Nr. 187. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pranumerando: Bierteljährl. 3,30 t, monaft. 1,10 wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint tägli Vorwärts Berliner Volksblatt. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Stolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. „ Kleine Anzeigen", das fettgedruckte 2ort 20 Big.( zuläffig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafftellenan zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes meitere Wort 5 Big. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Injerate für die nächste Nuummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritplat, Nr. 1983. Abrüstung. Von Richard Gädke. 11 Sonntag, den 12. Juli 1914. weniger als 152 955 Mann. Beiläufig gesagt beträgt die Durchschnittsstärke des deutschen Heeres 764 893 Mann, sie ist also um 192 012 Mann größer als die tatsächliche Stärke des französischen Herres im April 1914. Mit tiefer innerer Genugtuung erfüllt es unsere Rüstungspresse, erfüllt es die ganze Welt, die sich in Und während nach Einführung des Dreijahrgesebes Deutschland das Monopol des Patriotismus" aus höchst- dessen Totalstärke gegenüber dem April 1913 um volle eigener Machtvollkommenheit beigelegt hat, daß sich in Frank- 192 425 Mann sich hätte vermehren sollen, beträgt der tatreich eine Mehrheit für das Dreijahrgesetz wieder gefunden sächliche Zuwachs nur 96 805 Mann; der Abgang hat hat. Wie in Deutschland sind es nur die Sozialisten, die sich also gegenüber dem 3meijahrgesetz um entschiedene und grundsätzliche Gegner der Rüstungswut ge- 95 620 Köpfe vergrößert. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morigplat, Mr. 1984. Die Indizierung an sich ist in keiner Weise geeignet, die Stellung Waders herabzudrücken. Wie viele große Theo= Togen sind wegen einzelner Stellen in ihren Werken auf den Inder gekommen! Professor Sepp ( München), ein Zeitgenosse Joseph v. Goerres, erzählt, daß auch dieser größte Vorfämpfer des Katholizismus in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts vor der Gefahr gestanden habe, seine Mystik", die sicher der theologisch anfechtbaren Säße nicht wenige enthält, indiziert zu sehen; König Ludwig I. von Bayern habe diese Gefahr abgewandt, indem er sehr entschieden auf das unliebsame Aufsehen hingewiesen, welches eine solche Maßregel gegen den Verfasser des Athanasius" in der gangen fatholischen Welt hätte hervorrufen müssen." Also nur ruhig Blut! Mit dem Fall Wacker ist es nichts; und noch weniger Bedeutung hat der Hirtenbrief des Bischofs von Como und feine Belobigung durch den Papit Bischöfe schreiben doch öfters verrückte Hirtenbriefe, nicht nur in Como, sogar im deutschen om ist so etwas schon öfters passiert. Deshalb keine Aufregung! Köln. Boltsztg." macht ja doch ihr Geschäft: Die blieben sind; wie in Deutschland die sogenannten Fort- Bielleicht hat Jaurès doch nicht ganz unrecht, wenn er schrittler, so bleiben in Frankreich die Radikalen darin stecken, meint, daß das Volksheer, das er zu schaffen wünscht, nicht dem Gedanken der Erleichterung der Rüstungen eine höfliche nur billiger sei und geringere wirtschaftliche Schäden nach Verbeugung zu machen, während sie praktisch seine Verwirk- sich ziehen, sondern zugleich einen höheren Nutzertrag bringen lichung mit einigen banalen Redewendungen auf den Nimmer- würde. mehrstag verschieben. Mit wohlwollender Herablassung ver- Aber auch für uns ergeben sich lehrreiche Betrachtungen. fichern in holdeſter Uebereinstimmung agrarische wie liberale Bunächst ist es ja gar nicht wahr, daß der Beibehalt des dreideutsche Organe durch den Mund sogenannter Sachverstän- jährigen Dienstes unseren Alldeutschen so gleichgültig ist. diger, daß man in Frankreich die Bedeutung überschäße, die Seine großen Schäden verschweigen sie natürlich nur aus wir der Abschaffung oder Fortdauer des Dreijahrgefeßes freundnachbarlicher Rücksicht für die französischen Kameraden; beilegen. Das würde in richtiges Deutsch oder richtiges so lange es aber besteht, gewährt es ihnen den glänzendsten Französisch überjeßt lauten:„ auch wenn ihr abrüstet, wir Agitationsstoff für weitere Heeresvermehrungen in Deutschrüften weiter". Darf man sich wundern, daß derartige land. Man braucht ja nur die grotest- phantastischen Zahlen, Gedankengänge die europäische Welt mit Unruhe erfüllen mit denen Herr Reim seine gläubigen Zuhörer füttert, der und Deutschland im Lichte des Friedensstörers erscheinen nüchternen und grauen Wirklichkeit gegenüberzustellen, wie laffen? Es ist ungefähr der gleiche Standpunkt, den unsere fie die obige Zusammenstellung der französischen Humanité" Flottenenthusiasten England gegenüber untentwegt ein- nachweist. Sätten jetzt die Franzosen eine Abschaffung des genommen haben:„ Wir bauen weiter, folange es uns Dreijahrgesetzes in nahe Aussicht gestellt: nichts wäre unseren Spaß macht und unsere Mittel reichen, und wenn's Euch Rüstungsfanatikern unangenehmer gewesen. nicht gefällt, dann justament gerade!" Immerhin: in Frankreich hat man doch wenigstens die Anlaß, sich über die Indizierung der Waderschen Schrift und Ich will nicht leugnen, daß neben dem materiellen Inter- Möglichkeit zugegeben, unter gewissen Bedingungen zu einer bie Stöln. Bolfsztg.", einen Artikel bringt, in dem es heißt, die effe der Waffen- und Schiffsindustrie, das allerdings sehr Erleichterung der Dienstpflicht schreiten zu fönnen. Bei uns Sentrumsmitglieber empfänden naturgemäß über ihre Behandin die Wagschale fällt, bei vielen Deutschen ein starter, aber leugnet man sie schlankweg und mit jenem Tone hoffärtigen lung durch die in- und ausländischen Cuerireiber- allem Anfalsch verstandener Patriotismus die treibende straft ihrer Besserwissens, der eines der übelsten Kennzeichen unserer schein nach rechnet das Blatt auch den Papst zu den Quertreibern Rüstungsbegeisterung ist. Bei den meisten jungen Leuten Bureaukratie ist. Unsere ganze sogenannte Jugendausbildung ben liefsten Schmers": der gebildeten Stände wirkt in dem Untergrunde ihres ist nichts als eine patriotische Spielerei zu alldeutschen Bewußtseins der alte Traum germanischer Weltherrschaft 3weden; einen praktischen Wert hat sie nicht. Und doch instinktiv mit; sie verwechseln die politische Macht des steht für uns noch mehr als für Frankreich die Sache fo, Staates, verwechseln dessen ausgreifende Eroberungs- und Herrschaftspolitik mit der Wohlfahrt, dem Glück, dem Gedeihen des Volkes. Und insofern glauben sie wenigstens patriotisch zu sein, während sie in Wahrheit unreif sind und einen erschreckenden Mangel geschichtlicher Einsicht zeigen. Bei der Menge der Flotten- und Wehrvereinler ist es einfach Modesache, sie schwimmen mit dem Strom mit, um gute Kinder zu bleiben und sich mit den Mächtigen nicht anzulegen. Diese selbst aber bedürfen der Rüstungen, bedürfen der Furcht vor dem Kriege um ihrer eigenen Machtstellung willen. Wozu die Aufregung? Das kurze Glückwunschschreiben Papst Pius X., welches sich direkt nur auf den Bischof von Como und dessen Diözese bezieht, bewegt sich in ganz allgemeinen Wendungen; es läßt insbesondere in feiner Weise erkennen, daß der Papst irgendwie den Ausfall des Bischofs gegen den Reichsausschuß der deutschen Zentrumspartei gebilligt habe oder billigen wolle, und bietet daher nicht den geringsten Anhaltspunkt für die ausschweifenden Kommentare, welche die fulturfämpferische und zentrumsfeindliche deutsche Presse daran knüpft." Mit welcher Seelengröße doch Herr Bachem Ohrfeigen einzuEin großer Mann. Selbst das größte Nashorn steden versteht! Ein großer Mann. bat fein so schönes, dices Rhinozerosfell. Das Possierlichste aber ist, daß zu derselben Zeit, wo Herr Julius Bachem erklärt, die Zentrumspolititer hätten gar feinen den Hirtenbrief des Bischofs bon Como aufzuregen, sein Batt „ Die geschilderten Stimmungen haben in den letzten Jahren immer weitere Streise ergriffen, und auch manche Männer, die im öffentlichen Leben stehen, wurden davon erfaßt. Statholifen, die im öffentlichen Leben Deutschlands sich betätigen, haben es ohnehin nicht leicht; es werden an sie die größten Anforderungen an Zeit, Kraft und Gefundheit gestellt, sie gefährden nicht selten ihre eigene Zukunft, berauben sich selber mancher Möglichkeiten des Fortkommens, mancher Anstellungsmöglichkeiten und müssen sich und ihren Angehörigen manchmal Opfer auferlegen, die an croismus grenzen. Wenn nun solche Männer aus den eigenen Reihen beschimpft und angefeindet werden, wenn diese Anfeindungen nicht mehr aufhören wollen, wenn sie sich sogar aus dem Ausland immer neue Verdächtigungen ihrer kind= lichen Treue gefallen lassen müssen, gegen die niemand sie schüßt, dann ist das Knirschen des inneren Menschen" eine durchaus erklärliche psychologische Erscheinung." Kurios. Entweder liegt, wie Herr Julius Vachem behauptet, neigt, das lettere anzunehmen. Die Pariser Bombengeschichte. daß wir ein Gleichgewicht oder gar ein Uebergewicht unserer militärischen Sträfte nicht mehr durch die mobilisierte Friedensarmee, wie start sie auch sei, sondern nur durch eine solide Organisation unserer zahllosen Reserven, d. h. durch eine Annäherung an das berpönte Milizsystem gewinnen fönnen. aber unsere uniformierte Bureaukratie ist vielleicht noch gedankenärmer als die nichtuniformierte. Und doch liegt die Aufgabe der Zukunft in der Verkürzung der Dienstzeit, in der militärischen Jugendausbildung und in der streng territorialen Gliederung des Heeres. Jeder Bezirk ein Regiment! Das ergibt nämlich zu gleicher Zeit die schnellste und glatteste Die Rüstungen sind gewiß nicht allein von Deutschland Kriegsbereitschaft, eine viel bessere als unser gegenwärtiges ausgegangen; jahrelang hat Frankreich nach dem unglücklichen System. Freilich müßte man dann auch die Waffen dem Ausgange des Krieges von 1870/71 die Revanche gepflegt Manne in die Hand geben wie in der Schweiz! und für die Revanche sich vorbereitet. Aber dann wuchs Doch ich will aufhören: vielleicht erblickt man in dieser eine neue Generation heran, dann kam eine friedliche Tendenz Anregung bereits die Aufforderung zum Hochverrat! Bei auf; es kam der Streit mit England um Gaschoda, und uns und in Rußland ist alles möglich. In Wirklichkeit aber nicht der geringste Anlaß für die Zentrumsgrößen vor, sich aufes fam im Jahre 1905 das 3weijabrgeses, glaube ich, daß solche wahrhafte Boltsbewaffnung nur der uregen und zu Inirschen, dann ist das Knirschen der durch das Frankreich endgültig dem mili- erste Schritt zur allgemeinen Abrüstung sein wird und sein oder die Zentrumspolitiker haben tatsächlich begründeten Anlaß Herren höchft überflüssig und lediglich ein alberner Zeitvertreib; tärischen Wettlauf mit Deutschland zu ent- foll. Je mehr die Völfer Herren ihrer Geschide werden, desto oder die Bentrumspolitiker haben tatsächlich begründeten Anlaß fagen schien. Alle chauvinistischen Federn der deutschen feltener wird die Notwendigkeit eines Krieges an sie heran-„ Tag" dummes, einfältiges Geschwäb. Wir sind vorläufig geheran- um Sinirschen, dann ist Herrn Julius Bachems Artikel im roten Presse waren damals in eifrigfter Arbeit, diese giveifellos treten. friedliche Strömung in Frankreich mit dreifter Stirn ab. zuleugnen; unsere westlichen Nachbarn wurden nach wie vor als unser Erbfeind hingestellt, mit dem eine Versöhnung unmöglich sei, weil man sie eben jenseits der Grenze nicht wolle. Man hatte auch bald einen neuen Bankapfel gefunden: Marokko! Und zugleich das steigende Zerwürfnis Die Führer der Kölner Heritalen Richtung sind gar gespaßige mit England! Niemals ist die deutsche Politik so ungeschickt, eut". Während der eine von ihnen über die ihnen von Rom Bon der mysteriösen Bombenaffäre ist immerhin ein Zipfel aufso herausfordernd, so von wechselnden Launen abhängig und applizierten Ohrfeigen erbärmlich jammert und die Zerrüttung des unentschloffen gewefen. In den Jahren von 1905 bis 1913 fatholischen Volkslebens durch das Verhalten der römischen Surie gebedt worden. Die von der Polizei bald mit phantastischen„ Infor haben wir den Rest unseres Ansehens in der Welt verloren. mit schmerzbewegter Fistelstimme beklagt, erklärt der andere mit mationen", bald mit Dementis versorgte Nachrichtenpresse hat die in Sinfort glaubte unsere gedankenlose Diplomatie es nur durch nonchalanter Sandbewegung:" Macht nichts; denn, genau besehen, Beaumont- sur- Oise verhafteten Kiritschew" und Trojonaresti" zu immer gewaltigere Rüstungen mühsam erhalten zu können. sind ja die Ohrfeigen gar nicht für uns bestimmt also nur feine Helden eines Attentats plans gemacht, dem nach der einen Version der Aufregung, selbst wenn die Bace brennt!" Zar, nach der anderen der Präsident der Republik zum Opfer fallen Torheit, daß der Balkankrieg fie nötig gemacht hätte; Zu der letzten Sorte gehört Herr Dr. Julius Bach e m. Im sollte. Sind diese Schauergeschichten mehr oder minder interessierte nein, die Unfähigkeit unserer Leitung hat Deutschland die roten„ Tag" veröffentlicht er einen Artikel unter der Ueber- Sensationsmache, so ist doch das eine sicher, daß eine Bombe eine neuen gewaltigen Opfer auferlegt; sie hat auch die wachsende schrift:" Wozu die Aufregung?", in dem er den großen Rolle bei einem Erpressungsverfuch gespielt hat, der am lehten FreiDeutschfeindlichkeit in Rußland zum großen Teile mit Gemütsathleten spielt und erklärt, die Zentrumsparteiler hätten tag von drei Russen an einer polnischen Kerstin, Frau Dr. Stroverschuldet. Von hier, nicht mehr von Frankreich, droht nicht den geringsten Anlaß, sich über die Wader- Affäre aufzuregen, fepti, hier berübt worden ist. Frau Dr. Strofetzki, deren Mann wenn überhaupt der Fortdauer des Friedens die denn erstens hätte die Indigierung der Wackerschen Schrift gar schriftstellerisch für den Sozialismus wirkt und mit den anarchistischen nichts zu bedeuten, und zweitens wäre das Verfahren der Inder. Elementen der polnischen Emigrantion manchen Strauß ausgefochten Aber die Franzosen glaubten sich durch unsere Wehr- kongregation nur ein gelindes Abführmittel verdünntes Rizi- hat, erhielt Freitag während ihrer Ordinationsstunde- fie iſt in vorlage unmittelbar bedroht, und die Wiedereinführung der nusöl, das einem so verdauungsgewaltigen Magen, wie dem einer Kinder- Ambulans tätig den Besuch dreier Individuen, die dreijährigen Dienstzeit war die unmittelbare Folge. Eine Waderschen oder Bachemschen, nimmermehr schaden könnte. fie zunächst für Unterstützungsuchende hielt. Kaum in ihren Salon Antwort beinahe der Verzweiflung; denn die Kriegsstärke " Der Fall Wacker," so versichert Herr Bachemt, steht insoweit eingetreten, besetzten sie die Türen und der eine sagte brutal:„ Wir des französischen Heeres wird dadurch nicht um einen einnoch auf dem alten Fled, als niemand weiß, welche Stellen in kommen um Geld." Frau Dr. Strosetti wollte ihnen einige Geldsigen Mann erhöht, nur die Kriegs bereitschaft vermehrt. der Wackerschen Erweiterung seiner Effener Rede von der Inder- stücke reichen, aber der Sprecher der Bande forderte 400 Fr. und beAber welche ungeheuren Lasten hat das Bolt damit auf sich fongregation beanstandet worden sind. Auch Stadtpfarrer Wader gründete das damit, daß er und seine Begleiter Anarchisten" seien. genommen, finanziell wie wirtschaftlich, und mit welch unselbst weiß es nicht, wie er vor einigen Tagen in einer Rede In ihrer Aufregung stieß Frau Dr. Strojekti an einen Tisch an, zureichendem Erfolge! anläßlich des 14. Verbandstages der Windthorstbünde Badens in worauf einer der Anarchisten" rief:" Achtung! Eine Bombe Emmendingen festgestellt hat. Nur der kanonistisch durchaus ist da!" In der Tat lag auf dem Tisch ein in Papier eingewickelter Geschulte vermag bielleicht zu erkennen, welche Säße für die ernsteste Gefahr! Jaurès hat sich das Verdienst erworben, in seiner ,, Humanité" die außerordentlichen Lüden nachzuweisen, die Tod, Krankheit, Urlaub fortwährend in den Reihen des fran. zöfifchen Heeres reißen. Während seine Totalstärke im April diefes Jahres 725 836 Mann betragen sollte, waren tatsächlich mur 572 881 unter den Fahnen; es fehlten also nicht Baris, 10. Juli.( Eig. Ber.) " Indizierung der Wackerschen Schrift etwa in Betracht gekommen blinderförmiger Gegenstand. Die Bedrohte ließ sich jedoch nicht einfirld; mit Sicherheit wäre das aber nur aus einer Rundgebung schüchtern und erklärte mutig:" Ich habe feine ingit vor Ihrer der Jnderkongregation zu ersehen. Was die Unità Cattolica Bombe, wenn ich auch allein bin. Wenn Sie mich töten wollen, werde über den Inhalt des Spruchs der Rongregation fagt, entbehrt ich mich nicht verteidigen, Aber so viel Geld habe ich nicht und kann aller und jeder Beglaubigung... ich Ihnen nicht geben," '' In diesem Augenblick kam eine Näherin, oürch den Lärm an- gelockt, aus dem Nebenzimmer, worauf die Burschen Revolver hervor» zogen und die beiden Frauen bedrohten. Sie zogen es indes vor, sich zu entfernen. Vorher fragten sie noch:„Werden Sie uns anzeigen?" Die Aerztin erwiderte:„Nein. Ich beklage Sie. Gehen Sie fort. Sie selbst werden sich denunzieren. Denken Sic nach! Haben Sie Hunger? Wollen Sie Geld zum Essen? Vielleicht kommen Sie dann aus ver- nünftigere Gedanken." Die Eindringlinge verzogen sich schleunigst. Die Aerztin verstän- digte hierauf die Hausmeisterin, die Kassiererm eines benachbarten Ladens und telephonierte mehrere Kollegen an, um sie vor diesen Be- suchcrn zu warnen. Es ist nun höchst wahrscheinlich, daß die Polizei von dieser Affäre rasch Wind bekommen hat. Jedenfalls hat sie die Bomben- träger mehrere Tage lang beobachtet. Warum hat sie sie nicht verhaftet? Nun behauptet sie, daß die in Bcaumont Verhasteten mit zweien der Besucher der Aerztin identisch seien. Frau Dr. Stro- setzki, der sie gegenübergestellt wurden, hat sie wohl nicht agnosziert, dagegen glaubt ihr Dienstmädchen, sie zu erkennen. Aber wenn diese Identität vorliegt, sieht die Verhaftungsszene nach einer beabsichtigten Sensationsmache aus. Man läßt gefährliche Menschen dieser Sorte frei herumlaufen, das Leben ihrer Nebenmenschen gefährden, mit Bomben allergefährlichster Art— so sagen die amtlichen Chemiker— auf Landstraßen spazieren gehen und umgibt dann ihre schließliche Verhaftung mit einem aufregenden Mysterium. Legt das nicht den Gedanken nahe, daß die Bombenmänner gewissen Leuten von der Polizei sehr gelegen kamen, ja, daß sie— vielleicht ohne es selbst zu wissen— an Drähten tanzten, die von fremder Hand gezogen wurden? Bisher sind weitere vier Russen verhaftet worden, auf deren Teilnahme an der Bombenaffäre die Polizei hauptsächlich aus dem Grund zu schließen glaubte, well ihre Adressen bei einem der Bombenträger vorgefunden wurden. Einer von ihnen, ein junger, kaukasischer Fürst Abaschidze, wurde eigentlich nur darum ver- hastet, weil er gerade dazu kam, als ein anderer aus seiner Werk- statt abgeführt worden war und die Polizisten noch dort Ivaren. Wie es heißt, ist Abaschidze ein harmloser Jüngling, der sich in Paris seines Lebens freut und von Landsleuten erfolgreich anpumpen läßt. Jedenfalls scheint der Polizei die Gelegenheit nicht unwillkommen zu sein, bei den russischen Emigranten einzudringen und nach Be- lieben Durchsuchungen anzustellen. Wenn man weiß, auf welchem kollegialen Fuß manche französischen Polizisten mit ihren Kollegen von der Ochrana stehen, gibt die Geschichte zu denken. Ungeheuer- lichcrweise hat die Polizei auch bei Genossin Dr. S t r o s e tz k i, also dem Opfer der Erpresser, eine Hausdurchsuchung angestellt und ist dabei mit größter Rücksichtslosigkeit verfahren. Als wichtige eorpora delicti wurde eine Spule mit Bleidraht, die zu Repara- turcn im Fall von Kurzschlüssen dient, und ein Lehrbuch der Chemie für Studenten mitgenommen. Man denke nun daran, daß sich diese Affäre just im Augenblick ereignet, da B u r z e w neue Enthüllungen über die russischen Polizei- Umtriebe in Frankreich begonnen hat, und die französischen Sozia- listen daran gehen wollen, die Säuberung ihres Landes vom Ochranagesindcl energisch zu betreiben. Man braucht dabei keines- wegs anzunehmen, daß„Kiritschew", der, wie es heißt, in russischen Gefängnissen gesessen hat, bewußt den Agenten gedient habe. Wir erinnern nur an die vielbesprochene Brüsseler Affäre Hartenstein, die dem Erpressungsversuch bei Frau Dr. Strosetzti fast Zug um Zug gleicht, und als deren Anstifter der berüchtigte Harting-Landesen gc- gölten hat, während der unglückliche Fanatiker Hartenstein da? selbst- läse Werkzeug war. Jedenfalls ist diese neueste Bombengeschichte so verdächtig, daß nicht nur alle russischen Sozialisten gegen die Versuche, die revolu- tionäre Emigrcmtion mit ihr zu kompromittieren, protestieren, sondern auch die russische kommunistisch-anarchiftische Gruppe beschlossen hat, eine Untersuchung anzustellen, um zu erforschen, wer„Kiritschew" angetrieben und bei seinem Vorhaben unterstützt hat. 9 9 '* Das Enüe ües Schwindels. Paris, 11. Juli. Nach einer anscheinend von der Polizei- präfektur herrührenden Zeitungsmeldung scheint man nun- mehr zu der Ueberzeugung gelangt zu sein, daß die Ver- hafteten Kiritschew und Trojonareski keiner» lei politischen Anschlag geplant haben, und daß sie nur ganz gewöhnliche Verbrecher sind. pdlitisihe Uebersicht. Aenderung der Geschäftsordnung des Reichstages? Die Gerüchte über den Rücktritt des preußischen Justiz- niinisters wegen seiner Ausführungen im Herrenhause über das Sitzenbleiben der sozialdeniokratischen Reichstagsmitglie- der beim Kaiserhoch haben der halboffiziösen Korrespondenz W o t h, wie sie mitteilt, Anlaß gegeben, an einigelet- tende Parlamentarier eine Umfrage zu richten, um festzustellen, ob tatsächlich wegen des Sitzen- bleibens eine Aenderung der Geschäftsordnung geplant wird. Das Resultat dieser Umfrage faßt die be- treffende Korrespondenz in folgender Mitteilung zusammen: „Eine fraktionelle Besprechung über die Vorgänge in der letzten ReichstagSsitzung hat nach der Schließung des Reichstages nicht mehr stattgefunden. Es kann deshalb«uch nicht gesagt werden, ob die Fraktionen im November Maßnahmen ergreifen werden, um solche Zwischenfälle zu verhindern. Verschiedentlich ist wohl privatim angedeutet worden, daß die bürgerlichen Frak- tionen die Pflicht hätten, den Monarchen vor Beleidigungen zu schützen. Mit Ausnahme der Konservativen sind die bürgerlichen Parteien der Ansicht, daß der Reichstag kaum in der Lage sein dürfte, solche Demonstrationen wirksam zu verhindern. Eine größere Reform der Geschäftsordnung läßt sich nur von einer imposanten Mehrheit durchführen, in Geschäftsordnungsfragen hat im gegenwärtigen Reichstag aber selten Einmütigkeit ge- herrscht. Man vergegenwärtige sich, daß es nicht einmal im preußischen Abgeordnetenhause der Mehrheit gelungen ist, eine Reform der Geschäftsordnung durchzusetzen, die viel weniger demokratisch war, als die bisher für den Reichstag geäußerten Wünsche(Sitzungsausschluß, Geldstrafen usw.). Dazu kommt, daß technische Schwierigkeiten einer Reform der Geschäftsordnung im angedeuteten Sinne entgegenstehen. Ein Kaiserhoch wird meist am Schlüsse der Tagung ausgebracht, ein Ausschluß nach der Schlußsitzung wäre also ein Unding, weil keine weiteren Sitzungen folgen. Ueberhaupt sind Ausschluß von Sitzungen und Geldstrafen Dinge, die der deutsche Reichstag wohl nimmermehr in seine Geschäftsordnung als Ordnungsstrafen einführen wird. In unserer Rundfrage s prachensich fürOrdnungs- st rasen nur Konservative aus, während die übrigen Parteien überhaupt wenig Lust verspürten, den einzelnen Vor- fall zu einer Geschäftsordnungsreform zu benutzen. Gewiß war am Tage der Schlußsitzung die Stimmung dafür vorhanden, im Herbst wird man die Situation aber von anderen Gesichtspunkten auS betrachten. Von einer Seite wird die Schuld an dem Vor- fall dem Präsidenten Kaempf allein zugeschoben, der die An- beraumung einer besonderen Schlußsitzung versäumt hatte. In Zukuizft wird man wohl wieder zu diesem Mittel greifen, zumal die Sozialdemokratie durchblicken läßt, daß sie ähnliche Demon- strationen vermeiden wird. Befürchtet wird in den Antworten auf die Umfrage, daß die Absicht, die Geschäftsordnung zu ändern, zu dem Versuche führen könnte, die Rechte des Reichs- tage? weiter einzuschnüren und die Redefreiheit zu beschneiden. Eine Mehrheit für solche Attentate würde allerdings nicht zu- stände kommen, es würden aber langwierige Debatten sich ent- fesseln, die Zwietracht zwischen den Parteien säen und das Zu- sammenarbeiten der bürgerlichen Parteien noch mehr erschweren würden. Es besteht allgemein der Wunsch, vor- läufig nicht an der Geschäftsordnung zu rütteln." Es ist vernünftig von den bürgerlichen Parteien— mit Ausnahme der Konservativen natürlich— daß sie nicht an der Geschäftsordnung rütteln lassen wollen. Der Erfolg der Rüttelei würde der Sozialdemokratie nichts schaden, wohl aber den rüttelungslüsternen Parteien und der hohen Regie- rung— und nach den letzten Blamagen hat diese gar nicht mehr viel an Ansehen zu verlieren.— Verwerfung der Revision Karl Schneidts. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Redakteurs der „Tribüne", Karl Schneidt, der vom Landgericht IH Berlin am 4. April d. I. zu sechs Wochen Festungshaft verurteilt worden war, weil er durch den Abdruck eines von dem Mitangeklagten Dr. Zepler in dessen Blatt„Der Weg" veröffentlichten Briefes eines Backfisches Maximilian in Mexiko. Auch ein Jubiläum. II. Der„Kaiser" Maximilian sollte nur allzu schnell er- kennen, daß er ohne die französischen Bajonette ein Nichts in dem fremden Lande war, denn es gab keine Partei, auf die er sich wirklich stützen konnte. Die Masse des Volkes war durchaus re- publitamsch gesinnt, und was die sogenannten Monarchisten an- ging, so galt der österreichische Erzherzog den Liberalen als zu klerikal und den Klerikalen als zu liberal. In der Tat konnte über die Rückerstattung der verkauften Kirchengüter eine Einigung zwischen Maximilian und dem päpstlichen Nuntius nicht er- zielt� werden, und der Usurpator, der auch mit dem Segen des Papstes hinausgezogen war, sich ein Land und eine Krone zu er- obern, stand bald in einem unversöhnlichen Gegensatz zur römischen Kurie. Auf der anderen Seite wurden die Großgrundbesitzer, die Haciendados, durch eine Verfügung des„Empcradore" aufgebracht, die wenigstens eine bedingte Aufhebung der Peiwnage, der Schuld- sklnverei, ins Auge faßte. Aber dieses Dekret wie fast alle die anderen Verordnungen, mit denen Maximilian überaus ver- schwenderisth um sich warf, blieben auf dem Kanzleipapier stehen, denn er selbst verfügte weder über eine geordnete Verwaltung, noch über eine militärische Macht, um seinem Willen Nachdruck zu verschaffen, und die Franzosen spielten sich als die Herren des „5raisers" auf, dachten aber nicht im Traume daran, seine Be- fehle zu vollstrecken. Namentlich zwischen Maximilian und dem Marschall B a z a i n e gab es eine endlose Kette von Reibe- reien, die sich bei der Frau Maximilians zu einem wütenden Hasse gegen den französischen Oberbefehlshaber verdichteten. Aber nicht nur militärisch, sondern auch finanziell hingen„Kaiser" und „Kaiserreich" ganz und gar von den Franzosen ab. Die Kasten waren leer, und um nur die notdürftigsten Summen zusammen zu kratzen, muhten zu märchenhaft hohem Zinsfuß Anleihen um Anleihen aufgenommen werden. I u a r e z und seine Anhänger hatten sich zwar in einen äußersten Zipfel des Landes zurückgezogen, aber von dort aus be- unruhigten sie durch einen geschickt geführten Kleinkrieg unaufhör- lich die fremden Eindringlinge. Als alle Versuche, die Führer des Gegners mit den lockendsten Versprechungen in das Lager Maximilians hinüberzuziehen, gescheitert waren, gedachte er die republikanische Bewegung in einem Meer von Blut zu ersticken. Ein Dekret vom 2. Oktober 1865 rühmte die„Nachsicht", die die kaiserliche Regierung aufgehetzten Elementen gegenüber bisher an den Tag gelegt habe, und den Erfolg dieser Politik: Die ehrenhaften Männer haben sich um ihre Fahne geschart und die gerechten und liberalen Grundsätze angenommen, die ihre Politik leiten. Die Unordnung wird nur noch von einigen Führern aufrecht erhalten, deren aufgewühlte Leidenschaft mit Patriotismus nichts zu tun hat, und durch eine zügellose Sol- dateska, die stets die letzte trübe Spur von Bürgerkriegen bleibt. Von jetzt ab geht der Kampf zwischen den ehrenhaften Männern der Nation und den Banden von Missetätern und Räubern. Die Zeit der Nach- sichtistvorbei.... t Und im Anschluß daran verfügte ein Dekret vom folgenden Tage, daß künftig alle Anhänger d«S Präsidenten I u a r e z, die mit den Waffen in der Hand ergriffen würden, dem Tode verfallen sollten. Wenig später schickte auch Marschall B a z a i n e an die oberen Befehlshaber der französischen Truppen eine Zivkular- dcpesche, in der es hieß: Den Truppen ist bekanntzugeben, daß ich keine Gefangenen mehr wünsche. JedeS Individuum, mit den Waffen in der Hand ergriffen, wird erschossen. Gefangene werden nicht mehr ausgetauscht. Der Marschall besaß so viel beißende Ironie, diesen Blutbefchl mit dem Satz zu schließen:„Ein Krieg auf Leben und Tod, ein Kampf bis aufs Messer beginnt beute zwischen der Barbarei und der Zivilisation." Im Zeichen dieser von Europa eingeführten „Zivilisation" wurden dann in den folgenden Monden Ströme von Blut verschüttet, und auf nicht weniger als 46 006 schätzte man die Zahl der Republikaner, die Maximilians Dekret und Bazaines Anweisung, die eine so unmenschlich wie das andere, über die Klinge springen ließen! Aber auch der weiße Schrecken in seiner furchtbarsten Form vermochte dem wankenden Throne Maximilians keinen Be- stand zu sichern. Zog die französische Regierung ihre Hand von Mexiko ab, so schmolz die ganze Kaiserherrlichkeit wie eine Schnee- mauer an der Sonne dahin. Dem Louis Bonaparte aber brannte das mexikanische Abenteuer mit jedem Tage mehr auf den Nägeln. Volkstümlich war die Expedition nach Mexiko in Frankreich keinen Augenblick gewesen, und jetzt hakte die immer kühner werdende parlamentarische Opposition daran ein, um die auswärtige Politik des Kaiserreiches überhaupt in Grund und Boden hinein zu verdonnern. Mochten die Sprechminister Napoleons, wie Rauher, von dem mexikanischen Streich als einer genialen und glorreichen Idee faseln, die Thiers, die Favre, die Picard und all die Vorkämpfer der bourgeoisen Opposition hatten den Beifall des Landes für sich, wenn sie die Gefahren der Expedition schilderten, die dem Budget monatlich 14 Millionen koste und 40 000 Mann der besten Truppen dauernd fernhalte, oder wenn sie es gebührend brandmarkten, daß Mord, Brand und Plünderung die Spuren des französischen Heeres in Mexiko be- zeichneten. Mußte die Bewegung im Innern Napoleon, der seine künstlich gemachte Popularität mit Schreck immer mehr schwinden fühlte, schon auf die Notwendigkeit verweisen, hinter dem mexikanischen Abenteuer den Schlutzpunkt zu setzen, so kam von anderer Seite eine viel ernstere Mahnung, Schon im April 1864, noch ehe der Habsburgische Prinz den Boden Mexikos be- treten, hatte die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika die französische Regierung wissen lassen,„eS passe der Politik der Vereinigten Staaten nicht, eine monarchische Regierung errichtet den Kronprinzen beleidigt haben soll. Der Angeklagte Dr. Zepler hatte die Revision zurückgezogem_ Klassenjustiz. Ludwig Thoma zieht in der neuesten Nummer des „März" eine recht interessante Parallele zu der Charlottenburger Denkmalsaffäre und der schweren Verurteilung der daran Beteiligten. Er schreibt: „Vor etwa dreißig Jahren mußten die Alünchen«, welche ftühmorgens über den Odeonsplatz gingen, einen Spaß sehen, den sie unerhört oder übel nannten, über den sie aber gewiß nicht in„ungeheure Erregung" gerieten. Das Denkmal Lud- wigs I. war mit roter Farbe bekleckert, das heißt, nur das Antlitz des großen Kunstenthusiasten war bemalt und sah sonder- bar genug aus. Dem einen der Pagen, der neben dem Pferde einherschreitet, war der Pinsel in die Hand gesteckt, in den Arm des anderen war der Farbtopf eingehängt worden. Diese Steige- rung der Unverfrorenheit wirkte eigentlich versöhnend. Ganz München lachte. Man hatte junge Künstler oder Studenten in Verdacht, aber man gönnte es den Tätern, daß sie unentdeckt blieben. Auch die, welche recht mißbilligend die Köpfe schüttelten, waren doch nicht geneigt, in dem Ulk— so hieß man das in jener angenehmeren Zeit— ein Attentat auf da? Andenken des verstorbenen Königs zu sehen. Die Polizei ließ die Farbe ab- waschen und nach einer Stunde sah Ludwig l. wieder ehern und feierlich zum Hofgarten hinüber. Ich weiß nicht, ob die Unter- suchung mit fieberhaftem Eifer geführt worden ist. Man war damals überhaupt nicht gerne fieberhaft und auch die Staats- anwälte rochen nicht so viel schlechte Gesinnung wie heute. Jeden- falls kam nichts heraus, und ein paar Tage nach dem Vorfalle redete man kaum mehr davon. Mir hat etliche Jahre später ein Universitätssreund den Täter, oder da es mehrere waren, den Rädelsführer genannt. Es war ein Student, der heute ein an- gesehener Mann und Familienvater ist. Und da er, wenn jene Erzählung meines Freundes auf Wahrheit beruht, ein Richter ist, so möchte ich ihn heute wohl fragen, wie er über daS Berliner Urteil denkt, das den Verunzierern des Kaiser Friedrich- Denkmals je 1)4 Jahre Gefängnis zuerkannte. Geht es ihm wie dem Reiter über den Bodensee, der tot vom Pferde sank, als er hinterdrein die Gefahr erkannte, in der er geschwebt hatte?! Wahrscheinlich nicht. Denn er weiß, daß der Spruch gegen ihn nichl so grausam ausgefallen wäre. Er hat einige Anhalts- punkte dafür in dem Verhalten der öffentlichen Meinung, die seine Tat recht milde beurteilte. Obwohl sie erheblich verbreche- rischer war, als die des Rudolf Linke, denn der Münchner Atten- täter hat das Antlitz der Majestät verkleckert, während der Ber- liner nur den Sockel beschrieb. Die Gesinnung des Münchners war auch verdammswerter. Er wollte, von niemand und durch nichts angereizt, bloß Aergernis erregen, Linke hat sich für ein Verbot des Polizeipräsidenten revanchieren wollen. Und doch war gegen ihn die öffentliche Meinung so hart, daß sie seine Verurteilung zu 13 Monaten förmlich billigte. Wird der er« fahrene Richter, der nun aus jenem verwegenen Studenten ge- worden ist, den Unterschied finden, der seine Tat als Jugend» torheit und die des Linke als Verbrechen bewerten ließ? Er liegt ausschließlich in der Klasse, und darin, daß nian die Dummheit eines jungen sozialdemokratischen Arbeiters ans politischen Gesichtspunkten beurteilt. Politik verdirbt nicht bloß den Charakter." Trotz des Jndexverbots. Ueber die Jndizierung von Wackers Schrift„Zentrum und kirchliche Autorität" wird der„Zentralauskunftsstelle der katho- lischen Presse" von zuständiger Seite, wie es in der jüngsten Nummer der„Petrusblätter"(Nr. 41. Seite 492) heißt, geschrieben:' Es handelt sich nun im Falle Wacker gewiß um einen an- gesehenen und um die katholische Sache verdienten Priester. Wenn ihm trotzdem von der römischen Entscheidung vor deren Veröffentlichung keine Mitteilung gemacht wurde, so hat dies seinen Grund eben darin, daß der indizierte Vortrag überhaupt nicht verbessert werden kann, weil die Idee, welche ihm zugrunde liegt, und ihn wie ein roter Faden durchläuft, nach Ansicht der Jndexkongregation u n d d e s Pa p st e s falsch ist. Darum vermißt man in dem Dekret den sonst wohl üblichen Zusatz„donec corrigatur". Ist ein Index- Verbot ohne diesen Zusatz„donec corrigatur" einmal ergangen, auf den Trümmern einer republikanischen und unter den Auspizien irgend welcher europäischen Macht, auf amerikanischem Boden an- zuerkennen". Als nun das Kabinett zu Washington durch die Niederlage der Südstaaten freie Hand bekam, machte es sich. energisch daran, der Monroe doktrin: Amerika den Amerikanern! Geltung zu verschaffen. Rund heraus lehnte es die Aufforderung Napoleons ab, den mexikanischen„Kaiser" anzuerkennen, unterstützte statt dessen I u a r e z ganz offensichtlich und forderte schließlich die französische Regierung auf, ihre Truppen aus Mexiko zurückzuziehen, mit dem nur zu deutlichen Hinweis, daß die guten Beziehungen zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten sonst in drohende Gefahr kommen würden. Vergeblich berief sick M a x i m i l i a n auf den Vertrag zu Miramar, der ihm die ftanzösisdie Unterstützung verhieß, bis er sich selbst eine Nationalarmee geschaffen habe, vergeblich reiste die„Kaiserin" Charlotte nach Paris, um den„Protektor" des mexikanischen Kaiserreichs zur Fortsetzung seiner Hilfe zu bewegen— der in ihr schlummernde Wahnsinn brach als Folge dieser Aufregungen aus—, selbst wenn Napoleon wollte, konnte er nicht anders, als den Feldzug abbrechen, denn ihn weiterführen hieß Krieg mit den Vereinigten Staaten und Revolution im Innern. Im März 1867 schifften sich dann die letzten Franzosen in Veracruz ein, dar- unter Bazaine: er hatte seine Abreise absichtlich verzögert, um Maximilian Gelegenheit zu geben, sich ihm anzuschließen. Aber obwohl die Republikaner sofort jede Gegend überfluteten, aus der die Franzosen sich zurückzogen, und keinem Einsichtigen verborgen bleiben konnte, daß das Spiel gründlich aus war, be- harrte der„Kaiser", unter dem Einfluß seiner pfäfsischen Um- gebung und im Bann seiner eigenen romantischen Träume, bei dem Eigensinn, im Lande zu bleiben. So kam alles, wie es kommen mußte. Schon im Mai siel der feste Platz Queretaro, in den sich Maximilian mit einem dünnen Rest seiner An- Hänger geworfen hatte, in die Hände der Juaristcn, und da das Blut taufender gestandrechtelter Republikaner nach Rache schrie. wurde der Ex-Monarch von Napoleons Gnaden vor ein Kriegsgericht gestellt, das ihn sehr kurzer Hand samt seinen Gene- ralen M i r a m o n und M e j i a des Todes schuldig sprach. Der unverbesserliche Träumer glaubte noch immer, man werde ihn in eine Hasenstadt bringen und sich dort nach Europa einschiffen lassen, aber I uarez und den Seinen war es blutiger Ernst: am 19. Juni 1867 krachten die Schüsse des Exekutionspelotons, und über den Leichen der drei Verurteilten erhob sich der Schrei: Es lebe die Republik! In den Tagen seiner vermeintlichen Macht hatte Maxi- m i l i a n einen Preis für das beste Lustspiel und das beste Trauerspiel ausgesetzt, ahnungslos, baß sein eigenes Schicksal diesen Preis verdiente, denn was als ausgemachte Komödie im Frühsommer 1864 begann, endete als vollendete Tragödie drei Jahre später, und das einzig Bleibende von diesem pomphaften Kaiserstück war das Bild, auf dem der große französische Im- pressionist M a n e t die Exekution der drei Schacher von Ouerctaro festhielt. " Eine nette Zumutung, die so eine königlich preußische Behörde To liegt keine Veranlassung vor, dem Verfasser oder anderen BerBraunkohle gegen Steinkohle. jonen einzelne infriminierte Stellen mitzuteilen, weil jeder an die gemaßregelten Schulvorstandsmitglieder stellt: sie, die man Kundige sich selbst sagen muß, daß es nicht auf einzelne Stellen, für unwürdig" erachtet, das Ehrenamt im Schulvorstand auszuüben, geeignet. Systematische feuerungstechnische Versuche haben aber Die Braunkohle galt für industrielle Zwede lange als uns sondern auf den Grundgedanken, die Richtung, den Geist der sollen nun selbst mit aus der Mitte des Gemeinderats sechs andere, schließlich ergeben, daß die Braunkohle sogar mit Vorteil indus Schrift ankommt. Manchmal jedoch, z. B. im Falle Schell, wur- Würdige", wählen. Das hat auch schon insofern seine Schwierig- triellen 3weden dienen kann. Sie erfährt denn auch steigende den den Verfassern die wichtigsten Irrtümer nachträglich mit keit, als in dem aus 12 Mitgliedern bestehenden Gemeinderat Verwendung als Industrieheizstoff. So berichtet jetzt der Braungeteilt. Es steht dahin, ob die Kongregation im Falle Wader, elf Sozialdemokraten fizzen. fohlen- Brikett- Verkaufsverein in Köln, daß er im Geschäftsjahr dessen politischen Untergrund jeder sieht, eine solche Ausnahme Die Gemeindevertretung ließ den Herrn Landrat abblißen. Sie 1913/14 von insgesamt 5 208 019 Tonnen 3 263 285 Tonnen als machen wird. Ein Inderdekret ist keine firchliche Strafe, es will tat das, was sie ihrer Selbst achtung schuldig ist und was sie Hausbrandbriketts abjezte und 1944 734 Tonnen als Industrielediglich die Gläubigen vor Schaden schüßen. Im allein als die von der gesamten Bürgerschaft gewählte Vertretung briketts. Der Absah von Industriebritetts ist trotz der vorliegenden Falle glaubte Rom eine besondere Veranlassung zu verantworten hat: sie wählte die abgelehnten Schulvorstands- rückläufigen Konjunktur um 10,85 Pro3. gestiegen. Die direkte zu haben, durch eine verhältnismäßig rasche Entscheidung mitglieder einstimmig wieder. cinzugreifen, weil die Waderiche Schrift in Massen berbreitet wurde." Oesterreich und Serbien. Verheizung des Briketts hat besonders an Boden gewonnen in der Industrie der Tone und Erden, sowie in Gießereien, TeerAlso der auf den Inder gesetzte Vortrag Waders ist derart, deftillationen, Kaffee-, Malz- und Cichorienfabriken für die verschiedenen Heiz- und Trockenzwecke. Auch die Verwendung für daß er überhaupt nicht verbessert werden kann, und die InderWien, 11. Juli. Wie das Neue Wiener Tageblatt" von Dampferzeugung ist in stetiger Zunahme begriffen und wird wirkkongregation hat ihn im Einverständnis mit dem Papste für so unterrichteter Seite erfährt, bestätigt sich die Nachricht, daß die sam unterstützt durch die technische Vervollkommnung gefährlich gehalten, daß sie durch eine möglichst rasche Entscheidung Mächte der Tripelentente durch ihre Belgrader Ge- der automatischen Spezialfeuerungen für Brieingriff, ohne erst den Verfasser oder den zuständigen Bischof zu sandten bei der serbischen Regierung einen freundschaft- ketts, insbesondere der Wanderroft- und Wurffeuerungen. Im hören. Dennoch wird die Wackersche Schrift nach wie lichen Schritt unternehmen werden, um auf die Not- gleichen Maße, wie die Anwendung der Gasfeuerung in induſtriellen bor weiter verkauft, und zwar von dem katholi wendigkeit geeigneter Maßnahmen gegen anarchistische verdrängt, wächst auch der Absaß der Britetts für VerBetrieben die unmittelbare Verheizung der Brennstoffe immer mehr schen( 1) Verlage der Broschüre, die bei Fredebeul u. Koenen in Elemente zu verweisen. Der Schritt der Tripleentente dürfte ga sungszwede. Im Berichtsjahr hat die Zahl der Abnehmer Effen( Essener Volkszeitung") erschienen ist. Wie sangen doch die unmittelbar bevorstehen. Man habe Grund zur Annahme, von Generator briketts zugenommen. Insbesondere sind Stegerwald- Katholiken: daß die Gesandten der Tripleentente in Belgrad ihren freund- wiederum einige Stahlwerke, veranlaßt durch den günftigen ..Was schert uns Rerum novorum, schaftlichen Rat auch in dem Sinne abgeben werden, daß Ser- Einfluß der Schwefel armut des Britetts bei der er Wir pfeifen auf Kopp und auf Korum!" bien durch seine Maßnahmen zur Beruhigung Defter stellung von Qualitätsstählen sowie durch den anreich Ungarns beitragen möge. genehmen, gleichmäßigen Betrieb der Generatoren, zur Brikettbergasung übergegangen. Die Hatz gegen Serbien. In einem offigiösen Artikel fündigt die, Kölnische Zeitung" ( Nr. 791) an, daß Deutschland in dem serbisch- österreichischen Kon= flift unbedingt neben seinem Bundesgenossen stehen werde. Nach einer Verherrlichung der maßvollen Behandlung der Südslawen durch Desterreich heißt es: Abdankung Huertas? Washington, 11. Juli. Hiesige Diplomaten haben aus Merito- City Informationen erhalten, die bejagen, daß Huerta im Begriff sei, zugunsten des Ministers des Aeußern, Carbajal, abzudanken. England. Der Kampf gegen Homerule. Durch die günstige Lage der rheinischen Braunkohlengruben fönnen alle diese Werke den Brennstoff auf billigem Wege beziehen. In anderer Weise wird die industrielle Verwendung der fohlengebiet. Bezeichnend für diese Entwickelung ist, daß kürzlich Braunkohle gefördert durch die Anlage von Werken im Braundie Papierfabrik Reisholz in Düsseldorf, in der Nähe der Rheinischen Aktiengesellschaft für Brauntohlenund Brikettfabritation ein größeres Gebiet erworben hat, auf welchem im Frühjahr 1915 mit dem Bau einer großen Drudpapierfabrik begonnen werden soll. Die Errichtung der Fabrik im Braunkohlengebiet erfolgt zur Herabminde= Und auch jetzt lehren die neuesten Meldungen, daß es von dem Volf, aus dem heraus es den furchtbaren Schlag erlitten hat, keine Demütigung, feinen Verzicht auf ein Recht, nur Einsicht und Gerechtigkeit verlangt. Es ist die politische Kultur Europas, die aus Wien heute ihre Stimme er= hebt, maßvoll und gerecht, und so, wie es die Umstände und die Ergebnisse der Untersuchung berechtigt erscheinen lassen. In UmLondon, 10. Juli. Die Versammlung der proviso- rung der Fabrikationskosten, welche durch direkte fehrung des bekannten Wortes des österreichischen Dichters fann rischen Regierung von Ulster hat eine Resolution an- Verwendung der Rohbraunkohle zu Heizungsman sagen, daß im Lager Oesterreichs heute Europa steht, soweit genommen, in der sie ihre Bereitwilligkeit ausspricht, alle vor Deutschland, das die neuesten Ereignisse mit der tiefsten bundes- parlament zu wahren, in Erwägung zu ziehen. Das Mißtrauen es die Methode der Tat von Sarajewo verabscheut, vor allem aber schläge, die gemacht werden, um Ulsters Rechte unter dem Reichsbrüderlichen Anteilnahme mitdurchlebt. Nie war man in Deutschland inniger von der Bedeutung der gegen die bona fides der Regierung zwinge sie aber, in ihren Vorhistorischen Aufgabe Oesterreich- Ungarns über bereitungen zum Widerstande gegen die Auferlegung zeugt, nie einmütiger in dem Gedanken, daß eines Homerule- Parlaments auf Ulster fortzufahren. Deutschland unerschütterlich hinter dem Bundesgenossen zu stehen habe. Das ist die Verkettung der deutschen Politik mit dem öfterreichischen Imperialismus, auch wenn er über Schlachtfelder führt. So unerschütterlich" die beiden Regierungen sein mögen, so einig find die Proletarier Deutschlands und Desterreichs in dem Willen zum Frieden. Ihre Bundesgenossenschaft ist mindestens ebenso fest wie diejenige der Potentaten. Die Proletarier beider Länder sind noch immer der Meinung, daß die historische Aufgabe" Defterreichs feinen Blutstropfen wert ist. ,, Hansi" nach Frankreich entwischt. Wie aus Kolmar gemeldet wird, ist der Zeichner Walz, genannt " Hanfi", über die franzöſiſche Grenze entwichen! Geſtern hatte er noch erklärt, daß er heute die einjährige Gefängnisstrafe, die er für sein Buch„ Mon Village" vom Reichsgericht erhalten hatte, antreten werde. Im Laufe der Nacht traf jedoch beim Gericht in Kolmar ein Telegramm ein, das in Belfort aufgegeben war und folgenden Wortlaut hatte:„ Mich haste gesehen!" Bekanntlich hatte der Verurteilte eine Kaution von 25 000 m. hinterlegt. Diese ist nun verfallen. Tas öffentliche Interesse des Breslauer Staatsanwalts. Ihr Streitbrecher freßt mich noch bankrott!" So hatte eine harmlose Logismutter ihren zwei Koftgängern geantwortet, die als Arbeitswillige bei Linte- Hofmann in Breslau tätig waren und sich über zu fleine Eßportionen beschwert hatten. Die nüglichen Elemente fühlten sich dadurch tief beleidigt, zogen aus und stellten Strafantrag. Der Staatsanwalt erhob denn auch tatsächlich im öffentlichen Interesie Anlage gegen die Logismutter und sezte es durch, daß die Frau zu 3 M. Geldstrafe verurteilt wurde, obgleich einer der Arbeitswilligen, gerade der Antragsteller, längst über alle Berge war und nicht als Zeuge erschien. Die Straftat durfte doch nicht ungerochen bleiben, wenn es sich auch nur um eine rein private Aeußerung handelt. Schrecklich! In der bisher gefügigsten Schußtruppe der konservativen Reaktion, den preußischen Kriegervereinen, friselts bedenklich. Das beweist schon der Beschluß des Kriegervereins im Odenwald, fich als Zeugen im Luxemburg- Prozeß zu melden. Doch zeigen sich auch sonst unter den inaktiven Söhnen des Mars allerhand höchst bedenkliche Erscheinungen. Aus Anlaß einer auf dem letzten Abgeordnetentage in Breslau beschlossenen Erhöhung des Bundesbeitrages auf 60 Pfennige pro Jahr sind bisher 23 Vereine aus dem Preußischen Landeskriegerverbande ausgeschieden. Damit ist aber die Massenflucht aus dem Verbande offenbar noch nicht beendet, denn die Kreuzztg." hält es für notwendig, da auch noch andere ,, Vereine vor der Entschließung stehen, aus dem Landes- Kriegerberbande auszutreten", die renitenten Krieger darauf hinzuweisen, daß sie bei Verwirklichung ihrer Absicht einer ganzen Anzahl recht bedeutsamer Vorrechte und Vergünstigungen verlustig gehen, die für das Kriegervereinsleben sowie für die Einzelmitglieder ins Gewicht fallen". Und diese Vergünstigungen" sind: " Einreichung von Gesuchen für Kameraden und Kameradenwitwen, Anträge auf Linderung der Not bei verheerenden Natur ereignissen. Ferner können die Vereine nicht mehr an Kaiserparaden oder anderen gemeinschaftlichen Festen oder Aufzügen der Kriegervereine teilnehmen, und die aus militärischen Beständen gelieferten Gewehre müssen an das betreffende Artilleriedepot zurückgegeben werden. Der für die Vereine des Preußischen Landes- Kriegerverbandes genehmigte Stempel darf nicht mehr geführt werden und die Vereine jeßen sich ferner der Gefahr aus, daß sie die Bestätigung als Kriegervereine und die Genehmigung zur Führung der Kriegervereinsfahne verlieren." " Wenn das nicht zieht, ist's offenbar mit dem Patriotismus der braven Kriegervereinler schon Matthäi am lezten. Was füglich beweisen würde, daß die autoritätsfeindliche Nörgel- und Krittel sucht unserer bösen Zeit selbst vor den getreuesten Stüßen des christ, lichen Staates nicht mehr Halt macht. Aus der Partei. zweden erreicht wird; die sorgfältig angestellten Berechnungen Braunkohle gegenüber den übrigen Betriebsarten ganz erheblich für das neue Unternehmen im rheinischen Braunkahlenrevier haben ergeben, daß die Selbst kosten durch die Verwendung der niedrigere sein werden. So tritt denn die Braunkohle in vielfachen und ernsthaften Wettbewerb mit der Steinkohle und es erscheint nicht ausgeschlossen, daß sie sich einen immer größeren Markt erobert. Arbeiterrifiko. Die Plauener Baumwollspinnerei A.-G. hat infolge Mangels an Kapital ihren Betrieb einge= stellt. Zahlreiche Arbeiter sind dadurch brotlos geworden. Leste Nachrichten. Vermehrung der bosnisch- herzegowinischen Grenztruppen. Der vierte Kongreß der Sozialdemokratie Lettlands. Nach einem Zeitraum von fünf Jahren hat der vierte Kongreß der Sozialdemokratie Lettlands stattgefunden. Am Kongreß nahmen 18 Delegierte mit beschließender Stimme teil. Die Sozialdemokratie Lettlands zählt gegenwärtig 3500 attive Mitglieder. Mit beratender Stimme nahmen am Kongreß teil mehrere bekannte Genossen unserer Partei, sowie auch Vertreter der verschiedenen Organisationen Wien, 11. Juli. Wie die„ Militärische Rundschau" erfährt, der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Rußlands. lokalen Organisationen ging hervor, Aus den Berichten des Zentralkomitees unserer Partei sowie der ist eine beträchtliche Vermehrung und Ausgestaltung der bosnischen daß die größte und herzegowinischen Grenzjägertruppen sowie der Gendarmerie Schwächung unserer Partei in die Jahre 1909 und 1910 fällt. bortselbst beschlossen worden. Ueber die Durchführung dieser Maßmit dem Jahre 1911 erwacht wieder die Massenbewegung und zu- nahmen, die bereits für die nächste Zeit erwartet werden, finden gleich gewinnt die Parteitätigteit an Ausdehnung gegenwärtig in den beteiligten Ministerien Beratungen statt und und Stärke. In den letzten drei Jahren haben großartige es verlautet, daß ein diesbezügliches Projekt schon in wenigen politische Streits und Demonstrationen stattgefunden Tagen der Militärkanzlei des Kaisers vorgelegt wird. Diese Vor( am 9. Januar, am 1. Mai, am Gedächtnistage der Lenamassaters usw.), wobei in Riga allein die Zahl der Ausständigen 60 000 bis fehrungen stehen im engsten Zusammenhang mit der im letzten 70 000 betrug und gegen 10 000 Arbeiter sich an den Straßendemon- gemeinsamen Ministerrat beschlossenen schärferen Grenzübers strationen beteiligten. Anläßlich dieser Ereignisse wurden Aufrufe wachung. in lettischer, russischer und littauischer Sprache verbreitet. und Flugblätter in einer Anzahl von 30 000 bis 40 000 Exemplaren Saltillo, 11. Juli.( W. T. B.) Es scheint, daß die Meldung, Petitionskampagne" zweds Agitation für das Koalitionsrecht verlief durchschnittlich befriedigend; in Riga erreichte die Zahl der Guyamas sei von den Bundestruppen geräumt worden, verfrüht unterschriften selbstverständlich auf illegalem, dem einzig mög- fehlshaber der Belagerer, eingetroffen sind, besagen, daß seine war. Nachrichten, die jetzt vom General Ivaredo, dem Be lichen Wege gesammelten über 5000. Truppen Guyamas auf der Landseite vollständig eingeschlossen " Die haben. Verfrühte Siegesmeldung. Energisch und entschlossen wurde die Wahlkampagne zur Vierten taIn( Mitglied der Dritten Duma) trotz aller Einschränkungen des Duma geführt, wobei der Kandidat unserer Partei, Dr. Breedinfamen Wahlgejebes mehr als 5000 Stimmen in Riga auf sich verZur Katastrophe der„ Empres of Ireland". einigte. Nur dank den ungeheueren Repressalien und der EliminieZu dem an anderer Stelle unseres Blattes gegebenen Entrung von mehr als 2000 proletarischen und halbproletarischen Wäh- scheid der mit der Untersuchung des Zusammenstoßes betrauten lern aus den Listen der Wahlberechtigten blieb der reaktionär- liberale Regierungskommission wird noch gemeldet: Block Sieger. Aftive Teilnahme an den Kommunalwahlen nahmen Quebec, 11. Juli. Lord Mersey hat heute die Beschlüsse der unsere Organisationen hauptsächlich auf dem flachen Lande, und Untersuchungskommission zur Katastrophe des„ Empreß of Irezwar in mehreren Gegenden mit recht gutem Erfolg. Der Partei land" verlesen. Es heißt darin unter anderem, daß der Offizier gebührt auch das Hauptverdienst beim Gründen von Gewerkschaften, Tuftenes, welcher zu der Zeit des Unglücks die Verantwortung für Arbeiterkorporationen und Bildungsvereinen, sowie auch bei der die Führung des„ Storstad" trug, zu tadeln ist, weil er den Kurs Durchführung des neueingeführten Arbeiterversicherungsgesetzes. des Kohlenschiffes geändert hatte. Wir bedauern, führte Lord Die legale Arbeiterpresse, die mit einigen Unterbrechun- Mersey zur Frage der Verantwortlichkeit an dem Unglück aus, gen schon vom Jahre 1906 bis zum Frühjahr 1910 bestanden hatte, wurde im Jahre 1911 wieder auf eine sichere Basis gestellt. Mit irgend jemandem die Schuld beimessen zu müssen, doch konnten wir dem Beginn des Jahres 1914 wurde unsere Arbeiterzeitschrift in zu feinem anderen Ergebnis kommen, als zu dem: daß Tuftenes eine Tageszeitung umgewandelt, die gegenwärtig bis 12 000 Abon- verkehrt und nachlässig handelte, als er bei dem Nebel den Kurs nenten zählt. In marristischem Geiste redigiert werden auch die änderte, wie er es unzweifelhaft getan hat. Er handelte falsch und beiden anderen Organe, das gewerkschaftliche sowie das fooperative. nachlässig, indem er die Führung des Schiffes behielt und den KapiNach dem Kongreß erscheint nun auch ein theoretisches Organ, eine tän nicht rief, als er sah, daß der Nebel tam. Der Bericht führt in strengmarxistischer Richtung geleitete Monatsschrift. weiter aus, daß das Unglück in keinem Falle irgendeiner besonderen Der Kongreß faßte mehrere wichtige Beschlüsse, die die weiteren Eigenart der St.- Lorenz- Wasserstraße zugeschrieben werden könnte, Richtlinien unserer Parteitätigkeit und ihre wichtigsten Organisa- es würde sich unter den gleichen Verhältnissen auch überall anders tionsaufgaben festlegen. Tiefere Meinungsverschiedenheiten traten nur auf bei der Stellung der Partei gegen die anderen Partei- zugetragen haben. Hinsichtlich der Frage, in welcher Weise die gruppen der Sozialdemokratie Rußlands, sowie beim Festlegen der Schiffe sich einander näherten, führt der Bericht aus, daß die Frage Prinzipien unserer Taktik. der Verantwortlichkeit sehr einfach liege und sich aus der BeantDie Mehrheit des Kongresses hat bis auf weiteres eine neutrale wortung der Frage ergebe, welches der Schiffe den Kurs im Nebel Stellung den beiden Fraktionszentren in der russischen Sozialdemo- geändert habe. Tuftenes habe sich in einem Irrtum befunden, fratie gegenüber eingenommen; doch treten in den Beschlüssen ziem- wenn er geglaubt habe, daß bei der„ Empreß of Ireland" die Ablich klar jene Anschauungen zutage, wie sie die Richtung der Bolsche- sicht bestand, Backbord an Backbord aneinander vorbeizufahren, oder wifi vertreten. unter den Kongreßmitgliedern und die Beschlüsse wurden entweder Doch habe es den Anschein, als ob das Mißverständnis keine Folgen In anderen Fragen herrschte eine ziemlich große Einmütigkeit daß sie durch ihre Lichter die Absicht kundgetan hätte, dies zu tun. einstimmig oder mit großer Stimmenmehrheit angenommen. gehabt haben würde, wenn nachher beide Schiffe den Kurs eingehalten hätten. Der Bericht gibt weiter der Ueberzeugung Ausdrud, daß von der Storstad abgehalten hätte. Immerhin sei die Kommission nicht der Ansicht, daß darin, daß Kapitän Kendall zur größeren Aus Industrie und Handel. Sapitän Stendall vorsichtiger gehandelt haben würde, wenn er weiter waren. 37 Millionen Mark Versicherungsgewinn. Eine Statistik des Aufsichtsamtes für Privatversicherung für Vorsicht das Schiff stoppen ließ, eine unseemännische Handlungsdas Jahr 1912 umfaßt 116 Aktiengesellschaften mit 211 Unter- weise zu erblicken sei, oder daß dem Umstand, daß es nicht weiter nehmen. Deren eingezahltes Kapital betrug 166,59 Millionen auswich, ein Teil der Schuld an dem Unglück beizumessen sei. Der Mart. Der rechnungsmäßige Gewinn, an dem die Versicherten Grund für das rasche Sinken der„ Empreß of Ireland" sei gePreußisches Selbstverwaltungsrecht- ein ganzer Schul- nicht beteiligt sind, stellt sich auf 37% Millionen Mart. Der Ge- wesen, daß die Schließschotten zwischen zwei Keffelräumen beschädigt Schul- winn macht 22,5 Proz. des eingezahlten Kapitals aus. Die Einvorstand nicht bestätigt! richtung des Aufsichtsrates tostet die Versicherten nicht weniger als Der Bericht empfiehlt, zukünftig bei Nebel die wasserIn Goldlauter, einem Orte im Kreise Schleusingen 8% Millionen Mart. Das ist ein Geschäft! Um es sich nicht durch dichten Schotten soweit als möglich geschlossen zu halten und ( Thüringen), wurde am 25. April d. J. ein aus sechs Personen be- die" Bolksfürsorge" verderben zu lassen, die so niederträchtig ist, empfiehlt weiter die Verwendung von Flößen, welche ins Wasser stehender Schulvorstand gewählt, der, wie das bei der Zu- keinen Profit machen zu wollen, hat man alle reaktionären Kräfte gleiten, wenn das Schiff sinkt. sammensetzung des dortigen Gemeinderats leicht erklärlich ist, nicht mobilisiert. Mit einem Konkurrenzunternehmen, das aus der den Beifall einer hohen Behörde fand. Und sie holte zu einem Schlage Versicherung ein profitables Geschäft machte, würde man sich ab= Ein Passagierdampfer in Seenot. aus. In der Gemeinderatssigung vom 6. Juli wurde ein finden, aber eine Versicherung, die lediglich dem Wohle der Ber- Buenos Aires, 11. Juli.( Meldung der Agence Habas.) Der Schreiben des Landrats verlesen, in dem mitgeteilt wurde, sicherten dient, die grundsätzlich keinerlei Profite erzielen will, Dampfer Mendoza", der 257 Personen an Bord hat, hat drahtlos daß die Bestätigung der Wahl der sechs Schulvorstands- ist der kapitalistischen Gesellschaft ein Dorn im Fleische. Darum gemeldet, daß er in der Nähe von Punta Mogotes(?) in gefähr mitglieder versagt werde und eine Neuwahl durch die Ge- wird die Heze gegen die Voltsfürsorge" auch in Zukunft nicht licher Lage aufgelaufen sei. Der Kreuzer Patria" und meindevertretung zu veranlassen sei, erlahmen. zwei Schlepper find zur Hilfeleistung ausgelaufen. HERMANN TIETZ LEIPZIGER STRASSE ALEXANDERPLATZ FRANKFURTER ALLEE Saison- Ausverkauf Dieser Verkauf erstreckt sich auf fast alle Abteilungen. 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Juli, findet vor der Hagener Straffammer die Berufungsverhandlung in einem Prozeß statt, der verdient, kurz gewürdigt zu werden. " " dem Einbinder richt annahm? Hoffentlich kommt die Berufungsinstanz zu einem anderem Urteil. Das fehlte gerade noch, daß man die Arbeiterschaft durch Gerichtsurteil ganz allgemein der sittlichen Verwahrlosung beschuldigt! Warum finden Streitfünder nicht so milde Richter? Berlin und Umgegend. Sonntag, 12. Juli 1914. ist bereits der Maschinist geworden, der seit Jahren im Betriebe arbeitet und wohnt. Er soll es gewesen sein, der dafür Sorge getragen hat, daß die Genoffen im Stadtparlament es erfuhren, daß der Oberscharfmacher atrta 3 Stunden mit der Firma fonfertert babe, wie man den vermaledeiten Sozis eins auswischen kann. Der Maschinist mußte schuld daran sein, daß die Liste der freien Gewerkschaften gewann, weil iq der Direktor zu diesem ausdrücklich gesagt hat: Machen Sie beim Maschinenpersonal Ihren Einfluß geltend, daß diese Leute für unsere Biste stimmen." " Binnen 24 Stunden mußte der Maschinist mit Weib und Kind den Betrieb verlassen, mußte seinen bestellten Acker im Stiche laffen, Die Organisation wird für ihn sorgen. Aber erwartet hätte man, daß ein derartiger Betrieb, der sein Bion- Malz auch an die Arbeiterschaft absent, feinen Arbeitern wenigstens die Rechte läßt, die ihnen knapp genug im Rahmen der Gesetze zugesprochen sind. Jeder ehrlich denkende Mensch wird ein derartiges Benehmen der Firma berurteilen. Die Kraftdroschkenführer halten in ihrem Stampf geschlossen aus Von der geringen Zahl Arbeitswilliger ist der größte Teil von den In einer öffentlichen Metallarbeiterversammlung, die Streifenden wieder herausgezogen. Diese Arbeitswilligen waren Ende März in Hohenlimburg i. Wests. abgehalten wurde, größtenteils Chauffeure aus anderen Berufen, die in Unkenntnis referierten die Bezirksleiter Martin aus Düsseldorf und der oder durch unwahre Versprechungen von seiten der Unternehmer geGewerkschaftssekretür Hoffmeister aus aus Hohenlimburg täuscht in den Betrieben eine Gastrolle gegeben haben. Die Unterüber die gelben Werkvereine. Dabei behaupteten sie von dem nehmer sind durch den Verlust dieser Arbeitskräfte vollends Gelben in Hohenlimburg, nervös geworden und versteifen sich nunmehr aufs Schimpfen Führer der und Denunzieren. Trabert, So hat ein Unternehmer im Lofal sich daß er„ nach einwandfreien Aussagen geäußert, daß er für jeden Streifenden, den man in die Fresse jugendlicher Arbeiter ein mit der Sittlichkeit kaum zu haut", 3 M. zahlt. Ein anderer Herr hat zu einem Arbeitswilligen bereinbarendes Verhalten an den Tag gelegt habe, das viel- geiagt: Fahren Sie die Streifposten über den Haufen". Bu guter Aus dem Fleischergewerbe. Wegen Richtanerkennung des Tavisleicht noch dem Staatsanwalt Gelegenheit zum Einschreiten legt werden die Streitposten von seiten einzelner Unternehmer vertrages ist die Sperre über folgende Fleischereien verhängt: geben werde". Trabert lief zum Kadi. Es kam zu einer geradezu unverantwortlich schifaniert. Sowie sich ein Streifpoften In Weißensee die Firmen: Sildmann, Lothringenstraße 44, Privatklage gegen die beiden Gewerkschaftsangestellten, ihren sehen läßt, holen die Herren einen Schugmann und verlangen die Schreiber. Berliner Allee 34, Zaubenheim, Berliner Gewährsmann, den Arbeiter Schick, den Redakteur Grünrock Feststellung des Streifenden. Leider finden sich auch Beamte, die Allee 220; Jessen, Berliner Allee 223; ischer, Berliner bom demokratischen Gemeinnütigen" in Hohenlimburg und dem grundlosen Verlangen dieser Unternehmer nachkommen. Jedoch Allee 236; in Lichtenberg Rummelsburg die Firmen: muß gesagt werden, daß ein Teil Beamter den Unternehmern be- Schreiber, Kantstr. 23; Gengelbach, Ede Kant- und Mozartden Redakteur der Lüdenscheider Volksstimme", Genossen deutet hatten, daß eine Sistierung unberechtigt wäre, da eine straße; Thiele, Türrschmidtstraße, und Wölfel, Borhagener Böttcher, die in ihren Berichten die Anschuldigung gegen Hebertretung in feiner Weise vorliegt. Straße 24 a. Trabert wiedergegeben hatten. In der Hauptverhandlung vor dem Hohenlimburger Schöffengericht traten die Beklagten den Wahrheitsbeweis an, der ihnen glänzend gelang. Es wurde bewiesen, daß der Gelbenführer einem jugendlicher Arbeiter den Geschlechtsteil aus der Hose genommen und daraufgespieen hatte; es wurde festgestellt, daß er, als einem anderen jugendlichen Arbeiter der Arbeitstittel unter dem Riemen hervorkam, die Hose, heruntergezogen hatte. Weiter wurde durch mehrere Zeugen be stätigt, daß Trabert einem mädchenhaft aussehenden jugendlichen Arbeiter gesagt hatte, er wollte ihm den Geschlechtsteil untersuchen. Nachts in der Pause neben dem Jugendlichen sigend, bersuchte er auch, ihm an den Geschlechtsteil zu fassen, worauf sich dieser losriß und davonlief. Eines Tages meinte Trabert zu demselben jugendlichen Arbeiter, wenn er ein" 8witter" fei, könne er„ beim Militär Regimentsmarie spielen". Einem anderen Jugendlichen beschmierte Trabert den Geschlechtsteil mit gelber Farbe. Doch neben diesen Dingen sind noch Aeußerungen Traberts erwiesen, über die man in einer Zeitung nicht berichten kann. Und was geschah, obwohl der Wahrheitsbeweis nicht besser gelingen konnte? Die fünf Angeklagten wurden verurteilt, und zwar Schick zu 20 M. und die übrigen zu je 50 M. Strafe. Und weshalb? Nun, weil 3 sich nach Ansicht des vorsitzenden Richters um harmlose Fabritscherze handelte. Es heißt ausdrücklich im schriftlichen Urteil: „ Gewiß ist nicht zu verkennen, daß die von den Zeugen befundeten Borfälle an sich gegen die Sittlichkeit verstoßen; anderer seits aber sind derartige Späße und Redensarten in den Fabriken, besonders in solchen, in denen, wie beim Höschwert, die Arbeiter nur mit Schweißlittel und Hose bekleidet zu arbeiten pflegen, bei den unbeschäftigten Arbeitern während der kurzen Arbeitspausen an der Tagesordnung. Nach Ansicht des Gerichts fann es sich bei den von den Zeugen bekundeten Vorgängen nur um durchaus harmlose Fabrit scherze handeln, da bislang niemand darin etwas gefunden hat." Woher hat der Herr Nichter wohl seine Kenntnis der Arbeitersitten? Die Arbeiterschaft muß es sich doch ganz energisch verbitten, sei es immer von welcher Seite, in dieser Weise eingeschätzt zu werden. Woher rührte denn die Empörung gegen den gelben Trabert und weswegen flagte er, wenn die Scherze" derart harmlos waren, wie das Ge" Kleines Feuilleton. La carrière ouverte aux talents! sagte Napoleon: Bahn frei für die Talente! Gefängnis auch für die Genies! ruft die kapitalistische Gesellschaft, und läßt durch ihre Lobredner noch verkünden, daß wir auf der besten aller Welten leben. Wie auf der anderen Seite die Arbeitsailligen behandelt werden, geht aus folgendem hervor: Ein Unternehmer aus der Rostoder Dies kann man wohl als nobel bezeichnen. Auf der anderen Seite straße fuhr seine Arbeitswilligen per Droschte selbst nach Hause. scheint der Herr aber seine Schäfchen nicht sehr hoch einaufchäßen; denn als ihm jemand während der Fahrt anrief, wo er hinfährt, rief er ganz laut:„ Ich fahre Streifbrecher nach Hause." Ob der Herr bei einer eventuellen Anflage wegen dieses Ausspruchs auch verurteilt würde werden? Die Chauffeure sind auch in jeder Weise geschult und lehnen es Die Aussperrung bei der Firma Hirschfeld u. Co. in ab, auf Provokationen der Unternehmer einzugehen, mögen sie so weißensee dauert fort. Die Firma war bis zum heutigen Lage beleidigender Art sein wie sie wollen. nicht zu bewegen, in Ginigungsverhandlungen einzutreten. Berschiedene Arbeitswillige haben die Arbeit wieder eingestellt. We uns mitgeteilt wird, versucht man das Gerücht zu verbreiten, als der Arbeitswilligen sagte aus, es sei ihm dies auf dem Arbeitsfeien die Ausgesperrten wegen Diebstahl entlassen worden. Eine nachweis gesagt worden, er wife aber nicht mehr, wer ihm dies gefagt hat. Es ist wirklich etwas unerhörtes, Gefellen, die 12 Jahre im Betrieb beschäftigt waren und sich nicht das Geringste zuschulden tommex ließen, als Diebe hinaustellen. Weiter wird uns mitgeteilt, daß die Ware der Firma Hirschfeld u. Co. noch unter einer der Firma: Berliner anderen Firma und zwar unter lachthof. Produkte verfandt wird. Ebenso fönnen auch Gesellen unter dieser Firma eingestellt werden. Die Arbeit suchende Arbeiterschaft möge hiervon Kenntnis nehmen. Wir ersuchen die arbeiterfreundlichen Blätter um Abbrud. Die Tariffommiffion. Es muß also nochmals betont werden, daß alle Versuche der Unternehmer, aus ihrer mißlichen Lage herauszukommen, fehlgeschlagen find. Im Laufe der Woche sind wieder einige Neubewilligungen bei der Drganisation gemeldet worden. Lohnbewegung eingetreten. Buzug nach dort muß unterbleiben! Ebenfalls suchen die Linke- Hofmann- Werke in Breslan Schildermaler, welche zu Streitbrechern werden sollen. Angebote sind unbedingt zu unterlassen. Achtung, Schildermaler! Die Wiener Schriftenmaler sind in Die Zahlstelle Berlin des Verbandes der Berzellanarbeiter. Wehe dem! Deutsches Reich. Zur Vertragstrene der Unternehmer! Bei der Firma Budde u. Göhde in Eberswalde feilen feit dem 28. Mai die Former. Der Streif charaftérifiert in feinen Ursachen so recht die Vertragstreue, wie sie von mandem Unternehmer So drohte der Direktor der Firma Gebr. Patermann, Bion- aufgefaßt wird. Die Former haben vor zwei Jahren mit der Firma Malzfabrik in Teltow, einige Tage vor der Wahl des Ausschusses eine Vereinbarung getroffen, wonach unter anderem Roffstäbe über. zur Ortskrankenkasse seinen Arbeitern. Die Ursache zu dieser 4 Kilo Gewicht mit 2 m. per 100 Rilo bezahlt werden sollen. Man Drohung bot die Aufstellung einer Kandidatenliste der freien Ge- sollte nun meinen, daß folche Vereinbarungen doch auch den Zweck werkschaften. Die Arbeitgeber hatten durch einige dem Unter- haben, daß sie von den Unternehmern ihren Stalfulationen zu Grunde nehmertum angenehme Aucharbeiter eine Liste aufstellen lassen gelegt werden. Anders dachte die Firma Budde u. Göhde. In und verlangten nun, daß die Arbeiter der Bion Malzfabrik dafür einer Submiffion übernahm sie einen Poften Roftstäbe, der insstimmen sollten. Diese zumuting lehnten Bie Arbeiter ab, gesamt etwa für 50 Wochen Arbeit für die Formerei ausmacht. forgten vielmehr im stillen dafür, daß die Liste der freien Ge- Der Preis, zu dem sie die Arbeit übernahm, war aber der werkschaften glücklich gewann. Dem Direttor ließ aber seine maßen gering, daß sie unmöglich zu den mit den Formern Schneidigkeit féine Ruhe und noch kurz vor der Wahl rief er die vereinbarten Preisen hergestellt werden lonnte. Was einfacherLeute zu sich und erklärte:" Das sage ich Euch. Kommt die Liste dachte die Firma, Sie erklärte den Formern einfach, daß es durch, dann ist unsere Freundschaft zu Ende und Ihr könnt dann für die Nosistäbe nur 1,50 per 100 kilo gebe, weil dies der Breis zu Neujahr zu Guren roten Genossen gehen. Diese können auch sei, der auch anderwärts dafür gezahlt werde. Was diese Erklärung dann die Gratififationen zahlen. Bei uns gibt es nichts mehr." anbetrifft, so muß man hierbet berücksichtigen, daß die Einrichtung Dieses Gebaren der Firma wurde einige Tage nach Bekannt- der Firma recht veraltet ist, daß besonders die Gießmethode, nach werden im Stadtparlament von unseren Genossen in gebührender der unter Anleitung des akademisch gebildeten Betriebsleiters Weise gekennzeichnet. Das war der Firma zu tell. Zwei Nieder- Fressel die Rosistäbe hergestellt werden, an die Zeiten erinnert, Tagen nacheinander. Das forderte bittere Rache. Das erste Opfer da die Gießereiverhältnisse noch im Embryozustande sich befanden. und der überhaupt wichtigste Nerv enthalten war, so wurde ein| lichen, durch Sparsamkeit der Mittel um so wirfiameren Komit Versuch der Anheilung gemacht. Dieses beanspruchte freilich eine Langendorffs, der wohl ein Nachfolger Giampietros ist, verblaßten Operation von biel größerer Umständlichkeit, da allein 22 Sehnen die übrigen. Höchstens, daß Maria Alten Stimme beties. Der und außerdem ein Nerv wieder zusammengebracht werden mußten. Erfolg war gewaltig, besonders bei den Eindeutigkeiten. R. F. Der Erfolg war aber dann auch derart, daß die Hand bis auf den ersten und zweiten Finger schon nach einem halben Jahr wieder völlig gebrauchsfähig wurde ein höchst seltener und wunderbarer Fall.Musik. 1 Notizen. " " Das Genie im Zuchthaus. Jm Gefängnis zu Brüssel sitt, wegen Falschmünzerei zu längerer Strafe verurteilt, ein Mann, der insgesamt zwanzig Jahre hinter Gitterstäben zugebracht hat. Er ist aber nicht nur ein Falschmünzer, sondern ein Genie. denn er beJulius Robenberg, der Herausgeber der Deutschen schäftigt sich in seiner Belle mit schwierigen mathematischen Problemen, Rundschau", ist bald nach Vollendung feines 88. Lebensjahres am und eine seiner letzten Arbeiten wurde für so bedeutend befunden, Safe Oper( im Schiller Theater O): Mozarts Sonnabend in Berlin gestorben. Er hat wie Frenzel ein langes daß sie in die Annalen der belgischen Akademie der Wissenschaften 8 auberflöte. Perle an Perle einer unfagbar herrlichen Musfit Stück deutscher Literatur- und Geistesgeschichte miterlebt. Als junger Lyriker aufgenommen worden ist. So die bürgerlichen Blätter, die in diefer zum tönenden Kranze gewunden: das ist die Partitur dieses Wertes. er stammte aus dem hessischen Dertchen Rodenberg und Tatsache nur eine merkwürdige Kuriosität ſehen, aber nicht hätt es nur nicht ein fo läppisches Libretto mit einer Handlung, Dann machte er die hohe Schule des Auslandes durch und schilderte hieß von Haus aus Levy genoß er Freiligraths Aufmunterung. auch die grimme Satire auf die herrschende Gesellschaftsordnung die faum eine ist! Was hätte Mozart wohl erst zu geben vermocht, feine Eindrücke in Neisefeuilletons. Zu Anfang der 60 er Jahre darin entdecken. Da ist ein Ausnahmetopf, der Logarithmen, Stubif- wäre sein Berater ein wirklicher Dichter und nicht ein geſchäfts- faßte er in Berlin Boden. Nach ausländischem Muster suchte er wurzeln und Klammerrechnungen meistert trop Enter, und unbesehen gut- mäßiger Stümper gewesen! Wie die Zauberflöte nan ist, bildet sie eine große deutsche Revue zu schaffen, die„ vornehm und abgeklärt" bezahlte Mathematikprofessoren an staatlichen Lehranstalten in die Tasche als Stonjugationsoper" ein Ding ständiger Verlegenheit für die anerkannte Narren und Autoritäten um sich sammeln sollte. Die stedt. Und wo bewahrt ihn die bürgerliche Gesellschaft auf? Im Regie. Immerhin bestrebte sich Direktor Sachse, darüber so gut es ersten Anläufe mißlangen, bis dann die 1874 gegründete„ Deutsche Gefängnis, weil er außer einem Genie noch ein armer Teufel ist. ging hinwegzukommen. Nur wäre ihm wie der musikalischen Leitung Rundschau" sich durchsetzte. In seinem Roman Die Grandidiers" Denn er hat sicher nicht falsches Geld verfertigt, meil er die Taschen ein strafferes Tempo anzuraten. Sonst war die Aufführung behandelte Rodenberg als einer der ersten ein Berliner Milieu. Die boll richtigem Geld hatte, und wenn er sich zwanzig Jahre in Straf- gar nicht so übel. Frizz Krauß( Tamino) und Martin häusern umbergetrieben hat, so trägt ohne Zweifel der Hunger, der Abendroth( Sarastro) offenbaren ein überraschend flangbolles auftommende junge Generation der Raturalisten hat er in feinem nicht nur der beste Koch, sondern auch der erfolgreichste Verführer Organ; und wenn sie es sich angelegen sein lassen werden, davon Profefforenorgan eifrig bekämpft, wie es sich für sein alleen Stämpfeist, fein gerüttelt Maß Schuld. einen durchweg künstlerischen Gebrauch zu machen, kann der volle rischen und Bordringendem abgeneigtes Wefen geziente. Erfolg nicht ausbleiben. Leopold Sachse, als Papageno annehm Vorträge. Professor Bjarne Smith aus Bergen wird bar, wäre als„ Mohr", mit dem Adalbert 2 i'e 5 an wenig anzufangen am Dienstag und Sonnabend in der Urania einen durch zahlreiche wußte, vielleicht eher am Platze gewesen. Dina Mahlendorff, Lichtbilder illustrierten Bortrag Streifzüge durch Nor( Bamina) kann noch immer als vortreffliche Sopranistin gelten. Die wegen, das Land der Mitternachtsfonne", halten. Vertreterin der„ Königin" trompetete leider mehr, als gesunde Dhren Musilchronit. Das nächste Boltstonzert des philDie angeheilte Hand. Daß eine völlig vom Unterarm abge vertragen fönnen. Anna Enghardt( Papagena) sowie die beiden harmonischen Orchesters findet am Montag, den 13. Juli, in der trennte Hand wieder anwachsen und sogar ihre Gebrauchsfähigkeit Trios weiblicher Stimmen und der große Briesterchor waren recht Brauerei Friedrichshain statt. Das Brogramm dazu lautet: Unwiedergewinnen könnte, würde man nur in Märchen oder Sagen zu lesen erwarten. Auch alle Fortschritte der Chirurgie haben bisDas spärlich besetzte Haus zeigte sich recht spröde. Um dem vollendete Sinfonie H- moll von F. Schubert, Konzert für foline her nicht viel daran geändert, so daß die Wiederanheilung größerer Bublifum von heute Mozart gangbar zu erhalten, wird man wohl von 2. v. Beethoven, Sinfonie Nr. 4 A- dur von F. Mendelssohn. Teile als etwa eine Nasen- oder Fingerspige, als unmöglich oder au radikaleren Auffrischungsmitteln als einer nun soundsovielmaligen aus stellung am Lehrter Bahnhof ist der 12. Juli ein billiger Kunst chronit. In der Großen Berliner Kunstwenigstens höchst unwahrscheinlich bezeichnet werden muß. Selbst Verschlimmbesserung" des Tegtes greifen müssen. ek. Sonntag. Eintrittspreis von nachmittags 2 1hr an 25 f. Tierversuche, bei denen man doch mehr wagen kann als Friedrich Wilhelmstädtisches Theater: Das Die Musterwohnung im Gewerkschaftshause am Menschen selbst, haben nur zur geringen Erfolgen Leutnantsliebchen", Operette von Josef Siener, Mujit von bleibt während der Sommermonate bis auf waiteres geschlossen. geführt. Von großer und meist entscheidender Wichtigkeit Benno Sternberg. Diesmal werden eine Baronin und eine Re- Der Tag der Wiedereröffnung wird noch befannt gegeben werden. ist, wo eine Anheilung überhaupt möglich ist, die Länge toucheuse miteinander vertauscht. Hieraus ergeben sich Situationen, Buſchriften werden esbeten an die Kommission für vorbildliche der Zeit, die seit der Abtrennung vergangen ist, da die Blutzufuhr über die das Publikum lacht. Insbesondere werden verschiedene Arbeitermöbel im Berliner Gewerkschaftshaus, Berlin SO 16, Engelum so schwerer wieder herzustellen ist, je länger fie unterbrochen Ehen gebrochen und zu brechen gesucht, und das ist ja recht eigent- ufer 15. war. An der Schnittfläche sterben nach furzer Zeit Gewebeteile ab, lich der Zweck der bürgerlichen Che, wie der Jubel und die schalDas große Ereignis. Ob der Mirakeldichter Volldie für die Vereinigung unerläßlich find. Ist aber nur eine lende Heiterfeit der Zuschauer hinlänglich bewiesen. Jubel und möller und seine Frau, die Jungfraudarstellerin, dom Bapst geringe Bereinung zwischen den durchschnittenen Teilen geblieben, Seiterkeit galten nämlich nicht eiwa der ausgezeichneten Leistung empfangen worden sind oder nicht das ist die Frage, die die so tönnen geradezu Wunder der Heilung geschehen. Ein solches Friz Langendorffs in der Nolle eines alten Pantoffelhelden zeitgenössischen Tageshistoriker beschäftigt. Das„ Tageblatt" brachte berichtet Dr. Schloeßmann von der chirurgischen Universitätsklinik und Don Juans, sondern ebenso sehr den übrigen, meist den Schmus, die Römische Voltszeitung" bestritt ihn und Herr in Tübingen in der Münchener Medizinischen Wochenschrift. Ginem recht mittelmäßigen Leistungen. Das mittelständlerische Publikum Vollmöller stellt jetzt wiederum fest, daß der weltbewegende Vorgang zehnjährigen Knaben war die rechte Hand in eine Futterschneide- hält sich ja nicht an die ästhetische Qualität dieser oder jener Rollen- fich am 28. Juni, 10 Uhr 30 Min. vormittags ereignete. Wie bie maschine geraten und durch das scharfe Messer bis auf einen ganz darstellung was doch das einzige ist, was einen bei solchen Mach: Sache nun immer sich verhält, die Reklame marschiert, gut. " " 1 schmalen Hautteil vom Unterarm abgetrennt worden. Die Eltern werken halbwegs am Einschlafen oder Fortlaufen hindern kann Der Störenfried im Hause Wahnfried. Frau batten so gut wie möglich die Hand wieder an den Stumpf gedrückt sondern an den Stoff, an die Erotik, wonicht Pornographie, an die Jfolde Beidler will den stampf um die bestrittene Baterschaft und glücklicherweise war auch ein Arzt bald zur Stelle, der einen Sentimentalität und an die sogenannte Mufit. Gewiß. für die Wagners an ihr weiter fortsetzen. Ats Intermezzo schreibt sie Notverband anlegen und die Ueberführung in die Klinik anordnen ließ, Herrichtung von Musik für diese Art Operetten geben fich starte inzwischen ihre Erinnerungen an Richard Wagner. wo der Knabe schon 6 Stunden nach dem Unfall eintraf. Trotz den ver- Talente her oder vielmehr hin, denn es ist eine Prostitution. Das hältnismäßig günstigen Vorbedingungen gab der Chirug zunächst keine Resultat ist aber im Grunde immer dasselbe, denn diese Schmacht Hoffnung, die Hand erhalten zu können, sondern rechnete mit der fegen und Couplets, die dann der Schlagerfeuche neues Material Notwendigkeit einer Amputation. Da sich aber herausstellte, daß in liefern, gleichen fich fast alle aufs Haar, da sie ja immer dieselben bem erhalten gebliebenen Verbindungsstüd gerade eine wichtige Ader Stimmungen und Pointen auszudrücken haben. Neben der vorbild Die Krisis in der Parifer Großen Oper. Die Direttoren der Großen Oper Messager und Broussan haben nunmehr endgültig ihre Entlassung eingereicht. Shre Geldgeber haben während ihrer 6, jährigen Tätigkeit bereits 1 600 000 Frank geopfert, noch eines Tages bedanken wird, sie wieder Los zu sein. Wir bitten arbeiterfreundliche Blätter, davon Notiz zu nehmen, damit sich nicht Former aus anderen Drten bewegen lassen, dieses Eldorado aufzusuchen, da sie es angesichts der dort herrschenden rüdständigen Berhältnisse bitter bereuen würden. verein an. zu . Man muß schon in der Geschichte der Entwidelung der Gießerei-| Kaffen- und Aftenmaterials aus den Bureaus der Rechtsan- 1 bar wären. Auch habe man sich mit der von Wiesenthal gestellten verhältnisse ziemlich weit zurückſteigen, um Aehnliches zu finden. wälte veröffentlicht sind, haben eine Mehreinnahme von e'pa Bedingung, daß die Klempnerinnung seinen Rohrlegertarif für sie Wie bei allen Streits in letzter Zeit, so haben sich auch hier die 33% Proz. für den Anwalt ergeben. Rechnet man die eben- als bindend anerkennen sollte, nicht einverstanden erklären können. Gelben an die Firma herangemacht, die unter Leitung eines Herrn Auf Befragen durch R.-A. Heinemann gibt Zeuge noch an, daß Tilgner, der in der„ Sanitas" in Berlin beschäftigt sein soll, ihre falls erhöhte Auslagenentschädigung für das Gericht hinzu, Wiesenthal in Aussicht gestellt habe, es werde jogar noch Zuzug Wirtschaftsfriedlichkeit dadurch befunden, daß fie der Firma helfen, so ergibt sich eine Verteuerung der Prozeßfosten für einere kommen. Das habe er, Zeuge, dahin verstanden, nach Abschluß den Stampf in die Länge zu ziehen. Herr Tilgner weiß, warum er Sachen um 40 bis 50 Proz. Trozdem verlangen die Rechts- eines Vertrages mit der Wiesenthalschen Organisation sei zu erdies tut; hat er doch in einer bierfeligen Stunde ausgeplaubert, anwälte jetzt eine weitere Erhöhung der Gebührensäße um warten, daß zu ihr Mitglieder des Deutschen Metallarbeiterverdaß ihm für seine wirtschaftsfriedliche Tätigkeit bei der Firma Budde durchschnittlich ein Drittel der bisherigen Gebühren, bei ganz bandes übertreten würden. Kuniz hat die Empfindung gehabt ,, und Göhde 100 M. zur Verfügung gestellt sind, angeblich von dem kleinen Objekten sogar um die Hälfte. Außerdem wollen sie daß auch den Bertretern des Hirsch- Dunderschen Gewerkvereins das Bruder des Polizeiminifters von Zoebell. Diese Herren, das heißt eine andere Berechnungsart bei der Festsetzung des Streit- Verfahren Wiesenthals, durch das der Deutsche Metallarbeiterverdie Gelben haben ja auch versucht, Rausreißer zu beschaffen; mit wertes, nach dem die Gebühren berechnet werden. Es soll nicht fair erschien. Als Vertreter der Hirsch- Dunderschen hat der band lahmgelegt werden sollte, wider den Strich ging und als dem Erfolge, daß selbst profeifionsmäßige Streifbrecher schon nach einigen Lagen das Dorabo bei ber Firma wieder verließen, weil zum Beispiel bei Mietstreitigkeiten als Maximum nicht mi.hr Gewerfvereinsbeamte Jordan an den Verhandlungen teilgenommen. ihnen die Trauben dort doch zu hoch hingen. der einjährige, sondern der fünfjährige Mietzins als Strett- Dieser Zeuge erinnert sich nur, daß er sich ablehnend verhielt, weil Daß sich solche Elemente ausgerechnet in einem Kampf einfinden, wert gelten, ferner soll bei Unterhaltsklagen, sofern diese aus ihm die Bewilligungen nicht weit genug gingen. Daß Wiesenthal bei dem es doch darauf antommt, ob die Unternehmer in jeder dem Rechsgrunde des Schadenersazes geltend gemacht werden, Streifbrecher habe liefern wollen, ist nicht die Meinung Jordans. Beziehung die Arbeitsbedingungen einseitig diftieren können oder nicht mehr der fünffache, sondern der 122fache Betrag der Reichstagsabgeordneter Robert Schmidt vom Zentralarbeiterjekre. ob die Arbeiter auch ein ganz kleines Wörtchen dabei mitzureden Jahresrente als Streitobjekt zugrunde gelegt werden, außer- tariat spricht als Sachverständiger sich dahin aus, daß er das hier haben. Die streitenden Former denten aber gerade durch die unfreiwillige treten. dem soll bei Ehestreitigkeiten eine Streitwerterhöhung ein- geübte Verfahren, einen Tarifvertrag anzubieten, obwohl Wiesenthals Verband gar keine Bauklempner hatte, als unfair bezeichnen Hilfe der gelben Gefolgschaft den Streit zu gewinnen, bewegen diese müsse. Das Anerbieten, für den Fall eines Streites Arbeitsſich doch jetzt schon im Betriebe so ungebärdig, daß sich die Firma anwälte die Beseitigung oder wenigstens erhebliche Aenderung Die Tarifverhandlungen seien von Wiesenthal offenbar nicht ernſt Ferner strebt ein nicht unerheblicher Teil der Rechts- träfte zu liefern, grenze doch sehr an Streifbrechervermittelung. der Bestimmungen über das Armenrecht an. Außerdem gemeint gewesen, sondern sein Vorgehen habe ihm nur ermög findet das Verlangen auf Beschränkung der Zulassungsmög- lichen sollen, sich in die Sache hineinzumengen und für seine Or lichkeit zur Rechtsanwaltschaft in immer größeren Kreisen der ganisation ein Geschäft zu machen. Die Erwiderung des Klägers Rechtsanwälte Unterstüßung. Wiesenthal, daß unter den Rohrlegern doch auch gelernte Klempner Diese Bestrebungen beanspruchen auch das Interesse der seien, wurde vom Zeugen Kunis bestätigt. Doch erklärte Zeuge, er würde solche Rohrleger, nicht als Bauflempner beschäftigen. Aussperrung in den Solinger Waffenfabriken. Arbeiterklasse. Dem Arbeiter ist es heute schon kaum möglich, Bei einem Streit allerdings würde er alles nehmen, fügte er hinzu. Der Arbeitgeberverband des Solinger Industriebezirks hat die ungemein hohen Prozeßkosten, die gerade bei Prozessen Der Gewerkvereinsbeamte Hartmann, der als Sachverständiger für gestern in einer Generalversammlung beschlossen, zur Unterstützung über einen relativ geringen Betrag in gar keinem Verhältnis den Kläger geladen war, bedauerte, daß oft bei Lohnbewegungen der Waffenfabrikanten, die seit 20 Wochen mit den Arbeitern im zum Streitwert stehen und diesen oft übersteigen, zu erschwin- eine einzelne Organisation durch Ausschließung der anderen einen Stampfe stehen, die allgemeine Aussperrung aller Arbeiter in sämt- gen. Andererseits mag feineswegs verkannt werden, daß oft Sondervorteil für sich herauszuschlagen versucht. Die versprocheneu lichen Betrieben durchzuführen. Ebenso will der Verband der kleine Sachen erheblichere Mühewaltung als größere bean- 200 Arbeiter würden auch ihm, wenn fie während eines Streits geliefert worden wären, als Streifbrecher im weiteren Sinne des Fabrikantenvereine der Schneidewaren- Industrie am Dienstag die spruchen. sämtlichen Arbeiter aussperren, falls die Waffenarbeiter nicht von Nachdem im Frühjahr 1913 das Reichsjustizamt erklärt Wortes gegolten haben. In dem nerbieten, biefe 200 Arbeiter ihren Forderungen, insbesondere der Forderung willigenvermittelung. bon des hatte, daß an eine Reform der Gebührenordnung, das heißt au stellen, sieht er eine planmäßige Vorbereitung zur ArbeitsDrganisationsvertrages, Abstand nehmen. Für die Aussperrung an eine Erhöhung der Gebührensäße erst herangegangen wer- Bei dem zweiten Fall, für den der Wahrheitsbeweis angeboten tommen allein etwa 13 000 organisierte Arbeiter in Frage. den könne, wenn weitere statistische Unterlagen vorliegen wür- wurde, handelt es sich um einen Rohrlegerstreit aus dem Jahre den, hat der Deutsche Anwaltsverein einen Fragebogen 1908. Borgelegt wurde hierzu das Protofoll einer Sigung der an sämtliche Rechtsanwälte verschickt. Von den mehr Schlichtungskommiffion im Rohrlegergewerbe, an der Wiesenthal als 10 000 in Deutschland praktizierenden Rechtsanwälten ge- teilgenommen hatte. Darin wird erwähnt, daß der Heizungshörten am 1. Januar 1913 9574, also bis auf eine verschwin- installateur Thormann zum Abschluß eines Vertrages mit seinen dende Minderheit alle Rechtsanwälte dem Deutschen Anwalt- nötigt gewesen sei. Auf zwei Bauten beschäftigte er 6 Mann aus dem Deutschen Metallarbeiterverband angehörenden Arbeitern gedem Verband, deren Plätze auch Herr Wiesenthal nicht habe befeßen können". Das Protokoll fährt dann fort: Da nun mehrere Firmen sich in einer ähnlichen Lage befinden, macht Herr Wiesenthal folgenden Vorschlag:" Es sollen durch ein morgen an die Heizungsfirmen zu richtendes Rundschreiben diese aufgefordert werden, diejenigen Heizungsträfte, welche nicht unbedingt gebraucht werden, vorläufig zu entlassen mit dem Hinweis, daß fie später wieder eintreten können. Sie find ferner anzuweisen, fich bei der Arbeitsnachweis stelle Dresdener Straße 111 zu melden, damit sie denjenigen Mitgliedern zugefandt werden fönnen, welche durch den Streit des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Verlegenheit getommen sind." Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Herr Wiesenthal erklärt ferner, daß seine Leute gewillt seien, in der Daß es sich hier um fritischen Zeit Ueberstunden zu machen." Streitbruch handelt, bestreitet der Kläger. Er behauptet, daß die Minderheit der Rohrleger, die im Deutschen Metallarbeiterverband organisiert war, nicht im Gegensatz zu der damals im Allgemeinen Metallarbeiterverband organisierten Mehrheit der Rohrleger habe streifen dürfen. Dieser Streit" der Minderheit sei als Streit nicht anzuertennen. Der Allgemeine Metallarbeiterverband, der einen Tarifvertrag für das Rohrlegergewerbe abgeschlossen hatte, habe die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen gehabt. Der Sachverständige, Reichstagsabgeordneter Robert Schmidt, bezeichnet bei einer solchen Lohnbewegung eine Arbeiterorganisation den Arbeitgebern die fehlenden Arbeiter besorgen will. Das sei eben Streifbrechervermittelung. Nach Meinung des Zeugen Thormann lag ein regelrechter Streit vor, und besonders bei ihm wurde nahezu vollständig gestreift. Er hat sich an den Allgemeinen Metallarbeiterverband gewandt, aber keine Arbeiter von ihm erhalten können. Im ganzen streikten damals, gab Cohen an, 600 bis 700 Arbeiter des Rohrlegergewerbes, die man doch wohl nicht als eine au ignorierende Minderheit ansehen könne. Gewerk vereinsbeamter Hartmann ist anderer Ansicht als Robert Schmidt. Der Allgemeine Metallarbeiterverband habe für die ganze Branche einen Vertrag abgeschlossen gehabt, mithin könne der Streif jener Minorität nicht anerkannt werden. Dann dürfe man aber auch das Wiesenthalsche Anerbieten nicht als einen Versuch des Streit. bruchs bezeichnen. Auf R.-A. Heinemanns Frage, ob Sachverstän diger es für fair hält, in dem vorliegenden Fall Arbeitswillige stellen zu wollen, erwiderte Hartmann zunächst: Wenn ich einen führen. R.-A. Heinemann: Einen Tarifvertrag, durch den eine Organisation sich verpflichtet, Streifbrecher zu stellen, habe ich noch nicht gesehen. Halten Sie es für anständig, Streifbrecher zu vermittelt worden. R.-A. Heinemann: Aber wenn sie vermittelt wormitteln? Sachverständiger Hartmann: Hier sind ja gar keine verden wären! Er bot sich ja dazu an. Sachverständiger Hartmann: Ich würde ein solches Anerbieten nicht gegeben haben. " " Zur Warnung der Gewerkschaftskartelle. Das Correspondensblatt" der Generalfommission schreibt: Wiederholt müffen wir vor den Brattifen der Firma Emil Ulrich, Dresden und Leipzig, warnen, die als eine ihrer Spezialitäten die Herausgabe von Arbeiterführen" betreibt. Diese Arbeiterführer" werden den artellen fostenlos überlassen und ihnen für den Vertrieb Von den rund 10 000 versandten Fragebogen sind ganze derselben noch bare Zuwendungen in Aussicht gestellt. Die Preis 709 ausgefüllt eingegangen. Dabei sind sämtliche Fragen festsetzung oder unentgeltliche Abgabe der Arbeiterführer" bleibt den Kartellen überlassen. Die Firma macht sich durch Inserate be- nur in 432 Fällen beantwortet, während in 277 Fällen nur zahlt, auf deren Aufnahme die Gewerkschaftalartelle natürlich feinen auf einzelne Fragen Antwort erteilt worden ist. Das ReEinfluß haben. fultat ist vom Standpunkt der Schreier im Deutschen AnNeuerdings verlegt sich die Firma E. Ullrich, Dresden und waltverein geradezu Mäglich zu nennen. Selbst wenn diese Reinzig, auf die Herausgabe eines in das Gewand einer politischen fämtlichen Antworten ein Jahreseinkommen von unter 3000 Agitationsf rift gefleideten Reflamehefts, betitelt:„ Die fozialdemo- Marf ergeben hätten, und selbst wenn man in die Richtigkeit tratische Partei des Deutschen Reichstags in Wort und Bib", deſſen der Angaben feinen Zweifel sehen wollte, wie dies gegneBerlag fie den Gewertfchaftstartellen zumutet. Das Sorte foll die ganze Auflage gratis befommmen, und für den Ber- rischerseits so häufig bei den Erhebungen der Arbeiterorganitrieb noch obendrein 200. erhalten und den Abgabepreis nach fationen geschieht, würde die geringe Biffer etwa 7 Proz. Belleben feftegen tönnen. Mit Borliebe wendet sich die Firma, um der Mitglieder haben geantwortet am besten beweisen, daß die Ausstattung ihrer Inferatenbefte mit Inhalt von örtlichem, von einer großen Masse proletarischer Existenzen im Anwaltsgewerkschaftlicher oder politischem Interesse zu erreichen, an beruf nicht die Rede sein kann. Die Kartelvorfizenden oder Arbeitersekretäre, denen fie für Aber die Ziffern ergeben einen erheblich höheren Durch thre Bemühungen ein Extrahonorar von 100 m. verheißt. Die schnitt, nämlich ein Reineinkommen von durchschnittlich 4800 genannte Schrift soll einmal vor der Reichstagswahl, also in den Mark jährlich. Nur ein Drittel der Antworterteilenden hatte Jahren 1915 oder 1916 und dann in zweiter Auflage nach den Wahlen eine Reineinnahme von unter 3000 M. Berücksichtigt man, herausgegeben merden. Es bedarf für unsere Genoffen wohl taum eines besonderen daß die 98 Proz. der Anwälte, die die Fragebogen nicht ausHinweises, daß diese Art von Propaganda- Literatur nicht blog wert- gefüllt haben, fast alle höhere Einkommen haben werden es als unter allen Umständen ungewöhnlich und unzulässig, daß los, sondern auch geeignet ist, die gewerkschaftlichen und fonfum- sonst hätten sie die Fragebogen wohl ausgefüllt, berücksich genossenschaftlichen Interessen der Arbeiterbewegung erheblich zu tigt man ferner, daß Anfänger naturgemäß wenig verdienen ichädigen. Wir halten es aber auch dem Ansehen der Gewerkschaften und ein Teil älterer gut fituierter Anwälte sich der Praxis und Gewerkschaftskartelle nicht zuträglich, ihre Bublikationen durch wenig widmen, so muß man zu dem Resultat kommen, daß Inferatenfirmen Bezahlen zu lassen. Solche Angebote sollten grundfäßlich abgelehnt werden. Daß ferner gegen die Verlegung politi- die Anwälte in ihrer übergroßen Mehrzahl durchaus nicht icher Propagandaschriften seitens der Gewerkschaftstartelle in der schlecht dastehen. gegenwärtigen Beit der vereinsgefeglichen Schitanen ganz erhebliche Für die Sozialdemokratie als die Vertreterin der AllgeBedenken bestehen, braucht faum näher erörtert zu werden. meininteressen fann es in der hier behandelten Frage nur Wir ersuchen deshalb die Gewerkschaftskartelle, die Angebote die eine Parole geben: Widerstand gegen die Bestrebungen der Firma Ullrich, Dresden und Leipzig, rundweg abzulehnen. auf Verteuerung der Rechtspflege, solange nicht unser Programmpunkt, unentgeltlichkeit der RechtsAchtung, Metallarbeiter! Verschiedene Male hatte heuer die pflege, durchgesetzt ist. Firma Junter u. uh in Karlsruhe schon Differenzen mit ihren Arbeitern. Dank der guten Organisation derselben war Interessant ist bei der Statistik noch die Tatsache, daß es aber immer möglich, die von der Firma geplanten Berschlechte- nur 40 bis 50 Proz. der Bruttoeinnahmen für Bureaufosten rungen des Arbeitsverhältnisses abzuwehren. Dies scheint der aufgehen. In den Bureauunkosten sind, außer den Löhnen Firma nun nicht recht zu passen und anscheinend arbeitet sie er- für die Angestellten, die Ausgaben für Bureaumiete, Schreib- Tarifvertrag abgeschlossen habe, bin ich verpflichtet, ihn durchzuneut auf einen Sonflitt hin, denn fie sucht zurzeit durch material usw. zu rechnen. Es verbleibt demnach für AngeAgenten in den verschiedensten Orten Deutsch stelltengehälter noch nicht ein Drittel des Gesamteinkommens. lands unorganisierte Arbeiter, die vor Gin- Da nach vorliegenden Erhebungen durchschnittlich jeder Antritt einen evers zu unterschreiben haben, walt 3 Angestellte beschäftigt, haben diese 3 Angestellte etwas nach dem sie sich verpflichten, teiner sozialdemokratischen" Organisation beizutreten. Im mehr wie die Hälfte des Reineinkommens des einen Anwalts. Betriebe selbst hat die Firma Vorrichtungen getroffen, um etwaige Für diesen ist in der Statistik eine Durchschnittsarbeitszeit zufriedene" Arbeiter gleich einquartieren zu fönnen. Sie hat bon 612 Stunden täglich herausgerechnet, während die DurchRäume frei gemacht und Matraben in diesen Räumen zur Auf- schnittsarbeitszeit der Angestellten 9 Stunden täglich betragen stellung gebracht. Allem Anschein nach arbeitet die Firma also auf dürfte. Da wäre es doch angebrachter, zum Schutze des Aneinen wohlvorbereiteten Konflitt hin, und wir ersuchen deshalb gestellten nach dem Gesetzgeber zu schreien. alle Metallarbeiter, auf die Versprechungen der Agenten nicht hereinzufallen. Bezirksleitung des Deutschen Metallarbeiterverbandes. Erhöhung der Rechtsanwaltsgebühren? Der Deutsche Anwaltsverein hat statistische Erhebungen über das Einkommen der deutschen Rechtsanwälte veranstaltet und das Ergebnis dieser Erhebungen mitgeteilt. Schon seit einer Rethe von Jahren geht das Bestreben der Rechtsanwälte auf eine Erhöhung der Gebührensätze. Die Forderungen wurden im Jahre 1910 bei der Zivilprozeß reform zum Teil erfüllt. Die Anwälte haben damals hauptsächlich durch die Pauschalierung der Auslagen eine wesentliche Erhöhung ihrer Einnahmen erzielt. Insbesondere bei den kleinen Objekten, also bei Brozessen, die der Kleingewerbetreibende und der Arbeiter führt, ist eine erhebliche Berteuerung der Rechtspflege eingetreten. Gegen die Vernehmung des Sachverständigen Redakteur Binnig, den die Verteidigung geladen hat, erhebt Kläger Widerspruch. Auch um die Vernehmung der übrigen Zeugen entſpinnt fich eine längere Erörterung. Die Verteidigung bietet an, sogar bollendeten Streifbruch in zahlreichen Fällen zu beweisen. Sie beruft sich hierfür zum Teil auf vorliegende kommissarische Zeugenaus Breslau und Kattowiz. Da Kläger noch andere Gewerbsmäßige Streikbrecher- perſtändige laden will, so fommt es zu einer Bertagung. vermittelung Soziales. wurde dem früheren Vorsitzenden des Allgemeinen Metallarbeiterverbandes, Karl Wiesenthal, vorgeworfen in mehreren Der Aerzteausstand in Oberbarnim und in der Udermark. Erklärungen, die der Bevollmächtigte des Deutschen Metall- Der Ausstand der Kassenärzte gegen die Oberbarnimer arbeiterverbandes, Adolf Cohen, im März und April 1911 Arbeiter soll nach den von ärztlicher Seite informierten Zeidurch den Vorwärts" veröffentlichte. tungen beigelegt sein, nicht aber der über Templin und auftrengen fich entschloß, mußte das Schöffengericht Berlin wesen sein, daß zwar beiden Parteien genehme Verträge geMit der Beleidigungsklage, die Wiesenthal gegen Cohen an- Angermünde verhängte. Der Streitpunkt soll der gemitte, nachdem ein früherer Termin mit Vertagung geendet schlossen waren, daß aber der Landrat als Vorsitzender des hatte, fich aufs neue beschäftigen. Beide Parteien waren persönlich Versicherungsamts der irrigen Ansicht gewesen sei, der Vererschienen, Kläger Wiesenthal mit Rechtsanwalt Sternberg als Beistand, Angeklagter Cohen mit seinem Verteidiger, Rechtsanwalt tragsabschluß bedürfe noch der Bestätigung eines VertragsHugo Heinemann. Cohen bot für die Behauptung gewerbsmäßiger ausschusses. Stimmt das, dann lag ganz und gar kein Anlaß Streitbrecherbermittelung den Wahrheitsbeweis an, und in der zu der von den Aerzten beliebten Maßnahme vor. Sie konnBeweiserhebung wurden dann zunächst zwei samhaft gemachte Fälle ten dann das ihnen vertraglich zustehende Resthonorar durch durch Vernehmung von Zeugen und Sachverständigen geprüft. Beschwerde oder Klage nach Berichten in bürgerlichen Für das Schreibwerf formte bis dahin der Anwalt als wiesenthal die Tarifverhandlungen des Deutschen MetallarbeiterIm Jahre 1911 hatte bei einer Lohnbewegung der Bauftempner Blättern war die Klage schon eingeleitet erlangen. Aber auch das Gericht 10 Pf. pro Seite Berechnen, neben den son- verbandes dadurch gestört, daß er sich hineinmengte und er für gleichviel, welche Differenzen in der Tat vorliegen die stigen baren Auslagen, die hauptsächlich Portoauslagen waren. Die Bautlempner durch seine Organisation, obwohl sie fast nur aus Nachrichten hierüber kommen nur aus dem Lager der Aerzte Betrugen früher die Schreib- und Bortokosten in Fällen, in Rohrlegern bestand, einen Tarifvertrag abzuschließen sich erbot. unter feinen Umständen durften die Aerzte den Kassendenen die Angelegenheit gleich nach Erhebung der Klage er- Beuge Klempnermeister unit, stellvertretender Obermeister mitgliern an drohen, sie auch nicht gegen Barledigt wurde, etwa 50 Pf. bis 1 m., jo ist heute der Mindest- der Berliner Klempnerinnung, bekundete, daß damals in den Be- zahlung oder als Privatpatienten zu behansatz bei der Pauschalierung der Auslagen 4 M., selbst wenn sprechungen mit Wiesenthal auch die Frage erörtert wurde, welche de ln. Daß fie das taten, ergibt die von uns niedriger gedas Streitobjekt noch so geringfügig ist. Dazu kommen die Bahl Arbeiter bei einem etwa ausbrechenden Streit der Wiesen hängte Annonce der Aerzte im Kreisblatt. Diese Drohung thalsche Verband stellen könnte. Wiesenthal habe erklärt, eventuell Gebührensäge mir die eigentliche Tätigkeit des Anwalts in 200 Arbeiter stellen zu können. Es sei aber weder hierzu noch zum ber schweigt die gesamte bürgerliche Presse. für früherer Höhe für die erste Sptanz, während für die höheren Abschluß eines Tarifvertrages mit Wiesenthals Berband gekommen, Ja, das Berl. Tagebl" gingjogario weit, der Instanzen auch die Gebührenfäße um 30 Broz. erhöht find. weil in der Klempnerinnung die Arbeitgeber bezweifelten, daß für Wahrheit zuwider in ihrer Abendausgabe Bergleiche, die von Angestelltenorganisationen an Sand des fie die Arbeitskräfte, die Wiesenthal würde liefern können, brauch- vom Freitag zu behaupten, die Aerate woll ten die Rassenmitglieder als Privat patienten behandeln. Spätestens durch unseren Abdruck der Aerzteannonce ist das Blatt über die Wahrheit unterrichtet. Bis jetzt aber hat weder dies Blatt noch, soweit wir sehen, irgendein bürgerliches Blatt die ungeheuerliche Tatsache der Ablehnung, Arbeiter als Privatpatienten zu behandeln, mitgeteilt oder gegen diese antisoziale Rundgebung der Aerzte Stellung genommen. 69 000 M. Tagesverdienst. Walhalla Theater. Aulabendlich: Der Hund von Basterofile.( Anfang Uhr.) Die relegierten Studenten. Freitag bis Sonntag: Der Silberfönig. Rose Theater. Sonntag dis Mittwoch: Der Silberkönig. Donnerstag: Montag: Die relegierten Studenten. Händler zu paden, sondern geht dem Uebel bis zum Ursprungsort nach. Auch hat man hier schon 5 Jahre vor dem Gesetz über die 8 Lebensmittelkontrolle mit dieser begonnen. Demnach liegt in den verwaltungen und Polizeibehörden, diesem Zweige der öffentlichen angegebenen Zahlen eine dringende Mahnung an andere StadtGesundheitspflege mehr Sorge und Vorsicht zu widmen. Große Liebe zur Sache bekundet die Ausstellung für Schulhygiene und Schülerfürsorge. Segensvoll erweist sich die Einrichtung der Schulschwestern. Aus den Darstellungen über Säuglingspflege gewinnt man den Eindruck, daß hier noch viel getan werden muß. Charlottenburg gibt für Säuglingsfürsorge 700 M., Hamburg 22 M., Stuttgart 4 M. pro 1000 Einwohner aus. Stillprämien sind noch ziemlich unbekannt. 1 Berliner Prater Theater. Allabendlich: Brigri.( Anfang 8 Uhr). Folies Caprice. Allabendlich: Die Leibwäscherin. Die Amor. dragoner. Das Bett Napoleons. Ah- da staun' ich.( Anfang 8 Uhr.) Wintergarten. Allabendlich: Spezialitäten.( Anfang 8 Uhr.) Admiralspalast. Alabendlich 8 Uhr: Jm Tangoklub. Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger.( Anfang 8, Sonntags 7%, Uhr.) Palast am 300. Varieté und Lichtspiele.( Täglich: 8 Uhr, Sonntag 4 Uhr.) Baffage Theater. Allabendlich 5 Uhr: Kino- Varité. In zwei Abteilungen werden die Schäden des Alkohols ge= Eines Nollendorf- Theater. Das Mirakel.( Anfang 8, Sonntags würdigt. Die trinkfrohen Schwaben erfahren hier, daß in Baden 6 Uhr.) von 1140 Störperverlegungen 628 auf den Sonntag und 182 auf Potsdamer Naturtheater. Allabendlich: Alt- Potsdam.( nf. 5 Uhr.) den Montag entfallen, und von 1115 Körperverlegungen 742 im Montag: Sum Hochfirn der Jungfrau. Dienstag: Streifzüge durch Urania Theater. Sonntag: Mit dem Imperator" nach New York. Wirtshaus erfolgen. Eine besondere Würdigung verdient die Ausstellung über die Norwegen. Mittwoch: Mit dem" Imperator" nach New York. Donners Bekämpfung anstedender strankheiten. Alles in allem: die Aus- g: zum Hochfien der Jungfrau. Freitag: Mit dem Imperator" nach stellung ist ein verdienstliches Wert! New Yort. Sonnabend: Streifzüge durch Norwegen. Sonntag: Bum Hochfirn der Jungfrau.( Anjang 8 Ühr.) Montag: Unbestimmt. Gerichtszeitung. Die Hosen eines Verliebten. Aus aller Welt. Der zurückgewiesene Liebhaber. Ein Opfer des Kokaingenuffes. Frau von Bohlen- Halbach erbte als Tochter des verstorbenen Fr. Krupp die Kanonenfabrik in Essen mit allen ihren Zweig= und Nebenbetrieben. Nach dem Geschäftsbericht für das Jahr 1912/13 wurden in den rund 60 verschiedenen Anlagen des Unternehmens in Essen gezählt: 8500 Werkzeugmaschinen, 12 Walzenstraßen für Platten, Bleche, Knüppel, Bandagen und Radscheiben, 164 Dampfhämmer mit zusammen rund 180 000- Kilogramm Gewicht des Fallförpers, 26 Transmissionshämmer mit zusammen 5400 Kilogramm Gesamtgewicht, 122 hydraulische Pressen. Die Kohlenförderung auf den eigenen Zechen betrug rund 2,8 Millionen Tonnen. Der Verbrauch der Kruppschen Werke betrug an Kohlen 1 530 000 Tonnen( davon entfallen auf die Gußstahlfabrik Effen allein 1 000 000 Tonnen), an Kofs 1 558 000 2onnen, an Briketts 40 000 Tonnen. Die Förderung der Wasserversorgungsanlagen be- Das Oberlandesgericht in Rostock hat ein gar seltsames trug 16 227 864 Kubikmeter. Die Elektrizitätswerke leisteten rund Urteil gegen ein Mädchen gefällt, das ein nicht alltägliches Ein auffehenerregendes Verbrechen ereignete sich zu Cuenca 71 Millionen Kilowattstunden. Auf den drei Schießplätzen wurden Mittel zur Abkühlung eines Verliebten in Anwendung brachte. in Spanien. Der Direktor des dortigen Stadttheaters, José aus 4375 Gejchüßen 35 000 Schuß abgegeben, wobei man rund An einem schönen Herbstabend vergangenen Jahres luft- Garcia, erschoß die in seinem Theater beschäftigte, in ganz 170 000 Kilogramm Bulber und rund 1077 000 Kilogramm Gewandelte jo um 9 Uhr abends ein Pärchen auf den Wühlenwiesen Spanien sehr bekannte Sängerin und Schauspielerin Valerina schoßmaterial berbrauchle. vor der Stadt Teterow. Bom Kosen und Nüssen wollte der Jüng- Geralta, als sie nach Schluß des Theaters die sehr belebte Nach der Aufnahme vom 1. Januar 1914 waren insgesamt ling au stürmischeren Dingen übergehen. Die Maid versproch die 79 647 Personen auf den Kruppschen Werken beschäftigt. Die Ge- Gewährung aller Wünsche, wenn der Verliebte sich die Hosen aus- Promenade San Fernando entlang ging. Als man ihn bersamtzahl verteilt sich wie folgt: Gußstahlfabrik Essen mit den ziehe. Schleunigst tam der Verliebte diesem Verlangen nach. Doch haften wollte, wandte er die Waffe gegen sich selbst und samtzahl verteilt sich wie folgt: Gußstahlfabrik Essen mit den es tam anders, als die Liebessehnsucht erwartete. Dem Mädchen tötete sich durch einen Revolverschuß in die Schläfe. Der Schießplägen 41 460, Friedrich- Wilhelm- Hütte in Rheinhausen steckte der Schalt im Naden. Es lief spornstreichs mit den Hosen Grund des Verbrechens soll darin liegen, daß die Erschossene 8273, Stahlwerk Annen 1198; Gruson- Wert Magdeburg 4923, in die Stadt und schickte die Hofen ohne Erläuterung an die Mutter die Liebeserklärungen Garcias zurückgewiesen hatte. Germaniawerft tiel 7017, Kohlenzechen 10 814, Mittelrheinische des Jünglings. Diese alarmierte in der Besorgnis, ihr Sohn Hüttenwerke 957, Eisensteingruben 4949. Außerdem ist das könne fich ertränkt haben, die Nachbarn und die Verwandtschaft. Kruppsche Wert an einer Reihe in- und ausländischer Unternehmen Während des Kriegsrats stellte der hojenlose Sohn sich nach 10 Uhr Das schreckliche Modelaster des Kotaingenuffes hat in Baris ein abends ein. beteiligt. Daraufhin wurde das Mädchen wegen groben Unfugs ange- neues Opfer gefordert. Eine in Theaterkreisen sehr bekannte junge Berursacht die Leitung des Riesenwerkes der Besizerin große Flagt und verurteilt. Dies schnurrige Urteil bestätigte das Ober- Tänzerin namens Teolet war seit einigen Tagen nicht mehr auf der Sorgen und Mühen, erheischt sie eine gewaltige Summe an landesgericht. Das Mädchen, heißt es in den Gründen, habe frei- Bühne, bei der sie tätig war, erschienen. Man erbrach die verKenntnissen von geistiger und körperlicher Arbeitskraft? Keines- lich nicht unmittelbar groben Unfug verübt, aber mittelbar. Denn schloffene Tür ihrer Wohnung und fand die Künstlerin tot im Bette wegs. Alle zur Leitung erforderlichen Arbeiten werden von einem die Angeklagte hat den zum Sünden Bereiten gezwungen, in der liegend auf. Eine Anzahl Fläschchen auf dem Nachttisch ließen erDirektorium, von einem Stabe von Angestellten erledigt, der halben Bekleidung die Straßen zu passieren. Dies Laufen ohne kennen, daß sie dem Kokain zum Opfer gefallen war. freilich glänzend honoriert wird. Die Besitzerin hat nichts weiter Hosen sei grober Unfug. Der Mann fönne dafür nicht bestraft Wer trägt die Schuld? zu tun, als jährlich ca. 25 Millionen Mart Profit einzustreichen. werden, weil er sich in einer Zwangslage befand, wohl aber die Sie„ berdient" jeden Tag im Jahre rund 69 000 m. ohne die Angeklagte. Also Mädchen, hütet Euch laßt den Männern die allergeringsten Gegenleistungen. Hosen án. Ein allzu liebevoller" Prinzipal. Der Totschlag im Dämmerzustande. Eine merkwürdige Auffassung von angemessenen Um- Mit einer Anklage, die ursprünglich auf Mord gelautet gangsformen gegenüber den weiblichen Angestellten zeigte der hatte, später aber in Totschlag abgeändert worden war, hatte Kaufmann Pinkus, Besiber eines Non- fich gestern das Schwurgericht des Landgerichts I unter VorKon- sich gestern das Schwurgericht des Landgerichts I unter Vor- Wohnungen und Geschäftshäusern New Orleans insgesamt 6000 feftionsgeschäftes in der Jerusalemer fit des Landgerichtsdirektors Rohrmann zu beschäftigen. Rattenfallen aufstellen lassen, um die Stadt vor der Ausbreitung Straße. Aus der Untersuchungshaft wurde der 26jährige Schloffer Rudolf Gegen ihn erhob die 17jährige Verkäuferin Helene H., ein auf- Bod vorgeführt. Er ist beschuldigt, am 23. Mai d. J. seine Geliebte, der Beulenpest zu schützen, die in den letzten Tagen dort mit erfallend hübsches Mädchen, vor dem Berliner Kaufmannsgericht Klage. die Milchhändlerin Anna Schweigert geb. 3wed durch mehrere Re- schreckender Geschwindigkeit um sich griff und bereits mehrere Opfer Das junge Mädchen war auf einen Monat zur Probe engagiert. volberschüsse vorsätzlich getötet zu haben. Der Angeklagte unter- gefordert hat. Die Aufmerksamkeit der Gesundheitsbehörden erNoch bevor die Probezeit abgelaufen war, richtete es P. eines Tages hielt feit längerer Zeit mit der Frau Schweigert ein Liebesverhältnis. streckte sich besonders auf das Warenhaus der amerikanischen Volontäre" auf Grund der Erklärungen eines Angestellten, der so ein, daß er allein mit dem jungen Mädchen im Geschäftslotal, war. Nachdem schon das Aufgebot mit dem Angeklagten bestellt war, erEr tat, als ob er es mit der jugendlichen Angestellten sehr gut meine, flärte ihm seine Geliebte, daß aus einer Heirat zwischen ihnen nichts aussagte, vor dem Auftreten der Beulenpest von einer Anzahl Flöhe hob sie, scheinbar im Scherz, auf den Schreibtisch in seinem Privat- werden würde. Hierüber in maßlofe Erregung verfest, trant jich gebissen worden zu sein, von denen er annimmt, daß sie Verbreiter fontor und wollte mit auffallenden Bärtlichkeitsbeweisen aufwarten. Bock, als er am Abend des 23. Mai d. J. von seiner Arbeitsstätte dar Seuche gewesen sind. Als die junge Verkäuferin den Chef fragte, was denn das alles zu fam, in mehreren Lokalen Mut an, um sich, wie er äußerte, mit der bedeuten habe, erklärte ihr dieser ganz ruhig, sie brauche keine Angit Schweigert auseinanderzusetzen. Als die S. ihn ankommen fah, lief zu haben; es tönne durch die Fenster niemand sehen, was im Privat- fie aus dem Laden. Der Angeklagte holte sie ein, setzte ihr den Refontor vorgehe. bolver auf die Brust und drückte ab. Die Getroffene eilte in den Laden zurüd, verfolgt von dem Angeklagten, der hier noch drei Schüffe abgab, die sämtlich trafen. Infolge der erlittenen Verlegungen verstarb Frau S. einige Tage später im Krankenhaus. 12 Es gelang dem jungen Mädchen noch rechtzeitig, aus den Armen dieses allzu liebevollen Arbeitgebers zu flüchten. Sie verlangte mit der Klage ihr Restgehalt bis Ablauf der Probezeit. Um der Berurteilung zu entgehen, zog es der Beklagte vor, der Klägerin ihr Guthaben einen Tag vor dem Termin direkt einzuschiden. Ausstellung für Gesundheitspflege. Der reizende Stadtgarten Stuttgarts beherbergt zurzeit eine Ausstellung für Gesundheitspflege. Die Beteiligung der Stadt und staatlicher Behörden drücken ihr den bemerkenswerten vorteil haften Charakter auf. Um es gleich zu sagen: die Ausstellung hat ein sehr wichtiges Gebiet, das der Gewerbehygiene, fast vollständig unberüdsichtigt gelassen, wenn man von der Sonderausstellung der Charlottenburger Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt absieht. In der Haupthalle ist der Gewerbehygiene ein nur fleiner dunkler Raum reserviert; allerdings das Ausgestellte bedarf keiner Beleuch tung, lohnt nicht des Lichtes. Ein paar Bilder sollen die Unfall. berhütung darstellen; einige Angaben über Berufskrankheiten und Leistungen der Textilarbeiterinnen vervollständigen" diese Ausstellung, das fümmerlichste Gewächs im Gesamtrahmen. Vor Gericht behauptete der Angeklagte, daß ihm die S. einen Stoß vor die Brust versezt habe, ihm sei es schwarz vor den Augen geworden, und er sei erst wieder zu sich gekommen, als er fid, auf der Polizeiwache befunden habe. Da vom Verteidiger des Angeklagten geltend gemacht wurde, daß eine derartige vorübergehende Bewußtfeinsstörung darauf hindeute, daß der Angeklagte die Tat in einem Zustande verübt habe, in dem seine freie Willensbestimmung ausgeschlossen gewesen sei, hielt es Staatsanwaltschaftsrat Muth doch für notwendig, erst noch durch eine genaue Untersuchung und längere Beobachtung feststellen zu lassen, ob bei dem Angeklagten die Voraussetzungen des§ 51 zutreffen oder nicht. Das Gericht gab dem Antrage des Staatsanwalts statt und kam zu einer Bertagung der Bertagung Sache. 17 Zentner unzüchtige Schriften. danMVor einigen Tagen wurde der Buchdruckereibefizer Grüner in Bernau von der Berliner Kriminalpolizei verhaftet, weil er eine Art Zentrale für unzüchtige Schriften betriebe. Eine Durchsuchung seiner Außerordentlich reichhaltig ist die Ausstellung für Sozial- Geschäftsräume führte zu der Beschlagnahme von unzüchtigen, meist hygiene. An einen allgemeinen Raum schließen sich besondere sadistischen Schriften im Gewicht von 17 Bentnern. Es ergab sich, Ausstellungen für Männer und Frauen. Die fürchterlichen Ge- daß diese Schriften sämtlich von einem gewissen Steinbach in Amsterschlechtskrankheiten werden in allen ihren Phasen und ihren Grauen dam bestellt worden waren. Der Verhaftete ist gestern ohne erweckenden Folgen, die sich an den kommenden Generationen Stellung einer Kaution wieder auf freien Fuß gesezt worden, mit der rächen, sehr anschaulich dargestellt. Zwar hebt die Militärver- Begründung, daß bei dem seit 30 Jahren in Bernau ansässigen G. waltung in ihrer eigenen Ausstellung hervor, daß in Deutschland weder Fluchtverdacht noch Kollusionsgefahr vorliege. die Geschlechtskrankheiten schon zurückgedrängt worden seien, andere Staaten einen größeren Prozentsatz geschlechtskranker Rekruten aufwiesen, troßdem: auf 1000 Eingestellte tamen in Berlin 41,3, in Hamburg 29,8, in Kiel 25,5 und in Crefeld, das den günstigsten Plaz einnimmt, 2,4 Geschlechtskrante. Nach Darstellungen in der Abteilung der Sexualhygiene werden mit Salvarjan sehr günstige Heilerfolge erzielt. Der Körperkultur, der Gesundheitslehre, der ErnährungsKaffenunterschlagung. boten Urian von der Allgemeinen Ortskrankenkasse wegen UnterDie Straftammer in Breslau verurteilte am Freitag den Kaffenfchlagung von 10 000 Mt. zu zwei Jahren Gefängnis. Urian war ein strammer Patriot. " Die Regierungstommission, die mit der Untersuchung des Zufammenstoßes der Dampfer Storstad“ und„ Empreß of Ireland" betraut worden war, ist zu dem Ergebnis gekommen, daß die Storstad" infolge ihrer Kursänderung die Schuld an dem Unglüd trug. Die Beulenpest in New Orleans. " Das amerikanische öffentliche Gefundheitsamt hat in sämtlichen Kleine Notizen. م تاب Schwere Bluttat eines Schülers. Der Schüler des vierten Jahrganges in der Lehrerbildungsanstalt zu Tetschen an der Elbe, Anton Kleist, hat auf offener Straße auf seinen Musikprofessor Klawick mehrere Revolverschüsse abgegeben, verlegte ihn tödlich und ver suchte dann, sich selbst zu erschießen, was jedoch mißlang. Der Täter wurde verhaftet; er weigert sich, den Beweggrund der Tat anzugeben. Tragisches Ende einer Automobilfahrt. Einen tragischen Abschluß hat eine Automobilfahrt gefunden, die der Bureaugehilfe Ruszek mit dem Verwalter Wilt von Zabrze aus unternahm. Ruszek übernachtete nach der Fahrt bei seinem Freunde. Morgens wurden beide als Leichen aufgefunden. Eine Gasvergiftung, die durch eine defekte Gasleitung entstanden war, hatte ihrem Leben ein Ende gesetzt. Bombenexplosion auf dem Zentralbahnhof in Neapel. Wie der " Corriere d'Italia" aus Neapel meldet, explodierte auf dem Zentralbahnhof furz vor Abgang des Zuges Neapel- Rom eine Bombe. Glücklicherweise wurde niemand verlegt, jedoch ist der Materialschaden ziemlich erheblich. Jugendveranstaltungen. Lankwik. Heute Sonntag, nachmittags 5 Uhr: Unterhaltungsabend bei Schulz, Surfürstenstraße 37. Mittwoch, den 15. Juli, von 7 Uhr ab: Spiele auf dem Feld hinter der Biethenstraße. hygiene sowie der Krankenpflege hat man in weitem Maße Rech- Wochen- Spielplan der Berliner Theater. 4004,50. Borree, Schod 0,75-1,00; Spinat 50 kg 5,00-8,00; nung getragen. Ein großer Teil davon entfällt auf private Ausfteller. Leiter von Krankenhäusern, Vertreter von Krankenkassen finden sicherlich manches Neue für den Operationssaal, wie auch( Anfang 8 Uhr.) für die allgemeine Krankenpflege. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Martihallen. Sonnabend, den 11. Juli. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg Mart: Ochsen ( Ohne Berbindlichkeit.) fleisch Ia 72-84, bo. Ila 68-71, bo. IIIa 59-68; Bullenfleisch Ia 68-78, bo. IIa 64-68; Stühe, fett 47-58, do. mager 37-47, Fresser 60-65, do. dan. 50-60; Bullen, dän. 58-70. Stalbfleisch: Doppellender 110-135; Mastfälber Ia 88-100, bo. IIa 74-84; Stalber ger. gen. 44-60. Hammel fleisch Mastlämmer 86-88; Hammel Ia 75-85, do. IIa 67-74, do. chod 3,50-3,80; rinfeier 4,00-4,20. austral. Schafe 72-78. Schweinefleisch 52-57. Eier: Landeier Butter: Molkereibutter per 50 kg 90-105; Landbutter 80-90. Gemüse, inländisches: Rhabarber, hamb. 100 Bund 0,00-0,00, do., hiesiger 2,00-2,25; Startoffeln, magnum bonum 50 kg 0,00-0,00, Dabersche 0,00-0,00, neue weiße 5,25-5,50, do. Rosen 4,75-5,25, do Magdeburger 6,00-6,50; do. weiße Kaiserkronen Schoten 2,00-3,00; Mohrrüben, Schockbund 0,90-1,00; Bohnen 50 kg Theater in der Königgrätzer Straße. Allabendlich: Mr. Wu. 12,00-18,00; Champignon 50 kg 30,00-35; Kohlrabi, Schod 0,60-0,80; Wirsingkohl, hiesiger, Schock 3,00-6,00; Blumenkohl, Erfurter 100 Stüd Berliner Theater. Allabendlich: Wie einst im Mai.( Anf. 8 Uhr.) 6,00-20,00; Meerrettich, Schod 3,50-12,00; Beterfilienwurzel, neue, Kleines Theater. Allabendlich: Der Kleds.( Anjang 8 Uhr.) Schodbund 1,00-3,00; Radieschen Schodbund 0,50-0,75; Salat, Schock Sool- und Mineralbäder nehmen mit ihrer Reklameausstellung Theater des Westens. Sonntag und Montag: Siegfried. Anfang 1,00-1,50; 8wiebeln, Schockbund 0,50-0,60, do. 50 kg 11-11,50; 20einen den größten Teil des Gartens umgrenzenden Hallenbau in 7%, Uhr.) Dienstag bis Donnerstag: Götterdämmerung.( Anfang 7 Ubr.) maten 50 kg 25,00; Pfefferlinge 25-30; Buffbohnen 50 kg 10,00-12,00. Anspruch. Hier kann man die tröstliche Gewißheit schöpfen, daß Freitag bis Sonntag: Das Rheingold.( Anjang 8 Uhr.) Montag: Die Ausländisches. Startoffeln, tanar. 50 kg 0,00-0,00, do. Malta, neue es fast für alle Krankheiten wenn nicht Heilung, so aber doch Baltüre.( Anjang 7 Uhr.) 0,00-0,00, Do. ital. lange, neue 6-8,00, do. italienische runde, neute Linderung gibt. Ein Blick in die Preistarife belehrt aber auch, Theater am Nollendorfplak. Allabendlich: Der Jurbaron.( An- 2,00-6,00, do. ungarische 4,00-5,00, Tomaten fanarische, Siste 0,00, daß die Benutzung der Heilquellen ein großes Portemonnaie er- fang 8 Uhr.) do. italienische 50 kg 4,00-12,00, do. französische 8,00-12,00; BlumenRefidenz Theater. Täglich: Die berfligte Liebe.( Anfang 8%, Uhr.) fohl, holländischer Ia 100 Stüd 15,00-22,00, Bwiebeln, ägyptische 50 kg fordert. So empfängt der arme Teufel in dieser Ausstellung Lustspielhaus. Allabendlich: Die spanische Fliege.( Anf. 8 Uhr.) 18,00, do. ital. 10,00--12,00, do. ungarische 00,00-00,00; Burfen, holl. mehr soziale Aufklärung als Hoffnung, sein Leiden loszuwerden. Theater an der Weidendammerbrücke. Sonntagnachmittag 100 Stüd 5,00-14,00, bo. Einleges, ital. Schod 1,50-2,00; Bohnen, grüne, Besondere Beachtung verdient die Ausstellung der Stuttgarter 3 Uhr: Der müde Theodor. Allabendlich: Der müde Theodor.( Anfang ital. 50 kg 4,00-8,00, do. ital. Beutel oa. 5 kg 0,80-1,00, bo. französische Lebensmittelkontrolle. Man gewinnt einen Eindrud, wie und 8 Uhr.) 0,00-00,00 ba. ung. Beutel 0,60-0,80. Obst und Südfrüchte. was alles verfälscht wird. Man erfährt u. a., daß die Konsumenten Thalia Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Charleys Kirschen 50 kg Glas 12,00-18,00, faure 15-20, Thüringer in Stuttgart in einem Jahre um 250 000 m. allein durch Milch- Tante. Allabendlich: Wenn der Frühling tommt.( Anfang 8 Uhr.) 4,00-10,00, fhlesische 5,00-14,00, Werdersche 8,00-13,00, bo. Knupper berfälschungen geschädigt werden, wenn unterstellt wird, daß nur Schiller- Theater O. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Troubadour. 15,00-25,00, ungarische Natten 28,00-32,00 Alepfel, australische, Stifte Sonntag: Die Zauberflöte. Montag: Tannhäuser. Dienstag: Die 0,00-00,00; die ertappten Sünder ihr strupelloses Geschäft ein Jahr lang beitalienisce, 50 kg 8,00-20,00; Birnen, italienische, 50 kg Erdbeeren, holländische, 50 kg 5,00-14,00, trieben haben. Die gesundheitlichen Schäden, speziell in der Kinder- Bauberflöte. Mittwoch: Martha. Donnerstag: Der Boftillon von Lon- 8,00-18,00. Werdersche jumeau. Freitag: Tannhäuser. Sonnabend: Der Postillon von Lon- 10,00-20,00, Beeliger 0,00-0,00, Hamburger 6,00-20,00, Walderziehung, lassen sich natürlich gar nicht berechnen. Ziffernmäßig jomeau. Sonntag: Tannhäuser. Montag: Die Zauberflöte.( Anfang erdbeeren 60,00-70,00; Stachelbeeren, unreis, hies. 0-0, do. holland. 0,00; nimmt Württemberg in der Statistik der Nahrungsmittelfälschung 8 Uhr.) reife, hies. 5-10; Himbeeren, 50 kg 18-22; Johannisbeeren, hiesige einen sehr ungünstigen Platz ein. Auf je 1000 Einwohner tamen Friedrich. Wilhelmstädtisches Theater. Allabendlich: Leutnants. 50 kg 7,00-12,00; Blaubeeren 17,00-28,00; Apritojen, ital. 24,00 bis in Deutschland 0,797 Bestrafungen wegen Nahrungsmittelfälschung, liebchen( Anfang 8 Uhr.) 28,00, franz. 16,00-28,00; ungarische 12,00-22,00; Pfirsiche, ital. 20,00-47,00; auf Württemberg jedoch 2,207 und auf den Neckarkreis die höchste Luisen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der wilde gelbe Mohn. franzöfifche 20,00-47,00; Pflaumen, italienische 20,00-35,00; Mifpeln, Prozentzahl mit 2,753. Wir nehmen an, daß dies Ergebnis vor- Sonntag: Gefallene Mädchen. Montag und Dienstag: In neues Blüd. italienische 0,00-0,00; Weintrauben, sizilian. Milazzo 40,00-42,00; Mittwoch: Die Allwördens. Donnerstag bis Sonnabend: In neues Glüd. Bananen, wiegend auf eine strenge Kontrolle in Stuttgart zurückzuführen ist. Sonntag: Gefallene Mädchen.( Anfang 8 Uhr.) Montag: Geschlossen. 28,00-30,00; Jamaika 14,00-16,00, fanarische 15,00-18,00; Erdnüsse Ananas 60,00-100,00; Bitronen, Messina 500 Stüd Hier hat man der Lebensmittelkontrolle von jeher eine besondere Metropol. Ullabendlicht: Die Reise um die Erde in 40 Tagen.( An 8,00-12,00, 300 Stüd 8,00-18,00, Messina 360 Stüd 6,00-14,00, Aufmerksamkeit geschenkt. Und man begnügt sich nicht damit, die fang 8 Uhr) Mejjina 150 Stüc 6,00-10,00. A. WERTHEIM Leipziger Straße Königstraße In fast allen Abteilungen G. 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Gediegene Qualitäten Engros Sortimente Berantwortlicher Redakteur: Albert Wachs, Berlin. Für den Inseratenteil verantto: Th. Glode, Berlin, Drud u.Berlage Vorwärts Buchdruckerei a. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Jr. 187. 31. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parteiangelegenheiten. An die Parteigenossen Berlins and der Provinz Brandenburg! Mitte August erscheint wieder eine neue Lokalliste. Lindenstr. 2. Urbanstraße 67. @ rünauer Straße 26, IV. Für den VI. Wahlkreis an den Genoffen Salomon Joseph, NW. 21, Stromstr. 36. Für Nieder- Barnim an den Genossen Ernst Werkmann, Für Teltow- Beeskow an den Genoffen Karl Nohr, Neukölln, Neue Jonasstr. 38, IV. Für Potsdam- Ofthavelland an den Genossen Emil Stahl, Spandau, Marschallstr. 3. Für Ober- Barnim an den Genoffen Richard Koch, EbersFür alle übrigen Orte der Provinz find Mitteilungen zur Lokal, lifte durch die Vorsitzenden der Kreise an den unterzeichneten Obmann der Kommission zu richten. Friedrichshagen, Köpenider Straße 18. walbe, Drewigstr. 5. Berliner Nachrichten. Das Ausflüglerlokal. Sonntag, 12. Juli 1914. effe der Ausschmüdung des Friedhofes sowohl wie im Intereffe der Angehörigen, die auf dem Friedhofe Gräber schmüden wollen. Dieser Antrag wurde abgelehnt und beschlossen, die Neuverpachtung der Blumenhalle auszuschreiben. Schließlich fam in der gestrigen Situng das Verhältnis der Wir ersuchen daher, alle Aenderungen bezw. Neuaufnahmen bis Jeder Sommertag bringt tausende Großstädter aufs Stadt zur Philippus- Apostelgemeinde zur Sprache. Die Stadt besitzt spätestens Sonnabend, den 1. Auguft, an die nachverzeichneten, Kom- Land und jeder Sommersonntag läßt ihre Zahl auf die in der Seestraße einen Friedhof, der früher der Charité gehörte. missionsmitglieder gelangen zu lassen: Hunderttausende anschwellen. Diese Hunderttausende sind. ein Dieser städtische Friedhof verfügt aber weder über eine Beichenhalle Für den 1. Wahlkreis an den Genoffen Franz Lucht, S. 68, Machtfaktor geworden, denn sie bringen Geld aufs Land und noch über eine Kapelle, in der eine Trauerfeierlichkeit abgehalten Für den II. Wahlkreis an den Genossen R. Reinhardt, G. 59, sei es beim Einzelnen noch so wenig. Sie können darum werden kann. Angehörige von Verstorbenen müssen zu diesem Zwede fordern, daß man auch auf ihre Bedürfnisse etwas Rücksicht die Einrichtung der Kirchengemeinde in Anspruch nehmen. Es sind Für den III. Wahlkreis an den Genossen Gustav Müller, SO. 36, nimmt. Die Gastgeber vom Lande, die da glauben das nicht wiederholt Beschwerden erhoben morden, auch fürzlich in unserent nötig zu haben, müssen eben in den Kauf nehmen, daß der Blatte, über Schwierigkeiten, die entstehen, wenn Angehörige von Für den IV. Wahlkreis an den Genossen Karl Rott, O. 34, Sug der Ausflügler an ihnen vorübergeht. Verstorbenen in der Kapelle Laienreden halten lassen wollen. In Straßmannstr. 29. Unter den Hunderttausenden der Sonntagsgäste über- der gestrigen Situng wurde, entgegen der Ansicht unseres Vertreters, Für den V. Wahlkreis an den Genoffen Albert Gahnisch, C. 54, wiegen natürlich die Angehörigen der großstädtischen Arbeiter der seit Jahren auf die Erbauung einer eigenen Beichenhalle und Auguststr. 51, III. rungen, das Eine und Erste müssen sie von dem Wirte gemeinde nicht würdig fei, dargelegt, bei der Voraussicht, değ schaft. Sind sie auch noch so bescheiden in ihren Anforde- einer Kapelle gedrungen hatte, weil der heutige Zustand einer Stadtberlangen, bei dem sie Einkehr halten sollen: daß er den der Friedhof in absehbarer Zeit be selegt fein werbe, die mit nicht Arbeiter nicht nur als Sonntagsgast willkommen heißt, sondern geringen Kosten verbundene Grelchtung einer Leichenhalle und einer auch dann, wenn dieser sein Lokal zu ernster Beratung bedarf. Kapelle nicht tunlich sei. as die Benutzung der Kapelle der Ges Es sind der ländlichen Wirte nicht wenige, die das Erste gern meinde für Laienredea betrifft, so könne die Kirchengemeinde nichs tun, aber für Versammlungen nicht zu haben sind. Geschieht darauf eingehen, wie verlangt werde, ohne weiteres Laienreden die Saalverweigerung meist auch nicht aus eigenem Antriebe, zuzulassen. In Rücksicht auf das Konsistorium müsse die Gemeinde sondern lediglich dem berühmten gelinden Druck" des Amts- von Fall zu Fall ihre Genehmigung sich vorbehalten, die aber nur borstehers, des Kriegervereins oder der sonstigen Honoratioren dann versagt werde, wenn Laienrebner sich zu Schmähungen der des Ortes nachgebend, so ändert das doch an der unangeneh- firchlichen Einrichtungen in der Kirchhofskapelle hinreißen ließen. men Tatsache nichts. Gegen Redner wie Waldeck Manasse, Schütte u. a. würden Be Um das rechtzeitige Erscheinen der Lokalliste Unsere politische Betätigung bedarf aber der Versamm- denken nicht erhoben. Was die Genehmigung betreffe, so habe zu ermöglichen, ersuchen wir die Parteigenoffen dringend, alle Mit- lungslokale auf dem Lande wie in der Stadt. Der Saal- Herr Superintendent Frädrich, Philippstr. 10, vom Gemeinderat teilungen in Rotalangelegenheiten für Groß- Berlin dem zu mangel greift an den Lebensnerv der Partei. Darum die Vollmacht, die Genehmigung zu erteilen. Man braucht sich nur ständigen Kommissionsmitgliede, für die übrigen Orte der führen unsere Genossen an vielen Drten einen erbitterten mündlich oder schriftlich unter Angabe des Redners und der Person Provinz dem Vorsitzenden des betreffenden Kreises Kampf um die Versammlungslokale, einen Kampf, den der des Verstorbenen an den Herrn Superindendenten zu wenden, der zu übermitteln. Ferner weifen wir wiederholt auf den in den Lokalfonferenzen der Wahlkreise so oft gefaßten Beschluß fann gerade er auf seinen Ausgang so ganz wesentlich ein- nicht mehr zu gehen. Das Kuratorium glaubte nach Lage der Sache den Lokalfonferenzen der Wahlfreise so oft gefaßten Beschluß Großstädter oft kaum kennt, viel weniger würdigt. Und doch sofort Antwort geben würde. An den Kirchenrat braucht man dann hin, wonach die örtlichen Kommissionsmitglieder unbedingt verpflichtet find, vor dem Erscheinen wirken. Die Hunderttausende der Ausflügler bilden eine eine Aenderung dieses Zustandes nicht herbeiführen zu können, jeder neuen siste rechtzeitig an den Obmann ihres Kreises Macht, wenn jeder einzelne von ihnen die von Zeit zu Zeit obwohl darauf hingewiesen wurde, daß die Angehörigen von Wer einen Bericht einzusenden, gleichgültig, ob Veränderungen vor im Vorwärts" erscheinende Loka Iliste in der Tasche trägt storbenen auf dem Friedhof in der Seestraße schlechter gestellt find gekommen sind oder nicht. nicht in der Liste als" frei" steht. Aber er kann noch mehr. nehmen. und feine Gastwirtschaft, die einen Saal hat, betritt, wenn sie als diejenigen, die den Friedhof in Friedrichsfelde in Anspruch Einzelne Saalbesiger geben ihren Saal den Arbeitern in gleicher Weise wie den anderen Gruppen und werden dafür nicht selten von eben diesen anderen" taltgestellt und gar in Seit einigen Tagen sieht man in Berlin viele Tausende ihrer Existenz bedroht. Diese lassen sich oft durch die Bevor- von Fischleichen die Spree hinuntertreiben. Es wird die Bezugung durch die Ausflügler halten. Ohne jedes persönliche fürchtung geäußert, daß irgendeine Seuche das Massensterben Opfer kann so der Einzelne seine wirtschaftliche Macht der Fische hervorgerufen habe. Dies trifft jedoch nicht zu. im Interesse der allgemeinen Arbeiterbewegung ausnuten. Im Hochsommer ist das Massensterben kleiner Fische in der Und es ist dabei nichts Unbilliges, was wir von den Wirten Spree beinahe eine normale Erscheinung, die den Fischern fordern. Wie er sich persönlich politisch betätigt, fann und feine Besorgnis einflößt. Innerhalb Berlins ist die Spree muß uns gleichgültig sein; was wir verlangen ist lediglich natürlich durch industrielle Abwässer start verunreinigt. Bei Anerkennung unserer Gleichberechtigung mit anderen Parteien großer Hize und Gewitterneigung steigen Gase aus dem und Schichten. Das aber können wir mit allem Nachdruck Grundschlamm in die Höhe und entziehen dem Wasser noch vertreten. Darum: Beachte jeder die Lokalliste das bißchen Sauerstoff, das die kleinen Fische nötig haben. streng! Dabei gehen die kleinen Fische zugrunde. Außerhalb der schreiben. Orte, aus denen tein Bericht kommt, werden in der Liste nicht weiter aufgeführt und haben sich die betreffenden Genossen die etwa hieraus entstehenden unangenehmen Folgen selbst zuzu Alle nach dem 1. Auguft einlaufenden Meldungen können nicht mehr berücksichtigt werden und ersuchen wir, dies zu beachten. Des weiteren ersuchen wir wiederholt, alle Mitteilungen in Lofalangelegenheiten nur durch die oben genannten Kommissions mitglieder an den Obmann der Kommission zu richten und nicht direkt an den Vorwärts". Es entstehen hierdurch nur unnötige Verzögerungen, und da die meisten Einsendungen immer erst in letter Stunde einlaufen, ist, wenn es sich um eine Sperrnotiz handelt( Vergnügen in einem gesperrten Rokal), eine Publikation nicht mehr möglich. Der Obmann der Lokalkommission: Albert Hahnisch, C. 54, Auguststraße 51. Zur Lokalliste. Die Berliner Arbeiterschaft wird gebeten, bei Ausflügen nad dem Spreewald, sich wegen Fährleuten und Nachtquartier an den Genossen Hermann Hinz, Lübbenau, Redlinsts. 10, zu wenden. Die Lotalfommission. Der Zahlabend im Auguft. Der Altionsausschuß hat in seiner letzten Sitzung befchloffen, den Zahlabend im August acht Tage früher, am 8. August, abzuhalten. Da Anträge zum Parteitag bis zum 15. August in Händen des Parteivorstandes sein müssen, soll den Genossen Gelegen heit gegeben werden, sich rechtzeitig mit der Tagesordnung des Parteitages beschäftigen zu lönnen. Die Generalversammlungen der sechs Berliner Wahltreise finden am 11. August statt. Der geschäftsführende Ausschuß. Fünfter Wahlkreis, 1. Abteilung. Dienstag, den 14. Juli, abends 8 Uhr, in den Unions- Festfälen, Greifswalder Str. 222: Abteilungsversammlung. 1. Vortrag des Genossen Eugen Rosemann über: Massenstreit und Wirtschaftspolitit. 2. Stellungnahme zum Parteitag in Würzburg. Handzettelverbreitung im 6. Wahlkreis. Die 16., 20., 21. und 22. Abteilung berbreiten am Montag, den 13. Juli, Handzettel für die am 14. Juli stattfindende Versammlung in den Pharus- Sälen. Um rege Beteiligung wird ersucht. Das Fischsterben in der Spree. St. Bureaukratismus. Nun aber können die Gäste als solche noch mehr Stadt, wo es keine schädliche Abwässer gibt, reinigt sich die fordern und das mögen vor allem die ländlichen Genossen Spree wieder von selbst, und von einem Fischsterben ist Teine beachten, die von uns die Meidung der gesperrten Lokale er- Rede mehr. warten: der Aufenthalt in den freien Lokalen muß auch angenehm sein; das Lokal darf nicht in dieser Beziehung gegenüber der Konkurrenz zurückstehen. Der großstädtische Arbeiter und Wer genötigt ist, einen Prozeß zu führen und die dazu nötigen die mit ihm sympathisierenden Streise haben sehr wohl ein Anwalts- und Gerichtskosten nicht aufbringen kann, hat das Recht, Empfinden für Sauberkeit, für freundliche und fulante Be- bei der Gemeindeverwaltung ein Armenattest zu beantragen. In dienung. Zu jeder Ausflüglerwirtschaft gehört ein( aus- Berlin fann der Antrag beim Armenvorsteher angebracht werden, hängender) Fahrplan der Eisenbahn- und Dampferlinien und der dann das Gesuch weitergibt. Wiederholt wird geklagt, daß die eine gute Wegetarte. Wie oft erhält man in diesen Wirt- Erteilung des Armenattestes sich wochenlang verzögert. Die Antrag schaften kaum zuverlässigen Bescheid über Entfernungen und steller erhalten das Attest oft erst dann, wenn falls fie Beklagte Fahrgelegenheiten. Dann sollte man überall etwas erhalten sind der Termin bereits stattgefunden hat und in Fällen, in denen fönnen, um im Notfalle seinen ramponierten Menschen wieder Anwaltszwang vorhanden ist, eine Verurteilung durch Versäumnisherzustellen und sei es nur Heftpflaster und Nähfaden, Cholera- urteil bereits erfolgt ist. tropfen und Brustpulver. Was weiter den meisten Lokalen Wir meinen, daß bei einigermaßen gutem Willen in einigen in der Umgegend Berlins fehlt, das ist: Spielgerät für die Tagen die Antragsteller im Besiz des Attestes sein könnten. In Kinder! Und doch lassen sich mit wenig Mitteln Schaukel, vielen Fällen würden dadurch den Gesuchstellern Scherereien und Wippe, Rundlauf oder Barren stellen! Kosten erspart bleiben. Die Droschke als Krankenwagen. Zum Transport verunglückter Personen werden oft Droschken benußt. Eine Droschke herbeizuholen, ist der erste Gedanke, und sie Droichtentutscher aber, die solche Transporte ausführen sollen, be läßt sich ja auch meist leichter beschaffen als ein Krantenwagen. Die grüßen das manchmal feineswegs als ein willkommenes Geschäft. Und eines sollten sich alle Wirte etwas zu Herzen nehmen; die Wege in der Nachbarschaft in Ordnung zu halten und in weiterem Umkreise die Wegebezeichnungen zu prüfen, ob sich Hapert es in der weiteren Umgebung Berlins oft recht er danach auch ein Fremder zurecht findet. Mit den Wegweisern heblich. Hier könnten auch die Touristenvereine sich verdient machen. Wenn nun die Genossen vom Lande wieder einmal blutende Wunden, so muß der Kutscher fürchten, daß der Wagen beIst der Verunglückte mit Straßenschmutz besudelt oder hat er Auf! Zum Sommerfest des vierten Kreises. Klagen hören von ihren Wirten, daß sie von den Arbeitern schmutzt wird. Wer ersetzt den Schaden, wenn eine kostspielige Reini Das heutige Sommerfest findet statt bei Ludwig, Treptow, und nicht genügend berücksichtigt werden, um ihre Säle hergeben gung, vielleicht gar eine Erneuerung der Polster nötig wird und in Mentes Boltsgarten, Nöderstr. 28/29. Das Fesitomitee hat es zu können, so wollen sie auch prüfen, ob das Lokal den be- anderenfalls der Wagen für einige Zeit aus dem Betriebe gezogen fich angelegen sein lassen, den Besuchern einige vergnügte Stunden rechtigten Wünschen der Gäste entspricht. Die Ausflügler aber anderenfalls der Wagen für einige Zeit aus dem Betriebe gezogen zu bereiten und ist überall für reichhaltige und genußreiche Unter- wollen auf diese ihre Anforderungen immer wieder hinweisen, haltung Sorge getragen. Bei dem mäßigen Eintrittspreis von im übrigen aber den Saalkampf auf dem Lande kräftigst 20 Pf. pro Person, Kinder frei, wird natürlich auf Massenbesuch ge- unterstützen. rechnet. Vom städtischen Bestattungswesen. werden muß? solchen Personen, von denen er wegen der Beschaffenheit ihrer KleiDie Droschkenordnung sagt, daß der Kutscher betrunkenen und dung oder ihres sonstigen Zustandes eine Verunreinigung Am Dienstag, den 14. Juli, findet für die weiblichen des Wagens zu erwarten hat, die Fahrt bzw. FahrtfortMitglieder der 36. Abteilung ein Ausflug nach Pferdebucht feßung verweigern und gegebenenfalls diese Personen zum statt. Treffpunkt mittags 1 Uhr im Lokal von Koblenz, Tilsiter Für den städtischen Friedhof in Friedrichsfelde macht sich die Aussteigen veranlassen darf. Doch müssen erkrankte, verStr. 27. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof bis Sadowa. Um Anstellung eines neuen Inspektors nötig. Mit den bisherigen Ver- Iette, verunglüdte und hilflose Personen, auch zahlreiche Beteiligung wird ersucht. waltern der Stelle hat die Stadt recht schlechte Erfahrungen ge- wenn von ihnen eine Verunreinigung des Wagens zu erwarten Reinickendorf- Ost. Heute findet im„ Seeba d", Residenzstr. 49, macht. Die letzten beiden Inhaber der Stelle haben ihre Stellung ist, befördert werden, falls ein Polizeibeamter dies an das Sommerfest der Arbeiterbereine in Reiniden dazu gemißbraucht, sich persönliche Vorteile zu verschaffen, und als ordnet. Kutscher und Wagenbesizer haben in diesem Falle mehr dorf Ost statt. Die veranstaltenden Vereine: der Wahlverein, die Mißstände aufgedeckt wurden, wurden die Herren schnell so trant, Aussicht, daß Ansprüche auf Ersatz direkten Schadens nicht erfolg der Männerchor Reinickendorf, der Turnverein Schönholz, der Rad- daß ihre Pensionierung erfolgen mußte. So fommt es, daß die los bleiben, aber ganz ohne Verlust geht es auch da nicht immer ab. fahrerverein Solidarität, haben ein Programm zusammengestellt, Stadt bereits a wei pensionierte Friedhofsverwalter Wird eine Droschte von einer Privatperson zur Beförderung eines das die Besucher des Sommerfestes in jeder Beziehung befriedigen von Friedrichsfelde hat, die sich in einem Alter befinden, in Erkrankten oder Verletzten benutt, so ist für Stutscher und Wagendürfte. Billetts( im Vorverkauf 20 Bf.) find noch bei den Bezirksführern bem sonst niemand pensioniert wird. Dieser Umstand hat dazu ge- befizer das Risiko von vornherein größer und die Verfolgung Billetts( im Vorverkauf 20 Pf.) find noch bei den Bezirksführern des Wahlvereins und den Vorstandsmitgliedern der übrigen Vereine führt, die Stelle in Zukunft beffer zu dotieren. Die Stadtverord- etwaiger Schadenersatzansprüche fann unter Umständen sehr viel zu haben. An der Tageskaffe beträgt der Eintrittspreis 25 f. netenversammlung wünscht für die Stelle einen gärtnerisch ge- schwieriger werden. Freilich braucht, wenn eine Privatperson die Beginn nachmittags 3 Uhr. bildeten Mann, der den an ihn zu stellenden Aufgaben beffer ge- Beförderung verlangt, selbst ein Erkrankter oder Verletzter nicht Lichtenberg. Heute findet die zweite Besichtigung der beiden wachsen ist. Der Magistrat ist diesem Beschlusse beigetreten. Auch aufgenommen zu werden, falls Beschmutzung des Wagens zu bes städtischen Wasserwerte nebst der Enteisungsanlage am Triftweg statt. eine Ausschreibung der Stelle hat die Stadtverordnetenversammlung fürchten ist. Treffpunkt 1 Uhr im Durchgang Bahnhof Rummelsburg- Ost. Aus gewünscht. Auch diesem Wunsche soll Rechnung getragen werden, Mit dieser Begründung hat bei dem Unfall, der( wie wir jedem Viertel können mindestens sechs Personen an der Besichtigung wenn unter den sich schon zu der Stelle gemeldeten zahlreichen Be- in Nr. 186 meldeten) sich auf einem Villenneubau an der Heerteilnehmen. Pünktliches Erscheinen ist unbedingt notwendig. werbern nicht geeignete Personen vorhanden sind. Schon jetzt läßt straße zutrug, der Führer eines Droschtenautos, die Aufnahme Reinickendorf- West. Heute findet im Lokale von Beher, fich sagen, daß die bisherigen Bewerber die gestellten Anforderungen des vom Baugerüft abgestürzten Steinmeßen Otto Franz verweigert. Scharnweberstr. 101/104, das Sommerfest des Wahlvereins statt. nur in geringem Maße erfüllen. Gin Kollege des Verunglückten war gelaufen, um schleunigst eine Der Bildungsausschuß bat für gute Ausstattung Sorge getragen, Eine andere Frage bildet die Regulierung des Blumenverkaufs Droschke herbeizuholen, damit sofortige Ueberführung in ein Die Bibliothet des Wahlvereins ist vom 15. Juli bis 15. Auguft auf dem Friedhof in Friedrichsfelde. Auf dem genannten Friedhofe Krankenhaus erfolgen könnte. Am Bahnhof Heerstraße, hinter dem wegen Umzuges geschlossen. Die geliehenen Bücher bitten wir hat die Stadt eine Blumenhalle erbaut, dieselbe aber an einen der Neubau liegt, nahm der Kutscher eines vorbeifahrenden Arbeitszurückzugeben. Gärtner verpachtet. In der letzten Kuratoriumsjihung handelte es wagens auf Anruf bereitwilligst den Eilenden auf und fuhr ihn in Borsigwalde- Wittenan. Die Mitgliederversammlung findet nicht sich um die Frage der Neuverpachtung. Von unseren Vertretern scharfem Trab dem Reichskanzlerplak zu, wo er hoffen durfte Dienstag, sondern Montag, den 13. Juli, abends 81%, Uhr, in Wittenau, turde beantragt, die Stadt möge den Blumenschmuck der Gräber Droschten zu finden. Als sie auch unterwegs eine Droschte trafen, Bittenauer Gesellschaftshaus, Hauptstr. 66, ftati, und den Blumenverkauf selber übernehmen, und zwar im Inter- hielt der Steinmetz den Droschkentutscher an und forderte ihn unter auch werden sämtliche Arbeitervereine mitwirken. Mitteilung des Unfalles auf, mitzukommen und den Berunglückten| Dauerweltrekord zu brechen, ift Sonnabendabend um 6.04 Uhr in Er hat den Dauerweltrekord nach einem Krankenhaus zu fahren. Aber der Kutscher lehnte Johannisthal glatt gelandet. a b. Er wolle sich seinen Wagen nicht verderben lassen,( 21.49 Stunden) um zwei Stunden 23 Minuten mit 24 Stunden fagte er. Auf die Versicherung, daß der Mann feine blutende zwölf Minuten geschlagen. Wunde, sondern inneren Schaden erlitten habe, blieb er bei seiner Anfälle eines Epileptikers- grober Unfug? Wenn das Vorkommnis so, wie es uns mitgeteilt wurde und wir es hier wiedergeben, sich abgespielt hat, dann verdient der Kutscher allerschärfsten Tadel. Die Ablehnung war auch gar nicht berechtigt, wenn dem Kutscher gesagt wurde, daß der Verunglückte nicht blutete. Zur Ehre der Droschkenkutscher nehmen wir an, daß in ihren Reihen eine so brutale Hilfe berweigerung sehr selten ist. Aus eigener Erfahrung können wir nur sagen, daß wir in den Straßen Berlins bei Unfällen hilfsbereite Droschfenkutscher beobachtet haben, die nicht erst durch einen Polizisten sich zur Aufnahme eines Blutenden nötigen ließen. Adlershof. Berichtigung. Genosse Pied sendet uns zu dem gestrigen Bericht über die Generalversammlung folgende Mitteilung: Der Bericht über mein Referat zur Parteiorganisation läßt mich in seiner Kürze fast das Gegenteil von dem sagen, was ich ausführte. Ich habe mich gerade gegen die Auffassung gewandt, daß die mangelnde Bein Weigerung. Ein Polizist, der die Aufnahme des Verletzten hätte Unter dieser Ueberschrift berichteten wir am 2. Juli des" Vor- teiligung der Mitglieder am Parteileben allein aus der jetzigen erzwingen können, war da draußen begreiflicherweise nicht aufzuwärts", daß ein wegen Epilepfte zum Invaliden erklärter Buchdrucker Organisationsform zu erklären sei, sondern habe dafür auch eine treiben. Der Steinmek mußte seine Bemühungen, den Kutscher wegen eines auf der Straße erlittenen Anfalls ein Strafmandat er- Reihe anderer Gründe angeführt; infolgedessen habe ich mich auch umzustimmen, aufgeben. Es gelang dann, einen anderen Wagen halten, weil er sich auf die Straße gelegt und dadurch groben Unfug dagegen gewandt, von einer formalen Aenderung der Organisationsherbeizuschaffen, der den Verunglückten wegbrachte. verübt" haben sollte. Am 6. Juli hat nun der Polizeipräsident das form allein schon ein regeres Parteileben zu erwarten. Meine Strafmandat zurückgenommen. Ausführungen gipfelten dem Vorschlage, daß die MitFür das Ansehen der Polizei wäre es ratsamer, weniger voreilig glieder durch die Organisationsleitungen mehr als bisher Strafmandate in die Welt zu schicken. zu wissenschaftlicher Aufklärung und politischer Betätigung angeregt und daß innerhalb der Drganisation größere VerfammlungsMit Gas vergiftet hat sich die im Hause Arndtstr. 29 wohnhafte förperschaften( Abteilungen) der Mitglieder geschaffen werden, in denen unverheiratete Anlegerin Luise Hopf. Als gestern nachmittag mehrere diese Gelegenheit haben, regelmäßig zum Meinungsaustausch und Freundinnen sie zu einem Vergnügen abholen wollten, fanden sie zur Entscheidung über theoretische, politische und organiſatoriſche die Wohnung verschlossen. Da sich auch ein starter Gasgeruch be- Fragen zusammenzukommen. Außerden müsse eine möglichst enge merkbar machte, benachrichtigten sie die Polizei, die die Wohnung Fühlung zwischen den beschließen den Versammlungen der Mitglieder durch einen Schlosser öffnen ließ. Man fand dort die Hopf tot und der Verwaltung hergestellt werden, und zwar dadurch, daß die auf. Was die erst Siebenundzwanzigjährige in den Tod getrieben Mitgliederversammlungen direkt, also nicht durch Vertreterversamm hat, steht nicht fest. Die Leiche wurde nach dem Schauhause lungen, ihre Vertreter in die Verwaltung( Verbandsvorstand) wählen. So habe ich mich auch nicht für, sondern gegen den Vors gebracht. Zu dem neuerlich gemeldeten Unfall auf der Baustrecke der Nord- schlag des Genossen Ernst ausgesprochen, der viel zu große AbSüdbahn, den wir einer hiesigen Zeitung entnahmen, ersucht uns die teilungen, also wieder Vertreterversammlungen, vorfieht. Baufirma Berger mitzuteilen, daß dieser Unfall sich nicht auf der insofern er die vorläufige Aufrechterhaltung der Kreisorganisation Bauftrede zugetragen habe und daß der in Frage kommende Arbeiter vorsieht, habe ich ihn unterstützt. lebe. Soweit es sich um die früher gemeldeten Unglücksfälle handelte. Lichterfelde. so bedauere auch die Firma diese Vorkommnisse. Sie beruhten aber darauf, daß zwecks Aufrechterhaltung des Verkehrs die Straßenbahn über die offene Baugrube provisorisch herübergeleitet werden müsse. Das ist schon richtig, hindert aber keineswegs daran, daß bessere Schußmaßnahmen im Interesse des Publikums getroffen werden fonnten. Auch jezt halten wir daran fest, daß mit aller Dringlichkeit solche Schutzmaßregeln getroffen werden müssen. Wer sich den Bau ansieht, muß ganz von selbst zu dieser Meinung kommen. Bu wünschen ist, daß den Droschkentutschern solche Hilfsbereitschaft erleichtert wird, indem man für sie das damit ver= bundene Risito möglichst beseitigt. Wer will's einem Kutscher verübeln, daß er nicht Lust hat, etwa entstehenden Schaden auf die eigene Tasche zu übernehmen oder vielleicht gar sich von feinem durch ihn geschädigten Arbeitgeber aufs Pflaster werfen zu feinem durch ihn geschädigten Arbeitgeber aufs Pflaster werfen 31 laffen? Auch dann, wenn eine Privatperson den Kutscher zur Aufnahme eines Verletzten auffordert, sollte die Bezahlung der Fahrt und der Ersatz etwaigen Schadens nötigenfalls durch Eingreifen der zuständigen Behörde gesichert werden. Die Verzweiflungstat eines Ehepaares. Gestern vormittag gab der frühere Besizer des Hotels Royal, Adolf Roth, in seiner Wohnung, Staiſerallee 28, zwei Revolverschüsse auf seine Frau ab. Frau Roth brach tödlich getroffen zusammen und war auf der Stelle tot. Hierauf richtete Roth die Waffe auf sich selbst und verlegte sich lebensgefährlich durch einen Schuß in die Schläfe. In hoffnungslosem Zustande wurde er nach dem Krankenhaus gebracht. Die Ursache zu der Tat dürfte in finanziellen Schwierigkeiten zu suchen sein, in die Roth in letzter Zeit geraten war. Roth war lange Jahre hindurch Direktor im Hotel de Rome. Nach seinem Ausscheiden übernahm er das Hotel Royal, in dem es ihm jedoch nicht gelang, mit finanziellem Erfolg zu arbeiten. Nachdem Roth die Leitung des Hotels Royal niedergelegt hatte, bekleidete er zuletzt den Posten eines Restaurationsdirektors im Grand Hotel de Russie in der Georgenstraße. Roth stand Ausgang der 30 er Jahre. Die Tat hat er anscheinend in vollem Einverständnis mit seiner Frau begangen. Die bei dem Ehepaar in der Kaiser- Allee wohnende Mutter der Frau wurde gestern früh unter einem nichtigen Vorwande aus der Wohnung geschickt. Während dieser Zeit führte Roth die Bluttat aus. Ein schwerer Bauunfall Hat sich am Freitag in Schöneberg ereignet. Dort wird auf dem Grundstück Freiherr- vom- Stein- Straße gegenwärtig ein Wohnhausneubau errichtet, der bis zum dritten Stockwerk gediehen ist. Als borgestern nachmittag auf diesem Neubau der 47jährige Buger Ernst Maasch, auf einem Gerüst stehend, in der Höhe der zweiten Etage arbeitete, trat er fehl und stürzte rüdlings in die Tiefe. Er erlitt eine schwere Gehirnerschütterung, eine flaffende Kopfwunde und Brüche beider Beine. In sehr bedenklichem Zustande wurde der Verunglückte nach dem Schöneberger städtischen Krankenhause geschafft. Aus der Selbstmordchronit. Erschossen und vergiftet hat sich im Treptower Park ein unbekannter Mann von etwa 50 Jahren. Spaziergänger fanden ihn kurz nach 10 Uhr am Steinplah bejinnungslos auf. In der Hand hatte er noch den Revolver, mit dem er sich eine Kugel in den Mund geschossen hatte, und neben ihm lag eine Flasche mit Lysol, die er vorher zur Hälfte geleert hatte. Da er noch Lebenszeichen von sich gab, wurde er nach dem Krankenhaus Bethanien gebracht, wo er aber noch während der Operation verstarb. Der unbekannte Tote hat blondes Haar und trug einen braunen Anzug, einen weißen Strohhut mit schwarzem Bande, graue Strümpfe und schwarze Zugstiefel. Sein weißes Leinenhemd ist ohne Zeichen. nicht festgestellt werden konnte auch die Persönlichkeit eines Mannes, dessen Leiche gestern in der Nähe der Treidelbrücke aus dem Hohenzollerntanal gelandet wurde. Der Unbekannte ist etwa 30 Jahre alt und mittelgroß, hat dunkelblondes, kurzgeschnittenes Haar und einen fleinen, englisch gestußten Schnurrbart und trug ein graues Jadett, eine graugestreifte hoje, ein blaugrünes Oberhemd mit weißem Um legetragen und weißschwarz karierten langen Schlips, schwarze KnopfStiefel und graue Strümpfe. Sein Taschentuch ist E. S. gezeichnet. Die Leiche wurde nach der Halle in Blößensee gebracht. Aus dem Teltowkanal bei Mariendorf wurde ein unbekannter etwa 25 bis 30 Jahre alter Mann gelandet, der etwa 1,65 Meter groß ist, einen Anflug von Schnurrbart hatte und mit einem graugestreiften Jackettanzug bekleidet war. Im rechten Knopfloch hatte er eine kleine Porzellanflasche mit der Aufschrift" Siffy". Sein Chemisett ist G. W. gezeichnet. Mariendorf. Vorortnachrichten. Nur Das Arbeitersportkartell für Lichterfelde und Umgegend ber anstaltet heute Sonntag, den 12. Juli, im Etablissement Birkenwäldchen" sein erstes algemeines Arbeitersportfest". Aufführungen der Sänger, Turner, Radfahrer und Athleten bilden das reichhaltige Programm. Um 3 Uhr Festzug aller beteiligten Vereine vom Lokal Richter, Chausseestr. 104. Lichtenberg. " Ferienspiele. K Die Ferienspiele finden jeden Montag und Freitag auf dem Sportplatz Deutschland II"( Eingang Kriemhildstraße, legte Quer straße der Gudrunstraße) statt. Treffpunkt ist mittags 1 Uhr an folgenden Stellen: 1. Wismarplaz; 2. Alt Borhagen, Ede Neue Bahnhofstraße bei Blume; 3. Gürtelstraße, Ede Frankfurter Chauffee ( Schwarzer Adler"); 4. Auguſtaplag; 5. Wilhelmplatz, und 6. Wagnerplatz. Jedes Kind muß sich einen Trinkbecher und Vesperbrot mitbringen. Waidmannsluft. Die Ferienspiele finden regelmäßig Montags und Donnerstags statt. Treffpunkt für Weidmannslust 4 Uhr am Schweizerhaus, für Hermsdorf 3/4 Uhr Kaiserplaz. Mariendorf. Ferienausflug der Kinder am Mittwoch, den 15., nach Listenrade. Treffpunkt um 1/22 Uhr am Rathaus, Abmarsch pünktlich um 2 Uhr. Fahrgeld 20 Pf., Kinder unter 10 Jahren 10 Bf. Gespielt wird Montags und Freitags. Treffpunkt am Rathaus um 23 Uhr. Lankwitz. Die Ferienspiele finden jeden Montag 10 und 11 Uhr, Donnerstags 12 Uhr statt. Treffpunkt Ecke Charlotten- und Seydlig straße. Für Fahrgeld find 10 Bi. mitzubringen, außerdem hat jedes Kind ein Trinfgefäß mitzubringen. Bohnsdorf. können nur in Begleitung der Mütter mitgehen. Der gänzliche Ausbau der Straße scheitert an dem Verhalten des Spandau. Aus der Gemeindevertretung. Zum besoldeten Schöffen wurde Ferienausflug mit den Kindern am Dienstag, den 14. Juli. der Magistratsassessor Holle( Spandau) gewählt. Die Gemeindekasse Treffpunkt früh 8½½ Uhr vor den Genossenschaftshäusern. Abmarsch Autounfall am Untergrundbahnbau der Nord- Südbahn, schließt für das Jahr 1913 mit einem Ueberschuß von 6058,60 M. 9 Uhr nach Bahnhof Grünau. Frühstück in Schmödwig, Restaurant ab. Dem Vertrage mit dem Besitzer des neuangelegten Sanatoriums zur Palme. Von dort nach dem Krossinsee. Bei schlechtem Wetter Ein Verkehrsunfall, der unter Umständen sehr verhängnisvoll an der Ecke der Schöneberger und Tempelhofer Straße wurde zu findet der Ausflug am Donnerstag, den 16. Juli, um dieselbe Zeit hätte werden können, hat sich in der Nacht zum Sonnabend im gestimmt. Danach verpflichtet sich die Anstaltsleitung eine Unfall- statt. Badezeug ist mitzubringen. Norden Berlins ereignet. Als gegen 1 Uhr nachts der Autoomnibus station einzurichten und vier Betten ständig für dringende Krankheits1401 der Linie 2 der Allgemeinen Berliner Omnibus- Gesellschaft fälle der Gemeinde zur Verfügung zu stellen. Die Tempelhofer Lichterfelde. aus der Seestraße kommend, in die Müllerstraße einbog, stieß der Straße vom Bahnhof Mariendorf bis Schöneberger Straße soll ausFerienspiele. Montag, den 13.: Ausflug nach dem Grunewald. Straftwagen gegen eine Schienenanlage, die der Chauffeur in der gebaut und reguliert werden. Die Kosten sind auf 229 500 m. ver- Treffpunkt 2 Uhr Marktplatz( Moltkestraße). Mundvorrat und Dunkelheit nicht rechtzeitig bemerkt hatte. Dadurch wurde der anschlagt. Um den alten Baumbestand zu erhalten, soll der Getränke für den Weg sind mitzubringen. Kinder unter fünf Jahren Autobus aus der Richtung geschleudert und geriet auf den die Fuhrwerksverkehr zu beiden Seiten der Baumreihe übergeleitet werden. Bauöffnung der Nord- Südbahn überdeckenden Bohlenbelag. In- Fürsten zu Stolberg- Wernigerode; der Fürst will sein Straßenland folge der außerordentlichen Belastung zersplitterten die Bretter nur unter der Bedingung abtreten, daß die Straße mit Hochbauten Die Ferienspiele weisen eine außerordentlich starke Beteiligung und der Autoomnibus brach mit den Rädern durch, wurde aber versehen werde. Wie der Bürgermeister mitteilte, find alle Ver- auf. Es ist wünschenswert, wenn in den nächsten Wochen sich noch durch die den Bohlenbelag tragenden Querbalken aufgefangen und handlungen bisher resultatlos verlaufen. Da die Gemeindevertretung mehr Genossinnen an der Beaufsichtigung der Kinder beteiligten. so vor dem Absturz bewahrt. Der Chauffeur und drei Personen, für das fürstliche Entgegenkommen" fein Verständnis hatte, bleibt Für die Siemensstadt werden von Dienstag ab gleichfalls die sich im Innern des Autoomnibus befanden, wurden von ihren die Strecke von der Schöneberger Straße bis zur Gemartungsgrenze Ferienspiele beginnen. Anmeldungen zu den Spielen werden bei Gizzen geschleudert, kamen aber mit dem Schrecken davon. Der den unreguliert. Einem Vertagungsantrag wurde vom Genossen Reichardt Stant, Siemensstraße 34, entgegengenommen. Sammelpunkt für die Wagen bedienende Schaffner wurde zwischen die zuschlagende Tür mit der Motivierung widersprochen, daß wir keine Rücksichten auf den Kinder über vier Jahre nachmittags 2 Uhr auf dem freien Platz vor Fürsten zu nehmen hätten, es wäre Sache des Kreises, hier einzugreifen. dem Hause Siemensstraße 34. Die Spiele finden an allen Wochendes Wagens geklemmt und erlitt unerhebliche Quetschungen. Durch Eine Interpellation des Genossen Westphal über den Mietsvertrag tagen, außer Sonnabends, nachmittags 2 Uhr, statt. Jedes Kind die Feuerwehr und Angestellte der Omnibus- Gesellschaft wurde der zwischen dem Pächter des Restaurants Blümel und der Gemeinde, hat Eßvorräte und einen Trinkbrecher mitzubringen. Dmnibus noch in der Nacht aus dem Bauschacht herausgehoben. beantwortete der Bürgermeister dahin, daß der Pächter bisher nicht Der Kraftwagen wurde erheblich beschädigt. an den Gemeindevorstand herangetreten ist und eine Aenderung des Vertrages gewünscht habe. Der Pächter weigert sich beharrlich, sein Lokal der Arbeiterschaft zur Verfügung zu stellen, da ihm dies vertraglich verboten sei. Falsche Hundertmarkscheine. Da die bürgerliche Mehrheit eine Besprechung der Interpellation ablehnte, war es unserem Genossen unmöglich, eine Kritik an dem unwürdigen Vertrage zu üben. Doch aufgeschoben ist noch nicht aufgehoben. Köpenick. Veranstaltungen. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 13. Juli, von nachmittags 3 Uhr ab: Zusammentreffen im Bootshause des Nuderklubs" Vorwärts" in Oberschöneweide. Fahrgelegenheit mit der Bahn: bis Baumschulenweg oder bis Treptow mit der Straßenbahn, dann Uebersetzen mit Motorboot. Zweiter Wahlkreis. Der Ausflug der Genossinnen vom Leses abend Süden findet statt Donnerstag, den 16. Juli( nicht 14. Juli). Abfahrt 9,40 Uhr vom Görliger Bahnhof nach Grünau usto. auf dem„ Fichte"-Turnplak. Leseabend Südwesten, 28. Juli, von vormittags 10 Uhr ab Seit kurzem sind Nachbildungen der alten Reichsbanknoten zu Hundert Mark zum Vorschein gekommen. Die Nachbildungen find insbesondere daran zu erkennen, daß diese auf der linken Hälfte der Schriftseite an Stelle der auf den echten Noten start in die Augen fallenden, etwa drei Finger breiten roten Faserung nur eine leichte rötliche Tönung und erst bei genauerer Prüfung entweder ganz kurze, leicht ablösbare Fäjerchen oder aber Stellen zeigen, an lautete das Thema, über das Genosse Rechtsanwalt Siegfried Wein,, Der Denkmalsprozeß und Klassenstaatliche Rechtsprechung", denen solche fleinen Fäserchen gesessen haben. Hält man eine berg in einer öffentlichen Versammlung im„ Kaiserhof" referierte. echte Note gegen das Licht, so ist von der Faserung so gut wie Redner geißelte das ungeheure Urteil des Charlottenburger Prozesses Hilfskaffe der Graveure, Ziseleure und verwandter Berufs. nichts zu sehen. Ferner ist die bedruckte Fläche von Rahmen- und verglich damit die Milde, mit denen Studenten in ähnlichen genossen in Berlin tagt jeden zweiten Montag im Monat, abends von Teiste zu Rahmenleiste auf beiden Seiten der Fälschung in der Breite Fällen vor Gericht behandelt werden. Sei doch diese Rechtsprechung 8 bis 10 Uhr, im Lofal Luisenufer 1. 3 bis 4 Millimeter fürzer als auf den echten Noten. Auf der Bild- nur zurückzuführen auf die infame Hetze der Scharfmacher und der Deutschlands in Offenbach a. M. Kleiner Bersicherungsverein auf Zentral- Kranken- und Begräbniskasse für Frauen und Mädchen seite der Fälschung erscheinen die auf den echten Noten in der sozialen Stellung der Richter. Hätten wir Volfsrichter, so würde Gegenseitigkeit. Früher E. 5. Nr. 26. Verwaltungsstelle Berlin I. Montag, Zeichnung und am Nande weißbleibenden Stelle leicht bläulich dieses Urteil troß der Heße nicht möglich gewesen sein. Man solle den 13. Juli, abends 8%, Uhr, im Saal 3 des Gewerkschaftshauses, Engels gestreift. Auf den bisher angehaltenen Stücken ist an denjenigen uns nicht einzureden versuchen, es gebe keine Klaffenjuſtiz; dieses user 14/15: Hauptversammlung. Stellen, an denen die Schriftseite rote Stempel und Nummern zeigt, selassenjustiz zu sprechen. Sogar bürgerliche Juristen, wie Heinze, auf der Bildseite ein mehr oder minder starker rötlicher Schimmer Pachnide u. a. haben zugegeben, daß es eine Klassenjustiz gibt. Mit den Streifurteilen ging Redner besonders scharf ins Gericht. Urteil und vieles andere beweisen, daß wir ein Recht haben, von einer zu werden. Stationen Berlin Witterungsübericht vom 11. Juli 1914. 766 N Better Zemp. n. G. 5° C.= 4° N. Stationen Barometer stand mm Wind. Bunga Windstärke Wetter Temp. n. C. 5°.= 4° N. 2 heiter 21 2beiter 20 Habaranda 763D 2 heiter 19 Petersburg 764 WSB 1Dunst 23 1 heiter 21 Scilly 763 WNW 3Regen 14 2 heiter 19 Aberdeen 768 SD 1 bedeckt 13 2 wolfent 19 Paris 764 ND 1 wolfen! 21 2bedect 19 Wetterprognose für Sonntag, den 12. Juli 1914. bemerkbar. Die Reichsbant macht auf diese Fälschung aufmerksam und An Beispielen wies er nach, wie angebliche Streiksünder zu hohen verspricht demjenigen, der zuerst einen Verfertiger oder wissentlichen Gefängnisstrafen wegen der geringsten Delifte verurteilt würden, Verbreiter dieser Nachbildung bei einer Ortspolizeibehörde oder während auf der anderen Seite Streitbrecher anständige Arbeiter niederschießen können, ohne einem Gericht dergestalt anzeigt, daß die Täter zur Untersuchung Redner ging dann noch näher auf die neue Strafgesegnovelle ein. bestraft gezogen und bestraft werden können, eine Belohnung von 3000 M., Er führte aus, wenn diese Novelle Gesetzestraft erlange, so drohten Swinemde. 766 die unter besonderen Umständen noch erhöht werden wird. uns noch andere Verfolgungen. Man müsse auf der Hut sein, damit Hamburg 767 SD dieses Ungeheuer, denn so wäre die einzig richtige Bezeichnung für Frankf. a.M 766 NO dieses Ding, nicht erst Gefegestraft erlange. Mit der Aufforderung, München 765 Kampf gegen diese Rechtsprechung, die als Klaffenjustiz bezeichnet Bien 763 N werden müsse, Kampf gegen jede Beschränkung des Koalitionsrechts, schloß der Nedner seinen Vortrag. Lebhafter Beifall folgte diesen Barm und zunächst vorwiegend heiter bei mäßigen nordöstlichen Winden, Ausführungen. In der Diskussion sprachen die Redner im Sinne nachher etwas zunehmende Bewölkung; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst des Referenten und ersuchten, das größte Augenmerk auf unsere trođen. Berliner Betterbureau Jugend zu richten, damit diese in unserem Sinne erzogen werde. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Ein Antrag, den Betrag der Tellersammlung den Opfern des Dent Montagmittag: Im westlichen Küstengebiete überwiegend heiter und malsprozesses zu überweisen, wurde einstimmig angenommen. Mit froden, ziemlich frisch. In den meisten anderen Gegenden warm und einem anfeuernden Schlußwort schloß der Vorfißende Genosse Wißler schwül bei zunehmender Bewölkung, besonders im Süden an vielen Orten die Versammlung. Gewitter. Die Beerdigung der Opfer des Fabrikeinsturzes erfolgt am Montag. Um 9 Uhr vormittags werden auf dem Friedhof in Rummels burg, Portal Lüdstraße, die Arbeiter evangelischen Glaubens bei gefett, ein fatholischer Arbeiter wird um 12 Uhr mittags auf dem fatholischen Friedhof in Wilhelmsberg beerdigt. Die Sänger und Funktionäre treffen sich am Montag früh 7 Uhr bei Blume, AltBorhagen 56. Um den Dauerrekord. Bom Flugplak Johannisthal wird berichtet, der Flieger Reinhold Boehm, der Freitagabend um 5.52 Uhr aufgestiegen war, um den 66666# 99999 Unserem Genossen Franz Braun. Gemahlin die herzlichsten Glückwünsche zur Silber- Hochzeit. Die Genossen und Genossinnen des Bezirks 585 a. VI. Kreis. Unserem Abteilungsführer Franz Braun nebst Frau die herzlichsten Glückwünsche zur Silberhochzeit! Die Funktionäre der 9. Abtlg. 5. Kreis. Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 16. Abt. Bezirk 752. Am Mittwoch, den 8. Juli, verstarb unser Genosse, der Schleifer Otto Eichholz Sparrstraße 23. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 13. Juli, vormittags 9 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde Friedhofes in Lichtenberg aus statt. 9 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Former Helmut Klose am 8. Juli an Schlaganfall ge storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 13. Juli, nachm. 22 Uhr, der Leichenballe des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. von Ferner starb unser Mitglied, der Arbeiter August Röhl Fichtestr. 24 am am 10. Juli an Darmkrebs. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. Juli, nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des Urban Krankenhauses aus nach dem Thomas- Kirchhof in Neutölln, Hermannstraße, statt. Rege Beteiligung erwartet 121/19 Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Geschäftskutscher Ernst Winter am 10. d. Mis. im Alter von 51 Jahren verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 13. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Golgatha- Kirchhofes, Barfusstraße, aus statt. 66/13 Die Bezirksverwaltung. Zentralverband der Maschinisten u. Heizer sowie Berufsg. Deutschl. Geschäftsstelle Groß- Berlin. Bezirk Moabit. Am Donnerstag, den 9. Juli, verstarb unser Mitglied, Kollege Albert Meyer am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 13. Juli, nachmittags 43, Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in der Müllerstraße aus statt. Die Geschäftsstellenverwaltung. Verb. d. Schneider, Schneiderinnen u. Wäschearheiter Deutschlands. Filiale Berlin. Unseren Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß die Kollegin( Branche Damenkonjektion) Anna Brose am 10. Juli cr. im Alter von 51 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 13. Juli, nachmittags 52 Uhr, von der Halle des Markus- Kirchhofes, Wilhelmsberg, aus statt. 163/14 Die Ortsverwaltung. Am Freitagvormittag 14 Uhr entschlief nach langen, schweren Leiden unser innigftgeliebter und unvergeßlicher Sohn, Bruder und Schwager Gustav Didrichkeit im 26. Lebensjahre. Dies zeigen schmerzerfüllt an Die tiefbetrübten Eltern, Geschwister und Schwager. Die Beerdigung findet am 13. Juli, nachmittags 3, Uhr, auf dem Neuköllner GemeindeFriedhof, Mariendorfer Weg, statt. Hierdurch allen lieben Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß metn edler Lebensgefährte und guter Vater Paul Kroll heute ausgelitten hat. In tiejer Trauer Paula Kroll u. Tochter. Berlin SO 36, 11. Juli 1914, Bouchéstraße 51. Die Einäscherung erfolgt am Dienstag, den 14. Juli, nachmittags 5 Uhr, im Krematorium Treptow Baumschulenweg, RiefHolzstraße. = Bitte, keine Blumenfpenden! Für die herzliche Teilnahme und schönen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, un Geffentliche politische Versammlungen. Sechster Wahlkreis. Dienstag, den 14. Juli, abends 8 Uhr, in den„ Pharus- Sälen" Müllerstraße 142: Geffentliche Volks- Versammlung. Tagesordnung: Der Kampf gegen den Militarismus. 229/ 5* Referent: Reichstagsabgeordneter Georg Ledebour. Freie Aussprache. Arbeiter und Arbeiterinnen! Erscheint in Massen! Der Einberufer: Friedrich Staffler. Deutscher Holzarbeiter- Verband Ortsverwaltung Berlin. Großer Preissturz ****. M. 2.45 9 Pfd. I a Schweine kleinfleisch 9 Pfd. Ia Holsteiner Holländer- Käse M. 2.65 9 Pfd. I a Thüringer Rotwurst..... M. 4.70 9 Pfd. I a Landleberwurst. M. 4.95 9 Pfd. Ia geräuch. Rippenspeck M. 6.75 Sterbekasse ehemaliger Pflugscher Arbeiter( Hetzelsche Kasse). Gegr. 1869, zirka 25 000 Versicherte. Sonntag, den 26. Juli 1914, bormittags pünktlich 9, 11hr, im Bereinshaus der Berl. Musiker, Kaiser- Wilhelm- Straße 31( 18m): General- Versammlung Tagesordnung: 26466* 1. Kassenbericht( Januar bis Juni 1914). 2. Bericht der Revisoren. 3. Festsetzung der Publikationsorgane für 1914/15. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. J. A.: G. Wegner. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß. Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung chne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. vorm. 9-8 ab.. Sonnt, 9-11 Kleingärten der Stadt Berlin in Heinersdorf bei Teltow am Bahnhof Teltow der Anhalter Eisenbahn. Auskunft über die Verpachtung erteilt die Gutsverwaltung Osdorf, Post Berlin- Marienfelde, oder an Ort und Stelle Herr Gastwirt 8 Pfd. Ia geräuch. Rückenspeck.... M. 5.95 Scholz, am Bahnhof Teltow. Mittwoch, den 15. Juli, abends 8% Uhr, bei Obiglo, Pfd. Ia Schweinsbacken o. Knoch. M. 5.85 Koppenstr. 29: Gesamt- VertrauensmännerVersammlung für sämtliche Bezirke und Branchen. Tagesordnung: 1. Bericht vom Gewerkschaftskongreß. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Mitglieder- Versammlungen Montag, den 13. Juli: Tischler. Wedding, Gesundbrunnen und Moabit. Abends 5, Uhr im Lokal des Herrn Kaczorowski, Rabenéftr. 6. Tagesordnung: 1. Bericht von der Generalversammlung. 2. Berkfiattangelegenheiten und Verschiedenes. Korbmacher. Abends 8%, Uhr bei Krause, Mariannenplatz 8. 90/17 Tagesordnung: 1. Bericht vom Verbandstag und der Generalbersammlung. 2. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Zentralverein der Bildhauer. Verwaltung Berlin. Dienstag, den 14. Juli, abends 6 Uhr: Verfammlung feres guten Baters jage ich hiermit der Streikenden Holzbildhauer allen Bekannten und Verwandten, insbesondere dem Genossen Wieloch, dem Bauarbeiterverband, dem Wahl 20/17 verein des 4. Kreises sowie den Sängern herzlichsten Dank. 133A Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wwe. Luise Schulz und Danksagung. Kinder. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes undNeffen, desSchlossers Karl Rau sprechen wir hiermit unseren innigsten Dant aus. Fritz Dietert und Frau, 123 geb. Rau. 5. Preußisch- Süddeutsche ( 231. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 1. Alaffe 2. Biehungstag 11. Juli 1914 Bormittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I n. II. Nur die Gewinne über 50 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdrud verboten) 81 102 12 80 93 313 77 85 403 582 605 801 65 983 1005 ( 200) 6 181 452 57 647 692 882 923 89 90 2411 67 72 99 565 994 3108 39 52 210 424 97 586( 100) 603 815 918 36 78 4718 21 5026 494 789 6116 42 283 445 61 593 602 797 822 7054 251 344 46 430 45 75 548 81 723 42 822 92 8090 205 13 433 49 533 77 602 60 70 735 926$ 198 364 604 59 950 10069 210 320 584 605 738 94 940 11145 227 62 417 12036 108 207 661 922 56 13216 31 347 446 660 91 93 14070 409 19 813 20 929 56 15 022 230 460 96 693 961 16414 89 654 908 73 17094 211 380 531 880 914 31 76 18097 225 376 463 561 700 19252 378 813 26( 400) 996 20510( 100) 828 992 21095 129 96 552 22021 124 232 380 486 90 666 23184 354 418 804 920 24127 45 51 423 615 37 96 713 802 25128 268 325 607 784 26241 364 475 643 778 980 27058 570 890 947 28043 50 216 99 383 662 802 61 23290 312 436 584 782 987 30057 127 82 319 478 607( 200) 31224( 200) 613 794 857 940 32122 56 390 546 33318 479 936( 300) 34243 487 667 767 35511 619 996 26178 554( 300) 96 859 904 33 37007 26 489 685( 100) 776 38213 596 796 850 39067 155 246 577 814 86 40579 681 788 854 56 41194 347 492 725 873 42291 44014 300 412 30 80 83 633 43151 436( 100) 38 506 667 123 94 266 92 383 472 513 697 820 948 45729 80 91 887 46195 305 477 847 49( 100) 47136 286 42062 96 206 45 496 682 695 706 49178 93 258 330 598( 300) 802 971 84 50120 387 413 614 51370 446 760 52133 313 545( 100) 643( 200) 713 48 53151 343 494 608 901 54228 580 752 870 943 55112 89 656 56054 600 47 870 57492 674 798 895 58342 542 89 647 831 939( 100) 86 59136 555 60002 484 537 61209 386 406 600 94 971 62082 292 629 35 828 63174 217 465 75 661 655 750 64171( 30 000) 279 347 446 677 775 827 906 65009 194 295 579( 100) 756 866 947 66042 101 21 285 92( 100) 427 86 606 839 938 67079 175 662 889 68094 282 409 840 904 41 91 69194 228 32 347 604 19 613 37 729 77 889 70057 60 135 219 443 48 923 601 71006 491 691 969 72094 220 455 609 637 718 78 73054 183 677 850 58 940 74185 358 75112 406 82( 100) 822 76264 323 98 483 559 673 784 77325 78975 86 79038 204 303 485 92 663 654 963 80496 656 885 932 81069 127 71 395 459 819 82169 231 427 621 797 820 83500 55 90 638 747 84371 473 517 600 912 33( 200) 85038 270 532 625 742 840 919 22 86106 535 851 87237 64 85 517 820 902 88021 491 638 640 70 702 89022 230 322 403 526 647 404 90103 293 338 723 97 01124 341 61 420 669 906 92120 93010 167 229 329 822 74 903 07 94118 253 339 495 628 985 95034 174 211 666 76 831 96061 276 525 621 97159 255 81 442 70 622 27 98168 250 317 68 699 770 82 88 99083 89 293 303 44 68 619 781 850 78 im Saal 4 des Gewerkschaftshauses. Die Streikkommission. 9 Pfd. Ia Euter- Rauchfleisch o. Abfall 3.15 liefert in feinster Qualität unter Nachn Heinrich Krogmann, Nortorf( Holst.) Nr. 104a Spezialarzt $ f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. j Bluts untersuchung., Fäden i. Harn usw. Dr. Homeyer Friedrichstr. 81, gegenüber Panoptikum Spr. 10-2, 5-9, Gonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. IR J. Baer Ecke Badstr.26 Prinz- Allee Herren- und KnabenModen, Berufskleidung. Elegante Paletots, Elegante Anzüge in Spezialarzt für Harn, Haut-, Frauen-, Beinleiden, schnelle, sich. schmerzlose Behandlg. der akuten Gonorrhöc und der Syphilis, ohne Berufsstörung. 251/9 Dr. Stoffels, Leipziger Str. 103, Rankestr. 30( 11-12 und 4-5). Ede Friedrichstr. 12-2, 5-7. Sonnt. 11-1. a. d. Tauenzienſtr. Kranzspenden sowie sämtliche Blumenarrangements liefert schnell und billig Paul Gross, Lindenstr. 69, Tel. 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In der Vormittagsziehung vom 10. Ju muß es heißen anstatt 209 999: 208 999.- In der Nachmittags airbung vom 10. Juli anstatt 176 360: 176 380, anftatt 176 926: 176 826. Die r. 176971 ist nicht mit 1009 fenden mit 100 M. gjogen Erftklafüge Spezial- Firma: Gardinenhaus Bernhard Schwartz ( frither Wallstr. 29) Berlin C, Wallstr. 13( Spindlershof). Gr. Haltbarkeit. Muster- Eleganz.- Tenkbar niedrigste Bretfe. 5. Preußisch- Süddeutsche ( 231. Königl. Preuß.) Klassenlotterie 1. Klasse 2. Biehungstag 11. Juli 1914 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I a. II. Nur die Gewinne über 50 m. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 102227 100414 63 634 832 93.991 101337 C65 824 938 71 457 92 551 651 855 903 103079 124 419 85 788 856 63 104014 214 608 62 866( 200) 105426 62 644 912 33 66 106300 470 741 933 107017 237 467 613( 100) 71( 300) 702 108266 427 28 620 32 710 922 109034 40 399( 200) 807 10 65 906 28 112127 397 110142 263 356 452 54 639 111201 353 429 610 820 85 90 113246 348( 200) 619 624 777 114103 225 49 65 364 609( 100) 741 931 15110 12 22 81 369 576( 300) 116125 240 441 970 117026 103 48 76 247 734 839 915 72 118310 443 610 858 962 119129 252 347 50( 200) 540 704 7 821 120336 525 84 623 906 121029 49 122205 333 576 90 714 852( 100) 92 906 32 09 123068 179 242 327 30 618 124272 328( 100) 407 602 128070 544 707 923 126165 247 64 419 713 16 917 127112 62 297 400 816 88 990( 100) 128031 213 622 31( 100) 702 33 314 12 8136 223 303 51 903 79 556( 100) 788 995 1000( 200) 176 209 61 584 2089 631 799 3362( 100) 79 416 962 4228 5316 581 738 826 996 6578 989 7022 69( 300) 254 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613 56 708 45 86087 123 66 382 553 773 87097 148 214 315 893 981 88412 63 92 602 887 89377 78 630 889 978 90113 213 792 823 91010 265 83( 100) 607 706 72 850 92177 344 94 580 678 94 810 982 93083 102 236 759 985 94262 480 604 74 749 874 95033 64 125 491 643 688 913 69 96296 368 766 878 97212 313 22 546 692 748 73 98126 240 ( 100) 322( 300) 424 892 8474 560 679 806 944 130005 220 631 82 807 60 77 985 1$ 1054 107 241 810 132818 28 138022 25 271 399( 100) 893 96 134052 132 296 98 345 765 897 913 135039 78 113 59 282( 100) 375 431 515 783 859 67 138106 965 80 137292 412 575 763 948 138074 363 406 12 521 690 824 905 12 139218 565 684 701 13 831 95 140470 603 68 664 783 141247 405 E21 884 142110 E8 414 42 842 60 969 143052 226 424 833 58 66 927 144188 202 8 22 719 37 930 145003 336 829 146062 179 212 147548 148078 353 498 626 69 149080 94 129( 100) 329 470 686 150080 131 209 384 412 67 638 98 911 151085 324 740 803 905 58 15 2056 302 19 642 803 153009 75 104 27 301 553( 100) 678( 200) 705 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622 50 78 796 891 980 95 189168 248 77 440 809 926 190129 707 813 45 952 78 191105 369 447 192056( 100) 76 380 96 492 581 942 193049( 200) 316 28 73 756 918 194022( 200) 268 324 84 91 531 77 623 705 823 44 951 195208 14 517 196622 197116 48 291 96 198163 276 260 501 51 48 291 96 199812( 500) 70 82 951 200182 283 386 456 94 825 31 904 201205 66( 100) 486 99 622 202283 687 703 924 203452 549 75 777( 100) 204041 154( 200) 343 687 709 48 828 964 205022 343 535( 100) 968 206044 295 207012 26 194 347 656 208001 52 354 606 70 754 98 828 209116 64 351 508 812 210091 222 363 409 684 710( 100) 57 930 45 78 211071 143 201 338 901 62 242121 47 629 213130 32 318 84 468 77 509 79 656 714 819 Die Ziehung der 2. Klaffe ber 5. Breußisch- Süddeutschen( 231. Rgl. Preußischen) Klassenlotterie findet am 14. und 15. August 1914 stat Theater. Theater in der Königgrätzer Straße Täglich 8 Uhr: Mr. Wu. Berliner Theater. Bum 279. Male. 8 Uhr: Wie einft im Mai. Sachse- Oper. Schiller- Theater 0. Theater. 3 Uhr: Der Troubadour. 8 ur: Die Zauberflöte. Theater des Westens. Sonntag, Montag, 7%, Uhr: Siegfried. Metropol- Theater. Abends 8 Uhr: Die Reise um die Erde in 40 Tagen. BARTEN Neues Programm! Saharet die australische Tanzdiva Perzinas Kanfmanns Pagageien Kabarett Veronacycle Truppe und eine Kette hervorragender Kunstkräfte! Entreeplatz wochentags M. 0,60. Rauchen gestattet! Theater am Hollendorfplatz 5. 8 Uhr: Der Juxbaron. DOSE= THEATED Große Frankfurter Str. 132. Der Silberkönig. Anfang 8 Uhr. Quf der Gartenbühne Rund um die Spree. Gr. Revue. Borher Konzert, Spezialitäten. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis Sonntag, den 12. Juli 1914: Großes Sommerfest in den Lokalen: 410 Ludwigs Viktoriagarten, Treptow 214/ 15* unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Allegro", M. d. A.-S.-B., des Berliner KonzertOrchesters, Dirigent Herr Schulz; turnerische Aufführungen von Mitgliedern des Turnvereins ,, Fichte", athletische Aufführungen von Mitgliedern des Arbeiter- Athletenbundes. Preiskegelschieben:: Kaffeekochen:: Tanz Mentes Volksgarten, Röderstr. 28-29 unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Olympia", M. d. A.-S.-B., des Berliner Humorquartetts; tarnerische Aufführungen von Mitgliedern des Turnvereins ,, Fichte", athletische Aufführungen von Mitgliedern des Arbeiter- Athletenbundes:: Spezialitäten:: Konzert, Preiskegelschieben:: Kaffeekochen:: Tanz Eröffnung nachmittags 2 Uhr:: Billett 20 Pfennig Jedes Kind erhält am Eingang der Lokale einen Bon für Stocklaterne und Karussell oder Schaukel gratis. Sozialdemokratifcher Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkr. Sonntag, den 12. Juli 1914 im Schloß Weißensee: Großes Sommer- Fest Konzert □ Gesang- Feuerwerk Mitwirkende: Gesangvereine des Arbeiter- Sängerbundes, Freie Turner, Arbeiter- Athletenvereine und Arbeiter- Schwimmer sowie„ The Great Friends Gymnastiker" Anfang mittags 12 Uhr. zahlen 50 Pfennig nach). Eintrittskarte 25 Pt. In beiden Sälen: TANZ( Herren, die daran teilnehmen, 226/ 11* Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Jedes Kind erhält 2 Bons; einen für eine Stocklaterne, der andere gilt zur einmaligen Benutzung der Schaukel oder des Karussells. Fahrverbindungen mit der Stadtbahn( Nordring) u. d. Straßenbahnlinien Nr. 59, 60, 61, 62, 63, 73 u. 10. URANIA Taubenstraße 48/49. Sonntag 8 Uhr: ( Zum 223. Male:) Mit dem ,, Imperator" nach New York. Montag 8 Uhr: Zum Hochfirn der Jungfrau. Neue Welt Arnold Scholz Hasenheide 108/114 Heute Sonntag, den 12. Juli 1914: Eröffnung: Folies Caprice. ZOOLOG Oberbayern. Täglich 8, Uhr: Die Leibwäscherin. Die Amordragoner. Das Bett Napoleons. Ah da staun' ich. Passage- Panoptikum. Lebend! Die letzten weiblichen Azteken! AGA die schwebende Jungfrau. Buddhas Geistertafel. Alles ohne Extra- Entree! Eintr. 50 Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. Reichsballen- Theater. Stettiner Sänger. Der Dorfschulmeister. Genrebild v. Meysel. Anfang hente 7% Uhr. Ab 16. Juli: Gast spiel b. Dresdener Viktoria- Sänger. Sommer- Theater ,, Urania". Wrangelstr. 11, Nähe Köpenicker Str. Täglich erstklass. Varietévorstellung Im Garten 2000, im Saal 900 Sippläge Sonnabends Ball! und Sonntags: Saal für Vereinsbälle to stenlos. Theater a.d. Weidendammerbricke. Sonntagnachm. 3 Uhr( fl. Pretje), täglich abends 8 Uhr: Dor müde Theodor. Schwant m. Gesangs- u. Tangeinlagen. Senfationellster Lacherfolg. Friedrich- Wilhelmst. Th. 8 Uhr tgl. d. Operettenschlager: Leutnants liebehen. ischer Garten Heute ab 4 Uhr nachm.: Großes Militär- Konzert ( 3 Kapellen). Eintrittspreise: ZOO je Aquarium 50 PL. Kinder unt. 10 Jahr. die Hälfte. New! Neu! AQUARIUM 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. Admiralspalast Elsarena. Berlins kühlster Aufenthalt. nachm./, 5 Uhr u. abends 9 Uhr: ,, Die lustige Puppe". Außerdem abends: ,, Im Tangoklub". Nachm. u. ab 10%, halbe Kassenpr. Wunderbare, vollständig neue Alpen- Dekoration. Bayrische Kapellen. Bayrische Madl. Anfang 4 Uhr. Schweizergarten Am Friedrichshain No. 29-32. Heute sowie täglich: Theater und die neuen Spezialitäten. Ball. Dritter Wahlkreis. Morgen Montag, in der Neuen Welt: Großes Sommerfest. Konzert Spezialitäten Kinderspiele. Fackelzug. Hierzu erhält jedes Kind eine Stocklaterne gratis. Anfang 4 Uhr. Billette 20 Pt. Billette sind zu haben bei Horsch, Engelufer 15, Schulz( Zigarrengeschäft), Kottbuser Platz, und Felsmann, Ritterstraße 1. 208/13 Die Mitglieder werden ersucht, sich vorher mit Billetten zu versehen. Luna- Park Täglich Doppelkonzert hiesiger Militärkapellen. Neue Attraktionen! Eintritt an Wochentagen bis 5 Uhr) frei. .. Entree 50 PI. Wirtschaftsbetrieb: Bernhard Hoffmann. 4 Berliner a S Kindl- Brauerei- Ausschank Hermannstraße 214/18 Neukölln Fernspr.: Neukölln 79 Oekonom: Robert Bergner. Montag, Donnerstag, Sonnabend u. Sonntag: Großes Garten- Konzerti Jeden Sonntag Ball. Hieu. Donnerstag: Jeden Mittwoch: Kinder- Freudenfest. Große Verlosung von wertvollen Gegenständen, Fackelzug, Bonbonregen, Kasperletheater. Entree inkl. Los 15 Pi. Anfang 4 Uhr. SPREE HAVEL Stern GESELLSCHA BERLIN DAMPFSCHIFFFAHRTJeden Dienstag und Freitag: Jannowitzbr. 8.00, Tor 8.15 POTSDAM BELING Mieb, Schönew. Loreley 8.50, Grünau 9.20} nach Teupitz.) Jed. Montag u. Donnerstag besond. Teupitzfahrt( 3.10 M. hin u. zur.) Bormittags ab Jannowizbrüde( Belvedere): Werktäglich 9.00 Uhr nach Woltersdorfer Schleuse. Seben Montag, d Pittw., Donnerst. 9.30 Konzertfahrt nach Neue Mühle 59 Pf. bin und Volksbelustigungen. Anfang 4 Uhr. X Entree 30 Pf. Ab 16. Juli cr.: Mr. Smeerlape mit seinen dressierten Schweinen. Nachmittags ab Jannowikbr.( Belvedere) und Brandenburger User: Berltägi.( auß. Sonnabd.) 2.00 11hr n. Weltersdorfer Schleuse NO 2.15 n. Freibad Grünau Mont., Mittwoch, Freitag n. Rauchfangswerder 2.15 Uhr Montag u. Donnerstag n. Müggelheim 159 Pf. hin und Dienstag u. Freitag n. Neue Mühle u. Krampenbg.zurüd Ab Weldendammer Br. Bhf. Friedrichstr. 9.00, Charlottenbg. Schloßbr. 9.50 Spandau, Charl. Br. 11.00 Sonnabend nach Jeden Wochentag Potsdam, Werder( ob Ferch) Jeden Donnerstag 8.30 Uhr ab Beiden Oranienburg dammer Brüde nach Fahrpreis hin und zurück 1,00 M., Kinder 50 Pf, Jeden Montag und Mittwoch: 7.80 ab Belbend. Br., 8.20 Charlottenburg Schloßbrüde, Brandenburg 9.30 ab Spandau, 11.05 ab Potsdam, 12.05 ab Werder ( Friedrichdrichshöhe) 2.05 hin u. zur. Donnerstag, den 16. Juli 1914: ab Samobor. 1.45 Konzertfahrt n.d. Müggelsee- Rübezahl 59 Pf. d Schles. 2.00 Deutscher Arbeiter- Sängerbund Gau Berlin und Umgegend. Sonntag, den 26. Juli 1914: 23. Sänger- Fest in Schloß Weißensee. Gesamt Männerchöre unter Leitung des Bundesdirigenten Herrn van den Dries. Gesamt- Frauenchöre unter Leitung des Chormeisters H. Bleil.- Einzelchöre. Konzert des Berliner Konzerthaus- Orchesters( Franz v. Blon). Feuerwerk. Von 4 Uhr ab: TANZ gegen Nachzahlung von 50 Pf. Die Kaffeeküchen sind von 12 bis 6 Uhr geöffnet. Billetts im Vorverkauf 20 Pf., an der Kasse 30 PL( Festheft mit Programm an der Kasse gratis.) Anfang mittags 12 Uhr. Billetts sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben; ebenso bei den Vorstandsmitgliedern: W. Boltz, Gotzkowskystr. 34; Jul. Klahre, Glasgower Str. 8; Jul. Steffens, Langenbeckstr. 5, Querg. I; Karl Przibilla, Weißensee, Kronprinzenstr. 13; Otto Engel, Neukölln, Reuterstr. 11, 1. Seitenfl. III; Paul Schneider, Hufelandstr. 30( Laden); A. Oesterreich, Neukölln, Bodestr. 26. 1715 Die Generalproben für die Frauenchöre finden am Mittwoch, den 15. und 22. Juli, abends 8%, Uhr, in der ,, Brauerei Friedrichshain" statt. Der Vorstand. zurüd Voigt- Theater Badstraße 58. Heute Sonntag: Durch fremde Schuld. Drig. Bolfsstiid mit Gesang u. Lanz in 3 Atten von Seelen u. Nichter. Gänzlich neue Spezialitäten. Waffeneröffn. 10 Uhr. Anf. 2 Uhr. Puhlmanns Theater Schönk Allee 148. Kastaninnallee 97/99 Unter neuer Leitung der beliebten Direktion W. Herrmann. Konzert, Theater, Spezialitäten. Zum Schluß: Wo hast du dein Weh' Weh'chen! Anfang 4 Uhr. Alhambra Wallner- Theater- Straße 15. Jeden Sonntag: Großer Ball. Großes Drchester. Anfang Sonntags 5 Uhr. A. Zameitat. Für deu Juhalt der Juierate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinersei Verantwortung. Berantwortlicher Redakteur: Albert Bachs, Berlin, für der Inseratenteil berantiv ,; Th. Glode, Berlin, Drud u.Berlag: Borwärts Buchdruderei u, Verlagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW Nr. 187. 31. Jahrgang. Quittung. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Jm Monat Juni gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: 28. 40.-. 0 Sonntag, 12. Juff 1914. Es wird dann darauf hingewiesen, daß die Arbeitsnach- Ueber den Kreis der Beteiligten hinaus hat die weise gewöhnlich ungeeignete Arbeitskräfte zusenden und heißt Sache aber noch die Bedeutung, daß man hier einmal flar und unverkennbar erfährt, wo die Gegnerdann weiter: Nicht anders wird es in der Damenkonfettion werden, wenn schaft gegen die paritätischen Arbeitsnachweise ihre legte Urfich eine größere Bahl von Arbeitgebern darauf beschränken würde, fache hat. Bei der eigentlichen Scharfmacherpresse ist man nur auf diesem Wege ihre Hilfskräfte zu suchen. Der Beamte sich darüber nicht im unflaren. Diese tritt restlos für die des Arbeitsnachweises hat weder die Beit, noch die erforder Unternehmernachweise ein, die auf eine Maßregelung der lichen genauen Spezialtenntnisse der Branche( 1) Arbeiter zugeschnitten sind. Bei der sogenannten unabum unter den zahlreichen Arbeitsuchenden gerade diejenigen hängigen" Presse war die Ursache ihrer Stellungnahme im herauszufinden, sich für eine bestimmte Arbeit die eignen. Es wird, um ein Beispiel anzuführen, in eine Betriebs- gegebenen Falle nicht immer flar erkennbar. Der Verfaffer werkstätte, die nur elegante Nouveauté- Artikel arbeitet, eine Anzahl des fraglichen Zirkulars hat da ein schönes Stück Aufklärungsvon Arbeiterinnen gesandt, die nur auf Stapel- Genre eingearbeitet arbeit geleistet: Das Interesse am Profit diftiert die prinfind; einer Werkstätte für Kostümröde wird man Leute senden, die zipielle" Stellungnahme! nur auf Jaden gearbeitet haben uff." Im Anschluß hieran wird auseinandergefekt, daß dies -2 M. für ein Inserat, natürlich bei druckereihilfsarbeiter. 1. Hennig- Argentinien 5.-; Süßmann Argentinien 2.-. 2. Bez. Magdeburg, IV. Qu. 1913/14( Salzwedel- Gardelegen 98,06, Stendal Dsterburg 187.04, Jerichow I u. II 926.66, Magdeburg 1579.65, Wolmicstedt- Neuhaldensleben 853.62, Wanzleben 547.63, AscherslebenKalbe 788.50, Oschersleben- Halberstadt 555.08, Bernburg 853.73), Så. 5889.97; Bez. Halle, teilw. I. bis IV. Qu. 1913/14( Delitzsch Bitterfeld, IV. Du., 693.60, Halle u. Saalfreis, III. Qu., 1861.60, IV. Qu. 1652.90, Mansfelder Kreise, III. Qu., 124.08, IV. Du. 127.40, Merseburg- Duerfurt, III. u. IV. Du., 802.85, Raumburg- Beiß, I. bis IV. Du., 4000.- Wittenberg- Schweinig, L. bis IV. Dut., 537.20), Sa. 9299.63. 3. Meste- Schlachtensee 100.-. 4. Köln Reg. 10. a. 2. Fallenberg D. 5. 8.- 12. Bez. Nord- wles nur Merger und Zeitberluft bedeute und das alles nur 6. Verbandstag der Buch- und Steinbayern, IV. Du. 1913/14( Amberg 32.02, Reumarkt 10.26, Reustadt weil der Arbeitgeber a. 28. 69.84, of 452.84, Bayreuth 518.60, Forchheim 145.86, der Firma Ullstein, hat sparen wollen. Eine Sparsamkeit an Neunburg 12.84, Kronach 180.98, Bamberg 127.24, Nürnberg 3941.88, Inseraten habe sich an den Sparern stets auf das Bitterste Erlangen- Fürth 974.94, Ansbach- Schwabach 296.54, Eichstätt 29.18, gerächt und es werde auch in der Damenkonfektion nicht anders Dinkelsbühl 40.76, Rothenburg 26.98, Kigingen 48.92, Neustadt a. S. fommen, als daß die Schneidermeister, die nach wie vor 21.60, Schweinfurt 351.94, Würzburg 393.02, Aschaffenburg 197.55, inserieren, gegenüber den anderen Arbeitgebern einen Vorteil Lohr 24.84), Sa. 7893.08. 15. Arbeiter d. Auergesellsch., Ueber- hätten, indem sie die besten Arbeitskräfte(!?) betämen und schuß v. Märztrang 100.- 18. P. 2. Bern 50.- 29. Berlin daß gerade Schneidermeister, die 20 oder 30 m. für Inserieren Dr. L.. 100.-; Gr.- Berlin a Eto. 10'000.-, darunter: Söppner 2. in der Saison sparen wollten, auf der anderen Seite Hunderte Rug d. Fuß 10.-, Ungenannt d. Fuß 10., Schlächtermeister d. Welzel 10.,. B. Mister 1.-, alegander. 12., Uebersch. Märzte. verlieren würden und noch dazu das Ansehen des Meisters Bergmann- Elektrizitäts- Werke 75.-, Gutenberg 21.-. 30, Mitgl. als eines leistungsfähigen und prompt Liefernden. d..- Dr. 2.25, Berlin Machetes 10.-, uhle, Sao Paulo, Rio de Es heißt dann wörtlich weiter: Janeiro 5.-, Meste- Schlachtenfee 100.-, Berlin.. 50.-. Berlin, den 8. Juli 1914. Für den Parteiborstand: Otto Braun, Lindenstr. 8. Beipzig, 10. Jul 1914 5. Verhandlungstag. Schließlich fragt es sich noch sehr, ob auf die Dauer über. haupt eine Ersparnis durch die Benutzung des Facharbeitsnachwegungen im Steindruckgewerbe. Das einseitige Vorgehen der weises zu erzielen ist. Es ist nämlich nach den anderwärts gemachten Erfahrungen kaum anzunehmen, daß die Stadt Berlin den zu leistenden Aufwand für den Facharbeitsnachweis dauernd aus eigenen Mitteln wird bestreiten können. Die der Stadt für diese Zwecke zur Verfügung stehenden Mittel sind nur gering und es fann gar nicht ausbleiben, daß die Stadt mit der Leistung von Zuschüssen auch an den Verein Berliner Schneidermeister für Eine Hehe und ihre Ursachen. Bentonfettion heran tritt. Die Verhandlungen über die während der Berichtsperiode ge führten Lohnbewegungen, abgeschlossenen Tarife und und machten obendrein noch eine Nachfizung notwendig. Das einHausberträge nahmen die Freitagssitung völlig in Anspruch leitende Referat zu der in geschloffener Sizung geführten Aussprache hielt die Vorsitzende Paula Thiede. Die Erfahrungen, die der Verband in den letzten Jahren gemacht hat, und die schwie rigen Situationen, in die er mehrere Male geriet, machen eine flare und deutliche Stellungnahme zur Tariffrage allgemein notwendig. Hinzu kommen die bitteren Behren durch die großen Be Steindrudgehilfen hat den Verband finanziell außerordentlich geschwächt und dadurch die Stoßkraft der Organisation sehr nachteilig beeinflußt. Hier muß der Verbandstag Maßnahmen treffen, auf daß solche Bewegungen nicht mehr einseitig von einem Verbande eingeleitet werden, bei dem dann der Verband der Buchbruckereihilfearbeiter den Prellbod abgeben muß. Auf Unternehmerseite besteht wenig Neigung, die Lohnbedingungen tariflich zu regeln. Der Umstand, daß im Jahre 1910 13 161 Mitglieder unter tariflichen Bedingungen arbeiteten und 1914 nur noch 10 501, ist den Herren im Unternehmerlager ein Beweis dafür, daß die Hilfsarbeiterschaft noch nicht reif sei für Tarifabschlüsse. Das ist nichts als eine billige Ausrede. In Wirklichkeit ist es bas Bestreben, dem Silfspersonal jegliches Mitbestimmungsrecht beim Abschluß des Arbeitsvertrages zu verweigern. Die Referentin betonte demgegenüber, daß der Verband an der Fortentwickelung der Tarife festhalte. An der Debatte beteiligten sich die Vertreter der Buchdrucker und Buchbinder. Alle Redner waren sich darin einig, daß bei den zukünftigen Lohnbewegungen alle beteiligten Organisationen gemeinsam vorgehen. Der Verbandstag stellte fich auf den Standpunkt, daß die Lohnbedingungen der Mitglieder am besten auf tariflichem Wege geregelt würden. Zu einer längeren Auseinandersetzung tam es über die ausverträge. Man einigte sich dahin, daß die Hausver träge vor Abschluß dem Hauptvorstand vorgelegt werden. In weit vorgerüdter Stunde wurden dann die Verhandlungen vertagt. der Fabrikarbeiter Deutschlands. Stuttgart, 10. Juli 1914, Fünfter Verhandlungstag. Die Generaldebatte über Aenderung der Statuten, worüber Unsere Leser werden sich entsinnen, daß in den letzten Offenbar handelt es sich bei dem Artikel der Berliner Jahren in der sich arbeiterfreundlich gebärdenden bürgerlichen Morgenpost" um eine Arbeit der Expedition, die ein Interesse Presse mehrfach Artikel erschienen, die sich gegen die Ent- an großen Einnahmen aus den Annoncen des Arbeitsmarktes widelung unserer paritätischen Arbeitsnachweise wandten. hat. Die Mittel, welche die„ Berliner Morgenpost" hier anDiese Artikel wieder veranlaßten Unzufriedene, ihre angeblich wendet, um den Arbeitsnachweis zu verdächtigen und gegen. trüben Erfahrungen auf den Arbeitsnachweisen zum besten zu über dem Arbeitsmarkt der„ Morgenpost“ herabzusehen, find geben. Und aus dem ganzen entwickelte sich eine regelrechte- das muß rund heraus gesagt werden keine sauberen. Heze gegen die Arbeitsnachweise, die von den Scharfmachern Der Arbeitsnachweis ist, wie bereits oben erwähnt, von gern gesehen, gestärkt und ausgenutzt wurde, um die Gesetz- Unternehmern und Arbeitern in Gemeinschaft mit der Stadt gebung zu beeinflussen. Am Rande des Herentessels aber ins Leben gerufen worden und wird von diesen gemeinschaft standen Arbeiter, die sich betören liegen, neues Material für lich berwaltet. Der Umfang der Vermittelungstätigkeit des die Scharfmacherküche zuzutragen oder aber wie die Hirsch- Arbeitsnachweises deutet darauf hin, daß die direkten InterDunderschen den Agierenden Beifall zuzuklatschen, weil essenten, nämlich Unternehmer und Arbeiter mit der Geschäftsfie meinten, das ganze Gehabe und Getue biene lediglich dazu, führung des Arbeitsnachweises durchaus einverstanden den ungern gesehenen freien Gewerkschaften Abbruch zu tun. sind und es darf wohl angenommen werden, daß es den Wir sind jetzt in der Lage, von einem neuen Angriffs- Arbeitern doch paßt, sich in einem Wartezimmer aufzuhalten bersuch auf einen paritätischen Arbeitsnachweis zu berichten, und zu warten, bis Arbeit gemeldet wird. der allerdings in aller Heimlichkeit als eine Art Maulwurfs- Der Arbeitsmarkt der Morgenpost" wird doch unter arbeit unternommen wurde. Wenn wir diese heimtückische freiem Himmel bei jedem Wetter auch an jederwurde. both blefe Demo an Tätigkeit aus dem Dunkel der Verborgenheit trop alles mann abgegeben, womit doch wiederum dieselben Personen 12. Generalversammlung des Verbandes Strebens der ertappten Biedermänner ans helle Licht der in Frage kommen, die sich auch auf dem Arbeitsnachweis melden. Deffentlichkeit zerren, so geschieht dies einmal deswegen, um Nur ein Unterschied besteht, der, daß die Arbeitslosen auf dem den Arbeitern zu zeigen, wie sehr oft rein private Geschäfts- Arbeitsnachweis in anständigen Räumen untergebracht werden intereffen für die Stellungnahme der bürgerlichen Presse in und nicht als Schauobjett für Neugierige dienen, wie wirtschaftlichen Dingen maßgebend sind, dann aber auch, da- dies bei den Verteilungsstellen der Morgenpost" der Fall ist, mit jene Allerweltspolitiker, die bei jeder auftauchenden Frage wo sie außerdem von einem Schumann in weiter verhandelt wurde, endete mit Annahme einer Reſolution, in mit paragraphenschweren Gesetzentwürfen schwanger gehen, Reih und Glied aufgestellt werden und auch der erklärt wird, daß man sowohl von einer Erhöhung der Beiträge sehen, wessen Interessen sie in Wirklichkeit dienen, dieweil sie noch warten müssen, bis die Reihe an sie kommt, um den als auch der Unterstützungen absehe, jedoch den Vorstand beauftrage, bermeinen, der Menschheit ganze Zukunft im Bauche zu Arbeitsmarkt zu erhalten und dann im Laufschritt nach irgend dem nächsten Werbandstage eine Vorlage zu unterbreiten, die für eine tragen. einer der ausgeschriebenen Stellen zu kommen, um sich dort Beitragserhöhung und den Ausbau des Unterstübungswesens die Anfang dieses Jahres wurde im Berliner Schneider- wieder mit einer größereu Zahl Arbeitsloser um eine Stelle Grundlage schaffen soll. Die Spezialdistussion brachte in der Hauptsache nur formale gewerbe ein paritätischer Arbeitsnachweis errichtet, welcher zu raufen. bon den Unternehmern und Arbeitern gemeinschaftlich ver- Recht albern hört es sich an, wenn die Morgenpost" Aenderungen. Von Bedeutung ist nur die neue Bestimmung, daß waltet wird und zu dessen Kosten die Stadt einen nam- meint, die Beamten des Arbeitsnachweises seien nicht in der männlichen Jugendlichen, die in die höhere Beitragsflaffe übergehen, die früheren niedrigeren Beiträge als Bolleistungen angerechnet haften Zuschuß gewährt, soweit sie nicht durch Zuschüsse des Lage, sachgemäß beurteilen zu können, wer sich für irgend eine werden. Weiter wurde beschlossen, daß weibliche Mitglieder, die nur Verbandes der Schneider und der Berliner Schneiderinnung Arbeit eigne und würden, wie sie in ihrem Beispiel an- periodisch erwerbstätig sind, für die übrige Zeit ihre Mitgliedschaft aufgebracht werden. gegeben, verfahren. Zunächst sind in den verschiedenen Stadt- burch Zahlung von 10 Pf. aufrechterhalten fönnen, jedoch mit der Dieser Arbeitsnachweis hat Meldestellen in verschiedenen teilen Arbeitsnachweisstellen eingerichtet und ist dafür gesorgt, Beschränkung, daß sie dann nur Anspruch haben auf Rechtsschutz, Stadtteilen und hat sich seit seinem Bestehen sehr gut ent- daß Arbeitgeber und Arbeitnehmer die direkte Vermittelung Umzugs- und Sterbegeld. Sobald sie wieder volle Beiträge zahlen, der Arbeit besorgen, und zwar solche Unternehmer und Arbeiter, haben sie auch wieder vollen Anspruch auf alle Unterstübungen. Die Ausführung dieses Beschlusses, der hauptsächlich die ZiegeleiarbeiteDie Wirksamkeit des Arbeitsnachweises hat denn auch welche die Branchen durchaus genau kennen. die„ Berliner Morgenpost" auf die Beine gebracht. In einem Die Besorgnis, die hier von der Morgenpost" aus- rinnen an die Organisation fesseln soll, wurde dem Vorstand über wiesen. Artikel, den die" Berliner Morgenpost" an die Redaktionen gesprochen wird, ist vollkommen unbegründet, aber selbst Ein heftiger Kampf entbrannte um Anträge, die trotz der voreiniger Arbeitgeber zeitungen( 1) schickt, sucht sie diesen aus- venn sie begründet wäre, würde noch nichts anderes ein- aufgegangenen Entschließung, auf Unterstützungserhöhung zu ver einanderzusetzen, daß der Arbeitsnachweis für die Arbeitgeber treten, als was bei der Vermittlung der Arbeit durch den zichten, eine Erhöhung der Streifunterstüßung um 2 M. für die von Nachteil sei. Sie erblickt zunächst im Arbeitsmartte Arbeitsmarkt der Morgenpost" täglich eintritt, nämlich, daß Woche verlangen. Vorstandsmitglieder beantragten, falls der Antrag einer großen führenden Tageszeitung den sich Leute melden, die für die Arbeit absolut nicht zu gebrauchen angenommen werde, die Lokalfassen damit zu belasten. Der erstere untrüglichen Spiegel des wirtschaftlichen Lebens, um gleich find. Dies wird aber durch die sachgemäße Be- Antrag fand keine Annahme. Die Verhandlungen wurden vertagt. darauf zu betonen, daß die„ Berliner Morgenpost" täglich handlung der Arbeitsvermittlung im Fachbon etwa 1 Million, wenn nicht 11 Millionen Menschen ge- arbeitsnachweis für das Schneidergewerbe lesen werde, und daß daher im Grunde genommen die Be- auf ein ganz geringes Minimum beschräntt. nugung der Berliner Morgenpost" viel zweckmäßiger sei als Auf der gleichen Höhe stehen die Ermahnungen, die die der Landesanstalt für Gewässertunde, mitgeteilt bom Berliner Wetterbureau Berliner Morgenpost" an die Unternehmer richtet wegen der ein Arbeitsnachweis! Der Arbeitsuchende gehe nicht gern nach dem Bentral- geringen Ausgabe für die Annonce und des eventuell einarbeitsnachweis, der gewöhnlich weit von seiner Wohnung tretenden großen Schadens. Hier dürfte es sich wohl mehr memel, Tilfit entfernt set, sondern nehme die Berliner Morgenpost" zur darum handeln, daß die Morgenpost" verschiedene 10000 Mart, Bregel, Insterburg Hand, die ihm ins Haus gebracht werde, oder hole sich am die ihr im Laufe des Jahres verloren gehen können, nicht eich jel, Thorn Nachmittag des vorhergehenden Tages von der seiner Wohnung gern einbüßen möchte. Denn es ist kaum anzunehmen, daß zunächst gelegenen Verwaltungsstelle den„ Arbeitsmarkt" der die Morgenpost" ihre Inseratenplantage genannt„ ArbeitsBerliner Morgenpost". In dem Artikel heißt es dann markt" aus reinem Jdealismus beadert, um damit der Deffentlichkeit zu dienen. Darüber, daß der Arbeitsnachweis wörtlich: „ Es wird aber auch sehr vielen Arbeitern und Arbeiterinnen mit Unkosten verknüpft ist, waren sich die in Frage kommenden be, Zeitmerig nicht passen, sich mit jedermann in einem Wartezimmer zusammen Organisationen von vornherein Klar. Es haben aus diesem zu sehen und geduldig abzuwarten, bis die Reihe an fie tommt. Grunde bereits die Berliner Schneiderinnung 2000 M. und Und das gilt sicherlich für die besten Arbeitskräfte, denen es bei der Verband der Schneider 3000 m. zu den Unkosten beigetragen. ihren Leistungen niemals schwer fällt, Beschäftigung zu finden." widelt. " " " Möbel- ingres Lager Berliner Tischler und Tapezierermeister Albert Gleiser: Alexanderplatz Berlin C. 33 Alexanderstrasse 42 Basserstand Waferstands- Nachrichten am feit am feit 10.7. 9.7. cm cm³) 84-2 115 160 53-3 62 0 Wasserstand Saale, Brochlik 43-1 Havel, Spandau) 40 Rathenow) 1 +60 Spree, Spremberg) 92+-5 Beestow) 81+1 23efer, Münden 10. 7. 9.7. cm cm³) 174-12 0 32+2 Minden 255-79 402+14 +1 +25 38 32 371+21 364+13 Dresden Barb Magdeburg -154+5 93 -3 Main, Hanau 79 Mosel, Trier )+ bedeutet Wuchs, Fall. 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