Nr. 45. Ericheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Bierteljabrlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Wit.pr.Monat. Einget:. m der Boit Zeitungs- Preisliste = für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Beriammlungs: Anzeigen 20 Bfg Inierate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ift an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Fernspredjer: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. фит а Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 23. Februar 1894. Länder annähernd gleicher gleicher Größe beschränkt. Die deutsche Volksvermehrung. Die durchschnittliche jährliche Zunahme beträgt für Dieser Tage ist ein amtliches Quellenwert von nicht geringer Bedeutung erschienen: Die Volkszählung am 1. Dezember 1890 im Deutschen Reich,*) aus dem wir vor läufig Einiges mittheilen wollen. Deutschen Reiche. in Belgien im Bereinigten Königreich ( Großbritannien u. Irland). 1: 3 in Italien " Desterreich " der Schweiz. " " 21 Frankreich Spanien. Schweden auf 1 qkm 91,5 206,0 121,8 • 96,0 79,6 78,3 72,5 34,8 10,8 82 Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Politische Lebersicht. das Deutsche Reich 1,07 Prozent der mittleren Bevölkerung, für Frankreich, wo das Zweikindersystem Berlin, den 22. Februar. Dank der eigenartigen Entwickelung der französischen Volks- Ist das Deutsche Reich zu arm, um für die in wirthschaft( Parzellenbauern u. s. w.) herrscht, aber nur seinem Dienst Verunglückten und deren Hinterbliebenen Am 1. Dezember 1890 belief sich die ortsanwesende Be: 0,07 pt. Das heißt: während in Deutschland sich die Be- zu sorgen? Ein Wolff'sches Telegramm aus Kiel vom völkerung des Deutschen Reiches, das ist die Gesammtzahl völkerung um jährlich mehr als Eins vom Hundert ver- heutigen Tage meldet: der in der Nacht vom 30. November auf dem 1. Dezember mehrt, steigt sie in Frankreich nur um sieben Hundertstel Die Prinzessin Heinrich erläßt als Vorsitzende des Vaterdes Bählungsjahres innerhalb der Grenzen des Reiches vom Hundert. Im Vereinigten Königreiche beträgt die Zu- ländischen Frauenvereins zu Kiel einen Aufruf für die Hinterständig oder vorübergehend anwesenden Personen aufnahme 0,78 pet. bliebenen der auf S. M. S. ,, Brandenburg" verunglückten Mann49 428 470 Einwohner. Es kommen also durchschnittlich schaften, in welchem es heißt:" Die staatliche und genossenWenn wir nach dem thatsächlichen Wachsthum der schaftliche Unterstützung, die gesetzlich auch nur einem Theile auf 1 qkm 91,5 Einwohner. Es beträgt demnach die Be- Bevölkerung fragen, so zeigt es sich, daß die Bevölkerungsder von dem Unglück betroffenen Familien zu gute völkerungsdichtigkeit im zunahme durchgängig da am stärksten ist, wo die sozialen tommen kann, wird nicht genügen, ihnen die und wirthschaftlichen Zustände am schärfsten das Gepräge Noth dauernd und völlig fern zu halten. Die der modernen großkapitalistischen Wirthschaftsweise tragen. freie Liebesthätigkeit kann und muß hier helfend eintreten, und Die Gebiete östlich der Elbe, die sich zum Theil durch ich bin überzeugt, daß gar viele milde Herzen mit offener einen sehr hohen Geburtenüberschuß auszeichnen, geben einen Hand die Pflicht der Nächstenliebe freudig erfüllen werden. Wir erwarten von der Reichsregierung, daß sie den, großen Bruchtheil ihrer Volkszahl an die Großstädte, an den Westen, an die Brennpunkte von Handel und gewiß sehr wohlgemeinten, für das Deutsche Reich aber Wandel, von Großgewerbe und Verkehr ab. In durchaus nicht schmeichelhaften Schritt der Prinzessin der Volkszählungsperiode 1885/90 belief sich der Geburten- Heinrich rüdgängig mache, und für ausreichende iberschuß in Ostpreußen auf 13,37%/ co, bie Bevölkerung Unterstützung der von jener Katastrophe betroffenen Familien nahm um 0,08% 00 ab. Jn Westpreußen betrug der Ge- forge. Das ist das Deutsche Reich sich selbst schuldig. burtenüberschuß 17,44%/ 00, die Volkszunahme 3,58%/ 00 Der Bundesrath stimmte in seiner heutigen Sigung Deutschland gehört, wie diese Ziffern erweisen, zu den In Posen war der Geburtenüberschuß 17,42%/ 00, die dem mündlichen Bericht der betreffenden Ausschüsse über dichtestbevölkerten Kulturstaaten. Je mehr sich das Reich Bevölkerungszunahme 4,16% 0. Die Verhältnißzahlen für den Entwurf eines Gesetzes für Elsaß- Lothringen betreffend zu einem Jndustriestaat auswächst, um so stärker wird der Pommern sind 14,09%/ o bezw. 2,02%/ 0, für Schlesien die Sparkassen zu. Der mündliche Bericht der Aus17,92%/ 00 bezw. 4,16% 0. Dagegen betrug die Be- schüsse über den Entwurf eines Gesetzes betreffend die AbZuwachs sein. Unterscheidet man die ortsanwesende Bevölkerung in pölkerungszunahme auf Tausend der mittleren Bevölkerung änderung des Zolltarifgesetzes vom 15. Juli 1879 wurde Reichsangehörige und Reichsausländer, so ergiebt sich, daß im Durchschnitt jährlich in Berlin 36,42, in der Provinz von der Tagesordnung abgesetzt. 1890 den 48 995 199 Reichsangehörigen 433 271 Ausländer Brandenburg 16,33, in Sachsen 12,11, in Schleswig- Holstein Der Zur Silberkonferenz. Die unter dem Vorsitz des gegenüber standen. In keinem Jahr, seit 1871, erreichten 11,34, in Westfalen 19,35, im Rheinland 16,16. die Reichsausländer ein volles Prozent der Gesammtbevöl Geburtenüberschuß in diesen Gebieten betrug 10,73 bezw. Staatssekretärs des Reichsschazamts Grafen Dr. v. Posadowsky- Wehner stattfindenden Berathungen des Ausschusses terung. Es betrug der Prozentjaz im ersten Bählungs- 11,39, 14,19, 11,97, 16,02, 14,10. So entwickelt sich Deutschland mehr und mehr zu zur Untersuchung der Silberfrage werden heute Abend jahre, 1871 nur 0,5, 1875: 0,7, 1880: 0,6, 1885: 0,8, einem Reiche, das auf die ausländische Lebensmittel- 5 Uhr im Reichstagsgebäude ihren Anfang nehmen. Zu Aus Dftelbien Kommissarien sind für diese Verhandlungen, wie die Die natürliche Bevölkerungsvermehrung, die durch den zufuhr naturnothwendig angewiesen ist. Ueberschuß der Geborenen über die Gestorbenen verursacht drängt in massenhafter Abwanderung die Völkerwanderung Nordd. Allg. Btg." vernimmt, nachstehende Herren ernannt ift, ist, wie gesagt, beträchtlich. Es betrug der Geburten- der Sachsengänger, deklassirte Kleinbauern, abgerackerte, des worden: für das Reichsschazamt Geh. Ober- Regierungsrath überschuß durchschnittlich jährlich in der Zählungsperiode Junkerparadieses müde Landarbeiter. Mit Recht sagt das Dr. v. Glasenapp, für die Reichsbank Geh. Ober- Finanz1871/75 11,87%/ 00, 1875/80 13,10%/ 00, 1880/85 11,30%/ 00, Quellenwerk:„ Die Abgabe von Volkstheilen in den einen, rath Hartung, für das Statistische Amt Geh. Regierungsdie Aufnahme von solchen in den anderen Gebietstheilen, rath Herzog, für das preußische Handelsministerium Geh. Es zeigt sich, daß Deutschland zu denjenigen europäischen die sich hierin ausspricht, ist natürlich in den wirthschaft- Ober- Regierungsrath Dr. Ullmann, Geh. Ober- Bergrathund Staaten gehört, deren Bevölkerung relativ am meisten begründet; insbesondere ist das Vorhandensein von großen Staaten gehört, deren Bevölkerung relativ am meisten lichen und sozialen Verhältnissen der verschiedenen Bezirke Direktor der Bergakademie Dr. Hauchecorne und Regierungswächst, zumal dann, wenn man den Vergleich auf Städten in dieser Beziehung von Bedeutung." wenn man den Vergleich auf 1890: 0,9. der Union 1885/90 12,06 000. *) Tabellen mit Erläuterungen und graphischen Darstellungen. Herausgegeben vom taiserlichen statistischen Amt. Statistit des Deutschen Reiches. Neue Folge. Band 68. Berlin, 1894. Wer Lag von Buttkammer u. Mühlbrecht. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. [ Alle Rechte vorbehalten [ 50 Mit der Macht der ökonomischen Entwickelung läßt sich nicht spaßen. Die Gegner der Handelsvertragspolitik mögen sich das gesagt sein lassen. Sie überschritt vor ihm die Schwelle. rath Lusensky. für das landwirthschaftliche Miniſterium Geh. Reg.- Rath Dr. Wenzel, für das Finanzministerium Reg.Rath v. Günther, für das Königreich Bayern Ministerialrath Dr. Frhr. v. Stengel, für das Königreich Sachsen Geh. Hofund Bergrath Prof. Dr. Zirkel und für das Königreich Württemberg Bergrath und Münzwardein Dr. Klöpfel. Sitte der Ruffen, die keine Kaffeehäuser besuchen, bei ihren Freunden zusammen zu kommen. Auch Tania pflege ihre Landsleute bei sich zu empfangen. Sie nannte ihm die ersal Tage und versicherte, er würde willkommen sein. Er bemerkte sofort, daß der rothe Postmeister sich in das anstoßende Expeditionslokal begeben hatte, und das bereitete ihm ein unfagbares Vergnügen. Sie hatte auf dem alten Ledersopha Platz genommen. Er blieb vor ihr stehen, mit dem Rücken gegen den Schreibtisch gelehnt und sah zu ihr nieder. Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Wirklich? Es ist eigentlich sonderbar, daß wir uns so lange nicht gesehen haben." Er näherte sich rasch der sie ihm. Thür. Heiter und flüchtig hatten sie dies Alles berührt, als sie eine Frage that, die einen noch helleren Glanz in seine Augen brachte, die Frage nach seiner Mutter. Er hätte sie nur immer so ansehen mögen, so gefiel „ Schnell erzählen Sie mir, wie es ihr geht, es ist so Seit ihrer Verheirathung hatte er sie immer in dem lange, daß ich nichts von Tante Luise gehört habe." Konrad nahm einen Stuhl und setzte sich ihr gegen So lange er räumlich von ihr getrennt war, schien es ihm fremdartigen Buz einer Modedame geschaut, jetzt er über. Es geschah leicht und ungezwungen und in eben ihm, als könne es gar nicht anders sein, aber jetzt war er schien sie in Kleidung und Haltung schlicht und einfach, solcher Weise fing er von der Mutter zu erzählen an. Seine von Ungeduld und einer schier unbezähmbaren Neugier ihm lieb und vertraut, und doch in allem so neu, so ganz Ausweisung hatte ihr großen Kummer bereitet, aber ihre anders, als er sie sich vorgestellt hatte. crfaßt. Herr Ebner", begann Helene mit unsicherer Stimme. " Frau gnädige Frau", stotterte er. " " Ich kann sie mir jetzt nicht vorstellen, nicht vorstellen!" Ihr schmales Gesicht hatte einen ernsten, gedanken- Standhaftigkeit hatte ihnen beiden über diese schlimmen sagte er und rannte zur Thür hinaus. vollen Zug, der für ihn etwas so Reizendes besaß, das er Tage hinweggeholfen. Sie war in Berlin zurückgeblieben, Es fehlte nicht viel, so wäre er vor derselben mit bisher nicht einmal geahnt hatte, ihre Augen sahen groß, es ging nicht anders und er hatte sie seit seiner AusHelene hart zusammen gestoßen, die eben die wenigen ruhig und offen zu ihm empor; es schien ihm, als ob sie weisung nicht wieder gesehen. Meine Mutter ist jetzt meine Parteigenossin geworden," Stufen herabsprang. Die Beiden prallten zurück, sahen ihn musterten, und da fiel ihm plöglich ein, daß er den sich an und blieben vor einander stehen, betroffen, stumm Staub seiner Eisenbahnfahrt noch auf sich habe. Dergleichen rief er fröhlich, fie agitirt mit viel Geschick unter den und verwirrt. hätte ihn sonst nicht befümmert, jetzt juckte ihn der Staub Frauen, fie spricht herzhaft von der Leber weg und läßt gleichsam in allen Poren, und er war überzeugt, daß er sich nicht leicht verblüffen, oh, sie ist noch immer die Alte, einen sehr schlechten Eindruck auf sie hervorbringen mußte. Das heißt bei ihr, die Junge;" und er gab ein Pröbchen Sie hatte den runden Hut vom Ropfe genommen, der ihr ihrer agitatorischen Thätigkeit und ihres ungetrübten Hus läftig war; er langte dienſtfertig danach und nahm ihn ihr mors zum Besten. Helene lächelte und nickte zustimmend. aus der Hand, verwickelte aber richtig die Bänder an seinen Knöpfen, und erst nachdem sie ihn frei gemacht, konnte er So war sie eigentlich immer gewesen, frisch und re-damit einen Stoß Flugblätter frönen, die auf dem Schreibfolut, so fannte ich sie." Und nun war die Erinnerung wach gerufen an jene tische gehäuft lagen. ferne Zeit, wo sie Thür an Thür gewohnt und täglich mit einander verkehrt hatten. " Ich heiße nun wieder Helene Röder", sagte sie ein. fach und streckte ihm herzlich die Hand entgegen. Ihre Verlegenheit war geschwunden. Er faßte sie mit Wärme und hielt sie fest. " Ich war eben im Begriffe Sie aufzusuchen, Frau Helene. " Ich hoffe, Sie werden zu mir kommen, ich wohne mit Sofia Todutoff zusammen: Universitätsstraße, weit draußen, das Hänschen nennt man den Palmhof". Sie nickte ihm zu, als gedente sie sich damit zu verabschieden. Er aber machte eine unwillkürliche Bewegung, als wollte er das flüchtige Glück festhalten, das sich ihm endlich genaht. Echon hatte er die Thür des Zimmerchens aufgestoßen und bat sie, hier einzutreten. Das geschah alles rasch und fahrig, wie sich ein Neuling zu benehmen pflegt und nicht ein so gereifter, welterfahrener Mann, der er doch wirklich war. Sie erzählte ihm von ihren Freundinnen, von Tania und Sofia. Er fragte, ob Lazar hier sei und ob Sofia noch seinen Namen trage. Nein, hier in Zürich lag kein Grund vor, diese Komödie weiter zu spielen, Sofia Alexandrowna hatte ihren Bater namen wieder angenommen. Helene sprach dann von der Worte flogen hin und her, Blitzen gleich, die ihnen ein Vergangenes enthüllten, das plöglich zum Gegenwärtigsten geworden war, und ein trautes Heimathsgefühl war ihnen erstanden, etwas unendlich Süßes, das sie nun lange vers mißt hatten. Konrad hatte eine Photographie seiner Brieftasche entnommen und hielt sie ihr hin. Auf was es bei der Forderung der Einführung der) Doppelwährung den Agrariern ankommt, ist zwar von uns schon oft gesagt worden, muß aber anläßlich des Zusammentrittes der Konferenz wieder kurz zusammengefaßt werden. Die Einführung des Bimetallismus hätte zur Folge, daß jeder Private nicht nur, wie schon jetzt, Gold, sondern auch Eilber in beliebigen Mengen von den amtlichen Münze Prägeanstalten in Geld verwandeln lassen könnte, die Hypotheken- und anderen Schulden, die in Gold auf genommen wurden, könnten dann in dem billigeren Metall, in Silber zurückgezahlt werden, ebenso würden die Löhne in Silber ausgezahlt werden, so daß die Ausgaben der Großgrundbesitzer auf Kosten der Gläubiger und Arbeiter bedeutend sinken würden, so daß ein netter reiner Profit für die Agrarier zurückbleibt. Außerdem würden die Preise sämmtlicher Waaren, die auch nur zum Theil aus dem Auslande bezogen werden, so vor allem Konsumartikel der Massen, wie Brotgetreide, Petroleum, Kaffee, beträchtlich steigen. An der Entwickelung der chilenischen Finanzen kann man sehen, daß die Rechnung der deutschen Agrarier nicht unrichtig ist. Aus einem Berichte der Köln. 3tg." über die Finanzen dieser südamerikanischen Republik heben wir die folgende Stelle heraus: Unserer Ansicht nach ist auch die Behauptung, daß durch| Unser Genosse Schönlank gehört weder zu den„ Leitern diese Konzession die deutsche Landwirthschaft nicht beeinträchtigt noch zu den Redaktionsmitgliedern des Vorwärts", nach wird, ganz entschieden für jeden richtig entenden flar. Sodem Reichstags- Handbuch ist er auch nicht Jude, sein Stammbald das Deutsche Reich die ermäßigten baum hat uns nicht vorgelegen, wir beurtheilen auch die 3ölle für landwirthschaftliche Produkte auch an die Bereinigten Staaten von Amerika zu an die Vereinigten Staaten von Amerika zu Leute nicht nach der Ahnenzahl, sondern lediglich nach gestanden hat, so ist es für die Wirkung des Charakter, Wissen und Fähigkeit. Unser Berichterstatter Bollschutes ganz einerlei, ob russisches Ge- am Bund der Landwirthe ist der Typus eines Urgermanen, treide höhere 3ölle oder dieselben wie er stammt aus einer Bauernfamilie; der Abgeordnete Amerika zahlt. Wenn einmal ein Gefäß mit Flüssigkeit Pastor Schall, dessen nächster Nachbar er war, kann es überfüllt ist, so ist es gleich, ob in das Gefäß resp. auf den der Kreuz- Zeitung" bezeugen. Die„ Kreuz- Zeitung" müßte vollen Inhalt desselben noch mehr gegossen wird, voller fann demnach zugestehen, daß wir und nicht sie in der Beurtheies nicht werden. Der Import aus Amerika kann lung des Kongresses Recht haben, da ihre Gründe gegen ganz allein Deutschland sättigen, ob auch noch das russische Getreide dazu kommt, die unseren angefochtenen Bericht in sich selbst zusammenfallen.macht die Wirkung schon nicht stärker und Vom Rückgange der Sozialdemokratie ist es jetzt größer. mäuschenstill. Selbst die„ Germania", die uns schon so oft und so gründlich vernichtet hat, schreibt: ,, bei einer Reichstags- Auflösung wird man aber auch in den agrarischen" altpreußischen Wahlkreisen erstaunliche Dinge erleben, und wer allein sich darüber in letter Instanz wird freuen fönnen, das ist die Sozialdemokratie!" Es scheint doch mit den Erfolgen unserer Agitation auf dem Lande ganz anders zu stehen, als die Germania" ihren Lesern vorzuspiegeln sucht. Wir stellen uns hier ausdrücklich auf den- unserer Anficht nach unbegründeten Standpunkt, als ob Getreidezölle oder landwirthschaftliche Zölle ein Vortheil für die Landwirthschaft wären, und wollten nur darauf hinweisen, daß selbst dieser einseitige Standpunkt gegen die Konzession der Gleichbehandlung der russischen landwirthschaftlichen Produkte feine stichhaltige Einwendung machen kann." Endlich kommt es heraus! Graf Stollberg belehrt jetzt die Herren Agrarier, unter denen er für den Es kann niemandem entgehen, daß die Banken in Chile russischen Handelsvertrag Propaganda machen will, daß der erst unter der Herrschaft des Papiergeldes zu großer Blüthe Getreidepreis in Deutschland durch den Zoll um die Höhe gekommen sind, und daß die Bankiers und Aktionäre, d. h. des Bolls über den Weltmarktpreis emporgetrieben ist. Das größtentheils chilenische Grundbefizer( Hacendados) haben die Herren Junker bisher hartnäckig geleugnet, und mit dem Papiergeld im allgemeinen nicht schlecht fahren. 15 Jahre lang haben sie das berüchtigte Wort Bismarck Die Tagelöhne sind nur wenig gestiegen, lange nicht in dem Verhältniß zu dem Sinkenscher Unwissenheit nachgeschrien:„ Das Ausland zahlt ben o ber währung von 48 auf 24 und von 24 auf 12; = = demnach verkauft der Hacendado jetzt sein Ter Bund der Landwirthe hatte natürlich einen Getreide im Auslande viel besser. Behn Pfund Nothstands Rommers, too's hoch herging. Bei Sterling in Europa, für Getreide eingenommen, waren vor einem so rentablen Nothstand, der an Liebesgaben und Einführung des Papiergeldes etwa 50 Pesos, wovou, sagen Brotverthenerungszöllen etliche hundert Milliönchen das wir 10 Pesos Untoften an chilenischen Löhnen abgingen. Jett Jahr einbringt, läßt sich schon fommerfiren. Die Herren find 10 str. beinahe 200 Bejos Papier, und die hiesigen Unfoften etwa 20 bis 30 Pesos Papier. Die Rechnung ist bewiesen auch so viel Dankbarkeit und Selbstperfiflage, daß tlar. Wenn man nun weiß, daß diefelben Hacendados einen fie in ihre großen Kriegsfestspiele" einen„ Liebes gabengroßen Theil der Senatoren und Deputirten ausmachen, so Empfang" aufnahmen. Und natürlich fehlten neben ist es offenbar, daß zur Ausführung der geplanten Um- Austern und Sekt auf dem feuchten Nothstands- Kommers wandlung auf feiten der Geldaristokratie ein wenig Idealis nicht die üblichen feuchten Festlieder, aus denen folgende mus und Selbstentsagung im Interesse des Baterlandes Verse als besonders erbaulich herausgegriffen seien: noth thut. " Freunde, lustig, fröhlich nun, Ueber den deutsch- russischen Handelsvertrag urtheilt in sehr bemerkenswerther Weise der frühere ungarische Staatssekretär Alexander von Matlekovits, eine der ersten handelspolitischen Autoritäten im Wiener ,, Handels- Museum". Aus seinem umfangreichen Artikel heben wir die folgenden Absätze hervor: Und seid heiter! Laßt die Politik jest ruhu, Trinket wacker weiter!" " Ich habe in Berlin jekt nichts zu thun," soll Bismarck zur Zeit des Besuches in Friedrichsruhe gesagt haben. Das ist einmal ein wahres, ein treffendes Wort und bestätigt unsere Auffassung von der Bedeutung der letzten Besuchsreisen vollkommen. Bismarck ist nicht mehr ein Faktor, mit dem die Politiker zu rechnen haben. Bettelsuppen. Der Reichs- Anzeiger" schreibt: Bei den preußischen Staats- Eisenbahnen werden bekanntlich auf ministerielle Anordi.ang den langjährig beschäftigten Arbeitern bei Bollendung einer fünfundzwanzig, fünfunddreißigund fünfzigjährigen zufriedenstellenden Beschäftigung im Eisenbahndienste besondere Anerkennungen in der Form einmaliger Geldbelohnungen zum Betrage von 30 M., 60 M. und 100 M. zu theil. Im Jahre 1893 sind in dieser Weise 1312 Arbeiter bei Vollendung des 25., 323 Arbeiter bei Vollendung des 35. und 5 Arbeiter bei Vollendung des 50. Beschäftigungsjahres ausgezeichnet und hierfür im ganzen annähernd 60 000 m. aufgewendet worden. Außerdem sind mehrere der ältesten Arbeiter der Staatsbahnen durch Allerhöchste Verleihung des Allgemeinen Ehrenzeichens ausgezeichnet worden. Demnach ist noch nicht 1 pCt. der Arbeiter mit diesem Bettelgeld, das einer jährlichen Gehaltserhöhung von 1,17-2 m. pro Jahr entspricht, gnädiglichst bedacht trunken!" fuhren sie also fort: Und nachdem die Nothleidenden wieder weiter geworden. Das ist töniglich preußische Sozialreform! trunken!" fuhren sie also fort: Bereat den Sozialisten Jum heidi, jum heida, Freihändler und Kommunisten Jum heidi, jum heida. Die Gegenkonzessionen Deutschlands liegen natürlich in der Meistbegünstigung, und darin, daß von nun an Rußland alle jene Vortheile der ermäßigten Zölle genießen wird, welche in den Dezember- Berträgen namentlich auch an Desterreich- Un- Richter, Bebel, Grillenberger garn zugestanden waren. Also die landwirthschaftlichen Pro- Treiben's täglich ärger, dufte Rußlands erhalten die ermäßigten Zölle und werden nicht wie bisher differentiell ungünstiger behandelt. Jum heidi, jum heida! Laffet Freunde, uns versprechen, Jum heidi, jum heida, 110 Gänzlich deren Macht zu brechen, Jun heidi, jum heida.--" an Ueber die Selbstmorde in der preußischen Armee ver öffentlicht das Beiheft zum Militärwochenblatt" endlich eine auf amtlichen Quellen beruhende Zusammenstellung. Dieselbe betont zunächst, daß in allen Staaten fast ausnahmslos eine Zunahme de Selbstmorde überhaupt stattgefunden hat, und zwar in Deutschland am meisten, da hier 2,71 von 10 000 Lebenden jährlich sterben. Fast gleich hoch ist das Verhältniß in Dänemark 2,58; es schließen sich an die Schweiz; Frankreich, Desterreich, Finland, England, Schweden, Norwegen, Niederlande, Italien und Spanien, letzteres mit 0,35, so daß also die SelbstmordMan braucht sich gar nicht auf den Boden freihändlerischer Neigung sich unter den Völkern germanischer Abstammung in Richtung zu stellen, um über diese Gegentonzession und deren höherem Maße geltend macht. In Deutschland ist die Selbstwirthschaftliche Bedeutung ein Urtheil abzugeben. Die Gleichstellung der russischen Einfuhr mit jener aus Desterreich- Ungarn haben die Nothstands Junker ihrer Sache entschieden gebeutsche und österreichische Heer die mei ft en Und so weiter. Durch diese nicht politischen Werse mordbewegung wieder am größten in den fächsischen Gebieten. Entsprechend diesem allgemeinen Verhältniß zeigt auch das und Amerika ist nach logischem Denten eine große Kon= Sie haben aufs Glänzendste die Spötter Selbstmordverlust e. Im Durchschnitt der Jahre 1876 bis zession an Rußland, welche aber der inneren Produktion des Deutschen Reiches widerlegt, die den" Nothstand" bisher zynisch in Abrede 1890 beziv. 1891 und 1892 tamen jährlich von 10 000 Mann der wenn man selbst die schützende Wirkung der Landwirth- stellten. Wer kann jetzt noch bezweifeln, daß für die armen Jitstärke durch Selbstmord um bei der österreichischen Armee 12,53, schaft durch Zölle zugiebt und sie für wünschenswerth er- Herren Agrarier, wenn auch kein materieller, doch wenigstens der deutschen 6,33, der italienischen 4,07, der französischen 3,33, achtet nicht im Geringsten schadet. Die deutsche ein schwerer geistiger Nothstand besteht? Der belgischen 2,44 und der englischen 2,09. Für 1891 und 1892 Konzession im günstigsten Momente verwerthet; hat bemlung der Generalversammlung des Bundes der Landwirthe Rorps feine Bahlen beschafft; infolge dessen sind die Zahlen der Regierung hat daher eine handelspolitisch ganz wertvolle Die ,, Krenz- Zeitung" ist böse über unsere Beurthei- liegen bezüglich der bayerischen Armee noch keine Mittheilungen vor, für 1893 haben auch das sächsische und württembergische anderen Vertragstheil große Vortheile währt, ohne den geringsten Nachtheil seiner ihr Unwille äußert sich in folgenden Zeilen: letzten drei Jahre für Deutschland noch nicht vollständig. Beeigenen Voltswirthschaft zuzufügen. Sehr bezeichnend ist übrigens auch die Erbitterung, mit züglich der früheren Jahre ergiebt sich eine Abnahme der Selbstder das Hauptorgan der Sozialdemokratie, welches unseres morde, die im Jahrfünft von 1876 bis 1880 6,4, im folgenden Wissens den jüdischen Abgeordneten Schönlant zu seinen Jahrfünft ebenfalls 6,4, in den Jahren 1886 bis 1890 nur Leitern zählt, die Versammlung des Bundes der Landwirthe" 5,6 von 10 000 der Jftitärte betrugen. In Preußen sind 1890 bespricht. Auch hier ist es die antisemitische Schwenkung, die 211, 1891 204, 1892 205 und 1893 nur 184 Angehörige der den Stein des Anstoßes" bildet. Daß Rußland hierdurch einen großen Vortheil erreicht, daß es für Rußland wünschenswerther ist, seine Getreide- und Holzquantitäten im Nachbarlande unter den gleichen Konkurrenzverhältnissen der Zölle abzusehen, und daß es von nun an Echt mehr gezwungen ist, infolge der differentiellen Zölle seine Produkte in anderen Ländern zu verwerthen, daß Rußland hierin faktisch eine große Konzession erlangte, bedarf wohl keiner eingehenden Begründung. Sehen Sie, das ist meine Alte in jüngster Aufnahme." Sie steckten die Röpfe zusammen und besahen gemeinsam das Bild, das Frau Ebner in ruhiger, behaglicher Fülle darstellte, mit lachenden Augen und schelmischen Grübchen, mit denen sie gegenwärtig fast allzu reichlich gefegnet war. Konrad scherzte darüber und sie lachten Veide, gut und herzlich, wie man über Diejenigen lacht, die man liebt. Helene fah plöglich erstaunt zu ihm auf. " Ich finde Sie heiterer als je; liegt es daran, weil ich selbst ernster geworden bin?" " Das ist wohl möglich, aber Sie sollten es nicht sein," sagte er herzlich. In der Freude liegt Kraft und jeder Muth muß ein froher Muth sein, das hab ich von meiner Frau Mutter gelernt." " Es scheint mir nicht leicht, ihn zu bewahren, in einer Zeit, wie die unsere ift." " Und doch müssen wir ihn bewahren," sagte er und das markante Gepräge feines Gefichts erhielt einen noch festeren Zug; dann aber lächelte er ganz eigenthümlich und heftete dabei einen strafenden Blick auf sie: Wir sind ja feine melancholischen Russen, die Hamlet- Naturen sind bei uns selten, und auch die Verhältnisse liegen anders. Wir Arbeiter gehören einer aufstrebenden Klasse an, das, was die Anderen Weltschmerz nennen, liegt uns fern, und muß es bleiben. Dem weichlichen Bessimismus wollen wir den höheren Klassen überlassen, er ist das Symptom ihrer Berfehung. Wir wollen lachen, und müßten wir uns selbst die Späßchen dafür erfinden. Glücklicherweise sorgen schon unsere Gegner dafür, daß uns der Stoff nicht ausgeht, und es liegt wirklich eine wundersame Jronie darin, daß das Gift, das sie gegen uns ausspeien, neues Leben in unsere Adern gießt." Er hatte sich erhoben, sein Gesicht, seine Haltung zeigte etwas flottes, das ungebrochen geblieben war, im Kampf mit den Gewalten. Sie sah auf diese geistig belebte Gestalt und schwieg. Sie wußte selbst nicht, was in ihr vorging, aber es war etwas Neues, nugt. " Die Kreuz- Zeitung" scheint nichts Sachliches gegen unser Urtheil vorbringen zu können, wenn sie mit diesem persönlichen und noch dazu fehlgegangenen Hieb pariren will. Hört, hört!" rief er, eine neue Ronfistation, etwas noch nie Dagewesenes!" Nun?" fragten Beide gespannt. 8777 Die Vertilgung des Ungeziefers" ist auf grund des Sozialistengefeges verboten worden." " Aber dann wird es in Deutschland gar zu sehr über hand nehmen," lachte Konrad. " Was heißt denn das?" fragte Helene. Nicht viel," versicherte er, das ist eines jener harm losen Späßchen, die wir zur Belustigung der Unsrigen fabriziren; wir können nicht dafür, daß die Regierung dafür Reklame macht." Armee durch Selbstmord umgekommen, d. s. 5,47, 5,33, 5,28 und 4,57 von 10 000 der Jistärke. Die Erhebungen über die Urfachen der Selbstmorde in der preußischen Armee find nicht vollständig, da sich bei 32 pGEt. aller Berstorbenen( der Jahre 1876 Aber die kleinen rothen Blumen richteten ihre Röpfchen nicht wieder auf, sie waren welt und versengt und unter dem warmen Wind, der sie leise bewegte, strömten sie ihren matten Duft aus. Die Fenster von Tania's Stube standen weit geöffnet. Tania selbst lag nahe dabei auf einem kleinen schmalen Sopha, den Kopf durch ein weißes Rissen gestützt, das sie ihrem Bette entnommen hatte. Sie hatte die Füße weit herauf gezogen und es fröstelte sie, trotz der Hize. Ihre Gesichtszüge hatten sich wenig verändert, aber ihr Körper war noch zarter geworden und in ihrer Konrad Hatte Helenen's Hut in die Höhe genommen schlaffen Haltung sprach sich ein völliger Verbrauch von und ein Exemplar der zu einem Stoße gehäuften Flugschrift Kraft aus.. darunter hervorgezogen, die den seltsamen Titel führte " Die Vertilgung des Ungeziefers." " Darf ich Ihnen dies lustige Rezept überreichen?" fragte er und hielt es ihr entgegen. Es ist bereits in 50 000 Exemplaren verbreitet," ficherte der Dutel, jetzt mögen fie immerhin diese Bertilgung" vertilgen, die Brut ist ausgefrochen." : Helene hatte sich bald darauf entfernt. der Onkel sah auf die Uhr und ging in seine Wohnung hinab, um Hut und Ueberzieher zu holen. Konrad aber stand am Fenster und sah Helene nach, bis sie zwischen den Gärten verschwand. Er dachte nichts, er überlegte nichts, Alles in ihm war Freude. VI. Ein heißer Nachmittag! Die glühenden Sonnenstrahlen schienen von der breiten Universitätsstraße, in der die Baulichkeiten noch vereinzelt standen und mit Wiesen und Weingärten wechselten, gar nicht Abschied nehmen zu wollen. In einem der legten Häuschen, das sonderbarerweise der Palmhof" genannt wurde, finden wir Helene mit ihren Freundinnen. Die arme Tania war krank. Das tragische Geschick ihres Vaterlandes und ihr eigener Kummer unterminirten diese zarte Organisation und erhielten sie in einem beständigen Fieber. Sie hatte in einem Zeitungsblatt gelesen und warf es nun schaudernd zu Boden. Es enthielt die aus allen Theilen Rußlands eintreffenden Nachrichten über die immer trostloser werdende, schier unerträgliche Lage der bäuerlichen Bevölkerung. Aus den Städten aber tamen turze trockene Meldungen von neuen Aufständen und Studentenrevolten, von der Entdeckung geheimer Druckereien und Verschwörungen und den darauf folgenden Willkürakten der Regierung. Die Deportation nach Sibirien und all' die Qualen, die sie begleiteten, hatten die Revolutionäre nicht einzuschüchtern vermocht, nun ging der Zarismus in einem Anfall rasender Furcht noch weiter und ihnen direkt an's Leben, Eben hatte Tania den Bericht über die Strangulirung des neunzehnjährigen Rohorsti gelesen, den man gehängt, weil er einem Zweiten die Proklamation des Exekutivkomitees eingehändigt hatte. 1 sie wirkte und von dem sie fi Hoffnungsfreudiges, das auf schwer fiel, ein großes Zimmer der Bel- Etage bewohnte, sich hin und her in fiebernder Unruhe. Sie fuhr zusammen, als von der Thür her ein bos haftes Richern ertönte und wandte sich um. Der rothe Postmeister war in das Zimmer getreten, einige Zeitungsblätter in den Händen. Sie warf die Hand über die Augen und ein Seufzer, Helene und Sofia hatten gemeinschaftlich ein nettes einem Schluchzen gleich, erschütterte die franke Brust. Wann endlich wann wann!" rief sie und warf Mansardenstübchen inne, während Tania, der das Steigen das gleichzeitig als Empfangssalon diente. " Die Blüthe unserer Jugend, die Besten, die Edelsten Es war fünf Uhr, und endlich kam auch der Balm fallen diesem Moloch zum Opfer hos", in dessen Vorgärtchen nur einige Nelten und anders und kommen wir überhaupt in dieser Weise Levkojen ein fümmerliches Dasein fristeten, in den zum Ziel?!" Schatten. ( Fortsetzung folgt.) wann wird es bis 1890) nicht mit Sicherheit eine Veranlassung zu der That hat ermitteln lassen. Im übrigen spielt die Furcht vor Strafe mit 31 pt. die größere Rolle, alsdann kommen Aerger und Streit mit 12 pCt. Uebrigens sind dergleichen Zahlen stets frag= würdig, da der Selbstmord vielfach das Endergebniß einer ganzen Reihe verschiedener Vorgänge ist. Bei den einzelnen Armeekorps ist die Selbstmordneigung sehr verschieden. Am meisten ist sie ausgeprägt beim IV.( sächsischen) Korps, das dem Zentrum der Selbstmorde, dem Königreich Sachsen, am nächsten liegt. Hier beträgt die Jahres Selbstmordziffer 9,13 von 10 000 Soldaten, dann folgt das V.( posensche bezw. niederschlesische) Korps mit 8,87 und das Ill.( brandenb.) mit 8,58; das Gardekorps ist mit nur 4,58 betheiligt; am geringsten sind die Ziffern beim Vlll. ( rheinischen) mit 3,84 und XIV.( badischen) mit 2,27. Die Selbstmordzahl ist bei den Unteroffizieren doppelt so groß als bei den Gemeinen; denn es starben an ersteren jährlich 11,4, an letteren 5,6 von 10 000 durch eigene Hand. 1898 war die Selbstmordsiffer übrigens geringer geworden. Wie Dynamitattentate gemacht werden. Von sehr zuverlässiger Seite wird uns mitgetheilt: Vor vier Monaten kam zu dem polnischen Genossen Solit in Siemianowit( Oberschlesien) ein Mann, welcher angeblich im Namen des deutschen sozialdemokratischen Parteivorstandes in Berlin" dem Genossen S. mittheilte, daßer eine Kiste Dynamit erhalten werde, und ihn ersuchte, mit Namensunterschrift zu bescheinigen, daß er Genoffe S. bereit sei, diese Kiste Dynamit in Verwahrung zu nehmen. Diesen gefärbten Fuchs erkannte Genosse S. sofort und roies ihm gebührend die Thür. Doch siehe: Montag, den 5. d. M., 2 Uhr Nachmittags, erscheinen beim Genossen S. sechs Gendarmen, 2 traten in die Wohnung, einer blieb im Hausflur und die übrigen 3 patrouillirten auf der Straße vor dem Hause. Man verlangte von Genossen S. die Herausgabe von Dynamit, widrigenfalls mit einer Haussuchung gedroht wurde. Genosse S. gab anstatt des Dynamits den Vertretern der heutigen Ordnung eine gebührende Antwort, worauf eine gründliche, über zwei Stunden dauernde Haussuchung stattfand, bei welcher selbstrebend nichts zu Tage gefördert wurde. Diese Prozedur des Spigelthums erwies sich hier wie überall als sehr dumm, denn die Sozialdemokraten, mögen sie Deutsche, Polen oder Franzosen sein, befassen sich nicht mit Dynamit und Bombenwerfen. Die 21 Wolfsversammlungen, welche die sozialdemokratische Partei gestern aus Anlaß des heutigen Zusammentretens des Reichsrathes zu gunsten der Wahlreform in sämmtlichen Bezirken und in der Umgebung Wiens veranstaltete, beschlossen eine gleichlautende Resolution, in welcher das allgemeine Wahlrecht verlangt wird. Sämmt liche Versammlungen, mit Ausnahme einer, welche aufgelöst wurde, verliefen ruhig. Einen ausführlichen Bericht über die Versammlungen bringen wir in einer der nächsten Nummern. Jm Omladinaprozeß wurden nicht 2, sondern 8 Angeklagte freigesprochen. Wie verlautet, wird Raschin im Namen sämmtlicher Verurtheilten die Nichtigkeitsbeschwerde einbringen. Vier tiefen Gindrud. Das vorige Etatjahr schließt mit einer[ wie die gemeinsame Kooperation der im Arbeiterbund verErhöhung der Staatsschuldum 48, das laufende tretenen verschiedenen Richtungen für die Gesetzgebung des mit 77, das nächste mit 177 Millionen& ire Fehl Landes erkläre ausreichend dieses Zusammengehen. Anders betrag, der in jedem folgenden Jahre um lägen aber die Verhältnisse für die deutsche Sozialdemoweitere zwölf Millionen steigen würde. Schon am 30. Juni 1893 betrugen die aufgelaufenen Fehlbeträge tratie. In Deutschland gebe es keinen gemeinsamen Boden 493 Millionen Lire, während von 1889 bis 1893 über für ein Zusammengehen mit ausgesprochenen Gegnern. eine Milliarde an Schuldtiteln veräußert wurde. Was in Deutschland auf dem Gebiete des Arbeiterschutzes Die Regierung will nicht tiefer dem Auslande gegenüber in erreicht worden sei, sei erst nach schwerem und hartnäckigem Schulden gerathen, sie will der bisherigen Finanzwirthschaft, Kampfe von den Gegnern ertroht worden, und anderes was die unter Mithilfe einer schmaroßenden, aussaugenden Bureau- Länder wie z. B. die Schweiz auf dem Gebiete der tratie feit fünfzehn Jahren das Land dem finanziellen und Arbeiterschutz- Gesetzgebung bereits besigen, sei von unseren wirthschaftlichen Ruin zuführt, ein Ende machen. Das Re- Gegnern in Deutschland bisher verweigert worden. Es sei gierungsprogramm umfaßt fürs erste 27 Millionen daher völlig zwecklos, mit Gegnern eine Verständigung auf Ersparnisse und eine Vermehrung Steuern und 52 Millionen, der einem Gebiete zu versuchen, auf dem, das lehrten die Grund- Vermögens, Erbschafts, Stempel, Salz parlamentarischen Rämpfe der sozialdemokratischen Ver und Spiritus- Steuern. 21 Millionen werden durch treter im Reichstag und in den Landtagen, eine Verständigung Umwandlung rückzahlbarer Schuldtitel, 12 Millionen durch unmöglich sei. Eine Beschickung eines Kongresses, Nickelmünzen Prägung, 42 Millionen endlich durch Erhöhung auf dem auch die auch die Gegner vertreten seien, der Einkommensteuer von 1312 auf 20 pet. erzielt werden, also sofort zur Wiederaufnahme dieser parlamentarischen unter Einrechnung von 21 Millionen Vorschuß von Einlagen Kämpfe führen, ohne jede Aussicht auf Verständigung. und Darlehnskaffen. Dadurch sind somit obige 177 Millionen Die Beschickung eines Kongresses habe also keinen Zweck, gedeckt. Die fünftigen Mehrbedürfnisse werden durch die ErM um zwar der würde trägnisse der Verwaltungsreform gedeckt. Die außerordentlichen und zwar auch dann nicht, wenn man sicher sei, die Gegner Ausgaben, ausschließlich auf militärischem Gebiete, bleiben auf majorisiren zu können. 53, die Eisenbahnbauten auf 30 Millionen festgelegt. Die Hierzu komme noch folgendes: Was die Sozialdemo fünfprozentigen Konsols werden in steuerfreie vierprozentige, fratie auf dem Gebiete der Arbeiterschutz- Gesetzgebung bebie fünfprozentige Staatsrente in 4/ 2prozentige inländische anspruche, sei durch die Beschlüsse der internationalen Ar Konsols umgewandelt. Diese Konversion foll von der beiterkongresse zu Paris 1889, Brüssel 1891 und Zürich Kasse für Depots und Konfignationen ohne irgend welche 1893 festgesetzt worden und stehe im Programm der Partei. Emission durchgeführt werden. Mit dem heutigen Tage wird Ließe sich nun die deutsche Sozialdemokratie auf einem der 3wangskurs der Staatskassenscheine eingeführt. Um den gegenwärtigen Zustand der Papiergeld- anderen Kongreß mit Gegnern auf einen Kompromiß ein, Birkulation zu einem gesetzlichen zu machen, ist durch ein tönig- so setze sie sich in Widerspruch mit ihren Kongreßbeschlüssen liches Defret verordnet worden, daß die Staatsnoten nicht und mit ihrem Programm. fonvertirt werden sollen, ohne indessen die Anzahl der in Um- Schließlich wurde noch als mehr nebensächlicher Grund lauf befindlichen Billets zu erhöhen. Zwanzig Millionen Lire angeführt, daß es auch des Guten zu viel sei, dieses Jahr werden in 20- Bentimesstücken in Nicel ausgeprägt. Sonning schon wieder einen internationalen Kongreß zu beschicken, sprach zum Schluffe die Hoffnung auf eine einträchtige und nachdem man voriges Jahr in Zürich erst beschloß mit aufopfernde Mitwirkung der Kammer zur wirthschaftlichen Wiedergeburt Italiens aus. Die Darlegung wurde ohne andere Rücksicht auf die jährlichen Partei- und GewerkschaftsRundgebungen als zeitweilige Bemerkungen der Radikalen an Kongresse, und im Hinblick auf die großen Kosten nur alle gehört. Sie rief am Schluffe fpärlichen Beifall und drei Jahre einen internationalen Arbeiter- Kongreß zu bes den lärmenden Widerspruch der äußersten rufen. Hierauf wurde einstimmig der Beschluß gefaßt: Linten hervor, ebenso die Berufung Crispi's an den Patrio- den Kongreß für die Arbeiterschuh- Gesetzgebung nicht zu tismus und die Leidenschaftslosigkeit aller. Imbriani tadelte, beschicken. daß die Zivilliste nichts beitrage. Die Ankündigung der Er höhung des Kornzolles als Ersatz für die Aufhebung der Verzehrsteuer auf Mehlwaaren machte guten Eindrud. Daß die Anzeige von der Erhöhung der Kornzölle einen guten Eindruck" machte, ist charakteristisch für die italienische Kammer. Die Sonnino'sche" Finanzdarlegung" ist eine Dar legung des Bankrotte. Defizit und Defizit! Und zur Rettung aus augenblicklicher Noth wie bei jedem bankrotten Verschwender das Angreifen und die Zerstörung der Lebensquellen. Der ehrliche und vernünftige Wirth, der merkt, daß er zu viel ausgegeben hat, beschränkt vor allem seine Ausgaben er spart. Daran denkt Herr Crispi nicht. Die ungeheuren Militärausgaben, die das Defizit und den finanziellen Ruin verschuldet haben, bleiben bestehen; und d. nur da, wo ohnehin schon zu viel gespart" wird, b. b. an Jnternationalität des Kapitalismus. Schulen und sonstigen nothwendigen Bauten Italiener, die in einer Versammlung zu Marseille und Einrichtungen und an den Gehältern der gegen das chauvinistisch- reaktionäre Treiben der italienischen kleinen Beamten, da wird noch etwas mehr abRegierung protestirten, sind, obgleich die Kundgebung eigent geknapft. Die 27 Millionen sogenannter Ersparnisfe" lich dem französischen„ Patriotismus" Wasser auf die Mühle abgesehen von der Unzulänglichkeit werden dem Staate war, von der französischen Regierung la usgewiesen nichts nützen, sondern eher schaden; und die neuen Steuern, worden, weil es Sozialisten find. Ein schlagender vor allem die Erhöhung der bereits enormi hohen Salz Beweis, daß der Kapitalismus, dessen Kommis Herr Casimir steuer und der Kornzölle wird den Ruin des Volkes nur Perier ist, die soziale Frage weit über die„ nationale" beschleunigen. Wir glauben gern, daß die Kammer von stellt und auf den" Patriotismus" pfeift, wenn es gilt, dieser Finanzdarlegung" nicht sehr erbaut war. dem Sozialismus und den Sozialisten einen Tritt zu versetzen. reiched quota W Parlamentarisches. Die Wahlprüfungs- Kommiffion prüfte in ihren lehten Sigungen die Wahlen der Abgeordneten Bantleon( GeislingenUlm) und Lüttich( Rudolstadt). Gegen beide Wahlen liegen Proteste vor, die von der Kom mission zum Theile für erheblich erachtet wurden. Die Kommiſſion Wahlen aus bis zum Eingang der beschlossenen Erhebungen. Bantleon( nationalliberal) ist gegen einen Volksparteiler und Sozialdemokraten mit der geringen Mehrheit von 19 Stimmen gewählt, welche sich nach den Feststellungen in der Kommission auf 7 Stimmen reduzirten. Auch die auf Lüttich, der in der Stichwahl gegen einen Sozialdemokraten gewählt wurde, ge fallenen Majorität der Stimmen ist gering, wenn auch nicht so unbedeutend wie im Ulmer Kreis. Parteinachrichten: Die Neuwahlen der Arbeitgeber- Beifizer zum Münthener Gewerbegericht finden am 4. März statt. Unfere Münchener Parteigenossen haben bereits die Wahlthätigkeit begonnen und hoffen auch diesmal fiegreich aus der Urne hervor zu gehen. Ein Stück Parteigeschichte war es, was der Genosse Liebknecht in seiner Festrede, die er am Sonntag, den 11. d., bei Gelegenheit des Stiftungsfestes des Leipziger Wahlvereins Südvorstadt- Sonnewiß, feinen Hörern vortrug. Den umfang und gehaltreichen Vortrag, der vor wenigen Tagen im Leipziger Wähler" veröffentlicht wurde, hier auch nur im Auszug wiederzugeben, verbietet uns leider der Mangel an Raum. Hervorgehoben sei nur, daß die Rede des Genossen Liebknecht gerade an dieser Stelle und bei dieser Gelegenheit um so bedeutungsvoller für die Leipziger Parteigenossen sein mußte, als er selbst 25 Jahre lang in 2eipzig gelebt und gewirkt, Freud und Leid mit den dortigen Genossen getheilt hat. " * Was Crispi hervorpolterte, zeigt nur, daß er kopflos und brutal ist. Hätte er einen Reformplan, so würde er Herr Yves Guyot, der verkrachte Feind der fran- ihn entwickelt haben. Doch er war nie ein Organisator, nur zösischen Arbeiterbörsen, erzählt heute im„ Siècle", um ein Radaumacher und dieses Geschäft betreibt er jetzt bas rothe Gespenst recht lebensgetreu zu malen, die fürchter- wieder mit Eifer und Erfolg. Biel zu ruiniren giebt es liche Anarchistenverschwörung von Chicago: die Vor- freilich nicht mehr, aber was im Ruiniren noch zu leisten gänge des Jahres 1886! Aber weiß denn dieser Mensch ist, das wird er gründlichst besorgen. nicht, daß jene Vorgänge erwiesenermaßen Polizei Auf die niederschmetternden Schriftstücke" Crispi's arbeit waren, und daß der Prozeß gegen die Opfer von sind wir begierig. Es sind doch nicht die Briefe und dem neuen Gouverneur des Staates Illinois für einen Quittungen eines gewissen Crispi an den Direktor der Justizmord erklärt und die überlebenden Opfer von römischen Bank? In Breslau fand am lektvergangenen Sonntag eine große ihm begnadigt worden sind? Diese elenden Geschäfts- Die Zeit der Enthüllungen ist für die italienischen Boltsversammlung statt, in der Genosse Liebknecht über: politiker, die ohne den Anarchismus bankrott wären, und Panamisten wieder gekommen. Die Untersuchungskommission Anarchismus und Sozialismus" sprach. Der Andrang war ein die Fabrikation des Rothen Schreckens geschäftsmäßig des Senats hat zwar, wie ein Telegramm uns meldet, nur so großer, daß die" Konkordia", einer der größten Säle Bres betreiben, haben so wenig Scham wie Sinn für die Wahr- acht Senatoren entdeckt, die in die Schwindeleien verwickelt au's, polizeilich abgesperrt wurde. Hunderte mußten wieder heit.find. Judeß andere Leute sind nicht so weitherzig. Und Resolution, welche nach Schluß des etwa zweistündigen Vortrages weitherzig. Und umkehren, ohne der Versammlung beiwohnen zu können. Eine Herr Crispi hat es nicht bloß mit Senatoren zu thun. eingebracht wurde und dahin ging, immer mehr einzutreten für Verstaatlichung des Grundbesites. Dem dänischen Bon italienischen Genossen haben wir sehr intereffante Mit die Verbreitung der sozialistischen Ideen und die Anwesenden Foltething ist nach Politiken" ein Gesetz Entwurf zugegangen, welcher auf nichts Geringeres als eine theil- theilungen erhalten, die den Beweis liefern, daß die Partei verpflichtete, den politischen Vereinen beizutreten, wurde ein weise Verstaatlichung des Grundbesiges hin- aus der gegenwärtigen Krise gelernt hat, und sie methodisch stimmig angenommen. zielt. Nach demselben soll der Staat allen sogenannten im Interesse der Partei zu verwerthen bemüht ist. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. freien Rittergutsboden bei Grafschaften, Baronieen, Stamm In Warschau, der Hauptstadt von Russischhäusern, Fideikommiffen, Klöstern und anderen Stiften Versammlungsverbot. In Leipzig würde expropriiren, doch so, daß Gärten, Parkanlagen, Wälder und die Polen, haben zahlreiche Haussuchungen und Verhaftungen eine Versammlung verboten mit der Begründung, sie sei im jezigen Pachtgrundstücke ausgenommen sind. Ebenso sollen die stattgefunden. Es scheint sich um neue Unterdrückungs- Sozialist" als Bersammlung aller revolutionären Sozialisten Ländereien der Pflanzgüter verstaatlicht werden. Ferner soll dermaßregeln gegen die national- polnische Partei zu handeln.- und Anarchisten" angekündigt, währenddem sie der Polizei nur als harmlose" Arbeiterversammlung angemeldet worden fei." selbe alles Land kaufen, welches allmälig für 60 pCt. der -Jm, öffentlichen Interesse" lag es nach AnEchähung zu bekommen ist, auf grund deren Geldinstitute und ähnliche Institutionen Hypotheken genommen haben. Das Die Vertreter unserer schweizerischen Genossen ficht des Staatsanwalts von Halberstadt, ben ehemaligen einmal vom Staate erworbene Land kann nicht wieder Privat- haben bekanntlich gemeinsam mit den Vertretern der Redakteur der Sonntags- Zeitung" Martin strafrechtlich zu besitz werden. anderen im schweizerischen Arbeiterbund vereinigten Rich- verfolgen, weil derselbe den Herrn Hofrath Suren beleidigt haben sollte. Am 9. Oktober 1892 erschien in obengenanntem Der verstaatlichte Grund und Boden wird ohne Recht zum tungen eine Einladung zur Beschickung eines inter- Blatt eine Notiz, in der gesagt war, daß Herr Suren feinen Verkauf, Verpfändung oder Vermiethung verpachtet. Unsere staatssozialistischen Agrarier sehen, daß man selbst nationalen Kongresses erlassen, der im Laufe dieses Sommers Arbeitern entgegen gerufen habe:" Cumpenpad, Lumpengesindel vor Verstaatlichung des Heiligsten, ihres Grundbesizes nicht in Zürich stattfinden soll. Dieser Kongreß soll sich mit der seid Ihr, mit Hunger und Durst werde ich Euch furiren" u. f. w. zurückschreckt. Der Antrag hat sicherlich keine Aussicht an- Weiterentwickelung der Arbeiterschutz- Gesetzgebung befassen Die Beweisaufnahme ergab jedoch, daß Hofrath Surer diese Das Gericht erkannte auf Freigenommen zu werden, er verdient aber als Zeichen der Zeit und sollen Vertreter aller Parteien Zutritt haben, Worte wirklich gebraucht. registrirt zu werden. vorausgesetzt, daß sie die Arbeiterschutz- Gesetzgebung für sprechung und die ganz erheblichen Kosten wurden, da die Ber nothwendig halten. Der schweizerische Bundesrath unter folgung im öffentlichen Interesse" geschehen, der Staatstaffe Italien. Ueber die gestrige hochbedeutsame Sigung ftügt das Unternehmen, indem er beschloß, den Betrag von aufgebürdet. der italienischen Rammer bringen wir im Auszug nach 3000 Frants für die Kosten des Kongresses zu gewähren. stehenden Bericht der Bossischen Zeitung", der wenigstens Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstags nahm vor ein ziemlich vollständiges Gesammtbild giebt: Rom, 21. Februar. In der heutigen Rammerfizung und der eventuellen Beschickung desselben zu beschäftigen. kurzem Veranlassung, sich mit der Einladung zum Kongreß wiederholte Cavalotti den Versuch, das Ministerium zur Erörterung des Belagerungszustandes zu drängen. Crispi be- Sämmtliche Redner erklärten sich aber gegen die BeNr. 4 vom 24. Februar hat folgenden Inhalt: Die Landgründete geschichtlich die Rechtmäßigkeit der Ausnahme- Maßschickung desselben. Von allen Rednern wurde anerkannt, regeln und hob bie große Gefährlichkeit der unterdrückten daß es seitens unserer schweizerischen Genossen ganz natür tags- Wahlrechte: III. Bayern. Aus der Schweiz. ReichsBewegung hervor. Er behauptete, diese habe die Zertrümme- lich sei, wenn diese sich zur Einladung eines solchen Ron- tag.- Politisches. Parteinachrichten. Wie man uns be Agrarisches. Vom Lande. Vermischtes. rung der nationalen Einheit herbeiführen können. Colajanni gresses in Verbindung mit Parteien einließen, die sonst der und Cavalotti nannten diese Behauptungen unwahr, worauf Sozialdemokratie feindlich gegenüber ftänden. Die eigen Crispi rief; Ich befiße Schriftstücke, die niederschmetternd thümlich gelagerten politischen Zustände der Schweiz hätten Bum Schutz der Seeleute. Gulen und Krähen. I. Rentengüter in Preußen. II.- Briefe aus Bayern. Gewerk wirten werden!" Die Kammer hörte hierauf Sonninos Finanzbarlegung an, die für das nächste Haushaltungsjahr einen Fehl: veranlaßt, daß schon seit Jahren die Arbeiter der verschaftliches. Arbeiterschutz. Arbeiterversicherung. betrag von 177 Millionen Lire in Aussicht stellt. ſchiedensten politischen und religiösen Richtungen sich im statistisches. Bur Arbeiterlage. Bom Lande. Die Darlegung wurde mit Spannung und Ruhe auch seitens Arbeiterbund zu gemeinsamem Handeln vereinigten, vom Die Lehre von der Wellenberuhigung. Von Dr. M. M. der Radikalen angehört, die schwerwiegenden Zahlen Bundesrath sei auch das schweizerische Arbeiterfekretariat auf Richter. Berlin, Berlag von Rob. Oppenheim( Gustav der reißend anwachsendenfehlbeträge machten grund gleicher Voraussetzungen ins Leben gerufen worden. Dies Eingelanfene Druckschriften. der Sozialdemokrat", Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthftraße 2). Bu beziehen durch alle Beitungsspediteure. Unter Kreuzband für Februar- März 1 M. handelt. Literatur. Schmidt). Sozial Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 23. Februar. Opernhaus. Der Freischüß. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Leffing- Theater. Madame SansGêne. Deutsches Theater. Der Herr Se nator. Berliner Theater. Timon 0011 Athen. Wallner- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmätädt. Theater. Die Brautjagd. American- Theater. Dresdener- Straße 55, Jeden Abend 81/2 Uhr: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. " Brunwald- mit bewegter Vergangen heit Martin Bendix. Täglich: Auftreten des Rendenz- Theater. Der Maskenban. beften Bauchredners d. Jehtzeit Neues Theater. A Basso porto. Central Theater. Ein Blißmädel. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. H. Blank. Ferner u. a.: Direktor Hippe" Don Martin Bendix, Alexanderplay- Theater. Charley's sowie Hugo Schulz, Alfred Bender. Tante. Vorher: Bajazzi. Hierauf: Der Teufel in Berlin. National Theater. Die Braut von Messina. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Neue freie Volksbühne im Wallner- Theater. Ein Volksfeind. Von Henrik Ibsen. Regie: Emil Lessing. Sonntag, 25. Februar: 2. Abth. Sonntag, 4. März: 3. Abth. Anfang 21/2 Uhr präzise. Mittwoch, den 7. März, Abends 81/2 Uhr: Frühlings- Feier in den ,, Konkordia- Festfälen". 453/14 National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Boltsvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Die Braut von Messina. Trauerspiel in 5 Akten v. Fr. v. Schiller. Regie: Mar Samft. Raffeneröffnung 6/2 Uhr.- Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Die Weber." Schauspiel in 4 Aften. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. 3um 8. Male: E Ein Blitzmädel. Posse in 4 Aften von Karl Costa. Mufit von C. Millöcker. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Anfang Wochentags 1/2 Uhr, Sonntags 61/2 Uhr. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung und Konzert von nur Künstlern 1. Ranges. Auftreten der Elite ParterreAkrobaten u. Pantomimentruppe Hermandez. Ein Liebesabenteuer. Komische Orig. Pantomime. Fräulein Berkany, Kostüm- Soubrette. The Willon's, Dopp. Jongleure. Geschw. Gläser, Gesang- u. Instrument.- Duettisten. G. Cordes, Gesangs- Humorist. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. PassagePanopticum. Jm Theater- Saal, ohne Extra- Entree: Nord und Süd, Liederspiel von R. Linderer. Auftreten fämmtl. Spezialitäten. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Letztes Gastspiel Truppe Hassoni. E Die Baby's. Echt Berliner Blut. Riesen- Programm. Entree 15 Pf. Reservirt 30 Pi. R. Winkler. Victoria- Brauerei, Lüßowstraße 111-112. Jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Unserm Cigarrenfrißen Heinrich Wibbing zu seinem heutigen Wiegenfeste ein breimal donnerndes Hoch, daß die ganzen Cigarrentisten wackeln und die Spreestraße schallt und die Jungfernbrücke wiederhallt. 1896b Heinrich, merkst Du was? Achtung! Oeffentliche Achtung! Berjammlung für Männer u. Frauen Allen Freunden und Kollegen meines lieben Mannes, des Möbel- die polierer Herm, Düring, sage ich am Sonntag, den 25. Februar, Nachm. 4½ Uhr, bei Herrn Pape( Kolberger Salon), Kolbergerstraßr Nr. 23. Zages Ordnung: = 1. Vortrag des Genossen Hoffmann über:" Die zehn Gebote und besitzenden Klassen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 463/10 Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tanz. Achtung! für ihre Theilnahme bei der Beerdigung Achtung! desselben meinen herzlichsten Dant. Die trauernde Wittwe Düring geb. Elsner. 1901b Allgem. Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter. Sontag, den 25. Februar 1994, ( E. H. 29, Hamburg.) Filiale Berlin VI. Vorm. 10/2 Uhr, Große öffentliche Versammlung der Müller und Mühlenarbeiter Berlins u. Umg. am Sonntag, den 25. Februar, Nachmittags 1½ Uhr, in den Konkordia- Feßfälen( großer Saal), Andreasstraße 64. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn 0. Naether. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Agitations- Kommission. 4. Verschiedenes. 251/2 Da der Saal um 5 Uhr geräumt sein muß, so wird um pünktliches Die Agitations- Kommission. im Lokale des Hrn. Keller, Bergstr. 68: Erscheinen ersucht. Außerordentliche Mitglieder- Bersammlung. Tagesordnung: Wahl der Delegirten zur diesjährigen Generalversammlung. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen ist nothwendig. 224/12 Die Ortsverwaltung. Generalversammlung der Kranken- Kaffe der Weberund Wirker- Junung am Montag, den 26. Febr. d. J., Abends präzise 8 Uhr, im Meisterhause, Weberstr. 17. Tages- Ordnung: Orts- Krankenkasse der Sattler. Sonnabend, den 24. Februar, Abends 812 Uhr, in den„ ArminOeffentliche Mitglieder- Versammlung. Hallen", Kommandantenstraße 20( Halle geradezu): Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Zentralisation der Krankenkassen Berlins und der Vororte. 2. Diskussion. 294/8 Der wichtigen Tagesordnung wegen bittet um zahlreiches Erscheinen Der Einberufer. Achtung, Bauanschläger! 1. Beschlußfassung über eine Erweiterung der Fürsorge für geschlecht am lich erkrankte Rassenmitglieder, bezw. diesbezügliche Abänderung des Statuts. 2. Rechnungslegung des Vorstandes Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Bananschläger Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 10% Uhr, im Saale des Herrn Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Vortrag über:" 8weck und Ziele der modernen Arbeiterbewegung". für das Jahr 1893. Bericht der General( Der Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. revisoren event. Decharge- Ertheilung. 3. Verschiedenes.- Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. 4. Festsetzung der Gehälter für das Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Jahr 1894. 5. Wahl für die durch Ablauf der Amtsdauer ausscheidenden Vorstandsmitglieder Niebergall, Rönigt und Martin. 6. Geschäftliches und Diverses. 1889b Der Vorstand. Zentral- Kranken- Kasse 182/12 Der Einberufer: Kochmann. Achtung! Zimmerer! Verein der Zimmerer Berlins und Umg. Bezirks- Versammlung für Moabit am Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 10 Uhr, in Arend's Brauerei, Thurmstrasse 26. Tages Ordnung: 1. Bortrag( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. der Maurer, Gypser( Weißbinder) und Stuckateure Deutschlands. Grundstein zur Einigkeit". Oertliche Verwaltungsstelle Berlin. Außerordentliche Mitglieder- Versammmlung 428/12 am Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Brochnow ( früher Orsch e 1), Sebastianstr. 39. Tages- Ordnung: Stellungnahme zu 1. Der am 16. April 1894 in Dresden stattfindenden ordentlichen General- Versammlung und Anträge zu derselben. 2. Wahl der Delegirten. 3. Ver schiedenes. 255/19 NB. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimirt. Das Kassenlokal ist an diesem Sonntag geschlossen. Die örtliche Verwalfung. II. Nachtrag Zutritt hat jeder Zimmerer. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Bahlstelle Berlin). Am Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 10 Uhr, im Lokal des Herrn Reichelt, Müllerstraße 7: Branchen- Versammlung der Modelltischler. 431/10 Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Rege Betheiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Künstl. Zähne 2 M., Plomben 1,50 M., schmerzloses Zahnziehen u. Nervtödten 1 M. Zahnarzt Robert Wolf, Leipzigerstr. 22, Sprechst. 8-7 Uhr. Tischler- Verein. Sonnabend, den 24. Februar 1894, zum Statut der Orts- Krankenkasse Abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15: der Sattler u. verw. Gewerbe zu Berlin vom 4. November 1893, Artikel I. Der§ 16 wird wie folgt geändert: Der zweite Absah lautet hinfort: Das Versammlung. Tagesordnung: Abrechnung vom Maskenball, Unterstüßungsgesuch, Ausgabe der Billets zur Urania, Vereinsangelegenheiten. 333/12 Der Vorstand. Entree 50 Bi felbe gilt für Mitglieder, welche sich Allgem. Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter. Im Vorverkauf eine Krankheit vorsätzlich oder durch 40 Pf. schuldhafte Betheiligung bei Schlägereien ( siehe Plakate). oder Raufhändeln oder durch Trunk( E. H. 29, Hamburg.) Filiale 4 Berlin. fälligkeit zugezogen haben, für die Dauer Dieser Krankheit. Großes ULK Programm. Zum Schluß: Artikel II. Dieser Nachtrag tritt mit dem Tage Auf dem Maskenball. der Genehmigung in Kraft. Ensemble von Mensel. Sonntag: Sanssouci. ratweil'sche Bierhallen Circus Renz. G Kommandantenstr.77-79. Aelt. u, größt. Etablissem. Berl. ( Karlstraße.) Freitag, den 23. Februar cr., Abends 71/4 Uhr: Täglich abwechselnd. Programm Auf auf zur fröhlichen Jagd! bei freiem Entree Großes Original- Sport- Schaustück mit der ersten Wiener Damenkapelle Parforce- u. Rastadenritt vom Direktor Mikloska" und Auftreten von 1. Ranges. Fr. Renz. Glänzender Wagen- Korso. Ballet von 100 Damen. Meute von 40 Hunden. Dressirter Fuchs. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse der Sattler und verw. Gewerbe zu Berlin. Wilh. Erdmann, Carl Tannhausen, Vorsitzender. Schriftführer. Vorstehender Nachtrag zum Statut wird hierdurch genehmigt. Berlin, den 24. Januar 1894. Der Bezirksausschus. Kayser. 294/9 Castan's Panoptikum. Künstlern. Spezialitäten urbem: Prinz Karneval u. sein Ecke Friedrich- und Behren- Strasse. Mr. Kauning, Concertmaler. Gefolge, vorgef. v. Dir. Fr. Renz. Das Schulpferd Colmar u. d. Steiger Alep, ger. v. Frl. Oceana Renz. Das SchulPferd Cyd, ger. v. Hrn. R. Renz. Der Nur noch kurze Zeit: Märchen- Cyclus. Sonntag, den 25. Februar cr., Vormittags 1012 Uhr: Generalversammlung in den Konkordia- Fettsälen ( oberer Saal). Tagesordnung: Wahl der Delegirten zur Generalversammlung. Es liegt im Interesse eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 224/11 Die Ortsverwaltung. Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Empfehlenswerth: Mehring's Schriften Die Leffing- Legende. Breis brosch. Mt. 3.-, gebunden Mt. 3,50. Porto 80 Pfg. Die Schrift gehört zu den bedeutendsten Erscheinungen der neueren fozialistischen Literatur. Sie enthält viel mehr, als thr Tite! befagt; sie ist feine bloße literarische Streitschrift, sondern in ihrer scharfen, schlagenden Kritik der Geschichtslügen über Friedrich„ den Großen" und dessen Auftlärungsdespotismus" zugleich eine Kulturgeschichte des preus. Junkerund Militärffaates. Ganz besonders hervorzuheben für unsere Genossen ist auch das Schlußkapitel: Heber den hiNorischen Materialismus. Vom 25. Februar 1894 ab erscheint Bilder aus der Gegenwart. allmonatlich unter dem Titel: Sturmglocken, Organ für sozialdemokrat. Arbeiter und Volksbildungs- Vereine. Wir hoffen damit eine Lücke auszu füllen und die Organiſation der Bolts erziehung und Bildung zu fördern. Preis pro Nummer 10 Pf., bei Bezug Doll 10xemplaren Preisermäßigung. An Arbeiter- und VolksbildungsVereine richten wir die Bitte, unser Unternehmen zu fördern und für die Probenummern frei. 1907b Derselbe wird innerhalb 15 Minuten hervorragende Jockeyreiter Mr. Wassi- ur nody kurze Zeit! Verbreitung zu wirken. ein Delgemälde malen, welches nach liams. Der urtom. Imitator- Clown Präuscher's anat. Museum. Schluß der Vorstellung gratis ver- Mr. Ybbs. 2c. looft wird. Sonnabend: Auf auf zur fröhlichen en Kehlkopftuberkulose, Kehlkopf Geschäftsstelle: Leipzig, Weststraße 27. Bungenentzündung, Lunge mit Tuber- Für die Leitung: F. Bosse, Leipzig. tuloſe, Herz mit Klappenfehler, Wagen Rechtsbureau.ichtersa. D. Alte Jakob Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. 3 Regelbahnen. 6 Billards, pro Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten sind noch an verschiedenen Tagen zu haben. Jagd! Sonntag: Zwei Vorstellungen: Machm. 4 Uhr und Abends 7/2 Uhr: Auf auf zur fröhlichen Jagd! Fr. Renz, Direktor. M. Krüger's Speise- Leinöl ist das anerkannt beste. Fabrit- Lager Staligerstr. 105. 17176 Bruftfellentzündung, mit Entzündung, mit Geschwüren, Leber- und Milzkrankheiten. Schußkanal durch fünf Körper, Gladiatorenkampf, täglich für erwachsene Herren, Dienstag und Freitag für Damen. straße 130. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Unbemittelten unentgeltlich. Auch Sonntags. 1088b Brockhaus Lexicon tauft A. Sauer, Raupachstr. 2.[ 646 Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Preis 30 Pfg. Porto 5 Pfg. Die schlagendfte und gründlichste Abführung des Sozialistentödters Eugen Richter und seiner Sozialdemokratischen Butunftsbilder". Der Fall Lindau. Bei 1. Porto 8 Pfg. spiel zum Fall Lindau. Preis Mt. 1.Porto 10 Pfg. Kapital und Presse. SinachDie beiden legten Schriften, nicht eigentlich Parteischriften im engeren Sinne, beanspruchen allgemeines Interesse und erregten f. 8t. berechtigtes Aufsehen. Sie find zum Verständniß für die Gesinnungslosigkeit und Korruption unserer heutigen bürgerlichen Preffe ohne Unterschied der Parteifchattirung und des heutigen Theaterwesens unerläßlich. Bei Bestellungen von Auswärts bitten wir den Betrag inclusive Porto in efmarken der Bestellung beizufügen. Hierzu eine Beilage Beilage zum„Vomiirts" Berliner Volksblatt. Nr. 45. Frritag, den 33. Frbrnar 1894. 11. Jahrg. Vottttttunoles. Stadtverordueteu-Versammlung. OeffentlichrSitzung vom Donnerstag, 22. Februar, Nachmittags S Uhr. Die neugewählten Stadtv. Gundermann und Mosch werden in der üblichen Weise eingeführt und auf die Städte- Ordnung verpflichtet. Vorsteher Langerhans macht Mittheilung von den weiteren Ergebnissen der Wahlen zu den Kuratorien und Deputationen. Unter Anderen sind Stadtv. V o gt h err in das Kuratorium für die Friedrichswerdersche Ober-Realschule und in die Deputation zur Beschaffung von Schreibmaterialien, Stadtv. Dr. Zadel in die Deputation für Statistik, Stadtvv. Gle inert und T e m p e l in die Steuerdepulation, Singer in die De- putation für die Jnkommunalisirung der Vororte gewählt worden. Die Weiterverpachtung der Chausseegeld-Heb estelle in Reinickendorf wird genehmigt. ��«.�s�alichkeit des erst am 21. d. Mts. eingebrachten An- träges Kalisch betreffend den russischen Handelsvertrag(s. u.) wird nun von dem Stadtv. Hentig(Antisemit) widersprochen; da der Antrag aber bereits gedruckt vorliegt, und auch in diesem Fall mindestens 13 Mitglieder Widerspruch erheben müssen, ge- langt der Antrag heule zur Diskussion. Ter Ausschuß für die Vorlage betr. die Beseitigung eines Theils der auf dem städtischen Abladeplatz vor dem Stralauer Thore lagernden M ü l l m e n g e n hat den Magistrats- Vorschlag, nach welchem die Verfrachtung von 60 Kubikmeter Müll nach Spreenhagen dem Unternehmer Nauck für 136 OOV M. übertragen werden soll, angenommen, zugleich aber be- schlössen, der Versammlung vorzuschlagen, den Magistrat, nach- dem nunmehr die Wasserwerke am Stralauer Thor geschlossen sind, um eine schleunige Vorlage wegen Beschaffung einer Müll- einlade stelle am Stralauer Anger(gemäß der früheren Vorlage vom 29. März l8S3) zu ersuchen. Von einem Herrn Haberkern ist ein Angebot eingelaufen wonach derselbe den Kubikmeter für 2,30 M.(statt 2,60 M.), also das ganze Quantum um 18 000 M. billiger wegschaffen will. Abg. Singer beantragt die Zurückverweisung der Vorlage an den Ausschuß. Von anderer Seite wird beantragt, die Fortschaffung zu genehmigen, aber die Arbeit im Wege der öffentlichen Aus- schreibung an den Mindestfordernden zu vergeben und dem Magistrat die Ertheilung des Zuschlages zu überlassen. Stadtv. Singer: Ich bin vor Allem darüber verwundert, daß der Magistrat hier einfach mit einem Unternehmer abgeschloffen hat, ohne den Versuch zu machen, auf anderem Wege vortheil- haftere Bedingungen für die Fortschaffung für die Stadt zu erzielen. Ein billigeres Angebot ist inzwischen erfolgt; das allein würde schon hinreichen, eine nochmalige Prüfung im Ausschuß zu be- gründen. Die Differenz in den beiden Angeboten ist sehr erheb- lich; die Versammlung muß die Möglichkeit bieten, in eine Prü- fung der neuen Offerte einzutreten. Bisher hat die Verhandlung hinler verschlossenen Thürcn gespielt; würde nun einfach der Magistratsvorschlag angenommen, so würde das in der Bürger- schafl kaum begriffen werden. Es handelt sich za auch nicht blos um diese Müllmassen allein. Die Frage der Müllvcrbrennung wird bei der unendlichen Gründlichkeit, mit der der Magistrat sie prüft, kaum noch vor Ablauf dieses Jahr- Hunderts gelöst sein; wir müssen also Maßnahmen ergreifen, die schleunigst ausgeführt werden können. Man hört jetzt, daß die Ausschreibung einer Konkurrenz unthunlich sein soll, weil beabsichtigt wird, bei dieser Fortschaffung Arbeitslose zu be- schäftigen; diese Rücksicht auf die Arbeitslosen hätte aber doch dem Magistrat zweckmäßigerweise einige Wochen früher nahe liegen sollen. Gerade in Rücksicht auf die möglichste Be- schleunigung der Abfuhr des Mülls würde es sich empfehle», meinen Vorschlag, nicht den auf Ausschreibung einer Konkurrenz gerichtete» anzunehmen. Stadtv. Pietz mann tritt für den Antrag ein, die öffent- liche Aueschreibung stattfinden zu lassen. Geschehe dies, so würden noch andere Angebote zu Tage treten und auch eine Ersparniß von nur 10 Pf. pro Kubikmeter sei in diesem Falle sehr werth- voll. Eine große Zahl von Arbeitslosen würde sich bei dieser Arbeit nicht verwenden lassen; denn man werde das Material mit Feldbahnen zu den Schiffen befördern. Das Ausschreiben solle schleunigst erlassen und dem Mindestfordernden, der die nöthige Garantie bietet, vom Magistrat die Arbeit übertragen werden. Auf diese Weise würden wenigstens 8 Tage gegenüber dem Antrage Singer gewonnen. Abg. S p i n o l a ist für Zurückverweisung an den Ausschuß, spricht sich aber gegen de» Vorschlag des Ausschusses aus, wonach die Einladestelle am Stralauer Anger empfohlen wird. � Auch Stadtv. S ch e i d i n g erklärt sich für den Antrag Singer. Stadtrath Böhm: Der Magistrat ist bis jetzt keinerlei Verpflichtung gegenüber Herrn Nauck eingegangen, sondern hat nur der Versammlung fernen Vorschlag unterbreitet. Länger als bis zum 1. Oktober bietet der Platz dem anzufahrenden Müll nicht mehr Raum; andererseits sind die bisherigen Anstrengungen, die Abfuhr nach Spreenhagen z» ermöglichen, crgebnißlos geblieben. Bei dieser Sachlage glaubt der Magistrat, aus den, vorgeschlagenen Wege an, besten zum Ziel zu kommen. Auf eine Abfuhr im Sommer können wir nicht rechnen, sondern müssen die jetzige Jahreszeit benutzen. Wir sind ferner aus den Wasserweg angewiesen. Bis zum 13. März ist nun zufälliger- weise der Oder-Spreekanal für den Durchgangsverkehr gesperrt, und der Kanal kann also in dieser Zeit sehr stark von Schissen, die nach Spreenhagen gehe», benutzt iverden. Herr Nauck würde mit bis zu 10 Schiffen gleichzeitig anlegen können und hat auch bereits von dem Regierungspräsidenten die Erlaubniß zum An- fahre» erhalten, auch eine Verlängerung der Sperre bis zum I. April beantragt. Es könnte dann also in den nächsten 4 bis 6 Wochen xar force abgefahren werden. Wir kennen Herrn Nauck als leistungsfähig und unbedingt zu verlässig, wir haben uns deshalb auf eine Konkurrenz garnicht erst eingelassen. Stadtv. Hentig ersucht den Magistrat, endlich einmal alle Kraft anzuspannen, um Ordnung in diese Angelegenheit zu bringen. Von dem Berliner Müll werde noch nicht ein Fünftel abgefahren, vier Fünftel würden wild auf die umliegenden Felder verstreut, und dieses Verfahren sei doch hygienisch mehr als anfechtbar. Könnte denn nicht auf dem Vorplatz der Wasserwerke am Stralauer Platz die Einlade- stelle eingerichtet werden? Die Verbrennungs- Versuche ließen sich doch in den Maschinenhäusern der jetzt geschlossenen Wasserwerke veranstalten.(Gelachter.) Herrn Nauck würde man für die von ihm eingeholte Erlaubniß 8u 000 M. bezahlen, denn der Transport könne für die Hälfte seiner Forderung bewirkt werden. Nachdem Stadtv. D i n s e für Ablehnung der Vorlage, event. für den Antrag Pietzmann eingetreten ist. theilt Stadtrath Böhm mit, daß Herr Nauck sich bis zum 3. März an seine Offerte für gebunden erachtet. Ter Autrag Singer wird abgelehnt, der Antrag Pietz m ann, soweit er die Ausschreibung einer Submission verlangt, mit großer Mehrheit angenommen, in seinem Schlußsatz jedoch, der dem Magistrat die Ermächtigung zur Ertheilung des Zuschlags nach seinem pflichtmüßigen Ermessen geben will, ab- gelehnt. In Sachen der U r a n i a s ä u l e n hat der Ausschuß zur Vorberathung des Antrages Schwalbe und Genossen wegen Wiedereinführung der vollständigen Wettermeldungen be- schloffen, der Versammlung zu empfehlen, sie möge den Magistrat ersuchen, „zur Ausrechterhaltung der wissenschaftlichen Mehrleistungen an(den bisher errichteten) 29 Säulen bis 15 000 M. in den Etat einzusetzen, mit der Maßgabe, daß diese Ein- richtungen bei Errichtung von Säulen möglichst gleichmäßig auch in anderen Stadttheilen nach Bestimmung des Magistrats zum Theil übertragen werden". Von einer Seite wurde im Ausschuß der Vorschlag bekämpft; die fraglichen wissenschaftlichen Darbietungen(Thermometer, Barometer, Hygrometer nebst Registrirapparatcn, Wetter- karte») besäßen nicht ein so großes kulturelles Interesse, um dem Säckel der Steuerzahler so hohe Ausgaben zuzumuthen. Das große Publikum stehe der Sache verständnißlos gegenüber; Interesse habe dieselbe nur für ganz konzentrirte Fachkreise, für welche mit Geldmitteln einzutreten die Stadl keine Veranlassung habe. Auch seien die Säulen von Anfang an zu opulent ein- gerichtet gewesen und hieraus die jetzige materielle Bedrängniß der Urania-Säulen-Gesellschast zu erklären; der obige Antrag ist gleichwohl mit 9 gegen 1 Stimme angenommen worden. Stadtv. Bergmann will die 13000 M. bewilligen, fordert aber dafür auch die Wiederanbringung der gemeinnützigen Ein- richtungen, die bisher an den Säulen vorhanden waren, wie Eisen- bahn-Fahrpläne, Wclluhren rc. an allen Säulen. Stadtv. D i n s e wünscht das Gleiche, fürchtet aber, daß der Gesellschaft die Mittel dazu fehlen. Stadtv. Hentig bittet, den Autrag abzulehnen. Die Ge- scllschast sei in wenig rücksichtsvoller Weise vorgegangen, indem sie einfach plötzlich alle wissenschaftlichen und gemeinnützigen Einrichtungen von den Säulen entfernte und an die Stelle der Himmelskugel den Kaffee von Zuntz sel. Wwe. setzte. Die Ge- sellschast sei verpflichtet, bis zum 1. April 100 Säulen auf- zustellen; sie könne das nicht. Weshalb hier eine ganz unmotivirte Ausnahme mache»? Es scheine sich lediglich um eine Subvention für die Gesellschaft, nicht aber darum zu handeln, sie zur Jnnehaltung ihrer kontraktlichen Verpflichtung anzuhalten. Unter Ablehnung des Antrags Bergmann wird der Ausschuß- antrag genehmigt. Für die Magistratsabtheilung für Jnvaliditäts- und Alters versicherungs-Angelegenheiten sollen im Hause Klosterstr. 41 vom I. April 1894 ab bis auf weiteres Bureauräume für jährlich 1680 M. gemiethet werden. Die Versammlung ertheilt ohne Debatte ihre Zustimmung. Die Firma Siemens u. Halske hat dem Magistrat folgende Projekte: I. Für eine elektrische Hochbahn(auf Stützen und Pfeilern) von der Warschauerbrücke durch den süd- lichen Sladitheil nach Westen bis zur Weichbildgrenze in der Ziethenstraße. 2. für eine elektrische Straßenbahn(Niveau- bahn) mit oberirdischer Slromznleilung vom Gesund- brunnen durch die Prinzeu-Allee bis zu der nördlich der Soldinerstraße laufenden Weichbildgrenze, 3. für eine ebensolche Bahn von der Sommerstraße Ecke Dorotheenstraße bis zur Wcichbildgrenze am Stadt- bahnhof Thiergarten unter Benutzung der vorhandenen Geleise der Charlottenburger Pferdebahn-Gesellschast, eingereicht. Bei der Verschiedenheit der Ansichten und Wünsche, welche bisher in bezug aus den Umfang der der Unternehmerin ein- zuräumenden Rechte, sowie der derselben aufzuerlegenden Leistungen zutage getreten sind, erachtet der Magistrat es im Interesse ci Zustandekommens der Verträge für unerläßlich, daß von vornherein beide städtische Körperschaften zusammenwirken, um die Grund- sähe zu vereinbaren, welche bei den späteren Verhandlungen mit der Firma bezw. deren Auftragergebern als Richtschnur dienen sollen. Er ersucht daher die Versammlung, sie möge sich damit einverstanden erklären, daß eine aus 7 Mitgliedern des Magistrats und 15 Stadtverordneten bestehende Deputation eingesetzt werde, welche den Auftrag erhält, mit der Firma über die Genehmigung zum Bau und Betriebe der projektirten elektrischen Straßenbahnen zu verhandeln und die betreffenden Verträge vorzubereiten. Der Magistratsantrag wird ohne Debatte angenommen. Auf grund einer zwischen sämmtlichen Gruppen erfolgten Vereinbarung wird eine dem Vorsteher überreichte Liste von 15 Mitgliedern von der Versammlung sofort einstimmig akzeptirt, sodaß eine eigentliche Wahl entfällt. Zu den auf diese Weise in die Deputation gewählte» Stadtverordneten gehören auch die Stadtvv. Singer ond G i e s h o i t. Von den Stadtvv. Herbig und Genossen liegt folgender A n trag vor: Obgleich die Versammlung in der Sitzung vom 1. Februar cr. von der Vorlage betreffend die photometrische Messung der L i ch t st ä r k e der in der Straße Unter den Linden und in der Kaiser Wilhelmstraße befindlichen elektrischen Bogen- l a m p c n ohne Widerspruch Kenntniß genommen hat, cr- klärt dieselbe ausdrücklich. daß sie entgegen den Aus- führungen des Magistrats der Ansicht ist, daß nach dem Vertrage vom 31. Oktober 1387 die Lampen mit Glocke gemessen eine Leuchtkraft von 2000 Kerzen haben sollten und behält sich iveitere Anträge nach dieser Richtung vor. Jedenfalls ersucht die Versammluna den Magistrat jbei Abschluß fernerer Verträge über elektrische Beleuchtungsanlagen dieselben so abzufassen, daß über die effektive Leuchtkraft der Lampen jeder Zweifel ausgeschlossen ist.,.,, Der Autrag wird nach kurzer Debatte abgelehnt. Ter Stadtv. Kalisch hat mit 23 Genossen folgenden dringlichen Antrag eingebracht: Die Versammlung erkennt in dem Abschlüsse des deutsch-russischen Handelsvertrages einen Vortheil für die gesammte Bevölkerung Berlins und hegt die Ueberzeugung, daß durch die ivieder eröffnete leichtere Verbindung des Deutschen Reiches mit Rußland kein Theil der deutschen Bevölkerung geschädigt wird. Die Versammlung ersucht den Magistrat, sich dieser Resolution anzuschließen und dem Reichstage von derselben Kenntniß zu geben. Stadtv. Kalisch: Welche schweren, tiefen Wunden der russisch-deutsche Zollkrieg unserer Industrie geschlagen hat, wissen wir alle. Von dem Handelsvertrag erwarten wir den An- bruch besserer Zeiten für unsere Arbeiterbevölkerung und einen Auischwuug der Industrie und des Handels. Wir beantragen die Resolution, weil wir überzeugt sind, daß durch den Vertrag niemand im Deutschen Reiche geschädigt wird. Aber der übergroßen Mehrheit des Volkes zum Vortheile wird der abgeschlossene Vertrag gereichen, für dessen Abschluß die Männer, die ihn zu Stande gebracht haben, unseren Dank verdienen. Wir ersuchen den Magistrat, sich unserem Vorgange anzuschließen. Durch Ueberreichung der Resolution an de» Reichstag soll den Vertretern der Stadt Berlin klar gemacht werden, daß sie die Bürgerschaft Berlins in dem harten Kampfe, der bevorsteht, hinter sich haben.(Beifall.) Stadtv. Hentig stellt den Antrag auf Uebergaug zur Tages- ordnung(Gelächter). Ebenso wie die Versammlung den An- trag, betreffend die Tabak-Fabrikatsteuer auf Antrag Cassel beseitigt habe, solle sie auch diesmal verfahren. In einer so viel um- strittenen Frage könne man Tage und Wochen lang reden, zu einem Schlüsse würde man nicht kommen.(Lachen.) Eine so wichtige Sache könne nicht im Handumdrehen erledigt werden. (Widerspruch.) Ein Beispiel genüge, um die große Schwierigkeit der Frage zu beweisen. Erst heute wurde bekannt, daß im Artikel 19 des Vertrages eine Bedingung entHallen sei, wonach das russische Getreide aus den preußischen Bahnen von der russischen Grenze nach Danzig zu denselben Tarifsätzen befördert werden müßte, wie auf den russischen Bahnen nach Libau und Riga. Die russischen Tarife seien schon an sich viel niedriger als die unsrigen und in seinen Konsequenzen könnte dieser Artikel zu einem unerträglichen Zwange gegen uns führen. Die Stadtverordneten-Versammlung sei nicht dazu da, �Politik zu treiben. Das Rathhaus habe so viel freisinnige Vertreter im Parlament, daß man diesen Herren getrost das Weitere über- lassen könne. Stadtv. Singer(gegen den Uebergang zur Tagesordnung)': Das Bedenken gegen den Vertrag, welches der Vorredner eben erwähnte, ist nicht blos ihm, sondern auch andern Leuten schon aufgestoßen; er freilich dürfte seine Information erst aus der heutigen Nummer der„Kreuz-Zeitung" gewonnen haben. Dieses Bedenken ist für mich nicht durchschlagend genug, um dem Vertrage Widerstand entgegenzusetzen. Der Standpunkt, daß die Stadtver- treluug nicht dazu da sei, politische Dinge zu erörtern, ist etwas antiquirt. Ich werde für den Antrag Kalisch stimmen. Ich cr- kenne zwar in dem Abschluß des Vertrages keine politische Groß- that, weil derselbe nicht im Entferntesten dem deutschen Volke das gewährt, was es mit Recht verlangen kann; aber ch sehe in diesem Handelsvertrag den ersten Schritt zur Durchbrechung der unheilvollen Bismarck'schen Zollpolitik. Vorsteher Langerhans bittet nicht in die politische Seite der Sache einzugehen, sondern bei dem Widerspruche gegen den Uebergang zur Tagesordnung zu bleiben.) Ja, wie soll man gegen den Uebergang zur Tagesordnung sprechen, wenn man nicht gleichzeitig sein Einverständniß mit der Sache darlegt. Ich trete für den russischen Handelsvertrag ein, weil ich damit gegen die Schutzzollpolitik des Fürsten Bismarck, diesen Raubzug gegen das deutsche Volk, protestiren will.(Unruhe.) Gegen die Stimme des Stadv. Hentig wird die Resolution Kalisch angenommen. Schluß 8 Uhr. Lolmles. Die Stadtverordneten- Versammlung hat gestern auf Antrag Kalisch eine Resolution angenommen, worin sie ihrer Befriedigung über den erfolgten Abschluß des russischen Handelsvertrages und ihrer Ucherzeugung Ausdruck giebt, daß durch die wieder eröffnete leichtere Verbindung des Deutschen Reichs mit Rußland kein Theil der deutschen Bevölkerung geschädigt wird. Der Magistrat ist ersucht worden, diesen Beschluß zu dem seinigen zu machen und die Re- solulion dem Reichstage zu übersenden. Die Annahme des Be- schlusses erfolgte mit allen gegen die»ine Stimme des Stadt- verordneten Hentig, der den Uebergang zur Tagesordnung zu beantragen und zu begründen den nicht zu unterschätzenden Muth besaß. Dcm Hanptargument, daß die Stadtverordnetenversammlung nicht dazu da sei, Politik zu treiben, trat Singer energisch entgegen; vom Vorsteher aus geschäftsordnungsmäßigen Bedenken an einer sachlichen Motivirung seines Standpunktes gehindert, mußte er sich auf einen kräftigen Protest gegen die unheilvolle Bis- marck'sche Zollpolitik beschränken, zu deren Durchbrechung der russische Handelsvertrag einen ersten schwachen Ansang mache.— Vorher hatte die leidige Nlüllabsuhrfrage wieder einmal die Versammlung beschäftigt. Um aus dem Abladeplatz vor dem Stra- lauer Thor Raum für frischen Müll zu schaffen, will der Ma- gistrat ein Quantum von 60 000 Kubikmetern von dort abfahren lassen und hat derVersammlung angesonnen, auf eine von einemUnter- nehmer Nauck eingereichte Offerte einzugehen, der die Versrach- tung nach Spreenhagen für 2,60 M. pro Kubikmeter, also für das artige Sümmchen von 156 000 M. übernehmen will. Im Ausschusse war auf das Befremdliche des Umstandes, daß der Magistrat gerade bei dieser Gelegenheit von dem Ausschreiben einer Submission absehe, hingewiesen worden, doch hatte die Ausschußmehrheit sich über- zeugen lassen, daß eine schleunige Abfuhr nur so, wie er vor- geschlagen, und nicht anders möglich sei. Inzwischen war aber bei der Versammlung ein anderweitiges Angebot ein- gelausen, das wesentlich vortheilhaster erscheint; es sollte die Fortschaffung nur 2,30 M. pro Kubikmeter kosten, was eine Minderausgabe von 13 000 M. bedeutet. Stadtv. Singer beantragte aus diesem Grunde, die Vorlage noch- mals an den Ausschuß zu verweisen. Dieser Antrag blieb zwar in der Minderheit, der Zweck, den er verfolgte, wurde aber doch erreicht, denn es gelangte ein Antrag Pietz- mann zur Annahme, der den Magistrat auffordert, eine Submission auszuschreiben. Aus der Verhandlung und insbe- sondere aus den Mittheilungen des Stadtraths Böhm ergab sich zur ziemlich allgemeinen Ueberraschuug, daß das Abkommen zwischen dem Magistrat und Herrn Nauck eigentlich schon fix und fertig war; hat doch dieser Herr bereits bei dem Regierungs-Präsidenten die Erlaubniß erwirkt, tn der Zeit bis zum 15. März mit seinen Kähnen in dem bis dahin für den Durchgangsverkehr gesperrten Oder- Spree- kanal mit einer größeren Anzahl von Schiffe», als sonst zulässig, in Spreenhagen anzulegen! Der Mann sei dem Magistrat als absolut zuverlässig und leistungsfähig bekannt, deshalb habe letzterer von einem Ausschreiben Abstand genommen. Um so erfreulicher war, daß die Versammluug denjenigen Theil der Pietzmann'schen Antrages, der den Magistrat zur Ertheilung des Zuschlages er- mächtigen wollte, verwarf, um so erfreulicher, als Stadl- rath Böhm ganz zuletzt noch der Versammlung eröffnete. daß Herr Nauck sich an seine Offerte nur bis zum 3. März gebunden halte. Sehr seltsam mußte in dieser Verbindung der Hinweis berühren, daß die Annahme der Vorlage dazu dienen jiverde, den Arbeitslosen Beschäftigung zu verschaffen. Treffend bemerkte Singer, daß diese Rücksicht aus die Arbeitslosen beim Magistrat einige Wochen zu spät komme. Zu welche« Konsequenzen unsere herrliche Gesinde- Ordnung führt, mag folgender Fall beweisen. Herr v.Oppen, Amtmann von Adlershos— wir beschäftigten uns schon öfter mit diesem Herrn— entließ ohne gesetzlichen Grund und ohne Jnnehaltung der gesetzlichen Kündiguiigssrist einen seiner Diener. Der Diener, der sich nicht so ohne weiteres mit dieser Entlassung einverstanden erklären konnte, ging nun zum Amtsvorsteher von Adlershos, Herrn v. Oppen, und wollte seine Klage gegen diesen Herrn v. Oppen vorbringen. Hier wurde dem Kläger rundweg die Klageausnahme verweigert. Der Kläger begab sich nunmehr nach dem Landrathsamt und beschwerte sich über seinen Dienst- Herrn und den aleickzeitigen Amtsvorsteher von Oppen. Der Als gegen Geschäftsgang ist nun folgender. Bom Landrathsamt wird der Preuße gegen den Kopf traf, so daß er später nach dem Sohn, der als Austräger in einer Buchhandlung beschäf Amtsvorsteher von Adlershof Herr v. Oppen angewiesen werden, Oberlin- Krankenhaus gebracht werden mußte, wo er verbunden tigt wird. Die That scheint in einem Augenblick geistiger Die Klage des Dieners N. gegen den Herrn Amtmann v. Oppen wurde. Störung verübt zu sein, denn sie hat an ihren Ehemann einen zu Adlershof anzunehmen. Wir sind nun wirklich neugierig zu Die durch die ganzen Borgänge höchst erregten Einwohner Bettel hinterlassen, der die Worte trug: Mein lieber Mann, erfahren, wie der Herr Amtsvorsteher v. Oppen gegen den Be- von Nowawes hatten vor dem Arresttotal inzwischen Aufstellung Du bist jetzt frei, ich kann die Kinder nicht mehr hungern sehen". flagten Herrn Amtmann v. Oppen vorgehen und welchen Erfolg genommen und besprachen das Ereigniß. Die Beamten mußten Dieser Inhalt deutet vor allem darauf hin, daß Frau Klahm sich der Diener mit seiner Klage haben wird, und wie auf grund sich hierauf erst durch den Gendarm Kiez aus Glienicke, der mit in einem Zustand der Unzurechnungsfähigkeit befunden haben muß, der preußischen Gesinde- Ordnung der Herr Amtsvorsteher v. Oppen geladenem Karabiner voraufging, einen Weg durch die Menschen denn das Familienoberhaupt sorgt in ausgiebiger Weise für ſeine zu Recht erkennen wird. menge bahnen. Erst gegen 1/210 Uhr erreichte der Krawall Angehörigen. Die That muß gegen Mittag begangen sein; ein Ende. denn um 12 Uhr hat die im vierten Stock wohnende Ehefrau Am geftrigen Mittwoch wurde Preuße von dem Amts: des Metallschleifers Hübner gehört, wie die Thür zu der Klehm 1 Uhr vorsteher Mücke vernommen. schen Wohnung verschlossen wurde. Ob diefer Skandal an dem Musterbeamten in derselben der Mann zum Mittagessen heimkehrte, Weise gesühnt werden wird, wie seiner Zeit an dem Kölner Ginlaß und wartete, bis der Sohn aus der Buchhandlung zurückkehrte. Dieser lettere besaß einen Schlüssel. Als Beide lationsmarke läßt darauf schließen, daß die That mittels eines eintraten, lag Richard todt auf dem Sogha. Eine Strangu Strickes verübt wurde, der aber nicht aufgefunden ist. Die Mutter scheint das Kind im Bette erwürgt und dann als Leiche auf das Sopha gelegt zu haben. Geschrei ist nicht gehört worden. Morgens um 7 Uhr hat die Frau Bardenda, die die Hausreinigung besorgt, noch mit der Klahm gesprochen, aber an ihr nichts Auffälliges bemerkt. Der Kriminalkommissar war gleich am Nachmittage am Thatorte, um den Thatbestand fest zustellen. Wohin sich die Mutter mit dem jüngsten Kinde gewandt haben könnte, ist räthselhaft. Bis zum Abend war keine Nachricht über ihren Verbleib eingelaufen. Sperling? straffret davon, weil ihm nach der Ansicht des Gerichts mit Diefer Tam, wie erinnerlich, für seine Heldenthaten gänglich heiten verrichtete. einem Male der Verstand ausgegangen war, als er feine Roh Der etwa Wie gut hat's doch der Arme in Berlin. Wahrschein lich erfroren ist ein Mann, der heute( Donnerstag) Morgen um 5 Uhr durch den Revier- Nachtwächter am Eingange zu dem Hause Langestraße 36a todt aufgefunden wurde. 40jährige Mann war nur sehr dürftig gekleidet und scheint fein Obdach gehabt zu haben. Die Persönlichkeit hat mangels jeglichen Anhaltes noch nicht festgestellt werden töanen. Die Berliner Krankenkassen mit freier Arziwahl. welche etwa 250 000 Mitglieder zählen, haben durch ihre Ver treter ebenfalls Stellung zu den Unfallstationen und anderen Eigenheiten der Berufsgenossenschaften genommen und am 21. Februar folgende Resolution gefaßt: Die heutige Versammlung der Vertreter der Kassen mit freier Arztwahl verurtheilt das Vorgehen der Berufsgenossen fchaften mit den Unfallstationen und beschließt: 1. Die Einfeßung einer Kommission zur Berathung von Anträgen zur Novelle des Unfallversicherungsgesetzes. 2. Die Nichtbenutzung der von Berufsgenossenschaften abhängigen Privatkliniken. 3. Die Nichtbezahlung der Kur- und Verpflegungskosten in Fällen, wo Arbeiter in solche Kliniken ohne Zu stimmung der Kasse verwiesen wurden. Bei der Gewerbegerichtswahl in Charlottenburg, die am 19. Februar stattfand, sind sowohl auf der Liste der Arbeiter, wie auch auf der Liste der Arbeitgeber von unseren Genossen Irrfinnig geworden. Der Schriftsteller Karl Bauermeister, glänzende Erfolge errungen worden. A13 Arbeitnehmer wurden unter dem Pseudonym„ Curt von der Finkenburg" bekannt, der Der unter dem Verdacht, das Attentat auf den Kaufmann Zu dem Attentat Friedländer wird ferner gemeldet: gewählt die Parteigenossen Maler Schiller, Tischler Dörre, Ar- zulezt Alt- Moabit 35" wohnte und Miteigenthümer eines lite: Der unter dem Verdacht, das Attentat auf den Kaufmann beiter Grüneberg, Töpfer Göde, Maurer Schulze. Bäcker Dieke, tarifchen Bureaus war, erschien am Mittwoch, wie ein Bericht: Friedländer verübt zu haben, verhaftete Lehrling gehört einer Bimmerer Pauls, Schmied Zerbe und Einsetzer Schnell, auf der erstatter erzählt, auf der Wache des 38. Polizeireviers in der sehr geachteten Familie an, so daß es schier unverständlich erfcheint, wie der junge, noch nicht 17jährige Mann den Plan zu Arbeitgeberliste fiegten die Genossen Haagen, Fiedler, Beyer, Kronenstraße und bat um seine Verhaftung, da nach seiner An: fcheint, wie der junge, noch nicht 17jährige Mann den Plan zu den sämmtlichen 18 in Frage stehenden Kandidaten von unserer ihm, daß er, wenn dem wirklich so sei, sich auf dem Polizei: geladen zu haben, daß er einen früheren Hausdiener Friedländers Wernicke, Sellin, Walther und Siegerist. Es wurden also von gabe ein Haftbefehl gegen ihn erlassen sein solle. Man bedeutete einer so ruchlofen That faffen konnte. Den Verdacht der Urheberschaft scheint er bei der Polizei namentlich dadurch auf sich Seite 9 Arbeitnehmer und 7 Arbeitgeber gewählt. Die Gegner bureau in Moabit oder am Alexanderplatz melden müsse. als Thäter in einer Anzeige bezeichnete. Wenn er sich in seinen find außer sich ob dieses Erfolges. B. entfernte sich darauf. Nach Verlauf einer halben Stunde aber fam er schweißtriefend wieder und bat um seine Verhaftung, Angstgefühl durch die Verdächtigung eines anderen zu reinigen suchung steht den Bewohnern von Tempelhof, Mariendorf, Briß, dem das Benehmen des B. auffiel, ließ sofort den Kreisphysikus Kriminalpolizei und sammelte hinreichend Material, um zu der Ein Idyll aus dem Militärstaat. Eine eigenartige Heim- da er von Polizeibeamten verfolgt würde. Der Reviervorstand, suchte, hat er sich gerade dadurch selbst die Grube gegraben. Denn nun beobachtete ihn die auf ihn aufmerksam gewordene Buckow und Lichtenrade für den nächsten Sonnabend bevor. herbeirufen, der den B für gemeingefährlich geistestrant erklärte Den betreffenden Gemeindevorständen ist mitgetheilt worden, daß und seine fofortige Ueberführung nach Dalldorf anordnete. Berhaftung schreiten zu können. Der junge Mann leugnet die am Vormittag des genannten Tages eine Batterie des 1. Garde B. scheint durch ueberarbeitung und finanzielle Verluste geistes: Feld Artillerie- Regiments in dem Gelände zwischen den gestört geworden zu sein. Polizeibericht. Am 21. d. M. Vormittags wurde bei einer genannten Drten ein Schießen mit scharfer eines etwa 4 Monate alten Kindes aufgefunden. That. Munition abhalten wird. Es wird zugleich fund- Karbolifirte Schweine. Einen interessanten Prozeß Ausschachtung im Keller des Hauses Alt- Moabit 19 die Leiche werden konnte. Am Königs gegeben, daß Ansprüche für Flurbeschädigungen, die durch hat ein hicfiger Schlächtermeister gegen den Bahnfiskus ange dieses Schießen verursacht werden, nur berücksichtigt werden, strengt, deffen Ausgang man in Fachkreisen allgemein mit thor wurde Nachmittags ein Mann durch einen Pferdebahnwenn sie spätestens am 28. d. Mts. bei den Gemeindevorständen Spannung entgegensteht. Wie unseren Lesern erinnerlich sein wagen überfahren und an beiden Beinen so schwer verletzt, angemeldet find. Wie die Behörden sich in den Fällen stellen dürfte, erivießen sich vor Wochen auf dem Zentral- Viehhofe drei- daß seine Ueberführung in das Krankenhaus erforderlich wurde. An der Ecke der Kommandanten- und Alexandrinenwollen, daß durch dieses Schießen Personen verlegt werden, geht zehn Schweine dadurch für den Genuß unbrauchbar, daß sie ftark straße gerieth ein Arbeiter unter die Räder eines Rollaus der amtlichen Bekanntmachung nicht hervor. Das durch die farbolifirt waren. Wie die eingeleitete Untersuchung ergab, Geschosse gefährdete Gelände soll allerdings durch Posten abge: waren die Borstenthiere in einem frisch farbolifirten Eisenbahnwagens und erlitt schwere Verlegungen an der Hand.- Abends sperrt werden, daß aber Militärposten nicht immer genügend wagen transportirt worden und die Karbolgase hatten sich dem wurde ein Droschkenfuhrherr, deffen Pferd durchgegangen war, an der Ecke der Chauffee- und Liefenstraße vom Bocke geschleudert Schutz bieten, hat man erst dieser Tage im Generalstabsgebäude Schweinefleisch mitgetheilt, welches bei der Untersuchung kon gefehen, wo trop des Militärpostens der am Hause befindliche fiszirt wurde. Der geschädigte Schlächtermeister hat nunmehr und dabei so schwer verlegt, daß er während der Ueberführung nach dem Krankenhause starb. nach dem Kranfenhause starb. Vor dem Hause Burgstr. 28 Feuermelder unbemerkt von unbefugter Hand in Thätigkeit gesezt gegen den Bahnfiskus die Klage auf Schadenersatz angestrengt. wurde ein Mann durch einen Omnibus überfahren und sehr Charley's Tante wird demnächst eine Aufführung vor schwer verlegt. In der Nacht zum 22. d. m. versuchte eine Diphteritis. Ein Vorkommniß in einem ersten Gericht erleben. Ein schwedischer Schriftsteller K., der hier in in der Salzwedelerstraße wohnhafte Frau sich die Pulsader an Hotel der Friedrichstadt wirbelt seit einigen Tagen viel der Wilhelmshavenerstraße lebt, hat das Stück in seine Landes- der Hand zu öffnen und verletzte sich so schwer, daß ihre UeberStaub auf. Dieser Tage starb die sechsjährige Tochter des Be- sprache übersetzt und in Schweden zur Aufführung gebracht. führung nach dem Krankenhause erforderlich wurde. Im Laufe fibers jenes Hotels in der Charitee an der Diphtheritis. Mit Mun besteht zwischen Deutschland und Schweden ein literarischer des Tages fanden fünf Brände statt. diesem Todesfall wird jetzt gerüchtweise die Erkrankung und der Vertrag, wonach ohne Bewilligung des Autors derartige UeberTod von drei anderen Personen in Verbindung gebracht: der tragungen nicht stattfinden dürfen. K., der in der Angelegenheit eines jungen Mannes aus Ludwigsluft, ferner derjenige der Malerin Agnes Stamer aus Charlottenburg und endlich der der Gräfin Bninsti, die am Montag gestorben ist. Der junge Mann und die Malerin hatten zuvor an einer Festlichkeit Theil ge: nommen, die in dem Hotel stattgefunden hatte, die Gräfin wohnte mit ihrem Gatten dort seit einiger Zeit. Außerdem geht das Gerücht, daß noch mehrere Personen von der tückischen Krank heit befallen sind, die Theilnehmer der verhängnißvollen Festlich Von dem Besitzer des Hotels wird der Be hauptung entschieden widersprochen, daß jene tragischen Vorfälle im Zusammenhang stehen mit der ersten Erkrankung. Nach dem das Kind aus dem Hotel herausgebracht worden sei, hätten sofort die ausgedehntesten Maßnahmen für die Des infettion c. stattgefunden. Voraussichtlich werden die zuständigen feit waren. Behörden der Angelegenheit näher treten und eine Untersuchung stattfinden lassen. richtet: Theater. durch den Kriminalkommissar Feige bereits vernommen worden ist, beruft sich darauf, daß er die Tante aus dem Englischen in das Schwedische übersetzt habe und führt zum Beweise seiner Im Central Theater prangte am Mittwoch Abend Frau Dora Berechtigung dazu an, daß ein Vertrag, der dies verbiete, in der älteren Costa- Millöcker'schen Posse„ Ein Blißmädel" zwischen England und Schweden nicht bestehe. Der Ausgang als übermüthige Titelträgerin. Die Handlung ist harmlos wie bes bevorstehenden Prozesses wird in den betheiligten und in die aller älteren Wiener Poffen. Eine fesche Telegraphistin be Theaterkreisen mit Spannung erwartet. Ein schneidiger Sportsman. Wegen Veruntreuungen in Höhe von 40 000 Mart ist der Geschäftsführer einer großen Eisenhandlung in Spandau verhaftet worden. Der Defraudant war ein ständiger Rennplatzbefucher und gewohnheitsmäßiger Spieler. Als die Katastrophe eintrat, war er ohne Mittel; seine Familie hat er in bitterster Armuth gelaffen. " An die Parteigenoffinnen und Genoffen! Soziale Ueberlicht. müht sich, ihrem Bräutigam eine Sekretärstelle zu verschaffen, feines reichen Dheims bewirbt. Um ihren Zweck zu erreichen um die fich auch ein veritabler Dummtopf unter der Leitung und ferner um das Publikum föniglich zu amüsiren, muß das Blitzmädel nun bei den hohen Protektoren in Begleitung eines luftigen Statisten als französische Stiftsdame, als spanische Tänzerin und als flotter Bruder Studio vorstellig werden und ihre Künfte entfalten. Daß Frau Dora in allen diesen Ver und Beschwerden der Arbeiter, die in unserem Blatt naturgemäß alle anderen Mitwirkenden gebührt uneingeschränktes big mit In den Spandauer Militärwerkstätten haben die Klagen fleidungsrollen Wunder wirkte, ist selbstverständlich. Aber auch ihren Ausdruck fanden, zu einer Maßregel geführt, die eine Er allem wußte Herr Helmerding den Partner des Blizmädels mit Die Entrüftung des anständigen Publikums rief am leichterung und Verbesserung für die Arbeiter sein soll. Während föftlicher Komit zu geben. Herr Bollmann als Dummkopf Dienstag Abend in dem Potsdamer Vorort Now awes das früher nämlich etwaige Beschwerden der Arbeiter stramm Kasimir und Herr Worlitsch als deſſen Oheim leiſteten Vorzüg Gebahren eines betrunkenen Gendarmen hervor. militärisch ihren weitläufigen Instanzenweg gehen mußten und liches. Ein Genrebild von echtem Humor stellten Herr Th. Müller Ueber die Affäre, die lebhaft an das Auftreten des Sperlings dann auch wohl die übliche Sühne fanden, die beim Kommiß als Professor und Frau Walther- Trost als dessen Gattin dar. von Köln erinnert, wird in einem hiesigen Blatte Folgendes be in solchen Dingen erfolgt, ist jetzt durch Anschlag bestimmt Das Publikum, das heutzutage ganz andere Kost gewohnt ist, worden, daß es den Arbeitern gestattet(!) sein soll, unmittelbar als den harmlofen Uebermuth, der in den älteren Wiener Possen Der Gendarm Preuße, ein großer fräftiger Mann, der seit bei dem Direktor oder bei einem andern Mitgliede der Direktion sein tollgefälliges Wesen treibt, nahm dennoch die gebotene Gabe etwa Jahresfrist im Orte ist, hatte den Auftrag erhalten, einen ihre Beschwerden anzubringen. Wie sehr die Arbeiter diese dankbar hin und geizte nicht mit seinem Beifall. Das Blizmädel in der Louisenstraße wohnenden Kellner Müller zu verhaften. Neuerung mit Jubel begrüßen müssen, wird leicht flar werden, wird aber trotz des neuen Erfolges nur furze Zeit das BentralPreuße führte dies, wie von allen Seiten übereinstimmend verwenn man erfährt, daß die Direktion der Spandauer Militär- Theater beherrschen, da in furzer Frist eine neue Berliner Posse sichert wird, in trunkenem Zustande aus und so konnte ihm der werkstätten ausschließlich aus Offizieren besteht. Bei dem Militär auf seinen Brettern ihr Glück versuchen soll. Arrestant leicht entfliehen. Der Beamte wußte nun nicht, was giebt es bekanntlich auch ein Beschwerderecht, wie Jedermann weiß, er that. Er lief in die Wohnung des Webers Bergemann, etwa wird dieses Recht" aber durch die hierarchisch- bureaukratische gegen 1/26 Uhr Abends, um den Entflohenen zu suchen, trotzdem Organisation zu einem Schein recht gemacht. Könnte der Bergemann mit Müller in feiner Beziehung stand. Dabei ge- mishandelte Soldat sich ohne Weiteres an einen höheren Difizier berdete sich Preuße wie ein Rasender, warf einige Vasen von wenden, so würde davon sind wir überzeugt dem Spind herab, durchwühlte die Kommodenkasten und Betten meisten Fällen sofortige Remedur eintreten, allein das kann der Der Kampf der Arbeiterklasse gewinnt von Tag zu Tag an und fuchtelte mit seinem Säbel unter den Bettstellen herum, sodaß Soldat nicht, weil die bureaukratische Hierarchie ihm den Weg Ausdehnung. Auch an uns Frauen ergeht damit der Ruf rüftig die Bewohner in große Angst geriethen und glaubten, es mit verlegt. Diese bureaukratische Hierarchie herrscht auch in den mit theilzunehmen an diesem Kampfe. Unsere Pflicht ist es, mit einem Wahnsinnigen zu thun zu haben. Auch noch in ver- Militärwerkstätten. Und wie sehr die Direktoren von diesem aller Energie die wir befizen, mit allem Opfermuthe dessen wir schiedenen anderen Wohnungen haufte der Beamte in gleicher Geifte durchdrungen sind, erhellt zur Genüge daraus, daß sie ein fähig find, mitzuarbeiten an dem großen Werke der Befreiung Weise und veranlaßte dadurch bereits auf der Straße einen großen selbstverständliches Recht gestatten". Nicht um das ge- der arbeitenden Klasse. Wenn Euch nun, sei es von welcher Seite Menschenauflauf. statten" handelt es sich, sondern um die Ermöglichung es wolle, gesagt wird, daß die Frau sich um die Deffentlichkeit nicht zu Ais Preuße hierauf taumelnd die Straße betrat, rief man eines freien Verkehrs zwischen den Arbeitern fümmern habe, so schenkt dem fein Gehör, denn wenn die Frauen ihm zu: Der ist ja betrunken!" worauf er zunächst bei ver- und der Direktion und dieser freie Verkehr wird ein und Mädchen in Fabriken mit den Männern arbeiten sowie schiedenen Leuten- Nachfrage hielt, ob er auch wirklich be- frommer Wunsch bleiben, so lange die bureaukratische Hierarchie Steuern bezahlen müssen, so ist es auch Ihre Pflicht, sich darum trunken sei. Bei Kaufmann Wegener, wo Preuße wuthschnaubend besteht ebenso wie in der Armee der freie Verkehr zwischen zu kümmern, wie die Gesetzgebung gehandhabt wird. eindringen wollte, ließ man ihn nicht ein. Mehrere verständige Soldaten und Offizieren unter dem herrschenden System, auch In der nächsten Woche finden mehrere Bersammlungen statt, Leute aus dem Publikum, das inzwischen bis auf 400 bis bei bestem Willen der Offiziere, ein frommer Wunsch bleiben in denen unsere Genossin Frau Klara Bettin aus Stutt500 Personen angewachsen war, baten Preuße, doch lieber wird. gart über die Steuervorlagen und die Frauen nach Hause zu gehen, und erboten sich, ihn dorthin zu begleiten. Dadurch wurde er aber erst recht wild. Er zog seinen Säbel In seinem Bette erschossen hat sich am Donnerstag früh des Proletariats sowie über die politischen und nahm zugleich feinen Revolver zur Hand, um nunmehr in um 5 Uhr der 41 Jahre alte Maurer Robert Thomas in seiner Rechte der Frauen" sprechen wird. Die erste Versammder Neuenstraße gegen das Publikum offensiv vorzugehen. Mit Schlafstelle am Planufer 20. Er litt an einer unheilbaren lung findet Mittwoch, den 28. Februar bei Martens, Friedrichstraße 286, die zweite Freitag, den 2. März in Sanssouci, Rotte erhobenem Säbel taumelte er in den Menschenhausen hinein, Krankheit und hat aus diesem Anlaß zum Revolver gegriffen. buferstraße 4a, die dritte in Moabit, Ahrend's Brauerei, Thurmblindlings um sich schlagend und einen Schuß mit dem Revolver Von einem Omnibus überfahren wurde Mittwoch straße 26/27, statt. abgebend. Vor der Thür des Bäckermeisters Schwalbe wurde Abend um 10 Uhr vor dem Hause Burgstr. 29 der 82 Jahre Wir ersuchen alle Genossinnen und Genossen tüchtig zu durch die Revolverfugel der Arbeiter Hermann Wiesener am alte Schneider Auguft Schulz aus der Rügenerstr. 2. Er war agitiren, damit die Frauen und Mädchen zahlreich erscheinen. Auge verlegt, außerdem erhielten mehrere Personen Säbelhiebe. zu Falle gekommen und dabei von dem Gefährt gefaßt worden. Mit sozialdemokratischem Gruß! Der Krawall 8og fich hierauf nach Wilhelmstraße und Mit anscheinend schweren inneren Verlegungen wurde Schulz Friedrichstraße, wo Preuße wie ein Wahnsinniger auf und nieder nach einem Krankenhause gebracht. lief, während das Publikum, Hurrah rief. zur Abwehr mit Steinen und einer Bierkruke. " in den Eine Diphtheritis- Epidemie graffirt in äußerst besorgnißerregender Weise in dem Töpferdorfe Belten. Schülerklassen weisen bereits so bedeutende Lücken auf, daß man Einige daran denkt, die Schule bis auf Weiteres zu schließen. " = Die Frauen Agitationstommission. Porzellan Emaille n. s. w. Maler! Achtung! Die Firma Benzenberg u. Co., Herdefabrit in Barmen- Rittershausen, ohnehin niederen Löhne eine 25prozentige Lohnreduzirung nicht hat ihren Malern gekündigt, weil dieselben sich in anbetracht der ohne weiteres gefallen ließen. Die Firma sucht im Fabrikantenblatte Sprechfaal" nun andere, wahrscheinlich noch mehr ans Hungern gewöhnte Maler. Wir ersuchen demzufolge, den Zuzug nach Barmen strengstens fernzuhalten! Vor dem Faupel'schen Gasthof schoß Preuße wiederum blindlings in die Menge hinein und hieb mit dem Säbel ein, wodurch wieder mehrere Personen verwundet wurden. Jetzt wurde aber auch das Publikum, das sich bisher angesichts der Gewaltthaten des Gendarmen doch ruhig verhalten hatte, ungeduldig und warf Kindesmord. Die in dem Hause Cuvrystraße 48 wohnende Frau Klahm geborne Hecht hat am Donnerstag Mittag um So ftand die Sache, als gegen 1,9 Uhr der Amtsvorsteher 12 Uhr ihren am 29. Mai 1885 gebornen Sohn Richard auf dem Mücke mit noch mehreren Beamten herbeieilte. Mücke versuchte, Sopha erwürgt und ist dann mit ihrer am 30. April 1889 ge= Der Streik in der Schuhfabrit von Gleige und Preuße von weiteren Maßnahmen zurückzuhalten, hatte aber fein bornen Tochter Frida aus der Wohnung entflohen. Die Woh- Grabow in Burg dauert unverändert fort. Die UnterhandGlück, da Preuße ihn nicht als seinen Vorgesetzten anerkannte. nung der Knopfarbeiter Klahm'schen Eheleute besteht aus einer lungen find betreffend der Zwicker refultatios verlaufen. Bessere Echließlich wurde durch den Gendarm George der Tuchmacher zweifenftrigen Stube und einer Küche, die nach dem Hofe zu Einrichtungen wollen die Fabrikanten schaffen. Mit Zuschlag Krosick, der angetrunken war, und später noch ein Arbeiter Grner 3 Treppen hoch belegen sind; der Ehemann arbeitet in einer von 2 Pf. pro Paar wären sie nicht mehr tonturensfähig. 3u. festgenommen und unter Gejohle des Publikums nach dem Arrest Fabrit Köpnickerstraße 33 a. Frau Klahm hat im Ganzen 12 aug ist streng fernzuhalten. lofal gebracht. Unterwegs wurden auf die Beamten aus der Menge Kindern das Leben gegeben, davon lebten bis Donnerstag noch 3, wieder Steine geworfen, wovon ein Wurf den Gendarm und zwar außer den vorgenannten ein sechzehnjähriger Die Streittommission. J. A.: E. Piegter. Der große, 20 Wochen lange Streit der Litho| keit dieser Lehre zu überzeugen. Denn diese Lehre zieht den graphen und Steinbruder bei der Attiengesellschaft Bessimismus groß, der seinerseits die Thatkraft der Menschen . u. G. Kaufmann in Brandenburg wurde hauptsächlich hervor schwächt. Wenn es nothwendig ist, daß die Mehrheit der gerufen durch die sattsam bekannte liebevolle Behandlung, welche Menschen hungert, damit einige wenige fich satt essen können, so den Arbeitern und Arbeiterinnen dort zu Theil wurde. Be hilft ja auch fein Kampf gegen diese Nothwendigkeit. Aber sie sonders that sich hierin ja der„ Oberdrucker" Weidemann, oder ist eben nicht vorhanden, unsere jammervollen Zustände sind in wie er fich in feiner Bescheidenheit im Brandenburger Adreß- der Unvernunft der gesellschaftlichen Ordnung" begründet, nicht in Nach Beendigung des für uns leider vergeblichen Kampfes ging nähren; es ist nicht wahr, wie Malthus sagt, daß die Existenzbuche nannte: der Herr Fabrikdirektor" Weidemann hervor. der Natur, die Erde bringt genug hervor, um uns alle zu auch dieser Herr Fabrikdirektor" an die frische Luft und ist nun mittel stets im Mißverhältniß zur Anzahl der Bevölkerung stehen, seit ein paar Wochen bei Priester u. Gick in Berlin als Ober- nur die Bertheilung der Existenzmittel ist eine ungerechte und ungleiche. Und gerade darum kämpft ja der Sozialismus gebrochen, und jetzt fucht er in Brandenburg Arbeiter und lähmen lassen in diesem heiligen Kampfe durch widersinnige Richtig ist nun auch bei Priester u. Eick der Streit aus für ausgleichende Gerechtigkeit. Wir wollen uns nicht Arbeiterinnen zu födern. Die Brandenburger kennen ihn Theorien. aber alle. An alle im Tapezirergewerbe beschäftigten Personen!) Am Montag, den 26. Februar, Abends 8 Uhr, findet eine öffentliche Versammlung bei Bolk, Alte Jakobstr. 75, statt, und ersuchen wir der wichtigen Tagesordnung wegen vollzählig zu erscheinen. Alles Nähere fiehe Annonce im Vorwärts" am Sonntag, den 25. Februar. Die Agitationstommission der Zapezirer. An die Müller und Mühlenarbeiter in Berlin und Umgegend! Nachdem unsere Berufsorganisation längere Zeit darniedergelegen hat, scheint erfreulicher Weise sich gegenwärtig ein Aufschwung in der Bewegung zu vollziehen. Wünschenswerth brucker thätig. ist dies um so mehr, als unsere Berufsorganisation weit hinter vielen anderen Gewerkschaften zurücksteht. Wir müssen vermöge der Organisation dazu kommen, unseren Forderungen den Arbeit gebern und Kapitalisten gegenüber Geltung zu verschaffen. Deshalb Kollegen fordern wir Euch auf, werbt fleißig Mitglieder füc unfere Organisation und besucht die im Annoncentheil bekannt u. Eick anfangen solle oder nicht, der erinnere sich also, daß an Wer noch im Zweifel ist, ob er als Streitbrecher bei Priester gegebene Versammlung. Es ist seit langem die erste Versammlung, der Spike dort steht: der Brandenburger Fabrifdirektor Weidewir geben uns der Hoffnung hin, daß die Kollegen durch einen zahlreichen Besuch ihr eifriges Interesse an der Entwicklung der Organisation zeigen. Die Agitations tommission. Die Bleicher und Appreteure in St. Gallen find in eine Bewegung für den Behnstundentag eingetreten. Gine fürzlich stattgehabte Versammlung beschloß, die Unterhandlungen mit den Arbeitsherren weiter zu führen und den Zehnstundentag mit 10 pCt. Lohnerhöhung zu verlangen. mann"!! Feiger Gedanken Bängliches Schwanken Macht uns nicht frei." Der Verein der Schäftebranche beschäftigte sich am Die zentralisirten Holzarbeiter Thüringens haben am 17. d. Mts. in seiner Mitgliederversammlung mit der Erörterung Sonntag in Apolda eine Konferenz abgehalten, die von einer Umgestaltung der Schuhmacherorganisation. Bei dem 14 Orten durch 21 Delegirte beschickt war. Die Delegirten er regen Intereffe, das die Mitglieder dieser Frage gegenüber bestatteten Situationsberichte über die Lage der Holzarbeiter in fundeten, entstand eine sehr lebhafte Diskussion. Ein endgiltiger den einzelnen Drten. Diese lieferten ein Bild, wie traurig die Beschluß wurde nicht gefaßt. Unter Verschiedenem wird bekannt Lage der Holzarbeiter im allgemeinen ist, welche nur durch eine gegeben, daß in der Fabrit von Bergschmidt und Lange ein starke Organisation beseitigt werden kann und gelangte der An- Streit ausgebrochen ist. Eine Arbeiterin der genannten Fabrit trag, eine Agitationstommission für Thüringen zu wählen, zur giebt folgende Schilderung über die Zustände jener Fabrik: Die Annahme. Als Sih derselben wurde Erfurt bestimmt. Die Behandlung von Seiten des Fabrikherrn steigerte sich in letter Die materielle Lage der Volksschullehrer im Regie: Mittel zur Agitation sollen durch einen Extrabeitrag von 10 Pf. Beit bis zum Unerträglichen. So werde den Arbeiterinnen das rungsbezirk Breslau hat durch die jüngst erfolgte Beröffent pro Mitglied und Monat aufgebracht werden. Nachdem ver- Sprechen verboten und selbst in der Bause war es nicht ge lichung des Vertheilungsplanes der Beiträge zur Ruhegehalts- fchiedene sachliche Gesichtspunkte zu Tage gefördert worden stattet, ein paar Worte zu wechseln. Der Fabrikant Bergschmidt taffe eine charakteristische Beleuchtung erfahren. Aus dem intereffanten Zahlenmaterial sei nur Folgendes hervorgehoben: Das waren, wurde die Konferenz mit einem Hoch auf die Gewerk- habe ihnen in schroffer Weise erklärt, sie sollten sich ihr Gequatsche" pensionsfähige Gesammteinkommen bei 20 Schulstellen beträgt schafts- Bewegung geschlossen. bis zum Sonntag aufbewahren, in seiner Fabrik bulde er es noch nicht 600 M. Den zweifelhaften Vorzug, die drei geringst Zum Kapitel Schreiberelend. Der Helmstedter Ma. nicht. Eine Arbeiterin, die sich demgegenüber ein Wort des WiderMa- spruchs erlaubte, wurde sofort entlassen. Daraufhin haben befoldeten Lehrerſtellen aufzuweisen, haben die Kreise Ohlau gistrat hatte eine Schreiberstelle mit 800-900 M. Gehalt ausfämmtliche Vorrichter und Stepperinnen mit Ausnahme des Vor( Baumgarten, Hilfslehrerstelle mit 496,81 M.), Neumarkt( Biser- geschrieben, zu der sich nicht weniger als 57 Bewerber gemeldet richters Jander die Arbeit niedergelegt. Ferner erklärt die witz, Hilfslehrerſtelle mit 511,90 M.) und Breslau( Sillmenau, hatten. Den Zuschlag erhielt schließlich ein junger Schreiber aus Rednerin, daß die Arbeiterinnen der Fabrit allgemein der AnHilfslehrerstelle mit 526,67 m. Jahresgehalt). Bei weiteren Blantenburg, der sich für 400 Mart angeboten hatte. 161 Stellen erreicht das Einkommen noch nicht 700 Mart. sicht sind, daß in einem Zuchthause die Behandlung teine schlechtere Bahnhof Nachtwächter erhalten Junungsschiedsgerichte. Die Leipziger Tischler- und fein tönne, fodaß eine Anzahl der Streifenden in keinem Fall balts Etat 1894/95 700 Mark Mindestgehalt! 636 Lehrtheilten, an den Magistrat das Ersuchen, die Erlaubniß zur Er- darauf zwei Mitglieder des Vereins beauftragt, mit dem Fabrits Staatshaus Buchdrucker, meister" richteten, wie wir vor einigen Tagen mit die Arbeit in dieser Fabrik wieder aufnehmen wird. Es werden fräfte beziehen weniger als 1000 Mart Gehalt, während richtung eines Innungsschiedsgerichts zu erhalten. Gegen diese besiger in Unterhandlung zu treten, um zu versuchen, eine für Kaffendiener im Eisenbahndienste 1000 bis 1500 M. Ginkommen Sondergelüfte wenden sich die Leipziger Arbeiter mit großer Ent- die Arbeiter günstige Ginigung und somit die Beilegung des beziehen. 2596 Lehrer rangirten am 1. Oftober 1893 demnach fchiedenheit. In einer am 19. Februar stattgehabten Verfamm- Konflikts zu erreichen. Nachdem sich die Mitglieder verpflichtet bedeutend hinter jenen Kassendienern, da diese Zahl Lehrpersoner lung wurde eine Protestresolution angenommen, die, mit zahl- hatten, die Streitenden nach Kräften auch materiell zu unterweniger als 1500 M. Gehalt erhielt. Angesichts der stetig steigen- ung weniger als 1500 m. Gehalt erhielt. Angesichts der stetig steigen reichen Unterschriften versehen, an den Magistrat abgesandt stüßen, erfolgte der Schluß der Versammlung. den Militärlaften hat man allerdings für die Lehrer und die werden soll. Echule nichts übrig. nach dem " Versammlungen. In einer öffentlichen Versammlung der Linoleumleger und Teppichnäher, die am 19. Februar stattfand, erstattete der Die Orts Krankenkasse für Handlungsgehilfen und Vorsitzende Oberschmidt den Situationsbericht über den Lehrlinge zu Berlin hält am Freitag, den 2. März, Abends Stand des Streits bei der Firma Quantmeyer u. Gide, 9 Uhr, im Saale des Restaurants zur neuen Post", Beuthstr. 22, Wilhelmstr. 49. Streitbrecher haben sich bisher noch nicht ge1 Treppe, eine außerordentliche Generalversammlung mit der Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten funden; der Firma stehen nur die Arbeiter Hollwig, Tagesordnung: Antrag der Gewerbe- Deputation, betreffend die Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt eine stark besuchte Ver- Rü II und Kurth zu Gebote, welche jedoch unter den früheren Beschlußfassung über eine Erweiterung der Fürsorge für geschlecht sammlung am 20. Februar in der„ Urania", Wrangelstraße, ab. Verhältnissen( also nicht unter dem seinerzeit vom„ Vorwärts" lich erkrankte Kaffenmitglieder, bezw. diesbezügliche Abänderungen Das Referat über das Thema:„ Klassenkampf und Sozialreform" veröffentlichten famosen„ Meisterkontratt") weiter arbeiten. Alle des Statuts, Interpellation der Delegirten Heymann und Ge- batte Genosse Bue b übernommen. Redner bemerkt Eingangs gütlichen Versuche, dieselben ebenfalls zur Niederlegung nossen, betr. Die Thätigkeit des jetzigen Vorstandes, Ergänzungs- feines Vortrages zur Aufklärung, daß nicht die Leiter des Wahl der Arbeit zu bewegen, find bisher gescheitert; auch zu wahlen zum Vorstande und Statuten Abänderung ab, worauf vereins die Schuld an seinem Ausbleiben bei einer früheren Ver- dieser Versammlung waren sie speziell eingeladen, leider die Interessenten hiermit aufmerksam gemacht werden. sammlung tragen, sondern die Influenza ihn an seinen Ver- aber nicht erschienen. Die Sperre über die Firma bleibt pflichtungen gehindert habe. Eine eigenthümliche Erscheinung, Ein Beitrag zur weißen Sklaverei. Der Verband so fährt der Redner dann fort, zeigt sich beim Bekanntwerden nach wie vor bestehen. Redner theilte noch mit, daß die zur Besserung der ländlichen Arbeitervereiner jeden neuen Erfindung. Die große Masse der Bevölkerung pulationen dieser vermeintlich jüdischen Firma ihren Arbeitern hältniffe im Gebiete des Landwirthschaft- erfaßt ein Schreck, da jedem das Gespenst der Arbeitslosigkeit gegenüber zum Gegenstand eines Leitarktikels gemacht habe, der lichen Bentralvereins der Provinz Sachsen zc." dann greifbar vor die Augen tritt: mit jeder weiteren Aus- bie Ueberschrift trägt: Wie man Sozialdemokraten züchtet"; er verspricht nach seinem Titel, es mit der Besserung der ländlichen nützung der mechanischen Kräfte geht Hand in Hand eine steigende fonstatirte aber im Anschluß hieran, daß gerade die Inhaber Arbeiterverhältnisse recht ernst zu nehmen; seiner praktischen Entwerthung der menschlichen Arbeit und wachsendes Elend. dieser Firma wüthende Antisemiten und ständige Inferenten des Thätigkeit nach scheint er jedoch die Verbesserung der ländlichen Die Behandlung unter dem Sozialistengefeß, die gegenwärtig Führers durch Berlins chriftlich- deutsche Geschäfte" find.( Große Gutsbesitzerverhältnisse im Auge zu haben, wie Folgendes be wieder in Mode zu kommen scheint, hat auf die Entwicklung des Beiterkeit.) In der Diskussion wurde hauptsächlich die Möglichweisen mag. Klaffenbewußtseins sehr erzieherisch eingewirkt. Redner giebt feit der gänzlichen Abschaffung der Atford- und Einführung der Ein bisher nur bei städtischen Herrschaften in Stelle ge eine detaillirte Schilderung der von der Regierung beliebten Lohnarbeit in Erwägung gezogen. In den Vereinsversammwefenes Dienstmädchen in Thorn hatte zur Erlangung einer Unterdrückung in seiner Heimath Elsaß- Lothringen und stellt lungen soll diese Frage noch eingehender ventilirt werden. anderen ähnlichen Stelle sich an einen dortigen Gesindevermittler feft, daß das Leist'sche Verfahren den Genossen dort nicht lungen soll diese Frage noch eingehender ventilirt werden. gewendet, der ihr auch eine solche als Bimmer- und Haus- unbekannt sei. Den Intereffengegensatz zu leugnen und den In der Versammlung des Verbandes deutscher Korb mädchen in Schönebeck in der Altmark beim Gutsbesiger Klaffenkampf als etwas Unfittliches und Berwerfliches hin- macher( Filiale Berlin) hielt am 19. Februar Herr Dr. Wurm B. verschaffte. Der Gesindevermittler bemerkte jedoch, daß zustellen ist das Bestreben der bürgerlichen Ideologen. Die einen Vortrag über„ Die Erhaltung der Sehkraft". Der be= fie auf der neuen Stelle neben ihrer Arbeit als Haus- und stärkste Säule der gegenwärtigen Ordnung ist, so sagen die lehrende und sehr interessante Vortrag wurde allseitig mit reger Bimmermädchen auch Kühe melten müsse. Den darauf erfolgten bürgerlichen Parteien einstimmig, der Mittelstand. Die Sozial- Aufmerksamkeit verfolgt. Einwand des Mädchens, daß sie sich doch nicht zur Landarbeit demokratie muß sich darauf beschränken, dieser dem Untergang Zum zweiten Punkte der Tagesordnung wurde von der Reund zum Rühemelfen vermiethet, davon auch gar nichts verstehe, geweihten Klasse Einsicht in die wirthschaftliche Entwickelung visionskommission die Abrechnung über die Sammlungen zur sondern sich als Hausmädchen vermiethet habe, beschwichtigte beizubringen. Nachdem der Antisemitismus fie für diese Ideen Unterstützung der ausgesperrten Kollegen von Kemptes verlesen. der Gesindevermittler dadurch, daß er ihr sagte, das Rühemelten empfänglich gemacht hat, werden sie dank der wachsenden Er- Nach längerer erregter Debatte verwies man dieselbe zur nochwürde sie dort sehr leicht erlernen und dasselbe solle sie auch nur fenntniß uns zugeschoben, und wir lassen nichts los, was wir maligen Prüfung an den Vorstand. Nachdem einige innere so nebenbei" machen. Das Dienstmädchen beruhigte fich auch einmal gepackt haben. Nachdem der Referent noch die Bedeutung Vereinsangelegenheiten erledigt waren, erfolgte der Schluß der bei dieser Versicherung des Vermittlers und trat am 3. Januar 1894 der sogenannten Sozialreform eingehend gewürdigt hatte, Versammlung. ihren Dienst an. Sie wurde jedoch nicht als Hausmädchen be- fchließt er unter lebhaftem Beifall seine dreistündige schäftigt, sondern als Landgesinde, indem sie sämmtliche Hof- Rede. In der Diskussion sprach Genosse Sta bernad, genoffen tagte am 20. Februar im Lotale Königsbant". Nach Eine öffentliche Versammlung der Töpfer und Berufs und Stallarbeit verrichten sollte. Da sie nun nicht melten fonnte, während Hofstedt seine Erlebnisse auf der Wache so erklärte ihr der Herr Gutsbesitzer Becker, er würde sich auf des 44. Polizei Reviers und einem Vortrage des Stadtverordneten F. Wilte über die Be vor dem Untersuchungs ihre Kosten eine Melkfrau halten und die Ausgaben dafür von richter zum Besten gab. Das Vergnügungskomitee für das deutung des 1. Mai und kurzer Diskussion gelangte ein Antrag ihrem Lohne in Abzug bringen. Da nun das Dienstmädchen un- Stiftungsfest am 14. April bilden die Genossen: Petric, ber ganzen Welt auch in diesem Jahre durch Ruhenlassen der zur einstimmigen Annahme, dem Feiertag des Proletariats fähig war, diese ihr übertragene Arbeit zu machen, so wollte sie Schneider, Hensel, klasse, Menzel, Piele de Arbeit eine höhere Weihe zu geben. Mit den Vorbereitungen der ganzen Welt auch in diesem Jahre durch Ruhenlaffen der den Dienst verlassen und hatte sich zu diesem Zweck von ihrer und Gräschke. Schwester das Reisegeld senden lassen. Der Gutsberr B. zur Maifeier wurde ein Komitee, bestehend aus den Kollegen nahm jedoch das Geld in Empfang und händigte daffelbe in den Germania- Sälen eine gut besuchte Versammlung ab. betraut. Der Vertrauensmann G. Melzer verlas hierauf Die Arbeiter- Bildungsschule( Nord) hielt am 18. Februar Ed. David, Hagen, Ratowati, Jakob und Handike, erst nachdem er 80 Pf. für verauslagte Gelder abgezogen Borwärts die Losung", war das Thema, über welches Genoffe feinen Raffenbericht für die Zeit vom 21. September 1893 bis hatte, dem Dienstmädchen aus. Da sich dieser Herr nun weigerte das Mädchen ziehen zu lassen, so verließ dieselbe den Sigg( Schüler der Arbeiter- Bildungsschule) referirte. Redner 18. Februar 1894. Die Einnahmen betrugen: für Marken Dienst. Der Gutsherr verklagte nun das Mädchen und dieselbe mußte sich seiner Aufgabe geschickt zu entledigen. Seine in ernſten 1191,25 9.; sonstige Einnahmen waren 48,86 m. Mit dem wurde auch zu 9 M. Geldstrafe oder 3 Tage Haft verurtheilt. Worten gehaltenen Ausführungen fanden eine recht beifällige Bestand vom 21. September v. J. im Bettage von 1821,81 m. wurde auch zu 9 M. Geldstrafe oder 3 Tage Haft verurtheilt. Aufnahme. Die nächste Versammlung findet am 11. März statt. ergiebt dies somit eine Gesammteinnahme von 3056,92 M. Aus: Den Lohn für die Zeit vom 1. bis 18. Jannuar fowie das Bei der Verloosung fiel der Hauptgewinn auf Nr. 264. Dienstbuch hatte der Gutsherr einbehalten. gegeben wurden für Agitation, Drucksachen, den Fensterstreit Der Frauen und Mädchen Bildungsverein Filiale arbeiter Kartell 2c. 2c. ( 2000 M.), die Gewerkschaftskommission, das Bauinsgesammt 2789,48 M.; mithin Nord hielt am 14. d. M. in der Swinemünderstr. 35 eine VerAn Stelle des aus fammlung ab. An Stelle der erkrankten Frau Reimann hatte verblieb ein Bestand von 267,44 M. Fräulein Bader in letzter Stunde das Referat übernommen. Sie an den Bericht Habanz', des Delegirten zur Gewerkschaftsscheidenden Revisors Hoffmann wurde 2othar gewählt. sprach über" Frauen und Kinderarbeit", ausführend, daß die kommission, knüpfte sich eine längere Debatte. Ha gen erfuchte Stellung der in der Industrie arbeitenden Frau deshalb eine so die Versammlung, die Vertreter in der Kommission zu beauf elende sei, weil 1. ihre Kräfte über Gebühr ausgenügt Lohn arbeiten müsse, wolle sie sich überhaupt noch in einer Be- gestellt werde; den Gewerkschaften gegenüber, welche unter allen würden und 2. fie für ganz unverhältnißmäßig geringen tragen, dahin zu wirken, daß ihr Antrag bezüglich einer anderBe- weitigen Regelung des Sammelwesens nochmals zur Debatte schäftigung halten. Ueberall sei die Bezahlung der Arbeiterin gestellt werde; den Gewerkschaften gegenüber, welche unter allen viel schlechter, als die des Arbeiters bei gleichwerthigen Umständen das Liſtensystem aufrecht erhalten wollen, müßten den Arbeiter verdrängt habe, weil der Kapitalist es vortheil- bureaus geforderten Mittel, da er dessen Nothwendigkeit durchLeistungen. Ganze Industrien gebe es, aus denen die Arbeiterin sich die Töpfer in Zukunft passiv verhalten. Im übrigen sprach er gegen die Bewilligung der zur Erhaltung des Gewerkschaftshafter fand, die billigere Frauenarbeit anzuwerben. So die aus nicht einsehen könne. Zur Rathertheilung in gewerblichen bureaus geforderten Mittel, da er dessen Nothwendigkeit durchRonfiserien in Marzipanfabriken, besonders die in und um Dresden; nicht übersteigt, während es diesen Ausbeutern wohl schwerlich ge- Das Gewerkschaftsbureau fördere indirekt den Indifferentismus, fie beschäitigen gegen 5000 Arbeiterinnen, deren Wochenlohn 5 m, Angelegenheiten seien die von den meisten Gewerkschaften in den eigenen Bureaus angestellten Arbeitsvermittler jederzeit bereit. liegen würde, ſelbſt in unserer Zeit einen Arbeiter zu finden, der da es fast ausschließlich nur von unorganisirten in Anspruch gefür solchen Hungerlohn seine Arbeitskraft hergebe. Auf ein Schreiben an den Gutsherrn auf Herausgabe des Dienstbuches erfolgte nunmehr folgende Antwort." Verband zur Besserung der ländl, Arbeiterverhältnisse 2c. genommen haben. Halle a. Saale, 1. Februar 1894. Karlstr. 16. An die unverehelichte Martha Engwer, Berlin. theilen wir Ihnen hierdurch mit, daß uns Herr Gutsbesitzer Auf Ihr an uns gerichtetes Schreiben vom 5. b. Mts. Becker Ihre Papiere übergeben hat, welche wir zu unseren Atten die betreffenden Papiere herauszugeben, wenn die Dauer des Nach dem Gesetz ist Herr Becker nur erst dann verpflichtet, Miethsverhältnisses abgelaufen ist, also im vorliegenden Falle am 3. Januar nächsten Jahres. von abzugehen und Ihnen durch uns die Papiere auszuhändigen, Wir werden jedoch Herrn Becker zu bestimmen suchen, hiersobald Ihre Bestrafung wegen Rontrattbruchs erfolgt ist. Achtungsvoll Verband zur Besserung der ländlichen Arbeiterverhältnisse im Gebiete des Landwirthschaftlichen Zentral- Vereins der Provinz Sachsen 2c. Der Vorstand. J. A.: E. Jordan. Wir glauben, daß dieses nAtwortschreiben genügt, um vielen Landarbeitern, die sich bisher immer noch durch den blendenden Titel verleiten ließen, zu glauben, daß dieser Verein wirklich die Befferung der ländlichen Arbeiterverhältnisse erstrebt, die Augen zu öffnen. Uns erscheint dieser Verein nur als der Sachwalter der Herren Gutsbesizer, als eine Institution des Landwirth fchaftlichen Zentralvereins der Provinz Sachsen, die dazu da ist, die Herren Landjunker und Rübenbarone gegen die unbot mäßigen" Arbeiter zu schüßen. 9 B A an M. Die Vortragende berührte die verschiedenen Industriezweigenommen wird.( Sehr richtig.) Derselben Ansicht war Hoffund ging dann zur Kinderarbeit über, beklagend, daß schon das eine gerechte prozentuale Vertheilung der Beiträge sämmtlicher mann, der in der Abrechnung der Gewerkschaftskommission zarte Kind dem Unternehmerthum zur Beute falle. Sie zeigte, Gewerkschaften zu den Unkosten der Kommission vermißt. Bewie unsere Zustände ganz unhaltbar feien und die Erlösung schlüsse wurden in dieser Angelegenheit noch nicht gefaßt. An daraus durch die Vergesellschaftlichung der Produktion eine Noth Stelle des Delegirten Daubert, der sein Amt niederlegte, wendigkeit, wenn die Menschheit nicht ganz degeneriren solle. wählte die Versammlung den Kollegen Hagen. Bur Diskussion sprach Frau Schädlich. Die erste Sonntagsversammlung der Filiale, die am 4. Fe In Friedrichshagen hielt am 17. Februar in einer öffent bruar im Colberger Salon, Colbergerstr. 23, stattfand, war eine lichen Bersammlung des Allgemeinen Arbeitera äußerst angeregte. Genosse Mäther hielt einen ganz vortrefflichen Bildungsvereins für Friebrichshagen und UmVortrag über Malthus und seine Lehre. Daran tnüpfte sich eine gegend Genoffe Hoffmann- Berlin über das Thema: fehr lebhafte Diskussion( es betheiligten sich an ihr die Genossen Reichthum und Arbeit" einen sehr interessanten und Baumann, Näther, Reinhard, Boy, Frau Ludwig), die um so von den Buhörern äußerst beifällig aufgenommenen Vortrag. interessanter war, als es galt, einen Anhänger des In der Diskussion ermahnte Genosse Sonnenburg alle Ans Malthusianismus von der Unrichtigkeit und Werwerflich- wesenden, sich sowohl der aewertschaftlichen wie auch der " politischen Organisation anzuschließen, empfahl den Austritt aus der Landeskirche und forderte zum Schluß zu recht reger Betheiligung an den bevorstehenden Gemeindewahlen auf, für welchen Zweck am nächsten Sonnabend eine öffentliche Versammlung der Gemeindewähler von ihm einberufen worden sei. Nachdem noch eine Reihe interner Vereinsangelegenheiten erledigt war, ging die Versammlung, in welcher auch eine Anzahl neuer Mitglieder dem Verein beitraten, mit einem Hoch auf den Verein um 111/ a Uhr auseinander. Sozialdemokratischer Agitationklub für den Osten Berlins. Sonntag, den 25. Februar, Abends 6% Uhr, Fruchtstr. 36a: Große öffentliche Bersammlung für Frauen und Männer. Vortrag der Genoffin Fräulein J. Altmann über: Der Ursprung des Staates. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nord: Schule, Müllerstraße 179a: Erste Hilfe bei unglücksfällen. Buch: führung. Ost- Schule, Markusitr. 31: Unterricht in Geschichte( alte). Süd- Ost Schule: Reichenbergerstraße 133. Unterricht in Gefeßestunde und Buchführung. T Bet allen Unterrichtsfächern tönnen noch Schüler und Schülerinnen, Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends sy ubr, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. Arbeiter Sängerbund Berline und Umgegend. Vorsigender Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Alle Aenderungen im Vereins=" falender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raijer fcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey. Nord, Bergftraße 68, bei Keller. Vorwärts 1, G.D. Adalbertstr. 21, bei Roll. Kummer'scher Gesangverein, Langestraße 65, bei Tempel. Buch binder Männerchor Berlins, Holzmarktstraße 3, bei Deter. Mai= Karthaus'scher Gefang 35-37 1 Vermischtes. tub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, beiter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% Uhr Waldemarstr. 42. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen Ar Aderftr. 67. Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Zu dem Unglück auf der Brandenburg wird aus Kiel Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Staligerstr. 55/56. vom 21. Februar berichtet: In der letzten Nacht ist der OberVergnügungsverein Beilchen, Oranienftr. 183 p.Abends 9 Uhr, bei Brauns, heizer Gießel im Marinelazareth verstorben. Die Zahl der Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Todten ist damit auf 44 gestiegen. Der Zustand der drei noch Atte Jakobstr. 128( 2ogenhaus).- Unterhaltungsflub Schiller, Abends orion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenftr. 95, Restaurant Effenberg. 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drensestraße 3. Lepidopt. Bereinigung verbleibenden Schwerverwundeten ist sehr zufriedenstellend. Die Beerdigung der verstorbenen Schwerverwundeten Gießel umd Musikverein Hoffnung, Abends von 9-11 Uhr Uebungsstunde Proskauer, Straße bei Schneider. Bergnügungsverein Berolina: Stephany findet heute, Freitag, statt. Abends 9 Uhr im Restaurant Bur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Ein Kulturbild aus dem Lande der Kastanien. Aus Sigung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Berein Solidarität, Saragossa wird Madrider Blättern geschrieben, daß im GeAbends 8 Uhr Lotale von Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, biete San Miguel ein Schullehrer, der nicht weniger als dreißig Sigung. Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends Uhr Cuvryfir. 48 bei Kricheldorff. Ruderverein Borwärts, Sigung Anerkennungsdiplome besitzt, fürzlich bei dem Alkalden um einen Abends 8 Uhr, in der Spreeterrasse, Jannomißbrüde. Gefangverein Bettelschein eingekommen ist, damit er sich auf der Freya( gemischter Chor) Rirdorf, Abends 9 Uhr, bei Barta, Bergstr. 120. Straße einen Unterhalt erbetteln fönne! Das Martyrium der English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant Schullehrer" ist bis jetzt in den spanischen Blättern zu einer Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome. ständigen Abtheilung geworden, in der aus den verschiedensten Orten mitgetheilt wird, wie lange schon die einzelnen Ortsbehörden die Zahlung der Lehrergehälter unterlassen haben. im Gerichts- Beifung. 9 Briefkaffen der Redaktion. Genosse W., Krefeld. Gewisse Bezeichnungen bei AbDer hannoversche Spielerprozeß vor dem Reichs- geordneten, so z. B. Schulze Delisch, Richter- Hagen glödchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlichkeit Buzer, gericht. Leipzig, 22. Februar. Bei der heutigen Verhand- haben sich so eingebürgert, daß sie auch gebraucht werden, nachSendelstr. 30. Balme, in Belten, bei Schröder.- Morgenroth 4. lung über die von den Verurtheilten im hannover'schen Spieler- dem der betreffende Abgeordnete in einem anderen Wahlkreise Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. verein, Lichtenbergerstr. 21, bei Seise.- Gesangverein Morgenroth 2, prozeß eingelegte Revision beantragte der Neichsanwalt die gewählt wurde. Dies ist auch bei dem von Ihnen genannten Charlottenburg, Bismarcftr. 75. Typographia, Gefangverein Berliner Revision des Spielers Seemann und des Wucherers Hollmann Parlamentarier der Fall. Man weiß bei der alten Bezeichnung Buchdrucker und Schriftgießer, Alte Jakobjir. 75.- Gefango. Nor dwacht zu verwerfen, das Urtheil gegen Hirsch, den Gehilfen Hollmann's, fofort, wer gemeint tft. Gruß! Müllerstr. 7, bei Reichert. Wirthshaus Friedrichs. Butunft 1, Stegliz, Ahornstr., im Gambrinus. Dagegen aufzuheben. Das Reichsgericht verwarf die von H. P. 67. Wir wissen von Ihrer Frage nichts. Sie Gefangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowiads. Gesang Seemann und Hollmann eingelegte Revision. Bezüglich der von hätten dieselbe doch gleich auf der Postkarte noch einmal stellen verein Freiheit Moabit, Waldstraße 8 bei Johnke. Bereinte Hirsch eingelegten Revision wurde die Entscheidung ausgesetzt; tönnen. Sangesbrüder Moabit, Stromstraße 28 bet Lange. Gefangv. Freie Gänger in Schmargendorf, Sängerverein Sorgenfrei, Melchiorstr. 15 bei Stehmann. Nord- West- es soll zuvor eine Plenarentscheidung sämmtlicher Straffenate C. Cofel. Wir sind leider nicht in der Lage, ihren Wunsch Stern, Altonaerstraße 27 bet 2ipte. Vineta, Swinemünderstr. 3, über eine aufgetauchte materiell- rechtliche Streitfrage eingeholt zu befriedigen. Suchen Sie sich einem der verschiedenen Konversationsklubs anzuschließen. Maurer. bei Queitsch. Freie Liedertafel, Neue Königstr. 73 bei Hahn. Brandenburger Männer Gesangverein in Brandenburg a. H., Mengert's Bolfsgarten. Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Brauer- Gefangverein Gerstenähre, Alte Jakobstr. 83 b. Wienecke. werden. " " Da wir die Versammlungsberichte ganz unDes wissentlichen Verkaufs verdorbener Nahrungs- parteiisch gebracht haben, glauben wir, es ist fein Grund vorJohanni, Am Ostbahnhof 7 bei w. Güblow.-Einigkeit 3, Gr. Lichterfelde mittel beschuldigt, hatte gestern der Schlächtermeister Abraham handen, zu einer aller Boraussicht nach endlosen Sprechsaalbet Gries, Giesensdorf.- Gefelligteit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus Falk vor der ersten Straftammer des Landgerichts I zu er- Bolemit. Wir hielten es für weit vortheilhafter, wenn Sie diese Maiengruß, Köpenick, Grünstraße 53 bei Gaul. Freiheit 1, Bülowstr. 65 b. Richter.- Matglöd chen 2, Reichenbergerstr. 16 b. Bagold. fcheinen. Der Kaufmann Zadeck hatte im Oktober vor. F. im Erklärung im Fachorgan veröffentlichen. Arion, Wittenberge, Thurmstr. 23, 8entralhalle. Oberon, Raifer Laden des Angeklagten 4 Pfund Schlackwurst gekauft. Als die Zentrum. 1. Uns ist kein Fachblatt der Zeitungs- ExpeditionsFranz- Grenadier- Plaz 7. Harmonie 2, Weinstr. 11 bei Feind. Fris Wurst zu Hause angeschnitten wurde, zeigte sich, daß sie verbranche befannt. 2. Da zahlreiche technische Fachblätter existiren, Naunynftr. 86 bei Fritz Zubeil. Felsenfest( gem. Chor), Badstr. 19 bei 11118. Freya 2( gem. Chor), Rirdorf, Bergfir. 133, Hoffmann's Festfäle dorben war. Da Falt sich weigerte, die Waare zurückzunehmen, fönnen wir Ihnen ohne nähere Angabe des von Ihnen beab( Inhaber Runge). Loreley, Grünthalerstr. 5 bei Hemmerling. Ge so brachte Zadeck dieselbe zur Polizei. Der Thierarzt gab im sichtigten Zweckes feine Auskunft ertheilen. Eines der bekanntesten fangverein der klemper und Berufsgenossen, Siemensstr. 17 bei Termine eine arge Beschreibung von der Beschaffenheit der Wurst. Blätter Biet. Lustige Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 Sie habe sich von außen gummiartig elastisch angefühlt. Das Union", wollen wir hier nennen. Dingler's Polytechnisches Centralblatt", Stuttgart, bet Glaser. Deutsche Liebertafel, Grüner Weg 29, Restaurant Saeger. Innere zeigte eine dunkle, schmutzig graue Farbe, vermischt Union", wollen wir hier nennen. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. mit gelben Fettstücken. Schon in der Entfernung von mehreren Alle Buschriften find zu senden an P. Sentel, Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr: Schritten machte sich ein fauliger Geruch bemerkbar. Der SachFreitag: Vergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgasse 2 bei Krebs. Stattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonstr. 23. verständige folgerte aus allen diesen Umständen, daß die Wurst Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gefang aus schlechtem Material hergestellt fei. Der medizische Sach verein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein verständige, Medizinalrath Dr. Long, begutachtete, daß der Genuß Wedding, Abends sy Uhr, bei Schäfer, Steue Hochstr. 49. Männerchor Balde srauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Markgrafeuftr. 87. Privat derartiger Wurst schwere Krankheitserscheinungen hervorrufen Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunbuserstr. 35. fönnte. Der Gerichtshof gewann aus der Beweisaufnahme Mufit- Dilettantenverein Tonita, Abends 8½ Uhr bei Schent, Krautr. 39, die Ueberzeugung, daß Uebungsstunde. Musitverein Frischauf, Restaurant Schröder, Reichendem Angeklagten der verdorbene bergerfir. 24. Theaterverein Bultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschafts- Zustand der Wurst bekannt war. Das Urtheil lautete nach haus, Gartenstr. 13-14. dem Antrage des Staatsanwalts auf eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen. Auch wurde die Veröffentlichung des Urtheils im Turnverein Gesundbrunnen Lokal- Anzeiger" verfügt. die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Zurn halle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.- kraft und Artisten: Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung Leffing- Gymnasiums Pantstr. 9-10. turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Freireligiöse Gemeinde, Berlin. Am Sonnabend, den 24. Februar, 129 Uhr, in den Festräumen von Puhlmann, Schönhauser Allee Nr. 148: Großer Wiener Maskenball. Um 12 Uhr Demaskirung. Um Uhr Kaffeepause. Nach der Demaskirung: Großer Fest zug. Billets à 50 Pig. sind zu haben bei Günther, Große Frankfurter straße 74; Heber, Alexandrinenstr. 14; Re.hr, Köpenickerstr. 126; Page, Rüdersdorferstr. 48; Pistoor, Göbenstr. 9, Hof 4 Tr.; Pütter, Gerichtstraße 28; in den Eisenwaaren- Geschäften von Göpel, 3ionskirchplatz 5; Bogtherr, Stephanstr. 27a, Moabit; in der Buchhandlung von Rube now, Brunnenstr. 184; W. Börner, Ritterstr. 108; H. Gumpel, Barnimstr. 42; F. Tubauer, Köpenickerstr. 25; J. Heuer, Waldemarstraße 44; R. Stöpel, Dresdenerstr. 32; R. Amelung, Waßmannstraße 12; Auerbach, Pallisadenstr. 11. Berliner Bock- Brauerei Tempelhofer 1855b Berg. 55. Bock- Saison. Tempelhofer 18976 Täglich: Grosses Militär- Konzert. Berg. 92 ,, Zum G. Bl., Hamburg. Betreffende Drucksache war hier nicht eingegangen. Wird berücksichtigt werden. G. St. Kommen Sie in die Sprechstunde. Ihre Fragen find nicht ganz verständlich. Mailied, Megerstraße. Ist nicht zu gebrauchen. A. W. 29. Kaum. Jedenfalls persönliche Besprechung erforderlich. Suchen Sie uns in einer Abendstunde auf. Loehnert. Ihre Angelegenheit müssen Sie mit den Parteigenossen am Ort ausfechten. Für uns ist die Sache erledigt. des Vormundes zur Eheschließung erforderlich. K. B. Nein. Die Einwilligung der Mutter ist außer der Briefkaffen der Expedition. Schwittan. Inserat fostet 2,80. Ms Bandagist empfiehlt sich zur Anfertigung von Bruchbändern, Suspensorien, Leibbinden, Apparaten für Fuß- und Rückgratverkrümmung, Gradehaltern, künstl. Gliedmaßen als Arme, Beine 2c. 4549L* unter Garantie zu billigsten Preisen. Otto Naether, Uhrmacher, Aug. Reiche, ferant für Orts- und Hilfs. Anklamerstr. 44, an der Brunnenſtr. Prophet" Herren- u. KnabenGarderoben. Am Dönhoffplak, 1. Etage 1. Etage Ecke Leipziger- u. Kommandantenstraße. 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