Nr. 292. Abonnements- Bedingungen: Abonnemets Breis pranumerandos Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1.10 R., wöchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Belt 10 Ba. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro monat Eingetragen in die Bost Beitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweis Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 31. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr Betragt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. Kleine Anzeigen", das fettgebrudte 28ort 20 Bfg.( aulaffig 2 fettgedruckte Morte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Bort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 25. Oftober 1914. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritplatz, Mr. 151 90-151 97. Ueberschreiten des Bjertanals. Bordringen bei Lille. Izösischen Generale" die Perseveranza", welche die elbung bringt, daß bisher wenigftens 21 franzöfifche Generale Die innere Lage Die innere Lage Rußlands. Die Hauptquartiermeldung. Amtlich. Großes Hauptquartier, 24. Ok- oder in Generalsstellungen befindliche Offiziere gefallen feien, darunter vier Divisionskommandeure: Bridour( nicht Eydour), Die„ Bremer Bürgerzeitung" veröffentlicht einen tober, vormittags.( W. T. B.) Die Kämpfe am fünfte Kavalleriedivision, Battisti, 37. Infanteriedivision, Artikel, der die Auffassung des Genossen Axelrod, eines Vier- Vpres- Kanalabschnitt sind außerordentlich weiter Linie, gefallen am 5. Dttober, ferner 17 Brigade. Wir geben in folgendem den Artikel mit einigen Menderungen Raffenel, Kolonialdivision, und Marcot, 81. Infanteriebivision der Mitgründer der russischen Sozialdemokratie wiedergibt. hartnäckig. Im Norden gelang es uns, mif er- generale oder Obersten in Brigadekommandeur- Stellungen. wieder. heblichen Kräften den Kanal zu überschreiten. Auch die Engländer hätten laut„ Daily Mail" mehrere Deftlich Ypres und südwestlich Lille drangen unsere Truppen in heftigen Kämpfen langsam weiter vor. Ostende wurde gestern in völlig zweckloser Weise von englischen Schiffen beschoffen. Im Argonnenwald kamen unsere Truppen ebenfalls vorwärts; es wurden mehrere Maschinengewehre erbeutet und eine Anzahl Gefangener gemacht. Zwei französische Flugzeuge wurden hier heruntergeschossen. Nördlich Toul bei Fliren lehnten die Fran30sen eine von uns zur Bestattung ihrer in großer Zahl vor der Front liegenden Toten und zur Bergung ihrer Verwundeten angebotene Waffenruhe ab. Westlich Auguftow erneuerten die Russen ihre Angriffe, die sämtlich abgeschlagen wurden. Armeekorpstommandeure berloren. Die russische Presse gelangt nur mit großer Verspätung ins Ausland. Die Arbeiterpresse ist unterdrückt. Die private Korrespondenz unterliegt der Zensur. Troßdemt fann man sich ein ungefähres Bild von dem, was in Rußland Die englischen Kriegsausgaben. borgeht, machen erklärte einleitend Genosse Axelrod. London, 23. Oktober.( T.-U.) Die Kriegsausgaben. Natürlich handelt es sich bei dem, was man über den Krieg die während der ersten zehn Wochen der Feindseligkeiten sich und seine Folgen für die Sozialdemokratie sagen kann, nur burchschnittlich auf 5%, Millionen Bfund pro Boche stellten, um subjektive Urteile, die start forrigiert werden können, da ftiegen in der vergangenen Woche auf ungefähr 8%, Milli- die, die sie abgeben, die ganze Situation nicht überblicken. onen( 170 Millionen Mart). Man war in Anbetracht der großen Truppenvermehrung im Felde auf ein Anwachsen der Ausgaben vorbereitet. 19C Gestlicher Kriegsschauplah. Ueber die Kämpfe im Osten wird bem Berner„ Bund" anscheinend von einem Sachmann geschrieben: Gefechte gemeldet. Ihre Offensive scheint für längere Zeit auVon der oftpreußischen Front haben die Ruffen zulegt fleine fammengebrochen zu sein, und damit haben sich auch die Melbungen über die großen Erfolge, welche die Russen zwischen Niemen und Suwalki ausgegeben haben, selbst auf das richtige Maß forrigiert. Uebereinstimmend melden jetzt deutsche Berichte, daß dort oftfibirische und faufafische Truppen gefochten haben, also die Testen frischen Kräfte erster Linie. Dazu sind flüchtig ausgebildete Refruten getreten, die bei Schirwindt nur in dichten Kolonnen vorzubringen waren und dabei furchtbar gelitten haben. Einen gewissen Grad von Wahrscheinlichkeit haben auch Berichte, wonach japanische schwere Artillerie mit japanischer Bedienung bei Suwalfi eingegriffen habe. Die Einschränkungen im Auge behaltend, kann man wohl sagen: die Haltung sowohl der bürgerlichen Schichten als der breiten Volksmassen Rußlands ist jezt ganz anders als im Jahre 1904 beim Ausbruch des russisch- japanischen Arieges. Die befizenden Klaffen Rußlands stehen rücksichtslos hinter der Regierung. Sie unterstüßen mit aller Kraft ihre Kriegführung und erwarten vom Siege die für sie besten Resultate. Sie behaupten, Rußland sei angegriffen worden, Sie glauben ohne weiteres den Beteuerungen der sarischen Regierung: sie habe nur mobilisiert zum Zwecke einer nachdrüdlichen Führung der diplomatischen Verhand Deutschland unsere Mobilisation nicht nur mit der Mobililungen zum Schuge Serbiens. Sie fragen: Warum hat fation, sondern sofort mit dem Kriege beantwortet. Sie be haupten, es handle sich hier um den Präventivkrieg( Vorbeugungskrieg) des deutschen Imperialismus, der befürchtet, daß in zwei bis drei Jahren nach der Durchführung der dreijährigen Dienstzeit in Frankreich und der Militärreformen und Eisenbahnbauten in Rußland die Situation für ihn weit ungünstiger sein würde als jetzt, wo sich diese beiden Länder Die französische Darstellung. militärisch in einem Uebergangsstadium befinden. Natürlich ist nicht diese Auffassung die eigentliche Ursache der Haltung Baris, 24. Oftober. Amtlich wird gemeldet: Auf unserem der rusisschen besitzenden Klaffen; obwohl auf breite Schichten linken Flügel festen sehr bedeutende deutsche Kräfte, deren Gegendes Kleinbürgertums und auch der unentwickelten Volkswart bereits seit gestern gemeldet wurde, die heftigsten AnAn der Hauptfront Warschau- Przemysl find größere Ergeb- maffen der Gedanke, es handle sich um einen Angriffskrieg griffe auf dem Gebiete zwischen dem Meere, dem Kanal und niffe, die sich zu einer abschließenden Handlung gruppieren, erst des deutschen Imperialismus, denselben Einfluß ausübt, wie La Bassée fort. Im ganzen wurde die Lage der Berbündeten im Laufe von Tagen und Wochen zu erwarten. Die Operationen in Deutschland die Ueberzeugung, daß der Barismus das gehalten; wenn sie auch an einigen Stellen weichen der letzten Wochen find durch schwere Regengüsse, welche die kunst- deutsche Volt bedrohe. Die wirkliche Ursache der Kriegsmußten, rädten sie an anderen vor. Der Feind zeigte lofen Straßen beinahe ungangbar gemacht haben, sehr verlang- begeisterung bei den russischen Junkern und Bourgeois ist ebenfalls eine sehr bedeutende Tätigkeit in dem Gebiete von Arras famt worden. Mit unbegrenzten Geländeschwierigkeiten wird man das Gefühl, daß der Sieg Rußlands nicht nur die Macht des und der Somme. Nördlich und südlich der Somme rückten wir vor, auch ferner zu rechnen haben. Hinter der deutschen Front scheint Staates, sondern auch ihre eigene Macht erhöhen wird. Der namentlich im Gebiete von Rosières en Santerne. Im Gebiete von Bolen mit den Gouvernements Ralisch, Petrikau Adel und die Bureaukratie leben noch zu einem großen Teile Berbun und Bont- à- Mousson hatten wir einige Teilerfolge. und Kielce in deutsche Verwaltung genommen wor- im Banne der alten reinen Machtpolitik, deren Ziel war, Auf der übrigen Front nichts Neues. Zusammenfassend scheint der Feind den zu sein. Besonders erwähnt wird in deutschen Berichten die Rußlands alte Stellung in Europa zu festigen, seine Grenzen auf dem größten Teil der Front, namentlich zwischen der Nordsee Beseßung von Lodz. Der deutsche Vormarsch hat sich zum Teil auszubreiten. Das würde einem großen Teil der Bourgeoisie und der Dise eine neue Kraftanstrengung zu unternehmen, indem er auch der Eisenbahn bedient, indem die Schienen auf deutsche Spur- die Gelegenheit bieten, fich als Beamten der neu eroberten neue Formationen verwendet, die aus neu ausgebildeten Mannschaften, weite umgenagelt wurden. Es kommen allerdings nur zwei Linien, Gebiete in alter Weise zu bereichern, den seit 1907 stark berdie teils sehr jung, teils ziemlich alt find, und deren Offiziere alten die parallellaufend von Tschenstochau auf Warschau und von Ratto- welften Ruhm des Zarismus aufaufrischen, die Voltsmassen Truppenteilen entnommen sind, bestehen. wig über Kielce und Radom auf Jwangorod führen, für den deutschen Vormarsch in Betracht. Erst hinter der Weichsel beginnt das große strategische Eisenbahnnez, das den Russen eine starke Ueberlegenheit für den Nachschub von Verstärkungen und Bedürfnissen sichert. Es handelt sich also für die Deutschen darum, sich hier gegen jeden Rückschlag zu deden, da ein Rüdaug mit außerordentlichen Schwierigkeiten verknüpft wäre, und zwar mit noch größeren, als Der Patriotismus der russischen Bourgeoisie ist neuen fie die Desterreicher zwischen Bug und San zu bestehen hatten. Schlages; er hat einen modernen Charakter. Die Bourgeoisie Die Offensive der Oesterreicher mußte südöstlich von Przemysl beherrscht nicht die Politik Rußlands, ja sie hatte auf sie bisher bor Sambor auf erbitterten Widerstand stoßen, da hier nicht nur nur einen sehr geringen, wenigstens feinen direkten Einfluß. Der Bund" schreibt zur ausgezeichnete taftische Stellungen waren, sondern die Russen auch Aber fie hofft durch die energische Unterstübung des Krieges Bern, 28. Oftober.( W. T. B.) Kriegslage: Auf der ganzen Linie von Nieuport bis nach la die Bebrohung ihrer linten Flante abwehren mußten, um nicht sich einen Anteil an der Herrschaft zu erobern, sich unentbehrBassée ist die bentiche Armee zur Offensive über umfaßt zu werden. Doch drängen die Desterreicher heute schon mit lich zu machen. Der Krieg wird nach dem Empfinden der gegangen; das ist das wesentliche Merkmal der strategischen Lage im nachgezogenem rechten Flügel erfolgreich nach. Sie haben zu diesem modernen russischen Bourgeoisie die Regierung vor Aufgaben Beſten und läßt den Schluß zu, daß sie ihren Aufmarsch vollendet Zwecke starke Kolonnen über die Karpathen in Bewegung gefeßt, stellen, denen sie allein, ohne Bourgeoisie, nicht gewachsen hat und sich start genug für einen Kampf mit offensivem Ziel fühlt. deren Wirkung sich flankierend fühlbar macht. Gelingt es ihnen, fein wird. Der Liberalismus redmet auf einen innerpolitiDie Einnahme von Lille war die vorbereitende strategische Handlung bis über die jumpfigen Quellflüsse des Dnjestr vorzubringen, so schen Durchbruch in Rußland, auf eine Regeneration dank zu der Schlacht bei Opern. Das Mißglüden der englisch- französischen wird die Stellung der Russen unhaltbar. Während das Zentrum dem Kriege. Die Waffengemeinschaft mit England und Gegenoffensive gegen Lille ist der zweite Trumpf im Spiele der dicht an Przemysl vorbei über Thyrow auf Stari- Sambor vorstiek, Frankreich, den demokratischen Westmächten, bestärkt den Deutschen. Gelingt es den Deutschen, den feindlichen rechten Flügel überschritten zwei rechte Flügelfolonnen die Karpathenpäffe, die russischen Liberalismus in diesem Glauben. Dabei kommen bon la Bassée auf Béthune und weiter zurückzudrehen, so wird dieser rechtsausholende gelangte kämpfend von Stole nach Synowało bei dem wirtschaftlich ausschlaggebenden Teil der Bourgeoisie auch von seiner ideellen Verbindung mit Arras abgeschnitten und( Richtung Stryi), die linke über Turka nach Podbuz. Die Oester- noch andere Beweggründe in Betracht. gegen die Rüste gebrüdt. Es fragt sich alfo heute mehr denn je, ob reicher haben Bobbuz zwanzig Kilometer füdlich von Sambor und Bourgeoisie könnte bei energischen inneren Reformen, insdie Verbündeten in dem Raume von Düntirchen noch träftige zwanzig Kilometer südlich von Stari( alt-) Sambor gestürmt. besondere auf dem Gebiete der Agrarpolitik, noch viele Jahre Reserven stehen haben. Ob die Pferlinie selbst noch unerschüttert ist, Brzemysl liegt aljo bereits( halblinks) hinter der Front. Das sind ohne weitere Erpansion in Asien noch auskommen. Durch ist nicht erkennbar, doch scheint das Vorgehen füblich der. Lys diefe, namhafte Erfolge. Auch hier verlieren die Ruffen viele Gefangene folche Reformen würde nämlich die Entwickelung des inneren wenn es nicht zum Stehen gebracht wird, von selbst unhaltbar zu und erleiden, wie auch bei Jwangorod, schwere Verluste. Das Marktes einen mächtigen Anstoß bekommen. Aber die machen. Da es sich um einen Bewegungskampf handelt, reifen die deutet darauf hin, daß sie ſtarten Ausfall an Offigieren gehabt inneren Reformen erfordern eine Niederringung des haben, denn der Ruffe bersagt rafcher als westeuropäische Heere, Barismus, ein Aufräumen mit all dem vorkapitalistischen Entscheidungen schneller. wenn die Chargen fehlen. Es ist anzunehmen, daß die gange russische Linte mit der Zeit noch weiter zurüdgenommen und nörd lich umgebogen wird, ehe die rechte Flügelgruppe im Raume JwanIn Rusland stehen die Deutschen noch an der Weichsel mit Ausnahme der Linie Jwangorod- Rozeinice, die sie, von den Ruffen berfolgt, räumen mußten. Alle österreichischen Versuche, nördlich Jaroslaw den San zu überschreiten, wurden abgewiesen. In diesem Gebiet ergriffen bie Ruffen die Offensive. Ein schweizerisches Urteil über die Kriegslage. 21 französische Generale gefallen. Bern, 23. Oftober.( 2. Z. B.) Der Bund" zitiert unter der Ueberschrift: Der Blutzoll der fran- gorob boll engagiert wird, durch das Getöse der siegreichen Schlachten zu betören und vom Kampfe gegen den Barismus abzulenken. Auch die Hoffnung auf den kommenden Handelsvertrag mit Deutschland, in dem die russischen Grundbefizer bessere Bedingungen für den Lebensmittelerport nach Deutschland erlangen wollen, stärkt die Kriegslust der Befißenden Rußlands. Die russische Blunder. Vor diesen Kämpfen schredt die Bourgeoisie Rußlands zurüd und darum marschiert sie mit dem Zarismus, darum strebt sie nach neuen Eroberungen im Osten und Süden. Der Sieg über Deutschland soll die Hindernisse für diese Exvausiou aus dem Wege räumen. So kommt es. daß die Welle des Patriotismus und der Kriegsbegeisterung in Nußtand jetzt wirklich groß und stark ist. Das besagt schon, daß sie auch das„Volk" beeinflussen niuß. Bei den Volksmassen entfacht sich die Kriegsstimmung an den Erzählungen von der Unterdrückung des„recht- gläubigen Volkes" in Oesterreich, die in den letzten Jahren durch die immer weiter ins Volk eindringende liberale und reaktionäre Presse verbreitet wurden, und denen die Ruthenen- Prozesse in Mamaros-Sziget und Lemberg reiche Nahrung gaben. Es wird der noch nicht ausgerottete Glaube an den Zaren wieder lebendig, dem Führer des„rechtgläubigen großen Rußland". Dazu kommt die Abneigung gegen den „Niemec", den Deutschen, wie sie im Kleinbürgertum in Land und Stadt seit langem lebt. Deutsch war ja die höhere Bureaukratie, als deutsch galt diesen unaufgeklärten Schichten alles Fremde und darum feindliche, selbst wenn es mit dem Deutschtum nichts zu tun hatte. Jetzt nützen die Regierung und die kriegsfreundlichen herrschenden Schichten all das aus, um das Bauerntum und das Kleinbürgertum mitzureißen, mit dem nötigen Elasi zu erfüllen. Die Arbeiterklasse aber lebt nicht außerhalb dieses Milieus, sondern mitten in ihm. Sie steht ja zudem in Ruß- land sozial, psychologisch und kulturell den Bauernmassen viel näher als in Westeuropa. Daß unter solchen Umständen die geschilderte Stimmung auch sie beeinflussen muß, ist klar. Was ihre Vordcrreihen anbetrifft, die sozialdemokratische Arbeiterschaft, stand sie vor dem Kriege bekanntlich inmitten großer Streiks mit ausgeprägt revolutionärem Charakter. Es ist irrig, zu behaupten, die Arbeiter hätten diese Streiks unterbrochen, weil die Kriegsgefahr einen Patriotismus in ihnen erweckt habe. Die Sache liegt vielmehr so. Die Ar- beiter waren durch die Massenstreiks der letzten Wochen vor dem Kriegsausbruch zum Teil schon erschöpft. Da kamen die wütenden Schläge der Konterrevolution. Die Regie-ung unterdrückte die Arbeiterpresse, warf Hunderte der aufgeklärten Arbeiter, der organisatorischen Führer der Bewegung, in die Gefängnisse und nahm auch einen Teil der politischen Führer fest. Sie tat es, um freie Hand für ihr Kriegsspiel zu ge- Winnen. So kam es, daß die russische Sozialdemokratie in der Zeit des Kriegsausbruchs geschwächt und desorg rnisiert, nicht fähig war, ihre internationale Pflicht zu erfüllen: den Widerstand gegen den Krieg mit allen Mitteln zu leisten. Als dann auch die sozialdemokratischen Arbeiter Rußlands vom Schauplatz ihres inneren Krieges gegen den Zarismus auf die Schlachtfelder des Weltkrieges marschieren mußten, waren sie ganz gewiß nicht kriegsbegeistert, aber mancher von ihnen mag gedacht haben: die Niederlage des Zarismus wird die Revolution bringen; sein Sieg würde solche Anstrengungen erfordern, daß er für den Zarismus ein Pyrrhussieg sein muß. In jedem Falle wird Rußlands Marschtempo in der Richtung des wirtschaftlichen und politischen Fortschritts be- schleunigt. Die Sozialdemokratie Rußlands als Organisation wurde also durch den Krieg gänzlich desorganisiert. Trotzdem war sie politisch und moralisch stark genug, um die einzige ihr zur Verfügung stehende Tribüne, die Duma, dazu aus- zunützen, um jede Verantwortung für den Weltkrieg ab- zulehnen; um dem Volke zu sagen, daß der Zarismus ihn nicht wegen der Interessen des Volkes, sondern gegen sie führt. Wenn in manchen deutschen Parteiblättern behauptet wird, daß das Verlassen des Saales durch die beiden Fraktionen der russischen Sozialdemokratie in der Duma nach dem Verlesen ihrer Deklaration eine schwächere Form des Protestes war, nämlich nur eine Stimmenthaltung statt einer Ablehnung der Kredite, so ist das unrichtig. In der Duma galt bisher das Verlassen des Saales als die stärkste Form des Protestes und so wurde auch die Haltung unserer tapferen Genossen in den russischen Parteireihen empfunden: ?m vöberitzer Gefangenenlager. In den ersten elf Wochen des Krieges hat die Zahl unserer Kriegsgefangenen bereits eine stattliche Höhe erreicht. Am 2t. Oktober befanden sich in deutschen Gefangenenlagern nicht weniger al» Franzosen: 2472 Offiziere, 146 897 Mann. Russen: 2164, 104 524. Belgier: 547. 31878. Engländer: 218, 8 669» DaS ergibt eine Gesamtzahl von 296869 Kriegs» gefangenen, ungerechnet diejenigen, die sich an diesem Tage noch auf dem Transport befanden. ES liegt auf der Hand, dag eS nicht leicht sein konnte, für diese Massen fremder unvorhergesehener Gäste angemessene Unterkunft zu beschaffen. Manches mutzte erst provisorisch hergerichtet werden, um später ausgebaut zu werden. Auch in Döberitz befindet sich noch dies und das„in Tntwickelung". Leicht und lustig dehnt fich auf der herbstlichen Ebene das„Sommerlager" derKriegSgefangenen mit seinen weihen und gelben Zelten; aber dahinter erhebt fich doch auch schon, au» festen Holzbaracken bestehend, daS im Bau begriffene, solidere„Winter- loger". In dem zweiteiligen Zeltlager sind zurzeit etwa 4000 Gefangene untergebracht, in ihrer überwiegenden Mehrzahl Engländer; erst in den letzten Tagen haben die Berliner Lazarette auch etwa» über hundert Franzosen und einige Dutzend Belgier hingeschickt. Bunt genug sieht es deshalb doch zwischen den Zelten au». Mit den vorherrschenden gelben Kakiuniformen der eng- lischen Marinesoldaten mischen fich blaue Matrosenblusen, zwischendurch auch die dunklen Uniformen der Belgier, die langen blauen Röcke und roten Hosen der französischen Infanterie, ein paar weite weitze Plumphosen von Zuaven; auch sieht man hier und da die nackten Knie und kurzen Röckchen der schottischen Hoch- länder. Ganz auf der Höhe sind die Uniformen oft nicht mehr. Zivilmäntel und Zivilmützen müffen aushelfen, und mancher Rock, manche Hose ist arg beschmutzt und zerrissen. Die meisten haben ja auch schon ein Stück Feldzug mit Gewaltmärschen und regnerischen Nächten im Schützengraben hinter sich; einige hundert Engländer steilich wurden in Antwerpen gefangen genommen, ehe sie auch nur irgendwie ins Gefecht gekommen waren. Was drauf gegangen ist, kann erst nach und nach ergänzt werden. Vorderhand hat man begonnen, dort, wo es am ärgsten war, die durchgelaufenen Stiefel durch bester« zu ersetzen, die von unseren Truppen vor dem Ausrücken in» Feld getragen wurden. Zum Schutz gegen die Kälte der Nacht hat autzerdem jeder Gefangen« zwei wollene Decken bekommen, dazu sein Etzgeschirr und— ein Stück Seife. Augenschein und Bekundungen der deutschen Lagervorgesetzten stimmen darin überein, datz die Döberitzer Gefangenen die Wohltat dieser letzten Gabe wohl zu würdigen wissen. Man ist in Döberitz sehr für die Reinlichkeit, und selbst hxi trübem, kaltem Wetter drängen sich die Gefangenen vor der Wasserrinne, um dort halbnackt den Oberkörper abzureiben. als die schärfste Protestkundgebung. Die Sozialdemokratie Rußlands wird sich von ihrem Kampfe gegen den Zarismus durch keine Kombinationen inneren oder äußeren Charakters zurückhalten lassen. Ich muß jedoch hinzufügen, fügte zum Schlüsse Genosse Axelrod hinzu, daß nationalistische Stimmungen und Tendenzen auch in unseren revolutionären Kreisen bis in die Sozialdemokratie hiirein eingedrungen sind. Ich hoffe jedoch, daß es, soweit die Sozialdemokratie in Betracht kommt, in sehr beschränktem Maße geschah. Manche Genossen scheinen die Hoffnungen der Liberalen zu teilen und sind geneigt, zu glauben, daß der durch den Krieg entfachte nationale Auf- schwung, wie der Krieg auch enden mag, sich in einen politi- schen Aufschwung verwandeln werde. Am stärksten werden aber, wie nur scheint, die Geister in den Reihen der russischen Sozialdemokratie durch die Sorge um das Schicksal des demo- kratischen Frankreichs beherrscht.... Ein russisches Sprichwort lautet:„Nichts Böses ohne Gutes." Auch die anläßlich des Krieges elementar aus- gebrochenen chauvinistischen Strömungen in den breiten Volksmassen und in bürgerlichen Schichten bis in die demokratische Intelligenz hinein enthält in sich etwas Positives. Sie sind nämlich ein Symptom und eine Folgeerscheinung des gewaltigen Fortschritts, den das Zarenreich auf seiner historischen Bahn zur völligen Umwandlung in einen modernen kapitalistischen Staat machte. Darin liegt aber auch die Gewähr, daß, wie auch der Krieg enden mag, er die Klassenbewegung unserer Arbeitermassen nicht aufhalten, sondern vielmehr einen mächtigen Anstoß zu ihrer weiteren EntWickelung geben wird.... vom öfterreichisch-serbischen Kriegsschauplatz. Serbische Niederlage in Sosmen. Wie«, 24. Okteber. lW. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 23. Oktober: Die starken serbischen and woatenegrinische« Kräfte, welche seinerzeit über die von Truppen entblößten südöstlichen Grrnzteile im östlichen Bosnien eingedrungen find und die einheimische moSlimische Bevölkerung auch mit einer zügellosen Horde von plündernden und mordenden Freischaren heimgesucht haben, wurden am22. d. M. nach dreitägigen erbitterten Kämpfen im Räume beiderseits der S t r a ß e M o kr»— R e g a- tica geschlagen und zum eilige« Rückzüge ge- z w u n g e n. Die Details dieses Treffens, in welchem unser» Truppen unvergleichlich bravourös gekämpft und den Gegner aus mehrere» hintereinander gelegenen befestigten Stellungen mit dem Bajonette wiederholt geworfen habe», werde« wegen der im Zuge befindlichen weiteren Aktionen der nächste« Berichterstattung vorbehalten. P- t i o r e k, Frldzeugmeifier. Der Seekrieg. die Vernichtung ües„hawke* amtlich bestätigt. Berlin, 24. Okt.. Wahlkreis. Di« Leseabeade finden statt be! WiemerS, Bülowftr. 58; Saß, Hörnst,-. 2, Fröhlich, Blücherstr. 56, Ecke Fontaneftraß«; Lörisch, Mark: grasensir. 73. Zt. Wahlkreis. 1., 2. und 5. Abteiliing bei Tintus. Ritterstr. 123; 3.. 4., 6.»nd 7. Abteilung bei Henning, Mexandrinenstr. 44, Vortrag de» Genossen Zubell. 8., 9. und 10. Ahteilimg, Sprrehos-Kantine, Wuster- hausener Str. 16. Gharlottenbnrg. Gemeinsamer Leseabend ImVolkshauS, Rosinenstr. 3, Vortrag. Lichtenberg. 1. Viertel bei Schmitz, Friedrlch-Karl-Itr. ll; 2. Viertel be! Schulz, Kronprinzenstr. 47; 3. und 4. Viertel bei Blume, ZUt-Box- Hagen 56; 5, Viertel im Lokal Völkerstraße, Ecke Gudrunstraße: 6. Viertel bei Hoffmann. Möllendorstr. 53/54. Jn allen Leseabenden Vortrag über: .Unsere nächsten Ausgaben". Marienborf. Gemeinsamer Leseabend bei Benscheck, Chauffeestr. 27. Reinickendorf. Bei Sadau, RZidenzstr. 124. Vortrag des Genossen Reuter:„Russische Kulturbilder". Reinickendorf-West. Im Jugendheim. Wacholderstr. 44. Vortrag. Tegel. Im Jugendheim, Bahnhosstraße. Tempelhof. Bei Becker, Berliner Str. 86/87. 1. KursuSabend über „Die Grundlagen der kapitalistischen WirtschajtSordnung". Referentin: Genossin Käte Duncker. Der Kursus wird am 2. und 9. November fort- gesetzt. Eintritt frei. Trevtow-Vaumschulenweg. Bei Scholz, Graetzstr. 49. Weißensee. Ter Leseabend findet in den Borusfia-Sälen statt. Vor- trag des Genossen Pieck über:„Nationalismus und Internationalismus". Tienstag, den 27. Oktober, abend? 8'/, Uhr. Nieder-Schöneweide. Bei Bengsch, Britzer Str. 17. Vortrag. Mittwoch, den 2«. Oktober, abends S'I, Uhr. Ober-Schöneweide. Bei Pomp, Wacholderhäuschen. Wild-Imineuhof- straße 42: Neuwahl der Leiterin. Briß-Buckow. Bei Becker, Chausseestr. 97. Vortrag der Genossin Siede!:„Die sozialen Ausgaben während des Krieges". Hermsdorf. Bei Eggebrecht, Albrechlstr. 1. Vortrag. » Schöneberg. Der gemeinsame�Leseabend findet umständehalber erst am Moittag, den 2. November, bei Ebrecht, Meininger Str. 8, statt. Iugenöveranstaltungen. Tempelbof-M ariendorf. Heute, abends 6 Uhr, bei Herold, Marien- dorf, Chausseestr. 283, Elternaben v. Konzert, Gesang. Rezitationen. Eintritt frei. Die Genossen und Genossinnen werden ersucht, recht zahl- reich zu erscheinen und ihre schulentlassenen Söhne und Töchter auf diese Veranstaltung hinzuweisen. Brlü-Bnckow. Sonnlag. den 25. Oktober, Spielpartie. Treffpunkt nachmittags 2 Ubr, vor den Jdealb auten. Die arbeitende Jugend wird ersucht, sich abends an dem Kunstabend in der Aula der Gemeindeschule. Cbausieestraße, zu beteiligen. Eintritt 10 Ps. Ansang 8 Uhr.— Donners« lag, den 29. Oktober, abends 3 Uhr, bei Becker, Lichtbildervortrag über„Die Lüneburger Heide". Wilmersdorf. Heute Sonntag, findet der musikalische Unterhallungs- abend der Arbeiterjugend statt. Ansang 5 Uhr. Rezitation, Festrede de- Schriftstellers Fritz Reuter. Renköllu. Heute Sonntag, abends pünktlich 7 Uhr, Eröffnung 6 Ubr. veranstallet der Jugendausschuß Neukölln bei Frisch, Knesebeckstr. 48/43, eine Schillerseier. Es wirken mit: Violine(Herr Lehmann), Cello(Herr Teubert), am Flügel lHerr Haberdizl), Festrede(Dr. Franz Diederich),. Ge- sang(Frauenterzelt: Frl Knüttel, Fr. Böttcher, Frl. Böhm) und Rezialion (Willi Winguth). Der Eintritt beträgt sür Jugendliche 10 Ps. und für Er- wachsene 15 Pf._ SitzungStage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Tegel. Montag nachmittag 5 Uhr im Rathaus. Diese Siüungen sind öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be- l echtigt. ihnen' als Zuhörer beizuwohnen. Zlrbeiter-Samariter-Bund. Kolonne Köpenick. Am Montag, den 36. Oktober, abends 81/, Uhr, findet der erste Lehrabend der Kolonne bei Slippekohl, Schönerlinder str. 5, statt. Anmeldungen daselbst oder bei Frau Hoffmann, Spreestr. 1._ Sriefkaften der Reüaktion. Tie juristische Sprechstimde findet sür Abonnenten Lindenstr. 3. IV. Hof rechts, parterre, am Montag bis Freitag von S bis 6 Uhr. am Sonnabend von S bis« Udr statt. Jeder sür den Brief kästen be- stimmten Ansrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen bei- zufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine AbonnemenlSquitlung beigesügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Tprechfimide vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. F. I. 1. Städtisch- GeschästSstelle für ArheilSlosenunterstützung, Pslugstraße t2.- R. 182. GifftungSdeputatton deS Magistrats, Berlin, Postslraße>6.— S. III. t. und 2. Nein. R. F. ZI. DaS hängt vom Inhalt der Versicherungspolice ab.— P. W. 100. 1 ES würden wohl sicher 20—30 M. Kosten entstehen. Diese hat dann der unterliegende Teil zu tragen. 2. Um das Armenrecht zu erlanaen, wendet man sich zunächst an den AnnenkommissivnSvorsteher mit dein Antrag, zu bescheinigen, daß man nicht in der Lag e ist, die Kosten deS Prozesses zu tragen. Hat man das Armeuattest. so wendet man sich an das Gericht, legt dar, welchen Anspruch man geltend machen will und de« antragt dazu die Bewilligung deS Armenrechts. 3. Reckstsbeistand in dieser Weise ist unmöglich.— F. B. 28. Asthmatische Beschwerden geringeren Grades Landslurnwstichttg.— M. B 17. Sie können den Antrag stellen. Die verschiedenartige Behandlung beruht wohl daraus, daß in Berlin im ganzen 23 verschiedene Kommissionen zu entscheiden haben.— St. Pr. 15. Sic tönntcn sich an den Direttor einer Schule wenden. So- viel uns bekannt, ist aber ein Berechtigungsschein sür Sie nicht mehr mög- lich. ES könnte sich wohl nur darum handeln, das Zeugnis sür die Ober- lekunda oder die Prima oder dergleichen zu erhalten.— L. Z. 1Z. Ihr Sohn müßte aus sein Leiden auimerksam machen. Je nach dem Grade desselben wird er sür tauglich erklärt, zurückgestellt. landstunnpffichtig erachtet oder endlich als untauglich bezeichnet. — 9. V. 41. Unter„Freiwilliger" versteht man im allgemeinen den Einjährig-Freiwilligcn, der also seiner aktiven Militärpfficht nur ein Jahr zu genügen braucht. Unter„Kriegsfreiwilligen" versteht man alle die- lenigen, die sich freiwillig jetzt zum Kriegsdienst gemeldet haben.— Z. ZI. Zurückgestellt Wege» hochgradiger Schwerhörigkeit auf einem Ohr. —<9. P. 100. Sie können die Bücher aus Ihren Namen umschreiben lassen. Verstirbt ein Ehemann, der keine Kinder hat, ohne ein Testament zu hinterlassen, so erbt seine Frau nur die Hälste, die andere Hälfte wird von den Eltern bezw. den Geschwistern geerbt. Die Frau erhält aber die HauShallungSgegenstände und die Hochzeitsgeschcnke als Voraus. Ein Testament ist gültig, wenn es«igenhändig unter Angabe des OrteS und Tages ge- und unterschrieben ist. ES genügt zum Beispiel: „Köln, den 1. November 1814. Hiermit setze ich meine Ehefrau als alleinige Erbin ein. Willi Schulze." Der Name muß unter dem Testament stehen, darf alio nicht neben dem Datum oder in der letzten Zeile stehen. Liegt solches Testament vor, so häite der elwa lebende Elternteil nur daS Pflichtteil zu beanspruchen. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markiballen-Direklion über den Großhandel in den Zenlral-Martthallcn.(Ohne Verbindlichkeit.) Sonnabend den 24. Oktober. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, Ochsen- fleisch la 74—83, do. IIa 69— 73, do.[Ha 60—68; Bullen fleisch la 71— 76, do. IIa 61—70; Kühe, seit 55—60, do. mager 50— 55, Fresser 60— 66, do. Holl. 45— 50, do. dän. 37— 45, Dullen, dän. 54—60. Kalbfleisch: Doppellender 105— 115; Mastkälber la 80—85, do. IIa 65— 79; Kälber gcr. gen.—. Hammelfleisch: Mail- lämmer 80—86; Hammel la 76—73, do. IIa 72—75; Schafe 65—70. Schweinefleisch 64—76; Sauen, dänische 50—55.— Gemüse, inländisches: Kartoffeln, Dabersche 50 3,75—4,00; weiße Kaiserkronen 3,50— 4,00; Magnum bonum 3,75—4,00; Porree, Schock 0,60—0,80; Sellerie, Schock 3,00— 6,00; Spinat 50 kg 5,00—8,00; Mohrrüben 2,00—2,50; Bohnen 50 kg 15,00—25,00; Dachsbohncn —----. 0�0. 4,00—10,00; Wirsingkohl 50 kg 3,50— 4,00; Weißkohl Schock 3,00—8,00, Weißkohl 50 kg 2,00—2,50; Rottohl. Schock 4,00-10,«); Rotkohl 50 kg 3,00 bis 4,00; Grünkohl 50 kg 4,00—5,00; Kohlrüben 50 kg 3,00— 5,00; Teltowcr Rüben 50 kg 5,00—12,00; Blumenkohl. Ersurter, 100 St. 15,00—22,00, Rosenkohl 50 kg 22,00—25,00, Meerrettich Schock 5,00—12,00, Petersilien- tg 15, CO- 50 kg 9,00—10,00; Champignons 50 kg 10,00—25,00; —-; Kürbis 50 kg 2,00-4,00. Gurken Schock Eingegangene Druckschristen. Englands vlutschuld am Weltkriege. Von E. Haeckel. 20 Pf.— H. Jacobi, Eilenach. »Zeit Ech» 1914." Cin Kriegstagebuch der Künstler. HermiSgeber: O. HaaS-Hehe. 50 Ps.— Graphik-Verlag, München. Gesundbeten und andere mystische Heilverfahre«. Von Dr. A. Hellwig. 43®.— 35. Heims, Leipzig. WetteraoSsichten für das mittlere Rorddeutschland bis Montagmittag: Zeitweise heiter, jedoch noch vielfach wolkig oder neblig, oünc erhebliche Niederschläge; in den Tagesstunden mild, nacht« wieder kühl. Nr. 292. 31. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 25. Oktober 1914. Verlustlisten. Die Verluft Iifte Nr. 59 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Generalfommando des 1. Reservekorps. 33. Res.- Div., Stab; 59., 68., 80., 81. Inf.- Brig., Stab; 1. GardeReg.; Garde- Ref.- Schüßenbat.; Rej.- Inf.- Reg. Nr. 3; Gren.- Reg. Nr. 6; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 6; Gren.- Reg. Nr. 9, 10; Landw.- Inf. Reg. Nr. 10; Gren.- Reg. Nr. 11; Landw.- Inf.Reg. Nr. 11; nf. Reg. Nr. 14; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 14; Inf.- Reg. Nr. 15, 16; Rei Inf. Reg. Nr. 16; Inf.- Reg. Nr. 22, 23, 27; Landw.- Inf.Reg. Nr. 30; Füj.- Reg. Nr. 33, 34; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 37; Füj.- Reg. Nr. 38; Res.- Inf.- Reg. Nr. 38; Füs.- Reg. Nr. 39; Inf.- Reg. Nr. 45, 46; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 46; Inf. Reg. Nr. 49, 51; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 55; Inf.- Reg. Nr. 57, 63; Rej- Inf. Reg. Nr. 65; Inf- Reg. Nr. 67; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 68; Inf.- Reg. Nr. 69, 72; Ref.- Jnf. Reg. Nr. 72; Inf.- Reg. Nr. 78, 79; Res.- Inf. Reg. Nr. 79; Inf.Reg. Nr. 81; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 82, 83; Jnf.- Reg. Nr. 87; Res.- Inf.Reg. Nr. 87, 92; Inf. Reg. Nr. 137, 140, 141, 144 148, 157, 159, 168, 173. Schweres Ref.- Reiterreg. Nr. 2; Kürassierreg. Nr. 5; Res. Dragonerreg. Nr. 3, 4; Res.- Husarenreg. Nr. 1; Leibhusaren- Reg. Nr. 2; Ulanenreg. Nr. 4. 1. Garde- Felbart.- Reg.; 1. Garde- Ref.- Feldart.- Reg.; 2. GardeFeldart.- Reg.; Feldart.- Reg. Nr. 2; Res.- Feldart.- Reg. Nr. 18; Feldart.- Reg. Nr. 21, 25, 26, 34, 39, 40, 43, 57, 60, 72. 2. Garde- Fußart.- Reg.; Fußart.- Reg. Nr. 1, 5; Ref.- Fußart.Reg. Nr. 15. Pionierbat. Nr. 6; 1. und 2. Pionierbat. Nr. 11; Pionierbat. Eisenbahnbau- Komp. Nr. 9, 13; Fernsprech- Abt. des 15. Armee. torps; Etappen- Kraftwagentolonne Nr. 23. Nr. 27. Res. Inf. Munitionsfolonne Nr. 39 des 8. Reserveforps; Ref.Inf.- Munitionsfolonne Nr. 21 des 9. Referbetorps; Ref.- Art.Munitionskolonne Nr. 20 des 6. Reserveforps; Art.- Munitionsfolonne Nr. 6 des 7. Armeekorps; Ref.- Art.- Munitionsfolonne Nr. 25 Sanitätstomp. Nr. 2 des 15. Armeekorps; Sanitätstomp. Nr. 1 des 17. Armeekorps; Sanitätstomp. Nr. 3 des 18. Armeekorps; Sanitätstomp. Nr. 3 des 21. Armeekorps. des 8. Reserveforps. Feldlazarett Nr. 10 des Gardekorps; Felblazarett Nr. 6 des 4. Armeekorps; Res.- Feldlazarett Nr. 49 des 4. Referveforps; FeldLazarett Nr. 7 des 9. Armeekorps; Res.- Felblazarett Nr. 39 des 18. Rejerbeforps; Trainabteilung Nr. 16. * Die bayerische Verlustliste Nr. 34 bringt Verluste des 3. Inf. Reg. und des Landw.- Inf.- Reg. Nr. 4. Die fachsische Verlustliste Nr. 38 bringt Verluste des Brig. Eri. Bat. Nr. 47; Brig.- Erj.- Bat. Nr. 89; Rej.- Inf. Reg. Nr. 101; 3. Inf. Reg. Nr. 102; Res.- Inf.- Reg. Nr. 102; Ref.- Inf. Reg. Nr. 104; Landw.- Inf. Reg. Nr. 104; 6. Inf.- Reg. Nr. 105; 7. Inf.Reg. Nr. 106; Ref.- Inf. Reg. Nr. 106; Res.- Inf.- Reg. Nr. 133; 10. Inf. Reg. Nr. 134; 11. Jnf.- Reg. Nr. 139; 12. Inf.- Reg. Nr. 177; 16. Inf. Reg. Nr. 182; 2. Jägerbat. Nr. 13; Ref.- Felbart. Reg. Nr. 24; 4. Feldart.- Reg. Nr. 48; 5. Felbart.- Reg. Nr. 64; 2. Fußart. Reg. Nr. 19; 1. Pionierbat. Nr. 12; 2. Pionierbat. Nr. 22; der San.Komp. Nr. 3 des 12. Armeekorps; San.- Komp. Nr. 1 des 19. Armeeforps. Ansprüche der Hinterbliebenen aus der Reichsversicherungsordnung. Der größte Teil der auf dem Schlachtfelde gefallenen Soldaten unterlag der Invalidenversicherung; in vielen Fällen haben auch deren Ehefrauen neben der Besorgung ihrer Wirtschaft noch eine versicherungspflichtige Tätigkeit ausgeübt und ebenfalls Marken für die Invalidenversicherung verwendet. Sat nur der Ehemann Marten verwendet, so entstehen bei seinem Tode folgende Ansprüche für die Hinterbliebenen: a) Anspruch auf Witwenrente. Witwenrente erhält keineswegs jede, sondern nur die dauernd invalide Witwe. Als invalide gilt die Witwe, die nicht imstande ist, durch eine Tätigkeit, die ihren Kräften und Fähigkeiten entspricht und ihr unter billiger Berüdsichtigung ihrer Ausbildung und bisherigen Lebensstellung augemutet werden kann, ein Drittel deffen zu verdienen, was törperlich und geistig gesunde Frauen derselben Art mit ähnlicher Ausbildung in derselben Gegend durch Arbeit zu verdienen pflegen. Ferner erhält auch die Witwe eine Witwenrente, die nicht dauernd invalide ist, aber während sechs undzwanzig Wochen ununterbrochen inva Tide gewesen ist, oder die nach Wegfall des Krankengeldes invalide ist, für die weitere Dauer ihrer Invalidität.( Witwenfranfenrente.) b) Anspruch auf Waisenrente. Waisenrente erhalten nach dem Tode eines versicherten Vaters dessen eheliche Kinder unter fünfzehn Jahren. Hatten beide Eheleute Marken verwendet, so entstehen außerdem für die Witwe beim Tode des Ehemannes noch ein Anspruch auf eine einmalige Auszahlung, das sogenannte Witwengeld, und für jede Waise ein Anspruch auf die einmalige Zahlung der Waisenaussteuer. Voraussetzung für die Witwen- und Waisenrenten ist, daß der Verstorbene zur Zeit seines Todes mindestens 200 Beitragswochen und während zweier Jahre nach dem auf jeder Quittungsfarte verzeichneten Ausstellungstage mindestens 20 Beitragswochen nachgewiesen haben muß. Beitragswocher find: 1. die Wochen, in denen Marken verwendet sind; 2. die Wochen, in denen der Verstorbene zeitweise arbeitsunfähig und verhindert gewesen ist, seine Berufstätigkeit fortauſeben; des fünfzehnten Lebensjahres des Kindes, die gleichen Vor- gekehrt, weil die Arbeits- und Erwerbsgelegenheit sich total aussetungen erfüllt haben muß. Die Witwen- und Waisenrenten beginnen mit dem Todestage des Verstorbenen. Höhe des Witwengeldes usw. Als Witwengeld wird der zwölffache Monatsbetrag der Witwenrente, als Waisenaussteuer der achtfache Monatsbetrag der Waisenrente gewährt. Die Renten werden in Teilbeträgen monatlich im voraus gezahlt. Einzelnes. Die Hinterbliebenenfürsorge wird auch den Hinterbliebenen Verschollener gewährt. verschoben hat. Sie können nun für einige Zeit froh sein, einen Beruf erlernt zu haben, der sie früher nicht zu ernähren vermochte, in dem aber durch die Verpflegungsnotwendigkeiten, War die Witwe an diesem Tage noch nicht in welche die modernen Millionenheere schafften, augenblicklich valide, so tritt der Anspruch erst an dem Tage Hochtonjunktur herrscht. ein, an dem bei der Witwe die Invalidität ein- In den meisten Berufen, die nicht für die Herstellung von getreten ist. Eine Frau, die z. B. erst im Jahre 1930 invalide Kriegsbedarf in Frage kommen, liegen die Dinge umgekehrt. geworden ist, kann erst von diesem Zeitpunkte ab die Rente be- Dort ist eine umfangreiche Arbeitslosigkeit die Regel. So ziehen. Der Anspruch auf eine Witwenrente fällt fehen wir auch Arbeiter Erwerbszweige verlassen und sei aber durch eine Wiederverheiratung fort. Die es auch nur vorübergehend-, in denen ein gewisser BerufsWaisenrenten werden bis zur Vollendung des fünfzehnten stolz und eine starke Anhänglichkeit an die einmal gewählte Lebensjahres der Kinder gezahlt. Beschäftigungsart nicht zu verkennen waren. Das graphische Das Witwengeld wird beim Tode des Ehemannes, die Gewerbe und die Holzindustrie sind ja von der Krise am aisenaussteuer bei Vollendung des fünfzehnten Lebens- heftigsten betroffen. Holzarbeiter wenden sich deswegen vieljahres der Kinder fällig. fach anderen Branchen des eigenen Berufes oder der Fabrikarbeit in anderen Berufen zu. Viele von ihnen flechten jetzt Geschoßkörbe. Erstaunlich ist es, welchen Erwerbsmöglichkeiten sich die Buchdrucker zuwenden, die ohne intensive und vielseitige Ausbildung den eigenen Beruf gar nicht auszuüben vermögen, aber mit seiner Ausübung scheinbar immer mehr die Fähigkeit für berufsfremde Arbeiten verlieren. Bevorzugt wird von den Buchdruckern der Postdienst, doch verschmähen sie auch keine andere Arbeit. In den Großstädten mag der eine oder andere zu dem seiner Eigenart vielleicht auch angepaßten Ein Versicherter gilt als verschollen, wenn während eines Zeitungshandel greifen. Wunder wird es aber nehmen, wenn Jahres teine glaubhaften Nachrichten von ihm eingegangen find, man hört, daß Buchdrucker auch an den schwierigen und geund die Umstände seinen Tod wahrscheinlich machen. Die Ver- fährlichen Aufräumungsarbeiten im zerstörten Ostpreußen teilficherungsanstalt kann von den Hinterbliebenen die eidesstattliche nehmen, wobei große förperliche Anforderungen an den Versicherung verlangen, daß sie von dem Leben des Vermißten einzelnen gestellt werden. Welchen Umfang dieses Umfatteln teine anderen als die angezeigten Nachrichten erhalten haben. Den in dem schwer betroffenen graphischen Gewerbe angenommen Todestag Verschollener setzt die Versicherungsanstalt nach billigem hat, mag man daraus ersehen, daß allein in Essen 86 BuchErmessen fest. Für die auf See Verschollenen gilt der Tag des bruder einen Berufswechsel vornahmen. Leider werden ihnen Untergangs des Fahrzeugs als Todestag, sonst wird ein halber manche Berufe aus Vorurteil verschlossen. So könnten sie Monat von dem Tage ab gerechnet, bis zu dem die letzte Nachricht ohne große Ausbildung sehr wohl Straßenbahnschaffnerdienste über das Fahrzeug reicht. übernehmen. Die Gesellschaften fürchten aber, daß sie als Innenarbeiter den Strapazen nicht gewachsen seien. Merfwürdigerweise sollen das nach Ansicht derselben Gesellschaften aber die Frauen der ins Feld gegangenen Schaffner sein. Daß die vielfach Augenschwachen für den Fahrerdienst sich Das Versicherungsamt Berlin befindet sich Klosterstraße 65/67, nicht ohne weiteres eignen, soll zugegeben werden. Es scheint Waisenstraße 28, 1 Treppe. Für die Nachbargemeinden find Ver- aber im Publikum und bei den Aufsichtsbehörden ficherungsämter gewöhnlich im Rathaus eingerichtet für: nicht bekannt zu sein, daß z. B. bei der Großen Berliner Charlottenburg, Neukölln, Berlin- Lichtenberg. Berlin- Pankow, Straßenbahn alle Schaffner auch als Fahrer aus. Berlin- Wilmersdorf. Das Versicherungsamt des Kreises Nieder- verwenden und vorübergehend Hilfskräfte als Schaffner einBerlin- Schöneberg, Berlin- Steglit, Spandau, Berlin- Weißensee und gebildet sind. Würde man die alten Schaffner als Fahrer barnim befindet sich zu Berlin, Friedrich- Karl- Ulfer 5, das des ftellen, so wäre mit einem Rud die ganze Verkehrstalamität Kreises Teltow zu Berlin, Viktoriastraße 18. Wo sind die Anträge zu stellen? Die Anträge auf Gewährung der Hinterbliebenenfürsorge sind bei den Versicherungsämtern zu stellen. Zuständig für die Anträge sind die Versicherungsämter, in beseitigt, über welche die Berliner so klagen und der die Aufsichtsinstanzen scheinbar hiflos zusehen. deren Bezirk der Verstorbene oder Verschollene zuletzt gewohnt hat oder beschäftigt war; zwischen diesen beiden Aemtern hat also der Antragsteller die Wahl. Beachtung. Die Postbehörde hat ja da etwas Entgegenkommen Auch die Frage der Bezahlung Berufsfremder verdient dem Versicherungsamt zu Protokoll gegeben werden. Die Anträge können schriftlich gestellt oder mündlich auf gestellten nicht um junge Burschen, sondern meist um ältere Die Anträge können schriftlich gestellt oder mündlich auf geübt. Naturgemäß handelt es sich aber bei den jegt EinDas Verficherungsamt ist die Stelle, die über alle Fragen der Invaliden- eute mit Familie. Diesen Umstand sollte man bei der Entlohnung mit in Rechnung stellen. und Hinterbliebenenversicherung einwandfreie, fostenlose Auskunft lohnung mit in Rechnung stellen. gibt. Welche Papiere find notwendig? Im Interesse der Antragsteller liegt es, ihre Anträge möglichst zu beschleunigen. Hierzu ist es erforderlich, die für den Antrag nötigen Papiere und Urkunden gleich bei der Antragstellung vor zulegen. Erforderlich find: A. Beim Witwenrentenantrage: 1. Die legte Quitungsfarte fjowie sämtliche Aufrechnungsbescheinigungen der früheren Karten des Verstorbenen. 2. Etwa vorhandene Krankheitsbescheinigungen des Verstorbenen aus früheren Jahren. 3. Eine standesamtliche Sterbeurkunde für den Verstorbenen. Die Sterbeurkunde wird auf dem Standesamt ausgestellt, in dessen Bezirk der Verstorbene zuletzt seinen Wohnsiz gehabt hat. In den weitaus meisten Fällen werden aber die Standes ämter die Ausstellung der Sterbeurkunde ablehnen müssen, weil ihnen die entsprechenden Mitteilungen vom Kriegsschauplas noch nicht zugegangen sind. In solchen Fällen wird es sich empfehlen, mit den von der Truppe oder den Lazaretten er haltenen Todesbenachrichtigungen zu dem Zentralnachweis des Kriegsministeriums, Dorotheenstraße 48, zu gehen und sich dort den Todesfall nach den amtlichen Listen bestätigen au laffen. Diese Bestätigungen dürften als ausreichend zur Beurkundung des Todes überall angesehen werden. Auf Grund derselben fann man sich vom Standesamt die Sterbeurkunde ausstellen laffen. B. Beim Antrage auf Waisenrente außer den zu A, 1-4, erwähnten Nachweisen noch die standesamtlichen Geburtsurkunden für die Kinder unter fünfzehn Jahren. Bemerkt sei hier, daß sämtliche Urkunden für die Erlangung der Hinterbliebenen fürsorge von den zuständigen Standesämtern bei Angabe des 3wedes gebührenfrei ausgestellt werden. C. Beim Antrage auf Witwengeld: Außer den zu A, 1-4, ermähnten Nachweisen: 1. Die lebte Quittungskarte der Witwe sowie die Aufrechnungsbescheinigungen ihrer früheren Karten. 2. Etwa für sie aus früheren Jahren noch vorhandene Krankheitsbescheinigungen. D. Beim Antrage auf Waisenaussteuer: 1. Die au C, 1-2, erwähnten Papiere der Witwe. 2. Der Bescheid, mit dem die Landesversicherungsanstalt seinerzeit die Waisenrente bewilligt hat. Gewerkschaftliches. Uebergang zu anderen Berufen. Deutsches Reich. Der Krieg und der Deutsche Metallarbeiterverband. Belastungsprobe gestellt. Und das nicht nur in Deutschland, auch Alle Gewerkschaften werden durch den Krieg vor eine harte aus den anderen friegführenden Staaten und selbst den neutralen Ländern, wie Italien, Holland, Dänemark und der Schweiz wird gemeldet, daß die gewerkschaftlichen Organisationen infolge des Strieges schwer in Mitleidenschaft gezogen werden. Inwieweit die deutschen Gewerkschaften betroffen werden, ist schon ausführlich an dieser Stelle berichtet worden. Es fonnten da auch interessante Vergleiche unter einander angestellt werden. Aber die eigentliche Wirkung des Krieges auf die gewerkschaftlichen Organisationen tommt erst dann zur Geltung und kann richtig beurteilt werden, wenn man regelmäßig Woche für Woche darüber Erhebungen in der einzelnen Gewerkschaft veranstaltet. Denn erst dadurch ist es möglich, jederzeit den Mitgliederstand, die Zahl der eingezogenen Arieger, das Steigen oder Fallen der Arbeitslosenzahlen und die verausgabte Gesamtsumme für die Arbeitslosen festzustellen. Die Gewerkschaften haben so eine fortlaufende deutliche Uebersicht über die wichtigsten Zahlen und sind dann viel schneller in der Lage, eventuell andere Maßnahmen zu ergreifen, wie Aufheben oder Kürgen anderer Unterstüßungsarten und dafür die Bezugsdauer der Arbeitslosenunterstützung zu verlängern, wenn es die Mittel erlauben. Im Deutschen Metallarbeiterverband wird nun schon seit Anfang des Krieges jede Woche eine genaue Statistit über die Wirkung des Krieges geführt. Und da ist festgestellt worden, daß, wenn auch nicht immer alle Verwaltungsstellen be= richtet haben, diese erfaßten Zahlen recht wertvolle Anhaltspunkte bieten. Zur besseren Uebersicht sind die Gesamtresultate der einzelnen Wochen der Reihe nach aufgeführt. Es wurden gezählt: eingezogene unterstügungsberechtigte verausgabte Arbeitslose ArbeitslosenunterKrieger 15. August überhaupt in Broz. in Broz. stügung in M. am 22: 29. 110 198 131 891 143 343 72 446 19,2 886 772 75 407 19,7 436 752 73 895 19,5 463 567 12. " 19. " 26. 3. Oktober 5. September 148 550 151 713 155 949 158 734 162 181 68 329 18,6 483 808 63 284 17,4 408 018 56 302 15,7 394553 50 431 45 335 14,3 12,6 338 700 311 259 Zu Ende Juli 1914 wurden im Deutschen Metallarbeiterverband insgesamt 533 814 Mitglieder gezählt, am 3. Oktober jedoch nur 357 682. Das bedeutet eine Abnahme in, den zwei Monaten von rund 176 000 Mitgliedern. Die Zahl der eingezogenen Krieger erhöhte sich, wie die Aufstellung zeigt, von 110 198 auf 162 181, also um 51 983. In den ersten Wochen ging es recht sprunghaft; Es hat auch in normalen Zeiten eine ganze Reihe von erst vom 5. September an ist die Steigerung eine fast gleichmäßige 3. die Wochen, in denen der Versicherte zur Erfüllung der Wehrpflicht in Friedens-, Mobilmachungs- oder Kriegszeiten ein- Berufen gegeben, deren Angehörige in weitem Umfange das in jeder Woche. Das Gegenteil ist erfreulicherweise bei den Argezogen worden ist, oder in denen er in Mobilmachungs- oder mühsam erlernte Gewerbe aufgaben, um dann als ungelernte beitslosenzahlen der Fall. Absolut wie prozentual hat sich die Striegszeiten freiwillig militärische Dienstleistungen verrichtet Arbeiter, Boten usw. einem anderen Erwerbe nachzugehen Arbeitslosigkeit bei den Mitgliedern des Verbandes vermindert, oder die gar noch in späterem Alter von Grund auf neu zu und das ganz beträchtlich. Der Höchststand wurde am 22. Auguſt hat. Die zu 2. und 3. erwähnten Wochen werden aber nur ge- lernen anfingen. Zahlreich waren die Reihen der so um ihre 3. Oktober auf 45 335 mit 75 407 19,7 Proz. der Mitglieder festgestellt und sank bis zum nachzuweisen. rechnet, wenn fie fich an eine berufsmäßige, der Versicherungs- Lehrzeit Betrogenen namentlich in den Gewerben, wo von 30 072 Arbeitslosen oder 66 Proz. Demzufolge haben sich die € 12,6 Proz. Das ist eine Abnahme von pflicht unterliegende Beschäftigung angeschlossen haben. Die zu 2. erwähnten Wochen find burch Krankheitsbescheinigungen, die Alters her noch der Stoft- und Logiszwang herrscht. Ihnen Ausgaben für die Arbeitslosen verringert. Die höchste Summe von den Stranfenfaffen für ihre Mitglieder unentgeltlich aus- war es ohne Umfatteln nicht vergönnt, eine Familie zu wurde in der Woche vom 30. Auguft bis 5. September, nämlich gestellt werden, die au 3. erwähnten durch die Militärpapiere gründen und zu unterhalten. Aus anderen Berufen wurden 483 808 9. ausbezahlt, wogegen in der Woche vom 27. September biele durch eine geradezu ungeheuerliche Lehrlingszüchterei bis 3. Oktober, also genau 4 Wochen später, 172 549 M. weniger Für die Zahlung des Witwengeldes und der Waisen berdrängt. Dort wird jeder, der ausgelernt hat, unbarm zur Auszahlung gelangten. Die gesamten Ausgaben für die Är. aussteuer ist die erste Voraussetzung die, daß der Verstorbene herzig auf die Straße gefeßt und dafür ein neuer Lehrling beitslojen betragen bom 3. Auguft bis 3. Oftober 3 173 429 92. am Todestage bie oben erwähnten Bedingungen erfüllt hat, die eingestellt. Namentlich viel in fremden Berufen befanden sich eine große Silfe für die Mitglieder. Gar mancher unorganisierte Gewiß eine stattliche Summe für eine einzelne Organisation und arbeitslose Metallarbeiter, der jetzt mittellos dasteht, wird jetzt einWitwengeld erheben will am Todestage des Ehemannes, wenn Die Mobilmachung hat daran vieles geändert. Zahlreiche sehen, was er für einen großen Fehler durch sein unsolidarisches fie die Waifenausstruer beantragen will, am Tage der Vollendung Schlächter und Bäcker sind jetzt zu ihrem alten Beruf zurück- Verhalten begangen hat. 8 weite bie, baß die Witwe wenn fie einen Anspruch auf Bäder, Schlächter und Barbiere. Ausland. Gegen die Lohnreduktion in der Schweiz. veranstalten. Der 8wed dieser Konferenzen ist, Normallöhne aufzustellen. Die am Anfang des Kriegszustandes reduzierten Löhne, die jetzt nach Wiederaufleben des Industrieerports sinnlos geworden Auf Ersuchen der Vertretung der organisierten Arbeiterschaft in find, sollen bald verschwinden. Immerhin wird dazu nicht nur ein Der Schweiz, die hierzu durch wiederholte Motstandskonferenzen" gutes Wort vom Bundesrat, sondern auch der Druck der Arbeiter der gewerkschaftlichen Verbände legitimiert war, hat sich der gehören. Schweizerische Bundesrat endlich dazu aufgerafft, in den Industries Bezirken Konferenzen zwischen den Unternehmern und Arbeitern zu Eingegangene Druckschriften. Kriegsatlas 1914. 24 Starten auf 12 Blättern, 1 M. 3. A. Brodhaus, Leipzig. Die Kuhhaut. Erzählung von E. J. Groth.( Boltsbücher Heft 21.) 39 S. Deutsche Dichter- Gedächtnis- Stiftung, Hamburg- Großborstel. Der heilige Krieg. Gedichte aus dem Beginn des Kampfes. 60 Bi., geb. 1,20 m. Sechs Kriegspredigten. Brosch. 1, M. Reinerhag für das Rote Kreuz. E. Diederichs Berlag, Jena. wau tin negillid Leistungsfähigkeit www. Hocheleg. Astrachan Paletot nur 31.00 A C& A BRENNINKMFYF MBM Leistungsfähigkeit bedeutet bei uns: Richtige Ware- zu richtiger Zeit- zu richtigen Preisen Weberzeugen Sie sich! Bahnhof Alexanderplatz Sonntags geschlossen! Königstraße 33 m Zabubof Chauffeestraße 113 beim Steiner Bohnhof Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. BF Freitag, den 6. November, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15: Ordentliche Generalversammlung. Korbmacher. Engelufer Gewerkschaftshaus Engelfer 15 Sonntag, den 25. Oktober, abends 7 Uhr: Lieder- Abend. 15 Mitwirkende: Berliner Sängerchor( Mitgl. des D. A.-S.-B.), Chormeister: Fr. Bothe, Herr Stuhr( Tenor), Konzert- Trio, Kapellmeister Plau. Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Montag, den 26. Oktober, abends 8 Uhr, bei Krause, Geschäftsstelle: C 54, Mulackstr. 10 1. Mariannenplay 8: Vertrauensmänner- Versammlung. Jede Werkstatt muß vertreten sein! Stellmacher. Donnerstag, den 29. Oktober, abends 8%, Uhr, im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12: Branchen- Versammlung. Tagesordnung: 1. Unsere Arbeitsverhältnisse während des Krieges und unsere Arbeitsvermittelung. 2. Verbands: und Branchenangelegenheiten. 93/11 Die Kollegen von Schebera, Lange& Gutzeit, Leuschner und Wienicke in Pankow find besonders ein: Die Ortsverwaltung. geladen. Fernspr.: Amt Norden 4518. Sonntag, den 25. Ottober, nachm. 2 1hr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, großer Saal: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht für das 3. Quartal 1914. 2. Die Arbeitslosenfürsorge der Vororte Berlins. 3. Verbandsangelegenheiten. Mitgliedsbuch oder farte legitimiert zum Eintritt. Die Mitglieder werden dringend ersucht, in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen. 44/ 6* Die Ortsverwaltung. Hamodil Pillen Gutes Aussehen, Wohlbehagen, schöner Teint stammen aus reinem Blut, guten Säften, regelmässiger Verdauung. Da fehlt es häufig! Es treten lästige und üble Folgen ein. Man sorge für eine gründliche Ausscheidung aller unverbrauchbaren Abfallprodukte( Schlacken des Körpers). Ausgezeichnet wirken Hamodil- Pillen. Sie verhindern Bildung von Darmgiften, Fäulnisstoffen und sind bei Stuhlverstopfung, Verdauungsbeschwerden, Völle. Leberleiden, Blähungen, Fettansatz. Hämorrhoiden, unreiner Haut. Gieht, Rheuma, ein zuverlässiges, mild, schmerzlos wirkendes Abführmittel, durchaus unschädlich, preiswert. Die echten Hamedil- Pillen kosten à Sch. 1 M. In den Apotheken zu haben. Versand von 2 Mark portofrei durch Borussia- Apotheke, B.- Schöneberg, Hauptstrasse 151. Ferner zu empfehlen: Hamodil- Hämorrhoidal- Zäptchen, à Sch. 2.50 M. 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R. 9999999966666666 Unferem langjährigen ersten Borfizenden 3125 Artur Preuß nebst Gemahlin zur Silberhochzeit ein kräftiges " Frei Nak". Berl. Schwimmverein Welle". 9999 Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Lichtenberg. Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Gastwirt Hermann Schön Charnweberstr. 40, verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 4 Uhr, von der Reichenhalle in Marzahn aus statt. 13/16 Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksleitung. Den Freunden der Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer ( V. a. G.) Lichtenberg II- Rummelsburg zur Nachricht, daß das Mitglied Max Reusch am 21, d. Mis. verstorben ist. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 25. Dftober, nachmittags 3 Uhr, von der LeichenHalle des alten Lichtenberger Friedhofes, Strugsteg, aus statt. 258/7 Im Auftrage der Verwaltung: Joh. Kaminski, Bevollmächtigter. Verband der Brauerei- u. Mühlenarbeiter a. verw. Berufsgenossen gur Ortsverwaltung Berlin Den Mitgliedern diene Machricht, daß der Kollege, Flaschenfellerarbeiter Hermann Lorenz Schloßbraueret Schöneberg nach schwerer Krankheit ver Storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des zweiten Gemeinde- Friedhofes der Stadt Schöneberg, Eythstraße( Blante Hölle) aus statt. Rege Beteiligung erwartet 44/9 Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Turnverein Weißensee. Nachruf. Fern von der Heimat, auf dem Echlachtfeld im Besten, ist unser lieber Turngenoffe Fritz Salomon ant 22. Auguft, in treueſter Pflichterfüllung gefallen. 186/14 Unsern Schmerz um den lebens frohen, lieben Verstorbenen werden die verstehen, die ihn gekannt haben. Ruse sanft in fremder Erde. Yerband der Fabrikarbeiter Deutschlands. Bahlstelle Grek- Berlin. Nachruf. Am 21. Dober verstarb im Allenfteiner Lazareit unser bei den Rämpfen an der Dstgrenge verwundeter Relege Martin Bieder. Ehre feinem Andenken! 87/13 Die Ortsverwaltung. Auf dem westlichen Kriegsschauplag ftarb am 7. Dftober den Heldentod für das Vaterland mein innigftgeliebter Mann, unser teurer Sobn, Bruder, Schwager und Dntel Ernst Gehrmann Brandenb. Jäger- Bataillon Mr. 3. In fiefftem Schmerze Bies an zeigt Anna Gehrmann. Berlin Brik. Fern von seinen Lieben fiel am 17. Auguft im Often unser lieber Sohn, Bruder und Bräutigam, der Grenadier 131A Otto Lüder. Ruhe sanft in weiter Ferne! Familie Otto Lüder, Jslandstr. 12. Marie Tröster, als Braut. Sciede Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplah gefallenen Genoffen! Am 24. August fiel im Besten der Genosse Hermann Urban sttot im Osten der Genosse Gruppe 54 Paul Fromm Boudigd Gruppe 52. Sozialdemokr. Wahlverein Niederbarnim. Bez. Lichtenberg. Am 5. Oftober fiel im Gefecht auf russischer Erde unser Bezirks. führer, der Schlosser Paul Schmidt. Sozialdemokratischer Wah Iverein zu Johannisthal. Deutsch.Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Folgende Mitglieder sind im Felde gefallen: 126/15 August Wiebrecht, metalarbeiter Gustav Heinrich, Grabeut Johann Callsen, Schloffer Oskar Germer, Einrichter Julius Verch, former Paul Reth, Sloffer Georg Knappe, Schloffer Karl Hartkopf, Schloffer Eduard Horst, Former Hermann Weber, Schloffer Max Pribbenow, Rohrlegerhelfer Karl Schirmer, Schloffer Alwin Metzner, Schloffer Richard Scharff, Dreher Walter Andrisch, former Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband 68/4 Bezirk Groß- Berlin. Folgende Kollegen find im Felde gefallen: Hugo Ehrke, Straßenbahner. Fritz Hückel, Geschäftsdiener. Adolf Jiter, Geschäftsdiener. Paul Lehmann, Geschäftsbiener. Willi Müller, Lagerarbeiter. Erich Springer, Droschkenchauffeur. Julius Wiehl, möbelpader. Ehre ihrem Andenken! Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Autoführer Otto Völz at 18. Ditober im Alter von 51 Jahren verstorben ist. Chre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. Oftober, nach mittags 3%, Uhr, von der Leichen Halle des Friedhofes Mariendorf, Friedenstraße, aus statt. 68/5 Die Bezirksverwaltung. Am 9. Oftober starb den Heldentod fürs Baterland in Frankreich mein innigstgeliebter, herzensguter Mann und treusorgender Vater, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Neffe und Dntel, der Landwehrmann August Wiebrecht 1. Garde Feldartillerie- Regiment, im 34. Lebensjahre. Dies zeigen an im tiefften 124A Schmerz Frau Johanna Wiebrecht geb. Petz und Kinder. Er ruhe sanft, so fern von feinen Rieben. Auf dem westlichen Stampffelbe fiel unser innig geliebter Sohn und Bruder Richard Krienke aus Biesdorf. 3016 Die tiefbetrübten Eltern und Bruder: 3. A.: Hermann Krienke. Die Bezirksverwaltung. Am 6.Dktober starb den Heldentod fürs Baterland im Osten mein innigftgeliebter, herzensguter Mann und treusorgender Vater, unfer lieber Schwiegersoon, Bruder, Schwager und Dnkel, der Wehr mann Wilhelm Jaeck im 35. Lebensjahre. Dies zeigen an im tiefsten Schmerz 10320 Frau Else Jaeck geb. Leitloff nebst Kindern. Er ruhe sanft. so fern von seinen Lieben. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, Sohnes und Bruders Paul Ohlrich sagen wir allen Teilnehmern, insbesondere dem Herrn Harndt von der freireligiösen Gemeinde, dem Gesangverein Liedertafel und Wahlverein 121A unseren herzlichsten Dant. Im Namen der Hinterbliebenen Frau Witwe Marta Ohlrich. Für die zahlreiche Beteiligung und Kranzspenden bet der Beerdigung meiner lieben Frau Elisabeth Schulz sage ich allen Beteiligten herzlichen Dant. Julius Schulz, Neukölln, Herrfurthstr. 13/14. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines geliebten Mannes sage allen Freunden und Bekannten, auch den Funktionären der 20. Abt., dem Wahlverein des 6. Kreises Bez. 787, dem Deutschen Metallarbeiterverband und den Kollegen der Abt. Spezial- Werkzeugbau der Firma Ludwig Löwe, Huttenstraße, auf diesem Wege meinen herzlichen Dank. Witwe Frau Anna König und Kinder. Frau Döring geb. König. Familie Schieck, Elbing. Meierei C. Bolle A.-G. Berlin NW. 21. Alt- Moabit 98-103 Fernsprecher: Amt Moabit 7912, 7913, 7914. Aeltester und größter milchwirtschaftlicher Großbetrieb Tagesquantum: Zirka 130000 Liter. 290 Verkaufswagen. 2500 Angestellte. Eigenes Laboratorium für Milch- Untersuchungen. Der Ruf und die Größe der Firma mit ihren zahllosen Angestellten bürgen für unverfälschte Reinheit aller Produkte. Vollmilch. 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Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neuföln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co. Berlin SW.