Nr. 286. 6 5 Pfennig Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 m., monatl. 1,10 m., wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Beitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Marl, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz cricbeint täglich. dansol Montagsausgabe Vorwärts 5 Pfennig 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Big.. für politische und gewertschaftliche Vereins und Bersamminungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.( zuläffig 2 fettgebrudte Worte), jedes writere Wort 10 Pig. und Schlafstellenan Stellengesuche zeigen das erste Wort 10 Pig.. jedes weitere Wort 5 Bfg. Borte über 15 Buch staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Summer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition is bis 7 1hr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutfchlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplak. Nr. 151 90-151 97. Montag, den 19. Oftober 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Shin the diff Bevorstehende Kriegserklärung Portugals? Vier deutsche Corpedoboote gefunken. Mailand, 18. Oktober.( W. T. B.) Die Die vornehmste Sorge der provisorischen Regierung war| Schiffe abgefehen zu sein, die sich in der ersten « Gazetta" empfing ein offiziöses Telegramm denn auch, die Anerkennung Englands zu finden, auf deffen Beit des Krieges hierher geflüchtet haben, um dem Gekapertempfing ein offiziöses Telegramm Betreiben dann auch Frankreich, Spanien und Deutschland werden durch englische und französische Kriegsschiffe zu entüber Bordeaux, daß England die bewaff- das republikanische Regime anerkannten, worauf der neue gehen. Die Kriegserklärung Portugals ist also nichts nete Hilfe Portugals für den jetzigen portugiesische Minister des Auswärtigen, Herr Bernardino anderes als eine der vielen Maßnahmen Englands, die den Machado, ostentativ efflärte, so sehr er auch darauf be- 3wed verfolgen, die deutsche Handelsflotte zu ruinieren. Krieg verlangte. Die portugiesische bacht sei, mit allen fremden Nationen gute Beziehungen Regierung habe beigepflichtet und aufrechtzuerhalten, so würde er doch ganz besonders dan a ch das Parlament berufen, welches ohne weiteres 3 u st i mmen würde. Ueberall herrsche großer Enthusiasmus darüber. * England zieht immer weitere der von ihm abhängigen Vasallenstaaten in den Weltbrand hinein. Auf sein Betreiben wird jetzt auch die Regierung Portugals dem Deutschen Reich den Krieg erklären. Ueberraschend kommt diese Meldung nicht. Schon bald nach Kriegsbeginn tauchten in der Presse der neutralen Staaten Gerüchte auf, Portugal rüste zum Kriege. In Anbetracht der politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeit Portugals von England und der Tatsache, daß zwischen beiden Staaten seit langem ein enges Vertragsverhältnis besteht, hatten diese Gerüchte Anspruch auf Wahrscheinlichkeit. Wenn die portugiesische Republik troßdem bisher mit ihrem offiziellen Beitritt zur Sieben- MächteSoalition gezögert hat, so jedenfalls nur deshalb, weil es ihr noch immer nicht gelungen ist, im eigenen Lande festen, sicheren Boden unter den Füßen zu gewinnen. Ueber die ersten Versuche einer Reorganisation der trostlosen inneren Verhältnisse ist sie bisher kaum hinausgelangt. Jede Schwächung des Ansehens der jetzigen mattliberalen Regierung durch unglückliche Kriegszufälle könnte daher gar leicht zu einem Sturz der jungen republikanischen Verfassung führen; denn haben auch die strengen Maßnahmen des jezigen Bourgeois regimes die klerikalmonarchistische und die radikal- demokratische Agitation zurückgedrängt, so ist doch die innere Gärung im Lande feineswegs erloschen. Ein unglücklich verlaufender Krieg wäre deshalb für den Fortbestand der Republik eine gefährliche Sache; aber schließlich scheinen doch der Druck und die Versprechungen Englands alle diese Bedenken beseitigt zu haben. trachten, die Bande zu festigen, die Portugal feit langem mit England verbänden. Der alte Bündnisvertrag zwischen England und Portugal wurde sofort erneuert. Die wichtigsten Artikel dieses Vertrages lauten nach der von der englischen Regierung im Dezember 1898 vor dem Oberhause abgegebenen Erklärung: Untergang von vier deutschen Torpedobooten. Amtlich. Berlin, 18. Oktober.( W. T. B.) Am 17. Oktober nachmittags gerieten 1. Zwischen Portugal und Großbritannien wird ein bestän- unsere Torpedo booke S. 115, S. 117, diges und dauerndes Bündnis und Freundschafts- G. 118, G. 119 unweit der holländischen Küste in verhältnis bestehen. 2. Das Bündnis zwischen Portugal und Großbritannien Kampf mit dem englischen Kreuzer wird durch kein anderes Bündnis oder Vertragsverhältnis aufgehoben werden, das irgendeiner diefer beiden Staaten eingeht.« Undaunted" und vier englischen 3er3. Jeder der verbündeten Teile wird die künftigen Angriffe, fförern. Nach amtlichen englischen Nachversuchten Schädigungen, liftigen und niederträchtigen Anschläge, die ihm zur Kenntnis kommen, verhindern und den anderen ver- richten wurden die deutschen Torpedobündeten Teil vollständig und sofort vor solchen Machenschaften boote zum Sinken gebracht und von 4. Reiner der verbündeten Teile wird die Feinde, Rebellen ihren Besatzungen 31 Mann in England warnen. oder Flüchtlinge des anderen Teiles in sein Gebiet zulassen oder begünstigen, noch wird er wissentlich dulden, daß sie augelassen oder begünstigt werden oder dort unter irgendeinem Vorwande öffentlich oder im geheimen wohnen 5. Keiner der verbündeten Teile wird zulassen, daß in feinem Gebiete Schiffe gemietet oder gekauft werden, die zum Schaden des anderen Teils verwendet werden könnten. 6. Wenn das Gebiet eines der verbündeten Teile von Feinden oder Widersachern angegriffen und betreten wird oder dieſe Versuche unternehmen oder irgendwie geneigt sein sollten, dieses Verlangen Hilfe an Leuten, Waffen, Schiffen usw. senden zur gelandet. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes. gez. Behn ck e. Die Amtlich. Großes Hauptquartier, 18. OkGebiet zu verlegen oder zu betreten, so soll der andere Teil auf tober, mitfags.( W. T. B.) Auf dem westBerteidigung der europäischen Gebiete des angegriffenen Teils lichen Kriegsschauplah ist der gestrige Tag im allgemeinen ruhig verlaufen. Die Lage ist unverändert. oder nach anderen beliebigen Besitzungen desselben, gegen die ein Angriff vorbereitet wird. 7. Wenn irgendeine Erwerbung oder Kolonie eines der bei den Teile von Feinden verletzt oder betreten wird oder wenn biese versuchen, planen oder irgendwie geneigt sein sollten, sie zu so Waffen, Schiffen usw. zur Verteidigung der genannten Kolonien Auf dem östlichen Kriegsschauverlegen, fo foll ber andere Teil auf Berlangen Hilfe an Leuten, pla zz sind unsere Truppen in der Gegend von oder zu deren Wiedergewinnung, falls fie verloren gegangen find, Lyck im Vorgehen. Der Kampf bei und südlich Warschau dauert an. senden. Der französische Bericht. Die Pariser Meldung vom 17. Oktober lautet:„ Auf unserem linken Flügel keine Veränderung. In der Gegend von Die Anhänglichkeit an England gehört gewissermaßen zu den alten politischen Traditionen Portugals. Hat es auch an gelegentlichen kleinen Zwistigkeiten zwischen England und Portugal wegen des portugiesischen Kolonialbesizes in Afrika und Indien nicht gefehlt, so befindet sich doch seit mehr als einem Jahrhundert Portugal völlig im Schlepptau Auf Grund dieses Vertrages ist Portugal unzweifelhaft der englischen Politik. In seiner Furcht vor einer Anneftion gebunden, England auf deffen Aufforderung mit Soldaten feines Gebietes durch Spanien und dem maritimen Ueber- und Schiffen zu unterstüßen, denn es ist keineswegs erforgewicht Frankreichs, dazu außerstande, die Ueberbleibsel derlich, daß deutsche Truppen englisches Gebiet betreten, es feines einstigen weitverzweigten Kolonialbesizes aus eigener genügt schon, daß die deutsche Heeresmacht irgendwie gern am rechten Ufer des Lys haben die Verbündeten FleurKraft gegenüber den großen Kolonialmächten zu behaupten, aenei at scheint, britisches Land- oder Kolonialgebiet baig befest, ebenso die unmittelbare Umgebung von Armentières. fuchte Portugal ganz naturgemäß engen Anschluß an das zu verlegen, um Portugal zur Unterstübung zu verpflichten. Bei Affae und Saint- Mihiel haben wir weiter etwas meerbeherrschende Albion, die größte Seemacht der Welt. Eine wesentliche Bedeutung für die Gestaltung des Terrain gewonnen. In Belgien haben die deutschen Truppen, Und dieses Verhältnis gestaltete sich um so enger, als Por- iebigen Riesenkampfes zwischen den europäischen Groß- die Westbelgien besest halten, die Linie Ostende- Thouront tugal, das noch heute fast reines Agrarland ist, in insu- mächten hat Portugals Kriegserklärung nicht. Es kann nur Menin nicht überschritten. Verhältnismäßige Nuhe auf dem strieller Beziehung England nirgends hindernd in den Weg wenige Kreuzer und Kanonenboote stellen, und sein Seer be- größten Teil der Front. trat, wohl aber das englische Kapital in Portugal und dessen läuft sich nur auf 50 000 bis 60 000 Mann, die zudem nach In Rußland keine bemerkenswerten Veränderungen auf afrikanischen Kolonien Angola( 1 270 200 Quadratkilometer Versicherung Sachverständiger recht schlecht ausgerüstet find. der Front in Ostpreußen. An der mittleren Weichsel wurden die mit 4,2. Millionen Einwohnern) und Mozambique( 761 100 Aus Rücksicht auf die Klerikal- monarchistische, radikal- demo- beutsch- österreichischen Heere auf der ganzen Front in die DefenQuadratkilometer mit 3,1 Millionen Einwohnern) günstige fratische und anarchistische Bewegung im Lande tann five gebrängt. Süblich von Brzemy 81 bauern die Kämpfe fort; die Ruffen haben 500 Gefangene gemacht." Anlagegelegenheiten fand. Besonders steht Mozambique mit aber diefes Geer nur au einem Teil außerLaurenço Marquez völlig unter englischem Einfluß. Es ist balb des Landes verwendet werden, ganz abeigentlich nur nominell eine portugiesische Kolonie Kapital, gefehen davon, daß unter den Offizieren und den aus nordSchiffahrt, Bankwesen, Handel befinden sich zum weitaus portugiesischen Gegenden stammenden Soldaten der KleriKopenhagen, 18. Oktober.( W. T. B.) Berlingske größten Teil in englischen Händen. falismus und Royalismus viele Anhänger hat. Was machen Tidende" meldet aus London: Seit Donnerstag steht ein ver. Wie abhängig fich Portugal von England fühlt, zeigt in dem jebigen gewaltigen Ringen von Millionen 20 000 8 weifelter Kampf in der Umgegend von pern und die bekannte Tatsache, daß, als am 4. Oktober 1910 in Bor- oder vielleicht auch 30 000 schlecht ausgebildete Soldaten aus, Gourtrai, wo die deutschen Abteilungen von Antwerpen mit tugal die Revolution ausbrach und sich am folgenden Tage die sicherlich zum Teil lieber gegen das„ papftfeindliche" größter Heftigkeit auf den äußersten linken Flügel der Franzosen die republikanische Regierung konstituierte, der erste Bara- republikanische Bourgeoisregiment in Lissabon kämpfen brüden, um eine Verbindung zwischen dem deutschen westlichen graph des von ihr verkündeten neuen republikanischen Bro- würden als gegen Deutsche und Desterreicher. Vornehmlich Flügel in Belgien und dem deutschen rechten Flügel in Frankreich gramms folgenden Wortlaut hatte:„ Alle bestehenden Ver- scheint es denn auch von England und seinem Vasallen auf berzustellen. Die Anstrengungen waren bisher erfolglos, fie werträge und Verpflichtungen werden anerkannt. Besonders die in Lissabon, Lagos und dem Hafenplas ben mit unverminderter Gewalt fortgefekt. Gleichzeitig griff ein geschäzt wird das Bündnis mit England." Zeiroes bei Oporto liegenden deutschen' starkes gemischtes deutsches Korps die englische und französische BeDer Kampf bei ypern. satzung von O st e» d« und die französisch«« Marinesolbaten an, dic den Rückzug der Belgier nach Dünkirchen deckten und eine ver. schanzte Stellung zwischen Tixmuiden und Roulers vorbereiteten. Der Ausgang des Kampfes ist nicht bekannt, doch wird nicht ge- glaubt, daß die Verbündeten ihre Stellung halten werden. Die Bewegung dcS Heere? ist sehr durch die flüchtende belgische Bevöl- kcrung gehemmt. Der nächste große Kampf wird bei D ü n- kirchcn erwartet, wo die Franzosen und Engländer starke Feld- b e f e st i g u n g e n um die Stadt angelegt und große Ueber. schwemmungen vorgenommcn habe». Hier daS Borrücken der Deutschen zu verhindern, ist von allergrößter Bedeutung, da .es dem linken Flügel der Verbündeten gilt. Die Lage in Mtwerpen. Rotterdam, 18, Oktober.(SB. T. B.) Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet vom 17. Oktober: Zurück- kehrende Reisende erzählen aus Antwerpen: Mehrere Kaffeehäuser und einige Läden sind geöffnet: gestern war wieder frisches Brot erhältlich, aber noch keine Milch. Die Straßenbahnen sind noch nicht im Betrieb. Die Wasserleitung wurde an vielen Orten hergestellt. Deutsche Matrosen öffneten heute auf Befehl einen Fleischer- laden: aber das fleisch war verdorben. Auf den Straßen ist es noch sehr still. Die deutsche Besatzung verhält sich gut und wechselt Grüße mit den Vorübergehenden. Gestern wur- den an vielen Straßenecken Maschinengewehre aufgestellt und an der Zentralstation ein Feldgeschütz hinter Sandbarrikaden. Gestern befanden sich noch nicht viele Flächt- » linge auf der Rückkehr. Die belgischen jlüchtlinge. �' London, 17, Oktober.(Meldung de? Reuterschen Bureaus.) Zur Ueberführung belgischer Flüchtlinge nach England hatte die Regierung eine Anzahl Marinetransportschiffe aus- gesandt. Allein am Donnerstag wurden 8000 bis 10000 Flüchtlinge ausgeschifft und werden vorläufig in einer von der Regierung errichteten Zentralzufluchtsstelle untergebracht, von wo sie später an die verschiedenen Familien des Landes, die sich zu deren Aufnahme erboten haben, verteilt werden. Die Regierung sowie private Hilfskommissionen sandten ferner Schiffe mit Lebensmitteln nach Belgien. Außerdem wurden große Geldfummen für die belgischen Notleidenden gebammelt.__ westlicher Kriegsschauplatz. Der österreichische Schlachtbericht. 40 000 russische Verluste bei Przemysl. W i e u» 18. Oktober.(SB. T. B.) Amtlich wird der- lautbart: 18. Oktober mittags: Unser Angriff in der Schlacht beiderseits des Strwia�flusses wurde gestern fort- g es etzt und gelangte stellenwelse bereits nahe an die feind- lichen Linien heran. An einzelne» Punkten arbeiten sich unsere Truppen wie im Festun gs kriege mit Lauf- graben vorwärts. In der vergangenen Nacht wurde« meh- rrre Zlngriffsversuche der Russen blutig abgewiesen, auch heute ist die Schlacht auf der ganzen Linie im Gange. Unsere schwere Artillerie hat eingegriffen. Die Verfolgung des nördlich Whszkows geworfenen Feindes wird fortgesetzt. Andere Teile nnserer über die Karpathen vorge- rückte» Kräfte sind bis Lnbience ans die Höhe» nördlich Orow und in den Raum von Uroz vorgedrungen. Die V e r I u st e der Russen bei ihrem Angriff auf Przemysl werden auf 4v lM Tot? und Verwundete geschätzt. Der Stellvertreter des Chefs des GeneralstabeS: v. H o e f e r, Generalmajor. Der russische Schlachtbericht. Petersburg, 18. Oktober.(W. T. B.) Amtlich. Es ist keine bedeutsame Aeuderuug au de« Fronten zu verzeichnen. In O st p r e« ß e u herrscht Ruhe. Die Kämpfe an der mittleren Weichsel und in Galizien entwickeln sich. Die russische Kriegsführung. das öombaröement von Lille. Eine englische Seschulöigung. Amsterdam, 18. Oktober.(Privattelegramm beS „V o r w ä r t S") Die englische Presse diskutiert die russische Kriegsführung. Die„Times" schätzen die deutsche Ostarmce auf einundeinhalb Millionen einschließlich 270 000 Lesterreichcr in Schlesien. Der„Daily Telegraph" meint:„Nicht Rußland, sondern Deutschland muß eilen. Rußland zieht es vor, auf eigenem Boden zu kämpfen. Ehedem forderte das Prestige, den Feind von dem eigenen Land fernzuhalten; jetzt steht dem daS Ziel der Ver- nichtung des Feindes voran." Der„Manchester Guardian" stimmt in diese zur Beruhigung deS Publikums ersonnenen Vorwände nicht ein. Er schreibt:„Rußlands Mobilisation war früher vollendet, als Deutschland die Frankreichs erwartete. Rußland vergalt in Galizien daS Auffangen des erstcn Stoßes durch Frankreich. Es unterläßt aber, Deutschland durch fortdauernden Druck auf seine Grenzen zu erschöpfen. Heute sind dic russischen Truppen weniger weit»lS zu Ende deS ersten KricgsmonctS. SamsomowS ostpreußische Niederlage wiegt schwerer alS die bei M u k d e n, da bei Tanncnberg allein soviel Gefangene gemacht wurden wie bc< Mulden Grsamtverlustr waren. Hindenburg ist nahe bei Warschau, Przemysl ist entsetzt. Bor einem Monat schien es, alS ob die Deutschen mindestens auf einem Kriegsterrain sich einem stärkeren Feinde segenübersähen. Man sollte glauben, daß die Fran- zosen und Engländer mindestens einundcinhalbmal so stark wären. Dem ist aber nicht so, auch nicht im Osten, sonst wären die Russe� nicht so schnell zurückgewichen. Die Verbündeten unter- schätze» die deutschen Reserven. Die russischen Reserven sind ebenso ungeübt wie die englischen und schwerer aufzubringen, weil die russischen Zustände die Sterblichkeit und das Altern de- schlrunigeit." In Lille ist daS Kunstmuseum unbeschädigt. Eine Granate durchschlug das Dach des Nenaissance-StadthauscS. Das Bombardement dauerte zwei Stunden. In der breunenden Stadt wurden 12 Geiseln genommen. Reuter meldet, daß der britische Botschafter die Lufmerk- samkeit der Washingtoner Regierung auf die Verletzung der Reu- tralität bei den Philippinen lenkte, wo ein deutsche? Schiff angeblich Kohlen einnahm. Eine Untersuchung sei angeordnet worden. Der Seekrieg. Sperrung öes Rigaischen unü Zinnischen Meerbusens. Petersburg, 17. Oktober.(W. T. B.) Da die Anwesenheit von deutschen Unterseebooten am Eingang des F i n- nischenMeerbusens festgestellt ist, ebenso wie die Aus- legung von Minensperren durch den Feind an den Küsten Rußlands, so bringt die Kaiserliche Regierung zur öffentlichen Kenntnis, daß die russischen Marinebehörden ihrerseits gezwungen sind, ähnliche Maßregeln in weiterem Umfange zu treffen. Folglich muß die Schiffahrt in dem Gebiet nördlich von 58 Grad 50 Minuten nördlicher Breite und östlich vom 21. Grad Null Minuten östlicher Länge von Greenwich und diejenige am Eingange des Rigai- schen Meerbusens und in den Küstengewässern der Alands- Inseln für gefährlich gelten. Damit an den Feind- seligkeiten Nichtteilnehmende den Kriegsgefahren nicht aus- gesetzt seien, sind Ein- und Ausfahrt des R i g a i s ch e n und des Finnischen Meerbusens von der Verkündigung dieser Bekanntmachung an als geschlossen anzusehen. Der Untergang öes Kreuzers„yawte". Stadanger, 18. Oktober.(W. T. B.) Gestern ist hier der Dampfer„Modesta" eingetroffen, der 48 Mann von der Besatzung des englischen Kreuzers„H a W k e" aufgenommen hatte. Die„Modesta" hatte von dem Untergang des Kreuzers niHts gesehen. Sie traf ein Boot mit den Ueberlebenden fünf Stunden nach der Katastrophe etwa sechzig Meilen von Peterhead. Die„Modesta" fuhr eine ganze Stunde zurück in der Nichtung, aus dar das Boot mit den Geretteten gekommen war, konnte aber ke i n e weiteren Schiffbrüchigen finden. Gerade als die „Modesta" die Ueberlebenden aus dem Boot an Bord gc- nommen hatte, tauchte vor ihrem Bug für einen Augenblick .ein Unterseeboot auf. Tie„Modesta" fuhr nach der britischen Küste, wo sie die Geretteten einem Fischdampfer übergab, der sie an Land brachte. Zwei englische Dampfer vermißt. London, 17. Oktober.(W. T. B.) Zeitungen vom 14. Ockto- ber melden, daß zwei Dampfer aus A b e r d e e n, die mit de« Auffischen von Seeminen beschäftigt waren, als vermißt ge» meldet werden. Man Hab« von ihnen feit dem 1. Oktober nicht? mehr gehört. Die Besatzungen betrugen 21 Mann. Cin schwedischer petroleumöampfer beschlagnahmt. Göteborg, 17. Oktober.„Handelstidning" meldet, daß der schwedische Dampfer„Beta" auf der Reise von Amerika nach Schweden mit einer Ladung Petroleum von den Engländer» beschlagnahmt und nach den Orknehinseln geführt wurde. Deutschfeinöliche Unruhen in England. London, 18. Oktober.(Meldung deS Reuterschen Bureaus.) in D e p t f o r d bei London sind in der ver- gangenen Nacht deutschfeindliche Unruhen ausgebrochen. Tie Läden, die sich in deutschem Besitz befinden, wurden zerstört, einer wurde in Brand gesteckt. Trappen sind zur Unterdrückung der Unruhen aufgeboten. Die Neutralität Rumäniens. Wien, 18. Oktober.(W. T. B.) Die„Reichspoft" meldet aus Bukarest: Unter dem Vorsitz des Königs F e r d i- n a n d fand eine Beratung des Kabinetts mit Hinzu- zichung aller Parteivorstände statt. Im Verlaufe der Bc- sprechunge» wurde die bisherige Haltung der Regierung ge- billigt und festgestellt, daßkcineUrsachrn vorliegen, die geeignet wären, eine Aenderung der Haltung Ru- mäniens zu bewirken; zugleich wurde die Bildung ein.s großen Kabinetts auf weiter Grundlage erwogen nnt> in dieser Beziehung eine Uebereinstimmungfürdert Möglichkeitsfall herbeigeführt. Die Haltung Südafrikas. London, 17. Oktober.(W. T. B.) Das Reuterfche Bureau meldet aus Pretoria vom 10. Oktober: Zwischen General SmutS und dem im Bezirk« von Kroonstad kommandtsrendc» Offizier sind Telegramme gewechselt worden. Der Offizier meldet«- daß ein« den ganzen Oranje» Freistaat nördlich vo» Bloemfontein vertretende Versammlung von Kommandanten w Kroonstad einstimmig eine Resolution angenommen habe, welche- die Berpflichtung zur Unter st ützung des Bundesregierung innerhalb und außerhalb des Staat»- gebiete? anerkannt wird. Die Kommandanten forderten d>« Mobilmachung der Bürger, um einen Aufstand zu verhindern. SmutS erwidert, ein« Mobilmachung würde eine unnötig groß« Menge von Truppen ergeben; er danke jedoch den Kommandanten für ihre patriotische Haltung. Di« Bedeutung der Versammlung in Kroonstad liegt darin, daß der Oranje-Freistaat Sachen der Operationen gegen Deutsch-Südwest bisher eine lau« Haltung eingenommen hat. Die Kriegskontribution Antwerpens. Wie der„Frankfurter Zeitung' mitgeteilt wird, beträgt die Antwerpen auferlegte Kriegskontribution 80 Millionen Frank.-- Von englischer Seite war behauptet worden, die Kontribution be- trage 400 Millionen Frank. Wie es in Antwerpen aussieht. Antwerpen, 11. Oktober 1914.(Eig. Ber.) I. Als wir nach dem unvergeßlichen nächtlichen Einzug in Ant- Kerpen mit einiger Mühe ein Hotel ergattert hatten(es war jenes Hotel Weber, desien deutscher Besitzer lm Anfang deS Krieges so oft totgesagt wurde), ließ eS uns trotz der späten Stande keine Ruhe. Wir machten uns xu ein7m kurzen Rundgang auf. Immer noch strömten deutsche Soldaten die breiten Boulc- vards entlang. Je näher wir dem alten Stadtviertel kamen, desto heller wurde ein roter Feuerschein, den wir schon von weitem be- obachtet hatten. Durch halbdunkele enge Gassen drangen wir end- lich bis zum Groenplat» vor. Hier standen ein Paar große Häuser in hellen Flammen, während die ganze Häuserreihe einer Nebenstraße schon niedergebrannt war. Das Bronzcstandbild von R u b e n s, das die Mitte dieses Platzes ziert, war vom Feuer- schein blutrot übergössen. Das Feuer konnte nur schwer gelöscht werden, denn es fehlte «n Wasser und Wasserdruck. Wassermangel Ist Antwerpens größte Kalamität heute. Wassermangel auch ein Grund zur Uebergabc der Festung gewesen. Nachdem deutsch« und belgische Granaten im Kampf um Fort Waelhem daS dort befindliche Wasserwerk der Stadt zerstört, oder richtiger, empfindlich geschädigt hatten, war Antwerpen auf seine Pumpen und Brunnen angeiviesen— ein ganz unhaltbarer Zustand. Jetzt muhte, um die verschied-nen noch wütenden Brände zu löschen, die Feuerwehr au? der Scheide Wasser pumpen. Der Groenplats war trotz des malerischen Feuerschauspiele fast leer von Menschen. Nur ein paar vntwerpener Polizisten standen. herum. Bon der Leichtgläubigkeit und leicht erregbaren Phantasie der Antwerpener, die darin den Brüsselern nichts nach- geben, zeugt folgendes: Wir redeten mit einem Schutzmann über die Schrecken der Belagerung, Als wir uns entfernt hatten, kommt er plötzlich nachgeschlichen, zupft mich am Aerinel und fragt leise: „Mynheer. ist es wahr, daß alle Antwerpen« Polizisten nächstens standrechtlich erschossen werden?" Durch enge dunkle Gassen stapften wir weiter. Auch an GaS und elektrischer Kraft scheint es noch zu fehlen. Dafür scheinen Hunde und Katzen das Regiment zu führen. Jeden Augenblick heult oder bellt oder huscht irgendetwas Schwarzes auf uns zu oder an uns vorbei. Plötzlich stehen wir vor der Kathedrale. Tie Nacht ist ziemlich trüb. Dennpch können wir an dem schlanken riesenhohen Leibe de» Turmes emporsehen. Oben an der Spitze des Turmes weht etwas Weißes. Ist es daS Zeichen der Uebergabe oder ist es schon die Flagge des Sieger». Trotzdem es spät am Abend war, stand eine Menge von Soldaten vor der Kathedralr und sie bewunderten---«wuchs noch schwarz vom Pulverdampf— die größte und schönste gotische Kirche, die Belgien und Holland aufzuweisen haben. Von der Kathedrale bis zum Grote Markt waren nur ein paar Schritt. Der Grote Markt bot einen ungemein malerischen Anblick. Hier stehen die ältesten Häuser von Antwerpen— links und rechts um den Renaissancebau des Rathauses. Mitten auf dem Marktplatz steht der berühmte Brabobrunnen: Held Brabo schleudert die dem Riesen Antigonus abgehauene Hand in die Scheide(nach der Sage stammt der Name Antwerpen von Hand- werfen). Heute aber wimmelt alle? von Truppen. Im Scheine von Fackeln, Autolaternen und ein paar trüben Kandelabern sahen wir Infanterie und Marine, Maschinengewehre und Feldgeschütze. DaS Rathaus selber war erleuchtet. Hier standen, auch schon Männer und Frauen der Bevölkerung. Wir sprachen mit einem Unteroffizier der Marine. Er war Kapitän eine? Hamburger RickmerS-DampferS, der zufälligerweise gerade im Antwerpener Hafen gelegen hatte, als der Krieg ausbrach. Er hatte sein Schiff schleunigst verlassen müssen und war eingezogen. Jetzt war er wieder hier. Er war schon am Nachmittage draußen in den Docks gewesen und hatte seinen Dampfer wohl aufgefunden. Die Sen» sationsgeschichten über 32 in die Luft gesprengte deutsche Schiffe waren wieder einmal Gerücht gewesen. Nur so viel konnte er bezeugen: Die Belgier oder Engländer hatten durch kleine Dynamit- sprengungen Teile der Maschinen seines Schiffes zu zerstören persucht. Bom Grote Markt drangen wie durch weitere Seitengassen bis an die Scheid« vor. Aber es lag alle? leer. Weder das große Gitter, das den Freihafen von der Stadt trennt, noch der Ausgang zur Promenade, die sich hier über die Dächer der Zollschuppen hin. zieht, waren offen. Wir kehrten ins Hotel zurück. Noch lohte hier und da der Feuerschein. Aber die Schläuche hatten jetzt Wasser gefaßt, und auf dem Groenplat» war man des Brandes schon Herr geworden. AlS wir auf den Boulevard gelangten, zogen noch immer Soldaten ein und aus. Wir stiogen die Treppe im Hotel empor und hörten aus einem Saal unten eine kurze Rede, ein kurzes Hurra und ein langes GläserMngen: dort feierten die Sieger. Am nächsten Morgen, es war Sonntag, sahen wir die Stadt, wie sie wircklich aussiehc. Deutsche Regimentsmusik hatte uns geweckt. Als wir ein Lokal zum ersten Frühstück suchten(denn hier im Hotel gibt es gar nichts), merkten wir, daß wir wirklich in einer eroberten Festung waren. Fast alle Lokale waren geschlossen, die meisten waren mit Holz vernagelt. Und wie die Lokqle, so auch die Läden. Und trotz deS warmen Sonntagvormittag» waren auf dem Boulevard zwischen dem Hotel Weber und dem Zentralbahnhof, sonst der Mittelpunkt des hiesigen riesigen Aniwerpener Sonntags- Verkehrs, kaum fünfzig Menschen zu sehen. Endlich fanden wir in einer kleinen Konditorei Aufnahme. Von den 400 000 Einwohnern Antwerpens war im Augenblick kaum ein Zehntel noch in der Stadt. Alle« andere war in der Richtung auf Holland geflohen, Di« Zustand« während der Be- I schießung waren schrecklich. Di« großen Straßen waren abgesperrt. I Das Volk wußte von nichts— auch von Engländern und von der Anwesenheit des englischen MarineministcrS hat kein Ant« werpener Bürger etwas zu sehen bekommen. Schließlich so erklärte uns ein belgischer Bankbeamter, den wir Äaffeettsch trafen— war die Spannung und Erregung unter dem ewigen Eindruck der einschlagenden Granaten so groß, daß völlige Gleichgültigkeit eintrat:„Macht mit un», macht mit Antwerpen, was ihr wollt— nur Ruhe, Ruhe, eint Stunde Ruhe." Es gibt Familien in Antwerpen, die die ganzen zehn Tage de« Belagerung nicht au» ihrem Keller herausgekommen sind. Wir haben Keller gesehen, dw wie Wohnzimmer eingerichtet waren- Die Kellerfenster, vielmehr die Eisenroste, die die Kellerfenster' löcher gegen die Straße schützen, sind noch jetzt mit Säcken bedeckt. Ueberall stießen wir auf diese Säcke, teilweise doppelt und dreisa-h überliegend. Soviel wir die innere Stadt und den Norden bis jetzt besichtigt haben, ist von der eigentlichen Beschießung nur hier und da etwa» zu spüren. Sehr schlimm aber soll es in der Vorstadt Berchem aussehen, die— in der Richtung Mecheln liegend— schein« bar einzig und allein unter der Beschießung gelitten hat. Mer>' würdigerweise hat eine kleine Granate den hintersten Anbau dek Kathedrale getroffen, aber nur eine Mauer durchschlagen. Do» Loch ist so unscheinbar, daß man es erst bei näherer Betrachtung sieht. Auf der Kathedrale weht oben— 123 Meter hoch— l"e deutsche Flagge, Auch von dem Absatz, der die große Uhr trägt, hängen ein paar schwarzweihrote Banner herab. Aber sonst kann sich(bis heute wenigsten«) daS schwarzweißrote Flagaenmeer des Skadt mit demjenigen v den Farben des Dreiverbandes nicht messen, sondern überall sieht man an den Balkons, aus den Fenstern herab, die Fahnen Belgiens, Frankreichs und England» wehen. Lange wird die» freilich nicht mehr dauern. Schon emp« stehlt eine Kundmachung des deutschen Gouverneurs das Einziehe." ver nationalen Flaggen, und als wir mittags in einer Nebengasse der Rue de M««r saßen, bemerkten wir, wie zwei Feuerwehrleute bei der Arbeit waren, eine große schwarzgelbrote Fahne herunter« zvholen. II. An der Schelde herrschte am Sonntag mittag reges militärische» Leben. Zwar die großen Zollschuppen waren ganz abgesperrt. Da« gegen die Fähre nach dem anderen Ufer der Scheide war völlig vom Militär in Anspruch genommen. Die fliehenden Belgier und Eng« länder hatte» e» sich zwar bequemer gemacht. Bier, fünf Schiff»« körper, quer im Strome liegend, jeder mit Resten von Pontonzeug, bewiesen, daß die Belgier und Franzosen ihre Flucht nach Westen von langer und geschickter Hand durch eine regelrechte Brücke vor« bereitet hatten. Da diese Brücke von den abziehenden Truppen zer« sprengt war, benutzten unsere Leute(Soldaten aller Gattungen) ihre großen Poiuonboote: Menschen, Pferd«, Autos, Geschütze wur« Ein Protest gegen die Verlegung der belgischen Neutralität. Genf, 18. Oftober. Die Versammlung der Genfer radikal- liberalen Partei( Regierungspartei), die sich mit den bevorstehenden Nationalratswahlen befaßte, genehmigte faft einstimmig den Vorschlag ihres Zentralfomitees, durch das beschlossen wurde, den Genfer Deputierten den Auftrag zu erteilen, der Bundesversammlung eine Motion zu unterbreiten, in der gegen die Verlegung der belgi. ichen Neutralität protestiert wird. ( Frankfurter Zeitung".) Kriegsbekanntmachungen. Nachrichten über Gefangene in Deutschland. Beim Bentral- Nachweise- Bureau des Preußischen Kriegsministeriums ist eine Abteilung eingerichtet, die sämtliche Nach. richten über die gefangenen Angehörigen der feindlichen Heere sammelt, die in Deutschland gefangen gehalten werden. Diese Listen werden durch Vermittlung der neutralen Staaten den Regierungen der betreffenden feindlichen Länder übermittelt, bei benen ebenfalls Zentral- Nachweise- Bureaus bestehen. Außerdem erhält sämtliche Listen die Zentralstelle des Roten Kreuzes in Genf, auch wird eine Liste der belgischen Kriegsgefan genen dem deutschen Gouvernement in Brüssel zugestellt. Diese Listen werden dauernd ergänzt Auskunft fönnen sich die Staatsangehörigen der mit ist. Auch wenn begreiflicherweise zuverlässige Angaben über| Verfügung, da die zur Front transportiert worden find, wo fie die Höhe der täglichen Kriegstoften nicht ge- notwendiger gebrauch werden. Infolge der großen, von unserem macht werben tönnen, ist es doch möglich, fich nach ber Seer erfochtenen Gieg find die in der Heimat Burüdgebliebenen Größe der im Felbe stehenden Armee annähernb ein Bild in gewisser Weise berwant worden, so daß es manchen direkt auf zu machen von den enormen Summen, bie die Kriegsführung Tag für Tag beansprucht. Dabei darf nicht vergessen die Sterben fält, wenn ach unsere Feinde irgendwo einmal einen werden, daß im Beginn der Mobilmachung dem Reiche nur ein fleinen Erfolg haben. Da folche Vorkommnisse nie ausgeschlossen ein find, ist ja nur zu natürlich, liegt aber fein Grund zur Beunruhi Striegsschatz von rund 200 Min. Mark zur Verfügung stand. war infolgedessen beim Eingang der ersten Einzahlung schon über gung vor, und ebenowenig kan daraus ein Grund hergeleitet wer einen nicht geringen Teil der Kriegsanleihe durch Inanspruch- den, die nach reiflicher Uebelegung innerhalb der Grenzen des nahme der Reichsbank verfügt. Möglichen getroffenen Schuhmanahmen in einseitiger Weise zu Der große Sad der Kriegsanleihe" ist also unter feinen übertreiben, Umständen Die württembergische Eisenbahnverwaltung wendet sich mit Maßnahmen zu übernehmen. Das Reich wird durch den einer Warnung an ihr Berfonal. Sarin heißt es: Es ist bedauerStrieg in seiner Finanzkraft so außerordentlich in Anspruch ges " Der grop der Lage, auch noch Ausgaben für soziale nommen, daß es von allen anderen, dem Krieg nicht unmittelbar licherweise vorgekommen, daß von Rahnhöfen aus unwahre beundienenden Ausgaben befreit sein muß. Dieser Notwendigkeit ruhigende Gerüchte über Verluste, Geangennahme deutscher Trupträgt auch die Reichsgefeggebung Rechnung. Sie hat einmal durch pen und dergl. verbreitet worden sin die von Mund zu Mund das Gesez vom Jahre 1888 die Fürsorge für die Familien der immer größeren Umfang angenommen haben und die auf unbeeingezogenen Mannschaften den Gemeinben übertragen, und fonnene Mitteilungen von Eisenbahnbdiensteten zurüdzuführen fie hat ferner durch das Kriegsleistungsgesetz von 1873 auch das waren. Das gesamte Personal wird dringend davor gewarnt, irgendReich von der Entschädigungspflicht für Striegeschäden befreit. Gin welche unbeglaubigte, ihm nur vom Hörenngen bekannt gewordene. Erfaz für diese Ausgaben, die Staat und Gemeinden zur Last Witteilungen über Kriegsereignisse weiterzigeben. Wer derartige fallen, soll erst nach beenbetem Krieg durch besondere Nachrichten verbreitet, hat nicht nur eine Disziplinarstrafe, sondern Geseze geleistet werden. Es stände mithin im vollen Widerspruch zu dieser Gesetzgebung, wenn man vom Reich verlangen unter Umständen auch strenge kriegsgerichtliche Bestrafung zu erwollte, aus einer Kriegsanleihe Mittel für soziale Aufgaben zur warten." Verfügung zu stellen." Will man von der Kriegsanleihe nichts für soziale KriegsSchwere Strafe für dummes Geschwäh. zwecke opfern, so ist es um so dringendere Pflicht, Das Kriegsgericht in Straßburg berurteilte einen Sänddaß hierfür andere Mittel bereit gestellt werden, und zwar ler wegen Verbreitung falscher Gerüchte zu einem Monat fo Deutschland im Kriege befindlichen Länder daher bei ihren eigenen o bald wie möglich. Es braucht auch keineswegs mit Gefängnis. Er hatte in einem Restaurant erzählt, bei Meims Regierungen holen. Das preußische Kriegsministerium gibt seiner- Hilfe einer neuen Anleihe zu geschehen. Im Gegenteil: Neue feien 80 000 Deutsche gefangen genommen worden, Deutschland feits eine Auskunft, auch durch Vermittlung deutscher Staatsange- Anleihen, deren Verzinsung und Amortisation dann doch auch habe fast keine Soldaten mehr, während die Verbündeten geringe höriger, nicht; nur ausländische Quartierwirte fönnen durch ihre wieder den breiten Massen zur Last fält, sind, wenn irgend Berluste hätten; die neutralen Mächte Italien, Schweden, Ginquartierungen, falls sie von ihnen das Beugnis erhalten, baß möglich, zu vermeiden! Es ist an dieser Stelle schon Amerika hielten zu Frankreich, und Deutschland müßte an Belgien fie diese freundlich aufgenommen haben, die weitgehendste Berüc. mehrfach mit allem Nachdrud betont worden, daß sich auch 25 Milliarden Kriegsentschädigung zahlen. fichtigung etwaiger Wünsche erhoffen. ein anderer Weg für die Aufbringung einiger hundert Millionen Kein Austausch von militärischen Gefangenen. Berlin, 18. Oftober.( W. T. B.) Die im Publikum verbreitete Nachricht, daß ein Austausch friegsgefangener Offiziere und Mannschaften in Aussicht stehe, ist durch aus irrig. Möglich ist nur ein Austausch der in den verschiedenen Ländern festgehaltenen Bibilpersonen. Der Prozeß Princip. Mit dem Briefvertehr hat das Bentral- Nachweise- Bureau für soziale Zwecke ohne Schwierigkeiten finden läßt: durch nichts zu tun, biefer geht vielmehr unmittelbar durch die Kom- Schaffung einer Kriegs- VermögenszuwachsSerajewo, 18. Oktober.( W. T. B.) In der geftrigen Sihung mandanturen der betreffenden Gefangenenlager bzw. Lazarette. steuer, die eine Bereicherung während des Krieges durch des Hochberratsprosesses bestritt der Angeklagte Mi. Versteuerung des Vermögenszuwachses seit Kriegsausbruch un- citsch, bem serbischen Finanzwachaufseher Grbitsch irgendwelche möglich macht. Briefe überbracht zu haben. Er gab teils ausweichende, teils offenEine andere Korrespondenz weiß zu melden: bar absichtlich unsinnige oder gar keine Antworten. Der Land " In parlamentarischen Kreisen rechnet man mit einer nur mann Jakob Milowitsch gab zu, bie zwei Studenten über die ganz furzen Tagung und der Vorlegung des, wenn auch nur vor- Grenze zum Belsko Cubrilowitsch und sodann über die Drina nach läufigen, ei setats für 1915 im Frühjahr, wobei Gewicht Bosnien geführt zu haben. Dies habe er nur deshalb getan, weil barauf gelegt wird, daß durch das Extraordinarium die bie Studenten ihm sagten, sie hätten in Bosnien ihre Familien. Mittel zur Fortführung der begonnenen und zur Jnangriffnahme Entgegen einer in der Boruntersuchung abgegebenen Aussage leug neuer notwendiger Reichsbauten im Interesse der Arbeitsvermehrung bereitgestellt werden. nebe der Angeklagte hartnädig, au oder von Veljko Cubrinowitsch Hier muß mit allem Nadybrud wieder und wieber betont irgendwelche Briefe getragen zu haben. Er blieb babei auch gegen nicht! Gerade diejenigen, die bei den anstrengenden Bau- Waffen will er nicht getragen haben, obwohl Princip dies ihm ins werden: die Schaffung von Arbeitsgelegenheit allein genügt über der ausdrücklichen Erklärung des Cubrilowitsch. Auch die und Erdarbeiten beschäftigt werden können, find großenteils Geficht bestätigte. Der Landmann Obren Milosewitsch erzum Militärdienst eingezogen. Es gilt, auch für die anderen, Härt sich für unschuldig. Eines Tages habe er den Angeklagten die weniger Kräftigen, für die Frauen und Ungeübten eine Milowitsch samt zwei Studenten vor seinem Hause gefunden, 1. Grste, zweite und dritte Beratung des Gefeßentwurfs Sicherung gegen die Arbeitslosigkeit zu schaffen; und das ist die verlangten, daß er ihnen den Weg zeige. Da er sich zur Abänderung des Gesezes betreffend die Festfeßung des nur möglich, wenn neben die Schaffung von Arbeitsgelegen weigerte, hätten Die Studenten auf ihre Revolver Steatshaushaltsetats für das Etatsjahr 1914 vom 3. Juni 1914 heit auch eine von Reichs wegen geregelte und finanzierte gezeigt und audi Säde für bie Bomben berlangt. Politische Uebersicht. Das Programm der Kriegstagung des Landtags. Für die am Donnerstag, den 22. Oktober, nachmittags 2 Uhr, stattfindende Blenarsizung des Hauses der Abgeordneten ist Blättermeldungen aufolge folgende Tages ordnung aufgestellt worden: Kriegsmahnungen. ( Notstandsbewilligungen). 2. Beratung ber Not Arbeitslosenunterstütung tritt. Der Angeklagte habe nunmehr die Bomben getragen, während berordnung( Artikel 68 der Verfassungsurkunde) betreffend ein Milosewitsch die Revolver übernommen hätte. Von dem Attentat bereinfachtes Enteignungsverfahren zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit und zur Beschäftigung von will Milosewitsch keine Ahnung gehabt haben. Er fenne feinen Rriegsgefangenen vom 11. September 1914.- 3. Ein Sofolverein, noch einen Probatimstwoverein, er wiffe auch nicht, malige Beratung des Antrages bes töniglichen Staatsminis forps hat eine Betanntmachung erlassen, in der zunächst getabelt mit einer ähnlichen Erklärung bezeichnete sich Jovo Nerowitsch Der tommandierende General des 7. Armee- bak Serbien Bosnien von Defterreich- Ungarn Losreißen möchte. fteriums an bas Haus ber Abgeordneten auf Erteilung seiner wird, bag infolge der Beschädigung der Düsseldorfer Luftschiffballe als nichtschuldig. Auch Mitar& erowitsch fühlt sich unschuldig. Bustimmung zur Verfagung des Landtages. An demfelben Tage nachmittags 4 Uhr wird eine zweite Plenarsizung durch einen feindlichen Flieger die zuständigen Stellen der Heeres. Er gestand zu, gewußt zu haben, daß bie Stubenten ben Thron abgehalten werden mit der Tagesordnung: Entgegennahme einer Leitung mit zum Teil anonymen Briefen überflutet würden, in folger töten wollten, er babe aber eine Anzeige unterlassen aus töniglichen Berordnung betreffend die Bertagung beider Häuser benen ganz ungerechte Anschuldigungen erhoben seien. Dann heißt Furcht, daß ihn die Serben umbringen würden. Angeklagter bes Banbbages. es:" Der mehrfach ausgesprochene Vorwurf, daß zum Schuße der Blagia Serowitsch, der Vater der beiben vorgenannten, schil. Ballonhalle nicht die erforderlichen Maßnahmen getroffen worden berte den Besuch des Cubrilowitsch und der beiden Stubenten bei ſeien, baß nichts geschehen sei, um das Herannahen feindlicher Flie- ihm. Auf Aufforderung des Cubrilowitsch habe Princip die Wom ser rechtzeitig zu erfahren, ja jogar, baß die Wachtmannschaften ben hergestellt und deren Handhabung erklärt. Auch die Revolver nicht zur Stelle gewesen seien, trifft in feiner Weise zu. Auch im vorliegenden Falle ist das Herannahen des feindlichen Fliegers habe der Angeklagte gesehen. Auf seine Frage, warum die Studen rechtzeitig gemelbet worden, Er ist auch diesmal start unter Ge- ten so heimlich täten, habe Cubrilowitsch auf bas beabsichtigte wehr- und Maschinengewehrfeuer genommen worden, woburch aber Attentat auf den Thronfolger hingewiesen und hinzugefügt, bie teine ausreichende Wirkung erzielt worden ist, da bas aug Stubenten fämen aus Serbien und ristireten ihr Leben, deshalb anscheinend gepanzert war. Das geht aus den vielen Geschossen müsse man darüber schweigen. hervor, bie an Ort und Stelle aufgelesen worden find. Eine auf Aus der Anberaumung der zweiten Plenarsizung auf Donnerstag nachmittag 4 Uhr geht hervor, daß man mit einer sehr furzen Sibung des Herrenhauses redmet, das erft um 3 Uhr zusammentritt. Gegen die Arbeitslosigkeit. Gine finanzoffiziöse Storrespondenz wendet sich gegen Benbungen der sozialdemokratischen Bresse, daß aus dem Stoßen Sad der Kriegsanleihen" auch eine angemessene Summe für die Swede der Arbeitslosenunterstützung bereitgestellt werden müffe: Teils Manier Am Sonntagnachmittag beschlossen wir, dem Hafen von Antwerpen einen Besuch zu machen. Dieser Hafen ist ja ein reiner Stunftbau. Nur die großen Passagierschiffe der deutschen und bel gischen Linien legen an dem Scheldetai im Strom an. Die Fracht bampfer löschen und laben alle in den großen künstlichen Baffins, Die stromam arts am rechten Ufer liegend durch drei große Schleu Then mit der Stadt verbunden sind. Flugzeug Ein kriegsgefangener Reichstagsabgeordneter. genommene fortschrittliche Abgeordnete Ablaß hat mitgeteilt, daß Der auf einer Reise in Rußland bei Kriegsausbruch feft. Regierung ist, wie gemeldet wird, bestrebt, auf diplomatischem er fich als Kriegsgefangener in Wologba befinde. Die beutsche wege die Freilassung des Abgeordneten Ablaß zu erreichen. Letzte Nachrichten. 190Das Seegefecht. bem Grundstück der Rheinischen Metallwaren und Maschinenfabrik " Deutschland hat zum Schuge feiner Grenzen im Kampfe aufgestellte Ballonabwehrtanone gab mehrere Schüffe ab, fonnte gegen bier europäische Mächte ein Millionenheer mobilisieren aber dann das Feuer infolge einer Ladehemmung nicht mehr aus. müffen, wie es noch niemals in einem Striege aufgestellt giebig fortsezen. Weitere solche Geschüße standen aber nicht zur ben in fabelhafter Schnelligkeit über die Schelbe geschafft. 3ohin? das wir bisher in Belgien und Frankreich gesehen haben. Heute, liegenden militärischen Aufgaben. zur Befehung der drüben liegenden Forts, teils zu ferner am vierten Tage der Befizergreifung, sind schon eine Maffe von Ginwohnern wiedergekehrt, teils aus der Umgegend, teils aus den Zwischen der Safenstraße und dem Scheldefluß läuft die Hafen- Kellern. Und an manchen Stellen sahen wir heute nachmittag eisenbahn. Schon von weitem sahen wir hier Saufen von bunten schon, auf der Straße und in den Wirtschaften, Gruppen von Män Sachen liegen. Als wir näher traten, entbedten wir, was es war: nern und Frauen stehen, die einem Soldaten zuhörten. Die Sprache Hunderte von belgischen Uniformen, Müßen, Stiefeln, Holzschuhen, dieser fast ausschließlich flämischen Stadt ist zwar nicht ganz deutsch. Berbanbzeug, Waffen, Militärhandwerkzeug, als ba sind Schuster. Aber bie Nieberdeutschen und besonders die von der Watertant werkzeug, Schneiderscheren, zugeschnittene Soldatenhosen, Helm fönnen sich sehr gut mit den Blamländern verständigen. troddeln u. a. m. Teile waren die Sachen gebraucht, teils waren Je näher wir den Hafenanlagen tamen, desto mehr Flüchtlinge Amsterdam, 18. Oftober.( Privattelegramm des„ Borfie neu. Wir fanden auch Militärpässe. Und es ist mit Sicherheit trafen wir, Ginige von ihnen waren, wie sie uns erzählten, von wärts".)„ Nieuws van den Dag" gibt den Bericht der Bemannung anzunehmen, daß eine große Zahl der Soldaten auf gut belgische morgens 6 Uhr, also 10 Stunden, ununterbrochen mit ihren Sab- zweier Fischerdampfer aus Ymuiden wieder, die der Bernichtung im Augenblick der Gefahr ihre Militärkleidung einfach seligkeiten gewandert. Im Hafen selber interessierten uns natür der deutschen Torpedojäger beiwohnten. In der Nordsee stillbon sich geworfen hat und daß fie jest irgendwo vielleicht in lich besonders unsere deutschen Schiffe. Der Hafen war ziemlich liegend, fahen fie fich gestern halb vier Uhr plöglich mitten im SeeAntwerpen selber als Zivilisten herumlaufen. Teer. Außer einem französischen Segler und einem belgischen Kohlendampfer trafen wir zunächst nur zwei Bremer Neptun gefecht. Sie zählten 15 englische und beutfce Saiffe, Schiffe von fleinen Dimensionen an. Die Schuppen waren teil- manche so nah, daß die die Geschüße bedienende Mannschaft fichtweise ziemlich voll. Auffallend war die Riesenzahl belgischer Eisenbar war. Die Granaten flogen allfeitig und gefährbeten bie bahnwagen, bie hier auf den Kaibahnen zusammengedrängt waren. Endlich fanden wir mit dem Glafe ein paar befannte deutsche Solländer. Sie faben ein Schiff finken und faben auch verschiedene Schornsteine, die hinter einem Schuppen hervorragien. Zwei Ana Unterseeboote emportauchen und Wafferfäulen emporschicken. ben, die auf einem Boote ihre freie Zeit vertrieben, wurden herbeiDer Kreuzer Undauntek", ber ben Hauptanteil am Rampfe di Auf dem Wege zum Hafen schon begegneten wir einer Anzahl gerufen. Und bald ruderten wir in das letzte Bassin des Hafens hatte, ift vom allerneuesten Typ, ein Schwesterschiff ber bei Helgo. von Rückwanderern, die aus der Gegend von Eschem( Holland) ein. tamen. Es waren fast lauter ärmere Leute, die ihr bißchen Habe Wir befuchten zunächst den schon erwähnten grün angestrichenen land tämpfenden Arethusa", von 3600 Tonnen und 29 Seemeilen beque auf einen Karren laden konnten. Der Vater zog, die Mutter Sibiriendampfer der Bremerhavener Rickmers- Linie. Außer einem Geschwindigkeit. Die begleitenden Torpedojäger„ Lance",„ Lenox", hobia, Karren, und die Kinder liefen hinterbrein, bie größeren großen Hunde war nichts Lebendes an Bord. Auch alle Ladung„ Legion"," Loyal" find 1913 vom Stapel gelaufen, haben 950 Zon trugen Sie fleineren. Es waren erschütternde Bilder, die sich uns war verschwunden, und die Türen waren wahrscheinlich von dem Savarine Familie schleppte die Mutter in einer regelrechten oben erwähnten Marineunteroffizier verschlossen worden. Hunde en Gehalt, 31 bis 32 Seemeilen Geschwindigkeit. Die Londoner harfe Sialarre mit fich. Wir sprachen mit den Leuten. Die Mutter gebell tönte uns auch von dem nächsten deutschen Dampfer entgegen, Admiralität gibt bekannt, daß ein Offizier und vier Mann pers Borei Tagen geboren. Wir fragten den Vater, wie er unter der stattlichen Santa Fé", die von Hamburg nach Südamerika wundet, ein Torpedojäger unbedeutend havariert ist unb biefenständen hätte fliehen können. Dat wiet ich selber nicht", fährt. Wir konnten wegen Mangels an Tauen und Leitern nicht 31 deutsche Kriegsgefangene gemacht worden find. antiportete er uns. an Bord, aber lange noch begleitete uns das Gebell eines großen Von der Bestürzung der Antwerpener macht man sich in der Bernhardinerhundes, der seinen mächtigen Kopf durch ein Loch La feinen Begriff. Wir hörten heute von dem leitenden Rebat- an der Reeling gesteckt hatte. Dann folgten mehrere fleinere ter des Antwerpener Arbeiterorgans, daß bei Anfang der Belage. Schiffe, ebenfalls Hamburger, teils nach der Levante, teils nach rung die Druder weber durch Drohungen noch durch gute Worte zu Australien fahrend. Von der Hamburger Auftrallinie lag etwas Wie ein Telegramm aus Athen meldet, erschütterten bewegen gewefen feien, bie Beitung weiter herzustellen. Wenn man abseits der neue große Dampfer„ Tasmania". Er hatte schon eine am Sonnabend früh gegen 8 Uhr andauernde ErbAllerdings die Riefenplatate ansieht, die mit der Erlaubnis der deutsche Flagge im Top. Hinter den übrigen Schiffen saben wir stöße ganz Griechenland. Der Mittelpunkt bes belgischen Behörden Schandtaten der deutschen Armee brandmarken, dann noch drei Schornsteine der Bremer Hansa- Linie emporragen, Erdbebens war Theben, wo einige hundert dann fann man die namenlose Angit dieser Leute mit meistens sehr die nach Kalkutta fährt. Alle diese Schiffe waren von außenäufer einstürzten. Bahlreiche Personen wurden ungenügender Schulbilbung gut verstehen. Auf diesen Plakaten, wenigstens intatt. Das einzige große Bassagierschiff freilich, verwundet, die Einwohner flohen auf die Helder und baten eren eines uns heute aufällig in die Sände fiel, werben bie deut- das in Antwerpen liegen sollte, den Gneisenau bom Norddeut um Zelte. Auch Chalcis hat ernstlich gelitten. In Athen chen Soldaten in den rohesten Jahrmarktsbildern als Schänder schen Lloyd, suchten wir vergebens. Wir hatten zwar erfahren, bon Nonnen und Kirchen, als wüste Mordbrenner und Totschläger baß er bis in die letzten Tage hinein in der Schelde als belgisches erhielten zahlreiche Häuser Riffe. Die Minister des Innern Lazarettschiff benust worden war. Aber weder in der Schelde, noch und der öffentlichen Arbeiten sind nach dem Schauplay bes Dabei muß man sagen, daß das Verhältnis zwischen Soldaten im Hafen war er zu sehen. Das Mätfel des" Gneisenau" sollte sich Unglüds gegangen. Die Erdstöße dauern in geund Bevölkerung gerade hier in Antwerpen das benkbar beste ist, uns erst später in schaurig- schöner Weise enthüllen. ringerer Stärke fort. boten bargestellt. Erdbeben in Griechenland. Aus Groß- Berlin. Arbeitslosenunterstützung in Cöpenick. In der Cöpenicker Stadtverornetenfibung wurde über den Antrag unserer Genossen, eie Arbeitslosenversicherung einzuführen, beraten. Der Antrag war zanächst der Kriegsunterstügungskommission zur gorberatung überwiesen vorden. Nach den nunmeyr von de Versammlung angenommenen Grundsägen sollen Personen welche ohne Beschäftigung sind und sich infolgedessen in eine Notlage befinden, bis auf weiteres von der Stadtgemeinde Unterstüßungen wie folgt er halten: a) Unterstützt werden Angestellte und Arbeiter, welche trok Arbeitsfähigkeit und Arbeitswilligkeit eine Beschäftigung nicht finden fanren; b) selbständige tenere Gewerbetreibende, die unter der gegenwärtigen Wirtschaftslage außerstande sind, sich und de ihre Familien zu ernähren. Die Unterſtügung beträgt für den Familienvorstand wöchentlich 6 W.; es wird für die Ehefrau und jedes unterhaltungspflichtige Kind ein Buschlag von je 1 Mt. wöchentlich gezahlt bis zum Gesamtbetrage von 9 Mt. wöchentlich. Die Unterstüßung unverheirateter, alleinstehender Personen beträgt wöchentlich 4 Mark. Soweit es sich um Personen handelt, welche von einer Angestellten oder Arbeiterorganisation oder dem früheren Arbeitgeber laufende Arbeitslosen- Unterstützungen beziehen, wird die Unterstützung in Form eines Zuschlages von 50 Broz, au dieser Arbeitslosenunterstützung gewährt mit der Maßgabe jedoch, daß Arbeitslosenunterstigung und städtischer Zuschlag mindestens die oben aufgeführter Säße erreichen. Soweit die Arbeitslosenunterstübung der Organisation baw. der früheren Arbeitgeber und der Zuschlag der Stadt den Betrag von 12 Nt. pro Woche übersteigen, wird der Zuschlag getürzt bzw. tommt er in Fortfall Die städtische Unterstübung wird nur solchen Personen gewährt, welche seit dem 1. Juni 1914 in Cöpenid ununterbrochen ihren Wohnsiz haben und, sofern sie sich im Angestellten oder Arbeiterverhältnis befinden, 14 Tage lang ohne Beschäftigung find. Die Organisationen haben sich zu verpflichten, ihre, die Arbeitslosenunterstüßung betreffende Geschäftsführung durch Beauftragte der Stadtgemeinde kontrollieren zu lassen. Bur Dedung der infolge des Krieges nötigen Unterstützungen beantragte der Magistrat, eine Anleihe von 300 000 Mark aufnehmen zu dürfen. Die Tilgung soll vom 1. April 1916 ab erfolgen und in 56 Jahren beendet sein. Die Versammlung stimmte dem zu. Fener in der Kaserne des dritten Garde- Regiments zu Fuß. Explosion eines Militärautos. Auf dem Kaiserdamm in Charlottenburg explodierte unweit der Bockbauerei der Benzinmotor eines Autos der militärischen Verkehrsabteilung. Der Wagenführer, Unteroffizier Becker, und der Begleiter, Gefreiter Wolter, einige Brandwunden, die ihnen im Krankenhaus Westend verbunden fonnten zwar bom brennenden Wagen abspringen, erlitten jedoch wurden. Tot aufgefunden wurde gestern früh in Charlottenburg eine unbekannte Frau von 58 bis 60 Jahren. Die Unbekannte, deren Leiche nach dem Schauhause in Charlottenburg gebracht wurde, ist 1,57 Meter groß, hat graumeliertes Haar und trug ein graues Kleid, eine blaue Schürze und Schnürschuhe. Musik. Von Uhr die Feuerwehr nach der Kajerne des 3. Garderegiments Von drei verschiedenen Seiten aus wurde gestern nachmittag zu Fuß in der Wrangelftr. 97/99 gerufen. Es rückten die Züge 5, 7 und 8 aus. Bei ihrer Ankunft brannte der Dachstuhl der Kaserne 4, die mitten auf dem Kasernenhof steht. Die Flammen fanden an alten Deutsches Opernhaus: Der Ueberfall. Strohfäden und Strohmassen, die auf dem Boden des Gebäudes Heinrich Zöllner. Es ist damit es am Wachruf gleichgearteter lagerten, reichliche Nahrung und wurden mit drei Schlauchleitungen graufiger Vorgänge auf belgischem Kampfboden nicht fehle- eine regelrechte Franttireur- Oper. Aus einer Wildenbruch bekämpft. Die Rohrführer drangen von zwei mechanischen Leitern schen Oper zimmerte sich der Komponist das Libretto. Ein Körn und von den Treppen aus vor und brachten das Feuer innerhalb chen veredelter Menschlichkeit darin ist nicht zu verkennen. Eine einer halben Stunde zum Stehen. Die vollständige Ablöschung junge französische Bäuerin rettet einem deutschen Ulan, den sie, gestaltete sich aber langwierig, da das brennende Stroh vollständig statt ihn der Rache blutlechzender Dörfler zu überantworten, lieben auseinandergerissen und auf den Hof hinabgeworfen werden gelernt, das Leben. Soweit ginge ja die Wahrscheinlichkeit des mußte. Der Dachstuhl des Gebäudes wurde durch den Brand fast Vorganges mit der poetischen Gerechtigkeit zusammen. Wildens vollständig vernichtet. Die Ursache des Feuers steht noch nicht fest. bruchsche, und deshalb auch Zöllnersche, Theaterei ist es aber, wenn Reine Gouyoujo heißt die picardische Feindesretterin- an sich selbst den begangenen Verrat durch Selbstmord bestraft. Die Musit des 1895 entstandenen Werkes, dem wir schon daneten, nimmt sich eklektisch genug aus. Zöllner verneigt sich in mals auf der Münchner Hofoper mit gemischten Gefühlen begeg auffälliger Abhängigkeit gleichzeitig vor dem Mendelsohnianer u vor Richard Wagner. Was dabei zum Vorschein kommt, ist ein Zwitterstil: Deflamation und Gesang gehen so nebenher", an zu sein. Theatralischer Musikgestus gibt noch kein psychologija statt im Sinne Wagnerischer Forderung ein unteilbares Ganzes entwideltes Musik drama ab. Vollends den Ulan und die liebende Französin hat Zöllner in das Gewand pseudodeutscher Sentis mentalität getaucht. Mehr als melodramatische Wirkungen find da schlechterdings nicht zu erzielen. Echtere schöpferische Töne erflingen in der Einleitungsmufit, sowie in der Verschwörungs zene der Bauern und einem übrigens altfranzösischen Tanzlied in Neukölln die Hundesperre( Festlegung oder Maulkorb- und Hundesperre in Neukölln. Zum Schuße gegen die Tollwut ist Leinenzwang) bis zum 9. Januar 1915 einschließlich angeordnet worden. Zur Ausfuhr der Hunde ist eine ortspolizeiliche Genehmigung nach vorheriger tierärztlicher Untersuchung erforderlich. Als bem gefahrbeten Bezirke bei Spaziergängen, Ausflügen und ähn Ausfuhr gilt nicht die vorübergehende Entfernung von Hunden aus lichen Gelegenheiten. Eine solche Entfernung ist ohne ortspolizeiliche Genehmigung und ohne tierärztliche Untersuchung aber nur unter der Bedingung gestattet, daß die Hunde auch außerhalb des gefährdeten Bezirks mit einem sicheren Maulkorb und an der Leine geführt werden. Der städtische Fischmarkt in Charlottenburg während des Ausgeschlossen von der städtischen Unterstüßung sind Renten- nachmittags im Verkaufslokal Schillerstraße 86, Ede Sefenheimer Krieges findet von 8 bis 1% Uhr vormittags und von 4 bis 8 Uhr und Krankengeldempfänger, Bezieher von Militärpensionen, Ve- Straße, statt. Verkauft werden frische Seefische, Heringe, Salzteranensold usw., ebenso Personen, welche sich in der Fürsorge der fische, Fischhackfleisch usw. Jeden Dienstag von 6 bis 8 Uhr nach Armenverwaltung befinden oder aus Stiftungen angemessen mittags Anleitung zur Herstellung von Fischbratklopfen und Verunterstützt werden. Desgleichen sind von der Arbeitslosenunter abfolgung von Kostproben. stüßung alle Personen ausgeschlossen, welche Unterstützungen auf Grund des Gesetzes vom 28. Februar 1888 und der Novelle vom 4. August 1914, betreffend die Unterstützung von Familien in den und Umgegend findet am Donnerstag, den 22. Oftober, Die Generalversammlung der Konsum- Genossenschaft Berlin Dienst eingetretener Mannschaften, beziehen. abends 8 Uhr, in Kellers Festsälen statt. Es sei darauf hingewiesen, Die Stadtgemeinde behält sich vor, insbesondere an unver heiratete Personen an Stelle der Barunterstützung Speisemarken daß der Zutritt zur Generalversammlung nur den eingetragenen zu gewähren, deren Wertbetrag auf die Unterstützung aur An. Mitgliedern gestattet werden kann. Gefeßlich unzulässig ist es, rechnung kommt. Wie weit im übrigen an Stelle der Barunter- daß Angehörige eines Mitgliedes an Stelle des Mitgliedes felbft ftübung die Gewährung von Naturalien tritt, bleibt besonderen die Generalversammlung besuchen. Es ist auch nicht zulässig, daß Beschlüssen vorbehalten. in den Fällen, wo der Mann als Mitglied eingetragen ist, die Frau Soweit es sich um Personen handelt, welche die Unterstützung die Generalversammlung besucht oder, wo die Frau eingetragen in der Form von Zuschlägen zu den von Angestellten- und Ar- ist, der Mann zum Besuch der Generalversammlung berechtigt beiterorganisationen gewährten Arbeitslosenunterstüßungen be= ziehen, werden die von der Stadt gewährten Beträge an die betr. wäre. In allen Fällen kann also nur den eingetragenen MitOrganisation gezahlt, welche auch die Kontrolle der Unterstützungs- gliedern der Zutritt gestattet werden. Die braune Legitimationsempfänger ausübt. tarte ist am Saaleingang vorzuzeigen. Unserem werten Stollegen Max Strubel nebit Frau die besten Glüchwünsche zur Silberhochzeit. 2666 Die Kupferschmiede d. F. W. Daimler. Am Sonnabend entschlief mein inniggeliebter Mann, unser guter Bater, Schwiegervater und Großvater, der Tischlermeister Otto Klüsener im 65. Lebensjahre. Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme tiefbetrübt an Frau Ww. Emilie Klüsener geb. Ströckel nebst Kinder. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 20. Oftober, nachm. 3 Uhr, von der Halle des Friedhofes in Marzahn aus statt. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Am 16. Dftober verstarb unser Barteigenosse Karl Kühnert Bannierstraße 58, 8. Bezirk. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 19. Oftober, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des St. Michael Kirchhofes, Marien dorfer Weg, aus statt. $ am Der Vorstand. Arbeiter Männerchor Lerche- Einigkeit" ( Hutmacher Berlin). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriger Sangesbruder Carl Schneider am 16. Dktober verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 20. Oftober, nachmittags 3 Uhr, auf dem Elisabeth, firchhof, Brinzen- Allee, statt. Um vollzähliges Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Gesundheits- Bibliothek Heines Werke Jedes Heft 20 Prg. Wir suchen sofort für unsere Abteilung Flugzeugmotorenbau tüchtige erfahrene Motorenschlosser und Monteure; ferner und tüchtige erfahrene Dreher Automatendreher für Cleveland und Acme- Automaten. Offerten mit Zeugnisabschriften an: 221/ 20* Benz& Co., Rheinische Automobil. Mannheim. u. Motorenfabrik Keine kalten Füße mehr, wenn Sie unsere gestrickten saus- u. Strakenschuhe tragen. Kein Brennen d. Füße, t. Schweißfüße, t. geschwoll. IPP Gelente, f. Krampfad., t. Venenentz., 1. Hühneraugen, t. Ballen, t. Druck a. empf. hochlieg. Zehen, t. Gicht, t.Rheu matismus mehr; anschmieg., weich, elastisch, ausdünstungsfähig. Garantie f.fichere, dauernde Hilfe, auch i. d. ver. zweifeltst. Fällen, u.absol.Brauchbart. uns. gestrickt. Schuhwerks. Tel.: Königstadt 1150. Reichh. Lager in sehr warmen, mittelwarmen ut. kühlen Stridarten, jeder Witterung jowie jeder Eigenart der Füße entsprech. Illust. Preisliste fr. Strickschuh- Fabrik Winzer& Co., O., Krautstr. 52, W., Botebamer Str. 100. Rosenthaler Str. 59. NO., Große Frankfurter Str. 94, Nähe Markusstr. SO., Rott. bufer Str. 21 I. Charlottenburg, Kantstr. 125, Nähe Leibnizftr. Wilmersdorf, Augustaftr. 33, Nähe Detmolderstr. Hamburg, Kaiser. Wilhelm- Str. 3. Leipzig, Hahnstr. 17/19. Breslau, Reuschestr. 42. Dresden, Grunaer Str. 22. München, Maßmannplay 4, II. Kölln, Beugbausstr. 10. Chemnitz, Poſtſtr. 63. 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Borwärts der Madame Courtier. den bringt ja die Kriegszeit mit sich. Soweit einige Haupt- und An äußerlichem Erfolg mangelte es der Oper zum wenigften; Nebengestalten aus dem Rahmen der Handlung hervorzutreten haben, wurden ihnen die betreffenden Künstler gejanglich wie dar ftellerisch gerecht. Ganz vorzüglich gelang das Henriette Gott lieb als Reine Gouhou, Katharina Jüttner( Madame Cour ges Landschaftsbild gestellt. Conft aber versagte sie gerade da, wo tier) und Eduard Schüller als Waldhüter Rascal. In der letzten Verwandlungsszene des Schlußattes hatte die Regie ein feinstimmies sich um Naturwahrheit gedreht hätte. Der nur zweiaftigen Oper folgte, um das Publikum auf seine often zu bringen, eine choreographisch- mimische Szene: 8igeunertanz mit der Mufit von G. Verdi. Man darf der Ballettmeisterin des Deutschen Opernhauses, Mary Zimmers mann, und ihrem Tanzchor tüchtige Leistungen im einzelnen und. ganzen nachrühmen. eka Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Dienstag mittag: Ziemlich fühl; im Norden, besonders an der Küste vielfach heiter, nur zeitweise etwas nebelig; im Süden noch halb bewölft, nirgends erhebliche Niederschläge. Spezialarzt Dr. med. Karl Reinhardt. f. Geschlechtskrankheiten, Harnleiden, Schwäche, Ehrlich- Hata- Kuren, Blutund Harn- Untersuchungen. Institute: Prinzenstr. 64 II zwischen Dresdener und Annenstraße. Sprechst. 5-7, Sonntags 10-11. Potsdamer Str. 117 a. d. Lützowstr., Sprechst. 11-2. u. 28-210 U. abds., Sonnt. 11-1. Für Frauen: 11-1 Uhr. Nachweislich vollkommenstes Heilverfahren. Vorzügl. Dauererfolge, auch bei schwersten, veraltetsten Fällen. Keine Berufsstörung. Mäßige Preise. Teilzahlung gestattet. Man verlange Broschüre gratis und franko per Post im eigenen Interesse 48 Seiten starke i. verschloss. Kuvert, auch i. d. Instituten während d. Sprechst. gratis erhältl. Weitere Auskünfte i. d. Sprechstund. kostenlos. vor minderwert. Heilverfahren u. ungeheuerWarnung cher Preisforderung angeblicher Spezialärzte. Ehrlich- Hata- Kur( ohne Berufsstörung) nach neuester, erfolgreichster Methode.( Siehe Broschüre.) Mikroskop. und chem. Blut- und Harn- Untersuchung. Wer spart? Waschpulver Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß. Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung, Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-11. :: Erstklassige Briketts:: Michel M.8.50 f. 1000 Stück, Riesenformat 7, Halbsteine 85 Pf. für 1 Zentner, feinst. Brennholz billigst. Michel- Brikett- Vertrieb Neukölln, Knesebeckstr. 148. Telephone: 1610 u. 2133. Jeder, der zum Waschen seiner Wäsche das weltbekannte Waschmittel Man achte streng sches Minlos Wasch wie ein Mann nhängen Millionen dran. auf diese Schutzmarke! verwendet. Es ist unvergleichbar an Qualität und kostet nur 30 Pf. das 1 Pfund- Paket. Das Waschpulver wird in heißem Wasser aufgelöst, in den Waschkessel gegossen, in diesem die Wäsche gekocht, solche danach heiß leicht durchgewaschen und darauf gespült. In dieser Weise erhält man bei leichtester Arbeit eine blendend weiße, frische und hygienisch reine Wäsche. Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren-, Apotheker- und Seifengeschäften wie en gros von der Fabrik L. Minlos& Co. in Köln- Ehrenfeld. E Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u.Verlag: Borwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Ginger& Co., Berlin SW