Nr. 46. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big frei in's Haus. Einzelne Numme: Wig. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfs. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter freuz band: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingert. In der Boft Zeitungs: Breislife für 1894 unter Mr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. 1 Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Peritzeile oder deren Raum 40 Big., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Grbedition if an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Eernsprecher: 3mt I, 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 24. Februar 1894. darüber aus. Aus der Zahl der verwendeten Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Zur Juvaliditäts- und Alters- Beitragsmarken läßt sich jedoch folgern, daß nur für etwa lief fich Ende 1891 auf 76 760 297 M. 27 Pf. Die in Das Gesammtvermögen der Versicherungsanstalten be 9 250 000 Personen Marken verbraucht worden sind. Nach Werthpapieren angelegten Rapitalien haben sich zu durchversicherung im Jahre 1891. den amtlichen Berechnungen müssen aber etwa 11 285 000 schnittlich 3,67 pCt. verzinst, zu demselben Saß, wie die Um 1. Januar 1891 ist das Invaliditäts- und Alters: Personen versicherungspflichtig gewesen sein. Es steht dem Reservefonds der Berufsgenossenschaften. Es wurden an versicherungsgesetz seinem ganzen Umfange nach in Kraft nach fest, da die vorhin genannten acht Pensionstassen den Beitragsmarten I. Lohnflaffe: 108 252 9042, II. Lohngetreten. Das erste Berichtsjahr ist also 1891. Da der Unterschied nicht erklären, daß für einen bedeutenden Bruch- klasse: 163 529 956, III. Lohntlaffe: 91 540 992, IV. LohnVorwärts" die amtlichen Ergebnisse für 1891 noch nicht theil von Versicherten im Jahre 1891 feine oder zu wenig klasse: 62 280 501 verkauft. eingehender erörtert hat, so theilen wir das Wissenswerthe Beitragsmarken verwandt worden sind, ein Umstand, worauf daraus im Folgenden mit. In einem weiteren Auffage auch der Abg. Schoenlant in der Reichstagssigung vom 126 397 Personen, d. h. wesentlich die, denen bis zum 1. DeDie Statistik der Altersrenten Empfänger umfaßt werden wir die kürzlich( in den amtlichen Mittheilungen 8. Februar d. J. aufmerksam gemacht hat. des Reichs- Versicherungsamtes Nr. 1, Jahrgang 1894) verBis zum Schluffe des Jahres 1891 wurden Alters- zember 1891 Altersrenten rechtskräftig zugebilligt worden sind. öffentlichte Uebersicht der Geschäfts- und Rechnungsergebnisse renten an 130 774, Invalidenrenten an 27 Personen be: Fragen wir nach dem Berufe der Altersrentner, so ergiebt für das zweite Berichtsjahr, 1892, besprechen. willigt. Ausgezahlt wurden an Altersrenten 9 048 435,35. 16 645 weibliche) in der Land- und Forstwirthschaft thätig Mit Recht weist Dr. Ernst Lange, einer der besten an Juvalidenrenten 9,45 M., an Kapitalabfindungen an Aus- waren. In der Industrie, einschließlich Bergbau und BauKenner und fachkundigsten Kritiker der deutschen Ver- länder 339,60 m., an Kosten des Heilverfahrens 301,99 M., wesen, finden sich 27 256( 22 065 m., 5191 m.), im Handel ficherungsgesetzgebung, in seiner jüngst im Archiv für soziale zusammen an Entschädigungen 9 049 086,39 M. Da eine und Verkehr( einschließlich Gaft und Schankwirthschaft) Gesetzgebung und Statistik veröffentlichten Untersuchung große Zahl von Renten am Jahresschlusse zwar schon be: 4052( 3259 m., 793 m.), in der Berufsgruppe: häusliche über die Statistik der Unfall 2c. Versicherung darauf hin, willigt waren, jedoch erst zu Beginn 1892 zur Auszahlung Dienstleistung und Lohnarbeit wechselnder Art 15 385 daß das bisher veröffentlichte statistische Material zum gekommen sind und beim ersten Rechnungsjahr hierin ein( 8740 männliche, 6645 weibliche), in den sogenannten Theil noch sehr unvollkommen ist. Ist doch gerade diese Ausgleich gegen das Vorjahr natürlich nicht stattfinden freien Berufsarten und im Staats, Gemeinde- Dienst 6744 Verwaltung so verzwickt und verwickelt, daß sich die Un fanu, so ist es nicht möglich, aus den mitgetheilten Zahlen( 6466 m., 278 m.), bei dem für häusliche, nichtgewerbliche vollkommenheit der Daten von selbst erklärt! zu schließen, wie hoch sich die durchschnittliche Entschädigung Dienste verwendeten Gesinde 6622( 268 m., 6354 m.). Dabei In Thätigkeit waren 31 Versicherungsanstalten mit auf den Kopf der Entschädigten belaufen hat. Außerdem nimmt der Bruchtheil, der von der Gesammtzahl eines Ge= 149 Mitgliedern der Vorstände( darunter 72 beamtete"), haben die 8 Pensionskassen 208 121,53 M. an 658 Hilfsarbeitern und Beamten, 618 Mitgliedern der Aus- Renten gezahlt. Das ergiebt einen Gesammtbetrag von Gruppe entfällt, mit dem höheren Alter zunächst stetig zu, burts- Jahrganges auf die land- und forstwirthschaftliche schüsse, 58 086 Vertrauensmännern, 239 Kontrollbeamten 9 256 905,93 Mart, wozu der Staatszuschuß von und 613 Schiedsgerichten. Besondere Markenverkaufs- 6 049 848,41 m. tritt. um erst bei den ältesten Jahrgängen wieder ein wenig zu Daneben waren noch 4436 stellen gab es 7984. fallen hauptsächlich zu Gunsten der Gruppe: StaatsWie hoch sind die Verwaltungskosten der Versicherungsdienst u. s. w. bei den Männern und zu Gunsten der Gruppe: Gesinde bei den Weibern. Den höchsten Prozentsatz erreicht in der Gruppe Land- und Forstwirthschaft der Geburtsjahrgang bei den Männern 1810 mit 59,6 pCt., bei 255 875,73 den Weibern mit 50,1 pCt. der Gesammtzahl. Die beiden ältesten männlichen Altersrentner, die zu dieser Gruppe gehören, find 1795, die älteste Rentenempfängerin, gleichfalls zu dieser Gruppe gehörig, ist 1789 geboren. Renten Schiedsgerichtstoften Kosten der Kontrolle Krankenkassen mit der Einziehung der Beiträge betraut; anstalten? 5142 Gemeindebehörden und sonstige von den Landes: Laufende Verwaltungskosten Zentralbehörden bezeichnete Stellen waren ferner hierbei Kosten der Erhebungen vor Gewährung der thätig. An der Ausführung des Gesetzes waren außerdem 8 be: sondere Kaffeneinrichtungen betheiligt, fünf Eisenbahn- Bendie preußische, bayerische, sächsische, badische fionstassen und Reichs- Eisenbahn- Pensionskasse und 3 KnappschaftsPensionstassen, die norddeutsche, die Saarbrücker und die für das Königreich Sachsen. " " Kosten der Rechtshilfe Andere nicht vorgesehene Ausgaben Verwaltungskosten Dazu Entschädigungen.. Gesammtausgaben Die Einnahmen betrugen: Erlös aus den Beitragsmarken( einschließlich der Beiträge für Seeleute) Erstattung von Rentenzahlungen Strafgelder und verschiedene Einnahmen Zinsen. • . 3 261 147,34 M. 6 892,49 " " 193 453,38 " 5 513,46 " 398 139,51" 4 121 021,91 M. Der Höhe der Renten nach treffen auf männliche weibliche · 9 049 086,39 " · . 13 170 108,30 M. Personen Zusammen 88 886 971,06 m. Lohntlasse I( bis zu einschließlich 350 M.) Lohntlasse II( 350-550 m.) • 7 968,58 30 073,61 708 858,58 " " III( 550-850 M.) IV( mehr 38 914 33 083 13 611 29 629 5 376 831 68453 38 459 14 442 als " 850 Mart) 4 833 70 4.953 " 4 426,93 17 35.906 126 397 8 984,60 " · 89 647 293,26 M. • 13 170 108,30 Werden, das ist eine wichtige Frage, auch alle Verficherungspflichtigen den Vorschriften des Gesetzes gemäß versichert? Erstreckt sich dieses Sozial" gesetz auch auf alle die, denen seine Segnungen", über deren Tragweite sich unsere Partei am allerwenigsten einer Täuschung hin giebt, zu Theil werden müssen? Unser Gemeinwesen wird gleich dem französischen, von der Bureaukratie auf's sorgfältigste überwacht, jede Maus, Miethe und Pacht aus Grundbesitz um mit Karl Marx zu sprechen, wird auch bei uns Gewinn bei Veränderung von Kapitalanlagen administrirt, der Büttel und der Schuhmann sind die Vor- Gesammteinnahmen sehung des Bürgers. Trotz alledem scheint das Auge der Davon ab Ausgaben Obrigkeit stumpfer zu sein, als sich für die Bureauheiligen gebührt. Die Zahl der in den Kreis der Invaliditäts- Davon ab: Einlagen in die Reserves onds Bleibt Bestand und Altersversicherung Einbezogenen ist noch nicht mit einiger Sicherheit bekannt. Das Reichs- Versicherungsamt schweigt Bleiben verfügbar Feuilleton. Helene. Nachbruc verboten.] [ Alle Rechte vorbehalten [ 51 Roman in zwei Bänden von Minna Rautsty. Und sie grub sich, die dunklen Haare zermühlend, tiefer in ihr Kissen. Neue Bilder erstanden ihr; weicher wurden ihre Züge unter dem Ausdrucke eines sehnsüchtigen Verlangens. Gie gedachte des Gatten... Er lebte noch; sie hatte endlich Nachricht von ihm erhalten. = Er befand sich noch immer in den feuchten Kasematten der Peter Pauls Festung und wartete noch immer, wie Michael Karzom und seine Genossen, wie Natalie auch, auf die Wiederaufnahme des Prozesses. Vier Jahre hindurch schmachtete er nun schon in einer Lage, die zum Wahnsinn fühat, als ein Lebendiger in einer Todtengruft, dem Urtheilsspruch entgegen. • " Zusammen 90 491 Nimmt man im Anschluß an§ 23 des Gesetzes an, daß die durchschnittlichen Lohnfäße für Klasse I: 300 M.; II: 500, III: 720, IV: 960 M. betragen, so belief sich 76 477 184,96. der durchschnittsliche Jahresverdienst in den Jahren 1888 bis 1890, der für die Altersrenten maßgebend war, nach Langes sorgfältiger Berechnung: so d 3 440 427,88" 73 036 757,13 M. Wenn sie sterben sollte, ohne ihren Gatten wieder zu sehen, nutzlos dahin ginge, ohne etwas für die Sache gethan zu haben? Es dünkte ihr schrecklich, aber nein, so schnell ging's nicht! Sie hatte ein, vielleicht zwei Jahre noch zu leben, eine lange Zeit, und bis dahin Universitätsstraße, als erwarte fie, jemand von dort herauf kommen zu sehen, zuckte dann ein wenig mit den Achseln, als begriffe sie nicht, weshalb er so lange zögere und wendete sich wieder der Stube zu. Es sah wieder einmal recht unordentlich darin aus. Tania bemerkte so etwas nicht, sie hatte wenig Sinn Sie erhob sich aus ihrer liegenden Stellung und für das Aeußerliche, und vernachlässigte es vollends, seitdem preßte ihre kleinen Hände über die pochenden Schläfen, sie sich leidend fühlte. als könne sie damit ihre Unruhe und ihre Gedanken Die Lampe mit dem Delfännchen, die Schuhbürste und meistern. Tania's runder Hut ein Teller mit Zwetschenmus, das fie Süßes" nannte, eine gebrauchte Serviette, Stuart Mill und Spencer in abgegriffenen Bänden lagen und standen auf dem Sophatische neben- und aufeinander. Dann lächelte sie und abgespannt, mit einer gewissen weichlichen Trägheit, ließ sie sich wieder in ihr Kissen zurückſinken. Nach einer Weile öffnete sich die Thüre und Sofia Alexandrowna trat leise herein. Wie eine Leuchte ging es von diesem hellen und vor nehmen Gefichte aus. ins Freie." Sie schritt grade auf Tania zu und fuhr ihr mit der Hand leicht und liebkosend über die Stirne. Es ist wunderbar draußen Du solltest ein wenig Tania schüttelte den Kopf. " Ich bin zu träge und es ist gut hier; dann werden bald die Freunde kommen. auch " Ich wundere mich, daß sie noch nicht hier sind." Sofia trat zum Fenster und sah hinaus. Wenn sie daran dachte, und sie mußte ja immer wieder daran denken, dann bohrte sich's auch in ihr Gehirn wie Wahnsinn, und diese nuzlose, ungeheuerliche Grausamkeit, die man über einen armen Menschen verhängte, für dessen Schuld noch keine Beweise erbracht waren, und der in diesem Augenblick vielleicht, seinen Martern Von diesem hochgelegenen Punkt der Vorstadt Obererliegend, mit dem Tode fämpfte, ließ sie ließ fie oft straß streifte der Blick ungehindert über die sanft aufs aufschreien vor Wuth und Schmerz. Dann refignirte fie aufsteigenden Matten und das junge Gehölz des Zürich sich wieder, der Mensch gewöhnt sich ja an Alles; ja, sie berges. fonnte scherzen und lachen wie ehedem, aber ihre Brust war Ein herrlicher Nachmittag, fein Wölkchen am Himwund, und die dunklen Stunden, in denen sie in Haß mel!" Das tlang so heiter, als wäre auch in ihrer Seele und Sehnsucht heimliche Projekte nährte, tamen immer alles hell und wolkenlos. häufiger. Sie blickte eine Zeit lang aufmerksam gegen die Und darunter Tania's Stiefel, die sie beim Nachhausekommen von den Füßen gestreift und hingeworfen hatte, um ihre Pantoffeln anzuziehen. Sofia beseitigte das Meiste, stellte den Teller mit dem Mus auf das Fensterbrett und ließ nur die Bücher zurück. Tania sah ihr zu, mit zerstreuten Augen, dann fragte fie plöglich: " Jst Lazar nach Genf gefahren? Krapottin erwartet ihn ja." Sofia erröthete wie ein junges Mädchen. Nein; er sollte es allerdings, ich weiß nicht, was ihn zurückhält." Tania lächelte ein wenig, es sah recht schelmisch aus. Sofia aber fuhr fort: ,, Er hat einen Freund aus Deutschland hier, mit dem gestern beisammen war." er ,, Meinst Du Kourad Ebner?" Ja, er hält viel von ihm," sagte Sofia und sah sich um, als von außen das Gepolter rascher Schritte, die die hölzerne Treppe herauf tamen, vernehmbar wurde. Tania setzte sich auf. in der Berufsgruppe für den männlichen weiblichen M. Rentenempfänger M. Land- und Forstwirthschaft 414 305 • Industrie 580 377 Handel und Verkehr 642 346 Häusliche Dienstleistung 2c. 484 847 Staats, 2c. Dienst u. s. w. 439 401 Dienstboten.. 593 370 841 Im Durchschnitt: 472 Der so ermittelte durchschnittliche Jahresverdienst nimmt mit dem zunehmenden Alter ab. Er betrug beij einem 1820 geborenen Rentenempfänger 493 M., bei einem 1815 geborenen: 454 M., bei einem 1810 geborenen: 421 M., bei einem 1805 geborenen: 405 M. Eine 1820 geborene Rentenempfängerin hatte einen durchschnittlichen Jahresverdienst von 345, eine 1805 geborene einen solchen von 337 M. be Die Steuervorlagen. Die Reichsregierung hält es 1 für taktisch flug, die Steuervorlagen vorerst noch nicht zurückzuziehen, wie die folgende in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" veröffentlichte hochoffiziöse Notiz zeigt: Die Berliner Börsen- Zeitung" bringt die Nachricht, daß nach Erledigung des russischen Handelsvertrages dem Reichstage feine größeren Aufgaben mehr übrig blieben, da außer dem Börsensteuer- Gesetzentwurf fein weiterer Steuer- GesezDie verbündeten entwurf zur zweiten Lesung kommen werde. Regierungen würden auf eine weitere Berathung der Steuer= Gefeßentwürfe um so weniger Werth legen, als sie bereits mit nenen Steuervorschlägen für die neue Reichstagssession, beschäftigt feien. Diese Meldung ist in allen Punkten unrichtig; die vergündeten Regierungen halten fest an der Durchberathung aller Stettervorlagen und haben keine Veranlassung, sich mit der Vorbereitung neuer Steuervorlagen für die nächste Session zu beschäftigen. Der Wehrftand ruiniet den Nährstand. Eine werden stenographisch aufgezeichnet werden. Dem Beschlusse der Kommission stelle ich anheim, ob die stenographischen Berichte nach den einzelnen Sizungen oder insgesammt nach Abschluß der Verhandlungen veröffentlicht werden sollen. Zum Schluß möchte ich hervorheben, daß die Kommission lediglich eine wirthschaftliche und wissenschaftlich- technische Aufgabe hat. Bezüglich der zur Erörterung gelangenden Fragen wird die Auffassung jedes einzelnen Mitgliedes festgestellt werden; Mehrheitsbeschlüsse werden nur in bezug auf den äußeren Gang der Verhand Iungen zu fassen sein. Jeder einzelne Vorschlag wird demnächst seitens der Reichsregierung zum Gegenstande eingehender Prüfung gemacht werden. Die Reichsregierung hegt den aufrichtigen Wunsch, daß Ihre Berathungen dazu beitragen, das Verständniß für die wirthschaftliche Bedeutung der vorliegenden Frage zu fördern und eine Grundlage für praktische Maßnahmen behufs ihrer Lösung zu schaffen." V Nach dieser die Geschäftsführung der Kommission bestim menden Erklärung kann nur die Güte der Gründe, nicht aber die Anzahl der Vertreter für fünftige Maßnahmen ausschlaggebend sein. Dies scheint Graf Mirbach, einer der entschiedensten Befürworter der internationalen Doppelwährung auch zu fürchten und deshalb begreifen wir es, daß er sofort seinen Austritt erklärt hat. Ob die Herren Arendt, Kardorff und die anderen Bimetallisten seinem Beispiele folgen werden, ist noch nicht bekannt. Aus der umfangreichen Erklärung des Grafen Mirbach heben wir die folgenden Schlußsäze hervor: Eine Enquete, welche lediglich praktische Vorschläge zur Lösung der Silberfrage zu entwerfen hat, darf nach meiner Auffaffung nur aus Männern zusammengefeßt sein, welche auf dem Boden stehen, daß sie das Silber als vollwerthiges Münzmetall acceptiren. Es ist weder nöthig noch erwünscht, daß dieselben sämmtlich den unbedingt bimetallistischen Standpunkt einnehmen. Lokalkorrespondenz berichtet das Folgende: Große Beun ruhigung rufen unter den Fleischern und Kleinkaufleuten Von den Rentenempfängern wohnen in städtischen Ges auch hier in Berlin einige Erlasse von Militärbehörden meinden( mit mehr als 10 000 Einwohner) 12 422 m. und hervor. So hat der Kommandant von Döbeln in Sachsen, 6141 w., zusammen also 18 563 Personen, in Gemeinden Graf Bigthum von Eckstaedt laut Regimentsbefehl an mit weniger als 10 000 Einwohner, alfo in Orten mehr geordnet, daß die Soldaten sämmtliche Verbrauch 3 ländlichen Charakters, 78 069 m. und 29 765 w., zusammen gegenstände, welche der Regiments- Konsum107 834 Personen. Die arbeitsfähigen alten Leute wohnen, verein führt, ausschließlich bei diesem und wie man sicht, vorwiegend auf dem platten Bande. nicht bei den Bürgern zu kaufen haben. 8uwider. Lange berechnet den Jahres Arbeitsverdienst bei den handelnde werden mit 2 Tagen Saft bestraft. männlichen Rentenempfängern in der Stadt auf 669 M., Ferner verlautet, daß es einer der größten Fleisch- Exportauf dem Lande auf 441 M., bei den weiblichen Stentens gesellschaft Australien 3, der" Pastoral Finance empfängern in der Stadt auf 412, auf dem Lande auf Affeciation" in Sidney, gelungen ist, für die deutsche 326 M. Die Bezirke, wo der ortsübliche Tagelohu am ce Lieferungen zu erhalten. Die Gesellschaft behöchsten ist, haben natürlich die verhältnißmäßig höchsten absichtigt, ein eigenes Depot von Kalthäusern in Hamburg Renten. Die Versicherungsanstalten Berlin, Hansestädte, anzulegen, um das Fleisch nach allen Richtungen mit Rheinprovinz, Elsaß- Lothringen, Schleswig- Holstein haben die Leichtigkeit und Sicherheit versenden zu können. Dagegen erscheint es mir ganz ausgeschlossen, daß eine höchsten, die ostelbischen Bezirke, wo die größten Kartoffeln Enquete, deren Mehrheit unbedingt auf dem Standpunkte der der armen Bauern" wachsen, Ostpreußen und Schlesien die einseitigen Goldwährung steht, praktische Vorschläge zur niedrigsten Renten gezahlt. Der durchschnittliche JahresLösung der Silberfrage macht, wie ich fie im Interesse der darniederliegenden Produktion namentlich auf dem Gebiete der arbeitsverdienst von 1888-1890 berechnet sich z. B. für Die Silberkonferenz. Die gestern Abend 7 Uhr in Landwirthschaft für unbedingt nothwendig halte. Ich halte Berlin bei den m. Rentnern auf 795, bei den w. anf 430 Berlin zusammengetretene Kommission zur Grörterung von bei der Zusammensetzung der Enquete meine Betheiligung an Mart, in Ostpreußen bei den m. auf 332, bei den w. auf Maßregeln zur Hebung und Befestigung des Silberwerthes den Arbeiten derselben für zwecklos und scheide aus derselben auf 302, in Posen auf 383 beziv. 309, in Schlesien auf wurde durch den Vorsitzenden, den Staatssekretär des Reichsaus, indem ich vorstehende Erklärung zu Protokoll gebe.joe 379 bezw. 306, in Pommern auf 450 bezw. 340 M. Jn Schahzamts Dr. Grafen v. Posadowsky- Wehner, mit folgender Graf v. Mirbach.s Bayeru ist das durch seine Hungerbauern und Haus Ansprache eröffnet: Es gehört die ganze Ueberhebung eines oftelbischen industriellen berufene Oberfranken mit 381 bezw. 314 M. Meine Herren! Namens des Herrn Reichskanzlers habe Junkers dazu, um zu fordern, daß die große Majorität am übelsten daran. ich die Ehre, Sie zu begrüßen und Ihnen zu danken, daß Sie des Volkes sich von einem winzigen ne ressentenseinem Rufe Folge geleistet haben. Die Reichsregierung in treise Vorschriften machen lasse, es gehört aber auch dazu besonderer Berücksichtigung der neuerlichen Vorgänge auf dem Die amtlichen Ziffern zeigen, wie betrübend die Lage der Volksmassen ist. Aber man speist die Armen und Glenden ab mit schönen Worten und 33/3 Pf. Rente", man beLastet sie mit indirekten Stenern, man führt zu gunsten des Militarismus einen unerbittlichen Krieg gegen die Arbeiterschaft, man hütet sich vor einer wirklichen Sozialreform. Das Kapital braucht Schonzeit!" Dolitische Leberlicht. Berlin, den 23. Februar. Der Reichstag beschäftigte sich heute an erster Stelle mit Wahlprüfungen. Die Wahlprüfungs- Kommission beantragte über die Wahlen der Abgeordneten v. Benda, Gescher, Euler, Görh, Pichler, Saurma v. Jeltsch, Haake, Chlapowski, Will, Rothbarth und Graf v. Bismarc- Schönhausen die Entscheidung über die Giltigkeit auszuseßen und Erhebungen zu veranlaffen. Der Reichstag trat den Anträgen seiner Kommission bei, dehnte jedoch die Erhebungen bezüglich der Wahlen der Abgeordneten Will, Rothbarth und Graf Bismarck noch auf mehrere Punkte aus, welche die Mehrheit der Kommission für unerheblich erachtet bat. Die Position Reichs Invalidenfonds gab dem Genossen Bebel Anlaß, die massenhaften Pensionirungen von Offizieren in den besten Jahren zur Sprache zu bringen. Nach einigen Bemerkungen zum Justizetat, wobei die Seeschlange„ Bürgerliches Gesetzbuch" wie seit Jahren üblich, erwähnt wurde, vertagte sich das Haus bis zum Montag. Bundesrath. In der am 22. b. M. unter dem Vorjih des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Staatssekretärs des Junern Dr. v. Bötticher abgehaltenen Plenarsigung des Bundesraths, wurde dem Entwurf eines Ge seges für Elsaß- Lothringen, betreffend die Sparkassen, und dem Ausschußantrage zu dem Entwurf von Vorschriften über die Prüfung der Nahrungsmittel- Chemiker die Zustimmung ertheilt. Außerdem wurden Eingaben vorgelegt. Was sagen unsere, alle Heeresvermehrungen mit Hurrah bewilligenden Agrarier dazu? Gebiete des indischen und amerikanischen Münzwesens ver das Gefühl von der Haltlosigkeit der Gründe, die Herr schließt sich nicht der Erkenntniß, daß die seit etwa zwanzig v. Mirbach vorbringen könnte. Er weiß doch mindestens Jahren eingetretene fortgefeßte starte Entwerthung des Silbers, so gut wie wir, daß unter den Gegnern seiner Projekte weld es bis dahin seit Beginn des Jahrhunderts neben dem auch solche berufen sind, welche früher zu den eifrigsten Golde ohne wesentliche Schwankung des gegenseitigen Werth- Verfechtern des Gedankens der internationalen Doppelverhältnisses als Münzmetall gedient hatte, auch für Deutsch: währung gehörten, wir erinnern blos an Lexis. Würden land, namentlich für seine Silbervorräthe, für seine im Umlauf die Mirbach'schen Argumente auch nur etwas Gewicht befindlichen Silbermünzen, für seinen Bergbau und für seine Handelsbeziehungen von weittragender Bedeutung ist. Dbgleich haben, so müßte versucht werden, die Abtrünnigen wieder Deutschland sich im sicheren Besitz der Gold zu gewinnen. Herr v. Mirbach täuscht sich, wenn er antwährung befindet, erkennt die Reichsregierung doch in der nimmt, daß seine Erklärung anders als ein sich selbst auszunehmenden Silberentwerthung eine ernste wirthschaftliche gestelltes Armuthszeugniß aufgefaßt werden kann. Frage, die eingehender Prüfung bedarf. In dieser Erkenntniß Daß der wichtigste Berufsstand", nämlich die Arwar schon im Laufe des vorigen Jahres eine Kommission von beiterklasse, in der Kommission nicht vertreten ist, überBertretern verschiedener Refforts gebildet worden, die auf sieht Herr Dr. v. Posadowsky. Seiner Meinung nach grund eines vorgeschriebenen Programms ihre darauf bezüg- dürften die Arbeiter wohl das Recht zum Schuften, Beten lichen Arbeiten führen sollte. Um indeß dem aus den Kreisen und Steuern zahlen haben, aber sonst haben sie das Maul des wirthschaftlichen Erwerbslebens geäußerten Wünschen entgegenzukommen, beschloß der Herr Reichskanzler, die Be- zu halten.tid palmadra Die Kommission hat gestern Abend bis 10 Uhr getagt rathung der Silberfrage durch Berufung von fach ver ständigen Vertretern verschiedener Lehr- und beschlossen, ihre Verhandlungen geheim zu meinungen und Berufsstände auf eine breitere halten. Schließlich hat sie ihre Berathungen auf zwei Grundlage zu stellen und der so gebildeten Enquete- och en vertagt, um das eingegangene Material zu Kommission insbesondere die Prüfung der Frage zu über verarbeiten. An stelle des ausgetretenen Grafen Mirbach tragen, ob und eventuell durch welche Maßregeln es ausführ soll, so berichtet eine Lokalforrespondenz, eine Neuberufung bar erscheint, den Werth des Silbers wieder zu heben und zu erfolgen. Die Bimetallisten verlangen eine Rapazität erſtent befestigen. Die Kommission soll den Arbeitsplan selbststandig feststellen. Es wird sich hierbei fragen, ob zu Ranges in die Kommission eintreten zu sehen. nächst das vorhandene. statistische. Material zu sammeln, gu fichten und eventuell burch neue Erhebungen zu ergänzen ist, Silberpreis und Waarenpreis. Auf die Behaupum eine von allen Seiten für den Inhalt der Berathungen tung der Bimetallisten, daß zwischen der Preis: als maßgebend anerkannte Grundlage zu gewinnen, oder ob bewegung der Waaren und des Silbers ein Sie sofort in die Grörterung praktischer Vorschläge eintreten engerer Zusammenhang bestehe, tommt in seiner Uebersicht wollen. In legterem Falle möchte es vielleicht rathsam sein, über den Handel von 1893 auch der englische Economist" für die einzelnen, von den Mitgliedern der Kommiffion aufNach der von ihm aufgestellten Tabelle der gestellten oder befürworteten Vorschläge je einen Referenten zurück. oder Korreferenten zu ernennen und deren schriftliche Berichte Breisbewegung ergab unter Anderem die Gesammt den weiteren Verhandlungen zu Grunde zu legen. In zweifelheit der Waarenpreise im Jahre 1887 einen Durch noch niedrigerem Stande als der haften Einzelfragen technischer oder gewerblicher Natur wird es schnitt von fich empfehlen, Sachverständige zu hören. Die Verhandlungen heutige ist, wogegen Silber im Jahre 1887 mehr als Er erzählte ihr von der Thätigkeit des Exekutivkomitees und fingerte dabei nervös in den Taschen seines zerfransten Röckleins herum, offenbar nach einem Gegenstand suchend, den er nicht finden konnte. Mit der Hand strich sie die dicken zerwühlten Haare fämpften für die Aufklärung, für die Gerechtigkeit; auch zurück und knöpfte die Bänder ihres weiten Jäckchens zu, sie wollten Alles für das Bolt, aber nicht durch das Volk die sie vorhin geöffnet hatte: Sie hatte Toilette gemacht. zu stande bringen, sie glaubten nicht an die Mission der Gleich darauf klopfte es an die Thür. Bauernschaft, aber sie glaubten an ihre eigene. ,, Entrez", riefen die beiden Damen gleichzeitig. Bewußt traten sie in einen politischen Kampf mit der Er gelangte dabei in das Unterfutter feines Rockes Zwei junge Männer traten herein; es waren Lands. Regierung. Sie wollten den Absolutismus stürzen, eine und jetzt blizten seine Augen verheißend auf. Mit einem Leute, Emigrirte, der Eine Schriftsteller, Paul Fedorowitsch provisorische Regierung einfeßen und auf grund des allgemeinen Ruck hatte er ein Papier hervorgezogen und überreichte es Über in ihr. Es war ein vom Exekutivkomitee verfaßtes Schriftstück, Ostrowski, der Andere Mediziner, Gregor Iwanowitsch Wahlrechtes eine Konstitution herbeiführen. Pirogow. Sie wohnten zusammen und waren trotz ihrer einem despotischen Staate konnte ihre Thätigkeit nur eine betitelt Die Vorbereitungsarbeit der Partei." Lesen Sie das, Sie werden sehen, wir betreten ganz äußerlichen und innerlichen Verschiedenheit die besten geheime sein und dem Terror der Regierung gegenüber Freunde. wurden fie, um sich zu behaupten, zu derselben Kampfes neue Wege." Tania nahm es entgegen, las die Aufschrift und sah weise gezwungen, welche diese Heldenjünglinge in furchtbarer Weise zu dezimiren begann. ihm ernst in die Augen: " " Was Sie hier lächelub mir bieten, wird in Rußland mit dem Tode bestraft." 1907101 Sie stritten und debattirten unaufhörlich mit einander, erzürnten fich und versöhnten sich wieder. ,, Bonjour, mes dames," sagte Oftrowski. Er sah sehr Beide waren klein, aber Ostrowski ebenso zart und fein gebaut, als der Andere plump und schwerfällig; ebenso heiter aus und schwenkte seinen Hut, sich verneigend. aufgeweckt und sarkastisch als Pirogow derb und natura Pirogow war von einer zur andern gegangen, drückte Um seinen Mund zuckte es hohnvoll, während er seine listisch im Ausdruck war, der mit seinem unschönen, mürrisch jeder schweigend aber sehr stark die Hand, ohne sie anzusehen, Augen zu einem Spalt zusammenkniff, hinter dem es blinzelte und blizte. drein sehenden Gesicht gradezu komisch wirkte. Auch in und blieb dann vor einem Stuhle stehen. Was thut das? Rohorski wurde gehängt, weil er ihren revolutionären Anschauungen gingen sie auseinander, Geht es Ihnen noch immer nicht besser, Tania MiPirogow gehörte den Narodniky an. chailowna?" fragte Ostrowski, ihr die Hand reichend. Ich ein Exemplar davon verschenkt hatte, seitdem sind Tausende Es war die ältere, volksthümliche Richtung, die sich möchte Ihnen eine Segelparthie vorschlagen, das würde Sie davon verbreitet und in allen Händen. Je schrankenloser ich führe der Despotismus wüthet, um so rascher werden wir ihn be von allen Einflüssen und Theorien des Westens befreien restauriren wir haben herrlichen Segelwind ich bekomme den Kutter geborgt; Gie fiegen wir werden reinen Tisch machen." und spezifisch russisch sein wollte; die Narodniky setzten ihre Sie hinaus Ihr seid Idealisten," brummte Pirogow. Hoffnung auf die Organisirung und Revolutionirung der wollen nicht? Das ist schade." " Wir? Wir kennen unsere Kräfte die Jutelligenz Bauernschaft und ihre Lofung war: Alles für das Volk Ein anderes Mal, lieber Freund, bleiben Sie nur und durch das Volt. hier," sagte Tania. Lazar und Rina fommen und Georg ist auf unserer Seite die Idealisten seid Ihr, die Ihr So verdammten sie jede politische Thätigkeit, der das Andrejewitsch, vielleicht auch Atschin und Pisanoff. Sezen auf die Bauernschaft zählt." Birogow fuhr auf, setzte sich aber sofort wieder nieder. ungebildete Bolk nicht gewachsen war und suchten die Be- Sie sich doch, auch Sie, Pirogow." wegung den urwüchsigen Begriffen und kommunistischen In- Pirogow murmelte etwas und ließ sich auf der Er klemmte den Stock zwischen die Beine, so daß seine stinkten, die in der Bauernschaft ruhten, anzupassen. äußersten Kante des Sessels nieder. Den Spazierstock und plumpen Kniee schief gegeneinander standen, und murmelte Die Obschtschina, d. h. das Gemeineigenthum an Grund seinen weichen stark zerfuüllten Hut zwischen den Beinen einige Worte in sich hinein. und Boden, diese schöne, altebewfirdige Einrichtung sollte haltend, saß er da, mit vorgeneigtem Kopf und gebogenem ihrer Meinung nach der Eckstein des künftigen Gebäudes Rücken, als wollte er in der nächsten Minute wieder davonlaufen. Oftrowski hatte Tania gegenüber Plaz genommen. Er Ostrowski hatte sich der Partei der Narodnaja Wolja angeschlossen. Während des Kampfes hatte sie sich ge- sprach rasch und lebendig und in dem schmalen Gesicht, vildet, aus einer todesmuthigen, begeisterten Schaar, der das von rabenschwarzen Haaren und einem großen Vollbart die Jugend und die Intelligenz Rußlands angehörte. Sie umrahmt war, funkelten die kleinen Augen gleich glühenden waren von rein ethischen Neberzeugungen getragen, sie Kohlen. werden. Wollen Sie nicht gefälligst Hut und Stock bei Seite legen, Gregor Iwanowitsch?" fragte Sofia, die ihn lächelnd betrachtete. Dante", sagte er kurz, ohne seine Stellung zu ändern. " Haben Sie's noch nicht bemerkt, daß er sich stets nur provisorisch niederläßt", höhnte Ostrowski, er wartet auf eine Wolkserhebung." ( Fortsetzung folgt.) 193 SO pEt. höher stand als im vergangenen Jahre. Die Ge- schichte der letzten acht Monate bereichert diese Beobachtung noch in ganz besonderer Weise. In der Mitte des Juni stand Silber in London noch über 38, heute ftehr es L9 Pence. Das ist ein Abstand von etwa 25 pCt., während die meisten Waarenprcise in diesen acht Monaten, wenn überhaupt, höchstens um ein bis zwei Prozent zurückgegangen sind.— Neue Gegner erstehen dem Bunde der Land- w i r t h e, nachdem er erst vor kurzem einen unbestreitbaren großen äußeren Erfolg aufzuweisen hatte. Am 8. Februar hielt der Pastor E. Borchmann in der Gencralvcrsanun- lung des Uckermärkischen Banernvereins einen Vortrag über „Die Noth wendigkeit politischer Bauern- Vereinigungen neben dem Bunde der L a n d w i r t h e". Ters elbe ivird jetzt von dem Vorstande des deutschen Vauernbuu des an eine große Zahl von Pastoren versandt. Derselbe richtet sich gegen den Einfluß der Großgrundbesitzer im Bunde der Land- wirthe. An der Spitze der Ausführungen finden sich sol- gende Leitsätze: t. Was ist der Bauernstand? Antwort: Er ist alles! Denn hat der Bauer Geld, so hat's die ganze Welt? Der Bauernstand stellt die meisten und besten Soldaten und im Bauernstand erkennt die Sozialdemokratie je langer, je mehr den Wall, der für ihre stolzen Wellen ein machtvolles„Bis hierher und nickst weiter" bedeutet. 2. Was hat er bisher im Staate gegolten? Nichts! Er hat sich bisher in politischer Be- vcljung von jedermann bevormunden lassen, bald wie in Schlesien und anderwärts von freisinnigen Stadtleuten, bald von Landräthen und sonstigen Bureaumenschen ohne Ar und Hali». bald und zumeist von adligen und nicht adlige» Groß- grundbesitzern; er hat sich bisher willenlos in das Schlepptau jeder politischen Partei nehmen lassen. 3. Was will er und was soll tv? Antwort: Er m u ß durchaus einen seiner Kopfzahl und seiner Bedeutung ent- sprechenden Einfluß im öffentlichen Leben gewinnen und zwar als Bauernstand im Unterschied zun» Großgrundbesitzer st and! Letzterer ist ja freilich mit ihm in wirthschaftlicher Beziehung im wesentlichen gleich intcrcssirt. aber das darf niemand ver- wirren, obgleich jetzt, so weit ich sehe, sich sehr viele dadurch beirren und verwirren lassen. Wenn der Herr Pastor auch in dem„antikollektivisti- schen Bammschädel" den Wall gegen die Sozialdemokratie sieht, so wird er ebenso«ine Enttäuschung erleben, wie die katholischen Pfarrer, die in ihrer Kirche eine» Grenzwall gegen die Ausdehnung unseres Besitzstandes sahen. Wichtiger ist, daß der Herr Pastor die von den Agrariern so ver« ketzerte Ansicht von der Verschiedenheit der Interessen des Großgrundbesitzer- und Bauernstandes frank und frei aus- spricht. In der Broschüre heißt es dann: Uno darum müssen politische Bauern- vereinigungen neben dem Bund der Land- wirthe da sein zur Orientirung und Stellung- nähme des Bauernstandes in alleu politischen Fragen, also zu seiner selbständigen Antheil- nah in e am gesammten politischen Leben. M. H.! So lange der Bund der Landwirthe durch seine gegenwärtige Leitung die Auflösung der bestehenden Bancrnvereinigungen offen oder v e r st e ct t, mit Gewalt oder mit freundlichem Locken herbeizuführen sucht und das Wiederaufbühen des neuerstandeuen, ihm doch ausgesprochener- maßen freundlich gesinnten„Deutschen Buuernbundes" in der feindseligsten Weise zu hintertreiben sucht, tritt er thatsächlich als Feind der politischen Weiterent Wickelung des Bauernstandes auf, will er ibn in politischer Unkenntniß und Bevormundung belassen wissen, wenn das auch vielleicht zehntausende seiner Glieder nicht ahnen und sehen mögen. Denn der Bund der Landwirthe orientirt und schult seine Mitglieder ja nur in wirthschaftspolitischen Fragen, also mir einseitig, in alle übrigen politischen Fragen führt er sie nicht ein und darf es nicht; wenn er also durch seine unfreundliche, ja feindliche Haltung gegen die allgemeinpolilischen Bauern- vereine dem Kleingrundbesitzer sagt und bedeutet, daß das. was er bei ihm hat und erhält, vollkommen für ihn genug sei, so ist doch das genau dasselbe, wie wenn jemand emem. der Lehrer werden will, den Rath gäbe: Wenn Du nur gut rechnen lernst, so ist das vollkommen genug, um Lehrer zu sein.— Ja, m. H., das Streben der gegen- wärtigen Leitung des Bundes der Land- wirthe. möglich st alle bestehenden Bauern- Vereinigungen in des Bundes allein selig- machenden Schoost auszunehmen und neu euistehende zu bekämpfen, bedeutet ent- schieden einen feindlichen Eingriff in die politische Selb st ändigkeits- Bewegung des Bauernstandes. Ten Herren vom Bunde der Landwirthe und von der „Kreuz'Zeitungs''-Partei dürfte es wohl kaum sehr er- wünscht sein, daß der„Vorwärts" den Inhalt dieser be- achtenswerthen Broschüre weiteren Kreisen mittheilt. Die Solidarität der Landwirthschaft treibenden Be- völkerung wird bald durchbrochen sein, der Kleinbesitz will neben dem Großbcsitz in der Landwirthschaft zu Worte kommen; die Landarbeiter werden sozialdemokratisch, so daß die Kämpfe, die wir in der Industrie mit jedem Jahre schroffer werden sehen, bald auch in der Landwirthschaft anheben werden.— Eine der wahren Ursache» der Roth der Grost- Grundbesitzer wird durch folgende durch die Zeitungen gehende Noliz beleuchtet: Ueber das Vermögen des Vorwerkspächters Rittmeister der Reserve Arthur Woltersdorff zu Lauban ist der Konkurs er- öffnet worden. Rittmeister Woltersdorff ist seit mehr als sechs Wochen ins Ausland verreist. Noch vor wenigen Jahren war er Besitzer etnesVermögens von etwa 300 000 M. N y l> l e Passionen haben ihn zu gründe gerichtet. Unter den Gläubigern besindet sich auch die Stadtgemeinde Lauban, welcher das von Ä. gepachtete Vorwerk gehört. Im vorigen Jahre noch wurde Herrn W. von den Stadtvätern 1000 M. von der Pachtsumme erlassen mit Rücksicht aus die„Roth der Landwirthschaft". gjittmeister Woltersdorsf war— so be- richten Laubaner Blätter— eine der Hauptstützen des„Bundes der Landwirthe". für den er namentlich im Frühjahr vorigen Jahres in politischen und landwirthschastlichen Versammlungen durch Vorträge manche Lanze gebrochen hat und noch zur Tivoliversammlung delegirt war. Charakteristisch ist gerade auch m diesem Falle, dast der Ruin nicht durch hohe Pacht. schlechte Ernte zc., sondern lediglich durch unverhältnist- mästigen Aufwand und schlechte Wirthschaft verursacht ist.— Der„abwesende" Arthur W. ist der älteste Sohn des Geheimen Kommissionsraths Arthur Woltersdorss. welcher ein großes Vermögen ererbt und dasselbe durch feine Theatersührung in Königsberg uud Berlin kolossal vermehrt hatte.— „Nur lauasam voran". daS ist der Wahlspruch nusercr Sozialretorm-r, das sieht man nicht nur an der Durchführung der Sonntagsruhe, sondern auch an der mangelhasten Durchführung des Schutzes der Kinderarbeit, wie aus der folgenden Notiz hervorgeht: In kurzer Zeit werden zwei Vorschriftenkategorien der letzten Gewerbe-Ordnungs-Novelle endgiltig in Kraft treten, und zwar diejenigen, welche sich aus die Kinder u n d a u f die jugendlichen Arbeiter beziehen. Was die Kinderarbeit betrifft, so hat bekanntlich die Gewerbe- Ordnungs-Novelle festgesetzt, daß schulpflichtige Kinder über- Haupt nicht in Fabriken beschäftigt werden dürfen. Im größten Theile Teutschlands wurden dadurch die Kinder bis zum Ztlter von 14 Jakren, in einem kleinen, hauptsächlich wohl nur in Bayern, bis zum 13. Lebensjahre von den Fabriken ausgeschlossen. Für die jugendlichen Ar- beiter, d. h. diejenigen zwischen 14 und 16 Jahren, wurden die Pausen zwischen der zulässigen zehnstündigen Arbeitszeit neu geregelt. Jedoch wurde zur endgiltigen Einführung dieser Neuerungen, so weit bereits beschäftigte Kinder und jugend- licke Arbeiter in Betracht kamen, eine llcbergaugSzeit fest- gesetzt. Diese Uebergangszcit erreicht nun mit dem 31. März d. I. ihr Ende. Bis dahin ist es möglich, daß noch schul- Pflichtige Kinder in Fabriken und in Werkstätten, in weichen durch elementare Kraft bewegte Triebwerke zur Anwendung gelangen, beschäftigt werden."Vom I. April 1894 ab wird kein schnlpflichtigcs Kind mehr in den Fabriken und in den bezeichneten Werkstätten zur Arbeit herangezogen werden dürfen., Vertrauensadrcsse». Von den verschiedensten Seiten, aus dem Osten'wie aus dem Westen Deutschlands geht uns die Mittheilung zu, daß eine Anzahl übereifriger höherer Postbeamten ihren ganzen Einfluß aufbieten, um die Postbeamten zur Unterzeichnung von Vertrauens- adresscn an den Staatssekretär der Reichspost Dr. Stephan zu bewegen. In den Zuschriften wird hervorgehoben, daß die Angriffe ini Reichstag aus die Leitung der Reichspost der Grund sei für diese Unterschriftensammlung und daß die meisten Postbeamten die ihnen vorgelegten Schriftstücke unterzeichneten, weil sie unterzeichnen müßten. Das letztere ist ja selbstverständlich, aber deshalb trauen wir auch Herrn Dr. Stephan zu, daß er klug genug sein wird, auf diese erzwungenen Unterschriften keinen Werth zu legen. Ein Berufen ans dieselben im Reichstage dürfte mit homerischem Gelächter aufgenommen werden.— Tas uationalliberale Reaktionsvolk benutzt die vorgestrige Bcschlußunsähigkeit des Reichstags abermals zu einer Hätz gegen den Parlamentarismus und einer Geschäfts- reklame für die BiLmarck'sche Blut- und Raubpolitik. Daß unter Bismarck der Besuch des Reichstags ein noch weit schlechterer war als jetzt, wo die Rcgierungsvertreter der Bolksvertretung gegenüber doch wenigstens die Regeln des Anstandes wahren, das erwähnt die nationalliberale Preß- meute natürlich nicht. Ueber die Ursachen der häufigen Beschlnßnnfähigkeit des Reichstags haben wir. uns schon so oft ausgesprochen, daß eine Wiederholung nur vom Ucbel wäre. Bemerkt sei blos, daß das ebenfalls diätenlosc englische Parlament— im Durchschnitt noch schlechter besucht ist, als der Deutsche Reichstag. Wenn wir des nationalliberalen Gebelsers Erwähnung thun, so geschieht es nur, um an einem eklatanten Beispiele von neuem die Verkommenheit des deutschen Bürgerthums festzustellen. Der Parlanieutarismus ist doch recht eigentlich die Regierungsform des Bürgerthums, das in allen anderen Ländern auch zäh an ihm festhält. Das deutsche Bürger- thum hat dagegen in seiner Angst vor dem Sozialismus einen so großen Abscheu vor seinen eigenen„liberalen" Grund- sätzen bekommen, daß es dieselben längst über Bord ge- morsen hat, und sehr froh wäre, wenn irgend ein brutaler Condottieri, vom Kaliber eines Bismarck, den ganzen parlamentarischen Plunder den Grundsätzen nachwerfen würde. In anderen Ländern hat das Bürgerthum Revo- lutionen gemacht, um sich den Parlamentarismus zu er- kämpfen— in Deutschland bettelt es das reaktionäre Junker- und Beamtenthum an, es von dem Parlamentarismus zu erlösen, der blos dem Gottseibeiuns von Sozialdemokratie Gelegenheit giebt, das Volk zu verführen und aufzu- reizen.— AuS dem hessische» Laudtag. Aus Darmstadt wird uns geschrieben: Ter Gesetzgebungsausschust, welcher auch die Wahl- Prüfungen vorzuiiehmen hat, berielh vorige Woche über die Wahlen unseres Genossen Cramer, Wahlkreis Offenbach-Land und Orbig, Gießen-Land und beschloß am 21. Februar einstimmig, die beiden Wahlen für ungiltig zu erklären. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Majorität der Kammer diesem Beschinsse bei- treten wird. Bei der stattfindenden Neuwahl wird allerdings eine wesentliche Verschiebung des Stimmenverhältnisses nicht ein« treten, da in Cremers Wahlkreis nur die Wahlmannerwahl in Sprendlingen neu vorzunehmen ist, wodurch bestimmt vier Wahlmänner, die jetzt der nationalliberalen Partei angehören, gewonnen werden dürften falls sich die deutschfrelsinnigen Wahl- männer, wie bei der letzten Wahl, der Abstimmung wiederum enthalten; geschieht dies, dann ist die Wahl Cremers gesichert, werfen sie sich dagegen aus die Seite der Nationalliberalen, dann wird dieser gewählt. In Orbigs Wahlkreis, Giesten-Land, soll zu Unrecht einem anitsemitischen Wahlmann aus dem Orte Groß- Buseck, die Qualifikation als Wahlmann abgesprochen, und er demgemäß nicht zur Abgeordnetenwahl zu- zulassen sein. Wählen übrigens die Deutschfreisinnigen, um die Wahl eines Antisemiten zu verhindern, Orbig, so ist des Letzteren Wahl gesichert. Bekanntlich war in Gießen-Land der antisemitische Reichstags- Abgeordnete Köhler gewählt, wegen seiner Toppelwahl lehnte er Gießen-Land ab und bei der Neu- wähl erhielt unser Genosse Orbig das Mandat mit 2 Stimmen Majorität. Wie auch die Kammer beschließt, auf alle Fälle werben wir unsere Pflicht thun» um die Sitze zurück zu erobern.« Der Abgeordnete Müller hat in der hessischen zweiten Kammer folgende Interpellation eingereicht:„Ist der Regie- rung bekannt, daß der Kleesamen, welcher in den Nothstauds- gebieten verabreicht wurde, mit Hirsensamen gemischt war? Wurde derselbe in dieser Mischung von der landwirthschastlichen Behörde bestellt? Wenn nicht— beabsichtigt die Regierung die Lieferanten zur Rechenschast zu ziehen?"— Internationale Mastregeln gegen de» Anarchismus beginnen sehr wahrscheinlich zu werden. Abmachungen zwischen England und Frankreich werden angebahnt, wie die folgende Londoner Depesche beweist: Zwischen den Vertretern der französischen Polizei. die gegenwärtig in London weilen, und der englischen Polizei fand heute in Scotlanb Pard eine Konferenz statt betreffend die Ueberwachung der fremden Anarchisten in England und behufs Entveckung des Ortes, wo die Explosivstoffe hergestellt worden sinv.— Der Redakteur des„Pöre Peinard". Pouget, ist nach London gekommen, um hier die Herausgabe seines Blattes fort- zusetzen. Daß dies der erste Erfolg der Propaganda der That seil» werde, hätten sich die noch nicht ganz wahnwitzigen Vertreter dieser Theorie, welche nicht blind sind für die . Wünsche der internationalen Reaktion, selbst sagen können.--- Neber die Bomben-Epidemie äußert sich sehr ver- nlinftig ein Pariser Korrespondent der„Kreuz-Zeitung". Er schreibt in der heutigen Nummer: Die Hinrichtung Vaillants, die Verhaftung Henrys und die neuesten Maßregeln gegen die Anarchisten scheinen diesen den Gedanken nahegelegt zu haben, den Beweis zu führen, daß das alles nicht hilit, daß immer todesmnthige Kompagnons übrig bleiben. Daher wohl die beiden mehr feigen, als todes- mulhigen Bombenhinterhalte, die sie der Polizei gelegt haben, wenn ich mich so ausdrücken darf. Ganz abgesehen davon, daß man Unglück hatte,— was würden diese Versuche, wenn sie geglückt wären, denn für die anarchistische Sache und deren endlichen Sieg beweisen? Es giebt so viel ansteckende Krankheiten, die zumal in einer Großstadt drohen, daß die Gefahr, beispielsweise am Typhus zu st er den, hundert-, ja tausendmal größer ist, als die, von einer Bombe getödtet zu werden. Ich wiederhole es beständig: das w i r k l i ch G e f ä h r l i ch e ist nicht das Bombenattentat an sich, sondern die kindischeFurcht vor demselben. Im Augen- blick, wo man über derartige Schandthaten so kaltblütig zur Tagesordnung übergehen wird, wie über die nicht gerade seltenen Mord- anfülle auf den auswärtigen Boulevards, wird die Hauptgefahr beseitigt sein. Die anarchistische Propaganda lebt von dem aber- gläubischen Schrecken, den sie ausübt. Es kommt hinzu, daß das Publikum, je mehr es sich an diesen Bombenunfug gewöhnt, um so kaltblütiger und— wachsamersein wird. Es ist gar nicht denkbar, daß Anarchisten in möbiirten Gastzimmern und sonstigen Räumen auf die Dauer ihre Sprenggeschosse an- fertigen können, ohne daß es die gewitzelt geworbenen Nach- barn und Wirthe merkte». Man malt sich die Zukunft schwärzer aus, als sie ist. Ohne die politische Fruktifizirung würde das, was man heut unter Bomben-Attenlaten versteht, ein gemeines Verbrechen sein, das nicht mehr Aufsehen machen� würde, als andere gemeine Verbrechen.— pKvlclnrenkKvisickxes. I» der Stempelsteuer-Kommissio» wurde der Theil des Stenipelsteuer-Gesetzes, welcher die Besteuerung der Aktien, Renten und Schuldverschreibungen, der Kauf- und sonstigen An- schaffungsgeschäften sowie der Lotterieloose betrifft, in zweiter Lesung beendet. Man hat den Rcgierungsentwurf über die Stempelsteuern in zwei Theile zerlegt und das. was man ge- wohnlich als Börsensteuer bezeichnet, mit einigen Abänderungen angenommen. Dieser Gesetzentwurf hatte viele Mitglieder des Reichtages vor eine schwere Ausgabe gestellt. Sie hatten in der Presse, in Volksversammlungen und überall wo sich die Gelegen- heil dazu bot, verkünde; wir wollen der Börse schwere Opfer aufbürden. Das zustimmende Votum zur Militär- vorläge hatte man damit zu entschuldigen gesucht, daß die Börse den Löwenantheil zahlen sollte. Es muß kräftiger zugegriffen werden, als die Regierung es vorschlägt, so schallte es aus den antisemitischen und konservativen Blättern. Man wußte, daß die Börsianer viel Geld im Sack haben und leicht einige Dutzend Millionen zahlen könnten, aber wie das Geld zu erlangen ist, das ist die schwierige Frage, welche auch die nicht gelöst haben, welche selbst noch bei ver ersten Lesung im Reichs« tage damit renomirten, daß die Börse bluten solle. Wie das Gefetz nun angenommen ist, bleibt es in der Hauptsache nur ein Dekorationsstück in dem Stenerbouquet, aber dce anderen Blumen, aus denen das Bouquet gebunden werden sollte, welken schon. Heute verkündete zwar der Staatssekretär des Reichsschatzamts. daß die verbündeten Regierungen daraus bestehen, daß alle neuen Stenervorlagen in der Kommission durchberathen werden, aber die welkenden Blumen werden keine Früchte mehr tragen. Die nächste Sitzung der Kommisston findet am Montag, den 5. März statt. Bis dahin wird man übersehen können, ob der Reichstag aufgelöst wird oder nicht. Die noch rückständigen Vorlagen, Quittungs- und Frachtbriefstempel, Tabakfabrikatsteuer und Weinsteuer biete» so viel Gelegenheiten für Abgeordnete, sich zu blamiren und.ihre Wiederwahl in Frage zu stellen, daß sie schon aus diesem Grunde die Debatten so lange verzögern, bis man gewiß weiß, daß die Neuwahlen erst nach tahren stattstnden. Bevor man Sünden begeht, wollen die eute wissen, ob daS Volk Zeit hat, sie zu vergessen. » Die WahlprüfungS- Kommission beschloß gestern, ohne Debatte, dem Reichstage die Giltigkeit der Wahl des Abgeordneten Hasse(Leipzig-Stadt) zu empfehlen. Gegen die Wahl lag ein von einem einzelnen Wähler ausgehender Protest vor. der sich dagegen wendet, daß die Leipzig einverleibten Vororte nach wie vor mit dem Landkreis Leipzig stimmten. Da letzteres den Be- stimmungen des Wahlgesetzes entspricht, wurde der Protest für unbegründet erklärt. « Ju der letzte» Sitzung der PetitionSkommission wurde über die bekannte Antisemiten-Petition, betreffend staatliche Prüfung der sogenannten„jüdischen Gehet mgesetze" (Talmud, Sckulchan-Aruch) verhandelt. Der Referent Abg. Frhr. von Langen wiederholte die im letzten Bericht er- wähnten Kraftstelle», die er durch Wiedergabe einiger anderer Uebersetzungs stellen noch zu ergänzen und zu bekräftigen suchte. Sein Votum ging dahin, die Petition dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen, d. h. von Reichswegen die gewünschte Prüfung vorzunehmen. Der zur Berathung hinzu- gezogene Regierungs-Kommissar von Lenthe erklärte, daß das Reichs- Justizamt von der Existenz und Wirkung solcher Geheimgesetze noch nicht das Ge- ringste gespürt habe, und zwar weder auf kriminellem noch prwatrcchtlichei» Gebiet. Nur in einzelnen Ländern pflege man, wo es sich um Trennung rein jüdischer Ehen handele, lüdische Kultus- Sachverständige hinzuziehen. Der Regierungs- Kommissar hielt sonach die gewünschte Prüfung für ziel- uud zwecklos.— Der Korreferent Abg. V o g t h e r r wies an der Hand reichhaltigen Materials nach, daß bei den etwa 170 Aus- gaben und ca. 2000 Mitarbeitern des Talmud von einer maß- gebenden Uebersetzung niemals die Rede sein könne. De» vom Referenten angeführten Stellen ließen sich ebensoviele gegenüber- stelle», die das Gegentheil jener aussprächen. Auch den Jesuiten würden ähnliche Vorwürfe gemacht, uud diese stünden doch auf dem Boden sogen, christlicher Moral! Die amtliche Kriminqlstatistik des Deutschen Reichs spräche gerade in bezug auf die Vergehen gegen das Eigenlhum zu Gunsten der Juden. Endlich sei die Hauptsache, daß die konfessionell berufene Vertretung der Juden in einer Erklärung von 218 deutschen Rabbinern einen. Aus- spruch des Talmuds, wonach das Staatsgesetz gilt, zu dem ihrige» machte.— In der folgenden Debatte wünschte u. A. der freisinnige Abg. C a s s e l m a n», die Sache nicht allzu eingehend zu würdige» und namentlich eine Debatte darüber im Reichstag unter allen Umständen zu verhindern. Dem wurde namentlich von sozialdemokratischer Seile mit dem Hinweis wider- sprachen, daß man eine solche Debatte keineswegs fürchte. Zum Beweis dessen stimmten auch die sozialdemokratischen Abgeordneten für Tagesordnung, deren Annahme eine Berlchterstattung und Debatte im Plenum zur Folge gehabt hätte. Die Mehrheit erklärte jedoch die Petition für ungeeignet zur Erörterung im Plenum, wo- ! durch die Petition als erledigt gilt. Für den Inhalt der Inferate über nimmt die Redaktion dem Publikum Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. 8um 4. Male: E gegenüber keinerlei Verantwortung Ein Blitzmädel. Theater. Sonnabend, den 24. Februar. Opernhaus. Mara. Slawische Brautwerbung. Bajazzi. Schauspielhaus. Der Joursig. Post festum. Leffing- Theater. Gêne. Madame SansDeutsches Theater. Der Herr Se nator. Berliner Theater. Narciß. Wallner- Theater. Mauerblümchen. Friedrich- Wilhelmßädt. Theater. Die Brautjagd. Residenz- Theater. Der Maskenball. Neues Theater. A Basso porto. Central- Theater. Ein Blißmädel. Adolph Erukt- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Rapitän Grant. Aleranderplah- Theater. Charley's Tante. Vorher: Bajazzi. Hierauf: Der Teufel in Berlin. National- Theater. Die Weber. American Theater. Lumpen- Su sanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Sensationelle Novität! „ Die Weber Posse in 4 Atten von Karl Costa. Musik von E. Millöcker. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung und Konzert von nur Künstlern 1. Ranges. Auftreten der Ballet- Gesellschaft Columbia( 10 Damen), Balletmeisterin Rosa Fricka. Auftreten der Elite ParterreAkrobaten u. Pantomimentruppe Hermandez. Ein Liebesabenteuer. Komische Orig.Pantomime. Fräulein Berkany, Kostüm- Soubrette. The Willon's, Dopp. Jongleure. Geschw. Gläser, Gesang- u. Instrument. Duettisten. G. Cordes, Gesangs- Humorist. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. A. Zimmermann. " Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Sonntag, den 25. Februar 1894: Stettiner Sänger Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Großes UIEProgamm. Zum Schluß: Unserm Freund und Kollegen Carl Zunker zu feinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. 1926b Carl, laß die Mauerfreese fallen. 0. T... 3. R. Verein z. Regelung d. gewerbl. Verhältnisse der Löpfer und Berufsgenossen Berlins n.Umg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege 470/12 Otto Illmer Achtung! Große öffentliche Achtung! Volks- Versammlung Montag, den 26. Februar, Abends 8 Uhr, in den Germania- Sälen, Chausseestr. 103. Tagesordnung: 1. Berichterstattung des Genossen Dr. Lux über den internationalen fozialistischen Akademiker- Kongres in Geuf. 2. Vortrag des Genossen Dr. Zadek über: ,, Die Studirenden und der Sozialismus." 3. Diskussion. Alle aktiven und inaktiven Akademiker sind hierzu ganz besonders eingeladen. Der Vertrauensmann Waschowsky ist von der Versammlung unterrichtet. Die Parteigenossen werden ersucht, möglichst zahlreich zu erscheinen. Der Einberufer. J. A.: Dito Naether. am Mittwoch plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, 463/11 Vormittags 10 Uhr, von der Leichenhalle des Zionskirchhofes in Weißensee aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Am 21. d. Mts. verstarb unser treues Mitglied 1919b Johann Berger theurens Andenkens. Der Unterstützungs- Verein der Franz Spielhagen'schen Fabrik. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Theilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Mannes, Des Schmiedes .1917b August Lippke, fage ich allen lieben Berwandten, Freunden und Bekannten, sowie werthen Kollegen meinen innigsten und tiefgefübltesten Dank. Malwine Lippke. Die Beleidigung gegen meine Schwester, Hilfs- Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 9% Uhr: Große öffentliche Versammlungen. Für Berlin N. im Wedding- Park, Müllerstr. 176.( Ref.: ReichstagsAbgeordneter Aug. Kühn- Langenbielau.) Für Rixdorf, Berlinerstr. 136 bei Kummer.( Ref.: ReichstagsAbgeordneter Bueb.) Für Charlottenburg, Bismarcftr. 80 ,,, Bismarckshöhe".( Ref.: Reichstags- Abgeordneter Schulze- Königsberg.) Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der chemischen Industrie, sowie der Gasglühlicht- Arbeiterinnen und die Gasanstalts- Arbeiter sind noch besonders hierzu eingeladen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Die Agitationskommission. [ 161/16] Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 25. Februar er., Vormittags 10 Uhr, im Lokale von Hensel, Juvalidenstr. 1a, Branchen- Versammlung der Frau Martha Böhme, nehme ich der Eisen- und Metalldreher, sowie Gas-, Wasser- und hiermit zurück und erkläre dieselbe für 1923b eine ehrenwerthe Frau. Wittwe Helene Wiggert. Freireligiöse Gemeinde. Echauspiel in 4 utten v. Carl Peters. Auf dem Maskenball. Sonntag, Bormittags 10% Uhr, Regie: Mar Samst. Raffeneröffnung 6/2 Uhr.- Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Nur noch kurze Zeit! Rosenthalerstraße 38: Dampfarmaturen- Arbeiter. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Pinn über: " Kulturhistorische Streifzüge". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 488/4 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Montag, den 26. Februar er., Abends 8½ Uhr, im ,, Kolberger Salon", Kolbergerstr. 23: Vortrag Grosse Bezirksversammlung f. d. Norden. Präuscher's anat. Museum. v. Hrit. Waldeck- Manasse: Neu: Rebifouftuberkuloſe, Kehlkopfpolyp, Bruftfellentzündung, Lungenentzündung, Lunge mit Tubertulofe, Herz mit Silappenfehler, Magen Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. mit Entzündung, mit Geschwüren, Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gefett von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 81/2 Uhr: Leber- und Milzkrankheiten. Schuhkanal durch fünf Körper, Gladiatorenkampf, täglich für erwachsene Herren, Dienstag Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Das Gebet". Bueb. 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbands- AnGäste sind sehr willkommen.[ 441/11 gelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen erfucht Castan's Panoptikum. und Freitag für Damen. Grossartige Ausstellung ratweil'sche Bierhallen Kommandantenfte.77-79. Viele Novitäten! Irrgarten. Illusionen. Märchen- Cyclus. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich ein PorzellanWelt. u. größt. Etablissem. Bert. Glas- u. Seifengeschäft Lumpensusanne täglich abwechselnd. Programm bei freiem Entree oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus der ersten Wiener Damenkapelle dem Müllwinkel( frei nach dem Ver: brecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen. Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" " Mikloska und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten eröffnet habe u. bitte um regen Zufpruch. Augufte Schneider, Georgenkirch straße 17. Freunden und Genossen empfehle ich meinen tägl. Fleischverkauf von Nind, Kalb- u. Hammelfleisch zu den billigst. Preisen. Frau J. Schulze, 19096 Eisenbahnhalle, Stand 15. Fleisch- Halle. Der Vorstand. Oeffentl. Versammlung aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen aus dem Westen und Südwesten Berlins und Schöneberg am Montag, den 26. Februar er., Abends 8 1hr, bei Werner, Bülowstraße Nr. 59. Tages- Ordnung: 1. Die wirthschaftliche Lage in der Metallindustrie. Referent: Rollege Rohrlac. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen aller Metallarbeiter und-Arbeiterinnen ersucht Der Einberufer. 435/7 Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes für Berlin und Umgegend.( Filiale Moabit.) Sonntag, den 25. Februar, Nachmittags 4 Uhr, bei Hermerschmidt, Berlebergerstr. 28: Grosse Versammlung. 2. Tages Ordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 1. Ranges. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berschiedenes. Mr. Kauning, Concertmaler. Herren und Damen als Gäste sehr willkommen. Tellersammlung findet ¡ Josephine Delclisseur. Derfelbe wird innerhalb 15 Minuten Brunwald mit bewegter Vergangen ein Delgemälde malen, welches nach Detailverkauf zu Engros- Viehhofs: statt. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Die Bevollmächtigte. Täglich: Auftreten des Martin Bendix. Schluß der Vorstellung gratis ver- preisen: Rindfleisch 50-60 Pf., Kalb: 460/15 loost wird. fleisch 50-60 Pf., Schweinefleisch 55 heit . beften Bauchredners d. Jektzeit Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. bis 60 Pf., Sammelfleisch 45-55 Bf. 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro Holzmarktstraße 19, H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix, Stunde 60 Pf. C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten sowie Hugo Schulz, Alfred Bender. find noch an verschiedenen Tagen Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 61/2 Uhr. PassagePanopticum. zu haben. Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonnabend, den 24. Februar cr., Abends 7/4 Uhr: Auf auf zur fröhlichen Jagd! Im Theater- Saal, ohne Extra- Entree: Großes Original- Sport- Schauftück mit Parforce- u. Rastadenritt vom Direktor Nord und Süd, Liederspiel von R. Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Der Letztes Gastspiel Truppe Hassoni. E Die Baby's. Echt Berliner Blut. Entree 15 Bi. Rejervirt 30 f. MAR. Winkler. Fr. Renz. Glänzender Wagen- Korso. Ballet von 100 Damen. Ece Michaelfirch- Brücke. Hosen, Herren- u. Knabenanzüge spottbillig. Sopha- Teppiche v. 5 M. an, im Ausvert. Pfandleihe, Staligerstr. 13 I. 37 37 Als anerkannt reelle und billigste Einkaufs-Quelle des Süd- Ostens für Musikinstrumenten- Arbeiter! Montag, den 26. Febr., Abends 8 Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstraße 180: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Delegirten der Gewerkschaftskommission. 2. Bericht unserer Gewerbegerichts- Beisiger. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ganz besonders auf die Tagesordnung aufmerksam gemacht, ba leider die Praris des Gewerbegerichs speziell zu wenig bekannt 474/13 Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Gold-, Silber-, ist und die Beisiger die weitgehendste Aufklärung geben werden. Alfénidewaaren( Gig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren enipfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, Meute von 37 Admiral- Straße 37 40 Hunden. Dressirter Fuchs. Außerdem: d. ostpr. Hengst Blondel und Monstre- Tableau v. 60 Pferden, vorgef. v. Dir. Fr. Renz; das Schulpferd Beautiful u. d. Steiger Solon, ger. v. Frau Renz- Stark; b. grossen Tremplinsprünge über 10 Pferde; die Akrobaten auf dem Drahtseil Zalva, Espana u. Alvar 2c. !! Roh- Tabak!! 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Tanz) 50 Pf., find im ArbeitsNachweis, Annenstr. 16, sowie in nachfolgenden Zahlitellen zu haben: Sperling, Oranienplay, Louisenufer 22; Norbert, Beuthstr. 22; Reichert, Friedrichstr. 34; Schünemann, Ecke Weinmeister- u. Rosenthalerstraße; Henke, Blumenftr. 88; Siegemund, Eisenbahnstr. 20 und Herschleb, Adalberistr. 4. Anfang präzise 81/2 Uhr. Um regen Besuch bittet [ 19126] Der Vorstand. NB. Die Zahlstellen sind an diesem Abend geschlossen. Hierzu zwei Beilagen Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. vorräthig. Katsch& Richter, Wallstr. 13 Staligerstr. 105. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 46. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonnabend, den 24. Februar 1894. 56. Sigung vom 28. Februar 1894, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Bötticher, v. Marschall, Bronsart v. Schellendorff, Schulz. In Gemäßheit des schleunigen Antrages Auer wird bechlossen, den Reichskanzler zu ersuchen, zu veranlassen, daß das gegen den Abg. Schmidt- Frankfurt beim Landgerichte in Frankfurt a. M. wegen Uebertretung schwebende Strafverfahren für die Dauer der Session eingestellt werde. Die Wahl des Abg. Haate( Frankfurt- Lebus) wird für giltig erklärt, zugleich aber beschlossen, Beweiserhebung über verschiedene Protestbehauptungen zu veranlassen. 11. Jahrg. Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin zu wirken, daß| stelle ein adliger Offizier acht bürgerlichen vorgezogen wurde, die denjenigen Offizieren, Sanitätsoffizieren, Beamten und Mann- wahrscheinlich auch dadurch veranlaßt sein dürften, um ihren schaften des Reichsheeres und der Marine, welche infolge einer Abschieb einzukommen. Unter solchen Umständen braucht man im Kriege 1870/71 erlittenen Verwundung oder sonstigen Dienst sich über des Steigen des Pensionsfonds nicht zu wundern. beschädigung behindert waren, an den weiteren Unternehmungen Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: Ich weiß nicht, des Feldzuges theil zu nehmen, und dadurch der Anrechnung aus welchen Quellen der Vorredner diese Nachrichten hat; eines zweiten Kriegsjahres bei der Pensionirung verlustig ge- ich weiß von diesen Dingen nichts. Die blauen Briefe", gangen sind, der betreffende Pensionsausfall erstattet werde. welche die Pensionirung bringen, werden stets mit großer Nachdem Abg v. Schöning( dk.) den vorstehenden Antrag Freude entgegengenommen. Ob adelig oder bürgerlich ist bei der kurz befürwortet hat, erhält das Wort Beförderung ganz ohne Bedeutung; nur das Verdienst entscheidet. Ein Zwang bei der Pensionirung wird nicht ausgeübt. Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff: In der Stetigfeit der Erhaltung der Altersgrenze bei den einzelnen Chargen sehe ich nicht den Beweis für ein mechanisches Vorgehen, sondern den Beweis für ein bewährtes, von richtigen Grundsätzen ge. leitetes Verfahren. Nach unserer Auffassung sind die von Herrn Bebel als brauchbar bezeichneten Offiziere für ben Kriegsdienst eben nicht mehr brauchbar; was Berwandte oder Freunde über den Gesundheitszustand des Betreffenden denken, ist für die Armee gleichgiltig. Die Resolution v. Schöning wird angenommen, der Etat des allgemeinen Pensionsfonds bewilligt, ebenso der Etat des Reich 3 Invalidenfonds. Beim Etat der Reich 3- Justizverwaltung, Rapitel Reichs Justizamt, führt = Abg. Bebel( S03.): Der Reichstag hat alle Ursache, fich ein Darauf geht das Haus zu Wahlprüfungen über. mal danach zu erkundigen, wie die gewaltige Steigerung des General- Lieutenant v. Spig: Es ist ganz felbstverständlich, Entsprechend den Anträgen der Wahlprüfungs- Kommission Pensionsfonds möglich ist. Es ist ja ein offenes Geheimniß, daß mit jeder Armeevermehrung der Pensionšetat anschwellen muß werden die Wahlen der Abgg. v. Benda( 6. Magdeburg), daß eine Ursache hierfür darin zu suchen ist, daß eine große und zwar progressiv, nachdem die Pensionssäze selbst erhöht Gescher( 7. Düsseldorf), Gör( Lübeck), Pichler( 3. Nieder Bahl durchaus brauchbarer Offiziere mit Pension verabschiedet worden sind und eine große Menge von außerordentlichen Benbayern), Sa urma v. d. Jeltsch( 4. Breslau) beanstandet und daß die Praxis geübt wird, daß Offiziere, die auf fionirungen zur Folge gehabt haben. Ein mit dem Titel der und die Anstellung der beantragten Erhebungen über Protest- dem Abschiedsetat stehen, furz vor ihrer Verabschiedung in eine nächst höheren Charge pensionirter Offizier bezieht nur die Pension behauptungen beschlossen. Die Wahl des Abg. Euler höhere Stellung rücken, um mit dem entsprechend höheren der niederen Charge. Was im Offizierkorps der Armee im Frieden ( 3. Münster) wird für giltig erklärt. Die Wahl des Ab- Pensionssatz in den Ruhestand zu treten. Das letzte Militär- durch Dienstbeschädigungen und innere Krankheiten abgängig wird, geordneten Will( 1. Röslin) beantragt die Kommission zu wochenblatt vom 21. Februar hat unter den dort verabschiedeten unterschäßt nicht blos Herr Bebel. beanstanden und Erhebungen zu veranlassen. Will ist in Stolp Offiziere, verschiedene anfgeführt, die alle nur eine vergleichs- Abg. Bebel: Daß mit der Vermehrung der Armee der in der Stichwahl mit 11 083 gegen 11 078 Stimmen gewählt weise furze Zeit in der höheren Stelle waren. Ich Pensionsfonds steigen muß, ist naturnothwendig und von mir worden, welche Wisser- Windischholzhausen( Frf. Vg.) erhalten hat. begnüge mich Die Chargen zu bezeichnen. Da ist nicht bestritten. Meine Beschwerde richtet sich gegen die unperAbg. Herbert: Eine Reihe von Beschlüssen der Wahl- ein Oberst à la suite bes 1. Dragoner- Regiments, hältnißmäßig große Zahl von Pensionirungen aus Anlaß einer fommission geht nicht weit genug. Es ist nothwendig, daß durch der erst 1/2 Jahr in dieser Stelle sich befindet; Heeresvermehrung und gegen die zahlreichen Verabschiedungen ein energises Vorgehen der Wahlprüfungs- Kommission alle der ferner der Oberst des Infanterie- Regiments Nr. 50, der erst seit ganz rüstiger Offiziere gegen ihren Willen. artigen Wahlen, wo so grobe Ueberschreitungen des Wahlgesetzes dem 25. März 1893 diese Stelle inne hat, ebenso der Oberst des vorgekommen sind, für ungiltig erklärt werden. Denn nur die Infanterie- Regiments Nr. 114, der seit dem 17. Juli 1893 diese Arbeit des wiederholten Wählens kann die konservativen Wahl. Stellung hat; u. a. m. Aus diesen Umständen erklärt sich auch vorsteher bewegen, auf gesetzlichem Boden zu bleiben. Es sind das riesenhafte Anwachsen des Pensionsfonds. Weiter ist es aber verschiedene Fälle festgestellt, in denen Herren vom Wahlkomitee auch ein offenes Geheimniß, daß massenhafte Pensionirungen vor den Auftrag gaben, Wähler, die soeben gestimmt hatten, zu miß- vorgenommen werden, um ein schnelleres Avancement zu erzielen. handeln. Hier muß offenbar auch das Wahlgeheimniß verlegt Eine ganze Anzahl von pensionirten Offizieren wird im Falle sein, denn sonst hätte man nicht wissen fönnen, wie der Be- des Ausbruches eines Krieges aufgefordert, wieder in die Armee treffende gestimmt hatte. Die sozialdemokratischen Agitatoren einzutreten und kann dieser Aufforderung auch thatsächlich Folge find in ihrer Thätigkeit von amtlicher Stelle aus behindert leisten. Mit diesem System der Pensionirungen muß also einworden, die Befugniß der Wähler, die Wahlhandlung zu ton- gehalten werden! Leider hat der Reichstag feinen Einfluß auf trolliren, ist beschränkt worden. Es muß endlich einmal dem die Gestaltung der Verhältnisse, er kann nur dem Etat zustimmen Gesetz Geltung verschafft werden. Der Wahlvorsteher von Böhn oder ihn ablehnen. in Culsow hat Wahlzettel der Wähler, bevor er sie in die Urne Kriegsminister Bronsart von Schellendorff weist darauf legte, entfaltet. Diefer Punkt wurde von der Kommission für hin, daß das Anwachsen der Ausgaben des Fonds in der Haupt- Abg. v. Salisch( dk.) unter großer Unruhe des Hauses unerheblich erachtet, weil die Entfaltung der Bettel sehr wohl zu fache durch die seit 1889 erfolgten Heeresverstärkungen ver- Rlage über die Schwerfälligkeit und Langsamkeit des Dienstes dem Behuse geschehen sein könne, um zu prüfen, ob etwa ein ursacht ist; die Steigerung von 1884 bis 1889 ist deshalb nicht auf den Standesämtern und verlangt eine anderweite Fassung Doppelzettel überreicht wurde. Dann ist das ganze Wahlgeheimniß so start wie die von 1889 bis 1893. Die Zahl der Penfionirungen der bezüglichen Ausführungsbestimmungen des Bundesraths zum illusorisch. Ueber diesen Punkt des Protestes beantrage ich weitere fei fich in den letzten Jahren ziemlich gleich geblieben. Die Zivilstandsgeseh. Erhebungen anzustellen. tommandirenden Generäle hätten ein Durchschnittsalter von Abg. Sachse( dt.) tritt als Standesbeamter auf grund seiner Abg.v. Holleuffer( dk.) erklärt sich namens seiner politischen 60-61, die Divisionstommandeure von 55-56 Jahre; diese persönlichen Erfahrungen diesen Beschwerden bei. Die jetzige Freunde mit den Anträgen Herbert und Rickert einverstanden. Altersgrade feien feine zu jungen, wenn man bedenke, was Handhabung des Standesamts- Gesezes müsse zu einer Minderung Abg. Beckh( freis. Bp.) beantragt Erhebungen über folgenden von diesen Generalen im Kriege verlangt werde. Hiernach des firchlichen Sinnes unserer christlichen Bevölkerung führen. Punkt des Protestes, welchen die Kommission für nicht aus- müsse behauptet werden, daß die Penfionirnng der Difiziere Staatssekretär Nieberding: Die gegenwärtige Einrichtung reichend substantiirt hielt. Der Wahlvorsteher Rittmeister von in der Armee nach bewährten und praktischen Grundsägen der Standesregister hat sich im ganzen bewährt. Miglaff hat den Wähler Schuhmachermeister August Reddel an erfolge. Die Pensionirung erfolge aus den allerverschiedensten Auf Anfrage des Abg. Bachem( 3.) giebt die Brust gefaßt und nahm den Zettel von Reddel ab, besah ihn Gründen; auch nehme eine große Zahl höherer Offiziere in der Staatssekretär Nieberding Auskunft über den Stand und hat den p. Reddel handgreiflich genöthigt für den tonjer- Erkenntniß, daß sie den schweren Aufgaben nicht mehr gewachsen der Arbeiten zum bürgerlichen Gesetzbuch. Eine Steigerung vativen Will zu stimmen, andernfalls feine Stimme abzugeben. find, freiwillig den Abschied. Daraus erkläre sich auch, daß die des Intereffes sei für deren Fortgang sehr förder Das Haus nimmt den Kommissionsantrag nebst den An- Fälle nicht selten seien, in welchen Inhaber einer Charge fich lich, zumal er den Eindruck habe, daß der hohen trägen Herbert, Rickert und Beckh an. penfioniren ließen, nachdem sie erst ein ganzes oder gar nur ein Stimmung in den ersten Jahren nach Errichtung des Deutschen Abg. Rickert( fr. Vp.) beantragt, daß noch über Punkt 1 halbes Jahr oder noch fürzere Zeit diese Charge bekleidet Reiches auf diesem Gebiet ein Rückschlag gefolgt sei. Die VorProtest Erhebungen angestellt werden, wonach der Gutsbefizer hätten. Von einer gewaltsamen Verjüngung der Armee sei teine arbeiten würden in nicht zu langer Zeit zum Abschluß kommen. Hirschkorn aus Nipnow in seiner Eigenschaft als Wahlvorsteher Rede. Die ersten beiden Theile seien vollständig abgeschlossen, das die Wahl vertagt, die abgegebenen Stimmen vernichtet und eine Abg. Pieschel( ntal.) wiederholt die früheren Klagen über Sachenrecht unterliege noch einer redaktionellen Revision, welche Nachwahl veranstaltet hat. Ferner beantragt Redner, Er schwere Benachtheiligung gewisser Militärpensionäre durch die sich leider etwas verzögert habe, aber in den nächsten Wochen hebungen zu Punkt 12 des Wahlproteftes, wonach in Lupom der Pensionsgesetz- Novellen; die schlimmste Ungleichheit bestehe ihren Abschluß finden werde und dann dem großen Publikum wie Forstaffeffor Bohnstädt die ihm unterstellten Arbeiter moralisch nach wie vor darin, daß den in den Staats- die anderen Theile durch den Druck zugänglich gemacht werden nöthigte, so zu wählen, wie er wählte und ihnen für die Folgsam- dienst Eingetretenen ihre Pension gekürzt, den in tönne. Die Hauptkommission sei inzwischen in Die teit ein Waldfest versprach. den Kommunaldienst Eingetretenen aber voll belaffen wird. Bearbeitung des Familienrechts eingetreten und nähme Zur Beseitigung dieser absolut der Abhilfe bedürftigen Ungleich erfreulichen Fortgang, sodaß dieses wichtige Rapitel im heiten werde sehr zu überlegen sein, ob in der That, wie die Laufe des Frühsommers zum Abschluß kommen werde. verbündeten Regierungen verlangen, 67 Millionen schon jetzt dem Das Erbrecht, der letzte Theil, werde nach seiner Annahme im Invalidenfonds entnommen werden sollen. Laufe des nächstens Winters durchgearbeitet und im Laufe des Wgb. Bebel( Soz.): Ich habe ausdrücklich erklärt, daß der nächsten Frühjahrs fertig gestellt werden. Der Sommer werde Reichstag fein Mittel hat, um in diese Verhältnisse einzugreifen, auf die Erledigung noch rückständiger Kapitel aus früheren aber er hat das Recht Uebelstände zur Sprache zu bringen. Ich Theilen verwendet werden. Unter diesen Umständen werde es Abg. Auer( Soz.): In dem Wahlprotest wird die Be- bin keineswegs durch die Ausführungen des Kriegsministers eines gelingen, auch das Einführungsgesetz im Laufe des Herbstes des hauptung aufgestellt, daß entgegen der Bestimmung des Wahl- Besseren belehrt. Ich glaube vielmehr, daß Armeeverstärkungen nächsten Jahres zum Abschluß zu bringen und das ganze Werk gefeßes, daß die Wahlzettel mit feinem Kennzeichen versehen sein in der Art, wie sie stattgefunden haben, die Pensionirungen hoffentlich am Schlusse des nächsten Spätherbstes vollendet vor dürfen, Taufende von Stimmzetteln, welche auf den Namen des zu verhüten geeignet sind, weil die Nachfrage nach liegen. Die verbündeten Regierungen erwägen bereits MaßGrafen Herbert Bismarck lauteten, abgegeben sind, die ein Offizieren wächst und daher sich auch die Nothwendigkeit nahmen zur möglichsten Beschleunigung der weiteren Stadien Wafferzeichen trugen. Zum Beweise waren Stimmzettel bei ergiebt, alle brauchbaren Männer bei der Armee zu halten. Der Berathung im Bundesrathe und Reichstage. Den gelegt, welche über die ganze Breite ein Wasserzeichen hatten. Aber gerade das Gegentheil tritt ein. Je größer die Armee einzelnen Regierungen hat der Reichskanzler vorgeschlagen, Bei deren Untersuchung hat sich ergeben, daß auch Bettel dabei verstärkungen sind, desto höher steigt der Pensionsfonds. Daß bereits jetzt die fertig gestellten Theile des Werkes in waren, welche fein Wasserzeichen hatten; es waren also zwei der Pensionsfonds im Grunde in den letzten Jahren nicht stärker Berathung zu nehmen und die weiteren zu der Zeit, verschiedene Sorten abgegeben. Nach einem mir zugegangenen gestiegen fei als 1884-1889, möchte ich entschieden bestreiten. wo fie aus der Kommission hervorgehen werden; die Zu Privatschreiben, welchem ebenfalls Stimmzettel mit Wasserzeichen In den Jahren 1884-89 ist der Pensionsfonds von 20/2 auf sammenstellung der bezüglichen Wünsche würde dann zusammen beigelegt waren, foll die große Mehrzahl der in dem Wahl- 28 800 000 m. gestiegen, aber in dem einen Jahre 1889/90 bis mit den Beschlüssen der Kommissionsarbeiten dem Bundesrathe bezirke Burg abgegebenen Bettel auf diese Weise gezeichnet 1890/91 ist eine Steigerung von rund 6 Millionen auf übermittelt werden können. Die Arbeit werde ein Produkt mehr gewesen sein. 34 700 000 eingetreten. Von da ab pflegt der Pensionsfonds als 20 jähriger Thätigkeit zweier Kommissionen der berühmtesten Bereits in der Kommission verlangte die Minorität jedes Jahr um 2/2, 24 Millionen zu steigen und steigt für Juristen Deutschlands sein; der Bundesrath werde also wohl die Einforderung der in Burg abgegebenen Zettel. Auch den vorliegenden Etat um rund 3/2 Millionen, auf davon Abstand nehmen, nochmals seinerseits eine Kommission heute halte ich dies für nothwendig und und stelle den 483/4 Millionen. Dagegen betragen die Pensionen für die einzusetzen. Der Bundesrath würde also schon im nächsten Jahre Antrag: Der Reichstag wolle beschließen, daß die in dem Wahl- Zivilbeamten des Reichs nur 3 200 000 M. Daß man den Stellung zu dem Entwurf nehmen können. Gehe diese Annahme bezirt Burg abgegebenen Stimingettel eingefordert werden. Offizier nöthigen solle, trotz seiner abnehmenden Kräfte weiter zu in Erfüllung, dann werde der Reichstag in verhältnißmäßig furzer Zeit Der Antrag wird angenommen, desgleichen der Antrag der dienen, davon habe ich gar nicht gesprochen. Bei Männern im der Aufgabe sich gegenüberstehen, Stellung zu dem Werke zu nehmen. Kommission. vorgeschrittenen Alter von 65 Jahren muß selbstverständlich ein Sollte dann der Reichstag denselben Weg einschlagen wie Die Wahlen der Abgg. Baron Chlapowati( 6. Posen) höherer Prozentsat pensionirt werden. Aber gerade das Jahr der Bundesrath, so werde auch das deutsche Volt nicht zu und Casselmann( 2. Weimar) werden ohne Diskussion 1889/90 hat nach dieser Richtung ganz bedeutende Veränderungen lange mehr auf den Erlaß des bürgerlichen Gesetzbuches zu beanstandet. Die Wahl des Abg. Rothbart Triangel gebracht. Vorher betrug das Durchschnittsalter für fommandirende warten haben. ( Celle- Burgdorf- Gifhorn) soll nach dem Kommissionsantrage für Generale 65 Jahre, nachher 61 Jahre. Ich habe den Eindruck Abg. Schröder( fr. Vg.): Diese Erklärungen lauten ja gegiltig erflärt werden. Rothbarth hat in der Stichwahl mit bekommen, als wenn in der Armee ein ganz bestimmtes wiß hoffnungsvoll, aber auch Herr Boffe hat als Staatssekretär mit 12 025 Stinimen über den Welfen v. d. Decken, der 11 918 Penfionirungssystem besteht derart, daß wenn ein Offizier vor 2 Jahren hier ähnliche Aussichten eröffnet, denen die VerStimmen erhielt, gefiegt. Nach den Ermittelungen der Kom- ein bestimmtes Alter erreicht hat und keine und teine Möglich wirklichung versagt geblieben ist. Das Rechtsleben der Nation miffion würde die Mehrheit von 107 Stimmen für Rothbarth sich feit hat, zu avanciren, er alsdann in irgend einer drängt zu Neugestaltungen und verlangt diefelben. So wird durch die als erheblich erachteten Protestbehauptungen nur auf 72 Form pensionirt wird. Daraus erklären sich die verschiedenen neuerdings eine reichsgefegliche Regelung des Heimstättenwesens vermindern. Altersgrenzen innerhalb der einzelnen Chargen. Die Divisions- verlangt, und der gesetzgeberische Eifer der Juristen im Zentrum Abg. v. Hodenberg( Welfe) beantragt die Wahl zu bean- tommandeure könnten annähernd das gleiche Alter haben wie die wird ja durch die große Zahl ihrer Gesetzentwürfe bewiesen. ftanden und über mehrere Protestnummern Beweiserhebung zu kommandirenden Generale, aber es besteht zwischen diesen beiden Viele dieser Anträge follidiren direkt mit dem bürgerlichen veranlassen. Chargen ein Altersunterschied von 6 Jahren. Hauptsächlich Gesetzbuch, wie die Regelung des Retentionsrechtes, die Siche Abg. Singer( Soz.): Nach Protestpunkt 2 sind im Wahlbezirk dagegen habe ich mich gewandt, daß eine ungewöhnlich große rung der Forderungen der Bauhandwerker, die AbzahlungsRethmar desselben Kreises der Wahlvorsteher und dessen Stell- Anzahl von Offizieren in beftem Mannesalter pensionirt wird geschäfte, das Agrarrecht. vertreter am Wahltage zur Beichte gegangen, und ist infolge und zwar notorisch gegen ihren Willen. Der Kriegsminister be- Staatssekretär Nieberding: Ich verfolge den Fortgang der dessen während zwei Stunden Niemand vom Wahlvorstande im hauptet das Gegentheil. Aber kann denn überhaupt ein Offizier Arbeiten sehr vorsichtig und habe feineswegs zu optimiſtiſch ge= Wahllokale gewesen. Bewahrheitet sich diese Behauptung, so freiwillig den Dienst verlassen? Der Form nach mag der Abschied schätzt. Richtig ist, daß Herr Bosse die Beendigung der Arbeiten muß zweifellos die Wahl für ungiltig erklärt werden. Ich bewohl ein freiwilliger fein, aber es wird dabei ein moralischer Druck für 1893 in Aussicht gestellt hat, ich gebe auch zu, daß im Laufe antrage, die Erhebungen auf diesen Beschwerdepunkt aus ausgeübt. Gewisse blaue Briefe sollen eine große Bedeutung der letzten Jahre die Arbeit der Kommission nicht so schnell vorzudehnen. für das Pensionssystem haben. Jeder, der im politischen Leben wärts gegangen ist, aber der Entwurf ist dadurch in so verdienstfeht, weiß, daß besonders hier in Berlin ein großer Theil von voller Weise umgestaltet worden, daß davon auch eine BeschleuOffizieren im besten Alter in den Ruhestand versetzt wird und nigung der Arbeiten des Bundesraths und des Reichstages zu dann in irgend einen bürgerlichen oder amtlichen Beruf eintritt. erwarten ist. Der Kriegsminister fann im Alter von 30 Jahren die brauch- Abg. v. Manteuffel( dk.): Am 1. Oktober 1897 werden die barsten Difiziere zu Regimentskommandeuren haben, aber er Berathungen der Kommission sicher abgeschlossen sein. wird sie nicht nehmen. Sie müssen erst die vorgeschriebene Abg. v. Cuny( ntl.) nimmt die Kommission gegen die von Karriere durchgemacht haben. ein Offizier bei dem Abg. Schröder erhobenen Vorwürfe in Schuß. einer frei werdenden Stelle feiner Anciennität nach Abg. Spahn( 8.) tritt ebenfalls dem Abg. Schröder entglaubt berücksichtigt werden zu müssen, aber nicht berücksicht gegen, soweit dieser sich auf die Juristen aus dem Zentrum be= wird, so ist das wieder ein Beichen, daß er für überflüssig er zogen hat. achtet wird und seinen Abschied einreichen soll. Auch wird der Das Gehalt des Staatssekretärs wird bewilligt, ebenso der ablige Offizier gegen den bürgerlichen begünstigt. Mir wird Rest des Kapitels. mitgetheilt, daß in einem Falle bei Besetzung einer Kommandeur- Bei den Ausgaben für das Reichsgericht" bemängelt In bezug auf die Wahl des Abg. Grafen Herbert Bismard( 3. Magdeburg) wird die Beanstandung und die Erhebung des Wahrheitsbeweises über verschiedene Protestbehauptungen beantragt. Abg. Rickert beantragt eine Ermittelung über eine weitere Unregelmäßigkeit. Dem Antrage v. Marquardsen, die Prüfung dieser Wahl in die Kommission zurückzuweisen, widerspricht der Vorsitzende der Wahlprüfungs- Kommission, Abg. Spahn. Unter Ablehnung dieses Antrages wird entsprechend dem durch die Unteranträge erweiterten Antrag von Hodenberg beschlossen. Darauf wird die Gtatberathung fortgesezt und zu nächst der Spezialetat des Rechnungshofs ohne Debatte bewilligt. Zum Etat des allgemeinen Pensionsfonds liegt folgender Antrag des Abg. v. Schöning vor: " Abg. Schröder die gegenwärtige innere Entwickelung des| hätten vorgesehen werden können. Man könnte doch Galerien| gonnen; er fing früher um 9 Uhr an; er fängt auch jest um felben. Ein Kollegium von 80-90 Sichtern sei eine Abnormität, mit Treppen außerhalb des Hauses anlegen! 10, 10% oder 11 Uhr an. Die Stadt Berlin wollte den beeine anderweite Organisation eine Nothwendigkeit. Geheimer Regierungsrath Nenhaus: Anordnungen sind sonderen Gottesdienst für die Fortbildungschüler selbst bezahlen, Abg. von Gültlingen( p.) beanstandet die geforderte von dem Minister durch Runderlaß von 1874 und aus den aber die kirchlichen Behörden verhielten sich abhaltend. Vermehrung des Personals des Reichsgerichts um drei Räthe achtziger Jahren getroffen worden. Es hat neben dem Aachener Abg. Krawinkel( natl.): Die Vorschriften über die Beschäfà 12 000 Mark und beantragt die Absehung der Mehrforderung. Brande ein solcher in Montjoie stattgefunden. Beide Fabriken tigung jugendlicher Arbeiter feien von jungen Beamten ausge Staatssekretär Nieberding und Abg. von Buchka( of.) be haben den Bauvorschriften entsprochen, aber die Verarbeitungs- arbeitet, die bei ihrem häufigen Wechsel im Amte nicht allen fürworten die unverkürzte Bewilligung, welche auch gegen wenige methode hat sich geändert; fie tit feuergefährlicher geworden. Fortschritten der industriellen Entwickelung folgen können. Man Stimmen beschlossen wird. Neuere Bestimmungen verlangen die Anlage der Wolfräume im sollte in solchen Dingen lieber die Mitwirkung der BerufsgenossenDer Rest des Etats der Reichs Justizverwaltung wird ohne Erdgeschoß und zwar so, daß sie nicht mehr mit Arbeitsräumen fchaften suchen. Diskussion genehmigt. und mit Treppen in Verbindung stehen. Auch die Treppen- Nach längerer Debatte werden die Besoldungen des werden die Beforbung Beim Etat des Reich 3 Eisenbahnamts erklärt häuser sollen getrennt von den Arbeitsräumen bleiben, durch Ministeriums genehmigt. Abg, Hammacher( ntl.), aus Rücksicht auf die Geschäftslage feuerfest gedeckte Gallerien mit ihnen verbunden. Fenster, die Um 4/2 Uhr wird die weitere Berathung bis Sonnabend Teine weitfchichtige Tarifdebatte herbeizuführen, sondern sich auf zur Rettung geöffnet werden können, müssen kenntlich bezeichnet 11 Uhr vertagt. Außerdem Etat der Bauverwaltung. eine Art Verwahrung gegen die bisherige Ausführung des Ar fein. Die Decken sollen feuerfest sein u. 1. w. Diese Grundfäßen tifels 45 der Reichsverfassung zu beschränken. In Preußen und find an sämmtliche Regierungspräsidenten mitgetheilt worden Baben gehe man mit gefeßlichen Menderungen der Tarifvorschriften zur Machachtung und zur Kritik. Bei der schnell fortschreitenden um; während die Aufsicht über diese Materie ausdrücklich dem Entwickelung der Industrie ist es nicht möglich, Berschriften zu Reiche zustehe, mangele es an der erforderlichen Reichsgefeßgebung treffen, die auch nur für absehbare Zeiten immer zutreffend find, zur Geltendmachung dieses Rechts. Abg. Horn( nil.) bittet den Minister, die Auswüchse der Konfervativen zu beseitigen, die sogar bei staatlichen Ausschreibungen begünstigt werden. A Der Etat des Reichs Eisenbahnamts wird bewilligt. Der Etat der Reichs Eisenbahnverwaltung wird auf Antrag der Abgg, Hammacher und Lingens an die Budgetkommission veriviefen. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. im plague Abgeordnetenhaus. 21. Sigung vom 28. Februar. Bormittags 11 Uhr. Am Ministertisch: von Berlepfch. Das Haus sept die zweite Berathung des Staatshaus. halts Stats für 1894/95 fort und zwar beim Etat des Herrenhauses und Abgeordnetenhauses, welche ohne Tebatte erledigt werden. F = Parteinachrichten. 113090 An sämmtliche deutsche Arbeiter- Vereine! Adresse des Unterzeichneten Angaben über Namen und LokalDie Genossen allerorts werden nochmals ersucht, an die adreffe ihrer politischen und anderen Vereine, soweit fie Bildungszwecke verfolgen, einzusenden. Es liegt im Interesse der Organisationen selbst, mir diesen Wunsch zu erfüllen. Mit Parteigruß = Minister von Berlepsch: Für die Fortbildungsschulen liegt allerdings eine Gefahr vor; es ist uns nicht überall gelungen, burch Einrichtung eines besonderen Gottesdienstes die Arbeit der Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr.( Dussischer Fortbildungsschulen zu sichern und zwar den Theil, der der Handelsvertrag.) wichtigste ist und der nicht zu anderer Zeit als am Sonntag erDr. Franz Diederich, theilt werden kann, nämlich der Zeichenunterricht.( Hört! links.) Dortmund, Burgholzstraße Nr. 51. Nach dieser Richtung hin muß das Gefes richtig Alle Arbeiterblätter werden um sofortigen Abdruck gebeten. gestellt werden. Der Zeichenunterricht braucht nicht blos Tageslicht, sondern auch eine ausgeruhte Band. Verein für den zweiten Hamburger Wahlkreis veröffentlicht Parteifinanzen. Der Gozialdemokratische ( Sehr richtig! links.) Abends kann der Unterricht nach langer Tagesarbeit nicht gedeihlich ertheilt werden. Es muß die Mög- soeben seine Jahresabrechnung von 1893. Nach derselben sind lichkeit gefunden werden, am Sonntag einige Stunden hinter ein- inkl. des Kassenbestandes von 1892 20 872,24. im verflossenen ander den Zeichenunterricht zu ertheilen. Ein Zeichenunterricht in Jahre eingenommen und 18 536,02 M. ausgegeben worden. Der der Woche ist nicht möglich; denn Abends fann er nicht stattfinden Vertrieb des Wahren Jacob", den der Berein selbst in die Es folgt der Etat der andels- und Gewerbe und Vormittags würde der Betrieb dadurch unerträglich gestört Hand genommen, brachte zirka 1500 m. Neberschuß. Daß die verwaltung. Bei den Einnahmen und zwar der Por werden. Es handelt sich ja nicht blos um Lehrlinge, sondern Genossen ihrer Aufgabe, die sie auf dem Lande zu erfüllen gellan Manufaktur weist der Berichterstatter Graf namentlich auch um die Gesellen und Meister, die immer mehr bewußt waren, geht daraus hervor, daß fie 4089 M. für LandLimburg Etirum darauf hin, daß bie Porzellan Antheil nehmen an diefem Zeichenunterricht. Ich gebe die Hoff agitation ausgegeben. Im Ganzen zeugt die Abrechnung von Manufaktur einen erheblichen, wenn auch einen ge nung noch nicht auf, daß durch Vereinbarung mit den tirchlichen einer regen Thätigkeit der Genossen des Kreises. ringeren Zuschuß als im vorigen Jahre erfordert. Behörden das nicht erreicht werden kann. Es ist in einzelnen Atg. Bachem( 3.): Wenn die Porzellanmanufaktur Ueber- Bezirken eine Vereinbarung erreicht worden, namentlich in katho- Die diesjährige Landeskonferenz der Sozialdemokratie schiffe erzielen würde, so würde sie ihren Beruf verfeblen: fie lischen Bezirken. In evangelischen Kreisen müßte ein besonderer Sachfens wird am dritten Pfingstfeiertag( 15. Mai) in Leipzig foll fünstlerische Ziele verfolgen und der übrigen Industrie ein Gottesdienst hergestellt werden. Nicht gelungen ist die Vereinzufammentreten. Borbild geben. Aber die Zuschüsse dürfen auch nicht zu hoch barung in den größten Städten. Es wird vielleicht dadurch werden. Die Kosten werden hauptsächlich deshalb so groß, weil eine Vereinbarung erzielt werden, daß die Schüler unter Aus Meerane( Sachfen) wird uns geschrieben: In große unverkäufliche Stücke hergestellt werden, die nicht einmal ührung ihrer Lehrer einen besonders eingerichteten der Bekämpfung der Arbeiter wird in Sachsen das ist längst den Nutzen haben, daß sie der übrigen Porzellanindustrie als Gottesdienst besuchten. Dadurch würde das firchliche befannt fchier Unglaubliches geleistet. Vor allem scheint sich Muster bienen tönnen und welche leichter verläuflich find. Interesse mehr gefördert als dadurch, daß daß man nur der hiesige Bürgermeister Dr. Ebeling ganz besonders hervor Abg. Krawinkel( utl.) wünscht eine bessere Buchführung die Stunden des Hauptgottesdienstes freiläßt. Zunächst thun zu wollen. Nachdem die Versammlung vom 1. Februar, der Porzellanmanufaktur. würde es sich es sich darum handeln, eine Verlängerung der in welcher Frl. Wabnih Berlin sprechen sollte, verboten war, Minister v. Berlepsch: Ein solches Kunstinstitut wie die Uebergangsfrist herbeizuführen, und wenn in dieser Frist wurde für den 19. Februar eine neue angemeldet, in welcher tönigliche Porzellanmanufaltur läßt sich nicht verwalten wie ein eine Vereinbarung nicht au ftande fommt, müßte au einer Frau Greifenberg- Berlin zu referiren beabsichtigte. Auch Taufmännisches Geschäft. Wir könnten auch Neberschüsse heraus- Aenderung des Gesetzes geschritten werden. In bezug diefe verfiel dem bürgermeisterlichen Verbot. Der Einberufer erwirthschaften, aber dadurch würde der Charakter des Justituts auf die jugendlichen Arbeiter liegt ein Misstand vor. Große hielt folgendes Schreiben: vollständig verändert werden. Wozu sollte aber der preußische Werke können über die Pausen für die jugendlichen Arbeiter nicht Die von Ihnen für nächsten Montag Abends 81½ Uhr im Etaat, um Geld zu verdienen, eine Porzellanmanufaktur ein die vorgeschriebenen Listen führen. Es herrscht aber in den großen Saale von Särtel's Hotel" anberaumte öffentliche Arrichten? Das könnte er der Privatindustrie fiberlaffen. Die großen Betrieben auch die Neigung vor, sich die Vorschriften der beiter- und Arbeiterinnen- Versammlung wird hiermit verboten, großen theuren Stücke sind in bescheidenem Umfange hergestellt Gewerbe- Ordnung möglichst leicht zu machen. Es haben aber da die Referentin nicht bekannt und bis zum Montag die Mögworden, zum Theil zum Verkauf, zum Theil aber auch für Aus- Untersuchungen schon stattgefunden und es wird eine Aenderung lichkeit nicht mehr vorhanden ist, über die Person derselben Erstellungszwede, wie das auch von privater Seite geschicht. Solche ber Vorschriften entsprechend den Bedürfnissen des Betriebes ver fundigung einzuziehen. Indiola Ausgaben werden im Intereffe des Geschäfts gemacht. An den sucht werden. Daß wir für die gewerblichen Fachschulen nicht Meerane, den 17. Februar 1894. Der Stadtrath: Remunerationen bitte ich jetzt feinen Abstrich zu machen. mehr einstellen fönnen, liegt an der Finanzlage; mir mußten Abg. v. Heereman( 3) wünscht, daß der künsterische schon zufrieden sein, daß wir das Durchschnittsgehalt der Lehrer Dr. Ebeling. Charalier der Porzellanmanufaktur aufrecht erhalten werde. an den Fachschulen haben erhöhen können. Die Konfumvereine Bürgermeister begab, bekam bort zu erfahren, baß der Herr Frau Greifenberg, welche fich persönlich zu dem Herrn Abg. v. Heydebrand( f.): Das wünschen wir auch, aber und Konjumanstalten haben ja manche Schädigungen wir wünschen auch, daß bei der schlechten Finanzlage die mög des Mittelstandes zur Folge. Aber die Verwaltung ist stets Bürgermeister die Absicht habe, in Meerane niemals eine lichfte Sparfamkeit geübt wird. bemüht gewesen, Alles zu vermeiden, was nach einer gefeßlichen Frau, überhaupt keine auswärtigen Redner(!) sprechen zu Wirklicher Geheimer Ober- Regierungsrath Lüders: Der und sonstwie gearteten Begünstigung der Konsumanstalten aus- laffen. Es gäbe in Meerane Redner genug und er wolle Bufchuß hat sich relativ vermindert, statt erhöht; denn er beträgt sieht. Von Staatswegen sind solchen Anstalten, so viel ich weiß, nicht, daß die Arbeiterschaft von Auswärtigen aufgehegt werde. nicht mehr einen so hohen Betrag der Einnahmen wie früher. feine Aufträge ertheilt worden. Aber so weit kann man nicht Die hiesigen Textilarbeiter lebten in ganz zufriedenen(?) VerNach weiterer Debatte werden die Einnahmen und Ausgehen, die Freiheit des Einzelnen zu beschränken, daß er sich hältnissen. In der weiteren Unterredung erklärte er, daß, wenn gaben für die Porzellanmanufaktur bewilligt. nicht mehr mit Freunden und Bekannten zusammenthun darf zur wieder eine Versammlung stattfinden sollte, diefe ihm 14 Tage damit zuvor anzumelden wäre, Es folgen die Einnahmen des Instituts für Glasbilligen Beschaffung von Bedarfsartikeln. in der Lage sei, malerei. Hierzu liegt eine Petition der Herren Dr. Didt- Abg. Herold( 3.) empfiehlt beim Kalifyndikat die Rone ich die Aften über die Person, die sprechen werde, einmann und Genoffen in Linnich und Düffeldorf vor, die Ausgaben fumenten nicht zu benachtheiligen; der Landwirthschaftsgesellschaft fordern zu können. Nach Allem, was man jeht von nicht mehr zu bewilligen. feien beffere Bedingungen gewährt als z. B. dem westfälischen Sachsen hört, scheint man dort mit Riesenschritten zu den Bauernverein. Er bittet, in Zukunft den Landwirthschafts- polizeilichen Praktiken zurückkehren zu wollen, wie sie unter dem tammern eine Einwirkung zuzuweisen. Schandgesetz an der Tagesordnung waren. Haben die sächsischen Behörden in jener Zeit noch immer nicht genug gelernt? Haben fie nicht die Erfahrung machen müssen, daß eine Kulturbewegung fich durch den Polizeiknüppel nicht aufhalten läßt? Und was die Bufriedenheit der Textilarbeiter anlangt, so dürfte wohl der Herr Bürgermeister mit dieser Ansicht allein dastehen. Die Budgettommiffion beantragt, die Petition durch die Beschlußfaffung für erledigt zu erklären, Rach wenig belangreicher Debatte werden die Einnahmen und Ausgaben des Instituts für Glasmalerei bewilligt. Bei den Ausgaben für das Ministerium und zwar beim Ministergehalt weist Minister v. Berlepich: Die Sache gehört eigentlich zum Bergetat; ich bin nicht orientirt, denn die Verträge werden vom Syndikat in Staßfurt abgeschlossen. er бли zur Petition der 42. Etwas nachträglich zwar, aber jedenfalls noch nicht zu spät so schreibt unser Dresdner Barteiblatt tönnen wir unseren Lefern noch mittheilen, wie fich Gemeindevorstände des Plauen'schen Grundes gegenüber Interpellationen wegen der Zweiundvierziger Petition verhalten haben. Der Gemeindevorstand Rubelt in Deuben, der Haupt macher der Petition, erklärte, daß er zwar nicht verpflichtet fet, amtlich Auskunft zu geben, daß er aber nach Schluß der Gemeinderathsfigung fich privatim äußern wolle auf die Inter pellation. Er stellte sich dann auf den Standpunkt, daß alles, was in der Petition behauptet worden, wahr sei, und daß es berechtigt sei, wenn die Petenten mehr Polizei verlangen. Dieser Herr ist der erste und einzige der Interpellirten, der es gewagt hat, die in der Petition aufgestellten Behauptungen den An gegriffenen gegenüber voll aufrecht zu erhalten. Irgendwelche thatfächlichen Beweise hat er nicht erbracht. Abg. Irmer( f.): In den vereinigten Berliner Kreis. Abg. v. Schenckendorff( nat!.) darauf hin, daß weite fynoden haben nicht blos die Positiven, sondern auch die Kreise des Volkes beunruhigt darüber sind, daß die Fort: Liberalen sich gegen den Fortbildungsunterricht am Sonntag bilt ungeschulen leiden sollen durch eine vollständige Be erklärt. Der Minister will nur den Zeichenunterricht am Sonnfeitigung des Sonntagsunterrichts oder doch eine Einschränkung tag stattfinden lassen. Dazu reicht die Zeit von 8 bis 10 Uhr deffelben. Es habe sich schon als nothwendig erwiesen, einige Vormittags aus; allerdings könnte der Unterricht nur im Abendstunden in der Woche zur Hilfe zu nehmen. Aber die Sommer stattfinden. Einen besonderen Gottesdienst für die eigentliche Zeit des Fortbildungsunterrichts sei doch der Fortbildungsschulen einzuführen, widerspricht dem evangelischen Sonntag Bormittag, zumal für diese Zeit allein die nöthigen Geiste, der für jedermann die Möglichkeit zum Besuche des Lehrkräfte zur Verfügung stehen, die in Tagesstunden der Wochen Hauptgottesdienstes verlangt, der seit alten Zeiten um 10 Uhr tage nicht zu haben sind. Es wird so viel schon geklagt darüber, beginnt. daß die jungen Leute sich dem Kneipenleben immer mehr und Abg. v. Bedlin( ft.): Nach dem Vorschlage des Vorredne rs mehr ergeben. Das wird noch mehr der Fall sein, wenn der würde der Beichenunterricht nur im Sommer ertheilt werden Fortbildungsunterricht gestört wird, der doch für die Sebung des fönnen; der obligatorische Wochentagsunterricht ist zur Zeit unMittelstandes ein allgemein bekanntes Hilfsmittel ift. Man babe erreichbar. Deshalb follten die firchlichen Instanzen durch Sinvorgeschlagen, einen besonderen Gottesdienst für die Fortbildungsausschiebung des Hauptgottesdienstes entgegenkommen. Reduer ſchüler einzurichten oder für den Fortbildungsunterricht die Är bittet den Minister, für den gewerblichen Unterricht finanziell beitszeit eines Wochentags, vielleicht des Sonnabends, zu verbesser zu sorgen. türzen. Redner spricht die Hoffnung aus, daß die betheiligter. Nach einer Debatte über die Abwäffer empfiehlt Instanzen die Interessen des Unterrichts wahrnehmen würden, Abg. Engels( ft.) eine Einschränkung der Konsumvereine. Der Gemeindevorstand Simmang in Potschappel hat jede Daß auch für das religiöse Bedürfniß gesorgt werde, wolle auch Abg. Schall( f.) protestirt gegen die Vorwürfe, daß die Antwort verweigert, hat also auch nicht zu behaupten gewagt, er. Es müßten bei diefer Frage alle Faltoren des öffentlichen evangelische Kirche fich dem Fortbildungsunterricht starr entgegen- daß in feiner Gemeinde Zustände herrschen, die sein Vorgehen Lebens zusammenwirken. gestellt hätte. Die Forderung, in Berlin den Hauptgottesdienst rechtfertigten. Abg. Beumer( ntl.): Der Minister hat eine Untersuchung dieses Unterrichts wegen zu verlegen, ist ein unberechtigter Ein- Der Gemeindevorstand Gebauer in Coschütz, dessen Namen Darüber angeordnet, weshalb die Zahl der jugendlichen Arbeiter griff in die Selbständigkeit der evangelischen Kirche, die durchaus ebenfalls unter der Petition zu finden ist, erklärte, daß er seinen in so erschreckenber Weise abgenommen hat. Das liegt daran, nicht dem Fortbildungsunterricht hindernd entgegentreten will; Namen nicht felbft darunter geschrieben habe; wie er zu der daß die Bestimmungen über die Beschäftigung der jugendlichen dafür sorgt schon die Laienvertretung in der Stirche. Ein besBerathung in den Drei Naben" gekommen sei, da wäre man Arbeiter so komplizirt sind, daß man zur Erleichterung des Besonderer Gottesdienst für Fortbildungsfchüler wäre fein geeigneter auf ihn eingestürmt, er folle unterschreiben; er hätte erit gar triebes jugendliche Arbeiter überhaupt nicht mehr annimmt. An Ausweg. Die Zeit von 1/28 bis 1/210 Uhr Bormittags im Sommer, nicht gewußt, um was es sich handle, schließlich habe er gesagt: der Beschäftigung solcher Arbeiter haben die Industriellen nur von 1/2 bis 81/2 Uhr im inter wäre durchaus geeignet zum" Na, ba schmiert meinen Namen o mit drunter!" ein minimales Interesse. Die Eltern haben aber ein Interesse Beichenunterricht. " Zu diesem für die Veranlasser der Petition doch sehr daran, daß die Kinder gleich nach der Entlaffung aus Abg. Schmidt- Steglitz( f.) hält es für zweckmäßig, den ärmlichen Resultat tommt nun noch der früher schon erwähnte der Schule Arbeit finden und nicht auf der Straße Beichenunterricht an jedem zweiten Sonntage stattfinden zu lassen, Umstand hinzu, daß die Vorstände der mitten im Plauenschen Grunde verlottern. Der Lohn der jugendlichen Arbeiter fommt allen anderen Fortbildungsunterricht aber an den Abenden der gelegenen Gemeinden Döhlen und Niederpesterwitz die Petition meist der Familie zu gute, die jetzt diefen erfreulichen Wochentage. Man könne dem kleinen Handwerker nicht zumuthen, nicht unterschrieben haben. Sie fonnten es mit ihrem Gewiffen Zuschuß entbehren muß. Die Beschäftigung jugendlicher feinen Lehrlingen einen halben Wochentag freizulaffen für den nicht vereinbaren, folche Dinge öffentlich zu behaupten, von denen Arbeiter ist auch nothwendig, um einen tüchtigen leistungsfähigen Fortbilsungsunterricht. Redner empfiehlt eine bessere Berück. fie absolut nichts wußten. Arbeiterstamm heranzuziehen. Für diesen Zweck sollten auch für fichtigung der Baugewertschulen. Redner empfiehlt besonders Fügen wir nun noch hinzu, daß auch der Vorstand der Ge den gewerblichen Unterricht größere Summen bewilligt werden; die Einrichtung neuer Baugewerksschulen und sonstiger gewerb meinde Lockwitz interpellirt worden ist und erklärt hat, daß die eine Sparfamteit auf diesem Gebiete gereicht zum Verderben und licher Schulen in den Provinzen, die sie noch nicht haben. Denn in der Petition geschilderten Zustände nicht alle beständen, aber führt nachher zur Berschwendung, weil später größere Summen an atademisch gebildeten Personen ist ein Ueberfluß vorhanden, daß fie doch eintreten tönnten", so, glauben wir, dürfte wohl ausgegeben werden müssen, um das Berfäumte nachzuholen. während es an technisch gebildeten Kräften fehlt, deren Heran schwerlich noch ein unbefangen Urtheilender fich finden, der diesen Namentlich sollte für die Baugewerkschulen etwas mehr geziehung doch der Staat, wenn wir uns wirklich zu einem Industrie- Räubergeschichten auch nur den geringsten Glauben entgegenschehen. Die Städte haben zwar einen Vortheil von solchen staate entwickeln, sid) angelegen lassen sein müßte. bringt. Echulen, sie zahlen auch Zuschüsse, aber ebenso wenig, wie man Abg. Stöhel( 8.) erklärt sich gegen eine Beeinträchti von einer Universitätsstadt einen Zuschuß für die Universität gung der tirchlichen Interessen durch den Fortbildungs- Unabhängiger Spigel Anarchismus. In der letzten verlangt, sollte man für solche Schulen einen städtischen Zuschuß unterricht. Nummer des hier erscheinenden Organs der Herren Werner und verlangen, zumal unser Etat ja noch 10 Millionen für einen Abg. Dittrich( 3.): Die Lehrlinge werden, namentlich in Genossen, dessen Inhalt wir sonst nicht zu berücksichtigen pflegen, Dom übrig hatte. den kleinen Städten noch zu Hausarbeiten angefindet sich folgendes interessante" Gingesandt" aus Zürich: halten, so daß sich wohl auch in der Woche einige Stunden In bezug auf die Enthüllungen Brandt's betreffs der Thätigfür den Zeichenunterricht finden lassen. feit der politischen Polizei sehe ich mich veranlaßt, da auch meine Abg. Laugerhaus( freis. Voltsp.): Nicht bloß der Zeichens, Person dabei in Frage kommt, Nachfolgendes zu erklären. Ich fondern auch der Modellirunterricht muß am Sonntag bei Tageslicht befand mich in den Monaten März und April vorigen Jahres nattfinden; das hat der Minister auch anerkannt. Die evangelische in Gelsenkirchen. Ganz natürlich hatte ich Verkehr mit den Kirche hat ihren Hauptgottesdienst nicht immer um 10 Übr be dortigen Genossen. Das Benehmen einzelner erweckte aber ein Abg. vou Equatten( 3.) weist darauf hin, daß die große Spinnerei und Weberei von Giefing und Konze in Aachen im vorigen Jahre während des Betriebes niederbrannte, nachdem sie 1886 bereits einmal niedergebrannt war, wobei 17 Menschen das Leben verloren, während es jetzt nur 4 waren. Es waren feine genügenden Schuhvorrichtungen vorhanden, die doch beim Neubau • 1: die Gisenbahnbehörden erfüllt, vorläufig wohl in die Rubrik der Alles schöne Dinge, die aber bei dem sog. Geist, der heute Luftschlösser einzureihen sind. S be Ein wegen Mordverfuchs verfolgter 17jähriger Schuhmacher, Namens Berthold aus Sprottau, ist am Donnerstag auf dem Potsdamer Bahnhof festgenommen worden. Er wird bezichtigt, seinem Meister in Sprottau wegen schlechter Behandlung eine Revolverkugel durch den Hals gejagt zu haben. ehr starkes Mißtrauen in mir, so daß mir der Verdacht tam,| Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft im Anschluß an die im ver- jammert hat, daß die während des Kutscherstreits für die Fuhrfie ständen in polzeilichen Diensten. Der Verdacht wurde mir gangenen Jahre bereits genehmigte Linie Weißenfee- Brenzlauer herren so segensvolle Thätigkeit eines gewissen Wilhelm Langner zur Gewißheit, als mir einer eine Rifte Dynamit anbot. Auch Chauffee- Danzigerstraße Weißenburgerstraße- Schönhauser Thor feitens der Kutscher nicht anerkannt wird. Im Gegentheil waren ichte er mich zu einem Dynamitdiebstahl zu bewegen und wollte die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Zweiglinie von die am Streit Betheiligten so dreist, demselben Urkundenfogar Pferd und Wagen besorgen, sowie das Geld zum der Prenzlauer Allee, Ecke Danzigerstraße durch die Prenzlauer fälschung" vorzuwerfen, weil der Genannte mit noch vier Kollegen Berschicken des Dynamits nach Berlin, Frankfurt a. M. und straße bis zum Alexanderplatz ertheilt. den frischgebackenen Rosselenkern ihre Fahrtüchtigkeit attestirt Leipzig. Besonders aber schienen ihm Berliner Adressen angelegen Von dem Plan einer Erweiterung des Berliner bat. So sehr streng wird wohl die Prüfung der Streilbrecher zu sein. Um dem Treiben dieses Menschen ein Ende zu machen, Stadtbahnbetriebes weiß eine hiesige Korrespondenz zu beauch nicht ausgefallen fein; denn die Hauptsache war doch da ich bei der Sorglosigkeit der dortigen Genossen das Schlimmste richten Danach soll der Stadtbahnbetrieb im Westen ausgedehnt Menschen aber das Unternehmerthum dem um seine Existenz befürchten fonnte, verabredete ich mit einem Freunde, ihn zu entJarven. Ich forderte zu diesem Zwecke die mir angebotene werden bis nach Spandau, Potsdam, im Osten nach Erkner, und Kifte Tynamit von ihm. Er fagte zu, wollte jedoch dabei sein, indem Gebiete der Stadtringbahn- Stationen soll der Drei- Minuten- tämpfenden Proletariat zollt, das tönnte wohl kaum deutlicher wenn ich die Kiste auf der Bahn aufgebe. Ich machte nun mit verkehr eingeführt werden. Ferner soll durch die Umgestaltung des illustrirt werden, als durch die Worte:" Die Hundspeitsche meinem Freunde aus, daß wir nach dem Agent provocateur vertehre durch Einlegung neuer Züge stattfinden, ebenso wird Bahnverkehrs der Reichshauptstadt eine Erweiterung des Vororts- müßte zur Anwendung tommen!" Zu dem Mord in der Cuvryftraße wird weiter berichtet, Namens Schalk in Úeckendorf bei Gelsenkirchen gehen wollten, der Externverkehr eine erhebliche Vergrößerung erfahren. Vor daß Mutter und Kind auch bis heut Morgen noch nicht aufum die mir angebotene Rifte zu holen. Damit wir nicht allem werden auf den Fernstrecken eine Bermehrung der zufinden gewesen sind. Frau Klahm muß übrigens schon im Beide in Gefahr liefen, ging nur mein Freund nach Schnellzüge, fowie eine Erhöhung der Fahr- vorigen Sommer geistes gestört gewesen sein, denn sie verließ feiner Wohnung, während ich bewaffnet das Treiben zu beobachten hatte. Er drängte nun darauf, als mein Freund bei geschwindigkeit der Personenzüge vorgenommen schon damals mit ihren beiden jüngsten Kindern die Wohnung, werden, während die gegenwärtige Fahrgeschwindigkeit der um sie umzubringen, kehrte aber wieder heim mit der Aeußerung, ihm erschien, derselbe folle doch gleich Adreffen schreiben. Um Stourier- und Schnelzüge als Maximalgeschwindigkeit einbehalten daß sie ihr Borhaben nicht habe ausführen können. Uebrigens fein Mißtrauen zu erwecken, fchrieb mein Freund eine fingirte werden foll. dürfte Frau Klahm taum schon am gestrigen Morgen die That Adresse. Er und mein Freund packten die Kiste darauf in eine größere und umgaben sie mit Stroh. Mein Freund begab sich Berkauf des Hauses Cuvryftr. 48 in unauffälliger Weise unterhalten, geplant gehabt haben. Noch um 8 Uhr hat sie sich über den nun mit diesem Schurken mit der Kiste zum Bahnhofe Watten dann die Wohnung gesäubert und in Ordnung gebracht und schließlich scheid, um von dort nach Bochum zu fahren. Ich beobachtete das ganze Treiben, und zu gleicher Zeit, als die Beiden mit der Kiste Die Gemeinschädlichkeit des Zwischenmeister Systems bas Mittagessen bereitet. Der Wahnsinn muß daher plöglich in heftiger Form zum Ausbruch gekommen sein. Sämmtliche in den Zug stiegen, stieg ich in ein anderes Roupee. In Bochum trat in der abscheulichsten Weise in einer Affäre zu Lage, die sich polizeilichen Dienststellen Berlins find schon gestern Nachmittag angelangt, wollte er gleich mit der Kifte zur Güterannahme und bot vor kurzem in der Löwe'schen Gewehrfabrik zu Martinickenfelde auf die Verschwundene aufmerksam gemacht worden. Frau Klahm ein Zwanzigmarlstück an, im Falle mein Freund nicht das nöthige abgespielt hat. Seit 24 Jahren wirkt dort der Zwischenmeister B., ist flein, hat dunkelblondes Haar, das sie glatt am Kopfe trägt, Geld haben sollte. Dies war jedoch nicht nach unserem Plane, und seinem Herrn und auch sich selber zum Nutzen. Seinem Herrn war ohne Kopfbedeckung und trug ein graues Umschlagetuch. wies mein Freund darauf hin, daß ja doch der Einbruch noch fuchte er das Gut, das dieser schon besaß, dadurch zu vermehren, Frieda Klahm hat große braune Augen, eine breitgedrückte Nase, ausgeführt werden konnte und es besser wäre, wenn alles mit daß er die ihm unterstellten Arbeiter nach Kräften an an der sich vorn eine kleine Vertiefung befindet, und dunkelblondes einem Male abgeschickt würde. Um sich nicht verdächtig zu trieb und aus ihnen herauspreßte, was das Beug Haar.s machen. erklärte er sich mit dem Vorschlage meines Freundes nur halten wollte. Und sich selber erwarb er Geld und einverstanden und gaben sie dann die Kiste auf dem Gepäck Gut, bestehend in einem Häuschen und einem Gärtchen daneben Aufbewahrungsbureau ab. Jch wartete indessen in der Retirade durch gefälschte Lohnlisten, die er führte. Durch ein recht gedes Bahnhofes, um mit meinem Freunde das Nähere zu befchicktes Manöver wußte Meister B. es einzurichten, daß er sich sprechen, gemäß unserem Plane. Ich nahm den Gepäckschein 3. B. für einen Arbeiter, dem er nur 35 Pf. Stundenlohn zahlte, von meinem Freunde in Empfang, und während mein Freund auf dem Komtoir der Fabrit 50 Pf. auszahlen ließ, bei den den pp. Echalf in Obhut nahm und ihn wieder bis nach Hause 50 Arbeitern, die Herr B. unter seiner Fuchtel hatte, machte begleitete, nahm ich die Kiste und fuhr nach einer anderen dies im Laufe der Woche ein recht hübsches Sümmchen aus, von Station, um mich von dem Inhalte der Riste zu überzeugen. dem fich bei genügendem braven Hang zur Sparsamkeit schon ein Wie ich nicht anders erwartet hatte, fand ich in der Kiste nicht beträchtlicher Theil auf die hohe Stante legen ließ. Dynamit, sondern Lehm und Heu. Am anderen Tage sollte der Leider wurde dies langjährige Joyll eines Tages durch eine Einbruch auf Zeche Helene" bei Alteneffen ausgeführt werden, Unterredung zerstört, die ein Arbeiter zufällig mit einem Romptoir den Schalk uns empfohlen hatte und wozu er Pferd und Wagen beamten pflog. Am Bahltag nach der Entdeckung der B.'schen besorgen wollte. Nach näheren Erkundigungen war in dem Spizbübereien wurde auf seine Lohnliste Beschlag gelegt und Schuppen, welchen Schalt ausersehen hatte zum Einbruch, fein eine Stunde später war B. entlassen. Sprengstoff vorhanden. Wir machten uns untenntlich, um Soweit wir unterrichtet sind, traf die Entlassung den wohlweitere Wahrnehmungen zu machen, und begaben uns wieder fituirten Meister B. nicht allzu hart. In dem hübschen Häuschen, getrennt nach Gelsenkirchen. Auf dem Bahnhofe in Gelsen mit dem seine tlugen Geschäftspraktiken gesegnet find, ruht er firchen saß ich mit dem pp. Schalt und mit einem gewissen sich von seinen Lasten aus und blickt stillvergnügt auf die schöne Pandter, welcher in der Bergarbeiter- Bewegung immer eine Rolle Beit zurück, die ihm so herrliche goldene Früchte getragen hat. spielte und sich als guten Genossen ausgab, an einem Tische, ohne es hat sich wohl aus Unkenntniß der Sachlage bis jest daß sie mich wieder erkannten. Sie unterhielten sich angelegentlichst noch tein Staatsanwalt seiner angenommen. über die oben bezeichnete Ristenaffäre. Dadurch wurde mir zur Die Direktion der Löwe'schen Gewehrfabrit aber fragen wir, Gewißheit, daß auch der pp. Pandter um diese Sache wußte, ob es denn wirklich nicht möglich ist, Einrichtungen zu treffen, resp. daß er nicht mit dem Schalt in Verbindung stand. Pandter die dem Arbeiter wenigstens den fargen Verdienst sichern, der ist noch oft mit dem entlarvten Schalt, sowie mit verschiedenen ihm von oben herab bestimmt worden ist. Wer dem Arbeiter Polizisten gesehen worden. feinen Lohn nicht giebt, ist ein Bluthund, sagt Jesus Sirach, und eine große Fabrit kann unseres Erachtens ganz gut aus tommen, ohne daß sie ihren Meistern durch ungenügende Beauf- A18 Rechtsbeistand stellte sich der Ehefrau des in Untersichtigung Gelegenheit giebt, sich zu Bluthunden auszubilden. suchungshaft befindlichen Handelsmannes 3. in Schöneberg am 21. d. M. ein Fremder vor, der Beamter der Staatsanwaltschaft Die Deutsche Gasglühlicht Aktiengesellschaft. 15. September 1898 stattgehabte ordentliche Generalversammlung Protokolls zwecks Richtigstellung einer Zeitungsnotiz betraut sei, fein wollte und mittheilte, daß er mit der Aufnahme eines der Gesellschaft hatte beschlossen, einen Abschluß für das erste, auch in der Straffache gegen den Ehemann mitzuwirken habe. Wir haben dem nun hinzuzusetzen, daß der obengenannte Geschäftsjahres aufstellen zu laffen. Dieser Semestral- Abschluß es sich etwas foften ließe. Für seine Bemühung forderte und Wir haben dem nun hinzuzusetzen, daß der obengenannte am 31. Dezember 1893 ablaufende Halbjahr des zweiten Er glaube, daß die Strafe milde ausfallen werde, wenn Frau 8. Panther( im Eingesandt irrthümlich Pandter geschrieben) anläßwurde in einer fürzlich stattgehabten Aufsichtsraths- Sihung vor erhielt er eine Mart. Der Schwindler wurde später festgenommen lich des legten Streits in Untersuchungshaft genommen, jedoch gelegt und ergiebt bei einem Attienkapital von 1 465 000 m. erhielt er eine Mart. Der Schwindler wurde später festgenommen freigesprochen wurde. nach Abzug aller Unkosten zc., aber ohne Berücksichtigung von und als der wegen Betruges schon mehrfach bestrafte Barbier Abschreibungen, Tantiemen 2c., einen Ueberschuß von 1989 844,45 m. intl. des Gewinn- Vortrages. Hierbei wurde Polizeibericht. Am 22. b. M. erschos sich ein Maurer in hervorgehoben, daß dieses Resultat in den Monaten Juli bis Dezember, also in der naturgemäß günstigeren Hälfte des Geschäftsjahres, erzielt worden ist. " Auch warne ich die Genossen allerorts vor einem gewissen Sichelschmidt". Derfelbe will in Belgien mehrere Jahre Zuchthaus abgemacht haben. Er bekennt sich als Sozialdemokrat und steht in polizeilichen Diensten; er hält sich zur Zeit in Rheinland und Westfalen auf. Beweise gegen Sichelschmidt" bin ich auf Wunsch bereit mitzutheilen. G. Hänsler, Zürich. Bolizeiliches, Gerichtliches: c. - Der Genosse Wetter, Redakteur der Sächsischen Arbeiter Beitung", hat am 22. d. M. eine dreimonatliche Gefängnißfirafe angetreten. Er wird nun Zeit haben, über seine Sünden nachzudenken, durch die er die ,, Göttin der Gerechtigkeit" beleidigt hat. Disallo " V am Ein zweites Opfer scheint das plöhlich wieder ziemlich scharf aufgetretene Frostwetter gefordert zu haben. Im 58. Polizeirevier, dessen Bezirt am Wedding liegt, wurde heute früh ein unbekannter Mann in hilflosem Zustande noch lebend aufgefunden und der Charitee eingeliefert. Hier ist er bald darauf gestorben. Vorläufig wird Zod durch Erfrieren angenommen. Vorläufig wird Tod burch Erfrieren angenommen. Ein Ueberzieherdieb war sehr unvorsichtig, als er in dent Betfaal der Baptistengemeinde in der Gubenerstraße einen neuen Ueberzieher mit seinem alten vertauschte. Er hatte zugleich mit dem Kleidungsstück eine Postkarte mit feiner genauen Adresse und eine Arzenei mit seinem Namen zurückgelassen, wodurch feine Ermittelung und Festnahme herbeigeführt werden konnte. haben sich 269 Berliner Wehrmänner und Reservisten, welche An den Genüssen, welche die Ferienkolonie bietet, om hiesigen Amtsgericht I gesucht werden, den Magen überladen. ihrer bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige Sie werden beschuldigt, ausgewandert zu sein, ohne von erstattet zu haben und sollen sich nun wegen dieses Verbrechens erstattet zu haben und sollen sich nun wegen dieses Verbrechens am 10. Mai in Moabit verantworten. Einziger Militärstaat Preußen, welche Liebe müssen doch deine Söhne zu dir hegen! Jakobsohn erkannt. 200 Gerichts- Beitung. seiner am Blan- Ufer belegenen Schlafstelle. Nachmittags fand der Arbeiter Klahm in seiner Wohnung Cuvryftr. 48 den neunjährigen Sohn erdrosselt vor. Der Knabe ist anscheinend von So lautet eine harmlose Notiz im Handelstheil des Börsen- feiner Mutter getödtet worden. Diese hat sich mit ihrer fünfCourier". In einem halben Jahre hat diese Gesellschaft einen jährigen Tochter entfernt und ist bisher nicht zurückgekehrt. In Zu einem Monat Gefängniß wurde der Ge- Ueberschuß erzielt, der fich auf etwa 130 pet. des Attienkapitals einem zurückgelassenen Bettel hat die Frau die Absicht ausgenofje Ruöfel als ehemaliger verantwortlicher Redakteur des in beläuft. Und troß des Riefengewinnes ist diese Gesellschaft außer fprochen, auch dieses Kind zu ermorden und sich selbst das Leben Dresden erscheinenden Boksfreund von der dortigen flande, ihren Arbeitern einen Lohn zu gewähren, der zum Leben zu nehmen. Vor dem Hause Gneisenauftr. 4 fiel ein Mann Straffammer verurtheilt, weil er den Stadtgemeinderath von ausreicht; trotz des Riefengewinnes miffen die Arbeiter in Ver- plöglich zur Erde und blieb bewußtlos liegen, so daß er nach Berggießbübel sowohl, als auch den Freiherrn von fammlungen gegen die niedrige Besoldung, sowie gegen die hohen dem Krankenhause gebracht werden mußte. Im Laufe des Friesen Leifen beleidigt haben sollte. Die Beleidigung Strafabzüge lauten Brotest erheben, ein Protest, der auch in Tages fanden fünf kleine Brände statt. wurde darin gesunden, daß der Beschluß des Gemeinderaths, die Ohren der Direktion gellt und dessen Folge natürlich die edus 12.10 einen Fahnennagel zur Kriegervereinsfahne zu stiften einem prompte Maßregelung der verdächtigen Elemente unter den Ar anderen Beschluß, die Steuerrestanten piänden zu lassen, gegen beitern ift. über gestellt und einer scharfen Kritik unterzogen worden war. Mit überzeugender Klarheit lehrt gerade das GeschäftsAs ftrafverschärfend wurde in der Urtheilsbegründung hervorgebahren der Gasglühlicht Gesellschaft, daß das moderne Unter gehoben, daß& nöfel während seiner unheilvollen" nehmerthum auch unter den denkbar günstigsten Bedingungen Thätigkeit als Redakteur schon fünf Mal bestraft worden sei. nichts von einer merklichen Hebung der Lage seiner Arbeiter aat Eine Versammlung in Riel wurde von dem wissen will. überwachenden Beamten aufgelöst, nachdem bereits das Mit überzeugender Klarheit ergiebt sich aber auch gerade Bureau gewählt war und der Referent Genoffe Legien sich aus diesem Falle die fittliche Nothwendigkeit für das Proletariat, Auch eine Beleidigung. Als der Arbeiter Franz eben anfchickte, seinen Vortrag zu beginnen. Grund: das Lofal an dem geeigneten Zeitpunkte die Bourgeoisie von der fauren Thiemermann eines Tages durch die Frankfurter Allee entspeche nicht den polizeilichen Anforderungen. Diese Erklärung Mühe ihrer Unternehmerpflichten zu entbinden und die privat ging, bemerkte er eine Gruppe von Personen, welche ein weinendes rief allgemeine Entrüstung hervor, da den Meisten bekannt war, tapitalistische Produktionsweise in die sozialistische hinüber- Kind umstand. Er trat näher und fah, daß das Kind zu Falle Daß früher gegnerische Versammlungen ruhig hatten stattfinden zuleiten. ruhig hatten hatten stattfinden gekommen war und sich dabei die Pulsader an einem Glas Das Asyl in der Büschingstraße wird felt in weit fcherben zerschnitten hatte. Während die umstehenden Personen In Dresden wurde eine Versammlung, die am größerem Maße in Anspruch genommen, als bisher. Kurz nach Worte der Theilnahme äußerten, aber sonst unthätig blieben, sab Dienstag stattfinden sollte, polizeilich verboten, weil das Referat: 4 Uhr Nachmittags kann man in dessen Nachbarschaft Gruppen Thiemermann sofort, daß Gefahr im Verzuge war. Er bob das Die internationale Anarchistenheze und die Maßnahmen der von Obdachlosen bemerken, die auf den Wink zum Antreten Kind auf und erklärte, es zur Sanitätswache bringen zu wollen. Regierungen" eine dringende Gefahr für die öffentliche Ruhe harren, obgleich der Einlaß erst um 6 Uhr erfolgt. Viele müssen Der Sergeant Kühn, der ebenfalls so lange unthätig dabei und Sicherheit" in sich birge. Hub! Wenn nun die Dresdener von den Schuhleuten als überzählig zurückgewiesen werden und gestanden, äußerte nun die Worte: So schlimm ist es Spießer das Grufeln noch nicht lernen, dann wissen auch wir kein schleichen mit betrübten Gesichtern davon, nicht wissend, wo sie ja nicht." Dies brachte Thiemermann dermaßen in Harnisch, Mittel mehr. fönnen. Tokales. Arbeiter Bildungsschule. Am Sonntag Vormittag fällt der Unterricht in der Nationalökonomie wegen Verhinderung des Lehrers aus. Wegen Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten" wurde am Freitag der Anarchist Paul Pawlowitsch zu neun Monaten Gefängniß verurtheilt." Die inkriminirten Aeußerungen foll Pawlowitsch am 1. Februar in einer bei Buggenhagen abgehaltenen Versammlung gethan haben. die Nacht zubringen sollen. Das Städtische Obdach aufzusuchen, daß er dem Sergeanten die Worte zurief: Sie Ochse! nist ein gefährliches Unternehmen, denn nach und nach beginnt Sehen Sie denn nicht, nicht, daß das Kind sich verbluten -man dort aufzuräumen", d. h. ftrenger als bisher die bereits fann?" Gr trug das Kind dann zur Sanitätswache, wo ihm Berwarnten nach dem Alexanderplay behuss Aburtheilung zu ein Nothverband angelegt wurde. Als er das Samariterwerk befördern; den meisten der Obdachlosen ist bereits vor Wochen beendet hatte und wieder auf die Straße trat, hielt ihn ein aufgegeben worden, fich innerhalb fünf Tagen Arbeit und Unter- Schußmann an, da der Sergeant feine Persönlichkeit festgestellt fommen zu verschaffen(!), den wenigsten solches aber gelungen. wissen wollte. Thiemermann stand gestern wegen Beleidigung Gerade jetzt sind diese am schlimmsten daran, auf der einen Seite vor der 187. Abtheilung des Schöffengerichts. Der Vorsitzende winkt ihnen mit dem beginnenden Frühjahr Aussicht auf Arbeit, machte ihn darauf aufmerksam, daß er bestraft werden müsse, auf der anderen längere Haftstrafe wegen Arbeitsscheu" oder bob aber gleichzeitig hervor, daß er sich sonst bei der Gelegenheit sehr brav benommen habe. das Arbeitshaus. Das Urtheil lautete auf 6 M. Geldstrafe. Aus der Magistratsfitung vom Freitag. Zum Direktor des städtischen Wallenbaufes ist an Stelle des in den Subestand tretenden Waisenhaus- Direltors Wilsli, der Rettor der 175. Gemeindeschule, Jahnte, gewählt worden. " Soziale Ueberlicht. Arbeiterfreuden. Der Berl. Lofalanzeiger" bringt folgende Dem von der Stadtverordneten Versammlung am letzten Notiz: Sein 50 jähriges Gesellenjubiläum feiert heute der in Donnerstag gefaßten Beschlusse entsprechend, hat das Magistrats: Berlin N. wohlbefannte Webergeselle Heinrich Riez. Leider ist follegium befchloffen, von der freihändigen Begebung ber Beber fast 70jährige Mann tros seines Fleißes feitigung des auf der städtischen Müll Abladestelle 111. ange arm geblieben. sammelten Mülles an den Unternehmer Naut Abstand zu nehmen Es ist hübsch, daß das Blatt feiner bekannten Arbeiter: bie in der chemischen Industrie und in Gas: Au alle Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen sowie an und ein Ausschreiben für diesen Zweck zu erlaffen. Die Frist freundlichkeit" folch theilnehmenden Ausdruck verleiht, nur past anstalten Beschäftigten! In Anbetracht der überaus zur Abgabe der Gebote ist zum Dienstag, den 6. März angesetzt. bas leider nicht, vielmehr müßte es beißen: felbft per traurigen Berhältniffe, die in allen Berufen herrschen, zu deren elbstveranstalten Beschäftigten! In Anbetracht der überaus von der Park- Deputation aufgestellten Projekte für die Her einen Arbeiter aufweisen, der durch seiner Hände Arbeit reich wenden wir uns aufs neue an unsere Berufsgenossen mit der Nach einem Beschlusse des Magistrats sollen in Zukunft die ständlich". Oder kann die Redaktion des„ Lofalangeigers" traurigen Verhältniffe, die in allen Berufen herrschen, zu deren Begleiterscheinungen Arbeitslosigkeit und niebere Löhne gehören, stellung von Schmuckanlagen auf öffentlichen Plätzen zc. vor ihrer Festsetzung der Bau- Deputation zur Begutachtung vorgelegt geworden ist? Oder will das Blatt sich selbst gar als Muster Mahnung: Arbeiter organisirt Euch! Leider trägt werden. tetischer" Thätigkeit reich ge- arbeitet hat? Das Magistratskollegium hat befchloffen, die neueren Uebrigens hat sich Herr Rieß garnicht so sehr zu beklagen, Taumel der Intereffelosigkeit lassen sie alles über sich ergehen. zur Stärkung der Macht der Unternehmer bei. Gleichzeitig im Grlaffe des Oberpräsidenten wegen ber Aeußerung der Gemeindebehörben über den erlebt er fein 70. Jahr, jo fällt auch ihm der Segen der sozial Kollegen und Kolleginnen! Ermannt Euch endlich, schließt Euch Ginverleibungsplan der hierfür bestehenden gemischten ben Schooß und dann ist er aller Sorgen um's tägliche Brot ledig. Der Kapitalisten ein Salt gebieten! Begreift, daß Ihr in Rente von täglich 888 Bf. in Kommiffion zur Berathung zu überweisen, zugleich aber auch den Minister des Innern um eine kommissarische Berathung der Da müßte einfach die Sundspeitiche in Anwendung einer Organisation eine Macht jeid, mit der man rechnen muß, Angelegenheit zu bitten. kommen, das ist der lebhafte Wunsch des" Fuhrhalter", nachdem während Ihr sonst ein Spielball der Launen eines Fabrikpafchas Die Städtische Baudeputation hat der Neuen Berliner derfelbe in feiner legten Nummer des Langen und Breiten ge- werden könnt! 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Freitag, KoppenBoite, Kolbergeritr. 23. Verein ehemaliger Schler der Gefelliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Statflub Kreuzbube bei Steuer, Weinftr. 22.- Statflub Revolution Kartenflub Nulle tagt Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S.| Echilling, Pücklerfir. 55. r. 29 Samburg),( Filiale Berlin 9). Am Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 10 Uhr, in der Kronenbrauerei, Alt Moabit 47-49: Mitglieder- nraße 65. Bersammlung. Tagesordnung: Wahl der Delegirten zur General- Berfammlung. Fachverein der Uhrmacher. Heute, Abends 9 Uhr, bet Wienecke, Alte Die unterzeichnete Rommission hat folgende Versammlungen am Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 92 Uhr, einberufen: Wedding- Park, Müllerstr. 173. Referent: Reichs tags- Abgeordneter Kühn. Charlottenburg, ,, Bismarckshöhe", Bismarckstr. 80. Abends Reichenbergerstr. 73, bet Faustmann. Referent: Reich 3 Satobitr. 83: Gigung. Vortrag des Genossen Gaffenbach über Heinrich Heine jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Sumboldhein, Hochstr. 320. tags- Abgeordneter Schulze- Königsberg. Rig- und seine Beit. dorf, Berlinerstr. 136, bei Kummer. Referent: Reichstags Abgeordneter Bueb. An unsere Kolleginnen richten wir ganz besonders das Ersuchen, in diesen Versammlungen zahlreich zu erscheinen. Zeigen wir dem Unternehmerthum, daß auch die Arbeiterinnen die Bedeutung der Arbeiterbewegung erfaßt haben! Die Agitationstommission. Eine Konferenz der auf dem Boden der Vertrauensmänner 3entralisation stehenden Maurer Deutschlands findet am 26. und 27. März d. J.( Ostern) in Krimmitschau in Sachsen statt. Adresse: August Beck, Halle a. S., Tholuckstr. 4, 3 Treppen. Die deutsche Oft- Afrika- Linie, welche bekanntlich Ende Dezember v. J. beschloß, nur weiße Heizer auf ihren Schiffen fahren zu laffen, ist bald wieder anderen Sinnes geworden. Wie das Hamburger Echo" erfährt, ist der Dampfer„ Bundesrath" wiederum mit über 20 schwarzen Heizern und Trimmern in Hamburg eingetroffen. Den Schwarzen ist verboten worden, ans Land zu gehen. Unser Bruderorgan bemerkt hierzu sehr richtig: Die Arbeitslosigkeit der hiesigen Feuerleute ist gerade groß genug und es hat sich wohl mancher gefreut, als er erfuhr, daß die genannte Gesellschaft nur mit weißen Heizern ihre Schiffe besezen wolle. Aber welche Täuschung ist den Leuten geworden! Von einer Gesellschaft, wie die Deutsche Ost- Afrika- Linie, welche doch eine bedeutende Subvention durch das Reich erhält, follte man solches Vorgehen in erster Linie nicht erwarten. -O Derlammlungen. = Die Freie Vereinigung der Bureau Angestellten hielt am Mittwoch, den 21. Februar, eine Mitgliederversammlung ab. Den Hauptpunkt der Verhandlungen bildete die von der Agitationskommission der Bureau- Angestellten in Aussicht genommene Herausgabe der Fachzeitung Der Bureau- Angestellte", deren erste Nummer Anfangs April" d. J. erscheinen soll. Die Mitglieder der Vereinigung geben ihr Einverständniß mit dem dies bezüglichen Beschluß der Agitationskommission. Das Blatt soll monatlich einmal erscheinen und einem längst gefühlten Bedürfnisse entsprechen. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich 50 Pf. Abonnements nimmt bereits jetzt die Agitationstommission der Bureau- Angestellten, Dragonerstr. 49 a, entgegen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 10 Uhr, im Saale der Braueret Friedrichshain: Uebungsstunde. Nachdem: Ausschußsizung. Ausloosung von Vereinen, welche fich programmmäßig am Liederabend, den 17. März, betheiligen. Saal. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. Nr. 29 Hamburg), Filtale Berlin 6. Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 10% Uhr, Bergstr. 68 bet teller: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Wahl der Delegirten zur General- Versammlung. Verein ehemaliger Schüler der 18. Gemeindeschule. 9 Uhr, Wolff's Salon, Köpniderstr. 39a: Mastenball. Billets bei den Mitgliedern und im Tischler- Verein. Heute, Abends 9 Uhr, Melchiorftr. 15. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. Nr. 29), Filiale 2. Am Sonntag, den 25 Februar, Bormittags 10 Uhr, im Märkischen Hofe, Admiralstr. 18c: Große Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Anträge. 2. Wahl der Delegirten zur General- Versammlung. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. Nr. 29), Filiale Berlin 1. Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 10 Uhr, in Habel's Braueret, Bergmannstr. 5: Bersammlung. Tagesordnung: Wahl der Delegirten zur General Versammlung. Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 25. Februar, Vormittags 10% Uhr: Vortrag des Herrn Waldeck Manasse: ,, Das Gebet". Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 25. Februar, Abends 6 Uhr: Zwei Bersammlungen. 1. In Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. 2. In Seefeldt's Lokal, Referent: Herr Gigg über„ Religion oder Moral". Grenadierstr. 33. Referent: Herr Waldeck Manasse über:„ Die Religion und der Friede." Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Oft Schule, Martussiraße 31: Unterricht in Rechnen. Süd- Ost Schule, Reichenbergeritr. 133: Unterricht in: Boltsthümliche Medizin. In allen Unterrichtsfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Vorsitzender Ad. Neumann. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rigdorf, Hermann- u. Knesebec ftraßen Gde bei Beyerle. 2yrania, Landsbergerstraße 31 bei Musehold. Sanges: Echo, Naunynstraße 86, bet Zubeil. Freundschaft 2, Friedenfiraße Nr. 48 bet Tollkühn. Glück zu Prinzen- Allee 57.- Esmeralda, Fruchtstr. 70 bei Nitsche. Lieder: Hand in Hand 2, tranz in Brandenburg, Mengert's Boltsaarten. Gesundbrunner Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bet Heinecke. Männerchor, Gesundbrunnen, Prinzen Allee 10. Frisch auf, Friedrichsberg,' Rummelsburgeritraße bei Deckert. Borwärts 7, Immer Rummelsburg, Goethe- und Kantstraßen- Ecke bei Greinert. 1 grün, Tegel, Spandauerstr. bei Rentner. Der Mark bei Restaurateur Schulz. Lorbeerzweig, Swinemünder: 1 Frisch auf 2, Schönwalde in straße 35 bei Queitsch. Freie Gloden, Gtaligerfir. 104, bei Winter. Sangesfreund, Dragonerstr. 32, bei Kamlowsky.- Deutsche Eiche 2, Brandenburg a. S, Hauptstraße, Wintal's Salon. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten an: P. Hentel, Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Sonnabend: Theaterverein Iphigenia, bei Kramer, Rirdorf, Hermannftr. Nr. 140.Theaterverein Aurelia, Mendelssohnstr. 9 bei Mierhe Abends 9 Uhr. 1 Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wuttte, GraudenzerStattlub Eintgfeit bei Grube, Mariendorferstraße, Ecke ftraße 2. Solmsstraße. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Deutscher sozialdemokratischer geseklub in Paris Rue St. Sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ver sammlung; reiche Bibliothet, Zeitungen, französischer Unterricht. London. Der einzige hiesige sozialdemofraiische Verein Londons, der alte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1840 begründete Kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Fachverein der Photographen. Jeden Sonnabend bei Knoblauch, Kommandantenstr. 15, Abends 9 Uhr. Dansk Forening Freja", Oranienftr. 51. Modeaften Hver Bordag Kl. 9. Befogende ere velkommen. Briefkaften der Redaktion. John Burns. Betr. Zeitungsausschnitt ist nichts anderes als eine schamlose Züge. F. T. 1874. Freie Vereinigung der Kaufleute. Verkehrslokal bei Cohn, Beuthstr. 22, Restaurant„ Zur neuen Post". G. W. O. 72. Wenn sie sich nicht selbst ernähren kann, so gut wie jede andere. B. B. 10. Nein.§ 2. Amerika, Genoffe. In solchen Dingen giebt es fein Recht und Gefeß, die Staaten sind selbst Herren, aber das ist kaum zu befürchten. Albert Otto Rühstedt. Der Anwalt hat das Recht darauf, daß Sie ihm die Akten wiedergeben, denn er kann nur aus den Bergnügungsverein Einigtett, Manteuffelstr. 67, Abends 9% Uhr. Aften die Liquidation berechnen. Besondere Bücher führt er Gefelliger Berein Deutsche Eiche, Kohlen- Ufer 2, bei Pech. Bitherklub Gemüthlich te it, Lindenstr. 105, im Bürgergarten. Nordtlub Ge- nicht. Er muß Ihnen aber die Akten dann zurückgeben. Wenn felligkeit, Prenzlauer Allee 26, bei Drühler, alle 14 Tage. Theaterverein Sie Geldansprüche an ihn haben, können Sie ihn so gut wie Lessing. Langeitr. 9, bei Riezerosti. jeden anderen bei Gericht verklagen. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Ecke Forsterstraße. straße 65a. Paul Nidel'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Bühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat bei geichnis, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglöckchen, Abends 9 Uhr bei Echulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9 hrstöpenicker Theaterverein Leffing. Jeden ersten und legten Sonnabend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Studolph, Krautstr. 6.- Privat theatergesellschaft Beneta, Sigung mit Damen jeden Sonnabend Abend Theatergesellschaft Edelweiß, 9% Uhr bei Vape, Kolbergeiftr. 22. Sonnabend 9½ uhr, Sigung mit Damen bei Ravul Adree, Chorinerfir. 53. Bultania, 9 Uhr, Sigung in Täger's Gesellschaftshaus, Gartenstr. 13-14. Fidelitas. Verein Morgenstern, 9 Uhr, Sigung mit Damen im Restau Theater: rant von Krone, Wörtherstr. 11. Nach der Sigung Fidelitas. verein Bohemia bei Rummer, Ackerstr. 13, Sigung und Aufnahme neuer Mitglieder. Boruffia, Sigung 8% Uhr, bet Schröder, Wienerstr. 31. Geselliger Verein Freundschaft, jeden Sonnabend Abend 9 Uhr im Restaurant Bauß, Blumenfir. 10, Sigung mit Fidelitas. Vergnügungsveretn Azalia 9% Uhr bet D. Heindorf, Barnimftr. 16. Bergnügungsverein Lustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Bergnügungsverein Lustige Becher Abends Gründer, Köpniderstr. 100. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. 11 H. W. in P. Anzeige bei dem Staatsanwalt des betr. Landgerichts unter Beifügung der Karte. Sie müssen angeben, daß er Ihnen die Beträge abgezogen hat. Er ist strafbar. K. B. Klage beim Gewerbegericht Stralauerstraße. 111 R. Ja. 41. P. Die frühere Bestrafung kann bei jedem Wechsel des Wohnorts wieder so gegen ihn geltend gemacht werden. B. G. Arbeitslos. Leider nicht. Schade, Berlin. 1. Ja. 2. Wissen wir nicht, haben auch zuviel Nügliches zu thun, um erst Nachforschungen danach anftellen zu können. S. C. 29. Lassen Sie sich von der Drtspolizei eine Bescheinigung Ihrer Noth geben und machen Sie dann einen Antrag ans Regiment. Depeschen. ( Deveichen des Bureau Herold.) 9 Uhr im Restaurant von O. Wils, Mariannen- Ufer 2. Geselliger Verein Wien, 23. Februar. Im Anarchistenprozeß wurden Haspel Ber zu sehn, Hanel zu acht, Stikula und Kretschmann zu je vier, Linde jeden Sonnabend 9 Uhr bei Grawe, Brunnenstr. 147. gnügungsverein armlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends sur: Wellner, Wopatet und Plachy zu je drei, Wodracek zu zwei Blumenftr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Theaterverein Freundes frets 9 Uhr, im Restaurant Raporte, Solmsstr. 1. Vergnügungsverein Jahren schweren Kerker verurtheilt; die übrigen sechs Angeklagten bei Falbe, Reichenbergerstr. 149. wurden freigesprochen. Lustig, Sigung Abends 8½ Uhr, Rauchflub Blaue Quaste, Sonnabend 9 Uhr bei Müce, N., Wöhlertstr. 2. Rauchtlub Dornröschen, Gigung Abends 9 Uhr, bet Krüger, Fennstraße 5. Rauchklub Weiße Wolte, Bernauerstr. 14, bet Henoch. Rauchflub Eiserne Pfeife, Mittwoch und Sonnabend Sigung bei Weinert, Adolfstr. 20, Abends 8 Uhr. Schieß- Klub Fein- korn, Köp nickerstr. 23a, Restaurant Haun, tagt Sonnabend und Montag. Stattlub Gordischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Karl werden. Verband deutscher GoldGold- und Silber- Arbeiter und verwandter Berufsgenossen.( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 26. Februar, Abds. 82 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: Versammlung. = Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn A. Hoffmann:" Das moderne Raubritterthum." 2. Distuffton. 8. Verschiedenes. 185/7 Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen Der Vorstand. ersucht Die Sondervorstellung in der Urania" am Sonntag, den 4. März, beginnt pünktlich um 10 Uhr. Eröffnung 9 Uhr. Kistenmacher. Wien, 23. Februar. Wie in Abgeordnetenkreisen verlautet, foll nach der neuen Wahlreform die Mitgliederzahl des Abgeordnetenhauses auf 400 erhöht und eine neue Curie für bisher nicht Wahlberechtigte nach Taaffee'schem Muster geschaffen Sammlung illustrirter sozialistischer Jugendschriften. Soeben erschienen und durch alle Partei- Buchhandlungen und Kolporteure zu beziehen: Die dritte Schrift: Haß und Liebe. Der reiferen Jugend erzählt von Theobald Werra. 36 Seiten mit farbigen Bildern und zahlreichen Holzschnitten. Preis 20 Pfennige. Früher erschienen: Hans Röder's Abenteuer. Preis 10 Pf. Treu bis in den Tod. 10 " " Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt. E Die außergewöhnliche Nachfrage nach diesen Jugendschriften, die eine so rasche Aufeinanderfolge nöthig macht, spricht am besten für ihre Gediegenheit. Es sind die spannendsten und belehrendsten Erzählungen, die der Jugend des Montag, den 26. Februar 1894, Abends 81/2 Uhr, Proletariats geboten werden. bei Gründer, Köpnickerstr. 100: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Jahn über: Die Entstehung der französischen Arbeiter Assoziationen". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheit. 437/11 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Sonnabend, den 24. Februar, im Schweizer- Garten: 5. Stiftungs- Fest, bestehend in Gesang, komischen Vorträgen, Theatervorstellung und Ball, unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Freie Liedertafel"( M. 5. A- S.- B.), 5664L Ernst Wiest, Leipzig, Verlags- Buchhandlung. Möb Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplak größtes Lager Berlins. Muster Kinderwagen, bücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte F. Metzner. Kinderwagen- Lager Berlins ha be. 2 Jahrg. Neue Zeit, gebd., verkauft billig Görig, Kreuzigerstr. 3, vorn 3 Treppen( Friedrichsberg). 19116 Kunden- Tischlerei mit guter Runds schaft ist Umstände halber sofort oder später zu verkaufen. Berlin- Schöne 1882b berg, Raiser Friedrichstr. 3. Bockbier- Anstich E Lade Freunde und Genossen hierzu ein. 19086* Ad. Sievert, Görligerstr. 50. Kanarienroller, Heckhähne, Adalbertfiraße 4, linker Seitenfl., 4 Treppen r. Kanarienhähne 6,00, Weibchen 1,25, Sedbauer 2,50. 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Arbeiter Garderobe, Hosen, alle Nähte doppelt genäht, unzerreißbar, 8000 Ginſegnungs- Anzüge, Butellungen nach Maaß innerhalb 24 Stunden ohne Breiserhöhung.[ 5663L* Zum Arbeiterfreund. Siegfried Bornstein. Oranie nstraße 201. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1906b 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 46. Das Boykottverfahren. Sonnabend, den 24. Februar 1894. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. N" 11. Jahrg. er sei mal ausgetreten, um nebenan ein Glas Bier zu trinken. " " " Das Austreten" sei aber nicht erlaubt gewesen. Am Abend vor seiner Entlassung sei der Kläger wieder einmal längere Aus parteigenössischen Kreisen geht uns die folgende Buschrift Zeit ausgetreten. Der zweite Zeuge, von dem der Kläger zu: Am 13. Februar mußte eine öffentliche Voltsversammlung in Rammer VI. Vorsitzender: Assessor Meyer. Sigung bestätigt zu haben wünschte, daß er ihn gebeten ,,, einen AugenBer in einen Boykottbeschluß gegen ein Versammlungslokal rück vom 15. Februar. blick" fein Revier mit zu besorgen", entsann" sich dessen nicht. gängig machen, der am 4. Februar von einer andern Volks Zur Nichtbezahlung von Mehrarbeit( Ueber Derselbe führte vielmehr aus, Kläger sei verschwunden" gever ammlung ohne hinreichende Begründung gefaßt worden war. stunden und Sonntagsnachmittags- Zhätigkeit) wesen und er, 3euge, habe nicht gewußt, wo derselbe steckte". Der besondere Fall, um den es sich hierbei handelte, ist damit in den Berliner Ladengeschäften. Gegen die be- Die Abweisung des Klägers wurde folgendermaßen begründet: erledigt, aber, daß ein solcher übereilter Beschluß überhaupt vor- kannte Firma A. Wertheim flagen die Hausdiener K., F. Nach dem Ergebniß der Beweiserhebung sei der Gerichtshof tommen konnte, läßt es dringend rathsam erscheinen, die Frage, und W. auf Bezahlung von Ueberstunden und von je vier der Meinung geworden, das Verlassen des Lokales zum Zwecke was für ein Verfahren bei Verhängung des Boykotts beobachtet Stunden, welche fte am ,, filbernen" und goldenen" des Biertrinkens oder sonstiger Erholung sei während der Arwerden soll, einmal zum Austrag zu bringen. Sorntag vor Weihnachten des" Nachmittags im Bazar des beitszeit nicht gestattet gewesen. Der Kläger sei den Beweis Als Vertrauensförper zur Kontrolle der Saalbeschaffung ist Beklagten in der Leipzigerstraße thätig geweſen find. für seine Behauptung schuldig geblieben, daß er einen Kollegen, von den sozialdemokratischen Parteigenoffen Berlins die Lokal- W. beansprucht außerdem 42 M. Lohnentschädigung, weil den Zeugen, mit seiner Vertretung betraut gehabt hätte. tommission niedergesetzt worden. Ihre Aufgabe ist es, durch persön- er erst 13 Tage nach seiner Entlassung sein Krankenkassenbuch Gerade darin, daß Kläger sich nicht für die bes liche Unterhandlungen von den Berliner Wirthen die allgemeine erhielt und dadurch verhindert war, während dieser Beit ander treffende Zeit vertreten ließ, die er außer Zusicherung zu erwirken, daß sie bei rechtzeitiger Anfrage ihr Lofal wärts Stellung zu erhalten. R. erhebt dagegen noch Anspruch halb des Geschäfts zubrachte, habe das Ge= für sozialdemokratische Versammlungen und Festlichkeiten hergeben auf 1,50 M., weil er zweimal die Mittagszeit durchgearbeitet richts ein unbefugtes Berlassen der Arbeit ge= wollen. Die Lofale derjenigen Wirthe, die auf eine solche Ab- hatte auf weitere 2 M., weil ihm viermal die Tischzeit von sehen. machung sich nicht einlassen wollen, hat die Lokalkommission als 2 Stunden auf eine Stunde verkürzt wurde. Alle Forderungen Fräulein Köster flagt gegen den Linden- Bauverein, Inhaber ungeeignet für den Besuch von Parteigenossen in bestimmten Zeit- stammen aus der Weihnachtszeit, der so oft von rührseligen des Etablissements Ronacher. Sie war etwas über drei Monate räumen durch die Presse bekannt zu machen. Boeten verhimmelten. Eingewandt vom Betlagten beziehungs- Wäschebewahrerin, in diesem Weltraustaurant" und verlangt für Nun liegt aber auch noch die Möglichkeit vor, daß ein Wirth weise dessen Vertreter wird: Die Kläger feien auf diese Zeit ihr Gehalt, sowie eine Lohnentschädigung wegen kündi aus irgend welchen faulen Vorwänden sich der übernommenen Monatsgehalt engagirt worden. Sie hätten deshalb selbst gungsloser Entlassung( Schluß des Geschäfts). Von der beklagten Verpflichtung, fein Lokal zu Versammlungen herzugeben, entzieht. verständlich" die erforderlichen Ueberstunden der Weihnachts- Gesellschaft wird durch ihren Vertreter eingewandt, die Klägerin sei In einem solchen Falle haben diejenigen Genossen, die sich ver- saison und die Arbeit an den fraglichen Sonntags- Nachmittagen gar nicht engagirt worden. Ihr Vater sei im Restaurant Geschäftsgeblich um die Gewinnung des Versammlungslokales bemühten, ohne Extrabezahlung leisten müssen. Die Kläger K. und W. führer gewesen und habe sie in eine von der Gesellschaft" nicht voreine Beschwerde bei der Lokalkommission vorzubringen. Kommt hätten sich übrigens durch Annahme der Stellung bei Beklagtem gesehene Stellung hineingesetzt. Er habe nicht das Recht gehabt, die Lokalkommission dann nach gründlicher Prüfung der An- damit einverstanden erklärt. Auf ihren Engagementsscheinen Leute zu entlassen und zu engagiren. Die umfangreiche Beweisgelegenheit zu der Ueberzeugung, daß thatsächlich der Wirth fich stehe: Arbeitszeit von 7 bis 29 event. Länger.( Die erhebung sie fostete mehrere Termine vor vollbesetzter Kammer der böswilligen Gaalverweigerung schuldig gemacht hat, so pflegt Scheine befinden sich bei den Aften, in einer Ecke ist thatsächlich endete mit der Vernehmung der Schwester der Klägerin, fie einer öffentlichen Versammlung die Frage zu unterbreiten, dieser Vermerk.) Die Beschäftigung der Kläger an welche schon unter„ Ronachers" und dann unter der Herrschaft ob der Boykott über jenes Lotal auf bestimmte oder unbestimmte den Sonntagen Dor Weihnachten liege in der Natur des Lindenban- Vereins im Restaurant Ronacher" thätig war, Zeit verhängt werden soll. Die endgiltige Entscheidung liegt dann des Betriebes", sei darum ebenfalls wie die Ueber- und zwar als Buffetdame" und später ,, Rassirerin in der Küche". also in den Händen der öffentlichen Versammlung. itunden( selbstverständlich") in dem Monatsgehalt mitbezahlt. Diese beschwor, daß zur Zeit des Engagements der Schwester ihe Da die boykottirende Volksversammlung in ihrer Wirksamkeit Wie der Kläger R. die vier Stunden, die er an seiner Tischzeit Papa das männliche und die Minna das weibliche Personal aneinem urtheilsprechenden Volksgericht gleichgestellt werden muß, eingebüßt habe, extra bezahlt verlangen fönne, sei un- zunehmen und zu entlassen berechtigt gewesen wären und demist es eine einfache Forderung der Gerechtigkeit, daß ihre Ent- erklärlich"(" Selbstverständlich" liegt das auch in der Natur entsprechend gehandelt hätten. Die Beklagte wurde zur Zahlung scheidung von einer so sorgfältigen Vorprüfung der Streitfrage des Betriebes", sie nicht zu bezahlen). Die 1,50 M. für den von 131 m. verurtheilt, dem ermäßigten Klageobjekt. abhängig gemacht wird, wie sie unter den Umständen zu erreichen vollen Ausfall der Tischzeit werden anerkannt.( Nachdem Kammer 111. Vorsitzender: Assessor Fürst. Sigung vom ist. Die beste Bürgschaft für eine solche Vorprüfung liefert jedoch die Ablehnung ihrer Bezahlung, selbstverständlich", vorher 20. Februar. die Beobachtung bestimmter Formen. Das geläuterte Rechts- damit motivirt worden war, daß nur die Hausdiener für Der Arbeiter als Kontursmassengläubiger. gefühl der Richtenden muß dann das Uebrige thun, um einen ihr Verbleiben im Geschäft während der Mittagszeit mit Der Einsetzer Romnick hatte mit einigen Rollegen zusammen vom gerechten Richtspruch herbeizuführen. 75 Pfennig entschädigt würden, welchen dasselbe aufgetragen sei, Tischlermeister Kohlschmidt einen Atford in Einseßarbeiten überNun find allerdings manche Genossen der Ansicht, es schade nicht aber jene, die, wie Kläger, freiwillig" blieben.) K. und W. nommen. Er war sozusagen der Hauptmacher", eine Art Vorgar nicht so sehr, wenn einmal auf bloßen Verdacht hin, ohne behaupten gegenüber dem Einwande des Beklagten, daß sie von arbeiter, hatte die Aufsicht" zu führen und für seine Mitarbeiter völlig überzeugende Beweise ein Saalinhaber gebontottet würde. den für ihr Gehalt mitzuleiftenden ev. Ueberstunden gewußt des Sonnabends den Verdienst einzuziehen und sie zu entlohnen. Komme es doch darauf an, hin und wieder ein Erempel zu hätten, das sei nicht der Fall, jener Vermert: eventuell Eines Tages gerieth Kohlschmidt in Konkurs, die Arbeit ward statuiren, um den in ihrer Gesammtheit mehr oder weniger un- länger," babe bei ihrer Annahme nicht auf dem Engagements- dadurch unterbrochen. Romnick flagte nun gegen die Kohlzuverlässigen Wirthen einen heilsamen Schrecken einzujagen. fchein gestanden, sei jedenfalls nachträglich gemacht worden. Schmidt'sche Konkursmasse auf volle Bezahlung feines Attords. Besser zu viel als zu wenig geboykottet! Eine solche Dent- Der Geschäftsführer Ebel, als Beuge vernommen, bestreitet Da er die fertige Arbeit bezahlt erhalten, blieb eine Restfordeweise hat in jener Versammlung am 4. Februar zum Boykott dies und beschwört, daß nicht nur der Vermerk schon beim rung von 32 M. Weiter beanspruchte er 50 M. als Extraver Do Sanssouci" verleitet. Bei Licht befehen, ist sie aber weiter Engagement der Kläger auf dem Schein enthalten gewesen sei, es sei gütung seiner beaufsichtigenden Thätigkeit und der mit der Lohnnid ts, als ein Widerschein jenes unheilvollen Juristenrechtes, auch von ihm gesagt worden, in der Weihnachtszeit tönne nicht an zahlung verknüpften Umstände. Für jede Woche zehn das in unserer Strafrechtspflege zum Rechtsbewußtsein des Volkes der gewöhnlichen Arbeitszeit festgehalten werden und auch die Wochen arbeitete er mit seinen Kollegen auf den in in schroffen Gegensatz tritt. Biele unserer Staatsanwälte und Tischzeit werde vielleicht Kürzungen erfahren. Die Kläger wissen Frage kommenden Bauten glaubte er fünf Mart Strafrichter glauben ebenfalls, es komme in der Strafrechtspflege davon nichts, wie sie erklären. Bezüglich des Klägers F., dessen beanspruchen zu dürfen. Er berief sich auf seinen darauf an, einen jeden Schuldigen zur Verurtheilung zu bringen, Engagementsschein nicht den umstrittenen Vermerk enthält, be- Wetter, den Werkführer Komnit, der ihm eine entsprechende Verdamit wirkliche Rechtssicherheit erzielt werde. Möge dabei auch zeugt der Inspektor Mistelsky, demselben ausdrücklich gesagt gütung seiner Nebenarbeit versprochen hätte. Der Vetter erklärte, hir und wieder ein Unschuldiger der Verurtheilung wegen be- zu haben, er dürfe nicht eher wie alle anderen Hausdiener Feier- als Kläger sich bei ihm einmal beklagt habe, daß er mit dem grifhdeten Verdachts" verfallen. Dem gegenüber fordert das abend machen, d. h. erst dann, wenn aufgeräumt sei; und eine Alfordlohn unter den obwaltenden Umständen nicht zurecht Rechtsbewußtsein des Voltes, daß vor allen Dingen hinreichende Extravergütigung gebe es nicht. Der Kläger bestreitet das ganz fomme, demselben gesagt zu haben, nach Fertigstellung der ge Borsichtsmaßregeln ergriffen werden, um den Unschuldigen gegen energifch, worauf dem Zeugen der Eid auferlegt wird, den er sammten Arbeiten folle er etwas bekommen. Befragt, wie hoch Berurtheilungen zu sichern. Das Volk denkt und denkt ganz leistet. Als dann die Kläger nochmals zu Worte tamen, beklagen die Versäumnisse des Klägers als eines Vorarbeiters zu be richtig, es sei für die Rechtssicherheit jedes Einzelnen besser, daß fie es als eine Ungerechtigteit fonder Gleichen, für werthen seien, antwortete Zeuge: Mit höchstens 2 M. pro Woche, zehn Schuldige wegen mangelnden Beweises davon kommen, als ihre große Mühe in den Weihnachtswochen nichts bekommen zu im ganzen also mit 20 M. Der Annahme des Klägers, feine daß ein Unschuldiger auf sogenannten begründeten Verdacht hin sollen, alles mitmachen" zu sollen für ihre 90 und 75 und 85 M. beiden Ansprüche an die Konfursmasse seien sogenannte bevoreiner Strafe verfällt. Es dürfte in unseren Reihen wenige Monatsgehalt. Sie seien oft vor 12 Uhr Nachts nicht rechtete, trat der Vorsitzende unter Berufung auf die Konkurs geben, die nicht in diesem Sinne unsere Strafrechtspflege gehand aus dem Geschäft gekommen. Das Urtheil lautete auf ordnung entgegen. Wegen der durch Konkurs seines Arbeitgebers habt zu sehen wünschten. Da verlangt es aber denn Zahlung von 9,50 m. an R., 6 M. an F. und 6 M. an W. herbeigeführten Nichterfüllung einer Verbindlichkeit, hier Akkorddoch bie Konsequenz, daß wir überall dort, wo im( Die Klage- Objette waren bedeutend höher.) Der Vor- vertrag, tönne er nur eine Entschädigungsforderung als öffentlichen Leben die sozialdemokratische Partei, oder figende begründete das Urtheil folgendermaßen: Kontursgläubiger geltend machen(§§ 21 und 15 bestimmte Kreise innerhalb der Partei, Beschlüsse fassen, Die Zeugenausfagen hätten erwiesen, daß die Kläger die der Konkursordnung). Was anderes sei es mit der Forderung in ihren Einwirkungen auf das Schicksal einzelner Verpflichtung eingegangen waren, in der Weihnachtszeit länger eines Lohnzuschlag 3 für die geleistete Nebenarbeit Personen strafgerichtlichen Urtheilen gleich zu stellen sind, die zu arbeiten als sonst; für die Ueberstunden fonnten sie bezw. für die durch jene bei seinem Afford gehabten ersäummöglichsten Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung ungerechter Ent- darum teine Entschädigung fordern. Allerdings fönne nisse. Nach der Aussage des Zeugen stehe Kläger der Anspruch scheidungen ergreifen. Läßt sich also die beschließende Bolts das Gericht sich nicht enthalten, zu erklären, auf einen 2ohnzuschlag unzweifelhaft zu, uns gewissermaßen versammlung etwa mit dem erkennenden Strafgericht, die Lokal- daß für gewöhnlich solche Mehrarbeiten durch als Theil seines verdienten Lohnes sei demselben die Bevortommission mit den die Voruntersuchung leitenden Behörden, eine angenehme Gratifitation abgegolten rechtung zuzuerkennen. Streitig sei nur die Höhe des Anspruchs. Staatsanwaltschaft und Untersuchungsgericht, vergleichen, so ergiebt werden. Der Lohn der Kläger sei durch Da aber betreffs derselben das Urtheil des Zeugen als maßsich zunächst die eine unvermeidliche Forderung, daß die Volts aus tein so hoher gewesen, daß eine gebend erachtet werden würde, empfehle es sich, es auf eine versammlung( richtiger wäre wohl Parteiversammlung) teine Be- derartige Entschädigung nicht nothwendig gerichtliche Entscheidung, die im übrigen zu gunsten des Klägers schlüsse in einer solchen Sache fassen, also feinen Boylott ver- war. Ein Rechtsanspruch lasse sich jedoch in ausfallen müsse, erst gar nicht ankommen zu lassen. Die Par hängen darf, wenn nicht die Lokalfommission auf grund ihrer vorliegendem Falle nicht fonftruiren, die teien schlossen denn auch folgenden rechtskräftigen Vergleich: Boruntersuchung zur Beantragung des Boykotts gekommen ist. Kläger hätten als mündige Männer eine Ab= Der Konkursverwalter erkennt an, daß der Kläger an die Diese nothwendige Voraussetzung für jedes geregelte Boykott- ma chung erwiesenermaßen getroffen, durch Kontursmasse des Tischlermeisters Kohlschmidt eine bevorrechtete verfahren wurde leider bei jener Bersammlung am 4. Februar me I che ein solches ausgeschlossen wurde. Be Forderung von 20 Mart an Lohnzuschlag für die Beaufsichtigung unberücksichtigt gelassen. Die Lokalfommission erließ eine züglich der Sonntage sei feine Abmachung getroffen worden, seiner Mitarbeiter und Lohnzahlung an dieselben besitzt. Er eruntlar abgefaßte Ankündigung, daß über die Lokale, die für konnte auch nicht getroffen werden, da dieselben beim Engagement tennt ferner fan, daß Kläger eine nichtbevorrechtete Forderung die Abhaltung von Arbeitslosen- Versammlungen verweigert der Kläger noch nicht freigegeben waren. Das Gericht habe für von 32 Mart an Entschädigung deswegen hat, weil der Afford worden waren, verhandelt werden solle. Daraus schöpften einzelne die Stunde eine Entschädigung von 75 Pfennigen für an- vertrag auf Anbringung 2c. von 64 Jalousien nicht zur vollBersammlungstheilnehmer die Berechtigung, gegen jedes der frag- gemessen erachtet, mit Rücksicht darauf, daß durch die verständigen Erfüllung gelangt ist. Kläger zieht hierauf die Klage lichen Versammlungslokale den Boykott zu beantragen, und gütet verlangten vier Nachmittagsstunden den Leuten der ganze zurück." leider gelang es ihnen ja auch troß der Abmahnung der Mehr Sonntag genommen wurde. Bei zwei Sonntagen à 4 Stunden heit der Lokalkommission, die Versammlung zur Verhängung des mache das für jeden Kläger 6 M. Das vom Kläger St. verlangte Rammer III. Vorsitzender: Cuno. Sigung v. 21. Februar. Boykotts über Sanssouci zu überreden. Um die Wiederholung Tischgeld sei mit 1,50 m. für zwei Mittage anerkannt worden. Gegen den Hofsteinmetzmeister Schilling flagt der Steinbildsolcher Mißgriffe zu verhüten, muß also die Lokalkommission für Für zusammen vier Stunden, um die ihm die Mittagszeit ver- bauer H. auf Bahlung einer Lohnentschädigung. Seitens des die Zukunft, wenn sie es für nöthig hält, die Frage eines fürzt fei, habe er sich 2 m. berechnet. Der Gerichtshof habe Beklagten wird der Einwand erhoben, H. sei vom Polier Macher Boykotts der Beschlußfassung einer öffentlichen Volks- oder nun erwogen, daß Kläger nicht in einer Stunde, die ihm jedes- aufgefordert worden, weiter zu arbeiten; Kläger stellt dies in Barteiversammlung zu unterbreiten, den bestimmt formulirten mal verblieb, nach Hause essen gehen konnte und jedenfalls wo erfolgte, weil er angeblich zu schlechte Arbeit( Alford) geliefert Abrede. Die Beweiserhebung ergab, daß die Entlassung desselben Antrag, ein oder mehrere Lokale zu boykotten, auf die Tages: anders effen mußte, was Extraausgabe verursachte. ordnung setzen, und es muß von vornherein als ausgeschlossen Deshalb habe das Gericht seine diesbezügliche Forderung hatte, und daß ihn der Polier bei der Entlassung in Gegenwart gelten, daß die Versammlung den Boykott über andere Lotale für angemessen und billig erachtet und ihm auch das Geld zu von 15-20 Behrlingen beleidigt hat, indem er ihn einen Schuster" verhängt, gegen die kein Antrag der Lokalkommission vorliegt. gebilligt, fodaß er im ganzen 9,50 M. zu bekommen habe. Für nannte, der„ Lumpenarbeit" leiste u. f. w. Nachträglich wendet Sollte die Lokalkommission aus Mangel an Einsicht hin und ben ohnentschädigungsanspruch F.'s sei das der Beflagte noch gegen die Klage ein, die Kündigung sei auswieder einen oder den andern Winkelzüge machenden Wirth Gericht nicht zuständig. Für Schadenersay- Forderungen geschlossen gewesen. Bum Beweise dessen legt er dem Gerichtshof durchschlüpfen lassen, so sind noch andere Körperschaften vor sei es nur zuständig, wenn sie aus dem Arbeitsverhältniß ent- ein großes Buch vor, aus dem allerdings hervorgeht, daß Kläger handen, die in gleicher Weise, wie die Lokalkommission, Unter- springen. Die Einbehaltung des Kaffenbuches verstoße aber nur einverstanden erklärt hat, daß dies aber nicht das letzte Mal einmal durch Namensunterschrift sich mit dem Ausschluß derKündigung fuchungen veranstalten, Versammlungen einberufen und Boykott gegen das Gefeß, betreffend die Strantenversicherung. Das war, als er beim Beklagten in Arbeit trat. Derselbe wurde vers anträge stellen tönnen, nämlich die sozialdemokratischen Ber- Gericht stellte dem Kläger anheim, sich an das Amtsgericht zu urtheilt, 62,64 m. zu zahlen. Das Urtheil wurde damit be trauensmänner Berlins und die Gewerkschaftskommission. muß jedoch als unverbrüchliche Praxis gelten, daß außer diesen Rammer VI. Borsigender Leo. Sigung vom 19. Februar. gründet, daß der Kündigungsausschluß nur auf das erste Arbeitsdrei Körperschaften, die eine jede für sich die organisirte Arbeiter unbefugtes Berlassen der Arbeit ist, so stellt die verhältniß bezug haben konnte, da erwiesenermaßen nicht beim schaft Berlins vertreten, keiner anderen Körperschaft, also weder Gewerbe Ordnung fest, ein Entlassungsgrund. Beginn oder während der Dauer des in Betracht kommenden einzelnen Gewerkschaften noch einzelnen Vereinen u. f. w., das Kläger, der siegesgewiß vor die Schranken des Gewerbegerichts Grund zur Entlassung sei nicht vorgebracht worden. Was den neuen Arbeitsverhältnisses erneuert wurde. Ein gesetzlicher Recht zusteht, das Boykottverfahren einzuleiten. Boykottbeschlüsse, getreten ist, mußte das bereits in unliebsamer Weise erfahren. Einwand betreffe, Kläger sei zum Weiterarbeiten aufgefordert die auf irgend einem anderen Wege zu Stande kommen, dürfen Auch der Kellner 2. gehörte zu diesen nachträglich Belehrten. worden, so habe der Gerichtshof angenommen, daß es dem für die Berliner Sozialdemokratie feine Giltigkeit haben. Er hatte feine Entlassung durch den Restaurateur Erlstädt mit Nur bei Beobachtung solcher Vorsichtsmaßregeln läßt es sich einer Lohn Entschädigungsklage beantwortet, ohne damit Kläger nach der Auseinandersetzung mit dem Polier nicht zu erreichen, daß das Bontottverfahren, diese wirtfame Waffe des Erfolg zu haben. Der Beklagte war mit dem Einwande zumuthen war, zu bleiben. Proletariats im heutigen Klassenkampf, in zweckdienlicher Weise angewandt und nicht durch leichtfertige Handhabung entwerthet die wird. 9 So mancher ter = gekommen, Kläger habe seine Gäste vernachlässigt, in- Ein besonderes Aufgebot von Gerichtsbeamten war dem er hin und wieder nebenan" in die Destille gegangen sei gestern nöthig, um eine aus neunzehn Köpfen be= und„ ein Glas Bier" getrunken habe. Als Zeuge des Beklagten stehende Diebes- und Hehlerbande aus der erschien im letzten Termin( am 19.) sein Oberkellner, als Beuge fuchungsgefängnisse der IV. Straffammer des Landgericht des Klägers, dessen Mitarbeiter bei Erlstädt. Der Oberfellner führen. Es waren durchweg junge Burschen im Alter sagte aus, B. wäre bisweilen nicht auf seinem Posten gewesen, 21 Jahren, die in vier Reihen im und vor dem 2 und es habe dann immer geheißen( seitens der anderen Kellner), Play zunehmen hatten. Es waren ursprünglich 20 Angell einer von ihnen hat sich im Gefängnisse erhängt. Es handelte die österreichisch- ungarische Eier Ausfuhr nach Deutschland eine| fussion versuchte ein Anarchist, wenn auch ohne Erfolg, den sich in der Hauptsache um Bandendiebstahl, dessen beträchtliche ist. ,, Bete und arbeite" Oh! " Referenten zu widerlegen. Hierauf erstattete Kollege Brüft den 16 der Angeklagten beschuldigt waren, die übrigen sollten Hehlerei, Ein„ Edelfter der in Bericht über seine Thätigkeit in der Gewerkschafts- Kommission Betrug und Unterschlagung begangen haben. Im wesentlichen Blatte folgende Anzeige:" Heirathsantrag. Janger Staata. und wurde sodann wieder zum Delegirten für diese Kommission waren die Angeklagten sämmtlich geständig. Sie hatten sich im beamter von elegantem Gyterieur, Freiherr, in günstigen Verrechnung der Agitations- Kommission zur Berlesung. Diese weiſt ernannt. Vom Kollegen Langer gelangte nunmehr die AbJuli v. J. zusammengethan, um eine förmliche Räuberbande zu mögensverhältnissen, wünscht sich mit hübschem, 15jährigem eine Einnahme von 36,43 M. und eine Ausgabe von 27,25 W. bilden. Ihr Zusammenkunftsort war entweder der Zionskirch platz oder der Arkonaplak. Hier theilten sie sich in Gruppen Mädchen mit 30 000 FI. zu vermählen. Für jedes weitere Lebens- auf. Bum Schluß giebt der Kollege Brüst bekannt, daß der von je 3 und 4 Personen, die dann Streifzüge nach allen Gegen- jahr wird um je 2000 FI. mehr beansprucht. Adelige Familie Fachverein wieder in Thätigkeit tritt. In der Versammlung den Berlins unternahmen. In erster Linie war es dabei auf der Verein 60 Mitglieder zählt. bevorzugt. Anträge für Baron." befördert Eleinere Geschäfte abgesehen, in denen nur eine Person den Ber über diese Sozialdemokraten, die diese Heiligkeit der Ghe" ließen sich 25 Kollegen in den Verein aufnehmen, so daß jetzt tauf besorgte. Die Rollen wurden in der Weise vertheilt, daß abschaffen wollen. zwei der Angeklagten den Laden betraten, während ein Dritter in Eine Brauchenversammlung der Rohrleger und Ge der Nähe auf der Straße Wache hielt. Während einer der Scheinkäufer wort. Das Beten allein scheint aber noch viel einträglicher schäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend tagte am 18. Februar. so lautet ein christliches Sprichhilfen einberufen vom Verband aller in der Metallindustrie beimmer neue Wünsche äußerte, um den Verkäufer abzulenten, zu sein. Der Kardinal Kopp hat für das katholische Bisthum Genosse Bruns hielt einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag stahl der andere so viel er fonnte. Einigen der Angeklagten folgende Bestimmungen getroffen: An Ruhegehältern werden über das Thema: Aus der Kulturgeschichte." Zur Diskussion wurden über 50 folcher Diebstähle zur Last gelegt. Die Beute, nach vierzigjähriger Thätigkeit jährlich gezahlt: an Pfarrer sprachen die Kollegen Hanke und Ficius. Vom Kollegen Becker Halstücher, Meffer, Bigarren, Kurzwaaren u. f. w., wurde ver- 2400 M., an Kuratiegeistliche 2000 m., an Hilfsgeistliche( Kapläne) wurde auf die öffentliche Versammlung der Rohrleger und Ge filbert und der Erlös getheilt. Bei der Unterschlagung, deren 1500 M., vorausgesetzt, daß der Eremit das 65. Lebensjahr hilfen aufmerksam gemacht, die am 4. März stattfindet, in welcher zwei der Angeklagten beschuldigt waren, handelte es sich um vollendet hat. Privatvermögen kommt nicht in Betracht. Das der Rechenschaftsbericht des Vertrauensmannes wie auch der zwei Pferde. Der Pferdehändler Arendt hatte zwei Pferde ver Ruhegehalt" des Arbeiters aber, der 40-50 Jahre gearbeitet, Bericht der Gewerbegerichts- Beisitzer gegeben wird. tauft, die dem Käufer nicht gefielen. Der letztere schickte fie beträgt ungefähr 120 Mart das Jahr. Das Beten und zurück, Arendt verweigerte die Annahme. Der Ueberbringer half Fasten unserer gescheitelten und geschorenen Seelsorger funft der Rohrleger bei Rattke, Krautstr. 48 statt. tag, den 25. Februar findet eine Vertrauensmänner- Zusammenfich dadurch, daß er die Pferde auf dem Hofe Arendt's stehen muß doch recht anstrengend sein. Nur gut, daß diefe auf Karpentiel führt die mangelhaften Schußvorrichtungen, wie sie in Kollege ließ und davonging. Arendt nahm zwei von den Angeklagten, opfernde Thätigkeit auf genügend Verständniß und Anerkennung den Betrieben vorhanden sind, den Mitgliedern vor Augen, er die müßig auf der Straße stauden, au, um die Pferde als herren- rechnen fan. los zum Polizeibureau zu bringen. Auch hier wollte man von erfuchte die Berufsgenossen wiederum, möglichst viel Material den Pferden nichts wissen. Nun betrachteten die jugendlichen Kapitalistische Entbehrungslöhne. Die Allgemeine Ber: zu fammeln, da auch diese Angelegenheiten in nächster VerFührer der Thiere dieselben als ihr Eigenthum. Sie brachten liner Omnibus- Gesellschaft erzielte pro 1893 einen Reingewinn fammlung einer näheren Berathung unterzogen werden sollen. fie nach dem Grunewald, um sie dort grafen zu lassen, fehrten von 436 669 M. gegen 381 820 m. im Jahre 1892. Hiervon Des weiteren wurde die Lehrlingszüchterei einer Kritik unternach einigen Stunden nach Berlin zurück und fanden dann in gelangen u. a. 48 450 M.( gegen 40 514 M. im Vorjahre) für zogen. So seien zum Beispiel in einer Werkstatt regelmäßig unbekannten Personen Käufer. Die Pferde, die einen Werth Tantiemen zur Vertheilung, während den armen Aktionären die 15 Lehrlinge angestellt, welche das Schlosserhandwerk erlernen von 1100 Mart gehabt hatten, wurden kaum für den vierten Kleinigkeit von 360 000 M. in Gestalt einer Dividende von follen. Im ersten Jahre werden die betreffenden in der WerkTheil verschleudert. 13% pet.( gegen 12 pet. im Vorjahre) in den Schooß geschüttet statt beschäftigt, im zweiten Jahre gehen sie als Helfer mit dem wird. Die Berlin- Neuendorfer Aktienspinnerei erzielte, trotzdem Rohrleger, im dritten als Klempner und im vierten Jahre machen in dem betreffenden Jahresberichte das Jahr 1893 als recht uns dieselben verschiedene Arbeiten. Nach beendeten 4 Jahren ist günstig bezeichnet wird, dennoch einen Gewinn von 30 898 M.- demzufolge aus dem Lehrling nichts geworden, so daß derselbe Die Berlin- Luckenwalder Wollwaaren Fabrik Müller fann bei oft genug als Erdarbeiter dem Rohrleger behilflich sein muß, 103 147 M. Abschreibungen, 10 537 M. diverser Rücklagen, aber auch hierzu sich kaum eignet. 16 650 m. Tantiemen und 12 876 M. Vortrag ihren Aktionären Ueber die in Charlottenburg abgehaltene Versammlung der 160 000 M. in Form einer 10 prozentigen Dividende zur gütigen Rohrleger wurde berichtet, daß man mit dem ersten Versuch die Annahme anbieten. Die Endenburger Maschinenfabrik zahlt Kollegen zu organisiren, wohl zufrieden sein könne. Es wurde ihren Aktionären diesmal nur die statutengemäße" Dividende bieran der Wunsch geknüpft, daß die Kollegen in den anderen von 10 pt., während diese im Vorjahre 149/10 pet. erschnappten. Bororten es ebenfalls versuchen mögen, die Branchengen offen für Die Kaliwerke Aschersleben sind gleichfalls in der Lage, an die Organisation zu gewinnen. Beschlossen wurde noch, die ihre Aktionäre 10 pCt. Dividende vertheilen zu können. Die Branchenversammlungen der Rohrleger und Gehilfen sollen regelGelsenkirchener Bergwerks Gesellschaft zahlt ihren Aftionären mäßig jeden Sonntag nach dem 15. jedes Monats stattfinden. diesmal zwar nur 6 pCt. Dividende gegen 10 pet. im Vorjahre, Mögen die Kollegen dieses einem jeden ihrer Berufsgenossen recht verwendet dafür aber 1753 000. zu Abschreibungen. oft einprägen, damit die Versammlungen immer zahlreicher be sucht werden. Alsdann wurde noch mitgetheilt, daß der Vertrauensmann für diese Branche, Kollege Ritter in Charlottenburg, Sophie- Charlottenstr. 16, wohnt. Der Staatsanwalt beantragte Strafen, die sich zwischen vier Jahren Zuchthaus und 9 Monaten Gefängniß bewegten, insgefammt betrug das beantragte Strafmaß 11 Jahre 3 Monate Buchthaus und 29 Jahre 3 Monate Gefängniß. Der Gerichtshof billigte sämmtlichen Angeklagten mit Rüd sicht auf ihre Jugend mildernde Umstände zu und verurtheilte dieselben je nach dem Grade ihrer Thätigkeit zu Gefängnißstrafen, die sich zwischen 2 Jahr 6 Monaten und 6 Wochen bewegten. Soziale Leberlicht. Achtung, Schneider! Die unterzeichnete Stommission richtet das dringende Er suchen an die Kollegen, ungefäumt mit ihren engeren Arbeitsgenossen zujammen zu kommen, um festzustellen, inwieweit Abzüge stattgefunden haben, insbesondere von den Geschäften der Friedrichstadt, Hoffmann u. s. v. Falls die Kollegen aus irgend welchen Gründen daran verhindert sind, wird die Kommission, sobald ihr die Adressen übermittelt sind, die Einberufung der einzelnen Werkstätten übernehmen. Auf alle Fälle muß jedoch bis zum Dienstag, den 27. d. Mits, wo eine allgemeine Delegirtenfißung bei Freigang, Schüßenstr. 18/19, stattfindet, das gesammte Material in unseren Händen sein. Die Agitation3 Rommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Amtliche Kritik an den heutigen Lohnverhältniffen. Wieviel zur Ernährung einer Arbeiterfamilie nothwendig ist, das zu beurtheilen vermag wohl am Besten der Arbeiter selbst. Daß der Verdienst, den die große Mehrzahl der deutschen Arbeiter heute hat, nicht ausreicht, ein menschenwürdiges Dasein führen zu können, ist ebenfalls fattsam bekannt, wenngleich es von den Unternehmern und Behörden stets bestritten wird. Um so bemerkenswerther ist es, wenn diese Thatsache eine amtliche Beglaubigung findet. Eine solche wurde fürzlich einem verheiratheten Arbeiter zu eil, der als geborner Bayer um die hessische Staatsangehörigkeit nachsuchte. Sein Gesuch wurde vom Kreisamt zu Offenbach a. M. abschlägig beschieden, da mit Rücksicht auf die hiesigen Preisverhältnisse Ihr dermaliger Verdienst zur Ernährung einer Familie als unzureichend erachtet ist". Und wie viel beträgt der Verdienst des Mannes? Nach den Mit theilungen unseres Offenbacher Parteiorgans, dem wir die obigen Angaben entnehmen, 15-18 Mart pro Woche. Diefer Wochenverdienst reicht also nach Auffassung des großherzoglichen Kreisamts nicht aus, eine Familie zu ernähren und darin stimmen wir ganz mit demselben überein. Dabei können wir ganz unerörtert laffen, inwieweit die Abweisung auf diese Begründung hin gerechtfertigt war oder nicht. Uns fommt es darauf an, von einer Behörde konstatirt zu sehen, daß ein Wochenlohn von 15-18 Mart zur menschen würdigen Ernährung einer Familie nicht genügt. Damit ist seitens einer Behörde eine Stritil an den heutigen Verhältnissen geübt worden, wie wir sie besser uns nicht wünschen können. Wie die Unternehmer die Gesetze achten. Nach dem Jahresbericht der Rheinisch Westfälischen Baugewerks- Berufs genossenschaft" wurden im letzten Jahre in Straje genommen: 19 Unternehmer wegen Nicht-( rechtzeit.) Anmeldung Versammlungen. " Im Verband der in Buchbindereien, der Papier Der sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten und Leder Galanterie waaren Industrie be Wahlkreis tagte am 21. d. Mts. in Habel's Branerei. Die fchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen sprach 538,20 m. und eine Ausgabe von 193,50 M., somit Bestand der Kollege Sailer über: Die Entwickelung des Kapitalismus Abrechnung von der Gedächtnißfeier ergab eine Einnahme von am 19. d. M. an stelle des verhinderten Genossen Dr. Heymann 344,70 m. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, daß der Be- in Deutschland." Sodann wurde Kollege Kusch, den die letzte stand von der letzten Abrechnung im Wablverein, der irrthüm- Branchenverfammlung als Vertrauensmann für die Kontobuchlicher Weise höher angegeben war, sich auf 272,70 M. beziffert. Branche vorgeschlagen hatte, als solcher bestätigt. Kollege Paul Als erster Redner der in voriger Versammlung abgebrochenen Schneider, Werkführer der neu errichteten Bading'schen BuchDebatte über die Reorganisation des Wahlver- binderei, hatte, dem Auftrage des Chefs der Firma zuwider, mit ein 3" erhielt das Wort Genosse Antric, welcher gegenüber Umgehung des Arbeitsnachweises feinen Freund Kollegen Otto der Ledebour'schen Auffassung bestreitet, daß ein fühlbarer Mangel Schneider als Buchbinder eingestellt. Dies gab den Anlaß zu an theorisch gebildeten Rednern in der Partei vorhanden sei; einer längeren Debatte, in der das Verhalten Paul Schneider's von der Anschaffung einer Bibliothek verspricht sich der Redner scharf getadelt wurde. In später Stunde, aber bei voller Verteinen besonderen Nutzen und bezüglich der Bezirksführer folle sammlung wurde beschlossen, Herrn Bading zu ersuchen, Kollegen man erst abwarten, wie sich diese Einrichtung in den anderen Otto Schneider wieder zu entlassen. Dem Kollegen Paul Schneider Kreisen bewährt. Böhm spricht sich entschieden gegen den vor- wurde in einer Reſolution die schärfste Mißbilligung aus liegenden Entwurf der Kommission aus, während Hina, gesprochen und ihm für den Wiederholungsfall der Ausschluß Silberschmidt, Lindemann, Jakobs und knüpfer dafür aus dem Verbande angedroht. eintreten. Nach einer längeren, mehr persönlichen Debatte zwischen Antrick und Ledebour, wobei der lettere nochmals eingehend seinen Standpunkt begründet, wird die Diskussion geschlossen und der Entwurf der Kommission unverändert angenommen. Zwei Anträge, das Beitrittsgeld fallen zu lassen und nach vierwöchent licher Arbeitslosigkeit von der Erhebung der Beiträge abzusehen, wurden abgelehnt. Auf Antrag des Borstandes wurde beschlossen, am zweiten Dilerfeiertage in zwei Lokalen, bei Klein( Safenhaide) und bei Lehmann( Kreuzbergstraße) eine Matinee stattfinden zu lassen. Außerdem wurde ein Antrag angenommen, wonach künftig der Punkt Verschiedenes" in den Versammlungen in Fortfall tommt; etwaige Wünsche der Parteigenossen sollen im Fragetasten niedergelegt werden. Nach dem Berichte hielt am 19. Februar ihre ordentliche Mitgliederversammlung Die freie Bereinigung der Gravenre nud Biselenre ab, in der Genosse Köster einen mit Beifall aufgenommenen ab, in der Genoffe Köfter einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die Pariser Kommune hielt. des Vergnügungs- Komitees hat das Winterfest einen Ueberschuß von 174,80 n. abgeworfen, der der Unterstützungskasse zu gute tommt. Der Arbeitsnachweis befindet sich bei C. Wunderlich, Neue Grünftr. 20 und haben sich Arbeitslose und UnterſtüüßungsAbonnements auf die Leipziger Fachzeitung werden vom Kollegen Thiel, Fischersir 22, berechtigte Kollegen dort zu melden. entgegengenommen. Der Fachverein der Musikinstrumenten Arbeiter tagte am 19. Febr. Hoffmann referirte über das Thema: Die zehn Der Wahlverein des 3. Berliner Reichstags- Wahl wurde sodann ein Artikel der Berliner Musikinstrumenten- tg." Gebote und die besigende Klasse". Nach einer furzen Diskussion freiics tagte am 22. Februar im Lokale von Brochnow Sebastianstr. 39. Reichstags- Abgeordneter Herbert hielt einen beiter in sehr absprechender Weise behandelte. Hiergegen sprachen verlesen, der das Verhalten der Berliner Musikinstrumenten- Ar fehr beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema:" Macht sich mehrere Kollegen sehr energisch aus und beantragte Kollege ist Recht." An der Diskussion betheiligten sich Gründel, Blum, dem Redakteur dieses Blattes die Ansicht der organisirten Tich ernig und Aeußergerling. Ein Antrag, die Ge: Kollegen durch den Vorstand brieflich mitzutheilen. Dieser Antrag neralversammlungen nicht mehr durch Säulenanschlag, fondern wurde angenommen mit dem Zusatze, den betreffenden Redakteur durch Jnserate im Vorwärts" bekannt zu geben und in Zukunft zur nächsten Vereinsversammlung einzuladen. Hierauf wird eines Unfalls mit 159. nur bei Ehrenberg, Annenstr. 16, abzuhalten, wurde auf bekannt gegeben, daß die" Urania" feitens des Vereins am 15. Anmeldung Befürwortung Kräfers hin bis zur nächsten Generalversamm April besucht wird. Billets sind bei Scholz, Ostbahnhof 7, v. 3 Tr. eines Betriebes lung zurückgestellt. La dewig theilte mit, daß am 18. März und im Restaurant Rohr, Naunynstr. 78, zu haben. Zum Schluß Einreichung Abends, in den Bürgerfälen, Dresdenerstr. 98, eine Gedächtniß- wurde darauf aufmerksam gemacht, daß Montag, den 26. d. M. feier für die gefallenen Freiheitskämpfer von 1848 stattfindet, wozu eine öffentliche Versammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter und bereits in der nächsten Woche Billets auf allen Bablstellen er am 3. März die Vereinsversammlung für den Norden, Bergstr. 68, hältlich sind. Börner ermahnte zum Schluß die Mitglieder stattfindet. zur baldigen Entgegennahine des Protokolls vom Kölner Parteitag. der Lohnnachweisung unrichtiger Angaben in der " 451 746 " " 2636 " 3 " 3 " 49 17 " " " 223 " " " 124 " " Lohnnachweisung" 1 " 1 " " Nicht-( rechtzeit.) Anmeldung " Nicht( rechtzeit.) Einreichung 7 Bauherren Nichtführung eines Lohnbuches, zur Selbstversicherung, des Regiebau- Nachweises 159 Die Packirer hatten am 19. Februar eine öffentliche Vere Laut Bericht der Volksversammlung vom 20. Februar jammlung bei Ehrenberg einberufen, in der Genosse Ledebour bat Herr A. Hoffmann- Pankow behauptet:" Der Bericht einen beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Die Diskussion über die Versammlung am 14. Februar( bei Joël) sei im bewegte sich im Sinne des Referats. Ferner befürwortete man Intelligenzblatt" besser und vor allem objektiver gewesen, lebhaft, eine recht rege Verbreitung der Bons, um Mittel zu be als der im Vorwärts". Hierzu bemerke ich: Das Intelligenz fommen, die Agitation wieder in Fluß zu bringen. Die hierauf blatt" schrieb: = In 424 Fällen zogen sich also die Unternehmer insgesammt 4137 M. Geldstrafe zu. Wie viele aber mögen durchgeschlüpft sein? folgende Abrechnung ergab: Einnahmen insgesammt 93,51 M., Kosten des ärztlichen Attestes für die Anträge auf ,, Nach der Diskussion wurde eine längere Resolution an Gewährung von Invalidenrenten. Bekanntlich hat nach genommen, in der die Versammlung die königliche Staats- dieser gegenüber standen Gesammtausgaben von 75,90 M., somit bleibt ein Bestand von 17,61. Der Kollege Rantenhaus dem Juvaliditäts- und Altersversicherungsgesetz vom 22. Juni 1889 regierung ersucht, die Religion als Privatsache, als Sache des fungirt als Rassirer weiter. Bekannt gegeben wurde, daß vom die Kosten für das zu dem Antrage auf Gewährung einer In Einzelnen zu erklären. Außerdem war noch eine Rejolution ein: 1. April an die Beiträge für die Sommermonate pro Woche validenrente erforderliche ärztliche Attest der Antragsteller aus gelaufen, in der der sozialdemokratische Parteivorstand ersucht 15 f., für die Winterwochen 10 Pf. betragen. Das diesjährige eigenen Mitteln zu tragen. Falls er bierzu außer stande ist, wird, den Programmpunkt:" Religion ist Privatsache" so umzu- Stiftungsfest findet am 14. April statt. so hat er sich an die Polizeibehörde seines Wohnortes zu wenden, ändern, daß Wiißverständnisse nicht mehr vorkommen können." welche hierauf vorbehaltlich der späteren Wiedereinziehung des Eine derartige Resolution ist in der betreffenden Versamm Der Verein aller in der Schuh- und Pantoffelbrauche veranslagten Betrages bei einer etwaigen Rentenbewilligung die lung jedoch, wie jeder Versammlungsbesucher bestätigen wird, beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielt vorläufige unentgeltliche Untersuchung durch den zuständigen nicht zur Abstimmung gelangt, wohl aber fand ein am 19. Februar eine Versammlung ab. Der Kassirer giebt zu Armenarzt veranlaßt. Antrag Domi cheid Annahme zu einer nächsten Versammlung nächst der Versammlung den Kassenbericht. Darnach betrug die U jedoch den Versicherten in dieser Beziehung alle die noch nicht aus der Landeskirche ausgeschie Einnahme 86,64 M., der eine Ausgabe von 74,40 m. gegen Weiterungen zu ersparen, haben sich einige Versicherungs- denen sozialdemokratischen Abgeordneten einzu übersteht. Sodann hielt Kollege Hermann einen beifällig aufge= Anstalten, unter anderen in legter Zeit auch diejenige der laden" und ein weiterer Antrag desselben Genossen, in welchem nommenen Vortrag, dem sich eine kurze Diskussion anschloß. Provinz Brandenburg, in richtiger Erkenntniß ihrer fozialen gegen die Nichtaufnahme des Inserats zu der betreffenden Ver: Kollege Steffen giebt bierauf bekannt, daß am 26 Februar eine Aufgabe freiwillig bereit erklärt, die Kosten für das zu Invaliden- fammlung protestirt wird. Jeder des Lesens Kundige wird mit öffentliche Versammlung stattfindet, gleichzeitig ersucht er die anträgen erforderliche ärztliche Attest zu tragen.- Hoffentlich leichter Mühe feststellen können, welcher Bericht objektiv war, der Mitglieder, mit den Billets vom Stiftungsfest abzurechnen. folgen bald alle übrigen Anstalten diesem nachahmenswerthen des Intelligenzblatts" oder der des Vorwärts". Tron der reichhaltigen und wichtigen Tagesordnung, Beispiel. Der Berichterstatter. welche der öffentlichen Versammlung der DamenmäntelschneiderEin Eierfartell. Unlängst wurde zwischen zwei der größten Eine öffentliche Versammlung der Stellmacher Inmung zur Berathung vorlag, zeigte der große VersammlungsEier- Großhändler Defterreich- Ungarns und den Zwischenhändlern tagte am 11. Februar, in der Genosse Borlang über das Thema faal bei Buggenhagen eine solche gähnende Leere, daß es un der ungarischen Donau- Ebene ein Abkommen abgeschloffen, nach Arbeitslohn und Kapitaleinkommen" referirte. Redner gab der möglich war, die Versammlung abzuhalten. Der Herr Oberwelchem lettere sich verpflichten, alle Eiervorräthe ausschließlich Versammlung eine sehr ausführliche Schilderung der Arbeits- meister Kurth, der seine Truppen zu fennen scheint, meinte im den beiden Großhändlern zu einem bestimmten Preise zur Ver- verhältnisse im Stellmachergewerbe. Gegenüber diesen Miß- bitteren Tone, daß einer Einladung zum Stat oder zu einer fügung zu stellen. Diese beiden Eiergroßhandlungen wollen sich ständen, so bemerkt Redner zum Schluß, vermag nur eine Or Regelpartie faum einer der geehrten Kollegen widerstanden ein aussmonopol für Desterreich Ungarn sichern, natürlich ganisation helfend and beffernd einzutreten. Möge deffen sich hätte. Ob die nächste Versammlung, für welche durch FlugGewinn zu vergrößern, um die Einkaufspreise herunter- jeder bewußt sein und dem Fachverein als Mitglied feine Unter- blätter Propaganda gemacht werden soll, ein wesentlich besseres nd die Verkaufspreise in die Höhe zu treiben. Diese fügung gewähren, damit die Organisation eine Macht werde, Resultat zeitigt, bleibt abzuwarten, unſomehr als nach den An1 berühren beiläufig auch den deutschen Markt, da mit der das Unternehmerthum zu rechnen hat. In der Dis deutungen des Borstandes ernsthaft der Versuch gemacht werden um zu " genommen: " " Den Referaten zu und oll, Uebergriffe der Konfektionsgeschäfte zurückzuweiten. Ja, Wahl gesprochen hatten, erklärte Rekterer unter großem Lärm die Herausgabe eines Wochenblattes für die ländvenn es gegen die Bügler und Mamsels ginge, dann fände man und allgemeiner Heiterkeit, daß er auf demselben politischen liche Bevölkerung empfehlen, womit sich in erster Linie die Zeit und Worte genug der Entrüstung! Standpunkt wie Schweizer stehe. Dasselbe Für und Wider Agitationsfommission befassen habe. Hellwig entspann sich bei fast allen Kandidaten. Aus der Wahl gingen Köhler sprechen in demselben Sinne. 2ug erwähnt noch, daß In einer Versammlung des Verbandes der Geschließlich hervor: Wilhelm Schweizer- Rixdorf als Vor- das dreibändige Werk, betreffend die Enquete über die Lage der chäftsdiener, Packer und Berufsgenossen, die am 20. d. M. tagte, hielt Reichstags- Abgeordneter Foerster- izender, der bisherige Kassirer Wendtter als Kassirer, Vorbäuerlichen Bevölkerung vom„ Verein für Sozialpolitik" nicht Hamburg einen sehr interessanten und lehrreichen Vortrag, in mund als Schriftführer, Fleischer und Böhling als nur zu theuer, sondern für unsere Zwecke völlig werthloß sei, da welchem er an der Hand der Volkswirthschaftslehre die wahren Beisiger, Schlag und Stopel als Revisoren und der bis- es nur im Intereffe des Unternehmerthums geschrieben ist. herige Redakteur Mart wiederum als. Redakteur des Vereins- Die Abstimmung über nachstehende von Täterow gestellte Ursachen der Arbeitslosigkeit und der Krisen in der heutigen Ge- Anzeigers". Erst nach 2 Uhr erreichte die Versammlung ihren Resolution war zweifelhaft: sellschaft darlegte. Der Vortrag wurde von der Versammlung Schluß. Die Versammlung hält es für die erste Pflicht unserer mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Eine Diskussion über den ökonomisch gebildeten Genoffen, eine erschöpfende Agrarabhandlung Vortrag fand nicht statt. Hierauf theilte der Vorsitzende mit, Eine 8ffentliche Versammlung für Handlungszu oaß der Kollege Kurtella verstorben sei. Die Versammlung ehrte gehilfen und Gehilfinnen tagte am 22. d. M. im zu schaffen, welche eine wissenschaftliche Darstellung der sozialen Lage und Entwickelung der verschiedenen ländlichen Distrikte und dessen Andenten in der üblichen Weise. Des Weiteren wird großen Saale des Industriegebäudes. Dieselbe hatte ein kleines Kommunen, der Agrargefeßgebung bietet, insbesondere den Wideroekannt gegeben, daß am 3. März der zweite Maskenball des Vorspiel, indem der überwachende Polizeibeamte die Bertheilung streit der Industrie mit der Landwirthschaft behandelt, wodurch Verbandes und am 6. März die nächste Versammlung stattfindet, des faufmännischen Fachorgans" Der Handelsangestellte" an die eine gründliche Bildung für die ländliche Propaganda ermöglicht ou der Genosse Bueb das Referat übernommen hat. Nachdem Versammlungstheilnehmer inhibirte und die noch vorhandenen vann noch eine interne Angelegenheit des Verbandes erledigt Gremplare von Rechtswegen mit Beſchlag belegte, welcher Bor- wird ünter 2 Ünter„ Verschiedenem" theilte der Vorsitzende Gen. Mehner worden war, wurde die gut besuchte Versammlung geschlossen. gang begreifliches Aufsehen erregte. Nachdem die Versammlung noch mit," daß die nächste Versammlung sich mit der Frage Mit der Gründung einer Organisation beschäftigte sich durch wichtige Verhandlungen in der Stadtverordneten- Ver- über der herrschenden Staatsreligion ein?" Auch wird in dieser eröffnet worden war, referirte Julius Türk an stelle des beschäftigen wird: Welche Stellung nehmen die Genoffen gegeneine Versammlung der Lokal und Straßenhändler, die am ſammlung am rechtzeitigen Erscheinen verhinderten Reichstags Versammlung an jedes Mitglied eine Broschüre gratis 20. Februar in den Arminhallen tagte. Ein Bild tiefen sozialen Abgeordneten Paul Singer über den Antrag Singer im Reichs- vertheilt, weshalb bas Mitbringen der Mitgliedsbücher erforderElends entrollten die einzelnen Redner dem Zuhörer über die tage betreffend die vierwöchentliche Minimal Kündigungsfrist im traurigen Zustände, die in dieser Berufskategorie herrschen. Handelsgewerbe. Derselbe fonstatirte zunächst, daß durch die ich ift. Bei einer Einnahme von 75 Pf. bis 1,25 M. täglich fallen sie Sandlungsgehilfenbewegung wenigstens das erreicht worden sei, Rigdorf. Eine Versammlung der Bau- und gewerblichen nur allzu oft den polizeilichen Strasbestimmungen über den daß man sich im Reichstage mit den Angelegenheiten der Hilfsarbeiter tagte hier am 18. Februar. Die Versammlung beHaufirhandel zum Opfer. Strafmandate von 3-5 M., die als Sühne für diese Vergehen ihnen auferlegt werden, zwingen die Handelsangestellten beschäftige. In seinem Vortrage gab Türt schäftigte sich zunächst mit der Wahl eines Delegirten und beHernisten die Strafe im Gefängniß abzusitzen, da der winzige odann einen Abriß der diesbezüglichen Verhandlungen im Reichs- traute mit diesem Amt den Kollegen üben. Kollege Haimann tage, die hierbei zu Tage getretene Taktik der bürger bedauert, daß die Mitglieder so wenig das Vereinslokal besuchen. Verdienst es unmöglich macht, folche Strafen zu bezahlen. Da- lichen Abgeordneten einer treffenden Kritik unterziehend und die Man müsse den Wirth, der sein Lokal zur Versammlung her bei fällt das fittliche Niveau immer tiefer. Hinter dem Hausir Berdienste des Abgeordneten Singer um die Handelsangestellten gebe, auch unterstügen. Auf Anregung Höpfner wird im Verhandel der Frauen und Mädchen verbirgt sich die Prostitution, unter den Männern treibt mancher zuhälter sein Wesen. Ganz das rechte Licht rückend. Des weiteren referirte Türk über fehrslokal eine Liste ausgelegt, in die fich die arbeitslosen Mitdie Forderung der Ausdehnung der Gewerbegerichte auf die glieder einzeichnen sollen. Nach Schluß der Versammlung besonders mißbilligend sprach man sich über die Benugung der Handlungsgehilfen, die Nothwendigkeit dieser veranschaulichend. erledigte man in einer Mitgliederversammlung einige VereinsKinder zum Hausirhandel aus. Der Aufenthalt auf der Straße Die Referate wurden mit größtem Beifall entgegengenommen. angelegenheiten. Der Kaffenbericht weist eine Einnahme von Nechts in den Lokalen, muß sittlich deprimirend auf die armen Im Anschlusse hieran referirte Rollege Blum über:„ Die 84,85 M. und eine Ausgabe von 15,45 M. auf, dfsen RichtigGefd, öpfe einwirken. Ein energischer 3ng machte sich unter den Antwort des Berliner Magistrats betreffend die Verkürzung der feit die Repiforen bestätigen. Bersammelten bemerkbar, ein unwürdiges Joch abzuschütteln, Sonntagsarbeit auf die diesbezügliche Petition der Freien Ver fich selbst emporzuringen aus dem Sumpf in dem sie stecken. einigung der Kaufleute". Die Antwort ist eine ablehnende. Die suchte Versammlung des Arbeiter Bildungsvereins, Friedrichsfelde. Hier tagte am 18. Februar eine gut be Ler Genosse Nather gab den Anwesenden verschiedene Agitation für Verkürzung der Sonntagsarbeit wird dessen in welcher Genosse Wagner aus Berlin über das Thema:" Sind praktische Rathschläge betreffend die Gründung einer Organi ungeachtet energisch fortgesetzt und zunächst an die Stadt- die Gemeindevertreter in der Lage, den herrschenden Nothstand sation. Auf seinen Vorschlag hin wählte man zur Ausarbeitung Don Etatuten eine fünfgliedrige Kommission, bestehend aus den verordneten- Versammlung appellirt werden. zu bekämpfen?" referirte. Der Referent legte der Versammlung Händlern: Quade, Heeder, Guthmann, Nitschke, Nadler. Derfolgte eine ausgedehnte Debatte, in welcher auch Gegner zum die Gründe ausführlich dar, wie nothwendig es sei, sich an der Kommission wurde der Auftrag, die Statuten in möglichst furze Worte kamen. Zur Annahme gelangten schließlich folgende Gemeindewahl zu betheiligen. In der Diskussion sprachen die Resolutionen: Zeit auszuarbeiten, und zur Begutachtung, resp. Berathung der derfelben eine öffentliche Versammlung der Lokal und Straßen- fein energisches Eintreten für die Sache der Handlungsgehilfen 1. Die Versammlung spricht dem Abgeordneten Singer für Genossen Wulf, Junge und Vorphal im Sinne des Referenten. Friedrichsberg. In einer Kommunalwähler- Versammlung, händler und Händlerinnen einzuberufen. Um der Kommission und Gehilfinnen ihren Dank aus und bittet denselben, bei der die hier am 18. d. Mts. tagte, wurde nochmals Stellung ge eine Grundlage zu bieten, auf der sie die Statuten aufzu dritten Lesung der Anträge zur Abänderung des§ 61 des nommen zu der Betheiligung an den Kommunalwahlen. Die in bauen habe, wurde folgende Resolution gegen 4 Stimmen an Handels- Gesetzbuches folgende Fassung des Paragraphen zu be- der vorigen Versammlung eingesetzte Kommiſſion mußte erklären, daß die ihnen vorgeschlagenen Kandidaten für das Amt nicht Die Versammlung erachtet es als ihre Pflicht, eine Ber- antragen: Das Dienstverhältniß zwischen Prinzipal und Handlungs- geeignet erschienen, sowie daß von einer Seile ihnen eine abschlägeinigung zu gründen, um gegen alle Misstände im Gewerbe und alle Uebergriffe feitens der Polizei- Organe energisch Front gehilfen kann von jedem Theile mit Ablauf eines jeden Kalender- liche Antwort zu theil wurde. Die Bemühungen der Komzu machen. Die Vereinigung soll auf dem Boden der modernen gehoben werden. Ist durch Vertrag eine fürzere oder längere folglos; fie unterbreitete deshalb den Vorschlag, von Bierteljahres nach vorgängiger sechswöchentlicher Kündigung auf- mission, andere geeignete Kandidaten zu empfehlen, waren ereiner Arbeiterbewegung stehen. Frist ausbedungen, so muß fie für beide Theile gleich sein und Betheiligung an der Wahl Abstand zu nehmen. Die Eine Verbandsversammlung der in Holzbearbeitungs- muß mindestens einen Monat dauern. Die Kündigung darf Versammlung beschloß jedoch, da sich der Genosse Fabrifen und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Arbeiderseitig nur vom Ersten zum Ersten eines jeden Monats er- Meinhardt bereit erklärte, wieder ein Mandat anzu beiterinnen( Berlin, Filiale 2) fand am 20. Februar statt. Ge folgen. Probe oder Aushilfe- Engagements find nur auf die nehmen, in die Wahlagitation einzutreten. Für die Wahl noffe Millarg hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag Dauer eines Monats und darunter zulässig Jede Erneuerung traten ein die Genossen Meinhardt, Kampel, Elien und Panton, über: Unternehmergewinn und Arbeiterlohn". Die Diskussion eines derartigen Vertrages nach Ablauf eines Monats ist unzu- gegen die Wahl sprachen die Genoffen Ant. Kopp, Bernhard bewegte sich im Sinne des Referats. Sodann entspann sich eine lässig und tritt in diesem Falle die gefeßliche Kündigungsfrist in Campe, Friz Schulz, Welzig und Fechner. Durch obigen Verlängere Debatte betreffend die Bibliothek unserer Filiale. Es Kraft. An jedem Tage zwischen erfolgter Kündigung und Ab- sammlungsbeschluß sind wir genöthigt, in die Wahl einzutreten, wurde bemängelt, daß so wenig Kollegen diefelbe benutzen, troy gang sind dem Handlungsgehilfen zwei Vormittagsstunden freie und bitten wir die Genossen, sich recht rege an der Wahl zu be dem jeden Sonntag Vormittag im Arbeitsnachweis, Veteranen Beit zur Besorgung einer neuen Stelle zu gewähren. theiligen. straße 22, bei Peterson, Bücher zur Ausgabe gelangen. Kollege 2. Die heutige Versammlung spricht den Abgeordneten des egner befürwortet einen Antrag, für die Erweiterung der Deutschen Reichstages, die gegen den Antrag Singer auf Gin- gegend hielt am 19. Februar in der Schloßbrauerei eine VerDer Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg und Umr Bibliothek 12-20 M. zu bewilligen, damit neue Werke angeschafft führung einer vierwöchentlichen Minimal- Kündigungsfrist im gegend hielt am 19. Februar in der Schloßbrauerei eine Verwerden können. Dem stimmte die Versammlung zu. Auch wurde Handelsgewerbe stimmten, ihre entschiedene Mißbilligung aus. Thema: Bustände in den staatlichen Betrieben." In der sich fammlung ab. Genosse Kleinschmidt referirte über das nochmals den Mitgliedern zur Pflicht gemacht, die Adressen der Die Versammlung bittet die sozialdemokratische Fraktion, bei der anschließenden Diskussion, an der sich die Genossen Bänsch, Vertrauensinänner einzusenden. Zum Schluß gab sich der Vor nächsten Berathung eine namentliche Abstimmung herbeizuführen, Bommrente, Gröschte, Heinze und andere betheiligten, wurde sitzende der Hoffnung hin, daß die Mitglieder reger wie bisher damit die Handlungsgehilfen ihre" Gönner" genau kennen betont, daß auch die in den staatlichen Betrieben Angestellten an den Versammlungen theilnehmen, denn gerade unter den ob- lernen. liegenden Verhältnissen hätte jeder Kollege genügend Grund, sich sich der modernen Arbeiterbewegung anzuschließen hätten, um 3. Die Versammlung richtet an die sozialdemokratische selbst für ihre Sache zu kämpfen; gegenwärtig stehen sie leider der Organisation anzuschließen. Außerdem wurde bekannt ge- Reichstags- Fraktion die Bitte, im Reichstage einen Antrag auf theilnahmslos den Bestrebungen der Arbeiter gegenüber. Weiter geben, daß die nächste Versammlung am 13. März stattfindet. Ausdehnung der Gewerbegerichte auf die Handlungsgehilfen und wurde der Wunsch ausgesprochen, daß die Presse sich mehr mit Die Mitglieder sämmtlicher Filialen Berlins und Gehilfinnen einzubringen. 4. Die Versammlung protestirt gegen den Beschluß deß dieser Arbeiterkategorie beschäftigen möge. Bei Berlefung der Umgegend der Freien Vereinigung der Maler, Magistrats der Stadt Berlin, dem Antrage auf Grlaß eines neu aufgenommenen Mitglieder beantragt Gen. Schubert: NichtLadirer, Anstreicher und Berufsgenossen Ortsstatuts in Sachen der Sonntagsruhe nicht näher zu treten. die Interessen der Arbeiter gehandelt habe. Nach sehr eingehenaufnahme des Buchdruckers Felsner, weil derselbe dreimal gegen Deutschland3" hielten am 20. Februar cr. im Lokale von Die Versammlung richtet nunmehr an die Stadtverordneten der Diskussion wurde der Antrag angenommen. Als Thema zur Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a, eine fombinirte Versammilung ab. Auf der Tagesordnung stand die Wahl des gesanunten Bersammlung die dringende Bitte, durch Ortsftatut die völlig nächsten Versammlung wurde bestimmt: Werth der Gewerküberflüssige Sonntagsarbeit in Engros, Fabrik- und Bank Hauptvorstandes, der Revisoren und des Redakteurs der Fachgeschäften zeitung Vereins- Anzeiger". Bald nach Eröffnung der gut be- gefchäften zu beseitigen und in den Detailgeschäften die Arbeitschaftsbewegung", mit den Genossen Heinze, Matsjewsky und Röster als Referenten. juchten Bersammlung fam es zu äußerst stürmischen Auftritten. zeit auf drei Stunden zu beschränken. Die Versammlung beKöpenick. Der hiesige fozialdemokratische ArAußer dem Inserat waren die Angehörigen dieser Organisation auftragt das Bureau, diese Resolution mit Begründung der Stadtverordneten- Versammlung einzureichen. beiterverein hielt am 20. d3. Mts. seine Versammlung im durch einen Aufruf in der Diennag- Nummer des" Borwärts" zu Lotale des Herrn Gärisch ab, in der Mattutat in einem bei zahlreichem Erscheinen in der Versammlung und zur Wahl nur In einer gut besuchten Versammlung des Wahlfällig aufgenommenen Vortrage über das Thema:" Der Kampf solcher Kollegen aufgefordert worden, die auf dem Boden des vereins für den ersten Berliner Reichstags- ums Dasein", referirte. Sodann wurde befchloffen, am Abend sozialistischen Programms stehen, da die den anarchistischen Wahlkreis referirte am 21. Februar Genosse Dr. Luy über des 1. Mai eine Festlichkeit im Klein'schen Totale abzuhalten. Grundsägen anhängenden Mitglieder zur Leitung der Ber- das vielfach auf den legten Kongreffen, Parteifonferenzen und in Der Vorsitzende theilte darauf mit, daß der in letter Bersamm einigung" ungeeignet seien, und ihre Experimente zur Genüge Bolleveriammlungen erörterte Thema: Wie wird die lung gewählte Bibliothekar Umstände halber dieselbe nicht übergezeigt hätten, daß fie der Arbeiterbewegung nur schädlich sind ze. Landagitation am besten betrieben und welche nehmen könne. Die Versammlug betraute deshalb den Barbier Mifoley fand es betauerlich, daß dieser Aufruf nicht den Schriften sind die geeignetsten dazu?" Redner be: Göße mit dem Amt. Außerdem wird vom 1. März eine Filiale Namen des Einsenders aufweise, damit werde jeder Verdäch tout zunächst, daß er selbst kein für die Landagitation geeigneter der Vereinsbibliothek beim Mitgliede Schwan errichtet. Zum tigung Thür und Thor geöffnet Irgend welche Bedenken Redner sei und nur auf besonderen Wunsch zu diesem Thema gegen zu wählende Kollegen vorzubringen, sei der allein spreche. Im allgemeinen ist bei der Landagitation zu berück- Schluß wurde noch auf das am Sonnabend, den 24. d. M., stattpassende Ort die Versammlung selbst.( Beifall.) Die Angelegen- fichtigen, die große Verschiedenheit der ländlichen Verhältnisse im findende Vergnügen aufmerksam gemacht und die Mitglieder ge= beit wurde vorläufig zurückgestellt und der Rechenschaftsbericht Osten und Westen des Reiches, sowie der einzelnen Landestheile, beten, ihr Statutenbuch mitzubringen. des Vorstandes entgegengenommen. theilte mit, daß der Vorstand keine Mühen und Opfer gescheut Scholle gebundenen Kleinbauern zu thun haben. Die Interessen habe, in allen Gegenden des Reiches Filialen zu errichten. Ga diefer Gruppen sind oft einander wiedersprechend, namentlich in Es dieser Gruppen sind oft einander wiedersprechend, namentlich in Beitschrift des Leipziger Mesverbandes. Herausgegeben Eingelaufene Druckschriften. wurden Agitationstouren durch Ost- und Westpreußen, Schlesien, Verbindung mit industrieller Beschäftigung Bei der durch die Posen, Pommern, Süddeutschland und im Elsaß unternommen, Agitation der Geistlichkeit und gegnerischen bes. konservativen Dom Meßausschuß der Leipziger Handelskammer. Leipzig. die aber zum Theil einen negativen Erfolg aufwiesen. Im Breffe erzeugten Voreingenommenheit des der Kultur fernstehen- Diät und Wegweiser für Zuckerkranke. Von Dr. W. Schröder, Bertretung in Berlin Haafenstein ut Vogler. Jahre 1892 wurden 24 und im Jahre 1893 23 neue Filialen den Bauern uns Sozialdemokraten gegenüber, dürfe man auch erichtet. Wo Fachvereine bestehen, scheiterte deren Anschluß ge die durch Jahrhunderte langen Gebrauch geheiligten Interessen Was verursacht und fördert die unzufriedenheit? Sozialprakt. Arzt. Berlin SW., Verlag Hugo Steinih. Preis 1 M. wöhnlich an den vorgeblich zu hohen Beiträgen, an anderen des Gemeindefommunismus und des Familienlebens nicht verpolitische Betrachtungen von N. Grodczinski. Berlin SW., Orten fehlten wieder die geeigneten Kräfte zur Leitung einer letzen. Die Zunahme des Groß- Grundbesitzes und die damit verVerlag Hugo Steinitz. Preis 1 M. TO Filiale. Jm Ganzen wurden durch vier Rollegen 104 Agitations bundene immer mehr vor sich gehende Verarmung, die Bereisen ausgeführt. Zur Zeit besteht die Vereinigung aus sprechung Handels- und politischer Fragen müfie den örtlichen 97 Filialen mit zirka 5400 Mitgliedern. Ein genauer Rechen Verhältnissen angepaßt, die gemeinsamen Interessen des ländschaftsbericht wird allen Mitgliedern im April d. J. gedruckt zu- lichen und städtischen Proletariats stets hervorgehoben werden. Briefkaffen der Redaktion. gehen. Redner empfahl zum Schluß eine bessere Werkstatt Von den bis jetzt für die Landagitation vorhandenen F. Schmohl. Berichten Sie den Thatbestand an den aufAgitation als bisher ชิน entfalten denn der Vorschriften, sei wohl teine, auch selbst der Märkische fichtführenden Richter zu Storfow und verlangen Ersatz der wurf der Bremer Kollegen auf der letzten General Kalender" als besonders geeignet zu empfehlen. Am geeignetsten Kosten und Auslagen. verfammlung in Nordhausen, die Berliner Kollegen feien un- haben sich in dieser Beziehung wohl immer kurz verständlich ge- B. in Berlin. Sie beklagen sich, daß Sie, weil Ihr Name genügend organisirt, treffe durchaus zu. Selbst in der Hochsaison schriebene Flugblätter erwiesen, deren Vertheilung man mit B. beginnt, in den Verdacht gekommen seien, das zählen sämmtliche Filialen Berlins zusammen genommen im durch einzelne Landboten weit eher als durch zahlreiche und horchende Langohr" zu sein, in das der Floh unserer Höchstfalle nur 800 Mitglieder. Von einer Diskussion des Be- lärmende Ausflüge, welche weder dem Gutsbesiger noch dem Auflösungsabstimmung gefeht ward. Nun, fagen Sie den guten Freunden richts wurde Abstand genommen und in die Wahlhandlung ein- Kleinbauern als Besuch angenehm sind, bewerkstelligen fönne. denn gute Freunde" finds immer die diesen getreten. Wilhelm Schweiger Rigdorf ging nochmals In der darauffolgenden sehr regen Diskussion erklärte sich schnöden Verdacht gehabt haben, das B. fei zweisilbig, habe auf den Aufruf im Vorwärts" ein. Er verwahrte sich und Genoje Täterom namentlich in bezug auf die vorhandene 7 Buchstaben und ende mit einem r. Das genügt doch zu Ihrer t. Das ge seine politischen Freunde ganz entschieden dagegen, daß fie beab- Literatur mit Genossen Lug einverstanden. Entlastung? fichtigten, einen Keil in die Organisation der deutschen Maler 2c. Wagner erwartet von jedem Redner, daß er sich Mehrere. Sie irren sich. Der A. B., der eine Redaktionszu treiben. Sie ständen auf dem Boden des modernen Klassen über die Verhältnisse und Personen am Drt informire. ftelle fucht, ist kein Mitglied unserer Redaktion, die überhaupt fampfes, fügen fich aber in die augenblicklichen Verhältnisse und Er selbst habe durch die Verwerthung dieser eingezogenen Er- fein stellensuchendes Mitglied enthält. arbeiten in der Zentralisation mit ihren Berufskollegen ohne tundigungen die besten Erfolge erzielt. Gerisch schließt sich Humor. Bälle und Vergnügungen werden im Vereinskalender Rücksicht auf deren politische Meinung Schulter an im Wesentlichen den Ausführungen des Referenten und der nicht aufgenommen. Schulter.( Beifall.) Aehnlich äußerte sich Lint. Riesop Vorredner an, indem er u. a. auf die Erfolge d des Genossen warnte davor, die Politik in die Organisation hineinzu- Vollmar in Bayern und das Vorgehen unserer französischen tragen, die sehr leicht dem Staatsanwalt Veranlassung geben Genossen hinweist. Die Verbeerungen des Wildstandes, die BeTönnte, gegen die Vereinigung" einzuschreiten. Riefop ver- strafung des sogen. Wildfrevels", die Bölle und indirekten sichtete auf eine Wiederwahl und wurden Schweizer und Steuern feien Angriffspunkte für jeden Landagitator. Betreffs unbekannt. Bohling als Vorsitzende in Borschlag gebracht. Nachdem der Schriften hält Redner den Märt. Kalender" doch wohl G. 3., Ludwigshafen. Derartige Rassen können wir Ihnen mehrere Kollegen gegen Schweizer und für Böbling'sfür geeignet, vortrefflich zu wirken. Boraussichtlich werde sich nicht namhaft machen. " Der Vorsitzende Riesop ob wir es nur mit Landarbeitern, Gesinde oder mit dem an die Wiesenberg. Ihr Eingesandt eignet sich nicht für den Vorwärts". Uebergeben Sie dieses Gingesandt einem Gewerk fchafts- Organ. C. K. Der Arbeitsnachweis der Kurbelstepperinnen ist uns JUIZ- MARRED DER FABAKINDUSTE Arbeiter! Genossen! Kauft nur Cigarren mit der Kontrollmarke der Tabakarbeiter. Nachfolgend verzeichnete Fabrikanten und Händler führen nur Gigarren mit der Kontroll- Schutzmarke der Tabakarbeiter. Händler können nur veröffentlicht werden, wenn dieselben ausschließlich Waare mit Schuhmarke führen, jede andere Veröffentlichung beruht auf Täuschung. S. * Wilhelm Börner, Ritterstr. 108. H. F. Dinslage, Rottbuferstr. 4. N. Fiebig, Böckhstr. 21. Gust. Lochmann, Brandenburgstr. 82. Michaelis, Alexandrinenstr. 40. H. G. Schmidt, Gräfestr. 68. Carl Schonheim, Gräfestr. 8. Julius Stark, Schönleinstr. 10. SO. Carl Abert, Pücklerstr. 6. Behuke u. Kinkel, Schmidstr. 21. Carl Böhlert, Mariannenstr. 5. G. Carl, Admiralstr. 25. G. Fischer, Staligerstr. 128. George, Mariannenstr. 35. Theodor Goecke, Wrangelstr. 125. E. Gosda, Manteuffelstr. 8. A. Kunze, Forsterstr. 2. desgl. Grünauerstr. 34. Lobbes, Adalbertstr. 58. * Wilh. Mertens, Cuvrystr. 34. Rosenthaler Vorstadt. Bum 18. März erscheint das Volksblatt", Organ für die arbeitende Bevölkerung, auf 4+ rothem Papier gedruckt in einer der Bedeutung des Gedenktages entsprechenden ExtraNummer. Bestellungen werden baldigst erbeten an die 56152 Expedition des Volksblatt", Berlin SW., Beuthstraße 2. Möbel, Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin mit eigener Werkstatt. Große Auswahl in Nussbaum u. Mahagoni, fowie großes Lager von Küchenmöbeln empfiehlt zu den billigsten Preisen bei nur solider Ausführung[ 5468L Julius Apelt, Tischlermeister, früher Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Bei kleineren Aufträgen von Auswärts bitten wir den Betrag incl. Porto zwecks Ersparung der Nachnahmegebühr der BeStellung in Briefmarken beizulegen, bei größeren Bestellungen vorher per Postanweisung einzusenden. Bebel'the Schriften: Reinhold Anders, Strelißerſtr. 45. Berlin S., Sebastianstraße Nr. 20( 2725). Die Frau und der SozialisBasemann, 57. H. Baumgarten, Swinemünderstr. 48. Franz Döring, Ruppinerstr. 21. R. Gefelle, Ruppinerstr. 19. Gustav Hennig, Coloniestr. 147. August Hirte, Swinemünderstr. 67. Emil Höhne, Ackerstr. 89. Löffler, Badftr. 42-43. B. Moritz, Bernauerstr. 18. Hermann Vogel, Demminerstr. 62. C. Walter, Hussitenstraße 35. Max Winkelmann, Ackerstr. 153. Georg Wolter, Ackerstr. 58. H. Zechert, Putbuserstr. 37. Schönhauser Vorstadt. Wilhelm Brall, Swinemünderstr. 4. C. Herm. Diet, Pappel- Allee 2. * Johann Hahn, Febrbellinerstr. 3. Lorenz Heidemann, Danzigerstr.10/ 13. Theodor Stampehl, Mariannenstr. 26. Rudolf Magnus, Weinbergsweg 10. Stübner, Reichenbergerstr. 157. Herm. Wicht, Dresdenerstr. 16. SW. 2. Kinzel, Alexandrinenstr. 103. * Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15. E. Schulze, Friesenstr. 23. 0. Louis Anders, Krautstr. 16. August Dahuke, Roppenstr. 98. A. Gräff, Holzmarktstr. 42. Auguft Heck, Gr. Frankfurterstr. 4. desgl. 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