e 1. PILE d an jet 49 雪蓉 酥 let en ers ret jat Fr Die and er ge Die Den ja Der eln ga id gar woll Se Den n! ie Die gt, en. er Tich ди en en p et et bft Nr. 244. 5 Pfennig Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post BeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Cricbeint täglich. Montagsausgabe 5 Pfennig Vorwärts 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlnungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Morte), jedes writere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg.. jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchftaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet.' Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstraße 69. Fernsprecher: Amt Moritplat, Nr. 1983. Die Montag, den 7. September 1914. Expedition: S. 68, Lindenftraße 69. Wernsvrecher: Amt Moritvlas. Nr. 1984. Der Kampf um die Festungen. Angriffe auf Nancy Maubeuge. Nancy und Großes Hauptquartier, 6. September.( W. T.-B.) Seine Majestät der Kaiser wohnte gestern den Angriffskämpfen um die Befestigungen von Nancy bei. Von Maubeuge sind zwei Forts und deren Zwischenstellung gefallen. Das Artilleriefeuer konnte gegen die Stadt gerichtet werden. Sie brennt an verschiedenen Stellen. Franken veranschlagten Kosten auch weit überschritten. Ein englisches Urteil. Die Dumdumgeschosse. Rotterdam, 6. September. Die englische Regierung bestreitet, einem Telegramm des„ 2.-A." aus Rotterdam zufolge, amtlich und öffentlich die Behauptung, daß man bei englischen und französischen Gefangenen Du mdum kugeln gefunden habe. Weder die englische noch die französische Armee befize eine andere als den Bestimmungen der Haager Konvention entsprechende Munition. Point de Jour im Südwesten bis zur Porte de la Villette 13,5 Milometer. Durch die Umwallung führen 67 Tore, darunter 9 Eisenbahn- London, 6. September.( W. T. B.) Der Korrespondent durchlässe. Die älteren Forts, von denen die im Kriege 1870/71 der Time3" betont in seinem Bericht über die letzten Kämpfe jogar teilweise sehr stark beschädigten wieder voffemimen hergestellt in Nordfrankreich die ungeahnte Schnelligkeit der wurden, haben, wie in der„ Köln. Volkszig." ausgeführt wird, gegen- deutschen Truppen und die genaue Orientierung des wärtig nur mehr Wert als Reduits und Nabichuómagazine für die deutschen Generalstabes durch aufklärende Automobile weiter vorgeschobenen neuen Werte. Der alte Forisgürtel hat 55 und Flugzeuge. Der Korrespondent gibt zu, daß die Kämpfe für Rilometer Umfang, 19 Kilometer Durchmesser von Westen nach die Engländer sehr verlustreich waren. Der französische Cften und 16 Kilometer von Norden nach Züben. Die durchschnitt- Generalstab habe die Kraft des deutschen Vorstoßes unterschätzt. lich nur 2 bis 3 kilometer voneinander entfernten und drei bis fünf Die Deutschen seien durch ihre unaufhörlichen Siege zu immer Kilometer weit von der Umwallung vorgeschobenen forts haben neuen Heldentaten angefeuert worden. sämtlich Bastionärgrundriß, startes Wallprofit, zahlreiche Traversen, trodene Gräben, bombensichere Unterkunftsräume, teils in Walltasematten auf den Kurtinen und Flanten, teils in freistehenden Reduits und Kasernen, aber keine Raveline; hingegen haben einzelne zur größeren Sicherheit Horn und Kronwerte vorgelegt, ein zelne haben auch Kavaliere( eine Art Bastion in älteren Festungen). Aus Papieren, die in unsere Hände gefallen Seitdem wurden in bezug auf Konstruktion und Material, wie auch find, geht hervor, daß der Feind, durch das auf Armierung wiederholt zeitgemäße Aenderungen, Verstärkungen und Verbesserungen vorgenommen, so erhielten beispielsweise verVorgehen der Armeen der Generalobersten von schiedene Forts Panzerturme für je zwei 155- Millimetergeschüße. Kluck und von Bülow nördlich der belgischen Infolgedeſſen wurden naturgemäß die ursprünglich auf 60 Millionen Maas vollständig überrascht worden ist. Der leitende Grundgedanke für die Neubefestigung war das Bestreben, gunächst die Stadt felbft gegen ein Bombardement au Noch am 17. 8. nahm er dort nur deutsche beden, sodann den Feind zu einer möglichst großen und damit auch Kavallerie an. Die Kavallerie dieses Flügels ich großes Gebiet für die Verproviantierung zu sichern und für unter Führung des Generals von der Marwith hat die Unterbringung der Armee außerhalb der Stadt zu gewinnen. also die Armeebewegungen vorzüglich verschleiert. So entstand der derzeitige große Fort3gürtel, der einen Trozdem würden diese Bewegungen dem Feinde nicht unbekannt geblieben sein, wenn nicht zu Beginn des Aufmarsches und Vormarsches die Das verschanzte Lager zerfällt in drei große Gruppen: 1. das Feldpostsendungen zurückgehalten zurückgehalten wären. berschanzte Lager des Nordens, zwischen der unteren Seine und der Ardennenbahn, deckt die voraussichtliche Angriffsrichtung; 2. das Von Heeresangehörigen und deren Familien ist verschanzte Lager des Oftens, zwischen der Ebene von St. Denis und der oberen Seine, begünstigt vorzugsweise die Offensive in dies als schwere Last empfunden und die Schuld der Defensive und beherrscht die Endpunkte der feindlichen Operader Feldpost beigemeffen worden. Im Interesse tionsrichtung; 3. das verschanzte Lager des Südwestens, am linten Seineufer, begünstigt und erleichtert die Zufuhr in die Stadt aus der arbeitsfreudigen und pflichttreuen Beamten dem Gebiete der unteren Seine und der Beauve, welche zunächst der Feldpost habe ich mich für verpflichtet gehalten, wohl der feindlichen Einwirkung noch am wenigsten ausgesetzt sind. Die einzelnen Werke haben verschiedene Stärke, nämlich Behierüber eine Aufklärung zu geben. jagungen von 1200 und 600 Mann und Armierung von 60 und 24 schweren Geschützen. Die Batterien und Reduiten sind kleinere geDer Generalquartiermeister von Stein. Beschießung von Termonde. London, 5. September. Aus Ostende wird gemeldet, daß die Deutschen Termonde beschießen. Die Verteidigung von Paris. Baris, 6. September.( W. T. B.) Die Stadt setzt die Vorbereitungen zur Verteidigung fort. Das Boulogner Gehölz ist teilweise wie wegrafiert, die Wege nach Paris find verbarrikadiert, der 3 u strom Freiwilliger ist ungeheuer. Paris als Festung. Angesichts der Einschließung und Belagerung von Paris, die in der nächsten Zeit bevorsteht, werden die nachfolgenden Ausführungen über die Pariser Festungswerte nicht ohne Interesse sein: Die Befestigungsanlagen von Paris bestehen aus drei, ihrem fortifikatorischen Werte nach sehr verschiedenen Gruppen: um so schwächeren Einschließungslinie zu zwingen und ein möglichst Umfang von 125 Kilometer, eine Ausdehnung von 35 Kilometer von Norden nach Süden und von 42 Kilometer von Westen nach Diten hat und einen Flächenraum von rund 500 Quadratkilometer umfaßt. schlossene Werke mit bombensicheren Unterkunftsräumen, haben Besatzungen bis zu 200 Man und in der Regel 6 Geschüße; einzelne Forts find durch Annerbatterien verstärkt und flantiert. Kein Separatfriede! London, 6. September.( W. T. B.) Der Minister des Aeußern und die Botschafter Frankreichs und Ru B la nd 3 unterzeichneten heute vormittag im Foreign Office eine Erklärung, die besagt: Die Unterzeichneten, regelrecht autorisiert von ihren Regierungen, geben folgende Erklärungen ab: Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplah. Die Räumung Lembergs.. Berlin, 6. September.( W. T. B.) Die österreichisch ungarische Botschaft veröffentlicht folgende, ihr vom Minifterium des Aeußern in Wien zugegangene Depesche: Die russische Meldung von der Schlacht bei Lemberg und der siegreichen Einnahme dieser Stadt ist erlogen. Die offene Stadt Lemberg wurde aus strategischen und humanitären Rücksichten ohne Kampf freiwillig geräumt. Das Gefecht bei Czernowih. Wien, 5. September.( W. T. B.), ( W. T. B.) Die„ Neue Freie Preſſe" veröffentlicht Einzelheiten aus dem Gefecht bei Czernomik am 25. August. Auf russischer Seite stand die ganze podolische Division im Kampfe, voran die Kamiençer und Rischinewer Regimenter. Landsturm wirkte Wunder. Als die österreichischen Kräfte an rückten, zog sich der Feind östlich Czernowitz zurück. Er erlitt auf der Flucht große Verlust e. Die Beute betrug 800 Gefangene, darunter einige Stabsoffiziere, 500 Gewehre, vier Maschinengewehre und viel Munition. Der österreichische Die Russen in Warschau. Das in Warschau erscheinende polnische Blatt„ Kurjer Warszawski" bringt in seiner Nummer vom 23. August eine Proklamation des Generalmajors Turbin, des Staldtfommandanten und gegenwärtig gleichzeitig des Kriegsgouverneurs von Warschau an die Bevölkerung der Stadt. Es wird darin vor allem den in Umlauf gefekten Nachrichten entgegengetreten, wonach Warschau durch die russischen Truppen verlassen und gar nicht vor dem Feinde verteidigt werden soll. Das Gegenteil treffe zu, die Stadt werde befestigt und würde verteidigt werden. Die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs und Ruß- General Turbin gibt der Einwohnerschaft bekannt, daß lands verpflichten sich wechselseitig, feinen Einzelfrieben die Stadt genügend berproviantiert und zur Verteidigung im Laufe dieses Krieges zu schließen. Die drei Regierungen vorbereitet sei. Die Bevölkerung wird aufgefordert, Ruhe zu kommen überein, daß, falls es angebracht sei, den Friedenswort- bewahren. laut zu diskutieren, keine der verbündeten Mächte Friedensbedingungen festseßen kann ohne vorheriges nebereinkommen mit jedem der beiden anderen Verbündeten." * Seekrieg. Gekaperte Fischerboote. 1. Der festen Umwallung der Stadt; 2. der Linie der älteren Dieser Beschluß, der ja bei dem festen Zusammenhalten London. 6. September.( Meldung des Reuterschen Forts, welche beide unter dem Ministerium Thiers und unter der Regierung von Louis Philippe in den Jahren 1841-1844 mit einem der Triple- Entente feineswegs überraschend kommt, ist Bureaus.) Das Preßbureau der Admiralität meldet: Ein Aufwande von 140 Millionen Franken ausgeführt wurden, wovon wichtig. Denn er bedeutet die Notwendigkeit, den militäri- deutsches Geschwader, bestehend aus zwei Kreuzern ungefähr 75 Millionen Franken auf die Umwallung entfielen; schen Zwang gegen die verbündeten Mächte gleichzeitig und vier Torpedobooten, hat fünfzehn englische 3. der Linie der neuen Forts. Die alte Umwallung hatte bei einem so unwiderstehlich zu machen, daß jede einzelne zum Friedens- Fischer boote mit einer Ladung von Fischen in der NordUmfange von 36 Kilometer 93 bastionierte Fronten ohne Vor- schluß geneigt wird. Daß dadurch die Dauer des Krieges fee weggenommen und die Mannschaft und die Fischer werke, davon 67 auf dem rechten, 26 auf dem linken Seine- Ufer. eine längere werden kann, als wenn etwa Frankreich allein den gefangen nach Wilhelmshaven gebracht. Zurzeit haben nur mehr einige Punkte im Süden und Often mili- Frieden schließen könnte, ist klar. Aber damit mußte auc tärischen Wert, der westliche und nordwestliche Teil ist daher von von Anfang an gerechnet werden. der Porte d'Auteuil bis aum Ranal von St. Denis( Bantin) aufgelassen worden. Die Verluste der Engländer. Beschädigte englische Dampfer. Wien, 5. September.( W. T. B.) Die Südslawische Korrespondenz meldet aus Konstantinopel: Wie an Nach einer im Jahre 1884 vorgenommenen Vermessung nimmt unterrichteter Stelle verlautet, liegt im Hafen von Alexandie ganze Stadtumwallung einen Raum von ungefähr 400 hektar Frankfurt a. M., 5. September.( W. T. B.) Die drien ein schwer beschädigter englischer Kreuzer, der ein, was damals schon einen Wert von mindestens 212 Millionen Frankfurter Beitung" meldet aus Amsterdam: Die Eng- deutliche Spuren der Beschießung aufweist; außerdem liegt Franken ergab. Die Umwallung hat nur wenige und unzureichende länder, die bisher offiziell behaupteten, daß ihre Verluste dort ein zweiter englischer Kreuzer, ein Torpedojäger und Hohlbauten. Der Durchmesser beträgt von Norden nach Süden 9, nur viertausend Mann betragen hätten, geben jest amtlich zu, awei Torpedoboote, die sich nach Port Said geflüchtet hatten, bon Westen nach Osten 10,5 Kilometer, die größte Ausdehnung von daß fie a ehntausend Mann Berlufte baben. im Dod in Reparatur. 1 e h t r Entfernung öer englischen Schiffahrts- zeichen. London, 6. September.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Die Admiralität teilt mit, daß alle Schiff- fahrtszeichen an der Ostküste von England und Schottland bei Tag oder Nacht ohne vorherige Warnung entfernt werden können. Sejchlagnahme öeutscher Post. Frankfurt a. M., 6. September. Die„Frankfurter Zeitung" meldet: Vor einigen Tagen wurde auf dem Dampfer„Pots- d a m" von der H o l l a n d- A m e r i k a- L i n i e, der sich auf der Fahrt nach Rotterdam befand, die für Deutschland bestimmte Post beschlagnahmt und die deutschen Fahrgäste festgenommen. Das prisenverfahren. Berlin, ES. September.(W. T. B.) D e u t s ch l a n d hat durch Bermittelung der Bereinigten Staaten von Amerika bei Belgien, Frankreich, Großbritannien und Rußland anfragen lassen, wie dort das Prisenverfahren eingerichtet sei und in welcher Weise Deutsche vor den Prisengcrichten vertreten werden können. Bisher haben Frankreich und Großbritannien geantwortet.— In Frankreich gehören Prisensachen vor den Priscnrat(Ccmseil des prises); Berufungsgericht ist der Staatsrat(Ccmseil d'etat); Interessenten können sich von den beim Staatsrat zugelassenen Anwälten vertreten lassen.— Großbritannien hat erklärt, daß kein feindlicher Ausländer vor einem britischen Prisengericht vertreten werden könne. vom östlichen Kriegsschauplatz. Xll. Osterode, den 3. September 1914. (Verspätet eingetroffen.) Jtis Manöver ginge es, hat man den polnischen Regimentern gesagt. Die Polen wollen nicht schießen, sie lassen sich am liebsten 'gefangen nehmen!— so versicherten mir als ihre selbstgewonnen« Ueberzeugung viele von denen, die im Vordertreffen gestanden haben. Auch Polen bestätigten eS. Polnische Soldaten würden von Kosaken vorwärts getrieben, von hinten ritten Kosaken in die polnischen Regimenter hinein und schlügen mit ihren Peitschen wild drauflos, um sie vorwärts zu treiben. Ich habe bisher alle solche Versicherungen mit der nötigen Vorsicht aufgenommen. Jetzt aber fange ich selber an zu glauben, daß wenigstens ein großer Teil der russischen Polen gern auf deutscher Seite kämpfen würde. Für den Zaren ziehen sie sicher nicht mit Begeisterung in die Schlacht. Ein Besuch bei gefangenen Russen ließ mich diese Meinung gc- Winnen. Die freundlich-milde Schwester vom Roten Kreuz zeigte uns einen deutschsprechenden Verwundeten. Er hatte einen Schuß in den linken Fuß bekommen. Aber die Wunde schien den Mann nicht sehr zu stören. Vergnüglich humpelt« er umher. Unsere Unterhaltung nahm folgenden Verlauf:„Sprechen Sie deutsch?" —„Bißchen!"—„Sind Sie gern hier?"—(Lachend:)„Ja, waS soll ich hinten!"(Zeigt nach dem Osten.)—„Woher sind Sie?"— „AuS Warschau!"—„Zogen Sie gern in den Krieg?"—„Nein, »ein, Polen nicht gesagt, daß in Krieg, uns gesagt, geht ins Ma- növerl Als an Grenze kamen, wußten Polen, ist Krieg. Sagt« Offizier: In einer Woche speisen wir in Berlin zu Mittag!"— Auf weitere Fragen hörten wir: Kosaken seien schlimm, schlagen auf Polen, daß marschieren Polen vorwärts!"—„Polen wollen nicht schießen auf Deutsche!"— Weiter erzählte uns der Mann, daß er vier Jahre als Soldat gedient habe und acht Jahre zur Reserve gehöre. Allem Anschein nach sind die unsicheren polnischen Regimenter überrumpelt und betrogen worden. Sie wurden sofort ins Feuer geschickt, damit sie zu keiner Verständigung untereinander kommen konnten und jedem Versuch, einen Widerstand zu organisieren, vor- gebeugt war. Wenn dann von den im Vordertreffcn verwendeten Polen eine größere Zahl gefallen sei, dann, so hofften die Herren Einiges über Wesen unö Geschichte öer Neutralität öelgiens. Welche Rolle die Frage der Neutralität Belgiens beim Ausbruch und im Verlauf des gegenwärtigen Krieges gespielt hat, ist allgemein bekannt. Wenig oder fast' gar nicht bekannt ist aber der großen Mehrheit unseres Volkes die sachliche Natur und Geschichte dieser Neutralität, ohne deren Kenntnis eine richtige Einschätzung der in Frage kommenden Vorgänge nicht gut möglich ist. Es ist der Zweck der folgenden Zeilen, dem bewußten Mangel wenistenS etwas abzuhelfen. Die Neutralität Belgiens ist so alt wie dieser Staat in seiner Gestalt als einheitliches und unabhängiges politisches Gemeinwesen selbst. Sie ist im siebenten der 24 Artikel des Vertrags vom 16. November 1831 niedergelegt, durch den die fünf Großmächte, Frankreich, England, Oesterreich, Preußen und Rußland die Un- abhängigkeit des durch die Revolution vom September 1830 von Holland losgerissenen neuen Staates anerkannten und verbürgten. Der Artikel lautet: »Belgien bildet in den Grenzen, welche durch die Artikel 1, 2 und 4 des Vertrags bezeichnet sind, einen unabhängigen und ewig neutralen Staat. ES ist verpflichtet, diese Neutralität auch allen anderen Staaten gegenüber innezuhalten." Wie schon das durch den Wiener Kongreß von 1818 geschaffene Königreich der Bereinigten Niederlande wurde auch der neue von diesem getrennte Staat Belgien von der Regierungen der vier letztgenannten Staaten als ein Bollwerk des europäischen Friedens gegenüber etwaigen Eroberungsgelüsten Frankreichs betrachtet. Es kommt dies namentlich in einem damals geheimgehaltenen Artikel des Vertrages dieser vier Mächte vom 14. Dezember 1831 zum Ausdruck, der die Frage der Festungen des neuen Staates be- handelt. Darin heißt es: »In dem Falle, wo unglücklicherweise die Sicherheit der er- wähnten Festungen gefährdet sein sollte, wird der König der Belgier, stets mit dem Vorbehalt der Neutralität Belgiens, mit den Regierungen von Oesterreich, Großbritannien, Preußen und Rußland alle Maßregeln vereinbaren, welche die Sicherheit dieser Festungen erfordern mag." .Die Bedachtsamkeit der vier nordischen Mächte auf schleunige Hilfe in solchen Fällen, wo die Neutralität Belgiens durch eine französische Invasion gefährdet sein sollte," schreibt der belgische Senator und Staatsrechtslehrer Professor Ed. DeScamps in seinem 1992 erschienenen Werk über die Neutralität Belgiens,„konnte im Jahre 1831 keine leere Sorge sein." An eine Gefährdung durch Preußen, an dessen Stelle als völkerrechtliche Instanz nach 1866 der Norddeutsche Bund und nach 1870 das Deutsche Reich getreten ist, dachte nämlich noch kein Mensch. Bon französischer Seite war sie Großfürsten wohl, entzünde sich hie polnische Volkswut gegen die Deutschen, und selbst wenn diese Rechnung falsch wäre, dann seien in dem Krieg die polnischen Regimenter so zusammengeschmolzen, daß Polen das russische Joch nicht mehr abschütteln könnte. DaS ist alte russische Politik. Wilhelm Düwell, Kriegsberichterstatter. Xlll. Hauptquartier der Ostarmee, 4. Sept. 1914. An meinem Fenster vorbei über das Kopfsteinpflaster rattern, hopsen und bollern die ganze Nacht hindurch Wagen, Karren, Ge- schütze. Dazwischen klingt das Klappern der Pferdehuse, Hupen- signale, helles Kommando. Der Morgen graut, der Tag kommt und zieht mit derselben Musik weiter. Nur selten wird sie von Pausen unierbrochen. Und die nächste Nacht setzt sie fort. Ein Teil, nur«in kleiner Teil der Beute aus der großen Schlacht bei Tannen- berg kam in den endlos langen Zügen heran. Mit den Munitions- wagen, die meisten noch gefüllt, hat man nun den Bürgersteig einer breiten Straße umsäumt und einen großen Platz umkränzt. Dar- auf lagern Mengen von Gewehren, Taschen, Montierungs- stücken usw. Zwischen den Munitions- und Bagagewagen stehen einige Kanonen. Auf einem Maschinengewehr las ich die Firma: „Waffen- und Munitionsfabrik Berlin". Nach Berlin wird es wohl mit anderen zurückkehren. Welche Ironie!— Wie viele Deutsche mögen von den Russen mit Waffen deutscher Herkunft getötet worden sein??— Unter den Beutestücken sollen sich auch noch Kruppsche Kanonen befinden. Viele Wagen tragen Zeichen des Versuchs, sie unbrauchbar zu machen. Schon im Wenden zur Flucht hieb ein wütender Russe mit scharfen Axthieben Speichen aus dem Rade seines Wagens, andere durchsägten die Zugbäume; die Verschlutzstücke der Kanonen fehlen, die Visiere sind platt geschlagen worden. Man erstickt sozusagen in der Fülle der Beute. Wohin mit den Wagen und Pferden? Auf einem großen Acker in der Nähe von hier baute man durch das Jneinanderfahren Hunderter von Wagen eine Art Zirkusarena. Ueber dreitausend Pferde, einst ruf- sisches Staatseigentum, tummeln sich darin. Pferde sind hier jetzt sehr wohlfeil, fast wertlos. Ich sah schon etliche im Straßengraben liegen, nicht tot, sondern nur abgehetzt. Sie konnten die rasende Lagd nicht mehr mitmachen, stürzten und wurden zurückgelassen. Welche Wertmengen vernichtet der Krieg!— Wilhelm Düwell, Kriegsberichterstatter. Keine Revolution in(püessa. Hamburg, 8. September.(W. T. B.) Von dem gestern hier eingetroffenen Mitglied« der Hamburgischcn Sonnenfinsternis- Expedition, Herrn Dr. Graff, wird dem„Hamburger Fremdenblait" berichtet: Die über Rumänien gekommenen Nachrichten über den Ausbruch einer Revolution in Odessa mit Straßenkämpfen, Erschießen von höheren Polizeibeamten und Offizieren, Beschießung der Stadt durch ein rustsches Kriegsschiff usw. find unrichtig. Bis zum 29. August, an welchem Tage ich Odessa verließ, herrschten jedenfalls in der Stadt und Umgebung voll- komme ne Ruhe und Ordnung. Die in Odessa zurückgehaltenen Deutschen befinden sich ebenfalls außer jeder Gefahr, und ihre Verschickung in andere Gouvernements ist, wie die staatlichen Be- Hörden noch am 29. August versicherten, vorläufig nicht in Aussicht genommen. Kein Rrbeiterbeüarf in �üttich. Berlin, 6. September.(W. T. B.) Da» Gouvernement Lüttich warnt dringend vor Zuzug von Arbeitern nach Lllttich, da infolge starker Arbeitslosigkeit nnd Stillstandes der Betriebe eine Arbritsmöglichkeit gänzlich ausgeschlossen ist. Die triegsgefangenen Offiziere. Berlin, 6. September.(W. T. B.) Zur Bedienung k r i e g s» gefangener Offiziere werden keine Mannschaften de» deutschen HeereS kommandiert. Sofern diese Offiziere keine Burschen oder Diener mitgebracht haben, werden Leute ihrer Nationalität in der unbedingt notwendigsten Zahl aus den Mannschaftsgefangenenlagern herangezogen. aber um so eher zu gewänigen, als geschichtliche Erinnerungen das Sweben nach Angliederung Belgiens an Frankreich stark unterstützten und es in Belgien stets eine fianzöfisch gesinnte Partei gab. Anders in England, wo die belgische Revolution von 1830 von der breiten liberalen und demokratischen Bolksmaste, die damals gerade ihren großen Kampf um die Wahlreform in halbrevolutionären Formen führte, mit großer Begeisterung begrüßt Worten war. England hatte am ent- schiedensten auf der Neutralisierung Belgiens bestanden und ist in der Folge jedesmal als die eigentliche Schutzmacht dieser Neutralität aufgetreten, wann immer sie in Frage gestellt schien. Auch hier ver- band sich die gefühlsmäßige Ueberliefernng der Demokratie mit den nationalen Interessen und regte sich heftig, sobald irgend ein Angriff auf Belgiens Gebiet und Neutralität am politischen Horizont auftauchte. So gab eS in England einen Sturm, als 1860 nach Beendigung de» italienischen Feldzuges, dessen Ausgang Napoleon Hl. eine so große Enttäuschung brachte, die bonapartistische Presse daran ging, die„belgische Frage" aufzurollen. Schützenvereine wurden ge- gründet. Freiwillige stellten sich in. für damals sehr großer Zahl und Palmersion forderte mit unverhüllter Betonung der von Frank« reich drohenden Gefahr 11 Millionen Psimd Sterling zur Sicherung der Küsten. Angesichts dieser Gegnerschaft wich Napoleon HI. zurück und spielte die verkannte Tugend. Aber schon. 1868 gab eS neuen und wesentlich ernsthafteren Konflikt mit England wegen Belgiens. Zu jener Zeit lag ein Zusammenstoß Frankreich« mit Preußen bezw. dem Norddeutschen Bund sozusagen schon in der Luft. Da erwarb plötzlich die französische Ostbahngesellichast zu Bedingungen, die eine erträgliche Rentabilität auf absehbare Zeit fast ausschlössen, eine luxemburgische Eisenbahn und trat mit belgischen Gesellschaften behuss Anlegung von Zweigbahnen nach Belgien hinein in Verbindung. deren Verzinsung ebenfalls sehr zweifelhaft war. Erregte das schon Verdacht, so schwand jeder Zweifel an den politischen Zweck dieser Gründungen, als bekannt wurde, daß die französische Regierung ver- sprachen hatte, wie für die Ostbahn selbst, so auch für diese belgischen Linien 4>/z Proz. Verzinsung der Garantien. Die Belgier haben für gewisse Wohltaten kein Organ, sie schlugen Lärm, und die belgische Kammer beschloß Anfang 1869«in Gesetz, das die Verträge der französischen Ostbahn über den Bau jener Linien ungültig machte. Wütend fiel die bonapartistische Presie von neuem über sie her und drohte mit Repressalien. Wieder aber erhob sich England und nahm so energisch für Belgien Partei, daß Napoleon III. von neuem zum Rückzug genötigt wurde. Er mußte mit einigen Verkehrserleichte« rungen sürlieb nehmen:daS Projett, Bahnen auf belgischem Gebiet, die Truppen von Frankreich nach dem Rheinland befördern konnten, unter ftanzöfische Kontrolle zu bringen, fiel zu Boden. Der damalige Widerstand Englands setzte beiläufig Bismarck in den Stand, dem bezeichneten Projekt gegenüber, da» ja vornehmlich eine Gefahr für Deutschland werden konnte, sich passiv zu verhalten und ruhig mit dem französischen Botschafter in Berlin, Benedetti, wer stört öen„Surgfrieöen�! Es ist uns genau bekannt, daß seit einiger Zeit von sehr einflußreichen Kreisen, entgegen den Intentionen sowohl der Heeresleitung als auch der Reichsregierung, Treibereien im Gange sind, um ein Vorgehen gegen die Sozialdemokratie und ihre Presse zu veranlassen. Als einen solchen Versuch sehen wir auch eine Einsendung„von sehr geschätzter Seite" an, die die„Berliner Neuesten Nachrichten" unter dem Titel:„Der bedrohte Burgfriede" an leitender Stelle wiedergeben. Sie lautet: „Ueberall wird auf das sorgsamste darauf Bedacht genommen, alles zu vermeiden, was die Entfaltung unserer Volkskraft be- einträchtigen oder unsere Kriegsführung schädigen könnte. Unter diesem Gesichtspunkte wird der„Burgfrieden" auch gegenüber der Sozialdemokratie überall streng im Auge behalten. Auch der Reichsverband gegen die Sozialdemokratie hat seine Tätigkeit zunächst völlig eingestellt. Neuerdings aber fängt die von der sozial demokra- tischen Parteileitung unmittelbar beein- flußte Presse an, andere Töne anzuschlagen. � Schon seit einigen Tagen ist sie ostentativ von der übrigen Presse abgerückt. Jetzt geht das führende sozialdemokratische Blatt sogar soweit, bereits den Burgfrieden für die Zeit nach Beendigung des Krieges aufzukündigen. Es verkündet, daß alsdann naturgemäß der Parteikampf wieder aufleben müsse, mit dem Ziele der Be- seitigung oer Klassenherrschaft, d. h. mit dem Ziele der Erreichung der politischen Herrschaft für die Massen. Achnlichcs vollzieht sich in bezug auf die Behandlung des Krieges selbst. Das leitende sozialdemokratische Blatt hat sich von An- sang an auf das eifrigste bemüht, den Eindruck der belgischen Kriegsgreuel abzuschwächen und ist sogar so weit gegangen, in der Form der Frage, ob nicht doch unser Heer in der Abwehr dieser Kriegsgreuel zu weit gegangen sei, eine abfällige Kritik an der Führung des Krieges von unserer Seite auszuüben. Neuerdings befleißigt das Blatt sich, eine be- sonders schonende Behandlung von Frankreich zu empfehlen. Es warnt vor jedem Gedanken, auch nur den klein- sten Bruchteil französischen Gebietes zu erwerben und befür- wortet dringend einen Separatfrieden mit diesem Lande. Auch wird von einem anderen Blatte hinsichtlich der Frage einer späteren Annexion belgischer Gebietsteile, die an sich heute in keiner Beziehung spruchreif erscheint, befür- wortet, daß darüber Volksabstimmungen in diesen fremden Ge- bieten zu entscheiden hätten. Etwaigen nationalen Interessen wird damit ein dem sozialdemokratischen Programm entnom- mener Leitsatz gegenübergestellt. Diese Art der Behandlung von Frankreich und Belgien fällt zeitlich zusammen mit dem Augen. blick, wo in das belgische Ministerium der Sozialdemokrat Van- dervelde eintrat und in das französische Ministerium die Sozialdemokraten Sembat und Guesde einzogen. Es ist klar, daß diese sozialdemokratische Flaumacherei die Kraft und damit den Erfolg unseres Krieges gelinde gesagt wenigsten nicht fördern kann und sich in einen Gegensatz zu der nationalen Strömung im Lande setzt. Diese Darlegungen erfolgen nicht, um daran eine weitere Polemik zu knüpfen, sondern verfolgen lediglich den Zweck, zur Verhütung von Irreführungen den Tatbestand rechtzeitig fest- zustellen." Die Einsendung könnte beinahe den Verdacht wecken, daß der Reichsverband oder wenigstens seine maßgebenden Pro- tektoren ihre Tätigkeit doch nicht eingestellt haben. Es ist unwahr, daß wir unsere Haltung gegen früher geändert haben, unwahr, daß wir abfällige Kritik an der Kriegs- führung geübt, unwahr, daß wir die Greuel des Franktireur- krieges beschönigt haben. Wahr ist allerdings, daß wir mit großem Bedauern von den Vorgangen Kenntnis erlangt haben und den Wunsch ausgesprochen haben, daß die Ver- gelwng nach Möglichkeit so gewählt werde, daß nur die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden. Wer da weiß. wie gerade auf diesem Gebiet unsere Gegner arbeiten, um die Stimmung auch der neutralen Völker— und leider nicht ohne Erfolg— gegen Deutschland aufzustacheln, wird unsere Hal- hmg als eine dem deutschen Volke durchaus nützliche an- erkennen müssen. Wenn aber im übrigen die Zuschrift fordert, daß wir unsere Weltanschauung und unsere Prinzipien verleugnen sollen, so wird das unter keinen Umständen geschehen. Daß über den VertragSenlwurf sich zu unterhalten, nach dem Preußen der Angliederung Belgien« an Frankreich Vorschub leisten sollte, ein diplomatisches Machwerk, durch dessen Bekanntgabe bei Ausbruch de« deutsch-französischen Krieges von 1870 Bismarck dann Frankreich in den Augen von ganz Europa bloßstellte und eine neue Attion Eng« lands verursachte. Schon vor der Veröffentlichung des Vertrages, am 18. Juli 1870, hatte die englische Regierung von der ftanzöfischen Zufiche« rungen darüber verlangt, daß bei dem bevorstehenden Kriege Frank- reich die belgische Neutralität streng beobachten werde. Die Zusiche- rung wurde vom Herzog von Gramont in einer Form gegeben, wonach Frankreich bedingungslose Beobachtung der Neu- tralität versprach. Aber schon Tags darauf fügte der Herzog in einer Note an den französischen Geschäftsträger in Brüssel den Zusatz an„unter der Bedingung, daß sie— die Neutralität— von Preußen und seinen Verbündeten respektiert wird". Und ebenso versprach Bismarck in einem Telegramm am 18. Juli 1870 an die belgische Regierung, die deutschen Truppen würden belgisches Gebiet nicht betreten, solange die französischen Armeen die gleiche Zurück- Haltung beobachten würden und wiederholte diese Erklärung am 22. Juli in etwas anderer Fassung in einer Note an den belgischen Geschäftsträger in Berlin. Gleichzeitig ließ er aber die englische Regierung durch den deutschen Botschafter davon unterrichten, daß ein ihm von Benedetti unterbreiteter BertragSentwurf existiere, gemäß dem Frankreich Belgien annektieren wollte, und gab dann in den „Times" vom 28. Juli 1870 den besagten Entwurf mit entsprechendem Kommentar dem großen Publikum bekannt. Die Wirkung waren Entrüstungsstürme in der englischen Presse und Entrüstungsreden in beiden Häusern des englischen Parlaments. Im Lichte dieser Veröffentlichung, hieß es allgemein, könnten die von französischer und deutscher Seite abgegebenen Erklärungen mit ihren Vorbehalten nicht als ausreichende Bürgschaften sür die Sicherung der belgischen Neutralität erachtet werden. Enzland müsse den Kriegführenden klar zu verstehen geben, daß jeder Einbruch in Belgien für uns einen Kriegsfall bedeuten würde.„Unser Weg scheint mir deutlich vorgezeichnet," erklärte Disraeli als Führer der Opposition im Hause der Gemeinen.„Ich meirix, die Regierung müßte in gar nicht mißzuverstehender Weise erklären, daß England, wie in der Vergangenheit, seine vertragsmäßig eingegangenen Ver- pflichtungen halten und demgemäß die Rechte und die Unabhängig- keit der Nationen schützen wird." Und Glqdstone, damals Minister« präfidsnt, donnerte: „Wir haben die Verteidigung Belgien? ohne jede persönliche Voreingenommenheit in die Hand genommen. Ist jemand unter Ihnen, der nicht fühlt, daß, wenn Belgien verschwinden sollte, um der Befriedigung gieriger Vergrößerungssucht zu dienen, von welcher Seite sie auch komme, der Tag, der diese Annexion sähe, die Totenglocke des Völkerrechts in Europa läuten würde? Darf England sriedlicher Zeuge der Vollführung des gehässigsten Ver- wir unsere sozialen und demokratischen Ziele nicht aufgeben werden, daß nach dem Kriege die großen Gegensätze, die der Kapitalismus erzeugt, ihre Lösung fordern, ist ebenso selbst- verständlich, als daß wir für einen billigen und dauernden Frieden mit den Westmächten und für die Achtung der natio- nalen Einheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung aller Völker eintreten. In Wirklichkeit sind die Störer des„Burgfriedens" die- jenigen, die wie die„gespitzte Seite" der„Berliner Neuesten Nachrichten", die außerordentlichen Umstände ausnützen wollen, um das, was der Kriegszustand zur Abwehr des äußeren Feindes veranlaßt hat, zur Knebelung jader sozial- demokratischen Meinungsäußerung und Bewegungsfreiheit zu mißbrauchen. Diesen S t ö r e r n, die sich auch ä la Dewitz, Keim und anderen durch keine Mahnungen von anderer Seite von ihren Herausforderungen abhalten lassen, muß dies ein- mal gesagt werden, so wenig wir sonst diese Polemik gesucht haben._ politische Uebersicht. Tie Besprechung im Reichstage. T Eine zurückgenommene Mastregel. Genosse Richard Wagner, der Redakteur unseres Braunschweiger Parteiblattes, der vor einiger Zeit auf Veranlassung der Militärbehörde verhaftet wurde, ist jetzt wieder freigelassen worden. der Einzug üer albanischen Aufständischen. Bari» 6. September.(SB. T. SB.) Am Sonnabend hielten die Rebellen ihren Einzug in Durazzo. Um Mtttag setzte ein Zug mit mehreren tausend Bewaffneten unter Voran- tragung einer türkischen Fahne sich von der SBrücke gegen die Stadt in Bewegung, wo der Zug um Hl Uhr eintraf. AuS dem Konak, wo Mufti Tirana sich befand, wurde unter großem Jubel der Anwesenden die türkisch« Flagge herausgehängt. Nachmittag? wurden sämtliche früheren Ministerien und Ver- waltun gszweige von Vertretern der neuen provisorischen Regierung amtlich versiegelt. Gegen Abend begab sich die Menge zum größten Teil wieder zurück nach Schiak, Kavaja usw. Die Stadt ist ruhig. brechenS sein, da? je die Seilen der Geschichte befleckt hat, und sich zum Mitschuldigen der Misietat machen?" In dieser Stimmung beschloß das liberale Kabinett am 30. Juli, den beiden kriegführenden Mächten einen bestimmten Vertrag zu unterbreiten, gemäß dem diese sich damit einverstanden erklärten, daß England gegen diejenige Partei, welche die Neutralität Belgiens ver« letzen sollte, der anderen bewaffneten Beistand leisten würde. Bismarck ging ohne weiter«?, Napoleon III. nach einigen Tagen Bedenkzeit darauf ein, und eS wurden vom v. bis zum 11. August gleich« lautende Verträge zwischen England und dem Norddeutschen Bund und England und Frankreich unterzeichnet, laut denen England er« klärte, daß «falls während der Dauer der Feindseligkeiten die Armeen... die besagte Neutralität(Belgiens) verletzen sollten, es bereit sein wird, mit. gemeinsam diese Neutralität in zu vereinbarender Weise zu verteidigen, zu diesem Zweck seine Land- und Seemacht in Anwendung zu bringen und gemeinsam mit.... alsdann und später die Unabhängigkeit und Neutralität Belgien? aufrecht zu erhalten." Weiter hieß es in dem Bertrag, daß England sich nicht ver- pflichte, außerhalb der Grenzen Belgiens am Landkrieg sich zu be- teiligen, und daß der Vertrag während der Dauer des Krieges und bis zwölf Monate nach erfolgtem Friedensschluß in Kraft bleiben sollte, worauf dann die Neutralität Belgiens von den Vertrag- schließenden in alter Weise gemäß den Bestimmungen des ursprüng- lichen Neutralitätsvertrages beobachtet werden sollte. Dabei ist es denn auch damals verblieben. Ein Versuch, durch Belgien zu ziehen, wurde von keiner Seite gemacht. Etliche zehn- tausend französische Soldaten, die im Verlauf des Krieges auf bel- gisches Gebiet übertraten, wurden dort, wie in der Schweiz die Truppen Bourbakis, entwaffnet und bis zur Beendigung des Krieges zurückbehalten. Hinzugefügt mag werden, daß England die vorerwähnten Schritte ohne Hinzuziehung Belgiens eingeleitet hatte. Es ward das damit begründet, daß man vermeiden wollte, Belgien in»ine schiefe Lage zu einer der kriegführenden Mächte zu bringen. In Belgien nahm man auch daran keinen Anstoß, sondern erkannte die Berechtigung Englands zu seinem Vorgehen dadurch an, daß man ihm seinen besonderen Dank in der Kammer volierte. Wenn es wahr sein sollte, was jetzt behauptet wird, daß der konservative frühere englische Staatssekretär des Auswärtigen. Lord Laiisdowne. im Jahre ISVS mit Delcaffi über eine Abmachung verhandelt habe, nach der England Mitschuldiger an der Vernichtung der belgischen Neutralität geworden wäre, so würde das nicht»ur allen Traditionen Englands in dieser Sache ins Gesicht geschlagen, sondern auch im hellsten Widerspruch gestanden haben mit den Interessen Englands. wie sie in jenen Tagen ganz besonders scharf von Disraeli im Haus der Gemeinen und dem alten John Rüssel im Haus der Lords dargelegt wurden und durch die Vorgänge der neuesten Zeit den Beteiligten recht klar ins Bewußtsein gebracht worden sind, die Sekämpfung öer Arbeits- loflgkeit. SHie„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht eine zu- sammenfassende Uebersicht über die Maßnahmen zur Be- kämpfung der Arbeitslosigkeit, die in Verhandlungen zwischen Reichs- und preußischen Behörden Mitte August d. I. festgestellt wurde.„Wenn auch", so schreibt das Regierungsorgan,„in der seither verfwssenen Zeit bei den Regie- rungen des Reichs und der Bundesstaaten noch manche Ergänzun- gen hinzugekommen sind, so wird es doch weitere Kreise inter- essieren, wenn diese Uebersicht veröffentlicht wird." Als„Mittel zur zweckmäßigen Verteilung der vorhandenen Arbeitsmenge" wird zunächst die Ar- beitsvermittelung behandelt. Es Wird ein Zusammen- wirken aller örtlichen Arbeitsnochweise mit dem öffentlichen Arbeits- Nachweis empfohlen, nötigenfalls Eingreifen der Verbandsaroeits- nachweise und der Reichszentrale. Ausführlich wird dann über den Punkt„Keine Ein- stellung unentgeltlicher Kräfte" gesprochen. Darin heißt es: „Wo Behörden freiwillige Kräfte als Boten, Schreibperso- nal usw. eingestellt haben, sollen diese unverzüglich entlassen und durch bezahlte Kräfte ersetzt werden, solange arbeitsfähige Ar- beitSlose vorhanden sind. Die Unterrichtsverwaltungen sollen mit der Beurlaubung von Lehrkräften und Schülern zurückhal- tend sein und sie nur in Notfällen gestatten. Im Schulunterricht, einschließlich deS Fach- und Fortbil- dungsunterrichts, sollen ebenfalls keine unentgeltlichen Kräfte beschäftigt werden, solange Lehrkräfte stellungslos sind. Ebenso sollen für den Dienst der Straßenbahnen, für die Straßenreini- gung usw. möglichst männliche Arbeitskräfte oder solche Arbeits- kräfte eingestellt werden, die sonst keinen Unterhalt haben und für andere sorgen müssen. Äuch Privatunternehmer sollen darauf hingewiesen werden, daß es gegenüber der bevorstehenden großen Arbeitslosigkeit patriotischer ist, bezahlte Kräfte einzustellen, als sich freiwilliger Helfer zu bedienen, ganz abgesehen davon, daß bei dem Unfall eines ungeübten Helfers aus der Haftpflicht erhebliche Lasten er- wachsen können. So verständlich und anerkennenswert die Beweggründe sind, aus welchen namentlich Damen sich zu unentgeltlicher Liebes- tätigkeit zur Verfügung stellen, so wird dabei doch übersehen, daß die deutsche Volkswirtschaft im Frieden zahlreiche weibliche Ar- beitskräfte, namentlich in Exportindustrien und im Bekleidungs- gewerbe beschäftigt, die durch den Krieg ihre Arbeit und damit die Grundlage ihrer Existenz verloren haben. Diese Personen durch Gewährung von Arbeit nach Möglichkeit vor dem Versinken zu bewahren, ist größere Liebestätigkeit als eigene unentgeltliche Beschäftigung in freien Stunden. Solche Tätigkeit soll ebenso wie die Beschäftigung der Schülerinnen im Handarbeitsunterricht sich grundsätzlich nur auf solche Arbeiten erstrecken, die nicht von gewerblichen Lohnarbeiterinnen ausgeführt werden, z. B. auf Stricken von �Pulswärmern oder Strümpfen oder auf ähnliches. Die Behörden sollen nach Möglichkeit auf die freiwilligen Organisationen der Liebestätigkeit einwirken, daß sie grundsätz- lich ihre Arbeiten möglichst durch bezahlte Kräfte ausführen lassen und sich für die Leitung und die Organisation ehrenamtlicher Kräfte bedienen. Ausnahmen von diesem Grundsatz werden nicht zu vermeiden sein, z. B. Arbeiten, welche diese Organisationen für die Ausrüstung oder den sonstigen Bedarf ihrer Mitglieder benötigen und für deren SBezahlung sie keine ausreichenden Mittel babsn." Im weiteren wird der Wunsch geäußert, daß keine Per- s o n e n angestellt werden, die bereit? au? anderer Quelle ein Einkommen— also etwa eine Penston— beziehen. Die bereits von früher her Beschäftigten dürften dagegen nicht zu ent- lassen sein. Der folgende Punkt warnt vor einer Einschrän» kung des Haushalts, wünscht volle Weiterbeschäftigung von Mädchen, Wäscherinnen, Schneiderinnen usw.«Daß man jetzt pünktlich zahlen und Schulden möglichst vermeiden soll, liegt auf der Hand." Unter dem Titel:„Keine Einschränkung der Be- triebe" heißt eS u. a.: „Die Behörden sollen vor allem durch die Handels- oder sonstige Vertretungen die Unternehmer darauf hinweisen, ihre Betriebe möglichst aufrechtzuerhalten und, wo angängig, auf Lager oder mit verkürzter Arbeitszeit zu arbeiten. Ferner sollen Unternehmer ihre technischen und kaufmännischen Angestellten, wenn irgend möglich, nicht entlassen, sondern sich nötigenfalls mit ihnen über Gehaltskürzungen einigen. Namentlich soll auf die Verkehrsanstalten zur Aufrechterhaltung ihre? vollen'Be- »triebes eingewirkt werden. Betrieben, die für Behörden arbeiten, soll man, da Zahlungen jetzt vielfach schwer eingehen, nach Mög- lichkeit weitgehend entgegenkommen, und auch größere Raten und u früheren Terminen zahlen, wenn die betreffenden Behörden ies glauben verantworten zu können. Soweit Bewerbe dar- unter leiden, daß ihnen die Rohmaterialien jetzt nur zu erhöhten Preisen oder nur gegen Barzahlung geliefert' werden, sollen die Behörden auf die entsprechenden Äohstoffverbände, Kartelle, Handelskammern, Handwerkskammern usw. dagegen einwirken." Ferner wird vorgeschlagen, eS möchten recht viele Industrien die eingehenden Aufträge unter die Gesamtheit der Werke verteilen, und eS möchten bei örtlichen Aufträgen stets möglichst viele Unternehmer berücksichtigt werden. Die großen Auftraggeber, wie Reichs- und Staatsverwaltungen, Kommunen, Kreise usw. möchten auch ihren Bedarf gleichmäßig über längere Zeiten verteilen, um eine längere Beschäftigung der Betriebe an Stelle einer hastigen Arbeit für kurze Zeit zu erreichen. „Damit möglichst viele Personen Beschäftigung erhalten kön- nen, soll gegenwärtig grundsätzlich keine Ueberarbeit gemacht werden," heißt es weiter. Ausnahmen von den gesetzlichen Beschäftigungsbeschränkungen sollen nur in Notfällen gestattet werden. Unter dem Titel„VerkürzungderArbeltSzeit" wird gesagt, es solle darauf bingewirkt werden,„daß Behörden und private Betriebe bei Bcschäftigungsmangel möglichst keine Arbeits. kräste entlassen, sondern statt dessen die vorhandene kürzere Zeit zu entsprechend verringerten Löhnen beschäftigen oder auch Feier- schichten einlegen. Soweit es möglich ist, sollen die SBetriebe dazu übergehen, kürzere Arbeitsschichten einzuführen und dadurch mehr Arbeiter einzustellen. Auch bei städtischen Betrieben, wie Gas- anstalten, Wasserwerken usw. wird dies in gewissem Umfang möglich sein." In einem zweiten Hauptteil werden die„M i t t e I z u r B e. schaffung vermehrter Arbeitsgelegenheit' er- örtert. Die öffentlichen Körperschaften sollen prüfen, was sie durch Aufträge usw. irgend zur Belebung des Wirtschaftslebens tun können.„Die öffentlichen Körperschaften können sich zurzeit am ehesten die erforderlichen Mittel verschaffen und auch Aufgaben zu- gunsten der Zukunft gegenwärtig in Angriff nehmen. Endlich ist zu berücksichtigen, daß die arbeitslose Bevölkerung auf jeden Fall, letzten Endes durch Unterstützung öffentlicher Verbände, wird er- nährt werden müssen. Besser als Armenunterstützung ist aber in jeder Hinsicht die Gewährung von Arbeit." Die bewilligten Kredite sollen aufgebraucht werden, E? wirb aus zahlreiche Arbeiten« Bauten usw. verwiesen, die vom Reich und den Staaten in Angriff genommen feien. Di« Kommunen sollen, soweit sie dazu irgend Mittel haben oder sich beschaffen können, die Tiefbauten und besonders die Hochbauten, z. B. SZolksschulen, fortführen, und neue, die bereits betvilligt sind, nach Maßgabe der verfügbaren Arbeitskräfte anfangen. Dies gilt besonders auch für Bauten in kleineren Städten. Ebenso sollen die Unterhaltungsarbeitcn an den Provinzial- und Kreischausseen, an den öffentlichen Gebäuden usw. nicht ausgesetzt werden. Manche Kommunen tragen Bedenken, in dieser Richtung vorzugehen, weil sie fürchten, dann viele Arbeitslose aus anderen zurückhaltenden Orten zu sich zu ziehen. Es dürfte sich daher eine gleichmäßige Einwirkung aus alle Kommunen empfehlen. Den Strafanstalten sollen Aufträge möglichst nicht mehr erteilt werden, erteilte Aufträge sollen eventuell, soweit angängig, zurückgezogen werden. Ueber die„Inangriffnahme von Kulturarbeiten in der landwirtschaftlichen Verwaltung" heißt es; „In vielen Teilen Deutschlands sind große Moore und Oed- ländereien vorhanden, zu deren Urbarmachung die Projekte in den Ministerien teilweise schon fertiggestellt sind. Sie werden sofort in Angriff genommen werden, soweit die landwirtschast- lichen Verwaltungen besondere Fonds hierfür haben, oder soweit ihnen von den Finanzverwaltungen die Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wo derartige Ländereien sich in privaten Händen befinden, ist die Durchführung weniger einfach. Leichter möglich ist die Durchführung solcher Meliorationen auf dem staatseigenen Grundbesitze, da hier schon Mittel zur Verfügung stehen, z. B. in Preußen 12 Millionen Mark. Hier wird sich neben den im Winter beschäftigungslosen russischen Saisonarbeitern auch für deutsche Arbeitslose Platz finden lassen." Endlich loerden in einem dritten Hauptteil auch die„M i t t e l gegenüber der großstädtischen Arbeitslosigkeit" behandelt. Die Arbeitsnachweise sollen nach Möglichkeit den Zuzug nach den Großstädten verhindern. Die Rückwanderung auf das Land soll gefördert werden. Gewisse Richtlinien über Wohlfahrts- einrichtungen besagen u. a.:„Die vorhandenen WohlfahrtSeinrich- tungen sollen jetzt nicht zugunsten der Liebestätigkeit für die Krieger zurückgestellt werden, sondern in alter Ausdehnung weitergeführt werden. Namentlich sollen in Großstädten z. B. Asyle usw. nicht ausschließlich für Lazarettzwecke benutzt werden, sondern wie bis- her geöffnet bleiben, zumal wahrscheinlich mancherorts sich die Not- wendigkeit ergeben wird, für Massenschlafgelegenheit zu sorgen, wenn den arbeitslosen Männern und Frauen ihre Schlafstellen ge- kündigt werden. Auch Massenspeisungen werden mancherorts nötig werden. Daß solche Unterstützungen, auch wenn sie wiederholt ge- währt werden sollten, nicht als Armenunterstütznng anzusehen sind und daher die politischen Rechte des Empfängers nicht beeinträch- tigen, ist durch Rundschreiben des Reichskanzlers bereit? klar- gestellt." * Es handelt sich hier um größtenteils durchaus angebrachte Maßnahmen und Richtlinien, wie sie auch von den Vertretern der Gewerkschaften von vornherein mit Nachdruck gefordert wurden. Ob sie ausreichen, um der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, muß allerdings dahingestellt bleiben. Hier und dort bleiben auch noch Wünsche offen. Gewiß ist, daß keine Opfer und keine Aufwendun« gen gescheut werden dürfen, um die Schrecken der Arbeitslosennot zu bannen. Warnung. In einer Konferenz von Richtern der siiefigen Amts- gerichte ist von der überwiegenden Mehrzahl anerkannt, daß die vom„Vorwärts" vertretene Ansicht zutrifft, ein auf Räu- muna lautendes Urteil gegen die Frau eines zur Fahne Ein- berufenen dürfe nach dem Gesetz vom 4. August nicht vollstreckt werden. Es stimmt diese Ansicht der Berliner Richter ja auch mit dem von uns veröffentlichten Beschluß des Rostocker Amtsgerichts überein und folgt aus der Absicht des Gesetzes s«wie aus den von uns zitierten Entscheidungen des Reichs- gerichts und des Berliner Landgerichts. Wenn trotzdem ein Urteil auf Räumung in solchen Fällen ergeht, so kann die Unzulässigkeitund Einstellung derZwangs- voll st reckung durch Gerichtsbeschluß herbeigeführt wer- den. Das ist auch bereits in mehreren Fällen geschehen. Auch da, wo schon exmittiert sein sollte, kann vom Gericht Wieder- einsetzung in die Wohnung begehrt und Schadenersatz gegen den Vermieter durchgesetzt werden. So die Rechtslage. Es sind nun in einer vom Amtsgerichtsrat Heine ge- leiteten Abteilung Parteien zur Anerkenntnis des Klage- anspruchs veranlaßt und dann ist Zahlungs- und Räumungs- urteil ergangen. Freilich sind auch gegen solches Anerkenntnis- urteil Rechtsbehelfe möglich. Aber die Rechtslage wird durch das Anerkenntnis für die Frau des Einberufenen weit schwie- riger. Wir warnen dringend die Frauen von Einberufenen, solch Anerkenntnis abzugeben. Mögen sie sich von Haus- Wirten oder Verwaltern nicht einschüchtern lassen: eine Räu- mung der von ihrem Mann gemieteten Wohnung ist auch dann nach dem Gesetz unzulässig, wenn auch die Frau dm Vertrag unterschrieben hat. Ms Groß-öerlln. ßelöpost-fibonttements. In Ergänzung unserer Notiz in Nr. 239 vom 2. Gech- tember weisen wir unsere Leser darauf hin, daß von heute ab unsere sämtlichen Filialspeditionen wie die Hauptexpedition Feldpost- Abonnements auf den „Vorwärts" zum Preise von 1,19 Mark monatlich entgegennehmen. Die Zeitung wird dm im Felde Stehenden von.unserer Hauptexpedition als Feldpost- brief portofrei täglich nachgesandt. Bei Bestellung des Abonnements ist gmau anzugeben, welchem Armeäorps, Division, Brigade, Regiment, Söataillon, Kompagnie usw. der Empfänger angehört._ jreitische! In der„Vossischen Zeitung" vom 1. September(Wendblatt)) schreibt in einer Stachschrift zu. dem Artikel„Wir warten auf be- dürftige Kinder" der Vorsteher des 132. Stadtbezirks(Luckauer-, Prinzen-, Sebastian- und Stallschreiberstraße), er habe nicht ge- nügend Kreitischkinder sammeln können, um das Angebot von Frei- tischen zu befriedigen, weil„eS den Müttern ungelegen fei, ihre Kinder sauber zu den betreffenden Mamillen zu schicken." Diese Annahme ist grundfalsch. In Wirklühkft hungern die Mütter lieber gemeinsam mit ihren Kindern, als daß sie sie in fremde Häuser gehen lassen, wo sie sich unbehaglich fühlen müssen. Sitzt das Proletarierkind am Tisch der„Herrschaft", so schämt es sich seines ärmlichen Aussehens, weiß nicht, wie es sich in der un» gewohnten Umgebung benehmen soll. Wird es aber in der Küche abgefertigt, muß e? sich gedemüttgt fühlen. Mittwoch, den 9. September: Zahlabend in Groß- Berlin. Das Hauptangebot von Freitischen stammt naturgemäß aus dem Westen, wo die Wohlhabenden und Reichen wohnen. Kinder aus dem Norden oder Osten können aber unmöglich von der Warschauer Straße zum Kurfürstendamm laufen, um am Kurfürstendamm zu Mittag zu essen. Auch nimmt nicht jede Familie jedes ihr angebotene Kind. Hier sei nur eine kleine Auswahl der Forderungen wiedergegeben, wie das betreffende Kind beschaffen sein muß. Die Familien, die ein Kind speisen wollen, und das ist die Mehrzahl, fordern unterschiedlich: ein Mädchen, einen Knaben, mit den verschiedensten Altersbestimmungen. Dann folgt die genaue Angabe der Essenszeit, dem Berliner Brauch der Wohlhabenden entsprechend, schwankend zwischen 12 bis 5 Uhr. Man stelle sich vor: eine Familie hat 3 Kinder, die in verschiedenen Familien effen gehen. Jedes muß sich zu einer anderen Zeit einstellen. Wo bleibt da das berühmte Familienleben", das durchaus erhalten werden soll? Die einen nehmen nur das Kind eines Kriegers und sind nicht zu überzeugen, daß das Kind eines seit Monaten Arbeitslosen oder eines Invaliden in mindestens ebenso großer Not ist; die anderen berlangen ärztliche Untersuchung und Attest eines Arztes, daß das ihnen zugeschickte Kind weder tuberkulös noch sonst mit irgendeiner Krankheit behaftet ist oder die Eltern etwa lungenkrank sind. Eine Spezialität für sich bilden wieder die Leute, die nur Kinder einer bestimmten Konfession speisen wollen, wieder andere nur besserer Leute" Kinder. Eine ganze Reihe von Leuten will sich überhaupt nur auf eine Woche, zwei Wochen usw. verpflichten und sich alles weitere borbehalten. Von den Leuten gar nicht zu reden, die nur einmal oder zweimal die Woche ein Kind speisen wollen, das natürlich wieder ganz besondere Eigenschaften haben muß. " " Andere wieder schreiben vor, die Kinder müssen sauber" sein, sofort nach der Schule zum Essen kommen, dann Schularbeiten machen, dann spazieren gehen". Kurz und gut: für den Teller Essen will jeder nach seinem Belieben Vorschriften machen, wie das Kind beschaffen sein soll, das den Anforderungen des gnädigen Spenders entspricht. Deshalb muß das durchaus anzuerkennende Bestreben aller Bevölferungskreise Berlins, den hungernden Kindern zu helfen, eine andere Form annehmen. Vielfach haben sich die Freitischspender auf Anfrage bereit erklärt, durch einmalige oder monatliche Geldspende an dis Zentralstelle des Nationalen Frauendienstes, Augsburger Straße 61, den Freitisch abzulösen, damit für dieses Geld Lebens mittel oder Speisemarken gekauft werden, die dann allen Kindern ohne Rücksicht auf die Stadtgegend zugute kommen können. Wer nicht Geld geben will, der erkläre sich einverstanden, daß die Mutter das den Kindern zugedachte Essen abholen darf. Jm eigenen Heim, sei es auch noch so ärmlich, wird dies Mutter und Kindern weit besser munden. Der Traum vom sozialen Ausgleich wird durch keinen Freitisch und keine Geldspende je verwirklicht, aber dankbar wird es jebe Mutter empfinden, wenn ihr auch durch Hilfe der Wohlhabenden diese schwere Zeit der Kriegsnot erleichtert wird. ordnung bestimmt nun:„ Alle Einwohner im Stadtbezirt, mit Aus-| Söhne vom Rhein stieg ein weicher, feuchter Glanz. Wuchtig nahme der servisberechtigten Militärpersonen des aktiven Dienst- hallte hinterher Rübows wilde Jagd" und hell und fröhlich das Lied standes, gehören zur Stadtgemeinde." Demnach ist der Landsturm vom Jäger aus Kurpfalz". Damit endete der Gesang vor dem und alle diejenigen Landwehr- oder Reserveleute, die nicht ein- ersten Pavillon. Ein Krieger aus Charlottenburg, in Friedensgezogen und daher nicht serbisberechtigt find ,, berechtigt, zeiten selbst Eangesbruder, stieg auf einen Schemel und dankte bei einer Stadtverordnetenwahl zu wählen. mit freudigen, wohlgesezten Worten dem Sängerchor. Der früher aufgestellten Ansicht, daß eine Wahl im sozialdemo- Beim zweiten Pavillon wiederholte sich die Veranstaltung, kratischen Sinne am Tage der Kontrollversammlung den Reser- aber mit anderen Liedern. Besonders dankbar entgegengenommen visten und Landwehrleuten verboten sei, sind wir bereits im wurden einige Volkslieder gemütsinniger und humoristischer Art. Jahre 1906 entgegengetreten. Das Kriegsministerium hat im Er-| Auch vor dem dritten und letzten Pavillon wechselte der Chor laß vom 28. Februar 1907 auf Ermächtigung des obersten Befehls- mit seinen Vorträgen und erntete stürmischen Applaus. Ueberall Habers dieselbe Ansicht mit dem ausdrücklichen Hinweis ausge- konnte man Worte der höchsten Anerkennung für die braven Sänger sprochen, daß Verbote militärischer Kommandobehörden ein auf vernehmen, die gern ihren freien Sonntag geopfert hatten, um gesetzlicher Bestimmung beruhendes Wahlrecht wie überhaupt die die armen verwundeten Brüder mit ihrer Stunst zu erquicken und Ausübung gesetzlicher Rechte oder die Erfüllung gesetzlicher Pflich in die Eintönigkeit des Krantseins eine angenehme Abwechselung ten weder berühren können noch wollen". Es seht sich also zu bringen. Ein Verwundeter dankte mit bewegter Stimme nochdurch Abgabe seiner Stimme für einen sozial- mals im Namen aller seiner Leidensgenossen, und auch im Namen demokratischen Kandidaten niemand der Gefahr der Zazarettverwaltung wurde den Sängern auf das herzlichste aus, gegen ein militärisches Verbot zu verstoßen. gedankt und der Wunsch beigefügt, doch bald wiederzukommen, wenn neue Verwundetentransporte ankommen sollten. 200 000 Mark- Stiftung. Erleichterung im Darlehnskaffenverkehr. Auf eine Anregung des Zentralausschusses Berliner kaufDer verstorbene Stadtrat Jacobh hat der Stadt Berlin ein männischer, gewerblicher und industrieller Vereine hin hat sich der Magistrat der Stadt Berlin bereit erklärt, zur Lagerung von durch Vermächtnis von 200000 M. für Unterstützungszwecke hinterin den Speicherräumen des Osthafens zur Verfügung zu stellen. die Darlehnskaffe zu beleihenden Waren zirka 800 Quadratmeter laffen. Anträge auf Einlagerung sind an den Verwalter des städtischen Osthafens zu richten. Darlehnssucher werden daher in Zukunft ihren Gesuchen um Gewährung eines Darlehns neben den sonst noch erforderlichen Unterlagen den Bagerschein der städtischen Osthafenverwaltung beizufügen haben, in dem lettere sich verpflichtet, ohne Einwilligung der Darlehnskasse an niemanden ausliefern zu die verpfändeten Waren unter gehöriger Aufsicht zu halten und sie lassen. In dieser Beziehung wird eine generelle Verständigung zwischen der Darlehnskasse und der Osthafenverwaltung erzielt werden. Ein Sängergruß den verwundeten Kriegern. Am gestrigen Nachmittage beglückte der bekannte Männerchor " Fichte- Georginia 1879" unter der bewährten Leitung des Chormeisters Th. Gervais die im Garnisonlazarett I in Tempelhof untergebrachten verwundeten Krieger mit seinem Gesang. Volkskunstabende der Freien Volksbühnen. Heute abend um 8 Uhr finden die ersten Volkskunstabende den Freien Volksbühnen in den folgenden Schulaulen statt: Bochumer Straße 8, Panfstraße 19, Koppenstraße 75, Albrechtstraße 27, Dresdener Straße 113 und Stegliger Straße 8a. werden von erstklassigen Künstlern ausgeführt. Der Vorverkauf beginnt um 128 Uhr. Die Programme In der Spree ertrunken. In Oberschöneweide ereignete sich im Laufe des gestrigen Tages ein beklagenswerter Unglücksfall. Auf dem Laufbrett der Kuhnheimschen Badeanstalt standen zwei Jungen im Alter von 9 bis 10 Jahren, Kinder von Angestellten der Fabrit, und angelten. Plöblich stürzten beide ins Wasser. Der eine, ein Sohn des Wächters Welzer, ertrant, während der zweite gerettet werden konnte. Ein Heilgehilfe der Kühnheimschen Fabrik bemühte sich längere Zeit vergeblich um den toten Knaben. Auf der Straße vom Tode überrascht wurde gestern der 61 Jahre alte Händler Gustav Schubert aus der Waldemarstr. 2. Dem Manne wurde plößlich unwohl. Er ließ sich deshalb auf eine Bank vor dem Hause Staliber Straße 62 nieder, wo er plöblich verstarb. Vorübergehende riefen einen Arzt herbei, der aber nicht mehr helfen konnte. Im ganzen sind etwa 400, und zwar meist leicht Verletzte, während die Blessierten der Franzosen und Russen, die abseits getrennt liegen, etwa 100 betragen. Schon lange vor Beginn des Gesangskonzerts hatten sich vor dem Gebäude viele Zuhörer eingefunden, doch nur wenigen Zivilisten war es vergönnt, unmittelbar der Veranstaltung beizuwohnen. Auch die, denen der Gesang galt, sammelten sich, soweit sie das Bett verlassen konnten, im Die Zahlung der Familienunterstüßungen in Spandau für die Garten an, um die Lieder aus nächster Nähe zu hören. Manche erste Hälfte des Monats September erfolgt in der Zeit vom 7. bis ftüßten sich auf Krüden, andere auf Stöcke, und auf einer Bant 12. September, und zwar an diejenigen Personen, welche die staatfaß ein Arieger, der sein zerschoffenes Bein lang ausgestreckt hielt. liche Unterſtüßung für August bereits empfangen haben. Die Unterstüßung ist abzuheben von denjenigen EmpfangsEinem iſt der rechte Arm durch sechs Kugeln zerschmettert worden, berechtigten, deren Namen mit den Anfangsbuchstaben A bis& wovon die eine die Muskel durchschlagen hat." Mutter hätte mich beginnen, am Montag, den 7. September; F. bis J: am Dienstag, lieber zu Hause in Pflege gesehen," erzählte ein junger Rhein- den 8. September; und 2: am Mittwoch, den 9. September; länder, dem die Sehne am Fuß durchschossen ist, aber es geht doch M bis P: am Donnerstag, den 10. September; t bis S:_am nun mal nicht."" Mir hat son Ding das Bein durchgeschlagen," Freitag, den 11. September; T bis 3: am Sonnabend, den 12. Eepbeiden Backen, daß eine Gewehrkugel von der Seite das Gesicht stüßung erhalten haben, bekommen die städtische Unterstützung und getroffen und auf der anderen Seite herausgegangen ist. Nun haben sich ebenfalls zu melden. fißen oder wandeln sie plaudernd und rauchend im Garten, unter dem noch satten Grün mächtiger Baumkronen und harren des Gesanges. Vom blauen Septemberhimmel lacht die Sonne so lieb, als läge die Erde im tiefsten Frieden. Die Verwundeten findet nicht statt. freuten sich ihrer Wärjme, so recht aber tamen sie erst in StimAnders steht es mit den Stadtverordnetenwahlen. mung, als der vielstimmige Gesang durch den Garten brauste. Mit Bu Stadtverordnetenwahlen sind alle Einwohner, die die bekannten| Die Himmel rühmen" leiteten die Sänger die Veranstaltung ein. Wahlrechtsvoraussetzungen erfüllen, wahlberechtigt.§ 3 der Städte. Dann folgte„ Heimat am Rhein", und in den Augen der verwundeten Stadtverordnetenwahl und Landsturm. Stabtverordnetenwahn fein wahlrecht zu den jagt ein anderer. Bei einem Soldaten zeigen zwei Pflaster auf tember. Auch diejenigen Berfonen, welche feine itaatliche UnterFür die zum aktiven Heere gehörigen Militärpersonen mit Ausnahme der Militärbeamten ruht nach§ 49 des Reichs- Militärgefezes die Berechtigung zu wählen zum Reichstag und den einzelnen Landesvertretungen. Auch ist den zum aktiven Dienst gehörigen Militärpersonen die Teilnahme an politischen Vereinen und Versammlungen verboten. Unseren lieben Eltern, dem Heilgehilfen und Masseur Gustav Pöthgen nebft Gemahlin zur heutigen Silberhochzeit die herzlichften Glüdwünsche. 7. G. A. A. 936EEEEEEE Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung, Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. vorm. 9Nm. 8, Sonnt. 9-11 " 156 16206 Frauen- Leseabende. Tempelhof. 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Karl Reinhardt. f. Geschlechtskrankheiten, Harnleiden, Schwäche, Ehrlich- Hata- Kuren, Blutund Harn- Untersuchungen. Institute: Neanderstraße 12 nahe d. Köpenicker Straße. Potsdamer Str. 117 a. d. Lützowstr., Sprechst. 11-2. Sprechst. 5-7, Sonntags 10-11. u. 28-210 U. abds., Sonnt. 11-1. Für Frauen: 11-1 Uhr. Nachweislich vollkommenstes Heilverfahren. Vorzügl. Dauererfolge, auch bei schwersten, veraltetsten Fällen. Keine Berufsstörung. Mäßige Preise. Teilzahlung gestattet. im eigenen Interesse 48 Seiten starke Man verlange Broschüre gratis und franko per Post i. verschloss. Kuvert, auch i. d. Instituten während d. Sprechst. gratis erhältl. Weitere Auskünfte i. d. Sprechstund. kostenlos. vor minderwert. Heilverfahren u. ungeheuerWarnung Yicher Preisforderung angeblicher Spezialärzte. Ehrlich Hata Kur( ohne Berufsstörung) nach neuester, erfolgreichster Methode.( Siehe Broschüre.) Mikroskop. und chem. Blut- und Harn- Untersuchung. Kriegspflichten! Heiligste Pflicht der Arbeiter in diesen ernsten Zeiten ist es, den von ihnen selbst geschaffenen Organisationen die Treue zu bewahren. Ein jeder organisierte Arbeiter fülle in den Organisationen die durch den Krieg gerissenen Lücken aus; werbe nach besten Kräften für die Arbeiterorganisationen! Haltet Treue, tretet ein in die sozialdemokratischen Wahlvereine, werdet Abonnenten des Vorwärts". Beitrittserklärungen zu den Wahlvereinen den Wahlvereinen werden entgegengenommen im Berliner Verbandsbureau, Berlin SW 68, Lindenstraße 2 I. Bestellungen auf den„ Vorwärts" nehmen die Hauptexpedition, Berlin SW 68, Lindenstraße 69, sowie alle Filialexpeditionen entgegen. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Reukölln. Für den inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u.Berlag: Borwarts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.