E 4489 Farra 24 97 7. LUBI 3 3. 3. 122232 10 141 2 1, 2 an # & 1 mit Die tt. 11 r er ent 1, 10 b Nr. 226. Abonnements- Bedingungen: " bonnements Breis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 ML, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Big. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen ant: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Echweiz Erfcheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 31. Jahrg Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pjg. Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 jettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Fig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin", Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritplat, Nr. 1983. Donnerstag, den 20. August 1914. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 1984. Die erpresserischen Forderungen Japans. Berlin, den 19. August 12 Uhr 10 Min. abends.( W. T. B.) Der hiesige japanische Geschäftsträger hat im Auftrage seiner Regierung dem Auswärtigen Amt eine Note übermittelt, worin unter Berufung auf das englisch- japanische Bündnis die sofortige Zurückziehung der deutschen Kriegsschiffe aus den japanischen und chinesischen Gewässern oder die Abrüstung dieser Schiffe, ferner bis zum 15. September die bedingungslose Nebergabe des gesammten Pachtgebietes von Kiautschon an die japanischen Behörden und die unbedingte Annahme dieser Forderungen bis zum 23. dieses Monats verlangt wird. Das englisch- japanische Bündnis Die feindliche Haltung, die Japan gegen Deutschland iegt einnimmt, ist durchaus nicht durch den Bündnisvertrag mit England bedingt. Denn auch der Vertrag in seiner neuen Fassung, der das Datum vom 13. Juli 1911 trägt, verpflichtet Japan in keiner Weise zum Eingreifen. Dies beweist der Tert des Vertrages, den wir im nachftehenden veröffentlichen. Der Vertrag zerfällt in eine Einleitung und sechs Artikel. Die Einleitung lautet: " Die Regierung Japans und die Regierung Großbritanniens find im Hinblick auf die wichtigen Veränderungen, die sich seit Abschluß des englisch- japanischen lebereinkommens vom 12. August 1905 in der Situation ergeben haben und im Glauben, daß eine Revision desselben, wenn sie diesen Veränderungen entspricht, beitragen könnte zur allgemeinen Stabilität und Ruhe, einig geworden, das oben erwähnte Uebereinkommen durch die nachfolgenden Vereinbarungen zu ersehen, wobei e das gleiche Ziel wie jenes lebereinkommen haben, nämlich. 1. Die Befestigung und Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens in den Gebieten Ostajiens und Indiens. 2. Die Wahrung der gemeinsamer Interessen aller Wächte in China durch Sicherung der Unabhängigkeit und der Inte grität des chinesischen Reiches und des Grundjages der gleichen Zugänglichkeit zu Handel und Industrie für alle Nationen in China. 3. Die Aufrechterhaltung der territorialen Rechte der hohen bertragschließenden Parteien in den Gebieten von Ostasien und Indien und die Verteidigung ihrer besonderen Interessen in den bejagten Regionen. Die sechs Artifel lauten wie folgt: Artikel 1. Man kommt überein, daß, wann immer in der Meinung Japans oder Großbritanniens eines der früher erwähnten Rechte und Interessen im Spiele stehe, die beiden Regierungen voll und frei einander Mitteilung machen und gemeinsam die Maßregeln beraten werden, die zur Wahrung ihrer bedrohten Rechte oder Interessen zu unternehmen sind. Aktion, wo immer sie auftaucht, seitens irgendeiner Macht| einer der hohen Vertragschließenden in einen Krieg verwickelt Kiautschou. " wird, welcher der Verteidigung seiner territorialen Rechte oder Riautichou wurde von dem deutschen Kontreadmiral von seiner oben erwähnten besonderen Interessen dient, so muß der Diedrichs am 14. November 1897 besetzt. Den Anlaß dazu andere hohe Vertragschließende sofort seinem Verbün- bot die Ermordung zweier deutscher Missiodeten zu Hilfe kommen, den Krieg gemeinsam mit ihm nare in China. Nach der Besehung und Hissung der deutführen und im gegenseitigen Einvernehmen mit ihm Frieden schen Flagge schloß China den berühmten Bachtvertrag" mit schließen. Deutschland, durch den es Kiautschon auf 99 Jahre an Deutschland verpachtete. Die Kolonie ist durch große finanzielle Opfer Deutschlands äußerlich wenigstens stattlich entwickelt worden. Da Deutschland jährlich rund 10 Millionen für die Kolonie zuschoß, konnten„ Kulturaufgaben" in Angriff genommen werden. Da ist es gelungen, nicht nur eine Reihe repräsentabler öffentlicher Gebäude zu bauen, sondern auch der ganzen Kolonie durch Anlegung schöner Wälder auf den die Stadt begrenzenden Anhöhen ein malerisches Relief zu verleihen. Artikel 3. Die hohen vertragschließenden Parteien kommen überein, daß keine von ihnen, ohne die andere zu befragen, Sonderabmachungen mit einer anderen Macht zum Schaden des Verbündeten auf dem oben umschriebenen Gebiete abschließen wird. Artikel 4. Würde einer der hohen Vertragschließenden einen allgemeinen Schiedsgerichtsvertrag mit einer dritten Macht abschließen, so kommt man überein, daß nichts in diesem Ueber einkommen auf eine der vertragschließenden Parteien eine Verpflichtung überwälgen fell, Arieg zu führen mit der Macht, mit der solch ein Schiedsgerichtsvertrag in Kraft ist. Auch der Handel Siautichous nahut allmählidy chte erhebliche Entwickelung. So bezifferte sich im Jahre 1912 Artikel 5. Die Bedingungen, unter denen von einer Macht die Gesamteinfuhr auf 106 Millionen Mart. Davon waren der anderen unter den erwähnten Umständen bewaffnete Hilfe chinesischen Ursprungs Waren im Werte von 44 Millionen zu bieten sei und die Mittel, durch welche solche Hilfe in Kraft Mark, nicht chinesischen Ursprungs Waren in Höhe von zu treten habe, werden von den Morine- und Militärautori- 61 Millionen Mark Wert. Aber sowohl an der Einfuhr, wie täten der beiden vertragschließenden Parteien bestimmt werden. an der Ausfuhr war der deutsche Handel nur zu einem Diese werden von Zeit zu Zeit über alle Fragen gegenseitigen außerordentlich geringen Prozentiate beInteresses sich miteinander aussprechen. teiligt. Denn im Jahre 1912 hatte an der Einfuhrziffer von 106 Millionen Deutschland. nur einen Anteil von 16 Millionen Mark, darunter aber befanden sich nur Handelsgüter m Werte von noch nicht 9 Millionen Mark, der Rest entfiel auf Eisenbahnmaterial und Gouvernements material. Einem baren Zuschuß von 10 Millionen stand also ein Wert von importierten Handelsgütern von noch nicht 9 Millionen Mark gegenüber! Artikel 6. Das gegenwärtige lebereinkommen tritt sofort in Kraft und bleibt zehn Jahre gültig. Falls keiner der beiden Vertragschließenden zwölf Monate vor Erlöschen des besagten zehnjährigen Termins die Absicht, dieses Bündnis zu kündigen, notifiziert hat, wird es bindend bleiben bis zum Erlöschen eines Jahres vom Tage an, an welchem es einer der Vertragschließenden gekündigt hat. Falls aber gerade einer der beiden Verbündeten im Augenblick des Erlöschens der Allianz in einem Kriege begriffen ist, so dauert die Allianz von selbst bis zum Abschluß des Friedens. Nicht um der Bündnispflicht zu genügen, sondern weil die Gelegenheit zum Raube günstig scheint, greift Japan in Artikel 2. Wenn auf Grund eines nicht provo zierten Angriffs oder einer nicht aggressiven den Krieg ein. Tage der Spannung. Auch der Verkehr der Schantungbahn, an der deutsche Sapitalistenkreise in erheblichem Maße beteiligt waren, hatte sich in den letzten Jahren gehoben. Eberso war die Förderung der von der Schantung- Eisenbahn- Gesellschaft übernommenen Schantung Bergbau- Gesellschaft nicht unmesentlich gestiegen. Das Ringen im Westen. = Kavalleriekampf in Belgien. Berlin, 19. August.( W. T. B.) Die französische fünfte Kavalleriedivision wurde heute unter schweren Berlusten bei Pervez, nördlich Namur, von unserer Kavallerie zurückgeworfen. Siegreiches Gefecht im Elsaß. Die Geiseln von Lüttich. Nach dem„ Mainzer Journal" enthält die belgische Zeitung L'étoile belge" folgende Bekanntmachung, die der Bürgermeister Henault an den Plakatsäulen Lüttich anschlagen " Sobiel ist gewiß, die Gesamtschlachten wie die Teilschlachten, die getrennten wie die zusammenhängenden Kämpfe, werden sich auf Feldern und Räumen abspielen, welche die Schauplähe früherer Alle Welt weiß, daß im Westen ernste und folgenschwere triegerischer Taten um ein gewaltiges übersteigen. So groß aber Entscheidungen im Gange sind. Hüben und drüben ein Mil- auch die Schlachtfelder sein mögen, so wenig werden sie dem Auge lionenheer, das in mehrere Armeen geteilt nach einheitlichem bieten. Nichts ist auf der weiten Oede zu sehen. Wenn der Donner Blane auf einem Raum von hundert bis zweihundert Kilo- der Geschüße nicht das Ohr betäubte, so würde nur ein schwaches metern zur Schlacht oder richtiger zu mehreren Einzelschlach Feuerblißen die Anwesenheit der Artillerie verraten. Man wüßte ten angesezt ist. Ueber die Einzelheiten des Ortes, der Zeit nicht, woher das rollende Infanteriefeuer täme, wenn nicht ab und Berlin, 19. August.( W. T. B.) Bayerische und badische und der Art dieses gewaltigen Ringens hängt ein dichter zu bald hier, bald dort eine dünne Linie für einen Augenblick Truppen schlugen die bis Weiler, 15 Kilometer nordwestlich Schleier. Die Heeresleitung läßt aus politischen und strate- einen Sprung nach vorwärts machte, um ebenso rasch wieder zu Schlettstadt vorgedrungene französische 55. Infanteriebrigade, brachten gischen Gründen keine Nachricht in die Oeffentlichkeit dringen. verschwinden. Kein Reiter ist zu erblicken. Die Kavallerie muß ihr große Verluste bei und warfen sie über die Begesen zurück. Und das, was sie mitzuteilen für gut hält, läßt wieder eine ihre Aufgaben außerhalb des Schauplatzes der Tätigkeit der beiden anderen Waffen suchen. Kein Napoleon, umgeben von einem ganze Menge Fragen entstehen, auf die es keine Antwort gibt glänzenden Gefolge, hält auf einer Anhöhe. Auch mit dem besten oder die öffentlich nicht erörtert werden dürfen. Fernglas würde er nicht viel zu sehen bekommen. Sein Schimmel Ein solcher Zustand erzeugt in jedem Menschen eine ge- würde das leicht zu treffende Ziel unzähliger Batterien sein. Der waltige Spannung, aber nur die wenigsten können sich vor- Feldherr befindet sich weiter zurück in einem Hause mit geräumigen ließ: stellen, was es mit einer modernen Schlacht auf sich hat. Schreibstuben, wo Draht- und Funkentelegraph, Fernsprech- und Und die Heeresleitung muß sich schon gefallen lassen, daß Er- Signalapparate zur Hand find, Scharen von Kraftwagen und wartungen und Befürchtungen von Mund zu Mund gehen, Motorrädern, für die weitesten Fahrten gerüstet, der Befehle die durch den Mangel an Nachrichten die abenteuerlichste Ge- harren. Dort, auf einem bequemen Stuhl vor einem breiten Tisch ſtalt annehmen. Alle Beschwichtigungsversuche, die ganz- und hat der moderne Alexander auf einer Starte das gesamte Schlacht ſtalt annehmen. Alle Beichwichtigungsversuche, die ganz- und feld vor sich, von dort telephoniert er zündende Worte, und dort halboffiziöse Blätter mit dicken Lettern in die Welt senden, empfängt er die Meldungen der Armee- und Korpsführer, der ändern an dieser Tatsache nichts. Fesselballone und der lenkbaren Luftschiffe, welche die ganze Linie Daß das Ringen, das jetzt im Gange ist, nicht in furzer entlang die Bewegungen des Feindes beobachten, dessen Stellungen Frist eine klare Entscheidung bringen kann, dafür als Beweis überwachen. Auch die Schlachten der Zukunft werden den auf die Auslassungen eines militärischen Fachmannes, des vor großen Räumen zu verwendenden Massen entsprechend mehrere, ja einigen Jahren verstorbenen früheren Chefs des Generalstabs biele, wenn auch nicht 14 Tage, wie bei Mukden, in Anspruch Grafen Schlieffen. In einem Auffat„ Der Krieg der nehmen." Gegenwart", der durch die teilweise Verlesung durch den Kaiser an die kommandierenden Generäle bei der Neujahrsgratulation 1909 großes Aufsehen erregte, sagt Graf Schlieffen über den Verlauf einer modernen Schlacht: Auch diese Ausführungen beweisen, daß noch eine geraume Zeit vergehen wird, ehe wir Klarheit über die Ereignisse haben werden. Denn alles bisherige war ja nur die Einleitung der kommenden folgenschweren Dinge, jenigen, die sich auf Lütticher Gebiet befinden, daß es nach den ,, Die Gemeindeverwaltung erinnert alle Bürger und alle die Kriegsgesezen strengstens verboten ist, daß eine Zivilperson sich an irgendeinem feindseligen Akt gegen deutsche Soldaten beteiligt, die das Land besetzen. Jeder Angriff auf deutsche Truppen von anderen als Bewaffneten in Uniform fezt nicht nur den Uebeltäter selbst, sondern auch die übrigen Einwohner in schwere Gefahr, insbesondere die Bewohner von Lüttich und außerdem die durch den Kommandanten der deutschen Truppen auf der Zitadelle festgehaltenen Geifeln. Die Namen der Geiseln sind: 1. Rutten, Bischof von Lüttich 2. Kleyer, Bürgermeister 8. Grégoire, Deputierter 4. Fléchet, Senator 5. Van Zuylen, Senator 6. Peltzer, Ld., Senator 7. Colleaux, Senator 8. De Ponthière, Abgeordneter 9. Van Hoegaerden, Abgeordneter 10. Falloise, Schöffe. Italienische Währungsmaßnahmen. Aeußerungen des Reichskanzlers. Härte hier, es gelte jetzt zur Verteidigung des angegriffenen Frank reich die Waffen zu ergreifen. Freudig, aber ohne Rachegedanken Rom, 18. August.( W. T. B.) Ein königlicher Erlaß ermächtigt und mit dem sesten Vorsaz, das Vaterland anderer zu achten, sei den Schazminister, neue Staatsnoten zu 10 und 5 Lire bis auch die sozialistische Partei dazu bereit. Eduard Vaillant zum Betrage von 350 Millionen auszugeben, die sämtlich durch im hob hervor, die Partei habe nun die Aufgabe, auch die patriotische Schatze ruhende filberne Scheidemünze gedeckt sind. Ferner wurde Pflicht zu erfüllen und die Republik zu verteidigen. Jean Longuet Dem Bischof Rutten und dem Bürgermeister Kleyer wurde der Schagminister ermächtigt, Scheine zu ein und zwei fagte, das Frankreich der Revolution und der Demokratie, das genehmigt, vorerst die Zitadelle zu verlassen; fie bleiben aber als 2ire auszugeben, die ebenfalls in Höhe ihres Wertes durch filberne Frankreich der Enzyklopädie, des Jahres 1793 und des Juni 1848 Geifeln jederzeit dem deutschen Kommandanten zur Verfügung. Scheidemünze gedeckt sind. müsse verteidigt werden. Der Kampf gelte nicht dem Wir beschwören alle diejenigen, welche Wachtdienst versehen, im deutschen Volke, die Sozialisten nehmen den KampfInteresse aller Bewohner und der Geiseln der deutschen Armee, ruf der Freiwilligen von 1798 auf:" Friede mit den. darauf zu achten, daß keinerlei Angriffe gegen deutsche Soldaten Kristiania, 18. August.( W. T. B.) Hiesige Blätter berichten Völkern, Krieg dem Könige!" Marcel Sembat, ein geistvorkommen. Wir machen bekannt, daß das Generalfommando der über eine Unterredung, die der Reichskanzler v. Bethmann voller Führer der französischen Sozialdemokratie, führte aus, Franss deutschen Truppen befohlen hat, daß Privatpersonen, die Waffen und Hollweg am 15. August Herrn Björn Björnson gewährt reich fämpfe hier einzig für die französische Kultur und die BölferMunition im Befiz haben, diese sofort der Behörde im Provinzial- wohl die riesige Arbeitslast ihn seit Wochen an den Schreibtisch Rache gel üst e. Nicht die Zerstörung deutscher Kultur ſei das hat. Dieser berichtet: Der Reichskanaler, der sehr gut aussieht, ob- freiheit, nicht für die Erfüllung hauvinistischer hause abzuliefern haben, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, sofort fesselt, sprach mit Wärme von dem mustergültigen Verhalten der Ziel des Krieges, und wenn ein siegreiches Rußland Deutschland erschossen zu werden." neutralen Staaten und mit vornehmer Zurückhaltung von den zerstückeln und die Kosaken seine berühmten Hochschulen zerstören Ueber die Schlacht bei Mülhausen Machenschaften der Gegner Deutschlands. Nur einmal zeigte er so wollten, so werde das Frankreich nicht zugeben. Das siegreiche etwas wie Erregung, als er über England sprach. Der Reichs- Frankreich werde Elsaß Lothringen die Wahl lassen, sich ihm anzus erzählt ein Einwohner von Mülhausen, der den Weg von fanzler sagte u. a. folgendes: Daß die nordischen Länder und schließen oder eine selbständige Regierung zu bilden. Mülhausen nach Basel zu Fuß zurücklegte, in unserem Holland sich so entschieden neutral verhalten, wird in Deutschland Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, worin Baseler Parteiorgan, daß die Schlacht am Sonntag sehr dankbar empfunden, und wir sind entschlossen, dieje Neutralität die Regierung ersucht wird, noch in lester Stunde alles für die und Montag in der Umgebung von Mülhausen schreckliche mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln zu stüßen. Dies gilt ins- Erhaltung des Friedens zu tun; im Falle einer StriegsVerwüstungen angerichtet hat und der Tod reiche Ernte unter besondere von unseren unmittelbaren Nachbarn Holland und katastrophe aber werde die sozialistische Partei entschlossen für die den beiden Kriegführenden gemacht hat. Wie groß die Zahl Dänemart. Ich habe fünf Jahre lang alles getan, um einen Existenz und Integrität Frankreichs fämpfen." der Toten gewesen, wurde noch nicht ermittelt, nur daß sie sehr Weltkrieg zu verhindern, und sogar noch nach der jeßigen allgemeinen groß gewesen ist. In der Stadt Mülhausen herrscht immer noch Mobilmachung haben wir versucht, was nur möglich war, aber vergroße Aufregung. Die Franzosen seien geflüchtet unter Zurüd- geblich. Rußland hat vor der schweren Verantwortung nicht zurüdlassung ihrer Toten und Verwundeten. Alle Spitäler, Schulhäuser, gescheut, den Weltbrand zu entfesseln. Ich habe soeben von unserem öffentliche Säle sind dicht besetzt von verwundeten Deutschen und Botschafter in Konstantinopel ein Telegramm erhalten, worin mir Franzosen und mit Ertrazügen sind zahlreiche Verwundete mitgeteilt wird, daß am dortigen englischen Botschaftsgebäude ein nach Müllheim und Badenweiler befördert worden. Die Blatat angeschlagen ist, die deutsche Flotte hätte in der Nordsee eine sämtlichen Hotels von Badenweiler sind in Feldlazarette ver- furchtbare Niederlage erlitten und zwanzig ihrer besten Schiffe dabei wandelt worden und dienen bereits ihrer Bestimmung. Die verloren. Kein wahres Wort ist an dieser Geschichte. Sie sollte Privatärzte der ganzen Umgegend von Badenweiler und natürlich dazu dienen, bei den Türken Stimmung zu machen. Die Müllheim bis weit über die elsässische Grenze sind für die frivole Politik Rußlands trägt die direkte Schuld am Kriege. Wir Verpflegung der Verwundeten aufgeboten worden, desgleichen fämpfen heute nicht nur für uns; besonders die standinavischen auch die freiwilligen Sanitätsfolonnen diesseits und jenseits Länder müssen ja verstehen, daß es auch um ihre Eristenz geht, wenn des Rheins. Rußland siegen sollte. Daß also mit unserem Schicksal auch das jenige anderer germanischer Länder von höchster Geisteskultur verknüpft ist, das läßt uns, die wir mit reinem Gewissen in den Krieg ziehen, mit doppelter Entschlossenheit kämpfen. Man hat oft den Einwand gegen mich erhoben, daß ich zuviel des ethischen Moments Die Oesterreicher in den russischen Grenzorten. in die Politik trage, betrachten Sie die Haltung unseres Volfes; beständigung zwischen fämtlichen Refforts verfügt:„ Wenn Arbeiter Das preußische Finanzministerium hat auf Grund einer Ber T. Sozialdemo- ftändigung Wien, 19. August.( W. Z. B.) Die Allgemeine Zeitung" in denken Sie, was es heißt, daß auch unsere Sozialdemo- ober sonstige in einem Arbeiter- oder ähnlichem Verhältnis befind Czernowig berichtet aus den von Desterreich besetzten Grenzgebieten: traten, die mir so oft in der inneren Politik Schwierigkeiten be- oder sonstige in einem Arbeiter- oder ähnlichem Verhältnis befindDie Dörfer waren beim Einzuge unserer Truppen fast menschenleer, reiteten, jest Mann für Mann mit uns gehen. Es sind tiefe, sittliche( Marine-) dienst beim Heer, bei der Flotte oder beim Landsturm liche Lohnempfänger infolge der Mobilmachung in den Militärda die fliehenden russischen Truppen die Bevölkerung vor Grausam Kräfte, die alles vorwärts treiben. Noch eins: Unsere Mobil einberufen sind oder sich freiwillig zum Kriegsdienst gestellt teiten der österreichischen Soldaten gewarnt hatten. Als die Soldaten machung ist noch nicht ganz beendet, und schon hat unsere Armee be- haben, so sind bis auf weiteres deren Angehörigen Beihilfen die zurückgebliebenen Greise und Bäter freundlich behandelten, fehrten trächtliche Erfolge erzielt: Lüttich, Mülhausen, Lagarde und das nach Maßgabe des Bedürfnisses bis höchstens 25 Bro3. des die Dorfbewohner langsam zurück und fraternisierten bald mit Land vom Feinde gesäubert. Ein Volf aber, das sich im Vollbesitz ohnes des Einberufenen für die zurüd unseren Soldaten. In dem großen Dorfe Rengacz ist keine Schule, seiner moralischen Kraft wie ein Mann erhoben hat und so Be- bleibende Chefrau sowie bis höchstens 6 Proz. des wundernswertes zu leisten vermag, das kann nicht unter die Räder ohnes für jedes eheliche und den ehelichen gekommen und das kommt nicht unter die Räder! setzlich gleich stehende Kind unter 15 Jahren, zusammen aber bis höchstens 50 Proz. des Lohnes zu gewähren." Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplatze. Bost oder Telegraph vorhanden. " 1 Vom österreichisch- serbischen KriegsSchauplatz. Einzelheiten über die Einnahme von Schabat. Budapest, 18.August.( W. T.B.) Der„ Pest.Lloyd" bringt den Bericht eines Teilnehmers au der Erstürmung von Schabag, der befagt Kriegsbekanntmachungen. Die fünfte Verlustliste. Politische Uebersicht. Oeffentliche Unterstützung in der Kriegszeit ist keine Armenunterstützung. tratischen Parteivorstandes und der Gewerkschaften, daß Inter Das Reichsamt des Jnnern hat die Auffassung des sozialdemo itungen an Arbeitslose, die in der gegenwärtigen Kriegsperiode gezahlt werden, nicht als Armen unterstütung auzuschen seien, als richtig anerkannt und wird einen Erlaß an die Bundesregierungen richten, wonach die Unterstützungen, die Arbeitsloje jetzt aus öffentlichen Mitteln erhalten, nicht als Armenunterstützung anzusehen sind und deshalb die politischen Rechte nicht berühren. Kriegsfürsorge des preußischen Staates. " 1 Weiter heißt es in dem Erlaß: Da davon ausgegangen wird, daß die Reichsunterstützungen beim Vorliegen der reichsgesetzlichen Voraussetzungen noch neben neben den( oben genannten) au gewährenden Beihilfen gezahlt. werden sollen, so haben sich die bewilligenden Behörden zweckmäßig bei Festlegung der Beträge mit den Kommunalbehörden wegen des von diesen beabsichtigten Vorgehens in Verbindung zu sehen, daniit gefürat werden oder ihre Zahlung überhaupt unter Nach Toten, Verwundeten und Vermißten gruppiert, er bleibt." gibt sich folgendes Bild: Die am Mittwoch veröffentlichte fünfte Verlustliste auf Rähnen übergesetzt und die Feldbefestigungen, die von regulärem meldet insgesamt den Verlust von 266 Mann. Davon find itüßungen lediglich um des Maßes der Staatsbeihilfen willen Militär und Komitatschis besetzt waren, wurden mit dem Bajonett 15 Offiziere und 251 Mannschaften. genommen, ohne daß die Serben großen Widerstand geleistet hätten. Ju Schabazz selbst aber entspann sich ein verzweifelter Straßen Kampf. Nach einstündigem Kampf wurde der Ort besetzt, aber auch dann noch wurde aus Kellern, von Böden und aus Dachfenstern der Kirche auf uns geschossen. In einer nahegelegenen Sägemühle verschanzten sich etwa 60 Stomitatichis, die Handgranaten warfen; die Mühle wurde schließlich in Brand gesteckt. Am nächsten Tage erneuerten die Serben ihren Angriff, wurden jedoch mit großen Verlusten zurüdgeworfen. Wien, 19. Auguft.( W.T.B.) Die ungarischen Blätter erfahren Einzelheiten über die Einnahme von Schabat, aus denen hervorgeht, daß serbische Frauen und Kinder aus alten Karabinern schossen und Bomben warfen, ohne jedoch viel Unheil anzurichten. Serbische Soldaten schossen auf Abteilungen vom Roten Kreuz und auf Aerzte. Scharenweise schwammen serbische Soldaten in vollständiger Aus rüstung über die Save, die Donau und die Drina zu den Dester. reichern herüber, so daß in kurzer Zeit fünfhundert serbische Deferteure eingefangen werden konnten. Die Soldaten heben hervor, wie glänzend die österreichischen Geschütze sich bewährten und mit welch eiserner Disziplin die Desterreicher auch mit der Munition umgingen. Was ist mit Italien? Die Franff. 8tg." meldet aus Kopenhagen: Nach Pariser Meldungen wird dort die Situation in Italien mit steigendem Interesse verfolgt. An die Pariser Ausgabe des ,, New York Herald" wird aus Rom telegraphiert, 200 000 Mann italienischer Truppen seien zwischen Mantua, Verona und Peschiera versammelt; die Garnison in Bologna sei aufgebrochen, der Hafen von Venedig gesperrt. Brindisi sei in Verteidigungszustand versezt worden und die Flotte habe sich in Tarent konzentriert. Offiziere Mannschaften Tote 2 Verwundete 12 43 135 45 Tote Vermiste 1 78 Reichspoft, Bahnverwaltung und Arbeitslose. Nühmend meldet das Berliner Tageblatt" auf Grund einer Mitteilung in den„ Burschenschaftlichen Blättern", daß eine Anzahl Göttinger Professoren die Stellen von Landbriefträgern über147 Verwundete 74 Bermißte nommen habe. Aehnliche, mit lobenden Gloffen ausgeschmüdte Da der Verlust nach den ersten vier Verlustlisten ins- Nachrichten gehen auch sonst noch immer wieder durch die Presse. gesamt 986 Mann betrug, erhöht er sich unter Hinzurechnung Will man denn gar nicht einsehen, mit wie schweren Echäden für der 266 Mann der fünften Verlustliste auf 1252 Mann, näm- das Volk diese freiwillige Silfstätigkeit verbunden ist?! Die lich 80 Offiziere und 1172 Mann. Eine Warnung an die aufgebotenen Landsturmleute. Berlin, 19. August.( W. T. B.) Das stellvertretende Generalkommando des dritten Armeekorps erläßt folgende Bekanntmachung: Die dem ausgebildeten Landfturm angehörenden Unteroffiziere und Mannschaften werden davor gewarnt, ihre Berufe vor3eitig aufzugeben, da sich noch nicht übersehen läßt, welche Jahresklassen zur Einziehung gelangen. Voraussichtlich zunächst nur die jüngste. Zur Beförderung neu zugelassene Güter. förderung auf der Bahn folgende Güter neu augelassen worden: Nach einer Mitteilung der Staatsbahnverwaltung sind zur BePrivatkohle zum Betrieb von Meiereien, Mühlen, Bädereien, Schlacht höfen, sowie Kohlensendungen zur Bergung der Ernte, Buchdruckerei alzen und Walzenmasse, Saatgetreide, Gepäck als Stückgut oder leere Fischtransportfässer und Fischverfandkörbe, leere Fleischkörbe. Wagenladung, Düngemittel und Rohstoffe zur Düngerfabrikation, Für die Lieferungen an Militärbehörden sind nunmehr Berein fachungen in großem Umfange eingetreten; so sind die Eisenbahn dienststellen angewiesen worden, unmittelbar an eine Militärbehörde oder von einer solchen an Private adressierte Sendungen ohne weiteres anzunehmen, da durch die Angaben im Frachtbrief die Sendungen als solche für die Heeresverwaltung gekennzeichnet sind. Von Privaten an Private gerichtete Sendungen werden gleichfalls Konstantinopel, 19. August.( W. T. B.) Wie der Jrdam" geschriebenen Vermerk der zulassenden Militärverwaltung tragen. ohne weiteres angenommen, wenn die Frachtbriefe den vorerfährt, gewinnt der Aufstand im Raukasus gegen Annahmefcheine werden demgemäß von der Linienkommandantur Rußland an Ausdehnung. Die Aufständischen nicht mehr ausgestellt. sprengten eine Brücke über den Arayesfluß an der einzigen Eisenbahnlinie, die Rußland mit Persien verbindet. Die russischen Truppen fliehen mit Waffen und Gepäck an die türkische Grenze. Vorgestern überschritt eine große Zahl Soldaten die Grenze, um sich auf türkisches Gebiet zu flüchten. Die Preise für Lebensmittel ini Kautasus sind auf das Vierfache gestiegen. Es wird immer schwieriger, den Aufstand zu unterdrücken. Aufstand im Kaukasus. Unsere französischen Parteigenossen und der Krieg. Der Basler Vorwärts" schreibt: " Endlich sind wir in der Lage, wenigstens einige Mitteilungen über die Haltung der französischen Parteigenossen beim Kriegsaus Die Beschlagnahme der türkischen Schiffe. bruch zu machen. Wie bie beutschen Sozialdemokraten fich einmütig Opferfreudigkeit der Göttinger Herrn Profefforen und all der anderen freiwilligen Helfer" in allen Ehen: Aber jeder, der hier unentgeltlich Dienste leistet, nimmt damit zugleich einem anderen das Brot, das er mit den Seinen unbedingt zum Leben braucht. Zum mindesten sollte die Postverwaltung diese Einsicht haben und die Angebote aller freiwilligen Hilfskräfte ein für alle Mal ablehnen. Ein Institut wie die Reichspost hat es doch auch wahrhaftig nicht nötig, freiwillige Helfer in seinen Dienst zu stellen! Wie die Reichspost, so scheint auch die Bahnverwaltung mit der Einstellung neuer Kräfte sehr sparsam zu sein. Man muß vermuten, daß die vorhandenen Beamten ungewöhnlich angestrengt werden. Das ist hier aber besonders bedenklich; es besteht die Gefahr, daß infolge der übermäßigen Anspannung einmal Unachtsamfeit eintritt und dann ein schweres Unglück verschuldet wird. Hier womit zugleich zahlreichen Arbeitslosen geholfen sein würde. scheint es also doppelt nötig, daß Ersatzträfte herangezogen werden, Die polnischen Zeitungen in Westpreußen. den legten Tagen ein sehr wechselreiches Schicksal gehabt. In einem Die polnischen Zeitungen Westpreußens haben augenscheinlich in Flugblatt, das die Graubenzer Gazeta Grudziadzka" an ihre Leser berbreitet, wird es wie folgt geschildert: Der kommandierende General des 17. Armeekorps hat an geordnet, daß alle in Westpreußen erscheinenden polnischen Beitungen verboten sind. Am 9. Auguft haben wir ein Schreiben von der Ober postdirektion in Danzig erhalten, wonach den verbotenen Zeitungen das Wiedererscheinen gestattet wird jedoch nur in deutscher Sprache. Am 11. August teilte uns das Bostamt Graudenz mit, daß der Vertrieb der Gazeta Grudziadzka" und des„ Przyjaciel Ludu" in polnischer Sprache ohne Einschränkungen wieder ge stattet ist. " Am 12. August wurde uns seitens des Postamts Graudenz mitgeteilt, daß das Erscheinen der„ Gazeta Grudziadzla" und des Przyjaciel Ludu" in polnischer Sprache laut Berfügung der kaiserlichen Oberpostdirektion in Danzig nur für den Bereich der Festungen Graudenz, Culm und Marienburg zugelassen ist. Welche Gründe für diesen mannigfachen Wechsel der Anordnungen maßgebend gewesen sind, ist nicht recht ersichtlich. Konstantinopel, 18. Auguft.( W. T. B.) Nach einer Blätter bereit erklärt haben, zur Verteidigung ihres Vaterlandes gegen RußDie Mutter Gottes von Czenstochau. meldung haben drei Mitglieder der englisch- ottomanischen Berland zu den Waffen au greifen, fo stellen sich auch die französischen Die Kriegsphantafie treibt eigenartige Blüten. Ausgerechnet einigung dem britischen Geschäftsträger Marling einen Besuch Sozialisten auf den Standpunkt, daß es ihre nationale und kulturelle im Berliner Tageblatt" schwärmt ausgerechnet Prof. J. abgestattet und darauf hingewiesen, daß die Beschlagnahme Pflicht sei, ihr Vaterland gegen einen Angriff Deutschlands au Jastrow für die Mutter Gottes von Czenstochau!- Es gibt Der Großkampfschiffe„ Sultan Dsman" und„ Neschadieh" schützen. Und die leitenden sozialistischen Führer beider Länder in dieser Stadt ein Klofter mit einem wundertätigen" Madonnenin der muselmanischen öffentlichen Meinung einen sehr schlechten rechtfertigen ihre Zustimmung zum Krieg mit der Erklärung, bild und es wallfahrten nach diesem Kloster viele Menschen, ähnlich Eindruck gemacht habe. Der Geschäftsträger erwiderte, es sei daß ihr Land angegriffen worden sei. Bemerkens- wie sie nach Trier, oder nach Lourdes, oder nach Maria Einsiedel ihm unmöglich, in dieser Angelegenheit etwas zu unternehmen. wert ist in dieser Hinsicht die letzte große Versammlung der wallfahrten. Das gibt Herrn Jastrow die glänzende Idee ein, es England habe sich diese beiden Schiffe modernsten Typs nicht französischen Sozialisten nach der Kriegserklärung und nach der möchten Proklamationen an die Polen herausgegeben werden, entgehen lassen können. Ermordung von Jaurès. Der Parteijefretär Dubreuils er datiert von dem Heiligtum der Mutter Gottes von Czenstochau". Krankenkassen und Arbeitgeber. Ein größerer Arbeitgeber weist darauf hin, daß die Entlassung der Arbeiter den Nachteil der Abmeldung der Arbeiter von der Krankenkasse nach sich zieht und daß der Arbeiter ja meist nicht in der Lage sein wird, seine freiwillige Mitgliedschaft aus eigenen Mitteln aufrecht zu erhalten. Er macht dann folgenden gut gemeinten und leicht durchführbaren Vorschlag: " Es scheint mir außerordentlich wichtig, alle Arbeitgeber hierauf aufmerksam zu machen und alles zu versuchen, um wenigstens Der Herr Profeffor gibt die letzten Worte sogar in Polnisch wieder, Beiten feine Vorstellung machen kann. In den Daily New sp nur leider in ganz falschem Polnisch. von heute morgen stand ein beachtenswerter Artikel von Charles Wir möchten doch raten, derartigen Unfug zu unterlassen. Roden Bugton über Arbeitslosigkeit. Es ist so weist der Gerade weil ein erheblicher Teil der polnischen Bevölkerung noch Schreiber nach sicher bis zu einem gewissen Grade wichtig, daß in religiösem Fanatismus befangen ist, soll man sich hüten, mit das Publikum, wie man jetzt von allen Seiten verlangt, seine diesem Feuer zu spielen. Ferner ist in Polen der Wrejchener Lebensführung wie in gewöhnlichen Zeiten beibehält, aber trotz " Krawall"-Prozeß nicht vergessen, der entstand, weil man polnische dem ist es sicher, daß eine Zeit der Einschränkung von Schultinder zwang, in deutscher Sprache zu beten und auch die Vor- urus ausgaben und also auch eine völlige Reorganisation gänge in der Berliner Pauluskirche sind noch in frischer Grinne- von Erzeugung und Verbrauch bevorsteht. Außer der verminderten dies Aeußerste von ihren entlassenen Arbeitern abzuwenden. Dies rung. Es fönnten also die Polen eine solche Proklamation als Nachfrage nach Lurusartikeln sind die Industrien, die ihre Grund- ist möglich: bitteren Sohn empfinden. Ueberhaupt läßt man bei dem ent- stoffe aus Deutschland beziehen, in erster Linie betroffen. fachten Weltenbrand die Religion am besten aus dem Spiele. Ein Fahnenmärchen. Die Neue Gesellschaftliche Korrespondenz" verbreitet eine Melbung aus Gelsenkirchen, die folgendermaßen lautet: Die Baumwollindustrie wird wegen des Wegfalls von Farbstoffen wie Anilin und Naphthalin, zu leiden haben, die Marmeladenherstellung gleichfalls, da England den dritten Teil seines Zuders aus Deutschland bezieht, die Färberei, da drei Viertel der Farbstoffe von Deutschland geliefert werden; auch die Stahlindustrie ist hierher " Im hiesigen Industriegebiet marschierte heute ein Zug zu rechnen, die auf die Hälfte ihres Rohmaterials berzichten muß. Sozialdemokraten mit Fackeln in der rechten und roten Fahnen Wenn, so führt Bugton aus, die Nation alle ihre Arbeitskräfte in der linken Hand zum Bismarck- Denkmal. Dort warfen die nach ihren wirklichen Bedürfnissen zu organisieren verstehen wird, Sozialdemokraten die Fackeln zu einem Scheiterhaufen zusammen, so wird nichts so unmöglich sein wie Arbeitslosigkeit, denn erstens berbrannten die roten Fahnen und entfalteten die Nationalfahne. Unter Jubel zogen sie wieder ab... schafft die kraftvolle Durchführung eines Strieges riesenhafte ne ue An dieser Meldung ist, wie sofort angestellte Nach- Bedürfnisse; man denke nur an Kleidung, Waffen, Transforschungen ergeben haben, auch nicht ein wahres Wort, fie portmittel. 3weitens sind viele Hände nötig, um die Arbeit zu ist von Anfang bis zu Ende erlogen. Die Nachricht trug verrichten, die die Reservisten und Freiwilligen im Stich gelassen übrigens den Stempel der Unwahrscheinlichkeit von vornherein jo haben, und drittens- das ist der springende Punkt muß Ardeutlich auf der Stirn, daß es geradezu unerfindlich ist, wie eine beit verrichtet werden, um den bleibenden Reichganze Reihe von Zeitungen darauf hineinfallen konnte. tum der Nation zu vermehren. Hier muß der Staat Unternehmer sein, der auch die gesamte Reorganisation der Arbeit zu leiten hat. Eine Erhöhung der Steuern ist dabei natürlich unvermeidlich. 1. Der Arbeiter wird nicht entlassen, sondern er seht nur aus", bis wieder bessere Zeiten kommen( und diese müssen ja kommen), dann bleibt der Arbeiter im Verbande der Firma; er braucht nur zwei Drittel des Krankengeldes zu zahlen und ein Drittel zahlt sein Arbeitgeber für ihn. Kann er auch diese zwei Drittel nicht zahlen und will der Arbeitgeber ihm diese zipei Drittel nicht vergüten, so bleibt immer noch der Weg, daß er sie ihm als Vorschuß( als Vorausbezahlung für später zu leiftende Arbeit) gibt. Dieser Weg ist rechtlich gangbar und gestattet dem Arbeitgeber, diese Beträge nach und nach vom Lohn wieder abzuziehen, während Krankenkassenbeiträge nach vierzehn Tagen verfallen. 2. Werden die Arbeiter aber entlassen, so sollte der Arbeitgeber wenigstens für die nächsten Monate oder bis der Arbeiter neue Arbeit findet, für die Zahlung des Krankengeldes selbst sorgen. 3. Rönnten nicht auch die Gewerkschaften hier für ihre Angehörigen eintreten?! Wie notwendig es ist, hieran zu denken, beweist der enorme Rückgang der Mitgliederzahl fast aller Krankenkassen in den letzten zwei Wochen. Sehr viele Krankenkassen haben fast die Hälfte, Produktionsverteilung in der Tabakindustrie. einzelne über zwei Drittel ihrer Krankenkassenmitglieder eingeDie deutschen Tabakindustriellen haben sich auf Anregung der büßt. Eine große Berliner Kasse hat nicht weniger als 280 000 Zigarrenfabrikanten des Mindener Bezirks zu einer gemeinsamen Die Regierung läßt es in der Tat auf diesem Gebiet nicht an Mitglider verloren, eine kleinere Spezialarbeiterfasse ist von eingehenden Großaufträge für den Bedarf von Heer und Marine Initiative fehlen. Man weiß, daß sie vier Millionen Pfund aus- 10 000 auf 1500, eine andere von 15 000 auf 4500 Mitglieber geauf sämtliche leistungsfähigen Produktionsstätten zu verteilen und geben will für die Verbesserung von kleinwohnungen. jahrzehntelanger Arbeit hat die Arbeiterschaft zusammen mit den fallen! Man bedenke das ungeheure Unglück, das hier droht. In daburch eine möglichst gleichmäßige Beschäftigung aller Eine weitere Million ist für Aufforstungen, Gelände- Arbeitgebern das Vermögen der Krankenkassen aufgehäuft. Die Fabriten zu gewährleisten. Zur Entgegennahme der Aufträge bereinigung und ähnliche Zwede bestimmt. soll eine Zentralftelle geschaffen werden, die die Verteilung durch Vermittelung mehrerer, für die verschiedenen Produktionszentren einzurichtender Unterausschüsse bewirken wird. Aufhebung des Militärboykotts. Auf Anordnung des Gouverneurs in Köln a. Rh. wurde der Militärboykott über das Kölner Boltshaus und die übrigen Vertehrslokale der Sozialdemokratie und der freien Gewerkschaften aufgehoben. Erkrankung des Papstes. Der Krieg und England. Der Londoner Korrespondent des Korrespondent des„ Nieuwe Rotterdamsche Courant" entwirft folgendes Bild von der in England Herrschenden Stimmung: Das demobilisierte Ruhrrevier. Aus dem Ruhrrevier wird uns geschrieben: Die Mobilisierung des Heeres hat die Demobilisierung des Ruhrreviers zur Folge gehabt. Der Ruf zu den Fahnen hat die Arbeiterschaft in Schacht und Hütte um ein Fünftel bis zur Hälfte, ja jogar an einigen Stellen bis zu zwei Dritteln vermindert. Bejonders schwer betroffen wurden die jüngeren Werke, die mit AusAufsichtsbehörde hat für große Notreserven gesorgt, und wann find diese Reserven nötiger als in solchen Kriegszeiten? Aber sie verfehlen durch die oben geschilderten Verhältnisse ihren Zwed! Die Gelder liegen da für diese Not, aber durch die plötzlichen Ent laffungen verliert der Berechtigte den Anspruch an diese auch von ihm und für ihn jahrelang mit aufgesammelten Referven! Aus Industrie und Handel. Ausfuhrverbote. Das Verbot der Ausfuhr von Verpflegungs-, Streu Unter das Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Waffen, Maßnahmen der preußischen Zentralgenossenschaftskaffe gegen die Kreditnot. Rom, 19. Auguft.( 2. T. B.) Der Gesundheits- ländern und angeworbenen( meist jungen) Beuten arbeiten. Die und Futtermitteln ist babin ergänzt worden, daß auch Raps, zustand des Papst es hat sich in der letzten Nacht Produktion hat eingeschränkt werden müssen. Es wäre aber falsch, Rübsen, Erdnüsse, Sefam, Leinsaat, Leinmehl, Hanffaat, Baumwoll derschlimmert. Der Papst hat eine unruhige Nacht ver- daraus den Schluß zu ziehen, daß hier ein starker Bedarf an Ar- famen, Sojabohnen, Palmlerne und Sopra unter das Verbot bracht. Nach dem heutigen Morgenbesuch entschlossen sich die beitskräften zu verzeichnen ist. Das ist durchaus nicht der Fall, fallen. denn weit mehr als durch die Arbeiterentziehung werden die Werke Merzte, täglich zweimal Strankheitsberichte auszugeben. Die beeinträchtigt durch den Forifall des regelmäßigen Munition usw. fallen auch Nautische Winkelmeßinstrumente, Fahrt Verschlimmerung im Befinden des Papsies rief im Vatikan Gütervertebre. Die Zechen haben Kohlen genug liegen, die messer, Tiefenmesser, Chronometer, Beobachtungsuhren, Kompasse großen Schmerz und lebhafte Erregung hervor. Lagerpläße des Syndikats sind gefüllt, es fehlt aber an den Trans- und Kompaßzubehör, Seekarten und Seehandbücher. portmitteln, sie dem Verbrauch zuzuführen. Es ist uns befannt, daß jogar öffentliche Betriebe schon unter Kohlenmangel leiden. Aehnlich ergeht es den Eisenwerken. Nachdem in den letzten Ausnahmetarife für Brotgetreide und Kartoffeln. Jahren die Einführung arbeitersparender Maschinen große Fort- Mit Gültigkeit vom 22. August 1914 tritt aus Anlaß des Kriegsschritte gemacht hat, leiden sie weniger unter dem Mangel an Ar- ausbruchs zur gleichmäßigen Versorgung Deutschlands mit Brotbeitsfräften als vielmehr unter der Unterbindung der Rohstoff- getreide und Kartoffeln, zunächst auf den Strecken der deutschen zufuhr. In Erzen sind zwar die meisten Werke noch wohlversorgt, Staatseisenbahnen, ber Cronberger, Farge- Vegesader Eisenbahn, aber den Hochöfen fehlt es an Salf. Auch viele Bauten liegen der Sterferbach Bahn und der Streis- Oldenburger Eisenbahn ein stid. Erntearbeiter haben sich genug gemeldet, es ist aber teine Ausnahmetarif für A) Roggen und Weizen, B) Kartoffeln, Das Landungsheer?... Ich weiß nichts davon. Nachfrage da. Um so unangenehmer muß es daher berühren, wenn frisch, gebörrt oder getrodnet( auch zu Speisezweden) in Straft, der ift noch kein Mann hingebracht worden," erzählte mir heute je- ein Wert, bas Deere slieferungen hat, wie bas u ftahl Frachtermäßigungen zu A) ab 401 Stilometer, zu B) ab 151 Stilo mand, der mindestens aus ebenso guten Quellen schöpft wie jene, mert in Wetter a. d. Ruhr 30 Realschüler eingeftelt hat. meter für Zabungen von mindestens 10 Tonnen gewährt. Die die das Gegenteil behaupten. Dieses verdammte Warten, und in Wahrscheinlich bezahlt es so„ hohe" Löhne, daß sich kein Arbeiter Brachtige betragen beispielsweise in Mark für 10 Tonnen: für Belgien steht die große Schlacht vor der Tür. Eine Million findet. Oder will es aus den Militärlieferungen eine recht fette 200 stilometer zu A), zu B) 45, für 300 Stilometer zu A) Menschen auf jeder Seite. Und das Los Europas auf des Meffers Dividende für die Aktionäre herausschlagen? Soffentlich fümmert au B) 55, für 400 Stilometer au A), au B) 65, für 500 Stilo Schneide. Wird das Deutsche Reich mit seiner straffen Organi- fich die Militärbehörde einmal um die Sache. meter zu A) 202, zu B) 75 und für 600 stilometer zu A) 212, jation, feiner militärischen Zucht, seinem Vertrauen in die eigene forgung aus. Das Ruhrrevier ist ber beste Abnehmer für die Recht böse sieht es auch mit der Nahrungsmittelber zu B) 85 M. Berufung sich Bahn brechen? Wird es Frankreich aufs neue er- Bandwirtschaft Hollands. Jede Zufuhr hat aber aufgehört, was niedrigen und zwischendurch das arme Belgien zu Boden schlagen? zur Folge hat, daß in Holland die Preise in ganz unglaublicher So sieht das englische Wolf den Streit und seinen Einsatz an. Weise gesunken sind( Kartoffeln pro Pfund 2 Pf.1), während hier Man fühlt sich als Retter der Freiheit Europas. Das ist die Preise für einheimische Agrarprodukte geradezu ins Ungemessene benten eine Verfügung zugehen lassen, in der es u. a. heißt: Der preußische Handelsminister v. Sydow hat den Oberpräsi eine schöne Rolle, aber es ist wirklich nicht so leicht, sich in dieser steigen. Kartoffeln, Gemüse, Obst sind rar geworden. Die fest-" Dem Kreditbedürfnisse der Kleingewerblichen Bevölkerung wird Rolle dieselben Leute vorzustellen, die sich in anderen Fällen um gefesten Höchstpreise sind einfach die Preise. Uebrigens die Höchst unter den gegenwärtigen Verhältnissen jebe nur mögliche Erleichte die Rechte kleiner Nationen gefümmert haben. Das ist ber Gang der Geschichte. Nationen ichie den festgefeßt, wie das in den Marktverhältnissen in feiner rung zu verschaffen sein. Ich weise darauf hin, daß die Preußische erfüllen eble oder uneble Rollen, nicht nach den Geboten ihrer göchstpreis für startoffeln& M., im Landfreis 6 Wi. Nehnliche Streditbedürfnis in vollem Umfange zu erfüllen. Dazu iſt aber Weise gerechtfertigt ist. In Dortmund- Stadt beträgt 3. B. der Bentralgenossenschaftstasse in der Lage ist, jedes berechtigte deale. Wer dürfte es wagen, in diesen Tagen, wo wir den Zu- unterschiede weisen auch ble sonstigen Söchftpreise auf erforderlich, daß den im Gesetz vom 31. Juli 1895 der Preußischen ſammenbruch von soviel internationalem bealismus erleben, ba- viel zweckentsprechender gewesen, wenn die Behörden zunächst Set Bentralgenossenschaftskaffe vorgeschriebenen Bedingungen genügt wird, yon allzu laut zu sprechen! Sie erfüllen die eine oder die andere Produzenten und den Großhändlern Höchstpreise vorgeschrieben das heißt bag bezirksweise Verbandskassen gebildet werden, soweit Rolle, wie ihre Interessen sie in die eine oder die andere Richtung hätten. Diese Versäumnis wird sich bitter rächen. Die Probuite folche nicht schon bestehen... Die Preußische Zentralgenossenschaftswerden auch von den Landwirten offenbar zurückgekalten. Im falle ist bereit, die Gründung der Verbandskassen auf jede Weise zu Hörder Kreis haben ein Amtmann und ein Gemeindevorsteher die erleichtern... Zur weiteren Erleichterung in der Kreditgewährung Es iſt ein todnüchternes und praktisches Interesse, das die Bauern vor dem Verkauf nach auswärts gewarnt. Dagegen sollte wird die Preußische Zentralgenossenschaftstasie während der KriegsEngländer baran haben, gegen eine Störung des festländischen der Landwirtschaftsminister Inſchreiten, aber te geit bei der Distontierung von Bechfein von der Beibringung der Gleichgewichts einzutreten. Aber das hindert nicht, daß fie in subelfen, hat die Stadt Dortmune tinen Aufruf an die Grund- fonit erforderlichen Unterlagen absehen, sofern die Güte ber ihr einsiefent Fall an der Seite des angegriffenen Belgien stehen und befizer erlaffen, damit sie unbebaute und unbeste die de gereichten Wechsel durch örtliche Vertrauenskommissionen der Gefich als Träger des Völkerrechts bezeichnen tönnen. Golcherlei sum Gemüsebau zur Verfügung stellen. Die Arbeit wirb bejot nossenschaften bescheinigt wird..." Fragen scheinen gewöhnlich sehr verwickelt, sehr tiefsinnig und sehr von Frauen und Mädchen, die sich zu diesem Zweck zur Verfügung belangreich zu sein und sind doch weber das eine noch das andere. neſtellt haben. Auf städtischen Grundstücken sind die Arbeiten unter freiheit oder gegen den Zehnten gestritten? Was soll man sich erhalten waren Haben die Niederlande im sechzehnten Jahrhundert um Gewissens: Zeitung der Stadtgärtnerei im beſtem Gange. Auch in München soll eine Striegskreditbank gegründet werden, Die Arbeiterpresse hat soweit darüber Angaben zu und zwar als Aktiengesellschaft mit 4 Millionen Mark Aktienkapital. bisher nennenswerte Ginbußen an Abonnenten Die Stadt München steuert außerdem ein Garantiekapital von des Fast allgemein hat sie den Straßenver 2 Millionen Mart bei. Die Reichsbankhauptstelle München ist vom Engländer erklären heute, da nun die Sachen einmal so ständen, auf organisiert. In Dortmund wird auch eine zweiseitige Extra- Reichsbankdirektorium in Berlin ermächtigt worden, der Bank auf önne die Vernichtung von Deutschlands Handel eine Vergütung ausgabe für den Straßenverkauf am Abend ausgegeben. So steht Grundlage biefer Streditbafis einen Seredit von 24 Millionen in für den Strieg sein. Aber daß das englische Volk für den Krieg zu zu hoffen, daß die Presse nach dem Kriege zu den alten manchen Form des Wechseldiskonts zur Verfügung zu stellen. haben gewesen ist, daß es ihn mit Begeisterung führt, das wir neuen Reser erhalten wird. Die polnische Breſſe des BeIhnen jeder Engländer in gutem Glauben versichern, d. h. um geschloffen. Ueber die Gründe für dieses Vorgehen hat man nichts zirks ist verboten worden, die Druckereien wurden behördlich Die Kriegswirkungen in Amerika. weisen, Iren, Buren bitter wenig ihre Interessen, oder was dafür gehalten wird. lands Lehren preise! In den verschiedenen Kreisen und Städten sind sie so berKriegskreditbank in München. erfahren können. Die Zentrumspresse hebt in gewohnter Aus New York wird gemeldet: In den Vereinigten Staaten Weise weiter. Die Dortmunder„ Tremonia" bemüht sich gegen- ist mit der Ausgabe der Notstandsbanknoten begonnen worden. Sie wärtig um den lächerlichen Nachweis, daß es Sozialdemokraten dürfen ohne die vorgeschriebene Effettendedung von den National waren, die in der Gegend von Lüttich die Greueltaten an deutſchen banten bis zur Höhe von 125 Broz. von Kapital und Referben ausSoldaten begingen. Was soll man zu solchem Unsinn jagen? gegeben werden. Die New Yorker Banken haben bisher in Höhe Es sind schwere Zeiten, die jetzt für viele tausende im Ruhr von 80 Millionen Dollar von dieser Erlaubnis Gebrauch gemacht. revier gekommen sind. Das Bundesschazamt tauft größere Quantitäten Silber, umt dem Mangel an Zahlungsmitteln abzuhelfen. Soziales. bi Belgien, um Recht, um Treue, um Ehre. Und sollen sie nun bei dieser ersten Schlacht, die für Belgien so unſagbar viel bedeutet, fehlen? Es ist faum anzunehmen, daß fie, nachdem bereits über eine Woche mobilisiert wird, noch nicht mit den Truppentransporten begonnen hätten. Die Mobilisierung, so wird uns versichert, ist so glänzend verlaufen, die von Lord Haldane geschaffene Maschinerie nicht ohne Nußen aus Deutsch hat sich so gut bewährt... hnd soll bei alledem noch kein Mann zum Kampf nach dem Festland gebracht sein? Bas den hiesigen Zustand betrifft, so scheint es fast, als ob London trop der Soldaten, trotz der Fähnchen, trotz der Zeitungsausrufe von Tag zu Tag friedlicher und normaler würde. Förderung öffentlicher Banten. Fast könnte man denken, daß ein wirkliches Gefecht trok des Bei Ausbruch des Krieges sind infolge der starken Entziehung von Arbeitskräften der Unternehmer durch die Mobil libt hier übrigens nicht mit den Händen im Schoß, wo es sich um machung auch die Bauarbeiten im Bereiche des Ministe Abhilfe für die ökonomische Not Hanbelt, die aus dem Striegsau- rium der öffentlichen Arbeiten an manchen stand entspringt. Der Prinz- von- Wales- Fonds beläuft sich heute Stellen eine Zeitlang ins Stocken geraten. Der Minister ſchon auf 700 000 Bfund und wird zweifellos in wenigen Tagen hat angeordnet, baß die Bauarbeiten feines bie Million erreicht haben. Aber weit besser noch sind die Pläne, Ressorts ungefäumt wieder aufzunehmen um produktive Arbeit im größten Maßstabe aufzunehmen. Vom und nach Möglichkeit zu fördern sind, um der Arbeitslosigkeit in weitem Umwichtig. Man hat schon verschiedentlich die Beobachtung gemacht, fange zu steuern. Auch der Ersatz zur Fahne einberufener einem Umfange zwingt, von dem man sich in normalen einer Anzahl von Arbeitslosen Arbeitsgelegenheit geben. Es wird ein bedeutender Getreideüberschuß für die Ausfuhr erwartet, aber gportmöglichkeiten sind vorläufig nicht vorhanden. Der Außenhandel hat aufgehört. Alle Lagerhäuser sind mit Waren gefüllt. Im New Yorker Hafen liegen 200 Frachtschiffe. Die Amerikaner richten sich ein, eine eigene Handelsflotte zu entwickeln. zurückgehen, soll eine Kommission des Kongresses die Einführung Da infolge des verminderten Außenhandels die Zölle gewaltig neuer Zölle studieren. Lette Nachrichten. Das Befinden des Papstes. Rom, 19. August, 6 Uhr 30 min. nachm.( W. T. B.) Das Befinden des Papstes ist, wie der„ Osservatore Romano" mitteilt, anhaltend sehr ernst. Verlustliste Nr. 5. Leicht verwundet Erklärung der Abkürzungen. = leichtverw.. Schwer verwundet= Gefangen gef. Vermißt berm. schwerverw. Hauptmann Hauptm. Oberleutnant Oberleutn. Leutnant Feldwebel = Leutn. Feldw. Vizefeldwebel Bjeldi. Sergeant Serg. Unteroffizier Unteroff. Gefreiter Gefr. Einjähriger Einj. Landwehrmann Landw. Reservist Grenadierregiment 5, Danzig. = Rej. 1. Kompagnie. Unteroff. Alfred Otto, tot. Grunwald, schwerverw. Broscheit, schwerverw. berw. Ref. Gefr. Friedr. Kleiß, leichtverw. Rej. Joseph Prangel, Unteroff. Arthur Friedrich Ref. Paul Bolle, leichtverw. Adolf Aschberg, leichtverw. August Friese, leichtverw. Ullrich Thäter, leichtverw. Res. Friedr. Karnath, leichtleichtverw. Res. Gefr. Bernhard Ulmer, leichtverw. Ref. Albert Milz, tot. Ref. Felix Plotki, schwerverm. Ref. Felix Puttfammer, leichtverw. Res. Heinrich Domres, schwerverm. Res. Leutn. d. Res. Arthur Albrecht, schwerverw. Leutn. d. Rej. Karl Vollmer, schwerverm. Emil Glaubke, verm. 3. Kompagnie. Ref. Anton Vejer, verm. Res. Adolf Weißen berger, verm. Res. Anton Reuter, verm. 1 Gefr. d. Res. Emil Leh, leichtverto. Gmil Arause, leichtvert. Ref. Reichert, leichtverm. Stanislaus. Skrzypczok, leichtverm. UnterSerg. 12. Rompagnie. Feldw. Paul Klopprogge, leichtverw. 4. Kompagnie. Unteroff. d. Rej. Karl Schadt, tot. Unteroff. d. Res. Thie, Alfred Otto Kahles, leichtverw. offizier Ernst Günther, schwerverw. Res. Oskar Püschel, leichtverv. Ginj.- Freiw. Unteroff. Wilhelm Turich, verm. schwerveriv. Ref. Heinrich Apfel, leichtverwv. Res. Georg Albin Pflasterer, leichtverw. Ginj. Freiw. Unteroff. Söder, verm. Gefr. Baranowski, tot. Ref. Robert Vögtlin, schwerveriv. Georg Windler, Leo, leichtverw. Kühnast, leichtverw. Block, schwerveri. leichtverw. Res. Adam Dörsam, verm. Res. Wilhelm Häbig, Schloßhauer, tot. Borchert, schwerverw. Gensecke, schwerverw. Res. Heinrich Theobald Schollenberger, schwerverw. schwerverw. Kanib, verm. Lehmann II, verm. Genjice, Jakob Friedrich Ulrich, verm. Paul Albin Richter, verm. berm. Ref. Donepp, vernt. Res. Hildebrandt,| Res. Adam Reinmuth, verm. Hagen, verm. Res. Ernst Hoffmann, verm. berm. Ref. Romonath, verm. Gefr. Blaczeck, verm. Res. Friedrich Wilhelm Höferlin, berm. Albert Schilling, verm. Maschinengewehrkompagnie. Gefr. Franz Ritter, tot. Johann Friedrich Brenner, berm. Wilhelm Heinrich Rapp, Wladislaus Klig, verm. Wladislaus Jagaski, verm. Eduard Voß, vermißt. Sorge, verm. -Landwehrinfanterieregiment Nr. 60, Weißenburg. Wehrm. Scheffler, 8. Kompagnie, tot. Wehrm. Laur, 6. KomWehrm. Roese, 6. Kompagnie, verwundet. pagnie, verwundet. Infanterieregiment Nr. 70, Saarbrücken. 2. Kompagnie. Ginj.- Freiw. Unteroff. Friedrich Schneider, tot. Infanterieregiment Nr. 95, Gotha. 1. Kompagnie. Res. Karl Lorenz, tot. Infanterieregiment Nr. 97, Saarburg. Leutn. Erich Becker, schwerverm. 5. Kompagnie. Heinrich Bachmann, leichtverw. Richard 2. Kompagnie. Unteroff. Immanuel Raths, I eichtverw. Friedrich Krüger, leichtverw. Walter Heitmann, schwerverw. Res. Otto Schröder, leichtverm. Res. Gefr. Erich Tscheppau, leichtverw. Albert Krell, tot. Rej. Friz Sorgenfrei, tot. Ernst Zeels, leichtverw. Rei. Joh. Kreft, leichtverw. Konstantin Tzchentfe, leichtverw. Sopkowski, schwerverw. Rej. Johann Bruchmann, schwerverw. 7. Kompagnie. Gefr. Jakob Adam, tot. Hornist Peter Glas, Rej. Karl Malesta, leichtverw.- Karl Pieper, leichtverw. Emil tot. Theofil Paprocki, tot. Louis Brockmüller, schwerver. Sasse, leichtverw. Nes. Gustav Ludjai, verm. Rej. Vincent Otto Harte, leichtverw. Res. Anton Mifolaczyk, schwerver. Kutschkowski, verm. Res. Anton Kerschnifewik, tot. Karl Jakob Sinz, leichtvertv. Rej. Wilhelm Birkenheher, leichtverw. Fischer, tot. Res. Albert Müller aus Ramstein, leichtverw. Res. Heinrich Schmeer, leichtverwv. 3. Rompagnie. Johann Rottewicz, tot. Theodor Teysakowski, schwerverwundet. 4. Kompagnie. Gefr. Johannes Knoop, schwerverw. Gefr. Gustav Mischfe, schwerverm. Maschinengewehrkompagnie. Johann Wrietsch, schwerverw. Leutn. Werner Steig, leichtverw. Infanterieregiment Nr. 20, Wittenberg. 4. Kompagnic. Friedrich Wilhelm Mar Pfeiler, berm. Johann Wohtasit, verm. 9. Kompagnie. Ginj. Gefr. Friedrich Raez, tot. d. Res. Puhlmann, leichtvert. bermündet. leichtberm. schwerverw. und verm. Gefr. Wilhelm Jacob, verm. berm. berm. Redien, verm. Ernst Sprenger, verm. Unteroff. d. Res. Kohl, verm. Schubert, verm. August Mazzy, berm. Skrzypczak, berm. Rej. mißt.. berm. Hermann Wilhelm Gröting, verm. Gustav Rudolf Sommer, verm. Albert Schattner, ver Ludwig Mayer, verm. Franz Eißler, verm. 111 Infanterieregiment Nr. 129, Graudenz. 9. Kompagnie. Karl Linn, leichtverw. 10. Kompagnie. Wilhelm Boldt, schwerveriv. Infanterieregiment Nr. 135, Diedenhofen. 9. Kompagnie. Vfeldw. August Piotrowski, leichtverw. 3. Bataillon. Major Max Hundrich, schwerverw. bo b di b 11 de 15 Jäger 111 je 3 ge Jägerbataillon Nr. 14, Colmar i. E. Radfahrerkompagnie. Oberjäger Paul Klenz, tot. 4. Kompagnie. Jäger d. Res. Bernhard Klörres, tot. d. Res. Albert Schröder, leichtverw.- Walter Flach, leichtverw. Bernhard Dahms, tot. Fahnenjunker Oberjäger Kurt Hate, leichtverw.- Jäger d. Res. Hermann Dunze, leichtverw. Kürassierregiment Nr. 8, Deut. 1. Eskadron. Konrad Schreiber, leichtverw. 2. Eskadron. August Stieger, schwerberw. 8. le Leuin. Dragonerregiment Nr. 14, Colmar i. E. Leutn. d. Res. Hugo Blankenhorn, leichtverw. 1. Eskadron. Unteroff. Johann Bischoff, leichtverw. Michel Friedrich Pichier, tot. 2. Eskadron. Unteroff. d. Res. Ludwig Blisch, leichtverw. Trompeterjerg. Wilhelm Busche, Beinbruch. 8. Kompagnie. Unteroff. Georg Schuh, tot. Unteroff. d. Res. Karl Meh, leichtverw. Unteroff. d. Ref. Karl Schollwink, schwerverw. Ewald Seibt, tot. Hubert Laubach, tot. Becker I, schwerveri. Emil Bauer, leichtvert. May May, leichtverw. Res. Eugen Reinbold, leichtverw. Rej. Jakob Backes, leichtverw. Leutn. 1. Kompagnie. Major Emil Breyding, leichtvertv. May Knoepfel, schtververi. Leutn. d. Res. May Ebel, leichtverw. Ref. Adolf Caspar, leichtverw. Unteroff. Res. Christian Poller, leichtGefr. d. Res. Richard Weißgerber, leichtverw. Unteroff. Erich Schumann, schwer- verwundet. Res. Paul Richter II, leichtverw. Rej. Swiniarsti, Ref. Rockey, Teichtverw. Bernhard Völker, tot. Res. Höhne I, verm. 2. Kompagnie. Josef Kubiza, schwervert. Gefr. Walter Grünheid, Dymala, Huber, leichtverw. Eugen Haber, leichtverin. 3. Kompagnie. Johann Sawaloc, schwerverw. Res. Franned, Ref. Teo Genin II, schwerverw. Einj. Unteroff. Oskar Lantes, leichtverw. 4. Kompagnie. Leutn. d. Rej. Schumann, leichtverw. Adolf Ziehe, verm. Merken, leichtverw.- Ref. Johann Steffes, leichtverw. Friedrich Thiermann, leichtverw. Feldwebel- Brück, schwerverw. Frizz Brune, schwerverw. Broneslav Wagner, leichtveriv. Karl Steuer, Teichtverw. Heinrich Unterbaeumer, leichtverw. Res. Nicolaus Lui, leichtverw. Otto Wittmann, Deußen, schwerverw. Unteroff. d. Res. Schlarb, schwerveri. ReinSerg. Karl Harder, leichtverw. Unteroff. d. Res. Haseloff, leichtverw. Unteroff. Albrecht, verm. Riez, verm. König, verm. Vfeldw. d. Res. Bünger, verm. Alingebeil, verm. Gefr. d. Res. Ingelmann, Lebe, verm. Leutn. d. Rej. Wasserfall, verm. 11. Kompagnie. Emil Mende, schwerverw. Unteroff. Reinhold Theel, verm. Lorenz Korcz, berm. 10. Kompagnie. Ernst Schulze VII, leichtverw. leutn. Hans Frick, tot. Hermann Schulze III, tot. Filipiaf, schwerverw. Otto Stofffe, schwerverw. Gustav Heinrich, schwerverw. schwerverw. leichtverw. Gefr. Otto Böttcher, leichtverw. Kiezmann, leichtverw. hold Faber, leichtverw. Schneider, berm. Unteroff. d. Res. Zergenge, verm. berm. Husarenregiment 5, Stolp. Leutn. Jürgen Baarth, schwerveri. Ulanenregiment Nr. 7, Saarbrüden. 1. Eskadron. Oberleutn. Richard Teßmar, tot. 3. Eskadron. Res. Wilhelm Künfele, tot. 4. Eskadron. Ilan Hermann Adam, vermißt. Königsulanenregiment Nr. 13, Hannover. be je A Res. Fridolin Gottfried Robert Heinrich Wilhelm Gustav Batsch, Heinrich Ernst 5. Eskadron. Wilhelm Meyer II, leichtverw. 2. Eskadron. August Haas, tot. 28 4. Eskadron. Gefr. Karl Nöthel, vermißt. di 5. Eskadron. Fahnenj. Gerd Graf von Bassewiß, leichtverw. Gefr. Otto Berlin, leichtverw. Willi Gustav Gerbing, tot. ge Бо 4. Eskadron. Ernst Nellen, vermißt. Gefr. Heinrich Billion, Bruch des rechten Beines. Feldartillerieregiment Nr. 34, Mes. 80 Kanonier Karl Margo B. M. K. 1/34, tot. Feldartillerieregiment Nr. 37, Insterburg. Infanterieregiment Nr. 112, Mülhausen i. Els. 1. Kompagnie. Fahnenjunker Karl Rudolf Hedenus, tot. Gefr. d. Res. Salomon Bloch, leichtEmil Landes, leichtverw. verwundet.- Unteroff. d. Res. Robert Wüst, berm. Res. Johann Fünfgeld, verm. Severin Arm= Res. Albert Schroff, verm. bruster, verm. Ludwig Martin Heilig, verm. 2. Kompagnie. Feldiv. Waldemar Lemme, tot. Friedrich Höge, tot. Robert Lambart, tot. Hauptmann d. Res. Emil Meister, schwerveriv. Otto Mathias Lorenz, schwerverw. Friedrich Vögelin, schwerverw. Karl Wilhelm Goetz, schwerveri. Seinrich Joseph Bussinger, schwerveri. Ref. Franz Sauer, verm. Oswald Schäfer, leichtverw. Einj. Freim. Sohns, schwerverw. Ref. Gottlob Unteroff. Otto Thärichen, leichtverw. Nikolaus Mende, leichtverw. Drodowski, verm. Res. Eugen Jülicher, verm. Baptiste Licht, Johann Schnabel, leichtverm. Wilhelm Seilert, schwerverw. Richard Domer, berm. berm. Willy Schreiber, verm. Paul Wendt, tot. Matthias Sprutha, verm. Feldw. Gustav Heberle, tot. Unteroff. Willy Boettcher, tot. Willy Bartsch, tot. Gefr. Gustav Lobbes, tot. Karl Laube, tot. Sans Sievers, schwerverw. Sommer I, tot. Stanislaus Gomolemsti, leichtverw. Schadow, leichtverm... Schiller- Theater Charlottenburg. Donnerstag, abends 8 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg. URANIA Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Die Sonnenfinsternis am 21. August und ihre Bedeutung für die Erforschung der Sonne. Gartenbühne Rose- Theater Gr. Stanti. St. 132 Der Franzose in der Maufefalle. Die Heimkehr des Landwehrmanns. Die Wacht am Rhein. Reichshallen-Theater. Stettiner Sänger! Gr. patriotisches Progr. Anfang 8 Uhr. Sonntags7, Uhr Für Militärpersonen und deren Angehörigen völlig freier Zutritt zu d. Stettiner Sängern und Theater. Unserm Parteijreunde, dem Geschäftsführer der Boltsbuchhandlung Halle a. S. Gustav Schmidt die herzlichsten Glückwünsche zu seinem 60. Geburtstage. Weiter rufen wir ihm zu jeinem am 30. August stattfindenden 40. Parteijubiläum ein kräftiges Hoch zu. 135A Mehrere alte Freunde. 99996666666 Arbeiter Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 2. Abt. Bez. 496. Am Dienstag, den 18. August, verstarb unser Genoffe, der Schlosser Hermann Gandt Anklamer Str. 31. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 21. August, nach mittags 4 Uhr, von der Zeichenhalle des Zionstirchhofes in Nieder Schönhausen- Nordend aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 20. Abt. Bez. 795. Am 13. August erstarb unser Genosse, der Gastwirt Karl Gutschow Magstr. 7. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 20. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichen halle des städtischen Friedhofes in der Müllerstraße, Ede Seestraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Metallarheiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Hermann Gandt am 18. d. Mts. gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 21. August, nach mittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Zions- Kirchhofes in Niederschönhausen aus statt. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Drüder Richard Koschel am 16. d. Mis. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 20. August, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Alten ZwölfApostel- Kirchhofes in Schöneberg, Stolonnenstraße, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. 123/18 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Einäscherung meines lieben Mannes, des Gastwirts Wilhelm Dieter sage ich hiermit allen Teilnehmern meinen innigsten Dant. Kranzspenden 1179 sowie fämtliche Blumenarrangements tejert schnell und billig Paul Am 18. d. M., abends'11 116r. verstarb plöglich und unerwartet mein lieber Mann und guter Vater, der Gastwirt Karl Gutschow 117a im 49. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt und um stilles Beileid bittet ergebenst an Klara Gutschow geb. Bieberstein. Lucie Gutschow. Berlin, den 18. August 1914. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 20. d. M., nach mittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes, Seestraße, Eingang Müllerstraße, aus statt. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Karl Gutschow Marstr. 7 Bezirk 2, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 20. August, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Philippus Apostel- Kirchhofes nach dem Städtischen Friedhofe, Müllerstraße, Ede Seestraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht Wwr. Emilie Dieter 75/7 nebst Kindern. Ulanenregiment Nr. 14, St. Avold. 3. Batteric. Kanonier Ernst Rosemeier, tot. Pionierbataillon Nr. 11, Hannoversch- Münden. 1. Feldkompagnic. Unteroff. d. Rej. Johannes Karl Brüdner, fot. * * 7 Berichtigung. Der in Verluftliste Nr. 1 als verwundet ge meldete Sturt Baader vom Jägerregiment zu Pferde 5 ist der Leutnant Baader. b G bi A br b Berlin Zahlstelle Verband der Brauerei- u. Mühlenarbeiter und verwandter Berufsgenoffen. Geschäftsstelle: C. 54, Muladstr. 10 I. Fernsprecher: Amt Norden 4518 Sonntag, den 23. August, nachmittags 2 Uhr: Außerordentliche General- Versammlung 43/ 16* im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, gr. Saal. Tagesordnung: 1. Aussprache über die infolge des Ausbruchs des Krieges zu treffenden Maßnahmen. 2. Beschlußzfassung. Kollegen! Die bochwichtige Tagesordnung und der Ernst der jezigen Zeit machen es jedem Mitglied zur strengsten Pflicht, in dieser Versamm Die Ortsverwaltung. lung zu erscheinen. Buchhandlung Vorwärts Lindenstraße 69. Deutsch- Französisch- Russische Kriegskarte Maßstab 1: 2 000 000 Preis 1 Mk. Karte Format 88 x 71 cm Die Ortsverwaltung der Deutsch- Französischen Grenzlande Reuters Werke Heines Werke 3 Bände 4 Mart Gross, Lindenstr. 69, Tel.Mpl. 7203 Buchhandlung Vorwärts Stammhaus gegr. 1830.1 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Ohne jede Anzahlung Pianos sowie Flügel und X erstklassiges Fabrikat X vielfach prämiiert, u. a.: Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 Berliner Musik- Fachausstellung 1906 Harmoniums gegen kleine monatl. Teilzahlung. Für jedes Instrument gewähre ich langjährige Garantie. Lieferung nach allen Orten Deutschlands frachtfrei! Gesundheit Blitheh Conrad Krause Nehfg., Berlin, Ansbacher Str. 1. Jedes Heft 20 Pfg. Ecke Kurfürstenstraße. Tel. Auch Sonntags geöffnet. Steinplatz 10410. Eigenes Geschäftshaus. Maßstab 1: 1000 000 Format 75 X 55 cm Preis 80 Pf. Karte der Deutsch- Russischen Grenzlande Maßstab 1: 2000 000 Format 55 X 82 cm Preis 1 Mk. Karte von Europa Maßstab 1: 9 350 000 Format 88 x 71 cm Preis 1,50 Mk. Feldbrief- Mappe 5 vorschriftsmäßig bedruckte Feldpost- Briefumschläge nebst Brief bogen 10 Pf. Verantw. Redaft.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungs 5 I δ " gene erg. eriv. Nr. 226 31. Jahrgang. 121, Eler, ibig, Rej. erm. app. dolf ver äger pate, euin. 0. 10.1 Mion, r, tot. t ges Der iter Iftelle erlin. 4518 = ung ieges epigen amm ng. cm de cm le cm a 1 cm Briefngs Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 20. Auguft 1914. Irreführung der Mieter durch jag Die erſte Bürgerſpeiſeballe vout Roten Streuz ereignet. An der Ede der Sedan- und Leuthen- Straße liefen die Amtsblätter. so kann mancher davon Gebrauch machen, der ein Almosen Ein tödlicher Straßenunfall abweisen würde. Gestern wurde in den Kaiserhallen" ant hat sich am Dienstagnachmittag gegen 6 Uhr in Schöneberg erMorigplatz öffnet. Schon lange vor Beginn der Speisezeit hatten sich drei- und vierjährigen Mädchen Emma Ruschte und Lotte Viette Hunderte vor dem Lokal angesammelt, denen alsdann fort- unmittelbar vor einem herannahenden Straßenbahnzuge der geſetzt neue Mengen Hungernder folgten. Im Garten des Linie 23 auf das Gleis. Obwohl der Führer mit aller Straft Lokals wurde das Essen ausgegeben und verzehrt. Es gab bremste, vermochte er doch den Zug nicht mehr rechtzeitig zunt einen Teller Mohrrüben mit Schweinefleisch und eine Schnitte Stehen zu bringen. Die beiden Kinder wurden umgestoßen und Brot. Zahlreiche Damen vom Roten Kreuz waren bei der die kleine R. geriet mit dem Oberförper unter den Schußrahmen. Ausgabe des Essens und beim Abräumen des Geschirrs tätig. Durch Anheben des Wagens wurde das Mädchen aus der entsetzDer Betrieb ging flott und ohne Störung vonstatten. Einen lichen Lage befreit. Das bedauernswerte Kind hatte einen doppelpeinlichen Eindruck machte es, daß eine Anzahl von Photo- ten Schädelbruch und schwere innere Verlegungen erlitten und graphen zur Stelle waren, um das Elendsbild für den Kien- starb alsbald nach der Aufnahme in das Schöneberger städtische topp und für illustrierte Blätter zu verewigen. Wo ein Ge- Krankenhaus. Das andere Mädchen war zur Seite geschleudert schäft gemacht werden kann, da achtet man nicht einmal der worden und kam infolgedessen mit Hautabschürfungen und Not der Mitmenschen. Quetschungen davon. In Amtsblättern der Provinz Brandenburg vom 9. bis 18. d. m. und in dem hiesigen Gemeindeblatt vom 16. d. M. befindet sich eine Bekanntmachung des Oberpräsidenten v. d. Schulenburg, datiert bom 7. August 1914. Diese behauptet, eine Notiz des„ Vorwärts" bom 6. d. M. jei rechtsirrtümlich, und enthält ferner Ausführungen, die bei den Lesern den Glauben wachrufen können, in dem Mictsberhältnis habe sich durch den Krieg und durch Einberufung noch nichts geändert. Ein solcher Glaube ist durchaus irrig. Welche Aenderungen die Rechtsverhältnisse der Mieter durch den Krieg und durch die infolge des Krieges erlassenen Geseke und Berordnungen erlitten haben, haben wir eingehend unter dem 11., 12. und 13. d. M. dargelegt. Wenn jetzt Blätter die Bekanntmachung des Oberpräsidenten vom 7. d. M., in der der Oberpräsident ſeine unter dem 2. 6. M. fundgegebene Ansicht aufrecht erhält, ohne es entbedt in Verfümbet es der Welt bund Anschlag an, hat während der Fahrt ab. Er kam zu Fall und geriet mit dem rechten Busaz abdrucken, so übersehen sie, daß seit dem 4. Auguſt Gejebe Blakatjäulen: Jeßt, wo fajt nur papiergeld in Umlauf ist, dut Arm unter den Schuhrahmen. Der Verunglückte trug eine schwere und Verordnungen ergangen find, die den Rechtszustand durchaus uns ein Behälter not, worin wir die Echeine unverknifft und Quetschung des Oberarmes davon und wurde nach dem Eliſabethgeändert und die Rechtslage herbeigeführt haben, die wir in den wohlgeordnet in der Hosentasche tragen können.„ Portemonnaie" ist Strantenhause gebracht. angeführten Nummern vollkommen zutreffend darlegten. Es läge Denn Was uns nottut. Ein hiesiger Geschäftsmann, von zwei Bürgern, französisches deshalb die findigen Leute An der Ecke der York- und Maßlerstraße sprang der Arbeiter Wilhelm Schorsch von einem Straßenbahnwagen der Linie 164 Ein weiterer Straßenbahnunfall hat sich am Richardplay in Die Ankunft von Verwundeten in Berlin wird von verschiedenen hiesigen Zeitungen gemeldet. Auch Stimmungsbilder sind darüber veröffentlicht worden. Demgegenüber wird dem W. T. B. folgende Meldung gemacht: Berlin ,, 19. August. Verwundete vom Kriegsschauplab sind im Intereſſe der Vermeidung unnüßer Streitigkeiten, wenn der für den neuen papierbehälter, ein urbeutſches Wort erdacht: Neukölln zugetragen. Die Richardstr. 44 wohnhafte Frau Minna Oberpräsident die Blätter, die seine Bekanntmachung nach dem" apiertrimm" soll das Ding heißen. Der Geſchäftsmann, der es Balte überschritt mit ihrer neunjährigen Tochter den Fahrdamm. 8. d. M. veröffentlichten, zur Wiedergabe unserer zutreffenden Dar- fabripiert und bertauſt, will nichts baran verdienen, jondern den Von einem herannahenden Straßenbahnwagen wurde sie mitſamt legungen veranlassen würde. Verkaufsgewinn Wie liegt die Sache? 28 Pf. pro Stück der Reichskasse zuführen, ihrem Kinde umgerissen und überfahren. Mutter und Kind wur= damit das Geld zum Besten des Vaterlandes verwandt werde. den ein Stück mitgeschleift, ehe der Wagen zum Halten gebracht Unter dem 2. August erklärte der Oberpräsident:„ Die Ver- Also: Befriedigung eines„ dringenden Bedürfnisses" verbunden werden konnte. Mit schweren inneren Verlegungen wurde dann bilichtungen der Mieter zur Zahlung des Mietszinses beſtehen un- mit einer wittsamen Geſchäftsretiame in„ patriotischem" Gewande. Frau P. ins städtische Krankenhaus Budow eingeliefert, während berändert fort." Diese Ansicht traf für den 2. August zu. Sie war jedoch schon mit dem Abend des 4. August nicht mehr zutreffend. wie sie ihre Banknoten und Kassenscheine wohlgeordnet verwahren der Frau P. iſt hoffnungslos. Glücklich mögen sich diejenigen preisen, denen es Sorge macht, ihr Kind mit Kopfwunden leichterer Art davonkam. Der Zustand zu diesem Zeitpunkt traten zwei Gejeze in Kraft, von denen können. Der allergrößte Teil des Volkes hat leider andere Sorgen. eins die Rechtslage des zum Heeresdienst einberufenen Mieters Er weiß nicht, woher er das Geld nehmen soll, um den Lebens1ofort änderte, während das zweite eine Besserung durch unterhalt zu bestreiten. Um die Aufbewahrung des Geldes brauchen Bundesratsverordnung in Aussicht stellte. Sofort geändert sich die meisten jetzt nicht sorgen. wurde die mißliche Lage des in das Feld Gezogenen und seiner Familie durch das„ Gesetz betr. der infolge des Kriegs an Wahrhumung ihrer Rechte behinderten Personen". Durch dieſes Gejes Berufenen angestrengten oder anzustrengenden Klagen angeordnet, die laufende zwangsvoll stredung erheblichen Beschränkungen unterworfen und die Verjährung unterbrochen. InAnscheinend ist die Nachricht dadurch hervorgerufen halt ist bereits im„ Borwärts“ vom 6. Auguſt wiedergegeben uns worden, daß das Poſtamt in Friedenau ohne Wissen der die Rechtslage unter dem 12. bes näheren erörtern Oberpoſtdirektion in augenblicklicher Verlegenheit unbezahlte Die Verbilichtung zur Zahlung der Miete besteht nach diesem Geſetz nicht junge Leute eingestellt hat. Dies ist jedoch nur ganz vormehr unverändert" fort. Denn es kann gegen den ins Felb Ge- iibergehend der Fall gewesen. Das Poſtamt ist sofort jogenen mit Erfolg nicht geklagt werden: fraft Gesetzes ist nach dem Bekanntwerden der Maßnahme von dem Oberpostdas Verfahren unterbrochen. direktor Wirklichen Geheimen Oberpostrat Vorbeck zur EntDas Gesez, das eine weitere Besserung der Lage des Einbe- lassung der Leute und zur Einstellung bezahlter erwachsener tufenen als Mieters in Aussicht stellte, war das auch am 4. August jungen Leute mehr. Daß andere Bostämter dies tun sollten, Kräfte angehalten worden; es beschäftigt jezt keine solchen wirtschaftlichen Maßnahmen und zur die des Bundesrais zuit der Oberpoſtdirektion nicht bekannt geworden. Dem Post Abhilfe wirtschaftlicher der„ Vorwärts":" Gewis amt in Stegliz ist gleichfalls die Genehmigung zu einer Ueber die Arbeitsmöglichkeit bei der Post werden uns unter Bezugnahme auf unsere gestrige Notiz „ Ein Rotichrei" von der Bostverwaltung folgende Mit teilungen gemacht: nach telephoniſcher Auskunft beim Sanitätsamt des Gardeforps bisher in Berlin nicht angekommen. Die von einer hiesigen Zeitung gebrachte anderslautende Nachricht ist unzutreffend. Landsturm und Arbeitslosigkeit. Theorie und Pragis! Mit Recht weist das Bezirkskommando darauf hin, daß es unrecht wäre, Landsturmpflichtige, insonderheit solche, die nicht gedient haben, zu entlassen. Zu dieser verständigen Ansicht kontrastiert arg das Verhalten der Gewehrfabrik in Spandau. einander um Beschäftigung in den königlichen Fabriken in Spandau nach, in denen natürlich lebhaft gearbeitet wird. Jeden Tag werden Schlosser und Mechaniker gesucht. Aber Ein arbeitsloser Mechaniker suchte acht Tage lang hinteres werden nur absolut militärfreie Leute eingestellt. Da der Arbeitsuchende zum unausgebildeten Landturin gehört, war sein Bemühen erfolglos. Ebenso das vieler anderer. Eine Abkehr von dieser Pragis dürfte dringend aut Blaze sein. It es an fich zutreffend, daß die Mieter den Mietszins au solchen Maßnahme versagt worden. nach Gintritt des Kriegszustandes zu zahlen haben." Die zur Jahne Soweit Bedarf ist, stellen die einzelnen Bostämter laufend inberufenen feien von dem Tage der Einberufung ab von der Ber, die nötigen Aushilfskräfte gegen Bezahlung selbständig ein. pflichtung zur Mietszahlung entbunden". Diese Notiz wurde am Die Arbeitsuchenden werden sich daher zweckmäßig an die bend Bostämter zu wenden haben, in deren Bezirk ihnen die Beben einer der Redaktion nahestehenden Seite hineingegeben, un ſchäftigung paßt. Bei der Oberpostdirektion ist eine daraufbielen Anragen gegenüber die zur Jahne Ginberufenen und deren bezügliche Meldung zwecklos, weil dort schwer zu überjeben Ein schreckliches Brandunglüd hat sich Dienstagabend in der Familien darüber zu beruhigen, daß eine Klage auf Bahlung des iſt, in welchem Umfange und zu welchen Zeiten Arbeitskräfte Palisadenstr. 36 ereignet. Die zehnjährige Tochter des Verwalters bei den einzelnen Bostämtern gebraucht werden. Mietzinjes gegen den zum mobilen Heer Einberufenen zurzeit ohne Bergemann hatte das Gas im Hause anzünden wollen. Als sie jeden Erfolg sein müsse. Die Notiz ist durchaus zutreffend, vielleicht hätte statt des Wortes„ entbunden" besser ein anderes Wort gewählt am Anzünder Spiritus aufgoß, fing das Kleid des Kindes Feuer erläßt folgende und in kurzer Zeit brannte die Kleine lichterloh. Bewohner eilten herden können. Sachlich richtig war die Notiz und Berner Oberbefehlshaber in dem banken en burchgeführt herbei und erstickten die Flammen. Inzwiſchen war das unglück. böllig nußlose Klage auf Zahlung und Ermission die und die durch sie bedingte Störung des Eisenbahnverkehrs liche Mädchen an einzelnen Körperteilen fast vollständig verkohlt. lie gegen im wesentlichen beendet ist, beſtimme ich hiermit was van Sterbend wurde die kleine nach dem Krankenhaus am Friedrichsließen. Bei Niederschrift jener Notiz wurde gehofft, der Bundesert mir am 1. Auguſt dieſes Jahres erlassene Verbot der Aus- bain gebracht. bilichtung völlig entbinden. Das war allerdings ein Irrtum, der aus dem Gebiet des Zweckverbandes Groß- Berlin tritt für ab bewirkt, Aufhebung des Ausfuhrverbots für Groß- Berlin. Vieh und Fleisch Stadtverordneten- Ersatzwahl. Am 13. September findet int 42. Gemeindewahlbezirk Stadtverordneten Dr. Arons statt. bei weitem fein so starker, wie der in der Bekanntmachung des alle genannten Gegenstände, mit Ausnahme von Roggen der 3. Abteilung eine Ersagwahl für den ausgeschiedenen Oberpräsidenten vont 7. August enthaltene, nach der der Krieg an| und Roggenmehl, Weizen und Weizenmehl der besondere für Safer, Gerste, des Oberpräsidenten war vom Abend bes 7. August tritt das Ausfuhrverbot mit Ablauf des Sonntag, des aus dem Kreise unserer Leser zahlreiche Nachfragen. Wir können sofort außer Kraft. Für Roggen und Roggenmehl Ueber unsere Sonntagsbeilage„ Die Neue Welt" erhalten wir " Borwärts" wiedergegebene Verordnung des Bundesrats verkündet, unhaltbar. Denn zu diesem Zeitpunkt wurde die im 23. Auguſt, außer Kraft. Für Weizen und Weizenmehl tritt nur erklären: Der Berlag der„ Neuen Welt" in Hamburg hat das das Ausfuhrverbot mit Ablauf des Freitag, des 28. August, Weitererscheinen der„ Neuen Welt" vorläufig eingestellt, weil zurMietsschuldnern die Möglichfeit gewährt, entgegen ihrer vertrag lichen Verpflichtung durch den Richter eine Zahlungsfrist bis zu der Oberpräsident am Vormittag des 7. August noch nicht kennen. Als es dann feſtſtand, bag weitere Erleichterungen für die Mieter zurzeit vom Bundesrat nicht verfügt würden, hat der„ Vorwärts om 11. August unter der Ueberschrift:„ Wie steht es mit der " außer Kraft. zeit gar keine Möglichkeit gegeben ist, die Unterhaltungsbeilage mit Unter Berücksichtigung der veränderten Verhältnisse setze der Bahn zur Versendung zu bringen. Echon die beiden letzt ich ferner von heute ab die von mir am 2. Auguſt dieſes erschienenen Nummern kommen jetzt als unverfendbar zurück. Sos Jahres für das Gebiet des Zweckverbandes für Groß- Berlin balb diese Schwierigkeiten der Bahnfracht behoben sind, wird die beſtimmten Höchstpreise für den Verkauf von Mehl und Salz Neue Welt" weiter erscheinen und den Abonnenten nachgeliefert in gewerblichen Verkaufsstellen folgendermaßen herab: Für ein Pfund Roggenmehl von 27 Pf. auf 20 Pf. Für ein Pfund Weizenmehl von 30 Pf. auf 24 Pf. Für ein Pfund Salz von 20 Pf. auf 16 f. Berlin, 19. August 1914. Der Oberbefehlshaber in den Marken. gez. von Kessel. " werden. Wir bitten also unsere Leser, sich zu gedulden hat uns eben auch diese Notlage gebracht. der Krieg " Vorwärts". Verlag, Redaktion und Expedition des Unentgeltliche ärztliche Behandlung von Kindern. Die Universitätsklinik der Charité hat sich bereit erffärt, die Beratung und Behandlung der in Berlin und Umgebung Der neue Fahrplan für die Stadt- und Ringbahn wird soeben ansässigen Kinder von Angehörigen des Soldatenstandes unVerpflichtung aur 3ahlung der Miete", am 12. in der Notiz Nochmals zum Mietere ch t" und endlich unter| dem 13. August unter der Ueberschrift Striegszustand und Mietsverträge" den jezigen Rechtszustand geschildert. Diese Darlegungen im Vorwärts" find durchaus zutreffend. Es hätte im Intereffe der Aufklärung gelegen, menn der Oberpräsident, nachdem er seine jetzt sicherlich nicht mehr zutreffende, weil die entgeltlich zu übernehmen. Die Sprechstunden finden täglich fanntmachung vom 7. August amtlich bekanntgemacht hatte, nun der Fahrplan, ja, es ist nicht ausgeschlossen, daß ein mehr von 9 bis 11 Uhr vormittags und nachmittags von 3 bis delne an bem einen berri de Charlottenburg 4 Uhr in der Poliklinik für kranke Kinder in der Charité " Sorwärts" bont 11. bis 13. b. Mts. ebenfalls veröffentlicht wurden. 26 th, at trial- Rummelsburg 4,35 Uhr früh; bie legten Schumannstraße 22, ſtatt. Statt dessen erleben wir, daß z. B. das Berliner Gemeindeblatt Züge fahren auf dieser Strede 12,51 bezw. 1,37 Uhr nachts ab. bom 16. und die„ Lankwizzer Nachrichten" vom 18. August die Die Nord- und Südringzüge fahren in Abständen von je Bekanntmachung des Oberpräsidenten vom 7. August veröffent- 20 Minuten, der letzte Zug geht ab Westend 12,10 Uhr abends über bieten, leider ohne Erfolg. Wenn irgendwo Arbeitsstellen zu be en, die natürlich die inzwischen eingetretene Aenderung der Schlesischen Bahnhof nach Charlottenburg, führen muß! in den " Auf Stadtbahn Betrieb ab nachweise, wo die Arbeitslosen zu Tausenden ihre Arbeitskraft anDen Umfang der Arbeitslosigkeit zeigt ein Blick auf die ArbeitsTage in der Feilnerstraße. Die Militäreffektenfirma Bredereke rinnen auf Militärbinden suchte. Am Sonnabend meldeten sich Wir richten nochmals dringend an unsere Leser über Schlesischen Bahnhof- Stadtbahn Potsdamer Ringbahnhof die Bitte: Laßt Euch nicht irreführen! So, wie der„ Ce 12,54 ihr nachts), 11,07 Uhr,( bis Charlottention 12, hatte in der„ Worgenpoſt" ein Inserat erfaſſtis, in femerete Nummern bom 11. bis 13. August die Rechtslage der Mieter Schlesischer Bahnhof) und 1,07 Uhr nachts( bis Neukölln); zwischen etwa 500 Arbeiterinnen und weil ohne Auftrag das Inserat am beschrieben hat, ist sie tatsächlich noch heute. Botsdamer Ringbahnhof und Charlottenburg verkehren die lezten Züge 12,52 Uhr und 1,04 Uhr nachts. Außerdem werden auf allen Sonntag nochmals erschien, meldeten sich am Montag etwa 1000 diesen Strecken während des Berufsverkehrs noch zahlreiche Sie Firma den Arbeiterinnen, die Probearbeiten gemacht haben, Wir werden gebeten, mitzuteilen, daß Frauen und Mädchen. Züge gefahren werden. die unbrauchbar waren, für ihre Mühen und für die Fahrtaus Die Zahlung der Familienunterstützungen im Kreise legung 50 Pf. gezahlt hat. Die Entlohnung für die Binden sei höher als in geregelten Zeiten gewesen, was uns verschiedentlich bestätigt worden ist. Berliner Nachrichten. Bürgerspeisehallen. Niederbarnim. Ein großer Deckeneinbruch ist in der vergangenen Nacht in der Pfandleihe von 2. Weill, Invalidenstr. 17a, verübt worden. erfolgt nicht, wie man uns mitteilt, wie in Berlin auf Vorlegung des Familienstammbuchs, sondern laut landratamtlicher Es war ein guter Gedanke, einem Teil der notleidenden Anweisung nur gegen Vorlegung der Geburts- und HeiratsBevölkerung durch Einrichtung der Mittagsspeisung für urkunden. Diese Urkunden werden, sobald sie dem Zwede Wohnung in die Pfandleihe einzudringen. 1 Bf. eine kleine Silfe zu schaffen. Der Umstand, daß das des Ausweises unterstützungsberechtigter Hinterbliebenen von der Einrichtung den bitteren Beigeschmack des Almosens, und kostenlos verabfolgt. Eſſen, wenn auch nicht sum bollen Wert, bezahlt wird, nimmt Kriegsteilnehmern dienen, von den zuständigen Behörden Einbrecher benutzten die Gelegenheit, von oben her durch eine leere beuteten für 10 bis 12.000 m. goldene Herren- und Damenuhren, Armbänder, Brillantringe und andere Wert- und Schmudſachen, ferner Wäsche, Pelze und dergl. mehr. Die Geschäfte der Gewerkschaftskommission Schöneberg werden, da der Obmann Hause zum Militär eingezogen ist, vom Genossen Kari Hentel, Meininger Str. 8, geführt. Alle Meldungen sind an dessen Adresse zu richten. Einen unheimlichen Fund machte ein Bewohner des Hauses sheit das gesamte Verbandsvermögen verbraucht, für Euch ist nichts| Anklage behauptet, unrichtige Behauptung des Angeklagten, Prinz- Georg- Straße 2 zu Schöneberg. Er fand in dem Hausflur mehr übrig. Alle diese Darlegungen fanden die lebhafte Zustim- daß durch seine Vermittelung das bisher dem Baurat Walter einen schwarzen Bappkarton mit der völlig in Verwesung über- mung der Generalversammlung. Die neuen Bestimmungen des gehörende Alt- Bayern- Grundstück in der Potsdamer Straße an Wolff Wertheim verkauft worden sei, dabei sei ihm eine Provision gegangenen Leiche eines neugeborenen Mädchens. Die Leiche wurde Vorstandes treten mit Montag, den 24. d. M., in Kraft. von der Polizei beschlagnahmt. Sodann ging Cohen dazu über, die Situation, wie sie infolge von 40 000 m. ehrenwörtlich zugesichert worden. Später richtete der der Mobilmachung auf dem Arbeitsmarkt entstanden ist, im ein- Angeklagte, als er diese ihm angeblich zustehende Provision nicht zelnen zu schildern. Es haben nach den bei der Verwaltung einge- erhielt, an das Pionier- Bataillon, das Bezirkskommando und das laufenen Meldungen 156 Betriebe vollständig geschlossen, 40 Be- Militärkabinett Briefe, in denen er den Baurat W. des Bruchs triebe lassen verkürzt arbeiten und zwar herunter bis zu 3 Stunden seines Ehrenwortes beschuldigte. Die Verhandlung fiel dadurch pro Tag. 33 Betriebe haben einen großen Teil ihrer Arbeiter so- der Bertagung anheim, daß Geh. Medizinalrat Professor Pfleger 7 Betriebe haben den den Antrag aus§ 81 St. P. D. stellte, d. H. beantragte, den An fort entlassen, die übrigen arbeiten voll. größten Teil ihrer Arbeiter entlassen, die übrigen arbeiten verkürzt. geklagten, der schon einmal wegen Geisteskrankheit entmündigt Angesichts der Tatsache nun, daß durch die Entlassung in vielen worden war, auf die Dauer bis zu sechs Wochen einer öffentlichen Betrieben bis Sonnabend, den 15. d. M., Jrrenanstalt zur Beobachtung seines Geisteszustandes zu überweisen. Die Mariendorfer Auskunftsstelle für die Angehörigen der im Felde stehenden Genossen ist beim Genossen Hermann Reichardt, Sturfürstenstraße 34, vorn III. Sofortige Hilfeleistung in Krankheitsfällen und bei Entbindungen vermitteln die Genossinnen: Frau Huhn, Kurfürstenstr. 34, born II, und Frau Eberlein, Ringstr. 82, vorn I. In Angelegenheiten der Kinderfürsorge wende man sich an die Genossin Szepansky, Kurfürstenstraße 74. Stostenlose Hilfskräfte zum Umzug für die Frauen der im Felde stehenden Genossen vermittelt Genosse Paul Weber, Ringstraße 82, born parterre. gut besucht. Gewerkschaftliches. Militärgericht oder Straffammer? rund 11 000 Arbeitslose im Arbeitsnachweis gemeldet waren, ist es eine äußerst bedauerliche Erscheinung, daß eine Anzahl Betriebe, die für die Heeresverwaltung arbeiten, darDer ergangene Aufruf zum Landsturm bereitet den Straf auf bringen, daß lleberstunden geleistet werden und zum Teil auch gerichten insofern größere Schwierigkeiten, als in jedem einzelner Sonntags gearbeitet wird. So arbeiten die Firmen Unterwalder und Maybauer, die Militäreffekten herstellen, mit alle aufs eingehendste die Militärverhältnisse, insbesondere der Ueberstunden. Die Schraubenfabrik Richter macht gleichfalls jüngeren Angeklagten, festgestellt werden müssen und dabei in vielen Ueberstunden. Bei der Firma Stod, Neanderstraße, werden täg- Fällen sich Zweifel ergeben, ob der Betreffende als Gestellungs Der Krieg und die Berliner Metallarbeiter. lich zwei Ueberstunden verlangt. Bei der Firma Daimler in pflichtiger oder zum Landsturm Aufgerufener noch von einem bürger Eine der gestern Marienfelde, Automobilfahrzeugfabrik, wird eine täglich 11% stündige lichen Gerichtshof abgeurteilt werden kann. Die Verwaltungsstelle Berlin des Deutschen Metall- Arbeitszeit und Sonntags eine Arbeitszeit von 7 Stunden ver- tagenden Ferien straflammern fam furz hintereinander mehr arbeiterverbandes hielt dieser Tage ihre ordentliche General- langt. Bei der Firma Hasse u. Co., Lindowerstraße, werden mals in die Lage, dieser Frage eine längere Grörterung zu widmen. versammlung ab. Die Versammlung war trotz der Einberufung täglich zwei Ueberstunden verlangt, und Sonntags wird von 7 bis Sie entschied in allen diesen Fällen, daß mit dem Augenblic eines großen Teiles der Vertrauensleute zum Heeresdienst sehr 12 Uhr gearbeitet. Ueberstunden werden gleichfalls bei der Firma des Aufrufs des Landsturms die in Frage kommenden Vertreter der 2. Löwe verlangt, bei der Firma Bamag, bei der Firma Titania, Aus der Kaffenabrechnung des zweiten Quartals ist zu ersehen, bei der Firma Lorenz, Elisabethufer, werden in einzelnen Ab- verschiedenen Jahresklassen der Militär gerichtsbarkeit unterſtehen. daß im zweiten Quartal insgesamt eine Einnahme der Haupttasse teilungen Ueberstunden verlangt und auch Sonntagsarbeit. Bei der Die angefesten Termine blieben daher ohne Resultat, da sich die bon 760 611,33 M. zu verzeichnen ist. Firma Dr. Mar 2evy werden in verschiedenen Abteilungen Ueber- Straftammer für unzuständig erklärte. Die wesentlichsten Ausgaben betrugen: Für Arbeitslosenunter- stundenarbeit gefordert. Ganz besonders traß liegen die Dinge bei ftüßung 367 316,10 M., Krantenunterstüßung 193 972,85 M., Streif- der Firma 3 wietusch, Salzufer. Da wird eine Ueberstundenunterstübung 46 949,70 M., Gemaßregeltenunterſtüßung 17 217,10 arbeit von pro Tag bis zu 4 Stunden verlangt und SonntagsMart, Reisegeld 7082 M., Unterstüßung beim Umzug 2025 M., arbeit. Wer sich weigert, wird entlassen. Bei der Firma C. P. Unterstützung in besonderen Notfällen 4775 M., Unterstüßung an Goerz ist das gleiche der Fall. Alle diese Firmen beweisen durch die Hinterbliebenen verstorbener Mitglieder 6345 M. ihre Haltung, daß sie, was sie durch Unterstützung der Familien ihrer Arbeiter, die ins Feld gezogen sind, tun, auf der anderen Seite wieder hereinholen wollen, damit die Opfer, zu denen sie sich verpflichtet fühlen, weil sie Militärlieferungen haben, nicht zu hohe Anforderungen an ihren Geldbeutel stellen. In der Lokalkasse war zu Beginn des 2. Quartals ein Bestand von 1393 092,36 M. Am Schluß des Quartals betrug der Lotaltassenbestand 1 281 336,62 M. Die wesentlichsten Ausgaben waren: 45 541,25 M. für Streits, 7162,70 M. für Maßregelungen, 82 084,30 Mark Lokalzuschuß für Arbeitslosenunterstützung, 11 444,80 m. für Alle Versuche der Arbeiter, die Firmen von ihrem, angesichts die Maiausgesperrten, 3206 M. für Unterstüßung in besonderen der großen Arbeitslosigkeit doppelt schädlichen Tun und Treiben Notfällen. Eine Diskussion über den Kassenbericht fand nicht statt. abzubringen, waren bisher vergeblich, obgleich mit geringer Mühe Die Ergänzungswahlen für die Ortsverwaltung ergaben als alle diese Dinge sehr wohl geregelt werden könnten, so daß die Zahl Resultat die Wiederwahl Sierings zum zweiten Bevollmäch der Arbeitslosen wenigstens in etwas vermindert wird. Es macht tigten, Hennings zum 1. Kassierer sowie die Wiederwahl einen eigentümlichen Eindruck, wenn diese Firmen auf der einen von Maynz und Krause zu Revisoren. Weiter nahm die Ver- Seite ihren Patriotismus zur Schau tragen, auf der anderen Seite sammlung die Wiederwahl von Stobiad als Beifizer und schließ aber das, was ihnen dieser Patriotismus foftet, zum Nachteil der lich die Neuwahl von Radke als Revisor an Stelle des zum An- Arbeiter wieder hereinzuholen suchen. gestellten gewählten früheren Revisors Richard Erler vor. Bedauerlich ist es auch, was weiter fonstatiert werden muß, Der dritte Punkt der Tagesordnung, an die Verwaltung ge- daß die Heeresverwaltung diesen Firmen mit bösem Beispiel vorlangte Anträge", wurde nach dem Vorschlage der Ortsverwaltung angeht. Die Betriebe der Heeresverwaltung in durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt, da die Anträge, die Spandau laisen pro Tag 11 Stunden arbeiten! Das bereits im Juli erfolgt waren, zur gegenwärtigen Situation nicht sind auch 2 Stunden mehr als die normale Arbeitszeit in Berlin paßten. Es wurde den Antragstellern anheimgestellt, zu einer und Umgegend beträgt. späteren, gelegeneren Zeit ihre Anträge wieder einzubringen. Vielleicht gelingt es durch öffentliche Bekanntgabe die Privatfirmen Nunmehr gab Cohen eine Uebersicht über von ihrem der besonders in gegenwärtigen Zeit so überaus arbeiterfeindlichen Tun und Treiben ab= die gegenwärtige Situation und begründete die Maßnahmen der Ortsverwaltung und des Vor- zubringen. Die Metallarbeiter erwarten, daß auch die Behörde standes hierzu. Cohen teilte zunächst mit, daß der Vorstand eine im allgemeinen bei Regelung der gegenwärtig so schwierigen VerReihe von Maßnahmen angeordnet habe, die der gegenwärtigen hältnisse für die Arbeiter nicht versagt, und auf die Privatbetriebe, die Militäraufträge haben, einwirkt, daß nach Möglichkeit die eben Situation angepaẞt find: gerügten Uebelstände behoben werden. In zahlreichen Aufrufen und Bekanntmachungen erklären eine ganze Anzahl von Bereinen und Komitees, was sie alles tun wollen zur Behebung von SchwierigDie zum Militärdienst eingezogenen Mitglieder gelten nach feiten, die durch den Kriegszustand hervorgetreten find. Hier kann § 3 Abs. 6 des Statuts als aus dem Verband ausgeschieden. Ihre einmal praktisch gearbeitet werden und wollen wir abwarten, ob techte und Pflichten zum Verband ruhen. Sie treten aber nach wirklich etwas geschicht. ihrer Rückkehr aus dem Kriege und der Wiederanmeldung in den Zum Schluß appellierte Cohen dann an das Pflichtgefühl der Verband sofort in ihre alten Rechte ein und haben, sofern fie beim Generalversammlungsteilnehmer der Organisation gegenüber. Eintritt in den Militärdienst bezugsberechtigt waren, Anspruch Gerade jetzt, wo sich unsere und andere Organisationen in einer auf die Arbeitslosenunterstützung vom ersten Tage der Arbeits- folch überaus schwierigen Situation befinden, habe jedes Mitglied losigkeit nach Beendigung des Militärdienstes. Die Familien- zu zeigen, daß es über ein genügendes Maß von Organisationsangehörigen der zum Heer eingezogenen Mitglieder haben, so- treue verfügt. Die gegenwärtige Situation sei zwar äußerst fern diese es nicht selbst tun oder getan haben, zwecks Wahrung fritisch, aber wenn jeder Kollege seine Pflicht erfülle, werde die der erworbenen Rechte die Abmeldung vorzunehmen und das Organisation auch diese schwere Zeit überwinden. Die VersammMitgliedsbuch an die Ortsverwaltung abzugeben, die dasselbe lung nahm diesen Appell mit äußerst lebhafter Zustimmung entbis zur Wiederanmeldung aufbewahrt. Abmeldung der zum Heeres- oder Marinedienst einberufenen Mitglieder. Für die Unterstüßungen gilt folgende Anweisung des Vorstandes: Bezugsberechtigten Verbandsmitgliedern wird die Erwerbslosenunterstützung bei Arbeitslosigkeit in Höhe der im Statut vorgesehenen Säte weiter bezahlt. gegen. Berlin und Umgegend. Die Lagerhalter der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend Die Erwerbslosenunterstützung bei Krankheit wird haben beschlossen, zur Unterstützung der Arbeitslosen, die dem Zenunter Hinweis auf die Bestimmungen des§ 2 Absatz 1 des Statuts fralverband der Handlungsgehilfen angehören, vom Gehalt in der bis zum Wiedereintritt normaler Verhältnisse aufgehoben. Die Höhe bis 2000 M. 10 Proz., von je weiteren 100 m. Gehalt 1 Proz. erfrankten Mitglieder erhalten aus der gesetzlichen Versicherung an die Organisation abzuführen. ihre Unterstübung und sind damit genau so wie die Arbeitslosen vor der äußersten Not bewahrt. Der Verband muß die durch die Aufhebung der Krantenunterstüßung frei werdenden Mittel für die während des Krieges und nach dessen Beendigung arbeitslos gewordenen Mitglieder in Anspruch nehmen. Die aus der gesetzlichen Krankenversicherung ausgesteuerten oder nicht mehr im Versicherungsverhältnis stehenden franken Mit glieder find als Erwerbslose nach den Bestimmungen des§ 9, betreffend die Arbeitslosenunterstützung, zu behandeln. Uebertritte aus anderen Organisationen werden während der Dauer des Kriegszustandes nicht vorgenommen. Die Metallarbeiterzeitung" erscheint während der Dauer des Kriegszustandes nur in beschränktem Maße.( Für Berlin wird für jede Woche, in der keine ,, Metallarbeiterzeitung" erscheint, ein Mitteilungsblatt hergestellt, um den Mitgliedern die notwendigften Informationen zukommen zu lassen.) Aus diesen Bekanntmachungen des Vorstandes geht hervor, daß der Verband troß der starken Arbeitslosigkeit die statutarischen Verpflichtungen in bezug auf die Arbeitslosenunterstüßung durchführen will. An eine laufende Unterstützung der Familien der ins Feld gezogenen Mitglieder ist nicht zu denken. Es könnte dies nur geschehen auf Kosten der an die Arbeitslosen zu zahlenden Unterftübungen. Mit Rücksicht darauf jedoch, daß die Familien der ins Feld gezogenen Mitglieder von Staat, Stadt und von privater Seite Unterstüßung erhalten, für die Arbeitslosen aber nicht gesorgt wird, hat der Verband als gewerkschaftliche Organisation die Pflicht, den Arbeitslosen beizuspringen. Deutsches Reich. Wirtschaftliche Freibenter in Kriegszeiten. Allgemeine Familien- Sterbekasse. Sonntag, den 23. August, von 3-6 Uhr Zahltag Gerichtstr. 12/13 und Budower Str. 14 im Restaurant. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Markthallen. ( Ohne Verbindlichkeit.) Mittwoch, den 19. August. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg Mart: Ochsen fleisch Ia 76-85, do. Ila 72-75, do. IIIa 60-71; Bullenfleisch Ia 73-80, do. Ila 65-72; Stübe, fett 48-60, do. mager 40-46, Freſſer 69-72, Bullen, dän. 64-70. Kalbfleisch: Doppellender 110-130; Mastfälber Ia 95-100, bo. Ila 82-94; Stälber ger. gen. 52-73. Hammelfleisch: Mastlämmer 90-100; gammel Ia 85-89, bo. Ila 79-84; Schafe 80-90. Schweinefleisch 52-63. Gemüse, inländisches: Kartoffeln, weiße Magdeburger 50 kg 2,50-3,25, Kojen blaue Magdeburger 2,75-4,00, weiße Staiserkronen 2,50-3,25; 2,50-3,25; Borree, Schod 0,60-0,80; Sellerie, Schock 3-7,50; Spinat 50 kg 8,00-10,00; Schoten 50 kg 20,00-30,00; Mohrrüben 2,00-2,50; Bohnen 50 kg 5,00-10,00; Wachsbohnen 50 kg 6,00-10,00; Buffbohnen 50 kg 6,00-10,00 Stohlrabi Schod 0,70-1,00; Wirsingkohl Schod 3,00-7,00; Weizkohl Schod 2,50-6,00, Rotkohl, Schod 3,50-9,00; Kohlrüben Schod 3-5; Blumentohl, Erfurter, 100 St. 10,00-20,00, Meerrettich Schod 15,00-20,00, bo. 50 kg 30,00; Petersilienwurzel Schodbund 1.00-3,00; Radieschen Schodbund 0,70-1,00; Salat Schod 1,50 bis 2,50; 8wiebeln, 50 kg 5,50-6,00; Tomaten 50 kg 30,00-35,00; Pfefferlinge 50 kg 20,00-30,00; Stein pilze 50 kg 20,00-30,00; Gurfen Schod 2,00-3,00. Sensgurten Scho 15,00--20,00 0. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Freitagmittag: Vielfach heiter und in den Tagesstunden mäßig warm. In der Nacht zum Freitag wieder fühl, nur im westlichen Hafengebiet über wiegend bewölft mit leichten Regenfällen. Spezialarzt 0 f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. j Blut: D Dr. Homeyer untersuchung., Fäden i. Harn usw. gegenüber Friedrichstr. 81, optikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Zeilzahl. Separates Damenzimmer. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß. Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. FrauenleidenEhrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufs störung. Teilzahlung. Spr. vorm. 9 Nm. 8, Sonnt. 9-11 Kleine Anzeigen. Verkäufe. Geschäftsverkäufe. Bäckereifiliale, Existenz für Ehe leute, wegen Militärsache für 250 Mart verkäuflich. Neukölln, Schöne weiderstraße 24. Möbel. 2927b Möbel! 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Geisendörfer, Großherzoglicher Hoflieferant in Karlsruhe ein typisches Beispiel. Gleich nach Eröffnung der Mobilmachung, am 4. August, gab die Firma durch Anschlag bekannt, daß bis auf weiteres" an selbständige Brenner, Glasierer, Former und Ofensezer anstatt tariflich 60 Pf., 2901* nur noch 45 Pf. Stundenlohn und an unselbständige Former anstatt tariflich 50 Pf. nur noch 30 Pf. Stundenlohn gezahlt werden. Moderne Arbeitermöbel in zeitAlso Lohnreduzierungen von 25-40 Proz.! Und das, obwohl ein gemäßer Ausführung, in Eiche( alle von der Firma unterschriftlich anerkannter Lohntarif vorliegt. Farben) und Nußbaum, unerreichte ftraße 16. Der Herr Geisendörfer dekretiert einfach in seiner Bekannt- Auswahl, zu den allerbilligsten Preisen, machung:" Der bestehende Tarif wird für die Kriegszeit bezw. so- in solider Arbeit, direkt vom Tischlerstraße 67. meister Julius Apelt, Adalbertstraße 6, lange aufgehoben bis wieder bessere Verhältnisse kommen." am Kottbusertor. 348* Doch noch mehr vom Patriotismus dieses Großherzoglichen Hoflieferanten. Wie wir erfahren, wollten am Tage, als der Kriegszustand erklärt wurde, zwei bei der Firma beschäftigte Wittenberger Ofenfeber, weil militärpflichtig, sofort nach der Heimat reisen. Ihnen wurde ein Schriftstück zur Unterschrift vorgelegt, wonach sie auf die tariflich festgelegte Zulage von 10 Proz. verzichten sollten, andernfalls ihnen der Lohn überhaupt nicht ausbezahlt werde. Die Leute, die zum Kriegsdienst einrüden sollten, und erklärlicherweise vorher ihre Lieben in der Heimat noch einmal sehen wollten, verzichteten angesichts der Notlage und um nicht weitere Scherereien Um aber die ärgsten Notfälle bei den Familien der ins Feld zu haben, auf die ihnen tariflich zustehenden 10 Proz. Zulage. gezogenen Mitglieder wenigstens in etwas beheben zu können, er- Für die Maßnahmen der Firma haben die Arbeiter allerdings fein läßt der Vorstand des Metallarbeiterverbandes einen Aufruf zur Verständnis und von unterschriftlich festgemachten Tarifabmachun freiwilligen Sammlung, deren Ergebnis den Familien der ins Feld gen eine höhere Meinung. Sie haben deshalb einmütig die Arbeit Gezogenen zugute kommen soll. Zugunsten dieser Sammlung niedergelegt. Der Verbandsvorstand der Töpfer erklärt, gegen die werden die Angestellten des Verbandes auf einen nennenswerten Tarifverstöße der Unternehmer sich auch in dieser kritischen Zeit Teil ihres Gehalts verzichten, und wird damit gerechnet, daß die überall und solange zur Wehr zu sehen, als es ihm möglich ist. ZuMitglieder, die in Betrieben arbeiten, die Gegenstände für den zug von Töpfern aller Art ist nach der Firma Geisendörfer in Heeresbedarf herstellen und infolge des Krieges erhöhten Beschäfti- Karlsruhe streng fernzuhalten." gungsgrad haben, recht kräftig jammeln. Wenn jeder seine Schuldigfeit tut, werden auch hier soviel Mittel zusammenkommen, daß etwas recht Namhaftes getan werden kann. Sonstige Einschränfungen des Unterstützungswesens habe der Vorstand nicht vorgesehen. Gerichtszeitung. Erpressung? Restauration, schöne Räume Fahrräder. Herrenfahrrad 20,00, Damenrad, Freilaufräder, Geschäftsdreirad, neue vermietet Pantow, Schulzestraße Bereifung 35,00. Schrader, Weberstraße 42, Steller. 106/ 16* Kaufgesuche. Zahngebisse, Goldsachen, Silbers lachen, Blatinabfälle, jämtliche Metale höchstzahlend. Samelzerei Christionat, Stopenideritraße 20 a( gegenüber Manteuffelfrage). 88/ 16* Kupfer, Messing, Zint, Zinn, Blei, Stanniolpapier, Goldsachen, Silber sachen, Platinabfälle, Duedfilber, Bahngebisse. Metallschmelze" Cohn, und Brunnenstraße 25 Neukölln, Berlinerstraße 76. 100/8 Fahrradankauf Linienstraße 27.* Platinabfälle, Alt gold, Silber, Babngebijje, Glübftrumpfafche, Duedfilber taust höchstzablend Blumel. Auguststraße 19 III. Schmelzerei, Goldfachen! Silberjagen, Platin abfälle, Zahngebisse bis 50,00, Duedfilber, Stannolpapier, Zinn, Kupfer, Messing, Blei höchstzahlend. metall- Einfauisbureau Weberstr. 31. Fahrradankauf. Winter, Rosen 29295 thalerstraße 32. Wohnungen. Wol Charlottenstraße 87, fleine nungen, billig, sofort, renoviert. 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Dazu kommt, daß bei Be- gegen einen Agenten Spier richtete. Als Zeuge war der ehe endigung des Krieges die zurückkehrenden Mitglieder vom ersten malige Warenhausbesizer Wolff Wertheim geladen, der als Tage an auf Grund des Statuts Anspruch auf Unterstützung haben.seine Adresse London, Hyde Park, Berlington House, Lancaster Auch hierfür müsse etwas reserviert bleiben, denn man könne den Coste 47" angegeben hatte. Der Zeuge war nicht erschienen. es sich um die, wie die Zurüdfehrenden unmöglich sagen: Es ist während Eurer Abwesen- Jn der Sache selbst handelt Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantto.: Th. Glode, Berlin. Drud u.Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. EdelKunstschmiede Gefellen zum sofortigen Eintritt gesucht. 29285 Ed. Puls, Tempelhof