Mr. 283.- 31. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 25 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pa. Post Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewertschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgebrudte Wort 20 Pfg.( zulässig 2 fettgedrudte Worte), jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafftellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. cher Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Freitag, den 16. Oftober 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Der Beginn des Ringens um Warichau. Die Antwerpener Kriegsbeute. Westlicher Kriegsschauplatz. Französische Meldungen. Der russische Staatshaushalt und der Krieg. Amtlich. Großes Hauptquartier, 15. Oktober, mittags.( W. T. B.) Bei Antwerpen wurden im ganzen 4000 bis 5000 Gefangene gemacht. Es ist anzunehmen, daß in nächster Zeit noch Paris, 15. Oktober.( W. T. B.) Eine amtliche MitDer bekannte russische Gelehrte Bloch, dessen Schlußeine große Zahl belgischer Soldaten, welche teilung von gestern nachmittag besagt: folgerungen über das moderne Rüstungswesen und den Krieg Auf unserem linten Flügel bis zur Dise dauert u. a. auch Graf Schlieffen afzeptiert hat, hat den Sab Zivilkleidung angezogen haben, dingfest gemacht die Operation in normaler Weise fort. Im Zentrum aufgestellt, daß der Sieg im modernen Krieg nur dem Staate wird. Nach Mitteilung des Konsuls von Ter- bie würden die Fortschritte unserer Armeen im Gebiete von zufallen kann, der die wirtschaftliche Anspannung während neuzen sind etwa 20 000 belgische Soldaten und Berry- au- Bac bestätigt. Auf dem rechten Flügel ist des Krieges besser und länger zu ertragen vermag als sein 2000 Engländer auf holländisches Gebiet über- nichts zu melden. Gegner. Von diesem Gesichtspunkt aus gewinnt die Lage Wirkungen des Krieges weniger zu spüren bekommt als die getreten, wo sie entwaffnet wurden. Ihre Flucht In Belgien fanden im Gebiet von Gent in der Nacht des russischen Staatshaushaltes zurzeit ein besonderes Inmuß in größter Haft vor sich gegangen sein; hier- bom 12. zum 13. d. M. und am 13. während des Tages für zeugen Massen weggeworfener Kleidersäcke, einige Gefechte statt, besonders von der englischen Royal Naval Division. Englische und französische Truppen haben Ypern besetzt. Die Kämpfe um Lille. Baris, 15. Oftober. Um das nunmehr von den Deutschen eingenommene Lille ist seit zehn Tagen heiß gefämpft worden. Die Franzosen nehmen an, daß die dort neu aufgetauchten deutschen Truppen von dem Belagerungstorps Antwerpens kommen und bis zu den Vorstädten auf der Eisenbahn transportiert wurden. Man erwartet, daß infolge der Verstärkungen die Kämpfe im Norden noch erbitterter fortgehen werden als bisher. Die Kriegsbeute in Antwerpen ist groß. Mindestens 500 Geschüße, eine Unmenge Munition, Massen von Sätteln und Woilachs, sehr viel Sanitätsmaterial, zahlreiche Kraftwagen, viele Lokomotiven und Waggons, vier Millionen Kilogramm Getreide, viel Mehl, Kohlen, Flachs, für 10 Millionen Mark Wolle, Kupfer Kämpfe an der belgischen Küste. und Silber im Werte von etwa einhalb MillioKopenhagen, 14. Oftober.( W. T. B.) Die„ Berlingske nen Mark, ein Panzer- Eisenbahnzug, mehrere ridende" meldet aus London: Ein englischer Korrespondent traf gefüllte Verpflegungszüge, große Viehbestände. in Beurne( Furnes) die Vortruppen des von Antwerpen kommenden Belgische und englische Schiffe befanden sich nicht mehr in Antwerpen. Die bei Kriegsaus bruch im Hafen von Antwerpen befindlichen 34 deutschen Dampfer und drei Segler sind mit einer Ausnahme vorhanden; jedoch sind die Maschinen unbrauchbar gemacht. Angebohrt und versenkt wurde nur die« Gneisenau" des Norddeutschen Lloyd. Die große Hafenschleuse ist intakt, aber zunächst durch mit Steinen beschwerte versenkte Kähne nicht benutzbar, die Hafenanlagen sind unbeschädigt. Die Stadt Antwerpen hat wenig gelitten. Die Bevölkerung verhält sich ruhig und scheint froh zu sein, daß die Tage des Schreckens zu Ende sind, besonders da der Pöbel bereits zu plündern begonnen hatte. Die Reste der belgischen Armee haben bei Annäherung unserer Truppen Gent schleunigst geräumt. Die belgische Regierung, mit Ausnahme des Kriegsministers, soll sich nach Le Havre begeben haben. Angriffe der Franzosen in Gegend von Albert wurden unter erheblichen Verlusten für sie abgewiesen; sonst im Westen keine Veränderungen. Im Osten ist der russische mit starken Kräften unternommene Vorstoß auf Ostpreußen als gescheitert anzusehen. gekommen sind, haben einen heftigen& ampf bei Oostdunterte bicht am Meere beobachtet. Ein deutscher Flieger über St. Omer. London, 15. Oftober.( W. T. B.) Die" Times" melden aus Calais: Ein deutscher Flieger warf am Montag eine Bombe über St. Omer( zwischen Lille und Calais) nieder, wodurch zwei Personen getötet und sechs verletzt wurden. Fünf französische Flugmaschinen verfolgten den Flieger. teresse. Obgleich Rußland als Agrarstaat die verheerenden hochentwickelten Industriestaaten Westeuropas, ist die russische Volkswirtschaft abgesehen von den direkten ungeheuren Verlusten an Werten Prüfungen ausgesetzt, die sich noch lange Jahre hindurch bemerkbar machen werden. Man erwäge nur, wie das Verbot der russischen Getreide- und Viehausfuhr auf die russische Landwirtschaft wirken muß, die auf diese Ausfuhr angewiesen ist. Viel mehr aber als die Volkswirtschaft muß der russische Staatshaushalt unter den heutigen Umwälzungen leiden. Selbst in den letzten Jahren, die durch einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung und ein heftiges Anziehen der Steuerschraube gekennzeichnet sind, hat sich die russische Finanzwirtschaft nicht von den traditionellen Anleihen im Auslande freigemacht, die es ihr allein ermöglichten, die Defizite im Budget zu decken. Nur mit Hilfe dieser Anleihen im verbündeten Frankreich und England hat Rußland sein 3- Milliardenbudget aufrechterhalten, das in einem beträchtlichen Teil( 1907 bis 1912 wurden hierzu insHeeres- und Flottenausgaben verwendet wurde. Zurzeit scheint es aber völlig ausgeschlossen zu sein, daß Rußland zu diesem traditionellen Hilfsmittel greifen kann. nicht daran zu denken, daß die Kriegsausgaben mit solchen Diese Tatsache wird von einem so gründlichen Kenner der russischen Finanzen, wie Prof. M. Tugan- Baranowsky, unumwunden zugegeben. Er begrüßt in einem unlängst in der„ Retsch" erschienenen Artikel, daß das russische Finanzministerium sofort nach der Kriegserklärung den Um tausch des Papiergeldes gegen Gold einstellte, denn: es war Die Kunstdenkmäler in Gent unbeschädigt. Mitteln( d. h. mit auswärtigen Anleihen) gedeckt werden Brüssel, 15. Oktober.( W. T. B.) Eine vorläufige Be- könnten, die sich während des japanischen Krieges als so fichtigung der Baudenkmäler von Gent durch Ge- erfolgreich erwiesen haben. Wie gefährlich beimrat von Falke ergab, daß die Stadt keinerlei Beschädi- es für die wirtschaftliche Zukunft des Landes auch ist, das gungen erlitten hat; nicht eine Fensterscheibe ist zerbrochen. von Witte geschaffene Währungssystem zu erschüttern, so ist Aus der Kathedrale St. Bavo ist der Altar der Brüder van doch kein anderer Ausweg übrig geblieben. Obgleich wir in End nebst zwei Altarbildern von Rubens und Gerard van der der Reichsrentei einen freien Barbestand von einer halben meire bereits am 3. August entfernt und nach London ge- Milliarde besaßen, und obgleich sich unsere Goldvorräte vor dem Kriege auf 1718 Millionen Rubel bezifferten bei nuv 1633 Millionen Rubel Papiergeld im Verkehr., war es not wendig, den Umtausch des Papiergeldes so schnell wie möglich einzustellen, um nicht das Gold zu verlieren." bracht worden. Eine französische Tatarennachricht. Paris, 15. Oftober.( W. T. V.) Der" Temps" meldet, daß Deutschland alle Männer unter fünfzig Jahren zu den Waffen rufe. Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplah. Die Kämpfe bei Przemysl. verlautbart: 15. Oktober mittags: Gestern eroberten unsere Wien, 15. Oktober.( W. T. B.) Amtlich wird Truppen die befestigten Höhen von Stara sol. Auch gegen Stary und Sambor gewann unser Angriff Raum. Nördlich des Strwiaz haben wir eine Reihe von Höhen bis zur Südostfront von Brzemysl im Befits. Am San flußabwärts der Festung wird gleichfalls gekämpft. Unsere Verfolgung des Feindes über die Karpathen hat Wyszkow und Skole er Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes bon Hoefer. reicht. " Prof. Tugan- Baranowsky hält es als unvermeidlich, daß jetzt die Bedürfnisse des Staatshaushaltes mit Hilfe der Notenpresse gedeckt werden. Wie gefährlich die Emissionen von unauswechselbaren Noten auch sind, sie sind unvermeidlich. Man darf sich den außerordentlichen Schwierigkeiten des jezigen Krieges nicht verschließen. Weder Anleihen noch neue Steuern sind ausreichend, um die Der unbexwingbare gebracht und wir können nicht anders, als von diesem Mittel Kriegsausgaben zu decken. Lauf der Dinge hat uns während des Krieges zum Papiergeld gebracht und wir können nicht anders, als von diesem Mittel zur Deckung der außerordentlichen Staatsausgaben Gebrauch zu machen." Was sind nun die Folgen dieser außerordentlichen" Maßnahmen in Rußland? Nach den Ausweisen der Reichsbank für die Zeit vom 29. Juli bis 14. September hat der ruffische Goldvorrat( in Rußland und im Auslande) allerdings um 44 Millionen( von 1745 bis 1789) zugenommen. Rugleich ist aber die Summe des in den Verkehr gebrachten Papiergeldes um 921 Millionen( von 1633 auf 2554 MilDer Angriff unserer in Polen Schulter an Schulter mit dem österreichischen Heere kämpfenden Truppen befindet sich im Fort- Eine große Schlacht in Polen im Gange. lionen) gestiegen. Reiat schon diese Tatsache den Zusammenschreifen. Unsere Truppen stehen vor War- Mailand, 15. Oftober. Der, Secolo" berichtet aus Petersburg: bruch der reinen Goldwährung, so geht aus der Verringeschau. Ein mit etwa acht Armeekorps aus Linie Eine große Schlacht tobt auf dem linken Weichfelufer auf einer rung des berühmten freien Barbestandes" von 514 auf 231 200 Kilometer langen Front von Sandomir bis hundert Millionen, das heißt um mehr als die Hälfte, hervor, wie Die Russen schäßen die schnell die mittels der früheren Anleihen zusammengebrach Jwangorod Warschau über die Weichsel unter- kilometer südlich Barichau. nommener russischer Vorstoß wurde auf der deutschen Kräfte ziemlich hoch. Sie hoffen, daß fie den Deutschen ten außerordentlichen" Hilfsmittel der russischen Regierung die Straße auf Warschau sperren fönnen. Andere meinen, es sei zusammenschmelzen. ganzen Linie unter schweren Verlusten für die ein auter Plan, die Deutſchen möglichst weit von der Basis ab- Nun steht aber die russische Regierung noch vor der zulocken und sie von Galizien und von Nordpolen her in den Flanken Russen zurückgeworfen. Die in russischen Zeitungen verbreiteten anzugreifen. Doch mache man auch starke politische Gründe geltend, Etats für das Jahr 1915. Bekanntlich wurde der sta a tOberst Schumsky, Gerüchte über erbeutete deutsche Geschütze ent- ein ausgezeichneter Militärkritiker, meint, daß die Deutschen am Njemen nicht nur eine Demonstration machen, sondern die Linie forcieren wollten. behren jeder Begründung. Aufstellung des liche Branntweinverkauf zu Beginn des Krieges verboten. An fich bedeutete diese Maßnahme einen großen fulturellen Fortschritt, für den Staatshaushalt jedoch, der bisher auf der Ausbeutung und Förderung der Trunksucht Geist ein Bericht an den Kaiser fertiggestellt, und dieser Bericht mehrere Tage vorher in Sicherheit verlassen aufgebaut war, ist der Verlust von einer Milliarde Rubel wurde an demselben Abend bestätigt. Heute wurde im Russischen können, als der Rückzug noch kein so verzweifeltes Glücksspiel denn so hoch beziffert sich der durch die Einstellung des staat- Invaliden" eine vorläufige Mitteilung der Regierung veröffent- war. Den Bürgern Antwerpens fonnte die Beschießung erspart lichen Branntweinverkaufs herbeigeführte Einnahmeausfall licht, daß die Regierung sehr durch die eingetretenen Ereignisse werden. Die Anwesenheit der britischen Truppen erschwerte und -schwer zu erseßen. Zur Deckung des Ausfalls sollen nun und die Absendung des österreichischen Ultimatums an verzögerte den bereits zu lange hinausgeschobenen Rückzug. Wir eine Reihe neuer Steuern ausgeschrieben werden: Grund- Serbien besorgt sei. Die Regierung verfolgt aufmerksam die Ent- haben Grund zu der Besorgnis, daß die britischen Ver steuer, Wohnungssteuer, Gewerbesteuer, Vermögensstener, widlung der serbisch- österreichischen Zusammenstöße, bei denen lufte beträchtlich größer find, als der Staatssekretär zuzugeben Steuern auf Getreide, Salz, Tabak, Zucker, Betroleum, Rußland nicht gleichgiltig bleiben kann." Diese Mitteilung ist von bereit ist. Aber selbst der zugestandene Verlust ist Streichhölzer, Bier, Baumwolle, Hefe, Zigarettenpapier- allen Zeitungen mit sehr günstigen Kommentaren nachgebrudt wor- ernst genug, wenn man berücksichtigt, daß der Gegner feinen hülsen, Telephon, Gas, Elektrizität, Naphta, Kinos usw., den. Wir sind alle überzeugt, daß dieses Mal keine Rasputins dementsprechenden Verlust gehabt hat, und daß der Verlust der Anferner erhöhte Rollabgaben und Tarife für Bahnfrachten, Rußland verhindern werden, seine Pflicht zu erfüllen. Deutsch- wendung eines gänzlich falfaen Operationsplanes Schiffsfrachten, Bahnfahrkarten, endlich erhöhte Post- und land, das Desterreich vorschickt, ist fest entschlossen, sich mit uns zu entiprang. Es ist nicht angängig, daß Churchill seine Stellung dazu Telegraphengebühren und Stempelsteuern. Wie ersichtlich, messen, bevor wir unsere Flotte ausbauen, und die Balkanstaaten benutt, seine taktischen und strategischen Launen Fachmännern aufzuentfallen die meisten dieser Steuern auf Gebrauchsgegen haben sich noch nicht vom Kriege erholt. Auch wir müssen der Gedrängen, die durch die natürliche Schwierigkeit der Lage hinreichend stände, und selbst die angekündigte Vermögenssteuer ist so fahr ins Gesicht sehen und nicht unseren Kopf verstecken, wie bedrängt sind. Wir erfahren, daß Churchill im letzten Monat einmal niedrig angefekt- insgesamt mit 18 Millionen, daß von während des Balkankrieges, als Kotowzow nur an die Börse dachte. im britischen Hauptquartier in Frankreich, einmal in Dünkirchen und eineiner Berringerung der indirekten Steuern nicht die Rede Damals aber wäre der Krieg leichter gewesen, da der Balkanbund mal in Antwerpen war. Diese Zersplitterung seiner Tätigkeit auf sein kann. Wenn schon bisher- nach den Berechnungen von boll bewaffnet war. Aber bei uns trieb man die Straßendemon- Gebieten, die ihn nicht eigentlich angehen, fönnen nicht die regelKuhn im Finanzboten", dem Organ des Finanzmini- ftrationen, die gegen das elende Oesterreich gerichtet waren, durch mäßige Tätigkeit und Leistungsfäbigleit seines Ministeriums fördern. steriums die indirekten Steuern in Rußland 76,8 Proz. die Polizei auseinander! Jest aber würde man ebensolche Demon- Sein Plaz ist Tag und Nacht in der Admiralität. oder mehr als drei Viertel des gesamten Einnahme- ftrationen freudig begrüßen. Ueberhaupt wollen wir hoffen, daß wir schlagen vor, daß Churchills Kollegen dem Ersten Lord ganz budgets ausmachten, so wird das auch jetzt, nach der Auf- das Regiment der Feiglinge( nach Art Kotowaows) und gewisser bestimmt und endgültig erklären, daß die militärischen und hebung des staatlichen Branntweinverkaufs und der Ein- Schreier und Mystiker vorüber ist. Der Krieg ist ein Gewitter. maritimen Operationen unter feinen Umständen führung neuer Steuern in demselben Maße der Fall sein. Mögen auch die katastrophen kommen, es wäre immer von ihm geleitet werden dürfen. Die Einführung einer hohen Getreidesteuer neben vielen an- beffer, als in dieser unerträglichen Schwüle zu beharren. Aus Erderen indirekten Steuern wird die Wirkung des neuen Steuersystems für die abeitenden Massen noch fühlbarer machen, während der Umbau eines großen Teils der Steuerverwaltung zur Zeit eines alle Sträfte des Landes in Anspruch nehmenden Krieges das feinige beitragen muß, den ohnehin schwankenden Staatshaushalt Rußlands zu er schüttern. Der Seekrieg. Englische Ungeduld. tuod Kopenhagen, 14. Oktober.( W. T. B.)„ National Tidende" meldet aus London: Man ist hier nicht geneigt, die Bedeutung der augenblicklichen Lage zu unterschäzen, jedoch herrscht in gewissen Areisen Ungeduld darüber, daß nicht schnellere Fortschritte gemacht werden, und daß die britische Flotte noch nicht in der Lage gewesen sei, einzugreifen. fahrung weiß ich bestimmt, daß für mich der ruhigste Plaß in der Front ist, wo man die Gefahr in ihrer natürlichen Größe sieht, und das ist gar nicht so furchtbar; am schlimmsten ist es in der Nachhut, in der die Atmosphäre der Feigheit herrscht, unwahrscheinliche Gerüchte umlaufen und Paniken entstehen. Im künftigen Striege aber wird das Innere Rußlands die Nachhut sein." England und Belgien. Kriegsbekanntmachungen. Eine Warnung. Amtlich. Berlin, 15. Oftober.( W. T. B.) Vor Uebersendung von Zündhölzern und gefüllten Taschenfeuer= zeugen in Pateten an die Feldtruppen wird dringend gewarnt, da mehrmals durch Selbstentzündung Schaden ent standen ist. Die Gefangenen in England. Amtlich. Berlin, 14. Oktober.( W. T. B.) Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt unter der Ueberschrift: Die Be Amtlich. Berlin, 15. Oktober.( W. T. B.) Nach einer Mitziehungen Englands zu Belgien: Der militärische Mitteilung der hiesigen Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika arbeiter der" Times" erörtert in der Nummer vom 12. d. M. die ist die Adresse der Nachrichtenstelle für KriegsBeziehungen Englands zu Belgien, wobei er unter anderem ausgefangene( the prisoners of war information bureau) in führt: Die Neutralität war ein verhängnisvolles London, 49 Wellington Street, Strand. An diese Adresse können Geschenk für Belgien und machte es ihm unmöglich, mili- Briefe für deutsche Kriegsgefangene in England tärische und andere Unterhandlungen zu führen und Abkommen gesandt werden. zu treffen, die eine schnelle und entschiedene Hilfe seiner englischen Freunde gesichert hätten. Die englischen und belgischen Stäbe fonnten über militärische Vorbereitungen, Truppentransportmittel, Höchstpreise für Lebensmittel. Der Minenkrieg in der Adria. Von überall her kommen die Klagen, daß ganz plötzlich Wien, 15. Oftober.( W. T. B.) Infolge Inter- Eisenbahndienst, Vorratsversorgung usw. feine entsprechenden vention der italienischen Regierung hatte die Pläne machen, ohne streng genommen die Neutralität zu verlegen. die Kartoffelpreise heraufgetrieben werden. Es fann feinem österreichisch- ungarische Regierung den österreichisch- ungarischen Wir konnten und wollten unsere Armee nicht verzetteln, indem Zweifel unterliegen, daß der Grund dafür in einer fün st= Militärattaché in Rom ermächtigt, sich mit einem öfter- oir sie stückweise nach den unvollkommen eingerichteten belgischen Lichen Zurückhaltung zu suchen ist. Die Ernte ist reichisch ungarischen Marineoffizier, der Sach- Häfen sandten. Uns war unsere Stellung in der franso, daß bei einer richtigen Ausnutzung der Kartoffeln für verständiger in Minenfragen ist, nach Venedig zu be- 8ösischen Aufstellung angewiesen, und wir mußten uns die Ernährung der Menschen an einen wirklichen geben, um die Umstände zu untersuchen, unter denen in der also nach dem französischen Feldzugsplan richten, da Mangel nicht gedacht werden kann. Tatsächlich find Adria Minen freigeworden sind. Diese Untersuchung ist bereits Frankreich im Westen die vornehmlichste kriegführende Partei zu uns in einzelnen Fällen denn auch ganj genaue Angaben über abgeschlossen und hat zu der Feststellung geführt, daß durch Lande war." die Zurückhaltung der eingeernteten Kartoffeln durch große unberechenbare Zufälligteiten einzelne der an der Diese Erklärungen sollen das unliebsam empfundene Aus- Gutsbesizer gemacht worden. Ein so genauer Kenner der österreichisch- ungarischen Stüfte fig angebrachten Seeminen sich bleiben einer rechtzeitigen und ernstlichen Hilfe Englands für landwirtschaftlichen Verhältnisse wie der bayerische Zentrumsvon ihrer Verankerung losgerissen haben und sodann durch Belgien entschuldigen und beschönigen. Der Militärpolitiker der abgeordnete Dr. Heim, der Führer der bayerischen Bauernden Wind und die Strömung gegen die italienische Times" macht nicht den Versuch zu leugnen, daß Belgien be genossenschaften, bat in einem Zeitungsartikel betont, bei St üste abgetrieben worden sind. Die österreichisch- ungarische rechtigt war, eine viel weitergehende Unterstützung von England richtiger Ausnutzung der Kartoffelernte sei schon ein Preis Striegsmarine hat sofort alle Maßnahmen ergriffen, die zu erwarten. Auch die Morning Post" hat es bekanntlich ge von 3 Mark viel zu hoch; es müsse möglich sein, die geeignet sind, derartigen Unglüdsfällen in tadelt, daß England zur Rettung Antwerpens so wenig getan habe. Startoffeln für 2,20 M. für den Rentner abzugeben. Ueber die Berechtigung solcher Vorwürfe mögen sich Belgier und Butunft vorzubeugen. Sieht man aber die tatsächlich geforderten Preise an, so Engländer untereinander verständigen. Für uns ist das Einge übersteigen fie schon nicht selten das Doppelte. Es ist also ständnis des„ Times"-Sachverständigen wertvoll, daß die englischen dringend nötig, daß Maßnahmen getroffen werden, um und belgischen Stäbe militärische Vorbereitungen nur unter Ver- diesen ganz ungerechtfertigten Preistreibereien entgegenzulegung der belgischen Neutralität verabreden konnten. Aus den wirken. Erfreulicherweise haben denn auch bereits einige an dieser Stelle veröffentlichten belgischen Aftenstüden geht aber Gemeinden Höchstpreise festgesetzt. Freilich, nicht zur Genüge hervor, daß über eine derartige Verlegung der Neu- immer mit genügender Berücksichtigung der Konsumententralität Belgiens zwischen amtlichen englischen und belgischen interessen. Es ist zweifellos zu hoch gegriffen, wenn z. B. Unter dieser Ueberschrift teilt die" Norddeutsche Allgemeine Stellen tatsächlich im geheimen Verhandlungen gepfloder hannoversche Magistrat die Höchstpreise auf 5 Pf. Zeitung" mit: Angesichts der bei unseren Gegnern hervortreten- gen und Verabredungen getroffen worden sind. Dies für das Pfund und 4 M. für den Zentner festgesetzt hat. Swar den Bestrebungen, der deutschen Militärpartei" und dem deutschen ist entscheidend für die Begehung des Neutralitätsbruche. Diese wird in der Bekanntmachung ausdrücklich betont, diese Preise Militarismus die Schuld an dem gegenwärtigen Kriege zuzu- Feststellung machen wir auch gegenüber der„ Berlingske Tidende", dürften nur für erste Qualitäten gefordert werden; aber es schieben, veröffentlichen wir nachstehend eine Reihe von Berichten die vergeblich Belgien mit dem Hinweis zu entschuldigen sucht, daß ist zu befürchten, daß fie bald allgemein gefordert werden; der deutschen diplomatischen Vertreter im Auslande, die die polities ja teinen Bund mit England und Frankreich gegen Deutschland überdies scheinen fie auch für die besten Sorten reichlich hoch schen und militärpolitischen Beziehungen der Ententemächte vor geschlossen habe. dem Kriegsausbruch zum Gegenstande haben. Von einer Bezeichnung der berichtenden Stellen und des genaueren Datums ist aus naheliegenden Gründen abgesehen worden. Diese Schriftstüde sprechen für sich selbst." Amtliche Aktenstücke zur Vorgeschichte des Krieges. recht erflärt. bemessen. Eher erscheint es schon angemessen, wenn z. B. der OberDie Haltung Portugals. bürgermeister von Gießen für gute Speisekartoffeln einen Lissabon, 15. Oktober.( W. T. B.) Der Gouverneur von Höchstpreis von 3 Bf. für das Pfund bestimmte. Diese PreisAngola hat für Portugiesisch Kongo das Kriegs- festiebung hatte allerdings zur Folge, daß die auf dem Markt Die sodann zum Abdruck gebrachten Schriftstüde lassen er erschienenen Händler sich zum Teil weigerten, ihre Ware zu tennen, daß zwischen England, Frankreich und Rußland seit Wochen Einer Meldung der Frankfurter Zeitung" zufolge tritt verkaufen. Sie hielten ihre Säde zugebunden und erklärten, vor dem Ausbruch des Krieges Vereinbarungen getroffen waren, der kongreß demnächst zusammen und wird sich zuerst sie hätten die Kartoffeln schon im ganzen verfauft. Aber die die ihre Spike gegen Deutschland und Oesterreich- Ungarn richteten. mit der auswärtigen Lage befassen. Behörden ließen sich nicht irreführen. Sie stellten die UnSelbst über die zeitweiligen Unternehmungen im Bosporus und in den Dardanellen war man sich bereits einig. Ueber die geplanten Vertrauensvotum für Sembat und Guesde. richtigkeit dieser Angaben fest und ließen durch die Polizei die Säcke wieder aufbinden und die Kartoffeln zum festgesetten Paris, 15. Oktober.( W. T. B.) Die Minister Sem bat Höchstpreise verkaufen, um dann den Händlern den Erlös Die russischen Interessen in der Ostsee verlangen, und Guesde gaben vor einer Gruppe der Partei der ge- einzuhändigen. daß England einen möglichst großen Teil der deutschen Flotte in einigten Sozialisten Erklärungen über ihre Teilnahme der Nordsee festhält. Dadurch würde die erbrüdende Uebermacht an der Regierungsarbeit und der Nationalverteidigung ab. der deutschen Flotte über die russische aufgehoben und vielleicht Die Gruppe nahm einstimmig eine Tagesordnung an, in der eine russische Landung in Pommern möglich werden. Hierbei Sembat und Guesde das Vertrauen auf ihre fernere fönnte die englische Regierung einen wesentlichen Dienst leisten, Haltung inmitten der Regierung ausgesprochen wurde. wenn sie vor Beginn der Kriegsoperationen eine so große Zahl von Handelsschiffen an die baltischen Häfen schickte, daß der Mangel an russischen Transportschiffen ausgeglichen wird." Operationen in der Ostsee wird in dem Schriftstück VII vom Juni 1914 ausgeführt: " Burhew wieder freigelassen. Der in einem finnischen Hafen verhaftete russische Revolutionär Burkew ist von der russischen Regierung nach einer Meldung russischer Blätter wieder aus der Haft entlassen worden. Ein recht schlagendes Bild von der Tätigkeit der russischen Striegspartei zeichnet aber das Schriftftüd X, das wie folgt lautet: Juli 1914, Euer pp. beehre ich mich beifolgend Abschrift eines Schreibens zu übersenden, das der Adjutant eines zurzeit hier Der„ Netsch" zufolge hat Burkew eine Denkschrift bei der weilenden russischen Großfürsten unter dem 25. b. M. von Peters- Regierung eingereicht, in der er seine Rückkehr durch patriotische burg aus an den Großfürsten gerichtet hat und über deffen Motive begründet haben soll. Diese Dentschrift ist Gegen wesentlichen Inhalt ich bereits telegraphisch berichten durfte. Das stand eingehendster Beratungen im Ministerrat gewesen. Die Schreiben, von dem ich auf vertraulichem Wege Kenntnis erhielt, Freilassung Burkews scheint die Folge dieser Erörterungen erweist meines gehorsamen Dafürhaltens, daß man schon seit dem zu sein. 24. d. M. in Rußland zum Kriege entschlossen ist." Anlage. 12./25. Juli, Petersburg. " In Büdingen sind die Behörden noch strenger vorgegangen als in Gießen. Dort hat das Großherzogliche Kreisamt den Höchstpreis für Kartoffeln auf 5,50 m. für den Doppelgentner festgesetzt. Wer Kartoffeln zu höheren Preisen verkauft oder Ware verheimlicht, wird mit Geldstrafe bis aut 3000 m. oder mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft. Diese lettgenannten Beispiele zeigen also, daß es sehr wohl angeht, durch Zwangsmaßnahmen eine Uebertene rung der Bevölkerung beim Einkauf ihres wichtigsten Nahrungsmittels zu verhindern. Es ist nur aufs dringendste zu wünschen, daß das Beispiel der hessischen Behörden bald an recht vielen anderen Orten Nachahmung findet. Nötig ist es faft überall febr Es fann unmöglich länger geduldet werden, wie hier die Säufer von Kartoffeln augunsten fleiner Kreise übervorteilt werden. Englische Preßfreiheit während des Krieges. Es mag bei dieser Gelegenheit interessieren, auch einige London, 15. Oktober.( W. T. B.) Die Morningpost", Preisfestsetzungen durch Kommunalbehörden zu erfahren. In In Petersburg waren große Unordnungen unter den Arbeitern, sie fielen sonderbar mit der Anwesenheit der Fran- die bereits früher die Regierung vor der Gefahr eines dilettanti Hannover ist bestimmt, daß folgende Höchstpreise zu gelten apjen bei uns und mit dem österreichischen Ultimatum an Serbien schen Eingreifens von Zivilpersonen in militärische und maritime haben: für amerikanisches Schweineschmalz 90 Pf. das Pfund, fritisiert in ihrer Nummer bom hiesiges Flomenschmalz 1 M.; Schweinefleisch: Stoteletten 1,10 zusammen. Gestern hörte ich von dem französischen Militäragenten Operationen warnte, General de la Guiche, er habe gehört, daß Oesterreich an den 13. d. Mis. den Versuch, Antwerpen durch eine fleine Mark, Schulter 90 Pf., Bauchfleisch 85 Pf., für frischen, Arbeiterunruhen nicht unschuldig sei. Jest tommt aber alles rasch Streitmacht von Seefoldaten und Marinefreiwilligen au ent- durchwachsenen und fetten Sped 85 Pf., geräucherten Sved au normalen Berhältnissen. Und es scheint, daß, von den Franzosen setzen. Für diesen kostspieligen Fehler sei Winston 1 M., geräucherten durchwachsenen Bauchspeck 1,10 m., gehad berantwortlich. Das Blatt tabelt die sittern. Es war längst Beit! Es ist besser, sich einmal flar aus- sendung englischer Hilfstruppen in dem Augenblick, wo es für die Leberwurst 1 M., Thüringer Rotwurst 1 M., Rotwurſt 80 Pf., zusprechen, als sich ewig hinter den professionellen Lügen" der belgische Armee der richtige Sturs gewesen wäre, fich auf eine sichere feinste Tafelbutter 1,55 M., Roggenmehl 20 Pf., Weizenmehl die Engländer mit wenigem 25 Bf., Speisefalz 11 Bf., gemahlenen Suder 24 Bf., BrotDiplomaten zu verbergen. Das Ultimatum Oesterreichs ist von un- Stellung aurüdzuziehen. erhörter Frechheit, wie alle hiesigen Zeitungen einmütig sagen. schweren Geschütz in die Stadt geworfen wurden, sagt das zucker 25 f. In Büdingen wurden folgende Höchstpreise bestimmt: Eben habe ich die Abendzeitungen gelesen gestern war Sihung Blatt, war bereits Bresche in den äußeren Sektor der Be des Ministerrats; der Krigesminister hat sehr energisch gesprochen feftigungen gelegt, die Stadt lag wehrlos den schweren Haubigen für das Pfund Schweinefleisch, Kotelettſtüde 70 Bf., Bauch und bestätigt, daß Rußland zum Kriege bereit sei, und die übrigen ausgeliefert und die rückwärtigen Verbindungen waren ernstlich fleisch 65 Pf., für Leber- und Blutwurſt das Pfund 65 Pf., Minister haben sich voll angeschlossen; es wurde in entsprechendem gefährdet. Die belgische Armee hätte Antwerpen für Fleischwurst und Schwartemagen 80 B3f. Als Ernte mehr als zufriedenstellend ausgefallen sei, daß aber die über die Stellung und die etwaigen Wünsche der Fraktionen Vorherrsudslawischen Länder unter serbischer * Die Handelskammer in Sagen i. W. hielt nach| Richtig ist nur, daß eine Sigung, die einen streng ber das Attentat mißlungen fei, wartete er die Rüdtehr des Throneiner Meldung der Köln. 3tg." mit den andräten, traulichen Charakter hatte, stattgefunden hat, an der folgers aus dem Rathause ab und gab, als das Automobil in die aus unmittelbarer Nähe zwei Oberbürgermeistern und Bürgermeistern der auch Vertreter der Fraktion der Polen und der Sozialdemo- Franz- Joseph- Gasse einbog, Kreise Hagen und Schwelm und einer Anzahl Groß- und traten teilnahmen. Bindende Beschlüsse aber sind Schüsse ab, um den Erzherzog zu töten. Princip gibt seine Kleinhändler eine Besprechung ab über die Beschaffung nicht gefaßt worden. Die Frattionsvertreter haben sich Beziehungen mit der Narodna Obrana in Belgrad zu. Der nächste Angeklagte Gra bez bekennt sich zu radikalvon Getreide, Hülsenfrüchten und Kartoffeln und über die lediglich verpflichtet, die Mitteilungen der Regierung ihren Gestaltung der Preise dafür im Groß- und Kleinhandel. Es Freunden zur Kenntnisnahme zu unterbreiten. Wenn das nationalistischen Ideen und bezeichnet die Vereini wurde festgestellt, daß in den meisten Lebensmitteln die geschehen ist, soll eine neue Zusammenkunft stattfinden, in der gung der südslawischen 2änder unter serbischer und die Losreißung Bosniens von vorhandenen Mengen von den Produzenten nicht heraus- berichtet wird. Erst dann wird sich sagen lassen, welchen Ver- der Monarchie durch Krieg oder Revolution als sein Jdeal. Den Erzherzog- Thronfolger haßte er, weil er nach Ansicht der Belgrader gegeben würden, vermutlich in Erwartung weiterer Preis- lauf die Kriegssigung des Hauses nehmen wird. steigerungen. Die Versammlung war einmütig der Uebrigens wäre es interessant, zu erfahren, wie die Mit- Kreise der Vereinigung aller Serben im Wege stand. Von einem Ansicht, daß den Landwirten in der gegenwärtigen Zeit teilung in die bürgerliche Presse gekommen ist. Die Vertreter Attentat hat Grabez zuerst mit Princip gesprochen, später auch mit wohl etwas höhere Preise zugestanden werden müßten, daß der Regierung und der bürgerlichen Parteien haben aus be- Cabrinovitsch. Ueber die Lieferung von Bomben und aber die jeßigen Preise besonders in Hülsenfrüchten stimmten Gründen gebeten, strengst es Stillschweigen Waffen durch Ciganovitsch und Major Tankofisch sagt Aneinen nicht gerechtfertigten Stand erreicht zu wahren. Hält sich an dieses Schweigegebot etwa nur die geklagter übereinstimmend mit Princip aus, nach seiner Ansicht ist Nach dem Attentat wollte Ciganovitsch der Hauptschuldige. hätten. Als einziges Mittel zur Abhilfe wurde die Festlegung Sozialdemokratie gebunden? Grabez entfliehen, wurde jedoch auf dem Wege nach Visegrad vervon Höchstpreisen für Kartoffeln, Roggen, Ueber die Kriegstagung teilt die Bosi. 8tq." mit, daß der haftet. Er habe die feste Absicht gehabt, den Thronfolger zu töten; Safer, Weizen, Gerste und Erbsen angesehen. Die Kammer will dieserhalb durch eine Abordnung bei dem Kredit, den die preußische Staatsregierung vom Landtag zu fordern sein Motiv sei einzig und allein die großserbische Idee Generalfommando zu Münster vorstellig werden und bei den gedenkt, eine Milliarde Mark erheblich überschreiten gewesen, deren Verwirklichung nach seinen in Belgrad gewonnenen benachbarten Handelskammern ein ähnliches Vorgehen an insbesondere der Eisenbahn, Bau- und Landwirtschaftsverwaltung, des ganzen Unternehmens sei Princip gewesen. benachbarten Handelskammern ein ähnliches Vorgehen an- werde. Es soll auf allen dazu geeigneten Verwaltungsgebieten, Anschauungen der Erzherzog im Wege gestanden habe. Der Führer Arbeitsgelegenheit geschaffen, auch den Kommunalverbänden UnterWährend die bisher vernommenen Verschwörer ihren früheren Die„ Magdeburgische Zeitung" erfährt zur Frage der ftügung gewährt werden. Eine furze Haushaltsberatung sei vom Höchstpreise von„ beteiligter Seite" folgendes: Da die Mehr- 9. Februar 1915 ab geplant; bis dahin werde der Landtag voraus- prinzipiellen Standpunkt beibehielten, bot der ehemalige DorfWir geben diese Nachricht mit allem schullehrer und spätere Bankbeamte und Journalist Jlitsch zahl der Bundesregierungen sich für Höchstpreise ausgesprochen fichtlich vertagt bleiben. ein flägliches Bild. Er versuchte, seine in der Voruntersuchung hat, steht deren Einführung nunmehr in ficherer Aussicht. Vorbehalt wieder. gemachten pofitiven Angaben abzuschwächen und antwortete, wenn Die Vorarbeiten sind so weit gediehen, daß der Bundesrat Landtagstagung in Reuß j. 2. man ihm seine Widersprüche vorhielt, mit stereotypem:" Ich weiß jedenfalls im Laufe der nächsten Woche eine ent sprechende Verordnung erlassen wird. Dabei muß zu einer außerordentlichen Tagung einberufen. nach Sarajewo gebracht und in seiner Wohnung verborgen und sie man aber damit rechnen, daß diejenigen Kreise, die in zu einer außerordentlichen Tagung einberufen. am Tage vor dem Attentat an die Verschwörer verteilt zu haben. den fünftigen Höchstpreisen niedrige Preise erwarten, Er redet sich damit aus, daß er geglaubt habe, die Verschwörer wahrscheinlich eine Enttäuschung erleben werden. Der Getreidehandel zeigt jahraus jahrein fast ständig würden von ihrem Plane abstehen, gesteht jedoch ein, die von ihm Schwankungen. Auf verhältnismäßig niedrige Preise, un persönlich angeworbenen Verschwörer Gjufitsch und Popovitsch im mittelbar nach der Ernte, tritt ein Steigen ein während der Gebrauche der Bomben unterwiesen zu haben. Der Angeklagte Serbstbestellung, wo nicht gedroichen wird. Es folgt dann Waso Oubrilovitsch gesteht die Absicht zur Tötung des Erzregelmäßig ein Nachlassen der Preise im Winter, bis mit dem herzogs ein und gibt als Motiv an, daß man in Serbenkreisen Frühjahr durch Abnahme der Bestände wieder ein Anziehen den Erzherzog für einen Serben feind gehalten habe. der Preise eintritt. Da Höchstpreise naturgemäß für nur längere Zeitabschnitte erlassen werden müssen, ist es not wendig, alle diese Preisschwankungen auch nach oben in den Höchstpreisen zu berüdiichtigen. Hieraus geht hervor, daß es sich bei den Höchstpreisen nicht um, billige Preise" handeln dürfte. regen. Der Landtag des Fürstentums Reuß j. 2. ist für den 19. Oftober nicht". Er ist im besonderen beschuldigt, die Waffen und Bomben Ein politisches Attentat. Kein Arbeiter in der Kriegshilfskommission. In Ostpreußen haben die Beratungen der Kriegshilfskommission begonnen, die in Gemeinschaft mit den Kriegsorganen die Grundfäße für die Verwendung der Staatsmittel, die zur Wiederaufrichtung der Proving bereitgestellt werden sollen, festzusetzen hat. Es ist selbstverständlich, daß auch die Arbeiter daran das größte Intereffe haben, da viele von ihnen durch den Einbruch der Russen schwer geschädigt wurden. In der ersten Sigung hat der neue Dberpräsident von Ostpreußen, Herr v. Batodi, denn auch als ihr Vorfigender von dem festen Entschluß gesprochen, unter Zurückstellung Bukarest, 15. Oktober.( W. T. B.)( Meldung der Rumänischen aller Unterschiede nach Amt und Beruf. nach Armut und Reichtum, Telegraphenagentur.) Als die Brüder Burton mit einem Sohne nach Bartei und Weltanschauung für das Wohl Ostpreußens einzu Geschow& im Automobil zur Teilnahme an dem Leichenzuge für treten. Aber gleichwohl ist zu der Kriegshilfskommission nicht ein Es muß energisch dagegen Front gemacht werden, wenn einziger Vertreter der Arbeiter augezogen worden. König Caro I ausfuhren, feuerte ein junger Türke, namens Paschil besonders in der letten Mitteilung Stimmung für Höchst- Sie fest fich zufammen aus Vertretern ostpreußischer Behörden, der Hassan, der von Saloniti gekommen war und einen am 26. Seppreise zu machen versucht wird, die wesentlich über Feuersozietäten der Landschaft, der Landwirtschaftskammer, des Vor- tember in Konstantinopel visierten Paß besaß, vier Revolverschüffe die sonst üblichen Preise hinausgehen. Die steheramtes der Kaufmannschaft und der Handwerkskammern. Warum auf sie ab. Ernte ist, wie von allen Seiten anerkannt wird, qut, ia, un- hält man die Arbeiter von den Beratungen der Kriegshilfs tommission Die Schüsse wurden aus nächster Nähe vom Trittbrett des gewöhnlich gut. Die Einbringung der Ernte ist den Land- fern? Autos abgegeben. Der eine der Brüder Buyton erhielt zwei befizern auch nicht teurer gekommen als sonst, eher billiger, Schüsse in die linke Brustseite, so daß an seinem Aufkommen geweil zuerst vielfach freiwillige, unbezahlte Kräfte mithalfen. Es ist nicht einzusehen, warum die Festsetzung der Höchstpreise Der Reichskanzler hatte sich am Dienstag nach Brüffel begeben. zweifelt wird. Der andere Bruder ist durch einen Schuß in den Grundbesitzern einen besonderen Gewinn während Wie Wolffs Bureau meldet, hielt Herr v. Bethmann Hollweg mit die Kinnlade schwer verletzt und Geschow hat eine leichte des Krieges zuführen soll. Nötig ist vielmehr, das nbem Generalgouverneur Freiherrn v. d. Goltz und dem Chef der Kopfwunde. Allen dreien wurde in dem Hotel, vor welchem bas tereffe der verbrauchenden Massen ins Auge zu Zivilverwaltung Exzellenz v. Sandt eine Besprechung ab und begab Attentat stattfand, die erste Hilfe zu teil. Der Täter wurde von faffen. Das liegt zugleich im Interesse eines glücklichen Aus- sich dann nach Antwerpen. Der Reichskanzler wird am Freitag ins dem Chauffeur zu Boden geschlagen und dann verhaftet. gangs, einer gefunden Ueberwindung des Krieges durch unser Hauptquartier zurückkehren. Volk. Der Reichskanzler in Belgien. Entziehung der Kriegsunterstützung. Die Kreuzzeitung" schreibt, nachdem sie sich für die FestDer Landrat des Kreises Rössel in Ostpreußen fordert die jegung von Höchstpreisen eingesetzt hat: Die Landwirtschaft ist in der Lage und erkennt willig die Magistrate, Gemeinde- und Gutsvorsteher auf. ihm solche Familien Verpflichtung an, unserem Volte während der ganzen Dauer zu nennen, die Striegsunterſtügungen erhalten und fich deshalb des Krieges die nötigen Nahrungsmittel nicht zu Notstands, weigern, geregelter Arbeit" nachzugehen. Der Landrat droht, diesen sondern zu angemessenen Preisen zur Verfügung zu stellen. Familien die Kriegsunterstützung zu entziehen. Hand in Hand mit der Festsetzung der Höchstpreise müssen natürlich Maßnahmen organisatorischer Art gehen, die eine wirtschaftliche Einteilung des vorhandenen Vorrates gewähr Teisten. Wir fönnen mitteilen, daß maßgebende Vertreter der fonservativen Partei und der landwirtschaftlichen Organisationen dauernd und nachdrücklich in diesem Sinne auf die beteiligten Refforts hinzuwirken suchen." Dazu scheint der Landrat nicht berechtigt. Nach dem Gesetz muß jede Familie im Falle ihrer Bedürftigkeit" Kriegsunterstützung erhalten, wenn ihr Ernährer im Felde steht. Da diese leine Armenunterſtügung ist, so fann die Familie zur Arbeit nicht gezwungen werden. Es wird sich meist um Frauen handeln, von denen jetzt die Verrichtung von Landarbeit verlangt wird. Diese kann aber von vielen Frauen nicht geleistet werden. Landsturmleute als Landarbeiter. Die Brüder Bugton sind die Vorsitzenden des bekannten englischen Balkankomitees, dessen türkenfeindliche Stellungnahme vom letzten Balfanfriege her bekannt ist. Sie waren jetzt auf einer Reise durch die Balkanländer begriffen, um für die Tripelentente Stimmung zu machen. Geschow ist der Sohn des früheren bulgarischen Ministerpräsidenten. Letzte Nachrichten. Die Unterwerfung Nord- Belgiens. Amsterdam, 15. Oktober.( Privattelegramm des ,, Vorwärts".) Das französische Communique meldet, pern von den Alliierten besetzt worden sei. dak Es ist sehr erfreulich, daß auch die Kreuzzeitung" es Wie das Handelsblad" berichtet, gehen die deutschen Streitfür nötig hält, daß nicht„ Notstandspreise", sondern angemessene Preise" festgesetzt werden. Um aber diese Das Generalfommando des I. Armeekorps( Dsipreußen) hat träfte an der flandrischen Küste vor. Auf der Kortreiker wirklich zu erhalten, scheint es uns dringend nötig, einen neuen Weg zur Beschaffung landwirtschaftlicher Arbeiter ge- Chauffee feuerte eine Mitrailleuse. Beim Herannahen der Deutdaß die Behörden bei der Beratung dieser Höchstpreise nicht funden. Nach einer Anordnung des Kommandos werden nämlich fchen mußten die Belgier ihr Feuern einstellen und flohen übernur die Vertreter der landwirtschaftlichen Organisationen die Landsturmpflichtigen, die zur Einstellung in die Truppe untaug haftet nach Ostende. In Siffeele entließ General de Kloot die noch hören, sondern auch Vertreter der Arbeiter und ich find, nicht entlassen, sondern zu landwirtschaftlichen und unter 5000 Mann starke Bürgergarde. Er hielt an sie eine Ansprache, Umständen auch anderen Arbeiten zur Verfügung gestellt. Die Ueberihrer Organisationen hinzuziehen. weisung solcher Landsturmleute erfolgt auf Grund besonderer An- indem er sie aufforderte, entweder ihre Pflicht außerhalb Belgiens träge, doch muß der Antragsteller sich verpflichten, diesen Hilfs zu tun oder nicht mehr zu fechten. Dann sollten sie sich Zivilarbeitern außer Stoft und Wohnung auch einen angemessenen Tage- kleider kaufen und in ihre Heimat zurückkehren. Lohn zu gewähren. Auf lezteren ist indessen, wie die„ Nordd. Aug. Starke deutsche Abteilungen durchstreifen Nordbelgien, ohne Beituna" mitteilt, von den Landsturmleuten im Hinblick auf die irgendwo auf Widerstand zu stoßen. Im weiteren Vorrüden große Not in Ostpreußen bisher allgemein berzichtet worden. Die Maßnahme des Generalfommandos fönnte vielleicht dort kamen sie bis nach Seebrügge. Bei Slius traten viele belgische So beherbergt Amersfort allein 17 000 Flüchtzu Bebenken Anlaß geben, wo die nichtwehrfähigen zwangsweisen Soldaten über. Tausende von Flüchtlingen kommen noch täglich gebracht werden und die Möglichkeit besteht, Arbeitslose linge, außerdem sind dort zwei Generale und ein ganzes Grenaandarbeiter durch ihre Zuweifung um eine andere Beschäftigung in Holland an. heranzuschaffen. Daß die Militärbehörden sich um die Einbringung dier- Regiment nebst Stab und Musik interniert. der Kartoffelernte bemühen, liegt im übrigen wohl im Interesse der Volksernährung. Politische Uebersicht. Ein Borstoß gegen die Reichsregierung. Die„ Post" tommt auf die Meldung zu sprechen, daß der deutsche Generalgouverneur in Brüssel die belgischen Rammern eingeladen hat, zu einer Tagung zusammenzutreten, um der eingeladen hat, zu einer Tagung zusammenzutreten, um der provisorischen Regierung des Landes ihre Wünsche erkenntlich zu machen. Das Blatt verurteilt dieses Vorgehen des Generalgouvernenrs außerordentlich scharf und führt aus: Beim Bombardement von Lille wurde das Bahnhofsviertel bis zur Kirche Saint Maurice schwer beschädigt. Die Feuerwehr Wie wir bereits in unserer heutigen Morgenausgabe be Reine Kriegstagung des sächsischen Landtages. von Roubaix und Tourcoing ist mit den Lösch- und Aufräumungsrichteten, hat der Reichskanzler von Bethmann Hollweg sich aus dem Hauptquartier nach Brüssel begeben. Aus diesem Siz des Die fächsische Regierung hat das Ersuchen der sozialarbeiten beschäftigt, wobei sie von deutschen Truppen unterstüt wird. Generalgouverneurs von Belgien sind allerdings in der letzten demokratischen Landtagsfraktion, den Landtag zu Das„ Handelsblad" verweist in einem Artikel die englische Zeit so seltsame Dinge gemeldet worden, daß es uns recht gut einer außerordentlichen Tagung einzuberufen, abermals aberscheint, wenn der höchste Reichsbeamte sich einmal persönlich darum fümmert. Hoffentlich wird die Folge diefes persönlichen gelehnt. Das Verlangen nach einer Striegstagung des Landtags Regierung auf einen Artikel der„ Saturday Review", deren miliEingreifens eine Aenderung des bisherigen Surfes fein. Sollte war begründet worden mit der Notwendigkeit der Beschaffung von tärischer Mitarbeiter fordert, daß England Seeland kaufen diese Hoffnung sich aber nicht verwirklichen, so wüßte die deutsche weiteren Mitteln zur Kriegshilfe, einer einheitlichen oder pachten solle, um es an Belgien abzutreten. Es sei beffer, Deffentlichkeit wenigftens, daß die Verantwortung für diese Fehler Regelung der Hilfsmaßnahmen, ferner mit der Dringlichkeit der entstehenden diplomatischen Schwierigkeiten zuvorzukommen und einer Arbeitslosenunterstützung während des Krieges zu kaufen. Deutschland und Desterreich hätten in Brüffel nicht den Generalgouverneur allein treffe. Dies wäre Einführung immerhin eine Klärung, die uns wünschenswert erscheint." öffentlichen Mitteln und der Notwendigkeit, den Lebens- auch die türkische Allianz gekauft. Im Kriege gelte das Recht des mittelwucher zu verhindern. Der Schluß des Artikels lautet: Die Regierung beharrt bei ihrer Stärkeren und rechtfertige sich, um England gegen neue KriegsAbsicht, den Landtag erst im Januar zu einer kurzen Session ein- mittel der Unterfeemarine und der Luft zu sichern. Der Kauf auberufen. Etwas anderes würde es sein, wenn bei der Anwesenheit des Reichskanzlers endgültig die belgische Sache entschieden würde. Das Land ist von uns im Striege erobert, sein König ist geflohen, feine Regierung in Feindesland, es ist also jezt die Zeit gekommen, To wir als Sieger bestimmen fönnen, was mit dem Lande geschehen soll. Nach unserer Ansicht bedarf man dafür aber auch nicht der Volksvertretung des eroberten Landes, sondern Iraft des Kriegsrechts wird verkündet, was der Sieger beschlossen hat. Alles andere könnte nur zu falichen Hoffnungen und recht unerfreulichen Auftritten führen." Angesichts dieses Vorstoßes der" Post" muß daran erinnert werden, daß die Reichsregierung es ausdrücklich abgelehnt hat, einen Eroberungstrieg zu führen und in dieser Frage der Unterstüßung weiter Kreise des deutschen Boltes sicher sein tann. Von den Angriffen der" Post" braucht sie sich also noch lange nicht einschüchtern zu lassen. Zur Kriegstagung des preußischen Landtags. Ueber den Verlauf einer Zusammenkunft der Führer der Fraktionen des preußischen Abgeordnetenhauses im Finanz minifterium wissen bürgerliche Blätter allerhand zu erzählen. aus würde England die Kosten von einer oder zwei Flotten und viele Sorgen ersparen. Das„ Handelsblad" protestiert gegen solche beleidigende Sprache die Großherzogin- Mutter von Mecklenburg- Schwerin. und fordert die britische Regierung auf, ebenso wie die holländische Das Ministerium des großherzoglichen Hauses in Schwerin teilt nach einer Meldung der Münch. Neuesten Nachrichten" mit, daß die für den Respekt der Neutralität auch in der Presse Sorge zu tragen. Nachricht, die Großherzogin- Mutter Anastasia von Medlenburg habe aus Parteinahme für Rußland, das Land ihrer Herkunft, wieder ihren Mädchennamen angenommen, unzutreffend sei. Der Prozeß Princip. Einschiffung der belgischen Armeerefte. Amsterdam, 15. Oktober.( W. T. B.) ( W. T. B.) Der Rotter damsche Courant" meldet aus Aardenburg: Nach Berichten von Flüchtlingen aus Ostende ist die belgische Armee eingeschifft worden. Privatpersonen wurde die Ueberfahrt verweigert. Sarajewo, 15. Oktober.( W. T. B.) Bei der Fortsetzung des Berhörs schilderte der Angeklagte Princip eingehend das Zusammentreffen der Verschwörer in Tuzla zur Entgegennahme Strandung eines schwedischen Kriegsschiffes. der Bomben und Waffen von Jovanowitsch. Am Tage des AttenStockholm, 15. Oftober.( W. T. B.) Der Oberstkommandierende tate verteilte Flitsch in seiner Wohnung in Sarajewo die Bomben und Waffen unter die Verschwörer. Als Princip der schwedischen Küstenflotte meldet dem Marineministerium, das nach der ersten Bombenexplosion die Verhaftung von Cabrinovitsch Panzerschiff Osfar II. sei in den inneren Schären bei fah, wollte er erst ihn und dann sich selbst umbringen. Das Stocholm auf Grund gestoßen. Der Grund sei nicht gefährlich, Menschengedränge verhinderte ihn jedoch daran. Als er sah, daß Bergungsmaterial sei abgesandt. Theater. Theater für Freitag, 16. Oktober: Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Gewonnene Herzen Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Die Marketenderin Deutsches Theater 7. Der Kaufmann von Venedig Kammerspiele 8 Uhr: Gespenster. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: Er kommt wieder. Zwei leuchtende Punkte. Ende gut- alles gut! Kleines Theater. 8 Uhr: Der Hexenkessel. Gastspiel Harry Walden. Komödienhaus 8 Uhr: Das Heiratsnest. Lessing- Theater 8 Uhr: Mein Leopold. Luisen- Theater 8% U.: Der heilige Krieg. märker und Pikarde. 1 KurSonntag 32U.: Minna von Barnhelm. Lustspielhaus 8. U.: Graf Pepi. Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 8 Uhr: Die Waffen her! Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Johannisfeuer. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Mein erlauchter Ahnherr Thalia- Theater 8116: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplah gefallenen Genossen! Am 5. Oftober bei den Kämpfen im Diten, der Klempner Gustav Kussin Cadiner Straße 7( Bezirk 333). Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. In den Kämpfen im Osten Paul Matthes. In den Kämpfen im Westen Richard Kleinert. 203/17 Sozialdemokratischer Wahlverein Köpenick. Auf dem Felde der Ehre starb am 26. September den Heldentod für Kaiser und Reich bei den Kämpfen in Rußland mein innigstgeliebter Mann, unser einziger Sohn, Bruder und Schwiegersohn, der Zigarrenhändler Kaufmann Albert Lang Rüdersdorfer Straße 29. In tiefem Schmerz: Gertrud Lang als Fraut; Otto Segall und Frau; Familie Lang, München. Beileidsbesuche dankend verbeten. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Gürtlei Max Gräff Adalbertstr. 21 am 13. Dltober an Herzleiden gestorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 16. Oftober, nach: 8 Uhr: Immer feste druff! mittags 4 Uhr, von der LeichenSonntag 3, Uhr: Immer feste druff! Volksbühne( Montis Operettenth.) 8% U.: Minna von Barnhelm. Walhalla- Theater 814U.: Berlin im Felde. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. 111/17 Täglich: Unsere Feldgrauen! Zeitbild mit Musif in 3 Aften. URANIA Taubenstr. 4 Uhr: 48/49. Das belgische Land. Lüttich- Namur- Brüssel- Antwerpen. ( Halbe Preise.) 8 Uhr: Die Weichsel u. d. masurisch. Seen. halle des alten Thomas- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Gürtler Richard Knolleisen Grüner Weg 80 am 14. Oftober an Herzleiden. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 17. Oftober, nach mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes der MarkusGemeinde in Wilhelmsberg aus statt. Freiwillig schied aus dem Leben unser Mitglied, der Kern macher Otto Henschke Tegel, Egelstr. 38. Die Beerdigung findet ant Voigt- Theater. Freitag, den 16. Oktober, nachBadstr. 58. Badstr. 58. Heute Freitag, den 16. Oftober: Der Soldatenfreund Boltsstück in 5 Aften von G. v. Moser und Otto Girndt. Staffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 84 Uhr. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Kriegsbilder- Spezialitätenteil usw. 3. Schluß das neue Kriegs- Boltsstück: " Mein Leben dem Vaterland". Loge 1,25, Seffel 1,10, Barfett 80 Pf. Rang 50, Stuhl 30, Sonnt. II. Ausscht. Sonntag, den 18. Oftober, nachmittags 4 Uhr: Kriegers Heimkehr. Theater Folies- Caprice 8 Possen- Theater Täglich: 8% Blinkfeuer. Landwehrleute. Fest steht und treu Leonhard Haskel, Martin Svetiner a. G. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger Grandioses Programm! Anfang 8 Uhr. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung, Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-11. :: Erstklassige Briketts:: Michel M.8.50 f. 1000 Stück, Riesenformat 7, Halbsteine 85 Pf. für 1 Zentner, feinst. Brennholz billigst. Michel- Brikett- Vertrieb Neukölln, Knesebeckstr. 148. Telephone: 1610 u. 2133. mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhofes in Tegel aus statt. 11/16 Fern von der Heimat auf dem Schlachtfelde im Westen ist unser herzensguter Sohn, Bruder, Gatte, Vater und Schwager, der Werk zeugdreber A Richard Scharff im Alter von 28 Jahren in der Nacht zum 2. Oftober gefallen. Ruhe sanft in fremder Erde! Dies zeigen in tiefer Trauer an Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis. Dienstag, den 20. Oktober, abends 8%, Uhr, in den Festsälen von Obiglo, Koppenstr. 29: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Die sozialen Aufgaben während des Krieges. Referent: Reichstagsabgeordneter Genosse Otto Büchner. Allgemeine Ortskrankenkase der Stadt Berlin( Zentrale II) Am Montag verstarb plötzlich und unerwartet unser Stollege Karl Ziem ( früher D.-.-. der Schlächter). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenballe des Kranten hauses am Urban nach dem JakobiKirchhof, Neukölln, Hermannstraße, statt. Rege Beteiligung erwünscht Nachruf. am 244b Jm Kampfe gegen Rußland fiel am 5. Oftober un'er treuer Kollege und lieber Freund, der Drechsler 134A Otto Kemnitz. Seine Aufrichtigkeit sichert ihm ein dauerndes Andenken. Die Kollegen der Firma Einhorn u. Damde, Tilfiter Str. 70. Mitgliedsbuch legitimiest. W Verkäufe. Teppich- Thomas, Dranieustr. 44 Der Vorstand. Verschiedenes. * Patentanwalt Müller, Gitschinerspottbillig farbieblerhafte Teppiche. straße 16. Gardinen. Borwärtslefern 5 Biozent Extrarabatt. 108* Prachtvolle Herrenstoffe. Schnellste Verschleuderung. Lehmann, Kom mandantenstraße 67. 111/ 13* Vermietungen. Wohnungen. Taschenbuch für Gartenfreunde. Ein Ratgeber für die Pflege und sachgemäße Bewirtschaftung des haus- nungen sofort billig. 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Oftober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenballe des Zions- Stirchhofes in Niederschönhausen- Nordend aus ftatt. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtige Lage in der Holzindustrie. 2. Verbands: angelegenheiten. 92/14 Möbel. Korbmacher auf Ge choßkörbe verlangt Fechner u. Jung, Stur: fürstenstraße 45. Tüchtige Monteure für Eisenfonstruktionen sofort gesucht. Pankow, Bollantstraße 32. 2415* 20 Prozent Rabatt während des Krieges auf sämtliche Möbel. 1 Dreher zur Anfertigung und Viele gebrauchte Möbel billig. Sofa 36,-, Kleiderschrank 36,-, Tisch 15.- Reparatur von Werkzeugen, sowie Bettstelle 28,-. Moderne Arbeiters Rieter, Nietenwärmer und Vorhälter Montcure sofort gesucht. möbel. Ehrlich, Alte Schönhauser- und straße 32. 378. Drudenmüller, Bertin- Tempelhof. Prachtvolle Wohnungseinrichtung bildschöne Küche, alles noch neu, zu fammen 225. 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Deutscher Metallarbeiter- Verband. Ferner starb unser Mitglled, Verwaltungsstelle Berlin. N 54, finienftr. 83-85. der Hilfsmonteur Willi Beckmann Lichtenberg, Türrschmidtstr. 48, an Lungenleiden. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 17. Oktober, nachmittags 3 Ubr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhojes in Lichtenberg, Lückstraße, aus statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet 126/5 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nabricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn, Bruder und Schwager, der frühere Steinmetz Heinrich Brandt Große Frankfurter Str. 122 von langen, schweren Leiden im Alter von 31 Jahren erlöst ist. In tiefer Trauer bittet um stille Teilnahme Marie Brandt geb. Ludwig und Tochter. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 18. d. ts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Markus- Kirchhofes, Wilhelmsberg. aus statt. 111/19 Danksagung. Allen Verwandten und Freunden sowie den Kollegen und Kolleginnen der Firma Zwietusch u. Co. und dem Deutschen Metallarbeiter Verband meinen innigsten Dank. Witwe Gertrud Koplin. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Bureau geöffnet von 9 bis 1 Uhr und von 4 bis 7 1hr. Sonntag, den 18. Oftober, vormittags 9%, Uhr, im Lokal von Riedel, Suffitenstr. 40: Gruppenversammlung... Werkzeugschleifer 126/4 Tagesordnung: 1. Werkstellenbesprechung. 2. Gruppenangelegenheiten. 3. Berschiedenes. DEF Das Erscheinen aller Stollegen ist unbedingte Pflicht. a Die Ortsverwaltung. Ochnupfer! AAAAAA achtet auf dieses Etikett Komnoer F ans den Tabak- Fabriken AAAAAS tisch, bier Einlagen, 38, Speise zimmer, Hercenzimmer, Schlafzimmer, Küche mit großer Abwäsche 65,-. Möbelhaus Andreasstraße 30. 29 Kaufgesuche. Zahngebisse, Golblachen, Silber jagen, Blatinabjälle, sämtliche Metalle höchstzahlend. 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Denn stärker als je vielleicht ist in diesen Tagen das Bedürfnis, der führenden Geister des Sozialismus zu gedenken und Zeugnis abzulegen, daß die großen Ideale, für die sie streiten, lebendig bleiben inmitten des Todes, der durch die Welt schreitet. Erst allmählich wurden die Verhältnisse zunächst in in den nächsten Jahren und unter dem Eindruck der Engels- In diesen Kämpfen wuchs mit dem Wachstum der schen Schrift rang sich Kautsky, wie er selbst einmal gesagt deutschen Partei zugleich der Einfluß der„ Neuen Zeit" und hat ,,, von dem damals noch allgemein verbreiteten eflektischen Kautskys selbst auf die Internationale und das Wort des Sozialismus, einer Mischung Lassallescher, Rodbertusscher, Theoretikers der deutschen Sozialdemokratie fand auch bei Langescher und Dühringscher Elemente mit Marrschen zum allen anderen Parteien immer mehr Beachtung. Wenn heute konsequenten Marxismus durch" und wurde 1879 Mitarbeiter der Marrismus zur alleinherrschenden Theorie der sozialistischen Arbeiterbewegung aller Länder geworden ist, so ist dies, sodes Züricher Sozialdemokrat". weit es überhaupt Verdienst eines einzelnen sein kann, vor allem die Frucht der Arbeit Kautskys. " " Unermüdliche Arbeit hat Kautsky so geleistet mit einer Sein eigentliches Tätigkeitsfeld fand aber Kautsky, als er 1883 seinen Plan, eine wissenschaftliche Zeitschrift des Kautskys Arbeit kennt jeder deutsche Sozialdemokrat, Marrismus zu schaffen, verwirklichen konnte und die Neue Aber die Arbeit an der Neuen Zeit" ist ja nur ein Teil der denn sie ist Arbeit an ihm selbst, an seiner geistigen Ent- Beit" unter seiner Zeitung gegründet wurde, die zuerst Mo- großen Lebensarbeit dieses Mannes. Neben seinen zahllosen wickelung gewesen. Hat doch jeder von uns aus den Schrif- natsschrift, 1890, nach dem Fall des Ausnahmegesetzes, Artikeln stehen seine Bücher, die nicht minder zum Verständnis ten und Artikeln reiche Belehrung und Anregung geschöpft Wochenschrift wurde. In unermüdlicher Arbeit hat Stautsky und zur Verbreitung der marristischen Methode beigetragen und selbst wenn es einen Parteigenossen geben könnte, die„ Neue Zeit" zu einem Organ gestaltet, in dem alle Fragen haben. Da ist die glückliche Anwendung der materialistischen der nie eine Schrift von Kautsky gelesen, aus den Aufsägen sozialistischer Theorie und Politik in scharfer Diskussion ihre Geschichtsauffassung in seinen historischen Werken, dem unserer Zeitungen, aus den Reden in unseren Versamm- Erörterung und Klärung erfuhren. Die„ Neue Zeit" wurde Thomas Morus", den„ Klaſſengegensäten in Frankreich", Da ist die Schrift über lungen sind ihm dann, ohne daß er es wußte, die Auffassungen zur Stätte, in der die inneren Parteifragen offen und rück- der Geschichte des Christentums". Kautskys immer wieder entgegengetreten. fichtslos diskutiert wurden und so die notwendige Anteil- Start Mary' ökonomische Lehren", die die unerläßliche EinWill man die Leistung Kautskys in ihrer ganzen Bedeu- nahme und Mitarbeit aller Parteigenossen an der Entwicke- führung in das Studium des„ Kapitals" bildet, wie feine ,, ErErfurter Programm" die beste Eintung würdigen, so muß man sich in die Zeit zurückversezen, lung der Parteitaktik erzeugt wurde. Die führenden Geläuterungen zum in der seine Tätigkeit begann. Die große Revolution der nossen Deutschlands und des Auslandes, an ihrer Spike neben den vielen kleineren Schriften über Parlamentarismus führung in die sozialistische Politik darstellen. Und Sozialwissenschaft hatten Mary und Engels im wesentlichen Engels und Bebel, mit denen Kautsky innige Freundschaft Kolonialpolitik, Handelspolitik, internationale Arbeiterſchutzbereits vollbracht; in der Agitation Lassalles, in der Grün- verband, arbeiteten ständig mit und sicherten der„ Neuen Kolonialpolitik, Handelspolitit, internationale Arbeiterschutzdung der Internationalen Arbeiterassoziation hatte die Beit" bald die unbestrittene Führerschaft unter den sozia- gesetzgebung steht der Weg zur Macht" mit seinen prophetiMarristische Lehre begonnen, die Politik der Arbeiterklasse listischen Zeitschriften. schen Voraussagungen und das große Werk über die Agrarnach der kurzen Episode von 1848, in der Mary und Engels frage, die ein von Mary unvollendet gelassenes Gebiet der Und immer fruchtbarer und einflußreicher gestaltete sich Defonomie für den Maryismus zu erobern sucht. selbst unmittelbar politisch wirkten, wieder zu beeinflussen. Diese Arbeit. In der ersten Zeit überwiegen die notwendigen Aber der Marrismus war noch weit entfernt, die beherrschende Abwehrkämpfe gegen allerhand Konfusion, die immer seltenen Treue und Hingebung und ist der Wahrer und Theorie der Arbeiterbewegung zu sein. In Westeuropa war wieder ihre Allheilmittet der Arbeiterbewegung anpries, und Mehrer der Marrschen Lehre geworden. Persönlich von einer die Arbeiterbewegung von einem unklaren sozialistischen Allerweltssozialismus beherrscht, in dem der Proudhonismus gegen die Unklarheit in den eigenen Reihen. Aber die Mühe merkwürdigen Anspruchslosigkeit und Bescheidenheit hat er, insbesondere bei den romanischen Völkern den stärksten Ein- war nicht vergeblich und sie konnte schließlich den vollen entrückt dem Tagestampfe und doch mit leidenschaftlicher fluß ausübte. Aber auch in Deutschland waren die marriſti- Triumph verzeichnen: In einer Reihe glänzender Ar- Teilnahme ihn verfolgend, das fluß ausübte. Aber auch in Deutschland waren die marristi- tikel, die auch heute noch des Studiums wert sind, des Gelehrten geführt. Und doch können nicht viele Männer zurückgezogene Leben schen Grundsäße kaum einem kleinen Teil führender Gehatte Kautsky die vorbereitende Arbeit für δας nossen in Fleisch und Blut übergegangen. sich rühmen, größeren Einfluß auf das politische Leben ge= neue Programm geleistet, das fich die Sozialnommen zu haben, als Karl Kautsky, der nur selten öffentlich Deutschland günstiger. Der Streit zwischen Lassalleanen demokratie nach dem Fall des Ausnahmegesetzes geben gesprochen und kaum je seinen Stimmzettel in die Urne geund Eisenachern steigerte den Drang nach theoretischer mußte und er hatte die Genugtuung, daß der Parteitag von worfen hat. Aber die Reden von Tausenden hat er bestimmt Klärung und Selbstbesinnung, der noch stärker werden mußte, Theorie zur Grundlage eines politischen Programms machte, abgegeben worden. Denn groß ist die Macht der Theorie, Erfurt seinen Entwurf, der in klarster Weise die marristische und die Stimmzettel von Millionen sind nach seiner Lehre da das selbstherrliche Regime Bismarcks der unmittelbaren praktisch- politischen und bald auch der gewerkschaftlichen Be- annahm und seinem Verfasser damit ein unvergängliches wenn sie die Massen ergreift. Und Starl Kautsky ist es getätigung enge Schranken zog. Das Ausnahmegesetz mußte geben, ein Lehrer der Massen zu sein. Durch ihn, der in vollends gerade in den begabtesten und eifrigsten Arbeitern, Durch seine Arbeiten in der Neuen Zeit" hat Kautsky felten klarer Weise die schwierigsten Gedankengänge zu verdenen jede andere Wirkungsmöglichkeit beschnitten war, das auch fortdauernd die Taktik unserer Partei entscheidend beein- anschaulichen, die kompliziertesten Probleme durchsichtig zu Bedürfnis zur Selbstverständigung, theoretischen flußt. Die Taktik der deutschen Sozialdemokratie ist nicht das machen versteht, haben fast alle, die heute für den Sozialismus Studium wecken. Und diesem Bedürfnis wurde bald Be- Werk einzelner Männer; sie ist durch die Gesamtheit der Ge- tämpfen, den Weg zur Erkenntnis gefunden. friedigung. Anfang 1877 begann Friedrich Engels im nossen aus den politischen und sozialen Verhältnissen Deutsch- Alles hat Kautsky in völliger Selbstverleugnung in Leipziger Vorwärts" jene Artikelserie, die dann später unter lands in mühsam aufbauender, schrittweiser Tätigkeit heraus- den Dienst dieser Aufklärungsarbeit gestellt. Seine Bücher dem Titel„ Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft" gearbeitet worden. Aber nach Engels und Bebel verdanken und Schriften beruhen auf großen und ausgebreiteten wissenals Buch erschien. Der Einfluß des Buches war bedeutend. wir vor allem Kautskys Fähigkeit, in dem Wirrsal der Tages- schaftlichen Studien. Aber stets hat Stautsty es abgelehnt, Zum erstenmal wurden hier die Marrschen Gedanken in einer ereignisse die bleibenden Züge der Entwickelung zu er- anders als in populärster Form zu schreiben. Jeder wissenForm vorgetragen, die dem Verständnis viel mehr entgegen- fennen, die prinzipielle Klarheit und Festigkeit, die wir als schaftliche Aufwand ist peinlich vermieden, alles, was das Verkamen als die bisherigen Marrschen Schriften, und die Grundlage unserer Tattit stets gefordert haben. ständnis auch des einfachsten Arbeiters erschweren könnte, fortscharf polemische Form lenkte die Aufmerksamkeit gerade auf Dieses Wächteramts hat Kautsky nie treuer gewaltet, als zulassen, der Stil prunklos, nur nach Klarheit strebend. die entscheidenden Punkte, in denen sich der Marrismus von seitdem 1895 der Tod die Internationale ihres großen Führers Reiner wissenschaftlichen Liebhaberei hat Kautsky je nachallem anderen Sozialisus unterschied. Unter denen, auf die beraubte. Die Aufgabe, die Friedrich Engels erfüllt hatte, war gegeben. So sehr es ihn gelockt haben mag, an Themen die Schrift die stärkste Wirkung ausübte, war auch der junge soweit sie ein anderer Einzelner erfüllen konnte, vor allem zu gehen, zu der ihn seine Neigungen zogen, er hat Karl Kautsky zugefallen. Den hohen Anforderungen, die jeder Versuchung widerstanden, um einzig und allein den Kautsky war am 16. Oftober 1854 in Prag als der Sohn an ihn gestellt wurden, hat Kautsky entsprochen. Als Forderungen des proletarischen Kampfes zu gehorchen. Sein eines tschechischen Malers und einer deutschen Schauspielerin Ende der 90er Jahre jene Krise des jene„ Krise des Marrismus" Charakter mußte so fest sein, wie sein Talent groß, um sein und Dichterin geboren. Tschechisch erzogen, blieb er auch ausbrach, an die unsere Gegner so viele falsche Hoffnungen Wert möglich zu machen. noch in der Schule in- Wien ein begeisterter Tschechischnatio- geknüpft hatten, da wurde die Neue Zeit" mehr noch als je Dies danken wir ihm heute in Herzlichkeit mit dem naler. Aber die Ereignisse von 1871, der Heldenkampf der zum Organ des Kampfes gegen den theoretischen Eklektizismus freudigen Bewußtsein, daß seine Straft noch so groß Kommune weckte in ihm den Sinn für die Bedeutung der und praktischen Opportunismus, der begünstigt durch die und frisch ist wie je und uns noch viel erwarten läßt. sozialen Kämpfe. Er wendete sich dem Studium des franzö- momentane politische und soziale Situation, siegessicherer als Wir grüßen in ihm auch das geistige Haupt der fischen Sozialismus zu, wurde Mitte der siebziger Jahre Mit- sonst auftrat. Damals führte Kautsky in einer Reihe glänzender Internationale und damit die Hoffnung, Hoffnung, daß seine arbeiter an sozialistischen Zeitungen und veröffentlichte seine Abhandlungen die Sache des wissenschaftlichen Sozialismus, große Autorität uns helfen wird beim Wiederaufbau dessen, erste größere Arbeit über den Einfluß der Volksvermehrung erwies die Haltlosigkeit der theoretischen Einwendungen gegen was heute zerstört ist. Große und gewaltige Aufgaben stellt auf den Gang der menschlichen Geschichte, eine Arbeit, charak- die Geschichtsauffassung und die Dekonomie des Marrismus, uns die furchtbare Zeit. Bei ihrer Bewältigung uns fruchtteristisch für die Verbindung von naturwissenschaftlichen und kennzeichnete die Gefährlichkeit der Kompromißpolitik und des bare und gute Hilfe noch lange Jahre zu leisten, das ist der historischen Interessen, die Kautsky stets ausgezeichnet hat, Ministerialismus und erlebte auch hier die Genugtuung, Wunsch, den wir Kautsky heute darbringen und wir sind eine Schrift aber auch, die in ihren Grundgedanken weit mehr daß die geschichtliche Entwickelung, die beste Marristin", ihm sicher, dem unermüdlichen Helfer und Freunde keinen ihm von Malthus und Darwin, als von Mary beeinflußt ist. Erst schließlich glänzend Recht gegeben hat. lieberen wünschen zu können. Kautsky. zum Denkmal jette. die Einberufung einer internationalen Konferenz natürlich auch die Parteien der kriegführenden Länder beteiligt sein. Verlegung des Internationalen schreiten sollen, die diese Frage regelt. An der Konferenz ſollen 46, 51, 52; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 52; Inf.- Reg. Nr. 53; Ref.- InfSozialistischen Bureaus. * Die Anregung der holländischen sozialvemokratischen Partei Wie unsere skandinavischen Parteiblätter mitteilen, hat am wurde auch der deutschen Sozialdemokratie übermittelt. Sonntag, den 11. Oftober, eine Konferenz der skandinavischen Der Parteivorstand hat dem Vorstand der holländischen SozialSozialdemokratie begonnen, die neben dem Ausbau gemeinsamer demokratie bereits mitgeteilt, daß er der Angliederung des Interpolitischer und gewerkschaftlicher Arbeit innerhalb Skandinaviens nationalen Sozialistischen Bureaus an das Amsterdamer Parteiauch die Verlegung des Internationalen Bureaus fefretariat für die Dauer der Kriegszeit zustimmt. Damit ervon Brüssel behandelt hat. Die holländische Partei- ledigt sich auch zunächst die Anregung unserer Schweizer GeIeitung hat zuerst diese Anregung gegeben, da unser Inter- nossen, die sich in dankenswerter Weise bereit erklärt hatten, die nationales Bureau bei dem Kriegszustande Belgiens natürlich nicht Geschäfte des Internationalen Bureaus zu übernehmen. in befriedigender Weise funktionieren kann. An der Konferenz nahmen die Chefredakteure unserer Hauptparteiblätter der drei Länder, die Parteisekretäre und die Dbmänner Verlustlisten. Nr. 25, 29; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 33; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 38, Regimenter Nr. 55, 69, 70; nf.- Reg. Nr. 76; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 76; Inf.- Regimenter Nr. 84, 87; Res.- Inf.- Reg. Nr. 87; Inf.- Reg. Nr. 116; Res.- Inf.- Reg. Nr. 116; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 118; KönigsInf.Reg. Nr. 145; Inf.- Regimenter Nr. 153, 156, 160; Jäger- Bat. Nr. 7. Ulanen- Reg. Nr. 16. Feldart.- Reg. Nr. 10. San- Komp. Nr. 1 des 9. Armeekorps. Ref.- Fuhrpark- Kolonne Nr. 25 des 9. Armeekorps; Res.- BäckereiKolonne Nr. 6 des 4. Res.- Korps. * * * Die Verlustliste Nr. 26 der bayrischen Armee enthält Verluste des Reserve- Infanterie- Regiments Nr. 15 und des 3. Feldartillerie- Regiments. Die Verlustliste Nr. 30 der sächsischen Armee bringt Verlufte der Infanterie- Regimenter Nr. 102, 105, 106 und 139, des Jäger- Bataillons Nr. 13, des Ulanenregiments Nr. 21, des Feldartillerie- Regiments Nr. 12, des Reserve- Feldartillerie- Regiments Nr. 24 und der 2. Sanitäts- Kompagnie des 19. Armeekorps. der Landesverbände der Gewerkschaften teil. Das waren für Die Verlust liste Nr. 51 der preußischen Armee Die Verlustliste Nr. 31 der sächsischen Armee enthält VerSchweden: Hjalmar Branting, Fredrit Ström und enthält Verluste folgender Truppen: lufte des Stabes der 45. gemischten Ersatz- Brigade, der Brigade14. Ref.- Div., Stab; 14. Res.- Inf.- Brig., Stab; 66. und Ersatz- Bataillone Nr. 47, 48 und 88, der Reserve- Infanterie- RegiHerman Lindquist, für Norwegen: Jafob Vidnes, Magnus Nilsen und Ole 3. Lian und für Däuemart: 67. Inf.- Brig., Stab; 1. Garde- Reg.; Garde- Gren.- Regimenter menter Nr. 102 und 133, der Infanterie- Regimenter Nr. 104 und Elisabeth und Augufta; Gren.- Reg. Nr. 1, 2; Res.- Inf.- Reg. Nr. 6; 107, des Gardereiter- Regiments, des Pionier- Bataillons Nr. 12 und F. Bjornbjerg, C. Madsen und Th. Stauning. Ueber| Reib- Gren.- Reg. Nr. 8; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 9; Gren.- Reg. Nr. 10; des Erjaz- Bataillons Pionier- Bataillons Nr. 12. die Verlegung wurde beschlossen, daß die Parteien der drei standi- Res.- Inf.- Regimenter Nr. 10, 11, 17, 18; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 18; Die Verlustliste Nr. 35 der württembergischen Armee navischen Länder gemeinsam mit der holländischen Partei sofort an Brig.- Ers.- Bat. Nr. 20; Landw.- Jnf.- Reg. Nr. 22; Inf.- Regimenter bringt Verluste des Infanterie- Regiments Nr. 125, I für alle, alle für einen!( Rebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Stadtverordnetenversammlung. Oberbürgermeister Wermuth: In dem Ausschusse werden alle 30. Sigung vom Donnerstag, den 15. Oktober 1914, nachmittage 5 hr. = Die Bersammlung ersucht den Magistrat mit den Behörden in Reich und Staat in Verbindung zu treten, um schleunigst Maßnahmen zu treffen, die den Familien der zum Krieg Einberufenen, den Arbeitslosen und kleinen Gewerbetreibenden, welche durch den Krieg in Not geraten find, die Wohnungsmöglichkeit sichern." Inzwischen hat der Magistrat die Errichtung von 10 Miet Einigungsämtern borgeschlagen. Den Entwurf der Sabung für dieselben haben wir schon am Mittwoch mitgeteilt und besprochen. stimmungen zu gewährende städtische Unterstüßung als Zuschuß zur Arbeitslosenunterstützung gezahlt. Die Kaffen der Berufsdes fta bereinigungen verauslagen den Betrag des städtischen Zuschusses und reichen in jedem Monat der Deputation die Berechnung ihrer Auslagen nebst den dazu gehörigen Unterlagen für die Zeit vom 1. bis zum letzten des vorangegangenen Monats ein. Der Zuschuß wird innerhalb drei Wochen nach Einreichung an die einzelnen Kaffen abgeführt. 7. Die Ordnung der Stadtgemeinde Berlin- Schöneberg über die Förderung der Versicherung gegen Arbeitslosigkeit wird vom 12. Oftober für die Dauer des Krieges aufgehoben. vom Vorredner aufgeworfenen Einzelfragen erörtert werden fönnen. Daß die Stadt Berlin sich mit voller Kraft für die Ariegerfamilien einlegt, fann und darf uns niemand bestreiten; Vorsteher Michelet eröffnet die Sizung nach 5½ Uhr. wir bringen für diese Fürsorge mehr Opfer als irgendeine andere In den Ausschuß für die Vorlage betr. die Hergabe des Neu- Kommune. Auch hat der Magistrat rechtzeitig erkannt, wie tief baues der 4. Jrrenanstalt in Buch als Lazarett hat die sozial- die Mietsfrage in die gesamte Striegsfürsorge eingreift. Die erste demokratische Fraktion u. a. Dr. 3 adet und Dr. Weyl deputiert. Frucht seiner Verhandlungen darüber ist die neue Verordnung, Nachdem der Anschluß der auf dem Tempelhofer Gebiet er velche die Fürsorge gerade nach dieser Richtung wesentlich aus richteten Kaserne der Maschinengewehrabteilung des Augusta- dehnt. Von den 64.000 überhaupt unterstübten Familien werden 8. Ausführungsbestimmungen erläßt nach Anhörung der Depu Regiments an die Kanalisation von Berlin und der Abschluß eines 48 000 auch der neuen Wohltat teilhaftig und das bedeutet eine bezüglichen Vertrages mit dem Reichsmilitärfiskus genehmigt ist, Besserstellung um jährlich 5 Millionen. Wenn in dem Uebergangs- tation der Magistrat. 9. Diese Bestimmungen treten sofort in Kraft. tritt die Versammlung in die Beratung des bereits vor dem 1. Of- stadium die Handhabung der neuen Anordnung noch Mängel hat Zur Gewährung der Unterstützungen während des Krieges tober eingebrachten Antrags der sozialdemokratischen oder Schwierigkeiten verursacht, so sollten deshalb nicht Schatten Fraktion( Barkowsky u. Gen.): auf die Behandlung der gesamten Mietsfrage fallen. Der Magistrat an die durch den Krieg erwerbslos und hilfsbedürftig geist unablässig bemüht, die neuen Bestimmungen so zu handhaben und fortzuentwickeln, wie es das unabweisliche Interesse sowohl wordenen Einwohner Berlin- Schönebergs wird nach Maßgabe des Mieters als auch des Vermieters erheischt. Auch über die der von den städtischen Körperschaften beschlossenen Grundsätze Familien der Kriegsteilnehmer hinaus ist eine Ausbildung der ein Betrag von 1000 000 Mart aus Vorschüssen zur VerMietsfürsorge nätig; dazu soll unsere Vorlage dienen. Wir fügung gestellt. brauchen aber zu dieser Erweiterung praktische Erfahrungen; heute Der Magistrat wird ersucht, darauf zu sehen, daß die fehlt es jogar noch an einer zuverlässigen Uebersicht über den Barunterstützungen wöchentlich ausgezahlt werden. Umfang der Mietsausfälle. Der Wert des Berliner Hausbesikes beträgt für Berlin 10, für Groß- Berlin 15-16, für alle preußischen Städte über 5000 Einwohner 42 Milliarden Mark; in Berlin ist also ein Viertel, in Groß- Berlin über ein Drittel des Gesamtwertes fonzentriert. Der Mietsertrag aus Wohnungen und Gewerberäumen beträgt für Berlin 465 Millionen Mart. Diese 3iffern allein zeigen genügend, wie ins Grenzenlose die Ansprüche an die Gemeinde sich steigern können, wenn man unsere sicheren Ausgangspunkte verlassen wollte. Eine Gewährleistung auch nur für einen namhaften Teil dieser Werte würde die Grundlagen der kommunalen Finanzwirtschaft erschüttern und unsere LeistungsEr, der noch vor wenigen Wochen im Verkehrsleben fähigkeit bei weitem übersteigen. Es ist zu hoffen, daß von staatlicher Seite diese Umstände und die finanziellen Verhältnisse der Berlins eine untergeordnete Rolle spielte, kommt in dieser Gemeinde im allgemeinen billige Würdigung finden werden. Beit des Krieges wieder zu Ehren. Viele tausende Exemplare Stehen Sie mit dem Magistrat auch in der Mietsfrage einmütig seiner Rasse mußten bei Ausbruch des Krieges sich der zusammen!( Beifall.) Musterung unterziehen und wurden als brauchbar befunden. Er blieb zurück, weil er entweder zu alt, oder aber den großen Strapazen des Kriegsdienstes nicht gewachsen schien. Die dem Gaul widerfahrene Unbill war jedoch nur von kurzer Dauer. Beide Gegenstände werden gemeinsam diskutiert. Stadio. Stadthagen( Soz.): Ueber den Gegenstand beider Anträge wird materiell wohl unter uns allen Uebereinstimmung vorhanden sein. Beide Anträge berühren die Frage der Unterstüßung, der Erfüllung derjenigen Verpflichtungen, welche uns als Liefe rungsverband auf Grund des Reichsgesehes obliegen und die wir über diese Verpflichtungen hinaus als soziale Notwendigkeit empfinden. Als die Kriegsvorlage am 6. August hier eingebracht wurde, hieß es, daß, wenn irgendein Bedürfnis über die" Mindest fäße" hinausgehe, dem entsprochen werden müsse. In der Begründung jener Vorlage wurden die" Mindestsäße" auch als solche zu gering bezeichnet; soweit noch Lücken verbleiben sollten, würde die Gemeinde weiter eintreten müssen. Das war uns aus dem Herzen gesprochen. Als Ziel aller dieser Schritte ist schon in dem Gefeßentwurf von 1850 ausgesprochen, die Familie jo zu stellen, als ob ihr der Ernährer nicht genommen wäre. Keinerlei Armenrecht besteht hier; es handelt sich um eine soziale Gesetzgebung, um eine Kriegsverpflichtung. Im Reichstage ist das gleiche aus brüdlich erklärt worden, und unser sehr verehrter Borsteher hat am 6. Auguft mit anderen Worten ebenso wie der Oberbürgermeister diefelbe Erklärung abgegeben. Tatsächlich fann aber heute leider in der Wohnungsfrage nicht einmal bezüglich der Kriegsteilnehmer behauptet werden, daß alle Not von den einzelnen genommen sei. Einige Unterstübungskommissionen haben ja das ihrige geleistet.( Burufe:" Vength!") Beiläufig haben die Familien ein flagbares Recht gegen diejenigen, die die rechtliche Pflicht, die das Gejek auferlegt hat, nicht erfüllen; entscheidet die Kommission endgültig, so sind nach meiner Ansicht ihre Mitglieder zivilrechtlich verantwortlich. Aber nicht hierauf lege ich den Hauptnachdruck. Die Stadt hat die gesetzliche Mindestsumme um 100 Proz. erhöht und will darüber hinaus das im Falle des Bedürfnisses Notwendige gewähren. Unter die Mindestsumme darf beim Vorhandensein irgendeines Bedürfnisses überhaupt nicht heruntergegangen werden. Damit sollte für die Striegsteilnehmer die Frage gelöft sein; es muß das Erforderliche gegeben werden, und die Behausung gehört zum Erforderlichen. Aber tatsächlich liegen hier die größten Ungleichheiten vor. Angenommen wurde ferner folgende Resolution: Der Magistrat wird ersucht, bei den Groß- Berliner Gemeinden dahin zu wirken, daß unter Zusicherung der Gegenseitig keit die Festsetzung eines Stichtages für den Buzug wegfällt. Aus Groß- Berlin. Der Straßengaul. Noch etwas später wurde er immer mehr ein begehrenswertes Objekt. Jetzt ist er, den man vor Monaten am liebsten dem Roßschlächter überantwortet hätte, mit einmal berufen, den Gepäck- und Transportwagen zu Was noch vor Ausbruch des Krieges mit rasender ziehen. " nich- wohner. Stadtv. Gaffel( A. L.): Der Kollege Stadthagen hat auch die Handhabung der Unterstützung durch die Stadt kritisiert und immer bon Mindestsäßen" gesprochen. Wir haben doch die gefeßlichen Mindestfäße um 100 Broz. erhöht, und die Kommissionen sind darüber hinaus auf alle Weije bemüht gewesen, Härten und Ungleich heiten zu beseitigen. Schon ist auch eine gewisse Gemeinsamkeit der Anschauungen durchgedrungen. Zur Ünterstübung der Betroffenen hat auch nach unserer Meinung auch der Staat beizu tragen. Die vom Magistrat gewährte besondere Mietsunterstützung ist zu begrüßen, doch scheint jie uns nicht genügend; der Sak bon 10 M. reicht nicht überall aus, und es darf diese Beihilfe auch nicht auf die Kriegerfamilien beschränkt werden, es fommen vielmehr Geschwindigkeit per Automobil in die entlegensten Vororte auch Arbeitslose und fleine Geschäftsleute in Betracht. Für uns und Straßenteile befördert murde, das muß jezt teilweise per So sehen wir denn jetzt zahlreiche würde es nicht darauf ankommen, statt der 5 Millionen auch das Achse expediert werden. Doppelte zur Verfügung zu stellen. In den Einigungsämtern Exemplare dieser Pferdetypen im langsamen Trapp als Wahrsollte, wenn sie förderlich wirken sollen, der Vorsib nicht Magistrats zeichen längst verflungener Tage im Transportwagen durch assessoren oder noch jüngeren Kräften, sondern Männern mit praf- zeichen längst verflungener Tage im Transportwagen durch tischer Erfahrung übertragen werden, also Stadträten und Stadt- die Großstadtstraßen ziehen, um Aushilfsdienste zu leisten int Doch über furz oder lang verordneten; ein Jurist fönnte ja jedem Amte beigegeben werden. Wirtschaftsleben Groß- Berlins. Stadiv. Dr. Knauer( N. L.): Daß die bisherigen Aufwen- wird das moderne Transport- und Verkehrsvehikel den alten dungen auf diesem Gebiete erhöht werden müssen, darin stimmen Bossen" wieder ersetzen und längstgewohnte Promptheit wird alle Vorrebner überein. Die vom Magistrat geplante Mietsunter- das Zeichen des Tages sein. ftübung ist unzulänglich und auch an unerfüllbare Bedingungen Berlins Bevölkerungsverlust infolge des Krieges. geknüpft. Die Mietseinigungsämter leiden an dem Mangel, daß neue Instanzen geschaffen werden sollen; die bestehenden Kom Die Bevölkerungszahl Berlins hat im ersten Monat nach dem miffionen mit ihrer unermüdlichen, treuen sozialen Arbeit dürfen Ein Magistratsschreiben aus dem Anfang Oktober hat den nicht ausgeschaltet werden.( Beifall.) Die Höchstgrenze von 450 M. Striegsausbruch, wie die jetzt vorliegenden Berechnungen des Kommissionen eröffnet, daß eine besondere Mietsbeihilfe von der ist viel zu niedrig; sie muß ganz erheblich erhöht werden. Ohne Berliner Statistischen Amtes nachweisen, jih um ziemlich Unterstüßung abgezogen und den Wirten direkt gezahlt werden soll. den Staat läßt sich eine wirklich großzügige Silfsaktion nicht durch- 48 000 vermindert. Die regelmäßige Fortschreibung der BeDas ist ein flarer Rechtsbruch; erfreulicherweise hat eine Anzahl führen. Es würde sonst eine Fülle bürgerlicher Griſtenzen zu- völkerungszahl hatte für Anfang Auguſt 2058 302 Ginwohner ervon Bezirhsvorstehern da nicht mitgemacht. Die Zahlung darf nicht grunde gerichtet werden. Stadto. Mommsen( Fr. Fr.): Der Verlauf der Diskussion zeigt geben, für Anfang September ergab sie nur noch 2010 580 Ginan die Wirte, fie muß an die Frau gegeben werden! Und sind die unbedingte Notwendigkeit einer Ausschußberatung. Die nüch- wohner. An dem für Monat August festgestellten Rückgang um denn unsere Mindestfäße ausreichend? Wir geben 18 M.; biele tern- fachliche Behandlung kommunaler Fragen darf auch hier nicht 42 722 ist das männliche Geschlecht allein mit 42 119 beteiligt. Das Gemeinden geben mehr; in Oesterreich ist 30 M. der geringste außer Acht gelassen werden. Es ist sehr leicht, zu erklären, man Statistische Amt bemerkt hierzu, das sei durchaus die Folge der Saz. Nicht die Wohnung, sondern die Ernährung und die Ge- würde auch das Doppelte bewilligen; es muß auch in diesen Kriegs- militärischen Einberufungen. Doch müsse dahingestellt bleiben, in sundheit stehen in erster Reihe. Der Magistrat hat gar kein Recht, zeiten Haushälterisch verfahren werden. Gegensäße heraufzube- welchem Umfang die polizeilichen Abmeldungen der Einberufenen Den Kommissionen Direktiven zu geben, die mit den von uns ge- schwören, sollte man doch gerade jezt vermeiden. In diesem Sinne und andererseits die Anmeldungen der aus dem Dften hierher faßten Beschlüssen Tollidieren. find bewilligt, aber dann nicht gezahlt worden; am 12. Oktober ist gistrats, die Mietsunterstübung aus Gemeindemitteln an den gekommenen Flüchtlinge bewirkt seien. Es sei nicht ausgeschlossen, ein neuer Erlaß ergangen, der den Frauen mitteilt, daß unter ge- gleichzeitigen Erlag eines Teiles der Miete durch den Bausbesißer daß ein noch größerer Bevölkerungsrüdgang, als er nachgewiesen ist, wissen Voraussetzungen untersucht werden soll, ob und welcher Teil zu binden, ist nicht unberechtigt; die Hausbesiker haben das selbst stattgefunden habe. Der Unterstübung zur Mietszahlung zurüdzuhalten ist! Granerkannt. Es muß dafür gesorgt werden, daß der Mieterest sich Keine Kartoffelangst. mittiert werden darf die Frau nicht; das steht fest. Gs geht aber nicht in Schulden umwandelt, die nachher den aus dem Felde heimauch nicht an, daß dem, der draußen im Felde steht, seine Mobilien fehrenden Krieger um seine Habe bringen. Das ist eine Frage der In manchen Kreisen ist die Befürchtung aufgetaucht, die Karnachher für die aufgesummie Mietsschuld genommen werden. So allgemeinen Wolfswohlfahrt, die irgendwie gelöst werden muß. Der toffeln tönnten knapp werden und die Preise noch höher steigen; und geht es eben nicht weiter. Gemeinde, Reich und Staat müssen hier Vorschlag, die Mietseinigungsämter unter den Vorsib eines Stadt- es sei deshalb notwendig, sich schleunigst mit Startoffeln zu versorgen. zusammenwirken, um Hilfe zu schaffen. Nicht nur die Hausrats oder Stadtverordneten zu stellen, erscheint mir nicht unbedenk- Diese Annahme ist grundverlehrt, genau so verlehrt, wie bei Ausbefizer, sondern auch die Handwerker, fleinen Gewerbetreibenden lich; diese Aemter sollten reine Verwaltungsstellen sein. bruch des Krieges es unsinnig war, sich mit größeren Mengen von usw. find in schwerbedrängter Lage. Die Hausbesizer fönnen Nach kurzer Erwiderung der Stadtvy. Cassel und Dr. Lebensmitteln und selbst mit Salz zu versorgen. Eine solche Vorebensowenig wie diese verlangen, daß sie so gestellt werden, wie Knauer wird die Einsehung eines Ausschusses einstimmig forge führt nur zu großen Preissteigerungen und verteuert die wenn der Krieg überhaupt nicht vorhanden wäre: Das Reichsgesek beschlossen. Dieser wird vom Borstand sofort ernannt; er ge- Lebensmittel ohne Not. Auch die von einigen Gemeinden getätigten bom 4. August macht es unmöglich, daß der draußen im Felde hören ihm auch Heimann, Nitter, Stadthagen und Wurm( Soz.) an. Stehende zur Zahlung und Räumung verurteilt werden fann, In den Rechnungsausschuß wird an Stelle des ausgeschiedenen Kartoffeleinläufe wirken in dieser Richtung. Es liegt nicht der geringste Anlaß zu Befürchtungen vor. In einer ganzen Reihe von ebensowenig seine Frau und seine Angehörigen. Andere Länder Dr. Arons Stadtv. Sedelsohn( Soz.) gewählt. haben zum Schutze der Mieter Bestimmungen getroffen, die noch Bezirken sind bereits von den Militärbehörden Höchstpreise auch für biel weiter gehen, jo Ungarn. Das Zurückbehaltungsrecht, das Kartoffeln festgesetzt und es ist zu hoffen, daß auch für das Berliner Pfändungsrecht des Vermieters müßte bedeutend geändert, wenn und Brandenburger Gebiet einer Ueberteuerung der Bevölkerung ein nicht aufgehoben werden; dazu müssen wir aber mit dem Reich in Riegel vorgeschoben wird. Deshalb faufe jeder nur soviel Kartoffeln Verbindung treten. Die sog." Berliner Verträge" müßten außer ein, wie er zum augenblicklichen Bedarf braucht. Kraft gefekt werden und die Bestimmungen des B.G.B. dafür in Gelfung trefen. Auch das fann die Stadt nicht allein machen. Mietseinigungsämter, die eine wirkliche Bedeutung haben sollen, müßten von Gefeßes wegen oder durch Bundesratsverordnung eingefekt werden. Die Magistratsvorlage mag das Gute wollen; in Der Wirkung fommt fie darauf hinaus, der Absicht der Linderung der Not entgegenzuwirken. Der heutige Zustand ist unerhört; völlige Untlarheit besteht über die Zuständigkeiten. Auf die Grundlage der Vorlage darf man sich unter feinen Umständen stellen; sie ist viel zu bureaukratisch, fällt eventl. dem Richter in die Arme und statuiert eine„ Bösmilligkeit" des Schuldners, die nur zu geeignet ift, ihm das Recht zu nehmen, welches der Bundesrat ihm gegeben hat. Nicht daß etwa die Gemeinde nun alle Mieten zahlen soll. Es würde gut sein, wenn die Hausbesißer sich zusammentäfen au einem Mietsfonds oder zu einer Mietsversicherung, um einen Teil b) Personen, die sich in der Fürsorge der Armenverwaltung der Ausfälle durch gemeinsame Arbeit ersetzt zu erhalten. Der Vorschlag des Schubberbandes der Hausbejiberbereine" in der Haberlandschen Broschüre erscheint mir diskutabel, soweit er dem c) Personen, die nicht seit dem 1. Juni 1914 ununterbrochen in Eine größere Debatte rief die Vorlage betreffend Gründung zweifellos richtigen Gedanken nachgeht, daß der Grundbesib selbst Schöneberg wohuen. Die Geein erhebliches Interesse daran hat, hier beizusteuern. 3. Die Höhe der Unterstügungen richtet sich nach dem Grade einer Mietdarlehnskasse hervor. Während die Liberalen meinde allein kann das Ziel, den Hausbesis möglichst von den der Bedürftigkeit. Die Unterstützungen werden nur unter Berüid- ihr Einverständnis mit der Tendenz der Vorlage erklärten, beFolgen des Krieges freizustellen, nicht erreichen. Von den 450 M. fichtigung anderweiter Einfünfte gewährt. Dazu gehören Renten- nußte der Vertreter der Hausbefizer, Stadtverordneter Riefender Vorlage als Höchstgrenze für die Zuständigkeit der Einigungs- und Krankengeld, Militärpensionen, Beteranensold usw. berg, die Gelegenheit, Forderungen zum Schuß des Hausbejizes 4. Die Höchstsäge der Unterstügungen betragen wöchentlich aus zu stellen, die geradezu unerhört sind. Verstieg sich der Herr doch höher liegen. Heute ſteht es faftisch in Berlin schon so, daß viel schließlich der zu gewährenden Mietunterstützung für einen allein- unter allerhand Angriffen auf die„ böswilligen" Mieter, die ano bis 2000 W. Wiete hinauf bas Berhältnis von Wiele und stehenden Mann 7 M., für eine alleinstehende Frau 5,50 en geblich famt und sonders keine Miete zahlen, obwohl sie dazu Einkommen nicht mehr wie früher 1: 4, sondern 1: 2 ift. Bon ein finderlofes Ehepaar 8 M. und für jede weiter zu unterstüßende imftande find, zu der Forderung, der Magistrat jolle spätestens im diesen von 17 M. Kennt 1,50 M. bis aum Südftbetrage entscheidet die Deputation nis; dann aber jetzt er sich mit seinem Vorschlag einfach über flare 5. Ueber die Unterſtügungsanträge Rechtsbestimmungen hinweg.- Der gegenwärtige Wirrwarr muß für Unterſtüßung Kriegshilfsbedürftiger". Sie beſtimmt auch, daß ein Ende nehmen. Das Ziel muß fein und bleiben, die Familie und inwieweit die Unterstützung in Naturalien zu gewähren ist. Die des im Krieg Befindlichen nach Möglichkeit so zu stellen, als wenn Barunterstüßungen werden zweiwöchentlich ausgezahlt. 6. Folgende besondere Bestimmungen gelten für männliche und der Ernährer hier wäre; und dazu muß der Staat mit herangezogen werden, der hat bisher nicht eingegriffen. Was für die weibliche erwerbslose Arbeiter und Angestellte: a) Die Unterſtüßung wird nicht gewährt, wenn das ArbeitsGingezogenen gilt, gilt ebenso für die Handwerker, die fleinen Gewerbetreibenden, die Arbeitslosen, hier ist das Elend ebenso groß, hier muß geholfen werden und hier fann also auch geholfen werden. b) Jeder Unterstützungsempfänger hat sich mindestens jeden Ich hoffe, der Ausschuß wird nach den Prinzipien, denen der zweiten Tag auf dem Arbeitsamt zu melden. Vorsteher und der Oberbürgermeister jo beredte Worte geliehen haben, Taten ins Wert setzen, die dem Motto entsprechen: Einer Schluß 7 Uhr. Die Arbeitslosenfürsorge in Schöneberg. Weitere Kriegsfürsorge in Charlottenburg. Die Charlottenburger Stadtverordneten berieten am Mittwoch Die von der letzten Stadtverordnetenversammlung angenommenen Bestimmungen über die Arbeitslosenfürsorge in einer Versammlung, die sich bis spät in die Nacht hinein auswährend der Dauer des Krieges haben folgenden Wortlaut: dehnte, eine Reihe von Vorlagen, die mit der durch den Krieg 1. Den durch den Krieg erwerbslos und hilfsbedürftig ge wordenen Einwohnern Berlin- Schönebergs können während des geschaffenen Lage im engen Zusammenhang stehen. Zunächst geStrieges aus städtischen Mitteln Unterstützungen zum Lebensunterhalt nehmigte die Versammlung, abgesehen von einer Reihe von Nachgewährt werden. Die Erwerbslosigkeit und damit die Silfe bewilligungen im laufenden Etat, die vom Magt beantragte bedürftigkeit muß eine Folge des Krieges fein. Das wird an Verstärkung der Mittel für Schulkinderspeisung, über genommen, wenn es an besonderen außerhalb der Kriegsnot liegenden die wir bereits ausführlich berichtet haben. Einem Wunsche des Ursachen der Erwerbslosigkeit fehlt. Genossen Vogel auf Speifung auch der Besucher der Schulkindergärten stellte sich der Magistrat nicht ablehnend gegenüber. von Leichtbauten zur Aufnahme von InfektionsGleichfalls genehmigt wurde die Vorlage betreffend Errichtung 2. Für diese Unterstüßungen fommen nicht in Betracht: a) die Familien mobiler Mannschaften, befinden, " amt Arbeit, die es für passend erkennt, nachgewiesen hat. e) Soweit Arbeiter und Angestellte von ihrer Berufsvereinis gung Arbeitslosenunterstützung erhalten, wird die nach diesen Befranten. zahlung des Gas- und Wassergelbes erlassen. Treffend erwiderte ihm Bürgermeister Dr. Maier, daß die Stadt gesetzlich nicht aur Unterstützung der Hausbesiker, sondern zur Unterstützung der Familien der Kriegsteilnehmer verpflichtet sei und daß die Ausdie Zukunft eröffnen. Auch Genosse Hirsch trat dem Stadtführungen des Vertreters der Hausbesizer nette Aussichten für berordneten Riesenberg in scharfer Weise entgegen. Die Vorlage wurde schließlich einem Ausschuß zur Borberatung übergeben. Eine lebhafte Erörterung entfesselte der sozialdemokratische Antrag betreffend die Einführung einer Arbeitslosenunter bertrauten Das be fäle. Sängerchor Vorwärts- Südost", Waldemarstr. 75. Liedertafel OberMännerchor Mariendorf", Mariendorf, Chauſſeeſtr. 283 bei Herold. Freitag: Berliner Sängerchor", Engelufer 15, Berliner VollsMännerchor Lerche- Einigstung nach dem Berliner System. In der vorigen Sizung Von den wenigen tausend Mark, die für einige Tiefbauarbeiten] Dranienburger Str. 99/100 bei E. Wittchow. Männerchor Nordostwar die Besprechung mit Rücksicht auf die von dem Berliner Ober- bewilligt wurden, wird nur den wenigen mit groben Erd- leit", Schönhauser Allee 176, Brauerei fefferberg. Männerchor ReinidenArbeitern für einige Wochen Arbeit hrania", Landsberger Allee 155 bei Nümann. bürgermeister angeregte gemeinsame Verhandlung der Vororte mit arbeiten Namenlos", Andreasstraße 21, Berlin vertagt worden. Aus dieser gemeinsamen Verhandlung geschaffen werden können. Der großen Mehrzahl der quali- dorf- Ost Residenzstraße 124 bei Sadau. Andreas- Festfäle. Unverzagt", Bredowstr. 11 bei Müller.- Weddinger teilte zunächst Stadtrat Spiegel mit, daß keine Ginigung er- fizierten Stubenarbeiter, die der schweren Erdarbeit nicht ge- Harmonie", Bajewalter Str. 3 bei Bleschte. wachsen sind, wird dabei nicht geholfen. Auch das vom Ge Mittwoch. Frauen und Mädchenchor Dsten", Landsberger Allee 155 reicht sei, sondern daß alle Vorortgemeinden das Berliner System meindevorstand in anerkennenswerter Weise an die Fabrikanten und bei Nümann.„ Lichtenberger Männerchor", Lichtenberg, Türrschmidtstr. 15, abgelehnt hätten, weil man namentlich auch mit Rücksicht auf die sonstigen Unternehmen gerichtete Rundschreiben mit der Auf- Sterns Festfäle. Beschlüsse des Provinzialausschusses von einer Prüfung der Be- forderung, die Betriebe nach Möglichkeit wieder zu eröffnen, wird Donnerstag: Sichte- Georginia", Ohmstr. 2, Klubbaus. Liederdürftigkeit des einzelnen Falles nicht absehen könne; jedoch wolle weiteren Drängens und Mahnens bedürfen, wenn die Aufforderung schöneweide", Wilhelminenhofstr. 43 bei Otto Pampe. freunde", Pankow, Breitestr. 14, Türkisches Zelt. man die Zuwendungen der Berufsorganisation an Arbeitslose nur nennenswerten Erfolg haben soll. An barer Unterstützung soll an Friedenau- Steglit, Steglit, Ahornftr. 15a bei F. Schellbase. Morgenzur Hälfte in Anrechnung bringen. Genosse Dr. Borchardt Arbeitslose für den Tag 1 M. bei Familienhäuptern und alleinstehenden grauen", Rosenthaler Str. 11/12, Rosenthaler Hof. Olympia", Blumenhob eindringlich hervor, daß auch nach dem sozialdemokratischen und erwachienen Perfonen und 60 Pf. für den Tag den einzelnen straße 10, Alt- Berlin. Sängerabteilung I, Gau Berlin", Dranienstr. 180. „ Sängerchor Antrage nur Bedürftige unterstützt werden sollen, in der Regel Gliedern einer häuslichen Gemeinschaft gezahlt werden. aber sei jeder Arbeitslose bedürftig, oft sogar in einem solchen deutet nach den Angaben des Gemeindevorstandes für die Woche 7 Wedding", Triftstr. 63, Funkes Gesellschaftshaus.-Schöneberger Männerbezt. 4,20 m. Maße, daß es geboten sei, über die festzusetzenden Normalsäge für die Stadt Berlin geltenden Bestimmungen. Für die Bewilligung der Unterstügung gelten die chor und Frauen chor", Schöneberg, Martin- Luther- Str. 69, Neue RathausBolkschor Silcherchor", Schulstr. 23, Ewalds Restaurant. Ausgeschlossen von hinauszugehen. Das solle durch den Antrag keineswegs verhindert der luterſtügung sind nach den Bestimmungen Personen, die nach werden. Die gewerkschaftlichen, auf die normalen Friedensverhält- dem 1. Juni 1914 ihren Aufenthalt in Treptow- Baumschulenweg ge- chor", Langestr. 3, Aula der 5. Pflichtfortbildungsschule. Frohsinn", nisse zugeschnittenen Versicherungseinrichtungen könnten selbst- nommen haben oder noch nicht 14 Tage ohne Beschäftigung sind. Adlershof, Bismirditr. 15 bei R. Kaul." Freier Männerchor", Potsdam, verständlich nicht für die in der Kriegszeit eingetretene Arbeits- Ausgeschlossen sind ferner arbeitsunwillige oder arbeitsunfähige Kaiser- Wilhelm- Str. 38 bei Hausmann. Gesundbrunner Harmonic". Arbeitslose haben sich im Rathaus zu Brinzenallee 33 bei Schmidt.„ Liedertafel West", Lützowstr. 111/112, Tofigkeit ausreichen, und deshalb müsse die Gemeinde eingreifen, Personen. Viktoria Brauerei.„ Liedertafel und Frauenchor Charlottenburg", Rosinenwobei es ganz naturgemäß sei, daß sie mit den Berufsorganisa- melden. straße 3.„ Liederfreunde", Johannisthal, Friedrichstr. 48 bei Senstleben. tionen zusammenarbeitet. Bürgermeister Dr. Maier lehnte ein Männerchor Neukölln und Neuköllner Liedertafel", Neukölln, Bergsolches Zusammenarbeiten ab, weil er darin eine unzulässige Verstraße 151/152, Baffage- Festfäle. Männerchor Norden", Pr enzlauer Männerchor Dit", Strausberger Straße 3. quidung des Versicherungsgedankens mit dem Unterstüßungs- hat auf Beschluß der Gemeindevertretung noch eine Aenderung allee 247, Brauerei „ Männerchor der Transportarbeiter", Andieasstr. 21. gedanken erblickte, und die Redner der bürgerlichen Fraktionen, dahin erfahren, daß die Unterstützungen auch für Kinder über Fortuna- Säle. Männerchor Ferner wird für Pankow ein Männerchor Weißenfee", Pistoriusstr. 23/26, Turnhalle. die grundsätzlich von einem Zusammenarbeiten der Gemeinden 15 Jahre gezahlt werden. Oberfpree", Baumschulenweg, Stiefholzftr. 249, Restaurant A. Krause. mit den Gewerkschaften nichts wissen wollen, folgten ihm darin. Mietseinigungsamt errichtet, dessen Obliegenheiten der schon" Männer- und Frauenchor Rathenow", bei Dito Reichard, Bentralherberge. Unter diesen Umständen war die Ablehnung unseres Antrages bestehenden Kriegsfürsorgekommission übertragen worden sind. Neu erwacht", Invalidenstr. 1a, Harmonie( Inh. R. Driechel). " Typographia", Dhmftr. 2 feine Ueberraschung. Aber einen Vorteil hat die Diskussion trok Weiter wurde von der Vertretung beschlossen, die freiwillig Tertilia", Stoppenstr. 1 bei Grussendorf. Berliner Klubhaus. alledem gezeitigt, nämlich die Zusicherung des Bürgermeisters, daß ins Heer eingetretenen Gemeindebeamten in ihren Bezügen Sonnabend: Gesangverein der Gemeindearbeiter", Neue Rojdie Behandlung der Arbeitslosen in den verschiedenen Unter- mit denjenigen der zum Kriegsdienst beorderten gleichzustellen. ftraße 3 bei Lehmann. stüßungskommissionen in Zukunft einheitlich geregelt werden soll. Die Notstandsfürsorge in Pankow Notstandsarbeit in Weißensee. Auch die Vorlage betreffend Kriegsunterstützungen zeitigte eine längere Besprechung. Unter Abänderung der früher Auch in Weißensee ist jetzt die Ausgabe von Näharbeiten eingefaßten Beschlüsse sollen die Familien der Kriegsteilnehmer vom geführt worden. Dadurch wird arbeitslosen Frauen und Mädchen 1. November ab neben einer für die allgemeinen Lebensbedürfnisse und den Angehörigen der Arbeitslosen Gelegenheit geboten, etwas festzusehenden Unterstützung noch einen besonderen Betrag zur Be- zum Lebensunterhalt zu verdienen. Es ist einfache und bessere Nähstreitung des Wohnungsbedürfnisses bekommen. In welcher Weise arbeit in reichlichem Maße vorhanden, die nach den im gewerblichen die Unterstüßung in Zukunft geregelt ist, teilen wir in einer be- eben üblichen Lohnfäßen bezahlt wird. sonderen Notiz mit. Stadtverordnetenversammlung. Die Arbeitslofen, welche auf diese Arbeit reflektieren, mögen fich Sonnabendvormittag von 11-1 Uhr bei dem Gemeindeverordneten St. Fuhrmann, Sedanstr. 105 parterre, melden. " Gewerkschaftliches. deschoßkörbe. In einer Korbmacherversammlung, welche die Zahlstelle Berlin des Deutschen Holzarbeiterverbandes einberufen hatte, wurde über die gegenwärtige Lage in der Geschoßkorbbranche folgendes ausgeführt. Während kurz nach dem Beginn des Krieges in 15 Werkstätten 300 Arbeiter auf Geschoßkörbe arbeiteten, sind jetzt Wieder hatten die Berliner Stadtverordneten in ihrer Die abgelehnte Wahlrechtsverschlechterung in Neukölln. in 36 Werkstätten 700 Arbeiter beschäftigt. Außerdem gibt gestrigen Sitzung sich mit der Frage zu beschäftigen, was zur Linderung des Kriegsnotstandes geschehen kann. Schutz Die gestern abgehaltene Neuköllner Stadtverordneten- es noch eine Anzahl Kleinmeister, die für Zwischenunterfür die vielen fleinen Mieter, die jetzt in schwerer Be- versammlung beschloß einstimmig, dem Protest unserer Partei- nehmer arbeiten. Infolge des großen Bedarfs an Geschoßkörben hat sich drängnis sind, forderte ein Antrag der sozialdemo- genoffen gegen die Richtigkeit der aufgestellten Wählerliste trafischen Fraktion. Zugleich stand auf der Tages- ftattzugeben und die Stadtgemeinde aus der Wählerliste zu die Zahl der in Berlin beschäftigten Arbeiter durch Zuzug ordnung ein Magistratsantrag, Mieteinigungsämter zu streichen. Den Kriegsnotleidenden in Ostpreußen wurden von außerhalb vermehrt, auch werden leicht erlernbare Teilschaffen. Der sozialdemokratische Redner legte dar, daß in 8000 m., denen im Elsaß 2000 m. bewilligt. Zur Dedung arbeiten von Arbeitern, die in anderen Berufen arbeitslos diefer Notstandszeit ein weitgehender Mieterschutz unerläßlich der schon bewilligten 2 Millionen für Kriegsnotleidende und waren, ausgeführt. Zum Teil werden auch Frauen als ift. Scharf wandte er sich gegen das Verhalten des Magistrats 1 Million für Mietsunterstützungen, wird eine Kriegsanleihe Heimarbeiterinnen beschäftigt. Daß bei dieser Gelegenheit von 3 Millionen Mart aufgenommen. Zur Durchführung die Heimarbeit eingeführt worden ist und daß Ueberstundenin der Frage der Mietsunterstützung. der Kaiser- Friedrich- Straße unter die Anschlußbahn Neukölln- und Sonntagsarbeit in ausgedehntem Maße geleistet wird, Niederschöneweide soll die Feldwegunterführung am Bahnhof beklagen die organisierten Arbeiter. Um diesen Uebelſtänden Köllnische Heide verbreitert werden. Die Kosten im Betrage entgegenzuwirken, wurde in der Versammlung der Vorschlag von 300 000 m. werden bereitgestellt. Für die Fertigstellung gemacht, die Korbmacher sollten in der Hauptsache nur die des Körnerparkes werden noch 64 500 M. aus Anleihemitteln Arbeiten ausführen, zu denen gelernte Korbmacher erforderzur Verfügung gestellt. Der von der Kriegsnotstands- lich find. Dagegen sollten die Arbeiten, die von angelernten kommission bereits durchgeführten Gewährung von Miets- Arbeitern hergestellt werden können, denen überlassen bleiben, die in anderen Branchen des Holzgewerbes lange arbeitslos unterstübungen wurde nachträglich zugestimmt. sind und vorübergehend auf Geschoßkörbe arbeiten wollen. In erster Linie sollen hierbei Familienväter berücksichtigt werden. Um diesen Gedanken durchzuführen, beschloß die Tödlich verunglückt. Ein tödlicher Straßenunfall hat sich gestern vormittag in Grünau ereignet. Die Ehefrau des Bahnvorarbeiters Rahmel aus der Köpe nider Straße 90 in Grünau wurde gerade in dem Augenblick, als fie im Begriff war, mit ihrer zweijährigen Tochter das Haus zu berlassen, abberufen und mußte für ganz furze Zeit die Kleine im Flur des Hauses allein lassen. Während der Abwesenheit der Mutter spielte das Mädchen vor der Tür mit einem Ball, der auf den Fahrdamm fiel. Um das Spielzeug zu holen, lief das Kind auf -Die Kriegsnot der Handelslehrer. Jeder einzelne wird mit besonderer Freude die Maßnahmen bedie Straße und unmittelbar vor einem herannahenden Straßenbahn grüßen, welche in Anbetracht der durch den Krieg geschaffenen Miß- Bersammlung, die Arbeitgeber zu ersuchen, bei Bedarf an stände denjenigen Berufen zu teil werden, welchen die allgemeine mit aller Kraft, vermochte jedoch auf so lurze Entfernung den Wagen Notlage besonders hart mitspielt. Um so bedauerlicher ist es, wenn gewerbe zu wenden. Ferner stimmte die Versammlung nicht rechtzeitig zum Halten zu bringen. Das Mädchen wurde umeinigen Tagen mit der Korbmacher- 3wangsinnung und dem gestoßen und geriet unter den Wagen, dessen Vorderräder über die einzelne Unternehmer, statt zu belfen, ihre angeblichen Verluste, die einer Vereinbarung zu, welche der Holzarbeiterverband vor stleine hinweggingen, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. fie in Wirklichkeit fehr gut fiberwinden könnten, dadurch auszugleichen Verein selbständiger Korbmacher abgeschlossen hat. Die VerAls Dienstag nacht gegen 12 Uhr ein Straßenbahnwagen der suchen, daß sie sich an ihren Angestellten schablos halten. Linie 164 die Oderbrucher Straße passierte, bemerkte der Fahrer in Dies gilt ganz besonders von bestimmten Inhabern Berliner einbarung lautet: Handelsschulen. Sie nüßen die große Arbeitslosigkeit unter der Nähe der Landsberger Allee plöglich furz vor seinem Wagen einen Mann auf den Schienen liegen. Der Fahrer bremste mit aller den Privat- und Handelslehrern, resp. das große Angebot der Kraft und es gelang ihm auch, den Wagen zum Stehen zu bringen, Arbeitslosen zu ihren Gunsten aus und zahlen ihren bisherigen so daß der Unbekannte nur angefahren wurde. Man brachte den Hilfskräften unter Entlassungsandrohungen Gehälter, die den schärfsten Mann, der eine Fleischwunde am linken Unterschenkel aufiies, nach Protest herausfordern. Schon in guten Zeiten war die durchschnittdem Krankenhaus Friedrichshain, wo er bald nach seiner Aufnahme liche Bezahlung absolut unzulänglic verstarb. In dem Verstorbenen wurde der wohnungslose Reisende monatlich 125 Mart bei ca. 50-60 Stunden pro Woche. Denselben Angestellten gibt man jegt ohne Ursache die Buschhun festgestellt. Hälfte resp. Zweidrittel des früheren Gehaltes. Mit den fadenscheinigsten Gründen sucht man plausibel zu machen, die Herren Direktoren könnten nicht mehr zahlen. Zur Durchführung der Arbeitslosenunterstützung in Wilmersdorf. Nachdem zur Unterstüßung der durch den Krieg beschäftigungslos gewordenen und infolgedessen in Not geratenen Bürger durch die Stadtgemeinde Mittel bereitgestellt worden sind, lönnen Anträge auf Bewilligung der Unterstützungen werttäglich von 8 bis 1 Uhr ( außer Sonnabends) gestellt werden und zwar von den gelernten und ungelernten Arbeitern und Arbeiterinnen bei der Dienststelle XII, Brandenburgische Straße 1, eine Treppe, gimmer 9, von den Angehörigen der freien Berufe und von den laufmännischen Angestellten beim städtischen Statistischen Amt, Gasteiner Straße 11. 3 Treppen. Es tommen nur solche Unterstützungsbedürftige in Frage, welche seit dem 1. Juni d. J. in Berlin- Wilmersdorf wohnen. Berionen, welche Renten oder Krankengeld beziehen oder sich in der Fürsorge der Armenverwaltung befinden, kann eine Erwerbslosenunterstügung nicht bewilligt werden; besgleichen find diejenigen Bersonen aus geschlossen, welche auf Grund des Gesetzes vom 28. Februar 1888 und vom 4. August 1914 Kriegsunterstügung beziehen. Für mehrere Familienangehörige verschiedener Berufsgruppen ist der Antrag vom Haushaltungsvorstand zu stellen. Alle Personen, welche bisher aus städtischen Liebesgabenfonds unterſtügt wurden, haben für die Erwerbslosen- Fürsorge neue Anträge zu stellen, soweit sie nicht inzwischen Beschäftigung und Berdienst gefunden haben. Unentgeltliche erfte Hilfe für Militärpersonen. Das Kuratorium für das städtische Rettungswesen hat beschlossen, während der Dauer des Krieges allen Militärpersonen in Uniform bei plöglichen Erkrankungen und Unfällen unentgeltlich die erste Hilfe zu leisten. durchschnittlich Der Brand einer Heumiete auf dem Karlshorster Wiesengelände in der Prinz Adalbertstraße rief am Dienstagabend in der fünften Stunde die Starlshorster Feuerwehr auf den Plan. Die Miete wurde von Krieg spielenden Knaben als Festung benutzt, einer derselben hantierte dabei mit Streichhölzern, womit das Hen in Brand gesteckt wurde. Von dem Heu war nichts mehr zu retten, die Miete brannte in furzer Zeit total nieber. In einem Anfalle von Geistesgestörtheit hat der 33 Jahre alte Schloffer Baul Kigelmann aus der Ruppiner Straße 20 Hand an fich gelegt. Der Unglückliche schnitt sich in seiner Wohnung die Kehle durch und war an Berblutung schon gestorben als man ihn auffand. Die Vertreter der Arbeitgeber und Arbeiter des Korbmachergewerbes richten an alle Arbeitgebervereinigungen und Einzelfirmen des ganzen Reiches das dringende Ersuchen, bei Uebernahme von Geschoßforblieferungen die jeßt bestehenden Lieferungsbedingungen und Arbeitslöhne überall einheitlich durchzuführen und hochzuhalten. Die Arbeitslöhne betragen für Drillinge 2,25 M., Achtundneunziger 2,25 M., Kartuschen 2,85 M., 15-3entimeter- Granaten 0,80 M., 21-3entimeter- Granaten 1,30 R., 13-3entimeterSchrapnells 0,80 M., höhere Schrapnells 1, M. Von allen an Geschoßkörben beschäftigten Arbeitgebern und Arbeitern wird erwartet, daß sie diesen Vereinbarungen beitreten und für stritte Durchführung derselben Sorge tragen. Die Militärbehörden werden dringend gebeten, die jeßigen Lieferungsbedingungen auch fernerhin unverändert bestehen zu lassen, damit die vereinbarten Arbeitslöhne dauernd bestehen bleiben können. Den Versammlungen der Arbeitgeber und der Arbeiter wird empfohlen, die Arbeitsvermittelung gemeinsam au regeln. Deutsches Reich. Kriegsmaßnahmen im Baugewerbe. Von den am Baugewerbe beteiligten freien Gewerkschaften war Mitte September in gemeinsamer Sigung beschlossen worden, an den Reichsbund baugewerblicher Arbeitgeber berbände( Sig Nürnberg) mit dem Vorschlag heranzutreten, mit Arbeiterbildungsschule. Schriftliche Anmeldungen zu den tunlichster Beschleunigung für die Dauer des Krieges aus Vertretern einen Ausschuß zur Bevon Bauarbeiten aller Art zu Kursen der Arbeiterbildungsschule, die in der nächsten Woche der beiderseitigen Drganisationen einen Ausschuß wurde Dieser Vorschlag in der dem Reichsbund beginnen, fönnen schon jetzt beim Sekretariat des Bezirkschaffung und Förderung bildungsausschusses Groß Berlin, SW. 68, Lindenstr. 3, erdes näheren folgen. Politisch oder gewerkschaftlich organisierte Arbeitslose Der Reichsbund stimmte der gegebenen Anregung au und auch die haben zu den Kursen unentgeltlichen Zutritt. bilden. unterbreiteten Verbände der christlichen und Hirsch- Dunckerschen Bauarbeiter schlossen Das Berliner Aquarium hat vor furzem wieder eine neue Zu- fich ihr an. Nach erfolgter Verständigung auf schriftlichem Wege fuhr von Seetieren erhalten. Die Zoologischen Stationen von Triest fand alsdann die offizielle Vertretersizung statt, für die auf Arbeiterund Rovigno baben trop der Striegszeit für das Aquarium gesorgt. feite nicht weniger wie 18 getverfichaftliche Organisationen in Frage Alle diese eingetroffenen Mittelmeer bewohner haben nicht länger zu fommen. Die Vertretung dieser Verbände war den Vorständen der ihrer Reise gebraucht als in Friedenszeiten auch, so daß sie sämtlich Bauarbeiter, Metallarbeiter und Holzarbeiter übertragen worden. in bestem Zustande hier eingetroffen sind. Vor allen Dingen find Das Resultat der gepflogenen Verhandlungen war folgende Ver eine Anzahl von Tintenfischen erwähnenswert. Ein paar bundert einbarung: Seepferdchen und eine schöne Sammlung prächtiger Actinien, fo genannte Wachsrofen, fowie eigenartige Strebse bevölkern die Behälter, die durch die Neubepflanzung mit frischem Seegras ein befonders freundliches und naturwahres Aussehen erhalten haben. Arbeiter Samariterbund, Kolonne Groß- Berlin. Gelder an die Die Kriegsfürsorge in Treptow- Baumschulenweg wird, soweit es sich um die Beköstigung und sonstige Hilfe für die Samariteriolonne find von jetzt ab an den staffierer Friedrich Plauda, Familien der Eingezogenen und Arbeitslosen handelt, von den unferer SW 29, Mittenwalder Straße 25, zu senden. Anfragen und MitBarteiorganisation angehörenden Frauen mit denen bürgerlicher teilungen wolle man an den ersten Vorsitzenden, Gustav Dietrich, Vereine gemein am ausgeübt. 8ur Familienunterstügung NW 23, Klopstockstraße 25, of parterre, richten. der zum Heere Einberufenen wird nach den für Groß- Berlin geltenden Regeln ein Zuschuß von 100 Proz. aus Gemeindemitteln gewährt, zur Erlangung von Arbeitslosenunterstügung hat ber Vorstand des jozialdemokratischen eine Eingabe an den Gemeindevorstand gerichtet, in der neben der baren Unterstützung für Arbeitslofe auf die Beschaffung von Arbeitsgelegenheit durch den Gemeindevorstand Wert gelegt wurde. Die bisher von der Gemeinde getroffenen Maßnahmen sind unzulänglich. Wahlvereins Teutscher Arbeiter- Sängerbund. Gan Berlin und Umgegend. Folgende Vereine halten noch regelmäßige Uebungsstunden ab: Sonntag:" Freiheitsklänge", Borsigwalde, Schubertstraße bei Montag: Bulunft", Niederschönhausen, Waldstr. 41 bei Gapa. Schulze. Vorwärts- Frohsinn", Lichtenberg, Hauptstr. 85 bei Eweleid. Dienstag: Frauen und Mädchenchor Rentöln und Süden", " Frauen- und Mädchenchor Neukölln, Bergstr. 151/152, Passage- Festfäle. Maibund", Wittenau, Norden", Gerichtstr. 31, Prachtjäle Norden. Die großen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände des Baugewerbes und der Baunebengewerbe haben am 13. Oftober 1914 in Berlin eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, welche danach streben foll, zur Erhaltung der Vollstraft während des Krieges die daniederliegende Bautätigkeit möglichst zu heben. Die Arbeitsgemeinschaft wendet sich zu diesem Zwecke an die Behörden des Reiches und der Bundesstaaten und an die Gemeinden mit der dringenden Bitte, die schon beschlossenen Bauten auszuführen und umgehend Mittel für weitere Bauten bereit Sie stellen. wird ferner bei den in Au Betracht kommenden kapitalfräftigen Stellen auf eine Erleichterung der Kapitalbeschaffung zur Wiederbelebung der privaten Bautätigkeit hinwirken. Sie wird weiter eine planmäßige Bermitt lung der Arbeitskräfte, insbesondere für den Wiederaufbau der durch den Krieg verwüsteten Landesteile anstreben. Sie wird die Behörden ersuchen, von den Uebernehmern gewerblicher Arbeiten die Innehaltung der tariflichen und ortsüblichen Arbeitsbedingungen zu verlangen, um die Kauftraft der Bevölkerung au erhalten; um einer möglichst großen Bahl von Arbeitgebern und gültig seien, die Wahl von Frige aber ungültig aufügen. Am Tage darauf bekam der Mieter folgende Quittung zuArbeitnehmern Verdienst zu verschaffen, wird es den örtlichen sei. Die Begründung ging dahin: Verbänden anheimgestellt, sich über eine zweckmäßige Verkürzung Der Senat vermöge dem Bezirksausschuß in bezug auf das der Arbeitszeit zu verständigen. Zur Durchführung dieser Maßnahmen bildet die Arbeits- Flugblatt nicht beizutreten. Der erste und dritte Absah enthielten gemeinschaft einen Zentralausschuß, dem fünf Mitglieder des Ver- nur einwandfreie, harmlose Bemerkungen, daß man mit den gemeinschaft einen Zentralausschuß, dem fünf Mitglieder des Ver- Leistungen der Stadtverordnetenversammlung in der bisherigen waltungsausschusses des Reichsbundes baugewerblicher Arbeitgeber- Busammensetzung nicht zufrieden sein könnte und bitte, für die verbände, und fünf Vorstandsmitglieder der beteiligten freien, sozialdemokratischen Kandidaten einzutreten. christlichen und H.-D. Gewerkschaften angehören. Es wird beabfichtigt, in den einzelnen Provinzen Bezirksausschüsse und in den größeren Arbeitsorten örtliche Ausschüsse in ähnlicher Zusammenfetzung zu bilden, welche sich in dauerndem Zusammenarbeiten der Durchführung dieser Maßnahmen widmen werden. Dem Reichsbund baugewerblicher Arbeitgeberverbände gehören rund 60 000 Arbeitgeber an, den beteiligten Gewerkschaften rund Der Zentralausschuß der Arbeitsgemeinschaft wurde sofort fonstituiert und ein für die Ausführung der gefaßten Beschlüsse und in Aussicht genommenen Maßnahmen bestimmtes Organ eingefeßt, das aus je einem Unternehmer- und Arbeiterbeauftragten besteht und mit gewissen Bollmachten ausgestattet wurde. Die praktische Tätigkeit soll sofort aufgenommen werden. eine Million Arbeiter." An den Mitgliedern der beiderseitigen Verbände im ganzen Reiche wird es nun zunächst liegen, die in der Vereinbarung der Vorstände vorgesehenen Provinz- und Ortsausschüsse sofort zu bilden und in Tätigkeit treten zu lassen. Es gibt der Aufgaben so viele und so mancherlei, daß man hoffen darf, die dankenswerten Bemühungen der Gewerkschaften möchten überall verständnisvolle Anerkennung und Unterstützung. finden. Aus Industrie und Handel. Der Handel der Vereinigten Staaten im ersten Kriegsmonat. Die Ausfuhr der Vereinigten Staaten im August betrug bloß 110,34 Millionen Dollar gegenüber von 154,08 Millionen im Juli und 187,91 Millionen im Vorjahre. Die Einfuhr hat dagegen weniger gelitten. Sie stellte sich auf 129,4 Millionen gegen 160,18 Millionen im Juli und 137,65 Millionen im August 1913. Umgefehrt war der Export von Gold im August sehr bedeutend, nämlich 18,12 Millionen Dollar gegen eine Goldausfuhr von 1,19 Millionen im Vorjahre. Die Goldeinfuhr war dagegen gering, 3,03 Millionen gegen 5,80 Millionen im Vorjahre. Europa hat seine Guthaben aus Amerifa zurückgezogen. Millionen Dollar. gesandt: 158 Mark 95 Pfg. Abschläglich für Mietzins vom 1. Oktober bis mit 31. Dezember 1914 erhalten, bescheinigt. Leipzig- Li., 8. Oftober 1914. Gustav Rammer für Hermann Törpschs Erben. Um einen Tag später traf folgendes Schreiben der Rechtsanwälte Justizrat Dr. Barth und Dr. Wünschmann ein: Leipzig, den 9. Oftober 1914. Herrn.. Leipzig. Der Zwischenabsatz mit dem Hinweis auf die Arbeiterkundschaft der Gewerbetreibenden könne nun ja allerdings als Androhung eines gewerblichen Boykotts, die im Wahlkampf unzulässig wäre, aufgefaßt werden. Es lägen aber nicht genügend Anhaltspunkte Herr Gustav Rammer hat mich am 7. d. M. namens der bor, die zu solcher Auffassung zwängen. Es sei denkbar, daß ledig- Törpichichen Erben beauftragt, Klage auf Mietzinszahlung lich zum Ausdruck gebracht werden sollte, daß die sozialdemokra- und Räumung gegen Sie zu erheben, weil sie die Zahlung tischen Kandidaten besser die Verhältnisse der Kleingewerbetreiben innerhalb der im Bertrage festgesetzten Frist nicht geleistet haben. den kennten und geeignet wären, sie besser zu vertreten. Deshalb Die Klage ist sofort angefertigt worden. Inmittelſt habe der Senat hier eine unzulässige Wahlbeeinflussung nicht an- haben Sie 158 m. 95 Pf. durch Bostanweisung an Herrn Rammer genommen. gelangen lassen. Sie schulden demnach noch 5 Pf. Mietinsrest und die durch Ihre Säumnis bei mir erwachsenen kosten von 4 M. 20 Pf. Es seien darum gültig die Wahl Senkfeils, der nicht als Hausbefizerkandidat aufgestellt sei und kein Hausbesiker sein brauchte, und die Wahl Haakes, der als Hausbesitzer gewählt worden und auch ein Hausbesizer im Sinne der Städteordnung sei, da ihm und seiner Ehefrau gemeinsam ein Haus gehöre. Das Miteigen tum seiner Ehefrau sei ihm anzurechnen. Ich ersuche Sie, beide Beträge von zusammen 4 M. 25 Pf. bis Klage gegen Sie einzureichen, wodurch Ihnen nicht unzum 13. d. M. an mich zu zahlen, andernfalls bin ich genötigt, die erhebliche Mehrkosten erwachsen. Hochachtungsvoll Unterschrift unleserlich. Anders liege es mit Frise. Seiner Ehefrau gehörten nur fünf Achtel des fraglichen Hauses, während der Rest nicht ihm, sondern dritten Personen zustehe. Er ſei ſo weder Eigentümer eines Hauses, noch habe er ein Nießbrauchsrecht am ganzen Grundstück. Er sei daher nicht Hausbesitzer( Nießbraucher) im Sinne der Städteordnung. Da er aber Hausbesitzer hätte sein müssen er Bruchmühle. Sonnabend, den 17. d. M., abends 6 Uhr: Zahlabend war auch als Hausbefizerkandidat aufgestellt, so sei seine Wahl bei Mille. ungültig. Gerichtszeitung. Eifersucht als Freispruchsgrund. Ein eigenartiger Racheaft" bildete den Gegenstand einer Verhandlung, welche gestern unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Lieber die 3. Straffammer des Landgerichts I beschäftigte. Parteiveranstaltungen. Jugendveranstaltungen. Briz- Buckow. Sonntag, den 18. Oktober: Spielpartie. Treff punkt 2 Uhr nachmittags an den Jdealbauten. Dienstag, den 20. Dttober, abends 82 Uhr, im Lokale von Becker, Chausseestr. 97: 3usammenkunft der weiblichen Jugend. Vortrag der Frau Bohm- Schuch. Briefkasten der Redaktion. Eilige Aus der Untersuchungshaft wurde der in Brescia gebürtige Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hof Stuffateur Giovanni Leonardo vorgeführt, um sich wegen rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Unter den landwirtschaftlichen Produkten hat besonders die Aus- schweren Diebstahls zu verantworten. Der Angeklagte lebt seit Sonnabend von 5 bis 6 1hr statt. Jeder für den Briefkasten befuhr von Baumwolle gelitten. Ihr Export hat fast ganz aufgehört. etwa sechs Jahren mit einer Schneiderin zusammen. Die bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merfzeichen beiWährend er sich im vorigen Jahre auf 16,5 Millionen Dollar stellte, absichtigte Verehelichung kam bisher nicht zustande, da 2. noch zufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, benen teine erreichte er im August dieses Jahres kaum 1,3 Millionen Dollar. verheiratet ist und eine Ehescheidung für ihn als Italiener und Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Ebenso ist der Export von mineralischen Delen von 12,39 auf Satholik nicht durchführbar ist. Verträge, Schriftstücke Im Sommer d. J. glaubte der Fragen trage man in der Sprechstunde vor. 7,84 Millionen Dollar zurückgegangen. Dagegen ist die Ausfuhr Angeklagte entdeckt zu haben, daß die Schneiderin mit einem und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. von Brotstoffen noch etwas gestiegen, von 28,68 auf 29,54 Millionen anderen Manne in mehr als freundschaftliche Beziehungen getreten Aussicht auf Erfolg haben. M. G. 58. Da rechtmäßig gekündigt ist, würde eine Klage feine 2. R. 5. Eine Berüdsichtigung der ReflaDollar, wohl infolge allgemeiner Preissteigerung. Die Ausfuhr von sei. Als er Beweise für die angebliche Untreue seiner Geliebten mation wird schwerlich erfolgen. Wenden Sie sich an die Ersakkommission. Erzeugnissen der Viehzucht ist etwas gesunken, von 11,89 auf 8,53 au haben glaubte, rächte er sich auf eine recht eigenartige Weise. Wegen einer Unterſtügung, auf die Ihre Mutter einen rechtlichen Anspruch Er erbrach einen in der gemeinschaftlichen Wohnung stehenden nicht hat, wenden Sie sich an das Kriegsministerium. E. St. 29. In welchem Maße auch das Geschäft der Vereinigten Staaten Koffer der Schneiderin und entwendete daraus 650 M. Bargeld 1. bis 4. Wenden Sle fich an das Bezirkskommando. Sch. 229. Ber im allgemeinen unter dem Kriege gelitten hat, geht daraus hervor, und die sämtlichen Schmucksachen im Werte von etwa 800 m. langen Sie von dem Hanswirt schriftlich die versprochene Renovierung daß die Clearing- House- Umfäße im September sich stark ver- Diese Beute brachte er zu einem Landsmann, der in der Schön- innerhalb einer von Ihnen gesetzten Frist eintreten zu lassen, drohen Sie mindert haben. In den ersten drei Septemberwochen be- hauser Allee ein italienisches Restaurant betreibt. Als man ihm an, nach Ablauf der Frist würden Sie auf seine Stoften die Renovierung liefen sie sich auf 6,3 milliarden gegen 9,2 Milliarden in der an demselben Tage noch den Diebstahl auf den Kopf zujagte, Eine Klage hätte Aussicht auf Erfolg. vornehmen lassen und führen Sie die Drohung dann aus. gleichen Zeit 1913. Das Geschäft hat um ein Drittel abgenommen. führte er den Polizeibeamten selbst in das genannte Lotal und 3. Etwa 15 M. wöchentlich. 4. Nein, wenn nicht neue Gründe hinzu Immerhin zeigt es sich schon eine gewisse Besserung an. Denn die St. 76. Wiederholen Sie die Aufforderung zur Zahlung, Umsätze find gegen die Vorwoche wiederum gestiegen und zwar ben händigte ihm Geld und Schmudsachen aus. erklären Sie, daß Sie nach Ablauf einer von Ihnen zu stellenden Frist 1,95 auf 2,35, also um 0,4 Milliarden Mark, während sie im Vorflagen würden und flagen Sie dann. A. B. 37. Nein, ausnahms F. J. 4. jahre vom 12. bis zum 19. September bloß von 2,99 auf 3,276, weise fann aus beſtimmten Fonds etwas gewährt werden. O.. 153. Allgemeine Drtskrankenalso bloß um 0,286 Milliarden Dollar angewachsen sind. Wegen Herzleidens untauglich. Reinhold 56. 1. und 2.: Der laffe Berlin, Köpenider Str. 80-82. Stoniul hat Ihnen die richtige Auskunft erteilt. 3. Wenden Sie sich an das Bezirkskommando. 4. Nein. B. B. 1. Leider ist der Meister im Recht. 2. 15. Ja, durch mehrere Jahrhunderte. A. 2. 30. Auskunft über Marineangehörige erteilt das Zentralnachweisbureau des Reichsmarineamts, Matthäikirchstr. 9. 16 E. A. In Aquarien- und Terrarienhandlungen. M. R. 88. Eine solche Stelle ist uns nicht bekannt. Soziales. Kommunalwahlstreit. Die Gültigkeit sozialdemokratischer Stadtverordnetenmandate stand in Frage in einem Kommunalwahlstreit, bei dem ein sozialdemokratischer Wahlaufruf an die Gewerbetreibenden eine große Rolle spielte. Vor Gericht erklärte der Angeklagte, daß er gar nicht die Absicht gehabt habe, sich die Sachen anzueignen, er habe der Schneiderin für ihre Untreue nur einen gehörigen Schred ein jagen wollen, was ihm ja auch gelungen sei. Da verschiedene andere Momente auch dafür sprachen, daß 2. gar nicht eine ernstliche Aneignungsabsicht gehabt hatte, kam das Gericht zu einer Freisprechung. Der Staatsanwalt hatte 4 Monate Gefängnis beantragt. Kleine Nachrichten. Schweres Automobilunglück. Ein folgenschwerer Automobilunfall hat sich, wie dem„ Berl. In Schönebed a. E. waren in der dritten Abteilung am 24. No- Tagebl." berichtet wird, in der Nacht zum Donnerstag auf der vember 1913 drei Stadtverordnete zu wählen, wovon zwei Haus- Chauffee Schroda Posen zugetragen. Das Automobil des besitzer sein mußten. Gewählt wurden die drei sozialdemokratischen Landsturmbataillons Schroda Nr. 2 stürzte aus bisher nicht beKandidaten Sentfeil, Friße und Haake. Dabei wurden getötet: der fönigliche fannter Ursache um. Domänenpächter und Offizierstellvertreter Sarazin aus Schneeschütz, Kreis Schroda, der Lehrer an der hiesigen katholischen Schule und Vizefeldwebel Woyciethowski und der Maschinenfabrifant Landsturmmann Susicki. Der vierte Insasse des Automobils, Hauptmann der Landwehr Heuer, Gymnasialdirektor in Jauer, tam mit leichteren Verlegungen davon. Die Stadtverordnetenversammlung und dann der Bezirksausschuß in Magdeburg erklärten alle drei Wahlen für ungültig. Der Bezirksausschuß führte in seiner Begründung u. a. aus: Die drei Wahlen seien schon darum ungültig, weil die sozialdemokratische Partei sich einer unzulässigen Wahlbeeinflussung schuldig gemacht habe. Und zwar durch ein vom Wahlkomitee an die Geschäftsleute gerichtetes Flugblatt, das im eßten Absatz eine Stimmabgabe für die sozialdemokratischen Kandidaten oder Stimmenthal tung empfehle. In den Ausführungen des Flugblattes an die Gefchäftsleute liege eine gwar berstedte, aber nicht mißzuverstehende Androhung von geschäftlichen Nachteilen für den Fall, daß die Betreffenden nicht die sozialdemokratischen Kandidaten wählen wollten, oder zum mindesten der Wahl fernblieben. Darin liege eine ungesetzliche Wahlbeeinflussung, die die Ungültigkeit der Wahlen schon allein nach sich ziehe. Ein Hausverwalter. fommen. E. 2. 75. . 1908. 1. und 2.: Ja. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über den Großhandel in den Zentral- Markthallen.( Dhne Verbindlichkeit.) Donnerstag, den 15. Oktober. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsen fleisch Ia 80-89, bo. Ila 75-78, do. IIIa 62-73; Bullenfleisch Ia 77-82, do. IIa 67-75; Kühe, fett 65-70, do. mager 57-62, Kalbfleisch: Fresser 67-70, do. boll. 52-60, Bullen, dan. 58-66. Doppellender 115-125; Maſtälber Ia 85-90, do. IIa 65-84; Stälber Hammelfleisch: Maftlämmer 80-84; Hammel la 76-79, bo. IIa 72-75; Schafe 70-75. Schweinefleisch 74-78. Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 kg 3,75-4,00; weiße Saifertronen 3,50-4,00; Magnum bonum 3,50-4,00; Borree, Schod 0,60-0,80; Gellerie, Schod 3,00-6,00; Spinat 50 kg 8,00-10,00 Wachsbohnen Mohrrüben 2,25-2,50; 50 kg 15,00-25,00; ger. gen. Bohnen 50 kg 15,00-25,00; Stohlrabi Schod 0,60-1,00; Wirsingfohl Schock 4,00-10,00; Birsingkohl 50 kg 3,50-4,50; Weißtohl Schod 3,00-8,00, Beigtohi 50 kg 2,00-2,50; Roffobl, Schod 4,00-10,00; Rolfobl 50 kg 2,50 bis 4,50; Roblrüben 50 kg 3,00-5,00; Teltower Rüben 50 kg 5,00-12,00; Blumento hl, Erfurter, 100 St. 10,00-20,00, Rosen fohl 50 kg 22,00-25,00, Meerrettich Echod 5,00-12,00, Petersilien wurzel Schodbund 1,00-3,00; Radieschen Schodbund 0,70-1,00; Salat Schod 2,00-3,00; 3wiebeln, 50 kg 7,00-8,00; Tomaten 50 kg 7,00-10,00; Biefferlinge 50 kg 20,00-30,00; Steinpilze 50 kg 35,00-40,00; Brünlinge 50 kg 15,00-20,00; Champignons 50 kg 25,00-35,00; Gurken Schod 1,25-2,50; Senfgurten, Schod 7,00-10,00; Einlegegurten, Schod 0,60 bis 1,50. Stürbis 50 kg 2,00-3,00. In unserem Leipziger Parteiblatt wird das Verhalten eines Hausverwalters gekennzeichnet, das uns der Gipfel hausherrlicher Unverfrorenheit zu sein scheint. Ein Leipziger Mieter mußte furz vor dem 1. Dktober wegen eines plöglichen Todesfalles verreisen und hinterließ, daß er nach seiner Rüdlehr den Mietsbetrag für das Das Oberverwaltungsgericht hob am Mon- Quartal Oftober Dezember entrichten werde. Das ist geschehen. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis tag auf die Berufung der Gewählten, die Senkfeil vertrat, aut Postquittung hat der Mieter den Mietsbetrag in Höhe von Sonnabendmittag: Kühl. Im Norden am Tage vorwiegend heiter, in das Urteil des Bezirksausschusses auf und ent- 159 M. an den Verwalter, einen Herrn Rammer, abgesandt. Ver- den Morgenstunden meist nebelig. Jm Süden vielfach wolkig; nirgends schied, daß die Wahlen von Senffeil und Haake sehentlich wurde bei der Einzahlung vergessen, 5 Pf. Bestellgeld bei- erhebliche Niederschläge. Schutz gegen Erkältung! Damen Herren Stets warme trockene Füße! PINES CONDOR 00 Kinder Herren Damen weiches Chromleber, Friesfutter, für emfind- 690 liche Füße... Bortalf mit Zwischenfohle, Roß- 1250 Chevreau- Einfah.. 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