Mr.( 265-267) 268.31. Jh. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 t, monatt. 1,10 Mr. möchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 B'a. Post Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post Zeitung Preisliste. Unter Kreuzband fi Deutschland und Desterreich Ungar 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnement nehmen an: Belgien, Dänemar Holland, Italien, Luxemburg, Bortugo Rumänien, Schweden und die Schwei Ericheint täglich. 9 B Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerfschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 fg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Big.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Etellengesuche und Schlafſſtellenanzeigen das erste Bort 10 Big., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 6, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritlag, Nr. 151 90-151 97. Oberkommando in den Marken. Sect. II. b. Nr. 4697. Belin C. 2, den 30. September 1914. Hinter dem Gießhause Nr. 3. Donnerstag, den 1. Oktober 1914. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplass, Nr. 151 90-151 97. Die Offensive fetzt wieder ein. Der Rechtsanwal Hugo Haase, M. d. R., hat zusammen mit dem Geschäftsführer des Vorwärts, Richard Fischer M. d. R., am 28. d. Mts. um Aufhebung meines Verbotes vont 27. d. Mts. gebeten. Suf die von mir gestellte Be- Amtlich. Großes Hauptquartier,] Vor den Sperrforts an der Masdingung, daß in 3funft in Rücksicht auf die mit 30. September. 9 Uhr 40 Min. abends. Nörd- linie keine Veränderung. Kriegsausbruch herbogetretene Einmütigkeit des Deutschen Volkes das Thema:„ Klassenbaß und Klassenkampf" lich und südlich Albert vorgehende überlegene im Vorwärts nicht mor berührt werden dürfe, hat Serr feindliche Kräfte sind unter schweren Verlusten Haase durch Schreibe vom heutigen Tage erklärt, daß die Redaktion des Bowärts in Einverständnis mit den für sie zurückgeschlagen. Aufsichtsinstanzen des Entschluß bekundet hat, für die Dauer des Kriegszusendes die Zeitung unter jener von mir geforderten Bedingung zu redigieren und die zur Durchführung derselben notwendigen Maßnahmen innerhalb der Redaktion zu treffen. 81 Unter diesen Unständen erkläre ich mich bereit, mein Verbot des Vorwärt vom 27. d. Mts. aufzuheben, ersuche aber, dieses Shreiben an der Spitze der nächsten Nummer der Zeitung zu veröffentlichen. An die Redaktion des" Borivarts" Berlin G. 68 Lindenstr. 3. Der Oberbefehlshaber. v. Kessel Generaloberst. Aus der Front der Schlachtlinie ist nichts Neues zu melden. An den Argonnen geht unser Angriff stetig, wenn auch langsam, vorwärts. In Elsaß- Lothringen stieß der Fed gestern in den mittleren Vogesen vor. See Angriffe wurden kräffig zurückgeworfen. Vor Antwerpen sind zwei der ur Feuer genommenen Forts zerstört. Vom östlichen Kriegsschauplasf noch nichts besonderes zu melden. die im Süden des östlichen Kriegsschauplatzes, in Süd- stätigt. Orchies wurde dem Erdboden glpolen und Galizien, begonnen haben. Hier hat die gemacht." österreichische Armee, die sich nach heldenmütigen vieltägigen Kein Mensch wird das französische Volk oder die franje Kämpfen gegen die überlegenen Streitkräfte der russischen Heeresleitung für solche Schandtaten verantwortlich machener Hauptarmee auf die galizische Festung Przemysl zurück- die französische Regierung hätte angesichts solcher Exzesse akgezogen und in längerer Schlachtenpause ihre Kräfte konzentriert anlassung, den Franktireurkrieg, soweit sie es vermag, mer Energie zu unterdrücken. Um so mehr, als die Vergeltun und verstärkt hatte, den Angriffskampf gegen die Russen nahmen für solche Greuel die französische Nation mit furcer wieder aufgenommen. Und zwar unter Zusammenwirken mit Schwere treffen müssen. Zählt doch das dem Erdboden offenbar starken deutschen Streitkräften, deren Aktion, wie die gemachte Orchies 4000 Einwohner. österreichischen Rundgebungen beweisen, die Kampfeszuversicht unserer Verbündeten mächtig gehoben hat. Hier und auf der Linie Noyon- Toul- Nancy- Epinal wird die voraussichtliche Entscheidende Schläge find während der Tage, an denen Entscheidung des Krieges fallen, wenn auch die späteren Kämpfe der„ Borwärts" nicht erscheinen konnte, nirgends geführt selbst nach entschiedenen deutsch- österreichischen Siegen in worden. Eine Aendering der Kriegslage ist nur insofern ein- Dit und Weft noch viel Zeit und enorme Opfer getreten, als sich auf der Seite der deutschen und öfter- fosten werden. reichischen Armeen der Wille zu einer energischeren Offensive zu erkennen gibt. Die Kriegslage. Westlicher Kriegsschauplatz. Unentschiedene Kämpfe. Vom österreichisch- russische Kriegsschauplatz. Die ersten Erfolge der neuen Offense. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes von Hoefer, Generalmajor. Wien, 29. September.( W. T. B.) Aus dem kegspreffequartier wird amtlich gemeldet: 29. September mags.. Auf der großer ampfeslinie in Frankreich, Angesichts der von den verbündeten deutschen und österrchischdie sich von Noyon über den Argonnenwald und den Festungsungarischen Streitkräften eingeleiteten neuen Opra gürtel Toul- Verdun bis zu den Vogesen erstreckt und tionen sind beiderseits der Weichsel rüd gängige Bedie bon beiden Teilen zu einer Art doppelter wegungen des Feindes im Zuge. Starke rusische Amtlich. Großes Hauptquartier, 29. Sep- Kavallerie wurde unsererseits bei Biecz zersprengt. Nödlich Tschataldscha Linie" ausgebaut worden ist, um die mit äußerster Bravour gekämpft wird, findet noch immer ein tember, abends.( W. T. B.) Auf dem rechten der Weichsel werden mehrere feindliche Kavalieriedivisionen vor gewaltiges, erbitterte Ringen statt, das auf der Maaslinieceresflügel in Frankreich fanden heute bisher noch den verbündeten Armeen hergetrieben. durch die deutsche Eroberung des Sperrforts Camp des unentschiedene Kämpfe statt. In der Front zwischen Romains einen besonders heftigen Charakter angenommen Dise und Maas herrschte im allgemeinen Ruhe. hat. Die deutschen Truppen haben, wie jetzt auch von fran- Die im Angriff gegen die M a asforts stehende Armee zösischer Seite zugegeben wird, nach Durchbrechung der Sperr- schlug erneute französische Vorstöße aus Verdun and Toul fortlinie in der Nähe von St. Mihiel die Maas über zurüd. schritten. Sie befinden sich in heftigem Kampfe mit den in starken einen Teil der Forts von Antwerpen das Feuer Gestern hat die Belagerungsartillerie gegen Verteidigungsstellungen westlich der Maas befindlichen franzöfischen Truppen. Emeute Vorstöße der im Angriff gegen die eröffnet. Ein Vorstoß belgischer Kräfte gegen die EinMaasforts stehender deutschen Truppen, die von Verdun und schließungslinie ist zurückgewiesen. Toul aus geführt wurden, wurden zurückgewiesen. Im Often scheiterten russische Vorstöße, die über den Njemen gegen das Gouvernement Suwalki erfolgten. Gegen die Festung Ossowiec trat gestern schwere Artillerie in Kampf. Die Lage unverändert. Nicht minder heftig hat auf dem großen westlichen Kriegsschauplatz der Stampf im Zentrum und auf dem deutschen rechten Flügel gewütet. Die deutschen Angriffe im Zentrum waren auf Durchbrechung der französischen Stellung gerichtet, während auf dem rechten deutschen Flügel die franzöfifchen und englischen Eppen erneute Versuche einer Umgehung spiegelt sich in folgender Meldung: und Zurüddrängung der deutschen Truppen unternahmen, die jedoch gescheitert sind. Die Entscheidung muß hier toie auf nichts Neues erfolgt. den anderen Teilen der enormen Schlachtenfront noch fallen. Die französische Darstellung der augenblicklichen Lage Baris, 30. September. Amtliche Meidung. In der Lage Grauenhafte Franktireurtaten. Wolffs Telegraphenbureau meldet: ist Großes Hauptquartier, 30. September.( Amtlich.) Der Generalstabsarzt der Armee und Chef des Feldsanitätswesens Vor einigen Tagen wurde in Orchies ein Lazarett von Franttireurs überfallen. Oesterreichische Siegeszuversicht. Wien, 30. September. Amtlich wird verlautbart: befehl erlassen: Die Situation ist für uns und für das ver Das K. und K. Armecobertommando hat nachstehenden Armeebündete deutsche Heer günstig. Die russische Offensive ist im Begriffe zusammenzubrechen. Gemeinsam mit den deutschen Truppen werden wir den Feind, der bei Krasnit und Zamosc, bei Jnsterburg und Tannenberg geschlagen wurde, neuerdings besiegen und vernichten. Gegent Frankreich drang die deutsche Hauptmacht unaufhaltsam tief in das feindliche Gebiet ein. Ein neuer großer Sieg steht dort bevon * " Auf dem Balkankriegsschauplatz fämpfen wir gleichfallserFeindesland. Der Widerstand der Serben beginnt zrund lahmen. Innere Unzufriedenheit, Aufstände, Elend d die Hungersnot bedrohen unsere Feinde im Rücken, während in Monarchie und das verbündete Deutschland einig u) aufstarter Zuversicht dastehen, um diesen uns freventlicmpfen. gezwungenen Strieg bis ans siegreiche Ende durchzukäizieren In Belgien find die deutschen Truppen gleichfalls zu Dies ist die Wahrheit über die Lage, sie ist allen Offprache entschiedenerer offensive übergegangen. Sie fäuberten den zu verlautbaren und der Mannschaft in ihrer Mutter J. Norden Belgiens vom Feinde, erstürmten Mecheln und bezu erörtern. Erzherzog Friedrich G. gannen das Bombardement auf mehrere der Forts, die den esprechen füdlichen Befestigungsgürtel Antwerpens bilden. Vorher ging Wien, 30. September.( W. T. B.) Die Blätter deten ein mit großer Truppenstärke- man spricht von 70 000 v. Schjerning hat Sr. Majestät folgende Meldung erstattet: das gemeinsame Vorgehen der verbüntreit deutschen und österreichisch ungarischen Shreibt: Mann unternommener Ausfall der belgischen Armee von träfte gegen die Russen. Das Fremdenblatt" jarijche Antwerpen, der erfolgreich zurückgewiesen wurde und zu den Die Tatsache, daß eine deutsche und eine österreichisch ungdeind mitgeteilten Ergebnissen der deutschen Offensive führte. Bei der am 24. September gegen Orchies unternommenen Armee nunmehr vereint sind, um den gemeinsamen russischen geten Während sich so im Westen überall größere Entscheidungen Straferpedition durch Landwehrbataillon 35 stieß dieses auf zu befämpfen, wird sowohl bei uns wie in dem trenverbündung Deutschen Reich die größte Genugtuung und aufrichtige Begeisternvorbereiten, die natürlich bei den starten Stellungen der überlegene feindliche Truppen aller Gattungen und mußte hervorrufen. Es ist jetzt die Gelegenheit geboten, die Waffi Stämpfenden und dem zähen Widerstand, der von Belgiern, unter Verlust von 8 Toten und 35 Verwundeten zurück. Ein brüderschaft auf das glänzendste zu bewähren, und mit hoffnung Engländern und Franzosen geleistet wird, nicht über Nacht am nächsten Tage ausgesandtes bayerisches Pionierbataillon voller Zuversicht bliden wohl alle Wölfer der verbündeten Staate. reifen können, melden sich auch auf dem östlichen Kriegs- stieß auf keinen Feind mehr und fand Drchies von Einwohnern den Ereignissen entgegen, deren Szene der nördliche Kriegsschauplaz schauplak wigtige Striegsereignisse an. In dem nord verlassen. Im Drte wurden 20 beim Gefecht am vorherpolnischen Gouvernement Suwalfi schreitet gehenden Tage verwundete Deutsche grauendas Vorrücken der deutschen Truppen fort. Russische Vorstöße haft verstümmelt aufgefunden. Dhren und Nasen Der russische Einfallsversuch gegen Ungarn gegen die gruppenteile wurden zurückgeworfen und das waren ihnen abgeschnitten und man hatte sie durch Eingescheitert. Bombardement gegen die Festung Ossowiec mit schwerer Ar- führen von Sägemehl in Mund und Nase Budapest, 30. September.( W. T. B.) Ein aus Uzsok eingetroffener hoher Generalstabsoffizier erstattete dem Obergespann So wichtig auch diese Vorgänge für die dauernde Siche- Die Richtigkeit des darüber aufgenommenen Befundes die amtliche Meldung, daß die Kämpfe, die vorgestern und gestern rung Dftpregens find viel wichtiger sind die Operationen, wurde von zwei französischen Geistlichen unterschriftlich be- lum Uzsot stattfanden, von Erfolg begleitet waren und die tillerie eröffnet. erstidt. werden mag. Russen bis Sianti zurüdgedrängt wurden. Der Uzioter Baß befindet sich wieder in unseren Händen. Die Russen erlitten sehr schwere Verluste, a uf dem Gebiete des Ungbar fomitates befindet sich ein Russe mehr. General v. Auffenberg erkrankt. Wien, 30. September.( W. T. B.) Aus dem Kriegspressequartier wird amtlich gemeldet: Armeekommandant Ritter v. Auffenberg ist erkrankt. Diese Nachricht wird gewiß allgemeines Bedauern hervorrufen. Vom österreichisch- serbischen Kriegsschauplah. Hartnäckige Kämpfe gegen die Gerben. Die Kämpfe um Kiautschou. Tokio, 29. September.( W. T. B. Meldung des Reuterschen Bureaus.) Die Japaner haben am Sonntag die Deutschen fünf Meilen von Tsingtau entfernt angegriffen. Tokio, 29. September.( W. T. B.) Eine amtliche Mitgebungen von Lingtao hatten die Japaner 3 Tote und 12 teilung besagt: Bei ihrem Landangriff auf die nächsten UmVerivundete. Der Seekrieg. Die Aktion des„. 9". Ueber die Vernichtung der drei englischen Panzerkreuzer durch das deutsche Unterseeboot„ U 9" gehen der Presse vom Reichsmarineamt folgende Angaben zu: 11 und„ Toyle" weggenommen und in den Grund gebohrt und ein Kohlenschiff weggenommen hat. Die Bemannungen der Schiffe wurden auf dem Dampfer„ Gyfedale", der ebenfalls genommen, aber freigelassen wurde, nach Colombo gebracht, wo sie gestern früh eintrafen. Der Schnitt ins eigene Fleisch. " Basel, 29. September. Laut Rationalzeitung" bringen englische Blätter immer mehr Nachrichten über die Gefährdung des englischen Seehandels durch deutsche Kriegsschiffe. Die Daily Post", Liverpool, teilt mit, daß die Handelskreise bei der Regierung vorstellig geworden sind und verlangt haben, die englische Marine müsse die größten Anstrengungen machen, um die deutschen Kriegsschiffe im Atlantischen Ozean wegzunehmen. In der Times" flagen Kaufleute, daß die 200 gekaperten oder festgelegten und die 150 in neutralen Häfen liegenden deutschen Schiffe fajt Am Morgen des 22. September, in der Frühe, befand ausnahmslos englische Ladungen an Bord hätten, auf die der engWien, 29. September.( W. T. B.) Amtlich wird bekannt ge=" 9" fich zwanzig Seemeilen nordwestlich von Hoek van lische Kaufmann nun vergebens warte Rasche Abhilfe sei geboten, geben: Am 28. September nachmittags ist, nach mehr als 14tägigen Holland mit annähernd südwestlichem Kurse dampfend. Die sei es, daß man die Schiffe mit englischer Besatzung weiter fahren hartnädigen Stämpfen, während deren unsere Truppen die Trina See war ruhig, das Wetter klar, teils nebelig. Gegen 6 Uhr lasse oder sie an Neutrale verkaufe. Die Westminster Gazette" und Save neuerdings überschritten haben, auf dem südöstlichtete man von„ U 9" aus drei große feindliche Kreuzer, die, weist auf die gewaltigen Schädigungen hin, welche der Einfuhrlichen Kriegsschauplas eine furze Operations bei weiten Schiffsabständen, in Dwarslinie nebenein- handel mit gefrorenem Rindfleisch durch den Krieg erleide. Die pause eingetreten. Unsere Truppen stehen insgesamt auf ander fahrend, sich in entgegengesetzter Richtung näherten. Mighland Line werde demnächst nicht mehr verkehren, damit würserbischem Territorium und behaupten sich vorerst in den U 9" beschloß, zuerst den in der Mitte fahrenden der drei den wöchentlich sechs Millionen Pfund gefrorenes Fleisch aus blutig errungenen Positionen gegen unausgesetzte hartnäckige Angrife. Die Angriffe enden stets mit bedeutenden Verlusten des Kreuzer anzugreifen, führte diese Absicht aus und brachte dem Argentinien fortfallen; ähnlich stehe es mit der Einfuhr aus Gegers. In den letzten Kämpfen wurden insgesamt vierzehn Ge- Kreuzer, es war die Aboukir", einen tödlichen Australien. Das sei bedenklich, da viel Fleisch an die Truppen im schine und mehrere Maschinengemehre erbeutet. Die Zahl der Ge- Torpedotreffer bei. Der Kreuzer sant nach wenigen Felde abgegeben werden müsse. fanenen ist bedeutend, ebenso die der Deserteure. Die Nachrichten Minuten. Als nun die beiden anderen Kreuzer nach der übe die serbisch- montenegrinische Offensive nach Bosnien sind Stelle dampften, wo die Aboukir" gesunken war, machte dur den Einfall untergeordneter Sträfte in das Gebiet an der U 9" einen erfolgreichen Torpedoangriff auf die Hogue" Canchatgrenze hervorgerufen worden. Maßregeln zur Säuberung Auch dieser Kreuzer verschwand nach kurzer Zeit in den dief Gebietes wurden unverzüglich getroffen. Fluten. Nun wandte sich„ U 9" gegen die„ Cressy". Beinahe Potioret, Feldzeugmeister. unmittelbar nach dem Torpedoschuß fenterte die„ Cressy", schwamm noch eine Weile fieloben und sank dann. Das ganze Gefecht hat vom ersten Torpedoschusse bis zum Wien, 30. September.( W. T. B.) Die Reichspost" meldet aus letzten gerechnet ungefähr eine Stunde gedauert. Soniti: Der Stampf zwischen den Aufständischen und Von den englischen Kreuzern ist fein ein deMilitärbanden dauert unverändert an. Die ziger Schuß abgegeben worden. Angaben der 3 der Freischaren wird immer größer. Im Streise Veles tam britischen Bresse: in der Nähe des Gefechtsortes hätten sich crim Dorfe Statschanzi zu einem erbitterten Gefechte. Die Begleitschiffe" deutscher Unterseeboote befunden, und noch Een verloren 160 Leute und konnten nicht verhindern, daß die dazu unter holländischer Flagge, sind ebenso unwahr, wie die Gbahnstrecke auf 5 Kilometer weit zerstört wurde. Am andern Erzählungen überlebender Engländer: die Kreuzer seien von Die Gründe der Türkei. 3 erhielten die Aufständischen Verstärkungen durch 300 wohl mehreren deutschen Unterséebooten angegriffen worden und Iffnete Männer, worauf eine vom Major Stepanowitsch tom- man habe durch Geschüßfeuer mehrere von ihnen vernichtet. amtliche Note stellt zur Rechtfertigung der vollständigen Konstantinopel, 29. September.( W. T. B.) Eine halbsierte serbische Bande in die Flucht geschlagen- Tatsächlich ist nur" U 9" dort gewesen. Nach dem Sinken Sperrung der Dardanellen fest, daß die englische und der„ Cressy" fanden sich mehrere britische Kreuzer, Torpedo- französische Flotte seit einiger Zeit am Eingang fahrzeuge usw. an der Stelle ein, und einzelne Torpedoboots- ber Dardanellen freuzten, wobei sie die ein- und le. Aufstand in Neuserbien. " " Der Dreiverband gegen Türkei. Die Sperrung der Dardanellen. die präfektur teilt amtlich mit, daß die Dardanellen heute Konstantinopel, 28. September.( W. T. B.) Die Hafenfrüh gesperrt worden sind, da die Notwendigkeit dieser Maßregel erkannt worden sei; kein Schiff werde demnach in die Dardanellen einlaufen oder diese verlassen können. er Krieg und die Kolonien. erstörer verfolgten das Unterſeeboot. Noch am Abend des ausfahrenden Schiffe anhielten, durchsuchten und die Benzösisch- englische Expedition M gegen Kamerun. Saris, 28. September.( W. T. B.) Aus Bordeaux wird ge*: Eine französisch englische Expedition, die englischen und französischen Kriegsschiffen begleitet war, bese vom englischen Kreuzer„ Cumberland" und dem französischen Ser„ Bruir", landete in Stamerun. Duala wurde ohne Kampf bt. otiz des W. T. B.: Daß die offenen Hafenstädte unserer Sen gegen überlegene feindliche Sträfte nicht zu halten sein win, war von vornherein anzunehmen. ordeaux, 28. September.( W. T. B.) Augagneur teilte im Mierrat mit, daß das französische Kanonenboot" Surprise" währenier Operationen gegen Kamerun und Deutschlongo Cocobeach beje habe. tiz des W. T. B.: Cocobeach ist der frühere Name der Stat toto im deutschen Munigebiet, das durch den Vertrag 1912 on Frankreich an Deutschland abgetreten wurde. 22. September nicht weit von Terschelling Bank wurde fagung ausfragten, was der Freiheit der Schiffahrt in den U 9" von den Zerstörern gejagt. Mit Einbruch der Dunkel- Dardanellen tatsächlich Abbruch tat. Deshalb habe die Reheit gelang es" U 9", außer Sicht der Torpedofahrzeuge zu gierung beschlossen, die Dardanellen zu sperren und sie nicht laufen. Am folgenden Tage langte das Boot mit seiner wieder zu öffnen, bis die genannten Flotten sich von der triumphgefrönten Besatzung unversehrt Safen an." im heimischen Meerenge entfernt haben und die bisherigen anormalen Verhältnisse geschwunden sein würden, Englische Dreadnoughts und deutsche Unterseeboote. Eine Flottendemonstration des Dreiverbandes! London, 29. September.( W. T. B.) Der Marinemit arbeiter Archibald Kurd vom„ Daily Telegraph" Rom, 30. September. Der ,, Corriere d'Italia" meldet schreibt: Churchill fagte kürzlich, wenn die deutsche Flotte nicht her- aus Konstantinopel: Die russische Flotte aus dem ausfäme, um zu kämpfen, so würde sie wie die Ratte aus dem Loch Schwarzen Meere nähert sich dem Bosporus und die gegraben werden. Leider wird nun das Loch durch Küstengeschüße, englische Mittelmeerflotte zusammen mit einen. Seeminen, Zerstörer und Unterseeboote berteidigt. Die Opera- großen Teil der französischen Flotte versammelt sich in den tion des Ausgrabens wird daher nicht leicht sein und fönnte gegen- a gäischen Gewässern. Die gleichzeitige Flottenkund wärtig tatsächlich wohl nur unter beträchtlichem. Verlust von gebung im Bosporus und vor den Dardanellen soll die Türket Schiffen und Menschen unternommen werden. Wir würden dabei zur Zurücknahme des die Kapitulationen aufhebenden viel, Deutschland aber nur wenig riskieren. Churchill sagte auch Frades veranlassen und fie zwingen, ihre zweifelhafte Stellungnicht, wann dieser Versuch gemacht werden soll. Er konnte natür- nahme gegenüber dem Dreiverbande aufzugeben. lich die Geheimnisse der Admiralität den Ausländern gegenüber Retfontein von den Deutschen besetzt. nicht ausplaudern. Wenn es aber lange dauert, werden die ondon, 28. September.( W. T. B.) Das Reutersche Deutschen ihre gegenwärtigen passiven Verteidigungsoperationen Bureu meldet aus Prätoria vom 24. September: Die mit ihren Untersee booten fortsegen. Darf das ge Policistation Rietfontein wurde am 19. September von duldet werden? einer deutschen Abteilung, etwa zweihundert Mann stark genormen. Notiz des W. T. B.: Es handelt sich um die ziemlich bedeutende englische Station Rietfontein, die östlich von Reetmannshoop liegt. Die Stimmung in Belgien. Die Arbeit der„ Emden". London, 30. September.( W. T. B.) Die Admiralität gibt befannt, daß während der letzten Tage der Kreuzer" Emden" im Indischen Ozean die Dampfer Tumerico"," Kinglud"," Riberia" sehr, aber sie leben wie Hans im Glück im Vergleich zu unseren| Arbeitskameraden in den okkupierten Gebieten, wo neben der Stockung des Wirtschaftslebens und des Verkehrs auch das geistige Leben vollständig unterbunden ist. Die Stimmung der Mohammedaner. London, 29. September. Daily Mail" veröffentlicht einen Brief aus Jerusalem vom 8. September, in dem es heißt: Wenige gebildete Mohammedaner sympatisieren mit den Verbündeten. Die Masse ist für die Deutschen. Türkische Beamte äußern offen ihre Sympathie für Deutschland. Damastus, Beirut, Aleppo, Haifa und Jerusalem wurden zu großen Militärlagern. Die Soldaten tragen deutiche Kopfbedeckungen statt des Fez. Bezeichnend ist, daß diefer Bruch mit der alten Sitte wenig beachtet wird. England II. Für die Haltung der deutschen Sozialdemokratie in diesem Wir haben in Belgien mit Männern und Frauen, mit Ar- Kriege hatte keiner der Genossen, die wir sprachen, Verständnis. beitern und Bürgern, mit Journalisten und Abgeordneten ge- Aber alle behandelten uns kameradschaftlich und gestanden uns sprochen. Es ist nicht mehr so. daß noch das ganze belgische Volk die ehrliche Ueberzeugung zu. Immer wieder suchten sie uns an die französischen und englischen Lügenberichte glaubt. Nur flar zu machen, daß die deutsche Regierung, die uns getäuscht habe, Leute mit geringer politischer Urteilskraft und die gibt es auch die eigentliche Friedensstörerin sei. Leidenschaftlich bestritten sie, in Deutschland in allen Ständen erzählen sich noch jetzt, daß, daß ein organisierter Franktireurkrieg geführt worden sei. Sei die Russen vor oder in Berlin stehen, daß ein kaiserlicher Prinz von Zivilisten geschossen worden, so könne es sich nur um ganz bei Brügge gefangen genommen ist, daß deutsche Hafenstädte von vereinzelte Fälle handeln. Mit loderndem Haß und wilder Erden Engländern in Brand geschossen sind und was ähnliche Phanta- bitterung sprachen sie von der Standrechtsjuftig unserer Truppen, sien mehr sind.„ Phantasien" mit diesem Ausdrud belegte ein für die ihnen jedes Begreifen abgeht. Die„ Barbaren" und die belgischer Bergarbeiter diese Geschichten. Er glaubte nicht daran. Sunnen" find Worte, die in den Sprachschatz auch der belgischen Freilich nehmen die Belgier auch die deutschen Siegesberichte sehr Genossen übergangen sind. Mit großer Besorgnis sprechen ist freidenkerisch. Eine Entente ist da unmöglich. reserviert auf. Die Belgier: Absolut ausgeschlossen! Wir würden gegen einen französischen Angriff genau mit derselben Zähigkeit gekämpft haben. Wir: Bei uns neigt man zu der Annahme, daß längst eine gewisse militärische Uebereinkunft zwischen Belgien und Frankreich bestanden habe. Die Belgier: Das trifft nicht zu. Kein Franzose hat vor dem Eindringen der Deutschen belgisches Gebiet betreten. Bei unseren berfassungsrechtlichen Zuständen ist es ausgeschlossen, daß ein militärisches Abkommen mit Frankreich unbemerkt geblieben wäre. Wir: Glauben Sie nicht auch, daß Ihre Regierung mehr zu Frankreich neigt als zu Deutschland? Die Belgier: Wir bestreiten das ganz und gar. Wohl sind die belgischen Sozialisten große Freunde der französischen Sozialisten. Unsere Regierung aber ist stodklerikal, die französische Die Behauptung, daß die französischen Truppen erst mehrere Mit einem führenden Genossen der Borinage sie von der Möglichkeit einer Annegion belgischer Gebiete durch hatten wir eine lange freundschaftlich geführte Unterredung. Als Deutschland. Nicht gerade mit angenehmen Gefühlen hören wir Tage nach dem Einmarsch der Deutschen in Belgien einrüdten, tir aber, nach Neuigkeiten gefragt, über die Niederlagen der von den Genossen eine Schilderung unserer innerpolitischen Zu- wurde uns durch einen großen Aufwand Russen in Ostpreußen und die Zahl der Kriegsgefangenen in stände vor dem Kriege. Sie beteuern, nicht Bürger einer absoluten machen versucht. Wir: Halten Sie es nicht für verfehlt, daß auch Belgien fich Deutschland berichteten, war er zwar zu höflich, um uns zu wider- Monarchie werden zu wollen. Die belgische Regierung sei nichts sprechen, aber wir lafen ihm die Ungläubigkeit vom Gesicht ab. Es als eine republikanische Monarchie. Den Eintritt Banderveldes an den Beschluß gebunden hat, keinen Separatfrieden mit Deutschscheint uns allerdings, als ob die deutsche Verwaltung in Belgien in das Ministerium finden wir durch einen radikalen Deputierten land zu schließen? Die Belgier: Deutschland würde uns jetzt einen ehrennicht die rechten Mittel zur Aufklärung des Volkes über die kriege- gebilligt. Er spricht allerdings auch die Ueberzeugung aus, daß rischen Ereignisse einschlage. Zwar werden durch Maueranschläge Vandervelde, der nur in allen den Krieg betreffenden Fragen vollen Frieden nicht gewähren. Zudem wiederholen wir: Wir die deutsche Siege bekanntgegeben, aber die wenigen Zeitungen, die hinzugezogen werde, nach dem Friedensschluß aus der Regierung wollen ein neutrales Land bleiben. Die anderen Staaten würden unter, militärischer Zensur erscheinen, sind wenig interessant und ausscheide. Als wir die Erwartung aussprachen, daß diefer bei- bei einem Sonderabkommen mit Deutschland unfere Neutralität zu teuer. So foſtet„ Der Volksfreund"( L'ami du peuple), der in ſpiellose Kampf des ganzen deutschen Volkes um sein nationales nicht mehr anerkennen. Das ist auch der Gruid, weshalb wir das deutsch und französisch zurzeit die einzige Zeitung Lüttichs bildet, Dasein auch freiheitlichere Zustände in Deutschland zufolge haben zweite deutsche Ultimatum ablehnend beantwortet haben. im Straßenverkauf 15 Centimes. Wer soll diesen Preis bezahlen müsse, hält uns der Genosse entgegen:„ Nie hat ein siegreicher in einer Stadt, die von einer furchtbaren Arbeitslosigkeit erfüllt Militärstaat politische Rechte gewährt." Wir fonnten uns nicht Barbaren, it? Mit Stolz jahen wir übrigens in dem unter militärischer einigen. Dann führten wir eine lange Aussprache mit je einem führenBenjur in Namur erscheinenden l'ami de l'ordre einen längeren den Manne der sozialistischen und der liberalen Partei über den Artikel aus dem Vorwärts" abgedruckt. Selbstverständlich ist die belgische sozialistische Presse bell isbruch des Krieges. Wir lassen den Kern der Unterredung hier folgen: Wir: Warum hat Belgien das Ultimatum Deutschlands, das den freien Durchzug deutscher Truppen verlangte, abgelehnt? Die Belgier: Belgien ist ein neutrales Land und will es kommen unterdrückt. In den Redaktionsräumen unseres Parteiblattes in Charleroi hat sich ein preußischer Zahlmeister mit seinen Schreibern einquartiert. Je länger die deutsche Okkupation dauert, desto katastrophaler ivirkt sie auf die belgische Arbeiterbewegung. Sollte es in Deutschland noch hier und da einen Arbeiter geben, ber auch nach dem Griege bleiben. Wir konnten also nicht Partei für den Gedanken an eine feindliche Invasion leicht nimmt, so fönnte Deutschland ergreifen. Wir: In Deutschland ist man der Meinung, daß Sie den er sich in Belgien belehren lassen. Gewiß leiden auch die deutschen Proletarier und ihre Bewegung unter diesem entsetzlichen Kriege| Franzosen den Durchzug ohne weiteres gewährt haben würden. an Material flar zu Wir: Sie bezeichnen die deutschen Soldaten als Hunnen und Haben Sie jetzt in dem wochenlangen Verkehr mit ihnen nicht eine andere Ueberzeugung gewonnen? Die Belgier: 0, die deutschen Offiziere find ritterlich ( courtois) im privaten Verkehr, aber sie sind roh( brut) im Dienst. Vollkommen umgewandelt, wenn ſie Befehle erteilen. elten. ze hätte Und nun kamen die bekannten Vorwürfe und Besptungen, bei denen die französischen Vokabeln brûler( brand n) und fusillade( standrechtliches Erschießen) eine große Rolle So schieden wir, ohne daß die eine Seite die überzeugen können. Aber wir vereinigten uns bi ber alle gefifteten Merschen erfüllt, daß die Schreden bald für immer von uns genommen werden möchten. Wunsch, des Krieges R. S. wird allgemein für den Urheber allen Unheils gehalten. Die Mohammedaner zeigen den hiesigen Engländern gegenüber Hohn und Haß. Der Handel steht infolge der Schließung der Banken still. Die russischen Journalisten verlassen die Türkei. Wien, 29. September.( W. T. B.) Die Blätter melden aus Konstantinopel: Die hiesigen Vertreter der russischen Blätter haben gemäß der ihnen von der russischen Regierung erteilten Weisung die Türkei verlassen. Von russischer Seite wird die Maßregel dadurch erklärt, daß man von der Abficht der türlischen Regierung, alle ruffischen Zeitungsforrespondenten aus dem ottomanischen Gebiete auszuweisen, Kenntnis erlangt und es für zweckmäßig erachtet habe, der Ausführung des Planes zuvorzukommen. Die Folgen der Sperre. " der Gefangenen aufreist, als Antwort auf die angeblichen| Gewicht über 250 bis 500 Gramm gegen eine Gebühr von Grausamkeiten der Deutschen. Kein Mitleid hindert uns," so ruft 20 Pf. angenommen. Die Gebühr für Feldpostsendungen im der" Matin" aus, in den nächsten Kämpfen diese gemeinen Gewicht über 50 bis 250 Gramm wird gleichzeitig dauernd elenden Verbrecher, aus denen man vielleicht eine au f'10 P f. herabgesetzt. taiserliche Garde zusammensetzt, zu erdrosseln! Ganz. Frankreich würde protestieren, wenn man sich solche Gefangene Die Klagen über die Feldposteinrichtungen wollen unterdessen aufhalfen wollte. Sie sind unwürdig eines Quartiers; man muß nicht abreißen. fie erschlagen wie wütende wilde Stiere." Gegen diesen fanni- Präsidenten am Landgericht in Brieg, des Grafen Matuschka, Sehr merkwürdig mutet eine Zuschrift des balischen Artikel protestiert die Humanité", fie sagt, mit fol- an die Breslauer Zeitung" an; da heißt es: chen Aeußerungen entehre man das republikanische Frankreich, die aufrichtigen Demokraten und vor allem die Sozialisten. Die Bensur strich die Wiedergabe der Matin"-Aeußerungen in dem sozialistischen Blatte, gestattete aber dem„ Matin" weiter die Veröffentlichung solcher Worte. " Ein französisches Zensurverbot. Bordeaux, 29. September.( W. T. B.) Millerand bat für acht Lage das Erscheinen des Somme Libre" verboten, da Frankfurt a. M., 30. September.( W. T. B.) Die Frankfurter Clemenceau sich weigerte, einige Stellen eines Artikels zu Zeitung" meldet aus Konstantinopel: Die Sperrung der Darstreichen. Das Gesuch um Suspendierung des Blattes war von dem danellen trifft aufs empfindlichste die Getreideausfuhr fommandierenden General des 17. Militärbezirks ausgegangen. Rußlands und Rumäniens nach England. Gewöhnlich unternehmen die französischen Messageriesdampfer nur einmal wöchentlich die Fahrt Marseille- Odessa. Seit einem Monat verkehrten täglich faum irgendwelche Passagiere, während starte Sendungen Kriegsmaterial und Goldladungen für Rußland befördert wurden, was nunmehr aufhört. Die Beschießung von Mecheln. abat Brüssel, 29. September.( W. T. B.) Bei dem Kampfe um Mecheln hatte die schwere Artillerie des deutschen Heeres den ausdrücklichen Befehl erhalten, nicht auf die Stadt zu schießen, damit die Kathedrale geschont werde. Die Belgier selbst aber warfen aus dem Fort Waelhelm nördlich von Mecheln schwere Granaten in die von den deutschen Truppen besetzte Stadt. erhalten, die Kathedrale zu schonen, doch haben nach BeEin Widerruf. " Mein Sohn, Leutnant d. St. in einem Husaren- Regiment, fchreibt aus Franfreich am 16. Eeptember 1914: Neulich sollten wir Post bekommen. Als man die Säcke öffnete, war es eine Kollektion abgesandter Briefe von uns, die aus Köln zurücklamen." Soweit es sich um Klagen über ein Nichtfunktionieren der Feldpost im sit en handelt, hat das eingeleitete Ermittelungsverfahren nach einer Meidung des„ Lokal- Anzeigers" ergeben, daß zahlreiche Briefsäcke auf Anteilung der Militärbehörden beim Anrücken des Feindes verbrannt werden mußten, andere von den Postbeamten versteckt wunden und erst jetzt wieder, nach dem Abzug der Ruſſen, wieder aufgefunden und weitergesandt werden konnten, wieder andere auch den Russen in die Hände fielen und von ihnen vernichtet wurden. So wäre hier das Ausbleiben mancher Sendung erklärt. Postverkehr der Kriegsgefangenen. Von den vielen Meldungen über die Ausschreitungen, die der belgiichen Böbel gleich nach Striegsausbruch gegenüber den in Belgien gefangenen und für solche angenommen und befördert werden. Von jetzt ab tönnen Postiendungen von Kriegsbefindlichen Deutschen beging, wurde die Nachricht von der Ermor Zunächst werden nur offene Brieffendungen ohne Nachnahme, und dung des Hotelbesitzers Weber sofort durch diesen selbst widerrufen. zwar offene gewöhnliche Briefe, Postkarten, Druckfachen, WarenJezt meldet auch der Schlächtermeister Dedel in einem Briefe proben und Geschäftspapiere, ferner Briefe und Kästchen mit Wertaus Rotterdam, daß er sich wohlbehalten in Holland befinde. Dieser angabe ohne Nachnahme. sowie Postpakete bis 5 Kilogramm ohne Schlächtermeister, in der Nähe der Vörse in Brüssel, wohnhaft, sollte Nadinahme innerhalb Deutschlands, nach und aus nach vielen Berichten von der wütenden Menge getötet und buch- Desterreich- Ungarn und den neutralen Ländern, stäblich in Stücke gerissen worden sein. Es muß sich also auch wohl hier sowie im Verkehr mit Belgien, Frankreich, Groß um einen Irrtum gehandelt haben, und die große Erregung über britannien und Rusland zugelassen. Bostanweisungen find die Untat war nicht berechtigt. in demselben Bereiche mit Ausnahme von Belgien, Großbritannien und Rußland zulässig. Feldpostreform. " Im Verkehr mit dem Auslande werden die Sendungen, die von Kriegsgefangenen abgesandt werden oder für sie bestimmt sind, Brüssel, 29. September.( W. T. B.) Bei einer Besichtigung gebührenfrei befördert. Dasselbe gilt von den Sendungen, von Mecheln, die heute sofort nach der deutschen Besetzung von die sich auf Kriegsgefangene beziehen und unmittelbar oder mittelmehreren Herren unter Führung des mit dem Schuße der Kunst- Seite" hören, haben zwischen der Heeres- und der werden oder für sie beſtimmt sind. Wie die Berl. Neuesten Nachrichten"„ von zuständiger bar von den Auskunftsstellen über Seriegsgefangene aufgeliefert denkmäler beauftragten Geheimrats v. Falle vorgenommen wurbe, Solche Auskunftsstellen können konnte festgestellt werden, daß die hervorragenden Bau- Postverwaltung Verhandlungen stattgefunden, führende auf ihrem Gebiet aufgenommen haben, eingerichtet werden. in friegführenden Ländern oder in neutralen Ländern, die Kriegs denkmäler der Stadt keinen erheblichen Schaden deren Ergebnis die bisher mangelhafte Postverbin. Die in ein neutrales Land aufgenommenen und daselbst untererlitten haben. Nur an wenigen Stellen sind einige dung zwischen Heer und Heimat wesentlich gebrachten Kriegführenden sind hinsichtlich der Anwendung der obigen Häuser ohne fünstlerische Bedeutung durch Artilleriefeuer zer- berbessern soll. Bestimmungen mit den Kriegsgefangenen gleichgestellt. stört worden. Das schöne Haus des Großen Rats mit Gleichzeitig werden eine Reihe bemerkenswerter Vor- bührenfrei befördert: gewöhnliche offene Briefe bis zum GeIm Verkehr innerhalb Deutschlands werden ge= dem anstoßenden Museum und die Giebelhäuser am großen schläge zur Verbesserung der Feldpost mitgeteilt, die zuerst in wicht von 50 Gramm einschließlich und gewöhnliche Postkarten. Alle Blaz haben nicht gelitten, die hoch emportagende Sathedrale den Blättern für Post und Telegraphie" veröffentlicht wurden. übrigen Sendungen sind portopflichtig. ist mehrfach von Artilleriegeschoffen getroffen Die Frage, wie jetzt die Stockung des Feldpoftverkehrs auflichen oder gedruckten Vermert Kriegsgefangenenfendung" zu ver worden. Zwar hatten die deutschen Truppen ſtrikte Befehle schnellstem Wege zu beseitigen sei, wird von dem genannten Die Sendungen sind vom Absender mit dem Handschriftsehen. setzung der Stadt durch deutsche Truppen heute belgische Fachblatt im wesentlichen folgendermaßen beantwortet: Nach- Sämtliche Sendungen der in deutscher Kriegsgefangenschaft Schrapnells und Granaten die Kirche im Augenblicke dem die Sammelstellen im großen und ganzen ihrer Aufgabe befindlichen Angehörigen feindlicher Heere und Sendungen der der Besichtigung durch die Herren der Bibilverwaltung Herr geworden sind, kann es sich nur darum handeln, die deutschen Auskunftsstelle müssen außerdem mit einem Abdruck wiederholt beschädigt. Die Bauschäden tönnen ohne große Leitpunkte, also diejenigen Stellen, die die Sendungen Militärbehörde, die auch die Auslieferung vermitteln muß, oder des Dienststempels der die Aufsicht über die Gefangenen führenden Schwierigkeit wieder ausgebessert werden. Die ausnahmslos an die Feldpostanstalten weiter zu befördern haben, so aus- des Dienststempels der Auskunftstelle versehen sein. Sendungen modernen Glasgemälde sind, wie alle Fenster der Stadt, durch zustatten, daß sie allen Anforderungen gewachsen sind. Der von Gefangenen müssen ferner den deutlichen Vermerk„ Geprüft" den Luftdruck zersplittert. Die anderen Kirchen von Mecheln find oberste Grundsak„ Sparsamkeit" muß jet tragen. unversehrt geblieben. Alle wertvollen Bilder wurden, soweit es sich unbedingt abgesetzt werden! nachweisen läßt, vor Besetzung der Stadt entfernt. An Personal Bostanweisungen für Empfänger in Frankreich find auf der Vorderseite des für den Auslandsverkehr bestimmten alten Häuser am Kanal blieben unbeschädigt. Der deutsche Stadt- darf nicht gespart werden. Auch Fahrzeuge der geeignetsten Formulars mit der Adresse der Oberpostkontrolle in Bern( Schweiz) tommandant hat strengen Schutz aller Kunstdenkmäler angeordnet. Art müssen für den Verkehr zwischen Leitpunkt und Feldpost- zu versehen, während die Adresse des Empfängers der Geldsendung anſtalt in ausreichender Zahl vorhanden sein. Der eine auf der Rückseite des Abschnitts genau anzugeben ist. Eine englische Friedensstimme. Feld Oberpostmeister kann das selbstverständlich nicht alles an der Stelle, die sonst für die Freimarken zu dienen hat, ist die Bemerkung: Holländischen Blättern zufolge bringt die ,, We st minster machen, es müssen kommissare des Reichs postGazette" einen bemerkenswerten Friedensartikel amts mit unbeschränkter Vollmacht an die betreffenden Kriegsgefangenenfendung. Tarfrei." Englands Ziel sei nicht, Deutschland zu vernichten. Jeder Stellen entsendet werden. Bei der außerordentlich großen weifungen in fchweizeriid- französische umgeschrieben. In umgekehrter anzubringen. In Bern werden die deutsch- schweizerischen AnFriede, der peinliche Wunden schlage und eine Revancheidee Entfernung zwischen beiden Kriegsschauplägen ist ein einziger Richtung wird in gleicher Weise verfahren. erwecke, verfehle seinen Zweck: Darum auch sofern Deutsch Feld- Oberpostmeister, und mag er ein noch so weitblickender land wirklich leben und leben lassen wolle, sei England Organisator sein, nicht in der Lage, für jeden Kriegsschauplat bereit, den glimmenden Hoffnungsfunken nicht zu löschen. zweckdienliche Anordnungen zu treffen, es müßte also ein zweiter Feld- Oberpostmeister ernannt. werden. Die Stellung Italiens. Die schönen Kriegsbekanntmachungen. Zürich, 30. September.( W. T.B.) Die„ Neue Züricher Zeitung" Ob die nach dem Muster von 1870 gebildeten Feld post Kein Rückporto für das Zentralnachweisegibt einen Artikel aus dem Corriere Subalpino di Cuneo wieber, formationen für die jetzige veränderte Gefechtsweise, die bureau. der Giolitti zugeschrieben wird und sich mit der italienischen ungemein rasches Vorgehen und häufiges Auseinanderziehen Neutralität befaßt. Nachdem der Verfasser das Anerbieten der der größeren Verbände erfordert, noch ausreichen, und Amtlich wird mitgeteilt: Das Zentralnachweisebureau des Tripelentente, das durch Delcassé und Pichon gemacht worden ist, ob nicht statt der Division die Brigade als kleinster, für Kriegsministeriums bittet, schriftlichen Anfragen keine Freimarken und in dem Italien Trient, Triest und Dalmatien ver- die Zuteilung einer Feldpostanstalt in Betracht kommender beizufügen. Alle Beantwortungen erfolgen portofrei. Die bisher sprochen wird, sowie das Anerbieten Andrassys, das Rizza. Truppenteil anzunehmen wäre, wird nach den bisherigen Er- überfandten Briefmarken sind dem Roten Kreuz zur Verfügung Savoyen, Korsika und Malta betrifft, launig zurückweist, fahrungen schleunigst zu entscheiden sein, ebenso die Frage, ob gestellt Auch angebotene oder übersandte Geldbeträge für erbetene weil die hochherzigen Geber die Geschenke gar nicht in der Tasche der Geschäftsbereich der Armee- Postdirettoren Drabtantwort sowie Gratifitationen an die Angestellten des Bureaus hätten, sagt er unter anderem: Italien schwanft nicht wie Buridans Esel zwischen den Heubündeln, es will weder das eine noch das aus demselben Grunde nicht etwa zu teilen und die Zahl werden zurückgewiesen. Erneut wird darauf hingewiesen, daß für andere, aber wir werden uns nicht der Falschheit und des dieser Beamten entsprechend zu vermehren sein würde. Auch alle Anfragen über Verwundete usw. die bei den Bostanstalten erhältTreubruchs schuldig machen unsere Freunde hinter- wird vorgeschlagen, daß fortan während der Kaisermanöver lichen rosa Doppelfarten zu verwenden sind. Da täglich über rücks anfallen. Nicht ein Macchiavelli wäre in der Aufrecht- eine Mobilmachung der Feldpost stattfinden möge. 15 000 Anfragen beim Zentralnachweisebureau einlaufen, können erhaltung der Staatsdoktrin zu einem solchen Zynismus herunter- Es handelt sich zweifellos um Anregungen, die einer andere Anfragen dieser Art nicht beantwortet werden. gefunten. leber alles geht die Würde einer Nation. Der Mensch Nachprüfung wert sind. In jedem Falle darf nichts ver- Verbot des Grenzverkehrs nach Rußland. lebt nicht von Brot allein, sondern auch von der Würde und Ehre. fäumt werden, was dazu beitragen könnte, um die heutigen Wir wissen nicht, ob der Dreibund noch vorteilhaft ist, wir Schäden zu beseitigen. Posen, 30. September. Auf Anordnung des Generalfommandos dürfen aber nicht den Gewinn vergessen, den er in drei Jahrzehnten ist der Verkehr über die Grenze nach Rußland vers brachte. Es sind heute Eymptome vorhanden, daß das Land boten. ebensowenig für einen Krieg gegen wie im Bunde mit Desterreich die Versendung von Liebesgaben sich nicht als zweckmäßig erwiesen igen. Die Militärposten sind angewiesen, auf Personen, die Es dürfen nur diejenigen Personen die Grenze überDa die Auskunftserteilung bei der Linienkommandantur über schreiten, die eine besondere Erlaubnis des Generalfommandos bebegeistert ist. Vielleicht wird er gewünscht von den Republikanern hat, ist nunmehr die Zulassung von fleinen Bateten beim III. Die Grenze ohne solche Erlaubnis und außerhalb der Grenzüberund Nationalisten, sicer nicht von allen. Das Land will( brandenburgischen) Armeekorps bis zum öchst gewicht von gänge überschreiten, zu schießen. überhaupt feinen Krieg, es braucht den Frieden. fünf Kilogramm verfügt worden. Die Beförderung geschieht aber Wir haben schon mit dem einen libyichen Krieg übergenug. Wir nicht durch die feldpost, sondern durch Vermittelung der wissen nicht, was ein Sieg bringen würde, wir wissen aber Truppenteile selbst. Es ist sowohl die Versendung unter gewiß, daß eine Niederlage den Zusammenbruch des Landes zur Folge hätte. Die rumänischen Sozialisten für den Frieden. Abreise: Liebesgabe für einen bestimmten Truppenteil. Die Zusendung erfolgt Angabe des Empfängers zugelassen, als auch als allgemeine an die Ersazbataillone, Abteilungen oder Kompagnien der mobilgemachten Truppenteile in deren Garnison, z. B. mit der An das Ersatz- Bataillon des Infanterie- Regiments Nr. 35 in Brandenburg a. H. Zur Weiterbeförderung an: III. Armeekorps, 6. Division, 11. Infanterie- Brigade, Infanterie Regiment 35, 3. Stompagnie, Gerreiter Müller( Ernst) als Empfänger. Wien, 29. September.( W. T. B.) Die Reichspost" meldet aus Bukarest: Ju Turnu Severin fanden zwischen So zialisten und Nationalisten Zusammenstöße statt. Beide Parteien hatten gleichzeitig an verschiedenen Punkten Ver sammlungen abgehalten, und zwar die Sozialisten gegen einen rieg. Nach Schluß der Versammlungen veranstalteten die beiden Gruppen Straßenlundgebungen, wobei sie zusammen Wegen der Reierbe- und Landwehrformationen gerieten. In dem entstehenden Handgemenge schloffen sich den ist zu beachten, daß diese überwiegend ihren Ersatztruppenteil im Sozialisten viele Bürger an, so daß die Nationalisten sich schließlich Standort desjenigen aktiven Truppenteils stehen haben, mit genötigt saben, das Feld zu räumen. Es gab auf beiden Seiten denen sie die gleiche Nummer tragen( zum Beispiel. das Erjazzbataillon Reserve- Inf.- Regt. 48 in Rüstrin). Verwundete. Ein Protest der„ Humanité". Letzte Nachrichten. Opfer der Minen. Rom, 30. September.( W. T. B.) Die Blätter melden aus Rimini: Gestern abend ist die Fischerbarke„ Michel Morosini", die 15 Kilometer von der Küste dem Fischfang oblag, auf eine schwimmende Mine gestoßen und gesunden. Sieben Menschen sind er trunken. Die Pest in Java. Rotterdam, 30. September. Nach den hier vorliegenden Nachrichten aus Niederländisch- Indien ist die Pest auf Java noch nicht erloschen. In der Zeit vom 26. August bis 22. September wurden 1362 neue Bestfälle zur Anzeige gebracht und in demselben Beitraum erlagen 1164 Personen der Seuche. Ein Defraudant. An das stellvertretende Generalfommando find keine anderen Pakete als solche für Angehörige des Stabes des bes treffenden Generalfommandos zu richten. Stettin, 30. September.( W. T. B.) Der langjährige erste Der sozialistische Avanti" berichtet der Voss. 8tg." alt= Wie uns mitgeteilt wird, sind auch die Ersatztruppenteile des Rassierer der Landwirtschaftlichen Bank der folge in einem Pariser Brief über die französische Presse und Gardeforps angewiesen worden, in gleicher Weise Liebesgaben Provinz Pommern, Karl Ludewig, hat die Landwirtprotestiert energisch gegn. die gemeinen Auslassun weiterzubefördern. Bei den übrigen Armeetorps dürfte derselbe schaftliche Bank der Provinz Pommern um 440 000 mart mittels Bei den übrigen Armeekorps dürfte derselbe falscher Buchungen geschädigt. Die Veruntreuungen, die hauptgen des Matin". Während die Zensur in ungerechter Weise Weg eingeschlagen werden. wütet, läßt fie andererseits ganz unwürdige Artikel durchgehen, sächlich durch Fälschung des Reichsbankgirokontos erzielt wurden, die ihr nicht mißfallen. So bringt der Matin" einen bestialischen reichen schon mehrere Jahre zurück und haben sich futzessive erhöht. Bom Montag, 5., bis einschließlich Sonntag, 11. Oftober, Ludewig wurde verhaftet. Nach eigenen Angaben will er die Artikel, der zum Kriege ohne Pardon" und zur Erdrosselung werden versuchsweise Feldpostsendungen im Summe verspekuliert haben. Theater. URANIA Taubenstraße 48/49. Zum Besten d. Cecilien- Hilfe: 8 Uhr: Die Weichsel u. d. masurisch. Seen. Berliner Prater- Theater Kastanien- Allee 7-9. Donnerstag, den 1. Oktober: Gastsp. d. Voigt- Theaters: Aus Deutschlands großen Tagen. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 814 Uhr. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Striegsbilder- Spezialitätenteil usw. 3. Schluß das neue Kriegs- Bollsstück: Mein Leben dem Vaterland". Loge 1,25, Seffel 1,10, Parfett 80 Pf. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Helfer Fritz Seitner Lehniner Str. 7, am 25. Septem ber geftorben ist. Ferner starb unser Mitglied, der Former Otto Lehmann. Ferner starb unser Mitglied, der Schlosser Karl Kube Tegeler Str. 23, am 27. September an Leberleiden. 125/14 Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Hang 50, Stuhl 30, Sonnt. fl. Aujicht. Sozialdemokratischer Wahlverein Sonntag, 4. Oftober, nachm. 4 Uhr: Kriegers Heimkehr. Theater Folies Caprice 814 Possen- Theater Täglich: 8% Blinkfeuer. Landwehrleute. Fest steht und treu Leonhard Haskel, Martin Kettner a. G. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger ,, Nun woll'n wir fie verdreschen!" Militär. Genre bild von Mehsel. Anfang 8 Uhr. Für Militärpers. u.deren Angehör. vollkomm. freien Zutritt zum Theater. Rose- Theater. 8 1hr: Königin Luise. Volksbühne. Mentis Operetten- Theater( Neues Th.) Schiffbauerdamm 4a. Donnerstag, den 1. Oftober 1914: Zum 1. Male: Minna von Barnhelm. Anfang 84 Uhr. Kleine Preise. Walhalla- Theater. Sonnabend, 3. Oktober, 8 Uhr: Berlin im Felde. ( Gr. vaterländisches Volksstück von Bordos Milo und Hermann Frey. Musik von Fritz Redl. In den Hauptrollen: Ida Perry, Gret! Bergemann, Jessy Winter, Ludwig v. d. Bruch, Max Tobien, R. Wilmzen. Vorverkauf ab Donnerstag an der Theaterkasse. Neukölln. Nachruf. Am 23. September verstarb unser Parteigenosse Fritz Ohnesorge. ( Raumerstr. 21, 12. Bezirk). Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher etc. Melchiorstr. Arb.-Nachw.:Gormannst.13 Bureau: Weldorf. 28, bat. Filiale Berlin. b. Raw Gorman.12 Donnerstag, den 1. Oktober 1914, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15: Sektionsversammlung der Lackierer. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. 135/10 Die Sektionsleitung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Achtung! Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Bureau geöffnet von 9-1 Uhr und von 4-7 Uhr. Bauanschläger. Achtung! Donnerstag, den 1. Oktober 1914, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 3: Branchen- Versammlung Tagesordnung: M Ferner starb am 18. September Achtung! indet am 8. November d. J. statt. Anträge hierzu unser Parteigenosse Paul Presser ( Reuterstr. 45, 2. Bezirk). Ehre ihrem Andenken! Der Vorstand. 238/14 Auf dem Felde der Ehre erlitt den Heldentod das Vorstandsmitglied Richard Le Pere Lichtenberg- Alt- Borhagen. Der Verstorbene gehörte dem Vorstande der unterzeichneten Stasse mehrere Jahre zum Wohle seiner Arbeitskollegen an. 277/17 Ehre seinem Andenken! Der Vorstand der Allgem. Ortskrankenkasse Berlin- Oberschöneweide. D. Schneider, Vorsitzender. Den Heldentod fürs Vaterland starb bei dem Untergang S. M. S. " Magdeburg" unser lieber Sohn und Bruder der Matrose 148b Alfred Hielscher. Dies zeigen tiefbetrübt an Familie Hielscher. Karl Petzold nebst Frau geb. Hielscher. Li eschen Sawatzki als Braut. Familie Sawatzki. Lichtenberg- Berlin, Gürtelstr. 7. 1. Verbands: nud Branchenangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Die nächste ordentliche General Versammlung müssen bis zum 11. Oktober spätestens eingereicht sein. 125/13 Bunte Küche 48. M. Ausziehtisch von 15 an Auf Wunsch Kredit. Kleine Raten. Die Ortsverwaltung. MÖBEL auf Teilzahlung zu billigen Preisen NussbaumBüfett 125. WalzenDiwan 52.M. Kielderschrank 38.M. Muschelbott mit Matratze 36.M. Bunte Garnitur 100.M. SchlafSofa 75. Westmann I. Mohrenstraße 37 a( Kolonnaden). II. Große Frankfurter Str. 115( nahe Andreasstr.) Große Preisermäßigung für Modelle 25, 20, 15, 10 Proz. Rabatt. Echte Plüschmäntel 25% Rabatt 125., 83., 65.-, 391/4 Eleganteste Kostüme 15% Rabatt 136.-, 96.-, 49.-, 18/4 Heute von 4 Uhr nachm. an geöffn. Feinste Ulster 20% Rabatt 65.-, 48., 26.-, 93/4 Gediegene schwarze Mäntel 10% Rabatt 66., 41.-, 29.-, 132 Trauermagazin. Wer spart? Jeder, der zum Waschen seiner Wäsche das weltbekannte Waschmittel sches Waschpulver Minlos Millionen dran. wie ein Mann hängen Man achte streng auf diese Sohutzmarke verwendet. Es ist unvergleichbar an Qualität und kostet nur 30 Pf. das 1 Pfd.- Paket. Das Waschpulver wird in heißem Wasser aufgelöst, in den Waschkessel gegossen, in diesem die Wäsche gekocht, solche danach heiß leicht durchgewaschen und darauf gespült. In dieser Weise erhält man bei leichtester Arbeit eine blendend weiße, frische und reine Wäsche. Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren-, Apotheker- und Seifengeschäften wie en gros von der Fabrik L. Minlos& Co. in Köln- Ehrenfeld. = Beachten Sie meine 4 grossen Schaufenster. Feldbrief- Mappe enthaltend 5 vorschriftsmäßig bedruckte Feldpost- Briefumschläge nebst Briefbogen, 5 vorschriftsmäßig bedruckte Postkarten Preis 10 Pf. Buchhandlung Vorwärts Lindenstr. 3. Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 2. Berl. Reichstagswahlkreis. Bezirk 119. Am 27. d. m. verstarb unfer Genoffe, der Zimmerer Gustav Schurich Gneisenaustr. 63. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 1. Oftober, nachmittags 5 Uhr, von der LeichenHalle des Heilig- Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf, Eisenacher Straße, aus statt. Um rege Beteiligung bittet 206/14 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein L. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Landsberger Viertel. Bezirk 412 II. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Genossin, Frau Anna Rogasik Heidenfeldstraße 4, gestorben ist. Ehre ihrem Andenken. 215/20 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Nachruf. Am Sonnabend, den 26. Sepden im tember, verstarb an Felde erhaltenen Wunden unser Genosse Otto Lehmann Stettiner Straße 32. Am Sonntag, den 27. September, verstarb unser Genosse, derSchlosser Karl Kube Sparrstraße 17. Ehre ihrem Andenken! 231/5 Der Vorstand. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Ortsverwaltung Charlottenburg. Nachruf. Am 26. September verschied nach schweren Leiden unser Kollege Franz Drömert Spandauer Str. 18. Ehre seinem Andenken! 75/14 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Nachruf. Hierdurch zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Maler Franz Drömert ( I. Gruppe) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 251/2 Der Vorstand. Charlotten burger Lledertafel. Nachruf. Am Sonnabend, den 26. September, berstarb unser Sangesbruder Franz Drömert nach 23jähriger Mitgliedschaft. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. 60/10 Spezialarzt D f. Haut, Harn, Frauenleiden, nero. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in it. Co. konz. Laborat. Blut: Dr. Homever untersuchung., Fäden i. Harnusi. Friedrichstr. 81, gegenüber Banoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. Metallbetten Holzrahmenmatraßen, Kinderbetten, billigst an Private. Satalog frei. Eisenmöbelfabrik, Suhl. Möbel Magazin Otto Piehl Beriin N, Brunnenstr. 120. Zeitungs- Ausgabestellen und Inferaten- Annahme. Zentrum: Albert ab nisch, Aderstr. 174, am Stoppenplat. Geöffnet bon 11-1, und von 4-7 Uhr. 2. Wahlkreis: S. und SW.: Gustav Schmidt, Bärwaldstr. 42, cn der Gneisenaustraße. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. 3. Wahlkreis: St. Frit, Brinzenstr. 31, Hof rechts part. Geöffnet bon 11-1, und von 4-7 Uhr. 4. Wahlkreis: Often: Robert Wenge Is, Martus ftr. 36. Geöffnet bon 9-2 und von 4-7 Uhr. Petersburgerplat 4( Laden). Geöffnet bon 9-2 und von 4-7 Uhr. 4. Wahlkreis, Südosten: Baul Böhm, Laufigerplak 14/15. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 11hr. 5. Wahlkreis: 2eo 8ucht, Immanuellirchstr. 12( Hof). Geöffnet bon 11-1, und von 4-7 Uhr. 6. Wahlkreis( Moabit): Salomon Joseph, Wilhelmshavener Straße 48. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Wedding: J. Hönisch, Müllerstr. 34a Ede Utrechter Str., Laden Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Rosenthaler und Oranienburger Vorstadt: A. Wolgast attstraße 9. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Gesundbrunnen: Fischer, Bastianstr. 6, Laden. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Schönhauser Vorstadt: Star! Mars, Greifenhagener Str. 22. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Adlershof: Karl Schwarzloje, Bismardstr. 28. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Alt- Glienicke: Wilhelm Dürre, Köpenider Str. 6. Baumschulenweg:. Hornig, Marienthaler Str. 13, I. Bernau, Röntgental, Zepernick, Schönow, Schön. brück und Buch: Heinrich Broie, Mühlenstr. 5, Laden. Bohnsdorf, Falkenberg und Falkenhorst: Baul Gensch, Bohnsdorf, Genossenschaftshaus Paradies". Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Sesenheimer Str. 1. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Eichwalde, Schmöckwitz: Dstar Mahle, Bismardstr. 4. Erkner, Neu- Zittau: Emil Jwang, Scharniveberstr. 10. Fre dersdorf- Petershagen, Eggersdorf: Uffenwasser, Petershagen. 4 Friedenau, Steglitz, Südende, Groß Lichterfelde, Lankwitz:. Bernice, Aljenstr. 5 in Steglig. Geöffnet von 11-1, und von 4-7 Uhr. Friedrichshagen, Fichtenau, Rahnsdorf, Schöneiche, Kl.- Schönebeck: Ernst Bertmann, Friedrichshagen, Köpe nider Straße 18. Grünau: Franz Klein, Friedrichstr. 10. Johannisthal, Rudow: Mar Gonich ur, Parkstr. 23 Karlshorst: Richard Küter, Rödelftr. 9, II. Königs- Wusterhausen, Wildau, Niederlehme: Friedrich Baumann, Bahnhofstr. 2, Eingang Beeskower Straße. Köpenick: Emil Bigler. Stiegerstr. 6, Laden. Geöffnet pont morgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr. Lichtenberg, Friedrichsfelde, Hohenschönhausen: Otto Seitel, Wartenbergstraße 1( Laden). Geöffnet von 81-2 und bon 4-7 Uhr. Mahlsdorf, Kaulsdorf, Biesdort: B. He berg, Rauls. dorf, Ferdinandstraße 17. Mariendorf: August 2eip, Chausseestr. 29. Marienfelde: Emil Beinert, Berliner Str. 114 II. Neuenhagen, Hoppegarten: Gustav Bergmann, Bolterstr. 3. Neukölln M. Heinrich, Nedarstr. 2, im Laden. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr; Neukölln. Briz: Rohr, Siegfriedstraße 28/29. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Nieder- Schöneweide: Bilhelm Unruh, Brüdenstr. 10, II. Nowawes: Wilhelm I appe, Lutherstr. 2 Ober- Schöneweide: Alfred Bader, Wilhelminenhofstr. 17, Laden. Pankow, Niederschönhausen, Nordend, Frz.- BuchGeöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. holz, Blankenburg: Rigmann, Mühlenstr. 30. Geöffnet bon 11-1, und von 4-7 Uhr. Reinickendorf Ost, Wilhelmsruh und Schönholz: P. Gurich, Provinzstr. 56, Laden. Geöffnet v. 11-1, u. 4-7 Uhr. Rummelsburg, Boxhagen, Stralau: A. Rosentranz, AltBorhagen 56. Geöffnet von 11-1%, und von 4-7 Uhr. Schenkendorf b. Königs- Wusterhausen: Chr. antichte, Dorfstr. 10 Schöneberg: Wilhelm Baumler, Martin Lutherstr. 69, im Laden. Geöffnet von 9-2 und von 4-7 Uhr. Spandau, Nonnendamm, Staaken, Seegefeld und Falkenhagen: öppen, Breitestr. 61. Geöffnet von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Tegel, Borsigwalde, Wittenau, Waidmannslust, Hermsdorf, Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Freie Scholle u. Reinickendorf- West: Baul Rienait, Borfigwalde, Häujchstraße 10. Geöffnet von 11-1, u. von 4-7 Uhr. Teltow: Wilhelm Bonow, Teltow, Berliner Str. 16. Tempelhof: Joh. Strohn, Borussiaftr. 62. Treptow: Rob. Gramenz, Stiefholzstraße 412, Raden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Weißensee, Heinersdorf: R. Fuhrmann, Sedanstr. 105, part. Geöffnet von 11-1%, und von 4-7 Uhr. Wilmersdorf, Halensee, Schmargendorf: Paul Schubert, Wilhelmsaue 27. Zeuthen, Miersdorf: Ernst Hüttig, Zeuthen, Miersdorfer Str. 14. Sämtliche Parteiliteratur sowie alle wissenschaftlichen Werte werden geliefert. Sonntags find die Ausgabestellen geschloffen. Werantw. Rebatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsbl. Br.( 265-267). 268. 31. Jahrg. 1. Beilage des„ Vorwärts“ Berliner Volksblatt. Donnerstag, 1. Oktober 1914. Heraus mit den Höchstpreisen für Getreide. Die Versuche einzelner Kreise, sich während des Krieges zu bereichern, erfahren wohl von allen Seiten gebührende Verurteilung. Gehört es doch sicher zu den widerlichsten Aeußerungen einer berderbten Moral, wenn einzelne durch Lebensmittelwucher in der Kriegszeit sich am Elend des eigenen Volkes bereichern wollen. Und dieser Lebensmittelwucher blüht. Die nackten Zahlen reden eine gar eindringliche Sprache: Weizen kostet 252 M., Roggen 242 Mt. für 1000 Kilogramm. Wer daran Schuld ist, ist nicht so einfach zu ergründen. Händler, die billig gekauft haben, suchen jetzt hohe Preise herauszuschlagen, Landwirte halten mit den Vorräten zurüd, weil sie hoffen, noch mehr herauszuschlagen, wenn erst die Leute sich beim Bäcker um das Brot schlagen werden. Sicher gilt das nicht für alle Händler und Landwirte. Es gilt auch nicht, sich moralisch entrüsten, dieweil das nichts hilft, sondern es gilt Maßnahmen zu ergreifen, auf daß das Ganze nicht durch den Eigennutz einzelner Schaden leide. fehlen und die Hemmnisse, die Eigennuz und Profitgier einzelner bereiten, riesengroß sind. Bei entwickelter Selbstver waltung, die die sozialen Kräfte mobilisiert, wäre sicher auch auf diesem Gebiete die Aufgabe viel leichter. Einstweilen gilt es die Brotfrage zu lösen mit den Kräften, die zur Verfügung stehen. Gelöst muß sie werden, denn Brotmangel wäre gefährlicher als eine verlorene Schlacht. Ueber die behördlichen Beratungen wird mitgeteilt, daß man bei einer Aussprache im Handelsministerium, der etwa vierzig Sachverständige beiwohnten, zu der Ansicht kam, daß in den verschiedenen Landesdistriften nicht ohne weiteres Getreidehöchstpreise festgestellt werden können. Es erscheine vielmehr ratsam, nur schrittweise vorzugehen. Dem entsprach ein Vorschlag aus der Versammlung, zunächst nur für Mehl und Kleie Höchstpreise für den Großhandel festzusehen. Man wird hierüber noch in dieser Woche die Müller hören, um dann Beschlüsse zu fassen. Ein weiterer Vorschlag, dessen Ausführung als am wichtigsten bezeichnet wurde, ging dahin, die Verfütterung von Brotgetreide im Reiche zu verbieten. Mit letzterem Vorschlage wird man einverstanden sein. Die Festsetzung von Höchstpreisen für Mehl vor der Festfegung von Getreidehöchstpreisen scheint uns aber ganz unmöglich und wirkungslos. Das Mittel ist vorhanden. Das Gesetz vom 4. August sagt:" Für die Dauer des gegenwärtigen Krieges fönnen für Gegenstände des täglichen Bedarfs, insbesondere für Nahrungs- und Futtermittel aller Art sowie für rohe Naturerzeugnisse, Heiz- und Leuchtstoffe Höchstpreise festgesezt werden." ständigen Behörden ein Besizer der genannten Gegenstände, sie zu den festgesezten Preisen zu verkaufen, so kann die zuständige Behörde sie übernehmen und auf Rechnung und Mehrfach sind in den letzten Tagen Briefe ausländischer Kosten des Befibers zu den festgesetzten Höchstpreisen ver- Gefangener veröffentlicht worden, die sich über die ihnen in kaufen, soweit sie nicht für dessen eigenen Bedarf nötig sind." Deutschland zuteil werdende Behandlung recht anerkennend aussprechen. So haben, wie die" Magd. 8tg." mitteilte, Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn der Bundesrat 154 französische, im Reservelazarett Konzerthaus untergebrachte fofort auf Grund dieses Gesetzes eine Verfügung erlassen Verwundete ein Schreiben an den Leiter des Lazaretts, hätte, die der Preistreiberei entgegengewirkt hätte, denn in- Medizinalrat Dr. Referstein, gerichtet, in welchem sie für die zwischen haben sich die Verhältnisse bereits kompliziert. Es aufopfernde Behandlung und liebevolle Pflege ihren tieflaufen Lieferungsverträge zwischen Landwirten, Getreide- gefühlten Dank aussprechen. Sie erkennen besonders an, daß händlern und Maklern, die durch einen behördlichen Eingriff es ihnen gestattet ist, ihren Angehörigen in der Heimat Nach umgestoßen werden. Jedenfalls aber kann durch eine weitere richten zukommen zu lassen. Verzögerung nur Schaden gestiftet werden. Wetter:„ Weigert fich froß Aufforderung der zu Die Behandlung der Gefangenen Es sind just zwanzig Jahre her, daß die Agrarier die Einführung eines Getreidehandelmonopols forderten durch den berühmten Antrag kanik. Das Reich sollte alles für den inländischen Bedarf notwendige Getreide faufen und an die Berbraucher verkaufen. Damals handelte es sich um die Festsegung von Mindestpreisen zugunsten der Agrarier und als solche bezeichnet Graf Kaniz für den Verkauf seitens des Reiches pro Tonne: für Weizen 215 M., für Roggen 165 M., für Gerste und Hafer 155 M. Bei solchen Preisen die beim Einkauf sich erheblich niedriger stellen müssen, weil die Handelsunkosten abzuziehen sind, erklärten die Wortführer der Agrarier, fönne der Landwirt bestehen. Jetzt verleihen die Ereignisse jenem Gesezesantrag vom Jahre 1894 unerwartete Aktualität. bei uns zu gut hätten, wurde in Berliner Blättern mit Denen gegenüber, die da meinen, daß es die Gefangenen geteilt: Von einigen Seiten ist darüber Klage geführt worden, daß die Kriegsgefangenen zu viel Fürsorge genießen. Auch ist abfällig bemerkt worden, daß für die Gefangenen Einkäufe an Tee, Kalao und anderen befferen Materialwaren gemacht werden. Selbst die Abgabe frischer Butter an die in den hiesigen Reservelazaretten untergebrachten französischen Verwundeten ist gerügt worden. müssen." Allerdings ist die Errichtung eines Getreidehandelmonopols nach allen Regeln der Kunst kaum durchführbar, weil es dazu einer Organisation bedarf, die sich nicht im Handumdrehen schaffen läßt. Man wird also den privaten Handel nicht ausschalten können, sondern man wird die Geschäftsbeziehungen und die Erfahrungen der Händler nuzbar machen müssen. Da ist dann das erste Erfordernis die Festsetzung Was die Behandlung und Verpflegung der Deutschen von Höchstpreisen, die den Landwirten bewilligt werden müssen im Auslande angeht, so sind schon wiederholt von uns und hier können die im Antrag Kanig genannten Säße von Mitteilungen veröffentlicht worden, die darauf schließen ließen, Nugen sein. Soweit aber das Getreide in dem Befiz der daß die Behandlung im allgemeinen angemessen sei. Händler übergeht, muß auch eine Regulierung der Preise ein. Diese Mitteilungen sind inzwischen noch vielfach bestätigt treten, die sie von den Verbrauchern fordern dürfen. Auf den worden. So veröffentlichte unser Nürnberger Parteiorgan den Produzenten gezahlten Preis hat ein Aufschlag zu er- einige Briefe, die recht bezeichnend sind. In dem einen, aus folgen, der die Transportkosten bis zur Mühle dedt, die Frankreich stammend, heißt es u. a.: Handelskosten Lagern und Reinigen des Getreides- und einen normalen Nußen läßt. Nicht ganz einfach ist die Frage des Verkaufszwanges. Es ist ausgeschlossen, daß den Händlern ein Recht zugesprochen wird, wonach sie den Verkauf von den Landwirten fordern können, denn hier stehen sich Privatleute gegenüber. Vielmehr kann nur den Kommunen oder speziell für diesen Zweck zu schaffenden staatlichen Organen ein solches Recht zustehen. Es ist erforderlich, daß die Landwirte gezwungen werden, zu befunden, wie viel Getreide sie zur Verfügung haben, sowohl gedroschenes, als ungedroschenes und es muß eine Kontrolle darüber eingerichtet werden. Ferner muß der Eigenbedarf der Besizer festgestellt und kontrolliert werden. Hier kommt in erster Linie das Saatgut in Betracht, ferner der Bedarf an Gerste und Hafer für das vorhandene Vieh, schließlich Brotforn, das in benachbarten Mühlen für die Familie und Arbeiter des Besizers gemahlen wird. Auch dem Mißbrauche ist zu begegnen, daß Roggen an Vieh verfüttert wird, was zurzeit vielfach geschehen soll. Es kommt aber darauf an, das Brotforn ausschließlich dem menschlichen Bedarf zu erhalten. Politische Uebersicht. Tas Friedensziel. Mit sehr verständigen Worten spricht sich Prof. Dr. De lbrück im neuesten Heft seiner Preußischen Jahrbücher" gegen gewisse Annektionswünsche aus, wie sie auch von seinen engeren politischen Freunden wiederholt geäußert worden sind. In einer, Betrachtung über die Friedensbedingungen fagt er: Völlige Sicherheit, daß ein überwundener Feind nicht eine günstige Gelegenheit zur Wiederaufnahme des Kampfes benuße, ist nur dann geschaffen, wenn man ihn dauernd unterjocht. So machten es die Römer und schufen auf diese Weise allmählich ihr Weltreich. Zum heile der Menschheit ist ein solche s Weltreich heute ausgeschlossen. Ein mittlerer Weg ist, sich große Gebietsabtretungen machen zu lassen, beherrschende feste Punkte zu behaupten und den Gegner wirischaftlich auszupressen. Diesen Weg nahm Napoleon, namentlich 1807 in bezug auf Preußen. Er nahm die Hälfte unseres Gebiets, behielt die Oderfestungen, begrenzte die Größe unserer Armee und beanspruchte eine Kriegskontribution, so groß, daß wir sie in vielen Jahren nicht bezahlen konnten. Diese Methode hat sich nicht bewährt. Sie hätie zum Ziele geführt, wenn Napoleon auch die übrige Welt unterworfen hätte, also in die römischen Bahnen eingelenkt wäre. Da ihm das nicht gelang, so erschien schon im sechsten Jahre der Augenblick, wo Preußen sich wieder erheben konnte, und es zeigte sich, daß gerade der ungeheure materielle Druck, den die Franzosen auf uns ausgeübt hatten, moralische Kräfte geweckt hatte, die unendlich viel wirksamer waren. Gott bewahre uns davor, daß das Deutsche Reich jest nach dent Siege, den wir erwarten, in die Bahnen der Napoleonischen Politikeinlente! Eine unabsehbare Reihe von Kriegen würde die Folge sein. Denn was wir auch immer den. Völkern für Fesseln anlegen möchten, sie fönnten sie doch nicht ganz bewegungslos machen, und Europa ist in dem einen Punkt einig, sich die Herrschaft eines einzelnen Staates niemals gefallen zu lassen." Prof. Dr. Delbrück wünscht beim Friedensschluß politische Mäßigung", verbunden allerdings mit höchster militärischer Kraft"," anders ausgedrückt: die Erhaltung des bestehenden politischen Gleichgewichts- auf dem Lande und die Eroberung des Gleichgewichts auf der See". Es scheint, daß Prof. Delbrück die Eroberung des Gleichgewichts auf der See England zu sehen bereit iſt. bereits in einem militärisch unausgefochtenen Krieg" mit Die hier von Prof. Delbrück entwickelten Anschauungen sind sicherlich sehr beachtenswert, auch wenn man ihnen nicht in allen Punkten zuzustimmen vermag; sie zeichnen sich vorteilhaft aus durch ihre Ruhe und ihren Verzicht auf Ansprüche, die alle Friedenserörterungen aufs höchste erschweren müßten. Die LandesWir erfahren dazu von unterrichteter Seite, daß die Kosten für die Verpflegung des einzelnen Kriegsgefangenen sich pro Tag Maßnahmen zur Sicherung der Fleischversorgung. auf etwa 60 Pfennig belaufen, ein Sag, der genügend be= Die seit dem Kriegsausbruche zahlreiche Viehhalter ihre Beweisen dürfte, daß die Verpflegung nur den Umständen entsprechend sein kann. Um die Kosten ihres Unterhaltes stände vorzeitig und übereilt zum Schlachten abgestoßen haben, hat nach Möglichkeit zu deden, werden die Gefangenen ausnahmslos der Bundesrat, um einer Beeinträchtigung der künftigen Fleischverzu nüzlichen Arbeiten herangezogen, und besondere Ver- forgung und einer Gefährdung der Nachzucht vorzubeugen, die von uns hereits früher besprochene Verordnung vom 1. September ergünstigungen, auch durch Anlage von Tennis- oder Golfplätzen, find ganz ausgeschlossen. Wenn Tee, Kalao, Butter usw. Lassen. Nach dieser sind Schlachtungen von Kälbern, die weniger als für die Kriegsgefangenen zum Ankauf tommen, so handelt es sich 75 Stilogramm Lebendgewicht haben, und von weiblichen noch nicht hierbei um die Verpflegung Kranker und Verwundeter, die auf sieben Jahre alten Rindern für die Dauer von drei Monaten seit dem Inkrafttreten der Verordnung verboten. Grund ärztlicher Vorschrift eine besondere Berücksichtigung finden zentralbehörden sind befugt, auch für die Schlachtung von Schweinen Beschränkungen anzuordnen. Inzwischen hat die preußische Staatsregierung nun auch, wie die Nordd. Allg. 3tg." schreibt, den Ver fuch gemacht, durch Bereitstellung von Staatsmitteln und Hilfe der Landwirtschaftskammern die Wirkung des Verbots nachhaltig zu fördern und dessen Durchführung, besonders für die bäuerlichen wiehbefizer, zu erleichtern. Es ist im wesentlichen beabsichtigt, ben llebergang von Zucht- und Magervieh- und zwar von Schweinen und Rindvieh zu dessen Durchhaltung die Besizer nicht im stande sind, an andere geeignete Büchter und Mäster zu ermöglichen. Hierzu werden die Landwirtschaftsfammern teils den Verkauf des Viehes vermitteln, teils den Auflauf und Weiterverkauf selbst betreiben. Letzteres tommt namentlich in Frage, wenn in einem Bezirk ein großer Ueberfluß an einer Viehart und andererseits ein Mangel an ent sprechenden Futtermitteln besteht. In solchen Fällen kann durch Ueberführung des Viehes in andere Gebiete mit einer günstigeren Ver... außergewöhnliche Menschenliebe( nicht der Sanität) teilung der Vieh- und Futterbestände ein gewisser Ausgleich geschafften mich in das 12. russische Feldspital, das der Armee schaffen werden. Der Staat wird die Hilfsmaßnahme dadurch unterstützen, Auffenberg bei der Eroberung von Zamose in die Hände gefallen dag er es den Landwirtschaftskammern durch Gewährung von war. Dort hab' ich feine Menschlichkeit und Opfer. Borschüssen ermöglicht, den Käufern bei der Vermittlung arbeit am ganzen russischen Sanitätspersonal des Wiehverkaufs etwa erforderliche Kaufpreisdarlehen zu geben beobachtet und bin wie viele österreichische Soldaten voll Dantes und bei dem eigenen Ankauf und Verkauf den Kaufpreis zu stunden. und Freude darüber." " Ich bin durch Kriegsgeschid in Gefangenschaft geraten seit 26. Auguft. Wir werden hier alle sehr gut behandelt, nur fehlt es an Rauchtabat. Ein Pädchen fostet 50 Pf. In dem Briefe eines Verwundeten aus einem Wiener Lazarett liest man: In einem anderen Briefe aus dem gleichen Lazarett in Wien vom 12. September heißt es: " Im selben Zimmer liegt auch ein Seger der Druderei Borwärts", der verwundet in russische Kriegsgefangenschaft kam und später befreit wurde. Er erzählte mir, daß er im russischen Feldspital ausgezeichnet behandelt wurde." Da gegenwärtig ein großes Angebot von Schweinen ist, haben außerdem die verschiedenen deutschen Heeresverwaltungen beschlossen, diese günstige Konjunktur auszumugen, indem sie in ihren eigenen Konservenfabriken und den privaten Unternehmungen, die für den Seeresbedarf Lieferungen erhalten, vorwiegend Schweinefleisch ver arbeiten lassen. Auf diese Weise wollen die Heeresverwaltungen einerseits günstige Einkaufsbedingungen für ihre Vorräte erzielen, anderseits der Landwirtschaft einen Absatz für ihre Schweinezucht Endlich findet die Annahme einer im allgemeinen guten verschaffen, so daß deren Nüdgang infolge Unrentabilität vermieden Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen auch ihre Be- wird. Die vorwiegende Verwendung von Schweinefleisch für den stätigung durch folgendes Telegramm des Wolff- Heeresbedarf hat auch eine Schonung unserer Rindviehbestände zur schen Bureaus aus Bordeaux vom 28. September: Folge, die im Interesse der Voltsernährung erwünscht ist. ,, Amtlich wird gemeldet: Der Botschafter der Vereinigten Staaten in Paris hat, von seinem Delegierten in Bordeaux begleitet, die Lager von Flere im Ornedepartement und Blaye in der Gironde besichtigt, wo die deutschen Ge fangenen und Verwundeten untergebracht sind. Aus den Erklärungen des Botschafters geht hervor, daß die Organisation ausgezeichnet ist, und daß die Internierten über die Behandlung und Pflege, die ihnen zuteil wird, sehr befriedigt sind." Aber auch damit ist es nicht getan. Das Getreide lagert zurzeit größtenteils ungedroschen und die Landwirte werden bielfach mit Recht geltend machen, daß sie gar nicht in der Lage sind sofort zu dreschen, schon deshalb, weil die Dreschmaschinen zumeist mit Pferdekraft bewegt werden, die Pferde aber für den Krieg eingezogen sind und die dringendsten Feldarbeiten nicht besorgt werden können. Der Verkaufszwang wird also illusorisch, wenn nicht auch der Getreidedrusch organisiert wird, indem man die vorhandenen Dampfdreschmaschinen zu ge meinsamer Benüßung für die Landwirte zur Verfügung stellt. Natürlich ist es unmöglich, alles Getreide in furzer Frist aus. zudreschen. Zieht sich doch in normalen Zeiten diese Arbeit Gewiß ist in legter Zeit auch einmal eine Beschwerde vielfach bis ins späte Frühjahr hin. Es kommt also darauf laut geworden. So flagte in einem im B. T." veröffent erst einmal an, die fertig lagernden Vorräte bei den Mühlen lichten Brief ein in Frankreich gefangen gehaltener Deutscher, und den Händlern festzuhalten, und dann dafür zu sorgen, daß das Lager, in dem er mit 700 anderen einquartiert sei, daß fortlaufend soviel gedroschen werden kann und gedroschen Wasserleitung, völlig ungenügend set; das Essen wird aber der Neubau einer Frrenanstalt ohne Aborte und fertige wird, wie der Konsum erfordert. auch hier als genießbar bezeichnet. Und überdies scheint es Der Verkaufszwang zu behördlich festgesetzten Preisen doch auch, daß Zustände wie die hier gezeichneten nicht die für Getreide führt dann selbstverständlich zu den gleichen Regel sind. Maßnahmen in bezug auf Mehl und Badwaren. Die inzwischen durchgeführte Drganisation eines erleichterten " Eine Militärbehörde gegen die Gehaltskürzungen. Einen sozialpolitisch sehr weitgreifenden, die Interessen der Arbeiter und Angestellten wahrenden Erlaß hat der stellvertretende Gouverneur der Festung Mez, der Generalleutnant v. Pelfmann, veröffentlicht: " Das Gouvernement hat in Erfahrung gebracht, daß einzelne hiesige Geschäftshäuser verabredet haben, während der Kriegszeit ihren Angestellten, die sie weiter beschäftigen, nur die Hälfte des bisherigen Gehalts zu bezahlen und die Angestellten sich in ihrer Notlage diesen Bedingungen haben fügen müssen. Abgesehen davon, daß das ganze Verhalten dieser Firmen ein ungefeßliches ist, werden sie darauf aufmerksam gemacht, daß, falls die Angestellten nicht ihr volles Gehalt, und zwar auch für die vers flossene Zeit ausbezahlt erhalten, der gesamte Güterverkehr für die in Frage kommenden Geschäfte unter Vorbehalt weiterer Maßnahmen gesperrt werden wird. Die Angestellten werden ersucht, diese Geschäfte bei der leberwachungsstelle des Gouverne ments namhaft zu machen." Es würde sehr zu wünschen sein, daß auch andere Militärhaltstürzungen womöglich von Unternehmungen vorgenommen behörden in ähnlicher Weise vorgehen, zumal wenn die Gewerden, die durch Kriegsaufträge gut zu tun haben und gut berdienen. Wie man sieht, handelt es sich um eine feineswegs ein Bostverkehrs mit den Kriegsgefangenen wird hoffentlich dazubehörden in ähnlicher Weise vorgehen, zumal wenn die Gefache Aktion. Die fapitalistische Gesellschaft wird plötzlich beitragen, den Gefangenen den Aufenthalt in Feindesland noch durch den eisernen Zwang der Dinge vor die Notwendigkeit erträglicher zu machen als bislang. geftellt, die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sozial au organisieren, während ihr dazu die Organe Sozialdemokraten im Kriege. Bon den rund 39 400 männlichen Mitgliedern der Partei im wiederrheinischen Agitationsbezirt sind 9705 zu den Fahnen einberufen. Das sind etwa 24,7 Proz. Von den Einberufenen sind fast 1000 als Vorstandsmitglieder, Bezirksführer, Revierleute und Funktionäre der Partei tätig gewesen. Eine Ausbeutung deutscher Soldaten. Bon einer sollte sie wahr sein, sehr bedauerlichen Ausgung der Situation in unserer Armee durch strupellose Händler berichtet die„ Süddeutsche Tabakzeitung": „ Unter allen limständen," so schreibt das Blatt, muß verhindert werden, daß unsere Krieger durch fliegende Marketender und ähnliche Troßknechte in so schamloser Weise übervorteilt werden, wie es jetzt teilweise geschieht. So wurde der„ Südd. Tabakzeitung" berichtet, daß dieses Gesindel den im Felde stehenden Soldaten ordinärste Rippenzigarren zu 10 Pf. und 15 Pf. pro Stück und 10 1- Pf.- 3igaretten zu 50 Pf. verkauft." Von den Vorschlägen des Fachblattes, diesem Unwesen entgegenzuwirken, scheint derjenige am besten, der eine genaue Kontrolle der Berfaufspreise und eine Zulassung der Händler nur auf Grund besonderer Passierscheine fordert. Verlustlisten. Die Berlustliste Nr. 36 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Garde- Gren.- Reg. Alerander; Garde- Gren.- Reg. 3. Garde- Reg.; Gren.- Regimenter Nr. 2, 9. wehr- Eskadron des 14. Armeekorps. Eine Kriegskundgebung. fogar bis auf 6 M. für jede angefangene Stunde erhöht werden. I gezeichnet haben. Vom Empfang der Zuteilungsschreiben an Am letzten Montag fand in Berlin eine gemeinsame Kund- Bisher durften höchstens 10 Stunden in Ansak gebracht werden. Diese können die Zahlungen geleistet werden. gebung des Handelstages, des Landwirtschaftsrates, des Kriegsrates Einschränkung wird aufgehoben. Besteht für eine bestimmte Leistung ein der deutschen Industrie und des Handwerks- und Gewerbekammer- üblicher Preis, so wird dieser den Sachverständigen auf Antrag gewährt. Die Haushaltskosten in Kriegszeiten. tages statt, in der eine längere Erklärung angenommen wurde; sie für eine Teilnahme an Terminen erhält aber der Sachverständige nur Schon vor Ausbruch des Krieges hatte die Angst vieler Kon gipfelte in den Säßen:„ Zu jedem weiteren Opfer bereit, sind alle die gefeßliche Gebühr. In bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten können sumentenschichten zu Preistreibereien Veranlassung gegeben. Der Teile des deutschen Wirtschaftslebens, Landwirtschaft, Industrie, die Parteien sich vor Gericht zu einer beſtimmten Vergütung des Krieg selbst hat dann Veränderungen auf dem Warenmarkt zur Handel und Handwert einmütig entschlossen, bis zu einem Ergebnis Sachverständigen verpflichten. Dieſe vergütung wird dann gewährt, Folge gehabt, die auf das Preisniveau der Lebengdurchzuhalten, das den ungeheuren Opfern dieses Krieges entspricht wenn der entsprechende Betrag an die Staatskasse gezahlt worden mittel start einwirken mußten. Der Grad, in dem sich die Preisund dessen Wiederkehr ausschließt. Dann wird die gesicherte Grund- ist. Die Reiseentschädigung für jeden angefangenen Kilometer des steigerung im August auf die Haushaltskosten äußerte, wird durch Tage gegeben sein für neue Blüte, neue Macht, neue Wohlfahrt des Hin- und Rückweges wird von 5 auf 10 Pf. erhöht, wenn nicht die die Bewegung der Inderziffer festgestellt, die den auf Grund der Deutschen Reichs." wirklichen Stoſten zu gewähren sind. Für das erste Uebernachten Ration eines Marinesoldaten berechneten Nahrungsmittelaufwand wurden bisher bis zu 5 M., für jede weitere Nacht bis zu 3 M. ge- für eine vierköpfige Familie und für eine Woche anzeigt. Die währt. Künftig gehen diese Säße bis zu 7,50 M. und 4,50 M. Inderziffer für das Reich bildet das Mittel aus den Berechnungen reisen als Zeuge und Sachverständige, wenn ihr Erscheinen vor im Juni 24,73 M. Im Juli zeigte sich schon eine nicht gewöhnliche Deffentliche Beamte erhalten die Vergütungen wie für ihre Dienst für zirka 200 deutscher Pläße. Für sie betrug nun die Inderziffer Gericht durch ihr Amt bedingt ist. Verteuerung, die in der Hauptsache auf die erwähnten Preistreibereien zurückzuführen war. Die Inderziffer stieg um 0,39 M. auf 25,12. Die volle Wirkung des Krieges zeigt aber erst die Inderziffer für den Monat August. Sie stellte sich auf 26,41 M. Die Steigerung gegen Juli macht also 1,29 M. für die Woche aus und gegen Juni 1,68 M. Das bedeutet in einer Zeit, in der die Arbeitsgelegenheit und Verdienstmöglichkeit sehr erheblich nachgelassen hat, eine ganz empfindliche Belastung des Konsums. Franz; Unter der Annahme von 10 Millionen Familien würde diese SteigeInf.- Regimenter Nr. 16, 26; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 28; filier Ernährung in Frage kommt, um rund 67 Millionen Mark im rung eine Verteuerung der Haushalts to sten, soweit die Regimenter Nr. 34, 36, 40; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 44; Juf.- Regi- Auguſt bedeuten. Eine derartig ungewöhnliche Steigerung kommt menter Nr. 45, 49; Brig.- Ersabbat. Nr. 49; Inf- Reg. Nr. 50; Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 51; Inf.- Regimenter Nr. 62, 64, 70; Land- Friedenszeiten nicht vor. Freilich zeigt die Preissteigerung in den verschiedenen Landesteilen nicht den für das Reich im Durch wehr- Juf.- Reg. Nr. 71; Inf- Regimenter Nr. 78, 79, 81; Ref.- In schnitt berechneten Grad, sondern weicht von ihm nach oben oder Reg. Nr. 90; Inf.- Regimenter Nr. 93, 112, 114, 138, 145, 152, den Gebieten gestiegen, die den Kriegsschauplab bilden oder Reg. Nr. 86; Inf.- Reg. Nr. 87; Res.- Inf.- Reg. Nr. 87; Fujilier- unten sehr stark ab. Am stärksten sind die Lebensmittelpreise in 154, 156, 166, 170, 173; Res- Jäger- Bat. Nr. 5 2. Stavallerie- Division, Stab; 8. Stav.- Prig., Stab; Reserve- ihm doch sehr nahe liegen. Am stärksten ist die Inderziffer für Elsaß- Lothringen gestiegen. Hier stellten sich die wöchent Dragoner- Reg. Nr. 3; Huſaren- Regimenter Nr. 10, 12; 1. Land- lichen Kosten für den Nahrungsmittelaufwand im Juni auf 26,17, Ref.- Feldartillerie- Regimenter Nr. 1, 17; Feldartillerie- Re- eine Steigerung um nicht weniger als 2,68 M. eingetreten. An im Juli auf 26,55 und im August auf 29,23 M. Gegen Juli ist gimenter Nr. 21, 27, 36, 40, 42, 43, 57, 61, 67, 75, 76. diese Steigerung reicht die Verteuerung in Bosen beinahe heran. Pionier- Reg. Nr. 25. Hier betrug die Inderziffer 23,84 im Juni, 25,16 im Juli und Der Beschluß des Breslauer Magistrats, die vielumstrittene 27,63 im August. Hier ist also schon im Juli eine Steigerung um " Jahrhunderthalle" in Zukunft allen Parteien, also auch der Sozialdemokratie zu überlassen, wurde der StadtverordnetenDie Verlustliste Nr. 37 der preußiiden Armee enthält 1,32 und im Auguft eine solche um 2,47 M. eingetreten. Ostpreußen zeigt eine Inderziffer von 23,11 im Juni, 23,67 im Juli und 25,88 berjammlung amtlich mitgeteilt. Das veranlagte den Sprecher der Verluste folgender Truppen: Fortschrittlichen Volkspartei, Justizrat Feige, zu fordern, daß sich Stäbe des 6. Armeekorps und der 14. Reservedivision. im August. Die Steigerung im August beträgt 2,21 M. In der nene. Kurs nicht auf die Jahrhunderthalle beschränken möge, 50. und 57. Inf.- Brig., Stab; 1. Garde- Reg.; 1. Garde- Ref.- Schlesien beträgt das Plus 2,00 M., der Inder war für Juli sondern auch für die Turnhallen, für die Mitgliedschaft Schüßenbataillon; Lehr- Inf.- Reg.; Grenadier- Reg. Nr. 1; Land- 23,93, für August 25,93. Von allen übrigen Gebieten geht nur noch der Sozialdemokratie in Schuldeputationen, furz wehr- Inf. Regimenter Nr. 3, 4; Gren.- Regimenter Nr. 5, 6; die Inderziffer für Groß- Berlin weit über die Steigerung im für die gesamte Behandlung diejer Partei gelten müsse. Ober- Res- Inf.- Reg. Nr. 6; Brig.- Ersatz- Bat. Nr. 20; Inf.- Reg. Nr. 21; Reichsdurchschnitt hinaus: hier stellte sich der Inder auf 24,33 im bürgermeister Matting erklärte, das sei auch die Meinung Inf.- Reg. Nr. 16; Res.- Inf.- Reg. Nr. 20; Inf. Reg. Nr. 21; Juni, auf 24,75 im Juli und auf 26,70 im Auguft. Die Steigerung des Magistrats, und Schritte in dieser Beziehung seien bei Reserve- Infanterie- Regiment Nr. 22; Landwehr- Inf.- Reg. Nr. im August beträgt demnach 1,95 M. Den Gebieten, in denen die der Regierung bereits unternommen. Allerdings stieß die Durch- 24; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 26; Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 32; Füsilier- Kosten der Ernährung so überaus start gestiegen sind, stehen nun führung der Gleichberechtigung aller Parteien auch auf Widerspruch. Regimenter Nr. 33, 34; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 35, 37; Land- aber auch Landesteile gegenüber, in denen die Steigerung im Der fonservative Parteisekretär Nitschte hielt alle dieje Beschlüsse für wehr- Juf.- Reg. Nr. 37; Füsilier- Reg. Nr. 40; Brigade- Erf.- Bat. August relativ gering war. Allerdings ergibt sich dabei, daß dann „ verfrüht". Nr. 41; Jnf.- Reg. Nr. 46; Ref.- Juf.- Reg. Nr. 48; Landwehr- Inf. meist schon im Juli eine empfindliche Preissteigerung statt Reg. Nr. 48; Inf.- Regimenter Nr. 53, 54, 59, 62, 63; Landwehr- gefunden hatte. In Bayern stieg der Inder von 24,89 im Juni Inf. Reg. Nr. 65; Juf.- Regimenter Nr. 70, 77, 78, 79; Ref.- uf auf 25,40 im Juli und auf 25,52 im Auguft. Das ist im August Dr. Stresemann als Nachfolger Semlers. Reg. Nr. 80; Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 81; Jnf.- Reg. Nr. 82; Ref.- nur ein Mehr von 0,12 M., im Juli aber ein solches von 0,51. In Die Vertrauensmänner der nationalliberalen Partei im Wahl- Infanterie- Regiment Nr. 82; Landwehr- Infanterie- Reg. Nr. 83; Medlenburg- Schwerin betrug die Steigerung im August freis Aurich- Wittmund haben für den verstorbenen Abg.| Reserve- Inf.- Regimenter Nr. 92, 110; Inf.- Regimenter Nr. nur 0,27, dagegen im Juli 0,46 M., in Anhalt im August 0,28, Semler den Synditus Dr. Stresemann als kandidaten 114, 116, 118; Res- Inf.- Reg. Nr. 130; Inf.- Regimenter Nr. 131, im Juli dagegen 1,64 M., in den Thüringischen Staaten aufgestellt. Stresemann wurde 1907 im fächsischen Wahlkreis Anna- 135, 137, 148, 151, 156, 158, 163, 166, 169, 173; Landsturm- Batail- im August 0,50, im Juli aber 1,12. Von den übrigen Geberg gewählt, verlor dieses Mandat aber 1912 an die Sozialdemo- lone Montjoie, Nr. 1 Neustrelit, Nr. 2 Neuß; Jäger- Bat. Nr. 5; bieten heben wir ihrer Wichtigteit wegen noch einige besonders Iratie. Dann erlitt er noch einmal eine Niederlage bei der Nach- Res- Jäger- Bat. Nr. 5; Jäger- Bat. Nr. 9; Festungsmaschinenge- hervor. Im Rheinland stellte sich der Inder im Juni auf 25,87, im wahl in Neuß ä. 2. Jetzt ist au seiner Wahl faum zu zweifeln, wehr- Abt. Nr. 5. Juli auf 26,01 und im August auf 27,30. Gegen Juli ist das ein denn der Kreis Aurich- Wittmund ist wohl zurzeit als sicherer BesitzPlus von 1,29 M. In Westfalen stieg der Inder im August um stand der Nationalliberalen zu betrachten. Dr. Semler erhielt dort 1,31 M., nämlich von 25,27 auf 26,58. Im Königreich Sachsen bei der letzten Wahl 12 855, die Reichspartei 4516, die Sozialstieg der Inder von 24,75 im Juli auf 25,93 im August, also um demokratie 2686 Stimmen, die Fortschrittler brachten es auf 1846. 1,18, in Württemberg von 24,26 auf 25,39 oder um 1,13, in Baden Unter den gegenwärtig obwaltenden Ilmständen dürfte sich ein Wahlvon 25,28 auf 26,51, in Hessen von 26,10 auf 27,06, in der Provinz tampf laum entſpinnen. 2estpreußen von 24,49 auf 25,59, in Brandenburg ohne GroßBerlin von 25,26 auf 26,33, in Pommern von 25,25 auf 25,99, in der Provinz Sachsen von 25,78 auf 26,43, in Schleswig- Holstein von 25,17 auf 26,03, in Hannover von 24,97 auf 25,89 und in HessenNassau von 24,93 auf 26,21 M. Die Gleichberechtigung der Parteien in Breslau. Landtagserfazwahl in Baden. * * Kürafier- Reg. Nr. 3; Dragoner- Regimenter Nr. 5, 9, 14; Garde- Drag.- Reg. Nr. 23; Husarenregimenter Nr. 8, 14; lanenReg. Nr. 4; Ref.- Jäger- Reg. zu Pferde Nr. 1; Jäger- Reg. zu Pferde Nr. 2; 1. Landwehr- Eskadron des 1. Armeekorps. 21. Feldart.- Brigade, Stab; 1. und 4. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 7, 15, 20, 26, 30, 38, 50, 60, 63, 67, 72, 74. Fußartillerie- Regimenter Nr. 3, 5. Pionier- Bataillone Nr. 11, 14, 15; Ersatz- Pionier- Bat. Nr. 17; Pionier- Reg. Nr. 29, Telegraphen- Bat. Nr. 1; Feldfliegertruppe. Magazinfuhrpark, Gr. Autowöhnen; Feldlazarett Nr. 5 des Für die am 10. Oftober in Karlsruhe Dit stattfindende Erjatwahl zum Landtage, die durch den Tod des Genossen Dr. Frant nötig wurde, haben unsere Genossen den Rechts- 2. Armeekorps. anwalt Marum Starlsruhe aufgestellt. " % die er folgende Antwort bekommen: Die Berlustliste Nr. 38 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Stab der 5. Division. Preissteigerungen. Aber alles, was die Berfolgt man die Bewegung der Warenpreise seit Ausbruch des Krieges, jo zeigt sich ganz deutlich eine fortgesette starte Steigerung Staatsaufträge zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. 28. Ref.- Juf.- Brigade. Stab; 2. Garde- Res. Reg.; 4. Garde- Fertigfabrikaten, sofern diese Waren einen sicheren und aufnahmevon den Erzeugnissen der Rohstoffgewinnung bis zu den feinsten Dek„ Berein zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Regiment; Garde- Brig.- Ersatz- Bat. Nr. 5; Landwehr- Inf- Reg. fräftigen Martt haben. Es gibt natürlich auch Warengruppen, für Interessen in Rheinland und Weitfalen" hat auf eine Denkschrift, Nr. 4; Grenadier- Reg. Nr. 6; Leib- Grenadier- Reg. Nr. 8; Land- die die Nachfrage jo start nachgelassen hat, daß jede Preissteigerung an den Reichskanzler richtete, vom Eisenbahnminister wehr- Inf.- Reg. Nr. 11; Reserve- zuf.- Reg. Nr. 19; Landwehr- In den Abjaz noch mehr einschränken würde. Auf die an den Herrn Reichskanzler gerichtete Eingabe vom 30; Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 30; Füfilier- Reg. Nr. 34; Rejerbe- die Begründung dieser Preissteigerungen durch Regimenter Nr. 20, 25; Brig- Ersatz- Bat. Nr. 28; Juf.- Reg. Nr. Pevölkerung zum Unterhalt notwendig gebraucht, verteuert fich und 2. September, die wegen der Anregungen zu Reubeschaffung von Inf.- Reg. Nr. 38; Inf. Regimenter Nr. 41, 42, 44; Landwehr- n die Interessenten lautet immer dahin, daß die Rohmaterialien sich Gisenbahnmaterial und zur Vornahme von Notstandsarbeiten an Regimenter Nr. 46, 48; Inf.- Reg. Nr. 49; Brig.- Ersatz- Bat. Nr. 55; verteuert, daß die Betriebskosten sich gesteigert haben. Nun soll mich abgegeben ist, erwidere ich ergebenst, daß die mir unterstellten Res.- Inf.- Reg. Nr. 60; Inf.- Regimenter Nr. 61, 62, 63, 70; Ref. nicht geleugnet werden, daß diese Begründung zu einem Teile Behörden bereits die Anweisung erhalten haben, die Bautätigkeit Inf. Reg. Nr. 70; Landwehr- Inf.- Reg. Nr. 71; Inf.- Reg. Nr. 79; nach Möglichkeit zu fördern und zur Linderung der Arbeitsbe- Brig.- Erjak- Bat. Nr. 79; Füs- Reg. Nr. 80; Rej- Inf.- Reg. Nr. 80; richtig ist, daß für viele Waren in der Tat eine wesentliche Grdürfnisse der Industrie und des Gewerbes zu verstärken. Dementsprechend werden angefangene Bauten überall da, wo es sich Inf. Reg. Nr. 81; Res. Inf.- Reg. Nr. 110; Inf- Regimenter Nr. höhung der Gestehungskosten eingetreten ist. Aber einmal vermag 113, 114; Leibgarde- Inf.- Reg. Nr. 115; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 118; die Oeffentlichkeit nicht nachzuprüfen, ob diese Behauptung immer ermöglichen läßt, weitergeführt und auch neue Bauausführungen Inf.- Regimenter Nr. 129, 135, 137, 146, 147, 148, 150, 157, 160, 163, stimmt, jodann aber fehlt jede Kontrolle darüber, ob die Erhöhung in Angriff genommen. Ich habe auch Anweisung gegeben, daß 164, 171, 174; Landsturm- Bat. I Justerburg, I Cassel, III Allen- des Preises durch den Grad der Steigerung der Gestehungskosten alle für den Betrieb und den Bau erforderlichen Materialbeschafftein, III Königsberg, Rastenburg; Jäger- Bat. Nr. 1; Reserve- gerechtfertigt ist. Der Egoismus auf wirtschtlichem fungen beschleunigt vorgenommen werden, insbesondere sind die Jäger- Bat. Nr. 7; Jäger- Bat. Nr. 10; Garde- Maschinengewehr- Gebiet mag fich in Kriegszeiten etwas vorsichtiger betätigen als Bestellungen in Oberbau- und Werkstättenmaterial Gange, und auch der Bedarf au Lokomotiven und Eisenbahnwagen Abt. Nr. 2; Ref.- Maschinengewehr- Komp. Nr. 35; Festungs- Rad- fonjt, aber verdrängen läßt er sich nicht. Die wirtschaftlich Starken fahrer- Komp. Graudenz. setzen auch in diesen Zeiten ihren Willen durch. Im allgemeinen aller Art werden jetzt schon in der Absicht, der beteiligten Industrie 1. und 2. Garde- Drag.- Reg.; Schwere Rej.- Reiterregimenter fann gejagt werden, daß die Verteuerung der Rohmaterialien und dauernd Arbeit zu sichern, zum Teil für das Jahr 1915 in Be- Nr. 1, 2; Grenadierregiment zu Pferde Nr. 3; Drag.- Regimenter die Steigerung der Betriebskosten nicht durch eine Erhöhung der stellung gegeben. Ich habe endlich angeordnet, daß eine plöbliche Nr. 7, 14, 17; Husaren- Reg. Nr. 3; Res.- Husaren- Reg. Nr. 4; Löhne veranlaßt sein können. Die Arbeit ist nicht teuerer, sondern Zahlbarkeitmachung aller für Lieferungen und Leistungen fälligen Susaren- Reg. Nr. 9; Ulanen- Regimenter Nr. 14, 16; Reserve- eher billiger geworden. Verteuert haben sich in der Regel nur Forderungen erfolgt und daß weitergehende Erleichterungen den Jäger- Regiment zu Pferde Nr. 1; Jäger- Reg. zu Pferde Nr. 13; die zu Lasten des Kapitals gehenden Ausgaben. Diese sind zum Werten im Lieferungstautionswege gewährt werden." Landwehr- Nav.- Reg. Nr. 2; 3. Landwehr- Eskadron des 1. Armee- Teil begründet, aber es ist schwer zu sagen, bis zu welchem Grade forps; 2. Landwehr- Eskadron des 20. Armeekorps; 3. Landsturm- jie begründet sind. Und aus dieser Untlarheit ziehen die wirtschaftEskadron des 2. Armeekorps; 3. Landsturm- Eskadron des 5. Armee lich starten Privatwirtschaften und Unternehm u nforps, gen, fleine mittlere und große, Vorteile, die sich an dem Gros der 12., 20., 21. und 2. Feldart.- Brig., Stab; 3. Garde- Res- feld- schwachen Privatwirtschaften, die ihr Einkommen aus der Verart.- Reg.; Feldart.- Reg. Nr. 1; Res.- Feldart.- Reg. Nr. 9; Feldart.- wertung ihrer persönlichen Arbeitskraft ziehen, schwer rächen Reg. Nr. 14; Rej.- Feldart- Reg. Nr. 14; Feldari.- Reg. Nr. 15, 27, 35, 39, 40, 42, 51, 52, 55, 57, 61, 63, 67, 70, 71, 72, 73, 79. Silfsaktion für Elsaß- Lothringen. vollem Eine Silfsaktion ist für die von den Franzosen besetzt gewesenen Teile von Elsaßz- Lothringen eingeleitet worden. Staatsfeiretär Graf Roedern traf in Begleitung des Bezirkspräsidenten v. Buttkamer im Ober- Gljaß ein, um die durch die Kämpfe dort verursachten Schäden zu besichtigen. Deutsche Rechtsmaßnahmen in Belgien. Eine vom Generalgouverneur Freiherrn v. d. Golß erlassene Verordnung verfügt, daß in allen Fällen, in denen Ausländer infolge des Krieges verhindert sind, ihre Rechte vor den Gerichtsbehörden in den besegten Gebieten Belgiens zu verteidigen, der Richter von Amts wegen Stundung gemäß Artikel 1244 Absatz 2 des in Belgien geltenden Bürgerlichen Gesetzbuchs zu gewähren hat. In feinem Falle dürfen Urteile oder richterliche Verfügungen gegen den ver das vom König der Belgier vor Ausbruch des Krieges erlassene Moratorium bis zum 31. Oftober verlängert wird. Binderten Ausländer erlassen werden. Ferner wurde verfügt, daß Die neuen Säge für Zeugen und Sachverständige. Mit dem 1. Oktober tritt die neue Gebührenordnung für Zeugen und Sachverständige in Kraft: Die Entschädigung für Zeitverfäumnis durch Zeugen betrug bisher 10 Pf. bis 1 M. für jede angefangene Stunde. Dieser Sag wird jetzt auf 20 f. bis 1,50 M. erhöht. Die Frage, ob eine Ver müssen. Seit Beginn des Krieges ist die Arbeitsgelegenheit start zurückgegangen, so daß nicht nur eine große Zahl Beschäftigter arFußart.- Reg. Nr. 8; Rej.- Fußart.- Regimenter Nr. 13, 14, 16; beitslos geworden ist, sondern auch ein Lohnbrud eingetreten ist. 5. überplanmäßige Fußart.- Batterie, Stönigsberg i. Pr. Der Verdienst ist teilweise, schon infolge starter Verkürzung der Pionier- Bataillone Nr. 1, 2, 6, 7, 10, 14; Bionier- Reg. Nr. 29; Arbeitszeiten, sehr start zurüdgegangen. Auf der andern Seite Landsturm- Pionier- Komp. des 1. Armeekorps; Leichter Schein- türmt sich aber das Heer der Breissteigerungen auf, durch das der Unterhalt jeder Familie sich verteuert. Wenn irgendwo werferzug, Königsberg i. Pr. Infanterie- Munitionstolonne Nr. 2 des 2. Armeekorps; Ar- so ist hier eine sicher nachzuweisende Berteuerung eingetreten. Es tillerie- Munitionsfor. 1 bes 9. Armectorps; steere Anfanterie- iſt höchste Zeit, daß gegen dieſe Entwickelung von der Reichsregierung Munitionsfolonne Nr. 1 9. Reserve- Infanterie- durchgreifende Maßnahmen ergriffen werden. Munitionstolonne Nr. 29 des 14. Armeekorps. 1. Sanitäts- Kompagnie Nr. 2 des 2. Armeekorps; SanitätsKompagnie Nr. 1 des 7. Armeekorps; Reserve- Sanitäts- Kompagnie Feldlazarett Nr. 2 des 2. Armeekorps; Feldlazarett Nr. 7 des Nr. 20. 9. Armeekorps. Aus Industrie und Handel. Die Kriegsanleihe. Boykott der deutschen und österreichischen Waren in Frankreich. In Paris hat sich unter dem Vorsitz des früheren Deputierten Mille eine Vereinigung gebildet, deren Mitglieder sich verpflichten, deutsche und österreichische Erzeugnisse weder zu faufen noch zu verkaufen, sowie teine Angestellten und Arbeiter deutscher und österreichischer Nationalität zu beschäftigen. Stapital folle nur heimischen industriellen Unternehmungen zugute Das französische tommen oder den Industrien der verbündeten Länder. In einem Bericht, der dem Rhonepräfetten von einem Mitglied des obersten Arbeitsrates unterbreite: wurde, werden verschiedene fäumnis des Eriverbs durch die Zeugenschaft eingetreten ist, soll finanzverwaltung hat beschlossen, die auf die Kriegsanleihen, macht und der Zusammenschluß der franzöfifchen Produzenten ins jezt nach freiem Ermessen beurteilt werden unter Berücksichtigung der Lebensverhältnisse und der regelmäßigen Erwerbstätigkeit. Amtlich. Berlin, 30. September.( W. T. B.) Die Reichs- Vorschläge zur Eröffnung der ökonomischen Feindseligkeiten geFür den die aufgelegte Auge gefaßt, welche die Gründe des Erfolges der deutschen Erzeuggezeichneten Beträge voll zuzuteilen. Summe übersteigenden Betrag an Schabanweisungen wird nisse studieren und Abwehrmaßregeln treffen sollen, damit diese Die Entschädigung der Sachverständigen betrug bisher 2 m. Reichsanleihe zugeteilt, wofür durch die reichlich eingegan- durch französische Fabrikate ersetzt und überhaupt direkte BerkaufsDie organisationen geschaffen werden, um die Fabrikate bei den Detailfür jede angefangene Stunde. In Zukunft geht sie bis 3 W Liegt genen Wahlzeichnungen die Möglichkeit geschaffen ist. eine besondere Leistung der Sachverständigen vor, so lann der Say Zeichner erhalten Zuteilungsschreiben von der Stelle, bei der sie listen abzusetzen. Ilgemein- Verichiedones Truftreie Cigarettenfabrik. GARBÁTY CIGARETTEN Qualität Manoli- Zigaretten Dandy3Pf Jetzt auch mit und ohne Mundstück Bosnia Cigaretten! H FREDY HARRY WALDEN :: Cigaretten Überall erhältlich Erscheint 2 mal wöchentlich. Bezugsquellen- Verzeichnis. Phänomen Bierbrauerei., Bierhdig. MONA Die neue 33 LISA QualitätsCigarette Bäcker- u. Conditoreien Fritz Eichler, Bastianstr. 18. W. Ernst, Pücklerstr. 42. Carl Feist, Friedenstr. 101, Emanuel Flögel, Mirbachstr. 25. Paul Freitag, Stuttgarterstr. 13. E. 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In dieser schweren Zeit ist es Pflicht der Arbeiter, Treue ihrer Organisation zu bewahren, doppelte Treue den Einrichtungen, die sich die Arbeiterschaft aus eigener Kraft geschaffen hat. Wir glauben daher nicht vergeblich an Euch zu appellieren, wenn wir Euch er suchen, alles daran zu sehen, um dem ,, Vorwärts" nicht nur die alte Leserzahl zu erhalten, sondern auch dafür zu sorgen, daß dem Blatte der Berliner Arbeiterschaft nene zahlreiche Anhänger zugeführt werden. Der Zentralvorstand. Vom Roten Kreuz. woher sie die Mittel nehmen sollen, um ihren Verpflichtungen Bergstr. 77. Sallis geriet beim Ueberschreiten der Badstraße vor dem Vermieter gegenüber nachzukommen. Aber auch diesen dem Grundstück 4-5 unter einen Straftwagen. Er erlitt hierbei muß die Wohnungsmöglichkeit gesichert werden, auch den einen Schädelbruch und verstarb schon auf dem Wege nach dem bielen kleinen Gewerbetreibenden, die unter der jezigen Si- Lazarus Krankenhause. tuation schwer leiden. tuation schwer leiden. Die Gemeinden allein dürften faum in der Lage sein, aus eigenen Mitteln allen Hilfe gewähren zu können und es wird Sache des Reiches und des Staates sein, den Gemeinden hier helfend zur Seite zu stehen. Eine neue Notstands- Speiseanstalt. Der Verein der Berliner Volksküchen von 1866 eröffnet am nächsten Dienstag neben seinen bis herigen Küchen wieder eine große Notstands- Speiseanstalt und zwar im Kaffee Kerkau, Behrenstr. 48, durch die freundliche Hergabe des Lokals seitens des Besizers. Wohl zu merken! Dem Briefe eines waderen Iserlohners vom 53. Infanteries regiment aus dem Felde an die Rheinisch- Westfälische Zeitung" gerichtet, entnimmt die„ Nordd. Allg. Ztg." die folgenden überzeugenden Worte: ,, Eine Bitte hätte ich: Sagt doch mal den größeren Zeitungen, man möge befannt geben, daß die Ulkkarten über den Krieg nicht auf den Kriegsschauplaz gesandt werden, denn hier den Leuten steht nicht der Sinn nachteilweise recht faden- Wizen. Im Gegenteil, wie ich die Poft in der vergangenen Nacht( denn das kann nur des Nachts gemacht werden) austeilte, da habe ich verschiedentlich Klagen darüber gehört. Man soll doch einEs sollen dort täglich 3000 bis 4000 Portionen verteilt fache Postkarten oder Briefe nehmen und die Groschen, die für Ullwerden. Speisezeit 12 12 bis 2 Uhr. Die Speisen werden farten ausgegeben werden, für Liebesgaben verwerten, denn die tun zu den bekannten Preisen von 30, 20 und 10 Pfennigen ab- uns besser gut." gegeben. Warnung vor Kabeldieben. Der Generalsekretär des Roten Kreuzes, Professor Unterstütungsgesuche sind mündlich zu stellen. Das Polizeipräsidium teilt mit: Seit zirka drei Wochen werden Dr. Kimmsie verbreitet sich in einem Artikel im„ Berliner Bei dem Oberbürgermeister und dem Magistrat von Teile der dort angebrachten etwa fingerstarken Bleikabel für in den verschiedensten Stadtgegenden aus den Vorkellern der Häuser Tageblatt" über die finanzielle Seite des Roten Kreuz. Die Berlin gehen überaus viele schriftliche Gesuche um Unter- Telephonleitungen abgeschnitten und gestohlen, wodurch Störungen Sammlungen zugunsten der Verwundeten- und Krankenpflege stüßung für Angehörige von Kriegsteilnehmern oder um im öffentlichen Ferniprechbetriebe verursacht werden. Geſchädigt ist beim Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz Arbeitslosenunterstügung ein. Die an diesen Stellen an- in jedem Falle die kaiserliche Ober- Postdirektion. Die Diebstähle und der preußischen Landesvereinigung vom Roten Kreuz gebrachten Gesuche können keine Berücksichtigung finden. Es werden während der Tageszeit ausgeführt. An alle Hauseigenhaben seit Anfang August die Summe von 3 025 442,59 Mart bedarf in allen Fällen eines mündlichen Antrages bei tümer, Verwalter und Portiers ergeht das Ersuchen, die Vorkellerden vorgeschriebenen Anmeldestellen. Diese Stellen sind türen nach Möglichkeit geschlossen zu halten, auf Leute, die zwed Diesen Einnahmen stehen 2 532 500 Mark Ausgaben überall durch Aushang zur allgemeinen Kenntnis gebracht und los Höfe und Kellerräumlichkeiten betreten, zu achten und sie eventl. gegenüber, von denen wir nachstehend die hauptsächlichsten außerdem bei sämtlichen Bezirks- und Armenkommissions- polizeilich feſtſtellen zu laſſen. Posten aufführen: Vorstehern zu erfahren. betragen. Zuwendungen an Zweigorganisationen und ähnliche Vereinigungen, Lazarette usw. Lazaretteinrichtungen Arznei- und Verbandmittel Bekleidung und Ausrüstung von männlichem und weiblichem Personal, Ausbildung und Unterricht Materialgaben für Ost- und Westpreußen Einrichtung von Vereinslazarettzügen Zuwendungen an außerpreußische Organisationen Anforderungen des stellvertretenden Militärinspekteurs ver freiwilligen Krankenpflege • M. 313 000,00 166 700,00 135 600,00 119 300,00 . • 104 000,00 303 000,00 163 000,00 70 000,00 Lebensmittelpreise und Oberkommando. Ein größerer Verwundeten- und Gefangenentransport vom westlichen Kriegsschauplag ist gestern nachmittag wieder in Berlin eingelaufen. Meistens waren es französische und belgische Leichtverwundete, aber auch deutsche Soldaten mit leichteren Verwundungen brachte der lange Zug hierher. Diese wurden in den Reservelazaretten der westlichen Vororte untergebracht. Der Zug, der aus brachte außerdem noch eine Anzahl französischer Geschüße, die deut französischen und belgischen Wagen zusammengestellt worden war, lich erkennen ließen, daß sie bis zur Achse im Erdboden geſtedt hatten und im Kampf start mitgenommen worden sind. Explosion eines Trockenofens. Die vom Magistrat eingefeßte und unter dem Vorsitz des Stadtverordneten Albert Schulze stehende Kommission zur Ueberwachung der Lebensmittelpreise hat wieder getagt. Sie fonnte erfreulicherweise feststellen, daß nunmehr auch die Kleinhandelspreise im Bäckereigewerbe im Sinfen begriffen sind. Man war der Ansicht, daß dies hauptsächlich auf den bekannten Erlaß des Oberkommandos zurückzuführen sein dürfte. Man verkannte jedoch nicht, daß ein wirklich durchgreifender und dauernder Erfolg dieses Erlasses nur dann gewähr- In der Lampenfabrik von F. A. Schulze im zweiten Stod des Nach Abzug aller Ausgaben bleibt ein verfügbarer Rest leistet sei, wenn seine einzelnen Bestimmungen streng durchgeführt Fabritgebäudes Fehrbelliner Str. 47 wurden durch eine Explosion von 492 942,59 M. Von diesem werden in Zukunft die sehr würden. Es gibt eine große Anzahl von Bäckereigewerbetreibenden, mehrere Personen verletzt. Sie mußten sich in ärztliche Behandlung erheblichen Mittel, die zur Ergänzung der Bekleidung und die die Verfügung des Oberkommandos in irgendeiner Weise begeben. Außer Türen und Wänden wurden sämtliche Fenster Ausrüstung der abgesandten und noch auszusenden Mann zu umgehen versuchen. Teils werden die Aushangschilder Bertrümmert. schaften und Schwestern in das Etappengebiet, und auch für nicht sichtbar genug angebracht, teils werden in dem Aushange folche des Heimatsgebiets erforderlich sind, entnommen selbst die Zahlen der Preise nicht deutlich geschrieben und derwerden; außerdem sind die Gehälter der Aerzte, Rechnungs- gleichen mehr. führer, Schwestern, Köchinnen, Krankenpfleger und Kranken- Die Kommission wird es sich angelegen sein lassen, auf träger der von dem Zentralkomitee aufgestellten 10 Vereins- eine Durchführung des Erlasses bei, den Bäckereigewerbelazarettzüge, die Beihilfen für die Unterhaltung von Vereins- treibenden zu achten und die Verkaufsstellen, bei denen Verstöße lazaretten, die Kosten für die leberweisung von Instrumenten, dagegen vorgekommen sind, dauernd zu überwachen. Es wird Verbandmaterialien an die Etappenſanitätsdepots, die Auf- aber hierbei auf Mitwirkung des taufenden Publikums gewendungen für die Versorgung der Verwundeten und Kranten rechnet. Es sei darauf hingewiesen, daß die Benachrichtigung in den Lazaretten, aber auch der Truppe an Front mit Wäsche, des nächsten Polizeireviers genügt, um ein Einschreiten zu varmen Kleidungsstüden, Stärkungs- und Genußmitteln daraus veranlassen. Den gleichen Erfolg hat eine Anzeige an den zu bestreiten. Auch die Gewährung freier Brunnen- und Magistrat. Badekuren wird große Summen erfordern. Den Tod im Wasser suchte und fand Montagabend eine noch unbekannte Frau von etwa 25 Jahren. Die Lebensmüde sprang in den Stadtschleusenkanal und konnte, obwohl sich sofort Leute an ihre Rettung machten, nur noch als Reiche geborgen werden. Die unbekannte Tote ist 1,60 Meter groß, hat dunkelblondes Haar und trug einen dunklen Rock und eine weißpunktierte Bluse. eines unbekannten Mannes wurde an der Schleuseninfel gelandet. Der Tote ist etwa 60 bis 65 Jahre alt, ungefähr 1,65 bis 1,70 Meter groß. hat spärliches Haar und einen grauen Wollbart und trug einen dunkelblauen farierten Anzug. schulpflichtiger Kinder. Die Leiche Arbeitslosenunterstützung in Adlershof. Auf das energische Drängen unserer Genossen soll jetzt die ArDanach sollen ledige Die im Frieden aufgebrachten Gelder dienen, soweit sie Jufolge des Umzuges der Säuglingsfürsorgestelle V von der beitslosenunterstützung eingeführt werden. nicht für die Mobilmachungsvorbereitung bereits Verwendung Bankstraße 15 nach der Nazarethtirostraße 46 bleibt die Personen 4 W., verheiratete 5 M. wöchentlich erhalten, außerdem 30. September bis einschließlich sollen noch für jedes Kind 50 Pf. extra gezahlt werden, jedoch darf finden mußten, jetzt zur Fortführung aller jener großen Wohl- 3. Oktober geschlossen. Am Montag, 5. Ottober, wird die Säuglings- die Gesamtunterstützung nicht mehr wie 7 M. betragen. Der Kriegsfahrtsunternehmungen, die schon im Frieden in hohem Maße fürsorgeſtelle in den neuen Räumen wieder eröffnet. Der Eingang ausschuß hat die Bedürftigkeit des Antragstellers zu prüfen; beim die Mittel des Roten Kreuzes und des Vaterländischen Frauen befindet sich Turiner Straße; die Sprechstunde ist wie bisher von Bezug von Gewerkschaftsunterſtüßung wird kein Zuschuß geleistet. vereins beanspruchen. Im Kriege sind dieselben erst recht am 1-2 Uhr. Nur ortsansässige Personen sind bezugsberechtigt. Unsere Genossen Plate, wo so viel Not und Elend durch die allgemeine Gebersuchten vergeblich, die bürgerlichen Bertreter davon zu überzeugen, schäftsstockung und die Abwesenheit der Ernährer herrscht. Die Verwendung des Roten Kreuzes. Der Polizei daß die erwähnten Säge zu niedrig seien. Ein Antrag des Herrn Um Mißverständnissen vorzubeugen, möchten wir be- präsident gibt bekannt: Die Verwendung des Roten Kreuzes Kruse, diese Säße nur als Darlehen zu gewähren, wurde von der merken, daß das Rote Kreuz von Berlin eine Ein- ist, wie ich in Erinnerung bringe, nur denjenigen Personen, Mehrheit abgelehnt. Eine lebhafte Debatte entspann sich noch um die Speisung richtung für sich ist und sich andere Aufgaben gesteckt hat. Anstalten usw. gestattet, welche eine besondere Genehmigung Zu ihnen gehören die Unterhaltung von Heimstätten, Wald- dazu erhalten haben. Verboten ist insbesondere: 1. Ansichtserholungsstätten u. a. m. Die Einrichtung von Bürger- tarten, Warenanpreisungen, Konzertanzeigen, Gebete für den speisehallen ist vom Berliner Roten Kreuz erfolgt, eine Maß- Kaiser usw. mit dem Roten Kreuz zu versehen und zu vernahme, die nach einer an den Magistrat und die Stadt- taufen, auch wenn der Erlös dafür ganz oder teilweise den berordnetenversammlung gerichteten Eingabe eigentlich nicht Vereinen vom Roten Kreuz zufließen soll. 2. Anzüge( ganz recht in das Aufgabengebiet des Berliner Roten Kreuzes oder in Teilen) und Armbinden mit dem Roten Kreuz, ferner gehöre und nur durchgehalten werden könne, wenn die Ge- Broschen oder andere Abzeichen dieser Art feilzuhalten, zu meinde sich finanziell beteilige. verkaufen oder zu benußen. Die Reviere werden hiermit an gewiesen, in den Ladenfenstern und bei Straßenverkäufern hierauf zu achten und Zuwiderhandlungen zur Bestrafung zu Die Stadtverordnetenversammlung in Trebbin bewilligte in ihrer bringen. Von Verkaufsstätten kommen insbesondere in Belegten Sigung 200 M. für die Notleidenden in Ostpreußen. Für die tracht: Kleider, Wäsche, Karten- und Bilderhandlungen, Arbeitslosen und die Errichtung eines Refervefriegslazaretts wurden medizinische Warenhäuser und Geschäfte für ärztliche Aus- je 1000 M. zur Verfügung gestellt, die von den 37 000 M. Ueber stattungen. schuß gedeckt werden sollen, die am Schlusse des vorigen Rechnungs jahres vorhanden waren. Aus Groß- Berlin. Miets- und Wohnungsfragen. Die sozialdemokratische Stadtverordnetenfraktion hat folgenden Antrag an die Stadtverordnetenversammlung gestellt: " Die Versammlung ersucht den Magistrat, mit den Behörden in Reich und Staat in Verbindung zu treten, um schleunigst Maßnahmen zu treffen, die den Familien der zum Krieg Einberufenen, den Arbeitslosen und fleinen Gewerbetreibenden, welche durch den Krieg in Not geraten sind, die Wohnungsmöglichkeit sichern." Der Kriegswohnungsnachweis der freien Berufe fordert die Bewohnerschaft von Groß- Berlin auf, recht zahlreich Anmeldungen von unentgeltlich zur Verfügung gestellten Wohnungen, Ateliers oder einzelnen Zimmern( leer oder möbliert) möglichst umgehend an die Geschäftsstelle( Abgeordnetenhaus, Zimmer 34, 10-1 Uhr) gelangen zu lassen. Er macht darauf aufmerksam, daß die Gewähr für die Würdigkeit und Bedürftigkeit der den Kreisen von Kunst und Wissenfchaft angehörigen Personen übernommen wird. Auskunftsstelle in Biesdorf. Die Gemeindevertretung stimmte in der legten Sigung einstimmig dem Antrag des sozialdemokratischen Wahlvereins zu, in dem verlangt wird, die Genossen Otto Heuſel, Königſtr. 38, und Alfred Daumann, Königstraße 20, in die Striegstommission zu wählen. Diese beiden Genoffen haben nun die Erteilung von Auskunft in Unterſtüßungs. angelegenheiten übernommen; wir ersuchen daher die Natsuchenden sich an die genannten Genossen zu wenden. Weißensee. Da der Obmann des Gewerkschaftskartells, Paul Stafiste, zu den Waffen einberufen ist, übernimmt seine Vertretung der Genoje Hermann Teuber, Langhansstr. 141. Situngstage der Stadt- und Gemeindevertretungen, Reinickendorf: Ost. Heute 5 1hr, im Rathaus, Hauptstr. 38. Diese Sitzungen sind öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist bes techtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Gewerkschaftliches. Lohnregelung für Militärarbeiten. Die Volkskunstabende der Freien Voltsbühnen werden in dieser Die zu heute Donnerstag angefeßte Stadtverordneten Woche fortgeführt. Sie finden in folgenden Aulen statt: Gymnasium bersammlung ist inzwischen wieder aufgehoben worden. So zum Grauen Kloster, Klosterstr. 54( am 1., 3., 6., 8. und 10. Oktober); weit wir unterrichtet sind, schweben bereits Verhandlungen Andreas- Realgymnasium, Stoppenstr. 75( am 1., 6. und 8. Oftober). zivischen den verschiedenen Behörden. Der Magistrat und der Königstädtische Oberrealschule, Basteurstr. 44/46( am 1., 3., 6., 8. Unterstüßungsausschuß für Familien der Kriegsteilnehmer und 10. Oftober); Lessing- Gymnasium, Banfftr. 18/19( 1., 3., 6., Wie wir seinerzeit mitteilten, hat sich der Schneiderver8. und 10. Ditober); Friedrich Werdersches Gymnasium, haben inzwischen Stellung genommen, um die Mieternot nach Bochumer Str. 8( am 1, 6. und 8. Oktober); Quiſenſtädtische Ober- band bemüht, eine einheitliche Regelung der Löhne für alle Möglichkeit zu lindern. Es ist vorläufig beschlossen worden, realschule, Dresdener Str. 113( am 1., 3., 6., 8. und 10. Oftober); von der Hecresverwaltung ausgegebenen Schneider- und aus den Sammelfonds für Mietszwecke Beihilfen zu ge- Außerdem finden Volkskunstabende statt in den Vororten: Char Näharbeiten herbeizuführen. Zu diesem Zweck fand am währen. Grundsäglich sollen solche Mietsbeihilfen gegeben Iottenburg: Schiller- Gymnasium, Schillerstr. 26( 3. Oftober); 5. September auf dem Gewerbegericht die erste Verhandlung werden, wenn die Hausbesitzer sich mit einem Mietsnachlasse Schöneberg, Hohenzollern- Schule, Belziger Str. 48/53( 3. Of zwischen dem Schneiderverband und den zuständigen Arbeiteinverstanden und sich mit der Hälfte der Miete als abgefunden tober); Neukölln: Realschule, Boddinstraße( 3. Oftober); geberverbänden statt. Ueber die weiteren Verhandlungen gab erklären. In der Regel sollen die Mietsbeihilfen betragenempelhof: I. Gemeindeschule, Manteuffelstr. 66( 3. Oktober); tunze als Vertreter des Schneiderverbandes am 28. Sepbei einer Frau ohne Kind 10 Mr., bei einer Frau mit einem Mariendorf: Reform- Realgymnasium, Kaiserstr. 17/21( 3. Dt tember Bericht in einer öffentlichen Versammlung der mit Rinde 7 Wif. und bei Frau und zwei Kindern 5 ME., Be.tober). Die Organisation ist so getroffen, daß in jeder Aula an Militärarbeiten beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Mt. dürftigkeit vorausgesetzt. jedem Abend ein neues Programm geboten wird. Eintrittskarten Ueber zwei Kinder hinaus soll zum Preise von 10 Pf. sind in den durch Plakate bekanntgemachten Dem Bericht war zu entnehmen, daß bis zum genannten Tage Mietshilfe nicht geleistet werden, obwohl auch hier noch Hilfe Berkaufsstellen und an den Abendkassen zu haben. Beginn 8 Uhr. die Verhandlungen noch nicht völlig abgeschlossen waren. Es notwendig ist. ist nicht gelungen, eine Erhöhung der von den BekleidungsZwischen Puffer und Brellbock geriet gestern der 32 Jahre alte ämtern gezahlten Preise durchzusetzen. Die auswärtigen Be3war soll solche nicht ganz ausgeschlossen sein, aber fie Gelegenheitsarbeiter Gustav Brandenburger aus der Stephanstr. 34 Kleidungsämter zahlen meist erheblich niedrigere Preise als foll Ausnahme bilden. Bezirksvorsteher und Nationaler Frauendienst sollen zwischen Mieter und Vermieter ver- als er die Gleise auf dem Moabiter Güterbahnhof überschritt. das in Berlin bestehende Bekleidungsamt des Gardekorps. mittelnd wirken. Dieser Beschluß geht von dem an sich rich- Brandenburger wollte zwischen einem Wagen und dem Prebod Es ist deshalb gefordert worden, daß für alle in Berlin hertigen Gesichtspunkt aus, daß die Frauen ohne Kind, mit geben, als der Wagen von einem Rangierzug geholt wurde. Er gestellten Arbeiten, auch wenn sie von auswärtigen Beklei einem und zwei Kindern am schlechtesten gestellt sind, wenn erlitt so schwere Brustquetschungen, daß er auf der Stelle verstarb. Sungsämtern in Auftrag gegeben sind, gleichmäßige, für Berfie über feinerlei andere Einkommensquellen verfügen. Un- Von einem Kraftwagen überfahren und getötet wurde gestern liner Verhältnisse angemessene Löhne gezahlt und die Trans. berührt bleiben aber die vielen Arbeitslosen, die nicht wissen, Inachmittag ber 42 Jahre alte Metalldreher Richard Sallis aus der portkosten von den Bekleidungsämtern getragen werden. $ 117 sic harte Pflicht. Deshalb braucht der unmittelbaren Wehrkraft nichts entzogen zu werden, denn der Reichstag wird ohnedies bereit sein, alles zu bewilligen, was die Verteidigung des Reiches erfordert. Eine Milliarde für Arbeitsbeschaffung! Gäbe es eine bessere Antwort an England, das den Krieg auf längere Jahre hinauszuziehen droht?" Gewerkschaftsmitglieder im Kriegsdienst. der§§ 105 b und e der Gewerbeordnung ergangen sind, dürfen ( wie es ja faft überall ist) Bad- und Konditoriaren an den Sonntagnachmittagen auch noch bis 3 Uhr verkauft werden, während der Verkauf anderer Waren um 2 Uhr geschlossen sein muß. Wegen Uebertretung der§§ 41 a und 146 a der Gewerbeordnung war Herr Helms angeklagt worden, weil er sein Geschäft am Sonntag noch nach 2 Uhr offen gehabt habe, obwohl er keine Bad- und Konditorwaren verkaufe. In dem Geschäft werden Schokolade, PraWaren nicht als Bad- und Konditorwaren im Sinne der Bekanntlinees, Bisquits und Mürbekuchen verkauft. Die Anklage sah diese machungen an. Diese Forderung ist dem Oberkommando eingereicht und wird von diesem beim Kriegsministerium befürwortet werden. Wenn die Antwort des Kriegsministeriums vorliegt, wird über diesen Punft weiter verhandelt werden. Uebereinstimmung ist darüber zustandegekommen, daß die Aufträge den Arbeitgeberverbänden und den schon vorher mit Militärarbeiten beschäftigt gewesenen Firmen übertragen und die Zwischenunternehmer grundsätzlich ausgeschaltet werden. Die einzelnen Gewerkschaften stellen prozentual sehr unter Ueber den Anteil, der den Arbeitgebern von den durch die Bekleidungsämter gewährten Löhnen verbleiben soll, konnte noch schiedlich Mitglieder zum Kriegsdienst. Im allgemeinen ist der Profein Einverständnis erzielt werden. Der von den Arbeit- sentjas ein ziemlich hoher, da die übergroße Mehrzahl der GemertDie Straffammer in Duisburg sprach jedoch den Angeklagten Der frei und führte aus: Schokolade, Prallinees und Mürbesachen gebern geforderte Anteil von 20-25 Proz. erscheint den Arschaftsmitglieder sich im heerespflichtigen Alter befindet. beitern zu hoch. Auch über diesen Punkt wird noch weiter Fleischerverband hat aber von allen Gewerkschaften unzweifelhaft würden, soweit es nicht im Großbetrieb geschehe, vom Konditor verhandelt. Eine Einigung ist zustande gekommen über die den größten Prozentsatz der Mitglieder im Felde stehen. Nach angefertigt. Sie wären als Konditorwaren anzusehen. AngeLöhne für die Landsturmbekleidung, die einfacher gearbeitet einer statistischen Feststellung des Zentralvorstandes genannten flagter hätte deshalb das Geschäft bis 3 Uhr offenhalten dürfen. wird als die regulären Uniformen. Bei diesen Arbeiten liefern Verbandes find 55,4 Proz. seiner Mitglieder zum Kriegsdienst ein- unerheblich wäre, daß er nebenbei noch etwas Staffeebohnen ver⚫ die Arbeitgeber den Arbeitern die Zutaten. Damit ist eine gezogen. Forderung erfüllt, gegen deren Gewährung sich die Arbeitgeber des Schneidergewerbes bisher stets gesträubt haben. Die Forderung des Schneiderverbandes, daß die für Militärarbeiten benötigten Arbeitskräfte vom paritätischen Arbeitsnachweis genommen werden, ist von den Arbeitgeberverbänden anerkannt worden, nur Herr Lukas, der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes der Herrenmaßbranche, wollte nichts davon wissen. Es scheint aber, daß er in seinen eigenen Reihen keine Unterstüßung findet, denn es haben schon Mitglieder des genannten Verbandes den paritätischen Arbeitsnachweis in Anspruch genommen. Im Einvernehmen mit den Militärbehörden bemühen sich die Gewerbeinspektoren, in Fällen, wo ihnen niedrige Löhne bekannt werden, der Sache auf den Grund zu gehen und Wandel zu schaffen. Wenn die zu niedrig entlohnten Arbeiter sich an den Schneiderverband wenden, so wird auf dem angegebenen Wege dafür gesorgt, daß die Arbeiter die Löhne erhalten, die ihnen zukommen. Berlin und Umgegend. Eine Branche mit günstiger Konjunktur. Während in den allermeisten Berufsgruppen mit dem Kriegsausbruch die Zahl der Arbeitslosen beträchtlich in die Höhe schnellte und die Beschäftigten vielfach mit wesentlich verkürzter Arbeitszeit zu rechnen hatten, ist die Branche der Schmiede und der verwandten Berufsgenossen reichlich beschäftigt. Allerdings find die Arbeiter aus den Kleinbetrieben genau so von der Arbeitslosigkeit betroffen worden, wie in anderen Berufen, aber dafür ist ein Ausgleich geschaffen durch zum Teil gewaltige Vergrößerung der Fahrzeugbetriebe. Das hat neben anderem auch die erfreuliche Folge gehabt, daß zum Beispiel bei der Firma Beermann mit Leichtigkeit Lohnaufbesserungen zu erzielen waren, um welche noch in diesem Frühjahr vergeblich gefämpft wurde. Auch bei Auch bei anderen Firmen sind nennenswerte Vorteile erreicht worden. tärarbeiten, die bekanntlich von der Militärverwaltung mit 20 Bei den Arbeiten handelt es sich fast ausschließlich um MiliProzent Aufschlag bezahlt werden. Folglich besteht keine Ursache zu Lohnkürzungen. Soziales. Entlassung wegen Kriegsausbruchs. faufe. Das Kammergericht hob jetzt das Urteil auf und verwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurück. Begründend wurde ausgeführt: Allerdings habe das Landgericht den Begriff der Konditorwaren zutreffend aufgefaßt. An sich hätte darum Angeklagter noch zwischen 2 und 3 Uhr nachmittags Schokolade, Prallinees und Mürbegebäck verWie wenig noch manche Prinzipale den Erfordernissen der kaufen dürfen. Es handele sich hier aber um eine Gemischtwarengegenwärtigen Zeit Rechnung tragen, zeigte eine vor dem Bres- handlung, da Angeklagter sonst auch noch Kaffeebohnen verkaufe. lauer Staufmannsgericht stattgehabte Berhandlung. Die dort als wenn es auch sehr unangenehm für die Inhaber solcher GemischtKlägerin aufgetretene Legeristin war bei einer Herrenkonfektions- warenhandlungen sei, so sei doch die Rechtslage so, daß sie in Fällen, firma mit einem Monatsgehalt von 50 M. tätig gewesen Als der wie dem vorliegenden nur die ausdrücklich bevorzugten Waren Krieg ausbrach, erhielt das junge Mädchen die sofortige Ent- verkaufen dürften. Die anderen müßten jogar verhüllt sein, so lassung. Die Firma wandte in der Verhandlung ein, daß sie ihre daß niemand auf den Gedanken fomme, sie seien jest( hier zwischen Veranlassung, die für den Frieden berechneten Personalverträge in gestellt, daß Helms zwischen 2 und 3 Uhr auch Kaffee feilgehalten Außenstände auch nicht einbekomme, sie habe darum auch gar keine 2 und 3 Uhr) fäuflich. Werde in der neuen Verhandlung feſtKriegszeit innezuhalten. Die Beklagte mußte zugeben, daß jeder oder verkauft habe, so würde er deswegen zu bestrafen sein. der drei Inhaber im letzten Geschäftsjahr einen Reingewinn von über 13 000 m. aus dem gemeinsam geführten Unternehmen er= hielt. Die Beklagte wurde zur Zahlung des Restgehalts mit folgender Begründung verurteilt: Außenstände sind nicht ohne weiteres uneinziehbar geworden. Auch die Annahme, daß der größere Teil der Schuldner durch den Krieg zahlungsunfähig werden wird, ist nicht gerechtfertigt, zumal mit einem siegreichen Ausgang zu rechnen war und ist. Die Firma konnte die Klägerin, die drei Jahre bei ihr in Stellung war, wenigstens bis zum Ablauf der Kündigungsfrist behalten. Beklagte hat mit einem guten Reingewinn gearbeitet, nach eigenem Zugeständnis 39 000 m. Nettoverdienst im letzten Jahre. Bei dieser Sachlage bedurfte es erst gar nicht des Hinweises darauf, daß es in dieser ernsten und großen Zeit patriotische Pflicht jedes einzelnen ist, einen bedürftigen Volksgenossen bei der Friftung seines Daseins behilflich zu sein, besonders auch des Arbeitgebers gegenüber seinen Angeftellten. Lehrvertrag und Krieg. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße 3, dritter Hof, vier Treppen- Fahrstuhl am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uur statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. K. M. Der Meister ist nicht im Recht. Klagen Sie bei dem Ge werbegericht auf Einhaltung des Lehrvertrages und auf Schadensersatz. E. K. 1. 1. Der verlangte Stundenlohn muß gezahlt werden, wenn der Arbeitgeber nicht beweist, daß die Höhe eine unangemessene ist. Es würde dann der angemessene Breis zu zahlen sein. 2. Eine angemessene Höhe wäre zu zablen. Stommt Bereinbarung nicht zustande, so hätte das G. E. 100. Die GarGericht einen angemessenen Satz festzusehen. dinen brauchen Sie nur gegen Zahlung herauszugeben. A. K. 77. 1. Wenn die Auslassung notariell oder gerichtlich versprochen ist, so können sie dieselbe unbeschadet der mündlichen späteren Vereinbarung verlangen. 2. Die Höhe der Kosten hängt von der Höhe des Objektes ab. 5. P. 30. Teilen Sie dem Wirt mit, er hat fein Recht zum Verkauf. Wenn er dennoch verfause, so mache er sich strafbar und außerdem schadensersatzpflichtig. P. K. 89. Ein eigenbändig ge- und unter: zehnten Lebensjahr. chriebenes Testament, das Drt und Datum der Errichtung enthält, iſt 21. S. 60. 50 M. gültig. B. 11. Bis zum vollendeten vierM. B. 32. Auf Befragen müssen Sie wahre Angaben machen. Werden Sie nicht gefragt, brauchen Sie nich s mitzuteilen. Der Beklagte war der Meinung, das Lehrverhältnis werde für Volksblatt 100. Bon 500 M. an. A. B. 3. Teilen Sie dem die Dauer des Kriegszustandes unterbrochen. Vom Gericht über Wirt mit, daß Sie vom Vertrage zurüdireten, weil er die Schlüssel rechtsseinen Irrtum belehrt, erklärte er sich bereit, das Lehrverhältnis widrig angenommen und den Eintritt in die Wohnung gehindert hat. Lohn fortzusehen und für zwei Wochen Koftgeld zu zahlen. Damit war. Seidel. Die Bürgschaft ist nicht gültig, weil jeder Verpflichtungsgrund 6. F. Ja. ist nur pfändbar, soweit er 1500. jährlich übersteigt. der Kläger einverstanden. Lehrverträge werden durch den Kriegszustand nicht aufgehoben. Diesen Standpunkt vertrat das Gewerbegericht in der Klage fich auf Erfüllung des Vertrags und auf Zahlung des vereinbarten eines Lehrlings gegen die Firma Groß. Der Klageantrag richtete Roftgeldes während der Dauer der Unterbrechung. Zur Versicherung der Angestellten. fehlt. Sie würde erst am 1. April 1916 in Straft treten, wenn sie überhaupt gültig wäre. Wird der von F. geschilderte Sachverhalt dem Nichter dargelegt, so würde die Bürgschaft, auch wenn der Schein den genannten Mangel nicht hätte, als gegen die guten Sitten verstoßend und erpresserisch erachtet werden. Zu empfehlen ist, daß F. vorläufig gar nichts tut. Er wird schwerlich in Anspruch genommen werden, der Richter würde eine etwaige Stlage abweisen. Schütz, Neukölln. Erkundigen Sie sich 2. G. 23. Nicht bekannt. 8. 2. 20. 1. Leider ja. 2. Staatlich. 2. 51. Begen doppel im Bureau der Krantenfaſſenangeſteuten, Berlin, Staiſer- Wilheim- Str. 20. seitigen Unterleibsbruchs nur noch landsturmtauglich.- Silda 9. Ein unche liches Kind erlangt dadurch, daß sich der Bater mit der Mutter verbeiratet, mit der Eheschließung die rechtliche Stellung eines ehelichen Kindes. Die Umschreibung auf den Namen tann bei dem Standesbeamten beantragt K. V. 5. Ausgebildeter Plattfuß. 2. G. 1887. 1. Nein, werden. nur für zwei Wochen. 2. Ja. 6. B. 84. Sie müßten erst die Stlage bei Gericht auf Rüdkehr stellen. Erst wenn die Frau dem auf Rüdtebr lautenden Urteil innerhalb eines Jahres nicht Folge leistet, wird böswillige E. B. 5. 1. Sie brauchen nicht weiter Uebermäßige Arbeitszeit in Wagenfabriken. In einer Branchenversammlung der Stellmacher wurde lebhaft darüber geklagt, daß in den Wagenfabriken, die für den Heeresbedarf gegenwärtig sehr viel zu tun haben, eine ungewöhnlich Tange Arbeitszeit herrscht. In der Fabrik von Dittmann in Wittenau wird in zwei Schichten gearbeitet, jede Schicht Die Handelskammer zu Berlin hatte bei dem Direktorium der zu 10% Stunden, abzüglich der Pausen. Auch Sonntags- Reichsversicherungsanstalt für Angestellte beantragt, es möge die arbeit wird in diesem Betriebe geleistet. In der Fabrit bisherige Uebung fallen gelassen werden, daß für einen im Felde bon Leuschner am Salzufer wird sogar 11 Stunden stehenden Angestellten, dem der Prinzipal trotz der Möglichkeit täglich und auch Sonntags gearbeitet. Bei Te now, in der Bor- fofortiger Kündigung( gemäß§ 72 Nr. 3 des Handelsgesetzbuches) hagener Straße, geht die Arbeitszeit von 7 Uhr morgens bis Stellung und Gehalt beläßt, obendrein auch noch die Zahlung der 7 Uhr abends. Die in diesem Betriebe beschäftigten Schloffer Versicherungsbeiträge erzwungen wird; hier könne es sich höchstens machen nach Schluß der Arbeitszeit eine Pause uno arbeiten dann um eine freiwillige Mehrleistung handeln. In seiner Antwort nochmals von 8 bis 12 Uhr nachts. Außer den Klagen über die gibt das Direktorium einen Ausweg an: lange Arbeitszeit wurde auch Beschwerde erhoben über niedrige Es ist richtig, daß für Angestellte, die ihr Gehalt während des Löhne in manchen Betrieben. In dieser Hinsicht wurde nament- Militärdienstes in früherer Höhe fortgezahlt erhalten oder einen lich der Betrieb von Wienede in Pankow erwähnt, wo so nied- Teil dieses Gehalts weiter beziehen, die Versicherungsbeiträge rige Affordlöhne gezahlt werden, daß die Arbeiter häufig wechseln gegebenenfalls in der dem gekürzten Gehalt entsprechenden Höhe und die Firma fast täglich durch Zeitungsinserate Arbeitskräfte grundsäßlich weiter geleistet werden müssen. Die Verpflichtung Berlassung angenommen. M. W. 19. Die Firma bat feineswegs das fucht. Noch schlechter sind nach den in der Versammlung gemachten zur Beitragsleiftung fällt aber fort, wenn das Angestelltenverhält Recht, die Sachen abholen zu lassen, sondern hat zu warten, bis Ihr Mann Angaben die Löhne bei Teßnow in der Borhagener Straße. An nis anläßlich der Einberufung des Versicherten zu den Fahnen aus dem Striege kommt. einem Beispiel wurde gezeigt, daß für eine bestimmte Arbeit bei durch Kündigung aufgelöst ist(§ 620 Abs. 2,§ 626 des Bürgerlichen leben. 2. Die Mitteilung erfolgt durch die Militärbehörde. Manchmal K.. 125. Eine Zeßnow fast 25 Prozent weniger gezahlt wird als bei Wienece, Gesetzbuches;§ 66,§ 72 Nr. 3 des Handelsgesetzbuches); dies auch unmittelbar, es fönnen aber auch Wochen vergeben. Everling. Es liegt ein Emtritt in wo der Lohn ohnehin schon ungewöhnlich niedrig ist. Die Lohn- dann, wenn der Arbeitgeber anläßlich der Kündigung sich bereit Konventionalstrafe besteht nicht. Die Zahlung fann drückerei wird umfomehr verurteilt, als ja die Unternehmer für erklärt, den gekündigten Angestellten auf sein Ansuchen später den Striegsdienst vor, die Unterstützung ist zu zahlen. freilich erst vom Ditober ab erfolgen. W. T. 99. Unbrauchbar wegen die Kriegsarbeiten erhöhte Preise bekommen. Arbeiter der Firma wieder in die frühere Stellung aufzunehmen, oder wenn die KünHerzleidens. Höchstens landstumpflichtig. B. N. 100. Ja. Aber Lange u. Guttzeit beklagten sich darüber, daß ihnen, ohne digung erst nachträglich erfolgt ist. Der Arbeitgeber hat es also auf Antrag verzichtet die Verwaltung, wenigstens auf den größten daß sie gefragt wurden, ein gewisser Prozentsatz ihres Verdienstes ganz in seiner Hand, sich durch Kündigung des Dienstverhältnisses Teil ihres inspruchs. A. J. Ja für die Unterstützung der Familien der Kriegsteilnehmer abgezogen von der Beitragsleistung zu befreien, ohne deshalb von der frei-. 3. 100. 3wedlos, da unvollständig und verwirrend. wird. Der Abzug betrug in den angeführten Fällen 1,25 bis willigen Gehaltsweiterzahlung Abstand nehmen zu müssen. Wir glauben aber, hoffen zu dürfen, daß diejenigen Geschäftsherren, Freitagmittag: Ziemlich fühl, im Süden zeitweise aufklarend, sonst überall für das mittlere Norddeutschland bis 1,75 M. wöchentlich. Es wurde von allen Rednern betont, daß die lange Arbeits. die an sich aus sozialen, patriotischen und ethischen Gründen von größenteils bewölkt; östlich von der Oder, besonders an der Küste, an den zeit in Verbindung mit dem durch niedrige Akkordlöhne bedingten einer Kündigung des Dienstverhältnisses Abstand nehmen wollen, meisten Orten noch etwas Regen. hastigen Arbeiten eine Ueberanstrengung bedeutet, die schwere nicht lediglich wegen der Verpflichtung zur Beitragsleistung, die ja Folgen für die Gesundheit der Arbeiter nach sich ziehen muß. Durch für ihren Teil noch nicht 4 Proz. des Gehalts beträgt, zur Kündidie Einführung von drei Arbeitsschichten zu je 8 Stunden könnte gung schreiten werden. Dient doch die Fortsetzung der Beitragseine vernünftige Regelung der Arbeitszeit eintreten und die zahlung nicht etwa nur den Interessen der ReichsversicherungsLeistungsfähigkeit der Betriebe würde dadurch noch erhöht werden. anstalt, sondern vielmehr in erster Linie denen der Versicherten. Sollien gelernte Stellmacher in Berlin gegenwärtig nicht in aus. Bei dieser Sachlage dürfte sich die angeregte besondere Regelung der Beitragspflicht erübrigen." reichender Zahl vorhanden sein, so fönnten solche aus anderen Orten herangezogen werden. Ein erheblicher Teil der von den Stellmachern verrichteten Arbeiten könnten auch, wie betont wurde, von Tischlern ausgeführt werden, von denen ja in Berlin viele Tausende arbeitslos sind. Die Versammlung beschloß, daß die Branchenleitung gemeinsam mit der Ortsverwaltung des Holzarbeiterverbandes in diesem Sinne bei den Unternehmern vorstellig werden soll. Deutsches Reich. Helft den Arbeitslosen. Das„ Correspondenzblatt" der Generalfommission fommt in seiner letzten Nummer in einem vierten Artikel über:„ Der Krieg und die sozialen Pflichten" auf die Zeichnung der deutschen Kriegs anleihe zu sprechen. Aus der Tatsache, daß in wenigen Tagen statt der erforderlichen 2 Milliarden Mark bereits 4,39 Milliarden gezeichnet waren( nach dem jetzt vorliegenden Endergebnis sind es jogar 4,46 Milliarden Mart) schlußfolgert es, daß es dem Reiche an opferwilligem Kapital nicht fehlt, selbst nicht inmitten des Weltfrieges. Das„ Correspondenzblatt" macht daher den Vorschlag, aus dieser großen Geldsumme größere Geldmittel zur Beschaffung von Arbeit zur Verfügung zu stellen. Es schreibt: Gerichtszeitung. Verzweifelt. Ein Selbstmordversuch imt Gerichts. gebäude rief gestern vormittag in den Hallen des Moabiter Kriminalgerichts Aufregung hervor. Vor der Schöffenabteilung für lebertretungssachen hatte sich die unter polizeilicher Kontrolle stehende ledige Emma Wieder zu verantworten. Sie war wegen einer Uebertretung der sittenpolizeilichen Vorschriften von der Polizeibehörde in eine Strafe von befehl Widerspruch erhoben. Das Schöffengericht ermäßigte auch 4 Wochen Haft genommen worden und hatte gegen diesen Strafdie Strafe auf 2 Wochen Haft. Als das völlig nervöse und durch und durch kranke Mädchen, welches schon seinerzeit auf der Polizeiwache einen wüsten Exzeß verübt und alles demoliert hatte, den Sigungssaal verließ, rief es laut: Keinen Tag Strafe mache ich ab!" In demselben Moment hatte die W. auch schon eine Flasche fonzentriertes Sysol an die Lippen gesetzt und zu einem Viertel ausgetrunken. Die gellenden Schreie, welche die Selbstmörderin ausstieß, alarmierten das ganze Gerichtsgebäude. In ziemlich Angesichts dieser Erfahrungstatsache darf die Reichshoffnungslosem Zustande wurde das Mädchen mittels Droschte da regierung unbedenklich eine Milliarde für die fein Krantenwagen erreichbar war, nach dem Moabiter Krankenwirtschaftliche Befestigung Deutschlands auf= wenden und damit dem Widerstand unserer heimischen Volks. hause geschafft. wirtschaft gegenüber allen Versuchen Englands, sie zu schädigen, neue Kräfte zuführen. Was unsere Volkswirtschaft stärkt, erhöht Nach Bekanntmachungen des Regierungspräsidenten zu Düffelzugleich unsere Wehrkraft und erleichtert unseren auf belgischen, französischen und russischen Schlachtfeldern blutenden Heeren ihre dorf vom 22. Juni 1892 und vom 7. November 1892, die auf Grund Zum Begriff der Konditorwaren. Wetteraussichten Betr. unser F. W. E. 50. 1. und 2. Ja. Preisausschreiben über 12000 Mark. Für den praktischsten Vorschlag, den Segen dieser Seife den weitesten Kreisen zugängig zu machen, oder: Für ein Spottgedicht bezw. 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