Nr. 294.- 31. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 ML., monatl. 1,10 m., wöchentlich 25 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Big. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post Beitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Postabonnements rehmen an: Belgien, Dänemark, Solland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Bfg.( zulässig 2 fettgedruckte Borte), jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei. Deutfchlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Dienstag, den 27. Oftober 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Mr. 151 90-151 97. Rüdzug englischer Kriegsschiffe vor deutscher Artillerie. Günstiger Gefechtsstand bei Augustow und Jwangorod. Die deutsche Hauptquartiermeldung. Gestlicher Kriegsschauplatz. Der Reichskanzler Die deutsche Luftflotte bombardiert Warschau. vorwärts") Das Reutersche Bureau meldet, daß Amsterdam, 25. Oktober.( Privattelegramm des liegerbomben in Warschau einmal 44, ein andermal 62 Menschen getötet haben. Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplatz. und die Arbeitslosen. Aus den Kreisen der Gewerkschaften erhalten wir die folgende Zuschrift: " Amtlich. Mitteilung der Obersten Heeresleitung. Großes Hauptquartier, 26. Oktober, vormittags.( W. L. B.) Westlich des Vserkanals zwischen Nieuport und Dirmuiden, welche Orte noch vom Feinde gehalten werden, griffen unsere Truppen den sich dort noch hartnäckig wehrenden Feind an. Das am Kampf sich beteiligende englische Geschwader wurde durch schweres Artilleriefeuer zum Rückzuge gezwungen. Drei Schiffe erhielten Volltreffer. Das ganze Geschwader hielt sich darauf am 25. nachmittags außer Sehweite. Bei Ypres steht der Kampf: südwestlich Ypres sowie westlich und südwestlich Lille machten unsere Truppen im Angriff gute Fortschritte. In erbittertem lautbart: 25. Oftober mittags. Auf dem nordöstlichen staaten bestrebt sein werden, den zahlungsunfähigen Ge. Häuserkampf erlitten die Engländer große Ver- und starke deutsche Kräfte in einer fast ununterbrochenen Bundesregierungen wenigstens auch empfohlen, solche Front, die sich von den Nordabfällen der östlichen Karpathen Stredite, und zwar in ergiebigem Maße, nun auch bereit über Stary Sambor, das östliche Vorgelände der Festung willig zu gewähren? Und hat er die Gemeinden aufgefordert Przemysl, den unteren San und das polnische Weichsel- oder will er ihnen noch nahelegen, schleunigst an die Einanland bis in die Gegend von Plozt erstrect, im Kampfe führung der Arbeitslosenunterstützung heranzugehen und gegen die Hauptmacht der Russen, die auch ihre kaukasischen, dazu die Staatsfredite in Anspruch zu nehmen? sibirischen und turkestanischen Truppen heranführten. Die Antwort des Reichskanzlers auf die Eingabe der beiden Vorsitzenden der Gesellschaft für Soziale Reform, Staatsminister v. Berlepsch und Professor Dr. France, die der Vorwärts" in Nr. 289 veröffentlicht hat, hat uns eine große Enttäuschung gebracht. Auch jetzt, angesichts der Folgen des Krieges für die Arbeiter, soll alles beim alten bleiben, wie früher heißt es auch jezt: nicht das Reich, sondern - die Gemeinden haben für die Arbeitslosenunterstüßung aufzukommen. Die Gemeinden aber verweisen auf die Pflicht des Staates, die Bundesstaaten wieder schieben sie dem Reich zu, und so drehen wir uns nun seit Jahrzehnten in diesem Kreise aber für die Arbeitslosen ist noch immer nichts geton. Wien, 25. Oftober.( W. T. B.) Amtlich wird verDer Reichskanzler, rechnet darauf", daß die BundesKriegsschaupla pe stehen nunmehr unsere Armeen meinden mit ihrem Kredit beizuspringen. Hat er den luste und ließen über 500 Gefangene in unseren Händen. Nördlich Arras brach ein heftiger französischer Angriff in unserem Feuer zusammen. Der Feind hatte starke Verluste. Auf dem öfflichen Kriegsschauplah schreitet unsere Offensive gegen Augustow vorwärts. Bei Jwangorod steht der Kampf günstig; eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Die Schlacht an der San und in den Karpathen. unsere Offensive über die Karpathen hat stärkere feindliche Kräfte auf sich gezogen. In Mittelgalizien, wo beide Gegner befestigte Stellungen inne haben, steht die Schlacht im all gemeinen. Südöstlich Przemysl und am unteren San er rangen unsere Truppen auch in den letzten Tagen mehrfache Erfolge. In Russisch- Polen wurden beiderseits starke Kräfte eingesetzt, die feit gestern südwestlich der Weichselstrecke Jwangorod- Warschau kämpfen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Generalmajor. -Den Arbeitslosen ist nicht damit geholfen, daß das Reich nach dem Kriege die Frage prüfen will, inwieweit es sich an der Unterſtügung beitragsschwacher Gemeinden beteiligen" will. Der überaus schwache Trost, daß das Reich nach dem Krieg vielleicht einen Zuschuß gewährt, wird nicht viele Gemeinden ermutigen, den Arbeitslosen jett idjon Unterstützung zu gewähren. Nicht erst nach dem Krieg, sondern heute und seit Wochen Der offizielle Pariser Schlachtbericht. schon ist die Not der Arbeitslosen, die nach Hilfe schreit, borBaris, 25. Oftober.( T.- 11.) Das offizielle Kriegsbulletin war schon monatelang vor dem Krieg infolge der wirtschaftbon gestern abend 11 Uhr besagt: Die Aftionen bauern unter den handen. In einzelnen Berufen, so auch in der Holzindustrie, gleichen Bedingungen wie am Vortage fort. Die Schlacht war lichen Krisis die Arbeitslosigkeit eine große. Durch den Krieg sehr heftig zwischen Nieuport und Lys. Die deutschen Streitaber ist sie ins Riesenhafte gesteigert worden. In vielen fräfte konnten die yser zwischen Nieuport und Digmuiden überStädten find die Betriebe auch heute, ein Vierteljahr nach schreiten. Im Westen und Süden von Lille wurden lebhafte Angriffe abends zurückgeschlagen. Zwischen Oise und den Argonnen Ein kleiner Bruchteil der arbeitslos Gewordenen fristet bei ist nichts zu melden, mit Ausnahme einiger leichter Fortschritte unsere qualifizierten gelernten BerufsDie Kämpfe in Galizien. O Notstandsarbeiten unserer Truppen im Nordwesten von Soissons und in der Gegend arbeiter in Wind und Wetter bei schweren Wald-, Wege- oder Wien, 26. Oktober.( W. T. V.) Der Kriegsbericht Erdarbeiten! für einen sehr niedrigen Stundenlohn ein bon Crayonne. Ueber die Lage im Osten sagt der Bericht, daß sich auf den Maashöhen ein Artilleriekampf entsponnen habe und daß erstatter, der Montags 8eitung" trauriges Dasein, die übrigen Tausende und Zehntausende die französische Artillerie die Straße Thiaucourt- Nonjardmeldet: Bei Przemyil stebt der Kampf, bei Jaroslau aber haben nichts als die geringe Unterstützung ihrer GewerkBurerulles unter Feuer hält. und Stary Sambor find Teilentscheidungen zu erschaft, mit welcher sie unter fummervollen Entbehrungen kaum warten. Von mir befragte russische Gefangene erzählen, daß die den Hunger der Kinder mit trockenem Brot stillen können. Verluste der Russen in den letzten Kämpfen sehr groß waren. Zem berg war Anfang Oktober noch ganz unbeschädigt. ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der gestrigen Auflage. Ausbruch des Krieges, immer noch vollständig geschlossen. Kanonendonner an der Küste. Courant" meldet aus Dost burg: Der Kanonendonner Rotterdam, 25. Oftober. Der„ Nieuwe Rotterdamiche Die Deutschen waren gestern noch Herren von Rousselaere. Richtung Oftende nimmt stets an Heftigkeit zu. Calais„ kein vitaler Punkt"? aus der Sonn- und Die russische Belagerungstechnik. Sollen die Gewerkschaften erst den letzten Pfennig verausgabt und die Not der Arbeitslosen erst den Gipfelpunkt, wo feiner mehr einen Ausweg sieht, erreicht haben? Näme die staatliche Hilfe nicht vielleicht au spät, wenn dieser o3eitpunkt erst herangekommen ist? borDer österreichische Korrespondent der Berlingske Tidende" er- Wir Gewerkschafter hatten die Hoffnung, daß die zählt unter anderem von Przemyjl: Ereignisse unter dem Kriegszustand wenigstens London, 25. Oktober.( W. T. B.) Der militärische Mitarbeiter Die Ruffen befolgten die von den Deutschen bei Lüttich und übergehend die Vorurteile beseitigen würden, welche find, um die Beber„ Times" schreibt: Wenn die Deutschen nach Cala is lommen, anderen Stellen geübte Tattit: Sie wollten ein Fort erobern und solange ein Hindernis gewesen tönnten in einiger Zeit unter dem Schuße der Nacht Batterien vor bann durch die dadurch entstandene Deffnung in die Verteidigungs- ftrebungen und Forderungen der organisierten Arbeiter zur bereitet und schweres Geschütz herangebracht und aufgestellt werden. linie eindringen. Man hatte sich einen Punkt an der südöstlichen Anerkennung und Erfüllung gelangen zu lassen. Auch der Diese Möglichkeit zu leugnen, hieße mur, uns eine Enttäuschung be- Front ausgesucht. Hier wurde am 5. Oktober der eigentliche Haupt- Reichskanzler, das Reichsamt des Innern und andere Rereiten. Deutsche llnterjee boote fönnten die Häfen erreichen, angriff eröffnet, während gleichzeitig auf alle Forts Scheinangriffe gierungsstellen und Behörden haben uns im Anfang mehrfach da diese Best die Art hat, zu gehen und zu kommen, wie es ihr be- vorgenommen wurden. Die Oesterreicher hatten jedoch zur rechten Anlaß gegeben zu dieser Hoffnung. Wir waren geneigt, und liebt. Es ist nicht undenkbar, daß kleine Torpedoboote mit der Zeit den Plan durchschaut und machten eine Reihe Ausfälle, durch wollen es gerne auch jezt noch sein, wieder einiges Vertrauen Eisenbahn oder auf Stanälen die Häfen erreichen.- Die, Time 8" welche die Ruffen so geschwächt wurden, daß es ihnen an Kräften zu faffen und zu glauben, daß das Reich auch für die Lage schreiben in einem Leitartikel, wenn der Kaiser jegt den Vormarsch fehlte, um ihren Vorsatz auszuführen, den sie nach 72 Stunden der Arbeiter Verständnis und Interesse hat. Dies Vertrauen würde jedoch schwinden, wenn angesichts der fichtauf Calais angeordnet habe, so seien die Gründe dafür mehr ununterbrochenen gewaltsamen Kampfes aufgeben mußten. politischer als militärischer Natur. Die Belagerungstechnik der Russen war glänzend, und sie baren Notlage der Arbeitslosen, die der Krieg geschaffen hat, Er wende Kraft liege, und nur fämpften mit bewundernsivertem Mut. Sie beibiefen besonders die Silfe des Reiches wieder verjagen sollte. felten rächten sich solche Fehler in einem Kriege nicht. Der Befig eine große Fähigkeit, Stacheldrahthindernisse zu überwinden. Wohl hat eine Reihe von Gemeinden, teilweise bekanntbon Calais laffe die Aussichten Deutschlands im wesentlichen under Offenbar hatten sie von den Japanern bei Port Arthur gelernt! lich schon vor dem Krieg, eine Arbeitslosenunterstützung beandert. Calais habe größere Bedeutung als Dftende, sei aber Ihre Ausrüstung aber schien recht mangelhaft zu sein. So hat man reits eingeführt. Aber die Zahl ist so gering, daß fie faum tein vitaler Bunti. Gs jei fein Erias für die Un- viele gefallene russische Soldaten gefunden, die keine Uniform eine Rolle spielen kann; von je hundert Gemeinden sind es möglich feit, in Frankreich oder in Stuhland vorzu- trugen, sondern nur gewöhnliche Zivilkleider. Die Artillerie wurde noch feine zehn. Der Holzarbeiter- Verband hat zum Beispiel bringen, und würde das britische Volt nicht beunruhigen, das gut bedient, hatte aber trotzdem verhältnismäßig geringe Wirkung festgestellt, daß von 820 Gemeinden in seinem Wirkungsfreis längst darauf gefaßt gewesen sei, Nordfrankreich und selbst Paris auf die stark gepanzerten Forts. In Przemysl hat während der bisher erit 70 eine Unterstügung an Arbeitsloje gewähren, bon den Deutschen besetzt zu sehen, was daraus hervorgehe, daß Sir ganzen Belagerung Ruhe geherricht. Die Kinematographen davon 20 nur in Form von Naturalien. Dabei ist, wie gejagt, John French seine Seebafis vorübergehend nach dem Golf von theater gaben Vorstellungen wie gewöhnlich, allerdings auf ausdrüd- fchon fast ein Vierteljahr seit Ausbruch des Krieges verBiscaya verlegt habe, gangen. Das beweist doch wohl, daß die Arbeitslosen auf die lichen Befehl vor leeren Bänken. Hilfe der Gemeinden vergeblich warten mußten, wollten der Ge berge wir uns allein auf sie verlassen. veranlaßien. Weber Amerika noch England wünschten, daß diese diesmal fort; es ist nicht so viel Weizen da, wie in anderen Fragen nach einem Jahrhundert der Ruhe durch einen anderen Jahren. Aber die Produktionskosten für den europäischen Krieg zur Krisis führten. Aber ein solches Ergebnis Weizen, der da ist, waren nicht teurer als in werde sicher eintreten, wenn noch viel mehr Beschlagnahmen ein- anderen Jahren. Wenn nun der Mangel an Angebot träten. ausgenutzt werden soll, um den Landwirten Sondergewinn Maritz gegen die Engländer. zu übermitteln, so ist das im Angesicht der Kriegsnot, der Prätoria, 25. Oktober.( W. T. B.) Meldung des Reuter- ungeheuren Opfer, die das Volk zu bringen hat, eine Maßfchen Bureaus. Amtlich. Bei Keimus am Dranjefluß griff na hme, die in den weitesten reisen tein Ver Oberst Maris mit seiner gesamten Streitmacht, vier Maschinen- ständnis finden wird. gewehren und acht Gefchüßen die Engländer an, die zehn Berwundete hatten. Eine Schäßung der Berlufte des Feindes ist unmöglich, da er seine Verwundeten mitnahm. Zurückgeschickte Orden. Bedenklich wird man es auch finden, daß den Mehlpreisen teine Grenze gezogen werden soll. Den lebhaftesten Widerspruch aber muß finden, daß auch die Kartoffeln weiter ohne Höchstpreise bleiben sollen. Schlimm genug, daß man schon so lange gesäumt hat! Es sollte heute wirklich nicht nötig sein, noch darauf hinzuweisen, daß ebenso, wie der Krieg eine Reichssache ist, das Reich auch für die wirtschaftlichen Folgen des Krieges, insbesondere soweit es sich um die notwendige Hilfe für die Arbeitslosen handelt, aufzukommen hat. Allein schon die moralische Wirkung auf das Heer der Arbeitslosen und auf die Gesamtheit der Arbeiter sollte den Reichskanzler und die Reichsbehörden dazu führen, allen ihren Einfluß geltend zu machen, daß die erforderlichen Maßnahmen nicht dem Ermessen der einzelnen Gemeinden überlassen bleiben, sondern durch eine einheitliche und auskömmliche Regelung von Reichs wegen der Arbeiterschaft die beruhigende Zuversicht gegeben wird, daß die Sorge um ihre nackte Existenz von der Regierung des Reiches, für dessen Verteidigung auch sie ihr Nach dem„ Manchester Courier" haben König Georg und der Man muß erwarten, daß der Bundesrat diese Gefahr Bestes hingibt, nicht als eine Neben ja dhe betrachtet wird. Prinz von Wales ihren deutschen Ritterorden zurückgeschickt. Auch noch einmal erwägt und am Mittwoch doch noch über das Die Gewerkschaften halten sich für verpflichtet, an Lord Roberts hat seinen Schwarzen Adlerorden zurückgesandt, den hinausgeht, was die bisherigen Ankündigungen besagten. die Reichsregierung das Verlangen zu stellen, durch ihm der deutsche Kaiser für seinen Oberbefehl im Krieg gegen die Die soziale Kriegsrüstung darf nicht solche Lücken aufein beschleunigtes Eingreifen ihnen die Aufrechterhaltung Buren verehrt hatte. ihrer feitherigen Arbeitslosenunterstügung, die schon viele Millionen seit Ausbruch des Krieges gekostet hat, nicht nur zu erleichtern, sondern auch durch Gewährung eines entsprechenden Zuschusses zu den gewerkschaftlichen Unter- arbeiter stügungssägen die Arbeitslofen mit ihren Familien bor dort die Bahngleise wiederherzustellen. Hunger und Kälte und vor gänzlicher Verelendung zu bewahren. Die Zeit drängt! Der Winter steht vor der Tür, mit seinen Folgen wird er die Scharen der Arbeitslosen nicht nur, sondern auch ihre Not noch gewaltig vergrößern. Eine ernſte Mahnung ist daher nur zu sehr am Blaze. W " Der Seekrieg. " " " SP Neue englische Maßregeln. mobilisiert und nach dem Kontinent geschickt worden, um Nach Reuterschen Bericht sind in England etwa 1000 StredenDie Anwerbung von Rekruten in den industriellen Zentren Schottlands ist unterbrochen worden in Anbetracht der vielen Be. stellungen, welche die Eisen- und Stahlwerte von der Regierung erhalten haben. Ein Vortrag Bernsteins. Genosse Eduard Bernstein sprach gestern in einer im großen Saale des Berliner Handwerkervereins( Sophienstraße) ein berufenen Metallarbeiterversammlung über die volks. wirtschaftlichen Folgen des Krieges. Bernstein sagte nach einem Bericht der Post":" weisen! Politische Uebersicht. Kartoffelpreise. Wie bereits mitgeteilt, hat die Regierung der Bayerischen Pfalz die Bezirksämter angewiesen, überall höchstpreise feſtaufegen. Diese Maßregel hat nun bereits hier und dort gute Wirkungen gehabt. Wie unserem Mannheimer Parteiblatt aus Dürkheim mitgeteilt wird, verlangten dort die Landwirte und Händler auf dem Wochenmarkt am Sonnabend 5 M. und 5,50 m. für den Zentner Kartoffeln; für Butter wurden Das Publikum war ob 1,50. für das Pfund verlangt. folcher Preisfestsegung empört und die Polizei mußte einfchreiten. Das Bezirksamt segte nun den Höchstpreis für Rartoffeln auf und auf 3,80 M. auf für Butter 1,15 M. feft. Jetzt war die Zeit, fich zu entrüffen, auf der Händler Seite; die Leute wollten ihre Kartoffeln verkaufen; fie und die Butter für solche Preise nicht Markt zu verlassen. Die Polizei trafen Anstalten, den ließ sich aber darauf nicht ein. Wer nicht für die festgesetzten Preise berfaufen wollte, dem wurden furzerhand die waren be flagnahmt und verkauft. Einige ganz rabiate Berkäufer mußten sogar protokolliert werden und sehen nebenbei noch ihrer Bestrafung entgegen. Die 20 Opfer der„ Emden". Eine Uebersicht über die Verluste, die der Streuzer„ Emden" der Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß die unterbrochenen englischen Handelsmarine bisher zugefügt hat, wird von den„ Times" internationalen Handelsbeziehungen nach Frieunter der Ueberschrift„ Die Opfer ber, Emden" veröffentlicht. Da densschluß sich wieder werden erneuern laffen, und ich habe nach hat die Emben"( wobei in Klammern die Tonnenzahl der auch die Hoffnung, daß der Friedensschluß in nicht allzu langer Schiffe angegeben ist) 15 englische Dampfer verfentt: Benmohr" Zeit fommen wird. In weiten Kreisen des Wolfes, bis in die ( 4806), Chillana( 5150), City of Winchester"( 6800), Clan Grant Reihen der Arbeiter hinein, wird die Annegion Belgiens ver( 3948), Clan Matheson"( 4775), Diplomat"( 7615), Jndus"( 8871), langt. So sehr ich den Sieg Deutschlands wünsche, jo halte ich Killin( 8544), King Sud( 3650), Lovat"( 6102), Bourabel"( 473), eine solche Politik für vollständig verfehlt. Lelgien besteht aus Riberia( 4147), Trabboch"( 4014), Troilus"( 7562), Tymeric" 3 Millionen Wallonen, die ausschließlich Französisch sprechen, und ( 3314); ferner wurden zwei Kohlenschiffe gelapert:„ Burest( 4350), 3% Millionen Flamländern, die trotz ihres Plattdeutsch DeutschAus Braunschweig kommt die Meldung, daß die Behörden Exford"( 4542); gekapert und freigegeben wurde Karbina"( 4657), feinde find. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß die deutsche dort die festgesezten Höchstpreise für Kartoffeln wieder aufge gefapert und später von einem britischen Kriegsschiff aufgenommen Reichsregierung diesem Annegionsverlangen nicht zustimmen wird. 5oben hätten. Das Ergebnis war, daß die Preise gewaltig wurde der Kohlendampfer" Pontogores"( 4049), gelapert und mit Ich halte es überhaupt für dringend notwendig, daß ein Frieden in die Höhe schnellten. Fahrgästen und Bemannung nach Cochin gebracht wurde der Dampfer geschlossen wird, der die Wiedererneuerung der internationalen Klagen über den Preiswucher kommen aus allen Gegenden. St. Egbert"( 5596). Jm ganzen haben also die 20 Opfer der Beziehungen zwischen den Kulturvölkern ermöglicht. Man spricht Ueberall wird als dringendste Maßnahme die Fest Emden" einen Gehalt von 92 955 Tonnen. von 30 bis 40 Milliarden Kriegstofte nentschädigung, die fezung von höchstpreisen für Startoffeln über das den Feinden auferlegt werden sollen. Einmal ist es kaum denkbar, ganze Reich hin gefordert. daß diese ungeheure Summe aufgebracht werden kann. Andererjeits aber darf nicht außer acht gelaffen werden, daß, wenn die Genf, 26. Oktober. Aus Lissabon wird gemeldet, daß anderen Kulturnationen finanziell ruiniert sind, unser gesamter der Ministerrat alle Mobilisierungspläne Ausfuhrhandel lahmgelegt ist. In diesem Falle ist aber eine sowie alle vom Kriegsminister getroffenen Vorbereitungen große Arbeitslosigkeit die unausbleibliche Folge. Wir Sozialdemogutgeheißen hat. Portugiesische Offiziere fraten haben den lebhaftesten Wunsch, daß Deutschlands Waffen den find bereits nach London abgereift, wo sie mit dem Sieg davontragen. Es wäre ein Unglück für die ganze Kultur, englischen Generalstab in Verbindung treten sollen. Außer wenn das nicht der Fall wäre. Aber froßdem halten wir unsere dem Expeditionskorps soll sofort ein Reservekorps gebildet Grundsäße aufrecht, und wir, haben den lebhaften Wunsch, daß das werden. In den bevorstehenden Sizungen der beiden Deutsche Reich beim Friedensschluß nicht als Diktator auftritt, so Kammern soll der Wunsch Englands betreffend die Beteili- daß wir den Haß und den Neid der anderen Kulturnationen er gung Portugals offiziell mitgeteilt werden. In Portugal regen. Daß das nicht geschieht, ist zweifellos der Wunsch nicht bloß herrscht Begeisterung, die Parteien seien einig, daß Portugal der deutschen Arbeiter, sondern auch der großen Mehrheit der bürsein Wort halten müsse. Die Meldung entstammt einer gerlichen Kreise, die das Bestreben haben, daß Deutschlands Handel französischen Quelle. ( Frkft. 3tg.") und Industrie und damit der deutsche Wohlstand nicht nur auf den früheren Standpunkt kommt, sondern eine noch bedeutend weitere Förderung erfährt als vor dem Kriege. Ich habe die Hoffnung, daß die deutsche Reichsregierung in dieser Weise beim Friedensschluß verfahren wird. Portugal will losschlagen. Ende der Deutschen- Verhaftungen in England. London, 25. Oktober.( W. T. B.)" Daily Chro. nicle" berichtet, die Massenverhaftungen von Kartoffelwucher in Hamburg. Wir haben gestern eine Reihe von Preisfestsetzungen aus Hamburg mitgeteilt; mußten wir dazu schon bemerken, daß manche dieser Preise durchaus nicht eben niedrig wären, so ist er gänzend hinzuzufügen, daß leider auch viele wichtige e bensmittel in der Liste fehlen. So auch besonders die Kartoffeln. Und gerade hier scheint in Hamburg die Notlage groß zu sein. In der„ Köln. 3tg." findet sich darüber eine in mannigfacher Hinsicht bemerkenswerte Zuſchrift. U. a. heißt es barin: Deutfchen feien notwendigerweise zum Stillstand ge- Die Höchstpreise vor der Tür! mei dem Großhandel diese Feſſel nicht auferlegt sei, und deſſen fommen, da die vorhandenen Militärläger nicht ausreichten und andere Vorbereitungen für die Aufnahme nicht getroffen worden seien. Zur Freilassung der Gesterreicher " Morgen, Mittwoch, wird der Bundesrat endlich über die Festsetzung der Höchstpreise Beschluß fassen. Und zwar, wie das Berliner Tageblatt" von zuständiger Seite" erfahren hat, im wesentlichen so, wie von uns bereits italienischer Nationalität. bor einigen Tagen mitgeteilt. Der Bundesrat wird für Rom, 26. Oftober.( T. U.) Ein Extrablait des„ Meffagero" oggen und Weizen Höchstpreise bestimmen; sie sollen meldet, Rußland habe auf die Bedingung der Bewachung der für Roggen indessen etwas unter dem zunächst genannten italienischen Gefangenen verzichtet, um Italien den Vorschlag Preis von 225 M. bleiben, dafür allerdings für Weizen nicht annehmbar zu machen. Es ist bisher unbestätigt, jedoch nur 240-245 M. betragen, sondern noch über die nicht unmöglich, daß der russische Botschafter Krupensti da Summe von 250 M. hinausgehen! Der gesezdurch Italien aus seiner neutralen Haltung herauszulocken liche Höchstpreis soll sich auf den Bezirk Berlin beziehen, sucht, daß er das Nationalgefühl Rußland gegenüber ver- für die übrigen Bezirke des Deutschen Reiches sollen Zupflichten will. schläge resp. Abschläge festgesezt werden; d. h. je weiter nach. Westen, um so höher wird der Preis werden, je weiter nach Osten, um so niedriger. Für spätere Monate dürften Reports bewilligt werden, die zur Deckung der Zinsen, Spesen usw. dienen sollen. England und Amerika. " London, 24. Oktober. Der Korrespondent der Morning Post" in Washington meldet, die englische Politik hinsichtlich der Konterbande fönne die herzlichen Beziehungen mit Amerika gefährden, wenn die durch die Beschlagnahme Für Mehl sollen teine Marimalsäge festgelegt werden, amerikanischer Schiffe verursachte Erregung nicht bald beseitigt wohl aber für Gerste und Kleie. Der Preis für Gerste würde. Die britische Regierung handle weder offen noch folge- wird niedriger werden als der Preis des Roggens( Sonnrichtig und erwede den Eindruck, daß fie feine bestimmte Politit abend kostete Gerste in Berlin 242 M.). Lediglich Brauhabe. Die Amerikaner nähmen übel, was sie für eine ungerecht- ger ste, das heißt Gerste, die ein bestimmtes Naturalgewicht fertigte Einmischung hielten. Viele Kreise glaubten bestimmt, überschreitet, bleibt von der gesetzlichen Festlegung der Preise England fue dies alles, um den Aufbau einer amerikanischen befreit. Die Teuerung von Kartoffeln hat hier bereits zu Not ständen in großen, aber wenig bemittelten Familien geführt. Im Kleinhandel fostete die Sorte Magnum Bonum hier vor dem Krieg und etwa 5 bis 6 Wochen später 4 Pf. das Liter, jetzt 8 Pf., 10 Pfund fosten 50 bis 60 Pf. und mehr. Nebenbei bemerkt, hat die Berteuerung in letzter Zeit auch viele andere unentbehrliche Lebensmittel ergriffen, seitdem die Behörde davon absieht, noch weiterhin Höchstpreise für den Kleinhandel festzusehen. Dieje Unterlassung ist darauf zurückzuführen, daß der Kleinhandel einhellig erklärt hatte, feine Preisbegrenzung ertragen zu können, Forderungen so hoch lauteten, daß bei den amtlich vorgeschriebe nen Höchstpreisen für den Kleinhandel keine Möglichkeit des Nußens mehr bliebe. Die Handelstammer hat sich gegen Höchst= preise für den Großhandel, die wohl in Aussicht genommen waren, ins Mittel gelegt, und so hat denn die Behörde jede Preisvorschrift fallen lassen. Es tann nicht bezweifelt werden und wird auch nicht bezweifelt, daß seitdem an gewissen Stellen eine trasse Interessenpolitit eins gesetzt hat, die auf weiten Verbraucherfreisen in dieser Zeit der allgemeinen Verdienstminderung schwer lastet und als un patriotisch und verwerflich gebrandmarkt werden muß. In der Hamburger Bürgerschaft sind diese Verhält nisse zur Sprache gefommen und teilweise scharf gekennzeichnet worden; und wenn ein Redner jenen Wucher als die Handlung ,, baterlandsloser Gefellen" bezeichnet, so hat er damit nicht jo ganz unrecht. Ein anderer Redner machte die Mitteilung, es sei ein Spetulantenbureau vorhanden, das Fühlung mit maßgebenden Kreisen habe und die Preise in die Höhe treibe. In den hiesigen amtlichen Börsen berichten der Getreidebörse wird neuerdings darauf verwiesen, daß die sogenannte erste Hand des Handels kein Getreide mehr anbiete, weil die Landwirte ihre Waren in Erwartung höherer Preise zurückbehielten. Dasselbe Verfahren wird zum Teil für die Preissteigerung der Kartoffeln ins Feld geführt; es ist aber nicht zu bezweifeln, daß der Anlaß der hohen Preise nicht nur bei den Landwirten, sondern vielleicht mehr noch bei den Handelsspekulanten liegt, die den Markt beherrschen. Es wäre sehr zu wünschen, daß den Machenschaften des hier erwähnten Spetulationsbureaus eine nähere Untersuchung zuteil würde. In jedem Fall lehrt aber auch diese Veröffentlichung wieder, wie notwendig eine schleunige allgemeine Festsetzung Handelsflotte zu verhindern. Die Erregung würde ber- Bestätigt wird wieder, daß auch Bestimmungen über die von niedrigen höchstpreisen mit Verkaufszwang schwinden, wenn die englische Regierung eine Erklärung über Vermischung des Brotes mit Kartoffelmehl für Händler wie Landwirte ist. ihre Politik abgäbe, so daß die amerikanischen Produzenten und erlassen werden sollen. Ferner sollen Vorschriften über eine Exporteure die Lage genau übersehen könnten. Je länger der die Gefahr einer wachsenden Spannung größer. gegenwärtige, höchst unbefriedigende Zustand andantere, desto mehr intensivere Ausmahlung von Weizen und Roggen zu Mehl Kein Abzug der Steuer von der Familienunterstützung. werde er in der Presse erörtert, werde die Reibung gesteigert und sowie das Verbot des Verfütterns von Brot- Der preußische Finanzminister und der Minister des Innern getreide zur Veröffentlichung fomnien. Für Kartoffeln haben einen gemeinsamen Runderlaß herausgegeben, worin Die New Yort World" schreibt: Es befinden sich nicht sind, wie abermals betont wird, einstweilen noch keine die Regierungen mit aller Entschiedenheit darauf hingewiesen viel deutsche Kriegsschiffe auf dem Ozean. Die Zahl der ameri- Höchstpreise festgesetzt worden. werden, daß Steuern unter feinen Umständen von fanischen Handelsschiffe ist nicht groß. Aber wir hören nichts Es ist erfreulich, wenn nach diesen neuesten Mitteilungen den Unterstübungen für die hilfsbedürftigen davon, daß britische Kreuzer deutsche einfangen, während fast der Roggenpreis niedriger sein wird als zuerst angenommen,& amilien bon Ariegsteilnehmern abgezogen täglich Schiffe mit amerikanischer Flagge beschlagnahmt und durch- daß auch für einige Futtermittel allem Preiswucher ein Riegel werden dürfen. In dem Erlaß heißt es: sucht werden. Die Washinton Time 3" meinen, die Be- vorgeschoben werden, und daß die Verfütterung von Brot-„ Aus einer fleinen Gemeinde ist uns eine Beschwerde zuges sorgnis der britischen Regierung vor einem deutschen Angriff auf getreide verboten werden soll. gangen, wonach die Gemeindeverwaltung die Gemeindesteuern der in den Dienst eingetretenen Mannschaften dadurch beitreiben will, England scheine jo panifartig geworden zu sein, daß Downing getreide verboten werden soll. Um so bedauerlicher, ja, ganz unverständlich ist aber, daß daß sie den Frauen und Kindern den Steuerbetrag an den ihnen Street lieber die Feindschaft der Vereinigten Staaten risfiere als amerikanische Verschiffungen dulde, die die Ausführung deut- man den Weizenpreis so hoch bemessen will. Gewiß ist auch bewilligten Familienunterstüßungen abzieht. So wenig wir an scher Pläne fördern fönnten.„ Washington Times" schreiben ferner, die Notierung für Weizen heute sehr hoch. Aber die Höchst tungen ein solches Verfahren eingeschlagen werden wird, so weisen nehmen zu sollen glauben, daß auch von anderen Gemeindeverwal bie Zeit sei ungeeignet für die Erneuerung komplizierter Fragen preise sollen doch eben dazu da sein, um den Preistreibereien mir doch allgemein darauf hin, daß die nach Maßgabe des Gesepes des Freihandels und der Schiffahrtsrechte, die den Krieg von 1812 lein Ende zu machen! Gewiß fällt eine starte Weizenzufuhr an die Familien der in den Dienst eingetretenen Mannschaften zu gewährenden Unterstübungen der Pfändung nicht unter, gehende Erwägungen angestellt habe. Hessen, Baden, Bayern, geteilt haben. Die militärpflichtigen Arbeiter haben den Winter worfen sind und deshalb auch eine Aufrechnung dieser Unter- Württemberg haben das Reichsgeseh unverändert für ihre Gebiete über am Drte ihrer bisherigen Arbeitsstelle zu verbleiben und stüßungsansprüche gegen Forderungen der Gemeinden oder Liefe- eingeführt, der größte deutsche Bundesstaat aber kommt über das dürfen die Grenze des Ortspolizeibezirks nicht ohne schriftliche rungsverbände an die Wehrmannsfamilie nicht zulässig ist. Stadium der Erwägungen nicht hinaus. Die Familienunterstützungen sind also unverkürzt zur Auszahlung zu bringen. Was die Weitererhebung der Gemeindeeinkommeneuer von Unteroffizieren und Mannschaften Genehmigung der Ortspolizeibehörde überschreiten. Ihre Arbeitgeber find, sofern sie mindestens seit Beginn des Krieges auf ihrer Arbeitsstelle beschäftigt wurden, verpflichtet, ihnen während des Staatliche Arbeitslosenfürsorge in Bayern. Winters Unterkunft und Verpflegung zu gewähren. Hierfür ist von Ueber die Fürsorge für Arbeitslose hat der bayerische den russischen Arbeitern vom 1. Dezember ab eine Entschädigung des Beurlaubtenstandes mit Einkommen von nicht mehr Minister des Innern an den Vorsitzenden des Bayerischen von 50 Pf. für den Kopf und den Tag zu bezahlen, vorbehaltlich als 3000 M. betrifft, so wird die Gemeindeeinkommensteuer auf Lohnbeträge, die sie während der Festhaltungszeit neu verdienen. Grund des Einkommensteuergesetzes nicht berührt. Ist aber Städtetages ein Schreiben gerichtet, in dem zunächst über die der Aufrechnung gegen eine etwa hinterlegte Staution oder gegen das Einkommen während des laufenden Steuerjahres infolge des Aufgaben der Gemeinden, die Hilfeleistungen durch die Versiche- Alle übrigen russischen Arbeitskräfte dürfen auf ihre Kosten über Wegfalls einer Einnahmequelle oder infolge von Er- rungsanstalten usw. gesprochen wird. Dann wendet sich der neutrales Ausland heimreisen, oder es gelten für sie, falls sie lieber eignissen, die sich als außergewöhnliche Unglüdsfälle im Sinne des Minister der unmittelbaren Staatshilfe für die in den Grenzen Deutschlands bleiben wollen, dieselben Bedingungen Hier wie für die Militärpflichtigen. Ginkommensteuergesetzes darstellen, um mehr als den fünften Teil Arbeitslosenfürsorge der Gemeinden" zu. Im Kampf gegen Rußland gefallen. Ich habe diese Frage einer eingehenden Würdigung unterJm Kampfe gegen Rußland fiel in diesen Tagen auch der stellt. Indes fehlt es zu dieser Frage wie zur bestimmten Umgrenzung der vom Staate bereitzustellenden Arbeitsgelegenheiten Königsberger Landgerichtspräsident Hugo Schubert. Er wurde noch an tatsächlichen Unterlagen. Hierzu liegen mir von den weiteren Kreisen besonders dadurch bekannt, daß er den Vorsiz im Dieser Städten noch feine bestimmten Angaben über Umfang der Ar- Königsberger Hochberratsprozeß führte. beitslosigkeit, sowie über Umfang und Kosten der Arbeitslosen- Brozeß war bekanntlich im Intereffe Rußlands eingeleitet fürsorge und das Verhältnis der Arbeitslosigkeit und der Ar- worden. beitslosenfürsorge aus Anlaß des Krieges zu Notständen und Soviel ist aber klar Abhilfemaßnahmen früherer Jahre vor. vermindert, so kann eine Herabsehung der Gemeindeeinkommen- heißt es: steuern dadurch erreicht werden, daß die Steuerpflichtigen oder soweit sie selbst durch Teilnahme an dem Kriege an der Wahrnehmung ihrer Rechte behindert sind- deren Angehörige bei dem Borsitzenden der Einkommensteuerberanlagungskommission gemäß §63 des Einkommensteuergesetzes den Antrag auf Ermäßi= gung der Staatssteuern stellen. Die Ermäßigung der Staatseinkommensteuer hat die entsprechende Ermäßi gung der Gemeindeeinkommensteuer ohne wei= feres zur Folge. Die königlichen Regierungen werden insbesondere darauf hingewiesen, daß sie Anträge auf Ermäßigung der Staatseinkommensteuern nicht deshalb ablehnen dürfen, weil die betreffenden Staatssteuerbeträge auf Grund des§ 70 Ziffer 1 des Einkommensteuergeseßes bereits außer Hebung gesezt seien." Dieser erfreuliche Erlaß wird jezt von der Regierung den Ortsbehörden zur genauen Beachtung empfohlen. Erweiterte Rückkehrerlaubnis für Ostpreußen. Der Hochverratsprozeß. ( auch nach den Septemberberichten der Arbeitsämter), daß Volfs= Sarajewo, 25. Oktober. Ueber den Verlauf der heutigen wirtschaft und Arbeitsmarkt heute im allgemeinen und im be- Sizang des Hochberratsprozesses wird noch gemeldet: sonderen für die meisten bayerischen Städte wesentlich günstiger Nach den Plaidoyers der Verteidiger und der Replik des Staatsliegen, als sie vor kurzem vielfach beurteilt wurden.(? Die anwalte erklärte der Angeklagte Cabrinovic, wenn auch Red.) Von bedrohlicher Arbeitslosigkeit durch das ganze Land fann glücklicherweise schon nach dem Aufbau der bayerischen Volks- Princip den Helden spielen wolle, so tue doch allen Anwirtschaft nicht gesprochen werden. In einzelnen In- geflagten das, was geschehen sei, ungemein leid. Sie hätten dustrieorten allerdings, deren Auslandsmarkt gesperrt oder nicht gewußt, daß der Erzherzog- Thronfolger Kinder deren Rohstoffe spärlich geworden sind, besteht eine um habe, und die Angeklagten bäten, man möge diesen Kindern mitfangreiche Arbeitslosigkeit, die auch meines Er- teilen, daß sie ihre Tat bereuen; die Kinder möchten ihnen berachtens öffentlich Abhilfe und inderung drin zeihen. Die Angeklagten seien teine Verbrecher, sie hätten sich für gend erheischt. eine Sache, die sie für gut gehalten, geopfert. Princip erklärte, in ihm sei der Gedanke des Attentats entstanden, deshalb habe er das Attentat ausgeführt; er wolle sich nicht verteidigen. Um den jezigen Stand zu erfassen und auch für die nächsten Monate einigermaßen sicherere Schlüsse zu ermöglichen, als es vor einigen Wochen tunlich war, habe ich den Distrifisverwaltungsbehörden Berichterstattung bis zum 1. November aufgetragen. Diese Berichte werden zusammen mit den Be= schlüssen der Landesversicherungsanstalten, dann mit den Erhebungen über Notstandsarbeiten die Unterlagen weiterer Maßnahmen bilden. Die Staatsregierzug wird die Frage der Arbeitslosenfürsorge dann alsbald auf solcher Grundlage umfassend und, wie ich versichern fann, wohlwollend würdigen." Die Kämpfe in Südalbanien. " Als Grenze, bis zu der die Rückkehr der ostpreußischen Flüchtlinge in die Heimat unbedenklich und die Erteilung von Freifahrtscheinen zulässig ist, war bisher die Linie festgestellt worden, die längs der Inster und Angerapp nach Löhen und von dort über Rifolaifen, Ortelsburg nach Neidenburg verläuft. Diese Grenze ist jcht mit Rücksicht auf die zurzeit günstige Kriegslage erweitert worden. Die Erteilung der Freifahrtscheine ist auf die Kreise Athen, 25. Oktober.( W. T. B.) Die Agence d'Athènes" Insterburg, Darlehmen, Angerburg, Lözen und Sensburg, die bisher nur teilweise für die Rückkehr freigegeben waren, in vollem meldet: Wie aus Janina berichtet wird, dauert der Kampf bei Umfange ausgedehnt worden. Es ist ferner auch die Rückkehr in den lissura fort. Die Streitkräfte der Albanesen übersteigen Kreis Gumbinnen freigegeben worden. Demnach werden nunmehr fünftausend Mann, die übrigens über Artillerie und Freifahrtscheine nach allen Teilen der Provinz ausgegeben mit Maschinengewehre verfügen, während die autonomen Truppen in Ausnahme der Orte in den Kreisen Pillfallen, Stallupönen, Goldap, Diese Auskunft des Ministers enthält zwar einige Ver- geringerer Zahl sind und deshalb zurücgingen; doch wurden ihnen Oletzko, Lyck und Johannisburg sowie der südlichen Teile der Kreise heizungen auf die Zukunft, aber recht wenig tatsächliche Zusiche aus Argyrokastro eilig Verstärkungen geschickt. Die Angriffe Ortelsburg und Neidenburg. Es iſt dringend erwünscht und not- rungen. Das ist sehr bedauerlich, da tatsächlich die Arbeitslosigkeit der Albanesen gegen die Grenzen von Epirus dauern wendig, daß namentlich die Beamten, Kaufleute und Handwerker, in Babern vielerorts ungewöhnlich groß ist und gerade in fort und gestalten die Lage der epirotischen Regierung sehr schwierig, die reichlich Arbeit finden, in die freigegebenen Teile der Proving Babeant Benetton Hagen, die Koſten bet gürsorge nicht mehr da die an sich geringen Hilfsquellen, über die fie verfügte, bald erzurückkehren. Auskunft über die Frage, inwiewit die einzelnen Ort- allein tragen zu können. Man darf nur hoffen, daß Preußen schöpft sind und die männliche Bevölkerung, die zur Verteidigung schaften zerstört sind, wird von den Landräten erteilt. wie die Post" anzufündigen wußte in aller Kürze mit staat- des Gebietes gezwungen ist, sich nicht mehr den friedlichen Arbeiten lichen Beihilfen für die Gemeinden vorangeht, und daß dann widmen kann, die ihr gestatten würden, die unentbehrlichen LebensBayern mit den anderen Bundesstaaten schlermigst nachfolgt, bis mittel zu gewinnen. fo bald als möglich eine Reichsarbeitslosenunterütung durchgeführt wird. Herr von Liebert Gouverneur von Lodz. Generalleutnant von Liebert, der frühere Vorfigende des inzwischen aufgelösten Reichsverbandes zur Bekämpfung der Sozial- it demokratie ist nach einer Meldung der Boss. Ztg." zum Gouverneur bon Lodz ernannt worden. " Von der Zenfur. Die Augs b. Bost z tg." bringt an der Spike ihres Blattes folgende Erklärung: Wir bedauern aufrichtig, durch unfere Veröffentlichung über Dr. Martin Luther unsere proteftantischen Mitbürger, mit denen wir in herzlichem Einvernehmen leben wollen, verlegt zu haben. Wir haben dem stellvertretenden Generalfommando die nötigen Garantien dafür geboten, daß derartige Störungen des inneren Friedens fünftig unterbleiben. Das stellvertretende Generalfommando hat daraufhin bom weiteren Vollzug der Einstellungsverfügung abgesehen. Aufgehobenes Zeitungsverbot. Wie gemeldet wird, hat das stellvertretende Generalfommando in Breslau ſeine Verfügung, durch die das Erscheinen der Schlesischen Volkszeitung bis auf weiteres ver boten wurde, wieder aufgehoben. neutrale Arbeiterverhältnisse in der rheinisch westfälischen Rüftungsindustrie. Im Gegensatz zu anderen Industrien ist natürlich die Rüstungsindustrie vollauf beschäftigt; ja, sie hat ihre Betriebe vielfach erweitert und zahlreiche neue Arbeiter eingestellt. In Rheinland und Westfalen, wo sich die Hauptwerte der deutschen Rüstungsindustrie befinden, ist denn auch die Arbeitslosigkeit unter den Metallarbeitern ſehr gering, ja, von manchen Spezialarbeitern sind kaum noch welche zu bekommen. Man darf wohl annehmen, daß die Liefe: ranten von Rüstungsmaterial jezt sehr hohe Verdienste haben. Das müßte eigentlich auch den Arbeitern zugute kommen. Diaz gestorben. London, 25. Oktober. Dem Reuterschen Bureau wird aus Meriko vomt 23. d. Mts. berichtet, der frühere Präsident Porfirio Diaz sei in Spanien gestorben. Letzte Nachrichten. Ein holländischer Protest. Amsterdam, 26. Oktober.( Privattelegramm Der Haager„ Nieuwer Courant" des„ Vorwärts".) protestiert gegen ein offenes Schreiben an Deutschlands Widerjacher, das in dem Haager Tageblatt„ Toestand", welches für die deutsche Propaganda gegründet wurde, erschien und erDie große Nachfrage nach Rüstungsmaterial hat statt dessen klärte, Deutschland müsse die stärkste Macht werden;„ wer nicht die Wirkung gehabt, daß auch zahlreiche Frauen in Werke ge- für uns ist, ist wider uns. Die Welt um uns wird zwischen tommen sind, die ihnen bis dahin verschlossen woren. Unter dem der deutschen Kultur und dem deutschen Zorn zu wählen neueingestellten Personal der großen Waffen- und Munitions- haben." Der„ Nieuwe Courant" sieht darin eine Bedrohung fabrik von Ehrhardt soll das Frauenelement sogar überwiegen. Aber der holländischen Neutralität und erklärt, das müsse ein Ende auch bei Krupp sind einige hundert Frauen herangezogen worden. Die Frauen bei Krupp arbeiten eine Stunde reniger als die nehmen. Bezeichnend ist, daß der„ Nieuwe Rotterdamsche Die Frauen bei Krupp arbeiten eine Stunde reniger als die Courant", der als Deutschenfreund in Brüssel zugelassen Männer. Wo ihre Arbeit unmittelbar Männerarbeit ersetzt, scheinen wurde, diesen Protest an der Spike des Blattes wiedergibt und Warnung vor dem Verkauf von Kriegsmaterial. sie trozdem mit ihren Leistungen durchaus nicht hinter den sonst sich somit mit ihm identifiziert. Wünschenswert wäre es, daß Amtlich wird durch das W. T. B. bekanntgegeben: üblichen zurüdzubleiben, so besonders in der Kontrolle und beim Deutschland derlei offiziell desavoniert gleich der englischen Verschiedene Wahrnehmungen in der letzten Zeit lassen es als 3ünderbau", wo es auf ein feines Gefühl in den Fingern angewiß erscheinen, daß unsere Gegner auf dem Wege über das fommt. Trozdem ist der Verdienst der Frauen be- Regierung, die eiligst neuerlich erfolgte Beleidigungen englischer Revuen gegen Holland desavonierte. Ausland versuchen, Material und Werkzeuge deutend geringer als der der Männer. Sie erhalten nur zur Anfertigung von Munition und anderem ungefähr die Hälfte des sonst üblichen Lohnes, und auch die Die Kampflage an der Kanalfüfte. Kriegsmaterial in Deutschland anzukaufen. Es läge die Prämien, die für die Männer festgesetzt waren, sinis bei ihnen auf Amsterdam, 26. Oftober.( Privattelegramm des Möglichkeit vor, daß in Deutschland. ansässige Firmen versuchen, sich die Hälfte verkürzt. Das macht für die Firma Krepp eine täg- Borwärts".)„ Telegraaf" meldet: Die Gefechtslinie Gesinnung, die solche Geschäftshäuser an den Tag legen würden, zunuze zu machen. Ganz abgesehen von der undeutschen Ii che Ersparnis von etwa 500 bis 600 Mart. Das iest über Opern- Westroosebeke- Digmuiden- Oftende. Beiderseits läge unter anderem auch ein schwerer Verstoß gegen das bie Pezahlung der Frauen besser wird, ist kaum ang pinchmen, dazu große Verluste. Strafgeich vor; denn nach§ 89 des Reichsstrafgesetzbuches ist das Angeboi zu groß. Als kürzlich die Firma Strupp durch ein Desterreichische Erfolge in Bosnien. wird mit Zuchthaus bestraft, wer vorsäglich während eines gegen Inserat 48 Frauen suchte, standen am Morgen vor der Meldestelle Wien, 26. Oktober.( W. T. B.) Amtlich wird bekannt das Deutsche Reich ausgebrochenen Krieges der feindlichen Macht etiva 3000 bis 4000 Arbeitsuchende. Diese Zahl läßt darauf Borschub leistet. schließen, wie groß doch auch in den Gegenden ver Rüstungs- gegeben: Seit dem 23. d. M. werden Erfolge unserer Armenunterstütung und öffentliche Rechte in Preußen. industrie die Arbeitslosigkeit ist, selbst wenn die eigen lichen Metallarbeiter über den Arbeitsmarkt nicht klagen können. Es wäre zu wünschen, daß die für die Rüstung ndustrie ein tische Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses u. a. auch die tommenden Aufträge den Arbeitern auch insofern sugute fämen, Ginbringung eines Gefeßentwurfs gefordert, wonach die Gewährung bag ihre 2.öhne sabon gesteigert würden. Insbesondere aber bon Unterſtüßungen zur Hebung einer augenblidlichen Notlage möchte man verlangen, daß für gleichwertige Fraipenarbeit nicht als Armenunterstützung angesehen werden darf, die den Ver- nicht eine Bezahlung stattfindet, die tief unter der der Männer steht Just staatsbürgerlicher Rechte zur Folge hat. Wie notwendig die und für späterhin allerlei Konflikte erwarten läßt. Erfüllung dieser Forderung ist, beweist der joeben ausgegebene Bericht der Gemeindefommission des Abgeord= netenhauses über den fortschrittlichen Antrag, betreffend VorIn ihrer Erklärung zum Nachtragsetat hat die sozialdemokrageht Truppen zwischen Mofro und Rogatifa gemeldet, die Operationen zur Säuberung des bosnischen Gebietes machten weitere erfreuliche Fortschritte. Der auf Veliko- Brod und Bracevica westlich von Bisegard eingeholte und gestellte Gegner wurde am 24.' abends angegriffen und nach Visegrad zurückgeworfen. Unsere Verfolgungstruppen erreichten gestern die Drina bei Visegrad, Megiepa, Gorazda und westlich davon. Somit ist Ostbosnien bis zur Drina vom Gegner vollständig gesäubert. Bei dieser Aftion erbeuteten wir zwei Geschütze und eine große Menge Infanterie- und insbeEin merkwürdiger Anschlag wird uns mitgeteilt, der sich seit sondere Artilleriemunition. Die montenegrinischen AbtciDesterreichische Arbeiter für Ostpreußen. Bekanntmachung. Die deutsche Arbeiterzentrale Berlin sucht Landwirtschaftliche Arbeiter für die Kartoffelernte in Ostpreußen.( Weibliche Personen vom 15. Lebensjahre angefangen, männlich, die nicht wehr- und landsturmpflichtig sind, sohin nicht im Alter von 19 bis 42 Jahren stehen.) westlich zurück. Gleichzeitig fanden auch im Sabe- und Drinagebiete( Matschwa) für uns erfolgreiche Kämpfe statt. Bei Ravnja und Ardenkovic gelang es unseren Truppen nach entsprechender Artillerievorbereitung trotz starker Drahthindernisse zwei hintereinander gelegene feindliche Positionen zu erobern, wobei vier Maschinengewehre und 600 Gewehre erbeutet jowie zahlreiche Gefangene gemacht wurden. Heftige Gegenangriffe der Serben brachen blutig zusammen. legung eines Gefeßentwurfs, durch den die Bestimmungen des längerer Zeit auf zahlreichen österreichischen Bahnhöfen be- lungen trennten sich von den Serben und ziehen sich südBichael Bedjie vom 15. März 1909 auf die preußischen Landes, Reichsgesetzes über die Einwirtung von Armenunterstützung auf finden soll. Da heißt es: öffentliche Rechte geseze sinngemäß übertragen werden sollen. Mit dieser Frage hat sich das Abgeordnetenhaus wiederholt beschäftigt, zuerst in der Session 1909 auf Anregung der Sozialdemokraten; zuletzt hat das Haus am 9. Dezember 1912 einstimmig die Regierung aufgefordert, einen Gefeßentwurf einzubringen, nach dem die Bestimmungen des Reichsgesches bei den Wahlen in Preußen Anwendung finden follen. Die Regierung hat diesem Verlangen des Hauses bisher noch keine Folge geleistet. Bei der Einmütigkeit aller Barteien über diese Frage hätte man wohl erwarten können, daß die Gemeinde kommission den erneuten Antrag ohne länGewährt wird freie Hin- und Rückreise, vollformen freie Station( gute fräftige Kost), ausreichender Akford- oder Tagelohn. Sofortige Anmeldungen werden im städtischen Fürsorgeamt Teschen( Oesterr. Schlesien) entgegengenommen, wo auch weitere Auskünfte erteilt werden. Italienische Kriegsschiffe in Balona. Rom, 26. Oktober.( W. T. B.) Die Agenzia Stefani" Die sich Meldenden haben sich mit Reisebescheinigungen, Sochseetorpedoboots„ Climens" in Valona eingetroffen, wo sich beDie fich Meldenden haben sich mit Reisebescheinigungen, erfährt: Gestern ist das Kriegsschiff Dandolo" in Begleitung des die von den Gemeindevorständen des Aufenthaltsortes auf Verlangen unentgeltlich ausgestellt werden, zu legitimiehen. Der erste Transport soll am Donnerstag, den 2: 2 Oktober 1914, über Oderberg abgehen. gere Debatten annehmen würde. Statt dessen hat sie fich in tiefsinnige theoretische Betrachtungen staatsrechtlicher Natur ergangen und schließlich mit der Annahme eines Antrages begnügt, der die Regierung auffordert, in Erwägung darüber einzutreten, inwieweit im Anschluß an die Bestimmungen des Reichsgesetzes betreffend die Einwirkung von Armenunterstützung auf öffentliche Rechte vom 15. März 1909 die preußischen Landesgesetze sinngemäß zu ändern sein werden. aus Oesterreich Hilfskräfte? Zu einem solchen Beschluß hätte es wahrhaftig der Ueberweisung des Antrages an eine Kommission nicht bedurft, denn die Erwägungen hätten schon längst abgeschlossen sein fönnen, zumal Es ist doch anzunehmen, daß es innerhalb der Ned hsgrenzen Arbeiter genug gibt, die bereit sind, bei„ ausreichendem ohn" und fräftiger Kost in Ditpreußen zu arbeiten. Warum hott man da Die russischen Landarbeiter in Deutschlan'. Für die Provinzen Dft und Westpreußen sind jetzt Bestiarmungen da bereits Herr v. Dallwiß als Minister des Innern im Jahre getroffen, die das Schidsal der ruistichen Landarbeiter in Deutsch 1912 erklärt hat, daß die Regierung schon seit längerer Beit ein- land ebenso regeln, wie wir seinerzeit für die Proving Sadifen mit reits die Schiffe" Agordat" und" Dardo" befanden." Dandolo" hatte Sanitätspersonal an Bord, um in Valona gemeinsam mit den Ortsbehörden eine Sanitätsstation zu errichten und die elenden Verhältnisse der geflüchteten Epiroten zu bessern. Italien hat bereits früher in Skutari und Durazzo solche Sanitätsstationen errichtet. Das Kriegsschiff„ Calabria", dem sich bald die„ Etna" zugesellen wird, beginnt bereits Kreuzfahrten an der Küste von Mittelalbanien, um die Einschmuggelung von Waffen und Munition und die Landung von Bewaffneten zu verhindern. Es hat sich in der Tat herausgestellt, daß beabsichtigt war; Bewegungen hervorzurufen, durch die die Beschlüsse der Londoner Konferenz über die Neutralität Albaniens verletzt worden wären. Gerichtszeitung. Schub ftatt Brüderie. Ipreisen. Die Angeklagten kehrten sich entschieden gegen den Ge- Jum Bekämpfung von schwerwiegender Anstedungsgefahr handele. banken, daß sie mit ihren Präparaten unfittliche Zwede verfolgten. Das Gericht fam zur freisprechung der Angeklagten. Briefkasten der Redaktion. Insbesondere tat dies der Vertreter der Berliner Hygiene G. m. b. H." in Frankfurt a. M., dem die Ankündigung des von dieser Firma vertriebenen Prophylaktikums„ Viro" zur Zaft gelegt Auf die Wichtigkeit eines hygienischen Schutzes unserer wurde. Rechtsanwalt Dr. Alsberg fonnte durch Borlegung von Soldaten vor Ansteckungsgefahren wurde in einer Verhand- Originalforrespondenzen wachweisen, daß dem Schutzmittel Viro lung, die gestern die 2. Strafkammer des Landgerichts III sowohl die Militär- als auch die Polizeibehörden das größte Interesse Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hof beschäftigte, wiederholt hingewiesen. Es handelte sich um eine zur Bekämpfung der Geschlechtsfrankheiten entgegenbringen. Unter rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am gegen mehrere Personen gerichtete Anklage wegen Verbreitung den vorgelegten Bestellungen und Verfügungen der Militärbehörde Sonnabend von 5 bis 6 lbr ftatt. Jeder für den Brieflaften be unzüchtiger Schriften usw.(§ 184 des Strafgesetzbuchs). befand sich auch ein Orignalschreiben des deutschen Kronprinzen, stimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beiIm Verlage der Deutschen Export- Revue in Charlottenburg in welchem dieser als Kamandeur der Langfuhrer Husaren eine zufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige erscheint die Deutsche Export- Revue, Spezialausgabe V. für Bestellung auf Lieferung des Schußmittels für seine Husaren Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstüde Chemie, Pharmazie, Hygiene, medizinische Bedarfsartikel und verund dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. wandte Branchen". Das in drei Sprachen erscheinende Blatt ge- Der als Sachverständige geladene Prof. Dr. Blaschke wandte 2. 5. Oberkommando in den Marken v. Steffel, Berlin, Hinter dem S. R. 84. Mit warmem Wasser, das mit etwas Salz langt zur direkten Versendung an Krankenhäuser, Apotheken, Groß- sich scharf gegen die Rechtsprechung, die dem Vertriebe von Mitteln, Bießhause 3. W. H. Darüber find uns Mitteilungen faufleute, Agenturen, Fabriken u. dgl. Das Blatt bringt eine große die die geschlechtliche Ansbackung verhüten sollen, zu Leibe gehe. Der fäure vermischt ist, ausspülen. nicht zugegangen. 23. R. 26. 1. Nur der Fachmann tann Jhnen Anzahl von Anzeigen von Fabriken und Großhändlern der ein- Sachverständige mies auch auf die ungeheure Wichtigkeit hin, welche Rat geben. 2. Fragen Sie bei der„ Wiener Arbeiter- Zeitung", schlägigen Gebiete, darunter auch solche, die von der Staatsanwalt- folche Schuhmittel gerade für die Armeeverbände haben und war Bien, Rechte Bienzeile 97, an. Ernst 6. 1. Jm Polizeischaft als unzüchtig angesehen wurden, weil sie gewisse hygienische der Ansicht, daß es sich fei solchen Ankündigungen feineswegs stets vräfidium, Alexanderplatz. 2. Erfahren Sie am fichersten auf dem Schutzmittel gegen die Gefahren geschlechtlicher Ansteckung an- lum unzüchtige Zwecke, sondern, wie dies bei" Viro" der Fall sei, Bollamt. 3. Wiener Arbeiter Zeitung", Bien, Rechte Wienzeile 97, Theater für Dienstag, 27. Oktober: Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Glaube und Heimat. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Der Zigeunerbaron. Deutsches Theater 7%, U.: Was ihr wollt. Kammerspiele 8 Uhr: Erdgeist. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: Er kommt wieder. Zwei leuchtende Punkte. Ende gut- alles gut Kleines Theater 8 Uhr: Der Hexenkessel. Gastspiel Harry Walden. Komödienhaus 8 Uhr: Das Heiratsnest. Lessing- Theater 7 U. Der junge Medardus. Lustspielhaus 84, U.: Graf Pepi. Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 8 Uhr: Genoveva. Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Johannisfeuer. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: An der Spree und am Rhein Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. 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Adlershof: vormittags 9, Uhr, im Lokale Kaul, Bismarditraße. Köpenick: vormittags 9 Uhr, im Lofale „ Stadttheater", Friedrichstraße. Reinickendorf: vormittags 9 Uhr, im Rotale von Lüning, Scharnweberstr. 37. Erkner: nachmittags 2 Uhr, im Lokale von Paul Grund, Friedrichstr. 21. Niederlehme: nachmittags 2%, Uhr, im Lokale von Koch( Restaurant„ Jägersruh"). Johannisthal: nachmittags 3 Uhr, im Polale von Gobin, Roonstr. 2. 1. Mitteilungen. 2. Stellungnahme zur Generalversammlung und Die Tagesoriaung in allen Bersammlungen ist die nachstehende: Wahl der Delegierten.- 3. Berschiedenes. Den Punkt L der Tagesordnung werden die Mitglieder der Ortsverwaltung behandeln. Für die Gruppen: Kunststeinarbeiter, Schallplattenarbeiter, Seifenarbeiter, Gummiarbeiter und Blumen- und Blätterarbeiter finden besondere Bersammlungen nicht statt und sollen die Kolleginnen und Kollegen zu den zächstgelegenen Bezirksversammlungen geben. In een Versammlungen sind die Mitgliedsbücher resp. Karten zur Aftempelung vorzulegen. Die Ortsverwaltung. Nie wiederkehrende Gelegenheit! Ich habe mich entschlossen, einen größeren Posten moderner Herren- Winter- Ulster, der für mein Engros Geschäft bestimmt war, dem Publikum im Einzelverkauf, während der Tage vom Mittwoch, den 28. d. Mts., bis inkl. Sonnabend, den 31. d. Mts., zu erstaunlich billigen Preisen abzugeben: Serie I Mark 15, Serie II Mark 17,50 Serie III Mark 20,50 Der Verkauf findet statt von 10 Uhr vorm. bis 6 Uhr abends. Der weiteste Weg ist lohnend! In diesen Tagen findet kein Engros- Verkauf statt. G. Lachotzki Königstraße 46, III. Etage. 2 Wir suchen sofort tüchtige erfahrene Dreher und Automatendreher für Cleveland- und Acme- Automaten. Offerten mit Zeugnisabschriften an: 222/ 14* Rheinische Automobil- Mannheim. Benz& Co., Rotorenfabrik A.-G. n. Motorenfabrik A, Schnüght Goldfarbe. Große Posten Pelzftolas in Stunts, alls 448* 21979 Marder, Nerz, Füchsen, früher bis Automobilführer, erfiflaffige 200, jett 20-75 Mart. 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Reg.; Garde- Jäger- Bat.; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 7; Landw.- Brig.- Ers.Bat. Nr. 9; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 10; Gren.- Reg. Nr. 11; Landw.Inf.- Regimenter Nr. 11, 12, 13; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 16; Res.- Inf.Reg. Nr. 19; Inf.- Reg. Nr. 22; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 25; Rej.Inf.- Reg. Nr. 29; Inf.- Reg. Nr. 32; Landw.- Juf.- Reg. Nr. 34; Füs.- Reg. Nr. 35; Res.- Inf.- Reg. Nr. 35; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 35; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 36; Füs.- Reg. Nr. 37; Ref- Inf.- Reg. Nr. 38; Füs.- Reg. Nr. 39; Res- Inf.- Reg. Nr. 39; Inf.- Regimenter Nr. 42, 44; Rei- Inf.- Reg. Nr. 46; Inf.- Regimenter Nr. 47, 48, 50; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 51; Inf.- Reg. Nr. 55; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 58; Inf- Regimenter Nr. 59, 62, 64, 66, 67; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 69, 74. 76; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 77; Inf.- Reg. Nr. 78; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 80; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 81; Jnf.- Reg. Nr. 91; Ref.- Inf. Reg. Nr. 94; Inf.- Regimenter Nr. 97, 98, 112, 116, 131, 149, 150, 162, 166, 167, 171; Ref.- Inf.- Reg. Mek; Landst.- Bat. Rastenburg; Reg. v. Rath; Jäger- Bat. Nr. 10; Res.- Jäger- Bat. Nr. 11. 1. Garde- Drag.- Reg.; Leib- Kür.- Reg. Nr. 1; Kür.- Reg. Nr. 4; Ref.- Drag.- Reg. Nr. 7; Drag.- Reg. Nr. 18; Res.- Hus.- Reg. Nr. 2; Sus.- Regimenter Nr. 3, 13; Ulanen- Reg. Nr. 1, Res.- llanen- Reg. Nr. 5; Königs- Ulanen- Regiment Nr. 13; Regiment Königs Jäger zu Pferde Nr. 1; 1. Landst.- Eskadron des 2. Armeekorps; 4. Landst.- Eskadron des 17. Armeekorps. Dienstag, 27. Oktober 1914. allein gewährt haben. Wir müssen aber auch mit den vorhandenen Den Verwalter Schußmann Schmidt fönnte vielleicht die ihm Mitteln rechnen, und dabei vergißt die Redaktion, daß trop des borgesezte Behörde darüber belehren, daß Ermissionstlagen gegen Sapes von 4½ Prozent die Summe der eingegangenen Beiträge Soldatenfrauen schon deshalb zu unterlassen sind, weil ja das auch auf den Kopf des Mitgliedes außerordentlich zurüdgegangen ist. Verfahren bis zur Rückkehr des Ehemannes ausgesetzt werden muß. Was nun die Hilfsarbeiterentlassungen angeht, so wollen Sie berücksichtigen, daß wir durch die notwendigen und sehr umständlichen Vom Groß- Berliner Arbeitsmarkt. Einrichtungsarbeiten außer den Beamten und Angestellten noch Die Entwickelung des Beschäftigungsgrades in Groß- Berlin über 600 Silfsarbeiter eingestellt hatten. Es bestand kein Zweifel ist nach dem soeben erschienenen 7. Wochenbericht des Statistischen darüber, daß ein großer Teil davon nur vorübergehend beschäftigt Amts der Stadt Berlin in der Woche vom 10. bis zum 17. Oftober werden konnte und spätestens nach Beendigung der Urlaubsperiode durch eine Zunahme von 946 199 auf 960 394, das ist um 14 195 zur Entlassung fommen mußte. Troßbem nun mit der Kriegser- oder 1,50 Proz. bei zusammen 231 Krankenkassen bezeichnet. flärung unsere Mitgliederzahl täglich stark zurückging und durch Die Allgemeinen Ortstrantenkassen den Erlaß des Notgesetzes die sehr umfangreichen Arbeiten in Weg- wiesen eine Zunahme um 9561 oder 1,62 Proz. auf, die Berliner fall kamen, die die Krankenversicherung der Hausgewerbetreiben- insbesondere eine solche um 6264 oder 2 roz. Noch größer als den verursachten, haben wir die Entlassungen soweit hinausge- beim männlichen Geschlecht war die Steigerung des Beschäftigungsschoben wie nur irgend möglich, und sogar ohne den Rat des Vor- grades beim weiblichen, indem das Mehr dort 6359 oder 1,21 Proz., wärts" in denjenigen Abteilungen, in denen es möglich war, längst hier 7836 oder 1,86 Proz. betrug. in geteilten Schichten arbeiten lassen. Es ist uns jedoch ganz unmöglich, die ganze Zahl der Personen auch nur in halben Schichten zu beschäftigen. Deshalb sind wir zu den von Ihnen gerügten Entlassungen gelangt, und wir haben hierbei jedem der Entlassenen noch ein Wochenentgelt von 36 M. ausbezahlt. Hochachtungsvoll Allgemeine Ortsfrankenkasse der Stadt Berlin. Der Direktor: Albert Kohn. " Zum ersten Male ist auch bei jeder der drei Landkranken= lassen eine Steigerung festzustellen, die insgesamt vorerst allerdings noch in engeren Grenzen verblieb. Peachtenswert ist es ferner, daß diesmal für jede der in dem Bericht unterschiedenen 16 Gewerbegruppen fortschreitende Entwidelung festzustellen ist. Verhältnismäßig die größte bei der Sammels gruppe der sonstigen Krankenkassen, und zwar ist sie wesentlich die Folge der Neubelebung des Beschäftigungsgrades in der Damenmäntelschneiderei, weist doch die hier in Frage kommende Die Entgegnung der Allgemeinen Ortsfrankentasse legt die Innungstrantentasse eine Zunahme um 372- darunter 334 von uns nie geleugneten Schwierigkeiten dar, unter denen die weibliche- versicherungspflichtige Perſonen auf. Im einzelnen Verwaltung arbeitet. Unseren Ausführungen lagen Tatsachen ergab sich eine Steigerung unter anderem bei der Metall- und Maschinenindustrie um 1870 oder 1,36 Proz., im Nahrungs- und 1. und 3. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 5, 6; zugrunde, die eine öffentliche Behandlung rechtfertigten und die Genußmittelgewerbe um 510 oder 2,08 Proz., bei den Waren- und Ref- Felbart.- Regimenter Nr. 14, 20, 25; Feldart.- Regimenter durch die Entgegnung der Kasse nicht beseitigt werden. Die von Kaufhäusern um 419 oder 2,42.Proz., im Druckereigewerbe um 210 Mr. 27, 30, 41, 45, 54, 61, 67, 70, 75, 80; Landw.- Feldart.- Abt. uns besprochene Anweisung an die Aerzte ist durch kein soziales oder 0,76 Proz., in der chemischen Industrie um 209 oder 1,91 des 14. Armeekorps. Interesse zu rechtfertigen. Die Tatsache, daß in Berlin die Haus- Prozent, in der Papier- und Lederindustrie um 206 oder 2,17 Proz. Fußart.- Reg. Nr. 6; Ref.- Fußart.- Reg. Nr. 7; Fußart.- Regi- gewerbetreibenden der Krankenversicherung nicht unterliegen, mag Aus den dem Bericht des Statistischen Amts gleichfalls zu entmenter Nr. 10, 13, 15, 16; Res.- Fußart.- Reg. Nr. 16; Fußart.- Reg. freilich nicht der Ortsfrankenkassenverwaltung allein zur Last fallen. nehmenden Angaben über die bei 41 Verbänden der freien Nr. 7 und 8; Bion.- Bat. Nr. 15; 1 und 2. Pionier- Bat. Nr. 16; fchen Stadtverordneten bereits im Jahre 1896 eine statutarische tober von 32 646 auf 30 730, das ist um 1916 oder 5,87 Proz. gePionier- Bataillone Nr. 1, 5; 1. und 2. Pionier- Bataillone Sie ist um so bedauerlicher, als auf Betreiben der sozialdemokratie wertschaften ermittelten Zahlen der Arbeitslosen ergibt sich, daß deren Gesamtbetrag in der Zeit vom 12. bis zum 19. OfPionier- Regimenter Nr. 29, 30, 31; 3. Feld- Pionier- Komp. des Versicherung durchgesezt war. Wie wenig sozial die plöbliche Ent- junken ist, darunter bei den Metallarbeitern um 580, bei den 10. Armeekorps. lassung der vielen Hilfsarbeiter war, zeigt ein Blid auf die§§ 622, Holzarbeitern um 412, bei den Buchbindern um 308. 623 B.G.B., die Kündigungsfristen vorsehen. Fernsprech- Abt. des 9. Armeekorps. Ref.- Art.- Munitionsfolonne Nr. 34 des 10. Reserveforps. Ref.- San- Komp. Nr. 8 des 8. Reserveforps; Res.- San.- Komp. Nr. 12 des 8. Reservekorps. Arbeiter- Bataillon Nr. 7. * Aus Groß- Berlin. Paul Köhler, eines der ältesten Parteimitglieder Friedrichshagens, ist am Sonnabend, den 24. Oktober, nach langem, schwerem Leiden gestorben. Jahrelang bekleidete Köhler das Amt des ersten Vorsitzenden im Wahlverein Friedrichshagen und suchte Keine Heimstättenpflege für Lungentuberkulose. in dieser Stellung mit Eifer und Pflichttreue die Sache der ArDie sächsische Verlustliste Nr. 39 bringt Verluste des In der letzten Sigung des Kuratoriums der Heimstätten wurde beiterklasse zu fördern. Auch in seiner Gewerkschaftsorganisation, 2. Gren.- Reg. Nr. 10; des Res.- Inf.- Reg. Nr. 101; des 3. Inf. der Rückgang des Krankenbestandes in den Heimstätten für Lungen- dem Deutschen Metallarbeiterverband, arbeitete der Verstorbene in Reg. Nr. 102; des Ref.- Inf. Reg Nr. 103; bes 5. Inf. Reg. Nr. 104; franke in Buch und Malchow zum Gegenstand der Erörterung ge- rühriger Weise. Der offene und ehrliche Charakter Köhlers, der des 6. Inf.- Reg. Nr. 105; des 7. Jnf.- Reg. Nr. 106; des Res.- Inf.Reg. Nr. 106; des Landw.- Inf.- Reg. Nr 106; des 12. Inf.- Reg. macht. Nach einem vom Nachrichtenamt vorliegenden Bericht hier in seinem ganzen Wesen wie in der reichen Tätigkeit klar zunt Nr. 177; des Nej.- Jäger- Bat. Nr. 12; der San- Kompagnien. über wurde allgemein bedauert, daß von der ungeachtet des Kriegs- Ausdruck kam, hat ihm daher auch nach seinem Tode ein ehrendes Die sächsische Verlustliste Nr. 40 bringt Verluste des zustandes beschlossenen Offenhaltung dieser beiden Heimstätten Andenken bei seinen Freunden und Bekannten gesichert. Die Be3. Inf. Reg Nr. 102; des Res.- Inf.- Reg. Nr. 102; des Rej.- Inf. namentlich seitens der Krankenkassen faum Gebrauch geerdigung des Verstorbenen findet am Mittwoch, den 28. Oktober, Reg. Nr. 103; des 5. Inf.- Reg. Nr. 104; des 6. Inf.- Reg. Nr. 103; macht wird. Während es als selbstverständlich gelten sollte, daß nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Ahornallee 48, aus statt. des Landw.- Inf.- Reg. Nr. 106; des Schüßen-( Füf.-) Reg. Nr. 108; der Kriegszustand in der Aufrechterhaltung aller Bestrebungen für des 14. Inf. Reg. Nr. 179; des 15. Jnf.- Reg. Nr. 181; des 16. Inf. die Bekämpfung der Lungentuberkulose nichts ändern dürfe, haben Die Stadtverordnetenwahlen in Neukölln Reg. Nr. 182; des 1. Jäger- Bat. Nr. 12; des Res.- Jäger- Bat. Die Berliner Krankenkassen den Standpunkt eingenommen, daß sie sind für die III. Wählerabteilung auf Sonntag, den Nr. 13; des Res.- Hus.- Reg.; der Art.- Ers.- Abt. Nr. 28; des Feldart.- Reg. Nr. 64; des 7. Feldart.- Reg. Nr. 77; des Res.- Fußart.- die Heimstättenpflege, auch wenn es sich um Lungenkranke handelt, 15. November, in der Zeit von 10-6 Uhr, für die II. Abteilung Bat. Nr. 12; des Erf.- Bat. des Fußart.- Reg. Nr. 12; der mobilen nicht eintreten lassen. Die Krankenkassen berufen sich dabei zu Un- auf Donnerstag, den 19. November, in der Zeit von 10-1 Uhr, San. Komp.; der Kriegslagarett- Abt. des 19. Armeeforps; der recht auf das Notgesetz vom 4. August 1914, das von der Kranten- und für die I. Abteilung auf Montag, den 28. November, in der Landft. Bat. des 12. Armeekorps. faffe nur verlange, daß sie die Regelleistungen" gewähre. Schon Zeit von 1-7 Uhr festgesetzt worden. Die württembergische Verluftlifte Nr. 42 bringt Berlufte des Inf.- Reg. Nr. 120; des Res.- Drag.- Reg.; der Bädereitolonne. Ortskrankenkasse der Stadt Berlin. Unter Bezugnahme auf unsere Ausführungen in den Nummern 278, 284 und 290 des„ Vorwärts" fendet uns die Allgemeine Ortsfrankenkasse der Stadt Berlin folgende Erwiderung: " " Stegliter Kriegsdarlehnskaffe. 11110 in der Arbeiterversorgung" Nr. 26 vom Jahre 1914 sei zutreffend Res.- dargelegt, daß es ein Irrtum sei, wenn man die Krankenhauspflege nicht mehr unter die Regelleistungen zählen wollte. Was aber für Auf anderem Wege als einige Vorortgemeinden will Steglit die eigentlichen Krantenhäuser gelte, gelte in höherem Maße für das Kreditbedürfnis jeiner Gewerbetreibenden und Hausbesizer die Spezialfrankenhäuser, eben die Zungenheimstätten. Denn unt befriedigen. Anstatt eine eigene Kasse mit einem bestimmten Grundanderes als um Krankenhäuser für Lungenkranke handele es sich fapital zu gründen, will die Gemeinde in die feit 1910 bestehende dabei nicht, zumal, um jeden Zweifel auszuschließen, das Heim- Stegliter Bank, G. m. b. H., eintreten. Zu diesem Zwed stättenfuratorium beschlossen habe, die beiden genannten Heim- ermächtigte die Gemeindevertretung am lezten Freitag einstimmig stätten auch mit schweren Kranten zu belegen. Der Standpunkt den Gemeindevorstand, einen dahingehenden Vertrag mit der der Krankenkassen sei um so weniger berechtigt, als die Reichs. versicherungsordnung ja ausdrüdlich die Gewährung der KrankenHauspflege dann als eine Verpflichtung der Krankenkassen ansehe, wenn die Krankheit ansteckend sei. Gerade die Fortschaffung TuberUnsere Kaffe hat im ersten Halbjahr 1914 allein für fulöser aus ihrer Umgebung sei ein dringendes Erfordernis der rantenhilfe mehr berausgabt, wie für Beiträge verein öffentlichen Gesundheitspflege. Namentlich in einer Zeit, in der nahmt wurden, so daß wir genötigt waren, Wertpapiere aus dem das Bestreben nach Erhaltung und Festigung der Volkskraft beReferbefonds zu lombardieren. In der gleichen Zeit stieg unsere sonders entwidelt sein müßte, dürften nicht Hunderte von Tuberkurankenziffer zeitweise bis zu 6 Prozent, trotzdem der allgemeine Gesundheitszustand der Bevölkerung ein günstiger war. Die Were lösen, deren Auswurf den Krankheitsstoff weitertrage und nament ordnungen von Arznei und Heilmitteln erreichten derart abnorme lich die gesunde Jugend auf das Erheblichste gefährden könne, ohne Höhen, daß es zur bringenden Pflicht wurde, auf Abhilfe zu finnen, die ihnen dringend notwendige Kur belassen werden. Das Kura um so mehr, als die außergewöhnliche Belastung der Kasse nicht etwa torium der Heimstätten war der Ueberzeugung, daß es nur eines nur auf das mit dem 1. Januar 1914 erfolgte Infrafttreten des Appells an den Gemeinsinn der Krankenkassenvorstände bedürfen 2. Buches der Reichsversicherungsordnung zurüdzuführen ist, son- wird, um hier Wandel zu schaffen. dern der Grund dafür vielmehr in dem großen Zuwachs zu suchen Stegliger Bant abzuschließen. Das Risiko der Gemeinde ist hierbei nicht größer als bei einer Neugründung. Dagegen ist es für die Gemeinde von großem Vorteil, daß sie zurzeit teine Parmittel herzugeben braucht und weder Lokalitäten noch Personal dazu bedarf. Außer dieser Vorlage beschäftigten noch einige andere Kriegsfachen" die Gemeindevertretung. So wurde auf Antrag unserer Genossen der Beschluß gefaßt, den im Felde stehenden Privatdienst verpflichteten und Arbeitern der Gemeinde für das Vierteljahr Oktober- Dezember das zuletzt bezogene Gehalt bis zur Hälfte der art weiterzuzahlen, daß mit der Reichs- und Familienunterſtüßung 90 Proz. der früheren Bezüge Auch zur Arbeitslosenunternicht wie bisher 75 Proz. nicht überschritten werden dürfen. stüßung wurde eine Aenderung beschlossen; danach soll nicht mehr der 1. August, sondern der 1. Juni als Stichtag zur Bezugsberechttgung gelten. Ferner soll der Zuschuß zur gewerkschaftlichen Arbeitslosenunterstützung nicht 50 Broz., sondern bis zu 50 Proz betragen. Auch wird jetzt in jedem Falle die Bedürftigkeit festgestellt, was bisher nicht geschah. Das Stegliger Stadtbad, das seit Ausbruch des Krieges ge schlossen war, hat nunmehr den Betrieb in allen Abteilungen wieder aufgenommen. Notstandsunterstützungen in Oranienburg. ist, den mit Beginn des Jahres die Zahl der Staffenärzte erfuhr, Ermissionsklage gegen eine Soldatenfrau-!? zum Teil durch Herren, die vorher nie eine Kassenpraxis ausge- Es scheint immer noch nicht hinreichend bekannt zu sein, daß übt hatten. Wenn nun nach Ausbruch des Krieges trok des großen Hauseigentümer oder ihre Vertreter gegen Frauen von KriegsRüdganges der Mitgliederzahl die Ziffer der erwerbsunfähig er- teilnehmern nicht nach Belieben mit Ermissionsklagen vorgehen flärten weiblichen Kranken zuerst eine weitere Steigerung erfuhr, dürfen. Eine im Hause Antwerpener Str. 48 wohnende so waren wir verpflichtet, die Aerzte darauf aufmerksam zu machen, Frau, die nach der schon am 3. August erfolgten Einberufung ihres daß die Krankenkaffen für Arbeitslosenunterstützung nicht in An- Mannes mit zwei Kindern zurückblieb, zahlte noch für September spruch genommen werden können und dürfen. Die Abnahme der die volle Wiete, für Oktober aber meinte sie nur einen fleinen In der letzten Stadtverordnetenfißung wurden auf Antrag Krantenziffer, die übrigens weitaus nicht so bedeutend ist, wie Teil zahlen zu können. Der Verwalter des Hauses, ein unserer Genossen folgende Grundsätze für die Gewährung von von Ihnen angeführt,„ auf das Drängen der Kaffe gegenüber der Schußmann Franz Schmidt, wollte sich hierauf nicht einlassen Rotstands unterstützungen während der Kriegszeit beschloffen. Aerzteschaft" zurückzuführen, erscheint um so willkürlicher in einer und machte der Frau Vorwürfe. Dabei erlaubte er sich BeDie Unterstüßung wird den bedürftigen Arbeitslosen gewährt, die seit dem 1. Juni 1914 im Orte wohnen. Die Untererfahren hat. Schreibt doch sogar ein solch einsichtsvoller, humaner arbeiterverband, etwa der folgenden Art: Erst seien die Männer ftüßung, die nicht armenrechtlichen Charakter hat, wird nur auf Arzt wie Dr. Hanauer:" In der Tat fann man sich nicht genug im Verband und lieferten ihre Beiträge ab; die hätten sie lieber Antrag gewährt, über den die Kriegskommission entscheidet. Die barüber wundern, wo mit einem Male die Kranken hingekommen alle Woche zurücklegen sollen, dann könnten sie jetzt wenigftens von den Gewerkschaften gezahlte Unterstübung find. Die Sprechstunden sowohl der praktischen wie der Spezial- etwas auseßen. Durch dieses Gerede ließ die verständige Ar- darf nicht in Anrechnung gebracht werden, ebenso sollen fleine ärzte find verödet!" beiterfrau sich nicht darin beirren, daß es Pflicht ihres Mannes ist, Sparguthaben die Bedürftigkeit nicht ausschließen. Die UnterEs ist gleichfalls unrecht, uns einen Vorwurf daraus zu mit feinen Berufsgenossen zusammenzuhalten und seiner Or- ftüßung soll betragen: a) für eine Einzelperson wöchentlich 7 M.; machen, daß wir die Merzte aufgefordert haben, Krankenhausüber- ganisation anzugehören. Der Verwalter fam später noch vor die b) bei Cheleuten für den zweiten Ehegatten 3 M., so daß ein kinderweisungen nur in bringenden Fällen auszusprechen. Dazu waren Wohnung des Mieters und erschreckte die Frau durch die Drohung, lojes Ehepaar 10 M. erhält; c) für jedes Kind unter 14 Jahren wir durch das Rundschreiben der Magistratskommission für Sani- man müsse solch Volf raussetzen", er werde sofort die Räumungs- wöchentlich 1,75 M.; jedoch wird der Höchstbetrag für eine Familie tätswesen bom 5. August d. J. direkt genötigt. Trozdem aber haben flage einreichen". Und das tat er dann auch! Am 22. Oktober auf 15 M. wöchentlich festgesetzt. Die Unterstübung kann zum Teil, pir Mittel und Wege gefunden, nach wie vor diejenigen Batienten wurde der Frau eine Klage auf Zahlung rüdständiger Miete und ein Naturalien gegeben werden. Nur diejenigen erhalten UnterGrankenhaus fürsorge zufommen zu lassen, bei denen dies nötig war. fofortige Räumung der Wohnung zugestellt. Darin behauptete der stüßung, die mindestens zwei Wochen beschäftigungslos sind. Die 3 wurden von uns seit dem 4. August d. 3. 4069 Strante an släger auch, daß die verklagte Mieterin auch andere aufhebe", Bahlungen erfolgen wöchentlich im voraus. Grundfäßlich wird Strankenhäuser und Brivatfliniten überwiesen. Ebensowenig haben feine Miete zu zahlen. Getlagt hatte der Verwalter nur gegen die Unterſtüßung abgelehnt bei solchen Personen, welche die ihnen wir den wirklich Kranken die Nährmittel beschränkt, wovon Sie die Frau, obwohl der Vertrag von beiden Eheleuten unterzeichnet nachgewiesene angemessene Arbeit nicht übernehmen wollen. Jeder ſich durch die Tatsache überzeugen wollen, daß wir seit dem ist. In der Klage forderte er für Ottober irrtümlich den vollen Unterstüßungnachsuchende hat sich auf dem städtischen Arbeitsnach15. Auguſt d. 3. 1700 Batete Tropon und über 4200 Flaschen Sae- Betrag von 25 M., während die Frau des Hauseigentümers schon weis eintragen zu lassen und hier gleichzeitig die Unterstützung au matogen und Malzertratt berabfolgt haben. vorher einen Mietnachlaß von 5 M. bewilligt haben soll. Der Haus- beantragen. fajfen Daß uns die Redaktion unter den sozial gerichteten Kranten eigentümer, ein Hauptmann Debeau, hat wohl, weil er gleichvermißt, ist um so bedauerlicher, als ihr die Möglichkeit der falls feit August im Felde steht, seinem Verwalter unbeschränkte Information sehr nahe liegt, und sie dann unter anderem hätte Vollmacht gegeben. Die Mieteschuldnerin lief aber nach Zustellung erfahren können, daß das Versicherungsamt der Stadt Berlin nicht der Ermissionsflage zu Frau Debeau, und bei ihr fand sie dann zu haben war, daß die ihm unterstellten Krankenkassen höhere eine Aufnahme, über die wir mit herzlicher Freude berichten Leistungen gewähren. Ebenso hätte sie aber auch gehört, daß ge- können. Diese Hauswirtin zeigte volles Verständnis für die Lage die Stadtverordnetenversammlung. Die Darlehen sind nach Berabe Strantenversicherung der Hausgewerbetreibenden längst ausgear- gehen des Berivalters, das ihr eigener Gatte sicherlich nicht billigen zuzahlen. beitet wurde. Wir sind uns unserer Aufgaben stets bewußt ge- werde. Tröstend versprach sie, dem Verwalter die Zurücknahme Neben der Notstandsunterstüßung fann in besonderen Fällen esen. Dafür spricht nicht nur unsere Sabung, sondern in erster der Klage aufzugeben. Sie entließ die Frau, indem sie ihr, der eine Miets beihilfe gewährt werden. Diese Beihilfe soll in Linie die riesigen Leistungen, die wir seit dem 1. Januar 1914 Mieteschuldnerin, noch ein Geschenk in barem Gelde einhändigte. der Regel nicht mehr als die Hälfte der vertraglichen Miete, jedoch Dafür An fleine Gewerbetreibende oder Haus befizer. die durch den Krieg in unverschuldete Not geraten sind, können Unterstübungen in Form von zinsfreien Darlehen gegeben werden. lleber die Gewährung derselben bis zum Betrage von 200 m. entscheidet die Kriegskommission, über höhere Summen entscheidet höchstens 20 M. monatlich betragen, und ist am Schlüsse deZ Monats an den Vermieter zu zahlen. Solange die Mietsbeihilfe gezahlt wird, darf der Vermieter von seinem Räumungsrecht leinen Gebrauch machen; ferner muß er etwaige ältere Mietsrest- sorderungen stunden. Rückstände an Mieten aus der Zeit vor dem Ausbruch des Krieges werden nicht übernommen. Auch an die Familien der Kriegsteilnehmer können Mietsbeihilfen nach den- selben Grundsätzen gewährt werden. Ferner soll allen Familien der Kriegsteilnehmer ein Kreiszuschuß von 100 Proz. zu der vom Staate gewährten Militärunterstützung gezahlt werden, auch dann, wenn der Kreis weniger bewilligt. Die hierdurch entstehenden Kosten übernimmt die Stadt. Zur augenblicklichen Deckung der Unkosten soll bei der städti- fchen Sparkasse eine Anleihe von SO 000 M. aufgenommen werden. Verhaftung dreier Ttrahenräuber. Eine unangenehme Begegnung hatte gestern ein junger Mann auf dem Polizeipräsidium. Er war beschuldigt, auf einer Bierreise einem betrunkenen Schankwirt, den er begleitete, eine goldene Uhr mit Kette im Werte von 400 M. gestohlen zu haben. Zum Verhör vorgeladen, wollt« er erst mit der Sprache nicht heraus, gab dann aber zu, daß er die Wertsachen an sich genommen habe. Er habe es aber nur getan, um den Wirt in seiner Trunkenheit vor Schaden zu bewahren und die Absicht gehabt, ihm seine Sachen wiederzugeben. Das habe er leider vergessen. Diese Ausrede schützte ihn nicht davor, daß ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet wurde, er sollte aber vorläufig auf freien Fuß gelassen werden. Als er nun das Zimmer verließ, begegnete ihm auf dem Flur ein anderer junger Mann. Dieser hatte gerade einen Raubüberfall am Stettiner Bahnhof an. gezeigt, erkannte in ihm einen der Räuber, stellte ihn und sagte ihm die Tat auf den Kopf zu. Der Beschuldigte war so verdutzt, daß er erst gar nicht ans Leugnen dachte, sofort seine Schuld einräumte und auch sein« Mittäter angab. Jetzt wurde er in Haft behalten und dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Auch die Spießgesellen wurden noch gestern beide festgenommen. Die drei hatten den jungen Mann, der sie nach dem Stettiner Bahnhof fragte, dorthin begleitet, sich erboten, ihm die Fahrkarte zu kaufen und ihm die Börse mit Inhalt geraubt, als er Mißtrauen zeigte und erklärte, daß er die Karte selbst lösen wolle. ArbeiterbildungSschule. Heute, Dienstag, findet der zweit« Vortrag des Kursus„Kriegsgeschichte" statt. Vortragender: Ernst D ä u m i g. Hörer werden noch aufgenommen. Am Mitt- woch wird der zweite Vortrag deS Zyklus:„Die wissenschaftlichen Grundlagen der modernen A rb ei t er b e w e. g u u g" gehalten. Vortragender: Hermann Duncker. Wir machen darauf aufmerksam, daß für diesen Mittwochkursus die Berechtigungskarten für einen Einführ ungs> k u r s u», die im 2. Wahlkreis im Vorverkauf abgegeben worden find, Gültigkeit haben. Ter erste Vortrag war nur vorbereitender Natur und wird zu Anfang des zweiten Abends kurz wiederholt. Schullokal: Lindenstr. 3, IV. Hof rechts, 3 Treppen. Anfang )4S Uhr. Eintrittsgeld SO Pf. für jeden Kursus. Da» nächste Boltskonzert des Philharmonischen Orchesters findet am Donnerstag, den 29. Oktober, in der Berliner UnionS- Brauerei, Hasenheide 22/31, statt. TaS Programm lautet: Ouvertüre zu„Egmont" von L. v. Beethoven, Variationen aus dem Kaiserquartett von I. Hahdn, Ungarische Rhapsodie Nr. 2 von F. Liszt, Ouvertüre zu„Tannhäuser" von R. Wagner, Kol iiidrei, für Violincello von M. Bruch(vorgetragen von Herrn PauluS Bache),„Peer Gynt", l. Suite für Orchester von Ed. Grieg: a) Morgenstimmung, b) AfeS Tod, c) AnitraS Tanz, d) In der Halle deS Bergkönigs(Die Kobolde hetzen Peer Gynt). Ouver- ture zu„Ein Sommernachtstraum" von F. Mendelssohn, Zigeuner- weisen, für Violine von P. de Sarasate(vorgetragen von dem Konzertmeister I. Thornberg), Walkürenritt von R. Wagner. �9-' Der Vorverkauf zu den Volkskonzerten findet statt: In der Zentralstelle für Volkswohlfahrt, AugSburger Str. 61, in der Ber- liner Gewerkschaftskommission, Engelufer IS, Zimmer 13, außer Sonnabends nachmittags, und in den betreffenden Konzertsälen. Die im Vorverkauf nicht untergebrachten Karten werden abends an der Kasse verkauft. Der Eintrittspreis beträgt 30 Pf. Kassen- eröffnung 7 Uhr, Beginn des Konzerts 8 Uhr. Totgequetscht. Auf der Kleinbahnstrecke Dahmsdorf-Münche- berg-Buckow geriet gestern nachmittag gegen S Uhr der 44jährige • Streckenarbeiter Paul Gallasch aus Königswusterhausen beim Ab- koppeln von Loren zwischen die Puffer zweier Loren. Es wurde ihm der Brustkorb zerquetscht. Gallasch war auf der Stelle tot. Er war verheiratet und hinterläßt Frau und drei Kinder. Führer durch die Wilmersdorfer Kriegsfürsorgeeinrichtungen. DaS städtische Nachrichtenamt Berlin-WilmerSdorf hat im Auftrage deS Magistrats einen„Führer durch die Einrichtungen zugunsten kriegsnotleidender Einwohner der Stadt Berlin-Wilmersdorf" her- ausgegeben, der auf zwölf Seiten das Wissenswerte enthält. Der „Führer" ist an alle im Interesse kriegsnotleidender Wilmersdorfer tätigen Stellen, Vereine und Einzelpersonen versandt worden. volkSknuftabende de» Verbandes der Freien Volksbühnen finden am Dienttag. den 27. Oktober, in der Aula der Luisenftädtischen Ober- realschule, Dresdener Str. IIS, am Mittwoch, den 28. Oktober, in der Aula de« Humboldt-Gymnasimu», Gartenstr. 2S, statt. DaS Pro- gramm de» erstgenannten Abends enthält Lieder für eine Sopranstimme und Klavier- und Violinvorträge. ES wirken mit: Frl. Waege und Dr. Simon. Am Mittwoch kommen gelungene und gesprochene Balladen durch Herrn Lederer-Prina und Frl. Borchardt zum Vortrag. Eintritt»« karten für 10 Pf. In den bekannten Verkaufsstellen und an der Abendkasse. Programm unentgeltlich. Genosse Ernst wird dem Anheimstellen Folge leisten. Er kann das um so leichter tun, als erfreulicherweise durch das damalige Eingreifen des Polizeipräsidenten weite bisher uninter- essierte Kreise auf die proletarische Frauenbewegung aufmerksam wurden und ihr Einverständnis durch den Eintritt in die Wahl Vereinsorganisationen bekundeten. Mus der Partei. Hera«S«it dem Fraueuwahlrecht! Mit dieser Tagesordnung hatte die Berliner Parteileitung für den Frauentag am 8. März eine Anzahl Frauenversammlungen einberufen. Der Berliner Polizeipräsident beanstandete daS Plakatieren der VerfammilungSankündigungen an den Berliner Anschlagsäulen wegen der aufreizenden Tagesordnung. Um den öffentlichen Anschlag zu ermöglichen, mutzte die Tagesordnung: „Heraus mit dem F ra uen wa h lr ech t" in„DaS Frauenwahlrecht" umgetauft werden. Genosse Eugen Ernst als Einberufer der Versammlungen erhob gegen das seiner Meinung nach unberechtigte Eingreifen deS Polizeipräsidenten Klage beim Oberverwaltungsgericht. Gestern erhielt Genosse Ernst folgenden Brief: Der Polizeipräsident. Berlin, den 22. Oktober 1914. 1 Alexanderstr. 3—6. Nachdem der gegenwärtige Krieg das deutsche Volk wie kaum je zuvor zu einer einmütigen Erhebung entflammt hat, würde eS nicht angemessen erscheinen, wenn die staatlichen oder kommu- nalen Verwaltungsbehörden minder wichtige Interessen dadurch bewnten, daß sie die in den gegenwärtigen Zeitläufen unerheblich erscheinenden Verwaltungsstreitsachen zu Ende führten. ES ist jetzt von größtem Werte, die Einheit der Nation und ihr groß- zügiges Streben ungestört zu lassen als in unbedeutenden Einzel- fachen dem Rechte zum Siege zu verhelfen oder Gefetzesüber- tretungen zu ahnden. AuS diesen Erwägungen heraus sehe ich mich veranlaßt, meine Verfügung vom März d. I., betreffend Beanstandung eines Plakat? für eine Frauenversammlung vom 8. März 1914, hier- mit zurückzunehmen. Ich stelle Ihnen nunmehr ergebenst an- heim, Ihre in dieser Sache beim Oberverwaltungsgericht an- hängig« Klage zurückzuziehen. In Vertretung. (Unterschrift.) Gewerkschaftliches. Serlin unü Umgegenü. Die Metalldrückcr klagen über die großen Preisdifferenzen, die bei den Militärarbeitern, besonders kommen Helmbestandteile in Frage, zutage getreten sind. Die Schuld daran wird zum Teil dem Umstand beigemessen, daß die gleichen Arbeiten aui verschiedene Weise hergestellt werden, teils der Tatsache, daß einzelne größere Firmen viel umfangreichere Aufträge annehmen, als sie bei den kurzen Lieferungsfristen zu bewälfigen vermögen. Diese Unter- nehmer geben dann Teile ihrer Kommissionen weiter, wollen aber dennoch an diesen Teilen der Aufträge verdienen, weshalb sie dem Zwischcnunternehmer geringere Preise zahlen und diese wiederum eine entsprechende Lohnkürzung vornehmen. Eine Versammlung der Metalldrücker beauftragte eine Kommission, das Material zu sammeln und auf die betreffenden Firmen einzuwirken. Die in den Schraubenfabriken beschäftigten Automatenein- richter und Einrichter an Einzelbänken hatten sich am Sonntag ver- sammelt, um über ihre Lohn- und Arbeitsbedingungen während der Kriegszeit zu sprechen. Nach den ungünstigen Zeiten, die diese Branche durchzumachen hatte, ist jetzt durch den Krieg eine Besse- rung eingetreten, so daß zurzeit Arbeitslosigkeit fast gar nicht zu verzeichnen ist. Trotzdem wurde erklärt, daß die Lohn- und Ar- beitSbedingungen sehr wohl in vielen Betrieben verbessert werden könnten. Die Zeit dazu sei geeignet, da das Unternehmertum auch gute Preise erhalte und an die Arbeitskraft der Arbeiter die aller höchsten Anforderungen gestellt werden. Die Brauerei- und Mühlenarbeiter und der 5rrieg. Die Brauerei- und Mühlenarbeiter hielten am Sonntag eine Generalversammlung ab, wo H o d a p p den Geschäftsbericht für das dritte Quartal erstattete. Er bemerkte, daß die Lage des Ver- bairdes als ein« günstige bezeichnet werden kann. Der Geschäfts� gang im Brauercigewerbe war zunächst nicht durch den Krieg b« einflußt. Später hat sich aber auch in diesem Gewerbe infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Kalamität ein Rückgang bemerk- bar gemacht, der eine Einschränkung der Produktion mit sich bringt. Die Verbandsleitung hat deshalb mit den Unternehmern ein Ab kommen in dem Sinne getroffen, daß Entlassungen nicht vorge nommen werden, sondern bei notwendigen Betriebseinschränkungen die Arbeiter umschichtig aussetzen sollen. Daß die bestehenden Tarifverträge innegehalten werden, ist von den Tarifinstanzen bc- stätigt worden, nur in einem Punkt gab eS Schwierigkeiten: In verschiedenen Fällen ist nach Ausbruch deS Krieges der tarifliche Urlaub nicht gewährt worden. Zwar wurde später Bezahlung für den entgangenen Urlaub angeboten, das lehnt aber der Verband ab und fordert nachträgliche Gewährung des Urlaubs. x Verein der Brauereien will in diesem Sinne auf seine Mit- glieder einwirken. Von den Berliner Mitgliedern des Verbandes stehen rund 1200 im Heere. Die Hälfte davon ist verheiratet. Den Frauen der im Felde gefallenen Mitglieder soll irach einem kürzlich gefaßten Beschluß des Hauptvorstandes ein Drittel des statutenmäßigen Sterbegeldes gewährt werden.— Obgleich durch den Mitgliederabgang zum Heere die Einnahmen erheblich ver ringert find, ist der Stand der Kasse doch ein guter. Die Lokal lasse verfügt über ein Vermögen von 63 934 Mk. Für Unter- stützungen wurden im Lauf« des dritten Quartals 17 378 Mk. aus- gegeben und zwar an Kranke 7624 Mk.. an Arbeitslose 4920 Mk., in Sterbefällen st78S Mk.. außerordentliche Unterstützung 2630 Mk., Kriegsunterstützung 418 Mk. Nachdem die Versammlung den Bericht entgegengenommen hatte, wurde beschlossen, eine Listensammlung unter den Kollegen zu veranstalten zum Zwecke einer WeihnachtSunterstützuug der Arbeitslosen und der Familien der Kriegsteilnehmer. Die Einsetzer sind, wie in ihrer Branchenversammlung am Sonntag ausgeführt wurde, von der allgemeinen Arbeitslosigkeit weniger betroffen als andere Gruppen der Holzarbeiter. Da die vor dem Kriege begonnenen Bauten auch während de? Krieges weitergeführt wurden, so gab es für Einsetzer bis jetzt noch einiger- maßen Arbeitsgelegenheit. Zahlenmäßige Angaben über den Grad der Arbeitslosigkeit der Einsetzer konnten nicht gemacht werden, doch ist anzunehmen, daß auch in diesem Berufszweigc die Be- schäftigung erheblich zurückgehen wird TaS Bestreben, die Löhne herabzusetzen, hat sich bei einzelnen Unternehmern bemerkbar ge- macht. Dagegen schreitet die Organisation natürlich ein, sobald ihr derartigc�Fälle bekannt werden. FesteS Zusammenhalten in der Organisation und rege Beteiligung an den organisatorischen Auf- gaben ist unbedingt notwendig, um eine Verschlechterung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu verhindern. Mus Znöustrie unö hanöel. Kampfmaßnahmen in England. London, 24. Oktober.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) Die Regierung hat beschlossen, ein zeitweiliges Einfuhr verbor für Zucker zu erlassen, um die indirekte Einfuhr deutschen und österreichischen Zuckers oder von Zucker auS neutralen Ländern zu verhindern, der dort durch die Einfuhr deutschen und österreichischen Zuckers frei werden könnte. DaS Einfuhrverbot wurde durch in jüngster Zeit von der Regierung vorgenommene Ankäufe ermög- licht, die es gestatten, den Preis für eine Reihe von Monaten unter dem tatsächlichen Stande zu halten. Die Arbeiterklassen beginnen Interesse an dem Kampfe gegen den deutschen Handel zu nehmen. Die vereinigten Eisen- und Stahlarbeiter haben an ihre Mitglieder Auf- rufe gerichtet, in denen sie dazu auffordern, sich des deutschen Eisen- und Stahlgeschäfts zu bemächtigen, das wie sie behaupten, auf un- fairen, hinterhältigen und ffrupellosen Methoden beruhe. In London werden deutsche und österreichische Waren aus- gestellt, die ebenso gut in England hergestellt werden könnten. Der Wirtschaftskrieg. Petersburg, 25. Oktober.(Meldung der Petersburger Tele- raphen-Agentur.) Es wird mitgeteilt, daß der Minister deS Innern einen Gesetzentwurf betreffend die Liquidation deS Grundeigentums ausarbeiten und der Entscheidung de» Ministerrats unterbreiten werde, der beabsichtige, die deutschen und österreichischen Untertanen des Rechtes zu be- rauben, unbewegliche Habe außerhalb der Städte in 25 Grenzgouvernemcnts und in den der Ostsee, dem Schwarzen und dem Azowschen Meere benachbarten Gebiete zu besitzen. Diese» Recht wird ebenfalls in bezug auf russische Staatsbürger deutscher Abstammung Beschränkt, die nach der Verkündung des deutschen Gesetzes vom 1. Juni 1870 über die doppelte Staats- angehörigkeit Eigentum erworben haben. Außerhalb der genannten Städte ist den bezeichneten Personen Miete und Pacht der Im- mobilien ebenso untersagt, wie das Recht, als Stellvertreter für einen anderen Grundstückseigentümer zu fungieren. Der Gesetz- entwurf sieht für die Liquidation eine Frist von mehreren Monaten vor._ «ÄetterauSsichten für hat mittlere Morddeutschland diS Mittwochmittag: Ueberwiegend bewölkt, im Küstengebiete geringe. weiter binnenwärt», besonders im Süden ergiebige Rcgensäll«; später un Westen beginnende langsame Aufheiterung und geringe Erwärmung. Soziales. Mietemoratorium und Mieteausfalle. Am 3. August wurde in Königsberg vom Gouverneur ein Verbot von Kündigungen von kleinen Wohnungen bis zur Größe von einer Küche und zwei Zimmern seitens des Vermieters ohne Zustimmung des Mieters erlassen. Gleichzeitig erschien ein Mo< ratorium für die Zahlung der Mieten dieser Wohnungen. Dir Ver- fügungen bezogen sich auf alle Mieter kleiner Wohnungen. Tic Verordnungen wurden am 31. August aufgehoben, dafür verbot aber am 21. September der Gouverneur den Oktoberumzug»nt> jeden späteren Umzug bis auf weiteres. Auch die zwangsweise Räumung der Mietswohnungen wurde untersagt. Nur derjenige, der trotz der vorhandenen Mittel die Miete nicht bezahlte, sollte exmittier: werden können. Die organisierten Grundbesitzer befürchteten auf Grund dieser Verfügungen hohe Mietsausfälle. Sie beschlossen sofort, die wahrend des Krieges entstehenden Mietsausfälle festzustellen, da diese Feststellung als Unterlage für Entschädigungsansprüche dienen sollte. Der Vorstand des Grundbefitzervereins hat jetzt eine Miete- ausfallstatistik herausgegeben, und eS stellt sich heraus, daß d» Ausfälle sehr gering sind, so daß die meisten Einwohner auch trotz der behördlichen Maßnahmen in den ersten Monaten des Krieges Miete bezahlt haben.'Tcrbei muß berücksichtigt werden, daß die Kommune keine besonderen Mictsunteritützungen zahlt. Nach den Ermittelungen des Vorstandes deS Königsberger Grundbesitzervereins waren bis zum 15. Oktober Mistsausfalle aus 533 Häusern angemeldet, also aus noch kaum einem Zwölsicl aller Königsberger Wohnhäuser. Für den Monat August ergwt sich aus 441 Häusern oder 1518 Wohnungen ein Ausfall vor 35 271 M., im Monat September aus 479 Häusern oder 2371 WÄ- nungen ein Ausfall von 56 635 M., in beiden Monaten zusammen also 91 906 M. Im August rühren die Ausfälle mit 24 598 M. von Militär- und mit 10 678 M. von Zivilpersonen her, im September mit 40 703 M. von Militär- und mit 15 932 M. von Zivilpersonen. Am Ausfall im August sind 1379 kleine Wohnungen(bis einscklicß- lich zwei Zimmer) und 139 größere beteiligt, im September 22-l kleine und 150 größere. Der Verlust aus den beiden ersten Kriegs- monaten beträgt für jedes der betroffenen Häuser burchschuWlw' 172 M. Das ist ein erstaunlich niedriger Ausfall, de» zum Teu auch noch nicht verloren ist. Außerdem mutz berücksichtigt werden, daß eS sich lediglich um Angaben einer Jntercssentengruppe handelt, die auf ihre Richtigkeit noch einer genaueren Nachprüfung unter- zogen werden müßten. Jedenfalls ist schon durch die Statistik des Grundbesitzervereins nachgelviesen worden, daß trotz behördlickcr Matznahmen die Verluste an Miete gering sind. DaS hindert die Grundbesitzer nicht, Entschädigungen zu fordern. Der Vorstaw des Königsbergcr Grundbesitzervereins schreibt, es müsse schlcunigll Hilfe geschaffen werden, wenn nicht viele Hausbesitzer zugrunde gehen sollen. Daß der letzte Satz eine starke Uebertreibung'!'■ dafür hat derselbe Vorstand mit seiner Statistik den besten Beweis geliefert. Kleine Nachrichten. Eine kühne Tat im Zeppelin. Durch sein heldenmütiges Verhalten zeichnete sich hei � Beschießung Antwerpens der Obermaschinist Richard L u i ck h a r d r aus W i l he l msh a aem bei Berlin aus. Luickhardt gehört der Besatzung eines Zeppeltn-LustschiffeS, das bereits an der y' fchießung der Festungen Lüttich und Namur teilgenommen und wv auch den Antwerpencr Forts wiederholt gezeigt hatte. Bei eih� dex; letzten Fahrten geriet das Luftschiff nun in die Scheinwertt der Festung, und sofort wurde au» allen Geschützen ein f"r'' bares Feuer auf den Lenkbaren eröffnet. Eine Granate explodier! in bedrohlicher Nähe des Ballons und zertrümmerte das GeruU, an dem eine der Hinteren Schrauben befestigt ist. Die l'eh�er Luftschraube neigte sich unglücklicherweise nach innen und drmU in die Gondel zu stürzen, wobei sie unfehlbar die Mannschm schwer verletzt und die Motoren beschädigt hätte. ES galt uvm während der Fahrt, hoch in der Luft, da» Gestänge abzusagen und gleichzeitig die Schraube ohne Gefahr für die Mannschafte zu beseitigen. Luickhardt meldete sich freiwillig zu der gefährlia* Aufgabe. Mit einer Metallsäg« und mit Feilen kletterte er alltzev entlang, und es gelang ihm tatsächlich, nach harter Arbeit vo fast einer halben Stunde, die Arbeit auszuführen und so weitere Manövrierfäbigkeit des„Z."-Schiffe§ zu sichern, genug mit dieser Leistung, machte sich Luickhardt auch daran, v Hülle, die auf eine größere Länge aufgerissen war und infow' dessen starken Luftwiderstand bot, zu reparieren. Auch dieK Wagnis, das bei rasender Fährt ausgeführt werden mußte, 0'' lang. Für fein« kühne Tat wurde Luickhardt das Eiserne Kre>s 1. Klasse verliehen. Erdbeben in Norditalien. Nach einem Telegramm auS Turin wurde dort MoM-0 früh 4 Uhr 43 Minuten«in heftiger Erdstoß verspürt. Nachriebü;1 aus einigen Gegenden im Norden von P i e m o n t melden, dav das Erdbeben leichten Schaden anrichtete. So wurden in G i" s veno, Rivoli, Rubiano, Avigliana, Bussolen und den Dörfern bei P i n e r o l o mehrere Häuser nicht schv'� beschädigt. In Giaveno ist ein Kind getötet und daS H"" San Michela, ein sehr altes Gebäude, stark beschädigt worden. Erdbeben wurde auch in L i g u r i e n leicht verspürt. Wie „Giornale d'Jtalia" berichtet, machte eS sich auch in Savoye� bemerkbar. parteiveranftaltungen. Treptow- Baumschnlenwea. Heute, Dienstag, abends 8'/, 1I6V eneralverfammlung de» Wahlvereins im.Gesellschastsha»�' Baumschulenftr. 78. Friedenau. Die Mitgliederversammlung des Wahlverein» fiv. morgen, Mittwoch, den 28. Oktober, abend» 8'/, Uhr pünktlich, im»Kaw Wilbelm-Aarten', Rheinftraße 65, statt. Auf der Tagesordnung siebt u-. «in Bortrag des Landtagsabgeordneten Otto vraun über:„Soziale»vi gaben während de« Kriege»'. Karlöborft. Heute, Dienstag, abends S Uhr: Mitgliedcrverlaoimsw'ls Tagesordnung: Vortrag des Genossen Weiß über:„Die Kulturnalw" und der Krieg". Wahl eines Schriftführers. Jugenöveranstaltungen. Für arbeitslos« junge Arbeiter und Arbeiterinnen findet mors� Mittwochvormittag eine Befichttgung d«S städtischen Krematoriums, Ger«? ftraße 27, statt. Treffpunkt pünttlich s U h r morgen» am Krematorium- Zrauen-�efeabenüe. Waidmannsluft. Mittwoch, den 28. d. Mi»., im„Schweizerhaus� Dianastraße: Bortrag deS Genossen Sepp Oerter über:»Land und J-'" in Belgien"._ Titzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen- Lichtenberg. Donnerstag, den 29. Oktober, abends S Uhr, im �' Haus, Möllendorfftratze. Diese Sitzungen find Iffenwch. Ich««emeindeangehiris« i? � rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. U