Äbonnements-Bedlngungco; Mnements- Preii pränumerando! JWeljährl. 3,30 Mk,. monatL 1,10 Kl, V-MIich 25 Pfg. frei in« Hau«. "Wne Nummer 5 Pfg, SonnlagS- «imet mit illustrierter Sonntag«» «äst.Die Neue Welt- 10 P'a, Post. Mnement: 1,10 Mar! pro Monat. Mmagat in die Post< Zeitung«- Mliste. Unter Kreuzband illt Kland und Oesterreich-~ .(259-261) 26?. 31 J|j. ■.�mwuw uiu)»oefierrelch» Ungarn JW Slccl, für das übrige Ausland !«ork pro Monat. Posiabonnemcnt« ?Men an: velgien, Dänemarl, ld, Italien, Luxemburg, Portugal. lien. Schweden und die Schwei«. crlchetol täglich. I" � Vevlinev VolKsblskk. ( 5 Pfennig) Sie Tnfefflons-GebOJjr Beträgt für die fechSgefpallene Kolonel- zeile oder deren Raum 00 Pfg., für politische und gcwerlschaftliche Lcrcins» und BersanrmlungS-An«eigen 30 Pfg, „Aleine Anreisen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg, izulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort'10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenau» zeigen das erste Wort 10 Pfg,, iedes weUere Wort 5 Pfg, Worte über 15 Puch, Itaben zählen für zwei Worte, Inserate fta die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: „SoziZitUlliotrai Rcriin", Zentralorgan der fdzialdemokratifchen Partei Deutfcblands. Reüaktion: SV. 68, �inüenstraße?. sprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1S1 90— 97. Freitag, den Ä». September 1914. Expedition: SM. 68, Linöenstraße Z. Zyernsprecher: Amt Moritzplatz, Rr. 151 90— 151(97. Die letzten drei tage des VdlkerHrieges. •>; Die Kriegsereignisse. , Während der letzten drei Tage, an denen wir unseren jjrn nichts van den Weltereignissen berichten durften, hat � an der Gesamtkriegslage nichts Wesentliches geändert: Im st e n das ein schon Wochen währende hartnäckigeund erbitterte im O st e n Verfolgen des zurückgewichenen Feindes . � im S ü d o st e n Konzentrierung und Vorbereitung zu � Schlachten. Zur See haben Auslandkreuzer und ein ./krseeboot den Beweis gebracht, daß auch die Marine �r aktiver auftritt. Auf allen Operationsabschnitten des w e st l i ch c n �Jsschauplatzes wird unausgesetzt gekänipft. Und da selbst Putsche Heeresleitung erklärt, daß eine Entscheidung noch fendz gefallen ist, so erhellt daraus, daß in dem Auf- � Niederwogen der Eiuzelkämpfe auf beiden Seiten Er- � und Rückschläge zu verzeichnen sind, ohne daß bisher �strategischer, die Kriegslage verändernder Erfolg zu ver- Men wäre. Das schlvere Ringen auf der rund 400 Kilo- . ct langen Westfront beweist aber auch, wie unrecht die zahl- Bierbankstrategen und gedankenlosen Maulhelden haben, die französische Armee in ihrer Gesamtheit als ,' Gesindel und ihre Führer als unfähige Köpfe Zustellen, die man im Handumdrehen an die Wand � ichen könne. Solche„Patrioten" merken gar nicht, wie �Riit einer derartigen Unterschätzung des Gegners die Taten � Erfolge der eigenen Truppen herabsetzen. Eine Unter- - Mng, die, deß sind wir sicher, von der Heeresleitung und gasten Militärs nicht geteilt wird. � den Kämpfen um die Stadt Reims ist übrigens , wunderbare Bauwerk der dortigen Kathedrale beschädigt e kn. Von einer absichtlichen Zerstörung durch die Deutschen : keine Rede sein. Es ist einmal die grausame 65 Krieges und vor allem dieses Weltkrieges, daß un- . hbare menschliche, wirtschaftliche, kulturelle und künstle- itk Werte zerstört werden. Die Verantwortung dafür tragen �"ie die Möglichkeit einer solchen Völkerzerfleischung haben �'führen helfen, indirekt auch die, die zu matt, zu lässig u Zu gedankenlos waren, diese Möglichkeit zu verhindern. wer kann sich da von jeder Schuld freisprechen? � Nach den Meldungen des deutsche« Generalstabs zieht «lto et e*'erne Ring immer enger um die Festung V e r d u n. >>jp e'n.en �eil der Sperrfortkette zwischen Toul und Verdun jetzt die schweren Belagerungsgeschütze. Osten wird die Verfolgung der geschlagenen russischen QU� russischem Boden fortgesetzt. Bei dem Mangel an ta drsmitteln und den schlechten Wegen kann die Verfolgung Fußfassen auf russischem Gebiete nicht so schnell er- ' wie sich das mancher vorstellt. tyea er, kie Tätigkeit der deutschen Marine sind in den �Wrf> ei �ugen ebenfalls wichtige Meldungen eingelaufen. ? Auslandskreuzer, vor allem der Kreuzer„Emden", � 5(h'n wdischen Gewässern der britischen Handelsmarine ��ruch getan. Am Dienstagmorgen aber hat sich in der �we ein Kriegsdrama abgespielt: ein deutsches Untersee- iffko �rei englische Kreuzer in wenigen Minuten zum � gebracht. 1800 englische Seeleute, jäh aus dem lhj gerissen, fanden den Tob in den Fluten, das deutsche 0ot über konnte ohne jeden Verlust wieder nach W�aven zurückkehren. Der materielle Verlust und die fcEt �.'che Wirkung dieser Tat auf England sind natürlich groß. ' des Unterseebootes über das Panzerschiff wird �dergewicht Englands an großen Schlachtschiffen stark . � Gesamtaktion der deutschen Marine aber 1 Wir geben im Nachstehenden die amtlichen Depeschen �wieder, die im Laufe der letzten drei Tage eingelaufen sind: vom westlichen Kriegsschauplatz. Die Kämpfe um Reims und veröun. Berlin, 21. September.(W. T. B.) Großes Haupt- quartier, 21. September, abends. Bei den Kämpfen um Reims wurden die festungs- artigen Höhen von Craonelle erobert und im Vorgehen gegen das brennende Reims der Ort B ö t h e n y genommen. Der Angriff gegen die Sperrfortlinie süd- lich Verdun überschritt siegreich den Ostrand der vorgelagerten, vom französischen VIII. Armeekorps verteidigten Cüte Lorraine. Ein Ausfall aus der Nordost front von Verdun wurde zurückgewiesen. Nördlich Toul wurden französische Truppen in Biwak durch Artilleriefeuer überrascht. Im übrigen fanden heute auf dem französischen Kriegs- schauplatze keine größeren Kämpfe statt. In Belgien und im Osten ist die Lage unverändert. Bedeutung verleihen. �uln �kastrophe— man kann ein das Ereignis l-..... Gefecht nennen, steht bis jetzt in �Kriegsgeschichte einzig da. Sie zeigt mit er- ift Deutlichkeit, welch unheimliche und gefährliche st s Unterseeboot ist. Wir sind gewiß nicht sentimental .-HHj, bon den Verwüstungen, die eine raffinierte Waffen- stxx. Lande, zu Wasser und in der Luft anrichtet, nicht & k> Aber wir können den Wunsch nicht unterdrücken, % 5? die Zeit kommen niöge, wo das, was Menschengeist �.�schengeschicklichkeit geschaffen, nur der Erhaltung und �"3 des Menschenlebens, nicht aber seiner Ver- 8 dienen möge. Karte der Schlachten bei Verdun. Großes Hauptquartier, 23. September, abends. sW. T. B.) Auf dem rechte» Flügel des deutschen WestheereS jeufeits der Oife steht der Kampf. UmfassungS- versuche der Franzosen haben keinerlei Erfolg gehabt. Ost- wärtS bis an den Argonnenwald fanden heute keine größeren Kämpfe statt. Oestlich der Argonnen ist BareuueS im Laufe des TageS genommen, der Angriff schreitet weiter fort. Die gegen die Sperrforts südlich Berduu an- greifenden Armeeteilt haben heftige, aus Berduu, über die Karte der Schisclitssi an der Marae. Maas und ans Toul erfolgte Gegenangriffe siegreich abgeschlagen, Gefangene, Maschinengewehre und Geschütze erbeutet. Das Feuer der schweren Artillerie gegen die Sperr- forts Troyou, Les Paroches, Camp des Romains und Liouville ist mit sichtbarem Erfolge er- öffnet worden. Ja Französisch-Lothringen und an der elsäs fischen Grenze wurden die französischen Bor- truppen an einzelnen Stellen zurückgedrängt. Eine wirkliche Entscheidung ist noch nirgends gefallen. Aus Belgien und aus dem Osten ist nichts Neues zu melden. Die Defthießung von Reims. Berlin, 22. September.(W. T. B.) Die französische Regierung hat sich leider nicht vor einer verleumderischen Entstellung der Tat- fachen gescheut, wenn sie behauptet, daß deutsche Truppen ohne niili- tärische Notwendigkeit den Dom von Reims zur Zielscheibe eines systematischen Bombardements gemacht hätten. Reims ist eine „Festung", die von den Franzosen noch in den letzten Tagen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ausgebaut Word»: ist n d zur Verteidigung ihrer jetzigen Stellung benutzt wird. Bei dem Angriff auf diese Stellung wurde das Bombardement von Reims leider zu einer Notwendigkeit. Befehle wurden cricilt, die berühmte Kathedrale hierbei zu schonen. Wenn es trotzdem wahr sein sollte, daß bei dem durch den Kampf hervorgerufcilen Brand von Reims auch die Kathedrale gelitten hat— was wir zurzeit nicht festzustellen vermögen,— so würde das niemand mehr bedauern, wie wir. Schuld tragen allein die Franzosen, die Reims zur Festung und zu einem Stützpunkt ihrer Verteidigungsstellung gemacht haben. Wir müssen energischen Protest gegen die Ver- leumdung erheben, daß deutsche Truppen auS Zerstörungswut und ohne dringendste Notwendigkeit Denkmäler der Geschichte und Archi- tektur zerstören. London, 21. September. kW. T. B.) Die„Times" melden aus Paris: Theoretisch wurde das Bombardement von NcimS durch die französische Artillerie herausgefordert, die in der Stadt aufgestellt war und das deutsche Gcschützseuer kräftig erwiderte. Französische Soldaten lagerten in den Straßen, in der Haupt- straße befand sich ein Artilleriepark, dahinter lag die Infanterie. Großes Hauptquartier, 22. September, abends.(W. T. B.) Die französische Regierung hat behauptet, daß die B e- schießung der Kathedrale von Reims keine militärische Notwendigkeit gewesen sei. Demgegenüber sei folgendes festgestellt: Nachdem die Franzosen die Stadt Reims durch starke Verschanzungen zum Hauptstützpunkt ihrer Verteidigung ge- macht hatten, zwangen sie selbst uns zum Angriff auf die Stadt mit allen zur Durchführung nötigen Mitteln. Die Kathedrale sollte auf Anordnung des deutschen Armee- oberkommandos geschont werden, so lang» der Feind sie nicht zu seinen Gunsten ausnutzte. Seit dem 20. September wurde auf der Kathedrale die weiße Fahne gezeigt und von uns geachtet. Trotzdem konnten wir auf dem Turm einen Beobachtungsposten feststellen, der die gute Wirkung der feindlichen Artillerie gegen unsere an- greifende Infanterie erklärte. Es war nötig, ihn zu be- fettigen. Dies geschah durch Schrapnellfeuer der Feld- artillerie; das Feuer der Fcldartillerie wurde auch jetzt noch nicht gestattet und daS Feuer eingestellt, nachdem der Posten beseitigt war. Wie wir beobachten können, stehen Türme und Acußeres der Kathedrale unzerstört, der Dachstuhl ist in Flammen auf- gegangen. Die angreifenden Truppen sind also nur soweit gegangen, wie sie unbedingt gehen mußten. Die Verant- wortung trägt der Feind, der ein ehrwürdiges Bauwerk unter dem Schutz der Weißen Flagge zu mißbrauchen ver- suchte. Amtlich. Großes Hauptquartier. 23. September. gefährlich als hinten. Die Russen schießen schlecht. Man � I nichts als nur: Immer vorwärts!", s,ä Was der Krieg an materiellen Gütern zerstört, dai laßt„ rechnen, aber unberechenbar ist der Verlust an moralischen 2� I Die bekannten Bestialitäten der barbarischen russischen Solda � beweisen eine furchtbare Verwilderung. An die Sohlen d«?, ge» heftet sich aber auch fahrendes Volk, das von jenscn» � Grenze herkommt und an den Stätten der durch den Kri«0 vorgerufenen Verwüstung sein Handwerk treibt. An w? Orten wurde mir gesagt, daß e» höchste Zeit gewesen s�- pi(j Plünderungen verlassener Wohnungen ein Ende zu machut' es durch das Erscheinen deutschen Militär» erreicht wurde.»!« Leider haben sich nicht alle im öffentlichen Dienst Personen der schwierigen Situation völlig gewachsen gezeigt, auch hier jede Verallgemeinerung vermieden werden muß w aber Licht und Schatten gleichmäßig zu verteilen, sei folgeoo zeichnende Geschichte au» der- Zeit der Besetzung Jnsterburg« t d die Russen mitgeteilt. In Jnsterburg, wo General Renn«n'l Gaswerk mehr leisten müsse."Obwohl man eine stärker« � pannung hur gefährlich hielt, wurde versucht, dem Befehl P � Motor explodierte, sechs Angestellte wurde» I »»»"x ��ck-n lebensgefährlich verwundet. ,<< iäs? sj'f gsK � W'Ihelm Dü»ell, Kriegsb it.(85946») 262. 31. hin- i Irilogr Ks Jotmürts" Sttlintt pMIntt Freitag, 25. Zeptember 1&14. Wohnungsnot. Ungeheuer groß ist die Wohnungsnot, wie wir wiederholt darlegten. Taufende und aber Taufende von Familien von Kriegsteilnehmern, tausende Arbeitsloser und kleine Geschäfts levte befinden sich in entsetzlicher Not. Geld zur Zahlung der Miete ist nicht vorhanden. Tas Zurückbehaltungsrecht droht, den Familien die letzte Habe zu nehmen, und das, ohne daß der Wirt davon Nutzen hat. Die Frage drängt sich vielen auf: sollen unsere Kämpfer im Felde für ihre schwere Pflicht- erfüHung bestraft werden, bestraft an den Familien durch Vernichtung ihrer wirtschaftlichen Existenz? Was nützt es, daß die Miete nicht eingeklagt werden kann, wenn— ganz abgesehen von horrenden, dem Gesetz widersprechenden Urteilen einzelner Richter— eine Summe als Schuld des Kriegsteilnehmers sich aufhäuft, die niemals von dem Kriegs- teilnehmer gezahlt werden kann, und die ihn seiner mühsam erworbenen Möbel beraubt? Das kann, das darf, das braucht nicht sein. Darin ist das deutsche Volk einig, muß einig sein. Zum«chutz der Mietcrkalamität, zum Schutz der Woh riungsmöglichkeit erhoffte man, die Reichs regicrung und die preußische würden schleunigst Maßregeln ergreifen, z. B. das Zurückbehaltungsrecht erheblich einschränken, Mittel zur Zahlung der Mietein Notfällen bereitstellen, falls der Wirt auf�die Hälfte verzichtet, Einigungsämter fördern, Verbot der Exmission usw. Leider scheint keine von all den Hoffnungen sich zu erfüllen. Wenigstens wird amtlich folgendes durch Wolff verbreitet: In der Oeffentlichkeit und in der Presse sind Zweifel darüber aufgetaucht, ob während des Kriegszustandes die Verpflichtung zur Zahlung der Wohnungsmieten fortbesteht. Ueber die Auf- fassung der Zentralinstanzen erfahren wir dazu folgendes: Die Kriegszeit befreit den Mieter einer Wohnung nicht von ber Verpflichtung zur pünktlichen Zahlung des Mietzinses, und die Richtzahlung zieht mit gewissen Einschränkungen, die zur Vermeidung von Härten getroffen sind, auch während des Krieges rechtlich die gleichen Folgen nach sich wie in Friedenszciten, näm- lich die Klage auf Zahlung und auf Räumung und gegebenenfalls die im Zwangswege durchgeführte Exmission.' Es würde mit der Aufrechterhaltung des gesamten Wirtschaftslebens unvereinbar sein, auf einem praktisch so bedeutsamen Gebiete ohne weiteres mid ohne gleichzeitige Regelung aller Folgen eine Durchbrechung des bestehenden Rechts anzuerkennen, und es muß als gewissenlos bezeichnet werden, wenn in der Oeffentlichkeit immer wieder die Behauptung aufgestellt wird, daß die Kriegszeit die Ver- pflichtung zur Mietszahlung aufschöbe. Ganz abgesehen davon, daß damit den wirklichen Interessen des einzelnen wenig gedient sein kann, da es sich in diesem Falle naturgemäß nur um eine Stundung, nicht aber um einen endgültigen Erlaß der Zahlung handeln würde, ist es auch ohne weiteres offensichtlich, daß die Befreiung des Mieters die Zahlungsunfähigkeit des Vermieters, der Verzug de? Vermieters in der Zahlung der Hypothekenzinsen wiederum die Leistungsunfähigkeit des Hypothekengläubigers nach sich ziehen kann, und daß so in weitgreifender Wechselwirkung das ganze Wirtschaftsleben beeinflußt werden muß, letzten Endes wieder zum Schaden des kleinen Mannes, der an der Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Ordnung ein starkes Interesse hat. Deutschland fühlt sich stark genug, der schwierigen Verhältnisse, wie sie durch den Krieg geschaffen sind, auch ohne Moratorium, dessen andere Staaten nicht entraten können, Herr zu bleiben: ein Moratorium auf einem wichtigen Teilgebiete ist nicht denkbar Zhne ein Moratorium weitesten UmfangeS. Es ist ein Wirtschaft- kiches Unding, den Satz proklamieren zu wollen: Jederniann kann ruhig wohnen bleiben, auch wenn er seinen Verpflichtungen aus Zem Mietsvertrage nicht nachkommt. Ein solcher Grundsatz würde nicht zuletzt von denen ausgenutzt werden, welche durchaus zahlungsfähig sind, würde die böswilligen Zahler geradezu züchten und die Gutwilligen schädigen. Zum Schutze der Gutwilligen andererseits, welche beim besten Willen nicht oder nicht in vollem Maße ihren ZahlungSpflichten nachkommen können, haben die wirtschaftlichen Kriegsgesetze des Meiches Vorschriften getroffen, die Härten auszuschließen geeignet sind. Hierhin gehört zunächst das Gesetz, betreffend den Schutz der infolge deS Krieges an Wahrnehmung ihrer Rechte behinderten Personen. Mieter, die selbst am.Kriege teilnehmen, können während des Kriegszustandes nicht zur Zahlung oder Räumung der Wohnung verurteilt werden. Ohne Verurteilung des Mieters ka nn natürl ich auch seine Familie nicht exmittiert werden. Ist der Mietvertrag sowohl von dem jetzt im Felde stehenden Familien- »ater wie auch von seiner Eheftau unterzeichnet worden, so kann auch die Ehefrau— wenn sie überhaupt zur Räumung der Woh- nung gerichtlich verurteilt werden kann, was zweifelhaft ist— f e ds n f a l l s nicht zwangsweise mit ihren Kin- dern aus der Wohnung gewiesen werden; eine solche Zwangsvoll st reckung erachten, wie fest- ze stellt worden ist, die�zu ständigen Richter in Groß-Berlin für unzulässig. Auch die nicht im Kriege befindlichen Mieter «erden gegen Unbilligkeiten durch die Verordnungen über die ge- .sichtliche B- willigung von Zahlungsfristen und über die Folgen der nicht rechtzeitigen Zahlung einer Geldforderung geschützt; wenn ihre Lage eS rechtfertigt und dem Vermieter kein unVerhältnis- mäßiger Nachteil daraus entsteht, kann solchen Mietern, falls sie auf Zahlung des Zinses gerichtlich belangt werden, ein Zahlungs- Aufschub bis zu drei Monaten bewilligt werden. Wenn sie diese Befristung nicht im Prozeß selbst erreichen, bietet sich ihnen im BollstreckimgSberfahren zum zweiten Male die Möglichkeit, durch Ausspruch des Vollstreckungsrichters für die Dauer von längstens drei Monaten Aufschub zu erhalten. Auch ohne daß eine Klage des Vermieters erfolgt, kann der Mieter den Richter zur Aner- kennuna feiner Notlage und zur Bewilligung der Frist anrufen. In gleicher Weise kann der Richter den als Folge der Nichtzahlung 'ingetretenen Rcchtsnachteil: die Räumungspflichr des Mieters, bedingt oder unbedingt beseitigen. Selbstverständlich ist es hierbei, daß der Eintritt der vorstehend skizzierten Rcchtswohltaten nicht von selbst erfolgt, sondern von der Initiative der Beteiligten abhängig ist, deren Antrag die Voraussetzung für den Eintritt bildet. Aber selbst wenn alle diese weittragenden Machtbefugnisse der Gerichte nicht zur Beseitigung aller Härten ausreichen sollten, liegt für den nicht zahlungsfähigen Mieter noch kein Grund vor zu verzagen. Denn letzten Endes ist es Pflicht der Ge- m e i n d e n, den Bedürftigen Obdach zu verschaffen. Daß die Gemeinden dieser Pflicht gegenüber denjenigen, die sie rechtzeitig in Anspruch nehmen, in befriedigender unv weitherz.ger Weise vachkommen, dafür wird seitens der Aufsichtsbehörden mit allen Machtmitteln Sorge getragen werden. Ist diese Wolffsche Depesche der volle Niederschlag der ämtlichen Beratung, so wäre das höchst bedauerlich. Was nützt eine Wiederholung des Inhalts der bekannten zur Abtvehr der Not völlig unzureichenden Rechtslage? Was nützt der Hinweis auf die Kommunen? Wo sollen diese die Gelder hernehmen, um Wohnungsmöglichkeit bereitzustellen� Hder � sollen etwa die Familien ins Obdach oder gar ins Arbeitshaus -wandern? Das darf nicht sein. Die Unzulänglichkeit des l bestehenden Rechtszustandes und die Notwendigkeit, schleunigst einzugreifen, haben militärische Befehlshaber erfreulicher weise anerkannt. Sie haben in einigen ostpreußischen Städten sehr energische Maßnahmen ergriffen, um den Hauswirten die Hinaussetzung der nicht zahlungsfähigen Mieter unmöglich zu machen. So hat der Gouverneur der Festung Königsberg auf Grund des§ 9b des Gesetzes vom 4 Juni 1851 über den Belage rungszustand folgendes verordnet: Für das Gebiet des Stadtkreises Königsberg wird der diesjährige Oktoberumzug und jeder spätere Umzug bei Strafe bis auf weiteres verboten und dir zwangsweise Räumung der Mietswohnnngen untersagt. Von diesem Verbot finden folgende Ausnahmen statt: 1. Der Umzug wird erlaubt, wenn Vermieter und Mieter über die Räu mung der Wohnung einig sind und dem Mieter eine andere Wohnung zur Verfügung steht. 2. Der Umzug darf ohne diese Einigung stattfinden, wenn der Mieter eine freistehende Wohnung bezieht und nachweist, daß er seine Miete vollständig bezahlt oder Stundung erhalten hat. 3. Der Vermieter darf die Räumung der Wohnung zwangsweise herbeiführen, wenn er nachweist, daß der Mieter böswillig seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt, insbesondere trotz vorhandener Mittel den Mietszins nicht entrichtet. Wird das Mietsverhältnis über die Vertrags- mäßige Dauer fortgesetzt, so bleiben mangels Einigung die bis- herigen Vertragsbestimmungen maßgebend. Der Gouverneur. v. P a p p r i tz. Jn Dirschau hat die Etappenkommandantur folgende Bekanntmachung erlassen: Auf Grund der Verordnung betressend Erklärung des Krieges vom 31. Zuti 1914 untersage ich hiermit für die Stadt Dirschau die Kündigung von Wohnungen an Familien, deren Ernährer sich im Felde be« finden. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft. Dirschau, den 19. September 1914. Etappenkommandanlur. v. Wedel, Hauptmann und Kommandant. Die beiden Beispiele aus dem Osten sollten Veranlassung geben, schleunigst seitens des Reichs und Preußens allgemein einzugreifen. Es ist höchste Zeit, zu helfen. Tie Kom muncn können es nicht allein. Reich und Preußen sollten endlich auf den angedeuteten Wegen durch Verordnungen und durch Geldmittel eingreifen. Es ist die höchste Zeit. Höchstpreise für Getreiöe. Immer fühlbarer wird die Mehl- und Brot ver- teucrung. Und ein Blick auf die Gestaltung der Getreide preise läßt uns sofort die Ursache erkennen. Schon gleich zu Beginn der politischen Krise sind die deutschen Getreide preise stark gestiegen. Der Kriegsausbruch brachte plötzliche große Preissprünge. Der W e i z e n p r e i s, der vorher zwischen 199 und 299 Mk. pro Tonne von 19 Doppelzentnern notierte, erreichte zeitweilig eine Höhe von über 259 M. und der Roggenpreis ging von 179 und 189 M. auf 219 M. Dann begann ein Fallen. Mitte August betrug der Weizenpreis 219 M., der Roggenpreis 186 M. Seitdem aber ist eine neue Preissteigerung eingetreten; Weizen kostet jetzt 249 bis 252 M. und Roggen 224 M. Das sind natürlich höchst unerfreu- liche Zustände, die um so mehr Beseitigung verlangen, da da- für nicht der geringste Grund vorhanden ist. Ter Kriegsausbruch hat das Hereinbringen einer günstigen Ernte nicht verhindert, wenn auch den Landwirten zeitweise gewisse Schwierigkeiten bei der Einbringung erwuchsen. Der deutsche Getreidebedarf dürfte für etwa 19 bis 11 Monate völlig ausreichen und zu exorbitanten Preisen ist gar kein Anlaß. Nun besteht zwar ein Ausfuhrverbot für Getreide, das ist aber nicht ausreichend. Das Reich muß eingreifen, und es verlautet auch, daß die Negierung sich mit den» Problem beschäftigt. Was gefordert werden muß, ist: die Festsetzung von Höchstpreisen und die Verfügung eines Verkaufszwanges für die Produzenten, wie dies auch die Schweiz bereits getan hat. Dem Zurückhalten mit Getreide muß ein Ende gemacht werden. Tie Bevölkerung hat ein Recht, daß das vorhandene Brotgetreide ihr zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung gestellt werde. * Dazu schreibt man uns aus Fachkreisen: Die Bäckermeister wehren sich gegen den Vorwurf, an der in den letzten Wochen seit Ausbruch des Krieges eingetretenen Brotteuerung schuld zu sein. Die Verantwortung dafür wird vom Zweckverband der 17 Groß- Berliner Bäckerinnungen der Landwirtschaft und den Mühlen resp. Rehlhändlern aufgebürdet, die durch die Höhe der Mehlpreise de» Bäcker zur Verkleinerung bzw. Verteuerung des Brotes gezwungen hätten. Nun setzen sich im„Berliner Tageblatt" auch die Gutsbesitzer und Mehlhändler gegen den Vorwurf des Brotwuchers zur Wehr. Erster« führen den Getreidehandel auf die niinder gute Ernte und auf den durch den Krieg geschaffenen Mangel an Transportmitteln zurück; letztere schützen den großen Ankauf der Heeresverwaltung und die hohen Marktpreise vor, die die Müller diktierten. Alle Einwände haben einen Schein der Berechtigung; nach allen verbürgten Berichten steht aber fest, daß wir eine gute Mittel- ernte haben, so daß der vage Einwand der schlechten Ernte der am wenigsten stichhaltige ist. Getreide ist genügend vorhanden. Es wird Sache der maßgebenden Behörden sein, die nach allgemeiner Ansicht der Fachleute viel zu hohen Getreide- und Mehlpreise auf das richtige Maß zurückzuführen. Auch die Bäckermeister sollten sich nicht als blütenweiße Un- schuldsengel hinstellen. Sind doch seit Erlaß des Oberkommandos in den Marken Brot und Backwaren zunächst fast überall sofort erheblich„gewachsen", obwohl in diesem Erlaß ein b e- siimmtes Gewicht— wie dies in vielen anderen Städten ge- schah— nicht vorgeschrieben wurde, sondern nur eine, frei von jedem Bäckermeister selbst zu bestim- mende auszuhängende' Preisgewichtstabelle. Also: kein Zwang zur Vergrößerung der Waren, nur eine Kon- trolle des Publikums. Im„Berliner Tageblatt" äußerte sich selbst ein ehemaliger Bäckermeister äußerst drastisch über das kleine Gebäck. Aber die Bäckerzwangsirmuug mutz der Meinung sein, daß unter ihren Mit- gliedern sich solche befinden, die die Not des Krieges gewissenlos ausnutzten. Hat sie doch vor Erlaß des Oberkommandos an der Spitze ihrer Jnnungszeitung(Nr. 34 vom 23. August), vom Obermeister Fritz Schmidt unterzeichnet, eine„W a r n u n g" vcröffent- licht, in der die„engherzigen Kollegen' für den Vorwurf des„Wuchers" und— für den drohenden Erlaß und„die damit verbundenen Scherereien" einer Brottaxe verantwortlich gemacht werden. Die Brottaxe fürchten die Bäckermeister, deshalb ihre Unschuldsbeteuerungen in der Oeffentlichkeit. Am liebsten möchten sie auch noch die ihnen kaum wehe tuende, aber doch unbequeme Preis- und Gewichtstabclle wieder beseitigt wissen. Man weiß aus Erfahrung, welcher Zähigkeit— die vielfach Erfolg hatte— die Bäckermeister zur Beseitigung unbequemer Verordnungen und Gc- setze sähig sind. Das Interesse der gewiß nicht auf Rosen gebetteten Konsu- menten erfordert es, daß baldigst neben Schaffung einer streng gebundenen Brottaxe auch die Festsetzung von Höchstpreisen für Getreide und Mehl dem Brotwuchcr, der Ausnutzung der Kricgsnotlage ein Ende bereitet wird. politische Uebersicht. Abg. Dr. Semler f. Der nationalliberale Rcichstagsabgeordnete Dr. Semler ist nach längerem Leiden im Alter von 56 Jahren in Hamburg gestorben.' Abg. Semler war geborener Hamburger und wirkte in seiner Heimatstadt als Rechtsanwalt. Dem Reichstag gehörte Semler seit dem Jahre 1990 an, auch in der Ham- burger Bürgerschaft hat er sich politisch betätigt. Bei den Wahlen im Jahre 1912 wurde er im Wahlkreise Aurich- Witmund mit 12 855 Stimmen gegen 4516 sreikonservative, 2686 sozialdemokratische und 1846 fortschrittliche Stimmen gewählt. Er beschäftigte sich besonders mit kolonialen Fragen. Eine Verwechselung. Der fortschrittliche Reichstagsabgeordnete Haas- Karls- ruhe hatte ini„März" einen„Offenen Brief" an den jetzigen französischen Minister, den Genossen S c m b a t, geschrieben, der dann auch von einigen Tageszeitungen abgedruckt wurde und augenscheinlich auch ins Ausland gelangte. Hier aber ist man vielfach einem Irrtum zum Opfer gefallen: Man hat den Abgeordneten Haas mit dem Abgeordneten H a a s e verwechselt, dem Vorsitzenden unserer Reichs- tagsfraktion, und den Brief als sozialdemokratische Kundgebung hingestellt. Ja, S e m b a t selbst soll nach einem Telegramm eines englischen Blattes getäuscht worden sein und den Brief kurz beantwortet haben, in der Annahme, er stamme vom Genossen Haase. Das eigenartigste ist, daß dann auch deutsche Blätter, wie die„Post" und der „Berliner Lokal-Anzeiger" diese Antwort als an den Sozial- demokraten Haase gerichtet mitgeteilt haben, ohne irgendwie auf den Irrtum zu stoßen. Hoffentlich wird die Verwechselung bald allgemein aufgeklärt._ Krieg und Strafrechtspflege. Der preußische Justizminister hat folgende Verfügung er- lassen: Die Strafverfolgnngsbehörden werden angewiesen, Ver- fahren gegen Personen, die zu den Fahnen einberufen sind, bis auf weiteres ruhen zu lassen, wenn nicht die Fortführung des Verfahrens, soweit sie gesetzlich überhaupt zulässig ist, durch die Interessen der Rechtspflege unbedingt geboten erscheint. Ver- fahren gegen etwaige Teilnehmer sind, soweit tunlich, abzu- trennen und fortzuführen. Will eine Strafverfolgungsbehörde gegen eine zu den Fahnen einberufene Person ausnahmsweise Anklage erheben oder Eröffnung der gerichtlichen Vorunter- suchung oder Anberaumung eines Termins zur Hauptverhand- lung beantragen, so ist zuvor meine Entscheidung einzuholen. Vor Einleitung oder Wiederaufnahme der Strafvollstreckung gegen eine zu den Fahnen einberufene Person ist ineine Eni- scheidnng einzuholen._ Unzulässige Zwangsmassnahmen. Das preußische Kriegsniinisterinm hat bekanntlich einen Erlaß herausgegeben, der die militärische Vorbe- reitung der Jugend während des mobilen Zustandes betrifft und gewisse Weisungen enthält, wie sie zu fördern ist. In dem Erlaß heißt es n. a.; „Eine eiserne Zeit ist angebrochen, welche die höchsten An- forderungen an die Leistungsfähigkeit und Opferwilligkeit jedes einzelnen stellt. Auch die heranwachsenoc Jugend vom 16. Lebensjahre ab soll nötigenfalls zu militärischem Hilfs- und Arbeitsdienst nach Matzgabe ihrer körperlichen Kräfte heran- gezogen werden. Hierzu wie für ihren späteren Dienst im Heere und der Marine bedarf sie einer besonderen militärischen Vorbereitung... Es darf erwartet werden, daß auch diejenigen jungen Männer, die bis jetzt den Veranstaltungen für die sittliche und körperliche Ertüchtigung ferngeblieben sind, es als eine Ehren- Pflicht gegenüber dem Vaterlande ansehen, sich freiwillig zu den angesetzten Hebungen usw. einzufinden." Unter Berufung auf diese kriegsministerielle Verfügung hat nun' auch die Stadt Hagen i. W. Einrichtungen ge- troffen, die der militärischen Ausbildung der Jugend dienen sollen. Aber damit nicht genug. Der Oberbürger- meister von Hagen, der frühere fortschrittliche Reichstags- abgeordnete C n n o, hat weitergehend für die Fortbildungs- schüler über 16 Jahre die Teilnahme an den Uebungen, die zum Teil am Sonntagnachmittag stattfinden, zur Pflicht gemacht. Die Lehrer haben für ein Fernbleiben Strafen angedroht. Und in einer Bekanntmachung„A n d i e b e- s ch ä f t i g u n g s l o s e Jugend" der Stadt sagt der Oberbürgermeister: Die Bestimmungen des Kriegsministeriums über die mili- tärische Vorbereitung der Jugend haben überall freudige Auf- nähme gefunden. Insbesondere ist für die beschäftigungslose Jugend ein schönes Feld geboten, auf dem sie sich in vater- ländischem Sinne betätigen können. Ich habe deshalb angeordnet, daß die gesamte Jugend wochentags täglich von 19 bis 12� Uhr und Sonntags nachmittags von 214 Uhr an militärische Uebungen betreiben soll. Die Leitung hat Herr Oberturnlehrer Echternach über- nommen, dem sich weitere Hilfskräfte zur Seite stellen werden. Wenn ich auch annehmen darf, daß jeder deutsche Jüngling freiwillig erscheinen wird, um seinen Körper zu kräftigen und zu stählen und dadurch vorzubereiten für den Dienst im vater- ländischn Heere, so sollen doch von jetzt ab die von der Stadt gewährten Unter st Ätzungen als Be- lohnung für die regelmäßige freudige Teil- nähme an den Uebungen gelten. Unterstützungen erhalten also nur noch die- jenigen Jugendlichen van 16 Jahren an, die sich regelmäßig an ben Ivetbwu b.e t e i l i g e n werden..' Man ist erstaunt über dre Ausdehnung, die hier der Hagener Oberbürgermeister der Verfügung des Kriegs Ministers gibt. Was Herr Cuno anordnet, geht doch weit über eine Anfeuerung zur freiwilligen Teilnahme hinaus! es ist direkter Zwang, der von ihm ausgeübt wird. Ein Zwang, wie er härter gar nicht gedacht werden kann. Womit will Herr Cuno ihn begründen? In einzelnen seiner Kundmachungen— so in der allge- mein gehaltenen Aufforderung in den Tageszeitungen und in der Verfügung an die Fortbildungsschüler— zitiert Herr Cuno ausdrücklich den Erlaß des Kriegsministers. Man sieht genauer hin— und findet, daß der Oberbürger- meister der Stadt Hagen(um kein schärferes Wort zu ge- brauchen) falsch zitiert. Ueberall wird das Wort„frei- willig" aus dem Wortlaut der kriegsministeriellen Kimd- gedungen herausgelassen. Das niuß um so merkwürdiger genannt werden, als es in der Originalverfiigung fett gedruckt ist und als die Aus- führungsbestimmungen des Kriegsministeriums, die Herrn Cuno doch auch nicht unbekannt sein dürften, dieses„frei- willig" noch ausdrücklich unterstreichen: denn da heißt es:„Die Teilnahme der Jugendlichen an den Ver- anstaltungen und UebUngen soll nach wie vor eine freiwillige sein." Es wird schwer, angesichts dieser Tatsachen an ein reines Versehen zu glauben. Aber sei dem, wie ihm wolle: die Zwangsverfügungen des Herrn Cuno besitzen unter diesen Umständen sicherlich keine Nechtsgültigkeit. Und das ist gut. Auch wer die militärische Aus- bildung der Jugend an sich begrüßt, wird doch Bedenken hegen müssen, sie unter den heutigen Verhältnissen als Zwangs einrichtung zu wünschen, schon da keinerlei Rege- lung der Haftpflicht bei Unfällen der Jugendlichen ge- troffen ist und auch niemand die Teilnehmer an den Ucbungcn für Beschädigung ihrer Kleidung— die ja unausbleiblich ist— und für ähnliches niehr entschädigt. Es ist wohl zu erwarten, daß die vorgesetzten Stellen Herrn Cuno bald berichtigen. Von der Zensur. Dem Beispiel Bayerns und Preußens ist jetzt endlich auch Sachsen gefolgt: Nach einer Verfügung des Sächsischen Kriegs- Ministeriums sind, wie aus Dresden gemeldet wird, jetzt auch i m sächsischen Heere die sozialdemokratischen Schriften, die nach dem 31. August erschienen sind, nicht mehr verboten. Im Äroßherzogtum Baden wurde das sozialdemo- kratische Organ von Schaffhausen, das„Echo vom Rheinfall" wegen eines Ende August erschienenen Artikels„Die Arbeiterschaft und der Krieg" verboten. Aus Westfalen wird gemeldet: In einer Bekanntmachung an die Presse warnt der Kommandierende General des VII. Armee- korps, Freiherr v. Bissing, vor Mitteilungen über die Betcili- gung katholischer Geistlichen an Greueltaten in Belgien. Derartige Veröffentlichungen seien vielfach geeignet gewesen, einen großen Teil der Bevölkerung zu verletzen und hätten erregte Erwiderungen hervorgerufen. Nunmehr würden die Zeitungen nochmals ge- warnt, durch Artikel solcher Art die Einigkeit der Bevölkerung zu stören. Die schuldige Zeitung würde künftig beschlagnahmt und unter Zensur gestellt werden. Ein Erlaß de? D a n z i g c r Festungskommandanten hebt er- neut die Artikel 27 und 28 der Verfassung aus. Gleichzeitig wurde für drei Tage sIS.— 21. September) das Erscheinen der freisinnigen »Danziger Zeitung" verboten._ Versammlungsverbot. Der Sozialdemokratische Verein Stuttgart hatte eine Mit- gliederversammlung ausgeschrieben, in der Genosse Karl Lieb« Inecht gegen die Annexionstreibereien sprechen sollte. Das Ge- nerallommandp hat die Abhaltung dieser Versammlung verboten und dabei erklärt, daß eS nichts zulassen werde, was geeignet sei, die Einigkeit des deutschen Volkes zu stören. Vielleicht ziehen die Blätter, die das Fell des Bären schon verteilen, bevor der Bär noch erlegt ist, daraus die Konsequenz, nun auch ihre übereifrige Annexionspropaganda einzustellen; denn daß sie mit ihrem Be- ginnen das ganze deutsche Volk nicht hinter sich haben, wird ihnen kaum zweifelhaft sein._ Zurückgezogenes Majestätsbeleidigungsverfahren. Die Anklage gegen den. S i m p l i c i s s i m u s" wegen MajestätSbeleidignng, die in der am Montag in München be- ginnenden Schwurgerichtsperiode zur Verhandlung kommen sollte, ist zurückgezogen worden._ Mastnahmen gegen die Kricgsnot. Nach dem Beispiel anderer Städte richtete auch die Stadt Brandenburg a. d. Havel eine Arbeitslos en-Unter« st ü tz u n g ein. Anspruch auf diese Unterstützungen haben arbeits- fähige Arbeitslose, die seit 1. Agril d. I. in Brandenburg a. H. wohnen und wenigstens 14 Tage ohne Arbeit sind. Die Unter« stützung beträgt wöchentlich 4 M. für einen Mann, 8 M. für eine Frau, wenn sie Haushaltungsvorstand ist, und bll Pf. für jedes Kind. Bezieht der Arbeitslose eine nichtöffentliche Barunterstützung setwa GewerkschastSunterftützung), die wöchentlich 4 M. für einen Mann oder 3 M. für eine Frau nicht über- steigt, so gewährt die Stadtgemeinde ihre Unterstützung unver- kürzt. Uebersteigt die nichtöffentliche Unterstützung die städtische Unterstützung, so gewährt dir Gtadtgemeinde dazu einen Zuschuß von 5 V P r o z. mit der Maßgabe, daß die Gesamtbarunterstützung wöchentlich wenigsten» 8 M. für einen Mann und ö M. für eine selbständige Fra« beträgt. Di« Gesamtbarunterstützung darf jedoch 12 M. für einen Mann und 8 M. für eine Frau nicht übersteigen. Je nach dem einzelnen Fall, wobei namentlich die von dem Ar- beitSlosen zu ernährende Zahl der Familienmitglieder maßgebend sein soll, wird neben der Barunter st ützung auch Naturalien» Itter st ütznng gewährt werden. In Nordenham im Oldenburgischen haben sich unsere Ge- noffen veranlaßt gesehen, s e l b st Maßnahmen zu ergreife«, um der KriegSnot entgegenzuwirken. Zunächst versuchte man. die städtische Kommission für Kriegshilfe zu veranlasien, daß sie auf die Schlächtermeister einwirke, tim die unverhältnismäßig hohen Fleischpreise zum Sinken zu bringen. Di« Verhandlungen scheiterten an dem geschlossenen Widerstand der Meister. Um nun doch der minderbemittelten Bevölkerung und den Familien der im Felde Stehenden billiges Fleisch zu verschaffen, befaßt sich das GeiverkschafiSkarlell mit der Fleischversorgung. Es wurde ein Schlächter angenommen. schlachtteis« Schweine, die in großer Anzahl zur Verfügung standen, wurden zu Tagespreisen aufgekauft und da« Fleisch und ftische Wurst zu 6v Pf. das Pfund verkauft. So war es möglich, am ersten Tage 4vv Prund und am zweiten Berlausstage zirka 750 Pfund Fleisch und Wurst zu verkaufen. Bei weiterem Zurückgehen der Schweine- preise soll der Verkausspieis weiter sinken. Es ttt in Ausficht ge- nommcn, schon von der nächsten Woche an das Fleisch mit 65 Pf. für das Pfund abzugeben. Austausch der deutsch-franzöfischen Zivilgefangenen. Auf eine Anfrage hin wurde von der spanischen Botschaft in kattH noP schtvsbten. Sin STfrfSrfuf dteffet SM» Handlungen sei aber in einigen Tagen zu erhoffen. Die Hcftn- sendung der Zivvlgefangenen, für die ein Schweizer Komitee, das dem Schweizer porl-iicyen Departement unterstellt ist, alle Erleichte- rungen herbeiführen: will, wird sich natürlich nur auf nicht«tili- tärpslichtige Personen, also Frauen und Kinder sotKe Männer, die das 17. Lebensjahr noch nicht vollendet oder daS 45. bereits überschritten haben, erstrecken. Hütet Eure Zuugeu! Die„Schlesische Zeitung" in Breslau veröffentlichte dieser Tage folgende Bekanntmachung: „Ein Militärgericht in Oeberschlefien hat einen Mann, der unwahre und die Bevölkerung beunruhigende militärische Nach- richten verbreitet hat, zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Das stellvertretende Generalkommando wird jeden ähnlichen Fall, der zu seiner Kenntnis gelangt, mit rücksichtsloser Strenge verfolgen. Ich veröffeniliche dies mit der ernsten Mahnung an alle Kreise der Bevölkerung ohne jede Ausnahme, sich in der Be- sprechung militärischer Angelegenheiten der größten Zurück- Haltung zu befleißigen. Der stellvertretende kommandierende General von Bacmeister." Der stellvertretende Gouverneur in Straßburg i. E. hat folgendes bekanntgegeben: „Es werden m der letzten Zeit wieder eine Unmenge un- wahrer Gerüchte verbreitet— u. a. über Gefangennahme einer Landsturmarbeiterkolonne und über angebliche Erfolge unserer Feinde an der Westgrenze— und dadurch die Bevölkerung be- unruhigt. Ich warne vor Verbreitung solcher erlogener Gerüchte und werde die Verbreiter und Urheber vor das Kriegsgericht stellen." Die Erregung, wie sie in Kriegszeiten erklärlich ist. be- günstigt die Entstehung unbeweisbarer Gerüchte. Gerade in Kriegszeiten sind derlei Gerüchte aber auch besonders gefährlich und verfallen ungewöhnlich hohen Strafen. Hüte also jeder seine Zunge!_ Ein Kriegsgerichtsnrteil. Ein Landsturmmann, Maurer, sollte in einer Gegend in Ost- Preußen, gegen die der Feind im Anrücken war, Posten stehen. Er legte sich aber ins Kornfeld und schlief sich aus. Vor dem Kriegsgericht entschuldigte er sich mit seiner hochgradigen Neigung zur Trunksucht. Der Mann wurde zu zehn Jahren und drei Monaten Gefängnis ver- urteilt. Auch wurde auf Ausstoßung aus dem Heere erkannt. Es hieß, hätte die Pflichtvernachlässigung des Angeklagten Nach- teile für die Truppe gehabt, so hätte er die Todesstrafe zu erwarten gehabt._ Bezahlte Arbeitskräfte. Zu den bereits vor einiger Zeit erschienenen Leitsätzen über die militärisch« Ausbildung der Jugend hat das Kriegsministerium eine Art Nachtrag herausgegeben, in dem besonders folgende An- Weisung vdn Interesse scheint: „In größeren Städten ist den auf Schlafstellen angewiesenen arbeitslosen Jugendlichen besonderes Augenmerk zuzuwenden, da auch die Erhaltung und Hebung der sittlichen und körperlichen Kräfte dieser jungen Männer in militärischem Interesse liegt. Es wird Wert darauf gelegt, für die arbeits- und obdachlosen land- stürm Pflichtigen Jugendlichen möglichst Unterkunft und Ver- pflegung zu schaffen und sie in erster Linie zu Hilfsdiensten aller Art, die nack den bestehenden Vorschriften zu vergüten find, zu verwenden. Alle beteiligten Behörden werden darauf hinwirken, daß in Zukunft zur Verrichtung von Hilfsdiensten aus Spar- samkeitsgründen nicht ausschließlich freiwillige Helfer fPfadfinder usw.), sondern daß in erster Linie land- sturmpflichtige bedürftige junge Leute durch Vermittlung der Leiter der militärischen Vorbereitung oder der Jugendpflegeausschüssc gegen Bezahlung eingestellt werden möchten." Schutz dem fefaVüäfta Prwatekgeuwm. DK„Norddeutsche Mgemed» Zeitung� schreibt:„Die, Rycküffch» Westfälische Zeitung" bringt«me Drahdwelduug a»S Luxemburg vom Eine Zurückweisung. Während auf der einen Seite gemeldet worden war, daß in dem Gefangenenlager von Ohrdruf ein belgischer Geistlicher, an- geblicher Anführer von Franktireurs, von der erregten Menge gelyncht worden sei, oHte daß unseres Wissens bis heute eine amtliche Widerlegung erfolgt wäre, hatte die, Herner Zeitung" gemeldet, ein belgischer Geistlicher habe bei der Beerdigung eine» gestorbenen Kriegsgefangene« nötige- wirkt; sie hatte daran noch den wenig geschmackvollen Satz ge- knüpft:„Schade, daß deutsche Erde mit solchem Gesindel vertut- reinigt werden muß!" Auf eine Beschwerde deS katholischen Arbeitersekretariats hat dieser Veröffentlichung gegenüber das zuständige General kommando in folgender Weise Stellung geuommeu: „Auf Ihre Zeitschrift vom 9. d. M. wird Ihnen erwidert, daß die in der„Herner Zeitung" Nr. 211 vom 9. d. M. gebracht« angebliche Geschichte von einem belgischen Geistlichen auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf in keiner Weise, wie von hier aus inzwischen festgestellt worden, der Wahrheit entspricht. Der „tzerner Zeitung" ist zu dem Artikel das Nötige eröffnet worden. Im übrigen ist e» selbstverständlich, daß wirkliche Verfehlungen einzelner Geistlicher weder mit dem geistlichen Stande als solchem, noch gar mit der Religion irgend etwas zu tun haben. Der kommandierende General Freiherr von Bissiirg." Tteewrief gegen Wetterls. DaS Kolmarer Kriegsgericht erließ nach einer Mitteiluno des Wolfffchen BureauS einen Steckbrief gegen den katholischen Priester und Redakteur Wetterls« Kolmar, der flüchtig ist. Gegen Wetterls wird die Untersuchungshaft wegen Kriegsverrat» verhängt. Es wird ersucht, ihn zu verhaften und auszuliefern. Gleichzeitig wurde das gesamte Vermögen, da« Wetterl« befitzt oder da« ihm später anfällt, mit Beschlag belegt._ General Wrochcm gestorben. Generalleutnant HanS von Wrochcm, der bis zum Beginn des Kriege« zur Disposition stand und sich in dieser seiner inaktiven Zeit als stark politisierender und besonder« sozialistenseindlicher General bemerkbar macht«, ist gestorben. Die sozialdemokratische Presse hatte wiederholt Veranlassung, Angriffe WrochemS, der auch verschiedentlich zum Reichstag kandidierte, zurückzuweisen. Jetzt hat ein Herzleiden seinem Leben ein Ende gemacht. Inthronisation des Posener Erzbischoss. Der nun nach langer Vakanz endlich ernannte Erzbkschof von Posen-Gnesen, Dr. Likowski, wurde am Donnerstag feierlich inthronisiert. Die Ernennungsurkunde wurde in deutscher und polnischer Sprache verlesen. Der Reichs- kanzler hatte an den Erzbischof ein Telegramm gesandt, in dem u. a. rühmend hervorgehoben wird, daß„di e gesamte B e- Volke rung der Erzdiözese unterschiedslos" dem Rufe des Kaisers gefolgt sei. Bekanntlich besteht diese Bevölkerung zum überwiegenden Teile ans Polen. IV. September, wonach tum deutscher Seite die auf belgischen und französischen Werken vorrätigen Manganerze beschlagnahmt worden wären. Dies« Angabe ist durchonS unzutreffend, vielmehr find die im Bezirk von Brietz gelegenen Erzgruben im Interesse diese» Gruben selbst lediglich nt Schutzverwaltung für Rechnung der Eigen- tümer genommen worden. Die ordnungsmäßige Verwaltung schließt auch die Verwertung vorhandener Borräte ein. um sie vor dem Verderben durch längere Lagerang zu bewahren. Die Schutz« Verwaltung war im Interesse der Gruben selbst geboten, mn ein Ersaufen zu verhindern. Von einer Beschlagnahme privaten Eigen- tums ist nicht die Red«,«och weniger, daß sie als Vergeltungs- durch England gedacht wäre."_ Kriegsschäden in Elsaff-Lothriage». Die amtliche„Straßburger Korrespondenz� flhreM: „Durch die Kriegsereigniffe haben zweifellos auch weite Ge> bietstelle von Elsaß-Lothringen schwere Schäden erlitten. An beweglichem und unbeweglichem Gut sind beträchlliche Werlo vernichtet. Auch wenn Reich und Land beim Ersatz nicht kargen, wird es geraumer Zeit und zähen Fleißes bedürfen, bis die Spuren der schweren Kämpfe getilgt sind. Immerhin gibt es ein falsches Blld, wenn in ewigen Zettungen zu lesen ist, daß die heimgesuchten Gegenden bitterste Not und an dem Notwendigsten Mangel leiden. Dem raschen Zugreifen de» Geschädigten selbst wie der Behörden und öffentlichen Körper- schasten ist es gelungen und wird es weiter gelmgen. solche Not abzuwenden. Die ungehwderte Zufuhr der wichtigsten Lebensmittel m die durch die Kriegsereigmfse betroffenen Gegen- den ist feit KriegSbeginn eine der Hauptsorgen des Mwistermms gewesen. Trotzdem die Eisenbahnen häufig durch Truppen- und sonstige Militärtransporte überlastet waren, hat sich dank dem Entgegenkommen der mllllärischcn Instanzen im allgemeinen die Versorgung der einzelnen Landcsteile durch die Eisen- bahnen stets ermöglichen lassen. Wie nach den letzten großen Kriegen werden die Schäden an Gebäuden und Feldern nicht dauernd vom einzelnen zu tragen sein, sondern zweifellos willig von der Gesamthell unseres Vaterlandes übernommen werden. Nachdem sich das Ministerium durch verschieden» Reisen em ungefähres Bild des Umfanges des Schadens ge- macht halle, swd sofort Anordnungen erlaffen. daß durch die zuständigen Behörden unter Zuziehung von Sachverständige» die Kriegsschäden einwandfrei festgestellt werden. Es ist zu hoffen, daß der Aufbau des Zerstörten rüstig begonnen und kräftig gefördert werden kann." Entschädigung für KriegsschSden in Luxemburg. Zur Abschätzung von Flurschäden und sonstigen Sachschäden durch den Krieg wurde in Luxemburg eine Deutsche Zentralstelle für Entschädigungen in Luxemburg eröffnet. Die Auszahlung an di» Betroffenen ersolgt alsbald.__ Deutsche Gctreidcvers orgnng für Belgien. Die deutsche Zivilverwaltung in Belgien hat der Stadt Eharleroi, die sich ergeben hat, Getreide zur Verfügung gestellt. damit die arbeitende Bevölkerung ernährt werden kann. Aehit,- lichc Maßnahmen werden für ander« Rachbarplätze, wie MonS, Hal usw. geplant._ Die Sozialdemokraten im Zkriege. Nach einer Statistik des sozialdemokratischen VeretnS BreS» l a u befinden sich von 8171 tnäntü'.chcn Mitgliedern 2 2 5 3 im Feloe, da» sind 27 Proz. Die Zahl vermehrt sich täglich durch Einziehung des Landsturms. Von 27 881 männlicher Mitgliedern der freien Gewerkschaften, die trotz des großen Funkiianärverlnites noch befragt werden konnten, befinden sich 7489 im Felde, darunter 6219 verheiratete. Hier find es 24 Proz.. eine Ziffer, die sich durch spätere Einziehung ebenfalls vergrößert hat. Im Leipziger Bezirk(ll., 12.. 13. und 14. Reichstagswahl« kreis) stehen von den 4V9S4 männlichen Mitgliedern, die die sozial- demokratischen Parteiorganisationen am 1. April dieses Jahres aufwies, zurzell 10 835 Mann im Felde. In Prozenten ausgedrückt ergibt das eine Beteiligung von 26,5 Proz. aller männlichen Mll- glieder. Die Zahl wird sich noch wesentlich erhöhen, wenn die Em- berufung des Landsturm» erst vollständig durchgefichrt ist. Selbstmord eines geflüchteten englischen Majors. In der Nacht vom 19. zum 2V. September ist der Major Charles A a t e vom Norkshire-Light-Jnfantry-Regimeut aus der Kriegsgefangenschaft in Torgau entwichen. Major Aatö ist der englische Stabsoffizier, von dem jüngst berichtet wurde, er habe auf Beftagen nicht bestritten, daß den englischen Truppen Dum-Dum-Geschoffe ausgehändigt worden feien und der im Verlauf jenes VerhörS erklärte, man müsse doch mll der Munttion schießen, die die Regierung geliefert habe. Der Flüchtling kam nicht weit. Auf der Landstraße von Torgau nach Martinskirchen fiel ein Mann auf, der sich unter die Arbeiter gemischt hatte, offenbar aber nicht zu ihnen ge- hörte. Man hiett ihn fest. Während man darauf eine Mappe, die er bei sich führte, untersuchte, zog er blitzschnell ein Rasiermesser aus der Tasche und schnitt sich die Kehlo durch. Er verblutete in wenigen Minuten. Bei ihm fand sich noch ein von anderer Hand geschriebener Zettel, der als Marschroute die Orte Torgau-Mühlberg-Meißen und Dresden verzeichnete._ Die„Kölnische Zeitung" Verteidigers« der materialistische« GeschichtSanffaffnug, Mit Erstaunen liest man in Nr. 1049 b«t„Kölnischen Zeitnog" einen Artikel �Englands letzte Gründe", der mll folgenden Worte» eingeleitet wird: Sa gegenwärtige Kriegszustand wird von oberflächliche« De- obachtern als Zeugnis dafttr angeführt, daß ideale Ziele sein« Triebfeder» srteu und daß die Verfechter der materialistischen Geschichtsauffassung durch ihn ins Unrecht gesetzt worden find. Nun verkennt die materialistische Geschichtsauffassung durchaus uicht die maßgebende Bedeutung der Ideen, sie leugnet keineswegs das Auftreten ideal« Ziele, noch übersieht sie, daß Ideen oftmals die nächsten Gründe für historische Veränderungen abgeben. Dennoch müssen auch heute die Bekenner jeuer Lehre daber bleiben, daß die praktisch« AuS-" gestaltuug der kommenden Gesellschaften nicht Landtagsersatzwahl in Karlsrnhe. Berlin mitgeteilt, daß die Verhandlungen über einen Austausch Die Landtagawahl in Karlsruhe, die durch den Tod des Genoge« I gej bei;«et F tewnlwieh« ntz Apetuck potwenkg genuwdey ist, pndet am 10, Oktober�tatt. DaS beste Beispiel dafür bietet England." Der Artikel führt dann weiter aus, daß England auS rein wirtschaftlichen Gründen der eigentliche Kriegstreiber gewesen ist. ES habe wirtschaftlich schwer danieder gelegen, die Arbellslofigkeit sei immer größer geworden, und eS habe sich nur durch glänzend« äußere LerschleiermigSmanöver helfen könne«. Erinnert man sich der ideologischen Art, mll der die Kölnisch Zettrmg" bisher alle historischen Borgänge zu behandeln beliebte, I dann muß man doppelt erstaunt sein über diese so deutlich cmS- Ptvdbxnfa Englisthe Politiker über Ken Krieg. Die Londoner Zeitschrift„The Nation" veröffentlicht die Antworten mehrerer englischer Politiker auf eine Rundfrage über den Krieg. Wir bringen hier— nach der Stockholmer »Da gen s Nyheter" vom 15. d. Mts.— die Antworten R. Macdonalds und H. G. Chan cellers. Ma c d o n a ld, der Führer der englischen Arbeiter- bartei, setzt auch diesmal feinen Kampf gegen die Greysche Politk fort und schreibt: .Ich billig« nicht die Politik deS militaristischen Deutschlands tmd verteidige sie nicht. Aber es war schon seit einer Reihe von Jahren klar, daß Sir Edward Greys Politik den deutschen Mili- tarismus nur gestärkt hat. Diese Politik hat nämlich den Milita- rismus gegen alle Angriffe der deutschen Demokratie verteidigt und hat nur Rußland unterstützt, als ob es die Abficht gewesen wäre, eine deutsche Friedenspolitik unmöglich zu machen und unbedingt den Krieg hervorzurufen. Ich habe geglaubt, daß die brutale Macht der preußischen Politik auf eine andere Art gebrochen werden kann, als durch eine Entente mit Rußland, und ich bin, heute noch mehr als ie, davon überzeugt. Diese Entente konnte durch die Natur der Tinge von Rußland sowohl in Europa als Asien erschlichen wer den und diese? Verhältnis sollte auch in Zukunft aufrechterhalten Verden. Aber diesem Kriege wird eS ncht gelingen, den Milita- rismus in Europa zu brechen, viel eher wird er ihm eine neue und noch furchtbarere Macht geben. Rußland weist keinerlei liberal« Tendenzen auf. Das Gegen- teil zu behaupten, wäre ein schlechter Scherz. Rußland schuf sich feine Duma einzig und allein, um der Revolution zu entgehen und enier wahren Volksvertretung auszuweichen. Seine Proklamation an die Polen ist«in taktischer Schachzug gleichen Kalibers. Unter den vielen politischen Neuheiten unserer Tage ist einzig und allein diese Proklamation in der britischen Presse stark betont und ins Breite getreten worden. Sowohl Oesterreich als auch Deutschland haben aber tatsächlich edelmütigere Proklamationen veröffentlicht und Rußland hat sie nur nachgeahmt. Das ist die wahre Natur des russischen Liberalismus. Ich glaube, daß man sich wirklich noch nicht darüber klar ge ivorden ist, wie wenig Frankreich, abgesehen von seiner Ver- dindung mit Rußland, mit diesem Krieg zu schaffen hat. Rußland hat Frankreich hineingezogen und wir folgten Frankreich. Glaubt suan, daß wir verpflichtet sind, Frankreich in welcher Dummheit immer zu folgen, in die es durch seinen Vertrag mit Rußland ge- führt wurde? Viele meinen des. Wenn Sir Edward Grev sich lchon vor mehreren Jahren darum gekümmert hätte, den Frieden sicherzustellen, hätte er klar und deutlich unseren Standpunkt zu der franzöfisch-russischen Allianz darlegen müssen. Wie die Stellung uun ist, hat sein Mangel an Besonnenheit uns diese Allianz aufgezwungen, obwohl er noch so spät, wie am 3. August, eingestand, i>aß er nicht einmal über die Bedingungen der französisch-russi scheu Allianz unterrichtet worden ist. Wenn behauptet wurde, daß Grehz Auftreten ohne Gegenstück in diplomatischer Hinsicht war, als 'r erklärte, daß wir jedes Land bekämpfen wollen, welches nicht für den Frieden arbeitet, so bekräftigen die faktischen Handlungen das Serade Gegenteil dieses Ausspruches. Wir taten nichts, um Ruß bind zu verhindern, gerade in jenem Zeitpunkt zu mobilisieren, alz Deutschland noch unbezweifelbar für den Frieden in Wien arbeitete. Und doch mußte jedermann verstehen, daß auch unser Btinisterium des Aeußern begriffen hat, daß eine russische Mobilisierung daS Signal für einen europäischen Krieg werden wird. Aber was kann der Zweck aller dieser Diskussionen sein? Sicherlich nur daS Resultat, daß wir den europäischen Frieden nicht mehr in die Hände von Milita- Listen und Diplomaten legen können, die jetzt über ihn wachen. Soll de« gleichen Personen, die unS in den Krieg geführt haben, auch der Friedensschluß anvertraut Werden? Ich glaube, daß alle jene, die meinen Blick auf die Poli- �k, die uns diesen Krieg aufgezwungen hat, teilen, nicht schweigen sollen, sondern«ine gesunde Kritik üben. Unser innigster Wunsch sst. daß in der öffentlichen Meinung und im politischen Leben solche Verhältnisse geschaffen werden, welche uns den steten Frieden sichern, welcher für alle Rationen Europas annehmbar �nd ehrenhast ist, und ich wiederhole meine Aufforderung besonders on die liberalen Organisationen, jetzt mit uns an diesem Ziele zu arbeiten. In wenigen Monaten kann nämlich die Gelegenheit füersür für immer verloren sein." « H. G. Chan celler, einer Zier führenden liberalen Parlamentsmitglieder, schreibt:_ „Es ist wohl bekannt, daß eSntchtdieVölker selbst waren, ivelche den Krieg begannen. Nirgends war die öffentliche Meinung s'afür. Er kam wie«in Blitzschlag über Deutschland, Frankreich und England. Diese alle waren hineingetrieben, ehe sie sich dessen gewußt wurden. DiearbeitendeuKlassenallerdieser °rei Länder hegten nur die freundlichsten Ge- fühle für einander, und daS gleich« gilt sicher auch für die Mittelklasse. Im Augenblicke hat die Verteidigung ihrer Lotionen sie im Felde gegeneinander geführt, aber ohne Haß Und Bitterkeit, abgesehen von jeuer, welche unwillkürlich in �er Hitze des Streite» zwischen Kämpfenden entsteht. ES ist nun unsere Pflicht, darauf zu sehen, daß die Gefühle deS Hasses sich nicht erheben. Di« unendlichen Wiederholungen der Leitungen von erdichteten Erzählungen über Ge- Ulfllttätigkeiten, die zweifellos wenig mit der Wirklichkeit tun haben, sondern Schreckensphantasien von Dauern, oie vor den Deutschen flüchten, sind, haben schon begonnen, ihre verabscheuenswerte Wirkung zu tu«: die öffentliche Meinung zu erbittern. Zlber wenn diese Zeitungen diese Geschichten, bevor sie ue zum Druck« befördern, erst prüfen würden, dann hätte viel Oebles verhindert werden können. Wenn der Krieg beendet sein wird, werden die Nationen zu- fainmentreten, um zu beraten. Wenn bei diesen Verhandlungen uie gegenseitigen Beschuldigungen auf ein Mini- �um eingeschränkt oder noch besser ganz unter- bleiben würden, so müßte die? eine Einigung erleichtern. J*nd wenn die Forderungen des Siegers sich in den Grenzen der Billigkeit halten, können diese Unterhandlungen zu einem Resul- kic führen, das uns den Frieden gibt, nicht bloß ein Aufhören des Kampfes sondern einen wirklichen Frieden, basiert auf Gerechtig- ,CU und, wenn möglich, Freundschaft. In diesem Falle ist auch die Hoffnung vorhanden, daß dies« Konferenz eine Harmonie wird ichaffen können, welche die Grundlage für eine Politik der Einschränkung der Rüstungen ist und zu einem inter- Nationalen Gerichtshofe führen wird, dessen Autorität respektiert ünd diesen Krieg zum letzten Kriege Europas macht. Aber wenn der Frieden in einem Volke ein brennendes Gefühl der Ungerechtigkeit zurückläßt, so wird der Haß ueues Leben uvd d« altK»a«WiM««l«t««««»esseitige« Rüstuttge« SitrPeu wieder aüfgewämukdS werde«, bis der Brand von neuem ausbricht. Laßt uns deshalb alles mög» liche tun, um innerhalb unseres Volkes den Fluten des Haffes einen Damm zusetzen in der Gewißheit, daß die Friedensfreunde in allen Ländern Europas, die ja so zahlreich und voll tiefen Ernstes sind, überall das gleiche tun und auf diese Weise den Weg bereiten werden für die Erneuerung der Freund- schaft und internationalen Höflichkeit, welche daS vor dem Ausbruch-des Krieges herrschende gute Verständnis zwischen den Län- dern wieder herstellt— und schieben wir inzwischen die Kritik über die verschiedenen politischen Richtungen und ihre Urheber bis dahin aus, wo eine solche Kritik fruchtbringend fein kann und die Sünden der Diplomaten auf ihr eigenes Haupt kommen durch das Volk, dessen Diener sie sind und fein müssen." Mus öer Partei. Falsche Nachricht. „Tagens Nyheder" wird aus Göteborg berichtet, daß nach einer Mitteilung des Berliner Korrespondenten der„Gate- borger Handelszeitung" Genosse Dr. Adler-Wien in den letzten Tagen in Berlin mit deutschen Sozialistenführern über die Lage in Oesterreich verhandelt habe. Die in diesem Blatte gemachten Angaben über den Inhalt der Unter r e d u n g mit Genossen Dr. WIer sind falsch. Ein Schrei von deutsche« Sozialisten. Unter diesem Titel druckt nach dem Londoner„Standard" die „New-Dork-Times" vom 2. September eine angeblich von der Berliner Zweigniederlassung der internationalen Gruppe von Sozialisten erlassene Adresse:„An unsere Brüder in der zivili- sterten Welt" ab. Wir stellen fest, daß von sozialdemokratischer Seite nichts Derartiges veröffentlicht wurde. Soziales. Ungültige Verzichte. Vereinbarungen, denen zufolge Dienstmädchen des Kriegsausbruchs wegen auf ihren Lohn verzichtet haben, sind nichtig. So entschied mit Recht in diesen Tagen Kammer 6 des Ge- werbegcrichts unter Vorsitz des Magistratsrats v. Schultz. Es handelte sich um die Klage eines Dienstmädchens gegen der Gastwirtin Gaczki. Der Klägerin waren nicht nur 25 M. vom Julilohn einbehalten worden für eine zerbrochene Glasschale, deren Wert das Gericht nach eingehender Prüfung auf 3 M. ab- schätzte; es wurde ihr auch von der Beklagten zugemutet, weil der Krieg ausgebrochen war, auf Gehalt zu verzichten und nur gegen freie Station tätig zu fein. In ihrer Unerfcchrenheit hatte die Klägerin zugestimmt, um nicht sofort völlig brotlos zu werden, denn sie war der ebenfalls irrigen Meinung, daß mit dem Aus- bruch der Feindseligkeiten die Dienstverträge hinfällig würden. Dar Vorsitzende Gewerberichter, Rat v. S ch u l tz, wendete sich mit scharfen Worten gegen das Vor- gehen der Beklagten und bezeichnete diese Ausbeutung der Angcstelltennotlage als eine„wucherische". Deshalb seien derartige Abreden als nichtig zu betrachten. Die B e- klagte wurde verurteilt, an die Klägerin 39 M. zu zahlen. Das ist ein erfreuliches Urteil, da? mit gesundem Rechts- empfinden nicht minder wie mit dem Gesetz durchaus über- einstimmt._ Sitzgelegenheiten in Backstuben. Für Bäckereiarbeiter von Interesse ist eine Entscheidung des Kammergerichts. Wie in anderen Provinzen, ist auch für die Rheinprobinz eine Polizeiverordnung des Oberpräsidenten ergangen, welche die Ein- richtung und den Betrieb der Bäckereien betrifft und welche unter anderem bestimmt:„Das Sitzen und Liegen auf Tischen, Platten, Trögen und arideren Einrichtungen, die zur Herstellung von Back- waren dienen, ist untersagt. Die BetriebSunternehmer haben für ausreichende Sitzgelegenheit in de» Arbeitsräumen zu sorgen." Wegen llebertretung der Verordnung war der Bäckermeister Wellfonder angeklagt worden, weil er nicht für ausreichende Sitz- gelegenheit in der Backstube gesorgt habe. An der Teigmaschine -war ein Gestell— ein Brett mit zwei Stützen— aufgestellt, das als Schutz gegen die Transmission diente, zur Erfüllung einer Schutzborschrift der Bäckerei-Berufsgenossenschaft, das mit leichter Mühe unigedreht werden und dann zwischen Teigmaschine und Wand als Sitzgelegenheit dienen konnte. Die Strafkammer in Duisburg als Berufungsgericht sprach jedoch den Angeklagten frei und führte aus: Es handele sich hier zwar um eine sehr primitive Sitzgelegenheit, sie sei aber als ausreichend zu erachten im Hinblick darauf, daß sich in einem, durch eine Tür mit der Backstube verbundenen Zimmer ein Sofa urtb mehrere Stühle befinden, die eventuell benutzt werden könnten. Die Staatsanwaltschaft legte mit Erfolg Revifio» ein. Das Kammergericht hob die Lorentscheidung auf und verwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung und Entscheidung an daS Landgericht zurück. Gründe: Es sei rechtsirrtümlich, wenn deshalb eine primitive Sitzgelegenheit in einer Backstube für ausreichend erachtet werde, weil in einem Nebenraum sich gute Sitze befänden. ES komme lediglich darauf an, ob im Arbeitsraum ausreichende Sitzgelegen- heit vorhanden war. Die Sitzgelegenheit im Arbeitsraum müsse an und für sich betrachtet werden. ES sei also festzustellen, od die primitive Einrichtung im Arbeitsraum allein für sich noch als ausreichend gelten konnte. Wtfstvechende MWbsSAg Wsilhu«. Z�dettstckkS W ö5cr 8as Reich mit dem Erlös von mindestens 4 Milliarden Mark zu rechnen. Aus dem Erlös werden zunächst die von der Reichsbank gewährten Darlehen zurückgezahlt, die alsdann zur Befriedigung der Bedürfnist« der Kriegführung nicht wertet in Anspruch genommen werden dürste. Das englische Moratorium. Die englische Regierung he- schloß, das Moratorium am 4. Oktobor auHhönert zu lassen._ Sistierung von Dividendenzahlung. Auf Anordnung der Re« gierung suspendierte, einem Telegramm aus Paris zufolge, der Credrt Lhonnais die Auszahlung der morgen zahlbaren Teildividende für das erste Halbjahr auf seine Aktien. Mus Industrie und Handel. Ter Erfolg der Kriegsanleihe. Das definitive Ergebnis der Anleihesubskription liegt nunmehr vor. Es wurden gezeichnet: 1318 199 899 M. Reichsschatzanweisungen, 1 177 295 999 Mark Rcichsanleihe mit Schuldbucheintragung, 1894 171 209 M. Reichsanleihe ohne Schuldbuch- eint ragung. zusammen 4389576999 M. Dieses Ergebnis bedeutet einen starken Erfolg. Be- anders beachtenswert erscheint die hohe Summe solcher Zeich- nungen, für die die Schuldbucheintragung und Sperrver- .'flichtung akzeptiert worden ist. Die Zuteilung aus die Reichsanleihe wird in vollem Umfange erfolgen. Den Zeich- nungen auf rund 1318 Millionen Mark Schatzanweisungen gegenüber ist zu erwähnen, daß die Zeichnungsaufforderung nur auf 1099 Millionen Mark Schatzanweisungen lautete. Werden an Stelle der zuviel gezeichneten Schatzanweisungen von den betreffenden Zeichnern keine Reichsanleihen genom- nren, so wüxde die dem Reiche zufließesde gwfanmw xme Trnstbekampfuug und Arbeiterschaft. Die Bekämpfung des Tabaktrusts hat durch die infolge deS Krieges angebahnte Bohkottbewegung ausländischer Waren einen breiteren Boden gefunden. Das Organ der gowerkschastlich orga- nifierten Tabakarbeiter und-arbeiterinnen macht nun auf die bekannte Tatsache aufmerksam, daß es sich beim Tabaktrust weniger um britisches als um amerikanisches Kapital handelt. Die Lei- tung des Tabaktrusts wurde nur deshalb von Amerika nach Eng- land verlegt, damit der Trust ungestört durch das amerikanische Antitrustgesetz weiter arbeiten könne. Die Vertreter der Tabak- arbeiterinteressen glauben weiter auS einem anderen wichtigeren Grunde gegen die Bekämpfung des Trusts Einspruch erhebcm zu müssen: JJst der Boykott der Firmen, die dem engkisch-amerikantfchen Tabaktrust angehören, infolge des gegenwärtigen Krieges Eng- larrds gegen Deutschlands wirksam, so bedeutet das für die Arbeiter der betreffenden Betriebe nichts anderes als Entlassung. Auch den Herreu vom Gegeutrust dürfte bekannt sein, daß zurzeft nahe- zu die Hälfte der deutschen Tabakarbeiter brotlos ist, während ein anderer großer Teil nur beschränkt arbeitet. DaS trifft auch mehr oder minder für die Zigarettenindustrie zu.... Wie denn nun, wenn man den Trustbetrieben jetzt den Paß abschneidet, wollen die Herren Zigarettenfabrikanten des Gegentrm'ts die ent- lassenen Arbeiter in ihre Betriebe einstellen? Und weiter: Wollen sie die entlassenen Arbeiter zu denselben Löhnen und Bedingungen einstellen, wie sie in Trustfabriken geboten werden? Daß- sich sofort ein Ausgleich vollzieht, werden die Herren vom Antitrust wohl selbst nicht glauben. Außerdem steht es gerade bei den Anti- trustfirmen mit der Behandlung der Arbeiter und Arbeiterinnen sehr faul. Wollen die Herren Antitrustler neben der Uebernahme des Profits der Trustfabriken auch eine bessere Behandlung der Arbeiter übernehmen?"_ Die Zahl der zurückgekehrte« italieuischen Auswanderer. Nach offiziellen Mitteilungen beläuft sich die Zahl der aus den kriegsführenden Ländern heimgekehrten italienischen Arbeiter auf rund 500 000. Für ihre Heimbeförderung hat die Regierung durch zahlreiche Extrazüge, die bis zur Nordgrenze der Schweiz vor- drangen, Sorge getragen? auch wurden mehrere Ueberseedampfer verwendet, um aus Marseille, Algier, Marokko usw. Italiener und ihre Familien heimzubringen. Diese Leute, die zum Teil ihr arm- seliges Hab und Gut in der Fremde zurücklassen mußten und fast durchgängig um den letzten Wochenlohn geprellt wurden, find nun hier arbeitslos. Es haben sich zahllose Hilfskomitees gebildet. und die Gemeinden haben Notstaudsarbeiten bewilligt. Die Re- gierung hat die bereits bewilligten Notstandsarbeiten beschleunigen lassen und dafür 800 Millionen ausgeworfen. So hat auch Italien, wo schon durch das Daniederliegen von Handel und Verkehr täglich rund 1000 Züge ausfallen mußten, schwer unter den Rückschlägen des europäischen Krieges zu leiden. Eingegangene Druckschriften. Heft 22 der„Neueil Zeit" vom 18. September hat folgenden Wortlaut: Wirkungen des Krieges. Von Karl Kautskh.— Der Krieg und die Gewerkschaften. Von Adolf Braun.— Die Mohammedaner in den franzöfischen Kolonien. Von Charles Dmnas, Paris.— Notiz: Engels und der Krieg.— Feuilleton: Der Seekrieg.(Fortfetzung.) Von Richard Woldt.— Anzeigen. Kriegs-Depesche« 1914(Erster Monat— August).« Ps.— Boll U. Pickardt, Berlw._ Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen-Direktion iwer den Großhandel in den Zentral-Marktballen.(Ohne Verbindlichkeit.) Donnerstag, 24. September. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsen fleisch 1» 74—83, do. Ha 68—72, do. IHa 56—66; Bullenfleisch la 70—73 do. Ha 60— 66; Kühe, seit 55—68, do. mager 40—55, Fresser 60— 68, Bullen, dän. 50—60. Kalbfleisch: Doppellender 110—120; Mastkälber la 80—90, do. IIa65— 80; Kälber ger. gen. 52—65. Hammelfleisch: Mastlämmer 85—88; Hammella 79— 84. do. lla 75—78; Schase 72—83. Schweinefleisch 60—70.— Gemüse, inländisches: Kartoffeln, weiße 50 kg 0,00—0,00; weiße Kaiserkronen 2,75— 3,00; Magnum bonum 0,00—0,00; Porree, Schock 0,60—0,80; Sellerie, Schock 3—7,50; Spinat 50 kg 8,00—10,00; Mohrrüben 2,25—2,50; Bohnen 50 kg 5,00— 12,00; Wachsbohnen 50 kg 6,00—14,00; Kohlrabi Schock 0,70—1,00; Wirsingkohl Schock 4,00—8,00; Weißkohl Schock 3,00—7,00, Rotkohl, Schock 4,00—8; Kohlrüben Schock 3—5,00; Blumentohl, Erfurter, 100 St. 6,00—1500, Meerrettich Schock 7,00—12,00, do. 50 kg 00,00; Petersilienwurzel Schockbund 1,00 bis 3,00; Radieschen Schockbund 0,70—1,00; Salat Schock 1,50—2,00 Zwiebeln, 50 kg 3,50— 4,00; Tomate» 50 kg 4,00—9,00; Gurken, Schock 1,25—2,50; Sensgurken, Schock 7,00—10,00; Einlegegurken, Schock 0,-60 bis 1,60. Kürbis 50 kg 2,00-3,00. Letzte Nachrichten. Ein französisches Comm«niqu6 über die KriegSkage. Die„Frankfurter Zeitung" meldet aus PariS: Ein gestern nachmittag ausgegebenes Bulletin berichtet: Die Deutschen zeigten am 21. September auf der ganzen' Front von Orfe bis ins Vöwre-Gebiet eine gewisse Tätigkeit, aber ohne bemerkenswerte Ergebnisse. Zwischen der Offe und Aisne ist die Lage unverändert. Im Zentrum zwischen Reims und Souain war der Feind offensiv. Im Vöwre-Gebiet machte der Feind große Anstrengungen mit Angriffen auf die Höhen an der Maas längs der Front Tresauvaux-Viguevillesi Haudicourt. In Lothringen überschritten die Deutschen wiederum mit einigen Kolonnen die Grenze und befetzten Domevre südlich von Blamout. Paris, 24. September.(W. T. B.) Amtlich'. Me Lage ist unverändert. Eine beigefügte Note erklärt, daß die Schlacht auf einem großen Teil der Front den Charakter eines Festuugskrieges annehme, was die Lang� famkeit des VorrückenS begreiflich mache. Paris, 23. September.(W. T. B.) Jßetn Parisien" bringt einen Artikel de» Oberstleutnants Rousfet, in dem dieser unter Hinweis auf die sehr starke Stellung und die vorzüglichen Befestigungsarbeiten der Deutschen einen nur langsamen Fortschritt der Schlacht voraussagt; die Nächtlichen An- griffe der Deutschen seien trotz der Ermüdung der Truppen un- streitig geschickt._ Der Kreuzer„Emden" vor Madras. Loado», 24. September.(W. T. B.) Reuter meldet amtlich aus Kalkutta: Der deutsche Kreuzer„Emden" erschien vor Madras und fchvst zwei Oelbehälter in Brand. Englische Forts beantwortete« das Feuer.„Emden" löschte ihre Lichter und ver-« MmW» kl SwuWM. K vl-il Leipziger Stralje Gardinen Kdnlgstra�e tfalbstores....5.90 5.85 Künsücrgardmena'sS�jLrb.ö.JS 9.50 Etaminegordmen iF(�bJiw6.1 5 7.65/ Garnituren Ä™?oaert«i.. 4.75 6,50 Bettdecken �...... 1J0 2.90 Erbstüll- Bettdecken mit Bandarbeit Or 1 Bstt 4�5 5.75 für 2 Betten 7.50 10.50 Freitag und Sonnabend Schlafdecken Diwandecken Rosenthaler Strafe Moritzplatz Tischdecken Kodielleinen»tsHarbir, bnot restukt 4.50 Graumeliert™Jt6s,rel(tn; 5.55 7 M. Reine Wolle SSTunt,. 7.40 8.75 Kamelhaar£n£rl°c.hi."h." 12.15 15.75 Steppdecken dane-sitin. 4.50 6.15 Steppdecken 8 m. 9.50 Phantasiegewebe****■. 4.90 Phantasiegewebe 5.65 Phantasiegewebe 7.65 Reinwollenes Tuch buntgestickt 7.65 Phantasiegewebe 9.50 Mohairplüsch mit FnsJmusterung 1 2.50 Gobelingewebe p«si.ch ren.«tert.16 m. Moquetteplösdi 5Srr«Uc.h."d 12.50 Moqueiieplüsch gestreift.... 13.25 Gobelingewebe r>«»!,°b, 9.45 Frisches Fleisch Rindfleisch: Schmorflelscli m. Knoch. Pfd. 90 Pf, ohne Knochen Pfd. 1 M. Rinderkamm u.-Brest, Pfund 75 Pf. � Einlas eh u. Gehacktes, Pfund 65 Pf. M OchaemeSiwanx.. Pfund 50 Pf. Kalbfleisch: Kalbskeule und-Rücken im ganzen Pfd. 85 Pf, geteilt 90 Pf.. Kalbskamm und-Brest Pfund 80 Bf. Schweinefleisch; Schulterblätter., 4— SPfd, Pfd. 65 Pf. Schinken i. ganz., Pfd.70, geteilt Pfd. 75 Pf. Püitgüiainni Pfd. 70 Pf.. FMifliitisi'tNoz Z.70 �Vurstwsren Rollschinken 6—8 pfd, Pfd. 1.45 Bauernmettwurst.. Pfund 1.30 Teewurst........ Pfund 1.30 Pastetenleberwurst Pfi�dl.20 Landieberwurst... p>uud95pf. Eedensmittel ksLeRubsn 3Pfd lÄPf. Mohrrüben p�nd 3pf. Spinat... s Pfund 20 pf. Radieschen s Bd. 10 Pf. Salat....... s Kopf 10 pf. Seilerie Knoiie S.u. 10pf. Tomaten.... p�nd 9pf. Soweit Vorrat Kurtrauben pfd ISpf Goidtrauben 23pf. it. Pfirsiche pfund28pf Kürbis..... Pfund 3 pf. EinSege-Gurken«dl 50 Pf. Fasanen I.SO 2 m. 2.75 Jagdwurst p�d 1.10 Rotwurst 60 80 pf Goldparmänen Pfund 15 Pf. Frische Makrelen Stück 15 Pf. Hirsch und Wildschwein zu den billigsten Tagespreisen Mark, ßübsh. 2Pfd 25 pf. Weißkohl. pwnd 3pf. RotkohS... Pfund 4 pf. Graverasteinerpfd. 1 6 pf. Königskronenpfd 13pf. Kochäpfel phmd 9pf Deutsche CaivilienmlSpf. Lachsstör Pfund 70 pf. KabellaUo�opfm 60 Schellfisch«m>d 25� Geflügel Hühner.... stock 1 m. bis 3.60 Enten......... 2.75 u. 3.50 Gänserümpfe..... Pfund 1.25 Gänsebrust...... Pfund 1.40 Gänse-StUckenfleisch pfd 80pf. Gänseklein, Leber, Keulen Fische Tafellachs i ganz.Fischen.Pfd. 5 5 Pf. Lebende Karpfen Pfund 85 95 Pf. Lebende Schleie.. Pfund 1.20 Lebende Aale Pfund 80 bis 1.30 Butterand Käse Kochbutter.. pfundl.lSu. 1.28 Tischbutterl.38 v3-pfd.-pak,69pf. Brie vollfett...... Pfund 78 Pf. Limburger...'... Pfund 45 Pf Sodcen Leibbinden Hemden Beinkleider Pulswärmer Ohrensdiütser Taschentücher Seiftücher Hausschuhe Nahgarnituren Ständiger Verkauf: anstatt der noch nicht zulässigen Fcldposipakcic. Zusammenstellung nach Wunsch im Gewicht bis zu 275 Gramm per Brief. Hosenträger Seife Zahnbürsten Geirock. Obst Sardinen Wurst Bonbons Schokolade Zigarren usw. Todes-Anzeigen i 1.1 Herl Relciistags-Waftikrels. Kachraf. Den Mitgliedern jut Nachricht, dag unser Genosse Karl Schulze am 20. September gestorben ist. Ehre seinem Andenken. 208/17 Der Z»ors«and. ZoMmlllwtjMMsMMiiz LlLBerLREicMagswaMkreis. Landsberger Viertel. Bezirk 386. Den Mitgliedern zur Nachricht, dag«osere Genossin Frau Marie Rundmaim Landsberger Allee 145 gestorben ist. Ehre ihrem Andenken Die Beerdigung findet heute Freitag, den 25. September, nach- mittags 5 Uhr, von der Halle des Zentrol-Friedhoses in Friedrichs- selbe aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Borstand. KSpcnicker Vierlei. Bez. 186. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Tischler Friedririi Jatzlau Taborstraße 16 gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung sand am 23. September statt. 215/16 Vorstand. Sozialdemokratischer Wahliereio Vachrnf. Den Parteigenossen zur Nach- richt, daß unser langjähriges und tätiges Mitglied, der Maurer (Putzer) Adolf Altmann Wartburgstraße 52 int Felde gesallen und am 16. September beerdigt worden ist. Ehre seinem Andenken: 15/11 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Am 23. September verstarb unser Parteigenosse Emil Metzgen Weiseste. 59, 21. Bezirk. Ehre seinem Andenke»: Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 26. September, nachmittags 3'/, Uhr, von der Leichenhalle des Neuköllner Ge« meinde-Friedhoses, Mariendorser Weg, aus fiati. Um rege Beteiligung ersucht Hvr Vorstand. Deutscher Metallarbeiter-Verband Verwaltungssteile Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metall- arbeiter Adolf Christen Pannierstraße 19, gestorben ist. Tie Beerdigung findet am Freitag, den 25. September, nachmittags 1>/z Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde-Fried- Hofes in Neukölln, Mariendorser Weg, aus statt.» Nachruf, Ferner starb unser Mitglied, die Metallarbeiterin Auguste Basebdori Navenöstraße 7. Ferner starb unser Mitglied, der Metallarbeiter inihelm Hiekel. Ferner starb unser Mitglied, der Gürtler- FaUl Oberkötter. Ehre ihrem Andenken: 125/10 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser einziger Sohn Artur am 8. September im Felde gesallen ist. A Um stille Teilnahme bitten Oje trauernden Eltern; Ciustav iteidel, ■ Emilie Iteidel. Neuenhagen a. d. Ostbahn. Sozialdemokratischer Wahlverein Niederharnim. Bezirk Lichtenberg, Nachruf. In der Schlacht an der Ost- grenze am 28. August fiel unser Mitglied Paul Schulz Nirderbarnimsir. 12. Ehre seinem Andenken! 13/8 Dt« Bezirksleitung. Deutscher sranspnrtarhetter-Verband. Bezirksverwaltung Groß-Berlin. Vach ruf. Den Mitgliedern zur Nach- richt. daß unser Kollege, dcr Müllkutscher Fritz Gorlo von der Firma Müllabfuhr- Genossenschaft Mühlenstraße am 17. d. Wts. im Alter von 37 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Vaehrnf. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Arbeiter Albert Aöplle am 19. d. MtS. im Alter von 23 Jahren verstorben ist. Ehre feinem Andenke«: Vachrnt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Droschkenführer Mann Klostermann am 15. d. Mts. im Aller von 71 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenke«! 67/18 Ol« Bezirksverwattung. Kranken-, Sterbe-uiusehußkassE für männl. Personen aller Berufe CrroB-Berlin. Nachruf. Am 18. September verstarb unser Mitglied, der Lederarbeiter Gustav Pätz. Ehre seinem Andenken! 288/9 Ber Vorstand. Verband! Gemeinde- u. Staatsarb. Filiale«ro« Berlin. Nachruf. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Emil klemstein welcher im Betriebe der städtischen Kanalisation beschäftigt war, ver- storbcn ist. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen Eriedridi Pilz srüher Gaswerk Schmargendorf. Ehre seinem Andenken: Oje Orksverwallung. frslo Turnersciiaft Erkner, I. Kreis. 5. Bezirk. Am 18. August 1914 starb im Feldzug gegen Frankreich unscr Turngenosse und Turntvart, der Kanonier 186/8 August Uudwix den Heldentod. Wir verlieren in dem Ber- storbenen ein treues und streb- famcs Mllglicd und werden sein Andenken stets in Ehren halten. I. A.: Der Borstand. Den Tod seines im Felde gc- sallenen Mitgliedes 241/16 Alwin Metzner Schlosser, Reinickendors-Ost, Amendcstr. 81, beklagt ver Lozisldetnokrotiscke Wahlverein Niederbarnim Bezirk Reinickendorf-Ost. In den Kämpfen in Ost- Preußen ist unser lieber Sohn und Bruder miu welcher als Reservist am Feldzuge teilnahm, gesallen. Dies zeige» schmerzersüllt an Hennann Campe und Familie, Berlin O, Frankfurter Allee 172. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und guter Pappa, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel, der Puher Bruno Richter im 30. Lebensjahr infolge eines Stirnschusscs den Heldentod gc- starben ist. Jntiesstem Schmerz allerHinter- bliebcnen lv6b Emma Blehtergeb. Clemens und Tochter Gretchen. Gr.-Lichtcrselde, Chausseestr. 85 b. Am 22. September verschied nach kurzem Leiden mein lieber Mann und unser Vater, dcr Zimmermann 105b l�einliolcl lioikmsnn im 54. Lebensjahre. 0!e trauernden HinterfaMebenen. Die Beerdigung findet Freitag. den 25. September, nachmittags 3 Uhr, aus dem Zeniral-Friedhos in Friedrichsselde statt. Statt besonderer Anzeige! Allen Bekannten und Freunden, die traurige Nachricht, daß unsere Tochter 135A Anna 23 Jahre all, nach kurzem schweren Leiden am 23. d. Mls, um 10 Uhr, verstorben ist.— Ticsbetrübt Kurt und Emilie Pstng nebst Kindern. Lichtenberg(Ortsteil Runimels- bürg), 23. September 1914. Beerdigung Sonnabend, nach- mittags 3 Uhr, städtischer Fried- hos, Läckstraße.___ Danksagung. Für die vielen Beweise herzli«» Teilnahme und die zahlreichen KroM spende» anläßlich des Ablebens mein? lieben Frau � Kunigunde Braun insbesondere Herrn Balderk Mana� sür die trostreichen Worte am Sars der Entschlasencn. den Sängern .Typographia', dem Wahlverein w' dem.Verein der Gartenjreunde Jmmeshain' meinen innigsten Da" Wilhelm Braun., Baumschulenweg, Kieshölzstraße 2£" Danksagung:. Für die vielen Beweise herzlich� Teilnahme bei der Beerdigung mew� lieben Mannes Gustav Menzel sage ich allen Freunden, Bekannstl und Verwandten sowie dem WaV verein Neukölln, dem Personal ao Firma Paß u. Garlcb und dev Neuköllner Männerchor ukcinZ innigsten Dank. � Witwe Hedwig Men«®' nebst Kindern. Für die Beweise herzlicher TeP nähme und die zahlreichen KraM spenden bei der Beerdigung unsc� lieben Bruders und Schwagers Adolf Pritzkow sagen wir allen Freunden und � kannten, insbesondere Herrn Sch"" sür die trostr eichen Worte am Gra� unseren herzlichsten Dank. l'1 Karl Pritzkow, Marie verw. Poschs Friedrich Pritzkow nebst Frau, Frida Pritzkow verchel. Staats, 2 Ausnahmetage Kostüme— Ulster— Plüschmäntel— Pelzmäntel zu den denkbar billigsten Preisen bei WESTMANN I. Mohrenstr. 37a(Kolonaden). II. Große Frankfurter Straße 115(nahe Andreasstraße) zu 12,—, 18,—, 24,—, 30,—. 36,—. 45,— bis 250 M. mit Ausnahme-Rabatt für 3 Tage von 150/o! Trauermagazin. Sonntag 8—10 geöffnet. tx �eiafteut;»Iftejj Wiejepp, SeuiöflB. Für fces Znjeratenteil verantw,: Th. Glocke, Berlin, Druck u. Verlag: Vorwar:» Buchdruckerei u. Verlagsanftalt Paul Singer& Ca, Berlin SW. Ii.(259-261) 262. 31. Z-Hq. 2. Ktilmt b Jsrn W KM» KÄslllM. Fmtag. 2Z. ZepiemberlM. /irbeitslosenfiirsorge. . Am 2i. September fand im Rathaus zu Berlin auf Ein- ladung des Oberbürgermeisters Mermuth eine Konferenz von Vertretern der Vorortgemeinden Groß-Berlins statt, um zu der Frage der einheitlichen Regelung der Arbeitslosenfürsorge ' Stellung zu nehmen. Einleitend gab der Oberbürgermeister einen Ueberblick über die Beschlüsse der Stadt Berlin in Ver- bindung mit den Maßnahmen der Landesversicherungsanstalt Oerlin. Er betonte, daß es notwendig erscheine, die Wirt- schaftliche Einheit Groß-Berlins auch in Unterstützungsfragen zum Ausdruck zu bringen. _ In der Tiskussion wurde besonders von Herrn Dr. Spiegel-Charlottenburg darauf hingewiesen, daß die einheit- stche Regelung der Arbeitsloscnunterstlltzungsfrage erschwert , /fei durch die Beschlüsse des Provinziallandtages. In den an . die Gemeinden ergangenen Ausführungsbestimmungen heißt es: daß den Zuschuß des Provinziallandtages und der Landes- Versicherungsanstalt Brandenburg nur diejenigen Gemeinden bekommen können, die nicht nach festen Sätzen und nach Prü- tung der Bedürftigkeit Unterstützung zahlen. Die Unter- Nutzung sei nur von Fall zu Fall festzusetzen. Von den Vertretern der Stadt Berlin wurde darauf hin- gewiesen, daß bereits in der 1. Woche 32 631 Anträge auf Unterstützung an die Komniissionen gestellt wurden, von denen bereits 28 748 erledigt sind. Die einheitliche Regelung für Groß-Verlin wurde auch hierbei hervorgehoben: insbesondere deshalb schon, weil die Landesversicherungsanstalt Berlin alle in Berlin wohnenden Versicherten, gleichgültig ob sie Berliner oder Brandenburger Marken geklebt haben, soweit die sonsti- gen Bedingungen erfüllt sind, zu unterstützen übernommen habe. Ein gleiches niüßte auch für diejenigen in den Vorort- gemeinden wohnenden Versicherten der Anstalt Berlin von der Anstalt Brandenburg geschehen. Von dem Schöneberger Bürgermeister wurde darauf aufnierksam gemacht, daß auch die Regelung der Miete der Notleidenden eine große Rolle spiele. Ter Vertreter der Stadt Lichtenberg hielt gleichfalls die . Erreichung einer Einheitlichkeit der Unterstützung für aus- geschlossen, weil, wenn nicht nach den Beschlüssen des Pro- vinziallandtages verfahren würde, alle die Gemeinden um den Zuschuß kommen würden. Hervorgehoben wurde von den anderen Vertretern, daß diese Konferenz schon längst hätte stattfinden müssen, da noch andere Fragen der Erledigung harren. Ter Vertreter der Landesversicherungsanstalt Berlin betonte, daß diese Anstalt ein großes Interesse daran habe, daß eine einheitliche Rege- lung erfolgt, und daß auch sie darauf sehen müßte, daß die bei ihr Versicherten und in den Vororten Wohnenden gleich- falls unterstützt werden. Es wäre eine Unbilligkeit, wenn Mitglieder von Organisationen von der Unterstützung aus- �geschlossen werden. � Dieselben würden gleichsam bestraft IstAierdcn dafiir, daß sie in Friedcnszeiten für Arbeitslosigkeit nii�vrgesorgt haben. Um die Unterstützungen einhejllich durch- Vihren zu können, sei allüberall die Errichtung von Arbeits- nachweisen mit einer gemeinsanien Zentralstelle notwendig. Wei ein roter Faden zog sich dann durch die weiteren Diskussionen die Ansicht, daß eine einheitliche Regelung, wie ..Berlin sie getroffen, insbesondere mit den Gewerkschaften, nicht niöglich sei, da dem die Beschlüsse des Provinzialland tages entgegenstehen. Am Schluß der Konferenz wurde das Ergebnis derselben vom Oberbürgermeister Mermuth wie folgt zitlfammengefaßt: 1. Einstimmig sind die Vertreter der Vorortgemeinden der Ansicht, daß in eine Fürsorge für die Arbeitslosen eingetreten tverden muß, und dort, wo das noch nicht geschehen, dieselbe ZU schaffen notwendig sei. 2. Daß für alle diejenigen, welche seit dem 1. Juni 1914 mn Ort wohnen— sofern die anderen Bedingungen erfüllt Und—, Unterstützung in Frage komme. 3. Die Vororte verpflichten sich, von der gewerkschaftlichen Unterstützung nur 50 Proz. in Anrechnung zu bringen, be halten sich aber vor, die' Bedürfnisfrage zu prüfen. . Dieser Feststellung wurde von Vertretern der Gemeinden Lichtenberg, Weißensee und Reinickendorf widersprochen, tvelche die Unterstützungen voll anrechnen wollen. / Ter Vertreter der Gewerkschaften, Stadtverordneter Brückner, machte hierbei darauf aufmerksam, daß die Unter- stützungen der Gewerkschaften doch nur freiwillige sind und die Gewerkschaften einfach erklären würden, für die in den Bororten wohnenden Mitglieder keine Unterstützung mehr zu zahlen, so daß dann die Gemeinden, falls sie an ihrem Be- ichluß festhalten würden, die vollen Unterstützungssätze zahlen wüßten. Es wurde daraufhin erklärt, daß der Vertreter der Stadt- Gemeinde Lichtenberg beim Ausschuß des Provinziallandtages dorstellig werden soll, um eine nachträgliche Regelung dieser »rage herbeizuführen. 4. soll diese Unterstützung nicht als Armenunterstützung Gelten, und 5. werden die Sätze Berlins nur als Minimum betrachtet, wahrend 6. die Arbeitsnachweisfrage einer späteren Regelung vor- behalten bleibt. Wir stehen nicht an, unser Befremden über das magere Ergebnis dieser Konferenz zum Ausdruck zu bringen. Wie ausdrücklich mehrmals von den Vertretern der Stadt Berlin betont wurde, hat sich die Regelung mit den Gewerkschaften burchaus bewährt, sei das Hand-inHandarbeiten mit den Ge- h�erkschaften durchaus zufriedenstellend. Wenn nun die Vorortvertreter erklären, daß sie ge- jwungen wären, die volle Höhe der Gewerkschaftsunter- Nutzungen in Anrechnung zu bringen, und trotzdem noch die sBedürfnisfrage zu prüfen, dann dürfte dadurch leicht das Gegenteil erzielt werden, was erzielt werden sollte: nämlich bie Gemeinde in ihren Maßnahmen möglichst zu schonen. Vergißt man denn an jenen Stellen ganz, daßjdie Gewerkschaften seit Ausbruch des Krieges ungeheure Summen bisher an Arbeitslosenunterstützung ausgegeben haben? So allein in einer Woche die Summe von 1477 619 M.! Die Gewerkschaften haben dadurch in erster Zeit eine Last auf sich Genommen, die zu tragen den Kommunen und dem Staat ob- "egen würde. Sollte die Regelung so erfolgen, wie von ein- Bechen Vorortvcrtrctern erklärt wurde, so würde das Ergebnis bstn, daß die Gewerkschaften an alle ihre in den Vororten wohnenden Mitglieder keine Unterstützung mehr zahlen würden, um so die Gemeinde zu nötigen, die vollen Unter- stützungssätze zu zahlen. Das Gegenteil von Ersparnis würde dann eintreten. Wir können nicht glauben, daß die Vorortvertreter derart kurzsichtig handeln werden, und erwarten, daß unsere Genossen in den Gemeinden auf der Grundlage des Beschlusses der Stadt Berlin ihre Anträge in den Kommunen wiederholen und auf Annahme dringen werden. * Von Frauen des Nationalen Frauendienstes geht uns die Mit» teilung zu, daß viele Frauen, die infolge des Krieges ohne E rw erb sind, die Meinung haben, sie bekämen keine Ar- beitslosenunterstützung, wenn sie nicht geklebt haben. Derselben Meinung sind auch Zimmervermieterinnen, die infolge des FortzugeS ihrer Mieter in das bitterste Elend geraten sind. Diese Ansicht ist falsch. Auch diese Personen können bei der zuständigen Stelle ihres Bezirks Anträge auf Gewährung von Arbeitslosen- Unterstützung stellen. Staütverorönetenversammlung. 28. Sitzung, Donnerstag, den 24. September 1914, nachmittags S Uhr. Vorsteher Michelet eröffnet die Sitzung nach 514 Uhr. Am 25. Juni hatte die Versammlung einen Antrag, der neue Verhandlungen mit der A. E. G. verlangte, um auch die n ö r d» liche End st recke der Schnellbahn Gesundbrunnen- Neukölln als Untergrundbahn zur Durchführung zu bringen, einem Ausschusse überwiesen. In dessen Sitzung am 15. d. Mts. ist folgender Magistratsbeschluß vom 14. September be- kannt gegeben worden:„Der Magistrat ist bereit, mit der A. E. G. wegen Umwandlung der Hochbahn in der Badstraße in eine Unter- grundbahn in weitere Verhandlung zu treten und dieser Umwand- lung zuzustimmen, sofern sich unter Berücksichtigung der Finanz- läge der Stadt der zu leistende Zuschuß in annehmbaren Grenzen hält. Dieser Zuschuß muß jedenfalls gegenüber den jetzigen For- dcrungcn der A. E. G. sehr herabgcdrückt worden, was sowohl durch ein Nachlassen der Forderungen der A. E. G. wie durch Beiträge der Adjazenten erreicht werden kann." Der Ausschuß hat damit seine Ausgabe und den Antrag als erledigt angesehen; die Versammlung ist derselben Ansicht. Den vom Magistrat vorgeschlagenen Aenderungen der„An- staltsordnung"(bisher„Reglement") für das Erziehungs. Haus in Lichtenberg hat der eingesetzte Ausschuß im wesent- lichen zugestimmt, desgleichen der Einstellung eines Buchbinders als Erziehungsgehilfen auf Privathicnstvertrag zur vorübergehen- den Beschäftigung. Die letztere Maßnahme soll aber ausdrücklich als eine lediglich provisorische bis zur Inbetriebnahme des festen Hauses in Struveshof gelten, wo die schwer erziehbaren Zöglinge mit landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt werden sollen. Die Bauten in Struveshof haben bisher nicht zu Ende geführt werden können, und durch den 51riegsausbruch ist eine weitere Verzöge- rung in der Durchführung des neuen ErziehungSsystcms eingetreten. Die Versammlung tritt den Ausschußanträgen bei. Dem Zentralverein für Arbeitsnachweis sollen 19 999 M. außerordentliche Beihilfe als ein- maliger Kriegszuschuß gewährt werden. Die Arbeitsvermittlung bat anläßlich des Krieges unvorhergesehen« Mehrausgaben für die Einstellung von Hilfspersonal, vor allem aber durch die Dirigierung von Arbeitskräften in Extrazügen nach Ost- und Westpreuhen, Pommern usw. und durch die Gewährung von Reisekostenzuschüssen verursacht. Die Beihilfe wird ohne Debatte bewilligt. Der Magistrat legt den Entwurf für die Verlängerung der Nord südbahn vom Belleallianccplatz bis zur Gneisenau- straße(Kostenanschlag 8,2 Millionen Mark) vor, nachdem mit Neu- kölln und Tempelhof eine Einigung über die Anschlüsse erfolgt ist. Außerdem wird für Aenderungen und Verbesserungen der Stamm st recke Seestraße— Bclleallianceplatz der Betrag von 3,6 Millionen Mark nachgefordert, da sich der Kostenanschlag nunmehr auf 57,4 Millionen Mark stellt, während am 1. Dezember 1919 53,8 Millionen Mark bewilligt sind. Auf Antrag des Stadtv. C r c m e r(A. L.) geht die Vorlage an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. Schluß nach 6 Uhr._ /ws Groß-öerlin. Unterstützungsfragen. Unter den Bezirksvorstehern scheinen immer noch Un klarheiten über die Unterstützungen zu herrschen, die den Frauen der Kriegsteilnehmer zu zahlen sind. Um den Herren eine bessere Uebersicht über die Materie zu ermöglichen, sollen die in der Sache ergangenen einzelnen Erläuterungen und Verfügungen übersichtlich zusammengestellt den Bezirksvor- stehern übermittelt werden. In der mit der generellen Regelung dieses Unter- stützungswesens betrauten gemischten Deputation wurde am Montag die Frage erörtert, wie es in den Fällen gehalten werden soll, in denen es sich um Familien aktiver Heeres- angehöriger handelt. Es wurde dargelegt und beschlossen, daß Kriegsunterstützung nicht gezahlt werden kann, wenn die Ein- gezogenen ihrer Dienstpflicht genügen müssen. Auch in den Fällen könne eine Unterstützung von Angehörigen nicht ein- treten, wenn die Dienstpflicht am 1. Oktober abgelaufen wäre. In solchen Fällen sei das Gesetz leider lückenhaft, obwohl die Angehörigen dieser Kategorie ebenso Not leiden wie andere und die am Kriege Teilnehmenden in gleicher Weise ihre Pflicht erfüllten wie die, deren Dienstpflicht schon länger zurückliege. Ter Magistrat soll sich mit dem Kriegsministerium in Verbindung setzen, um Abhilfe zu schaffen. Vorläufig soll in Notfällen aus Wohltätigkeitsfonds der Armendirektion ge- Holsen werden, ohne daß diese Unterstützung einen armen- rechtlichen Charakter trägt. Soweit es sich um Extaunterstützungen aus den frei- willigen Sammlungen für die Familien der Kriegsteilnehmer handelt, konnte festgestellt werden, daß mit einer einzigen Ausnahme die einzelnen Komniissionen sehr engherzig ver- fahren sind. So sind in der Unterstützungskommission VI, in der Stadtrat Hamburger Vorsitzender ist, im ganzen 63 M. an Extraunterstützung gezahlt worden. Aus dieser Koni- Mission klagen die Helferinnen des Nationalen Frauendienstes darüber, daß nur sehr schwer Extraunterstützungen zu erhalten sind. Die Summe von 63 M. beweist, wie ftrauserig in dieser Kommission mit den Mitteln umgegangen worden ist, die wohlmeinende Bürger ftir die notleidenden Einwohner ge- spendet haben. Tie Kommission 5a hat ganze 120 M. extra ausgegeben, ein Beweis, in welcher Weise in der Kommission des Stadtrats Vcnzky die armen Kriegerfamilien„bedacht" worden sind. Bemerkenswert ist eine Gegenüberstellung der bA zum 16. September bewilligten Extraunterftützungen der Zshl der für die Kriegsunterstützung vorliegenden Anträge noch Kam- Missionen. Danach stellt sich das Verhältnis folgendermaßen; Unterstiitzungs- Anträge auf bis zum 16. September kommission Kriegsunterstützung Extraunterstützung verbraucht la II III IVa IVb Ya Vb VI Vlla VHb YIIc vni VHIb IX Xa Xb Xo XI xna Xllb XIIc Xllla xnib 393 459 1691 2948 2396 2139 3258 1461 2520 3427 4999 2179 4632 1386 2495 3986 4566 3491 1994 1891 3765 6938 4752 163 327 1631,60 1655,00 1983,10 120,09 405,00 63,00 2569,90 3667,80 1939,75 441,00 2870,50 751,00 136,00 1471,00 403,50 2660,00 700,00 371,00 6278,00 16079,50 1841,00 Wenn man diese Ziffern vergleicht, muß:nan zum Teil die Bevölkerung in den einzelnen Stadtteilen und die Zahl der Anträge zur Kriegsunterstützung in Betracht ziehen. Tut man das, so wird es gar nicht auffallen, wenn in der Kom- missio« XIIIu die Summe von 16 079 M. für Extraunter- stützung hat bewilligt werden müssen, da hier zum großen Teil der Wedding in Frage kommt. Auffallen muß die ge- ringe Bewilligung in den anderen Konimissionen. Arbeiter- gegenden wie der Gesundbrunnen sind mit 1800 M., die Schönhauser Vorstadt(Xb) init 403 ganze Mark vertreten. Wieviel Personen mögen in der VI. Konimission an den 63 M., wieviel in der Vu. Kommission an den 120 M. be- teiligt sein? In der Deputation wurde das auch bemerkt: man suchte sich damit zu trösten, daß diese Unterstützungen in Zukunft reichlicher gegeben werden könnten, nachdem der erste An- stürm vorüber sei und die Kriegsunterstützung laufe. Ins- gesamt sind von der ersten Rate von 100 000 M. 46 163 M. bis zum 16. September verbraucht worden. Da stöhnen die Vorsitzenden der Kommissionen, ihren Bezirksvorstehe.xn vor, man habe kein Geld, und dabei ist von der ersten Rate nur ein Teil ausgegeben und% Millionen liegen noch parat, eine Summe, die sich fortgesetzt erhöht. Hätte man tiefer in den Beutel gegriffen, so wäre manche Exmissionsklage unter- blieben und damit auch mancher Aerger und viel Aufregung erspart geblieben._ Ghne Zeitung. Die Zeitung gehört heute sozusagen zum täglichen Brot. Wer keine Zeitung liest, weiß nicht, was in der Welt vorgeht. Das politische und wirtschaftliche Leben ist so vielgestaltig, so weitschichtig, daß niemand ohne Zeitung auskomnicn kann, der sich einigermaßen über die Vorgänge im öffentlichen Leben unterrichten will. Bei den verschiedensten Interessen ist es nicht gleichgültig, welche Zeitung im Hause gehalten wird. Die ihrer Klasscnlagc bewußten Arbeiter wissen, daß der „Vorwärts" i h r Blatt ist und sie haben es lieb ge- Wonnen. Mit Sehnsucht erwarten sie am� frühen Morgen die Zeitungsfrau und sind sehr enttäuscht und verärgert, wenn die Zeitung nicht zur rechten Zeit konunt. Viele Arbeiter sind gewohnt, einen Teil der Zeitung zur Arbeits- stätte mitzunehnieu und unterwegs oder zum Frühstück zu lesen. In der jetzigen Kriegszcit, wo die Ereignisse auf den Kriegsschauplätzen besonders eifrig verfolgt werden, ist es doppelt schmerzlich, wenn die Zeitung einmal nicht zur rechten Zeit erscheint. Solche Möglichkeiten sind aber vorhanden. Wenn auch Redaktion und Geschäftsleitung bemüht sind, jede Verzögerung zu vermeiden, weil sie wissen, daß der Leser auf Pünktlichkeit den größten Wert legt, so können doch Umstände eintreten, die eine Verzögerung nicht immer veiraeiden lassen. Kommt es vor, wie in letzter Zeit, daß um 1 Uhr oder auch um 2 Uhr nachts, eine lvichtige Depesche vom Kriegsschauplatz eintrifft, so möchte die Redaktion diese Meldung doch gar zu gern den Lesevn noch unterbreiten. Kommt hinzu, daß neue maschinelle Einrichpangen, die jetzt infolge des Umzuges in Betrieb genomnien werden müssen, so kann schon hin und wieder eine Verzögerixig ein- treten und die Leser müssen schon in solchen Ausnahmefällen Nachsicht üben. Schmerzlicher als eine gelegentliche Verzögerung fti der Zustellung der Zeitung berührt es aber den Leser, loftttt die Zeitung ihr Erscheinen auf einige Tage einstellen mijA, wie es dem„Vorwärts" jetzt ergangen ist. Ohne Zeitung zu sein in einer Zeit wie jetzt, wo die E$?lgnisse sich häufen, ist für einen Kulturmenschen eine wahre Pein, eine schwere Strafe. Und gerade auf das lieb getpordene eigene Blatt verzichten zu müssen, ist kaum erträglich. Man greift in die Tasche, um nicht ganz ohne Zeiteag zu sein, und opfert einen Nickel. Aber enttäuscht l«4 man die Zeitung aus der Hand: es ist nicht dcB� eigene Blatt. Wohl findet man zum Teil die gleiche».' amt- lichen Mitteilungen über Kriegsereignisse, und wie izyaa sie auch sonst liest, aber das ist doch nicht der vertmiövi Rwn, den man gewöhnt ist und aus dem man herausfühlltz Hier wird in unserem Sinne geschrieben, hier nimmt sich der Leiden der großen Masse an, hier herrscht VerständrtS für das, was uns bedrückt. Um so freudiger werden unsere Leser von heute«m Hren „Vorwärts" wieder in die Hand nehmen. Umzugsterminc beim Wohnungswechsel. Wegen der Schwierigkeiten, welche der durch den Krieg entstandene Mangel an geschulten Arbeitskräften und an Pferden für das Transportgewerbe mit sich bringt, werden die Fristen für den nächsten Vierteljahrswohnungswechsel, wie folgt, verlängert. Ts sind zu räumen: l. kleine, aus höchstens 2 Wohnzimmern und Zubehör bestehende Wohnungen bis zum 2. Oktober abends; 2. mittlere, aus 3 oder 4 Wohnzimmern und Zubehör bestehend« Wohm«vgen bis zum 3. Oktober abends; 8. große, mehr als 4 Wohnzimmer umfassende Wohnungen fri'S zum 6. Oktober abends. Die Inhaber der Wohnungen, die aus 3 Wohnzimmern und Zubehör bestehen, müssen jedoch I Wohnzimmer und die Mieter von Wohnungen mit mehr als 3 Wohnzimmern und Zubehör 2 Wohnzimmer schon am 1. Oktober vollständig geräumt dem künftigen Wohnungsinhaber zur Ver- fugung stellen. Hausbesitzer und Mieter. Neber Herrn S. Ehrlich, Eigentümer des Hauses Koch- hürnnstr. 11, veröffentlichten wir in Nr. 224 folgende Notiz: Ein Hausbesitzer Ehrlich, dem in Berlin mehrere Häuser gehören, soll gegen eine ganze Reihe seiner Mieter den Klageweg beschritten haben. In seinem Hause Kochhannstr. 11 betreibt die Frau eiiies Mieters ein kleines Zigarrengeschäft, sie hat aber seit Beginn der Mobilmachung begreiflicherweise sofort fast nichts mehr verdient. Schon in den ersten Tagen wurde ihr Mann zur Landwehr eingezogen. Nachdem sie fnr August die Miete schuldig geblieben war, ließ der Hausbesitzer ihr den größten Teil der Ware samt Ladeneinrichtung durch Zwangsvollstreckung mit Arrest belegen lassen. Mitte September soll sie Wohnung und Laden räumen. Diese Darstellung, die sich auf sorgfältige Erkundigungen stützte, wird von uns aufrecht erhalten. Räumung zu Mitte September(falls nicht bis dahin eine bestimmte Summe bezahlt wäre) wurde durch das Urteil angeordnet, das in Herrn Ehrlichs Klage gegen die Frau ergangen war. Herr Ehrlich hat inzwischen den Wunsch geäußert, in unserem Blatt mitgeteilt zu sehen, wie er sich nachher gegenüber dieser Frau verhalten hat. Er habe sie, schreibt er uns, tatsächlich nicht exmittiert(was obige Notiz auch gar nicht behauptet hatte). Weil er fürchtete, daß sie rücken wollte, habe er den Arrest ausbringen lassen müssen. Ausdrücklich habe er ihr erklärt, daß er weder Versteigerung noch Exmission vor- ■ndstnen lassen werde, solange der Ehemann abwesend sei. Sic selber sei darm heimlich ausgezogen. Später habe er auf seine Ge- samtsorderung einen bedeutenden Nachlaß angeboten, der Vorschlag sei aber zu seinem Erstaunen abgelehnt worden. Wir vermutcw, daß der Frau auch der ermäßigte Betrag noch zu hoch war. Herr Ehrlich legt noch Wert darauf, daß wir mitteilen, auch'andere Mieter seines Hauses habe er bisher nicht exmittiert(was wiederum in der Notiz gar nicht behauptet war). Daß er gegen andere Miceer gleichfalls den Klageweg beschritten hatte, übergeht er mit Still- schweigen. Kommunale Notstandsmaßnahmen. In der Tegeler Gemeindevertretung wurde u. a. auch über die Anrechnung der privaten Zuwendungen auf die Unter- stützung, die der Kreis gewährt, gesprochen. Unsere Genossen legten in den Kommissionssitzungen wie in der öffentlichen Berhandluiig schärfftcn Protest gegen verschiedene Vorkommnisse sachlicher wie auch persönlicher?lrt ein, waS mit dem Beamtenmangel und der dadurch entstandenen Arbeitsüberhäufung zu entschuldigen versucht wurde. Als Wesentliches aus den umfassenden Erörterungen sei angeführt, daß bei Bedürftigkeit neben den gesetzlichen Unter- stützungssätzen von 9 M. für die Ehefrau und 6 M. für jedes Kind der Kreis einen Zuschuß in derselben Höhe zahlt, allerdings erst nach Anerkennung jedes einzelnen Falles. Aus der dadurch entstandenen Hinauszögernng ist vielen Frauen bis jetzt nur erst die Reichsunterstützung gewährt worden; eine Nachzahlung soll cven- tucll baldigst erfolgen. Die Gemeinde gewährt außerdem auf An- trag einen Mietzuschuß bis zur Hälfte der monatlichen Miete, aber nur höchstens M M.; für die andere Hälfte der Miete bat die An- tragstellerin selbst zu sorgen. In Rücksicht aus alleinstehende Frauen oder Mütter, deren Sohn eingezogen ist, wurde die Zuzah- lung von 7 M. aus dem Säckel der Gemeinde beschlossen, so daß also ein Minimum von 25 M. zu gewähren wäre. Für Frauen m i t Kindern ist dieses sogenannte Existenzminimum aus 85 M. pro Monat angesetzt worden; ein etwaiges Mehr soll zur Miete mit hinzugerechnet und an den Hauslvirt abgeführt werden, um die Mietreste schon im Interesse des aus dem Felde heimkehrenden Ehemannes nicht allzu hoch anwachsen zu lassen. Natürlich wurde auch bei diesem Punkt von unseren Genossen daraus verwiesen, daß keinesfalls die Gemeindeverwaltung resp. deren Beamten als Sach- Walter der Hauseigentümer zu fungieren hätten. Beschlossen wurde sodann noch, der Tegeler Kriegshilse aus Gemeindemitteln 590 M. zuzuweisen, die besonders zur Beschaffung von Kleiderstoffen und ähnlichem Verwendung finden könnten und den dorr beschäftigten Frauen und Mädchen auch einen Verdienst einbrächten,— Ein Antrag unserer Genossen, eine Regelung der Unterstützungen a» Arbeitslose ähnlich wie in Berlin zu treffen, fand allgemeine Unterstützung, nur die Großindustrie äußerte einige Bedenken, und diese Sache wird ebenfalls nach der Berliner Konferenz erledigt werden.— Endlich wurde noch festgesetzt, daß der 1. April 1914 als äußerster Termin gilt, von wo an die OrtSansäffigkeit für Ar- beitSlose gerechnet werden soll. Auch kann der Gcmcindcvorstand Hilfsbedürftigen, besonderS�GeschästSleuten, Darlehen bis zu 199 Mark gegen entsprechende Sicherheit, Pfand, Bürgschaft oder der- gleichen gewähren. Hebammenhilse, auch Hilfe durch die Gemcindeärztc gewährt die Gemeinde an Angehörige der Eingezogenen und an Bedürftige, wie betont sei, ohne etwa als Armenunterstützung angerechnet zu Werden. «- In der letzten Stadiverordiietenbersammlung in Köpenick wurde einAntrag unsererGenosscn aufEinführung der Arbeitslosenunterstützung der Kriegskommisfion zur Durchsührung überwiesen.— Nach einer Vor« läge des Magistrats sollen als Notstandsorbeiten Wegearbeiten, die Vorbereitung eines Bebauungsplanes der sogenannten Vollkropf- wiesen und die Pflasterung verschiedener Straßen und Plätze vor- genommen werden. Für diese Vorlogen wurden 50 999 3)1. bewilligt. Die Arbeiter erhallen bei diesen Arbeiten bei einer achistllndigen Arbeitszeit einen Stundenlohn von 49 Pf.— Recht kritisch bemängelt wurde voir unseren Vertretern, daß in dem Komitee zur Einrichtung einer Notstandslüche nur bürgerliche Frauen vertreten sind, während die Mittel dasür auS allen Kreisen der Bevölkerung gespendet wurden. « Arbeitslosenunterstützung in Steglitz. Als Ergänzung unserer Mitteilung vom Sonntag, den 29. d. M., über die Arbeits- losenunterstützung, wird uns noch mitgeteilt, daß die erste Aus- zahlung anr 23. September vorgenommen wird. Die Kon- trolle der organisierten Arbeitslosen wird durch die Gewerkschaften auSgefilhrt.«ind die Unterstützungssätze der Gewerkschaften so niedrig, daß selbst inklusive des Gemeindezuschnsses von 50 Proz. der Mindestsatz für Unverheiratete von 4,59 und für Verheiratete von 6 M. nicht erreicht wird, dann wird der Zuschuß der Gemeinde Steglitz um so viel erhöht, daß die betreffenden Mindestsätze erreicht werden. * In Ober-Schöncweide soll jetzt auf energisches Drängen unserer Genossen auch die Einführung von ArbeitSlosenunterstützungs- einrichtungen geschaffen werden. AlS Unterstützung sollen nach einem Beschluß der Kriegskomknisfion folgende Unterstützungssätze an die Arbeitslosen gezahlt werden: 1. Eine einzelne Person mit Hausstand wöchentlich 7 M. 2. Ein kinderloses Ehepaar wöchentlich 19 M. 8. Eine Familie mit Kindern für jedes Kind 1,75 M. mehr, bis zur Höchstleistung von 18 M. wöchentlich. 4. MietSzuschutz bi« zur Höhe von 29 M., welcher direkt an den Vermieter gezahlt wird. Die Unterstützung soll vom zehnten Tage der Arbeitslosigkeit berechnet werden. Jeder Unterstützungsempfänger muß seit dem 1 August am Orte wohnen. Die aus einem anderen Ort Zu- ziehenden werden, sofern sie am ftüheren Wohnort regelrecht Arbeitslosenunterstützung bezogen haben, sofort von unserer Ge- meinde weiter unterstützt. Neu Zuziehende, die bisher keine Unter- stützung erhalten haben, können erst nach sechs Wochen einen solchen Anspruch geltend machen. Naturalien, welche von der Gemeinde geliefert werden, können bis zu zwei Drittel deS Wertes auf die Barunterstützung angerechnet werden. Zur Arbeitslosenunterstützung in Charlottenburg. In der Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung vom Mittwoch gab vor Eintritt in die Tagesordnung Bürgermeister Dr. M a i e r die Erklärung ab, daß der Magistrat eine Vorlage betreffend die Fürsorge für den Hausbesitz vorbereite, und zwar solle eine Mietsdarlehnskasse in Form einer Aktien- gesellschast nach dem Vorbild von Dresden gegründet werden. Da- durch solle dem Hausbesitz die Möglichkeit gegeben werden, Miets- zinssorderungen und Hypothekenzinsforderungen zu verpfänden und sich Darlehen daraus zu verschassen. Bis zur Gründung dieser Kasse solle die bereits bestehede Darlehnskasse eingreifen, so daß für die Befriedigung des allergrößten Bedürfnisses in der nächsten Zeit gesorgt sei. Abgesehen von einer Reihe von Vorlagen lokalen Cbarakiers beschloß die Versammlung, für den Hilfsfonds für die Provinz Ostpreußen die Summe von 59 999 M. zu bc- willigen. Der schon früher bis zum Ablauf dieses Monats gefaßte Beschluß bctressenid Dicnstbezüge der i m Kriegsdienst b c- findlichen städtischen Privatdicn st verpflichteten und Stadtarbeit»r wurde mit der Maßnahme verlängert, daß bei der Weiterzahlung von Tienstcinlommensteilcn Alters- zulagen, die während des Kriegsdienstes fällig werden, mitzubcrück- sichtigen sind. Ferner wurde der Beschuß auch auf die im Kriegs- dienst befindlichen Saisonarbeiter ausgedehnt. Bei der Begründung des sozialdemokratischen Antrages bc- treffend Unter st ützung Arbeitsloser wurde von unserem Vertreter aus die Ungieichmätzigteit der Behandlung Arbeitsloser seitens der verschiedenen Kommissionen hingewiesen und die Not- wcndigkeit der Einführung bestimmter Grundsätze betont. Be- sondereS Gewicht legte unser Redner darauf, daß die Beschränkung der kommunalen Arbeitslosenunterstützung bei Organisierten, wie sie z. B. in Berlin besteht, fortfällt. Wo Organisierte in Betracht kämen, solle die Unterstützung den Berufsorganisalionen überwiesen werden, und diesen müsse es überlassen bleiben zu bestimmen, ob sie über die Unterstützungssätze hinaus noch Zuschüsse geivähren wollen. Das Wesentlichsie sei eine Ausübung der Kontrolle durch die Gewerffchastcn. Der Vorschlag, den Antrag einer Kommission zu überweisen, die auch die Anregungen betreffend ein einheitliches Borgehen für Groß-Berlin erörtern könnte, wurde nach kurzer Ent- gegnung des Magistrats, in der die Ausstellung fester Grundsätze anerkannt wurde, abgelehnt. Die weitere Verhandlung wurde ver- tagt, bis das Ergebni? der Konferenz der Vertreter der Groß- Berliner Gemeinden vorliege. Geuieindefiirsorge in Johannisthal. Die letzte Gemeindevertretersitzung beschäftigte sich mit der Einsührulig der Arbeitslosenunterstützung� Bon»»sern Vertretern war ein Antrag auf Gewährimg von Arbeitsloseiiunterstützuiig ein- gebracht worden, ohne RückzahluiigSforderung, während die Finanz« lommission vorschlug, wieder die vorjährige Darlehnsullterstützung zu geivähren. Es wurde beschlossen, eine Unterstützung zu leisten, die in der Regel für Verheiratete für die Dauer von 3 Wochen 19 M. und für Ledige 3 M. betragen soll. Vor der Rückforderung dieser Darlehen soll die Gemeindevertretung über die Zurückzah- lung oder Niederschlagung derselben beschließen. Für die Kriegs- anleihe wurden 29 999 M. gezeichnet, den ostpreußischcn Notleidenden 800 M. bewilligt. Tie brachliegenden Ländereien von Johannistal sollen nach Möglichkeit von der Gemeinde oder von kleinen Leuten bestellt werden. Tie Witwe eines Landsturmmannes stand am Mittwoch vor Gericht als verklagte Miete schuld- n c r i n. Am 27. August war ihr Gatte, als er zum Landsturm ein- gezogen werden sollte, aus dem Kaserncnhof infolge eines Herz- schlages gestorben. Sic mutzte daher am 1. September die Miete für die Wohnung samt Laden im Hanse Chorincr Straße 40, wo sie ein kleines Geschäft betreibt, schuldig bleiben. Der HauScigen- tümcr Schneider wurde am 2. September gcbcicn, in eine Miete- ermätzigung zu willigen,>vcit die Witwe nach dem plötzlichen Tode des Mannes, der als Handlungsgehilfe den größten Teil deS Lebensunterhalts der Familie aus seinem Gehalt bestritten hatte, in Bedrängnis geraten sei. Herr Sckmeider lehnte ab lind ersuchte am 4. September schriftlich um Zahlung der vollen Miete»bis spätestens den 5. September mittags 12 Uhr", indem er die Drohung anhängte:»Im Nichtfallc sehe ich mich genötigt, bo» meinem kon- traktltchen Rechte Gebrauch zu machen". So schrieb Herr Schneider am vierten Tage nach der Beerdigung des Mannes, und er klagte dann auf Zahlung. Vor Gericht machte der Vertreter der Witwe geltend, daß sie, die mit einem Kinde zurückgeblieben ist und der Geburt eiuxs zweiten Kindes entgegensieht, zur sofortigen Zahlung des ganzen Betrages nicht in der Lage sei und um eine dreimonatige Frist bitten müsse. Der Anwalt des klagenden Hauswirts erwiderte, eine so lange Frist sei»doch nicht gerichtsüblich", und der Richter hielt dann eine Stundung bis 1. November für ausreichend. Wird der Hauswirt Schneider mit diesem gegen die Witwe dck Land- strummannes davongetragenen Erfolg zufrieden sein? Bolkskonzert des Philharmonische» Orchesters! Am Montag, den 28. September d. I., abends 8 Uhr, findet in den Konkordia-Festsälcn, Andrcasstr. 64, ein Bolkskonzert des Philharmonischen Orchesters unter Leitung seines Dirigenten Camilla Hildebrandt statt. Eintrittskarten zum Preise von 30 Pf. sind im Bureau der Berliner Ge- lvcrkschaftskommission, Engclufcr 1ä, Zimmer 13, vormittags von 9—12 Uhr. nachmittags von 4—7 Uhr, außer Sonn- abends nachmittags, sowie in der Zigarrenhandlung von Horsch, Engelufer 13, zu haben. Volksbühnenabend in Lichterfelde. Am kommenden Sonnabend, den 29. September, abend! SVj Uhr, findet in der Oberrealschule, Rmgbabnstr. 2, der erste Volksbühnen- abend statt. Eintrittskarten zum Preise von 19 Pf. sind in den folgenden Zahlstellen zu haben:«misch, Zigarrrnladen, Bahnhof West, Ecke Bahnstraße; Erpel, Restaurant, Berliner Str. 129; Konsumverein. Verkaufsstelle Lichierfelde-Lankwitz, Kaiscr-Wilhelm- Straße 43; Oberrealschule. Ringbohnstr. 2. beim Schuldicncr; Rathaus. Zimmer für KriegSunterftützungen; Rennebarth, Zigarren- geschäft, Chausseestr. 57 b; SechauS, Zigarrengeschäst, Chausseeslr, 87b; Wahrendorf, Restaurant, Bälestr. 7. Arbeitslose erhalten für sich und ihre Frauen bei den Orts- vorfitzenden ihrer Gewerkschaften resp. örtlichen Kartellvorsitzenden freie Eintrittskarten._ NmzugShilfe in Britz. Den Arbeitslosen und den Frauen, deren Männer im Kriege sind, wird unentgeltlich UmzugshUsc geleistet. Die Betreficndcn wollen sich bis spätestens Montag, den 28, September, an Tieplc, Bnrgcrslr, 29 II, wenden, da ipälere Meldungen ntchi sicher berücksichtigt werden können. Genossen, die noch Helsen wollen und sich noch nicht gemeldet haben, wolle» sich ebcnjalls an obcngenanuic Adresse wenden. Kriegsschreibstube in Nowawes. Die im Hause des Standes- amtcs Lindenstr. 56 eingerichtete Kriegsschreibstube befindet sich vom 21. September ab in dem Fortbildungsschulgcbäude am Friedrichs- Kirchplatz. In der KricgSschreibstube wird Auskunft erteilt über Wirtschaft. liche und rechtliche Angelegenheiten, deren Erörterung au? Anlaß des Krieges geboten ist,- über den Versand von Feldpostbriefen, Karten, Paketen und.Geldanweisungen. Die vollständigen Verlust- listen liegen zur Einsichtnahme auS. Es findet ferner der Verlauf von Formularen für Feldpostsendungcn und Ansragekarten über den Verbleib von Verwundeten und Vermißten zu Originalpreisen statt. Für Schreibunkundige wird die kostenlose Niederschrift von Briefen und Karten an Angehörige im Felde, die Adressierung der Anfrage- karten an das Zentralnachiveisburcau des Kricgsministeriums usw. übernommen. Die Kriegsschreibstube ist werktäglich von 19— 1 und 6— 7 Uhr geöffnet. Jedermann hat zu derselben ungehinderten Zutritt unt darf sich kostenfrei der Einrichtxing bedienen. » Unentgeltliche Kranken- und Wochenpflege in Nowawes. Dik dem Wahlvcrein angehörenden Frauen beschlossen, kranke Frauen und Wöchnerinnen, deren Ernährer im Felde stehen, unentgeltlich zu pflegen und auch die notwendigsten häuslichen Arbeiten ohne jede Entschädigung zu verrichten. Tie Vermitteluna von Pflegerinnen haben übernommen für den südlich der Eisenbahn gelegenen OrtS- teil Frau Jürgens, Grohbcercnstr. 29, im nördlichen Ortstci! Frau Richter, Kreuzstr. 4. Da die Pflegerinnen in einzelnen Fällen ge- zwungen sein werden, vor Eintritt der von der Krankenkasse odci Gemeinde zu gewährenden Unterstützung mit Geld- oder NahrungS- Mitteln einzugreifen, so nehmen die Vcrmitlclungsstellen auch Geld- betrüge und zur Stärkung der Kranken oder Wöchnerinnen auch ge- eignete Nahrung?- und Genutzmittcl entgegen. ** * (sine Auskuiiftsstcllc, in bcr Familien, deien Ernährer im Feld- siebt, sowie Arbeitslose über llnlcrsÜihuiigS- und lonstige mit dem Krlea i> ulanimcnha nc, stehende Fragen unenlgrltlichcn Rat erkalte», ist bei» cstaurateur Max Singer, Prirsterstr. 31, eingerichtet worden, Ecnolsi Singer ist Mitglied der Kriegssürsorgelommisfion. Die Auskunftsstelle in Hermsdorf sllr U n t e rst ü tz u n g ei aller A r t befindet sich beim Genossen Wilbclm Behrrnds, Berline: Straße 16a, für UmzugSbilse beim Genossen Wilhelm Schmidt Konsumladen, Berliner Str. ISo. für Kranken- und Wöchnerinnen p s l c g c bei der Genossin Frida Forst. Wilhclmstr. 5. » Waidmanuslust. A u S k u n s t s st e I l e für U n t e r st ü tz u n g e> aller Art beim Genossen August Luschcr, Waldstr. S. Slrbritrr-Tamariterkolonue Grost-Brrlin. Heule Freitag. Mit gliedcrvcrsammlung in Beckers Fcstsälcn, Kommandantenstr. 62. Pünktlich H'l. Uhr. Sämtliche VcrbandStaschen und 2abcflaschcn find mitzubringen Mitgliedsbuch legitimiert. Gesangskonzert. Große Freude gab es am Sonntagnachmitial im Krankenhaus Moabit. Dort hatte es der Gesangverein»Männer chor Moabit", M. d. A.-S.-B., übernommen, den dort unter- gebrachten verwundeten Kriegern eine frohe Stunde zu bereiten Inmitten des großen Gartens hatten die Sänger Aufstellung ge nvmmen. Gesungen wurde:„Weihe des Gesangs"— Mozart;„Ja Walde"— Schaffet;»Der Soldat"— Silchcr;„Ziehe mit"— Angerer;»An die Heimat"— Jüngst;„Schöner Rhein— Vatc: Rhein"— Mohr. Mit dem Schlutzlied:»In der Ferne"— Silckie: endeten die Vortrüge, wofür die Sänger reichen Beifall von de« Verwundeten und zahlreich erschienenen anderen Kranken ernteten Verhaftung einer weisen Frau. Eine überraschende Entdcckunt machten Kriminalbeamte bei der Frau Helene JankoivSki in dei Schlirinannsir. 14. Diese stand schon seit längerer Zeit in den Verdacht, gegen die 8K 218/2lö verstoßen zu habe», doch war dasin der Beweis nicht zu.erbringen. Mittwoch, als die Beamten Plötz- lieh bei der Frau erschienen, die vor» ein Konfitürengeschäft unt hinten das heimliche Gewerbe betreibt, trafen sie mehrere Fraucr an, die die Hilfe der„weisen Frau" in Anspruch genommen hatten und entdeckten außerdem in der Kochmaschine noch verbrannte Kin- dcstcile. Wie lohnend das„Ncbengeschäst" der Frau war, geht daraus hervor, daß sie nach und nach eine ganze Konfitürenbüchs« mit 29-Markstücken füllen konnte. Reben dein Bclastungsmatenw wurde auch das Geld beschlagnahmt. Drei tödliche Strasicnunfallc haben fich am Mittwoch ereignet In der Regcntcnstraßc in Wilmersdorf versuchte der achtjährig« Kurt Wcgcncr aus der Fcungstraße 10 in-rchöneberg aus chr an einen anderen Wagen angekuppeltes Gefährt während der Fahr: zu klettern. Als der Kutscher, der von dem Vorgang nichts bc merkt hatte, die Pferde zu schnellerer Gangart antrieb, fiel de« Knabe von dem Wagen herunter und geriet unter das Fuhrwerk dessen Hinterrad über ihn hinwegging. Ter Junge erlitt so schwer« innere� und äussere Verletzungen, daß er auf dem Transport nack dem SchönebcrDr städtischen Krankenhause starb. Von einem Automobil überfahre» und tödlich verletzt wurd« in Wcihcnsec die sechsjährige Gerda Wunsch aus der Lotbringei Straße 35. Die Kleine versuchte unmittelbar vor einem heran- nahenden Automobil über den Fahrdamm zu laufen. De« Chauffeur bremste zwar mit aller Kraft, vermochte jedoch aus s« kurze Entfernung den Wagen nicht mehr rechtzeitig zum Halter zu bringen. Tic Kleine wurde umgerissen und überfahren und st schwer verletzt, daß sie kurz nach der Aufnahme in das Weißen- secr Krankenhaus starb. Der dritte Unfall, der ebenfalls einem Kinde daS Leben kostete bat sich gestern in Neukölln zugetragen. In der Zietenstraße geriet der fünfjährige Knabe Fritz Pierz gnS der Zietenstr. 9 unter das Gespann eines Fuhrwerkes der Kindl-Brauerei. Ein Rad ginp dem bedauernswerten Jungen über den Kopf hinweg, so daß de« Tod auf der Stelle eintrat. Hilfebebürftiae eheliche, rheverlassene und uneheliche Mütter finden Rat und Auskunft in der Austunftstelle des dem„Nalio- nalcn Fraucndienst" angeschlossenen»Bundes für Mutterschutz" ir Bcrlin-Wilmcrsdorf, Sigmaringer Straße 25, 1 Treppe; eventuel auch Unterkunft— vor und nach der Entbindung— in seinem Heim — In der Auskunftstellc wird juristischer und ärztlicher Beistand eventuell auch Arbeit und Pflegestcllen für das Kind unentgeltlick vermittelt. Sprechstunden von 9— 1 Uhr, Dienstag und Frcirol auch von 7— 0 Ubr nachmittags. Telephon: Pfalzburg 2358. partelveranstaltungen. Iugcndabteiluiig 2. Kreis. Am Sonnabend, den 26. September abends sich Uhr, findet in Rabe? Fekitälen, Flchtcftr. 29,«ine Rekruten- Ak-Ichiedsfeicr stall, zu welcher avc Mitglieder und Gönner der Jugend- abtcilung eingeladen sind, 2. Kreis. BerechiigungSkarten zur Teilnabmc an dem Einfü&runtff- kurlus der Arbeiterblldungslckiulc im Schiillokal, Lindenstr, 3. Quarta Qktobcr/Dezcmbcr 1914, lsccks Vorträge, Preis 50 Ps.) sind noch bcin> Genossen Gustav Schmidt(,Vorwärtö"»Spcdition), Bärivaldstr, 42, 3U haben. Lichtenberg. Die vlbliolhek de« WablvcreinS Ist wieder geöffnet Ausgabestelle: Kronvrinzcnltr. 47. Mittwoch und Sonnabend, abend-- von 7—9 Uhr. Ausgabestelle U: All-Boxhagcn 56, Laden, Dienstag und Freitag, abends von 6'/,— 81/, Uhr. Köpenick. Jugcndseltion: Am Sonnabend, den 26. September er findet im Lokal Hermann Gollnow, Roscnstr. 19. eine Zusamincnkunst dc> Jugendlcltlon statt. DaS Mitgliedsbuch ist mitzubringen. Titzungstage der Ttadt- und Gemeindevertretungen- Treptow. Freitag, den 25. September, abend? 6 Uhr, im Nathan� sArbeitSloscnsürlorge). Friedrichs Hägen. Heute Freitag, nachmittags 5 Uhr, im Raihaust Friedrichstr. 87. Tiefe Sitzungen sind Sffentlich. Jeder Semeindcangehörige ist rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Eingegangenit Druckschriften. Deutsche Reden in schwerer Zeit. 1. von G. Roethe. 59 � C. HeymannS Verlag, Berlin W 8. J Der grosse Krieg. Rr. 1. 19 Ps. Der Reinertrag flieht Zwecken Kriegshilfe zu. EtistungSverlag, Potsdam Illustrierte Geschichte de» Weltkrieges 1014. 2. Heft 25 � Jede Woche erscheint ein Hest. Union Deutsche BerlagSanstalt, Stullg� Allggineifl-Uerlchledsnis ••inilireie CigarsnaniaDriit. GARBATY CIGARETTEN Chiöliiat I Eps |_" Erscheint 2 mal Schentlich. Bezugsquellen-Verzeichnis. Unteottahende GeaehSfta empfehlen slok b. Elnklof. Manoli-Zigaretten Dandy3Pf iÜHiiniiiioiiiiiniiiitiiiiiini'iüiiriniitiiimiiiiiiiii Jetzt auch mit und ohne Mundstück acner- u. l&en Behira cyMwmu Frip Eichler, Bastianetr. 18. W, Ernst, Pückleratr, 42. Carl Feist, Fr.'adenstr. 101. Emannel Fistel, Mirbachstr. 29. Paul Freitag, Stuttgarterstr. 13. E. Freyer.Blssitiitr. 72. E Sarkuctr. Br. Friedrich, Eisenbshnstr. 31. QiertrmriLBlerMlg. FREDY HARRY WALPiN Ciaare tten Überall erhältlich Ciaaratten. I�K Company HS BerllnN. 20 Pankatr.«5. Muratli- Cigsretten Re Friodrldi, Wcidenwcg' 7. 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Riemer, Pannicratr. 4. AlfrcdRost, Reichenbcrgorat.lkö F.Sandmann, Treptov,Griitzstr.25. H. Saunus, Allensteincr Str. 26. Wilhelm Sanier, Oideatrlsnlr. 16. W.Sdtonf, UelBirtsd.-Ost.rrJiIuat.SI Emil Schaller, Schreinerstr. 92. P. Sch Inaner, AnkUmcratr. 15 P Schirmer, liti>ickigd.-0.,rrirluitAI Carl Schloidi, O., Wühiisehat. 3 Wllta.S(jimldt,Liobonvaldcrst 10 .■"urhellhud, Stepbanstr. 40 ' lofppH Boxhae.-Btr. 17 loLLIiU Ii«, nll.Knssen I.„-Aglnol Luhtannln-Bad !>�.?»e!r. 70 71 früh. MQnael ■ffll'- ltndcrt roch, f. Kraakenk. „-Ssage-ßadl�Ä -Ltlg-m-Bad. Wiener Str. 69. WMMUM » aa n b jclilesigche3tr.3I.- gehep- n, HonflHQPBieB 4*4� nj eck, Nklin., Jonasstr. 23 �'®at,MRrkt.'?t.l2,l3,KpiBlefeendort �echt, E., Fruchtstr. 29. � �"rotbäcker. Herrn. Albrcdit Anderson, Thöringorstr. 82 k Wüh., l t.'kfrBDDdicrsir. II. Drontheimor Str. 40. Wl«• Wiclcfstr. 55/6. f,'Ur Bbr, Stromstr. 48. K®' JJerger, Mlrl achsvr. 29 L1" Beyer, Freneeckyatr. 45. tzg« Brc.fka, Kircliliufalr. 46/47 tz.? LUIrpp, Kizlanlhi-AIIteai x»9 K�'OcL,.Scraucrstr. 18 f �pociinlg.i'aatgw, Udractiatr.il a'iu.'*-'' Oderborgers tr. 49. »1 v- Srauilt, Odcrbergcrstr. 98 4V B.-iinirr. ttozalntonortir. 40 V,.|_rcltkopf, Hxorsler.atr, l»a. Ajrljcntor Brost, Drlcscncrsf. 3 gLffObrlh Uclnctndorfcr Mühlo »ts?1.®011 Rull, Urünnun-str. 12. k' JJI Bullcr, hrüsaelerilr. 43. Uber Jt, Walderaorstr. 76 (1 Ethm, lubcncratr. 26. djir-chncr, Kordliauacndrstr. 39 f." Oad-.wltj, N. Qraunstr. 22 Pelly, 3iarkiisatrs0e 19. 'SCiuidbrot,k>iierzilzrU'r.su.aa yfiyt»,lr.44,Wri«MB-.K.älil4k«lkll. 0h/�A, Ferdinand Torellstr i khi* Donath, Stolpischeatr. 22. '•Duatker- Pankow, Utliast. 71 Rob. 3chOI|ellNklln.,\teleki4l,L8.'9 Gustav ScnSflrch, Doliigerstr. 31 Paul Schön, Koponhageneratr. 74. EberbardSchhnwieie.Udnilutr.s Paul Schröder, Heitrer* Jerlerztr. 27 E. Schön, Kniproderatr. 8 W. Sch önwlcac, Romlnt-nerst. 64 Carl Schulz, Neukölln, llaestr. 26 P.Sclnilz,LiehleBlj..(:rSeekfrgerstr.l$ Paul Schiincrt, Stolpiaclieatr. 96, Adolf Schals, Florastr. 78 Pank. Paul ScdiHrer, Tilaltcrstr. 12. r.elnb.Sdiarwans.Iaetaafn-Alleetb Karl Schwarz, Thaerstr. 21 Bruno Schwarz, Andreasplati 3. Schwencke, Herrn. Rykeatr. 23 F. Sceländer, Lenaustr. 7. Robert Seil, Maimorstr. 15 Reinheld Sperling, T'rbonatr. 61 ESplettalößcr.CharloUb., Kants t.83 Otto Stieler, Warachacieratr. 69. p, Syguscb, Schönh. Alloe 150 Georg Tank, Chriatburgeratr.SO Carl THnlgct, Wildenowstr. 17 Carl Tennert. Schlcaiacbestr. 19. Jobann Troflcr, AUeeetr. 48 T.iMkn« Filialen in allen I uroan Stadtteilen. F. Tzscbctzscb, w rangelet. 41 A. Unkrodt, Nklin, Weeorelr. 47. kMVM.KMM. Z?. C. Wackcrhagcn, Fsak.FrednasIr«! Max Wolter, Sebeetianatr. 82 E. Weber, Freriazil.M, Kalaleketd.-O. 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BerlagSanstalt Paul Singer& Eo, Berlin SW. fit.(259-261) 262. 31.)°hr«. 3-$eilw f« JmMs" Mian Umh Freitag. 25. SeptevckrlM. 31. Verlustliste. 28. Feldartillerie-Brigade, Karlsruhe, Stab: verm. 1 Mann. � Neservc-Fcldartillcrie-Rcgimcnt Nr.!>, 1. Abteilung. Glogau: lot 1 Off., 1 Mann; verw. 2 Off., 3 Unteroff., 13 Mann; verm. 1 Mann.— Fcldartilleric-Regiment Nr. 10, Hannover, Reitende Abteilung: verw. 1 Off., 2 Unteroff., 3 Mann.— Feldartillerie- «cgimcnt Nr. 16, Königsberg i. Pr.: tot 18 Mann; verw. 4 Off., ü Unteroff., 27 Mann; verm. 1 Mann.— Feldartilleric-Regimcnt Nr. 27, Mainz, Stab und Erfababteilung: tot 1 Unteroff.; verw. ■i Cff., 1 Unteroff., 14 Mann.— Feldartillcrie-Rcgimcnt Nr. 37, Jnftcrburg, 1. Abteilung: tot 4 Mann; verw. 2 Ols., 1 Unteroff., 11 Mann; verm. 2 Mann.— Fcldartillcrir-Rcgiment Nr. 45, Altona, 1. Abteilung: verw. 1 Unteroff., 3 Mann.— Feldartillerie- Regiment Rr. 52, Erfahabteilnng Königsberg i. Pr.: verw. 1 Off., - Unteroff.— Fcldartillerie-Regimcnt Nr. 61, 1. Abteilung, Tarm- Aadt: verw. 1 Off., 1 Unteroff., 1 Mann.— Fcldartillerie-Regimcnt Nr. 66, 2. Abteilung, Lahr: verw. 1 Off., 6 Mann.— Fcldartillerie- Regiment Nr. 67, Hagenau: tot 2 Off.— Feldartillerie-Rcgimcnt Rr. 76, Frciburg i. B.> 1. Abteilung: tot 1 Mann; verw. 1 Unteroff., Mann.— Fcldartilleric-Regiment Nr. 79, Osterode: verm. I Mann.— Feldartillcrie-Rcgimcnt Nr. 81, 2. Abteilung, Truppen- libnngoplab Hammrrstein: verw. 1 Unteroff., 10 Mann.— Feld- artillcric-Regiment Nr. 82, 1. Abteilung, Löben: verw. 3 Mann; verm. 1 Unteroff., 1 Mann. 5. Fuhartillcric-Brigade Köln-Park, Kompagnie Nr. 5: tot 1 Unteroff.— Fuhartillerie-Regimcnt Nr. 3, Mainz, Munitions- Solciiue 2: verrn. 1 Mann.— Fuhartillerie-Regimcnt Nr. 16, Miillhcim i. Baden, 1. Bataillon: verw. 2 Mann; verm. 5 Mann. Pionicr-Bataillon Nr. 1, Königsberg i. Pr.: verw. 3 Unteroff., > Mann.— Pionier-Bataillon Nr. 5, Glogau: tot 2 Unteroff., » Mann; verw. 2 Off., 4 Unteroff., 37 Mann; verm. 1 Off., 18 Mann.— Pionier-Bataillon Nr. 10, Minden: tot 3 Mann; »erw. 1 Off., 1 Unteroff., 15 Mann.— Pionier-Bataillon Nr. 17, Sliorn: tot 1 Unteroff., 5 Mann; verw. 6 Unteroff., 23 Mann; verm. 10 Mann.— Griau Pionicr-Bataillon Nr. 17, Thorn: tot 1 Cff.; verw. 1 Off.; verm. 5 Unteroff., 7 Mann.— Pionier- Bataillon Nr. 27, Trier: verw. 2 Unteroff, 2 Mann.— Forti- fliation Metz-West, 3. ZlrmierungS-Bataillon: tot: 2 Mann. Gisrnbahn-Rcgimcnt Nr. 3, Rescrvc-Eiscnbabnbau-Komvagnie Nr. 20, Hanau: verw. 2 Mann.— Fernsprech-Abteilung Nr. 2, Ttettiv: tot 1 Mann; verw. 1 Off.; verm. 1 Mann.— Feldflicgcr- �rubpe: tot 1 Off.; verw. 1 Off. 1. Artillcrie-Munitionskolonnen-Abteilung des 5. Armeekorps, Mogau: tot 6 Mann; verw. 4 Mann.— 1. Artillerie-Munitions- kolonncn-Abtcilung des 16. Armeekorps, Metz und St. Zlvold: tot ' Unterofr.; verw. 1 Off.; verm. 4 Mann.— Rcscrvc-Jnfantcrie- Munitionskolonne Nr. 21, Schwerin i. M.: verw. 3 Mann.— Ntappcn-MunitionSkolonnc Nr. 34, Metz: verm. 5 Mann.— Lovallcric-Lastkraftwagcnkolonnc Nr. 4, Düsseldorf: tot 1 Mann. Proviantkolonne Nr. 4 des 18. Armeekorps, Tarmstadt: verm. 1 Mann.— Reserve-Fuhrparkkolonnc Nr. 39, Minden: verm. 2 Mann.— Etappen-Bäckereikolonne deS 2. Armeekorps, Altdamm: verw. 1 Mann.— Pfcrdcdcpot des 16. Armeekorps, SaarlouiS: tot 1 Mann. Sanitätskompagnie Nr. 2 des 15. Armeekorps, Kehl: tot 1 Mann; verw. 2 Unteroff., 6 Mann. Tanitätskompagnie Nr. 3 des 16. Armeekorps, Saarlouis: verw. 1 Mann; verm. 2 Off., 1 Unteroff., 85 Mann.— Sanitätskompagnic Nadrci des 17. Armee- korpS, Tanzig: verm. 2 Unteroff., 4 Mann.— Rcscrvc-TanitätS- kvmpagnic Nr. 6 des 6. Armeekorps, Breslau: tot 1 Mann.— Reserve-Sanitätskompagnic Nr. 21, Münster i. W.: verw. 1 Mann. Fcstungs-Sanitiitskompagnie Rr. 2 deS 5. Armeekorps: tot 1 Mann; verm. 3 Mann. Amtlich. VI. Rescrvckorps Gcncralkommiurdo, Breslau: verw. 1 Mann.— Reserve-Division Nr. 13, Stab Münster: verw. 1 Off. 2 Mann.— 33. Infanterie-Division, Stab Metz: verw. 1 Off., 1 Mann.— 1. Infanterie-Brigade, Stab Tilsit: tot 1 Off., verw. 1 Off.— 2. Landwehr-Jnfanteric-Brigade, Tilsit: verm. 1 Mann. — 43. Ersatz-Brigade des XI. Armeekorps, Stab Easscl: verw. 1 Mann.— 87. Infanterie-Brigade, Stab Thorn: verw. 1 Off. 1. Garde-Rcgimcnt, Füsilicr-Bataillon, Potsdam: tot 4 Off., 8 Unteroff., 82 Mann; verw. 1 Off., 26 Unteroff., 226 Mann; verm. 1 Unteroff., 84 Mann.— 1. Garde-Brigade-Ersatz-Bataillon, Berlin: tot 1 Unteroff., 3 Mann; verw. 19 Mann; verm. 1 Mann. 4. Garde-Regiment, I. und II. Bataillon, Berlin: tot 1 Off., 2-Unteroff., 15 Mann; verw. 6 Off., 14 Unteroff., 116 Mann; verm. 10 Mann.— Rcs.-Jnfanterie-Rcgimcnt Nr. 6, Stab Glogau: verw. 1 Off.— Nebcrplanmäsnges Landwehr-Jnf.-Batl. Nr. 6 des I V. Armeekorps, Bittcrfcld: tot 1 Mann; verw. 1 Off., 8 Mann.— Infanterie-Regiment Nr. 18 und 1. Ersatz-Bataillon, Osterode: tot 1 Unteroff., 4 Main:; verw. 4 Off., 4 Unteroff., 46 Mann; verm. 6 Mann.— Landwchr-Jnfantcric-Regiment Nr. 19, I. Ball., Glogau: tot 1 Mann, verw. 2 Off., 2 Mann.— Jnfanteric-Rcgi- wcnt Nr. 21, II. Batl., Thorn: tot 1 Off., 2 Unteroff., 22 Mann; dcrw. 3 Off.. 9 Unteroff. 76 Mann; verm. 1 Unteroff., 44 Mann. — Rcservc-Jnfantcric-Negimcnt Nr. 24, II. Batl., Prcnzlau: tot 1� Unteroff., 3 Mann; verw. 2 Off., 5 Unteroff., 35 Mann.— Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 27, Cöln: verw. 1 Off., 1 Mann.—- Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 28, Düsseldorf: verw., 5 Unteroff., 23 Mann.— Landwehr-Jnfantcric-Ncgiment Nr. 30, 2. Komp» Meb: verw. 3 Mann.— Füsilier-Regiment Nr. 37, Krotoschin: tot 7 Off., 5 Unteroff., 39 Mann; verw. 8 Off.. 23 Unteroff.. 82 Mann; verm. 2 Off., 14 Unteroff. 313 Mann.— Füsilier-Regiment Nr. 40, Rastatt: tot 1 Mann; verw. 13 Mann.— Reserve- Jufanteric-Regimcnt Nr. 46, II. Batl., Samter: tot 1 Off., 1 Unteroff., 15 Mann; verw. 3 Off., 7 Unteroff. 75 Mann; verm. 3 Unteroff., 42 Mann.— Reservc-Jnfanteric-Ncgimcnt Nr. 48, I. Batl., Frankfurt a O.: tot 1 Off., 4 Unteroff., 8 Mairn; verw. 1 Cff., 5 Unteroff.. 21 Mann; h-rm. 10 Mann.— Reserve-Jnfan- tcric-Regt Nr. 49, Ersab-Bat., Gncsen: verw. 3 Mann; verm. 1 Unteroff., 24 Mann.— Rcservc-Jnf.-Regt. Nr. 61, III. Batl., Danzig: verw. 6 Mann; verm. 24 Mann.— Brigade-Ersatz-Batl. Nr. 76, Gotha: tot 2 Mann; verw. 1 Off., 2 Mann.— Rcserve- Jnfantcric-Rcginiciit Nr. 79, I. Batl., Aurich: tot 1 Unteroff., 2 Mann.— Rcscrve-Fnfatncrie-Regiment Nr. 83, III. Batl., Marburg: tot 1 Off., 2 Unteroff., 7 Mann; verw. 1 Off., 6 Unter Offiziere, 47 Mann; verm. 26 Mann.— Reserve-Fufanteric-Regi n::iu Nr. 87, II. Bat!.. Limburg a. d. Lahn: tot 4 Off., 5 Unteroff., 16 Mann; verw. 1 Off.. 9 Unteroff.. 83 Mann; verm. 1 Unteroff., > 27 Mann.— Grcnadicr-Ncgiment Nr. 110, Mannheim und Heidel- bcrg: tot 1 Off., 3 Mann; verw. 10 Unteroff., 91 Mann.— Infanterie-Regiment Nr. III, Rastatt: verw. 25 Mann.— Infanterie- Regiment Nr. 112, Mülhausen i. E.: verw. 2 Unteroff., 10 Mann. — Jnfantcric-Negiment Nr. 113, l. Batl., Freiburg ,. B.: tor 3 Unterosf., 20 Mann; verw. 6 Off.. 6 Unteroff.. 102 Mann; denn. 2 Unteroff.. 39 Mann.— Infanterie-Regiment Nr. 138, Diciizc: tot 3 Off., 19 Unteroff., 59 Mann; verw. 14 Off.. 53 Unteroff., 516 Mann: verm. 4 Unteroff., 66 Mann.— Infanterie- Regiment Nr. 147, III. Batl.. Lötzen: tot 1 Off.— Infanterie- Regiment Nr. 172, III. Batl., Neu-Breisach: tot 1 Off., 1 Unteroff. 7 Mann; verw. 1 Off., 11 Mann; verm. 5 Mann.— Infanterie- Regiment Nr. 174, Forbach und Strasiburg i. E.: tot 18 Off., 33 Unteroff.. 162 Mann; verw. 21 Off.. 110 Unteroff., 982 Mann; Verm. 3 Unteroff., 156 Mann.— Infanterie-Regiment Nr. 175, I. u. II. Batl., Grandenz: tot 1 Mann: verw. 2 Unteroff., 5 Mann Landstnrm-Bataillon 1. Tilsit: tot 1 Unteroff.; verw, 1 Mann. Inger-Bataillon 14. Ealmar i. E.: tot 1 Offizier. 3 Unteroff 28 Mann; verw. 2 Off., 16 Unteroff., 75 Mann.— Schweres Reserve-Reiterregiment 3 Rirsenburg: tot 1 Off, 2 Unteroff., 5 Mann; verw. 1 Off., 1 Unteroff., 15 Mann; verm. 2 Mann.— Reservc-Tragoner-Regiment 3, Lübbe«; verw. 1 Unteroff., 5 Mann; verm. 1 Unteroff., 4 Mann.— Lcib-Tragoner- Regiment 24, Darmstadt: tot 5 Mann, verw. 1 Off. 6 Mann— Ulanen-Regiment 1, Militsch und Ostrowo: verw. 1 Mann.— Reserve-Ulanen-Rcgiment 3, Fürstenwalde: tot 1 Unteroff., 1 Mann; venv. 1 Off., 8 Mann; verm. 7 Mann.— Reservc-Ulancn- Regiment 6, Züllichau: tot 2 Mann; verw. 1 Off.. 5 Mann; verm. 2 Mann.— Regiment Königs-Jäger zu Pferde Nr. 1, Posen: tot 1 Off.; verw. 2 Mann.— Kavallcrie-Ersatz-Abteilung des VII. Armeekorps, Münster i. W.: tot 1 Mann; verw. 2 Mann. 32. Verlustliste. Amtlich. Köntgin-Elisabeth-Gardc-Grenadicr-Regiment Nr. 3, Eharlottenburg, Füsilicr-Bataillon: verw. 2 Mann. Jnsa.vterie- «iegimcnt Nr. 1, Rastenburg- tst 4 Off., 10 UrUeroff. 57 Nkait.n; verw. 6 Off, 36 Unteroff., 191 Mann; verm. 1 Unteroff., 113 Mann. Ncservc-Jnfantcrie-Regiment Nr. 5, 3. Bataillon, Pr.-Stargard: tot 1 Off., 6 Mann; verw. 4 Off., 7 Unteroff., 52 Mann; verm. 41 Mann.— Grenadier-Regiment Nr. 7, Licgnitz: tot 3 Off., 19 Unter- offziere, 78 Mann; verw. 9 Off., 51 Unteroff. 328 Mann; verin. 72 Mann.— Rescrvc-Jnfantcric-Rcgimcnt Nr. 7, Glogau, Rcusalz, Licgnitz, Kosten: tot 1 Off., 5 Unteroff., 17 Mann; verw. 11 Off., 38 Unteroff., 278 Mann; verm. 9 Unteroff. 176 Mann.— Leib- Grenadier-Regiment Nr. 8, Frankfurt a. O.: tot 2 Off., 1 Unteroff., 11 Mann; verw. 5 Off., 8 Unteroff., 25 Mann; verm. 3 Mann.— Rcscrvc-Jnfantcrie-Rcgimcnt Nr. 8, Frankfurt a. O., 1. und 2. Bataillon: tot 1 Off., 6 Unteroff., 51 Mann; verw. 4 Off., 11 Unter- Offiziere, 140 Mann; verm. 1 Mann.— Landwehr-Jnfantcrie- Regiment Nr. 9, Ttargard i. Pommern, Kolberg: tot 1 Off., 6 Unter- Offiziere, 38 Mann; verw. 6 Off., 34 Unteroff., 189 Mann; verm. 1 Unteroff. 25 Mann.— Laiidwchr-Jnfantcrie-Regimcnt Nr. 11, 3. Bataillon, Krcuzburg: tot 1 Unteroff.— Grenadier-Regiment Nr. 12, Frankfurt a. C., 3 Bataillon: verw. 8 Mann.— Rcserve- Jnfantcric-Rcgimcnt Nr. 20, 1. Bataillon, Potsdam: verw. 2 Unter- Offiziere, 16 Mann; verm. 2 Mann.— Rcscrvc-Jnfantcrie-Rcgimcnt Rr. 22, 2. Bataillon, Ratibor: tot 1 Off., 1 Unteroff., 6 Mann; verw. 1 Unteroff., 29. Mann; verm. 2 Mann.— Infanterie-Regiment Nr. 26, Magdeburg, 1. Bataillon: tot 3 Off., 3 Unteroff., 34 Mann; verw. 9 Off., 19 Unteroff., 154 Mann; verm. 5 Unteroff., 115 Mann— Füsilier-Regiment Nr. 33, Gumbinnen, 2. Bataillon: tot 4 Cff., 3 Unteroff., 20 Mann; veriv. 3 Off, 16 Unteroff.. 130 Mann; verm. 1 Unteroff., 34 Mann.— Rcscrvc-Jnfantcric-Regi- mcnt Nr. 39, Oleldern, Düsseldorf und Krefeld: tot 3 Mann; verw. 1 Off., 18 Mann.— Jnsanteric-Rcginicnt Nr. 45, 3. Bataillon, Jnstcrburg: tot 2 Off., 3 Unteroff., 28 Mann; verw. 2 Off., 12 Unteroff., 161 Mann; verm. 1 Unteroff., 31 Mann.— Rcservc- Jnfantcric-Regimcnt Nr. 67, Metz, 2. und 3. Bataillon: tot 1 Off., 8 Unteroff., 14 Mann; verw. 9 Off., 9 Unteroff., 93 Mann; verm. 2 Unteroff., 90 Mann.— Infanterie-Regiment Nr. 68, Koblenz: tot 6 Off., 2 Unteroff., 29 Mann; verw. 12 Off., 26 Unteroff., 287 Mann; verm. 5 Unteroff., 96 Mann— Reservc-Jnfantcric- Regiment Nr. 68, Rheydt und Jülich, 3. Bataillon: tot 1 Mann; verwundet 3 Offiziere, 4 Unteroffiziere, 7 Mann; vermißt 2 Mann.— Neserve-Jnfanterie-Regimcnt Nr. 83, 1. und 2. Bataillon, Kassel: tot 3 Offiziere, 5 Unteroffiziere, 27 Mann; verw. 9 Off., 26 Unteroff., 207 Mann; verm 64 Mann.— Infanterie-Regiment Nr. 87, Mainz. 2. Bataillon: tot 4 Off., 8 Unteroff., 54 Mann; verw. 4. Off., 30 Unteroff., 178 Mann; verm. 2 Unteroff., 108 Mann.— Neserve-Jnfantcric-Rcgiment Nr. 87, 1. Bataillon, Frankfurt a. M.: tot 5 Unteroff., 17 Mann; verw. 17 Unteroff., 86 Mann; verm. 2 Unteroff., 32 Mann.— Infanterie- Regiment Nr. 88, Mainz und Hanau: tot 10 Off., 4 Unteroff., 50 Mann: verw. 16 Off., 45 Unteroff., 334 Mann, verm. 2 Unteroff., 127 Mann.— Infanterie-Regiment Nr. 114, Konstanz: tot 5 Off., 7 Unteroff., 42 Mann; verw. 14 Off., 29 Unteroff., 251 Mann; verm. 1 Off., 2 Unteroff., 56 Mann.— Ncscrvc-Jnfantcric-Rcgi- mcnt Nr. 130, Metz: tot 3 Offiziere, 3 Unteroffiziere, 27 Mann; verwundet 2 Offiziere, 22 Unteroffiziere, 134 Mann; ver- mißt 29 Mann.— Infanterie-Regiment Nr. 138, Dieutzc: tot 4 Mann; verw. 14 Mann; verm. 8 Unteroff., 177 Mann.— Infanterie-Regiment Nr. 141, 1. und 2. Bataillon, Graudenz: tot 6 Off., 11 Unteroff., 35 Mann; verw. 12 Off., 51 Unteroff., 248 Mann; verm. 7 Off., 30 Unteroff., 556 Mann.— Infanterie- Regiment Nr. 154, Stab und 1. Bataillon, Jaucr: tot 3 Off., 3 Unteroff., 34 Mann; verw. 6 Off., 6 Unteroff., 86 Mann; verm. 30 Mann.— Infanterie-Regiment Nr. 155, Ostrowo und Pieschen: tot 5 Off., 13 Unteroff., 47 Mann; verw. 19 Off., 37 Unteroff., 453 Mann; verm. 4 Unteroff., 180 Mann.— Jnfantcric-Regiment Nr. 166, Bitsch: tot 7 Off., 10 Unteroff., 91 Mann; verw. 10 Off., 46 Unteroff., 482 Mann; verm. 1 Unteroff., 82 Mann.— In- fanterie-Regiment Nr. 171, kolmar i. E., 1. Bataillon: tot 1 Mann; verm. 16 Mann.— 1. Landsturm-Jnfantcric-Bataillon, Brauns- bcrg: tot 1 Mann, verw. 1 Off., 1 Mann. Jägcr-Bataillon Nr. 11, Marburg, Ersatz-Abtcilung, Rad- fahrer-Kompagnie: tot 1 Off. 2. Garde-Nlancn-Rcgimcnt, Potsdam: tot 1 Off., 6 Mann; verw. 1 Off., 18 Mann; verm. 4 Mann.— Dragoner-Regiment Nr. 14, Kolmar i. E.: tot 2 Mann, verw. 1 Mann; verm. 5 Mann. — Leib-Dragoner-Regiment Rr. 24, Darmstadt: tot 1 Off., 2 Unter- offizierc, 8 Mann; verw. 2 Off., 5 Unteroff.. 19 Mann; verm. 4 Mann.— Husaren-Regiment Nr. 17, Braunschweig: tot 5 Mann; verw. 1 Off., 2 Unteroff., 24 Mann; verm. 1 Off., 2 Unteroff., 14 Mann. Feldartilleric-Regiment Nr. 4, Magdeburg, 1. Abteilung: verw. 3 Off., 1 Unteroff., 16 Mann.— Feldartillcric-Negimcnt Nr. 30, Rastatt, 1. Abteilung: tot 2 Mann; verw. 2 Unteroff., 7 Mann.— Fcldartillcrie-Rcgimcnt Nr. 35, Teutsch-Eplan, 2 Abteilung: tot 1 Unteroff., 4 Mann; verw. 2 Off., 9 Mann; verm. 2 Off., 1 Unteroffizier, 1 Mann.— Frldartillcrie-Regimcnt Nr. 37, Jnstcrburg: tot 1 Mann; verw. 1 Unteroff., 8 Mann; verm. 2 Mann.— Fcld- artillrric-Negimcnt Nr. 58, Minden, 1. Abteilung: tot 2 Mann; verw. 2 Off., 3 Unteroff., 21 Mann.— Fcldartillerie-Regimcnt Nr. 80, Ersav-Abteilung, Kolmar i. E.: tot 1 Off.; verw. 4 Off., 1 Unteroff., 17 Mann; verm. 3 Mann.— Fcldartillerie-Regimcnt Nr. 84, 1. Ersatz-Batterie, Strasiburg i. E.: tot 2 Mann; verw. 2 Offiziere. 2. Pionier-Bataillon Nr. 6, Neiße, 1. Reservc-Kompagnie: verw. 1 Unteroff.— Pionier-Bataillon Nr. 21, Mainz: verw. 3 Mann.— Pionier-Regiment Nr. 24, Köln: tot 1 Mann; verw. 1 Off., 5 Unteroff., 4 Mann. •* -l- Ferner wurden in den letzten Tagen veröffentlicht: � Tie Verlustlisten Nr. 12 und Nr. 13 der sächsischen Armee. Tie enthielten Verluste des Generalkommandos des 12. Armeekorps, des Reservc-Jnfanterie-Regiments Nr. 133, des Infanterie- Regiments Nr. 134 und 182, des Jägerb'ataillons Nr. 13, des Husaren-Regiments Nr. 19, des Reserve-Ulanen-Regiments, des Feldartillerie-Regiments Nr. 32 und des Schützen-Regiments Nr. 108. Die Verlustliste Nr. 14 der sächsischen Armee enthält Ver- lustc des Stabes der 47. Jnfanteric-Brigade, des Rescrve-Jnfanteric- Regiments Nr. 101, des Ersatz-Bataillons Landwchr-Jnfanteric- Regiments Nr. 101, des Jnfanterie-Rcgiments Nr. 133, des In- fanterie-RegimentS Nr. 139 und des Reserve-Feldartillcrie-Regi» mentS Nr. 24. Die Verlustliste Nr. 18 der w ü r t t em b e ry t sch �tchfin-d-er� der am k. September vor dem Firth of Förth 'u Erging. ebenfalS auf ein deutsches Unterseeboot 'n �ickzuführen. Es war dies» U 21 Kommandant Oberleuwant fy L n. 1 See Hersing. Kreuzer- Kleinkrieg. Lerliu, 21. September.(W. T. B.) Nach Mitteilung aus rdam hat die englische Admiralität am 20. September des bekanntgegeben:.Der deutsche Kreuzer.Emden' von Thina-Station, der sechs Wochen lang ganz aus dem Gesichts- verschwunden war, erschien am 10. September plötzlich im f von Bengalen, nahm sechs Schiffe, versenkte fünf davon sandte das sechste mit den Bemannungen nach Kalkutta. Der Mische klein« Kreuzer.Pegasus', von Sansibar operierend, zerstörte Daressalam und v e r- �He da seldst das Kanonenboot«Möwe wurde heute morgen, als er in der Bucht von Sansibar ..>. und Maschinen reinigte, vom.Königsberg' angegriffen � Volkständig unbrauchbar gemacht. 2S Mann der englischen Be ch'dmg tot, 3V verwundet.' ,l. Hierzu wird von zuständiger Stelle folgendes mitgeteilt: Be :r, � v w e' handelt es sich keineswegcs um ein kampffähiges n.. Mmenboot. Sie war vielmehr ein Bermeffungsfahrzeug so i»e jeden Kampfwert. Bei Beginn des Krieges wurde sie für die Kriegsführung wertlos abgerüstet. Der englische kleine 'WZer.Pegasus' hat eine Armierung von acht Stück Zehn «tdneter- Schnelladekanonen, während unser kleiner Kreuzer �igsberg'. denn um diesen handelt es sich im vorliegenden «ine solche von zehn Stück 10,5- Zentimeter- Schncllade �uen hat. Die englische Admiralität macht weiter bekannt:.Der eng che Hilfskreuzer.Carmania' versenkte am 14. Sep s�ber einen bewaffneten deutschen Dampfer, vermutlich.Cap ufal gar' oder.Berlin' nach zweistündigem Gefecht..Car hatte neun Tote. Zu dieser Londoner Meldung wird von zuständiger Seite be- �gegeben: S. M. Hilfskreuzer.Kap T r a f a l g a r' ist am 14. Sep- �ber in der Nähe der brasilianischen Küste nach heftigem Kampfe dem englischen Hilfskreuzer.Carmania' untergegangen. Die �Hung ist durch den deutschen Dampfer.Eleonore Woermann' bettet worden. Schließlich macht die englische Admiralität noch folgendes be .In der Nacht vom 14. bis 16. September versuchte ein �tsch e r D a m p f e r auf dem Kamerunfluß das englische �nonenboot.Dw arf' durch Bomben zu versenken. Der �such mißglückte und der Dampfer wurde erbeutet. Am 16. Sep. �ber versuchte ein anderer deutscher Dampser den.Dwarf' Hammen..Dwarf' wurde nur wenig beschädigt. Der deutsche rj�ffer wurde vernichtet, ebenso zwei Boote mit Explosions- In.' 23. September. Prejulaaer Allee «48—247. Sonntag, den«7. September 1014: ö unr: Hie ffeiclisel ühiI die mw. Seen/j Rose- Theater� 8 Uhr: Die Waffen her! ❖ ❖ Lieder-Abend der vereinigten Männerohöre Sängerabteilung Ud Männerchor Norden i: und 60/9' M. d. D. A.-S.-B. Ohormeister: Herr Paal Kurz nnd einer Künstler-Kapelle. Zum Besten notleidender Familien der Arbeitslosen Kassenöffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Vorverkauf 30 Pf., an der Kasse 40 Pf.===== f Jb Min KoiitriM �'i*■■ Mauerstr. 82. Zimmerstr. 90/91. Walballa- Theater. Heute sowie täglich 8 Uhr: Deutschland Über alles. Somltagnachm.3'/,U.: Die Räuder. Lasino-Tkestsr. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. 4. Großer Erfolg l Stürmisch. Betfall KriegSbilder— Spezialitätentell usw.-- Z. Schluß das neue Kriegs-Volksstück�'.H> � M>.17 Mauerstr. 82. Zimmerstr. »Mein Leben dem Vaterland�. � Heute: Qrebester Pranz v. Kien. Eintrittspreise von 30 Vf., bis 1,26 M.« Anfang 8 Uhr. Eintritt 20 Pf. Anfang 8 Uhr. Sonntags: von 50 Ps. bis 2 M."Kriegs- n Taterlandsllcder. Leit.: Lindolt Waldniann. 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Goethe: die Geschwister. Deutsches Opernhaus: C. M. v. Weber: der Ireisthüh. f. w. Fiotow: Wartha. Die Erßltnnng des nenerbanten Theaters YoIksbQhne, Theater am Bülowplatz ist uro einige Wochen vertagt worden. 244/12* Die Vorstellungen für den Verband der Freien Volksbühnen in diesem mit den neuesten technischen Einrichtungen versehenen Kunsthause weiden voraussichtlich im Dezember beginnen können. §PV Die Kunstabende dos Verbandes der Freien Volksbühnen im Rathaussaale, in der Stadthallo und in den städtischen Gymnasien werden fortgesetzt.(Näheres ist aus den Notizen der Xages- presse ersichtlich.) Anmeldungen von Mitgliedern nehmen alle Zahlstellen entgegen. Prospekte nnd Pormulare sind in der Go- HchUftsstcllc unentgeltlich zn haben. Die alten Mitgliedskarten müssen gegen neue Karten umgetauscht werden. Die Spleidaten der bereits ausgegebenen Mitgliedskarten sind infolge der durch den Krieg verursachten Veränderungen ungültig. Den Mitgliedern wird in den nächsten Tagen eine Ersatzvorstellungskarte durch die Post zugestellt. Werbet Milgttr lir i Freien IWieeii!> Der Vorstand. I. V.: G. Winkler. M? A l'--.••'': Ä Heute Freitag, den 25. September, abends 8'/, Sitzung der Ortsverwaltnng. Sargtischler. Sonntag, den 27. September, vormittags 10 Uhr' Branchen-Versammlung bei Michaltseck, Petersburger Str. 84. Tagesordnung: 1. Bericht über die jetzige« Berhältnifie in der Branche. 2. Verschiedenes. 92/4 Die OrtsTerwaltun*� Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Bureau geöffnet von 9—1 Uhr und von 4— 7 Uhr. Sonntag, den 27. September 1014, vormittags 10 Branchen-Versammlung. J der Metalldrücker und Polierer Berlin» und Umgegend im Gewerkschastshaus, Engelufer 15, Saal 4. Tagesordnung: i. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt. 2. Diskussion. 3. Branchenangelcgenheiten. � Ganz besonders eingeladen find die Kollegen der Firmen Ed. Stmu-c seid, Mathes n. Schwabe, F. F.«. Swulzc. Tchönrock u. We«� und König!. Gcwehrfabrik Spandau. Heber. Sonntag, den 27. September 1914, vormittags 10 Mb' Branchen-Versammlung aller in der Metallindustrie beschäftigte» Maschinenarbeiter und Arbeiterinnen in den Sophien-Sälen, Sophienstraße 17/18. großer � Tagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen Cohen. 2. Disfussion. 3. Bruiw angelegenhciten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert!-MG � Zu dieser Versammlung sind alle in der Metallindustrie beschäst�.� Hobler. Bohrer, Fräser. Stotzer. Stanzer, Schnittarbeiter uWJJ an Maschinen beschäftigten Arbeiterinnen eingeladen. Die crtSverwaltung- n mr»» b sowie Berutsgenossen Deutschi.- Geschäftsstelle GroS-B#1 Engelufer 15.— Telephon: Amt Mpl. 13 26t. Sonntag, de« 27. September, vormittags 9 Uhr, im Ge«� schaftshaus, Engelnfer 15, Saal 1: JUKnordkiüliche Gliicrul-Ntrsumiiiliis Tagesordnung: t. Bericht über die jetzige Lage der Geschäftsstelle. 2. KaffenbA s 3. Anträge. 4. Verschiedenes. � Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt!__ (leb er Kollege ist verpflichtet zu erscheinen. Die Ortsverwaltö?� Berllv». Bninnenstr. 120. H.& P. Uder. Berlin 80 )• Cngel-Ultet Tabak-GroBhandlang und hTabakfabrik�i Rauch-, Kau-, Schnupftabake, Zigarren. Zigaretten. Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Größte Auswahl S ämtliche be- kannten Marken_ vxrsntw. Glocke, Berlin.'S-aJ u. Verlag: Vorwärts SButhbr, u. SerUig Jar.ffoTt spaul 3 ir.ae: i�o.,l5erIin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhl atesie Bezugsquelle iur\v ieaer\-erKauier. ahl gelagerter Zigarren in allen Preislagy�f Zigaretten Berlin LW. Hierzu 2 Beilagen u. UnterhaltonS�