Kr. 233.- 31. Jahrg. NdonnementZ-Iiecklngungen: Abonnements» Preis pränumerando: Vierteijährl. z�o Ml., monall. 1,10 Ml,, wöchentlich 25 Pfg, frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags» nummer mit illuftrierier Sonntags» Beilage„Die Neue Welt' 10 Pfg. Posi- Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Singetragen in die Post» Zeilungs- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oeslerreich> Ungarn 2.50 Marl, für das übrige Ausland 4 Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg. Portugal, iwmanien, Schweden und Sic Schweiz. Crtdielnt täglich. G. Vevlinev Dolk�blnkk. 5 pksnnlg) DK TnrefflOM'Sebaftf Behagt für dt» fechsgefpaltene Kolonel» geile oder deren Raum 00 Pfg., für politische und gewerlschaftliche Vereins» und Bersammlungs-Anzeigen 80 Pfg. „Kldne Mnztlgen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlasitellenan» zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes wertere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abend? geöffnet, Telegramm- Adresse: „SozIaldtmoKrat Berlin", Zentralorgan der rozialdemokratifcben Partei Deutfcblands. Redaktion: 8W. 68, Lindenetrassc 69. Fernsprecher: Amt Morikplati, Nr. 138?. Mittwoch, den Ä6. August 1914. Expedition: SM. 68, �.indenstrasse 69. Fernsprecher: Amt MoriKPlatz, Nr. 1984. in Die deutschen Verwaltungsbehörden in öelgien. B e r l i n, 25. August.(W. T. B.) Mit öer Verwaltung der okkupierten Teile des Königreichs Belgien ist von Seiner Majestät dem Kaiser unter Ernennung zum General- gouverneur der Generalfeldmar- schall Freiherr von der Goltz beauf- tragt worden. Die Zivilverwaltung ist dem zum Verwaltungschef ernannten Regierungspräsidenten von Sandt in Aachen übertragen worden, dem für die Dauer seiner Tätigkeit das Prädikat Exzellenz beigelegt ist. Dem Verwaltungschef sind bei- gegeben: der Oberregierungsrat v 0 n W u s s 0 w aus Kassel, Landrat Dr. K a u f m a n n aus Eus- Archen, Iustizrat Trimborn, Mitglied des Reichstags, aus Köln, der bisherige Konsul in Brüssel Legationsrat K e m p f f sowie der Bürgermeister von Loebell aus Oranien- durg. Die Berufung weiterer Beamter, ins- desondere von Technikern der Berg- UndBauverwalkung,istin Aussicht ge- kommen.— Der Generalgouoerneur Generalfeldmarschall Freiherr von der Goltz ha! sich zur Ueber- aahme seiner neuen Tätigkeit bereits nach Bel- gien begeben. öie belgische presse in üeutscher Sprache. � Berlin, 25. August.(W. T. B.) Die gesamte Presse .��lgiens, mit Ausnahme der von Antwerpen, erscheint "s deutscher Sprache. Der deutscherseits eingesetzte Gouverneur hat das weitere veranlagt. Es ist anzunehnien, die französische Sprache neben der deutschen beibehalten Namur in öeutschen tjä'nöen. Berlin, 25. August.(W. T. B.) Bon der Festung Ramur sind fünf Forts und die �ladt in unserm Besitz. Vier Forts werden Noch beschossen, ihr Fall scheint in Kürze bevor- zustehen. Der Generalquartiermeister von Stein. Meiningcn, 2Z. Aupiist.(SB. T. B.) Das Hofmarsckallamt teilt Prinz Friedrick, Bruder des Herzogs von Sachsen-Mcimugeii Uub Bater der Grostherzogin von Sachsen, ist am 23. b. M. vor "stnut durch einen Granatschuß getötet worden. « Die Befestigung N a m u r s ist ähnlich der Lüttichs. Die �'aentliche Stadt ist unbefestigt. In einem Umkreis von f1 Kilometer liegen 9 Forts; 6 Forts liegen auf dem linken, �auf dem rechten Ufer der Maas. Die Entfernung zwischen �todt und Forts schwankt zwischen 4 und 8 Kilometer. Zwischen den Forts selbst liegen Zwischenräume von 3 bis � Kilometer. Diese Zwischenräume sind in Naimir sicher �'t mehr durch eingebaute Batterien. Jnfanterieunterstände ww. jn Verteidigungszustand versetzt worden als in Liittich, � von den Kriegsereignissen überrascht worden ist. . jedenfalls hatten die deutschen Truppen in Namur einen kl'r harten Widerstand zu überwinden. Sie können deshalb 'reudigen Anerkennung des ganzen Volkes sicher sein. «.rk öuletzt sind es ja deutsche Arbeiter, die auf den schlackt» leldern im Westen und Osten ihre harte und gefährliche Pflicht tun. Wir wollen nur hoffen, daß diese Anerkennung auch für künftige Friedenszeiten vorhält. Jn der Vergangenheit blieb in dieser Hinsicht manches zu wünschen übrig. Auf ihrem Vordringen von Lüttich trafen die deutschen Heereskolonnen im Maastale zunächst ans das Fort von H u y, dessen Befestigungswerke zum Teil in den Felsen ein- gehauen wurden. Huy selbst ist ein Jndustriestädtchen von etwa 29 999 Einwohnern. Sein Proletariat zeichnet sich durch seine tiefe sozialistische Ueberzeugung aus. Beim Generalstreik von 1913 streikten daselbst sämtliche Arbeiter bis auf einige 39. Die Stadt Namur ist ein kleinbürgerliches, recht kleri- kales Städtchen von etwa 49 999 Einwohnern. Es war von jeher in allen Kriegen im Westen Europas von Bedeutung, hat unzählige Belagerungen durchgemacht, ist oft zerstört und immer wieder aufgebaut worden. Von Namur aus führen zwei Straßen und Eisenbahn- linien nach Frankreich. Die eine führt durch das herrliche und romantische Maastal. Das Tal ist hier ziemlich eng und von bewaldeten Bergen eingeschlossen. Es ist eine Durchgangs- Mrechmmg mit Rußland. Ein Vermächtnis unserer Vorkämpfer. Von Ed. Bernstein. »Die Deutschen werden hoffentlich daß Rußland sich unterfing, ihnen verbi einem angegriffenen deutschen kommen." nie vergessen, ieten zu wollen, Staate zu Hilfe zu Fr. Engels, 1860. straße und erlaubt keine Truppenentwickelung. Am rechten User der Maas liegt das malerische Tinant, dessen Zitadelle zurzeit in Privatbesitz ist, also nicht mehr kriegerischen Zwecken dient. Jn Givet erreichen Bahn und Straße französischen Boden und von hier aus können deutsche Truppen über Charle- ville und Sedan in den Rücken der französischen Verteidi- gungslinie Verdun-Toiü-Belfort gelangen oder über Laon und St. Quentin nach Paris vorrücken. Die andere Straße führt durch das Tal der Sambre über Charleroi auf das französische Cambrai. Die deutschen Truppen können über Amiens auf Rouen und Lc Havre vordringen; Paris von Norden her bedrohen und durch die Be- setzung der französischen Küste von Dünkirchen über Calais bis Le Havre Frankreich die direkteste Verbindung mit Eng- land abschneiden. Der Fall der Befestigungen von Lüttich und Namur öffnet dem deutschen Heere ganz Belgien mit Ausnahme der Provinz Antwerpen. Antwerpen selbst ist die stärkste und Wohlausgebauteste Festung Belgiens. Hierhin hat sich jetzt die belgische Regierung, der Hos usw. geflüchtet. Von Brüssel 45 Kilometer entfernt, liegt Antwerpen mit seinen etwa 359 999 Einwohnern an der Scheide, die hier von den tief- gehendsten Ozeandampfern befahrbar ist. Freilich liegt die Scheldemiindung auf holländischem Gebiete und ist durch holländische Forts gesperrt. Antwerpen ist von einem Kranz von vorgeschobenen Forts ulngebcn; außerdem verteidigt ein Hauptwall von un- gefähr 13 Kilometer Länge die Stadt und den Scheldehafen. Es stellt somit den Hauptwaffenplatz von Belgien dar. Ant- werpens Eroberung wird unzweifelhaft nur durch ein zahl- reiches Belagerungsheer nach längerer Belagerung vor sich gehen können. Teutschland kann jetzt durch Belgien seine gesamten Streitkräfte durch das Maas- und Sambretal auf dem direkte- sten Wege nach Frankreich und ip den Rücken der französischen Streitkräfte bringen. Der Krieg, der gegenwärtig in Europa wütet, ist un- bestreitbar in erster Reihe Rußlands Krieg. Die Regierung des Zaren ist freilich nicht die allein Scyuldigc. Aber wer sein Urteil nicht durch diplomatische Winkelzügc beeinflussen läßt, sondern den Tatsachen nachgeht, die diesen un- geheuren Brand entsacht haben, der wird mit Notwendigkeit darauf gestoßen, daß, soviel der Schuld immer sich auf die am Kriege beteiligten anderen Mächte verteilt, die Schuld der Kreise in Petersburg und Moskau nicht die geringste ist. Wessen Politik ist es seit Jahrzehnten gewesen, die Revanche- Idee in Frankreich nicht einschlafen zu lassen? Rußlands. Die Franzosen wissen es längst, daß sie allein mit Deutschland nicht fertig werden würden, und immer stärker hatte im französischen Volk das Bestreben Wurzel gefaßt, der auf die Revanche gerichteten Politik mit ihren un- geheueren Ansprüchen an die wirtschaftlichen Kräfte der Nation ein Ende zu machen. Ohne die von russischer Seite den Franzosen immer wieder ausgeworfenen Köder würde dieses Bestreben, das haben gerade die letzten Jahre gezeigt, die Oberhand in Frankreich erhalten haben. Aber bis in die letzten Tage haben jedesmal, wenn sich im französischen Volk ein merkbares Abflauen der Rcvancheströmung zeigte, russische Besuche oder Einladungen dafür gesorgt, sie neu zu beleben. Daß dem herausfordernden Austreten Ruß- landS in der serbischen Angelegenheit der Empfang des Herrn Poincars in Petersburg unniittelbar porausging, ist bezeichnend für eine Politik, deren Praxis viel weiter zurückgeht, als den meisten bekannt ist. Jn der Thronrede, mit der Wilhelm IL am 4. August dieses Jahres die kurze Kriegstagung des Deutschen Reichs- tages eröffnete, heißt es hinsichtlich Rußlands:„Mit auf- richtigem Leid sah Ich eine von Deutschland treu bewahrte treundschaft zerbrechen." Das war keine bloße Redensart. s ist in der Tat ein beharrlich festgehaltener Grundsatz der preußischen und dann reichSdeutschen Politik gewesen, mit Rußland Freundschaft zu halten. Die Sozialdemokratie darf ihr dies Zeugnis ausstellen, denn sie, wie ihre Vorkämpfer, haben oft Gelegenheit genommen, die Leiter der preußischen und deutschen Politik wegen der Dienste, die sie um jener Freund- schaft willen dem Zarentnm und seinen Helfern erwiesen haben. auf das schärfste anzugreifen. Die Sozialdemokratie hat es ihnen zum bittersten Vorwurf gemacht, daß sie immer wieder dazu beigetragen haben, die Machtstellung deS Zarentums in Rußland und die Machtstellung des zarischen Rußland in der Welt zu befestigen, wo doch dieses letztere unzählige Male den Beweis geliefert hat, daß seine Freundschaft für Deutsch- land nicht weiter reicht, als dieses ihm zu Willen ist, sonst aber seiner traditionellen Politik den Platz räumt, Deutschland nach Möglichkeit in gefährdeter Lage zu er- halten und mit den Widersachern Deutschlands gemeinsame Sache zu machen., Es ist ein langes Kapitel, die Geschichte der Machen» schaffen des zarischen Rußland gegen die Erstarkung und Sicherheit Deutschlands, und läßt sich in ein paar Zeitungs- artikeln nicht erschöpfen. Aber es muß wenigstens in seinen Hauptzügen den: deutschen Volk vor Augen geführt werden. Dem deutschen Volk und zugleich auch den Sozialisten und aufrichtigen Demokraten des Auslands. Den Nichtdeutschen, die sich vielfach durch geschickte Ausnutzung von Ungeschicklich- keiten der österreichischen und deutschen Diplomatie von feiten der Soldschrciber Rußlands über die wahren Zu- sammenhänge des Konflikts haben täuschen lassen, um ihnen klar zu machen, was dieser Konflikt weltgeschichtlich zu bedeuten hat. Dem deutschen Volke aber, damit es begreife, welche Abrechnung es mit Rußland zu halten hat und in welcher Richtung sie wird gehalten werden müssen, wenn die ungeheuren Opfer an Gut und Blut nicht schließlich umsonst gebracht sein sollen. Die großen Vorkämpfer der internationalen Sozialdemo- kratic, Karl Marx und Friedrich Engels, haben in verschiedenen Veröffentlichungen auf Grund ihrer tiefgreifenden geschichtlichen Studien die Politik des Zarenreiches gekennzeichnet. Was sie darüber geschrieben haben, hat sich allen Gegenäußerungen entgegen immer wieder von neuem bestätigt und hat gerade jetzt eine so greifbare Bekräftigung erfahren, daß dies allein schon nötigt, auf ihre Darlegungen zurückzugreifen. Ins- besondere der 1899 von Friedrich Engels in der„Neuen Zeit" veröffentlichte Aufsatz:„Die auswärtige Politik des russischen Zarentums" verdient es, heute beherzigt zu werden. Zunächst einige Tatsachen aus früherer Zeit. Rußlands Politik mit Bezug auf Deutschland war, solange Oesterreich dessen Vormacht bildete, vorzugsweise darauf gerichtet, das letztere zu schwächen. Wir finden eS daher in dieser Epoche wiederholt an der Seite von Preußen, Oesterreichs deutschem ftibctTptt. Indessen trug man in Petersburg doch gleichzeitig auch Sorge, Preußen nicht zu st«rk werden zu lassen. Daß Rußland 1807 beim Friedensschluß zu Tilsit sich von Napoleon I. auf Kosten Preußens, das doch sein Verbündeter gegen jenen gewesen, die Provinz Pialystock schenken ließ, soll nicht übermäßig betont werden, denn der Besitztitel Preußens an dieser Provinz ruhte auch nur auf schwachen Füßen. Anders ist es schon zu beurteilen, daß Rußland nach dem Feldzug von 1813/14, wo Preußen wieder fein Ver- bündeter gegen Stapoleon I. gewesen war, das von letzterem aus vorher Preußen und Oesterreich zuerkannten polnischen Provinzen gebildete Großherzogtum Warschau, in Beschlag nahm. Denn dadurch erhielten die Grenzen Preußens nach Osten hin die denkbar ungünstigste Gestalt. Aber damit nicht zufrieden, half Rußland auf dem Wiener Kongreß von 1814/15 dem deutschen Bund eine Form geben, welche eine einheitliche Vertretung Deutschlands nach außen hin rundweg unmöglich machte. Wie früher und auch später tvieder Frank- reich sprach sich jetzt Rußland ein Recht auf Deutsch- lands Zerrissenheit zu und spielte die folgenden Jahrzehnte den Oberherrn Deutschlands. Was es indes nicht hinderte, schon in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts mit französischen Staatsmännern— Chateaubriand, Polignac — über Abmachungen zu verhandeln, deren Austandekommen das linke Rheinufer an Frankreich gebracht hätte. Wie Ruß- landsZar in der Reaktion nach 1848 den deutschen Fürsten Befehle auf Beseitigung vonErrungenschaftendcrMärzrevolution zugchen ließ, wie er 1849/50 die Preisgabe der Herzogtümer Schleswig- Holstein erzwingt und 1850 über Preußen und Oesterreich demütigendes Gericht hält, kennzeichnet den Geist, der ihn in bezug auf Deutschland und dessen EntWickelung beseelt. Der Krimkrieg dämpfte den Hochmut des Petersburger Kabinetts etwas. Aber wenige Jahre danach kartet Rußland mit Napoleon III. den italienischen Krieg ab nicht um ein freies einheitliches Italien herzustellen, das vielmehr in der Folge sehr gegen den Willen dieser beiden Mächte zustande gekommen ist, sondern um Oesterreich einiger Provinzen zu berauben und es durch den Krieg lahmzulegen. Und als dieser Krieg 1859 ausbrach, erläßt Rußlands leitender Minister Gortschakoff ein Rundschreiben an die deutschen Bundesstaaten, das es ihnen untersagte, Oesterreich zu Hilfe zu kommen, widrigenfalls Rußland dazwischenfahren werde. Damals kennzeichnete Friedrichs Engels das Ränkespiel Rußlands und Napoleons III. in seiner Schrift„Savoyen, Nizza und der Rhein" und stellte bei dieser Gelegenheit fest, daß es Rußlands traditionelle Politik war, Frank- reich den Besitz des— rein deutschen l—. linken Rheinufers zu versprechen oder ihm dazu im gegebenen Fall zu verhelfen gegen die Gestattung und Unterstützung russischer Eroberungen au der Weichsel und der Donau. Fast als seien sie für heute geschrieben, berühren die Worte, in denen seine Dar- lcgung auslief: „In diesem Augenblick noch droht uns die russisch-preuhische Allianz. Frankreich selbst kann uns nur in einzelnen Momenten gefährlich werden, und auch dann nur durch die Allianz mit Ruß- land. Aber Rußland insultiert uns stets, und wenn Deutschland sich dagegen erhebt, dann setzt er den französischen Gendarmen in Bewegung durch die Aussichr auf das linke Rheinufer. Sollen wir es uns nocb länger gefallen lassen, daß dies Spiel wir uns getrieben wird? Sollen wir fiinsundvierzig Millionen eS noch länger dulden, daß eine unserer schönsten, reichsten und industrielltten Provinzen fortwährend zum Köder dient, daß Ruh- land die Prätorianerherrschasl in Frankreich vorschiebt?" Das war damals die Frage. Vterundsttnfzig �ahre Geschichte haben ihr eine andere Form gegeben, aber an ihrem Kern nichts geändert. Sie haben nur gezeigt, daß sie auf dem Wege von Liebesdiensten Deutschlands gegenüber dem zarischen Rußland nicht zu lösen war. Denn an solchen hat es Preußen und dann das Deutsche Reich in diesen Jadren nicht fehlen lassen. Verschiedene Male haben sie Rußland aus sehr gefährdeter Lage herausgeholfen. Der Dank aber war die stete Erneuerung des gegen Deutschland gerichteten Bündnisses mit Frankreich und die Wachhaltung des Re- vanchegedankens, bis es zu diesem Krieg gekommen ist. Sein Anfang vollzieht sich, wie wir in einem zweiten Artikel zeigen werden, auch wieder nach einem von der russischen Politik traditionell innegehaltenen Programm. Wir werden daher zu untersuchen haben, was geschehen muß, damit das Ende ge- hörig anders ausfällt, als die Brandstifter in Petersburg und Moskau es sich ausgemalt haben. Kriegsbekanntmachungen. Warnung. Ein großer Teil der Brdeiter uf«., die in letzter Zeit an den Befestigungsarbeiten im Osten de« Reiche» beteiligt gewesen find, hält fich nunmehr in Berlin und in anderen Orten de« Reiches aus. Es ist bereits vorgekommen, daß solche Leute in Kneipen usw. Mit- tcilung von ihren Arbeiten und von dem gemacht haben, was sie sahen. ES wird daher besonders darauf hingewiesen, daß über solche Dinge überhaupt nicht gesprochen«erde» darf, und daß diejenigen, die solche» tun, sich hohen und schweren Strafen aussetzen. Durch Mitteilung über Befestigungsarbeiten, auch solchen, die scheinbar ganz»ebensächlicher Natur find, können unter Umständen wichtige Dinge verraten werden, weshalb schärfst« Maßnahme» gegen diejenigen zu erwarten stehea, die über diese Dinge rede» und ihre Kenntnisse ausplaudern. die neunte Verlustliste. Die neunte Verlustliste meldet den Verlust von 19 Offizieren 156 Mann an Tote» 16„ 474„„ Verwundete» 8„ 287 Vermißte» insgesamt 38 Offiziere 917 Mainischaflen Zusammen umfaßt also die neunte Verlustliste 955 Mann. Sie meldet ferner berichtigend, daß zwei gemeldete Tote nur verwundet, vier Vermißte den Verwundeten beizuzählen seien und 1 Vermißter sich krank im Lazarett befinde. Da die bisher veröffentlichten acht Verlustlisten zusammen von 3389 Mann meldeten, beziffert sich nunmehr der durch Verlustlisten mitgeteilte Gesamtverlust auf 4344 Manu. Außerdem enthalten die uns bis jetzt zur Kenntnis ge- langten beiden sächsischen Verlustlisten die Namen von 303 Mann. Nämlich 1 Offizier und 45 Mann Tote, 5 Offiziere und 144 Mann Verwundete und l Offizier und 107 Mann Vermißte. Westlicher Kriegsschauplatz. die ftanzö'stjche Regierung über üie Niederlage ihrer �trmee. R o m, 25. August.(ÜB. T. B.) Den hiesigen Blättern ist folgendes in P a r i s am 24. August, 11 Uhr abends, veröffentlichtes Commnniaue zugegangen: Westlich der Maas wurde unsere Armee von Deutschen angc- griffen, hielt bewundernswert stand. Zwei französische Armeekorps rückten vor, wurde» mit mörderischem Feuer empfangen. Sie wichen nicht, als aber preußische Garde Gegenangriff ausführte, mußten sie sich zurückziehen. Feind enorm« Berluste. Oestlich der Maas hatten Franzosen in schwierigem Gelände Vorwärtsbewegung ge- macht und wurden dann heftig angegriffen. Nach sehr lebhaftem Kampfe mußten sie zurückgehen. Südlich des Semois nahmen eng- lischc und französische Truppen Stellung. Sie blieben intakt, unsere Kavallerie hat nicht gelitten, physischer und moralischer Zustand unserer Truppen ausgezeichnet. Französische Armee wird jetzt defensiv bleiben, um Offensive im geeigneten Moment wieder aufzunehmen. Unsere Berluste bedeutend, aber noch nicht genau anzugeben. Das Eommuniau« erklärt schließlich, es sei zu bedauern, daß der Angrtffspla» feine» Zweck nicht erreicht habe, und fügt dann hinzu, die Defcnsivstellung der Franzosen bleibe gegenüber dem Feinde, der schon geschwächt, vollkommen fest. Teile einer selb- ständigen deutschen Kavalleriedivision auf äußerstem Flügel seien in das Gebiet von R o u b a i j— I o u r e» i n g eingedrungen, da? nur von Territorialtrvppcn verteidigt werde. die Kriegslage. Ueber die BerfolgungS- und UinklammerungSaktion, die die deutsche Westormee in diesen Tagen durchzuführen hat, schreibt General von Blume: „In einer Frontbreite von 250 Kilometer dringen die deutschen Heere unaufhaltsam in Frankreich vor. Am 23. August erreichte die linke Flügelarmee unter Befehl des Kronprinzen von Bayern in der Verfolgung der am 2g, südlich von Metz geschlagenen, minde- stens acht Korps starken französischen Armee, die Linie Lunöville— Blamont-�Cirey. Die letztgcdqchte Armee hatte, auS der bekannten, durch zahlreiche Forts befestigten Maaslinie Nancy— Vordun hervorbrechend, die Mosel und die lothringische Grenze überschritten, er- litt dann aber südlich Metz durch den gegen ihre mehr als Kg Kilometer lange Front und zugleich gegen ihre linke Flanke krafwoll geführten Gegenangriff des Kronprinzen von Bayern eine schwere Niederlage, durch die sie von ihrer natürlichen, in der Richtung nach der Verteidigungsstellung hinter der Maas liegenden Rückzugslinie nach Süden abgedrängt lourde. Ein derartiger Rückzug einer starken geschlagenen Armee nach der Flanke ist shts mit großen Schwierigkeiten verbunden und kann bei kräftiger Verfolgung, wie solche gegenwärtig stattfindet, leicht zu einer Katastrophe führen. Denn da die Marschkolonne eines Armeekorps um ein Mehrfaches länger ist als die Front, die«S in einer Schlachtinie einnahm, ge- raten die Korps einer Armee beim eiligen Abzug mich der Flanke unvermeidlich, je geringer ihre Zahl ist, um so mehr, in- und durch- einander, wodurch sich die in dem unglücklich verlaufenen Kampf schon stark erschütterte Ordnung immer mehr löst. Dazu kommt, daß in solckem Falle die Trainz und Kolonnen, die die Lebensmittel und Munitionsvorräte der Korps führen, am meisten in Ver- wirrung und außer Fühlung mit den Truppen, zu denen sie ge- hör:n, zu geraten Pflegen, so daß die letzteren bei mehrtägiger Tauer der Verwirrung Mangel am Notwendigsten leiden. Wenn dann obendrein die fliehenden Truppen in schwieriges Gelände, wie im vorliegenden Falle in die Vogesen, gedrängt werden, so ist es in der Regel um sie geschehen. Geschütze und Fahrzeuge werden im Stich gelassen und Tausend: und Abertausende von erschöpften Flüchtlingen ergeben sich widerstandslos den Siegern. Freilich aber stellt eine energische Verfolgung nach heiß und blutig erfochtenem Siege die höchsten Anforderungen an die Tatkraft und Ausdauer der Truppen wie ihrer Führer. Deshalb bietet die Krtegsgeschichte so wenige Beispiele einer solchen. Wie der Kronprinz von Bayern, so haben sich zu seiner Rechten vorgestern(den 22. August) der Deutsche Kronprinz und gestern der Herzog Albrecht von Württemberg je einer gegen sie vor- rückenden feindlichen Armee entschlossen mit den von ihnen de- sehligten Armeen entgegengewvrfen und nicht minder glänzend: Siege erfochten. Auch sie haben bereits reiche Ernte an Trophäen eingebracht und find den eingelaufenen Nachrichten zufolge in nach- drücklicher Verfolgung ihrer Gegner begriffen. Inzwischen ist die Heeresgruppe unseres rechten Flügels durch Belgien vorgedrungen, hat die belgische Armee zum Rückzug hinter die Wälle von Antwerpen g�wungen, die Hauptstadt Brüssel und den südlichen Teil des Königreichs in ihre Gewalt gebracht, den An- griff auf die zweite Maasfestung Namur durchgeführt und beab- stchtigt auf Maubeuge— die französische Grenzfestung— vorzugehen." Das englische Hilfskorps für Zrankreich. Die schwedischen Blätter vom 13. d. M. enthalten folgendes Telegramm: London, 18. August, 10,35 vormittag.(Reutermeldimg.) DaS offizielle Preßbureau der Regierung teilt mit: „Das britische Expeditionskorps ist in Frankreich gelandet. Die Einschiffung und der Transport sind mit der größten Präzision und ohne jcdeS Mißgeschick verlaufen." Ein weiteres Reutertelegramm meldet, daß das Expeditions- korps in Boulogne gelandet würde und General French der Expeditionschef ist. Ein Telegramm des„Nieuwe Rotterdamsche Courant" aus London vom 18. August meldet: König Georg hat an die Truppen vor ihrer Ausreise nach Frankreich den folgenden Tagesbefehl gerichtet: „Ihr verlaßt da» Land, um für die Sicherheit und die Ehre meines Landes zu kämpfen. Belgien, da? wir uns zu verteidigen vevpslichtet haben, ist angegriffen worden, und Frankreich steht im Begriff, von demselben mächtigen Feind angegriffen zu werden. Ich habe unbegrenzte» Vertrauen zu euch, meine Soldaten. Pflicht ist eure Parole, und ich weiß, daß ihr eure Psilcht in edler Art ersiillen werdet. Ich werde jede Bewegung von euch mit dem größten Interesse verfolgen und mit der größten Genug- tuung den Fortschritt wahrnehmen, den ihr jeden Tag macht. Euer Wohlergehen wird stets mein Gedanke sein. Ich bitte zu Gott, daß er euch segne und behüte und euch als Sieger zurück. , kehren lasse,"„ Tasselbe Telegramm meldet weiter: Ter KriegSmi- n i st e r K i t ch c ii e r hat den Soldaten des Expeditionskorps, das nach dem Kriegsschauplatz abgeht, Instruktionen mit- gegeben, in denen es heißt: „Ihr geht nach dem Auslande als Soldaten des Königs, um den französischen Kameraden gegen den Angriff unseres gemein- schaftlichen Feindes beizustehen. Ihr werdet eine Aufgabe zu. vollbringen haben, die all euren Mut, eure Energie und eure Geduld erheischt. Erinnert euch, daß die Ehre des britischen Heeres von eurer persönlichen Haltung abhängt. Es ist eure Pflicht, nicht allein vorbildliche Disziplin und Ausdauer im Feuer. zu zeigen, sondern auch die besten Beziehungen mit denen zu unterhalten, die ihr in ihrem Ringen unterstützt. Die Gefechte,! an denen ihr teilnehmen werdet, werden zum größten Teil in einem befreundeten Lande statthaben. Ihr könnt eurem eigenen Lande keinen besseren Dienst erweisen, �ils indem ihr euch in Frankreich und Belgien als würdige Soldaten de- englischen l Heeres betragt. Seid immer höflich, besonnen und freundlich, begeht kein Unrecht, vernichtet lein Eigentum, betrachtet Plünde- I rung als unwürdiges Gebaren, dann werdet ihr überall will- l kommen sein und Vertrauen einflößen. Eure Pflicht könnt ihr I nicht nach Gebühr erfüllen, wenn ihr nicht eure Gesundheit in acht nehmt. Vermeidet darum jede Ausschreitung. Fürchtet Gott und ebret den König. Feldmarschall Kitchener." In englischen und französischen Blättern wird die Stärke des englischen Expeditionskorps auf 165 000 Mann angegeben. Das ist sicherlich ganz ungeheuerlich übertrieben. Wer über die Organisation und Verfassung des englischen Heeres in der letzten Zeit orientiert war, weiß, daß England keine so starke Macht sofort kriegsbereit auf den Kontinent werfen konnte, i Denn für ein Eingreifen in den Weltkrieg konnten zunächst nur die ausgebildeten Mannschaften des stehenden Heeres in Betracht kommen. Da England ein Söldnerheer hat, ist es! mit den Reserven recht schlecht bestellt. Tie höchst mangelhast ausgebildete Territorialarmee kommt aber in: wesentlichen nur für den Schutz des eigenen Landes in Betracht. Das stehende Heer Englands hatte im letzten Jahre 258 197 Mann, ohne die Eingcborenentrnppen in Indien und in den anderen Kolonien. In der angegebenen Zahl sind enthalten 77 097 Mann in Indien und 41 901 Mann in den anderen Kolonien, i Allein aus diesen Zahlen ergibt sich, daß das englische Hilfs- korps eine Stärke hat, die bei den Riesenarmeen des Fest- landes kaum ins Gewicht fällt. Iranktireurs in Lothringen. Der Gouverneur der Festung Metz gibt nach einer Mel« dung des Wolffschen Telegr.-Bureaus unter dem 21. d. M. folgendes bekannt: „Bei dem gestrigen Kampfe um Noineny ist bedauerlicherweise wiederum hinterrücks von Zivilpersonen auf unsere braven Truppen, das 4. bayerische Infanterieregiment, ge- schössen worden. Ich habe daraufhin die Schuldigen erschießen, die Häuser aber völlig niederbrennen lassen, so daß der Ort Nomeny vernichtet ist. Das niache ich zur allgemeinen War» nung für alle anderen Ortschaften bekannt." /in See Gftgrenze. die Zeftung Posen ist, wie die„Deutsche Tageszeitung" mitteilt, nach einer Ve- kanntmachung dos Mtlitär-PolizeimeisterS V. dem Knesebeck seit dem 20. d. Mts., mittags 12 Uhr, gegen außen militärisch und polizeilich abgeschlossen. Eine Warnung vor öer Kriegsangft. Ter Vorsteher der Jnsterburger Stadtverordneten- Versammlung �ustizrat Forche jen-dete, wie die„König?- berger Volkszeitung" berichtet, der„Ostdeutschen Volks- zeitung" ein« längere Zuschrift, in der er zuerst die Mobil- machung, die Erfolge und den Mut der deutschen Truppen schildert. Dann heißt es: Leider zeigen sich auch böse Schattenseiten, daß der Tod seine grausige Ernte hielt, daß viele Tapfere für ihre Lobens- zeit zu Krüppeln geworden sind, daß die Nammen manchen Wohlstand vernichten, daß hier und dort Gewalttätigkeiten gegen die nicht mitkämpfende Zivilbevölkerung verübt lver- den, daß die kämpfenden Truppen, Freund und Feind, die letzte Kuh, das letzte Brot für fich in Anspruch nahmen, da? ist der Krieg, dos ist die Kriegsnot. Schlimmer als die Kriegsnot ist die Kriegsangst, und diese KriegSangst hat in er- schreckender Weife sich der Gemüter der Furchtsamen be- mächtigt. � Seit dem 17. August kommen große«socharen von Flucht- lingen, Weiber, Kinder, Männer von Osten und Norden hier- her. Ein Teil ist hier von mitleidigen Familien ausgenommen, ein Teil zieht durch dieStadt weiter nachWesten, alle aber er- zählen von Brandstiftung und Grausamkeit:„Alten Leuten werden die Hände abgehackt, Kinder werden gespießt, Weiber vergewaltigt und über die Grenze geschleppt." Fragt man den Erzähler, ob er dergleichen gesehen habe, so antwortet er nnt einem Nein, doch will er nur wieder er- zählt haben, was andere glaubwürdige Menschen ihm be- richtet haben. Gewiß sind Gewalttätigkeiten und Brandstiftungen vor- gekommen, jene Geschichten der Flüchtlinge jedoch sind über- trieben oder ganz ersilnden. Das Schlimme ist aber, daß unsere Mitbürger und Mit- bürgerinnen bei ihren durch den Krieg lebhaft erregten Nerven mindestens einen Teil der grausigen Erzählungen für wahr halten, daß die Kriegsangst sie erfaßt, daß sie nur noch an ihre Rettung vor dem vielleicht doch bis bier vordringenden Feinde denken, daß sie wenigstens ihre Lieben fortschaffen wollen, ehe das Schreckliche hereinbricht. Der Feind wird nicht weiter vordringen. Unsere braven Truppen haben auch da. wo sie in der Minderzahl waren, den feindlichen Angriff zurückgeschlagen. Gesetzt aber, der Feind würde bis zu uns kommen, so wäre die Flucht der Zivilbevölke-' rung der Anlaß für ihn zur Plünderung und zur Brandstiftung. wogegen daS feindliche Heer, wenn es in einem Orte bekommt, was es zur Befriedigung des ausgehungerten Magens der Lente braucht, ohne Schaden anzurichten weiterzieht. Es ist uns bekannt, daß mehrere dicht an der Grenze wohnende Besitzer größerer und kleinerer Güter an Leib und i Vermögen unversehrt geblieben sind, weil sie ihre Besitzungen � nicht verlassen haben, und notgedrungen hergegeben haben, was, verlangt wurde, soweit sie vermochten. Wohin sollte man aber fliehen? Wird unser Heer zum 1 Rückzüge gezwungen, so steht unsere ganze Prckvinz dem Feinde! offen und cS gibt keinen Ort, an dem eine fliehende Bevölke- ning vor dem Feinde sicher wäre. Bleiben wir auf dem Posten, auf den unS das Schicksal gestellt hat, inachen wir uns nicht zu flüchtigen Bettlern, wappnen wir uns mit Entschlossenheit, die Not des Krieges zu tragen, vergrößern wir nicht die Kriegsnot durch die noch schlimmere Kriegsangst, vom österreichifth-rlWfihen Kriegsschauplatz. Siegreiche Gffenflve üer(desterreicher. Wie«, 25. August.(W. T. B.) DaZ KriegSprcsscquartier meldet: Die Offensive unserer Truppen beiderseits der Weichsel dringt unaushaltsam vor. Westlich dcö Flusses überschritte» unsere Kräfte im Anschlüsse an dir deutschen Verbündeten unter kleine» Kämpfen die Lysagora und erreichte» gestern den Abschluß des Kamionkaflusscs zwischen Kielzc und Radom. Oestrich der Weichsel warfen unsere siegreich vordringenden Kräfte am 23. August bei Krasnik auf dem Wege nach Lublin eine starke Gruppe zweier russischer Korps zurück. Neber tausend Russen, darunter viele Offiziere, fielen unverwundet in unsere Hände. Eine Anzahl Fahnen, Maschinengewehre und Geschütze wurde erbeutet. Ein Borstoß von zwanzigtauscnd Russen gegen die Grenze der Bukowina wurde bei Nowosielitza vollständig zurückgeschlagen. Den Feinden wurden mehrere hundert Gefangene abgenommen. In überstürztem Rückzüge ließen fie auf dem Kampfplätze viele Kriegs- geräte zurück. vom öfterreichifch-serbischen Kriegsschauplatz. die Zurückürängung der Serben vom bosnischen Gebiet, Sarajewo, 24. August.(W. T. B.) Der noch vor Beginn unserer Operationen über Uwatz und Wardiste in unser Grenzgebiet eingedrungene Feind wurde am 20. August angegriffen und aus seinen ebenso gut gewählten wie hergerichteten Stellungen auf Uzitze über die Grenze zurückgeworfen. Bei diesen Kämpfen, an denen auch daS deutsche Detachement aus S kutan freiwillig rühmlichen Anteil nahm, haben unsere Truppen trotz des schwierigen Terrains und der zähen Ver- teidigung des überlegenen und in wohlangelegten Befestigungen befindlichen Gegners mit bewundernswertem Elan gekämpft und bewiesen, daß sie von demjenigen Geiste erfüllt sind, der die österreichisch-ungarische Armee in einer Jahrhunderte langen Geschichte zu Ruhm und Ehren geführt hat. Die aus Truppen aller Teile der Monarchie zusammengesetzten Armee- kärpcr haben mit gleichem Schneid und Todesverachtung den an Zahl überlegenen, kriegsgewohntcn und erbitterten Gegner von seinem großen Jrrtmne geheilt, daß die serbische Tapfer- feit unbezwinglich sei. Das deutsche Detachement bezahlte seine Tapferkeit mit dem Tode von 3 Soldaten und der Ver- Wundung von 2 Offizieren und 21 Mann. Gefterreichifthe Anklagen gegen Serbien. Wien, 26. August.(28. T. 85.) Die serbische Regierung hat gegenüber dem spanischen Gesandten in Bukarest in einem von dem Ministerpräsidenten und Minister des Aeußern Paschitsch gezeichneten Telegramm behauptet, das österreichisch-ungarische Hauptquartier habe den Kommandanten der in Serbien einge- drungenen Truppen Auftrag gegeben, die auf den Feldern stehende Ernte zu vernichten, die Dörfer anzuzünden und di« Einwohner zu töten oder gefangen zu nehmen. Uebcrhaupt hätten die öfter» reichisch-ungarischen Soldaten unerhörte Grausamkeiten begangen und selbst Kinder und alte Frauen nicht verschont. Dadurch seien die serbischen Soldaten so aufgebracht, daß es schwer falle, sie von Vergeltungstaten zurückzuhalten. Die serbische Regierung ersucht schließlich den spanischen Gesemdten, der österreichisch-ungarischen Regierung diese Tatsache mitzuteilen und sie wissen zu lassen, daß Serbien genötigt sein»verde, zu Repressalien härterer Natur zu greifen, zu denen das internationale Recht sie berechtige. Es ist gapz klar, was mit dieser bewußt lügenhaften Darstellung von serbischer Seite bezweckt wird. Es soll einfach den Vorwürfen zu. vorgekommen werden, die zu erheben das tatsächliche Verhalten der Serben in diesem Kriege die österreichisch-ungarische Regierung ohnehin früher oder später gezwungen hätte. Schon die bisherigen Berichte von serbischen Kampffchauplätzen haben verschieden« Grausamkeiten der serbischen Kriegführung und ein Völkerrechts» widriges Vorgehen der von den Behörden aufgehetzten Bevölkerung festgestellt. Tos Armee-Oberkommando hat Erhebungen in dieser Hinsicht angeordnet, die bisher für den Raum um Schabatz abge- schlössen sind und folgendes Ergebnis geliefert haben: Bei Gerbisch. Schabatz sind wiederholt Leichen verstümmelter Soldaten unserer Armee gesunden lvorde», so ein Leutnant mit ausgeschlitztem Bauche,«in Soldat mit ausgestochenen Augen, in deven Höhlen Uniformknöpfe eingepreßt waren und ein Soldat, an einem Baume hängend, dem Kopf und Arme fehlten. Di« Einwohner von Scrbisch-Schabatz und den umliegenden Ortschaften haben auf unsere Truppen meist von hinten geschossen, besonders auf die Offiziere und kleine Abteilungen. Selbst als Schabatz schon L4 Stunden in unserem Besitz war, wurde noch aus vorübergehende Soldaten geschossen; die Schuldigen sind standrechtlich erschossen worden. Aus einer Fabrik in Schabatz wurde wiederholt auf unsere Leute gefeuert, einmal sogar von dem� Fabrikschlote aus in die Offiziermenage auf die dort versammelten Offizire; die Fabrik ist von uns niedergebrannt worden. Bei Mischar wurden Leute, die aus durchziehendes Militär geschossen hatten, gefangen; ein Leutnant, dem die Gefangenen vorgeführt wurden, verfügte aus Menschlichkeit die Freilassung einer schwangeren Frau. Kaum freigelassen, zog das 28cib einen Re- volver und erschoß den Leutnant von hinten. Während des Kampfes bei Tekerisch wurde von serbischen Truppen die Parlamentärsflagge gehißt; der österreichisch-ungarische Kommandant befahl daraufhin die Einstellung des FeuerS und näherte sich den Serbew die sodann aus dreihundert Scbritt Entfernung gegen ihn und seine Leute ein mörderisches Feuer eröffneten. Mit Vorliebe beschießen die serbischen regulären Truppen unsere Verbandsplätze und Ver- wundctenträgcr;«in« Patrouille, die einen verwundeten Oberst transportierte, wurde aus nächster Nähe niedergeschossen. Selbst serbische Kinder beteiligten sich an diesen Unmenschlichkeiten. Der Seekrieg. Japanische Truppenlanüungea in China. Nach einer Meldung der„Frankfurter Zeitung aus Pe- king erschienen bei Laitschaufu zwei lapanische Kreuzer, um Truppen zu landen. Lmtschaufu liegt 120 Kilometer von Kiautschou entfernt.___ Riickkehr dt» ltalitnischtn Sotschasttr» nach Gerlin. . Rom, 25. August.(W. T. B.) Botschafter Bollat: i\t ««*£ varmittag nach jöfetlin abgerety. ✓'' � 1 die militärischen Naßnahmen Italiens.' Rom, 25. August.(W- T. B.) Die„Agenzia Stefani" veröffentlicht folgende Mitteilung: Einige Schweizer Blätter, besonders die„Gazette de Lausanne", veröffentlichten in den letzten Tagen Korrespondenzen, in denen gemeldet wurde, daß 800000 Soldaten in V e n e t i c n sich befänden und daß die Eröffnung eines Fcldzuges der italienischen A r m c c bevorstehe. Diese Gerüchte, die zu dementieren eigentlich überflüssig sein würde, können durch die Bildung kleiner Lager hervorgerufen worden sein, Ivelche in der Umgebung aller Garnisonen nach der Einberufung der bc- kannten Reservistenklassen angeordnet wurden, und zwar zum Teil weil die Räumlichkeiten nicht ausreichten, teils zu Aus- bildungszwccken oder aus hvgienischcn Rücksichten. Aber diese Maßnahme erstreckt sich auf das ganze Gebiet des König- reichs. Sie wird dort sichtbarer, wo die normalen Garnisonen zahlreicher sind, wie im Tale des Po und auch gerade in Venetien, kann aber auch auf der ganzen Halbinsel und selbst in Sizilien und auf Sardinien leicht festgestellt werden. Das beweist, daß diese Zeitungsnachrichten der von Italien in dem gegenwärtigen Konflikt angenommenen Neutralität offenbar widersprechen. Oesterreich gegen Japan. Wie«, 25. August.(W. T. B.) Dem japanische» Botschafter am Wiener Hofe wurden heute mittag die Pässe zugestellt. Der österreichisch-ungarische Botschafter in Tokio wurde abberufe». Japanische Staatsgelöer beschlagnahmt. Nach einer Meldung aus Frankfurt a. M. hat daS R e i ch s s ch a tz a m t hie Beschlagnahme der japanischen Staatsguthaben in Deutschland in die Wege geleitet. die Gehanölung üer sluslänüer. Berlin, 25. August.(W. T. B.) In dem Wunsche, der Wahrheit zum Siege zu verhelfen, ist der niit dem Schutze der französischen, russischen und belgischen Staatsangehörigen beauftragte hiesige spanisch« Botschafter, Herr Polo de Bernabä, vor einigen Tagen öffentlich in ritterlicher Weise den von der Deutschland feindlichen Presse im Auslände verbreiteten Ver- leumdungen entgegengetreten, wonach Angehörige der mit Deutschland im Kriege befindlichen Staaten in Deutschland unmenschliche Behandlung, Verfolgung und Beraubungen zu erdulden hätten. Der Botschafter betonte demgegenüber aus- drücklich, daß nach den freiwilligen eigenen Versicherungen seiner Schutzbefohlenen die Fremden von fetten der Deutschen mit aller ihrer mißlichen Lage schuldigen Rücksicht und Achtung behandelt werden. Die strenge Unparteilichkeit, welche' die neutrale Haltung Spaniens seinem Vertreter zur Pflicht macht, hat Herrn Polo de Bernabä veranlaßt, dem Auswärtigen Amt beute mitzuteilen, daß der mit dem Schutze der Deutschen in Rußland betraute Geschäftsträger der Ver einigten Staaten von Amerika wörtlich erklärt habe, ihm seien keinerlei Klagen über Mißhandlungen der 200 000 in Rußland wohnenden Deutschen zugegangen, er erhalte viel- mehr täglich Briefe und Telegramme, in denen er gebeten werde, dahin zu wirken, daß den Russen in Deutschland ja kein Leid geschehe. Der spanische Botschafter bittet, auch diese Erklärung zu ver- öffentlichen. Wir entsprechen dem berechtigten Wunsche des Herrn Botschafters um so lieber, als sich die deutsche Preffe von jeder un- begründeten und sensationellen Verdächtigung Rußlands in bezug auf Behandlung der in Rußland wohnenden Deutschen sreigehalten hat und als diese Versicherung des amerilanischen Geschäftsträgers zur Beruhigung aller derer dienen wird, die seit Wochen in Sorge und ohne Nachrichten über das LoS ihrer noch in Rußland befindlichen Angehörigen sind. politische Uebersicht. Ein neuer Oberpräsident in Tchleswig-Holstein. � Die Behandlung der Dänen in Nordschleswig nach Aus- bruch des Krieges hat viel böses Blut gemacht. Obgleich d i e dänische Regierung, trotz aller Versuche unserer Gegner, sie in Gegensatz zu Deutschland zu bringen, Deutsch- land gegenüber eine durchaus freundliche Haltung einnahm, setzte eine Verfolgung der Dänen auf deutschen: Gebiete ein, die kaum politisch klug genannt werden kann. Der Reichstagsabgeordncte Hanssen wurde verhaftet, aller- dings dann bald wieder auf freien Fuß gesetzt; als er nach Berlin kam, um in der Sitzung des Reichstags vom 4. August gleichfalls für die Kriegskrcdite zu stimmen, entschuldigte inoil sich sogar mehrfach bei ihm wegen des„Verschens". Das hinderte aber nicht, daß bald darauf sein Blatt„Hcjmdal" verboten wurde. Ja, es wurde nicht einmal gestattet, die Wolfsschcn Depeschen am Redaktionsgebäude anzuheften. Die dänisch sprechende Bevölkerung, von der ein großer Teil Ver- lvciiidte im Felde stehen hat, war auf diese Weise selbst von den amtlichen Nachrichten über die Vorgänge auf dem Kriegs- scfyniplatze abgeschnitten. Und auch damit uock: nicht genug. Herr Hanssen selbst blieb zwar in Freiheit, aber eine große Anzahl von Personen, die im Verdacht dänischer Gesinnung standen, wurden verhaftet. Darunter befanden sich Bank- direktoren, Bauern, Handwerker usw., und einzelne von ihnen hatten drei oder gar vier Söhne unter den Waffen stehen. Sie wurden zum Teil nach Sonderburg, zum Teil aber auch über Stralsund nach der Insel Rügen gebracht und vielfach behandelt, als ob sie irgend welche politischen Verbrechen be- gangen hätten, obwohl auch nicht der allergeringste Verdacht gegen sie bestehen konnte. Ein Teil von ihnen ist inzwischen entlassen tvorden, ein anderer aber befindet sich, soweit wir unterrichtet sind, nach wie vor in Haft. Man konnte von vornherein wohl annehmen, daß es sich bei alldem mehr um das selbständige Vorgehen der Ortsbehör- den als um eine von Berlin aus geleitete Politik handelte. Das scheint jetzt seine Bestätigung zu finden: Ein Wechsel im schleswig-holsteinischen Oberpräsidium bereitet sich vor. Wie wir erfahren, ist der ehemalige preußische Staatsminister des Innern v. M o l t k e zum Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein ernannt worden. Der Er- nennung kommt politische Bedeutung zu. Sie dürfte eine Aenderung in der bisherigen Dänenpolitik bedeuten, denn Herr v. Moltke gilt als dänenfreundlich. Die Verab- schiedung des bisherigen Gouverneurs v. B ü l o w dürfte mit den verkehrten Maßnahmen zusammenhängen, die bei AuS- bruÄ des Krieges ergriffes vsrtes WSNU. Mall wird LS natürlich(ehr begrüßen, wenn setz? wirklich'ein neuer Kurs in der bisherigen preußischen Dänenpolitik. die von der So- zialdemokratie ja stets bekämpft worden ist, eintreten sollte. Scharfes Regiment in Brannschtveig. In B r a u n s ch w c i g hält es die Militärbehörde für angemessen, mit besonderer Schärfe gegen die Sozialdemo- kratie vorzugehen. Das Wort des Kaisers:„Ich kenne keine Parteien mehr!" scheint hier nicht bekannt zu sein. Genosse Wagner, Redakteur des„Volksfreund", erhielt vor einigen Tagen von dem Adjutanten des Brigadckomniandanten. dem nationalliberalen Rechtsanwalt und Stadtverordneten Weichsel, der jetzt Landwehroffizicr ist, eine Ver- Warnung wegen eines„Volksfreund"- Artikels über das Moratorium. Am Sonnabendnachmittag wurde Genosse Wagner von der Straße weg verhaftet, angeblich weil der„Volksfreund" aufreizend gehalten sei. Was aufreizend sein soll, wurde dabei nicht angegeben, so daß die Redaktion des„Volksfreund" auch jetzt noch nicht weiß, welcher Artikel beanstandet worden ist. In Braunschweig ist auch der Militär- boykott in der vorigen Woche den Landsturmleuten durch Ucberreichung einer Liste von 20 verbotenen Lokalen erneut in Erinnerung gebracht worden, obgleich der Saal eines dieser Lokale zu eincni großen Lazarett für Verwundete eingerichtet wurde. In der Arbeiterschaft macht sich naturgemäß arge Mißstimmung und Erregung über dieses Vorgehen bemerkbar. — Es ist selbstverständlich auch bei den maßgebenden Ober- behördcn Beschwerde eingelegt worden. Milderung des Belagerungszustandes in Erfurt. In Erfurt hat der Belagerungszustand, der bislang über der Stadt lastete, eine ungewöhnliche Milderung erfahren. Die Zensur, die über die Presse verhängt war, wurde wieder aufgehoben, der sozialdemokratischen„Tribüne" wurde der Straßenverkauf ausdrücklich gestattet. Die Außerkraft- setzung der Artikel 5, 6. 7, 27, 28. 29, 30 und 36 der Verfassung wird in einer Erklärung des Garnison- kommandos für nicht mehr erforderlich erklärt.(In Berlin wurde der Attikel 7(Ausnahmegerichte) überhaupt nicht außer Kraft gesetzt, die Aufhebung der übttgen besteht aber noch zu Recht; sie beziehen sich, wie bekannt, auf die persönliche Freiheit, Haussuchungen und Beschlagnahmen, Meinunas- und Preßfreiheit, Vereins- und Versamnflungsrecht und Unterdrückung innerer Unruhen.) Nachdem in all diesen Punkten in Erfurt wieder die verfassungsmäßigen Zustände hergestellt worden sind, bleibt von dem allgemein verhängten Kriegszustand nur der Uebergang der vollziehenden Gewalt und der Gerichtsbarkeit an den Militärbefehlshaber, die Unterstellung der Militärpersonen Unter die Kriegsgesetze, die Möglichkeit, gewisse höhere Strafen zu verhängen. Hoffentlich findet das Beispiel des Erfurter Garnisonkommandos bald Nachahmung I_ „Er kenne keine Parteien mehr." Aehnlich wie der General von Bissing hat jetzt auch der Kam« maudiemide in Erfurt, Generalmajor v. B r e s s e n i u s, einen Erlaß herausgegeben, in dem er sich gegen die Zurücksetzung ge- werkschastlich oder sozialdemokratisch organisierter Arbeiter wendet. Der Wortlaut entspricht ziemlich genau dem der westfälischen Be- kanntmachung: „Ein Sonderfall gibt mir Beranlaffung, auf folgendes hin« zuweisen: Während der Ereignisse der letzte» Zeit ist das unsere tüchtige Arbeiterschaft gesetzte Vertrauen von dieser in jeder Weise gerechtfertigt worden. Dieses Vertrauen darf auch in Zukunft durch nichts erschüttert tverden. Daraus ergibt sich ohne weitere«, daß bei Aufrufen zur Werbung von Arbeitern und Ar« beiterinnen für den Dienst der Heeresverwaltung auf die Zu- gehöngkeit eines Teiles der Arbeiterschaft zu gewissen Organi- sationen während des Friedenszustandes keine Rücksicht genommen werden darf. Es dürscn also vor allem hieraus Gründe für die Ablehnung von Meldungen von Arbeitern und Arbeiterimicu unter leinen Umständen hergeleitet werden. Ein Ausschluß solcher Arbeiter und Arbeiterinnen würde der Verpflichtung, keine parteipolitischen Unterschiede im Heeresdienst zu machen, wider- sprechen. Hoffentlich finden diese Erlaffe nun auch in der Praxis und dauernd die nötige Beachtung! Aus dem Bundesrat. In der gestrigen Sitzung des Bundesrats wurde die Zustimmung etteilt dem Antrag betreffend schleunige Behandlung vom Ein» bürgcrungSanträgen, dem Antrag betreffend Erweiterung des Be- schlusseS über die Befreiung von der Schenkungssteuer für Zu- Wendungen zugunsten der Zwecke der deutschen Vereine vom Roien Kreuz, und dem Entwurf einer Bekanntmachung betreffend die Ab- Wickelung von börsenmäßigen Zeitgeschästen in Waren. Ter neue Erzbischof von Posen und Gnesen. Wie der„Dziennik Poznanski" mitteilt, hat der Papst noch wenige Tage vor seinem Tode die Eriiemiung des Bischofs Dr. Likowski zum Erzbischof von Gnesen und Posen vollzogen. Die diesbezügliche Urkunde ist vom 14. d. MtS. datiert. Sie wurde von Rom dem Nuntius in München übermittelt, der sie am 17. d. MtS. nach Posen gesandt hat. der Ausammenbruch ües albanischen Zürftentums. Das Ende des Fürstentums Albanien steht nunmehr unmittelbar bevor. Der M�ret ist jetzt bewacht von sechs italienischen Marinesoldaten des kleinen Kreuzers „Misurata", die im Garten des„Königspalastes" im Schatten liegen und Zigaretten rauchen. Die dreißig fremdländiscken Kriegsschiffe, die bislang vor Durazzo ankerten, sind längst auf Nimmerwieder- sehen verschwunden. Der„Finanzminister" Albaniens, Mufid Bei, suchte Geld in Wien; eS ist ihm jedoch von der Donau beut- lich abgewinkt worden. Jetzt will er sein Glück in Rom machen. Privatnachrichtcn der„Kreuz-Ztg." von Anfang August zufolge zog König Nikita von Montenegro im nahen Podgoritza ein paar Tausend Mann zusammen, um die schön am See gelegene Stadt S k u t a r i zum zweiten Male zu erobern. Aus Durazzo sind die fünfhundert Freiwilligen längst abgereist. Die Rumänen folgten. Am 5. August fuhr in aller Stille der holländische General D e W e e r auf Befehl seiner Regierung nach Brindisi. Die� übrigen holländischen Offiziere folgten ihm bald. Gleichzeitig machte der Fürst den Mohammedanern von Tirana und Berat das An- erbieten der Amnestie. der Gewährung der türkischen Sprache als Amtssprache und der dauernden Befreiung von allen Steuern und Abgaben, falls sie sich den Bewohnern von Kossowo zur Jnsurgierung des Dibragebietes und der Ljuma gegen die Serben anschlöffen; allein die Aufrührerhäuptlinge von Schiak er- klätten zum hundertsten Male:„Albanien sind wir, und der Prinz Wilhelm von Gfl cd svur.sszp viU!.lasstz.n!' GsrverWaMches. Eine Innungsflegelei. In Buchbinder" Buchbinder- der„Zeitschrift für Deutschlands offizielles Organ des Bundes Deutscher Innungen, ist zu lesen: „Wer etwa der Meinung sein sollte, daß die bezahlten Führer der sozialdemokratischen Gewerk schas- t c n(im Original durch Fettdruck hervorgehoben) in dieser schweren Zeit unseres Volkes Worte für dieses Volk finden würden, der ist arg enttäuscht, wenn er die Nr. 32 der„Buchbinder-Zeitung" vom 9. August liest. In der ganzen vier Seiten starken Nummer findet sich nicht ein Wort für die Not unseres Volkes. Wohl aber wird gejammert über den Krieg und immer wieder die Mahnung wiederholt, den Gewerkschaften treu zu bleiben. Während die Arbeitnehmer in Heller Begeisterung mit den Arbeitgebern Schulter an Schulter hinausziehen in den heiligen Krieg für unser Volks- tum, beseelt die Führer die blasse Angst, daß sie ihre bezahlten Stelleu verlieren. Die Angst mag begründet sein, denn auch die Arbeiterschaft wird erkennen, welch„tapfere" Helden ihre Führer sind." Schriftleiter dieser Zeitschrift ist ein Dresdener Buch> bindermeistcr Paul Unrasch, ehemaliger konservativer Durch fallskandidat nitd stellvertretender Vorsteher der Dresdener Stadtverordnetenversammlung, der Lieferant für die Stadt Dresden ist und gewiß gute Geschäfte dabei gemacht hat. Wir wollen uns damit begnügen, an Herrn Unrasch und den von ihm vertretenen Unter- uehmerorganisationeu ein paar Fragen zu richten: Der Buchbinderverband stellt Hunderttausende von Mark als besondere Kriegsunterstühung seinen notleidenden Mit- gliedern zur Verfügung. Was tut demgegenüber der Bund deutscher Bnchbinder-Jnnungen? Die Angestellten des Bnchbinderverbandes haben sofort nach Ausbruch des Krieges auf 2ö bis 30 Proz. ihres Gehalts zugunsten der durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Mitglieder verzichtet. Herr Unrasch, verzichten Sie auch auf 30 Proz. Ihres Ein- kommen# während der Kriegszeit zur Linderung der Kriegs- not? Von den Angestellten des Buchbinderverbandes sind schon mehrere zu den Fahnen einberufen worden und andere werden wahrscheinlich als Landsturmpflichtige noch folgen. Ziehen Sie auch ins Feld, Herr Unrasch, oder begnügen Sie sich damit, Ihren„Patriotismus" billig und gefahrlos mit Ihrer Tudelfeder zu betätigen? Dann noch eine Frage an den Vorstand des Bundes Deutscher Buchbinder-Jnnungen: Ist er mit der vorstehend gekennzeichneten„patriotischen" Tätigkeit seines Schriftleiters einverstanden? Um gefällige Antwort wird gebeten. Serlkn unü Umgegenö. Ter Banarbeiterverband in der Kriegszeit. In der am Montag abgehaltenen Versammlung deS Zweig- Vereins Berlin besprach der Vorsitzende Hanke die für die Kriegs- zeit notwendigen Maßnahmen des Verbandes. Er führte u. a. aus: Unmittelbar vor der Mobilmachung waren in Berlin 837 Verbands- Mitglieder arbeitslos. Der Ausbruch des Krieges brachte einen so starken Rückgang der Bautätigkeit mit sich, daß in der vorigen Woche 2500 arbeitslose Mitglieder festgestellt wurden. Rund 2000 Mitglieder sind bis jetzt zum Heere eingezogen. Die gleichen Verhält- niffc wie in Berlin herrschen auch im übrigen Deutschland. Nach einer Berechnung des Verbandsvorstandes werden von den 300 000 Porhandsmitgliedern etwa 150 000 heerespslichtig sei» einschließlich der Landsturmpflichtigen. Mit Rücksicht auf die durch den Krieg geschaffene Situation hat eine vom Verbandsvorstande einberufene Konferenz folgende Beschlüsse gefaßt: Die statutenmäßigen Unter- stütznnyen werden aufgehoben und an ihrer Stelle eine allgemeine Notstandsunterstützung eingeführt. Die im Baugewerbe beschäf- tigtcn Mitglieder zahlen ihre bisherigen Beiträge weiter. Mit- glicder, die in der Landwirtschast, bei Schanzarbeiten oder sonst außerhalb des Baugewerbes arbeiten, zahlen vom Beginn dieser Arbeit ab einen Wochenbeitrag von 50 Pf. i'40 Pf. Verbands- und 10 Pf. Ortsbeitrag), soweit sie nicht auf Grund ihres Verdienstes zu höheren Beiträgen verpflichtet find. Arbeitslosenunterstützung am Ort und aus der Reife sowie Krankenunterstützung sind bis auf weiteres aufgehoben. Statt dessen wird vom 17. August ab allen Mitgliedern— auch den Ausgesteuerten— die erwerbslos sind und aus keiner öffentlichen Kasse lKranken-, Unfallversicherung usw.) unterstützt werden, eine Notstandsunterstützung gewährt. Sie wird vom siebenten Tage der Erwerbslosigkeit ab gezahlt und beträgt— soweit Berlin in Frage kommt— bei einem Beitrage von 70 Pf. und ein- bis vierjähriger Mitgliedschaft täglich 80 Pf., bei länger als vierjähriger Mitgliedschaft 1 M., bei einem Beitrage von 80 bis 90 Pf. und ein- bis vierjähriger Mitgliedschaft 1 M., bei länger als vierjähriger Mitgliedschaft 1,20 M. pro Tag. Wer nicht min- bestens ein Jahr Mitglied ist und nicht wenigstens 44 Wochenbeiträge bezahlt bat, erhält keine Unterstützung. Den Frauen der zum Heere eingezogenen Mitglieder soll vorm.1. Oktober ab eine ein- maligc Unterstützung gewährt werden, eine nochmalige Unterstützung isi zu Weihnachten in Aussicht genommen.— Die Notstandsunter- stützung sollte nach der Bekanntmachung des Vorstandes nur an ver- heiratete Mitglieder gezählt werden. Wie Hanke auf Anfragen aus der Versammlung wiederholt betonte, ist diese Bestimmung in- folge einer Vorstellung des Zweigvereinsvorstandes geändert worden. Tic Unterstützung wird ohne Ausnahme au Verheiratete und Unverheiratete gewährt, soweit sie die erwähnten Voraus- setzungen(einjährige Mitgliedschaft und 44 Beiträge) erfüllt haben. Unternehmer, welche die Notlage ausnützen. Die Pianofabrik von Gebr. K.o l S k i in Baumschulenweg betreibt jetzt die Herstellung von Patronenkästen für den Militär- bedarf. Hierbei wurden einige zwanzig seit längerer Zeit bei der Firma tätige Arbeiter beschäftigt. Früher, bei der Pianofabrikation, verdienten diese Arbeiter Stundeistöhne von 70—80 Pf. Bei der Anfertigung von Patronenkästen erhielten sie zunächst 35-�45 Pf. Stundenlohn, doch wurde ihnen in Aussicht gestellt, daß sie nach Ab- lauf der Woche in Akkord arbeiten sollten, wobei sie mehr verdienen würden. Tic Arbeiten wurden denn auch in Akkord zu 44H Pf. pro Kaüen ausgegeben.' Doch nun stellte sich heraus, daß die Ar- beitcr bei diesem Preise nur 30 Pf. pro Stunde verdienen konnten. Als die Arbeiter erklärten, sie könnten für einen so niedrigen Lohn nicht arbeiten, wurden sie sämtlich entlassen.— Dem Unternehmer ist es gelungen, Arbeiter zu bekommen, die von der Not getrieben zu dem gebotenen Lohn arbeiten.— Man darf doch wohl annehmen, daß die von der Militärverwaltung gezahlten Preise die Gewährung auskömmlicher Löhne gestatten. Die Möbelfabrik von L o ch o w, H e r i n au. Co. in der Box- Hagener Straße glaubt den gegenwärtigen Notstand zur Herab- fetzung der Löhne ausnutzen zu können. Die dort beschäftigten Tischler verdienten bisher in Akkord 40— 50 M. wöchentlich,«ie wurden sämtlich entlassen. Später erklärte die Firma den Eni- lasscnen, sie könnten wieder anfangen, wenn sie für einen Wochen- lohn von 30 M. arbeiten wollten. Das haben die Arbeiter aber ab- gelehnt. t.■ t. Ratszimmermeister M e v e r in der Hochstraße läßt die bei ihm beschäftigten Tischler und Zimmerer täglich 1l Stunden und auch Sonntags arbeiten, obgleich im Betriebe noch reichlich Platz für Neueinstellungen ist und Arbeitslose bekanntlich in Menge vorhanden lind, von denen jeder froh wäre, wenn er auch npc vorübergehend Arbeit und Verdienst finden könnte. Lederarbeiter. In einer sehr gut besuchten Versammlung berichtete der Vor- sitzenoe des Ortsvereins Berlin I, Heidelberg, über die Maßnahmen, die der Zentralvorstand in bezug auf das Unter- stützungswesen angesichts der Kriegslage gefaßt hat. Die Unter- stützungssätze für Arbeitslosigkeit mußten mit Rücksicht auf die finanziellen Verhältnisse des Verbandes erheblich gekürzt werden, wobei jedoch die Bezugsdauer verlängert wird, so daß eine Benach- teiligung der Mitglieder nicht eintritt. Alle übrigen Unterstützungen, ausgenommen Reise- und Wöchnerinnenunterftützung, kommen bis auf weiteres sofort in Fortfall. Weiter hat der Zentralvorstand beschlossen, daß alle in Arbeit und Verdienst stehenden Mitglieder, die einen Wochenverdienst von mindestens 25 M. erreichen, einen Extrabeitrag pro Woche,, die- jenigen, die mindestens 35 M. verdienen, zwei Extrabeiträge pro Woche, außer dem laufenden Beitrag, in Höhe des Beitrags der- jcnigcn Beitragsstufe, welcher sie angehören, bis auf weiteres an die Verbandskasse abzuführen haben. Der Ertrag dieser Extra- steuer wird lediglich im Interesse der Arbeitslosen verwendet. In der Diskussion wurde von einzelnen Rednern ausgeführt, daß es besser gewesen wäre, wenn man die statutarischen Bestim- mungcn unangetastet gelassen hätte. Von anderer Seite wurde dem entgegengetreten und das Vorgehen des Hauptvorstandes gut- geheißen. Zuletzt wurde folgender Antrag Rönne angenommen: „Der Ortsvercin Berlin l erhebt Protest gegen den Beschluß des Zentralvorstandes und beantragt, daß die Arbeitslosenunter- stützung auch fernerhin den statutarischen Bestimmungen ent- sprechend ausgezahlt werden soll." Weiter beschloß die Versammlung, vom 1. September ab den Lokalbeitrag um 10 Pf. herabzusetzen, desgleichen, an den Zentral- vorstand das Ersuchen zu richten, wenn er seinen Beschluß nicht ändern sollte, wenigstens von den Arbeitslosen keine Beitragsmarke zu fordern, sondern ihnen eine Freimarke zu kleben. Wirkungen des Krieges in der Herrenkon scktion. Im„Vorwärts" vom Mittwoch voriger Woche baben wir be- richtet, daß die Firma M a ch o l u. L e w i n für Drillichjacketts 75 Pf. und für Drillichhosen 50 Pf. Arbeitslohn zahlt und daß diese Löhne so niedrig seien, daß die Arbeiterschaft hierbei nicht zurecht komme. Wie wir erfahren, hat die Heeresleitung diese Arbeiten zu sehr niedrigen Preisen ausgegeben. Tie Firma glaubte nach den nnS gemachten Mitteilungen mit diesen Preisen znrecht zu kommen und der Arbeiterschaft mit der Uebernahme der Sachen einen Gefallen zu tun. Es besteht noch unserer Information die Absicht, Verhand- lungen in die Wege zu leiten, um höhere Preise zu vereinbaren. Es muß noch bemerkt werden, daß bei den von uns genannten Löhnen der Zuschnitt, Bügellöhne, Knopflöcher. Knöpfe annähen und dergleichen nicht eingerechnet find, was also noch besonders zu zahlen ist. Mus Industrie und Sandel. Die Versorgung Deutschlands mit Metallen. Die Frage der Rohstoffversorgung von Deutschlands Industrie ist wenig minder wichtig als die der Brotvcrsorgung. Denn in der heutigen kapitalistischen Welt genügt es noch nicht, wenn man die Speicher voll hat, um die Bevölkerung vor Hunger zu schützen. Zuerst muß man ihr Arbeits- und Verdienstgelegenheit verschaffen, um dzn Arbeiter in den Stand zu setzen, sich die notwendigen Lebensmittel zu kaufen. Es ist deshalb von großer Bedeutung, die industrielle Tätigkeit soweit wie möglich aufrechtzuerhalten. In welchem Maße wird dies aber geschehen können? Leider sind die Aussichten in dieser Beziehung recht trübe.— Mit Ausnahme von Kohle und Eisen mangelt es uns an fast allen anderen Rohstoffen. Die Textilindustrie ist ganz auf das Ausland angewiesen, aber auch die Metallindustrie und die anderen Industriezweige, wie die Lederindustrie, die Holzindustrie usw. können lange nicht mehr ohne Zufuhr vom Auslande bestehen. Speziell an Kupfer verbrauchte Deutschland im vorigen Jahre 259 000 Tonnen, ein Viertel der gesamten Welt- Produktion. Davon wurden aus inländischen Erzen und Zwischen- Produkten im ganzen nur 25 000 Tonnen, also nur ein Zehntel, gewonnen. An Blei verbrauchte Deutschland 18,8 Proz. der Welt- Produktion, nämlich 223 500 Tonnen von einer Gesamtproduktion von 1186 700 Tonnen. Die einheimische Produktion lieferte 180 000 Tonnen oder 80 Proz. des Verbrauches. Seinen Bedarf an Zink deckt Deutschland selbst. Denn seine Produktion, die sich auf 283 100 Tonnen(gleich 28,4 Proz. der Welt- erzgewinnung) stellte, überstieg den Konsum, der bloß 221 300 Tonnen betrug. Umgekehrt lieferte 1913 die einheimische Zinn- Produktion«ur 59 Proz, des Bedarfes(11 500 Tonnen von einem Verbrauch in der Höhe von 19 200 Tonnen.) Natürlich läßt es sich nicht im voraus sagen, welche Höhe der Verbrauch dieser Metalle in diesem Notjahre erreichen wird. Noch ist es auch nicht ganz klar, in welchem Maße die Zufuhr aus neu- traten Ländern, wie aus Amerika, Spanien, Schweden und Nor- wegen, unterbunden wird. Kupfererze erhält Deutschland in der Hauptsache aus Spanien und Bolivien, Rohkupfer aus den Ver- einigten Staaten; Blei führt Teutschland aus denselben Ländern ein. Die Zufuhr aus Belgien, England und seinen Kolonien fällt natürlich ans. Diese ist aber bei Blei und Kupfer nicht sehr be- deutend, etwas über ein Drittel der Bleieinfuhr und ein Zehntel des Kupferimports. Ganz anders steht es mit dem Zinnimport. Dieser stellte sich 1913 auf 14 261 Tonnen. Davon entfielen auf Belgien und England mit seinen Kolonien etwa 40 Proz. der Ein- fuhr. Ebenso kommen 40 Proz. des nach Deutschland eingeführten Aluminiums aus England und Frankreich. Dagegen bezieht Deutsch- land Quecksilber fast ausschließlich aus Italien und Oesterreich- Ungarn. Sollte es also gelingen, die Verbindung mit den neutralen Ländern, wenn auch mit böheren Kosten aufrechtzuerhalten, so würde die Metallindustrie die Krise viel besser bestehen können als die anderen Industriezweige. Das englische Moratorium, d. h. die Frist für den Aufschub oller Zahlungen, ist in ganz Großbritannien bis 4. Oktober verlängert worden. Soziales. Zlmtlkcher Marktbericht der ftädtikchen Marktballen. Direktion über den Großhandel in den Zentral-Marktballen,(Obne Verbindlichkeit.) Dienstag, den 25, August, Fleisch: Rindfleisch per 50 ke Mark; Ochsen. fleisch la 75—86, do. IIa 70—72, do. lila 58-68; Bullenfleisch la 72—78, do, IIa 64— 70; Kühe, seit 50—62, do. mager 42— 18, Fresser 67— 70, Bullen, dän, 55—60, Kalbfleisch: Toppellender 105—120; Mastkälber la 82—90, do, IIa 75—80; Kälber aer, gen. 48—68. Hammelfleisch; Maftlämmer 80—88; Hammel la 73— 80, do. IIa 70— 79; Schafe 69—78. Schweinefleisch 51—57.— Gemüse, inländisches: Kartoffeln, weiße Magdeburger 50 kg 2,00—3,50, blaue Magdeburger 2,00— 1,00, weiße Kaiserkronen 2,00—3,50; Rosen- 2,00—8,50; Porree, Schock 0,60— 0,80; Sellerie, Schock 3—7,50; Spinat 50 kg 8,00—11,00; Schoten 50 kg 18,00— 25,00: Mohrrüben 2,00-2,50: Bohnen 50 kg 4,00-12,00: WachSbohnen 50 kg 6,00—10,00; Pufsbohnen 50 kg 6,00—10,00. Koblrobi Schock 0,70—1,10; Wirsingkohl Schock 3,00-7,00; Weißkohl Schock 2,50—7,00, Roikohl. Schock 3,50—9,00; Kohlrüben Schock 3— 4: Blumenkohl. Ersnrter, 100 St, 8,00—25,00, Meerrettich Schock 12,00— 14,00, do. 50 kg 25,00; Petersilien wurzel Schockbnnd 1,00—3,00; Radieschen«chockbund 0,70—1,00; Salat schock 1,50 bis 2,50; Zwiebeln, 50 kg 3,25—4,50; Tomaten 50 kg 10,00-15,00; Pfcsserlinge 50 kg 20,00— 25,00; Stein. Pilse 50 kg 20,00-30,00; Gurken Schock 2,00- 3,00. �ensgurken Schock 12,00—20,00 M. Wetteraussichtcn für das mittlere Nordbeutschlaub bis Donuerstagmittaq: Vorwiegend heiter und trocken, am Tage überall warm, jedoch im Osten vieljach etwas neblig, im Westen strichweise Ge- witter._ Krieg und Arbeitsvertrag. Unserer Auffassung entsprechend hat gestern auch daß Berliner Gewerbegericht durch Urteil ausgesprochen, daß der Kriegsausbruch Engageinentsverträge nicht löst. In der zur Entscheidung vorliegenden Streitsache handelte es sich um die Entschädigungsansprüche von drei Varietekünstlern für die Kündigungsfrist. Ter Klageanspruch belief sich auf 236 M. Die Kläger waren vom Theaterdirektor K e n t l e r für den Walhalla- theater-Tunnel engagiert und am I.August plötzlich entlassen worden. Der Beklagte Kentler wendete gegen die Forderung ein, er selbst habe zu dem Pächter des Tunnels, Freyer, in einem Angestellten- Verhältnis gestanden und sei durch seine plötzliche Entlassung außer- stand gesetzt worden, seinen mit den Klägern geschlossenen Vertrag zu erfüllen. Ter als Sachverständiger geladene Vorsitzende der Artistenloge führte aus, der zwischen Freyer und Kentler g:- schlosscne Vertrag müsse als ein verschleierter Gesellschaftsvcrtrag angesehen werden. Vielfach werde in Artistenverträgen-ine„Kriegs- klausel" aufgenommen, durch die vereinbart wird, daß, wenn in- folge Kriegsausbruchs Aufführungen nicht stattfinden können, für die Dauer der Unterbrechung Gage nicht gezahlt ivird. Ein solches Vereinbaren liege im streitigen Falle nicht vor. Das Gericht ver- urteilte den beklagten Kentler zur Zahlung der geforderten Summe. Die Kläger seien vom Beklagten engagiert und wurden durch dessen Verhältnis zu Freycr nicht berührt. Eine Unmöglich- keit zur Fortsetzung des Vertrages liege auch nicht vor. Der Sach- verständige führte auch noch aus; Mehrsach seien sogar Verträge für gelöst erklärt worden, die für kommende Zeiten geschlossen wurden, die also beispielsweise am 16. September in Kraft treten sollten. Eine solche Aufhebung widerspricht dem Gesetz. velltzeliei'üeiZlIäi'lieüei'-VerliziilZ V«n»oltiing85ko!le Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser RemboM Endier, Karlshorst, Prinz« Adalbert- Straße 17, am 23. d, Mts. gestorben ist. Venc!t geb. Krug am 24. August nach schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Tonnerstag, den 27, Auguil, 2•/« Uhr, oon der Leichenhalle des städtischen Friedhofes. See-, Ecke Müller siraßc, aus statt, •Tnliu» Wendt, Gastwirt, Siolpijche Str. 26, Vertaad der Ireien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Frau des Kollegen Veiidt,zugu§leg°bl(sug Stolpische Str. 26, Bezirk 2 verstorben ist. Ehre ihrem Andenke»! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 27. August, nach- mittags 23/, Uhr, von der Halle des Städtischen Friedhoss, Müller- straße. Ecke Seestraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 75/8 Oie Ortsverwaltung. iAr6-c/i/ie/r- SuUa 56�- Zfr « Bruchbandagen Leibbinden, Geradehalter, Irrigateure, Spritzen etc., Su«penisorlen. sowie alle Artikel z. Krankenpflege empfiehlt• Fabrikant Pollmann, jetzt Berlin H., Lothringer Str. 60. Eigene Werkstatt. Lieferant füi Krankenkass. Fachgem. Bedienung TYPOQRAPHIÄ Wir ersuchen die Frauen der zum Heere-inberusenen Mitglieder, soweit sie sich noch nicht gemeldet haben, am Freitag, den 28. August 1914 von 8-10 Uhr abends im„Berliner Klubhausc--. Obmstraße 2. er- scheinen zu wollen. go/6 Oer Vorstand. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Bureau geöffnet von 9—1 Uhr und von 4— 7 Uhr, Donnerstag, den 27. August, abends H1/3 Uhr, im Lokal von Kaul, Bismarckstr. 45; Mitglieder- Uersammlung für Adlershof. Tagesordnung: Bericht von der ordentlichen Generalversammlung. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Pünltliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet, 124/5____ Die Ortsverwaltang. "Berantm. Rchakt� Alfred Wjelkpp, Neukölln. Lnseratenteil m&iiO},?ö.g>l»cke,AerIt!l. Druck u. Verlast: Porsgriz Auzor. u, V-rlagsanstals PaulSingerä-Co., Berlin SW, Hierzu 2 Beilagen».UnteichaltunMl. Nr. 232. 31. Jahrgang. 1. Stil«« dts Jontirlü" Sttlintt ÖpllisHrö, Piffwdl, 26. JiipJ 1914. Volkskunstabenöe. Der Sturm des Krieges erschüttert das Kulturleben der Nation. Der wehrloseste und doch so wertvolle Besitz der Menschheit, die Kunst, sieht sich als Erste dem Anprall der entfesselten Gewalten preisgegeben: ihr Feld, das geduldiger Fleiß bestellte, liegt brach und droht zu veröden. Zahllosen ausübenden Künstlern ist der Boden der Existenz unter den Füßen weggezogen, jäh und unvermutet finden sie sich mit ihren Familien im Elend. In allen Nöten wird sich die.Kunst als seelisches Be dürfnis der Volksgesamtheit wirkend behaupten. Wohl ist die Verteidigung des Vaterlandes die erste aller Pflichten, die Anfrechterhaltung der materiellen Existenz des Volkes das dringendste Gebot; zugleich aber fordert die Stunde gebiete- risch den Schutz aller geistigen Güter, die den Wert der Nation ausmachen. Darum rufen wir die ausübenden Künstler— Schauspieler, Rezitatoren, Sänger und Musiker— auf. jetzt mit ihrer Kunst ins Volk zu gehen. Hier werden Ue noch eine große Aufgabe finden, hoffentlich auch eine kleine Hilfe gegen die allerschlimmste Not. Der Verband der Freien Volksbühnen wird für die we »iger bemittelte Bevölkerung, insbesondere auch für die Ar beiterschaft Berlins in großen und kleinen Sälen, vor allem in Räumen, die uns der Magistrat von Berlin freundlichst mr Verfügung gestellt hat, regelmäßig sich wiederholende Volkskunstabende veranstalten. Das Eintrittsgeld wird lü Pf. betragen. Das Programm dieser Abende soll sich von allem Platten und Oberflächlichen weit entfernt halten, es soll der geistigen Vertiefung dienen und der Stärkung der sittlichen Werte, die M unserem Volk lebendig sind. __ Die Daheimgebliebenen, Frauen und Männer, sollen den gefahren der Vereinsamung und der Straße entzogen werden. jpie werden in Scharen kommen, um in Not und Betrübnis bei der Kunst Trost und Erhebung zu suchen. Unser Volk aber wird höchsten geschichtlichen Ruhm erwerben, wenn es auch in den Wettern des Weltkrieges nicht aufhört, das Volk Goethes und Schillers, Beethovens und Mozarts zu sein. Wir bitten alle Opferwilligen, die öffentlichen Körper- lchaften und Organisationen um tätige Hilfe bei dem be- deutungsvollen Werk. Der Verband der Freien Volksbühne«. Dem Aufruf schließen sich an: Oberbürgermeister Wer- uruth, Bürgermeister Dr. Reicke. Kurt Baake, Dr. Gertrud Bäumer, Georg Bernhard, Ferniccio Busoni. Ernst Däumig, Dr. Eduard David. M. d. R., Dr. Franz Diederich, Heinrich Dave. M. d. R., Eugen Ernst, Oskar Fried, Hugo Haase, M.� d. R.. Exz. v. Harnack. Stadtv. Hugo Heimann, Wolfgang Heine. M. d. R., Dr. Alfred Kerr, Käte Kollwitz, I. Landau. G- Legten. M. d. R., Helene Lange, Gustäv Link, Ernst �issauer, D. Friedrich Naumann, M. d. R., Nirhack Stahn, Dr. Franz Oppenheimer. Prof. Dr. Mar Liebermann, Max Bategg, Gustav Rickelt, Artur Schnabel. August Stein, Georg Springer, Clara Viebig, Dr. Bnmo Wille, Eduard v. Winter- nein. Theodor Wolff. Alle Mitteilungen an Kurt Baake, Berkm SW. It. Groß- beerenstraße Lt._ öerliner Nachrichten. Schulspeisung. Die Schulspeisung in Berlin wird von dem Verein der Kindervolksküchen ausgeführt. Die Stadt zahlt an den Verein bw Portion 12 Pfennig. Für diesen Preis wird den Kindern e-n warmes Mittagbrot geliefert, bestehend aus Gemüsekon- 'erven oder Milchreis, Mohrrüben, Graupen mit Pflaumen und dergleichen. Als Nachspeise gibt es Suppen. Fleisch gibt es selten, hin und wieder Würstchen. Wenn der Verein die Ufageren Suppen fortfallen ließe und dafür nahrhafteres �nen gäbe, wäre manches besser. Der Verein will, durch ben großen Andrang der Kinder veranlaßt, 9 Ersatzkuchen einrichten. Auch vorschulpflichtiqe Kinder sollen gespeist werden. �. Der Antrag auf Freispeisung der Kinder ist an den Nektar der Schule zu richten. Den Eltern wird ein Formular JUr Unterschrift zugestellt, wonach sie si'ch zur Rückzahlung b�rpflichten, wenn sie dazu in der Lage sind. Tie Prüfung, °b dem Antrage stattzugeben sei, erfolgt durch die Armen- Kommission. Diese Bestimmung ist ganz unverständlich und fwinlich. Der Lehrer, der tagtäglich das Kind vor uch hat, Ul am ehesten in der Lage, den Antrag zu prüfen. Es mutzte genügen, wenn Lehrer und Rektor die Speisung für nötig "ollen. Recherchen durch Armenkommissionsmitglieder fuhren .,ei�l zu der Annahme, die Freispeisung sei Armmmnter- llutzung. Das ist ein Irrwm. Aber es scheint beabsichtigt, ole Anträge möglichst einzudämmen., L r„ . Das aber hätte man vom Magistrat erwarten sollen, bufi er angeordnet hätte, allen Anträgen auf Freilpeisung °°n Frauen sofort stattzugeben, deren Ernährer sich im Felde befindet. Nein, auch hier soll noch die Nachprüfung durch Öl« SInitetifoiranisfionen aufrecht erhalten bleiben. Dafür ist buch nicht der geringste Grund ersichtlich. Der Magistrat sollte endlich von seiner engherzigen Ansicht ablassen. Ein verständiger Beschlust. � Die Vertrauenskommission des Verbandes Berliner Metallrndustrieller hat gestern einstimmig beschlossen, an die Stadtgemeinden und Landkreise Groß-Berlins ein Schreiben richten, worin sie bittet, die Unterstiitzungen, welche in sehr bankenswerter Weise eine Reihe von Firmen ihren Beamten und Arbeitern während des Krieges zukommen lassen wollen. '"cht auf die kommunalen Zuwendungen anzurechnen, da lonst �befürchten ist. daß die Firmen ihre Unterstutzungen zurück- "�hen. zu denen sitz sich ja doch nicht entschlossen haben, um kommunalen Finanzen zu entlasten, sondern um den ün- gehörigen ihrer Mitarbeiter, die ihnen rn Frledenszeiten treue �nste geleistet haben, über die durch den Krieg entstandenen Schwierigkeiten hinwegzuhelfen.. � �... h: Es ist auch unbegreiflich, wie Gemeinden dazu kommen Um J1 bestimmten Firmen gemachten Zuwendungen au f d � b öm seinen Augen flimmerte eS. Die Menschen hatten sich leise, behutsam erhoben, laut- los, dann schlichen die Zunächststehenden nach dem Ausgang, andere schoben sich nach. Einige blieben noch stehen, als ob etwas Unerwartetes, Unerhörtes geschehen müßte. Es währte lange, bis der Saal sich leerte. Justizrat Losso saß vornüber- gebeugt am Vcrteidigertisch, den Kopf in die Hände gestützt. Dann sah er mit verstörten Augen zu Dr. Renker auf, der aufgestanden war und die Lehne des Stuhles mit den Händen fest umklammert hielt, als ob er ihn zum Schlage aufheben wollte. Er sah starr vor sich hin und hatte eilten höhnischen, verächtlichen Zug um den Mund. Die Letzten waren hinausgeglitten und hatten scheu zu Frank Werner hinübergesehen. Der Saal war leer. Die beiden Diener klinkten die Türen zu und standen wartend an der Treppe. Der alte Eichler schnäuzte sich. Justizrat Losso stand mühsam auf und drehte sich zu Frank Werner um, der immer noch starr in der Anklagehank stand und sich mit den Händen an der Balustrade festhielt. „Das hätte ich nicht gedacht, nie! Ich bin dreißig Jahre in meinem Berufe, so ein Urteil habe ich noch nicht erlebt." Er faßte mit beiden Händen, die heftig zitterten, nach Frank Werner. Dr. Renker warf mit einem unterdrückten Fluch den Stuhl um, daß er krachend zu Boden fiel. Es wurde an der Tür gerüttelt. Der alte Eichler öffnete und trat hinaus. Man hörte, wie er sagte—„Nein, meine Herren, nein, es geht nicht"— Und man hörte eine andere Stimme, erregt und laut—„Ach was, lassen Sie uns herein"— Und Köstritz, hinter ihm van Bosch und Karl Henkel, drängten vn dem Diener oorbei schnell auf Frank Werner zu. „Das ist ja furchtbar, lieber Freund! Um Gottes Willen, den Kopf nicht verlieren!" Major von Köstritz war ganz rot im Gesicht. „Was wollen Sie jetzt tun, lieber Doktor? Was raten Sie, Herr Jnstizrat?" Kommcrzienrat van Bosch trat zu Justizrat Losso. „Frank, sagen Sie doch ein Wort!" Karl Henkel schüttelte ihn am Arm. Helle Angst sprach aus seinen Zügen.„Ich weiß nicht.— Später." In demselben Augenblick brach er zusammen und stürzte in den schmalen Gang zwischen der Bank und der Rampe. Es krachte wie von zersplittertem Holz. Henkel und der Major faßten über die Rampe und griffen nach ihm, die Diener stürzten in die Bank und hoben den Be- wußtlosen heraus. „Wasser I Schnell!" rief Dr. Renker. Ein Diener lief fort. Karl Henkel riß Frank Werner die Weste auf. Der lag auf dem Boden und röchelte schwer. Justizrat Losso wischte sich mit der Hand über die Augen: „Wie eine Hinrichtung!" 10. Die Villa in der Tiergartenstraße glich einem Trauer- haus; und um so peinvoller empfand das Frau Gabriele, da das äußere Leben mit robuster Rücksichtslosigkeit weiter ging und nicht duldete, daß einer ausbiegen wollte, um im stillen seine Tränen zu weinen. Wenn sie auch einige Tage sich gänzlich zurückzog und nur ihren Mann und Karl Henkel sah. so konnte ein derartiges Fernbleiben nicht durchgeführt werden. ohne die ganze Lebensführung des gastfreien Hauses ins Schwanken zu bringen. Der Kommerzienrat selbst lenkte sich durch angestrengte Arbeiten auf der Bank ab, die seine Energie und seinen Verstand völlig in Anspruch nahmen, doch wenn die beiden allein waren oder nach einiger Zeit wieder die Intimen des Hauses bei sich sahen, blieb wie ein Skelett im Hause, dos irgendwo in einer dunklen Ecke, unsichtbar, und doch beklemmend sich fühlbar machte. Karl Henkel war der erste von den Freunden, der si« aus der schmerzvollen ratlosen Niedergeschlagenyeit aufraffte. die sie nach der Verurteilung Dr. Werners überkommen hatte. Er suchte Dr. Renker auf in der Hoffnung, von ihm etwas zu erfahren, wie Frank das Urteil aufgenommen habe, denn er selbst ließ nichts von sich hören.— und was nun zu tun sel- Der Einsicht, daß dies das unschöne End« einer glänzenden Laufbahn, ein unaufschiebbares Todesurteil sein sollte, wollte er sich verschließen, wie alle anderen Freunde. Aorts. folgt-Z lüoemelR-CepIcftlsflenes »yp'üürsie Cigarenefliaspin. Erscheint 2 mal »öchentlich. GARBATY BmszsimmM MUMM Hanoli-Zigarctten DandyJPf IUIINIUIUUini!IHll!IIIHIIUIIIIIIHIII!IIIUIIIIIIUIIj Jetzt auch mit und ohne HundstQck | BezMgsqueHeii"VepgeichnSss| UntenstsSiemle ßsachäfts empfehlen sich b. Einkauf. FREDY HARRY WALDEN Clgaretten I! Überall erhiltllob>: F. George,\ViIb«liiiiä»9�3 Albert Kramareck, Adalbartit»6. A.Kosubeck, Sparratr. 4 Joaef Krell, Weaeratr. 179 Alb. Xratky, Ctdineratr. II. F. Kreljachmar, Ryokeatr. 7. C. Kunze, Lleblgatr. 1. Karl KBserie �TauI.0.�. Mo* Kühl, Triftatr. 9 Felix Kynast, Dlnecstr. I. Ew. 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Megow, Licht enbg., Cirtisnt 5' r- T�fcTmkfwViV H.Markgraf, Charl.,Goethcatr. 19.] Calei-Baiax, E.Kiltu, Qr.Piukf.gU43.«.Msarhler. bi°I.tmk�I. Odentr. 17» G. Heier, Grüner Weg 27. Alfred Mehner, Fuldaatr. B5/8 G. Meiler, Weiflonbnrgerutr. Ii £. Muhle, Hanteuffelstr. 87 MBhlsteff, Spandau, Bliutrrkilt. 5. P. Müller, Willibtli-Altiuilnl« 43. arsmrei fiencfiM. MM-klMMNl dieOMiitstiitoervorrageniil Yeremigte Püinmerseä« Meiereien 48 Tertaste- tltlttB. C. F. ÜMSM! Butter Leipzigerstr. 8�. cn-groa S.-W. l MM l'jgr-G�r g'gr! yprpir.i ji�etnaflem. Bitten i.Holh4iraunabergarstr.4ictilgg. j Ay. Liebreich,. Jablonakdatr. 4. i�aiie-annamn Kdmiralsrnrten-Bad Altiagdtiylalz 3, Keiaiekcndiirfaritr. 3 l-clwanfar 32, FtalirtT. 6, UnoxstT. lt. jf r. inuuer,«.«f•>- a ik'ai x ■Äi O. Münch, KwaickMdorf.froricratr.l II»61 SS 1)1 öf, C. BFeitilUftt, P1«»! Mzau � i c* V i v. ry n s-etFr- 7<;...___....._i_. Arkona-Bad, Anklaraer-Ötr. 34. ------, Liefr. aüer \ Krank.- Kass. |Bad Landsberger Öir.lUT, GoIlnowstr.il.Liefer, sämtlich. Krankfink. Bad Börse« Dirksenstr. 60. tEDtral-flail«. Diana-BaüÄrXer. Kalser-Friedrichs-Bad, Ch®rl.s.Bk. Kur-Bad Treptow, Bouchöstr. 18 IWwteiÄ.M.'Ä National-Bad, Bnmnenstr. 9. Naturheilbad, Stephanstr. 40 3ad Ostend Kff.K.««" ürlgiiHil Lohtannln-Bad: Wallstr. 70,71 früh. Müusel Smtl. Bäder, auch, f. Krankenk, 3assage-Bad IZTZ' Reform-Bad. Wiener Str. 66. i Reform-Bad WciEensce, LehdsraUOI WMWMM LUes!s�?<."t?3? B|iici>ef- ü, Kanailoreien C.Adameck, Nklln., Jonasatr. 23 A.AIbat,5larktBt.l2'l3.bct«leke«diit Albrethl, E., Fruchtatr. 29. LandbrotbScker. Herm. Albrecbt R. Anderson, Tbüringerstr. 32 Auir.ua, WUb., UiekirniKidsriD. II. K. Aust, Drontbeimer Str. 40, Wllh. Bagge, Wiclefstr. 65,6. Willy Bär, Stromstr. 48. Paul Berger, Mirbachatr. 29 Paul Beyer, Franaeekystr. 45. Josef Brefka, Kirchbcfstr. 46,47 Otto Billepp, ktctaaiu-AllMtl u. 19 R. Block, Soraueratr. 18 PanlBochnlg.PtBkow.Görschstr.ll E. Böhme, oderbergerstr. 49. WUb. Brandt, Odorbergeratr. 38 Alw. Brämer, Romintenerstr. 40 F. Breitkopf, Ezerziaratr. 19a. Waldemar Breie, Drieaenerat.S Brotfabrik Heincradorfer Mühle Hermann Buh, Grünaneratr. 12, Ernst Buller, Brüsselerstr. 43. M, Bur�bardt, Waldomarstr. 76 Guat. Böhm, Gubeners tr. 26. Ö. Büchner, Nordhauseneratr. 39 Alb. Dacbwitz, N. Gracnatr. 22 r.bul Dolly, Blarkusatraße 15._ David« Landbrot,Hüderiilorf«rSlr.29 ftlindeaBlt.44,\Vmiitnn-, l.F.inzbobil. Dollwa, Ferdinand Torellatr. 4 Otto Donath, Stolpiacbeatr. 22. Rnd.Dnncker, Pankow, Müh'onsl.?! Fritz Elcfaler, Baatianatr. 18. W. Ernst, Pücklcratr. 42. Franz Faulwetler, Manuoffelstr.ef. Carl Feist, Frieilenstr. 101. Emanuel Flöge!, Mirbtcbstr. 25. Paul Freitag, Stuttgartorstr. 13. E. Freyer.Bluaenkit. 72. ZMarkiaitr. Br. Friedrich, Eisenbahnstr. 31. K. Friedrich, Weidenweg 7. HelnrlthFrlater.Pukov.Floraat.SO Mkfl«blcrf Wildenbrucbstr. 68. Carl Neuendotff, Sickingeretr. 76 Wilhelm Nlklan, Malplaquctat. 6. Gnitav Nletuon, Lindoverstr. 9 P. Nltsrhke, Cadinerstr. 4. RobertPötachke,Spr«ngelstr.4AI. J.H.l'»pp.Aiiia4utr.lö4,IUisi4.d>it. Herm.Prager,Gr.Frankfurter«t.2 Fr. PrlbyL Oaaabrückoratr. 26. Richard Uaasch, Weicbaelstr. 64 FrltzRichter yr., Lieben walder«iL 13 Dnh Diaclol Rekordbrotbüdierei tlUU. niblloi Sehulzcndor ferst. 23. G. Riewe.Bannuelita*., Baümielir.l«st.87 G. Relacb, Birker., Banaasozir.ie.Iiköll». Osw. Renhnt, Gflrtelstr. 27 Gest. Rnutenberg, Metzerstr. 11 Kurt Reinecke, Branzstr. 11 PRoinholz.TreptowKicfholiaLlT F. Ritleben, Samariterstr. U. R. Riemer, Pannieratr. 4. Willy Rohde, Zellestr. 11 AlfredRost, Reichenbergerat.lSS F.Sandmann, Tr«ptoT,ürätzitr.25. H. Sannus, Allenateiner Str. 36. Wilhelm Sanier, Didciardenlr. II. W.Sdiaaf,niliückiil.-Cit,PrtTinut.8S Emil Schaller, Schroinerstr. 52. P. Sdilnuuer, Anklamcratr. 15. 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Allgemeine Orts- Krankenkasse de« Stadt Sellin- SchSnebng. Wir find der irrigen Auffafiung de- gegnet, daß durch dm Srlaß des Ke. setzes betreffend Erhallung von An- wartschasten aus der Krankender- sicherung für diejenigen Mtglieder unserer Kasse, welche zum Kriegs- dienst iwberusen worden find, während des Krieges die Unterstützungen der Kasse gesichert find, ohne Zahlung von Beiträgen. Demgegenüber weisen wir ausdrücklich daraus hin, daß: 1. die Erhaltung von Ansprüchen für die Emberusmen nur gegen lausende Fortzahlung von Bei- trägen möglich ist. S. die Ehesrauen und sonstigen ttn- S chörigen berechtigt find, die Seiterverficherung einer beliebig niederen Stufe zu bewirken, der schästigung spätcstms zu erfolgen hat, s. die Anmeldung zur sreiwilligen Mitgliedschaft auch schriftlich gc- schehen kann, aber am besten mündlich erfolgt am Schalter 11 (Grunewaldstr. 30, Ouergedäiide 1 Treppe) S— 1 Uhr. Wer freiwillig Mitglied bleibt und die Beitrüge pünktlich zahlt, erhält sich den Anspruch aus die Regel ieislungen der Kasse. Ferner nzachen wir noch einmal daraus ausnierksam, daß auch die, in. folge Aushebung der Berstchernngs- pslicht der Hausindustrie ausgetretenen Personen berechtigt find, die Mitglied- ichast durch sreiwillige Zahlungen fortzusetzen.* An die Herren Arbeltgeber richten wir die dringende Bitte, für sofortige Begleichung der ihnen zugehenden Beilragsberechnungen sür die Zwang«. Mitglieder besonders bemüht zu sein. Es werden gerade m der gegen- w artigen Zeit besonders hohe Mn jorderungm an uns gestellt. 277/63 Berliu-Jchöneberg. den 25. August 1914. likvi? Vorstand. W. Uhliiiann, Cito Brünne»- Borsitzender. Schriftführer. Spezialarzt Dr. med. Wockenfoß, Friedrichstr. 125(Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden— Ehrlich-Hata-Kur(Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufs- stSrung. Teilzahlung. Spr. vorm. 9— Nra, 8. 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Tie Not, der Hunger pocht an die Türen: ein Ende ist nicht abzusehen. Da ist es Aufgabe des Staates und der Gemeinde«, helfend einzugreifen. Das soll jetzt in Berlin geschehen durch Einführung einer Arbeits- losenuntcrstützung. Was früher als unmöglich erklärt wurde, Muß jetzt infolge der krassen Not und kurzer Hand ohne er- neute lange Erwägungen als notwendig anerkannt werden. Bei der großen Bedeutung der Sache geben wir den Inhalt der Magistratsvorlage hier wieder. Sie lautet: »Ter Kriegsausbruch hat für eine große Zahl von Personen eine Beschränkung der Arbeitsgelegenheit zur Folge gehabt. Wenn �uch zu erwarten ist, daß eine Reihe von Betriebsunternehmern bald wieder in der Lage sein wird, die Arbeit in ihren Fabriken und Werkstätten in weiterem Umfange zu betreiben, und daß sie sich, ihrer patriotischen Pficht eingedenk, nach Möglichkeit bemühen werden, ihren Arbeitern Lohn und Brot zu gewähren, so bleibt doch die Tatsache bestehen, daß immer noch zahlreiche Familien und Einzelexistenzen durch kürzere oder längere Arbeitslosigkeit in Schwierigkeiten geraten sind. Auf Grund der Beratungen der von den Gemeindebehörden eingesetzten gemischten Deputation haben wir beschlossen, unsererseits Maßregeln zu ergreifen, durch welche dieser Lage tvährend der Kriegszeit nach Möglichkeit gesteuert wer- den kann. Wir sind dabei H a n d in Hand gegangen mit den Arbeiterorganisationen, welche bisher schon ihren Angehörigen Arbeitslosenunterstützung gewährt und sich UNS gegenüber anheischig gemacht haben, während der Kriegszeit nach ihren Hangen Kräften die Zahlung derartiger Unterstützungen fortzu- setzen. Weiterhin haben w-ir uns mit der Landesversiche- rung saust alt Berlin in Verbindung gesetzt, welche beabsichtigt, in weitherziger und umfassender Weise die bei ihr dersicherungspflichtigen, arbeitslos geworde. «en Personen zu unterstützen, soweit dieselben den Unterhalt ihrer Angehörigen aus ihrem Arbeitsverdienst ganz oder uberwiegend bestritten haben. Es wird geplant, die st ä d t i s ch e Hilfsakt ion in eng st er Verbindung mit derjeni- flen der Landesversicherungsanstalt durchzuführen. Auf Grund aller dieser Verhandlungen beantragen wir, folgenden Grundsätzen für die geplante Arbeitslosenunterstützung beizutreten: Es können seitens der Stadtgcmeinde Unterstützungen gewährt werden: a) Angestellten und Arbeitern, welche trotz Arbeitsfähigkeit und Arbeitswilligkeit eine Beschäftigung nicht finden können. d) kleineren Gewerbetreibenden und Angehörigen freier Be- rufe, die unter der gegenwärtigen Wirtschaftslage außer- stände find, sich und ihre Familien zu ernähren. Die Unterstützung beträgt: für Personen, welche den Unterhalt von Kindern bestreiten, 6 M. wöchentlich für die übrigen 4 M. wöchentlich. Soweit es sich um Personen handelt, welche von einer An- Gestellten- oder Arbeiterorganisation laufend Arbeitslosenunter- Nutzung beziehen, wird die Unterstützung in der Form eines Zu- schlage» von 50 Proz. zu dieser Arbeitslosenunterstützung gewährt wit der Maßgabe jeooch, daß Arbeitslosenunterstützung der Organisation und städtischer Zuschlag mindestens 5 M. bezw. 4 M. pro Woche betrage. Soweit die Arbeitslosenunterstützungen der Or- Gonisation unter Zuschlag derjenigen der Stadt den Betrag von �2 M. pro Woche übersteigen, wird der Zuschlag gekürzt bczlv. kommt er in Fortfall. Die städtische Unterstützung wird nur solchen Personen gewährt, welche seit dem 1. Juni 1934 in Berlin ununterbrochen ihre» Aufenthalt haben und, sofern sie sich im Angestellten, oder Arbeits- borhältnis befinden, 14 Tage lang ohne Beschäftigung sind. Ausgeschlossen von der städtischen Unterstützung sind Renten- Und Krankcngeldcmpfänger, Bezieher von Militärpensionen, Bete- tanensold usw. Ebenso Personen, welche sich in der Fürsorge der 'Armenverwaltung befinden oder au» Stiftungen angemessen unter- stützt werden. Desgleichen sind von der Arbeitslosenunterstützung olle Personen ausgeschlossen, welche Unterstützungen auf Grund des Gesetzes vom 28. Februar 1888 bezw. 4. August 3914, betreffend die Unterstützung von Familien in den Dienst eingetretener Mann- schastcn bezichen. Die Stadtgemeinde behält sich vor, insbesondere an u n b c r- heiratete Personen an Stelle der Barunterstützung Speise» marken zu gewähren, deren Wertbetrag auf dir Unterstützung zur Anrechnung kommt. Wie weit im übrigen an Stelle der Bar- Unterstützung die Gewährung von Naturalien tritt, bleibt beson- deren Beschlüssen vorbehalten. Die Festsetzung der Unterstützungen und die Kontrolle der Unterstützungsempfänger geschieht durch besonders zu bildende Kommissionen. Die weiteren Vorbereitungen der Organisation wcrdcn der bestehenden gemischten Deputation bezw. dem Magistrat übertragen. Sic haben insbesondere auch mit der Landcsversicherungsanstalt die weiteren Vereinbarungen über ein gemeinschaftliches Borgehen zu treffen. Die neu zu schaffende Organisation tritt am 15. Scp- tember in vollem Umfange in Kraft. In der Zeit vom 3. btS 15. September werden die auf Grund des Gesetzes vom 23. Februar 1888 bezw. 4. August 1914 gebildeten Kommissionen die Unterstützungsfestsetzung im Rahmen vorstehender Grundsätze über- nehmen. Die Gewährung der Zuschüsse an die Arbeiterorganisa» tionen geschieht vom 1. September ab, jedoch bleibt eS den Festsetzungen der gemischten Deputation bezw. des Magistrats vor- behalten, in welcher Höhe in dieser Uebergangszeit die Zuschüsse zu leisten sind. Zur Deckung der erforderlichen Beträge wird der Magistrat ermächtigt, auf die Dauer von drei Monaten vorschuh- weise bis zu 500 000 M. pro Monat zu verausgaben. Ueber die endgültige Deckung bleiben besondere Gcmeindebeschlüsse vorbe- halten." Soweit der Inhalt der Magistratsvorlage. Sie zeigt, daß die Arbeiterorganisationen gerade in der jetzigen schweren Zeit eine große Kulturaufgabe zu erfüllen geeignet sind: sie bilden das Rückgrat dieser Hilfsaktion, die bestimmt ist, Zehn- tausende vom Hungertod zu retten, der anderenfalls sie be- droht. In welcher Weise die Landesversicherungßanstalt sich der gleichen Hilfsaktion anreiht, ist im einzelnen noch nicht dargelegt, es ist aber anzunehmen, daß Hand in Hand gear- beitet wird: nur dann wird man planmäßige Hilfe leisten können. Hoffentlich wird recht schnell gearbeitet. Lustige Kriegsromantik. Einer furchtbaren Versckstvüvung ist man glücklich auf die Spur gekommen. Wie eine Korrespondenz erzählt, die ihre Wissen» schaft wieder aus der, von ihr allerdings nicht genannten, fach- technischen Zeitschrift„Der Flugsport" bezieht, hat sich bor Jahresfrist in Paris eine Vereinigung von Fliegern gebildet, die sich als Luftfranktireur» konstituierte und nichts Ge- ringercs plante, als im Falle de» Ausbruch» eines Krieges zwischen Deutschland und Frankreich ein« tollkühne Aktion au»» zuführen, eine Aktion, die nach einem angeblichen Zirkular der Verschwörer unsere Feinde in hellen Schrecken, die übrige Welt in Erstaunen und Bewunderung versetzt und Frankreich 5aS Vertrauen zu sich selbst und die Zuversicht des Siege» geben soll. Auf unsere eigene Gefahr, auf unsere eigene Verantwortung wollen wir Bertin so zurichte», wie-die Deutschen eS mit Paris zu tun beabsichtigen. Wir wollen die deutsche Hauptstadt bombardieren, mit Spreng- stoffen überschütten, seine Paläste, seine Kasernen und militän- jchen Gebäude, die Verwaltungsgebäude in Trümmerhaufen der- wandeln und direkt ins Zentrum der feindlichen Organisation Tod und Verderben tragen. Die Organisatoren dieser Lustfvanktireur» sollen VedrineS und Garros gewesen sein. Ob diese romantische Vcrschivörergeschichte auf Wahrheit be- ruht, vermögen wir natürlich nicht nachzuprüfen, Sie klingt schon deshalb etwas unwahrscheinlich, weil auch die Franzosen, die doch gute Aviatikcr und über die Erfahrungen de» Bombenwerfenß auS Flugzeugen nicht schlechter unterrichtet sind wie die Deutschen, Von vornherein wissen mutzten, daß ihr romantischer Plan sich nicht verwirklichen lassen werde. Denn selbst wenn es 60 oder 100 Flugzeugen möglich gewesen wäre, von der französischen Grenze aus Berlin zu erreichen und hier je ein halbes Dutzend Bomben abzuwerfen, so wäre dadurch noch lange nicht Berlin in einen Trümmerhaufen verwandelt worden. Vielleicht wären ein paar Dutzend Häuser niedergebrannt, dielleicht wären ein paar Hundert Menschen getötet oder verwundet worden, aber der ganze Ueberfall würde lediglich den Charakter einer ebenso em- p ö r e n d e n wie lächerlichen urfd ergebnislosen Demon st ratio« getragen haben. Daß das Bombenwerfen aus Flugzeugen überhaupt eine äußerst schwierige Sache ist, ist jedermann, der die Flugtcchnik und die Chancen ihrer militärischen Verwendbarkeit verfolgt hat, völlig klar. So wertvolle Dienste die Flieger für die Aufklärung und den N a ch r i ch t e n d i e n st im Kriegsfalle zweifellos zu leisten vermögen, ebenso sicher ist, daß die Bombe» der Flieger weder von den friedlichen Einwohnern der Städte noch von Festungen, Kriegsschiffen oder Armeeteilen sonderlich zu fürchten sind. Deshalb lauft die ganze Meldung von dem französischen Ge- hcimfliegerbund im Grunde genommen auf nichts hinaus als auf eine törichte Senfationsmacherei. Ucbrigens werden Über oie Aktionen de»„Zeppelin" über L ü t t i ch auch allerhand Geschichten erzählt, die bei allen Kennern Kopfschütteln erregen müssen. Ein„Zeppelin" soll, e» ist da» zwar nicht amtlich, aber unzählige Male privatim gemeldet worden, über Lüttich oder der Äütticher Zitadelle 12 Bomben abgeworfen haben. Da die Meldung in so zahllosen Variationen wiedergekehrt ist, mag ihre Richtigkeit nicht angezweifelt werden. Ganz Unglaubliche» nur mutet die Scherlpresse ihren Lesern zu, wenn sie einen Bericht der„Grazer Tagespost" wiedergibt, wonach der„Zeppelin" in Heller M o r g e n b e l e u ch t u n g au» 800 und später sogar aus 300 Meter Höhe seine Bomben abgeworfen haben soll, obwohl unzählig« Getyehre und die Kanonen der Forts unaufhörliche Salven auf ihn abgegeben hätten. Ein„Zeppelin" kann schon eine Anzahl von Gewehrkugeln ertragen, ohne dadurch vernichtet zu werden. Den„Zeppelin" jedoch möchten wir sehen, der in 300 Meter oder auch 800 Meter Höhe bei Tages- b el euch tun g das Feuer zahlloser Gewehre und Geschütze auShält, ohne in Fetzen herabzustürzen. Daß„Zeppeline" unter Umständen auch im Festungskrieg ihre Rolle spielen können, braucht nicht bestritten zu werden. Aber der„Zeppelin" oder da» Luftschiff überhaupt, das sich in so geringer Höhe trotz Gewehr- und Artilleriefeuer auf 30-0 oder 600 Meter über«in« feindliche Stadt wagt, ist nichts als die abenteuerlichste E r f i n- dung einer luftigen Kriegsromantik l *« « Von amtlicher Seite wird denn auch jetzt der„Korrespondenz Piper' mitgeteilt: Unrichtige Pretznotizen über die Beteiligung«in«? Luftschiffes an dem Kampf um Lüttich haben— wie aus zahlreichen Zuschriften hervorgeht— vielfach die irrige Ansicht aufkommen lassen, das Luftschiff habe, um wirksam den Angriff zu unterstützen, bis auf 800 Meter und darunter hcrabgehen müssen. Bei derartig geringen Höhen würde das Luftschiff — ganz abgesehen von dem großen Ziel, das es dabei dem Gegner böte— Gefahr laufen, durch die eigne Sprengwirkung seiner Ge- schösse beschädigt zu werden. Ein solcher Fehler ist deshalb auch selbstredend nicht gemacht worden. Alle auf dieser irrigen Nach- richt beruhenden Vorschläge von Erfindern sind daher gegen- st a n d l o». «« e Bon unseren Meger«. Die„Times" erzählen ein Stückchen von einem deutschen Flieger bei L ü t t i ch. Er macht sich nächtlicherweile mit Sprengkörpern an einem der FortS zu tun. Da er in nur 300 Meter Höhe schwebte, wäre er ein leichtes Ziel für die Kugeln gewesen. So band«r an«ine etwa 75 Meter lange Schnur eine rote Laterne, die nun von den Belgiern in Stücke ge- schössen wurde, während er lächelnd darüber schwebte. Zur Seachtung! Wir lassen in den Verlustlisten den Geburtsort fort, da er bei der Häufigkeit gleichlautender Namen selbst in den feinsten Orten zur Feststellung der Persönlichkeit belanglos ist. Wir raten dringend, daß jeder, der die Verlustlisten durch- stkht, sich über Regiment und Kompagnie des zu Suchenden Kenntnis verschafft, da sonst schmerzliche Irrtümer unauS- dleiblich sind. Verlustliste Nr. H. Erklärung der Abkürzungen. Beicht verwundet«= ltlchtverw. Mehmet verwundet--- schwerverw. A-sangen g«s. ?etatiBt v«rin. ssanaen «»igt �______ «auptmamt= Hnuplm. Oberleutnant= Obcrleutn. lt'Winant= LcutN. oeldwebet---- gcldw. Vizeseldwebel-- Vseldw. Sergeant---- Serg. Unterosfizier--- Unterofs. Aesreller Nesr. Einjährig«-- Sinj. Landwcbrmann st Landw. Reservist--- Res. Laadsturm-Jnsantericbataillon I, Cöln. 1. Kompagnie. Ewald Gaertn«r, tot. Ersatzbataillon beim 4. Jntantericregiment, Metz. 1. Ersavkompagnic. Wehm. Wilhelm Auguftin, tot. Reserve-Infanterieregiment Nr. 25, Coblenz. 8. Kompagnie. Res. Stephan Keilmer, tot. Infanterieregiment Nr. 70, Saarbrücken. � Kompagnie. Musketier Alfons Elaudcpierre. schwerverw.— .als Hopp tot. Josef Schappert, schwerverw.— Albert Becker lll, tot. Z™-- v.'iL.JL oma l-i�>tn»rw.— Kriedr. 1° Wob, schwerverw.— Gesr. Jochem. leichtverw.— R«s. Johann Mdingcr. leichtverw.- Res. Peter Paulus, leichtverw.- Res. A'lipp Ballas. schwerverw.- Hauptm. Wclly Pet-r. tot.- Viz� Hermann Kreitz, schwerverw.— Jakob 6 eis. Ichwerverw. Qjrimnt fafetüfrvettt)»—— öcft. Vctjcnbccfcr, tot» �bisttan Lorenz II, schwerverw.— Rudolf Ziemer, leichtverw. 5"Hust Faller f, leichtverw.- Ludwig F°Uer II, le.�vcrw.- ,H'"Se. schwerverw.— Hugo Prinz, leichtverw. Johann Mtz ii, schwerverw.- Res. Karl Stsenla, tot." Res.Johann �bel. schwerverw.- Gesr. d. Res. Nikolaus Haubrick�. le.chtv w. schfcH Karl Rhoden, schwerverw.— Eeft- d. Res. Friedrich Welke, Kompagnie. Johann Pflicht, leichtvuw. ��-�loiS ranunger, leichtverw.— Res. Heinrich Schiel, leichiverw. �wehr i. Johann Weiß, verm. 7. Kompagnie. Res. Adolf Gerstner, schwerverw.— Landwchr- mann Emil Schaal, schwcrverl.— Johann Fuß, leichtverw.— Res. Artur Maurer, leichtverw.— Gesr. d. Res. Peter Altmeper, leichtverw— Jakob Schmidtenknecht, leichtverw.— Unterofs. d. Res. Peter Scherer, leichtverw. Füsilierregiment Nr. 90, Rostock. Oberleutn. u. Steg.-ÜIdj. Friedrich Hemke, schwerverw. 1. Kompagnie. Vseldw. Otto Schalige, tot.— Johann Dcwor, tot.— Richard Tellnitz, schwerverw.— Paul Subbert. schwerverw. 2. Kompagnie. Unteroff. d. Res. August Schwichtenberg. tot. Hermann Moykopf, tot.— Hans Reimers, tot.— Hermann Zwiebe- ling, tot.— Unteroff. Albert Wegner, leichtverw.— August Schröder, schwerverw.— Wilhelm Schumacher, leichtverw.— Paul Schwanck, leichtverw.— Hermann Thedorf, schwerverw.— Walter Ahrcndt ll. schwerverw.— Wilhelm Markwardt, schwerverw. Friedrich Reussel, leichtverw.— EWj. Adolf Schmteter, leichtverw, 3, Kompagnie. Einj. Richard Abbrecht, schwerverw.— Wilhelm Schneider I, schwerverw. Maschincngewehrabteilung. FoTdW. Hellmut Plepv, tot.— Vseldw. Robert Schnell, tot.— Fritz Genkel, tot.— Fritz Blanck, tot. — Otto Dahl, schwerverw�— Karl Nützel, schwerverw.— Hugo Schmidt, schwerverw.— Ernst Schröder, schwerverw,— Wilhelm Schultz, schwerverw. 1. Badisches Leibgrenadirrregiment Nr. 108, Karlsruhe. 1. Kompagnie. Unteroff. d. Res. Schaffner, verw.— Löhle, verw.— Rudolf, verw. � Seiler, verw.— Leu», verw.— Echaible, verw.— Schettler, verw. 2. Kompagnie. Lcutn. v. Leubffing, verw. Sinn, verw.— Gerspacher, verw.— Oesterle, verw.— Ref. Müller, verw.— Jäger III, verw.— Gcfr. Allenberger, verw.— Völker, verw.— Ernst II, verw. Mall, verw.— Ref. Hofmaler, verw.— Gef. Asbeck, verw.— Gefr. d. Ref. Marx, verw. Ref. Müller, verm, Res, Ringwald, verm.— Res. Stockert, verm.—„ Res. Linse, verm. — Kastner, verm.— Rathgeber, verm.— Waßner. verm.— Wetgel, verm.— Engel II, verm.— Res. Jhle, verm.— Res. Erb, verm. — Res. Forstenbacher, verm.— Res. Trunk, verm.— Res. Veith, verm.— Hornist Jäger I, verm.— Unteroff. d. Res. Hagedorn, verm.— Zöller, tot. 3. Kompagnie. Braun, verw.— Pfohl, verw.—- Leutn. d. Res. Roth, verm.— Unteroff. Haber, Venn.— Unteroff. d. Res. Weigel, verm.— Einj. Gesr. Ambergen verm.— Kiefer, verm.— Matt, verm.— Jsele 1, verm.— Baumann 1, verm,— Kohler, verm.— Gockeler, verm.— Guth, verm.— Jsele II, verm.— Res. Wettstein. verm. 4. Kompagnie. Leutn. d. Res. Koch, tot.— Unteroff. d. Res. Küchele, tot.— Res. Kupierer, tot.— Res. Zeller, tot.— Reichmnnn, tot.— Kienzle. tot.— Unterofs. Reichert, verw.— Unteroff. Rei- mold, verw.— Antoni I, verw.— Kammerer II, verw.— Reichard, verw.— Gefr. d. Res. Haas, verw.— Res. Hilbenbrandt, verw.— Geft. b. Res. Schäfer II, verw.— Res. SchtveneS, verw.— Gefr. d. R«s. Schwarz, verw.— Res. Weber, verw.— Wurm, verm.— Benz II, verm.— Einj. Gefr. Gimbeil, vem.— Kraemer, verm.— Wehm. Deck, verm. Res. Freund, verm. Gefr. d. Res. Heß. a.— Res. Oberle, verm.— Res, Rau, verm,— Res. Philipp, g.— Res. verm.________________>WWM verm.— Res. Schmied, verm.— Gefr. d. Res. Merks, verm. 5. Kompagnie. Unteroff, d. Res. Schmitt, verw,— Vseldw. Bahm, tot.— Vollmer, tot.— Einj. Dietz, verw.— Wtrth, verw.— Thoma, verw.— Gcfr. Bausback, verw.— Hengst, verw.— Einj. Neubeck, verw. 7. Kompagnie. Oberleutn. Graf zu Sayn-Wittgenstein, tot.— Leutn. d. Res. Schlusser, tot.— Gefr. Bühler, tot.— Gefr. d. Res. Krauh, verw.— Res, Keller II, verw.— Res, Ferch, verw. 8, Kompagnie. Hotz, verw,— Oppenheimer, verw. 10. Kompagnie. Leutn, Frhr, v. Babo �Gerh.), tot. Maschinengewehrkompagnic. Unteroff. Kubier, tot.— Leutn. v. Frankenberg, verw,— Vseldw, Kirchenbauer, verw.— Gefr. Eglin, verw,— Christ, verw.— Bühlcr, verw.— Schönemann, verw.— Vogelbach verw. Infanterieregiment Nr. 138, Dieuze. 1. Kompagnie. Karl Baumann, tot.— Peter Bormann, tot.— Horm. Marx, tot. Gefr. d. Res. Joh. Methler, tot.— Vseldw. Erich Hoffmann, leichtverw.— Gefr. Johann Neusei, schwerverw.— Joseph Ahheuer, schwerverw.— Wilhelm Niehl, schwerverw.— Unteroff. d. Res. Gustav Zöller, schwerverw.— Anton Drepper, schwerverw.— Albin Ehrlich, leichtverw.— Hugo Feldmann, schwer- verwundet.— Res. Johann Faudt, schwerverw.— Res. Jakob Fischer, schwerverw.— Res. Johann Hauz, vciw.— Wilhelm Hartwig, schwerverw.— Hornist Leo Jünnemann II, schwerverw.— Friedrich Kehl, schwerverw.— Unterosf, Georg Bott, schwerverw.— Andrea» Melignon, verw.— Gefr. Alois Reiter, schwerverw.— Res. Joseph Glaas, verm.— Res. Wilhelm Heinrich, verm.— Res. Albert Juchem, verm.— Res. Heinrich Maurer, verm.— Ludwig Hunke, verm. Res. Theodor Huver, verm.— Res. Otto Fuhr, verm.— Gefr. Gustav Thomas, schwerverw.— Gefr. Christoph Weinrich, schwerverw.— Hornist Wilhelm Werner II, schwerverw. — Serg. u. Bat.-Tambour Louis Schildwächter, schwerverw. Gcfr. d. Res. Peter Hinzberger, schwerverw. 2. Kompagnie. Hauptm. Richard Lehmann, tot.— Gefr. d. Res. Lorenz Mallick, tot. Franz Kilburger, tot.— Karl Steinhäuser, tot.— Serg. Hubert Esser, leichtverw.— Serg. Gustav Einecke, schwerverw.— Gefr. Hermann Geinitz, schwerverw.— Adalbert Gesang, schwerverw.— Hermann Jeudo, leichtverw.— Christian Schreiber, schwerverw Karl Wagner, leichtverw.— Heinrich Beimborn, leichtverw.— August Bleckmann, schwerverw.— Otto Brinkhoff II, schwerverw.— Johann Gründest, leichtverw.— Rudolf Thomas, leichtverw.— Ref. Friedrich Rauch, schwerverw.—> Res. Karl Girardin. verm.— Wehrm. Hermann Jung, verm.— Wehm. Otto Kley, verm.— Wehrm. Jakob Rehmann, verm.— Rei. Wilhelm Linnenbach, schwerverw.— Res. Heinrich Bricker, schwerverw.— Res. Georg Gawert, schwerverw.— Res. Robert Giersch, schwerverw.— Res. Joseph Harth, schwerverw.— Res. Philipp Schmidt, leichtverw.— Res. Emil Schadhauer, leichtverw. August Steinkamp, leichtverw.— August Brinkmann, leichtverw. 3. Kompagnie. Leutn. d. Res. Peter Oster, tot.— Vseldw. Gustav Vieth, tot.— Gefr. Bernhard Rothensee, tot.— Hermann Müller I. tot.— Christoph Ktstner, tot.— August Winter, tot.— Serg. Aloistu».Gappa, leichtverw.---- Unteroff. Mam Briel, leichtverw,-q Gefr. Johannes Neumann, leichtverw.— Gefr. Alwin Dietriech, schwerverw.— Martin Wurst, leichtverw.— Eduard Kohlstedt, leicht- verw.— Wilhelm Lister, leichtverw.— Heinrich Schroeder, leichtverw.— Nikolaus Selm, leichtverw.— Johann Semmer II, schwerverw.— Erich Schulz, leichtverw.— Gefr. d. Res. Otto Schöpfer, leichtverw.— Res. Ludwig Glatz, leichtverw. 4. Kompagnie. Gefr. Gerhard Schmidt, tot.— Unteroff. d. Res. Emil Bacher, schwerverw.— Unieroff. d. Res. Konrad Besser, schwer- verw.— Konrad Ebner, leichtverw.— Heinrich Blümel, leichtverw. — Friedrich Bommers, leichtverw.— Otto Busch II, leichtverw.— Heinrich Gehring, leichtverw.— Hermann Portner I, leichtverw. — Gustav Strackbein, leichtverw.— Res. Christoph Jobert. leicht- verw.— Res. Ernst Stockst, leichtverw.— Res. August Gentner, leichtverw.— Res. Heinrich Willig, leichtverw— Ref. Julian Jcssel, verm.— Res. Viktor Meyer, verm.— Res. Ludwig Toussaint, verm.— Res. Christian Braun, verm.— Unterofs. Rickard Last, leichtverw.— August Kneuf, schwerverw.— Karl Mittler, leichtverw.— Johannes Fiedler, schwerverw.— Justus Bockel, leichtverw. 5. Kompagnie. Hauptm. Hellmut v. Winning, schwerverw.— Oberlcutn. d. Res. Rudolf Töring, tot.— Leutu. d. Res. Albert Markworth, leichtverw.— Gefr. Walter Bachmann, tot.— Peter Sartorius, tot.— Paul Siemon, tot.— August Kalvert, tot.— Wilhelm Tunker, tot.— Jakob Reinheimcr, tot.— August Schwender, tot.— Hermann Walther I, tot.— Heinrich Weber, tot.— Ref. Eugen Thiebauld, tot.— Heinrich Hebrock, verm.— Res. Heinrich Rusfenach, verm.— Res. Philipp Nögeli, verm.— Res. Andreas Ensuringer I, verm.— Res. Alfons Sornette, verm. — Res. Julius Cuallette, verm.— Ref. Peter Briinell, verm.— Res. Lucian Babicr, verm.— Ref. Heinrich Vincent, verm. 6. Kompagnie. Robert Treiling, leichtverw.— Res. Georg Thomas, leichtverw.— Unteross. d. Res. Renatus Tecker, verm.— Res. Paul Eneillon, verm.— Res. Gaston Broquard, verm. 7. Kompagnie. Unteross. Otto Linke, tot.— Jakob Mclbert. tot.— Wilhelm Eickermann, tot.— Josef Schäfers, tot.— Karl Weber, tot.— Res. Heinrich Röhn, tot.— Erich Husemann. tot.— Gustav Herbst, tot.— Res. Johann Biebler, tot.— Gefr. Willi Kray, tot.— Heinrich Klimas, tot.— Wilhelm Jung, tot.— Ref. Kurt Jahn II, tot.— Unteross. Reinhold Tzocheutke, leichtverw.— Leutn. d. Res. Hermann Orttloss, tot. Oskar Hopf, leichtverw.— Georg Fath, leichtverw.— Gefr. Felix Hötzel, leichtverw.— Tambour Johann Pfeifer, leichtverw.— Franz Auert, leichtverw. — Peter Krauskops, leichtverw.— Heinrich Bäckers, leichtverw.— Christian Braudel, leichtverw.— Konrad Heupel, leichtverw.— Heinrich Ulloth, leichtverw.— Res. Karl Quirin, leichtverw.— Res. Albert Jung, leichtverw.— Philipp Häuser, verm.— Res. Johann Klingler, verm.— Res. Wilhelm Lauwc, verm.— Einserling, verm.— Weber I, verm. 8. Kompagnie. Leutn. Adolf Herr, tot. 9. Kompagnie. Unterofs. d. Res. Paul Naumann, tot.— Unteross. d. Ref. Georg Horst, schwerverw.— Gefr. d. Res. Hermann Terjung, leichtverw.— Wehrm. Friedrich Tschanz, verm.— Wehrm. Peter Müller, verm. 19. Kompagnie. Unterofs. d. Res. Heinrich Kaufmann, tot.«— Johann Müller I. tot.— Leutn. Albrecht Wündisch, leichtverw. 11. Kompagnie. Pseldw. d. Res. Robert Fahr, tot.— Wehrm. Johann Heydinger, leichtverw.— Hornist Richard Woitossek, schwer- verw.— Friedrich Meier I, verm.— Unteross. d. Res. Wilhelm Schallen, verm.— Res. Wilhelm Göbel, verm.— Ref. Johann Bergmann, verm. Maschinengewehrkompagnic. Leutn. Kurt v. Faber, leichtverw. Jnsanterieregiment Nr. 144, Metz. 4. Kompagnie. Unteross. Herbert Kanntest, schwerverw.— Gefr. d. Res. Joses Marschallak, schlververw.— Gefr. Hornist Friedrich Fett, schwerverw.— Anton Grützmann, leichtverw.— Felix Hasik, tot. Infanterieregiment Nr. 172, Neubreisach. 1. Kompagnie. Julius Hiisfcr, tot.— Fritz Werner, schwerverw. — Unteross. d. Res. August Hoercn, tot.— Albert Reichardt, tot. — Otto Römpler, tot.— Emil Tiekmann, tot.— Georg Sunder- meyer, tot.— Eduard Conrads, tot.— Stanislaus Twornik, tot.— Albert Warnecke, tot.— Albert Geermann, tot.— Res. Aima Dietrich, tot.— Fähnrich Hartwig Machts, schwerverw.— Scrg. Heinrich Jahn, schwerverw.—'Serg. Alfred Christiansen, leichtverw. — Unteroff. d. Res. Hubert Hauser, schwerverw.— Unteroff. d. Res. Theodor Kilian, schwerverw.— Gefr. Eduard Kohlstedt, leichtverw. — Gefr. Paul Kolata, schwerverw.— Gefr. Karl Schmidt, leichtverw. Herinann Husmann, schwerverw.— Ernst Mohr, leichtverw.— Georg Ott, schwerverw.— Gerhard Thoben, leichtverw.— Robert Zellermann, schwerverw.— Walter Flunckert, leichtverw.— Andreas Fratczak, schwerverwundet.— Stefan Gutzia, leichtverwundet. — Friedrich Knubben, schwerverwundet.— Wilhelm Neuhaus, leichtverwundet.— Heinrich Nierhaus, leichtverwundet.— Gustav Poppensicker, leichtverw.—.Joseph Sommer, schwerverw.— Joseph Szatau, schwerverw.— Wilhelm Seidenzahl, leichtverw.— Joseph Wlodarczyk, schwerverw.— Theodor Ziesche, leichtverw.— Res. Emil Iltis, schwerverw.— Res. Heinrich Herscher, leichtverw.— Res. Christian Mertzen, schwerverw.— Reiner Wiffen, leichtverw. — Heinrich Vosberg, verm.— Johann Berger, verm.— Johann Moll, verm.— Wilhelm Nasche, verm— August Schmitz, verm.— August Waterkott, verm.— August Hildebrandt, verm.— Res. Clemens Most, verm.— Res. Johann Ufmer, verm.'— Res. Johann Grafs, verm.— Res. Otto Theis, verm.— Res. Ernst Zwinger- mann, verm.— Res. Bernhard Habel, verm.— Res. Andreas Smiegocki, verm.— Res. Wilhelm Grützpalt, verm.— Res. Emil Benwit, verm.— Res. Robert Huber, verm.— Res. Julius Leibold, verm.— Res. Georg Schmitt, verm.— Res. Karl Hobel, verm. — Res. Peter Kloreck, verm. Res. Franz Bäk, verm.— Res. Alois Keller, verm.— Res. Aloys Huhn, verm.— Res. Friedrich Struwc, verm.— Res. Franz Brüne, verm.— Res. Otto Wilmczik, verm. — Res. Johann Knnza, verm.— Res. Josef Montjouie, verm.— Res. Wandelinius Weber, verm.— Res. Franz Podcnski, verm. 2. Kompagnie. Ernst Frieg, leichtverw.— Res. Alfred Blasse, leichtverw.— Leutn. d. Res. August Meythaler, tot.— Wilhelm Oehus, tot.— Josef Michalowski, tot.— Res. Emil Spinner, tot. — Bseldw. Wilhelm Bingemcr. leichtverw.— Unteroff. Fritz Zielskc, schwerverw.— Gefr. Maximilian Mandalka, schiverckerw. — Gefr. Jean Graalmann, schwerverw.— Gefr. d. Res. Leo Schwöb, leichtverw.— Gefr. d. Res. Otto Weber, leichtverw.— Heinrich Kampmann, leicktverw— August Haarmann, leichtverw. — Hermann Füstmann, schwerverw.— Adolf Hamp, leichtverw.— Simon Pretkowski, leichtverw.— Res. Hyrönimus Bürlcn, leicht- verw.— Res. Paul Dürringer, leichtverw.— Anton Schwegmann, schwerverw.— Res. Josef Bader, leichtverw.— Ernst Shren, leichtverw.— Heinrich Wolke, verm.— Stanislaus Anton iak, verm. — Conrad Esser, verm.— Wilbelm Büchel, verm.— Res. Friedrich Sonnenlitter, verm.— Res. Eduard Schützet, verm.— Res. Karl Hardt,' verm.— Res. Wilhelm Buchholtz, verm.— Res. Jo- Hann Jantzcn, verm.— Res. August Kischcl, verm.— Res. Albert Kaczmarek, verm.— Res. Karl Aschmoneit, verm.— Res. Lükko Temmen, verm.— Res. Jakob Hetzer, verm. 3. Kompagnie. Hauptm. Oskar Waiblinger. tot.— Wilhelm Lamm, tot.— Ferdinand Porwoll. tot.— Res. Andreas Graw, tot.— Res. Johann Grafs, tot.— Unteross. Hugo Feil, leicktverw. — Unteroff. Hugo Linke, leichtverw.— Rudolf Anitz, schwerverw. — Gefr. Friedrich Brinks, schwerverw.— Gefr. Friedrich Ewald, leichtverw.— Hermann Kuelangen, leichtverw.— Adolf Kohler, leichtverw.— Otto Stephan, leichtverw.— Anus Wichers, leichtverw.— Reiner Tresen, schwerverw— Wladislaus�Kuhlig, leichtverw.— Johann Kopatz, schwerverw.— Franz Sczymkowiat I, schwerverw.— Res. Wilhelm Trautmann, verw.— Res. Jacob Zagala, verw.— Res. Johann Barbaras, verw.— Res. Johann Friedrich, verw.— Res. Mathias Iltis, verw.— Res. Karl Grabemann, verw.— Res. Stanislaus Teckcrt, verw.— Gefr. Friedrich Reimann, verm.— August Heiutig. verm.— Peter Schiffers, verm.— Gefr. d. Res. Emil Waldcck. verm.— Gefr. d. Res. Eugen Hebinger, verm.— Res. Karl Finantz, verm.— Res. Tctvid Bückenbroo, verm.— Res. Robert Kindla, verm.— "verantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für de» Res. Karl Gschib, verm.— Tambour Karl Rasch, verm.— Josef Cichoszewski, verm.— Res. Wilhelm Schwörke, verm.— Res. Johann KuczmarSki, verm. 4. Kompagnie. Hermann Stückemann, tot.— HynrekuS Schönbusch, tot.— Tambour Bernhard Viel, tot.— Emil Äehlau, tot.— August Dietrich II, tot.— Heinrich Pokorra, tot.— Konstantin Sestna, tot.— Res. Heinrich Knittel, tot.— Gefr. d. Res. Wilhelm Jsselmann, tot.— Vfeldw. Fritz Götz, leichtverw.— Vfeldw. d. Res. David Hirschler, leicktverw.— Unteroff. d. Res. Julius Hansjakob, leichtverw.— Gefr. Wert Heeren, leichtverw. — Gefr. Joachim Burgemeister, leichtvertv.— Gefr. August Rathing, leichtverw.— Wilhelm Bellmund, schwerverw.— Max Friedlein, schwerverw.— Heinrich Thöne, leichtverw.— Emil Winklcr, schwerverw.—■ Viktor Krefst, schwerverw.— Ludwig Pawlik, leicktverw.— Friedrich Pott II. leicktverw.— Stanislaus Rosinski, leicktverw.— Wilhelm Zahnhausen, leichtverw.— Res. Emil Hansjakob, leichtverw.— Res. Camill Eoureaux, leichtver. — Joses Gindcr, leichtverw.— Leutn. d. Res. Willens, leichtverw. — Unteross. d. Res. Heinrich Deutschmann, verm.— Gefr. d. Res. Ludwig Thomann, verm.— Heinrich Watermaiin, vertu.— Albert Müller I, verm.— Res. Eugen Bentz, verm.— Res. Albert Gigot, verm.— Res. Josef Schlachter, verm.— Res. Moses Meyer 1, verm.— Res. Leo Clo, vertu.— Res. August Neumann, verm.— Res. Gerhard Pauwek, verm.— Res. Heinrich Rose, verm.— Res. Otto Hinz, verm.— Ref. Julius Salm, verm.— Res. Karl Marzey, verm.— Res. Joses Million, verm--- Res. Alfons Halter, verm.— Res. Mathias Müller, verm.— Rest August Stufet, verm. — Res. Gallwitz, verm. 3. Kompagnie. Gefr. Karl Kröger, leichtverw.— Paul Ristmt, schlververw.— Unterofs. d. Res. Gcrzmann, tot.— Gerhard Raming, tot.— Aloysius Brüggemauit, tot.— Hermann Nobis, tot.— Res. Paul Mathieu, tot.— Tambour Richard Schaper. leichtverw.— Stanislaus Bednarek, schwerverw.— Kasimir c-ki- binski, verm.— Res. Konstantin Meyer, verm.— Res. Johann Dietrich, verm.— Res. Ludwig Garze r, verm.— Res. Eugen Geiger, verm.— Res. Heinrich Marschall, verm.— Rest Josef Bedcz, verm.— Res. Alfons Bummen, verm.— Res. Albert Osfland. verm.— Rest David Karl, verm.— Res. Joses Blum, verm.— Res. Paul Munier, verm.— Vfeldw. Adolf Ebele, verw. — Pseldw. Friedrich Eckert, verw.— Karl Augustinich, verw.— Karl Blind, verw.— Georg Tiehle, verw.— Johann Eggers. verw.— Gefr. Hermann Hesselink, verw.— Gefr. Hermann Pöting, verw.— Walter Schadeberg, verw.— Franz Abend. verw.— Anton Köhler, verw.— Josef Michalak, verw.— Aoolf Müller, verw.— Adolf Pilz, verw.— Hubert Schnitzler, verw. — Ernst Vogel, verw.— Res. August Staitz, verw.— Res. Ar- matib Freycrmuth, verw.— Res. Ludwig Lamouche, verm.— Ref. Arthur Saile, verm.— Res. Edmund Gastmann, verm.— Res. Leo Gicdemann. verm.— Res. Michael Hebtmg, verm.— Bernhard Haberkorn, verw. 9. Kompagnie. Eduard Haffner, tot.— Michael Tiebold, tot. — Wilhelm Baudrock, tot.— Btnzent Novak, tot.— Fähnrich Udo Loessler, leichtverw.— Gefr. Josef Bücher, verm.— Gefr. August Wand, verm.— Alfred Ottmann. verm.— Johann Kas- persky, verm.— Wilhelm Jakobs, verm.— Adolf Lihrmann, verm.— Josef Harrer, verm.— Vfeldw. Jakob Lantcr, verw.— Unterofs. Albert Schieß, verw.— Gefr. Karl Huber, verw.— Frieorich Rode, verw.— Friedrich Teneke. verw.— Wilhelm Peters V, verw.— Josef Uhl, verm.— Johann Breit, verm.— Eugen Krämer, verm.— Augustin Ziestel, verm.— Josef Haenn, verm.— Karl Waltz, verm.— Albert Glee, verm.— Karl Hoffer, verm.— August Niezurawski, verm.— Walter Strüning, verm. — Ludwig Tessel, verm.— Josef Bielmann, verm.— Nathan Salomon, verm.— Viktor Huck, verm.— Josef Risser, verm.— Viktor Biehler, verm.— Eugen Bertsch, verm.— August Römer, verm.— Herbert Claudepierre, verm.— Adolf Göpp, verm. 7. Kompagnie. Jakob Botsch. tot.— August ZajonS, tot.— Unterofs. Rudolf Rabaschust. verw.— Stanislaus Zgorecki, verw. — Heinrich Bocks, verw.— Adalbert Lisiak, verw.— Andreas Mrozet, verw.— Bernhard Nühlcn I, verw.— Karl Johann, verw.— Justus Heinemann, verw.— Karl Kracht, verw.— Jo- Hann Kasprzak, veriv.— Anton Möller verw.— Otto Wöckcl, verw.— Res. Johann Müller, verw.— Res. Adolf Eichholz, verw. — Res. Karl Fritsch, verw.— Gustav Sander, verm.— Julius Ganschicnitz, verm.— Johann Krause, verm.— Johann Weisten- born, verm.— Thomas«witala, verm.— Jakob Sembach, verm. — Franz Zimmermann, verm.— Alfons Burgard. verm.— Karl Nam, verm.— Adolf Petrin, verm.— Karl Rehbcrg, verm.— Valentin Wilczak, verm.— Roelof Koers, verm. 8. Kompagnie. Leutn. d. Res. Buschung, schwerverw.— Gefr. Karl Heise, leichtverw.— Gefr. Konrad Landau, leichtverw.— Wilhelm Rose, leichtvecw.— Alfred Cron, leichtvertv.— Emil Rauner, leichtverw.— Leo Kowalski, leichtverw.— Ref. Josef Million, verw.— Res. Josef Bütterlin, leichtverw. Landwehr-Jnfanterieregiment Nr. 5. Leutn. d. Res. Johannes Albert Bolot vom 1. Bataillon, Schutz- Verletzung. Jägerbataillon Nr. 8, Oels. 1. Kompagnie. Jäger Hojla, tot.— Gefr. Kusche, leichtverw. — Gefr. Oertel, leichtverw.— Koschmieder, leichtverw.— Steuer, verm.— Blasig, leichtverw. 3. Kompagnie. Schutze, leichtverw. Mafchinengewehrkompognie. Jendrock, schwerverw.— Mende, leichtverw. Jägcrbataillon Nr. 8, Schlettstadt. 1. Kompagnie. Johann Brunne, schwerverw.— Res. Jakob Heimbach, leichtverw.— Heinrich Junker, schwerverw.— Gefr. d. Res. Karl Hatsch, verm. 2. Kompagnie. Heinrich Venn, leichtverw. 3. Kompagnie. Peter Stollenwerk, leichtverw. 4. Kompagnie. Leutn. Grote-Hasenbalg. tot.— Leutn. d. Res. Hinckel, verm.— Arnold Droste, verm.— Hubert CryuS, verm. — Res. Josef Bock, verm.— Res. Joses Spitz, verm.— Res. Friedrich Gewinner, verm.— Oberjäger d. Res. Karl Peter Birken- meyer, verw.— Felix Gusenleitner, verw.— Karl Kommer, verw. — Res. Albert Leypoldt, verw.— Oberjäger d. Res. Ludwig Bannert, leichtverw. Radfahrerkompagnic. Karl Kottendorf, tot.— Heinrich Wessels, tot.— Johann Weuda, verm.— Gefr. Adolf Mütscheller, verm.— Rest Georg Miethke, verm.— Gefr. Johann Vterbaum, leichtverw.— Res. Ludwig Holschuh, verm.— Oberjäger Wilhelm Becker, tot.— Bernhard Näcke, tot.— Oberjäger d. Res. Anton Büttner, schwerverw.— Karl Huppach, leichtverw.— Albert Brunner. schwerverw.— Oberjäger Karl Dünwald, verm.— Oberjäger Richard Braun, verm.— Josef Oswald Mostert, verm.— Georg Hartwig, verm.— Anton Klassen, leichtverw. Grostherzogl. Mccklbg. Jägerbataillon Nr. 14, Colmar i. E. 1. Kompagnie. Otto Eickermanu, schwerverw. 3. Kompagnie. Helmut Schramm, tot. 4. Kompagnie. Friedrich Burr, tot.— Hecht, tot. 6. Kompagnie. Wilhelm Winter, tot. Kurmärkisches Dragonerregiment Nr. 14, Colmar i. E. 1. Eskadron. Kurt John. tot.— 2. Eskadron. Arthur Kluth. tot.— Peter Schäfer, tot.— Heinrich Emde, verm.— Paul Cramer, verm.— Res. Daniel Gantz, verm.— 4. Eskadron. Alfred Husscr, verm., Gardcdragonerrcgiment<1. Großherzogl. Hessisches) Nr. 23, Darmstadt. 2. Eskadron. Heinrich Tedin, tot.— 4. Eskadron, Johann Moll, tot.— Gefr. Georg Lochmann. leichtverw.— Wilhelm Mei> gen. Nauheim, verm.— Wilhelm Leist, verm.— Karl Kopf, verm. 3. Eskadron. Unterofs. Emil Kunz, leichtverw.___ Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag:Vorwarl»' Jägerregiment zu Pferde Nr. 2, Langensalza. 2. Eskadron. Bruno Stein, tot.— Gefr. Lorenz Waldmann, leichtverw.— Wilhelm Dunken. schwerverw,— Serg. Paul Thomas, schwerverw.— Gefr. Albin Müller, leichwerw.— Fritz Hilpert, verm. 4. Eskadron. Rudolf Baumbach, tot.— Jägerregiment zu Pferde Nr. 5, Mülhausen i. E. Leutn, Meyer, tot.— Leutn. Baader, schwerverw.— Leutn. d. Res. Emmendccker, verw.— Leutn. Hetz, verw.— Vwachtineister Seiffart, schwerverw.— Unteroff. Gräser, verw.— Trompeter Geiser, verw.— Kaiser, leichtverw.— Jakobius, leichtverw. — Freste, schwerverw,— Cott, leichtverw.— Risse, tot.— Nahl- horn, leichtverw.— Eppeltn, verm.— Weber, verm.— Vöhl, tot. — Uehre, verw.— Treusch, verw.— Camill Thalen(5. Eskadron), tot.— Müller, tot.— Serg. Weber, verw.— König, verm.— Götz, verm.— Kellermann, tot.— Meier, tot.— Gehle, tot.— Res. Becker, tot.— Res. Gnädig, verw.— Res. Wittmann, verw. — Res. Haenel, verw.— Bekus, verw.— Hanekamp, verm.— Gefr. Schmidt, leichtverw.— Gefr. Knills, verm.— Grigo, verm.— Platt, verm.— Peters, verm.— Seitenberger, verm.— Sprich, verm.— Knippschild, verm.— Buz, beim.— Martin, verm.— Vauinann, verm.— Uhlenwinkel, verm.— Schwöb, verm.— Freeie, verm.— Frisse, verm.— Thalen(4. Eskadron), tot.— Naumann, schwerverw. Jägerregiment zu Pferde Nr. 8, Erfurt. 1. Eskadron. Josef Rottes, tot.— Leutn. d. Res. Heinrich Steudemann, verm. 3. Eskadron. Gefr. Emil Geyer, tot.— Gefr. Franz Luther, schwerverw.— Gefr. Artur Becker, schwerverw.— August Witte, schwerverw.— Otto Baumgarten, schwerverw.— Res. Wilhelm Müller, verw.— Heinrich Strüber, verw. 3. Eskadron. Alfred Federwisch, tot. Jägerregiment zu Pferde Nr. 8, Trier. 1. Eskadron. Einst Unterofs. Paul Kaiser, verm. 2. Eskadron. Otto Milewski, tot.— Johann Müller III, schwerverw.— Ferdinand Krumvein, schwerverw. 3. Eskadron. Wilhelm Kalthosf, tot. 4. Eskadron. Max Porath, verm.— Johann Kalkmann, verm. — Dietrich Lehmkuhl, verm.— August Retz, tot.— Adolf Bockelmann, tot. Jägerregiment zu Pferde Nr. 13, Saarlouis. 1. Eskadron. Nikolaus Kruppert, leichtverw.— Gerhard Hil» gers, leichtverw. 2. Eskadron. Wilhelm Ihrig, leichtverw. 3. Eskadron. Gefr. Max Freigang, verm. 4. Eskadron. Wachtmeister Heinrich Borgsmüller, schlververw. — Sergeant Gustav Stein, schwerverw.— Sergeant Josef Lüdtke, schwerverw.— Fridolin Leinweber, tot.— Paul Woyte, schwerverw. — Peter Hethey, leichverw.— Otto Lorenz, leichtverw.— Res Heinrich Klein, verm.— Ersatzabteilung Feldartillericregiments Nr. 15, Saarburg und Mörchingcn. Stab der Ersapabteilung. Tierarzt Vedder, leichverw.— Gefr. Morquet, tot.— Kuntz, tot.— Sanitätssoldat Meyer, schwerverw. Fahrende Ersatzbattcric. Leutn. Waldschmidt, tot.— Leutn. Stock, leichtverw.— Sergeant Noest, verm.— Gefr. Alfred Schallbruch, verm.— Stolz, verm.— Mayer, verm.— Lebe, tot.— Schaum, tot.— Sawall, tot.— Küppers, tot.— Hanf, verm.— Tillendahl, tot.— Wilhelm Kraus, verm.— Linden, verm.— Hübsch, verm.— Würz, verm.— Eichler, verm.— Müller, verm.— Kohlrutz, verm.— Haibach, verm.— Müller, tot.— Schmehl, verm. Schoob, verm.— Dinger, verm.— Haustmann, leichverw.— Buschmann, leichtverw.— Wilhelm, leichtverw.— Buck, verm.— Cremer, verm. Reitende Ersaybatterie. Leutn. Palm, tot.— Leutn. Klemm, tot.— Leutn. Tarmstaedter, leichtverw.— Gefr. Bettinger, schwerverw.— Gefr. Kaiser, tot.— Gefr. Nüchter, schwerverw.— Gefr. Röpe, verm.— Gefr. Schmidt, schwerverw.— Adrion, schwer« verw.— Becker, leichverw.— Bernardt, leichtverw.— Berndt, leichtverw.— Buchmüller, schwerverw.— Cromen, leichtverw.— Karl Engel, schwerverw.— Flocke, schwerverw.— Frenze!, leichtverw.— Gemeinter, verm.— Giesi, schwerverw— Gussenhofer, schwerverw.— Hausmann, schwerverw.— Herbertz, verm.— Hoffmann, schwerverw.— van Hees, schwerverw.— Johann, schwerverw.— Jakob Klein, schwerverw.— fileinert, schwerverw.— KloS, leichtverw.— Karl Kirsch, schwerverw.— Jakob Kirsch, schwerverw. — Kolk, schwerverw.— Kroll, schwerverw.— Kurz, schwerverw.—' Letter, verm.— LooS, schwerverw.— Georg Müller, schwerverw. — Müller, schwerverw.— Muhr, schwerverw.— Neubert, leichtverw. — Pagel, schwerverw.— Rösel, schwerverw.— Steinte, schwerverw. — Stumm, schwerverw.— Gefr. Schieber, schwerverw.— Gefr. Zwiste, schwerverw.— Bergmann, schwerverw. Feldartillericregimrnt Nr. 88, Neubrrisach. 4. Batterie. Gefr. d. Res. Karl Speckert, tot.— Hermann Seyffarth, schwerverw.— Ernst Hegenberg, leichtverw.— Paul Hartkopf, leichtverw.— Unteroff. Paul Hildebrandt, leichtverw.— Serg. Hugo Oppermann, schwerverw.— Unterofs. Fritz Perschke, leichtverw. 5. Batterie. Ferdinand Dieckmann, tot.— Rest Julius Pfitzen- meier, tot.— Johann Esser, verw.— Friedrich Schiefer, leichtverw- — Friedrich Fllthaut, leichtverw.— Res. Eugen Salzer, verw.— Friedrich Dirksen, leichtverw.— Hugo Uhlig, leichtverw.— Philipp Pesch, leichtverw.— Unteroff. d. Res. Karl Walther, leichtverw.— Wilhelm Piotrowski, leichtverw. K. Batterie. Berthold Schulz, tot.— Gesr. d. Res. Heinrich Hehl. leichtverw.— Serg. Eugen Beithoit, leichtverw.— Gefr. d. Res. Karl Knopf, leichtverw.— Leutn. Schmidt, schwerverw. Leichte Munitionskolonne. Lorenz Wieneziersch, tot.— Karl Federten, tat.— Unterofs. Alois Strick, verw.— Gefr. Josef Stockreister, verw. Fnstartillerieregiment Nr. 18, Strasburg. 4. Batterie. Knieper tot. Artilleriemunitionskoloune Nr. 5. Johannes Petersen, tot.— Hermann Lutter, schwerverw. Mobile Etappenkommandantur Nr. 1 de» XI. Armeekorps. Trainsoldat Ernst.Heuckeroth, tot. »* Berichtigungen früherer Verlustlisten. . Infanterieregiment Nr. 28. 2. Bataillon. Leutn. u, Adj. Albert Heett, tot. 8. Kompagnie. Leutn. d. Res. Liste, tot. Füsilierregiment Nr. 35, Brandenburg a. H. 1. Kompagnie. Unteroff. August Strebe, verw.— Res. Friedr. Bartsch, bisher verm., verw.— Unteroff. d. Res. Philipp Stein, bisher verm., verw. 2. Kompagnie. Gefr. Wilhelm Ziegenbalg, bisher verm., verv- — Max Graudisch, verw.— Heinrich Wilhelm Tietze, verw. 4. Kompagnie. Walter Hingst, verw. 6. Kompagnie. Karl Manger, nicht tot, sondern verw. Füsilierregiment Nr. 48, Rastatt. Hermann Losch, bisher verm., seit dem 19. August 1914 ii" Lazarett. Jufanterieregimeut Nr. 185, Lluedlinburg. L Kompagnie. Gefr. Ludwig Stephan, Verletzung am Bein. 2. Kompagnie. Gefr. Friedrich Schräder, bisher verm., verw. 5. Kompitgnie. Stephan Thober, verw, 9. Kompagnie. Res. Franz Henneberg, bisher totgemeldet, verw- 12. Kompagnie. Martin Bazma, verw.— Unteroff. d. Rel- Emil Braune, verw, Kompagnie nicht bekannt. Gefr. Funke, verw.__ � Scuchbtucfereilu Verlagsanstalt Paul Singer STiö� Berlin SW.