Hr. 200. flbonnementS'Btdlnaunsen: HSonnementä- Preit pränumerando» Bierteljährl. 8L0 Ml, monatl 1.10 Ml, wöchentlich� 2S Pfg. frei WS Hau». Einzelne Nummer S Pfg. EonntagS« nummer mit Uluftrieitet Sonntag». Beilage.Die Neue Weif 10 Pfg. Post. ilbonnement! l.tO Marl pro Monat, Eingetragen in die Post-ZeitungS- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich. Ungarn 2,50 Marl, für da» übrige«U»land « Marl pro Monat. Postabonnemen!» nehmen an: Belgien. Dänemarl Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Numäruen, Schweden und die Schweis 31 e Jahrg. vlchtiiU Ugstch. Vevliner Volksblclkt. V?e Inkerttonz-eebahs.. iiekägt für die sechsgcspaltene Kolon»�.' zeile oder deren Rani» 60 Pfg,, für politische und gewerkschaftliche Lercin»- Und Versammlungs-Anzeigen 30 Pfg. S Klein- Mnitiffcn", das fettgedruckt« Jort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Wortes, iede« weitere Wort>0 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan. zeigen da» erste Wort 10 Pfg., jede» weitere Worte Pfg. Worte über lSBudr.. stoben zählen für zwei Worte. Inserate 1 für die nächste Nummer müssen diS t> Uhr nachmittag» in der Expedition Ithgegeben werden. Die Erpeditioa ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Delegramm- Adresse: „SwiaMtmolirat Htrlia", nr«. 'IX ff.- Zentralorgan der fozialdemobrattfcben Partei Deutfchlands. Redaktton: öd. 68, Ltndcnstrassc 69. Fernsprecher: Amt Moristplast. Nr. 1S83. Sonnabend, de« Juli 1914. Expedition: öd. 68, Linden Strasse 69* Fernsprecher: Amt Moristplatz. Nr. 1.384. Krieg! Ultimatum. Sie wollen den Krieg, die gewissenlosen Elemente, die in der Wiener Hofburg Einfluß haben und Ausschlag geben. Sie wollen den Krieg— aus dem wilden Geschrei der schwarz- gelben Hetzprefse klang es seit Wochen heraus. Sie wollen den Krieg— das österreichische Ultimatum an Serbien macht es deutlich und aller Welt offenbar. Es ist. als wollten die k. k. Machthaber, die man in all den Krisen der letzten Jahre wegen ihrer hin und her tau- melnden Politik der Bluffs und Blamagen getadelt und ver- spottet hat, einmal zeigen, daß sie keine politischen Phäaken sind, daß Ernst und Energie ihnen nicht fremd ist, daß sie handeln können, und da schlagen sie denn mit der gepanzerten Faust auf den Tisch, daß das Porzellan klirrt und Europa entsetzt emporsährt. Denn so unmittelbar vor dem großen blutigen Chaos haben wir in den Verwickelungen, die dem Balkankrieg folgten, nie gestanden als in den zweimal vier- undzwanzig Stunden, die B e r ch t 0 l d s Itegienmg dem serbischen Ministerium als knappe Frist läßt, um seine Droh- note zu beantworten. Und wenn es Sonnabend sechs Uhr ge- worden ist, und die serbische Regierung keine AnWort erteilt oder es für unter ihrer Würde erklärt hat, auf dieses Papier zu antworten, was dann? Dann bombardieren die österreichischen Donaumonitore Belgrad, dann marschieren die österreichischen Regimenter über Save und Drina, dann hebt, selbst, wenn der Konflikt„lokalisiert" bleibt, ein Menschen- würgen an, gegen das der Balkankrieg ein Kinderspiel war. Weil das Blut Franz Ferdinands und seiner Gattin unter den. Schüssen eines irren Fanatikers geflossen ist, soll das Blut Tausender von Arbeitern und Bauern fließen, ein wahnwitziges Verbrechen soll von einem weit wahnwitzigeren Verbrechen übergipfelt werden! Aber sprechen einmal die Kanonen, so ist die Hoffnung auf die„Lokalisierung" des Kon> flikts außerhalb der Redaktionsstube der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" sehr schwach: mit Serbien verbündet ist Griechenland und Montenegro, die nicht Gewehr bei Fuß zusehen werden, wenn auf dem Belgrader Konak die Flagge mit dem österreichischen Doppeladler aufgezogen wird, und mischt sich gor der russische Zarismus ins Spiel, der um seiner „eigennützigsten Zwecke willen" den Protektor der Balkan- slawen macht, dann vollzieht sich ganz von selbst der Auf- marsch von Dreibund gegen Dreiverband in fürchterlicher Kampffront— das österreichische Ultimatum an Serbien kann der Fidibus sein, mit deni Europa an allen vier Ecken in Brand gesteckt wird! Denn dieses Ultimatum ist in seiner Fassung wie in seinen Forderungen derart unverschämt, daß eine serbische Regierung, die demütig vor dieser Note zurückwiche, mit der Möglichkeit rechnen muß, von den Volksmassen zwischen Diner und Dessert davongejagt zu werden. Wohlverstanden: wenn die großserbische Bewegung auch ein Stück der biirger- lichen Revolution des Südslawentums ist und derart dem Haufen organisierter Verwesung gegenüber, den das Habs- burger Reich darstellt, alles historische Recht für sich hat— denn der Zerfall der Nationalitätenstaaten und die Bildung von Nationalstaaten liegt nun einmal auf der Linie der gc- schichtlichcn EntWickelung—, so kann der Sozialismus doch nichts iibrig haben für eine Propaganda von serbischer Seite. die alle üblen Instinkte des Chauvinismus aufpeitscht, und erst recht nicht für eine Agitation, die mit Bomben und Brownings arbeitet. Solange die österreichisch-ungarische Regierung Herrn Paschitsch nur ersucht, nach den Mit- schuldigen für die Mordtat von Serajewo auf serbischem Boden zu spüren und sie zur strengen Verantwortung zu ziehen, ist sie ohne Zweifel in ihrem guten Recht. Wie der serbische Ministerpräsident eben erst erklärt hat, würde einem solchen Verlangen auch von den Belgrader Behörden in weitestgehender Weise entsprochen werden. Aber weil die Kriegshetzer in Wien eine friedliche Lösung nicht wünschen, deshalb schlägt die Note Berchtolds ganz andere Töne an. In ein paar Sätzen erklärt sie es für be- wiesen, daß der Plan zu dem Anschlag auf F r a n z Ferdinand in Serbien gefaßt, die Waffen in Serbien geliefert, die Attentäter aus Serbien über die Grenze geschmuggelt seien. Die Beweise dafür? Beweise gibt es nicht, es sind halt„Feststellungen" der k. k. Untersuchungsrichter und Polizeispitzel, die Europa gutgläubig hinzunehmen hat. Aber wer da weiß, wie in dem Agramer Hochverratsprozeß vor wenigen Jahren die merkwürdigsten„Feststellungen" auf— schonend ausgedrückt— die merkwürdigste Weise zustande l kamen, wird sich angesichts der neuerlichen„Feststellungen" j eines gesunden Mißtrauens nicht erwehren können, und es ist schon so, wie unser Wiener Parteiblatt schreibt: „Es gibt nur eine Beweisführung, gegen die kein Einwand erhoben werden kann, der der durchschlagende Charakter sicher ist, deren Eindruck sich niemand entziehen können und auch nicht ent- ziehen wollen wird: das ist die öffentliche Gerichts- Verhandlung gegen die Attentäter! In der öffent- lichen Verhandlung wird die Wahrheit kund, da sieht gleichsam das ganze Europa die Mitschuld Serbiens, und dann kann keiner mehr die Forderungen, die wir an Serbien zum Schutze unserer Sicherheit erheben, unberechtigt oder unbillig schelten! Wenn es wahr ist, daß die Untersuchung gegen die Attentäter für die Mit- schuld Serbiens„untrügliche Beiveise" geliefert habe, wenn es so wahr ist, als es bestimmt behauptet wird: dann heraus mit den B e w ei s e n! Dann würde ja der Prozeß gegen die Atten- täter zu dem Prozeß gegen die serbische Regierung! Deshalb gibt es nur eine vernünftige und logische Politik: ohne Verzug an die öffentliche Gerichtsverhandlung heranzutreten, ohne iveiteres Lärmen sie vor Europa aufzurollen!" Ein Zeichen für die üble Brüchigkeit seiner Griinde ist es, daß Herr Berchtold es unterläßt, sich derart, durch un- zweifelhafte Beweisführung, in den Augen Europas eine inoralische Rechtfertigung für sein Vorgehen zu holen und statt dessen dräuend mit der Hand an den Säbelgriff fährt. Um so ungeheuerlicher erscheint, in diesem Lichte gesehen, das Wesen des Ultimatums. An ein Land, das, durch einen un- glücklichen Krieg zerschmettert, aus tausend Wunden blutend am Bodesi liegt, känn man Forderungen stellen, wie Wien sie von Belgrad heischt, aber nicht an ein Volk, das durch berauschende kriegerische Erfolge und bedeutenden Gebiets- und Machtzuwachs in seinem nationalen Selbstgefühl erheblich gestärkt ist. Soweit die Forderungen des österreichischen Ministeriums nicht in ihrer Wirkung sehr platonischer Natur sind— auch mit dem besten Willen könnte die Belgrader Regierung die grotzserbische Bewegung so wenig unterdrücken wie B i s m a r ck s Regierung in Deutschland die sozialistische Bewegung zu unterdrücken vermochte— bedeuten sie diesem gesteigerten nationalen Selbstgefühl einen Faustschlag ins Gesicht. Ein Staat, der einwilligt, daß auf seinem Gebiet Organe einer anderen Regierung zur Unterdrückung irgend- welcher subversiven Bestrebungen tätig sind, begibt sich aus freien Stücken seiner Selbständigkeit und scheidet aus der Reihe der Länder aus, mit denen zu rechnen ist. Nichts Ge- ringeres aber verlangt, wider alles geschriebene und verbriefte Völkerrecht, der Punkt 5 der Berchtoldschen Forde- rungen, und die Hofräte in den Schreibstuben des k. k. Ministe- riums müßten seltsame Rosaseher sein, wenn sie glaubten, daß Serbien dazu Ja sagen wiirde. Aber sie wollen ja, wie be- tont, den Krieg, die fanatischen Treiber der schwarzgelben Kricgspartei, und es geht für sie gar nicht um Rechtsfragen, sondern um Machtfragen: das Attentat von Serajewo war nur ein beiläufiger Anlaß und es handelt sich hier lediglich um ein Stück jener tolldreisten imperialistischen Balkanpolitik Ocstcrreich-Ungarns, die nach so viel Niederlagen endlich einmal einen Erfolg buchen will: entweder soll das verhaßte Serbien sich bis in den Staub demütigen, oder aber in einem glorreichen Kriege zerschmettert werden. Ein Frevel der chauvinistischen Presse Deutschlands war es, den teuren Bundesgenossen in seinen Kriegsgelüsten auf das Aeußerste anzustacheln, und sonder Zweifel hat auch Herr v. Bethmann Hollweg Herrn Berchtold seine Rückendeckung zugesagt. Aber in Berlin spielt man dabei ein genau so gefährliches Spiel wie in Wien. Denn bei einer Abenteuerpolitik weiß man immer nur, wie sie anfängt, aber nicht, wie sie aufhört, und wenn es zu dem großen euro- päischen Zusammenstoß kommt, könnten höchst unerwünschter- weise Dinge dabei in die Binsen gehen, die auch in Deutsch- land zu den„heiligsten Gütern" gezählt werden. Wie darum die Arbeiterklassen aller Länder vor der drohenden Welt- kriegsgefahr sofort in Bereitschaft treten müssen, sollte die deutsche Regierung, wenn anders ibr an der Erhaltung des Friedens gelegen ist, den tobenden Berserkern in Wien noch in zwölfter Stunde sänftigend in den Arm fallen. Das und nichts anderes ist, angesichts des schwarz um- düsterten Horizonts, der Wille des deutschen Volkes! Die Note. Dem größten Teil der„Vorwärts"-Leser konnte der Wortlaut der österreichischen Note noch in der gestrigen Ausgabe übermittelt werden. Wohl noch niemals hat eine Note einen so scharfen, heraus- fordernden Ton angeschlagen. Die Note stellt die Erklärung vor- aus, in der am 31. März 1909 der serbische Gesandte der öfter- reichischen Regierung„freundnachbarliche Beziehungen" zusicherte. Dann werden sofort die schwersten, wenn auch größtenteils noch völlig unbewiesenen Beschuldigungen gegen Serbien er- hoben: Die Geschichte der letzten Fahre nun, und insbesondere die schmerzlichen Ereignisse des 28. Juni, haben das Vorhandensein einer subversiven(umstllrzlerischen) Bewegung in Serbien erwiesen, deren �iel es ist, von der österreichifch-ungari» schen Monarchie gewisse Teile ihres Gebietes loszutrennen. Diese Bewegung, die unter den Augen der serbischen Regierung entstand, hat in der Folge jenseits des Gebiets des Königreichs durch Akte des Terrorismus, durch eine Reihe von Attentaten und durch Morde Ausdruck gefunden. Weit entfernt, die in der Erklärung vom 31. März 1999 ent- haltenen formellen Verpflichtungen zu erfüllen, hat die Königlich serbische Regierung nichts getan, um diese Bewegung zu unter- drücken. Sie duldete das verbrecherische Treiben der ver- schiedenchi gegen die Monarchie gerichteten Vereine und Verein i- gungen, die zügellose Sprache der Presse, die Verherrlichung der Urheber von Attentaten, die Teilnahme von Offizieren und Beamtem an subversiven Umtrieben, sie duldete eine ungesunde Propaganda im öffentlichen Unterricht und duldete schließlich alle Manifesta- tionen, welche die serbische Bevölkerung zum Haß gegen die Mon- archie und zur Verachtung ihrer Einrichtungen verleiten konnten. Diese Duldung, der sich die Königlich serbische Regierung schuldig machte, hat noch in jenem Moment angedauert, in dem die Ereignisse des 28. Juni der ganzen Welt die grauenhaften' Folgen solcher Duldung zeigten. Es erhellt aus den Aussagen und Geständnissen der verbreche- rischen Urheber des Attentats vom 28. Juni, daß der Mord von Sarajewo in Belgrad ausgeheckt wurde, daß die Mörder die Waffen und Bomben, init denen sie ausgestattet waren, von serbischen Ossi zieren und Beamten erhielten, die der Narodna Odbrana angt hörten, und daß schließlich die Beförderung der Verbrecher und derc Waffen nach Bosnien von leitenden serbischen Grenzorganen ver- anstaltet und durchgeführt wurde. Die angeführten Ergebnisse der Untersuchung gestatten es der K. und K. Regierung nicht, noch länger die Haltung zuwartender Langmut zu beobachten, die sie durch Jahre jenen Treibereien gegenüber eingenommen hatte, die ihren Mittelpunkt in Belgrad haben und von da auf die Gebiete der Monarchie übertragen werden. Diese Ergebnisse legen der K. und K. Regierung vielmehr die Pflicht auf, Umtrieben ein Ende zu bereiten, die eine beständige Bedrohung für die Ruhe der Monarchie bilden. Die Note stellt dann das Ansinnen an die serbische Regierung, eine ganz genau in ihrem Wortlaut formulierte Erklärung am 2ö. Juli auf der ersten Seite des serbischen Regierungsorgans zu veröffentlichen. Der für Serbien überaus demütigende Wortlaut soll sein: „Die Königlich serbische Regierung verurteilt die gegen Oesterrcich-Ungarn gerichtete Propaganda, das heißt die Gesamtheit jener Bestrebungen, deren Ziel es ist, von der österreichisch-ungan- schen Monarchie Gebiete loszutrennen, die ihr angehören, und sie bedauert aufrichtigst die grauenhaften Folgen dieser verbrecherischen Handlungen. Die Königlich serbische Regierung bedauert, daß serbische Offiziere und Beamte an der vorgenannten Propaganda teil- genommen, und damit die freundmachbarlichen Beziehungen ge- fährdet haben, die zu pflegen sich die Königliche Regierung durch ihre Erklärung vom 31. März 1999 feierlichst verpflichtet hatte. Die Königliche Regierung, die jeden Gedanken oder jeden Ver- such einer Einmischung in die Geschicke der Bewohner was immer eines Teiles Oesterreich-Ungarns mißbilligt und zurück- weist, erachtet es für ihre Pflicht, die Offiziere und Be- amten und die gesamte Bevölkerung dos Königreiches ganz aus- drücklich aufnicrksam zu machen, daß sie künftighin mit äußerster Strenge gegen jene Personen vorgehen wird, die sich derartiger Handlungen schuldig machen sollten, Handlungen, denen borzu- beugen und die zu unterdrücken sie alle. Anstrengungen machen wird." Diese Erklärung soll gleichzeitig durch einen Tagesbefehl der Armee zur Kenntnis gebracht werden. Es folgt eine lange Reihe von Verpflichtungen, die der serbischen Regierung zugemutet werden; so soll sie unter anderem zusichern: sofort mit der Auflösung des Vereins Narodna �Odbrana vorzugehen, dessen gesamte Propagandamittel zu Ion- ffisziercn und in derselben Weise gegeet die anderen Vereine und Vereinigungen in Serbien einzuschreiten, die sich mit der Propa- ganda gegen Oesterreich-Ungarn beschäftigen. ohne Verzug aus dem öffentlichen Unterricht in Serbien sowohl was den Lehrkörper als auch die Lehrmittel be- trifft, alles zu beseitigen, was dazu dient oder dienen könnte, die Propaganda gegen Oesterrcich-Ungarn zu nähren. aus dem M i I i t ä r d i e n st und der Verwaltung im allgemeinen alle Offiziere und Beamte zu entfernen, die der Propaganda gegen Oesterreich-Ungarn schuldig sind, und deren Namen unter Mitteilung des gegen sie vorliegenden Materials der Königlichen Regierung bekannt zu geben, sich die K. und K. Rc- gierung vorbehält, einzuwilligen, daß Serbien Organe der K. und K. Regierung bei der Unterdrückung der(jegen die territoriale Integrität der Monarchie gerichteten subversiven Bewegung mit- wirken, eine gerichtliche Untersuchung gegen jene Teil- nehmer des Komplotte vom 28. Juni einzuleiten, die sich auf scr- bischem Territorium befinden. Von der K. und K. Regierung hierzu delegierte Organe werden an den bezüglichen Erhebungen teilnehmen, mit aller Beschleunigung die Verhaftung des Ma» jors Boja Tankosic und eines gewissen Milan Ei« 'ß a n o 6 1 c, fcrfctjcfjcn SlaatsVcamken Vorzunehmen, welche durch die Ergebnisse der Untersuchung kompromittiert sind, durch wirksame Maßnahmen die Teilnahme der serbischen Behörden an dem Einschmuggeln von Waffen und Ex- plosivkörpern über die Grenze zu verhindern, Die K. und K. Rkgicrilng erwartet die Antwort der König- lichen Regierung spätestens bis Sonnabend, den 25. d. M., um ö Uhr nachmittags. Eine Beilage zählt dann eine Reihe angeblicher Feststellungen der österreichischen Untersuchung auf; sie sollen folgendes ergeben: 1. Der Plan, den Erzherzog Franz Ferdinand während seines Aufenthaltes in Serajewo zu ermorden, wurde in Belgrad von Gabrilo Princip, Nedeljko Gabrinovic, einem gewissxn Milan Ei- ganovic und Trifko Grabez unter Beihilfe des Majors Voja Tan- koste, ausgeheckt. 2. Die sechs Bomben und vier Browning-Pistolen, deren sich die Verbrecher als Werkzeuge bedienten, wurden dem Princip, Gabrinovic und Grabez in Belgrad von einem gewissen Milan Ciganovic und dem Major Voja Tankosic verschafft und übergeben. 3. Die Bomben sind Handgranaten, die dem Waffendepot der serbischen Armee in Kragujevac entstammen. 4. Um das Gelingen des Attentats zu sichern, unterwies Milan Ciganovic den Princip, den Gabrinovic und Grabez in der Hand- hnbuug der Granaten und gab in einem Walde neben dem Schieß- selde von Topschidier den« Princip und.Grabez Unterricht im Schießen mit Browning-Pistolen. ö. Uni dem Princip, Gabrinovic und Grabez den Uebergang über die bosnisch-hcrzegowinische Grenze und die Einschmuggelung ihrer Waffen zu ermöglichen, wurde ein ganz geheimes Transport- system durch Ciganovic organisiert. Der Eintritt der Verbrecher samt ihrer Waffen nach Bosnien und der Herzegowina wurde von den Grenzhauptleuten von Schabaß(Rade Popovic) und Loz- uica sowie von den Zollorganen Rudivoj Grbic von Loznica mit Beihilfe mehrerer anderer Personen durchgeführt. Die Airkularnote Gesterreichs an öie europäischen Nächte. Die Kaiserlichen und Königlichen Botschafter im Deutschen Reiche, in Frankreich, Groß-Britannien, Italien, Rußland und der Türkei sind von ihrer Regierung beauftragt worden, den Inhalt der österreichisch-ungarischen Note an die serbische Regierung zur Kenntnis der Regierung zu bringen, bei der sie be- glaubigt sind, und folgendes hinzuzufügen: Am 3l. März 1909 hat die Königlich serbische Regierung an Oesterreich-Ungarn eine Erklärung gerichtet, deren Wortlaut oben wiedergegeben ist. Fast am Tage nach dieser Erklärung hat die Politik Serbiens in Wege eingelenkt, die dazu führten, bei den serbischen Staatsangehörigen der österreichisch-ungarischen Mon- archie subversive Ideen zu erwecken und dadurch die Loslösung jener Gebiete von Oesterreich-Ungarn vorzubereiten, die an Serbien an- grenzen. Serbien wurde der Hort einer verbreche- r i s ch e n A g i t a t i o n. ES bildeten sich Vereine und Vereinigun- gen, die— sei es vor aller Welt, sei es im geheimen— dazu bestimmt waren, auf österreichisch-ungarischem Territorium Unruhen hervorzurufen. Diese Vereine und Vereinigungen zählen zu ihren Mitgliedern Generale und Diplomaten, Staatsbeamte und Richter, mit einem Worte führende Persönlichkeiten der offiziellen und nicht- offiziellen Welt des Königreichs. Die serbische Presse steht fast voll- stäiidig im Dienste dieser gegen Oesterreich-Ungarn gerichteten Pro- paganda, und kein Tag vergeht, ohne daß die Organe der serbischen Presse ihre Leser zum Hasse und zur Verachtung der Nachbarmon- archie oder zu Attentaten aufreizen, die mehr oder minder offen gegen die Sicherheit und Integrität der letzteren gerichtet sind. Eine große Anzahl von Agenten ist damit beschäftigt, die Agitation gegen Oesterreich-Ungarn mit allen Mitteln zu fördern, und die Fugend der an Serbien angrenzenden österreichisch-ungarischen Gebiete �u verführen. Ter Geist der Verschwörung, der die politischen Kreise Serbiens beherrscht und der seine blutigen Spuren in den Annalen der serbischen Geschichte hinterlassen hat, ist seit der Ichten Balkan- krise im Wachsen begriffen. Mitglieder von Banden, die bisher in Mazedonien Beschäftigung fanden, haben sich der terroristischen Propaganda gegen Oesterreich-Ungarn zur Verfügung gestellt. D i e serbische Regierung hat sich nicht bemüßigt ge- sehen, gegen diese Umtriebe, denen Oesterreich-Ungarn seit Jahren ausgesetzt ist, in irgendeiner Weise ein zu- schreiten. Die Königlich serbische Regierung hat schon der feierlichen Erklärung vom 31. März 1909 nicht genüge getan und sich solchergestalt i n W i d e r s p r u ch gesetzt m i t d e m Willen Europas und der Oesterreich-Ungarn gegenüber eingegangenen Verpflichtung. Die L a u g m u t, welche die K. und K. Regierung der herausfordernden Haltung Serbiens gegenüber beobachtete, war darauf zurückzuführen, daß sie sich frei von territorialem Eigennutz wußte und die Hoffnung nicht aufgab, daß die serbische Regierung die Freundschaft Oesterreich-Ungarns schließlich richtig bewerten werde. Die K. und K. Regierung hatte geglaubt, daß eine wohl- wollende Haltung gegenüber dem politischen Interesse Serbiens das Königreich am Ende doch veranlassen werde, eine gleiche Haltung zu beobachten. Oesterreich-Ungarn wartete eine solche Evolution der politischen Ideen in Serbien, insbesondere in dem Momente, als nach den Ereignissen des Jahres 1912 die K, und K. Regierung durch ihre desintcressierte, von jedem Uebelwollen freie Haltung die so bedeutende Vergrößerung Serbiens möglich machte. Das dem Nachbar seitens Oesterreich-Ungarns bekundete Wohlwollen hat jedoch die Vorgangsweise des Königreichs nicht geäntwrt, das fortfuhr, auf seinem Territorium eine Propaganda zu dulden, deren traurige Folgen am 28. Juni d. I. der ganzen Welt offenbar wur- den, au jenem Tage, da der Thronfolger der Monarchie und seine erlauchte Gemahlin einer in Belgrad entstandenen Verschwörung zum Opfer fielen. Bei dieser Lage der Dinge hat sich die K. und K. Regierung genötigt gesehen, rine» neuen und dringenden Schritt in Belgrad zu unternehmen, »m solcherart die serbische Regierung dazu zu bringen, einer Be- wcgung Einhalt zu gebieten, welche die Sicherheit und Integrität Oesterreich-Ungarns bedroht. Die K. und K. Regierung ist überzeugt, sich, indem sie diesen Schritt unternimmt, im vollen Einklang mit den Gefühlen aller zivilisierten Nationen zu befinden, die es nicht zugeben könnten, daß der Königsmord zur Waffe wird, der man sich ungestraft im politischen Kampfe bedienen d ü r s h, und daß der Friede Europas unausgesetzt durch Umtriebe gestört werde, die von Belgrad ausgehen. Zur Unterstützung des Gesagten hält die K. und K. Regierung zur Verfügung der Regierung ein Dossier bereit, das über die serbische Propaganda und deren Zu- sammcnhang mit dem Mords vom 28. Juni Aufklärung gibt. Eine gleiche Mitteilung ergeht an hie K. und K. Vertreter bei den übri- gen Signatarmächten. *• ♦ deutschlanös Stellung. Bis in die letzten Tage hinein hat die deutsche Kriegs- und Niistungspresse starke Zweifel gehegt, ob Oesterreich- Ungarn wohl Serbien gegenüber„die durch die Tatsachen ge- botene Energie" aufbringen würdet Sie erinnerte an sein Nachgeben bei früheren Gelegenheiten und fürchtete, daß Un- entschlossenheit und Weichmütigkeit am Ende auch diesmal wieder den starken Worten der ersten Tage keine entsprechen- den Taten folgen lassen werde. Nun ist sie recht gründlich eines Besseren belehrt, denn der Ton, den die Wiener Regie- rung aitgeschlagen hat, ist an Schärfe, ja man darf sagen, an B r ü I a I i k ä k, nicht zii Mertresfen, und vergebens sucht man in der Geschichte nach Beispielen für ein solches Vorgehen. Was Oesterreich seinem Nachbar zumutet, ist nicht mehr und nicht weniger, als der Verzicht aus seine Staats- Hoheit, als die demütige Unterwerfung unter die Diktatur' dessen, der sich mit Recht oder Unrecht für den Stärkeren hält. Achtundvierzig Stunden lang hat Serbien Zeit, darüber nachzudenken, ob es Selbstmord verüben und wenigstens fiir die nächste Zeit als autonomes Staatswesen abdanken oder ob es die Entscheidung der Waffen anrufen will, die, wie sie auch ausfallen möge, ihm als Staat kaum noch ein herberes Geschick bereiten könnte. Daß die Machthaber an der Donau diesmal nicht nur zum Kriege bereit und entschlossen sind, sondern ihn w o l l e n, ist für jeden klar. Nur eine Möglichkeit gäbe es noch, wenn tatsächlich der Krieg nicht der Zweck der Wiener Politik wäre, d i e nämlich, daß man leichtfertig ein Spiel begonnen hätte, so gewagt, wie aus den letzten Menschenaltern kein zweites bekannt ist. Aber in dem einen wie in dem anderen Falle muß sich uns die Frage aufdrängen, ob man von Berlin aus dieses Treiben unmittelbar unterstützt oder auch nur durch Stillschweigen begünstigt hat. Ist dem so, dann hat die deutsche Regie- rung keine geringere Schuld auf sich geladen als die schwarz- gelbe, die, um ihr gesmikenes Renomniee wieder herzustellen, den Weltfrieden aufs Spiel setzt. Dann gibt es keine Kritik, die scharf genug wäre, um ein solches Begehen zu geißeln. Wir halten mit ihr zurück, weil gewisse Anzeichen dafür zu sprechen scheinen," und außerdem auch schon positive Mel- düngen vorliegen, daß man in Berlin beinahe ebenso stark überrascht worden ist wie in den anderen Hauptstädten. Die Note, so heißt es beispielsweise in der„Post" ist überreicht worden, ohne daß Oesterreich in Berlin sich Rat erbeten, ja, ohne daß es die deutsche Regierung auch nur andeutungsweise über Ton und Inhalt der Note verständigt hätte. Sollte diese unglaublich klingende Nachricht zutreffen, dann gibt es für Herrn v. Bethmann Hollweg eine gewisse Entschuldigung. Aber auch nur eine gewisse. Denn es wäre seine Pflicht gewesen, in den Wochen nach dem Attentat darauf zu dringen, über die Tendenz, und die Tragweite der in Serbien zu unternehmenden Schritte aufs genaueste in- formiert zu werden. Hier verfängt der Hinweis auf die Selbständigkeit des Verbündeten noch weniger als damals, wo unser anderer Bundesgenosse, Italien, den Tripolisfeldzug vorbereitete. Gewiß muß die Hofburg allein wissen, was ihre Ehre und ihr Vorteil erheischen, aber wie die Dinge liegen, engagiert sie nicht nur sich, sondern ganz Europa und in erster Linie das Deutsche Reich. Die Unterlassungssünde könnte nur dadurch wieder gut gemacht werden, daß das Deutsche Reich jetzt seinen wahren Bündnispflichten entsprechend handelte. Die aber bestehen nicht darin, in der schimmernden Wehr den Schwarz-Gelben an die Seite zu treten, sondern alles zu tun, was nienschen- möglich ist, um sie von ihrem wahnwitzigen Beginnen ab- zuhalten und sie zu nötigen, selbst auf die Gefahr hin, von den Schreiern und Hetzern der Schwäche beschuldigt zu wer- den, einen Rückzug anzutreten. Unsere Hofsnungen sind freilich nicht sehr hoch gespannt, denn was soll man von der Regierung erwarten, wenn so- zusagen die gesamte bürgerliche Presse Deutschlands be- dingungslos die Haltung Oesterreich-Ungarns gut heißt. Von der äußersten Rechten bis zur äußersten bürgerlichen Linken, von der„Kreuzzeitung" bis zum„Berliner Tage- blatt" ist nur eine Stimme: Oesterreich konnte nicht anders handeln: seine Lebensinteressen erheischten das rücksichts- loseste Austreten. Serbien muß sich unterwerfen, und bleibt der Konflikt nicht lokalisiert, so ist es selbstverständlich, daß Teutschland sein Schwert in die Wagschale wirft. Nicht das geringste Verständnis besitzen diese Zeitungen für die unge- heuerliche Frivolität der Note und auch die. die vor zwei Tagen noch nicht im entferntesten damit gereckinet haben, daß man in Wien zu einem solchen Faustschlag ausholt, sind jetzt einverstanden, ja mehr als das: sind begeistert. Wir sehen in einen Abgrund von politischer Verständnislosigkeit und, was schlimmer ist, von Mangel an Verantlvortlichkeitsgefühl. Nur eine einzige Stimme wagt es, andere Ansichten zu vertreten, und die kommt von einer Seite, von der man es ani tvenigsten erwarten sollte. Die ,.P o st" schwimmt gegen den bürgerlichen Strom. Sie mahnt und warnt und zeigt keine Neigung, den Wiener Va-banque-Politikern den Rücken zu stärken. Was sie zu ihrer Haltung bestimmt, ist schwer zu sagen. Ist es der Zweifel an der Stärke der Donau- Monarchie? Ist es das Bewußtsein, daß die enge Verkettung des Geschicks Deutschlands mit dem der Habsburger auch vom Standpunkt der Imperialisten seine großen Bedenken bat?— Genug, ihre Ausführungen sind zutreffend und ihre Kritik läßt an Schärfe kaum etwas zu wünschen übrig. Daß Oesterreich den Krieg will, ist auch der„Post" nicht zweifel- hast, und genau so wie wir fragt sie, wo denn überhaupt die Beweise für die Anschuldigungen sind, die es gegen Serbien schleudert. Warum hält die österreichische Regierung das Beweismaterial zurück, das sie doch in ihren Händen haben muß? Warum tritt sie nicht vor alle Welt hin mit den klaren, eindeutigen Belegen dafür, daß ihre Anschuldigungen Hand und Fuß haben, daß sie in keiner Weise von der Erregung und von dem Bedürfnis nach Rache beeinflußt sind, sondern daß nackte, eindeutige Tatsachen die gegen die Monarchie gerichtete großserbische Verschwörung beweisen? Die kurzen Feststellungen, die sie macht, sind zweisei- los schwer kompromittierend für Serbien, aber man müßte doch auch die serbische Regierung in dieser Sache hören. Man müßte wissen, was sie aus die Anschuldigungen zu erwidern hat und inwiefern sie nicht willens wäre, unheilvollen und gemein- gefährlichen Wühlereien im eigenen Lande entgegenzutreten. Ebenso wie wir ist die„Post" überzeugt, daß Serbien auf die ibin gestellten Bedingungen nicht eingehen kann, wenn es sich nicht vor ganz Europa verächtlich machen will. Oester- reich treibt Prestigepolitik, und„eine schwerere Belastungs- probe für den Frieden Europas, als die von Oesterreich ris- kicrte, ist nicht gut denkbar". Das Blast bezweifelt die vorherige Benachrichtigung der Berliner Regierung und schließt: Oestcrrcich-Ungarn geht selbständig vor? Gut. So möge es auch selbständig weiter gehen. Wir können warten. Ein Blatt, das entrüstet auffahren würde, wenn jemand seinen deutschen Patriotismus und seine unbedingte Kriegs- bereitschaft bezweifelte, ein Blatt, das an die Gefahr des Pan- slawismus inbrünstig glaubt, will Oesterreich-Ungarn weiter- gehen lassen. Das heißt, es will auch dann duen Bündnisfall nicht fiir gegeben erachten, wenn Serbien nicht allein bleibt. Nun, wie viel mehr ist es dann die Pflicht des Proletariats und seiner politischen Vertretung, diesen. Standpunkt einzunehmen und der deutschen Regierung mit aller Deuilichkeie zu Gemüte zu führen, daß die Masse des deutschen Volkes kein Verständnis für die„Nibelungentreue" besitzt, um wenigstens dann, wenn sie einer Regierung gehalten werden soll, die um der Wiederherstellung des durch eigene Schuld verlorenen Prestiges willen und um ihren inneren Verlegenheiten zu entgehen, den Frevel einiger Fanatiker mit der Vernichtung eines Staates bestrafen will. «* « Sie Haltung üer deutschen Regierung. Köln, 24. Juli. Die„Kölnische Zeitung"' schreibt offiziös: Tie österreichische Note stellt eine Anklagerede von einer Wucht und einem Ernst dar, wie man sie zwischen Staat und Staat in der neuesten Geschichte noch nicht gehört hat. Die Be- fristung verstärkt den Zug unbedingter Entschlossenheit. Mit Erstaunen wird Europa aus den Einzelheiten der Note entnehmen, bis wohin die Fäden der Ver- schwörung reichten, deren Ergebnis der Mord in Sarajewo ist. Man sieht in einen Abgrund politischer Entartung und Unkultur, wenn man liest, wie das verbrecherische Treiben wahnwitziger Mörder unterstützt und gefördert wird. Dies gibt der Angelegenheit eine allgemeine europäische Bedeu- tung. Angesichts des bedeutsamen Noteninhalts wird es wohl niemand in Europa zweifelhaft sein, daß das Friedens- interesse erfordert, daß durch die Sprache der europäischen Presse in Belgrad der Eindruck vertieft werde, Serbien m ü s s e solchen gerechten Forderungen nachgeben, und einen Konflikt zu vermeiden. Aus den Tat- fachen der Note ergibt sich, daß die politische Vernunft und die elementarste Gerechtigkeit gebieten, in die Auseinandersetzung nicht einzugreisen und einen möglichen Zusammenstoß örtlich begrenzt zu halten. Für alle europäischen Zuschauer bei der Auseinandersetzung erfordert die Rücksicht auf den euro- päischen Frieden, demjenigen, der im Streit so schwer Unrecht hat, nicht den Rücken zu stärken, sondern ihn zum Entgegenkommen zu mahnen, damit der Streit Sache der österreichisch-serbischen Beziehungen bleibe. Vom europäischen Stag�punkt ist es wünschenswert, daß, nachdem Serbien Genugtuung gegeben hat, die Beziehungen sich doch wieder normal und ersprießlich gestalten. Unannehmbar. Belgrad, 24. Juli. Nach der Üeberreichung der österreichischen Note ist die Stimmung hier jetzt außerordentlich ernst, obwohl die Stadt immer noch sehr ruhig ist. Seit heute in früher Morgenstunde tagt unausgesetzt ein außerordentlicher Ministerrat. Mimsterprasi- dent Paschitsch, der mit seinem Kabinettschef Schemowitsch im Automobil auf der Wahlreise begriffen war, ist bereits wieder nach Belgrad zurückgekehrt. Das österreichische �lllti- matum wird hier allgemein als für einen souveränen Sstaat unannehmbar bezeichnet. In Belgrad zweifelt niemand daran, daß Rußland Serbien gegen Oester- reich beistehen werde. Man ist sicher, daß Rußland infolge der überaus großen Schärfe der österreichischen Note einem bewaffneten Eingreifen Oesterreichs nicht untätig zu- sehen werde. Es wird sogar geglaubt, daß bei dem Aus- brück eines Krieges auch Italien Oesterreich so- fort in Albanien ernste Schwierigkeiten bereiten werde. Die Bevölkerung ist a u f d e n A u s- bruch des Krieges g e s a ß t. Der außerordentliche Ministerrat. Belgrad, 24. Juli. Der Ministerrat, der sich mit der Beantwortung"der österreichisch-ungarischew Note befaßte, tagte bis in den späten Abend. Der Ministerpräsident Pa- schitsch niußte verschiedentlich die Sitzung unterbrechen, um mit den fremden Diplomaten zu verhandeln, die in unans» gesetzter Folge im Ministerium vorsprachen. Die Stimmung in der Stadt ist kriegerisch, aber zuver� sichtlich. Die Wirkung in Paris. Paris, 24. Juli.(P r i v a t t e l e g r a m in d e s„33 o r« wärt s".) Das von Oesterreich-Ungarn an Serbien ge- stellte Ultimatum hat hier einen starken Pessimismus erzeugt und eine große Börsenpanik hervorgerufen. Die dreiprozentige Rente fiel von 81,10 auf 79,90, auch andere Bankpapiere sanken stark. Die„Temps" schreibt in einem Artikel, daß das österreichische Dokument unerhört �durch seine herausfordernde Tonart und Maßlosigkeit der Forde- rungen sei. Schon die eine Bedingung, österreichische Rc- gierungsorgane zur Mitarbeit auf serbischen! Territorium zuzulassen, vernichtet die serbische Unabhängigkeit. Dieses Bekenntnis bedeutet für Serbien die Knechtschaft, will Serbiens Er Niederung auf dem Ballplatz und zerbräche die balkanischen Freiheiten. Oesterreichs Anmaßung muß in Rußland ein ungeheures Echo erwecken. Was man diesem heute zumutet, wäre die Abdankung, die, wenn die Regierung, doch das russische Volk nicht akzeptiere. Die ganze diplomatische Organisation Europas kann morgen in dieie Sache verwickelt werden. Schließlich erinnert die„Temps", daß Rußland und England sogar nach der berühmten Kanonade von Hull das Haager Schiedsgericht an- erkannten, und heben liervor, daß auch in diesem Falle das- selbe für jedermann Geltung hat. „Rnßphile Debats" schreibt in einem Artikel, daß man in Wien Serbien eine Erniedrigung ohne gleichen zumutet und man dort zweifellos den Krieg will. Aber ein solches Attentat sei intolerabel. Serbien muß alles annehmen, bis auf die Preisgabe seiner Ehre und der Souveränität. Gegen Gewalt wird es nicht umsonst an die europäische Meinung und Unterstützung appellieren. Londoner Stimmung. London, 24. Juli.(Privattelegramm des„Vor- wärt s".) Infolge der Ulsterkrise beschäftigt man sich hier nur wenig mit dem österreichisch-serbischen Konflikt, dessen Einfluß sich jedoch an der Börse durch eine sehr gedrückte Stimmung bemerkbar machte. Die konservativen Blätter sind geneigt, die innere Krisis Englands für die Haltung Oesterreichs mit verantwortlich zu machen. Die „Westminster Gazette" schreibt über die wahrscheinliche Haltung Rußlands:„Wenn die in der Note enthaltenen Anschuldigungen be- wiesen werden können, glauben wir nicht an die Wahrscheinlichkeit, daß die russische Regierung sehr viel dagegen einwenden wird, daß Serbien genötigt wird, Oesterreich-Ungarn Genugtuung zu geben." dke fluffolfufljj In Italkeft. „®iortiaIe d'Jtalia" fürchkt, daß eine schwere rniernalioncrle Krise eröffnet sei, die dem europäischen Frieden gefährlich werden könne, gibt jedoch dem Wunsche Ausdruck, daß es nicht zu diesem Acußersten kommen möge. Die serbische Regierung müsse sich auf sich selbst besinnen. Die gegen die Politik in Belgrad erhobenen, im einzelnsten spezifizierten Anklagen hätten unbedingt auf die öffentliche Wjeinung Europas einen ernsten Eindruck gemacht. „Tribuna" führt aus, entgegen anderen Pteldungen sei die österveichisch-ungarische Note den europäischen Kabinetten erst heute morgen übereicht worden, es wiederhole sich jetzt— vielleicht mit noch ernsterem Charakter— die Situation des vergangenen Jahres, wo die Bermittlungsaktion der Mächte, besonders Englands und Italiens einem österreichisch-serbischen Konflikt vorbeugen konnte. Die Bermittlungsaktion sei heute mit nicht minderem Eifer begonnen worden. Italien habebereits aktiv inBelgradintcr- v e n i e r t, indem es eine versöhnliche Haltung anempfohlen habe, und habe außerdem in Wien und Petersburg analoge Schritte unternommen. Italien habe auch versucht, Rumänien dazu zu bewegen, in Belgrad vorstellig zu werden und zur Ruhe zu raten. Die öffentliche Meinung Italiens gebe sich Rechenschaft von der schweren Gefahr, welche die allserbische Propaganda und die allserbische Bewegung für Oesterreich-Ungarn darstellten und fände es demgemäß gerecht, daß Serbien die be- ruhigendften Zusicherungen geben könne und müsse. pariser Hesprechungen. Paris, 24. Juli. Der deutsche Botschafter Freiherr v. S ch o e n hat seine Urlaubsreise in Berchtesgaden abgebrochen und ist nach Paris zurückgekehrt. Er hatte heute eine längere Unter- redung mit dem interimistischen Minister des Aeußern Bienbenu Martin. Nußlanö droht. Petersburg, 24. Jull. Das Ultimatum Oesterreichs überraschte hier dermaßen, daß die diplomatischen Kreise, deren Angehörige gxötztenteils in den nahegelegenen Badeorten weilen, erst in den späten Vormittagsstunden davon erfuhren. Der erste Eindruck ist der, daß der Krieg zwischen Oe st erreich und Serbien unvermeidlich ist. « Petersburg, 24. Juli. Das amtliche Organ der- öffentlicht folgendes Commnnique: Die kaiserliche Regierung, lebhaft besorgt durch die überraschenden Ereignisse und durch das an Serbien durch Oefterreich-Ungarn gerichtete Ulti- matum, verfolgt mit Aufmerksamkeit die Entwickclung des österreichisch-serbischen Konflikts, in Welchem Rußland nicht indifferent bleiben kann.____ veutschlanö im KriegsfüUe. Die formalen Verpflichtungen Deutsch- lands Oesterreich gegenüber werden in dem Bündnisvertrag geregelt, der am 3. Februar 1888 veröffentlicht wurde. Die beiden vornehmlich in Frage kommenden Absätze dieses Vertrages lauten: Artikel I. Sollte Wider Verhoffen und gegen den aufrichtigen Wunsch der beiden Hohen Kontrahenten eines der beiden Reiche von selten Rußlands angegriffen werden, so sind die Hohen Kontra- heuten verpflichtet, einander mit der gesamten Kriegsmacht ihrer Reiche beizustehen und demgemäß den Frieden nur gemeinsam und übereinstimmend zu schließen. Artikel II.—----- Würde einer der Hohen kontrahierenden Teile von einer anderen Macht angegriffen werden, so verpflichtet sich der andere Hohe Kontrahent, dein An'greifer gegen Seinen Hohen Verbündeten nicht nur nicht beizustehen, sondern mindestens eine wohlwollende neutrale Haltung gegen den Hohen Mitkontrahenten zu be- obachten. Wenn jedoch in solchem Falle die angreifende Macht von Seite Rußlands, sei es in Form einer aktiven Kooperation, sei es durch mililärische Maßnahmen, welche den Angegriffenen bedrohen, unterstützt werden sollte, so tritt die im Artikel I dieses Vertrages stipulierte Verpflichtung des gegenseitigen Beistandes mit voller Hecresmacht auch in diesem Falle sofort in Kraft und die Krieg- führung der beiden Hohen Kontrahenten wird auch dann eine gc- meinsame bis zum gemeinsamen Friedensschluß. Nach diesen Darlegungen ist das deutsch- österreichische Bündnis ein reines Schutz bündnis. Nur im Falle, daß Oesterreich angegriffen wird, nicht, wenn es selbst-den Angriff fuhrt, ist Deutschland durch seine Verpflichtungen ge- Kunden. Aber es braucht kaum erst gesagt zu werden, daß die Diplomaten, die den guten oder den schlechten Willen haben, hier um eine limdeutung jedes österreichischen Krieges in einen Angriffskrieg nicht verlegen sein würden. Bei einem wirklichen oder angeblichen Angriff Serbiens wäre danach also Deutschland zu„ivohlwollender Neutralität" gegenüber Oesterreich verpflichtet. Bei einer Einmischung Rußlands, die als Angriff gegen Oesterreich gedeutet wird, hätte es mit seiner ganzen.Kriegsmacht auf Oesterreichs Seite zu treten. Daß dies auch einen Krieg an der deutschen West- grenze, einen europäischen Krieg bedeuten würde, liegt klar aüf der Hand.__ vie Streikbewegung in Rußland. Baku, 24. Juli. Der vom Kaiser hierher abkomman- dierte Generalmajor& la Suite Dschunkowski ließ in Tausenden von Exemplaren in der Stadt und im Gouvernement Baku eine gedruckte Kundmachung verbreiten, in der betont wird, daß er durch weitgehende Vollmachten zu strengsten Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ordnung und Ruhe ermächtigt sei. Die Kundmachung drückt die Neber- zeugung aus, daß der Erfolg seiner Aufgabe weniger von der Strenge als von der Achtung vor dem Gesetz abhänge und von der Besonnenheit der Streikenden. Die Zahl der Strei- kendcn beträgt 22 000. Petersburg, 24. Juli. Nach amtlichen Mitteilungen betrug die Zahl der ausständigen Fabrikarbeiter und Setzer gestern 13Ü000. Ein Teil davon versuchte sich zusammenzn- rotten und revolutionäre Lieder zu singen, wurde jedoch sofort zerstreut. Kosaken und Schutzleute gaben an einigen Stellen Schüsse gegen offene Fenster ab, aus denen Steine ge- warfen wurden. Vier Polizeibeainte wurden leicht verwundet und 61 Personen wegen Ausschreitungen verhaftet. Die Streikbewegung beginnt abzuflauen. Die Mehrzahl der Fabriken, Druckereien und kleinen Betriebe arbeitet auch heute noch nicht. Einige Fabriken sind auf Anordnung ihrer Verwaltungen geschlossen worden. Der Straßcnbahnverkehr ist wieder aufgenommen worden mit Ausnahme der Vorstadt- linien. Im Vororte Staraja Derewna feuerten berittene Schutzleute aus Streikende: mehrere Arbeiter wurden verwundet. Donnerstagnacht fand außer- halb der Stadt eine Arbeiterversammluna statt, an der L bis 10000 Arbeiter teilnahmen. 55 a t f cfi rnt, 24. Juli. D?e Zahl der in 50 Fabriken ausständigen Arbeiter belrägt 13«Alt).. Nikolajew, 23. Juli. Auf der Schiffswerft der Nikolajcwer Aklicugesellschaft haben achttausend Arbeiter den Streik be- gönnen. Die Arbeiter stimmten revolutionäre Lieder an rmd ent- falteten eine rote Flagge. Es fand ein Zusammenstoß mit Militär statt, wobei mehrere Verwundungen vorkamen. Weitere Ausdehnnng der Unruhen. Paris, 24. Juli. Die letzten aus Petersburg hier eingelaufenen Meldungen berichten von schweren Unruhen, die längs der Bahnlinie Petersburg— Moskau an verschiedenen Punkten ausgebrochen sind. Die Zensur der- hindert zwar das Durchdringen näherer Nachrichten, es steht jedoch fest, daß eine große Anzahl Truppen aus dem Feld- lager von Krasnoje �Selo alarmiert und ausgerüstet mit scharfer Munition und Schnellfeuergeschützen nach den bedrohten Punkten abgesandt worden ist. politische Uebersicht. Tas bayerische Armengesetz. In aller Hast hat der bayerische Landtag das wichtige Armengesetz unter Dach und Fach gebracht. In drei Sitzungen' wurde der Entwurf, nachdem er in det Kommission eingehender behandelt worden war, erledigt: es sprach immer nur je ein Vertreler der Parteien. Die Ausschußbeschlüsse wurden durchweg oilfrechierhaltcn, alle sozialdemokralischen und liberalen Besserungsanträge abgelehnt, dagegen noch ein paar Verschärfungen und Verschlechterungen von klerikaler Seite hinzugefügt; so die Hervorkchrung des Konfessionellen bei der Unterbringung von Kindern in Anstalten oder Familien und die Bestimmung, daß selbst die kleinsten pfälzischen Gemeinden die Höchstgebühr von 170 M. für Erlangung des Bürgerrechts erheben dürfen. Die Sozialdemokraten stimmten schließlich gegen das Gesetz, nachdem sich die Genossen Eduard S ch m i d- München und Segitz vergebens bemüht hatten/ wenigstens noch einige Ver- besserungen zu erzielen. Der einzige Erfolg, der unserer Arbeit beschieden war, wurde schon im Ausschuß erreicht: die Ausmerzung ausuahmcgesctzlickier Bestimmungen gegen die Sozialdemokratie. Bayern hat somit jetzt die alte Heimat verloren und dafür den unzulänglichen Rechtsbegriff de? Unterstützuugswohnsitzes ein- getauscht. Die Erwerbung des Bürgerrechts ist obendrein verteuert worden. Unsere � Bemühungen, die Ungerechtigkeiten der Lasten- Verteilung zu beseitigen, einen einheitlichen umsassendcn Armen- verband zu schaffen und den Staat zum ausgleichenden Träger der Armeulnsteu in wirksanier Weise heranzuziehen, fanden kein Ent- gegenkommen. Eine ganz besonders bösartige, mittelalterliche Bestimmung ist die Einführung des Arbeitszioanges ohne richterliche Entscheidung, lediglich auf dem Verwaltungswege. Auch das ist ein skandalöses Ausnahmegesetz, und nicht einmal der Antrag wurde angenommen, daß man wenigstens die durch Streiks und Aussperrungen nnterstützungsbedürftig gewordenen Personen dagegen sichert, bis zu einem Jahr in ein Ärbeitshaus gesperrt zu werden. Als man über das Gesetz namentlich abstimmte, wollte es ein satirischer Zufall, daß der Teufel zuerst seinen Segen gab: denn der Namensaufruf begann mit dem Abgeordneten Teufel. Gegen das Gesetz stimmten außer den Sozialdemolraten nur zwei Zentrums- abgeordnete. Die christlichen Arbeitervertreter brachten es fertig, sogar gegen jenen Antrag zu stimmen, der den Arbeitszwang bei Streikenden und Ausgesperrten verhindern wollte. Ter Wald des Herzogs. Große Auflegung hatte in Brauns ch w eTg dieser Tage eine Verfügung der großhsrzoglichen Foistbehörde hervorgerufen, die den Arbeiterkindern das Spielen und Tummeln in den um Braunschweig gelegenen Waldungen verbieten wollte. Seit Jahren hatte die Kinderschutzkommission, die von den Arbeiterorganisationen gegründet worden war, an den heißen Sommertagen die Proletarier- jugend aus den staubigen engen Gaffen der Stadt hinausgeführt, ohne daß jemand Einspruch erhoben hätte. Da kam plötzlich„auf höhere Anweisung", wie es ausdrücklich heißt, die Verfügung, die jene Bemühungen im Dienste der Volksgesundheit vereiteln wollte. Dabei mag dahingestellt bleiben, ob sie den Jagdgelüsten des neuen Herrschers entsprang, der ungestörte Reviere für sein Wild höher schätzte als das Wohl seiner menschlichen Untertanen, oder ob die Anordnung eine Schikane gegen die Arbeiterbewegung bedeutete. In jedem Fall war sie natürlich geeignet, dem neuen Herrscher reiche Sympathien zu sichern; selbst bürgerliche Kreise fanden ein Haar in der Suppe und ließen Widerspruch laut werden. Unsere Genossen leiteten eine große Protestaktion ein. Ehe sie indessen noch durchgeführt wurde, hielten es die maß- gebenden Stellen für angebracht, den Rückzug anzutreten. Wie tclegraphisch gemeldet wird, ist das Verbot wieder aufgehoben worden. Tic„Schuldigen" bei den Soldatenschindereien. Eine bemerkenswerte Verhandlung fand am letzten Mittwoch vor dem Kriegsgericht in Rdgcnsburg statt. Als Angeklagter stand dort der Unteroffizier Taver Gras der 3. Eskadron vom 7. Che- nauleger-Regiment in Straubing, und zwar wegen grober Miß- Handlungen Untergebener.' Graf hat am 19. Juni abends gegen 'A10 Uhr, also zu einer vorschriftswidrigen Zeit, Visitationen bei den Mannschaften gemacht. Dabei kam er auch zu dem Soldaten Tax, der bereits in tiefem Schlummer lag. Graf zog nun dem Dax einige Male die Decke weg, worüber dieser natürlich etwas unge- halten wurde. Dax glaubte, er werde von einem seiner Kameraden geneckt und so rief er den:„Ich möchte meine Ruhe haben!" Mit den Worten:„Ich werde dir deine Ruhe schon geben!" packte der Unteroffizier den Dax an der Brüst, hob ihn hoch und warf ihn von dem Bette heraus auf den Fußboden. Dann schlug Graf mehrmals den Dax ins Gesicht, stieß ihn mit Gewalt an einen Tisch, an einen Ofen und an das Bett eines anderen Soldaten. Als Dax bereits gehörig blutete, herrschte ihn der Unteroffizier noch an:„Wenn ich dich jetzt alleinig hätte, so würde ich dich hauen, daß du verrecken würdest I" Nach den Mißhandlungen mußte Dax dem Graf die Stiefel putzen. Eine Beschwerde wurde von Dax nicht erhoben, wohl aber ging er am anderen Morgen ins Kraukenrevier, da er, wie er sagte, nicht mehr aus dem rechten Auge heraussehen konnte. Der ihn behandelnde Oberarzt forschte mdeffen nach den Ursachen der Verletzungen und so kam dann die Sache auf. In der Verhandlung spielte der Angeklagte keineswegs die Rolle des tapferen Mannes. Vielmehr versuchte er es so hinzustellen, als ob ihn der Soldat Dax, als er diesem die Decke wegzog, zuerst ge- schlagen habe, und er(Graf) dann, damit seine Autorität keinen Schaden erleide, dem Tax mißhandelte. Das Zeugenverhör be- lastete den Graf sehr stark. Ein Soldat sagte aus, daß Dax schon das ganze Gesicht voll Blut hatte, als der Unteroffizier noch immer auf ihn einschlug. Der Anklagevertreter beantragte eine Strafe von 2 Monaten Gefängnis. Dagegen wandte sich niit Nachdruck der Verteidiger, ein Leutnant H ü b e r vom 7. Chevaulegcr-Negiment. Er er- klärte, nidjt wenig darüber erfreut zu sein, den überaus tüchtigen Unteroffizier verteidigen zu dürfen. Gras sei der beste Re- krutenausbilder der ganzen Schwadron. Nie habe er es an Sirammheit fehlen lassen. Es brauche einen wahrlich ni ch t z u w u n d e r n, wenn einem ehrgeizigen Mann dabei einmal die Hand ausrutsche. Ein tüchtiger Kerl sei immer nur der, der eine Schneid habe. Innerlich werde sich Dax selbst gesagt haben, mir ist g a n z r c ch t g e s ch c h e n. Für den Krieg und nicht für den Frieden werden unsere Mannschaften erzogen. Es sei hier gerade so, wie mit einem braven und guten Bierde, das ohne rechte Zucht im.Ernstfalle ver- sagen würde. Die Mißhandlungen seien ei n e Folge der vielen k r i e g s m i u i st e r i e l l e» Erlasse und der Hetze der Sozialdemokratie. Die Unteroffiziere würden so eingeschüchtert, daß sie sich zu den Leuten gar nichts mehr zu sagen getrauten, Einmal müßten sie aber die Geduld verlieren, und so schlügen sie dann zu. Es gebe sehr viele revolutionäro Elemente in der Armee, die nur daraus ausgingen, einen Unter- offizier in einer schwachen Stunde zu packen. Tas Gericht hatte nicht das richtige Verständnis für diese Aus- führungcn und verurteilte den würdigen Graf zu 2 Monaten und 10 Tagen Gefängnis. Von der D e g r a d a t i o n sah das Gericht mit der merkwürdigen Begründung ab, daß Graf nicht aus gemeiner Gesinnung heraus gebandelt habe. Herr Leutnant Hub er, der sich so für den Soldatcnschiudcr begeisterte, bleibt natürlich erst recht Leutnant. Wer weih, welche Ehren ihm am Ende seine Verteidigungsrede sogar noch einbringt. Sie hat wirklich die letzten Gründe der Soldatenmißhandluugcn ausgedeckt. Nicht freilich, indem sie die Erlasse der Kriegsministcr und das„revolutionäre" Treiben der bösen Sözialdemokratcn in der Armee verantwortlich machte; aber indem sie den Hörern so recht handgreiflich den G c i st vor Augen führte, der in den leitcnd-n Kreisen der Armee gezüchtet wird, d a s S y st e m, aus dem heraus die Mißhandlungen erwachsen. Jenen Leuten ist der Rekrut nichts anderes als ein Werkzeua ohne eigenen Willen, das nach Belieben verwandt werden kann, ein Gaul, der auf den blinden Gehorsam. aus ein gedankenloses Drauflosstürmen im Kriege dressiert werden muß. Jene Rede, wie sie der Herr Huber dort in Regensburg hwlt, kennzeichnet vortrefflich den Militarismus von heute, der eine furcht- bare Gefahr für das Volkswohl ist. Kundige Thebaner. In dem Leitartikel der Nummer 341 vom 24. Juli— also nicht etwa in der Witzccke oder dem der Saurengurkenzeit ge- widmeten Teile des Blattes— schreiben die„Hamb. Nach« richten" über die„neueste Kaiserhoch taktik": „Die Reichstagsabgeordneten Heine und S ch c i d e m a u n> der letztere einer der angesehensten Führer der Partei, Eduard Bernstein, unfehlbare Autorität d e r P a r t e i in wisse nscbaftlickienFragen, und die gesamte e l s a ß« lothringische Porlei hoben rund heraus das Vor- halten der sozialdemolrati scheu Reichstags-- fraktion gemißbilligt und zwar in der Hauptsache mit der Begründung, daß dadurch der Sozialdemokratie die Möglich- keit, mit anderen- bürgerlichen Parteien zusammenzugehen und den Gegner gemeinsam zu schlagen, mehr als nötig oder wünschenS- wert beschnitten werde." DaS weiland bismärckische Organ ist ja geradezu unheimlilb gut orientiert. Sollte etwa unseren Freund Bernstein, der so lange gegen den„PapiSmuS" in der Partei ünkämpste, die Entdeckimg, daß er nun selbst zum wissenschaftlichen Parteipapst avanciert ist, zur Melancholie stimmen, so werden Genosse Schcidemann und die clsaß-lothringischen Genossen von der ihnen angcdichteicn Stellung» nähme mit um so ungetrübterer Heiterkeit Kenntnis nehmen! Die Homeruie-Konferenz gefchekert. London, 24. Juli.(Unterhaus). Premierminister Asquith teilte mit, die Honierulekonfcrenz habe die Möglich- keit erwogen, ein Gebiet abzugrenzen, das von den Be». stimmungen der Homerulebill ausgeschlossen werden solle, sei aber nicht imstande gewesen, im Prinzip oder in den Einzelheiten hierüber eine Einigung zu erzielen und hat ihre Beratungen geschlossen. Ter Sprecher als Vor- sitzender habe dem König hierüber Meldung erstattet. Die zweite Lesung der Ergänzungsbill werde am 28. Juli statt- finden. Das Haus vertagte sich hierauf in großer Erregung. die albanische Krisis. Wien, 24. Juli. Wie das Wiener kck.'Älegraphen-KörrösMt- denz-Bureau meldet, herrschte gestern abend in Durazzo die Emp» findung allgemein vor, daß die Krisis ihrem Höhepunkt entgegengehe. Auf das letzte Schreiben der Aufständischen, das eine Beleidigung des Fürsten enthält, sowie die Drohung, Durazzo in eine Schlachtstätte umzuwandeln, falls ihren Wünschen nach Entfernung des Fürsten und nach llebergabe der Stadt nicht entsprochen werde, faßten die Vertreter der Großmächt« den Be- schluh, die Note gar nicht zu beantworten und damit die VerHand- lungcn mit den-Aufständischen als endgültig abgebrochen zu be- trachten. Der östcrreichisch-ungarische Kreuzer„Sankt Georg" und der englische Kreuzer„Defence" haben ihre Ankerplätze näher an die Küste verlegt.— Fürst Wilhelm wird sich nach Valona begeben, um sich über die dortige Lage zu unterrichten. Cnglaitü. Gegen vermehrte Rüstungen. London, 23. Juli. Unterhaus. Im Laufe der Verhandlung über die Finanzbill erklärte Lloyd G ew r g e zu den R ü st u n g s« abgaben, er glaube nicht, daß die Ausgaben notgedrungen im nächsten Jahre wachsen müßten. Weiter sagte Lloyd George, daß nicht nur hier sondern auch in anderen Landern Anzeichen dafür vorhanden seien, daß nichtnurdieindustriellenKlassen, sondern auch die finanziellen Interessen anfin- gen, beunruhigt zu werden. Ich war immer der Ansicht, daß es unmöglich sei, die Rüstungen durch rein politische Kritik oder durch einen Appell an die Humanität aufzuhalten, und glaube fast, daß dies nur geschehen kann, wenn die großen.finanziellen Interessen der Welt wirksam zu werden beginnen. Und ich. glaube, sie beginnen jetzt sich zu vergegenwärtigen, was für eine Bedrohung die Rüstungen für das Kapital, das Eigentum, die Industrie und die. Wohlfahrt der Welt sind. Austen Chamberlain hat gesagt, diese Sache hänge nicht von uns allein ab. Ich gebe zu, daß es sehr schwer ist für eine Nation, diese wirklich schreckliche Ent- Wicklung aufzuhalten. Wir können uns selbst nicht ohne Ver- teidigung tasten, wenn andere Nationen riesige Summen aufbrin- gen für das, was nicht nur Verteidigung»- sondern auch Angriffs- waffe ist. Das ermutigende Symptom, das ich beobachte, ist, daß die Bewegung der Sorge über die Rüstungen kosmopolitisch und international ist. Ob sie in diesem oder im nächsten Jahre Frücht tragen wird, weiß ich nicht, aber ich bin gewiß, daß ich deut- liöhe Zeichen der. Reaktion in der ganzen Welt sehe. Beachten Sie einen unserer Nachbarn, mit dem wir vor fünf Jahren viel zu tun hatten. Die Beziehungen sind jetzt sehr viel besser. Da ist nichts von dem Gemurmel, das Sie besonders in der Presse— ich will nicht sagen dieser beiden großen rivalisierenden Nationen— sondern in der der Großmächte zu hören gewohnt sind. Die S t i m- muug ist sehr viel besser. Ter Herzog von Wellington hat im Jahre 1842 eine Ausgabe von 13 Millionen Pfund Sterling für Armee und Flotte als Voraussetzung für einen Krieg bezeichnet. Europa gibt heute 330 Millionen Pfund jährlich für die Vorbereitung von Mordmaschinen aus. Sollte man annehmen können, daß das Unterhaus dies als einen Zustand ansehe, der fortdauern müsse? Ich kann das nicht glauben. Mm würde wirklich verzweifeln müssen au dem gesunden Verstand der Nationen, wenn man sich vorstellte, daß dieser Zustand nicht eines bewaffneten Friedens, sondern einer Rüstung, die gleich- bedeutend ist mit dem Krieg, fortdauern sollte. Unserm Parteigenossen>O s Naul Smert u. Kraut ß K die herzlichsten Glückwünsche A G zur Hochzeit. 277eb � G llio Leoossen u. Genossinnen N des 509. Bezirks, 6. Kreis. �ASASSZsstztzEEHEl '766| inen£ •eis. V «F Todes-Anzeigen ZorisiileiiuiIii'slizejiek'VsIiIvei'eiii l.ll. I Berl. Eelctistagswaiilkreis. Am Donnerstag, den 23. Juli, verstarb unser Genosse, der Lackierer tiermann tterrnix (Müllerstr 133. Bezirk 762.) Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 27. Juli, nach» mittags 4'/, Uhr, von der Halle des städt. Friedhofes, Müllerslraße, Ecke Seestrage, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht v?!» Vorst« ml. Deutseher Transportarhelter-Verband. Bezirksverwaltung GroB-Berlin Den Mitgliedern zur Nach- richt, daß unser Kollege, der Geschästskutfcher Max Blüthner von der Firma Eschmann. Ritter- strahe, am 20. Juli im Alter von 32 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 25. Juli, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- halle des Zentralstiedhoscs in FriedrichSjeldc aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Arbeiter Kuclolk Jost j am 22. Juli im Alter von 1 24 Jahren gestorben ist. Etire seinem Andenken! Die Beerdigung findet am I Sonntag, den 26. d. M., nach- mittags 21/, Uhr, von der Leichen- l Halle des neuen Pauls-Kirchhoses Jin Plötzensee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 1 67/3 Die Bezirksverwaltung. SoziaitlentckratischerWahlyerein Neukölln. Am 23. Juli verstarb unser Parteigenosse, der Gastwirt Hennsim SchöDflsch Berliner Straße 77, 5. Bezirk. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung- findet am Sonntag, den 26. Juli, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichen- Halle des städtischen Friedhofes, Neukölln, Alariendorjer Weg, aus statt. 238/2 Vor Vorstand. Deutscher Bauarheiterverband. Zwclffverein Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, das; am 20. d. MtS. unser Mit- glied, der Hilfsarbeiter Franz Hoffmann (Bezirk Gesundbrunnen) ver- storven ist. 143/17 Die Beerdigung findet heute Sonnabend, nachmittags 5 Uhr. von der Halle des Sebastian- Kirchhofes in Reinickendorf, Hum- boldtstraße 7t, aus statt. Ferner starb am 23. d. Mts. unser Mitglied, der Maurer I(arl Schulz (Bezirk 0. I). Die Beerdigung findet am Montag, den 27. Juij, nach- mittags 5 Uhr, von der Halle des St. Georgen- Kirchhofes, Landsberger Allee, aus statt. Ehre ihrem Andenken! Uin rege Beteiligung ersucht Die örtliche Berwaltnng. Allen Verwandten und Bc- kannten die traurige Nachricht, daß am 23. Juli, morgens 4 Uhr, nach kurzem, schwerem Kranken- lager mein lieber Vater, Schmie- gervatcr, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Rcstaurateur KsrmanftScIlönfisch im Alter von 42 Jahren sanft entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten Gie trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. Juli, nach. mittags 3 Uhr, von der Leichen- halle des Gemcinde-Fricdhoses, Mariendorser Weg, aus statt. Am 23. Juli ist unser treuer Mitarbeiter ltfdwd Schulze seinem mchrmonatlichen Leiden erlegen. Er gehörte unserem Ge- schäste seit seiner Gründung an und hat mehr als 24 Jahre seines Lebens als Zeitungssetzer in den Dienst des„Vorwärts" gestellt. Wir werden dem verstorbenen Genossen ein treues Andenken wahren. Vorwärts- Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer u. Co. Am 23. Juli verstarb nach langem, schwerem Leiden unser lieber Mitarbeiter, der Schristsetzer Richard Schulze im 63. Lebensjahre. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Das Personal der Vorwärtö-Buchdruckerei. Die Einäscherung findet am Montag, den 27. Juli, vor- mittags 11 Uhr, im Krematorium, Gerichtstr. 37/38, statt. npoGRtfm. Am Sonnabend verstarb nach längerem Kranksein unser treues Mitglied, Kollege SHchafd Schulze im Alter von 62 Jahren. Seine langjährige Mitgliedschast und sein gerades Wesen sichern ihm ein bleibendes Gedenken. Einäscherung siehe vorstehend. Die Mitglieder werden gebeten, unserem braven Kameraden mög« lichst vollzählig das letzte Geleit zu geben. Vor Vorstand. Hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwager und Onkel Heinrich Sarasch nach langem Leiden im 66, Lebens- jähre saust entschlasen ist. Dies zeigt schmerzerjüllt an Witwe BmlUo Sorasch. Die Beerdigung findet Montag, den 27. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes, Neukölln, Hermann- straxe 129/137, aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Kranz- spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters Otto Walter sagen wir allen Verwandten und Bekannten, insbesondere dem Wahl- verein, 308. Bezirk, und der Direktion der Schultheiß- Brauerei, unseren besten Dank. 2776b Bmllio Walter u. Kinder. Danksag uns Für die vielen Bewei Teilnahme bei der Beerdigung meines ?e lieben Mannes doöek Rodler sage ich allen Teilnehmern, inSbeson- dere dem Wahlverein, Gesangverein Oberschöneweider Liedertasel, den An- gestellten und Kollegen der A. E.-G.> Ackerstraße, Abt. HanSverwaltung, sowie auch Herrn Fischer slir die trost- reichen Worte am Grabe meinen herzlichen Dank. 121A Wwe..Viizenste Kodier nebst Verwandten. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheidenmeines lieben Mannes, sage ich allen Ver- wandten und Bekannten, dem Wahl- verein, dem Verband der Böttcher und den Kollegen der Firma Kühne meinen herzlichsten Dank. A53 Witwe Hedvnx Kolibay. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau und guten Mutter sagen wir allen Teil- nehmern hiermit innigsten Dank. 110A Gustav Ztziebig und Kinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher T-ilnahme bei dem Heimgange meiner lieben Frau 13iA Anna Seifert sage ich hiermit allen Verwandten und Bekannten sowie den Kollegen der Firma Loeb u. Comp., den Genossen und Genossinnen des 6. zkreises, Be- zirl 573, meinen herzlichsten Dank. Paul Seifert. Herzlichen Dank allen Verwandten und Freunden sowie der organisierten Arbeiterschaft von Adlershos sür die Teilnahme an der Beerdigung unseres lieben Pflegesohnes Franz Lehmann. Familie Petzhold. 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Berlin C 25, Gontardstraße, Jer Zenlral Harkthalle, vis-ä-vis vom Bahnhof Alexanderplatz. 93/15* Lerantw. Redakteur! Albert Wachs, Berlin. Inseratenteil verantw.; Ttz. Glocke, Berlin. Druck u. Vertag: Vorwärts Buchdr. u. Vertagsanilah PaulSmgeräiCo., Berlin LW. Hierzu 3 Beilagen i».vntcrhaltungsbl, Nr. 200. 31. Jahrgang. 1. Ititan kö Jutmitls" Kcrüm PolbHüft. 5onnabtnd, 25. Inü 1014. Der Kampf in öer Lausitz. Verhandlungen sind jetzt von drei Seiten angebahnt, erstens vom Hirsch-Dunckerschen Gewerkverein, zweitens von öen Wollieferantcn und drittens von den Behörden. Welchen Verlauf diese nehmen werden, steht noch nicht fest. Von den Einigungsversuchen des Herrn Magistratsrats v. Schulz verlautet bisher nichts weiter. Die Unternehmer erklären, von ihnen nichts zu wissen. In F o r st werden die Unternehmer fahnenflüchtig. -1 Betriebe, 3 Webereien und eine Appreturanstalt, die alle vier ausgesperrt hatten, haben die Arbeit wieder aufnehmen lassen. Zwei Webereien, Ritter und Fritz Rommel, haben, um ihre Weber wieder einstellen zu können, alle Weber als Musterweber beim Unternehmerverbande bezeichnet. Die Firma Klinke-Forst ließ ihre Weber arbeiten, indem sie ihnen sagte, wenn man sie frage, sollten sie sagen, sie arbeiteten auf eigene Verantwortung. Die Appreturanstalt Schöpfer u. Hönig meldete ihre sämtlichen Arbeiter als Oberarbeiter an. Auch aus anderen Orten wird gemeldet, dafl eine An- zahl kleiner Betriebe, die mit ausgesperrt haben, jetzt wieder arbeiten lassen. Es scheint, als wenn diese Betriebe auf Um- wegen versuchen, den Aussperrungsbcschluß der Unternehmer zu hintergehen. Das würde darauf hindeuten, dafl die Aus- sperrung besonders den kleinen Unternehmern außerordentlich unbequem ist. ** • Unsere Aufstellung über die Bilanz deZ Kampfes mutzte niederschmetternd wirken und hat niederschmetternd gewirkt. Der „Arbeiter", das Organ der katholischen Fach- abteilungen, bezeichnet diese unsere Darstellung als eine ver- »lchtcndc Kritik der Aussperrung. Und niederdrückend hat diese nüchterne Betrachtung nicht nur auf die beteiligten Unternehmer- kreise gewirkt, die den Herren Kommerzienräten leichtgläubig gefolgt sind und nun in der Patsche sitzen, sondern sie hat auch nieder- drückend gewirkt auf die Kreise der N o h st o f f l i e f e- r a n t e n. Es war bis jetzt noch bei keinem Kampfe da, datz sich, wie jetzt Nohstofflieferanten an die Organisation der Arbeiter gewandt hätten, um sich zu informieren, ob es denn wirklich wahr sei, was die Zeitungen berichten, ob es sich denn wirklich nur um ein Objekt von 200 M. pro Woche handele! Nachdem ihnen der Beweis erbracht wurde. datz dem wirklich so ist, gingen sie mit wenig schmeichelhaften Worten für die Unternehmer, welche die Aussperrung vorgeschlagen haben. Bei der grotzen Anzahl kleinerer Fabrikanten ist es sür die Nohstofflieferanten natürlich keine gleichgültige Sacke, ob die Betriebe wochenlang gesperrt werden. Die Wolle ist ein Objekt, das einen erheblichen Wert repräsentiert. Es ist da ganz erkärlich, datz die Leute nahezu bestürzt fragen, hätte sich denn die Sache nicht anders erledigen lassen? Nun gewitz hätte sie sich anders erledigen lassen, wenn die Leitung des Unter- nehmerverbandes in den Arbeitern gleichberechtigte Partner im Arbeitsverhältnis erblickte. Aber das tat sie nicht. Sie will in der Lohnfrage allein entscheiden. Die Arbeiter sollen kein Mit- bestimmungsrecht haben. Das A und O der Herren Ephraim und A v e l l i s war:„In der Lohnfrage wird nicht geredet." Da liegt es doch nahe, einmal zu zeigen, wie beim Auftauchen solcher Fragen in anderen Gegenden verfahren wird. Wir haben in srüheren.Artikeln auf den Webereibczirk Sachs en-Thüringen verwiesen. Bis vor 6 und 8 Jahren herrschte auch bei den Unter- nehmern jenes Bezirkes der ausgesprochene Sckarfinacherwille vor. Bei jeder kleinen Lohndifferenz drohte man die Aussperrung an. Als dann die Abnehmer erklärten, diese fort- gesetzte Beunruhigung ihres Geschäfts nicht mehr mitzumachen, und sie keine Aufträge mehr erteilten, schlug man eine andere Taktik ein. In den zwei Städten Glauchau-M eerane hatte 1003 ein heftiger Kanipf zwischen den Arbeitern und Unternehmern stattgefunden, der mit dem Erfolg der Arbeiter endete. Die Verluste der Industrie waren wie immer, so auch bei jenem wirtschaftlichen Kampfe sehr g r o tz. Es entstand die Frage, wie können in Zukunft solche Differenzen ohne ' solche Verluste erledigt werden. Da war eS der Herr Bürger- m e i st e r von M e e r a n e, der die Anregung gab, eine ständige Kommission, die historisch gewordene N e u n e r k o m m i s s i o n, zu bilden, welche die Aufgabe haben sollte, Streiks und Aus- sperrungen zu vermeiden. Die Neunerkommission besteht aus 14 organisierten Arbeitern des Deutschen Textilarbeiterverbandes, vier Ilnternehmern unter Leitung eines unparteiischen Vorsitzenden, einem juristischen Stadtrat der Stadt Meerane, Stellvertretender Vorsitzender der Kommission ist der Herr Bürger- meister von Glauchau. Die Kommission hat sich ein Regulativ gegeben, demzufolge auch alle Einzelklagen, die sich aus dem Arbeits- Verhältnis ergeben, v o r e r st vor die Neunerkominission zu bringen sind, ehe sie an das Gewerbegericht gehen. Die meisten Streitfälle sind dort auf dem V e r g l e i ch S w e g e erledigt worden, so datz das Gewerbegcricht nicht in Aktion zu treten brauchte. Bei größeren Lohndifferenzen sucht der Herr Bürgermeister von Meerane vorher dahin zu wirken, datz der Vermittlungsantrag von beiden Seilen an die Neunerkommisfion gestellt wird. Er sagt, es garantiere nicht für einen langen Frieden, wenn der Antrag nur von einer Seite gestellt werde und die Neunerkommission eine MajorilätSentscheidung fällte, die nur gestützt werde, durch den unbeteiligten Vorsitzenden. Der Herr Bürgermeister von Meerane wirkt daher zunächst als Vermittler, um die Parteien durch gegen- seitiges Nackgcben soweit einander zu nähern, datz von der Neuner- komniission eine e i n st i m m i g e Entscheidung gefällt wird. Das nennt man vernünftiges Handeln. Aber wo solch rohe Kräfte sinnlos walten, loie in dem Unter- nehmcrverband der Niederlausitzer Tuchindustrie, da kann sich kein Gebild gestalten. Alles wird in Scherben geschlagen. Wie dringend nötig es ist, von der Tuchindustrie, die der Mode unterworfen ist, solche Störungen fernzuhalten, ergibt sich auch aus dem Schadem, der daraus entsteht, datz die Garne, die für die jeweilige Saison besonders gefärbt werden, aber un- verarbeitet bleiben, Ivenn solche Störungen eintreten, für die nächste Saison meist nicht verwendbar sind. Das belastet dann unnötig den Rohstoffetat des Betriebes. Daher versucht das Unternehmertum des Bezirks Greiz- Gera ebenfalls Betriebs- störungen, die infolge Streiks oder Aussperrungen entstehen könnten, v o rz n b e n g e n 1004 gründete sich in jenem Bezirk der s äck Ii sch-thü ringische Webereiverband, dem jetzt die Webereien der säcksisch-thüringischen Wollindustrie angeschlossen sind. 1900 nahm er eine Aussperrung vor, die er bei der damals noch schwachen Arbeiterorganisation gewann. 1911 drohte er noch eine Aussperrung an; es kam aber nicht dazu, da die Weber zurückgingen. 1912 kam dann die Aussperrung der Arbeiter in den s ä ch s i s ch- t h ü r i n g i s ch e n Färbereien, durch welche die Webereien enorm geschädigt wurden. Das Aussperrungs- fieber ist seitdem dort zurückgegangen. Differenzen traten in jencmBezirk sehr viele auf, sie sind aber meist in einer, die Arbeiter befriedigenden Weise durch die von den organisierten Arbeitern in Gera geschaffene Z e n t r a l- T a r i f k o m m i s s i o n in Verhandlungen mit dem Vorsitzenden des Webereivcrbandes, Herrn Kommerzienrai N u s ch in Greiz, erledigt worden. Auch haben die Unternehmer mehrmals freiwillig die Löhne erhöht, um es nickt erst zu ernsten Differenzen kommen zu lassen, denn die sächsisch-thüringische Textil- arbeiterschaft ist nicht nur hochqualifiziert und leistungsfähig, sondern auch gut organisiert. In den Betrieben des Webereiverbandes in Sachsen- Thüringen besteht laut Arbeitsordnung die Bestimmung, datz im Monat August aus zwei Jahre ein A r b e i t e r a u s s ch u tz zu wählen ist. Diese Arbciterausschüsse halten in den einzelnen Orten gemeinsame Konferenzen ab. Jedes Mitglied erhält für die Teilnahme an der Konferenz aus der Kasse des Deutschen Textilarbeiterverbandes 50 Pf. Natürlich sind die Ausschutzmitglieder, die hier in Frage kommen, organisiert. In diesen Sitzungen geht es recht lebhaft zu. Es wird berichtet, ob Tarifuntcrbietungcn vorgekommen sind oder was sonst an Mißständen zutage getreten ist. Diese Arbciterausschüsse in Gera wählen nach jeder Neuwahl ciiicn Vorstand, und dieser Vorstand ist die Zentralkommissiou der Arbeiter, die bei Differenzen mit dem Webereiverband in Verhaiidluiigen tritt. Auch die anderen Orte wählen eine Tarifkommission, die aber nur mit der Geraer Zentral- tariflommisfion Verbindung halten. Die Arbeiterausschüsse sind laut Arbeitsordnung zur Neber ivachung der Lobntarife bestimmt. Außerdem hat jede Tarifkommission alle Woche eine Sprechstunde zur Entgegennohnic von Niel- düngen über Verstöße gegen den Lohntarif festgesetzt. Und die Organisation der Webereiunternehmer ist nicht cliva entsetzt darüber. Nein, der Webereiverband hat selb st ein großes Interesse daran, datz Verstöße gegen die Tarife nicht vorkommen. Weisen die Arbeiter solche Verstötze nach, dann wird die beschuldigte Firma zur Nach- z a h l u n g des Lohnes verurteilt und oftmals mutz sie noch Strafe zahlen. Der Webereiverband hat jetzt für seinen Bezirk einen Tarifrevisor angestellt, der das Recht hat, in allen Betrieben zu kontrollieren, ob Verstötze gegen den Tarif vor- liegen. Matzregelungen von Arbeiterausschutzmitgliedern kommen selten vor. Es würde auch große Erbitterung unter der Arbeiter« schafl Platz greifen, wenn man ihre Vertrauensleute matzregelte. Wenn man sich jene Verhälinisse vergegenwärtigt, dann drängt sich von neuem die Frage auf: Hätte es nicht auch inder Lausitz so gehen können? Nun freilich hätte es so gehen können. Aber bei dem Unternehmerverband war eben d i e Kampflust größer als der Wille zum Entgegenkommen. Er brannte ja formlich darauf, seine 30 000 Arbeiter vor den Magen trete» zu können. Aber auch an ihm wird sich das Sprichwort be» wahrheilen:„Durch Schaden wird man klug." Gewerkschaftliches. verlin unü UmgegenS. Vom Verband der Hut- und Filzwarcnarbeiter erhalten wir folgende Zuschrift: In der Nummer 159 des„Vorwärts" vom 14. Juni 1914 befand sich unter Gewerkschaftliches ein Versammlungsbericht, der sich mit der Lohnbewegung in den Damenhutfabriken befaßte. Es stand da unter anderem auch der Passus, datz vornehmlich es die Firma Cohn, Köpcnicker Straße 120, ist, wo die Differenzen an der TageS- ordnung ständen. Herr Cohn fühlt sich durch diesen Passus be- leidigt. Da nun indessen die Differenzen bei der Firma Cohn zur Zufriedenheit der Arbeiter beigelegt sind, wollen wir auf Wunsch des Herrn Cohn gerne berichten, datz genannte Firma nicht den- jenigen Betrieben gleichzustellen ist, wo Differenzen ständig auf der Tagesordnung stehen. Herr Cohn war stets bereit, Differenzen mit der unterzeichneten Organisation zu schlichten. Verband der Hut- und Filzwarenarbeiter und-Arbeiterinnen. Filiale Berlin. Achtung! Cafe'-Angcstellte! Wegen Tarifbruchs und Nichtaner- kennung der Organisation und des paritätischen Arbeitsnachweises ist das Cafs Neptun, Jnh. Artur Zippel, Köpenickerslratze 29, und das Cafs Germania, Jnh. Carl Hennig, Alt-Moabit 124, sür organisierte Casö-Angestellte und Gastwirtsgehilfen gesperrt. Verband der Gastwirtsgehilfen, Zweigverein der Cafe-Angestellten. Aus dem Flcischcrgciverbe. Den Einwohnern von Weitzensee zur Kenntnis, datz die Fleischcrmeistcr Blendinger, Metz« siratze LS, Bruhns, Wilhelmstratze 29, Obst, Elsatzstrahe 70, E m m e l m a n n, Ecke Elsaß- und Sedansiratze. P ä s ch k e, Loch- ringenstratze 14, Klose, Lindenallee 3 und Geisler, Lehder« stratze 4, den Tarifvertrag der Fleischerorganisation anerkannt haben. Wegen Nichtanerkennung des Tarifvertrags sind folgende Fleischereien sür die Organisation gesperrt: Hildmann, Loihringenstratze 44, Klinke, Streustcatze 122, Schreiber, Berliner Allee 9, Taube n heim, Berliner Allee 220, Jessen, Berliner Allee 223 und Tisch er, Berliner Allee 23g. Zu der Aussperrung bei der Firma H i r s ch f e l d, S ch in a Iz s i e d e r e i Weitzensee ist folgendes mitzuteilen: Drei der ausgespcrrtrn Arbeiter hatten Kündigungsfrist vereinbart und hatten deshalb die Firma Hirschfeld zur Zahlung von 14 Tagen vor dem Gewerbegcricht verklagt. Auf dein Berglei chswcge bezahlte die Firma jedem Arbeiter 20 Mark aus. Da die Firma Hirsch« seid mit der Organisation absolut nichts zu tun haben will und ganz aus dem Häuschen gerät, wenn ein Vertreter der Organrtation wegen llnterhandlung vorspricht, so versuchten die ausgesperrten Arbeiter selbst zu verhandeln. Eine Kommission von drei Kollegen sprach vor. Jedoch auch" diesen wies Herr Hirschfeld herrisch die Tür. Die Firma Hirschfeld treibt also den von ihr inszenierten Kampf ans die Spitze. Datz selbst die Abnehmer der Fabrikate der Firma Hirschfeld nicht mit dem Vorgehen der Firma einverstanden Kleines Feuilleton. Die Sorgen Casars. Die Diensttracht der Schwestern vom Roten Kreuz sür die Kolonien ist vom Kaiser ge- nehmigt worden, die Zeitungen teilen die Aller- höchsten Anordnungen, betreffend Rock, Bluse, Beinkleider- usw. in aller Genauigkeit mit. Das patzt dem„Türmer" so wenig, datz er sich in einer kritischen q'se darüber mokiert. Wir fragen erstaunt: Warum? Hat der„Türmer" die letzten fünfundzwanzig Jahre der deutschen Entwicklung etwa verschlafen? Weiß er nicht, datz der alte lateinische Satz, nach dem Cäsar sich nicht um Kleinigkeiten zu kümmern hat, längst überholt ist? Ein moderner Cäsar hat es nicht mehr so einfach, wie es die mehr altmodischen unter Umständen hatten. Er mutz sich nicht nur um Kleinigkeiten, sondern schlechthin um alles kümmern. Um die Zerschmetterung widerspenstiger Untertanen; um die allzu volle Kompottschüffel der Arbeiter; um die Dichtkunst; um die Bildhauerei; um die Malerei; um die Musik; um die Schiffahrt; uni die Ordensverleihungen; um das Hoflebcn und schließlich auch um die Diensttracht der Schwestern vom Roten Kreuz.� Dafür aber ist auch da? Verhältnis des Volkes zum Cäsar ein ganz anderes geworden. Die Anerkennung der vielen Sorgen hat zu einem Weihrauch der Huldigung geführt, den man in dieser Form früher nicht kannte. Den Sorgen Cäsars entspricht glücklicherweise eine andauernde Huldigungsstimmung seines Volkes. Und an diesem Zusammenhang sollte der„Türmer" nicht mit bissigen Glossen rütteln wollen._ Theaterpfaffen. Vor kurzem wurde an dieser Stelle von dem neuerdings wieder aufgetauchten Versuch der Gründung eines„rechts- stehenden" Witzblattes erzählt. Inzwischen aber haben sich dieselben Kreils, tu- sich ewig vergebens uni den Humor bemühen werden, offenbar noch energischer an die„Kultur" herangewagt und einen „Verband zur Förderung Deutscher Theater- k u l t u r" ins Leben gerufen. Da die bürgerliche Presse, soweit sie sich nicht direkt dafür begeistert, diese verdächtige Gründung mir der gewohnten Halbheit vorsichtigen Abwarteiis aufnimmt', so ist schleunige Entschiedenheit nötig. Es gibt Dinge, denen gegenüber zaudernde Objektivität eine Feigheit und eine Gefahr bedeutet. Dieser„Verband sür Theaterkultur", dessen Programm lautet: „Das Gemeine und Niedrige zu bekämpfen und gegen die Ausführung von Stücken, in denen die Rechte einer anerkannten Religionsgemcin- sckast oder sonstwie das religiös-siltlicke Empfinden verletzt wird oder ein Mindestmatz künstlerischer Oualitäten nicht erreicht ist. Ein- spruch zu erheben", kennzeichnet sich hinlänglich durch die Persönlich- leiten seiner Gründer. Da ist das Mitglied der Berliner Polizei- z e n s u r, Professor Dr. Brunner, da sind die Zentrums- kunsttalglichter Dr. Pfeiffer und Pater ExpedituS Schmidt, und da ist der deutschtümelnde Theatermann und Schriftsteller Dr. Ernst Wachler. Außerdem steht offenbar die katholische Calderon- Gesellschaft da- hinter. Also ein ausgesprochener Verband zur kirchlich- reaktionäre» Verpfaffung des Theaters! lind dieser durchaus ein- deutige Charakter kann auch nicht dadurch bemäntelt werden, datz sich unter den Namen der Gründer auch der L n d w i g B a r n a y s befindet. Man lese in den„Memoiren" dieses„romantischesten" aller Berliner Theaterleiter nach, wie er in Byzantinismus und „Rücksichtnahme" zu machen versteht! Ursprung und Absicht dieser Gründung liegen also klar zutage. Zudem sind die Begriffe„religiös" und„sittlich" heute so verlogen und verdächtig, datz jeder Unabhängige ohne weiteres Kampf- stcllrnig einnimmt, wenn sie irgendwo in einem„Programm" auf- tauchen I Was wird aus Helgoland? Es ist kein Geheimnis mehr, datz die sommerliche Besucherzahl des schönen Felseneilaudes in der Nordsee in der Abnahme begriffen ist. Die Zahl der zu einem längeren Aufenthalte dort weilenden Kurgäste erreicht längst nicht die der Vorjahre, so datz die Helgoländer in der Hauptsache auf die Vereine angewiesen sind, die immer noch rcgelmätzig von Bremen oder Hamburg aus ihre eintägigen Fahrten dorthin uniernehmen, oder auf die zahlreichen Binnciiländer, die ini Sommer an die See reisen und wenigstens für einen oder zwei Tage auf Helgoland bleiben, um dieses Nordsecgibraltar kennen zu lernen. Die Be- fesiigungsarbeiten greifen immer weiter um sich, und es wird nicht mehr lange danern, so ist ganz Helgoland eine große Festung. Man rechnet damit, datz das Oberland im Jahre 1917 ganz gesperrt wird. Dann bleibt nur noch das kleine Unterland, das für Spaziergänge fast gar keinen Raum mehr bietet. Was wird dann aus den In- snlanern werden, wenn die„Fremdenindustrie" immer mehr auf- hört? Natürlich machen sie zunächst noch ein gutes Geschäft durch den Verkauf ihrer Häuser und Grundstücke an den Fiskus. Dann ist aber auch wohl so ziemlich das Ende da. Was der Kapitalismus von Naturschönheiten übrig läßt, frißt eben der Militarismus. Wohnungsklimn und Säuglingssterblichkeit. Dr. Prinzing ist der Ansicht, datz die Abnahme der Säuglingssterblichkeit im Sommer der letzten beiden Jahrzehnte weniger der Zunahme des Stillens, als der Einführung einer rationellen künstlichen Ernährung zu verdanken ist. Am geringsten ist die Abnahme der Säuglingssterblichkeit im August, und dies erklärt sich daraus, daß die höheren Temperaturen der Wohnräume im Sommer eine große Bedeutung für die Erkrankung der Neugeborenen haben. Man mutz also die Gefahren des Sommers für die Säuglinge zu einem Teil in der leichten Erkrankung des Darmes durch verdorbene Nahrung oder' durch Jnfektionskeime, zum anderen Teil in der erhöhten Temperatur der Wohnung suchen. Die letztere kann in doppelter Richtung wirken, entweder dadurch, datz gewisse Krankheits- erreger gerade in diesen dauernd erhitzten Wohnungen sick zu Rein- kulturell entwickeln können. Während eine regelmätzige Abkühlung bei Nacht ihr Wachstum wahrscheinlich hemmen würde, oder in der Weise, daß die Wärme selbst dem Kinde durch Wärmestauung ge- jährlich wird. Datz aber doch die künstliche Ernährung hierbei eine größere Rolle spielt wie die Wohnung, ergibt sich daraus, datz der Abfall der Säuglingssterblichkeit zu einer Zeit zu verzeichnen ist, wo Verbesserungen deS Wohnens in Deutschland in größerem Matze noch gar nicht eingesetzt hatten. Datz die Schädlichkeilen des Wohnungsklimas im August mehr zur Geltung kommen, kann man damit erklären, datz die Sommerhitze erst allmählich in die Häuser eindringt und die Wände und den Boden derselben durchsetzt, so daß die Ncberhitzung der Wohnungen erst in der zweiten Hälfte des Sommers den Grad erreicht, datz sie die neuerdings so stark betonte Wärmestauung bei den Säuglingen hervorrufen kann. Die Frage der Einwirkung des Wohnungsklimas auf den Säugling bedarf noch mancher Klärung. Jedenfalls ist aber beute die Sommer- sterblickkeit der Säuglinge dadurch, datz deren Sterbesälle infolge unzweckmätzigcr Ernährung viel seltener geworden sind, in ein ganz anderes Licht gerückt. Der Einfluß der uisgnnstigcn Wohnungs- Verhältnisse, der früher durch jene verdeckt wurde, tritt heute viel deutlicher hervor, und zwar um so mehr, je kleiner und übervölkerter die Wohnung ist._ Notizen. — Zensurtrutz. An Wedekinds 60. Geburtstage hat sich aus den Kreisen der Literatur, des Theaters und der Presse ein Bund der Mündigen gebildet— um„über die Zensur hinauszu- koinmen". Dazu soll zunächst die Möglichkeit einer u n z e n s u- ri er ten Lesebühne dienen. Ilebcrall, wo die Zensur Dramen der öffentlicken Aufführung vorenthält, sollen diese Werke öffentlich rezitiert werden. Da nur Aufführungen der Zensiir unterstehen. würde die Rezitation verbotener Werke eine Möglichkeit geben, sie der Oeffcntlichkeit und der Kritik zu unterbreiten, wobei sich die Ucber- flüssigkeit der„Besorgnisse" der Zensur ergeben wird. Wir wünschen diesen Bestrebungen alles Gute, verhehlen uns aber keineswegs, daß die Zensur nur eine Begleiterscheinung unserer allgemeinen politischen Zustände ist und mit diesen und in diesen zu treffen ist. Also auss Ganze gehen, ihr Herren Zensurgegner l — M u s i k ch r o n i k. DaS nächste B o I k s k o n z e r t des Phil- harmonischen Orchesters, das am Montag, den 27. Juli in der Neuen Welt stattfindet, bietet u. a.:„In der Natur", Ouvextüre von A. Dvorak, Meditation über das 1. Präludium von J.S.Back- Gounod(Violinsolo: Konzerlmeister I. Thornberg), Suite Nr. II aus„Carmen" von G. Bizet, das Vorspiel zu den„Meistersingern" von R. Wagner,„Oo ckvsir", Phantasie sür Violoncello von F. Scrvais, Ouvertüre zu„Wilhelm Tell" van G. Rossini. Das übernächste Volkskonzert findet Donnerstag, den 30. Juli in der Brauerei Friedrichshain statt. — Soziologie als Lehrfach. Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie hat an 63 deutsche und schweizerische Hochschulen eine Eingabe gerichtet, in der die Aufnahme der Soziologie/z Millionen Frank gekostet. Die Fassade an der Rue-Neuwe-Saint-Pierre hat eine Länge von 34 Meiern. Im Erd- geschoß befindet sich ein Cafs-Restaurant, ein Laden der Genter Genossenschaftsorganisation Vooruit, die das Gebäude errichtet hat. ein Saal für Kinovorstellungen und ein Theatersaal. Im ersten Stockwerk ist ein großes Volksrestaurant von 325 Quadratmeter Bodenfläche, Küche und zwei Empfangssäle eingerichtet, das zweite Stockwerk ist zu Bibliothekssälen, Lesezimmern und Gesangs- und Mufikiälen bestimmt. In der dritten Etage befindet sich der große Versammlungssaal und vier kleinere Säle zur Abhaltung von Sitzungen. Das Gebäude macht einen monumentalen Eindruck— ein Zeichen und der Ausdruck der Stärke und Kraft der Genter Arbeiterbewegung. Sozialistische Staatskonferenz in New Aork. In Rochester tagte Anfang Juli der jährliche Konvent de« sozialistischen Partei des Staates New Aork, der unter dem Zeichen der im Herbste stattfindenden Staats-Wahlkampgne stand. Die Beratungen erbrachten den erfreulichen Beweis für die theoretische Klärung innerhalb der aus so vielen Nationalitäten zusammen- gewürfelten Parteigenossenschaft des„Empire State", und dem entsprach denn auch die von dem Konvent beschlossene„Platform", in der unsere prinzipielle Stellung, wie praktischen Forderungen zu den kommenden Wahlen niedergelegt wurden, und ebenso die Wahl der Genossen und Genossinnen, die als Kandidaten für die verschiede. nen Staatsämter die Beschlüsse von Rochester in vorderster Reihe zu verfechten haben. Der Mehrheit nach sind unsere Kandidaten ebenso langjährig erprobte Gewerkschaftler wie Sozialisten, waS bei den amerikanischen Parteiverhältnisien nicht wenig besagen will. — Die sozialistische Partei ist damit als erste in die Wahlbewegung im Staate New Dork eingetreten, während im bürgerlichen Lager noch heillose Konfusion herrscht. Von unseren Gegnern ist bisher nur William Sulzer, der vor Jahresfrist durch Spruch>deS hoben Staatsgerichtshofes seines Amtes entsetzte Gouverneur, im Felde, und neben der Kandidatur dieses gestürzten Volksmannes von der New Uorker Ostseite(der selber korrupt genug war, aber dennoch als Opfer der noch viel korrupteren Tammany-Hall-Bande von New Aork noch starke Sympathie in der nichtsozialistischen Masse genießt) ist es hauptsächlich die bisher noch zweifelhafte Haltung Noosevelts, die diesmal die bürgerlichem Parteien ratlos macht. Roosevelt ist sich noch nicht klar darüber, ob er den„Ruf des Volkes" vernommen hat und selber für den Gouverneursposten kandidieren soll. Erwähnt sei, daß die eigentlichen Staatswahlen für unsere Genossen noch immer lediglich propagandistischen Wert haben. Dagegen sollte es nicht schwer sein, in New Dork einen oder den anderen sozialistischen Abgeordneten zu wählen und sonstige lokale Erfolge zu erringen._ GenoffenschastZiches. Großes Arbeitsfeld. Wie groß das Gebiet des Versicherungswesens ist, auf daS sich die Arbeiterschaft mit der Volksversicherung begeben hat, um die Versicherung der kapitalistischen Plusmacherei zu enizieben. das zeigt eine Zusammenstellung der dem kaiserlichen AuisichtSamt für Privat- Versicherungen unterstehenden Gcsellichaflen. Im Jahre 1912 bestanden 194 Aktienversicherungsgesellschaflen(gegen 188 im Jahre vorher), ferner 103 GegenseiligteitSvereine, deren Zabl sich im Berichtsjahre um einen vermehrt hatte. Die Volksverficherung, die nur für einen bestimmten, verhällnismäßig kleinen Kreis von Jnter- essenten in Betracht kommr, ist im Berichtsjahre von 3 Genossen- schaften und 33 Gegenseiligkeitsvereinen aufgenommen worden. In den obigen und nachstehenden Angaben ist die Volksversicherung nicht berücksichtigt worden. Auf die einzelnen Versicherungszweige verteilen sich die Aktiengesellschaften und Versicherungsvereine, die im Jahre 1912 tätig waren, wie solgt: Aktisn- VersichcrungS- Gesellschafte» vereine Lebensversicherung....... 28 34 Unfallversicherung....... 27 1 Haftpflichtversicherung...... 28 1 Viehversicherung........ 1 27 Hagelversicherung....... 4 12 Feuerversicherung....... 89 21 Versicherung gegen EinbruchSdiebstahl 46 6 Glasversicherung....... 21 2 Von der Aussicht ausgenommen sind Versicherungen gegen Kursverluste und Bargeldversicherungen.— Die Lebensversicherung flaute in den letzten Jahren zugunsten der Aussteuerversicherung ab. Die BersiÄerungSsumme der Keucrversicheningsgesellschaften erhöht« sich im letzten Jahre von 125 auf 130 Milliarden Mark. Gerichtszeitung. Notdiebstahl. Um eine milde Strafe zu erhalten, stellte sich der Hausdiener Paul Blenk gestern vor der 2. Ferien- strafkammer des Landgerichts I als Opfer der Einwirkung Streikender hin. Er stand unter der Anklage des Diebstahls. Der Angeklagie war infolge langandauernder Arbeitslosigkeit in Not geraten. Als er eines Tages an den Auslagen eines Waren- Hauses vorbeikam, kam die Versuchung über ihn, hineinzugehen. Er wurde, als er mehrere Schuhbürsten entwendete, auf frischer Tat abgesaßt und am 11. Mai dieses Jahres zu einem Monat Gefängnis verurteilt, den das Gericht M durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt ansah, so daß er an demselben Tage auf freien Fuß gesetzt wurde. Wie der Angeklagte jetzt vor Gericht angab, habe er sofort ber« sucht sich Arbeit zu verschaffen. Bei der allgemein herrschenden Arbeitslosigkeit sei es ihm mehrere Tage nicht möglich gewesen irgend eine Tätigkeit zu finden. Er habe schließlich bei der Firma Macken- sen in der Ritterstraße, bei der ein Streik ausgebrochen war, Streikbrecherarbeit verrichtet und sehr gut verdient. Er sei jedoch von den Streikposten Tag für Tag belästigt und bedroht worden. Die Streikposten seien sogar in seine Wohnung gekomme» und hätten ihm nahegelegt, schleunigst die Arbeit einzustellen, da ihm sonst„etwas passieren" könne. Aus Furcht vor Miß- Handlungen habe er aufgehört zu arbeiten. Wie der Angeklagte weiter behauptet, sei er dann wieder in Not geraten und habe sich schließlich verleite» lasten, in einem Warenhause in der Noscnthaler Straße eine Büchse Schuhcreme und fünf Broschen, das Siück zu 15 Pf. zu stehlen, in der Absicht, die Sachen in den Schankwirt- schatten zu verkaufen. Das Gericht nahm an, daß es sich um einen Notdiebstahl im Sinne des Z 248a der Novelle zum Strafgesetz handele. Das Urteil lautete deshalb auf drei Monate Gefängnis unter An- rechnung von einem Monat der erlittenen Untersuchungshaft. Toilcttenpacht. Entschädigung für ungerechtfertigte Entlassung forderte gestern vor dem Gewerbegerichl die Toilettepächterin König von der„Cines"-Gesellschaft, als Inhaberin des Friedrich« Wilhelmstädtischen Theaters. Von der Beklagten wurde zunächst die Zuständigkeit angezweifelt. Sie meinte, die Klägerin sei selb- ständige Gewerbetreibende. DaS Gericht stellte sich auf den entgegengesetzten Standpunkt. Die Klage gründete sich auf folgenden Sachverhalt: Am 12. Sep- tember vorigen Jahres wurde mit der Klägerin ein Dienstvertrag auf ein Jahr geschloffen. An Pacht sollten 600 M. gezahlt werden. Weil aber der Besuch schwach war, ist die Pachtsumme erlassen worden. Die Einnahmen der Klägerin bildeten die Entschädigung für ihre Arbeitsleistung. Am 12. Mai erfolgte kündigungslos die Entlassung. Als Grund gibt die Beklagte mangelnde Sauberkeit an. Eine Verwarnung ist jedoch nie erfolgt und die Zeugen vermochten auch diese Behauptung nicht zu stützen. Da die Klägerin jetzt eine neue Stellung gefunden hat, verlangte sie nur 180 M. für 60 Tage. Auf Zahlung dieses Betrages wurde die Beklagte auch vom Gericht verurteilt. /tos?n)ustrie und Kandel. Kricgsbörse. Das österreichische Ultimatum an Serbien mit der darin liegenden Gefahr europäischer Verwickelungen hat begreiflicherweise auf die Börse sehr verstimmend gewirkt. An der B e r l i n e r-Börse gab es einen scharfen Kursrückgang, der bei einzelnen Papieren am Ultimomarkte bis zu 8 Proz. betrug. Am Kassaindustrieinarkte fielen einzelne Aktien sogar um 20 Proz. und mehr. Die Banken nahmen daher ver- einzelt Käufe vor, um ein noch größeres Sinken der Aktien- werte zu verhindern. Auch an den auswärtigen Börsen setzte ein lebhafter Kurssturz ein. So meldet ein Tclegramni aus Paris: Die Börse stand vollkommen unter dem Eindruck der durch die österreichisch-ungarische Note an Serbien geschaffenen Lage. Das Geschäft war bei weichenden Kursen von Anfang an erregt, und es kam im Einklang mit der Verslauung der ausländischen Börsen zu einer starken Erschütterung desKursniveaus auf der ganzen Linie. Das u m- fangreiche drängende Angebot fand bei dem die Börse bedrückenden Angstgefühl nur schwer Aufnahme. Am Rentenmarkt waren starke Kursrückgänge, namentlich bei 3 proz. und 3'/, proz. französischer Rente zu verzeichnen. Erst zum Schluß traten bei etwas beruhigterer Stimniung Kurserholungen ein._ Eröffnung des Panamakanals. Kricgssekretär Garrison kündigt an, daß der Panama' kanal für Schiffe, die nicht über 30 Fuß Tiefgang haben, a m 15. August eröffnet werden wird. Die amtliche Er- öffnung des Kanals soll im März 1915 erfolgen. Weiter?» Riickgling des EiseiwerbrauchS. In der Hauptverfamm- lung des R o h e i s e ii v e r b a n d e s wurde über die Marktlage be- richtet: Die Verlaufsläligkeit im Inland für das drille Quartal ist im großen und ganzen beendet. Die von den einzelnen Verbrauchern abgeschlossenen Mengen entsprechen im allgemeinen den bisherigen Bezügen, sind teilweise auch etwas geringer geworden. Vom Auslände lagen in letzter Zeit zahlreiche Anfragen vor, teilweise auch für längere Lieferfristen. Der ausländische Wettbewerb ist sehr stark. Der Versand im Monat Juni betrug 70,28 Prozent; die Beteiligung iveist also gegen den vorigen Monat einen nicht un- erheblichen Rückgang auf. Die industrielle Arbeiterschaft Brüssels. Nach der letzten offiziellen Statistik gab es im Dezeniber 1S10 m Brüssel und den Vororten 129 451 Ärbeiler inklusive der Arbeitslosen. Die Zahl der Arbeiter und Angestellten zusammen beträgt 147 279. Die meisten Arbeiter beschäftigt die Bekleidungsindustrie, und zwar 29 342 Personen. Tann kommt die Metallindustrie mit 16 654 Personen, das Bau- gewerbe mit 12 456, die Möbelindustrie mit 10 869, die Lebensmittel- industrie mit 8249 und die Lederindustrie mit 7069 Arbeitern.— Der Zustrom von Provinzarbeitern nach der Hauptstadt ist ziemlich stark: es ivaiiderten zu, und zwar meist au« der Provinz Brabant 21 926 Arbeiter und 1856 Angestellte. Die Zahl der Arbeiter, die Brüssel verlassen haben, um in anderen Orten Belgiens zu arbeiten, betrug 4476. Die Emissionen der Welt stellt alljährlich der„Monsieur deS JniörötS MaloriclS" zusammen. Die neueste Zusammenstellung er« gibt für das Jahr 1913 eine Gesamtsumme der Emissionen in Höhe von 20,952 Milliarden Franks. Die Gesamtsumme ist im Jahre 1913 wieder gestiegen, nachdem 1911 und 1912 starke Abschwächungen ge- bracht hatten. Nachstehend lassen wir noch sür die wichtigsten Länder die Summe der Emissionen in Millionen Franks im einzelnen folgen: 1912 1913 Deutschland und Kolonien... 3 167,80 2 544,30 Frankreich und Kolonien.... 283l,50 2993,11 Großbritannien und Kolonien.. 1 549,— 1 554,37 Nutzlaud.......... 1 474,50 1 624,— Vereinigte Staaten von Amerika. 3 418,50 3 702,34 Kanada.......... 1440,50 1251,54 Lateinische? Amerika...... 2 045,— 1 564,97 Japan.......... 427,— 1 086,20 China........... 478,50 1 002,12 Die Emissionen des Jahres 1913 haben weniger Europa als vielmehr Asien, vor allem Japan und China befruchtet. Für ganz Anierila zeigt sich eine Abschwächung, während sür die Vereinigten Staaten allein ein Mehr gegen 1912 zu verzeichiien ist. Die Anleihen der Staaten, Provinzen und Städte machen 3l, 75 Proz. der Gesamt- summe der Emissionen aus gegen 30,22 im Jahre 1912, die Anfor- derungen der Bankinstitute 10,53 gegen 16,40, die Anforderungen der Eisenbahnen und Judustricgesellschastcn 54,75 gegen 50,00. Die stärkere Jnanspruchnabme des Geldmarktes durch Eisenbahnen und Jndustriegesellschaflen kommt deutlich zum Ausdruck. Versammlungen. Eine Branchcnversammlung der im Deutschen Metallarbeiter- verband organisierten Bau- und Gcldschrankschloffer fand in den Musikersälcn, Kaiser-Wilhelmstr. 31, statt.— Genosse U in b r e i t hielt einen beifällig aufgenoiinnenen Vortrag über„Gerwcrkschaft- liche Selbsthilfe und Sozialpolitik". Zu dein Bericht der Branchenkommission erklärte der Branchenvertreter, daß es immer noch Firmen gebe, die den länger als zwei Jahre besiehenden Tarifvertrag nicht einhielten. Es gelingt zwar in den meisten Fällen, die Angelegenheit ohne An- rufung der Schlichtungskommission zu regeln, doch kommt es auch vor. daß Schlosscrmeister sich weigern, vor der Schlichtungskom- Mission zu erscheinen. Eine solche Firma kann man nicht als tariftreu bezeichnen. Die Anwesenden wurden aufgefordert, über- all ihren Tariflohn zu fordern, und, wo dieser nicht bezahlt wird, der Organisation davon Milteilung zu machen, und auch das mit» zuteilen, wenn jemand entlassen wird, weil er den Tariflohn fordert. In der letzten Zeit haben sich in einzelnen Betrieben Mißhandlungen von Lehrlingen abgespielt, bei denen das Züch- tigungsrecht der Meister weit überschritten ist. In einem Betriebe. werden die Lehrlinge von dem Werkführer mit dem Gummischlauch geschlagen. Beschwerden über diese BeHandlungsweise lehnt der Meister mit den Worten ab, daß er„eine zu schwere Hand" habe. Der Gummischlauch ist dem Werkführer entzogen worden; dafür hat sich derselbe jetzt einen Rohrstock zugelegt. In einem anderen Falle sollte ein schwächlicher Junge eine schwere Blechtafel zerschneiden. Als dies ihm nicht allein gelang, wurde der Junge nach dem Kontor gebracht und dort vom Meister kn Gegenwart deS Werkführer» her- prügelt. In der Diskussion wurde mitgeteilt, daß es heute noch Meister gebe, die den Gesellen Backpfeifen anbieten. Von der Branchenkommission wurde darauf erklärt, daß sich die Arbeiter nicht schlagen lassen brauchten, sondern dpS Recht und die Pflicht hätten, sich zu wehren. Auch alle Fälle von Lehrlingsmißhand- lungen solle man der Organisation melden, da in den meisten Fällen diese Klagen beim Jnnungsschiedsgericht abgewiesen werden, und die Lehrlinge noch die Kosten zu tragen haben.— In der nächsten Versammlung soll diese Angelegenheit nochmals erörtert werden, damit auch die Eltern, welche ihre Söhne Schlosser lernen lassen, diese in Frage kommenden Betriebe kennen lernen. /ins aller Welt. Zum Schiffsunglück auf üem tzaff. Nach der Mitteilung der Verwaltung der Swinemünder Dampf- fchiffahrts-Aktiengesellfchaft sind nach den bisherigen Feststellungen Menschenleben beim Untergang der„Berlin" nicht zu beklagen. Da- gegen sind bei dem Zusammenstoß fünf Personen schwerer verletzt worden. Im Stettiner Krankenhause liegen drei Verunglückte. Es sind dies der Malermeister Lehmann aus Stettin, der mehrere Nippenbrüche erlitten hat, ein bisher dem Namen nach unbekannter Herr, angeblich aus Berlin, der einen Bruch des linken Unter- schenkels davongetragen hat, und eine Dame aus Eberswalde, die sich den linken Fußknöchel zweimal gebrochen hat. Ein vierter Stettiner Einwohner, der zunächst ebenfalls in das Krankenhaus eingeliefert worden war, konnte alsbald in seine Wohnung entlassen werden, da seine Verletzungen ganz geringfügiger Natur waren. Am schwersten verletzt wurde ein Lehrer, der im Swinemünder Kranken- haus daniederliegt. Er hat eine Brustquetschung erlitten.— Die beiden gesunkenen Dampfer„Berlin" und der Seeschlepper„Ostsee", der der Reederei Behnke in Stettin gehört, liegen an einer Stelle, wo das Haff etwa sechs Meter tief ist. Mit den Bergungsarbeiten ist noch gestern früh begonnen worden. Man hofft beide Schiffe in spätestens zwei Tagen gehoben zu haben. Der Passagierdampfer„Berlin" ist am Steven und seitlich am Maschinenraum stark beschädigt. Der schwedische Dampfer„Purjus", ein große? Seeschiff, da? voll beladen war, konnte mit eigener Kraft in den Stettiner Hafen einlaufen. Ueberschwemmungen in Frankreich. Wallenbruchartige Regengüsse haben in Grenoble buchstäb- lich zu einer Katastrophe geführt. Die Jsere ist stark angeschwollen und innerhalb von Grenoble sind, die Deiche zerstört. Die Voreppe-Ebene ist in einer Länge von 6 und einer Breite von 2 Kilometer über- schwemmt. Die Bewohner wurden von dem Hochwasser vollkommen überrascht und retteten sich, nur notdürftig bekleidet, in Barken. Die Häuser stehen 2 Meter tief unter Wasser; eine große Anzahl von Vieh kam in den Fluten um. Die Eisenbahnlinie zwffchen Grenoble und Lyon und die große Chaussee sind vollkommen unter Wasser gesetzt. Auf den Chausseen wird der Verkehr in Kähnen bewerk- stelligt. Auch aus oer Gegend von Voiran werden starke Ueber- schwemmungen gemeldet._ Totschläger-Sport. Der in England sehr bekannte Boxer Will Engel fand bei einem Boxkampf den Tod. Er hatte mit dem Amerikaner Egleion Maidenhead einen Kampf auszufechten, der aber schon nach der vierten Runde wegen deS Unwohlseins Engels abgebrochen werden mußte. Engel erhielt einen Schlag in die Herzgegend und starb im Spital kurz nach seiner Einlieferung. Straftcnbahnunglück in Amerika. Bei Bridgeport, einige Meilen außerhalb der Stadt, wo die Bahn auf einer Erhöhung fährt, ereignete sich ein furchtbares Straßenbahnunglück. Zwei vollbesetzte Wagen prallten hier bei einer Weiche infolge falscher Weichenstellung mit ganzer Gewalt auf- einander. Der eine Wagen stürzte dabei die Böschung hinunter und wurde vollkommen zertrümmert. Dieser Wagen war mit Kindern einer Sonntagsschnle besetzt. ES spielten sich herzzerreißende Szenen unter den unglücklichen Kindern ab, von denen kaum ein einziges un- verletzt geblieben ist. Im ganzen wurden 53 Kinder teils getötet, teils schwer verletzt. In einigen Berichten heißt eS, daß alle 53 getötet worden sind, hingegen wird die Anzahl der Getöteten in anderen Berichten mit 22 angegeben. Ein offizieller Polizeibericht sagt sogar, daß nur 12 Personen getötet seien, darunter der Führer des einen Straßenbahnwagens, der unter dem Motorgestell erdrückt wurde, Kleine Notizen. Die Schich-Affäre bei Magdeburg. Im Zusammenhang mit den Vorgängen in Osterweddingen sind siebe» Personen, die an der Kundgebung teilgenommen haben, unter dem Verdacht des Land- sriedensbruchs festgenommen worden. Sie werden deshalb in Magdeburg vernommen. Aus Seenot gerettet. Die Rettungsstation Heiligendamm der Deutschen Gesellschaft zur Rettung©hiffbrüchiger telegraphiert: Am 23. Juli von der russischen Lustjacht„Motteensuma", Kapitän Dahm, von Travemünde nach Riga bestimmt, zwei Personen ge- rettet durch Rettungsboot„Herzog Friedrich Wilhelm" der Station. Mord und Selbstmord. In Saarbrücken erschoß der sieb- zehnjährige Ludwig Weber seinen Vater und dann sich selbst. Der junge Manu hatte bor einiger Zeit seinem Vater über 2000 M. entwendet und war damit geflüchtet. Heute früh kehrte er zurück und verübte nach heftigem Wortwechsel die grausige Tat. Ein freigesprochener Gattenmörder. Das Kriegsgericht in Nancy sprach den Jnfanteriehauptmann Louis, der seine Frau im vorigen Monat wegen ihres ehebrecherischen Treibens erschossen Halle, frei.___ Srlefkasten der Redaktion. Tie lurlstischc Sprcitiftunde fiiidet L t n» c n ft r a ß e 09, ootii vier Trrpoen — g II o r st u Ii l—, woiliciititillich Bult 4Vti bis 7'� III» abends, Sonnabends, don 4'/? bis t> IN» abends stall. Jcdl» fHr den»elesrasten tesllmmlen Ansrage ist ein?ul!>s«abe»nd eine Zahl als Merlzetchen dcttnsllgen. Briesltche«nlwo» wird»illn rncilt.«nsragen, denen ketiir Rbonnlmcntsautltuns»rtgefUgt Ist, werden«ich« branlworlct. EUlge Franca trage man In der Sprechslunde vor. R. i. Nein.—®. N. Nein.— 1001. Orient.— 3 Tt. Wirt- schasllicher Niedergang— Mesertv. Lieber nicht.— I. H. 18. An- ineldungSgevühr 20 M. Wird das Patent erteilt, noch welkere 30 M. Die Anmeldung können Sie selber bewirken unter Beifügung von Zeichnungen oder Modellen.— C. L. 34. 1. Hängt daoon ab, wie doch das Gericht das Objekt sestsetzt. 2. Für den Fall de? BestreitcnS möglich. 3. Ein Strafoerfabren ist nicht zu erwarten.—®. H. 97. Ja.— M.». 28. Solern es sich um entbehrliche Sachen bandelt, brauchen Sie diese erst nach ersolgter Zahlung herauszugeben.— Fälschung. Sie sind zur Prämien- zablung oeipflichtet. Suchen Sie um Stundung nach.— P. J.n. 200. Solange Sie die Wohnung nicht ermittelt haben, lägt(ich nichts tun.— — R. Z. 32. 1. und 2. Sie bleiben nur in Berlin, als Ihrem Wohnsitz, steuerpftichtig.— M. öö. 1. An den Vormund bezw. an das Vormund- lchastsgericht. Antwortet letzteres nicht, so können Sie sich an den aus- sichtsühreiiden Richter des Amtsgerichts beschwerdeführend wenden. 2. Ja, tosern nicht der Beirag etwa als AbsindungSsumme vereinbart war und das Vorinundschastsgericht der Abfindung zugestimmt hat.— A. W. 100. Der Siandpuukt des Steuerbeamten ist im Gesetz begründet.— G. H. 16. 1. Falls die Firma nicht vertraglich die Abholiingspflicht übernommen hat, sind Sie zur koslenloseii Uebermlttelung verpflichtet. 2. Dagegen lägt sich nichts tun.— G. K. 1000. Ihr« Angaben reichen nicht aus, kommen Sie in die Sprechstunde.— Alter Abonnent in Zossen. Führen Sie beim Versicherungsamt Beschwerde gegen die Kasse.— 8. j:« 1999. Nein. — R. F. 1. Nein.— G. G. 300. Formveränderungen beider Füße, z.». tmausgevlkdeker Plattfuß, sogenannter Brett- oder Hohlfuß.— R. 1000. 1. und 2. Amtliche Auskunft Berlin, Karlsbad 9/10.— St. 1024. Anfrage wiederholen.— K. B. Ja.— F. F. 2. 1. Ja. 2. Freie Gemeinde, Pappelallee 15—17, nachfragen.— St. St. Nur Sparkasse.— Hamstein 3. 1. Bürger-Rcttung-Z-Jnstitut, Große Präsidenten» straße 7. Zwischen 4 und 6 Uhr. 2. Friedrich. Wilhelm-Anstalt. 3. Bieder« see-Stiftung, Rathaus, zwischen 3 und 5 Uhr.— C. B» 30. Fall? eine teitdauer nicht vereinbart ist, kann nach vorheriger Aufforderung des chuldners zur Einlösung unter Setzung einer Frist und unter Androhung der Versteigerung die Versteigerung veranlaßt werden.— W. B. 3. Die Zablungspslicht bestand. Eine Schließnng deS Geschäfts war jedoch nicht zulässig, sondert« nur das Vollstreckungsderfahren.— G. F. 30. 1. Aus Anfrage bei der StaatSanwaltschast wird Auskunst erteilt. 2. Der Ehemaim kann als Beistand austreten. 3. Einige Tage vor dem Termin an das Gericht, vor dem die Hauptverhandlung anberaumt ist.— E. P. 20. Ihre Angaben reichen nicht aus. Geben Sie nnter Wiederholung der An- frage noch an, weicher Rcchtsgcund dem Prozeß zugrunde gelegen hat.— Achtung! 31/14» Achtung! Cald-Anpstellle! Wegen Tarffbruchs und Nichtaner- kennuug der Organisation und des Paritätischen Arbeitsnachweises sind sür organisierte Gehilsen gesperrt: Jnb. Arthur Zippel, Köpenicker Str. 29. Ctö Gerniania, önLÄtÄ Verband der Gastwirtsgehilfe«. Zweigver. der Caf�-Augestellten. Berlin X 24, Gr. Hamburgerstr. 18/19. Calö Replmi, Spezialarzt l»r. med. WockenfnB, Friedrichstr. 125(Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden— Ehrlich-Hata-Kur(Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Hellung ohne Berufsstörung. Teilzahlung.* 8pr. vorm. 9— Um. 8. Sonnt. 9— 11. Achtung, Vereine! Großer Saal mit Dekoration frei, Sonnabend, 5. September, 8. August. 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Wir ersuchen die Vertreter der in Frage kommenden Filialen pünktlich erscheinen zu wollen. 175111* ___ Tie Schlichtiingskommission. und verwandter Berufsgenofsen. MUMe Sali«. sar.5' Sonntag, den 36. Juli 1914, nachm. 3 Uhr General- Versammlung im Gewerkschaftshans, Engelufer IS, groster Saal Tagesordnung: 43/13» 1. Geschäfts- und Kassenbericht vom 2. Quartal 1914. 2. Bericht vom Verbandstag. 3. Bericht vom Gewerkschaftskongreß. 4. Verbandsangclegcnheiten. Der wichtigen Tagesordnnng wegen iit das Erscheinen aller Kot- - legen unbedingt erforderlich:. Mitgliedsbuch oder-Karte legitimiert zum Eintritt Die OrtSvcrwaltung. VtlWultuugsSettk Ktdin-. N 54, Limenstr. 83—85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9 bis 1 Uhr und von 4 bis 7 Uhr» Sonnabend, den 25. Juli 1914, nachts 12 Uhr: Branchen- Versammlung der Kino-Operateure Grotz- Berlins in Wwe. A u g u st i n s F e st s ä l e n, Oranienstraste 193. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Dislussion. 3. Brauch enangelegenbelten. Die Kollegen werden ersucht, nach Möglichkeit alle bis dahin ver- kauften Billetts zur Mondfchetufahrt zu dieser Versammlung zur Abrechnung zu bringen. Im übrigen daiiir zu sorgen, daß die Verstimm- lung gut besucht wird, da über äußerst wichtige Dwge gesprochen werden soll. Achtung I Gürtler. Achtung I Montag, den 27. Juli 1914, abends 6 Uhr: - Qroße VersammBung r=3 der Berliner Gürtler und Kronenschlosser im großen Saal des Gewerkschastshauses, Engelufcr 15. Tagesordnung: 1. Bericht vom Gewerkschaftskongreft. 2. Diskussion. S. Branchen- angelegenheiten. 4. Verschiedenes. » Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt!——«-»» Zahlreiches und Pünktliches Erscheinen erwartet 212/13 Die OrtsYcrwaltung. Neu erMinetf Charlotienhijjqf* WTImersdoifetttr 118-119 1$ I 1 1 I ck» i i 1 A.3andorf&€ Spitfelmarkt Berie-Aliiancestr. Grosse Frankfurtersir. Brunnenstr. Kottbuser Damm Wilmersdorferstr« f Extra billige Lebensmittel> Nicht am Spittelmarkt. Mit tzk bezeichnete Artikel werden nicht zugesandt, Verkauf nicht an Wiederverkäufer Reste ii Absdinltte m i i i I I I Ulnett-.BflflinvolHNreo. Kielderstoffen, Spitzen, Sticherelen, SeldenM enonn bnl i Thealer und Vergnügungen Sonnabend, den 26. Juli 19U. Ansang 5 Uhr. Passage-Tbcatcr. Kino-Varietä. Potsdamer Naturtheater» Alt- Potsdam. Ansang Vj, Uhr. Westen. Siegsried. Ansang 8 Ubr. Urania. Die Ausstellung sür Buch- gewerbe. Schiller O. Der Postillon von Lonjumeau. Berliner. Wie einst im Mai. Königgratzer Strafte. Mr. Wu. Thalia. Wenn der Frühling lommt. Rose. Eine tolle Sache. Mrtropot. Die Reise um die Erde in 40 Tagen. Theater an der Weidendammer Brücke. Der müde Theodor. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Dresdener Viktoria- Sänger. Palast-Thrater. Varietä und Licht- spiele. Berliner Prater-Theater. Grigri. Ansang 8-,. Ubr. kleines. Der Klecks. Theater am Nollcndorfplaft. Der Juxbaron. Walhalla. Der Hund von Basker- ville. Folies Caprice. Schwache Nerven. Eine ruhige Sommerwohnung. Verbotene Frucht. Luftspieldaus. Die spanische Fliege. Friedrich-Wilhelmstädt. Theater. Leutnantsliebchen. Ansang 8-/, Ubr. Residenz. Di« verflixte Liebe. Admtralspalast. Im Tangotlub. Eines Nollendorf-Theater. Quo Tadia. Sternwarte, Jnvalidenftr. 67—62 Theater in der KönipKtzerStralSe Täglich 8 Uhr: Mr. Wu. Berliner Theater. Zum 29«. Male. 8 Uhr: Wie einst im Mai. Saehse-Sp:. Schiller-Theater 0.1S: 8 Uhr: Der Postillion von Lonjumeau. Theater a. d. Weidendammerbrücke Täglich 8 Uhr, Sonntags auch 3 Uhr, kleine Preise u. Freitag, den 31. Juli, zum leftte» u. 151. Male: Der müde Theodor. schwank m. Gesangs- u. Tanzeinlagen. Berl. Lok.-Anz." schreibt: Das Publi- tum wälzte sich in der Tat vor Lachen. Theater öes Westens. Heute T'/j Uhr: Siegfried. Sonntag, Montag, Dienstag: Hö'tteröämmerung. friehrich-VilheliMTh. 8'/» Uhr tgl. d. Opcrcttcnschlager: LsutnsntsNedekkn. OSEsTHEATE Kroge Frankwrler Str. 132. Zum 1. Male: Eine tolle Sache. Schwank in 3 Akten von Schwarz u. Winkelmann. Anfang 8 Uhr. — Auf der Gartenbüdne— Rund um die Spree. Gr. Revue. Vorher Konzert, Spezialitäten. Mlk ö3/, Uhr abends, s Von derMichaelbrücke am Stadtbahnbogc». Heule Sonnabend«rofte Sommernachts- Promenaden- fahrt mit Musik und Rundsahrt aus dem Müggelsee _ nach Müggelwerder. Daselbst Tanz- Rcunion. Absahrt v3/. Uhr abends. Preis hin und zurück 60 Pf.— Am Sonntag, den 26. d. Mts., 7'l2 Uhr fach: Extrasahrt nach Teupih und Neue Mühle. Preis hin und zurück 1,00 M.. nach Tcupitz im V o r v e r k a u s 1,75 M.. an der Kasse 2,00 M. Außerdem Sonntag 9 Uhr nach Nüdcrsdors und Woltersdors. Preis 1 M., Rüdersdors 1,10 M. Außerdem täglich 9'/, Uhr nach Woltersdors, 10 Uhr nach Zernsdorf und Rundsahrt aus dem Krüpelsee und nach Neue Mühle, Krampenburg und Schmöckwitz. Jeden Montag und Donnerstag, d'h Uhr, nach Rüdersdors. Preis hin und zurück 65 Ps., nach Zernsdors-Rüdersdorf 7V Ps. Kinder zahlen halbe Preise. Sonnabends fallen die Fahrten aus. Täglich Ö'/j Uhr nach Grünbeide. Preis hin und zurück 1,00 M. 06/12 ItvOlloi'vi Zachow. Tel. Kgst. 6965. Reederei Rahnt& Hertzer ÄÄ .sag- Voranzeige. ä Am den«. August: durch den| neuen Sonntag» I. Dampfer-Extrafahrt öu�Ueunßrol)schiffehrtsweg von Berlin bis Biederfinow Ws. 73/.U. Weidondammer Br.— Bahnh.Friedrichstr. Nur Hinfahrt 3,10. Hm j; YA.nvnSAv(Tornowsl Abs. 71/, Uhr Waisenbriicke. . Nach leiapstzl Idyll I Hin». zurück 2 M. Zu beiden Fahrten sind Fahrkarten vorher in unserem Bureau, O 2, An der Stralauer Brücke 4/5, zu haben. Achtung! Ab Weidendammer Brücke. Am Donnerstag, d.23. Juli, und dann jeden Dienstag».Donnerstag durch die herrlichen Havelsee». nach Jt Abfahrt S1/, Uhr. Hin u. zurück 1 M. Billige Extrafahrten ab W mSenbrUCke S Jeden Montag u. Donnerstag Wenden- Uaiia Mlillfo 4b. 2 Uhr, wehloß-tSriinau-Krampcnbürg MUllIC hin u.zur. SÄa.KlÄiavw«« säpr. Jeden Mittwoch nach Wendenschloß- TlDnonhalc Kinder Grttnan-Kranipenbnrg:.... niCjjCIlllnla 35 jpf. Jeden Mittwoch TAaaMS4v /TornowsV Abfahrt 8 Uhr, nach■ eiS|Slb2- 1 Idyll' hin und zurück 2 M. Von Cafd Alscn(Schlesische Brücke) Absahrt je Stunde später. Theater am Nollendorlplatz 5. 8'/. Uhr: Der Juxbaron. Liebend! Die letzten weiblichen Azteken! AGA die schwebende Jungfrau. Buddhas Geislertafel. Alles ohne Exlra-Entree I Eintr. 60 Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. Heil! Ab Neukölln Jede» f 8.u.2UhrabKaiser-Fricdrichbr., Sonntag 1 83/,u.23/.1Ihr abiÄildcnvruchbr. uach hin u. zurück 1 M., einfach 5<1 Ps., Kinder 50 rosp. 25 Ps. Die Rücks. der Sonntagstour endet abends in Cass Alfen resp.Waisenbr. ßontag und 1 lleu-Ahlbeok, U/rilfororl Cnhl Donnerstag/ MUggelschloB nüllBIdU. Oiilll. Dienstag und"\ Grünau- Mona Mfthlfl Freitag/ Krampenburg W®"0 nlUIIIB Mittwoch{ Krampenburg jeden Montags Neu- Ahlbeck|l0,. UplnnhnH Donnerstag/ Müggelschloß nclJUlailU Ziegenhals Jeden Dienstag) und Freitag j Grünau- Ksampenimg Grünau- Waldidyil Jeden Mittwoch Von Cafd Alsen(Schief. Br.) 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Wr« Z KllM htS„NgllllUtg" Kttlllltt DlKSdlM.-«»n-bend. ZS. wli. Parteiangelegenheiten. Volksversammlung. Am Dienstag, den 28. Juli, abends 8�/2 Uhr, findet in den Konzert- und F e st s ä l e n, Koppen- straße 29, eine Volksversammlung statt, in der die Genossin Rosa Luxemburg sprechen wird über das Thema:. „Tagaus tageiu ein Kasernendrama!" Wir ersuchen unsere Parteigenossen und-genossinnen, zu dieser Versammlung eifrige Propaganda zu entfalten.� Der geschäftsführende Ausschuß. Eine neue Lokalliste soll Anfang August erscheinen. Aus diesem Grunde werden die Lokalkommissionsmitglieder in den einzelnen Orten gebeten, eventuelle Aenderungen sofort an die Obleute respektive Vorsitzenden der ein- zelnen Kreiie zu senden. Es ist dringend erwünscht, datz in einzelnen Orten diese Aufforderung beachtet wird, damit Nachträge und Be- richtigungen vermieden werden. In Alt-Buchhorst dl.-B. steht uns das Lokal von Wilh. Haase zu allen Veranstaltungen zur Verfügung. In Pctersdorf T.-B. ist das Lokal„Schweizergarten", Inhaber Ladewig, von der Lokalliste zu streichen und als gesperrt zu betrachten. Aus wiederholte Anfragen teilen wir mit, daß in Erkner das Lokal zur„Weintraube" und in Rahnsdorf das Lokal zur„Bären- höhle" trotz wiederholter Verhandlungen uns hartnäckig verweigert werden und ersuchen deshalb die organisierte Arbeiterschaft, die Lokals streng zu meiden.__ Die Lokalkommisfion. Vierter Wahlkreis. Am Sonntag, den 26. Juli, veranstalten die Abteilungen 16 und 24 einen Familienallsflug nach Sadowa, Pflugs Restaurant. Treffpunkt: 8>/z Uhr, Schlesischer Bahnhof, Hauptporlal. Straßenbahn von dort 25 Pf. Die Mitglieder der Kinderschutzkommission der Arbeiterschaft treffen sich zum gemeinsamen Ausflug nach Wollersdorfer Schleuse Montag früh Vzö Uhr an der Jannowitzbrücke. Die Abfahrt erfolgt pünktlich S Uhr mit der Dompfergesellschaft Nobiling. Fahrpreis hin und zurück Erwachsene 59 Pf., Kinder 25 Pf. Ilm rege Beteiligung bittet Die Zentrale der Kinderschutzkommission. I. A.: M. Demmning. Lichtenberg. Am 26. Juli, mittags 2 Uhr, wird die städtische Gasanstalt am Wiesenweg besichtigt. Treffpunkt V2- ilhr im Lokal von W. Zuchelt, Wartenbergstr. 33. Britz-Vnckow. Am Sonnabend, den 1. August 1914, wird die Bibliothek bis auf weiteres geschlossen und müssen die ausgeliehenen Bücher bis dahin zurückgegeben werden. In Bibliotheksangelegen- heilen wende man sich an Paul Hase, Britz, Pintschallee 43 I. Schmargendorf, Sonntag, den 26. Juli, nachmittags 2 Uhr: Familienausflug nach dem Grunewald. Treffpunkt: Cafs Türke, Hubertusbader Straße 8. Bernau. Die heute fällige Wahlvereinsversammlung findet nicht statt._ öerliner Nachrichten. Ende des Aerztestreiks in der Illkermark. Nach einer dieser Tage erfolgten Besprechung im Handels- Ministerium, an der der Regierungspräsident, Vertreter der Versicherungsämter, der Krankenkassen, der Aerztekammer und des Leipziger Verbandes teilnahmen, erklärten sich die Aerzte bereit, die ärztliche Behandlung der Krankenkassenmitglieder in Angermünde und Templin wieder aufzunehmen. Bis zum Abschluß endgültiger Verträge sollen die Bestimmungen des Berliner Abkommens gelten. Erschwerung des Berliner Vorortverkehrs. Vom 1. August 1914 ab werden durch Verfügung der König- lichen Eisenbahndirektion Berlin auf 15 Berliner Vorortstrecken die Fahrpreise um 16 und 5 Pf. erhöht. Es sind dies die folgenden Strecken: Adlershof— Wildau, Baumschulenweg— Eichwalde, Baum- schulenweg— Zeuthen, Baumschulenweg— Wildau, Karlshorst-Hirsch- garten, Karlshorst— Rahnsdorf, Karlshorst— Wilhelmshagen, Karls- Horst— Erkner, Karlshorst— Fangschleuse, Karlshorst— Hangelsberg, Karlshorst— Fürsteuwalde, Waidmannslust— Stolpe, Wittenau— Borgsdorf, Wittenau— Lehnitz, Wittenau— Oranienburg. Diese Fahrpreiserhöhung, die auch den Ausflüglerverkehr be- lastet, ist ausgeknobelt worden, angeblich um Tarifungleichheiten zu beseitigen. Man ist reichlich spät auf die Idee gekommen, daß die Berliner und die in Frage kommenden Vorortbewohner noch mehr zahlen sollen. Die Eisenbahndirektion gibt die eigentümliche Er- klärung aus, daß die Preiserhöhung eine Benachteiligung der Reisenden innerhalb der Vorortszone nicht bedeuten, da die neuen Preise immer noch niedriger als die des gewöhnlichen Verkehrs, also wohl nach den Einheitssätzen für weitergelegene Stationen seien. Von Fahrpreisermäßigungen ist wenig zu hören. Aus dem riesigen Sommerverkehr nach den nächstbenachbarten Vororten zieht der Eisenbahnfiskus so bedeutende Vorteile, daß Erhöhungen innerhalb der Vorortzone überhaupt nicht nötig sind. Seit Fahren wird untätig zugesehen, wie Zehntausende an Sonn- und Feiertagen in die Abteile gepfercht werden, ohne daß sie den Sitzplatz erhalten, auf den sie für ihr Fahrgeld Anspruch er- heben können. Anstatt diese beschämenden Verkehrszustände zu bessern, werden die Fahrpreise im Vorortverkehr nun noch erhöht. Das Aergernis der Polizei. Eine dem Polizeipräsidium nahestehende Korrespondenz hat in Erfahrung gebracht, daß eine in der Beilage unseres letzten Montagsblattes enthaltenen Skizze unter der Ueber- schrist„G e m e i n" der Anlaß gewesen sei, in„sittlicher Be- ziehung Aergernis" zu erregen und daß deshalb diese Beilage vom Straßenverkauf ausgeschlossen worden sei. Wir sind überrascht von dieser Mitteilung und noch mehr von der Auffassung im Polizeipräsidium über sittliches Aergernis. Wir können diese Ansicht keineswegs teilen. Falsch ist die Angabe, als habe die Polizei nur die B e i- läge von dem Straßenverkauf ausgeschlossen. Die uns vor- liegenden polizeilichen Verfügungen der einzelnen Polizei- reviere besagen vielmehr, daß die Nr. 195 des„Vorwärts" vom Straßenhandel ausgeschlossen sei. darunter kann nur die ganze Nunimcr des„Vorwärts" verstanden werden und nicht nur die Beilage. Dazu kommt, daß verschiedenen Straßenhändlern die ganzen Vorwärtsnummern abgenommen worden sein sollen. Wozu das V Wenn diese nicht verkauft werden durften, so liegt noch lange kein Recht vor, einzelne Nummern unseres Blattes Lerläujern fortzunehmen. < Solche kleinlichen Polizeimaßnahmen werden das Gegen- /teil erreichen, sie werden vielmehr Anlaß sein, unser Blatt in Kreise zu bringen, in denen es bisher noch fremd war. Und das ist auch ein Erfolg. Der kaiserliche Hofküchenmeistcr. Hofküchenmeister haben zu allen Zeiten an den Höfen eine große Rolle gespielt. Bei dem heutigen Stande der Küchenkunst gehört schon etwas dazu, eine kaiserliche Tafel so herzustellen, daß sie all- gemein befriedigt. Es ist bekannt, daß reiche Fürsten und Milliardäre ganz besonderen Wert auf tüchtige Küchenmeister legen und für solche Stellen Hunderttausende jährlich an Gehalt aufwenden. Neuerdings hat am kaiserlichen Hofe ein Wechsel in der Person des Hofküchen- meisters stattgefunden. Der bisherige Leiter der Hofküche, Hofrat Waldmann, ist in den Ruhestand versetzt und an seiner Stelle ist der frühere Inhaber des Hotels Bristol, Unter den Linden, Kommerzien- rat Conrad Uhl, ernannt worden. Nur hat es noch Schwierigkeiten über die Stellung dieses neuen Herrn gegeben. Bekannttich spielt am Hofe auch der militärische Rang eine große Rolle. Uhl ist in seinem Militärverhältnis auch bayerischer Hauptmann der Reserve und so ziemt ihm nicht gerade die bloße Stelle eines„Hofbeamten". Diese hat er auch abgelehnt. Um für ihn nun eine besondere Stellung zu schaffen, soll, wie eine Korrespondenz berichtet, auch eine militärische Rangerhöhung erfolgen. Die Verhandlungen zwischen dem neuen Obcrhofmarschall Freiherrn von Reischach und Kommerzienrat Uhl sind so gut wie abgeschlossen. Wie man sieht, ist die Stellung des Hofküchenmeisters eine be- sonders geartete. Er hat es auch nicht leicht, die verschiedenen Geschmäcker zu befriedigen._ Der Kietz. Am 1. Oktober dieses Jahres soll der Bahnhof„Kietz- R u ni m e l s b u r g" die einfache Bezeichnung„Rummels- bürg" erhalten. Damit verschwindet das letzte Wort„Kietz", das heute noch im Volksmunde viel gebraucht, als offizielle Bezeichnung von der Bildfläche. Der Ausdruck„Kietz" hat eine sehr interessante Geschichte. Aus dem deutschen Worte „Haus" entstand das altslawische eb�u(Hütte, Stroh- Hütte), das im Wendischen die Form tdrsszo. angenommen hat. Dieses Wort bezeichnete dann im Besonderen eine Fischerhütte, und daraus entstand dann die wendische Benennung st si � 0 z für ein Fischerdorf. Das wendische Wort wurde im Deutschen mit„Kietz" wiedergegeben und so erklären sich die vielen„Kietze", die bei einer Anzahl märkischer Ortschaften liegen. Es waren wendische Fischer- dörfer; deren Bewohner keinen Acker besaßen, sondern vom Fischfang lebten. In Berlin und in der Mark Brandenburg wird jetzt der Ausdruck„Kietz" scherzhaft in der allgemeinen Bedeutung„kleiner Ort" gebraucht. So sagt man in Berlin beispielsweise:„Wat weeß denn der davon uff seinen Kietz?" Eine �amilientragödie. Eine Ehetragödie hat sich in der Nacht zum Freitag in dem Hause Rüdersdorferstraße 56 abgespielt. Dort verletzte der 34 Jahre alte Klempner Otto Kunze seine Ehefrau Alwine, eine geborene Wank, die ebenfalls 34 Jahre zählt, durch einen Revolverschutz in die linke Vrustseite'Ieb'ensgefährlich, schätz sich selbst eine Kugel in den Kopf und erhängte sich dann., als er wahrnahm, daß der Schutz nicht tödlich gewirkt hatte. Kunze war als Klempner bei der A. E. G. in Oberschöneweide beschäftigt. Das Familienleben war auch soweit gut, nur war Kunze leicht erregbar. Donnerstag abend kam er nun erst um 1 Uhr von der Arbeit heim. Es kam zu einem Wortwechsel, der sich mehrere Stunden fortsetzte. Dann sprang Kunze, der sich auch schon schlafen gelegt hatte, aus dem Bett und gab auf seine Frau, die auch im Bette lag, einen Revolverschutz ab, der sie in die linke Brustscite traf. Jetzt richtete der Mann, als er sah, was er an- gerichtet hatte, die Waffe auf sich und schotz sich eine Kugel in den Kopf. Die Frau, die ebenso wie Kunze selbst noch bei Besinnung blieb, cntritz ihrem Mann den Revolver, nahm das Söhnchen auf den Arm und lief damit nach der Wohnung des Hauswirts im ersten Stock des Vorderhauses. Hier klopfte sie noch gegen die Türe, brach dann aber besinnungslos zusammen. Als der Wirt öffnete, lag sie regungslos vor der Tür. In dem einen Arm das erschrockene Kind, in der anderen Hand den Revolver. Der Haus- wirt benachrichtigte sofort die Rcvierpolizei, die, als sie die ver- schlossene Wohnung Kunzes öffnete, diesen tot auffand. Er hatte sich während der Abwesenheit der Frau erhängt. Die schwcrver- letzte Frau wurde nach dem Krankenhaus am Friedrichshain, die Leiche des Mannes nach dem Schauhause gebracht. Die Beraubung eines Geldbriefträgers ist, wie sich nachträglich herausgestellt hat, vor 14 Tagen von einem Manne versucht worden, den jetzt die Charlottenburger Kriminal- Polizei sucht. Nur durch einen Zufall ist der Flüchtige an der AuS» führung eines Verbrechens verhindert worden, das wahrscheinlich das Leben des Beamten gekostet hätte. Wir erfahren über den ge- planten Raubübcrfall folgende Einzelheiten: Am 9. d. Mts. nahm ein 22 bis 26 Jahre alter Mann bei einer Zimmerver- Mieterin in d?r Wilniersdorfer Stratze 112 ein möbliertes Zimmer. Er nannte sich Ingenieur Erich Küsel, gab über seine Persönlichkeit aber weiter keine Auskunft und verstand es auch. die polizeiliche Anmeldung von einem Tag auf den anderen zu ver- schieben. Bereits am nächsten Tage sandte er einen Wertbrief an seine eigene Adresse. Um mit dem Geldbriefträger allein zu sein, gab er der Wirtin den schriftlichen Auftrag, daß sie für ihn zur Nationalbank gehen und von seinem Konto Geld erheben solle. Die Wirtin führte den Auftrag aber nicht zur vorgeschriebenen Zeit aus und so kam es, daß, als der Geldbriefträger mit dem Wertbrief kam, die Wirtin zugegen war. Den der Wirtin gegebenen Auftrag zog er jetzt zurück und er selbst entfernte sich am anderen Tage mit den Worten, er müsse eine eilige Reise antreten, werde aber bald wieder zurückkommen. Der angebliche Ingenieur ließ jedoch nichts mehr von sich sehen und hören. Donnerstag mochte die Vermieterin der Char- lottenburger Kriminalpolizei Mitteilung davon. Diese untersuchte darauf das Zimmer des verdächtigen Mieters und fand in einer ver- schloffenen, bräunlichen Lederhandtasche Sachen, die deutlich erkennen lasten, daß der Geflohene sich mit dem Plan einer Beraubung eines Geldbriesträgers getragen hat. In der Tasche fand man zwei Briefumschläge, die wie ein Schriftvergleich leicht erkennen ließen, von dem Mieter an sich selbst gerichtet waren. Sie waren als Wertbriefs angegeben, doch fand man in ihnen nur Papierschnitzel. Außerdem ein Revolveretui und einen neuen Doppelhainmer. Die Selbstmörderin und der Schutzmann. Einen letzten Liebesdienst erbat gestern morgen eine Selbst- Mörderin an der Schillingsbrücke von einem Polizeibeamten. Sie trat an den patrouillierenden Beamten heran, übergab ihm ihren Hut und die Handtasche und bat ihn, die Sachen einen Augenblick für sie zu halten. Kaum hatte der Schutzmann die Sachen an sich genommen, so rannte das Mädchen fort, schwang sich über das Brückengeländer und stürzte ins Wasser hinab. Der Beamte unter- nahm mit Hilfe einiger Passanten sofort Rettungsversuche, die auch Erfolg hatten. Man brachte die Lebensmüde in bewußtlosem Zu- stände ins Hedwigskrankenhaus. Bei einem Rettungswerk den Tod gefunden. Ein aufregendes Rettungswerk, das mir dem Tode des Retters endete, hat sich im Freibad Adlershof abgespielt. Ein junger Mensch, der nur wenig schwimmen konnte, hatte sich unvorsichtigerweise in ein Gebiet gewagt, das eigentlich nur für gute Schwimmer bestimmt ist. Als seine Kräfte schwanden, rief er einen anderen Schwimmer, der einige Meter entfernt war, an und bat um Hilfe. Sofort schwamm der Angerufene hinzu, um den Gefährdeten zu retten. Der letztere wurde nun nervös und klanimerte sich krampfhaft an seinen Retter an. Er zog ihn mit in die Tiefe. Inzwischen hinzukommende Badegäste tauchten nach und retteten den Nichtschwimmer, dagegen vermochte man den Retter, der sein Leben in die Schanze schlagen mußte, nicht mehr lebend bergen. Nach einstündiger Absuchung des Wassers wurde seine Leiche gelandet. Wieder ein Mädchen aus Hasenfelde verschwunden. Vor etwa 14 Tagen war die bei dem Gastwirt Wensicke in Hasenfelde bedienstete 19 jährige Ida Lampert spurlos verschwunden. Am folgenden Tage wurde die Leiche der L. aus einem Teiche bei Wilmersdorf gelandet. Obwohl die Behörde von vornherein der Ansicht war, daß es sich um ein Verbrechen an dem sehr lebens- lustigen Mädchen handelte, konnte der Täter bisher noch nicht er« mittclt werden. Jetzt ist aus Hasenfelde abermals ein junges Mädchen verschwunden. Es handelt sich um das achtzehnjährige Dienst« mädchen Frida Schulz, die bei dem Gutsbesitzer Westphal in Stellung war. Die Sch. hat sich, wie festgestellt werden konnte, in der Nacht zum 26. Juli gegen 3 Uhr morgens in ihrem Sonntagsstaat entfernt, nachdem sie ihre sämtlichen Sachen in einen Reisekorb verpackt hatte. Ueber den Verbleib der Vermißten konnte bisher trotz eifriger polizeilicher und privater Nachforschungen nichts ermittelt werden. Es wird angenommen, daß das Mädchen sich mit einem Manne getroffen hat und von diesem vielleicht verschleppt worden ist. Allerdings soll die Schulz am Tage vor ihrem Ver- schwinden bedauernde Aeußerungen über den rätselhasten Tod der ihr bekannten Lampert gemacht haben. Daß das Dienstmädchen aber etwa aus Gram über das Schicksal der L. Selbstmord verübt hat, ist kaum anzunehmen._ Gasexplosion. Wegen einer Gasexplosion wurde die Feuer- wehr in der vergangenen Nacht nach der Mirbachstratzc 29, im Osten Berlins, gerufen. Der Explosionsherd befand sich in der Wohnung des Bauarbeiters Emil Büffel im Erdgeschoß des Ouergebäudes. Als die Feuerwehrmannschaften in die Wohnung eindrangen, fanden sie den Inhaber tot im Bette liegen. Sein Körper, wies schwere Verbrennungen auf, doch scheint der Mann schon vor Eintritt der Explosion an den Folgen der Gaseinatmuug gestorben zu sein. Büffel hatte in seiner Schlafstube von dem Gasrohr eine Muffe abgeschraubt, um sich durch das ausströmende Gas zu vergiften. Kurz vor 1 Uhr nachts wurde der Gasgeruch von Hausbewohnern wahrgenommen. Man schlug das Fenster der Stube ein und im gleichen Augenblick erfolgte die Explosion. Auf welche Weise diese entstanden ist, bedarf noch der Aufklärung, denn nach Aussage der Hausbewohner hat niemand ein Licht angezündet. Durch eine Stichflamme wurde die Wohnungseinrichtung in Brand gesetzt und auch im ersten Stock singen die Fenstergardinen Feuer. Die Feuerwehr beseitigte aber schnell jede Gefahr. Die Leiche wurde der Revierpolizei übergeben und später nach dmn Schau» haus gschafft. Aus welchem Grunde Büffel den Tod gesucht hat, steht noch nicht fest. Eine Diebesbande, bestehend aus dem Kohlenhändler Fr. Röckert, den Kutschern G. Kupfer und A. Ramminger und dem Gastwirt A. Spühler, letzterer der Hehler— wurde von der Kriminalpolizei verhaftet. Ihre Spezialität waren Kollidiebstähle. Die Spitzbuben verstanden es, die Kutscher von ihren Wagen zu locken, um in der Zwischenzeit mit Pferd und Wagen davonzufahren. Bei der Verhaftung wurden bei Sprühler noch 12 Sack Kaffee beschlagnahmt. Um 1260 Mark bestohlen wurde von einem Straßenmädchen ein Kutscher aus der Hochstädter Straße. Der Mann hatte sich im Laufe der Zeit 1266 M. gespart und stand in Unterhandlung init einem Selterwassersabrilanten, dessen Geschäft er übernehmen wollte. Er steckte die 1266 M. zu sich, um diese als Anzahlung zu leisten. Die Verhandlungen aber entwickelten sich nicht so, wie der Kutscher wollte und er zog es vor, das Geld einst- weilen noch zu behalten. Auf dem Heimwege traf er einen Freund, mit dem er einige Lokale im Norden Berlins aufsuchte. Es entwickelte sich eine Kneiperei, die sich bis in die späte Nacht ausdehnte. In der Wiesenstraße lernten die Zechbrüder ein Mädchen kennen, das mit ihnen eine Kaffeewirtschaft aufsuchte. Als es ge« sehen hatte, daß der Kutscher in seiner Brieftasche 12 Hundert« markscheine halte, wurde es immer zärtlicher zu ihm und legte auch die Arme um seinen Hals. Hierbei verstand sie es, sich die Tasche anzueignen und in einem geeigneten Augenblick zu ver- schwinden. Als der Bestohlenc den Verlust merkte, war die Diebin schon nicht mehr zu sehen. Jetzt wird sie dieserhalb von der Kriminalpolizei gesucht. Großfcuer in der Corneliusstraße. Ein gewaltiger Dachstuhl» braird kam gestern morgen gegen 3 Uhr in der Corneliusstratze 4a, Ecke Hansemannstratze, im Westen Berlins, zum Ausbruch. Als die Feuerwehr mit mehreren Löschzügen anrückte, stand der Dach- stuhl des Hauses schon in ganzer Ausdehnung in Flammen. Ter Löschangriff wurde infolgedessen sofort mit sechs Schlauchleitungen durchgeführt. Trotzdem gelang es erst nach Verlauf einer Stunde, die Gewalt des Feuers zu brechen. Von dein Dachstuhl ist so gut wie nichts mehr übrig geblieben. Die Nachlösch- und Aufräumungs- arbeiten zogen sich noch mehrere Stunden lang hin. Ueber die Ur- fache des Feuers ist nichts ermittelt. Im Plänterwald vergiftet hat sich der 2tjährige Hausdiener Mar Goldschmidt aus der Weberstr. 61. Spaziergänger fanden den jungen Mann, der nur noch schwache Lebenszeichen von sich gab, auf und brachten ihn zu einem Arzt, der feststellte, daß G. Kleesalz genommen hatte. Der Lebensmüde wurde in sehr bedenklichem Zu- stände nach dem Urban-Krankenhause gebracht. Anscheinend hat LiebcSgram den Anlaß zu der Tat gegeben. In einem Anfalle von Schwermut hat sich gestern der 61jLhrige unverheiratete Portier Heinrich Szieleit in seiner Wohnung Goltz- straße 18 erhängt. Wozu die Feuerwehr gebraucht wird. Als gestern abend ein Arrestant mit einem grünen Wagen von der Polizeiwache Müller- straßs 133 abgeholt werden sollte, riß er sich von den ihn begleiten- den beiden Schutzleuten los und sprang in die Baugrube der Nord- Südbahn. Zlls es den Schutzleuten nicht gelang, ihn zu finden, wurde die Feuerwehr alarmiert, die mit Pcchfnckeln die Baugrube absuchte. Aber auch sie mußte unverrichtcter Dinge abziehen. Der Arrestant war in der Dunkelheit verschwunden. Von Einbrechern niedergeschlagen lvurde Donnerstagmittag die Pförtnersfrau Hanschke auS der Kameruner Straße 3. Während die Frau ihrer Beschäftigung nach- ging, hatten Einbrecher sich daran gemacht, die Wohnung auf- zubrechen. Als Frau H. ihre Wohnung aufsuchte, fielen die Ein- brecher, zwei junge Burschen, über sie her und schlugen sie zu Boden. Ein später hinzugerufener Arzt konnte die Frau erst nach längeren Bemühungen wieder zun: Bewußtsein bringen. Geraubt haben die Burschen 25 M. Geld, 2 Uhren und Wäsche. Den Tod im Wasser haben wieder niehrere Personen gesucht und gefunden. Donnerstagabend um 7 Uhr wurde vor dem Grundstück Gitschiner Str. 104 die Leiche eines noch unbekannten Mannes von ungefähr 30 Jahren aus dem Landwehrkanal gelandet. Es scheint sich um einen Hospitaliten zu handeln, denn sein Hemd trägt den Stempel„Hospital Lichtenberg Nr. 13".— Ilm einen Hospitaliten handelt es sich auch bei dem Manne, dessen Leiche am Engelufer aus dem Luisenstädtischen Kanal gezogen lvurde. Der Tote ist festgestellt worden als eiir früherer Weber Wilhelm Mann, der im Hospital in der Fröbelstraße gewohnt hat.— Am Neichstagsuser 16 wurde gestern früh die Leiche eines etwa 30 Jahre alten Mannes aus der Spree gelandet, die schon ungesähr 14 Tage im Wasser gelegen hat. Nach Papieren, die man bei dem Toten fand, handelt es sich hier um einen 1862 in Berlin geborenen Schlächter Karl Schenkel. Dessen letzte Wohnung konnte noch nicht ausfindig gemacht werden. Der Tote ist 1,64 Meter groß, hat einen dunklen Schnurrbart und trug ein grünliches Jackett, eine graue Hose und Schaftstiefeln. Kleine Nachrichten. Die 23jZhrige Krankenpflegerin Helene St. hat sich in der Wohnung ihres früheren Arbeitgebers erschossen.— Ein Sittlichkeitsverbrecher wurde in der Person des 33jährigen Arbeiters NeumannS aus der Gothenstraß? verhaftet. N. hatte sich an einem 10jährigen Mädchen vergangen. Vorortnachrichten. Wilmersdorf. Opfer der Arbeit. Ein schwerer Unfall ereignete sich in der Brandenburgischen Str. 45. Dort wird die Fassade angestrichen. Als kurz vor Feierabend ein Eimer hochgezogcn werden sollte, trat der im dritten Stockwerk stehende Anstreicher Paul Friedrich aus Nieder- Schönhausen, Augustastraße, fehl und stürzte hinab. Mit zerschmettertem Schädel blieb er tot liegen. F. war 32 Jahre alt und verheiratet. Er hinterläßt drei unmündige Kinder. Pankow. Neue Straficnbahnverbindungen. Die Große Berliner hat sich nach langen Berhandlungen mit der Gemeinde Pankow bereit erklärt, neue Linien hierher zu verlegen. Die Linie 48, bisher Kaiser- Friedrich-Straße endend, soll die Linden-Promenade entlang geführt werden. Die Linie 84 wird durch die Berliner Straße bis nach dem Ämtsgericht, Kissingenstraße verlängert. In der Berliner Straße werden bekanntlich die Gleisd.der Straßenbahn in Nasen« streifen verlegt; auch für die Linden-Promenyde und Kissingen- Straße sind solche vorgesehen. Die Linie 44 soll endlich bis Breite straße weitergeführt werden. Vielleicht erhalten wir auch die Linie IV. Soweit die Verhandlungen mit der Großen Berliner. Werden nun auch die Neuerungen wirklich durchgeführt werden? Vor einigen Monaten fanden bereits einmal Verhandlungen statt, es handelte sich damals besonders uin die Linie 46, die ebenfalls weiter in das Innere des Ortes verlegt werden sollte. Nach kurzer Zeit wurde diese Linie einfach von Pankow entfernt und endet jetzt u, der Nordkapstraße. Gerade diese Linie war für den Ort sehr wichtig, sie stellte die einzige Verbindung nach dem Schlesischen und Görlitzer Bahnhof dar. Daß für die Erweiterung der Verkehrs- anlagen etwas geschehen muß, dürfte jedem Einsichtigen klar sein. Morgens, mittags und besonders abends ist es immer mit großen Schwierigkeiten verknüpft, nach Berlin oder zurück zu gelangen. Mit der Regulierung der Berliner Straße ist nun auch der Zeitpunkt gekommen, für bessere Verbindungen Sorge zu tragen. Lichtenberg. Ausflug. Am Sonntag, den 26. Juli, veranstaltet der Wahl- verein Niederbarnim, Bezirk Lichtenberg, einen Spaziergang nach Schloßpark Friedrichsfelde. Die Genossen und Genossinnen treffen sich in den Lokalen Haberland und Lindenpark(Jnh. Schulze). Dort allgemeines Kaffeekochen. Um 4 Uhr Aufbruch nach dem Schloß- park. Hier gemeinsame Spiele und gemütliches Beisammensein. Die Fraucnlcscabende fallen am Montag, den 27. Juli, in allen Vierteln aus. Statt derselben findet ein gemeinschaftlicher Ausflug nach Sadowa„Waldschänke" statt. Treffpunkt 10 Uhr vormittags Bahnhof Stralau-Rummelsburg. Nachzügler von 3 Uhr ab Waldschänke.— Die Ferienspiele finden wie gewöhnlich statt. Kinder über 10 Jahre können sich an dem Ausflug beteiligen. Für Fahrgeld und Kaffee sind 30 Pf. mitzubringen. Nieder-Schöneweide. Mitgliederversammlung. Am letzten Dienstag hielt der Wahl- verein seine Mitgliederversammlung ab. Genosse Sepp Oerter hielt einen cinstündigen Vortrag über die Trusts. Der Referent legte die großen Schäden und Gefahren der Trusts für die wirtschaftliche und politische Entwickelung aller Händler dar. Dem könne nur durch eine starke Organisation und eine gesunde Genossenschaftsbewegung entgegengearbeitet werden. Der Vortrag wurde mit Beifall auf genommen. Unter Verschiedenem wurde vom Genossen Diesner eine Resolution eingebracht, welche folgenden Wortlaut hat:„Die am 21. Juli im Waldhaus tagende Mitgliederversammlung des Wahlvereins legt hiermit Protest ein gegen den Vorstand des Wahl- Vereins Groß-Berlin. welcher willkürlich oder bedacht die Resolution Adolf Hoffmann, welche vom Massenstreikfonds sprach, aber nicht von einem WahlcechtsfondS, abänderte und dadurch bei der letzten Urabstimmung irrige Auffassungen in die Kreise der Partei« genossen getragen hat." Diese Resolution wurde einstimmig angenommen und soll in der nächsten Kreisgeneralversammlung nachdrücklich vertreten werden. Steglitz-Friedena«. Sommersest. Am Sonntag, den 26. Jult, hält die organisierte Arbeiterschaft beider Orte im„Birkenwäldchen" ihr diesjähriges Sommerfest ab. Für ein gutes Konzert und Belustigung für Jung und Alt ist bestens gesorgt. Der Ueberschuß wird dem Verein„Arbeiterjugend- heim" zugeführt. Waidmannslust. Ferienausstug. Montag, den 27. Juli, findet für die Kinder eine Badepartie nach Hohen-Schöpping statt. Mundvorrat für den ganzen Tag ist mitzubringen. lGemahlcner Kaffee, Spirituskocher.) Treff- punkr um 9 Uhr; für Waidmannslust am Bahnhof, für Hermsdorf am Bahnhof Nord— Ausgang Noon straße. Fahrgeld 10 resp. 20 Pf. Nowawes. Das Gcwcrbegericht, dessen Vorsitz seit September vorigen Jahres Herr Gerichtsassessor a. D. Syndikus Golisch führt, hat sich nach dem jetzt erschienenen Tätigkeitsbericht in der Zeit vom 19. April 1913 in die Berdel Die Ausrüshmg der FiiJfje ist entschieden die wichtigste Vorbedingung für eine genußreiche Gebirgsreise. Welche Tantalusqualen unzweckmäßige Beschuhung hervorrufen kann, hat wohl fast Jeder schon einmal selbst erlebt. Unsere langjährigen Erfahrungen und das ständige Studium der Bedürfnisfrage auf dem Gebiete des Berg" Sports haben in diesem Jahre wieder eine Reihe von neuen praktischen Modellen in Berg« und Tourenstiefeln entstehen lassen, die allen modernen Anforderungen der Touristik entsprechen. Ganz gleich, ob es sich um Wanderungen oder einfache Spaziergänge handelt, ob gefahrvolle Hoch- oder Gletscher-Touren in Frage kommen, wir sind Spezialisten für bergsportliche Fußbekleidung jeder Art. Unsere Auswahl Ist eine unbegrenzte.* Besichtigen Sic unsere Auslagen und hören Sie unsere Ratschläge! bis 31. März 1914 insgesamt mit 138 Streitfällen zu beschäftigen gehabt. Zuständig war es in 117 Fällen, von denen erledigt wurden: ohne Verhandlung durch Belehrung oder Rücksprache 47, durch Vergleich 28, durch Klagezurücknahme 18, durch Nichterscheinen der Parteien 1, durch Versäumnisurteil 10, durch Endurtcil 13 Fälle. Der Wert des Streitgegenstandes betrug: bis 20 M. in 33 Fällen, niehr als 20 bis 50 M. in 22 Fällen, mehr als 30 bis 100 M. in 10 Fällen und mehr als 100 M. in 5 Fällen. Der höchste Wert des Streitgegenstandes betrug 494 M., der niedrigste 1,35 M. Von den Streitsachen wurden erledigt in weniger als 1 Woche 39, in 1— 2 Wochen 26, in 2—4 Wochen 3 und in längerer Zeit als 4 Wochen 2. Von 21 Streitsachen wurden ver« wiesen: an Jnnungsschiedsgerichte 2, an andere Gewerbegerichte 2, an ordentliche Gerichte 11, Gesindestreitsachen, die einem besonderen Verfahren unterstehen 6. An Entschädigung für die Beisitzer wurden 144 M. gezahlt. Das Gewerbegericht ist auch in diesem Berichtsjahr weder als Einigungsamt angerufen, noch sind von ihm Gutachten abgegeben oder Anträge gestellt worden. Ein FerienauSflug findet am Mittwoch, den LS. d. M., nach Rebbrück statt.- Der Abmarsch erfolgt nachmittags 2 Uhr vom Rat- Hause._ Jugendveraustaltuuge». Tcmpelhof-Ma riendorf. Morgen Sonntag, den 26. Juli, findet eine Badepartie nach Bernau stall. Treffpunkt 6 Uhr morzenS Kanalbrücke.— Proviant und Liederbücher sowie Badezeug mitbringen. Charlottcnburg. Morgen Sonntag, den 26. Juli: Ausflug nach Krumme Lanke— Schlachtenjcc. Treffpunkt'Iß Uhr am Bahnhos Charlotten- bürg. Fahrgeld 20 Ps.__ �_ Wasserstands-Nachrichten der LandeSanstalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau Stationen Swinemde.74l>Ä Hamburg Berlin Franks. a.M München Wien 760 S» 762 W � 755 SW 768SW 765W § Wetter chwolkist 4 bedeckt 4 bedeckt sbedeckt bwolkig ssbedeckt Stationen Slwaranda 747 Petersburgstü» Ecilly Aberdeen Paris Wetter wolkig 1 Dunst 4bedeckl 4 bedeckt 747 Still 762 SO 76SWNW 747 SNW leichten n Wetterprognose für Sonnabend, den£5. Juli 1914. Ziemlich kühl, zeltweise aufklarend, vorherrschend wolkig mit Regenschauern und frischen wesllichen Winden. Berliner Wetterbureau. Wetteraussichten für das mittlere Norddcutschland bis Sonntagmittag: Ziemlich, kühl,.windig und überwiegend trübe mit öfter wiederholten, im Sude» meist geringen, im Norden noch viclsach.starken Regenschauern, dazwischen zeitweise Aushclterung des Wetters. Wafferstand M e m e I, Tilsit P r e g e I, Jnsterburg Weichsel, Thorn Oder, Ratibor , Krassen , Frankfurt i a r t h e, Schrimm � Landsberg Netze, Vordamm Elbe, Leitmeritz , Dresden . Barby , Magdeburg Wafferstand Saale, Grochlitz Havel, Spandau') , Rathenow') Spree, Spremberg>) . Beeskow Weser, Münden , Minden R h etn, Maximilians au „ Kaub Köln Neckar, Heilbronn Main, Hanau M ose.!, Trier ') ff- bedeutet Wuchs,— Fall.— 1 Nnterpegel. WitterungSübersicht vom 24. Juli 1914. 4» Die Wärmequelle Qroß=BerlinsI 1 Ilgemein-Derlctiiedenes Trultreie CigarenentaDriH. GARBATY II ii 1 1 1 in 1 W» CSlualKai Manoli-�igarctten DandySPf Jetzt auterGebr.Merz,Zos»w«ntr.31 üaü" Quoiniiuiaren R. Hauke, Stralauer Str. 66. Berkholz, Köpenickerstr. 70. J. Kabelidi, Eosenthnlerstr. ii. E. Kraus, KimimadaiilMstr. 65. A. E. Lauge, Brunnenstr. 166 Liepe, Schöneberg, Oramvildilt.SO. Mover, P.,Stllii.,B9rUnerstr.49— 60 H. Keusch, Breitest. 21, Spandau. Nicola! Nt. Linienstr. 127. lUlii-Sni Bandagen M. 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Verlagsanstalt Paul Singer Sc Co, Berlin SW. Nr. 200. 3l. Jahrg. SeM-SeilU Ks Lroiirb" fit Sicii'itPtn. 25. ZM m Soziales. Wie es dem Landarbeiter geht. In dem Bericht des Mecklenburger LandeSvorstandeS wird folgender Fall hervorgehoben, um zu zeigen, was man dem Land- arbeiter zu bieten wagt, der ein ganzes Menschenalter auf einem Gute gefrondet. Auf dem Gute Weitendorf bei Brüel hatte ein Arbeiter 42 Jahre lang gearbeitet. Nachdem ihm seine Frau ge- starben, er selbst kränkelt, befand er sich in einer trostlosen Lage; niemand kümmerte sich um ihn, wenn er krank im Bette lag. In seinem Jammer stellte er seiner Herrschaft vor, zu seinen Kindern ziehen zu dürfen, da er der Pflege bedürfe, und die Herrschaft möge ihm eine Unterstützung gewähren. Er erhielt folgendes Schreiben: Weitendorf bei Brüel, d. 17. 12. 1S13. Dem Altenteiler A., geb. im Jahre 1843, erhält vom Gute Weitendorf jährlich eine Unterstützung von 20 Mark in halbjähr- lichen Raten postnumerando, wenn er durch beglaubigtes Schreiben nachweise, daß er noch am Leben ist. Irgendwie andere Zahlungen oder Unterstützungen werden für denselben nicht ge- leistet. Die Gutsberrschaft. H ü n i k e n, Weitendorf. Also K'/z Pfennig pro Tag Unterstützung für einen alten, ab- gearbeiteten, kranken 7l)jährigen Mann, der 42 Jahre lang dem Gute seine besten Arbeitskräfte hingegeben." Mit Recht hebt der Bericht hervor, daß dieser Fall typisch ist und daß die Landarbeiter zur Herbeiführung besserer Zustände sich dem Landarbeiterverband anschließen sollten. Internationale diplomatische„Brbciterschutz"konferrnz. Das neue»Schweizer. Bundesblatt" teilt aus den Verhandlungen deS Bundesrates näheres mit über den Stand der Vorbereitungen zu der nächsten, am 3. September in Bern beginnenden internario- nationalen diplomatischen Arbeiterschutzkonferenz. Danach ist der bc- kannte, von einer früheren Arbciterschutzkonferenz gemachte Vorschlag zur Regelung des Verbots der industriellen Nacht- arbeit der jugendlichen Arbeiter und der Fe st- setzung deS zehnstündigen Maximalarbeitstages für Arbeiterinnen und Jugendliche von Deutsch- land, Belgien, Spanien, Frankreich, Großbritannien. Luxem- bürg und den Niederlanden gutgeheißen, von Norwegen und Rußland abgelehnt worden. Es wird angenommen, daß noch weitere Zustimmungserklärungen eingehen und daß die Konferenz als gesichert zu betrachten ist. Die zustimmenden Staaten haben keinerlei Bemerkungen zu den bevorstehenden Verhandlungen gemacht. Rußland erklärte, daß die wichtigsten Bestimmungen der Entwürfe 1913 in ihrer Gesamtheit den besonderen Verhältnissen der russischen Industrie nicht ensprcchen und daß daher die Be- teiligung dieses Staates an den niternationalen Abmachungen nicht möglich sei. An irgend einem reaktionären Streiche würde sich natürlich die russische Regierung gern und ohne weiteres be- teiligen. Norwegen teilt mit, baß die geltende einheimische Gesetz- gebung einen viel ausgedehnteren Arbeiterschutz enthalte, als ihn die Borschläge der Konferenz von 1913 be- stimmen. Ailßerdein werde ein Gesetzentwurf jenen Schutz noch erweitern. Die Regierung sei unter diesen Um- ständen nicht in der Lage, einem Vertrage beizutreten, der den Be- schlüsselt von 1913 entspräche. Da sie ferner annehme, daß diese Beschlüsse durch die diplomatische Konferenz keine wesentlichen Acnde- rungen erfahren werden, glaube sie auf eine Vertretung verzichten zu sollen, wenn sie auch den Zweck der Konserenz wohl zu würdigen wisse. Der Bundesrat teilt ferner mit, daß er wie 1906 der Konferenz formulierte Entwürfe für Verträge vorlegen werde, deren Inhalt die von der vorjährigen Konferenz aufgestellten Grundsätze sowie in An- fügnng die Bestimmungen des Verbots der industriellen Nachtarbeit der Frauen bilden; und weiter, daß er an dem Text einige redaktionelle Verbesserungen getroffen hat. Von einer„Arbeiterschntzgesetzgebting" läßt sich bei den rückständigen„diplomatischen" Vorschlägen nicht gut reden. Insbesondere der Widerstand, den Deutschland der Ausdehnung eines Schutzes für Jugendliche entgegensetzt, ist empörend. Norwegen hat ganz recht, durch seine Nicht- beteiligung klarzustellen, daß es den Humbug nicht mit- macht, der unter der Flagge Arbeiterschutz getrieben wird, tatsächlich aber international organisierter Widerstand gegen Arbeiterschutz ist. Zur Wohnungsnot in den deutschen Städten. Der größte Teil des Volkes hat nur für kleinere Wohnungen Interesse und darum müßte naturgemäß besonders der Klein- Wohnungsbau gepflegt werden. Das ist aber nicht der Fall, wie wieder einmal eine Statistik beweist, die vom Statistischen Amte der Stadt Köln über die Bautätigkeit in deutschen Städten im Jahre 1913 jetzt veröffentlicht wird. Nicht der größte Teil der im vergangenen Jahre neu entstandenen Wohnungen waren Kleinwohnungen, sondern nur 43,47 Proz. betrug im Durchschnitt der Anteil der Kleinwohnungen an der Gesamtzahl der neu entstandenen Wohnungen. Am höchsten war der Prozentsatz in Dortmund, nämlich 69,6 Proz. Düsseldorf folgt mit 69 Proz. kurz hinterher. Immerhin stellten noch über die Hälfte der neuerrichteten Wohnungen Kleinwohnungen dar in Altona, Breslau, Charlottenburg, Chemnitz, Elberfeld, Hamburg, Königsberg, Mannheim, München und Posen. Besonders kläglich ist der Prozent- satz in Erfurt<18, ö Proz.), Bremen und Hamburg sje 13,2 Proz.), Kassel<12,5 Proz.), Leipzig<12 Proz.), Hannover<6.9 Proz.), und in Braunschweig und Nürnberg Detall- geschälte Buttergroßhandlung [ielir.8cliülzßu.lücher9tra8e Lllidenbail�indenstr. 109 Soolquclle. FriedrichK(.8. Lief.t.Kass. Bärwaldstr. Emseracr. IHtägl. friBoh. Naturbutter Bezugsquellen-Verzeichnis Oei�iiti-Sllclen Untenstehende Geschäfte empfehlen sich bei Einkäufen l osaenerBad, Zossen. St. 34 Liofr.säratl.Krankenkafis tfacker- u. Konditoreien Seilerei llordsiern Inh. Guit. MUller FiHalen im Süden. Oden n.Umflebnnq. Okerstr. 11. Spez. Gatos«cliraaekh. Brot 1 Bek. gute Quelle Leykostr. 18. gutes großes Brot Ericli BeDttiin, Falkslr. 12. Hninh HelcSeöEirJit III lu I, Strato 95 WMWmMW A. Gemeieliardl, Adalbert- straBe 92. K.Grundt, Neukölln, Siegfr. Btr. 52. tfigl. 3mol fr. Backw, WKWliWjE MaxHäiE�7™� Straße 162. 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