Nr. 207. jabla and plu Abonnements- Bedingungen: " bonnements Breis pränumerando: Bierteljährl 3,30 M., monatl. 1,10 ML, wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer fg. Sonntags, nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich. SW " 10 m de male AUR den Vorwärts Berliner Volksblaff. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinss und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Bort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Rummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritplak, Nr. 1983. Sonnabend, den 1. August 1914. Parteigenossen! Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplat, Nr. 1984. Der Kriegszustand ist erklärt. Die nächste Stunde schon kann den Ausbruch des Weltfrieges bringen. Die schwerste Prüfung wird damit nicht bloß unserm Volke, nein, unserm ganzen Weltteil aufgezwungen. Bis zur letzten Minute hat das internationale Proletariat seine Schuldigkeit getan, diesseits und jenseits unserer Grenzen, und alle Kraft angespannt, um den Frieden zu erhalten, den Krieg unmöglich zu machen. Waren unsere ernsten Proteste, unsere immer wiederholten Bemühungen erfolglos, sind die Verhältnisse, unter denen wir leben, noch einmal stärker gewesen als unser und unserer Arbeitsbrüder Wille, so müssen wir jetzt dem, was kommen mag, mit Festigkeit ins Auge sehen. Die fürchterliche Selbstzerfleischung der europäischen Völker ist die grausame Bestätigung dessen, was wir seit länger als einem Menschenalter den herrschenden Klassen mahnend, wenn auch vergeblich, zugerufen haben. Parteigenossen! Nicht mit fatalistischem Gleichmut werden wir die kommenden Ereignisse durchleben. Wir werden unserer Sache treu bleiben, werden fest zusammenhalten, durchdrungen von der erhabenen Größe unserer Kulturmission. Die Frauen insbesondere, auf welche die Schwere der Ereignisse doppelt und dreifach lastend fällt, haben in diesen ernsten Zeiten die Aufgabe, im Geiste des Sozialismus für die hohen Ideale der Menschlichkeit zu wirken, auf daß die Wiederholung dieses namenlosen Unglücks verhütet wird, dieser Krieg der letzte ist. Die strengen Vorschriften des Kriegsrechts treffen mit furchtbarer Schärfe die Arbeiterbewegung. Unbesonnenheiten, nußlose und falsch verstandene Opfer schaden in diesem Augenblick nicht nur dem Einzelnen, sondern unserer Sache. Parteigenossen! Wir fordern Euch auf, auszuharren in der unerschütterlichen Zuversicht, daß die Zukunft troß alledem dem völkerverbündenden Sozialismus, der Gerechtigkeit und der Menschlichkeit gehört. Berlin, den 31. Juli 1914. 675 An unsere Leser! *** Arbeiter, Parteigenossen! Der Parteivorstand. Die Verhängung des Kriegszustandes und der damit verbundene Uebergang großer Machtvollkommenheiten an die Militärbehörde hebt die für Friedenszeiten geltenden Bestimmungen über Preß-, Versammlungs- und Vereinsrecht auf oder schränkt sie erheblich ein. Die Entscheidung über Inhalt der Zeitungen wie über Versammlungsrecht usw. liegt jetzt in den Händen der Militärbefehlshaber. Das ist für Berlin und für die Provinz Brandenburg, das heißt für das Verbreitungsgebiet unseres Blattes, der Oberbefehlshaber in den Marken. Die Verordnungen, die von dieser Militärbehörde erlassen sind, zwingen uns Einschränkungen auf und bedrohen den Bestand unserer Zeitung. An unserer Ueberzeugung und prinzipiellen Haltung wird selbstverständlich nichts geändert. Wir erwarten von der Schulung und Ueberzeugungstreue unserer Genossen, daß sie die Zwangslage, in die unser Blatt versetzt worden ist, verstehen und ihm in diesen schweren Tagen die Treue bewahren. Sie werden die Zeitereignisse im Lichte ihrer sozialistischen Erkenntnis betrachten und trotz der unheilschwangeren Situation ihre Zuversicht auf den Sieg unserer Sache aufrechterhalten. Verhängung des Kriegszustandes. Berlin, 31. Juli. Wolffs Telegraphenbureau meldet: Ans Petersburg ist hente die Nachricht des deutschen Botschafters eingetroffen, daß die allgemeine Mobilmachung der russischen Armee und Flotte befohlen ist. Darauf hat Seine Majestät der Kaiser den Zustand der drohenden Kriegsgefahr befohlen. Der Kaiser siedelt heute nach Berlin über. Seine Majestät der Kaiser haben auf Grund des Art. 68 der Reichsverfassung das Reichsgebiet ohne Bayern in Kriegszustand erklärt. An militärischen Maßnahmen kommen bei„ drohender Kriegsgefahr" hauptsächlich in Betracht: 1. Alle an der Grenze und zum Schuße der Eisenbahn erforder lichen Maßnahmen. 2. Verkehrsbeschränkungen der Post, des Telegraphen, der Eisenbahn usw. zugunsten des militärischen Bedarfs. Weitere Folgen des Zustandes der drohenden Kriegsgefahr sind: 3. Erklärung des Kriegszustandes für das gesamte Reichsgebiet. 4. Verbot von Veröffentlichungen über Truppenbewegungen und Berteidigungsmittel. Der Kriegszustand ist gleichbedeutend mit dem Belagerungszustand in Preußen. Siehe Artikel 68 der Reichsverfassung. Der Kriegszustand über Bayern. München, 31. Juli. Nach einer Königlichen Verordnung vom 31. Juli 1914 wird über das Gesamgebiet des Königreichs der Kriegszustand verhängt. Für die Pfalz wird das Standrecht angeordnet. Die Redaktion des„ Vorwärts". des bei öffentlichen Aufläufen verursachten Schadens verBekanntmachungen des Ober- weise ich auf das Gesetz vom 11. März 1850( Geſchbefehlshabers in den Marken.sammlung Seite 199). Bekanntmachung. Der Oberbefehlshaber in den Marken. Warnung. Durch Allerhöchste Verordnung ist für Berlin und die Nachdem durch Allerhöchste Verordnung der Kriegszustand Provinz Brandenburg der Kriegszustand für Berlin und die Proving Brandenburg erklärt worden ist, erklärt. Die vollziehende Gewalt geht hierdurch an mich über. Mit Bezug hierauf setze ich hiermit die Artikel 5, 6, 27, 28, 29, 30 und 36 der Verfassungsurkunde vom 31. Januar 1850 für den in Striegszustand erklärten Bezirk bis auf weitere Bestimmung außer Straft und verordne, was folgt: a) Die Zivilverwaltungs- und Gemeindebehörden bleiben in ihren Funktionen, haben aber meinen Anordnungen und Aufträgen Folge zu leisten. b) Haussuchungen und Verhaftungen können von den dazu berechtigten Behörden und Beamten zu jeder Zeit vorgenommen werden. c) Alle Fremden, welche über den Zived ihres Auf enthalts sich nicht gehörig ausweisen können, haben im Falle der Aufforderung durch die Ortspolizeibehörde den in Kriegszustand erklärten Bezirk binnen 24 Stunden zu verTassen. d) Der Verkauf von Waffen, Pulver und Sprengmitteln an Zivilpersonen ist verboten. Zivilpersonen dürfen nur dann Waffen tragen, wenn es ihnen von mir oder von der Drtspolizeibehörde ausdrücklich gestattet ist. Wer sich mit Waffen betreffen läßt, ohne eine solche Erlaubnis zu haben, wird sofort entwaffnet. e) Wegen der Verpflichtung der Gemeinden zum Ersatz werden die Strasbestimmungen der§§ 8 und 9 des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851, welches hiermit in Straft tritt, in Erinnerung gebracht. § 8. Wer in einem in Belagerungszustand erklärten Orte oder Distrikte der vorsätzlichen Brandstiftung, der vorsätzlichen Verursachung einer Ueberschwemmung, oder des Angriffs oder des Widerstandes gegen die bewaffnete Macht oder Abgeordnete der Zivil oder Militärbehörde in offener Gewalt und mit Waffen oder gefährlichen Werkzeugen versehen sich schuldig macht, wird mit dem Tode bestraft. Sind mildernde Umstände vorhanden, so kann statt der Todesstrafe auf zehn- bis zwanzigjährige Zuchthausstrafe ertannt werden. § 9.8 § 9. Wer in einem in Belagerungszustand erklärten Orte oder Distrikte a) in Beziehung auf die Zahl, die Marschrichtung oder angeblichen Siege der Feinde oder Aufrührer wissentlich falsche Gerüchte ausstreut oder verbreitet, welche geeignet find, die Zivil- oder Militärbehörden hinsichtlich ihrer Maßregeln irrezuführen, oder b) ein bei Erklärung des Belagerungs. zustandes oder während desselben vom der] Militärbefehlshaber im Intereffe öffentlichen Sicherheit, erlassenes Verbot übertritt, oder zu solcher Uebertretung auffordert oder anreizt, oder c) zu dem Verbrechen des Aufruhrs, der tätlichen Widerschlichkeit, der Befreiung eines Gefangenen oder zu anderen im§ 8 vorgesehenen Verbrechen, wenn auch ohne Erfolg, auffordert oder anreizt, oder d) Bersonen des Soldatenstandes zu Verbrechen gegen die Subordination oder Vergehungen gegen die militärische Zucht und Ordnung zu verleiten sucht, soll, wenn die bestehenden Geseze teine höhere Freiheitsstrafe bestimmen, mit Gefängnis bis zu einem Jahr bestraft werden. Berlin. Der Oberbefehlshaber in den Marken. In Ergänzung meiner Bekanntmachung über die Verhängung des Kriegszustandes bestinnte ich: Wo in der genannten Bekanntmachung von Vorschriften der preußischen Verfassung gesprochen wird, gelten die Anordnungen der Bekanntmachung auch für alle an deren Stelle getretenen reichsrechtlichen Vorschriften. Außer den bereits getroffenen Anordnungen bestimme ich hiermit weiter: Alle öffentlichen Versammlungen bedürfen der Genehmigung, die wenigstens 48 Stunden vor Beginn der Versammlung bei der Polizeibehörde nachzusuchen ist. Einberufung des Reichstages. Berlin, 31. Juli. Für den Fall des Kriegsausbruchs Im übrigen bleiben die bisher bestehenden gesetzlichen ist Berufung des Reichstages auf Dienstag, den 4. August, in Bestimmungen maßgebend, soweit ich nicht im Interesse Aussicht genommen. Die Eröffnung wird im Weißen Saale des Staates und der öffentlichen Sicherheit im allge- des Königlichen Schlosses zu Berlin um 1 Uhr nachmittags meinen oder in einzelnen Fällen anderweitige Anordnungen erfolgen. Die Kaiserliche Verordnung wegen der Berufung erlasse. steht noch aus. Ich verbiete hiermit Veröffentlichungen und Mitteilungen militärischer Angelegenheiten. zu Eine Rede des Kaisers. Wilhelm II. hat Freitagnachmittag vom Balfon des Schlosses Uebertretungen dieses Verbots werden streng bestraft. aus folgende Rede gehalten: Gegen unbefugte Verbreiter von derartigen Nachrichten wird „ Eine schwere Stunde ist heute über Deutschland hereingemäß§ 9b des Gesetzes vom 4. Juni 1851 cingeschritten. gebrochen. Neider überall zwingen uns zur gerechten VerteidiWer dieses Verbot übertritt oder zu solcher llebertretung gung. Man drückt uns das Schwert in die Hand. Ich hoffe, daß auffordert oder anreizt, soll, wenn die bestehenden Geseze feine wir, wenn es nicht in lester Stunde meinen Be= mühungen noch gelingt, die Gegner zum Einsehen höhere Freiheitsstrafe beſtimmen, mit Gefängnis bisa zu bringen und den Frieden zu erhalten, das einem Jahre bestraft werden. In einer weiteren Bekanntmachung appelliert der Ober- Schwert mit Gottes Silfe so führen werde, daß wir es mit Ehren In einer weiteren Bekanntmachung appelliert der Ober- wieder in die Scheide stecken können. Enorme Opfer an Gut und befehlshaber in den Marken an den Patriotismus der Berliner Blut würde der Krieg von uns fordern. Die Gegner aber würden Bevölkerung und erklärt, daß die von ihm erlassenen Maß erkennen, was es heißt, Deutschland zu reizen. Und nun empfehle regeln nur allein deshalb erforderlich seien, um die rasche und ich Euch Gott, jetzt geht in die Kirche, kniet nieder vor Gott und gleichmäßige Durchführung der Mobilmachung zu gewährleisten. bittet um Hilfe für unser braves Heer." Europas Schicksalsstunde. Das furchtbare Verhängnis, das wir warnend vorausgesagt und dessen Gang wir uns mit allen Kräften entgegen gestemmit, scheint sich erfüllen zu sollen: Der Ausbruch des Weltkrieges. Der Kriegszustand ist bereits in Deutschland verhängt und soll, nach den Worten des Kommandierenden in den Marken lediglich der Durchführung der Mobilmachung dienen. Die letzte Entscheidung kann also in jeder Minute fallen und das letzte Fünfchen zagster Friedenshoffnungen fämpft mit dem Erlöschen. Wilhelm II. selbst hat am Freitagabend gesprochen, und aus seinen Worten flang der ganze schreckliche Ernst der Situation. Wenn nicht seinen Friedensbemühungen in legter Stunde noch Erfolg beschieden sei, jei der Krieg unvermeidlich. Die Hoffnung auf Erhaltung des Friedens ist um so geringer, als jetzt im Stadiumt allgemeinsten fieberhaftesten Rüstens aller Nationen die begreifliche Nervosität ruhiges Verhandeln und vernünftiges Abwägen ungemein erschwert. Und dennoch, gerade das Land würde der ganzen Kulturwelt einen unendlichen, von späteren Geschlechtern noch als menschliche und kulturelle Großtat gepriesenen Dienst er weisen, das am längsten Besonnenheit und starke Nerven bewohrte! MIS fortzusetzen. Niemand kann wissen, ob nicht Rußland| Solche Betrachtungen über Verschulden oder Nichtvernur deshalb seine Kriegsbereitschaft in forciertem Tempo fort- schulden kommen heute und erst recht nach der zu erwartenden zujeßen für notwendig hielt, weil der Lokal- Anzeiger Kriegserklärung zu spät. Zu spät nicht nur, weil mit der durch sein eigentümliches Versehen fälschlicherweise die deutsche Aufhebung der Preßfreiheit jede unabhängige MeinungsMobilisation publizierte. Aber auch Rußlands Mobilisierung äußerung aufgehört hat, sondern auch weil es heute müßig braucht Deutschland noch nicht nervös zu machen, weil ja Ruß- wäre, darüber zu philosophieren, was besser getan und besser land wegen seiner Heeresorganisation und der Weitläufigkeit vermieden worden wäre. seines Landes unendlich viel längere Zeit zur Mobilisierung gebraucht wie Deutschland. Noch also ist Zeit vorhanden zu Verhandlungen, die so furchtbares Unheil von der europäischen Kulturmenschheit abwenden könnten, insbesondere von Deutschland selbst, das ja, nach den Worten Wilhelms II. selbst, enorme Opfer an Gut und Blut" bringen müßte, wäre das Schidial wirklich unabwendbar. Heute, in der allerlegten, entscheidendsten Stunde handelt es sich nur noch um die eine Frage: Wie kann der Krieg troß alledem noch vermieden werden? Und auch da können wir unsere Auffassung, die Ansicht von Millionen und aber Millionen des deutschen Volkes, nur noch einmal in die Mahnung an die Verantwortlichen zusammenfassen, alle Kraft, alle Energie, alle nüchtern wägende Klugheit einzuseben für die Erhaltung des Friedens! Das sozialistische Wir können es auch jetzt noch nicht für unabwendbar Proletariat aller Länder ist im gleichen Sinne halten, weil te in Staat, feine Mächtegruppe mit Sicher- leidenschaftlich tätig gegenüber allen Regieheit auf ieg, Lorbeer und politische Erfolge rungen! rechnen fann. So müssen alle Teile zu billigem Aus- Sollte dennoch das Ungeheuerliche Wirklichkeit werden, gleich entschlossen sein, wenn nur der rechte Weg gefunden sollte der Völferfrieg mit blutigen Wogen Europa überwird. Und, so sollten wir meinen, gerade bei der so schwie- schwemmen, eins ist sicher: die Sozialdemokratie trägt keinerrigen und verwidelten Lage müßte es feinen höheren Triumph lei Verantwortung an den kommenden Ereignisfen! Denn noch wäre der Frieden zu erhalten, wenn es gefür einen Staatstenfer geben, als durch seine Energie, Zähig länge, Ausgleichsbedingungen zu formulieren, auf die Oester- feit und unverwüstliche Kaltblütigkeit das furchtbare Schicksal reich sowohl wie Rußland eingehen fönnten. Nur müßten von den Nationen, und nicht zuletzt dem so namenlos in Mit die Bedingungen den nun einmal politisch gegebenen Ver- leidenschaft gezogenen eigenen Volfe abzuwenden! hältnissen Rechnung tragen, und Rußlands Rolle in der Poli- Walther Rathenan verlangt, daß doch der Leffentlichkeit tik nicht unberücksichtigt lassen. Diesen von uns wiederholt die Bedingungen der beiden Parteien mitgeteilt würden. Das dargelegten Standpunkt vertritt nunmehr auch Walter wird vermutlich erst geschehen, wenn, wie die Regierung beRathenau im Berl. Tageblatt", ein Mann, der absichtigt, bei Ausbruch des Krieges den Reichstag zum in Industriefreisen zu den führenden Persönlichkeiten gehört. 4. August einberufen wird. Dort wird er die offizielle Wie der ja halboffiziöse Lokal- Anzeiger" wissen will, deutsche Auffassung der Dinge erfahren, die dann vielleicht soll der Kaiser in der Tat noch in letter Stunde akzeptable auch noch durch amtliche literarische PublikatioAusgleichsbedingungen bei Rußland vergeblich durchzuseßen nen des Näheren dargestellt wird. Rußland und Frank versucht haben. Rußland habe vielmehr mit der Mobili- reich werden natürlich die Dinge von ihrem Standpunkt fation seiner gesamten Armee geantwortet. aus schildern. Welche Darstellung aber den wirklichen Diese russische Mobilisation erscheint uns als fein Grund, Tatsachen am meisten gerecht wird, das wird erst die Zukunft die ernste sten, geduldig sten. Verhandlungen vom ans Tageslicht bringen, erst der objektive Geschichtsforscher Standpunkt ehrlichster Friedenspolitik aus feststellen. Einschränkung der Presse. Auf Grund des§ 10 des Gesetzes gegen den Verrat militărischer Geheimnisse vom 3. Juni 1914( Reichsgefeßblatt S. 195) berbiete ich bis auf weiteres die Veröffentlichung von Nachrichten über Truppen und Schiffsbewegungen oder über Verteidigungsmittel, es sei denn, daß die Veröffentlichung einer Nachricht durch die zuständige Militärbehörde ausdrücklich genehmigt ist. Zuständig für die Genehmigung sind die Generalfommandos, die stellvertretenden Generalfommandos, die Marinestationskommandos und das Gouvernement Berlin für die in ihrem Bezirk erscheinenden Drudschriften. Zu den Nachrichten, deren Veröffentlichung verboten ist, gleichbiel ob sie sich auf Deutschland oder einen fremben Staat beziehen, find besonders zu rechnen: 1. Aufstellung von Truppen als Grenz-, Küsten- und Inselschutz. lleberwachung der Hafeneinfahrten und Flußmündungen. 2. Maßnahmen zum Eisenbahnschutz und zum Schuße des Kaiser Wilhelm Kanals und Aufstellung der dazu bestimmten Truppen. 3. Angaben über den Gang der Mobilmachung. Einberufung von Reserven und Landwehr und Alarmachen( Ausrüstung) von Schiffen. 4. Aufstellung neuer Formationen und ihre Bezeichnung. 5. Eintreffen von Kommandos in den Grenzgebieten zur Vorbereitung der Einquartierung. 6. Bau von Rampen auf den Bahnhöfen im Grenzgebiete durch Eisenbahntruppen und Zibilarbeiter. 7. Einrichtung von Magazinen in den Grenzgebieten und Aufläufe von Vorräten durch die Militär- und Marineverwaltung. 8. Abtransport von Truppen und Militärbehörden, von Geschützen, Munition, Minen und Torpedos aus den Garnisonen und Richtung ihrer Eisenbahnfahrt. 9. Durchfahrt oder Durchmarsch von Truppen anderer Garnis sonen und Richtung der Fahrt und des Mariches. 10. Eintreffen von Truppenabteilungen aus dem Inland und der Grenze und Angabe ihrer Ausladestationen und Quartiere. 12. Angabe der Grenzgebiete, wo sich keine Truppen befinden ober wo die Truppen weggezogen werden. 13. Ramen der höheren Führer und ihre Verwendung und etwaiger Rommandowechsel. 14. Angaben über den Abtransport nnd das Eintreffen der höheren Kommandobehörden und des Großen Hauptquartiers. I Tieje Worte waren niedergeschrieben, als der Telegraph folgende schicialsschwere Meldung brachte: Berlin, 31. Juli. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Nachdem die auf einen Wunsch des Zaren selbst unternommene Vermittlungsarbeit von der russischen Regierung durch allgemeine Mobilmachung der russischen Armee und Marine gestört worden ist, hat die Regierung Seiner Majestät des Kaisers heute in St. Petersburg wissen lassen, daß die deutsche Mobilmachung in Aussicht steht, falls Rußland nicht binnen 12 Stunden seine Kriegsvorbereitungen einstellt und hierüber eine bestimmte Erklärung abgibt. Gleichzeitig ist an die französische Regierung eine Anfrage über ihre Haltung im Falle eines deutschrussischen Krieges gerichtet worden. Königsberg i. Pr., 30. Juli. Pferdeankäufe sind in den Gouvernements Tauroggen und Suwalfi im Gange. Thorn, 30. Juli. Im Gouvernement Plod sind die Mobilmachungspferde ausgehoben worden. Eydtkuhnen, 30. Juli. Die russische Grenzwache hat ihre Wachthäuser in Brand gesezt. Zollbeamte behaupten, daß dies die Mobilmachung bedeutet. 15. Störungen der Eisenbahntransporte durch unglüds fälle und unbrauchbar werden von Eisen- Fahrt bahnen und Brücken. 16. Arbeiten an Festungen, Küsten und Feldbefestigungen. 17. Bereitstellen von Wagenparks und Arbeitern für Zwede des Heeres oder der Marine. 18. In- und Außerdienststellung von Kriegsschiffen. 19. Aufenthalt und Bewegungen von Kriegsschiffen. 20. Fertigstellung und Auslegen von Sperren und Ausrüstung von Schiffen mit Minen. 21. Veränderung von Seezeichen und Löschen der Leuchtfeuer. 22. Beschädigung von Schiffen und ihre Ausbesserung. 23. Besetzung der Marine- Nachrichtenstellen. 24. Bereitstellung. Herrichtung und Beschlagnahme von Schiffen der Rauffahrteimarine für 8wede der Marine; Aenderung der 25. Bereitstellung von Docs. von Petersburg nach Wirballen in Wilna drei MilitärDanzig, 30. Juli Zuverlässige Reisende haben auf der züge mit Artillerie gesehen. Alle Mannschaften waren friegsmäßig ausgerüstet. Unsere Leser mögen angesichts solcher alarmierender Meldun gen faltes Blut bewahren. Vor allem ist zu bedenken, daß die russische Mobilisierung nicht nach deutschem Maßstabe gemessen werden darf. Was in der deutschen Heeresorganisation in einigen Tagen durchzuführen wäre, erfordert in Rußland Wochen. Die verhältnismäßig geringen Eisenbahnverbindungen, die gewaltige Ausdehnung des Reiches, schlechte Wege, die Schwerfälligkeit des Berwaltungsapparates usw. lassen die russische Mobilisierung nur sehr langsam vor sich gehen. Wenn man auch den Ernst der Sis tuation nicht verkennen darf, so sind doch Nachrichten, die von der Oftgrense fommen, fühl und kritisch aufzunehmen. Ein Wort Bismarcks. Direkte Bedrohung des Friedens zwischen Deutschland und 26. Veröffentlichung von Briefen von Ange- Rußland ist kaum auf anderem Wege möglich als durch künstliche hörigen des Heeres oder der Marine ohne Ein- Berhesung oder durch den Ehrgeiz russischer ober verständnis der in der Heimat verbliebenen Militär- deutscher Militärs von der Art Stobelews, die den Krieg behörden. wünschen, bevor sie zu alt werden, um sich darin auszuzeichnen. Gedanken und Erinnerungen, 2. Band. Die vorfägliche Zuwiderhandlung gegen das Verbot wird mit site Gefängnis oder Festungshaft bis zu brei Jahren Vollständige Mobilisierung in Geſterreich. oder mit Geldstrafe bis au 5000 Mart bestraft. Berlin, den 31. Juli 1914. Der Reichskanzler. Alarmnachrichten an der Ostgrenze. Eydtkuhnen, 30. Juli. Die zweite und dritte russische Kavallerie- Division stehen an der Grenze zwischen Wirballen und Augustow. Allenstein, 30. Juli. Es fann feinem Zweifel unterliegen, 11. Stärke und Bezeichnung der in den Grenzgebieten auf daß die russische Mobilmachung an der Grenze in vollem Gange ist. marschierenden Truppen. Wien, 31. Juli. Infolge der russischen Mobilisierung hat der Kaiser nunmehr die allgemeine Mobilisierung angeordnet, welche durch Plakat kundgemacht worden ist. Ausfuhrverbot in Belgien. Brüssel, 31. Juli. Die belgische Regierung veröffentlicht im Staatsanzeiger einen Erlaß, in dem sie von heute ab zu Lande und zu Wasser die Ausfuhr von Bich aller Gattungen, ferner von Getreide, Mühlenerzeugnissen, Heu, Stroh und anderen Futtermitteln, von Delen, die zum Betriebe von Motorkräften nötig sind, von Automobilen, Motorrädern Kriegsbedarfs und von Gegenständen, die zur Herstellung von sowie Fahrzeugen, die mit Tieren bespannt werden, verbietet. Kriegsbedarfsartikeln dienen; Auch die Ausfuhr von Pferden nach allen Ländern wird verboten. Mobilisierung in Holland. Haag, 31. Juli. Die Königin der Niederlande hat heute mittag um 1½ Uhr durch Erlaß die sofortige Mobilmachung befohlen. Keine Kriegsstimmung in Italien. 3. die Ausfuhr und Durchfuhr von Rohstoffen, die bei der Herstellung und dem Betriebe von Gegenständen des Kriegsbedarfs zur Verwendung gelangen. Unter letzteres Verbot fallen: Eisenerze, auch Schladen vom Metallhüttenbetrieb und eisenhaltiger Schwefelties, Kupfer, Steinfohlen, Braunkohlen und Kots sowie Prepfohlen, Mineralöle, roh oder gereinigt( darunter Petroleum und Benzin), Teeröle, Baumwolle, Wolle, auch gefrempelt und gefämmt( Sammzug), Flachs, Hanf, Jute, Felle und Häute zur Lederbereitung, mechanisch und chemisch Rom, 31. Juli.( Privattelegramm des Vorbereiteter Holzstoff( Holzmasse und Zellulose), Kautschul, Guttamärts".) Die heutige Auffassung über die gegenwärtige percha und Balata, roh oder gereinigt. Situation ist bedeutend pessimistischer. Hier dauert der Die Verordnungen treten sofort in raft. Der ReichsFriedenswille auch der bürgerlichen Blätter fort. Majjen- fangler ist ermächtigt, Ausnahmen zu gestatten und die erforderlichen fundgebungen, die für eine Neutralität Italiens eintreten Sicherheitsmaßregeln zu treffen. sollen, werden abgehalten werden. Die Konföderation der Arbeit veröffentlicht ein Manifest gegen den Krieg, auch fordern die Gewerkschaften auf, sich zur Verhinderung einer italienischen Einmischung bereitzuhalten. Ueber eine Mobilisierung Italiens ist bisher nichts bekannt. Das Choleragespenst. Lemberg, 31. Juli. Infolge der Ausbreitung der asiatischen Cholera im Gouvernement Podolien hat die Statthalterei eine sanitäre Revision der aus den verseuchten Gebieten ankommenden Reisenden und ihres Reisegepäcs auf den Stationen Brodny und Podwoloczyska verfügt. Es ist nur zu sicher, daß in jenen Gegenden, die ganz besonders von der Mobilmachung betroffen sind, die Seuche schnell weiter um sich greifen oder gar eine Gefahr für alle europäischen Staaten werden wird. So künden sich schon alle Schreden des Krieges an! Wirkungen des Kriegszustandes. Erhöhung des Zinsfußes. Die Störung des Geldmarktes durch die bedrohliche politische Situation zwingt jetzt auch die deutsche Reichsbank zur Erhöhung des Zinsfußes. Der Diskont( 3ins für die Bevorschussung von Warenwechseln) ist von 4 Proz. auf 5 Proz., der Lombardzinsfuß für Darlehen gegen Verpfändung von Wertpapieren und Waren von 5 auf 6 Proz. erhöht worden. p Tollgewordene Kriegspatrioten. " Je ernster die Lage geworden ist, umso toller gebärdet sich die nationale" Presse. Die furchtbare Nachricht, daß der Kriegszu stand verhängt ist, hat in einer ganzen Reihe von Organen lauten Jubel ausgelöst. Von, schönen 3eiten", denen wir entgegengehen, schwärmt die Deutsche Tageszeitung". Und die " Post" schreibt:" Der Kaiser hat gesprochen. Er ruft das Volk zu den Waffen. Hurra, es lebe der Kaiser!" Vielleicht das tollste aber leistet sich die„ Tägl. Rundschau"; fie leitartikelt: „ Noch keine deutsche Mobilmachung. Man weiß nur eins sicher: Es kann nicht mehr lange dauern. Wie auf eine Er lösung wartet alles auf die Mobilmachungsorder. Es tann nicht mehr lange dauern.... Nachgerade finden wir, daß die Geduldsprobe schon zu lange gedauert hat; worauf eigentlich will man noch warten? Es gibt nichts mehr, was uns wirklich überzeugen fönnte, daß eine so völlige Zurückhaltung wie bisher über den nächsten Tag hinaus uns noch erlaubt sein könnte. Man ist der unerhörten russischen Herausforderung müde und wünscht nichts dringender, als daß man jezt die Partie mit raichem 3uge zu einer Entscheidung führe. Man begreift nicht mehr, worauf noch gewartet wird. Wir schreiben hier Geschichte des Tages und wir müssen hier der Wahrheit gemäß feststellen, daß heute das Ausbleiben einer deutschen Mobilisierungsorder als Antwort auf die russische eine allgemeine schwere Enttäuschung bereitet hat Wir schreiben hier die Geschichte auch der Stimmungen der Straße und müssen der Wahrheit gemäß feststellen, daß das allgemeine Nichtbegreifen so grenzenloser Langmut sich schon zu un erfreulichen Ge= des rüchten über die persönliche Haltung Diese Verteuerung des Kredits bedeutet eine neue Erschwerung des wirtschaftlichen Verkehrs. Kaisers gegenüber der legten unerbittlichst ent Notwendigkeit verdichtet..." Schon die letzte Krise, in der wir noch jetzt stehen, wurde nicht Die letzten Worte mit dem Vorwurf gegen den Kaiser er mit Unrecht zum Teil auf die Erschütterung des Kreditwesens innern an den Ausfall der" Post" während der Marokkofrise, die durch den Balfankrieg zurückgeführt. Die jetzige durch damals dem Kaiser auch Mangel an persönlichem Mut vorwarf. die Ereignisse notwendig gewordene Maßnahme der Reichs- In ihren Kriegstreibereien scheuen die Mordspatrioten bank, wird dem Wirtschaftsleben noch schwerere Wunden einem Mittel zurüd. Furchtbarer aber denn je erhebt sich die schlagen und die Krise wesentlich verschärfen. Ueberall werden Frage: Sollen diese Treibereien Erfolg haben? bereits Arbeiterentlassungen vorgenommen und angekündigt, weil die Produktion von Massenkonsumartifeln zu stoden beginnt. Die Bank von England, die vorgestern ihren Diskont von 3 auf 4 Proz. erhöhte, hat gestern ihren Zinssat von 4 auf 8 Proz. erhöht, d. h. verdoppelt. England als neutraler Staat würde von allen anderen friegführenden Staaten als Geldgeber beansprucht werden. Nach Art. 68 der Reichsverfassung tann der Kaiser, wenn die öffentliche Sicherheit im Bundesgebiet bedroht ist, einen jeden Teil desselben in Kriegszustand erklären. Die Wirkungen des für Deutschland jetzt verhängten Kriegszustandes find dieselben wie die einer Verhängung des Belagerungszustandes. Die Aenderungen 5 auf 6 Proz. erhöht. gegenüber dem sonstigen Rechtszustand sind folgende: 1. Die vollziehende Gewalt geht an die Militärbefehlshaber( das ist für Berlin der Oberbefehlshaber in den Marken) über. Die Zivilverwaltungs- und Gemeindebehörden haben den Anordnungen und Aufträgen der Militärbefehlshaber Folge zu leisten. Diese sind für ihre Anordnungen persönlich verantwortlich. Die Militärpersonen stehen während des Kriegszustandes unter den für den Kriegszustand erlassenen Gesezen. 3. Der Militärbefehlshaber hat die Gerichtsbarkeit über alle zur Besagung gehörenden Militärpersonen. 4. Die in den§§ 8 und 9 des Gesetzes über den Belagerungszustand aufgeführten Straftaten( die Paragraphen sind in der Verordnung des Befehlshabers in den Marken wörtlich angeführt) werden mit höheren Strafen als sonst bedroht. 5. Es können Kriegsgerichte eingerichtet werden. Diese haben dann an Stelle der 8ivilgerichte die in den§§ 8 und 9 des Gesezes über den Belagerungszustand angeführten Straftaten sowie die Verbrechen des Hochverrats, des Landesverrats, des Mordes, des Aufruhrs, der tätlichen Widersetzung, der Zer störung von Eisenbahnen und Telegraphen, der Befreiung von Die österreichisch- ungarische Bank hat ihren Diskont von Betriebseinschränkungen und Arbeiter= entlassungen überall. Von allen Seiten werden uns Betriebseinschränkungen und Arbeiterentlassungen gemeldet. Viele Firmen haben infolge der durch die Kriegsgefahr einlaufenden Annullationen der noch vorliegenden spärlichen Ordres dir Arbeitszeit auf Dreiviertel oder die Hälfte herabgesetzt. Andere Betriebe schließen einfach. Ungeheuerliche Heherei. 112= Die Rheinisch Westfälische 3 citung" mar sprünglich unter den wenigen Blättern, die gegen den drohenden Strieg auftraten. Inzwischen ist aber auch das Effener Scharfmacherblatt eingeschwenft in die Reihe der Kriegsheper. Um diese Schwenfung nach Möglichkeit zu mastieren, schlägt sie wie toll gegen Frankreich los: Wenn wir zum Kriege gerufen werden", schreibt das KruppBlatt, handelt es sich nicht mehr um Serbien, sondern das in bitteren Jahrzehnten vollgelaufene Staubeden des nationalen Grolles über so manche Zurüdseßung, Beschimpfung, über die französischen dreisten Verhöhnungen unserer Ehre, ibre Angriffe auf unsere Ruhe im eigenen Hause, vor allem in der elsaz- lothringischen Stube, die dreisten Werbungen für die Fremdenlegion, den schnöden Betrug, der im Maroffohandel gegen uns verübt worden ist, furz aller dieser jahrzehntelang 311= sammengeflossene Groll, der wird dann mit einem Male abgelassen und wie ein Frühlings hochwasser alles Eis brechen." Das ist nicht nur eine dreiste Fälschung der Tat. sachen, das ist auch noch eine geradezu gemeingefähr. liche Verschärfung der Kriegshebereien, von denen Aus Hermsdorf a. Aynast meldet man dem„ Vorwärts" sowieso schon der ganze Blätterwald widerhallt. Sie macht sich beu. a., daß die Firma Neumann u. Stäbe, Kunst- und Lurus- fonders schön bei einem Blatte, das zunächst den Anschein erweckte, glasschleiferei folgende Bekanntmachung angeschlagen habe: als ob es eine Stüge der Friedenspartei sein wolle! Infolge der schwierigen und ungünstigen Wirtschaftslage sehen wir uns veranlaßt, die zit unserem Werke gehörenden Betriebe( Hermsdorf, Agnetendorf, Giersdorf, Petersdorf und Schreiberhau) vom 3. August an ruhen zu lassen." Die ,, Vaterlandslosigkeit der Sozialdemokratie". vor der bayerischen Kammer. In der baherischen Kammer kam am Freitag die Bewilligung Von der Entlassung werden allein ungefähr 300 Glasbon 75 000 Mt. für die Jugendpflege zur Erörterung. Diese 75 000 Gefangenen, der Meuterei, des Raubes, der Plünderung, schleifer betroffen. der Erpressung, der Verleitung der Soldaten zur Untreue abzuurteilen. Eine hochangesehene Firma in Barmen- anger sendet dem„ Borwärts" eine Zuſchrift, in der es am Schlusse sehr ernst heißt: 6. Die Artikel 5, 6, 7, 27, 28, 29, 30 und 36 der preußischenfeld Verfassungsurkunde können zeit oder distriktweise außer Rraft gefet werden. Der Inhalt dieser Artikel ist folgender: Artikel 5 der Verfassung lautet: Die persönliche Freiheit ist gewährleistet. Die Bedingungen und Formen, unter welchen eine Beschränkung derselben, insbesondere eine Verhaftung zulässig ist, werden durch das Gesetz bestimmt. Art. 6 spricht von der Unverleglichkeit der Wohnung und läßt Saussuchungen und Beschlagnahmen von Briefen nur in den gefeßlich bestimmten Fällen und Formen zu. Art. 7 erklärt Ausnahmegerichte für unstatthaft. Artifel 27 und 28 stellen den Grundsatz der freien Meinungsäußerung und der Preßfreiheit auf und verbieten die Einführung der Zensur. Art. 29 und 30 geben das Vereins- und VersammIungsrecht. Art. 36 schreibt vor, daß die bewaffnete Macht nur auf Requisition der Zivilbehörde zur Unterdrüdung innerer Uns ruhen verwendt werden darf. Die Einführung des Kriegszustandes hat die Wirkung, daß die in diesen Art. 5, 6, 7, 27 bis 30 und 36 gegebenen verfassungsrechtlichen Garantien für die Dauer des Kriegszustandes aufgehoben sind. Inwieweit die in den angeführten Artikeln aufgeführten Rechte eingeschränkt sind, bestimmt der militärische Oberbefehlshaber. Das Vereins- und Versammlungsrecht ist für Berlin und die Mark dahin eingeschränkt, daß VersammInngen nur nach 48 Stunden vorher erfolgter Anzeige und nur mit Genehmigung abgehalten werden dürfen. Wirtschaftliche Folgen. Ausfuhrverbote. Der Bundesrat hat dem Erlaß von drei kaiserlichen Verordnungen, betreffend das Verbot der Ausfuhr von Ver= pflegungs-, Streu und Futtermitteln, ferner von Tieren und tierischen Erzeugnissen sowie von Kraftfahr= zeugen( Motorwagen, Motorfahrrädern und Teilen davon) und von Mineralro hölen, Steinkohlenteer und allen aus diesen hergestellten Delen zugestimmt. Unter das Verbot der Ausfuhr von Verpflegungs-, Streus und Futtermitteln fallen: Roggen, Weizen, Spelz, erste, Hafer, Buchweizen, Mais, Malz, Reis, Hülsenfrüchte, Müllereierzeugnisse aus Getreide, Reis und Hülsenfrüchten, Kartoffeln, frisches Gemüse, Zwiebeln, Sellerie, Gemüselonserven, Pflanzenfette, Heu und Stroh sowie sonstige Futtermittel aller Art, ferner Streu. Weiter ist verboten: Infolge der alarmierenden Kriegsnachrichten und der damit verbundenen Annullationen der noch vorliegenden spärlichen Ordres hat sich bereits eine Anzahl Firmen ver. anlaßt gesehen, eine Betriebseinschränkung auf Dreiviertelund sogar halbe Tage vorzunehmen, teils mit dem gleichzeitigen Hinweise, daß bei dem Ausbruche eines Krieges mit Deutschland mit einer sofortigen gänzlichen Stillegung gerechnet werden müsse. Nicht allein die große Arbeiterschaft, sondern auch weite Schichten der weniger gut und besser situierten Bürgerschaft würde bei einem europäischen Kriege in ein unübersehbares Elend gestürzt werden. Es ist daher die Pflicht eines jeden, für eine friedliche Lösung der schwebenden Arise bemüht zu sein, zumal das strittige Objeft- sagte doch selbst Bismard bei einer Gelegenheit, daß der ganze Balfan nicht die Knochen eines doch gar zu einzigen preußischen Grenadiers wert sei wenig ist. Durch Vertretung eines solchen Standpunktes braucht die Würde des Deutschen Reiches keineswegs zu leiden." Schließung der Börsen. Mark, die eigentlich für Zwecke der Arbeitslosenversicherung vor. gesehen waren, aber wegen der Ablehnung der Reichsratsfammer dafür feine Verwendung finden fonnten, sollen einzig und allein der bürgerlichen„ baterländischen" Jugendbewe. gung zugeführt werden. Dagegen erhoben natürlich unsere Ge offen scharfen Protest. Genosse Hofmann- Kaiserslautern sprach in ihrem Namen. Dabei führte er u. a. aus: Wir protestieren auch gegen den groben Mißbrauch des Wortes vaterländisch". Vaterländisch ist auch die Sozialdemo fratic, vaterländisch ist auch die proletarische Jugendbewegung. Der Begriff Vaterland ist unabhängig von der jeweiligen Gesell schaftsordnung. Auch die Republikaner haben ein Vaterland, und sie lieben ihr Vaterland. Wir Sozialdemokraten sind nicht vaterländisch? Wenn in einigen Tagen das deutsche Volk zu den Waffen greifen wird, dann sind wir Sozialdemokraten vater ländisch, dann dürfen wir Haus und Hof der anderen verteidigen. Wir dürfen auch sterben fürs Vaterland. Die Zurückgekehrten aber sind dann wieder die vaterlandslosen Gesellen, die man mit Ausnahmegejeßen traftiert. Wir stehen jetzt unmittelbar bor geschichtlichen Ereignissen, die den Bestand des Reiches in Frage stellen können und die vielleicht den letzten Mann zur Verteidi gung des Vaterlandes notwendig machen. Und in diesem Augenblick geht das von Parteihaz erfüllte Ministerium Hertling mit neuen Ausnahmegesehen gegen die Sozialdemokratie vor." Als der Redner soweit gekommen war, unterbrach ihn der Präsident v. Orterer mit scharfen Worten, die unter den Zentrumsabgeordneten laute Zustimmung fanden. Der. Genosse Hofmann wiederholte:„ Wir stellen fest, daß das Ministerium Hertling die Parteipolitik über die Vaterlandspolitik stellt." Taraufhin schritt der Zentrumspräsident zum zweitmal ein, und Sämtliche deutschen, englischen und französischen Börsen haben wieder brüllte seine Partei Beifall. Die bahe ihren Verkehr eingestellt. Fast überall ist auch die Liquirische Kammermehrheit arbeitet schon ganz in der Stimmung, die dation( Verrechnung) des Handels mit Wertpapieren bis Ende der Militärpartei längst als schönes Ziel vor Augen stand.... August verschoben worden. Selbst die Londoner Börse muß sich zu gleichen Maßnahmen entschließen. Zahlungseinstellungen. Der Pforzheimer Bankverein geriet durch Spekulationen seines Direktors, Friedrich Hermann, in Zahlungsschwierigfeiten. Angeb= lich sollen die Engagements Hermanns infolge der jüngsten scharfen Kursrüdgänge ein Defizit von sechs Millionen ergeben haben. Direktor Hermann wird seit zwei Tagen vermißt. Kleine Moten. Die Direktion der französischen Bank in Paris veröffentlicht folgende Mitteilung: Um der augenblicklichen Verlegenheit in Umlaufsmitteln abzuhelfen, hat die Banque de France beschlossen, Banknoten von 20 und 5 Francs in den Verkehr zu bringen. Politische Uebersicht. Gegen die Heter. 1. die Ausfuhr und Durchfuhr von Eisenbahn- Das Wolffiche Telegraphenbureau teilt mit: Gegen die material aller Art, von Telegraphen- und Fernsprechgerät sowie Verbreiter der falschen Meldungen, daß gestern die deutsche Teilen davon, von Luftschiffergerät aller Art, von Fahrzeugen und Mobilmachung befohlen worden sei, ist bereits gestern die Teilen davon; Verfolgung eingeleitet worden. Es handelt sich 2. die Ausfuhr und Durchfuhr von Baffen, um eine Reihe von Zeitungen, gegen die das Verfahren im Munition, Pulver und Sprengstoffen, sowie anderen Artikeln des Gange ist. Lezte Nachrichten. Anklage im Maffenstreikprozeß! 7 Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren wegen der Massenstreifresolution in der Groß- Berliner- VerbandsGeneralversammlung abgeschlossen und gegen die Genossin Rosa Luxemburg und die Genossen Düwell, Ledebour und Dr. Kurt Rosenfeld die Anklageschrift eingereicht. Die Laufiger Aussperrung beendet! Kottbus, 31. Juli.( W. T. B.) Angesichts der politischen Ereignisse erachtet es der Arbeitgeberverband der Laufiber Tuchindustrie für seine Pflicht, die Aussperrung so fort für beendet zu erklären. Die Verbandsbetriebe werden am Montag, den 3. August, früh 6 Uhr, wieder geöffnet. Belgien mobilisiert. Brüssel, 31. Juli.( W. T. V.) Die Regierung hat die Mobilisierung angeordnet. BA Todes- Anzeigen B Am Freitag, den 31. Juli 1914, morgens 8 Uhr, verschied nach langem, schwerem Krankenlager mein lieber Gatte, unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Buchdruckereibesitzer Georg Eichler im 48. Lebensjahre. Dies zeigen mit der Bitte um stilles Beileid tiefbetrübt Ida Eichler nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. August, nachmittags 4 Uhr, auf dem Friedhof der Freireligiösen Ge2856b meinde, Pappel- Allee, statt. Am Freitag, den 31. Juli, morgens 8 Uhr, verschied nach schwerem und langem Krankenlager unser unvergeßlicher Prinzipal, der Buchdruckereibesitzer Georg Eichler im 48. Lebensjahr. Wir verlieren in dem Dahingeschiedenen einen den heutigen Zeitströmungen stets Rechnung tragenden humanen Chef, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. Das Personal der Buchdruckerei G, Eichler Schmidstr. 24/25. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. August, nachmittags 4 Uhr, auf dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde, Pappelallee, statt. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Bezirk III. Am 29. Juli verstarb die Frau unseres Sollegen Wrege, Hedwig geb. Löwestr. 10. Meier, Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 3. August, nachm. 3, Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. 74/20 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 2857b Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. V. a. G. Berlin, Bezirk 9. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schmied Rudolf Schankin Grünthaler Str. 47 am Mittwoch, den 29. Juli, ver storben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. August, nachmittags 1 Uhr, von der Halle der Sophien- Gemeinde, Freienwalder Straße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 257/20 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin, Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Gürtler am Friedrich Berndt Wolliner Str. 27 30. Juli an Lungenleiden gestorben ist, Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. August, nach mittags 42 Uhr, von der Halle des Golgatha- Stirchhofes in der Barfusstraße aus statt. Den Kollegen ferner zur Nach richt, daß unser Mitglied, die Arbeiterin Wilhelmine Glitzki Weißensee, Gürtelstr. 10, am 29. Juli an Rüdenmartsleiden gestorben ist. am Die Beerdigung fir.det Sonntag, den 2. August, nachmittags 4 lor, von der Leichen halle des Gemeinde- Friedhofes in Weißensee, Falkenberger Straße, aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Metallarbeiter Rudolf Schankin Grünthaler Str. 47 am 29. Juli an Schlaganfall. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. August, nach mittags 1, Uhr, von der Leichen halle des Sophien- Kirchhofes in der Freienwalder Straße aus statt. Ehre ihrem Andenken: Rege Beteiligung erwartet 123/2 Die Ortsverwaltung. Verhand d. Gemeinde- u. Staatsarh. Filiale Groß- Berlin. Nachruf. Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen August Erfurt ( Bauverw. d. Berl. Kan.- Berfe). Die Beerdigung fand am Sonn abend, den 25. Juli, bereits statt. Ehre seinem Andenken! 35/8 Die Ortsverwaltung. Deutscher Bauarbeiter- Verhand. Zweigverein Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Maurer Hermann Fengler Bezirk O. II., am 29. Juli verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 1. August, nachmittags 2 Ubr, von der Halle des Gemeinde Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Ferner starb am 29. Juli unser Mitglied, der Rabikputer Hermann Rennert ( Bezirk Wedding). Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. August, nachmittags 2 Uhr, von der Halle des Dantes- Kirchhofes, Reinicken dorf- West, Blankestraße, aus statt. am Ferner starb am 26. Juli unser Mitglied, der Buzer Rudolf Schattat am ( Bezirk Charlottenburg). Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. August, nach mitlags 2, Uhr, von der Halle des Luisen- Kirchhofes am Fürstenbrunner Weg aus statt. 144/1 Ehre ihrem Andenken! Um rege Beteiligung ersucht Die örtliche Verwaltung. Deutscher Buchbinder- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Kollege August Trapp nach langem Leiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 1. August, nachmittags Uhr, auf dem Friedboj der Thomasgemeinde in Neutölln, Hermannstraße statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 24/7 Die Ortsverwaltung. Am Sonntag verstarb plötzlich mein lieber Mann, unser guter Vater, der Puter Rudolf Schattat im Alter von 36 Jahren. am Um stille Teilnahme bitten Ida Schattat u. Töchter. Die Beerdigung sind et Sonntagnachmittag 22 Uhr vom Luisen Kirchhof, Fürstenbrunner Weg, aus statt. 2851b Gestern verstarb unerwartet unser hochberehrter Chef, Herr Willi Pottlitzer Wir verlieren in demselben einen Mann, der stets für uns reges Interesse hatte und uns allen wohlwollend zur Seite stand. Wir werden demselben ein bleibendes Andenken bewahren! Die Arbeiter der Firma R. Blume. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine geliebte Frau Wilhelmine Glitzki geb. Köhler am Mittwoch, den 29. Juli, 92 Uhr, nach langem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. August, nach mittags 4 Uhr, von der Halle des Gemeindefriedhofes, Fallenbergerstraße, Weißensee aus statt. 143A Der trauernde Galte Paul Glikki, Weißensee. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Kranzipenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau und unserer guten Mutter sagen wir allen Teilnehmern sowie den Kollegen und Kolleginnen der Firma E. Kübler u. Co., den Mitbewohnern der Häuser Scharnweberstr. 71, Selirstraße 36 und 37, insbesondere dem Gesangverein„ Einigkeit" innigsten Dank. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Drofchlenführer Wilhelm Jlenz am 29. Juli im Alter bon 73 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 1. August, nach mittags 48 Uhr, von der Reichen balle des Dantes Kirchhofes, Reinidendorf, Blankestraße, aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unjer Kollege, der ( Geschäftskutscher Gustav Rambow von der Firma 2. Lehmann, Lichtenberg, Alter ant 28. Juli im 20 Jahren verstorben ist. von Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 1. August, nach mittags 2%, Uhr, von der Leichen halle des Gemeinde- Friedhofes Lichtenberg, Lutstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 67/6 Die Bezirksverwaltung. Danksagung. Für die zahlreiche Beteiligung und schönen Kranzspenden bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes und Bruders, des Handschuhmachers Paul Bautze jagen wir allen Verwandten, Freun den, Kollegen und Bekannten, ins besondere dem Gesangverein Gesundbrunner Harmonie, Wahlverein und Lederarbeiterverband unseren herzlichsten Dant. 126A Robert Baute nebst Frau und Geschwister. Zurück. 28526* Dr. Felix Davidsohn unjern Oranienstr. 51 28196 Arzt für Licht- u. Wasserbehandlung Röntgenlaboratorium. Paul Thäle nebst Kindern. Sonnabend, 1. August 1914.11 Anfang 5 Uhr. Passage- Theater. Kino- Varieté. Potsdamer Naturtheater. Alt Potsdam. Anfang 7 Ubr. Cines Nollendorf- Theater. Quo vadis. Anfang 7, Uhr. Westen. Die Walküre. Anfang 8 Uhr. Urania. Der deutsche Riefentanal. Norwegen, das Land der Mitter nachtssonne. Schiller O. Tannhäuser. Berliner. Wie einst im Mai. Königgräber Straße. Mr. Wu. Thalia. Wenn der Frühling fommt. Metropol. Die Reise um die Erde in 40 Tagen. Theater an der Weidendammer Brücke. Der müde Theodor. Residenz. Das Ateliergeheimnis. Wintergarten. Spezialitäten, Reichshallen. Stettiner Sänger. Palast Theater. Varieté und Lichtfpiele. Berliner Prater- Theater. Grigri. Admiralspalaft. Im Tangoklub. Anfang 8%, Ubr. Theater und Vergnügungen URANIA| Friedrich- Wilhelmst. Th. Theater am Nollendorfplatz 5. Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Der deutsche Riesenkanal ( Nord- Ostseekanal). 8 Uhr: Norwegen, das Land der Mitternachtssonne. ZOOLOG ischer Garten Täglich Gr. Militär- Konzert. Eintrittspreise: Zoo 1 M., von 6 Uhr ab 50 Pf. Aquar. 1M. v.d.Str., 50Pf. vZoo Kinder unt. 10 Jahr. die Hälfte. Neu!! Neu! AQUARIUM 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. Theater a. d. Weidendammerbrücke Heute und Sonntag Zum Uhr Luisen. Der Leiermann und fein 8 ühr, Sonntag 3 154. Male! Pflegekind. Kleines. Der Kleds. Theater am Nollendorfplatz. Der Jurbaron. Roie. Cine tolle Sache. Walhalla. Der unsichtbare Mensch. Folies Caprice. Schwache Nerven. Eine ruhige Sommerwohnung. Verbotene Frucht. Luftspielhaus. Die spanische Fliege. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Leutnantsliebchen. Anfang 9 Uhr. Cines Nollendorf.Theater. Quo vadis. Sternwarte, Invalidenftr. 57-62 Sachse- Oper. Ballner Schiller- Theater 0. Theater. Abends 8 Uhr: Tannhäuser und fleine Preise Letzte Aufführung! Der müde Theodor. Montag, 3. August: Novität! Der süße Fratz. 11 WINTER CARTEN Die sensationellen Attraktionen! Saharet die australische Tanzdiva Perzinas Pagageien Kabarett The Grecian maids englisches Tanz- Ensembl. und eine Kette 8 Uhr tgl. d. Operettenschlager: 8 Uhr: Leutnants liebchen. Der Juxbaron. Reederei Kahnt& Hertzer Fernsprecher Morgen Sonntag Königst. 2062. Dampfer- Extrafahrt burden Großschiffahrt sweg Berlin bis Niederfinow Abr. 7, 11. Weidendammer Br.- Bahnh. Friedrichstr. Nur Hinfahrt 3,10. Morgen Sonntag u. Sonntag, den 9. August: Nad Teupitz( Tornows) bf. 7%, 116 Waisenbrücke. Idyll Hin u. zurüd 2 M. Zu diesen Fahrten sind Fahrkarten vorher in unserem Burehu, C2, An der Stralauer Brüde 4/5, zu haben. Achtung! Ab Waisenbrücke: Neu! Montag, Dienstag Abj. über nad Stienitzsee Neu! Donnerstag, Freitag 8 Woltersdorf dem dort Ankunft Rückfahrt Hin und 125 m. ca. 1, Uhr. 6 Uhr. zurüd und Burd bis Kalkberge, zurüd Jeden Montag u. Donnerstag Wenden- Neue Mühleb. 2 Uhr schloß- Grünau- Krampenburg hin u.zur. Jeben Dienstag und Freitag nad Woltersd. Schleuse 59 Pf. N.- Ahlbeck, Müggelschloß, Jeden Mittwoch nach Wendenschloß- Ziegenhals der. Grünau- Krampenburg Tornows Kinder 25 Pf. Abfahrt 8 Uhr, Seben Wittwoch Teupitz( Idyll) bin und zurüd 2 M. nach Bon Café Alsen( Schlesische Brücke) Abfahrt je 4 Stunde später. Achtung! Ab Weidendammer Brücke. } Phoeben durch die herrlichen Hin u Dienstag Donnerstag 8 nach Jeden Havelseen. Neu! Ab Neukölln J8.u.21hr ab Kaiser- Friedrichbr. zurüd 1 M. Sonntag 18.2%, Uhr abzsildenbruchbr. nach Krampenbury hin u. zurüd 1 M., einfach 50 Pf., Kinder 50 resp. 25 Pf. Die Rückf. der Sonntagstour endet abends in Café Aljen resp. Waisenbr. Montag und Neu- Ahlbeck, Woltersd. Schl.) Abfahrt 8.50 Uhr Donnerstag Müggelschloß Dienstag und Grünau- Neue Mühle Mittwoch Freitag Krampenburg GrünauKrampenburg Ziegenhals Jeden Montag Neu- Ahlbeck u. Donnerstag Müggelschlos Neu- Helgoland Jeden Dienstag und Freitag Grünau- Krampenburg Jeden Mittwoch Grünau- Waldidyll Kais.- Friedrichbr Abfahrt 9.05 Uhr Wildenbruchbr. Hin u. zur. Kind, 25 Pf. 55 Pf. Abfahrt 1/2 Uhr Kais.- Friedrichbr Abfahrt 1, Uhr Wildenbruchbr. Hin u. zur. 50 Pf. Kinder 25 Pf. Bon Café Alsen( Schles. Br.) Abfahrt etwa 1, Stunde später. Der Sängerkrieg auf hervorragender Kunstkräfte! A der Wartburg. Rauchen gestattet! Theater in der Königgrätzer Straße Metropol- Theater. Täglich 8 Uhr: Mr. Wu. Abends 8 Uhr: Reichshallen-Theater. Wiederbeginn Der Soireen ber Stettiner Sänger nach ihrer Ferienreife. Anf. 8 Uhr. U.T LICHTSPIELE Weinbergsweg 16-17 Reinickendorferstraße 14 Heute: Eröffnung der neuen Von der Michaelbrücke am Stadtbahnbogen. Heute Sonnabend große Sommernachts: Promenadenfahrt mit Musit nach Schmödwig, Restaurant Storch neft. Daselbst Tanz- Reunion. Abfahrt 91, Uhr abends. Preis hin und zurüd 50 Pf. Sonntag, den 2. August, Abf. 81, und 2 Uhr: Extrafahrt nach Woltersdorfer Schleuse. Preis hin und zurüd 90 Pf. Außerdem täglich 91, Uhr mit Musit nach Woltersdorf sowie Montag und Donnerstag nach Rüdersdorf, 10 Uhr nach Neue Mühle, Strampenburg und Schmöckwik. Preis hin und zurück 55 Pf., nach Rüdersdorf 70 Pf. Kinder zahlen halbe Preise. Reederei Zachow. Tel. Sgit. 6965. Der ist der schönste Ausflugsort? Immer noch Pichelswerder, an der neuen beim Alten Freund. 99/4 Berliner Theater. Die Reise um die Erde Wo? Zum 299. Male. 8 Uhr: Wie einst im Mai. in 40 Tagen. Heerstraße Saison mit dem raffiniertesten Detektivschlager von Theater des Westens. Some bend, Sonntag, Montag: Walküre. Anfang 7%, Uhr. Passage- Panoptikom. Lebend! Die letzten weiblichen Azteken! AGA die schwebende Jungfrau. Buddhas Geistertafel. Alles ohne Extra- Entree! Eintr. 50 Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. Admiralspalast. Eis- Arena. Berlins kühlster Aufenthalt. Abends 9 Uhr: Im Tangoklub" und ,, Die lustige Puppe". Bis 6 Uhr und ab 10%, Uhr halbe Kassenpreise. DOSE= THEATED Große Frankfurter Str. 132. Eine tolle Sache. Anfang 8 Uhr. Auf der Gartenbühne Rund um die Spree. Gr. Revue. Borher Konzert, Spezialitäten. Folies Caprice. Täglich 8 Uhr: Schwache Nerven. Eine ruhige Sommerwohnung. Verbotene Frucht. Voigt- Theater Babstraße 58. Morgen Sonntag: Das Liebesparadies. Drig. Operett.- Burleske mit Tanz in 3 Alten von W. Geride. Gänzlich neue Spezialitäten. Saffeneröffn. 10 Uhr. Anf. 2 Uhr. Hund Puhlmanns Theater Baskerville. Schönh.Allee 148. Kastanienallee 97/99 Inter neuer Leitung der beliebten Direktion W. Herrmann Konzert, Theater, Spezialitäten. Zum Schluß: Wo hast du dein Weh' Weh'chen! Anfang 4 Uhr. Verantw. Redakteur: Albert Wachs, Berlin. In jeratenteil verantw.; Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl Nr. 207. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 1. Jugust 1914. Parteigenossen! Die Bemühungen der Berliner Parteileitung, die Berliner Arbeiterschaft am Sonntag noch einmal zu einer Kundgebung für den Frieden zu vereinen, find fehlgeschlagen. Der geplanten Demonstration im Treptower Park ist durch die folgende Ablehnung die Genehmigung versagt worden: Berlin- Treptow, den 31. Juli 1914. An Herrn Eugen Ernst Berlin SW. 68, Lindenstr. 2. Dem heute gestellten Antrage auf Genehmigung einer öffentlichen politischen Versammlung am Sonntag, den 2. Auguft 1914, mittags 12 Uhr, unter freiem Himmel auf dem großen Spielplatz im Treptower Park fann ich nicht entsprechen. Die Versammlung richtet sich gegen den Krieg. Daher ist aus ihrer Abhaltung in den gegenwärtigen ernsten Zeiten, in der Deutschland vor einer der folgenschwersten Entscheidungen steht, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit zu befürchten( Reichsvereinsgesetz§ 7). worden. Es werden daher am Dienstagabend 6% Uhr eine Reihe Versammlungen stattfinden. Die Tagesordnung lautet: Für den Frieden! Ein Breßsünder. Parteileitung hat nämlich in ihrem Antrage die große partei- zeugung, daß nur dort ihre Interessen gewahrt werden. Wie wäre politische Bedeutung des seit über einem Jahrzehnt bestehenden es sonst auch überhaupt denkbar, daß Familienväter Monate hinGrütlisekretariats wohl anerkannt, beantragt sie doch, daß dieses durch einen Kampf führen, bei dem lediglich die Anerkennung des nunmehr selbständig werdende Institut alljährlich wegen seiner Koalitionsrechts, die Anerkennung des Bauarbeiterverbandes und Bedeutung für die Landagitation mit nicht weniger denn drei das freie Recht der Zugehörigkeit zu ihm den Kerapunkt des ganzen tausend Franken aus der Parteikasse subventioniert werden soll. Kampfes bilden. Wenn die Bauarbeiter bisher awangsweise in den sozialdemokratischen Fesseln" zurückgehalten worden sind, wie Polizeiliches, Gerichtliches usw. es in dem Schreiben heißt, dann müßten sie sich jetzt eigentlich raufen um die lockenden Angebote der Hochedlen Herren mit ihren Gutsmaurern". Aber das Gegenteil ist der Fall. Sie liefern die die Bolkszeitung", geführten Brozeſſen hat sich ein neuer geſellt. ſation ab und beweisen damit, daß fie auch fernerhin bereit sind, Zu den zahlreichen bereits gegen unser Bittauer Parteiblatt, Schreiben, die auf den Gimpelfang berechnet sind, an die Organis Genosse dia uch wurde zu 2000 Mart Strafe oder acht Tionaten der Organisation treu zu bleiben. Gefängnis verurteilt, weil er zwei Aerzte in Ebersbach beleidigt Wie schön es den Bauarbeitern in den Mund geschmiert wird, baben soll. Den Aerzten wurde nachgesagt, bei der Behandlung daß auch der Bauherrenverband den wirtschaftlichen Bestrebungen eines Dienstmädchens die Interessen ihres Dienstherrn, eines Guts der Bauarbeiter ja gar nicht abhold ist und es nur die Richtung" besizers, vertreten zu haben, mit dem Zweck, das Mädchen in dem ist, die ihm nicht paßt; geht aus einem anderen Brief hervor, den Dienst des Gutsbesikers zu erhalten. Die harte Strafe wurde der Junker Blittersdorf ebenfalls an einen Maurer richtet und in verhängt, trotzdem unser Parteiblatt lediglich den Tatbestand ge- dem es heißt: schildert hatte. Gewerkschaftliches. Die feudalen Bauherren auf dem Gimpelfang. daß „ Die Bestrebungen des Pommerschen Bauherrenberbandes richten sich durchaus nicht gegen eine Organisation der Bauhandwerfer überhaupt. Denn kein verständiger Mensch wird es denselben verdenken, wenn sie dadurch ihre wirtschaftlichen Interessen fördern wollen, sondern gegen den in den freien Gewerkschaften vorherrschenden Einfluß der sozialdemokratischen Partei. Benn Sie in Treptow z. B. eine auf christlicher fönigstreuer Gesinnung und Grundlage beruhende Organisation sich schaffen würden, die Ihre Interessen und Arbeitsbedingungen genau so vertreten und regeln fönnte, dann werden Sie ganz bestimmt die Sympathien und sogar die tatkräftige Unterstüßung des Bauherrenverbandes und aller- fonservativen Männer hier finden. Ich verdenke es keinem Menschen, wenn er sich bemüht, wirtschaft. lich vorwärts zu kommen, und achte einen jeden königstreuen und tüchtigen Arbeiter genau so gut wie mich selber. Sollte der Wunsch einmal bestehen, eine solche Organisation ins Leben zu rufen, werde ich raten, sich an den Bauherrenverband in Stettin zu wenden, der sicher dazu behilflich sein würde. Aber natürlich muß der Anstoß zu einer solchen Organisation von Ihnen felber ausgehen. Gegen fozialdemokratische Einflüsse werden wir Kons servativen stets fämpfen.". Die Leutseligkeit des Junkers in dem Schreiben erinnert uns lebhaft an die Fabel von dem Meister Reinike, der den Hasen zu einem Tanz aufforderte und ihn dann verſpeiſte. Den Wunsch werden die Bauarbeiter in Pommern wohl nie äußern, eine Orga=. nisation von Bauherrenverbands Gnaden zu gründen, bei der von Thadden oder von Blittersdorf Gevatter stehen und hinterher auch den Ton angeben. Dazu halten wir die Bauarbeiter für viel zu reif auf gewerkschaftlichem und politischem Gebiet, als daß fie nicht einsehen könnten, daß sie nach diesem Rezept sich ihren Webgern felber ausliefern würden. Die Bauarbeiter werden es deshalb auch den Bauherren vom Schlage der Blittersdorf und Thadden überlassen, sich weiter an dem sozialdemokratischen Bauarbeiterverband die Zähne auszubeißen. Seitdem die organisierten Bauarbeiter in Pommern und Wecklenburg den Spieß umgedreht und die Bauplätze derjenigen Bauherrnverbandes von den Bauarbeitern den Austritt aus dem Unternehmer gesperrt haben, die auf Veranlassung des feudalen J. V.: Dr. Niese. Bauarbeiterverband verlangten, sind die feudalen Herren arg in Der Versuch, durch Abhaltung von 39 Volks- die Patsche geraten. Ueber vier Monate haben jetzt die Bauarbeiter in verschiedenen Orten in Pommern und in Mecklenburg versammlungen am Sonntag den gewollten dem Ansturm des Bauherrenberbandes standgehalten. Viele von Zweck zu erreichen, ist durch die Verschiebung der ihnen find abgereift und arbeiten außerhalb, von der Familie entfernt. Und die übrigen führen den Kampf mit Hilfe des Baurechtlichen Verhältnisse, durch die vorgeschriebene arbeiterverbandes weiter, der auch dadurch nicht geschwächt worden Berliner Streifbrecherreservoir einigen Grfab zu erhalten. Einholung der Genehmigung gleichfalls vereitelt, da es den Unternehmern in einigen Fällen gelungen iſt, aus Diese Berliner sind doch für die feudalen Bauherren nicht die richtigen Leute. Wenn sie auch wohl zum Streifbruch bereit sind, so sind sie doch nicht anspruchslos genug. Und da sie wissen, daß man sie doch nur als Helfer in der großen Not betrachtet, so suchen fie die Situation für sich auch auszunüßen, so gut es eben geht. Bei nicht allzuviel Arbeit, über dessen Quantum, wenn es von den verhaßten organisierten Bauarbeitern geleistet würde, man unbedingt über die faulen Bauarbeiter" schimpfen und sie vom Bau jagen würde, zeigen sich diese Berliner Streifbrechergesellschaften auch noch von einer anmaßenden und aufdringlichen Seite, die den feudalen Herren absolut nicht gefällt, da sie es gewohnt sind, mit " ihren" Leuten" anders umzuspringen. Und so verfallen sie denn auch immer wieder darauf, die einheimischen Leute durch schöne Versprechungen zum Abfall von der Organisation zu bewegen. Der Landrat von Thadden in Trieglaff und der Baron bon Blittersdorf aus Karolinenhof, diese beiden Hauptmacher des Pommerschen Bauherrenverbandes, bemühen sich ab wechselnd, die Maurer, die nicht von ihrer Organisation lassen wollen, zu bewegen, auf die Leimruten des Bauherrenverbandes. Tarifbewegung im graphischen Gewerbe. Durch das Eingreifen zu kriechen, die sie in der Form des sogenannten" Gutsmaurers" des Herrn Gewerbegerichtsdirektors Dr. Prenner konnten die ausgelegt haben. Der Junker schreibt die Briefe an die Maurer, Differenzen im graphischen Gewerbe in München, die bereits zur in denen er ihnen die Stelle eines Gutsmaurers in Aussicht stellt, Kündigung aller organisierten Lithographen und Steindruder führte, und weist sie dann um den Bandat, ber sich wiederum freut, wenn beigelegt merden. Rag einer fiintindigen Berhandlung. vor dem er mit bazu beitragen fann, die Leute aus den sozialdemokratischen Einigungsamte machte Dr, Prenner den VermittelungsFeffein", herauszubekommen, wie es mortlich, in einem Schreiben vorfchlag, die Arbeitszeit an den Vorabenden von Ostern, Pfingsten, zu lesen ist. Diese Auffassung puft natürlich nur in den Stopfen Weihnachten und Neujahr von 7 auf 5 Stunden durchgehend ber hocheblen Bauherren. Alles, was sich ihrer Gefolgschaft nicht reduzieren. Die Arbeitgeber berpflichten sich, außer den gewährten mehr anschließt, was sich von den konservativen Juntern nicht mehr zwei Erfaßtagen für die aufgehobenen Feiertage fofort einen Tag am Gängelband führen lassen will, wird nach ihrer Meinung Urlaub und ab 1. Januar 1917 einen weiteren Tag Urlaub zu anderswo gefesselt. Daß die Arbeiter sich aus Ueberzeugung von gewähren. Die Lohnzulage wird ab 1. Juli rüdwirtend nachbezahlt. den konservativen Machern abgewendet haben, scheinen sie gar Sowohl die Unternehmer, als auch die Lithographen und Steins nicht für möglich zu halten. Wenn die pommerschen Bauarbeiter drucker stimmten in ihren Versammlungen diesem Vermittelungsetwas an die Organisation fesselt, dann ist es lediglich die Ueber- vorschlage zu. Gegen die Kriegsheher! Die Versammlungslokale werden noch in einer späteren Nummer des„ Vorwärts" bekanntgegeben werden. Aus der Partei. Sozialdemokratie Der kommende außerordentliche Parteitag der schweizerischen hat bereits zu einer scharfen Breßpolemit geführt. Die Stellung des Parteitags der Grüfflaner gur Sekretärfrage hat nur die Billigung zweter Tagesblätter gefunden, während andere Blätter, allen voran die der Kantone Bern, Zürich und Thurgau mit aller Energie für ein Parteisekretariat eintreten, das fein Sekretariat des Grüflivereins sein soll. Es muß jedoch festgestellt werden, daß die Parteiorgane, die da mit einem ziemlichen Aufwand an Kraftausdrücken die Stellungnahme der Geschäftsleitung der Partet zu verteidigen glauben, derselben einen Bärendienst erweisen. Die Kleines Feuilleton. " aber beklagten die Russen nur den verhältnismäßig geringen Vera| großer Freund Wilhelm Leibt zusammen geschaffen und beide luft. von 100. Offizieren und 1375 Mann, während die Japaner figniert haben, steht der hünenhafte breitschultrige Leibl, das als Tote 133 Offiziere und 4071 Mann zählten. Wieviel Muni- Gewehr zum Schuß bereit, während der kleine, weniger mordtion war erforderlich, um dies zu vollbringen? Die Antiport ist begierige Sperl mit der Hand auf den emporfliegenden HühnerDer Lokal- Anzeiger" hat mobilisiert. Es ist der Krieg ein roh eingangs gegeben, und die nähere Spezifizierung ist folgende: aug hinweist, der Leibs Biel bilden soll. Wie in einem Symbol gewaltsam Handwert, aber für die bürgerliche Bresse bat er einen Ruffischerseits wurden nicht weniger als 736 185 Kartuschen für ist hier die einzigartige Freundschaft der beiden Maler charakte goldenen Boden. Jetzt wuchert sie mit falschen Gerüchten, über Gewehre und Mitrailleufen, 7780 Schüsse aus den Belagerungs- risiert. Als solch ein hilfsbereiter, Ziele weisender Kumpan hat borteilt die Leser mit aufgebauschten Lügengeweben, wirft ganze geschützen und dazu eine nicht ermittelte Anzahl von Schüffen der der beweglich geschicte perl dem ungeschlachten, ungelenken Lejbl Ladungen sensationeller Alarmnachrichten auf den Markt und prägt Feldgeschüße abgefeuert. Die Japaner verschossen dagegen rund den größten Teil seines Lebens zur Seite gestanden. In allen die Phrasen, die den größten Absatz finden. In diesen Tagen 4 Millionen Kartuschen für Gewehre und Mitrailleusen. Weiter praktischen Dingen war ja der Schöpfer der Dorfpolitifer" stets arbeitet sie mit steigendem Hochdrud, ihre Auflageziffern wachsen, hin gaben fie 40 149 Kanonenschüsse ab, darunter 3749 Granaten der empfangende Teil. Wie uns Mayr in seiner grundlegenden und 36 400 Schrapnells, wozu noch 6100 Geschosse der Schiffs- Leibl- Biographie erzählt, fonnte Leibl ohne Sperl nicht leben, und die Vernunft aber schrumpft zu einer Null zusammen. Die blutige Abrechnung" Desterreichs mit Serbien ist über das geschütze famen. Bei den Rufsen betrug der Verlust der Truppen mit einem fräftigen Egoismus straubte er sich dagegen, daß der Freund, den sein Vorteil manchmal wo anders hin hätte ziehen Anfangsstadium glücklich hinaus und nun fann man auf den„ Lokal im Feuer 38,4 vom Hundert, ist also außerordentlich hoch, Anzeiger" zählen. Er hat, so teilt er mit, eine Anzahl tüchtiger follen, sich auf längere Zeit von ihm trennte. War Sper! aber Die Nahrungsmittelversorgung im Kriege. In der gegenwärtigen einmal verreift, dann haperte es bei Leibl an allen Geen und Männer gewonnen, die neben den eigenen fampferprobten Kräften Zeit ist die Frage aktuell, ob die deutsche Landwirtschaft im Kriegsfall Enden. Der Genosse mußte ja nicht nur mit seinem Geschmack auf dem Striegsschauplag tätig sein sollen. Ein Teil von ihnen ist imftande ist, uns allein zu ernähren. Man muß damit rechnen, daß und seiner Geschicklichkeit das gemeinsame Heim schaffen, in Aibling bereits an seinen Bestimmungsort abgereist und hat Befehl, die unsere jämtlichen Bufubren abgeschnitten werden. Schon in Friedens und in Kutterling, wo die beiden Freunde sich dauernd niederLefer mit Spezialdepeschen und Briefen auf dem schnellsten Wege zu zeiten beträgt unsere Einfuhr 15-25%. b. b. wir sind also für zwei ließen, er mußte nach München fahren, weil der Pfarrer Beibl wäh bis drei Monate auf fremdes Brotkorn angewiesen, was für den rend der Arbeit an dem großen Kirchenbild plöblich die Kirche 311= In Bereitschaft steht zugleich eine Reihe anderer hervorragender Striegsfall nicht ganz unbedenklich ist. Und die Verhältnisse sind um geschlossen hatte. In allen Fragen der Kunst war Sperl für Leibl Striegsforrespondenten, die sofort in Tätigkeit treten werden, falls so ungünstiger, je mehr wir uns dem Schlusse des Erntejahres Die höchste Instanz. War er bei einem Wert an einem fritischen auch Deutschland gezwungen wäre, das Schwert zu ziehen, und, nähern. Nach Fröhlich kommt alles darauf an, möglichst große Ge- Punft, angelangt, dann holte er den Freund, der im Freien was Gott verhüten möge, es zum europäischen Krieg kommen sollte. treidevorräte im Lande zu haben, und zwar um so bearbeitete, zu sich in die Stube, und kam von den Lippen des wortSo dürfen unsere Leser zuversichtlich vertrauen, daß alle Vorkehrungen beutendere, je länger das neue Erntejahr noch entfernt ist. von uns getroffen sind, die dem Ernst der Lage und der Bedeutung Die ungünstigen Verhältnisse in unseren Getreidevorräten find um einmal so viel Freude und Kraft weiter. Er hatte auch vor Speris fargen Sperl das Urteil wunderschön", dann arbeitete er mit noch der kommenden Ereignisse entsprechen." so bedenklicher, als ausreichende Mengen von Getreide wegen seines Kunst die höchste Achtung. Steiner aber konnte sich besser bei ihm Eiweißgehaltes für die Volksernährung unerläßlich sind. Bon Italieu einführen, als wenn er ein Bild Sperls bewunderte. Er selbst und Desterreich haben wir eine wirtschaftliche Hilfe nicht zu er wurde nie müde, auf die Schönheiten dieser stillen, wundersam warten. Die Zivilbevölkerung fiebt großen Entbehrungen, bei längerer Kriegsbauer der sicheren Hungersnot und damit bezimierenden farbigen Landschaften hinzuweisen. Sperls Werke schienen ihm Seuchen und schließlich dem Hungertode entgegen, sobald die Zufuhr zum mindesten den seinen gleichwertig zu ſein. abgeschnitten ist. bombardieren. Und ferner erklärt er: Gerüstet steht er da, der„ Lokal- Anzeiger". Gott möge den Weltfrieg berhüten, aber er fann kommen. Immerzu. Der„ LokalAnzeiger" wird alles bewältigen. Der Weltbrand tann anbeben, der " Lokal- Anzeiger" wird den Durst nach Sensationen löschen. Er ist jeder Aufgabe gewachsen. Seine Leser können auf ihn vertrauen, er hat alle Vorkehrungen zur Verbesserung seiner finanziellen Lage getroffen. Notizen. Die Sagungen des Studentenausschusses Mit der Nahrungsmittelfrage beschäftigt fich auch ein Aufsatz in der Die wievielte Kugel tötet im modernen Krieg? So uner- Beitfchrift, Berwaltung und Statistit. Das Problem der Nahrungsmittelmüdlich Menschengeist auch am Werke ist, neue, immer teuflischere bersorgung Deutschlands im Kriegsfall ist bis jept in der DeffentMordwerkzeuge für die grauenvolle Kriegeszeit zu erfinnen, so lichkeit überwiegend als unbedenklich oder unwichtig hingestellt her Berliner Universität wurden gemäß den Vorschlägen der bes eifrig ist man andererseits auch bestrebt, ihnen entgegenzuarbeiten worden. Das Problem lautet: einen wie großen Teil des Bedaris tannten Versammlung vom 13. Juli genehmigt. Die Majorität der und ihre todbringende Wirkung abzuschwächen. Die Vervollkommbeckt die Eigenproduktion; ist die Abschneidung der Einfuhr bedent. nung der Feuerwaffen hat zu einer vollständigen Umgestaltung der lich oder unbedenklich, ist die Möglichkeit der Abschneidung über Nichtinkorporierten, die dabei zu furz kommen, dürfte aber in diesem Saedels memoiren fchreiten, wie Haeckel mitteilt, Kriegskunst geführt. Nahe Gefechte, Handgemenge gehören im baupt gegeben. Die Eigenproduktion an Futtermitteln deckt Ausschuß ihre Vertretung ablehnen, modernen Kriege zu den Seltenheiten. Aus überraschend weiter den Bedarf der Nuttiere nur zu 44 Pros., und dieser beFerne werden die weitträgenden Gewehre und Geschüße abgefeuert, deutende Mehrbedarf an Straftfutter ist im Kriege die Achilles- langjam vorwärts, da das Material sehr umfangreich und und naturgemäß nimmt die Treffsicherheit mit der Distanz ab. ferse der einheimischen Nahrungsmittelgewinnung der Fleisch geordnet ist. Saedel hat Borsorge getroffen, daß fie eb. duch nach und Milchproduktion. Die Folgen eines Absinkens des Milch- feinem Tode herauskommen. Der Wert der Autobiographie wird Heute hat die alte Wahrheit fast mehr denn je Berechtigung, daß richt eine jebe Stugel trifft. Ja, bei dem größten Massentriege, ertrages find Milchnot, außerordentlich gesteigerte Milchpreise, wesentlich in einer Sammlung von Briefen und anderen historischen Sinten der Schweineproduktion auf weniger als die Hälfte. Es Dokumenten bestehen sowie in persönlichen Erinnerungen, ben die moderne Geschichte kennt, dem japanisch- russischen, hat man Die Unfittlichkeit der Beine. In einem rheinidie Beobachtung gemacht, daß ungefähr nur der 151. Kanonenschuk müßten fonach im Striege alle Anstrengungen gemacht werden, um schen Grenzftädtchen verbot ein Raplan einem zehnjährigen Jungen, den Gegner tödlich trifft und erst der 3300. Gewehrschuß sein beab. den Milchviehstand zu erhalten und die Kühe möglichst gut au in furgen Strümpfen in den Unterricht zu fommen mit der MotiFachmann Giorgio Molli unlängst aufgestellt hat, ist der Stampi etwa auf 70 Broz gefuntenen Milchkonsum zu tun. Es fehlen als wenn ein Mädchen weit ausgeschnitten geht." sichtigtes Ziel erreicht. Für diese Berechnung, die ein italienischer 60 Proz. vom heutigen Betrage gefundenen Fleischkonsum und einem vierung: Mit furzen Strümpfen herumzulaufen ist ebenso schlimmt, bei der Kindscho- Enge zugrunde gelegt worden. Hier hatten die Der Bar und Krösus. Kröfus, der letzte König von Ruffen die beherrschende Stellung, aus der sie von den Japanern weiter über eine Biertelmillion Tonnen eingeführter anima gydien, befragte im Jahre 547 vor Christi Geburt das Drafel zu licher Nahrungsmittel, in denen ein Getreibeäquivalent bon drei bis bier Millionen Tonnen Getreibe steckt, gleich etwa rund einem Drittel der heutigen Getreide Guttermitteleinfuhr. füttern. Unter allen Umständen hätte man es mit einem auf und greifen solle. Ihm wurde geantwortet: Strösus, wenn Dat den Holys überschreitest, wird ein großes Reich zugrunde gehen." Krösus deutete das Dratet für fich. Als er dann geschlagen und gefangen genommen war, wurde ihm klar, daß das Meich, das zugrunde gehen sollte, sein Reich war. Gigentümlichkeit des Kampfplates famen von den Russen nur 4415 Mann wirklich ins Gefecht, während die Japaner mit der Uebermacht von 35 600. Mann angriffen, die freilich auch nur zum fleinen Teil zum Schuß kamen. Bei der früheren Kampfesweise wäre das Sperl und Leibl. Auf einem der schönen Bilder, die der nun unterliegende Heer sicher vollkommen aufgerieben worden. So verstorbene Meister der Landschaftskunst Johann Sperl und sein Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Montag, den 3. August 1914: Bezirks- Verfammlungen für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin in folgenden Lokalen: Norden: Pharassäle, Müllerstr. 142, abends 8%, Uhr. Bericht vom Gewerkschaftskongress. Ref. Stollege Fuchs. Büttners Festsäle, Schwedter Straße 23, abends Norden: 8 Uhr. Nerden: Frankes Festsäle, Badjir. 19, abends 8%, Uhr. Bericht vom Gewerkschaftskongress. Ref. Kollege Nieswandt. Moabit: Prachtsäle Nordwest, Wiclefftr. 24, abends 8%, Uhr, Charlottenburg: volkshaus, Rojinenftr. 3, abends 8%, Uhr. Wohlfahrts Festsäle, Eichbornstraße 18, abends Tegel: 61. Westen und Schöneberg: Sauptr. 5, abends 8½, lihr. Vereinshaus, Schöneberg, Bericht vom Gewerkschaftskongres. Ref. Kollege Ismer. Osten: Comeniussäle, Memeler Str. 67, abends 8%, Uhr. Lichtenberg: Restaurant Kurkowski, Pfarrstraße 74, abends 8, Uhr. Bericht vom Gewerkschaftskongres. Ref. Kollege Kreysing. Stralau- Rummelsburg: Cafe Bellevue, Hauptstraße 3, abends 8 Uhr. Bericht vom Gewerkschaftstongrek. Ref. Kollege Großkopf. Weißensee: Peukerts Festsäle, Berliner Allee 251, abends 8, Uhr. Bericht vom Gewerkschaftskongres. Ref. Kollege Gerecke. abends 8, Uhr. Südenbezirke: Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 4, Neukölln: Bartschs Festsäle, Hermannstr. 48/49, abends Bericht vom Gewerkschaftskongres. Ref. Kollege Manthey. 8 Uhr. Steglitz: Schellhases Festsäle, Ahornstr. 15a, abds. 8½ Uhr. Bericht vom Gewerkschaftskongres. Rej. Kollege Molsa. Köpenick und Friedrichshagen: Lehmanns FestBahnhofstraße 44, abends 81, Uhr. säle, Röpenick, Bericht vom Gewerkschaftskongres. Ref. Kollege Herbst. Oberschöneweide, Niederschöneweide, JohannisRestaurant George, Oberschöneweide, thal u. Umg.: helminenhofstr. 44 a, abends 8%, Uhr. Spandau: Restaurant Dertz, Spandau, Kurstr. 21, abends 115r. Tagesordnung in allen Versammlungen: Stellungnahme zur ordentlichen Generalverlammlung. 123/3 Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Die Ortsverwaltung. Allgemeine Ortskrankenkasse Berlin- Wilmersdorf. Kaffenrechnung pro 1913. Kaffenbestand für den Einnahme. Anfang des Rechnungsjahres Zinsen. Eintrittsgelder Beiträge Ersatzleistungen für gewährte Krantenunters stügung. Ersazleistungen von Bes rufsgenossenschaften 2c. Aus dem Reservefonds entnommen Aufgenommene Darlehen, durchl. Posten. Sonstige Einnahmen. Afdring, Vorsitzender. M. Ausgabe. Arzt- Honorar Arzneiu. sonst. Heilmittel 22 951,41 Krankengelder: 6 955,38 a) an Mitglieder 13 952,30 b) an Angehörige 673 614,02 Unterstützungen an Wöchnerinnen Sterbegelder 7158,00 Sturkosten an Krankenhäuser. 3 594,27 Erfazleistungen für gcwährte Krankenunters stübung 307 042,45 Zurüdgezahlte Beiträge und Eintrittsgelder 31 732,39 Für Kapitalanlagen Ca. 1 067 000,22 Durchlaufende Posten, zurüdgezahlte Dar lehen Verwaltungskosten: a) persönliche. b) sächliche. • . • Sonstige Ausgaben Sassenbestand für den Schluß des Rechnungss jahres Der Vorstand. Wieser, Schriftführer. Spezialarzt j. Haut, Harn, Frauenleiden, 0 nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in 11. Co. fonz. Laborat. f Blut: untersuchung., Fäden i. Harnusw. Dr. Homeyer Friedrichstr. 81, gegenüber Panoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. Von der Reise zurück: 4746L Dr. Swarsensky, Wrangelstr. 49. Mr. 70 342,03 83 599,06 228 448,07 6 328,57 5 973,25 10 441,96 102 772,66 12 268,62 590,37 349 935,20 56 979,26 29 863,98 86 356,04 23 101,15 Sa. 1 067 000,22 G. Siering, Rendant. Monats- Garderobe! 4-500 getragene Anzüge für Herren: Smoling, Frad und Gehrod- Anzüge( auch zu ver leiben), Sommerpaletots sowie v. Savalieren getragene, fast neue Sachen( a.Seide), j. jed. Figur pass. in größter Auswahl 3. unübertroff. billigen Preisen. 1Tr., deshalb billiger wie im Laden. WassertorHirsch Kieferbaum, straße 12/13 I. 99 Arbeiter- Baugenossenschaft Paradies" zu Berlin mbH. E. G. Sonntag, den 2. August: Großes Erntefest. Alle Genossen und Freunde unserer Sache sind freundlichst eingeladen. 105/20 Der Vorstand. Keine Filialen. 1 Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante HerrenModen fertig und nach Mass. Garantie für tadellosen Sitz. Jonas Kurzberg Oranienstr. 160. zwischen Moritz- u. Oranienplatz. Bitte auf Hausnummer u rote Schilder zu achten. 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Berantwortlicher Redakteur; Albert Wachs, Berlin. Für den Inseratenteil berantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchbruderei u, Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Monatsanzüge, Paletots, großes Lager, jede Figur, faujt man am billigsten beim Fachmann; jede Wenderung nach Wunsch in eigener Bertfiatt. 5 Prozent billiger für Borwärtsleier. Fürstenzelt, Schneider meister, Rosenthalerstraße 10. 1579 Radfahrerkarten Mittelbach für die Gaue Berlin, Magdeburg, Medlenburg, Breis. Hannover, Stettin u. d., aufgezogen 2,75 Mart, unaufgezogen 1,50 Mart. Weitere Umgebung von Berlin aufgezogen 1,80 Mart. Zu beziehen durch die Buchhandlung Vorwärts, Lindenstraße 69. Rein Laden. deutlicher Fahrräder. Kaufgesuche. 48/ 10* Handwäscherei Frau Antonius, Köpenid, Gartenstraße 18, trodnet im Freien, wäscht chlorfrei. Abholung Montags. 99/7 Wer Stoff liefert, fertige moderne Maßanzüge 20.-. Ausverkaufe Maßanzüge, Restbestände 35,-, Sommerpaletots 85,-, Streifenhofen 6,75. 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Stelle unferes Blattes eingehend dargelegt wird, erfordert gleich auf den ersten Blick die Balfanleute verrieten. Es wird deshalb darauf aufmerksam gemacht, daß durch Gesetz vom auch in dem persönlichen Verkehr eine gewisse Vorsicht. Schon Nur ein paar Graubärte hocken jetzt noch an dem weiß 1. Juli 1909.( Reichs- Gejezzbl. S. 515) den Reichsbanknoten volle in den letzten Tagen haben sich bei vielen Zusammenfünften gedeckten Tisch, auf denen rot aus gläsernen Behältern der gefeßliche Zahlfraft beigelegt ist. Die Reichsbanknoten sind deshalb von Genossen zahlreiche Spizel bemerkbar gemacht und es Paprika leuchtet. Zornige Augen ſtarren unter buschigen ebenso wie Goldmünzen von jedermann in jedem Betrage zu ihrem von Genossen zahlreiche Spigel bemerkbar gemacht und es Brauen in die Heimatlichen Zeitungsblätter, die hier zahlreich bollen Nennwerte in Zahlung zu nehmen. Wer die Annahme einer steht zu erwarten, daß in Zukunft noch mehr als bisher auf ausliegen. Werden Worte gewechselt, dann fliegen sie hart, ihm geschuldeten Summe in Reichsbanknoten ablehnt, setzt sich der Auslassungen unserer Freunde geachtet wird. Es ist geboten, furz, abgehackt von Stuhl zu Stuhl, von Tisch zu Tisch. Folgen des Annahmeverzuges aus. Ein Umwechselung der Reichs daß unsere Genossen unter ſelbſtverſtändlicher Festhaltung an Deutsche Laute fallen selten. Die Worte" Serbien"," Eng banknoten in Goldmünzen erscheint deshalb völlig zwecklos. ihrer politischen Ueberzeugung in mündlichen Aeußerungen land" und" Rußland" tauchen häufig auf. Der mitteilsame Wirt die Vorsicht üben, die der Sachlage entspricht. verrät, daß man von Englands Haltung sich viel verspricht. Dennoch Sturm auf die Reichsbank. immer glaubt man nicht daran, daß Rußland Ernst machen In dem großen Vorraum des Reichsbankgebäudes, wo die dref und die galizische Grenze überschreiten werde. Eine dumpfe Gedrücktheit schwoll durch den Raum und Wechselfassen untergebracht sind, herrscht seit Beginn des Dienst preßte die ergrauten Häupter noch tiefer auf die Zeitungsbetriebes ein folossaler Andrang von Leuten, die Papiergeld in Gold blätter, als es die Leftüre erfordert. Ein paar Frauen sigen und Silber einwechseln wollen. Schon um 7 Uhr früh hatte sich vor dem Bankgebäude viele Hunderte eingefunden, und mit jeder abseits. Noch vor wenigen Tagen kamen sie mit ihren minute wuchs die Menge lawinenartig an. Schuyleute zu Fuß und Langsam und ohne äußerliche Erregung schieben sich die Männern. Jetzt sind diese einberufen. Still und versonnen um die Massen in Massen Unter den Linden weiter. Da plötzlich hört man in der starren die Frauen vor sich hin. Wenn sie Worte wechseln, Pferde mußten aufgeboten werden, zu halten. Vornehmlich sind es kleine Leute", Ferne Hochrufe. Jezt fängt alles an zu laufen. Männer und geschieht das leise und verschüchtert. Hier und da lauschen Ordnung die lediglich die das Papiergeld ganz unsinnige Furcht, Dann weiten sich ihre Frauen, alles stürzt darauf los und hochen ebenfalls fräftig mit. sie auf das Gespräch der Männer. schmerzverschleierten Augen, denen man ansieht, die nun ihren ganzen Banknotenvorrat in Gold oder Silber um Was wars? Ein Automobil, in dem einsam ein junger Offizier großen, schmerzverschleierten Augen, denen man ansieht, fönnte im Striegsfalle seinen Wert verlieren, hergetrieben hat und daß sie viel geweint haben, als sähen sie etwas Entjaz. Auf dem Trittbrett stehen junge Bengels und brüllen und wechseln wollen. Immer wieder fonnte man aus der Menge setzliches, Erregendes, Schreckhaftes. brüllen. Und das Publikum brüllt mit. An der Ecke der WilSchnurrend, auf weichen Sohlen schleicht eine Katze durch heraus, besonders von Frauen, die ängstliche Frage hören, ob den Gastraum, schleicht von Tisch zu Tisch, sich an den Stuhl der Goldvorrat denn wirklich schon erschöpft sei. Alle Beruhigungsbeinen reibend und die Lente mit ihren grünlichen Augen an- aus dem Publikum blieben vergeblich. und Aufklärungsversuche der Beamten und besonnener Personen Dieser Ansturm des schillernd.... Der Kellner flagt über schlechte Geschäfte. Die paar Privatpublikums hat für die großen industriellen Unternehmen als die großen Firmen Menschen, die zurückgeblieben sind, halten das Geld fest. Die Stalamitäten insofern im Gefolge, für die Lohnzahlung am Sonnabend oder am Ultimo viel Jugend, die was draufgehen ließ und dem Leben gern die Gold- und Silbergeld benötigen und sich dieses Geld stets am luftige Seite abgewonnen, ist fort. An der Donau und Freitagvormittag von der Reichsbank zu holen pflegen. Die Privat Drina muß sie ihre Haut zu Markte tragen. Der Krieg ist banken haben ihren Vorrat an Gold und Silber für ihre Kundschaft im Gange.... Am Nachmittag. helmstraße ein neues Zusammenströmen. Zu einem wirren Knäuel ballt sich die Masse vor dem Depeschensaal des„ Lokal- Anzeiger". Soeben wird ein Extrablatt verteilt. Oder vielmehr, es soll unter die Masse gebracht werden. Jeder drängt nach vorn, um ein Blatt zu erhaschen. Junge Mädchen in weißen Kleidern dazwischen. Rücksichtslos und brutal arbeitet jeder mit den Ellenbogen, um dann den Fezen eines Blattes aus dem Gewirr herauszubringen. Gegen drei Uhr traf der Kaiser aus Potsdam hier ein. Das bereits erschöpft und lassen nun ihrerseits selbst Banknoten bei der Reichsbank einwechseln. Die Bantboten stehen eingeteilt in die ledigen können. Die Wechselkassen der Reichsbank zahlen anstandslos Massen und müssen stundenlang warten, ehe sie ihre Aufträge erjeden gewünschten Betrag in Gold und Silber aus. Leben und Treiben Unter den Linden war nur wenig verschieden von dem üblichen. Ein paar hundert Menschen mögen es mehr geEin Ansturm auf größere Kolonialwarengeschäfte wesen sein. Der Kaiser sah bleich und ernst aus. Der Kronpring war die letzten Tage zu bemerken. Zahlreiche Geschäfte, besonders dagegen war heiterer. Allmählich sammelten sich vor dem Schlosse solche, die Mehl und Zucker in größeren Mengen billiger abgeben, einige Personen an. Sie schrien, wenn eine Hofequipage fam, waren geradezu belagert; an manchen Stellen wurden Polizeiund sangen patriotische Lieder. Der Gesang hatte jedoch durchaus beamte aufgestellt, um den Andrang in geordnete Bahnen zu lenten. Ein Extrablatt des„ Vorwärts" nichts Martiges an sich. Manch einem mochte wohl der Ton in Im Hinblick auf die ernſten Zeiten glaubte das Publikum, das über wurde gestern nachmittag an vielen Stellen der Stadt zur Ver der Kehle steden bleiben. Einzelne fletterten unter den Augen einige Mittel verfügte, sich sicherzustellen durch Einkauf größerer teilung gebracht. Wie uns aus Rummelsburg berichtet wird, ist in der Polizei an den Kandelabern empor und hielten Ansprachen, die Mengen von Lebensmitteln. Auch in den Verkaufsstellen der unserer dortigen Spedition das Blatt tonfisziert worden. Es soll zum Glüd nur von wenigen gehört wurden. Konsumgenossenschaft war ein solcher Masseneinkauf bestimmter die Namensnennung derjenigen verlangt worden sein, welche das Als der Kronprinz gegen ½6 Uhr aus dem Schloß in sein Pa- Artikel schon zu bemerken, so daß die Geschäftsleitung schon dazu Blatt nach der Spedition gebracht haben. Uns ist diese Maßnahme Iais gefahren war, spielten sich hier ähnliche Szenen ab. Der übergegangen ist, anzuordnen, daß nur noch Waren in geringen vollständig unverständlich. Mengen zum baldigen Gebrauch abgegeben werden. Wie Kronprinz und seine Frau nahmen auf dem Balkon die darge- uns mitgeteilt wird, sind die Lager zwar gefüllt. Wenn aber Vogelsteller im Verbrecheralbum. brachten Ovationen entgegen. Der Abend. der Einzelne seinen Einkauf um das Zehnfache als er braucht, deckt, Die Eindämmung der Vogelstellerei bezweckt eine äußerst so entsteht die Gefahr, daß die Lager schneller geräumt werden und scharfe Maßnahme der Polizeiverwaltung. Zahlreiche Vogel daß die schnelle Beschaffung weiterer Lebensmittel außerordentlich steller, die bereits mehrfache Vorstrafen erlitten haben, sind start auf die Preise wirkt. Bei einer Massenversorgung, wie sie jezt für das Verbrecheralbum photographiert worden. Die Bilder leider vielfach geübt wird, müssen ja die Preise eine außerordentliche wurden unter den Polizeidirettionen ausgetauscht, damit die Höhe annehmen, da bestimmte Lieferanten den Augenblick für sich auszunügen verstehen. werden muß. fungen gebräuchlichen Nottrauungen gab es gestern abend auch Eine Nottrauung. Eine der in Zeiten friegerischer Berwickes am faijerlichen Hofe. Der mit der Gräfin Ina von Bassewitz verlobte Prinz Ostar von Preußen wurde im Schlosse Bellevue mit seiner Verlobten getraut. Als„ Nichtebenbürtige" hat die junge Frau keinen Anspruch auf den Titel einer Prinzessin; ihr wurde der Titel einer Gräfin von Ruppin verliehen. Was vorauszusehen war, ist eingetreten: der Hurraspiritus ist verflogen und das dumpfe Ahnen eines herannahenden, unabseh baren, namenlosen Unheils lastet auf der großen Menge derer, Vogelsteller auch bei Domizilwechsel leicht wiedererkannt die da der neuesten Ereignisse harren. Die Sechzehnjährigen sind werden können. Zu diesem Zweck wurden die Vogelsteller fast gänzlich verschwunden und das Straßenleben wird beherrscht auch nach dem Bertillonschen Verfahren gemessen. Im übrigen von Erwachsenen. Ein ricfiger Menschenstrom bevölkert die Linden Die Berliner Warenhäuser haben gestern vormittag den Verkauf sind im Laufe der letzten Wochen viele Vogelsteller auf frischer und den Schloßplaz, doch die Grundstimmung ist ernst und ge- von Lebensmitteln zum Teil eingeschränkt, zum Teil ganz eingestellt. Eat ertappt und verhaftet worden. Die Vogelsteller betreiben drückt. Daran ändert auch der Gesang der Gruppe nichts, die vor Dies hatte unter vielen Hausfrauen, die mit Rücksicht auf eine gewöhnlich in den Morgensfunden ihr Gewerbe. Polizei- und dem Schloßportal festgefeilt steht. Ein Wagen fährt vorüber, in befürchtete Lebensmittelteuerung größere Einläufe machen wollten, Forstbeamte sind daher schon frühzeitig auf den Beinen, um dem ein uniformierter österreichischer Offizier sitt. Kaum, daß stellenweise heftige Auseinandersetzungen zur Folge. Wie mitgeteilt die Leute mitten in der Arbeit zu überraschen und die ausihn jemand beachtet. Ein paar junge Leute versuchen, eine Ova- wird, sind in den letzten Tagen so große Bestellungen auf Lebens- gelegten Leimruten und sonstigen Fanggeräte zu vernichten. ihn jemand beachtet. Ein paar junge Leute versuchen, eine Ova- mittel eingegangen, daß die Warenhäuser, da sie diese Bestellungen Letzteres ist nicht so leicht durchführbar, da die Vogelsteller tion zu entfalten, die aber kläglich verpufft. An einer Ede las, einmal angenommen haben, erst diese Aufträge effettuieren müssen. ihre Apparate an versteckt liegenden Orten anbringen. Würden ehe die Ertrablätter erschienen, ein Herr aus dem Stenogramm Aus diesem Grunde wurde der Detailverkauf in einigen Waren nicht so viel Vögel gekauft, so dürfte auch weniger Neigung die Rede des Kaisers vor. Zwei schüchterne Bravos erklangen, häusern eingeschränkt. Dagegen lehnte man es ab, Bestellungen an- zum Vogelfang vorhanden sein. dann ging man stumm auseinander. Mit Zentnerschwere drückt zunehmen, die erst in den nächsten Tagen zur Ausführung gelangen es auf die Gemüter. Und wir sind erst am Anfang der Begebnisse. follen, weil zu erivarten ist, daß dann mit anderen Preisen gerechnet In einem Restaurant Unter den Linden sangen wieder ein paar Kriegsbegeisterte, die des süßen Weines voll waren, patrio- Eine Zuschrift besagt: Die Engrosfirmen der Lebensmittelbranche tische Lieder. Ein Herr, der mit einer Dame abseits im Gespräch in Berlin haben mit Rücksicht auf die vollständig unberechtigten und berweilte und des Gesangs nicht achtete, wurde von den tapferen übertriebenen Befürchtungen sowie aus Rücksicht auf die Kundschaft Helden mörderlich verprügelt, und das, obgleich der Herr sich als den Verkauf von Lebensmitteln eingeschränkt. Wir werden dringend Nach Erhalt des Stellungsbefehls erschossen Referendar zu erkennen gab. gebeten, darauf hinzuweisen, daß der Einkauf von größeren Mengen Lebensmittel für fleine Familien geradezu sinnlos ist. Mehl, Grieß, hat sich gestern hier ein Ungar, der 29 Jahre alte Arbeiter Gabriel Graupen, Hülsenfrüchte u. dergl. sind besonders in Küchen schnell Cohn aus der Prenzlauer Allee 18. Cohn tam vor ungefähr einem dem Verderben ausgesetzt. Die kleinen Verbraucher scheinen nicht zu Jahr hierher. Er war verheiratet und Vater eines einjährigen wissen, daß Würmer, Maden, Käfer und andere Insekten mit Vor- Kindes. Als er gestern vormittag den Stellungsbefehl erhielt, sich liebe sich in Lebensmitteln einnisten, daß Mehl, Grieß und andere innerhalb 24 Stunden bei seinem Truppenteil zu melden, war er Dritter Wahlkreis. Der zu Sonntag geplante Ausflug nach Müllereifabrikaie sehr leicht dumpfig werden und verderben, Es allein zu Hause. Die Nachricht traf ihn so schwer, daß er zum Johannisthal findet mittags 2 1hr statt. Treffpunkt: Bartrestaurant wird ferner darauf aufmerksam gemacht, daß große Vorräte in den Revolver griff und sich eine Kugel in die rechte Schläfe jagte. Als Stubenrauchstraße 12. Speichern vorhanden sind, die Ernte in diesem Jahre vor man ihn auffand, war er schon tot. Den Funktionären zur Nachricht, daß die Kreistonferena züglich ist und somit für die nächsten Monate auch nicht der am Sonntag ausfällt. geringste Anlag für eine Lebensmittelteuerung zu erblicken ist. Ein verhängnisvoller Automobilunfall, Wenn Familien heute zeninerweise Vorräte einkaufen, so wird das bei dem zwei Personen schwer verlegt wurden, hat sich am gefirigen durch zwecklos eine fünstliche und ungesunde Verteuerung der Lebens- Freitag nachmittags auf der Landsberger Chauffee zugetragen. Die mittel und des gesamten Lebens hervorgerufen. Es kann deshalb beiden in der Lichtenberger Abteilung der Röhren- und Bleirohrnicht genug vor dem Einkauf von Vorräten, besonders aber von fabrit von H. Rosenthal, Großbeerenstraße 71, angestellten Schlosser Charlottenburg. Die Jugendsettion beteiligt sich morgen Mühlenfabrikaten gewarnt werden. Weber 1870 noch 1866 ist hier Willi Schwarz aus der Holteistraße 11 in Lichtenberg und Baul am Massenausflug nach Kaulsdorf- Süd. Treffpunkt 7 Uhr Wilhelms- eine Knappheit an Brot, Mehl u. dgl. beobachtet worden. Die Sturland, Strausberger Straße 6a wohnhaft, hatten gestern mittag Vorräte in den Berliner Speichern genügen, um Groß- Berlin und nach Beendigung der Vormittagsarbeitsschicht mit einem N. A. G.Tempelhof- Mariendorf. Die Sigung der Jugendfektion fällt die Mark Brandenburg auf viele Monate zu versorgen. Verdorbene Geschäftsautomobil der Firma eine Fahrt auf der Landsberger am Montag, den 3. August, aus. Am Sonntag, den 2. August, Lebensmittel sind weggeworfenes Geld. Selbst im ernstesten Fall, Chaussee unternommen. Der Kraftwagen faufte in sehr schnellent Teilnahme am Mafienausflug nach Raulsdorf- Süd. Treffpunkt bei einer Mobilmachung oder einem Striege, find Besorgnisse auf Tempo dahin, als plöglich zwischen der Kolonie Weiße Taube und der 1/8 Uhr am Bahnhof Tempelhof. eine Lebensmittelfnappheit gänzlich unangebracht." Ortschaft Marzahn die Steuerung versagte. Das Auto raste in den Chauffeegraben und schlug um. Die beiden Insassen wurden in weitem Bogen aus dem Wagen geschleudert und blieben schwerParteiangelegenheiten. Dritter Kreis. Die jugendlichen Parteigenoffinnen und Genossen von 18 bis 21 Jahren beteiligen sich am Sonntag den 2. August an dem Ausflug nach Sadowa- Biesdorf. Treffpunkt früh 8 Uhr am Schlesischen Bahnhof. plag. Gäste willkommen. Alt- Glienicke. Der Wahlverein veranstaltet am Sonntag, den Die Sicherheit der Sparkassenguthaben. 2. August, im„ Terrassen- Restaurant", Rudower Str. 54, fein dies jähriges Sommerfest, bestehend aus Stonzert, humoristischen Vorträgen, Aufführungen der Arbeiter- Turner und-Radfahrer, Gesangs- Angesichts der an einzelnen Drten auftretenden Besorg verletzt und besinnungslos auf dem Straßenpflaster liegen. Etwa vorträgen des Arbeiter- Gesangvereins, Kinderbeluftigungen aller nisse der Bevölkerung wegen ihrer Spareinlagen in den eine Viertelstunde später passterte ein zweites Automobil die Art und Ball. Der Eintrittspreis beträgt 20 Pf. Die Arbeiterschaft öffentlichen Sparkassen hat der Minister des Innern unter Chauffee, dessen Insassen den Unfall wahrnahmen und den Vers wird ersucht, sich recht zahlreich an diesem Bergnügen zu beteiligen. dem 30. 6. M. allgemein darauf hingewiesen, daß kein Anlaß unglückten zu Hilfe eilten. Die beiden Schlosser wurden in be zu irgendeiner Beunruhigung besteht. Für jede öffentliche finnungslosem Zustande zum nächsten Arzt gebracht, Sparkasse haftet ihre Stadt oder ihr Kreis oder der sonstige Schwarz mehrere Rippenbrüche und schwere innere Verlegungen und bei Kurland außer Rippenbrüchen Bruch beider Unterschenkel fest Kommunalverband, der sie errichtet hat, mit seinem ganzen stellte. Nach Anlegung von Notverbänden wurden die beiden Schwer Vermögen und seiner gesamten Steuerkraft. Die Gelder der öffentlichen Sparkassen sind ferner auch im Falle eines verlegten mittels Krantenautomobils nach dem Krankenhause Bilder von der österreichisch- serbischen Kriegslage Strieges als Privateigentum absolut sicher und jedem Zugriff Friedrichshain geschafft. Das Automobil wurde fast vollständig geben gegenwärtig in gewisser Weise auch jene Speiseanstalten des eigenen Staates sowohl wie des Feindes entzogen. Die zertrümmert. im Innern der Stadt, wo hauptsächlich Ungarn und Serben öffentlichen Sparkassen bieten daher den Einlegern die denkbar ihre Mahlzeiten einzunehmen pflegen. Kaum der dritte Teil größte Sicherheit. der sonstigen Tischgäste findet sich dort ein. Das ganze Jung- Wir wollen hinzufügen, daß auch die Spareinlagen bei bolt, das sonst daselbst lachend und Zigaretten rauchend die der Konsumgenossenschaft vollkommen sichergestellt sind." Berliner Nachrichten. Wer ist der Tote? Das Polizeipräsidium teilt mit: Am 26. Juli, mittags gegen 12 Uhr, wurde unter der Stadtbahnüberführung, Grunerstraße, ein zirka 45 bis 50 Jahre alter, dem Arbeiterstande angehöriger, unbekannter Mann hilflos aufgefunden bberstarb auf dem Transport nach der Hilfswache. Der Un tannte ist zirka 1,55 bis 1,57 Meter groß, ichlant, hat meliertes, Solingen. Waldenburg in Schlesien. fälliger Weise in dem Gedränge vor dem Totalisator an ber In dem dichtbevölferten Waldenburger Industrierevier fand ichiedene Rennbahnbesucher heranmachte und mit großer Ge ärliches Haar, ebensolchen Schnurrbart, rundes Gesicht, dunkel- am Mittwoch eine überfüllte Massenversammlung statt. Die Ver- ichidlichkeit die Taschen der Betreffenden auf ihren Inhalt aune Augen, große, dice Nase, große Ohren, lückenhafte Zähne sammlung nahm unter stürmischem Beifall eine Resolution an. untersuchte. Als der Verdächtige gerade seine Hand in die to spizzes Kinn. Bekleidet war er mit einer graugrünen Joppe, Tasche eines vor ihm stehenden Herrn versenkt hatte, auen Hosen, blautariertem Hemd, Schaftstiefeln ohne Absätze und griffen die Beamten zu und brachten ihn trog seines lebhaften auer Müze. Besondere Kennzeichen sind an der Leiche nicht vor- Am Dienstag und Mittwochabend haben drei Versammlungen Protestes nach der auf der Rennbahn stationierten Polizeiwache. Der inden. Die Kriminalpolizei bittet um Identitätsfeststellung und in Solingen stattgefunden, die sämtlich überfüllt waren. Eine Verhaftete entpuppte sich als der jezige Angeklagte David Waigner, achricht zu 2916 IV 55. 14. Auch nimmt jedes Polizeirevier Mit- Resolution gegen den Krieg, die auch die Aufforderung zur Ein- der zu der großen ungarischen Juwelendiebesbande gehört, deren ilungen entgegen. berufung des Reichstags enthält, wurde angenommen. Nach den Führer, ein gewisser or wàth, fürzlich verhaftet worden war. Versammlungen fanden Straßendemonstrationen statt. Als die Wegen der versuchten Taschendiebstähle wurde Waigner vom Nachrichten der bürgerlichen Depeschenbureaus von der drohenden Schöffengericht au 9 Monaten Gefängnis verurteilt, legte Mobilmachung verbreitet wurden, sammelten sich viele Menschen aber gegen dieses Urteil Berufung ein. Als W. vor der Straf und plötzlich ertönten ganz spontane Ausbrüche gegen den Krieg. kammer die Aussichtslosigkeit seiner Berufung erkannte, zog er das Die Polizei verhielt sich ruhig. von ihm eingelegte Rechtsmittel zurück, sodaß das erste Urteil bestätigt wurde. Dortmund. Verhaftung eines Köpenicker Mörders in Bromberg. Auf dem Hauptpostamt in Bromberg ist auf Veranlassung der öpenider Kriminalpolizei der 24jährige Arbeiter Rudolf Richter aus töpenick verhaftet worden, der am 25. Juli d. J. in der Nähe von Deutsch- Eylau den Gutsbesizer Rad erschossen hat. R. hatte die 1bficht, sein Opfer zu berauben, dieses Vorhaben wurde jedoch daurch bereitelt, daß die durch die Detonation des Schusses scheu gebordenen Pferde davonstürmten. Nach der Mordtat reiste Richter, er bis vor kurzem in der Müggelheimer Straße in Köpenid wohnte ind bei der städtischen Straßenbahn dortselbst beschäftigt war, nach Bromberg. Von dort aus schrieb er wiederholt an feine in Köpenic wohnende Mutter um Geld. Diese schickte schließlich auch 10 Mark ab. Hiervon hörte die Köpenicker Polizei und benachrichtigte teleauf dem Bromberger Hauptpostamt abholen wollte, wurde er ver- waren überfüllt. Tausende fanden feinen Einlaß mehr. haftet. Er hat das Verbrechen sofort gestanden. vermeintlicher Gefahren für Gesundheit und Leben. In Dortmund wurde eine Protestversammlung verboten wegen Die ultramontane" Tremonia" hatte wahnsinnig gegen die Versammlung Duisburg. gehetzt. Die Duisburger Arbeiter befundeten am Donnerstagabend in iei starkbesuchten Versammlungen ihren Willen zum Frieden Ein Gewerkschaftsball vor Gericht. Die Ortsgruppe Elbing des Deutschen Metallarbeiterverbandes hielt im„ Volfshause" zu Elbing am 31. Januar 1914 einen Maskenball ab, an dem etwa 700 Personen teilnahmen. Man hatte Vorfehrungen getroffen, daß außer Mitgliedern und ihren Angehörigen nur von Mitgliedern eingeführte Gäste zuzulaſſen. Trotzdem wurde der Gewerkschaftsbeamte graphisch die Bromberger Behörde. Als vorgestern Richter das Geld und gegen den drohenden europäischen Kriegsbrand. Tie Lofale Schulz als Vorfizender der Ortsgruppe angeflagt, weil er Bezirk Frankfurt a. M. eine öffentliche ZanzIust barfeit veranstaltet habe, besitzen. Kleine Nachrichten. Auf dem Bahnhof plöglich vom Tode ereilt jammlung gegen den drohenden Weltkrieg hohe Wogen. Den vier Im Agitationsbezirk Frankfurt a. M. schlägt die Protestver- ohne die dafür erforderliche polizeiliche Genehmigung zu burde gestern ein zehnjähriger Knabe. Die Ehefrau des Stein- Massenversammlungen der Stadt Frankfurt a. M. folgten 11 Ber- Das Landgericht in Elbing sprach ihn jedoch frei, da erwiesen ichlägers Schulz aus Friemersheim im Kreise Moers war mit ihrem ſammlungen im anauer Wahlkreis, 10 im Wahlfreis sei, daß die Anordnungen des Angeklagten, die den geschloſſenen Sohn Josef nach Posen, ihrer Heimat gefahren. Auf der Rückreise zu öch ft, 4 im Wahlfreis Wiesbaden ujiv. Ueberall das Charakter des Festes wahren sollten, durchgeführt worden seien. ihrem Manne erkrankte der Knabe. Als sie mit ihm auf dem Bahn- gleiche Bild: Massenfundgebungen, überfüllte Lofale, wie bei keiner Wenn trotzdem zwei Personen, ohne sich legitimieren zu brauchen, fteig des Schlesischen Bahnhofs auf den nächsten Zug wartete, anderen Gelegenheit! Der furchtbare Ernst hat die Massen erfaßt. an der Abendkasse gegen Zahlung des Eintrittsgeldes ein Billett brach der Junge plötzlich zusammen und verlor auch zugleich die Einmütige Verurteilung der Kriegsheber, stürmische Zustimmung bekommen hätten, so wäre eine Aufklärung dieses Vorganges nicht Besinnung. Ein Schußmann fuhr mit der Mutter und dem Kinde nach den Rednern, die mit aller Schärfe die Sicherung des Völker nötig. Denn bei der großen Zahl von 700 bis 800 Teilnehmern der Hilfswache in der Koppenstraße, wo der Arzt aber schon nicht friedens forderten. Die arbeitende Bevölkerung in Stadt und Land fönnten schon zwei Versehen vorkommen. Das könne dem Angemehr helfen konnte. In die Spree gegangen ist die bei der Firma ist einig in der Parole: Krieg dem Kriege! flagten nicht zur Last gelegt werden. Die Ortsgruppe Elbing des Bintsch beschäftigt gewefene zwanzig Jahre alte Arbeiterin Martha Deutschen Metallarbeiterverbandes sei an sich eine geschlossene Rau. Sie entfernte sich gestern nachmittag unter der Angabe, sie Mehrheit von Personen, die Festlichkeiten, die sich auf die Mitwolle zum Arzt gehen, von ihrer Arbeitsstelle. Sie begab sich jedoch glieder und ihre Angehörigen beschränken, seien also als gezur elterlichen Wohnung, schrieb dort einige Abschiedsbriefe an ihre schlossene Gesellschaften und nicht als öffentliche Festlichkeiten anVerwandten und den Bräutigam und suchte dann die Spree auf, zusehen. Sie würden auch nicht zu öffentlichen Festen durch Zuum sich zu ertränken. lassung von Gästen, die durch Mitglieder eingeführt würden. Einen für seine Berhältnisse schweren Verlust hatte am Donnerstag abend ein Kutscher zu beklagen. Derselbe verior auf dem Wege vom Hermannsplatz bis Gozler- und Caprivistraße einen Lederbeutel mit girta 1200 M. nhalt. Der ehrliche Finder wird gebeten, das Geld ant Karl Hoffmann, Deutsche Petroleum Verkaufsgesellschaft Rummelsburg- Berlin, abzugeben. g Bei Sängerfest des Bundes in Weißensee sind mehrere Gegenftände gefunden und verloren worden. Zwei Damenringe und ein Schirm fönnen bei Przybilla. Weißensee, Kronprinzenstraße 13, in Empfang genommen werden. Protestkundgebungen gegen den Krieg. Velten. In einer Volksversammlung referierte am Donnerstag Genoffe Unger- Berlin vor mehr als 1200 Personen. Das Thema lautete:" Gegen den Krieg und gegen die Kriegshezer". Die Ausführungen des Redners endeten unter stürmischem Beifall. Viele Personen fanden in beiden Sälen feinen Platz und mußten sich im Garten aufhalten, sogar das Saaldach war dicht befezt. Eine Resolution wurde einstimmig angenommen. Forst( Laufit). In einer von 3000 Personen besuchten Versammlung, in der Genosse Mar Groger Berlin gegen den Krieg referierte, proteftierte am Donnerstag das arbeitende Volf von Forst gegen den Krieg und die Kriegsgefahr. Nach der Versammlung strömten die Massen nach dem Marktplatz und demonstrierten unter dem Ruf Arieg dem Kriege" für den Frieden. Die Polizei war während ber Versammlung und der Demonstration nicht zu sehen. Stettin. Als aber am In Stettin hatten an mehreren Abenden Haufen unreifer Hurraschreier Straßendemonstrationen veranstaltet und unter dem Schuß der Polizei ihre Begeisterung ausgetobt. Dienstag abend die Stettiner Arbeiter und am Donnerstag die Proletarier aus den zum Stettiner Stadtgebiet gehörigen Bezirken des Wahlkreises Randow- Greifenhagen ihren Friedenswillen beBunden wollten, da war Polizei in friegstarten Korps aufgeboten. Die beiden Demonstrationsversammlungen waren bon insgesamt 5000 Personen besucht, die mit tiefem Ernst den DarIegungen des Redakteurs Heise lauschten. Die Friedensdemonftrationen nahmen einen erhebenden Verlauf. Gleich wirksame Demonstrationen gegen den Krieg veranstalteten am Donnerstag die Arbeiter in Stralsund und Gollnow und am Freitag Die Arbeiterschaft Kolberg 3. Delmenhorst. Westpreußen. -W ant Zittau. Die Zittauer Arbeiterschaft gab ihren fejten Willen zur Erbaltung des Völkerfriedens am Donnerstagabend in einer von etwa 1000 Personen besuchten Versammlung fund. Der Stadtrat hatte ein Massenmeeting unter freiem Himmel verboten, hatte auch in letzter Stunde für die Saalversammlung noch Verhaltungsmaßregeln erteilen zu müssen geglaubt. Die Teilnehmer gingen nach der Versammlung ruhig auseinander. Die Versammlung der fehlte ihren Eindrud nicht. Bayreuth. In einer sehr start besuchten Boffsversammlung brachten die Arbeiter Bayreuths ihren Friedenswillen erhebend zum Ausdruck. Eine scharfe Protestresolution gegen die Kriegshetzer wurde einstimmig angenommen. Soziales. Leibesvisitation. Ein empörender Eingriff in die persönliche Freiheit beschäftigte die 5. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts. Gegen die Wäschefabrik von A. Samul on wurde folgender Prozeß verhandelt: " Die Staatsanwaltschaft legte gegen das Urteil Revision cin. Das Kammergericht wies am Dienstag die Revision der Staatsanwaltschaft als unbegründet zurück, weil das Landgericht ohne Rechtsirrtum eine geschlossene Gesellschaft festgestellt habe, so daß der Angeklagte hätte freigesprochen werden müssen. Briefkasten der Redaktion. M. Die furistische Sprechstunde findet 2in denstraße 69, vorn bier Treppen Fahrstuhl, wochentäglich von 4½ bis 7½ Uhr abends, Sonnabends, bon 4½ bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt ist, merden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. A. 12. 1. 11. G. ja. Es empfiehlt sich aber, bevor Sie Ihren Sohn fort nehmen, die Klage auf Lösung des Lehrvertrages beim Gewerbegericht durchzuführen, falls der Lehrmeister nicht mit der Lösung des Lehrvertrages einverstanden ist. 2. Nein. 3. Wenden Sie sich an das Arbeiterjefretariat Berlin, Engelufer 14/15. J. W. 1. 1. Sofern der Gläubiger vorher unter Glaubhaftmachung des Eigentumsrechts zur Freigabe unter Seßung Die Klägerin Alice St., die bei der genannten Wäschefirma als ciner Frist auffordert und die Freigabe innerhalb der Frist erflärt ist, ist er Lageriſtin gegen ein Monatsgehalt von 100 m. tätig war, wurde zur Tragung der Kosten verpflichtet, andernfalls sind Sie dem Eigentümer erstattungspflichtig. 2. Durch Erhebung des Einspruchs wird die Vollam 17. Juni, nachdem sie die Toilette benutzt hatte, von dem stredung gehindert. 3. Die Ware bewahren Sie auf bis zur Entscheidung Broturisten Lilien mit den Worten angefahren: Was des Prozesses. Falls die Gegenpartei die Klage nicht zurüdnimmt, erhalten haben Sie auf der Toilette folange gemadt?" Sie Mitteilung vom Termin. E. F. 33. Erhebung der Scheidungss Ats das junge Mädchen erwiderte, es jei ihm übel flage ist erst möglich, wenn die Krankheit drei Jahre angedauert hat und geworden, erklärte der Prokurist, er glaube das nicht, es eine Besserung nicht zu erwarten iit. T. 25. 1. Ja. 2. Nein. bestände vielmehr der dringende Verdacht, daß die Klägerin sich S. Lichtenberg. 1. Ihr Guthaben steht so sicher als möglich. 2. u. 3. Ja. Wäschestüde angeeignet habe. Um sich von dem auf ihr lastenden P. R., Neukölln. a) Ja. b) An den Armenvorsteher des Bezirks. c) Ja, sofern Sie leistungsfähig sind. Verdacht zu reinigen, sei es, so meinte der Prokurist, das beste, fie 3hre Frau mitarbeitet, andernfalls nicht. B. 38. 1. Bestrafung, sofern unterwerfe sich sofort einer förperlichen Untersuchung. Ihr Sohn nach Deutschland fommt. 2a) 11. G. ja. b) Schriftlich oder zu Tatsächlich ließ sich denn auch Frl. St. völlig entfleiden, und eine Brotofoll. Bern. 1. Die notwendigen Sachen müssen belassen werden. ältere Angestellte, der dies Amt selber sehr peinlich war, mußte 2. 3a. Neuleistung fann nach Ablauf von fünf Jahren gefordert werden. die Leibesvifitation vornehmen. Diese verlief negativ, die G. M., Togostraße. Wir raten, das Geld zu belassen. E. M. 100. B. M. 111. Lageriſtin war völlig au Unrecht beschuldigt und Sie fönnen u. E. mit Aussicht auf Erfolg intervenieren. dieser Bitte, an der zuständigen Stelle selbst nachzufragen oder nachzulesen. Am nächsten R. 2. Ja. beschämenden Untersuchung ausgesetzt worden. 12 M. Nein. aber einen Brief an den Inhaber der Firma, in welchem sie unter Tage setzte die Klägerin zwar ihre Tätigkeit fort, fandte Schilderung der ihr angetanen Schmach um Rehabilitierung bat. den Großhandel in den Zentral- Marktballen. Amtlicher Marktbericht der städtischen Marktballen- Direktion über ( Ohne Verbindlichkeit.) Sie erklärte sich auch damit zufrieden, wenn der Profurist sein Be- Freitag, den 31. Juli. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg Mart: Ochsenbauern über den Vorfall ausspräche. Als der Prokurist, der von fleisch Ta 73-85, do. Ila 72-75, do. IIIa 60-70; Bullenfleisch Ia 70-80, diesem Schreiben wohl inzwischen Kenntnis erhalten hatte, ihrer an do. Ila 65-69; Stübe, fett 44-57, do. mager 35-46, Freſſer 58-65, fichtig wurde, rief er ihr zu:" Was, Sie wollen, daß ich mich bei Ihnen entschuldige? Meine Antwort darauf ist: Sie sind entlassen." M. R. 2888. Nur dann, wenn do. dan. 55-65; Bullen, dän. 56-70. Kalbfleisch: Doppellender 105-130; Maftfälber Ia 95-105, do. IIa 78-90; Stälber ger. gen. 50-65. Hammel fleisch: Mastlämmer 90-95; Hammel la 79-89, do. IIa 71-78, do. austral.-; Schafe 76-82. Schweinefleisch 54-60. Eier: Landeier In der Verhandlung bemühte sich die beklagte Firma, ihr Vor- chod 4.00-4 20; Trinteier 0,00-0,00.- Butter: Molfereibutter ver 50 kg gehen gegen die Klägerin gar noch wie folgt zu begründen: Sie 110-120; Landbutter 90-100. Gemüse, inländisches: Kartoffeln, neue beschäftige etwa 800 weibliche Angestellte und fabriziere hauptsächlich weiße Magdeburger 4,00, blaue do. 4.00-4,50, weiße Kaiſertronen 3,50-4,00, feine Damenwäsche. In Anbetracht dieses Fabritates sei der Anreiz Rosen 3,50-4,00; Borice Schod 0,50-1,00; Spinat 50 kg 10,00-18,00; zu Diebstählen beim weiblichen Personal besonders groß. Um Shoten 10,00-20,00; Mohrrüben 50 kg 3,00-1,00; Bohnen 50 kg Diebstähle zu verhindern, müsse eine strenge Stontrolle eingeführt wirfingfohi chod 3,00-6,00; Beislohl Echod 3,00-6,00, Rotfohl, Schod 4.00-8,00; Champignon 50 kg 00,00-00,00; Kohlrabi Schod 0,50-0,80; werden. Aus diesem Grunde dürfen auch nicht während der Früh 3-6; Stohlrüben Echod 3-3; Blumenkohl, Erfurter 100 Etüd 4-20; In einer von über 1000 Prsonen besuchien öffentlichen Ber- ftüdezeit die Arbeitsräume betreten werden, die Angestellten haben Meerrettich Schod 3,50-12,00; Peterfilienwurzel Schodbund 1,00—3,00 Tammlung protestierte die Delmenhorster Arbeiterschaft sich nur in der Kantine aufzuhalten. Dies Verbot habe aber die Klägerin Radieschen Schodbund 0,70-1,00; Calat Schod 1,50-3,00; Zwiebeln, 20-26,00; Donnerstag abend gegen den Krieg. Das Referat hielt Reichs- an dem fraglichen Tage überschritten. Sie sei dann auffallend 50 kg 7,00-9,00; Tomaten 50 kg 10-15; Biefferlinge tagsabgeordneter A. Henke- Bremen. Eine Resolution im Sinne lange auf der Toilette gewesen und machte einen verwirrten Ein- Buffbohnen 50 kg 7,00-10,00. urten 3,50-4,00. Ausländisch. Tomaten, ital., des Referats fand einstimmige Annahme. drud, als man sie nach dem Grunde fragte. Die körperliche Unter- 50 kg 6-14; do. französische 8,00-12,00; Blumentohl, holländischer la suchung sei auch im Einverständnis mit der Klägerin vorgenommen bis 7,00, do. Malta 12,00-16,00; Gurten, boll. 100 Stüd 3,00-8,00, 100 Stüd 40,00, Zwiebeln, ital. 50 kg 4,00--6,00, do. ungarische 6,00 worden. Demgegenüber führt die Klägerin aus, in der Kantine bo. do. Einlege, Sad( zirka 4-6 Schod) 4,00-8,00. Außer den fünf Danziger Versammlungen veranstaltete das fei es fo eng gewesen, daß ihr eine Vertrauensangestellte ſelber Südfrüchte. Kirschen 50 kg faure 10,00-15,00, Thüringer 8,00-13,00, westpreußische Proletariat weitere Protestkundgebungen in empfahl, im Arbeitsraum zu bleiben. Auch mußte sie schon wegen Werdersche jaure 10,00-15,00, Bo. Ratten 18,00-25,00; Acpfel, ital., 50 kg Elbing, Marienburg, Marienwerder, Graudenz der Toilette dorthin, weil in der Kantine keine Toiletten 16,00-22.00; ungarische, 12,00-18,00; Birnen, ital. 50 kg 10,00-25,00, und Jastrow. Ueberall war eine starke Besucherzahl vor- find. Wie das junge Mädchen weinend erklärt, war es nicht vers do. Coscie 24,00-32,00, franzöfifche 10,00-16,00; Tiroler Musfateller handen, die den Ausführungen der Redner stürmische Zustimmung wirrt, aber im ersten Moment sprachlos über den Verdacht und das 10,00-20,00; biefige 5,00-12,00; Pflaumen, italien. 12,00-28,00; Bühler zollte und eine scharfe Resolution gegen die Kriegshebe annahm. Verlangen einer förperlichen Untersuchung. Wenn sie sich schließlich 16,00-17,00, ungarische 16,00-20,00; Stachelbeeren, reife, hiesige, 50 kg untersuchen ließ, so tomme das daher, weil der Prokurist so lange beeren, hiesige, 50 kg 9,00-11,00; Blaubeeren 50 kg 16,00-22,00; 2,00-5,00; Himbeeren, 50 kg 30,00-35,00, Brej- 25,00-28,00; Johanniss auf sie eingeredet habe. Aprikosen, hiesige, 50 kg 15,00-20,00; Pfirsiche, italienische, 50 kg Eine Protestversammlung gegen den Krieg und die Kriegs- Das Kaufmannsgericht verurteilte die Be 20,00-35,00, französische 50 kg 20,00-10,00; biefige 50 kg 10,00-20,00. heze fand am Mittwoch hier im Arbeiterkajino statt, dessen Saal flagte zur Zahlung von 140 Mart Restgehalt. Wenn Weintrauben, fizilianise Milazzo 50 kg 25,00-30,00, Algier 22,00-30,00; und sämtliche Nebenräume bis auf den letzten Plaz gefüllt waren. Die Firma den Aufenthalt in der Kantine vorschreibe, müsse sie auch Bananen, Jamaika 50 kg 14,00-19,00, fanarische 50 kg 12,00-18,00; Erdnüſſe Genosse Blendowski schilderte, wie der Krieg Not und Elend 50 kg 28,00-30,00; Walnüſſe, grüne 50 kg 4,00-12,00; Anauas, 50 kg über die Menschheit bringe. Es müsse mit aller Entschieden 85,00-100,00; Zitronen, Messina 500 t. 8,00-12,00, 300 t. 8,00-18,00, heit von der Regierung verlangt werden, für die Erhaltung des Friedens mit allen Mitteln einzutreten. Eine in diesem Sinne gehaltene Resolution fand einstimmige Annahme. Bromberg. Neu. Eine Protestversammlung gegen den Krieg war von vielen Hundert Personen besucht. Die Stimmung gegen den Krieg und die Kriegshezer fam scharf und unzweideutig zum Ausdrud. Gotha. Eine Massenfundgebung gegen den Krieg wurde am Donners tag abend in Gotha abgehalten. Im Boltshausgarten sprach zunächst vor 2500 Personen Reichstagsabgeordneter Genosse Bod unter allseitiger lebhafter Zustimmung. Eine Resolution wurde einstimmig angenommen. Um 9 Uhr zog die Menge, die sich bald starf vermehrte, durch die Stadt bis vor das Rathaus und am Schloß vorbei unter Hochrufen auf die Sozialdemokratie und für den Frieden. Eine solche Kundgebung hatte Gotha noch nicht crlebt. Könnern a. S. Auch in dem kleinen Orte Könnern protestierten nach einem Telegramm des Vorwärts" mehrere hundert Männer und Frauen in einer eindrucksvollen Kundgebung gegen den Krieg. Berantwortlicher Redakteur; Albert Wachs, Berlin. Für der # dort für Toiletten sorgen. Die Entlassung ist nicht nur un berechtigt, sondern die Klägerin hätte ihrerseits jo. fort die Arbeit niederlegen lönnen. Die Firma hatte tein Recht zur Leibesvisitation, diesen Weg fann man in heutiger Zeit nicht mehr gehen. War er aber einmal getan, so wäre ein Wort der Entschuldigung die elementarste Pflicht der Firma gewesen. Der Vorfall zeigt, wie notwendig der Eintritt in die Drganisation ist, damit nicht auch die Ehre der weiblichen Angestellten mit Füßen getreten wird. Gerichtszeitung. Der Taschendieb. 360 Stud 6,00-14,00, 150 Stüd 6,00-10,00. Stationen Witterungsübersicht vom 31. Juli 1914. Barometer fland mm Wind Bungyga Windstärke Better 3 wolfig 3 bededt 2 bededt Dunit Temp. n. T. 5° 4° R. Stationen Barometer fland mm WindBumpp 18 Haparanda 736 15 Betersburg 15 Scilly 7605 14 Aberdeen 762 Still 765 Still Windstärke Dbst und Better Temp. n. G. 4 heiter 11 4 bebedt 14 bedeckt 12 wollen 14 Sminembe. 761 N Hamburg 764 NN Berlin 762 23 Frank. a.M 765 Still Müngen 765 NW 2 balb bd. 14 Paris Bien 761 WNW 2halb bd. 17 Wetterprognose für Sonnabend, den 1. August 1914. Ein wenig wärmer, vielfach beiter, aber noch veränderlich bei meist schwachen nördlichen Winden; feine erheblichen Niederschläge. Berliner etterbureau Wetterausfichten für das mittlere Norddeutschland bis Sonntagmittag: Weitere Erwärmung, vielfach heiter, aber veränderlich. Am 14. Mai d. 3. beobachteten die Kriminalschuleute Brumme Nur hauptsächlich im östlichen Küstengebiete noch etwas Regen. Strichweife und Bild auf der Rennbahn Karlshorst einen Mann, der sich in auf- Gewitter. Injeratenteil verantw.: Th. Gløde, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Die verunglidte Gaſtrolle eines ungarischen Taschendiebes bildete den Gegenstand einer Verhandlung vor der Berufungsstrafkammer des Landgerichts III. Aus der Untersuchungshaft wurde der aus Budapest stammende angebliche Kinematographentheaterbefizer David Waigner vorgeführt, um sich wegen versuchten Diebstahls in zwei Fällen zu verantworten. Br. 207. 31. Jahrg. Neukölln. Bezirks- Beilage des Vorwärts" für Süden- Westen Vorortnachrichten. Eine aufregende Szene spielte sich in der gestrigen Nacht in einem Schanklokal in der Canner Str. 22 ab. Dort versuchte sich ein junger Mann vor den Augen der übrigen Gäste zu erschießen. verletzte sich auch so schwer, daß er in sehr bedenklichem Zustande nach dem Krankenhaus in Buckow gebracht werden mußte. Der Gaft betrat geger: 1 Uhr die Wirtschaft. Es fiel den Besuchern gleich auf, daß der junge Mann sehr aufgeregt war. Nachdem er eine Weile vor dem Glas Bier gesessen hatte, leerte er es plöglich mit einem Zug, sprang zugleich auf, riß einen Revolver aus der Tasche und drückte ihn gegen die rechte Kopfseite gerichtet ab. Die Kugel traf ihn in die Schläfe und bewirkte, daß er sofort zusammenbrach und die Besinnung berlor. Im Krankenhaus stellte man fest, daß es sich um einen 25 Jahre alten Kaufmann Viktor Zboron aus Magbe burg- Hermesleben handelt. Der Lebensmiüde hatte auf einem Bettel an seine Eltern Abschied von diesen genommen und darauf mit geteilt, daß größte Not ihn zu dem verhängnisvollen Schritt getrieben habe. Bohnsdorf. Die Arbeiterbaugenossenschaft Paradies", feiert am Sonntag, den 2. August, ihr Erntefest auf ihrem Spielplatz in Bohnsdorf bei Grünau. Nowawed. Gegen Krieg und Kriegsheherei demonstrierte die Arbeiterschaft am Donnerstagabend in einer Massenversammlung, wie sie Nowawes bisher wohl faum je gesehen hat. Da sich der große Singersche Saal als zu flein erwies, um die hereinströmenden Massen zu fassen, verlegte man die Versammlung in den Garten, den bald tensende Menschen bis in den entferntesten Winkel fünten. Die Menge hörte den Ausführungen des Referenten, Genofien Kurt Heinig, in ernſtem Schweigen zu, nur ab und zu machte sich die in aller Herzen schlummernde Erregung in Zwischrufen Luft, als Referent die furchtbaren Folgen der drohenden Weltkatastrophe mit leidenschaflichen Worten ausmalte. Unter stürmischen Beifall schloß Redner: Die Sozialdemokratie aller Länder will feinen Krieg; sie macht die Großmächte für die Folgen eines Krieges, bei dessen Ausgang das Bolt unbe dingt mitzusprechen haben wird, allein verantwortlich! Sodann schloß der Vorsitzende die imposannte Versammlung mit einem tausend fach erwiderten Hoch auf die einen dauernden Völkerfrieden fordernde Sozialdemokratie. Noch lange nach Schluß mogte in der Briefterstraße, die durch falsche Gerüchte von einer deutschen Mobilisation erregte Menschenmenge auf und ab, the sie fich langsam zerstreute. Die Polizei hielt sich vernünftigerweise distret aurüd. Friedenau. Die Freie Turnerschaft Friedenau" beranſtaltet am Sonntag, den 2. Auguft, eine Familienpartie nach Behlendorf. Treffpunkt nachmittags 2 1hr pünktlich am Bahnhof Steglig. Für eventuelle Nachzügler Treffpunkt im Mied, Zehlendorf- Mitte, Karlstraße. Pankow. Sommerfest. Das zum heutigen Sonnabend abend angefündigte Sommerfest der- biefigen cheiterschaft im Wirtshaus aum Bantgrafen" findet nicht statt.n Boffen. FA Das diesjährige Gewerkschaftsfest findet am Sonntag, den 2. August statt. Da ein reichhaltiges Programm vorgesehen ist, wird um zahlreichen Besuch des Festes ersucht. Abmarsch zum Um aug 2 Uhr von Scherler. Jugendveranstaltungen. Röpenick. Der Sammelpunkt zum Ausflug der Jugendlichen ist an der Post um 12 Uhr mittags, nicht morgens, wie im Handzettel mitgeteilt wird, Alle Arbeitereltern und Freunde der Jugend sind eingeladen. Britz- Buckow. Die arbeitende Jugend beteiligt sich am Sonntag, den 2. August, am Massenausflug der Jugend Groß- Berlins nach Pauls dorf- Süd. Treffpunkt 7 Uhr Germaniapromenade, Ede Chauffeestraße. Fahrgeld 40 Pf. Proviant und Liederbücher mitbringen. Zur Bekämpfung der Schundliteratur und zur Berlin: 5. Wahlkreis Augustfir. 49. Bigarengeschäft von Latschinski. Bon 8-8 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Naugarder Str. 89. Bigarrengeschäft hon Chmilewski. Bon 8-8 Uhr, mit Ausnahme des Sonnabends. Ausnahme des Sonnabends. nahme des Sonnabends. 1. August 1914. Eingegangene Druckschriften. H " 1914. Preis 1,50 M. Verlag Süddeutiche Monatshefte", München. Schweizer Jahrbuch der Süddeutschen Monatshefte". August Warum wir sterben. Von Dr. Aler. Lipsch üb. Mit 36 A6Heinersdorfer Str. 26. Uhrengeschäft von Eslinger. Bon 8-8 Uhr, mit bildungen im Text. Geb. 1 M., geb. 1,80 M. Frandhsche Berlagshandlung Landwehrstr. 8. Friseurgeschäft von Kohnert. Bon 8-8 Uhr, mit Aus( Nr. 931). Bon Balter v. Molo. Stuttgart. Heffes Volksbücherei. Als ich die bunte Müze trug" Meine Frau und ich"( Nr. 927 bis 930). Von Nicolai( penrit Scharling). Auf Capri, der SirenenGollnowstr. 13. Zigarrengeschäft. von Weise Bon 8-8 Uhr, mit Aus- insel" 933-936). Ben Conrad Zelmann. Mogens"( Nr. 922). nahme des connabende. Bon Jacobsen. Ferdinand Raimunds lezte Liebe"( r. 923-926). Bon Bankraz Schut„ Das Hafenglöder!"( Nr. 932). Bon Karl Bienenstein. Jede Nummer 20 Pf. Verlag von Hesse u. Beder in Der Kampf um einen neuen Reichstarifvertrag im Jahre Brunnenstr. 70. Arbeiter ngendheim. Von 6-10 Uhr. 1913. Sonderabdruck aus dem Jahrbuch des Verbandes der Maler, Fehmarnftr. 8. Tabalarbeitergenossenschaft. Bon 8-6 Uhr, mit Aus. Radierer, Anstreicher, Tüncher und Beißbinder Deutschlands. 160 Seiten. Berlag von Otto Streine, Hamburg. Berlin: 6. Wahlkreis Antonftr. 34. Bigarrengeschäft von Kriegsmann. Bon 8-6 Uhr, mit Leipzig. Ausnahme des Sonnabends. Gartenstr. 101. Verband der Kupferschmiede. nahme des Sonnabends. 6-7 Uhr. Bon 10-11 Uhr und Pappelallee 15/17. Bureau der Freireligiösen Gemeinde. Sonntags 10-12 Uhr, wochentags außer Donnerstags von 12-5 Uhr. 28ittsteder Str. 23. Bigarrengeschäft von Fröhlich. Tresdomstr. 36. Zigarrengeschäft von Binner. Siemensstr. 12, 2. Sof part. Arbeiter Jugendheim. Bon 6-10 Uhr. Amfterdamer Str. 15, Seitenfl. part., bei Ried. Vororte: rich Glitch. 60. Pf. Die Bedeutung der Heizung unserer Wohnräume für die Gesundheit. Preis 60 Pf. Westdeutsche Verlagsgesellschaft, Wiesbaden. 1: 1 250 000, 1914, farbige Ausführung, bei M. Freytag u. Bandt, Die Stromgebiete Oesterreich Ungarns und Serbiens, 28ien VI. 30 Pi. in Briefmarken. Von jeder Buchhandlung ebent auch vom Berlag portofrei zu beziehen. Auch die vorzügliche Freytagi Karte der Ballanbalbinsel, 1: 1,250 600( Breis 1,20 Str.= 1 M.) lieg neuer Auflage vor und sei ebenso wie Sie erfterwähnte Karte empfbb Bogtländers Quellenbücher. Blüchers Zug von Auerst Ratkau und Lübecks Schreckenstage( 1806). Bon Horst Koh Die Entdeckung des Generationswechsels in der Tierwi... Prof. Dr. Friedrich Klengel. 1 M. Gottesurteile. Von Dr. jur. Hen Die erste Entdeckung Amerikas im Jahre 100 n. Chr. Von Dr. Gustav Nedel. 80 Pf. Lutherbilduiffe. Bost Lic. th. ph. Dr. Hans Preuß. 80 Pf. Der Kraftwagen, fein Wesen und Werben. Von Dr, Albert Neuburger. 80 f. Die hugenottischen Märtyrer von Lyon und Johannes Calvin, Bon Rudolf Schwarz. 80 Bf- Im Kampf um das Weltfyftem( Kopernicus und Galilei). Bon Prof. Adolf Kistner. 80 P1. Lebenserinnerungen des Generals Dumouriez. Bon Dr. Karl Frizsche. 1 M. Deutsche Lutherbriefe. Bon Lic. Dr. Hans Preuß. 70 31. Wie Deutsch- Ostafrika entstand. Bon Dr. Karl Peters. 90 Pf. Ein deutscher Bürger des sechzehnten Jahrhunderts. Selbstschilderung des Stralsunder Bürger meisters Bartholomäus Saftrom. 1.30 M. N. Boigtländers Berlag in Leipzig. -Wahlkreis Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg Adlershof. Bismarcftr. 50, bei Schwarzlose. Alt- Glienicke. Grünauer Str. 30, bei Ettner. Bohnsdorf. Paradiesstr. 14. 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