535 酸 21 er ent Qu her ind ide 1ein W 100 ich 75 uft 99 rot 01 89 08 堂 05 Nr. 6. Erscheint täglich außer Montage. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartai. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetrc.gen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. 612 Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Benth- Straße 2. Bur Frage der Programmrevision." Donnerstag, den 8. Januar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. und die internationale Partei sich einigten. Diese Formel Das alte Programm theilte sich in vier Theile. Im zur Zufriedenheit beider Theile gefunden zu haben, und ersten wurden die wissenschaftlichen Prinzipien der Partei durch sie die Prinzipien der Partei klarzulegen, war das dargelegt, im zweiten wird das Ziel derselben festgestellt. tretenen deutschen Sozialdemokratie. Verdienst der auf dem Gothaer Einigungskongreß ver- Im dritten und vierten werden die Forderungen der deutschen Sozialdemokratie formulirt. Uns scheint diese Seit mehr als fünfzehn Jahren hat die deutsche Sozialdemokratie ihr Programm im wesentlichen unverändert gelassen. Diese fünfzehn Jahre enthalten ein so Bei einem Programm, das sich aber heute die Partei Form, wie auch auf dem Halle'schen Kongreß hervorbedeutungsvolles Stück der Geschichte Deutschlands und als Grundlage ihrer ferneren Thätigkeit giebt, hat dieselbe gehoben ward, nicht ganz glücklich gewählt zu sein. Wir unserer Partei, daß schon das Verfließen dieser Zeit allein feine Rücksicht auf Meinungsverschiedenheiten innerhalb der würden das Programm lieber auf die ersten zwei Theile wir in einer Prinzipien uns das volle Recht geben könnte, unser Programm um- Partei zu nehmen. Heute weiß jedermann in Deutschland, beschränken, indem zugestalten. Nicht nur haben die leitenden Personen des daß es keine Spaltungen innerhalb der Partei giebt, daß erklärung die wissenschaftliche Grundlage und die Jahres 1875 zum großen Theil anderen Platz machen die Diskussion des Programmes und der vorgeschlagenen Endziele der Partei feststellen und unsere Stellung zu den müssen, auch haben, was viel wichtiger ist, sämmtliche Aenderungen ruhig und sachlich geführt werden wird. einzelnen Fragen der Gesetzgebung in Resolutionen fassen gegnerischen Parteien ihren Standpunkt zu fast allen poli- Natürlich wird das kommende Programm nicht aus dem ließen. Dies hätte den Vortheil, daß die Prinzipientischen und sozialen Fragen im Laufe der letzten fünfzehn Kopfe eines Einzelnen fertig entstehen und sofort allgemeine erklärung, die allgemeinen Forderungen der Partei, das Jahre ganz gewaltig geändert. Dies vergessen ganz die Zustimmung finden, selbstverständlich werden Vorschläge für die Stellung derselben Charakteristische, den Strömungen gegnerischen Preßorgane, welche uns aus der Absicht unser aller Art gemacht und überlegt werden müssen, bevor wir des Tages nicht Unterworfene enthalte und aller VorausProgramm zu revidiren, einen Vorwurf schmieden wollen. ein neues Programm haben, aber die Diskussion wird sich sicht nach eine für lange Zeit dauernde Festsetzung unserer Man rufe sich doch in Erinnerung die Haltung der weit weniger um Prinzipienfragen als um Fragen der Stellung als Partei bedeuten würde, während die häufige nationalliberalen Partei zu den Fragen der Zollpolitik im Formulirung drehen, weil wir über die Prin- Aenderung des Programmes gleichzeitig verhindert würde, Jahre 1875 und in den letzten Jahren. Man möge sich 3ipien unserer Partei vollständig einig sind und von wenn für die Stellungnahme zu den Fragen der Tagespolitik, welche entsprechend der politischen und ökonomischen doch in's Gedächtniß rufen, wie sehr verschieden die Stellung Anfang an waren.... Entwickelung eher dent Wechsel unterworfen sein können, die Form der leichter zu ändernden Resolutionen gewählt wird. der bürgerlichen Parteien zu allen Freiheits- und Kein Streit fann unter uns darüber herrschen, daß sozialen Fragen geworden ist, man erinnere sich doch an das spezifisch Lassalleanische aus dem Programm verdie vollständig veränderte Stellung der gegnerischen Par- schwindet. Die Zeiten sind längst vorbei, wo unter den Wir haben hier nur ganz im Allgemeinen einige teien zu einander, und man wird es nicht begreifen können, älteren. Genoffen betont wurde, daß sie früher der Lassalle Fragen herausgegriffen, die bei Betrachtung unseres alten wie man der Sozialdemokratie aus ihrer Absicht, das schen Richtung oder der der Eisenacher Partei angehört Programmes in's Auge fallen. Wir beabsichtigen in nächster Gothaer Programm einer Revision zu unterziehen, einen haben, so daß von einer Verlegung der Pietät nicht ge- Beit das ganze Programm in unserem Blatte durchzuVorwurf machen kann. sprochen werden kann, wenn wir einzelne Punkte, welche biskutiren und hoffen, daß die Genossen im ganzen Lande Im Vergleiche zu der Aenderung der Haltung der auf Wunsch der Richtung des Allgemeinen deutschen Ar- in unserem Blatte und in der Lokalpresse an der DisBourgeoisparteien in den Jahren seit 1875 sind die beitervereins dem Programme einverleibt wurden, aus Eussion theilnehmen. Aenderungen unseres Programmes, welche von den Ge- demselben streichen. Die Frage der Revision des Parteiprogrammes wird nossen angestrebt werden, ganz geringfügige zu nennen. Trotz aller Verehrung und Dankbarkeit gegen das Es wird sich auch nicht um das geringste Abweichen von Andenken Lassalle's verstehen die deutschen Arbeiter ganz gegengeführt werden, wenn das Programm auf Grundlage nur dann einer vollständig zufriedenstellenden Lösung entunseren Prinzipien, sondern wohl vornehmlich um eine wohl die größere Bedeutung der Mary- Engels'schen Auf- einer möglichst breiten Diskussion neu verfaßt werden kann. schärfere wissenschaftliche Fassung des Programmes, um fassung über den ökonomischen Entwicklungsprozeß zu die Herstellung eines einheitlichen Geistes in demselben würdigen, sie stimmen daher darin überein, daß die und um eine andere Redaktion desselben handeln. theoretische Grundlage des Programmes einer Revision im Dies wird geschehen müssen. Falsch wäre es aber, Sinne der im Kapital von Karl Mary nieder- Politische Uebersicht. meinte man, wir setzten den Werth des alten Programmes gelegten wissenschaftlichen Erkenntniß unterzogen werde. Wir damit herunter. Nichts kann uns ferner liegen; wir sind uns auch darüber einig, daß die Lassalle'sche Fordehalten das Gothaer Programm für die beste Form eines rung der staatlich unterstützten Produktivassoziationen nicht Programmes unserer Partei unter Berücksichtigung der mehr aufrechtzuerhalten ist, daß sie nicht weiter als hinderVerhältnisse der Partei und der politischen Konstellation, licher Ballast mitgeschleppt werden darf. unter denen es entstanden ist. Das Gothaer Programm bildete die Formel, auf Grund welcher die Lassalleanische Berlin, den 7. Januar. Die parlamentarische Maschinerie, welche bei uns bekanntlich sehr zusammengesetzter Natur ist bei feiner Maschine ein Vortheil, wie jeder Sachverständige weißWir wollen in diesem Artikel die Wünsche in Landtag tritt morgen- Donnerstag der Reich 3kommt diese Woche wieder in Gang. Der preußische Bezug auf die Abänderung einzelner Punkte nicht besonders tag Dienstag den 13. d. M. zusammen. Die Arbeiterkritisiren, das sei die Aufgabe einer Reihe von weiteren schutz- Se ommission hat am 14. ihre erste NachferienNur über die Sigung, in welcher der Bericht festgestellt werden soll. Wie es in der Natur der Sache liegt, ist dieser, wie alle Betrachtungen über das Programm. folgenden Artikel über die Revision des Programms persönlicher Form des Programmes feien einige Bemerkungen geDie Länge der Landtagssession läßt sich nicht annähend abschäßen, da die Möglichkeit einer Auflösung immerhin ins Meinungsausdruck. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. [ 6 Fanny erschrak und begann zu jammern. " Nein, Mama, bitte nicht, bitte nicht!" sagte sie. " Nun, so sei folgsam!" antwortete Mama; sie ging wieder in die Küche und setzte ihre Arbeit fort. ſtattet. Mit und schon nahte, ganz bleich vor Raserei, Mama. einem zornigen Ruck wurde Fanny gepackt, vom Boden aufgehoben und auf Mama's Knie herabgedrückt; die richtige Stelle wurde entblößt und die Exekution begonnen, mit einem solchen Eifer, daß man Fanny's Geheul bis hinab zur Apotheke vernahm. Nun, versprichst Du, daß Du es nicht mehr thust? Was? Versprichst Du es? Willst Du? Oder magst Du noch mehr von dieser Sorte? Was?" Fanny war in so heftiges Weinen gerathen, daß sie kein Wort hervorbringen foute; na, so bekommst Du noch ein Bischen dazu!" stieß Mama hervor und peitschte weiter. " Ja! ja!" heulte die Kleine in Todesangst. Jetzt schweigst Du, Fanny," sagte sie, oder es giebt sogleich noch etwas! Wirst Du still sein?" " Ja, ja!". " Sun, so schweig denn!" " Ja, ja," heulte Fanny; sie konnte nicht schweigen, so gerne sie gemocht hätte. „ Ei, da Du so trotzig bist, versuchen wir es mit noch einer Portion," sagte Mama; sie ging um die Ruthe. ,, Nein! nein! Mama! Mama! Ich werd' son sweiden, ich werd' son sweiden, ich werd' son sweiden! Mama! Mama!" Jedoch sie schrie weiter, krampfhaft, unüberwindlich. Mama biß die Zähne zusammen und hob die Kleine wieder auf; dieser schreckliche Trozz mußte gebrochen werden. Wieder fielen die zischenden Schläge und wieder schrie das Kind, als ob es geschlachtet würde. Das ergriff Mama dergestalt, Leibe. daß sie nicht weiter konnte. " Ja! ja!" pfiff das Kind, dem die Angst die Kehle„ Nun, wirst Du also brav sein?" fragte sie in nacheinschnürte,- und dann mit einem schrecklichen hervorgiebigem Ton. brechenden Schrei:„ ja, ja, ja!" " Ja! ja! Ich werd bjav sein, ich werd' bjav sein", Es war doch so schrecklich trocken, meinte Fanny, so den Boden ohne Wasser aufzureiben; nach einiger Zeit schlich sie zum Waschbecken und tauchte ihr Fehlein nur Also versprichst Du es?" fragte Mama und hielt ein ganz flein wenig ein; das bemerkte Mama wohl nicht. ein;" sie war dunkelroth im Gesicht und zitterte am ganzen So ging es gleich besser. Und nun, da Mama immer noch draußen mit den Kochtöpfen weiter raffelte, fonnte doch keine Gefahr drohen, dünkte ihr; nach kurzer Ueberlegung schlich sie hin und tauchte das Tuch noch einmal ein, diesmal ein bischen ordentlich. war Mama. " Aber nein werden." „ Also da schweige und schreie nicht so, daß man vom Hören verrückt werden könnte. Sei schön still und artig, dann wird Mama den Krauskopf nicht mehr schlagen." Es war, als risse der Schmerz sie in Stücke; sie zuckte jammerte Fanny. Und jetzt ging es wirlich gut. Nun sollte der Boden und zappelte wie ein Fisch; heftige nervöse Stöße durchauch hübsch rein werden. Auf einmal hielt sie inne und wurde ganz roth. Da fuhren ihren Körper, so oft sie glaubte, Mama wolle wieder losschlagen. Na," sagte Mama und gab sie frei, wir wollen sehen, Fraß!! Ja, nun sollst Du wahr haftig! Einmal muß der Sache doch ein Ende gemacht ob Du es Dir merkst. Denn sonst weißt Du, was es absent." Mama holte nun die Ruthe von dem Pult; Fanny Fanny versteckte sich beim Bett voll Scham und Zorn; fühlte schon die brennenden Hiebe und begann laut zu Mama ging wieder zu ihrer Küchenarbeit; sie bebte noch vor Erregung. Fanny heulte. Dies Geheul wurde bald so Warte nur, so sollst Du etwas zu weinen bekommen!" laut, daß Mama wieder hinein ins Zimmer mußte. meinen. „ Ja, ja! Ich werd' son a'tig sein!" versicherte Fanny. Mama hatte Fanny soweit losgelassen, daß diese herabfrabbeln fonnte; nun so schweige also!" sagte sie mit etwas schärferem Akzent und stand auf. " Ja! ja!" schrie Fanny. Sie klammerte sich ans Bett und suchte ihr Schluchzen in der Decke zu ersticken. Mama wurde plötzlich gerührt und ging hinaus. Auge gefaßt werden muß. So viel ist aber gewiß, die Erledigung der vorliegenden Arbeiten, welche von diesem oder einem anderen Landtag zu verrichten sind, werden einen sehr langen Zeitraum in Anspruch nehmen. retten. Und diesen notorischen Thatsachen gegenüber, an[ gesichts unserer großen sozialpolitischen Literatur, angesichts der Anstrengungen der Mehrheitsparteien und verbündeten Regierungen, das Wohl der arbeitenden Klasse zu heben, eine derartige lächerliche Sprache. Man sieht, daß die Führer überzeugt sind, wie nur noch das schärfste Gewürz den abgeſtumpften sozialdemokratischen Gaumen etwas titeln fann." Auch das Arbeitspensum des Reichstages ist ein sehr bedeutendes und wird bei größtem Fleiß schwerlich vor Ende Mai oder gar Juni zu erledigen sein, wenn anders wichtige Fragen nicht über das Knie gebrochen werden sollen. Der Vielleicht macht der Schreiber dieser Notiz uns einen Hauptkampf im Plenum des Reichstags wird um den Ar- einzigen Fall namhaft, wo ein anständiger Gegner von beitertrug und das Koalitiosrecht geführt Sozialdemokraten unanständig behandelt worden wäre. So werden. Es muß sich entscheiden, ob die Gleichberechtigung lang er das nicht thut, muß er sich von uns für einen der Arbeiter ein bloßes Wort bleiben oder ob sie Wirklichkeit Lügner und Ver leum der erklären lassen. Und welche werden soll. anti sozialistischen Werke, die irgend wissenschaftlichen Werth Erklärt die Majorität des Reichstags sich gegen die haben, kann der Schreiber uns aus seiner großen sozialArbeiter, macht macht sie ihnen die freie Ausübung des politischen Literatur" namhaft machen? Etwa die RichterKoalitionsrechts unmöglich, wohlan, so wird die schen Frrlehren? deutsche Arbeiterwelt sich zu einem gewaltigen„ Druck von Außen" aufzuraffen haben, dem die MajoritätsWie fittlich verkommen ein Theil unseres parteien auf die Dauer nicht werden widerstehen können. Bürgerthums, und zwar gerade die sogenannten Enqueten nach dem bei uns bewährten Muster werden wieder veranstaltet. Man schreibt uns hierüber: Gegenwärtig werden auf Veranlassung des Ministers des Innern bei den Arbeitgeber- Vereinigungen durch Beamte der politischen Polizei Erhebungen über deren Stellung gegenüber den Forderungen der Arbeiter vorgenommen. Will man auf diese Weise die Berechtigung dieser Forderungen herausfinden, resp. will man gegen die Unternehmerverbände vorgehen? Jedenfalls kann keine pflichtbewußte Regierung auf Befragung einer Interessentengruppe allein bei völliger Ignorirung der für die Interessen der Gesellschaft mindestens gleich wichtigen anderen Interessentengruppe gesetzgeberische Maßregeln treffen. Dies unterscheidet eben so wesentlich unsere Sozialpolitik von der Englands und der Schweiz, daß bei uns nur die Interessen der Unternehmer genau er forscht werden, während in den anderen genannten Ländern man vor jeder sozialpolitischen Maßregel die Verhältnisse der Arbeiter und der Unternehmer zu erforschen sucht. Unsere Sozialpolitik entspricht genau den Erhebungen, die in Preußen über soziale Verhältnisse gemacht werden. " Gebildeteren" sind, das erhellt aus einem Vorkommniß, das uns unglaublich erscheinen würde, fänden wir es nicht von einem nationalliberalen Blatt zu dessen eigener Schande erzählt. Also im„ Leipziger Tageblatt" steht heute zu lesen: „ In Greiz hatte um Weihnachten in einem Hotel ein deutschfreisinniger Lehrer vom dortigen Gymnasium sich in beleidigender Weise über den Fürsten Bismarck geäußert, weshalb er auf Veranlassung der übrigen anwesenden Gäste das Lokal verlassen mußte. Am Montag gelangte in der Gemeinderaths- Sigung die Angelegenheit zur Sprache, indem die Frage gestellt wurde, ob gegen den eingeleitet wäre. Der erste Bürgermeister theilte mit, daß die Sache der zuständigen Behörde vorliege." betreffenden Lehrer eine Disziplinar- Untersuchung 0 M 6. Wiedereinstellung der Bergleute, welche infolge der Organisations- Bestrebungen der Bergleute aus der Arbeit entlassen sind. 7. Erhaltung der Knappschaftskassen als Wohlfahrtseinrichtung der Bergleute; Herstellung einer einfachen und billigen Verwaltung, sowie Einräumung größerer Rechte an die Verwaltung für die Bergleute. 8. Aufhebung der Schanksperre, soweit sie in Rheinland und Westfalen gehandhabt wird. 9. Gleiche Einführung der Polizeistunde für alle Wirthe. Einverstanden. Einverstanden. Von dem Be stehen einer Schanksperre ist mir nichts be fannt, sonst einverstanden. Einverstanden. Zur Vorbeugung einer mißverständlichen Auslegung dieses Einverständnisses auch hinsichtlich der beiden legten Fragen, welche die polizeiliche Grefutive berühren, bin ich veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß meine amtliche Thätigkeit in der Polizeiverwaltung selbstverständlich durch diese Erklärung nicht beeinflußt werden kann. Mit vorzüglicher Hochachtung ergebenft Wattmann." Nachdem Herr Bürgermeister Vattmann in so bündiger und völlig befriedigender Weise mit unseren Wünschen sich einverstanden erklärt hat, fordern wir sämmtliche Kameraden im Wahlkreise Bochum auf, dem Herrn Bürgermeister Batt mann in der Stichwahl nicht allein ihre Stimme zu geben, sondern auch mit aller Kraft in die Agitation für denselben einzutreten. Bochum, 5. Januar 1891. Im Auftrage der Delegirten: 2. Schröder, Dortmund. H. Bauer, Weitmar. Wattenscheid. Th. Werdelmann, H. Bringewald, Wattenscheid. Berhaide, Eickel. Joh. Meyer, Bochum." Wir wünschten blos, daß sich ein strebsamer Staatsanwalt fände, der den betreffenden Denunzianten und Es sind die gewerkschaftlichen Interessen, welche die Bismarck Anlecker einen Majestätsbeleidigungs Prozeß Bergleute zu dieser Haltung veranlassen. anhängte. Denn daß jemand, der einen offenkundigen Wir enthalten uns vorläufig einer Kritik über dieses über Rebellen oder wenigstens Frondeur) gegen den Landesherrn Vorgehen, da uns aus dem Bochumer Kreise selbst noch keine und Kaiser oftentativ verherrlicht, sich zwanzigmal direkte Wittheilung zugekommen ist. konkludenter" einer Majestätsbeleidigung schuldig macht, " als Jemand, der bei einem Hoch auf den Kaiser sitzen bleibt Wie aus Sachsen gemeldet wird, hat Herr von - das„ konkludent" und sogar konklusiv nachzuweisen ist No st i z- Wallwit seinen Abschied erhalten fein Die Magdeburger Zeitung" bemüht sich Anzeichen für für jeden einigermaßen geübten Rechtsgelehrten die reinste Nachfolger ist Herr von Metzsch, der, so weit bekannt, den Rückgang unserer Bewegung zu entdecken, fie sieht Kinderei. genau denselben Anschauungen huldigt, wie sein Vorgänger. dieselben in der Abnahme der Parteibeiträge im Weihnachts- Inzwischen möchten wir an unsere Genossen im Au3- An einen„ neuen Kurs" ist unter solchen Umständen auch in monat und im Eingehen des Königsberger Volksblatts". I and die Frage richten, ob ein englischer, französischer Sachsen nicht zu denken. Erstere Thatsache erklärt sich aus der Weihnachtszeit, in oder amerikanischer Bürger so viel er sonst in puncto welcher in jedem Jahre die Parteibeiträge weniger reichlich des Charakters zu wünschen lassen mag- einer solchen Herr Baumbach zeigte sich bei dem ihm zu Ehren in geflossen sind, wenn auch noch immer reichlicher als bei den Servilität und Niedrigkeit der Gesinnung fähig Sonneberg veranstalteten Abschiedsbankett als ein tiefer Kartellparteien in den besten Monaten. Und was das Ein- wäre, wie die Angeber des freisinnigen Lehrers in Kenner der Arbeiterverhältnisse. Er sagte nach dem„ Bergehen des Königsberger Volksblatts" betrifft, so steht dem Greiz? Und kann man die Namen der Herren nicht er liner Tageblatt": das Erscheinen einer Reihe neuer Parteiblätter gegenüber, fahren? Sie müßten doch der Vergessenheit entrissen werden.- ,, Wenn im Reichstage die Sozialdemokraten die indu wie die heute von uns veröffentlichte Liste der sozialistischen striellen Arbeiter als Lohnsklaven bezeichneten, die in ihren Presse Deutschlands beweist. Im Bochumer Wahlkreise scheint ziemliche Ver- Fesseln knirschen, denen die Arbeit eine Laft ist so wirrung über die Stellung der Arbeiter zu herrschen. Während die Parteiorgane für die Stichwahl striktefte Wahl- treffe dies düstere Bild für das Meininger Oberland nicht zu." enthaltung empfohlen haben, wird von den Bergleuten Woher Herr Baumbach den Muth nimmt, so etwas zu folgender Aufruf verbreitet: behaupten, ist uns unerfindlich. Nirgends im ganzen Deut Bergleute im Wahlkreise Bochum. Auf unsere Anfrage, wie Herr Bürgermeister Watt- schen Reiche ist die Lohnsklaverei so vollkommen, wie im mann sich zu den Forderungen der Bergarbeiter stelle, ist meininger Oberland. Nirgends find die Verhältnisse so folgende Antwort eingetroffen: flargestellt worden wie dort. Hat Herr Baumbach nie etwas Gelsenkirchen, 5. Januar. von Em. H. Sar' Schilderungen über die Hausindustrie In Erwiderung der gefl. Anfrage von gestern beehre ich im sächsischen Oberlande gehört? Hat er ganz vergeffen mich unter Bezugnahme auf meine Buschrift vom 3. und im daß er selbst Material geliefert hat zu dieser Darstellung Anschluß an die in Bochum gehaltene Programmrede der meininger Industrieverhältnisse? Weiß Herr Baumbach neben die nunmehr im einzelnen gestellten Fragen kurz die Ant- denn gar nicht, daß die meiningische Regierung zur VerstaatEs ist also wiederum nichts mit dem Rückgange. Andere Blätter haben andere Zeichen des Rückgangs" entdeckt, 3. B. den schwachen Besuch der Arbeiter versammlungen in Berlin und in anderen Orten." Daß die Versammlungen jezt namentlich während der Feiertags- d zeit nicht so massenhaft besucht sind, wie während der letzten Wahlbewegung, das ist wahr und auch selbstverständlich. Trozdem sind unsere Versammlungen zehnmal besser besucht, als die anderer Parteien, und die Versammlungen in denen nicht alltägliche Themata behandelt werden oder die sonst ein besonderes Interesse bieten, find namentlich auch in Berlin nach wie vor vortrefflich besucht, so daß selbst die größten Lokalitäten gefüllt werden. Unsere neuliche Bemerkung- im Neujahrs- Artikel-, daß die Gegner der Sozialdemokratie unfähig sind einen Kampf" „ geistigen uns gegen zu führen, und daß sie nicht den Muth haben, uns in Ver sammlungen mannhaft und offen entgegenzutreten, hat uns eine Fluth anonymer Schimpfbriefe eingebracht und dadurch kräftigste Bestätigung erhalten. Einem dieser Briefe ist auch ein Ausschnitt aus irgend einer nicht bezeichneten Zeitung beigelegt worden, also lautend: wort zu geben: fahrt. 1111 1. Achtstündige Schicht inkl. Ein- und AusV 2. Verbot von Ueberschichten; wenn Ueberschichten, dann gegen doppelte Löhnung und mit Erlaubniß der Arbeiter- Ausschüsse. 3. Arbeiter Ausschüsse und Einigungsämter einrichten. 4. Gesetzliche Regelung des Wagennullens und Wegfallen der Füllkohlen. 5. Steigender Lohn mit steigendem Gewinne. Einverstanden. Einverstanden. Einverstanden. Einverstanden. Einverstanden. lichung der Griffelindustrie schreiten mußte? Herr Baum bach weiß aber trotz alledem, daß die Verhältnisse in Meiningen nicht ungünstige sind. Und dieser Mann ist der Sozialpolitiker des Freisinns. Er ist so verlogen wie die ganze Sozialpolitik des Freisinns.Die Leser unseres Blattes erinnern sich wohl noch der Besprechungen deutscher und englischer Genossen in London gelegentlich des Geburtstages von Friedrich Engels. Dort wurde auch ein internationales Arbeitersekretariat angeregt. Das Exekutiv- Komitee des Gasarbeiter und Wie es denjenigen geht, welche es unternehmen, den Sozialdemokraten in ihren Versammlungen entgegen zu treten,*) Frondeur( spr. frongdöhr), eig. Schleuderer- Theilnehmer des Arbeiter- Syndikats von London richtete zum Zwecke ist bekannt; sie werden, wenn es gut geht, nieder ge an der sog. Fronded. h. einem Versuch des hohen fran- der Ausführung dieser Idee das folgende Schreiben an Ge schrieen, ja, nicht selten können sie froh sein, wenn sie ihren zöfifchen Adels,( in der Mitte des 17. Jahrhunderts) die Gewalt nosse Paul Lafargue in Paris, als den Vertreter der fran Leib heil aus der, gastlichen" Versammlung der Monarchie zu schwächen. zösischen Arbeiterpartei. Dasselbe lautet; " Gie arbeitete lang in der Küche herum; man mußte Hof zu machen. Erst mit Vorsicht und Zurückhaltung, aus der Stellung, die er nun errungen, lasse er sich nimmer dem Krausköpfchen Zeit gönnen, um sich zu erholen. mit kleinen Geschenken und großer Ehrerbietung, jedoch mehr vertreiben. " Es nahm jedoch kein Ende und Frau Holmsen wurde als er merkte, er werde nicht fortgewiesen, nach und Wer nun auch Fanny gewinnen könnte! Jedoch mit wieder böse. nach immer kühner. Er kam mit Blumen und Gedichten, ihr tam er nicht von der Stelle. Niemals wollte sie auf Ich will a'tig sein, ich will a'tig sein!" brüllte Fanny machte Besuche, plagte Fanny mit Präsenten und durfte seinen Knien figen; niemals war von ihr ein Lächeln zu er schreckgelähmt, als sie Mama bei der Thür hörte, und gleich gelegentlich, wenn Frau Holmsen nicht ausweichen konnte, langen; aber naseweise war sie, daß es Einem völlig unbe darauf mit flehentlichem Weinen: ich möchte in's Bett!" förmlich als ihr Beschützer auftreten. In der schwierigen haglich werden konnte. Ja ja, Du fominst in's Bett. Aber dann mußt Du Zeit, während die Kinder daheim waren, hatte er sogar Wa'um fäabst Du Dir dein Haa"", Lund'tjöm?" fragte brav sein und schweigen. Du machst ja die ganze Stadt das Zugeständniß erhalten, ihr etwas Geld leihen zu dürfen. sie; wa'um hast Du so swar'ze Zähne, Lundt'jöm?" toll durch Dein ewiges Geheul! So, Krausköpferl, Gewiß war sie launenhaft und oft sonderbar in ihrem Auf„ Ha... was?" stammelte der Buchbinder und suchte niederlegen und hübsch schlafen!- Aber still sein! treten gegen ihn; jedoch die Frauenzimmer waren nun ein- mit den Augen hilfebittend Frau Holmsen; Frau Holmsen Sonst geht es schlecht, das weißt Du!" mal nicht anders, dachte Lundström, und wenn man nur that böse und schalt, aber mußte doch boshaft lachen. Fanny versteckte sich unter der Decke; hier fühlte sie aushielt, so tam wohl der Tag, wo sie nachgiebig wurden. Ach, was soll ich anfangen, was soll ich anfangen", sich geschützt und gab ihren halberstickten Thränen freieren Sie gefiel ihm. Er war wirklich verliebt. Die bleiche Lauf. Frau mit den dunkeln Augen hatte ihn gefesselt. Sie war seufzte Lundström mit seinem schwedischen Bathos, warum Fanny unterdrückte das Weinen nach besten Kräften. Mama so schön. Schön wie der Kummer und schön wie die will Fanny nicht meine kleine Freundin sein?" " Weil Du so häßlich bist", versetzte Fanny. ging eine Weile aus und ein, und machte sich allerlei Nacht." Und war sie auch nicht mehr ganz jung, so " Kümmern Sie sich nur nicht um sie, Lundström", tröstete zu thun. Nach einiger Zeit schlief Fanny; tiefe, bebende durfte dagegen er mit seinen vierzig Jahren nicht allzu genau Frau Holmsen; sie ist nun einmal so; jedoch sie meint Seufzer erschütterten noch den kleinen Leib. Du armer Kraustopf!" murmelte Frau Holmsen, Einen mächtigen Fortschritt machte er eines Abends mit Gott weiß, wie's mit Dir ergehen wird. Du gleichst all- Hilfe der alten Kari. zusehr dem, an welchen ich nun denke, allzusehr!" " - Die Puppe, um welche Fanny Gott gebeten hatte, bekam sie am 9. Januar, ihrem Geburtstag, vom Buchbinder Lundström. Die Puppe war. ungemein hübsch, allein Fanny freute sich doch nicht. Immerfort dieser Lundström, welcher bei jedem Anlaß scherwenzeln kam! Buchbinder Lundström war ein elliger Mann. " Nit sei so fjeundlich mit diesem Lund'tjöm, Mama!" sagte Fanny. Scheint Dir denn, daß ich mit ihm freundlich bin?" antwortete Mama, mir scheint, daß ich mich gegen ihn so unfreundlich und mürrisch wie nur möglich benehme." " Ja, wa'um kommt er denn her?" " Lieber Kraustopf, wenn ich ihn nicht los werden fann!" rechnen. " nichts Samit." # 1 " Wenn Fanny lieb ist, so bekommt Fanny Kuchen", Wissen Sie was, Lundström", sagte die alte Kari ,,, mir lockte der Buchbinder; er sah die Kleine mit unfreundlichen scheint, Sie, als a feiner Kavalier und Junggesell und Augen an. Auch die alte Kari war nicht immer angenehm gegen Dichter, wie die Leut' erzählen, Sie könnten a bissel galant sein gegen uns Damen und uns nit dasigen und den Buchbinder. Er erschien ihr so komisch. Hatte man jemals einen ernsthaften Freier auf so langen Gelsenbeinen" hungern und durften lassen!" " Was sagst Du, Kari?" rief Lundström und sprang einherstelzen sehen? Und dann duftete er nach Haarpomade auf, sollte es möglich sein?" er wendete sich an wie ein Weib. Frau Holmsen Hahaha, das wäre schon der Richtige für Dich, sollten Sie mir in der That geMargarethe!" statten?" " Ach was, rücken S' nur mit Ihrem Geld heraus, Es war zu verlockend, hie und da einmal den ernst Sie", meinte die alte Kari, für's Uebrige sorg' schon ich." haften Freier zum Besten zu haben. Kurz darauf saß man bei Frau Holmsen's Nähtisch " Ich kenne Jemand, der nach Ihnen seufzt, Lund ,, Kennen Sie wirklich?" rief der Buchbinder, geschmeichelt und aß französische Brödchen und trank Bier dazu und ström!" Lundström fühlte sich so glücklich als Wirth, daß er heiter wurde und Geschichten erzählte. " Ha ha ha, sind Sie aber köstlich, Lundström!" lachte Schon lang hatte Buchbinder Lundström an der die alte Kari. schönen Frau Margarethe Gefallen gehabt und in der Jedoch Lundström wiederholte diese Abendbesuche öfters. legten Zeit hatte er begonnen, ihr recht ernstlich den Und er sagte sich selbst, es möge kommen, was da wolle: und neugierig sögleich. ,, Sie sollten sie nit so lang herumgehen und sich quälen Lassen, Lundström!" ,, Ach, Unsinn! Wer ist es denn? Na, das können Sie sich ja leicht selber denken." I F fu w zu fi U & a di fu D de et ft I " & to 8 S It 9 2 An den Bürger Paul Lafargue. Werther Genosse! sondern das Bemühen der Herren Eisenbahn- Direktoren, das Köln a. Rh. Vorgestern Nachmittag fand vom Hauptbahne Publikum gegen die Streifenden aufzubringen; und was hof aus die Beerdigung des am 29. v. M. auf einer Reise in sie angeblichen Exzesse der Streifenden betrifft, so reduziren Ath in Belgien verstorbenen Herrn Moris Nittinghausen, ehesie sich darauf, daß die Herren Eisenbahn- Direktoren von Reichstages statt. Dem Verstorbenen, welcher sich auch bei seinen maligen Mitglieds der sozialdemokratischen Fraktion des deutschen den Segnungen" des famosen, auch den deutschen Gegnern großer Achtung erfreute und wegen feiner WohlthätigArbeitern jetzt vielfach von weltklugen Arbeiterfreunden" leb- feit geschäßt war, hatten Verwandte, Freunde und Gesinnungs haft empfohlenen Cottagesystems( Arbeiterwohnungs- genoffen prächtige Blumenspenden, Kränze und Palmen auf den Systems) brutalen Gebrauch machten, und die Arbeiter, Sarg gelegt. Diesem vorauf schritt die katholische Geistlichkeit. welchen sie die idyllischen Häuschen als Wohlthat" gegeben, Gleich hinter demselben schritten drei Vertreter der sozialdemo in der grausamen Winterkälte an die Luft setzen ließen, fratischen Partei, welche prachtvolle Kränze mit rothen Schleifen daß sie die wahren Schuldigen nicht getroffen haben. wobei es einige Hiebe gab, von denen blos zu bedauern ist, trugen, die mit Widmungen der Kölner und Solinger Parteigenossen versehen waren. Im Leichenzuge bemerkte man außer dem Abgeordneten Schumacher- Solingen und den Führern der hiefigen sozialdemokratischen Partei zahlreiche Gesinnungsgenossen. Als die Genossen Bebel, Liebknecht und Singer fürzlich bei Gelegenheit des 70. Geburtstages von Friedrich Engels hier anwesend waren, hatten sie eine Zusammenkunft mit den Vorsitzenden des Syndikats des Gasarbeiter und des allgemeinen Arbeitervereins, dem etwa 100 000 Männer und Frauen von 70 verschiedenen Gewerkschaften angehören- ebenso mit den Vorständen anderer Vereine und Organisationen, mit den Bürgern John Burns und Cunninghame Graham, der Mitglied des Parlaments ist. of gesprochen wurde, ging dahin, daß die Zeit gekommen wäre, Die allgemeine Ansicht, die in dieser Zusammenkunft ausmöglichst eng zusammenhängende Verbindungen mit den Arbeiterparteien der verschiedenen Länder anzubahnen. Genug die Sache der Ausständigen ist eine gerechte Der wichtigste Punkt dabei ist der, das Einführen fremder und da die Leitung des Streiks- jetzt in den bewährten Arbeitskraft in ein Land zu niedrigeren Bedingungen zu ver- Händen von Burns- eine musterhafte ist, so wird die gerechte hindern; d. h. die Herbeiziehung von Arbeitern, welche die Sache auch siegen. Existenzbedingungen in einem Lande nicht kennen, von Arbeitern, die von den Kapitalisten zu dem Zwecke dort einUns scheint, Wenn Ihre Organisation mit den Absichten des Syndikats des Gasarbeiter und des allgemeinen Arbeitervereins einverstanden ist, ersuchen wir Sie uns den Namen ihres verstanden ist, ersuchen wir Sie, uns den Namen ihres Sekretärs, der für diesen wichtigen Posten ernannt wird, mit Sekretärs, der für diesen wichtigen Posten ernannt wird, mit zutheilen. Mit Brudergruß Im Auftrage des Erekutiv Komitees des Gasarbeiter und des Arbeiter Syndikats W. Thorne, General- Sekretär. Kölu a. Nh.( Sozialdemokratischer Parteitag für Rheinland und Westfalen). Es handelt sich hauptsächlich um die Regelung Ein Kongreß der portugiesischen Arbeitervereine der provinzialen Preßverhältnisse, die Agitation und den engeren geführt werden, die Löhne herabzudrücken oder die Arbeitszeit hat in den ersten Tagen dieses Jahres stattgefunden. Er zusammenschluß der Parteigenossen. Dabei war selbstverständlich zu verlängern oder die beides zu gleicher Beit bewirken sollen. beschloß die allgemeine Betheiligung an der Kundgebung am gegen das Zentrum bestimmend und leitend. Die Erwägung der Nothwendigkeit und der besten Art des Kampfes die praktischste Art und Weise, um Der erste Redner, das in Aussicht genommene Ziel zu erreichen, wäre, in jedem 1. Mai zur Einführung des Achtstundentages, die politische Genosse Lücke- Köln, trat Namens seiner Mandatgeber für die Lande einen internationalen Arbeiterfekretär zu ernennen, der Organisation der portugiesischen Arbeiter als Arbeiterpartei, Gründung eines größeren, wenn möglich täglich in Köln, als dem sich mit den andern Sekretären in Verbindung setzen müßte. Die Einrichtung einer Arbeitsbörse und sprach sich gegen Hauptsitze des Zentrums, erscheinenden Organs ein.- Grimpe So daß in dem Augenblick, in welchem zwischen Kapitalisten alle Ausstände aus, welche nicht wohlorganisirt und vom Elberfeld wünschte, man möge als provinziales Organ die bereits und Arbeitern eines Landes ein Konflitt ausbrechen würde, die Parteiausschuß gebilligt würden. feit Jahren in Elberfeld erscheinende„ Neue Freie Presse" aninternationalen Arbeitersekretäre aller übrigen Länder sofort erkennen, die speziell den Kampf gegen den Ultramontanismus erwürden. Sie hätten dann mit allen Mitteln die Ausführung von Arbeitern ihres Landes zu verarmen christlichen Streikpfaffen empfunden; er hat ihnen gegen die" uttr Der Sultan hat ein menschlich Rühren mit den folgreich geführt habe. Reichstags- Abgeordneter SchumacherSolingen führte aus, der Schwerpunkt der Agitation hindern, welche die streifenden Arbeiter des Landes, in dem die auf ihr flehentliches Bitten einen nicht allzu lächerlichen rheinischen, sondern auf der linksrheinischen Seite. die Ultramontanen liege nicht auf der rechtsDenn 3wistigteiten ausgebrochen wären, ersehen sollen. Wenn dies eine der brennendsten Fragen ist, die vor allen Rückzug ermöglicht und der Pfaffenstreik in der das Wupperthal, Solingen und so weiter, gehören uns. Dingen zuerst geregelt werden muß, so glauben wir auch, daß Türkei ist nun zu Ende. Die griechisch- christlichen Schäfchen Hamm wird später unser sein. Es handelt sich jetzt um die eine solche Vereinigung, wie wir sie vorschlagen, den Jbeen brauchen nicht mehr die gefährliche Pflicht des Kirchenschwänzens großen Fabrikreviere Köln, Krefeld, Viersen. Das in Köln zu austausch über alle Fragen, welche die Arbeiter der verschie zu erfüllen und sind vor der Versuchung gerettet, in einen gründende Blatt soll die Leute zwischen Köln und Koblenz, Köln denen Nationen angehen und der von Tag zu Tag und von falschen christlichen Schafstall zu gerathen, aus dem sie auf und Krefeld an uns heranziehen. Wenn hier gesagt wird, das Stunde zu Stunde mehr als ein immer dringenderes Bedürfniß einem falschen Weg in das Himmelreich befördert werden Blatt soll das Zentrum bekämpfen, so bekommen wir diese Kreise für die Arbeiterbewegung empfunden wird, wesentlich er könnten. nur auf unsere Seite, wenn das Wort„ Religion ist Privatsache" leichtern wird. auch wirklich durchgeführt wird. Hier bekommen wir nicht die Richtige Raubwirthschaft treibt die heutige Gesell- Landbevölkerung so leicht auf unsere Seite. Nach Bonn und Koblenz werden niemals die Eigenthumsverhältnisse sich so konzentriren schaft mit den Schäßen der Natur, sie verwüstet den Wald, tönnen, wie anderwärts. Wenn auch dort die kleinen Gütchen Raubbau, alles nur aus furzsichtigem Egoismus, nur um nicht ein, Sozialdemokraten zu werden, so wenig wie sie Liberale sie läßt das Vieh aussterben, sie treibt mit dem Ackerboden hoch mit Hypotheken belastet sind, so fällt es den Leuten doch raschen Gewinnes willen, ohne jede Rücksicht auf kommende werden. Das ganze Rheinland war liberal, bis der Kulturkampf Generationen. Nach uns die Sintfluth! lautet eben auf fam. Es ist ganz gleich, ob der Kulturkämpfer Bismarck oder politischem wie auf ökonomischem Gebiete diesseits und Sozialdemokrat heißt. Wenn der Thurm des Zentrums gestürmt henseits des Ozeans die Parole der besitzenden Klaffen. oder, aufrichtiger gefagt, die Leute für die Sozialdemokratie gewonnen Selbst die reichen Viehschätze der argentinischen Republik werden sollen, dann müssen wir von Köln aus besonders vorgehen. Es müssen für ein Zentralorgan hier in Köln Kapital und Den englisch- amerikanischen Streit wegen der werden bald der Vergangenheit angehören, die Büffelheerden geistige Kräfte gewonnen werden. Die Sache ist nicht so schwierig. Fischereigründe im Beringsmeer wirst viel Staub auf und Nordamerikas sind ausgerottet, Europas und Nordamerikas Aus einen Anfängen entwickeln sich große Dinge, das beweist füllt viel Zeitungspapier. Er ist aber, wie wir bereits Waldbestände sind nur noch ein kläglicher Rest früheren die Kölnische Zeitung", deren Druckerei im Anfang dieses Jahrwiederholt hervorhoben, durchaus nicht ernstlicher Natur und Reichthums, unsere Bergwerte, insbesondere die Eisen- und hunderts Marcus Du Mont für 1400 Reichsthaler getauft hat. zum Theil diplomatische Komödie zur Ablenkung des Publi- Kohlenbergwerke, werden in der unwirthschaftlichsten Weise Wir müssen in Köln ein tüchtiges Blatt haben, in dem aber nicht fums von ernsteren Fragen. Nicht daß die Fischereifrage an sich nicht mit Rücksicht auf ihre volle Ausbeutung, sondern nur freireligiöse Pfaffen das Ruder führen. Wählen Sie eine Komunwichtig wäre sie hat schon einmal zu einem Krieg zwischen unter dem Gesichtspunkte höchster Dividenden bewirthschaftet. mission zur Prüfung der Frage. Die Summen und Kräfte werunwichtig wäre sie hat schon einmal zu einem Krieg zwischen So sehen wir die heutige Gesellschaft, ähnlich dem leicht werden. Rechts haben wir die Leute, und die wir noch nicht Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Nord- den sich finden. Hier auf dem linken Rheinufer muß gekämpft amerika und außerdem zu sehr vielen Federkriegen geführt, sinnigen Verschwender, alles für sich verwenden, nie daran haben, bekommen wir. Ich bin nicht bange, daß die Rheindie zu verschiedenen Malen in richtigen Blut- und Eisen- denkend, daß andere ihm folgen werden, für die die Natur länder auch wieder auf der Seite der Partei stehen werden, frieg auszuarten drohten allein jener Krieg fand schon den Tisch auch gedeckt haben muß. welche für die Freiheit gekämpft hat. Ich erinnere daran: Als vor 79 Jahren statt und seitdem haben die Beziehungen vor einem Jahrhundert hier noch keine Schulen existirten und Der Großmeister der Ritter der Arbeit, Pow- die Franzosen tamen, da waren die Rheinländer es, welche die zwischen beiden Ländern sich so innig gestaltet und sind die derly, ladet, wie aus New- York telegraphirt wird, in einem Franzosen mit offenen Armen empfingen. Heute allerdings find Verhältnisse so sest mit einander verwachsen, daß ein Krieg Zirkular die industriellen Genossenschaften des ganzen die Zustände anders. Ich erinnerte ferner daran, wie die der so nahe verwandten Völker thatsächlich den Charakter Landes ein, sich an einer Konferenz für Reform der natio- ultramontanen den Verhältnissen sich anzupassen wissen. eines Bürgerkriegs haben würde und thatsächlich für eine nalen Industrie zu betheiligen, welche im Frühjahr in Bis 1794 gab es im Dom zu Köln feinen Geistlichen, der Unmöglichkeit gelten kann. Washington zusammentreten soll, um ein Programm auf dem Adel nicht angehörte. Es gab feinen bürgerlichen Erzbischof in Köln, bis die Franzosen tamen. Wenn die Ultramontanen Die Nachrichten über den schottischen Eisenbahn- zustellen, auf welches sich die Arbeiter bei den nächsten fagen: Wir sind die staatserhaltende Partei, so können wir sagen: Streit laffen es als gewiß erscheinen, daß die Aus- Wahlen ſtützen könnten. ständischen, wenigstens in der Hauptsache, den Sieg er- Diese Forderung ist ebenso unklar wie die ganze Politik langen werden. Sogar die konservativen Blätter, wie der Powderly's und der Ritter der Arbeit. " Standard", Lord Salisbury's Organ, müssen zugeben, daß es ein Gebot der Menschlichkeit und zugleich im Interesse der öffentlichen Sicherheit ist die übermäßige Arbeitszeit der Eisenbahnarbeiter herabzusetzen. Und so wird der schottische Eisenbahn- Streit aller Voraussicht nach den Eisenbahn Beamten in ganz Großbritannien zu Gute tommen. Eleanor Mary- Aveling. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Das Volk möge behütet werden, dahin zu kommen, daß es unmittelbar von Jenen regiert werde. Denn dann ziehen wir das heutige Regiment vor. Aber wenn wir das Rheinland erobern wollen, dann müssen wir auf dem Boden hier mit ehrlichen Waffen kämpfen und Generäle hier haben, welche die Strategik genau fennen.( Anhaltender Beifall.) Die Mehrheit erklärte sich schließlich für die Wahl einer Kommission von fünf Mitgliedern, welche sofort die Frage eines Zentralorgans prüfen solle. Die Kommission behandelte die Frage und schlug dem Parteitag folgende Resolution vor: Der Parteitag begrüßt die demnächst in Köln erscheinende sozialdemokratische Inzwischen fahren die Eisenbahn- Direktoren fort wie büne" hier, hat soeben eine Haussuchung stattgefunden. Es Aachen mit aufrichtiger Freude und ersucht die Parteigenossen, Erfurt. In der Redaktion der sozialdemokratitschen Tri- Tageszeitung für die Regierungsbezirke Röln, Koblenz, Trier und das bei solchen Gelegenheiten stereotype Taktik der biederen handelte sich wegen dem Manuskripte eines in Nr. 114 ab- mit Kräften dafür einzutreten." Die Resolution wurde mit BeiHerren Kapitalisten ist-die unverschämtesten Lügen gedruckten Proletarierliedes. Die Staatsanwaltschaft will An- fall begrüßt und ohne Erörterung angenommen. über die angebliche Aussichtslosigkeit des Streits flage erheben, wegen Verlegung des§ 131( Aufreizung verschiedeangebliche Erzesse der Streifenden in die ner Bevölkerungsklassen zu Gewaltthätigkeiten.) Welt zu setzen. Aussichtslos ist nicht der Streit, und Lundström warf Frau Margarethe einen melancholischen Blick zu; jedoch aus ihr konnte er nicht klug werden. Aber so sage mir's doch, theuere Kari," bat er. " Eine Wittwe ist's," neckte Kari. er suchte beständig mit den Leute dieses Schlages zu gut sei; pfui Teufel; adieu!" griff nach seinem Hut und ging, indem er die Thüren zuschlug, sodaß das Haus in seinen Grundpfosten bebte. Jedoch er kami stets wieder. Zum zweiten Punkte der Tagesordnung: Regelung der provinzialen Agitation" erstattete Woldersky- Köln Bericht. Ein Antrag Wolderskys:" Der Parteitag der Sozialdemokratie in Rheinland und Westfalen beschließt, daß die Genossen in einem noch zu bestimmenden Orte eine Kommission von drei Mitgliedern wählen, welche die Agitation in beiden Provinzen planmäßig zu regeln haben. Jeder Genosse ist zur Unterstützung der Kommission verpflichtet", wurde angenommen. Ms Ort der Kommission wurde Elberfeld- Barmen bestimmt. Ferner wurden Wenn er wenigstens etwas besessen hätte, um dar angenommen zwei von Lücke- Köln vorgeschlagene Refolutionen: aufhin zu heirathen! dachte Frau Holmsen. Wenn er duſtrie- und Partei- Orte, nach fleineren Orten sowie in solche 1. Der Parteitag erklärt es für die Pflicht der größeren In reich gewesen wäre, so daß er ihre Kinder hätte versorgen Kreise, in denen die Partei bis jetzt feinen Anhang besißt, können!... Das Uebrige wäre dann alles gleichgiltig, so agitationstouren zu unternehmen." 2.„ Der Parteitag erklärt es " Was scheere ich mich um das schnöde Geld... wohl sein Stand als seine Dummheit; sie hatte nicht die für Pflicht, in den Organen der Provinzen eine besondere Rubrik Mittel, um groß zu thun. Jedoch er besaß wahrscheinlich einzuführen, in welcher Vertrauensmänner der verschiedenen aber ein gutes Herz hat' und ein freundlich's nichts. Ging nur her wie ein kleiner Bub' und wollte auf Parteivereine und gleichzeitig die Adressen für die Sammel " Liebe" heirathen... ha ha ha! Frau Holmsen lachte stellen für die gelesene Parteiliteratur regelmäßig aufgeführt mit Alt- Rari's lautem Lachen. So, eine Wittwe," Augen Frau Holmsen. ,, Nicht ganz jung..." ,, Was jung! " Gemüth ich mag ja doch kein Schulmädchen!" und auch nicht reich ,, Ach ja!" " mig Kari sah äußerst vertrauenswürdig aus; Frau werden." und geht mit Ihnen lieber heut' als morgen zum Altar. Nun, errathen' es nicht?" In„ Frau Holmsen's Modesalon" hatte eine Schülerin Schumacher Solingen widmete den am 29. Dezember vorigen sich gemeldet. Es war ein Bauernmädchen, das nur so für Reichstagsfraktion, Rittinghausen, der vierzig Jahre in Köln Jahres verstorbenen früheren Mitgliede der sozialistischen Holmsens Antlitz flammte vor zurüdgehaltenem Gelächter. Den Hausgebrauch" ein bischen lernen sollte; ein Verdienst für die Freiheit gewirkt habe, einen warmen Nachruf; er fagte: Lundström mißperstand diese Worte und schöpfte Muth; schaute dabei nicht heraus, und ein Vergnügen wahrVor einigen Tagen hat ein alter Freund der Kölner Parteinein, nein, nein, ich kann's nicht glauben!" sagte er. haftig ebensowenig. Mit der Gesundheit ging es auch genossen seine Augen auf immer geschlossen, Moris Rittinghausen. schlecht. Und eines schönen Tages war Frau Holmsen ernst Mögen unsere Ansichten verschiedene gewesen seinwer ihn geAlso rathen'!" ermunterte die alte Kari. Lundström schaute unsicher von der Einen zu der An- lich krank. fannt hat, der weiß, daß er der Sozialdemokratie niemals untreu deren; er bemerkte ein Bibriren um Frau Holmsen's Mund, werden konnte. Warum sollten wir eines Mannes nicht gedenken, das ihm verdächtig vorkam. „ Aber so sage es doch, liebe Kari!" bettelte er. Kari that verschämt und begann sich zu zieren, dann reichte sie ihm plöglich die Hand." Die alte Stari selber ist's, wenn mir recht ist!" sagte sie mit ihrer tiefen Mannesstimme. Eine Zeit lang hatte der Arzt sie sogar aufgegeben. Mehrere Wochen lag sie im Bett und war recht elend. geht drauf", sagte er. " Sie ber 40 Jahre hier in Köln gewirkt hat. Schon im Jahre 1848 war er einer von jenen, bei denen es nicht blos gährte und fochte. Er wußte ganz genau, was er wollte. Schon damals Da nahmen die alten Freunde sich noch einmal zu forderte er die Verstaatlichung der Banken, der Versicherungen, sammen. Die Königin von Fredheim schien ihnen noch zu der Eisenbahnen. Nittinghausen hat damals erklärt: Und das jung, um schon zu sterben. will ich den Sozialisten sagen, an der Organisation der StaatsMan schaffte ihr eine Wohnung unten in der Stadt. industrie sind wir noch nicht, dazu ist noch nicht genug AufDas Gelächter brach los; der Buchbinder saß wie Frau Mühlberg überließ ihr Jungfer Thorsen als Kranken- lärung in den Massen. Dies ist heute noch der Fall. Wir verein begoffener Budel und ganz roth da und tröstete sich mit pflegerin; man sorgte für gute Kost und stärkendes geben uns nichts, wenn wir uns zum Andenken dieses Mannes, der immer für die Freiheit gekämpft, erheben und alles vergessen, Trinken. Manchesmal wurde er aber böse; da war es, als Getränk; der Apotheker gab die Medizin umsonst; sogar was zwischen uns vorgekommen ist." verwandelte er sich in einen ganz anderen Menschen. Das der Doktor war großmüthig und beschloß, ein Menschenlange, sanfte Gesicht verzerrte sich, der Mund trat hervor leben zu retten, ohne auf Bezahlung zu rechnen. Vom Hoch auf die internationale Sozialdemokratie wurde der ParteiMit dem Absingen der Arbeiter- Marseillaise und einem und wurde dick, die Brauen zogen sich zusammen und die Buchbinder Lundström kamen Blumen und Wein; Pastor tag, der von 11 Uhr Vormittags bis 7 Uhr Abends währte, geAugen wurden flein und giftig. Dann erhob er sich, schlug Bukstad schickte erbauliche Schriften. Fanny wurde beim schlossen. auf den Tisch und begann zu fluchen: Himmelsakrament! Rechtsanwalt Lehmann untergebracht, damit Frau hol' mich der Teufel! Satansweib," das so herumgehe und Holmsen Ruhe habe. Und nachdem einige Zeit verkokettire und die Aufmerksamkeiten eines ehrenhaften gangen, konnte der Doktor erzählen, daß die Krisis überMannes" entgegennehme, in Wahrheit aber ihn nur zum standen sei. Narren halte. Er danke seinen Schöpfer", daß er für " ( Fortsetnug folgt.) Theater. Donnerstag, den 8. Januar. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Schauspielhaus. Der Sturm. Lessing- Theater. Der Traum ein Leben. Berliner Theater. Goldfische. Deutsches Theater. Die Kinder der Erzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Gondoliere. Wallner- Theater. Geschlossen. Residenz- Theater. Der Kampf ums Dafein. Viktoria Theater. Raben. Die sieben Bellealliance- Theater. Mein Freund Vor SonnenCircus Renz. Karlstraße. Donnerstag, den 8. Januar 1891, Abends 7 Uhr: Durch die Geburt eines fräftigen Sozialdemokraten wurden hoch erfreut Ferdinand Soban u. Frau. 113 Danksagung! Für die herzliche Theilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes und Bruders Richard, insbesondere dem Komiker- Vorstellung. Gejangverein Gintracht" ſagen wir " Große öffentliche Volks- Versammlung am Montag, den 12. Januar, Abends 8 Uhr, Familie Wolff. in der Brauerei Friedrichshain( fr. Lips) Auftreten der Klowns C. Godlewsky, unseren herzlichen Dank. Francois, Gebr. Dianta und Warne, 125 3 Gebr. Briatore, Herrmann, Gebr. Walton, Paul und William Misco 2c. in ihren höchſt tomischen Entrees und Intermezzos. Außerdem: Great Steeple Chase von 6 engl. Vollblut- Springpferden, dressirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. 4 hohe Schulen, geritten von den Damen Frls. Clot. Hager, Helga Sager, Oceana Renz u. Bekanntmachung! Invaliditäts- u. Alters-Versicherung. Lehmann. Ostend Theater. aufgang. Vidal. Quadrille de la Grande DuAdolph Ernst- Theater. Unsere großartigen Tremplinsprünge über 4, Beschluß vom 27. November 1890 über Dem betheiligten Publikum werden chesse, geritten von 16 Damen. Die hiermit folgende vom Bundesrath durch Don Juans. Thomas- Theater. 8 und 10 Pferde mit Doppelfalto die Entwerthung der Marken Thomas- Theater. Der Soldaten- mortales von den vorzügl. Springern getroffenen Anordnungen bekannt gefreund. Kaufmann's Variété. Große Spe- Reittünstler Mr. J. F. Clarke. Aufder Gesellschaft. Der phänomenale zialitäten- Vorstellung. treten der Damen Miß Zelia Zampa, Theater der Reichshallen. Große Lillie Meers und Mm. Briatore, soSpezialitäten- Vorstellung. wie des Mr. Burn. Fillis als SaltoGroße Spezialitäten- mortalesreiter auf ungesatteltem Pferde. Bacchusu. Gambrinus Concordia. Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. oder: Englischer Garten. internationalen Charakterbildern. Neu Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Clara Conrad, Lieder und Walzerfängerin. Jenny Reimann, Rostüm- Soubrette. Max Menzel, Gesangskomiter. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Excentric. Jodi so das Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Der Sieg des Champagners. Romische Pantomime mit Tänzen und arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Morgen Deutsche Turner". E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 712 Uhr: Große Vorstellung mit neuem vorzüglich gewähltem Programm. Zum Schluß der Vorstellung: Etablissement Buggenhagen Eine ländl. Hochzeit, am Moritzplatz. Täglich: MF Grosses Concert. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Entrée Wochentags 10 Pfg., Sonn- und Festtags 25 Pfg. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Gircus unter Wasser. Sensationelle Wasserpantomime. Spezialität: 4 Wassernymphen. Morgen Abend 7 Uhr: Große Vorstellung mit vorzüglich gewähltem Programm. Eine ländl. Hochzeit. Sonntag, den 11. Januar, 2 Vorstellungen, Nachm. 3/2 Uhr und Abends 71/2 Uhr. In beiden Vorstellungen die Bratweil'sche Bierhallen fenfationelle Waſſer- Pantomime. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, macht: 1. Arbeitgeber, welche die Marken eintleben, sowie Bersicherte sind befugt, die in die Quittungs Tages Ordnung: 107 1. Die Gründung der Berliner Arbeiter- Bildungs- Schule. Referent Reichstagsabgeordneter W. Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Bericht d Kommission. Berichterstatter Stadtverordneter Vogtherr. 4. Diskussion 5. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet Die Kommission. J. A.: H. Gumpel. Gr. Volks- Versammlung am Freitag den 9. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokal im Lofal ,, Elysium", Landsberger Allee Nr. 39-41. Tages- Ordnung: farten eingeklebten Marken in der Weise zu entwertyen, daß 1. Die Lebensmittelzölle. Referent Reichstagsabgeordneter P. Singer die einzelnen Marken hand- 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Entree na schriftlich oder unter Verwendung Belieben. Um zahlreichen Besuch ersucht eines Stempels mit einem die 127 Der Einberufer. Marke in der Hälfte ihrer Höhe schneidenden schwarzen wagerechten schmalen Strich Freie Vereinig. der Kaufleute werden, dere auf die Marken gesetzte Zeichen gelten, so lange die die Marken enthaltende Quittungstarte noch nicht zum Umtausch eingereicht ist, nicht als Entwerthungszeichen. Donnerstag, den 8. Januar cr., Abends 8½ Uhr, Mitglieder- Versammlung bei Zemter, Münzstrasse 11. Tagesordnung: 1. Die Ziele der Sozialdemokratie. Referent He Regierungs- Baumeister a. D. G. Kessler. 2. Diskussion. 3. Abrechnun Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. vom 2. Bei der Entwerthung dürfen die Marten nicht untenntlich gemacht werden. Insbesondere müssen 108 der Geldwerth der Marke, die Lohnklasse und die VersicherungsGäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. anſtalt, für welche die Marte Achtung! Delegirten der Berliner Streik- Kontrol- Kommission! ausgegeben ist, bei Doppelmarken auch die Kennzeichen der Zusatzmarke erkennbar bleiben." Oeffentliche Versammlung 3. Wer den vorstehenden Anord am Freitag, den 9. Januar, Abds. 8% Uhr, in Deigmüller' nungen zuwider handelt, kann für jeden Fall, sofern nicht nach anderen Vorschriften eine höhere Salon, Alte Jakob- Strasse No. 48 a. Tages- Ordnung: 1. Abrechnungsbericht. 2. Die fernere Gestaltung der Streit- Kontro Strafe verwirkt ist, von der Kommission. 3. Diskussion. 4. Eventuelle Wahl des Ausschusses. 5. Ver unteren Verwaltungsbehörde mit schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wiro ersucht. Punkt 9 Uhr Ver einer Ordnungsstrafe bis zu lesung der Präsenzliste. einhundert Mark belegt wer den. Die Haftung für den durch die Zuwiderhandlung ver= 121 Der Einberufer. urfachten Schaden bleibt hier Verein zur Wahrung d. Interessen d. Berliner Knopfarbeiter durch unberührt. Zur Feier des dritten Stiftungsfestes: Großer Wiener Maskenball am Sonnabend, den 10. Januar, im Elysium, Landsberger Allee 39-41. Wir machen noch besonders darauf aufmerksam, daß nach Ziffer 1 eine Verpflichtung zur Entwerthung nicht besteht, daß Letztere aber, sofern sie vorgenommen wird, nur in der aus Alle Freunde und Gönner des Vereins sind herzlich eingeladen. De Ziffer 1 ersichtlichen Weise erfolgen Ueberschuß ist zu einem wohlthätigen Zweck bestimmt. F. Pietsch, Dresdenerstr. 10. darf. Jede andere Art der EntDresdenerstr. 10. werthung, z. B. Angabe eines 1 Tr., und bei den Fabrikkassirern A. Assig, N. Verteranenstr. 4; H. Jah Billets à 50 Pf. find beim Rendanten M. Friedemann, SO. Pücklerstr. Ein neuer Lehrkursus f. Damen u. Herren Namens oder Datums, ist un- SO. Wrangelstr. 49; p. Luttig, N. Demminerstr. 6; Gaddat, Müncheberge beg. Sonntag, 11. Jan., Nachm. 4 Uhr. zulässig und nach Ziffer 3 strafbar. Straße 8, Hof 3 Tr.; Fr. Meg, NO. Lichtenbergerstr. 6; W. Krause, Andrea Meld. Adalbertstr. 93 und bei Beginn des Unterrichts. straße 63, 2. Hof 2 Tr., und bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern zu haben 2595 Das Komitee. werthung, 8. Tanz- Institut, www 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Ber Sterbekasse gnügungen und Versammlungen. 703 VerF. Sodtke. Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. Amazonen- Truppe en WeihnachtsAusstellung. Damen- Hapelle. Entree 50Pf. Kinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. Kaiser Panorama. Passage 1 Tr., v. 9 M. bis 10 Ab. von Berlin, den 5. Januar 1891. Invaliditäts- und Altersversicherungsanst. Berlin. Der Vorstand. Eberty. Mugdan. Dr. Freund. Arb. der Berl. Maschinenbau- Bei meiner Abreiſe nach Amerika Aktien- Gesellschaft. General- Versammlung Sonntag, den 18. Januar, Vormittags 91/2 Uhr, im Lokal des Herrn Stümke, Ackerstr. 123. Tagesordnung: 1. Halbjähriger Rassenbericht. 2. Anträge auf Abänderung des§18 bes Statuts. 3. Wahl eines Revisors. 4. Verschiedenes. 124 Das Quittungsbuch legitimirt. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: August Acke, Vorsigender, Müllerstraße 184, 2 Tr. General- Versammlung sage ich hiermit allen Freunden und Genossen ein herzliches Lebewohl. 118 Oswald Bartusch. Wissenschaftl. Bücher fauft A. Hannemann, Rochjir. 56. Fernsprecher Amt I. 4027. Lexicon, wissensch. Welt12 Heute wurde ausgegeben: Die Neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Heft 15. Inhalt: Zu Grillparzer's Gedächtniß. Von Robert Schweichel Zur Frage der Tattit. Von G. Deville. an Herrn Dr. Max Bylo. Von G. Bunge. Ein Wort zur Erwiderun Zur Alkoholfrage. Vo Dr. Ferdinand Simon.- Literarische Rundschau. Feuilleton Meyer's Bücher, Bremech: Töchter unserer Zeit. 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Täglich erscheinende Zeitungen. Bielefeld Voltswacht" Obernthorwall 28. Brandenburg Donnerstag, den 8. Januar 1891. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Crefeld„ Niederrheinische Volfstribüne" Grabenstr. 58. Gera Reußische Tribüne" Kurzestr. 16. " Köln Kölner Arbeiter- Zeitung" Thieboldsgasse 66. Langenbielan„ Der Proletarier aus dem Eulengebirge". Nordhansen„ Nordhäuser Volksblatt" Altendorfstr. 16. Rudolstadt Thüringer Volksblatt" Unt. Marktstr. 35, Sonneberg Thüringer Volksfreund" Köhlerhof. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Altenburg„ Der Wähler" Brüdergasse 2. Bant„ Die Nord- Wacht" Adolfstr. 1. " Berlin Berliner Volts- Tribüne" Elisabeth- Ufer 55. Breslau„ Schlesische Nachrichten" Weißgerbergasse 64. Dresden„ Mitteldeutsche Arbeiter Zeitung" Gerbergasse 1. „ Oberlausitzer Arbeiter- Zeitung" Halberstadt„ Sonntags- Zeitung" Grudenberg 3. „ Volksblatt für Ost- und Westhavelland" München„ Arbeiter- Zeitung" Senefelderstr. 4, I. ( Brandenburger Zeitung), St. Annenstr. 33. Braunschweig Braunschw. Volksfreund" Kannengießerstr. 13. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Martinistr. 44. " " Breslan Schlesische Volkswacht" Weißgerbergasse 64. Chemnitz Die Presse" Gartenstr. 16. " Darmstadt Hessische Volksstimme" Schirmgasse 16. Defan Volksblatt für Anhalt" Halle, Geiststr. 24. Dortmund Westfälische Freie Presse" Lindenstr. 25. Dresden Sächsische Arbeiter Zeitung" Gerbergasse 1. Elberfeld„ Freie Presse" Kleine Klotzbahn 10. : " 8. Jahrg. Stuttgart Buchbinder- Zeitung", Heusteigstr. 30. Monatlich dreimal erscheinend. " Altenburg Correspondent für Hutmacher" Moritstr. 22 1. Alle 14 Tage erscheinend. Altenburg Fachblatt d. Mühlen arbeiter" Cotterizerstr. 201, 11. ,, Vereinsblatt der Weißgerber", Schüßenstr. 16. Berlin Deutsche Bäcker Zeitung" Coloniestr. 20. ,, Organ für Bildhauer" Stralauerstr. 11. ,, Allgem. Da ch decker Zeitung" KI. Markusstr. 10. ,, Centralblatt der Pantinenmacher" Mariannenstraße 5. : ,, Allgem. d. Sattler Zeitung" Friedrichstr. 96 Hof 11. Dresden„ Der Barbier und Friseur" Pragerstr. 46, Hamburg„ Der Gerber" Rosenstr. 35.. " Der Gold arbeiter" ,, Der Kürschner" " Nürnberg " Beit " Arbeiter- Chronif" Weizenstr. 12. ,, Bayrisches Wochenblatt" Weizenſtr. 12. Glückauf" Neumarkt 38. " Alle 14 Tage erscheint: " " Der Kupferschmied" Sophienstr. 87 IV. St. Pauli. " Deutsche Mechaniker Zeitung" Rosenstr. 85. , Der Schiffszimmerer" Rosenstr. 35. „ Der Schlosser u. Maschinenbauer" Hammerbrookstr. 86, Haus 5. = Dresden„ Lichtstrahlen", Blätter für volksverständliche Leipzig- Schkendik„ Graphische Presse" Wurzen, Schrotstr. 7. München Frankfurt a. M. Frankfurter Volksstimme" Mainstraße 15. Freiburg i. Br.„ Oberrheinische Volks- Zeitung" Moltkestr. 22. Stuttgart Fürth Fürther Bürger- Zeitung". Halle a. H.„ Volksblatt für Halle" Geiststr. 24. Geestemünde„ Norddeutsche Volksstimme" Schulzstr. 16. Hamburg Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. Hanau„ Hanauer Volks- Zeitung" Langstr. 40. Hannover Volkswille" Marktstr. 45. " Karlsruhe Volksfreund" Kreuzstr. 31. " Leipzig„ Der Wähler" Dörrienſtr. 9. Magdeburg Volksstimme" Heiligegeiſtstr. 27. " " Mainz Mainzer Volkszeitung" Deutschhausgäßchen 1. Mannheim„ Volksstimme" T. 3. b. 4. München Münchener Post" Senefelderstr. 4, I. Nürnberg Fränkische Tagespost" Weizenſtr. 12. " Offenbach Offenbacher Abendblatt" Frankfurterstr. 36. Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. " Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Bant„ Norddeutsches Volksblatt" Adolfstr. 1. Burgstädt„ Die Volfsstimme" Augustusstraße. " " Caffel Volksblatt für Hessen" Schäfergasse 26. Dortmund Volksstimme". Gelsenkirchen, Friedrichsir. 47. Düsseldorf Düsseldorfer Arbeiter- Zeitung" Neustr. 49. Erfurt Thüringer Tribüne" Gartenstr. 7. " Frankfurt a. O.„ Märkische Volksstimme" Junkerstr. 13. Gelsenkirchen Gelsenkirchener Arbeiter Zeitung" FriedrichStraße 47. " = Gotha„ Gothaisches Volfsblatt" Kinsleberstr. 11. Hagen Hagener Arbeiter Zeitung" Gelsenkirchen, Friedrichstr. 47. " " Iserlohn Märkische Arbeiter- Zeitung" Grabenstr. 56. Mülhausen i. E. Elsaß- Lothr. Volkszeitung" Burggasse. Offenburg i. B.„ Vollsfreund" Mezgerstr. 268. Ottensen Norddeutsche Bolts- Zeitung" Gr. Rainftr. 23. Plauen i. V. Vogtländisches Volksblatt" Fürstenstr. 32. Riesa„ Der Volksfreund" Albertplay 6. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Kaiserstr. 29. " " Saalfeld Saalfelder Volksblatt" Rosmarinstr. 15. Stettin Stettiner Boltsbote". Beit Der Volksbote" Neumarkt 38. " Rothenburger Tage. Wissenschaft, Annenstr. 47. Witblätter. „ Süddeutscher Postillon" Senefelderfir. 4. Erscheint monatlich einmal. „ Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Erscheint alle 14 Tage. Illustrirtes Unterhaltungsblatt. Hamburg„ Der Gesellschafter" Große Theaterstr. 44. Erscheint wöchentlich einmal. Gewerkschaftspresse in Deutschland. I. Quartal 1891. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig- Rendnik„ Der Correspondent" für Buchdrucker stantinstr. 8. Wöchentlich erscheinend. ,, Vereinsblatt der Ziegelei Arbeiter" Rosenstr. 35. Löbtau- Dresden„ Der Fachgenosse"( GI a 3 arbeiter) Wilsdrufferstr. 50. Wiesbaden Der Glaser" Helenenstr. 26. Monatlich einmal erscheinend. Hamburg„ Der Bürsten und Pinselmacher" Rosenstr. 35. ,, Gärtner Zeitung" Rosenstr. 35. " = Der Holzarbeiter" Rosenstr. 35. Berlin SW ,, Kazbachstraße 9, I. Der Parteivorstand. Morih Rittinghausen. Rittinghausens Tod hat in den Rheinlanden viele Theil. nahme gefunden, auch die Organe der bürgerlichen Parteien widmen ihrem politischen Gegner anerkennende Nachrufe, die nicht einer gewissen Wärme entbehren. Sein Nachfolger, als Vertreter des Wahlkreises Solingen hat ihm auf dem rheinisch- westfälischen Kon- Parteitage einen würdigen Nachruf gehalten, den unsere Leser in Sem Berichte über diesen Parteitag finden. Die„ Kölnische Volkszeitung" schreibt über ihn u. A. folgendermaßen: Er war 1848 Mitglied des Borparlaments. Nachdem die auf das später zusammenberufene Frankfurter Parlament gesetzten Berlin„ Der Fachgenosse"( für Graveure, Ziseleure 2c.) Hoffnungen fläglich gescheitert waren, wandte er sich nach FrankAndreasstr. 63. ,, Allg. Fahr Zeitung" Schützenstr. 58. " ,, Der Gastwirthsgehilfe" Annenstr. 14. Die Einigkeit"( für Haus dienerzc.) Elisabethufer 55. Berlin- Rixdorf Vereins- Anzeiger für Maler", Prinz Handjernstr. 37p. Braunschweig" Der Bauhandwerker" Marienstr. 43. ,, Solidarität“ Marienstr. 43. reich, wo er den Gedanken der direkten Gesetzgebung durch das Volt verbreitete, bis der Staatsstreich Napoleons Ill. jedes po litische Streben unterdrückte. In sozialer Beziehung vertrat Wittinghausen im Wesentlichen die Verstaatlichung des GrundRittinghausens sind hauptsächlich niedergelegt in seinem Werke: eigenthums. Die erwähnten politischen und sozialen Gedanken ,, La législation directe par le peuple"( Brüssel 1852). Nach diesen beiden Richtungen hin war er auch in der deutschen sozialdemo fratischen Partei thätig; beide Zielpunkte gingen in das Programm der Partei über und wurden von ihm auch im Reichstage vertheidigt. Gelsenkirchen„ 3tg. der deutschen Berg arbeiter" Fried In manchen, namentlich taktischen Bestrebungen wich er von seinen richstraße 47. Gotha„ Schuhmacher Fachblatt" = Hamburg„ Der Arbeiter"( für Bau- und Hilfsarbeiter) Köln ist Rittinghausen zu großem Dante verpflichtet. Als die Rosenstr. 35. Die Arbeiterin" Rosenstr. 35. Parteigenossen ab. Wenngleich er in das Parteileben, insbesondere der Wahlen wegen, vielfach eingegriffen hat, war seine Natur doch mehr die eines Theoretikers wie eines Agitators. Die Stadt Stadterweiterung vorbereitet wurde, trat er zuerst in einer Broschüre für das Eigenthumsrecht der Stadt an den alten Festungs" Fachzeitung für Drechsler" St. Georg, an der werken ein. Da die liberale städtische Verwaltung und Vertretung zur Geltendmachung des Eigenthumsrechts nicht zu bewegen war, Roppel 79 I. bildete sich zu diesem Zwecke ein Bürgerausschuß, auf dessen Ver an den Reichstag beschloß, welche von Rittinghausen im Reichstage vertreten und von letzterem dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen wurde. Wenn diese Bestrebungen auch bei den andersartigen Anschauungen der städtischen Organe das Eigenthumsrecht der Stadt nicht retten konnten, so hatten sie doch den Erfolg, daß die Bedingungen des Ankaufs für die Stadt sich wesentlich günstiger gestalteten." Bemerkenswerth sind auch die Auslassungen eines schweize rischen Blattes, der Züricher Post" über Rittinghausen. Bevor wir sie folgen lassen, sei bemerkt, daß unser verHamburg Der Grundstein"( für Maurer) Fürstenplay 2, I. anlaffung u. a. eine Versammlung auf dem Gürzenich eine Petition ,, Bruder Schmied" Brüderstr. 10. " Fachzeitung für Schneider" Rosenstr. 35. ,, Neue Tischler Zeitung" Eimsbüttel, Bismarckstr ,, Der Zimmerer" Rosenstr. 35. " Leipzig Der Gewerkschafter"( f. Cigarren arbeiter) Dörrienstraße 9. München Deutsche Böttcher Zeitung" Senefelderstr. 4. Nürnberg Deutsche Metal larbeiter- Zeitung" Weizenstr. 12. " Roman aus der Zeit des großen Bauernkrieges von 1525. Tod geweſen. Von Wilhelm Blos. ( 30. Fortsetzung.) " " Die Büchsenschützen der wohl hätten Sie hinaus brechen mögen, als sie die Gefährten bei der Bresche anlangten. so elendiglich umkommen sahen, aber es wär' nur ihr eigener Schwarzen harrten ihrer, nach Herrn Florians Befehl, ruhig, bis die Herren ganz nahe herangekommen waren; Ihnen blieb nicht lang Zeit, sich Gedanken zu machen, dann feuerten sie ihre Büchsen in die dichte Masse der denn schon führten die Bündischen das schwere Geschütz Stürmenden ab und alle stürzten sich mit Spieß und gegen das Schlößlein heran. Das waren die großen Noth Schwert auf den Feind. Da erhub sich ein gräuliches GeEin Stückschuß donnerte draußen über das weite Blach schlangen des Truchsessen; die richteten jetzt ihre Mündungen mezel, ein Stechen und Würgen, bei dem keiner an Gnade feld; sie rissen sich los von einander und Herr Florian gegen die Ringmauer. Das war ein Donnern und Brüllen, denken mochte. Die kräftigen Fäuste der Rothenburgischen eilte zur Ringmauer, zu den Seinen. Agnes saß wie traum- als die Feuerschlünde abgingen und ihre Kugeln von Stein Bauern theilten so wuchtige Hiebe aus, daß nicht Helm und verloren auf einem großen herabgestürzten Quaderstein. und von Eisen wieder die Mauer schleuderten! Die im nicht Harnisch vor ihren Streitkolben und Schwertern Die Bündischen griffen jetzt die Kirche an. Die schwache Schlößlein mußten Herzen von Eisen haben, wenn sie nicht schützen mochten. Es sanken im Tod viel edle Herren und Kirchhofsmauer konnte den Vertheidigern nicht lange Schuß erzittern sollten ob solch fürchterlichem Getos. Da fiel die gute Gesellen, wohl mehrere Hundert; die anderen flohen bieten; mit Uebermacht drangen die Bündischen ein und die Mauer in einer Breite von wohl vierundzwanzig Schuh und durch den Graben zurück. So verloren sie den Sturm. Schwarzen mußten in die Kirche zurückweichen. Sie schossen die Bündischen jauchzten hoch auf; jetzt gabs Bresche zum Grimmig fah's der Pfalzgraf mit an; er ließ nun zum vom Thurm und vom Dach herab und trafen gar Manchen Sturm. Drei Männer aus Heidingsfeld, so im Schlößlein Rückzug blasen. Das ward dem stolzen Herrn schwer, aber in den dichten Haufen des Feindes. Aber da wurden waren, verloren jetzt den Muth; sie liefen heraus und flehten er konnte nicht wohl anders. Feuerbrände in die Kirche geschleudert und jäh züngelte die Gnade des Pfalzgrafen an. Dieser ließ sie gleich von Drinnen im Schloß athmeten sie auf. Aber sie durften die Flamme auf; sie fraß das Gebäude und die darinnen seinen Reisigen erstechen. nicht hoffen, lange Ruhe zu haben, und sie sahen mit Schrecken, daß sie kein Pulver mehr hatten. Jetzt erhub das bündische Geschüß, das während des Sturmes geschwiegen, wieder seine eherne Stimme; es warf waren. Da flog noch mancher Stein aus den Flammen Nehmet Euch ein Exempel dran!" rief Florian Geyer auf die Bündischen und noch mancher Schuß blizte auf, bis den Seinigen zu, die schweigend der fürchterlichen MordKirche und Bauern von den Fammen verzehrt waren. Szene zusahen. Mancher stürzte sich verzweifelnd heraus und starb im Hand- Ein wilder und muthiger Schlachtruf der Schwarzen die Ringmauer nieder und die Schwarzen suchten Schutz gemenge den Heldentod. Die Bündischen verloren Viele, die scholl rings die Mauer entlang, draußen aber konnten die hinter dem zweiten Mäuerlein, das etwa einen Spieß hoch sich zu hart an die Bauern wagten voll Mordgier und Bündischen sich nicht mehr halten; sie hofften, das Schloß sich hinter dem Zarchen erhob. Herr Florian stellte die Haß gegen den gemeinen Mann; hier bekam auch der leicht im Sturm zu gewinnen und den verhaßten Feind zu Seinen auf. Wie er sich umschaute, gewahrte er Agnes, mannhafte Ritter Sebastian Schärtlin von Burtenbach aus vernichten. All die edlen Herren, Ritter und Knechte saßen die immer noch auf dem Quaderstein ſaß. Sie sah ihn Schwadors, später der Stadt Augsburg hochberühmter Feld ab. Sie dachten nicht daran, daß auf der Bresche Männer zärtlich an; ihre Augen strahlten in schier überirdischem hauptmann, einen schweren Steinwurf an den Kopf, also standen voll Todesmuth und Standhaftigkeit; der leichte Glanze. daß man ihn für todt hinweg trug. Keiner aber kam davon Sieg im Blachfeld hatte sie übermüthig gemacht. Voll aus denen, so die Kirche vertheidigten; sie starben alle trug freudiger Hoffnung traten fie an zum Sturm. Sie kamen durch das Feuer oder Schwert, hatte auch keiner um durch den Graben, aber auf seinem moosigen und fumpfigen Gnade gebeten. Grund sauken sie ein und sie famen aus der Ordnung; wüst Zähnetuirchend sahen's Herr Florian und die Seinigen; sahen sie aus, wie wenn sie sich im Roth gewälzt, als sie " Mein Geliebter, ich darf mit Dir sterben," hauchte sie. " Das darfst Du nicht," sprach er fest, es ist der letzte Wunsch Deines Geliebten, daß Du lebst." Sie nickte traurig. Er aber preßte sie stürmisch an sich, dann zog er fie schreibt: bedeutend man storbener Genosse gerade in in der Schweiz durch sein topfanstrengende Thätigkeit eines Arbeitgebers, welcher sich ,, Geben ist seliger denn Nehmen". Diefen alten christ Eintreten für die direckte Gesetzgebung durch das Volk seiner Aufgabe, in den Fabrik und Geschäftsräumen lichen Moralspruch führt das moderne Unternehinerthum gern besonders viele Anerkennung gefunden hat. Nittinghausen's herumzustehen, sein Personal zu fujoniren und seine wohl im Munde, und dennoch ist er nicht blos häufig, sondern kann politisches Ideal, die direkte Gesetzgebung durch das Volk, die gepflegten Hände nur aus den Taschen zu ziehen, um er auch im Munde des heutigen Unternehmerthum nur heuchleäußerste Konsequenz der Demokratie, so wenig sie heute nach den sie sich ob des guten Geschäftes vergnügt zu reiben, im rische Phrase sein. Das kapitalistische Wirthschaftssystem beruht Ideen Rittinghausens in Deutschland praktisch durch Schweiße seines Angesichts, aber immer mit" Anstand" entledigt. auf der Aneignung unbezahlter Arbeit, dem Mehrwerth. Die führbar wäre, ist in einer Reihe schweizerischer Kantone in den Dagegen weiß die Sozialdemokratie jede wirklich geistige Arbeit Moral aber ist allemal der Ausfluß der jeweiligen Produktions letzten Jahrzehnten erfämpft worden, in anderen und im Bunde sehr wohl zu schäßen. Es ist bekannt, daß gerade der Hand- verhältnisse; eine andere Moral ist die moderne bürgerliche, als felbst auf dem Wege der Durchführung. Daher ist es vollauf bearbeiter, welcher nur eine mäßige Schulbildung genossen hat, zu die christlich- feudale war, und in der heutigen proletarischen Moral greiflich, daß das konsequentest demokratische Organ der Schweiz, dem Kopfarbeiter oft mit scheuer Bewunderung emporblickt. Die ist schon der Keim der kommenden sozialistischen Moral enthalten, die Züricher Post", das Andenken Rittighausens feiert. Sie übertriebene Vorstellung, welche die Arbeiterklasse früher von in der die Liebe durch die Solidarität ersetzt sein wird: jedem hatte, der die Feder führte, und wenn es auch Die Solidarität der Arbeiterklasse erweitert sich in der klassen" Ein Politiker, dem auch wir an dieser Stelle eine Grinne nur ein Abschreiber war, ist allerdings heut zu Tage infolge der losen Gesellschaft naturgemäß zur Solidarität der ganzen menschrung schulden, ist vor wenigen Tagen aus dem Leben geschieden: durch die Sozialdemokratie verbreiteten Aufklärung und lichen Gattung. Die kapitalistische Moral kann ehrlicherweise das Moris Rittinghausen. Wir finden die Nachricht von seinem Tode Bildung Aber herabgemindert worden. das Geben nicht für seliger als das Nehmen erklären; denn ihr Handeln in der Brüsseler„ Réforme". Hochbetagt starb Rittinghausen zu schließt keinen Vorwurf, sondern vielmehr ein Verdienst besteht in dem Nehmen, und zwar in einem Nehmen, bei dem der Ath in Belgien, wo er für einige Tage bei einer befreundeten in sich; denn gerade deshalb wird die wirklich kopsanstrengende andere, der gebende Theil denn im Verkehr der Menschen ge Familie auf Besuch war. Irren wir nicht, so stammte derselbe Arbeit jetzt von den Handarbeitern nach ihrem wahren Werthe hört zu jedem Nehmenden allerdings auch ein Gebender- nicht aus Westfalen und gehörte bereits der Linken des Frankfurter gewürdigt. Das wissen auch die Gegner der Sozialdemokratie freiwillig giebt, sondern nur deshalb, weil er infolge seiner Parlamentes an. In den Siebziger Jahren war er Mitglied des sehr wohl, aber sie verbreiten diese„ Irrlehre" absichtlich, um die Entblößtheit von Arbeitsmitteln nicht anders kann. Wenn deutschen Reichstages, wo er zur sozialdemokratischen Fraktion jüngeren Vertreter der geistigen Arbeit, welche sich immer mehr der Kapitalist giebt, so erstattet er damit nur einen Theil zählte. Am meisten Interesse aber dürfte bei uns derjenige Theil der Sozialdemokratie zuwenden, abzuschrecken. des Gewonnenen zurück, und im Sinne der christlichen Moral seines politischen Wirkens erwecken, welcher in eine andere Periode Man sollte danach meinen, daß die Bourgeoisie die geistige hat er nicht einmal ein Verdienst von dieser Wiedererstattung, feines Lebens fiel. Arbeit in besonders hohem Maße zu würdigen verstände, d. h. denn seine Absicht ist nicht, zurückzugeben, sondern von neuem Als die Sache der deutschen Demokratie im Jahre 1848 gut bezahlte;- denn die Bourgeoisie hat leider nur den einen zu ernten, den Beschenkten zufrieden und gefügig zu erhalten, die verloren war, begab sich Rittinghausen ins Ausland, nach Belgien Gradmesser der Würdigung und Werthschätzung: die klingende Ausbeutung zu verlängern und wenn möglich zu verewigen. Eine und Frankreich, und schrieb in der„ Démocratie pacifique" eine Münze. Eine Probe davon bietet die folgende Ankündigung, Posse des Beschenkens hat zu Weihnachten u. a. die hiesige Reihe von Artikeln über die direkte Volksgesetzgebung oder die welche gegenwärtig im Vorraum der biesigen Universität am Gastwirthe- Innung wieder aufgeführt, und der eigene wahrhafte Demokratie" Diese Artikel sind es wohl, welche in der schwarzen Brett zu lesen ist:„ Ein junger Studirender, welcher Bericht des Innungsblattes feßt uns in den Stand, die Verlogens politischen Welt seinen Namen am meisten bekannt machten und gewillt ist, einem elfjährigen Knaben Nachhilfestunden zu erheit dieses Schenkungsattes aufzudecken. Die„ Gastwirths- Zeitung" durch sie ist Rittinghausen geistig auch mit der Bewegung ver- theilen, findet gegen monatliche Entschädigung von 10 M. ein erzählt:„ Allerdings zeigten einige Pläge nur Teller mit Pfefferknüpft, welche in unserem Lande zum Siege der Volksrechte ge- möblirtes Zimmer. A. G..., Gr. Frankfurterstraße 87." Also fuchen, Aepfeln und Nüssen; dann aber erhielten die Betreffenden führt hat. Interessant war der Grundgedanke, von welchem er troh des Unterrichts von jedenfalls mehreren Stunden täglich ein oft zur rückständigen Miethe oder sonstigen Zahlungen dringend dabei ausging: die Revolution von 1848 fei zwar reich an verlangt der edle Menschenfreund noch eine Entschädigung! In nöthiges Geldgeschenk", in welcher Höhe, sagt der Bericht nicht. sozialen Ideen gewesen, aber arm an politischen, oder, was da- einer anderen Annonze verspricht ein Apotheker in der Boyen- Beschenkt wurden 112 Personen, darunter 25 Erwachsene, zu mit gleichbedeutend, an Mitteln der Ausführung. Man habe straße für täglich 3-4 Stunden Unterricht freies Zimmer mit Schaden gekommene Gehilfen oder deren Wittwen." Der„ Oberdas Wesen des demokratischen Regierungssystems nicht ge- Raffee, d. h. er bietet für monatlich über 100 Stunden Arbeit meister" Moris hielt eine fromme Ansprache, deren beste Säße kannt; dieses aber sei zu finden und es bestehe dasselbe eine Gegenleistung von höchstens 20 M. Werth, also für eine lauteten: in der Ueberwindung des herrschenden Systems der Ver- Stunde 20 Pr. tretung, welches nur so lange einen Sinn gehabt habe, als die Das ist die„ Würdigung", welche die Bourgeoisie der geistigen Gesellschaft noch korporativ gegliedert war und jede Korporation Arbeit zu Theil werden läßt. Und solche Fälle, wie die angeihrem Abgeordneten ein bestimmtes Mandat geben konnte. führten sind nicht etwa vereinzelte Ausnahmen, sondern sie bilden Rittinghausen entwarf darauf selbst den Plan zur Volfs- beinahe die Regel. Die Ausbeutung der Arbeitskraft geht überoder direkten Gesetzgebung, wobei er Einrichtungen empfahl, welche haupt auf dem Gebiete der Erziehung und des Unterrichtes im dem obligatorischen Referendum und der Volksinitiative entsprechen. Hause ins Unglaubliche. Besonders haben darunter die ErzieheOb er nun hierbei die schweizerischen Institutionen und auch die rinnen und Kindergärtnerinnen zu leiden. Die meisten erhalten Beispiele aus der französischen Revolutionszeit nicht kannte, ver Hungerlöhne, die hinter denen der Fabrikarbeiterinnen noch weit mögen wir nicht zu beurtheilen; Thatsache ist, daß er die zurückſtehen. Die besigende Klasse macht sich hier wieder die Volksgesetzgebung mit großem Eiser verjocht und daß er geringere Begehrlichkeit" und die Unbeholfenheit des weiblichen hauptsächlich in Paris eine lebhafte Diskussion über sie Geschlechtes in geschäftlichen Dingen zu Nuze. wachrief. Mit glänzender Rhetorik unterstützte ihn Victor ConDie Kopfarbeit wird von der Bourgeoisie genau so wenig fiderant und Ledru Rollin näherte sich wenigstens seinen An- gewürdigt, wie die Handarbeit. Beide werden als Waare be schauungen; Proudhon und Louis Blanc dagegen bekämpften sie; trachtet, beren Preis ohne jede Rücksicht auf den nothwendigen der leztere in einer eigenen Schrift: Plus de Girondins. Denn Lebensunterhalt des Arbeiters herabgedrückt wird, wenn es die als Girondins glaubte Louis Blanc die Gegner des Repräsentativ- Konjunktur" gestattet. Die Sozialdemokratie dagegen schäßt hervorzuheben, welch vorzüglicher Kern in der Gehilfenschaft systems und Anhänger der direkten Gesetzgebung bezeichnen zu Ropfarbeit und Handarbeit gleich hoch, stellt aber freilich keine sollen. Ihm war es nicht jakobinisch genug, das ganze Wolf in von beiden über die andere. Und daran thut sie recht; denn, den verschiedenen Staatsangelegenheiten mitreden zu lassen. Es nicht was wir arbeiten, sondern daß wir arbeiten, begründet würde dieselbe, sagt er, zum Föderalismus zurückführen und die allein einen Anspruch auf Achtung und Lohn. neue und untheilbare Republit in lauter Gemeindestümpfe zerstückeln. Wir in der Schweiz haben erfahren, daß Referendum Auch das Zentrum will gleich seinen deutsch, freisinnigen" und Initiative das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit zwischen und konservativ- evangelischen Reaktionsgenossen auf den Arbeiterden Bürgern des ganzen Landes vielmehr stärken. fang in Berlin ausgehen. Wie im Winde ging die Propaganda Rittinghausen's Einer Nachricht der„ Germania" zufolge ist am 4. Januar verloren, obwohl dieselbe Anfangs in den Fortschrittsparteien ein fatholischer Gesellenverein begründet worden. Es gilt also die Geister mächtig beschäftigt hatte. Aber in späteren Jahren einen Kampf gegen die Sozialdemokratie zu unternehmen, dem nahm Rittinghausen sie wieder auf, schrieb über die Voltsgesetz- wir mit Vergnügen entgegen seben. Freilich ist nicht anzunehmen, gebung eine Reihe Abhandlungen und setzte den Gegenstand daß der Verein ein anderes Bild bieten wird, als seine Zwillings Diesmal in Deutschland auf die politische Tagesordnung, als brüder, der deutsch- ,, freisinnige" Arbeiter" verein und der christeben die neue Zürcher Verfassung auf diese Ideen die praktische liche Verein junger Männer und wie diese Spielarten des ArWieviel sich die Herren zur Belohnung für ihr wohitun Probe machte. beiterfanges sonst noch heißen mögen. Daß der katholische Ge wir zum Schluß, wieviel die Junungsmitglieder und, nicht zu In der Schweiz selbst ist Rittinghausen's Thätigkeit nicht fellenverein bestehen wird, steht außer Frage, wenn eben feine selbst gegönnt haben, verschweigt der Bericht. Dagegen erfahren unbemerkt geblieben. Wir wissen zuverlässig, daß Regierungs- oder wenige Arbeiter demselben beitreten, dann wird der vergessen, ihre Gehilfen zusammengesteuert hatten:" Der rath Sieber bei Besetzung des neuen Lehrstuhles für das demo- pfäffische Einfluß schon Sorge tragen, daß, ebenso wie in den an- Opferfreudigkeit darf sich niemand schämen, tratische Staatsrecht neben den Herren Gengel und Gustav Vogt beren Abarten, fromme Bonrgeoisjünglinge und angehende Kirchen- und so werden auch die freundlichen Geber eine schöne Erinne auch an Rittinghausen dachte. Doch war Rittinghaufen fein lichter sich als Mitglieder einzeichnen lassen und damit dem Verein Redner und man glaubte ihn deshalb zum akademischen Lehrer ein Vegetiren ermöglichen. Hoffentlich wird der Kampf in Berlin ung mit nach Haus genommen haben. Waren doch mehr als 1700 M. eingekommen und konnten doch 41 Familien damit von unseren schwarzen Gegnern mit etwas anderen geistigen glücklich wirklich glücklich? gemacht werden. Wahrlich, An seinem Grabe darf heute auch die Schweiz ehrend des Waffen" geführt werden, als es am Rheine geschieht, wo die Geben ist seliger denn Nehmen." Ganz recht, die Armen danken Mannes gedenken, welcher ein Freund ihrer Institutionen war Dreschflegel die Bekehrung der„ irregeführten" Landarbeiter voll- dem Geber so gerührt und man wird in der Dessentlichkeit so und die Saat der Demokratie in anderen Ländern ausgestreut hat. ziehen sollen. gelobt, oder, wenn kein Anderer es thut, thut man's selber. Es weniger geeignet. Lokales. " „ Wir legen e3 Euch besondes ans Herz, Euch der Wohlthaten, Euch erweist, durch Fleiß und sitt fames Betragen würdig zu zeigen, auf daß Ihr brave, rechtschaffene Menschen werdet. So erfreuen sie sich denn nunmehr alle an dem, was meine Kollegen oder die Angehörigen der Gehilfenschaft von ihrem Verdienst aus ehrlicher Arbeit Ihnen abzugeben vermocht haben." Die Herren aus der Innung bringen bekanntlich die Kosten ihrer Einrichtungen und Veranstaltungen nicht allein auf; fie ziehen zu den Kosten derselben vermöge des ihnen verliehenen und jüngst bestätigten Privilegs die nicht der Innung angehörigen Gastwirthe mit heran. Man sollte glauben, daß dadurch eine größere Summe für ihre Weihnachtsbescheerung verwerthbar und die Beisteuer der Gehilfen entbehrlich würde. Aber diese scheint ganz beträchtlich gewesen zu sein. Denn der Berichterstatter des nnungsblattes fühlt sich gedrungen, noch einmal ausdrücklich liege, die theilweise selbst ihr Scherflein gegeben habe." Die Ge schenke wurden, vielfach unter Thränen der Rührung," besichtigt. Natürlich; die Damen der Innungsmeister hatten damit auch ihre Rührung, und die Jnnungsmeister selbst empfanden die Freude des Gebens, die seliger ist als die des Nehmens. Nachdem der Altgehilfe gedankt hatte, brachte der Obermeister der Ge hilfenschaft ein Hoch aus, indem er sie zugleich vor allen un patriotischen Abwegen warnte." Dann wurden die Be schenkten entlassen. Es wurde das Zeichen zum Einpacken ges geben, und in furzer Frist waren die Tafeln geleert und die Be schenkten, die noch vielfach sich persönlich bedankten, verschwanden. Die Innungsmitglieder begingen den Schluß des sehr gelungenen Festes noch durch ein längeres, geselliges Zusammensein, bei dem auch der Tanz in seine Rechte trat." " 1 Auch die Begründung des polnischen sozialdemokratischen ist ja so schön gesagt:" Der Opferfreudigkeit darf sich niemand Vereins scheint der schwarzen Himmelsgarde schwer im Magen schämen." Es ist auch so durchaus richtig. Es paßt vielmehr zu liegen, besonders ist ihnen das neue polnische Partei- Organ ganz zu der Art und dem Zweck des Unternehmerthums, dieses ein Dorn im Auge. Daher soll mit allen Kräften und Mitteln Wohlthun vor aller Welt prahlend zur Schau zu stellen. gegen den neuen Verein angekämpft werden. In Versammlungen, Die geistige Arbeit wird angeblich von den Sozial welche von fatholischer Seite einberufen werden, sollen die polni demokraten nicht gebührend gewürdigt. Wenn unter geistiger schen Landtage- und Reichstags- Abgeordneten ihre„ verführten" Arbeit die Thätigkeit" des spekulirenden Kapitalisten verstanden Landsleute zu Unterwürfigkeit, Demuth und Gehorsam gegen ihren wird, welcher nur auf Erhöhung seines Profites finnt, dann ist Seelenhirten ermahnen. Voraussichtlich wird den eifrigen Herren die Behauptung richtig; denn eine derartige geistige Arbeit" eine gebührende Antwort zu Theil werden, das Zeitenrad hält wissen die Sozialdemokraten allerdings nicht zu würdigen. Sie weder ein evangelischer, noch ein jüdischer, noch ein fatholischer haben auch kein rechtes Verständniß für die verantwortungsvolle, Pfaffe auf. Viel Beunruhigung scheint der am Neujahrstage unseren Lesern beigefügte Kalender der Bourgeoisie verursacht zu haben. Fast alle bürgerlichen Zeitungen, hauptsächlich die der konservativen Reaktion, beschäftigen sich in längeren und fürzeren Artikeln sehr eingehend mit dem Inhalt, den sie anscheinend sehr forgfaltig durchstudirt haben. Bunächst stoßen sich fast alle diese Blätter daran, daß wir geschrieben haben, wir hätten alle byzantinischen Hauptmann der Landsknechte herein, der zugehört hatte. Wir fangen Euch mit den Spießen auf. " Glückauf zur lustigen Jagd!" ins Innere des Schlößchens und ließ sie sich in einem wohl Beute des Todes und lebten nur noch in dem Grimm, der erhaltenen Keller verbergen. Agnes folgte wie im Traum. Feinde soviel als möglich zu tödten. Mit wildem Lärm Er zog sie noch einmal an sich und flüsterte ihr einige letzte und brausendem Geschrei drangen die bündischen Haufen Wenige schlossen sich Herrn Florian an. Mitten in zärtliche Worte in's Ohr; dann schob er sie sanft in den herein; bald erstiegen sie die Mauertrümmer und pflanzten der Nacht brach er durch, als ihn die Feinde am wenigften Keller und schloß die Thür. Zwei Thränen rannen lang- ihre Fähnlein auf. Wie die Schwarzen kein Pulver, so erwarteten. Grade bei jenem großmäuligen Hauptmann fiel sam über sein männlich schönes Gesicht, er eilte zur Mauer, hatten die Landknechte keine Büchsen. Da brach man im er aus dem Gehölz; als dieser ihm entgegentrat, stach ihn denn draußen schwieg wiederum das Geschütz. Zum andern Borne Steine aus der Mauer und schleuderte sie gegen ein Herr Florian nieder mit den Worten: Mal liefen die Herren und Ritter den Sturm ander. Fürchterlich war der Kampf in dem engen zeran. Freudig brüllten fie, als sie durch die trümmerten Gemäuer; die Schwarzen verkauften ihr Leben Ehe die Reisigen herbeifamen, war Herr Florian mit Bresche eindrangen; sie glaubten diesmal gewonnen theuer und Hunderte der Bündischen mußten hier in's Gras den Seinen im Dunkel verschwunden. Flüchend kamen die zu haben. Aber da da erhob sich hinter der Bresche beißen. Doch die Uebermacht mußte den Kampf gewinnen; Streifer zurück; sie waren leer ausgegangen. bas zweite Mäuerlein etwa einen Spieß hoch; es hatte nur es fielen die Schwarzen, die hier gegen die ganze Macht des Während dieses schrecklichen Getümmels lag Agnes in ein kleines Thor und ein Fensterloch. Von da verschossen die schwäbischen Bundes fochten, bis auf wenige Männer; die Schwarzen ihr letztes Pulver und warfen und stachen so fünfzig freien Knechte und die Domschüler starben mit ihnen. wüthend herab, daß die Herren abermals weichen und Das Schlößlein lag voll Leichen; sie häuften sich auf den fliehen mußten. Hätten sie Pulver gehabt, meinten Kriegs- Mauertrümmern. dem Keller verborgen. Sie mußte das ganze Getöse des Kampfes mit anhören; sie vernahm das furchtbare Geschrei der Kämpfenden, den Todesschrei der Getroffenen, das Stöhnen und Aechzen der Verwundeten. Sie hätte sich in verständige Leute bei den Bündischen, so hätte man ihnen Inzwischen sank die Nacht herab und der Mond goß den dunkelsten Winkel des Kellers zurückgezogen. diesen Tag nicht viel mehr anhaben mögen. sein bleiches Licht herab auf die Stätte blutigen Grau ens. Das stolze Mädchen fürchtete nicht den Tod; das hatte Das bündische Fußvolt, das nach der Meuterei sich Die Bündischen stiegen unter den Gefallenen umber; wo sie sie mehr als einmal bewiesen. Sollte sie hinaus und an doch nach dem Kampsplatz in Marsch gesetzt hatte, kam bei einem der Bauern noch ein Röcheln vernahmen, in den des geliebten Mannes Seite sich in das Kampfgewühl stürzen, mählig an. Die Büchsenmeister aber fürchteten sich jetzt stachen sie den Spieß, denn es sollte keiner davon kommen. um mit ihm unterzugehen? Dazu fehlte ihr nicht die Ent nicht mehr vor den Handrohren der Schwarzen, denn sie aber den sie am Eifrigſten ſuchten den fanden sie nicht. Als schlossenheit und es lag ihr wenig mehr am Leben, da sie wußten, daß im Schlößlein kein Pulver mehr war; dann es dunkel wurde, war Herr Florian mit einem Häuflein tapferer den, an dem ihre Seele hing, dem Tode geweiht wußte. brachten sie ihre Stücke bis an den Rand des Grabens und Männer, darunter auch der große Lienhart von Schwarzen Aber hatte er sie nicht beschworen, zu leben? Gewiß, doch schossen die innere Mauer zusammen. Die Schwarzen bronn, durchbrochen und hatte ein kleines Gehölz erreicht. Darin lag nicht das Bestimmende. Sie fühlte sich wieder mochten vor dem fürchterlichen Feuer nicht mehr stehen; In der Nacht wagten die Bündischen nicht hinein zu bringen. ganz als Mädchen, als Weib, seitdem ihr blondes Haupt fie zogen sich in das Innerfte des Schlößleins. Draußen aber sie umzingelten das Gehölz, während der Pfalzgraf an des Geliebten Bruft geruht; die eine felige Minute hatte rüsteten sie sich zum dritten Sturm und Herren liefen gegen alle Heerpaufen schlagen ließ. Das Gehölz war voll von in ihrer Seele alle zarten und sanften Saiten erklingen ein Thor an, die Landsknechte gegen eine große Bresche in Flüchtlingen, sie waren zum Theil vor Angst ganz sinnlos. lassen und füße Gefühle durchflossen sie in aller Noth und Da sah Herr Florian, daß für die schwarze Schaar die Biele fletterten auf die Bäume und glaubten sich so gerettet; in allem Sturm der Schlacht und in all der athemraubenden Da sah Herr Florian, daß für die schwarze Schaar die andere erwarteten ganz stumpfsinnig ihr Schicksal. Herr Angst um das theure Leben draußen, auf das die Geschoſſe letzte Stunde gekommen war; Gnade mochte von dem grau Florian, der nie Berzagte, redete sie an und sprach ihnen zu, der Feinde zielten. Merkwürdig, ihre Rolle als Stürmerin samen Feind Niemand hoffen noch nehmen. mit ihm durchzubrechen, denn am Morgen würden die des Würzburger Schlosses tam ihr nun selbst einigermaßen unweiblich vor; sie konnte sich Bändischen hereinfallen und keinen am Leben lassen. neben dem Helden der Mauer. Lieben Brüder," rief der tapfere Führer, wenn wir untergehen müssen, so soll es mit Ehren sein, auf daß wir der Welt ein Beispiel geben, wie fränkische Männer die schwerste Stunde bestehen!" Wilder Zuruf antwortete ihm; sie Alle wußten sich als ihres Herzens und dessen ritterlicher Erscheinung nur als " Sie schießen Euch wie wildes Geflügel von den Bäumen, das hingebende, liebende, zärtliche Weib, nicht aber als rief er. die Walkyre der Schlacht denken. Und in einem „ Jawohl, das soll eine lustige Jagd werden," rief ein verborgenen Winkel ihres Herzens keimte noch ein ganz I Kalendernotizen vermieden. Das Wörtchen byzantinisch will nun zu, daß hier nicht blos eine Aufsaugung des Kleinbefizes durch des Unglücklichen nach dem Krankenhause anordnete. Auf dem den Herren durchaus nicht in den Kopf hinein, ihnen, die ja das größere Besizthum vorliegt, sondern, daß hier auch noch die Transporte dorthin verstarb aber bereits der junge Mann an den beinahe im Byzantinismus ersterben. Daher stellen sie alle Bauschwindeleien mit ins Gewicht fallen, allein auch diese sind Folgen des übermäßigen Alkoholgenusses. möglichen Erwägungen an, was wohl damit gemeint sein ja nur Auswüchse des Kapitalismus, und je mehr sich die Krisen Ein eigenartiger Unfall, der leicht schwere Folgen haben tönnte. Um so mehr steigert sich sich nun ihre Wuth, und Krache, die großen wie die kleinen, vermehren, ein desto als sie bemerken, daß gewisse Daten von Geburts und deutlicheres Wahrzeichen ist es für uns, wie sehr das morsche fonnte, hat sich gestern Abend turz nach 5/2 Uhr auf dem GrundTodestagen in dem Kalender nicht enthalten sind. Naiv Gebäude des Privatkapitalismus in allen seinen Fugen kracht Stück der Filial- Werkstätten( in der Ackerstraße) der Schwarzkopff schen Eisengießerei- und Maschinenfabrik ereignet. Die Fabrik sind die in der gegnerischen Presse dabei entwickelten Ansichten und bei dem leisesten Anstoß in bedenkliches Wanken geräth. ist, wie die Staatsb. 3tg." berichtet, damit beschäftigt, Geschütze in der That, die Kapitalistenorgane thun gerade so, als ob sie Aus Charlottenburg wird uns geschrieben: Spigel an für Schweden und Norwegen umzuarbeiten; in der Gießereizum ersten Male die Entdeckung machten, die Sozialdemokratie der Arbeit das Neueſte hier. Vor einigen Tagen wurden Abtheilung sollte„ Feierabend" gemacht werden. Einige Arbeiter ist sei neben allem anderen auch republikanisch. Spaßhaft flingt es wirklich, wenn ein Blatt schreibt, den einige Frauen hiesiger Genoffen durch eine Frau in den vierziger trugen eine Gießpfanne mit etwa 3 Zentner Schlacken- und deutschen Arbeitern sei als etwas unwesentliches die neuere Jahren besucht, die sich Wittwe Krüger nannte und wissen wollte, Uebermasse nach dem Hofe, um deren Inhalt dort auszugießen, preußisch- deutsche Kriegsgeschichte vorenthalten worden. Dazu ob und von wem die Frauen inhaftirter Genossen unterstützt damit die Masse ertalte. Sie goffen die glühenden Massen aus, brauchen wir wohl keine Bemerkung zu machen, unsere Leser würden. Ferner forschte sie nach dem Vertrauensmann, worauf ohne zu berücksichtigen, daß die Ausgußstelle stark mit Schnee bitten wir jedoch, über diese Ansichten nicht zu sehr zu lachen, sie an Genosse Birch gewiesen wurde, den sie allerdings nicht bedeckt war. Kaum aber traf der glühende Fluß mit dem Schnee fie entspringen eben einem eigenthümlichen Gefichtskreise. Aller kennen wollte. Auch interessirte sie sich sehr in Bezug auf die zusammen, als es einen furchtbaren Knall gab und nach allen dings wenn wir die Kalender des Bürgerthums durchsehen, so Herausgabe einer neuen Zeitung, die auf Grund des auf dem Seiten wie Feuerbälle aussehende Theile der glühenden muß man zu der Meinung kommen, daß die Weltgeschichte aus Barteitage in Potsdam gefaßten Beschlusses herausgegeben werden Masse spritzten. Der Luftdruck riß die Zunächststehenden um, nichts weiter besteht, als aus Morden und Brennen und das solle. Man sieht, daß immer noch die alte Spionenriecherei die Gießpfanne explodirte und sämmtliche Scheiben der naheMenschengeschlecht sich nur aus Henkern und Henkersknechten zu im Gange ist; man sollte doch jetzt, nach Aufhebung des Sozialisten- bei gelegenen Fabrikgebäude plakten; zugleich aber waren auch sammensete. Theile der Gluth auf das Pappdach der nahen Schmiede geflogen gesetzes, nicht mehr am Tage nach Gespenstern suchen. und drohten, dieses in Brand zu setzen. Der Feuermelder der Fabrik wurde deshalb sofort in Thätigkeit gesetzt, so daß wenige Minuten nach dem Ereigniß Löschhilfe zur Stelle war, welche indessen bald wieder abrücken konnte. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht von dem Vorkommniß, es hieß, daß eine Resselexplosion stattgefunden und einige Arbeiter lebensgefährlich verlegt worden seien. Da die Filialwerkstätten ungefähr 500 Personen beschäftigen, ist es leicht erklärlich, daß das Gerücht von dem Unfall bald Hunderte von Frauen der Arbeiter jener Fabrik vor deren Thore führte, welche ihre verunglückten Männer dort in Empfang nehmen zu müssen glaubten. Gottlob irrten sich dieselben. Niemand ist nennenswerth verletzt. Dem Staatsminister v. Puttkamer ist, der„ Köln. 3tg." zufolge, vor Kurzem auf der Jagd ein Unfall begegnet, der leicht Er wurde von verhängnißvolle Folgen hätte haben können. Schrotförnern an der Stirn zwischen den Augen getroffen, ohne Bei dem Schädel fein indessen erheblich verletzt zu werden. Wunder! Irrige Angaben über die Bedingungen des Bezuges der Altersrente werden mehrfach durch die Presse verbreitet und wecken bei den alten Arbeitern zuerst Erwartungen, dann aber Enttäuschungen. So theilen einige Blätter( ut. a. auch die Volks Beitung") mit, daß in Riydorf etwa 170 bis 200 Arbeiter und Arbeiterinnen sofort in den Genuß der Altersrente träten und daß dasselbe in Tegel bei zwei Arbeitern der Fall sei, die durch Ein Ende mit Schrecken fanden die Vergnügungsfahrten einmalige Zahlung von 14 Pfennigen Beitrag zum Genuß der von vier jungen Burschen, die sich vorgestern Abend in einem gefeßlichen Rente gelangt wären. Durch einmalige Zahlung Schanklokale in der Frankfurterstraße auffällig machten. Die des Beitrags wird man nicht zum Bezuge der Altersrente be- jungen Leute, Knaben im Alter von 15 and 16 Jahren, ließen rechtigt; das sollte man auf den Redaktionen doch eigentlich wissen. sehr viel Geld draufgehen und prahlten außerdem auch noch mit Die beiden Arbeiter in Tegel sollen in den nächsten Wochen ihren Reichthümern. Ihre Renommiſtereien wurden ihnen alsbald Tagesordnung für die Situng der Stadtverordneten 70 Jahre alt werden. Sie haben dann, um zum Bezuge verhängnißvoll. Da junge Burschen ihres Alters in der Regel Versammlung am Donnerstag, den 8. Januar d. J., Nachmittags Der Altersrente berechtigt zu werden, noch nachzuweisen, daß nicht über so große Schäße verfügen, als sie zu bejizen schienen, 5 Uhr. Wahl des Vorstehers und des Vorsteher- Stellvertreters. fte in den drei vorhergehenden Jahren, also vom so machten mißtrauische Leute die Revierpolizei auf die frei Desgl. von drei Beisitzern und drei Stellvertretern derselben. 1. Januar 1888 ab, mindestens 141 Wochen in Arbeit gestanden gebigen jungen Herrchen aufmerksam, und infolge dessen auf das Wahl der Mitglieder der Einschätzungskommission für die klaſſihaben. Dies mag ja bei diesen beiden Arbeitern der Fall sein. Polizeibureau finirt wurden. Hier fand man in ihrem Besize noch fizirte Einkommensteuer pro 1891/92. Vorlage, betr. Die UeberDesgl. Wie aber verhält es sich in Nixdorf? Die dort angegebene 2300 M. vor, und es wurde festgestellt, daß alle vier Burschen lassung von Schulräumen an die freireligiöse Gemeinde. 3iffer( 170 bis 200) ist viel zu groß, als daß sie die Zahl der aus Dresden sind. Zwei von ihnen waren dort Schreiber bei betreffend das Brandunglück auf dem Grundstück Friedrichstraße Bericht jenigen Arbeiter bezeichnen könnte, die in der nächsten Woche oder auch einem Rechtsanwalt und hatten es verstanden, auf Grund ge- Nr. 134 am 19. September v. J., event. Referat. im nächsten Monate das siebzigste Jahr vollenden. Vermuthlich fälschter Quittungen bei einem Dresdener Bankier für Rechnung erstattung über den Antrag von Mitgliedern der Versammlung, sind die Arbeiter und Arbeiterinnen mitgerechnet, welche schon des Rechtsanwalts nicht unerhebliche Geldbeträge zu erhalten. betreffend die unentgeltliche Lieferung der Lehrmittel an die vor dem 1. Januar siebzig Jahre alt geworden waren. Auch Nach ihrem eigenen Geständniß haben sie etwa 15 000 M. er- Schüler der Gemeindeschulen. Antrag von Mitgliedern der diese haben den Nachweis zu führen, daß sie binnen der letzten hoben. Diese bedeutende Summe haben sie bis auf den vor Versammlung, betreffend die Ausstellung einer Büste Heinrich drei Jahre 141 Wochen hindurch in Arbeit gestanden haben. genannten Rest mit den beiden anderen Jungen verjubelt, und Schliemann's im Rathhause. Desgl. den Magistrat zu ersuchen, Das wird sicher nur bei dem kleinsten Theile der 170 bis 200 Arbeiter zwar hauptsächlich auf Vergnügungsreisen nach Berlin und in gemischter Deputation mit der Versammlung darüber zu beund Arbeiterinnen der Fall sein; und nur diese bekommen die Rente. rathen, in welcher Weise die Gemeindebehörden die gemeinnützigen Hamburg. Von einer Schwindlerin, die ihr geglücktes Manöver Bestrebungen für Schaffung gefunder und billiger Wohnungen Vorlage, be Man schreibt uus: Ich mache Sie darauf aufmerksam, wahrscheinlich wiederholen wird, wurden einem Kinde sechs Mark für Arbeiter, fleine Beamte zc. fördern können. daß das" Demokratische" Organ des Herrn Gohn, in welchem abgenommen. Gin zwölfjähriges Mädchen war von seiner Mutter treffend die Feier des Geburtstages des Kaisers. BerichtMehring gegen den Lindau- Boykott kämpfte, jest genau wie nach dem Leihhause geschickt worden, um einen Werthgegenstand erstattung über eine Beschwerde wegen Entlassung aus dem Tageblatt"," Börsenkourier"," Nationalztg." und die übrige zu versetzen. Das Kind erhielt für die Sachen sieben Mart. Als städtischen Dienste. Lindauklique, die Anzeige des Schabelsky'schen Schauspiels nicht es mit diesen eben das Leihhaus verlassen hatte, kam ihm eine Polizeibericht. Am 6. d. M. Morgens erschoß sich ein angenommen hat, als es vom Ostendtheater angezeigt wurde!!! alte Frau nachgelaufen und sagte in unverfänglichem Tone, es Mann in seiner Wohnung, in der Ohmgasse, mittelst Revolvers. Die Konsequenz der Herren Emil Cohn u. Rudolf Elcho sei im Leihhaus ein Irrthum vorgekommen, das Mädchen hätte Vormittags wurden auf dem Hofe der 7. Gemeindeschule, verdient doch alle Anerkennung; ob die Leser mit diesem Front- zehn Mark bekommen sollen, und die sechs Mark seien für sie, Stallschreiberstr. 54A, der Klempnergeselle Jümperlein und der wechsel auch zufrieden sind? Ü. A. w. g. die Frau, bestimmt gewesen, die ebenfalls Sachen versetzt habe; Klempnerlehrling Sarting in der Klosetgrube besinnungslos und Die Sache ist geradezu skandalös; wie uns aus zuverlässiger der betreffende Beamte habe sie nachgeschickt, um das Kind zurück- fast erstickt aufgefunden und durch einen Heilgehilfen wieder ins Quelle mitgetheilt wird, hat das Publikum aber beim lezten zuholen. Das Mädchen glaubte natürlich dieser Erzählung und Leben zurückgerufen. Dieselben hatten die im Klosetgebäude belegten Quartalswechsel ein Machtwort mitgesprochen: Die übergab der Frau, mit der es zurückkehrte, im Vorzimmer ver- findliche Wasserleitung aufzuthauen und zu dem Zwecke brennende anständigen Leute lehnen die weitere Lektüre des ehemalig demo- trauensselig die erhaltenen sechs Mark. Die Schwindlerin ent- Rohlenbecken in die Grube gestellt. Als sie später die Grube betratischen Blattes in wirklich oftentativer Weise ab. Das dürfte fernte sich unter irgend einem Vorwande mit ihrer Beute und traten, wurden sie durch den Kohlendunst, welcher sich den Protektoren des Herrn Lindau am Schmerzlichsten sein. vergaß selbstverständlich das Wiederkommen. aus den Becken entwickelt hatte, sofost betäubt. in den Mund zu tödten. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß bei der Ein Opfer der Ofenklappe wurde dieser Tage der älteste Nachmittags versuchte Beerdigung des Genossen Sommerfeld, gen. Waldemar, nicht der Sohn des Holzhändlers und Gastwirths Heinze zu Neuenkrug Arbeiter- Gesangverein Unverzagt", wie irrthümlich angegeben war, sondern der Arbeiter- Gesangverein„ Vorwärts"( im Süd- Ost) die Grabgefänge gesungen und einen Kranz niedergelegt hat. Der verstorbene Genosse war Mitglied dieses Vereins. Ein Zeichen der Zeit ist folgende statistische Notiz, welche wir hiesigen Bourgeoisblättern entnehmen. Danach haben nämlich sich die am Landgericht I vorgenommenen Subhastationen in nicht mehr als drei Jahren vervierfacht. Dieselben betrugen: im Jahre 1888: 40 " " " 1889: 80 und 1890: 170 bei Erkner. Als er Morgens zur gewohnten Stunde nicht erschien, wurde nach vergeblichem Klopfen die Thür gewaltsam ge öffnet. Man fand ihn röchelnd und ohne Besinnung vor. Zwei sogleich hinzugezogene Aerzte stellten Vergiftung durch Kohlenbunst fest, der er noch am Abend erlag. eine Frau sich in ihrer Wohnung, in der Jakobikirchstraße, durch einen Revolverschuß Abends schoß sich ein Mann in der Schankwirthschaft Mühlenstr. 72 mittelst Revolvers durch bie linke Hand, ohne sich jedoch schwer zu verletzen. Da anzunehmen war, daß er geistestrant ist, so wurde er nach der Charitee gebracht. Zu derselben Zeit fand auf dem Grundstück der Berliner Maschinenfabrik- Aktiengesellschaft vormals Schwarzkopff, Ackerstr. 96, dadurch eine Explosion statt, daß mehrere Arbeiter glühende Eisenschlacken aus dem Schmelzofen auf einen Schneehaufen warfen. Durch den Luftdruck der entwickelten Gafe wurden fast sämmtliche Fensterscheiben der angrenzenden Fabrik zertrümmert und die aus Pappe bestehenden Dächer derselben durch umhergeschleuderte glühende Schlacken an mehreren Stellen in Brand gesetzt. Außerdem entstanden im Laufe des Tages fünf kleine Brände. Gerichts- Beitung. Opfer einer unsinnigen Wette. In einem Schanklokale an der Frankfurter Allee waren, der„ Berl. Abendztg." zufolge, am Sonntag Abend mehrere junge Leute versammelt, die einen Geburtstag feierten und sich an den dargereichten Getränken gütlich thaten. Namentlich einer derselben, der in Friedrichsberg wohnende Tischler Manegold, that sich ganz besonders hervor und Also das verflossene Jahr hat nicht weniger als 170 3wang- erbot sich, eine Wette einzugehen, daß er im Stande sei, drei versteigerungen von Häusern und sonstigen Grundstücken im Ge- sog. Glaspistolen, deren jede 1/2 Liter Schnaps enthält, in einem folge gehabt. Die Bourgeoisie begnügt sich auch hier, wie immer, Beitraum von 14 Stunden auszutrinken. Da dies allerfeits benur einfach die Thatsache zu registriren. Die Mehrzahl ihrer stritten wurde, nahm man die Wette an und der junge Mann Leser nimmt oberflächlich davon Notiz und damit ist die Sache begann seine Prozedur, indem er die erste Pistole in einem Nu für sie erledigt. Fühlt sich aber einmal ein Bourgeois beängstigt, geleert hatte. Nach zirka 10 Minuten griff er dann zur zweiten, etwa indem er an sich selbst und seine Zukunft denkt, nun dann und auch diese trant er aus. Als er aber zur dritten griff und In großer Lebensgefahr haben die zahlreichen Fahrgäste tröstet er sich schließlich damit, daß die Zeiten doch gar zu schlecht einen kleinen Theil davon getrunken hatte, ließ er plößlich die feien. Wir aber brauchen uns nichts vorzumachen, wir haben Pistole fallen, während er selbst zu Boden stürzte und ihm das des Separatzuges Hoppegarten Berlin geschwebt, Augen und Ohren offen und wissen sehr wohl aus dieser sozialen Blut aus Mund und Nase lief und er in heftige krampfhafte welcher am 16. Juni v. J. kurz nach 72 Uhr Abends den BahnErscheinung denn eine solche liegt hier entschieden vor Zuckungen verfiel. Sofort wurde er nun zu einem in der Nähe hof Lichtenberg passirte. An diesem Tage war vom dienstunsere Schlußfolgerungen zu ziehen. Allerdings geben wir gerne wohnenden Arzt geschafft, der die unverzügliche Unterbringung habenden Beamten oder dessen Vertreter verabsäumt worden, dem Lokomotivführer Wolff 1, welcher einen Lokal- Personenzug von Berlin nach Lichtenberg gebracht und sich nach der Fahrordnung fleines Körnchen Hoffnung. Konnte sich nicht Außerordent- leicht, dachte sie auch, mochten die Bündischen abziehen durch verschiedene Weichen über Gleis Il hinweg an die Spitze seines nach Berlin zurückfahrenden Zuges zu sehen hatte, von dem liches ereignen; komute sich nicht Herr Florian durchschlagen? Aber diese Hoffnung sollte sich nicht erfüllen. Und wenn es ihr selbst gelang, sich zu retten sollte es Einzelne Sonnenstrahlen schlüpften durch die Keller- Passiren des erwarteten Separatzuges Wittheilung zu machen. Die Lokomotive des Wolff war vielmehr losgekuppelt und ihm nicht möglich sein, daß ihr Weg sich mit dem des Geliebten öffnung herein; da erschienen einige Landsknechte am Ein- die Aufforderung zum Losfahren seitens zweier Verbinder ertheilt wiederum kreuzte? Dann bemächtigte sich ihrer wieder die gange des Gewölbes und spähten hinab. worden. Die verschiedenen Weichen zur Fahrt nach Gleis 11 Hoffnungslosigkeit und sie versant in dumpfes Brüten. Lasset uns die Mordgrube durchsuchen, vielleicht ist waren von dem zum Weichensteller eingesetzten Hilfs= 28enn man sie als Verbündete der Bauern, als eine solche noch" Einer unten!" rief ein Doppelföldner. wärter Gädicke eingestellt worden. Als Lokomotivführer Person, die zum Aufruhr nach Kräften mitgeholfen, ge= Oder haben sie von ihren Habseligkeiten da versteckt," Wolff die Fahrt nach Gleis 11 beinahe vollendet hatte, nahm er fangen nahm und sie der Rohheit der Soldateska, der wüsten meinte ein Anderer. zu seiner Verwunderung wahr, daß für einen von Osten her Landsknechte und der räuberischen Reifigen preisgab? Sie Vorsicht!" rief ein Hauptmann. kommenden Zug das Durchfahrtssignal gegeben wurde. Trotzdem schauderte zusammen und fühlte mit der Hand in ihren" Vielleicht ist eine alte Burgfrau drunten, die vor ein dieses Signal auch für einen vom vierten Gleis des Bahnhofs Lichtenberg nach Berlin bestimmten Leerzug gegeben sein Busen; dort hatte sie den kleinen venetianischen Dolch ge- halb tausend Jahren gestorben ist," spottete ein übermüthiger mochte, mit dem eine Stollision nicht eintreten konnte, hatte Wolff borgen, der sie vor der äußersten Schmach retten konnte. Gesell. doch so viel Ueberlegung und Umsicht, die andere Möglichkeit ebenfalls in Betracht zu ziehen. Schnell entschlossen, drückte er Da gab es ein Geräusch; einige von den Schwarzen feme Lokomotive nach der Weichenstraße, von wo er eben her flüchteten sich in den Keller herein in der letzten Noth; gekommen war, zurück Agnes rührte sich nicht und wurde in dem finsteren Keller und 40-45 Sekunden darauf lief der Vielleicht liegt auch ein alter Wein drunten und der stark besetzte Separatzug Hoppegarten- Berlin in schneller Gangart auch nicht bemerkt. Droben am Eingang erschienen die lockt" alte Weiber an, daß..." fuhr der Uebermüthige fort, ungefährdet an ihm vorüber. Im anderen Falle wären die Folgen Bündischen und riefen den Schwarzen mit blutdürftigen aber das Wort erstarb in seinem Munde. unberechenbar gewesen. Die an den Tag gelegte Bravour hat den Redensarten und mit wildem Hohne zu, herauszukommen Da kommt fie", stammelte er, aber die sieht nicht eine Anklage wegen fahrlässiger Gefährdung eines EisenbahnLokomotivführer Wolff doch nicht davon befreit, sich auf und sie zu bestehen. Die Schwarzen antworteten, die Bündischen möchten herabkommen; allein diese wagten sich aus wie des Teufels Großmutter." transports verantworten zu müssen. Es ist ihm nämlich auf Langsam stieg Agnes die Stufen herauf. Ihr goldig Grund des abgegebenen Gutachtens des Regierungs- und Baunicht in den finsteren Keller hinein. Schüsse werden funkelndes Haar floß in reichen Wellen bis auf die raths Dr. zur Nieden eine Pflichtvernachlässigung insofern in den Keller hinabgefeuert; als die Schwarzen sich Schultern nieder und rahmte das feine todtenblasse Antlitz zur Last gelegt worden, als er die in der Fahrordnung vorgenicht rührten, warf man einen Pulversack hinab ein. Die großen Augen blickten ernst und traurig gerade sehene Fahrt ohne speziellen Befehl des diensthabenden Stationsund nachher Feuerbrände darauf, die das Pulver aus und schienen die Landsknechte gar nicht zu bemerken. beamten oder des Oberrangirers Nenische isti ausgeführt hat. Ein entzündeten. Blitz schlug auf, Neben ihm waren der Letztgenannte und der Hilfswärter In stolzer Haltung erschien Agues am Eingang des Kellers; a dice angeklagt worden. Betreffs des Ersteren ist festgestellt, von dumpfem Knall gefolgt, das gauze Gewölbe ein lichter Schimmer wob sich um ihr Haupt, als die daß er die im Eingang erwähnte Mittheilung an den Lokomotivzitterte; die Schwarzen aber, geblendet und verbrannt, Sonnenstrahlen auf ihr Haupt fielen. Die Landsknechte führer zu machen unterlassen hat, und Legterem iſt zum Vorwurf erkannten, daß ihre letzte Stunde gekommen sei. Sie fielen standen wie geblendet, als sie die vornehme Erscheinung gemacht, daß er ohne Anweisung dem Wolff die Weichen nach hinaus in die Bündischen und waren bald erstochen. auftauchen sahen; an den Zwischenfall während des gestrigen Geleis 11 eingestellt hat. Da aber erwiesen wurde, daß Gädické Agnes fiel in Ohnmacht bei dem Knall des Pulvers; Gefechts dachte Keiner oder wußten die gerade Anwesenden als Weichensteller gar nicht instruirt ist, so wurde der ihm gefie glaubte sich in die Luft gesprengt. Die Erschöpfung that nichts davon. Abergläubisch waren sie auch und so wußten machte Vorwurf nicht aufrecht erhalten. Der Heizer Radke bedas Ihrige und das Mädchen blieb bewußtlos liegen bis sie nicht, was sie aus so viel Schönheit und Lieblichkeit an fundete, daß er die beiden Verbinder nach dem Loskuppeln der Lokomotive gefragt, ob abgefahren werden könne, zum Morgen. Die Frühkälte erweckte sie; mit Schauder dieser Mordstätte machen sollten. Da wichen sie dann, wie was diese auf seine und auch auf die wiederholt gestellte Frage dachte sie daran, an welchem unheimlichen Ort sie sich be- es sich geziemte, ehrerbietig bei Seite und Agnes, ohne sie feines Führers bejaht haben. Erst auf die Intervention des fand. Sie fann und sann, was zu thun; dann beschloß sie, zu beachten, schritt weiter, als ob sich das von selbst Wertheid. des Wolff, R.-A. Dr. Flatau, und die des Gerichtsvorsitzenruhig liegen zu bleiben, so lange man sie nicht störe. Viel- verstände. ( Fortsetzung folgt.) den gab der Sachverständige zu, daß die Befehle an das Lokodenn auch " 1 Und die beim Teufel als Großmutter gedient hat," meinte ein Anderer, der es aber in der Hölle zu heiß geworden." " Versammlungen. nord. Die ordentliche General- Versammlung findet Donnerstag, den 8. Januar, Vereinigung der Maler und verwandten Berufsgenossen, Filiale 5 Abends s uhr, bei Gnadt, Brunnenſtr. 38 jiatt. Tagesordnung: 1. Viertel jahresbericht. 2. Diskussion betreffs der Streitfrage zwischen Hauptvorstand Die Mitglieder werden gebeten, Statuten und Protokolle mitzubringen. und Ausschuß. 3. Filial- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragetasten. Sozialdemokratischer Lese- und Diskutirklub Freiheit". Donners tag, den 8. d. Mts., Abends 9 Uhr, Vereinssizung Naunynſtr. 86 bei Zubel. fuffion. 3. Wahl des Vorstandes." 4. Verschiedenes. Gäste sind willkommen. Tagesordnung: 1. Vortrag über das Schulwesen in Frankreich". 2. Dis Homöopathischer Verein Hahnemann. General Versammlung am Donnerstag, Abends 8 Uhr, Brunnenſtr. 9. Gäſte willkommen. straße 11, Donnerstag Abend 8 Uhr. Jedermann hat Zutritt. Tagesordnung Freie Vereinigung der Kaufleute. Versammlung bei Bemter, Münz siehe Säulenanschlag. Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Orts- Verwaltung Berlin Stockbranche). Sonntag, den 11. Januar, Vormittags 10 Uhr, Mitglieder Versammlung bei Herrn Deigmüller, Alte Jakobftraße 48a. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Kassenbericht. 3. Verschiedenes. Nachdem öffentliche Stockarbeiterversammlung. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, pünktlich zu erscheinen. motivpersonal in der Praxis zuweilen von Arbeitern überwacht| Nr. 13, desgl. 16,25 Mt., Nr. 20, Gebr. Naglo 4,95 Mt., Nr. 4,| versammlung für Männer und Frauen erklärt sich mit den Aus werden. Der Staatsanwalt sah den Fall als einen sehr schweren Niekamp 4 Mt., Nr. 10, Reinbothe 2,55 Mt., Nr. 14, Frister führungen des Referenten einverstanden und verpflichtet sich, mit an und beantragte gegen Neinischefsti sechs, gegen Wolff zwei u. Roßmann 4,25 Mt., vom Fachverein der Metallarbeiter in allen Kräften in die Agitation einzutreten durch Gründung eines Monate Gefängniß. Dr. Flatau plädirte sehr warm nicht nur Gas-, Dampf- und Wasserarmaturen 30 Mt., sonstige Einnahmen Arbeiter- Bildungsvereins zur gegenseitigen Aufklärung in wirthfür Freisprechung des Wolff, sondern auch für Uebernahme der 5,50 mt. Den Gebern herzlichen Dank. schaftlicher wie in politischer Beziehung die Agitation schärfer zu Bertheidigungsgebühr auf die Staatskasse. Der Gerichtshof erbetreiben." Mit einem Hoch auf die internationale Sozialfannte diesem Antrage gemäß, da Wolff seine Schuldigkeit nach Der bekannte Hygieniker Fratini in Padua stellt in demokratie schloß der Vorsitzende die Versammlung. Vorher allen Richtungen hin gethan habe, den Gädicke sprach er eben einer größeren Arbeit über den„ Gesundheits- Sozialismus" folgende forderten noch der Vorsitzende und Genoffe Günther( Freienwalde) falls frei; während er bei Nemischefsti eine Strafe von einer schwerwiegende Säße auf:" 1. Die epidemischen Krank die Anwesenden auf, so viel wie möglich für die Verbreitung der Woche Gefängniß für ausreichend erachtete, da ihm nur eine heiten laften im Allgemeinen schwerer auf den ärmeren Arbeiterblätter Sorge zu tragen. Unterlassung zur Last falle und durch die Umsicht des Wolff Volksklassen, indem sie unter sonst gleichen Verhältnissen bei Verein ehemaliger Schüler der 23. Gemeindeschule. Sigung Don glücklicher Weise nichts passirt ist. denselben die Entstehung einer viel höheren Zahl von Krankheiten nerstag Abends 9½ Uhr, Grüner Weg 29 bei Seeger. Es iſt dringend er veranlassen. 2. Die epidemischen Krankheiten bei den Armen ver- wünscht, daß die Mitglieder recht pünktlich und zahlreich erscheinen. Gäste Die wechselvollen Schicksale der ehemaligen Schloß laufen schwerer, neigen mehr zu Komplikationen( Verbindung mit willkommen. herrin v. Bieberstein bei Fulda, der Frau Oberstabsarzt a. D. anderen Leiden), brauchen längere Zeit zur Genesung und weisen Dr. Vogler beschäftigten gestern längere Zeit die dritte Straf- eine größere Sterblichkeitsziffer auf als bei den Wohlhabenden. tammer hiesigen Landgerichts 1. Es war ein trübes soziales und 3. Viele epidemische Krankheiten finden bei den Armen einen sehr friminelles Bild, welches sich da entrollte; der Versuch des Ver- günstigen Boden zu ihrer Entwicklung und Verbreitung, und für theidigers Rechtsanwalt Morris, über dieses Bild den Schleier ihre Fortdauer muß das Elend als Hauptursache erzu ziehen, hatte keinen Erfolg, denn der Gerichtshof lehnte den achtet werden." Diese Grundsäge decken sich mit den Ansichten Antrag auf Ausschluß der Oeffentlichkeit als gesetzlich nicht halt des wissenschaftlichen Sozialismus, sie sind eine Bestätigung von bar, ab. In den siebziger Jahren kaufte die Angeklagte mit Seiten eines tüchtigen Forschers. Wenn aber Fratini mit den ihrem Ehemann das als Ruine dastehende Schloß Bieberstei vom Palliativmittelchen seines Gesundheitssozialismus" das Elend Fistus für einen Preis von 31 000 M. und unter der Bedingung beseitigen will, so zeigt er sich eben als Ideologe. Denn ohne des Ausbaues der Ruine. Diese Bedingung wurde erfüllt; das wirthschaftliche Umgestaltungen läßt sich nichts Durchgreifendes Schloß wurde ausgebaut und mit einem der Angeklagten schaffen. So gut also viele seiner Vorschläge sind, er leidet Schiffgehörigen Mobiliar im Werthe von ca. 90 000 M. ausgestattet. Die bruch, weil er den Kapitalismus erhalten und mit Reförmchen Angeklagte blieb über zehn Jahre Besizerin des Schlosses, welches herumquadsalbern will. Und das nüßt nichts oder doch nicht viel. nach dem Plane ihres Mannes zu einer großen Kuranstalt herausgebildet werden sollte. Dazu gehörte aber eine Vergrößerung des Terrains, eine Eisenbahnverbindung mit Fulda 2c. und die sehr unternehmende Frau hat auf die Erreichung dieser Ziele mehrere Jahre emsiger Arbeit verwendet. Sie verwaltete das Besitzthum, dessen Werth nach einer aus dem Jahre 1880 stammenden Tare auf 2 076 000 m. abgeschätzt worden ist, einige Zeit allein, dann An die„ Gesellschaft für Verbreitung von Volksübernahm ihr Ehemann die Verwaltung, dieselbe bildung," einem hier bestehenden Arbeiter- und Arbeiterinnenaber nicht eine derartig umsichtige, daß der Vermögensverein, erging bekanntlich im Mai v. J. eine Verfügung des stand des Ehepaares sich besserte; vielmehr traten Polizeipräsidiums zu Berlin, dahingehend, daß, da der Verein mancherlei finanzielle Schwierigkeiten ein, der Ehemann resp. die in dessen Versammlungen gepflogenen Vorträge und mußte einige Schulden machen und die Vermögenslage wurde Diskussionen sich als politische erwiesen hätten, auf Grund der einigermaßen verwickelt, so daß sowohl bei dem Schloßherrn, wie der Theilnahme an den ferneren Versammlungen des Vereins Bestimmungen des§ 8 V.-G. v. J. 1850, die Frauen von bei der Schloßherrin der Wunsch rege wurde, das Schloß los zu werden. Dieser Wunsch wurde ihnen sehr bald in ungeahnter und auszuschließen seien. unliebsamer Weise erfüllt. Eine englische Gesellschaft trat zum Zwecke der Erwerbung des Schlosses mit der Angeklagten, bezw. deren Ehemann in Verbindung, dieselbe stellte aber die Bedingung, daß gewisse Hypotheken abgelöst werden müßten. Nach dem Plane sollte die englische Gesellschaft die Summe von 500 000 m. baar auszahlen, die Angeklagte mit einem Viertel an dem Ertrage der Kuranstalt betheiligt bleiben und ihr Ehemann Direktor werden. Auf Geheiß ihres Ehemannes, mit dem die Angeklagte wegen einiger der Antrag gestellt, den Kläger fostenpflichtig abzuweisen, und Seitens des königl. Oberpräsidenten von Berlin ist hierauf Herzensangelegenheiten nach und nach auf gespannten Fuß gerathen Termin in dieser Sache findet am 14. Januar 1891, Nachmittags Tagesordnung: Bortrag. Distuſſion. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mi Donnerstag, den 8. Januar, Abends 8 Uhr, bei Infinger, Krautsstraße Nr. 48, Versammlung war, reiste dieselbe im Jahre 1884 zur Regelung der Hypotheken- 114 Uhr, hier, Markgrafenstr. 47, Saal I, 1 Treppe statt. verhältnisse nach Berlin und trat hier mit den bekannten Agenten glieder. Gäste durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Von dem, was zur Begründung dieses Antrages in der Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abend v. Gersdorff und Raschinski, sowie dem jetzt verstorbenen Hentier 9 Uhr, Naunynftr. 86 bei Zubeil. Gäste haben Zutritt. ,, Realismu Kühne in Verbindung. Die Bemühungen der Angeklagten, die Gegenerklärung gesagt ist, hier in der Kürze einige Auszüge: Abends 8% Uhr, bei Wuttke, Friedrichsbergerstr. 24. Verein Bolts nöthigen Summen zur Ablösung der Hypotheken aufzubringen, und Gegenstände sind, werden zunächst 8 Versammlungen auf- Schönhauser Allee 28. Nachdem die Erklärung gegeben, was politische Erörterungen bildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, im Restaurant Nürnberg Lese- und Distutirklub der Bäder„ Wach Auf hatten keinen schnellen Erfolg und während der Unterhandlungen der Gr. Frankfurterstr. 99, Frankfurter Bier trat das Gespenst der Subhastation von Schloß Bieberstein in geführt, welche genügend erkennen lassen, daß Vorträge und Dis- Nachmittags 5 Uhr, in Wahrheit, Markusstr. 31. Natur Abends sub immer größere Nähe und schließlich traf die Angeklagte, wie sie fuffionen politische Erörterungen ergeben haben. Kaiserstr. 4, bei Hoffmann.„ Auftlärung", Abends súhr, in Seinbor Diese Versammlungen sollen als Beispiele ergeben, daß die Restaurant, Langeftr. 70. Gäste willkommen. Internationale", behauptet, mit dem Rentier Kühne das Abkommen, daß dieser für Andreasstr. 19 bei Delze, Sigung. Gäste haben Zutritt. " Heine" in Ri fie in der Subhastation als Bieter auftreten und das Schloß dann" Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung" bezweckt, bort, Gde Rneſebed- und Hermannstraße, Reſtaurant Beyler. Gäfte wil tommen. wieder in ihr Eigenthum übergehen sollte. Sie behauptet weiter, politische Gegenstände zu erörtern. daß Rentier Kühne das Schloß, welches einen Werth von ca. dung des königlichen Obertribunals.( Oppenhoff, Rechtsprechung, ein", Blumenstraße 46 bet Wend. Uebungsstunde von 9-11 15. Ferner: der Kläger beruft sich zu Unrecht auf die Entschei- Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Abends 9 Uhr, Uebung stunde. Aufnahme neuer Mitglieder. 2 Millionen darstellt, in der Subhastation für 22 500 M. er- Band 14 S. 750.) Es handelt sich in den vorangeführten Fällen Gesangverein Seeger'scher Gesangver standen, dann aber das Abkommen nicht erfüllt, sondern von Ginigteit"( Hutmacher), Linienstraße Nr. Gesangverein Edelweiß" Melchiorstraße Nr. Gefangverein Echo 2", Alte Schönhauserfra Gesangverein Frühlingsluft", Flottwe in einen Strafprozeß verwickelt worden, war Gesellschaft Beschwerde beim tgl. Oberpräsidenten von Berlin erGegen diese Verfügung wurde seitens des Vorstandes der hoben mit dem Antrage auf Aufhebung der Verfügung. Der Bescheid lautete abweisend. Die Verfügung sollte zu Recht ergangen sein. Hiergegen wurde der Vorstand auf dem Wege des Verwaltungs- Streitverfahrens flagbar. Verein der Modelleure und Gipsbildhauer. Donnerstag, ben 8. Januar, Abends 8 Uhr, bet May, Beuthstr. 21, Versammlung. Tagesord nung: 1. Vorlesung des Kollegen Dupont. 2. Geschäftliches. 3. Verschiedenes. Donnerstag, den 22. Januar, Generalversammlung. Arbeiterbildungs- Verein für Friedrichsfelde und Umgegend. Sigung am 8. Januar bei Momber, Friedrichsfelde, Wilhelmstraße 10. Gäste haben Zutritt. Verein der Kurbelstepperinnen, Stepper und verw. Berufsgenossen Tagesordnung: 1. Biertel Berlins und Umgegend. Mitglieder- Versammlung am Sonnabend, Abends 8 hr, bei H. Bolzmann, Andreasstraße 26. jähriger Kaffenbericht. 2. Vortrag des Herrn Peus über Freie Liebe. 3. Ber schiedenes und Fragetaften. Hierauf gefelliges Beiſammensein mit Tanz. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, find will klaffen Berlin 2( Eing. Hilfstaffe No. 2). Versammlung am Sonnabeng tommen. Kranken- und Begräbniskaffe des Vereins fämmtlicher Berufe Abends 8 Uhr, Admiralitr. 38 im Restaurant. Tagesordnung: Vorstands reich zu erscheinen. wahl. Jahresbericht. Mittheilungen. Die Mitglieder werden gebeten, zahl Rixdorfer freie Gemeinde. Donnerstag, den 8. Januar, Abends 8% Uhr, bet Kummer, Berlinerstr. 136, Generalversammlung. Tagesordnung 1. Wahl des Gesammtvorstandes. 2. Gemeindeangelegenheit. 3. Jahres bericht des Vorstandes. 4. Rechnungslegung des Kassirers. 5. Fragetaften Alle Mitglieder werden gebeten zu erscheinen. Neue Mitglieder werden auf genommen. Verband deutscher Barbiere, Friseure u. Perrückenmachergehilfen Zweigverein Berlin. Große Versammlung am Donnerstag, den 8. Januar Abends 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38. Sozialdemokratische Agitationsschule„ Kultur". hallen". " Männerchor St. Urban", Annenstraße 9 Männergesangverein Borar", Admiralstr. 38 bei Bülow. Gesangverein ,, Kornblum e", Blumenftr. 54 bei Wuttle. Gefang b Gesangverein Dorf Gesangverein harmonie", Tempelhof, Restaurant Wesenberg. Gesangverein„ Firmitas", Adalbertstr. 8 bei Schneider. Gefang Gefang un ihr aus diesem Geschäft eine Avance von 30 000 m. verlangt nicht um politische Gegenstände nur berührende Aeußerungen, bei Roth. bet Stehmann. habe. Da diese Forderung nicht erfüllt wurde, ging das Schloß sondern auch in den Fällen, in welchen nur mit wenigen Worten nr. 2 bei Reimann. thatsächlich in den Besitz Kühne's über und die noch immer in von Politik offen gesprochen worden ist, läßt sich nicht verkennen, ftraße 5 bei Bartels. Berlin sich aufhaltende Angeklagte wurde auch das kostbare daß der Zweck der Aeußerungen war, politische Fragen zu er Bros. Mobiliar des Schlosses los, welches für einige Schulden ihres örtern, wenn auch die einzelnen Redner es verstanden, diesen and in hand", Staligerir. 142 bet Greiſer. Ehemannes abgepfändet und verkauft wurde. Die Angeklagte be- weck mehr oder weniger zu verhüllen. Dann weiter: Aber glödletn" Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bei Bietsch. hauptet, daß sie gegen Kühne die Denunziation wegen Betruges selbst wenn aus der Häufigkeit der Fälle hinsichtlich einiger Bei- verein des„ Tisch lerverbandes" in Steglig, Restaurant Hildebrand. eingereicht habe, Kühne sei aber darüber hingestorben und sie spiele angenommen werden sollte, daß in diesen Versammlungen verein weiße Rose", Reinickendorf, Residenz- und Solländerſtraße werde gegen die Kühne'schen Erben den Prozeß um den Besitz von politische Gegenstände nur berührt sind, so steht doch bezüglich Ecke bei Caro. Arbeiter- Gefangverein Morgenroth, Rummelsburg Gesangverein, Freundschaft" Abend Schloß Bieberstein zu führen haben. Die Angeklagte, welche ihr der Versammlungen vom 9. Februar, 9. März, 19. Mai 1890 Göthestraße 9 bet Konrath. 9 Uhr, bei Oswald Berliner, Brunnenstr. 114. Gesangverein Brezel Schloß, ihr Mobiliar und auch ihren Ehemann los geworden außer Frage, daß in diesen Versammlungen politische Erörterungen flub" tagt nicht mittwood, sondern Donnerstag. Musit ist, welcher mit ihr eine Ghefcheidungsklage führt, ist, um das stattgefunden haben. Maß des Unglücks voll zu machen, schließlich auch noch solche Grörterungen be awe of t, folgt einmal aus der oftmaligen Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Gefang Gesang u. Musítverein" Firmitas", Abends 9 Uhr bei Schneide fie ungünstig ausfiel. Sie ist jezt dabei, um im Wiederaufnahme- Wiederholung politischer Erörterungen, sodann aus der bisherigen Adalbertstr. 8. – Stattlub Rüdwäfts", Abends 8% Uhr, tm Restauran Berfahren ihre in diesem Prozesse angegriffene Ehre wieder herzu- Thätigkeit des Vereins, welcher die Grundsätze des Atheismus Boderte, Balliſadenfir. 47. übed'scher Turnverein, Männer- Abtheilung, Abends 8-10 stellen. Dies ist die traurige Geschichte der ehemaligen Schloß- und Sozialismus vertritt und in erster Linie, wie aus den Vor- Glifabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnaſtum. Geselliger Verein Regina", Sigung mit Damen, Abends 8 Uhr, herrin von Bieberstein, welche nun auch noch wegen mehrerer trägen unschwer zu ersehen ist, die Abschaffung des Religionsden Luisenstädt. Bierhallen, Alte Jakobstr. 89. Betrugsfälle zur Verantwortung gezogen wurde. Sie hatte unterrichts in den Volksschulen erstrebt. Dafür, daß die Gesellschaft außerdem für die Verwirklichung veilchen", Uhr bei während ihres augenblicklichen Aufenthalts in Berlin bei augen des Programms der Sozialdemokraten thätig ist, spricht der blicklichen Verlegenheiten von einem Kellner des Restaurants, wo fie aß, von einem Hotel Zimmermädchen 2c. kleinere Summen Umstand, daß der erste Vorsitzende als hervorragender thätiger geborgt erhalten und soll dabei falsche Vorspiegelungen gemacht Sozialdemokrat bekannt ist, und auch die übrigen Mitglieder des haben. Nach der übereinstimmenden Ansicht des Staatsanwalts Vereins zum größeren Theile bekannte Anhänger dieser Partei sind. Riegel und des Rechtsanwalts Morris konnte sie damals Zum Schluß heißt es dann noch: Nicht unerwähnt, weil die aber wohl der Ansicht sein, daß ihre Vermögenslage die Rück- Ziele des Vereins kennzeichnend, mag bleiben, daß in einer zahlung der Darlehne gestatte und der Gerichtshof theilte diese Berliner Arbeiterbibliothek( Die Sozialdemokratie und der deutsche Vereinsversammlung zahlreiche Exemplare des Heft 10 der Ansicht, indem er die Angeklagte freisprach. Reichstag) verkauft und eifrig gelesen wurden. "' Geselliger Club Bla ebbing", Abends sy Uhr bei A. Engel, Müller- und AntonftraßenPfropfenverei Bergnügungsverein„ Gaprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen Vergnügungsverein Marienbad", Badstr. 35-36, Saal 1 Tr. tommen. Gäste willkommen. Veil Privat chen", s uhr, Sigung mit Damen bei Lülow, Admiralstraße 88. Gafte Uhr, im Verein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule, Abend theater- Gesellschaft, offnung", Abends 8 Uhr, im Klubhaus, Ohmgaffe schule. Sigung, Berein ehemaliger Schüler der 23. Gemeinde tommen. Tambourverein Jungferntrang", Weidenweg 12. Rauchflub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Insinger, straße 48. dorferstr. 8. Rauchtlub Collegia", Abends 9 Uhr, Stalizerstr. N Destillation Böger. in Röllig's Salon, Neue Friedrichstr. 43-44. Abends 9 Uhr, bei Tempel, Breslauerstr. 27. Beim Landgericht 11. sollten gestern wieder einmal zwei Sozialistenprozesse verhandelt werden. Die Angeklagten Matthes Erwiderung. Auf die Zuschrift in Nummer 1 des Vorund Genossen und Reißner und Genossen waren wegen uner- wärts", die von einigen Leipziger Maurern unterzeichnet war, laubter Verbreitung von Wahlflugblättern im Kreise Nieder- haben wir zunächst zu erwidern, daß wir die Ansicht der ReBarnim unter Anklage gestellt, von der Strafkammer jedoch frei- daktion theilen, wonach dieser Streit nicht im Zentralorgan der gesprochen worden, weil dieselbe annahm, daß alle die Verbrei- Partei ausgetragen werden kann. Sachlich bemerken wir: Wilke tung von Druckschriften beschränkenden Bestimmungen bei Wahl- war vom vorhergehenden Maurer- Kongres als Vertrauensmann flugblättern während der Wahlkampagne außer Betracht bleiben der deutschen Maurer gewählt worden; er durfte schon deshalb müßten. Auf die von der Staatsanwaltschaft eingelegte Revision nicht vom folgenden Kongreß als Delegirter zurückgewiesen hat das Reichsgericht diese Rechtsanschauung verworfen, die frei- werden. Zudem war sein Mandat, von einem kleinen Formsprechenden Ertenntnisse vernichtet und die beiden Sachen zur er- fehler abgesehen, vollkommen in Ordnung: Aus Versehen war tongreß, an Bäfte wil Straut Rauchflub Kernspize", Abends 8 Uhr bei A. Böhl, Rüber humoristische Pfeifenbrüder", Abends 9 Rauchklub„ Vorwärt Depeschen. ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) Lissabon, 7. Januar. Der gegenwärtig hier tagende Arbeit welchem etwa 300 Vertreter aller gewerkschaftli neuten Verhandlung an dieselbe Straffammer zurückverwiesen. In Name des Ausfertigers des Mandats hineingeschrieben. Aber nicht gearbeitet werde, daß vielmehr an diesem Tage Verfamm gehörte, der Syndikate beschloß daß 1. der gestrigen Sigung trug nun der Vorsitzende vor Beginn der betreffenden Verhandlungen dem Gerichtshof, der Staats- dieser Irrthum war durch ein besonderes Schreiben, das etwa lungen zu Gunsten des achtständigen Normal- Arbeitstages anwaltschaft und der Vertheidigung vor, daß es besser sei, 20 Unterschristen der Mandatgeber trug, richtig gestellt. Dennoch zuhalten seien. erklärte der Kongreß durch Mehrheitsbeschluß das Mandat die Sachen von vornherein auf unbestimmte Zeit zu ver- Wilfe's für ungiltig und ihn somit mundtodt. Was die angeb tagen, denn wenn auch der erste Anlaß zur Freisprechung durch die Entscheidung des Reichsgerichtes hinfällig geworden sei, lich tendenziöse Berichterstattung Wilte's betrifft, so wollen wir so tamen doch noch zwei andere prinzipielle Fragen in Betracht. nur hervorheben, daß sich andererseits auch ein Berliner DeleDie erste Frage sei die, ob das Sozialistengesetz nach dem 1. Of girter auf dem 7. deutschen Maurerfongreß in schärfster Form Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. tober noch anvendbar sei; die zweite Frage betreffe den straf- gegen die Art der Berichterstattung des Abgeordneten Frohme baren Dolus. Der Polizeipräsident von Berlin habe eine solche ausgesprochen hat. Im Allgemeinen wollen wir noch sagen, Verfügung, wie dies der Regierungspräsident gethan, für die daß die Leipziger Zuſchrift unseres Erachtens Unkenntniß der Straße 28. Brietkaffen der Redaktion Antwort wird nicht ertheilt. ab Briefid G. B. Die Wohnungszeitung befindet sich Charlotte Wahlzeit nicht erlaſſen. Da die Angeklagten in Berlin wohnen, ist, ehrlich, aufrichtig und mit treuer Hingebung an der Hebung gesammelt von 12 Schwarzen, Dresdenerstr. 98, 15 W. so konnten diefelben der Meinung sein, die Verbreitung von Wahlflugblättern sei erlaubt. Das würde ihnen zu Gute kommen. Der Lage der ganzen deutschen Maurergewerkschaft mitzuarbeiten. Genosse 1 M. Da nun beide Fragen von verschiedenen Gerichtshöfen verschieden Berlin, den 5. Januar 1891. Für die ausgesperrten Tabakarbeiter Samburgs Fin In der Briefkasten- Notiz vom 31. Dezember 1890 in beantwortet worden seien, so unterliegen dieselben jetzt ebenfalls Hermann Krieg. Wilhelm Roll. Louis Kliemann. Berliner Volksblatt" über abgeschicktes Geld muß es an der Entscheidung des Reichsgerichts. Eine solche Entscheidung sei bisher nicht bekannt geworden; es empfehle sich aber, eine solche verständniß wurde hierauf die Vertagung beschlossen. " abzuwarten und deshalb beide zu vertagen. Im allfeitigen Ein öffentliche Volksversammlung für Männer und Frauen unter R. 1, Neun Metallarbeiter 2,15 durch Tamm, Auktion auf einem In Oderberg in der Mark tagte am 4. Januar eine Arbeiter Deutschlands 23,90 M. abgeschickt. Bei Rolland 1,50, Vorfiz des Genossen W. Künefe, in welcher Genosse A. Gerisch Spaziergang 4,25 durch Heinrich, von einer Geburtstagsfeier 4,76 ( Berlin) über das Thema:„ Der Kampf ums Dasein", referirte. Schriftgießerei von T. u. S. 3, von einer Verlobungs- Gefell Der geräumige Saal war nicht im Stande, alle Zuhörer, welche schaft 4, Tischler Hollmannstr. 1,20, von einem Familienveranigen Zur Deckung der Unkosten für die besetzt wurden. Genosse Gerisch erntete reichen Beifall. Gegner Streif- Kontroltommission sind eingegangen: Marmor- und Granit waren troß dringender Einladung nicht erschienen, denn dazu arbeiter d. Stein 10 M., Vereinigte Brauer d. Provinz Branden Wallmann, Blumenstraße 74, sind eingegangen: Auf Liste wurde beschlossen, einen Arbeiter- Bildungsverein ins Leben zu Berichtigungen über eingegangene Gelder, sowie Geldfendungen Zur einmaligen Unterstützung für die Dreher der Firma fehlt ihnen der Muth, den sie nur am Biertisch besißen. Gburg 20 M., Kommiſſion d. Bodenleger d. Labow 23,98. Alle Nr. 25, Silbermann 11,75 Mt., Nr. 9, Frister u. Roßmann rufen; zum provisorischen Vorstand, welcher mit Ausarbeitung sind zu richten an E. M. Wilschke, SW., Junferstr. 1 und Ra 10,50 Mt., Nr. 18, desgl. 9,05 Mr., Nr. 7, Breymann u. Ro. Ewald und Teufel gewählt. Auch wurde folgende Resolution Marken sind, welche von der Berliner Streif- Rontrolfommiffion 10,70 Mt., Nr. 23, Karpenter 20,40 M., Nr. 3, Stock u. Ko. der Statuten betraut wurde, wurden die Genossen Klempin, bachstraße 1. Auch bitte alle diejenigen, die noch im Befitz von 3,75 Mt., Nr. 8, Herschleb 1,15 Mt., Nr. 11, Andreas, B., 12 Mt., einstimmig angenommen:„ Die heute tagende öffentliche Volts-| zur Ausgabe gelangten, umgehend abzurechnen. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. D. D. 5, Die it en 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 6. Briefe aus Frankreich. Paris, 23. Dezember 1890. Gin Trio von Verbrechen. Die drei Verbrechen, die in letzter Zeit die öffentliche Aufmerksamkeit in Anspruch genommen haben, geben einen befferen Einblick in den gegenwärtigen sozialen Bersegungsprozeß, als es mancher tiefsinnige Foliant vermöchte. Donnerstag, den 8. Januar 1891. 8. Jahrg. indeß wir dicht neben dem Ofen dem& rfrieren foum entgehe geois die Naivetät besessen hatten, an die 30 pCt., die er auf der Der Maire der Stadt, Herr Fourour, ist mitten während der 4. Seite aller Zeitungen ankündigte, zu glauben; auch große Vorstellung in seiner Theaterloge festgenommen worden. Welch Kapitalisten, hochgestellte Persönlichkeiten hatten ihm vertrauensein Verbrechen hat er begangen, das eine so dramatische Form voll ihre Fonds übergeben: so verliert ein Kapitalist bei der der Arretirung rechtfertigen könnte? fragte man sich. Es mußte Ratastrophe 230 000 Franks, der Herzog Defazes 10 000 Franks, ein schwerer Fall vorliegen, daß man eine so angesehene Persön- Herr Meyer, der Direktor des„ Gaulois", 140 000 Franks, ein lichkeit in einer so wenig zeremoniellen Weise behandelte; ist Richter, derfelbe, der Mary- Raynaud wegen Betruges verurtheilt Herr Fourour doch Führer der Radikalen in Toulon und war hatte, mehr als 100 000 Frants u. f. w. Alle diese Herren, die er doch bei der letzten Wahl von Clemenceau gegen doch wahrhaftig in diesen Angelegenheiten feine unerfahrenen Gluferet, den General der Kommune, aufgestellt. Man Kinder sind, wie die Geistlichen und die kleinen Bourgeois, hatten war erstaunt, als man vernahm, daß er. wegen volles Vertrauen auf die finanzielle Fähigkeit Mary- Raynaud's, einer Weiberaffäre verhaftet worden war. Er hatte sich zum der länger als 5 Jahre hindurch auf die Depofiten 30 pet. ge tröstenden Freunde einer jungen reizenden Kreolin gemacht, währen, eine Dienerschaft wie ein Fürst haben, seine Familie deren Gatte, ein Marineoffizier, das eheliche Domizil seit retch beschenken und mehrere Millionen auf den Namen seiner 28 Monaten verlassen hatte, um seinen Dienst in Senegal zu ver- Frau zurücklegen konnte. Ist Das Erste der Zeit nach ist das Eyraud- Bompard'sche, dessen tragische näheren Umstände auch in Deutschland schon bekannt sein werden; große Verbrecher genießen ja heutzutage einen Weltruhm! Ich werde versuchen die Moral dieses Ereignisses hieraus zu entwickeln. Eines Tages verbreitete sich die Nachricht, ein Pariser Gerichtsvollzieher sei plöglich verschwunden; man fannte ihn als sehen. Welcher galante Mann würde zaudern, einer jungen Frau Er spielte auf der Börse. Aber um Jahre hindurch so riesige einen passionirten Verehrer des schönen Geschlechts und kam einen solchen Gefallen zu thun? fragte man fich. Da hörte man Summen zu gewinnen, hätte kein Wurf mißlingen dürfen. natürlich gleich auf die Vermuthung, daß er sich in ein Haus weiter, daß die junge Frau, als sie die Nachricht von ihres das wohl denkbar? Nun hat man aber kürzlich den Finanzvon guten Sitten habe locken lassen und daß er dort festgehalten Mannes vorzeitiger Rückkehr erhielt, in einem Augenblicke, wo minister Rouvier beschuldigt, an einem Syndikate von Haufſe werde, bis er eine bestimmte Summe, für die er in Freiheit ge- sie ein Kind erwarten mußte, eine Frühgeburt herbeiführte, um spekulanten Theil genommen zu haben und durch unerwartete setzt werden solle, bezahlt habe: Derartiges kommt ja in Paris vor, nicht die eheliche Moral ihrer Zeitgenossen zu verletzen: und Herr beträchtliche Ankäufe aus den Geldern der öffentlichen Kassen in Paris, einem der Hauptzentren der kapitalistischen Zivilisation, Fouroux hatte seine Hände bei diesem Abortus mit im Spiele. den Kurs von 5 pet. heruntergedrückt zu haben. Mary- Raynaud wenn es seit Ausrottung jener abenteuerlichen Briganden in den War das denn werth, einen solchen Lärm darum zu erheben? muß Mitglied eines solchen Syndikats gewesen sein; er spielte falabrischen Gebirge nicht mehr möglich ist. Zuweilen kommt Die Radikalen waren indignirt. Die einflußreichsten Männer der auf der Börse im Interesse seiner Bank und im Interesse der der unschuldige Wüstling dabei um Börse und Leben, wie es Partei liefen zu Constans, um die Affäre vertuschen zu machen. Minister, die ihm alle Neuigkeiten mittheilten, bevor sie die dieses Jahr Gouffé und vor zehn Jahren dem General Ney, dem" Ich bin ganz Ihrer Ansicht," sagte der treffliche Apostel,„ es Börsenkurse beeinflußt hatten. Was braucht man sich nun noch Entel des berühmten Fürsten von Moskau, gegangen ist. Als liegt nichts vor, womit man auch nur einen Hund hinter dem den Kopf zu zerbrechen über den plöglichen Reichthum von man erfuhr, daß Gouffé mit dem verächtlichen Gewerbe eines Ofen hervorlocken könnte; Sie sehen mich in Verzweiflung über Rouvier's und Constans', oder die Gewinne Mary- Raynaud's, Gerichtsvollziehers das nicht weniger ehrbare eines Wucherers das Geschehene: der Staatsanwalt hat ohne mein Wissen ge- und seine vertrauten Beziehungen zu den Ministern, die ihn verband, da meinte man, er habe sein Geschick verdient; Mancher handelt; ich hätte eine derartige Taktlosigkeit nie und nimmer während der Wahlperiode mit allem Nachdruck unterstützten, obbedauerte, daß es der einzige Gerichtsvollzieher wäre, den man zugelassen. Indeß was wollen Sie? Da jetzt die Sache einmal wohl sie ihn als Betrüger und Falliten kannten? aus der Welt geschafft habe. eingeleitet ist, giebt es kein Mittel, die weitere Verfolgung zu bölle alle Bourgeois spielen und betrügen, wo sie können; die Die ganze fapitalistische Gesellschaft ist eine gewaltige Spiel unterdrücken!" Ehrsamsten sind jederzeit bereit, wenn sie nicht selbst die Gelegen heit oder den Muth haben zu betrügen, mit falschen Spielern gemeinsame Sache zu machen um einen Theil von ihren Gewinnen zu erhaschen. Paul Lafargue. Die Polizei, die nichts weiß, als was ihr denunzirt wird, hatte zwar erst, wie es schien, Nachforschungen nach dem Mörder angestellt, um das öffentliche Gewissen zu beruhigen, dann aber die Sache bei Seite geschoben, da sie nicht einmal den Leichnam des Ermordeten hatte ausfindig machen können. Aber siehe, da findet man auf einem Felde bei Lyon einen großen Koffer, der in einen Sad gehüllt, einen schon in Verwesung übergegangenen menschlichen Kadaver enthielt. Doch dieser Standal, der Clemenceau und die Radikalen kompromittirt, dient der Politik Constans' so vortrefflich, daß man den Verdacht hegen muß, er sei der Sache so scharf zu Leibe gegangen und habe den Lärm verursacht. Nun wollten die Radikalen dem hervorgebrachten Eindruck entgegenwirken. Ihre Beitungen ergriffen die Vertheidigung Fourour und auf die galanteste Weise der Welt warfen sie der jungen Frau vor, ihn auf den Pfad des Lafters gelockt zu haben. Ein Senator, Herr Dounias, begab sich nach dem Süden, rief die radikalen Komitee's zusammen und ließ sie ihre Sympathien für Herrn Fouroux, das unschuldige Opfer seines zarten Herzens, feines Bürgermeisters, indem er sich für seine Ehrenhaftigkeit verbürgte. Die sozialistischen Komitee's ließen feinen Augenblick ab, gegen diesen Enthusiasmus, der Herrn Fouroux auf einen hohen Sockel zu heben suchte, zu protestiren. Aber auch die Polizei war geschäftig: sie sammelte Material, welches bewies, daß der Bürgermeister nicht nur mitschuldig, sondern sogar der Anstister der Abtreibung gewesen ist; daß er weit entfernt ein uneigennütziger Liebhaber zu sein, von seiner Freundin eine Summe von 6000 Fr. hatte erpressen wollen. Die Gerichtsärzte brachten ein Wunder fertig: aus einigen Haarbüscheln und einem mißgeformten Schienbein rekonstruirten sie den Körper und identifizirten ihn mit dem des Gerichtsvollziehers Gouffé. Das versprach dramatisch zu werden und eroberte im Nu das Interesse des votiren. Der Stadtrath von Toulon forderte die Freilassung lieben Publikums, Publikums, das nichts mehr liebt, als Er zählungen von Verbrechen; die Polizei mußte ihre Ruhe aufgeben und wieder auf den Plan rücken: nach zahlreichen Fehlgriffen fand man eine Spur von den muthmaßlichen Mördern, aber sie waren verschwunden und lustwandelten irgendwo in Amerita. Schon verzichtete man darauf, ihrer habhaft zu werden, als sich ein junges Mädchen von 21 Jahren, Fräulein Bompard, vor dem Untersuchungsrichter meldete und erklärte, sie habe Gouffé zu sich gelockt und ihr Geliebter, Eyraud, habe ihn mit einer Schlinge erdroffelt, ihm die Schlüssel aus den Taschen genommen und sei in seine Wohnung gedrungen, um sie auszuplündern. Das junge Mädchen hatte expreß die Reise von NewYork gemacht, um ihren Geliebten, mit dem sie sich veruneinigt hatte, anzuzeigen; sie dachte durch diese schöne That die Dankbar keit der Polizei zu gewinnen; sie wähnte in England zu sein, wo man den Mitschuldigen begnadigt, der seine Spießgesellen der Polizei in die Hände liefert. Aber die Berechnung war falsch man steckte fie ins Gefängniß. Sie wurde nun eine Art Heldin, die von der Polizei, den Richtern, den Aerzten, den Journalisten mit Aufmerksamkeit überhäuft wurde. Jeden Tag berichtete die Presse selbst ihre unbedeutendsten Handlungen und das Publikum verschlang diese packenden Neuigkeiten und war glücklich, wenn es hörte, daß Gabriele Bompard gut geschlafen und noch besser gegessen habe. Der Richter und die hohen Polizeibeamten wußten die günstige Gelegenheit zu ihrer Berstreuung zu benutzen; sie machten angenehme Reifen nach Lyon, in Gesellschaft von Fri. Bompard, um es bis au's Kleinste anfzuklären, in welcher Weise sie aus dem Wagen gestiegen sei und andere Einzelheiten von gleicher Wichtigkeit. Diese Herren, die vorzügliche Kunstverständige sind, tosteten die Mordszene mit allen ihren aufregenden Schrecken gründlich aus: Ein Polizeidiener stellte Gouffé dar, den Fräulein Bompard süß lächelnd umarmte, zu sich in ihren Alkoven zog und dort auf ein Sopha nöthigte. Nun setzte sie sich auf seinen Schooß und während sie ihn mit Bärtlichkeiten überhäufte, kam die Betreffende, der den Mörder spielte, hinter den Vorhang hervor, warf ihm die Schlinge um den Hals und zog zu; er schien seine Rolle so ernst genommen zu haben, daß wenig fehlte, so hätte er den armen Polizeidiener strangulirt. Sie entdeckte außerdem, daß seine Amtsführung die Interessen der Stadt bloßbestellt habe, daß die früheren Kontrakte mit Unternehmern öffentlicher Arbeiten in sehr unheilvoller Weise ge= schlossen worden waren; daß er sich ein Faß Wein im Werthe von 200 000 Free. angeeignet und einen Theil davon der Gründung eines ihm mit Leib und Seele ergebenen radikalen Organes ge weiht habe. In Frankreich sind die Politiker alle so durch und durch wurmstichig, daß man nie wissen kann, was die Unterſuchungen noch alles zu Tage fördern werden. Wilson und Grevy, um mich mit diesen zu begnügen, ist noch in aller Gedächtniß. Die Affaire Es gab eine Zeit, wo die Radikalen sich als unbestechliche Robespierre aufführten; sie spielten den Opportunisten gegenüber die Ehrbaren und Sittenstrengen; sie riefen mit lautem Geschrei den Himmel zum Zeugen, daß die Beamten der Republik„ reine Hände" hätten. Doch diese Zeit ist vorüber; die Opportunisten haben sich's teine Mühe verdrießen lassen zu beweisen, daß die Radikalen genau so schmutzige Hände hätten, wie sie selbst. Die Geschichte wird sagen, daß von allen Regimenten, die seit Anfang dieses Jahrhunderts das arbeitende Volf Frankreichs unterdrückt haben, das opportunistisch- radikale der parlamentarischen Republik das forrumpirteste und fäuflichste gewesen ist. Der dritte Kriminalfall reißt dieser Versumpftheit und Bestechlichkeit zynisch den Schleier herunter. Es ist wohl 4 Monate her, als die Regierung und die bürgerlich- republikanische Presse für den Kandidaten Mary- Raynaud im Gantal eintraten. Seine Gegner behaupteten, er wäre nicht wählbar, weil er ein Fallit ( bankrott) und wegen Betrugs verurtheilt worden wäre. MaryRaynaud erwiderte, der Präsident Carnot habe ihn begnadigt und er sei rein wie frischer Schnee; er verhöhnte seine Gegner und rühmte sich, vom Ministerium gestützt zu werden. Er wurde gewählt; die begeisterten Wähler brachten ihm eine Ovation. Zu dieser Szene waren mehrere Personen vom Richter eingeladen worden. Der Gefängnißarzt wollte auch sein Theil am Amüsement Mary- Raynaud besaß alles, was man braucht, um den haben: er begann die Bompard zu hypnotifiren, die sich mit Bourgeois, die das Gros seiner Wähler bildeten, zu gefallen; der entzückendsten Grazie dagegen zu sträuben wußte, aber schon seine Taschen waren voll Geld und er warf es mit vollen Händen bei den ersten magnetischen Strömen in Schlummer versant und zum Fenster hinaus; man sagt, er habe 400 000 Frts. während die allerfeltensten Phänomen zeigte. Der Hypnotismus bemäch- der Wahlkampagne ausgegeben. Indeß er hatte noch eine andere tigte sich der Sache. Herr Liégeois, das Haupt dessen, was man Eigenschaft, in ihren Augen eine noch angenehmere: er hat ihnen die hypnotische Echule von Nang nennt, behauptete, sie sei eine ihre Taschen gefüllt. Dieser Mary- Raynaud stand an der Spitze " Unbewußte": Eyraud habe sie eingeschläfert und ihr dann be- einer Spekulationsbant, genannt banque d'Etat( Staatsbank), die fohlen, ihn bei der Ausführung seines Verbrechens zu unterstüßen; ihren Deponenten 30 p6t. versprach und zahlte. Es ist unglaubals sie aufgewacht sei, habe sie seinen Anordnungen Folge ge lich, aber wahr. Die Bant nahm Depositen an schon von 100 leistet mit gleicher Mothwendigkeit, wie ein Stein dem Gefeße oder 50 Fts., gleichviel ob in Silber oder in Börsenpapieren. der Schwere unterliegt"; folglich habe sie auch unfreiwillig ge- Eine Menge fleiner Bourgeois, Pfarrer, Staatsbeamten, hatten handelt und sei unschuldig wie ein neugeborenes Kind. Herr ihm ihre Ersparnisse anvertraut, um sie auf eine so wundervolle Liégeois, der aus Nancy gekommen ist, um diese Phantasien vor Manier Frucht tragen zu lassen. versammeltem Tribunal zum Besten zu geben, ist ein ernster Pro- Mary- Raynaud hielt triumphirend seinen Einzug in Paris; fessor an der Fakultät der Rechte! Die Herren Doktoren er nahm seinen Platz in der Kammer ein, auf der äußersten Charcot, Brouardel und andere mehr machten sich Linken. Die Minister lächelten ihm zu, die Mehrzahl begrüßte voll Entzücken, soviel Aufmerksamkeit zu erregen, daran, die ihn mit Zuvorkommenheit, die republikanische Presse sang LobesBompard zu hypnotisiren. Die Herren Hypnotiseure erhoben hymnen; man war im Begriff, seine Wahl zu bestätigen, als er großen Streit über den Fall: die Einen behaupteten, sie sei eine mit einem Male verschwand! Als man bei seiner Frau ErZauberin, die alle Welt nur zum Besten habe, die Anderen er- kundigungen einzog, erklärte sie, feine Auskunft über ihn geben flärten im Gegentheil, sie sei ein interessantes Opfer des magne- zu können; er habe seinen Revolver mit sich genommen und, tischen Fluidums. niedergedrückt über die vielen verleumderischen Angriffe, die auf Die Presse, glücklich, eine so prächtige Gelegenheit zu finden, ihn gerichtet worden waren, sich wahrscheinlich ermordet. um ihr Papier loszuwerden, hielt das Publikum Tag für Tag Bei der Nachricht von seinem Verschwinden kamen die Deauf dem Laufenden- über die Hypnotisations- Reden, Reisen und ponenten seiner Bank herbeigelaufen und forderten ihr Geld -Sigungen, und als der gedruckte Buchstabe nicht mehr genügen heraus; man öffnet die Kasse und findet 2500 Franks, gerade wollte, gab man Abbildungen, und das" Petit Journal", genug, um die angestellten Beamten zu befriedigen, und vielleicht die verbreitetste Beitung der Welt( ie druckt 20 000 Frants unrealijirbare Werthe. Mit all' ihrem Geld war täglich über 900 000 Gremplare) brachte höchst brutale der würdige Deputirte verduftet. Das Gericht legt seine Siegel folorirte Darstellungen der einzelnen Szenen des Verbrechens, an, man ernennt einen Konkursverwalter, der ein Passiv von awei Seiten voll! 5 Millionen, ein Aktiv von nicht mehr als Null konstatirt. der einen Balast Mary Raynaud, auf Den Die Presse hat sich auf der Höhe ihrer tapitalistischen Mission Also gezeigt: sie hat enormes Geld verdient, indem sie die intellektuellen Champs Elysées, Bediente, Wagen, Pferde sein eigen und moralischen Bedürfnisse dieses ungeheueren Publikums be- nannte, der allwöchentlich seiner Frau 2000 Frants für Haus friedigte, welchem ein Verbrechen als das Anziehendste von der haltung gab, hinterließ teinen Heller; alles hatte er verschlungen. Welt erscheint. Diesem Krach und dieser Flucht gegenüber entschieden sich die Abgeordneten Raynaud auszustoßen. Versezen wir uns von Paris nach Toulon, an die grünenden Gestade des Mittelmeers, wo man sich an der Sonne wärmt, Nun hörte man, daß nicht allein Pfarrer und Kleine BourLokales. Lokallifte. Auf mehrere Anfragen, Kauffmann's Variété Theater be treffend, erklärt die Lokalkommission, daß sie es ablehnen muß, mit dem dortigen Saalinhaber noch einmal in Verbindung zu treten, da einzelnen ihrer Mitglieder bei Nachfragen und Unterhandlungen eine zu unhöfliche Behandlung zu Theil wurde. Die Lokalliste ist bis auf Weiteres die folgende: Abraham, Straßburgerstr. 5. Attienbrauerei Moabit. Arminhallen, Kommandantenstr. 17. C. Bachmann, Dresdenerstr. 45. Bergschloßbrauerei, Rixdorf. Beyer, Neue Grünstr. 14. Bielefeld, Hasenhaide( Neuer Spreewald). Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Böhmisches Brauhaus. Bögow's Brauerei. Bolzmann, Andreasstr. 26. Bobert, Weinstr. 11. Brauerei Tivoli, Kreuzberg. Brauerei Königstadt. Brauerei Friedrichshain( Lips). Brauerei Friedrichshöhe( Pazenhofer). Brauerei Pfefferberg. Buggenhagen, Morigplay. Buß' Salon, Gr. Frankfurterstr. 87. Bürgerfäle, Dresdenerstr. 96. Konzertpark, Oftend, Frankfurter Allee. Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48 a. Deutsches Volkstheater, Schönhauser Allee. Giskeller- Etablissement, Chausseestraße. Elysium, Landsberger Allee. Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Gaillard, Prinzenſtr. 87. Gehrandt, Gerichtsstr. 10. Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 79. Gnadt, Brunnenstr. 38. Gründel, Dresdenerstr. 116. Gründer's Salon, Schwerinstr. 18. Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Heise, Lichtenbergerstr. 21. Herzog, Memelerstr., Deutscher Kaiser". Heydrich's Säle, Beuthstr. 18-21. Frizz Ilges, Wilsnackerstr. 68. Industrie- Hallen, Mariannenstr. 81-82. Joel( früher Keller), Andreasstr. 21. Keller's Hofjäger, Inh. A. Fröhlich, Hasenhaide. Keller, Bergstr. 68. Königshof, Bülowstraße. Klein's Festfäle, Oranienstr. 180. Kliem, Hasenhaide. Knebel, Badjir. 58( neben Weimann's Volksgarten). Rönigsbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Krüger's Bierhallen, Frankfurterstr. 102. Krieger's Salon, Wasserthorstr. 68. Ruhlmey's Gesellschaftshaus, Köslinerstr. 17. Meißner, Gartenstr. 162. Minner, Rosenthalerstraße. A. Möwes' Gesellschaftshaus, Fichteftr. 29. Müller, Johannisur. 20. Neustädtischer Volksgarten, Proskauerstr. 11-12. Norddeutsche Brauerei, Chausseestr. 58. Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Orschel, Sebastianstr. 39. Barlamentshalle, Landsbergerstr. 85. Rau's Salon, Staligerstr. 125( Wolf u. Krüger). Reichert, Müllerstr. 7. W. Rehlitz, Bergstr. 12. Renz' Salon, Naunynftr. 27. Rennefahrt's Salon, Dennewigstr. 18. Reyer, Alte Jakobstr. 88. Roll, Adalbertstr. 21. Ruhland, Moabiter Schüßenhaus. Sachow, Müllerstr. 136. Saeger, Grüner Weg 29. Sahm's Klubhaus, Annenstr. 16. Sanssouci, Kottbuserstr. 4 a. Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Schloßbrauerei Schöneberg. Schmiedel's Salon( Orpheum), Alte Jakobstr. 82. Schnegelsberg's Salon, Jahnstr. 8. Schneider, Belforterstr. 15. Schröder, Müllerstr. 178( Weddingpark). Schwarzmüller, Rolbergerstr. 23. Silber's Salon, Schwedterstr. 24. Specht( Brauerei- Ausschant), Neue Jakobstr. 26, Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Unionsbrauerei, Hasenhaide. Vereinsbrauerei,( Rixdorf). Viktoriabrauerei, Lüßowstraße. Vittoria- Salon, Perlebergerstr. 13. Volksbrauerei( Moabit). Wedding- Kasino, Schulstr. 29. Weigt, Markgrafenstr. 87. Wilke, Hochstr. 32a. Wollschläger, Blumenstr. 78. Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9. Wuttke, Friedrichsbergerstr. 20. Zemter, Münzstr. 11. Da verschiedene Veränderungen vorgekommen, ersuchen wir die Parteigenossen, genau auf dieſe Liſte zu achten, besonders machen wir noch darauf aufmerksam, bei Festsetzung von Vergnügungen auf diese Liste zu achten. Ronsequenzen: 1) die Obstverkäufer sollen dazu angehalten I vereins der Berliner Stuckateure und Berufsgenossen stellt werden, ihre Waare derart aufzubewahren, daß sie vor direkter sich voll und ganz auf dem Boden des Referenten und verdammt Verunreinigung durch Straßenstaub geschützt sei; 2) jedes Obst, die Akkordarbeit" aus den folgerichtigen Schlüssen der das vor dem Genusse nicht geschält werden kann, soll nur nach ökonomischen Wissenschaft." Den dritten Punkt„ Gewerkschaftvorausgegangener wiederholter Abspülung genossen werden. liches" wünscht der Vorsitzende der vorgerückten Zeit halber zur nächsten Versammlung zu vertagen; da aber derfelbe reichhaltiges Durch Schwindeleien ist ein hiesiges größeres Bankgeschäft Material zu bieten verspricht, so würde er als ersten Gegenstand erheblich geschädigt worden. Es hatte zwei Buchhaltern Kollektiv zur Verhandlung kommen, womit sich die Versammlung einver profura ertheilt, ihnen aber gleichzeitig verboten, für eigene Rech- standen erklärt. In„ Verschiedenem" wurde veantragt, 50 Mart nung Geschäfte an der Börse zu machen. Um dieses Verbot in der Agitationskommission zu überweisen, es werden jedoch nur unauffälliger Weise zu umgehen, haben beide die Kontis zweier 25 M. vorläufig bewilligt. Die Untersuchungskommissiou bringt Geschäftstunden gemißbraucht, insofern sie auf dieselben Werth einen Fall über fahrlässige Arbeit zur Sprache, welche von papiere fauften und wieder verkauften. So haben sie nach und der Firma Rohnke durch Kollegen May Mary nach die Summe von 40 000 m. verspekulirt und damit die gefertigt worden ist. Derselbe veranlaßt die Annahme eines AnKunden, welche keine Ahnung von dem„ Geschäft" hatten, zu frages, den p. p. Marr aus dem Verein auszuschließen. Nachdem Gunsten der Bankfirma belastet. Die Entdeckung der Schwin- noch darauf hingewiesen, auf die Arbeiterorgane den Bauhanddeleien wurde dadurch herbeigeführt, daß die beiden Betrüger vor werker"( früher Vereinsblatt") und„ Berliner Voltsblatt" fleißig der Ultimoregulirung Industrie- Attien, welche gar nicht geliefert und zahlreich zu abonniren, ferner bekannt gegeben, daß unser waren, auf dem Konto der Kunden in Zuzug brachten und nach Maskenball( der bekannten Vorgänge wegen) nicht in May's Fest. stattgehabter Regulirung wieder abschrieben. Außerdem wurden sälen stattfindet, sondern das Vergnügungskomitee sich der Mühe papiere verkauft und dem Konto des einen Kunden zugeschrieben. beschaffen, wurde die Versammlung geschlossen. aus dem Effektenbestand des Bankhauses größere Posten Werth unterziehen wird, ein anderes den Arbeitern zugängliches Lokal zu Beide Buchhalter sind durch die Kriminalpolizei in Haft ge= nommen worden. " an Die rothe Kravatte hat unter dem Sozialistengeset mancherlei Anfechtungen erfahren und man sollte glauben, daß alle die Verfolgungen, welche dieses kleine Bekleidungsstück hat erdulden Eine öffentliche Versammlung der Vergolder, Ver müssen auch das Herz des wüthendsten Sozialistenfressers rühren golderinnen und verwandten Berufsgenossen fand am müßte. Allein dem ist nicht so. Zwar hat die hohe Obrigkeit Armer Ferienkolonist! In den Schießständen des Lehr- 5. Januar unter dem Vorsiz des Herrn Mehring statt. Herr gegen den rothen Brustzierrath nichts mehr einzuwenden; desto Infanteriebataillons bei dem Dorfe Eiche bei Potsdam fand man Fries hielt einen, von der Versammlung mit großem Beifall eifriger scheinen aber Privatleute, vielleicht solche, welche Ursache am Montag Mittag die Leiche des Gefreiten Johannes Enke von aufgenommenen Vortrag über„ Die Humanität unserer Unterhaben mögen, sich der hohen Obrigkeit angenehm zu machen, auf der 1. Kompagnie des 2. sächsischen Grenadier- Regiments Nr. 101, nehmer". Er beleuchtete eingehend die„ Humanität" der Unterrothe Kravatten zu fahnden. Kommen da am 2. Feiertage ein welcher zur Zeit in Potsdam bei der Stammkompagnie des Lehr- nehmer, wie sie sich im letzten Jahre bei den im Vergoldergewerbe paar junge Leute nach Wilmersdorf in das Rodolf'sche Lokal. Infanteriebataillons stand. Seit dem 31. Dezember v. J. wurde Deutschlands vorgekommenen Differenzen zwischen Arbeitgebern Ein dicker Herr kam ihnen entgegen, zwar nicht mit der Freund- Enke, welcher ein durchaus tüchtiger Soldat ist, vermißt, so daß und Arbeitnehmern gezeigt hat. Das, was bei Bewilligungen lichkeit, mit der sonst Gäste in solchen Wirthschaften empfangen am Montag sein Vater, der Maurermeister Enfe in Leipzig, eine von Forderungen der Arbeiter seitens der Unternehmer als werden, wohl aber mit einem grimmigen Blick auf die rothen öffentliche Bekanntmachung erließ, der zufolge er Jedem, der Humanität verschrieen wurde, entpuppt sich bei näherer Be Kravatten der Gäste. Die Herren wären hier wohl nicht Nachricht von dem Vermißten geben würde, 100 M. Belohnung trachtung als weiter nichts, wie ein Nachgeben aus wohlverrichtig, meinte der Dicke, sie gehörten wohl in das Lokal zusicherte. Bald nachdem diese Bekanntmachung an den Straßenstandenem Interesse. Redner führt dafür aus den Berliner Streits bei Pietsch( Boltsgarten). Dorthin begaben sich die Beiden und ecken angeschlagen war, wurde die Leiche Ente's gefunden, er lag der Vergolder und Berufsgenossen die verschiedensten Beispiele an. trafen auch dort noch einen Bekannten, dem sie das„ rothe mit einer Schußwunde in der Brust im Schnee, der rings herum Nach dem Vortrag erhielt Hr. Köpnick das Wort, um zunächst die AbKravattenabenteuer" erzählten. Alle drei gingen dann nochmals von seinem Blut roth gefärbt war. Wahrscheinlich ist die Wunde, rechnung vom Barokrahmenarbeiter- Streit mit Nachtrag vom Methzu Rodolf und stellten dort fest, daß der dicke Herr der Besitzer die sich Enfe beigebracht, nicht sofort tödtlich gewesen, denn die low'schen Streit der Versammlung vorzulesen. Nach dem Bericht be des Lokals in Person war. Für alle Diejenigen, welche in Blutspuren deuten darauf hin, daß der Bedauernswerthe noch trägt die Gesammteinnahme 1214,94 M. und eben so viel die dem Lokal verkehren, ist der Vorfall beachtenswerth. Es sollen Versuche gemacht hat, sich fortzuschleppen und später den Tod Gesammtausgabe. Hierauf verlas Herr Köpnick die Abrechnung gegenwärtig noch zwei Arbeiter- Gesangvereine das Lokal be- durch Erfrieren erlitten hat. vom Streitfonds der Vergolder Berlins. Vom 17. April 1890 nußen, die Herren werden also gut thun, ihre rothen Kravatten bis Ultimo Oktober sind eingegangen 4370,52 M. und wurden abzuschaffen, um den Herrn Rodolf, der durch die rothe Farbe Eine aufregende Szene spielte sich vorgestern Abend in der ausgegeben 4307,50 M., bleibt ein Bestand von 63 M. Nachdem leicht in Aufregung versetzt zu werden scheint, diese zu ersparen, elften Stunde auf dem Stadtbahnhof" Alexanderplatz“ ab. In der Revisor die Richtigkeit dieser Abrechnungen bestätigt hatte, für andere Arbeiter gilt das Gleiche. Bisher wußte man nur, dem Augenblick, als der vom Schlesischen Bahnhof kommende wurde Herrn Köpnick Entlastung ertheilt. Herr Schuller berichtete daß die rothe Farbe auf Geschöpfe niedriger Gattung besinnungs- Lokalzug in Sicht tam, stürzte sich eine junge, elegant gekleidete nun über die Einnahmen und Ausgaben der Agitations störend wirkt, z. B. bei Ochsen, Puten u. A. Der Rodolf'sche Dame auf den Schienenstrang. Im ersten Augenblick stand alles fommission. Erstere betragen 87,24 M., lettere 76,58 M., bleibt Fall ist deshalb vielleicht auch naturwissenschaftlich von Be- wie gebannt vor Schreck, dann aber sprangen mehrere Bahn- ein Bestand von 10,66 M. Herrn Schuller wird ebenfalls deutung. beamte auf den Schienenweg, erfaßten die sich heftig sträubende Decharge ertheilt. Herr Sprenger erstattete hierauf Bericht über Dame und zerrten fie auf den Perron zurück. Kaum war das die Thätigkeit der Berliner Streif- Kontrolkommission. Eine längere geschehen, so brauste der erwartete Bug in die Halle. Die Debatte rief die von derselben angenommene Resolution inbetreff der Unbekannte wurde in das Stationsbureau gebracht, wo sie angab, Stellnerfrage hervor. Einzelne Redner waren der Meinung, daß fie einem in der Nähe belegenen Theater angehöre und ihrem daß durch die Art des jezigen Vorgehens in dieser Frage die Leben habe ein Ende machen wollen, weil ihr Bräutigam ihr Heuchelei in Kellnerkreisen großgezogen werde, während die Mehruntreu geworden sei. Dem geselligen Klub Hoffnung", welcher am ersten Weihnachtsfeiertage in dem Lokale von Krüger, Große Frank furterstraße 99, sein Weihnachtsfest feierte, wurde, wie uns mit getheilt wird, die Erlaubniß zum Tanzen erst für die Zeit nach 12 Uhr Nachts ertheilt. Leider wissen wir nicht, von wem diese Einschränkung ausgeht und wodurch sie bedingt war. Für geschlossene Gesellschaften, und zu diesen gehören auch Vereine mit bestimmter Mitgliederzahl und die von diesen eingeführten Gäste, ist eine polizeiliche Tanzerlaubniß überhaupt nicht nöthig. Im Uebrigen verlief das Fest zur Zufriedenheit aller Theilnehmer. Die Zeit bis 12 Uhr wurde mit anderweiten Unterhaltungen zugebracht. Gerichts- Beitung. und zum Festhalten an den gestellten Forderungen aufgefordert. zur Besprechung gelangten noch Vorkommnisse aus der Neumann und Hennig'schen Werkstatt, u. A. die Maßregelung eines Kollegen. Die Firma hatte sich verpflichtet, dieselben Preise zu zahlen, wie Ad. Werkmeister; dies aber, wie jest tewiesen ist, nicht gethan, sondern vielfach weniger gezahlt. Die Angelegenheit ist dem Borstand der Filiale Berlin des Verbandes der Vergolder 2c. zur Regelung übertragen worden. beit der Redner sich mit der Resolution einverstanden erklärte. Da die beiden Vertreter zur Berliner Streit- Kontrolkommission ihr Amt niederlegten, wurden in den Herren Linke und Ganzte zwei neue gewählt. Unter„ Verschiedenes" wurde beschlossen, die Kosten, welche den Herren inte und Schiefer aus einem Prozeß wegen Vergehens gegen den§ 153 der GewerbeOrdnung erwachsen sind, von den ca. 60 M. zu bezahlen, welche Wegen Uebervortheilung eines Fremden während des sich als Ueberschuß einer Sammlung für die Gewerkschafts- Kons Daß kürzlich der fünfzehntausendste Telephonanschluß Schützenfestes hatte sich gestern der Kellner Karl Sommerferenz in den Händen des Herren Sprenger besinden. Hierauf in Berlin erreicht worden ist, wurde bereits gemeldet. Aber vor dem hiesigen Schöffengericht zu verantworten. Der An- wurde der zur Zeit bestehende Streit von 15 Versilberern der interessant ist es, sich ein Bild davon zu machen, wie diese geklagte war zur Zeit des Schützenfestes in einem hiesigen Hotel August Werkmeister'schen Fabrit einer Debatte unterworfen. 15 000 Abonnenten über die Stadt vertheilt sind. Natürlich fehlt als Zimmerfellner angestellt und hatte als solcher in der Ab- Von allen Seiten wurde das Vorgehen der Arbeiter als ein das Telephon in keinem Stadttheil, es streckt seine Fangarme bis wesenheit des Oberkellners einem abreisenden Fremden die Rech gerechtfertigtes anerkannt. Von Herrn Niebergall in Bezug äußerst schlechte Geschäfts Konjunktur uusge an das Weichbild und da wir auch mit den Vororten direkte Kaffee und wurde von dem Angeklagten auf 27 M. ausgeschrieben sprochene Befürchtungen, betreffend den Verlauf des Streits Verbindung haben, über dasselbe hinaus. Dennoch läßt schon ein und in dieser Höhe auch bezahlt, wobei jedoch sieben Nacht wurden von den meisten Rednern als nicht berechtigt hingestellt Blick in die Höhe, in die Drähte, die Berlin überspinnen, erfennen, daß, so schreibt die Nat.- 3tg.", im Zentrum das quartiere in Anrechnung gebracht waren. Thatsächlich betrug Drahtneß sich fast unentwirrbar durchfnotet, während seine die Rechnung nur 24 M. und der Angeklagte hatte sich auf Ausläufer an manchen Stellen recht dünn werden. Es giebt diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege" ein Profitchen von 3 M. Straßen, in denen fein Haus ohne Telephon ist, andere Straßen, gemacht. Der Reisende bemerkte erst in seiner Heimath, daß er lange und häuserreiche, in denen weder der Handel, noch die übervortheilt worden und erhob deshalb Beschwerde bei dem Industrie sich niedergelassen haben und wo die Bevölkerung sich Hotelwirth und dieser sah auf den ersten Blick, daß hier nicht ein aus minder begüterten Bürgern zusammensetzt, wo auch nicht ein Irrthum des Kellners wie dieser behauptete sondern ein Telephon zu finden ist. Dagegen gehören Häuser mit zwei, drei, geplanter Betrug desselben vorlag. Der Angeklagte hatte nämlich vier, fünf und sechs Telephonen durchaus nicht zu den Selten in den Hotelbüchern zwei Mal die erhaltene Summe richtig mit 24 M. aufgeführt, die überschießenden 3 M. somit in die Tasche Der Fachverein der Putzer hielt am 4. Januar seine heiten. Man findet sie hundertweise und es ist dabei nicht etwa die Rede von großen Unternehmungen wie den leitenden gesteckt. Der Angeklagte versuchte auch vor Gericht, sich als das regelmäßige Versammlung ab. Der Vorsitzende wünschte den Banken u. s. w., die ihre eigenen weitverzweigten Fernsprechnete Opfer eines Irrthums hinzustellen, es gelang ihm jedoch nicht, Mitgliedern Namens des Vorstandes ein fröhliches Neujahr und haben. In der Spandauerstraße, Heilige Geiststraße und den sich Staatsanwalt erachtete ein solches Uebervortheilen von Fremden ziehung, sowie der ganzen Arbeiterbewegung gegenüber. Nachdas Schöffengericht in dieser Beziehung zu überzeugen. Der ermahnte zum festen Zusammenstehen in gewerkschaftlicher Be darum gruppirenden Tuch- und Leinengeschäften; auf dem Haus für ein gemeingefährliches Bergehen, welches schließlich geeignet dem der Gesangverein„ Gemüthlichkeit" ein paar Stücke vor voigteiplaz und seiner Umgebung als Sitz der Konfektionsbranche; sei, den Hotelwirth selbst in den Ruf der Unrecllität zu bringen getragen hatte, verlas" der Kassirer die Abrechnung vom in der Behrenstraße als Zentrum des Bankgeschäfts findet man und er beantragte deshalb eine Woche Gefängniß. 4. Quartal. Dieselbe ergab an Beiträgen 2453 M., an Gytra Haus bei Haus wohl ein halbes Dugend und mehr Telephone. Nur mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte zur Zeit der That Beiträgen 254 M. Neu eingetreten sind 26 Mitglieder. Nach Die meisten Fernsprecher in einem Hauſe, und zwar in lauter das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hatte, nahm der Gerichtshof dem die Ausgaben verrechnet waren, blieb ein Bestand von verschiedenen Geschäften, hat uns ein, wie wir annehmen, zu- von einer Freiheitsstrafe Abstand und erkannte auf 30 M. Geld: 255,85 M. verlässiger Ueberblick in dem Nürnberger Raufhaus entdecken buße event. 6 Tage Gefängniß. Die Matinee ergab einen Ueberschuß von 71,87 M.; der Lassen, das in der Spandauerstraße die Nummern 59-61 ein- buße event. 6 Tage Gefängniß. nimmt und in welchem nicht weniger als neunzehn verschiedene Miether das Telephon haben. Dann folgen einige Häuser in der fast immer schlimmer ist, als der Stehler, beschäftigte gestern die 343,47 M., an franke Kollegen find gezahlt 325 M., bleibt ein Rest von Ein Fall, welcher wieder einmal beweist, daß der Hehler selbe wurde den kranken Kollegen überwiesen. Bei der Unterstützungs- Kommission waren an reiwilligen Beiträgen eingegangen Friedrichstraße( z. B. Nr. 78) mit 10 Anlagen. Da ist es denn fein II. Straftammer hiesigen Landgerichts I. So war es auch gestern 18,47 M. Hierauf wurde zur Wahl eines Schiedsgerichts nach Wunder, daß die überirdischen Leitungen nicht mehr ausreichen. wieder, wo sich zwei Hausdiener und der Produktenhändler 6 des Statuts gefchritten und es wurden folgende 7 Kollegen Solche Häuser stecken geradezu in einem Drath- Spinngewebe. Vom eyer gemeinschaftlich auf der Anklagebank befanden. Der gewählt: G. Schmidt, Thielicke, K. Prißkow. A. Dähne, Hennig, Zentrum aus folgen die Anschlüsse dann im Großen und Ganzen eine der beiden Hausdiener, welcher bis dahin gänzlich un- F. Diedrich, W. Geride, zu Ersatzmännern: W. Seegert, Schönden Hauptverkehrsadern und verlassen dieselben im Osten und Norden. bescholten war, gerieth bei ffeinem unzureichendem Gehalt durchfeld, A. Buchholz. Zu den Segnungen der Altersversorgung tam da wo keine Industrie iſt, nur selten. Im Norden finden wir besondere Unglücksfälle in seiner Familie in Noth und ließ sich folgender Fall zur Sprache: ein Mitglied, 76 Jahre alt, hatte zum Beispiel die Höchste Straße, die Hochmeisterstraße u. a. ohne dazu verführen, unter dem Backpapier zu drei verschiedenen Malen sich eine Quittungskarte besorgt, eine Marke darauf geklebt, ben eine einzige Fernsprech Verbindung. Die Ackerstraße mit Regenmäntel aus dem Geschäft, in welchem er bedienstet war, Nachweis von länger als 10jahriger Arbeit mit Ausschluß der 174 Häusern weist 20 Telephone auf. In demselben Verhältniß zu dem Angeklagten Leyer zu schaffen. Auch der zweite Ange- legten drei Jahre geführt; er wurde jedoch von der Gesellschaft ist es, wenn die 28 Häuser der Alvenslebenstraße im Westen nur klagte beschuldigte den letzteren direkt, daß er ihn zu den abgewiesen mit dem Bemerken, derselbe müßte in den letzten drei 6 Telephone haben. Die Fehrbellinerstraße mit 100 Häusern hat Diebstählen verführt habe es schon auf 18 gebracht. Es geht aus diesen Stichproben hervor, verschiedene Male, und behauptete, daß Leyer Jahren den Nachweis führen, 141 Wochen gearbeitet zu haben. wenn er ihm Papier verkaufte, daß von den 15 000 Anschlüssen Berlins sich reichlich 10 000 auf darauf angespielt habe, daß er andere Sachen aus dem Da der Betreffende nun schon beinahe 3 Jahre arbeitsunfähig Berlin C und seine nächste Umgebung beschränken. Damit Geschäft noch besser brauchen könne. Erst durch diese Hinweise die anderen alten Kollegen eine Warnung sein, sich nicht erst zu Dieser Fall soll für ist, so ist er einfach ausgeschlossen. stimmt es denn auch überein, daß das Haupt- Vermittelungsamt I will der Angeklagte dazu verleitet sein, dem Angeklagten Leyer bemühen. Es fnüpfte sich hieran eine längere Diskussion, in die jetzt wieder vereinigt werden und daß gerade hier auch die anwalt beantragte gegen die beiden Hausdiener 3 bezw. 6 Mlo welcher Roll. Diedrich betonte, daß das Invaliden- und Altersam meisten experimentirt wird, weil nate Gefängniß, gegen den Hehler dagegen 1 Jahr Gefäng- versorgungs- Gesetz auch eine Entlastung für den Großgrundbefizer hier eben infolge des Riesenverkehrs die Herstellung der Ver- ni ß. Der Gerichtshof erfuhr durch den Kriminalfommiffarius fei, indem es demselben die Naturalverpflegung der alten Guts arbeiter von den Schultern nimmt; hingegen ist es für die bindungen naturgemäß langsamer von Statten geht und am Grühmacher, daß die Polizei das Leyer'sche Geschäft schon industriellen Arbeiter eine Belastung, weil dieselben beisteuern meisten Beschwerde hervorruft. Vorerst ist eine Abnahme der längere Zeit für verdächtig halte und dasselbe observire, ohne daß müssen, jedoch wegen der hohen Altersgrenze wenig der Rente Gesuche um Anschluß an das Telephonneß noch in keiner Weise es gelungen sei, den Angeklagten bei der Hehlerei direkt abzutheilhaftig werden. Auch sei das ganze Gefeß Lückenhaft. zu bemerken. In postalischen Kreisen ist man der Ansicht, daß fassen. Der Gerichtshof hielt es hiernach für angezeigt, nach Bierauf wurden mehrere Fälle konstatirt, daß die Kollegen ein Stillstand erst eintreten dürfte, wenn die Gesammtzahl der dieser Richtung hin noch weitere Erhebungen anzustellen, um die nicht an dem tarifmäßigen Lohn von 7 Mart fejthalten. Abonnenten sich auf 25 000 beziffern wird. Frage zu entscheiden, ob die Thätigkeit des Angeklagten nicht auf Hauptsächlich wurden die Manipulationen eines Kollegen R. das Gebiet der gewerb 3 und gewohnheitsmäßigen getadelt, der dem Unternehmer das Geld in den Händen läßt. ehlerei hinüberspielt, auf welche bekanntlich Zuchthaus steht. So sichert er sich die Arbeit bei demselben. Die Kollegen wurden = Der StaatsVersammlungen. ermahnt, nicht so kleinmüthig zu sein, und sich so etwas gefallen zu lassen. Wenn das so weiter geht, dann werden wir bald alle gedrückt werden. Der Vorsitzende erwähnt noch einige Artikel der Baugewerts- Zeitung", welche nur immer von dem Uebermuth der Arbeiter zu schreiben weiß. Den Herren Unternehmern wächst der Die Gefahren staubigen Obstes. In der letzten Nummer der„ Wiener Mediz. Presse" veröffentlicht Dr. M. T. Schnirer das Resultat einer in hygienischer Beziehung sehr interessanten Untersuchung aus dem Laboratorium des Professors Weichselbaum, betreffend die Frage nach der Verbreitung der Tuberkelbazillen außerhalb des Körpers. Im September 1888 fam Dr. Schnirer auf den Gedanken, das durch Abspülen von stark verstaubten Trauben erhaltene Waschwasser auf Tuberkelbazillen Der Fachverein der Berliner Stuckateure und Berufs- Kamm, das beweisen die Hezartikel des Herrn Felisch. Wir müssen zu untersuchen. Bei der großen Zahl von Tuberkulosen, welche genossen hielt am 5. Januar eine Mitgliederversammlung, in auf der Hut sein und zusammen stehen, um allen ungerechten die Straßen paffiren, und bei den großen Staubmengen, mit welcher zwei Kollegen aufgenommen wurden. Herr Peus besprach Anforderungen einen festen Damm entgegen zu setzen. denen wir in Wien gesegnet sind, war die Vermuthung nicht das Kapitel über Stückarbeit" von Karl Mary. Der Vortrag noch 2 Unterstützungsgesuche mit je 20 Wt. bewilligt waren, wurde ganz unbegründet, daß mit dem Staub auch getrockneter Auswurf wurde beifällig aufgenommen. In der Diskussion äußerten sich die gut besuchte Versammlung geschlossen. von Tuberkulosen in den vor der Thüre des Greißlerladens mehrere Redner im Sinne des Herrn Referenten, konnten sich aber postirten Traubenkorb gelangen konnten. Die Untersuchung be- nicht enthalten, Uebelstände in der Kollegenschaft näher zu be stätigte diese Vermuthung. Von drei mit dem Waschwasser leuchten, welche sie auf den großen Indifferentismus sowohl, injizirten Meerschweinchen gingen zwei an Tuberkulose zu Grunde. als auch auf den Egoismus zurückführten. Hierauf kam folgende Aus dieser Beobachtung zieht Dr. Schnirer zwei praktisch wichtige Resolution zur Annahme:" Die Vereinsversammlung des FachVerantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.