine Mauer ein, jezt habe, seien 50 Pro3. einkommens und stellenlos. wurden unter den Trümmern begraben und tödlich verlegt. nach Baumgartenbrück. Die Abfahrt erfolgt nachmittags 2 Uhr vom EisenFür die Ueberproduktion an Fliegern, die man gezüchtet habe, habe Gin ähnlicher Unfall ereignete sich in St. Ghislain bei Mons. bahnhotel in Potsdam. Gäste willkommen. Dort wurden vier Arbeiter bei dem Einsturz eines Gebäudes Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über die Nation gar keine Verwendung, da man sie ja nichtschwer verlegt. den Großhandel in den Zentral- Martthallen.( Ohne Verbindlichkeit.) Dienste des Verkehrs oder der Post gebrauchen könne. Es geht. Automobilunglück. Auf der Straße zwischen den französischen Sonnabend, den 4. Juli. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg Mart: Ochsenmit dem Flugwesen und den Fliegern, die in den Händen des Ortschaften La Roussiliere und La Madeleine hat sich Freitagabend fleisch Ia 70-82, do. Ila 66-69, do. IIIa 57-66; Bullenfleisch Ia 66-76, Kapitalismus nur ein Ausbeutungsobjekt sind, wie mit allem, was ein schweres Automobilunglück ereignet. Ein mit fünf Per- do. Ila 62-66; Stühe, jett 45-56, do. mager 35-45, Greffer 60-65, der Kapitalismus in seiner planlosen, schrankenlosen Produktionsweise ionen besetztes Auto stieß mit einem Zaftwagen zusammen. Das do. boll. 50-60; Bullen, dän. 40-60. Kalbfleisch: Doppellender 107-127; Masttälber Ia 86-98, do. IIa 72-82; Kälber ger. gen. 42-58. Hammelanpadt. Heberproduktion, Arisen, Arbeitslosigkeit und Lohndrückerei. Auto stürzte in den Straßengraben und wurde völlig zer- fleisch: Maftlämmer 90-92; Gammel la 77-89, do. Ila. 69-76, do. Schaje 76-80. Schweinefleisch 50-54. Eier: Landeier Den Nutzen von den Erfindungen des Menschengeistes haben einzig trümmert. Alle fünf Infassen erlitten schwere Verlegungen. Schock 3,50-8,80; Trinteier 4,00-4,20. Butter: Molkereibutter ber getogen sein, ber am Goluſſe ſeines Briefes schreibt:„ es Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Kapitalisten. Diese Erkenntnis scheint auch dem Flieger 50 kg 95-105; Landbutter 80-90. zu Schlusse Es hamb. Bund 0,00-0,00, hat sich wieder einma bitter gerächt, daß im Kuratorium der National Flupspende die Richtfachleute, die Geheimräte und Bureau fraten den Haupteinfluß hatten, die nicht start genug waren, den Eingebungen der Flugeugfabrikanten zu widerstehen, deren Natschläge nur egoistisch, der nicht national waren." Hinzu kommt noc daß im Mililärstaat Deutschland, wie anderwärts, wohl Gel da ist, um die glänzende Erfindung der Flugkunst für die Zwle des Krieges brauchbar zu gestalten, daß aber fein roter Heller afür ausgegeben wird, um die Flugzeuge in den Dienst des erkehrs zu stellen, um die Erfindung für wahrhaft kulturelle Zude auszubauen. law Eine trhängnisvolle Drohung. Aus Evreur( Frareich) wird gemeldet: In der kleinen Gemeinde Gauge lebt ein Familie, bestehend aus denr 50 Jahre alten Vater und seinen 2826 und 18 Jahre alten Söhnen. Am vergangenen Sonntag nu erhielt der jüngste Sohn einen Brief, worin er mit dem Tod bedroht wurde. Aus Furcht verlor der Unglückliche den Berstd und gibt seitdem fortwährend ein kläg liches Geheul von fid Die Krankheit übertrug sich auch auf die übrigen vier Familieritglieder. Das ganze Haus ist seitdem in eine wahre Höl verwandelt worden. Alle vier Leute leiden an Berfgungswahnsinn und auch die Gegenwart von Gendarmenbie die Nächte bei ihnen zubringen, bermag an diesem Zustand nis zu ändern. Schires Unwetter in Graz. Am Freitagabending über Graz ein furchtbarer Hagel schlag und wollGruchartiger Regen nieder, der die Straßen fußhoch untWasser setzte. Die Hagelschlossen bedeckten den Boden mit eine0 3entimeter hohen Schicht. Zur Begräumung der durbie Hagelförner gebildeten Eisbarriere mußte Militärerangezogen werden. Opfer an Menschenleben find it zu beklagen. Der Schaden ist jedoch jehr groß Einst katastrophe in New- York. Ein verhängniller Hauseinsturz hat sich am Sonnabend vormittag in Neorf zugetragen. Infolge von Dy namitsprengen, die bei den Ausschachtungen für den Bau der Tiesh in der oberen Stadt vorgenommen wurden, ist eine hsstöckige Mietstaserne ein gestürzt. Die ht der Toten wird auf fünfzig geschätzt. A cht hen sind geborgen. Kleine Notizen. Unfall im franzen Heere. Im Fort Mont Agel bei Rizza entgleiste ein gon der Feldbahn, der zur Beförderung von Munition benutzt w Ein Artillerist wurde getötet und acht mehr oder weer fchwer verletzt. trai. 5. 100 B 0,00 0,60, bo, biefiger 2,00-2,25; Startoffel, magnum Theater in der Königgräßer Straße. Allabendlich: Mr. Wu. bonum 50 kg 4,00-4,25, Wohltmann 3,50-3,75, runde, weiße 3,50-3,75, Dabersche 3,75-4,00, neue weiße 5,00-5,75, do. Nosen 4,00-5,00, do. Magde( Anjang 8 Uhr.) Berliner Theater. Allabendlich: Wie einst im Mai.( Anf. 8 Uhr.) burger 6,00-6,50; Borree, Schod 0,75-1,00; Spinat 50 kg 5,00-7,00; Kleines Theater. Allabendlich: Der Klecks.( Anjang 8 Uhr.) Schoten 3,00-10,00; Mohrrüben, Schodbund 1,00-1,20; Champignon Theater des Westens. Sonntag bis Dienstag: Das Rheingold. 50 kg 30,00-35; Stohlrabi, Schod 0,60-0,80; Wirsingtohl, bisfiger, Schock ( Anfang 8 Uhr.) Mittwoch bis Freitag: Die Walküre. Sonnabend bis 4,00-7,00; Blumenkohl, Erfurter 100 Stüd 10,00-18,00; Meerrettich, Schod 3,50-12,00; Beterfilienwurzel, neue, Schockbund 1,00-2,00; Stadieschen Montag: Siegfried. Anfang 7 Uhr.) Theater am Nollendorfplatz. Allabendlich: Der Jurbaron.( An- 0,50-0,75; Salat, Schock 1,00-2,00; 3miebeln, Schockbund 0,70-1,00, fang 8 Uhr.) do. 50 kg 13-14; Tomaten 50 kg 28,00; Pfefferlinge 30-40; Nefidenz- Theater. Täglich: Die verflirte Liebe.( Anfang 8%, Uhr.) Buffbohnen 50 kg 10,00-12,00. Ausländisches. Startoffeln, fanar. 50 kg Lustspielhaus. Allabendlich: Die spanische Fliege.( Ani. 8 Uhr) 12,00-14,00, do. Malta, neue 10,00-13,00, do. ital. lange, neue 6-12,00, Theater ant der Weidendammerbrücke. Sonntagnachmittag do. italienische runde, neuе 5,00-8,00, do. ungarische 4,00-7,00, 3 Uhr: Der müde Theodor. Allabendlich: Der müde Theodor.( Anfang Tomaten tanarische, Stifte 0,00, do. italienische 50 kg 4,00-14, do. 8 Uhr.) französische 8,00-12,00; Blumenkohl, holländischer la 100 Stüd 15,00 bis Thalia Theater. Sonntagnachmittag 31/2 Uhr: Charleys 20,00, do. IIa 0,00-0,00; 3wiebeln, ägyptische 50 kg 18,00, do. Zante. Allabendlich: Wenn der Frühling fommt.( Anjang 8 Uhr.) ital. 0,00-0,00; Gurfen, holl. 100 Stüd 6,00-18,00, do. Einlege-, ital. Deutsches Opernhaus. Sonntag: Der Zigeunerbaron.( Anfang Schock 2-2,50; Bohnen, grüne, ital. 50 kg 6,00 15,00, do. französische 00 8 Uhr.) Bon Montag ab: Geschlossen. bis 00,00, do. ital. Beutel ca. 5 kg 1,402,20, do. ung. Beutel 1,00-2,00. Schiller- Theater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Martha. Abends: Wachsbohnen, italienische 50 kg 0,00-0,00. Obst und SüdDienstag: Tannhäuser. Mitt- früchte. Stirschen 50 kg Thüringer 10,00-12,00, fchlesische 10,00-14,00, Tannhäuser, Montag: Der Troubadour. woch: Martha. Donnerstag: Tannhäuser. Freitag: Die Zauberflöte. Werderfche 10,00-15,00, bolländ., jaure 14,00-18,00, ung. Natten 10,00-32,00, Sonnabend: Tannhäuser. Sonntag: Die Zauberflöte. Montag: Tann Alepfel, australische, stifte 3,00-18,00; italienisce, 50 kg 10,00-20,00; Birnen, italienische, 50 kg 10,00-22,00. Erdbeeren, holländische, 50 kg häuſer.( Anfang 8 Uhr.) Luisen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Deines Bruders Weib. 18,00-22,00, Werdersche 10,00-20,00, Beeliber 15,00-25,00, Ham Abends und Montag: Der wilde gelbe Mohn. Dienstag: Geschlossen. burger 20,00-30,00, alderdbeeren 50,00-60,00; Stachelbeeren, unreif, Mittwoch: Der wilde gelbe Mohn. Donnerstag: Die Allwördens. Freitag: biel. 8-9, do. holländ. 8,00; reife, hies. 10-16; Himbeeren, 50 kg 18-22; Benn edle Herzen bluten. Sonntag: Johannisbeeren, hiesige 50 kg 10,00-15,00; Blaubeeren 26,00-35,00; Apritojen, ital. 24,00-28,00, franz. 22,00-36,00 Pfirsiche, ital. 20,00-50,00; Gefallene Mädchen. Montag: Jn neues Glüd.( Anfang 8 Uhr.) Voigt Theater. Täglich: Das Mitternachtsmädchen.( Anfang franzöfifche 20,00-40,00; Pflaumen, italienische 10,00-25,00; Mijpel, 4%, Sonntags 2 Uhr.) italienische 10,00-14,00; Bananen, Jamaita 14,00-18,00, Tanarische Metropol. Allabendlich: Die Reise um die Welt in 40 Tagen.( An 15,00-20,00; Erdnüsse 28,00-30,00; Ananas 75,00-100,00; Zitronen, jang 7.55 Uhr.) Mejjina 300 Stüd 8,00-12,00, Mejjina 360 Stüd 7,50-11,00, Mejjina Walhalla- Theater. Sonntag bis Freitag: Der Hund von Baskerville. 150 Stüd 6,00-10,00. Sonnabend bis Montag: Der unsichtbare Mensch.( Anfang 8 Uhr.) Nose- Theater. Bis auf weiteres täglich Der Silberfönig.( Anfang Berliner Prater- Theater. Allabendlich: Grigri.( Anfang 8 Uhr). Folies Caprice. Allabendlich: Die Leibwäscherin. Die Amorda staun' ich.( Anfang 8 Uhr.) dragoner. Das Bett Napoleons. Ah Wintergarten. Allabendlich: Spezialitäten.( Anfang 8 Uhr.) Admiralspalast. Sonntagnachmittag 4 Uhr und allabendlich 8%, Uhr: Im Tangoklub. 8 Uhr.) V Sonntags 6 Uhr.) Sonnabend: In neues Glück. 1 Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger.( Anfang 8, Sonntags 7%, Uhr.) Palajt am 300. Varieté und Lichtspiele.( Täglich: 8 Uhr, Sonntag 4 llhr.) Passage Theater. Allabendlich 5 Uhr: Kino- Barité. Cines Nollendorf: Theater. Das Miratel.( Anfang 8 und 9, Potsdamer Naturtheater. Allabendlich: Alt- Potsdam.( Anf. 5 Uhr.) Urania Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Mit dem Imperator" nach New York. Abends und Montag: In den Dolomiten. Dienstag: Zum Hochfirn der Jungfrau. Mittwoch: Mit dem Imperator" nach New Hort. Donnerstag: Zum Hochfirn der Jungfrau. Freitag: In den Dolomiten. Sonnabend und Sonntag: Mit dem Imperator" nach New York. Montag: Unbestimmt.( Anfang 8 Uhr.) Veranstaltungen. Sechster Wahlkreis. Am Montag, den 6: Suli, veranstalten die Frauen der 8. Abteilung einen Ausflug nad) dem Gorlifee. Abfahrt Bhf. Gesundbrunnen 6.46 und 6.56 hr nach Buch. Wetterprognose für Sonntag, den 5. Juli 1914. Kübler, zunächst vorherrschend mollig bei frischen westichen Winden, etwas Regen und Gewitterneigung; später wieder aufflarend. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Montagmittag: Zunächst überall fühler, größtenteils bewölft, im Often strichweise Gewitter, im Westen an den meisten Orten etwas Regen. Später im Südwesten beginnende neue Aufheiterung und Erwärmung. Wasserstands- Nachrichten der Landesanstalt für Gewässerfunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau jeit feit 3.7. 2.7. 3.7. 2.7. Wasserstand Memel, Tilsit regel, Justerburg eichsel, Thorn Dder, Natibor Krossen Frankfurt Barthe, Schrimm Landsberg Neze, Bordamm Elbe, Leitmerik Dresden Barby Magdeburgs 1)+ bedeutet Wuchs, am Beeskow) am Wafferstand cm cm³) c.m cm³) 91 -2 Saale, Grochlik 94 41 4-6 Habel, Spandau) 38 204 12 Rathenow 15 88 -4 Spree, Spremberg) 72 66 -4 69 69 Befer, Münden 144 -26 Minden 236 -30 Rhein, Marimiliansau 534 39-5 Kaub 314 -5 48 0 Köln 316 171-10 Nedar, Heilbronn 130 +20 96 -12 Main, Hanau 144+2 88 11 Mojel, Trier 55 10 Fall, 2) Unterpegel. B 기업 Toch ist's Zeit SaisonLine Gelegenheit Ausverkauf zum Sparen! denn trotz des ganz enormen Andranges der uns zeitweise unsere Geschäfte -Kann natürlich ein Lager, wie wir es unterhalten, zu schliessen zwang nicht in 4 Tagen geräumt sein. Sie finden noch überall reiche Auswahl besonders in den billigen Preislagen, aber ein rascher Entschluss tut not. 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Montag, 8 Uhr: Der Troubadour. Theater des Westens. Sonntag, Montag, Dienstag: Das Rheingold. Anjang 8 Uhr. Puhlmanns Theater Schönh.Allee 148. Kastanienallee 97/99 Inter neuer Leitung der beliebten Direktion W. Herrmann. Heute Sonntag: Konzert, Theater, Spezialitäten. Zum Schluß: Wo hast du dein Weh' Weh'chen! Anjang 4 1hr. Folies Caprice. Täglich 8, Uhr: Die Leibwäscherin. Die Amordragoner. Das Bett Napoleons. Ah da staun' ich. Ingeborg ENORM BILLIGE SOMMERKLEIDER Sommer3 Sonder- Angebote kleid™ ,, Doris" aus apartem Wollmusselin, mit modern. Doppelrock und fescher Seidengarnierg., M. 1575 Sommer- ,, Monika" aus weißem, gutem Wasch- Crêpe, mit Batistkragen und Weste sowie mit Seiden- Krawatte...... M. 75 Sommer Ingeborg aus apartem Wollmusselin mit Batistkragen u Weste SeidenKrawatte u. 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A.-S.-B.( Gau Berlin und Umgegend). Sonnabend, den 11. Juli 1914, im großen schattigen Garten der Brauerei Patzenhofer, Turmstraße 25-26: Großes Garten- Konzert. Instrumental- Vorträge. Männer- und Frauen- Chöre. Kasseneröffnung 5 Uhr. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Billett 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Programm und Liedertexte an der Kasse gratis. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 5-7 Uhr zur Verfügung. 59/18 Nach dem Konzert: Im großen Saale: TANZ. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Freunde und Gönner sind freundlichst eingeladen. Das Komitee. Fahrverbindung: Straßenbahn: Linie 2, 3, 4, 5. 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 17, 18, 19, 20, 21, 23, 24, 82, 119, Q, W, Z. Auto- Omnibus: 11, 19. Stadt- und Ringbahn: Bellevue und Putlitzstraße. Reichshallen- Theater. Schwarzer Stettiner Sänger. Neu: Der Dorfschulmeister. Genrebild von Meysel. Anjang heute 7 Uhr. URANIA Taubenstraße 48/49. Sonntag 4 Uhr:' ( Zum 220. Male:) Mit dem kaperator" nach New York. Sonntag und Montag 8 Uhr: Adler. Lichtenberg, am Ringbahnhof Frankfurter Allee. Täglich vom 1.- 15. Juli: Konzert- und Varieté- Vorstellung. The 4 Black Diamonds, Verwandlungs- Sänger, Tänzer und Komiker. Marguerite Gilton, der größte Tauben- Dressuratt der Jektzeit mit der einzig eristierenden rechnenden Taube. Eugen Milardo The Essadras und die anderen erstklassigen Spezialitäten. Berliner a Les Fleurs Kindl- Brauerei- Ausschank Hermannstraße 214/18 Neukölln Fernspr.: Neukölln 79 Oekonom: Robert Bergner. Montag, Donnerstag, Sonnabend u. Sonntag: In den Dolomiten. Großes Garten- Konzert Voigt- Theater Badstraße 58. Scute Sonntag: Das Mitternachtsmädchen. Gr. Ausstattungsstüd m. Ges. u. Tanz von Kren und Lippschit. Gänzlich neue Spezialitäten. Balfeneröffn. 10 Uhr. Anf. 2 Uhr. Jeden Sonntag Ball. u. Donnerstag: Donnerstag: Oesterreichischer Abend. Jeden Mittwoch: Kinder- Freudenfest. Große Verlosung von wertvollen Gegenständen, Fackelzug, Bonbonregen, Kasperletheater. Entree inkl. Los 15 Pi. Anfang 4 Uhr. Große Berliner Kunstausstellung Mai- September 1914 Mai- September im Landesausstellungs- Gebäude. Metropol- Theater. Admiralspalast Abends 8 Uhr: Die Reise um die Erde in 40 Tagen. Eisarena. Berlins kühlster Aufenthalt. nachm. 5 Uhr u. abends 1,9 Uhr: ,, Die lustige Puppe". Außerdem abends: ,, Im Tangoklub". ZOOLOG ischer Garten Heut ab 4 Uhr nachm.: Großs Militär- Konzert ( 3 Kapellen). Eitrittspreise: ZO Aquarium: Ia de 1 ar Da Di di A1 111 Be er th re da de 25 PL. 50 Pf. bo 23 Kinder d. Hälfte de Neu! üb da M W di in re fo be in ge Bro Frankfurter Str. 132. Pr Li fta G ge New! AQUARIUM 9 Uhr rgens bis 10 Uhr abends. Nachm. u. ab 10%, halbe Kassenpr. Theater am Nollendorfplatz 5. 8 Uhr: Dr Juxbaron. Luna- Park OS THEATER Täglich Doppelkonzert hiesiger Militärkapellen. Sonntag, den 28. Juni 1914: Gr. Feuerwerk. Apotheose: Der Riesensilberwasserfall, ausgeführt von der Firma Deichmann& Gallwitz. Entree 50 Pf. Wirtschaftsbetrieb: Bernhard Hoffmann. Schweizergarten Am Friedrichshain No. 29-32. Heute sowie täglich: Theater und die neuen Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. X Entree 30 Pf. Rated Café Westlingpalast Müllerstr. 182-183 täglich, grosses KünstlerKonzert. Anfang 4 Uhr. Inh.: C. Sittsamstein. Neue Welt Arnold Scholz Hasenheide 108/114 Heute Sonntag sowie täglich: Gr. Konzert und Varieté- Vorstellung. Das phänomenale Juli- Programm 16 erstklassige Varieté- Nummern Konzert- Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. Varieté 6 Uhr. Im Riesen- Festsaal: Gr. Ball Voranzeige. Ab 12. Juli täglich: Kellerfest in Oberbayern. Rund De Silberkönig. Anfang 8 Uhr. A der Gartenbühne die Spree. Gr. Revue. Borher onzert, Spezialitäten. 10 11 WIN PARTEN 6 બ eues Programm! Saharet die stralische Tanzdiva Pernas Kaufmanns Pag eien Veronacycle Kakett Truppe ind eine Kette hervoagender Kunstkräfte! Eneplatz wochentags M. 0.60. Rachen gestattet! Ahambra Wallr- Theater- Straße 15. Jeder Sonntag Großer Ball. Großes rchester. Anfang Sonntags 5 Uhr A. Zameitat. Palage- Panoptikum. Lebend! Die letzten weiblichen Ateken! AGA dischwebende Jungfrau. ddhas Geistertafel. As ohne Extra- Entree! Einto Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. Furen Inhalt der Jnerate übernut die Redaktion dem Bubli gegenüber teinerlei Berabortung. SHOHA ge bon der Gen ung den die ann ten, und jere aus zu mer ten; aus. nen Pers als Jers des Die alb ger arde das en, Dent in Den gu= Cins Sels were ür els em ind echt rde nd сп. ng ach rn lin Die le Der Der as hr je TC, CC 11# 16 R. 11. D in e tch 11 ch 11 Nr. 180. 31. Jahrgang. 31. Jahrgang. 103. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. distri Sonntag, 5. Juli 1914. Literarische Rundschau. W sted? " 3 Aber wie steht es mit der tatsächlichen Rußlands Kultur und Bolkswirtschaft. Herausgegeben von Mag Frage aufzuwerfen, ob es wirklich in ihrem Interesse liegt, wenn selbst hervor. Nach der Arbeit eines Jahrhunderts hat z. B. der Gering. Berlin und Leipzig 1913. Göschensche Verlags- die politische Neutralität so weit geht, wie von den Führern der Anteil der englischen Genossenschaften am gesamten WarenSachhandlung. 263 Seiten. Preis 7,20 M. Genossenschaftsbewegung befürwortet wird. Einen wertvollen Bei- umsatz ihres Landes erst den dreihundertsten Teil erreicht. Wenn trag zu dieser Frage bildet das im Diesschen Verlage in Stutt- auch die Genossenschaften sich entwickeln, so entwickelt sich doch der Ueber die Bedingungen der industriellen Entwickelung Rußlands. gart erschienene Werk des belgischen Sozialisten Emile Vander- Kapitalismus weit riesenhafter. Inwieweit sind die GenossenBon Sergej Prokopowitsch. Tübingen, Verlag von J. C. B. velde über„ Neutrale und sozialistische Genossenschaftsbewegung". schaften überhaupt in der Lage, die Konsumenten zu erfassen? The o Mohr, 1913. 88 Geiten. Preis 3 M. Vandervelde gibt zunächst eine interessante Geschichte der Be- retisch wäre es denkbar, daß sie sich alle der Genossenschafter ziehungen zwischen dem Sozialismus und der Genossenschafts- bedienten. Wie sieht es hiermit aber in Wirklichkeit aus? Stampagne zwiſchen Die handelspolitische Kampagne zwischen Rußland und Deutsch bewegung. Selbst ausgesprochene Nurgenossenschaftler, wie Charles Gide, land medt zurzeit besonderes Interesse für die moderne wirtschaft- Wie sehen nun die Beziehungen zwischen dem Sozialismus müssen zugeben, daß die Genossenschaften nicht in der Lage sein liche Entwickelung Rußlands. Die Zolltarif- und Handelsvertrags- und der Genossenschaftsbewegung in der Gegenwart aus? Vander- werden, die ganze Produktion an sich zu ziehen. Wir brauchen debatten von 1902 bis 1906 haben zwar eine größere Literatur über belde berichtet da zunächst über eine Gründung der Genter Ar- nur an die ganze Exportindustrie zu erinnern. Auch den ExportRußlands Wirtschaftsleben und Beziehungen zum Ausland gezeitigt. beiterschaft, über den„ Vooruit". Nach dem äußerlichen Aufbau handel könnten die Genossenschaften schwerlich organisieren, wens Aber diese Literatur ist zum Teil heute überholt, weil Rußland unterschied sich diese Genossenschaft nicht merklich von den übrigen sie ihrem Grundprinzip treu bleiben, d. h. wenn sie nicht Handelss nach dem Rochdaleschen Vorbild geschaffenen Konsumgenossen- profit erzielen wollen. damals gerade am Anfang der durch die Revolution und den russisch- schaften. Sie beschränkte jedoch ihren Mitgliederkreis auf die An- Erfassung der übrigen Konsumenten? Wir sehen, daß die Gershen japanischen Krieg nach rückwärts abzugrenzenden Etappe stand. hänger des Sozialismus und widmete einen großen Teil der schaftsmitglieder sich immer ausschließlicher aus Arbeiter- und AnSeither hat Rußland eine Reihe von Veränderungen der inneren erzielten Ersparnise gemeinschaftlichen Zweden, so für Bildungs- gestelltenfreiſen refrutieren. Das liegt an der Tatsache, daß nur Wirtschaftspolitik erfahren: die Agrar, reformen" haben eingesetzt, aivede, für Unterſtüßung von Streits, für Unterstützung der Partei diejenigen den Konsumgenossenschaften angehören, die als Nondie Industrie hat einen gewaltigen Aufschwung genommen. Eine bei der Propaganda oder bei Wahlkämpfen. So wurde diese fumenten mehr Interesse daran haben, ihnen beizutreten, als Einführung in diese neueste Phase muß willkommen sein, wenn Genossenschaft den Arbeitern ein wichtiges sie als Produzenten Interesse hätten, deren Entwicklung zu jie auch nur einiges Material bringt. Hilfsmittel in ihrem wirtschaftlichen und poli- hemmen." Dies trifft ohne weiteres für den Lohnarbeiter tischen Kampf. Die neue sozialistische Genter Gezu. Er hat sowohl ein Interesse daran, die Kauffraft seines Lohnes Die erste der erwähnten Schriften ist entstanden im Anschluß nossenschaft entwickelt sich schnell und gut und wurde zum zu erhöhen und er hat ein lebhaftes Interesse an der Vergenossers an eine Studienreise der„ Vereinigung für staatswissenschaftliche Vorbild für die Genossenschaften in ganz Belgien. Auch in Eng- schaftlichung der Produktion. Anders der Kleinbürger. Als Fortbildung" zu Berlin im Frühjahr 1912. Sie enthält 11 Vorträge, land machen sich starke Tendenzen bemerkbar, die die Genossen- Konsumenten hätten auch fie schon ein Interesse an der guten Entdie vor den Teilnehmern dieser Reise, zum Teil auf Grund der schaften von der bisher geübten politischen Neutralität abzudrängen wicklung der Konsumgenossenschaften. Aber die Genossenschaften Beobachtungen bei dieser Reise, gehalten wurden. Die Beiträge versuchen. In Frankreich ist eine Ginigung der sozialistischen bedrohen durch ihre Eigenproduktion die Produzentenintereffen der sind in ihrem Wert ganz ungleich. Aber bei der Fülle der be- und neutralen Genossenschaften erst 1912, und zivar fast vollständig fleinbürgerlichen Kreise so start, daß sie fast ausnahmslos heftige handelten Fragen tann eine Kritit im einzelnen hier unmöglich auf Kosten der sozialistischen erfolgt. In Deutschland haben Gegner der Konsumgenossenschaftsbewegung sind. Auch bei den gegeben werden. Oft enthalten die Vorträge nur flüchtige, ober- wir ja zwei stärkere Richtungen in der Genossenschaftsbewegung, Bauern herrschen Interessen vor, die denen der organisierten flächliche Eindrücke, aber andererseits liegt zuweilen in der Wieder- die durch den älteren Allgemeinen Verband und durch den aus Konsumenten gegenüberstehen. Er hat als Produzent ein Interesse gabe konkreter Einzelheiten gerade ein besonderer Wert. diesem hervorgegangenen Zentralverband deutscher Konsumvereine daran, feine Waren möglichst teuer zu verkaufen, während die GeNach repräsentiert werden. Beide Richtungen erflären sich für politisch nossenschaften natürlich das entgegengesetzte Intereffe haben. Da die bier einleitenden Auffäßen( die religiösen Grundlagen der russi- neutral. Im Allgemeinen Verband herrschen jedoch die kleinbür- Bauern in der Regel auch einen großen Teil ihres Nahrungsmittelschen Kultur, die neuere russische Literatur, das russische Recht und gerlichen Elemente vor, die der Sozialdemokratie vielfach feindlich bedarfs selbst produzieren, empfinden sie auch als Konsumenten die innere Entwickelung Rußlands seit 1905) folgen sieben über gegenüberstehen. viel weniger das Bedürfnis, sich in Konsumvereinen zu organisieren. volkswirtschaftliche Fragen. Professor Ballod berichtet über die Dem Zentralverband gehören vorwiegend Arbeiterkonsum- Wie sicht es mit der Groß- und Mittelbourgeoisie aus? wirtschaftsgeographischen Grundlagen, Professor Wiedenfeld über bereine an, die nicht fetten Sozialdemokraten zu Leitern haben. Als Produzenten werden ihre Interessen wenig von den KonsuntRußlands Stellung in der Weltwirtschaft. Dr. Goebel stizziert die Grörterungen auf den internationalen Sozialistentongressen für den Anschluß an Konsumvereine vor, aber die Konsumvereine Das schnelle Wachstum der deutschen Genossenschaftsbewegung und genossenschaften berührt, als Konsumenten läge schon ein Interesse Die Entwickelung der ruſſiſchen Industrie. Handelssachverständiger führten zu einer grundsäßlichen Stellungnahme der deutschen sind ja gar nicht in der Lage, die Bedürfnisse dieser Kreise zu erWoffidlo behandelt im einzelnen die Petersburger Industrie. In Sozialdemokraten. Sie erkannten auf ihrem Magdeburger Par- füllent. Danach kommen wir zur Schlußfolgerung, daß die gediesen Aufsäßen stören nur einzelne schiefe Urteile( besonders über teitage ausdrücklich an, daß die Konsumvereine ein wirksames nossenschaftliche Organisation, eine Arbeiterorganisation Sozialpolitik, Arbeiterverhältnisse usw.). In ihrer ganzen Ten- Mittel im Klassenkampf der Arbeiter sein können. Wie die durch ihren Ursprung und ihren gegenwärtigen Mitgliederbestand, denz fordern dagegen die Kritik heraus zwei Aufsätze über die deutschen Genossenschaften, so sind auch die österreichischen und die auch in Zukunft hauptsächlich eine Arbeiterorganisation bleiben russische Agrarreform und ein Aufsatz über die russischen Finanzen. schweizerischen politisch neutral, wenn auch in der Auffassung der wird, weil allein die Arbeiter oder die mehr oder Koefeld, Revisor der Agrarorganisation zu Petersburg, ist fest Neutralität erhebliche Differenzen bestehen. Vandervelde konsta- weniger mit ihnen affimilierbaren Schichten Indavon überzeugt, daß die Sache der Hebung des Wohlstandes der tiert denn auch, daß das belgische Beispiel, bas oben ge- tereffe am Eintritt in die Genossenschaft haben." schildert wurde, Ausnahme geblieben ist. Es war jedoch von Hieraus ergibt sich, daß die Genossenschaften nicht das Mittel russischen Bauern und seiner Stultur, welche die nächste große Sorge tiefem Einfluß auf die Haltung der Sozialisten zu den Genossen zur Umgestaltung der heutigen Wirtschaftsweise fein können. Da unseres verehrten Herrschers bildet, aufs richtige Gleis ge- fchaften. die Genossenschaftsbewegung eine Arbeiterbewegung ist, stellt ist"! Selbst Professor Auhagen, der ebenfalls ein Boblied auf Wie sollen sich nun in Zukunft die Beziehungen zwischen der muß sie, wenn die Arbeiterschaft sozialistisch ist, selbst sozialistisch die Agrarreform anftimmt, muß dagegen zugeben:„ Die( russische) sozialistischen Arbeiterbewegung und der Genossenschaftsbewegung sein. Die Neutralität wird, wenn sie dennoch aufrechterhalten wird, Opposition mag recht haben, wenn sie das ausschlaggebend gewesene gestalten? Die Produktibgenossenschaften werden auch fernerhin eine reine Fittion. Es ist unter diesen Umständen nur eine Frage Motiv( der Agrarreform) in einer lassenpolitischen Ab- nur sekundäre Bedeutung haben. In der Beurteilung der Kon- der" Taktik und der Opportunität", ob die Genossenschaften der sicht der Regierung erblidt. Die Durchführung der Reform wird fumgenossenschaften sind sich die Sozialisten heute darüber einig. Partei angeschlossen werden müssen oder nicht. boraussichtlich zu einer sozialen Differenzierung führen. In die von lasse wirkliche Vorteile bieten. Ein Streit besteht der Neutralismus in den Genossenschaften zur Folge haben kann. daß die Konsumgenossenschaften der Vandervelde zeigt aber auch noch, welche praktische Gefahren kommunistischen Instinkten beherrschte bäuerliche Masse wird jezt heute unter den Nur- Genossenschaftlern und den Sozialisten nur Es darf nicht übersehen werden, daß, menn die Genossenschaft auch ein starker Neil getrieben durch Schaffung eines Standes profpe- noch darüber, ob die Genossenschaften politisch neutral oder sozia- den kommerziellen Profit ausschaltet, sie dennoch Lohnarbeiter berierender, größerer Befizer, die den Segen des Privateigentums listisch sein sollen. Ueber das Maß der zu übenden Neutralität schäftigt, Unternehmer ist. Wenn der sozialistische Geist in der am Boden kennen lernen und schäßen werden." Positiv ausgedrückt, bestehen heute auch noch unter den sozialistischen Genossenschaftlern Genossenschaft fehlt, so ist es wohl denkbar, daß die Ausbeutung der bedeutet also selbst nach Auhagen die sogenannte Reform nichts als große Meinungsverschiedenheiten. Während die Belgier strikie Arbeiter in derselben Weise wie in jedem fapitalistischen Betrieb die Schaffung eines Proletariats, das heimat- und besiglos gemacht Gegner der Neutralität sind, aber dennoch auf dem Standpunkt fortgesetzt wird, mit dem einzigen Unterschied, daß den Unterund als Land- oder Fabrikarbeiter herumgejagt wird, zu stehen, daß die Genossenschaften ihre volle Autonomie wahren nehmerprofit nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit der orgawird, zugunsten müßten, erstreben die Desterreicher immer engere Beziehungen nisierten Konsumenten einsteckt. Vandervelde sagt:„ Aber heute einer Großbauernschicht: zwischen der genossenschaftlichen und sozialistischen Bewegung. fann eine Genossenschaft ein verachtungswürdiger Unternehmer sein, Die zweite Arbeit, erschienen als Ergänzungsheft 10 des Archivs Die Deutschen hingegen erklären sich für die Neutralität, aber, und das um so mehr, je vollständiger sie sich durch die Neutralität für Sozialwissenschaft und Sozialpolitit", versucht zunächst das sagt Vandervelde, ihr Neutralismus unterscheidet sich vollständig von anderen Formen der Arbeiterorganisation isoliert und je stärfer Bolfseinkommen auf Grund der wenig verläßlichen statistischen von dem Separatismus, den die Mehrheit der französischen Sektion sie dem Einfluß des bürgerlichen Geistes unterliegt." Die Ges Daten zu berechnen. Schon diese Schäßungen ergeben, daß der vertritt. Man kann aber, von den nationalen Verschiedenheiten schichte vieler neutraler Genossenschaften bestätigt diese Ansicht größte Teil des russischen( Bauern-) Boltes über ein Einkommen abgesehen, zwei Grundanschauungen erkennen, die sich diametral Banderveldes. berfügt, das nicht einmal zur Friftung der Eristenz ausreicht. Gin gegenüberstehen: die Stellung der bürgerlichen Nurgenossen= Aus diesen Gründen kommt dann Vandervelde am Schlusse zweites Kapitel führt den Nachweis, daß das Kapitalwachstum haftler, wie Dr. Hans Müller, Charles Gide, und die Stel- feiner Schrift, der die weiteste Verbreitung zu wünschen ist, dazu, lung der sozialistischen Genossenschaftler. durch die ruffische Steuerlast start gehemmt wird. In den Jahren auszusprechen, daß es bei dieser Sachlage schon besser ist, die NeuDie Stellung der Nurgenossenschaftler wird in Deutschland auch tralität, die nur geringen praktischen Erfolg haben kann, die aber 1893-1908 fonnten nur 40 Broz. des Kapitalsbedürfnisses durch von den Leuten um die Konsumgenossenschaftliche Rundschau" große Gefahren für die Entartung der Genossenschaftsbewegung in die russischen„ Ersparnisse" gestillt werden; die übrigen 60 Proz. geteilt. Ihr Gedankengang ist etwa folgender: Sie sehen in der sich birgt, abzustreifen.„ Das ist eine Garantie gegen Abirrungen, wurden durch den Einfluß ausländischen Kapitals befriedigt. Der Organisation der Konsumenten das Mittel zur Lösung der sozialen eine nüßliche Vorsichtsmaßregel gegen nicht erwünschte Beitritte, dritte Abschnitt beschäftigt sich mit den Wirkungen der Schutzzoll- Frage. Nach ihnen sollen die Genossenschaften berufen sein, die ein Mittel, zu verhindern, daß durch das Zuſtrömen nichtsozialistipolitif, die heute hauptsächlich von dem Bauerntum bezahlt wird, Produktion und den Warenaustausch neu zu regeln. Sie wenden scher Elemente die Genossenschaften aufhören, Werkzeuge des ohne die russische Industrie auf eine gesunde wirtschaftliche Basis sich daher mit ihrer Propaganda an alle Konsumenten ohne Stampfes zu sein, um dem kleinlichen Krämergeist zu verfallen au bringen. Je mehr die Arbeiter die Notwendigkeit begreifen werden, gleichDie sozialistischen Genossenschaftler sehen aber in der Ge- zeitig ihrer politischen Organisation, ihrer Gewerkschaft und ihrer Emile Bandervelde. Neutrale und sozialistische Genossenschaftsbewegung nur eines der Mitte I für die Befrei- Genossenschaft anzugehören, um so mehr werden sich immer engere nossenschaftsbewegung. Verlag 3... Diez, Stutt- ung des Proletariats". Sie erstreben daher immer engere Be- Beziehungen zwischen den verschiedenen Formen der proletarischen gart. Band 55 der Internationalen Bibliothet. Preis geb. ziehungen zwischen der Genossenschaftsbewegung und den übrigen Aktion knüpfen. Sie werden ihre Autonomie bewahren, aber sie Zweigen der Arbeiterbewegung, um ihr Streben dem gemeinsamen werden gleichzeitig Unterstübung leihen und ihre Bestrebungen auf Ziel zu nähern: der politischen und ökonomischen Expropriation das gemeinsame Ziel richten: Die Umwandlung der Lohnarbeit in der Bourgeoisie". Genossenschaftsarbeit." 1,50 M. " E. M. Arbeiter= Genosse Bandervelde untersucht nun diese beiden Anschauungen auf ihre innere Berechtigung. Die Ausführungen find so tlar und so einleuchtend, daß sie die größte Beachtung verdienen. Sie werden zweifellos in den weiteren Grörterungen der Neutralitätsfrage in der Genossenschaftsbewegung noch eine große Rolle spielen. Die Gegner der Konsumgenossenschaften denunzieren diefe mit Vorliebe als Einrichtungen der sozialdemokratischen Partet. Sie zeigen damit, wie wenig Ahnung fie von dem Aufbau und dem Wirken der Konsumgenossenschaften haben. Demgegenüber betonen einige Führer der Genossenschaftsbewegung, besonders des Zentralverbandes Deutscher Konjum bereine und auch des Internationalen Genossenschaftsbundes mit besonderer Schärfe die Notwendigkeit der Neutralität der GenossenWie utopisch die Ansichten der Nurgenossenschafter sind, geht schaften. Das hat wiederum die Arbeiterschaft veranlaßt, die nach Vandervelde aus den Feststellungen der Nurgenossenschafter worden ist. Möbel Engros- Lager Berliner Tischler Und wenn unsere Genossenschaftsführer nicht von der Notwendigkeit, die Genossenschaften mit sozialistischem Geiste zu erfüllen, zu überzeugen sind, so haben die Vanderveldeschen Darlegungen gezeigt, wie dringend erforderlich es ist, daß dies dann durch die sozialistischen Genossenschafter erstrebt wird. Es ist zu begrüßen, daß durch die Vanderveldesche Schrift, erneut die Aufmertjamteit auf diese wichtige Aufgabe der Arbeiterschaft gelenkt F. O. Wir liefern direkt an Private als Spezialität: Bürgerliche Wohnungs- Einrichtungen in jeder Holz- u. Stilart, nur erstklassiger Ausführung zu konkurrenzlos billigen Preisen. 10 Jahre Garantie. Schlafzimmer: M. 183, 219, 270, 326, 428, 532 bis 3500. 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Badstraße 15/16: Geffentliche Volks- Versammlung. Tagesordnung: Imperialismus und Kolonialpolitik. Referent: Reichstagsabgeordneter Georg Ledebour. Freie Aussprache. Arbeiter und Arbeiterinnen! Männer und Frauen! Es ist Ehrenpflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer: Friedrich Stäffler, Pantstr. 65. 228/ 19* Deutscher Transportarbeiter- Verband Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Engelufer 14/15 II. Telephon: Amt Moringlas Nr. 4747 und 2382. Achtung! Für die deshalb erforderlich ver dende Neuwahl find gemäß§ 46 der Satung für die Wahlperiode bis zum 31. Dezember 1917 zu wählen 15 Bertreter und 30 Ersatzmänner aus der Mitte der Arbeitgeber. Die Wahl findet statt am Montag, den 24. August 1914, im Hof, Admiralftr. 18c: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht vom Verbandstag. Referent: Kollege Hammel, Char lottenburg. 2. Verbandsangelegenheiten. Stockarbeiter. Innungshans, Fischerstr. 25, in der Montag, den 6. Juli, abends 6 Uhr, bei Hermel Zeit von 5 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends. 275/18 Die Wahl wird durch den Vorstand geleitet, ist geheim und es wird nach sowie nach den näheren Bestimmungen den Grundsätzen der Verhältniswahl der der Sagung beigefügten Wahlordnung gewählt. Die wahlberechtigten Arbeitgeber werden hiermit aufgefordert, Wahlvorschläge für die beteiligten Arbeitgeber vier Wochen vor dem ange fetten Wahltag, also spätestens bis zum 25. Juli 1914, an den unter zeichneten Borstand, Berlin, Fried richsgracht 17, einzureichen. Auch sind daselbst etwaige Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wahl- und Stimm berechtigung einzusehen und geltend zu machen. Die Stimmabgabe für die Wahl. porschläge ist gebunden. Achtung! Berlin, den 5. Juli 1914. Delegierte zur ordentlichen Generalversammlung der Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Am Donnerstag, den 6. August 1914, abends 81%, Uhr, in Kellers Neuer Philharmonie, Köpenicker Straße 96/97: Der Vorstand. Jakob Ege, R. Schenk, Vorsitzender. Schriftführer. Achtung, Vereine! Saal noch einige Tage frei! Georg Felsmann Holzmarktstr. 21: ... Außerordentliche Vertrauensmännerveriammlung. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Bezirk Ober- Schöneweide. Dienstag, den 7. Juli, abends 8% Uhr, bei Warneke Wilhelminenhofstr. 18: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht vom Verbandstag. Referent: Kollege Palm. 2. Beri des Obmanns. 3. Berbandsangelegenheiten. Alle Kollegen von Ober- und Nieder- Schöneweide, Johannisthal un Baumschulenweg sind hierzu eingeladen. Kistenmacher. Dienstag, den 7. Juli, abends 8 Uhr, bei Hermel Holzmarktstr. 21: Ordentl. Generalversammlung pro II. Quartal 1914. Luisenstadt- Casino Vertrauensmännerverfammlung. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Geschäfts, Kassen- und Arbeitsnachweisbericht pro II. Quartal 1914. 3. Neuwahlen von acht Mitgliedern zum Verbandsvorstand sowie Neuwahl der Revisionskommission für die Verbandshauptkasse. 4. Beratung und Beschlußfassung über die Erhebung eines Ortsbeitrages. 5. Geschäftliches. NB. Legitimationsfarte sowie Mitgliedsbuch sind mitzubringen und zwecks Kontrolle bezw. Abstempelung vorzulegen. Ohne Karte und Mitgliedsbuch kein Zutritt. Wer über acht Wochen mit seinen Beiträgen im Rückstande ist, hat ebenfalls fein en Zutritt. Die Bezirksverwaltung. 3..: A. Werner. Deutscher Tabakarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. 66/8 Nähmaschinen, Afrana, Zentral bobbin, Adler, Ningschiff, Wheeler u. Wilson, Biesen, Säulen, Elaſtit usw. billigst, bei Teilzahlung günstige BeFreitag, den 10. Juni, abends 8%, Uhr, im Rofen straße 26, nahe der Landsbergerstraße. dingungen. Bellmann, Gollnow thaler Hof", Rosenthaler Str. 11/12: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1914. 12. Bericht vom Gewerkschaftskongreß. Referent: Gauleiter Robert Hentzschel. 8. Aufgaben und Bedeutung des internationalen Tabakarbeiterkongreffes in Wien. Referent: Kollege Wilhelm Börner. 4. Anträge zum internationalen Tabakarbeiterkongres und Aufstellung von Delegierten- Kandidaten. 5. Verbandsangelegenheiten. 6. Verschiedenes. 187/ 3* Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen, pünktlich und zahlreich zu erscheinen, damit die Versammlung zur festgesetten Beif eröffnet werden kann. Die Ortsverwaltung. Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher etc. 28, Gernſpr.: Amt Worigpl. 4787. Filiale Berlin. pr.! Rorben 3791-97 Fernspr.: Montag, den 6. Juli 1914, abends 81, Uhr: Bezirksversammlungen der Lackierer in folgenden Lokalen: Norden: bei Neumann, Gleimstr. 70.| Westen: bei Thunal, CharlottenOften bei Thimm, Tilsiter Str. 79. burg, Wielandstr. 4. Südosten: bei Gloger, Wrangel- Nordwesten: bei Paersch, Oldenstraße 104. burger Straße 10. Süden: bei Burdach, Schönleinstr. 6. Wedding: bei Gutschow, Marstr. 7. Tagesordnung: 1. Rechte und Pflichten in der Organisation. 2. Verbandsangelegenheiten. 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Zweigverein Blin. Am 2. Juli start unser Mitglied, der Maurer Hermann Litsche ( Bezirk Südo Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den am 6. Juli, nachmittags 2 Uhr, von der Halle bes Bentral Frigofes Friedrichsfelde aus tatt Um 143/11 rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. in entschlief Am Freitagmorgen nach langem, fchwerem Leiden meine innigitgeliebte Frau, unsere gute Mutter 2607b Selma Piehl Proibisch im 49. Lebensjahre. Dies zeigen in großem Schmerze Wilh. Piehl un an Kinder, Sebaftianstr. 37/88. Die Beerdigung findet montag, ben 6. Juli, nachmittags 4 Uhr, bon der Leichenhalle des Zentral friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Am 3. Juli verstarb hach langem, schwerem Leiden die Frau unseres lieben Mitarbeiters Piehl, Selma Piehl. Die Beerdigung findet am Montag, den 6. Juli, nachmittags 4, 1hr, auf dem Bentral- Friedhof in Friedrichsfelde statt. 2608b Die Angestellten der Allgemeinen Ortskrankenkasse der Stadt Berlin. 99 Fahrrad- Hauses ,, Frisch Auf" Brunnen- Straße 35. Deutscher Buchbinder-Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied Paul Radtke nach kurzem Krantenlager gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. Juli, nachmittags 3 Uhr, auf dem Gemeinde- Friedhof in Baumschulenweg, Kiefholzitr., statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet 24/4 Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nach richt, daß unser Kollege, der Mitfahrer Wilhelm Koschl im Alter von 34 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 6. Juli, nach mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Segens Kirchhofes, Beißensee, Gustav- Adolf- Straße, aus ftatt. d Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, ber Hausdiener Heinrich Minuth im Alter von 53 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 6. Juli, nachmittags 31, Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes der Auferstehungs- Gemeinde, Weißensee, Lichtenberger Straße, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 66/9 Die Bezirksverwaltung. Verband d. Gemeinde- u. Staatsarb. wir Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern geben hiermit Nachricht vom Tode des pensionierten Kollegen Friedrich Meyer ( früher Parkverwaltung). Ehre seinem Andenken! Beerdigung am Montag, den 6. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der Heilandsgemeinde, Plößensee aus. Um rege Beteiligung bei der Bestattung ersucht 35/3 Die Ortsverwaltung. Beussel- Straße 19. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Am Dienstag, den 30. Juni, verstarb an den Folgen eines Unglüdsfalles unser Mitglied, der Ledersortierer Karl Dendorfer Buttmannstraße 8 am im Alter von 47 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 3/4 Uhr, auf dem städtischen Friedhose in der Seestraße von der Kapelle des Philippus Apostel- Kirchhofes aus ſtatt. Der Vorstand. Verband der Sattleru. Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Den Kollegen hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Militärsattler Hugo Strauß Werkstatt de la Croig verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 6. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Gemeinde- Friedhofes in Tempelhof, Germaniastraße 19, aus ftatt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 157/1 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Helfer Friedrich Glase Neukölln, Kaiser- Friedrichstraße 8, am 3. Juli an Lungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 6. Juli, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuköllner GemeindeFriedhofes, Mariendorfer Weg, aus tatt. Rege Beteiligung erwartet 121/13 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Aus Anlaß der Beerdigung meines lieben Mannes, des Restaurateurs Otto Drescher ſage allen Beteiligten beften Dan Besonderen Dank dem Verband der Freien Gast- und Schankwirte sowie bem Bahlverein und dem Sparverein Eintracht. Die trauernde Gattin Kottbuser Damm 22. Der Vertrauensmann Rich. Karras, S. 59, Schönleinstr. 11. Sozialdemokratischer Wahlverein Niederbarnim. Bezirk Lichtenberg, 66. Gruppe. Den Genoffen zur Nachricht, daß unser Mitglied Hermann Bratke Wilhelmstr. 39, im Alter von 68 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 6. Juli, nachmittags 4. Uhr, von der Leichenballe des Gemeindefriedhofs in Lichtenberg, Lückstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 13/6 Die Bezirksleitung. Verband der Bureauangestellten. Ortsgruppe Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Hermann Bratke Sassenangestellter( D.-St.-S. Lichtenberg), am 3. d. M. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 6. Juli, nachmittags 4%, 1hr, auf dem alten Rummels burger Friedhof, Lüdstraße, statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 46/8 Am Freitag, den 3. Juli, verstarb nach furzem Leiden unser lieber Kollege Hermann Bratke im 68. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Stets werden wir dem Verstorbenen seines offenen, ehrlichen Charakters wegen ein gutes Andenten bewahren. 740 Lichtenberg, den 4. Juli 1914. Die Angestellten der Allg. Ortskrankenkasse Berlin- Lichtenberg. ain Die Beerdigung findet Montag, den 6. Jult, nach mittags 4%, Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhofes in der Lückstraße aus statt. Blumen- und Kranzbinderei Paul Krüger Brunnenstr. 63. Tel. Norden 2394. Kaulsdorf. Am 2.Juli verschied nach langem, schwerem Leiden der Schlosserlehrling 241/17 Fritz Katschinski im Alter von 17 Jahren. Er war ein eifriger Anhänger und Mitarbeiter der Kaulsdorfer freien Jugendbewegung. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des neuen Gemeindefriedhofs, Dorfstraße, aus statt. Die Arbeiterjugend sowie die Mitglieder des Wahlvereins von Kaulsdorf, deffen Mitglied der Vater des Verstorbenen ist, werden um zahlreiche Beteiligung ersucht. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an der Beerdigung meines lieben Mannes, unferes guten Vaters, des Drehers Paul Fischer, fagen wir allen Freunden, Bekannten und Kollegen sowie dem Männerchor „ Oberspree" für den feierlichen Gefang und Herrn Reichstags- Abgeord neten Fritz Zubeil für die zu Herzen gehenden Worte unseren herzlichsten Dant. Anna Fischer geb. Hänsel nebst Töchtern. Spezialarzt B f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. 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