Nr. 39. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt, wöchentlich 28 Big frei m's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: -, 30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzoand: Deutschland u. Defterreich: angarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. .n der Post- Zeitungs Breisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Mummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grvedition abgegeben werden. Die Ervedition in an Wochentagen bis 7 Uor Abends, an Sonn und fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: amt I, 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 16. Februar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Vom russischen Handelsvertrage Folgezeit beseitigt? Der Handelsvertrag mit Rußland ist im Jahre 1893 der Roggenimport noch immer 992 351 eine Nothwendigkeit. Nicht über das Was sollte hier der Streit toben, sondern über das Wie und über die Art der In- Szeneseßung der Thatsache. Toppelzentner betrug, war die Weizeneinfuhr auf 216 362 liegt jetzt auch der zweite Theil vor, welcher die Buge Doppelzentner gesunken, es hat eine vollständige Verständnisse aufführt, die von Deutschland an Rußland schiebung Plaz gegriffen, an stelle Rußlands sind als Weizengemacht werden. Und diese Thatsache hat das im Kampfe Der Jubel der deutschen Industriellen wird in mehr lieferanten Amerika und Rumänien getreten. Ein hoher gegen die Sozialdemokratie bisher so harmonisch gestimmte als einer Beziehung sich als übertrieben erweisen. In einer Weizenzoll gegen Rußland hat also für unsere Junker kein bürgerliche Zeitungsorchester mitten entzwei gerissen. früheren Nummer haben wir bereits die Zugeständnisse auf großes Interesse mehr. Anders liegt es beim Roggen. Himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt, das ist der Ein- gezählt, welche Rußland den deutschen Industrie- Erzeugnissen Hier ist Rußland der Hauptlieferant für Deutschland und bruck, den jeder Unbefangene erhält, wenn er diesen Tönen gemacht. Die Zollherabsehungen sind in vielen Fällen ganz wird es bleiben. In den letzten Jahren ist zwar lauscht. Wie begeisterungstolle Derwische geberden sich die bedeutende. Bedenkt man aber, daß die Säße des Zoll- weniger russischer Roggen nach Deutschland herein Organe der Freihändler und exportlüfternen Industriellen, tarifs von 1891, an denen die Ermäßigung gemessen werden gekommen, dafür umsomehr österreichischer. Der russische und es fehlt gar nicht viel, so würden sie auf öffentlichem muß, schon eigentlich Kampffäße gewesen sind, und sieht man, Roggen ging nach Desterreich und drückte den österreichischen Markte zum Reigen antreten. Die Agrarier aber jammern, daß bei manchen Massenartikeln, wie Eisen, Stahl- und Roggen nach Deutschland. Deutschland braucht den russiflagen und zürnen, ihre großen Loyalitäts Harfen haben Kupferdraht die alten Sätze geblieben, bei anderen, wie schen Roggen, wie Rußland Deutschland braucht, um sein sie an die Weiden gehängt, so da wachsen an der Weichsel Papier, die neuen noch immer 50 pCt. und darüber des Werthes überschüssiges Brotgetreide los zu werden. Aber die oftund Oder, Warthe und Spree, ihr brennender Blick gleitet betragen, dann wird einem die„ Großmuth" der Russen in elbischen Junker, die hauptsächlich selbst diese Früchte an über die ewigen Wässer und ihre Stimme gellt: der große jedem andern, nur nicht in bengalischem Lichte erscheinen. bauen, leben in dem Glauben, der deutsche Konsument ſei Pan ist todt; die deutsche Landwirthschaft liegt im Der Vertrag soll auf 10 Jahre gelten, aber die Vertrag dazu da, ihnen ihren Roggen abzukaufen, und dafür den Sterben. schließenden behalten sich das Recht vor, auf die eingeführten Preis zu bezahlen, den sie bestimmen. Aus dieser AnUnd all der Jubel und all das Schmälen richtet sich nach Erzeugnisse innere Verbrauchsabgaben zu legen, und für schauung heraus haben sie durch ihren Fürsprech und Mit einer Stelle, nach dem deutschen Reichska nzler und seinen solche Erzeugnisse, welche den Gegenstand eines Staats- bruder im Sachsenwalde den Brotzoll einführen lassen, und Mitarbeitern. Wir meinen, mit Unrecht. Nicht Caprivi hat monopols bilden oder bilden werden, sowie auch für gewisse deshalb soll lieber der ganze russische Handelsvertrag zum oas Verdienst oder trägt die Schuld an dem deutsch- Erzeugnisse, tönnen aus Rücksichten auf die Gesundheit, die Teufel gehen, als daß vom Roggenzoll, der nur einigen russischen Handelsvertrage; jeder andere Kanzler hätte ge- Veterinärpolizei und die öffentliche Sicherheit oder aus Großgrundbesißern die Taschen füllt, auch nur ein Pfennig cade so oder ähnlich handeln müssen, unter dem Drucke der anderen schwerwiegenden Gründen außerordentliche Verbots- abgebrochen wird. Verhältnisse. Wie liegen denn die Dinge? Deutschland baut maßregeln ergehen. Für Getreide, Flachs und Hauf sollen Und das Geschrei, Lärmen und Pochen der Junker nicht das nothwendige Brotgetreide. Sein nächster Nachbar direkte Frachttarife nach Danzig, Königsberg und Memel ist den Männern des neuen Kurses" auf die Nerven im Osten, Rußland hat davon im Ueberflusse. Rußlands nach denselben Bestimmungen gebildet werden, wie sie für gefallen. Noch ehe ber Kampf recht begonnen, Industrie deckt noch lange nicht den Bedarf, diejenige Libau und Riga gelten oder gelten werden, aber nur dann, haben sie schon eine Kriegsentschädigung angeboten. Deutschlands ist seit Jahren auf den Export zugeschnitten. wenn auch die Privatbahnen völlig damit einverstanden sind. Gleichzeitig mit dem russischen Handelsvertrag hat der Nun tommt ein Zollkampf zwischen beiden Ländern zum Aus- Es ist kein Zweifel, daß, wie die Verhältnisse einmal Reichs- Anzeiger" einen Geseßentwurf veröffentlicht, welcher bruch. Die Verluste auf beiden Seiten summiren sich ins Un liegen, alle diese Bestimmungen und Vorbehalte nur zu die Aufhebung des Identitätsnachweises" bezweckt. Wer geheuere. Das Absatzgebiet für die deutsche Exportindustrie gunsten des absolutistisch geleiteten Rußlands wirken können. wenigstens zehn Zentner Weizen, Roggen, Hafer, Hülfenhat sich im Laufe der letzten Jahre mehr und mehr verringert. Die Zugeständnisse Deutschlands beschränken sich der früchte oder Gerste ausführt, erhält darüber einen Schein Nordamerika hat sich vollständig abgeschlossen, die Süd- Hauptfache nach auf Bollherabsetzungen für Getreide, Mehl, und dadurch das Recht, innerhalb 9 Monaten dasselbe amerikaner raufen, daß die Haare fliegen, eine ganze Reihe Fleisch, Vieh, Gier, Butter und Margarine, Bau- und Nußholz. Quantum nach Deutschland zollfrei einzuführen. Die von Staaten ist verkracht oder steht direkt vor dem Bankrott Für Weizen und Roggen soll der Zoll für den Doppel- Scheine sind übertragbar und mit ihnen kann jeder Art und eine allgemeine Krise tobt über die ganze Erde. Wohin zentner statt 5 M. fünftighin 3,50 M., für Hafer statt 4 M. von Zoll, z. B. für Kaffee oder Holz bezahlt werden. Für mit dem Segen, wohin mit den aufgestapelten Werthen, 2,80 M., für Gerste statt 2,25 M. 2 M. und für Mais Mehl und Malz, welches zum Export kommt, gelten die wenn nun auch das große weite Rußland auf ewige Zeiten statt 2 M. 1,60 m. betragen. Die Ermäßigung bei Butter selben Vergünstigungen, ob nun das vermahlene oder verfür die deutschen Industrieerzeugnisse verrammelt bleiben beträgt 4 M., bei Fleisch 5 M. resp. 3 M.( Schweinefleisch), mälzte Getreide aus dem Auslande stammte oder in sollte? Und Rußland selbst ist in einer ähnlichen Lage. Es ist bei Mehl 3,20 m., bei Giern 1 M., bei Ochsen per Stück Deutschland gewachsen ist. Das ist die reine Exportprämie überreich an Naturprodukten, es baut mehr Brotgetreide 4,50 M. und bei Jungvieh und Schweinen 1 M. per Stück. und nichts anders. Den ostelbischen Großgrundbesitzern als es braucht, aber es kann seinen Ueberfluß nur mit den Gegen die Herabsetzung der Getreidezölle tobt seit Monaten und den mit ihnen verbundenen Großhändlern werden größten Verlusten los werden. Seine Regierung, die selbst der Ansturm der Agrarier und um besonders den ungeheuere Profite zugeschanzt auf Kosten der Allgemeinewig in der Klemme sißt, muß den Produzenten große Vor- Roggenzoll auf der alten Höhe zu erhalten, werden hat. Denn daß die Maßregel eine Preiserhöhung oder eine schusse auf unverkaufte Rohprodukte gewähren, soll nicht hier nicht müde, Olymp und Acheron zugleich um Verschlechterung des Brotgetreides oder beides zugleich zur das ganze wirthschaftliche Getriebe zusammenbrechen. Ist es Hilfe anzurufen. Hier wollen sie den Hebel ansehen, um Folge haben muß, weiß ein jeder, wenn die Regierung auch denn unter solchen Umständen wirklich ein so großes Wunder, den ganzen Handelsvertrag über den Haufen zu werfen. das Gegentheil behauptet. wenn sich die Unterhändler der beiden Staaten auf ihren gesunden Noch im Jahre 1891 wurden aus Rußland ungefähr Die Ostelbier werden also auch nach Annahme des Menschenverstand befinnen und ein Uebereinkommen treffen, gleichviel Mengen an Weizen und Roggen eingeführt Handelsvertrages auf die geschmierte Seite gefallen sein. das wenigstens die schreiendsten Unsinnigkeiten für die( 7 680 290 und 7 293 340 Doppelzentner). Während aber Daß die Junker im Westen und Süden nicht neidisch wer Feuillefont. Helene. Nachdruck verboten.] ( Alle Rechte vorbehalten [ 44 81 Wußte er etwas von Eugen?" " Nichts." " Niemand weiß, ob er noch lebt?" Niemand." Das Wort drängte sich mühsam zwischen den zusammengebissenen Zähnen hervor. Tania hatte sich den Schwestern angeschlossen und sie trat mit ihnen in die Baracke, um dem anstrengenden Dienste sich hinzugeben. IV. Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Gegen einen Hügel war ein Haufen von Brettern und Pfosten geschoben, Ueberbleibsel des Barackenbaues; dort saß eine Gestalt, nicht allzu hoch vom Boden, in den dunkeln Mantel mit der über den Kopf gezogenen Rapuze gehüllt. Die Transporte der Kranken und Verwundeten, die Ob es ein Mann oder eine Frau war, tonnte man auf dem Landwege über Simniga nach Frateschti genicht unterscheiden, und es kümmerte sich auch niemand darum. bracht wurden, um die Eisenbahn zu erreichen, nahmen Borhin aber, als einer der Aerzte in seiner Promenade, ihren Fortgang. einen größeren Bogen beschreibend, dieser hingekauerten Aber ihre Organisation blieb eine mangelhafte, und Gestalt nahe tam, hatte sie ihn mit seinem Namen angerufen als Ende Dezember die gefangenen Türken von Plewna und Feuer von ihm verlangt. in ganzen Rolonnen daher kamen, hatten Verwirrung und Rathlosigkeit abermals einen Höhepunkt erreicht. Er stuzte, dann willfahrte er. Es dauerte ziem lich lange, ehe die ihm entgegen gehaltene Bigarre Feuer fing. Endlich brannte sie und der Arzt legte die Hand ritterlich grüßend an seine Mütze und begab sich in den Kreis seiner Kollegen zurück. Aber der Gestalt im Mantel mochte die Zigarre nicht schmecken, nach einigen Zügen hatte sie sie auf den Boden geworfen; dort lag sie noch. Und die Hände vor das Gesicht geschlagen blieb sie unbeweglich unter dem langsam fallenden Schnee, der ihr Mantel und Kapuze bedeckte, so daß die Gestalt unter ihrer verschneiten Umgebung völlig verschwand. Als aber jetzt die Schwestern an ihr vorbei tamen, erhob sie sich, schüttelte den Schnee von sich ab und schloß sich ihnen an. Es war Tania. speist werden. Aber das Eine wie das Andere erwies fich als unzulänglich, und wie immer in der Noth mußte die Privathilfe eingreifen. Die armen türkischen Gefangenen befanden sich in einem trostlosen, ja geradezu erschreckendem Zustande. Diese jungen, träftigen und lebensfrohen Männer hatte der Krieg in ihrer geistigen und physischen Beschaffenheit völlig verändert. Sie Man hatte sie der Heimath und der Familie entrissen, ihnen den Schießprügel in die Hand gedrückt und gesagt: jetzt seid Ihr Soldaten dort ist der Feind wußten, daß es nun ihre Pflicht sei, Blut und Leben zu opfern... Aber sie opferten auch, was den Menschen zum Menschen macht. Sie waren in jenen wilden, primitiven Kampf ums Dasein getrieben, den die Bestie führt, wo nur die Vernichtung des Gegners vor der eigenen schüßt, aber ohne zugleich die primitivsten Bedürfnisse der Bestie befriedigen Tie Kälte hatte zugenommen; sie stieg in den Nächten zu können. auf 15 Réaumur unter Null und es fiel fortdauernd Sie hatten die aufreibensten Sprapazen, sie hatten Durst, Schnee, eine weitere Schwierigkeit für die Transporte, Hunger und Kälte gelitten, in jeder Stunde hundertfältigen namentlich für die zu Fuße Marschirenden. Und doch Jammer, und wer diese ausgemergelten, schmußstarrenden, war die rascheste Weiterbeförderung der gefangenen Türken ganz erschöpften Gestalten in ihren abscheulichen Lumpen, dringend geboten. die taum ihre Blöße bedeckten, auf dem kalten schneebedeckten In Plewna herrschte der Flecktyphus, andererseits Boden da liegen sah, den mochten die heuchlerischen Tirafürchtete man eine Unterbrechung der Verbindung zwischen den von der Humanität und Gesittung unseres JahrSistowa und Simmiga. Das Eisrinnen auf der Donau hunderts mit Scham und Ekel erfüllen. Die in den Zelten hatte begonnen und die hölzerne Brücke, die über den Strom und Erdhütten teine Unterkunft fanden, lagen hier im führte, konnte durch den Eisgang hinweggerissen werden, Schnee, Körper an Körper gedrängt, Thieren gleich, mit verwodurch die Evaluation aus Bulgareni eine Beitlang so thierten Gesichtern. gut wie aufgehoben gewesen wäre. Man konnte also die gefangenen Türken nicht schnell genug los werden. Unter rumänischer Bedeckung kamen sie in langen Zügen daher, um in Bulgareni als Etappenort " Nun," fragte Sofia leise, indem sie ihr in das blaffe Halt zu machen. Geficht blickte, hast Du ihn gesprochen?" Tania nickte. Erdhütten waren für ihre Unterkunft errichtet worden, und aus der Küche des Militär- Ressorts sollten sie geSie hungerten und dürfteten, sie zitterten vor Kälte, fie wanden sich unter den schrecklichen Schmerzen ihrer halberfrorenen Füße, aber sie blieben stumm. Ihre geistigen Fähigkeiten sind ertödtet, die unerbittliche Disziplin hat ihnen ihre Denkfähigkeit genommen. Auf dem Marsche hierher waren viele ihrer Kameraden erschöpft zusammengebrochen und gestorben. Sie hatten eine der den, auch dafür hat die Regierung gesorgt. Bayern wollte| 12-14 gearbeitet werden soll und einer meinte, daß frend Einige meinen, es handle fich lediglich um eine im Bundesrath rebellisch werden, wenn nicht die preußischen höchstens eine Pause von 12 Stunden gefeßlich festgesetzt werden strengere Kontrole des Margarine- Verkaufs infolge der entStaffeltarife aufgehoben würden. Damit die Agrarier im dürfe. Es wurde von Meistern die Ansicht ausgesprochen, daß deckten vielfachen Butterverfälschungen, glauben Andere, daß es sich Westen ihr Getreide theuer verkaufen können, muß der viele Bäcker gezwungen seien, das Geschäft aufzugeben, wenn um eine Besteuerung der Margarine die Gesellen jeden zweiten Sonntag 24 Stunden oder jeden handeln möchte. Wie erinnerlich, wurde diese Idee herabgesetzte Zoll durch die erhöhte Fracht wieder britten Sonntag 86 Stunden Ruhe haben sollten. Auf wett gemacht werden. Das preußische Ministerium hat ben Hinweis, daß in Barmen= Elberfeld und vielen fürzlich im Abgeordnetenhause von dem Abg. Grafen die Nothwendigkeit dieser Maßregel eingesehen, und weil anderen Städten im Westen Deutschlands voll von Hoensbroech angeregt, darauf hinwies, wir uns gerade im Zeichen des Verkehrs" befinden, die ständige Sonntagsruhe für die Bäcker bestehe, suchten daß die Margarine- Produktion gegenwärtig bereits 40 Mill. Aufhebung der Staffeltarife beschlossen. Man mag die sie mit der Behauptung zu entfräften, daß im Norden und Osten Zentner jährlich in Preußen und Hamburg betrage und Sache brehen und wenden, wie man will, die Aufhebung Deutschlands zum Sonntag ein Gebäck hergestellt wird, welches dieses Produkt fast ausschließlich in Breußen zum Verbrauch der Staffeltarife und des Identitätsnachweises bedeuten nur im ganz frischen Zustand genossen werden kann, gleich fomme. Eine Steuer von 2 M. auf den Zentner würde nichts anderes, als daß die Kosten des russischen Handels- seitig bringt dieses Gebäck den Meistern einen solchen Brofit. eine Einnahme von 80 millionen ergeben. Das Rechenvertrages, soweit wenigstens Deutschland in Frage kommt, daß durch den Wegfall desselben ihre ganze Existenz in Frage exempel ist ganz einleuchtend und die Annahme, daß die erwähnte Umfrage mit einem solchen Steuerprojekte in Veraus den Taschen des arbeitenden Volkes bezahlt werden gefiellt werden würde. bindung steht, nicht ganz unwahrscheinlich. sollen. Die Agrarier hätten alle Ursache, die Hand, die ihnen diese Vortheile zuschreibt, zu küssen, statt zu beißen. Aber die Rasse ist unersättlich. Der Junker gleicht der automatischen Figur, die man noch hier und da anf Jahrmärkten und bei Uhrmachern sieht: dem Knödelfresser. Den ganzen Tag ißt und stopft der Kerl, aber satt wird er nie. Politische Leberlicht. Vorlage an den Reichstag heranreifen, so wird es überaus Berlin. den 15. Februar. Sollte dieses neue Steuerprojekt wirklich bis zu einer interessant sein, zu vernehmen, wie die Steuerkünstler begründen werden, daß die Verwendung der Margarine ein Luxus sei und daß diese Steuer blos die stärkeren Schultern belaste. Wir sind zwar mit der Küchenführung des Hofes, des Adels und der Geldkapitalisten nicht vertraut, glauben aber trotzdem annehmen zu dürfen, daß dort nicht mit Marist die Margarine das Speisefett der Armen. Bommission für Arbeiterstatistik. Bedenken gab er bei jeder einzelnen Baurate so lebhaften garine gefocht, gebraten und gebacken wird. Unseres Wissens Zeit nicht so viel Waaren herstellen können, als sie zur Ve die Margarine das Spelifeet boer be Aus dem Reichstage. Der Poststil" war es, der heute die ersten Stunden der Plenarverhandlungen ausfüllte. Der Zentrums- Abgeordnete Schmidt( Warburg) findet, daß die Postverwaltung zu thener und luxuriös baut, und diesen seinen Ausdruck, daß schließlich die paar Abgeordneten, die über Die Vernehmung der Auskunftspersonen wurde heute fort- haupt im Saale waren, aufingen ungeduldig zu werden. gesetzt. Es wurden vernommen die Bäckermeister Weith aus Eine längere Debatte rief der Antrag der BudgetZum Kapitel der Eheschließungen in der Armee. Stolp, J. Müller aus Bremen, A. Böhme aus Leipzig und Hennings aus Gießen, sowie die Vertreter der Bäckergesellen kommission, die Position„ Einnahmen aus Porto und Tele- Die Verhandlungen, welche vor wenigen Tagen in der G. Heilmeier- München, Sing- Königsberg, A. Schnabel Hamburg grammgebühren" um ca. 3 Millionen höher anzusehen, Budgetkommission statthatten, über den Zwang zu kirchlichen U.- 3½ Cheschließungen – den die Militärverwaltung bekanntlich und G. Nowack- Berlin. Auch diese Meister vertraten die An- hervor. sicht, daß ein Normalarbeitstag von 12 Stunden im Bäcker- Die Vertreter der Reichspost und der Reichsfinanzen leugnete- werden durch Mittheilungen drastisch beleuchtet, gewerbe nicht durchführbar ist. Als Gründe gegen die Durchführ wollten von dieser Erhöhung nichts wissen, die Majorität, die uns von fachkundiger Eeite zugehen. In der bezüg keit werden angeführt, daß die Dauer der Arbeitszeit von der bestehend aus Zentrum, Freifinn und Sozialdemokraten, lichen Buſchrift heißt es: Witterung abhängt, weil außerordentliche Kälte und Gewitter trat aber den Beschlüssen der Kommission bei. Die Tochter des bekannten Bankier Bringsheim den Gährungsprozeß beeinflussen und den Backprozeß eine bis Nachdem der Abg. v. Heereman noch eine warme fanntlich vielfacher Millionär und Jude, der in der anderthalb Stunden verlängern fönnen; ebenfalls soll die Dauer Lobrede auf die Leitung und Leistungen der Reichsdruckerei Wilhelmstraße ein großes Haus befizt- heirathete ſeiner der Arbeitszeit von der Qualität des Feuerungsmaterials abhängig sein. Von einem Meister wird zugegeben, daß fleine gehalten, wurde dieser Etatstitel ohne Diskussion bewilligt Beit einen Herrn v. Rohrscheidt, der Reserve- Offizier Betriebe und solche, die mit zwei Schichten arbeiten, und so der Postetat in zweiter Lesung glücklich in den des 1. Garde- Regiments zu Fuß war. Da Herr v. Rohrscheidt sich nicht kirchlich hatte trauen lassen, wohl in der Lage find, die zwölfständige Arbeitszeit Hafen gebracht. wurde er veranlaßt, seinen Abschied zu einzuhalten, daß aber die mittleren Betriebe in dieser Der Bundesrath überwies in seiner heutigen Sigung nehmen. Auf die Unteroffiziere wird gleichfalls ein Druck ausfriedigung ihrer Kundschaft gebrauchen. Sie haben für mehr die Vorlage betreffend den Entwurf eines Gesetzes für Gefellen Arbeit, als sie in ihrem Betriebe Plas haben. Die Elsaß- Lothringen über die Sparkassen dem VII, und IX. Ausgeübt, sich kirchlich trauen zu lassen. Ein Unteroffizier, Bergrößerung des Betriebes foll aber mit so erheblichen Unkosten schuß.der nur eine Ziviltrauung beabsichtigte, wird niemals verknüpft sein, daß diese Bäckereien fonkurrenzunfähig würden, Baldige Nachwahl zum Reichstage. Wie uns von den Heirathstonsens feitens des Regis falls fie die eigentlich nöthige Vergrößerung vornehmen würden. Ebenfalls soll es unmöglich sein, durch Einstellung von einem sicheren Gewährsmann aus Rostock geschrieben wird, ment stommandeurs erhalten. Werden verheirathete Rekruten eingestellt, so wird mehr Arbeitern eine Abkürzung der Arbeitszeit herbei- dürfte der deutsch- konservative Reichstags- Abgeordnete Ober zuführen und deshalb müssen die Gefellen bis achtzehn Landesgerichtsrath Dr. v. Buchtla demnächst zum Oberofort ermittelt, ob sie kirchlich getraut find. Verneinenden Stunden täglich arbeiten. Einen entgegengesezten Standpunkt Landesgerichts- Präsidenten ernannt werden. Nach der Er- Falles wird seitens ihrer Vorgesetzten auf dieselben derartig nehmen die Gesellen ein. Sie behaupten, daß in manchen Orten nennung müßte im 5. mecklenburgischen Wahlkreise eine eingewirkt, daß sie die kirchliche Trauung in der Regel nacheine Verkürzung der Arbeitszeit dadurch herbeizuführen wäre, Nachwahl stattfinden. Das Stimmenverhältniß bei der träglich noch vornehmen. wenn das Brotaustragen durch andere Personen besorgt würde: letzten Wahl war das folgende: Auf den konservativen Bei Geburten von Unteroffizierskindern ist seitens der auch ließe sich durch Anstellung von mehr Gefellen und ander. Kandidaten entfielen 6285, auf den der freisinnigen Ber- Kompagnie von Zeit zu Zeit zu melden, ob die Taufe weitige Eintheilung der Arbeit die Arbeitszeit sehr wohl auf einigung 5865, auf den sozialdemokratischen 7304, auf den der Kinder erfolgt ist und durch welchen Die Meister sind auch aus dem Grunde Gegner einer gesetz- antisemitischen 26 und 99 auf den der deutschen Rechtspartei. Geistlichen. Betrachtet man diese Mittheilungen unter dem Ge I ich festgesetzen Arbeitszeit, weil sie befürchten, daß durch dieselbe Bei der nothwendig gewordenen Stichwahl entfielen auf allerlei Scherereien und Konflikte entstehen können. den konservativen v. Buchtla 10 805 und auf den sozial- sichtspunkte des schweren moralischen Drucks, unter dem die Nicht so sehr, als bei der Regelung der Arbeitszeit für die demokratischen 9 184 Stimmen. Angehörigen der Armice stehen, so steht fest, daß es mit Gesellen, gehen die Meinungen bei der Frage der Regelung der der Freiheit in Ehe und Taufangelegenheiten sehr Arbeitszeit für die Lehrlinge auseinander. Hier vertritt auch Herr v. Stephan ist über die sozialdemokratische Kritit windig aussieht. Die Chefs der Militärverwaltung die Mehrheit der Meister die Ansicht, daß es ein Unfug ist, wenn seines Refforts böse. Da er unsere Angriffe nicht wider hatten feinen Grund, sich auf das hohe Pferd zu sehen und die Lehrlinge nach vollendeter Arbeit in den Backstuben mit dem legen fann, läßt er erklären, daß es sich bei der ganzen zu thun als herrsche bei der Armee keine Beeinflussung der Brotforb hinaus müffen, um die Kunden zu bedienen, sie verlangen, Debatte blos um den Fang von sozialdemokratischen Eheschließungen und Taufen. daß dieses verboten wird, weil unter dieser Arbeit die Mora- Stimmen für die nächsten Reichstagswahlen handelt. Da lität der Lehrlinge leidet, auch sind sie der Meinung, diese aber erst 1898 stattfinden, wird diese Deutung kaum daß in den ersten Lehrjahren der Lehrling etwas später mit der Arbeit beginnen fönne. Nur ein Meister glaubte, daß das Brot- auf Glauben rechnen können. 12 Stunden täglich oder 72 Stunden wöchentlich einschränken. und Auf Bayern folgt Sachsen mit der Forderung, daß die preußischen Staffeltarife auf Getreide abgeschafft werden. austragen günstig auf den Lehrling einwirfe, weil er dann doch Es kommt einzig und allein darauf an, daß Herr Blos unter dieser Bedingung wollen beide Regierungen im in die frische Luft täme, die feiner Gesundheit guträglich sei v. Stephan die sozialdemokratischen Angriffe widerlegt. Bundesrathe dem russischen Handelsvertrage beistimmen. und ferner lerne er mit Menschen umgehen. Die Gejellen Das ist aber unmöglich. Zur Währungsenquete. Die„ Nordd. Allg. 8tg." vertraten die Ansicht, daß es verboten werden müsse, den unter sechzehn Jahr alten Lehrling vor 4 Uhr zu be Ein neues Stenerprojekt. Gegen die Martheilt mit, daß der ehemalige österreichische Minister und schäftigen, weil durch die Nachtarbeit die Gesundheit leidet, 9 arine scheinen irgend welche Maßnahmen geplant zu Sozialistenvernichter Dr. Schäffle unerwartet ein Lage am noch so viel Arbeiten vorfämen bei werden. In Potsdam hat dieser Tage eine behördliche Unis getretener Hindernisse wegen die Berufung in die Kom denen der Lehrling so weit vorgebildet werden kann, daß er in frage bei den Kaufleuten stattgefunden, ob und wie viel mission behufs Erörterung von Maßregeln zur Hebung und dem Rest der Lehrzeit, welche nach dem vollendeten 16. Lebens- Margarine fie verkaufen; auch in anderen Ortschaften des Befestigung des Silberwerths abgelehnt hat. Un feiner jahre fällt, alle die Arbeiten erlernen kann, welche vor 4 Uhr Potsdamer Regierungsbezirks haben ähnliche Ermittelungen Stelle ist Herr Bankdirektor Neustadt in Mannheim beMorgens in den Bäckereien verrichtet werden. stattgefunden. In Berlin waren dieselben kaum nöthig, rufen worden. Eine vollständige Durchführung der Sonntagsruhe halten denn hier sind in den einzelnen Polizeirevieren die Geschäfte, Herr Dr. Schäffle hat fast ebenso oft wie über den fämmtliche Auskunftspersonen für unmöglich. Während die Ge- in denen Margarine verkauft wird, sehr genau bekannt, so Sozialismus, seine Meinung über die Währungsfrage, ges sellen eine Ruhepause von achtzehn Stunden für durchführbar Das Deutsche Reich wird auch ohne dieses halten, bestreiten die Meister dieses. Aber auch die Meister daß es leicht sein würde, die verlangte Auskunft zu erhalten, ändert. sind sich nicht einig. Bon diesen glaubte einer, daß ohne daß eine besondere Umfrage erforderlich wäre. Der nationalökonomische Chamäleon zur Klarheit über die sechzehn Stunden, ein anderer vierzehn, ein Dritter Zweck dieser Ermittelungen wird verschieden gedeutet. Wäh- Währungsfrage kommen. zugesehen, wie man die Leichen sofort im Schnee verscharrte, froren in ihren Stiefeln und durften sich nicht von der ohne daß in ihren stumpfen Gesichtern ein Zug von Stelle rühren. Sie selbst litten Hunger und waren von Schmerz oder Mitleid sich aussprach Vielleicht hätten Strapazen erschöpft und da mußten sie zusehen, wie man fie sie beneidet, wenn sie irgend eines Gefühles noch fähig fich um die Gefangenen mühte, und diese türkischen Hunde fütterte. gewesen wären. • Aber sie waren zu einem Zustand herabgesunken, wo jeder Wunsch und jede Hoffnung erloschen war. Der Doktor mit der blonden Locke machte sich mit den gefangenen Türken und Arabern viel zu schaffen. Es gab da interessante Beobachtungen zu machen, eigenthümliche Krankheitserscheinungen zu konstatiren. In den Zelten lagen Einige mit geschlossenen Augen, wie in einem lethargischen Schlafe. Was hatte es für einen Zweck, diese halbkrepirten Kerle herumzuschleppen? Wäre es nicht besser gewesen, ihnen gleich den Garaus zu machen? Der Chefarzt tam aus dem Zelte heraus, er sah finster und sorgenvoll aus. Er rief Lazar Tempsky zu, der eben an ihm vor über fam. Da wird uns wieder eine hübsche Anzahl am Halse bleiben die Kerle können nicht weiter." " " . Er fühlte ihren Puls: er war schwach und langsam. Er maß die Temperatur: sie war unglaublich niedrig.„ Es ist ein Wahnsinn, solche Leichname marschiren zu Er meinte, fie müßten vor seinen Augen verlöschen. Als lassen," erwiderte Lazar. " Sie bringen uns den Typhus und das ist das Allerer ihnen aber den Mund öffnete, um ihnen Thee oder Bouillon einzuflößen, schlugen sie die matten Augen auf schlimmste Teufel, da fliegt schon wieder Einer hin," sagte und schluckten und schlürften und schmaßten in einem fort, der Doktor und trat zu einem der Gefangenen, der, aus dem ohne anzuhalten. Es war eine unbewußte Reflexbewegung, Belte herauskommend, mit unsicherem Gange über die Füße wie sie selbst niederen Thieren zu eigen ist, aber sobald er eines Anderen gestolpert, gegen den Beltpfosten gefallen aufhörte, fielen sie wieder in ihren früheren Zustand zurück. war und sich die Stirne verlegt hatte. Es war sehr interessant. Jetzt hatte es aufgehört zu schneien. Gegen Mittag Es war ein junger Bursche mit einem schwarzen war die Luft milder geworden, und hinter den weißen, Bollbart, der sein gelbes Gesicht noch fahler erscheinen dünnen Wolkenmassen konnte man die Sonne errathen, die ließ. Er griff nach der Stirne, ohne an seinen Fez zu längs der Höhen des Balkan dahinzog. Er blutete start. rüden, und als er das herabsichernde Blut gewahrte, das ihm Hände und Kleider färbte, starrte er mit den schwarzen, hohlen Augen darauf, als tönne er's nicht begreifen, daß es fein Blut sei, das so frisch und roth seinem ausgemergelten Körper entströmte. Bald mußte sie dahinter verschwinden. Die Glocke, die die Schwestern zur Mahlzeit berief, war verklungen, aber diesen halbverhungerten Menschen gegenüber fanden sie nicht den Muth, sich zu Tisch zu setzen. In ihre schwarzen Mäntel gehüllt, wandelten sie noch Lazar wollte ihm beispringen, aber der Chefarzt hielt immer in den Reihen der Gelagerten auf und nieder, um ihn zurück: Lassen Sie doch, ich brauche Sie anderswo." fie zu erquicken und das vielgestaltige Elend, nach Möglich- Er sah sich nach einer Schwester um: Bitte, Schwester feit zu lindern. Helene, wenn Sie Zeit haben, schauen Sie hier nach." Er bezeichnete ihr den Mann mit den Augen und entfernte fich rasch, Lazar mit sich nehmend. Die Deckungsmannschaften sahen dem Getriebe mit finsteren, trotzigen Mienen zu. Unter den Füßen so vieler Menschen, die da unauf- Sie schritten über die weite, beschneite Fläche dahin, hörlich hin und her gingen, hatte der Schnee sich in einen einer entfernten Erdhütte entgegen, aber bald machten sie talten, schmußigen Brei verwandelt. Sie standen darin, Halt, um sich ihre Bigarren anzuzünden, Lazar blickte nach der Schwester zurück, die vor dem Verwundeten auf dem feuchten Boden sich niedergelassen hatte und sich über ihn beugte, um die Wunde zu untersuchen. In ihrer Haltung drückte sich ernste Hingebung aus, die jede Spur von Etel und Scheu überwunden hatte. Unsere freiwilligen Schwestern sind bewundernswerth," bemerkte Lazar. " Ihr bewundert sie auch viel zu sehr," brummte der Wir werden fünftig nur Nonnen nehmen, Chefarzt. Nonnen, Nonnen!" rief er, seinem momentanen Verbrusse nachgebend, der sich steigerte, als seine Bigarre nicht brennen wollte. " " Wohl nur, um unsere Augen zu strafen," scherzte Lazar, dem Chef seine brennende Zigarre entgegenhaltend. " Die Geschlechtslosigkeit ist bequemer," entschied der Chefarzt, den Rauch vor sich hinblasend. Und das vollgiltige Weib würde also unserer Schwäche wegen zurückgesetzt?" " Das vollgiltige Weib gehört in die Familie." " Es ist nur schade, daß diese ihre Aufgabe nicht mehr zu erfüllen vermag, die Familie bietet ihren Töchtern weder Schutz noch Versorgung. „ Westeuropäische Anschauung," rief der Chefarzt, rascher ausschreitend, bei uns ist es noch nicht so weit. Was unsere Weiblein bewegt, das ist die Lust, das Verlangen nach Freiheit und Unabhängigkeit." " Aber man läßt sie diese Lust ziemlich büßen," erwiderte Lazar mit einem feinen Lächeln der Opposition, diese Frauen arbeiten wie Tagelöhnerinnen und härter noch, aber selbst in diesem mühseligsten aller Berufe haben fie die Konkurrenz derjenigen auszuhalten, die ein Orden ernährt." Der Chefarzt blickte scharf nach dem Sprecher, der die Müße vom Kopfe geriffen hatte, als wäre ihm plöglich heiß geworden. Der Wind durchwühlte das furze Gelock, und Haar und Bart schimmerte wie rothes Gold unter den Strahlen der eben untergehenden Sonne. ( Fortsetzung folgt.) Berichte abgeben, laffen sich immer noch junge Schweizer in die französische Fremdenlegion anwerben, um in derselben physisch und moralisch zu grunde zu gehen. Da gehen die fowie Mithilfe zur Unterdrückung der nach Selbständigkeit ringenden Völker. Daheim grämen sich die betagten Eltern über das ungewisse Schicksal ihres Kindes. So oft wir von dieser Reislauferei lesen, tommen uns die Zornesworte jenes edlen Römers in den Sinn, der den Feinden seines Vaterlandes zurief: Glende Stlaven, selbst der Freiheit unwürdig, tommt Ihr noch, sie andern zu rauben!" Politische Knebelung der Staatsarbeiter. In der Bürger war stets tadellos patriotisch gewesen, die cer königlichen Artilleriewerkstatt in Spandau wurde vor Wahlen ohne Ausnahme, nicht nationalliberal oder konserfurzem ein Schlosser wegen Mangels an Arbeit entlassen. pativ, nein einfach gouvernemental ausgefallen. KriegerDarüber beschwerte er sich bei der Direktion und erklärte, vereine und evangelische Jünglings- und Arbeitervereine schönsten Jugendjahre vorüber bei schmählichen Handlungen, während er als konservativer, fönigstreuer" Mann, der sprießen auf und gedeihen hier wie Pilze auf dem Mistauch bei der Reichstagswahl seine Schuldigkeit gethan habe, haufen, an„ Königs Geburtstag" pfeifen die Spaken entlassen werde, beschäftige man Sozialdemokraten weiter sogar hierorts:„ Heil Dir im Siegerkranz". Bis in der Fabrik. Auf Befragen, wer diese seien, nannte er por kurzem gab es feine Sozialdemokraten auf zwei frühere Arbeitskollegen. Diesen wurde nunmehr auf diesem heiligen Schlachtenboden, jeder einzelne Bürger gegeben, gegen den Denunzianten die Beleidigungsklage an- der Städte fühlt sich tief im Busen als berufener Kämpfer zufirengen, was der Frankfurter Zeitung" zufolge auch ge- für Ordnung und Gesellschaft, als den moralischen Sieger Deutschen darin leider noch zahlreicher als die Schweizer. Was die französische Fremdenlegion betrifft, so sind die schehen ist. Andernfalls wären sie auch entlassen worden. zumal über die ausständischen Bergleute. Wenn König Deutschen darin leider noch zahlreicher als die Schweizer. Es ist doch fittlich erhebend, daß Denunzianten belohnt Stumm, die Verkörperung dieses loyalen Geistes, durch die Und doch ist die Behandlung eine geradezu barbarische. Im und ehrliche Arbeiter mit Ansichten, die von den momentan Straßen der Städte fährt, fliegen die Hüte von den Dienst steht auf jedem Vergehen die Todesstrafe, außer herrschenden abweichen, entlassen werden. Das macht mehr Stöpfen und man sieht blos Rücken, breite, demüthige Dienst herrscht allerdings eine faft zügellose Freiheit. Die Sozialdemokraten, als die Kezerrichter ahnen. Konsequent Bürgerrücken Leute sollen sich betäuben- denn sie sind doch nur wäre das Vorgehen der Leiter der Staatsbetriebe blos, Und nun Feinde der Regierung! Um das Wasser des Kanonenfutter. Jetzt steckt ein Theil der Fremdenlegion in wenn die Regierung die Sozialdemokraten für steuerfrei er Herrn von Stumm! Nur weiter so gewühlt, Schlotheiliger! den Pestfümpfen von Tonkin und den andern schickt klären und sie vom Militärdienste entbinden würde. Wir bewundern Sie, Sie vermögen mehr wie wir Sie man nach Timbuktu, von wo Keiner zurückkommen wird. Zu spät! tam die Amnestie der Brüsseler Uebrigens ist es heiter, daß die Arbeiter veranlaßt werden, revoltiren die Bürger! Weiter so, wir kreuzen die Arme Universitäts- Behörden. Der Ausschuß zur Gründung der Beleidigungsklage ob der Bezichtigung, zur sozialdemokra- und freuen uns und warten. neuen freien Universität hat, im Einverständniß mit den tischen Partei zu gehören, zu erheben. Mag auch irgend Der foufeffionelle Frieden soll durch die katholischen Studenten, beschlossen, die neue Universität zu erein strebsamer Richter dies als Beleidigung ansehen, wir Sorporationen an der Universität Bonn gestört werden! öffnen. Elysee Reclus wird seine Vorlesungen endgiltig und mit uns Millionen innerhalb und außerhalb der Wir sind gewiß kein Freund dieser Korporationen und am 3. März beginnen. Reichsgrenzen nennen uns mit Stolz Sozialdemokraten und alauben vor allem, daß die Herren Korpsburschen, diese würden diesen Namen nicht vertauschen mit Orden, Titeln Blüthe des aristokratischen Studententhums, mit der größten Boß über das letzte Pariser Attentat. Sie sagt nicht Herostratus. Unter dieser Spigmarke leitartikelt Tante und Würden. Wurschtigkeit den konfessionellen Unterschieden der aner- Voß über das letzte Pariser Attentat. Sie sagt Die katholischen ganz mit Unrecht die Ravachol, Vaillant und Genossen Die Militär- Strafprozeßordnung im bayerischen kannten Landeskirchen gegenüberstehen. Landtage. Die bayerische Abgeordnetenkammer hatte aus Rorporationen sind ihnen aber deshalb ein Dorn im Auge, würden durch die Reklame- Artikel der Blätter gezüchtet, die Anlaß des Fall Hofmeister's beschlossen, den§ 138 der weil sie ein lebendiger Protest gegen die Duellrüpelei sind. den Ruhin solcher Helden und ihrer Thaten verkünden. Militär Strafprozeßordnung authentisch auszulegen. Die Wohl giebt es auch lutherische Studentenverbindungen, Tante Voß geht aber noch weiter, und bezeichnet derartige Reichsrathskammer hatte den Beschluß der Abgeordneten welche das Duell verwerfen; aber deren Mitglieder, zumeist Reklame- Artikel als eine Eigenthümlichkeit der französischen fammer abgelehnt und beschlossen, die Regierung um die Theologen, sind hübsch still, ducken sich und schweifwedeln Presse. Und das ist eine unwahrheit, die zurückgewiesen balbige Vorlage eines Gesetzentwurfs zu ersuchen, laut wohl gar schon vor dem hochgeborenen Herrn Korpsburschen, werden muß. Die deutsche Presse sündigt in dieser Bedessen die Bestimmungen des Reichsgesetzes vom 5. April dessen Protektion ihnen sehr leicht zur Erlangung einer ziehung ebenso viel wie die französische, und so toll wie 1888 über die unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfinden Pfarre behilflich sein kann und dessen verächtliche Behand- seiner Zeit z. B. Hödel von der deutschen Bourgeois- und den Gerichtsverhandlungen auch auf die Militär- Strafgerichts- lung sie daher mit Demuth einstecken. Das thun jedoch die Polizeipresse sensationell ausgeschlachtet ward, ist kein Ordnung vom 29. April 1869 entsprechende Anwendung katholischen Korporationen nicht; sie bieten den Korps: Vaillant und Ravachol von der französischen Presse fruttifiso stören sie den religiöjen airt worden. finden. Ueber die Verhandlungen entnehmen wir einer rüpeleien Trot und Korrespondenz der Vossischen Zeitung" das folgende: Frieden! M Man ersieht hieraus, daß, wo die Reservatrechte Werth für das Bolt haben, die bayerische Regierung bereit ist, sie abzuschaffen. Die Sardinenbüchse hat in Frankreich nicht so viel Lärm gemacht wie der Rochtopf. Wiederholung langweilt. Die Petite Republique" sagt lakonisch: " Zwischen den wahnsinnigen Verbrechern, die von menschenfreundlichen Theorien ausgehen, um zur Mezelei Unschuldiger zu gelangen, und den schlauen Politikern, die sich diese Anschläge zu nuge machen, um die Herrschaft der Ungerechtig feit, von der sie leben, zu befestigen, tönnen wir keine Wahl treffen. Wir bekämpfen die einen und anderen mit derselben Entschloffenheit." in Die Abgeordneten Wagner und Genossen brachten Unternehmer- Wahnsinn. Vor wenigen Tagen brachte hierzu am 14. Februar den Antrag ein, unter entsprechen- der Draht die Nachricht, daß in einigen Kohlengruben der der Begründung über die Rückäußerung der Reichsraths- Nordbahn zu Mährisch- Ostrau die Hundstößer die Arbeit fammer zur Tagesordnung überzugehen. Der Kriegsminister niedergelegt hätten, weil es ihnen unmöglich erschien, mit Asch vertritt die Anschauung der Regierung, die Auslegung den paar Bettelpfennigen, die man ihnen als Lohn hindes Artikels 138 sei eine offene und der jeweiligen Entwarf, länger ihr Leben zu fristen. Wer da weiß, daß die scheidung der Gerichte anheimzugebende Frage. Er legte in den schmutzigen Erdlöchern dieses für die Unternehmer gegen das Verlangen nach weitgehender Deffentlichkeit als so ungeheuer ertragreichen Revieres schuftenden Lohnsklaven bei der Zivil- Strafprozeß- Ordnung entschiedene Wahrung zum großen Theile bedürfniß- und anspruchlose Polen sind, Und wir halten die letzteren, weil im Besitz ihrer geistigen ein und stellt eine Gesezesvorlage nach dem Wunsche der wird ermessen können, wie hoch die Ausbeutung und Fähigkeiten, für die größeren Verbrecher. Reichsrathsfammer in Aussicht. Vollmar( Soz.) hätte Schinderei gestiegen sein mußte, um auch bei diesen Genüg- Der Pariser Bombenwerfer Emil Henry soll an eine schärfere Fassung des Antrags gewünscht. Es wäre Zeit, samen den letzten Geduldfaden zu zerreißen. Der bohrende der Bariser Universität studirt und Prüfungen abgelegt so überſtändige Verfassungsbestimmungen wie das Bestehen Sunger, die fressende Noth und der sanfte" Druck Pariser Univer haben. der erſten Kammer zu beseitigen. Der Lauf bestehen der ersten Kammer zu beseitigen. Der Lauf des Staats- Der liberalen Regierungsorgane haben die Streikenden Von dem letzten Pariser Attentäter wird ferner bewagens sei ohnehin langsam genug, um das Schleifzeug der nach einer Woche in die Gruben zurückgetrieben. Für ersten Rammer entbehren zu können. Die Haltung des die Kapitalisten, soweit sie den Vorfall beachteten, ist die hauptet, er heiße nicht Breton oder Lebreton, sondern Kriegsministers sei ihm unverständlich. In dem Augenblick, Sache somit erledigt. Einer aber, dem der Streik sehr nahe Letzteres ist falsch. Weber in der Kommune, noch in naheenry und sei der Sohn eines Mitgliedes der Kommune. wo die Kammer im Begriff stehe, einen die Deffentlichkeit anging, hat von allem Anfang an mit keinem Ohr gezuckt. dem Zentralkomitee, das am 18. März zusammendes Verfahrens sichernden Antrag einstimmig anzunehmen, Während die streikenden Kohlenarbeiter in Mährisch- Ostrau dem Zentralto mitee, das am 18. März zusammenkündige der Minister einen die Deffentlichkeit beschränkenden vor Hunger schrien wie die Wölfe, hat ein Hauptaktionär trat, hat sich ein Mann dieses Namens befunden. Gejeßentwurf an. Trotz aller auf diesem Gebiete gemachter der Nordbahn, einer der Herren Guttmann, Kohlenkönig Einen großen Krach hat die Bourgeoispreffe in die Ein Theil parlamentarischer Erfahrungen habe er die Ueberzeugung, von Wien und Innerösterreich durch Rothschild's Gnaden, belgische Arbeiterbewegung hineingelogen. daß die Kammer dieser Vorlage gegenüber nicht umfalle. einen Hausball gegeben. Die Kosten dieses Haus und der Genossen soll mit der Parteileitung unzufrieden sein Der Kriegsminister dürfte damit eine bittere Enttäuschung Familienfestes beliefen sich blos auf 42 000 Gulden( über und dem Anarchismus sich zuwenden. Thatsächlich ist die erleben. Die Kammer nahm einstimmig den An 60 000 M.). Jeder der ankommenden Gäste erhielt als Partei in Belgien niemals einiger gewesen als jetzt, und sic trag Wagner an. Angebinde eine feine Zigarrentasche mit vier Zigarren, von wächst mit einer Schnelle, die ihre Gesundheit zeigt. Die welchen das Stück 3,60 W. Loftete, jeder Kopf der Freßrunde einzige Frage, in der Meinungsverschiedenheiten bestehen, fam dem Gastgeber über 100 Gulden zu stehen, und für Ananas- aber fein Streit, ist die der Allianz mit dem bürgerErdbeeren zum Deffert hatte der Edele 7000 M. ausgegeben. lichen Radikalismus angesichts der herankommenden Wahlen. ,, Aus der Dynastie Stumm." In unserem Artikel und zum Schlusse fand er noch einen Tintenfuli, der mit Bis jetzt namentlich in der Agitation für das allgemeine find die belgischen Genossen Hand in Nr. 36, 2. Beilage, haben wir hervorgehoben, wie die Schmaßendem Behagen seine Progenseligkeit über alle Dächer Wahlrecht Hand mit den schrie. Radikalen gegangen. Jegt wird pfälzische Regierung, eine preußische Stadt, gegen In Paris delektirten sich zu Weihnacht reiche Weibs nun von einem Theil der Genossen die Meinung vertreten, die autokratischen Gelüfte des Herrn v. Stu mm in Schuß bilder an Haifischflossen, und steigerten ihr Vergnügen durch es sei zweckmäßiger, wenn die Partei die Allianz löse und nehmen mußte, und wie die preußische Regierung sich die Erwägung, wie viele Menschen der Fisch, der die De- bei den Wahlen sich mit keiner Partei verbünde. In der solidarisch mit Herrn v. Stumm erklärte und gegen den Parteipresse wird das Für und das Wider in aller Ruhe rebellischen Bürgermeister jener Stadt( rebellisch gegen den likatesse geliefert, wohl schon gefressen haben mochte. Wierte vertrocknete Kathedermenschen haben ihre diskutirt, in aller Ruhe wird der nächste Parteikongreß bes Alleinherrscher von Neunkirchen!) eine Disziplinar- Unter- Redebonner geschleudert gegen den Cäsarenwahnsinn und rathen und entscheiden; und in aller Ruhe wird die Partei suchung einleitete. Im Grunde genommen sind diese Vorgänge ja nichts wie haben sie sich ausgelassen über die speiende Fraßgier der Entscheidung des Kongresses, als der obersten Instanz, Im Grunde genommen sind diese Vorgänge ja nichts Außergewöhnliches, sie sind höchstens eine packende Illustration der alten Römer! Und doch waren all diese Schwelger, folgen und ihr gemäß handeln. Das ist die Wahrheit; und Außergewöhnliches, sie sind höchstens eine packende Illustration Schlemmer und Praffer im Grunde genommen die reinen bas andere frommer Wunsch der Feinde. zu der alten Erfahrung, daß der Staat" lediglich der Waisenknaben. Keiner von ihnen hat je an einer leimigen Italienische Sozialreform. 1½ Millionen Gewehre Exekutiv Kommis der befizenden Klassen ist, und daß, Saifischflosse gelutscht, teiner eine Ananas- Erdbeere mitten wurden für die italienische Armee bestellt, wohl um die wenn sich ein Interessen Gegensatz zwischen einzelnen im Winter geschluckt und keiner hat je in seinem ganzen unzufriedenen Mitbürger nach den neuesten Methoden der Gruppen dieser Besizenden herausstellt, folgerichtig der Staat auf Seiten der Meistbesitzenden, und sei es auch eben etwas gehört von der Leibspeise des ganzen Berliner Technik niederknallen zu können. Dazu ist Geld da, aber ein Einzelner wie Stumm, gegen die Minderbesitzenden, hiergartenviertels: von Trüffelpurée. Gepriesen sei das für ſoziale Reformen nicht. Jahrhundert, gepriesen die Kultur, die alle diese Süßigund wenn es die Bürgerschaft einer ganzen Stadt ist, steht. teiten und Herrlichkeiten der Menschheit gebracht, gepriesen Also Herr v. Stumm hat nur den Beweis geliefert, daß und hochgelobt in alle Ewigkeit! der Satz: l'état c'est moi in seinem Munde keine Phrase ist; hinter seiner Person steht mit ihren Machtmitteln die Reislaufen nennt man in der Schweiz das Dienstpreußische Regierung. Seine Arbeiter hätte König" nehmen in fremden Ländern, welches Jahrhunderte lang Stummi bei dem geringsten Versuch einer Auflehnung gegen unter den freien" Schweizern Mode war, und sie nicht feinen allmächtigen Willen materiell zerschmettert die Bürger hinderte, den despotischen Regierungen als Stüße gegen das von St. Johann sind der Mehrzahl nach ökonomisch unab- Bolt zu dienen. Namentlich mit den Bourbonen in hängig von ihm, da tritt also Herr v. Stumm zurück, und Frankreich und Italien bestanden förmliche Staatsverträge, die Regierung zieht ihre Register auf. die den Bestand von Schweizer Regimentern sicherten. Die Mit dem Disziplinarverfahren gegen den Bürgermeister Schweizer ließen sich gut bezahlen: Point d'argent point Wien, 15. Februar. Eine für den Nachmittag geplante begnügte sich die Regierung nicht, sie versagte einer Gehalts- de Suisse kein Kreuzer kein Schweizer, aber sie große Demonstration Arbeitsloser auf dem Schmelzer Paradezulage, welche die Stadt ihrem rührigen Beamten zugesagt waren auch treu, wie sie 1792 in Paris bewiesen und felde wurde durch den eisigen Wind vereitelt. Etwa 500 Perhatte, die Genehmigung. Aber die Bürgerschaft erklärte 70 Jahre später in Neapel. Mit dem Sturz der letzten fonen waren erschienen und beantworteten die Aufforderung der fich in einer großen öffentlichen Versammlung solidarisch Bourbonen ist auch das Reislaufen im alten Sinne des Wache zum Auseinandergehen mit Rufen:" Wir wollen Brot! mit ihrem Bürgermeister, und was die Gehaltszulage be- Worts abgekommen die Bundesverfassung verbietet es Wir hungern!" Die Ansammlung wurde zerstreut; 300 Personen trifft, so fand man bald die Form, in welcher man das sogar ausdrücklich allein in anderer Form dauert es marschirten nach dem Rathhaus, ein Arbeitsloser wurde wegen Regierungsverbot umgehen konnte. Und so läßt denn die doch noch fort. So lesen wir in der letzten Nummer des demonstrativer Hochrufe verhaftet. Vor dem Rathhause wurden die Demonstranten durch die Wache zerstreut und an dem weiter Regierung im Interesse ihres Schüßlings gröberes Geschütz Grütlianer": auffahren. Man höre und staune nicht! beabsichtigten Marsche zur Statthalterei verhindert. Das Präsidium der Saarbrücker Handelskammer hatte eine Petition an den Minister der öffentlichen Arbeiten gerichtet behuss Wiedererrichtung einer Eisenbahndirektion in St. Johann- Saarbrücken. Am 12. d. M. fand nun eine Sigung der Handelskammer statt, in welcher Herr v. Stumm, der erste Vorsitzende der Kammer, derselben die Mittheilung zugehen ließ, daß die Errichtung der Direktion zwar gesichert erschienen, in St. Johann- Saarbrücken jedoch wieder zweifelhaft geworden sei, da die Stadtver tretung von St. Johann in einen offenen Rampf gegen die Regierung eingetreten sei! In den beiden Städten ist man starr über diesen Be scheid. St. Johann- Saarbrücken hatte sich von jeher als ein Schooßfind der preußischen Regierung betrachtet, die Perle in dem Schlotwinkel des Saarreviers; die Gesinnung. " " Siciliano", sowie die Zeitung" L'amico del Popolo" durch Außerdem wird berichtet, daß das sozialistische Blatt einen Erlaß des Generals Morra unterdrückt wurden. Neue Gewehre einerseits, Unterdrückungsmaßregeln andererseits. Das ist die Signatur der italienischen Politit dem Hunger und Elend gegenüber. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Einen schwarzen Punkt in der Schweizergeschichte bildet das Söldnerunwesen und nicht umsonst haben s. 3. Zwingli und andere Männer gegen das die freien Schweizer" entBriefkaffen der Redaktion. ehrende Reislaufen angefämpit. Es war ja schön, daß das Ausland die Tapferkeit der Schweizer achtete, aber daß unsere Germania. Die englischen Parlaments Mitglieder-( des Borjahren sich zum Büttel hergaben, Thron und Altar zu Unterhauses) siten gerade so wie unsere Reichstags- Abgeord stügen, das war weniger ruhmvoll. Wir erinnern uns wohl neten; da aber von den praktischen" Engländern blos halb so viel noch, daß heimgekehrte Dieapolitaner" erzählten, wie ver- Sizpläge eingerichtet worden sind, als das Unterhaus Mitglieder achtet die Schweizer in Neapel vom Volke waren. Und trotzdem zählt, so muß bei besuchten Sigungen stets ein großer Theil eilten immer Schaaren dorthin, bis das Söldnerthum daselbst stehen. Den Hut( Cylinder) tragen die Mitglieder während ein gänzliches Ende nahm. Aber der Sinn für das Reis- der Sigung legen ihn aber ab, sobald sie das Wort erhalten laufen ist noch nicht erstorben. 3war geht's nicht mehr nach und da sie ihn dann meist hinter sich stellen, so hat dies häufig Neapel und giebt es feine Schweizerregimenter mehr in fremden zur Folge, daß der Hut nach vollendeter Rede eingesessen" wird, Landen. Heute aber helfen immer noch zahlreiche Tellssöhne den was stets schallendes Gelächter erregt. Man behält in England Holländern die Völker im fernen Osten und den Frans überhaupt in allen öffentlichen Räumen, Kaffeehäusern, Wirthszosen die Araber und Tonkinesen im Baum zu halten. häusern zc. den Hut auf den Kopf. Der Präsident( Sprecher") Troybem heimgekehrte wie noch attive Fremdendiener über die trägt eine Berrücke. Behandlung und die Erlebnisse der Legionäre himmeltraurige Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 16. Februar. Neue freie Volksbühne im Wallner- Theater. 21/2 Uhr präzise. Ein Volksfeind. Von Henrik Ibsen. Sonntag, 18. Februar: 1. Abth. Sonntag, 25. Februar: 2. Abth. Sonntag, 4. März: 3. Abth. Mittwoch, den 7. März, 81/2 Uhr: Frühlings- Feier in den KonkordiaFestfälen". 453/13 Opernhaus. Mara. Slavische Braut American- Theater. werbung. Cavalleria rusticana. Schauspielhaus. Vasantasena. Leffug Theater. Ohne Geläut. Deutsches Theater. Der Herr Senator. Wallner- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Brautjagd. Residenz- Theater. Der Mustergatte. Neues Theater. A basso porto. Berliner Theater. Uriel Acosta. Central- Theater. Herr Couliffet. Berlin 1898. Adolph Ernkt- Theater. Charley's Zante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Alexanderplat- Theater. Preciosa. National- Theater. Bajazzi.- Der Teufel in Berlin. Charley's Zante. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 812 Uhr: Dem Sangesbruder M. Reussner zu seinem heutigen Wiegenfefte die besten Glückwünsche! Der 1. Tenor des Gesangv. der Kupferschmiede.( M.d. A.-S.-B.) Bolks- Bildungsverein für Briz und Umgegend. Den Genossen zur Nachricht, das am 13. d. M. unser treues Mitglied Otto Beschorner Lumpensusanne ben ft. Die Beerdigung findet oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwintel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. mit bewegter VergangenMartin Bendix. Brunwald heit " Täglich Auftreten des American Theater. Lumpen- Su- beften Bauchredners d. Jeztzeit sanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. V Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen Theater. Spezialitäten Borstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kanfmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Novitäten! Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Posse mit Gesang und Tanz von Hugo Busse. Mufit von Adolph Wiedede. Regie: Mar Samst. Vorher: „ Bajani“, Parodistische Oper v. Hugo Busse. Hierauf: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Aften von Eugen Prudens. Musik von A. Wiedecke. Regie: Mar Samft. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Sonnabend Nachm. 3 Uhr: Schülervorstellung zu bedeutend ermäßigten Breifen: Wilhelm Tell. In Vorbereitung: Die Weber. Schau spiel in 4 Aften. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix, sowie Hugo Schulz, Alfred Bender. Anfang Wochentags 1/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. 3um 18. Male: E Herr Coulisset. Schwant in 8 Aften v. Blum u. Toché. Sierauf zum Berlin 1893. 55. Male: Revue in 2 Abth. von 2. Leipziger. Anfang der Vorstellung 712 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. von der Leichenhalle Rigdorfer Kirchhofs aus statt. 463/8 Der Vorstand. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Letztes Gastspiel Truppe Hassoni. Die Baby's. Echt Berliner Blut. Riesen- Programm. Entree 15 Pf. Reservirt 30 Pf. R. Winkler. Victoria- Brauerei, Lüßowstraße 111-112. Jeden Freitag und Montag: Der Sozialdemokrat Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Mr. 3 ist erschienen und hat folgenden Inhalt:" Kongreß der Independent Labour Party.- Die Landtags- Wahlrechte: II. Sachsen. Rentengüter in Preußen. I.- Das Elend der Landabeiter. -v. Egidy über die Arbeitslosenversammlung. Politisches. Parteinachrichten. Vom Lande. Agrarisches. 56269 Soziale Kämpfe vor 300 Jahren.-Kautsky über die Gewerkschaften. Zustände in Bäckereien. Bergarbeiterleben.- Kriminaldirektor Dambach. Arbeiterschutz. Arbeiterversicherung.- Gewerkschaftliches.- Sozialstatistisches. Zur Arbeiterlage.- Vermischtes.- Todtenschau.- Literatur. Abonnementspreis pro Februar- März unter Krenzband bezogen fürs Julaud 1 M., fürs Ausland 1,20 M. Vom 1. April ab in Berlin durch die Zeitungsspediteure oder durch die Post pro Quartal 1,20 M., unter Krenzband 1,80 M. Redaktion und Expedition des„, Sozialdemokrat" Berlin SW., Beuthstrasse 2. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. General- Versammlung am Mittwoch, den 21. Februar, Abends 81/2 Uhr, in Habel's Brauerei. 378/8 Bergmannstr. 5/7. Tages Ordnung: = 1. Abrechnung von der Gedächtnißfeier. 2. Fortsetzung der in der legten Versammlung vertagten Diskussion. 3. Anträge des Vorstandes und Fragen. Der Vorstand. Stettiner Deutscher Holzarbeiter- Verband Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pi Im Vorverkauf 40 Pf. ( Zahlstelle Berlin). Bezirks- Versammlungen: West, Südwest und Schöneberg: Am Sonntag, den 18. Februar, Vormittags 102 Uhr, bei Lehmann, Kreuzbergstr. 4. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten. ( siehe Plakate). Hierzu sind die Kollegen der Werkstätten von Faul, Krausenstraße 31 und Wenzel, Fürbringerstr. 9, besonders eingeladen. Südost: Am Montag, den 19. Februar, Abends 82 Uhr, bei Hoffmann, Zum legten Male: Gine Soiree bei Lehmann's. Adolph Ernst- Theater. Gr. parobistisches Ensemble von Meysel. Charley's Tante. Schwant in 8 Att. v. Brandon Thomas. Borher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft Verband der im Vergolder- und verw. Gewerben besch. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands ( Filiale Berlin). von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Monatsversammlung Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Passageam Montag, den 19. Februar 1894, Abends 82 Uhr, im Lokal von Scheffer, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Die Chartijtenbewegung in England". 2. Diskussion. 3. Der Streit Oranienstr. 180. 433/16 Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Förker über: Kontrolleuren. 4. Verbandsangelegenheiten. Die Statistik und ihre Bedeutung. 2. Diskussion. 8. Vorschläge zu WerkstattVertrauensmänner- Versammlungen: Osten: Am Montag, den 19. Februar, Abends 82 Uhr, im Freischük, Fruchtstr. 36. worden: Am Montag, den 19. Februar, Abends 8½ Uhr, bei Keller, Bergstr. 68. Moabit: Am Sonntag, 18. Februar, Borm. 10 Uhr, in Ahrens' Brauerei, Thurmstr. 26. Tagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Rückgabe der ausgefüllten statistischen Fragebogen. Auch Nichtmitglieder haben in diesen Versammlungen Zutritt. Um recht zahlreiches Erscheinen in allen Versammlungen ersucht Die Ortsverwaltung. Da die statistischen Fragebogen bis Ende dieses Monats nach Stuttgart gesandt werden müssen, so werden die Kollegen ersucht, die noch in ihren Händen befindlichen so schnell als möglich abzugeben. Panopticum. Der Rollegen in Burg. 4. Gewerkschaft Bahlstellen errichtet und und zwar bei Zempel, Langeftr. 63 und bei Im Theater- Saal, ohne Extra- Entree: Nord und Süd, Liederspiel von R. Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. liches und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 356/8 Die Ortsverwaltung. Weissensee. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler 1. s. w. Spezialitäten Borstellung Castan's den 15. Bebrnor, Stadmit, und Konzert. Auftreten der Parterre- Afrobaten und Pantomimen Truppe Hermandez( 7 Personen). Zur Aufführung gelangt: Ein Stündchen beim Doktor. Große Pantomime. Frl. Berkany, RostümSoubrette. The Willon's, DoppelJongleure. Geschw. Gläser, Ge fang- u.Instrument.- Duettiftinnen. Anfang:{ Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. G ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Panoptikum. Ecke Friedrich- und Behren- Strasse. Nur noch kurze Zeit: Märchen- Cyclus. EF Uur noch kurze Zeit! Präuscher's anat. Museum. Nen: Kehlkopftuberkulose, Kehlkopfpolyp, Bruftfellentzündung, Sonntag, Nachmitt. 4 Uhr, im Lokal des Herrn Schulz, Königs- Chauffee 55: Mitglieder- Bersammlung. Tages- Ordnung: Den Mitgliedern zur Nachricht, daß im Osten zwei neue Krause, Landsberger Allee 147. Verband der Sattler und Tapezirer. Sonnabend, den 17. Februar, Ab. 81/2 Uhr, bei Wienecke, Alte Jafobstr. 83: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Gen. Dr. Pinn über:" Der schwarze Tod". 2. Dis. fussion. 3. Verschiedenes. Gäste sehr willkommen. Der Vorstand. · Achtung! Maurer Achtung! Berlins und Umgegend. 1. Bericht des Delegirten. 2. Ab: Am Sonntag, den 18. Februar cr., Vormittags 10 Uhr, im rechnung vom 4. Quartal 1893, 3. Verschiedenes. Lokal des Herrn Hensel, Javalidenstrasse 1: 1757b Die Ortsverwaltung. U I PRIS? papan p dualnogazoz Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Solidarität der Berliner Hutmacher- Genossenschaft den Berliner Lungenentzündung, Lunge mit Tuber- van Maurern gegenüber. 2. Der Pfuschbau der Innungs- Maurermeister LachLungenentzündung, Lunge mit Tuber- 13 on mann und Zauber. 3 Verschiedenes. tulose, Herz mit Klappenfehler, Magenta a dog's anu mit Entzündung, mit Geschwüren, Leber- und Milzkrankheiten. Schußkanal durch fünf Körper, Gladiatorenkampf, täglich für erwachſene Herren, Dienstag und Freitag für Damen. Circus Renz. ( Karlrake.) Täglich abwechselnd. Programm Freitag, den 16. februar er., bei freiem Entree der ersten Wiener Damenkapelle Mikloska" und Auftreten von Abends 7/4 Uhr: DEF Zum letzten Male: Ein Künstlerfest. Ueberraschende Licht- und Waffereffekte. Grosses Pracht- Feuerwerk. GF Außerdem: Musterung der Künstlern. Spezialitäten Neuerwerbungen für den Marstall, 1. Ranges. - po Handtuch- Verleih- Justitut Neue Königstraße 17. !! Roh- Tabak!! 445/10 Der Vertrauensmann: W. Ueckert, Thurmstraße 28. Verein der Zimmerer Berlins u. Umg. Sonntag, den 18. Februar, Vorm. 10 Uhr, im Lokal des Herrn Cohn, Beuthstraße 22, 1 Treppe: Versammlung. Tagesordnung: 428/11 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Vortrag über:" Die geistige Entwide lung des Proletariats". Referent Genosse Ledebour. 3. Distusfion. 4. Auf nahme neuer Mitglieder. Eine weitere Einladung zu dieser Versammlung findet nicht statt. Die Mitglieder werden ersucht, rege für den Besuch zu agitiren. Zutritt hat Der Vorstand. Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, jeder Zimmerer. in billighter Preislage, empfiehlt Heinr. Franck, tabak Das Feuerpferd Elimar, vorgeführt v. Das Schulpferd Frl. Oceana Renz. Mr. Kauning, Concertmaler. Cyd, geritten von Herrn R. Renz. Derselbe wird innerhalb 15 Minuten Der urtomische Imitatorown Mr. vorräthig. Handlung, Brunnenstr. 185. Formen( Bockfoorn) wieder ein Delgemälde malen, welches nach Ybbs. Die Atrobaten auf dem Tele- M. Krüger's Speise- Leinöl Schluß der Vorstellung gratis ver phondraht Zalva, Espana und Alvar. ist das anerkannt beste. Fabrit- Lager Mr. Lavater Lee. etc. looft wird. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Sonnabend: F3um 1. Male: 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro Auf auf zur fröhlichen Jagd. Orig. Stunde 60 Pf. Sportschaustück mit Parforce- Ritt vom Direktor Fr. Renz. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten Sonntag 2 Vorstellungen, Nachm. 4 Uhr( Kind frei) und Abends 71/2 Uhr. find noch an verschiedenen Tagen Preise wie gewöhnlich. zu haben. Fr. Renz, Direktor. Staligerstr. 105. 17176 Otto Naether, Uhrmacher, Anklamerstr. 44, an der Brunnenstr. Reparaturen an Uhren jeder Art solid und preiswerth.[ 54172 Achtung! Puter( Maurer). Sonntag, den 18. Februar, Vorm. 10 Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee: Oeffentliche Versammlung. Versammlung. Zages Ordnung: = Rollege F. Schuly. 2. Distussion. 8. Bericht der Beisitzer im Gewerbegericht, 1. Welches sind die beiten Lehren für das kommende Baujahr? Referent 4. Berschiedenes. * Um rege Betheiligung ersucht 249/12 Der Vertrauensmann. Verein Schäftebranche. Sonnabend, den 17. Februar, Abends 9 Uhr. Versammlung. 1758b] Wallstrasse 20: DE Künstl. Zähne 2 M., Plomben 1,50 M., schmerzloses Zahnziehen u. Nervtödten 1 M. Zahnarzt Robert Wolf, Leipzigerstr. 22, Sprechst. 8-7 Uhr. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. vierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 39. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 50. Sigung vom 15. Februar 1894. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, von Stephan. Die Spezialberathung des Post etats wird fortgesetzt. Im Extraordinarium, ordentlicher Etat, werden für Postbauten 8 875 483 m. verlangt. Die Budgetkommission hat von den geforderten 43 Titeln nur denjenigen für Erwerbung eines Grundstücks in Lissa mit 175 500 m. gestrichen. Die zweiten und ferneren Raten für bereits früher bewilligte neue Postdienstgebäude werden ohne Debatte bewilligt. Die geforderte erste Rate für ein neues Dienstgebäude in Deutsch Grone wird vom Abg. Schmidt- Warburg( 3.) beanstandet. = Direktor Fischer: Deutsch- Grone ist namentlich bezüglich des Transitverkehrs ein sehr wichtiger Postort; die Einwohnerzahl kommt dabei wenig oder gar nicht in betracht, es haben fogar Orte mit noch geringerer Einmohnerzahl noch größere reichseigene Postgebäude erhalten. Abg. Gamp( Reichspartei) tritt gleichfalls für die Be willigung ein. Abg. Müller- Sagan( frf. Vp.) weist darauf hin, daß vielfach Gebäude der Justizverwaltung mit viel geringerem Prunk und Schnörkeleien hergestellt sind, als die Postbauten. In jedem Falle hätten die ästhetischen Interessen bei den Postbauten den Verkehrsinteressen nachzustehen. Abg. Schmidt- Warburg: Wir könnten nur wünschen, daß unser Reichs Finanzminister Graf Posadowsky wenigstens einigermaßen dem Herrn v. Stephan auf die Finger sähe. Abg. Dr. Hammacher( natl.) hält den ganzen Streit für sehr überflüssig. Das Bedürfniß sei allgemein anerkannt. Abg. Gamp fann nicht finden, daß bei den Justizgebäuden allzusehr gespart wird; manche Schwurgerichtssäle tönnten weniger geräumig und weniger luxuriös gebaut sein; es wäre doch gerade ersprießlicher, den Budrang solcher Elemente zu beschränken, für welche die Verhandlungen nur die Schule des Verbrechens sind. Abg. Gröber( 3) begreift zwar die Erregung des Abg. Gamp, der für einen Boftbau in seinem Wahlkreise tämpfte, fann aber nicht gelten lassen, daß das Kommissionsvotum den einzelnen Abgeordneten verhindern soll, seine entgegengesetzte Meinung mit aller Kraft zur Geltung zu bringen. Der vor gelegte Bauplan lasse viel eher auf eine Kirche, als auf einen Postbau schließen. Die Forderung wird mit geringer Mehrheit bewilligt. Gegen diefelbe stimmen die meisten Mitglieder des Zentrums und der freisinnigen Volkspartei, sowie etwa die Hälfte der anwesenden Nationalliberalen und Sozialdemokraten nebst vereinzelten Mitgliedern der Rechten. Zur Erwerbung eines Bauplatzes und zur Herstellung eines Dienstgebäudes in Greifswald find rot. 430 000 m. erforderlich, wovon 266 785 M. als erste Rate in den Etat eingestellt sind. Auch dieses Postgebäude ist mit einem der Architektonik der Ditseestadt und speziell der Bauten am Markt angepaßten Giebel und Thurmbau projektirt. Freitag, den 16. Februar 1894. 11. Jahrg. vorhanden. Mit dieser Summe kann der Mehransatz nicht be-| in der bayerischen Kammer gehört hat, wie der Minister Krailsgründet werden, noch weniger aber fann er begründet werden heim gesagt hat, eine derartige Reform in Bayern sei an dem auf bloße Hoffnungen einer wirthschaftlichen Besserung ohne Widerstande der Reichs Postverwaltung gescheitert.( Hört! jede rechnerische Unterlage. Die Isteinnahme des laufenden hört! links.) Jahres gestattet auch keinen höheren Ansah als 245 Millionen. Der Antrag der Budgetkommission wird angenommen. Die Es liegt kein Grund vor, anzunehmen, daß besondere Mehrheit bilden Sozialdemokraten, Freifinnige, Zentrum und Verhältnisse besonders stimulirend auf die Zunahme des einige Nationalliberale. Verkehrs und somit auch des Postverkehrs wirken werden. Der Rest der Einnahmen des Post- Etats wird ohne Debatte Abg. Schmidt Elberfeld: Ich hatte neulich die Erhöhung erledigt. des Maximalgewichts der einfachen Briefe, von 15 auf 20 Gr. Beim Etat der Reichsdruckerei spricht Abgeordneter verlangt und mich auf Zahlen gestüßt, die der Direktor im Reichs- v. Heremann( 3.) dem Staatssekretär von Stephan seine be Boftamt, Sachse, als unrichtig bezeichnete. Herr Sachse hat später sondere Anerkennung dafür aus daß er die Sonntagsruhe zugegeben, daß seine und meine Statistiken sich nicht decken. Ist in diefem Institut, dessen Leistungen auf dem Ge= das der Fall, so muß eine der beiden Statistiken falsch sein. biete der Gravier- und Druckkunst, der Kartographie u. s. w. Lege ich seine Zahlen zu Grunde, so haben wir 696 Millionen besonderes Lob verdienen, in einem so erfreulichen Maße zur Briefe, wovon 605, 45 und 47 Millionen auf die Briefe von unter Durchführung gebracht habe.( Lebhafter Beifall.) 15 Gr., zwischen 15 und 20 Gr. und über 20-250 Gr. Diese Staatssekretär v. Stephan spricht dem Vorredner seinen Bahlen find nicht richtig, man müßte denn den gesammten Verkehr verbindlichsten Dank für diese Anerkennung aus, welche besonders nach Bayern und Württemberg zu den Doppelbriefen rechnen. Es den Männern gebühre, welche an der Spize dieses Instituts gab über 15 Gr. nur 621/2, nicht 92 Millionen Briefe. Entsprechend stehen. forrigiren sich die Prozentzahlen, die Direktor Sachse angegeben hat. Ebenso wenig ist nachweisbar, daß die Uebertragung der Verbilligung der einfachen Briefe auf das Ausland 11/2 Millionen Mark Ausfall bringen würde. Ich empfehle der Verwaltung wiederholt dringend das Eingehen auf unsere Forderung; es Schluß 64 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( Etat handelt sich nur um einen geringen Ausfall, denn die Zahl der des Auswärtigen Amts, Nachtragsetat.) Briefe von 15-20 Gramm ist eine sehr mäßige im Vergleich zu fämmtlichen Doppelbriefen. Auch Herr v. Stephan selbst hat im Dezember 1889 nur von einem Ausfall von 21/2 Millionen gesprochen.( Staatssekretär v. Stephan: Vor 4 Jahren!) Die Statistik von 1891, auf welche die Post sich beruft, ist offenbar nur theilweise in Deutschland aufgenommen worden; von den Beamten, die ich befragt habe, ist keiner an dieser Statistik bescheidt- Dyck wird auf die Verfassung vereidigt. theiligt gewesen. Abg. Schmidt- Elberfeld wünscht, daß die Erfahrungen und Entdeckungen der Reichsdruckerei auch anderen Industriellen zugänglich gemacht werden. Der Etat wird genehmigt. Herrenhaus. 5. Sigung vom 15. Februar 1894, 2 Uhr. Am Ministertische: Thielen und Kommissarien. Der neu in das Haus eingetretene Fürst zu Salm- ReifferUeber die Verhandlungen des Landes Eisen Direttor Sachse: Der Vorredner beharrt bis zur Stunde bahnrathes berichtet der Oberbürgermeister Hammerauf seiner Behauptung, daß der Ausfall nur 5-600 000 m. be: Brandenburg; er beantragt den Gegenstand durch Kenntnißtragen würde. Ich habe die richtigen Zahlen gegeben, der nahme für erledigt zu erklären. Abg. Schmidt zweifelt auch diese an. Die Statistiken sind nicht etwa falsch, weil sie sich nicht decken. Herr Schmidt scheint zu bezweifeln, ob diese Statistit von 1891 überhaupt aufgenommen ist. Ihre Aufnahme ist damals durch die Ober- Postdirektionen erfolgt; ihre Ergebniffe habe ich hier amtlich vorgetragen. Aber felbst nach der Statistik des Abg. Schmidt betrüge der Ausfall noch 3 200 000 m. Abg. Schmidt- Elberfeld beharrt dabei, daß die Zahlen des Herrn Direktors falsch sind. Abg. Hammacher tritt dem Kommissionsbeschluß entgegen, dessen unhaltbarkeit der Direktor Aschenborn unwiderleglich dargethan habe. Graf Klincowström regt wie in der Eisenbahn- Kommission die Frage der Staffeltarife an, wegen der Stellung Bayerns zu dieser Frage; er wolle teine Debatte anregen über die Staffeltarife an sich deshalb bitte er auch die Herren aus dem Westen, die fachlichen Erörterungen zurückzustellen und nur den preußischen Standpunkt zu vertreten. Ob Bayern die Zustimmung zum russischen Handelsvertrage von der Aufhebung der Staffeltarife abhängig gemacht habe oder nicht, sei gleichgiltig. Jedenfalls habe sich Bayern in preußische Angelegenheiten gemischt und da gegen müssen wir protestiren. Minister Thielen: Namens der Staatsregierung fann ich eine Erklärung nicht abgeben, ich fann aber die Thatsachen darAbg. Richter: Direktor Aschenborn hat hier nichts vorgelegen. Die bayerische Regierung hat bereits im vorigen Jahre bracht, was er nicht mit derselben Emphase schon in der Budget- durch den hiesigen Gesandten und durch direkte Mittheilungen fommission vorgebracht hat; trotzdem ist der Beschluß in der der preußischen Regierung mitgetheilt, daß große Besorgnisse Kommission mit 2/ 3- Mehrheit gefaßt worden. Wer es schwer beständen bezüglich der Wirkung der Staffeltarife; die Besorg. nimmt mit der Bewilligung neuer Steuern, muß auch die Etats- niffe feien auch im Wachsen begriffen und hätten Dimensionen einnahmen richtig bemessen. Wir dürfen in der Veranschlagung angenommen, welche es zur Pflicht machten, die Sache zu er der Einnahmen an teine Schablone gebunden sein. G3 existirt örtern, namentlich zur Zeit, wo vom russischen Handelsvertrage hier weder eine konstante Praxis noch eine grundsätzliche Frage die Rede sei. Die preußische Regierung erflärte sich bereit, in Nach einer kurzen Bemerkung des Abg. Schmidt- Warburg, bei dem Regierungsansat. Wir gehen vielmehr grund- nähere Erörterungen darüber einzutreten, wieweit die Besorgnisse der die Position bewilligen wird, weil sich eine Absehung der fäglich ชิน Werke, indem den dreijährigen Durch begründet sind und wie durch eine Revision Abhilfe geschehen Kosten für Giebel und Thurm doch nicht ermöglichen lassen schnitt zu Grunde legen, die Regierung macht einen fönnte. Die bayrischen Vertreter wurden hierher gesandt bereits würde, genehmigt das Haus die Position. willkürlichen Abstrich davon. Man mahnt zur Vorsicht, diese im Januar zunächst zum Austausch des statistischen Materials. Als erste Rate zur Herstellung eines neuen Dienstgebäudes in Borsicht ist aber für uns da geboten, wo es sich darum handelt Darauf trat eine Pause ein, um das Material zu sichten und zu Potsdam werden 220 000 m. gefordert. Geplant ist ein den Einzelstaaten nicht zu viel Matrikularbeiträge aufzulegen. prüfen. Heute haben die Verhandlungen mit den Vertretern Sandsteinbau, der im Ganzen 2 200 000 m. fosten soll; in Staatssekretär v. Stephan: Es könnte fast so scheinen, als der bayrischen Regierung ihren Fortgang genommen und werden ihm soll die Ober- Postdirektion und das Post- und Telegraphenamt ob wir die Etatsansäge möglid, st niedrig machten. Das ist aber morgen und vielleicht noch übermorgen fortgesetzt werden. untergebracht werden. Die Kommission hat zwar die geforderte erste nicht der Fall. Im Lezember 1892 hatten wir einen Ueberschuß Die Annahme, daß die bayrische Regierung aus dieser Sache Rate wegen der Dringlichkeit des Baues bewilligt, und zwar au von 7 Millionen, im Dezember 1893 nur von 5 Millionen. heraus eine bestimmte Stellung inbezug auf ihre Zustimmung Fundamentirungsarbeiten", gleichzeitig aber eine Resolution be- Wir können doch nicht in einem Jahre den Ueberschuß zum russischen Handelsvertrag genommen hat, ist thatsächlich unschlossen, wonach der Reichskanzler ersucht wird, den Plan des um über 20 pet. erhöhen; das wäre ein ganz un begründet. Wenigstens ist mir davon nichts bekannt. in Potsdam herzustellenden neuen Dienstgebäudes unter Bugrunde erhörtes Vorkommniß. Wir müssen uns vor Enttäuschungen Graf Mirbach spricht seine Freude darüber aus, daß durch legung eines Biegelsteinbaues entwerfen zu lassen. hüten. Die Posteinnahmen hängen ab von den schwanken- die Rede des Miristers es tlar gestellt ist, daß es sich bei den Ohne Debatte wird der Titel mit der Resolution ange- den Verkehrsverhältnissen in der ganzen Welt, die wir gar nicht bayrischen Anträgen nicht um den russischen Handelsvertrag im voraus berechnen tönnen, denken Sie an die Kriege in Süd- handelt. Für das Postgebäude in Schwerin sind als erste Rate 120 000 m. ausgeworfen. Die Gesammtkosten belaufen sich auf Abg. Schmidt- Warburg beantragt, da in dem Kostenanschlag ein Bosten von 70 000 M. allein für Steinmeharbeiten sich finde, die Position auf die Möglichkeit weiterer Ersparungen nochmals in der Kommission zu prüfen. nommen. 644 500 M. Unter Ablehnung dieses Antrags wird der Titel bewilligt. Die Forderung von 108 760 M. für Erwerbung eines Bauplayes zu einem neuen Dienstgebäude in Hamm beantragt Abgeordneter Schmidt Elberfeld zu streichen. Abg. Lenzmann( FB.) steht in dieser Frage auf der Seite der Postverwaltung. Direktor Fischer: Die Postverwaltung verfährt nicht mit Bevorzugung der großen oder der fleinen Industrie, sondern fie fucht beiden nach Maßgabe ihrer Kräfte gerecht zu werden. In der Sache selbst freut sie sich, von einem so guten Kenner der Verhältnisse in diesem Falle unterstützt zu werden. 5 Abg. Hammacher tritt für die Etatsforderung ein. Abg. Schmidt Elberfeld verwahrt sich gegen die in den Worten des Abg. Lenzmann möglicherweise liegende Infinuation, als ob er die Jntereffen des Großkapitals vertreten habe. Die eine der gegen das Projekt eingelaufenen Petitionen trage 2091 Unterschriften. Hätte Hamm soviel Großkapitalisten, es tönnte sich gratuliren. Abg. Lenzmann: Diese 2091 Mann sind die Arbeiter der erwähnten großen Werke.( Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) Abg. v. Leipziger( dt.) spricht sich für den Antrag Schmidt, Abg. v. Kardorff( Rp.) für die Bewilligung aus. Direktor Fischer weist gegenüber dem Abg. von Leipziger nochmals auf die Stellungnahme des Oberbürgermeisters und des Stadtverordneten- Borstehers von Hamm hin. Die Position wird gegen die freisinnige Boltspartei und die Deutschtonservativen bewilligt. Die Forderung für Lissa wird entsprechend dem Rommissionsantrage ohne Debatte abgelehnt. Der Rest des Extra- Ordinariums wird ohne Diskussion ge nehmigt. Das Haus wendet sich nunmehr zu den Einnahmen. Den Ansatz für Porto- und Telegraphengebühren hat die Kommission von 2451/2 Millionen auf 248 970 000 M. erhöht, und zwar, wie der Referent mittheilt, auf grund einer Aeußerung des Herrn v. Stephan auf dem Bankett des deutschen Handelstages über die Zunahme des Verkehrs. Abg. v. Stauby beantragt die Rückgängigmachung dieser Erhöhung. amerika, an den Rückgang der Zahl der Auswanderer, welche Freiherr von Stumm: Der Herr Minister hat gesagt, daß den Norddeutschen Lloyd zur Einschränkung feines Verkehrs ver- das Vorgehen der bayrischen Regierung mit dem russischen anlaßt hat und an gewisse Zufälligkeiten, wie den legten Sturm, Handelsvertrag nicht in Verbindung steht. der uns einen Schaden von 600 000 M. zugefügt hat. Ein einsiger Raufrost hat uns an Reparaturen 197 000 M. geloftet. Werden die ganzen Einnahmen der Post für die Reichstaffe beschlagnahmt, so fann die Post verschiedene Reformen nicht durch führen, die auch von Ihnen gewünscht werden. Ich kann nicht glauben, daß es räthlich ist, die Verantwortlichkeit für die Auf ftellung des Etats von den Schultern der Reichsbeamten auf die Schultern des Reichstages zu wälzen. Abg. v. Leipziger( f.) hält den Etatsansaß der Regierung für richtig. Indeß steht es doch damit im Zusammenhang, denn eine Folge des ruffifchen Handelsvertrages wird die Aufhebung des Identitätsnachweises sein, wodurch eine Benachtheiligung der süddeutschen Staaten entstehen wird. Daß die ausgestellten Bollscheine nicht bloß bei der Einführung von Getreide, sondern auch bei der Einfuhr anderer Waaren verwendet werden können, schließt eigentlich eine Benachtheiligung anderer Landstriche aus. Minister Thielen: Für die Aufhebung der Staffeltarife werden die Gründe theils aus dem russischen Handelsvertrag, theils aus der Aufhebung des Jdentitätsnachweises entnommen; Abg. Bebel( Soz.): Heute entdecken die Herren mit einem aber eine allgemeine Aufhebung der Staffeltarife in dieser bru Male einen Nothstand; neulich wollten sie von einem solchen talen Form ist wohl kaum von den süddeutschen Regierungen nichts wissen. Die schlechte Lage des Geschäfts in der ganzen in Aussicht genommen. Welt war schon vorhanden, als Herr v. Stephan seine bekannte dahin, für sich eine Milderung der Wirkungen der Staffeltarife Die süddeutschen Staaten streben nur Bankettrede hielt. Er wird gut thun, bei seinen fünftigen herbeizuführen, damit das Getreide aus dem Often nicht mehr Etats aufstellungen Herrn Falb zu Rathe zu ziehen. Es ist die Märkte beherrscht, auf denen sie früher geherrscht haben. gar nicht wegzuleugnen, daß wir 1893 eine Steigerung der PostEinnahmen gehabt haben und die Kommission hat mit Recht angenommen, daß das laufende Jahr sich nicht schlechter stellen wird. Es ist auch nicht abzusehen, weshalb wir nicht jeden Augenblick das System des Etatsanschlages ändern sollen, wenn sich dazu ein Anlaß bietet. Wir wollen teine Verdunklung des Thatbestandes Graf Mirbach: Wir leben in Zeiten des Verkehrs. Deshalb aufkommen lassen. Eine Erhöhung der Gewichts der einfachen ist eine Abschließung einzelner Landestheile nicht mehr möglich. Briefe von 15 auf 20 Gramm halte auch ich für erwünscht. Billige Tarife, namentlich eine Verbilligung der Massentransporte Interessant ist nun, daß der bayerische Verkehrsminister in der ist nothwendig. Früher als wir noch keine Staffeltarife hatten, bayerischen Kammer erklärt hat, er habe eine solche Reform in hatte die Aufhebung des Identitätsnachweises für uns eine Bayern durchführen wollen, diese Reform sei aber an dem große Bedeutung, für die Zukunft halte ich die Staffeltarife für Widerstande Stephan's gescheitert.( Hört! Hört!) Auch eine wichtiger als die Aufhebung Herabsetzung des Berliner Stadtportos von 10 auf 5 Pf. fei fogar für eine Lebensfrage. höchst nothwendig. Warum soll Berlin allein eine Ausnahme machen, die nur der Packetfahrt- Gesellschaft zu Gute fommt? Staatssekretär v. Stephan: Die Behauptung des Abg. Bebel, daß ich auf den bayerischen Verkehrsminister in der Frage des Gewichts der Briefe irgend welche Einwirkung ausgeübt habe, beruht auf einer Fälschung. Das Reichs- Postamt hat in dieser Sache mit Bayern überhaupt nicht torrespondirt, auch nicht mit den Mitgliedern des Bundesraths. Direktor Aschenborn weist den Vorwurf, daß die Reichsverwaltung bei der Aufstellung des Etats etwas verdunkelt oder gefärbt habe, als unbegründet zurück. Direktor im Reichsschazamt Aschenborn: Der von der Kom- Abg. Rickert will seinerseits der Regierung eine tendenziöfe mission empfohlene Weg ist ein sehr ungewöhnlicher. Der Anschlag für Aufstellung des Etats nicht vorwerfen, fann aber nicht zugeben, die Poft erfolgt seit 10 Jahren in genau derselben Weise; er ist berechnet daß der Reichstag fein Recht habe, über den Etatsanschlag der mit allen den Garantien, welche für zutreffende Beranschlagung Regierung hinauszugehen. Es handle sich hier um keine grundüberhaupt gewonnen werden können. Er ist sogar noch opti- sägliche Etatsfrage. mistisch beeinflußt. Die Kommission will aber diesmal die Ab- Abg. Bachem tritt ebenfalls für den Kommissions- Vorrechnung des wahrscheinlichen Ausfalls an dem rechnungsmäßigen schlag ein. Plus nicht eintreten lassen, sondern den fraktionsmäßigen Zu- Abg. Bebel: Daß meine Behauptungen bezüglich des bayeSchlag voll in den Etat einstellen. Für die beiden abgelaufenen rischen Portos keine Erfindung sind, beweist die heutige Nummer Jahre ist der Anschlag nicht erreicht, im laufenden Jahre ist aller- der Frankfurter Zeitung", ein Bericht der Augsburger AbendDings für die ersten neun Monate ein Ueberschuß von 770000 M. geitung" und die Mittheilung meines Freundes Grillenberger, der tarife mit eingewirkt haben auf die allgemeine Ermäßigung der v. Helldorff Bedra ist der Meinung, daß die Staffel. Preise. Nicht blos im landwirthschaftlichen Interesse des Westens in Preußen, sondern auch im allgemeinen Interesse ist die Aufhebung der Staffeltarife nothwendig. des Jdentitätsnachweises, ja theil. In bezug auf den Identitätsnachweis ist er vollständig v. Grak Klanin sieht in den Staffeltarifen keinen Vorbie östliche Landwirthschaft ruhig die Staffeltarife aufgeben. mit Herrn v. Stumm einverstanden. Für die Aufhebung könnte Widerspruch.) v. Wedel- Piesdorf: Die Erklärung des Ministers, daß Bayern gegen einen Staffeltarif nach Magdeburg 2c. nichts einzuwenden habe, wird manchen erschrecken; denn dadurch würde die Provinz Sachsen erheblich benachtheiligt werden. Graf Klinkowström bestreitet das; denn die Aufhebung des Identitätsnachweises zwinge zum Seeexport und darauf müsse sich die Landwirthschaft durch Anbau anderer Getreidearten vor= bereiten, während man jetzt Getreide baue, wie es in Sachsen 2c. beliebt fei. und Graf Mirbach schließt die Debatte. Nach einigen furzen Bemerkungen der Herren v. Helldorff Der Bericht wird durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt, ebenso die Berichte, betr. die Betriebsergebnisse und die Bauausführungen der Eisenbahnen. velle zum Berggesez.) Schluß 414 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( No= Abgeordneteuhaus. 16. Sigung vom 15. Februar. Vormittags 11 Uhr. Am Ministertische: v. Schelling und Kommiffare. Die zweite Berathung des Etats wird fortgesetzt beim Etat oer Justizverwaltung. M selbe gelte auch vom Grundbuchwesen. fortzufahren. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. forderten Summe( 670 311 M.) etwa ein Viertel abzuseßen, fo viel erscheine möglich zu sparen mit Rücksicht auf die Finanzlage. Dieses Ansinnen wird von den Vertretern der Regierung energisch bekämpft. Hier sei Sparen unmöglich, da es sich um Erhaltung des Vorhandenen handelt, das nächste Jahr Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 15. Februar Nachmittags 5 Uhr. Bei Titel 1 der Einnahmen( Kosten und Geldsirafen) beklagt müßten dann um so größere Forderungen gestellt werden. Es Der Vorsteher ersucht zunächst die in der vorigen Sigung Abg. Schmitz Erkelenz( 3.), daß die kostenfäße der nicht würde mit äußerster Sparsamkeit gewirthschaftet und schon öfter bestellten 6 Stimmzähler, in der Ermittelung der Resultate der treitigen Gerichtsbarkeit namentlich in Vormundschaftssachen sei die Militärverwaltung genöthigt gewesen, Nachforderungen am 8. Februar vollzogenen Ausschuß- und Deputationswahlen und im Grundbuchwesen die erwünschte Gleichheit und Ueber zu machen. fichtlichkeit vermissen lassen. Der Prozentsatz der Kosten in Vor An der Debatte betheiligten sich außer den beiden Referenten, In das Kuratorium für das Bestattungswesen werden die mundschaftssachen wachse in demselben Maße als der Werth der den Abgeordneten v. Podbielsky und Dr. Schädler, die Ab- Stadtvv. Matterne und Pincussohn gewählt. Gegenstände abnehme. Das sei ein unhaltbarer Zustand. Das- geordneten v. Massow, Müller, Dr. Hammacher, Bebel, Der für den Antrag Deter und Gen., betr. die Herabv. Staudy, Dr. Bürklin, Enneccerus, Lingens und Gröber. Geheimrath Fietsch: Wir empfinden das Bedürfniß, auf eine Die konservativen Abgeordneten traten besonders für möglichste ehung der Gaspreise niedergefeßte Ausschuß hat nach anderweitige Festsetzung des Rostenansages in Vormundschafts. Sparfamteit ein, namentlich exemplifizirt der Abg. v. Waffow zwei Sitzungen einstimmig folgenden Beschluß gefaßt. Die Versammlung vertagt die Angelegenheit wegen und Grundbuchfachen hinzuwirken, als dies die allgemeine auf die Handelspolitik des Reichs, die über 40 Millionen AusHerabsehung der Gaspreise bis zur ersten Hälfte des Finanzlage gestattet. Wir denken dabei an die geringwerthigeren fall herbeigeführt habe. Abg. Bebel bemerkte dem gegenüber, Monats April cr., und ersucht den Magiftrat, von den Objekte; das kann nur erreicht werden dadurch, daß wir andere daß die Reichseinnahmen an 30 Millionen sich verminderten, Städten, in welchen in neuerer Zeit eine Berbilligung des Einnahmequellen beschaffen und eine höhere Heranziehung der weil infolge der guten Ernte um diesen Zollbetrag die GetreideGases für Leucht, Kraft, Heiz- und Rochzwecke ftattDie Sparsamkeit der Herren von höheren Werthobjekte eintreten laffen. Wir haben im vorigen einfuhren geringer wurden. gefunden hat, die betreffenden Materialien in bezug auf Jahre einen Gefeßentwurf fertig gestellt, welcher das gesammte der Rechten kommen ihm unheimlich vor, aber man werde sie Preisfeftfegung, Steigerung des Konsums, Ausbau der AnRostenwesen in Angelegenheiten der nichtstreitigen und streitigen unterstüßen. Die Herren hätten sich nur vor einem Jahre, als ftalten, Etatsabschlüsse u. f. w. einzufordern und ihr dieGerichtsbarkeit zu regeln bestimmt ist. Nachdem eine große Zahl fie die Militärvorlage bewilligten, überlegen sollen, was die felben mit den Angaben und Berechnungen darüber vorDer Redner wendet sich dagegen, daß von Amtsgerichten und Landgerichten sich über den Entwurf ge- Folgen sein würden. zulegen, welche Roften eventuell für die Erweiterung äußert hat, ist die Novelle umgearbeitet und als eine besondere man der Militärverwaltung Summen für Grundstückserwerbungen der städtischen Gasanstalten erforderlich sind, um den inVorlage auch ein Gesez über die Gebühren der Notare aus bis zur Höhe von 30 000 m. à Diskretion gewähre, worauf als. folge der beantragten Herabsehung der Gaspreise ge= gearbeitet worden. Dabei sind auch die Wünsche des Vor- dann der Reichstag in Ronfequenz die Bauten bewilligen müsse. Er steigerten Ronsum befriedigen zu können. rebners berücksichtigt worden. Ob der Entwurf noch in dieser beantragt Streichung dieser Vollmacht. Gegen diesen Antrag Berichterstatter ist der Stadtv. Scheiding. Der Ausschuß Session wird vorgelegt werden können, ist zweifelhaft. erklären sich die Regierungskommissare Geh. Rath Koch und ist darüber einig gewesen, daß keinesfalls schon vom 1. April er. Abg. Bröse( kons.) spricht der Regierung den Dan? der Direktor Aschenborn, sowie die Abgg. Bürklin und Hammacher. eine Ermäßigung ins Werk gesetzt werden könne, weil dazu das Rechten für das Entgegenkommen der Staatsregierung auf diesem Der Antrag Bebel wird abgelehnt, der Antrag v. Massow, die neue Statsjahr schon zu nahe gerückt und der Etatsentwurf Forderung auf 500 000 M. zu ermäßigen, wird angenommen; bereits abgeschlossen sei. Einverständniß hat ferner darüber Der Titel wird bewilligt. dafür die Konservativen, Sozialdemokraten und ein Theil des geherrscht, daß zuvor Nachrichten über die Erfahrungen anderer Bentrums. Städte abgewartet werden müßten. Auf eine Anfrage Dr. Hammacher's, ob eine Gepäckerleichte Der Ausschußantrag wird ohne Debatte angenommen. Abg. Böttinger( ntl.) auf die Frage der Eintragung von rung für die Truppen in Aussicht stehe, erklärt der Kriegs Das Verzeichniß der im Etatsjahr 1894/95 neus und Vornamen in die Standesamts- Register ein. Es sei begreiflich, minister, daß der Kaiser auf grund seiner, des Ministers, Vor- umzupflasternden Straßen und Blähe ist vom daß man Namen wie Bebelina und dergleichen nicht eintragen schläge vor wenig Tagen genehmigt habe, daß das Gepäd Ausschuß infolge von Petitionen und auf Anregungen aus seiner lassen solle. Dagegen geht es entschieden zu weit, wenn die der Infanterie um 13-14 Pfund erleichtert mitte heraus mehrfach erweitert worden. Außerdem hat der Ober- Staatsanwaltschaft in Köln die Eintragung von Ab- werde. Ausschuß beschlossen, der Versammlung vorzuschlagen, den Bei dem Titel H Rapitel 27, wofelbft 6 828 815 m. für Magistrat zu ersuchen die Regulirung und Pflasterung der Straße fürzungen von Namen zum Beispiel Friß, Hans, Ella u. f. w. verboten und nur Kalendernamen gestattet habe. Das führe zu bauliche Unterhaltungen, zu Retablissementsbauten und zu Am Friedrichshain" vom vorhandenen Pflaster bis zur Elbingerfleineren Neubauten, sowie zu Grundstückserwerbungen gefordert ftraße in Grwägung zu ziehen. Die Petition wegen Neugroßen Schwierigkeiten und Unzuträglichkeiten. Geheimrath Skonetki: Das rheinische Gesetz will nur verwerben, verlangen die Referenten größere Ersparungen. Von pflasterung bezw. Asphaltirung der Simeonstraße gegen eine von hindern, daß Namen aus der französischen Revolution wie feiten der Regierungsvertreter sucht man in langen Ausfüh- ben Adjazenten dazu zu leistende Baarzahlung von 10 000 m. Robespierre, Danton eingetragen werden. Der Herr Justiz rungen nachzuweisen, daß dies unmöglich, weil bedenklich und minifier hat im vorigen Jahre eine Verfügung an den Ober- gefährlich sei. Die Verhandlung wird abgebrochen und die foll dem Magiftrat zur Verfügung überwiesen werden. Die Ausschußanträge gelangen unverändert zur Annahme. staatsanwalt in Köln erlassen, worin ihm aufgegeben wird, die Sigung vertagt. Die Vorlage betr. den Bau von 3 AchtfamilienStandesbeamten im obigen Sinne zu informiren. Es wird abs wohnhäusern nebst Nebenanlagen auf den städtischen zuwarten sein, ob diefe Verfügung genügt, die vorhandenen MißRiefelfeldern ist von einem Ausschuß vorberathen worden. stände zu beseitigen. Derselbe hat an den Kosten von 45 400, 47 900 und 44 900 m. je 2000 m. abgefeßt, im Uebrigen die vorgelegten speziellen Rostenanschläge und Projekte, sowie die Ausführung des Baues zur Genehmigung vorgeschlagen. Gebiete aus. Bei den dauernden Ausgaben, Kapitel 71( Minister gehalt) geht Abg. v. Ehnern: Es ist interessant, daß der Vertreter der preußischen Justizverwaltung dies lächerliche französische Gesetz in Schuß nimmt. Besser wäre es gewesen, wenn das Ministerium den ganzen alten Quart beseitigt hätte. Abg. Böttinger spricht sich nochmals in gleichem Sinne aus. Abg. Arendt beschwert sich darüber, daß man bei gericht lichen Ginzahlungen an Hypotheken- und andere Gläubiger Silber bis über einen bestimmten Betrag hinaus zurückgewiefen habe. Justizminister v. Schelling: Schuldurkunden dürfen aller dings in das Schuldbuch nur eingetragen werden, wenn sie auf Reichswährung lauten. Der Vorredner denkt nun an den Fall, wo außer der Eintragung der Klaufel hinzugefügt ist, daß die Rückzahlung nur in Gold erfolgen foll. Das Kammergericht hat eine solche Klausel durch Bekanntmachung vom 27. April 1889 für unzulässig erachtet und auf diese Judikatur irgendwelche Einwirkung auszuüben, bin ich nicht in der Lage. Die Wahlprüfungs- Kommission verhandelte in ihren letzten Sigungen über die Wahlen der Abgeordneten Krupp( Essen), Lüttich( Rudolstadt), Greiß( Köln- Stadt) und Graf Moltke ( VI. Solsteinischer Wahlkreis). Gegen die Wahl des Effener Großindustriellen lag ein von der Zentrumspartei ausgebender Protest vor, der Wahl beeinflussungen seitens der Beamten Krupp'scher Werke behauptet, wie sie schlimmer auch in Bochum und Dortmund noch nie kon statirt worden sind. Gin vom Krupp'schen Wahlfomitee aus: gehender Gegenprotest leugnet zwar alles, die Kommission be schloß aber, die Entscheidung über die Giltigkeit der Wahl auszusehen und Erhebungen zu beantragen. Das Gleiche geschah mit der Wahl des Abgeordneten Greiß. Gegen diefe Wahl ist in dem Protest besonders geltend ge macht, daß die Vororte Kölns, welche ursprünglich bem Landtreise zugetheilt waren, seit ihrer Einverleibung in die Stadtgemeinde mit Köln( Stadt) wählen. Es handelt sich in diesem Fall um mehrere Tausend Wähler. Die Versammlung tritt den Ausschußanträgen bei. Für die Verpflegung von Waisenkindern werden auf Vorschlag des Magistrats mit Zustimmung der Berfammlung für die periode vom 1. April 1894 bis 81. März 1897 fammlung für die Periode vom 1. April 1894 bis 81. März 1897 folgende Säge normirt: 1. An Verpflegungskosten: a) Für ein in der Waisenanstalt zu Rummelsburg verpflegtes Kind jährlich 586,40 m., täglich 1,49 M. b) Für ein im Waisendepot zu Berlin verpflegtes Rind jähr lich 396 M., täglich 1,10. 2. An Verwaltungskosten wie bisher: a) Für ein Kind in hiesiger Kostpflege jährlich 18 M., täglich 5 Pf. b) Für ein Kind in auswärtiger Rostpflege, jährlich 25,20 M., täglich 7 Pf. Zu den Verhandlungen waren zwei Regierungskommissare Abg. Brandenburg( 3) befürwortet eine weitere Ber zugezogen, welche jedoch nur den aus den Zeitungen bekannten mehrung der Richterstellen und die Durchführung der Dienst- hatbestand bestätigen konnten. Der Magistrat beabsichtigt, den städtischen Abladeplat altersstufen im Justizdienst. Aus der Mitte der Kommission wurde der Antrag gestellt, Geheimrath Bierhaus weist darauf hin, daß seit Durch die Regierung um Auskunft darüber zu ersuchen, in wie vielen vor dem Stralauer bor in der Nähe der ehemaligen führung der Justizorganisation die Zahl der Richterstellen er- Wahlkreifen und in welchem Umfange im Laufe der Jahre der- follen abgefahren und hiermit sogleich begonnen werden, da der ber- Wasserwerke räumen zu lassen. Die alten Bestände desselben heblich vermehrt worden sei. Dank dem Entgegenkommen des artige ungesetzliche Veränderungen der Wahlkreise stattgefunden Platz sonst voraussichtlich schon im Oktober dieses Jahres für Finanzministers sei dies Bestreben auch in diesem Etat zum haben. Ausbruck gekommen. Der Justizminifter erkenne an, daß es eine außerordentliche Wohlthat für die Richter sein würde, wenn an stelle der gegenwärtigen ungleichen und unberechenbaren Gehaltsverhältnisse in den einzelnen Landestheilen ein festes System von Dienstaltersstufen treten fönnte. Dieser Antrag wurde aber als über die Kompetenz der Kommission gehend abgelehnt, dagegen um Auskunft in bezug auf die Wahlfreise gebeten, gegen welche noch Proteste vorliegen. Diese Auskunft ist von den Regierungskommissaren auch zugesagt. Die Regierungskommiffare sollen auch Auskunft geben in Abg. Wurmbach, dessen Ausführungen auf der Journalisten bezug auf Vorgänge im VI. Holsteinischen Wahlkreise( Ottensen tribüne unverständlich bleiben, scheint einige Spezialwünsche vor- Pinneberg), wo die Wahllisten für Ottensen, Bahrenfelde zc. nicht zutragen. im Wahlkreis, sondern in der zum VIII. Wahlkreis gehörenden Abg. Munckel( Frf. Vp.) kommt auf die Frage der Ein- Stadt Altona ausgelegt waren. Die Kommissare fonnten nur tragung von Vornamen zurück und meint, daß man nur unfitt: die Angaben des Protestes bestätigen. liche und anstößige Vornamen zurückweisen solle. Gegen die Referent und Rorreferent beantragten Ungiltigkeit der Wahl. Entscheidung des Kammergerichts werde Herr Arendt nichts Bei der Abstimmung wurde der Antrag mit 6 gegen 6 Stimmen machen tönnen. Die Einnahmen des Juflizetats seien diesmal abgelehnt. stärker gewachsen als die Ausgaben. Es sei der preußischen Ueber die Wahl des Abgeordneten Lütlich wird die Schluß Rechtspflege nicht ganz würdig, daß wir eine große Anzahl von abstimmung erst in nächster Sigung stattfinden, doch ist sicher, Hilfsrichtern haben und zu Richtergeschäften eine Unzahl un- daß Aussehung der Entscheidung und Erhebungen beschlossen besoldeter Affefforen verwenden müssen. Ein gesundes Ver- werden. hältniß sei es auch nicht, daß die Referandarien in so startem Maße zum Schreibwerk der Gerichtsschreiber hinzugezogen werden. Der Justizminister werde anerkennen, daß feit Ginführung Darteinachrichten. fondern sofort Hilfe bringen. die Abladung geschloffen werden müßte. Der Fuhrunternehmer Nauck hat sich erboten, die ca. 60 000 Rubikmeter Müll für 156 000 m., 2,60 m. pro Kubitmeter, nach Spreenhagen zu schaffen. Es wird darauf gerechnet, daß seitens des Unternehmers die zur Abfuhr bestimmten alten Bestände des Platzes bis Anfang April verfrachtet sein würden. Diese Transporte würden die ersten sein, die nach Spreenhagen gelangen, der neuen, großen, städtischen Abladestelle der Stadt Berlin, bie feit Jahr und Tag fertig ist, aber nicht in Gebrauch genommen wer den tann, da es an einem geeigneten städtischen Einladeplay an der Spree fehlt. Die bezügliche Vorlage geht auf Antrag Geride an einen Ausschuß von 10 Mitgliedern. Schluß 612 Uhr. Tokales. 10 " Zu den Krawallen vom 18. Januar." Gegen ver schiedene hiesige Blätter und Persönlichkeiten, welche über die Jaunarkrawalle am Friedrichshain unhaltbare Anbes mündlichen Verfahrens das Schreibwert außerordentlich zugenommen habe( Heiterkeit und Zustimmung). Was würde ein Ein tragisches Ende fanden am Montag einige als gute gaben gemacht haben, wird gerichtlich vorgegangen. Fremder wohl für eine Jdee von der preußischen Justiz bekommen, Parteigenossen bekannte Arbeiter in udenwalde. Wie die werden. Man wußte an maßgebender Stelle genau, wenn er den Justizpalast in der Jüdenstraße fäbe( Seiterkeit). Beitungen bereits meldeten, wüthete ber Sturm in diesem daß anläßlich des Krönungstages Demonstrationen vor dem Gine Stunde in dem dortigen Anwaltszimmer fei eine Leistung, Städtchen am Montag Mittag in furchtbarster Weife. Es sind Schloß geplant waren. Infolge dessen ergingen vom Miniworauf ein Anwalt stolz sein tönne.( Seiterfeit.) Für die Ge dort, wie uns durch Brief mitgetheilt wird, im ganzen bret sterium des Innern an das königliche Polizeipräsidium richtsgebäude in Berlin geschehe nichts. Die Justiz beschäftige große Schornsteine dem Dikan zum Opfer gefallen. Mittags ftrengste Weisungen, jede Demonstration zu verhindern und doch so viel Militäranwärter und Reserve Offiziere, vielleicht 14 Uhr stürzte der Schornstein der Firma Gohn u. Menschentrupps nicht über den Alexanderplah hinaus gelangen bestimme die Rücksicht auf das Militär den Finanzminister, etwas Amendt, Sutfabritant, Bahnhofstraße, auf einen Fabrifraum, zu lassen." waren. Getödtet Wer diese Mittheilung liest, wird wissen, daß nur ein mehr herauszugeben.( Heiterkeit.) Es handle sich bei der Juftig in welchem viele Arbeiter beschäftigt um einen wirklichen Nothstand. Man möge nicht erst warten, wurde sofort der Hutarbeiter Theodor Haubenreißer( 82 Jahre Blatt in Berlin fähig ist, so viel Schamlosigkeit in Wem ist nicht noch in bis die Finanzlage fich verbessere, da könne man lange warten, Butmacher Ferd. Size( 40 Jahre alt). In der Nacht vom Erinnerung, daß das 4 Stunden später verstarb im Krankenbaufe der wenigen Worten zusammenzuhäufen. Berliner Fremdenblatt" bas Justizminister v. Schelling: Auch ich halte eine gefehliche Dienstag zum Mittwoch starb auch infolge schwerer Verlegungen Ginzige war, das sich am Tage nach der glorreichen Attacke Regelung der Konkursordnung für sehr wünschenswerth und der Arbeiter Dähne im Krankenhause. Der erstere, Th. Hauben auf die Hungernden und Frierenden erfrecht hat, die Gummibin event. gern bereit, die nöthigen Vorbereitungen dazu zu reißer, hinterläßt Frau und 6 unmündige Kinder. Außerdem schlauchheldenthaten zu entschuldigen und zu beschönigen! Selbst treffen. liegen noch im Krankenhause schwer banieder die Arbeiterin bei den offiziöfesten der offiziöfen Mädchen für Alles war beNach längerer Debatte wird dann der Titel 1 bewilligt. Degelow und Hutarbeiter Schmidt. Außerdem sind noch mehrere tanntlich angesichts der Leistung des 18. Januar von dem langBeim Titel 3, Gehalt des Ministerialbirettors, fragt Abg. andere Arbeiter schwer verletzt. Die Folge davon war, daß fast entfchwundenen Schamgefühl wenigftens foviel zurückgekehrt, uin Nabbyl( 3.) nach dem Schicksal der beabsichtigten Aenderung in sämmtlichen Fabriken das Dampfivert angehalten wurde und sie die Liebäugelei mit dem Heldenthum des 18. Januar denn des Gefeßentwurfs über die Notariatsgebühren. die Arbeiter nach Hause geschickt wurden. Der Schornstein doch als eine zu efelhafte Aufgabe erscheinen zu lassen und nur Geheimrath Fietsch erklärt, daß die Regierung den Beit vom Tuchfabrikanten Ernst Schlee stürzte 3/41 Uhr Mittags eine Zeitung, das zur Ehre der Berliner Bevölkerung fei punkt nicht angeben könne, bis zu welchem es möglich sein werde, ein. Das Dampfwert war also noch nicht im Gange, es gesagt glücklicherweise unter Ausschluß der Deffentlichkeit den neuen Gefeßentwurf betreffend die Gerichtstoften und die jedoch sind einige Arbeiter, welche des Mittags dageblieben find, erscheinende Frembenblatt" erklärte sich wie bekannt zu so ungeneue Gebührenordnung für die Notare dem Landtag vorzulegen. init Namen Gräbke und Stuck, sehr schwer verletzt. Zwei dieser heurer Prostitution bereit. Beim Kapitel 73( Oberlandesgerichte) führt Abg. Nadbyl Schornsteine find vor einigen Jahren erhöht, es ist also ein Stück darüber Klage, daß bei der Befehung höherer Stellen die Katho- aufgesetzt worden; bei beiden ist gerade bis zu dieser Stelle lifen disparitätisch behandelt werden. der Zusammenbruch gescheheen. Diese Thatsache läßt darauf schließen, daß entweder mangelhaft gebaut worden ist oder aber, daß das Ansetzen( bei der Esse der Firma Cohn und Amendt handelt es sich um 18 Meter) bei solch schmalen und hohen Bau werfen wie die Schornsteine von Fabriken, fiberhaupt bedentlich erscheint und deswegen verboten werden sollte. Es ist also auch hier nicht allein die force majeure( die höhere Gewalt), der Sturm gewesen, der das gräßliche Unglück angerichtet, sondern die Profitwuth der Unternehmer trifft sicher ein Theil der Schuld, es bleibt nur fraglich, in wie weit. Das bedauerliche Vorkommniß lehrt wieder, wie weit wir noch entfernt find von einem ArbeiterDie Berathung der Budgetkommiffion beginnt mit schuß, wie er sein müßte, um Unglücksfälle auf ein Minimum zu Rapitel 25, Zitel 6, zur baulichen Unterhaltung der Magazin- beschränken. Ginen solchen freilich werden wir erft erreichen in gebäude und zu kleineren Neubauten, sowie zu Grundstück einer Gesellschaftsordnung, in der das Leben eines Arbeiters erwerbungen, zu letteren nicht über 80 000 M. im Einzel- auch einen Werth hat. falle. Die beiden Referenten schlagen vor, an der ge Beim Titel 6( Gerichtsschreiber u. f. w.) befürwortet Abg. Hornig- Liegnitz( t.) eine Gehaltsaufbesserung für die Gerichtsschreibergehilfen. Gegen 4 Uhr wird die weitere Berathung des Justizetats auf Freitag 11 Uhr vertagt.( Außerdem definitive Wahl des Präsidiums und Etat des Minifteriums des Jnnern.) Parlamentarisches. " Das Fremdenblatt" ist selbstredend auch das würdigite Organ, die Nachricht von der angeblichen Strafverfolgung der Blätter, die angesichts der Polizei- Attacke ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit thaten, zuerst zu veröffentlichen. Wer sich einmal zu widernatürlicher Unzucht hergiebt, warum sollte der es nicht auch ein zweites Mal thun? Was an der Nachricht des Fremdenblatt" wahres ift, wissen wir nicht. Aber warum sollte das in Preußen Deutschland nicht möglich sein, was in jedem Kulturland als eine Ungeheuerlichkeit bezeichnet werden würde? Das Ginzige, was die Polizei von dem Verfuch strafrecht licher Sühne abhalten könnte, wäre der fluge Vorbedacht, eine abermalige Erschütterung auch der Gemüther, die bislang noch als Stügen der Ordnung von heute anzusehen waren, sorgfältig zu vermeiden. Wie es aber mit dem Intellekt der Polizei nach dieser Rich tung hin bestellt ist, das hat ja gerade der 18. Januar auch dem polizeifrommften Gemütb mit verblüffender Deutlichkeit gezeigt! N Am„ Tage des Gerichtes" wird das heutige Syftem, ganz gleich wie das richterliche Urtheil ausfällt, sich zu der NiederTage vom 18. Januar noch eine zweite, womöglich noch verderblichere Zerschmetterung" holen. Dafür soll schon rechtzeitig gesorgt werden. zur Zahlung ber Gründe; und Also, warum sollte die Polizei die Hilfe des Staatsanwalts| brunnen eine aus Mann, Frau und 4 Kindern bestehende Familie, Geschäftsführer bei Herrn Baum und Verwandter dazu: Ja," nicht anrufen? die sich dort unter Gerümpel und Misthaufen wohnlich" ein- wer sie verdient hat, der bekommt auch seine Gratifikation gerichtet hatte. Die Ueberrumpelten wurden als harmlose der Kläger hat sich aber nicht danach betragen."( Er hatte geObdachlose vorläufig nach dem Asyl in der Prenzlauer Allee wähnt, da der Mensch nicht von Luft allein lebt, fchon" um gebracht. 1/211 Uhr frühstücken zu dürfen, und darum einen vor der Thür Eine Blutthat, die in ihrer Ausführung thierisch genannt gehalten. Dieses und anderer für den Prozeß nicht in Betracht genannthaltenden Möbelwagen ein paar Minuten länger dort aufzu werden verdient, ist in dem Hause Solmsstr. 41, wo sich auch Der Beklagte wurde An achtzehn Postillone der reichseigenen Pofthalterei das 72. Polizeirevier befindet, verübt worden. Im fünften Stock fommender Umstände willen wurde er auch gekündigt.) in Berlin hat die kaiserliche Ober- Postdirektion im Jahre 1893 wohnt dafelbst in einer einfenstrigen Stube der 36 Jahre alte beanspruchten 8,90 m. verurtheilt. Ehren- Posthörner" und„ Ehren- Peitschen" verliehen. Also eine Maurer Gustav Baum mit seiner 53jährigen Ehefrau Chriftine, Das Gericht sei der Ansicht, daß es nicht gerade in Auszeichnung für gute Führung oder geleistete Dienite. Es verwittweten Bolte, geborenen Bufe, und feiner 12 Jahre alten Geschäften, wie das des Herrn Baum, Usus sei, Ueberfrägt sich aber doch, ob es nicht angebracht war, statt der Peitschen Stieftochter Gertrud Polfe. Ein außer der Ghe geborener Sohn stunden als Ueberstunden zu bezahlen, daß an sich die Leute ver diesen Bediensteten der Post mehr Brot zu überweisen. Die Friz Bufe wohnt außerhalb des Hauses. Das Familienleben pflichtet seien, zu leisten, was vorkomme. Für seinen Lohn hätte Postillone erhalten in Berlin im ersten halben Jahr einen Tage der Eheleute gestaltete sich nicht glücklich: vor 5 Jahren waren auch der Kläger an sich zu leisten gehabt, was vorkam. Aber John von 2,25 M., dann bis zu fünf Jahren 2,50 M. und später fie die Ehe mit einander eingegangen, und die Frau war bald der Gerichtshof wisse ebenso bestimmt, daß es allgemeine 2,75 M.; fie stehen in ihren Besoldungsverhältnissen also noch den Mißhandlungen des Mannes ausgesetzt. Während Frau Usance sei, die Mehrarbeit der Weihnachtszeit besonders weit unter den Kutschern der Omnibus- und Pferdebahn- Gefell- Baum als fleißig und arbeitsam geschildert wird sie besorgte zu vergüten, daß Gratifikationen gezahlt würden schaften, über deren Jammerföhne das anständige Publikum der die Hausreinigung soll der Ehemann ein arbeitsscheuer daß nicht die gerade um erforderliche Diese Beit Entrüftung voll ist. Eine Erhöhung der Lohnfäße wäre alfo Trunkenbold sein. Am Donnerstag Abend betrat er in ange äußerste Anspannung der Kräfte des Personals umsonst verviel eher am Blaze gewesen, als" Ghren"-Pofthörner und trunkenem Zustand feine Wohnung und fing feiner Gewohnheit langt werde. Für die Mehrarbeit müsse nach Ansicht des GePeitschen, die die Noth der Familien, denn die Postillone find gemäß Streit mit der Ehefrau an. Plöglich faßte er sie, cichts irgend ein Aequivalent geboten werden. Wenn der Bemeistens verheirathet, nicht im geringsten lindern. warf fie gegen eine Kommode und führte dadurch eine klagte geglaubt habe, dem Kläger feine Weihnachtsgratifikation Es ist gewiß ein trauriges Beichen und kennzeichnet die in geringe Gehirnerschütterung herbei. Die fleine Tochter mußte geben zu sollen, dann mußte er die einzelnen Stunden berechnen. der Postverwaltung vorhandene Stagnation, daß die gesammten auf ärztliche Anordnung der Bewußtlosen Eisumschläge machen. Die Menge der bezahlt verlangten Stunden Mehrarbeit sei Postillone, die als Beamte der Verwaltung behandelt werden und Als nun Baum seine Frau hilflos daliegen fah, versuchte er sie nicht bemängelt worden, die Höhe der Forderung sei dafür annach Abschn. X Abth. 2§ 175 der Allg. Postdienstanweisung ausdrück zu züchtigen. Dem widersetzte sich aber das Kind, das sich dem gemessen. lich den Vorschriften der Disziplinargefehe" unterworfen sind, noch Stiefvater entgegenwarf und flehentlich für die Mutter bat. Wegen Majestätsbeleidigung verurtheilte gestern die außerhalb jeder geregelten Altersfürsorge stehen. Ein gefeßlicher An- Das Verhalten des Kindes reizte den Wütherich derart, daß er spruch auf Pension steht ihnen nicht zu; vielmehr erhalten sie einen Stiefel ergriff, der Kleinen die Zähne ausschlug und sie neunte Strafkammer des Landgerichts I den schon hoch bejahrten aus den Mitteln der Post- Unterstüßungstaffe( Tit. 14 des Post- dann mit einem wuchtigen Schlage zu Boden firecte. Jetzt Arbeiter Noad zu einem Jabre Gefängniß. Das etats) im Falle ihrer Erwerbsunfähigkeit eine Unterfügung, die machte er sich an die Kranke, riß sie aus dem Bette und Verhalten des Angeklagten ist ganz unerklärlich. Er trat eines fich im Jahre 1892/93 für 534 Postiйone auf 75 585,50 M., also schleuderte sie mit großer Gewalt an die Kante des Ofens. Die Tages in etwas angetrunkenem Zustande auf der Straße an auf 142 M. pro Kopf und Jahr belief.( Amtsblatt des Reichs- hierdurch entstandenen Verlegungen waren so schwer, daß die einen uniformirten Schußmann heran, zeigte ihm eine mit dem Poftamts Nr. 44/1898). Wenn sie nun auch die Aussicht haben, Frau heute Morgen um 5 Uhr starb. Kurz nach der That er Bilde des Kaisers geschmückte Zabatsdose und sprach dabei eine nach 12jähriger Dienstzeit, eine genügende Schulbildung und wachte Gertrud Polfe aus ihrer Bewußtlofigkeit und rief die Beleidigung aus. völlige Gesundheit, die von dem Post- Vertrauensarzt geprüft Hausbewohner zusammen. Der Maurer Baum ist bald nach Zwei Anarchistenprozesse fanden am Donnerstag ftatt. wird, vorausgesezt, in etatsmäßige Unterbeamtenstellen ein- Bollführung des blutigen Attes flüchtig geworden und konnte In dem einen Falle wurde der Schlosser Wiese, der zur Zeit zurücken, so sollte der Staat doch auch für diejenigen, die sich bis jetzt nicht ergriffen werden. Die Leiche der Frau wurde eine Gefängnißstrafe von 9 Monaten verbüßt, wegen einer am unter unseren erbärmlichen Volksschulverhältnissen ein hierzu be- polizeilich beschlagnahmt und heute Vormittag um 11 Uhr 14. November v. J. gehaltenen Rede, die Aufreizung zu Gefähigendes Maaß Wissen nicht aneignen konnten, oder für die, unter großem Zusammenlauf nach dem Schauhaufe gebracht. waltthätigkeiten enthalten sollte, zu einer Gesammtfirafe von deren Gesundheit in der zwölfjährigen Postillonsthätigkeit, also Das Kind scheint geistig gelitten zu haben durch die ihm zutheil einem Jahre verurtheilt. Der zweite Prozeß richtete sich gegen im Dienste des Staates Schaden litt, in einer anderen Weise gewordene Behandlung; es ist bei Verwandten untergebracht den Eisendreher Gustav Pa plowicz, der als Redakteur der forgen, als auf dem Wege einer versteckten Armenpflege. Nummer des Sozialist" vom 23. Dezember v. J. ebenfalls zu Der Verbrecher wurde, wie nachträglich gemeldet wird, am Donnerstag Nachmittag in der in der Nähe seiner Wohnung belegenen Destillation, wohin er um 5 Uhr zurückgekehrt war, erGefängniß verurtheilt wurde. fannt und verhaftet. worden. " Gewaltthätigkeiten aufgereizt haben soll und dafür zu 3 Monaten Gesekeskunde ist eine staatsbürgerliche Eigenschaft, welche man bei Behörden unbedingt voraussehen müßte. Daß dies indessen nicht immer der Fall, zeigt ein Vorgang, Einen schweren Kampf um die Ertheilung der Schant der sich unlängst unlängst in Spandau zugetragen hat. Bei fonzeffion führt schon seit Jahren der Schankwirth A. Der dem Malermeister Möher, Lynerstraße 38, stand der Eine lebensgefährliche Exekution war es, welche am felbe ist im Jahre 1889 wegen eines im Jahre 1886 begangenen Malergehilfe Gustav Gebeler in Arbeit. Der Meister zog Dienstag Vormittag der Städtische Steuereinnehmer 3., Waß Betruges mit drei Monat Gefängniß bestraft worden und hat feinem Gehilfen regelmäßig die auf denselben entfallenden mannstraße, bei einem in der Neuen Königstraße wohnenden sich seit der Zeit seiner Bestrafung wiederholt vergeblich um die Beträge für die Alters- und Invaliden Versicherung vom Schriftsteller und Studenten B. vorzunehmen hatte. Am Diens: Schanktonzession bemüht. In der letzten Sigung des Stadtverdienten Arbeitslohne ab, ohne indessen seiner weiteren Ver- tag Morgen begab sich der Beamte in Begleitung des städtischen ausschusses stand wieder einmal ein neues Gesuch des A. zur pflichtung, die entsprechenden Marken in die Quittungstarte Rechercheurs und Vollziehungsbeamten N. zu dem fäumigen Berhandlung an. Der Verbandssyndikus Rechtsanwalt Dr. Schöps, des Gehilfen zu fleben, nachzukommen, nachzukommen, welcher Umstand Schuldner nach dessen Wohnung in der Neuen Königstraße und welcher. Diesmal als Vertreter zur Seite stand, führte aus: zutage trat, als der Gehilfe das Arbeitsverhältniß bei begann, da B. noch zu Hause war, mit der Pfändung, worauf Die Bestrafung seines Klienten sei erfolgt, weil er einmal einen dem betreffenden Meister löfte. Der Gehilfe sette die Span- sich der Student zur Zahlung der fälligen Steuerquote verstand. fogenannten Kellerwechsel bei einer hiesigen Genossenschaftsbank dauer Polizeibehörde von diesem Verstoß gegen die Gefeße Kaum hatte jedoch der städtische Rechercheur das Geld an sich unter Verschweigung dieses Umstandes diskontirt habe. Die da in Kenntniß. Diese behielt zur weiteren Berfolgung der genommen, als B. einen in der Ede stehenden Kavallerieſäbel malige Bestrafung unterliege in juristischer Beziehung den schwersten Angelegenheit die Quittungskarte des Gehilfen ein, stellte ergriff und hiermit diesem Beamten einen Sieb über den Kopf Bedenken. Dieselben fönnten aber dahin gestellt bleiben, da U. demselben aber ein amtliches Attest aus, auf grund dessen versette. Herr R. parirte den Schlag mit der rechten Hand, einmal der geschädigten Bank später den Schaden wieder völlig der Gehilfe jederzeit wieder in Arbeit treten fonnte. Es ist doch durchschnitt die scharfe Klinge die Handfläche und zer ersetzt und ferner durch ein langjähriges reelles und einwanddies ein durchaus rechtliches Verfahren, welches unter anderem spaltete dann das Rinn des Angegriffenen. She der Student freies Verhalten in anderen Erwerbszweigen seinen begangenen auch vom Berliner Gewerbegerichte anerkannt worden ist. Da der zum zweiten Male zuschlagen konnte, gelang es dem städtischen Fehler gefühnt habe. Es müsse doch eine gewisse Frist geben, Malergehilfe aber in seinem Gewerbe feine Arbeit zu finden Steuererheber 3. den brutalen Menschen zu entwaffnen. Der nach deren Ablauf durch ein tadelloses Leben in der Zwischenvermochte, so meldete er sich beim Magiftrat zur Aushilfe Magistrat, dem der Vorfall natürlich seitens des Berlegten gezeit ein vorbestrafter Mensch wieder so rehabilitirt erscheine, daß bei städtischen Arbeiten. Hier wurde er indessen abgewiesen, meldet wurde, hat die Anzeige gegen B. bei der Staatsanwalt ihm eine Schanktonzession von Neuem anvertraut werden könne. weil er nicht im Besitze einer Quittungstarte sei. Das polizei- fchaft erstattet. liche Ausweis- Attest wurde nicht anerkannt. Der Malergehilfe hat daraufhin( durch Rechtskonsulent G. Bleich in Spandau) den Klageweg beschritten. Jm vorliegenden Falle seien seit Begehung der That volle acht Aus Luckenwalde wird uns noch berichtet, daß durch den Jahre verflossen, während in einem neueren Gefeßentwurf der umgewehten Schornstein in der Hutfabrik von Cohn fieben Per- Regierung schon nach einem fünfjährigen Zeitverlaufe die Exfonen verunglückt sind, nämlich sechs Männer und ein Mädchen. theilung einer Ronzession wieder für zulässig erklärt werde. daß A. vor seiner Bestrafung awar, Ueber den Werth der Unfallstationen, die jüngst in der Drei Arbeiter sind bereits gestorben; einer derselben hinterläßt Hierzu komme, bürgerlichen Presse so gepriesen wurden, giebt folgender Vorfall eine schwangere Frau und sechs Kinder, wogegen ein anderer aber nach Begehung der That ein Schankgeschäft selbst Auskunft. Am 14. Februar, Vormittags 11 Uhr, verunglückte getödteter Arbeiter zwei Rinder hinterläßt. Zur vorläufigen geführt und später seiner Frau in der Führung eines solchen ein Schloffer in der Schultheiß II- Brauerei. Ihm war die Unterstützung der Hinterbliebenen wird von den Arbeitern zur Seite gestanden habe, ohne daß er sich hierbei etwas Rechtswidriges habe zu Schulden kommen laffen. Es sei aber nicht Hälfte eines Niets ins Auge geflogen. Um dem Mann so schnell Luckenwaldes eine kleine Sammlung veranstaltet. die Bestrafung, sondern die bestrafte That, welche zur Konzessions. wie möglich Hilfe zu schaffen, fandte die Direktion denselben in Verschwunden ist seit Sonntag Abend 11 Uhr der Kauf- versagung wegen Verdachts zufünftiger unzuverlässiger Geschäfts. die Unfallstation I in der Wilhelmstraße. Dort wurde dem Ber- mann Ernst Heyne, Holzmarktstr. 54a. Er ist 29 Jahre alt, führung berechtige. Diese Besorgniß habe A. durch sein forts Stelle war. Mit diesem Verbande mußte er dann bis 5 Uhr fleinen Schnurrbart. Bekleidet war er mit einem braunen Stoff- Begehung der That glänzend widerlegt. Es rechtfertige fich unglückten ein Nothverband angelegt, weil kein Augenarzt zur etwa 1,68 Dieter groß, trägt dunkelblondes Haar und einen führung berechtige. Diese Besorgniß habe A. durch sein fortgesetztes musterhaftes Verhalten während der acht Jahre seit Abends auf den Spezialarzt warten, der dann erschien, den anzug und Ueberzieher. Man vermuthet, daß dem Vermißten daher durchaus, denselben jetzt wieder zum Betriebe des SchankFremdkörper entfernte und die Wunde sachgemäß behandelte. in der Sturmnacht ein Unglück zugestoßen ist. Wer über seinen gewerbes zuzulassen. Der Stadtausschuß schloß sich den Ansichten Der Mann hat also mindestens 6 Stunden ohne ausreichende Berbleib etwas weiß, wird gebeten, dies im Polizeibureau Holz- Des Rechtsanwalts Dr. Schöps an und ertheilte bem schwer ärztliche Hilfe dulden müssen! Diese Thatsache giebt besser als marktstr. 12 zu melden. geprüften A. endlich die nachgesuchte Ronzession. jede Kritik den Kommentar dafür, weshalb die Krankenkassen und die Arbeiter Recht haben, wenn sie diese Wohlfahrtseinrichtung" au den übrigen werfen. B Polizeibericht. Am 14. d. M. Bormittags wurde ein fünf- Ein durchgegangener Eisenbahn Beamter wurde am jähriger Knabe auf dem Laufizerplate durch einen Schlächter- Mittwoch der ersten Straftammer am Landgericht II vorgeführt, wagen überfahren und am Kopfe und am Arme erheblich ver- nachdem derselbe von der österreichischen Regierung ausgeliefert Vom fparfamen" Eisenbahnfiskus bringt die Volts legt. Mittags versuchte ein Vergolder in seiner, in der Willi- worden war. Der Eisenbahn- Diätar Friedrich Wilhelm SiegBeitung" folgende Mittheilung: In einer der in der Nähe des bald- Allexisstraße belegenen Wohnung fich durch einen Schuß in fried Herrmann Scholz, seit drei Jahren im Eisenbahndienste Lehrter Bahnhofes gelegenen, dem Staate gehörigen Eisenbahn- die Schlafe zu tödten. Nach Anlegung eines Verbandes wurde thätig, wurde seit dem 16. Oktober v. J. auf der Ringbahnbeamten- Rafernen befinden sich die Klosets auf dem Hausflur er nach dem Krankenhause Am Urban gebracht. Vor dem Station Nixdorf mit dem Fahrkartenverkauf beschäftigt. Als er und sie frieren deshalb zumeist schon bei einigen Grad Kälte ein, Hause Bernauerstr. 23 wurde Abends ein Bimmermann mit be am 2. November, Abends 6 Uhr, seinen Dienst antrat, hinterließ wodurch für die Beamten arge Unannehmlichkeiten entstehen. deutenden, anscheinend von einem Falle herrührenden Verlegungen ihm der Beamte, welchen er ablöste, 460 W. Kaffenbestand, den In diesem Winter nun fand jede Miethspartei während der am Kopfe aufgefunden und nach dem Lazarus- Krankenhause ge- derselbe nicht abliefern tonnte, weil sein Buch nicht genau fälteren Beit täglich vier Breßfohlen auf dem Fensterbrette der bracht. Im Laufe des Tages fanden drei Brände statt. stimmte. Nachdem der Angeklagte kurze Zeit dem Billet betreffenden Aborte vor. Man wußte zuerst nicht recht, was verkauf obgelegen hatte, nahm er den gesammten, nunmehr auf Diese freundliche Gabe bedeuten follte, bis man von dem Verwalter 477 Mart angewachsenen Rajjenbestand an sich, legte einen Bettel erfuhr, die Preßfohlen feien von der Behörde dazu bestimmt, das Einfrieren des Klosets au vemeiden und event. ein Auftauen zu mit der Bemerkung auf seinen Play, daß er nach der Güterexpedition gegangen fei, um 500 Mart abzuliefern und ver bewirken. Zugleich wurde man darüber belehrt, wie man die schwand. Längere Zeit blieben alle Nachforschungen nach ihm Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. als es jetzt von feiten ber staatlichen Behörde geschieht. Arbeite Versammlungen. wurde. Breßkohlen zu dem erwähnten Zwecke verwenden sollte. Eine Entscheidung von prinzipieller Befruchtlos. Er war nach Wien gegangen und hielt sich daselbst Die Beamten und namentlich ihre Hausfrauen schwelgten natür- deutung, die besonders für die Hausdiener 2c. unter falschem Namen auf, bis er durch seine Verschwendung lich in Wonne ob der unerwarteten Freigebigkeit der Berwaltung. Der& adengeschäfte von Wichtigkeit ist, fällte am die Aufmerksamkeit der Wiener Polizei auf sich lenkte, welche Um so länger wurden freilich die Gefichter, als nach einiger Zeit 8. Februar die Rammer VII. fein Inkognito lüftete, ihm wegen Führung falschen Namens zu der Fiskus die Rechnungen für die gelieferten Preßkohlen bei den einzelnen Miethern präsentiren und die Beträge einziehen( Fünfzigpfennig- und Ginmark- Bazar in der Leipzigerstraße) auf Der Angeklagte war geftändig, er habe sich mit dem Gelbe im Der Hausdiener R. flagte gegen die Firma Baum brei Tagen Gefängniß verhalf und ihn dann nach hier abschob. ließ. Das fragliche Beamtenhaus war früher im Besige einer Privat- Eisenbahnverwaltung. Während der preußische Fiskus Bahlung von 8,90 M. unter folgender Begründung: Er habe Auslande eine neue Existenz schaffen wollen. Unter zubilligung die Miethen bisweilen auf mehr als das Doppelte gesteigert hat, während der Weihnachtszeit Ueberstunden gemacht und fei auch mildernder Umstände wurde er zu neun Monaten Ges beanspruchte die Privatverwaltung nicht nur niedrige Ent an einigen Sonntagen vor dem Fest, für welche seitens des Bolizei- fängniß verurtheilt. präsidiums der öffentliche Geschäftsverkehr bis Nachmittags um 6 schädigungen für die Wohnungen, sondern bewies auch den erlaubt worden war, bis zum Geschäftsschluß thätig gewesen. Die Wünschen ihrer Angestellten gegenüber viel mehr Entgegenkommen, gewöhnliche Geschäftszeit habe sonst bis 1/29 Uhr gedauert, in den Dies wurde ausdrücklich in der letzten Sigung eines hiesigen Weihnachtswochen sei das Geschäft der sich häufenden Arbeit Die Sonntagsruhe in der chemischen Judustrie. Ueber Beamtenvereins betont, in welcher das oben erwähnte Bei- wegen meistens später, einige Male sogar erst um 11 Uhr Nachts speil von der„ Sparsamkeit" des Eisenbahnfistus mitgetheilt geschloffen worden. Um so viel länger habe auch sein Dienst dieses Thema referirte am 12. d. M. Reichstags. Abgeordneter gedauert. Er habe nichts für die geleisteten Ueberstunden er- Wurm in einer Versammlung des Vereins der Hilfsarbeiter halten, auch die übliche Weihnachtsgratifitation babe man ihm und Arbeiterinnen. An den Vorsigenden der Vereinigung war Es ist jetzt wieder Zeit, die Warnung zu wiederholen, nicht zukommen lassen, durch welche fich gewöhnlich die Haus- die Aufforderung von feiten des Polizeipräsidiums resp. Ministe Miethsverträge über Räume in neu erbauten oder umgebauten diener für die angestrengtere Thätigkeit vor dem Fest entschädigt riums ergangen, vier Mitglieder des Vereins, die das Vertrauen Häusern für eine Zeit abzuschließen, zu der die von der Zu- fühlten. Er beanspruche darum die sogenannten Ueberstunden der Arbeiter genießen, zu wählen, um bei einer Enquete über die ftellung des Rohbau- Abnahmefcheins ablaufende Frist von sechs mit 8,90 Mark bezahlt. Die Anzahl der Kläger Sonntagsruhe ein Urtheil abzugeben. Der Referent bemerkt: Monaten für die Gebrauchsabnahmeprüfung noch nicht ver- bezahlt verlangten Ueberstunden giebt der Bertreter des Die Sonntagsruhe, wie sie in der Gewerbe- Ordnung festgefeßt ftrichen ist, da die Polizeiorgane vor Ablauf dieser Frist das Herrn Braun als thatsächlich geleistet zu, bestreitet aber, daß ist, steht gegenwärtig nur auf dem Papier. Hunderttausende Wohl heißt es: Beziehen der fraglichen Räume nicht dulden tönnen. Die Polizeis Betlagter die Pflicht habe, fie besonders zu honoriren. Er werden ihrer heute nicht theilhaftig. reviere werden auf Anfragen aus dem Publikum über den voraus- behauptet, dem Kläger sei bei seinem Engagement nicht gesagt Du sollst den Feiertag heiligen, aber der Unternehmer fennt sichtlichen Termin der Beziehbarkeit von Wohnungen in neuen worden, daß immer um 1/29 Uhr geschlossen werde. That feine christlichen Gebote, wenn es sich bei ihm um den Profit oder umgebauten Häusern Auskunft ertheilen. A 2 fächlich sei ja gewöhnlich um diese Zeit geschloffen handelt. Man will eine Enquete aufnehmen, durch die festWilhelm Werner ist nach der übereinstimmenden Meldung worden. Kläger habe auf Wochenlohn gearbeitet und sei gestellt werden soll, ob in der chemischen Industrie eine SonntagsWilhelm Werner ist nach der übereinstimmenden Meldung verpflichtet gewesen, so lange dafür zu arbeiten, wie die Noth ruhe möglich ist. Es ist geradezu eine Komödie, daß bisher vielder bürgerlichen Preise und diese muß es ja wiffen in Noth- ruhe Rücksicht auf die ihm zudiktirte sechsmonatliche Gefängnißftrafe wendigkeit vorlag. Ein Hausdiener könne nicht mehr verlangen, fach bei diesen Enqueten Arbeiter und Unternehmer aus demwie ein junger Mann":" Wenn ich als junger Mann auf selben Betriebe vertreten waren. Dem scheint jetzt durch nach England entflohen. So endete der tühne Flug. Wochenlohn oder monatlichen Gehalt angestellt bin, muß ich auch die Kritit, die diese Handlungsweise von ber fozialArmer Anarchismus! so lange arbeiten, wie es verlangt wird.( Ein nettes, ein demokratischen Partei im Reichstage erfahren bat, abs schönes, ein gutes Prinzip!-für den Unternehmer geholfen zu werden, denn bei dieser Enquete soll dies vermieden nämlich. Der Berichterstatter.) Auf einen Einwurf des Bei werden, nach der Auskunft, die vom Polizeipräsidium erfolgte. standes des Klägers äußert derfelbe junge Manner ist Redner erläutert nun, wie weit es in den einzelnen Berufs Welch' ein Elend! Bei einer Streiffuche in der letzten Nacht fand die Polizei, wie die Bolts Beitung" berichtet, auf dem Felbe hinter den Lorberg'schen Baumschulen am Gesund vom Don = 0 Viet. Ger Krebs. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Bejang: W. W. W. 1. Nein. 2. Die Steuern find noch nicht 5000 A. N. Nein. Hermann Schulz, Swinemünderstr. 33. Wir verstehen nicht, worauf Sie flagen wollen. B. K., Boechstraße. 1. u. 2. Unterstüßungspflichtig ist die Armenverwaltung des Orts, wo die Kranke vor ihrer Gr frankung zuletzt 2 Jahre ununterbrochen ansässig gewesen ist. 3. ja. Waldheim 101. Wenden Sie sich an ein sächsisches ParteiWir können im Augenblick nicht feststellen, was das fächsische Recht darüber bestimmt. E. Bo. Nein. zweigen möglich ist, die Sonntagsruhe zur Durchführung zu Röllig.- Brauer- Gesangverein Gerstenähre, Alte Jafobftr. 83 b. Wienecke. bringen. Betreffs der flüssigen Kohlensäure wird behauptet, daß Johanni, Am Oftbahnhof 7 bei W. Schulze. Einigkeit 3, Gr.- Lichterfelde verjährt. bei Bries, Giefensdorf.- Geselligkeit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus nicht genügend auf Vorrath gearbeitet werden kann, um den Maiengruß, Röpenick, Grünstraße 53 bei Gaul. Freiheit 1, erhöhten Bedarf am Sonntag zu decken. Jedoch sind die Gründe Bülowstr. 65 b, Richter. Maiglöckchen 2, Reichenbergerstr. 16 b. Päßold. E. S. Laube, Alzey. St. hat sich strafbar gemacht durch hinfällig, die Sonntagsruhe ist hier wohl durchführbar. Das Arion, Wittenberge, Thurmstr. 23, Zentralhalle. Oberon, atfer die Aneignung. Wenn er oder seine Frau ihre Rechte gegen G. Franz- Grenadier- Play 7.- Harmonie 2, Weinfr. 11 bei Feind. Fris, Gleiche gilt von der Herstellung des Ammoniakgases. Bei der Naunynstr. 86 bei Frig Bubeil. Felsenfest( gem. Chor), Badstr. 19 bei verfolgen, hat er Anzeige zu erwarten. Wegen der Pfändung Erzeugung von Chlorammonium müßte ein Schichtwechsel ein- uns. Freya 2( gem. Chor), Rirdorf, Bergftr. 133, Hoffmann's Feftsäle unentbehrlicher Gegenstände kann St. Beschwerde über den Getreten, damit ein Theil der Arbeiter an einem anderen Tage( Inhaber Runge). Loreley, Grünthalerstr. 5 bet Hemmerling. frei bekommt. Der Vorsitzende giebt bekannt, man habe die Ab- langverein der klemper und Berufsgenossen, Giemensfir. 17 bei richtsvollzieher beim Amtsgericht in Mehring einlegen, außerLustige Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 dem muß die Frau den E. unter Glaubhaftmachung ihres sicht gehabt, den christlich sozialen Arbeiterverein, den bei Glaser. Deutsche Liedertafel, Grüner Weg 29, Restaurant Eigenthums zur Freigabe auffordern, und wenn er nicht freikatholischen Arbeiterverein, den Hirsch Dunckerschen Ge- Saeger. werkverein Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. giebt, flagen. den fozialdemokratischen Fachverein und zu alle Buschriften find zu senden an B. Hentel, Bergmannitr. 14, Hof 2 Tr. ersuchen, je einen Vertreter รุ่น entsenden. Die drei Freitag: Vergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgasse 2 bei Stattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonftr. 23. erstgenannten Vereine konnten dieser Aufforderung nicht nachkommen, da sie Arbeiter dieses Berufes nicht zu ihren Mit verein union, abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein gliedern zählen. Damit ist dem Verein die Aufgabe zugefallen, Wedding, Abends 8% Uhr, bet Schäfer, Neue Hochstr. 49. Männerchor vier Vertreter zu wählen. Nach einer furzen Debatte, an der sich Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Warfgrafenfir. 87.- Privat Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunbuserstr. 35. auch zwei Werkführer der Kuhnheim'schen Fabrik betheiligten, Mufit- Dilettantenverein Tonita, Abends 8 Uhr bei Schenk, Krautr. 39, wurden folgende Kollegen zu Vertretern gewählt: G. Wagner uebungsfunde. Musikverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichenblatt. Theaterverein Bultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftsfür die Kohlensäurefabrikation; Gerber für die Herstellung bergeritr. 24. haus, Gartenstr. 13-14. Salmiakgeist aus für Gaswasser; Borchard die Berliner Zurngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung Ammoniakfabrikation; Havelmann wurde als Erfahmann er turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des nannt für den Fall, daß der Kollege Gerber, der in Adlershof die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der TurnLessing- Gymnasiums Pantir. 9-10.- Turnverein Gesundbrunnen wohnt, nicht zugelassen werde. Die Wahl eines vierten Kol balle des Leising- Gymnasiums, Banfftr. 9-10.- kraft und Artisten= Legen war unmöglich, da die betreffenden Arbeiter lub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, am Besuch der Versammlung verhindert waren. Dem Vor- Waldemarstr. 42. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen Arfizenden wurde deshalb die Vollmacht ertheilt, nach eigenem Erbeiter Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% Uhr Ackerstr. 67.- Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes meffen einen Kollegen dieser Branche zu bestimmen. Zum Schluß Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und wurde den Anwesenden empfohlen, dem Hilfearbeiter- Verein bei Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Staligerstr. E5/ 56. Bergnügungsverein Veilchen, Abends 9 Uhr, bei Brauns, zutreten. Die Gründung eines eigenen Vereins der Arbeiter Oranienfr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, Alte Jakobitr. 128( Logenhaus). dieser Berufskategorie fand feine Zustimmung. Unterhaltungsflub Schiller, Abends 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drenfeftraße 3. Lepidopt. Vereinigung Orion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenftr. 95, Reñaurant Effenberg. Musikverein Soffnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Proskauer, 35-37 bei Schneider. Bergnügungsverein Berolina= ftraße Abends 9 Uhr im Restaurant" Zur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Sizung. Nach derfelben Tanz. Tanzlehrer- Verein Solidarität Lokale von Abends 8 Uhr im Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, Rauchklub Sigung. 9 Rothe Fahne, Freitag Abends Uhr, Ruderverein Vorwärts, Sigung Guvryir. 48 bei Kricheldorff Abends 8 Uhr, in der Spreeterrasse, Jannowigbrücke. Gesangverein Freya( gemischter Thor) Nixdorf, Abends 9 Uhr, bet Barta, Bergstr. 120. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. Arbeiter- Bildungsverein für Johannisthal, Niederschönweide und Umgegend. Mitglieder- Versammlung im Lotale des Herrn Senftieben, Johannisthal Tagesordnung: Freie Distussion über Die Frauenfrage". Verein für Reform der Schule und Erziehung. Freitag, den 16. Februar, Abends 8 Uhr, öffentliche Versammlung im großen Saal von Sanssouci, Kottbuserstr. 4 a. Vortrag über: Geistiges und leibliches Proletariat". Referentin: Frau Hedwig Wilhelmi. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: NordSchule, Müllerfraße 1790: Erste Silfe bei unglücksfällen. Buchführung. Dit Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Geschichte( alte). Süd- Ost Schule: Reichenbergerstraße 138. Unterricht in Gesegestunde und Buchführung. Bet allen unterrichtsfächern tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. 9 Buch= Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx. Abends sy Uhr, bei, Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bet H. Werner, Bülowstr. 59. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser: scher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bet Kuhlmey.- Nord, Bergstraße 68, bet Keller. Borwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bet Roll. Summer's cher Gesangverein, Langestraßе 65, bei Tempel. Mai binder Männerchor Berlins, Holzmarttiraße 3, bei Deter. glöckchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlichteit Buzer, Seydelfir. 30. Palme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, Köpenid, Müggelheimerstr. 3 bei Held. Karthaus'scher Gefang: verein, Lichtenbergerstr. 21, bei Heise.. Gefangverein Morgenroth 2. Charlottenburg, Bismarckstr. 75. Typographia, Gefangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Alte Jatobfir. 75.- Gefango. Nordwacht, Müllerstr 7, bei Reichert. Gesango Freie Sänger in Schmargendorf, Wirthshaus Friedrichs. 8utunft i, Stegliz, Ahornstr., im Gambrinus. Gesangverein Collegia 1, Manteuffelftr. 9 bei Nowiacs. verein Freiheit Moabit, Waldstraße 8 bei Johnte. Gangesbrüder Moabit, Stromstraße 28 bei Lange. Nord- WestSängerverein Sorgenfrei, Melchiorstr. 15 bei Stehmann. Stern, Altonaerstraße 27 bei Sipte. Bineta, Swinemünderstr. 3, bet Queitsch. Freie Liebertafel, Neue Königftr. 73 bei Hahn. 1 1 Briefkaffen der Redaktion. O. 1., Charlottenburg. Uns ist von der Angelegenheit nichts bekannt. Wenden Sie sich an die Lokalkommission. R. F., Potsdam. Machen Sie es lieber unter anderer Form, da unter Umständen gefolgert werden könnte, daß die Organisation sich mit öffentlichen Angelegenheiten befaßt. Winsen. Hüten Sie sich vor unüberlegtem Handeln. Ist es Ihnen nicht möglich, mit Parteigenossen in Hamburg in Verbindung zu treten? Sie müssen nicht nur die Theorien, sondern auch die Menschen in unserer Partei fennen lernen. P. 2. 60. Nehmen Sie und quittiren Sie unter Vorbehalt Gefang der Rechte. Vereinte Brandenburger Männer- Gesangverein in Brandenburg a. 5. Mengert's Boltsgarten. Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei W. K. S. Erzwingen läßt sich das nicht. P. Schulze. Der Kontratt läuft bis 1. Oktober 1894. Sie müssen ihn auch vor 1. Juli tündigen, sonst läuft er noch länger. Die Stempelung hat mit der Giltigkeit nichts zu thun. Rigdorf. Ja. Freie Vereinigung d. Bivil- Berufsmufiker. Heute, Freitag, Vormittags 10 Uhr, bei Röllig: Außerordentliche General- Versammlung. geladen. Tages Ordnung: 1. Abonnements- Konzertfrage. 2. Verschiedenes. 487/2 A. Lange, Oderbergerstr. 41. Wenn man den Verdacht geäußert hat, ja. L. V. in D. Jedenfalls unter dem richtigen Namen. Die Dame ist Dienstmädchen oder Wirthschafterin und schläft in einem besonderen Zimmer. R. 100. 1. und 2. Wenn die Innung das Privilegium des § 99 Nr. 3 Gewerbe- Ordnung hat, ja. Bungert. Mühlheim a. Ruhr. Pappelplan. Beantragen Sie beim Amtsgericht I, Neue Friedrichstr. 13, einen Besserungsbefehl gegen Ihren Mann. Forderung. Nebergeben Sie das Urtheil zur Zustellung und 3wangsvollstreckung einem Gerichtsvollzieher. Brückenwaare. Alles gehört dem Manne. Sie müssen Chefcheidungsklage erheben, wenn sie eine gefeßliche Veranlassung dazu haben. H. B., Bruchmühlen. 1 und 2 ja. B. M. Wir würden es nicht recht finden, wenn Sie dem Dienstmädchen das Weihnachtsgeschenk wieder wegnehmen wollten. Nach den herrschenden Sitten ist es nicht als Geschenk, sondern als Theil des Lohnes anzusehen. Selbst wenn Sie vor den Gerichten Recht behalten sollten, würden wir Ihnen nicht zu der beabsichtigten Handlung rathen. Chr. Pflicht. Das Gericht bezahlt Ihnen nichts. Wenn Sie Vermögen verwalten, so tönnen Sie Ihre nachweislichen baaren Auslagen sich abziehen. G. Berghaus- Bramiche. Die Zeit unseres juristischen Mitarbeiters und der Raum unseres Blattes sind zu knapp, um in so verwickelten und verfahrenen Erbschaftssachen im Brieftaften Auskunft geben zu können. Der Herr muß sich an einen Rechtsanwalt wenden, viel Aussicht scheint die Sache nicht zu haben. Fechner( zur Berichtigung). Am Eisenbahndamm in Lindau ist seitwärts ein Steg für Fußgänger angebracht. Mendau. Schicken Sie nur den Artikel ein. Kretschmer. Die aufgelöste Mainzer Zuschußkasse hatte hier eine Filiale: Manche, Bernauerstr. 108. Briefkaffen der Expedition. F. B. F. H. Spandau. Vom 1. Januar 1891 ab. Jeden Freitag und Sonnabend Ausverkauf von Resten Gastwirth Joh. Gnadt ist zu dieser Versammlung schriftlich ein- in Tuchen, Buckskins, welche sich zu Anzügen, Beinkleidern und Paletots eignen, zu enorm billigen Preisen bei Der Vorstand. Verein der Töpfer Deutschlands. ( Filiale Berlin.) Versammlung am Sonntag, den 18. Februar, Vorm. 10 Uhr, bei Bühler( früher Philipp), Rosenthalerstr. 38. ages Ordnung: 1. Vortrag über Arbeitslosen- Unterstützung. Referent Kollege Kanisch. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 386/10 Der Vorstand. Max Friedlaender jr., Molkenmarkt 12-13. Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Empfehlenswerth: Mehring's Schriften Holz- u. Bretterträger Berlins u. Umg. Die feffing- Legende. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, 18. Februar, Vorm. 10 Uhr, im Märkischen Hof( Möring), Admiralstr. 18c. Zages Drdnung: 186/1 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Wahl eines Revisors. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Außerdem werden die Kollegen ersucht ihren Verpflichtungen mehr nachUm pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand: Paul Karnal. zukommen. Charlottenburg. Gewerbegerichts- Wahlen. Deffentliche Volks- Versammlung am Sonntag, 18. d. M., Vormi. 102 Uhr, in der Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 94. = Zages Ordnung: brosch. Mt. 3.-, gebunden Mt. 3,50. Die Schrift gehört zu den bedeutendsten Erscheinungen der neueren sozialistischen Literatur. Sie enthält viel mehr als thr Titel besagt; sie ist keine bloße literarische Streitschrift, sondern in ihrer scharfen, schlagenden Kritit der Geschichtslügen über Friedrich den Großen" und dessen „ Aufklärungsdespotismus" zugleich eine Kulturgeschichte des preuß. Junkerund Militärstaates. Ganz besonders hervorzuheben für unsere Genossen ist auch das Schlußtapitel: Meber den hiMorischen Materialismus. Brauerei F. Happoldt Berlin S., Hafenhaide 32-38. Fernsprech- Amt IV No. 9115. Mit dem Ausstoß meines diesjährigen Bockbier's 5575L* beginne am Dienstag, den 20. d. Mts. und offerire dasselbe in Flaschen und Gebinden frei Haus. F. Happoldt, Brauereibesitzer. us, w. Berzugs ſehr Sophastoff- Restellte Stiefel, bitt. Rango, Pampaft 2. in Rips, Damast, Crêpe, Fantasie, Mocquets Spottbillig! Proben franko! 5150L* Berlin S., Naunynft.2. Swinemünderftr. 73 find fleine Gobelin, Plüsch und bunten Wohnungen und eine Feuerwerkstatt per 1./4. oder früher zu vermiethen. Gerichtstraße 19 freundliche Hofwohnungen zu vermiethen. W. Neumann. 37 Steinmeistraße 74. Schlafstelle zu vermiethen b. Runzel, 1756b Bilder aus der Gegenwart. Emil Lefèvre, Oranienstraße 16105 Preis 30 Pfg. Die schlagendste und gründlichste Abführung des Sozialistentooters Eugen Richter und seiner ,, Sozialdemokratischen Bukunftsbilder". Preis 479/ Der Fall Lindan. wt. 1.1. Bortrag des Schriftstellers Kurt Baake. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplah größtes Lager Berlins, Muster Kinderwagen, bücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte F. Metzner. Kinderwagen- Lager Berlins ha be. Reichert's Festsäle, Müllerstraße 7. Sonnabend, den 17. Februar 1894: Gr. Wiener Maskenball arrangirt vom ( Mitglied des Gesangverein Nordwacht Arbeiter Sängerbundes). Um 12 Uhr: Fest- Polonaise mit humoristischem Aufzug. Entree 50 Pf.- Ende?? Das Komitee. Ein Kapital und Preffe. Nachspiel zum Fall Lindau. Preis Mk. 1.Die beiden legten Schriften, nicht eigent: lich Parteischriften im engeren Sinne, beanspruchen allgemeines Interesse und erregten f. 3t. berechtigtes Aufsehen. Sie 37 158. Als anerkannt reelle und billigste Einkaufs-Quelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene a. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, find zum Verständniß für die Gefinnungs: 37 Admiral- Straße 37 losigkeit und Korruption unserer heutigen bürgerlichen Preffe ohne Unterschied der Parteischattirung und des heutigen Theaterwesens unerläßlich. 1000 DamenRegenmäntel, Frühjahrsjaquets, Capes u. Kinderanzüge à 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 M. u. s. w. Landsbergerstr. 48, 1, zum Ausverkauf. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4435L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigite Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Routabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Arbeitsmarkt. Arbeitsbursche von 14-15 Jahren verlangt Heinr. Kahlen, Tapezier, 1767b Jerufalemerstr. 65. Lehrmädchen auf Schirme, welche Maschinennähen kann, verl. Naunynftraße 84, of 3 Tr. L Hof Mamsells auf Damenjaquets vrl. in u. a. d. H. Dittmeyer, Laufigerstr. 26, I. Suche für meinen Sohn, der 174 Jahr Bildhauer gelernt hat, einen Meister. C. Nagel, Reinickendorferstraße 87b. Ein erfahrener Sattelmacher für Herren- und Damenjättel gesucht. 1763b W. Statthalter, Bonn a. Rh. Goldleisten. Tüchtige Bergolderinnen finden bei gung Köpnickerstr. 109a. Saal für Vereine, 40-70 Perſonen, Oranienburgerstr. 2. bohem Berbienſt dauernde Beschäftiin der Woche, auch Sonntags zu ver geben. Stehmann, Melchiorstraße 15. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1760b N 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 39. Die Beutralisation der Berliner Kranken- Kaffen. Zu einer in Berliner Arbeiterkreisen lebhaft und viel besprochenen Frage ist in letzter Zeit die der Zentralisation aller Krankenkassen Berlins und seiner Umgegend geworden. Dieser recht erfreuliche Umstand hat dazu geführt, daß eine große Versammlung Berliner Krankenkassen- Mitglieder eine Kommission eingesezt hat, deren Aufgabe es sein soll, die Frage zu bearbeiten and spruchreit zu machen. Da die Sache eine viel zu ernste und wichtige ist, um sie vor einem schlecht unterrichteten Publikum zu verhandeln, haben die Unterzeichner sich entschlossen, in der Presse zunächst eine furze Darstellung dessen zu bringen, was die Zentralisation sein soll und was man ihr für Vorzüge nachrühmt. Freitag, den 16. Februar 1894. 0 11. Jahrg. oder, wenn es sich um die Osterwoche handelt, nur für 5 Tage| ganz erklärlich. Bei Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern je 1,20 M., also statt 14 M. 6 M. Noch tollere ungerechtig- und Nehmern entscheidet eben die wirthschaftliche Macht. feiten treten bei den Bauarbeitern eines Unternehmers ein, der Haben die Arbeiter den größeren Geldmitteln der Unterheute in diesem, morgen in jenem Vorort seine Leute beschäftigt. nehmer andere Vortheile entgegen zu stellen, die eben so schwer Solche Mißverhältnisse beseitigt die Zentralisation. wiegen, dann ist das Unternehmerthum wohl auch geneigt, KonDie Kasseninteressen im wahren Sinne des Wortes sind die zessionen zu machen. Bei dem soeben beendeten Formerstreik Interessen der Kassenmitglieder, diese kann eine Kaffe von 320 000 lagen die Dinge so, die Machtmittel waren so ziemlich gleichund mehr Mitgliedern besser wahrnehmen als eine Kaffe von 100, mäßig vertheilt. Hatten die Arbeiter auch, wie dies ja gewöhn1000 oder selbst 30 000 Mitgliedern. Welche Schwierigkeiten lich der Fall sein wird, weniger Geldmittel, so tam ihnen zu mußten überwunden werden, um für die Mehrheit der Berliner Gute, daß sich keine Streitbrecher fanden, daß die Arbeiten in Arbeiter die freie Arztwahl durchzusehen, wie tropfenweise er- andern Fabriken dank der Weigerung der betreffenden Arbeiter nicht folgten die Beitrittserklärungen zum Charitee Boykott! Wie ausgeführt werden konnten, was die Arbeitgeber schließlich verunflug haben manche Kaffenvorstände die Vertreter am Unfall- anlaßte, sich dem„ Ginigungsamt" zu unterwerfen. Aus dem Schiedsgerichte gewählt u. 1. w. Wie wenig sind kleine Schiedsspruch, den das Einigungsamt gefällt, heben wir Kassen im Stande, die ihnen gefeßlich zustehenden Rechte nachstehendes hervor: Der Streit brach bekanntlich aus, weil zum Schuße ihrer Mitglieder wahrzunehmen und die die Arbeiter sich weigerten, auf das Affordsystem einzugehen. Da die bereits bestehenden zentralisirten Ortsfaffen anderer für ein zweckmäßiges Arbeiten so wichtigen statistischen Nachdem die Fabrikanten die Zusicherung gegeben, daß in jedem deutscher Städte nicht in allem dem Bilde entsprechen, das uns Erhebungen vorzunehmen. Wie manche Kasse hat aus Falle mindestens der bisher erreichte Tageslohn erreicht werden vorschwebt, so ser uns zunächst eine Skizze unseres Jdeals ge- Mangel an Zeit, Arbeitskräften oder Geld Prozesse nicht solle, gaben die Arbeiter ihren Widerstand auf und tattet. ge ührt, die ihr Vermögen vor großem Schaden bewahren die Hauptursache des Ausstandes war damit beseitigt. Wir denken uns alle Berliner Ortsfrankenfassen zu einer konnten! Alle diese und noch andere Uebelstände beseitigt eine Ferner wurde bestimmt, daß die Schlichtung von großen Kasse verschmolzen. In dieser Kasse findet jeder Arbeiter, verständig vorgenommene Zentralisation der Kaffen. Heute zahlen Streitigkeiten, die in bezug auf das Affordverhältniß entstehen, der in Berlin oder seinen Vororten in Beschäftigung steht, Auf die Orts- Krankenkassen Berlins für Apothekerrechnungen über einer gleichmäßig von beiden Theilen zusammengesetzten Komnahme. Die Kasse hat ein Hauptbureau im Mittelpunfte der 900 000 M. im Jahre, wenn sie einig wären, ließe sich da manches mission überwiesen werden sollen. Ueberstunden sollen mit Stadt und Filialen in in allen Stadtheilen, sowie allen ersparen. Für sächliche Unkosten werden 114 000 M. gebucht. 25 pet. Aufschlag bezahlt werden und wird die Arbeitswoche zu den Vororten, über die sich der Bezirk der Kasse Wieviel entfällt davon auf Wiethe und wieviel läßt sich bei der 60 Stunden angenommen. Jede Maßregelung dei Former wegen ausdehnt. Unterschiede des Berufes werden nicht gemacht. Bentralijation ersparen. Heute bestellen 60 Kassen die verschiedensten deren Betheiligung am Ausstand muß ausgeschlossen sein. Das Die Dauer der Krantenunterstügung und alle Rechte der Mit Drucksachen zu theueren Preisen in kleinen Posten, eine Zentra- sind die wesentlichen Punkte des Schiedsspruchs, welcher von glieder sind durch alle Berufe hindurch gleich geregelt. Neben lisation fann das ändern, da sie nur große Aufträge zu geben beiden Theilen unterzeichnet, in der Form einer amtlichen der Krantenunterstügung wird für nicht in Arbeit stehende hat und für jedes Formular die Herstellungskosten bei großer Bekanntmachung veröffentlicht worden ist. Familienangehörige freier Arzt und freie Medizin Auflage billiger sind als bei kleiner. Was kostet die Krankengewährt. Die Verwaltung der Stasse hat unter voller Wahrung kontrolle den Kassen heute für Geld! Doch genug. Diese und Ein süddeutscher Müllerverband soll demnächst errichtet der Selbständigkeit zu geschehen, die Orts- Krankenkassen über noch manche anderen Punkte lassen sich zu Gunsten der Zentra- werden. Zu diesem Zwecke wird in nächster Zeit ein Kongreß haupt möglich ist. In der Generalversammlung ist jeder Beruf lisation anführen und aus alledem folgern wir, es ist möglich, der Mühlenarbeiter in Heilbronn stattfinden. Man glaubt durch Delegirte im Verhältniß der Zahl der in ihm beschäftigten mit demselben Gelde für den Arbeiter gerechter, beffer und dadurch die süddeutschen Müller beffer zur Organisation Personen vertreten. Die Generalversammlung wählt einen Bor- billiger zu wirthschaften und seine Intereffen weitgehender wahr- heranziehen zu können. stand und verschiedene Verwaltungsausschüsse ohne Rücksicht auf zunehmen, wenn man zentralisirt. Die Parquetleger vom Baugeschäft des Herrn Gregor den Beruf der Gewählten und Fachkommissionen, die nur Wir haben bisher nur die Aenderungen berührt, welche die Basel haben die Arbeit niedergelegt und bitten um Fernhaltung aus Personen einzelner Berufe oder Berufsgruppen bestehen. Bentralisation an den bestehenden Kasseneinrichtungen hervor- des Zuzugs. Der Vorstand hat die Leitung der Geschäfte und die Vertretung rufen wird. Dazu kämen noch die möglichen Neufchöpfungen, der Kasse nach außen. Selbstverständlich bleiben alle diese wie die Unterstüßung der Familienangehörigen, welche nur die Körperschaften der Generalversammlung verantwortlich. Ueber vereinten Kaffenmitglieder Berlins und Umgegend erringen oie Einzelheiten dieses Planes ist noch eine weite Diskussion tönnen, die Uebernahme der Geschäfte der Invaliditäts- und julässig. Altersversicherung in die Hände der großen Orts- Krankenkasse, Wir kommen nun zu der Frage: was verspricht man sich von das Wirken der Kasse für Durchführung des Arbeiterschutzes, vieser Riesenorganisation mit etwa 320 000 Mitgliedern? die Errichtung eines eigenen Gebäudes, einer eigenen Apotheke Zunächst wird die Gefahr, welche durch epidemische Krant- u. a. m. Doch das sind Punkte, die man wohl vorführen kann, einer Schwurgerichtssigung in Kiel festgestellt und zwar durch Wie Arbeiterinnen auf dem Lande wohnen wurde in heiten einzelnen Berufen droht, auf die Gesammtheit vertheilt die wir aber vorläufig außerhalb der Debatte den Verwalter von Theresienhof bei Plön. Unter seinem Zeugenund dadurch leichter ertragen. Nehmen wir zum Beispiel lassen, da wir glauben, daß der Arbeiter Berlins und seiner Um- eide erklärte dieser Herr, daß die Arbeiterinnen in einem großen eine bestimmte Epidemie ergriffe, wie das oft genug gegend ohnedies einsichtig genug sein wird, sich ein Urtheil über Wohnraume eine gemeinsame Lagerstätte haben, auf welcher vorkommt, die Mitglieder bestimmter Berufe und bringe die Zentralisation zu bilden und, die nöthigen Folgerungen immer je zwei Arbeiterinnen eine Decke und ein Kopftiffen bedadurch 4 oder 5 der heutigen Kassen mit zusammen zu ziehen. tämen! Die Lagerstätte soll aus ausgebreitetem Stroh bestehen, 40 000 Mitgliedern einen Schaden von 40 000 m. Dieser Wen wir mit unserer Darstellung noch nicht gewonnen haben, welches mit Leinwand überspannt ist. Mögen diese Zustände Schaden schädigt dann diese Kassen derart, daß ihr Reservesonds den bitten wir, offen und frei an uns( die Kommission) auch das Idyll der Krautjunter sein, so wird dieser Umstand stärker angegriffen wird oder gar die Beiträge erhöht werden heranzutreten und seine Bedenken zu äußern, wer aber uns bei- doch vielleicht dem Herrn Staatssekretär v. Bötticher klar machen, müssen. Die 40 000 M. unerwartete Mehrkosten müssen dann weshalb auf dem Lande die deutschen Arbeiter nicht aushalten von den 40 000 Mitgliedern getragen werden. Besteht aber eine und an ihre Stelle Ruffen und Polen treten. Es ist dies einzig einheitliche Kasse für Berlin, so vertheilt sich der Schaden nicht und allein die menschenunwürdige Behandlung der Arbeiter und auf 40 000, sondern auf 320 000 Personen, er verkleinert dann deren niedrige Bezahlung. die Last um den achten Theil und hat in dieser Form wenig zu bedeuten. Die Mitglieder der nicht von der Epidemie befallenen Berufe gewähren den anderen eine Art Rückversicherung, die es möglich macht, weit schlimmere Hiebe zu pariren als heute. Da aber nicht immer die gleichen Berufe den Vortheil ziehen werden, so gleicht sich das etwa gebrachte Opfer bereits im nächsten Jahre aus. Während heute die kleinen Vermögen der einzelnen Kaffen sehr bald eine Erhöhung der Beiträge oder Herabsetzung der Leistungen nöthig machen, wird die zentralisirte Kasse mit ihrem Anfangsvermögen von 3 Millionen Mark ohne derartige Hilfsmittel ungestört weiter arbeiten. stimmt, den bitten wir, in seiner Kasse so gut wie in seinem Freundeskreise dafür einzutreten, daß das als segensreich Erfannte immer neue Anhänger finde, damit in nicht allzu ferner Zeit die Zentralisation der Krankenkassen zur Thatsache werde. Die Kommission für Zentralisation der Orts Krankenkassen. Pischel, Klempnerkasse. Jahns, Buchdruckerkaffe. Stühle, Allg. Ortsfrf. f. g. A Dähne, Maurerkaffe. Meyer, Tischlerkasse. R. Glöckner, Korbmacherkasse. Aßmann, Maschinenbauerfasse. Tannhausen, Sattlerkaffe. Adler, Brauerkasse. Soziale Uebersicht. Um die Stellung einer Lehrerin, die in Elmshorn ausgeschrieben war, haben sich 45 Bewerberinnen gemeldet, troßdem daß das Anfangsgehalt nur 1000 m. beträgt und in dreijährigen Perioden nur um je 50 M. steigt, bis es die Höhe von 1400 M. erreicht hat. # Der Gipfel der Schamlosigkeit ist wohl von der ,, I. Krainischen Alpenhalz- Zahnstocher Erzeugung" ertlommen worden. Diese Firma versendet an ihre Kunden folgendes Zirkular: Im Interesse jedes einzelnen unser Geschäftsfreunde erlauben wir uns, auf die Erzeugung unserer Alpenholz- Zahnstocher aufmertjam zu machen und führen nachstehend den gründlichen Beweis, warum unsere Zahnstocher die besten und billigsten der Welt sind. Die Erzeugung wird wegen Mangels an Brot während des Winters von ca. 2000 armen Bauernfamilien ai Raritgebirge betrieben. Jeder einzelne Zahnstocher ist HandZweitens wird die Verwaltung einheitlicher uno gleicharbeit, fasernfrei, beim Gebrauche unzerbrechlich und weit billiger mäßiger. Heute entscheiden 60 Vorstände über die Auslegung als die von anderen Seiten in Handel gebrachte untergeordnetste der Fragen, welche vorkommen fönnen, und sie entscheiden gar Aufruf an die Steinbildhauer! Kollegen! Der am 1. Februar und ordinärste Gattung, denn niemand ist in der Lage, eine ebenoft verschieden. Heute berechnet die eine Kasse die Karenztage bei der hiesigen Firma:" Hof Jnnungs- Steinmetzmeister" Karl bürtige Sorte zu diesem Preise zu erzeugen. Warum? Diese armen so, die andere anders. Heute wird ein Arbeiter, dessen Kassen Schilling ausgebrochene Streit der Steinbildhauer, zwecks Ein- Menschen, welche, in Noth, mit Geduld und Ausdauer im Schweiße rechte nicht ganz flar sind, von drei oder vier Klassen hin und führung der Lohnarbeit, wird von den streikenden Kollegen, die ihres Angesichts ihr Stückchen Brot verdienen, find befriedigt, wenn hergeheht, weil jeder Rendant wohl weiß, daß der Mann Rechte hat, der ewigen Preisdrückereien im Affordsystem endlich müde waren, sie sich pro Tag 20-30 Kreuzer verdienen, und es ist sohin einaber im Interesse seiner Kasse die Lasten auf andere Rassen ab mit zäher Ausdauer und Energie fortgesetzt. Die Streifenden leuchtend, daß in gesegneteren Länderstrichen diese Industrie nicht wälzen will. Derartige Mißstände, welche den Arbeiter zu Zeiten der sind gewillt, im Interesse sämmtlicher Steinbildhauer ihre betrieben wird. Es beruht auf ganz gewöhnlichem Schwindel, Krankheit oft genug schädigen, hören bei der Zentralisation auf. Forderungen zur Durchführung zu bringen, da diese Firma wenn sich irgend jemand anderer als Erzeuger dieser Marke Heute bestehen 60 Einnahmebücher, 60 Ausgabebücher, 60 Hebe- bisher das festeste Bollwert gegen Einführung der gerirt, denn es sichert dem Arbeiter unter anderen Verhältnissen register, 60 Krantenbücher, 60 verschiedene Bureaus, 60 ver- Lohnarbeit war; fällt uns der Sieg bei dieser Firma nicht einmal das tägliche Brot! Der Export dieses Artikels schiedene Kaffenrechte, turz eine ungeheuere Vielseitigkeit, welche zu, ist es ein Leichtes, auch Die paar übrigen zu kommt Tausenden hilfsbedürftigen armen Menschen zu nutze, Umstände, Unklarheiten und unnüße Rosten in Hülle und Fülle zwingen, unsere gerechten Forderungen anzuerkennen. Vorläufig und wird die Verbindung mit uns jedermann umso an verursacht, später ist alles das vereinfacht. unterstüßte die Steinmeß- Innung Hrn. Sch. in seinem Kampf genehmer, da durch den Bezug unserer Bahnstocher eine ErHeute zahlt der Arbeiter in einem Beruj 24/10 pet. seines durch gegen uns in jeder Weise. Ueberall wird die Zahl der Ar- sparniß gesichert ist." schnittlichen Tagelohnes und erhält dafür auf lange Zeit ein beitenden auf ein Minimum beschränkt, man droht die Betriebe Wir wußten ohne dies Zirkular, daß die Ausbeutung in den hobes Krankengeld, ein anderer opfert 3/2 Ct., also viel mehr bis Ostern für die Bildhauer ganz zu schließen. Die Polizei hat Fabriken noch bei weitem übertroffen wird durch die Scheußlich und erhält dafür viel weniger. Die einheitliche Ortskaffe tann bereitwillight ihre Dienste angeboten. Der Play wird täglich von feiten der hausindustriellen Ausbeutung. Neu aber ist uns, daß vermöge ihrer leichteren und billigeren Arbeit den Grundsay frühster Morgenstunde an von einigen uniformirten Beamten der freche Zynismus eines Ausbeuters auch nicht halt macht gleiche Rechte und gleiche Pflichten" durchführen und dabei, wie observirt. Troydem und alledem ist es gelungen, die Kollegen, vor dem Hunger seiner Lohnfklaven, sondern mit dem Glend Die Erfahrungen anderer Städte lehren, die höchsten Leistungen die Sch. durch die Provingpresse als Streitbrecher aus Sachsen derselben fo gemeine Reflame macht. Jedes weitere Kommentar bieten. und Böhmen heranzog, wieder zum Austritt aus dem würde die Wirkung dieser Unternehmerfrechheit nur abschwächen, Von Wichtigkeit ist bei der Zentralisation auch folgendes. Geschäft zu bewegen, und find dieselben alle Mit- darum ein Pfui über soviel Gemeinheit. Heute haben die meisten Kassen nur eine Anmelde- und Zahl- glieder des Zentralvereins der Bildhauer geworden. Die Sparkaffen Einzahlungen betrugen im Dezember stelle, die bei vielen Kassen nur ſtundenweiſe offen steht. Bei Sämmtliche 20 Streikende sind organisirt und werden durch die vorigen Jahres in Sachsen 10 193 715 M.; erhoben wurden der Größe Berlins führt das dazu, daß die Mehrheit aller Ar- Organisation und durch freiwillige Sammelgelder unterstüßt. Da in derselben Beit 11 729 888 m. beiter sehr weite Wege zum Kaffenlokale hat. Man erinnere fich es aber nicht ausgeschlossen ist, daß der Streik größere daran, wie angenehm es einem Arbeiter, der in Weißensee wohnt, Dimensionen annimmt, da ferner die Firma in allen Himmels- Die Bescheinigung, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des fein muß, wenn er nach der Michaelfirchstraße zu laufen hat, richtungen Streifbrecher anwirbt, so müssen wir die Kollegen Krankengeldes, den Anforderungen des§75 a des Krankenoder wenn ein Nixdorfer sein Krankengeld in der Grenadier- dringend ersuchen, uns in diesem Kampfe beizustehen. Damit versicherungsgeseges genügen, ist nachstehenden Krankenkassen ftraße bei Schnee und Regen holen muß. wir die vom Auslande kommenden wieder abreisen lassen ausgestellt worden: Der Kranken- und Sterbekasse der Berliner Bei der Zeutralisation fönnen so viel Filialen errichtet tönnen, bitten wir Euch uni materielle Hilfe, so weit Hausdiener( E. H.), der Kranken- und Sterbekasse zu Friedrichswerden, daß niemand weiter als 20 Minuten zur nächsten es möglich ist. Hauptsächlich aber sucht allerorts Streif- hagen, der Kranken- und Sterbekasse des St. Mathias- Vereins Filiale hat und auch niemand mehr unter Hunderten von brecher fern zu halten. Es ist nöthig, bei Inseraten zu Dirmerzheim( E. H.), Providenz"( E. H.), in Hagen, der Kranken= und Sterbekaffe zu Diedenbergen( E. H.), Personen in drangvoll fürchterlicher Enge auf Abfertigung in diesbezügliche Blätter sofort Gegenannoncen zu erlassen. Die der Kasse zu Kranten Unterstützungsverein" sächsischen Kollegen famen nur, weil sie im Leipziger Wähler( E..), der" Allgemeinen Unterstützungskasse für KrankheitsKronberg warten muß. Wenn heute ein Arbeiter in einem anderen Gewerbe Be- teine Betanntmachung fanden. Nochmals bitten wir deshalb und Sterbefälle zu Mammolshain( E. H.), der Kranken- und schäftigung nimmt, so muß er in der Regel auch die Kaffe die Arbeiterpresse, davon Notiz zu nehmen. wechseln. Das foftet ein neues Buch und Scherereien aller Gelder sind zu senden an den Bildhauer Winkler, Sterbefasse zu der allerjeligsten Jungfrau Maria und zum Art. Ist das alte Buch verloren, so tommt gar oft noch neues Berlin S.O., Wrangelstr. 135 v. I. Briefe an M. Schweizer, stügungskasse„ Zur Standhaftigkeit"( E. 5.) zu Dörnigheim, der heiligen Kilianus( G. H.) zu Lechenich, der Kranten UnterEintrittsgeld hinzu, nur weil der Nachweis nicht geführt werden Steinbildhauer, Berlin S.W., Möckernftr. 95 parterre. Kranken- und Begräbnißkasse des Vereins junger Kaufleute zu kann, daß man vor 14 Tagen der oder jener Kasse angehört hat. Kollegen! Wir appelliren an Gure Solidarität! Gehört der Arbeiter einer neuen Kasse an, so sind die Statuten, Die Streifenden. Schweidniß( E. H.), der Kranken Unterstüßungstasse für die die Beiträge, die Bestimmungen, die Vorschriften, die KassenJ. A.: G. Winfler. Bauhandwerker von Lütte und Umgegend( E. H.), der allgemeinen Arbeiter Kranken- und Sterbefaffe für Hannover und stunden in der Regel andere geworden und ohne ein eingehendes Linden, der Kranken- und Sterbekasse der vereinigten MaurerStudium langweiliger Baragraphen kommt der Mann nicht dazu, die Pflichten und Rechte zu begreifen, die er infolge des Arbeitswechsels und Zimmergesellen in Großberndten( E. H.), der Neustadthat und die er nach vielleicht 3 Wochen infolge eines neuen ArbeitsMagdeburger Maurergesellen- Kranten- Unterstüßungskasse( E. H.). wechsels wieder verlieren wird. Burg bei Magdeburg. Seit ca. 3 Wochen befinden sich die Polirer der Goldleiftenfabrik von Wwe. Frost u. Gläßner, Schulstraße, im Ausstande. Alle Einigungsversuche sind bis jest gescheitert. Wir bitten, den Zuzug fern zu halten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. " 9 = Statistisches aus Spanien. Wie sehr durch die Jahrhunderte lange Mißwirthschaft der Kirche ein Land zurückgehen, beziehentlich zurückbleiben kann, zeigt das Beispiel Spaniens. Mehr als es das südliche Klima bedingt, ist die Bevölkerung enes gesegneten Landes durch Kriege, religiösen Fanatismus u. s. w. der Arbeit entwöhnt worden. Durch das Raubsystem Erhält ein Arbeiter in einem Vorort Beschäftigung, obgleich Albert Dischleit, Bergolder, Pulverstr. 6. er weiter in Berlin wohnt, so gehört er nunmehr zur Vorortstaffe. Beispielsweise ein Brauer, der fünf Jahre in Berlin ge- Der Formerstreik in Nürnberg ist, wie wir bereits mit steuert hat, um im Krankheitsfall für jeden Tag der Woche 2 M. getheilt, beendet. Die Einigung geschah durch das Einigungszu beziehen, kommt in die Rigdorfer Vereinsbrauerei. Dort er amt". Es ist bisher nur ganz felten vorgekommen, daß das frankt er. Weil er in Berlin wohnt, wird er der Berliner Brauer- Gewerbegericht, dem nach dem Gesetz auch die Funktionen eines der Landjunter, die ihren Landbesitz an Agenten vermiethen, fasse überwiesen, in die er so lange gesteuert hat. Nun aber erhält er, Ginigungsamtes zufallen, sobald das von beiden Parteien ge- welche ihrerseits wiederum die Bauern auf das schmählichste flatt an 7 Tagen je 2 M. zu beziehen, nut für 6 Tage je 1,20 m. wünscht wird, als solches zu funktioniren hatte. Und das ist auch drücken, lohnt sich die Arbeit nicht mehr, so daß Tausende der Arbeit den Bettel vorziehen. Giner Statistik zufolge, die dem Ergebnisse der vom Verbande veranstalteten Enquete an. So Manöver hier ebenfalls versuchen, darum sei Vorsicht geboten. Imparcial" entnommen ist, giebt es in Spanien 8 727 519 traurig auch immer die Lage der Berliner Hausweber sei, so sei Lohse und Stopsad plädiren für energische Unterstüßung Beschäftigungslose; es ist das beinahe die Hälfte der Einwohner, dieselbe dennoch besser als diejenige der Hausweber in anderen der Streifenden, es sollen die hierorts bestehenden Organisationen bie gegenwärtig auf 18 Mill. gefchäßt werden. Dazu kommen noch Theilen Deutschlands. Die entsetzliche Lage der schlesischen Weber ebenfalls dafür interessirt werden. Die Sammlung für den 64 000 Penfionirte, welche nichts thun und 97000 Verwaltungs- fei weltbekannt. Ganz besonders wies Referent auch auf das Kollegen Klir ergab 127,81 m. Listen für die Nürnberger beamte, die ebenso viel arbeiten. Es treiben sich in Spanien herrschende furchtbare Glend unter den Hauswebern des Elsaß Streifenden werden verausgabt bei Poillon, Schulzendorferumber 39 000 männliche und 52 000 weibliche Bettler. Von den hin, gegenüber den schönfärberischen Berichten der Bourgeois- ftraße 18a. ben 18 Millionen Spaniern können nur 6 Millionen lesen und presse über die guten Arbeitsverhältnisse in Elsaß- Die Schrauben- und Façondreher hielten am 12. Februar Schreiben. Glückliches Land! wird Herr v. Caprivi ausrufen, Lothringen. Zur einstweiligen Verbesserung ihrer Lage vereine öffentliche Versammlung ab. Der Vertauensmann Schulz bier fann der Sozialismus keinen Boden gewinnen, da die Leute wies der Referent die Textilarbeiter und Arbeiterinnen auf theilte zunächst mit, daß er noch nicht in der Lage sei, die die Schriften nicht lesen fönnen. Aber nur gemach! Was nicht den Weg der Organisation, der gewerkschaftlichen wie politischen, Schlußabrechnung der Listensammlung für die Streifenden von gelesen wird, kann gehört werden und mit der Zeit wird man doch nicht zum Zwecke der Aufrechterhaltung der Hausindustrie. Willing und Violet zu geben. Es ständen noch Liſten aus. auch in Spanien im Interesse der kapitalistischen Entwicke. Die dauernde Besserstellung würde erst nach Beseitigung der Redner rügt die Lässigkeit der Restanten. Im Anschluß an seine lung selbst, das Volk lesen lehren müssen, um intelligente, in- fapitalistischen Produktionsweise erfolgen können. Die Ver Ausführungen entwickelte sich eine längere Debatte, in deren dustrielle Mehrwertherzeuger zu haben. In besagtem Artifel ist sammelten sollten den trefflichen Darlegungen des Referenten Berlauf angeregt wurde, drei zu wählenden Revisoren anheim zu dann noch angegeben, daß 24 642 Lehrer aller Art, vom Ele reichsten Beifall. Der Versammlung lagen folgende Resolutionen geben, in Gemeinschaft mit dem Vertrauensmann sich mit den mentarlehrer bis zum Universitäts- Professor, vorhanden sind, die zur Beschlußfassung vor: Restanten behufs Begleichung ihrer Schuld in Verbindung zu aber einen steten Kampf um ihren Gehalt zu bestehen haben. 1. Die heutige 2c. Versammlung fordert den Magifirat von jeßen. Als Revisoren wurden Krusemack, Neugebauer und Berlin auf, schleunigst Schritte zu thun, um das große Elend Fr. Geisler gewählt. Die Versammlung beschloß dann einstimmig, und die Noth, welche schon seit mehreren Monaten infolge der für die vom Streit bei Willing u. Violet her noch Ausgesperrten großen Arbeitslosigkeit und der schlechten Löhne unter den ge- eine Listensammlung zu veranstalten, um dieselben mit einer fammten Webern Berlins und Umgegend herrscht, zu beseitigen und einmaligen Extra- Unterstützung zu bedenken. Gesammelt soll nur In einer öffentlichen Volksversammlung, die am zwar 1. durch Erlaß von sämmtlichen Steuern, als wie Ginkominen in Kollegentreifen werden. Der wegen seiner gewerkschaftlichen 14. Februar in den Andreas Festiälen" stattfand, hielt Frau und Miethssteuer für das laufende Quartal Januar/ März 1894. Thätigkeit mehrfach gemaßregelte Kollege H. soll ebenfalls unterHenrich Wilhelmi einen Vortrag über das Thema: 2. Durch vollständige Bezahlung der Miethsschulden der noth- stützt werden. Weiter wurde noch beschlossen, am 7. April im Sozialdemokratie und Staatsreligion." Die Versammlung war leidenden Weber aus städtischen Mitteln. 3. Durch hinreichende Deigmüller'schen Lokal ein Vergnügen abzuhalten. Hierauf im Auftrage einer am 7. d. M. in Hensel's Festfälen, In- Geldunterstützung an die durch Arbeitslosigkeit herunter- referirte der Genosse Ad. Hoffmann über das Thema: validenstr. 1, tagenden Volksversammlung von Frau Jänice gekommenen Weber, um dieselben vor der größten Hungersnoth Modernes Raubritterthum". Der an der kapitalistischen Geeinberufen worden und hatten sich namentlich alle die zu schüßen, jedoch durch keine das Wahlrecht raubende Armen- fellschaft scharfe Kritik übende Vortrag fand großen Beifall. jenigen, welche Den Passus in unserem Programm: unterfügung. Die geschilderte große Noth unter den hiesigen Ihm folgte eine animirte Diskussion. Den Schluß der VerErklärung der Religion zur Privatsache" bekämpfen, Webern ist hinlänglich durch den Herrn Obermeister Kölzer be- fammlung bildete eine energische Aufforderung des Vorsitzenden zahlreich eingefunden. Ebenso wie die Referentin er stätigt worden, indem zu Weihnachten 1893 über 300 WeberVersammlungen. = flärten auch die Genossen Sailer, Raßler, Hoffmann meister um Geldunterstützung bei der Unterstügungskasse der sum Anschluß an die Organisation. ( Pankow), Frl. Altmann und Feder, daß es eines über: Weber- und Wirker- Innung eingekommen sind. zeugten Sozialdemokraten Pflicht sei, aus der Landeskirche aus- acht Wochen nach Weihnachten, ist die Noth noch immer größer zuscheiden. Mehrere in diesem Sinne gehaltene Resolutionen geworden." famen vorläufig nicht zur Abstimmung; die Debatte wurde verDiese Resolution soll den sozialdemokratischen Stadtverordneten tagt und einem Antrage zugestimmt, zu einer nächsten zur schleunigsten Erledigung überwiesen werden. Versammlung die noch nicht aus der Landes: 2. Die heutige pp. Bersammlung fordert schleunige Be: tirche ausgeschiedenen sozialdemokratischen Abgeord- seitigung aller in Buchthäusern, Gefängnissen, Korrektionshäusern neten einzuladen. Außerdem gab noch ein vom Ge- beschäftigten Webestühle, sowie auch der damit verbundenen an ossen Domscheidt gestellter Antrag einigen un- deren Textilarbeiten, desgleichen Spulen und Poilendrehen, inabhängigen Phrafendreschern" Gelegenheit, ihre Tiraden über: dem tausende von Webern arbeitslos umberirren." Unterdrückung des Voltswillens". Korruption der Führer" und ähnliches dummes Zeug vom Stapel zu laffen, ohne die Gründe der Zurückweisung des Inserats zu kennen. Auf ihre warme Befürwortung bin gelangte der nachstehende Antrag zur Annahme: Die heutige Versammlung protestirt energisch dagegen, daß der„ Vorwärts" die Aufnahme der Annonce, welche die Betaunt machung der heutigen Versammlung enthält, verweigert hat. Sie erblickt darin eine bewußte Unterdrückung des Beschlusses einer Voltsversammlung." ( Wir bemerken hierzu, daß wir nach einem Beschluß der Diefe Resolution soll der sozialdemokratischen Fraktion im Reichstage zur schleunigsten Erledigung übergeben werden. Die Buchthaus- 2c. Arbeit kultiviren hauptsächlich die drei größten Firmen Ludwig Lehmann in Rummelsburg, welche im Bucht hause zu Sonnenburg arbeiten läßt, Anton Alfred Lehmann in Nieder- Schönweide, welche im Zuchthause zu Rendsburg( Schleswig) arbeiten läßt, David u. Co., Berlin, Fischerbrücke 21, welche ebenfalls im Zuchthause zu Sonnenburg arbeiten läßt. Ueber tausend Webeitühle stehen in deutschen Zuchthäusern und Gefängnissen im Dienste des Kapitalismus. Eine Versammlung der Mäntelnäherinnen sämmtlicher Konfektionsarbeiter und Arbeiterinnen in der Knaben- und Herrenbranche und aller in der Schneiderei Beschäftigten tagte am 13. Februar in der Urania, Wrangelstraße. Veranlassung zu dieser Versammlung waren die haarsträubenden Mißstände in der Mäntelbranche, die häufig im Gewerbegericht zur Aburtheilung gelangen. Der Referent, Gewerbegerichts- Beisiger Kollege 3 ander, treifte zuerst furz die vielfachen Kämpfe der Arbeiter um die Errichtung der Gewerbegerichte. Zur Rechtsprechung selbst friti sirt Redner den Standpunkt der Richter zu der Frage: sind die Hausindustriellen Arbeiter? Der Vortragende bewies an mehreren Beispielen, daß die Heimarbeiter von dem einen Richter abgewiesen wurden, ein anderer in genau demselben Falle dem Heimarbeiter zu Recht entschied. Um der gesetzlichen Kündigungsfrist zu ent gehen, muß die Bezeichnung Probearbeit herhalten. Ist diese länger als von kurzer Stundendauer, gilt die gesegliche 14tägige Kündigung; ausgenommen, es ist mit klaren, deutlichen Worten ausgesprochen, daß eine Kündigung nicht stattfindet. Muß eine Arbeiterin aufhören zu arbeiten, mit der bei Antritt der Arbeit Nichtkündigung vereinbart war, und sie fängt nach Tagen oder Wochen wieder auf derselben Stelle an zu arbeiten, gilt 14tägige Kündigung. Eine bloße hinweisende Redensart, wie:„ Sie wissen ja, wie's Die Diskussion war eine ausgedehnte und gestaltete sich Preßkommission gehandelt haben. Es war nur verlangt, daß der äußerst lebhaft, und wurde in derselben die Lage der Berliner bei mir ist", gilt nicht als Vereinbarung." Zum Schluß macht Vertrauensmann davon in Kenntniß gesetzt wurde. Die Weber in eingehender Weise besprochen. Es wurde festgestellt, Redaktion.) daß die Handweber bereits billiger arbeiten als die Maschinen. der Referent darauf aufmerksam, daß bei Vertagung einer VerDer Verband deutscher Korbmacher( Filiale Berlin) Alseitig wurde die Nothwendigkeit der Organisation betont. bandlung den Klägern das Recht zusteht, zu nächster Berhandlung Der Obermeister der Weberinnung, Herr Kölzer, erkannte zwar dieselben Beisiger zu beanspruchen. Auskunft in allen gewerbhielt am 22. Januar feine Monatsversammlung ab. Nach dem die schauberhaften Zustände in der Hausweberei an, wußte aber lichen Streitfragen wird auf dem Arbeitsnachweis- und Auskunftsvom Kassirer gegebenen Kassenbericht betrug die Einnahme des keinen Ausweg und zweifelte an der Möglichkeit einer Besserung bureau, Schüßenſtr. 18/19, durch den Kollegen Timm in der Zeit Bereinz im letzten Quartal 82,30 M., der eine Ausgabe von der Verhältnisse. Die vorgenannten beiden Resolutionen wurden von 8-1 Uhr Vormittags ertheilt. Genosse ach fügt dem 37,12 M. gegenübersteht, mithin war ein Bestand vorhanden von seitens der Versammlung angenommen. Dieselbe wählte im Referat verschiedene ergänzende Klarstellungen hinzu bezüglich der 45,18 M. Davon sind an die Hauptkasse abgeliefert 38,55 M. Zum Verbreiter der„ Holzarbeiter- Zeitung" wurde Kollege Kühne Anschluß hieran eine fiebengliedrige Kommission, welche die Kündigungsfrist und macht darauf aufmerksam, daß Anspruch weiteren Schritte in die Hand nehmen soll. auf Versänmnißgebühren vor Zurückziehung des Gerichtshofes gelgewählt. Der Kollege Keller giebt hierauf den Bericht über das weiteren Schritte in die Hand nehmen soll. tend gemacht werden müssen von dem klagenden Theil, da der WortUrtheil des Gewerbegerichts in Sachen Kemptes und empfiehlt Eine Versammlung der in der Jalousie- Branche be- laut des betr. Paragraphen besagt, Versäumnißanspruch fanu im die weitere Verfolgung der Angelegenheit einzustellen. Die Ber- fchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, die am Urtheil vorgesehen werden. Frau Lange bringt einen Fall zur fammlung nimmt sodann folgende Resolution an: 12. d. M. tagte, erörterte die Gründung einer Vereinigung für Sprache, in dem einer Mäntelnäherin Schläge verabfolgt wurden Die heutige Mitgliederversammlung ist mit dem Be- diese Branche. Das einleitende Referat hierzu hatte der Genosse seitens ihres Arbeitgebers. In einem anderen Falle, den Frau schluß des Hauptvorstandes, daß die Arbeit bei Kempfes Nät her übernommen. In der Diskussion empfahl Neumann, Reimann schilderte, vertrat den gefeßlichen Bestimmungen entleichtfinnig eingestellt worden ist und wir nicht nach Mitglied des Holzarbeiter Verbandes, den Anschluß an diese Dr- gegen ein Winkelfonsulent einen verklagten Arbeitgeber. Die dem Statut verfahren wären, nicht einverstanden und protestirt ganisation. Gegen den Antrag sprachen Uhlemann, Müller, Bertagung dieses Falles ist anberaumt und neuer Termin auf dagegen, indem die Arbeit nicht freiwillig eingestellt wurde, Damerow u. A. Pistor gab bekannt, daß der bestehende Werein den 29. Februar angefeßt. Frage: Soll die Arbeiterin 2 Jahre Jondern der Arbeitgeber verlangte, daß die Arbeiter sofort auf der Jalousie- Arbeiter ebenfalls gewillt sei, dem Berbande beigu warten, bis es einen 29. Februar giebt? hören. Nachdem fonnten die Arbeiter wie Ortsverwaltung nicht treten. Der Vorsitzende forderte hierauf Herrn Rusch, Vorstands Weißensee, Am 4. Februar tagte hier eine große Boltsanders handeln, als sie gethan, und verlangen vom Haupt- mitglied genannten Vereins, mehrere Wale auf, darüber Auf- versammlung, in der Genoffe Hansen in einem beifällig aufvorstante, daß diese gefaßte Beschluß, welcher nicht genügend durch- schluß zu geben; derfelbe zog es jedoch vor, hierauf zu ver- genommenen Vortrage über das Thema„ Die politische und dacht, für nichtig erklärt wird. Die Ortsverwaltung Berlin. zichten und alsbald den Eaal zu verlassen. Hierauf wurde der Kollege Bitschel wegen seines Verhaltens beschloß hierauf die Gründung eines Vereins und wählte nach der Anarchist Frauböse gegen die Ausführungen des Refe gegegenüber den Kollegen bei Ausbruch des Streits aus dem der Statutenberathung folgende Kollegen in den Borstand: renten. Von den nachfolgenden Rednern, dem Referenten und Verein ausgeschlossen. Damerow, 1. Vorsitzender; Mühlbauer, 2. Vorsitzender; Borchardt, dem Genossen Zempfe, erfuhren diese Anschauungen eine ein 1. Raffirer; Müller, 2. Kassirer; Dorn, 1. Schriftführer; Künzel, 2. Schriftführer; Fräulein Ballhorn, Beisitzeriu. Im Fachverein der Uhrmacher der Uhrmacher und verwandten Berufsgenossen sprach am 10. Februar Genosse Mattutat über " Spiritismus und Hypnotismus." Der Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen. Nachdem Kollege Scholz zum Beisitzer in den Borstand des Vereins gewählt war, fand der übrige Theil der Tagesordnung seine Erledigung. Die nächste Versammlung findet im Restaurant Wienecke, Alte Jakobstr. 83, am Sonnabend, den 24. Februar, statt. gehende Widerlegung. Alsdann beschäftigte sich die Versammlung mit dem Urtheil der Kommission, betreffend die Angelegen heit Löhnert wider Frau Papenbrock. Das Ürtheil fiel zu Ungunsten der Frau Papenbrock aus. Eine gutbesuchte Formerversammlung tagte am Weißenfee. Eine Versammlung der Arbeitslosen tagte 12. Februar bei Müller, Johannisstr. 20. Kollege Körst en gab einen Bericht über die im Reichsamt des Junern stattgefundene Konferenz bezüglich der Sonntagsruhe in der Metall- hier am 8. Februar, in der Genosse Zubeil das Referat überindustrie. Troßdem der§ 105 c Abs. 3 der Gewerbe- Ordnung Kritik des Redners an" der heutigen Produktionsweise und die nommen hatte über:" Die Ursachen der Arbeitslosigkeit". Die Beschäftigung unter gewissen Rautelen in genügendem Maße zuIn der Freien Vereinigung der Bauarbeiter hielt am läßt, find eine Masse Petitionen in dieser Sache eingelaufen, eingehende Darlegung, in welcher Weise sich Staat und Kommune 11. Februar Dr. med, Sommerfeld einen interessanten Vortrag. inspirirt von den großen Kapitalisten, die, falls berücksichtigt, ihrer Pflicht, eine Linderung der Arbeitslosigkeit herbeizuführen, Der Vortragende hat die Absicht, eine Untersuchung zu veran die ganze Sonntagsruhe illuforisch machen würden. Wie der entziehen, fanden die lebhafteste Zustimmung in der Versammstalten über die nachtheiligen Folgen, die in anbetracht der Vorwärts" seinerzeit berichtete, waren die Arbeitgeber, die Be lung. Nach einer längeren Diskussion wurde folgende Resolution schweren Arbeit der Bauarbeiter bei dem menschlichen Organis- triebsleiter und Sekretäre von den industriellen Verbänden ver- angenommen: Die Versammlung spricht ihr Bedauern aus, daß mus zu konstatiren sind. In der Diskussion sprachen sich die treten. Außer unserem Genossen hatte man noch vier Hirsch die Behörde trotz der ungeheuren Arbeitslosigkeit durchRedner zustimmend zu dem Referate aus, und wird die Ver- Duncker'sche, sowie mehrere unorganisirte Arbeiter, bei denen es aus nicht willens ist, die Nothlage der Arbeitslosen, zu sammlung den Vortragenden in seinem Unternehmen unterstützen. Mühe machte, sie überhaupt zu einer Aeußerung zu bewegen, mildern, besonders daß die Inangriffnahme der KanalisationsZu dem Zweck sollen Listen ausgelegt werden, in die sich die herangezogen. Lobend anerkannt muß werden, daß die Gewerbe: arbeiten noch nicht erfolgt ist. Die Versammlung ist daher der Kollegen eintragen, die bereit sind, sich einer ärztlichen Unter- räthe trotz der unverhohlenen Feindschaft, welche ihnen dieKapitalisten Meinung, daß nur durch ein festes Zusammenschließen der Arfuchung zu unterziehen. Der Aufforderung Mitglieder des Vereins vertreter entgegenbrachten, sich durch Objektivität und Sachkenntniß beiter ihre Lage gebessert werden kann. Deshalb werden die zu werden, leisteten 30 Kollegen Folge. Sodann wurde bekannt bei den Verhandlungen anszeichneten. Tringend zu wünschen sei, daß Anwesenden der hiesigen Arbeiterorganisation ihre Unterstützung gegeben, daß am 26. März eine Matinee des Männer Gesangs die Regierung in dieser Frage fest bleibt, damit das bischen Sonntags- angedeihen lassen. Ju Schöneberg fand am 9. d. M. in der Schloßbrauerei vereins Hilaritas" stattfindet. Die nächste Versammlung findet ruhe, was vom 1. Januar 1895 Platz greifen soll, nicht durch am 11. März bei Wilke, Andreasstr. 26, statt. die Ränke der Unternehmer zu nichte gemacht wird.( Lebhafter eine gut besuchte Bolksversammlung statt. Genosse Megner Eine Mitgliederversammlung des Zentral- Ver- Beifall) Uebergehend zu dem Bericht des Ausschusses vom Ge- referirte über unfere Geschäftslage". Sehr treffend beleuchtete Eine Mitgliederversammlung des Zentralbandes der Maurer Deutschland 3( Bahlstelle Berlin 2) verbegericht führt der Redner die Beschlüsse dieser Institution Redner die Ursachen und Wirkungen der gegenwärtigen Gebandes der Maurer Deutschlands( Rahlstelle Berlin 2) in gedrängter Kürze vor. Für das Barbiergewerbe und für den schäftskrise. Des Weiteren kam er auf die von uns vorgetagte am 11. Februar. Der Bevollmächtigte Gröppler gab der Blumenhandel hat der Ausschuß eine siebenstündige Arbeitszeit schlagenen, von den Gegnern aber unberücksichtigt gebliebenen Versammlung zunächst eine kurze Uebersicht über die Thätigkeit für zweckmäßig erachtet, gegenüber den fünf Stunden für die Abhilfen zur Linderung des aus der schlechten Geschäftslage reter Rahlstelle im vergangenen Jahre. Bei der darauf folgenden anderen Branchen. Die Einrichtung des nädtischen Arbeits- fultirenden Nothstandes zu sprechen. Den Schluß der Rede Wahl wurde die Kollegen Frisch zum ersten, Hausherr zum nachweises konnte in der Form, wie sie Dr. Freund vorgeschlagen, bildete ein warmer Appell an die Anwesenden, überall da, wo zweiten Bevollmächtigten, Erbel zum ersten, Golisch zum zweiten nicht angenommen werden. In der Diskussion wurde die uns noch ein Recht gelassen ist, dasselbe wahrzunehmen, um auf Kassirer und Henkel zum Echriftiührer gewählt. Revisoren sind Praxis des Gewerbegerichts eingehend erörtert. Kollege diese Weise selbst Remedur zu schaffen, was die bürgerliche die Kollegen Jänife, Hoffmann und Gröppler. Außerdem wurden Steinme, der als Beisitzer der Schneiderkammer Rlaffe hartnädig verweigert. In der Diskussion nahmen ver noch zu Hilfsfassirern gewählt die Kollegen Panser für den Westen, Holec für Südwesten, Riester für Südosten, Schreiber zugetheilt ist, betont, wie die Vorsitzenden im Gegensatz gegen schiedene Redner Gelegenheit, aus Erfahrung das Gesagte zu für Osten, Schatz für Norden und Haffe für Moabit. Die J. für Osten, Schatz für Norden und Hasse für Moabit. Die früher oſt ſehr kurz angebunden sind, sodaß die Beisitzer dadurch bestätigen. Weiter fand die Wahl eines Komitees zu der im Lokale, in denen die Hilfskassirer kassiren, bleiben bis auf weiteres beschränkt werden, ihre Meinung zu äußern. In der Kammer VI März d. I. stattfindenden Gemeinderathswahl statt; dasselbe Lokale, in denen die Hilfskassirer kassiren, bleiben bis auf weiteres sind einige Arbeitnehmerbeisiger ausgeschlossen, weil sie, wie an- besteht aus den Genossen Ha celbusch, Sommer, Raue, die alten und werden in nächster Zeit nochmals bekannt gegeben. gegeben wurde, Armenunterstützung erhalten haben, an deren Schimansky und Krause. Nachdem Silberschmidt noch in furzen Worten berichtet, wie Stelle sind aber nicht die Stellvertreter ge= weit die Einigung unter den Berliner Maurern gediehen iſt, nommen, sondern vier der Hirsch Dunderschen Eingelaufene Druckschriften. wurde die Versammlung geschlossen. Richtung angehörende Beisiger.( Hört! Hört!) ,, Der Sozialdemokrat", Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuth firaße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Unter Kreuzband für Februar- März 1 M. Nr. 8 vom 17. Februar hat folgenden Inhalt: Kongreß der In der öffentlichen Versammlung der Textil- Wie in einigen Fällen festgestellt wurde, fizzen die Arbeitgeber Arbeiter und Arbeiterinnen am 12. d. M., die recht Beisitzer einzelner Branchen noch in den Kammern, trotzdem für gut besucht war, erörterte Reichstags- Abgeordneter Bueb die die betreffenden Berufe jetzt das Innungsschiedsgericht zuständig fraurige Lage der Hausweber. Die Hausindustrie, welche früher ist. Redner wünscht, daß man frühzeitig mit den Vorbereitungen einen felbständigen Kleinbetrieb darstellte, hat, wie der Referent für die nächste Wahl zum Gewerbegericht beginne. Poillon Independent Labour Party. Die Landtags Wahlrechte: tarlegte, diesen Charakter längst verloren. Heute sind die Haus- verspricht sich von einem städtischen Arbeitsnachweis nichts; die II. Sachsen. Rentengüter in Preußen. I. Das Elend der industriellen Lohnstlaven des Rapitalismus. Die Echenßlichkeit dort als Beamte fungirenden Arbeiter würden jedenfalls bureau- Landarbeiter. v. Egidy über die Arbeitslosen Versammlung. Politisches. Vom Lande. Parteinachrichten. der hausindustriellen Ausbeutung übertreffe noch bei weitem die fratisch werden, man solle das Parlamenteln lassen. Störstenin Fabriken und Werkstätten, der kapitalistische Profit fei auf antwortet kurz auf diesen Ausfall, worauf Bernißky das Wort Agrarisches. dem Hungertode der Haußindustriellen begründet. Große ironische erhielt zum Bericht der Gewerkschaftskommission. Ueber den Soziale Kämpfe vor 800 Jahren. Rautsky über die GeHeiterfeit rief des Referenten Erinnerung an den Ausspruch des Stand des Nürnberger Streits berichtete Rollege Dinse, daß werlichaiten. Zustände in Bädereien.- Bergarbeiterleben. Herrn v. Bötticher, daß in der Textilindustrie ein geschäftlicher die Modelle zum Theil nach Offenbach zur Anfertigung geschafft Kriminaldirektor Davibach.- Arbeiterschutz. Arbeiterversicherung. Aufschwung, Lohnaufbesserungen und Arbeitermangel zu ver- jeien, infolge dessen haben die Kollegen einer dortigen Werkstatt Gewerkschaftliches. Sozialstatistisches. Zur Arbeiterlage. zeichnen feien, hervor. Als Gegenstück hierzu führte Redner die die Arbeit niedergelegt; vielleicht würde man ein derartiges Vermischtes. Todte schau.- Literatur. " Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.