Nr. 252.- 31. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: B Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pia. Post Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post Beitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich. Vorwärts spaholini Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Big.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplatz, Nr. 151 90-151 97. stare sid Dienstag, den 15. September 1914. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplak, Nr. 151 90-151 97. Schwere Kämpfe im Westen. Die deutschen Siege im Osten. __Parole Freiheit! Amtlich. Großes Hauptquartier, 14. Sep-| fember.( W. Z. B.) Im West en finden am Scharfe Anlagen hat der Reichskanzler in seiner Kund- rechten Heeresflügel schwere, bisher ungebung an das Rizauſche Bureau in Kopenhagen, die der Vorentschiedene Kämpfe statt. Ein von märts gestern veröffentlichte, gegen England erhoben. „ Herr Asquith will glauben machen, daß der Kampf Englands den Franzosen versuchter Durchbruch wurde gegen uns der Kampf der Freiheit gegen die Gewalt fei..." fiegreich 3 urück geschlagen. Sonst ist an dieses Landes Vorwurf um Vorwurf ins Gesicht geschleudert, das keiner Stelle eine Entscheidung gefallen. Und dann wird der herrschenden Klasse Englands, der Regierung sie im Namen der Freiheit" die fremden Völker unterdrückt und in ihre Abhängigkeit zu bringen versucht, Knechtschaft verbreitet und die nationale Selbständigkeit beseitigt habe. Wohnungsnot! eine entsetzliche Wohnungsnot. Der Ernährer ist ins Feld Tausenden und aber Tausenden in Groß- Berlin droht gezogen. Die Arbeitslosigkeit und andere Folgen des Krieges Striegsdienst sich befindet, die Möglichkeit, Miete zu zahlen. nehmen auch solchen, deren Familienoberhaupt nicht im Tausende und aber Tausende wollen zahlen, können Im Osten schreitet die Vernichtung der aber nicht. Daneben befindet sich eine große Gruppe von ruffischen ersten Armee fort. Die eigenen Ver- Groß- Berlinern, deren in den Krieg gezogenes Familienoberschon im Juni oder Juli zum 1. Oftober eine größere Aber diesen Vorwürfen schließt sich auch ein positives lufte sind verhältnismäßig gering. Die Armee Wohnung mit höherem Bins genommen hat; andere haben in Versprechen an, ein Versprechen, das Deutschland vor von Hindenburg ist mit starken Kräften der gleichen Zeit zum 1. Oktober Wohnungen gemietet, um „ Seit England sich mit Rußland und Japan gegen Deutsch bereits jenseits der Grenze. Das Gou- Strieg und die Arbeitslosigkeit sind hindernd in den Weg geYand verband, hat es in einer in der Geschichte der Welt einzig vernement Suwalki wurde unter treten und machen eine Mietszahlung unmöglich. Mit dastehenden Verblendung die Zivilisation verraten und die Sache deutsche Verwaltung gestellt. der internationalen Oeffentlichkeit bindet. der Freiheit der europäischen Völker und Staaten dem deutschen Schwert zur Wahrung übertragen." * sich zu verheiraten und einen Hausstand zu gründen. Der Bangen sehen Tausende, deren Mietvertrag zum 1. Oktober abläuft, diesem Zeitpunkt entgegen, weil sie befürchten müssen, daß ihre wenige pfändbare Habe, die sie haben, vom Hausbefizer einbehalten wird. Wenn dies das Programm der deutschen Regierung ist, das sie im Ernst und in der Wahrheit durchzuführen bestrebt sein will, Amtlich. Großes Hauptquartier, 14. September, 1 Uhr dann darf man davon mit aufrichtiger Genugtuung Stenni- 12 Minuten.( M. T. B.) General von Hindenburg Gütliche Einigung, auf die wir so häufig hinwiesen, nis nehmen. Eine Migdeutung der Worte ist nach dem, was vor- telegraphierte an Seine Majestät: Die Wilnaer Armeescheitert leider in den meisten Fällen. ausgegangen, nach den Vorwürfen gegen England faum noch II., III., IV., XX. Armeekorps, 3, und 4. Reservedivision, möglich. Die Worte bedeuten eine Bestätigung jenes schon befünf Stavalleriedivisionen ist burch die Schlacht an Mieter berechtigt, dem etica der Vermieter gewa Itjam Die Rechtsbehelfe find unzulänglid. Freilich ist der kannten Satzes: Wir wollen keinen Groberungstrieg den masurischen Seen und die sich daran anschlie- Mieter berechtigt, dem etica der Vermieter gewaltjam führen. Aber sie gehen auch noch darüber hinaus. Man hende Verfolgung vollständig geschlagen. Die ohne lage seines Mietbefizes entsetzt, die Türen abschließt, muß aus ihnen heraushören, was die Sozialdemokratie Grodnoer Reservearmee- XXII. Armeekorps, Rest des die Fenster aushängt oder dergleichen, nicht nur polizeiliche von jeher als einziges Biel aufgestellt hat, das diesem Kriege etwas VI. Armeekorps, Teile des III. sibirischen Armeekorps und gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und Bestrafung wie eine Rechtfertigung vor der Kultur geben könnte: Die Zu haben in besonderem Gefecht bei Lyd schwer ge- des Wirtes wegen Nötigung und Hausfriedensbruch zu besicherung, daß dieses gewaltige Ringen jenen Völfern, die in der litten. Der Feind hat starke Verluste an Toten und antragen. Er ist auch berechtigt, im Wege der Notwehr selbst Knechtschaft anderer, mächtigerer seufzen, die Befreiung von Verwundeten. Die Zahl der Gefangenen steigert sich. Die gewaltsam Selbsthilfe anzuwenden, den Wirt hinauszujagen, dem fremden Joche bringen soll. Kriegsbeute ist außerordentlich. Bei der Frontbreite die Türen aufzubrechen und von seinen Mieträumen wieder Mit jenem Satze widerspricht die deutsche Regierung durch der Armee von über 100 km, den ungeheueren Marsch- Besik zu nehmen. Derlei Fälle, in, denen Vermieter gewaltden Mund ihres verantwortlichen Leiters jenen Annektionsleistungen von zum Teil 150 km in vier Tagen, bei den sich fam den Mieter, ohne das Gericht in Anspruch zu nehmen, politikern, die leider immer wieder umzufälschen suchen, was auf dieser ganzen Front und Tiefe abspielenden Kämpfen, aus der Wohnung entfebt haben, find auch in Friedenszeiten von vornherein durch die leitende Stelle für diesen Krieg zuge- fann ich den vollen Umfang noch nicht melden. Einige borgekommen. Stets sind dann die Vermieter, die so gewaltsichert wurde. Man kann nicht die Sache der Freiheit" führen unserer Verbände sind scharf ins Gefecht gekommen. Die fam borgingen, unter Billigung des Reichsgerichts wegen und gleichzeitig etwa die belgische Nation um ihre Selbständigkeit Berluste sind aber doch nur gering; die Armee war sieg Nötigung und Hausfriedensbruchs bestraft. Es sind das und Unabhängigkeit bringen. Man kann nicht für die Sache der reich auf der ganzen Linie gegen einen hartnädig nur vereinzelte Fälle. Freiheit" fämpfen und Teile Frankreichs mit einer Bevölkerung, fämpfenden, aber schließlich fliehenden Feind. Die Armee ist die französisch fühlt und spricht, dem Deutschen Reiche einverleiben. stolz darauf, daß ein faiserlicher Prinz in ihren Reihen geWohl aber heißt es, für die Freiheit der Völker und Staaten ein- fämpft und geblutet hat. gez. Hindenburg. treten, wenn das Deutsche Reich sein Gewicht in die Wagschale wirft, auf daß die Polen, Ruthenen, die Finnen usw. ihre Unter... Wie liegt es aber in den Fällen, in denen ffreng rechtlich, dem Gesetz entsprechend, vom Vermieter auf Zahlung der Miete und auf Räumung geklagt wird? einer Denn was nüßt es schließlich, daß die gesamte Miete sich zu einer Höhe aufsummt, die nie von dem Heimkehrenden gezahlt werden kann? Die wirtschaftliche Folge ist: die paar der Pfändung unterliegenden Möbel, das mühsam gesparte Hausgerät würde nach dem Frieden versteigert werden, ein Erlös würde herauskommen, der meist kaum die Kosten deckt, und der siegreich Heimkehrende würde 30 Jahre lang durch neue Erefutionen bedroht werden. Ohne seine Schuld, ohne sein Zutun. Es sind die beiden Fälle zu unterscheiden: ob der Miefbrüder loswerden und ihre nationale Unabhängigkeit erringen mit Dum- dum- Geschossen ins Gefecht ziehen. Eine solche Auf einem durch Arbeitslosigkeit oder schlechten Geschäftsgang vertrag von dem ins Feld gerufenen Ehemann oder ob er von können. Wohl aber heißt es, für die Freiheit der Bölfer und faffung trifft natürlich nicht zu. Dagegen spricht ja schon die Zahlungsunfähigen, nicht zur mobilen Armee Einberufenen Staaten eintreten, wenn Deutschland überall die Wege bahnen Art der meisten Verwundungen, die man jetzt in den Lazaretten geschlossen ist. In dem ersten Falle verbietet das Geset hilft, auf denen sich dann auch die innere Freiheit, die Demokratie beobachten kann. Solche Uebertreibungen sind nur dazu angetan, vom 4. August, das zum Schutz unsever ins Feld gerufenen und der Friede entfalten können. Das alles hängt ja zusammen. daß die Angehörigen derer, die im Westen kämpfen müssen, noch Nur wo der Kampf Befreiung statt Unterdrüdung bringt, da birgt mehr beunruhigt werden, als sie es ohnehin schon sind. Und wir Soldaten erlassen ist, die Durchführunge fein Ende auch in sich die Gewähr fürderen Friedens, dauernder meinen, daß auch der deutschen Heeresleitung an solchen Ueber- steigerung. Aber schon dies ist ein geringer Notbehelf. Räumungsflage, nicht minder eine VerVerständigung, der inneren Freiheit der Völker.. treibungen wenig gelegen sein kann. Es wäre ein hoher Ruhm Deutschlands, wollte es So hat auch das den deutschen Soldaten bisher ungewohnte seinen Sieg ausnutzen, um wirklich wahr zu machen, was die Worte Aussehen der französischen Infanteriepatrone Beunruhigung über des Kanzlers verheißen. Und tann denn die Regierung über- angeblich vorhandene Spreng- und namentlich Giftwirkung der Gehaupt noch zurüd?! Ueberallhin sind die Worte des Kanzlers schoffe hervorgerufen. Ein umgelegter schwarzer Metallring" soll gedrungen, alles wartet auf ihre Erfüllung. Oder sollte es nicht nach dem Einschlagen plazen und Berreißungen der Körpergewebe möglich sein, sie zu erfüßen?! Mit einem solchen Kampfziel, bewirken, dem gleichen Zweck soll ein umgelegter Kupfermant vorausgesetzt, daß es der deutschen Regierung gelingt, die dienen, der außerdem noch die Gefahr der Kupfervergiftung durch Oeffentlichkeit von ihrem Festhalten davon zu überzeugen, muß im Körper zurückgelassene Geschosse bieten soll. Professor Walter der Sieg leichter werden als mit jedem anderen. Für einen Straub, der berühmte Pharmakologe der Universität in FreiFrieden auf dieser Grundlage würden die breiten Massen burg i. B. hat nun französische Patronen, die aus den Gewiß liegt den Kreisen und den selbständigen Städten der Bevölkerung geschlossen, mit Jubel, eintreten. Er würde kämpfen bei Mülhausen stammten, untersucht und nach dem Gesetz vom 28. Februar 1888 die Verpflichtung dem Deutschen Reiche bei den Feinden von heute wie bei den Neu- berichtet darüber in der soeben erschienenen feldärztlichen Beilage ob, die Familie von ihrer Mietsverpflichtung zu befreien. tralen Achtung, Vertrauen erwecken, wie nichts anderes sonst es ver- Nr. 3 der Münchener Medizinischen Wochenschrift" Aber in wie seltenen Fällen geschieht dies in der Tat? Noch möchte. Wahrlich, das Wort des Kanzlers ist gut! das Folgende: immer glauben Kreise und Städte der ihnen vom Reich So gut, daß, sollte doch einst die Regierung an ihm irre " Der schwarze Ring ist allerdings vorhanden, er besteht aber auferlegten Verpflichtung durch prozentuale Zuschläge zu den werden, die Massen des Volkes es zu ihrer Parole machen, es der aus Lack und bezweckt offenbar die Dichtung der Stelle, an welcher in de st säten sich entledigen zu können. Und: große Regierung zurufen müßten, Erfüllung heischend im Inter- daß Geschoß in die Hülse aufgenommen wird. Auch der gefürchtete Summen sind zur Erfüllung der Mietsverpflichtungen ereffe des Friedens, des Fortschritts und der Kupfermantel ist vorhanden, er wird durch einen ungemein dünnen, forderlich. Richtig ist auch, daß der Gesetzgeber angenommen Freiheit! offenbar galvanisch aufgelegten Ueberzug dargestellt, der sicher keine hat, die Hausbesizer würden der durch die Kriegslage ge" Sprengwirkung" ausüben kann. Das französische Infanterie- schaffenen Lage Rechnung tragen und auf einen Teil der geschoß besteht aus( rund) 90 Proz. Kupfer, 6 Proz. Bint und Mieten verzichten. In verschwindend wenig Fällen sind 4 Proz. Nickel. Arsen, Phosphor und Antimon sind nicht darin ent- Mietsfonds gestiftet, sei es von Grundbesitzervereinen, sei halten. Eine afute Metallvergiftung durch das Geschoß ist ausge- es von Kreisen oder Städten, die hier helfend eintreten eine chronische Kupfervergiftung eintreten fönnte, ist Hausbesitzer zur Schaffung solcher Fonds und zur VerzichtDie Anwendung von Dum- Dum- Geschossen ist eine Barbarei, äußerst unwahrscheinlich; aus torifologischen Gründen ist deshalb leistung auf wenigstens die Hälfte des nominellen Mietsgegen die nicht scharf genug, protestiert werden kann. Und nach eine schleunige Entfernung des Geschosses aus dem Körper nicht zinjes. den amtlichen Mitteilungen besteht wohl kein Zweifel, daß eine angezeigt." Anzahl solcher verwerflichen Geschosse bei Franzosen und Eng- Professor Straub schließt seine Veröffentlichung mit den ländern gefunden worden sind. In dieser Uebertreibungen so leicht Worten: hervorrufenden Kriegsatmosphäre ist aber jetzt, wie wir uns durch" Soweit in solchem Falle der Ausdruck überhaupt gerechtfertigt zahlreiche Beobachtungen überzeugen konnten, in den weitesten ist, muß das französische Infanteriegeschoß als human bezeichnet Kreisen die Ansicht entstanden, daß Franzosen und Engländer nur werden." Das französische Infanteriegeschoßschloffen. Daß in Folge eines aus dem Körper nicht entfernten fönnten. Und doch drängt das eigene Intereſſe auch der Rechtlich noch schlimmer daran wie die Familien der im Felde Stehenden sind die Arbeitslosen, die Zimmervermieter usw., die durch den Krieg in eine Notlage geraten sind. Hier gibt nur die Bundesratsverordnung vom 18. August den Notbehelf, daß der Richter 8 ahlungsfrist bis auf drei Monate gewähren und die Räumungsverpflichtung aufheben Truppen zu bilden, werden durch diese Täuschungsverfuchel für Lebensmittelversorgung 20 000 M. und für Notstandsarbeiten eines englischen Diplomaten nicht irregeführt werden. Wir legen 50 000 M. in Anschlag bringt. aber Verwahrung dagegen ein, daß der Gesandte einer gegen Deutschland Krieg führenden Macht seine völkerrechtliche Immunität in der Hauptstadt eines neutralen Landes mißbraucht, um gegen das deutsche Heer niedrige Schmähungen zu berbreiten. Die Behandlung gefangener Deutscher in Rußland. Ein junger Berliner, der in Lodz arbeitete und dort als deutscher Dienstpflichtiger berhaftet wurde, schrieb am 28. Auguft seinem Vater aus Saratow an der Wolga folgenden Brief: In Düsseldorf hat die Kommission für die Unterstübung der durch den Krieg arbeitslos gewordenen Arbeiter und Angestellten, der auch Vertreter sämtlicher Organisationseinrichtungen der Ar beiter angehören, folgende Grundsäge aufgestellt: a) Ledige Alleinstehende werden zunächst nicht unterstützt, sondern an die Armenverwaltung verwiesen. als b) Der Unterstüßung fnd folgende Tagesfähe zugrunde zu legen: Familienoberhaupt allein 0,50 M., Mann und Frau zu sammen 1, M., für jedes im Haus lebende Kind oder für jede erwachsene Zugehörige 0,20 M. schuß gewährt werden.) Handlung der Arbeiter, ble Rd zur Sozialdemokrati bekennen, ist hinfort unmöglich. Man wird gut tun, abzuwvarten. Wenn Sie legten Worte Wahrheit werden sollen, dann muß übrigens vor allem die nationalliberale Bartei felbst ihrer Politik einen ganz gehörigen Ruck geben. Die Sozialdemokratie wird nicht versäumen, sie nach dem Krieg an die Worte ihres badischen Zentralorgans zu erinnern, Verleumder! " eine Mehrere rheinische Zentrumsblätter fo die Effener Bochentage gerechnet, so daß der Höchstsat sich im Monat auf eine merkwürdige Entdeckung gemacht. Sie wehren sich in Die Höchstleistung beträgt täglich 2 M.; die Sonntage werden Volkszeitung" und die„ Recklinghäuser Volkszeitung" haben Benutze hiermit die Möglichkeit, Dir wenige Zeilen zuzusenden. 60 2. stellt.( ei besonders großer Familienstärke kann im Falle einem Artikel gegen die Verdächtigung katholischer Geistlicher In Lodz verhaftet, wurde als Kriegsgefangener hierher transportiert größerer Bedürftigkeit noch Unterstützung in Naturalien als 3u- als Anstifter bon all den Frankfireuruntaten in Belgien, und erhielt mit Hunderten anderen die Räume eines Schulhauses Ueber die Anrechnung der Arbeitslosenunter- Abwehr falscher Behauptungen, die auch der Vorwärts" als Quartier angewiesen. Erhalte hier Brot, gekochtes Waffer, it is ung der Gewerkschaften wurde folgendes vereinetwas Lee und Zuder und als Mittag warme Suppe und Grüße. bart: Gesundheitszustand einigermaßen, alles andere den Umständen an- Kleine Säße bis zu 5 M. pro Woche einschließlich werden auf gemessen. Die Behandlung ist bis jetzt gut. In der nächsten die oben angeführte Unterstützung nicht in Anrechnung gebracht. In Familien bis zu drei Kindern gelangen bei Säßen von Beit sollen wir weiter transportiert werden nach Kasan oder Orenburg dort jogar die Freiheit unter Polizei- 5,01 m. bis 10 M. für den Tag 0,30 W., b. i. in der Woche 2,10 M., aufiicht erhalten. Während der Reise hierher erhielten in Abzug; unterste Grenze bleiben dabei aber stets 5 M. gewert Eine haltlosere Verdächtigung und Verschaftliche Unterstüßung. wir pro Tag 38 Stopefen, hier nichts, dafür das Mittagessen.... Bet gewerkschaftlichen Säßen über 10 M. gelangen für den Ieumbung ist wohl felten ausgesprochen Ich hoffe, alles weitere überstehen zu können. Tag 0,50 W., b. i. in der Woche 3,50 M., in Abzug; unterste Grenze Breuel verübt worden sind, so ist ganz gewiß die Erworden. Wenn wirklich von der belgischen Bevölkerung bleiben dabei aber stets 10 M. gewertschaftliche Unterstüßung. Ein Ministerwechsel in Griechenland. London, 14. September.( Reuter- Meldung.) Nach einem Telegramm aus Athen ist der griechische Minister des Aeußern Streit zurüdgetreten. Ministerpräsident Venicelos hat das Ministerium des Aeußern übernommen. Der Ministerivechsel findet seine Bedeutung darin, daß Herr Streit als Anhänger der Aufrechterhaltung der Neutralität gilt, während der Ministerpräsident der Tripel- Entente zuneigt. Politische Uebersicht. Die Arbeitszeit in den Militärwerkstätten. Von den Militärbehörden wird uns geschrieben: In lezter Zeit ist in der Presse vielfach die Frage beprochen worden, ob nicht durch Kürzung der Arbeitszeit eine größere Bahl jett arbeitsloser Personen Beschäftigung finden fönnte. Hierbei wurde auch auf die Militärverwaltung verwiesen, die in ihren Werkstätten zum Teil mit Ueberstunden arbeiten läßt. Wir sind in der Lage mitzuteilen, daß die Militärbehörden diese Frage eingehend geprüft haben mit dem Ergebnis, daß augenblicklich eine Verkürzung der Arbeitszeit nicht angängig ist. Sowohl in den militärischen Betrieben als auch in den Privatfabriken, die für Nüftungszwecke arbeiten, muß vorläufig mit allen Mitteln, wozu auch das Einlegen von Ueberstunden gehört, dahin gestrebt werden, möglichst schnell die denkbar größte Leistung zu erzielen. Dieses Ziel wird aber durch die Einführung einer verkürzten Arbeitszeit ernstlich gefährdet. Es muß nämlich der größte Teil der neu einzustellenden Arbeiter erst für den eigenartigen Betrieb angelernt werden. Ferner laffen sich die für die Aufsicht erforderlichen Berfonen, die Werkzeugmacher, Maschineneinsteller usw. für eine weitere Arbeitsschicht erst allmählich sicherstellen. Hieraus ergibt sich ohne weiteres, daß die Leistungsfähigkeit der Betriebe in den ersten Wochen unter einer neuen Arbeitseinteilung unbedingt leiden müßte, was aber im Interesse der Kriegsbereitschaft zurzeit unter allen Umständen vermieden werden muß. Sobald die Leistungsfähigkeit der Betriebe es irgend zuläßt, wird die Militärverwaltung die Frage der verkürzten Arbeitszeit erneut erwägen. Im übrigen sind die Militärbehörden bestrebt, durch Vergebung möglichst vieler Aufträge auch an fleinere Betriebe, Heimarbeiter usw. umfangreiche Arbeitsgelegenheit auf den verschiedensten Arbeitsgebieten zu schaffen. Dadurch, daß bei Auswahl der Arbeitskräfte für die eigenen Betriebe in erster Linie auf die Ernährer von Familien gerücksichtigt und die Beschäftigung einer größeren Zahl von Personen aus der gleichen Familie nach und nach ausgeschaltet wird, hofft man auch eine bessere Verteilung des Verdienstes nach der Bedürftigkeit zu erreichen. Reichstagserfahwahlen. Am 27. Oftober findet bekanntlich im Wahlkreise Seibel. berg Eberbach für den bisherigen Abgeordneten Oberamtmann Ped, der befördert worden ist, eine Ersakwahl statt. Von den Nationalliberalen ist Landgerichtsdirektor Dr. Obkircher, der früher dem badischen Landtag angehörte und vor Rebmann Vorsitzender der badischen nationalliberalen Landesorganisation war, aufgestellt worden. Die Heidelberger Zeitung" meint nun: ... es jei bei früheren Wahlen im 12. Reichstagswahlkreise der nationalliberale Abgeordnete in der Gtichwahl wenigstens mit großer Majorität gewählt worden, was auch hinsichtlich des Herrn Dr. Obkircher, des neuen Kandidaten der liberalen Partei ficher zu erwarten sei. Für die übrigen politischen Parteien dürfte es sich deshalb empfehlen, dem nationalliberalen Kandi baten feinen Mitbewerber entgegenzustellen." Hierzu fagt unser Mannheimer Parteiblatt: Diese Meinung hat sehr viel für sich. Die Zeiten sind wirk lich nicht dazu angetan, einen politischen Kampf auszutragen. Jm oberschwäbischen Wahlkreis Ravensburg wurden aus. demjelben Grunde zu Beginn des vorigen Monats bei einer Ersatzwahl die dem nachdrücklich unterstützt hat, sie knüpfen aber zugleich daran eine Verdächtigung, die erst recht aufs schärfste zurückgewiesen zu werden verdient. Die Arbeiterwelt vom Lütticher Industrierebier", so liest man, ist vollständig fozialistisch, rechne man dazu das heiße Blut der Wallonen, dann hat man eine Erklärung für jene Greuel." Bei Familien mit mindestens vier Kindern findet überhaupt zie hung durch den Sozialismus am wenigsten feine Anrechnung der gewerkschaftlichen Unterstügung statt. Die Schuld daran. Keine Bewegung hat im Gegenteil mehr Arbeitsnachweis der Stadt Düsseldorf, wodurch zugleich eine Zählung erziehen, als die sozialistische. Es gehört ein erstaunliches Kontrolle der Arbeitslosigkeit erfolgt täglich durch den paritätischen getan, um die Massen zu gebildeten, zibilisierten Menschen zu der Arbeitslosen ermöglicht wird. Die Unterstützung gilt nicht als Maß von Sühnheit dazu, just in dem gegenwärtigen ZeitArmenunterstützung. Die Mittel für die Unterstützung der Arbeits- punkt derartige unbeweisbare Berleumdungen in die Deffentlosen werden zur Hälfte durch die Stadt Düsseldorf, zur anderen Hälfte durch die Zentralstelle für freiwillige Liebestätigkeit", der lichkeit zu schleudern. offiziellen Düsseldorfer Kriegsfürsorge- Drganisation, aufgebracht. Die Gesamtkosten wurden auf vorläufig monatlich 200 000 m. be rechnet. Die letzte Stadtverordnetenversammlung erklärte sich mit diesen Beschlüssen einverstanden. Kriegsfürsorge für Hausbefizer. Die Stadt Köln gewährt einen Zuschuß von 100 Broz. zur Reichs- Kriegsunterstützung. Sie behält sich aber das Recht vor, die Hälfte des städtischen Zuschusses einzubehalten, um ihn an die Hausbefizer als Miete abzuführen. Die Kriegerfrauen müssen bei der nächsten Auszahlung der Unterstügung das Mietbuch vorlegen. Ift die Miete nicht bezahlt, erfolgt der Abzug von der Unterstützung. Bei einer Frau mit zwei Kindern beträgt beispielsweise die gefamte monatliche Unterstübung 42 M. Davon darf die Stadt 10,50 m. für Miete einhalten. Allerdings appelliert sie auch an das Entgegenkommen der Hausbesizer; mit welchem Erfolge, be weist die Tatsache, daß schon mehr als 1000 Klagen von Hausbefizern gegen Mieter an den Kölner Gerichten laufen. Ein scharfer Kampf unseres Kölner Parteiblattes dagegen, daß die Unterstüßung der Kriegerfrauen zum Teil den Hausbesitzern reserviert werde, war erfolglos. Schadenersatz für Kriegsverwüstungen. In Ostpreußen haben die Russen eine Menge Güter und Bauernhöfe zerstört, mancher Besitzer ist damit völlig ruiniert worden. Unter diesen Umständen ist die Frage der Entschädigung natürlich besonders aktuell geworden. Die staatliche und die private Fürsorge lindern zwar das größte Elend, aber fie können den Betroffenen natürlich nicht den erlittenen Schaden erfeben. Diese Frage behandelt der§ 35 des Gesetzes über die Kriegsleistungen vom 18. Juni 1873. Dort wird gesagt: Keine Grundangabe bei Zeitungsverboten! Nachdem in Köln mehrfach einzelne Zeitungsnummern berboten wurden, hat der Gouverneur der Festung ein Rundschreiben an die Presse erlassen, worin er verbietet, daß die Gründe der Zeitungsverbote veröffentlicht werden. Es dürfe lediglich bekannt gegeben werden:„ Auf Befehl des Gouverneurs der Festung Köln darf die Zeitung nicht erscheinen." Milderungen der Zeitungszenfur. In den badischen Grenzorten, die zwischen dem Elsaß und der Schweiz liegen, wie in Lörrach und anderen Orten, ist das seit dem Beginn der Mobilmachung bestehende Verbot, fchweizerische Beitungen auflegen zu dürfen, aufgehoben worden. Noch ein Hieb gegen Wetterfé. Der Reichstagsabgeordnete Delf or hat an den Abg. Hauß folgendes Schreiben gerichtet: Als Vorsitzender der elsaß- lothringischen Gruppe im Reichstag schließe ich mich voll und ganz der Erklärung in Sachen Wetterlé an, die Sie als Vorsitzender der Zentrumsfraktion des Landtages abgegeben haben. Hätte Herr Wetterlé, anstatt von Schmeichlern sich treiben zu lassen, von allem Anfang an auf meinen Rat gehört, so hätte er seine, bon mir stets getábelte Politit nicht auch noch auf diesen berhängnisvollen ehrlosen Weg leiten können. * Gegen wuchernde Fleischer. N. Delsor." In einer Bekanntmachung nimmt der Landrat des Landtreifes Köln gegen die übertrieben hohen Fleischpreise Für Beistungen, durch welche einzelne Bezirke, Gemeinden Stellung, die von den Metzgern gefordert wurden und die in oder Personen außergewöhnlich belastet werden, sowie für alle teinem angemessenen Verhältnis zu den weichenden Vichdurch den Krieg verursachten Beschädigungen an beweglichem und unbeweglichem Eigentum, welche nach den Vorschriften nicht preisen stünden. Wer weiter aus persönlichem Eigennutz die oder nicht hinreichend entschädigt werden, wird der Umfang und durch den Krieg geschaffene Notlage verschärfe, dessen die Höhe der etwa zu gewährenden Entschädigung und das Ver- Name werde öffentlich betannt gemacht fahren auf Feststellung derselben durch jedesmaliges Spezial- werden. Aeußerstenfalls würden Höchstpreise für gesetz des Reiches bestimmt." Fleisch auf Grund des Gesetzes vom 4. August dieses Jahres festgesetzt werden. Rechtsanwalt Dr. Hugo Heymann führt dazu im ,, Berl. Tageblatt" aus: Zur Regelung der Schadenersaßpflicht in Fällen wie dem vorliegenden ist daher ein besonderes Reichsgesetz erforderlich, Die schwedischen Reichsratswahlen. Die im März d. J. gewählte zweite Kammer des schwedischen das frühestens nach Zusammentritt des Reichstags erlassen Reichsrates war ein außerordentlicher Reichsrat", dem nur eine werden kann. Dieses Gesetz wird aber mit Sicherheit erlassen Aufgabe oblag: Die Lösung der Frage der Landesverteidigung. werden, und es werden barin die erwachsenen Schäden, soweit Die Kammer hatte bekanntlich eine freisinnig- fozia Isie sich auf den Verlust von beweglichen und unbeweglichen be motratische Mehrheit; es waren gewählt worden: Gegenständen beziehen, entschädigt werden. Eine Entschädigung 74 Sozialdemokraten( gegen früher 65), 65 Freifinnige( gegen 101) wegen des Verlustes an außenstehenden Forderungen wird jedoch wahrscheinlich nicht gewährt werden. Zur Feststellung des und 94 Konservative( gegen 65). Trotz der Verluste der FreiSchadens werden besondere Kommissionen gewählt werden, die sinnigen war also die Möglichkeit gegeben, das Armee- und Flottenin liberalster Weise den Geschädigten entgegenkommen und programm der Regierung zu Falle zu bringen. Aber die Freiihnen den Beweis der Höhe ihres Schadens möglichst erleichtern sinnigen begannen gar bald schwankend zu werden und zögerten werden. Damit aber die Geschädigten nicht bis zur Durch ihr im März aufgestelltes Wahlprogramm zu verraten. Da fam führung dieses Reichsgefezes zu warten brauchen, werden gegen ber Krieg und dieser schuf ihnen den Vorwand, wegen außer wärtig bei den preußischen Staatsbehörden Verhandlungen gepflogen, die eine vorläufige teilweise Entschädigung durch eine ordentlicher Umstände" das Wahlprogramm zu verleugnen und sich preußische Noiverordnung bezweden. An fich ist, wie bemerkt, ben Wünschen des Königs und der Konservativen anzupassen. Vernicht der Staat, sondern nur das Reich entschädigungspflichtig. gebens warnten sie die Sozialdemokraten: ein solcher Verrat am Die Ansprüche jest schon anzumelden, ist zivecklos. Sobald die Wahlprogramm müsse sich rächen. gesetzlichen Bestimmungen getroffen sind, werden die Zeitungen Unbekümmert um die im ganzen Lande betriebene Hehe hielten alles Nötige wegen der Wahrung der Rechte der Geschädigten die Sozialdemokraten an ihrer Programmforderung fest: Die veröffentlichen. Sollte jemand aber schon jetzt seinen Schaden Landesverteidigung der Steuerkraft des Landes anzupassen und anmelden wollen, so erscheinen die Regierungspräsidenten als sich namentlich auf den Schutz der Grenzen und Rüften zu bedie zuständigen Instangen, und die dorthin gerichteten An- fchränken. Von rechts und links angefeindet, zog die schwedische meldungen werden später wahrscheinlich berücksichtigt werden. Ge besteht daher für die Geschädigten die beste Aussicht, Sozialdemokratie in den Wahlkampf, der am 4. d. M. begann und wenigstens wegen ihrer Vermögensverluste schablos gehalten zu dessen Hauptwahltag Sonntag der 13. d. M. war. werden, und zwar selbstverständlich gleichgültig, ob ihnen derselbe durch den Feind oder auch durch unsere Truppen zugefügt wurde." ,, Eine ausnahmegesetzliche Behandlung daten der liberalen und sozialdemokratischen Parteien zurüd- der sozialdemokratischen Arbeiter ist künftig uumöglich." fervative, 16 Sozialdemokraten und 7 Freifinnige geUnd auch im 11. badischen Wahlkreis MannheimWeinheim, in den sich durch den Tod unseres Genossen Dr. Frank eine Radwahl nötig macht, wird für die bürgerlichen Parteien die Frage afut, ob fie den zu ernennenden Kandidaten der Sozialdemokratie Gegenkandidaten gegenüberstellen wollen. Vielleicht läßt sich in dieser Frage für Heidelberg und Mannheim eine Verständigung erzielen. In nationalliberalen Kreisen scheint man nicht abgeneigt zu fein, der Frage näher zu treten, denn der Mannheimer Generalanzeiger", das Organ Baffermanns, bemerkt zu dem Vorschlage der Boltsstimme":" Wir fönnen uns dieser Auffassung nur an schließen." Kriegsfürsorge. In Baden müssen selbst einere Gemeinden ziemlich erheb liche Summen bewilligen, um der Not der Arbeitslosen zu steuern und die Familien der ins Feld gezogenen Krieger nicht hungern zu lassen. So hat der Bürgerausschuß der Kartonnagenstadt a hr, in der die Arbeitslosigkeit überraschend groß ist, 150 000 m. aur Ausführung von Notstandsarbeiten bewilligt. Der Bürgerausschuß bon Lörrach genehmigte eine Vorlage wegen der Kriegsfürsorge, die für die Unterstützung der Familien Einberufener 30 000 m., Die ersten jest vorliegenden Wahlresultate aus den 5 Wahltreisen Malmöhus, Ostergötland, Jontöpping, Upsala und Helfing. bbrg- Land- Landskrona beweisen schon, daß die schwedischen Wähler sich von den Rüstungsheßern nicht haben verwirren lassen. Nach den vorliegenden Wahlresultaten wurden in diesen Kreisen 17 Konwählt. Unsere Partet gewinnt bis jept 5 Mandate, und zwar 3 von den Freifinnigen, 1 von den Konservativen und 1 neues Mandat in Malmö. Während in diesen Kreisen die Konservativen 641 Stimmen und die Freifinnigen 2575 Stimmen verloren haben, gewannen die Sozialdemokraten 2100 Stimmen. Am Sonnabend, den 12., haben die Freisinnigen ihren Verrat Die verantwortliche Mitarbeit an der äußeren Politik wird damit gekrönt, daß sie für die drückende Regierungsvorlage ftimmder Sozialdemokratie so wenig versagt werden können wie an ten. Am Tage darauf war der Hauptwahltag und es ist heute nicht der inneren Politik; und wo man ihren Anschauungen nicht zu Auf diesen Standpunkt stellt sich das Zentralorgan der badischen Nationalliberalen, die Badische Landeszeitung". Für sie ist der Umstand, daß Dr. Frank sich als Kriegsfreiwilliger stellte und auf dem Schlachtfelde fiel, ein BuFunftsprogramm für die politische Entwickelung in Baden. Dann führt das Blatt aus: " 31 folgen vermögen wird, auch da wird man der Sozialdemokratie mehr baran zu zweifeln, daß er unserer schwedischen Bruder nicht mehr vergessen dürfen, daß sie in der Stunde der Gefahr partei so reichen Gewinn gebracht hat, daß sie als die stärkste boll und ganz sich dem Vaterland zur Verfügung gestellt hat. Partei aus dem Wahlkampfe hervorgehen wird. Reichsfeinde" gibt es nicht mehr! Es gibt auch keine Parteien ohne Gemeinsinn" mehr. Wer den letzten Richtigstellung. Wir nannten gestern einige Zeitungen, die Landtag mitgemacht hat, der erinnert sich an die Zusammen- den Rückzug der österreichischen Armee bei Lemberg in einer jena stöße Dr. Franks mit der Regierung, weil diese sich weigerte, fationellen Ueberschrift als einen großen Sieg der Oesterreicher" Sozialdemokraten zu Bezirksräten zu ernennen, weil die Sozial bezeichneten. Dabei wurde auch das 8-11hr Abendblatt" demokratie, wie die Regierung glaubte, des vom Gesetz verlangten( Nationalzeitung") erwähnt, auf das aber der von uns erhobene Gemeinsinns" bar sei. Daß auch die Sozialdemokratie den von Vorwurf nicht zutrifft. Das genannte Blatt hat in seiner Uebernationalen Staatsbürgern geforderten Gemeinfinn befize, habe schrift nur von einem Defterreichischen Erfolg an der Grodeder sie bewiesen, und hat in ihrem Namen Dr. Frank mit seinem Chauffee" gesprochen, der auch in der österreichischen Generalstabs Herzblut besiegelt. Eine ausnahmegesehliche Be- meldung hervorgehoben war. = fetnn. Wer hie Räume der Gerichte durchwandert, wird leider zugchen müssen, daß die Richter in den wenigsten Fällen von dieser Befugnis Gebrauch machen. In den meisten wird kauni die Räumungsfrist gewährt, die auch ohne die Bundesratsverordnung das Bürgerliche Gesetzbuch einzuräumen dem Richter gestattet. Tausende werden nicht wissen, wo ihre Familie am 1. Oktober Hausen soll, wenn keine Einigung zwischen Wirt und Mieter zustandekomnit. Es heißt, auch der Hausbesitzer befinde sich in einer Notlage. Das mag für viele Fälle zutreffen. Ader da ge- stattet die Bundesratsverordnung dem Richter, die Hhpo- thekenzinsen zu stunden und die Fälligkeit des Hypotheken- kapitals wegen nicht pünktlicher Zinszahlung aufzuheben. Außerdem befindet sich der Hausbesitzer nie in der furcht- baren Kalamität, in der sich Tausende und Abertausende von Mietern befinden. Ihre Lage wird doch dadurch nicht gebessert, daß sie exmittieren oder keinen Erlaß der Miete bewilligen. Was nützt dem Hausbesitzer die leerstehende Wohnung. Was nützt ihm die ausgeklagte Forderung, wenn er sie voraussichtlich niemals realisieren kann? Verstündige Hausbesitzer, freilich nur wenige, haben deshalb eine Eini- gung durch Herabsetzung der Miete auf die Hälfte und durch fernere angemessene Stundung herbeigeführt. In den übermeisten uns bekannt gewordenen Fällen ist leider jede Einigung abgelehnt, höchstens Stundung in Aussicht gestellt. Tie Wohnungskalamität trifft nicht nur die Mieter, sie trifft die Allgemeinheit. Der sozialen Notlage gilt es ent- gegenzutreten. Die Lieferungsverbände müssen ihre volle Verpflichtung den Familien der in den Krieg Gezogenen gegenüber erfüllen, die Familie von der Verpflichtung der Zahlung des Mietszinses befreien. Die Kreise und Städte können weit eher den Hausbesitzer davon überzeugen, daß er besser tut, auf die Hälfte des Mietszinses zu verzichten, als gar nichts zu erhalten. Solche Einigungspersuche sollten nicht nur zugunsten der Familien der zum Kriege Ein- berufenen, sondern auch für die durch Arbeitslosigkeit oder sonstige Folgen des Krieges in Not geratenen Bürger statt- finden. Hier heißt es handeln, schnell handeln und nicht mit zugeknöpften Taschen. Gelingt es nicht, die Wohirungskalamität mit den vor- handenen Mitteln zu beseitigen, so dürfte der Bundes- r a t mit Reichsmitteln und auf Grund des§ 3 des Not- gesetzcs vom 4. August zur Behebung wirtschaftlicher Not- stände einzugreifen haben, um Tausende und Abertausende davor zu bewahren, daß sie infolge des Krieges obdachlos werden oder die wenige Habe verlieren, die sie über das Unentbehrliche und daher Unpfändbare hinaus besitzen. Hilfe, schnelle Hilfe muß ohne Unterschied der Parteien auf iUeseni Gebiete perlangt werden! Der Lustkrieg. Die Kopen�agener»Aften Posten" bespricht die Bercchti- gung des Luftkrieges vom Standpunkt des Völkerrechts aus: Auf der ersten Friedenskonferenz im Jahre 18M wurde ein internationales Uebereinkommen angenonunen, durch das die Mächte sich für einen Zeitraum von S Jahren zur Jnnehaltung des Verbots verpflichteten, Projektile und Sprengstoffe aus Ballons oder auf eine andere neue Methode niederzuwerfen. Die Frist für die Gültigkeit dieser Bestimmung war also ab- gelaufen, als im Jahre 1907 die zweite Haager Konftrenz ein- berufen wurde. Es wurde der Versuch gemacht, alle Mächte zur Erneuerung der Bestimmung zu veranlassen; aber das gelang nicht, da lwehrere der Großmächte, die inzwischen bedeutende Anstren- gungen gemacht hatten, um sich eine Luftflotte anzuschaffen, auf ein solches Uebereinkommen nicht eingehen wollten. Unterzeichnet wurde es unter anderem von Belgien, Großbritannien, den Nieder» landen und Norwegen. Abgelehnt wurde es dagegen von Deutsch- land, Frankreich, Rußland, Schweden und Dänemark. Für diese Mächte ist das Auswerfen von Projektilen und Sprengstoffen aus Ballons und Luftschiffen den gleichen Regeln unterworfen wie ein Bombardement. Das Völkerrechtsinstitut hat in mehreren Sessionen einen Ent- Wurf zur Regelung des Luftkrieges erörtert, und die Angelegenheit sollte in der nächsten Haager Konferenz auf die Tagesordnung gestellt werden. Auch in der interparlamentarischen Union hat eine Erörterung der Frage stattgefunden. Die Annahme binden- der internationaler Bestipyimtigen hierüber wird jedoch auf große Schwierigkeiten, ftoßenr'j*";- Westlicher Kriegsschauplatz. ZranZö'jlsche /togft vor öer üeutschen Invasion. Basel, 14. September.(W. T. B.) Der„Matiu" vom 11. September enthält einen Marschbrief eines Soldaten, ivelcher die trostlosen Verhältnisse in den Ortschaften im B e a u v a i s und in der Champagne schildert. Die Leute seien durch Brände verängstigt und kopflos geflohen. Es sei unmöglich, die vorgeschriebenen Requisitionen vor- zunehmen, da die Häuser verlassen und verschlossen seien. Schmuck und Geldstücke liegen herum, aber es sei kein Huhn, kein Salz, keine Milch zu haben; selbst das Seil, woran der Brunneneimer hängen sollte, sei abgeschnitten. In dem bc- nachbarten Arrondissement herrschten nicht derartige Zustände. Der Grund sei, daß der dortige Unterpräfekt nicht den angst- erregenden Anmarsch der Preußen angekündigt hätte. dum-Dum-Geschosie bei öer belgischen /lrmee? Ter Kriegssonderberichterstatter der„Kölnischen VolkSzeitung" war Zeuge eines Gefechtes in der Nähe von Löwen. Es handelte sich um einen Zusammenstoß mit größeren Massen zersprengter belgischer Truppen, die sich wieder gesammelt hatten. Der Bericht- erstatter konnte an Verwundeten zum ersten Male deutlich die Wirkung von Dum-Dum-Geschossen sehen. Eine Wunde am Schenkel eines Mannes war 18 Zentimeter lang und 7 Zentimeter breit an einigen Stellen, dabei war auch der Knochen vollkommen zersplittert. Ter Oberarzt versicherte, daß nach dem Schußkanal zu urteilen, die Wunde bei einem gewöhnlichen L-Geschoß der belgischen Munition vollkommen ungefährlich gewesen wäre. Bei einigen Gefangenen wurden eine Meng« Dum-Dum-Gesckosie, deren Arbeit die Merkmale des Großbetriebes hatten, also fabrik- mäßig hergestellt sein müssen, gefunden. Einige Gefangen« sagten auS, daß sie wohl gewußt hätten, von ihrem Waffenmagazin Tum- Dum-Geschosse erhalten zu haben. Einige, die sich geweigert hätten, diese Geschosse anzunehmen, wären sofort entwaffnet und stand- spjkiüä thfrixs&Jt timhn MttiB tüt, übtnank SMfc dre» ferrige«. Re den Dharakter de« Geschosses kannten, bedingungslos die Munition angenommen. Wenn die Aussagen dieser Gefangenen, von denen einer vor dem Krieg Vertreter eines deutschen ZinkhüttenbetriebeS ftir Bcl- gien gewesen ist, wahr sind, so dürfte damit erwiesen sein, daß der Gebrauch der Tum-Tuin-Gcschosse von der belgischen Heeres- Verwaltung offiziell anbefohlen worden ist. Menschlichkeit auch im Kriege. Briefe gefangener Franzosen und Belgier sprechen sich an- erkennend über die Behandlung in deutschen Lazaretten aus. Ein französischer Krankenpfleger schreibt wörtlich: „Soldaten wie Offiziere respektierten in bewundernswerter Weise das Rote Kr«uz, man vergesse vollkommen, daß wir feindliche Parteien waren, so groß sei die allseitige Aufopferung bei der Pflege der Verwundeten." Interessant ist der Bericht eines französischen Offiziers an seine Gattin.— Er hasse sie nach Beendigung des schändlichen Krieges, den Frankreich den Russen verdankt, bald wiederzu- sehen. Vorläufig läge er, durch zwei Granatsplitter verwundet, in deutscher Pflege, aber die Acrzte böten alles auf, ihn bald wiederherzustellen. Es wäre zu hoffen, daß unsere braven Verwundeten in Feindesland bald Aehnliches berichten könnten. vom östlichen Kriegsschauplatz. Keine Cholera in Ostpreußen. Berlin, 14. September.(W. T. B.) Gegenüber dem hier auftretenden Gerücht, in Königsberg und benachbarten Ge- bieten Ostpreußens sei die Cholera ausgebrochen, wird von zuständiger Seite festgestellt, daß bis jetzt weder in der Stadt noch ini Regierungsbezirk Königsberg Fälle von Cholera vor- gekommen sind. Auch in den an den Kreis Memel an- grenzenden russischen Bezirken herrscht keine Cholera. vom österreichisch-rustisthen Kriegsschauplatz. Die zweite Schlacht bei Lemberg. Ter Kriegsberichterstatter des„Morgen", eines Wiener Montagsblattes, meldet: Die Schlacht bei Lemberg ist abge- brocheu worden. Unsere Truppen werden nun zurückgezogen und in einem Abschnitt versammelt, der für die Verteidigung die günstigsten Bedingungen bietet. Unser Plan, durch rasche, kühne Offensive die russische Armee zu zerschlagen, ist nicht wegen mimgelhafter Führung oder Inferiorität unserer Truppen gescheitert, im Gegenteil. Führung und Truppen chaben Uebennenschlichcs geleistet, aber der Heroismus unserer Truppen scheiterte an der großen, kolossalen Uebcrmacht des Feindes. Es ist festgestellt, daß die Ucberinacht der Russen viele Divisionen beträgt, wobei zu bedenken ist, daß die russische Division stärker ist als die unsrige. Ferner sind die Russen in der Mobilisierung weit voraus, da sie damit lange vor dem offiziellen Kriegsbeginn eingesetzt haben. Endlich haben wir fast die gesamte Hauptmacht der Rüsten gegen uns. Wenn man das bedenkt, kann man erst die Leistungen unserer Truppen richtig abschätzen. In fast ununterbrochenen dreiwöchigen Kämpfen haben sie in fortwährender Offensive dem Feinde nicht nur überall standgehalten, sondern ihm auch fast 60 000 Gefangene und 300 Geschütze abgenommen. Aber diese Teilerfolge, so groß sie auch waren, konnten nicht zu den: gewünschten Gesanitresultat vereinigt werden, weil die Russen buchstäblich für sede geschlagene Division eine neue heranwerfeu konnten. Höhere strategische Rücksichten ver- langen jetzt die Versammlung unserer Truppen in einer Stel- lung, an der sich die Uebermacht der Russen brechen muß. Wir können hier ruhig den Angriff abwarten. Ich wiederhole nochmals: unsere Truppen sind nicht geschlagen, fichlen sich auch nicht geschlagen. Tie österreich-ungarische Armee bezieht eine Stellung, die so stark ist, daß sie jedem Feinde Trotz bieten kann. die»mit Sanö gefüllten� rusilsihen Gejchosie. In einem Briefe des Berichterstatters der„Frankfurter Ztg." aus dem österreichischen Kriegspressequartier wird über die russische Artil lerie unter anderem folgendes gesagt: «.... So stand in den Kämpfen nächst Tomaszöw ein Teil unserer Artillerie zwei Stunden lang im heftigsten Feuer sehr überlegener russischer Batterien, deren Geschosse aber während dieser ganzen Zeit nur hinter unserer Artillerie platzten, ohne dort irgendwelchen Schaden anzurichten. Das einzig Unangenehme war der geradezu erstickende Oualm der Explosionsgase, der sich infolge der herrschenden Windstille über den ganzen beschossenen Raum lagerte. Dagegen wurde unglücklicherweise eine unserer Batterien, gerade während sie auffuhr, also für wenige Minuten selber wehr- los war, von russischer Artillerie mit so vernichtendem Erfolge be- schössen, daß nur noch ein einziges der sechs Ge- schütze zum Abprotz-:n kam. So traurig dieses Beispiel i�, z»r st o r t ist doch die Mär von den mit Sand statt Pulver gefüllten russischen Granaten und Schrapnells. Die Wirkung beider Geschoßarten im Ziel ist leider sehr gut. Daß namentlich Granaten nicht platzen, kommt bei der besten Munition häufig vor, wenn der Aufschlag in weicher oder gar sumpfiger Erde erfolgt; solche weist aber gerade Rußland und Galizien sehr oft auf. Diese auf Grund von Tatsachen an- gestellten Erwägungen sollen eine sachliche Beurteilung der Ver- Hältnisse ermöglichen und die Hinfälligkeit gedanken- loser Verallgemeinerung erweisen, die leicht zu völliger Verkennung und Unterschätzung des Gegners führt." vom österreichisch-serbischen Kriegsschauplatz. Der Einfall öer Serben in Slawonien. Effc.qg, 14. September.(W. T. B.) Die slawonische Presse bringt folgende Mitteilung aus Ruma vom 9. Septem- der: Die serbischen Truppen überschritten gestern mittag in Stärke einer Division die Sawe und drangen in unser Gebiet ein. Die österreichisch-ungarischen Truppen waren sofort zur und nahmen den Kamps mit dem Feinde ans der Seekn'eg. Kampf zwischen Kreuzer unö Unterseeboot. Berlin, 14. September.(33. T. B.j Amtliche Bekannt- machung. Am 13. September vormittags»nrde S. M. Kleiner Kreuzer„Hei#" durch de« Torpedoschuß eines feindliche» Unterseebootes zum Sinke» ge- bracht. Fast die gesamte Besatzung wurde gerettet. Ter Stellvertretende Chef deö Admiralstabes gez. Bch«icke. die wirtschaftliche Notlage in Selgien. Der deutsche Gouverneur in Belgien, Generalfeldmarschall v. d. Goltz, hat einen Erlaß an die belgische Bevölkerung ge- richtet, in dem er sie zur Ruhe und Ordnung auffordert und in dem auch der Satz vorkommt:„Soviel als möglich muß der Handel wieder hergestellt, müssen die Fabriken wieder arbeiten und muß die Ernte hereingeholt werden." Daß diese Mahnung in der Tat dringend notwendig ist, zeigt die folgende Schilderung eines Mit- arbeiters, der Belgien in diesen Tagen bereiste: �, Die Industrie dieses industriereichsten Landes ist bis auf die Waffen-, Munition- und dergleichen Fabrikation sowie den Kohlenbergbau völlig aufgehoben und die belgische Arbeiterschaft ist in der verzloeifeltsten Lage. Gleich die erste Fabrikstadt, auf die man in Belgien von Aachen kommend trifft, Verviers, steht unter dem Zeichen des industriellen Todes. Wer erkennen will, was dies bedeutet, muß es mit eigenen Augen gesehen haben. In Verviers herrscht die Textilindustrie vor. Sämtliche Spinnereien, Webereien, Appreturen usw. liegen still. Taufende von Arbeitern und Ar- beiterinnen sind brotlos. Der Schrecken der Arbeitslosigkeit ist um so größer, als sich dazu eine ungeheuerliche Steigerung der Lebensmittelpreise, hervorgerufen durch Mangel an Lebensmittelnz gesellt. Die belgische Regierung tann zur Steuerung der Notlage nichts tun. Die deutsche Regierung hat andere Sorgen. Rur die Ge- mcinde Verviers tut einiges. Sie gibt Brotmarken in bc- schränkten! Matze aus. Tausende und aber Tausende von Frauen und Männern sieht man vor Tagesanbruch, sobald ihnen das Ber-. lassen der Häuser gestattet ist, nach dem Gemeindeamt eilen, um eine Brotmarke zu erhaschen. Nur zu viele müssen nnverrichteter Sache wieder umkehren. Die Veezweislung der Berviersschen Arbeiterschaft ist riesengroß. Verviers ist immerhin eine Stadt von etwa SS 000 Einwohnern. Allein 500 000 Stück Tuche werden in den Fabriken in Verviers und den anliegenden Gemeinden Bison und Hodinwnt an- gefertigt. Eine-ebenso große Arbeitslosigkeit herrscht in Lüttich und in seiner Umgebung. Wohl ist die Waffenfabrikation in Herstal und in den Cockerill-Werken von Seraing im Gange. Die anderen Waffcnfabriken aber und auch die Hausindustrie in Wafferüeilen liegt vollkommen brach. Unterbunden ist jede Arbeit in den anderen Industriezweigen und vor allem in der Textilbranchc. Auch in L ü t t i ch herrscht eine enorme Teuerung und großer Mangel an Lebensmitteln. Eine dumpfe Verzweiflung liegt über der Arbeiterschaft, die nicht fliehen kann wie die besitzende Klasse. Hinter Verviers beginnen die eigentlichen Schrecken dieses Krieges. Ganze Ortschaften, ganze Fabrikanlagen sind vernichtet, Hunderte von Arbeiterhäusern verfielen der Zerstörung; der arm- selige Hausrat wurde ein Raub der Flmnmen. Während in Verviers alle Fabrikanlagen unversehrt dastehen und der Betrieb jederzeit wieder aufgenommen werden kann, sind in einer Reihe von Ortschaften auf dem Wege nach Lüttich und um Lüttich viel, fach die industriellen Werke durch die Kämpfe zerstört. Lütt ich selbst hat weniger gelitten. Die Zerstörungen be, treffen hauptsächlich die Jnnenviertel der Stadt an der Universität, am Place verte. Freilich auch in den Vororten und Arbeiter, vierteln finden sich Spuren des Krieges. Auch einige Fabrik, anlagen sind davon betroffen. Aber in einer solchen Jabrikstadt wie Lüttich ließe sich das leichter verschmerzen. Der industrielle Tod in Lüttich mit seiner ungeheuren Not für die Arbeiter wird vielleicht nur solange anhalten, als der Krieg währt. Aber wie lange wird dieser Krieg dauern? DaS ist die bange Frage, die auf Tausender Lippen sich drängt.— Durch das Tal der MaaS bis nach Namur, auf der Straße über AnS, Waremme nach Tirlemont, Löwen und Brüssel ist der Krieg dahingezogen und hat alles wirtschaftliche Leben nieder- gewalzt. Gewiß, man sieht einzelne Bauern bereits wieder auf dem Acker oder im Garten arbeiten. Aber das landwirtschaftliche Leben erhebt sich im Kriege sehr rasch wieder. Die landwirtschaft» lichen Produkte dienen der Selbsterhaltung und finden im Kriege guten Absatz. Eine niedergetretene Industrie bedarf erst des Friedens, bevor sie sich erholt. Deshalb steht es für den Industrie, arbeiter in Belgien so schlimm. Denn auch in Brüssel, Antwerpen, im Industriegebiet von Möns und Charleroi ist die Industrie tot. Der belgische Arbeiter ist in seiner Notlage aller Unterstützungen und jeder Hilfe beraubt. Seine gewerkschaftlichen Organisationen sind in bedrängtercr Lage als in irgendeinem anderen Lande; seine Konsumvereine leiden unter der Teuerung und dem Mangel der Lebensmittel, die der Krieg für sich requiriert. So liegt das Brüten der Verzlvciflung über Arbcitermassen. Tie jetzige deutsche Verwaltung in Belgien muß es als ihre erste Aufgabe ansehen, dem industriellen Leben dieses Landes aufzuhelfen. Das wäre in diesem Kriege eine Kulturtat, eine Tat auch zugleich der Sicherung unserer Söhne, die in Belgien stehen. Die Aufgabe ließe sich bielleicht leichter erfüllen, wenn von der deutschen Verwaltung sofort eine-Kommission von Belgiern, die sich aus allen Parteien und allen Klassen rekrutiert— Industriellen, Vertretern des Handels, der Arbeiter usw.— berufen würde. Eine solche Kommission, die die Verhältnisse deS Landes durchaus kennt und von der man annehmen müßte, daß ihr auch an der Wiederbelebung der Industrie liegt, könnte der deutschen Verwaltung bei der Erfüllung ihrer großen Aufgabe wertvolle Dienste leisten, Eine Zurückweisung. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Ein Telegramm aus dem Haag meldet, die dortige englische Gesandt schast habe der holländischen Presse mitgeteilt, daß die deutschen Truppen vollkommen demoralisiert seien. Sie plünderten alle sranzöstschen Ortschaften, die sie erreichen, und sie betränken sich. Die holländischen Zeitungen, deren Vertreter Gelegenheit haben, sich au» eigener Anschauung ein Urteil über die Haltung der deutschen verm. 19 Mann. berm. 108 Mann. 24. Verlustliste. eintreten werben. Bei der Herstellung der Künstlichen Blumen und Blätter, sowie der Busfedern sind die Betriebe stark eingeschränkt Holland und Skandinavien etwas zu beleben. worden, doch scheint sich auch hier neuerdings das Geschäft mit die Genossen Bandervelde, Anseele und Huysmans fich von der Leidenschaft so weit hinreißen lassen, den zufälligen Umstand ausAmtlich. II. Armee. Armecoberkommando, Hannover: tot zunüßen, daß der Sitz des Internationalen Sozialiſtiſchen Bureaus derzeit in Brüssel ist, und es für ihren Standpunkt, der auch 1 Offizier, 1 Mann; verw. 1 Mann; verm. 1 Mann. 8. Erjazzdivision( Trier): tot 1 Mann. Eine starke Arbeitslosigkeit, besonders unter den weiblichen An der Standpunkt der Franzosen ist, in Beschlag zu nehmen. Die Landwehrregiment Nr. 5( Graudenz, Thorn): tot 4 Offiziere, gestellten, weist das Handelsgewerbe auf. Indessen sind bei einer aller jeiner Mitglieder gesprochen und sprechen dürfen, ohne sie Exekutive des Internationalen Bureaus hat mitunter im Namen 5 Unteroff., 39 Mann; verw. 5 Offiziere, 8 Unteroff., 112 Mann; Anzahl Firmen die bereits ausgesprochenen Kündigungen wieder auch formell vorher zu befragen. Das waren Fälle, wo die Brigade- Ersazbataillon Nr. 13( Magdeburg): zurückgenommen; man hatte in der ersten Bestürzung die Lage Exekutive auch ohne besondere Anfrage sicher war, die einstimmige tot 2 Unteroff., 12 Mann; veriv. 2 Off., 14 Unteroff., 74 Mann; allzu ungünstig angesehen. Von den sonst noch vorliegenden Be Meinung aller Mitglieder des Bureaus auszusprechen. In der berm. 2 Unteroff., 104 Mann. Landwehr- Infanterie- Regiment richten sei erwähnt, daß im Speditionsgewerbe die Beschäftigung Mehrzahl der Fälle waren das Manifeste, die gegen Erzesse des Nr. 18( Dt.- Eylau, Osterode, Marienwerder, Löken): tot 4 Off wegen des geringen Güterverkehrs nur schwach war; dasselbe gilt zarischen Terrorismus gerichtet waren. 8 Unteroff., 71 Mann; verw. 7 Off., 39 Unteroff., 146 Mann; vom Straßenbau, wo freilich die Weiterführung der Arbeiten durch bewußt sein, daß sie keineswegs auf die Zustimmung der MitAber gerade in diesem Referve- Infanterie- Regiment Nr. 26, 2. und Staats- und Kommunalbehörden eine kleine Besserung zeitigte. Falle mußten sich die belgischen und die französischen Sozialisten 3. Bataillon( Aschersleben, Sangerhausen): tot 2 Off., 3 Unteroff., glieder des Internationalen Bureaus rechnen konnten, und darum 22 Mann; verw. 3 Off., 8 Unteroff., 47 Mann; verm. 2 Off., Die schwierige Lage, die zurzeit auf dem Berliner Ar- Surften sie nicht im Namen dieses Bureaus sprechen. Ueber den 4 Unteroff., 33 Mann. Brigade- Ersatz- Bataillon Nr. 27( Köln): beitsmarkt herrscht, kommt auch darin zum Ausdruck, daß sich bei Inhalt des Manifestes wollen wir schweigen. Um es zu bes berm. 3 Mann; verm. 1 Mann. Brigade- Ersatz- Bataillon Nr. 28 den größeren Berliner Arbeitsnachweisen in der vergangenen Woche urteilen, genügt festzustellen, daß es nicht wagt, das Wort Ruß( Düsseldorf): verw. 1 Mann.- Brigade- Ersatz- Bataillon Nr. 33 8500 männliche und 4900 weibliche Arbeitslose einschreiben ließen. Iand auszusprechen!" ( Rendsburg): verw. 3 Unteroff., 9 Mann; verm. 4 Mann. ferve- Infanterie- Regiment Nr. 35( Brandenburg und Jüterbog): beitskräfte auf 3250, für weibliche auf 3020. Die Vermittlungen Re- Die Zahl der offenen Stellen belief sich dagegen für männliche Artot 2 Mann; verw. 5 Mann. Brigade- Ersatz- Bataillon Nr. 36 ( Rendsburg): verw. 6 Mann. betrugen für männliches Personal 2945, für weibliches 2280. Für Füfilier- Regiment Nr. 37, 3. Bataillon( Krotoschin): tot 3 Off, 6 Unteroff., 11 Mann; verw. weibliches Personal bietet der Hausdienst, wenn auch nur in Form 12 Off., 24 Unteroff., 316 Mann; verm. 1 Unteroff., 60 Mann. furzfristiger Aushilfsstellen, im gewissen Umfange BeschäftigungsInfanterie- Regiment Nr. 43, 2. Bataillon( Pillan): tot 1 Unter- gelegenheit. Herrscht doch an Dienstboten, vor allem an gut ausbffizier, 8 Mann; verw. 4 Unteroff., 41 Mann; verm. 6 Mann. gebildeten, keineswegs Ueberfluß. Wenn auch gegenwärtig eine Brigade- Ersatz- Bataillon Nr. 81( Lübeck): tot 1 Off., 3 Unteroff, starte Arbeitslosigkeit vorhanden ist, so darf die Lage nicht allzu 6 Mann; verw. 1 Off., 7 Unteroff., 75 Mann; verm. 36 Mann. trübe angesehen werden. Infanterie- Regiment Nr. 84, 2. Bataillon( Hadersleben): tot Landesversicherungsanstalten Berlin und Brandenburg in biel Sind doch auch die Einnahmen der 1 Unteroff., 12 Mann; verw. 11 Unteroff., 28 Mann. Regiment Nr. 97, 3. Bataillon( Saarburg): tot 9 Mann; veriv. geringerem Umfange während des ersten Kriegsmonats zurückge2 Off., 4 Unteroff., 33 Mann; berm. 1 Unteroff. Infanterie- gangen, als erwartet wurde. Ferner sind Anzeichen einer leichten Regiment Nr. 150( Allenstein): tot 2 Unteroff., 22 Mann; verw. Besserung festzustellen, die auch darin zum Ausdruck kommt, daß 1 Off., 4 Unteroff., 58 Mann; verm. 10 Mann. Infanterie- die Arbeitslosenunterstüßungen der Gewerkschaften eine fleine Regiment Nr. 160( Diez und Bonn): tot 2 Off., 3 Unteroff., Verminderung erfahren haben. Infanterie15 Mann; vert. 7 Off., 3 Unteroff., 80 Mann; verm. 1 Unteroff., 16 Mann. Infanterie- Regiment Nr. 172( Neubreisach): tot 2 Off., 2 Unteroff., 32 Mann; verw. 5 Off., 11 Unteroff., 105 Mann; berm. 5 Mann. II. Armeekorps. Kavallerieabt. der gemischten 43. Ersay- Brigade( Kassel): verw. 1 Mann. Feldartillerie- Regiment Nr. 53, 2. Abteilung, Leichte Munitionskolonne( Bromberg): tot 2 Mann; vert. 2 Mann. XVII. Beilen: Armeekorps. 1. Landsturmbatterie( Danzig): verw. 1 Unteroff., 1 Mann. XVII. Armeekorps. 2. Landsturmbatterie( Danzig): berw. 1 Mann. Fußartillerie- Regiment Nr. 10( Straßburg i. E.): berw. 1 Mann. Garde- Reserveforps. 1. Artilleric- Munitionskolonne( Beeskow): verw. 1 Unteroff., 4 Mann; verm. 1 Mann. Garde- Reservekorps, Fuhrparkkolonne Nr. 1( Potsdam): verw. 1 Unteroff., 1 Mann; verm. 1 Mann. Aus der Partei. Die Bestattung der Leiche Dr. Franks. Das Generalkommando des 14. Armeekorps hat auf Ersuchen unserer Mannheimer Parteigenossen die Leiche des Genossen Dr. Frank und der mit ihm gefallenen beiden anderen Mannheimer, Hefner und Hedmann, freigegeben. Eine Deputation, bestehend aus Bertretern des Landesvorstandes, der Stadtverordneten und der Landtagsfraktion, sowie des sozialdemokratischen Vereins Mannheim, ist am Freitag nach Baccarat in Fronzösisch- Lothringen abgereift, um die drei in einem gemeinsamen Grabe, beigesetzt werden sollen. Leichen zu erhumieren und nach Mannheim zu verbringen, wo alle Totenliste der Partei. Am Freitag, den 11. September, starb in Löwen im Kreise Brieg ein Parteiveteran, der zu den Begründern unserer Be wegung in Schlesien gehört, der 65jährige Kupferschmied Paul Fiedler. Seine Beteiligung an den Feldzügen 1870/71, an den Schlachten bei St. Privat, Beaumont und Sedan hat den Alten nicht davon zurüdgehalten, später ein eifriges Mitglied der jungen Sozialdemokratie zu werden; sie hat freilich auch die Eisenbahnbehörde nicht davor zurückgehalten, den Kriegsveteran außer Brot und Lohn zu bringen, weil er sich unserer Partei anschloß. Mit Kräder und Reinders zusammen arbeitete er trotzdem weiter für die Barter und blieb ihr die Jahrzehnte hindurch treu. Im schweren wirtschaftlichen Kampfe nach dem Aderstädtchen Löwen im Kreise Brieg verschlagen, war er dort lange Zeit der einzige Sozialdemokrat, doch zielbewußte, eifrige Arbeit hat es dahin gebracht, daß auch diejes Städtchen im Januar 1912 216 fozialPartei wird dem Alten ein dankbares Andenten bewahren. Die ganze schlesische Die Auffaffung der italienischen Sozialisten. Genosse Südekum bittet uns um Aufnahme folgender In der Angelegenheit des italienischen Protokolls lege ich Wert auf einige ergänzende Mitteilungen, die den Vorgang für unsere dentschen Parteigenossen überhaupt erst verständlich machen. schen Parteien wenigstens der neutralen Zänder in Fühlung 34 Bemofratische Stimmen aufwies. Das Bestreben der deutschen Parteileitung, mit den sozialistikommen, ist begreiflich und gut. Von Anfang an ist es aber nicht nur materiell schwer ausführbar gewesen, sondern auch unter dem Einfluß der großartigen Nachrichtenorganisation, die die Gegner Deutschlands überall in der Welt aufgebaut haben, auf besondere Hindernisse gestoßen. Am stärksten sind diese Hindernisse naturgemäß in einem romanischen Lande. Die einzigen Sozialisten in Italien, bei denen ich wenigstens auf einiges Verständnis für die Lage Deutschlands und die Haltung der deutschen Sozial- in den Niederlanden ist, geht aus der Statistik der ReichsversicheWie furchtbar die durch den Krieg verursachte Arbeitslosigkeit Die gleichzeitig veröffentliche Verlustliste Nr. 8 der bayeri doch solche Italiener, die längere Zeit bei uns gelebt hatten. Die rungsbank für den Monat August hervor. Während in den Monademokratie gestoßen bin, waren 1 Mann. Garde- Pionierbataillon( Berlin): tot 1 Off, berto. 1 Off., 3 Mann. Reserve- Fernsprech- Abteilung 4( Magdeburg): tot XXI. Armeekorps, Feldlazarett 4( Forbach): verm. 2 Mann. XXI. Armeekorps, Feldlazarett 9( Forbach): verm. 1 Wann. schen Armee bringt Verluste des 1. Infanterie- Regiments. Anfang September. feine Italiener oder Aus Industrie und Handel. Die Arbeitslosigkeit in Holland. Frauen- Leseabende. Alt- Glienicke. Mittwoch bei Maier, Straße am Fallenberg. Steglitz. Morgen, Mittwoch, 19 Uhr, bei Thiel, Albrechtstr. 87. Bor des Genossen U. Möglich: Die Stegliter Hilfsaktionen. Eingegangene Druckschriften. E. Dauthendcy. meisten gefielen sich in einer ausgesprochenen Franzosenliebe, die ten Januar bis Juli die Zahl der Unfälle zwischen 7130 und 8089 sich bei einzelnen sogar zu starker Abneigung gegen Deutschland betrug, jant die im letzten Monat auf 4835! Der tägliche Durch entfaltet. War unter diesen Umständen die Hoffnung, führende schnitt, der sonst um 300 herum schwankt, betrug 186! Im vorigen Der Arbeitsmarkt in Groß- Berlin am italienische Sozialisten für ein Verständnis unserer Saltung zu Jahr hat der Durchschnitt der Unfälle für den Arbeitstag im Auguſt gewinnen, von vornherein sehr gering, so wurde diese Möglichkeit 281 betragen. In der Differenz drückt sich die Verminderung der noch durch allerhand andere Umstände vermindert. Unabhängig Um einen raschen Ueberblick über die Wirtschaftslage in der beinahe gleichzeitig die österreichische Partei einen ähnlichen Ver- Betriebe und Massenentlassungen, andererseits durch die Mobilivon uns und ohne Kenntnis des deutschen Parteivorstandes hatte Zahl der beschäftigten Arbeiter einerseits durch Stillsetzung der Kriegszeit zu gewinnen, hat der Verband Märkischer Arbeitsnach- ständigungsversuch unternommen, indem sie zwei hervorragende fierung sowie durch die Verminderung der Arbeitszeit in vielen weise anstelle der, monatlichen die wöchentliche Bericht- Mitglieder, denen sich noch ein deutscher Sozialdemokrat ange- Betrieben aus. Es werden in der Werkstatt weniger Arbeiter vererstattung über die Lage des Arbeitsmarktes eingeführt. Der Beschlossen hatte, nach Stalien entfandte. Dieje gang zufällig geit- ftümmelt und getötet, aber hinter diesem scheinbaren Glück verbirgt richt wird sich auf den Angaben der Arbeitsnachweise, Kranten- lich zusammenfallenden Reisen von österreichischen und deutschen sich das schrecklichste Elend.he tassen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände aufbauen, hierzu Sozialisten nach Italien hatte die dortige österreichfeindliche und kommen Berichte einzelner Firmen über die Lage in den ver- bracht, der die Sozialisten leider nicht den gehörigen Widerstand deutschfeindliche Chauvinistenpresse in eine maßlose Aufregung geschiedenen Industrien. Auf Grund des vorliegenden Materials ist entgegengestellt haben. Die Stimmung der Italiener bis weit in zu berichten: die Reihen der sozialistischen Arbeiterschaft hinein ist gegen Gut beschäftigt sind im allgemeinen die für den Militär- Oesterreich das ist nicht zu verkennen. Auf die Ursachen dieser bedarf arbeitenden Gewerbe, sowie die Lebensmittelindustrie. In Erscheinung können wir hier nicht näher eingehen. Unter dem trag der Metallindustrie herrscht Nachfrage lediglich nach einigen Spezial- Druck der chauvinistischen Heze gegen die Invasion teutonischer gruppen der Arbeiterschaft, z. B. bei Schmieden, Schirrmeistern, Sozialisten" legte der italienische Parteivorstand Wert darauf, daß Autogenschweizern usw. Zahlreiche Zweige der Metallindustrie Sartuendes Protokoll aufgenommen und veröffentlicht werde. Ich über unsere Verhandlungen ein kurzes, Gegenstand und Ergebnis liegen dagegen mehr oder minder danieder, z. B. die Silberwaren- täusche mich wohl nicht, wenn ich annehme, daß es dem italienischen Universal: Bibliothek. 5701. Ein Abend und andere Novellen. Bon 5702. Reglement über die Ausführung der fabriken und die mit der Herstellung von Zinn- und Bleirohren Parteivorstand in erster Linie auf den öffentlichen Nachweis an- Wahlen zum Preußischen Haus der Abgeordneten. Herausgegeben sowie Beleuchtungskörpern beschäftigten Betriebe. Fast völliger fam, er selbst habe den Besuch eines Vertreters der deutschen So- von. Pannier. 5703/4. Der Trudenstein. Der Prügelmensch. Stillstand ist auch in der Industrie der Näh- und Schreibmaschinen zialdemokratie in Rom, der informatorischen Zwecken dienen sollte, 5706. Die drei Koffer. Humoresten von P. Robinsohn. Von A. v. Perfall. 5705. Die Torgauer Heide. Von D. Ludwig. eingetreten. Eine kleine Besserung ist bei der sonst gleichfalls da- nicht gewünscht. Das wird ja auch durch die Veröffentlichung Nachkömmling. Die erste Schuld. Novellen von Hermine Billinger. 5707. Der niederliegenden optischen Industrie infolge der Wiederaufnahme des Protokolls erreicht. Im übrigen aber ist zu bemerken, daß die 5708/10. Das Süßwasser der Erde. Von Prof. Dr. W. Halbjaz. des Transportverkehrs zu verzeichnen. Einige Betriebe haben frei- Aufzeichnungen recht unvollständig sind. Es steht nichts darin, 5711. Kriegslieder. Gesammelt und herausgegeben von G. N. Struse. Tich infolge von Militäraufträgen flott zu tun. Dasselbe gilt ton was nicht gesagt worden ist; es steht aber lange nicht alles darin, Einzelnummer 20 Pf. Ph. Reclam, Leipzig. was den Gegenstand der mehr als fünfstündigen Verhandlungen Soldatenleben und Charakterbildung. Von Dr. J. Steples. dem Wagenbau, der sich der Herstellung von Militärfahrzeugen gebildet hat. Namentlich die sehr wichtige Erklärung über die 40 Pi. Rolfsvereinsverlag, München- Gladbach. widmet. Im Eisenkonstruktionsbau scheinen nach den vorliegenden Saltung der italienischen Sozialisten, soweit diese auf dem Stand- Die Arbeitsverhältnisse in der Stuhlindustrie. Herausgegeben Berichten bis jetzt noch keine Massenentlassungen vorgenommen punkt der jetzt amtierenden italienischen Parteileitung stehen, im vom deutschen Holzarbeiterverband. 1 M. Selbstverlag, Berlin SO. 1. zu sein. Falle eines drohenden Kriegsausbruchs, sind in dem Protokoll nicht Jm Baugewerbe sind noch eine Anzahl Bauten fertig zu enthalten, sondern nur in einigen Wendungen angedeutet. stellen; neue Projekte werden aus Mangel an Hypothekengeldern So sehr ich den liebenswrüdigen Empfang durch die italienische nicht in Angriff genommen. Dies kommt auch darin zum Ausdruck, Parteileitung anerkenne, so wenig habe ich ihr verhehlt, daß ich daß bei der Berliner Baupolizei vom 31. August bis 5. September bündeten parteiisch erachte. Das liegt an dem mangelnden Ber sie für voreingenommen und zugunsten Frankreichs und seiner Vernur 5 kleinere Neubauten neben einer Anzahl nicht sehr umfang- ständnis für die tatsächlichen Verhältnisse in Deutschland und reicher Umbauten gemeldet waren. Neue Aufträge tamen vor namentlich auch für das Wesen des Zarismus, sowie an der allem für Barackenbauten in Betracht. Daher sind im Baugewerbe Empfänglichkeit für die in Italien massenhaft verbreiteten Schauer zahlreiche ungeübte Arbeitskräfte beschäftigungslos, während bei geschichten von deutschen Untaten gegen engelreine Franzosen und den gelernten Arbeitern, vor allem den Zimmerern, die Nachfrage Belgier. Man kann nur hoffen, daß mit der Zeit auch in diesen anhält. In der Holzindustrie und den mit ihr im Zu- üblen Dingen eine Wandlung kommen werde. sammenhang stehenden Gewerben, wie Holzpflasterfabrikation, Jalousiefabritation ist die Beschäftigung schwach. Die Tertil industre ist nur in einigen Zweigen, z. B. der Juteindustrie Aufruf und seine Zurüdweisung": Die Wiener Arbeiterzeitung schreibt unter dem Titel:„ Ein gut beschäftigt. Die Koffer- und Reiseartikelindustrie hat ihre Be" Der Vorstand der Deutschen Sozialdemokratie hat den Vertriebe eingeschränkt, da nur Koffer für Militärzwecke verlangt wer- fuch einzelner belgischer und französischer Mitglieder des Interden. Fast völliger Stillstand herrscht nach dem vorliegenden Be- nationalen Sozialistischen Bureaus, im Namen dieſes Bureaus Täglichen Volkstüm. Vorstellg. richt in der Tapetenfabrikation. Was die Industrie der zu sprechen, durchaus mit Recht zurückgewiesen. Wir bestreiten Nahrungs- und Genußmittel betrifft, ist die Beschäfti- weder den belgischen noch den französischen Sozialisten das Recht, In Borbereit.: Deutschland üb. alles. gungsgelegenheit der Bäcker und Fleischer günstig. Ein leichtes Manifeste, an wen sie wollen, zu richten, wenn sie es für nüßlich Nachlassen war dagegen in der Schokoladefabrikation und Bierhalten, auch an das" Deutsche Volk", zu dem auch wir deutschen brauerei zu bemerken. In der Tabatindustrie zog das Ge- Sozialdemokraten in Oesterreich uns zählen. Wir verlangen von ihnen auch nicht Objektivität und Unparteilichkeit, die für sie wie schäft zu Beginn des Krieges etwas an, weil die Einberufenen sich für uns alle aufhört, möglich oder auch nur eine erstrebenswerte größere Vorräte mitnahmen. Nachdem sich dann ein erheblicher Tugend zu sein, in dem Augenblid, wo es dem eigenen Volfe, Rückgang bemerkbar machte, hat in der letzten Woche wieder eine gleichgültig aus welchen Gründen, ans Leben geht. Wir achten leichte Belebung stattgefunden; im ganzen liegt die Produktion ihr Recht, in dieser bitteren, schicksalsschweren Zeit für ihr Volf auch infolge der Schwierigkeit, die erforderlichen Rohmaterialien einzustehen bis auf den letzten Blutstropfen; wir achten ihr Recht, den einzelnen Fabriken zuzuführen, danieder. so wie wir es für uns in Anspruch nehmen. Gerade weil wir uns Die Konfettionsindustrie leidet, abgesehen von der nicht nur als Söhne unseres Volkes fühlen, sondern auch als Heute: Orchester Franz v. Blon. Glieder der proletarischen Militäreffektenbranche, besonders schwer unter der Depression. tönnen wir auch in dieser Lage, die voll furchtbar erhabener Tragik Internationale, Anfang 8 Uhr. Eintritt 20 Pf. Anfang 5 Uhr. Neuerdings ist eine kleine Besserung eingetreten; man rechnet da- ist für uns alle, einander verstehen. Aber gerade deshalb müssen Patriotische Gesänge, ausgeführt vom Terzett ,, Vaterland". Leitung: Paul Linke. mit, daß bei dem Eintritt kühler Witterung günstigere Verhältnisse wir es mit der größten Entschiedenheit zurückweisen, ivenn Kriegs- und Vaterlandslieder. Leitung: Ludolf Waldmann. A. Südekum. URANIA Casino- Theater. Taubenstraße 48/49. Dienstag, 8 Uhr: Prof. Dr. B. Donath: Röntgenstrahlen im Kriegsdienst. Rose- Theater. 8 Uhr: Deutschland über alles. Gartenbühne: Borstellung, Konzert. Walhalla- Theater. 8 Uhr: Heines Werke 3 Bünde 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Wiedereröffnung: Sonnabend, den 19. September. Striegsbilder, Spezialitätenteil usw. usw. Zum Schluß das neue Kriegs Boltsstüd: " Mein Leben dem Vaterland". Loge 1,25, Seffel 1,10, Partett 80 pf., Rang- Balfon 80 Pf., Rang 50 Pi., Stuhlplag 30 Pf. Reichshallen-Theater. Stettiner Sänger! Herrliches Programm. Anfang 8 Uhr. Sonntags71/, Uhr Berliner Konzerthaus Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Schnüpft Goldfarbs Gesundheitstaback! die beste daher Verbreitetste Marke Deutschlands. verbreitetſtehend Verantw, Rebatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil berantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl Nr. 252. 31. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Unterstützung der Arbeitslosen. Es ist kein Zweifel: die beste Hilfe für die Arbeitslosen ist die Beschaffung von Arbeitsmöglichkeit. Wer in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt sich selber verdienen zu können, verzichtet gern auf Unterstützung, die nach Lage der Sache doch nur eine geringe sein kann. Dienstag, 15. September 1914. Bei der Prüfung, ob das der Fall ist, werden aber freiwillige Gaben und Leistungen der Hilfstätigkeit, überhaupt zuwendungen, auf welche ein Rechtsanspruch nicht besteht, in der Regel nicht zu berücksichtigen sein; es sei denn, daß diese Bu wendungen nach Art und Umfang eine Bedürftigkeit überhaupt ausschließen. In dem Artikel vom Sonntag war das nicht" vor zu berücksichtigen ausgefallen. Ferner muß es auf der zweiten Spalte statt dennoch int N in der 22. Gemeindeschule, Ballasstr. 15, Stadtbezirfe 50-66 in der heraus korrigiert hat. Es muß bei dem Zitat aus den Aus 108./110. Gemeindeschule, Hagelberger Str. 34, Stadtbezirke 67 führungsbestimmungen, die das badische Ministerium erlassen hat, bis 78 in der 60./236. Gemeindeschule, Bergmannstr. 60/65, Stadt- heißen: bezirke 79-97, 137-142 in der 163. Gemeindeschule, Dieffenbachstraße 51, Stadtbezirke 98-113 in der 114. Gemeindeschule Köpe nider Str. 2, Stadtbezirle 114-136 in der 62. Gemeindeschule, Schmidstr. 38, Stadtbezirke 145-165 in der 38. Gemeindeschule, Strautstr. 43, Stadtbezirle 166-177 in der 256./287. Gemeindeschule, Memeler Str. 24/25, Stadtbezirke 178-181 in der 3. Gemeindeschule, Petersburger Str. 4, Stadtbezirke 182-188, 189A, Um den Arbeitslosen etwas zu helfen und sie nicht der 189D, 189F, 194-201 in der 257./294. Gemeindeschule, BözowArmenverwaltung zu überliefern, soll eine Geldunterstützung straße 40, Stadtbezirke 189 B, 189 C, 189 E, 190-193 in der Hilfe bringen. Die Gewerkschaftler haben alle ihre Mittel 279. Gemeindeschule, Pasteurstr. 9, Stadtbezirke 202-217, 269-271 nach Möglichkeit diesem Zwecke dienstbar gemacht, aber bei in der 24. Gemeindeschule, Hinter der Garnisonkirche 2, Stadt- man recht" heißen: demnach tut man recht". Gemeindeschule, Schönhauser dem großen Un: fange der Arbeitslosigkeit werden diese Mittel bezirke 218-241 in der 110. Gemeindeschule, auch eine Grenze finden. Jetzt will die Stadt Berlin die Christburger Str. 14, Stadtbezirke 249-254 in der 200./214. Ge Allee 166a, Stadtbezirke 242-248 in der 213. Gemeindeschule, Arbeitslosen mit Geld unterstützen und zwar sollen die einer metndeschule, Oberberger Str. 57, Stadtbezirke 255-268, 272-278 Arbeiterorganisation Angehörenden durch ihre Organisation die in der 111./186. Gemeindeschule, Pflugftr. 12, Stadtbezirke 279 bis Unterstügung erhalten, während die Unorganisierten ihre An- 283, 297-304 in der 242. Gemeindeschule, Wiclefftr. 53/54, Stadtträge an bestimmte vom Magistrat eingerichteten Geschäfts- bezirke 284-290 in der 199./205. Gemeindeschule, Levezowstr. 26, stellen richten fönnen. Stadtbezirke 291-296, 309 in der 82./90. Gemeindeschule, Turm Außer der Stadt greift nun auch die Landesversicherungs- ftraße 75, Stadtbezirke 305-308, 310-314 in der 183/196. Geanstalt mit ihren reichen Mitteln ein. Stadt und Landes- meindeschule, Müllerstr. 158/159, Stadtbezirke 315-326 in der bersicherung wollen Hand in Hand gehen, obwohl unserer XVIII. Hilfsschule, Gothenburger Straße. Meinung nach durch diese Zweiteilung für die Arbeitslosen nur noch mehr Schwierigkeiten entstehen werden. Wir stellen die notwendigsten Angaben hier zusammen. Die städtische Unterstützung. Anträge auf Gewährung der Arbeitslosenunterstügung werden von jezt ab in besonderen Geschäftsstellen des Magistrats entgegengenommen. Bei den Bezirksvorstehern und sonstigen städtischen Ehrenbeamten können Anträge auf Arbeitslosenunterstützung nicht mehr angebracht werden, ebenso werden von ihnen Auszahlungen und Unterstützungen nicht mehr geleistet. Auch in den Geschäftsstellen finden keinerlei Auszahlungen statt, vielmehr erhält der Arbeitslose nach Prüfung seines Gesuches eine schriftliche Benachrichtigung, ob die Unterstügung gewährt ist und eventuell, wo sie zur Auszahlung tommt. Zur Beachtung! Von jetzt ab befinden sich Redaktion Buchhandlung Expedition Verlag und Buchdruckerei des„ Vorwärts" Lindenstraße 3 Die Verteuerung der Bäckereiprodukte. Die letzte Sibung der städtischen Lebensmittelkommission in Neukölln beschäftigte fich u. a. auch mit der Benachteiligung der Bürgerschaft durch die Bädermeister. Es kam zum Ausdruck, daß, trotzdem die Preise für Roggenmehl sich in der normalen Höhe der früheren Jahre bewegen, immer noch das übliche Dreipfund- Brot für 50 Pf. abgegeben werde, während dasselbe sich für 45 Pf. Her stellen ließe. Auch über die außergewöhnliche Verkleinerung des Weißbrotes wurde unter der Begründung Klage geführt, daß die Preise für Weizenmehl eine so rücksichtslos angewendete Verkleinerung der Backwaren nicht rechtfertige. Es soll abgewartet werden, ob die ungerechtfertigte Bereicherung seitens der Bädermeister noch weiter geübt wird, und, wenn hierin kein Wandel eintritt, darauf Bedacht genommen werden, eine Festsetzung der Preise unter Gewichtsangabe herbeizuführen. Sollte auch dieses Vorgehen nicht den gewünschten Erfolg haben, soll die Errichtung einer städtischen Bäckereizentrale ins Auge gefaßt werden. Es dürfte sich empfehlen, daß die Bäckerinnung einem behördlichen Einschreiten zuvorkommt und auf ihre Innungsmitglieder hinzuwirken sucht, eine angemessene Größe der Backware nach einem einheitlichen Gewicht durchzuführen. Ein rücksichtsloser Hauswirt. Die Zentral- Melde- und Auskunftsstelle des Roten Kreuzes bittet uns um Bekanntgabe des in folgendem geschilderten Falles, für dessen Richtigkeit sie sich verbürgt: Die Frau eines Landwehr- Unteroffiziers, der seit Mitte August zum Arbeitslosenunterfügung wird nur solchen Personen geHeere einberufen ist, ist mit ihrem sieben Monate alten Kind seit dieser Zeit ohne Verdienst. Krankheiten und schwere währt, welche seit dem 1. Juni d. J. ununter. brochen ihren Aufenthalt in Berlin haben und zwar Redaktion, Buchhandlung, Verlag und pfennige zu sammeln. Die Frau fonnte auch trotz aller BeSchicksalsschläge machten es früher unmöglich, ein paar Sparund mindestens 14 age arbeitslos sind. Buchdruckerei im 4. Hofe, Aufgang linker Seiten- mühungen teine Heimarbeit als Nebenverdienst finden, und Mitglieder von Arbeiterorganisationen, welche eine Arbeitslosenunterstützung eingeführt haben, und flügel( Fahrstuhl Paternosterwerk dauernd im eine Vermietung zweier Zimmer war ebenfalls unmöglich. mit denen der Magistrat ein entsprechendes Abkommen ge- Betrieb); So war sie nicht in der Lage, die Auguſtmiete in der Höhe von 50 Mart zu zahlen. Der Wirt des Hauses, troffen hat, beziehen ihre Unterstützungen lediglich durch die Expedition, Anzeigenannahme und Sortimentsbuch- Bestalozzistraße 53, Herr Raetsch, drohte am Tage nach der Vermittelung ihrer Organisationen. Anträge solcher Persenen werden in den städtischen Geschäftsstellen nicht entgegengenommen. Arbeitslosenunterstüßung erhalten nur solche Personen, welche arbeitsfähig und arbeitswillig sind. Sie haben sich einer fortgesetten Kontrolle durch ihre Arbeitsnachweise zu unterwerfen und werden von der Arbeitslosenunterstügung ausgeschlossen, falls sie die ihnen gebotene Arbeit ausschlagen. handlung vorn an der Straße im Laden. Telephon für den gesamten Vorwärtsbetrieb: Amt Moritzplatz fr. 151 90-151 97. Ausgeschlossen von der städtischen Unterstützung sind alle an Renten- und Krankengeldempfänger, Personen, welche sich in der Fürsorge der Armenverwaltung befinden usw. Unterstützungen werden ferner gewährt an kleinere Gewerbetreibende und Angehörige freier Berufe, die unter der gegenwärtigen Wirtschaftslage außerstande sind, sich und ihre Familien zu ernähren. Die Unterstüßung beträgt für Personen, welche Kinder zu unterhalten haben, 5 Mart, für die übrigen 4 Mart pro Woche. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß falsche Angaben vor den Geschäftsstellen und den recherchierenden Beamten der Stadt unnachsichtlich zur gerichtlichen Verfolgung wegen Betruges gebracht werden. Die Geschäftsstellen zur Annahme der Anträge sind in Sonntags der Zeit von 8-12 Uhr vormittags geöffnet. findet eine Annahme von Unterstüßungsanträgen nicht statt, bielmehr werden an diesem Tage in den Geschäftsstellen die Kontrollfarten nachgeprüft. lauten: Die Bestimmungen der Landesversicherung Während der Kriegszeit können aus Mitteln der Landesversicherungsanstalt Berlin Unterstützungen an Versicherte nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen gewährt werden: Aus Groß- Berlin. Berechtigte Mahnung. Eine sehr berechtigte Mahnung gegen das gedankenlose großstädtische Siegefeiern flingt aus dem ostpreußischen Briefe eines Korrespondenten des Berliner Lokal- Anzeiger"; er schreibt: " Möchten diese nur zu wahren Worte bei dem gedankenlosen Haufen, deren größter Teil zu den Lesern der Lokalanzeigerpresse gehört, doch ein wenig Eindruck machen! Arbeitslosenunterstützung in den Gemeinden der Provinz Brandenburg. Fälligkeit der Zahlungspflicht, ihre Möbel als Pfand zurückzuhalten. Ebenso hat er eine arme Künstlerin, die am 1. September nicht zahlen konnte, abends durch ein Vorlegeschloß aus ihrer Wohnung ausgesperrt und ihre Sachen zurückbehalten. Der Dame, die ihn in der Angelegenheit der Landwehrunteroffiziersfrau aufsuchte, erklärte er, ehe er einen Pfennig von der Miete nachlasse oder die Frau ausziehen lasse, nehme er ihr das letzte Hemd weg! Die Stadt stunde. auch keine Zahlung; das Reid) müsse seinen Mietern so viel geben, daß sie ihn bezahlen könnten, und die Leute vom Roten Kreuz sollten die Millionen nicht in ihre eigene Tasche stecken, sondern zahlen, wo es nötig sei.... Herr Raetsch ist ein patriotischer Mann, wie man sieht. Volkskanstabende des Verbandes der Freien Volksbühnen. -Köpenider " In der Folge hatte ich Gelegenheit, mich mit Flüchtlingen zu unterhalten. Was wißt Ihr in Berlin vom Krieg?" fagten sie voll Bitterfeit.„ Sie veranstalten Sieges Am 16. und 18. September finden je 6 Volkskunstabende feiern, flaggen Tag und Nacht Ihre Häuser, verstatt und zwar in den Aulen der folgenden Schulen: anstalten Umzüge, und Ihre Restaurants und Albrechtstr. 27, Friedrichs- Gymnasium; Bochumer Str. 8. Friedrichs. Kaffeehäuser werden nicht leer von Besuchern. Werdersches Gymnasium; Bankstr. 19, Lessing- Gymnasium; Stoppenstr. 75, Sie sind ja auch weit ab vom Schuß, aber hier, wo auf Andreas- Realgymnasium; Dresdner Str. 113, Luisenstädtische Oberreal den Schlachtfeldern unsere Söhne, Väter und Brüder bluten, wo ichule; Stegliger Str. 8a, Körner- Realschule. Eintrittspreis 10 Pf. Anfang überall 8 Uhr abends. Rauchen verboten. Kein Ausschant. wir über Zeichen steigen, wo uns Haus und Hof zerstört ist, wo wir bei Nacht und Nebel flüchten mußten, wo man unsere Frauen Eintrittstarten sind in folgenden Stellen zu haben: Nordwest. Gozłowskystr. 10, Beder. und Kinder geschändet und sie und Greise hingemordet hat, glauben Oldenburger Straße 10, Restaurant Baersch. Lübecker Str. 29, Konsumgenossenschaft. Sie mir, wir fönnen nicht jubeln und keine Feiern theenstraße 79, Geschäftsstelle der akademischen Unterrichtsturse, wochens Doro veranstalten." täglich von 5-8 Uhr. Und sie haben recht, die so sprechen, man muß den Jammer Norden. Togostr. 4, Konsumgenossenschaft. Malplaquetstr. 14, und das unsagbare Elend gesehen haben, um die Schrecken des Buhr. Gerichtstr. 19, Restauration Friedrich. Kolonieftr. 139, Konsums Strieges voll zu begreifen. Eine furchtbare Not herrscht in dem genossenschaft. Hussitenstr. 53, Konsumgenossenschaft. Schlegelstr. 9, schönen Ostpreußen." Restaurant Dams. Brunnenstr. 150, Restauration Dieseler. BeteranenLychener Schivelbeiner Str. 9, Konsumgenossenschaft. straße 6, Fischer. Straße 19, Konsumgenossenschaft. Weißenburger Str. 60, Hasel. Linienstr. 227, Geschäftsstelle des Verbandes der Boltsbühnen. Linien straße 83/85, Deutscher Metallarbeiterverband( Zimmer 2-3) von 9-1 und 1. Die Unterstüßung kann nur solchen Versicherten 4-7 Uhr. Noritost. Landwehrstr. 3, Kohnert. Hufelandstr. 30, Bigarrengewährt werden, welche den Unterhalt von Angehörigen geschäft Schneider. bisher aus ihrem Arbeitsverdienst ganz oder überwiegend Often. Grüner Weg 15, Konsumgenossenschaft. Stralauer Plat 10/11, bestritten haben und durch Arbeitslosigkeit in eine Notlage Eine Vorlage, die dem außerordentlichen Provinzialland Bureau des Wahlvereins( 9-1 und 5-7 Uhr). Frantjurter Alee 109 geraten sind. tag, der heute zusammentritt, zur Unterstützung von erwerbs- bis 112, Kaufhaus Hermann Tieß. Petersburger Platz 4, Spedition des„ Vorwärts". Stopernikusstr. 3, Konsumgenossenschaft. 2. Die Unterstügung wird nur solchen Personen ge- losen Personen( nicht Frauen von Kriegsteilnehmern) unterSüdoft. Rungestr. 30, Bigarrengeschäft Baumann. währt, welche seit dem 1. Juni 1914 in Berlin ununterbreitet wird, geht davon aus, daß in der Provinz Brandenburg Straße 68, Voltsbühnenbuchhandlung. Engelufer 15, Bigarrengeschäft brochen ihren Aufenthalt haben, mindestens 14 Tage lang 123 000 Arbeitslose zu unterstüßen sind. Es wird zu den auf Horsch. Admiralftr. 40a, Bigarrengeschäft Schulz. Forster Str. 3, ohne Beschäftigung sind und in der Zeit vom 1. August 1913 Grund der Betriebszählung von 1907 ermittelten Personen ein Konsumgenossenschaft. Wrangelstr. 65, Konsumgenossenschaft. Süden. Kommandantenstr. 62, Bobsien. Ritterstr. 15, Bigarren bis 1. August 1914 mindestens 26 Wochen durch Berliner Zuschlag von 15 Prozent wegen des Bevölkerungszuwachses geschäft Boerner. Gräfeftr. 65a, Konsumgenossenschaft. oder Brandenburger Beitragsmarken oder Krankheits- gemacht, wodurch eine Zahl von 340 000 Familienvorständen Südwesten. Leipziger Straße( am Dönhoffplab), Kaufhaus Hermann bescheinigungen oder militärische Dienstleistungen belegen und 210 000 Unverheirateten herauskommt. Angenommen iek( Reisebureau). Kochstr. 62, Konsumgenossenschaft. Lindenstr. 2, Bigarrengeschäft Klabunde. wird, daß 10 Prozent dieser Erwerbstätigen er Arndistr. 29, Stonsumgenossenschaft. Westen. 3. Die Anträge auf Unterstügung sind werbslos und unterstüßungsbedürftig sind. Dagelberger Str. 53/54, Bigarrengeschäft Schröder. Potsdamer Str. 43, Bigarrengeschäft Martiensen. bei den unten bezeichneten Geschäftsstellen Indem dann die Familie zu drei Köpfen gerechnet wird, fommt Französische Str. 57/58, Verein der Bankbeamten. Zentrum. Aleganderplay, Staufhaus H. Tiek( Theaterkaffe). des Magistrats unter Vorlegung der legten die obengenannte Zahl heraus. Der Vorschlag des Landesder Aufrechnungs- direktors geht dahin, grundsätzlich den Gemeinden die Quittungskarte und bescheinigungen mündlich anzubringen. Hälfte der Gemeindeunterstübungen zu erAuf die Aufforderung des Magistrats zur Selbstmeldung erMitglieder einer Angestellten- oder Arbeiterorganisation, setzen, jedoch höchstens 50 Pf. täglich für das Familienhaupt welche ftatutarisch Arbeitslosenunterstützung gewährt und oder eine alleinstehende erwachsene Person und 30 Pf. täglich werbsloser Einwohner haben sich bei den dafür vorgesehenen Stellen Statistisches Amt und Städtischer Arbeitsnachweis 1259 männ mit denen der Magistrat Berlin eine entsprechende Ver- für ein Glied der häuslichen Gemeinschaft. Bei durchschnitteinbarung getroffen hat, haben ihre Anträge bei der be- lich 40 Pf. ergibt sich so für 123 000 Erwerbslose täglich eine liche und 948 weibliche Erwerbslose, mithin insgesamt 2207 Personen treffenden Organisation zu stellen. Unterstübungssumme von 49 200 M. und monatlich von fast gemeldet. Davon wurden notiert beim Städtischen Arbeitsnachweis, 4. Versicherte, welche bei der Bewerbung um Unter 12 Millionen, für die Dauer von sechs Monaten rund neun Männerabteilung: 223 ungelernte und 382 gelernte Arbeiter und ftügung unwahre Angaben über ihre persönlichen, wirtschaft- Millionen Mart. Die Landesversicherungsanstalt hat sich be- befanden sich unter diesen allein 111 Vertreter des Baugewerbes und Die Zahl der bei der Frauenabteilung lichen und sonstigen Verhältnisse machen, gehen jeder Unter- reit erklärt, 5 Millionen Mark für den Zweck dieser Unter- verwandter Gewerbe. stügung verlustig und setzen sich auf Grund der stüßung zur Verfügung zu stellen, und zwar unabhängig da notierten Erwerbslosen beträgt 498, barunter befanden sich 238 Bestimmung des Oberbefehlshabers in den von, ob die zu Unterstützenden versichert sind oder nicht. Der Schneiderinnen, Näherinnen u. dergl., 124 Aufwärterinnen, ReineMarten vom 9. September 1914 strenger Be Landesdirektor beantragt mun, daß die Provinz den gleichen machefrauen, Wäscherinnen usw. und 96 Fabritarbeiterinnen. Beim Betrag von 5 Millionen zur Verfügung stellt und gemeinsam Statistischen Amt, das die Meldungen aller sonstigen Erwerbslosen mit der Landesversicherungsanstalt in der oben bezeichneten entgegenzunehmen hatte, wurden notiert 654 männliche Personen, Weise die Unterstützungen an die Gemeinden gewährt. darunter 311 Kaufleute, Kontoristen, Buchhalter usw., 59 Architekten, Ingenieure nnd Techniker, 57 bildende Künstler, 36 Musiker, Unterstützungen von Familien. 33 Schauspieler und Sänger, 30 Schriftsteller und Redakteure, sowie 455 weibliche Personen, darunter 172 Handlungsgehilfinnen, fönnen. strafung aus. S 5. Ein Rechtsanspruch auf Leistung der Unterstützung der Landesversicherungsanstalt Berlin ist nicht gegeben. Die Geschäftsstellen Ueber den Umfang der Erwerbslosigkeit in Wilmersdorf. befitben fich für die Stadtbezirfe 1-14, 143, 144 in der 130. Ge- In den Artikel„ Unterstüßung der Familien von Kriegsmeindeschule, Niederwallstr. 6/7, Stadtbezirke 15-30 in der teilnehmern" haben sich zwei finnentstellende Druckfehler ein Kontorisſtinnen, Verkäuferinnen u. dergl, und 144 Pensionsinhaberinnen 181./169. Gemeindeschule, Tempelhofer Ufer 2, Stadtbezirke 31-49 geschlichen, die der Leser wohl schon selbst aus dem Zusammenhang und Bimmervermieterinnen Kein Wahlkampf in Neukölln? Der Verein der Fortschrittlichen Volkspartei für Neukölln Hat das folgende Schreiben an die Bertreter der einzelnen Stadtverordnetenfrattionen gerichtet: Der Verein der Fortschrittlichen Boltspartei zu Neukölln fteht auf dem Standpunkt, daß die gegenwärtige politische Lage nicht dazu angetan ist, Rämpfe um die Neubesetzung der frei werdenden Stadtverordnetenmandate zu entfachen. bon Groß- Berlin und Umgegend ein Verwundeter untergebracht tönnen, soll es unbedingt geschehen. Die Arbeiter der in Frage worden ist. Auch kann man bet dieser Stelle diejenigen Groß- fommenden Betriebe werden an den nächsten Tagen zu dieser AnBerliner Bazarette erfahren, in denen Angehörige bestimmter gelegenheit Stellung nehmen und dann bei den Betriebsleitungen Truppenteile liegen. borstellig werden. Der Verkehr der Autoomnibusse. Die Allgemeine Berliner Omnibusgesellschaft mußte bekannte lich ihren Betrieb. mit Automobilen erheblich einschränken, Ginge Aus diesem Grunde hat der Verein an die in Betracht stellt ist der Verkehr der Automobillinien 2, 4 B, 12, 14 und 24 sowie tommenden Fraktionen die Anfrage gerichtet, ob sie bereit wären, der Luruslinie Zeughaus- Halensee. Mit Genehmigung der Aufeiner Vereinbarung zuzustimmen, wonach jeder Fraktion ihr bis- sichtsbehörde wird der Betrieb aufrechterhalten auf den Linien 4, heriger Besisstand verbleibt. 4 A, 4 C, 8, 9, 11 und 19. Die Abstände zwischen den einzelnen Wagen werden so kurz wie möglich gehalten. Als äußerste zulässige Grenze sind dafür festgesezt bei Linie 19 bis zu 8 Minuten, bei 11 bis zu 9 Minuten, bei 4 und 4 A bis zu 10 Minuten, bei 8 bis zu 11 Minuten, bei 4C bis zu 12 Minuten und bei Linie 3 bis zu 15 Minuten. Die demokratische Partei will demgegenüber dahin wirken, daß die Wahlen überhaupt nicht im Herbst stattfinden, sondern verlegt werben, bis eine rubigere Zeit angebrochen ist. Die jegigen Mandatsinhaber sollen ihre Mandate bis dahin ausüben. Wie sich unsere Neuköllner Parteigenossen dazu stellen werden, ist uns noch unbekannt. chen Karl des Schankwirts Walther aus der Fenuftr. 35. Der Steine Beim Spielen tödlich verunglückt ist das vier Jahre alte Söhne spielte vorgestern nachmittag gegen 2 Uhr am Nordhafen vor dem Haufe Nr. 5. In einem unbewachten Augenblick stürzte er ins Wasser und konnte später nur noch als Reiche gelandet werden. Ein größerer Dachstuhlbrand beschäftigte am Montagnachmittag die Berliner Feuerwehr in der Müncheberger Str. 21. Es gelang der Wehr, die Flammen auf den Dachstuhl des Wohnhauses zu beschränken. Der Schaden soll bedeutend sein. Zahlreiche Mieter beklagen den Verlust von Hausrat und Brennmaterialien u. dergl. Freigabe des Benzolverkaufs. M Eine Wassersperre, die in Neukölln ein Hauswirt in der Wohnung eines seiner Mieter ausgeführt hat, erregt Aufsehen. Der Eigentümer des Hauses Steinmek str. 44, Stadtverordneter Schmiedemeister Deter, erschien am 4. September mit seinem Verwalter bei der Frau eines zurzeit im Krankenhaus liegenben Mieters und sagte ihr, er müsse mal die Wasserleitung nachsehen, es sei da wohl etwas nicht in Ordnung. Obwohl ihm geantwortet wurde, daß die Wasserleitung nicht reparaturbedürftig sei, machte Herr Deter sich über den Leitungshahn her, schraubte ihn ab und jepte einen Eisenstöpsel ein, der die Leitung abschloß. Das Sonderbare ist nun, daß seit. jenem Tage bis zu dem Augenblid, wo wir biese Zeilen niederschreiben, also in acht Tagen, kein Mensch die etwa notwendige Reparatur vorgenommen hat. Und noch fonderbarer ist, daß Herr Deter einigen Mietern seiner Das Polizei Präsidium teilt mit: Die für die Zwede Säufer Steinmetzstr. 44 und 45 untersagt haben soll, der des Militär- Kraftfahrwesens angeordnete Beschlagnahme von BenFrau mit Wasser auszuhelfen. Herr Deter darf sich nicht 301 iſt auf Anweisung des Strien miniſters aufgehoben worden. Der wundern, wenn man diese Wassersperre, die übrigens die Verkauf von Benzol an das Publikum ist freigegeben. Den Benzol Frau um so schwerer trifft, weil sie ein Geschäft hat, nicht aus gewinnungsanstalten werden für den Verkauf an ihre Abnehmer Reparaturbedürftigkeit der Wasserleitung, sondern auf andere noch einige Beschränkungen auferlegt. Die Beschlagnahme von von Weise zu erklären sucht. Schon vorher war es zu Differenzen Benzin bleibt bestehen. zwischen dem Wirt und diesem Mieter bzw. seiner Frau gekommen. Am 25. August verunglückte der Mieter durch Sturz in eine hinter dem Ladentisch befindliche Kellerluke, die keine Schuhvorrichtung gegen solche Unfälle hatte. Als darauf die Frau sich an die Polizei wandte und diese zu einer Besichtigung der Unfallstelle Herrn Deter hinzuzog, benahm er sich sehr aufgeregt. Am 28. Auguft reichte er dann wegen einer Mietschuld die Klage auf Zahlung und Räumung ein, wobei er in der Klageschrift wieder beleidigende Worte gebrauchte. Und schließlich bam ain 4. September die Wassersperre, die seitdem über eine Woche angedauert hat. Wir hören, daß die Frau gegen Herrn Deter wegen Nötigung einen Strafantrag gestellt hat. Konfektions- Notarbeit! Uns geht folgende Erklärung zu: Auf die Mitteilung des Konfektions- Notausschusses in der Montagsnummer des„ Vorwärts" ist folgendes zu erwidern: 1. Der Konfettions- Notausschuß hat sich an hiesige Wäschefabrikanten gewendet und sie gebeten, gegen Bezahlung die Ware zuzuschneiden. Jch habe in der Versammlung am Donnerstag mit Bezug hier auf gesagt, daß man dann auch die Fabrikanten mit dem ganzen Auftrag direkt beschäftigen könne. ruf, den der Konfektions- Notausschuß an den Anschlagfäulen erließ, 2. habe ich in der Versammlung erklärt, daß durch den Aufzahlreiche ungeeignete Arbeiterinnen herangelodi würden, die sich 7000-8000 Personen auf der Straße herumstehen. Dies sei durch für die in Frage kommenden Arbeiten nicht eignen und daß unter Umständen nur 70-80 Personen eingestellt werden, währenddem die Inanspruchnahme der Arbeitsnachweise zu verhindern. Tatjächlich hat ja auch die Polizei die Ordnung auf der Straße aufrechterhalten müssen. Ueber die Höhe der Löhne habe ich nichts gesagt und steht auch im Vorwärts" nichts darüber, da mir dieselben nicht bekannt waren. " 3. Ich bin nach wie vor der Meinung, daß es auch dann, wenn die Herren Bernhard Kaß und Handelsrichter Kirschstein dem Ausschuß angehören, zweckmäßig gewesen wäre, wenn man auch die Vertreter der in Frage kommenden Arbeiterinnen zugezogen hätte, da doch diesen auch ein fachmännisches Urteil über derartige Dinge zuzutrauen ist. 4. Wenn der Ausschuß erklärt, daß ein Verbandsarbeitsnachweis nicht in Frage komme, jo haben wir das nie gefordert. Mir haben dem Ausschuß am Montag, den 7. September d. J., telephonisch mitgeteilt, daß von der Stadt Berlin und einer Anzahl Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen gemeinsam Facharbeitsnachweise in Berlin unterhalten werden, die in der Lage seien, die gewünschten Arbeitskräfte zu stellen und daß es sich nicht stehender Männer, erhalten über Mietsverhältnisse, sowie über alle anderen Adressen und Telephonanschlüsse der Arbeitsnachweise haben wir Rechtsuchende in Wilmersdorf, besonders die Frauen im Felde empfehle, Arbeitskräfte an den Anschlagsäulen zu suchen. Die brennenden Fragen injolge des Kriegszustandes unentgeltliche Auskunft beim Genoffen Hosch- Halensee, Johann- Sigismundſtr. 5. Sprechzeit täglich brieflich mitgeteilt und weiß der Ausschuß weiter nichts barauf zu von 3-4 Uhr. Auf vorherige telephonische Verständigung( Amt Pfalz- erwidern, als daß er keinen Verbandsarbeitsnachweis in Anspruch burg 236) eventuell auch zu anderer Zeit. Notwendige Eingaben werden nehmen will. angefertigt und Termine wahrgenommen. Schriftstücke, die auf die wahrzu- 5. Wir sind ebenfalls bestrebt, der Not der Konfektions- und nehmende Sache Bezug haben, sind mitzubringen. Wäschenäherinnen abzuhelfen und sehen uns hierbei von zahlreichen Der Männerchor Olympia" hält seine lebungsstunden wieder Unternehmern, die sonst mit der Branche nichts zu tun haben, geregelmäßig Dounerstags" von 9-11 Uhr, in den Prachtsälen Alt- Berlin, stört und wundern uns darüber, daß man einen Ausschuß bildet, Blumenstr. 10 ab. der der Not der Arbeiterschaft abhelfen soll, ohne die Organisation Gnus polit Haba som 6mm der Arbeiterinnen sugugiehen. song Parteiveranstaltungen. Verband der Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands. J. A.: Fr. Kunze. Sechster Wahlkreis. Eine öffentliche Versammlung findet heute, In der letzten Gemeindevertretersizung wurde beschlossen, wäh- Dienstag, abends 8%, Uhr, in Ballschmieders Kastanienwäldchen, Badste. 15/16 rend der Dauer des Krieges den von der Gemeinde auf Privat- statt. Die Tagesordnung lautet: Wie ist der Mieternot abzudienstvertrag angestellten Beamten und den Arbeitern, soweit sie helfen." Referent: Reichstagsabgeordneter Georg Ledebour. 2. Disverheiratet sind, 50 Prog. und den übrigen 25 Broz, ihres Gehaltes fuffion. weiter zu zahlen. Bei den Verheirateten steigern sich die Säge für abends 9 Uhr, im Lofal von Riebke, Planujer 75: Bersammlung. VorJugendabteilung, 2. Kreis. Am Mittwoch, den 16. September, jedes Kind unter 15 Jahren um 20 Proz., bis der Höchstbetrag von trag des Genoffen Kunt Heinig über: Ein Gang durchs Stallbergwerk." 100 Bros. einschließlich der staatlichen Unterstügung erreicht ist. Kommunale Fürsorge in Tempelhof. Eine Anfrage unserer Vertreter, ob auch die Unterstützung der Arbeitslofen beabsichtigt werde, wurde vom Gemeinde vorsteher dahingehend beantwortet, daß von den schon früher bewilligten 10 000 m. den ortsansässigen Arbeitslosen dieselben Unterstügungen wie in Berlin gewährt werden sollen. Die dort geleisteten Unterstügungen von 5 M. für Verheiratete unb 4 M. für Lebige sollen einen Buschuß zu den von den Gewerkschaften gezahlten Unterstützungen bilden. Gäste willkommen. Mariendorf. Gente Dienstag, den 15. Ceptember, abends 8 Uhr, bei Haat, Chauffeeftr. 43: Witgliederversammlung. Tagesordnung: Geschäft liches, Bortrag. Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Kriegsunterstützung der Steinfeger. Gerichtszeitung. Ein trauriges Zeichen der Zeit. Eine unerwartete Wirkung hat ein vor einigen Tagen von einem hiesigen Rechtsanwalt für seinen Mandanten gestellter Haftentlassungsantrag gehabt. Da Fluchtverdacht nicht vorlag, der Sachverhalt sich auch wesentlich zugunsten des Angefchuldigten aufgeklärt hatte, war von dem Anwalt der Antrag auf Haftentlassung gestellt worden. Als der in Haft befindliche Mandatar hierbon erfuhr, richtete" er an seinen Ver teidiger fofort einen Brief, in dem er himmelhoch bat, den Stehen den Arbeitslosen solche oder ähnliche Unterstützungsgestellten Antrag sofort zurückzuziehen, er wisse, da er stellungseinrichtungen nicht zur Verfügung, so fönnen von Fall zu Fall Tos sei und bei der herrschenden Arbeitslosigkeit auch keine höhere Säße als die ertvähnten bewilligt werden. Anträge auf Aussicht habe, eine neue Stellung zu erlangen, nicht wohin er Arbeitslosenunterstüßung sind an die Armenverwaltung zu richten, schäftigte sich am Sonntag mit der Frage, ob eine Unter dem Stopfe und bekomme gut zu essen. Diesem eigenartigen Die Zahlstelle Berlin des Verbandes der Steinfeger be folle. Im Gefängnis habe er doch wenigstens ein Dach über Unter- solle. ohne daß die rechtlichen Wirkungen der Armenpflege eintreten. stüßung der Angehörigen von Striegern möglich und ferner, Job zu diesem Zwede ein Extrabeitrag einzuführen sei. Aus Mitglieder durch die Not der Zeit aber begreiflich erscheinenden Wunsche Kriegserfrischungen fertig zum Versand mit der Feldpost inserierte freisen wurde der Wunsch geäußert, die statutarische Stranten- und ist von dem Anwalt sofort stattgegeben worden. dieser Tage eine große Firma in den Zeitungen. Nach dem Inserat Sterbeunterstigung aufzuheben oder erheblich einzuschränken zu Hoffentlich gelingt es der in die Wege geleiteten Organifollten u. a. Schokoladenpakete in frankiertem Feldpostbrief von gunsten einer laufenden Unterstügung an die Arbeitslosen und die fation einer Arbeitslosenfürsorge, den Arbeitslosen, deren Zahr etwa 225 Gramm 1 M. fosten. Uns gemachten Mitteilungen zufolge Angehörigen der im Felde stehenden Mitglieder. Der mehr als 100 000 in Groß- Berlin beträgt, bald Hilfe zu daraufhin in werden die in den Anpreisungen gemachten Versprechungen indessen Bentralvorstand hat einer Beröffentlichung schaffen. nicht ganz erfüllt, denn der mit Schokolade gefüllte feldpoftbrief diesem Wunsche nachzukommen, da man sonst bis Ende dieses Jahres die Kaffenverhältnisse nicht erlauben, wiegt nicht 225, sondern nur 185 Gramm. Mit Recht wird gesagt, mit einer völligen Erschöpfung der Klasse rechnen müßte. Es heißt daß durch jene Anpreisungen das laufende Publikum benachteiligt weiter: wollen wir den Familien unserer zum Heere eingezogenen Kollegen und unseren arbeitslosen Mitgliedern eine Unterstügung wird. n Das Restaurant 8um Prälaten". Aktiengesellschaft Jun", zahlte den Frauen ihrer einberufenen Angestellten entsprechend der Kinderzahl 20-35 m. Der Kaffenbote Leon Zebell, pola Jugendveranstaltungen. Für arbeitslose junge Arbeiter und Arbeiterinnen Den Familien ihrer zu den Fahnen einberufenen Arbeiter ver- noch über den 31. Dezember hinaus gewähren, so müssen unsere findet morgen Mittwoch, eine Führung durch das Märkische gütet die Firma Hein, Lehmann u. Co., Att.- Gef., Düsseldorf Ober- noch in Arbeit stehenden Mitglieder sich bereit erklären, gang erheb- Museum, Wallstr. 50/54, statt. Treffpunkt vormittags 1211 Uhr bilt und Berlin- Reinickendorf, die Hälfte als Zuschuß zu dem Be- liche Extrabeiträge zu leisten." Wie der Vorsitzende Hente vor dem Museum. trag, der ihnen von Staat und Gemeinde zusammen gewährt wiro. erflärte, werde man wohl zur Zufriedenheit der Mitglieder etwas schaffen Die Familien der einberufenen Beamten erhalten das halbe Gehalt tönnen, denn wo ein Wille jei, sei auch ein Weg. Auch werde man mit teilweisem Ausgleich zwischen den höheren und niederen Be- in der Frage der Starenzzeit mildere Bestimmungen einführen können. *** Briefkasten der Redaktion. zügen. Außerdem stellt die Firma für besondere Unterstügungsfälle Wie Redner weiter mitteilte, hat sich die Schlichtungstommission an 2. 9. 3. Shre Sendung erhielten wir. Aber so ettvas können wir eine größere Summe zur Verfügung. bie Unternehmerorganisation gewandt zwecks Unterstügung der An- fett leider nicht bringen. gehörigen von Kriegern. Die Antwort lautete nicht ablehnend, nur Die Schneiderin fann auf Bahlung für das Kleid gegen deffen Herausgabe M. M. 1. Zeitig untauglich vegen Strankheiten der Haut. Wt. K. 5. wurde darin erklärt, daß man jetzt den Zeitpunkt des Eingreifens flagen und eventuell bas leid durch den Gerichtsvollzieher für ihre Fornoch nicht bestimmen könne. Es ist auch durch die Schlichtungs- derung verlaufen lassen. 5. R. 364. Landwehr 1. Aufgebots: lungen fommission eine Einrichtung behufs Verteilung der Arbeit getroffen leidenb.. 2. 1826. Der 7. 20. 1826. Der Ausgang hängt von der Beweisaufnahme worden insofern, daß, falls die Arbeiter einer Baustelle es wünschen, ab. Machen Sie den Einwand, nehmen Sie auch die Bekanntmachung des der vor zwei Jahren als Angestellter der Genossenschaftsbant in die eine Schicht eine Woche arbeitet und die nächste Generalquartiermeisters mit. Entschieden ist die Frage noch nicht. Berlin 120 000 M. unterschlug, hat sich jetzt felbst der Polizei ge- Woche die andere Schicht zur Arbeit tommt, so daß 100 G. 5. Wie wiederholt dargelegt, besteht an sich der Mietvertrag stellt. 8. erschien vor Gericht und erklärte, daß er sich bisher in alle etwas verdienen. weiter. Der Wirt fann aber eine Räumungsflage nicht durchsetzen. Es Frankreich aufgehalten habe. Bis zu seiner Flucht aus Frankreich Zentralvorsitzender Knoll nahm auch das Wort und wies auf empfiehlt sich daher, wenn er auf Ihren Vorschlag nicht eingehen will, so wie im Vorwärts" wiederholt dargelegt ist, zu handeln ohne Mietshabe er noch 80 000 gr. besessen, bie ihm aber von der Polizei in die Notwendigkeit hin, überall dort, wo große Not herrscht, helfend zahlung dort zu wohnen. Vielleicht wird der Wirt dann nach einigen MoLyon abgenommen worden seien. Nach einer anderen Melbung einzugreifen. Dazu bedürfe es aber erheblicher Ertrabeiträge, naten auf Ihren Bergleichsvorschlag zurückommen. Paul 2. 1. Ber will 8. eine Handtasche mit dem Inhalt von 80 000 m. bei einer denen sich wohl kein aufgeklärter, einfichtiger Arbeiter entziehen pflichtet ist feiner von beiden zur Zurückgabe. Diese ist aber üblich. 2. Ja. Schlägerei zwischen Deutschen und Franzosen in Chamounig( Schweiz) werde. B. G. 100. Der Vertrag würde bom Gericht für gültig erachtet werden. verloren haben. A. 2. 24. Der Wirt kann die entbehrlichen Gegenstände einbehalten und geht allen Gläubigern, auch wenn diese pfänden, bor. N. 2. Da Sie die Kündigung nicht zurüdgenommen haben, so bleibt sie bestehen. Sie ist gültig. A. J. 100. Handeln Sie so, wie int Bor wärts vont 80. August ausführlich dargelegt ist. 6. 36. Cie Anerkennen bet der Eheschließung bor dent Standes aint die Baterschaft zu Ihrem Kinde. Dann ist es ehelich. G. D. 200. Die Bedürfnisse würden wir bejaben. Leider ist die Praris nicht nur in den fleinen Orten eine sehr fistalische. Zu einer Bes schwerde bei bem Landrat würden wir durchaus raten. E. B. 12. 1. Dagegen ist nichts zu machen. Ersuchen Sie den Wirt unter Hinweis, daß Sie nur unpfändbare Gegenstände besigen, sie endlich vom Vertrage zu entbinden. Zwingen tönnen Sie ihn nicht. Sie können also dann mit den unpfändbaren Sachen zuziehen, und wenn Sie nicht zahlen, bekommt der Wirt nichts. Sie haben ihn ja vorher gewarnt. R. 42. Buziehen brauchen Sie nicht. Der Anspruch auf Zahlung der Miete bleibt aber bestehen. Berfahren Sie so, wie Sie es in Ihrem Briefe angedeutet haben. Lohn ist nur soweit bfändbar, als er jährlich 1500 M. übersteigt. Grenadier 4. Soweit ersichtlich, werden Sie als völlig untauglich betrachtet. Albert 1914. Nein, aber ein Berkehr vor rechtsträftiger Scheidung der che fann als Ghebruch verfolgt werden... 28. Geben Sie dem Beug Berachtung entgegen. 5. 8. Sie fönnen bie Stlage einreichen. 2. G. Falls eine Vereinbarung nicht entgegensteht, besteht 14tägige Nach längerer Diskussion beschloß die Versammlung, die Bestimmungen über die starenzzeit zu ändern, so daß, wer 52 Wochen Mitglied der Unterstützungskaffe ist, der Unterstützung teilhaftig werden kann. Die Auslegung der Neuköllner Wählerliste. Nach einer Bekanntmachung des Magiftrats liegt die Wählerliste für die Stadtverordnetenwahl vom 15. bis 30. September während der Geschäftsstunden von 8-1 Uhr vormittags und von 3-6 Uhr nachmittags, Sonnabends von 8-2 Uhr und Sonntags 10 von 8-10 Uhr vormittags aus. Die Einsicht geschieht im Wahlbureau und den Nebenräumen im Rathause, Eingang Donaustraße 80/81, erste Etage. Der Einspruch gegen die Richtigkeit kann schriftlich oder zu Protokoll erflärt werden. Auch die Ausgelernten, die in diesem Jahre ausgelernt und noch nicht 52 Marten geklebt haben, sollen Unterstügung beziehen. f. Extra beitrag zu entrichten ist. Weiter wurde beschlossen, daß für jeden Arbeitstag Militärlieferungen und Gehaltskürzung. Einer hiesigen großen Tegtilwarenfirma, die Heeresaufträge in großem Umfange erhalten hatte, wurden diese Aufträge nach dem Konfektionär" wieder entzogen, als die Heeresverwaltung in Er Da nun ein großer Teil der Wahlberechtigten eingezogen ist, müssen die in der Organisation tätigen Gentoffen dafür Sorge fahrung brachte, daß die betreffende Firma, trop der dadurch ber tragen, daß die Einsicht für alle Abwesenden durchstärkten Beschäftigung ihrer Arbeitskräfte, dem Personal das Gehalt geführt wird. auf die Hälfte gefürzt hatte. Auskunfterteilung über in Berlin untergebrachte Verwundete. " R. B. 37. Sie Die Eisentonstruktions- und Fahrstuhlarbeiter nahmen in der am Sonntag abgehaltenen Branchenversammlung den Bericht der Agitationstommiffion entgegen. Aus demselben geht hervor, daß In dem Bezirk der Linienkommandantur Berlin, der Groß- fich Ereignisse von bemerkenswerter Bedeutung nicht zugetragen Kündigungsfrist. 29. 17. Der Wirtin steht ein Recht auf Bahlung Berlin und Vororte bis einschließlich Potsdam, Spandau, Köpe- haben. Lohnbewegungen, die vor dem Striege bei einigen Firmen zu. Wenn sie sich nicht einigt, würde sie aber mit einer Silage fehr wenig nid usw. umfaßt, find bisher schon gegen 10 000 erwundete geplant waren, mußten wegen der veränderten Verhältnisse unter- erreichen. Die Räumung tann sie nicht durchführen. in Lazaretten untergebracht. Ueber deren Verbleib gibt eine bleibent. Gegenwärtig ist in den Betrieben für Eisentonstruktion, fönnen nur etwas erreichen, wenn der Frau die Miete von der Gemeinde besondere Auskunftsstelle für die Lazarette Groß die für den Kriegsbedarf arbeiten, sehr gute Konjunktur. Es hat gezahlt wird. Nach dem Gesez hat die eigentlich Anspruch darauf. Die Unterſtügungen, die zurzeit gezahlt werden, bleiben weit hinter dem Berlins Auskunft, die von Liniendelegierten mit Hilfe frei sich auch hier zum Teil dasselbe gezeigt, was in anderen Branchen zurüd, was zur Lebenshaltung erforderlich ist. Bemühen Sie sich darum, williger Kräfte errichtet, bisher in der Linienkommandantur tätig beobachtet werden konnte: Man sucht den erhöhten Anforderungen daß der Frau die Miete gezahlt wird. war, bom Dienstag, den 15. d. M. ab aber in der durch Ueberstunben gerecht zu werden. Es wird zugegeben, daß in Kriegsafabemie, Dorotheenstr. 48, ihren Sitz hat und bestimmten Einzelfällen, wo augenblidlich ein Mangel an qualifi Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis der Auskunftsstelle des Kriegsministeriums räumlich das sierten Spezialarbeitern herrscht, Ueberstunden erforderlich fein Mittwochmittag: etwas wärmer, sumeist überwiegend bewölkt und Bureau befindet sich im Nebenzimmer angegliedert ist. Dort können. Wo aber durch Einstellung von Arbeitskräften oder Ein- vielfach Regenfälle; später von Best nach Dit fortschreitende zeitweilige Buakunft ab und in welchem Lazarett innerhalb führung von Arbeitsschichten die Ueberstunden vermieden werden Aufheiterung. muhart man