319 Nr. 219. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis pränumerandot Bierteljährl 3,30 m, monatl. 1,10 wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Vojt Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs Preisliste. Unter treuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen ant: Belgien, Dänemar Holland, Italien, Buremburg. Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweis Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene stolonel. zeile oder deren Raum w Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 fg.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchftaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 1983. Ohne Bebel. ( 8 um 13. August.) Donnerstag, den 13. August 1914. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 1984. Aber Bebels Kampf um die Erhaltung des Friedens, um wird, am Neuaufbau des Zerstörten hervorragend mitzuwirken. [ die Verständigung der Kulturnationen war für ihn nur ein- Dieses Leben in Größe und Treue, diefes Leben int Teil des Kampfes für den Sozialismus. Und er wußte, Dienst für die Arbeiterbewegung und im Glauben an den daß wenn der Kapitalismus auch sein Friedenswert zerstören Sozialismus kannte keine Entmutigung und keine Verkonnte, doch die Arbeit für den Sozialismus fruchtbar bleiben zweiflung. Und so wollen wir aus diesem Beispiel heute neue Ein Jahr, dieses Jahr ohne Bebel! Wie haben wir wird. Bebel kannte genau die Wirkungen des Krieges und Bubersicht schöpfen und uns geloben, start, pflichtbewußt und alle in diesen schweren Tagen an ihn gedacht, wie heiß ge- noch in seiner großen Parteitagsrede in Jena hat er sie in tapfer zu bleiben, was immer die Zeiten in ihrem Schoße an wünscht, seinen Rat noch zu hören, seine unerschütterliche brennenden Farben geschildert. Aber er lebte auch der tiefen Hartem und Schwerem, aber auch an Neuem und ZukunftsEntschlossenheit und Siegeszuversicht uns Führer sein zu und unerschütterlichen leberzeugung, daß, wenn es doch zu reichem bergen mögen, eingedent des stolzen Römerwortes: laffen. Es hat nicht sein können und ohne ihn müssen wir dem Zusammenstoß tommen werde, dann die Arbeiterklasse, die Und wenn auch die Welt geborsten dahinsänke, den Unden harten Weg gehen, den die Geschichte blutig uns weist. im Striege ihre harte Pflicht erfüllen werde, auch berufen sein erschrockenen werden noch die Ruinen tragen. Ein Jahr ohne Bebel, kaum zwei Wochen ohne Jaurès, und doch erscheint uns diese Zeit unendlich lang, seitdem die gewaltigsten Ereignisse sie erfüllen und in Tagen weltgeschichtliche Entscheidungen sich zusammendrängen, die Jahrzehnte vorbereitet haben. Aber so, aufwühlend die Vorgänge, 10 ungeheuer erhaben und gewaltig die Geschehnisse auf uns einstürmen, das Leben Bebels ist so groß gewesen, daß in solchen sturmbewegten Tagen erst recht das Bedürfnis erwacht, seiner zu gedenken. Seiner zu gedenken, nicht in Verzagtheit und Kleinmütigkeit, sondern in Zuversicht und der festen Ueberzeugung, Die Kriegsereignisse. Vom westlichen Kriegsschauplah. Kriegsgefangene Franzosen. " Die deutschen Kreuzer im Mittelmeer. Berlin, 12. August.( W. T. B.) S. M. Panzerkreuzer Göben" und der kleine Kreuzee ,, Breslau" sind am 5. August nach ihrer Unternehmung an der algerischen Küste in den neutralen italienischen Hafen Messina eingelaufen und haben dort aus deutschen Dampfern ihre Kohlenvorräte ergänzt. Der Hafen wurde von englischen Streitkräften, die mit unseren Schiffen Fühlung bekommen hatten, bewacht. Trotzdem gelang es diefen, am Abend des 6. Auguft aus Messina auszubrechen und die hohe See zu gewinnen. Weiteres läßt sich aus naheliegenden Gründen noch nicht mitteilen. Abmachungen über das Kapern der Kauffahrteischiffe. Berlin, 12. August.( W. T. B.) Bei Mülhausen daß das Werk, dem dieses Leben gewidmet war, unvergänglich haben die deutschen Truppen zehn Offiziere und 513 Manu ist und der Vollendung gewiß. Ein unermüdlicher Kämpfer gefangen genommen. Außerdem wurden vier Geschütze, zehn gegen den Krieg ist Bebel gewesen und nie flang seine Fahrzeuge und eine sehr große Anzahl Gewehre erbentet. Der Stimme gewaltiger und loderte die Glut seiner Leidenschaft deutsche Boden ist vom Feinde gesäubert. Bei Lagarde sind den deutschen Truppen über tausend mächtiger empor, als wenn er, der die Kriege von 1866 und 1870 miterlebt hatte, die Völker und ihre Beherrscher vor unverwundete Kriegsgefangene in die Hände gefallen, über ein dem Zusammenstoß. warnte. Aber der Warner wußte auch, Sechstel der beiden französischen Regimenter, die im Gefecht welch große und gewaltige Kräfte zu solchem Zusammenstoßstanden. Bei Mülhaufen wurden bekanntlich nach amtlicher trieben. Er fannte die scharfen Gegensäge, die der RapitalisBerlin, 12. August. Die„ Norddeutsche Allgem. mus zwischen den Staaten geschaffen hatte. Er fah den Ab- Meldung drei franzöfifche von Belfort vorstoßende Divisionen grund, und gerade deshalb spannte er alle Straft an, um den zurückgeschlagen. Diese Divisionen waren rund 30 Stilometer Beitung" teilt mit: Die deutsche Regierung hat der Wagen der Geschichte von ihm wegzureißen. im Oberelsaß vorgedrungen und sind wieder auf Belfort britischen, der französischen, der russischen und der belgischen Und groß war diese Kraft, denn Bebel selbst war der zurückgeworfen worden. Bei ihrem Angriff handelte es sich Regierung den Vorschlag gemacht, daß die bei Ausbruch der Welt ein Stück Friedensbürgschaft. Er war der anerkannte auch um die wichtigen Eisenbahnlinien aus der Schweiz und Feindseligkeiten in den beiderseitigen Häfen befindlichen Wortführer der arbeitenden Massen Deutschlands und in ihm Süddeutschland. Wir kennen nicht die Stärke der deutschen feindlichen Kauffahrteischiffe sämtlich freigelassen werden. Streitkräfte, die bei Mülhausen in Aftion traten; jedenfalls Die britische Regierung hat diesen Vorschlag nur für verkörperte sich ihr Friedenswille.) Wie alles, verdankte Bebel auch diese Stellung harter handelte es sich nicht um eine Schlacht im modernen Schiffe bis zu 5000 Tonnen angenommen, während sie die Arbeit und ruhmvollem Kampfe. Bebel war weit entfernt Sinne, sondern um ein großes Treffen. Die französischen übrigen Schiffe festhalten oder requirieren will; außerdem hat von jener bürgerlichen Friedensschwärmerei, die vor den Truppen haben offenbar versucht, die linke Flanke der deutschen sie Antwort bis zum 7. August verlangt, während ihr Gegenharten Tatsachen die Augen schloß und vermeinte, durch wohlgemeinte Predigten die dem Kapitalismus innewohnenden Bei Lagarde wurde eine französische Brigade, also eingegangen ist. Die deutsche Regierung hat den GegenGegensäge aus der Welt schwäßen zu können. Er war tief ungefähr ein Sechstel der Stärke, die die Franzosen bei Mül- vorschlag gleichwohl angenommen, unter der Voraussetzung, durchdrungen von der Ueberzeugung, die auch Marr und hausen einsekten, fast völlig vernichtet. Die Brigade hatte daß britischerseits in eine entsprechende Verlängerung der Engels immer vertraten, daß die völlige nationale Selb- offenbar die Aufgabe, eine gewaltsame Erkundung durch- Frist gewilligt wird; in diesem Falle würde die Freigabe der ständigkeit und Freiheit, die Beseitigung jeder nationalen zuführen, um sich über Stärke und Stellung der deutschen britischen Schiffe bis zu 5000 Tonnen erfolgen. Fremdherrschaft, die unbedingte Sicherung des eigenen Landes Heeresgruppen zu informieren. vor jeder Invasion eines fremden Eroberers die Grund- Französische Proklamation an die Elsässer. bedingung für die ungestörte Entwickelung der Arbeiterbewegung Von der französischen, der russischen und der belgischen Regierung ist bisher keine Antwort erfolgt. Ein deutsches Schiff von den Russen beschlagnahmt. ift. Nicht wehrlos wollte er sein Volk machen, sondern Müllheim( Baden), 12. August.( W. T. B.) Am Sonnwehrhaft und start durch eine demokratische Heeresverfassung, tag haben Flieger über Mülhausen Pakete von in Belfort Berlin, 12. August.( W. T. B.) Der Dampfer Bring die die Verfügung über seine Waffenmacht dem Volte selbst gedruckten Aufrufen herabgeworfen, die folgenden Wortlaut gibt. lind der große Revolutionär war entschlossen, selbst in batten: Aufruf des französischen Generalissi. Eitel Friedrich" der Neuen Dampfer- Kompagnie Stettin, der den Stamps zu ziehen zur Verteidigung seines Voltes, wenn mus an die Elsässer:„ Kinder des Elsaß! Nach am 30. Juli St. Petersburg verlassen hat mit Ladung für Stettin den Stampf zu ziehen zur Berteidigung seines Volkes, wenn 44 Jahren schmerzlichen Wartens betreten französische Solund gegen 40 Baffagieren, ist am 31. Juli früh also vor der Zarismus, damals noch durch keine revolutionäre Arbeiter- daten wiederum den Boden Eures edlen Landes. Sie sind Kriegsausbruch von russischer Seite beschlaghewegung im eigenen Lande geschwächt, es wagen sollte, dem die ersten Arbeiter des großen Wertes der Revanche, es er- nahmt und nach Reval gebracht worden. Die Passagiere wurden geschichtlichen Fortschritt sein barbarisches Halt zu gebieten. füllt sie mit Rührung und Stolz. Um das Wert zu voll zwangsweise über Helsingfors- Tornea abgeschoben. Aber nicht minder entschieden trat Bebel gegen jeden bringen, geben sie ihr Leben dahin. Die französische Nation Blockade der Küste Montenegros. Krieg auf, der der Macht- und Eroberungspolitit einzelner steht einmütig hinter ihnen, und in der Falte ihrer Fahne Schichten dienen sollte. Denn tief wurzelte in ihm die Ueber- sind die zauberhaften Worte Recht und Freiheit" eingegraben. Wien, 11. August.( W. T. B.) Gestern mittag wurde zeugung, daß der Sieg des Sozialismus nur das Wert von Es lebe das Elsaß, es lebe Frankreich! Der französische über die montenegrinische Küste die effektive Blockade verhängt. freien Nationen sein könne, die von der Achtung vor der Not- Generalissimus Joffre, gebracht durch die französischen Den Schiffen der befreundeten und neutralen Mächte wurde Escadrillen von Mülhausen." wendigkeit ihrer nationalen Selbständigkeit und Eigenart ereine 24stündige Frist zum Auslaufen gewährt. Den auslänUnter Escadrillen versteht man Flugzeuggeschwader in Stärke dischen diplomatischen Vertretungen in Wien wurde die Verfüllt sind. Nur auf dieser Grundlage konnte jenes Gefühl der Solidarität der arbeitenden Massen in dem gemeinsamen bon ungefähr 6 Flugzeugen( wenigstens waren während der letzten hängung der Blockade notifiziert. Rampfe um die soziale Befreiung entstehen, ohne das die großen Manöver in Frankreich die Geschwader in dieser Stärke), die Emanzipation des Proletariats nicht zu verwirklichen ist. zu gemeinsamen Aktionen verwendet werden. Deshalb zögerte Bebel im Verein mit Liebknecht auch nicht, selbst unter den schwierigsten Umständen dieser Ueberzeugung " Von den Kämpfen in Lüttich. Kopenhagen, 12. August.( W. T. B.) Aus Herbesthal ein Ausdruck zu geben und 1870, nachdem die siegreichen Schlachten getroffene: Meldungen zufelge verteidigte die in den Lütticher die nationale Ginigung gesichert hatten, gegen die Fortführung Waffenfabriken beschäftigten Frauen die Häuser, indem sie kochendes des Krieges über dieses Ziel hinaus Einspruch zu erheben. Wasser auf die stürmenden deutschen Soldaten goffen. Es war eine große, folgenschwere Tat. Sie sicherte den Führern der deutschen Arbeiterklasse für alle Zeit das Vertrauen und die Liebe der Arbeiter aller Nationen, sie schuf entscheidend mit an der Errichtung des weltumspannenden Baus der sozialistischen Internationale. Der Der Seekrieg. Gelöschte Leuchtfeuer. Berlin, 12. August.( W. T. B.) Mit Rücksicht auf den Kriegs. zustand sind die Leuchtfeuer an den Küsten Desterreich. Ungarns nicht mehr in regelmäßigem Betriebe, Der Krieg und die Kolonien. Daressalam von den Engländern beschossen. Berlin, 12. August.( W. T. B.) Englische Zeitungen bringen die Nachricht, daß der Hafen von Daressalam Unterseeboote an der englischen von den Engländern angegriffen und daß der dortige Funkenturm von ihnen zerstört worden ist. Küste. Daressalam ist Hauptstadt und Regierungssitz von Und als hervorragendſter Werkmeister an diesem Bau Deutsche hat Bebel bis zulegt gewirkt, versuchte er der auswärtigen Politik in der Verständigung Deutschlands mit England| und Frankreich eine neue Grundlage zu geben, die aus die Berlin, 12. Auguft.( W. T. B.) Deutsche Unterseeboote Deutsch- Dstafrika und hat etwa 25 000 Einwohner. Es ist französische Republik von dem Bündnis mit dem Zarismus sind im Laufe der letzten Tage an der Ostküste Eng- der bedeutendste Handelshafen der Kolonie. Nach dem Innern hätte befreien tönnen, und einer der frohesten Augenblicke lands und Schottlands entlang gefahren, führt eine Eisenbahn. Der Hafen ist gegen alle Winde gedieses zur Neige gehenden Lebens ist es gewesen, als dieses bis zu den Shetland- Inseln. Ueber die Ergebnisse dieser schützt und durchschnittlich neun Mieter tief. Saianlagen mit Streben durch die interparlamentarische Konferenz von Bern Fahrt kann aus naheliegenden Gründen bis jetzt nichts mit- Bahngleisen und Werkstätten, dazu ein Schwimmdock find für gute Förderung zu erhalten schien. geteilt werden. die Schiffahrt von Bedeutung. Schreibt uns: Ein Kosakenüberfall. Ein Gutsbesizer, dessen Gut dicht an der russischen Grenze liegt, Sonntag, den 2. August, war zwar schon Mobilmachung erfolgt, es dachte aber niemand an Krieg, und wenn jemand scherzhaft zu fagen wagte, was wir tun würden, wenn die Russen hereinkämen, so erfolgte die Antwort:„ Wir ließen eben keinen herein." gemeinheit genügen lassen; alles weitere schädigt die Inter- Staatsverband, zur Unterstügung der einziehenden Armeen. effen des Reichs. Wir können gerade von unserem Standpunkte einen Versuch Besonders wichtig bleibt dauernd die Erhaltung aller billigen, der dahin geht, die Unterstützung der Bolen zu geVerkehrseinrichtungen, namentlich der Kunstbauten an Eisen- winnen, indem man an ihr nationales Freiheitsgefühl dienenden Einrichtungen. Eisenbahnen, Kanäle und Brücken unternommen werden und die Sprache muß noch deutlicher bahnen, Kanälen und Wegen sowie aller der Schiffahrt appelliert. Aber dieser Versuch darf nicht mit halben Mitteln werden dauernd militärisch scharf bewacht; die unerlaubte und bestimmter werden. Will man die Herzen des polnischen Annäherung an Bahnstrecken und Brüden ist daher mit Bolfes gewinnen, so muß deutlich und klar ausgesprochen Lebensgefahr verbunden. Jedem, der einen verbrecherischen werden, daß den Polen Rußlands nach dem Siege DeutschAnschlag gegen unsere Verkehrseinrichtungen vereitelt und den lands und Desterreichs werden wird, was nicht nur ihr, Verbrecher einliefert oder zu seiner Festnahme verhilft, wird sondern auch des deutschen Volkes wohlverstandenes Interesse hohe Belohnung zugesichert. wäre, die Befreiung vom Joch des 8arismus Auftrage meines Sohnes, der eingezogen war, stellen wollte, ließ hingewiesen, daß der dienstliche Automobilverkehr nicht durch Auch bei dieser Gelegenheit wird aber nochmals darauf und die volle nationale Selbstbestimmung. die russische Patrouille nicht mehr stellen. Nun galt es schnell, einen falsch betätigte Wachsamkeit gestört werden darf, weil sonst Besuch, der bei mir war, in seine Heimat zu befördern. Als ich die größten Nachteile für die Befehls- und Nachrichtenübermit meiner Frau um 2 Uhr nachmittags vom Bahnhof nach Hause mittelung entstehen würden. Fremde Autos sind jetzt sich jetzt zu dem Versuch gezwungen, die Juden einigermaßen zu kam und abgestiegen war, sprengten mehrere fojatische Reiter auf nicht mehr im Lande. den Hof. Ein Kosat richtete den Revolver auf meine Frau und Da auf einmal sprengten am Sonntag gegen 10 Uhr dicht an meiner Haustreppe 10 Kosakenreiter vorbei und verstreuten sich im meiner Haustreppe 10 Stojatenreiter vorbei und verstreuten sich im nahen Walde. Ein Glüd, daß wir alle jo konsterniert waren, daß wir fein Wort finden konnten. Mobilmachungspferde, die ich im mich, ein anderer spannte die Pferde vom Wagen. Darauf stablen Der Zar und die Juden. Der Zar, der bisher Schuhherr aller Pogromiften war, sieht versöhnen. Er hat, der Frankf. Zeitung" aufolge, eine ProWohltaten(!) erinnert, die sie in ganz Rußland und beBerlin, 12. Auguft.( W. T. B.) Der Große General- sonders auch vom Hause Romanow genossen haben, und die stab fordert nochmals die Bevölkerung dringend auf, den Automobil- fie auffordert, sich freiwillig aum Militärdienst zu verkehr in keiner Weise zu behindern. Wer hiergegen verstößt, verstellen, da das Interesse der Juden mit dem des russischen fündigt sich schwer an dem deutschen Vaterlande. Reiches eng verbunden sei. Erneute Warnung vor Automobiljagden. tlamation erlassen, in der er die Juden an die vielen 310 Keine Feldpostpakete! " Es werden wohl sehr bittere und zugleich recht höhnische Gefühle sein, mit denen die Juden diese Proflamation zur Kenntnis nehmen werden. Kriegszustand und Mietsverträge. die Kerls noch 4 meiner besten Pferde aus den Ställen und verschwanden in die angrenzenden Wälder. Nun entstand natürlich eine furchtbare Banit unter den Arbeitern, und was laufen konnte, entfloh in die benachbarte Stadt, obwohl noch niemand von den Kojaten beraubt oder ermordet war. Meiner Frau und mir blieb unter diesen Umständen, so schwer es mir auch fiel, die Wirtschaft meines Sohnes zu verlassen, natürlich auch nichts weiter übrig, als zur Nacht wenigstens, wie ich dachte, in die Stadt zu ziehen. Des Die Reichspostverwaltung bittet um möglichst Abends leuchteten in der ganzen Umgegend große Feuerbrände auf, weite Verbreitung nachstehender Bekanntmachung: namentlich war es auf die Futtervorräte und Scheunen abgesehen, Den Postanstalten entsteht dadurch eine unnötige Arbeitsobwohl auch an vielen Stellen Wohnhäuser angezündet wurden. last, daß die Beamten der Paketaufgabeschalter immer wieder Wunderbarerweise ist, soweit ich gehört habe, auf keinem Gut ein belehrend erläutern müssen:„ Es gibt feine Feld postherrschaftliches Wohnhaus angestedt. Dagegen wurden einzelne pa tete!" Die Feldpost führt nur die Uebermittlung bon Dörfer, wie z. B. Sulimmers bei Drygallen und das Dorf Schwid- Briefen, Postkarten, Geldbriefen und Postanweisungen aus, dern dicht an der Grenze, fast vollständig zerstört, während wobei Einschreibsendungen in anderen als Militärdienstangereisen wird die falsche Ansicht verbreitet, durch den Krieg Bon Hausbesitzern und den Hausbesitzern nahestehenden andere Dörfer an der Grenze unberührt blieben. Da legenheiten, Postaufträge, Briefe mit Zustellungsurkunde Es erschienen Bostnachnahmesendungen von der Beförderung durch die Feld- fei an den Verhältnissen zwischen Mieter und Vermieter gar russische Reiter vor dem Rathause in Bi alla und beschossen dieses post ausgeschlossen sind. Auch Postpakete befördert die Feld- nichts geändert. Lakt Euch durch solche Behauptungen nicht von allen Seiten. Dann raften auf einmal nach den verschiedensten post nicht! Alle Paketsendungen, an im Felde stehende irreführen. Die Darlegungen, die der Vorwärts" vom 11. Gegenden 1000 bis 2000 russische Kavalleristen durch die Stadt, Soldaten gerichtet, unterliegen der Privatpäckerei und werden und 12. August über die Verpflichtung zur Zahlung der Miete, um sie an den verschiedensten Stellen anzuzünden. Glücklicherweise nur gegen die sonst üblichen Portosäge angenommen. Ein über die Unmöglichkeit der Durchführung einer Klage gegen war Windstille, im anderen Falle wären drei Viertel der ganzen Paket bis zu 3 Kilogramm Schwere tostet deshalb 20 Pf. aur Fahne Einberufene oder gegen ihre Familienmitglieder Stadt abgebrannt, während sich diesmal der Brand nur auf die Porto und muß mit der Aufschrift„ Soldatenpaket, eigene brachte, sind trotz gegenteiliger Behauptungen durchaus zuangezündeten Häuser beschränkte. Schrecklich aber sind die Greuel- Angelegenheit des Empfängers" versehen sein. Unfrantierte treffend. taten, welche die Rosaten verrichtet haben; sie raubten nicht mur, Sendungen werden nicht angenommen, Sendungen lediglich sondern verübten noch schredlicheres, fie mordeten selbst ganz alte mit dem Vermerk Feldpostpaket" gelten als gewöhnliche Menschen, Männer und Frauen, die um etwas Schonung gebeten Paketsendung und müssen dementsprechend frantiert sein. hatten. Am Dienstag kam das erste deutsche Militär der Gegend zu Hilfe. Und trotzdem dieses schon bis zum russischen Erweiterung des Privatverkehrs auf den fam am Montag ein neuer Schred. Städtchen Szcuczia vorgedrungen ist, wagen es einzelne verstreute Rosatenpatrouillen noch immer, die Gegend durch Brände und Morde in Angst und Schrecken zu versehen. Das traurigste ist nun noch, daß das ganze überreife Sommergetreide gemäht und ungemäht auf den Feldern steht und das, nachdem noch die nicht zum Militär eingestellten Arbeiter geflohen sind, nicht geerntet werden kann. Wie wird nun diese troftlose Zeit enden? Die Mobilisierungskosten der Neutralen. Stockholm, 12. August.( W. Z. B.) Die beiden Kammern des Reichstags haben einstimmig eine Regierungsvorlage angenommen, durch die ein Kredit von 50 Millionen Kronen für Maß nahmen zum Schutze der Neutralität des Königreiches bewilligt wird. Bern, 12. August.( W. T. B.) Der Bundesrat beschloß die fofortige Ausgabe einer Anleihe von dreißig Millionen au 5 Proz., rückzahlbar im Februar 1917 zum Kurse von 99 Proz. Kriegsbekanntmachungen. Eine amtliche Mahnung zur Verschwiegenheit. Eisenbahnen. Berlin, 12. Auguft.( W. T. B.) Dank der ausgezeichneten Leistungen der deutschen Eisenbahnen hat es sich ermöglichen lassen, jetzt schon erhebliche Erleichterungen für den öffentlichen Berkehr an zuordnen. In welchem Umfange dies in den Direktionsbezirken und auf den einzelnen Strecken geschieht, wird von den Bahnverwaltungen mitgeteilt werden. Für die nationale mal die Artikel erst gestern und vorgestern erschienen find. Kurz Die ausführliche Darlegung zu wiederholen, erübrigt sich, auzusammenfassend sei wiederholt: 1. Grundsätzlich befreit die Kriegspflicht nicht von der Verpflichtung zur Zahlung der Miete. 2. Eine Klage gegen die zur Fahne Einberufenen auf Zahlung der Miete oder gar auf Ermission fann zwar angestrengt werden, das Verfahren wird aber kraft des erlassenen Notgesezes un te rwerden, ein Urteil auf Zahlung oder gar auf Räumung darf brochen, das heißt: über die Klage darf nicht verhandelt nicht ergehen. teilen, also auf Grund des Rechts des Ehemannes, die Bohnung Unabhängigkeit Polens! teilen, also auf Grund des 3 Polens! 3. Hat die Ehefrau den Vertrag mitunterschrieben und nimmt der Richter an, sie sei nicht nur Bürge, sondern habe sich selbst als Mieterin mitverpflichtet, so ist zwar eine Klage auf Zahlung und Räumung zulässig. Es darf aber eine Zwangsvollstreckung in die dem Mann gehörigen Sachen sowie in die Sachen der Ehefrau nicht erfolgen, die dem Nießbrauchs- oder Verwaltungsrecht des Mannes unterliegen. Eine gmission und ein Urteil auf Räumung ist ferner unzulässig, weil die Frau auch auf Grund ihres Rechts und ihrer Pflicht, die Wohnung des Mannes zu benuzte. Gegen die Kinder fann auch nicht borgegangen verden. Auf Verlangen ihres gefeßlichen Vertreters das ist die Mutter oder der Vormund muß das Klageverfahren ausgefeßt werden. Ein Ermissionsurteil ist also unmöglich. Was die Miets zahlung anlangt, so kann der Richter 8ahlungsfrist bis au 3 Monaten geben. 4. Auch in den Fällen, in denen kein Familienmitglied zur Fahne einberufen ist, kann der Richter Zahlungsfrist bis zu 3 Mb naten geben. Not lernt denken! In dem schweren Kampfe, den Defter reich und Deutschland führen müssen, gilt es, an alle Volfs fräfte zu appellieren, gilt es, die Sympathien der von den feindlichen Mächten, vor allem von Rußland, unterdrückten Nationen zu gewinnen. Besonders kommen hier die Polen in Betracht, diese unglückliche Nation, deren Selbständigkeit gewaltsamt vernichtet und trotz heldenhafter Anstrengungen bisher nicht wiedergewonnen worden ist. Jetzt zeigt es sich, Nochmals: Laßt Euch durch Ausstreuungen von Hauswie recht die Sozialdemokratie mit ihrer Warnung vor jeder besißern und diesen nahestehenden Kreisen nicht irremachen: nationalen Unterdrückungspolitik gehabt hat und mit einer so, wie am 11., 12. August und heute dargelegt, ist der Rechtsgewissen Genugtuung dürfen wir es verzeichnen, daß heute zustand. verschlossen haben. Die österreichische Regierung, in deren Mietzahlungspflicht nachkommen wird. Aber gegenüber rüddiese Einsicht auch auf Kreise übergreift, die sich ihr bisher Es ist selbstverständlich, daß jeder nach Möglichkeit der Gebiet die Polen einen hohen Grad nationaler Selbstsichtslosen Härten von Hausbefizern die rücksichtslosen sind bestimmung besißen, die freilich vor allem den herrschenden selten die, denen selbst es heute nicht gut geht- ist das NotBerlin, 11. Auguft.( W. T. B.) In den erniten Zeiten, Klassen zugute gekommen ist, hat von jeher im Ernstfall auf gefeß erlassen und wird jedenfalls auch angewendet werden. die über uns hereingebrochen sind, fordert das Vaterland die revolutionäre Mitwirkung der Polen in Rußland ge- Wenn Hausbesitzer gegen Inhaber kleiner Wohnungen neben vielen und großen Opfern auch eine unbedingte hofft. Jetzt geht sie offen vor. Das österreichische Ober- rigoros vorgehen und dadurch Wohnungskalamitäten schaffen, Verschwiegenheit über alle Maßnahmen, die mit dem kommando veröffentlicht folgende denkwürdige Proklamation: fann der Oberbefehlshaber im Sicherheitsinteresse weiter Striege in Zusammenhang stehen. Dies gilt nicht nur von den militärischen Maßnahmen, sondern auch von den An das polnische Bot!! geben. So hat, wie unseren Lesern bekannt ist, der Gou. Anordnungen der Zivilbehörden, den Vorgängen in Privat- Durch den Willen Gottes, der die Schicksale der Völker lent, von Pappri B, verordnet, daß in Königsberg i. Br. berneur von Königsberg, Generalleutnant betrieben und sonstigen Vorfällen irgend welcher Art, die von und durch die Macht unserer obersten Kriegsherren überschreiten eine Sündigung von kleinen Wohnungen bis zur Größe dem alltäglichen Leben abweichen und dadurch den Feinden zu die verbündeten österreichisch- ungarischen und deutschen Armeen die Schlüssen über die militärischen Maßnahmen Veranlassung Grenze; hiermit bringen wir auch den Polen die Bebon einer Küche und zwei Wohnräumen seitens des Vermieters ohne Zustimmung des Mieters bergeben können. Insbesondere dürfen Nachrichten, die An- freiung bom mostowitischen Joche.. gehörige vom Kriegsschauplatz senden, nicht weitergegeben rechtigteit! Begrüßet unsere Fahnen mit Vertrauen, sie bringen euch Ge- boten ist, und daß für die 3 ahlung der Mieten von Wohnungen bis zu einer Größe von einer Küche und zwei werden. Auch über Vorkommnisse und Maßnahmen bei Sie sind euch und euren Stammesbrüdern nicht. fremd, Millio- Wohnräumen eine Stundung vorläufig bis zum unseren Verbündeten muß Stillschweigen beobachtet werden. nen des polnischen Volkes find seit nahezu anderthalb Jahrhunderten 1. Oktober d. I. eintritt. Der Gouverneur erwartet von Der Reichskanzler hat auf Grund des Gesezes gegen den im Verbande der Donaumonarchie sowie des Deutschen Reiches zu den Vermietern, daß sie nicht etwa versuchen, die Mieter Verrat militärischer Geheimnisse durch die Bekanntmachung hervorragend kultureller Entwidelung gelangt und vom 31. Juli 1914 Veröffentlichungen über militärisch wichtige schon seit den Beiten König Sobieskis, der einst den bedrohten durch ungerechtfertigte Belästigungen zum Freigeben der Nachrichten verboten. Die vorfägliche Uebertretung dieses Staaten der Habsburger tatkräftige Silfe brachte, find die ruhm- Wohnungen zu veranlassen", da er sonst gezwungen wäre, mit Verbots wird mit Gefängnis oder Festungshaft bis zu drei reichen Traditionen Polens auf das innigste mit seinen westlichen scharfen Maßregeln gegen fie vorzugehen. Andererseits erNachbarstaaten verknüpft. wartet er von den Mietern, daß sie, soweit es ihre Mittel Jahren oder mit Geldstrafe bis zu 5000 m. bestraft. Wir kennen daher und verstehen die Ritterliteit und irgend erlauben, ihrer Vertragspflicht nachkommen und inMit Gefängnis bis zu einem Jahre wird bestraft, wer hohe Begabung des polnischen Voltes; die Schranken zu spren- sonderheit sich den allgemein gültigen Hausregeln fügen. in Beziehung auf die Zahl, die Marschrichtung oder an- gen, die euren Verkehr mit den Errungenschaften der westlichen Solche Bestimmungen fann die Kom. geblichen Siege der Feinde wissentlich falsche Gerüchte aus Kultur behindern und euch alle Schäße geistigen und wirtschaftlichen mandogewalt überall erlassen. streut oder verbreitet, welche geeignet sind, die Zivil- oder Aufschwunges zu erschließen, ist eine wichtige Aufgabe, die Die Hausbesiger täten gut, sich auf den guten Willen Militärbehörden hinsichtlich ihrer Maßregeln irrezuführen. uns aus diesem Feldzuge erwächst. Die gleiche Strafe trifft denjenigen, welcher, sei es auch Nicht wir haben diejen Krieg gejucht. Nach einer langen Reihe der Mieter zur Zahlung zu verlassen und nicht zu glauben, mur fahrlässig, die Verbote übertritt, die in dieser Hinsicht die von Berleumdungen und Angriffen hat Rußland offen für die Ver- daß der Buchstabe des Vertrages regiere. Selbstverständlich Militärbefehlshaber auf Grund des Kriegszustandes erlassen reichisch- ungarischen Herrscherhause Partei genommen und den verwerflich und vergeblich, sich von ihrer Verpflichtung zu deckung der Spuren eines fluchwürdigen Verbrechens am öfter- wäre andererseits der Versuch von Mietern, die zahlen können, Anlaß benüßt, um über die Monarchie und das verbündete Deutsche drücken. Ein jeder tut deshalb gut, bei seinen Mitteilungen größte Reich herzufallen. So wurde unser erhabener Kriegsherr, dem der Vorsicht walten zu lassen im mündlichen Verkehr sowohl wie Friede Europas seit Jahrzehnten zu verdanken ist, gezwungen, zum auch im Brief, Fernsprech- und Telegrammverkehr nicht allein Schwerte zu greifen. nach dem Ausland, sondern auch im Inland. Dieferer Waffen unter unserem Echuke stehen werden, sollen von uns Alle Bewohner des russischen Reiches, die durch den Erfolg unIntereſſen des Reiches fordern, daß rücksichtslos gegen un als Gieger nur Gerechtigkeit und Menschlichkeit er- Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Montenegro. unserer Waffen unter unserem Echuhe stehen werden, sollen von uns befugte Verbreiter der oben bezeichneten Nachrichten einfahren. Das Wolffsche Bureau verbreitet aus Wien unterm geschritten wird. Zuversichtlich hoffen aber die Striegsleitungen des Heeres und der Marine, daß sie in keinem Falle zu einem an, unterstüt uns und unsere Bestrebungen aus Montenegro dem deutschen diplomatischen Vertreter in Cetinje Polen! Vertraut euch freudig und rückhaltlos unserem Schube 12. Auguft die Nachricht: Wie die Blätter melden, hat derartigen Einschreiten gezwungen werden, sondern daß alle voller Seele! Jedermann vertraue auf die Gerechtigkeit und Milde feine Bässe zugestellt. Der deutsche Gesandte v. Eckardt hat Stände allerorts ihren Wünschen mit Verständnis für den unserer erhabenen Kriegsherren und erfülle die Pflichten feines Ernst der Lage und mit patriotischem Empfinden entgegen- Berufes, die Pflichten zur Erhaltung seiner Heimstätte, die Pflich- Cetinje bereits verlassen. ten, die der Wille Gottes des Allmächtigen durch die gegen Desterreichisch- ungarischer Botschafterwechsel in Berlin. wärtige Wendung euch vorgezeichnet hat. Das Oberkommando der t. und f. österreichischungarischen Armeen. haben. tommen werden. Durch den Großen Generalstab und den Admiralstab der Marine in Berlin werden den Tageszeitungen dauernd Nachrichten über die Ereignisse auf den Kriegsschauplähen zugehen. Sie werden so reichhaltig und ausführlich gehalten werden, Es ist eine eigenartige Sprache, die hier geführt wird, wie es das Reichswohl gestattet. Hiermit muß sich die All. die Aufforderung an die Polen zur Loslösung vom russischen Politische Uebersicht. An Stelle des bisherigen österreichisch- ungarischen Botschafters in Berlin, des Grafen von Szögheny Marich, ist der Prinz Gottfried zu Hohenlohe- Schillings fürst ernannt worden. Der Rüdtritt des Grafen von Szögheny- Marich war schon seit längerer Zeit zu erwarten; der bisherige Botschafter Mske FercUS TS �a�rST Halle fcIFff feine Merufnng gewünscht, nachdem er LS Jahre hindurch seinen Posten in Berlin versehen datte. Auch die Ernennung des Prinzen v. Hohenlohe-schillings- fürst zu seinem Nachfolger war schon vor einigen Wochen ange- tiindigt worden; der Prinz ist ein Neffe des ehemaligen deutschen Reichskanzlers, des Fürsten Chlodwig Hohenlohe. Amnestie für Fremdenlegionäre. Eine Meldung deS Wolffschen TelegraphenbureauS wendet sich an diejenigen Deutschen, die in der Fremdenlegion eingetreten sind und nun in den Reihen unserer Feinde stehen...Wenn wir uns", so heiht eS zum Schluß,»in die Lage dieser Unglücklichen hinein» denken, so müffen wir sagen, daß sie für ihre Verfehlungen mit grausamer Härte bestraft sind. Wir hoffen deshalb, daß jeder von ihnen, dem es glücken sollte, aus dem feindlichen Lager zu ent» kommen und seine Kraft noch in letzter Stund« in den Dienst de? eigenen Vaterlandes zu stellen, mit Bestimmtheit auf den Erlaß der verwirkten Strafe rechnen kann. Nach unseren Erkundigungen an maßgebender Stelle ist diese Hoffnung auch durchaus be- gründet."_ Ergänzungen z« der Amnestie. Der preußische Justizminister hat zur Ausführung der Amnestie folgendes erlassen: Gesamtstrafen, die wegen der unter den Allerhöchsten Gnaden» erlaß vom 4. d. M. fallenden Straftaten erkannt sind, sind insoweit erlassen, als die ihnen zugrunde liegenden EinsatzfEinzel) strafen i« den Rahmen de? Erlasses fallen, ohne Rücksicht auf die Höhe der Gesamtstrafe. In den Straffachen, in denen durch den Allerhöchsten Erlaß dom l. d. M. die©trafen erlassen sind, sind Kosten bis auf weiteres nicht einzufordern oder bcizutreiben. Uebertreibungen. Noch immer berichten die Blätter von den Ausschreitungen, die sich der belgische Pöbel den zurückgebliebenen Deutschen gegen- über zuschulden kommen ließ, und immer noch greift man dabei zu unrichtigen Verallgemeinerungen und gefährlichen ll e b e r t r ei b u u g e u. Im„Berliner Tageblatt" berichtet noch wieder in der Mittwoch-Morgen-Nummer ein früherer Offizier mit aller Sicherheit, daß„der bekannte Hotelbesitzer Weber" in Antwerpen niedergeschossen worden sei. Tatsache ist aber, unser Mitarbeiter, dessen Schilderungen über die Vorgang,! in Brüssel wir gestern wiedergeben konnten, mit eben ?' �'* m Hotelbesitzer Weber auf der Rückkehr von Belgien von Goch bis Köln im gleichen Abteil gefahren ist. Herr Weber war gesund und munter. ES zeigt sich also auch hier führt, wenn Gerüchte, die in so erregter Zeit naturlich sebr leicht entstehen, ohne weiteres als richtig hinge- nommen und dem Publikum als lautere Wahrheit vorgesetzt werden. Neue„Post"-Hetze. Die„Post" hat aus scharfer Beobachtung des„Vorwärts" her au» die Entdeckung gemacht, daß die Sozialdemokratie auch nach Ausbruch des Krieges und trotz der Zustimmung zu den Kriegs- krediten„im Grund« die alte" geblieben sei. Diese epoche- machende Entdeckung benutzt sie, um mit neuer Kraft gegen die Partei zu hetzen.„So sehr wir jetzt auch mit äußeren Feinden beschäftigt sind, den inneren Feind gänzlich aus dem Auge zu verlieren, wäre nicht ratsam." Und so weiter. Man erkennt mit Vergnügen, daß auch die„Post"„im Grunde die alte" geblieben ist,— dieselbe„Post", die am Tage vor dem Kriegsausbruch die Behörden aufforderte, alle sozial- demokratischen Redakteure und Führer ins Gefängnis zu werfen und die Partei in brutalster Form zu unterdrücken. Der Ton, in dem sich dieses Scharfmacherblatt gefällt, zeigt sogar, daß auch d i e warmen Sympathien für den Blutzaren, die es fteiS so deutlich zur Schau stellte, noch nicht verblichen stnd. Man tut jeyt zwar so, als ob man Väterchen spinnefeind Wo«, aber aus Schritt und Tritt zeigen sich einem doch noch die i�aden, die hinüber und herüber ginge». Die„Post" täte in einer Zeit wie dieser wirklich gut, ihre Zarensympathien etwas mehr zu verhüllen, als sie durch ihre täppisch» scharfmacherischen Ausfälle und Hetzereien gegen die Sozialdema kratie immer von neuem aller Welt sichtbar zu machen! Daß die„Post".Hetzcreien uns natürlich nicht abhalten wer- den, nach wie vor im Sinne des sozialdemokratischen Programms zu Wirten, einer rechtlichen Beurteilung der Dinge und der Wahr. heit zu dienen, braucht nicht erst noch gesagt zu werden. Neubesetzung des Posener Erzbistums. Nach siebenjähriger Pause soll das Erzbistum Gnesen-Posen wieder einen Erzbischof erhalten. Im Jahre IVOS starb als letzter Erzbischof Florian von Stablewski, der 18gl berufen worden war, weil man von ihm erwartete, daß er die Polen mit der deutschen Politik versöhnen würde; hatte er doch, obgleich in der Kulturkampfzeit ein scharfer Gegner der Regierung, damals in einer Rede erklärt, die Polen seien«ohne des Westen», und ihr Platz müsse an der Seite des Kaisers sein. Ex versuchte als Erz- bischof wohl auch nach Kräften zu vermitteln, verdarb es jedoch dabei nur mit beiden Teilen, mit den Nationalpolen wie mit der preußischen Regierung, zumal als er mit Entschiedenheit für die Erteilung des Religionsunterrichtes in der Muttersprache eintrat und den„Schulftreik" unterstützte. . Tode wurde der«rzbischöfliche Stuhl nicht wieder be?etzt. Es fand sich kein Kandidat, auf den sich die maßgebenden Instanzen hatten einigen können. Di« Regierung wollte nur einen ganz„sicheren Mann zulassen. Inzwischen wurde das Erzbistum von dem Posener Weihbischof Eduard L i k o w s k i verwaltet. der schon vor der Ernennung StablcwStiS zwei Jahre lang diese Aufgabe gehabt hatte. � Jetzt wird gemeldet, daß die Ernennung LikowSliS unmittelbar bevorstehe. Man kann annehmen, daß die Ernennung dazu bestimmt ist. die Sympathien der katholisch-pol- nischen Kreise zu gewinnen. Eduard Likowski ist inzwischen 78 Jahre alt geworden. Der neue Bürgermeister von Zaber». An Stelle des von der Regierung nicht wiederbestätigten Burgermeisters Knopsfter, der sein Amt als Ehrenbürgermeister �rwaltet hatte,«st der Regierungsamtmann Großmann zum verufsbürgermeister gewählt worden. Der Kaiserliche Statthalter hat die Wahl sofort bestätigt. �iis öer Partei. Anträge für üie kommunalen Notstanüs» kommijsionen. . Der Parteivorstand richtet an die Parteigenossen in den ,°?�unalen Vertretungen und Körperschaften das Ersuchen, wsort die folgenden Anträge, die von der sozialdemokratischen "kaktion auch schon im Berliner Stadtverordnetenkollegium gestellt I. II. wurden, einzubringen: Unterstützung der Arbeitslosen: a) durch Weiterführung resp. . städtischen Bauten; durch Geldc Beschleunigung der Fürsorge für die Kinder der Eingezogenen und der Arbeitslose«: n) durch Kindergarten und Kiuderhorse; b) durch Speisung; c) durch Säuglingsfiirsorge. III. Fürsorge für Lebensmittel: a) durch Festsetzung von Höchstpreisen; b) durch städtischen Bezug von Lebensrnitteln; c) durch Errichtung und Ausbau von Speiseanstalten; c>) durch Betrieb von Bäckereien. IV. Hilfe für Wöchnerinnen: s) durch Anstaltspflege, in städtischen oder in Privat- kliniken, für Unbemittelte auf städtische Kosten; d) durch Hauspflege(Hebammen und Aerzte) für Un- bemittelte auf städtische Kosten. V. Krankenpflege: für unbemittelte NichtVersicherte freie arztliche Behand- lung und Heilmittel auf städtische Kosten. VI. Unterstiitzung der aus dem Auslande hierher ge- flüchteten Deutschen. VII. Unterstützung der hier in Berlin weilenden hilflos gc- wordenen Ausländer. VIII. Alle durch den Krieg hervorgerufenen Notstands- Unterstützungen, wie namentlich die vorstehenden, gelten nicht als Armcnunterstütznngcn. Gewerkschaftliches. Liebestätigkeit auf Kosten der Arbeiter. Von den Arbeitern der Firma W. Hamann u. Co.(Jnh. Wolf- söhn), Michaelkirchstraße IS, wurde uns die Mitteilung gemacht, daß die Firma eigenartige Methoden anwende, um ihre Aufwendungen für die dem Roten Kren? gespendeten 100 Paar Pantoffeln wieder wettzumachen. Die Arbeiter sollten zu diesem Zweck mindestens 2 Proz. ihres Lohnes opfern; außerdem erhielten mehrere in der Fabrik beschäftigten Arbeiter die Entlassung, damit an ihrer Stelle Heimarbeiter oder Heimarbeiterinnen angenommen werden können. welche viel schlechter entlohnt werden. Auf diese Weise sucht die Firma sich schadlos zu halten. Wir meinen, diese Art Liebestätigkeit ist gerade in einer schweren Zeit höchst verwerflich. Zentralverband der Schuhmacher. Ortsverwaltung Berlin. Unterschlagungen eines Kassierers der Gelben. Im Wernerwerk am Nonnendamm arbeitete in der V. La.- Montage der Monteur Atbert Krüger, wohnhaft in der Schloßstraße zu Charlottenburg. Es war einer der Obergelben und hatte eine im Betriebe bestehende Ilnterstütznngs- und Sparkasse zu verwalten, in der die Arbeiter und Arbeiterinnen außer regelmäßigen Beiträgen nach Belieben auch Spargelder anlegen konnten. Kürzlich wurde Krüger zum Militär eingezogen und als er die Kasse seinem Nach- solger übergab, stellte sich heran?, daß Krüger durck falsche Buchungen sich seit längerer Zeit an den Spargroschen seiner Kollegen bereichert hat. Neber 200 M. hat der ungetreue Obergelbe durch seine betrügerischen Manipulationen in die eigene Tasche fließen lassen. Belastet mit diesem schimpflichen Vergehen ist der Mann nun zum Heere eingerückt und dadurch vorläusig der Möglichkeit, zur Verantwortung gezogen zu werden, entgangen. Viele Entlassungen von Werkmeistern und Abteillingsvorstehern sind in diesen Tagen ohne Einhaltung der Kündigungsfrist vor« genommen. Ein dernrtiges Verfahren ist gesetzlich unzulässig. Die eingegangenen Verträge sowie die gesetzlichen KündigungSstisten müssen auch in Kriegszeiten innegehalten werden. In allen Fällen, wo eine fristlose Entlassung erfolgt, ist das bis zu diesem Tage ge- zahlte Gehalt nur unter Vorbehalt der weiteren Rechte in Empfang zu nehmen. Der Werkmeisterverband für daS deutsche Buchbinder gewerbe ersucht, seine Geschäftsstelle, Berlin NO. 55, Woldenberger Straße 20. sofort von solchen Vorkommnissen in Kenntnis zu setzen, Ms stnöustrie unö hanöel. Aufhebung der Meistbegünstigung für England. Wie in der„Norddeutschen Allg. Ztg." bekannt gemacht wird, hat der Bundesrat am 10. d. M. beschlossen, die auf grund des Gesetzes, betreffend die Handelsbeziehungen zum Britischen Reiche, vom 13. Dezember 1913, gewährte Meist- b e g ii n st i g il n g aufzuheben. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft._ Zur Aufhebung der Handelsverträge. Der Bundesrat hat beschlossen, daß die infolge des Krieges eingetretene Anfhebung der Handelsverträge mit den gegen das Deutsche Reich Krieg führenden Staaten bis auf weiteres ans die Zollbehandlung von Waren, die aus meistbegünstigten Ländern stamnicn oder die auf deutsche Rechnung sich in deutschen Zollausschlußgebieten, Freibezirkcn oder Zoll- lagern befinden, ohne Einfluß sein soll. Die Einwirkung deS Krieges auf den westdeutsche« Judustriemarkt. Ueber die volkswirtschaftlich außerordentlich einschneidenden Einwirkungen der Mobilisation auf die westdeutsche Schwer- industrie macht die„Rhein.-Westf. Ztg." folgende Angaben: Schon heute läßt sich auS den uns gewordenen Mitteilungen einer großen Anzahl Zechen und Hütten(SO) der Schluß ziehen, daß durchschnittlich ein Drittel der gesamten Belegschaften auf den Zechen und 26 Prozent der Hütten einberufen sind und die Produktion eine dem- entsprechende Verminderung erfahren wird, wenn die Arbeiterschaft nicht auf irgend eine Weise ergänzt werden kann. Es ist auch zu berücksichtigen, daß durch den Abgang der jüngeren und leistungsfähigeren Kräfte und das Zurückbleiben der älteren und weniger leistungsfähigeren Arbeiter der Gesamtdurchschnitt der Leistungen außerdem be- einträchtigt wird. Auch ist festzustellen, daß die einzelnen Betriebe ziemlich ungleichmäßig in Mitleidenschaft gezogen sind. Neuere Zechen mit durchschnittlich jüngerer Belegschaft haben vielfach die Hälfte, also 50 Proz. verloren, bei zweien sollen es sogar 55 und 66'/g sein. Diejenigen, die unter dem Durchschnitt bleiben, sind meistens kleinere und ältere Be- triebe mit alter, seßhafter Arbeiterschaft. Die niedrigste Ziffer ist 21,6 Proz. Auffallend ist auch, daß die unterirdische Belegschaft im Verhältnis viel stärker betroffen ist als die oberirdische; so scheiden bei einer großen Zeche 40 Proz. der unterirdischen, aber nur 12,6 Proz. der oberirdischen Belegschaft aus. Bei den Eisenwerken ist, so- weit uns Zahlenangaben vorliegen, das Verhältnis anscheinend etwas günstiger. Es kommt hier bei etwa 25 niittleren Werken nur ein Abgang von durchschnittlich 26 Proz. der Arbeiterschaft in Frage. Der Unterschied bei den einzelnen Werken ist aber auch sehr verschieden. Während einzelne Werke nur 20—22 Proz. verlieren, geben andere ihre Abgangs- Ziffer aus 30, eines sogar mit 40 Proz. an. Soviel ist sicher, daß überall infolge des Arbeitervcr- lusteS mit Einschränkung gearbeitet wird. An die Förderung der Zechen dürften aber in der nächsten Zeit besondere Anforderungen hinsichtlich der Versorgung unserer Heeresverwaltung und Kriegsmarine gestellt werden, so daß die Zufuhr von Ersatz-Arbeitskräften als dringend erwünscht betrachtet werden muß. Bekanntlich hat sich ja ein HilfSausschuß firr die deutsche Industrie gebildet, der es sich zur besonderen Aufgabe gestellt hat, für eine richtige Verteilung der durch den Krieg freigewordenen Arbeiter zu sorgen. Der Ruhrbezirk wird fraglos allen brauchbaren Arbeitslosen Beschäftigung geben können. Für die Eisenwerke ist die Beschaffung von Ersatzkräften wohl schon ctivas schwieriger, da es sich vielfach um geschulte Fach- arbciter handeln wird. Die Betriebe arbeiten, wohl zurzeit ausschließlich für die Eisenbahnverwaltuug und Heeresverwaltung und sollen bedeutende Aufträge vorliegen haben. Die durch Arbeitermaugcl notwendige Einschränkung der Betriebe kommt daher unerwünscht und man sucht neue Arbeitskräfte aus anderen Industriezweigen heranzuziehen. Es komnv für die Werke vor allem darauf an, daß jiie fite die Betriebe erforderlichen Kraftquellen, die durch die Hochofe»- abgase erzeugt werden, aufrecht erhalten werden. Da de? Fortschritt der Technik heute auch nur einige Mann für den Betrieb eines Hochofens erfordert, so werden besondere Schwierigkeiten auch kaum entstehen. Tic Rcichsbank bei KmgSanfang. Bekanntlich sind durch Reichsgesetz vom 4. August d. I. außerordentliche Maßnahmen getroffen worden, um trotz der riesig wachsenden Ansprüche des Staates und des Wirtschasts- lebens den Metall- und Goldbestand der Reichsbank zu schützen. Der Reichsbankausweis vom 7. August d. I. gibt Gelegenheit zur Prüfung, wie weit diese Absicht er- reicht worden ist. Was zunächst den von der Bank gewährten Kredit anbetrifft, so sind in der ersten August-Woche nicht weniger als für 987,8 Millionen Mark Noten mehr ausgegeben werden; außerdem stiegen die sonstigen täglich fälligen Verbindlichkeiten seit Ende Juli um 621 Millionen. Der Betrag der umlaufenden Noten beträgt zurzeit 3897 Millionen Mark. Als Deckimg für den gewährten Kredit wurden bei der Reichsbank gegen Ende Juli mehr eingereicht für 1656 Millionen Wechsel, Schecks und Schatzanweisungcn, so daß der Bestand an Wechseln usw. auf 3737 Millionen Mark anschwoll. Der Lombardbestand(verpfändete Effekten und Waren) stieg um 24 Millionen auf 226 Millionen. Trotz der gewaltig gesteigerten Kreditansprüche erhöhte sich der M e t a I l b e st a n d noch um 67,6 Millionen auf 1596 Millionen. Diese Zunahme wurde nur dadurch möglich, daß die Reichsbank von der Einlösung ihrer Noten in Hartgelb entbunden worden ist. Der Reichsbankausweis zeigt im einzelnen folgend« Posten; die Zunahme bezieht sich auf die Vorwoche: Aktiva. 1. Metallbestand(Bestand an kursfähigem deutschen Geld« und an Gold in Barren oder ausländischen Münzen M. M. 1 605 618 000 Zun. 67 692 000 davon Goldbestand 1477668000 Zun. 224869000 2. Bestand an Reichs- und Dar- lehnSkassenscheinen.. 96 680 000 Zun. 68 287 000 8.. an Noten anderer Banken 22 812 000 Zun. 11 299 000 4.', an Wechseln, Scheck« und diskontierten Schatz« anweisungen..... 3 737 074 000 Zun. 6., an Lombardforderungen 226 292 000 Zun. 6., an Effekten..... 194 238 000 Äbn. 7., an sonstigen Aktiven.. 237 661 000 Zun. Passiva. 8. Grundkapital 180 000 000 9. Reservefonds...... 74 479 000 10. Betrag d. umlaufenden Noten 3 897 203 000 11. Sonstige täglich fällige Ver- Kindlichkeiten.... 1879477000 Zun. 621 011000 12. Sonstige Passiva..... 79 206 000 Zun. 80 644 000 1 656 999 000 24 102 000 202 866 OOO 19 672 000 unverändert unverändert Zun. 937 781 000 Großbritanniens Eisenproduktion. Im Juli 1918 wurden in Großbritannien 16,254 Mill. Tonnen Eisenerz gefördert und 10,647 Tonnen Roheisen erzeugt. Vergleichsweise sei bemerkt, daß im gleichen Jahre in Deutschland fast doppelt so diel Roheisen (nämlich 19,309 Mill. Tonnen) produziert wurde. Die� Roheiscn- produktion war Anfang diese« Jahrhundert? in beiden Ländern un« gesähr gleich. Seit 1902 stieg sie in Deutschland um 126 Proz, in Großbritannien nur um 21 Proz. Letzte Nachrichten. Die Kolonien im Kriegszustand. Hamburg, 12. August.(W. T. B.) Nach einer der Hamburger Deputation für Handel, Schisfahrt und Gewerbe zugegangenen AuS« knnft de» Auswärtigen Amts gilt der Kongostaat als belgische Kolonie und ist deshalb ebenso wie Belgien selbst als im Kriege mit uns befindlich anzusehen. Dies gilt ebenso von den englische» Kolonien uns gegenüber und umgekehrt. Eine Proklamation des Sultans. Konstantinopcl, 12. August.(W. T. B.) Der Sultan hat folgende Proklamation an die Armee erlassen: Wahrend wir im Friede» für den Fortschritt unseres Vaterlandes arbeiteten, ist in Europa ein großer Krieg ausgebrochen. Ilm mit Gottes Hilf« unsere Rechte zu wahren, habe ich alle meine Kinder z n d e n Waffen berufen. Noch vor Ablauf der ersten Mobilmachung ist eine Anzahl junger Männer eingerückt und die ersten Bedürfnisse der Armee sind gedeckt. Ich ordne hiermit an, daß di« älteren unter den nicht ausgebildeten Eingezogenen zurzeit beurlaubt werden. Bis sie neuerdings zu den Waffen gerufen werden, werden sie die Feldarbeiten der bei den Fahnen bleibenden Kameraden mit versehen müssen. Nleine Regierung will die Fortdauer des Friedens. Dank der Hilfe Gottes und seines Propheten bin ich sicher, daß wir das Land und seine Rechte unter allen Umständen werden verteidigen und schützen können. Da? Kriegsministerium begleitet die Proklamation des Sul» tanS mit einem Tagesbefehl, in dem es heißt: Die unentwegte Ausdauer und Vaterlandsliebe, welche die Nation während der ersten MobilmachnngStag« an den Tag gelegt hat, ist ein gute» Vorzeichen für die ottomanische Armee. Diese ist ver- pflichtet, im gegebenen Augenblick große Opfer auf sich zu nehmen, um den Makel des Balkankrieges zu tilgen. Die Er» Haltung de? Kalifats und deS OSmanentums hängt von dem Ver- dienst und der Selbstverleugnung der Armee ab. Schiller- Theater Charlottenburg. Schiller The Deutscher Holzarbeiter- Verband Zentralverband Schulmacher Deutschlands Donnerstag, abends 8 11br: Eröffnungsvorstellung zum Besten des Roten Kreuzes: Prinz Friedrich von Homburg. Schauspiel in 5 Att. v. Heinrich v. Kleist. Anfang 8 Uhr. Ende 10% Uhr. Freitag und Sonnabend: Prinz Friedrich von Homburg. Sonntag, abends 8 Uhr: Wilhelm Tell. Achtung! Verwaltung Berlín. Achtung! der Freitag, den 14. August 1914, abends 8, 1hr, bei Boeker, Weberstr. 17: Versammlung Der Arbeitsnachweis des Verbandes für Bodenleger, Bürstenmacher, Hutformen der Mitglieder der lokalen Zuschußkasse. tischler, Klavierarbeiter, Korbmacher, Kammacher, Perlmuttarbeiter, Rahmenvergolder, DOSE THEATED Schirmmacher und Jalousiearbeiter ist von Mittwoch, den 12. Auguft ab bis auf weiteres von der Rungestr. 30, parterre, Zimmer 3, nach dem Lokal von Fejfaro, Melchiorftr. 15, verlegt worden. Der Arbeitsnachweis ist geöffnet von 9-12 Uhr. Broße Frankfurter Str. 132. Auf der Gartenbühne, bei ungünstiger Witterung im Theater täglich: Das eiserne Kreuz. In Feindes Land. Die Wacht am Rhein. Ein Teil des Ertrages ist für das Rote Kreuz bestimmt. Reichshallen-Theater. Stettiner Sänger! Gr.patriotisches Progr.. Anfang 8 Uhr. Sonntags7, Uhr Für Militär. personen und Die Auszahlung der Unterstützung an Arbeitslose und an die Frauen der zum Kriegsdienst einberufenen Mitglieder erfolgt im Bureau, Nungeftr. 30 sowie in folgenden Filialbureaus: 1. Charlottenburg, Kaldreuthstraße 16 2. Neukölln, Jägerstraße 66 3. Weißensee, Lehderstraße 122. 7601 Die außerhalb wohnenden Mitglieder der Zahlstelle Berlin können sich die Unterstützung auch in der ihrer Wohnung zunächftliegenden Vorortzahlstelle auszahlen lassen.unitions, ela Im Bureau, Rungestraße 30, und in den Filialbureaus geschieht die Auszahlung der Unterstützung in nachstehender Reihenfolge: angen mit den B tion Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über eine anderweitige Festsetzung der Krieges. 2. Verschiedenes. Arbeitslosenunterstüßungsfähe der Zuschußkasse während des Zutritt haben nur Zuschußkaffenmitglieder. 169/17 Die Ortsverwaltung. Zur Beachtung! Mittwoch, den 19. August 1914, findet bei Boeker, Weberstr. 17, die Quartalsversammlung statt. Ortskrankenkasse as für die R 3it.. Wäschefabrikation Berlin. Durch Reichsgesetz vom 4. August 1914 sind mit Wirkung vom gleichen Tage für die Dauer des gegenwärtigen Krieges bei jämtlichen Drts-, Land-, Betriebs und Innungsfrankenkassen die Leistungen auf die Regelleistungen um 9 Uhr und die Beiträge auf 42 vom Hundert des Grundlohnes festgesetzt worden. Laufende Leistungen bleiben unberührt. An Mitglieder, deren Familiennamen anfangen mit den Buchstaben: chſtaben: Freitags um 9 Uhr Ka- Kn Montags um 9 Uhr 1Q- R Mittwochs " " " 9/3 Ko- Kz " " C- D 11 L 10% 12 " " " " " " 12 S und St Sch T 10 " " 11 " " 12 deren Ange W " 980 " " hörigen völlig F Sonnabends um 9 Uhr M Dienstags freier Zutritt G . zu d. Stettiner Ι 10 11 112 " " 10% 2 " 0 11 PP " " 12 U- V W X- Z Donnerstags um 9 Uhr " 10 12 " PP " " " " APOBIEGHL MNOP um 9 Uhr Die Vorschriften der Reichsversicherungsordnung über die hausgewerb liche Krantenversicherung gelten vom 4. August d. 3. ab nicht mehr. Paufende Leistungen und fällige Beiträge bleiben unberührt. Die wöchentlichen Beiträge betragen vom 3. August d. 3. ab Sängern und Theater. Junungs- Krankenkaffe der Juwelier, Gold- u. SilberDie Auszahlung der Unterstützung nach vorstehender Einteilung beginnt am Freitag, den 14. Auguft. Es wird dringend gebeten, fich streng nach dieser Einteilung zu richten, insbesondere nicht zu früh zu fommen, da sonst eine geordnete Erledigung der Geschäfte nicht möglich ist. Am Tage vor der ersten Auszahlung der Unterstügung müssen diejenigen Arbeitslosen, die am nächsten Tage nach der vorstehenden Einteilung bei der Auszahlung an der Reihe find, ihr Mitgliedsbuch nebst Arbeitsbureaus auszahlen lassen will, muß sein Mitgliedsbuch und Arbeitslosenkarte dort abgeben. schmiede-( Zwangs-) Junung Losentarte im Arbeitsnachweis oder in den Kontrollſtellen abgeben. Wer sich die Unterstützung in den Filialzu Berlin. Durch Reichsgeseh vom 4. Auguſt dieses Jahres, Reichsgesegblatt Nr. 53, Jahrgang 1914, find niit Gültigkeit vom 4. August 1914 ab folgende Vorschriften zweds Sicherung der Leistungsfähigkeit der Krankenkassen erlassen worden: Als Legitimation bei den Frauen der zum Kriegsdienst einberufenen Mitglieder gilt die Eheſchließungsurkunde und der Ausweis über den Bezug der staatlichen Unterstügung. Unterstützungsberechtigt ist jedes Mitglied, das 52 Beitragsmarken geklebt hat ohne Rück ficht darauf, ob es ausgesteuert ist oder nicht. Es wird nochmals dringend ersucht, die Mitgliedsbücher derjenigen Mitglieder, die zum Kriegsdienst einberujen sind, umgehend im Bureau oder in den Filialbureaus abzugeben. Für die Dauer des gegenwärtigen Strieges werden bei jämtlichen Drtsund Betriebss und Innungsfrankentassen die Leistungen auf die Regel 91/6 leistungen und die Beiträge auf 4 vom Hundert des Grundlohnes festgelegt. 276/14 Laufende Leistungen bleiben un berührt. Mithin betragen die Beiträge unserer Kaffe vom 10. August 1914: Für die I. Stufe 0,27 M. pro Woche II. " " " P 0,54 " " " III. " " " 0,81 " " IV. # " " 1,08 " " " V. 1 " " 1,35 " " VI. " 1,62 " " Berlin, den 10. Auguit 1914. Der Vorstand Mar Rost, Hugo Herb, Borsigender. Schriftführer. Orts Krankenkasse der Schloffer nnd verwandten Gewerbe zu Berlin. Bekanntmachung. Durch Reichsgesetz bom 4. August dieses Jahres sind mit Gültigkeit vom 4. August 1914 ab folgende Vors schriften zweds Sicherung der Leiftungsfähigkeit der Strankenkassen ers lassen worden. 276/12 1. Für die Dauer des gegen märtigen Strieges werden die Bei träge auf 4 von Hundert des Grundlohnes festgelegt. Die Beiträge betragen hiernach: in Stufe I pro Woche 0,33 M. II 0,63 " " " " III " " 0,96 " " IV 1,26 " " " " V 1,59 " " VI 1,89 " " 2. Die Leistungen der Kasse werden für die Dauer des Krieges auf die Regelleistungen beschränkt. Laufende Leistungen bleiben unberührt. Berlin, den 12. August 1914. Der Vorstand. . Polzin, R. Krüger, Borsitzender. Schriftführer. Allgemeine Ortskrankenkaffe Berlin- Lichterfelde. für Durch das Gefet betreffend Sicherung der Leistungsfähigkeit der Krankentassen vom 4. 8. 14, sowie durch Verfügung des Oberversicherungsamts find wir gezwungen, für die Dauer des gegenwärtigen Krieges Leistungen auf die Regelleistungen und die Beiträge auf 4 vom Hundert des Grundlohnes festzusetzen. die Die wöchentlichen Beiträge stellen sich demnach für Beschäftigte, welche 6 Tage arbeiten: 7 Tage arbeiten: Stlasse A M. 0,18 Stlasse A M. 0,24 B 0,27 I 0,33 " 0,42 II " 19 0,48 III 0,54 III 0,63 " " IV 0,81 IV 0,96 " 1,08 1,26 17 VI 1,35 VI " 1,59 " VII " 1,62 VII 1,89 Die vorstehend abgeänderten Bei träge werden vom Montag, den 3. Auguft 1914 an berechnet und ersuchen wir ergebenst, hiervon gefl. Kenntnis zu nehmen. 276/16 Der Vorstand. Hans Fischer, Borsigender. 08 Die Zahlstelle 34 wird berlegt von Romintener Str. 2 Die nach Pofener Str. 10, bei Kühn. Die Ortsverwaltung. Kartellverband Groß- Berlin: für Sport und Körperpflege. zur Nachric aß die für 1 Allen Ortskartellen zur Nachricht, daß die für 1914 noch vorgesehenen Veranstaltungen, wie Konferenzen und Versammlungen, nicht mehr stattfinden! Vorhandene Gelder sind umgehend zu senden an Ewald Blau, Neukölln, Richardftr. 99. Unsere Vereine sind zuweilen bis zu 70 Proz. in Mitleidenschaft gezogen, weshalb wir es nicht für zweckmäßig halten, die in die Breschen eingesprungenen Funktionäre noch weiter zu belasten. Sofern der Ausschuß wieder arbeitsfähig ist, erfolgt schriftliche Benachrichtigung. Bis dahin wende man sich betr. Ausfünfte an den Sportsgenossen Gustav Dreilich, O. 34, Wilhelm- Stolze- Straße 21. Indem wir uns der Hoffnung hingeben, nach Beendigung des Krieges alles wieder auf dem Posten zu finden, rufen wir allen ein herzliches zu. 287/20 " Auf Wiedersehen!" Für den geschäftsführenden Ausschuß Bruno Lieske, O. 112. Buchhandlung Vorwärts Lindenstraße 69. Deutsch- Französisch- Russische Kriegskarte Maßstab 1: 2 000 000 Preis 1 Mk. Format 88 X 71 cm. Feldbrief- Mappe bogen 10 Pf. Reuters Wertes vorschriftsmäßig bedruckte Feldpost- Briefumschläge nebst Brief3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. FrauenleidenEhrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufshstörung. Teilzahlung. Spr. vorm. 9- Nm.8, Sonnt. 9-11. Spezialarzt f. Haut, Harn, Frauenleiben, nerb. Schwäche, Beinkraute jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. i Blut Dr. Homeyer untersuchung., Fäden i. Harnusm. gegenüber Friedrichstr. 81, anoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. für Stufe A 24 Pf. 1 33 2 48 75 " 108 " 6 141" 189" Der Vorstand. Emil Sternberg, Borsigender. F. Zingelmann, Schriftführer. 100/9 Allgemeine Ortskrankenkasse Neukölln. Bekanntmachung. Auf Grund des Reichsgefeges vom 4. August 1914( R. G. BI.. 337) hetr. die Sicherung der Leistungsfähigkeit der Krankenkassen wird hiermit bekanntgegeben: Für die Dauer des gegenwärtigen Krieges treten folgende Bestimmungen in Straft: 1. Die Leistungen werden für alle Unterstützungsfälle, die nach dem 4. August 1914 eingetreten sind, auf die Regelleistungen herabgefeßt. 2. Bei schwebenden Unterstüßungsfällen, die vor dem 5. August 1914 eingetreten find, wird nach den sagungsmäßigen Vorschriften weiter unterſtüßt. 3. Die Beiträge werden vom Montag, den 10. August 1914 ab in folgender Höhe erhoben: Stufe A 0,18 M. I 0,27 10 II 0,42 " III 0,54 Stufe IV 0,81 m. » V 1,08" " VI 1,35 " VII 1,62 4. Die Bestimmungen über die Krankenversicherung der Haus. gewerbetreibenden sind außer Kraft gesett. Neukölln, den 7. August 1914. Der Kassenvorstand. Heinrich, 2. Borsitzender. 276/11 Ritter, Schriftführer. Kleine Anzeigen. Verkäufe.s In Freien Stunden. Wochen. schrift für das arbeitende Bolf. Nomane und Abonnements Erzählungen. wöchentlich 10 Bf. nehmen alle Ausgabestellen des Vorwärts" entgegenProbehefte gratis. Krankenstuhl, auch Selbstfahrer, Handwagen, Hagelbergerstraße 22, Milchgeschäft. 100/10 Möbel. Moderne Arbeitermöbel in zeit. gemäßer Ausführung, in Eiche( alle Farben) und Nußbaum, unerreichte Auswahl, zu den allerbilligsten Breisen, in solider Arbeit, direkt vom Tischler. meister Julius Apelt, Adalbertstraße 6, am Kottbusertor. 30 348 Möbel! Für Brautleute günstigste Gelegenheit, fich Möbel anzuschaffen. Mit fleiniter Anzabiung gebe icon Stube und Küche. An jedem Stüd deutlicher Breis. Uebervorteilung daber ausgeichlossen. Bei Kranfbeits. fällen und Arbeitslosigkeit anerkannt größte Rüdicht. Möbelgeschäft M. Goldstaub, Sofjenerstraße 38. Ede Gneisenaustraße. 202901* Kaufgesuche. " Gold, Silber, alte Uhren fauft Giesler, Invalidenstraße 163, eine Treppe. *** Unterricht. +80 Automobilführer, ftellungssichere Ausbildung, 100 Marl. erftklaffige Auch Abendkurse. 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Die landwirtschaft- Sot der Zeit von den Kindern des Proletariats so gut als lichen Maschinen, die unverkauft auf Lager stehen, könnten möglich fernzuhalten. Wir müssen es sein, die der jüngsten vom Staat oder anderen öffentlichen Korporationen der Pro- Generation des Proletariats die Lebensfreude erhalten und Suktion zugeführt werden. Die bereits in Betrieb stehenden die Liebe zur Arbeiterklasse damit frühzeitig in die Herzen Maschinen müßten aufs intensivste ausgenutzt werden. Heute der Kinder pflanzen. Wir müssen sie von der heute mehr werden die meisten Maschinen nur von ihrem Besizer allein als je gefahrerfüllten Straße hinwegführen und in sichere, benutzt. Die öffentliche Gewalt hat dafür zu sorgen, daß sie liebevolle Obhut nehmen. Die Mütter aber, die sich dem auch für andere Landwirte arbeiten können. Jezt nach der Broterwerb widmen müssen, fordern wir auf, uns ihre Ernte wird es namentlich notwendig, daß die Dampfdresch Kinder anzuvertrauen. Mit gemeinsamen Spielen, Gesängen maschinen noch weit mehr als bis jetzt auch den kleineren und anderen Kinderfreuden werden wir den kleinen den Landwirten zugänglich werden. Bei der einsetzenden Be- Tag verbringen helfen, ihren Hunger werden wir zu wissen. Auch die Kleinsten, die stellung fönnten Dampf- und Motorpflüge eine ausgedehnte stillen Verwendung finden, wenn ihre Besizer nicht nach Willkür Aufbewahrung bedürfen, finden ein Unterkommen. Weiter ist über sie verfügen dürfen. es uns möglich, eine Anzahl von Kindern unentgeltlich für Es gibt in der Geschichte der zivilisierten Nationen feinen Zur Vermehrung der Nahrungsmittel vermögen auch die Wochen und Monate völlig in Familien unterzubringen, die Krieg, der in das normale ökonomische Leben so tiefgehende städtischen Gemeinden beizutragen, so, wenn sie, so- weniger von der gegenwärtigen Not getroffen werden. Und Störungen hineingebracht hat, wie der jetzige. Entzieht er meit wie möglich, die Küchenabfälle zur Produktion von nicht nur die Kinder der zum Heere einberufenen Arbeiter doch eine unerhörte Zahl von Arbeitskräften mit einem Male Schweinefleisch und Kaninchenfleisch ver- wollen wir erfassen, sondern vor allem auch die der jetzt so der Produktion, in Europa vielleicht 20 Millionen Menschen. wenden. Eine der Lebensbedingungen der modernen Wirtschaft, die innige weltwirtschaftliche Verbindung aller großen Produktionszweige miteinander, ist unterbunden. Nie war der internationale Handel eine größere Notwendigkeit, nie war er mehr unterbrochen als jetzt. Da werden alle Grundsäße hinfällig, die in der kapitalistischen Gesellschaft während des Friedens das ökonomische Getriebe beherrschen. Selbst neutrale Staaten sehen sich genötigt, die Heiligkeit des Eigentums und der freien Konfurrenz anzutaſten, z. B. durch Erlaß von Ausfuhrverboten und Moratorien. In den friegführenden Staaten selbst muß man noch weiter gehen. Die Sozialdemokratie wirft sich mit ganzer Kraft auch im Kriege auf solche Fragen friedlichen Schaffens, und hier fommt ihr zugute, daß ihr Denken gewöhnt ist, noch mit anderen Produktionsformen zu rechnen, als den kapitalistischen. So erwog der Parteivorstand sofort alle Maßnahmen, die bei längerer Fortdauer des Krieges erforderlich sind, um die Nahrungsmittelversorgung zu sichern, und machte auch dem Reichsamte des Innern davon Mitteilung. In einzelnen Gebieten ist man bereits gezwungen ge wesen, zu der Festsetzung der Preise mancher Nahrungsmittel zu schreiten. Aber die Preisfirierung darf sich nicht auf den Zwischenhandel beschränken. Wie den Kon sumenten vor der Uebervorteilung durch den Zwischenhandel, so muß man diesen vor der Uebervorteilung durch Großhandel und Produzenten schüßen. Ja, selbst zum Schuß des Produzenten sind Maximalpreise für seine Produktionsmittel erforderlich. Die Marimalpreise verhindern jedoch bloß, daß der Käufer zu hohe Preise zahlt; sie geben ihm nicht die Gewißheit, daß er die verlangte Ware erhält. Die Gefahr würde nur verschoben, nicht beseitigt, wenn die Produzenten verpflichtet würden, jedem Privaten soviel von ihren Produkten zu verkaufen als er verlangt. Das würde dahin führen, daß einzelne wohlhabende Zwischenhändler oder Konsumenten ihrerseits große Vorräte anlegten und die besitlose Masse leer ausginge, die von der Hand in den Mund lebt. So ergibt sich auch die Notwendigkeit der Verkaufspflicht, aber nur an öffentliche Institutionen, die die erworbenen Produkte dann je nach Bedarf umsetzen oder verteilen, entweder direkt oder durch die Organe des: 3wischen. handels und der Konsumgenossenschaften. zahlreichen Arbeitslosen. Alle sind uns willkommen, Alles das ist noch lange kein Sozialismus. Es handelt die unter den großen Sorgen der Zeit leiden und inmitten sich um bloße Notstandsmaßregeln. Manches ist schon in An- der Aufregung des Tages eine Stätte der Ruhe und harmgriff genommen von den Gewerkschaften, von den Gemeinden, losen Freude suchen. von Behörden des Reichs und der Einzelstaaten. Aber man Wir ersuchen die Mütter, ihre Kinder in die unten bewird weiter gehen müssen, sobald die Not drängt. Solange fannt gegebenen Säle zu schicken oder mit ihnen dort zu ersollte man jedoch nicht warten. Jeder Tag des Zauderns scheinen und fordern die Genossinnen auf, sich zur Mitarbeit fann unwiederbringliche Möglichkeiten verloren gehen lassen. bort pünktlich um 8 Uhr einzufinden. Die Spiele finden Die Sozialdemokratie wartet nicht. Sie verlangt ein- täglich von 2-6 Uhr, für die vorschulpflichtigen Kinder auch greifende Maßregeln, um die Versorgung der Bolksmasse mit von 8-12 Uhr vormittags statt. Die Horte sind den ganzen Lebensmitteln zu sichern. Diesem Verlangen einen fonfreten Tag geöffnet. Ausdruck zu geben, hat der Parteivorstand folgende FordeAls Sammelplätze sind vorgesehen für den: rungen zur Lebensmittelversorgung aufgestellt: I. und III. Streis: Gewertschaftshaus, Engels ufer 15. II. Streis: A 11gust Wiemers, W. 57, Bülowstr. 58; F. Lerf, SW. 29, Nostizstr. 29; A. Burdad, S. 59, Schönleinstr. 6. IV. Streis: Süd- Ost", Waldemarstr. 75; A. Fahrow, Reichenberger Str. 147; Comenius- Säle", Memeler Straße 67; Sellers Festsäle, Stoppenstr. 29. V. Kreis: Neue Königstr. 7. I. Maßregeln zur Regelung der Produktion. 1. Organisierung der Einbringung der Ernte und ihrer Nußbarmachung. 2. Feststellung der Pflicht der Landwirte zu bestimmten Arten der Produktion. Sofortige Bebauung der Brachfelder mit rasch wachsenden Futterfräutern und Gemüsen. Organisierung der Bich- und Milchproduktion. II. Maßregeln zur Beschaffung von Produktionsmitteln. 1. Lieferung von Dünger und Saatfrucht durch öffentliche Institutionen und Regelung ihrer Verwendung. 2. Lieferung von Maschinen durch Kommunalverbände an die Besizer zu intensiver Anwendung. 3. Freigabe der Wälder und Moore zur Streugewinnung. III. Beschaffung von Arbeitskräften. 1. Regelung der Anwerbung. 2. Sicherung eines Minimallohnes. " VI. Streis: Bittner, Schwedter Str. 23/24; Franke, Badstr. 19; Pharus- Säle", Müllerstr. 142;„ ArtusSäle", Perleberger Str. 26. Lichtenberg: Friedrich- Karl- Straße, Ecke Scharnweberstraße, vormals Schmidt. Die Zentralstelle für Kinderfürsorge befindet sich Berlin SW. 68, Lindenstr. 3, III. Hof, Eingang IV, 3 Treppen. Telephon: Amt Morikplak 4740 und 4741. Vorsitzende sind: 3. Aufhebung der Gesindeordnungen und der Ausnahme- Emil Boeste und Frau Martha Demmning. gesche gegen Landarbeiter. IV. Vorschriften über die Verwendung von Produkten. Ausschluß von Kartoffeln und Getreide von der Brannt ad meinproduktion, Regelung der Einschränkung der Produktion von Bier, Buder, Stärte. V. Berpflichtung der Landwirte zum Berkauf ihren Produkte an öffentlichen Institutionen( Reich, Land, Gemeinden). VI. Preisfestsegung für Produktionsmittel und Produkte, für Produzenten und Zwischenhändler. VII. Produktion der Lebensmittel und Regelung des Umsatzes durch Kommunen. VIII. Entsprechende Anwendung auf Fischerei, Forstwirtschaft, Kohlenproduktion, Chemische Industrie. Das alles bezieht sich indes nur auf die vorhande Es ist zu erwarten, daß unsere Genossen in allen Organi nen Vorräte an Nahrungsmitteln. Ihre Menge würde fationen und Organen, auf die sie Einfluß haben, namentlich durch solche Maßregeln nicht vermehrt. Marimalpreise in den Kommunalverwaltungen, im Sinne dieser Fordefönnten sogar auf manchen Produktionszweig hemmend ein- rungen tätig sein werden. wirken, wenn nach wie vor der Profit die einzige Triebfraft der Produktion bleibt. Es wird daher dringend notwendig, daß die öffentliche Gewalt in den Produktionsprozeß selbst eingreift, sowohl verbietend wie positiv zwingend. Es muß verboten werden, daß Produkte, die der Ernährung der Außerdem werden Auskünfte erteilt in den Kreisbureaus der Wahlvereine. Für die Vorortkreise kommen die Bureaus für Niederbarnim: Lichtenberg, Neue Bahnhofstraße 31, für Teltow- Beeskow: Lindenstraße 3, II. Hof, 4 Treppen, in Frage. Auch die einzelnen Mitglieder der Kinderschußkommissionen der einzelnen Kreise und für die Vororte der einzelnen Orte geben Auskunfte Berliner Nachrichten. Wachsende Not! Obwohl wir uns erst in den Anfangsstadien des Krieges befinden, greift die Not bereits in erschreckender Weise um sich. Bahlreiche große und kleine Fabriken, Konfektionsgeschäfte usw. haben sofort nach Bekanntgabe der Mobilmachung ihre Betriebe geschlossen und dadurch sind viele Tausende fleißiger Arbeiter und Arbeiterinnen brotlos geworden, brotlos zu einer Zeit, in der es selbst denjenigen, die noch etwas verdienen, infolge der horrenden Steigerung aller Lebensmittel fast unArbeiter und Angestellte, die bereits jahrzehntelang bei größeren Firmen beschäftigt Kommunale Mitarbeit möglich ist, durchzukommen. Berlineraren, sind entlassen worden. In zahlreichen bei uns Menschen oder des Nukvichs dienen könnten, anderen weniger der Genoffinnen bei der wichtigen oder ganz überflüssigen Zwecken zugeführt werden, wie etwa der Produktion von Branntwein. Selbst die Produktion von 3uder könnte eingeschränkt werHilfsaktion. einlaufenden Zuschriften wird zum Ausdruck gebracht, daß trok des in diesen Tagen erfolgten Angebots von Arbeitsgelegenheit es nur einem geringen Teil Beschäftigungsloser den. Deutschland führt in normalen Seiten für etwa 200 In engster Verbindung mit den 23 städtischen Unter- gelungen sei, unterzukommen. Befremden erregt es in weiten Millionen Mark Zucker aus. Ist nicht eine gewaltige Konsum- ftügungskommissionen arbeiten freiwillige Hilfskommissionen, Streisen, daß die städtische Straßenbahn, die Große Berliner, steigerung im Inland durch Preisherabfeßung zu erreichen, die von Frauen gebildet find. Durch Plakate und in der die Untergrundbahn und die Poſt in diesen Tagen des dann müßten die überschüssigen Zuckerrüben der Verfütte- Presse sind die Adressen der Bureaus, in denen diese Hilfs- Personalmangels nur in ganz geringem Maße von dem Anrung für Milch- und Fleischpieh zugeführt werden, nicht etwa fommissionen arbeiten, bekanntgegeben. In jedem dieser gebot von Arbeitskräften Gebrauch machen. für die Produktion zukünftiger Ausfuhr verwertet werden. Bureaus sitzt neben den bürgerlichen Frauen auch eine GeDie Milchproduktion ist ausschließlich nach den nossin. Bedürfnissen der Bevölkerung und nicht nach dem Profitinteresse der Besitzer der Milchkihe einzurichten. Daher müßte jede ungerechtfertigte Schlachtung solcher Kühe verhindert werden. Zu diesen Verboten hätten sich positive Maßregeln zu gesellen, so vor allem die Verpflichtung, die Brachfelder sofort mit rasch wachsenden Futterfräutern und Gemüsen zu bestellen, die noch im Laufe dieses Herbstes zum Konjum geeignet werden. Zur Erleichterung des Betriebes der kleinen Besizer ist erforderlich die Freigebung der Wälder und Moore zur Strengewinnung. Solange Menschen vorhanden sind, bei denen man vor Die Hilfskommissionen erteilen Auskunft, vor allem über aussehen muß, daß sie den an sie gestellten Aufgaben Unterſtügungsfragen. 0001 gewachsen find, wäre es wahrlich nicht nötig, Frauen Die Recherchen über die Bedürftigkeit der Familien der der zum Kriegsdienst einbezogenen Angestellten zu be Kriegsteilnehmer, die Anspruch auf die staatliche und kommu- schäftigen. Ihnen gegenüber könnten die betreffenden Verkehrsnale Unterstügung erheben, werden durch den Bezirksvorsteher gesellschaften diejenigen Verpflichtungen eingehen, die bereits gemacht. eine große Anzahl Fabrikanten und Geschäftsinhaber ihren Angestellten und Arbeitern gegenüber erfüllen. Der Bezirksvorsteher holt sich seine freiwilligen Hilfs träfte für die Recherchen aus den Hilfskommissionen. Und welche Haltung nehmen die Kommunen GroßFür jede dieser Hilfskommissionen haben sich vorläufig 10 Helferinnen aus den Reihen der Genossinnen gestellt, die Berlins dem Heer der Arbeitslosen gegenüber ein? Die Tatbereit und fähig sind, die überwiesenen Recherchen gewissen- sache, daß die Zahl der Arbeiter in den städtischen Werken, Endlich müßte man trachten, die Produktivkräfte haft, aber auch mit sozialem Verständnis auszuführen. der Straßenreinigung usw. durch die erfolgte Mobilisierung zu vermehren, die der Landwirtschaft zur Verfügung Die Genossinnen werden sich gleichfalls beteiligen an den stark geschwächt ist, hat bereits eine größere Anzahl Arbeitsstehen. Dabei handelt es sich nicht nur um die Einbringung Recherchen, die notwendig werden für die Verteilung der loser veranlaßt, an den zuständigen Stellen nach Beschäftigung der Ernte, sondern auch um die Nutzbarmachung, um die Mittel, die aus freiwilligen Gaben der Stadt zur Verfügung anzufragen. Soweit bisher Mitteilungen vorliegen, ist den Saatbestellung, um die Vorbereitung der fünftigen Ernte. gestellt sind. Arbeitsuchenden geantwortet worden, daß der Betrieb einDiese Aufgabe ist bereits vor allem von den Gewerkschaften Den Genossinnen, die sich zum Helferdienst gestellt haben, ip tatkräftigſter Weise in die Hand genommen worden. Soll diene hiermit zur Mitteilung, daß sie unter möglichster Be- geschränkt werden müsse, selbst auf die Gefahr, daß in den Straßen etwas Schmug liegen bleibe. Eine solche Auffassung wäre te aber in vollem Umfange erfolgreich durchgeführt werden, rücksichtigung ihres Wohnortes den einzelnen Hilfskommissionen so werden Maßnahmen erforderlich, die die Anziehungskraft zugewiesen sind und von dort gerufen werden durch unsere mit dem Pflichtbewußtsein der kommunalen Verwaltungen der ländlichen Arbeit erhöhen, die Arbeitsfrendigkeit steigern Genoffin, die im Bureau der Hilfskommission wirkt. Groß- Berlins unvereinbar und sie bedeutet, daß die arbeitsund die ländlichen Arbeitgeber hindern, ihre Arbeiter in alt- Zu einer gemeinsamen Besprechung werden sie in den losen Bürger in dieser schweren Zeit dem größten Hunger gewohnter Weise zu behandeln. Die Sicherung eines nächsten Tagen von uns brieflich eingeladen. preisgegeben würden. minimallohnes, die Aufhebung der Gesinde Luise Ziez, Lindenstr. 3. ordnungen und der sonst bestehenden Ausnahmegefebe gegen Landarbeiter sind unumgängliche Forderungen geworden. Dazu hätte sich zu gesellen die Vermehrung der ländlichen Produktionsmittel. Da es sich jezt nicht um Hilfe für den Besizer, sondern für die Gesamtheit| Die Kinderfürsorge der Kinderschutzkommission, Angesichts des wachsenden Elends ist es eine Aufgabe des Staates sowohl wie der Gemeinden, Maßnahmen zu er greifen. Es kann und darf nicht genügen, daß nur diejenigen Familien, deren Ernährer zu den Waffen gerufen worden find, vor der größten Not geschützt werden, sondern Staat und Gemeinden müssen ein großes Interesse daran haben, handelt, so kommen auch Geldvorschüsse in Betracht, die der die einen Teil der proletarischen Hilfsaktion zur Linderung daß gerade in dieser ernſten Zeit auch den Beschäftigungslosen die Möglichkeit, Brot zu erlangen, gegeben wird. ZuProduktionsmittel in Belieben iit viel zwemäßiger, nament. drängnis darstellt, beginnt in Berlin am Freitag, den 14. Auguft. Dem find viele Tausende von Frauen und Dädchen, die bisher lich die Lieferung von Dünger und Saatfrucht Wir rufen noch einmal unsere Genossinnen zur tätigen Mit- für sich allein gesorgt haben, von der Arbeitslosigkeit bean die fleinen Befiber. Nicht minder notwendig wäre die hilfe bei diesem Wert der Menschlichkeit auf. Alle, die die troffen worden. Auch für sie muß unter allen Umständen Beschaffung von Majhinen, schon wegen des Hände einigermaßen frei haben, müssen dazu beitragen, diel Hilfe geschaffen werden. Das Reinickendorfer ArbeiterZugendheim alS Kinder- Pflegestätte. Um den Frauen, deren Männer im Felde stehen und noch ein« berufen werden sowie denjenigen, deren Männer durch den Krieg arbeuslos geworden sind. Gelegenheit zum Mitverdienen zu geben. wird daS Jugendheim, Wachholderstraße 44, von heute Donnerstag ab von morgens 6 bis abends'/»Z Uhr zur Aufnahme von Kindern geöffnet sein. Frauen haben sich zur gewissenhaften Aufsicht und Pflege der Kinder bereit erklärt. Ein gewaltiges Unwetter tobte Dienstagabend in den westlichen Vororten Berlins. In der sechsten Abendstunde setzte ein so gewaltiger Sturm ein, daß eine große Zahl der stärksten Bäume entwurzelt und von Neubcuhen die Dächer abgedeckt wurden. Ter Wtrbelsturm wühlte Wannsee und Havel so auf, daß eine Anzahl von Booten kenterte. Acht Personen wurden aus Lebensgefahr gerettet. Begleitet war der Sturm von einem starken Wolkenbruch mit Hagelschlag, der u. a. daS ganze Freibad Wannsee überschwemmte. In Strömen floß das Wasser von den Höhen des Waldes. Im Frauenzell war die Ueber schwimmung so stark, daß die Frauen von den Männenr heraus. getragen werden mußten. Glücklicherweise ist niemand im Freibad durch die umstürzenden und entwurzelten Bäume zu Schaden ge� kommen. Die Auszahlung der �faiuilienunterstittzungen. Nach einer Verfügung des Ministers des Innern sind in Vreußen die gesetzmähig zu bewilligenden Unterstützungen für Familien der in den Dienst eingetretenen Mannschaften mit tunlichster Beschleunigung zahlbar zu machen. Sie erfolgen nur im Falle der Bedürftigkeit. Anträge auf Unterstützung sind bei der Gemeindebehörde zu stellen. Mastnahmen für die Kriegsnot. Die Lichtenberger Stadtverordnetenversammlung faßte m einer außerordentlichen Sitzung folgende Beschlüsse: Die Familien sämtlicher von der Stadt Beschäftigten erhalten im Falle der Einberufung bei einer Beschäftigungszeit bis zu einem Jahr lU, bis zu zwei Jahren'/z und über zwei Jahre die Hälfte der bisherigen Bezüge. Die Familien der sonst zum Militärdienst eingezogenen Lichtenberger Einwohner er- halten einen Zuschuß in gleicher Höhe der staatlichen Unter- stützung. Im Falle der Erkrankung werden unentgeltlich ärztliche Behandlung und Medikamente gewährt. Ferner sind besondere Zuwendungen an Naturalien ins Auge gefaßt. Zur Beschaffung von Lebensmitteln ist eine besondere Kommission eingesetzt worden. Dieser ist auch aufgegeben, der von unserer Fraktion beantragten Arbeitslosenunterstützung, Kinderspeisung usw. näherzutreten. Vom Magistrat war vorgeschlagen, zur Durchführung dieser Aufgaben 5 00000 M. im Anlcihewcge zu beschaffen. Um jedoch die Arbeitslosenfürsorge in aus- reichendem Maße durchführen zu können, beantragten unsere Genossen, 800000 M. bereitzustellen. Demgemäß wurde beschlossen. Ferner wurde im Interesse der kleinen Ge- werbetreibendcn folgender Antrag angenommen: Während der Dauer des Kriegszustandes dürfen aus der städtischen Sparkasse Darlehen auch gegen Bestellung anderer als der bisher üblichen Sicherheiten, ausnahmsweise auch ohne solche gegen Wechsel mit mindestens drei sicheren Unterschrfften geivährt werden. Der Kredit darf im einzelnen 500 M. nicht übersteigen und der zu gewährende Gesamtkredit soll höchstens 500000 M. betragen. Wenn die Sparkasse nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, soll die Summe im Wege der Anleihe beschafft und der Kasse zur Verfügung gestellt werden. Die Gemeindevertretung von Friedrichsfelde hat einer Kommission 6000 M. für besondere Notfälle, namentlich auch zur ArbeitsI osenfürsorge, zur Verfügung gestellt. Eine Gelegenheit, Arbeitslosen in geringem Umfange Verdienstmöglichkeit zu schaffen, wurde leider durch das un begreifliche Vorgehen einzelner Vertreter vereitelt. Die Unter- stützung der Familien von Kriegsteilnehmern will im Interesse einer einheitlichen Regelung der Kreis übernehmen. Sie soll 100 Proz. der staatlichen Unterstützung betragen. Erntearbeiter verlangt. Wie uns vom Zentralarbeitsnachweis, Gormannstraße 18, mit geteilt wird, werde» noch weitere Meldungen über 16 Jahre alter Arbeiter, welche mit landwirtschaftlichen Arbeiten vertraut sind, ent gegengenommen._ Motorradfahrer verlangt. Durchaus tüchtige und zuverlässige, gesunde Motorradfahrer, die nicht dienstpflichtig sind, ein geeignetes, lriegsbrauchbares Motor zweirad besitzen und bereit sind, in Etappendienst gegen angemessene Entschädigung auf Grund abzuschließender Privatdienstverträgc ver- wendet zu werden, können sich unter Ueberreichung ihrer Papiere und eines polizeilichen UnbescholtenheitSattesteS schriftlich oder münd lich bei der Inspektion des Militärluft- und«Kraftfahrwesens in Berlin-Schöneberg, Fiskalische Straße, freiwillig melden. Ausgabe des Reisegepäcks. Mit dem auf den Berliner Bahnhöfen aufgespeicherten Reise gepäck soll jetzt aufgeräumt werden. Wo die Bezettelung desselben unerkennbar geworden ist, kann eine Benachrichtigung beziehungs weise Zustellung an die Empfänger nicht erfolgen. Dre Elsenbahn Verwaltung ersucht daher die Reisenden, die ihr Gepäck bisher nicht erhalten konnten, unter Vorlegung oder Einsendung ihrer Gepäck> scheine nochmals bei den AbfertigungSstellen deS zuständigen Bahn. Hofs daS Gepäck anzufordern und hierbei eine möglichst genaue Br schreibung nach folgenden Gesichtspunkten zu geben: 1. Art und Form der Gepäckstücke(Koffer, Pakete, Korb, Schachteln usw.), 2. Farbe, besondere Kennzeichen— bunte Streifen, Buchstaben, Namen, Reklamezettel von Gasthäusern usw., 3. Größe der einzelnen Stücke, 4. Angabe des Hauptinhalts, 5. etwa vorhandene alte Eisenbahnbeklebungen. Da es auf den einzelnen Bahnhöfen inzwischen gelungen ist, den größten bisher nicht anfgenoinmenen Teil des Gepäck» zu ordnen, so erscheint es auch bei fehlender Bezettelung nicht aus« geschlossen, das Gepäck nach den angegebenen Merkmalen auf- znfinden._ In der Badeanstalt zu Neukölln sollen infolge der bei dem Badeanstaltspersonal durch die Ein- berusung eingetretenen Veränderungen vorläufig auf die Dauer von höchstens vier Wochen folgende Einschränkungen eintreten: Tie Be« nutzungSzeit für das Schwimmbad wird auf vormittags 8 Uhr bis mittags 1 Uhr und von nachmittags 4 Uhr bis abends v Uhr, Sonntags von 7 bis 12 Uhr, festgesetzt. Die medizinischen Bäder für Männer und das Schulbad werden vorläufig geschlossen. Ein schwerer Straßeminfall hat sich am gestrigen Mittwochnach- mittag gegen Vzt> Uhr im Osten der Stadt ereignet. In der Menieler Straße hotte sich der sechsjährige Hugo Holz, der Sohn eines Schneiders aus der Memeler Straße 53 an ein Kabelfuhrwerk der Allgemeinen Eleklrizitäts- Gesellschaft angehängt. Als der Kutscher aufmerksam wurde, wollte der Junge abspringen, kam aber dabei zu Fall und geriet unter den' Wagen, dessen Hinterrad über ihn hinwegging. Dem Jungen wurde der rechte Unterschenkel zer« malmt. In besinnungslosem Zustande brachte man den Verun« glückten nach der Unfallstation in der Warschauer Straße und von dort nach dem Krankenhause Friedrichshain. Chiffre-Anzeigen sind nach einer Anordnung des Ober- befehlshabers der Marken nicht zulässig. Inserate sind stets mit voller Unterschrift zu veröffentlichen. Postlagerndc Sen- düngen werden nur gegen polizeilichen Berechtigungsschein ausgehändigt. Die Frauen als Schaffner. Die Zahl der Frauen, die sich als Schaffnerinnen bereitgestellt haben, hat bereits ab- genommen. Die Tätigkeit ist doch anstrengender, als viele Frauen angenommen haben. Das fortgesetzte Stehen im Wagen übt auf den weiblichen Organismus einen wenig günstigen Einfluß aus. Dazu kommt, daß viele Frauen der Meinung waren, sie erhielten trotz ihres Verdienstes auch noch die den Frauen der Kriegsteilnehmer zugedachte Unterstützung. Diese Annahme ist irrig. Maßgebend für die Gewährung dieser Unterstützung soll die Bedürftigkeit sein. Wer also seinen Lebensunterhalt selbst erwirbt, kommt für diese Unter- stützung nicht in Frage._ Grostfeuer beschäftigte gestern früh die Feuerwehren von Berlin und Schöneberg stundenlang in der Nollendorfstr. 31/32. Dort stand um 6 Uhr der Dachstuhl des vierstöckigen Wohnhauses total in Flammen. Die Schöneberger Wehr, unterstützt vom 12. Löschzuge der Berliner Feuerwehr, griff mit iechS Schlauchleitungen von Dampfspritzen an, konnte aber nicht mehr verhindern, daß der Dachftuhl mit allem Inhalt niederbrannte._ Straßenunfall. Vor dem Grundstück Bergmannstr. 89 wurde der S3 Jahre alte Töpfer Paul Heinz von einem Straßenbahnwagen überfahren und so schwer verletzt, daß er bald darauf verstarb.— Der Svjähnge Töpfer Paul Hein wollte vor dem Hause Gneifenau- straße 85 kurz vor einem herannahenden Straßenbahnwagen das Gleis überschreiten. Er wurde erfaßt und erlitt schwere innere und äußere Verletzungen, denen er auf dem Transport nach dem Urban- Krankenhause erlag. Der„Wahre Jacob',„Die Neue Zeit-' imd„Die Gleichheit" erscheinen von Ende dieses Monats ab wieder regelmäßig. Alle Abonnements werden nachgeliefert. Zeugen gesucht. Diejenigen Personen, die gesehen haben, wie am 10. August, mittags 12 Uhr, ein achtjähriger Knabe in der Lausitz« Straße vor dem Hause Rr. 19 beim Einmarschieren des 3. Garderegiments jvom Tempelhofer Felde von einem Auto über« fahren wurde, und auch die Stummer des betreffenden AutoS an- geben können, werden gebeten zweckdienliche Mitteilangen mündlich oder schriftlich an Georg Roßmann, Berlin 80., Mariannenstr. 24 IV, gelangen zu lassen. DaS Sommerfrst deS Charlottenburger Sportkartells im Volks- Haus, das zum 16. August geplant war, ist aufgehoben. Eine Arbeiterwochenkarte, gültig vom Bahnhof Friedrichstraße nach Potsdam, ist in Neukölln gefunden worden. Dieselbe kann von Wilh. Stein, Kottbuser Str. 27. abgeholt werden. Wetteraussichten für dos mittlere Rorddentschland ViS Frcitagmittag: Slm Tage etwas wärmer. Im östlichen Küstengebiet« zeitweise wolkig, sonst größtenteils heiter und trocken. Später auch im Nordwesten Zunahme der Bewölkung, aber kewe erheblichen Niederschläge. parteivetanftaltungea. 5. Kreis. DaS Sommersest findet am 36. d. M. nicht statt. Neukölln. Heute abend 8>/, Uhr findet bei Bartsch, Hermannsw. 49, die Versammlung der Jugendsettion statt. Borstgwaldr-Wittenau. Sonnabend, den 15. d. M., abends 8'/, Uhr. in den Borstgwalde-Festsälen: Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Vorwag: Die Hilssamon der Proletarierinnen. Am Freitag, den 14. d. M. nachmittags l1/» Uhr, treffen sich die Genossen und Genossinnen Rausch straße,. Restaurant Hehder, zur Beerdigung unsere« Gemeindevertrc�ers Ernn Wittchow.___ SitzungStage der Stadt« und Gemekndevertretuugen. Nieder-Ächönhausen. Freitag, den 14. August, nachmittag» 6 Uhr, im Sitzungsaal des Rathauses. Dies« Gitznngen sind öffentlich. Jeder Gemeindcangehörige Ist be- l echtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Gerichtszeitung. Habt Acht bei Kautionsstellung k In dieser Zeit der schweren wirtschaftlichen Krisis kann vor dent unter den verschiedensten Namen immer wieder auf' tauchenden Pseudobanken nicht dringend genug gewarnt werden. Besonders vorsichtig sollten Stellensuchende mit der Stellung von Kautionen sein. Welchen Gefahren die sich um eine Stellung Bemühenden in dieser Beziehung ausgesetzt sind, lehrt wieder eine Verhandlung vor der 5. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts. Der dort Klage erhebende Gehilfe S. meldete sich auf ein Inserat etwa folgenden Inhalts: »Jung« Mann mit M. 5,— sofort gesucht. Geschäftsstelle der Straßburger Volksbank, Berlin, Friedrichstt. 2.' Als der Kläger auf die Frage nach seinen Ansprüchen angab, er habe 125 M. verdient, erklärte ihm der Geschäftsführer Herr Rand, der Posten sei nur mit IW M. dotiert. Wenn er 125 91. verdienen wolle, dann müßte er in eine andere Filiale kommen, aber 1000 M. Kaution zahlen. S. beschaffte sich die 1000 M. und zahlte sie bar ein. Er wurde dann in einem Zimmer ganz für sich allein mit Adreffenschreiben beschäftigt, wobei ihm strengstens untersogt wurde, eine Tür zu den Nebenzimmern aufzumachen. Eine» Tage? kam ihm aber der Geschäftsbetrieb der.Bank' doch verdächtig vor. Er faßte sich Mut, ttat in ein Nebenzimmer ein und fand dort zu seiner nicht geringen Ueberraschung andere.Leid- wagende' vor. Wenige Tage darauf war der eine.Direktor' Rand verhaftet. Der zweite Leiter der Filiale, A. Schulz, schob in der Verhandlung die ganze Schuld auf Rand, die vom Kläger gezahlten 1000 M. seien auch nicht Kaution, sondern.Einlage' geivesen. DaS Kaufmannsgericht sah indessen die 1000 M. als Kaution an und verurteilte Sch., dem Kläger die Summe herauszuzahlen. Smfkasten öer Redaktion. Tie luriftische evrechstiinde findet Ltndrnstr»«e LS, dorn dl« Dredpen — F a d r ft« d l—, wochentä glich von bis 7>z> Uhr abends, Eonnadends, von m bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe nnd eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht«teilt. Anfragen, denen leine Adonncmentsquittung beigefügt ist, werden nicht bcautworttt. Eilige Fragen trage man tu der Eprcchstunde vor. E. W. Die Frage ist streifig. Wir raten zur Einigung.— C. K. 86. 1. Bezirks kommando. 2. Ja.— W.®. 31. 1. Die Post, falls die Auf- gäbe und die Nichtankunft bewiesen werden kann. 2. Ja, wenn die Arbeit- geberin den Richtempfang beweisen kann.—<5. G. 107. Nein.— Zeugnis. In der Regel ja.— I. 7. 1. Die militärärzttiche Unter- tuchung können Sie nach Aufgebot deS Landsturms beantragen. 2. Dazu ist der Wirt verpflichtet. Fordern Sie ihn brieflich unter Setzung einer Frist auf.—/, vom Hmidert des Grundlohns festgelegt. Die Beiträge betrag m dah« bei unserer Kasse vom 4. August er., ab; in Stufe A 0,24 M. . 1 0,33. . 2 0,63. ». 3 0,96, » 4 1,26. .. 5 1,39. «.«- Für neue ErkrankungSsälle wird die Unterstützung auf die Regel- leistungen herabgesetzt. 276/13 Berlin, den 13. August 1914. Ortskrnnkenkasse der Gürtler zu Berlin. Der Vorstand. Ewald Liesack, Vorsitzender. Heines Werke Z Bin». 4 matt. Buchhandlung Vorwärts Orts-Krankenkaffe der Mechaniker, Optiker und verwandten Gewerbe zu Berlin. Durch Rcichsgesetz vom 4. August d. I. Reichsgesetzblatt Nr. 35, Jahr- gang 1914— sind mit Gültigkeit vom 4, August 1914 ab folgende Vor- schristen zwecks Sicherung der Leistungssähigkeit der Krankenkassen erlassen worden: I. a) für die Dauer deS gegen- ivärtigen Krieges werden bei sämtlichen OrtS-, Land-, Be- triebs- und JnnungSkankcn- tasten die Leistungen auf die Regelleistungen und die Bei- träge auf 4st, vom Hundert des Grundlohnes festgesetzt. Lausende Leistungen bleiben unberührt. b) an Wochenbetträgcn find zu erheben: in Stufe I.. 0,33 M. .. II-- 0.6S .„ III,. 0,93, ,, IV.. 1,26. .. V.. 1,59. .. VI.. 1,89. Der Borstand. I. A.: Max Gutschr, Borfitzender. Bekanntmachung- Aus Grund des Gesetzes betreisend Sicherung der Leistungsfähigkeit der Krankentasten vom 4. August 19t4 werden die Be ittäge auch für unsere Kast» von diesem Tage nb auf 4>/z vom Hundert de» Grundlohnes festgesetzt. Die Beittäge bettagen da- her für die Stufe A I II III IV, V. VI, VII. 18 Pf. 27, 42, . 69. 96„ 123„ 150. 162, Gleichzeitig sind die Leistungen der Kasse aus die Regelleistungen heiW- gesetzt, so daß für neue Erlrankungs- fälle die Unterstützungen nur hier- nach gezahlt werden tonnen. 276/15 Ortskrallkkukasse für das Kvchdrllckgtwtrbt Ktrliil. «rtur Dcholrm, Otto Wonihki, stellv. Vorsitzender. Schrsttsührer. Achtung! Allgemeine Orts-Krankenkafse Spandau- Wtt machen hiermit bekannt, daß am 4. August 1914 das Notgesetz, be- treffend die Krankenkassen, auch für unsere Kaste in Kraft tritt. 276/10 Demzufolge sind vom genannten Tage alle Leistungen der Kaste auf die Regelleistungen herabgesetzt; un- berührt davon bleiben die lausenden Leistungen. Die Beittäge sind aus 4st, vom Hundert des Grundlohne» erhöht und betragen für die 5. Klasse 135 Pf. pro Woche 4.. 108.. 3., 81... 2.. 54... 1.. L7,.. und A, 18„,, Für diejenigen Mitglieder, die schon vor dem 4. August«, durchgehend be- schäftigt waren, tritt die Erhöhung erst am 9. August er. in Kraft. Der Vorstand. D. Weber, Vorsitzender. Gelegenheitskauf! Sommer- Schlaföecken 8t. 88 pt 1SB I65 250 M. 1 Partie Sommer- Steppdecken 8t. 28S 375 450 525 M. Versand unter Nachnahme. Smit Lestvre Berlin S.T oranienstr. 158 7ehlerhajte Dechen ■V spottbillig k