Nr. 290.- 31. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: . Abonnements Breis pränumerando: int Bierteljährl. 3,30 M, monatl. 1.10 M., wöchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pg. Poste Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost Zeitungs.. Preisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland & Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich. .dolguncate Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. Kleine Hnzeigen" as fettgedruckte Wort 20 Big.( zulässig 2 fettgedruďte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buch ftaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplatz, Nr. 151 90-151 97. aign mogen aion us Freitag, den 23. Oftober 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplat, Nr. 151 90-151 97. Das Bordringen auf dem nordwestlichen Operationsgebiete. Die Kampflage auf den KriegsSchauplätzen. " Kämpfe um Rousselaere. Eine Informationsreise van Kols. Amsterdam, 21. Oktober.( Privattelegramm des Die Kriegstagung des preußischen Landtags. Schnelle Arbeit hat der preußische Landtag verrichtet. Amtlich. Großes Hauptquartier, 22. Ok- Vorwärts.") tober, vormittags.( W. T. B.) Die Kämpfe„ Telegraaf" meldet: Vorige Woche besetzten 40 000 am Vserkanal dauern noch fort; elf englische Deutſche Rouſſelaere und rückten weiter auf Nieuport und Ob auch gediegene Arbeit oder ob bei gutem Willen der Dirmuiden. Sie ließen nur 100 Mann zurück, die am SonnKriegsschiffe unterstützten die feindliche Ar- abend von aus Opern kommenden französischen Dragonern bürgerlichen Parteien doch nicht etwas mehr hätte geschehen Ar- abend tillerie. Destlich Dirmuide wurde der Feind verjagt wurden. Ihnen folgend besetzten einige Tausend können, das ist eine andere Frage. Für die Kriegstagung, die an demselben Tarje, wo sie zurückgeworfen. Auch in Richtung Ypres Franzosen die Stadt, stellten Kanonen vor der Stadt auf und verbarrikadierten die Straßen. Am Montagmorgen rückten eröffnet, auch schon wieder geschlossen wurde, hatte die Nedrangen unsere Truppen erfolgreich vor. Die schnell Deutsche mit Artillerie an. Die Franzosen eröffneten gierung in Uebereinstimmung mit den Parteien auf die Kämpfe nordwestlich und westlich Lille waren das Artilleriefeuer; die Deutschen bombardierten die Stadt. Weiterberatung der im Sommer unerledigt gebliebenen Vorsehr erbittert; der Feind wich aber auf der ganzen Als deutsche Infanterie am Rangierbahnhof eingedrungen, Tagen verzichtet, um nach außen hin den Eindruck völliger Front langsam zurück. zerschossen die Franzosen den naheliegenden Weiler Barnum; Uebereinstimmung hervorzurufen und keinerlei Gegensätze in schließlich drangen die Deutschen in die Stadt ein. Bei dem Erscheinung treten zu lassen. Einzig und allein der Nach Heftige Angriffe aus Richtung Toul gegen wütenden Straßenkampfe wurden auch Bürtragsetat von 1½ Milliarden und die Rotanwendung die Höhen südlich Thiaucourt wurden unter ger getötet. Die Franzosen zogen sich geordnet 5 Kilo- betreffend ein bereinfachtes Enteigenungsberschwersten Verlusten für die Franzosen zurück- meter bis Doftnieumperke zurück. Die Deutschen brannten nun fahren zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit und zur ganze Straßen die freizulegen. geworfen. Es ist einwandfrei festgestellt, daß der englische Admiral, der das Geschwader vor Ostende befehligt, nur mit Mühe von der Absicht, Oftende zu beschießen, durch die belgische Behörde abgebracht wurde. nordöstlichen Kriegsschauplah Auf dem folgen Teile unserer Truppen dem weichenden Gegner in Richtung Ossowiez, mehrere hundert Gefangene und Maschinengewehre fielen in unsere Hände. Bei Warschau und in Polen wurde gestern nach dem unentschiedenen Ringen der letzten Tage nicht gekämpft. Die Verhältnisse befinden sich dort noch in der Entwickelung. Die französische Darstellung. Am Dienstagmorgen öfifch englischen bauerte den ganzen Tag. Beschäftigung von Kriegsgefangenen wollte sie genehmigen wurde der Kampf durch franlassen. Ueber die Notwendigkeit der Annahme Sutturs erneuert. Er der Vorlagen herrschte keinerlei Meinungsverschiedenheit, Angeblich nahmen die Altierten auch die Sozialdemokraten waren dafür. Nur Rousselaere wieder ein. konnten und durften sie angesichts der Tatsache, daß über die " Times" depeschieren aus ungenanntem Ort, an der Verwendung der Mittel nichts vorgeschrieben ist und daß die französischen Stüfte hätten während des Gefechts zweier Begründung der Vorlagen es in dieser Hinsicht an der nötigen Kanonenboote mit deutschen Küstenbatterien deutsche Klarheit fehlen läßt, auf eine Beratung nicht verzichten. Am auch boote eingegriffen, jedoch sei der Angriff nach Antunst englischer Torpedoboote mit Verlusten abgeschlagen besten wäre natürlich eine Kommissionsberatung gewesen, aber worden. Das Gefecht der Kanonenboote mit den Batterien dauert fort. darauf wollten sich die übrigen Parteien nicht einlassen, und die Sozialdemokraten haben dank ihrer durch das DreiklassenVan Kol ist von elftägiger belgischer Informations- wahlsystem bedingten numerischen Schwäche nicht die Möglichreise zurückgekehrt. Er sprach mit Mitgliedern des Inter- feit, sie dazu zu zwingen. Es blieb unseren Genossen somit nationalen Bureaus über die Herstellung internationaler Ver- nichts anderes übrig, als ihre Wünsche in eine Erklärung bindungen. Er wird eine neue Reise antreten. Van Kol er zusammenzufassen, die im ersten Teil deutlich ausspricht, wie sucht den deutschen Parteivorstand, ihm Reichstagsmitglieder nach Ansicht der weitesten Kreise des Volkes die 1% Milliarden als Begleiter beizugeben. verwendet werden müssen, im zweiten Teil den Widerspruch Van Kol reiste unbehelligt als Herrenhausmitglied, von dagegen kund tut, daß die Regierung die Tagung vorüberdeutschen Offizieren zuvorkommendst behandelt. Der Genter Militärkommandant schrieb in seinen Paß: Auto und Benzin gehen läßt, ohne freiheitliche Gesetze, vor allem eine Wahldürfen unter keinen Umständen requiriert werden. Huys- reform, auch nur anzukündigen. Die in würdiger Form Paris, 22. Oktober.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Bon der Nordsee bis La Bassée auf der Front Nieuport- Digmuide- mans tut sein möglichstes, um die Brüsseler zu beruhigen. gehaltene Erklärung, die der Genosse Hirsch vorlas, wurde Opern- Warneton- La Bassée wurden während des Tages heftige Bedauerlich ist das Weglaufen so vieler Kammermitglieder von den bürgerlichen Parteien mit Ruhe entgegengenommen, Schlachten geliefert. Den lesten Nachrichten zufolge haben sich der verschiedenen Parteien, die auf die Volksstimmung hätten nur als unsere Vertreter die Notwendigkeit der Beseitigung die Verbündeten überall behauptet. Aus dem Zentrum wirken können. und vom rechten Flügel ist nichts zu melden. Portugals Kriegsmacht. Die Anzeigen mehren sich immer mehr, daß auch die Republik Die holländische Presse bezeugt ein gutes Verhältnis der Antwerpener und seeflandrischen Bevölkerung zu den deutschen Truppen. Trotzdem umfaßt die Rückkehr bisher hauptsächlich die besitzenden Schichten. Es wurde ein belgisches Komitee des Dreiflassenwahlunrechts betonten, versuchten einige Heißsporne auf der Rechten ihrem Unwillen durch Zischen Luft zu machen. Es scheint fast so, als ob die Wahlreform im Landtage auch nicht einmal erwähnt werden darf. Die Wirkung der Tagung ist durch das Verhalten noch erhöht worden. Wenn jetzt schon bürgerliche Blätter daPortugal unter dem Drud Englands aktiv in den Weltkrieg ein 8ur Auswanderung nach Frankreich gebildet. Viel geflagt unserer Fraktion nicht abgeschwächt, sondern im Gegenteil greifen wird. Ob der Hilfsdienst, den die junge Republik England wird darüber, daß sich Einbrecherbanden in verlassenen Häusern leiftet, nicht zu einem Bärendienst gegen sich selbst wird, mag vor- Antwerpens und Umgebung bemerkbar machten. läufig dahingestellt bleiben. Jedenfalls ist die Hilfe, die Portugal mit seinem Landheer den Gegnern Deutschlands leisten kann, mili- Teilnahme der englischen Marine an den Kämpfen bei Nieuport. bon sprechen, daß wir damit dem Ausland nur einen Gefallen getan haben, so ist das eine Deutung unseres Verhaltens, deren tärisch nicht allzu hoch einzuschäzen. Im günstigsten Falle könnten Zwed nur allzu leicht zu durchschauen ist. Aus der Erklärung 1-200 000 Mann den französisch- englischen Armeen in Frankreich läßt sich nur der Schluß ziehen, daß die Sozialdemo zugeführt werden. Das portugiesische Heer ist nämlich noch in einem fehr tiefgehenden Umbildungsprozeß begriffen. Nach teien London, 22. Oftober.( W. T. B.) Die Admiralität gibt be fraten noch mehr als die bürgerlichen Pardem Sturz des Königtums wurde das bis dahin vorhandene stehende fannt: Die Monitore„ Severn"," Humber" und„ Mersey" haben lezzthin te i en bereit sind, zur Heilung der Wunden Heer mit dreijähriger Dienstzeit durch Gesez vom 2. März 1911 in Operationen an der belgischen Küste vorgenommen. Sie feuerten des Krieges beizutragen. Daß sie an Opferwilligein Miliaheer umgewandelt. Wie weit dieje Umwandlung heute auf die rechte Flanke der Deutschen. Ferner fetzten sie zur Unterfeit hinter feiner anderen Partei zurückstehen, haben sie wie stügung der Verteidigung von Nieuport Abteilungen mit Schnellaber schon durchgeführt worden ist und wie sie sich bewährt hat, feuergeschüßen an Zand, die dort gute Dienste leisteten. Bei den läßt sich nicht übersehen. Nach dem vor drei Jahren aufgestellten Organisationsplan wird Operationen wurde ein Leutnant getötet, sechs Mann wurden verdie portugiesische Armee im Jahre 1922 eine Striegsstärke von 630 000 Wann haben, und zwar 225 000 Mann aktive Truppen, 225 000 Mann Reierven und 180 000 Mann Territorialtruppen. Die Zwei Zeppeline unterwegs. Friedensstärke der Armee umfaßt 11 699 Mann. Die Dienstzeit beAmsterdam, 22. Oftober.( W. Z. B.)„ Nieuws van trägt für die Infanterie 105, für die Stavallerie 210, für die Artillerie den Dag" melden von gestern aus Maastricht: Zwei 140, für Sanitätstruppen und Genie 175 Tage. Gegliedert ist das portugiesische Heer in 8 Divifionen mit Zeppeline flogen heute über Lüttich in der Richtung nach attiven Infanterieregimentern, 11 Kavallerieregimentern 35 ( 64 Batterien), 8 Sappeur- Minierkompagnien usw. Vor hundert Jahren marschierten portugiesische Regimenter mit wundet und drei Mann werden vermißt. Antwerpen. Indische Verwundete in England. immer so auch jetzt wieder durch die Annahme der Vorlagen bewiesen. Im Lande aber würde man ein Schweigen unserer Genossen nicht verstanden haben, wir durften die Hoffnung, die weite Kreise des Volkes auf uns sezen, nicht täuschen. Abgesehen von unserer Erklärung und von der Einleitungsrede des Vizepräsidenten des Staatsministeriums Dr. Delbrüd, fand eine Diskussion nicht statt, so daß Präsident Graf Schwerin schon nach knapp 3/4 Stunden mit einigen warmen Worten, die in ein Hoch auf unsere im Felde stehenden Brüder und den obersten Kriegsherrn ausflangen, die Sibung schließen konnte. der großen Armee nach Rußland, um den Weltmachtsgelüften eines London, 22. Oftober.( W. T. B.) Nach Blättermeldungen wird Kurz darauf hatte auch das Herrenhaus den Vorlagen Napoleon zu dienen. Heute sollen vielleicht portugiesische Soldaten im Laufe dieser Woche der erste Transport verwundeter für den englischen Imperialismus ihr Blut versprigen. Das Wölfer- indischer Soldaten in England erwartet. Nach dem seine Zustimmung erteilt und der Landtag vertagte sich bis gemisch, das jetzt auf Seiten der Verbündeten gegen Deutschland ursprünglichen Plan sollten die Verwundeten und Kranken über zum 9. Februar nächsten Jahres. fämpft, werde durch das Eingreifen eines portugiesischen Hilfskorps Marseille nach Aegypten geschickt werden, man entschloß sich aber noch bunter werden. zu der fürzeren Reise nach England. Gestlicher Kriegsschauplatz. Sei öer Ueberbringung von Liebesgaben in Gefangenschaft geraten. Drrödcn, 22. Oktober.(SB. T. B.) Bei Ueberbringung von Liebesgaben zur östlichen Front ist vor einigen Tagen der Ober- srallnieister von Haugk in russische Gefangenschaft gefallen. Es fand ein Ueberfall der Russen statt, als sich das Liebesgabenauto in vorderster Front befand; es blieb im russischen Dreck stecken. Sluch zwei andere Dresdener Liebesgabenautos gingen bei dieser Ge- lcgenheit verloren. vom österreichisth-rustisthen Kriegsschauplatz. Gefterreichifches vorrücken in Galizien. Wien, 21. Oktober.(SB. T. B.) Amtlich wird Verla u t b art: 21. Oktober, mittags. Im schweren hartnäckigen Angriffe ans die verstärkten Stellungen des Feindes von F e l s z t y n bis an die C h a u s s e e östlich M e d y k a ge- wannen wir wieder an mehreren Stellen Terrain, während die russischen Gegenangriffe nirgends durchzudringen der- mochten. Vergangene Nacht erstürmten unsere Truppen die Kapcllenhöhe nördlich Mizynice. Südlich Magiern gelang es ihnen schon gestern, sich von den eroberten Ortschaften gegen die Höhen vorzuarbeiten. Am Südflügel wird der Kampf hauptsächlich von der Artillerie geführt. Durch weitgehende Anwendung der modernen Feldbefestigung nimmt die Schlacht großenteils den Charakter eines Festrings- kri c g e s an. In den Karpathen wurde gestern der Jablonicapaß, der letzte noch von einer russischen Abteilung besetzt gewesene Uebergang, von uns genommen. Auf ungarischem Boden ist kein Feind mehr. Unsere Vor- rückung in der Bukowina erreichte den Großen Sereth. (Wiederholt, weil nur in einem Teil der gestrigen Auflage.) heftige Kämpfe bei Przempsl. Wien. Nichtamtlich.(W. T. B.) Der Kriegskorre- spondent der„Neuen Freien Presse" meldet: Die Kämpfe bei Przemyst und Hernianowice dauern mit un- geminderter Heftigkeit fort. Die Russen scheinen von Lemberg Verstärkungen bekommen zu haben; sie haben verzweifelte, aber vergebliche Versuche gemacht, sich der Höhe Magiera, die ihnen crm 17. Oktober entrissen worden war, wieder zu bemächtigen. In der vergangenen Nacht und heute um sechs und acht Uhr morgens griffen unsere Artilleriegruppen ein, auch die schweren Geschütze der südöstlichen Zwischenbatterien feuerten heftig. Die Bozener Landesschützen stürmten mit einer Bravour ohnegleichen und lösten allein eine Aufgabe, die drei Regimentern gestellt war. Man sieht dem Ende der Kämpfe zuversichtlich entgegen. die(defterreicher besetzen Czernowitz. Budapest, 22. Oktober. Nichtamtlich.w Bauch, schwere Besorgnisse um des Morgens willen, und da kommt einer und fragt sie um das gleichgültige Heute, an dem es ihnen ja leidlich gut geht. Einer nur versteht dich halbwegs, daß du die Slermsten suchst und etwas von ihrem Leben schauen willst, und der weist dich endlich zur Brotverteilung in die Fruchtbörse. * Bei der Brotverteilung gibt eS schon andere Bilder zu schauen. Keine neuen KastanS, keine Frauen im Hut. Ein Umhängtuch um die Schultern geschlagen, steht da eine noch nicht alte Frau, deren ivahres Alter allerdings schwer bestimmbar ist- „WaS ich am Leib Hab', ist alles, was ich Hab' und was das Kino hat." Ein junger Jude in schäbigem Kaftan steht neben ihr, und an die Kittelfalten gelehnt ist ein herziges, blonde» Kinderköpfchcn. Slus blauen Augen lacht die Unbekümmertheit des Kindes. Dw Kleine knautscht an einer Pflaume.—„Dir geht'S noch gut. Du verstehst nicht, um was es geht."—„Ob sie es versteht, Herr! sagt die Mutter,„die Rofel, was ist das für ein gescheites Kind, Sie sollen nicht glauben! Mutterstolz. Sie ist Witwe, die Frau. Während sie die Kleine unter dein Herzen trug, starb der Vater. Vielleicht war es auch eine„pol- nische Ehe", und der Vater ist irgendwo hinaus in die Welt g<� wandert, fort von dem Dorf bei Tarnopol. Vielleicht ist er auch wirklich gestorben. Jedenfalls war fie allein, als die schweren Tage der Russennot auch über ihr Dorf hereinbrachen. Ihre Schwester war mit zwei Kindern schon einige Tage stüher zu ihnen geflüchtet, zu ihnen, die sie näher den Karpathen zu wohnten, ihr Bruder war auch da und ihre alten Eltern, die 70jährige Mutter, die in dasselbe rotblaugrüne Wolltuch geschlagen nun aul einer Steinstufe neben ihr sitzt, und ihr 72jährlger Vater. So zogen sie aus, acht Köpst hoch, als die Russen schon so nahe waren,, daß die Kugeln über die Dächer Pfiffen und in die Wege schlugen. Im allerletzten Augenblick liefen sie davon. Dem Süden zu, dem Gebirge entgegen. Slus einem Bauernwagen dann über die Wald- karpathen nach Ungarn, wo sie endlich in Munkacs zur Ruhe kamen. Großeltern, Eltern und Kinder. Die Schwester weiß nicht von ihrem Mann. Er hat seine Lieben>u Sicherheit gebracht ins Torf bei Tarnopol, und ist dann nochmals zurück in sein Dorf, noch etwas von der Habe zu retten. Er ist nickt wiedergekommen und auch keine Nachricht hat sie seither erreicht. Wie denn auch? Er dielleicht gefangen— die anderen Wien. Woher soll der Gefangene das wissen? Diese Sorge drückt die Familie, und die gleichen Sorgen lasten auch auf vielen andern. Wann werden wir wieder zurückkommen?"—„In drei, vier Wochen vielleicht," tröstest Du.—„In drei, vier Wochen? Herr, ich kann keine Ermine nicht haben."—«Keine Ermine? „Keinen Glauben." So ist auch hier die größte Sorge die, ob und wann sie wieder zurück können in ihr Dorf bei Tarnopol, in ihre Heimat. * I m Leopoldstädter BezirkSamtSgebände. Ist ein Hauptmittelpunkt des FlüchtlingstrostS, Ed« ist Anwerbung 4 Mag Witt, Waetgen, Fönnies, Seyfert, Nehlorn, Mohn, Mano, dem ein Ende zu machen allerbringendste Pflichtshörden den Wünschen dieser Gutsherren nachgeben und Grundler, Geyfen, Dobbert und Baglen. Die Vertretung der der Behörden ist. ihnen Striegsgefangene überlassen. Das scheint durchaus den deutschen Interessen in Marokko nehmen die Bereinigten Staaten Der Deutsche Kartoffelhändler Verband hat nach der Richtlinien zu widersprechen, die von den höchsten Stellen über bon Amerika wahr. Speziell in Casablanca vertritt fie mangels Stöln. 3tg." an das Reichsamt des Innern eine Denkschrift die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gegeben wurden, und ist eines amerikanischen Berufsbeamten der dortige italienische Konful, gelangen lassen, in der die Notwendigkeit betont wird, zwecks um so weniger am Blaze, als die Landwirte in diesem KriegsDie amerikanischen und italienischen Behörden treten nachdrüdlich eines vermehrten Angebots von Ware auf die Landwirte ein- jahre ihre Produkte doch wirklich hoch genug bezahlt erhalten, für unsere bedrohten Landsleute ein. Die deutsche Regierung hat zuwirken, damit diese den für den eigenen Bedarf nicht unbedingt so daß sie auch imstande sind, einheimischen Arbeitern an alle Schritte getan, um den Sachverhalt aufzuklären und den in notwendigen Vorrat von Kartoffeln dem allgemeinen ständige Löhne zu zahlen. französischer Gewalt befindlichen Deutschen jede irgendwie mögliche Gebrauch freigeben. Zur Erreichung dieses Zieles sei er- Es ist auf keinen Fall angängig, daß der hier einUnterstügung zukommen zu laffen. Die französische Regierung ist forderlich, aufklärend dahin zu wirken, daß die ungebührliche, geschlagene Weg der Beschäftigung von Striegsgefangenen davon in Kenntnis gesetzt worden, daß die deutsche Regierung für über ein bestimmtes Maß hinausgehende Festhaltung von weiter verfolgt wird. Die vorhandene Arbeits. jedes widerrechtliche Vorgehen gegen die angeschuldigten Deutschen Ware jedenfalls moralisch nicht als einwand- gelegenheit muß einheimischen Arbeitern in der rücksichtslosesten Weise Rechenschaft fordern wird. frei bezeichnet werden könne, und daß, falls die ent- zugute tommen, eventuell ist es nötig, die Arbeits sprechenden öffentlichen Hinweise nicht genügen sollten, mit bermittelung noch besser zu organisieren, um den LandMaßnahmen gegen solche Landwirte( selbstverständlich auch wirten geeignete Kräfte aus den Städten zur Verfügung zu Händler) vorgegangen werden müsse, denen nachgewiesen wird, stellen. Ein Hand- in- Hand- Arbeiten mit den Gewert. daß sie Kartoffeln zurückhalten und aufspeichern, um auf die schaften ist dabei natürlich Voraussetzung. Kriegsbekanntmachungen. Auskunft über Kriegsgefangene. Berlin, 22. Oktober.( W. T. B.) Personen, die Aus. allgemeine Preislage berteuernd zu wirken und aus dem kunft über Kriegsgefangene wünschen, wenden sich zweckmäßig Hochgehen ber Preise unberechtigten Nugen zu ziehen. Als Militärbehörden gegen Lohnkürzungen. mit Postkarte an folgende Adresse: An das Internatio. derartige Maßnahme könne allerdings nur die zwangsmit Postfarte an folgende Adresse: An das Internatio.weise Enteignung in Betracht kommen. Allerdings hat jetzt auch der kommandierende General des XVIII. Armeekorps Nach dem Beispiel einiger anderer militärischer Befehlshaber nale Komitee vom Roten Kreuz, Ermittedürften dann niemals die aufzustellenden Höchstpreise eintreten, eine Bekanntmachung veröffentlicht, in der er sich gegen die unberech lungsbureau für Kriegsgefangene, Genf sondern gerade umgekehrt besondere Mindestpreise, ( Schweiz). Die Rückseite der Postkarte ist nach folgenden weil ein Verkauf zu Höchstpreisen" dem Besitzer der Ware tigten Lohn- und Gehaltstürzungen mancher Geschäftsinhaber wendet: Muster auszufüllen: Bu beantwortende Fragen. Name des Militärs. Vornamen. Rang. Truppengattung( Inforporation). Nummer. Datum und Ort, wo zulett gesehen, gefangen oder verlekt( jo genau wie möglich). Name und Adresse des Absenders. Politische Uebersicht. bdie Höchstpreise eine Ergänzung dahin erfahren, daß im allnur erwünscht sein könne. Es müßte also das Gesetz über gemeinen der Verkauf freigelassen und nur von Fall zu Fall eingeschritten, wenn ein wucherisches Festhalten von Ware nachweisbar ist. Hin und wieder greifen die Behörden ja bereits ein. Zu den schon mitgeteilten Fällen fommen einige neue. So wurde in Bocholt( Rheinland) ein Höchstpreis von 4 Mart für Verurteilung der Genoffin Luxemburg. den Zentner Kartoffeln festgesezt, und verschiedene Landwirte, Vor dem Reichsgericht wurde gestern über die Revision die 5 M. forderten, wurden vom Markte verwiesen. Auch berhandelt, die Genossin Dr. Luremburg gegen das aus Northeim fommt die Meldung, daß ein Händler vom auffehenerregende Urteil der Frankfurter Straffammer ein- Markt verwiesen worden fet, weil er für anderthalb Zentner gelegt hatte. Die Strafkammer hatte bekanntlich gegen unsere 6 M. gefordert habe, während die Stadt einen Höchstpreis Genossin auf ein Jahr Gefängnis wegen in zwei Reden von 4,90 M, vorgeschrieben hatte. erfolgter„ Aufforderung zum Ungehorsam gegen die Geseze" Was nüßt aber die hier und da angenommene örtliche Preisfestsegung( ganz abgesehen davon, daß die Höchstpreise Das Reichsgericht hat, wie uns telegraphisch mitgeteilt in der Regel ganz unbegründet hoch sind), solange nicht über wird, die Revision verworfen. Damit ist das Urteil formal das ganze Reich bin Maßnahmen getroffen werden, die rechtskräftig geworden. Die formelle Rechtskraft kann aber Preiswucher und Zurückhaltung der Ware allgemein unmög die Tatsache nicht beseitigen, daß das Rechtsgefühl weiter lich machen?! Kreise das Urteil für ein Fehlurteil hält. Es ist höchste Zeit, daß die Reichsregierung eingreift! Kriegsgefangene gegen Arbeitslose. erkannt. Kartoffelpreise und Preistreibereien. Mehr und mehr sickert darüber in die Deffentlichkeit, daß Hunderttausende von Arbeitslosen suchen Beschäftigung. die Zurückhaltung der Kartoffeln durch die Land- Ein Teil von ihnen würde gewiß auch geneigt und fähig sein, wirte wenigftens hier und da systematisch organisiert landwirtschaftliche Arbeiten zu verrichten, sofern sie angemessen wird. Ein bezeichnendes Licht darauf wirft ein Rundschreiben, bezahlt werden und die Behandlung eine würdige ist. Es das die„ Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft" scheint aber, daß man darauf verzichtet, diese Arbeitsgelegenzu Oben Widdert( Rheinland) an ihre Mitglieder gefandt hat. Darin heißt es nach unserem Solinger Partei blatt u. a.: 4 heit den Arbeitslosen zugute tommen zu lassen, und daß man in großem Umfange Kriegsgefangene bereit stellt, die für einen ganz minimalen Lohn die Arbeit verrichten. Von Allem Anscheine nach wird die Kartoffelernte nicht so gut aus überall her fommen Meldungen, daß den größeren fallen, wie man dachte.(? Die Red.) Es werden im Großhandel Gütern Trupps von je etwa 30 Mann unter Aufsicht von für spätere Speisewaren 8.40 m. verlangt. Unfre 2and. Landsturmmännern überlassen würden, so besonders aus Ostwirte wollen also nicht voreilig zu niedrigen preußen, aber auch aus Niederlandin, Kreis Angermünde, Breisen abgeben. Blumenhagen bei Basewalt, Güterberg, U. M., Potlow, Kreis enthält den Satz: " 3 Beim Generalfommando sind vielfach Klagen darüber er hoben worden, daß Geschäftsinbaber nach Striegsausbruch die Ges hälter und Löhne ihrer Angestellten in erheblichem Maße gekürzt haben. Es ist Pflicht der Geschäftsinhaber als der durchweg wirtschaftlich Stärkeren, auf die Lage der Angestellten in der jetzigen es ai ber jebigen Zeit doppelte Rücksicht zu nehmen, und es muß als verwerflich bezeichnet werden, wenn die gegenwärtige Notlage vieler An gestellter zu Lohndrückereien benußt wird. Wenngleich nicht ver fannt werden soll, daß auch manche Geschäftsinhaber unter den augenblicklichen wirtschaftlichen Verhältnissen leiden, so gewinnt es doch den Anschein, als wenn die Lohnherabsetzungen in einzelnen Fällen in einer Weise erfolgen, die durch die Verhältnisse des Geschäftsinhabers nicht begründet sind. Das Generalfommando will in die Vertragsfreiheit der Geschäftsinhaber in bezug auf die Abschließung der Anstellungs berträge zunächst nicht eingreifen, gibt aber hiermit bekannt, daß alle diejenigen Geschäfte, bei denen in unzulässiger Weise eine Kürzung des Gehalts oder Lohnes der Angestellten erfolgt, von jeglicher Militärlieferung ausgeschlossen werden. Der fommandierende General: gez. Freiherr v. Gall. Fortschrittspartei und Kriegsziel. " Die Mitglieder der Landtagsfraktion der Fortschrittlichen Volks partei hielten nach einem Bericht der„ Boff. 3tg." einen gemütlichen Bierabend" ab, auf dem der Abg. Dr. Pachnide auch etwas wie eine programmatische Rede hielt. Als Ziel des Strieges stellte er die völlige Niederringung der Gegner hin, um dann fortzufahren: Dementsprechend kann auch der Friede nur unter Bedingungen geschlossen werden, die dem Vaterlande und der ganzen Welt bauernden Schuß vor Friedensstörungen verbürgen. Worin diese Bedingungen im einzelnen bestehen, das zu erörtern ist im gegen wärtigen Augenblick unangebracht. Wir versagen es uns daher heute, eine Landkarte Europas zu zeichnen, so wie sie etwa unseren Wünschen und Ansichten entsprechen würde. Aber ebenso wie wir diesen Verzicht üben, müssen wir eine gleiche Zurückhaltung auch bon anderer Seite verlangen und fordern, daß man, wie es bereingelt geschieht, nicht grundsäglich jeden Gebanten irgendeiner Annegion berwirft." Auch wir verzichten auf eine Erörterung der Friedensbedingungen Recht erstaunlich ist auch der Brief eines Landwirts, von Templin, Breddin, Kreis Ostpriegnis, Pinnow, Streis Angermünde, und der Frage einer Annegion fremden Gebietes, halten es aber dem die Rheinisch- Westfälische Zeitung" berichtet; er bildet 3ollen, Kreis Solbin, Glasom, Kreis Coldin, Buthenow, Kreis für nötig, festzustellen, daß man in ben Reiben der Fort. die Antwort auf eine Anfrage wegen Kartoffellieferung und Goldin. Es handelt sich babei, wie ausdrücklich festgestellt zu werden ihrittlichen Bottspartei einen Eroberungstrieg berdient, großenteils nicht um Landeskulturarbeiten, son- nicht grundsäßlich ablehnt. Wie ich Ihnen telegraphierte, fann ich Ihnen nicht liefern. dern um eine regelrechte landwirtschaftliche Bir tönnen wenig schaffen, denn es ist vom Herrn Landrat Zätigkeit. Der Prozeß Princip. bekannt gemacht, die Bauern sollten doch ihre Kartoffeln Ueber die Bezahlung dieser Kriegsgefangenen wird von behalten. dem Sierakowskischen Gute in Groß- Waplig bei Christburg Sarajewo, 22. Dktober.( W. T. B.) Heute wurden wiederum Wir halten es fast für unmöglich, daß ein Landrat in solcher gemeldet, daß die Gefangenen fünf Stunden für ihre eine große Anzahl von Zeugen vernommen. Es wurden Teile bes Weise dafür sorgt, daß die Not der Bevölkerung in dieser Zeit Berpflegung tätig zu fein hätten und bann für jebe Buches der Narodna Obbiana verlesen, aus benen hervorgeht, daß zum besten einiger Landwirte ausgenutzt wird! Es ist unerhört, folgende Stunde 10 Pfennige erhielten. in Bosnien und der Herzegowina der Kampf für die Narobna Die durch die Zurückhaltung der Kartoffeln gerade die ärmeren Leute getroffen werden. Bei einer folchen Entlohnung" tann man sich gewiß Dbbrana durch den serbischen Verein Prosvjeta in Sarajewo Man muß jenes systematische nicht wundern, wenn die Gutsbefizer und Domänenpächter geführt wurde. Weiterhin dienten den Zweden ber Odbrana bie der Allgemeinheit wirklich als Striegsgefangene ben einheimischen arbeitern vorziehen. Aber wirtschaftlichen Genossenschaften, Lefevereine, Antialkoholvereine und Das Gegenteil von Patriotismus kennzeichnen, unverständlich muß es genannt werden, daß manche Be Gefangvereine. Die Narodna Odbrana vereinigte alle ferbischen Sofolvereine. In Bosnien und der Herzegowina gehörten der Ver für den Stindergarten. Voll von Frauen und Müttern ist der rituelle, mit Hilfe anderer Küchen den Christen ihre gewohnte Koit einigung 22 Sofolvereine an, ferner Vereine in Dalmatien Raum. Hinter einem großen Tisch waltet das Frauenhilfskomitee geben lassen; es bekommt jeder, der nicht so versorgt wurde, und in Bacsta. jeines Amtes, das wahrlich nicht leicht ist. Geben beschäftigt es 3 Kronen Wohnungsbeitrag und 4 Kronen Wochenunterstüßung. en schwieriger Fall; eine schwangere Mutter, die sich jeden Tag dazu noch eine Spende von 8 bis 5 Kronen wöchentlich; es zahlt tripartet, erscheint mit ihren drei Kindern. Zwei find gefund", Prüfungsgelder für die Studenten, besorgt die Fahrtarten zur das heißt, fie find nur verunreinigt, was sich auf ihrer Haut äußert, Rückfahrt, gibt das Meisegeld, mo es not tut eines es ahr das dritte ist fast blind, in vorgeschrittenem Grade leibet es nicht: Arbeit kann es den Tausenden Flüchtlingen nicht verfann bie der ägyptischen Augenkrankheit. Dazu die schwangere Mutter, Arbeit barum nicht, weil der Arbeitsmarkt abnehin übersättigt sie nicht weiß, wo in der Welt ihr Mann ist. Er war gerade außer und weil man fürchtet, Lohnbrüder heranzuziehen. Gerabe Arbeit Haus, als der Ruf durchs Dorf flog:„ Alles fort! Die Mussen aber ist es, was die Menschen am leichteiten über schwere Tage Sollen die beiden kleinen in den Kindergarten auf hinüberbringen kann. Das weiß das Komitee, aber dennoch wird genommen werden können, so müssen sie gesund sein, und sie jeder seine Gründe nicht nur billigen, sondern sogar preisen. Die müssen irgend wohin in Familienpflege fommen, wo sie täglich in Flüchtlinge sollen das Gefühl nicht verlieren, daß sie Flüchtlinge den Kindergarten" gebracht werden können, den hellen Saal eines find, daß Wien ihnen nur vorübergehend Schutz und Dach gewähren Letzte Nachrichten. berühmten Praterwirtshauses. Also zuerst amtsärztliches Gesund- fann, daß es dann aber wieber gilt, baheim aufzubauen, was der Kindergarten. Jest bleiben noch die Mutter und das augentranfe dem man auf Schritt und Tritt begegnet. heitszeugnis, dann die Familie bestimmen, dann Aufnahme in den Krieg zerstört hat. Darum auch dieses Sehnen nach der Heimat. Das Eingreifen der englischen Flotte in die Kämpfe an der fommen." Kind. Die Mutter braucht ein Entbindungsbett, das frante Kind einen Spitalplaß in einer Abteilung für ansteckende AugentrantAus dem Protokoll über das Gutachten der Sachverständigen bezüglich der Bomben wurde festgestellt, daß es sich um bie bet ber ferbischen Armee verwandten Hanbgranaten handelt, welche von berselben Konstruktion find wie die 19 in Brdo vorgefundenen, den Sachverständigen aus früherer Unterfuchung her bekannten Granaten, die in Driginalmafulaturpapier des Kraguje wacer Arsenals eingewidelt waren. Derartige Handgranaten find außer in Serbien nirgends in Europa in Verwendung. Kanalfüste. Amsterdam, 22. Oktber.( Pripattelegramm des heiten. Die Spitalnot ist in Wien aufs höchste gestiegen. Sie Seiße Gebete. Gerade dort inmitten des Ghettos von Vorwärts".) Die Admiralität berichtet, daß an den Operationen bar in Friedenszeiten groß, nun aber, da wir die verwundeten einst, wo bis vor kurzem die Trußburg ber Luegerei stand, Floß- an der belgischen Küfte die Monitoren„ Severn",„ Sumber" und Strieger zu pflegen haben, ist sie ungeheuerlich, und die neuen gasse Nr. 7, schlägt jest in frühabendlicher Stunde aus einem Mersey" erfolgreich teilnahmen, auch seien Mitraillensen zur Ver Spitalbaracken sind noch nicht der Benutzung zugeführt. Tür auf, und auf Sekunden schlägt wilder Stimmenschwall an das Französische Eskader unterstügen die Engländer. Die Engländer Die obigen Kanonenboote seien vor dem Kriegsbeginn Bras 3 bekommen.( Der Schreiber dieser Zeilen mußte selbst am Ohr. Wir treten neugierig ein und finden uns in einem drei filien abgekauft; Wasserverbrängung 1260 Tonnen, Geschwindigkeit 17. Oktober, abends von 9 Uhr bis 12 Uhr nachts am Fernsprecher fenstrigen Raum, der von dem Schimmer einer Straßenlaterne tommen, der in derselben Nacht noch operiert werden mußte; der stehen drin und einige Tische, und auf allen Bänken sipen in drang 15 3entimeter, zwei 11 Zentimeter Haubigen, vier Dreipfünder. hängen, um ein Spitalbett für einen Blinddarmkranken au be- gerade so viel erhellt ist, daß man sich durch ihn tasten kann. Bänte 11½ Knoten, für untiefe Wasser gebaut, 8% Fuß Tiefgang, zwei rzt und das zuständige Polizeiamt waren von allen Spitals- voller Enge Männer und auch junge Burschen und singen und leitungen abgewiesen worden!) So ist es leichter gefagt als getan: fchreien mit einer Begeisterung in eintönigem Rhythmus, daß es alvei Betten her, eins für die Mutter, eins für das Kind. Beides einem in den Ohren gellt. Wie betäubt steht man erst da. Dann gelingt aber, und erleichtert atmet die arme gequälte Frau nach unterscheiden wir. Sie schlagen auf die Bänke und Tische und stundenlangem Warten auf. hätten seefeits die Badeorte westlich Oftendes furchtbar hergenom men, desgleichen die Dünendörfer. Die Deutschen haben der Bevölkerung geraten, au flüchten, sie haben die abgelieferten Bürgertrommeln im Taft der eintönigen Gebetsweise, und wilder und wehrwaffen weggeführt. Die belgischen Dünen erreichen bier die Hilfadame, aber die Leiterin ordnet an:" Sour aufnehmen. Wir Jünglinge, Männer und Greise in Verzücung geraten wären. Die Wir haben keinen Platz mehr! sagt verzweifelnd die eine wilder schwellen die Stimmen an, es ist, wie wenn alle diese Buben, größte Breite und Höhe. Die Kanonade sei vis Dover hörbar. werden neuen Rat schaffen." Ein deutscher Kreuzer bombardierte Dschibuti im Roten Meer berzücktesten von ihnen schlagen sogar mit den Armen herum.. und vernichtete den Bahnbau nach Adis Abeba. Das ist nur eine Seite der Sache. Aber was gibt es da nicht Still schleichen wir wieder hinaus. noch alles zu tun und zu helfen! Junge Mädchen kommen schußlos, sie müssen von der Gefahr der Großstadt für hungrige Mädchen lockten. Was tun die da drinnen?" fragte ich draußen einen GeWeitere Erfolge in Galizien und Polen. bewahrt werden. Eine Nähstube gibt ihnen Arbeit, ausgesuchte Fa.| " Beten, Herr! Beten zu Gott für unsere Waffen den Wien, 22. Oktober.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet milien geben ihnen Obdach. Der Bürgermeister einer fleinen gas Sieg. 22. Oktober mittags: In der Schlacht beiderseits des Strwias gclizischen Stadt tommt in dem abgerissenen Rod, den er daheim Auch der bärtige Infanterist, der mitten unter den Berzückten lang es uns, nun auch im Raume südlich dieses Flusses den Angriff anhat, wenn er aufs Feld geht. Der Rock ist auf der Flucht nicht faß, betete mit. Ein Verwundeter vielleicht, ein Kranter, nach dem vorwärts zu tragen. Auf der beherrschenden trigonometrischen besser geworden nun muß der Mann wieder zum Menschen ge- Aussehen sicher einer, der schon draußen an der Front war. Kann der beiden Hilfsstellen, die anderswo errichtet wurden, geflüchtete Sieg, der alles Flüchtlingselend enden soll. nacht werden. Berge von alten Kleidern find eingelaufen in einer er nicht tämpfen, jo betet er wenigstens mit belt Geinen für den Söhe 668 füdöstlich Stary Sam bor wurden zwei hinter einander liegende Berteidigungsstellungen des Feindes genommen. Schneider ändern sie gegen Lohn um, der Bürgermeister und jebt, da Galizien in Wien fit, Töne, die in solcher Echtheit auch näher an die Chauffee nach Starajol heran. Nach den bisherigen So schlagen aus dem Neubau in dem alten Ghettogäßchen Nordwestlich des genannten Ortes gelangte unsere Gefechtslinie Alles kann das Hilfskomitee, es verhilft alle ankommenden hier noch nie zu hören waren. Die Strengitgläubigen der Streng- Meldungen wurden in den lesten Kämpfen 3400 Ruffen, darunter denen eine Schale Kaffee und eine Semmel vier Heller fosten, eben und schreien, trommeln und flopfen, werfen die Arme durch die erbeutet. In Czernowig sind unsere Vortruppen eingerüdt. Flüchtlinge zu Reinigungsbädern; es hat Kaffeestuben errichtet, in gläubigen haben nun hier ihre Zelte aufgefchlagen. Und sie fingen 23 Offisiere, gefangen genommen und fünfzehn Maschinengewehre 10. stätten eingerichtet und dazu viele leerstehende Wohnungen gemietet hören solle auf daß er höre ihr heißestes Gebet um den Sieg, ind möbliert; es hat mit Hilfe der jüdischen Volkstüche den Juden der ihnen wieder die Heimat bringen soll. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. von oefer, Generalmajor. . d dog ros Fried до Dem Andenten unferer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genossen! Bei den Stämpfen im Westen gefallen Gustav Volke Urbanstraße 133, Bezirk 133. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 2. Berliner Reichstagswahlkr. Paul Schenker Gefallen im Osten der Tapezierer Bouchéstraße 83. Am 26. Auguft im Westen gefallen der Bretterträger 3904 Georg Müller Graeßstraße 7. Wahlverein Treptow- Baumschulenweg. Deutscher Bauarbeiterverband. 900 Zweigverein Berlin. Am 20. Dktober starb unser Mitglied, der Maurer August Baade ( Bezirk Dsten II). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 23. Oktober, nachmittags 3 Ubr, vom Trauerhause, Borndorfer Str. 35, aus nach dem Auferstehungs- Kirchhof in Weißensee statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Ferner sind folgende Mitglieder im Felde gefallen: Am 25. 8. Paul Scholz, Maurer, B. Lichtenberg. " . " 8. 9. Paul Rothe, Bauarbeiter, Bz. Schmargendorf. 9. 9. Willi Damm, Puter, B3. Charlottenburg. 12. 9. Robert Janowski, Maurer, B. Norden I. 16. 9. Adolf Altmann, Buter, B. Schöneberg. 16. 9. Wilhelm Pickel, Maurer, B3. Friedenau. 20. 9. Richard Kronig, Maurer, B. Lankwith. 22. 9. Paul Dupke, Stuffateur, B. Wilmersdorf. 5. 10. Friedrich Gericke, Maurer, 88. Norden II. 6. 10. Gustav Zießmann, Maurer, B. Wedding. Ehre ihrem Andenken! Sozialdemokratischer Wahlverein 1. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Stralauer Viertel. Bezirk 323. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Klempner Wilhelm Dolling Simon- Dach- Str. 10 geftorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, den 23. Oktober, nachmittags 4, 1hr, von der Halle des Zentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 216/16 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 3. Abt. Bez. 509. Am Dienstag, den 20. Oktober, verstarb unser Genosse, der Brauer Johann Rank Belforter Str. 15. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 24. Oktober, nachmittags 3/2 Uhr, von der Leichenhalle des St. Hedwigs- Kirchhofes in Weißensee, Wörthstr. 17, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 231/20 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Pankow. Am Mittwoch früh 9 Uhr verstarb nach langem, schwerem Leiden unser langjähriges Mitglied, der Genosse Julius Exner im Alter von 53 Jahren. Ehre seinem Andenken! der am Die Beerdigung findet Sonnabend, nachmittags 3 Uhr, Halle des neuen Bankower Friedhofes, Schönholz, aus statt. von Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksleitung. Turnverein„ Eiche", Köpenick. Nachrut. Fern von der Heimat, auf den Schlachtfeldern im Westen, sind unsere lieben Turngenossen Max Göhring und Richard Kleinert, im Dften Paul Matthes dem Tod der Ehre erlegen. Wir rufen Euch ein Ruhe sanft in fremder Erde nach. 186/13 Der Vorstand. 144/15 Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Lichtenberg. Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied Gustav Witzke Frankfurter Chaussee 76 verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle in Marzahn aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksleitung. Deutscher Metallarheiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Julius König Hennigsdorfer Str. 12 am 20. d. Mts. an Magenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 23. Oftober, nachmittags 2, Uhr, von der Leichenhalle des Philippus Apostel- Kirchhofes Müllerstraße, Ede Seestraße aus statt. Rege Beteiligung erwartet 126/13 Die Ortsverwaltung. :: Erstklassige Briketts:: Michel M.8.50 f. 1000 Stück, Riesenformat 7, Halbsteine 85 Pf. für 1 Zentner feinst. Brennholz billigst. Michel- Brikett- Vertrieb Neukölln, Knesebeckstr. 148. Telephone: 1610 u. 2133. Zurückgesetzt! 50 M. Belohnung Gestohlen wurde am 17. Of: tober in der Rosmarienstraße ein Pferd. Besondere Merk male: dänische, braune Stute, außerordentlich lang gebaut, rechter Fuiz weiße Fessel, am Kammbeckel auf beiden Seiten wund, durchgezogen. Finder des Pferdes erhält obige Belohnung. Wagen und Geschirr wurde im Grunewatd gefunden. Pferd wird jedenfalls im Stall verborgen ge halten. Markgrafeuftr. 35, Lindenherg. 222/3 Arbeiter Gesundheits- Bibliothek Jedes Heft 20 Pg. Oranienstr. 37 Tot für Export gearbeitete Damenmäntel zu 257b Spottpreisen. Fahrgeld wird vergütet. Vorjährige Ulster, Anzüge, Blumen- und Kranzbinderei Paletots teilw. von Maßstoffen gefertigt zu jed. annehmbar. Preise abzugeben. Ringel, Schneidermeister, Chausseestr. 31. von Robert Meyer, Jnh.: P. Golletz Mariannenstr. 3. Tel. Mpl. 346 Deutscher Holzarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin. Heute Freitag, den 23. Oktober, abends 81, Uhr: Schnupfer! achtet auf die gesetzlich geschützte Packung, um Goldfarb echt zu erhalten! Gesundheitstabak Goldfarb Preuss Stargard. D.R.W.Z.10652. Health snuff tobacco. Tabac à priser de santé. Tabaka do zażywania dla zdrowia. Tabacco da naso alla salute. Verkäufe. Unterricht. 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Gelegenheitsfautje in neuer Maß- bund), abzugeben gegen efter Tagesordnung: Die Pflichten der Mitglieder in jetziger Zeit. Referent: Kollege Güth. Regen Besuch erwartet 92/19 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Bureau geöffnet von 9-1 Uhr und von 4-7 Uhr. Sonntag, den 25. Oftober 1914, vormittags 10 Uhr: Branchen- Versammlung garderobe, enorm billig. Riesenposten lohnung. Kleider, Kostüme, Blüschmäntel, auf straße 14. Seide, früher bis 150, jezt 20-35 m. Große Posten Belzstolas in Stunts, Marder, Nerz, Füchsen, früher bis 200, jett 20-75 Mart. Große Auswahl in Herren- Gehpelzen, Gelegenheit in Damen-, Reise-, Wagenpelzen. Extra- Angebot in Lombard gewesener Machnow, hohe Vermietungen. Wohnungen. 2906 2326* Teppiche, Gardinen, Portieren, Charlottenstraße 87, fleine Woh Betten, Wäsche, Uhren, Brillanten, nungen sofort billig. Goldwaren enorm billig nur Moritplay 5sa I. Möbel. 88* Arbeitsmarkt. 20 Prozent Rabatt während Stellengesuche. des Krieges auf sämtliche Möbel. Biele gebrauchte Möbel billig. Sofa Klavierstimmer. Fast erblindeter leiderschrank Tisch 15,-, Genoffe empfiehlt sich als selavier 3/14 aller in der Metallindustrie beschäftigten Maschinen- Bettfielle 28, Woderne Urbeiter stimmer. Hasselbach, Neukölln, Niemes Verband der Brauerei- u. Mühlenarbeiter u. verw. Berufsgenossen Ortsverwaltung Berlin. Den Mitgliedern diene zur Nachricht, daß unser Kollege, der Brauer 44/7 Johann Rank Brauerei Friedrichshain, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des HerzJesu Kirchhofes in Weißensee, Wörthstraße 17, aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Nachruf. Ferner diene den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Stollege, der Flaschenkeller- Arbeiter Karl Petzold im September verstorben ist. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Die Ortsverwaltung. Am Mittwoch früh 9 Uhr verstarb nach langen schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, der Werkzeugmacher Julius Exner im Alter von 53 Jahren. Um stilles Beileid bitten Witwe Exner nebst Kindern, Pankow, Amalien- Part 3. Die Beerdigung findet am Sonnabend, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des dritten Bankower Kirchhofes in Schönholz aus statt. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, arbeiter und Arbeiterinnen in den Sophien- Sälen, Sophienstr. 17/18, großer Saal. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Ed. Vernstein über:„ Volkswirtschaft. liche Wirkungen des Krieges jetzt und später". 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten und Berschiedenes. Zu dieser Versammlung sind alle in der Metallindufirie beschäftigten Hobler, Bohrer, Fräser, Stoßer, Stanzer, Schnittarbeiter und die an Maschinen beschäftigten Arbeiterinnen eingeladen. Stellenangebote. Sattler möbel. Ehrlich, Alte Schönhauser- ftraße 10. straße 32. 379* Möbelausverkauf wegen Hausumbau! Schreibtische 30,00, KleiderKumt und Tornister fpinden 22,00, Bertilo 32,00, Rommoden 12,00, Büfetts 40,00, tomplette macher gegen erhöhten Tariflohn Muschelbettstelle 25,00, Auszugsofa gesucht. de la Croir Nachf., Berlin, SW 47. 113/ 4* 33,00. Kein Schwindelangebot! Dres denerstraße 107/108. 308* Keltere Schloffer und Schmiede für Eisenkonstruktion und Brüdenbau Prachtvolle Wohnungseinrichtung, sofort gesucht. A. Drudenmüller bildschöne Küche, alles noch neu, zu G. m. b. S., Berlin- Tempelhof. sammen 225. Rosenthalerstraße 57, Kunst- und Bauschloffer vers Sonntag, den 25. Oktober 1914, vormittags 10 Uhr: III bei Glas. Gewerblich. Händler langen für dauernde Arbeit Baechler Versammlung aller in Schraubenfabriken beschäftigten Automateneinrichter und Einrichter an Einzelbänken im Luisenstädtischen Kasino, Oranienstraße 180. Tagesordnung: 1. Wie sind unsere Lohn- und Arbeitsbedingungen während der Kriegszeit? 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Vers schiedenes. berbeten. Tüchtige Werkzeug- Schloffer und 113/ 13* Moderne Wohnzimmer! Nuß- Mariendorf, Schönebergerstraße 97. u. Paasche, Kunstschmiede, Berlin baum, eiche, mahagoni, Schlafzimmer, wert! Küchen, sehr aparte Ausführungen, portbillig! Polstermöbel gesellschaft, Berlin C., Sophienstr. 21. nur eigener Fabritation! Besichtigung Schlosser, Schmiede auf Baus gern gestattet!„ Möbelhaus M.Hirschofonstruktionen verlangt Trägerlager wik, nur Südosten, Staligerstraße 25. Gemeinschaft, Tempelhof, Industries Enorm billiger Möbelnachlaß! ſtraße. Fleiderschrank 18,-, Damenschreiballe Solz- und Stilarten, ſehr preis- Dreber verlangt& Mehlich, Attien. Weiß 114/4 Klempner für Werkstatt auf Eisens tisch 30, Auszugtisch 10,-, Betts und Messingblech gesucht. stellen 21,-, Bertito 32,-, Rohr- u. Samet, Wilmersdorf, Babels Sonntag, den 25. Oktober 1914, vormittags 10 Uhr: lebnstühle 3,-, Stüche mit Abwäsche Branchen- Versammlung der Maschinenschlosser in den Musiker- Festsälen, Kaiser- Wilhelm- Str. 31( gr. Saal). Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Achtung! Rohrleger und Helfer! Sonntag, den 25. Oktober 1914, vormittags 10 Uhr: Brauchen- Versammlung der Rohrleger und Helfer Berlins und Umgegend im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Adolf Cohen. 2. Diskussion. 3. Allgemeine Branchenangelegenheiten. Die Mitgliedsbücher sind am Eingang des Saales vorzuzeigen! Sonntag, den 25. Oktober 1914, vormittags 10 Uhr: Branchen- Versammlung 65, Andreasstraße 30. Kaufgesuche. 298 bergerstraße 41. 114/7 Mamsells auf Damen- Ulster ver rechts 3 Treppen. langt Uhlig, Brunnenstraße 188, Hof +81 Zahngebinje, Goldsachen, Silber Tüchtige Chauffeure jachen, Blatinabjälle, sämtliche Metalle höchstzahlend. Schmelzerei Christionat, Stopenideritraße 20 a( gegenüber Manteuffelstraße). fucht sofort Automobil- Betriebs.Aktien Gesellschaft, Fennstr. 31. 108/1 Borstellung vormitt. von 10-11 hr. Kupfer, Messing, Zint, Zinn, Blei, Tüchtige Stanniolpapier, Goldsachen, Silbers sachen, Platinabfälle, Duedfilber, Reparaturschloffer Zahngebisse. Metallschmelze" Cohn, sucht sofort Brunnenstraße 25 Berlinerstraße 76. Automobil- Betriebs und Neukölln, Attien- Gesellschaft, Fennstr. 31. Bor 105/1 ftellung vormittags v. 10-11 ubr Fahrradankauf Linienstraße 27. Fahrradgesuch. Schrader, WeberStraße 42. 113/ 15* Platina, alte Goldsachen, Bruchgold, Eilbet, Gebisse, Goldwatten, Kehrgold, Duedfilber, photographische Rüdstände, Tressen, iomie iami 113/ 19* Kräftige Akkordschachter werden gesucht. Melden Danzigerstr., Gartenstr Dderbruchstr. und Landsbergeritr. Federnfärber . lime edelmetallbaltige Abfälle fauft Broh, Edelmetallschmelze Berlin, Robenideritr. 29. Telephon Moris gesucht. plaz 3476. Für sofort oder später wird ein nedfilber, Kupfer, jedes Quan zuverlässiger Federnfärber, der for tum höchste Preise" Edelmetall- wohl in Schwarz wie in allen Farben Weberstraße 31, für Strauß- und Fantasie- Federn, Telephon. Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). der Metalldrücker Berlins u. Umgegend Ginkaufsbureau, für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung, Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-11. Berantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 1. Tagesordnung: 1. Militärarbeit und Verdienst. 2. Diskussion. 126/12 Der wichtigen Tagesordnung wegen ersuchen wir die Kollegen, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. 75* in Reiher usw. selbständig arbeitet, nach füddeutschen Großstadt Nähmaschinenkanf. Kugadt, An- dauernde Stellung gesucht. Offerten flamerstraße 42. einer 114/6 unter Angabe der bisherigen Tätig und Lohnansprüchen erbeten Stanniol, Duedfiber, Glühftrumpf- unter W. 1 an die Expedition dieses asche tauft Blümel, Auguststraße 19. Blattes, Blatin, Goldsachen, Silbersachen, teit Th. Glode, Berlin. Drudu. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsb ( Nr. 290. 31. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 23. Oktober 1914. Kriegstagung des Landtags. Abgeordnetenhaus. eine Verbesserung der Vorlage herbeizuführen, ist uns infolge unserer Iwo insbesondere die Arbeiterklasse einen so ungeheueren Anteil durch ein ungerechtes Wahlrecht bedingten numerischen an diesen Opfern trägt.( Lebhaftes Sehr wahr bei den SozialSigung vom Donnerstag, den 22. Oftober 1914, bleibt uns deshalb kein anderer Weg übrig, als in Form einer ErSchwäche genommen.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Es demokraten.) flärung unseren Forderungen Ausdruck zu verleihen. Unter den Notstandsarbeiten vermissen wir den Bau des Mittellandkanals nachmittags 2 Uhr. Am Ministertisch: Delbrüd, Roebell, Loebell, Beseler, Breitenbach, Sydow, wahnschaffe, Lenze, von Trott zu SoIz. Haus und Tribünen sind überfüllt. Viele Mitglieder des Hauses sind in Uniform erschienen, darunter der verwundete Abg. Bredt Marburg mit verbundenem Kopf. Ein Zentrumsmitglied und der Däne Nissen tragen Mannschaftsuniform. Präsident Graf Schwerin- Löwit پی Das Haus tritt in die Tagesordnung ein. Der 1%-Milliarden- Kredit. Stellvertretender Vorsitzender des Staatsministeriums Dr. Delbrück: eine Arbeitslosenunterstügung in Anlehnung an das Genter System Trotzdem die Vorlage der Regierung weit hinter unseren Er wartungen zurückbleibt, werden wir ihr zustimmen in der Hoffnung, daß die von uns geäußerten Wünsche, soweit sie sich auf die Berwendung der Mittel beziehen, durch entsprechende Anweisungen erfüllt und daß die weiter von uns als erforderlich bezeichneten bewilligt. Dhne Debatte wird die Notverordnung über die Ab änderung des Enteignungsverfahrens genehmigt und der Vertagungsantrag( bis zum 9. Februar 1915) angenommen. Der Präsident wird ermächtigt, die erste Sigung alsdann innerhalb einer Woche nach dem 9. Februar anzuberaumen. Die Tagesordnung ist erschöpft. In einer Schlußrede preist Präsident Graf Schwerin- Löwit ( Sehr richtig! links.), eines Projektes, dessen Durchführung gerade in Gesetzesänderungen spätestens bei dem Wiederzusammentritt. des der heutigen Zeit den Wünschen und wirtschaftlichen Interessen Landtages in Angriff genommen werden. weitester Kreise preußischer Staatsbürger entspricht. Ganz abgesehen davon, daß sich hier die Möglichkeit bietet, für Zehntausende von der entsegliche Krieg, in dem sich die Völker zerfleischen, zu Wir sprechen die Hoffnung und den heißen Wunsch aus, daß Arbeitern Arbeitsgelegenheit zu schaffen, die nicht Notstandsarbeit im einem baldigen gesicherten Frieden, zum Heile herkömmlichen Sinne ist, handelt es sich um ein Kulturwerk des deutschen Volkes und der ganzen Menschheit eröffnet die Sigung mit der Mitteilung, daß er der Kaiserin mit ersten Ranges, deſſen Bedeutung für die kommenden Zeiten führen und daß alles geschehen möge, was zur Erfüllung dieser den Geburtstagswünschen des Hauses auch den Dank für ihren regen über jeden Zweifel erhaben ist.( Sehr wahr! links.) Anteil an der Kriegsfürsorge übermittelt hat. Weiter teilt der Die beabsichtigten Notstandsarbeiten selbst dürfen nicht ein Hoffnung und dieses Wunsches dienen fann.( Lebhaftes Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Präsident mit, daß er dem Kaiser von Desterreich das Beileid des Sinten der Löhne oder eine Senkung der Lebenshaltung der Das Wort wird nicht weiter verlangt, der 11- MilliardenHauses anläßlich der Ermordung des österreichischen Thronfolger- Arbeiterklasse zur Folge haben. Soll diese Gefahr verhütet werden, Stredit in allen Abstimmungen unter lebhaftem Beifall einstimmig paares ausgesprochen hat. Er gedenkt hierauf des in Frankreich dann ist es notwendig, daß zu diesen Arbeiten in erster Linie freie gefallenen Abg. Hafen clever( der Platz dieses Mitgliedes ist Arbeiter. und zwar nur zu den zwischen den UnternehmerPräsident Graf Schwerin- Löwit mit einem großen Kranz weißer Rosen und langen schwarzen und Arbeiterorganisationen vereinbarten oder zu vereinbarenden Schleifen geschmüdt). Lohn- und Arbeitsbedingungen verwendet werden. Bei Beschäftigung stellt dies fest und gibt seiner großen Freude darüber Ausdruck, daß, abvon Kriegsgefangenen werden die allgemeinen Grundsäge der gesehen von dem sozialdemokratischen Redner, sämtliche Parteien sozialen Fürsorge nach Möglichkeit entsprechend anzuwenden sein. und Mitglieder des Hauses die Geltendmachung besonderer Anträge Aber auch nach Inangriffnahme aller in der Vorlage vor- und Wünsche, die vorher bestanden haben, zurückgestellt haben, damit gesehenen Notstandsarbeiten bleibt noch eine große Zahl die Vorlage einmütig verabschiedet wird. Hieraus werden Tausende männlicher und weiblicher Staatsbürger übrig, die durch von notleidenden Staatsbürgern neue Hoffnung und neue starke Zuden Krieg arbeitslos, ja völlig egistenzlos geworden versicht gewinnen in der Erkenntnis, daß das preußische AbAls Sie im Juni Ihre Arbeiten abbrachen, geschah es in der sind. Auch ihnen zu helfen, ist Pflicht des Staates. In den geordnetenbaus, die preußische Volksvertretung mit der Staatss Annahme, daß Sie im November Ihre Arbeit würden wieder auf- meisten Fällen wird die Hilfe nur in baren Unterstützungen regierung vollkommen einig ist, auch die größten Opfer nicht zu nehmen können und daß es möglich sein würde, in der Herbst- bestehen können. Der großen Mehrzahl der Gemeinden fehlt es scheuen, um all die schweren Wunden, welche der Krieg unserem session die Früchte schwerer und langwieriger gesetzgeberischer Ar- hierfür an Mitteln. Aufgabe des Staates ist es, einmal die Ge- Volte geschlagen hat, so weit zu heilen und zu mindern, wie es beiten glücklich unter Dach zu bringen. Das Schicksal hat es anders meinden durch finanzielle Zuwendungen zu durchgreifender Hilfe in überhaupt in der Gewalt des Staates steht.( Lebhafter, Beifall.) beschlossen. Der Haß und die Mißgunst unserer Nachbarn haben den Stand zu sehen und zweitens durch Einwirkung auf die ReichsDeutschland in einen Krieg um Sein und Nichtsein verwickelt. gesetzgebung Unsere Heere fämpfen in Ost und West an den Grenzen, Se. Majestät der Kaiser und König befindet sich inmitten der siegreich fechtenden Truppen, der Ministerpräsident hat ihn begleitet; er bezu schaffen. Soll ein derartiges Vorgehen seinen Zweck erreichen, dauert lebhaft, heute nicht hier sein zu können, und ich habe an dann muß an bewährten und in der Pragis erprobten Grundlagen feiner Stelle zwei Vorlagen zu vertreten, die uns der Krieg aufge- eines Zusammenwirtens der Gemeinden mit den nötigt hat. Zuvor aber übermittle ich dem Hause die herzlichsten Berufsorganisationen festgehalten werden. die schwere und doch große Zeit, in der wir leben. Unabsehbar Grüße Sr. Majestät des Kaisers, der mit lebhaftem Interesse alle Für nicht ausreichend betrachten wir es, daß die groß sind die Kriegsopfer unseres Volkes, aber wir Arbeiten verfolgt, die darauf gerichtet sind, die Wunden zu heilen Regierung sich auf die Entlastung leistungsunfähiger Lieferungs- werden diesen Krieg siegreich durchführen; er wird der und die Erschwernisse zu beseitigen, die der Strieg im Ge- verbände bei Zahlung der Reichsunterstützungen beschränkt. Welt von neuem die unverwüstliche Kraft eines für eine folge hat. Die Erfahrung hat gelehrt, daß die in den Reichs- gute und gerechte Sache fämpfenden einmütigen Volkes zeigen. Wir Die Regierung ist sich bewußt, daß die Bewilligung eines gesetzen bom 28. Februar 1888 und 4. August 1914 haben den Frieden ehrlich gewollt und sind nur durch die MißStredits von 1 Milliarden einen Att besonderen Ver- vorgesehenen Familienunterstützungen so gering bemessen sind, gunst neidischer Feinde zum Kampf, nicht für Machtwird vom Reich erstattet werden. trauens darstellt. Ein großer Teil der anzuwendenden Mittel daß die Familien der Kriegsteilnehmer ohne eine gleichzeitige Unter- erweiterung und Landerwerb oder gar schnöden geDer Kredit soll die Löcher aus- stüzug aus Gemeindemitteln nicht in der Lage sind, auch nur not- schäftlichen Gewinn, sondern zum Kampf um das Dasein, um Haus füllen, die der Krieg in die Einnahmen des Staates reißt, er soll dürftig ihren Lebensunterhalt zu fristen. In zahlreichen Fällen und Hof, um Weib und Kind gezwungen worden.( Lebhafter Beiuns die Möglichkeit geben, die Verwaltung des Staates ordnungs- aber werden den Familien der Kriegsteilnehmer unter unbegründeter fall). Der Präsident feiert dann das Gottvertrauen und die SiegesWir müssen die Hemmungen des Verneinung der Bedürftigkeit nicht einmal die im Reich 3 zuversicht des Volkes, spricht von dem uns gegen fünftige Ueberfälle sichernden Frieden, der allein diesen Krieg beenden kann, und ers losigkeit steuern und die Not lindern, die sie zu begleiten Wandel zu schaffen und unseren für das Waterland ihr Leben ein- wartet von dem Weltenbrand, daß er manche Schlacke, die sich bei sezenden Kriegern die Gewißheit zu geben, daß ihre Angehörigen steigendem Wohlstande in langer Friedenszeit in den edeln Kern vor Not und Entbehrung geschüßt sind, ist eine selbstverständ des Volkes eingefressen habe, herausschmelzen werde. Unsere Verfind in Aussicht genommen die Fortführung der Bautätigkeit des liche Pflicht des Staates.( Sehr wahr! bei den Sozial- handlungen haben der ganzen Welt die Einmütigkeit des Volkes im Staates, umfassende Hochwasserregulierungsarbeiten im Gebiet der demokraten.) Kampfe wie in der Abhilfe gegen seine Folgen gezeigt. Wir danken Elbe und Oder, der Ausbau des Plauener Kanals und die Hers stellung der Wasserstraßen Lippe- Datteln und Hameln- Lippstadt; die von den unteren Verwaltungsorganen geübte, dem Geiste des Dant aber auch unseren unvergleichlich tapferen, todesmutigen weiter sollen die Dedlandflächen in Brandenburg, Pommern, Schleswig- Gesetzes häufig widersprechende Praxis sorgfältig überwacht und Truppen( Stürmischer Beifall), deren Tapferkeit wir nicht nur die Holſtein, Hannover und Westfalen schleuniger fultiviert und da- erforderlichenfalls korrigiert wird, sodann aber auch dadurch, daß Verteidigung unserer Grenzen und die Befreiung unserer Ostmarken durch die Stulturfläche für die Nahrungsmittelerzeugung ver- den leistungsschwachen Kreisen und Gemeinden von Staats wegen vom Feinde, sondern auch die weitere Niederringung unserer Feinde größert werden. Soweit es sich bei allen diesen Arbeiten Zuwendungen gemacht werden, die sie in den Stand seßen, aus im Osten und Westen verdanken. Und tiefen Dank auch unserer um Arbeiten handelt, bei denen einheimische Arbeiter nicht reichende Zuschüsse zu den reichsgesetzlichen Mindestsäßen zu glänzenden Heeresführung.( Erneuter stürmischer Beifall.) Der beschäftigt werden fönnen, werden n- hierbei die Sefangenen awedentsprechend und nugbringend Verwendung werden, daß sie nicht nur zur Ernährung und zur Bestreitung der obersten Kriegsherrn, den Kaiser und König. Das Haus stimmt in hierbei die Kriegszahlen. Die Unterstützungen müssen in jedem Falle so bemessen Präsident schließt seine Rede mit einem dreifachen Hurra auf den finden können. Das veraltete Enteignungsverfahren sonstigen zum Lebensunterhalt notwendigen Ausgaben, sondern auch den Hurraruf ein. ist durch Notverordnung rascher gestaltet worden, wodurch jedoch die zur Bezahlung der Wohnungsmieten ausreichen; sie Breise nicht herabgedrückt werden sollen. Erhebliche Aufwendungen müssen ohne Kleinlichkeit und ohne umständliches Verfahren nach erfordert die Fürsorge für die staatlichen Lohn- flaren, festen Grundsäzen gewährt werden. pflegt. Als Notstandsarbeiten Hier Wir fordern die Erfüllung dieser Pflicht einmal dadurch, daß Gott, der unseren Fahnen bis jetzt den Sieg verliehen hat; tiefer angestellten, die Entlastung der Kommunalverbände auf dem Nach dem wiederholten einstimmigen Wunsche des Abgeordnetenund Futtermittel und Gebiet der Striegsfürsorge, die Vermehrung der Nahrungs- bauses soll die Gewährung von Unterstützungen zur Hebung einer die notwendige Erhaltung augenblicklichen Notlage nicht als Armen unterstützung anSchluß der Sizung 3 Uhr. Herrenhaus. unferes Biehbestandes. Mit schmerzlicher Teilnahme haben gesehen werden, die den Verlust staatsbürgerlicher Rechte zur Folge Sizung vom 22. Oktober 1914, nachmittags 3 Uhr., vir die schwere Heimsuchung der Provinz Ostpreußen erfahren. Bor- hat. Wir fordern die Vorlage eines entsprechenden Gefeßentwurfes behaltlich der nach dem Striegsleistungsgesetz vom Reich zu erwartenden spätestens beim Wiederzusammentritt des Landtages. Der Ministerial- zu So 13 usw. Ersatzleistungen war es unabweisbare Pflicht des preußischen Staates, erlaß vom 23. August d. J. gewährt in dieser Beziehung feine fofort eine umfangreiche Hilfsaktion einzuleiten. Der Staats- genügende Garantie." Am Ministertisch: Delbrück, Lenze, Beseler, Trott Auch hier sind Haus und Tribünen überfüllt und viele der Mits Solange es an einem Gefeße glieder des Hauses in Uniform erschienen, manche auch als Maltesers zu den Absichten der Regierung des Abgeordnetenhauses preußische Staatsbürger, die lefretär zählt im einzelnen die bereits bekannten Maßnahmen für Ost- fehlt, ist mit der hohen Wahrscheinlichkeit zu rechnen, daß Ritter und dergleichen mehr. preußen auf und meint, daß 400 Millionen Marf bereit gehalten in direktem Widerspruch Bizekanzler Dr. Delbrück Er erklärt ſt es unsere Pflicht und höchste Aufgabe, das Land mit allen seinen wegen einer durch den Krieg eingetretenen Notlage die öffentliche begründet die Regierungsvorlagen mit Aufklärungen, die inhaltlich Silfskräften start und leiſtungsfähig zu erhalten.( Bravo!) Dieſem Hilfe in Anspruch zu nehmen gezwungen waren, dadurch ihrer ſtaate übereinstimmen mit seiner Rede im Abgeordnetenhause. Zweck dienen die Vorlagen. Dieſer gewaltige Krieg ſtellt beispiel- bürgerlichen Rechte, insbesondere ihres Wahlrechts zu den Ge- zum Schluß, daß das deutsche Volt nur einem Frieden seine Zuan das ganze Volt, legt dem einzelnen un- meindevertreterwahlen, beraubt werden. Um eine wirklich un- ftimmung geben werde, der uns vor ähnlichen Ueberfällen schützt, Unter loie Anforderungen geheuere Opfer auf, macht aber auch ungeahnte Kräfte frei. Jeder parteiische Bemessung der unserer ostpreußischen Bevölkerung au ge- wie wir sie in diesem Sommer erleben mußten. weiß, daß wir die Waffen nicht eher aus der Hand legen dürfen, währenden Entschädigungen für die Kriegsschäden au gewährleisten, stürmischem Beifall werden die Vorlagen einstimmig angeals bis wir einen Sieg erfämpft haben, der uns einen dauernden fordern wir, daß zu der Kriegshilfskommission für die Provinz Dit- nommen. Darauf hält Frieden sichert. Beifall.) ( Lebhafter Beifall und Händeklatschen, auch auf preußen sowie zu den östlichen Kriegshilfsausschüssen Angehörige " 1 Präsident v. Wedel- Piesdorf den Tribünen.), Gin jeber weiß aber auch, daß wir die Kräfte und aller Bevölkerungsschichten, vor allem auch Ver- eine ähnliche Rede, wie Graf Schwerin- Löwitz. Er sagte unter die Mittel haben, durchzuhalten, bis dieser Sieg unser ist.( Ertreter der Arbeitert laise hinzugezogen werden.( Zustimmung anderem:„ Es kann der Frömmſte nicht im Frieden leben, wenn es neuter Beifall.) Jch bezweifle nicht, daß auch Ihre Beratungen und bei den Sozialdemokraten.) den bösen Nachbarn nicht gefällt." Die auf Neid und Habsucht Beichlüsse Zeugnis davon ablegen werden von dem eisernen Willen Wir erheben Widerspruch dagegen, daß die Regierung die aufgebaute Politit Englands und Rußlands, der sich Frankreich nur, zum Siege, der das ganze Volk beseelt.( Lebhafter andauernder Tagung vorübergehen lassen will, ohne dem Landtage einen Gejeß zu gern anschloß, um. Vergeltung zu üben für seine Niederlagen entwurf zu unterbreiten, der die 1870 und 71, hat unseren Frieden gestört und uns diesen Krieg Aufhebung aller noch bestehenden Ausnahmegesehe aufgezwungen. Das deutsche Volt hat allen Parteihader von sich vorfieht und allen Staatsbürgern ohne Unterschied der Partei- geworfen und eingesehen, daß es siegen muß, wenn es nicht untergehen will. Er gedenkt dann dankbar der Gefallenen und aller zugehörigkeit, der Konfession oder der Nationalität die GleichBorlage einverstanden, hat aber den dringenden Wunsch, sie in einer allem dagegen, daß die Regierung sich auch in diesen Tagen nicht das Hoch auf den König stimmt das Haus dreimal ein. Die sozialdemokratische Fraktion ist mit dem Grundgebanken der berechtigung bringt. Scharfen Widerspruch erheben wir aber vor Opfer des Strieges, feiert die Erfolge der deutschen Wehrmacht und dankt der Armee und Marine und ihrem obersten Kriegsherrn. In Kommissionsberatung in verschiedener Hinsicht zu ergänzen hat entschließen können, die Notwendigkeit der Beseitigung des un-| und Die Erklärung der Sozialdemokraten. Abg. Hirsch( Soz.): zu verbessern und genaue Richtlinien über die Verwendung der erträglichen Dreiklassenwahlsystems und die Notwendigkeit der EinDarauf verliest Staatsminister Dr. Delbrüd die Bera Mittel festzulegen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Dieses führung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Landtags- tagungsverordnung. Biel hätte sich ohne nennenswerte Verzögerung erreichen lassen, denn wahlrechts durch Einbringung einer entsprechenden Vorlage anzus teien zu finden, find gescheitert. Die Möglichkeit, durch Stellung von der Klasse die schwersten Opfer an Gut und Blut bringt und wo auch hier die königl. Vertagungsorder. Der Präsident rief den Mit unsere Versuche, dazu auch die erforderliche Unterstützung auderer Par- wo das ganze deutsche Volt ohne Unterschied des Geschlechts und nochmals zusammen und Staatsminister Dr. Delbrück verlas Anträgen im Plenum eine Kommissionsberatung durchaufezen oder die heute politisch entrechteten ärmeren Schichten, gliedern zu: Auf Wiedersehen im neuen Jahr!" Verlustlisten. Die Verlust liste Nr. 57 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Stab des 8. Res.- Korps, 15. Armeekorps, Kav.- Stabswache. 14. Inf.- Div., Stab. Arbeitslose geht mit seinen Papieren versehen nach dem Rathaus sich in der Wohnung Mirbte ein recht umfangreiches Geft und stellt Antrag; er wird gefragt, wo, wie, wann und was er und Weinlager. Mirbt, der große Reisen durch die Schweiz gearbeitet hat, ob er organisiert ist und wieviel Unterstübung er und Italien machte, fuhr meist mit seiner Gattin und deren Gebort erhält. Es wird dann recherchiert, ob er bedürftig ist, und sellschaftsdame, wobei er sich unterwegs mit Vorliebe des Autofestgestellt, welche Abzüge eventuell zu machen sind. Darauf wird mobils bediente. M. war auch dem schönen Geschlecht außerordent der Berufsvereinigung mitgeteilt, was an Unterstüßung zu zahlen ist, vorausgesetzt, daß sich der Betreffende dreimal pro Woche zur lich zugetan und scheute keine Kosten, um seinen galanten Abenteuern nachgehen zu können. Seine Beziehungen erstreckten sich 4. Garde- Reg.; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 5; Gren.- Reg. Nr. 12; Res. Kontrolle auf dem Arbeitsamt gestellt hat. Inf. Reg. Nr. 19; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 20; Inf.- Reg. Nr. 25; Also nicht die Kontrolle der Gewerkschaften genügt, auch nicht über weite Streise. Bei seinen Betrügereien hat M. sich nicht geBrig. Erj. Bat. Nr 26; Jnf.- Reg. Nr. 28; Res.- Inf.- Reg. Nr. 29, die Buchführung derselben, es wird aber von ihnen berlangt, daß scheut, selbst die geringen Ersparnisse alleinstehender 35; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 44; Jnf.- Reg. Nr. 55, 58; Landw.- Inf.- Reg. fie unter oben angeführten Bedingungen auszahlen, fie dürfen Frauen zu nehmen, die so um ihr ganzes Vermögen Nr. 65; Nej.- Inf.- Reg. Nr. 71, 72, 76, 78, 79, 87; Inf.- Reg. Nr. 88; der Stadt Schöneberg auf Wochen, vielleicht auf Monate hinaus gebracht worden sind. Immer arbeitete er nach dem gleichen Gren- Reg. Nr. 89; Inf.- Reg. Nr. 91; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 94, 99; das Geld vorschießen. Landw.- Inf. Reg. Nr. 110; Inf.- Reg. Nr. 112, 113; Könige- Inf.Reg. Nr. 145; Inf.- Reg. Nr. 146, 153, 156, 157, 161, 164, 172; Bandit. Bat. Allenstein I; Jäger- Bat. Nr. 1; Rej.- Jäger- Bat. Nr. 4, 5, 6; Res.- Majch.- Gewehrabt. Nr. 3, 4. Schweres Res.- Reiter- Reg. Nr. 1; Res.- Husaren- Reg. Nr. 5, 7; Ulanen- Reg. Nr. 2, 6, 16; Reg. Königsjäger zu Pferde Nr. 1; Landw.- Kav.- Reg. Nr. 2. Ref.- Feldart.- Reg. Nr. 3, 15; Feldart.- Reg. Nr. 45, 61, Rej.- Fußart.- Reg. Nr. 2. Pionier- Bat. Nr. 2; Pionier- Ers.- Lat. Nr. 4; Pionier- Bat. Nr. 7, 8; 2. Pionier- Bat. Nr. 10, 16; Pionier- Reg. Nr. 23, 24; 1. mobile Landw.- Pionier- Komp. des 16. Armeekorps. Fernsprech- Abt. des Korps Eberhardi; Nes.- Fuhrpark- Kolonne Nr. 6 des 2. Res.- Korps; Etappen- Fuhrpark- Kolonne Nr. 23( früher Nr. 3) des 3. Armeekorps; Res.- Fuhrpark- Kolonne Nr. 24 des 8. Armeekorps; Fuhrpark- Kolonne Nr. 1 des 16. Armeekorps. * * Die bayerische Verlustliste Nr. 32 bringt Verluste des 1. Inf.- Reg. und des Landw.- Inf.- Reg. Nr. 5. Die sächsische Verlustliste Nr. 36 enthält Verluste der Brig.- Erf.- Bat. Nr. 45, 64; des 3. Jnf.- Reg. Nr. 102; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 104; 6. Inf.- Reg. Nr. 105; 8. Inf.- Neg. Nr. 107; 9. Inf.- Reg. Nr. 133; Res.- Inf.- Reg. Nr. 133; 11. Inf.- Reg. Nr. 139; 12. Inf.- Reg. Nr. 177; 13. Jnf.- Reg. Nr. 13. Inf.- Reg. Nr. 178; Res. Jäger- Bat. Nr. 13; 3. Husaren- Reg. Nr. 20; Rei.- Felbart.- Reg. Nr. 24; 4. Felbart.- Neg. Nr. 48; der mobilen Gri- Abt. des 4. Feldart.- Reg. Nr. 48; des 6. Felbart.- Reg. Nr. 68; 1. Pionier- Bat. Nr. 12; 2. Pionier- Bat. Nr. 22; der Munit.- Kolonnen- Abt. des 12. Armeeforps. Die württembergische Verlustliste Nr. 40 enthält Verliste des Brig.- Erf.- Bat. Nr. 45; der Inf.- Reg. Nr. 126, 127; des Rej.- Feldart.- Reg. Nr. 26; der Ref.- Munit.- Kolonnen- Abt. Nr. 26. Arbeitslosen- Unterstützung. Zu dem in Nr. 289 unter obigem Stichwort erschienenen Artitel vom Donnerstag, den 22. Oftober, wird uns vom Ausschuß der Gewerkschaftskommission Berlins und Umgegend geschrieben: zu verpflichtet sind." Reine Berufsvereinigung kann auf dieses Anerbieten eingehen, Muster. Er brauchte das Geld nie für sich, sondern immer für Arbeiten zu übernehmen, welche ihren Mitgliedern nur Nachteile andere. Einmal für ein Mitglied des Gemeinderates, ein anderes bringen. Der Staat und die Gemeinden sind jetzt mehr als je Mal für eine Offizierswitwe, für bekannte wohlhabende Fabriverpflichtet, für ihre Einwohner zu sorgen. Wollen einige Be- fanten usw. Mit welcher Sicherheit Mirbt zu arbeiten und seine hörden die Arbeiteroganisationen nicht als das anerkennen, was Opfer zu betören verstand, geht schon daraus hervor, daß er bei fie den Arbeitern in Wirklichkeit sind, so sollen dieselben Behörden den Geldgebern vorgedruckte Darlehnsformulare und Quittungen aber auch die Verwaltungsarbeiten und sämtliche Kosten der Ar- benutte, ohne daß diesen das Handwerksmäßige der Geldvermitte beitslosenfürsorge allein bewältigen; weil einzig und allein sie da- lung aufgefallen wäre. Ein Schöneberger Stadtverordneter ist durch Mirbt um mehrere Hunderttausend Mart, eine Offiziers witwe um über 50 000 Mart geschädigt worden. Im übrigen dürften die von dem Schwindler jetzt Geprellten kaum etwas wieder erlangen. Die beruntreuten Summen hat M. zum kleinen Teil in Werten angelegt, die durch den Kriegsausbruch illusorisch ge worden find, teils sonst verausgabt. Wahrscheinlich dürfte die Verhaftung Mirbts noch weitere Folgen haben, doch muß zunächst abgewartet werden, welche Höhe die Unterschlagungen noch an nehmen werden. Erst die Vernehmung des ehemaligen Geistlichen dürfte über die Anlage eines Teils der Summen einigen Aufschluß gewähren. Dürfen juristische Personen in die Wählerliste aufgenommen werden? Ein wichtiger kommunaler Stimmrechtsstreit, der die Aufnahme juristischer Personen in die Wählerliste betrifft, beschäftigte am 22. Oktober das preußische Oberverwaltungsgericht. In die Wählerliste der Stadtgemeinde Lichtenberg für 1913 waren außer dem Eisenbahnfiskus und der Friedrichsberger Bank noch folgende acht juristische Personen aufgenommen worden: Stadt Berlin, Siemens u. Halske A.-G., Attiengesellschaft Edert, Attiengesellschaft Anilinfabrikation, Knorr- Bremse A.-G., Kabelwerke, Große Berliner Straßenbahn, Spritbank A.-G. Ein Abschiedsgruß. Bis furz vor seinem Ausrüden ins Feld war der Genoffe Friedrich Geride in der 7. Abteilung des sechsten Streifes Genosse John klagte auf Streichung der genannten Institute als Bezirksführer tätig. Jezt kommt die Nachricht, daß und Firmen aus der Liste. Da die Wählerliste bei den einzelnen Gericke im Felde gefallen ist. Kurz vorher sandte er an wäblern beren Steuern nur summarisch nenne, ohne die auf die seine Angehörigen von der Feldwache aus ein Schreiben in verschiebenen Staats- und Gemeindeſteuern entfallenden Beträge Gedichtform, das wir nach einigen Aenderungen als eine Art aufzuführen, und da ferner der Magistrat eine entsprechende Aus- letzten Gruß wiedergeben. Es lautet: funft verweigert habe, so müsse er bestreiten, daß die genannten Institute und Gesellschaften die Voraussetzungen des§ 8 der Auf Feldwache im Weichseltal am 4. September 1914. Städteordnung vom 30. Mai 1853 erfüllten. Nach§ 8 steht juristischen Personen das Wahlrecht in einer Stadt zu, wenn sie dort seit einem Jahre mehr als einer der drei höchstbesteuerten Einwohner, sowohl an direkten Staats- als an besonderen direkten Gemeindeabgaben und Zuschlägen zur Staatseinkommensteuer, entrichten. Der Bezirksausschuß erkannte nur auf Streichung des Eisenbahnfistus und der Friedrichsberger Bank, wies aber hinsichtlich Berschiedene Unrichtigkeiten in dem Artikel zwingen uns zu der übrigen juristischen Personen die Klage Johns ab. Die Strei folgender Richtigstellung, damit nicht Verwirrung in die Kreise chung des Fistus erfolgte, weil diefer überhaupt feine Staatsder Gewerkschaftsmitglieder getragen wird. Soweit von einem einkommensteuer zahlt, und die Streichung der Friedrichsberger Zusammenarbeiten mit den Gewerkschaften geredet werden kann, Bank, einer Genossenschaft mit beschränkter Haftung, wurde ausist zu bemerken, daß vom Magistrat Schöneberg bisher ein Bu- gesprochen, weil nach einer Entscheidung des Oberverwaltungssammenarbeiten mit den Gewerkschaften nicht angeboten worden gerichts die Genossenschaften mit beschränkter Haftpflicht keine juist. Wird die Gewerkschaftsunterstützung dort voll angerechnet, ristischen Personen im Sinne der älteren Städteordnungen seien, fann man nicht von einem Zusammenarbeiten mit den Gewerkschaften reden. Jedoch hat man es seitens des Ma= es sich hier also nicht um eine juristische Person im Sinne der Städteordnung von 1853 handele. gistrats Schöneberg bisher noch nicht mal für notwendig gehalten, den Gewerkschaften eine Bezüglich der Stadt Berlin und der weiter genannten sieben Mitteilung zu machen, daß die bisherige Ar- Firmen wies der Bezirksausschuß den Antrag des Klägers mit re beitslosenunterstübung Sie auch mit den Ge- der Begründung ab, daß die summarischen Steuerangaben bei den werkschaften eine Regelung vorsah in Fort Namen der Wähler in der Liste gesehlich genügten und daß bezügfall tommen fort. Statt beffen ist jedoch Steglitz in die Reihe derjenigen Orte aufzunehmen, die ein Zusammenarbeiten mit den Gewerkschaften beschlossen haben. Des weiteren ist dem Ausschuß der Gewerkschaftstommiffion nicht bekannt, daß die Gemeinde Tempelhof zu der Gewerkschaftsunterstügung einen Zuschuß von 50 Broz. zahlt. Desgleichen ist uns auch von der Gemeinde Stralau eine derartige Mitteilung nicht geworden. lich dieser acht juristischen Personen Gründe dafür, daß sie die Voraussetzungen des§ 8 der Städteordnung nicht erfüllen, weber beigebracht worden, noch sonst aus den Vorgängen ersichtlich seien. Der Kläger John legte Berufung ein und verlangte auch die Streichung jener acht juristischen Personen. Das Oberverwaltungsgericht hob darauf das Urteil des Be. zirksausschusses hinsichtlich der noch in der Wählerliste verblte. benen acht juristischen Personen auf und verwies die Sache insoweit an den Bezirksausschuß zurüd. Die dunklen Nebel steigen schon über die Wiesen empor, bedecken die finkende Sonne mit ihrem trüben Flor. Die ersten Sterne wagen schnell einen furzen Blick und tauchen wieder unter und bringen andre mit, Und hinter Bolens Wäldern, hinter den Wolfenreih'n der langsam steigende Vollmond leitet den Abend ein. Es ist nun, Nacht geworden Friede in aller Flur, irgendwo in der Ferne flappert ein Wagen nur. Doch Schein ist dieser Friebe, Kam'rad, sieh' diese Wehr' an dein und meiner Seite, fie gibt uns and're Lehr. Warum stehn wir denn beide bier einsam auf der Wacht? Das macht der Krieg im Lande, der hat uns hergebracht. Siehst du im Norden dunkel, wie sich's im Mondschein hebt, wie dort ein audend Wetter die Finsternis belebt? Wenn Abendtühle sinket, fieht man Gewitter ziehn, das ist das Wetterleuchten der speienden Batterien. Was heller Tag verborgen, dort hinten die wilde Schlacht, das tündet uns zur Stunde die finstre, finstre Nacht. 好 Die Gewerkschaften können nur da von einem Hand- in- Handarbeiten reben, wo von den Gemeinden mit den Gewerkschaften ein Abkommen in irgendeiner Form getroffen worden ist. Wir stellen Gründe: Allerdings seien die summarischen Steuerangaben also fest, daß Berlin, Stegliß, Wilmersdorf und Köpenid ein direttes Abkommen mit den Gewertschaften getroffen haben; und auch bei den einzelnen juristischen Personen gesetzlich gerechtfertigt; die Orte Schmargendorf sowie Briz offiziell Mitteilung machten, die Gemeindefteuerbeträge und die Staatssteuerbeträge brauchten daß sie die gewerkschaftliche Unterstüßung nicht in Anrechnung nicht getrennt aufgeführt werden. Der Bezirksausschuß habe aber bringen, die Obliegenheiten des Verwaltungsrichters im ListenberichtigungsWir bitten die Gewerkschaftsvorstände, dieses beachten zu verfahren nicht richtig gewürdigt. Von Amts wegen habe sich seine wollen, und verweisen im übrigen auf den Bericht der Vorstände Prüfung auf den erhobenen Einwand im ganzen Umfange zu ers tonferenz vom 12. Oftober, wonach die Gemeinden keinerlei Aus- ftreden. Nachdem J. behauptet habe, jene juristischen Personen teilt das Nachrichtenamt des Magistrats folgendes mit: Die Bere funft über Unterstüßungssäße noch über Mitgliedschaft erhalten sollen. Die Gemeinden, welche die Gewerkschaften nur für gut erfüllten nicht die Voraussetzungen bes§ 8, hätte ber Bezirks- handlungen der Berliner Gemeindebehörden über die Regelung der genug halten, die Kontrollarbeiten usw. zu verrichten, mögen ausschuß dies selber nachprüfen müssen. Er tat es nicht. Er Mietfrage find in vollem Laufe. Es steht zu hoffen, daß wir in sehen, wie sie mit der Kontrolle der Unterstüßungssucher selbst müffe es nun nachholen. fertig werden. Der Ausschuß der Gewerkschaftskommission Berlins und Umgegend." Zu dieser Buschrift sei bemerkt, daß unsere Zusammenstellung basiert auf die uns über die Beschlüsse der Gemeinden zugegange men Mitteilungen. Wenn den Gewerkschaften verschiedentlich keine Aus Groß- Berlin. Pfarrer Mirbt in Dresden verhaftet. Wie die Schöneberger Kriminalpolizei ermitteln konnte, führte Renntnis gegeben worden ist, wo man ihrer Mitwirkung bedarf, die Spur des seit bem vorigen Freitag flüchtigen ehemaligen gibt Zur Regelung der Mietfrage der nächsten Woche zum Abschluß gelangen werden. Da hierbei als Ausgangspunkt die Einrichtung von Mieteinigungsämtern gewählt ist, die ihre Tätigkeit auf Mietverhältnisse über Wohnungen bis zu einem jährlichen Mietwert von 450 M. erstrecken sollen, so wird es von Interesse sein, festzustellen, in welchem Umfange die Berliner Wohnungen von der neuen Einrichtung berührt werden. 44 087, Unter den 467 871 Berliner Wohnungen( ohne Gewerberäume) so ist das entschieden zu bedauern. Aus Schöneberger Gewerkschaftskreisen geht uns über die Pfarrers an der Kirche zum Heilbronn, Frik Mirbt, nach Dresden, von 200 bis 300 m, 148 148, bon 300 bis 400 m. 98 761 und von Arbeitslosenfürsorge in Schöneberg eine Buschrift au, aus der wir wo er eine Zusammenkunft mit einem Berliner Geschäftsfreund" 400 bis 500 m. 65 663. Es umfaßt also, was die Zahl der Woh hatte. Auf Anfuchen der Schöneberger Kriminalpolizei wurde nungen anbelangt, der Vorschlag des Magiftrats etwa drei Viertel folgende Bemerkungen wiedergeben: „ Die Notstandsunterſtüßung ist seit dem 12. Oktober eingeführt wirbt von der Dresdener Polizeibehörde in einem der ersten aller Berliner Wohnungen. Hält man hiermit zuſammen, daß durch und die Arbeitslosenunterstützung nach dem Genter System auf- Sotels der Stadt festgenommen und dem dortigen Gericht vor- die vielleicht noch eine Erhöhung erfahrenden Mietbeihilfen, die a gehoben.( Angeblich nur auf die Dauer des Krieges?) Folgende geführt, von wo aus seine Ueberführung nach dem Moabiter Unter- Kriegerfamilien gezahlt werben, etwa 48 000 Familien bedacht Summen sollen zur Auszahlung kommen: Ein arbeitsloses Ehe- suchungsgefängnis erfolgen wird. paar erhält 8 M., für jedes Kind 1,50 m. bis zum Höchstbetrage Die Angelegenheit des ehemaligen Pfarrers Frik Mirbt aus werden, so ergibt sich, daß man in Berlin den vorhandenen bon 17 M., ledige Männliche erhalten 7 M. und ledige Weibliche 5,50 M. pro Woche. In Anrechnung kommen alle Arten von Schöneberg zieht immer weitere Kreise. Wie die bisherigen ErGinnahmen, so auch teilweise der Verdienst erwachsener Kinder, mittelungen ergeben, hat Mirbt es verstanden, unter dem Deckberen arbeitsloser Vater Antrag auf Notstandsunterstübung ge- mantel des Seelsorgers Schwindeleien bon geradezu stellt hat. Aber auch die Unterstützungen, welche die Gewerkschaften unerhörtem Umfange auszuführen. Entgegen anderen Der Kreistag beschloß die Aufnahme einer Anleihe bo an ihre Mitglieder zahlen, werden voll in Anrechnung gebracht, Behauptungen läßt sich schon jetzt sagen, daß die Gesamthöhe der 1 Million Mark, die zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit teit versicherten, dies zugunsten der Kommune getan haben. Man feiner Gattin so daß also alle diejenigen, welche fich früher gegen Arbeitslosig- von M. verübten Veruntreuungen – abgesehen von der Mitgift Verwendung finden soll. Die eingeleiteten Verhandlungen begnügt sich aber nicht mit der Kontrolle durch die Gewerkschaften, Mark betragen. Es finden sich immer neue Gläubiger ein, die Schönebed nach Groß- Dölln, vom Summt nach Lehnik un fast die stattliche Höhe von anderthalb Millionen sind soweit abgeschlossen, daß die Kreischausseen von Groß fondern verlangt, daß die Arbeitslosen dreimal wöchentlich im Kreis Arbeitsamt erscheinen und daß sie ihnen überwiesene Arbeiten Angaben über die Höhe der ihnen abgeschwindelten Summen von Herzfelde einerseits und Kagel andererseits zur annehmen müssen. Darüber, ob der betreffende die Arbeit leisten machten. Ueber die Vergangenheit Mirbts sowie über die Art chaussee Erkner- Neuhartmannsdorf demnächst in Angriff fann, entscheidet der Arbeitsvermittler. Dem ganzen wird aber und Weise, wie er seine Opfer zu betören wußte, und in welcher genommen werden können. Bei dem großen Projekt bet die Krone dadurch aufgefeßt, daß man von den Gewerkschaften Weise er die ihm übergebenen Gelder wieder ausgab, wird uns Baues einer Straße von Lichtenberg- Friedrichsfelde berlangt, bie Schöneberger Unterstützung unter Anrechnung der folgendes mitgeteilt: Mirbt wirkte zuerst in Wittenberge und über- Mahlsdorf nach Dahlwit haben die Friedrichsfelder Anlieger Gewerkschaftsunterstützung auszuzahlen. Man verlangt also das siedelte im Jahre 1912 nach Berlin, wo er zunächst eine Wohnung für die Abtretung des Straßenlandes Forderungen gestellt, Unterstübung gezahlt wird als an alle übrigen, die Gewerkschaften machen kann. sucht. Kreistag Niederbarnim.. über dazu Handlangerdienste leisten sollen, damit die Stadt Schöne- Gemeinde zum Heilbronn gegründet wurde, richtete er sich seine zugestanden werden kann. Die Ausführung wird deshalb berg ganz bedeutende Ersparnisse an Verwaltungsausgaben luguriös ausgestattete Wohnung in dem dortigen Pfarrhaus ein. zunächst unterbleiben müssen. Den zweiten Punkt der Tages Es ist nicht zuviel gejagt, wenn man den Wert der Einrichtung ordnung bildete die Aufnahme einer weiteren Anleihe vo alle Arbeiterorganisationen sind gern bereit, Lasten und allein mit 200 000 M2. beziffert. Er machte ein großes Haus, das 5 Millionen Mark zur Unterstützung der 16 000 bis 18000 Kosten auf sich zu nehmen, wenn ihren Mitgliedern etwas Er- weder zu seinem Stande noch zu seine tommen er bezog Familien von Kriegsteilnehmern. Bei dieser Gelegenheit prießliches geboten wird. Das ist zur Genüge bewiesen durch, das von der Gemeinde 8000 M., von seinen Schmiegereiteen Ge Zusammenarbeiten mit Berlin und Steglik. Es kann niemals als eine wahre Fürsorge angesehen werden, wenn man den in Not jährlich in Einklang zu bringen war. In dem Hause Mirbis meinden geforderten Kriegszuschüsse nachträglich bis aut Geratenen den Unterſtügungsbezug so erschwert, wie es hier ge- berkehrte durchaus gute Gesellschaft und die Gastereien des welt- 25 Bros. herabgesetzt worden sind, wodurch die Gemeinden in gewandten ehemaligen Pfarrers, bei dessen Gastählern der Sett die Zwangslage fommen, entweder die Differenz zu zahlen Um Unterstützung zu erhalten ist folgendes notwendig: Der in Strömen floß, waren bestens bekannt och jest befindet oder die bewilligte Unterstützung um den herabgesetzten Schieht. Prozentsatz zu kürzen. Vom Kreisausschuß wurde betont, daß die Nachprüfung in jedem Falle gewissenhaft erfolge und auch loyal gehandhabt werde. Außerdem stehe den Beteiligten ja auch die Beschwerde an den Landrat offen. Gesetzliche Mietsfürsorge fordert ein Antrag, mit dem sich die am Mittwoch abgehaltene Stadtverordnetenversammlung in Schöneberg beschäftigte. Danach soll dem Preußischen Landtag ein Gesetzentwurf unterbreitet wer. den, der die Errichtung von Mietämtern und die Gewährung von Mietunterstützungen während des Krieges verlangt. In allen Ge- meinden mit mehr als 5000 Einwohnern sollen Mietämter ein- gerichtet werden. Die Mietämter sollen die Vermittelung zwischen Mietern und Vermietern bei Streitigkeiten und die mit der Prü- fung der Mietunterstützungsanträge verbundenen Arbeiten über- nehmen. Die Mietunterstützung soll nicht als Armenunterstützung gelten und darf nicht mehr als 75 Proz. der fälligen Miete be- tragen. Bei Zahlung der Unterstützung kann ein bestimmter Miet- nachlast gefordert werden, der 25 Proz. nicht übersteigen darf. � Zur Aufbringung der dazu erforderlichen Mittel sind die Ge- meindebehörden berechtigt, eine einmalige Kriegssteuer bis zu ein pro Tausend des Wertes von dem vorhandenen Grundbesitz zu erheben. Ferner sollen die Gemeinden berechtigt sein, eine ebensolche Steuer von den Hypothekengläubigern für die auf den Grundbesitz lasten- den Hypotheken zu erheben. Die Gemeinde dagegen ist verpflichtet, in demselben Prozentsatz von dem in der Gemeinde befindlichen Grundbesitz gleichfalls zur Mietunterstützung beizutragen. Der Staat hat jeder Gemeinde den gleichen Betrag als Zu- schuß zu zahlen, den sie von den Grundbesitzern erhält. Zu diesem Zweck soll ein Betrag von 40 Millionen Mark bereitgestellt werden. Die nicht verwendeten Mittel dieses Betrages sollen noch Beendigung des Krieges für die Kriegsteilnehmer und deren Hinterbliebenen verwendet werden. Die Vorlage wird vom Stadtv. Gottschalk slüb.) vertreten, der bemerkt, daß durch das Notgesetz den Kriegsteilnehmern die Sorge für die rückständigen Mietfordcrungen abgenommen werden soll. Bürgermeister Blanken st ein kann sich für den Magistrat nicht mit der Vorlage einverstanden erklären, da zu diesem Vor- schlage eine eingehende Begründung notwendig sei. Bis zur Aus- arbeitung der Begründung dürfte der Landtag schon geschlossen sein. Genosse Molkenbuhr weist darauf hin, daß es eigentlich Aufgabe des Reiches sei, diese Vorschläge durchzuführen, da das Reich die kriegführende Macht sei. Stadtv. I e tz o w(Lib. Ver.) wirft dem Magistrat vor, daß er die Absicht habe, die Angelegenheit zu verschleppen. Da das ein- schlägige Material dem Magistrat vorlag, hatte er sich schon längst mit der Sache beschäftigen können. Nach einigen redaktionellen Aenderungen wurden diese Grund» sähe angenommen. Arbeitslosenunterstützung in Lübars und Waidmannslust. Die Gemeindevertretung besckloß in ihrer letzten Sitzung, an die Erwerbslosen eine bestimmte Unterstützung zu zahlen. Danach erhält aus Gemeindemitteln jedes Fgmilienhaupt 50 Pf. und jedes Familienglied 30 Pf. pro Tag. Die Meldestelle für erwerbslose Gemeindeangehörige besindet sich im Gemeindebureau, Oranienburger Chaussee, Ecke Dianastraße.— Zur Unterstützung der ostpreußischen Flüchtlinge wurden 50 M. bewilligt. Warenzeichenschutz. Amtlich wird mitgeteilt: Bei dem Kaiserlichen Patent- amt werden jetzt häufig Anmeldungen eingereicht, in denen für Worte und Darstellungen, die auf die gegenwärtigen kriegerischen und politischen Ereignisse Bezug haben, der Warenzeichenschutz begehrt wird. Die freie Be- Nutzung solcher Worte und Darstellungen(z. B. der Name von Schlachten, Schiffen, Heerführern usw.) bei der Aus- ftattung und Feilbietung von Waren entspringt einem all- gemeinen Bedürfnisse, und der Verkehr sieht in solchen Zeichen mehr einen Ausdruck vaterländischer Gesinnung als einen geschäftlichen Hinweis auf eine bestimmte Ursprungsstätte der Ware. Bezeichnungen dieser Art entbehren daher im all- gemeinen der Unterscheidungskraft im Sinne des Z 1 des Warenbezeichnungsgesetzes vom 12. Mai 1894 und dürfen nicht durch Eintragung in die Zeichenrolle zum Gegenstande von Sonderrechten einzelner gemacht werden. Von den zuständigen Abteilungen des Patentamts werden daher Anmeldungen, welche diesem Grundsatze wider- sprechen, zurückgewiesen. Es wird den Gewerbetreibenden empfohlen, zur Ersparung von Kosten und Umständen von der Einreichung derartiger aussichtsloser Anmeldungen Abstand zu nehmen._ Merkblatt an die Soldaten. Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechts- krankheiten hat in Erkenntnis der großen Gefahren, welche erfahrungsgemäß in Kriegszeiten sowohl der Zivilbevölkerung wie der ganzen Nation durch das ungeheure Anwachsen der Geschlechtskrankheiten drohen, ein besonderes Merkblatt für Soldaten ausgearbeitet, welches den gefährdeten Truppen warnende Ratschläge zur Verhütung von Infektionen mit Ge- schlechtskrankheiten gibt. Das Merkblatt soll sowohl an die Soldaten in den heimischen Garnisonen als auch an die in den fremden Quartieren lagernden Truppen verteilt werden. Die Geschäftsstelle der Gesellschaft, Berlin W., Wilhelmstr. 48, gibt jede Anzahl kostenlos ab. Bautätigkeit und Kriegsausbruch. Beim Ausbruch de« Krieges muhte begreiflicherweise die Bau- lust eine Abschwächung erleiden und die Bautätigkeit in« Stocken geraten. Wie stark in Berlin der Rückgang war, ersteht man aus den jetzt für den ersten KriegSmonat vorliegenden Zusammenstellungen des Berliner Statistischen Amts. Die Zahl der Baugesuche hatte im Jahre I9l4 für die sieben Monate Januar bis Juli sich auf 533, 6 10, 067. 003, 603. S5ö, 398 belaufen, der Monat August aber brawie nur noch 310 Baugesuche. Aehnlich verminderten sich im Auguft die Bauscheinerteilungen und die9 M. zur Verfügung gestellt worden mit der Bestimmung, daraus die Kosten für zur Auf- nähme gelangende bedürftige kranke Kinder von Kriegs- ungehörigen bzw. durch den Krieg arbeitslos Gewordenen zu bestreiten. Die unentgeltliche Aufnahme im Kaiserin-Auguste- Viktoria-Haus(kranke Kinder bis zum 6. Jahre) ist von einer vorherigen ärztlichen Untersuchung in der Poliklinik der An- stalt— täglich von 12 bis 1 Uhr— abhängig. Kinderfürsorge in Charlottenburg. In jeder der Cbarlottenburger Säuglingsfürsorge- stellen findet auch wäbrend des Krieges eine besondere Wochen- sprechstunde für Kinder vom 1. bis zum vollendeten 6. Lebensjahre statt. In diesen Sprechstunden werden in regelmäßigen Zwischen- räumen zunächst solche Kinder, die bis zum vollendeten 1. Lebens- jähre bereits die Fürsorgestelle besucht haben, weiter vorgestellt. Zugelassen zu diesen Sprechstunden werden jedoch alle Kinder im Alter von 1—6 Jahren, auch wenn sie die SäuglingSsürsorgestellen vorher nicht besucht haben. Mütter und Pflegerinnen erhalten in diesen Sprechstunden unentgeltlich spezialärztlichen Rat über die für das Gedeihen de« Kindes gebotenen Maßnahmen. Eine ärztliche Behandlung findet nicht statt. Die Sprechstunden werden an folgenden Tagen abgehalten: Säuglingsfürsorgestelle I, Berliner Str. 137: Mittwoch 2—3 Uhr; II, WilmeiSdorfer Str. III: Dienstag 2 bis 3 Uhr; Hl. Kirchplatz 5a: Freitag 1—2 Uhr; IV, Nehringstr Ii: Dienstag 21/j— S'/j Uhr; V, Kaisenn-Augusta-Allee 102: Dienstag 2—3 Uhr; VI, Kofferin-Auguste-Viktoria-Haus, Mollwitzstr.: Mitt- woch 2—3 Uhr: VII, Horstweg 28: Donnerstag 2—3 Uhr.— Die Mütter und Pflegemütter, die zugleich einen Säugling und ein größeres Kind in der Fürsorgestelle vorstellen wollen, können ausnahm«- weise auch die größeren Kinder in der Säuglingssprechstunde mit- vorstellen._ Aus der Organisation. Wie in der Generalversammlung deS Wahlvereins W e i tz e n s e e mitgeteilt wurde, nehmen von 2100 Mitgliedern 5 00 am Kriege teil. Es soll nunmehr das Hausver- trauensmännersystem eingeführt werden. Der Kassenbericht wurde als zufriedenstellend bezeichnet. Anstatt des Genossen Gründler wurde Genosse Rohkopf zum 2. Vorsitzenden gewählt. Als Führer der zweiten Abteilung fungiert Genosse Max Zemke und als Ob- mann des Jugendausfchusies Genosse Paul Neumann. Am Sonn- tag, den 25. Oktober, nachmittags 5 Uhr, findet die Eröffnung des Jugendheims in der Gäblerftraße, gegenüber dem Gemeindehause, statt. Zum Schluß wurde noch auf den von den Freien Volks- bühnen am Sonntag, den 8. November, in der Aula des Real- gymnasiums, Woelkpromenade, veranstalteten Kunstabend hinge- wiesen. Der Eintrittspreis beträgt nur 10 Pf. Bolkskunstabcnd in Mariendorf. Der dritte VolkSkunstabend findet am Sonnabend, den 24. Oktober, 8 Uhr abends, in der Aula des Realgymnasiums, Kaiserstr. 17/21, statt. Einlaßkarten a 10 Pf. sind noch im Konsumverein zu haben. Programm: Frauenterzett und Klavier. Gewerkschaftliches. Städtischer Stellennachweis für tzanüels- angestellte. Der Zentralverband der Handlungsgehilfen hat sich wiederholt an die städtischen Behörden Berlins, und der Vor- orte gewandt mit' dem Ersuchen um Errichtung eines städti- scheu Stellennachweises für Handelsangestellte. Nun hat am 14. d. M. eine Konferenz von Vertretern des Berliner Ma- gistrats mit Vertretern der verschiedenen Handlungsgehilfen- und Angestelltenorgaisationen stattgefunden, wo die Frage des städtischen Stellennachweises behandelt wurde. Das Ergebnis dieser Konferenz besprach Paul Lange, der Vorsitzende des Zentralverbandes der Handlungsgehilfen am Mittwoch in einer stark besuchten öffentlichen Versammlung von Handels- angestellten. Der Referent führte unter anderem aus: Mit dem Ver- treter des Zentralverbandes stimmten im wesentlichen auch die Vertreter des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes, des Bundes der technisch-industriellen Beamten und des Deut- schen Technikerverbandes darin überein, daß die Errichtung einer städtischen Stellenvermittelung dringend notwendig ist und daß diese Einrichtung geeignet ist, die gegenwärtig be- stehenden, die Angestellten schwer belastenden Mißstände der Stellenvermittelung zu beseitigen. Zunächst schien der Verlauf der Konferenz dieser Auffassung zu entsprechen. Dann aber vertrat Dr. Freund, Vorsitzender des Zentralvereins für Ar- beitsnachweis, den Standpunkt, die Stadt könne einen Stellen- Nachweis für kaufmännisches Personal nur unter der Vor- aussetzung errichten, daß die kaufmännischen Organisationen ihre eigenen Stellennachweise aufgeben. Davon wollen der Leipziger und der 1858er Handlungsgehilfenverband nichts wissen. Sie wollen ihre Stellenvermittelung bei- behalten. Da sie aus diesem Standpunkt verharren, kann man es dem Deutschnationalen Verband nicht verargen, wenn auch er seine Stellenvermittelung nicht aufgeben will. An- gesichts dieser Sachlage erklärte der Magistratsvertreter, Stadtrat M a a ß, er könne, da die Handlungsgehilfen- organisationen nicht genug Entgegenkommen zeigen, die Er- richtung eines städtischen Stellennachweises dem Magistrat nicht empfehlen. Da die organisierten Handlungsgehilfen ihre Stellennachweise haben— meinte der Stadtrat— könne vielleicht ein Stellennachweis für Nichtorganisierte eingerichtet werden. Der Referent sprach die Hoffnung aus, daß der Magistrat trotzdem noch zu einer der Sache günstigeren Auffassung komnlen möge. In Hannover, Köln und Breslau sind städtische Stellennachweise errichtet worden, ohne daß man von den Handlungsgehilfenorganisationen verlangte, sie sollten ihre eigenen Nachweise aufgeben. So könnte es auch in Berlin gemacht werden. Die städtische Stellenvermittelung ist eine so gute Sache, daß sie sich trotz der Stellenvermittelung der Vereine durchsetzen wird. Wenn der Standpunkt des Dr. Freund maßgebend sein soll, dann begünstigt man die Bestrebungen der Gegner eines städtischen Stellennachweises. Die Vereine, welche gegen den städtischen Nachweis sind, be- trachten ihre eigene, meist sehr wertlose Stellenvermittelung nur als Werbemittel. So kommt es, daß Stellen unter den ungünstigsten Bedingungen besetzt werden, denn den betreffen- den Vereinen ist es nur darum zu tun, unter Hinweis auf ihre Vermittelungstätigkeit Mitglieder zu gewinnen. Auf die Verbesserung der Gehaltsverhältnisse hinzuwirken, haben sie gar keine Möglichkeit. Nichts haben jene Vereine getan, als nach Ausbruch des Krieges manche große Firmen die Gehälter der Angestellten kürzten, ohne die Arbeitszeit herab- zusetzen. Dagegen hat der Zentralverband der Handlungs- gehilfen in vielen Fällen, wo Geschäftsinhaber den Krieg zum Vorwand nahmen, um die Lage der Angestellten zu ver- schlechtern, die Interessen der Angestellten vertreten und im Verhandllingswege die beabsichtigten Verschlechterungen ab- gewehrt. In gleicher Weise würde auch ein städtischer Stellen- Nachweis wirken können. Deshalb werden wir nach wie vor für die Errichtung eines solchen tätig sein. Nach einer kurzen, dem Referenten zustimmenden Dis- kussion wurde einstimmig eine Resolution angenommen, die dem Magistrat und der Gewerbedeputation eingereicht werden soll. In dieser Resolution heißt es: „Die Versammlung richtet an den Magistrat das Ersuchen, die Errichtung des städtischen Arbeitsnachweises nicht unbedingt davon abhängig zu machen, daß die kaufmännischen Vereins- stellenvermittelungen ihre Tätigkeit einstellen. Daß an der Verwaltung der von uns gewünschten Stellen- vermittelung Geschäftsinhaber und Angestellte beteiligt werden, ist im Interesse des Gedeihens dieser Institutionen notwendig, da damit das Vertrauen der beteiligten Kreise gewonnen werden kann. Um die neue Institution lebensfähig zu machen, ist es aber erforderlich, daß zu ihrer Verwaltung nur Vertreter solcher Verbände berufen werden, die ernstlich den Willen haben, die öffentlich-rechtliche Stellenvermittelung zu fördern." Serlitt und Umgegend. Tie Lage der Arbeiterin««! in der Metallindustrie. Wie stark die Arbeiterinnen in der Metallindustrie durch die Arbeitslosigkeit infolge der Mobilmachung in Mitleiden- schaft gezogen sind, geht aus folgenden Zahlen hervor: Am 31. Juli waren im Arbeitsnachweis des Metallarbeiter- Verbandes 244 Arbeiterinnen arbeitslos gemeldet. Am 8. August war die Zahl auf 558 gestiegen, am 22. August lvaren eS 1072 und heute sind es noch 1049 arbeitslose Arbeiterinnen, die im Arbeits- Nachweis des MetallarbeiterverbandeS gemeldet find. Während durch Aufträge der Heeresverwaltung ein großer Teil der männ- lichen Arbeiter der Metallindustrie Arbeit gefunden hat, und da- durch für die Männer der Stand der Arbeitslosigkeit zurückgcgan» gcn ist bis auf die Zahl zu Beginn deS Krieges, kann man dies leider bei den Arbeiterinnen nicht sa�en. Dazu kommt ioeiter, daß der männliche Arbeiter einen Ort, an dem er keine Arbeit erhält, verlassen und sich anderwärts Ar- beit suchen kann. Den Arbeiterinnen ist ein Aufsuchen von Ar- beitsgelegenheit in einem anderen Ort entweder ganz unmöglich oder es ist aber doch für sie mit großen Schlvierigkeiten verknüpft. Gegen diese Schwierigkeit und angesichts der Tatsache, daß sich doch alle Kreise der Bevölkerung jetzt bemühen, gegen die große Arbeitslosigkeit infolge KeS Krieges anzukämpfen, sollte man nun glauben, daß auch die Großbetriebe der Metallindustrie das ihrige zur Behebung der Notlage tun, in der sich die Arbeiterinnen be- finden. Dies ist aber nur teilweise der Fall, und man kann viele Firmen, darunter besonders die Firma Siemens u. Halste, namhaft machen, die auf diesen Uebelswnd, unter dem die Arbeiterinnen leiden, keine Rücksicht nehmen. Zu Beginn des Krieges sind auch bei der Firma Siemen? u. Halske Entlassungen vorgenommen. Ma« konnte nun wohl an- nehmen, daß für die Zurückbleibenden wenigstens eine Regulie- rung der Arbeitszeit eintreten würde. Aber weit gefehlt. In einer ganzen Reihe von Abteilungen de? Wernerwerks Siemens u. Halske müssen Arbeiterinnen von �3 Uhr früh bis%9 Uhr abends arbeiten, und sogar Sonntags werden 814 Stunden ge- arbeitet, und zwar bereits seit Kriegsbeginn. Daneben arbeiten eine ganze Reihe von Abteilungen der Firma Siemens u. Halske verkürzt, also Iveniger als die normale Arbeitszeit ausmacht. Da- bei wäre es leicht, einen Ausgleich zu schaffen indem man die Arbeiterinnen aller Abteilungen voll arbeiten läßt uno dadurch die über normal beschäftigten Arbeiterinnen entlastet, oder aber, wenn das nicht geht, Neueinstellungen vornimmt. Es ist bedauerlich, daß dieses einfache Mittel, das der Firma so gut wie nichts kostet, nicht angewandt wird, um der gegenwärti- gen Situation wenigsten einigermaßen Rechnung zu tragen. Auch in anderer Beziehung weiß sich die Firma in die gegen- wältige Situation nicht hineinzufinden. So unglaublich eZ klingen mag, selbst jetzt verlangt die Firma von Arbeitern und Arbeiterin- nen, die bei ihr in Beschäftigung treten, das Passieren des gelben Arbeitsnachweises. Die Arbeiter müssen unterschriftlich erklären, daß sie den gelben Werkvereinen beitreten, sonst werden sie nicht eingestellt. Die Folge dieses Verlangens ist nun, daß die Firma nicht genügend gualifizierte Leute, wie Dreher, Werkzeugmacher ufw findet. Deshalb werden die im Betriebe beschäftigten männlichen Arbeiter veranlaßt, in hohem Maße Ueberstunden und Sonntag: arbeit zu leisten. Wenn die Arbeiter ehrlich gewillt sind, den Burgfrieden n Aus Industrie und Handel. 50 kg zu stören, dann muß hierfür doch auch im Lager der Arbeitgeber --; Kohlrabi Schod 0,70-1,10; Birsingkohl Schock Verständnis gezeigt werden. Wenn das nicht der Fall ist, und die 4,00 10,00; Birsingfohl 50 kg 3,50-4,00; Weißfohl Schod 3,00-8,00, Arbeiter Ueberstunden und Sonntagsarbeit ablehnen, dann darf Weißkohl 50 kg 2,00-2,50; Rottohl, Schot 4,00-10.00; Rotfobl 50 kg 3,00 bis 4,00; Kohlrüben 50 kg 3,00-5,00; Teltower Nüben 50 kg man ihnen einen Vorwurf nicht machen, vielmehr sind Vorwürfe, Der Roheisenmarkt. In der am Mittwoch stattgefundenen 5,00-12,00; Blumenkohl, Erfurter, 100 St. 15,00-25,00, Rosen wenn sie gemacht werden, an die Adresse der Arbeitgeber zu richten. Hauptversammlung des Roheisenverbandes wurde über fohl 50 kg 22,00-25,00, Meerrettich Schock 5,00-12,00, Beterfilien Da die Firma Siemens u. Halste in verschiedenen Zeitungen die Marktlage folgendes berichtet: Auf dem Roheisenmarkt wurzel Schodbund 1,00-3,00; Radieschen Schodbund 0,70-1,00; Salat Arbeiter sucht, empfehlen wir den Arbeitern dringend, bei Arbeits- griffen seit der letzten Sizung ruhigere und übersichtlichere Ver- Schod 2,00-3,00; 3wiebeln, 50 kg 7,00-8,00; Tomaten 50 kg 7,00-10,00; angeboten seitens der Firma Siemens u. Halske sehr vorsichtig zu hältnisse Blaz. Es ist ein allmählich zurückkehrendes Vertrauen Pfefferlinge 50 kg 20,00-25,00; Steinpilze 50 kg 25,00-30.00; Grünlinge fein. Metallarbeiterverband. Ortsverwaltung Berlin. in den Kreisen der Abnehmer wahrzunehmen. Auf laufende 50 kg 9,00-12,00; Champignons 50 kg 10,00-25,00; Gurien Schod Abschlüsse wurde im Monat September erheblich besser abgerufen; türbis 50 kg 2,00-4,00. als im vorhergehenden Monat. Der Septemberversand betrug 49,7 Prozent der Beteiligung. Inzwischen ist der Verkauf für das Deutsches Reich. Der Metallarbeiterverband hat in den ersten neun Kriegswochen über drei Millionen Mark Arbeitslosenunterstüßung ausgezahlt. Die Gesamtzahl der zum Militär einberufenen Mitglieder betrug bis zum 3. Oktober 162 181. " Soziales. Arbeiterentlassungen. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis vierte Quartal aufgenommen worden. Es ist eine verhältnismäßig Sonnabendmittag: Ueberall vorwiegend trübe und zeitweise nebelig; rege Kauflust bei den Abnehmern wahrzunehmen, wenn auch die westlich der Oder wiederholt leichte Regenfälle, Temperatur im allgemeiren abgeschlossenen Mengen im allgemeinen sich erheblich unter dem wenig verändert. Normalbedarf bewegen. Das Auslandsgeschäft ist den heutigen Verhältnissen entsprechend sehr ruhig. Die ausländischen Abnehmer beziehen zunächst auf die noch laufenden Abschlüsse Theater für Freitag, 23. Oktober: URANIA Taubenstr. langsam den unumgänglich notwendigen Bedarf. Kleine Nachrichten. Automobilkatastrophe in Westfalen. Vermißzter Dampfer. Berliner Theater Sonnabend Eröffnung: Extrablätter. Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Glaube und Heimat. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 7 Uhr: Die Meistersinger von Nürnberg. Deutsches Theater Die Piccolomini. Die Allgemeine Drtstrantentasse der Stadt Berlin" hat eine große Anzahl Hilfsarbeiter cs sollen über 70 sein!- entlassen. Eine derartige Maßnahme ist tief bedauerlich. Allgemein wird von Behörden, Ein Automobil, das in der Nacht zum Mittwoch drei Freiwillige von einsichtigen Unternehmern und von Arbeitern ohne Unter- aus Bielefeld nach Düßen bei Minden bringen sollte, überschied ihrer politischen Ansicht anerkannt, daß es ein großes schlug sich infolge Veriagens der Steuerung und begrub 7 Uhr: Wallensteins Lager. soziales Unrecht ist, in dieser schweren Zeit Angestellte oder die Insassen unter sich. Der Chauffeur war sofort tot, während Arbeiter völlig brotlos zu machen. Wo Betriebseinschränkungen der eine der Insaffen schwer, die beiden anderen leichter ver- Kammerspiele erforderlich sind, sucht man mit Recht durch Arbeitszeitverlegt wurden. Sie wurden mit dem Krankenwagen in das Biele- 84 U. Jedermann. fürzung oder, wo es nicht anders geht, durch Feier- felder Franziskus- Spital gebracht. schichten Entlassung von Arbeitskräften zu vermeiden. Das Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: Er kommt wieder. wünschen sicher die Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die der Zwei leuchtende Punkte. große Summen verzehrenden Kassenverwaltung ihre hohen Nach einem Telegramm aus Konstantinopel ist Ende gut alles gut! Beiträge zuführen müssen. Lieber Hälftelung und Drittelung der vor 17 Tagen von Konstanza mit einer für Konstantinopel Kleines Theater der Arbeitsschicht als Entlassung. bestimmten Petroleumladung abgegangene persische 8 Uhr: Der Hexenkessel. Leider läßt die Verwaltung der Allgemeinen Orts- Dampfer Schira z" überfällig. Man glaubt, daß er Gastspiel Harry Walden. frankenkasse der Stadt Berlin", wie wir schon kürzlich darlegen im Schwarzen Meer mit Mann und Maus unter Komödienhaus mußten, soziales Empfinden und soziale Praris recht sehr vermissen. ge gangen ist, da ein den Namen des Dampfers tragender Sie sollte aber nach dem Ruhme antisozialster Praris nicht geizen Rettungsgürtel gefunden wurde. und sollte noch nachträglich die Entlassungen rückgängig machen, um nicht meilenweit hinter der von sozialdenkenden Arbeitgebern geübten Praris zurückzubleiben. Der Wille zur Erfüllung der Forderung Einer für alle, alle für einen" sollte stets, muß aber vor allem in dieser schweren Zeit, und nicht zuletzt bei der Arbeiterversicherung, vorhanden sein. Und wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Gerichtszeitung. Ans Mutterliebe. Ein Bild menschlichen Jammers entrollte eine Verhandlung, welche unter Vorsiz des Landgerichtsdirektors Becker die 7. Straffammer des Landgerichts I beschäftigte. Wegen Unterschlagung in mehreren Fällen war eine Krankenpflegerin Emma W. angeklagt. 11 Amerikanische Hilfe für die Erdbebenopfer. 4 Uhr: 48/49. Das belgische Land. ( Halbe Preise.) 8 Uhr: Dr. Traub: Wie erleben wir den Krieg? TWO Friedrich Wilhel mstädt. Theater Täglich 8 Uhr: Unsere Feldgrauen! ,, Der größte Erfolg der Saison. Sonntag nachm.: Die Ehre. " Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Striegsbilder Spezialitätenteil usw. 3. Schluß das neue Kriegs- Boltsstück Mein Leben dem Vaterland", Loge 1,25, Sejfel 1,10, Barfett 80 f. Rang 50, Stuhl 30, Sonnt. fl. Ausschl. Sonntag, den 25. Oftober. nach mittags 4 Uhr: Kriegers Heimkehr. 8 Uhr: Das Heiratsnest. Theater Felies Caprice Lessing- Theater Geschlossen. Sonnabend z. 1. M.: Der junge Medardus. Ein Telegramm aus Konstantinopel meldet, daß das Luisen- Theater amerikanische Rote Kreuz zugunsten der Opfer des Erdbebens in 84 U.: Soldatenblut. Sonnab. 4 U.: Anatolien 144 000 Stronen gespendet hat. Parteiveranstaltungen. Waidmannsluft. Sonntag, den 25. Oftober, nachmittags 4 Uhr findet in Hermsdorf im Restaurant Waldquelle", Inhaber Paul Böttcher, Waldseestr. 28, die Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt. Jugendveranstaltungen. dior Lichtenberg. Am Sonntag, 25. Oktober, findet eine Herbstfahrt nach Ravensteiner Mühle- Krummendamm- Müggelfee unter Führung des Herrn fahrt 7,13. Fahrgeld 40 Bi. Gottschau statt. Treffpunkt: 7 Uhr Bahnhof Stralau- Rummelsburg. AbEingegangene Druckschriften. Schneeweißchen u. Rosenrot. Sonnt. 3: Zopf u. Schwert. 8. U. Graf Pepi. Lustspielhaus Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Uhr: Die Waffen her! Rose- Theater 8 Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Johannisfeuer. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: An der Spree und am Rhein Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 8 Uhr: Immer feste druff! Kriegs- und Heimatchronik. Von Dr. F. Naumann und Dr. Gertrud Bäumer. Monatliche Sonderausgabe der Hilfe". Wird für Kriegsteilnehmer und Lazarette umsonst versendet. Im Buchhandel 25 Pf. Behn Heste 1,70. Verlag der„ Hilje", Schöneberg, Stönigsweg 6. 2. T. B. Kriegsdepeschen 1914. 2. Monat( September). Nach den amtlichen Berichten zusammengestellt. 40 Pf. Boll u. Picardt, Berlin Volksbühne( MontisOperettenth.) 8% U.: Zum 1. Male: Wenn der Gegenwartsfragen: 4. Die Entente eine Gefahr für Engjunge Wein blüht. land. Von einem österreichischen Seeoffizier. 5. Der Krieg 1914. Walhalla- Theater NW 6. - Englands wirtschaftlicher Ruin. Bon H. Schubart. Einzelh. 1 M. 8, U.: Berlin im Felde. Politit, Verlagsanstalt, Berlin W 57. 50 Jahre fächsische Volkswirtschaft. Berfaßt vom Bankhaus Gebr. Arnhold, Dresden, anläßlich seines 50 jährigen Bestehens. 106 S. Selbstverlag. Roland, Monatsschrift für freiheitliche Erziehung in Haus und Schule. Herausgegeben von H. Scharrelmann. Halbjahr 2 M. A. Janssen, Hamburg. Die Angeklagte, die in tiefes Schwarz gekleidet und fortwährend weinend die Anklagebant betrat, ist Mutter von 13 Kindern, von denen sieben verstorben sind. Sie lebt von ihrem Manne getrennt und muß seit Jahren den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder allein verdienen. Durch lange schwere Krankheit eines Kindes, die viel Geld für Arzt und Apotheke erforderte und sie gleichzeitig hinderte, ihrem Berufe nachzugehen, geriet sie in bitterste Not. Der Hunger trieb sie dazu, Möbelstücke, die sie über teuert auf Abzahlung entnommen hatte, für ein paar Mark an einen Trödler zu verkaufen. Als dann die Rate fällig war, folgten weitere Stüde. Kaum hatte sie in einem anderen Abzahlungsgeschäft neue Möbel erworben, als ihr 14jähriger Sohn erkrankte und starb. Um die Begräbniskosten zu bestreiten, wanderten auch die neuen Möbel zum Trödler. Ich mußte doch mein Kind unter die Erde bringen, dafür hätte ich noch mehr getan als gestohlen!" so schrie die Bedauernswerte vor Gericht hinaus. Als sie wieder mit anderen Abzahlungsmöbeln nach der Voigtstraße verzog, brach hier eines Tages ein riesiges Schadenfeuer aus, bei dem mehrere Wohnungen ausbranten. Alle Hausbewohner waren versichert, die Angeklagte nicht, so daß sie auch noch für die verbrannten Möbel Kriegsfürsorge. Die Unterstügung der Familien der Kriegsteilnehmer bem Händler gegenüber haftbar war. Die Angeklagte hat dann in den Gemeinden. Kriegsinvaliden, Witwen- und Waisenrenten. Annoch eine Reihe als Unterschlagung bezeichneter Delikte begangen. fprüche an die Krankenkassen. Herausgegeben vom Vorstand des Deutschen Das Schöffengericht verurteilte sie mit Rücksicht auf die große Metallarbeiterverbandes. 30 Pf. Verlag: A. Schlice u. Co., Stuttgart. Was soll Rumänien tun? Ernste Fragen in großer Zeit. Bon Anzahl der Fälle zu 7 Monaten Gefängnis. Gegen dieses Urteil Anonymus. 80 Bf. K. Curtius, Berlin W 35. legte Rechtsanwalt Harry Pincus als Verteidiger der Angeklagten Catreins Irrfahrt. Novelle Altflandern bon 2. Harlan. Berufung ein und machte vor der Straffammer geltend, daß hier 224 Seiten. E. Fleischel u. Ko., Berlin. ein Fall vorliege, bei welchem ein Gnadenerlaß des Königs in Große Spezialfarte vom belgischen und franzöñschen KriegsBlatt 1. Erscheint in zehn Blättern. Einzelbild 1 M. Kraft treten müßte, da man eine Frau, die als Mutter ihrer Kinder schauplatz. in dem Eristenzkampf gestrauchelt sei, nicht ins Gefängnis schicken. Flemming, Berlin W 50. dürfe. Das Gericht ermäßigte die Strafe auf 3 Monate Gefängnis Der deutsche Metallarbeiterverband im Jahre 1913. Jahr 199 Seiten. Selbstverlag und legte dem Verteidiger nahe, ein besonderes Gnadengesuch einStuttgart. zureichen. Die Kriegsamneftie bezieht sich bekanntlich nur auf Strafen, die am 4. August bereits rechtskräftig waren. Ohne Rechtsirrtum? Wegen Majestätsbeleidigung hat das Landgericht Brieg am 1. September den früheren Geschäftsführer, Genossen Joseph Kokott zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Am 2. August, dem 1. Mobilmachungstage, zog in Brieg durch die Straßen der Stadt ein Menschenschwarm, patriotische Lieder singend. Der Angeklagte stand abends gerade vor seiner Tür, als ein solcher Trupp Menschen in seiner Nähe vorbeizog. Er empfand einen Unwillen darüber, daß sich in der Menge auch eine Anzahl feiner Parteigenossen befand. Er ging deshalb, als er das Singen hörte, dem Zuge nach, der sich nach dem„ Ring" bor das Denkmal Friedrichs des Großen begab. Als hier nach einer Ansprache die Menge ein Hoch auf den deutschen Kaiser ausbrachte, spie der Angeflagte unmittelbar danach aus, und rief zu seinen Genossen: " Pfui, schämt Euch!" In diesem Verhalten des Angeklagten unmittelbar nach dem Kaiserhoch lag nach Ansicht des Gerichts eine Majestätsbeleidigung im Sinne des§ 95 des Strafgesetzbuchs. Dem Einwand des Angeklagten, ihm habe eine Beleidigung des Kaisers völlig ferngelegen, vielmehr habe er nur das Verhalten seiner Parteigenoffen mißbilligen wollen, das im Widerspruch zu deren sonstigem Verhalten gestanden habe, hat das Gericht keinen Glauben geschenkt. Deutsche Krankenpflege- Zeitung. Sonderheft: Schutz vor Seuchen. Von Dr. Christian. 25 Pf. Verlag E. Staude, Berlin W. 35. und Handbuch für Verbandsmitglieder. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hof rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten beftimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merfzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnements quittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Gilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. R. W., Spandau. 1. Die Witwenrente beträgt für die Witwe eines Feldwebels 600, eines Unteroffiziers 500, eines Gemeinen 400 M. Die Säge sind höher, wenn es sich um an sich Pensionsberechtigte handelt. Die Rente wird jährlich bis zur Wiederverheiratung gezahlt. 2. Nein. S. 104. Da fein schriftlicher Vertrag vorliegt und nur Monatsmiete vereinbart ist, so kann jeder von beiden Teilen bis am 15. zum 1. fündigen. Der Birt hat das Recht auf Einbehaltung derjenigen Sachen, die nicht unentbehrlich sind. Dies Recht bleibt auch bestehen, wenn die Mietsforderung gepfändet ist, oder wenn Zwangsvollstreďung angeordnet ist. In Ihrem Falle würde von jest an nur der gerichtlich eingesezte Zwangs. verwalter zur Empfangnahme der Mieten berechtigt sein. Otto 1. Nein. Petrus 17. 1. Ein Notar ist hierfür zuständig. 2. 3-10 M. 3. Der Gläubiger hat die Kosten der Quittung zu tragen. 4. Der Gläubiger muß oder gerichtlich beglaubigt sein. 5. Das ist unmöglich. eine löschungsfähige Quittung selbst ausstellen, die Quittung muß notariell B. 38. 1. Wenden Sie sich an die Zentrale für Auswanderer, Karlsbad 9/10. 2. Nein, wenden Sie sich an den Gewerbeinspektor. R. 2. 1. Der Mietsvertrag läuft weiter. Der Vermieter ist aber nicht in der Lage, eine Ermission gegen die Ehefrau des in das Feld Gezogenen durchzusetzen, auch wenn Miete nicht gezahlt wird. 2. Chronische Leiden der Atmungsorgane; Steuern. Leider ja. F. N. Nein. deshalb nur landsturmpflichtig. 8 8 Possen- Theater Täglich: Blinkfeuer. Landwehrleute. Fest steht und tren Leonhard Haskel, Martin Kettner a. G Theater ar Weiden dammerbrücke an der Täglich 810: Anfang gut- Alles gut..! Voigt- Theater. Badstr. 58. Badstr. 58. Freitag, den 23. Oftober 1914: Kabale und Liebe. Bürgerliches Trauerspiel von Fr. v. Schiller. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anf. 81 Ubr. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Glänzendes Programm! Unter anderem: Der Dorfschulmeister. Ein Stimmungsbild von Meysel. Anfang 8 Uhr. Die Mächte des Weltkrieges Erstes Heft: Das Zarenreich Preis 75 Pfennig fra Vereinsausgabe 30 Pfennig Der Inhalt gliedert sich wie folgt: I. Gebiet und Bevölkerung. 1. Gebiet des Zarenreiches. 2. Die Bevölkerung. 3. Nationale Zusammen4. Religion. fegung. II. Soziale und wirtschaftliche Verhältnisse. 1. Agrarverfassung. 2. Die landwirtschaftliche Produktion. fapitalistische Entwicklung. 4. Die Gliederung der Bevölkerung nach Berufen. 3. Die III. Das Finanzwefen. IV. Das zarische Regime. V. Die auswärtige Politif Rußlands seit dem japanischen Kriege. VI. Die russische Kriegsmacht. Die Krieg bringt es ganz von selbst mit sich, daß das Interesse für die Zustände in den friegführenden Ländern geweckt wird. Man fann unmöglich die kriegerischen Ereignisse verfolgen, ohne wenigstens die elementarſten Kenntnisse von den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Verhältnissen zu besitzen. In dieser Broschüre wird daher versucht, in gedrängter Kürze eine Stizze der Dinge in Rußland zu entwerfen. Buchhandlung Vorwärts Lindenstraße 3. Berlin SO. 16. H.& P. Uder, Engel- Ufer 5. Zigarren Zigaretten Rauchtabake. Nur für Wiederverkäufer zu Originalpreisen, Alleinverkauf der Fabrikate der Firma In seiner Revision rügte der Angeklagte, daß die drei Hauptmomente, die Absicht der Ehrenverlegung, die Böswilligkeit und die Ueberlegung, nicht festgestellt seien und er deshalb zu Unrecht megen Majestätsbeleidigung verurteilt worden sei. Der Reichsanwalt hielt die Revision für begründet und beantragte, das Urteil aufzuheben und an das Landgericht zurückzuverweisen. Das Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen Direktion über Haupt- Niederlage der k. k. österr. Tabak- Regie. Reichsgericht war jedoch der Ansicht, daß das Urteil, trotzdem die den Großhandel in den Zentral- Markthallen. Ohne Verbindlichkeit.) Darstellung des Wortlautes zum Teil unklar sei, und die Absicht, Donnerstag, den 22. Oktober. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, OchsenBöswilligkeit und Ueberlegung" in der Tat nicht gesondert fest- fleisch Ia 74-83, do. IIa 69-73, bo. IIIa 60-68; Bullenfleisch gestellt seien, aufrechtzuerhalten sei. Es verwarf am Dienstag Ia 71-76, do. Ila 61-70; Kühe, fett 55-60, do. mager 50-55, dän. do. holl. 45-50, do. die Revision, weil das angefochtene Urteil keinen Rechtsirrtum" greffer 60-66, 37-45, Bullen, dän. erfennen lasse. 54-60. Kalbfleisch: Doppellender 105-115; Masttälber Ia 80-85, Hammelfleisch: Mast Die Annahme des Oberreichsanwalts, daß das Urteil auf do. IIa 65-79; Kälber ger. gen. lämmer 80-86; Hammel Ia 76-79, do. IIa 72-75; Schafe Rechtsirrtum beruhe, erscheint zutreffender als die des Gerichts. 65-70. Schweinefleisch 64-76; Sauen, dänische 50-55. Vor allem aber dürfte die Verurteilung auf dem tatsächlichen Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Daberfche 50 kg 3,75-4,25; weiße Irrtum beruhen, der Angeklagte habe sein Mißfallen nicht nur Staiserkronen 3,75-4,25; Magnum bonum 3,75-4,25; Borree, Schod Parteigenoffen gegenüber ausdrücken wollen. Indes die letzte 0,60-0,80; Sellerie, God 3,00-6,00; Spinat 50 kg 5,00-8,00; Instanz hat gesprochen Mohrrüben 2,00-2,50; Wachsbohnen Bohnen 50 kg 15,00-25,00; Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u.Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. F. J. Burrus St. Kreuz Größte deutsche Rauchtabakfabrikation. Jahresproduktion über 5 000 000 Pfd. Rauchtabake. Zigaretten- Spezialität: L'Algerienne.