Ur.S36.- 31. Jahrg. flbonnementS'ßedlngungcD: Bionncmentä• Preis pränumeranda: Sierteljährl. S�o MI, nionatl. 1.10 MI., wöchentlich 2K Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer S Pfg. Eonnlags. nummer mit illustrierter Sonntags- Beilage„Die Neue©elf 10 Pfg. Post- Zidonnement: 1.10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-ZeilungS- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oeslerreich< Ungarn 2.50 Marl, für das übrige Ausland < Mark pro Monat. Postabonnements nebinen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg. Portugal, Manien, Schweden und die Schweiz. OMKlnt taglldi. Derliner VolKsblclkk. ( 5 Pfennig) VIe InferflonS'Geböljr Betrögt für die sechsgespaltenc Kolonel. zeile oder deren Raum«0 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins- und VersnmnUungS.Anzeigcli SO Pfg. „Kleine Mnreigen", das'fetlgedruckle Wort 20 Pfg.(zulässig 2 settgedruchte Wortes, jede» weitere Wort lO Pfg Stellengesuche und Schlafstellenan- zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buch- staben zählen für zwei Worte. Inserate sur.�die nächste Nummer müsien bis Telegramm-Adresse: „Sozialdcmolirat Berlin" Zentralorgan der rozlaldemokratifcben Partei Deutfcblands. Redahtion; SRI. 68, Llndenatrasac 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1S8Z. Sonntag, de« 30. August 1014. Expedition: SM. 68» �.indenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Rr. 1384. i« WM.- M he«W Mtl verteiöigung bis zum äußersten. Varis, 29. August.(W. T. B.) Ter in der vcrgange- nen Nacht unter dem Vorsitz des Präsidenten Poincars zu- sammengetretene Ministerrat hat den Wortlaut des Auf- r u f s der neuen Regierung an die Bevölkerung gc- billigt. Ter Wortlaut ist folgender: Franzosen! Die Regierung hat von ihrem Kampsplatz Besitz genommen. Das Land weist, dast es auf ihre Wachsam- kcit und Energie zählen kann, es weist, dast ihr ganzer Geist dem Lande gilt. Die Regierung weist, dast sie auf das Land zälilen kann,«eine söhne vergicsten ihr Blut für Vaterland und Freiheit an der Seite der heldenmütigen Armeen Eng- lands und Belgiens. Sic halten ohne Zittern den furcht- barsten Sturm von Eisen und Feuer aus, der je ein Volk überschüttet hat. Alle bleiben aufrecht. Ruhm den Lebenden und Ruhm den Toten? Die Menschen fallen, aber die Nation bleibt bestehen. Ter endgültige Sieg ist gesichert! Ein sicher groster aber nicht entscheidender Kamps begiunt. Wie auch der Erfolg sein wird, dcrKriegwirdfortdauern. Frank- reich ist nicht eine leichte Beute, wie es sich ein unduldsamer Feind eingebildet hat. Franzosen! Die Pflicht ist tragisch, aber einfach: den Eindringling zurückzuwerfen, ihn zu�ver- folgen und unfern Boden von seiner Gegenwart und die Frei- heit von seinen Fesseln zu befreien und auszuhaltcn bis zum möglichsten, bis zum äustersten auszuhaltcn, falls nötig b i s z u m E n d e, unfern Geist und unsere Herzen zu erheb«! über die Gefahr hinaus, Herr unseres Geschickes zu bleiben. Während dieser Zeit marschieren unsere Verbim- beten, die Russe n, mit entschlossenen Schritten aus die Hauptstadt des Deutschen Reiches, die von Angst beherrscht zu werden beginnt, und bringen den Truppen, die sich zurück- ziehen, viele Niederlagen bei. Wir werden vom Lande alle Tpfcr, alle Hilfskräfte verlangen, die es an Menschen und Kraft geben kann. Seien wir daher fest und entschlossen! Das nationale Leben, unterstützt von finanziellen und admi- nistrativcn Mastnahmen, wird nicht unterbrochen. Lastt uns Vertrauen haben zu uns selbst und alles vergessen, was nicht das Vaterland betrifft. Wenden wir das Gesicht gegen die Grenze! Wir haben die Methode und den Willen und werden siegen.. Ter Aufruf ist von allen Mimstcrn unterzeichnet. * Der Aufruf bestätigt, was wir bei der Bildung des neuen Ministeriums vorausgesagt haben. Der Kampf wird als Kampf um die nationale Unabhängigkeit und Freiheit, als Kampf um die Erhaltung der französischen Kultur prokla- miert. Er ruft das französische Volk zur Gegenwehr bis aufs Aeußerste. Es spricht vielleicht Verzweiflung aus seinen Zei- len, aber sicher auch der M u t der Verzweiflung. Aber muß es wirklich sein, daß diese Vernichtung bis aufs Aeußerste durchgeführt, daß ein großes Volk, ohne dessen Kultur und ohne dessen Freiheitskampf auch die unsere nicht denkbar ist. zum Ringen um die nackte Existenz getrieben wird? Wir sprechen nicht von der militärischen Not- wendigkeit. Politisch aber ist der Krieg eröffnet worden nicht als Eroberungskrieg, nicht als Krieg gegen die Nationen, sondern als Kampf gegen Moskowitertuni und Zarismus, also für die Nationen, für ihre Freiheit, Unab- bängigkeit und kulturelle Fortentwickelung. Bleibt es bei diesem Programm, so wird es auch zu keinem Verzweif- lungskampf kommen brauchen, dann wird ein Friede möglich, der die künftige Verständigung nicht hindert. Em Manifest»er französischen Sozialisten. Heber Holland wird aus Paris gemeldet, dast die französische sozialistische Partei ein Manifest verbreitet habe, worin sie erklärt, die Partei habe nicht gezögert, G u e S d e und S e m b a t die G e- nehmigung zum Eintreten ins Ministerium zu er- teilen, weil die Zukunft der Nation und das Leben Frankreichs auf dem Spiel stehe. Angesichts der Bedrohung. welche eins der blühendsten Gebiete Frankreichs ausgesetzt sei. mupe dt« ganze Ration bereit fem. Boden und Freiheit zu verteldigen. Sembats Prophezeiung. Im Vorjahr veröffentlichte Genosse Marcel Sem- bat, der heute Minister ist, ein geistreiches Buch gegen den französischen Militarismus und für die Verständigung mit Teutschland. Er sagt darin: „Die Republik, so, wie sie heute dasteht, hat sich gegen die Militürparteien und damit gegen die Revanche- Parteien durchgesetzt. Seitdem ich die„Revanche" und ist die „elsaß-lothringische Frage" in Wirklichkeit nur noch ein Werk- zeug der inneren Politik. Selbst ganz links stehende Politiker glauben, es in Wahlzeiten nicht entbehren zu können. Und dieser Zustand, zusammengesetzt aus aufrichtiger Trauer um die verlorenen Provinzen und innerpolitischen Rücksichten wenig er- freulicher Art, hat die Annäherung Frankreichs an Deutschland verhindert und zum französisch-russischen Bündnis geführt, das die schwerste Versündigung gegen den republikanischen Geist genannt werden muß. lind nicht nur gegen den republikanischen Geist der Verfassung, son- dem gegen die Ration überhaupt.< DPm Frankreich, dos»ich! fähig ist, sich lange genüg und wirksam auf den Krieg vorzubereiten, wird Ruhland eines Tages das Bajonett in die unwilligen Hände zwingen. Aus Furcht, den sehr beträchtlichen Teil seines Nationalvermögens, das in Rußland investiert ist, zu verlieren, aus Furcht auch, in jedem Falle von Deutschland als Geißel bc- handelt zu werden, und um nicht wie ein dumpfer Sklave zu sterben, wird die unvorbereitete Republik an diesem Tage kämpfen müssen. Darum muh Frankreich entweder einen König und Exerzier- meister an seine Spitze stellen und sich unter dessen Befehl auf die Vorbereitung zum Wafsengang konzentrieren oder es bleibt republikanisch, und dann muh es mit Deutschland Fr i e d c n schlichen. Das Elsaß ist heute deutsch, was auch nationalistische Schreier über die Hoffnungen und Wünsche der Elsässer fabeln mögen, die Republik, die das SelbstbestimmungS- recht der Elsässer anerkennt, brauchte sich nur laut und deutlich mit dieser für viele Franzosen vielleicht betrübenden Tatsache abzufinden, um das Haupthindernis seiner Annäherung an Deutschlnd aus dem Wege zu schassen. Es ist höchste Zeit, die Katastrophe kann jeden Augenblick eintreten." Tie Warnung kam zu spät. Aber daß ein Mann mit dieser Gesinnung heute Minister ist, dünkt uns recht bcachtens- wert. Der Seekrieg. Segegnungsgefecht bei helgolanü. Berlin, 29. August. fW. T. B.) Im Laufe des gestrigen Vormittags find bei teilweise unsichtigem Wetter mehrere moderne englische kleine Kreuzer und zwei englische Zerstörer- slottillen(etwa 40 Zerstörers in der deutschen Bucht der Nord- see nordwestlich Helgoland aufgetreten. Es kam zu hart- näckigen Einzclgefechten zwischen ihnen und unseren leichten Streitkräften. Die deutschen kleinen Kreuzer drängten heftig nach Westen nach und gerieten dabei infolge der beschränkten Sichtweite ins Gefecht mit mehreren starken Panzerkreuzern. S. M.S.„A r i a d n c" sank, von zwei Schlachtschiff- kreuzer» der Lionklassc auf kurze Entfernung mit schwerer Artillerie beschossen, nach ehrenvollem Kampfe. Der weitaus größte Teil der Besatzung, voraussichtlich 250 Köpfe, konnte gerettet werden. Auch das Torpedoboot„V 187" ging, von einem kleinen Kreuzer und zehn Zerstörern aufs heftigste beschossen, bis zuletzt feuernd, in die Tiefe. Flotillenchcf und Kommandant find gefallen. Ein beträchtlicher Teil der Be- satzung wurde gerettet. Die kleine» Kreuzer„Köln" und„M a i u z" werden vermißt. Sie sind nach einer heutigen Reutermeldung aus London gleichfalls im Kampfe mit überlegenen Gegnern g e- funken. Ein Teil ihrer Besatzungen<9 Offiziere, 81 Mann?» scheint durch englische Schiffe gerettet worden zu sein. Nach der gleiche» eoglischen Quelle haben die englischen Schiffe schwere Beschädigungen erlitte«. M der Gftgrenze. Die Russen nach siegreicher Schlacht über üie preußische Grenze zurückgeörängt. Berlin, 29. August. sW. T. B.s Unsere Truppen in Preuße« unter Führung des Generalobersten von Hinden- bürg haben die vom Narew vorgegangene russische Armee in der Stärke von fünf Armeekorps und drei Kavalleriedivisioueu in dreitägiger Schlacht in der Gegend von Gilgen- bürg und Ortelsburg geschlagen und verfolgen sie jetzt über die Grenze. Der Generalqnartiermeister von Stein. Ueber den Beginn dieser Kämpfe wird der„Voss. Ztg.' aus Thorn berichtet: „Ter vom Generalquartiermeister in seiner Veröffentlichung vom 23. August als bevorstehend angekündigte neue Eni- scheidungskampf hat begonnen. Als Einleitung erfolgte die Besetzung der Grenzstadt Neidenburg durch starke russische Kräfte. Die Russen plünderten die Stadt gründlich und bombardierten sie dann von den nahen Höhen. Den meisten Bürgern Neideubiirgs, das etwa 6000 Einwohner hat, war es gelungen, über Hohenstein nach Allenstcin zu fliehen. Das XX. Armeekorps griff energisch in die Kämpfe gegen den russischen Gegner ein. Die„Allensteiner Zeitung" kann mit amtlicher Ge- nehmigung darüber melden: Unser tapferes 20. Korps steht seit 24 Stunden im Feuer mit einem an Kräften weit über- legenen Gegner. Dank der Tapferkeit unserer Truppen und Führer ist es den Russen trotz ihrer gewaltigen Uebermacht nicht gelungen, unsere Stellungen zu nehnien. Der Kampf hat sich dann zu einer riesigen Schlacht auf der Linie Gilgen- bürg— Neidcuburg— Ortelsburg entwickelt mit zirka 50 Kilo- meter Frontlänge. Hierüber teilt Landrat Hagemann in Marienburg der„Marienburger Zeitung" mit, daß zwei russische Armeekorps aufgerieben worden seien. Ispte zuni bieg bei Neidenbur.g. Eine Warnung vor kopfloser Jlucht. Gegen daS kopflose Verlassen des Besitzstandes wendet sich der Landrat des Landkreises Königsberg. Er macht bekannt: „AuS Teilen des Kreise« wird mir gemeldet, dah einzelne Kreisbewohner beabsichtigen, unter Zurücklassung ihres Besitzstandes abzureisen. Soweit es sich uin Frauen und Kinder handelt, wäre gegen eine lediglich als Vorsichtsmaßregel auf- zufassende Fortschickung derselben nichts einzuwenden. Es würde diese Vorsichtsmahregel den in der für die Stadt Königs- bcrg ergangenen Bekanntmachung des Herrn. Gouverneurs vom 18. dieses Monats enthaltenen Ausführungen entsprechen. Dagegen wäre es eine bedauerliche Trübung des Bildes von ein- müngem vaterländischen Denken, Zuversicht und Stärke, das unsere Ration bisher seil der Mobilmachung in so erhebender Weise ge» boten hat, wenn Männer jetzt die Flucht ergreifen würden. Ihnen und namentlich den Ortövorsiehern liegt jetzt, wo die Requisitionen des Gouvernements für die Festung Königsberg be- ginnen, ganz besonders die Pflicht ob, auch ihrerseits dabei mit- Kelsen, daß diese Requisitionen ohne Verzögerung vor sich gehen können. Ich erwarte, daß dieser Hinweis auf die vaterländischen Pflichten jedes einzelnen genügt, um zu verhindern, daß ein köpf- loses Verlassen des Besitzstandes um sich greift.� RWsthe Solüaten in Tilsit. Nach dem in Tilsit erscheinenden„Tageblatt für Litauen' zog am Montag, den 24. August, morgens 8Vj Uhr, in Tilsit, von der Königsberger Chauflee kommend, eine Abteilung russischer Gardedragoner ein, besetzte den Bahnhof, zerstörte die Tele« graphen- und Signalleitungen und rückte dann vor die Privat- wohnung des Oberbürgermeisters, mit dem der führende Offizier eine längere Besprechung hatte. Das Ergebnis dieser Besprechung war der Erlaß deS folgenden Aufrufs an die Bürger TilsitS: Aufruf. Ich ersuche die Bürgerschaft wiederholt, auch dann, wenn russische Truppen wieder einrücken sollten, sich ruhig zu verhalten und in den Häusern zu bleiben. Die Läden sind offen zu balten und der Geschäflsbetrieb ruhig fortzusetzen. Irgend eine Gefahr seitens der russischen Truppen droht der Stadt nicht, so lange die Bürgerschaft meinen vorstehenden Weisungen Folcje leistet und insbesondere den Gebrauch von Schußwaffen unterlaßt. Ich ersuche diejenigen Bürger, welche Schußwaffen besitzen, diese mit einem Namenszettel zu versehen— damit sie dem Eigentümer später wieder zugestellt werden können—, und im Interesse ihrer eigenen Sicherheit auf der Polizeiwache in Ver- Wahrung zu geben. Ein Junge hat, als die russischen Truppen bereits in der Stadt waren, eine Platzpatrone zur Explosion gebracht. Durch derartigen groben Unfug wird die ganze Stadt in Gefahr ge- bracht. Ich ersuche Eltern und Lehrer dringend, diesem unverant- wortlichen Unfug energisch zu steuern und die Kinder von der Straße fernzuhalten. Tilsit, den 24. August 1S14. Der Oberbürgermeister. Pohl. Nachdem die russischen Mannschaften sich durch Essen und Trinken gestärkt hatten, ritten sie auf dem Wege, auf dem sie gekommen waren, wieder zur Stadt hinaus. Zu irgendwelchen für die Sicher- heit der Bürgerschaft bedrohlichen Zwischenfällen ist eS nicht gekommen. vom österreichifth-rufflsthen Kriegsschauplatz. Ein inhaltreicher Schlachtenbericht. Wolfis Telegraphenbureau meldet in seinem nicht amt- lichen Teile: Wien, 28. August. DaS KrirgSpressequartier meldet amtlich: Die feit dem 26. August todende große Schlacht dauert fort. Die Lage unserer Truppen ist günstig. Das Wetter ist«arm und sonnig. Kurzer und„vielsagender" kann ein Generalstab kaum über den Verlauf einer Schlacht berichten. Die lakonische Kürze der Berichte des Kricgspressequartiers wird allerdings wettgemacht durch den Ueberschwang und Wortschwall der Wiener Zeitungen. Was die österreichischen Zeitungsmenschen an phantastisch aufgeputzten, phrasenreichen und von keinerlei Sachkenntnis getrübten Kriegsberichten leisten, sollte unsere deutsche Presse sehr zu kritischer Vorsicht mahnen. Die Gesierreicher in polen. Krakau, 29. August.(W. T. B.) Die Zeitung„Czas" brachte gestern die Nachricht, daß in Kielce folgende Be- kanntmachung angeschlagen worden ist: An die Einwohner von Kielce! Mit dem heutigen Tage habe ich die Führung der politischen Geschäfte und die Verwaltung der Stadt übernommen. Im Namen des Oberkommandos der polnischen freiwilligen Le- gionen fordere ich die Bevölkerung zum Eintritt in die Reihen der polnischen Legionen und zur Teil- nähme an dem Wirken für die national-polnische Sache auf. Folgende Anordnungen sind genau zu befolgen: Alle r u s s i- schen Aufschriften. Schilder usw. sind binnen 24 Stunden zu entfernen; Zuwiderhandlungen werden zu strenger Verantwortung gezogen. Auf den öffentlichen Gebäuden sind polnische Nationalfahnen zu hissen. Mit der Exekutivgewalt hinsichtlich politischer Uebertretungen und Vergehen ist die Feldgendarmerie der polnischen frei- willigen Legionen betraut. ES ist jedermanns Pflicht, Ver- räter und Spione den Behörden anzuzeigen. Druckschristen unterliegen der militärischen Zensur. Die Bevölkerung wird aufgefordert, allen Anordnungen der ö st e r r e i ch i s ch e n Behörden Folge zu leisten. Die Bekanntmachung ist unterschrieben: Der Kommissär der polnischen steiwilligen Legionen. Michael Sokolnicki. Kriegsbekanntmachungen. Zur /luskunfterteilung über Heeres- angehö'rige. Berlin, 29. August.(W. T. B.) Amtlich. I« zahlreichen an den Generalquartiermeister gerichteten Zuschriften wird von diesem Auskunft über den Aufenthalt oder Verbleib einzelner HeercSangehöriger erbeten. Eine solche Auskunft vom Großen Hauptquartier aus über den einzelnen zu erteilen, liegt außerhalb jeder Möglichkeit. Die Zuschriften werden daher dem Zentralnachweisebureau in Berlin, Darotheen- st r a ß e, zugeleitet, bei dem alle Nachrichten über Verluste beim Feldheer zusammenfließen. Es empfiehlt sich deshalb dringend sowohl im Interesse der Beschleunigung wie der Geschäftsentlastung, derartige Zuschriften unmittelbar an das Zentralnachweisebureau zu richten. Die Minengefahr in üer Norüsee. DaS Reichsmarineamt teilt mit: Immer wieder sucht die englische Admiralität die neutrale Schiffahrt vom Befahren der Nordsee abzuschrecken durch die den Tatsachen nicht ent- sprechende Behauptung, daß überall auf den Handelswegen deutsche Minen liegen- Nebenbei verfolgt sie dabei noch den Zweck, uns eine Verletzung der Haager Konvention anzudichten. Wenn sie in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser ihrer Behaupwng anführt, daß zwei holländische Dampfer. von Schweden kommend, im Finnischen Meerbusen aus Minen gelaufen sind, so ist das wohl nur darauf berechnet, in Schiffahrtskrcisen ein allgemeines Gefühl der Unsicherheit hervor- zurufen, denn wie soll man eS sonst verstehen, daß die Nordsee und der Finnische Meerbusen hier in einem Atem genannt werden? Schließlich könnte die Admiralität uns ja auch noch für die Minen im Schwarzen Meer verantwortlich machen. ES muß immer von neuem wiederholt werden, daß von deutscher Seite keine Minen in der Nordsee gelegt worden sind, außer in den englischen Küsten- gcwässsrn. Wenn die englische Admiralität jetzt den neutralen Schiffen den Rai gibt, vor der Einfahrt in die Nordsee immer einen englischen Hafen anzulaufen, damit sie sicher durch die gefährdeteu Gebiete hindurch gebracht werden können, so deutet das darauf hin, daß es gerade die Engländer gewesen sind, die in der Nordsee Minen gelegt haben. Verschiedene Anzeichen lassen darauf schließen, daß dies u. a. zwischen East Goodwin Sand uud Sendiettie geschehen ist. Verlustliste 13. Die Veröffentlichung der Verlustliste in den Zeitungen wird fortan in nachstehender Form erfolgen. Wie im„Reichs- anzeiger" vom 26. August 1914 fNr. 200) bekannt gemacht, wird unter Inanspruchnahme der Landratsämter und Orts- behördcn dafür gesorgt werden, das, die ausführlichen Verlust- listen durch öffentliche Auslage bekannt werden. Ferner kann sie jedermann durch Postabonncment in Berlin für je 5 Pf., bezw. einschließlich der Versandgebühr für je 8 Pf., in der Expedition des„Reichs- und Staatsanzeigers", Berlin SW., Wilhclmstr. 32, beziehen. Stab 60. Jnfanterie-Brigade: 1 Offizier verwundet. Stab 60. Reserve-Jnfantcric-Brigadc: 2 Offiziere verwundet. Landwehr- Infanterie- Regiment 4: ö Mann tot, 1 Offizier, S Unteroffiziere. 31 Mann verwundet. Grenadier-Regiment 5: 5 Mann tot, 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 25 Mann verwundet, 1 Mann vermißt. Infanterie-Regiment 20: 2 Mann tot, 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 6 Mann verwundet, 1 Mann vermißt. Jnfanterie-Regiment 27, Halberstadt: 5 Offiziere, 2 Unteroffiziere, 29 Mann verwundet. Landwehr-Regiment 30: 4 Mann tot, 3 Mann verwundet. Jnfanterie-Regiment 33, Gumbinnen: 1 Offizier, 1 Unteroffizier, 7 Mann verwunder. Jnfanterie-Regiment 43: 1 Osfizier, 4 Mann tot, 4 Offiziere, 6 Unteroffiziere, 6V Mann verwundet. Ersatz-Bataillon 49, Gncscn: 1 Offizier vermißt. Füsilier-Rcgiment 86: 1 Offizier, 4 Mann tot, 1 Unteroffizier, 17 Mann verwundet, 1 Unteroffizier, 16 Mann vermißt. Reserve-JnfantrricRegimcnt 99: 6 Offiziere, 5 Unteroffiziere, 26 Mann tot, 8 Offiziere, 29 Unteroffiziere, 115 Mann verwundet. Jnfanterie-Regiment III: 3 Mann verwundet. Jnfanterie-Regimeut 112, Mülhausen: 1 Mann tot, 3 Offiziere, 2 Unteroffiziere. 25 Mann verwundet. Jnfanterie-Regiment 142: 1 Unteroffizier, 6 Mann tot, 1 Mann verwundet, 1 Unteroffizier, 16 Mann vermißt. Jnfanterie-Regiment 173, Ersatzbntaillin: 1 Mann tot. Jnfanterie-Regiment 175: 1 Offizier, 1 Mann tot, 1 Offizier, 4 Unleroffiziere, 42 Mann verwundet. Kürassier-Regiment 4, Münster i. Wests: 2 Mann tot, 7 Mann verwundet, 2 Mann vermißt. Draganer-Regiment 13, Parchi«: 1 Untirofstzier verwundet. Dragonrr-Rcgiment 19, Oldenburg: 1 Offizier, 2 Mann ver- wunder. Dragoner-Regiment 22, Mülhausen: 3 Mann verwundet. Feldartillerie-Regiment 52, Königsberg Wir hoffen, daß die beschleunigte Einstellung neuen männ- lichen Personals in einigen Wochen eine vollkommene Be» friedigung des infolge der Mobilmachung erheblich zurück» gegangenen Verkehrs ermöglichen wird." Es ist erfteulich, daß endlich auf die Arbeitslosen tnchr Rücksicht genommen wird als bisher. Es muß aber die Frage aufgeworfen werden: Wie stellt sich die städtische Verkehrsver- waltung zu der Angelegenheit. Wird sie dasselbe tun, was die Direktion der Großen Berliner getan hat? Und wie steht es mit der Hoch- und Untergrundbahn? Wird der Verkehr endlich im vollen Umfange wieder aufgenommen? Im Interesse des fahrenden Publikums ist das dringend nötig, an Arbeitskrästen fehlt es doch nicht. Kommunale Notstandsmaßnahmen. In der Lichtenberger Stadtverordnetenversammlung, er» klärte auf Anftage der Magistrat, daß er bereits beschlossen habe, alle begonnenen Arbeiten schleunigst fortzuführen und in Vorberei- tung befindliche Projekte baldigst zur Beschlußfassung vorzulegen. Ferner soll in zwei Schichten gearbeitet werden, um für eine möglichst große Anzahl Arbeiter Verdienstmöglichkeit zu schaften.— Eine weitere Anfrage wünschte Auskunft darüber, wann daS Krankenhaus fertig sein würde und ob der Magistrat beabsich» tige, es den Militärbehörden zur Verfügung zu stellen. Ober- bürgermeister Ziethen teilte mit, daß die Fertigstellung zum 1. Oktober bestimmt zu erwarten sei. Der Militärverwaltung sollen 100 Betten zur Verfügung gestellt werden. Weitere 200 Betten könnten von aicderen Kranken belegt werden, allerdings nur von Kranken, die keiner chirurgischen Behandlung bedürfen, denn die Militärbehörde habe bei Ausbruch des Krieges die erforderllchen Apparate und Instrumente bei den Lieferanten mit Beschlag belegt. Zu berücksichtigen sei, daß die Stadt schon 50 Betten im Auguste- Viktoria-Ärankenhaus zur Verfügung gestellt habe, wofür sie dem Institut 3 M. pro Tag und Bett entschädige.— Eine weitere Bor- läge war notwendig geworden, weil der Magistrat dem Beschluß der vorigen Versammlung nicht beigetreten war, nach welchem an Ge- werbetreibende usw. aus Mitteln der Sparkasse Darlehen auch gegen andere als satzungsgemähe Sicherheiten gewährt werden sollen. An- statt dessen schlug der Magistrat nunmehr vor, nach dem Vorbilde anderer Gemeinden eine„Städtische Darlehenskasse" mit einem Fonds von 500 000 Mk. zu gründen. Aus dieser Kasse sollen Grundstücke gegen Verpfändung von Hypotheken bis zur Be- leihungsgrenze von 75 Proz. belieben werden. Ferner können Dar- lehen bis zu 3000 M. auf Wechsel und Schuldscheine mit sicherer Bürgschaft und gegen Verpfändung von Wertpapieren gegeben werden. Meinungsverschiedenheiten waren darüber aufgetaucht, ob die von unserer Fraktion gestellten Anträge, die Arbeitslosen- unter st ützung, Kinderspeisung usw. betreffend, � der Notstandskommission zur Ausführung oder zur Vorbereitung über- wiesen wurden. Der Magistrat vertrat die letztere Ansicht. Nun sollen einer Sitzung am nächsten Donnerstag entsprechende Vor- lagen unterbreitet werden. Durch einen besonderen Beschluß ist aber jetzt noch einmal ausdrücklich festgesetzt worden, daß die in der Kriegszeit gewährte Arbeitslosenunterstützung nicht als Armen- Unterstützung gelten soll. Die Stadtverordnetenversammlung war sich auch weiter einig, daß die notwendig erscheinenden Maß- nahmen, soweit sie nicht schock ergriffen sind, unverzüglich von der Kommission durchgeführt werden dürfen. * Abgabe von Naturalunterstiitzungcn in Neukölln. Zur Behebung des Notstandes sollen von den durch die städti« schon Körperschaften eingesetzten Wohlfahrtsausschüssen neben Bar- Unterstützungen auch Lebensmittel auf besondere Anweisungen ver- abfolgt werden. Hauptsächlich kommen Brot, Roggenmehl, Milch, Fleisch, Kartoffeln und Preßkohlen als Naturallieferungen in Be- tracht. Die Preßkohlen und die Kartoffeln werden von der städti. schon Materialienverwaltung im Rathause ausgegeben, während die übrigen Naturalien direkt von den hiesigen Geschäftsleuten bezogen werden können. Die Verabfolgung der Waren durch die Geschäfts- leute findet auf Grund von Anweisungen statt, welche von den Wohlfahrtsausschüssen ausgegeben werden. Es wird darauf hinge- wiesen, daß nur gute und vollwertige Waren geliefert und daß andere als auf den Anweisungen bezeichnete Waren auch auf Wunsch der Besteller nicht verabfolgt werden dürfen. Lieferanten, welche nicht volles Gewicht oder vollen Gefäßinhalt liefern, werden zu den Lieferungen nicht mehr herangezogen. Durch die Beteiligung der hiesigen Gewerbetreibenden soll erreicht werden, daß sich die kleinen Geschäftsleute während der schweren Zeit über Wasser halten können, es wird aber auch erwartet, daß sie ihrerseits bemüht sind, die Besteller hinsichtlich der Beschaffenheit der Ware in jeder Be- ziehung zuftieden zu stellen. Denjenigen Gewerbetreibenden, welchen die vom Magistrat festgesetzten Preise für die zu liefernde« Waren nicht ausreichend erscheinen, steht es frei, auf städtische An- Weisungen die Lieferung abzulehnen. Höhere Preise als die fest- gesetzten werden vom Magistrat nicht gezahlt. Falls die Marktlage eine Abänderung der Preise nach oben oder unten erforderlich macht, wird von der eingesetzten Kommission aus eigenem Antrieb in eine Revision eingetreten werden. Kartoffeln und Preßkohlen werden nur von der stätischen Materialienverwaltung ausgegeben werden. Anweisungen auf diese Waren werden von(Lewerbe- treibenden in der Stadthauptkasse incht in Zahlung genommen. » Die Gemeindevertretung Mariendorf bewilligte in ihrer letzten Sitzung zunächst 5000 M., um an Arbeitslose bis zu 40 M. zu geben. Diese Darlehen können dreimal in vierwöchentlichen Abständen teils in bar, teils in Gutscheinen für Nahrungsmittel verabfolgt werden. Allseitig wurden diese Maßnahmen als völlig ungenügend bezeichnet. Weitere Vorschläge unserer Genossen hierzu wurden einer Kommission zur eiligen Beratung überwiesen. Den Frauen der ins Feld gezogenen Gemeindeangestellten wurde die Hälfte, den ersten vier Kindern ein Achtel des Gehalts zugebilligt; den Angehörigen der eingezogenen Offiziere dagegen für das nächste Quartal das volle Gehalt zugesprochen. * Die Gemeinde Lichterfelde beschloß, einen Unterstützungs- fonds für den Kriegsnotstand bis zu 100 000 M. zu gründen. Aus demselben sollen Angestellte und Arbeiter, die trotz Arbeitsfähigkeit und Arbeitswilligkeit eine Beschäftigung nicht finden können, und selbständige kleinere Gewerbetreibende und Angehörige freier Be- rufe, die unter der gegenwärtigen Wirtschaftslage außerstande sind, sich und ihre Familie zu ernähren, unterstützt werden. Auf diesem Wege soll dem Elend der Arbeitslosen einigermaßen gesteuert werden. Die Unterausschüsse, in denen sich auch Parteigenossen be- finden, haben sämtliche Unterstützungsanträge zu prüjxn. Die auf Privatdienstvertrag angestellten Beamten der Gemeinde erhalten, wenn sie mindestens drei Monate im Dienste der Gemeinde standen, während der militärischen Dienstleistung vom 1. September fol- gende Bezüge: Unverheiratete 26 Proz. ihres zuletzt bezogenen Gehalts. Verheiratete SO Proz., für jedes Kind unter 15 Jahren 10 Proz., jedoch nicht mehr als 30 Proz. Die zur Fahne einberufenen unverheirateten Arbeiter erhalten 10 Proz. des Lohnes, die verheirateten dieselben Sätze wie die Privatbediensteten einschließlich des Reichs- und Kreiszuschusses. Die Einschränkung, daß sie mindestens drei Monate im Gemeinde- dienst stehen, fällt bei ihnen fort. Außerdem ist eine Polizciverordnung erlassen, die dem Brot- Wucher einen Riegel vorschieben soll. Danach müssen die Bäcker und Verkäufer von Backwaren Preis und Gewicht des Brotes in sichtbarer Weise anschlagen und eventuell das Nachwiegen gestatten. Von einer Preisfestsetzung wurde Abstand gc- nommen, weil eine solche sich der Oberbefehlshaber in den Marken für den Bereich des Zweckverbandcs vorbehalten hat. » Die städtische Volksspeisehalle ist am gestrigen Tage in der Vereinsbrauerei eröffnet worden. Von den Wohlfahrtsausschüssen waren zirka 000 Essenmarken gratis ausgegeben worden. Außer- dem wurden auch Portionen für 20 Pf. an jedermann abgegeben. DaS Essen wurde sehr gelobt. Nur einzelne der Erschienenen ver- zehrten das Essen in dem großen Garten der Brauerei, die meisten nahmen es mit nach Hause. Ein Laubenland-Generalpächter. In der Laubenkolonie„K le i n- L a n d Sb e r g", die auf Lichtenberger Gebiet an der Landsberger Chaussee liegt, ist eine Massenkündigung erfolgt. Generalpächter spielt hier ein Herr Ernst Fischer, der auf dem Grundstück Landsberger Chaussee 123 eine Gastwirtschaft hat. Ueber 20 seiner Pächter, an- nähernd ein Drittel der ganzen Kolonie, sind im August mit einer Kündigung zum 1. Oktober überrascht worden. Herr Fischer be- gründet seinen Entschluß in allen Kündigungsschreiben gleich- lautend so:„Ihr Verhalten meiner Person gegenüber, bin ich nicht gewillt, einen neuen Pachtvertrag mit Ihnen einzugehen." Was für«in„Verhalten" mag das sein, das ihm die Lust zu einem neuen Vertrag mit diesen Kolonisten genommen hat? Kolonisten, die wir danach fragten, konnten uns keine sichere Auskunft geben. Aufgefallen ist, daß die Kündigung nur Mitglieder des auf der Kolonie seit dem vorigen Jahr bestehenden Pächtcrvereins betroffen haben soll, zwar nicht alle, aber immerhin die Hälfte davon. Daß auch Leute, die dem Pächterverein nicht angehören, jetzt ein« Kündi- gung erhalten hätten, ist dem Verein bisher nicht bekannt geworden. Ein Freund des Vereins ist Herr Fischer nicht; daraus hat er von Anfang kein Geheimnis gemacht, vielmehr hat er feine Abnei- gung gegen die Vereinsgründung seiner Pächter oft und deutlich genug bekundet. Generalpächtern sind Kolonisten- vereine überhaupt ein Dorn im Auge, weil unter dem Schutz der Organisation der einzelne Kolonist gegenüber dem Generalpächter nicht mehr machtlos ist. Herr Fischer hat jetzt den neu abzuschließen- den Verträgen die Klausel angefügt, daß Pächter, die in der Kolonie für den Beitritt zu dem Verein werben, ihre Parzelle zu verlassen haben. So sieht das Laubenkolonie-,. Vereinsrecht" aus, das Generalpächter ihren Kolonisten diktieren zu dürfen mei- nen! Die jetzige Massenkündigung in„Klein-Landsberg" bringt den davon Betroffenen einen besonderen Schaden, weil erst im Vorjahr die Kolonie auf gemeinsame Kosten eine Wasserleitung angelegt hat, die etwa 1000 M. Ausgaben erforderte. Wen» Herr Fffcher nach und nach sämtliche an der Wasserleitung mit ihrem Geldheutel be- teiligt« Kolonisten los wird, bleibt er alleiniger Besitzer der Wasser- leitung. Dadurch gewinnt natürlich seine Kolonie bedeutend an Wert— für ihn. Was eine Laubenkolonie dem Generalpächter wert tst merken dann in der Regel sehr bald auch die Kolonisten. Ratenzahlung für Kriegsteilnehmer. Nach einem Runderlaß des Reichsversicherungsamtes vom 25. August d. I. kann die Auszahlung von Unfall- und Invaliden- reuten der zur Dienstleistung für Kriegszwecke eingezogenen Rentenberechtigten an die Angehörigen auf Grund einer Empfangs- vollmacht erfolgen. Es werden Vollmachten in der einfachsten Form als ausreichend anerkannt werden, z. B. Briefe der Eingezogenen an ihre Angehörigen, welche den Wunsch oder die Bitte enthalten, die Rente abzuheben. Die Vollmacht, die übrigens stempelfrei ist, ist der Berufsgenossenschaft(bei Unfallrenten) oder der Landesver- sicherungsanstalt(bei Jnvalidensachen) einzureichen, welche die Pcstanstalt anweist, die Rente an den Bevollmächtigten zu zahlen. Die Rentenquittungen sind von den Bevollmächtigten zu unter- schreiben, die Unterschrift ist von den Polizeirevieren zu beglau- bigen. Einer Lebensbescheinigung bedarf es in diesen Fällen nicht. Tie Renten der als gefallen(tot), vermißt oder gefangen gemel- deten Rentenempfänger werden beim nächstfolgenden Zahlungs- termin nicht mehr ausgezahlt. Wegen der Hinterbliebenenentschä- digung oder der einstweiligen Weiterzahlung der Rente für Ver- mißte oder Gefangene haben sich die Angehörigen an die Berufs- genossenschaft oder Landesversicherungsanstalt zu wenden. Eine Verwechselung. Für einen Japaner wird ein Schuh- machergesell« gehalten, der bei einem Meister Kl. in der Hobrecht- straße 1 zu Neukölln beschäftigt wird. Infolge der Mißstimmung gegen Japan ist der Mann auf der Straße leider Belästigungen aus- gesetzt, unverständige Leute suchen den Aermsten sogar aus seiner Stellung zu bringen. Es ist nun festgestellt worden, daß es sich nicht um einen Japaner, sondern um einen Javaner handelt, der niederländischer Staatsangehöriger ist und sich schon zirka 15 Jahre in Deutschland aufhält. Von dem Puhlikum muß er- wartet werden, daß es die Belästigungen des um seine Existenz kämpfenden Mannes einstellt. DaS von der Schöncbergrr Ardeiterschaft geplante Volksfest am 0. September findet infolge der gegenwärtigen Verhältnisse nicht stau. Ein falscher Türschloßrevisor treibt in Berlin fein Unwesen. Er gibt an, vom Hauswirt geschickt zu sein, um die Türschlösser nach. zusehen. Ist er dann unbeobachtet, dann nimmt er mit, waS er an Geld und Schmucksachen bekommen kann. Der Oesterrcichisch-Ungarische Hilfsverein in Berlin schreibt uns zu unserer Notiz über die Klagen von arbeitsuchenden Frauen: „Durch einen Irrtum ist in unserer Annonce das Wort„öfter- reichisch-ungarisch" fortgeblieben; und die ganze Annonce ist in die falsche Spalte einer Zeitung geraten. Der Irrtum ist wohl durch Ueberlastung unseres Bureaus entstanden; leben doch unverhält- nismäßig viele Bedürftige unserer Kolonie augenblicklich in Berlin. Wir bedauern das Vorkommnis ungemein; den Frauen, die sich vergebens herbemüht hatten, ist zum Teil das Fahrgeld ersetzt worden. Wir bitten Sie ergebenst, unserer Berichtigung in Ihrem Blatte fteundlichst Platz zu gönnen." Die Beschwerdeführerinnen, die sich bei unS beklagt haben, haben kein Fahrgeld erhalten. Kinderspiele in Nirderslhönhausen. Die Genossinnen von Nieder- schönhausen haben besckilosieii. die Kinderspiele wieder stattfinden zu lassen. Die Mütter werden daher ersucht, ihre Kinder der liebevollen Obhut der Frauen anzuvertrauen, die ihre ganze Kraft einsetzen werden, um den Kindern über die trübe Zeit hinwegzuhelfen. Die Spiele beginnen Montag, den31. August, und dauern täglich (mit Ausnahme Sonnabend und Sonntag) von 8— Vs? Uhr. Kosten erwachsen den Eltern nicht. Die Kinder erhalten Kaffee und Brölchen unentgeltlich. Die Kinder müssen jedoch Trinlgefäße mitbringen. Der Spielplatz befindet sich Kaiscrweg, Ecke Plalanenstraße. Ge- nossinnen, auch Mütter der teilnehmenden Kinder, die als Helferinnen tätig sein wollen, sind willkommen. Das Jugendheim in Steglitz ist täglich von 8 Uhr vormittags an für die Kinder derjenigen Frauen geöffnet, die sich tagsüber nicht selbst der Wartung ihrer Kinder widmen können. Außerdem finden jeden Mittwochnachmittag Ferienspicle statt. Die ostpreußischen Flüchtlinge aus allen Teilen des Staats- gebietes werden ersucht, ihre Adressen dem Königlichen Polizei- Präsidium in Berlin C 25, Alexanderstraße 3/6, Auskunstsstelle für ostpreußische Flüchtlinge, Zimmer 101, baldmöglichst mitzuteilen. Die Arbeiten an der A. E. G.-Bahn. Zu der Notiz in unserer Nummer 235 über die Arbeiten an der A. E. G.-Bahn erfahren wir, daß beabsichtigt ist, die begonnenen Bauten, soweit es an der Gesellschaft ist, energisch fortzuführen. Inwieweit dies möglich ist, hänge aber davon ab, ob sich das dafür erforderliche Material beschaffen läßt. Die Gestaltung der Eisenprcise sei für die Fortsetzung der Arbeiten nicht entscheidend, da die A. E. G.-Schnellbahn sich die Preise, zu denen sie das Eisen wie sonstiges Material be- ziehe, vorher gesichert habe._ Ueber den Verbleib des Technikers Bernhard Höhne, zurzeit in den Grammophonwerken in Riga, Rußland, wird Nachricht an Pianofabrikant Rudolph Höhne, Berlin-Treptow, Elsenstr, 107 1, erbeten. Die Firma E. Gräbner, Bellermannstr. 2/3, teilt mit, daß sie bisher fünfmal Extrablätter in der Durchschnittsauflage von 500 Stück vertrieben hat. Allerdings habe sich herausgestellt, daß die letzte Meldung:»Sieg über die Engländer in Belgien" nicht von W. T. B. sondern amtlich durch die Polizei verkündet worden sei. Veraltete oder erfundene Mitteilungen seien nie gebracht worden. Gräbner sei weder verhaftet noch sei die Druckerei geschlossen worden. Unsere Mitteilung entstammte einer polizeioffiziösen Kor- respondenz. Zeuge gesucht. Am Donntag, den 26. Juli, hat auf der Station Jungfernheide ein Herr kurz nach dem Abfahrtssignal die Not- bremse gezogen, weil sich noch Kinder auf den Trittbrettern der Wagen befanden. Personen, welche diesen Vorgang beobachtet haben, werden gebeten, sich bei A. Leuthold, NW. Stromstr. 35 II, zu melden. Der Berliner BolkSchor ist, wie alle Arbeiterorganisationen, durch die Kriegswirren arg in Mitleidenschaft gezogen. Ein Teil seiner männlichen Mitglieder steht unter den Fahne». Trotzdem hat er beschlossen, seine Wirksamkeit auch jetzt nicht einzu« stellen. Wöchentlich einmal, Freitags von l/zv— l/,11 Uhr, finden nach wie vor Chorproben in der A u l a d e r F o r t b i l d u n g S- schule, Lange st raße(am Schlesischen Bahnhof), statt. Die unvorsichtige Handhabung einer Schußwaffe hat vor eini- gen Tagen am Bahnhof Seegefeld ein Opfer gefordert. Hier wurde die Wache zur Sicherung des Bahnkörpers abgelöst, und mehrere Zuschauer hatten sich dazu eingefunden. Als nun ein Posten sein Gewehr aus der Hand legte und an die Mauer stellte, benutzte ein junger Mann diese Gelegenheit, um sich solch ein Schieß- instrument näher anzusehen, ging aber so ungeschickt damit um. daß sich der Schuß löste und einen in der Nähe stehenden Arbeiter tötete. Der unvorsichtige Schütze wurde verhaftet. Zusammenkunft der Kinderschutzkommisfio«. Dienstag, den 1. September, abends 8 Uhr, findet Im großen Saale de» GewersschastShauIes eine Zusammenkunft aller Genossinnen statt, die in der Kindersürforge bereits tatig waren und die sich für die Zukunst zur Verfügung stellen wollen. Die Genossinnen werden hiermit dringend ein- geladen. Die Zentrale der Kinderschutzkommisfion. Parteiveranstaltungen. Temhelhof.Mariendorf. Montag, den S1. August, abends 8'/, Uhr, bei Becker, Tempelhof, Beritner Str. 80/87: Vortrag des Genossen Dr. Hermann Duncker über:.Ferdinand Lassallc." Die älteren Genossen sind hierzu ganz besonders«ingeladen. Neukölln. Die Bibliothek de» Wahlvereins ist von Montag, den 31. August ab wieder geöffnet. Die BücherauSgabe erfolgt tn der Zeit von 7—9'/, Uhr abends.__ Jugeudveranstaituuge». Tempelhof-Mariendorf. Heute, abends O1/, Uhr, im Jugendheim Elternabend. Vortrag über.Ferdinand Lassalle'. Zrauen-Leseabenüe. Groß-Lichterielde. Die Genossinnen und die Frauen der Kriegs- teilnchmer treffen sich bis auf weiteres jeden Dienstag, abends '/,S Uhr, bei Fritz Wahrendors, Bälestr. 7. Niederschönhausen-Nordend. DienStag 8»/, Uhr dei Rettig, Blankenburger Str. 4. Reinickendorf-West. Montag 3'/, Uhr im Jugendheim, Wachholder- straße 44. Tchöneberg. Montag 8'/, Uhr Leseadend in allen Bezirken. ömfkasten der Redaktion. Tie juristische Sprechstunde findet Lindenstraß« 09, dorn vier Treppen— Fahrstuhl—, wocheatäglich von S bis 7 Uhr abends, statt. Jeder für den Brieskasten bestimmten Anfrage ist«iu Buchstabe und ein« Zahl als Merkzeichen beizufügen. Brieslich« Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen kein« Abonnementsquittung beigesügt ist, werde» nicht beantwortet. Eilig« Fragen trage man in der Sprechstunde vor. — N. R. 12. Reichsschuld.— ffi. 6. Sie können aus Erstattung der Kosten klagen.— A. M. 4. 1. An den Vertrag sind Sie gebunden. 2. Das Psandrecht deS Vermieters an den nicht unentbehrlichen Sachen besteht.— P>v. 6. Ja.— F.®. T. 100. 1. Der�intimc Berlehr berechtigt zur Scheidungsklage. 2, und 3. Solange eine Scheidung wegen Ehebruchs nicht eriolgt ist und solange uicht eine Klage des Mannes der Frau gegen daS Kind aus Unehelich teitserklärung Erfolg gehabt hat, gilt da» Kmd«IS ehelich. Der Andere hat also nicht zu zahlen. 4. Ehe- bruch ist nur strafbar, wenn wegen desselben die Ehe geschieden ist.— Gr. 12. Sie bleiben Eigentümer. Wie der Kurs später sein wird, könne» wir natürlich nicht wissen.— A. L> Ja.— Em. Ma. Die Kündigung ist gültig._ Miete und Krieg. Ii. WiestehtesmitdemMietvertragdeszurFahne Einberufenen, der Frau oder Kinder hinterläßt? Ist die Familie wohlhabend, so wird sie den MietzinS zahlen, weitere Schwierigkeiten entstehen in solchen Fällen nicht. Anders ist es mit den taufenden Familien, die in einer Notlage sich be- finden. Die vom Staat und der Gemeinde gereichte Unterstützung reicht kaum aus, um die nötige Nahrung zu beschaffen, geschweige denn, um die Miete zu zahlen. Allerdings sollte, der Absicht des Gesetzgebers entsprechend, bei der Unterstützung von Familien in den Krieg Gezogener viel weitherziger vorgegangen werden. Es ist ein Grundirrtum so manches Ehrenbeamten, wenn er annimmt, er nütze dem Staat oder der Gemeinde durch möglichste Knapserei. Das Gesetz geht davon aus, daß die Unterstützungssätze das M i n- d e st e sein sollen, was zu zahlen ist. Ferner bestimmt das Gesetz ausdrücklich, daß Zuwendungen, die Private, Arbeitgeber, Vereine usw. machen, auf die Unterstützungen nicht anzurechnen find. Würde dem Sinne des Unterstützungsgesetzes entsprechend vorgegangen wer- den, so müßte in allen solchen Fällen, wo infolge der Einberufung eine Notlage entstanden ist, und die Frau keine oder wenig Arbeit hat, zum mindesten soviel an Unterstützung gezahlt werden, als zur Ernährung und zur Behausung der Familie erforderlich ist. Das läßt das Gesetz durchaus zu. Würde in diesem Sinne das Gesetz angewendet werden, so würde die übergroße Zahl von Streitigkeiten beseitigt werden. Da aber tatsächlich oft kaum das zur Ernährung Erforderliche, auch in Berlin, als Unterstützung gezahlt wird, so kann in Tau- senden von Fällen die Miete nicht gezahlt werden. Was g e- schieht dann? Das Praktischste ist, der Vermieter und Mieter einigen sich. Ter Vermieter verzichte insbesondere ans Weiter- bestehen des Mietvertrages in den vielen Fällen, wo die Familie des Einberufenen billiger bei ihren Eltern oder sonstigen Verwand- tcn wohnen kann. Tut er das nicht, so braucht die Frau des in den Krieg Gezogenen sich keine Sorgen wegen der Miete zu machen. Sie kann nach den gestern wieder erwähnten Gesetzen nicht gezwungen werden, während des Kriegszustandes- Miete zu zahlen. Es ist hier und da behauptet worden, die Unierbrechung des Verfahrens beziehe sich nur auf den Mann, nicht auf die F r a u. Das ist durchaus falsch, gleichviel, ob der Mann allein oder ob der Mann und die Frau den Mietvertrag unterschrieben haben. Die Frau wohnt in allen Fällen auf Grund des Rechts und der Pflicht, die Wohnung des Ehemannes zu teilen, in der Wohnung. Eine Räumungsklage ist gegen sie ebenso wie eine Mietzinsklagc undurchführbar. DaS Gesetz vom 4. August 1914 findet auch nach der Absicht des Gesetzes, zivilrechtlichen Schutz gegen die Folgen des Krieges den an Wahrnehmung ihrer Rechte behinderten Per- sonen zu geben, auch auf die Ehefrauen Anwendung. Unter dem 25. August hatten wir den Beschluß des Großherzoglichen Amts- gerichtsRostock vom 21. August abgedruckt, der derselben Ansicht Raum gibt. Es kann ja auch die Frage, ob Miete zu zahlen ist und ob auf Räumung eine Verpflichtung vorliegt, nur einheitlich gegen den Ehemann und die Ehefrau festgestellt werden. So ist auch vom Reichsgericht im Jahre 1838(Bolze: Entscheidungen des Reichsgerichts, Band 5, Nr. 030) entschieden, daß eine Zwangs- Vollstreckung aus Räumungsklagen gegen zwei Mieter unzulässig sei, weil nur gegen einen geklagt war. Die gleiche Ansicht ver- treten die Kommentatoren zu Z 63 der Zivilprozeßordnung, sowie Niendorfs in seinem Mietrecht, 10. Auflage 1014, Seite 442 und 443. Was soll man in der Praxis tun? Einer Frau, die die Miete nicht zahlen kann, wäre zu raten, etwa folgendes Schreiben an ihren Vermieter zu richten: Mein Mann ist am soundsovielten zur mobilen Armee ein- berufen. Die Miete zu zahlen bin ich nicht in der Lage. Ich ersuche Sie, entweder in Aufhebung des MietsvcrtrageS zu willigen oder die monatliche Miete auf.... Mark herabzu- setzen. Dieser Vorschlag liegt in unser beiderseitigem Interesse. Nach dem Gesetz vom 4. August 1014(Reichsgesetzblatt Seite 328) wird jedes Gerichtsverfahren gegen meinen Mann von Amts wegen unterbrock/en. Ein Urteil darf nicht ergehen. Zahlen kann ich nicht. Gehen Sie auf meinen Vorschlag nicht ein, so zwingen Sie mich also, mietefrei zu wohnen. Denn Sie wissen, daß wir die bis nach dem Kriege aufgesummte Mietssumme überhaupt nicht zahlen können. Geht der Vermieter auf den Vergleichsvorschlag nicht ein und klagt, sei eö auf Zahlung des Mietzinses, sei eS auf Räumung der Wohnung, sei es auf Zahlung und auf Räumung, so muß die Ehe- frau den Termin wahrnehmen; unter keinen Umständen darf sie sich durch Versprechen, der Termin würde ja doch nicht wahrgenommen werden, von der Wahrnehmung des Termins abhalten lassen. Vor dem Termin reiche sie eine Klagebeantwortung dem Gericht ein. Der Inhalt eines solchen Schriftsatzes kann etwa dahingehen: (Aktenzeichen.) Hierdurch beantrage ich, beschließen zu wollen: das Verfahren wird bis zur Beendigung deS Kriegszustandes unterbrochen. Mein Mann ist am soundsovielten zur mobilen Armee ein- berufen. Nach dem Gesesetz vom 4. August 1014(Reichsgesetz- blatt Seite 328) ist daher der Antrag gerechtfertigt. Dieser Antrag ist auch bezüglich der gegen mich gerichteten Kluge gerechtfertigt. Ganz abgesehen davon, daß meine Unter- schrift unter de mMietvertrag nur als Unterschrift einer Bürgin gelten kann, bin ich als Ehefrau berechtigt und verpflichtet, die Wohnung meines ManneS zu teilen. Das streitige Rechts- Verhältnis kann nur meinem Mann und mir gegenüber ein- heitlich festgestellt werden(Entscheidung des Reichsgerichts, Bolze, Band 5, Nr. 980, Entscheidung de? Landgerichts Berlin l, Kammer 37, zitert bei Niendorfs Mietrecht, 10. Auflage, Seite 442, 443). Außerdem liegt es im Sinne des Gesetzes vom 4. August 1014, den ins Feld Gerufenen nicht durch Klagen gegen seine Frau, die sich auf die Mietwohnung beziehen, zu beun- ruhigen und zu schädigen. Sollte dennoch kein Beschluß auf Unterbrechung de» Verfahrens ergehen, sondern etwa ein Urteil gegen die Frau, so bestell« sie (eventuell nach Erwirkung des Armenrechts) einen Rechtsanwalt zur Einlegung der Berufung und Stellung eines Antrag«? auf schleunige Einstellung aller Zwangsvollstreckungsmaßregeln. Auf keinen Fall ist der Frau zu raten, in dem Termin einen Vergleich mit dem Wirt zu schließen. Hat sie einen solchen Vergleich geschlossen, so ist«s sehr schwer, denselben wieder umzu- stoßen. Sie darf auch mit Rücksicht auf das Recht ihres Mannes und ihrer Kinder in solchem Fall keinen Vergleich vor Gericht schließen, durch den möglicherweise«ine Zwangsvollstreckung(Rüu- mung) herbeigeführt wird. Sehr häufig schickt die Ehefrau einfach den Mietvertrag zurück. ES ist dringend zu raten, daS zu unterlassen. Di« Frau irrt sich, die da meint, dadurch fei der Bertrag aufgehoben. Der Vertrag wird nur aufgehoben durch Zustimmung feiten» de» Bernrieter». Artikel Gewerkschaftliches. Krieg und Geschäft. Nach der Bestürzung und Kopflosigkeit der ersten Tage und Wochen ist eine ruhigere Beurteilung der Lage eingetreten. Die Zeutrale der Auskunftsstellen ist das Berliner Arbeitersekretariat, Berlin SO. 16, Engelnfer 15. Fernsprecher: Amt Morigplak Nr. 3733. Sprechzeit von 11 bis 12% und 6 bis 7 Uhr. Die Adressen der übrigen Auskunftsstellen sind folgende: Benau so wie in dem geschilderten Falle liegt es, wenn es 1 Mengen, die bor bent Kriege bon der Eisenbahn berfandt wurden, demokratischen Wahlvereine beschlossen, Auskunftsstellen zu fich um eine Alage handelt, bie auf Einhaltung eines erft zum befördert werden können. Durch die Mobilmachung find den errichten, um den Tausenden und Abertausenden, die über ihre 1. Oktober geschlossenen Mietvertrages handelt. Bechen Arbeitskräfte entzogen, die im Durchschnitt mindestens auf Rechtsverhältnisse in bezug auf staatliche und kommunale Darüber, wie es in dem Fall steht, wo der Mieter nicht zur ein Drittel der Belegschaft geschätzt werden können. Mit einem Unterstützung aus Anlaß des Krieges; über ihre Rechte und Arbeitermangel bon mindestens diesem Umfange ist für Fahne einberufen ist, aber infolge des Krieges und der damit vers die ganze Dauer des Krieges zu rechnen, da es bei der Eigenart lichten im Miets, Arbeits- und Dienstvertrage und anderer bundenen Arbeitslosigkeit in Not geraten ist, in einem späteren des Bergbaubetriebes nicht möglich ist, die unter den Waffen bürgerlicher Verhältnisse sich im Unklaren und Ungewissen bestehenden Bergleute durch Arbeiter aus anderen Industriezweigen finden, Auftlärung zu fchaffen und den Angehörigen und Aroder durch ungelernte Arbeiter zu erseßen. Mit der plöblichen beitslosen mit persönlichem Rat zu helfen. Verminderung der Arbeitskräfte ist naturgemäß ein fofortiger Arbeitsvermittelung und Auszahlung von Unterstützungen Rückgang der Förderung verbunden gewesen, und wenn auch die findet an diesen Stellen nicht statt. Zechen in den nächsten Monaten alle für Aus- und Vorrichtung notwendigen Arbeiten möglichst beschränken und ihre Kräfte bornehmlich auf die Kohlenförderung richten, so muß doch mit einem erheblichen Rückgang des durchschnittlichen Arbeitseffettes der Belegschaften gerechnet werden. Da die Lieferungen des Kohlensyndikats an das Ausland seit dem Beginn des Krieges fortgefallen find, könnte man zu der Auffassung gelangen, daß die jetzige För dermenge vielleicht ausreichen würde, den durch den Krieg erheblich verminderten Bedarf der meisten inländischen Gewerbezweige zu decken. Diese Annahme dürfte aber nicht zutreffen. Vor allem muß darauf hingewiesen werden, daß unsere heimischen Rechen, bevor sie den Bedarf der Industrie usw. befriedigen tönnen, zunächst die Ansprüche der Striegsmarine, der Eisenbahnen und der Kriegsmaterial aller Art und Lebensmittel Herstellenden Gewerbezweige decken müssen. Erst der nach Abzug dieser ge= waltigen Mengen verbleibende Rest kann den sonstigen privaten Verbrauchern zur Verfügung gestellt werden. Es ist daher wohl mit Sicherheit zu erwarten, daß für diese Verbraucher die Zufuhren von Kohlen auch fernerhin nicht wunschgemäß eintreffen werden, weshalb die Verbraucher gut tun werden, sich schon frühzeitig darauf einzurichten. Da also in den nächsten Monaten Kohlen voraussichtlich knapp werden, Koks dagegen in hinreichenden Mengen vorhanden sein wird, sollten sich die Kohlenverbraucher schon jetzt mit dem Gedanken vertraut machen, soweit es angängig ist, zur Deckung ihres Verbrauches statt der Kohle oder neben dieser auch Kots in größeren Mengen zu verwenden. Da scheint es auch an der Zeit, darauf hinzuweisen, daß jetzt noch vieles gutgemacht werden kann, was in den ersten Tagen versehen worden ist. Bahlreiche Geschäfte haben ihren Angestellten sofort gekündigt, zahlreiche Firmen alle Hilfskräfte sofort auf halbes Gehalt gefekt und zahlreiche Angestellte sind in Unkenntnis der rechtlichen Verhältnisse auf unbillige Forderungen eingegangen. Es soll nicht verkannt werden, daß es für viele Geschäfte, die völlig lahmgelegt sind, ein großes Opfer bedeutet, ihren Angestellten das Gehalt oder einen erheblichen Teil desselben weiterzuzahlen, und daß es für alle schwierig ist, ihren Verpflich tungen nachzukommen. Aber auch sonst müssen geschäftliche Schwierigkeiten überwunden werden. Es geht nicht an, nur den Angestellten Opfer aufzuerlegen und selbst nichts zu leisten oder gar wohltätig fein auf Kosten der Angestellten. Eine bedeutende Schokoladenfirma, die durch den Krieg wenig oder gar nicht geschädigt wird, verlangt von ihren Angestellten, daß sie vom 1. August ab für das halbe Gehalt arbeiten sollen. Wie die FilialNoch ein weiterer Grund dürfte dabei für sie bestimmend sein. Teiterinnen, die bekanntlich sehr mäßig bezahlt werden, das machen Durch Rückgang der Förderung und des Arbeitseffektes haben die sollen, sagt sie nicht. Ein mehrfacher Hausbefiber, der eine Sefre- Bechen mit verhältnismäßig ftart gestiegenen Selbstkosten zu rech tärin für die Verwaltung braucht, will sie ebenfalls nur mit halbem nen. Die meisten Bechen, die bei ihrer Förderung vor Ausbruch Gehalt weiterbeschäftigen und kündigt ihr, weil sie erft vom 1. Odgang ber Förderung bei gleichbleibenden Sohlenpreisen mit des Krieges einen Gewinn erzielen konnten, werden nach dem Zutober ab auf eine Kürzung eingehen will. Gine große Automobil und Flugzeugfabrik, die in ihrem erheblichen Verlusten abschließen müssen, weil es nicht möglich Verkaufskontor zwar nichts, desto mehr aber in ihrer Fabrik für Selbstkosten zu ermäßigen. Deshalb werden die Kohlenverbraucher die Heeresverwaltung zu tun hat und sehr wohl in der Lage wäre, fich darauf einrichten müssen, daß die Kohlenpreise eine ihre Angestellten durchzuhalten, kündigt ihnen und vermehrt die steigende Richtung einschlagen, wenn auch das Kohlensyn Schar der Arbeitslosen. dikat für die jetzt noch laufenden Vertragsmengen, die allerdings Aber es geht besser auch anders. Ein großes Haus der durch die Mobilmachung die in den Lieferungsbedingungen vorWäschebranche fürzt seinen Angestellten auch die Gehälter, gesehene Derabsehung erfahren werben, eine Preiserhöhung nicht aber erst vom 1. September ab und eintreten läßt. Die Entwickelung des Ruhrkohlenmarktes wird sich nur in mäßigen daher in der nächsten Zeit unter den jezigen Verhältnissen in der Grenzen, bei kleinen Gehältern um 10 Proz., bei den höheren Richtung bewegen, daß so blen knapp und teuerwerben, ſteigend bis 33% Proz., aber nicht darüber. Dafür verspricht es während Sofs in hinreichenden Mengen vorhanden ist. Es wäre. ben Angestellten aber, sie durchzuhalten und setzt sich in für die Brennstoffverbraucher nicht unvorteilhaft, sich schon jekt wohltuenden Gegensatz zu einem Belshause, das erst die Gehälter mit diesem Gedanken vertraut au machen. um zwei Drittel fürst und die Angestellten nachher doch entläßt. Eine große Konfektionsfirma, die unter der Kriegslage schwer Teidet, beschäftigt ihre Angestellten weiter, indem sie Kinderkleidchen anfertigen läßt, die billig abgegeben werden. Außerdem hat sie einen Bosten Wolle angetauft und läßt die unbeschäftigten weiblichen Angestellten für die Krieger striden. Man spricht davon zwar nicht soviel wie von einer großen Geldspende an das Rote Kreuz; aber solche Handlungsweise ist doppelt wertvoll, weil sie Not berhindert. Soziales. Krieg ein Entlassungsgrund? In ihrer legten Sigung hat auch die 5. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts unserer früher dargelegten Auffassung entsprechend erklärt, daß der Kriegsausbruch kein Entlassungsgrund ist. Berlin. Juristische Sprechstunde des Vorwärts", Berlin SW. 68, Lindenstr. 69, Berliner Verbandsbureau, Berlin SW. 68, Lindenftr. 8, III. Hof, Aufgang IV, 3 Treppen( Fahrstuhl). Fernsprecher: Amt Morigplak Mr. 4740 und 4741. Sprechzeit von 9 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends. Winterfeldstr. 24. Fernsprecher: Amt Lützow 6488. Winterfeldstr. 24. Fernsprecher: Amt Lützow 6488. Sprechzeit von 9 bis vorn 4 Treppen( Fahrstuhl), von 4-7 Uhr. Bureau des Verbandes der Gemeinde- und Staatsarbeiter, W. 57, 4 Uhr. Restaurant Johannes Thomsen. SW. 29, Gneisenaustr. 80. Fern sprecher: Amt Moritplatz 1408. Sprechzeit von 9-12 Uhr vormittags. Bureau des Verbandes der Buchbinder, S. 59, Urbanstr. 63. Fern sprecher: Amt Morigplatz 8653. Sprechzeit von 10-2 Uhr. Bureau des Verbandes der, Schneider, S. 14, Sebastianſtr. 87/38. Fernsprecher: Amt Morigplat 9737. Sprechzeit. bon 9-1 Uhr. Bureau des Verbandes der Maschinisten und Heizer, SO. 33, Stalizer Straße 47/48. Fernsprecher: Amt Morikplatz 844, Sprechzeit von 2 bis 6 Uhr. Bureau des Wahlvereins, Berlin IV, O. 17, Stralauer Plak 10/11. Fernsprecher: Amt Königstadt 3759. Sprechzeit von 9-12 und 5-7 Uhr. Bureau des Verbandes der Tertilarbeiter. O. 27, Andreasstr. 61. Fern Sprecher: Amt Königstadt 1076. Sprechzeit von 9-12 und 4-6 Uhr. Beitungsspedition Petersburger Play 4. Sprechzeit von 9-1 mb O. 27, Dirdjenſtr. 4. Fernsprecher: Amt stönigstadt 6170. Sprechzeit von Bureau des Verbandes der Bureau- und Krankenkassenangestellten, 9-3 Uhr. Sof, of I, lufgang F, 1 Treppe. Fernsprecher: Amt Norben 2583. Sprech Bureau des Verbandes der Dachdecker, O. 54, Sophienftr. 6, Badefcher zeit von 9-1 und 4-7 Uhr. Bureau des Verbandes der Braueret und Mühlenarbeiter, O. 64, Sprechzeit von 9-1 und 6-8 Uhr. Fernsprecher: Amt Norden 11 304. Sprechzeit von 10-2 und 4-7 Uhr. Bureau des Verbandes der Friseure, N. 113, Bornholmer Straße 89. Bureau des Wahlvereins Berlin 6, N. 39, Gerichtstr. 71. Fernsprecher: Amt Norden 2137. Sprechzeit von 9-1 und 4-7 Uhr. Zeitungsspedition Wilhelmshavener Str. 48. Sprechzeit von 2-7 Uhr. Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Muladſtr. 10 I. Fernsprecher: Amt Norden 4518. Zentralstelle für den Wahlkreis ist das Parteisekretariat, Berlin SW. 68, Lindenſtr. 3, 2. Dof, Aufgang III, 4 Treppen( Fahrstuhl). Fernsprecher: imt Morigplatz 14714. Sprechzeit von 9-1 und 4-7 lhr. Adlershof: Bismardstr. 31( Jugendheim). Sprechzeit von 2-8 Uhr. Baumschulenweg: Star! Müller, Baumschulenstr. 14( Bigarrengeschäft). Sprechzeit von 9-1 und 3-8 Uhr. Bohnsdorf: Paul Schifffe, Paradiesstr. 6. Sprechzeit von 6-8 Uhr. Briz: Frau Schuch, Hannemannstr. 32a( Löwenhaus). Sprechzeit bon 9-12 und 4-7 Uhr. Groß- Lichterfelde: Kurt Heinig, Karlstr. 80. Sprechzeit von 8 bis 12 Uhr vormittags. Kaspar Wenzel, Chauffeeftr. 62. Sprechz. von 6 bis 8 Uhr nachmittags. D. Dsburg, Raiserstr. 10. Sprechz. von 8-10 und 6-8 Uhr. Starl Bints, Zorgingstraße 34, zu jeder Zeit. Grünau: Hampel, Jägerstr. 19. Sprechzeit von 6-8 Uhr. Röpenick: Emil Wißler, Kiezer Str. 6. Sprechzeit von 9-12 und Mariendorf: Herm. Reichardt, Kurfürstenstr. 84. Neukölln Bureau. des Wohlvereins, Nedarstr. 8. Sprechzeit bon 4-8 thr. Alle, die es können und es find glüdlicherweise eine große Anzahl -sollten jetzt, da piebereinkündigungs- Der Inhaber eines Engrosgeschäfts für Herrenkonfektion be9t1 und 4-7 Uhr. termin vor der Tür steht, bedenken, ob es ihnen nicht boch möglich absichtigte, eine Verfandabteilung für Monatsgarderobe einzu Schöneberg: Albin Mohs, Gbersfir. 12a. Sprechselt von 6-8%, ubt. ist, ihre Angestellten durchzuhalten! Alle bie aber, bie jebt Not richten und engagierte zur Leitung dieser Abteilung und gleich- Beitungsspedition, Martin- Luther- Str. 69. Sprechzeit 11-1 und 4-7 Uhr. zeitig als Verkäufer den Kläger mit einem Gehalt von 200 m. Steglitz: arl Liehr, Südende, Lichterfelder Str. 36( Konsum) oder Unkenntnis ausbeuten, sollen bedenken, daß wir gewiß find: Das Engagement wurde am 31. Juli d. J. fest abgeschlossen. Am Sprechzeit von 8-1 und 3-8 Uhr. Gustav Schwan, Albrechtstr. 115 im Frieden wird nicht werden, wie 8-1 3–8 Uhr. A. Keimling, Forſtſtr. 17 I. worden ist. Berlin und Umgegend. Arbeitsregelung im Lichtdruckgewerbe. Das Tarifamt für das deutsche Lichtdruckgewerbe hat an die Brinzipals- und Gehilfenmitglieder folgendes Rundschreiben verfandt: „ Durch die schweren Kämpfe, die unser Vaterland zu bestehen hat, ist auch unser Gewerbe in Mitleidenschaft gezogen worden. Fast alle Betriebe werden Einschränkungen vornehmen müssen, wenn nicht gar vollständige Stillegung erfolgt. Wir halten es für unsere Pflicht, auch unter den jetzigen schwierigen Verhältniffen jedem Prinzipal und Gehilfen die Tarifgemeinschaft ans Herz zu legen, um zu versuchen, den Brinzipalen die Fortführung des Betriebes zu ermöglichen und den Gehilfen Gelegenheit zur Beschäftigung zu geben. Db dies durch Verkürzung der Arbeitszeit oder durch Wechsel der Schichten erreicht werden fann, mug der Berständigung der Prinzipale mit den Gehilfen überlaffen bleiben. Auch gegen eine Aenderung der Kündigungsfrist wird das Tarifamt nichts einwenden, soforn zwischen Prinzipalen und Gehilfen eine Einigemg hierüber stattfindet. Sollten über die zu treffenden Bereinbarungen zwischen Bringi palen und Gehilfen Rüdfragen erfolgen, so bitten wir, diese dem Zarifamt zu unterbreiten. Wir hoffen, daß alle Beteiligten sich bemühen werden, nach befter Möglichkeit eine weitere Stillegung von Betrieben zu verhüten." Die Hilfe der Gewerkschaften bei der Arbeitsvermittelung. Vermittelung der Arbeitslosen in Breslau durch den städtischen Arbeitsnachweis geschieht unter Hinzuziehung von vier Gewerkschaftsangestellten, die ihre Fachkenntnis in den Dienst der Sache stellen und die Lohn- und Arbeitsbedingungen überwachen. Arieg ausgebrochen war, erhielt der Gehilfe die Kündigung per 1. September. Fünf Tage später wurde er fofort entlaffen. Aus diesem Grunde verlangt der Kläger das Gehalt für August und September. Der Beklagte meinte, er habe am 31. Juli immer noch auf eine friedliche Entspannung der politischen Lage gehofft, sonst hätte er die Anstellung bestimmt nicht vorgenommen. Nach Kriegsausbruch habe er naturgemäß die neue Abteilung aufgeben müssen, und der Kläger habe müßig herumgestanden. Nach einer, des Beklagten, Ansicht rechtfertigten die hier vorliegenden besonderen Umstände die sofortige Entlassung. Sprechzeit von 4-7 Uhr. Tempelhof: Dito Boigt, Oberlandftr. 2. Sprechzeit von 7-8 Uhr. Paul Barth, Friedrich- Wilhelm- Str. 29. Sprechzeit von 7-9 Uhr. Treptow: Rudolf Wissell, Plesser Str. 2 III. Sprechzeit 6-8 Uhr. Nieder- Barnim. Zentralstelle für den Wahlkreis ist das Parteifelretariat, Lichtenberg, Neue Bahnhofstr. 31 am Bahnhof Stralau- Rummelsburg, Postbezirk O. 112. Fernfprecher: Amt Stönigstadt 3912. Sprechzeit von 9-1 und 4-7 Uhr. Bernau: Heinrich Brose, Mühlenstr. 5. Sprechzeit 8-10 und 4-6 Uhr. Bruno Schneider, Staiserstr. 83. Sprechzeit 6-9 Uhr abends. Borsigwalde- Wittenan: Paul Stienast, Näuschstr. 10. Ertner: Georg Ostertag, Catholystr. 37. Friedrichsfelde: Emil Dehlert, Prinzenallee 12. Sprechz. bon 7-8 Uhr vormittags und 2-3 Uhr nachmittags, Sonntags 9-12 Uhr. Friedrichshagen: Konsumgenossenschaft, Drachholzstr. 2. mittags von 4 Uhr ab. Hohen- Schönhausen: Mar Thiele, Steffenstr. 4. Sprechzelt nach. Das Kaufmannsgericht trat der Auffassung des Beklagten nicht bei, es hielt vielmehr die fofortige Entlassung für unberechtigt. Der Beklagte habe von seinem Interessenstandpunkt aus" grob fahrlässig gehandelt, wenn er am 31. Juli noch ein Engagement bornahm, noch dazu für eine neu einzurichtende Bersandabteilung. Wenn Beklagter am 31. Juli noch nicht gewußt haben will, wie fich die Dinge politisch entwickeln, dann ist er ein weißer Rabe" gewesen, jedes Kind hätte ihn eines besseren belehren können. Wie noch der Vorsitzende, Magistratsassessor Dr. Henschel, hervorhob, sind sich die Kammervorsigenden des Berliner Kaufmannsgerichtsstraße 31. barüber einig, daß der Krieg an sich den Prinzipal noch nicht berechtigt, das Personal sofort zu entlassen. Auf Anraten des Gerichts kam der Kläger dem Beklagten entgegen, indem er sich mit einem Monatsgehalt von 200 M. begnügte. Ausgehzeit- Ueberschreitung. Die falsche Ansicht, daß ein Chef berechtigt sei, feine Angestellte sofort zu entlassen, wenn diese die ärztlich ihr gestattete Ausgehzeit überschreitet, wies am Freitag das hiesige Kaufmannsgericht gebührend zurück. Karlshorst: Otto Binseler, Gundelfinger- Str. 17. Sprechzeit nachmittags 4-6 Uhr. Lichtenberg: August Beder, Frenenstr. 14, Eingang Rosenfelderstraße. Sprechzeit 6-8 Uhr abends. Baul Brühl, Partetfekretariat, Neue Bahnhofenzner, Lüdstr. 76. Frau Mirus, Rittergutftr. 25. Beterhansel, MühlischSprechzeit 9-1 und 4-7 Uhr. Rössel, Oderftr. 12. Robert straße 12/13. Sprechzeit 6-8 Uhr abends. Niederschönhausen: Ernst Hellrich, Kaifer- Wilhelm- Str. 49. Sprech zeit 7-9 Uhr abends. Anna Matschte, Blücherstr. 18. Sprechzeit 10-12 und 3-6 Uhr. Albert Müller, Schloßallee 36. Sprechzeit von 8 Uhr abends ab. Oranienburg: Emil Schumann, Waldstr. 32. Sprechzeit 8-1 Uhr 3-8 bis 8 ubr. br. Robert Strobel, Havelſtr. 5. Sprechzeit 8-1 und 3% Oberschöneweide: Friz Warnede, Wilhelminenhofstr. 18. Bureau des Metallarbeiter- Berbandes, Wilhelminenhofstr. 44a, geöffnet von 5-7 Uhr. Pankow: Wilhelm Graßmann, Kreuzftr. 14. Otto Mißmann, Mühlenstraße 30( Vorwärts" Spedition). Sprechzeit von 11-1, Uhr vorm. und alstr. 17. Richard Danziger, Klausthalstr. 1. 4-7 Uhr nachmittags. Paul Larsen, Brehmestr. 47/48. Artur Neumann, Schöneiche, Fichtenau u. Umg.: Mar Tobias, Fichtenau, Moltkes Straße 14. Hans Rühl, Schöneiche, Moltkestraße. Sprechstunden für belde: Abends von 7%, Uhr ab. Reinickendorf Oft: Genossenschaftsbäderet, Billestr. 62. Konsum Genossenschaft, Holländerftr. 126. Hoppestr. 16. Reinickendorf West: Franz Bahr, Berliner Str. 4. Anna Diesel, Eichbornftr. 87. Rofenthal: Gustav Milbrodt, Walderfeestr. 5. Sprechzeit von 9-12 und 4-9 Uhr. Ortsteil Niederschönhausen-West: Breitmann, Teutonenstraße 16. Sprechzeit von 9-12 und 3-7 Uhr. Eine Lageristin war bei der Firma S. Dzialoszinski beschäftigt. Sie ertrantie an Lungenspibentatarrh. Der behandelnde Arzt schrieb sie haustrant und verordnete ihr, recht viel an die frische Luft zu gehen. Ein Angestellter der Firma will die Klägerin währen ihrer Krankheit mehrmals nach 9 Uhr abends im Garten der Brauerei Friedrichshain gesehen haben, troßdem dieselbe nur bis 7 Uhr Ausgehezeit hatte; das teilte der brave Mann dem Chef mit. Darauf entließ die Firma sofort die Lageristin. Diese flagte nun Beim Buchbinderverband waren am 22. Auguft gemeldet als auf Zahlung ihres Gehalts. In der Verhandlung gab sie zu, daß arbeitslos 11 500 Mitglieder, als einberufen 2250. fie einmal nach neun Uhr in der Brauerei Friedrichshain gewesen war. Sie sei dorthin gegangen, um sich den Schlüssel zur Schlaf- Weißensee: Robert Fendel, Lehderstr. 122. Bureau des deutschen stube zu holen, den ihre Eltern, die dort zum Konzert waren, irr- Holzarbeiterverbandes. Werktäglich von 4-6 Uhr nachmittags. Fräulein tümlich mitgenommen hatten. Das gericht verurteilte die Firma Luise Schlee, Langhansstr. 136. Werftäglich von 7-8 Uhr. zur Zahlung. Es führte aus: Ein Ueberschreiten der Ausgehe Jugendsekretariat Lindenstr. 3, III. Hof, Aufgang IV, 3 Treppen, Sprech zeit ist noch lange fein Entlassungsgrund. Im übrigen sei festzeit von 9-5 Uhr. Mittwochs und Freitags von 9-1 und abends bon gestellt, daß die Klägerin nur wenige Tage trant war, so daß der Einwand der Firma, daß durch die Ueberschreitung der Ausgehezeit die Gesundheit der Klägerin noch mehr gefährdet worden sei, vollständig hinfällig ist; im Gegenteil, der Aufenthalt in dem dicht am Friedrichshain gelegenen Garten des Lokals sei speziell in der fraglichen Zeit, in der eine unerträgliche Hike herrschte, der Gesundheit eher dienlich gewesen. Aus Industrie und Handel. Kohlen knapp und teuer. Für jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen wird Auskunft erteilt im 1/ 26-29 Uhr. Wir bitten, diese Liste aufzuheben, da sie nicht wiederholt werden kann. Eingegangene Druckschriften. Ueber die mutmaßliche Entwickelung des Ruhrkohlenmarktes wird der Rhein- Westf. 3tg." geschrieben: Der Ausbruch des Strieges hat tiefgreifende wirtschaftliche Wirkungen auf den Steinkohlenbergbau ausgeübt, die gleich bom Anfang der Mobilmachung an in der Einstellung des Eisenbahnberfandes bon Brennstoffen und in ber Einberufung eines großen Teiles der Bergleute zur Fahne zum Ausdrud tamen. Der Berfand von Brennstoffen mit der Eisenbahn, ohne den der Betrieb unjerer Steinkohlenzechen in kurzer Zeit lahm gelegt werden würde, ist zwar, nachdem er in den ersten beiden Wochen der Mobilmachung bis auf die Lieferung an die Eisenbahn und für den Bedarf der Armee und Marine fast ganz unterbunden war, in der vorigen Woche wieder langsam in Gang gelommen, doch arbeitslos geworden sind, haben die Berliner Gewerkschafts- und deshalb Abkühlung; weiter binnenwärts heiter, warm und vielfach barf man borläufig nur bamit rechnen, daß etta ein Drittel der Auskunftsstellen. Der Völkerkrieg. Heft 1 und 2. Chronik der Ereignisse seit dem 1. Juli 1914. Einzelh. 30 Pf. S. Hoffmann, Stuttgart. Oesterreichischer Arbeiter- Notizkalender. 1915. Taschenformat. 80 Heller. J. Brand u. Co., Wien 6. Für die Angehörigen der zu den Fahnen einberufenen Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Mannschaften und für diejenigen, die infolge des Krieges Montagmittag: Im Norden, besonders an der Küste zeitweise bewölkt fommission und der Sentralvorstand des Verbandes der sozial- etwas dunstig; nirgends erhebliche Niederschläge. -O Amtlicher Marktbericht der fädtischen Marthallen Direktion über| Hammel Ia 73-80, bo. Ia 70-79; Schafe 69-78. Schweinefleisch 59-68.den Großhandel in den Bentral- Markthallen.( Dhne Verbindlichkeit.) Gemüse, inländisches: Kartoffeln, weiße Magdeburger 50 kg 2,75-3,50, Sonnabend, 29. Auguft. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg Mart: Dhsen blaue Magdeburger 2,75 4,00, meiße Staiserkronen 2,75-3,50; Rosen fleisch Ia 75-86, do. IIa 70-72, bo. IIIa 58-68; Bullenfleisch Ia 72-78, 12,75-3,50; Borree, Sod 0,60-0,80; Sellerie, Schod 3-7,50; Spinat 50 kg bo. Ila 64-70; Stühe, fett 50-62, do. mager 44-50, Fresser 67-70, Bullen, 6,00-9,00; Schoten 50 kg 18,00-25,00; Mohrrüben 2,00-2,50; Bohnen 50 kg dän. 54-64. Kalbfleisch: Doppellender 100-115; Mastfälber Ia 65-70, 6,00-12,00; Wachsbohnen 50 kg 10,00-15,00; Buffbohnen 50 kg 10,00-15,00. do. IIa 50-60; Kälber ger. gen. 35-45. Hammelfleisch: Mastlämmer 80-88; Stohlrabi Schod 0,60-1,00; Wirfingfohl Schod 3,00-7,00; Weißtohl Shod 2,50-7,00, Mottohl, Schod 3,50-9; Kohlrübent Schod 3-4,50; Blumenkohl, Erfurter, 100 St. 6,00-16,00, Meerrettich Schod 7,00-12,00, do. 50 kg 00,00; Beterfilienwurzel Schodbund 1,00-3,00; Radieschen Schodbund 0,70-1,00; Salat Schod 1,50 bis 2,50; 8wiebeln, 50 kg 3,00-4,00; Tomaten 50 kg 12,00-15,00; Pfefferlinge 50 kg 14,00-23,00; Steinbilze 50 kg 15,00-25,00; Gurten Schod 2,00-3,00. Senfgurten Schock 10,00-18,00 m. in vielen Stoffen 1. neuen MachKostümröcke blau und schwarz 275 390 575 775 arten, z. T. dunkelDamen- Hemden u. BeinKleider mit Stickerei- An- und Einsatz und 195 Seidenbandgarnierung. Stück 195 • reine Wolle Militärsocken gestrickt.... 95 P. 125 • Strickwolle Pf., zum Anfertigen von Socken u. Pulswärmern Pfd. 325 450 HERMANN TIETZ Leipziger Straße Verkauf nicht an Wiederverkäufer Leipziger Str. Fische Alexanderplatz Leb. Aale Pa. 65-110 P. Leb. Karpfen Pta. 90 Pf. Frische Hechte Pra. 75 Pf. Fr. Flundern Ptd. 18 Pt. Alexanderplatz Montag Lebensmittel Pfirsiche Pflaumen • • Pfd. 18 PL. Tomaten 2 Pfd. Pid. 2 Pfd. Dose 18 P. Leipz.Allerlei soweit Vorrat mittelf. 2Pfd.-D. Frankfurter Allee 55 P Pf. 15 P. Schnittbohnen 35P Kochäpfel 9 PL. Pf. Pfd. Zusendung findet nicht statt Leipziger Alexanderplatz Fleisch Schmorfleisch Pta. 80 Pt. Gemüsekochfl, Ptd. 70 Pf. Gemüsekochfl, Pra. 80 Pt. Hammelfleisch Ptd. 85 PL.Hammelfleisch Pta. 90 Pf. Bratschellfisch Pr. 18 Pt. Zervelat u. Salami P. 135 Kochbirnen P. 9. Molkereibutter 58 Pokelzunge P. 100 Große Vollheringe Pfd. • . Pfd. Pid. P. .. 6 Pf. Gurken.. Stück Pf. Pfd. . 6P Mohrrüben 3PKarotten 30 gewürfelt Pf. 2 Pfd.- Dose Pf. Pok.- Dickbein Pra. 55 Pf. Gehacktes Pid. 65 Pt. zum Einlegen Stück Sozialdemokratischer Wahlverein Arbeitslose Steinarbeiter Tempelhof. Am Donnerstag verstarb unser Mitglied, der Gastwirt Otto Becker im Alter von 34 Jahren. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Tempelhofer Gemeinde- Friedhofes, Germaniastraße aus statt. 203/8 Der Vorstand. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Ortsverwaltung Schöneberg und Umgegend. Am 27. Auguft starb unser Kollege Otto Becker Tempelhof, Berliner Str. 86/87. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 30. August cr., nach mittags 5 Uhr, auf dem Friedhof Berlin- Tempelhof, Germaniastraße, statt. Um rege Beteiligung ersucht 75/9 Die Ortsverwaltung. Hierdurch allen Freunden, Bes fannten und Verwandten die traurige Nachricht, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Auguste Wandelt nach furzem Leiben am 27. August, abends 9 Uhr, fanft entschlafen ist. am Die Beerdigung findet Montag, den 31. August, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle der Sophien Gemeinde, Freienwalder Straße aus statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. $ Nachruf. Allen Freunden, Bekannten und Bartetgenoffen, die tieftraurige Nachricht, daß unser einziger herzensguter, hoffnungsvoller Sohn und Bruder Fritz im Felde, Belaine in Belgien, am 22. August, infolge Stopfschuß, ge= fallen ist. Dies zeigen im tiefften Schmerz hiermit an Familie Reinhold Selle, Berlin- Schöneberg, GrunewaldStr. 86. Danksagung. Für die Teilnahme bet ber Be. erdigung meines lieben Mannes, des Schlossers 145 Ferdinand Lobitz Jage ich hiermit den Kollegen bon der N. A. G. und dem Deutschen Metallarbeiter- Berband herzlichen Dant. Köpenid, den 29. August 1914. Witwe Marie Lobitz nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranz spenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau Auguste Wendt geb. Krug fage ich allen Freunden und Befannten, insbesondere dem Verein der freien Gastwirte und dem Sparverein Biene meinen besten Dank. Julius Wendt Stolpischestr. 26. welche Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung haben, melden fich am Montag, den 31. August, im Verbandsbureau, und zwar mit dem Anfangsbuchstaben von A- H vormittags 9 Uhr J- O" R- Z 11 10 11 " Unterstützungsberechtigt ist, wer mindestens 52 volle Beiträge entrichtet und nicht über vier Wochen im Rück stande ist. Die Kollegen werden ersucht, ebentl. Reste vorher in den Bahlstellen: Faber, Berlin, Stephanftr. 11; Dröger, Weißensee, Berliner Allee 257; Bergemann, Neukölln, Goethestraße 7; Groß, Schöneberg, Sedanstr. 17, zu begleichen. Nichtunterstützungsberechtigte Kollegen melden fich am Dienstagvormittag. In Anbetracht der städtischen und staatlichen Arbeitslosenunterstützung ist auch diese Meldung dringend notwendig. Zentralverband der Steinarbeiter. Ortsverwaltung Berlin, Engelufer 15, L 172/ 14* Westmann Berlin W., Mohrenstraße 87a ( Kolonaden), Berlin NO., Große Frankfurter Straße 115( nahe Andreasstr.) Montag und Dienstag statt für jetzt Gummi- und Staubmäntel 27, 15, Kostüme 56,- 25.Plüschmäntel 112, 40,- 24, Mäntel Pelzmäntel 200,- 125, Sehr großes Kranzspenden Radfahrerfarten Trauer- Magazin sowie fämtliche Blumenarrangements iefert schnell und billig Paul Wanderkarten hält stets vorräfig Gross, Lindenstr. 69, Tel.mpl. 7203 Buchhandlung Vorwärts Lindenftr. 69( Caden) Sonntag geöffnet 8-10. AUTO- SPIRITUS Spiritus für AUTOMOBILE 34 Pf. für das Liter 95 Volumen- Prozent. und feststehende MOTORE in Fässern von 160 bis 200 Liter inhalt ab Hof oder frei Bahnhof unserer Vertriebsstellen im Relohe. 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Wahlkreis, Südosten: Baul Böhm, Laufiperplaz 14/15. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. 5. Wahlkreis: Reo 8ucht, Immanuelfirchstr. 12( of). Geöffnet von 11-1, und von 4-7 Uhr. 6. Wahlkreis( Moabit): Salomon Joseph, Wilhelmshavener Straße 48. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Wedding: J. Hönisch, Müllerstr. 34a Ede Utrechter Str., Rabent Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt:. Bolgat Battstraße 9. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Gesundbrunnen: fisher, Bastianftr. 6, Laben. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Schönhauser Vorstadt: Karl Mars, Greffenhagener Str. 22. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Adlershof: Sarl Schwarzlose, Bismardstr. 28. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Alt- Glienicke: Wilhelm Dürre, Köpenider Str. 6. Baumschulenweg:. Hornig, Marienthaler Str. 18, I. Bernau, Röntgental, Zepernick, Schönow, Schönbrück und Buch: Heinrich Brose, Mühlenstr. 5, Laden. Bohnsdorf, Falkenberg und Falkenhorst: Paul Gensch, Bohnsdorf, Genossenschaftshaus Paradies". Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sefenheimer Str. 1. Ges öffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Eichwalde, Schmöckwitz: Ostar Mahle, Bismardstr. 4. Erkner, Neu- Zittau: Emil gwang, Scharnweberstr. 10. Fredersdorf- Petershagen, Eggersdorf:#ffenwaffer, Petershagen. Friedenau, Steglitz, Südende, Groß- Lichterfelde, Lankwitz: H. Berniee, Alsenstr. 5 in Steglitz. Geöffnet von 11-1, und von 4-7 Uhr. Friedrichshagen, Fichtenau, Rahnsdorf, Schönelche, Kl.- Schönebeck: Ernst Wertmann, Friedrichshagen, Stopenider Straße 18. Grünau: Franz Klein, Friedrichstr. 10. Johannisthal, Rudow: Mar Gonshur, Parkstr. 23 Karlshorst: Richard Rüter, Rödelstr. 9, II. Königs- Wusterhausen, Wildau, Niederlehme: Friedrich Baumann, Bahnhofstr. 2, Eingang Beeskower Straße.. Köpenick: Emil Bißler, Siegerstr. 6, Laden. Geöffnet von morgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr. Lichtenberg, Friedrichsfelde, Hohenschönhausen: Otto Seitel, Wartenbergstraße 1( Laden). Geöffnet von 8-2 und bon 4-7 Uhr. Mahlsdorf, Kaulsdorf, Biesdori: Boberg, Rauls. dorf, Ferdinandstraße 17. Mariendorf: August 2eip, Chauffeeftr. 29. Marienfelde: Emil Weinert, Berliner Str. 114 II. Neuenhagen, Hoppegarten: Gustav Bergmann, Bolterftr. 8. Neukölln: M. Heinrich, Nedarstr. 2, im Laden. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr; Neukölln, Briz: Rohr, Siegfriedstraße 28/29. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Nieder- Schöneweide: Wilhelm Unruh, Brüdenstr. 10, II. Nowawes: Wilhelm Jappe, Lutherstr. 2. Ober- Schöneweide: Alfred Bader, Wilhelminenhofftr. 17, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Pankow, Niederschönhausen, Nordend, Frz.- Buchholz, Blankenburg: Rißmann, Mühlenftr. 30. Geöffnet bon 11-1, und von 4-7 Uhr. Reinickendorf- Ost, Wilhelmsruh und Schönholz: P. Gurich, Provinzstr. 56, Laden. Geöffnet v. 11-1, u. 4-7 Uhr. Rummelsburg, Boxhagen, Stralau: A. Rosenfranz, AltBorhagen 56. Geöffnet von 11-1, und von 4-7 Uhr. Schenkendorf b. Königs- Wusterhausen: Chr. Hantschte, Dorfstr. 10 Schöneberg: Wilhelm Bäumler, Martin Lutherstr. 69, im Laden. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Spandau, Nonnendamm, Staaten, Seegefeld und Falkenhagen: öppen, Breitestr. 64. Geöffnet von 8 Uhr morgens bis 8 Uge abends." Waldmannslust, Tegel, Borsigwalde, Wittenau, SON Hermsdorf, Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Freie Scholle u. Reinickendorf- West: Baul Rienaft, Borfigwalde, Räuschstraße 10. Geöffnet von 11-1, u. von 4-7 Uhr. Teltow: Wilhelm Bonow, Teltow, Berliner Str. 16. Tempelhof: Joh. Krohn, Borussiaftr. 62. Treptow: Rob. Gramenz, Kiefholzstraße 412, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Weißensee, Heinersdorf: R. Fuhrmann, Sedanftr. 105, part Geöffnet von 11-1, und von 4-7 Uhr. Wilmersdorf, Halensee, Schmargendorf: Paul Schubert, Wilhelmsaue 27. Zeuthen, Miersdorf: Ernst Hüttig, Zeuthen, Miersdorfer Str. 14. Sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen Werte werden geliefert. Sonntags find die Ausgabestellen geschlossen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion teine Verantwortung. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Gløde, Berlin. Drudu. Berlag: Borwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Baul Singer u. So, Berlin S