Kr. 281. nbonnemcntS'ßedinaungen: Abonnements- Preis pränumerando! Biertctjäbrli Z�o Mk., inonatl. l>l0 Mk., wöchentlich W Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntazs- Nummer mit illuitriertcr sonntags- Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Poll- Abonnement: l.ll) Marl pro Monat. Einaelragcn in' die Polt< Zeitungs- Brebliste. Unter Kreuzband jür Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2.R Mark, für das übrige Ausland s Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland. Italien, Luxemburg. Portugal. «umänien. Schweden und die Schweiz. 31. Iahrg» Crichdnt täglich. Vevlinev Volksblnkt. Die Insertion!-Ledühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel- zeile oder deren Rani»«1 Pfg.. für politische und gewerkschaftliche Verein�. und Bcrsnminlungs-Anzeigcn so Plg. „Kleine Anocigen", das fettgedruckte Wort A Pfg.> zulässig S fettgedruckte Worte), ledes weitere Wort 10 Pfg Stellengesuche und Schtafitellenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg.. jedl-s weitere Wort ö Pfg. Worte über 15 Auch- Stäben zählen für zwei Worte. Inserate ür die nächste Nummer müssen Ins i Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Delegramm- Adresse: „SezialtUmslirat Rerlin". Zcntralorgan der lozialdcmokratifchcn parte» Deutfchlands. Redaktion: 8W. 68» Linden Strasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz. Nr. 1383. Expedition: 8W. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1381. Der große Sieg. Groß sind die Erfolge der deutschen Armeen gegen Frank- reich und schneller als man erwarten konnte, ist die erste will)- tige Entscheidung gefallen. Tas Wagnis des französischen Generalstabschefs, die Offensive zu ergreifen und damit die starken Vorteile, die die Befestigungen der Grenze den Iran- zosen gewähreit konnten, aus der Hand zu geben, hat sich schwer gerächt. Tie Franzosen.sind geschlagen, vielleicht schon besiegt, so schwere Opfer es auch noch kosten wird, den Sieg zu rineni endgültigen zu machen. Wir haben diesen Sieg erwartet. Kein anderer Staat hat so wie Teutschland alle Kräfte, nicht nur die materiellen, sondern auch die geistigen, in den Dienst der militärischen Organisation gestellt. Wie Teutschland die beste industrielle und finanzielle Organisation, die besten gewerkschaftlichen und politischen Vereinigungen hat, so auch den besten Kriegs- und Herrschaftsapparat. Und dazu kommt die Ueberlegenheit der Technik und die Uebermacht des großen Volkes. Aber über die Ursachen des Erfolges zu reden, dazu ist später die Zeit. Heute drängen sich uns die Gedanken an die Wirkungen auf und das erregte Gehirn, auf das die Sturm- kolonnen ungeheurer Geschehnisse eindringen, sucht nach sicherer Orientierung in einer Welt, in der alles in um- wälzende Bewegung geraten ist. Tie nächste Wirkung des raschen deutschen Erfolges wird wohl in der Haltung der neutralen Staaten sichtbar werden. Ter chrsolg der Waffen wird. zu einer Waffe des, Erfolge� dxp deutschen Pol it i'k. Was an der p 0 l i t i s ch c n Vorvere'i- rvng des Krieges gefehlt hat, wird durch den m i l i t ä r i- scheu Erfolg nachgeholt. Sah es manchmal in den letzten Wochen noch aus, daß Italien die Gelegenheit benutzen wolle, um seine alte»Rechnung mit Oesterreich zu begleichen, so darf jetzt den Versicherungen seiner Neutralität größere Zu- verficht geschenkt werden. Im italienischen Volke ist der Ge- danke von jeher lebendig, die italienischen Provinzen Oester- reichs mit dem Königreich zu vereinen, um so die nationale Einigung vollständig zu mächen. Und der erstarkte italienische Imperialismus sah gleichzeitig immer mehr in dem Vor- dringen Oesterreichs auf dem Balkan ein Hemmnis fiir die Begründung seiner eigenen ausschließlichen Beherrschung des Ädriatischen Meeres und für sein Streben, die Absatzmärkte des Balkans und Kleinasiens für seine erstarkende Industrie wöglichst zu monopolisieren. Der Gedanke, gegen Oester- reich in- die große welthistorische Auseinandersetzung einzu- setzung einzugreifen, lag verlockend nahe. Jetzt verscheucht ihn wohl der deutsche Sieg. Nicht minder wichtig wie die Einwirkung auf Italien, dürfte die auf Rumänien sein. Ein Abweichen von der strikten Neutralität, die Duldung, daß russische Truppen durch Rumänien ziehen und sw Siebenbürgen bedrohen und den serbischen Truppen Hilfe bringen könnten, wäre für unseren Bundesgenossen eine große Gefahr gewesen. Auch diese Gefahr tritt jetzt in den Hintergrund. Aber so bedeutsam, ja für den Ausgang entscheidend diese Wirkungen sind, so drängt doch der Gedanke an das schließliche Ergebnis des gewaltigen Ringens olles andere Zurück. Und so stürmisch der Wunsch ist, den Ausgang zu erkennen, so sind die Faktoren, die ihn bestiininen werden, «och so ungewiß, die Entscheidungen der Waffen, die noch fallen werden, so zahlreich und unsicher, um heute auch nur ein vorläufiges Urteil zu fällen. Doch eine Sorge bewegt uns. Freilich die größte, ernsteste, die Sorge um die E x i- st e n z und ungehinderte Selbstbehauptung der deutschen Nation, die ist durch den bisherigen Gang- der Ereignisse von uns genommen und wird, so hoffen wir mit Zuversicht, nicht mehr wiederkehren. Was uns jetzt beschäftigt, ist ein anderes. Daß der Krieg nach dem bekannte Worte von Clause- Witz die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist, heißt, daß der Krieg Inhalt und Ziel von der politischen Leitung erhält. Was ist nun das Ziel der deutschen Politik? Was will sie erlangen, wenn der weitere Verlauf des Krieges ihr die Sicherheit gibt, ihr Ziel den Gegnern zum Trotz durchzusetzen? Wir fragen hier natürlich nicht nach Einzelheiten, sondern nach dem großen Endzweck, der die kolossalen Opfer Rechtfertigen soll, die auch dem Sieger der Krieg auferlegt. Als der Krieg ausbrach, hieß die Losung: Kampf Legen den Zarismus. Diese Losung war es, die den Krieg � auch solchen unvermeidlich erscheinen ließ, die Gegner des Krieges sind und eine Politik gefordert hatten, rse die„Fortsetzung mit anderen Mitteln" ausgeschlossen sKHte. Aber ist auch der Krieg der Zielgebung durch die Po- Eiik untergeordnet, so folgt er, einmal ausgebrochen, seinen Jfeenen Gesetzen und seine Ergebnisse bestimmen entscheidend � tzoliiischen Ziele. Und hier entsteht das Problem� auf das wir die Aufmerksamkeit des deutschen Volkes mit Nachdruck lenken möchten. Von Anfang an war es klar, daß, sobald die Gesetze des Krieges allein mehr gelten, der erste Stoß gegen Rußlands Bundesgenossen geführt werden mußte. Den militärischen Sachverständigen schien es unvermeidliche Notwendigkeit, zuerst Frankreich niederzuringen, um dann im Verein mit Oesterreich gegen Rußland vorgehen zu können. Und in diese Notwendigkeit müssen sich auch jene fügen, die das furchtbare Verhängnis betrauern, das zwei Kulturvölker zu. diesem mörderischen Ringen treibt. Aber strategische Notwendig- keiten sind nicht ohne Einfluß auf das politische Ergebnis. Daß Frankreich besiegt wird, ist militärisch das erste Gebot. Politisch aber ist die dringendste Notwendigkeit, die Niederwerfung und Vernichtung des Z a r i s in u s. Die strategische Notwendigkeit soll aber die höhere politische nicht verhindern und sie wird es nicht tun, wenn die Leiter der Geschicke des deutschen Volkes dieses politischen Ziels sich klar bewußt sind. Tie Besiegung der Bundesgenossen Rußlands ist notwendig, weil sie Bundes- genossen des Zarismus sind. Aber sie ist nur soweit notwcn- dig, um sie zu verhindern, die Niederwerfung des Zarismus aufzuhalten. Wie Bismarck 1666 dem besiegten Oesterreich die goldene Brücke baute, auf der es den Weg zur Bundes- genossenschaft betreten konnte, so muß auch jetzt der Weg zur Verständigung zwischen den großen Ku l t u r n a t i 0 n e n offen bleiben. Wir müssen deshalb eine Politik ins Auge fassen, die nickt durch Erobe- rungen und Störungen der Einheit und Unabhängigkeit anderer Nationen die verhängnisvolle Feindschaft mit den. Westmychtev verewigt und dadurch Rußlands Stellung selbst nach seiner Niederlage wieder zur furchtbarn und uner- träglichen des Schiedsrichters Europas machen würde. Nein, unser Feind bleibt der Zarismus und nichts ist schrecklicher als der Gedanke, daß unsere Kräfte iin Westen so sehr und so lange gebunden blieben, um nicht recht- zeitig den Kampf im Osten zum siegreichen Austrag bringen zu können. Gelänge es nicht, den Zarismus niederzuringen, würde die strategische Notwendigkeit die politische in den Hintergrund drängen, dann könnte, was immer die Ab« sichten der Herrschenden seien, das schließliche Ergebnis statt eines Zusammenschlusses der Kulturnationen zu einer Wiederkehr der„Heiligen Allianz" führen, in der der Zarismus wieder den beherrschenden Einfluß hätte, eine Rückkehr also der österreichischen und beut- scheu Politik in Lahnen, die gerade dieser Krieg auf immer unmöglüstmachen sollte. Tann verlöre dieser Krieg jede Rechtfertigung und er brächte die Gefahr, daß auch die jetzt Neutralen sich dagegen erhöben, dann wäre dieser Krieg, selbst wenn er zunächst erfolgreich beendet wäre, nur das Vorspiel zu einer neuen noch furchtbareren Auseinander- setzung. Nein, nicht auf Eroberung und Aufrichtung einer neuen Weltherrschaft an Stelle der englischen und zaristischen, son- dern auf die Befreiung der Nationen soll dieser Krieg gerichtet sein. Befreiung vom Moskowitertum, Frei- heit und Unabhängigkeit für Polen und Finnland, freie Ent- Wickelung für das große russische Volk selbst, Lösung des un- natürlichen Bündnisses zweier Kulturnationen voi�, der zaristischen Barbarei, das war das ZsiT. das das deutfllse Volk begeistert und opferbereit gemacht hat. Taß dies das Er- efPa l-. geh" iß werde, darüber hat die wa-hen. //enceußL Oer Schauplarz der leteren großen Siege. westlicher Kriegsschauplatz. die verfolgungs- unö Umfassungsaktion. Berlin, 23. August. iW. T. B.) Die Truppen, die unter Führung des Kronprinzen von Bayern in Lothringen gesiegt haben, haben die Linie Lunsville— Blamout— Cirey überschritten. Das 21. Armeekorps ist heute in Lun6ville ein- gezogen. Tie Verfolgung beginnt reiche Früchte zu tragen. Auster zahlreichen Gefangenen und Feldzeichen hat der an und in den Bogesen vorgehende lioke Flügel bereits 166 Geschütze erbeutet. Tie Armee des Deutschen Kronprinzen hat heute de« Kampf und die Verfolgung vorwärts Longwy fortgesetzt. Die zu beiden Seiten von NeufchSteau vorgehende Armee des Herzogs Albrecht von Württemberg hat heute eine über den Semois vorgedrungene französische Armee vollständig ge- schlagen und befindet sich in der Verfolgung. Zahlreiche Geschütze, Feldzeichen und Gefangene, darunter mehrere Generale, sind ihr in die Hand gefallen. Westlich der Maas sind unsere Truppe» im Vorgehe» gegen Maubeuge. Eine vor ihrer Front auftretende englische Kavalleriebrigade ist geschlagen. Der Generalqnartiermeister. von Stein. die Streitkräfte. Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, daß in diesem Weltkriege früher nie gekannte Riesenheere, die in einzelne, aus einigen Armeekorps bestehende Armeen zerfallen, mit einander ringen. Das ist vor allem bei den jetzigen Kämpfen auf dem westlichen Kriegsschauplatze der Fall. Dort haben nrehr als achtfranzösische Armeekorps nach den amtlichen deutschen Meldungen im Feuer gestanden, wobei allerdings nicht gesagt wird, ob es sich um Verbände des aktiven Heeres allein oder auch um Reservekorps gehandelt hat. An Korps hat Frankreich iin Frieden 20 im Mmtterland und eines in Algerien-Tunesien, sowie eines auS Kolonialtruppen. Die afrikanischen Truppen sollen zum Teil auf dem europäischen Kriegsschauplatz eingetroffen sein, lieber ein Drittel dieser Verbände müßte danach in den Operationen gegen Deutsch-Lothringcn eingesetzt ivorden sein. Man berechnete die Kriegsglicderung eines Korps auf zwei Infanteriedivisionen, eine Reserve-Jnfantcriebrigade, sechs Schwadronen und 36 Batterien, im ganzen mit einer Verpflegungsstärke von-l9 000 Mann, einer Gefechtsstärke von 36 000 Gewehren, 000 Säbeln und 144 Geschützen, abgesehen von besonders zu- geteilten Formationen. ES würde sich, da auch einige Ka- valleriedivisionen als Hccrcskavallerie zur Stelle gewesen sein müssen, also nach einer Berechnung in der„Kölnischen Ztg." eine Gefechtsstärke an fechtenden Truppen aus französischer Seite von rund 310000 Mann mit gegen 000 Geschützen ergeben, denen gleich starke deutsche Kräfte gegenüberstanden. Noch nie ist in der Weltgeschichte eine solche Zahl von Streitern aufeinander getroffen. Die ungeheuren An- gaben der antiken Schriftstellerüber Heeresstärken haben sich längst als Fabeln erwiesen und brauchen nicht mehr berücksichtigt zu werden, erst das Zeitalter der napoleonischen Kriege läßt sich heranziehen. Da finden wir bei Leipzig 472 000 Mann, bei Königgrätz 436 000, bei Wagram 310000, bei Gravelotte 300000, bei Dresden 296000, bei Solferino 281000, bei Sedan 244000, bei Belle-Alliance 217000, bei der Lisaine 185000, bei Mars la Tour 176 000, bei Ligny 165000. Keine von diesen großen Schlachten reicht also in den Massen, die eingesetzt wurden, an die Schlacht in Lothringen heran, die um Hunderttausende über sie hinausgeht. Von den Vo- aesen bis Metz wurde gekämpft, so heißt eS in der amtlichen Meldung, das heißt in einer Front von rund 100 Kilometer. In eineni der, Presse durch Wolffs Bureau übermittelten Artikel des Generals z. D. vonBlume heißt es über die siegreichen Kämpfe in Lothringen: „Im übrigen müssen wir uns bewußt bleiben, daß die ersten Siege in.einem Kriege wie dem gegenwärtigen doch nur die ersten Schritte auf dem Wege zum Ziele bedeuten, daß dieser Weg voraussichtlich noch lang ist, noch viel Geduld und große Opfer erfordern wird, und daß wir nicht hoffen dürfen, ihn wie 1870/71 in ununterbrochenem Siegeszuge zurückzulegen. Ohne uns die Freude über eintreffende Siegesnachrichten schmälern zu lassen, haben wir uns ebenso davor zu hüten, an sie übertriebene Hoffnungen zu knüpfen, wie»vir bei ungünstigen Zwischenfällen den Mut nicht sinken lassen dürfen. Freilich wird dem Laien die zutreffende Beurteilung kriegerischer Ereignisse unserer Zeit dadurch erschwert, daß an diese in mehrfacher Hinsicht ein anderer Maßstab gelegt werden muß, als ah die Ereignisse vergangener Zeiten. Einige Auf- klärung hierüber gewähren vielleicht, zumal inr Hinblick auf den von unseren Truppen soeben erfochtenen Sieg, folgende Angaben. Die von Bazaine befehligte französische Rheinarmee, die wir im August 1870 in den drei blutigen Schlachten um Metz besiegten, um sie dann in der Festung einzuschließen und zur Waffenstreckung zu zwingen, zählte etwa 150000 Streiter. Das war ungefähr die Hälfte der für den Feldkrieg verwendbaren Truppen, über die Frankreich damals im Beginn des Krieges verfügte. Die Streitkräfte, die darüber hinaus für die Ver- teidigung des Landes gebraucht wurden, mußten in der Hauptsache aus unausgebildeten Mannschaften völlig neu ge- schaffen werden und blieben nHnderwertig. Heute mögen 150000 Mann etwa den zehnten Teil der Linien- und sofort verwendbaren Reservetruppcn bilden, die Frankreich bei AuS- bruch eines Krieges ins Feld stellt. Daher würde einem Siege über eine französische Arme von 100 000 Mann heute nicht die entscheidende Bedeutung wie 1870, sondern zu- nächst nur die eines Teilerfolges beizumessen sein, der aller- dings die glückliche Einleitung einer Hauptentscheidung sein kann. Doch komnien bei der heutigen Kriegführung auch die veränderten räumlichen Verhältnisse in Betracht. Die Armee Bazaines hatte in der Entscheidungsschlacht bei Gravelotte- St. Privat eine Frontbreite von knapp 15 Kilometer. Man kann annehmen, daß heute unter ähnlichen Verhältnissen eine gleich starke Armee einen Breitenraum von 40 bis 60 Kilo- meter ausfüllt. Die neue Schlacht bei Metz scheint in einer Breite von etwa 60 Kilometer geschlagen zu sein. Wenn da- her auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür spricht, daß die Franzosen mit verhältnismäßig dichten Massen aus ihrer Fort- line an der Maas hervorgebrochen sein werden, so würde man ihre Zahl doch wahrscheinlich überschätzen, wenn man aus der Ausdehnung des Schlachtfeldes folgern wollte, daß sie das Vierfache der Armee Bazaines betragen habe. Andererseits ist bei Beurteilung der, Bedeutung des Er- folges zu berücksichtigen, daß die militär-geographischen Ver- Hältnisse Frankreichs, abgesehen von dem Ueberaang Elsaß- Lothringens in unseren Besitz und von der Vervollkommnung der Verkehrswege, sich seit 1870 nicht verändert haben. Die Wirkung eines in 60 Kilometer Breite erfochtenen Sieges er- streckt sich daher unmittelbar und in ihren Folgen auf einen größeren Gebietsteil deS feindlichen Landes als die einer in geringerer Breite gewonnenen Schlacht. Und vor allem: Die Wege zu den Quellen der feindlichen Macht sind heute nicht weiter, als sie 1870 waren." Die französische Regierung über die Kriegslage. Das Wolffsche Telegraphenbureau veröffentlicht folgende Depesche aus Paris mit einigen von der Redaktion des Tele- graphenbureaus in Klammern eingeschlossenen Bemerkungen: Paris, 23. August.(W. T. B.) Ein Communiqus von 11 Uhr abends besagt: In den Vogesen hat die allgemeine Lage uns bestimmt, unsere Truppen vom Donon und dem Hügel bei Saales(?) zurückzunehmen, obwohl diese Punkte nicht angegriffen waren. Zjn Namur machen die Deutschen große Anstrengungen gegen die Forts, die energischen Wider- stand leisten. Die Forts von Lüttich leisten ebenfalls noch Widerstand.(Eine dreiste bewußte Lüge l D. Red.) Die belgische Armes ist vollständig in dem befestigten Lager bor Antwerpen konzentriert.(! d. Red.) Ein großer Kampf spielt sich auf der ganzen Linie von Möns bis zur luxem- burgischen Grenze ab. Unsere Truppen drängen überall zur Offensive. Sie gehen gemeinschaftlich mit der englischen Armee vor.— Angesichts der Ausdehnung der Front und der Stärke der beteiligten Truppen ist es unmöglich, täglich die Lage der Armeen zu schildern.(Aha I D. Red.) Bis zur Beendigung der Operationen in diesen Gegenden werden ins einzelne gehende Berichte nicht veröffentlicht werden. Die Deutschen in Lüttich. Nach einer Meldung des Amsterdamer„HanMsblads" aus Lüttich nimmt dort das deutsche Militär mit großer Energie die gesamte Stadtverwaltung in ihre Hände. Die Holländer werden mit besonderer Freundlichkeit behandelt, z. B. von Einquartierungen befreit. Das Eisenwerk Smoel- ders und andere Fabriken beginnen wieder zu arbeiten! die berühmten Cockmllrocrke(belgische Waffen- und Pulver- fabrik) sind in deutschen Händen und werden vom Oberst Keppel, dem deutschen Kommissar der Lütticher Weltausstel- lung 1905, geleitet. An der Cockerill-Fabrik ist eine Proklamation angeschla- gen, welche besagt: „Von heute ab übernehme ich die V e r w a l t u n g über die Cockerillsche Fabrik. Das Personal bleibt in seinen Stellungen. Die Arbeiter haben sich streng an meine Befehle zu halten. Ihre Löhne werden ihnen garantiert. Wegeil der Lebensmittelteuerung wird das preußische Kriegsministerium während des Krieges ihnen eine Loherhöhung von 50 Proz. beivilligen. Wer seine Arbeit genau verrichtet und wessen Verhalten nichts zu wünschen übrig läßt, wird gut behandelt werdeir. Wer Schwierigkeiten verursacht, Sabotage verübt oder die Fa- brikate versätzlich beschädigt, wird vor das Kriegsgericht ge- stellt und sehr streng abgeurteilt. Tie Arbeit wird, soweit möglich, in allen Abteilungen wieder aufgenommen." öer Gstgrenze. vorftosi der Russen in Gsipreußen. Berlin, 24. August.(28. T. B.) Während aus dem westliche» Kriegsschauplatz die Lage des deutschen Heeres durch Gottes Gnade eine unerwartet günstige ist, hat auf dem östlichen Kriegsschauplatz der Feind deutsches Gebiet betreten.' Starke russische Kräfte sind in Richtung der Angerapp und nördlich der Eisenbahn Stallupönen— Jnsterburg vorgedrungen. DaS erste Armeekorps hatte den Feind bei Wirballen in siegreichem Gefecht aufgehalten. Es wurde zurückgenommen aus weiter rückwärts stehende Truppen. Tie hier versammelten Kräfte haben den auf Gumbinnen und südlich vorgehenden Gegner angegriffen. Das erste Armeekorps warf de» gegenüber- Gehenden Feind siegreich zurück, machte 8000 Gefangeue und eroberte mehrere Batterien. Eine zu ihr gehörende Kavallerie- livision warf zwei russische Kavalleriedivisionen und brachte 500 Gefangene ein. Die weiter südlich kämpfenden Truppen stießen teils auf starke Befestigungen, die ohne Vorbereitung nicht genommen werden konnten, teils befanden sie sich in siegreichem Fort- chreiten. Da ging die Nachricht ein vom Vormarsch weiterer feindlicher Kräfte aus Richtung des Narews gegen die Gegend üdwestlich der masurischcn Seen. Das Oberkommando glaubte, hiergegen Maßnahmen treffen zu müsien und zog seine Truppen zurück. Die Ablösung vom Feind erfolgte ohne jede Schwierig. keit. Ter Feind folgte nicht. Die auf dem östlichen Kriegsschauplatz getroffenen Maß- nahmen mußten zunächst durchgeführt und in solche Bahnen ge- leitet werden, daß eine neue Entscheidung gesucht werden kann. Diese steht unmittelbar bevor.— Ter Feind hat die Nachricht verbreitet, daß er vier deutsche Armeekorps geschlagen habe. Diese Nachricht ist unwahr. Kein deutsches Armeekörb? ist geschlagen. Unsere TruWen hake» das Bewußtfein des Sieges und der Ueberlegenhrft mit sich ge- nommrn. Ter Feind ist über die Angerapp bis jetzt nur mit Kavallerie gefolgt; längs der Eisenbahn soll er Jnsterburg er- reicht haben.— i Die beklagenswerten Teile der Provinz, die dem feindlichen Einbruch ausgesetzt sind, bringen dieses Opfer im Jntereffe deS ganzen Vaterlandes. Daran soll sich dasselbe nach erfolgter Entscheidung dankbar erinnern., Ter Generalquartiermeister (gez.) von Stein. Verteiüigungsmaßnahmen. Die„Elbinger Neuesten Nachrichten" bringen nach der „Deutschen Tageszeitung" am 21. August folgende, offenbar amtliche Mitteilung: „Auf Befehl der Kommandantur Marienburg werden im Interesse der Landesverteidigung in der E l b i n g e r Niederung vom Sonnabend abend, den 22. August, ab die Stau- undVorflutdeiche an verschiedenen Stellen durchstochen. Der Binnenwasserstand wird dadurch bis zur Höhe des Außenwasserstandes des Haffs, des Elbingflusses und des DrausenseeS aufgestaut. Durch diese Aufftauung werden voraussichtlich alle Ge- ländeflächeil zwischen Nogat, Elbingfluß, Drauscnsec, Dorf Stümswalde, Alt-Dollstädt, Thiergart, Grimau-Niederung, Neukirch-Niederung und Schwarzdamm, die tiefer als+ 0,20 Meter über normal 0 liegen, betroffen werden. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß bei ungünstigen: Wasserstand auch höher gelegene Teile in Mitleidenschaft gezogen werden. Diejenigen Bewohner, die die betreffenden Ortschaften räumen wollen, haben den Rückweg lediglich nach Westen zu über die Nogat und Weichsel zu bewerkstelligen. Ueber die Nogat bei Einlage und über die Stubasche Laake sind bereits Brücken geschlagen." * Wir, die wir mit aller Energie gegen den Weltkrieg protestiert haben, wir, die wir seit Jahren gegen die zaristische Barbarei zu Felde gezogen sind und darob verfolgt und geächtet wurden, wir empfinden mit besonderem Schmerz die Tatsache, daß deutsche Volks« genossen von der Invasion der Zarentruppen bedroht sind. So bitter daS Los der Bewohner des JnvafionSgebieteS auch ist, so glauben auch wir, daß kein Grund zu einer Beunruhigung der Allgemeinheit vor- liegt. DaS Zurückgehen der deutschen Truppen ist unter den gegebenen Verhältnissen vom militärischen Standpunkte durchaus geboten und zur Vorbereitung von Defensivmaßnahmen sehr verständlich. Wir find überzeugt, daß dem Einbruch der russischen Streitkräfte sehr bald ein fester Damm entgegengesetzt wird. vom österreichisih-rustlsihen Kriegsschauplatz. »Die ersien Verwundeten in Wien. Wien, 24. August.(W. T.B.) Heute früh traf der erste Verwundetentransport von dem nördlichen Kriegsschauplatz auf dem Nordbahnhofe ein? er bestand aus ungefähr 15 Offizieren und 325 Mann. Eine riesige Menschenmenge erwartete die Heimbringung der ersten Opfer des Krkeges, die ein großer Wagenpark in die verschiedenen Spitäler beförderte. Ter Ab- transport wickelte sich in größter Ordnung und Genauigkeit ab- Das Publikum begrüßte die Kranken und Verwundeten auf das herzlichste. Russische befangene. Lemberg, L3. August.(W. T. B.) Heute nachmittag traf wieder ein Transport russischer Gefangener, bestehend aus zwanzig Offizieren und dreihundert Dragonern hier ein, ferner sechs Ma» schinengewehre, sechs Feldküchen und zahlreiche Wagen mit Ruft» zeug, Sätteln, Gewehren, Piken usw., die bei Turhnka erobert worden sind. Die russischen Generale WannowSky und Iwanow find ihren Wunden erlegen. vom österreichisch-serbischen Kriegsschauplatz. Die Kämpfe bei visegraö. Serajewo, 23. August.(W. T. B.)(Meldung det Wiener K. K. Telegr.-Korresp.-BureauS.) Nach Erzählungen der hier ein- getroffenen Verwundeten wurden die gemeldeten für uns sieg- reichen Kämpfe bei Visegrad mit großer Hartnäckigkeit und Er« bitterung geführt. Unsere Truppen, die sich heldenmütig und mit bewundernswerter Bravour schlugen, brachten dem Feinde enorme Verluste bei. AuS dem Umstände, daß in einem Schützengraben allein fünfhundert Tote gefunden wurden, kann man schließen, daß die Verlustzahl auf serbischer Seite eine überaus große gewesen sein muß. Daß auch unsererseits namhafte Verluste vorhanden sind, ist vor allem der Tollkühnheit und Todesverachtung zuzu- schreiben, mit der unsere Truppen sich auf den Feind warfen. Offiziere versichern, daß unsere Soldaten einfach nicht zu halten find und der Bajonettsturm ihnen die liebste Kampfart ist. 4 Die Defesiigung Selgraüs. Wien, 24. August.(W. T. B.) Wie die Südslawische Korrespondenz aus Sofia meldet, hat� Prinz Georg von Serbien das Kommando über die serbischen Truppe:: in Belgrad übernommen und läßt die beim Beginn des Krieges angefangenen Befestigungsarbeiten in der Stadt, namentlich aus der Landseite fortsetzen. Damit erledigen sich die von russischer Seite ausgestellten Behauptungen von der angeb- lichen Ungeschütztheit Belgrads, das heute als eine vollständig befestigte Stadt anzusehen ist und auch als solche behandelt werden kann. der Seekrieg. Der Untergang ües öfterreichischen Kreuzers„�enta*. Wien, 23. August.(W. T. v.) Laut amtlicher Mitteilung a Cetinje retteten sich von dem Kreuzer„Zenta", der am 16. Au� im Kampfe mit der französischen Flotte untergegangen sei» E U Stab- und 170 MannschaMpkrsini«, darunter 50 Verwundete, »uf montenegrinischen Boden. Alle sonst in der ausländischen Presse verbreiteten Rachrichten über Verluste der österreichisch- ungarischen Marine in Seegefechten auf der Adria, sind vollkommen au» der Luft gegriffen. Wien, 24. August.(W. T. 23.)' Im Anschluß an die Mit- icilmigen des Wiener K. K. Telegr.-Korresp.-iSureaus über den kleinen Kreuzer Zenta wird der Korespondenz Wilhelm privat mitgeteilt: Vom Geiste Tegetthoss beseelt, hat diese Aufjschale gewagt, im offenen Meere sich mit vielleicht 'ünfzigfacher Uebermacht in einen Kampf einzulassen, bestrebt, dem Feind, auch sichereren Untergang vor Äugen, möglichst viel Schaden zuzufügen. Dies scheint dem kleinen Kreuzer und seiner heldenhaften Besatzung auch gelungen zu sein. Tie französischen Schiffe haben auch durch die wackere Zenta Schaden erlitten, wenn auch dessen Größe sich nicht einmal annähernd bestimmen läßt. Die etwa 150 Mann, welche sich an die montenegrinische Küste retteten, werden wohl in Mom tenegro kriegsgefangen sein. Auch die sranzösischen Schlacht Wffe werden wohl einen Teil der Bemannung der Zentra arrettet haben. Nach internationalem Uebereinkommer "üissen die Namen der Geretteten unserer Marine bald be> könnt gegeben werden. Diese in der Geschichte unserer Flotte unvergängliche Tat zeigt, von welchem Geiste die Marine beseelt ist. sZenta war ein geschützter kleiner Kreuzer von 2350 Ton» De placement. Er war 1897 vom Stapel gelassen und besaß eine Be> satzung von 305 Mann.) Ein österreichisches Kriegsschiff für üie bevorstehenden Kämpfe in Kiautschou. B e r l i n, 24. August.(W. T. B.) Ter k. und k. öfter reichisch-ungarische Botschafter hat heute dem Auswärtigen Amt folgende Mitteilung gemacht: Im allerhöchsten Aus- �age ergeht an das Kommando S. M. Schiff Kaiserin E l i s a be t h in Tsingta« sowie an den k. und k. Botschafter 'n Tokio der telegraphische Befehl, daß die„Kaiserin Elisabeth" in Tsingta» mitzukämpfen habe. Englische Kriegsschiffe gegen holländische Zischer. Haag, 24. August.(W. T. B.) Die„Gazette de Hollande" vom 21. August nieldet aus Anmiden: Der niederländische Dampfer„Nicolaas", der aus Leith in Ainuiden angekommen ist. hatte 37 niederländische Fischer an Bord, die die Besatzung von 6 Fischerbooten bildeten. Von den Booten sind 4 durch Englische Kriegsschiffe in den Grund gebohrt, �sind gekapert worden. Obwohl die Fischer holländischer Nationalität sind, wurden sie nach Jnverneß und von dort nach den, Gefängnis von Perth gebracht, dort 6 Tage eingesperrt, schlecht behandelt und ungenügend genährt. Dann brachte man bie 37 Fischer nach Edinburg, wo sie abermals 8 Tage ins Ge- sangnis gesteckt wurden. Sie verdanken ihre Befreiung lediglich box energischen Intervention des- Kapitäns des..Micolaas". Vertreibung des öeutsthen Gesanöten aus Marokko. Berlin, 24. August.(W. T. B.) Laut �ben aus Palermo eintreffender Drahtmeldung öes Kaiserlichen Geschäftsträgers in Tanger �ak diesem die marokkanische Regierung am *9. August seine Pässe zugestellt und ihn mit i'em gesamten Personal überraschend und g e- � Q I t f a m an Bord des französischen Kreuzers .Cassard" geschafft» um sie nach Palermo zu transportieren. Dieser brutale Aeberfall in der Hauptstadt der internationalen Zone Marokkos, in der die diplomatischen Vertreter der �lgnatarmächte der Algecirasakte noch heute Kontrolle der Regierung ausüben, bedeutet Eltens Marokkos und Frankreichs einen der- �rlig unerhörten Bruch des Völker- rechts, wie er in der Geschichte ärger kaum vorgekommen sein dürfte. Daß dieser Gewalt- �reich nur mit Zustimmung Englands mög- ttch war, versteht sich bei der Lage Gibraltars von selbst, desselben Englands, das seine Kriegs- Erklärung gegen uns mit dem Eintreten für die �nverlehlichkeit internationaler Verträge beschönigte. ftach der österreichische Gesanöte aus Marokko vertrieben. Wien, 24. August.(W.T.B.) Die marokkanische Re- Gerung hat dem diplomatische» Agenten Oesterreich-Ungarns "'.Tanger seine Pässe zugestellt und ihn zur sofortigen IIb- mit dem französischen Kreuzer„Cassard" genötigt, der 'bn nach Sizilien gebracht, hat. Es braucht nicht hinzugefügt zu werden, daß dieses offen- ar auf französisches Geheiß zurückzuführende Vorgehen einen "agranten Völkerrcchtsbruch bedeutet, da Tanger und die es ""'gebende Zone nicht dem französischen Protektorat, sondern vuf Grund eines Ueberetnkemmens aller Signatarmächte der Algecirasakte einem internationalen Regime unterstehen. Verhaftung öes deutschen Konsuls in �lbo. Stockholm, 24. August.(W. T. B.) Nach hier vor- Iftypnben zuverlässigen Meldungen ist der deutsche Konsul Vfci.0 seiner Familie verhaftet und nach St. Petersburg schafft worden. Die Meldungen, daß der Konsul hingerichtet, rr. r~j,—---------- "— i Aufruf an die österreichischen llanösturmpstichtigen. Berlin, 21. August.(W. T. B.) Es ergeht folgender Aufruf An die österreichisch-ungarischen Rekruten, Ersatzreservisten und Landsturmpflichtigen. Einberufung. 1. Die Rekruten und Ersatzreservisten des Assentjahrganges 1914 sowie alle im Jahre 1914 Stellungspflichtigen, welche bis jetzt ihrer Stellungspflicht noch nicht nachgekommen sind, haben binnen 24 Stunden nach Verlautbarung dieser Kundgebung aus ihrem Aufenthaltsorte abzugehen und so rasch als möglich bei dem der Einbcrusungsstation in die Monarchie nächstgelegenen k. u. k. Er gänzungsbezirkskommando einzutreffen. 2. Sämtliche 42jährigen und jüngeren Landsturmpflichtigen die im Heere, in der Kriegsmarine, Landwehr(Landesschützen) oder Gendarmerie gedient haben und bisher noch rncht einbe- rufen wurden, oder nach ihrer Einrückung wegen Standesüberzahl beurlaubt worden sind, haben, sofern sie laut ihres Landsturm paffeS nicht waffcnunfähig klassifiziert worden sind, am 1. Scp tember aus ihrem Aufenthaltsort abzugehen und sick so rasch als möglich beim zuständigen k. u. k. LandsturmbezirkSiommando be- ziehungsweise beim heimatlichen k. u. k. Landsturmkommando zu melden. 3. Sämtliche vorbezeichneten Wehrpflichtigen genießen au. den Bahnen des Deutschen Reiches ssegen Vovweis ihre? Militär- dokuments(Widmungsschein, Militarschein, Landsturmpaß usw. freie Fahrt und freie Beförderung ihres Reisegepäcks. Jene Wehrpflichtigen, die kein Militärdokument besitzen, haben sich sogleich mündlich oder schriftlich an die nächstgelegene k. u. k. Vertretungsbehörde wegen Beteiligung mit einem BeglaubiaungS- schein zu wenden und zu diesem Zwecke ein Legitimationsdokument (Reisepaß, Heimatschein, Arbeitsbuch, ArbeitSverpflichtung ufw.) vorzuweisen. Es haben mithin derzeit noch nicht einzurücken: 1. die im Jahre 1894 oder später Geborenen. 2. die in den Jahren 1893, 1892 und 1891 Geborenen, welche ihrer Stellungspflicht im Jahre 1914 entsprochen haben und für untauglich erklärt wurden. 3. alle in den Jahren von 1872 bis 1890 Geborenen, die ihrer Stellungspflicht vollkommen entsprochen, jedoch nicht gedient haben oder in deren Landsturmpaß der Vermerk„waffenunfähig" ent- halten ist. 4. alle bor dem Jahre 1872 Geborenen. Vom k. u. k. österreichisch-ungarischen Generalkonsulat. Szarvasy. k. u. k. Generalkonsul. die beschlagnahme der türkischen Vreadnoughts. Konstantinopel, 24. August.(W. T. 58.) Eine Erklärung des englischen Botschafters betreffend die eventuelle Rückgabe der Treadnoughts„Sultan OSman" und.Refchadije" befriedigt die öffentliche Meinung nicht. Die türkische Regierung und die Presse erklären einstimmig, daß England, wenn eS die Schande der widerrechtlichen Beschlagnahme löschen und den in der muselmani schen Welt hervorgerufenen schlechten Eindruck verwischen wolle, die Schiffe sofort und nicht erst nach dem K'riege zurückgeben müsse. Ein Offizier, der gestern an Bord de?„Reschid Pascha" hierher zurückgekehrt ist, hat einem Berichterstatter gegenüber er- klärt, England habe die beiden DreadnoughtS beschlagnahmt, als der Krieg an Deutschland noch nicht erklärt worden war. Die Beschlagnahme sei daher in keiner Weise gerechtfertigt, insbeson here da England kein anderes im Bau. befindliche Kriegsschiff be- schlagnahmt habe. Der Offizier sagte weiter, die Probefahrten deS tÄiltan Osman" hätten eine Geschwindigkeit von mehr als 24 Knoten ergeben. Die„Refchadije" dürfte gegenwärtig vollständig fertig sein. Der TranSportdampfer„Reschid Pascha" wurde während seiner Uebersahrt dreimal von der englischen und französischen Flotte angehalten, aber sofort wieder fteigelaffen. Mit dem Dampfer „Reschid Pascha" sind mehrere ottomanische Untertanen und Stuben ten angekommen, die England hatten verlassen müssen. Sie schildern die innere Lage Englands als schlecht. Da die öffentliche Meinung gegen den Krieg sei, wachse die Opposition täglich an und die Gefahr v»n Arbeiterrevolten drohe un- mittelbar, Die achte Verlustliste. Die soeben veröffentlichte Verlustlifte des preußischen Korn tingentS meldet: an Tote«.... 18 Ofstzko» 113 Mann „ Verwundete«.. 24, 513„ „ Vermißten...— w 174„ 89 Offiziere 800 Mann Dazu einen an Krankheit verstorbenen hohen Beamten der Feldpost, zusammen also einen Verlust von 840 Mann. Die bisherigen Verluste bezifferten sich nach den früheren ieben Verlustlisten auf 2649 Mann, so daß nunmehr die Verlustziffer 3389 Mann beträgt. Hinzukommen die Verluste der Marine und der s ä ch s i- chen, bayerischen und württembergischen Armeen, die in diesen Staaten besonders gemeldet werden. politische Uebersicht. Mahnahmen gegen die Presse. Die Militärbehörden ziehen der Presse gegenüber immer ircngerc Saiten auf. Hier und dort sind kleinere Zeitungen völlig verboten worden." Ein begrenztes Verbot hat jetzt auch ein Berliner Drgan, das„8-Uhr-Abendblatt", getroffen. Am 21. d. M. brachte das„8-Uhr-Abendblatt" eine der „Bohemia" entnommene Nachricht über eine Seeschlacht zwischen österreichischen und englischen Kriegsschiffen. Die „Bohemia", bekanntlich eins der angesehensten österreichischen Blätter, hatte die Meldung mit amtlicher Genehmi- g u n g gebracht. Die Redaktion des„8-Uhr-Abendblattes" hatte bei Uebernahme dieser Nachricht es versehentlich unter- lassen, sie der zuständigen Zensurbehörde zu unterbreiten. Daraufhin erhielt sie von dem Oberbefehlshaber der Marken eine Zuschrift, daß das Erscheinen des Blattes für drei Tage verboten sei. Dem Verbot ist freilich dadurch sein Stachel genommen worden, daß dem Verlag aus eine Anfrage hin mitgeteilt wurde, die„Nationalzeitung" dürfe erscheinen; die „National-Zeitung" erschien aber ständig als Neben- auS gäbe des„8.Uhr-AbendblatteS" mit genau demselben Inhalt. Bedenklicher NM uns unter diesen Umständen ein Erlaß cheinen, den der Gouverneur der Festung Köln änitlichen Blättern der Stadt hat zugehen lassen: „Die Nachricht vom Tode des Papstes wird von den Blättern entsprechend ihrem konfessionellen Charakter verschieden besprochen. In mehreren großen Zeitungen hat deshalb schon eine schfttssx« PtzlemU eiagsscht. Ohne sich w dje wtewoi 3n«. T Gelegenheiten der einzelnen Zeitungen einmischen zu wollen, sieht. ' sich das Gouvernement doch veranlaßt, an die Presse die dringend« Mahnung zurichten, die geschlossene Stimmung der Parteien und die bisher einmütige Haltung unter allen Umständen aufrecht zu erhalten. Der geringste Versuch, die augenblickliche Einigkeit des deutschen Volkes durch parteipolitische Streitigkeiten und Befehdung auf konfessionellem Gebiete zu stören, gleichviel von welcher oder gegen welche Partei, wird sofort auf das energischste unterdrückt werden." Sind schon die den Zeitungen auferlegten Beschränkungen in bezug auf ihre Stellungnahme zu allem, was irgendwie militärische Fragen berührt, sehr weitgehend, so wird man derartige Verbote parteipolitischer oder gar nur konfessioneller sachlich gehaltener Auseinandersetzungen nicht verstehen können. Können im erstgenannten Falle immerhin Gründe angeführt werden, die sich auf die Verteidigung des Landes beziehen, so dürfte das im zweiten Falle unmöglich sein. Solche Erlasse scheinen um so weniger begründet, als die Blätter durchweg noch schon von sich aus bislang die allergrößte Zurückhaltung geübt haben und sicher die Absicht besitzen, sie auch weiterhin zu üben._ Tie Wirkung der Hetze. Die Hetze, die in zahlreichen Organen gegen die Krieg?« gefangenen unternommen wurde, scheint nicht ohne Wirkung geblieben zu sein. Ein Berliner Scharfmacherblatt bringt anS. Spandau den folgenden Brief: „Bei der Ankunft von 300 Kriegsgefangenen, Belgiern und Franzosen, soll es geschehen sein, daß Spandauer Frauen mit Knütteln und 58esenstielen vor dem Bahnhof standen, um den Landsleuten der Bestien, die deutsche Frauen und Kinder mißhandelt haben, zu zeigen, daß die deuffchen Frauen keine ehrverlassenen schamlosen Geschöpfe sind, die auS einem Gefangenen einen Halbgott machen. Die Gefangenen sollen unter starker!8edeckung auf einem anderen Wege zur Zitadelle geführt worden sein, so daß die Spandaüer Frauen ihre Vaterlandsliebe nicht schlagend beweisen konnten." Wir haben nie daraus ein Hehl gemacht, daß uns die Anhimmelung der Gefangenen durch perverse Tämlein sehr wenig angemessen und würdig scheint. Aber ob der Einpfang mit Besenstielen würdiger ist? Wir müssen es wirklich be« zweifeln.__ Barbaren. Die„Deutsche Tagesztg." läßt der traurige Ruhm einiger anderer Blätter nicht schlafen und sie versucht, deren barbarische Vor« schläge für die Behandlung unserer Feinde noch zu überbieten. Sie erzählt ihren Lesern, daß Lord Kitchener während deS BurenkriegeS .Hungerlager" eingerichtet habe, in denen Mann und Weib em- gepfercht und zum Hungern gezwungen worden seien. „Wenn wir auch keineswegs die Kitchenersche Praxis, Frauen und Kinder in Hungerlagern zu konzentrieren empfehlen möchten, so scheint es uns doch allen Ernstes erwägenswert, ob man nicht den Engländern und ihren Ber« kündeten gegenüber, so weit man sie mit der Waffe in der Hand iängt, in ähnlicher Weise verfahren so l l» wie Lord Kitchener den Buren gegenüber." Hungerkuren ftir die Kriegsgefangenen,— ein ausgezeichnetes Mittel, unS bei den übrigen Völkern das Ansehen einer Kultur« Nation zu verschaffen! Man sollie eS nicht für möglich halten, wie verrohend der Krieg auf gewisse Kreise bereits gewirkt hat. Behördliche Auftröge a« Arbeitevorganifatione«. Eine sehr beachtenswerte Maßnahme haben die Breslaues Militärbehörden durch Vermittelung des dortigen Gewerbeinspet» torS getroffen. In Breslau, einer Stadt mit starker Konfektions- industrie, feierten infolge der Kriegszeit unfreiwillig an 15 000 Schneider und Schneiderinnen, Mitglieder des freigewerkschaftlichen Verbandes. Jetzt wurde der Ortsgruppe Breslau dieser Organisa- tion durch die Militärbehörden der Auftrag zuteil, durch die Ar« beitslosen einen größeren Posten Militärhosen und Militärmäntel anfertigen zu lassen. Da bei der Gewerkschaft der Zwischenmeister« gewinn fortfällt und die Verteilungskosten außerordentlich gering sind, kann der Verband die Arbeiten mit günstigerer Bezahlung ausgeben als die Innung. Der Magistrat in Breslau hat die von den städtischen Behörden zur Verhinderung des Wuchers angekauften Kartoffeln dem sozialdemokratischen" Konsumverein„Vorwärts" zum Verkauf übergeben. Der Konsumverein bietet natürlich die sicherste Ge- währ, daß bei dem Verkauf keine unzulässigen Manipulationen vor- genommen werden._ Es geht alles! Während in verschiedenen Orten die GetverkschaftShäuser in Lazarette umgewandelt worden sind, wurde das Kieler VolkShauS vom Schicksal dazu auscrsehen, daß es, bis dahin von den Militärbehörden streng boykottiert, jetzt wesentlich dazu bei- trägt, den Truppen ein gute? und billigcS-E s se n zu verschaffen. Täglich speisen die 13. und die 14. Kompagnie der 1. Matrosen« division im Großen Saale deS GewerikschaftShauses, auch eine große Anzahl von Unteroffizieren setzt sich dabei mit zu Tische. Und allen schmeckt es vortrefflich„Das Essen ist sehr gut und man wird satt!" So lautet das allgemeine Urteil der etwa 550 Mann, die täglich in zwei Abteilungen antreten und flott bedient werden. Auch ein Offizier hat"sich den iöctrieb angesehen und sein« Zu- friedenheit zu erkennen gegeben. In der Veranda und auf der Bühne haben auch 65 Mann ihr Nachtquartier aufgeschlagen. Ein wirklich seltenes Zutrauen der Behörden zu der Sozial- demokratie spricht au» folgendem Inserat, das wir in unserem Kattowitzer Parteiorgan, der„Freien Presse", finden: „Im Auftrage der hiesigen Königlichen Militärbehörde nimmt die Geschäftsstelle der„Freien Presse", Heinzelstraße 6, zur Ablieferung an didse entgegen: H a n d sch u ß w a ffe n Mauserpistolen) mit Munition, Ferngläser(möglichst mit Futteral). Die Geschäftsstelle der Oberschlesischen„Freien Presse"." Alles mag schon dagewesen sein, aber daß ein sozialdemokra- tische? Organ einmal Mauserpistolen für die Königliche Militär, behörde einziehen würde— das hat Ben Akiba nicht geahntl die papftwahl. Rom, 24. August.(W. T. 58.) Wie Eorriere d'Jtalick meldet, haben die Kardinäle beschlossen, das Konklave am Montag, den 31. August zusammentreten zu lassen. Das heilige Kollegium wird sich am Morgen in der Paulskapelle versammeln, wo eine Messe des heiligen Geistes zelebriert werden wird. Das Kollegium wird dann eine lateinische Rede pro elixencko pontifice(Ueber die Papstwahl) hören lind schließlich unter den üblichen Fcierliäckeiten zur Klau- s u r schreiten.— Auch der Messaggero will aus guter Quelle wissen, daß das Konklave für Ende laufenden Monats fest« gesetzt sei._ Die Ausfichten. Rom, 23. August.(W. T. B.) Heute vormittag fand die dritte Beratung der Kardinäle statt, welche, wie die vorgehenden, geheim war. Nach dem„Giornale d'Jtalia" sollen bei der Wahl die Kardinäle KaSpar i und F errat« die meisten Aussichte» ' Sei der Teehandlung(Preußische Staatsbank) sind an KricgSgabe» für Zwecke des Roten Kreuzes bisher eingegangen: Gabenliste I. Dr.?lrnold. Geh. Kommerzicmat, Berlin 5V ylX> M. Mols Dröge. Bergwcrksdircktor, Berlin 10 Ovo M. Abrahaui Schlesinger, Berlin lOOvP, Dr. M. Fraenken, Grunewald 10 000 M.®. Bleichröder, Berlin 100 000 Mark. Delbrück, Schickler n. Co., Berlin 40 000 M. Delbrück, Schicklcr u. Co., Berlin ÜO 000 M. Irmgard u. Wiedebach 5000 M.(Kitftati Ramelow, Grunewald 1000 M. Gustav Schilling. Grunewald 1000 M Karl Gohlke, Lehrer 0000 M. Ein ungenannter Rcichsbotenlescr 1000 M. Dresdner Bank 150 000 M. Beamten. Beamtinnen und Unlcrbeamlen des Kaiserl. Postscheckamts Berlin 1020 M. LandeSvcrsichcrungSansl.rlt für Brandenburg 5000 M. Tisconlo-Gcsellschaft. Berlin 50 000 M. DiSconto Gesellschaft, Berlin 100 000 M. Die-conlo-Gesellschast. Berlin 31 0(p M. Friedländer-Fuld, Berlin 50 000 M. Marg. Prächtcl 3000 M. F. Meißner v. Co. 1000 M Frau F. Müller, Wcrncucheu 1000 M. Anna Stock, Werneuchen 1000 M. Berliner ,L>andclsgeiellschast 50 000 M. Gcschästs- inhabcr der Berliner Handelsgesellschaft 50 000 M. R. Galle, Berlin 4g M. F. Schneider, Eupen 0,50 M.'Auguste Polle, Berlin 5 M. Ernst Schoeplc, Berlin 5 M. Dr. Karl Strecker, Berlin 20 M. Frau E. Schmidt, Berlin K M. Frau Lueie Jngcnohl, Berlin 20 M. Emil Rafin, Berlin 20 M Hanna Edel, Berlin 10 M. Enrma Sniolka, Berlin 10 M. Ltto Flemrning, Berlin 100 M. Müller, Berlin 10 M. Dr. Bruchmann, Berlin 20 M. Kurt Borchardt, Berlin 20 M. Frau Hilgendorf, Berlin 15 M. Margarete und Marie Wölling, Berlin 20 M. Paul Rügeberg, Treptow 25 M. Ottilie Nespcr 200 M. Frau'Anna Kublick 80 M,'Artur Gericke 50 M. Rudolf Rook 25 M. Gustav llsadel 100 M. Schöncman» 50 M. Hugo Hochsattler 20 M. Frieda Laude 10 M. Eiscnbalfngeliilsin 20 M. Sicgcrt- Pollrock 25 M. A. Köhler 30 M.'Auguit Nicolai 300 M. Frl. Wals- leben 2 M. Frl. Dallmann 10 M. Franz 5 M. Kunstmann IM. Herz 1 M. Szynaka 0,50 M, Riegel 0,50 M, Göll 0,50 M. Frost 1 M. Wegen er 0,50 M. Juretschke 0,50 M. Burmeister 0,50 M. Görlich 0,50 M Jankowiak 3 M. Rcformvcrcin, Berlin 20,05 M. Nngccannt 10 M. P. Hackbart b, Berlin 25 M. Eugen Keßler, Cöln-Braunsfeld 3 M. Franz Olesch, Berlin 100 M. Frau LcbrS und Frau Kiewitz l Darncnkränzchen) 107 M. Dr. Obcrncck, Berlin 300 M. E. von Manaß, Berlin 20 M. Frau Wallt Schmidt, Berlin 100 M. Frl. Klara Dvil, Wilmersdorf 20.05 M. Unbekannt 30 M. Bureau- und Kanzlcibcamtcn der Theater- abtcilung des Kgl. Poleizeipräsidiums, Berlin 100 M. I. Roscmann. Berlin 20.M. Maria Haß. Pasewalk 10 M. Menne, Lichtenberg 2 M. F. Weidmann, Tegel 50 M. Pastor Höltzel, Berlin 20,05 M. Frau Frida Dieckmann, Berlin 5 M. M. Berner, Berlin 20 M. Proscssor Fuhr- mann, Halensee 20 M. Sammlung in der Synagoge zu Mcssingwerk bei Eberswaide 20 M. Dr. Lorenzsche höhere Mädchenschule. Friedenau KO M. C. Schisstnann, Friedenau 20 M. Hedwig Swieiitkowitsch, Berlin 5 M. Regicrungsrat Mirolv, Berlin 100 M. Pinczowcr u. Bermann, Berlin 40 M. Personal derselben Firma 25,80 M. Richard Moedbeck, Stettin-Erünhoj 10 M. Geschwister K. und B. 40 M. Prosessor D. H. Ticdke 40 M. Geh. Regicrungsrat Dr. O. Rieß 20 M. Professor Will! Gtöwer 20 M. F. Hellwig, Wiimcrsdors 20 M. Max Kühnlicv,'Architekt, Berlin 15 M. Erz. Rocssc! 5 M. Philipp Kenn 200 M. Moritz Mcdan, Berlin 5 M. Ungenannt 3 M. Dr. Socibcer. Wannsee 10 M. Dr. Seippel, Berlin 20 M.'Artur Magnus, Berlin 100 M. � Fräulein Paula Weber 20 M. 21. Reichossky 200 M. Ticdge 50 M. Professor Dr. Clausen, Steglitz 40 M. von Wcsterbcrg 5 M. E. Wcgener 20 M. E. von Zimmer. mann 100 M. Luise Eolbow 4 M. E. Krause 3 M. Noah«arcmbowigh 200 M. Willi Sarembowig 200 M. Ungenannt 20 M. Merkel 10 M. Wilhclminc Lange 10 R>. K. Wenzig, Berlin 20 Rl. Helene Hiesler, Berlin 20 M. Emil Dcitmann 5 M. Bodo Ebhard, Professor 40 M. Hedwig Rütcr, Charlottenburg 10 M. W. Knnert, Berlin 10 M. 2lngestell!e der Firma Hardt u. Co. 103,30 M. Charlotte Gohlkc(Sparbüchse) 28,80 M. Bc- amtinnen tz.-T.-2l. 50 M. Geschwister Ticdle 10 M. Sparverein Hofftrung, Berlin 15,20 M. G. B. 5 M. Louis Sixtus u. Co. 100 M. Paulinc Friedrich 5 M. Emma Heppner 3 M. Baruch Rochmann 100 M. 2l. Rochmann 100 M. Korrespondenz-Abtciluug 2 der Scchandlung 40 M. Frau Korn- merzienrat Collani, Charlottenburg 100 M. O. Äürau, Berlin 10 M' Ltto Nebcl. Berlin 20 M. Professor Dr. M. Meyer, Berlin 300 M. Frau v. Wickede, Berlin 50 M. Frau Major Passaucr und Familie, Clfarlotieii- bürg 30,05 M. Unterterlm des Realgymnasiums in Königswusterbansen 12 M. Berta Bergmann,.Halensce 10.05 M. E. Franz, Berlin 25 M. M. Neumann, Wilmersdorf 30 M. H. Schumann, Berlin 10,05 M. Bctly Kramer, Berlin 10 M. L. Schirnneister, Charlottenburg 10 M. Major Chorus, Berlin l0 M, Ida Sander, Berlin 10 M. Dr. R. Marffon, Berlin 100 M. Dr. Kabierschle, Berlin 100 M. Fda Lemke, Berlin 20 M. Clli Bannoth, Berlin 5 M. M. Krämer, Berlin 5 M. Dr. Lcdniaim, Berlin b0 M. D. Schultcs,, Friedrichsthal 50 M. 2l. Weinrich, Panlow 50 M. Pros. Hinze, Berlin 50 M. L. Wicgmann, Kremmen 100 M. C. W., Berlin 100 M. Dircltor Dr. Grethen, Grunewald 100 M. Elisabeth Maynz, Wilmersdorf SO M. Elise Heyrotz, Neubabelsberg 50 M. Turnverein der Kaiser-Wilhelm- Akademie Berlin 50 M. Paul de Martin coort, Bernau 50 M. Geh. Justiz- rat Bonhoft. Berlm 50 M. Fräulein Voigtei, Berlin 20 M. Frau v. Lochow, Jüterbog 20 M. P. Mietzsch, Charlottenburg 20 M. O. Gicse, Berlin 20 M. L. Scharzbach, Lankwitz 20 M. 2l. Rosenzwcig, Berlin 20 M. Fräulein Klara Wüsteuberg, Ncubrandcnburg 20 M. 2l>ina Nick, Monta- Laur 20 M. H. Miersch. Mittenwalde 10 M. Frau G. G., Berlin- Südende 10 M. Michaelis, Halensce 10 M. C. Kluge, Halensee 10 M. Fräulein Rotenberg, Berlin 10 M. SS. Rogge, Neukölln 10 M. Robert Holle, Berlin-Südende 5 M. Frida Mencr, Hersseld 5 M. Lcmbecr, Echenklengsscld 5 M. Oskar König, Äarlshorst 5 M. K. Frickc, Erfurt 5 M. M. Mangeldors, Berlin 30 M. H. Volpi, Berlin 40 M. Fanny Schramm, Berlin 5,25 M. 2!. N., Tegel 100,05 M. Sammlung der sortis. Wescl g,30 M. Dr. Germer, Berlin 25 M. Diakonieschwestcrn Zchlendors 50 M. D. Reincer, Berlin 14 R!. Geh. Rcg.-Rat Frendenberg. Berlin 50 M. 2lus Mecklenburg 10 M. Kurl SSimmer, Berlin 50 M. Beamten der Kreditableilung der Preuß. Zentral-Genossenschastslasse, Berlin 50 M. Otto Bauer, Steglitz 20 M. W. Oehmkc. Berlin 10 M. Else Raabe 500 M. Dr. Georg Framkc 100 M. Wilh. Haber. Berlin 30 M. Frau Sclma Maison 30 M. Frau Frida Steubci 10 M. Barra Werkmeister, Berlin 100 M. Gcschw. Kube, Halensce 20 M. Martha Pritsching 20 M. August George 10 M. Dr. Henkel 50 SN. Siegfried Braun 100 M. Michael S. Moseby 20 M. K. Grosse 2 M. Kratzke, Wilmersdorf 2 M. Emil Rux 5 M. I. Goldschmidl u. Co.. Berlin 100 M. Geh. Oberfinanzrat Lofiner 50 M. Dr. phil. Gertrud Richert 25 M. Fr. Stengel, Berlin 10 M. Dr. Matschke, Berlin 5 M. Richard Ncucnseld 5 M. Karl Fr. Kohn20 M. Frau Generalleutnant Augustin 100 M. Leo Lewinsohn, Charlottenburg 50 M. Dr. C. Herbst, Nikolassee 100 M. Ungenannt 300 M. Frau Paul Martin, Charlottenburg IM M. Blockow, Steglitz 50 M. Karl Schmidt, Steglitz 2 M. N. N. 10 M. G. B. IM M. Emil Rochmann, Berlin 20 M. Dr. Eugen Sickcr, Berlin 50 M. Rudolf v. Rolberg, Berlin 2M M. Albert Bierdank, Pctershagcn 100 M. Alexander Schmal, Berlin 50 M, I. Groß, Berlin 33,35 M. Sonntag, Berlin 10 M. v. Bonne. Neubabclsberg 10 M, Beamte bei der Königlichen Seehandlung 192,00 M, Frau Margarethe Demuth, Berlin 20 M. Joses Goldniann 10 M. Friedrich Reiter 25 M, Dr. SNax Levy 20 M. Alma Kunow, Friedenau 10 M. G. H. Krüger 20 M. M. F. 10 M. O. Damienbaum, Schöneberg 20 M. C. Vetter, Schöncbcrg IM M. Helene Grohmann, Friedenau 10 M. Elise Schack- schncider, Friedenau 20 M. N. N. 5 M. Ehling, Professor, Friedenau 10 M. Eichelbaum 10 M. Muellner 10 M. E. F. R. IM R. Fisch, Geh. Rcchuungsrat. Friedenau IM M. Hummel, Sl. E. 20 M. Dresdner Bank, von Frau Riedel 20 M. M. Bartel 20 M. Frau Schade 7 M. Gustav Kügler, 50 M. Karl Rösch 20 M. E. Taeschucr, Apolbcker, Berlin 250 M. Fritz Lohmann, Berlin IM M. Leonhard«ecmann 10 M. Dr. Hugo Horwitz 50 M. Fritz Story IM M. Dr. Kanold, Schlachtensce IM M. Eduard Stenzcl 30 M. Gabenliste 2. Besucher des Schultheiß Unter den Linden 227 M. Sammelbüchse Jungdeutschlandbund 103,97 M. Fr. Reese, königlicher Baurat, Dortmund 39,50 M. Sammlung im Restaurant Hopsenblüte 120 M. Spende von Besuchern der Winzcrstuben 113,35 M. Kegelllnb I. H. D. K., Dissen 35 M. Besucher des Cass Vaterland 323,50 M. Sammelbüchsen der Schüler Hans Publ und'Alfred Naegler 38,92 M. Rektor Hackenberg 30 M. Oestcrreichischer Humonitätsverein Nculölln IM M. Dr. X. D. 5 M. Fräulein Richm, Berlin IM M. Dr. Ernst Tobias 50 M. Frau Bergemann, Zehlendors-West 2M M. Frau Bctz, Lichtenberg 25,00 M. Qncdens Hotel Wittdün aus Amrum 100 M. SSilbclm Lützow, Berlin 10 M. Frau Else Bourjau, Berlin IM M. H. Bessan, Charlvltenburg 25 M. Frau Lenz, Berlin 5 M. Frau Pfennig, Berlin 4 M. Frau Gatzke, Berlin 2 M. Einige Moabiter Geschästslenle 23,10 M. Artur Test«, Berlin 41 M. H. Wusterhausen, Schöncbcrg 20 R!. Frau M. v. Hacksn, Schöne- berg 20 M. Vcriwnd der Post- und Tclegraphengehilfinncn, cinschlicßlich Chefs, Berlin, l. State 670 M. Herr Oskar Ublig 20 A!. Fräulein Marie Rackwitz, Reinickenows 10 M.'Alma Motvka, Zimmermädchen 20 M. Frau Bandcmcr, Berlin 10 M. Nestles Kindermchlgescllschaft, Berlin IM M. Familie Schäser, Berlin 20 M. KindcrsrättleinlehrkursuS im Fröbel-Jnstitut, Berlin 17 M. Kocdcr, Postassistcnt, Berlin 3 M. M. Klausenierg, Verlin 25 M. Manfred Kyder. Verlin-Lichteyfelde-Ost 20 M. Elisabetb Kyber geb. Boltho v. Hobcnbach, Lichterselde-Ost 20 M. Zwei Frauen deS Hauses Braunsberger Straße 42 10 M. Hermann.'Anders, Cbarlollenburg 30 M. Jobann Mogk, Berlin IM M. Fräulein Böhm Stettin 20 M. Karl Mrow. Spende 5 M. Auguit und Marlin Bade 15 M. Backstube Cass Jofty, Berlin 1 2,30 M. Au§ zwei Sammelbüchsen deS Grand Cass Schöncbcrg 70,54 M. Sammelbüchse des-Jnngdcutjch- landbundcS 108,85 M. Max Klose, Berlin 3 M. Konservative Bereinigung Schmargendorf, Sparkassenbuch IM M. BclricbSbnrcau der Eisenbahn- direktion Berlin 11,50 M. Emil Jacobv, Berlin 30 M. Bewohner des Hauses Hornstr. 11. Berlin 2.05 M. llnbekannt 15 M. Familie Ren mann iL Conrad. Berlin 40 M. Dachdeckernleister Hennig, Berlin IM M. Schwester Klara und Fräulein Marie Simson 150 M. Sparbüchse Werner Krebs 1,02 M. Fahrst uhljübrcr Nehring, Berlin 3 M. Fabrikbesitzer Briun, Berlin 50 M. Frau v. Lcuthold, Berlin 30 M. Frau General Nevcn du Moni. Berlin lifO M. Grundlach, Berlin IM ZW. Sparbüchse Werner Krebs 0,77 M. Fritz Müller, Sammlung, Bcrlin-Schöncberg 3 M. Sammlung der Gäste bei H. Rieprich, Unter den Linden 120 M. Lamprecht. Nicdcr-Schönhanscn' 5 M. Sammlung der Gäste bei Rieprich, Unter den Linden 32 M. Gcmeindekirchenrat Schncllroda: Sammlung des Kriegeroereins und Kirchenlollclle 50 M. Personal E. H. u. Co. 12,30 M. A. Torhorst, Pfarrer, Seelscheid, Ertrag einer Kollekte des KriegSgotleSdienstes 30 M. A. u. E. Meyer, Berlin 200 M. Kegelklub„Gut Holz", Wilsnack 20 M. W. Schuiid!, Grunewald 100 M Frau Busse, Berlin 5 M. Fräulein Elsbcth Busse. Charlottenburg 10 M. Firma Hein- rich Jordan 3M M. � Ungenannt 10 M. Zentralstelle sür vaterländische Schrislcn 5 M. H. Schlctcr und Bcninlcn der Maschincnsabril Duisburg, Filiale Berlin 3 M. Des kleinen Großers Spartast'c. Berlin 3,81 M. Fräuleins Minna Brandt, Martha Hertel, Marie Batzke, Berlin 00 M. Hans Klose, Berlin 5 M. Kcgelge'scllschasl Reslanranl Burg Hohenzoller», Wllnrersdors 380,30 M. G. Schwirbus, Brauerei Bötzow 500 M. Firma Artur Teste. Berlin 270 M. Schcsslcn, Berlin 50 M. Hans Hahn, Berlin 10 M. Personal der Firma Hermann Lenser, Berlin 01 M. Spende Verein junger Kauileulc. Ucckcrmündc 20,50 M. Dr. med. Dcmmann, Niedermarsbcrg 10.15 M. Kriegervercin Feudingen 284.28 M. Robert Mamroth. Rankestraße 23 2M.05 M. General v. Trotha u. Frau geb. v. Brandt 250 M. Frau v. Lcbbin geb. v. Brandl 250 M. Ungenannt 20 M. Frcitagabendslammtisch beim Klausener 220 M. Kohlenstammtisch Weihenstephan 45 M. Sammlung beini Klausener, Freitagabend 34 M Metallbörse Dr. Joachim Stern. Berlin 50 M. Ungenannt 0 M. Albert Bodt, Berlin 500 M. � Frau Gertrud Feuerherd IM R. Di- reltor Kurz. Berlin 10 M. Zeulralverband sür Gläubigerschntz, Handels- kammcr 10 M. Sparbüchse Gertrud Sahin, Berlin 0,79 Ml Bewohner deS Hauses Waitzstr. 5, Charlottenburg l24 M. AnwalthanS Rcstauiant Schöncberger Ufer 40 50,50. Familie Kranich. Berlin, Anhallcr Personen- babnhos 5 M. Frau Marie Gleisner, Berlin 10 M. Ludwig Baumblarl, Berlin 14,25 M. Sldols Lampe, Lichlenbcrg 20 M. Ungenannt IM M. Ungenannt 3 M. Bcrcinslassc der aktiven und pasfivcn Mitglieder der 149. Slrinenlounnission Berlin 70 M. Sportabtcilung des Vereins che- maliger Schüler der 13. Realschule, Berlin 20 M. Ungenannt 20 M. Fräulein Margarete Röster 20 M. Beamten der Bant der Berliner HandelSgesellschasl, gesammelt durch Fräulein Schlctt 4 M. G. Weber, Berlin 10 M. Sparbüchse von Hans und Peter Wellenberg, Berlin 1,75 M. Sonnabcndstammlisch Ratsleller, Berlin 2M M. Verein ehem. Schüler des Lessing-Gmniiasiums, Berlin 52 M. Müller und Süßmann, Berlin 100 M. Haake, Maschincnsabril, Berlin IM M. Schöncbcrgcr Lehrer- verein 300 M. Kriegsvercin cbcm. Kameraden der bayerischen Armee IM M. Dr Zicgler, Generalsekretär, Halens«, Monaisgebaliteil sür August 250 M. Fräulein Marie Marten 10 M. Sparbüchse von Ernst und Martha Ritter, Berlin 11 M. Verband Berliner Koblcngroßhändler 10M M. Albatros-Wcrke, Jobainnstbal 10 0M M. Adols-vom-Ralh- Stiftung 10 000 M. Kiebard Lebram, Ticrgartcostr. 10 50M M. Blomeyer, Hauptmann a. D. 10M M. Großherzogl. Bad. Gesandter, Exzellenz Gras v. Berkheim 5000 M. GaSkoks-VertriebSgesellschast 1000 M. Verband mittlerer Rcichspost- und Telcgraphenbeaintcn 10M M. Herzlichen Tank! Weitere Spenden dringend erbeten! Buehhandlung Vorwärts Lindenstraße 69._ Seutseh- TranzSsiseh- Bussische KriegsUarte Maßstab 1: 2 000 000. Format 88 X"1 cm. Preis 1 Mk. Karte der Seutsch-Tranzösisehen Grenzlande Maßstab 1: 1000 000. Format 75X55 cm. Preis 80 Pf. Karte der Seutseh-Bussischen Grenzlande Maßstab 1: 2 000 000. Format 55>�82 cm. Preis 1 51k. Karte von 8uropa Maßstab 1: 9 350 000. Format 88 X«1 cm. 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Tol.Mpl. 346 Z/1 ff /iPw AUtftfUiyi'UOwt JyW* l'TfCwciZit' Lerantw, Redakt.:. Alfred Wirlepp.'NeukiWn. Inseratenteil verqnttv, TH.GloV. Hierzu 2 Beilagen u.'Unterhaltungsbl. Nr. 231. 31. Jahrgang. 1. KnlM des Lowick" Knlim WksM Dienstag, 25. Angust 1914. Einfluß öer Kriegsereigniffd aus öle Einkommensteuer. Im„Vorwärts" vom S. August ist bereits darauf hingewiesen, daß die Steuern der Einberufenen mit dem 1. August in Abgang zu stellen sind, soweit das Militäreinkommen in Betracht kommt. Eines besonderen Antrages auf Abgangsstellung bedarf eS nicht; doch ist es ratsam, der Steuerbehörde von der Einberufung Mitteilung zu machen. Die Abgangsstellung bezieht sich sowohl auf die Staats, als auch auf die Gemeindeeinkommensteuer. Das bürgerliche Einkommen wird jedoch von der Besteuerung nicht befreit, sofern ein steuerpflichtiges Einkommen von mehr als 3000 M. veranlagt ist. Sind einberufene Unteroffiziere und Mannschaften aber mit einem Einkommen unter 3000 M. veranlagt, so erfolgt auch die Abgangsstellung bezüglich des bürger- lichen Einkommens vom 1. August ab.(Erlaß des Finanzministers vom 4. August.) Ermäßigt sich infolge der Einberufung das Einkommen der zu einem Jahreseinkommen von mehr als 3000 M. Veranlagten oder der Steuerpflichtigen überhaupt, z. B. infolge Arbeitslosig. k e i t, auch Krankheit, um mehr als den fünften Teil, so besteht das Recht, Herabsetzung der Steuer oder bei Fortfall der Ein- nahmequelle, Erlaß der Steuer zu beantragen. Ebenfalls nach dem Erlaß des Finanzministers vom 4. August ist bei der Beitreibung rückständiger Steuern von den Einberufe- nen und bei der Beurteilung von Anträgen auf Stundung mit Entgegenkommen zu verfahren. Die Anträge sind bei dem Vorsitzenden der Einkommensteuer- Veranlagungskommission anzubringen. Tie Versteigerung von Gegenständen, die wegen einer Steuer- schuld von Einberufenen gepfändet sind, darf nach dem Notgefctz bom 4. August nicht erfolgen. öerliner Nachrichten. Momentbilüer. Auf einem Spielplatz spielen Kinder. Graben und bauen im Sand, spielen Ball oder auch Krieg. Dem letzteren huldigen ganz besonders zwei etwa sechsjährige Knaben in schmucken, gutsitzenden Matrosenanzügen. Nachdem sie sich eine Weile gebalgt haben, machen sie eine Pause, um sich zu derschnaufen.„Du," sagt der eine,„mein Papa ist auch im Krieg, der schießt alle Russen tot." Der andere horcht interessiert auf. Dann legt er die Stirn in krause Falten und stellt sich breitspurig und drohend dor seinen Kammeraden hin und ruft:„Aber nicht meinen Onkel, das laß Dir gesagt sein. Du, verstanden? Der wohnt in Rußland." So wird durch Kindermund die innige Wechselbeziehung von Volk zu Volk klargelegt. Draußen, im Westen, sitzt in einem Vorgarten, von dichtem Geranke fast versteckt, eine ältere, blasse Frau und hält in der welken Hand ein zerknittertes Schreiben. Die Nechte drückt ein Taschentuch vors Gesicht. Von Zeit zu Zeit sieht ein krampfhaftes Schütteln durch den zarten Körper und dann folgt jedesmal ein unterdrücktes, herzzerreißendes Weinen. Die Vorübergehenden bleiben einen Augenblick stehen, dann wenden sie sich erschüttert ab. Eine jüngere, elegante Dame wendet sich an ein aus dem Hause tretendes Dienstmädchen: „Sagen Sie doch, was hat denn die Frau?" Das Mädchen wirft einen mitleidigen Blick hinüber auf die Weinende und sagt leise:„'S ist ne Witwe, ihr einziger Sohn ist im Kriege gefallen." Ein Herr mischt sich auch ins Gespräch:„Ja, eS ist hart für die Aermste." „Hart," sagt die Dame und zieht die Brauen hoch,„hart ja, aber dafür ist Krieg. Jeder muß Opfer bringen, so braucht Man sich doch nicht zu haben." „Ist denn von Ihren Angehörigen jemand im Felde?" wagt der Herr nunmehr malitiös. „Ich, nein", erwidert die Gefragte betroffen. „Drum auch!" meint der Mann und dreht ihr den Rücken. * Zwei Primaner unterhalten sich in der Elektrischen. In kurzen Zwischenräumen unterbricht bald der eine, bald der andere das Gespräch und ruft frohlockend:„Schon wieder einen Pfennig! Etsch, etsch I Ein Fremdwort." Allmählich werde ich aufmerksam und beobachte das Ge- spräch. Zuletzt bemerke ich, daß bei den Knaben scheinbar eine Strafe von einem Pfennig auf jedes gebrauchte Fremd- wort besteht. Auf eine Frage erklären sie mir die Sache. �a, sie hätten in der Schule diese Strafe eingeführt und der Erlös käme in die Kasse des Roten Kreuzes.„Ja, aber Kinder", sage ich lächelnd,„das ist ja soweit ganz schön, Jwer Ihr könnt doch nicht von heute aus morgen das Produkt einer langen EntWickelung beseitigen. Außerdem sst die deutsche Sprache Heute noch und auch auf absehbare �eit hinaus auf bestimmte Fremdwörter angewiesen, die sich wzusagen Heimatsrecht bei uns erworben haben." Die Knaben sehen sich ratlos an und schweigen.„Die Pfennige könnt Ihr aber trotzdem opfern und Wenns sein wuß, auch Groschen, es gibt viel Elend zu lindern." sage ich chnen noch beim Hinausgehen. Ueberwachung der Lebensmittelpreise. � Die vom Magistrat eingesetzte und unter dem Vorsitz des Stadtverordneten Albert Schutze tagende Kommission zur Ueberwachung der Lebensmittelpreise hat in ihrer letzten Sitzung festgestellt, vaß eine ruhigere Stimmung in der Bürgerschaft Platz gegriffen habe und daß allgemein die Lebensmittelpreise im Kleinhandel wieder auf eine ertrag- uche Höhe zurückgegangen seien, nur im Bäckereigewerbe sei vies noch nicht im gewünschten Maße der Fall. Man könne diesen Rückgang teilweise darauf zurück- nihren. daß auch im Großhandel nach einem sprunghaften Emporschnellen der Preise wieder ein bemerkbares Sinken orrselben eingetreten sei. Teisiveise sei aber auch wohl die allmähliche Wiederkehr geregelter Verhältnisse auf dem Lebensmittelmarkt der Tätigkeit der Kommission zu- Aitz ZLMissW sixb sein, im Sinne ihres Austrages zu wirken, insbesondere wird sie auch weiterhin alle Beschwerden aus den Kreisen der Bürgerschaft sorgfältig prüfen. Derartige Beschwerden sind, wie schon bekanntgegeben, an das Generalbureau des Magistrats zu richten, jedoch ist volle Namensnennung und Wohnungsangabe seitens des Beschwerdeführers notwendig, anonyme Zuschriften können unter keinen Umständen beachtet werden. Es kann den Händlern des Klein- und Zwischenhandels nur weiter dringend geraten werden, ihre Preise der Markt- läge entsprechend mäßig zu normieren, da andernfalls ein sofortiges strenges Einschreiten erforderlich wäre. Sorge für die Arbeitslosen und Notleidenden. Die in der Berliner Verwaltung bestehende gemischte Deputation zur Fürsorge für Arbeitslose hat in der letzten Sitzung unter Vorsitz des Oberbürgermeisters die Beratungen fortgesetzt. Tie von ihr gefaßten Beschlüsse wurden in der gestrigen außerordentlichen Magistratssitzung beraten und angenommen. Danach sollen Arbeitslosgewordenen während der Tauer des Krieges Unterstützungen gewährt werden. Es sollen unterstützt werden: Angestellte und Arbeiter, welche trotz Arbeitsfähigkeit und Arbeitswilligkeit eine Beschäftigung nicht finden können, sowie selbständige kleinere Gewerbe- treibende und Angehörige freier Berufe, die unter der gegen- wärtigen Wirtschaftslage außerstande sind, sich und ihre Familie zu ernähren._ Zur Linderung der durch die Arbeitslosigkeit in Berlin entstandenen Not hat der Kaiser ollvOO M. gespendet. Hoffentlich schließen sich noch recht große Summen aus Mitteln der Gemeinde wie auch Privatmitteln an. Eine Reihe Privatpersonen haben sich verpflichtet, regelmäßige Beiträg« zur Linderung der großen Not zu steuern. Die Gewerkschaftskommissioll nimmt auf mehrfache An- regungen hin Gelder für Hilfsbedürftige in Empfang. Die- selben sind mittels Post an A. Körsten, SO. 16, Engelufer 15 1, zu senden. Es werden auch Gelder persönlich im Zimmer 12 deS Gewerkschaftshauses in Empfang genommen. Züge mit verwundeten sind auch gestern wieder in Berlin ein- getroffen. Ueberall und aus allen Richtungen sah man Kranken- transportwagen, Sanitätssoldaten, Samariter und ausgebildete Frauen und Mädchen, die ihre bürgerliche Kleidung tragen, an Armbinden aber als Helferinnen kenntlich sind, zu Fuß, mit der Straßenbahn, dem Omnibus usw. nach den ihnen angewiesenen Stellen eilen. Auch für die erforderlichen Absperrungen, die die Verwundeten vor jeder Belästigung, auch wenn sie noch so gut ge- meint ist, schützen soll, ist gesorgt. Die Lage des Berliner Arbeitsmarktes. Auf Veranlassung des Verbandes Märkischer Arbeits- nachweise traten die Vertreter der Groß-Berliner Arbeits- nachweise, der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, der Handelskammer, der Aeltesten der Kaustnannschast und der Handwerkskammer zu einer Beratung über die Lage des Groß-Berliner Arbeitsmarktes und über die gegen die zu- nehmende Arbeitslosigkeit zu treffenden Maßnahmen zu- sammen. Auch der Landwirtschaftsminister sowie das Ober- kommando hatten Vertreter entsandt. Ter Vorsitzende, Landesrat Dr. Freund, gab zunächst eine Uebersicht über die von dem Zentralarbeitsnachweis bisher getroffenen Maßnahmen und hob besonders hervor, daß in den letzten Tagen vom Zentralarbeitsnachweis 7606 Arbeiter nach außerhalb gesandt worden seien, denen in den nächsten Tagen 2006 Arbeiter folgen werden. Nach den von den ver- schiedenen Arbeitsnachweisen Groß-Berlins, sowie den Ar- beitgeber- und Arbeitnehmerverbänden eingegangenen Be- richten, sei die Zahl der Arbeitslosen auf zirka 10 Proz. der Arbeiterbevölkerung Berlins zu schätzen. Herr Dr. Freund bezeichnet diesen Prozentsatz als einen der Kriegslage ent- sprechenden und warnte vor übertriebener Schlvarzseherei. Nach eingehenden Beratungen wurden folgende Vorschläge einstimmig gebilligt. 1. Es soll eine Zentralauskunstsstelle für Arbeitsnach- weise im Zentralarbeitsnachweis, Gormannstr. 13, einge- richtet werden, welche sämtlichen Arbeitgebern diejenigen Nachlveise bezeichnen soll, welche zur Erlangung der ge- wünschten Arbeitskräfte geeignet sind. 2. Es soll mit aller Energie darauf hingewirkt werden, daß in allen Betrieben, soweit nicht technische Gründe ent- gegenstehen, die Arbeitsschicht in zwei Teile zerlegt wird und auf diese Weise der doppelten Anzahl von Arbeitern Arbeits- gelegenheit geschaffen wird. 3. Es soll ferner nicht nur auf Staat, Gemeinde und sonstige Korporationen, sondern auf alle Privatpersonen da- hin eingewirkt werden, daß, soweit die Mittel verfügbar sind, nicht nur die geplanten Arbeiten ausgeführt, sondern neue Arbeiten in Angriff genommen werden. 4. In einer Eingabe an das Staatsministerium soll freie Fahrt für alle durch die öffentlichen Arbeitsnachweise vermittelten Personen verlangt werden. 5. Eine regelmäßige laufende Berichterstattung über die Lage des Groß-Berliner Arbeitsmarktes, unter Zuziehung aller Interessenten soll organisiert werden. Wässriger Patriotismus. In der gegenwärtigen Zeit, in der taufende Familien ihres Ernährers deraubt sind, ist es ein Gebot der Selbsterhaltung, mit den vorhandenen Mitteln ökonomisch zu wirtschaften. Recht oft kommt es daher jetzt vor, daß Familien, d«ren Ernährer im Felde steht, entweder bei Verwandten Unterkunft suchen oder aber, daß zwei Familien sich zu einem Haushalt vereinigen. Daß solche Handlungen gegenseitiger Unterstützung auch auf Widerstand stoßen können, zeigt folgender Fall: In Kaulsdorf, Adolfstraße 11, nahm ein Mieter seine Schwiegertochter und sein Enkelkind zu sich, als sein Sohn zur Fahne einberufen wurde. Er hatte aber die Rechnung ohne den Hauswirt gemacht, denn nach ein paar Tagen erhielt er von diesem folgenden Brief: „Ich ersuche mir innerhalb drei Tagen erklären zu wollen, wielang, sich Ihre Schwiegertochter nebst Kind bei Ihnen aufzü- halten gedenket, Sie scheinen eS für ganz selbstverständlich zu halten, das Sie es gar nicht der Mühe für wert halten, überhaupt ein Wort an den Wirt zu richten. Ich verweise auf 8 7 des Mictsvertragcs, außerdem dulde ich niemand unangemeldet im Hause. Sollte ich in genannter Zeit nicht eine mir genügende Antwort erhalten, so mache ich von meinem Rechte Gebrauch und verlange ..... NA E-MWWYL Mr MM H KAtK- M KÄ pro Monat für den unberechtigten Wassergebrauch, der bei Jhnc� durch nicht im Vertrage vorgesehene Personen stattfindet, was no: sehr mähig ist, da natürlich außer Wasser für persönlichen Ge brauch', auch Wäsche usw. gewaschen wird, die nicht ins Haus g!- hört, es wird Ihnen als Geschäftsmann wohl bekannt sein, daß di Lebensbedingungen z. Zt. teurer sind als sonst und bei einem Hau." Wirt auch, mir von diesem Standpunkt aus, ist es mir damit durch- ans ernst, und erst recht, da der Wirt bei dem Ihr Sohn gewobi t bat, oder noch wohnt, Abnutzung und Wasser spart, während ich da- Wasser doppelt bezahlen muß. Sollten Sie auch nicht Willens sein, diese 8 Mark pro Mon- zu zahlen, so untersage vom 20. August ab den weiteren Ausenthr- genannter Personen bei Ihnen, etwaige dann meinerseits zu unter nehmende Schritte geschehen zu Ihren Lasten." Der Hauswirt muß die Verwandten seines Mieters geradcz: für Amphibien halten, wenn er meint, daß durch sie ein Mehrvcr brauch von 5l) Kubikmeter Wasser— dies Quantum entspricht der geforderten Summe— im Monat erforderlich ist. „Kriegsbrot", so hat der Volksmund die von den Bäckermeistern hergestellte' Produkte wegen ihrer geringen Größe getauft, welche jetzt in de Bäckerläden seilgehalten werden. Wiederholt sind uns aus der Leserkreise Proben, vor allem von„Kricgsschrippen", vorgelca worden, begleitet mit den bittersten Klagen. So schreibt uns ein Mutter von vier Kindern, daß ihre Jungens immer weinen üb die kleinen Schrippen und Stullen, weil sie nicht mehr so: werden. Von der Presse ist ja verschiedentliH auf dieses Gebare, der Bäckermeister hingeloiesen worden und auch das Oberkommanl bat die Bäckermeister an ihren Beschlutz, die volle Verantwortur für eine billige Brotversorgung zu übernehmen, erinnern müsse: Die Bäckermeister haben sich zwar gegen die erhobenen Beschuld gungen gewehrt und behauptet, sie seien zu ihrem Vorgehen dur' öaS Verhalten der großen Mehlfirmen gezwungen. Demgegenüber steht allerdings eine Mitteilung eines Ob? meisters der Bäckerinnung, die besagte, daß infolge der große Mehlcinkäuse der Stadt Berlin der Sack Mehl um 13 M. billig geworden sei. Aber sei dem, wie ihm wolle. Die Bevölkerur kann sich jetzt nicht damit beschäftigen, wer die Hauptschuld a diesem neuen Brotwucher trägt, sondern ihr liegt daran, reo schnell billiges Brot zu haben. Können die Bäckermeister nu die eingegangene Verpflichtung der billigen Brotversorgung niv erfüllen, dann wird weiter nichts übrig bleiben, als daß die B: Hörden dazu übergehen werden, bestimmte Höchstpreise für die- Waren festzusetzen, oder aber die Brotproduktion in eigene Reg übernehmen. Eins von beiden muß geschehen, wenn die Bro Produzenten auf diesem Wege fortfahren und die Bevölkerung nie noch länger Not an dem wichtigsten Nahrungsmittel leiden soll. Unglaubliche Roheit. In Neukölln im Hause Erkstr. V bat eine Frau B., deren Ehemann bald nach Beginn der Mobi inachung gut Landwehr eingezogen wurde, vor einigen Tagen eine Selbstmordversuch gemacht. Frau B. war seit AuSbnr des Krieges in beständiger Aufregung, weil der Mann und au-" zwei Brüder von ihr ins Feld ziehen mußten und ihre Mutt■ an der russischen Grenze bei Eydtkuhnen wohnt und dort alle: Schrecknissen des Krieges ausgesetzt ist. Am Freitag voriger Woei kam eS zu einem Streit zwischen einer im Hause wohnenden Famili und der Frau B., die hier das Amt eines Hauswarts versieh Dabei soll ein Mieter sie beschimpft und ihr in seiner Wut gesag haben:„Ihren Mann müßte die er sie Kugel treffen! Frau B. geriet hierüber so in Erregung, daß sie nach ihrer Wo nung ging und in der Küche den Hahn des Gaskochers össnei- um ihrem Leben ein Ende zu machen. Da sie auf der Treppe da Gas anzuzünden hatte, so wurden Hausbewohner stutzig un> suchten nach ihr. Sie ließen die Wohnung öffnen, und nun sar man Frau B. in der von Gas erfüllten Küche bewußtlos. Feuci Wehrleute, die herbeigeholt wurden, riefen sie mittels Sauerster ins Leben zurück. Ein anderthalbjähriges Kind, das in de:» Zimmer neben der Küche schlief, war unversehrt geblieben. T- Aeußcrung, die den Anlaß zu diesem Selbstmordversuch gegeve• haben soll, ist so roh, daß man sie kaum für möglich halten möcht- Einer bestialischen Bluttat zum Opfer gefallen ist gestern aben! gegen>/,S Uhr der Gastwirt Hermann Babst au« der Akazienstr. S: in Schöneberg. Der in demselben Hause wohnende Schuhmache: Johann John war als Militärpflichtiger eingezogen, dann abci wegen Untauglichkeit wieder entlassen worden. Gestern vormitta. kam er in die Gastwirtschaft von Babst und renommierte dort mi: seinen angeblichen Kriegserlebnisien. Die allein anwesende Wirtii verbat sich die Aufschneidereien, worauf sich I. schimpfend entferntc Gegen Abend kehrte er in betrunkenem Zustande in daS Lokal zurüc und beschimpfte Frau B. aufs neue. Als der nun auch anwesend-. Gastwirt die Beschimpfungen zurückwies, zog I. ein Meffer und stall es dem B. in den Leib. Dann versetzte er dem Zusammen brechenden auch noch mehrere Messerstiche in den Arm. In bc denklichem Zustande wurde der Schwerverletzte nach dem Schöne berger Krankenhaus gebracht. Der Täter, den die herbeieilende Menschenmenge lynchen wollte, wurde in Haft genommen. Kommunale Notstandsmaßnahmen. Die Stadtverordnetenversammlung in Wilmersdorf bc- schäftigte sich nochmals mit der bereits im Prinzip beschlossenen Kriegsdariehnskassc. Als Betriebskapital wurden 300 000 M. zu Verfügung gestellt. Die Aufgabe der Tarlehnskasse soll sein, ii Geldnot geratenen Geschäftsleuten, Hausbesitzern usw. Darlehen gegee Sicherheit zu gewähren. Der Zinssatz soll nicht höher als 2 Pro.-. über dem Reichsvankdiskont sein. Ter in der Sitzung von- 5. August gefaßte Beschluß betreffend die Familienunterstützung dcc Kriegsteilnehmer erfuhr insofern eine Aenderung, als ein vom Magistrat gestellter Antrag, 100 Proz. Zuschlag zur staatlicher Unterstützung als Regel zu betrachten, angenommen wurde. Ge gebeneufalls soll über diesen Satz hinausgegangen werden. Wr eine besondere Notlage nicht zu verzeichnen ist, soll die Unter stützung auch niedriger bemessen weden. Herr Dr. Leidig bemerkt: bei dieser Gelegenheit, daß seine Ausführungen in der vorig.: •citzung im„Vorwärts" falsch wiedergegeben worden seien. En habe einer Verschlechterung der Magistratsvorlage durchaus nich das Wort geredet. Demgegenüber müssen wir bemerken, daß auain anderen Blättern so wie im„Vorwärts" berichtet wurde. Wenn Herr Dr. Leidig seine Auffassung über die Höhe der Unterstützung inzwischen revidiert bat, so nehmen wir gern Notiz davon. Die Gemeindevertretung in Bruchmühle bewilligte fit'' die durch den Krieg in Not geratenen Gemeindcangehörigen zunächü 500 M. Anträge auf Unterstützung müssen an den Gemeindevor- steher schriftlich oder mündlich gerichtet werden. * Eine Kinderbewahranstalt wird in Friedrichs. f e l d e am 1. September eröffnet, und zwar vorläufig in zwei Klasienräumen der 1. Volksschule. Ebenfalls wird die von der Gemeinde eingerichtete Volks- und Kinderspciseanstalt am selben Tage eröffnet. Es werden Speisemarken a 10 Pf. abgegeben und für Unbemittelte werden Marken unentgeltlich verabfolgt. Diese Marken sollen von den Vorsitzenden der einzelnen Bezirke verausgabt werden. An meidungen betr. Aufnahme der Kinder zur Kinderbewahransta! sowie zur Speisung können bereits jetzt von 9 bis 12 Uhr im MKn. Notleidende I. und II. Klasse. Der„Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft" hat sich gemüßigt gefühlt, neben der vom„Roten Kreuz" eingerichteten ..�ürgerspeisung" einen besonderen MittagStisch einzurichten„für Angehörige gebildeter Stände, die unter der Not der KriegSzeit zu leiden haben". Im übrigen sollen auch hier die Speisen nur gegen Marken abgegeben werden; ihr Preis soll 30 oder 15 Pf. sein. Es ist wirklich nicht einzusehen, weshalb dieser Nebenmittags- tisch mit der Beschränkung auf die„Angehörigen der gebildeten Stände" eingerichtet werden mußte. Indirekt stempelt man dadurch all jene Tausende, die an der „Bürgerspeisung" teilnehmen, zu ungebildetem Pöbel. Das Prinzip bei der Einrichtung dieser Bürgerspeisung war, daß der Teilnahme an ihr nichts Entwürdigendes inne- wohnen soll. Jetzt kommt dieser„Frauenbund der Kolonial- gescllschvft" und schafft glücklich eine Einrichtung, die doch zur Voraussetzung hat, daß die Teilnahme an der.Bürgerspeisung" etwas Herabsetzendes ist. Dies Vorgehen paßt herzlich wenig zu den Worten des Kaisers, daß alle alten Unterschiede während des Krieges beiseite gelassen werden sollten und daß er jetzt nur noch ein Volk kenne. Selbsthilfe der Adlershofer Arbeiterschaft. Da ein schnelles Eingreifen zur Linderung der Not von der Gemeinde zurzeit noch nicht zu erwarten ist, so hat die organisierte Arbeiterschaft diese Aufgabe selbst in die Hände genommen. Es haben sich eine ganze Anzahl Genossinnen bereit erklärt, unentgelt- lich bei Wöchnerinnen und Kranken die Pflege zu übernehmen. Meldungen nimmt die Genossin Zabel, Bismarckstraße 31, ent- gegen. Bei Umzügen soll auch denen, die nicht die Kosten dafür tragen können, Hilfe geleistet werden. Fuhrwerk und genügend Kräfte stehen auch hier zur Verfügung. Meldungen nehmen an: Tie Genossen August Gerber, Roonstraße 18; Wilhelm Pank, Metzer Straße 611; Wilhelm Golschin, Adlergestell 2011; Gott- ftied Haunschild, Sedanstraße 21. Einschränkung des Volksschnlunterrichts in Neukölln. Infolge der Einberufung einer großen Zahl von Lehrern zum Heeresdienst wird eine Kürzung des Schulunterrichts in der Weise stattfinden, daß die wöchentlichen Unterrichtsstunden der Mittel- und Oberstufe um sechs und die der Unterstufe um vier Stunden gekürzt werden._ AuS der Spree gelandet wurden gestern stüh am Friedrich- Karlufer die Leichen der 54 Jahre alten Frau Anna Siebert von der Fischerbrücke 10 und eine unbekannte Frau von etwa 25 bis 30 Fahren. Frau Siebert sprang am vergangenen Freitag ins Wasser, ging sofort unter und konnte deshalb von Zeugen ihres Beginnens nicht mehr gerettet werden. Sie hinterlieh in einem Briefe, daß ein unheilbares Leiden sie in den Tod getrieben habe. Rur drei Häuser weiter wurde fast zur gleichen Zeit die Leiche der unbekannten Frau angeschwemmt. Diese ist ungefähr 1,60 Meter groß und schlank und trug einen dunkelblauen Cheviotrock und Jackett und schwarze Schnürstiefel mit Gummiabsätzen. Gleichfalls aus der Spree gelandet wurde die 22 Jahre alte Wäscherin Selma Rose, die bei der Meierei Bolle in Alt-Moabit beschäftigt war und dort auch wohnte. Ob ein Unglücksfall oder«in Selbstmord vorliegt, läßt sich nicht bestimmt sagen. Gestern vormittag ist auf dem Wege von Jannowitzbrücke bis Schönholz eine Brieftasche, enthaltend«in Mitgliedsbuch Nr. 2V82, eine Legitimationskarte der Gewerkschaft und andere für den Finder wertlose Papiere, auf den Namen Fritz Radtke lautend, ver- loren gegangen. Der Finder wird gebeten, die Sachen bei Götz«, Reue Schönhauser Straße 18, abzugeben. Der Reichsverband der Schreibmaschinen- und BervirlfLlti. gungsbureauS(Ortsgruppe Berlin) richtet folgenden Appell an die Ocffentlichkeit. Der Arbeitsmangel bei den Schreibmaschinen- bureauS hat infolge der kriegerischen Ereignisse einen derart be- drohlichen Umfang angenommen, daß schon jetzt eine ganze Anzahl dieser Gewerbebetriebe in ihrer Existenz gefährdet sind. Diese Tat- fache ist um so bedauerlicher, als es sich hier neben einzelnen Fa- Milien insbesondere um die Existenz alleinstehender Frauen handelt. Zum Teil nahmen auch die freiwilligen Hilfskräfte, die auf er- werbSmäßigen Verdienst nicht angewiesen sind, diesen Frauen noch die Verdienstmöglichkeit. Der Verband bittet deshalb Behörden, Kaufmannschaft, Ver- eine und sonstige Interessentenkreise, auch seinen Mitgliedern Auf- träge zu überweisen, damit sie in der Lage sind, in der jetzigen schweren Zeit sich vor dem wirtschaftlichen>Ruin zu schützen. Die Geschäftsstelle des Verbandes für Schreibmaschinen- und Vervielfältigungs-Bureaus, Berlin D. 42, Prinzenstr. 84, Tel.: Mpl. 10 519, nimmt Aufträge für ihre Mtglieder(in und außer dem Hause) entgegen. DaS Stadtbad Neukölln neibst den beiden Schwimmhallen ist jetzt wieder ununterbrochen werktäglich von morgen? 7 Uhr bis abend? 9 Uhr und Sonntags von 7 bis 12 Uhr vormittag? für den Verkehr geöffnet. Dies« Betriebszeit soll vorläufig auch beibehalten werden, sofern der Besuch, wie zurzeit, ein reger bleibt. Nur die medizinische Abteilung für Männer und die Schulbäder bleiben bis auf weiteres geschlossen. Parteiveranstaltungen. Vrist. DaS sür Sonntag, den 30. August angesetzte Sommersest Im Freien kann der ungünstigen Zcitverhältnisse wegen nicht stattfinden. Bruchmtthle. Am Mittwoch, den LS. d. M., abends 8 Uhr, tm Lokal von Mille: Zusammenkunst der Mitglieder des Wahlverein». Steglitz. Die sür heute angekündigte Mttgliederversamm- lnna killt au«. Hohen- Schönhause«. Mittwoch, den LS. August, abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung bei F. Rehher, Berliner Str. gg. Pankow. Die Mitgliederversammlung für diesen Monat sällt au». jrauen-lleseabenüe. Steglitz. Mittwoch 8'/. Uhr bei Schellhase, Ahornstr. IS»! Aussprache über die HilfSaMon-m. Hohen. Schönhanse«. Dienstag 8 Uhr bei F. Rehher, Berliner Straße 93._ Gewerkfthaftliches. 100000 Arbeitslose in Groß-Serlin. Die Gesunduiici unserer wirtschaftlichen Verhältnisse, die vor dem Kriege langsam einzusetzen begann, hat durch die Mobilmachung eine jähe Unterbrechung erfahren. Ueber die weitere Eutwickelung der Tinge, speziell über den Einfluß eventueller Siege oder Niederlagen auf den Arbeitsmarkt, Betrachtungen anzustellen, ist im Augenblick überflüssig. Der gegenwärtige Notstand liegt klar zutage. Ueber seine Ursachen zu philosophieren, hat wenig Zweck. Worauf es an- kommt, ist, daß man tatkräftig zugreist, sein« Folgen zu lindern. � Die Berliner Gewerkschastskomnrission hat sich der Muhe unterzogen, Erhebungen über den Umfang der Arbeitslosig. keit anzustellen. Die Zahl der Arbeitslosen betrug danach in den einzelnen Berufen: 400 Bäcker. 2300 Bauarbeiter, 500 Bildhauer, 78 Böttcher, 81 Brauereiarbeiter. 3158 Buchbinder, 4000 Buchdrucker, �AxÄNitwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für feeg 1 1160 Buchdruckeveihilfsarbeiter, 95 Bureauangestellte, 100 Dachdecker, 800 Fabrikarbeiter, 45 Fleischer, 155 Friseure, 50 Gärtner. 750 Gastwirtsgehilfen, 250 Caföangestellte, 62 Hotcl- diener, 800 Hutmacher, 47 Gemeindearbeiter, 30 Glasarbeiterl, 250 Glasschleifer. 300 Glaser. 289 Handlungsgehilfen, 14 000 Holzarbeiter, 350 Kürschner, 185 Lederarbeiter u. Handschuh- mocher, 1000 Lithographen, 2700 Maler. 67 Maschinisten, 11000 Metallarbeiter, 100 Porzellanarbeitcr. 900 Sattler, 2000 Schneider. 560 Schuhmacher, 250 Steinarbeiter, 350 Steinsetzer, 206 Tabakarbeiter, 1200 Tapezierer, 1000 Tertil- arbeiter, 450 Töpfer, 5076 Transportarbeiter und 94 Zimmerer. Im ganzen betrug die Zahl der Arbeitslosen in den der Berliner Gewerkschaftskommission angeschlossenen Orga- nisierten 57 188. An die Gewerkschaftskommissson sind etwa 300 000 Arbeiter angeschlossen, d. h. etwa die Hälfte aller in Berlin Beschäftigten. Nimmt man selbst an. daß'bei den nicht- oder andersorganisierten Arbeitern der Prozentsatz der Arbeitslosen nicht ganz so bedeutend ist, so kommt man unter Zugrundelegung der für die Zentralverbände Berlins fest- gestellten Ziffer zu dem Resultat, daß gegenwärtig die Zahl der Arbeitslosen in Berlin 100 000 übersteigt! Die Gewerkschaften haben getan, was an ihnen ist, das Elend zu mildern. Es wird Aufgabe der Behörden sein, durch bessere Verteilung der Arbeit, durch Schaffung neuer Arbeitsgelegenheit und schließlich durch Unterstützung der dann noch verbleibenden Arbeitslosen das Elend nach Mög- lichkeit zu mildern. Daß der Krieg Opfer auch von den nicht im Felde Stehenden fordert, dessen sind sich alle Schichten der Bevölkerung Wohl bewußt. Diese Opfer nach Möglichkeit zu vermindern, damit nach vollendetem Kriege die Friedens- arbeit mit ungeschwächten Kräften wieder aufgenommen werden kann, ist unerläßlich. Was die Strategen tun, den äußeren Zusammenbruch unmöglich zu machen, ist ungetan, wenn der Krieg und seine Folgen nur Lorbeeren nach außen bringen, innen aber einen Kräfteverfall herbeiführen würde, der einem Zusammenbruch der Volkskraft' gleichkäme. Das muß unbedingt verhütet werden!_ Serlin unS UmgegenS. Die Brauerei- und Mühlenarbeiter während der Kriegszeit. Die durch den Krieg im Brauerei- und Mühlcnarbeiter- verbände hervorgerufene Situation und die infolgedessen notwendigen Maßnahmen wurden am Sonntag in einer außerordentlichen Generalversammlung der Zahlstelle Berlin be- sprachen. Den Ausführungen de? Verbandsvorsitzendcn Etzel und deS Zahlstellenvorsitzenden H o d a p p ist zu entnehmen, daß die auf Grund des BerbandsftatutS zu gewährenden Unterstützungen un- verändert weitergezahlt werden. Der Vorstand sah sich bisher nicht veranlaßt, Aenderungen in dieser Hinsicht zu beschließen, weil die Arbeitslosigkeit noch keine ungewöhnlich große ist. Die Mühlen- industrie ist voll beschäftigt und auch in den größeren Brauereien herrscht— abgesehen von der Flaschenkellerei— noch ein guter Ge- schästsgang. In den kleinen Brauereien macht sich dagegen die Krisis fühlbar. Wenn eS auch nicht zu den Aufgaben einer Ge- werkfchast gehört, die Familien der Kriegsteilnehmer zu unter- stützen, so ist der Vorstand doch zu dem Beschluß gekommen, daß die Familien der zum Heer eingezogenen Mitglieder au» Verbands- Mitteln unterstützt werden sollen in den Fällen, wo ein Notstand vorliegt. In Berlin hat die Mobilmachung große Lücken w die Mit- gliedschast gerissen. Etwa 1000 Mitglieder sind zum Militär ein- gerückt und die Einberufung deS Landsturm? wird noch eine weitere Verminderung der Mitglrederzahl zur Folge haben. Dadurch ver- mindern sich die örtlichen Einnahmen sehr erheblich, und deshalb können auch die örtlichen Unterstützungen nicht weitergezahlt werden. AuS diesen Gründen beantragt die OrtSvcrwaltung, die örtliche Unterstützungsordnung außer.Kraft zu setzen. Dieser Antrag stieß in der Versammlung auf Widerspruch. Man wollte wenigsten» die örtliche Arbeitslosenunterstützung bei- behalten. Da dies aber nach den Berechnungen des örtlichen Vor- standeS nur bei einer Erhöhung der örtlichen Beiträge durchgeführt werden kann, so beschloß die Versammlung, den örtlichen Beitrag um 10 Pf. zu erhöhen und die örtliche Arbeitslosenunterstützung weiterbestehen zu lassen. Der Wochenbeitrag beträgt hiernach 70 Pf., nämlich 50 Pf. für die Haupt- und 20 Pf. für die OrtSkasse. Schließlich wurde den Mitgliedern noch an» Herz gelegt, in der Beitragszahlung nicht saumselig zu sein, da nur unter dieser Vor- auSfetzung und in Erwartung treuer Pflichterfüllung aller Kollegen der Verband auch in der schweren Zeit seinen Aufgaben gerecht werden kanii. Die Sektion der Industriearbeiter des Transportarbeiter- Verbandes hielt am Sonntag ihre Mitgliederversammlung ab. Bis jetzt sind allein aus Berlin 10 000 Mitglieder der Organisation zum Waffendienst eingezogen. 5000 haben sich bis jetzt arbeitslos gemeldet, im ganzen Reiche sind 57 000 Mitglieder ohne Arbeit. Zugunsten der Arbeitslosen ist die Krankenunterstützung auf die Dauer de? Kriege» außer Kraft gesetzt. Die Arbeitslosenunterstützung bleibt unverändert be- stehen. ES galt, auch für die auS dem Kriege zurückkehrenden Mitglieder Mittel bereit zu halten, denn sie treten nach ihrer Rückkehr wieder in die alten Rechte ein. Weiter hat die Organi- sation vom Roten Kreuz 10 000 Speisekarten gekauft, die an die Mitglieder zum Selbstkostenpreise von 10 Pf. abgegeben werden. Auf die Familien der Eingezogenen ist der Paragraph für Not- fallunterstützung ausgedehnt worden. Trotz der großen Arbeitslosigkeit und der vielfach verkürzten Arbeitszeit werden in einzelnen Betrieben, die für daS Heer liefern, noch Ueberstunden gemacht. Die zuständigen Stellen sind davon unterrichtet worden und so ist zu erhosten, daß hier Abhilfe geschaffen wird. Mit der eindringlichen Ermahnung, in dieser schweren Zeit nun erst recht die Solidarität zu pflegen und treu zum Verbände zu halten, schloß der Referent Schmidt seine Be- richterstattung. Notstandsmaßnahmen des Gchueiderverbandes. Am Freitag beschäftigte sich eine Mitgliederversammlung der Filiale Berlin deS Schneiderverbandes mit den vom Berbandsbeirat beschlossenen Maßnahmen für die KriegSzeit. Der Referent Kunze teilte zunächst mit, daß von den Berliner Mitgliedern 15— 1600 zum Militär eingezogen und mindestens 2000— 2600 arbeitslos sind, die vorläufig nicht auf Arbeit rechnen können. Der ganze Umfang der Arbeitslosigkeit läßt sich gar nicht feststellen, weil ein großer Teil der Arbeitslosen, namentlich die weiblichen, sich nicht auf dem Arbeitsnachweis melden, weil sie wissen, daß ja doch keine Arbeit zu bekommen ist. Die Meldung ist aber notwendig, sie sollt» von allen Arbeitslosen durchgeführt werden, damit man einen Ueberblick über den Umfang der Arbeitslosigkeit bekommt, denn das ist die Voraussetzung sür Maßnahmen zugunsten der Ar- beitSlosen. Zu den Beschlüssen des Beirats führte der Redner aus: Die Organisation ist bereit, die Not, welche der Krieg ihren Mitgliedern gebracht hat, nach Möglichkeit zu mildern. Das kann aber nicht in Form einer Arbeitslosenunterstützung geschehen, denn eine solche ist im Verbandsstatut nicht vorgesehen, da die Mehrheit der Mit- glieder von dieser Unterstützungseinrichtung bis jetzt nichts wissen wollte. Borstand und Beirat haben die Gewährung einer Notstands- Unterstützung beschloffen. Die notleidenden Mitglieder haben einen Antrag auf Unterstützung beim Vorstande zu stellen und erhalten Jnjerarentell oeranllo.: Th. Glocke. Berlin. Drucku-Verlag: Vorwärt« die bewilligte Unterstützung in wöchentlichen Raken ausgezahlt. Für diesen Zweck hat der Vorstand zunächst 300 000 M. zur Verfügung gestellt. Tic Angehörigen der zum Heere Eingezogenen erhalten niedrigere Unterstützungssätze als die Arbeitslosen. Zuschläge aus der Lokalkasse können nicht gewährt werden, denn die Lokalkassen haben von den bewilligten Unterstützungen die Hälfte selbst zu be- zahlen. Die Nosttandsunterftützung ist keine statutenmäßige, sie wird deshalb nicht auf die statutenmäßigen Unterstützungen ange- rechnet. Wer Arbeit bekommen kann, muß sie annehmen. Bei nachgewiesener Arbeitslosigkeit erfolgt Befreiung vom Beitrag. Die Witwen der im Kriege gefallenen Mitglieder erhalten kein Sterbegeld, sondern eine Notstandsunterstützung.— Die Angestellten des Verbandes verzichten auf ein Viertel ihres Gehalts. Die Angestellten, welche beim Militär stehen, erhalten die Hälfte de? Gehalts. Außer diesen Maßnahmen empfiehlt die Filiafleitung noch fol- gendcs: Wenn in Zivilkleidergeschäften jetzt Militärsachen ange- fertigt werden, so sollen sie nach dem Militärtarif bezahlt werden, der im allgemeinen niedriger ist als der Ziviltarif, der für die be- treffenden Geschäfte gilt. Tie Bezahlung nach dem Militärtarif wird deshalb empfohlen, weil der Arbeitgeberverband sich bemüht, Militärarbeit heranzuschaffen, um möglichst vielen Arbeitsgelegen- heit zu bieten. Ter Schneiderverband hat sich gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband an die Militärverwaltung gewandt mit dem Ersuchen, daß für die dem Arbeitgeberverband übertragenen und von diesem an die einzelnen Firmen zu verteilenden Arbeiten ein- hcitliche Preise gezahlt und die Fournituren von der Behörde ge- liefert werden.— Ferner empfiehlt die Filialleitung, daß die Ver- bandszeitung vom L Oktober ab den Mitgliedern nicht mehr durch die Post, sondern durch die Kassierer übermittelt wird, welche in dieser Zeit ohnehin einen engeren Verkehr mit den Mitgliedern unterhalten werden. Die Aenderung in der Zeitungszustellung hängt nicht mit den Kriegsmaßnahmen zusammen, sondern sie würde aus verwaltungstechnischen Gründen so wie so eingeführt worden sein.— Schließlich verwies Kunze darauf, daß die er- wähnten Maßnahmen dazu bestimmt sind, den Verband auch über die Kriegszeit hinaus leistungsfähig zu erhalten und die Vertre- tung der Interessen der Mitglieder auch für die Zukunft zu ge- währleisten. Nach einer Besprechung über die Durchführung der von der Verbandsleitung beschlossenen Matznahmen stimmte die Versam«- lung den Vorschlägen der Ortsverwaltung einmütig zu. Deutsches Reich. Ehemalige Fleischergesellen! Von den Fleischergesellen, die zumeist den jüngeren Jahr- gängen angehören, ist ein außerordentlich hoher Prozentsatz zu den Waffen einberufen. Dadurch ist zum Teil in einigen Orten Mangel an Arbeitskräften eingetreten, so daß die Arbeitsnachweise deS Fleische rverbandcs nicht alle Aufträge ausführen können. Wir bitten deshalb ehemalige Fleischergesellen, die in anderen Berufen beschäftigt waren und jetzt arbeitslos find, sich bei unseren Arbeits« nachweisen in den nachfolgenden Orten unter Angaben deS Alters, der Wohnung und wie lange sie aus dem Berufe ausgeschieden sind, zu melden: Berlin, Elisabethstr. 11 I; Halberstadt, Gerberstr. 15 l; Lübeck, Thien, Maiblumstr. 4 I; Kiel, Schreiber, Kleiner Kuhberg 15 sowie bei der Hauptverwaltung- Berlin SO., MuSkauer Straße 28 II. Berichtigung: Die Mitteilung, daß Stettin die Unter- ftütznngen durch die Gewerkschaften auf die Leistungen der Stadt anrechnen will, trifft nicht zu. Di« Unterftützungskommission hat ausdrücklich beschlossen, sie nicht in Anrechnung zu bringen. Soziales. Unterbrechung von Metsklagen. Ist nach dem Gesetz vom 4. August 1914 betreffend den Schutz der infolge des Krieges an Wahrnehmung ihrer Rechte behinderten Personen das Verfahren, insbesondere in Mietsvrozessen auch dann zu unterbrechen, wenn die Ehefrau des zur mobilen Armee Gehört- gen den Vertrag mitunterzetchnet hat? Diese von uns bejahte Frage ist jetzt auch durch folgen- den Beschluß des Amtsgerichts Rostock bestätigt, der in einer Ermiftionsklage ergangen ist: In Sachen der Firma X., hier, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Müller hier, Klägerin, gegen den ArbeitSmann D. hier und Ehefrau, Beklagte, beide vertreten durch Arbeitersekretär Henck, ht«, wird der am 28. d. M. anstehende Termin aufgehoben. Herr Henck hat nachgewiesen, bah A. vom 4. Mobilmachung�' tag ab zum Heer einberufen und eingestellt ist und hat Aussetzung de? Verfahrens, und zwar gegen beide Beklagte beantragt. Dieser Antrag ist betreffs beS Ehemannes N- ohne weiteres durch§ 3 des Gesetzes vom 4. 8. 1914 betr. den Schutz der infolge des Kriege? an Wahrnehmung ihrer Rechte behinderten Personen begründet. Im Sinne jener Vorschrift mutz er aber auch für die mitangeflagtr Ehefrau als begründet angesehen werden. Rostock, den 21. August 1914. .Großherzogliches Amtsgericht. gez. Sellmann. Es ist selbstverständlich, daß der Mieter an sich zur Zahlung der Miete verpflichtet ist. Dadurch aber, daß daS Verfahren kraft Gesetzes unterbrochen ist, werden Härten unnachsichtiger Hausbesitzer gegen Mieter, falls zu ihnen ein zur mobilen Armee Einberufener gehört, verhindert. /tos?nöustrie und Handel. Deutschlands Handel mit Japan. An der Gesamteinfuhr Deutschlands war Japan im vergangene! Jahre mit 0,4 Proz.<46,6 Millionen Mark), an der GesamtauSfuh mit 1.2 Proz.(122.7 Millionen Mark) beteiligt. Für Deuftchlan! sind diese Zahlen nicht sehr erheblich. Für Japan bildet die Unter brechung der Handelsbeziehungen dagegen eine größere Einbuße Denn unter den Einfuhrländern Japans steht Deutschland"i zw eiter, unter den Ausfuhrländern an vierter Stelle. Es betrv! im Jahre 1912 der Wert der japanischen nach Einfuhr Ausfuhr England... 111.1 29.8 Millionen Ben Frankreich... 5,4 43,9 Deutschland.. 61,1 13,6 Italien.... 0,8 18,4 (1 Yen= 2,10 M.) Deutschland bezog aus Japan hauptsächlich Rohseide, Kampstr Rohkupfer. Tran, Eichenholz. Felle. Es lieferte an Japan»or nehmlich Eisen, Eisendraht, Eisenblech, Kabel, Eisenbahnschiene elektrotechnische Artikel, Wollgarn und Wollgewebt, chemische Fabrikat� Unter das Ausfuhrverbot von Waffen, Munition usw. 01 auch Cyannatrium(blausaures Natron, Natriumchan id). �-..���'-ussichten für daS mittlere Rorddeutschland»ff Mlttwochmittag: Etwas wärmer, am Tage im allgemeinen ziew� er, nacht» und in den Morgenstunden vielfach neblig, nirgend» licht Niederschläge._,_ Buchdrucker««. VerlagSanslalt Paul Singer jj, Eo.," Nr. 2B1. 81. Jehrgavg. Dienstag. 25. AuguS(914. Die Verlustlisten. Aus einer Anzahl Zuschriften ersehen wir, das? über die Verlustlisten unter der Bevölkerung irrige Anschauungen herrschen. Allgemein ist die Ansicht verbreitet, dast die in den amtlichen Verlustlisten mitgedrnckten Ortschaften die lebten Wohnorte der verlustig gemeldeten Heerespflichtigen seien. �as trifft nicht zu. Ter in den amtlichen Listen gemeldete C'rt—- auch in den amtlichen Listen ist bei ganzen Re- gimentcrn kein Ort angegeben— ist der nach der Stamm- rolle festgestellte G e b u r t s o r t, der bei der ü b e r g r o st c n &>hl der Toten und Verwundeten durchaus nicht übercin- ltimmt mit dem lebten Wohnort. Alle Angehörigen nnd Bc- kannten der im Felde Stehenden können sich aus unseren übersichtlich geordneten Listen sofort informieren, wenn sie wissen, bei welchem Regiment der zu Suchende steht. Es ist Häher allen denen, die über das Schicksal von Freunden und Bekannten auf dem Laufenden bleiben wollen, anzuraten, üch bei den nächsten Anverwandten zu erkundigen, bei welchem Regiment und bei welcher Kompagnie der zu Suchende steht. Bei der Häufigkeit gleichlautender Familiennamen selbst in hen kleinsten Ortschaften würden sonst schmerzliche Ver- h>echselungen unvermeidlich sein. Verlustliste Nr. 8. Ertlärunz der Abkürzungen. Leicht verwundet- leichtverw. schwer verwundet schwervcrw. Klangen— gej. «ttniiijt— veruu Hauptmann— Hauptm. Oberleutnant= Oberleutn. �uitnanl= Scutn. audwebel= Fcldw. Grenadierregiment Nr. 1, Königsberg i. Pr. � � 1. Kompagnie. Res. Hermann Boll, leicbtverw.— Friedrich leichtverw.— Wilhelm Reckers, leichtverw. .2. Kompagnie. Gcfr. d. Res. Ferdinand Dieverichs, tot.— Pizeseldwcdcl— Pfeldw. Sergeant— Serg. Untcrosiizicr— Unteroff. Gcsretter— Gefr. Einjähriger— Eich. ttandwehrmamr— Landw. Reservist— Res. .... d. Res. Robert Kä'ber.'schwcrvcrw.— Res. Heinrich Marken, Mververw.— Res. Franz Pcyel, schlvcrvcvo.— Oberleutn. d. �es. Georg Schmitz, lcicbtverw.— Unteroff. Paul Sckiröder, lerebt- verw. Gefr. d. Res. Harry Anger, leichtverw.— Gcfr. d. Res. John Schul, aus.Harburg, leichtverw.— Hornist Gotthilf Eber- IlMr, r.-r._.--—- �'-- — jiei. sjud.'/loie, icioriiDern?.— mc]. �rieorioj d�ch, leichtverw.— Bernhard Herbring, leichtverw.— Emil ""bis, leichtverw.— Friedrich Muhtke, leichtverw. Kompagnie. Augustinus Klcimann, tot.— Fritz Bod- �.winna tot.— Hauptm. Wilhelm Kirsch, schlververtv.— Pfeldw. dm C'" Wolfgang Rcinert, schwervesw,— Edptund Schulze, schwer- Gefr. d. Res. Otto Sevecki, leichtverw.— Tambour Anton Str-cv' �ichtverw.— Res. Friedrich Ncumann, leichtverw.— b I- HohanncS Clavin, leichtverw.— Res. Karl W edler, leicht- rw Res. Gustav Prill, leichivenv.> Kompagnie. Res. Bruno Rost, tot.— Adolf Ulrich, schwer- j 5'—JBfcttto. d. Res. Walter Lodcrhosc, leichtverw.— Unteroff. bf., öwniiz Iahnkc, leichtverw.— Gerhardt Kalberg— leicht» w-— Res. Arthur Lindenau, leichtverw.— Stephan Zhdel, tot. Füsilierrcgiment Nr. 33, Gumbinnen. tp» Kompagnie. Richard Karlutsch, tot.— August Kleineberg, T" Tambour Franz Klein, leichtverw. Kun-, Kompagnie. Untgroff. Fritz Klein, leichtverw.— Franz wtmann. schwervcrw.— Res. Franz Krüger lV, schwerverw. n,. Kompagnie. Unterosf. Gustav Gcrlach— tot.— Max � l;er' leichtverw.— Gefr. d. 9lcf. Stephan Kaiina, leichtverw. d. Res. Neinhold Rudolf— leichtverw. Maschinrngcwehrlompagnie. Gefr. Franz Jux. tot. Jnfantcrieregimcnt Nr. 43, Villau. tot � Kompagnie. Gefr. Unteroffizierschüler Ernst Trosdatis, g-' Gefr. Unterossiziersckiüter Martin Christian Friedrich Hugo sLf?""' lot.—.Karl Kleist, tot.— Ref. Leopold Bcnsch, tot.— Ost �'erilJflnn Voß. tot.— Res. Fritz Modest, tot.— Unteroff. (jb. b Kiiinber, schwerverw.— Walter Meyer, schwerverw.— 6ör,Ua«Mt, schwerverw.— Friedrich Bromm, schwervcrw.— Ernst lchiververw.— Erich Weidner, schwerverw.— Tambour to i 00 Maue, schwerverw.— Adam Janzil, schwervcrw.— Franz Alz t1'6*' sckiwerverlv.— Res. Karl Locll, schwerverw.— Res. 3j„-er� Äaemonn, leichtverw.— Res. Johann Rcse, leichtverw.— bfi: ckranz Ncumann, leichtverw.— Alfred KopSzinSki, leicht« stichtberh'®'3u<1rö Zlggert, leichtverw.— Gefr. Franz Hinz. Asxs � Kompagnie. Huge Drufe, tot.— Julian Kvrtas, tot.— b»'H Ttto Petereit, schwerverw.— Res. Franz SchilewSki, schwer- Krp'— Lies. Otto Scheike, schwerverw.— Musketier Willy Ötr I, schwerverw.— Res, Ernst Potschien, schwervcrw.— ft.,? J-uafc, schwerverw.— Res. Friedrich Biallus, sAmierverw.— ;"eo Grabellus, leichtverw.— Res. Adolf Wittle, leichtverw. 7ef- Wilhelm Dodeck, leichtverw. • Kompagnie. Pfeldw. Fritz Kieragga tot.— Unteroff. d. �roT nn-— Res. Johann Albien, leichtverw.— Res. Otto Ack- «'(."chweriv.— Res. Otto Mcblfeld, leichtverw. tot' Kvinpagnic. Oberleutn. Müller, tot.— 3k). Emil Mayer, JoBnT Gustav Albien, tot.— Res. Wilhelm Apbolz, tot.— Lies it �Kesm, leichtvenv.— Res. Wilhelm Matz, schwerverw,— de'"st Schulz, schwerverw.— Res. Franz Behrendt, schwer« ättt'prf Friedrich Siede, schwervcrw.— Unterosf. Georg Jofion-chchtvcrw.— Unteroff. Fritz?ieumann, leichtverw.— Grat Knorra, leichtverw.— Gustav Osigus, leichtvcrlv. � Res. der» Gcrtschewski, leichtverw.— Res. Hermann Posch, leicht- llntcrosf. Franz Pinkcvnclle, leichtverw.— Wilhelm TaüVlQn' leichtverw.— Untcrvff. Max Witt. verm.— Res. Gustav Tinf/ L"erw.— Res. Emil SckHttke, verm.— Res. Ernst Pos- Lluauil— Serg. Arthur Wichmann, schwerverw.— Unterosf. hnnVmnI' schwerverw.— August Schäwitz, schwerverw.— Jo- Eagles, schwerverw.— Paul Hartmann, schwervcrw. . Infanterieregiment Nr. 85, Rendsburg. '• Kompagnie. Gefr. t>. Res. Erich Just, leichtverw. gnie. Res. Max Schmidt, leichtverw. Infanterieregiment Nr. 39, Zaber» und Pfalzburg. �"wvagnte� Pfeldw. Hans Stolle, verm.— Hubert Lllertz, Johann Spiest, verw.— Unteroff. d. Res. Ernst Frömmer, vcrw.— Johannes Rauth, Vcvw.— Georg Grimmer, verw.— Res. Josef Kieffer, verw.— Res. August Schirm, verm.— Res. Max Joseph, verm.— Res. August Hedfeld, verm.— Res. Otto Grobengieher, verw.— Res. Emil Frisch, verm. 2. Kompagnie. Unteroff. Parnemann, verw.— Heinrich Frehn, verw.— Unterosf d. Res. Joseph Straffer, verm.— Karl Pieper, verm.— Gerhard Kopp, verm.— Wasserzieher, verm.— Res. Karl Wilhelm, verm.— Res. Johann Dietrich, verm.— Res. Johannes Adam, verm.— Gefr. d. Res. Heinrich Ahle, verm.— Res. Linder, verm.— Zink, verm. 3. Kompagnie. Leutn. d. Res. Wagner, verw.— Res. Alfred Kodden, verw.— Unteroff d. Res. Dickmann, verw.— Serg. Georg Kretschmer, verw.— Res. Steck, verm.— Res. Debes, verm.— Res. Koppenstein, verm.— Andreas Frank, verm.— Hermann Meuter, verw.— Musketier Johann Luckas, vcrw.— Res. Bauer, verw.— Res. Simon, verm. 4. Kompagnie. Franz Müller I> verw.— Res. Karl Weber, verw.— Res. Georg Schlichter, verm.— Res. Julius Dahin cn, verm.— Res. Karl Hümme, verm.— Res. Jos. Dürrenback», verm. — Res. Emil von der Schlusen, verm.— Unteroff. d. Res. Wilh. Beckert, verw. Z. Kompagnie. Joh. Aug. Wasserhosen, leichtverw.— Joseph Hafner, schwerverw.— Albert Sonderland, leichtverw.— Georg Hanst, schwerverw.— Gefr. Paul Daune, tot.— Unteroff. Heinr. ChelinK, verm.— Heinr. Loegel, verm.— Philipp Bernhardt II, vermißt. 6. Kompagnie. Gefr. Johann Karl Radschinski, verm.— Res. Leo Eduard Eschlimann, verm.— Res. Emil Kordian, verm. 7. Kompagnie. Kaspar Hamann, verm.— Wilhelm Eitel, verm.— Res. Joseph Lambour. verm.— Peter Joh. Jennen, verm. — Gerard Hub. Louis Krensch, verm. 8. Kompagnie. Karl Heymann, verm.— Martin Niessen, leichtverw. 9. Kompagnie. Hauptm. Braune, tot.— Pfeldw. Willi Oranski, tot.— Unteroff. Otto MertinS, verw.— Unteroff. d. Ref. Adolf Dorn, leichtverw.— Joseph Pogue, schwerverw.— Res. Alfred Bühler, schwerverw.— Res. Jakob Murat, leichtverw.— Joseph Voell, leichtverw.— Peter Sprokamp, schwerverw.— Jo- Hann Mertens, schwerverw.— Peter Jacobs, schwerverw.— Leutn. d. Res. Richard Schmidt, leichtverw.— Wilhelm Bring?, leichtverw. 19. Kompagnie. Leutn. d. Res. Dörsam, leichtverw.— Unteroff. d. Res. Hornung, schwerverw.— Res. Krieger, schwerverw.— Unteroff. d. Res. Baerel, verm. 11. Kompagnie. Hauptm. Ernst Naumann, tot.— Mehl, tot. — Schmitz, tot.— Weyer?, verw.— Dähler, leichtverw.— Dresel, verw.— Schnell, verw,— Herz, verw.— Bosch, verw.— Joseph Gruß, verw.— Rosin, verw.— Staebel, verw.— Braun I, verw. — Bricd II, verw,— Nauel, vcrw.— Wilhelm Brand, verw. 12. Kompagnie. Jobann Clemens, vertv.— Pfeldw. Karl Bachmann, verw.— Gefr. Peter Kirschbaum, verm.— Gcfr. d. Res. Marschall, verm. t. Badischcs Leibgrenadirrregiment Nr. 193. Karlsruhe. 1. Kompagnie. Dahl, tot.— Gefr. d. Res. Becker, tot.— Gefr. d. Ref. Brüggemann, verw.— Unteroff. d. Res. TreSler, verw.— Ref. Hilfinger, verw.— Ref. Ungerer, verw.— Ref. Kanzler, vcrw.— Tannesberger, verw. 2. Kompagnie. Oberleutn. d. Ref. Müller, tot.— Simon, tot.— Unteroff. b. Res. Bark, tot.— Speck I, verw.— Res. Schmit- gnll, verw.— Unteroff. d. Res. Preis, verm.— Unteroff. d. Res. Völker, verm.— Eins. Unterosf. Engel, verm.— Unteroff. o. Res. Zentner, verm.— Res. Fischer, verm.— Res. Auselment, verm. — Res. Kübner, verm.— Gefr. Guck, verm.— Kasper, verm.— Res. Fant, verm.— Res. Dober, verm.— Res. Finkbeiner. verm. — Ref. Kühn, verm, 3. Kompagnie. Unteroff. Bausch, oerw.— Eins. Gefr. Stürmer, verw.— Res. Heubel, verw.— Unteroff. d. Res. Rudolf. verw.— Res. Heimbnrger, verm.— Unteroff. d. Res. Hauser, verm,— Res. Scherzi ngcr, verm.— Res. Frisch, verm,— Reichert, verm.— Lautenwald, verm, 4. Kompagnie. Serg. Kuhnert, verw.— Res. Schäfer, verw. — Kämmerer I— verlv.— Gefr. d. Res. Fürbaß, verw.— Bertold, verm.— Kühnle, verm.— Res. Gebhardt, verm.— Res. Hetz II, verm.— Res. Musgnug, verm.— Drechsler, verm. 5. Kompagnie. Unteroff. Kehret— tot.— Res. G'fell. tot. Gefr. d. Nies. Bauer, tot.— Hund, tot.— von Steht, verw.— Weber III, verw.— Res. Vogt, verw.'— Köbele verw.— Res. Krafft, verw.— Res. Oschwald, verw.— Grab, verw.— Trötscher, vcrw.— Anderhuber, verw.— Ebler, verw.— Steiert, verw.— Res. Brandt, verm.— Res. Schrotz, verm.— Res. Schwab, verm, Res. Fatb. verm.— Müller IV, verm.— Reiner, verm.— Unter» off. d. Res. Lutz, verm.— Gefr. d. Res. Rothmann, verm,— Res. Groß, verm,— Res. Ganzhorn. verm.— Res. Knäbel, verm. — Hofsäß, verm. 6. Kompagnie. Gefr. Krieg, tot.— Ref. Rhein, tot.— Res. Bcchtold, verw.— Reserv. Fritsch, verw.— Res. Lausche, vcrw.— Bau?, verw.— Ebner, verw.— Farr, vcrw,— K reiner, verw. — Schneider, vcrw.— Veith, verw.— Scheurich, vcvw.— Pfeldw. Hechlcr, verm.— Res. Baier. verm,— Res. Leiser, verm.— Res. Rcinle, verm.— Ebert, verm,— Lang, verm.— Gefr. Oesterle, verm.— Gefr. Outermanns, verm.— Gefr. Münzer, Venn.— Gefr. Scheuermann, verm.— Unteroff. d. Res. Ungerer, verm. 7. Kompagnie. Unteroff. d. Res. Bauer, tot.— Unteroff. d. Res. Lcstle, tot.— Gefr. d. Res. Ebner, tot.— Gcfr. d. Res. Krieg, tot.— Weißer II, tot.— Leutn Freibcrr Karl v. Bado, verw.— Pfeldw. Zoller. verw.— Unteroff. d. Res. Goctzel, vcrw.— Unteroff. d. Res. Brcnzinger, verw.— Gefr. d. Res. Lang, verw.— Berwick, verw.— Ziegler. vcrw.— Res. Hafner, verw.— Tambour Elsässer, verw.— 3? es. Schubach, verw.— Ferch, verw.— Riedle, verw.— Ziscr, verw.— Fettig, verw.— Stupfel. verw. — Haas, vcrw.— Bracht, verw.— Braun, verlv.— Teckcrt, verw. — Gottstein, verw.— Fischer. Verw.— Müller II, Verw.— Roll, verw.— Sackmann, verw.— Gefr. d. Res. Mübltaler, verm.— Res. Gänsbirt, verm.— Res. Batz, verm.— Linder, verm.— Rohr. verm. 8. Kompagnie. Hug, tot.— Grein, verw.— Stadler, verw. — Grenadier Schenk, verw.— Res, Gräbel, verw.— Res. Grimbo, verw.— Res. Blum, verw.— Res. Meyer I, vcrw.— Res. Zimmermann. verw.— Fuhr, verm.— Klein, verm.— Landes, verm.—• Moll, verm.— Gefr. D. Res. Eberle, verm,— Gcfr. d. Res. Wagner, verm.— Res. Karcher, verm.— Res. Morand, verm.— Res. Huttenloch', verm.— Res. K-unzer, verm.— Res. Küchle, verm.— Res. Seih, Venn. Stab des 2. Bataillon?. Major von HcrtcN. tot. 9. Kompagnie. Res. Kohler. tot.— Gefr. d. Res. Thilo, vcrw. — Pfeldw. Ossizieraspirant Lauber, vcrw.— Unterosf. Herrmann, verw.— Höchcrl, verw.— Jülch, verw.— Stumpf, vcrw.— Baumgärtner, verw.— Res. Clausung, verw.— Eins. Beck, verw. — Unteroff. d. Res. Bühler, verm.— Bausch, verm.— Hoferer, verm.— Tiehm, verm. 19. Kompagnie. Gefr. Theobald, tat.— Hauber, verwundet. — Res. Becker, verw.— Schwarz, vcrw.— Gefr. Walch, verw. � Gefr. Haitz, verw.— Gefr. Pfeiffle, verw.— Eins. Hepp, verm. — Dickgicser. verm.— r- Res. Werner, verm.— Res. Sechner, verm. — Res. Siebig, verm.— Einj. Wagner, verm.— Gefr. Säger, verm.— Res. Settern, verm. 11. Kompagnie. Unteroff. Kiefer, verw.— Unterofs. d. Res. Frick, verw.— Res. Ebner, verlv.— Res. Bommer. veäv.— Res. Bullmann, verlv.— Schmitt II, Verw.— Res. GemS, verm.— Res. Gmelin, verm.— Res. Bösfert, verm.— Res. Grimm I, verm. IL Kompagnie. Gefr. Vogel, tot.— Hauptm. Hofmann,. vcrw.— Leutn. von Pfeil, verw.— Moog, vcrw.— Braun 1, verw.— Hirschbergcr, vcrw.— Gcigcs, vcrw.— Weber, vcrw.— Hosmann, vcrw.— Vogel, verlv.— Flad, vcrw.— Westermann, vcrw.— Neff II, verw.— Hummel, vcrw.— Fricker, verw.— Friedrich, verm.— Stolz, verm.— Gcfr. Metz. verm.— Lieber. verm.— Unteroff. Ziegler, verm.— Unterosf. Adelmann, verw Maschincngewchrkompagnie. Wohlwcnder, verw.— Seif. Tautz, verw. Jnfanterteregiment Nr. 112, Mülhausen i. Elf. 5. Kompagnie. Leutn. d. Res. Meist, lcichtvcrlv.— Otto Ecker!. tot.— Alois Scheuermann, tot.— Karl Thomas, tot.— Frieden Uhrig, tot.— Hyronimus Henning aus Leinefelde, tot.— Ka Hartwig?, tot.— Gefr. d. Res. Thomas Reiling, tot.— Haupü" Wiezorek, leichtverw.— Pfeldw. Ernst Jenke, leichtverw.— Untere. Albert Beringcr, leichtverw.— Res. Gustav Jost, leichtverw.— Res. Johann Hofsmann, leichtverw.— August Bauer, leichtverw.— Alfred Meier, leichtverw.— Anton Brecht, leichtverw.— Ferdinm"- Reist, leichtverw.— Gefr. Wilhelm Strebe!, leichtverw. Riehle, leichtverw.— Gottlieb Zieger, leichtverw.— Maximilian Renner, leichtverw.— Res. Ernst Schneider,� leichtverw. Ein. Gefr. Gaston Boeglin, leichtverw.— Res. Josef Heringer, leichtver'" — Johannes Starke, leichtverw.— 3ks. Friedrich Pfunder, Ictcr- verwundet,— Pfeldw. d. Res. Schülke, leichtverw.— Jakob Böstee, verm.— Res. Friedrich Wächter, verm.— Gefr. d. Res. Paul Tosen- bach, verm.— Res. Ludwig Asal, verm.— Gefr. d. Res. Otto Flum, verm. �— Res. Heinrich Frauenfeld, verm.— Wilhelm Kiesewimmrr. verm.— Isidor Münzer, verm.— Res. Friedrich Senn, verm.— Leutn. Foitzick, tot. K. Kompagnie. Leutn. d. Res. Bricm, tot.— Serg.. Hermayn Großkurth, tot.— Unteroff. d. Res. Franz«chäfer, tot.— Lei Schilling, tot.— Gefr. Georg Albert, tot.— Hornist Georg Scbn � machet, tot.— Res. Philipp Kussel, tot.— Georg Oddolay, leichtverw — Jcsef Oechsner, leichtverw.— Gefr. Ernst Schindelholtz, leichtverw — Res. Albert Andres, leichtverw.— Gefr. d. Ref. Friedrich Wo!'- leber, leichtverw.— Unteroff. d. Res. Wilhelm Jähnke, leichtverw. Gefr. d. Ref. Karl Fatzlcr, leichtverw.— Res. Hermann©chmid: leichtverw.— Res. Otto Kirchstette, leichtverw.— Res. Alberl Schwold, leichtverw.— Res. Josef Stoff, leichtverw.— Peter Bauin- gärtner, verm.— Res. Ernst Hofsmann, verm.—• Ref. Ernst Hew verm.— Res. Josef Kiefer, verm.— Gefr. Friedrich Knäbel, Herrn. — Josef Mai, verm.— Res. Leopold Eble, verm.— Res. Friedrir, Helmbold, verm.— Res. Wilhelm Stactler, verm.— Res. Robert Wohlschlegel, verm.— Res. Otto Kutcr, verm. 7. Kompagnie. Albert Batzler, tot.— Josef Fischer, leichtverw — Gefr. d. Res. Reinhard Wild, leichtverw.— Humbert Hirth, leick■ verwundet. Georg Körte, leichtverw,— Res. Leo Voesch, leich verwundet.— Heinrich Rapp, leichtverw.— Gustav Oberst, leich; verwundet.— Peter Orians, leichtverw.— Serg. Richard Golr fchmidt. leichtverw.— Adolf Reese, leichtverw.— Res. Johann e> Schuppel, leichtverw.— Friedrich Fabian, leichtverw.— Res. Friedr. Ros, verm.— Res. Alois Janzcr, verm.— Res. Emil Gerstner, verm.— Res. Rudolf Schüler, verm.— Hermann Rinderle, verw. — Res. Ludwig Falkenstcin, verm.— Res. Alois Zeddelmcher, verm. — Alfons Schön, verm.— Res. Albert Pfister, verm.— Gefr. Willy Plachetka, verm.— Res. Wilhelm Lehr, verm. 8. Kompagnie. Wilhelm Maußhavd, tot.— Josef Rußbaum. leichtverw.— Friedrich Mai er, tot.— Christian<Äaib, tot.— Reinmund Schwer, tot.— Einj. Georg Goyot, leichtverw.— Georg Deußner, leichtverw.— Heinrich Goldschmidt, leichtverw.— Kar- Hahn, leichtverw.— Georg Hennemann, leichtverw.— Franz Hc;- tinger, leichtverw.— Josef Jünger, leichtverw.— Friedr. Bullingcr, leichtverw.— Gefr. Anton Boxheimer, leichtverw.— Josef Kastner. leichtverw.— Wilhelm Laun, leichtverw.— Max Stöckel, leichtverw. — Georg Müller, leichtverw.— Jakob Schmitt, leichtverw,— Gcir. d. Res Wilhelm Veidt, leichtverw.— Albert Engel, leichtverw.— Trippel, leichtverw.— Ludwig Wagner, leichtverw.— Albert Zander, leichtverw.— Res. Friedr. Trefzcr, leichtverw.— Res. Robert Reißfelder, leichtverw.— Gefr. d. Res. Haller, leichtverw.— Res. Wilhelm Frey, leichtverw.— Res. Josef Melzcr, leichtverw.— Fritz Meier. leichtverw.— Rudolf Saßmannshausen, leichtverw.— Einj. Augur Mittelberger, leichtverw.— Karl Atzert, verm.— Diffinger, verm. — Willibald Fluck, venu.— Res. Franz Schneider, verm.— Res. Fritz Meier, verm,— Res. Karl Faiß, verm.— Res. August Furrer, verm.— Res. Nikolaus Erber. verm.— Res. Adam Kropp, verm. — Res. Bernhard Schiebe, verm.— Res. Lorenz Stoff, verm.— Res. Emil Jcnne, verm.— Res. Karl Reinle, verm.— Res. Adolf Schellhammer, verm.— Leutn. d. Res. Hclmbold tot. Jnfantcricregiment Nr. 143, Strastburg i. E., Mutzig. Major Karl v. Wilcke, vcrw.— Oberleutn. u. Adjut. Hans Heckert, tot. 1. Kompagnie. Oberleutn. d. Res. Wilhelm Pulsack, verw.— Leutn. d. Res. Wilhelm Zurwehne, tot.—- Leutn. d. Res. Alfred Kopp. tot. Leutn. Ernst. Krumbhorn, vcrw.— Jobann Albus, verw.— Josef Baumeister, vcrw.— Res. Ludwig Brach, verw.— Res. Kar! Furch, vcrw.— Martin Golcmbiemski, verw.— Gefr. d. Res. Gros. verw.— Res. Alois Grohior, vcrw.— Tambour Franz Husung. vcrw.— Res. Nikolaus Heitz, vcrw.— Res. August Hemmler. tot — Albert Jödicke, verw.— Res. Alfred Josef, tot.— Unteroff. Rudv!- Kurzhals, verw,— Gefr. Louis Krause, verw.— Wilhelm Körte. tot,— Res. Heinrich Kosack, verw.— Ferdinand LindwerS, verw.— Johann Plum, vcrw.'— Res. Christian Riedniger, verw.— Pfeldw. d. Res. Lucia» Scquer, verw.— Hornist Ignatz Senge, vcrw.— Pfeldw. d. Res. Ernst Sbuchsevdt, verw.— Unteroff. Karl Sehr ade. vcrw.— Ernst Stürznickcl, verw.— Res. Ernst Studer, veno.— Unterosf. d. Res. Arnold Stein, vcrw.— Heinrich Todt, verw.— Gefr. b. Res. Karl Polz. vcrw.— Wilhelm Westerbarkei, verw.— Paul Witz, verw.— Res, Karl Willig, tot.— Res. Karl Zimmer, verwundet. 2. Kompagnie. Leutn. d. Res. Mahnte, verw,— Unterofs. b Reserve Eberhard BieSmann, verw.— Walter Boemcr, tot.— Res. Michael Brandt, verw.— Heinrich Flachmann, ver«.— Josef Ger- Hardt, vcrw.— Peter Heckior, tot.— Res. Tollmann Heimbach, tot. — Res. Anton Jankowski, verw,— Pfeldw. Kurt Kassel, verw.— Gefr. Karl Leßncr, verw.— August Ludwig, verw,— Res. Arnold Nölker, verw.— Unteroff. d. Res. Otto Pfeifer, verw.— Friedrill; Reiff, verw.— Paul Rinck, vcrw.— Res. Johann Scbuch, verw.— Pfeldw. d. Res. Fritz Tauber, verw.— Res. Heinrich Thcißen, vcrw — Res. Gerhard Usermann, verw,— Ouo Zicbc, verw.— Hermann Bange, tot. Res. Albert Egcnvld, tot. 3. Kompognic. Hauptm. d. Ref. Paul Gerkold, tot.— Leutn. d. Res. Friedrich Hehl, vcriv.— Leutn. d. Res. Zllfers, verw.— Leutn. Erich Macrkcr, vcrw.— Res. Heinrich Baeseler, verw.— Unterosf. d. Rci. Alois Gaoander, verw.— Ernst Hack, verlv.— Bernhard Jastrinschewski, verw.— Res. Adolf Jahnke, verw. Unteroff. d. Res. Hubert Krupp, verw.— Anton Krewers, vcrw.— August Kürten, vcrw.— Res. Wilhelm Kamradi, vcrw.— Johann Luxenüurger, verw.— Res. Jakob Lohr, verw.— Hermann Mann. tot.— Hornist Friedrich Schnittger, verw.— Gcfr. d. Res. Kar! Steck, verw,— Hans Storb, verw.— Peter Toyza, verw.— Res. Friedrich Zurr, verw. 4. Komvagnie. Gest» Moritz Baum, tot.— Unteroff. d. Res. Wilhelm Bollenbach, verw.— Jgnaz Mogendorf, verw.— Gefr. Adam Prümin, verw.— Thomas Przywara, verw.— Pfeldw. d. Res. Karl Pfannmüller,, verw.— Gefr. Heinrich Riede, verw.— R. i. Georg Stoff, verw.— Gefr. Gustav Ullrick», Vevw.— Gest. Fritz Utilje, tot.— Michael Vieth, verw.— Andreas Woisasik, tot. £>. Kompagnie. Johannes Adler, schwerverw.— Johann Boul- lion, schwervcrw.— Walter Nocke, schwerverw.— Gefr. Gustav Wendorf. schwerverw. 7. Kompagnie. August Ackermann� verm,--- Emil Backhaus, schiverbertv.— Eugen Bostedter, berm.— Geörg Claus, denn.— Ludwig Derivaux, verm.— Ernst EichelZraut, tot.— Friedrich Eichmeyer, tot.— Vfeldw. Karl Fennrich, ichwerverw.— Hauptm. Heusch, tot.— Res. Karl Herbst, verw.— Gesr. Heinrich KocherS- berger, tot.— Res. Andreas Klumpp, verm.— Res. Ernst Kremp, verm.— Oskar Langer, verw.— Karl Müller IV, verw.— Wilhelm Oppermann, tot.— Johann Pawlack, tot.— Res. August Roll, verm. — Friedrich Roht, tot.— Tambour Friedrich Sittig. verw.— Wilhelm Steffens, leichtverw.— Johannes Stroodt, leichtverw.— Karl Schöttger, verw.— Jakob Scherrer, verm.— Karl Schulze, verm.— Heinrich Theih, verw.— Anton Ullrich, verm.— Joief Weinling, tot.— Gerson Wolf, verw.— Georg Zingrafs, tot.— Jakob Zimmermann, verw. 8. Kompagnie. Res. Bernhard Abenard, schwerverw.— Aloysius Anhalt, verw.— Johann Biallas, tot.— Georg Fritsch, verw.— Wilhelm Grzegoszyk, tot.— Franz Gieszendorf. tot. Res. Karl Hoffmann, tot.— Heinrich Krog, schwerverw.— Res. Alfred Lorenz, tot.— Emil Lichtenthaler, schwerverw.— Josef Pilz, schwerverw. — Tambour Karl Pohlig aus Gehren, verw.— Res. Emil Schmidt II, tot.— Musketier Johann Schmitz, schwerverw.— Albert Schulze, schwerverw.— Louis Wördes, schwerverw.— Albert Grüning, schwerverw.— Maximilian GrilSmar, schwerverw.— Mdx Opitz, schwerverw. 9. Kompagnie. Vfeldw. Emil Alefeld, verw.— Eugen Anberg II. verw.— Bronislaus Beymann, verw.— Ernst Bürett, verw.— Gustav Albert Dolz, tot.— Gustav Tiebold, verw.— Untcroff. Karl Hollerück, tot.— Wilhelm Hülsemann, tot.— Wilhelm tzoffmann, tot.— Gefr. Heinrich Metz. verw.— Nikolaus Mistler, verw.—. Ernst Rafflenbeul, verw.— Ludwig Walzer, verw. 19. Kompagnie. Hauptm. Werner Dierke, verw.— Leutn. d. Ref. Otto Weil II, verw.— Vfeldw. Alfons Bsninde, verw.— Hornist Eugen Dammbach, vertr.— Ref. Ernst Deun. verw.— Serg. Paul Ebeling, verw.— Vfeldw. d. Res. Joachim v. d. Goltz, tot.— Vfeldw. d. Ref. Wilhelm Justus, verw.— Karl Mundorf, verw.— Res. Josef Schach, tot.— Ref. Josef Schuller. verw.— Hermann Tyram, verw.— August TrinkS. verw. 11. Kompagnie. Friedrich Bentrup, verw.— Franz Brzezina, tot.— Unteroff. d. Res. Georg Becht, tot.— Peter Taster, verw.— Franz Durke, verw.— Gustav Dönnücke, verw.— Gefr. Johann Funken, verw.— Stephan Hühner, verw.— Matthias Horten, verw. — Res. Ernst Königer, verw.— Peter Kreutz, verw. Gustav Kehlert, verw.— Johann Schaefer, verw.— Johannes Wien«, verw. — Anton Wagner,»erw. 12. Kompagnie. Heinrich Abels, verw.— August Dreller, verw. — Johann Murawski, tot.— Paul Permantier. verw.— Josef Pfadt, verw.— Gefr. Franz Schwarzbich, verw. Res. Friedrich Karl Thumm, tot. Maschinengewehrkompagnir. Leutn. Herbert Bon, verw.— Josef Blütenbender, verw.— Ref. Karl Baumann II, verw.— Wilhelm Gerken ,verw.— Unteroff. Otto Keßler, tot. Josef Kühler, tot.— Walter Kamm, verw.— Eduard Kriese, verw.— Gefr. Josef Mutschler, verw.— Josef Petze, verw.— Wilhelm Roß, verw.— Ferdinand Siegmann, verw.— Friedrich Weimann, verw. Infanterieregiment Nr. 14L, Allenstein. 12. Kompagnie. Hans Vahl, tot. Infanterieregiment Nr. 175, Schwetz. 10. Kompagnie. Karl Walter, schwerverw.— Max Wuske, schwerverw. 11. Kompagnie. Karl Reimetz, tot. Dragonerregiment Nr. 13, Metz. Oberst Karl Freiherr v. Broich, schwerverw. Leutn. d. Res. Reinhold, tot.— Leptn. Gaston Donle, schwerverw. 2. ESkadron. Wilhelm Hirschfeld, verm. 3. Eskadron. Unteroff. Hermann Mahn, schwerverw.— Richard Melzer, schwerverw.— Peier Jepsen, tot.— Serg. Reinhold Kemna. schwerverw.— Unteroff. August Kues, schwerverw,— Johannes Jeßen, schwerverw.— Nikodemus MencierSz, schwerverw.— Ferdinand Kleuter, leichtverw. Dragonerregiment Nr. 14, Colmar i. Elf. 5. Eskadron. Gustav Meier, schwerverw.— Eins. Unteroff. Eugen Bertrandt, verm. Josef Birkhölzer, verm.— Eins. Unteroff. Hermann Schöll, leichtverw.— Gefr, Gustav Bardeck, schwerverw. vfeldw. Hermann Appel, leichtverw. Dragonerregiment Nr. 22, Mülhausen i. E. 4. ESkadron. Leutn. d. Res. Erb, tot.— Wolf, tot. Husarenregiment Rr. 5, Gtoltz. 2. ESkadron. Leutn. Jürgen Baarth, schwerverw. Jägerregiment zu Pferde Nr. 12, St. Avold. 2. ESkadron. Walter Behrendt, tot.— Wilhelm Geihler, schwer» verwundet.— Wilhelm ParieS, schwerverw. und gefangen.— Reinhold Kelling, verm. 2. ESkadron. Jürgen Puls, schwerverw.— Johannes Becker, tot.— Eduard Schmidt, leichtverw.— Heinrich Schlüter, schwerverw. Feldärtillerieregiment Nr. KK, Lahr. 1, Batterie. Wachtm. Walter Trübe, tot.— Albert Glatt, tot. — Heinrich Kampe, tot.—«Leutn. d. Res. Wagner, schwerverw.— Res. Ernst Scholer, leichtverw.— Gottfried Bayer, leichtverw.— Wolf Goetz, leichtverw.— Bernhard Gingler, leichtverw.— Ludwig Schmiedetet, leichtverw. 2. Batterie. Bfeltw. d. Res. Heinrich Stilling, schwerverw.— Adolf Fluck, schwerverw.— Ernst Friedrich Funfgela, schwerverw. 3. Batterie. Johann Schroth, schwerverw.— Unteroff. d. Res. Karl Kottke, leichtverw. * Berluste durch Krankheit. Kaiserliche Feldpost. Acmee-Qberinfpektor Hahn, tot. Ist der Krieg ein Entlastungsgrunö? Weder für das gewerbliche, noch für das ländliche Arbeits» Verhältnis, noch für da» des Handlungsgehilfen kann der Ausbruch des Krieges und der damit verbundene wirtschaftliche Rückgang alz ein»wichtiger Grund* im Sinne de« ß 62ö des Bürgerlichen Gesetzbuche» oder Z 70 de« Handelsgesetzbuches erachtet werden, der zur Entlassung ohne Kündigung berechtigt. ES ist das völlig zweifelsfrei, zumal nicht einmal ein KonkurSauSbruch ein»wichtiger Grund* ist, der zur Entlassung berechtigt. Dennoch haben mehrer» Zeitungen— leider auch die Arbeiterrechts-Beilage des»Kor» respondenzblatteS*— den irrigen Standpunkt eingenommen, es könne der Stillstand eines Geschäftes, das Aussetzenmüssen wegen NichtankommenS des Materials einen„wichtigen Grund* zur Entlassung im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches, Handelsgesetzbuches oder der Gewerbeordnung sein. Diese Anficht beruht auf einer völligen Verkennung grundlegender Begriffe unseres bürger» lichcn Rechts, insbesondere der durch§ 293 B G. B. festgelegten Tatsache, daß der Arbeitgeber stets in Vorzug kommt, wenn er die ihm angebotene Leistung nicht annimmt. Vorzug liegt vor. auch wenn den Arbeitgeber soder irgend einen anderen Gläubiger) keinerlei Verschulden trifft. Erfreulicherweise folgen die Gerichte der falschen Auslegung nicht völlig. So hat z. B. das Kaufmanns» gericht in Frankfurt a. M. in einer Entscheidung, von einigen Ausnahmen abgesehen, verneint, daß der Ausbruch«ine» Krieges ein wichtiger Grund fei. Auch bei diesen vom Gericht konstruierten Ausnahmen liegt ein Ivichtiger, zur Kündigung be» rechtigender Grund nach der klaren Bestimmung des ß 293 des B. G. B. nicht vor. Die Entscheidung lautet: Da« kaufmännische Dienstverhältnis kann von jedem Teil ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gelöst werden, wenn.ein wichtiger Grund* vorliegt s§ 70 H.G.B.). Es fragt sich im gegenwärtigen Falle, ob der Ausbruch deS Krieges und der damit verbundene wirtschaftliche Rückgang deS Geschäfts einen solchen wichtigen Grund darstellt. Dies kann und wird meist da zutreffen, wo ein einziger Geschäftsinhaber zur Fahne einberufen und ausreichende Vertretung nicht vorbanden ftt. DaS Gleiche kann zutreffen, wenn die Geichäftsfortführung dadurch unmöglich wird, daß die Betriebsmittel nicht mehr zur Verfügung stehen iAushebung sämtlicher Pferde eines Fuhrgcschäfts und dergleichen). In allen übrigen Fällen aber ist im allgemeinen daS vorliegen des wichtigen Grundes zu verneinen. Es widerspricht dem Rechtsbewußtsein aller gerecht und billig Denkenden, dem Eintritt wirtschaftlicher Nöte einen so weitreichenden außerordent- lichen Einfluß auf bestehende Vertragsverhältnisse, insbesondere die mit gesetzlicher Frist oder kürzer kündbaren, zu geben, wo doch im gegenteiligen Falle, nämlich bei wirtschaftlicher Hochkonjunktur irgendwelcher rechtlicher Einfluß auf die Gestaltung deS Arbeits- Verhältnisses ebensowenig gegeben ist. In Ueberetnstimmung mit dieser Rechtsauffassung geben darum auch die in Z 72 H.G.B. angeführten Beispiele wichtiger Gründe keinerlei Anhalt zu einer entsprechenden Ausdehnung aus den Kriegsfall. Unterstützend kommt noch hinzu, daß das bestehende Recht sogar im Falle deS Konkurses dem Prinzipal nur das Recht der gesetzlichen Kündi- gung gibt, nicht aber da« Recht der frivolsten Aufhebung des DienstvertrageS, auch in dem Falle nicht, wenn der Konkurs unverschuldet ist. ES kann darum in den durch den Krieg zum Schlechten veränderten wirtschaftlichen Verhälmissen nur dann«in Grund zur sofortigen Entlassung Dienstverpflichteter gegeben sein, wenn eine völlige Geschäftsein st ellung herbeigeführt werden mußte. Das war im vorliegenden Fall nach der eigenen Darstellung der Beklagten nicht gegeben. Die Firma besteht weiter, sie hat nur die Fabrikation vorübergehend eingestellt. Ihren Kontorbetrieb hat sie noch aufrecht erhalten, eS ist auch noch ein Inhaber völlig und ein zweiler beschränkt tätig. Die Firma hatte also nicht das Recht, den mit dem Kläger ab» geschlossenen Dienstbertrag fristlos äufzuhebeit und war zur Fahlung des vollen GehalteS bis zum Ablauf der gesetzlichen Kündigung«» frist zu verurteilen. Mr möchten die Gewerbe- und Kauftnannsgerichte drin- gend ersuchen, sich nicht durch die Tatsache des Krieges zu irreführenden Auslegungen zuungunsten der Arbeiter und An- gestellten verleiten zu lasten. Der Kriegsausbruch berechtigt so wenig wie ein Konkurs oder das Abbrennen des Fabrik- grundstücks zur fristlosen Entlastung. Der Grundsatz des i; 293 B.G.B, ist nach jahrhundertelangem Ringen um die Frage erreicht, ob zum Vertrag des Gläubigers ein Ver- schulden gehört. Es ist aus sozialen Gründen diese Frage verneint, und soziale Gründe und das Gesetz gebleten. von dieser Errungenschast auch nach dem Kriegsausbruch nicht abzugehen. Ist es denn sozial, um einem zu helfe». Tausende zu schädigen? Mus öer Partei. Tie VikdungSausfchüffe während de« Kriege«. Wie all« organisatorischen Einrichtungen der Arbeiterschaft während de» Krieges aufrechterhalten werden müssen, so haben auch di« BildungSauSschüffe die ernst« Pslichi, die erst in den letzten Jahren mit vieler Müh« geschaffenen Grundlagen und An- sänge der planmäßigen BilduugSarbeit zu sichern. Wo Lücken in den BildungSausjchüsien durch Einberufung von Mitgliedern evt» standen find, müssen sie geschlossen werden, sei e» durch Hinzuwahl neuer Mitglieder, sei ei durch Neukonstituierung der übriggevliebe» nen Mitglieder, besonders durch Wahl eines Vorfitzenden, sofern der bisherige Vorfitzende zu den Einberufenen gehört. Die BildungSauSschüffe sollen ferner versuchen, auch jetzt auf den ver- schiedenen Gebieten ihrer Tätigkeit eine bescheidene Wirksamkeit zu entfalten, wobei sie jedoch volle Rücksicht auf die durch t*» Krieg veränderten Verhältnisse nehmen müssen. Besondere A»- Weisungen lassen sich dafür nicht geben, da die Art der Betätigung in jeder Beziehung und in jedem einzelnen Falle von den örtlichen Verhältnissen abhängig ist. Auf briefliche Anfrage ist der Zentra.- bildungsauSschutz gern zu Ratschlägen in Einzelfällen bereit. Zn beachten ist überall noch mehr als in FriedenSzeiten, daß etwaige Veranstaltungen belehrender oder unterhaltender Art im vollen Ei»* Verständnis mit den örtlichen Instanzen der Arbeiterbewegung Se- troffen werden müssen. Sodann dürfen die Veranstaltungen keine Geldausgaben verursachen; sie müssen sich auf freiwillige und un» entgeltliche Mitarbeit gründen. Ter Charakter aller Veranstm- tungen muh ebenfall» auf die Kriegslage Rücksicht nehmen, i«* Zweck soll sein, die moralische Widerstandskraft de» einzelnen uu der Gesamtheit gegen die vielen erschütternden und niederdrücken- den Ereignisse de» Kriege» zu stärken. Der ZentralbildungSauSs ch uß- SozisltaMeher WaMverelR 1. 1 6. Herl. Reiehstagswaltreis Am Sonnabend, den S2. d. M., verstarb unser Genosse Emil Hornig Müllerstr. 150. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 25. August, nach- mittags 3»/, Uhr, von der Leichen- balle des städtischen FriedhoseS, Müllerstraße, Eck» Seestraße, au« statt.__ Räch langem Leiden verstarb Sonnabend, mittags 12 Uhr, unser Mitglied, der Eastwirt Rudolf Spranger Wolltner Str.«4 im 63. Lebensjahr. Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag t Uhr von der Leichen- Halle der ZionSgemeinde, Nord- end, au» statt. Ghre ihre« Andenken! Um reg» Beteiligung ersucht Ter vorstand. ßeBtsEberMaFbeiter-Verbanil Verwaltungutelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Maschinen- arbester Lmii fiomix Müllerstr. 150 am 22. d. MS. an Lungenleiden gestorben ist. Ehre seinem««denke« l Die Beerdigung findet am Dienstag, den 25. August, nachmittag«. 3'U Uhr, aus dem städtischen Friedyoie, von der Salle oe« St. Phuippus-Apostel-Fried- Hose» in der Müller,, Ecke See- slraße au« statt, Rege Beteiligung wirb«»wartet, �kackrut. Den Kollegen serner zur Nach- richt, daß unser Ritglied, der Metallarbeiter kmil Qutschow Hermsdors am 21. d, Mi«, an Herzleiden gestorben ist. Ghre seinem Andenken! 13414 Die Orttverwaltung. Allen Freunden und Bekannle» die ttaurige Nachricht, daß meine inniggeltebte Frau Friederike Hiischke am 21. d. Mts. verstorben ist. Die Einäscherung smdet heute Dienstag, den 25. August, nach- mittag« 4 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg statt, 114A Der trauernde Gatte B. Xltschke, Neukölln, Terwwltnng Berlin. Danksagung. Allen Freunden, Bekannten und Kollegen, welche meinem unvergeh- lichen Manne die letzte Ehr« erwiesen haben, insbesondere dem Holzarbeiter- verband, dem Wahlverein und dem Männerchor, sowie auch dem Genossen Wurb« für di« ttoftreichen Worte, hierdurch meinen herzlichsten Dank «w- VViikeimine lUA Neukölln. Billiae Cnterkiibitsgeleceiiheii auch sür solche männlich, Personen, die einer Gewerkichast nicht ange- hören, bietet die Herberge de» Et- werkschaftshauses. Engeluser 15. Der Preis der Betten bettagt 4b, öS, 65 Ps. in Zimmern mit 11, 6 und 4 Betten, 80 Pf. in solchen mit 2 Betten. Einzelzimmer kosten 1,50 Mark. Für den Ausenthalt am Tage steht ein Restaurant mit billigen Preisen und ein Lesesaal zur v«r< sügung. Speaslaiarzt f. Ha«»-. Harn.. Frauenleiden, iro. Schwäch«, Bcinkranke jeder Art, Ehrlich Hat«- Kuren in Ol. Homeyer u.Co. konz. Laborat.> Blut. Untersuchung., Näde« i. Harnusw. Flldllliclistr. 81, JSÄ Spr. 10—2, 5—9, Sonnt. 11—2. Honorar mästig, auch Tetlzahl. Separates Damenzimmcr Osksr �VoIIburx Trauer■ Magazin Berlin N., BrunneneiraBe SB. QroOe Auswahl In sohwaner KonfeHion; auohelnz. RBeke, Blusen, Httte eto. Anfertigung nach MaB In 12 Stunden. Aendorungen toleii.* »°wlii! Korbmacher. Donnerstag, den 27. August 1914, abends S1/» �r' im GewerkschaftDhanse, Engelufer IS, Saal 1 t Kranchen- Dersammlung Tagesordnung: g 1. Die Bedeutung der««werkschaften t« de» Oegenwärtnp? Zeit. Reserent: Berbandsvorfitzender Kolleg« Q«tp«»rt. 2. Brandl angelegenheiten... 91/13 IM« OrtsTerw�It«"'** _______________ iiiier-i Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1289, 9714, 186. Bureau geöffnet ven 9—1 Uhr und von 4— 7 Uhr. Mittwoch, den Ä9. August» abendS 8'/» Uhr: Mitglieder- PerjammlunS der Gold- und Silberarbeiter und verwandte« Berufsgenoffen i«„Dresdener Gart««", Dresdeuer Straße 45- Tagesordnung: 1. Vortrag de« Genossen Htz'tnaell i ,, ..Der Einstuft de« Krieges auf de« Arbeitsvertrag- 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. ——— Pünktliche» und zahlreiches Erscheinen wird erwartet.~ 124/3 p|0 OrtsverwaHonf 1 Filiale Berlin.-„ Berbandskollegcu! Um die wegen de» Kriege» Skte«ss� Mahnahmen und veschlüfl« zur Durchführung brinflett«»••, ist e» erforderlich, daß sich alle arbeitslose« Mitglieder Mittwoch, den 26. August er., abend» zwische« 7—9 H()r» ihrer Zahlstelle zur Kontrolle melden. KB. Alle Ansragen resp. Gesuche um Unterstützung find unttt Verband Spapier« an den Borstand einzureichen. sügung der 1T5/U '�▼.rataaf- Militär-Stiefel jeder Art flnd bei uns in großen Mengen vorrätig! Sesuchen Sie uns sofortl Schuhfabrik Conrad Tack&(Sie., A.-G., Burg M Magdeburg- ■142 Verkaufsstellen im bleich,** davon 21 in Berlin n. Umgegend: w, ÄT*.« 40 NW,«urmBrafw 44 22 N,! i 427 O, ÄnSriofllratM�niir 50 SO, Oroiil«* 2a »2 125 SO, VraeadflnB« 4» I S«u»tn: BW,»rk»fi4#r. 240-241 ■ftSwiiwrtllchet Sleialteur;«isrcp Melexp, Neufölln. Füx fte» Inseratenteil veraniw.: rh. Glocke, Berlin. Drück SVerlagtVorwärt, Buchdruckertl«.'VerlägBanstalt Paul Sing-r H'Co.. Sellin SV�