Nr.S97.-31. 1-I,rg. UbonncmcntS'Bcdingungen: BBonncmcntä• Vre,» pränumerando, Lierlcliäbrl. Z�o MI. monatl. l.io MI.. wöchenllich 2ö Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags» Nummer mit illustrierter Sonntags- Beilage.Die Neue Welt' 10 P'q. Post» Abonnement: 1.10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post» Zcitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutslbland und Oesterreich> Ungarn L.50 Marl, für das übrige Ausland 4 Marl pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemarl, Holland. Italien, Luxemburg. Portugal. Rumänien, Schweden und die Schweiz. erscheint täglich, Verlinev VolksblÄkk. f 5 Pfennig) Die TnfertionS'GebQlir Beträgt für die sechsgespaltene Kolonel» geile oder deren Raum so Pfg., für jut politische und gewerlschastliche Vereins» und Versaminlungs-Anzeigen SO Pfg. „tsilelne Anretgen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), icdeS weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenan» „..gen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 16 Buch. Naben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer Müllen bis b Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramm- Adresse: „S9zialiicin«l Mann wird Anfang November nach Angola geschickt werden, um das dortige Expeditions- k o r P s zu verstärken. das japanisch-rujsisihe Sünönis. Amsterdam, 29. Oktober.(T. U.) Die Gegensätze zwischen Rußland und Japan sollen, nach einer Meldung des Tokioer Blattes„Tani", endgültig beseitigt sein. Rußland habe die Zustimmung dazu gegeben, daß Japan Korea annektiert. Zwischen beiden Staaten sei ein Bündnis auf dreißig Jahre zustande gekommen. Hollanö unter üem Einfluß ües Weltkrieges. Der Führer der holländischen Sozialdemokratie, Genosse T r o e l st r a, ist in Stockholnr vom„Sozial-Demokrat" über die Zustände in seinem Baterlande interviewt worden. Er äußerte unter anderem: Holland ist dasjenige Land, das ökonomisch am schlimmsten unter dem Krieg leidet. Wir mußten sofort unser ganzes Heer und unsere ganze Flotte mobilisieren, ja, wir mußten bereits mobilisieren, ehe der Krieg begonnen hatte. Unser Land hat ja eine gefährliche Lage zwischen Teutschland im Osten und England im Westen, mit der Provinz Limburg weit unten vorge- schoben nach dem Gebiet zu, das die ersten Kriegstaten sah, mit Antwerpen ganz nahe an unserer Grenze und mit dem ganzen Kriegsschauplatz dicht vor unseren Pforten. Wir waren auch ge- zwungen, bis jetzt bereits einen Kriegskredit von lOS Millionen Gulden zu bewilligen. Unser Vorrat an Weizen und Mehl ist sehr gering. Wir sind auf das Ausland, besonders auf?l m e r i k a, angewiesen, unsere Lebensmitteleinfuhr ist durch England sehr beeinträchtigt, weil es stets befürchtet, sie geschähe auf Rechnung Deutschlands. In den Großstädten gibt es kein gewöhnliches Brotmehl mehr. Die Ge- meinlxverwaltungen bestimmen die Art, wie das Brot zu backen sei. In Amsterdam wird jetzt ein Kriegsbrot gebacken, das zu 40 Proz. aus Reis besteht, den wir glücklicherweise reichlich haben. Ueberall im Lande sind tlnterstützizngskommiss tonen begründet worden zur Linderung der Not. Die Arbeits- losigkeit ist groß, weniger aus dem Lande als in den Städten. In Rotterdam sollen 35 000 Arbeiter unbeschäftigt sein. In Amsterdam gibt es Industriezweige, in denen 60 Proz. Arbeits- lose sind. Von den 9000 organisierten Diamantarbeitern haben nur 300 Arbeit— am meisten leiden ja natürlich die Luxusindustrien unter dem Krieg. Sowohl die Regierung wie die Koumunalverwaltuugen tun alles, um die Not zu lindern. Auch die Gewerkschaften beteiligen sich an dieser Arbeit. Eine königliche Kommission wurde ernannt, zu deren Mitgliedern auch der Vorsitzende der Landorganisation gehört. Mit Bezug auf die Stellung der Sozialdemokratie zu den Maßregeln der Regierung betonte Troelstra, daß eine sozialdemo- kratischc Regierung unter den obwaltenden Umständen zum Schutze der Neutralität ganz genau so gehandelt hätte. Als Neutrale konnten sie nun wenigstens den armen belgischen Flüchtlingen helfen, wie groß die Last auch für das sich in einer so schwierigen finanziellen Lage befindliche Land sein mochte. die deutschenverfolgungen in England. London, 27. Oktober.(Meldung des Reuterschen BureauS.) Am 27. Oktober ließ der Polizeirichter von Deptford unter der Bedingung künftigen Wohlverhaltens einen Soldaten frei, der in Uniform an den gegen die Deutschen gerichteten Ausschreitungen teilgenommen hatte und von der Polizei im Schlafzimmer eines gepliindertenHaufes im Besitz eines gestohlenen Ringes und einer gestohlenen Uhr verhaftet wurde. „Daily Chronicle" kritisiert daS Urteil scharf und schreibt, e» sei fast eine direkte Ermutigung des Verbrechens. Die Militärbehörden könnte» weitere Schritte tun und hätten hoffent- lich eine bessere Vorstellung von der Ehre der Armee, als der Polizei- richter von der Ehre der Nation. Prinz Johann Sapieha ist dem Polizeirichter vor- geführt worden, da er als österreichischer Untertan nicht anzeigte, daß er einen geladenen Revolver und einen photographischen Apparat besaß. Der Fall kommt vor das Geschworenengericht. Englischer Protest gegen Mißhandlung deutscher. Das neuerdings in England beliebte schroffe Vorgehen gegen die dort noch aufhältigen Deutschen gab der englischen Kolonie in Frankfurt a. M. Anlaß zu einem Protest, den sie an Lord Roberts sandten. In dem Schreiben heißt eS: „Man gestattet uns die freie Wahl unserer Wohnungen. Wir dürfen uns frei und unbelästigt innerhalb des Stadtgebietes be- wegen, wir werden alle höflich und freundlich von allen behandelt, mit denen wir in Berührung kommen, sowohl von den Behörden als auch von der Bevölkerung. Mit dem Gefühl großen Bedauerns haben wir von Ausschreitungen in London und anderen Städten de? britischen Königreichs gegen deutsche Untertanen gelesen; wir erachten es als unsere Pflicht, die obige Talsache in der bestimmtesten Weise zur Kenntnis unserer Landsleute zu bringen mit der Bitte, den deutschen im britischen Reiche zurückgehaltenen Untertonen die- selbe freundliche Behandlung zu teil werden zu lassen, die wir hier erhalten, die einzige Behandlung, die im Einklang steht mit den Traditionen unserer Nation." Klerikaler Einfluß in Zrantreich. Die„Humanitü" polemisiert heftig gegen den überhand« nehmenden Einfluß der Klerikalen, die besonders unter den Ver« wundeten Proselyten zu werben suchen. Das Blatt verlangt, daß dem Pflegepersonal verboten werde, Angaben über das R«" ligionsbekenntnis ihrer Pflegebefohlenen zu machen. die Griechen in Albanien. Athen, 29. Oktober.(Meldung der Agence dÄthenes/ Kammer. In'Beantwortung einer Interpellation betreffend Wiederbe setzung von Argyrokastro und P r e m e t i be- stätigte der Ministerpräsident, daß griechische Truppen auf 33efehl der Regierung vorgerückt seien, und diese Bezirke wieder besetzt hätten. Der Ministerpräsident erklärte, daß das Vordringen der Truppen keine EroberungSzwecke verfolge, sondern als einfache Polizeimaßnahme zu betrachten sei, geboten durch Rück- sichten der Ddenfchlichkeit und der Sicherheit der Grenzen deS Königreichs Griechenland. Er erkenne nach wie vor die Beschlüsse der Londoner Konserenz bezüglich Albaniens an und bleibe seinen m der Rote vom 8.(21.) Februar übernommenen Verpflichtungen treu. Der Ministerpräsident verwies auf die Ereignisse, die die Regierung bewogen hätten, zur Wiederbesetzung jener Gebiete zu schreiten, die sich in Anarchie befänden und so die Durchführung deS Protokolls von Korfu umnöglich machten. Diese Ereignisse seien die Abreise des Fürsten, der europäische K o ns l i k t, der für lange Zeit die Mächte hindern werde, eine gesetzliche Ordnung in Albanien einzuführen, die bewaffneten Konflikte zwischen Albanesen und Epiroten, die die Einwohner zwange», Nordepirus zu verlassen und Griechen und teilweise auch Mufti« manen veranlaßten, nach Griechenland oder Valona zu flüchten. das Unvermögen der autonomen Regierung, die die Rückkehr der nach Valona geflüchteten Muselmanen zu gewährleisten, die von den interessierten Mächten verlangt und wegen Nichtvorhandenseins internationaler oder griechischer Truppen undurchführbar sei, öer griechischen Regierung angezeigte bevorstehende AuSIvanderung der Muselmanen aus Argyrokastro, und schließlich die von der nordepirotischen Bevölkerung von Christen sowohl wie Muselmanen an die griechische Regierung gerichtete Bitte, dorthin Truppen ZU enisenden. deren Anwesenheit die Sicherheit aller Einwohner voll« auf gewährleisten würde. Allerdings habe in der letzten Zeit dw Anlvesenheit Essad Paschas der Hoffnung Raum gegeben, öa albanische Chaos in gesetzliche Ordnung umgewandelt zu sehen, aber dies wurde einen langen Zeitraum erfordern, Inzwischen dauerte:. bie Konflikte zwischen Griechen und Albaniern fort. Unter diesen Umständen sei die Regierung der Meinung, daß sie vor den dringenden Hilferufen der Christen und Muselmanen ihr Ohr nicht länger verschließen und nicht länger teilnahmlofe Zuschauerin der Anarchie bleiben dürfe, die auch auf Griechenland überzugreifen drohe. Der Ministerpräsident erklärte schließlich, der Zweck der Wiederbesehung bestehe in der Wiederherstellung der Ordmung, der Verbürgung der Sicherheit, und der Ermöglichung der Rückkehr der Ausgewanderten, um den Anbau der Felder sicherzustellen. Schließlich solle Zeit gewonnen werden, um eine normale Durchführung der Vereinbarung von Korfu zu ermöglichen, sobald die Mächte imftande sein werden, für diese Durchführung die notwendigen Bedingungen zu schaffen. Kriegsbekanntmachungen. Gegen die schlechte Verpackung von Feldpoftsendungen. Amtlich. Berlin, 29. Oktober.( W. T. B.) Es wird vielfach darüber geklagt, daß in Feldpoft briefen( Pädchen) an ngehörige des Heeres bei der Ankunft ein Teil des Inhalts gefehlt oder auch, daß der Inhalt manchmal nicht geftimmt habe. Demgegenüber wird darauf hingewiesen, daß es sich hierbei keineswegs immer um eine Beraubung der Sendungen han delt. Die Mehrzahl der Fälle ist vielmehr auf nicht ausreichende Verpackung, auch infolge Benutzung der unzulänglichen Klammerverschlüsse zurückzuführen. Die Sendungen gingen infolgedessen unterwegs entzwei, und Gegenstände fielen dabei hergus. Bei dem nach dem Oeffnen der Postbeutel im Felde von den Post- oder Militärpersonen im Interesse der Empfänger vielfach unter nommenen Versuch, solche Sendungen richtig wieder zusammenzubekommen, können natürlich leicht auch Verwechselungen von Teilen des Inhalte unterlaufen. Zumeist lassen sich die herausgefallenen Stüde überhaupt nicht wieder unterbringen, so daß sie nach den Vorschriften für unanbringliche Gegenstände behandelt werden müssen, während sie dem Empfänger fehlen. Daß im Betriebe heimischer Postanstalten neuerdings hier und da auch Diebstähle oder Beraubungen von Feldpostwarenbriefen vorge kommen sind, ist der Postverwaltung bekannt. Es kann dies auch nicht auffällig erscheinen, da die Reichspostverwaltung bei der Mobilmachung mit einem Schlage 70 000 Stöpfe eingeschulten und bewährten Personals verlor, das zu den Fahnen ging, und dafür unerprobte beschäftigungslose Zivilpersonen als Ersatz eingestellt werden mußten. Vorkommnisse dieser Art lassen sich auch durch die besten Kontrollmaßnahmen nicht verhindern. Die Postbehörde übergibt jeden solchen Fall dem Gericht zur Aburteilung. Wenn tei der Besprechung derartiger Angelegenheiten in einem Berliner Lokalblatt fogar die Beraubung festvernagelter, verschnürter und bersiegelter Kisten auf das Konto der Feldpost gesetzt worden ist, so ergibt sich das Unrichtige eines solchen Vorgehens am besten daraus, daß die Feldpost Postpakete vorläufig nicht befördert." Reisen an die Front. zurzeit zirka 245 M. Toftet, so wird die Folge sein, daß man leichtere Gerste mit schwerer Ware vermischt, um ein Gewicht von 68 Kilogramm pro Hektoliter zu erhalten. Hier wird sich schon bald eine Abänderung der Bestimmungen als notwendig erweisen, etwa in der Art, daß nur die Gerste von der Fest legung der Höchstpreise befreit bleibt, die in Mälzereien zu Malz berarbeitet wird. * Der Arbeitslosenfürsorge in Nordhausen. ein Nordhausen. Durch die Arbeit unserer Genossen in dem zur Kriegshilfsaktion gebildeten städtischen Wohlfahrtsamt war es möglich, die Stadtverwaltung zur Fürsorge für die Arbeitslosen zu veranlassen. An Unterstützung sollen, mit Wirkung vom 1. Oktober ab, gezahlt werden für Mann und Frau in einer Familie 25 M. im Monat, für jedes Kind 4 M.; ferner ist eine Mietsentschädigung vorgesehen und freies Mittagessen aus der vom Wohlfahrtsamt eingerichteten Volksküche. Aus verschiedenen Orten kommen noch Nachrichten über ein Von den getverkschaftlichen Unterstüßungen bleiben bei VerVorgehen der kommunalen Behörden gegen die heirateten 3 M. die Woche außer Anrechnung. Den übrigen wird Schwierigkeit der Beschaffung von Nahrungsmitteln, das zwar vor die Unterstützung zur Hälfte auf die oben genannten Säge in Andie Beschlüsse des Bundesrats fällt, aber doch auch jetzt noch Berechnung gebracht. deutung hat. So beschlossen auf Anregung der sozialdemokratischen Eröffnung der bulgarischen Kammer. Fraktion die Stadtverordneten Kiels einstimmig, den Magistrat Sofia 29. Oktober.( Meldung der Agence Bulgare.) zu ersuchen, er möge auf eine Festseßung von Höchstpreisen in erster Linie für Getreide, Mehl, Grüßwaren, Hülsen Ministerpräsident Radoslawow bat gestern die Sobranje früchte und Kartoffeln mit größter Beschleunigung" hin- im Namen des Königs mit einer Thronrede eröffnet, in der es wirken und für eine allgemeine amtliche Ermittelung über die vor- heißt: Das bulgarische Volk und meine Regierung haben, nachdem handenen Vorräte eintreten. In Dessau wurde schon vor der sie im vergangenen Jahre aus einem langen und erschöpfenden Veröffentlichung der Bundesratsbeschlüsse die Herstellung eines Kriege, der mit Selbstverleugnung ohnegleichen durchgehalten wurde. „ Kriegsbrots" in die Wege geleitet. Die" Frankf. 3tg." meldet hervorgegangen find, von neuem alle ihre Bemühungen darauf gedarüber: In Befolgung der von sachverständiger Seite erteilten richtet, die Wunden der jüngsten Vergangenheit zu heilen, Ratschläge machten zunächst Stadt und Kreis Dessau Versuche die nationale Macht wiederherzustellen und mit der Beimischung von Kartoffeln zum Roggen des Wohlstandes im Lande zu schaffen. Unsere gemeinsame friedliche brot. Das mit Kartoffelmehl vermischte Brot zeigte jedoch mancher. Arbeit wurde durch den Ausbruch des größten und schrecklichsten lei Mängel. Dagegen hatte das Brot, dem ein Prozentjag von ge- Krieges, den die Geschichte bisher kennt, unterbrochen. Angesichts tochten Kartoffeln zugesetzt wurde, nicht nur einen ausgezeichneten dieses Kampfes zwischen den großen europäischen Nationen, war Geschmack, sondern auch eine gute Haltbarkeit. Es wurde deshalb meine Regierung der Ansicht, daß ihre Pflicht gegenüber der Nation einstimmig die Einführung dieses Kriegsbrotes" beschlossen. Der und gegenüber deren Geschicken in der Zukunft ihr gebiete, die Magistrat hat sich an alle Bäckermeister gewandt, sie möchten solches Brot backen. Die Polizei achtet darauf, daß nicht mehr als 25 Broz. Kartoffeln zugesetzt werden. Wesentlich ist auch, daß ein fog. 50- Pfennigbrot mit Kartoffelzusaz nur 45 Pf. kostet. Eine amtliche Meldung aus Berlin vom 29. Oftober besagt: In der heutigen Sibung des Bundesrats wurde der Bekannt machung betreffend statistische Aufnahmen von Getreide usw. die Bustimmung erteilt. Politische Uebersicht. ,, Vergeltungs"- Maßnahmen? Bürgerliche Blätter melden: Wie verlautet, haben nunmehr neue Quellen Neutralität genau und loyal zu beobachten, wie es den internationalen Erforderniffen und Vorschriften, sowie den Intereson des Vaterlandes entspricht. Dank dieser Haltung hält die Regierung ihre guten und freundschaftlichen Beziehungen zu allen Großmächten aufrecht und es gelang ihr, unseren Beziehungen zu faft allen unseren Nachbarn größeres Bertrauen zu verleihen, das nach der Krise des vergangenen Jahres und inmitten der Ereignisse, die heute auf ganz Europa lasten, so notwendig ist. Aus der Partei. Die Humanité" über den vorgeschlagenen internationalen Sozialistenkongreß. In der Humanité" vom 19. Oftober nimmt Jean Longuet die deutschen Bundesregierungen Vergeltungsmaßregeln gegen das au dem Vorschlage unserer amerikanischen Genossen auf Einberufung feindliche Ausland als Erwiderung der gegen deutsche Staats- eines internationalen sozialistischen Friedenskongresses Stellung. angehörige und ihr Privateigentum beliebten Verfolgungen in Aus- Longuet erkennt den guten Willen unserer amerikanischen Genossen an, hält ihre Initiative aber für verfrüht. Longuet meint, was ficht genommen. Eine entsprechende Vorlage wird dem Bundesrat sollen unter den jezigen Verhältnissen Unterhandlungen über den demnächst zugehen. Frieden, nachdem so viel Blut geflossen und so viel Tränen vergossen Berlin, 29. Oktober.( W. T. B.) Nach Mitteilung des OberEs wird abzuwarten sein, worin die geplanten Vergeltungs- sind und kein entscheidendes Resultat vorliegt? Erst müsse eine fommandos in den Marken stellt Ausweise an Privatmaßregeln bestehen sollen. Im Interesse der Behandlung der Entscheidung herbeigeführt werden. Der Krieg miffe zur Erhaltung perfonen zu Reisen an die Front oder nach den durch im Auslande lebenden Deutschen möchten wir aber hoffen, daß des republikanischen Frankreich und zur Schaffung eines neuen beutsche Truppen besetzten feindlichen Landesteilen für den Landes- nichts beschlossen wird, was friedliche und schuldlose, was friedliche und schuldlose, in Europa noch fortgefegt werden. Longuet schließt: Erst nachher polizeibezirk Berlin das stellvertretende Generalfommando Deutschland befindliche Angehörige der fremden fremden Staaten in wird man von einer gemeinsamen Aftion der Sozialisten aller des Gardekorps und für die übrigen Bezirke der Proving ihren bisherigen Rechten und Freiheiten fränken würde. So sehr Bänder, um die endgültigen Grundlagen des internationalen Friedens Brandenburg das stellvertretende Generalfommando des III. Armee alle Mißhandlungen Deutscher im Auslande, wo sie vorgekommen festzustellen, reden können. Dann wird der internationale Sozialismus Auskunft über österreichische Gefangene. torps aus. Die österreichisch ungarische Botschaft teilt folgendes mit: find, berurteilt werden müssen, scheint es doch nicht angebracht, andere, die an dieser schlechten Behandlung unschuldig sind, dafür büßen zu lassen. „ Feste Preise". feine Stimme hören lassen." Aus Industrie und Handel. In der legten Zeit häufen sich die Anfragen bei der österreichischungarischen Botschaft bezüglich des Aufenthaltes von Angehörigen der östereichisch ungarischen Armee sowie von Ber Breise. Es verpflichtet die Händler, an die es liefert, aufs über das verflossene Geschäftsjahr Bericht erstattet. Nach Abzug wundeten ist nicht in der Lage, irgendeine Auskunft diesbezüglich zu erteilen. Anfragen sind zu richten an das Auskunftsbureau des Roten Kreuzes ien VI, Dreihufeifengasse 4, beziehungsweise in Budapest IV, Vaczy utcza 38. leber Sriegsgefangene erteilt das Striegsgefangenen- Bureau vom Roten Kreuz Wien I, Jasomirgottstr. 6, Auskunft. Die Maßnahmen im Interesse der Volksernährung. Der Reichsanzeiger" vom 29. Cftober enthält nunmehr auch bie Veröffentlichung der am Mittwoch noch nicht übermittelten Werordnungen des Bundesrats über die Maßnahmen zur ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln. Die Hauptbestimmung über das Enteignungsrecht" des Staates lautet: Sotveit für den Großhandel Höchstpreise festgesekt sind, ist der Besizer solcher Gegenstände verpflichtet, sie der zuständigen Behörde auf ihre Aufforderung zu überlassen; Landwirten find die zur Fortführung ihrer Wirtschaft erforderlichen Mengen an Getreide und Futtermitteln zu belassen. Der Uebernahmepreis wird unter Berücksichtigung des Höchstpreises sowie der Güte und Vertvertbarkeit der Gegenstände von der höheren Verwaltungsbehörde nach Anhörung von Sachverständigen endgültig festgesetzt. Soweit für den Kleinhandel Höchstpreise festgesetzt sind, und ein Besiber sich weigert, troß Aufforderung der zuständigen Be hörde, solche Gegenstände zu den festgesezten Höchstpreisen zu berkaufen, fann die zuständige Behörde die Gegenstände, die für den eigenen Bedarf des Bejizers nicht nötig sind, übernehmen und auf seine Rechnung und Kosten zu den festgesetzten Höchstpreisen verkaufen. Unter den Paragraphen, welche die Beimischung anderer Substanzen zum Mehl regeln, dürfte der folgende besonderes Interesse verdienen: Roggenbrot darf in den Verkehr nur gebracht werden, wenn zur Bereitung auch Kartoffel verwendet ist. Der Kartoffelgehalt muß bei Verwendung von Kartoffelfloden, Kartoffelwalamehl oder Startoffelstärkemehl mindestens fünf Gewichtsteile auf fünfundneunzig Gewichtsteile Roggenmehl betragen. Roggenbrot, zu deffen Bereitung mehr Gewichtsteile Startoffel verwendet sind, muß mit dem Buchstaben K bezeichnet werden. Beträgt der Kartoffelgehalt mehr als zwanzig Gewichtsteile, fo muß dem Buchstaben K die Zahl der Gewichtsteile in arabischen Ziffern hinzugefügt werden. Werden gequeischte oder geriebene Kartoffeln verwendet, so entsprechen vier Gewichtsteile einem Gewichtsteil Kartoffelfloden, Kartoffelpalamehl oder Kartoffeljtärkemehl. Außerdem wird hier bestimmt, daß Bäder und Brotverkäufer einen Abdrud dieser Verordnung in ihren Verkaufsräumen auszuhängen haben und daß Uebertretungen der Verordnung mit einer Geldstrafe bis zu 1500. bestraft werden. Während im übrigen die Verordnungen am 4. November in Straft treten, wird der erste Absatz des oben zitierten Paragraphen erit am 1. Dezember Wirkung erlangen. Zu den Höchstpreisen für Gerste, die sich in den ver ſchiedenen Gebieten nur 10 bis 15 M. niedriger stellen sollen als die Höchstpreise für Roggen, bemerkt das„ Berl. Tagebl.": Bekanntlich hält das mächtige Kohlensyndikat sehr auf strengste, die Ware nicht unter den festgesezten Preisen abzugeben. Die so verpflichteten Händlervereinigungen bzw. das Syndikat, das hinter ihnen steht, scheinen von dieser Politik des zwangsweisen Hochhaltens der Preise auch während des Krieges nicht abgehen zu wollen, obgleich die Kohle zu jenen Gebrauchsmitteln gehört, deren Verbilligung in dieser Kriegszeit eine wirklich baterländische Tat wäre. In Elberfeld hatte ein im Proletarierviertel lebender Kohlenhändler die Ware etwas billiger gelassen. Das nahm der ,, Verein Elberfelder Kohlenhändler" zum Anlaß, unterm 26. Oftober folgendes charakteristische Rundschreiben drucken und verbreiten zu lassen: Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft. In der Aufsichtsratssitzung der allgemeinen Elettrizitätsgesellschaft wurde bon Unkosten, Steuern, Obligationszinsen, den nach den bisherigen Gepflogenheiten bemessenen und den im Hinblick auf die Kriegslage vorgenommenen reichlichen Abschreibungen werden 18 892 641 Mark( im Vorjahre 28 904 483 2.) und zwar wieder ausschließlich aus dem Fabritationsgeschäft als Gewinn ausgewiesen. Generalversammlung wird die Verteilung einer Dividende bon 10 Proz.( im Vorjahre 14 Proz.) auf 155 Millionen Mart Attien vorgeschlagen werden. Das Bankguthaben beträgt rund 77 Millionen Mark. Sowohl die fakturierten Umsätze als auch die vorliegenden Aufträge sind im neuen Geschäftsjahre weiter gea stiegen. Inwieweit die Auslandsaufträge, die sich darunter be= finden, zur Ablieferung gelangen, läßt sich zurzeit nicht übersehen. Die Weizenproduktion Australiens. Um die Weizenproduktion im nächsten Jahre zu vermehren, bietet die Regierung allen Farmern einen festen Mindestpreis von vier Schilling für allen Weizen auf der neuen Anbaufläche. Die Regierung hofft dadurch die Anbaufläche um 100 000 Acres zu vermehren. " Den Herren Kollegen teilen wir hierdurch mit, daß über Gust. Kronenberg, Lothringer Straße 16, die Sperre ber hängt worden ist, weil derfelbe die festgesetzten Mindest= verkaufspreise trop mehrmaliger Verwarnung nicht eingehalten hat. Wir ersuchen sämtliche Kollegen, dem Ge Die englischen Genossenschaften und der Krieg. nannten teine Ware, auch nicht in Fuhren zu überlassen, ferner streng darauf zu achten, daß sich K. auch nicht durch Dritte Die englische Großeinkaufsgenossenschaft zahlt allen ihren ArKohlen verschafft. Jeder muß Kontrolle hierüber aus- beitern und Angestellten, die freiwillig ins Heer eintreten, den üben und wer trotzdem K. mit Ware versehen wollte, würde vollen Lohn weiter, abzüglich des Soldes. Sie fördert die Netrunatürlich ebenfalls die Sperre zu gewärtigen tierungskampagne nach Kräften. Zur Ausrüstung der Freiwilligen haben. Alle Kollegen sind hierdurch berwarnt und im eigenen aus ihren Bureaus in der Zentrale( Manchester) gab sie 10 000 M., Interesse wird ersucht, die Preise genau einzuhalten.( öhere als erste Rate zu dem Prince of Wales- Invalidenfonds 200 000 M. Preise sind natürlich zulässig.) Es soll von jetzt ab und für die belgischen Flüchtlinge 20 000 M. Rehnliche Beschlüsse auf jeden Fall mit rüdsichtsloser Sperre vorgegangen faßten viele Genossenschaften im ganzen Lande. werden. Glück auf." Letzte Nachrichten. Daß in Friedenszeiten Unternehmer ihre Geschäftsinteressen in solch rigoroser Weise wahren, ist ja bekannt. Daß aber in Kriegszeiten, Perioden allgemeiner Notlage, kleine Geschäftsleute, die armen Leuten die Kohlen etwas Kriegskrankenkassen billiger verkaufen, in Verruf erklärt und existenzlos gemacht werden sollen, und daß dabei noch ausdrücklich hervorgehoben wird, daß höhere Preise natürlich zulässig" find, läßt den Patriotismus gewisser Kreise gegenüber der Allgemeinheit etwas eigenartig erscheinen. eine Volksnotwendigkeit. Die Gesellschaft für Soziale Medizin hatte am Donnerstagabend eine Versammlung veranstaltet, die von vielen bekannten Sozialpolitikern besucht war. Geh. Regierungsrat Professor Dr. P. Ma het sprach über das Thema: Kriegstrankenkassen". Er for Zum Wiederaufbau Ostpreußens. derte die Errichtung von Kriegskrankenkassen auf der Grundlage leber die Vorentschädigungen, die den durch den Krieg zu der bestehenden Krankenkassen zur Fürsorge für die Schaden gekommenen Einwohnern Ostpreußens zu gewähren sind, Frauen und Kinder der im Felde stehenden Krie Zunächst sollen die ger und für franke Arbeitslose und ihre Ange= bat der Oberpräsident Richtlinien aufgestellt. Plünderungsschäden festgestellt werden, die vorläufig insoweit ersetzt hörigen. Die Kriegskrankenkassen sollen in erster Linie auch werden sollen, als dies zur Fortführung des gewerblichen oder land- dazu dienen, die durch das Kriegsnotgesetz abgeschafften besonde= Die Lieferung der Beihilfen ren Leistungen der Krankenkassen, wie Wochenhilfe, Mutterwirtschaftlichen Betriebes nötig ist. hat möglichst in Natur zu erfolgen; fie unterliegen der zwangs- ich uz und dergleichen mehr, auch im Kriege zu gewähren und weisen Wiedereinziehung durch den Staat, soweit sie von dem dadurch eine kräftige neue Generation heranzuziehen. Die Kosten Geschädigten nicht zu dem angegebenen Zwed verwendet werden. Die Schätzung der Brand- und Trümmerschäden an Gebäuden und für diese Einrichtung, deren Notwendigkeit der Redner in warmen beweglichen Sachen erfolgt durch die Feueriozietät für die Proving Worten überzeugend begründete, will er entweder durch eine ReichsOstpreußen, soweit eine Erfaßpflicht der Sozietät vorliegt, im übrigen anleihe oder aus den Beständen der Landesversicherungsanstalten durch die Kriegshilfsausschiffe unter Buziehung geeigneter Sach aufgebracht sehen. verständiger. Die Plünderschäden sind stets durch die Kriegshilfsausschiffe abzuschäßeft. Zur Herftellung von Wirtschaftsgebäuden und Arbeiterwohnungen in landwirtschaftlichen Betrieben dürfen Vorschüsse vorläufig nur bewilligt werden, wenn die Beschädigung so gering ist, daß die Herstellung noch vor dem Winter erfolgen fann. Ueber den Wieder aufbau der zerstörten Städte und Dörfer erfolgt später eine Entscheidung. In der Diskussion sprachen sich die Genossen Moltenbuhr, Wurm, Genosjin 3iet, der Direktor der Allgemeinen Ortsfrankenkasse Albert Kohn und Dr. Munter für die Vorschläge des Referenten aus. Schließlich wurde folgende Resolution an genommen: Die Versammlung der Gesellschaft für Soziale Medizin und ihre Gäste beauftragen den Vorstand der Gesellschaft, die Verbündeten Regierungen zu bitten, während der Dauer des Wieder ein Zeitungsverbot. 91 den Familien der Kriegsteilnehmer sowie den ErwerbsDie Danziger Bürgerzeitung" ist von der Festungskomman Besondere Schwierigkeiten werden sich in Zukunft aus der Festlegung der Preise für Gerste ergeben. Der Preis von Fuiter dantur verboten worden. Nach einer uns zugegangenen Mitteilung, gerste wird nämlich niedriger normiert als der von Roggen( für Berlin auf 205 M.). Wiegt aber Gerste mehr als 68 Kilogramm soll als Grund angegeben worden sein, daß die übrigen Zeitungen pro Settoliter, so gilt sie als Braugerste und ist von der Be- das Nachrichtenbedürfnis des Publikums auch ohne die„ Bürgerztg." grenzung der Höchstpreise befreit. Da nun Gerste in Berlin befriedigten. losen und ihren Familien im Falle der Bedürftigkeit unter Aufbringung der Mittel durch das Reich oder durch die Gesamtheit der Versicherungsanstalten der Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung durch reichsgesetzliche Krankenkassen vermittels Krantenhilfe, Wochenhilfe und Sterbegeld zu gewähren. Verlustlisten. Die Verlust liste Nr. 63 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Reg. Nr. 91; Inf.- Regimenter Nr. 93, 96; Res.- Inf.- Reg. * Die bayerische Verlustliste Nr. 37 bringt Verluste des Die württembergische Verlustliste Nr. 45 bringt Verlufte des Landw.- Inf.- Reg. Nr. 119; des Landw.- Inf.- Reg. Nr. 122; des Inf.- Reg. Nr. 124; des Landw.- Inf.- Reg. Nr. 125; der Kav.- Ers.- Abteilung; des Res.- Feldart.- Reg. Nr. 26; des Feldart.Reg. Nr. 65; der 2. Res.- Pionier- Komp., der Train- Ers.- Abtlg. Ref.- Sanitäts- Komp. 21. des VII. Armeekorps. Nr. 99; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 110; Jnf.- Reg. Nr. 114; Inf.- Kommando des Trains des X. Reservekorps siehe Kommando Leibreg. Nr. 117; Inf.- Regimenter Nr. 137, 138, 142, 143, 144, 155, der Munitionskolonnen desselben Korps; Feldlazarett Nr. 12 des 159, 161, 162, 164, 165, 166, 169, 172, 176; Res- Inf.- Regimenter| II. Armeekorps; Res.- Lazarett Schneidemühl; Leichte ProviantNr. 210, 225, 236; Landsturm- Bat. I Braunsberg; 2. Landsturm- Kolonne Nr. 5 des XX. Armeekorps. 21. Ref.- Inf.- Brig., Stab; Zusammengesette Brig. van Sem- Bat. I Trier; Jäger- Bataillone Nr. 4, 5; Res.- Jäger- Bat. Nr. 5; mern, Stab; Höheres Landw.- Kommando zu besonderer Verwen- Jäger- Bat. Nr. 8; Res.- Jäger- Bat. Nr. 10; Res.- Maschinengewehrdung Nr. 3; 2. Garde- Reg.; Gren.- Reg. Nr. 6; Landw.- Inf.- Reg. Abtlg. Nr. 3. Nr. 6; Gren.- Reg. Nr. 7; Res.- Inf.- Reg. Nr. 7; Leib- Gren.- Reg. 2. Garde- Ulanen- Reg.; Kür.- Regimenter Nr. 6, 7; Gren.- Reg. 9. Inf.- Reg. Nr. 8; Res.- Inf.- Reg. Nr. 10; Gren. Reg. Nr. 11; Ref.- Inf.- Reg. zu Pferde Nr. 3; Drag.- Reg. Nr. 4; Res.- Hus.- Regimenter Nr. 5, Nr. 11; Gren.- Reg. Nr. 12; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 16, 19; 8; Jäger- Regimenter zu Pferde Nr. 7, 11; Landw.- Kav.- Reg. Brig.- Ers.- Bat. Nr. 20; Inf.- Reg. Nr. 22; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 22; Nr. 1; 1. Landw.- Eskadron des III. Armeekorps. Res.- Inf.- Reg. Nr. 23; Inf.- Reg. Nr. 24; Brig.- Ers.- Bataillone Nr. 24, 26; Inf.- Reg. Nr. 28; Res.- Inf.- Reg. Nr. 28; Inf.- Reg. Nr. 29; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 30; Inf.- Reg. Nr. 31; Res.- Inf. Reg. Nr. 31; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 34; Füs.- Regimenter Nr. 36, 37; Inf.- Reg. Nr. 46; Res.- Inf.- Reg. Nr. 46; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 46; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 48; Jnf.- Reg. Nr. 49; Res.- Inf.- Reg. Nr. 53; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 53; Jnf.- Regimenter Nr. 55, 56; Res.- Inf.Reg. Nr. 56; Inf.- Regimenter Nr. 57, 59, 60; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 60; Inf.- Reg. Nr. 65; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 65, 71; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 71; Inf.- Reg. Nr. 74; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 74; Inf.- Reg. Nr. 76; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 76; Jnf.- Reg. Nr. 78; Füs.- Reg. Nr. 80; Jnf.- Reg. Nr. 81; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 81; Inf.- Reg. Nr. 84; Res.- Inf.- Reg. Nr. 84; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 85; Füs.- Reg. Nr. 86; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 87, 88; Grenadier- Reg. Nr. 89; Inf.- Reg. Nr. 91; Res.- Inf.-| Theater für Freitag, 30. Oktober: Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Der große u. d. kleine Klaus. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Der Ueberfall. Anschließ.: Zigeunertanz. Deutsches Theater 7, U.: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Kammerspiele 7%, U.: Z. 1. Male: Die deutschen Kleinstädter. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: Er kommt wieder. Zwei leuchtende Punkte. Ende gut- alles gut Kleines Theater\ 8 Uhr: Der Hexenkessel. Komödienhaus 8 Uhr: Das Heiratsnest. Lessing- Theater 7, U. Der junge Medardus. Lustspielhaus 8 U.: Zum 1. Male: Wolkenreiter. Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 8 Uhr: Die Waffen her! Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Die Hermannschlacht. Schiller- Th. Charlottenbg. 8 Uhr: Johannisfeuer. Thalia- Theater 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 8 Uhr: Immer feste druff! Sonntag 3, Uhr: Immer feste druff! Theater a. d.Weidendammerbrücke. 810Uhr: Uhr Anfang gut- alles gut! Volksbühne( Montis Operettenth.) 8. U. Wenn der junge Wein blüht Walhalla- Theater 81, U.: Berlin im Felde. URANIA Taubenstr. 4 Uhr: 48/49. Das belgische Land. ( Halbe Preise.) 8 Uhr: Auf den Schlachtfeldern Ostpreußens. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Glänzendes Programm! Unter anderem: 16 Der Dorfschulmeister. Ein Stimmungsbild von Meysel. Anf. 8 Uhr. Für Militärpers. und deren Angehörige vollkommen freier Einfritt zu den Stettiner Sängern. 11 WINTER CARTEN 6 Wieder- Eröffnung Sonnabend, den 31. Oktober. Preise der Plätze auch an Sonn- u. Feiertagen: Parkett 1.- 6. Reihe 3, M. Parkett 7.- 11. Reihe 2, M. Tribüne M. Parterresitz 1,50 M. Reservierter Platz.. 1, M. Eintritt 0,50 M. Vorverkauf tägl. 10-2 Uhr ohne Aufgeld, Kasse Dorotheenstraße. Sonntagnachm. 3 Uhr: Vorstell. Ungekürzt. Prog. Kinder zahl. nachm. auf all. Pl. halbe Preise. Täglich 8 Uhr: Unsere Feldgrauen! Der größte Erfolg der Saison." Sonntagnachm.: Der Meineidbauer. Casino- Theater. othringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Striegsbilder- Spezialitätenteil usw. 3. Schluß das neue Kriegs- Volksstück Mein Leben dem Vaterland. Loge 1,25, Seffel 1,10, Parkett 80 Pf. Rang 50, Stuhl 30, Sonnt. II. Aufschl. Sonntag 4 Uhr: Die große 3eit. Theater Folies- Caprice 8% Possen- Theater Täglich: 8% Blinkfeuer. Landwehrleute. Fest steht und treu... 1. Garde- Feldart.- Reg.; Feldart.- Regimenter Nr. 5, 8, 9; Res.Feldart.- Reg. Nr. 13; Feldart.- Reg. Nr. 15; Res.- Feldart.- Reg. Nr. 15; Feldart.- Regimenter Nr. 18, 20, 23, 33, 34, 41, 45, 47, 50, 58, 63. Fußart.- Reg. Nr. 2. Pionier- Bataillone Nr. 2, 8, 9, 11; Pionier- Regimenter Nr. 19, 24; Pionier- Bat. Nr. 27; 1. Landsturm- Pionier- Komp. des V. Armeekorps. Eisenbahn- Baukomp. Nr. 13; Fernsprech- Abteilungen des I. Referveforps und des XV. Armeekorps. Kommando der Munitionskolonnen und des Trains des X. Referveforps; Garde- Ref.- Munitionskolonnen- Abtlg. Nr. 2 des X. Referveforps; Res.- Inf.- Munitionsfolonne Nr. 23 und 24 des X. Referveforps; 4. Art.- Munitionskolonne des XVIII. Armeekorps. Fortifikation Mez- Ost; II. Armierungs- Bat. Wesel. Zirkus Alb. Schumann Karlstraße. Tel. Norden 2941. Am Sonnabend, den 31. Oktober, abends 7 Uhr: Eröffnungs- Vorstell. Zum Besten des Roten Kreuzes mit bedeutend ermäßigten Preisen. Die Zirkuskasse ist ununterbrochen v. 10 Uhr vormittags an geöffnet. Lieferwagen, Leiterwagen und Leonhard pastel, Martin Kettner a. GRäder, Palisadenstraße 101. 142, Scied Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplaz 232/8 gefallenen Genossen! Am 11. Oktober in den Kämpfen im Westen: Johann Neumann Müllerstraße 24. 20. Abteilung, Bezirk 747. Am 15. Oktober im Lazarett in Laon( Frankreich) verstorben: Hugo Zorn Schleifer, Kastanienallee 10. 3. Abteilung, Bezirk 529, Max Dietrich Schlosser, Putbuser Straße 31. 8.. Abteilung, Bezirk 590. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Sozialdemokratischer Wahlverein Lichtenberg Kreiswahlverein Niederbarnim. Am Mittwoch, den 28. Oktober, verstarb nach langem Krankenlager unser langjähriger, bewährter Parteigenosse, der Stadtverordnete: Oswald Grauer im 60. Lebensjahre. 13/20 In dem Dahingeschiedenen betrauern wir den Reorganisator unseres Vereins, dessem Vorstand er lange Jahre angehörte. Wir werden sein Andenken dauernd in Ehren halten. Die Bezirksleitung. Die Trauerfeier findet Sonntag, den 1. November, nachmittags 12 Uhr, im Cafè Bellevue, Hauptstraße 2, statt. Wir bitten die Mitglieder, dem Verstorbenen vollzählig die letzte Ehre zu erweisen. Schmerzlich bewegt erhielten wir am Mittwochabend die Trauerkunde, daß unser langjähriger Mitarbeiter und Kollege Oswald Grauer nach langem, schwerem Leiden im 60. Lebensjahre verschieden ist. verstorbenen Wir werden dem Andenken unseres Genossen und Freundes die Treue bewahren, die er allezeit der Partei und seinen Kollegen bewies. Berlin, den 29. Oktober 1914. Redaktion und Verlag des ,, Vorwärts". Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Am 27. Oktober starb unser Mitglied, der Puter Andreas Balzer ( Bezirk Steglitz). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 31. Oftober, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Steglißer Gemeindefriedhofes in der Bergstraße aus statt. Am 26. Oktober starb der Nabikpuzer Friedrich Thieme ( Bezirk Wedding). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung hat gestern Donnerstag stattgefunden. 144/16 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für Spandau. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse Albert Klink am Montag, den 26. Oktober plöglich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, der nachmittags 24 Uhr, von Halle des Friedhofes in den Stiffeln aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 289/4 Der Vorstand. Jugendveranstaltungen. 台灣 Steglit- Friedenau. Sonntag, den 1. November, abends 6 Uhr, im Jugendbeim, Kniepboss, Ede Jever Straße: Stiftungsfest, bestehend aus einer Ansprache, Chorgesang, Gesangsduetten, Lieder zur Laute und Rezitation. Jugendliche sowie deren Eltern und Geschwister find willfommen. Mittwoch und Freitag von 6 bis 9 Uhr abends geöffnet. Diese Abende Das Jugendheim ist außer Sonntags auch jeden Montag, werden abwechselnd durch Vorträge, Lesen, Gesang und Spielen ausgefüllt. Die Eltern wollen ihre Söhne und Töchter auf diese Veranstaltungen hinweisen. Roßfleisch Allen Freunden und Genoſſen Zurückgesetzt! zich geschlachtete, amtlich untersuchte die traurige Nachricht, daß mein inniggeliebter Mann, unser guter Bater, Schwieger- und Großbater Oswald Grauer am 28. d. M. nach langem, schwerem Leiden im 60. Lebens jahre sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bittet im Namen der Hinterbliebenen Pauline Grauer geb. Elsner. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle in der Bornißstraße aus statt. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Helfer Gustav Pomplun Lehrter Straße 44 am Herzschlag gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 30. Oftober, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des neuen Johannis- Kirch hofes in Plößensee aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 126/20 Am 8. Oftober hat im Westen unser lieber Freund und Bräutigam, der Musketier 140 Karl Apel Inf. Reg. Nr. 58, 1. Stomp. im 23. Lebensjahre bei Ausübung seiner schweren Pflicht sein junges Leben ausgehaucht. Wir werden ihm ein dauerndes Andenken bewahren. Lydia Käsche als Braut Otto Pagels Hedwig Pagels geb. Käsche Else Käsche. Am Mittwoch, den 28. Dktober, vormittags 11 Uhr, verschied nach langem Leiden mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, guter Sohn, Schwager und Dnkel, der Bierverleger Max Raebel im vollendeten 43. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Mathilde Raebel, geb. Hiltmann, nebst Kindern, Hellmuth Raebel und Frau als Eltern. 49072 Christburger Str. 13. Die Trauerfeier findet in der Kapelle des Krematoriums in der Gerichtstraße am Sonnabend, den 31. Dttober, nachm. 3 Uhr statt. Kranzspenden sind im Sinne des Verstorbenen nicht erwünscht. Auf der Wahlstatt im Osten fiel am 12. Oftober unser treuer Kollege, der Fahrstuhlmonteur Alfred Wiehle. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie die zahlreich en Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Sohnes, unseres lieben Bruders und Schwagers Paul Pose sage ich allen Freunden, Belannten und Verwandten, sowie den Kollegen und Kolleginnen der Firma Bergmann unseren innigsten Dant. 3446 Frau Helene Pose nebst Kindern. Arbeiter In Freien Stunden Gesundheits- Bibliothek Die Wochenschrift für Arbeiterfamilien Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. Jedes Heft 20 Rg. Kaufgesuche. Tüchtige Schmiede( Schirr meister) auf Wagenteile und Kunst schlosser sofort und dauernd. Marcus, Schöneberg, Monumentenstraße 35. Mehrere tüchtige Mechaniker für Apparatebau per sofort gesucht. Di ferten unter Hal. 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Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl. Nr. 297. 31. Jahrgang. Jahrgang. 54 Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Stadtverordnetenversammlung. insoweit find 31. Sibung vom Donnerstag, den 29. Oktober 1914, nachmittags 5 Uhr. Vorsteher Michelet eröffnet die Sigung nach 5% Uhr. Die Magistratsvorlage wegen Verlängerung der Nordsüdbahn vom Belle- Alliance- Plaz bis zur Gneisenaustraße und Bewilligung der dafür aufzuwendenden Summe von 8 200 000 M., sowie wegen Bewilligung von 3 600 000 M. für nachträglich als notwendig erkannte Veränderungen und Verbesserungen der Stammstrecke hat in der Ausschußberatung einstimmige Billigung gefunden. Die Baukosten erhöhen sich damit im ganzen von 53,8 auf 65,6 Millionen Mark. Referent ist Stadtv. Körte( Fr. Fr.). Ohne Debatte nimmt das Plenum die Vorlage unverändert an. Der Antrag Barkowski und Gen.( Soz.) betr. Sicherung der Wohnungsmöglichkeit für die Familien der zum Krieg Einberufenen und sonst durch den Krieg benachteiligten Handwerker und kleinen Gewerbetreibenden sowie der Arbeitslosen war nebst der Magistratsvorlage betr. die Schaffung von Mietseinigungsämtern einem besonderen Ausschusse überwiesen worden, dessen Beratungen in 3 Sizungen folgendes Resultat ergeben haben: Der Magistrat soll ersucht werden: 1. Der Versammlung eine Vorlage zu unterbreiten, nach welcher in geeigneten Fällen die Mietsunterstübung angemessen erhöht und über den Kreis der Angehörigen der Kriegsteilnehmer hinaus aus gedehnt wird; 2. die Regierung zu ersuchen, der Stadtgemeinde eine ausreichende Staatsbeihilfe zu gewähren für diejenigen Lasten, welche der Stadt aus den von ihr infolge des Kriegszustandes getroffenen Maßnahmen erwachsen. Dieser Ausschußbeschluß ist nach Ablehnung des Antrages Barfowsti einstimmig gefaßt worden. Der umfangreiche, vom Stadtv. Löfer( A. 2.) erstattete Bericht über den Antrag Barkowski gelangt erst mit Beginn der Verhandlung in die Hände der Berichterstatter auf der Prefsetribüne. Jm Ausschusse war der Antrag von den Antragstellern wie folgt näher spezialisiert worden: Den Magistrat zu ersuchen, a) allen Familien der Kriegsteilnehmer, unabhängig von der Kinderzahl, die kommunalen Unterstützungen ohne Mietsabzüge zu belassen, treten c) Mit den Behörden in Reich und Staat in Verbindung zu 1. zwecks Beschaffung der erforderlichen Geldmittel unter Heranziehung des organisierten Grundbefizes; 2. zur Erwirkung gesetzlicher Maßnahmen gegen solche Parteien, die eine Ginigung mit dem städtischen Ginigungsamte ablehnen; Freitag, 30. Oktober 1914. Unterstüßung, die sie beziehen, in eine Lage versezt sind, daß die Stadtv. Dr. Knauer bedauert den scharfen Ton, den der Kollege an den notwendigsten Rebensbedürfnissen keinen Mangel haben; Stadthagen in die Debatte getragen. Die zitierten zuschriften insoweit sind wir mit den Antragstellern völlig einer Meinung. einzelner des sozialen Verständnisses entbehrender Hauswirte seien Ein Entgegenkommen des Vermieters durch einen gewissen Nachlaß ohne Bedeutung. Die Marimalgrenze von 500 M. sei immer noch an Miete soll auch nach unserer Meinung Voraussetzung der direkten zu niedrig, sie hätte ohne Schaden auf 1200 M. hinaufgesetzt werden Zahlung sein, wir wenden uns nur dagegen, als ob der Vermieter können, aber der Magistrat sei hier unerbittlich gewesen. Sodann immer ein Viertel oder ein Drittel nachlassen müßte; der Ver- plädiert Redner für eine energische Beschleunigung des Verfahrens, mieter soll eben überhaupt Entgegenkommen in dieser Richtung er- wenn bei der ganzen Sache etwas herauskommen solle. Endlich weisen. Erfreulicherweise hat der Magistrat sich entschlossen, tritt er für Vereinigung der Einigungsämter mit den eventuell zu eventuell die Mietsunterſtüßung zu erhöhen und über den bisherigen erwartenden Unterſtüßungstommiſſionen ein. Kreis der Unterstützten auszudehnen; über die Einzelheiten wird Stadtrat Frank tritt den Ausführungen des Stadtv. Stadta nach Eingang der Vorlage weiter zu reden sein. So wenig wir die hagen entgegen. Der Vorwurf des Unsozialen treffe nicht zu, Verpflichtung anerkennen können, den Hausbesikern zu ihren ebensowenig das abfällige Urteil über die Gutachten. Die angeMieten zu verhelfen, so freudig begrüßen wir, daß durch diese Miets- führten Hausbesiẞerzuschriften sprächen ja gerade für die Errichunterstützungen doch immerhin eine erhebliche Summe den not- tung von Ginigungsämtern. Der Antrag Knauer sei unannehmbar; leidenden Vermietern zugute kommt. Was die Staatsbeihilfe be- die Kommissionen seien hauptsächlich für die Kriegsteilnehmertrifft, so hoffen wir, daß sie so reichlich sein möge, daß nicht bloß familien da.( Widerspruch.) Schon bei Erhöhung der Grenze auf in Form der Mietsunterstützung, sondern auch in anderen Beziehun 500 M. fämen statt 328 000 Wohnungen 356 000 in Betracht. gen unsere Hilfsaktion so umfangreich wie nur irgend möglich ge= staltet werden kann. Stadtv. Dr. Knauer( N. L.) Daß die bisherigen Mietsbeihilfen und der Kreis derer, die sie erhalten, zu klein sind, scheint ja jetzt allgemein Ueberzeugung zu sein Den Hauswirten soll man nicht den Erlaß in bestimmter Höhe vorschreiben, sondern hier den Kommissionen die Entscheidung überlassen. Keinem Stande hat der Krieg größere Opfer zugemutet, als den Hausbesikern; auch in den Vermieterkreisen herrscht große Not, der zu steuern auch Staatsmittel hergegeben werden müssen. Der Hausbesiz ist bereit, auch weiter Opfer auf sich zu nehmen. Stadtv. Dr. Kuhlmann( Fr. Fr.) spricht für die Ausschußanträge in ähnlichem Sinne wie die Vorredner Cassel und Knauer und bittet ebenfalls den Magistrat um möglichste Beschleunigung der Vorlage. Stadtv. Dr. Kuhlmann empfiehlt als Miturheber der Ausschußbeschlüsse die Annahme derselben. Mit der Beseitigung der Gutachten würde die Vorlage ihres eigentlichen Inhalts entkleidet. Parteiisch sei nicht das noch gar nicht existierende Mietseinigungs amt, wohl aber sei Stadtv. Stadthagen parteiisch aufgetreten. Oberbürgermeister Wermuth: Mit einem Beschluß nach dem Antrag Stadthagen werden die Aemter ihres wesentlichen Kerns beraubt. Der Antrag Knauer würde die Vorlage für den Magistrat unannehmbar machen; der Antrag sollte zurückgezogen werden. Stadtv. Dove( A. L.) macht als Jurist gegen Stadthagen geltend, daß das Moratorium für den Mieter, wie es die Bundesratsverordnung vom 7. August statuiere, nicht ohne weiteres ein erworbenes Recht des Mieters sei. So unbegrenztes Vertrauen in die Justiz wie heute habe Stadthagen noch nie bekundet( Heiterfeit); und weshalb solle nicht auch eine Gemeinde objektiv begutDer Ausschußantrag gelangt hierauf einstimmig zur Annahme. achten fönnen? Der Schaffung der 10 Mietseinigungsämter hat der Ausschuß Stadtv. Dr. Knauer kann sich zur Zurückziehung seines Anzugestimmt, zugleich aber vorgeschlagen, daß die obere Grenze für trags nicht entschließen. ihre Zuständigkeit bei einem Mietsbetrag von jährlich 500( ſtatt In der Abstimmung wird die Beseitigung der gutachtlichen 450) M. gezogen werden soll, ferner sollen als Vorsitzende auch Tätigkeit der Aemter gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abNichtmitglieder des Magistratskollegiums bestellt werden können, gelehnt; der Antrag Knauer, für den auch die Sozialdemokraten und die Aemter sollen in möglichster Annäherung an die Unter- stimmen, wird mit schwacher Mehrheit verworfen. Mit knapper stüßungskommissionen arbeiten. Weitergehende Anträge hat der Mehrheit wird darauf die Schaffung von MietseinigungsAusschuß, wie sich aus dem mündlichen Bericht des Stadtv. Löser ämtern beschlossen. ergibt, mit großer Mehrheit abgelehnt. Zur Linderung der Kriegs not in den an der deutschen Westgrenze gelegenen Teilen Elsaß- Lothringens will der Magistrat durch Vermittelung des Bürgermeisteramts Straßburg dem Ministerium für die Reichslande einen Betrag von 100 000 Mark zur Verfügung stellen. Nachdem die Versammlung noch der Hergabe des Neubaues der 4. Irrenanstalt in Buch als Lazarett nachträglich zugestimmt hat, schließt die öffentliche Sibung um 19 Uhr. Aus Groß- Berlin. Mieterschutz der Stadt Berlin. Zur heutigen Beratung werden wieder zahlreiche Amendements b) den Familien der Kriegsteilnehmer, sowie den durch den eingebracht.. Krieg in Not geratenen Arbeitslosen und Kleingewerbetreibenden Stadtv. Stadthagen( Soz.): Soweit die Vorlage als Aufgabe besondere Mietsunterstübungen zu gewähren. Diese sollen nicht der Aemter die Schlichtung von Mietsstreitigkeiten hinstellt, die sich über 25 M. für den Monat betragen. Sie sind nur gegen Ver- auf Zahlung der Miete oder Räumung der Wohnung beziehen, zicht des Vermieters auf den Rest der Miete zu gewähren. Mehr haben wir gegen die Einrichtung von Mietseinigungsämtern durch als zwei Drittel der Miete dürfen nicht gezahlt werden. Die aus nichts. Sehr viel einzuwenden haben wir aber dagegen, daß Verhandlungen zwischen Vermieter und Mieter sind auf Anrufen dem Amte auch die Aufgabe gestellt werden soll, die Lage des einer der beiden Parteien durch die städtischen Einigungsämter Mieters möglichst zu erschweren. Es darf nicht Aufgabe der Gezu führen. meinde sein, dem Richter in den Arm zu fallen, eine Behin= derung des Rechtes der Mieter aus dem Gesetze vom 4. August und den bezüglichen Bundesratsverordnungen zu statuieren. Wir beantragen daher die Streichung dieser Vorschriften der Vorlage. Die Kommune kann unmöglich eine bestimmte Klasse der Bevölkerung benachteiligen wollen. Für Kriegsteilnehmer Die Berliner Stadtverordneten faßten gestern zur Frage kommen die Magistratseinigungsämter hier überhaupt nicht in Frage. Allerdings haben einzelne Hausbesiber das des Mieterschutes in Kriegszeiten einige BeErmissionsrecht trozdem in Bewegung zu sehen schlüsse, die von sehr ungleichem Wert sind. Der bezügliche versucht, aber nach dem Erlaß des Justizministers vom 26. Sep- Antrag der sozialdemokratischen Fraktion fam aus dem Austember unterliegt es feinem Zweifel, daß auf Räumung der schuß zurüd, und zwar jetzt in Form des an den Magistrat Wohnung von Kriegsteilnehmern nicht geflagt werden kann. Die etwa sich aufhäufende gerichteten Wunsches, die Beihilfen für Mieter Auch dieser spezialisierte Antrag hat im Ausschuß bei den Mietsschuld des Kriegsteilnehmers muß durch Eingreifen von Reich wirksamer zu gestalten und für die Stadt wegen anderen Frattionen feine Gegenliebe gefunden. und Staat beseitigt werden.( Zurufe.) Kann etwa mit der ihrer Notstandsmaßregeln um Staatshilfe zu ersuchen. Der Stadtv. Heimann( Soz.): Wir erkennen gern an, daß die Löhnung ein Kriegsteilnehmer die Miete oder auch nur einen sozialdemokratische Redner unterstrich nochmals besonders die Frage der Mietsunterstützung im Ausschuß eingehend und fachlich Teil davon bezahlen? Die beiden Bundesratsverordnungen vom Forderung, daß die den Mietern zu gewährenden Beihilfen erörtert wurde, und wir bedauern um so mehr, daß zunächst nichts 7. und 18. August beziehen sich auf alle Schuldner ohne Aus- nicht von den kommunalen Unterstützungen abgezogen werden Festes, Greifbares herausgekommen ist. Der im Ausschuß an- nahme; der Richter hat zu ermessen, ob die Gewährung einer sollen. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte dem genommene Antrag stellt nur einen Rahmen dar, der erst durch eine Zahlungsfrist gerechtfertigt ist. Und da sollen wir ein Miets3. zur Ausdehnung des Kreises unpfändbar, dem zurückbehaltungsrecht des Vermieters entzogener Sachen, sowie 4. zur Aufhebung der Mietsvertragsbestimmungen, die für den Mieter ungünstiger sind als die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches. mit Erfolg Magistratsvorlage Inhalt erhalten soll. Unserem ersten Antrage einigungsamt einrichten, welches die Verhältnisse prüfen" und Antrage in der Fassung des Ausschusses zu. Einrichtung wegen von Neuerungen für die Gasabnehmer. An der Miet= hat man allerdings auch den Vorwurf gemacht, daß er zu unbe- ein Gutachten abgeben soll, welches kein Richter verlangt, ob der Magistratsvorlage stimmt und dehnbar sei. Um diesen Vorwurf zu entfräften, brachten Mieter zahlungsunfähig oder zahlungsfähig, aber zahlungsunluftig einigungsämtern, die denselben Ausschuß beschäftigt wir einen genau spezifizierten Antrag im Ausschuß ein, der aber ist? Dieses einseitige Parteinehmen gegen den hatte, bemängelte die sozialdemokratische Fraktion eine Beauch gegen unsere Stimmen abgelehnt worden ist. Da er im Mieter halte ich für eine Ungeheuerlichkeit. Kein verständiger Stimmung, von der sie sich keinen Vorteil für bedrängte Mieter Plenum taum ein günstigeres Urteil finden würde, sehen wir von Hausbesiber wird behaupten, daß die Richter in der Gewährung versprach. Unser Redner lehnte sehr entschieden ab, den der Einbringung ab. Dafür wiederholen wir unsere Wünsche von Zahlungsfristen zu weit gegangen seien. Das Einigungsfür die zu erwartende Vorlage. Obenan steht der dringende amt ist auch gar nicht berechtigt, eine solche Beeinflussung des Mieteinigungsämtern die ihnen hier zugedachte Aufgabe zu Wunsch, daß die Mietsbeihilfe nicht genommen werden soll aus Richters zu versuchen, das ist Sache der Parteien: nur auf Antrag übertragen, durch deren Erfüllung sie die Lage der Mieter der kommunalen Unterstützung, sondern gezahlt werde in der Form des Beklagten hat der Richter zu ermessen. Von Zahlungsfähigkeit noch erschweren würden. Die Mehrheit der Stadtverordneten einer besonderen Mietsunterstüßung. Das Minimum für den oder-unfähigkeit zu reden, ist nicht unsere Sache, sondern Sache wollte auf diese vom Oberbürgermeister als wesentlichen Lebensunterhalt, welches der Magistrat durch Verfügung vom des Richters und des Gerichtsvollziehers. Die vorgeschlagene Vor- Wert der Einigungsämter" bezeichnete Butat nicht verzichten. 3. Oktober festgesetzt hat, ist durchaus unzulänglich und wird schrift wirkt lediglich zugunsten des Vermieters, und zwar des Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten nahm sie die Vorimmer unzulänglicher, da die Preissteigerung für die hartherzigen Vermieters; dazu ist die Gemeinde nicht da, wir sollen lage an. notwendigsten Lebensmittel dauernd weiter die wirtschaftliche Not mildern, nicht sie verstärken. Ich nehme wäch st. Die Unterernährung ist für die weniger bemittelten zugunsten des Richters an, daß er sich den Teufel um das scheren Eine Reihe Volksschichten stets, ganz besonders aber in der heutigen Zeit eine wird, was ihm ein Mietseinigungsamt dreinredet. Gefahr. Die Abzweigung der Mietsunterstübungen von den kom- von Zuschriften von Hauswirten an Frauen von Kriegsteilnehmern Auf Antrag der Deputation der städtischen Gaswerke hat der munalen Unterstübungen und ihre Abführung direkt an zeigt, wohin solche bureaukratische Parteinahme für die Haus- Magistrat Einrichtungen getroffen, welche den Gasabnehmern insdie Vermieter findet in den Anträgen Cassel- Mommsen, befizer führt.( Redner verliest eine Anzahl solcher Zuschriften.) die uns jetzt als Ausschußantrag vorliegen, gar keine Er- Da wird den Frauen gejagt, sie hätten die Pflicht, die Unter- besondere in Anbetracht der jetzigen schweren Kriegszeiten sehr erwähnung; gerade auf die Aenderung dieser Praris aber stüßung als Miete abzuführen, die Behörden teilten diese Auf- wünscht sein dürften. Einmal soll das schwere Hemmnis der KautionsDaß diese Praris fassung, und wer die Miete nicht bezahle und somit den andern stellung beseitigt, sodann auch dem, der eigene Leucht- und Kochin den Gesezen keinen Rückhalt findet, ergeben die juristi- Teil schädige, werde bestraft.( Seiterkeit.) So malt sich in apparate hat, der groschenweise Bezug von Gas unter Zugruudeschen Darlegungen des Kollegen Stadthagen in der letzten Sibung manchen Hausbesizerköpfen das Rechtsverhältnis! Unser Miets- legung des gewöhnlichen Gaspreifes ermöglicht und schließlich dem aufs einleuchtendste. Hier muß Wandel geschaffen werden. Dann recht im bürgerlichen Gesetzbuch ist antisozial, noch viel antisozialer im Publikum hervorgetretenen Bedürfnis nach Gasheizung durch muß nach unserer Auffassung der Rahmen der Mietsunterstützung sind die Berliner Mietsverträge; und nun will der Magistrat das mietsweise Ueberlassung von Gasheizöfen entgegengekommen werden. erhaltenden Personen weiter gespannt werden als bisher; auch alles noch übertrumpfen, indem dem Richter soll gesagt werden zunächst soll es den Konsumenten freigestellt werden, sich Münzviele Handwerker und kleine Gewerbetreibende sind Opfer der können:" Bewillige die Räumungsfrist nicht, denn der Betreffende heutigen Kriegsnot. Angesichts der entgegenkommenden Erklä- ist ein Vöswilliger!" Es wird hier lediglich dem Drängen der gasmesser ohne gleichzeitige Benuzung von Beleuchtungskörpern, rungen des Oberbürgermeisters im Ausschuß gehe ich hier nicht Hausbesiterkreise nachgegeben und das bedaure ich außerordentlich. Kochapparaten usw. an Stelle von gewöhnlichen Gasmessern aufstellen näher darauf ein. Je größer der Kreis der Personen wird, die Warum will man denn nicht bei Abzahlungsgeschäften, bei Hypo- zu lassen. Hierdurch werden sie bei dieser Art von von MünzMietsunterstübungen erhalten sollen, um so durchgreifender wird thekenzinsen usw. auch solche Gutachten einführen; warum ganz ga s messern nicht nur von der Verpflichtung einer Kautionsnaturgemäß die Hilfsaktion, die die Kommune dadurch zugleich allein den Mietern gegenüber? Wir bitten Sie aufs drin- stellung entbunden, sondern sind auch in der Lage, etwa vorhandene auch zugunsten der Vermieter unternimmt. Wir haben dagegen gendste, den betreffenden Passus zu streichen; nehmen Sie ihn eigene Gaseinrichtungsgegenstände zu verwenden oder sich solche ganz nichts zu erinnern. Der Magistrat läßt nun Mietsunterstüßungen an, so können wir der Vorlage nicht zustimmen. Die Wirkung nach Wahl und Geschmack zu beschaffen. müssen wir das größte Gewicht legen. Für die Entnahme von Heizgas wird nach wie vor ein Rabatt von 20 Prog. bei Messung durch getrennte Gasmesser gewährt. Mit der Aufstellung der vorbezeichneien neuen Art von Münz gasmessern sowie mit der Vermietung von Gasöfen wird baldnur zahlen, wenn der Vermieter als Gegenleistung einen Nachlaß einer solchen Maßnahme muß sein, daß die wirtschaftliche Lage von Infolge des Fortfalls der Vermietung der Beleuchtungsgegens an Miete bewilligt. Dieser Standpunkt ist im Ausschuß zu Un tausenden noch weiter erschwert wird. Schon müssen wir feststellen, recht angegriffen worden. Es muß unter allen Umständen dafür daß es den Hausbesitzern gelungen ist, große Firmen, welche den stände usw. werden statt der 675 Liter Gas, wie sie durch die jetzt gesorgt werden, daß nicht etwa nach dem Kriege die inzwischen Zurückgebliebenen der Kriegsteilnehmer unterstützungen geben, allein üblichen Münzgasmesser für 10 Pf. abgegeben werden, aufgesummte Mietsschuld den Schuldnern, den zurückkehrenden diese zurücknahmen, um sie den Hausbesißern zuzuwenden! Sie 750 Liter Gas aus den neuen Münzgasmessern für 10 Pf. abKriegsteilnehmern aufgehängt und von ihnen mitgeschleppt wird. find jetzt auf dem Wege, diese Wendung mitzumachen. Wird selbst gegeben. Wie Reich und Staat die Pflicht haben, für die Kriegsbereitschaft die ganze Vorlage abgelehnt, es wäre kein Schade; die Unter- Ferner sollen zu Zweden der Raumbeheizung Gasöfen von den nach außen zu sorgen, so müssen sie auch den Kommunen ihre ftüßungskommissionen fönnen sehr wohl auch als Einigungsämter städtischen Gaswerfen gegen ein angemessenes Entgelt mietsweise Arme leihen, wenn es sich darum handelt, den Bedürftigen inner- fungieren.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) aufgestellt werden. halb ihrer Mauern zu Hilfe zu kommen und dadurch auch die Stadtv. Gaffel: So gut wie die Kollegen des Herrn StadtKriegsbereitschaft nach außen zu stärken. Ich schließe mit der Hagen haben auch wir nach allen Seiten den Ansprüchen der dringenden Bitte, die uns in Aussicht gestellte Vorlage uns baldigit Kriegsnot gerecht zu werden versucht. Um so mehr bedauere ich zugehen lassen zu wollen.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemo- seinen ablehnenden Standpunkt. Das Mieteinigungsamt wird sehr fraten.) viel Gutes wirken, indem es eine Verständigung anbahnt, ohne Stadtv. Caffel( A. L.): Wenn Kollege Heimann meint, die daß der Richter angerufen zu werden braucht. Die Mietschuld möglichst begonnen werden. Unterstützungen reichten für das notwendigste Lebensbedürfnis bleibt bestehen, wenn auch die Klagbarkeit suspendiert ist; gerade nicht aus, so haben ja die Unterstüßungskommissionen für 3u- auch für die Kriegsteilnehmer wird sich also die Existenz solcher schüsse gesorgt. Was die direkte Abführung von Unterstügungen Ginigungsämter als ein Vorteil erweisen. Der Antrag Knauer, an den Hauswirt betrifft, so sind wir, wenn der Magistrat sich daß die Aemter mit den Unterstützungskommissionen zusammendazu für berechtigt hält, nicht berufen, dagegen Widerspruch zu erheben. Die juristischen Zweifel sind nicht von Bedeutung, denn an sich wären wir ohne weiteres berechtigt gevejen, den 100prozentigen fommunalen Zuschlag an gewisse Vorbedingungen zu binden. Allerdings sehen auch wir einen solchen Abzug nur dann für gerechtfertigt an, wenn die Betreffenden durch die gesamte Abschluß der B. E. W. In der Aufsichtsratssitzung vom 28. Oktober wurde Befallen sollen, ist nur eine verschleierte Ablehnung der Vorlage. Die richt über das verflossene Geschäftsjahr erstattet. Das ErgebAbgabe von Gutachten kann sehr wohl dem Richter Grundlagen für nis ermöglicht, der auf den 2. Dezember einzuberufenden seine Entscheidung bieten, das hat die Erfahrung gezeigt. Daß die Gutachten sich immer nur gegen den Mieter richten werden, ist eine ordentlichen Generalversammlung nach den in gewohnter ganz willkürliche Annahme, ebenso wie die Besorgnis, die Aemter Höhe vorgenommenen Abschreibungen von 5 138 221 M. und nach einer im Hinblick auf die Kriegslage erforderlichen bewürden antisozial wirken, unbegründet erscheint. sonderen Abschreibung von 1 Million Mark auf das Konto Unter Vereinsangelegenheiten wurde beschlossen, den AnEffeffen und Beteiligungen wieder die Verteilung einer Divi- gehörigen der im Felde Gefallenen 20 M. Unterſtügung zu gedende von 4 Proz. auf 20 Millionen Mark Vorzugsaktien währen. und von 12 Proz. auf 44,1 Millionen Stammattien vorzuschlagen. Die Abgaben an die Stadt Berlin belaufen sich auf 7 293 131 M.( im Vorjahre 7 184 481 m.). Die Zahl der Abnehmer ist auf 48 455( plus 4639), die der Anschlüsse in Kilowatt auf 280 684( plus 24 963) gestiegen. zu eröffnen. Neue Bürgerküchen. Der Verein für Stindervolksküchen und Volkskinderhorte hat in der Schönhauser Allee 4 seine 55. Bürgerfüche und in der Köpenicker Straße 39 seine 56. Küche dem Betriebe übergeben. Zum Schluß wird noch auf die Sammlungen anfmerliant ge und Kriegsteilnehmer eine schlichte Weihnachtsfeier zu bereiten. macht, die veranstaltet werden, um den Kindern der Arbeitslosen Malin Soziales. Gegen die guten Sitten. In wenigen Geschäftszweigen stehen die dem Angestellten bei der Einstellung gemachen Versprechungen so häufig in Zirkus Schumann wird am Sonnabend seine erste Vorstellung schreiendem Gegensatz zu der späteren Erfüllung, als in der in Berlin geben. Aus diesem Anlaß richtet die Direktion an die Versicherungsbranche. Es sind nicht immer die Gesellschaften Einwohner Berlins eine Erklärung, in der es u. a. heißt: Wenn selber, sondern in noch weit stärkerem Maße die vielen selb " Das Kuratorium für das städtische Rettungswesen beabsichtigt, unternehmens wiederum eröffne, so gefchieht es in dem Bewußtsein tändigen Subdirektoren und Generalagenten, die auf eigene zum 1. April 1915 eine Rettungsstelle im Nordosten der Stadt, daß ein jeder von seinem Beruf und Standpunkt aus für das Faust das Anlocken der Agenten durch alle möglichen unetwa in der Gegend zwischen dem Danziger und Arnswalder Plaz Waterland leistet, der durch Rat und Tat, durch Beispiel und Auf- lauteren Manöver betreiben. Auf ein besonderes Mittel vermunterung die bewunderungswürdigen Leistungen unferes fiel dabei der Generalagent Licht, der für die VerHeeres zu beurteilen Gelegenheit gibt. Der girfus ist in ſicherungsgesellschaft Nordstern" ein Bureau derjenigen Eigenart, welche ich zu pflegen stets als meine Auf- unterhält. gabe betrachtet habe, die uralte Arena geblieben, in der Mensch und Tier die höchsten körperlichen Leistungen und die höchsten Kräfte au entwickeln bestrebt sein sollen. Aus diesem Gesichtspunkt heraus haben gerade die Deutschen stets mehr wie alle anderen Völker, Birtus und Zirkusvorstellungen bevorzugt und ich lebe in der Hoffnung, daß dasjenige, was ich in dieser Spielzeit an Schulreiterei, Pferdedreſsuren, turnerischen und akrobatischen Leistungen vor zuführen mir gestatten will, das Publikum mit Freuden an die unDie Mittel zu heldenmütigen Taten darstellen. Ich verfolge bei diesen Verfuche, die Zirkusvorstellungen zu eröffnen auch den Zweck, die große Schar deutscher Artisten, die gleich den Bühnenangehörigen unter der Ungunst der Zeiten leiden, zu beschäftigen und schließlich folge ich dem Gedanken, daß Kraft, die nicht schafft, erschlafft." Die Berliner Brotpreise hatten nach der bei Kriegsausbruch eingetretenen sehr fühlbaren Steigerung sich zum September hin wieder etwas ermäßigt. Daß nachher nur zu bald eine neue Preissteigerung kam, ist bekannt. Wie die Brotpreise bis Anfang Oktober waren, ersehen wir aus dem jetzt vorliegenden Ergebnis der Ermittelungen des Berliner Statistischen Amtes. Moltenmarkt der Hausdiener F. auf einem Geschäftsdreirad kurz vor Straßenunfälle. Als gestern nachmittag gegen 12 Uhr am einem herannahenden Straßenbahnwagen der Linie 8 das Gleis zu freuzen suchte, wurde derfelbe von dem Bahnwagen erfaßt und um gestoßen. F. erlitt eine Quetschung des linten Unterschenkels und einen Bruch des linken Wadenbeins. Der Verunglückte erhielt auf der nächsten Unfallstation die erste ärztliche Hilfe und wurde dann nach dem Krankenhause Friedrichshain gebracht. Aus Ankäufen in 40 über die ganze Stadt verteilten Bäckes reien wurde, wie üblich, durch Verwiegung der Preis gefunden. Als Durchschnittspreis pro Kilogramm ergab sich beim Roggen brot am 2. September 32,14 Bf., am 16. September 32,01 Pf. und dann wieder am 2. Oktober 32,60 Pf., beim Weizenbrot( Schrippen) am 2. September 58,23 Pf., am 16. September 56,87 Pf. und dann wieder am 2. Oftober 58,22 f. In den einzelnen Bäckereien wichen die Preise mehr oder minder weit nach oben oder unten von diesen Durchschnitten ab; tatsächlich fostete z. B. am 2. Oftober das Kilogramm Roggenbrot zwischen 25,28 Pf. und 35,36 Pf., das Beim Abspringen von einem fahrenden Straßenbahnwagen ist Kilogramm Weizenbrot zwischen 43,86 f. und 74,07 Bi. As der Amtsgerichtssekretär Emil Peschel verunglüdt. Als B. einen Pf. Pf. Durchschnitt für den ganzen September wurde berechnet beim Wagen der Straßenbahnlinie 61 am Ringbahnhof Prenzlauer Allee während der Fahrt verließ, kam er zu Fall und erlitt eine GehirnRoggenbrot 32,19 Pf., gegenüber 32,95 Pf. für August und erschütterung und Verlegungen im Gesicht. Der Verunglückte fand im 29,65 Pf. für Juli, beim Weizenbrot 57,55 Pf., gegenüber 59,23 Pf. Krantenhaufe Friedrichshain Aufnahme. für August und 55,06 Pf. für Juli. Der Durchschnittspreis für September stand unter dem für August, aber noch beträchtlich über dem für Juli. Die erneute Zunahme vom September zum Oktober hin war zunächst noch nicht sehr erheblich. Zur Vergleichung mögen einige Ergebnisziffern des Vorjahres dienen. In 1913 war der Durchschnittspreis für September beim Roggenbrot 29,09 Pf., beim Weizenbrot 54,36 Pf. Am 2. Oftober wurde damals als Durchschnitt gefunden beim Roggenbrot 28,70 Pfennig, beim Weizenbrot 58,71 Pf. Sehr viel höher als diese Er gebnisziffern sind, wie oben ersichtlich, die entsprechenden aus 1914. Die 74 Jahre alte Frau Dorothea Schwarzer versuchte am gestrigen Vormittag vor dem Hause Potsdamer Str. 45 einen Straßenbahnwagen der Linie 69 während der Fahrt zu besteigen. Die alte Dame fam dabei zu Fall und zog sich eine Gehirnerschütterung zu, die ihre Aufnahme in das Elisabeth- Krankenhaus erforderlich machte. von Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Tarifdifferenzen in der Kostümbranche. 2., gegen den gestern vor der 3. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts verhandelt wurde, verlangte durch Inserat eine tüchtige Kraft für den Innendienst" gegen gutes Einkommen. Natürlich melden sich bei einem derart harmlos aussehenden Inserat Angestellte besserer Qualität, die nicht damit rechnen, daß sie von Haus zu Haus Versicherungen anwerben sollen. Der in dem betreffenden Prozeß als Kläger auftretende Kaufmann M. wurde von dem Beklagten mit-200 M. Monatsgehalt für den Innentober erfolgen. Kurz vor dem Antrittstermin, nachdem der Kläger alle anderen ihm in Aussicht stehenden Stellungen zurückgewieſen hatte, nötigte ihm der Beklagte einen„ Nebenvertrag" ab, nach welchem M. sich zu einem Mindestumsay von 30 000 M. ver pflichten mußte Es war dem Kläger natürlich gänzlich unmöglich, in der gegenwärtigen Zeit für diesen Betrag Versicherungen abzus nicht anerkennen. schließen, und 2. wollte aus diesem Grunde die feste Anstellung Das Kaufmannsgericht verurteilte den Beklagten zur Zahlung des verlangten Monatsgehalts, indem es den geschlossenen Nebenvertrag als gegen die guten Sitten verstoßend anjah. Wer bestellt, soll auch bezahlen. Gegen die von uns schon vielfach gerügte Unfitte, Arbeitslose in größerer Zahl zu bestellen, ohne sie zu beschäftigen, richtete sich gestern ein Urteil der Kammer 7 des Gewerbegerichts. Die Speditionsfirma Schur hatte beim Zentralarbeitsnachweis zehn Hilfskräfte verlangt. Nach Auskunft des Arbeitsnachweises war die Bestellung für fest" erfolgt. Demgemäß erhielten die Leute Auftrag, am nächsten Morgen 6 Uhr mit dem Nachweisschein bei der Firma anzutreten. Sechs von ihnen waren pünktlich zur Stelle, aber nicht ein einziger der Kläger wurde eingestellt. Die Firma deckte vielmehr ihren Bedarf an Arbeitskräften aus der Reihe jener Arbeiter, die alltäglich zur Umzugszeit aufs Geratewohl anfragen kommen. Die sechs Abgewiesenen forderten sofort nur eine Stunde Wartezeit und ihr Fahrgeld erstattet. Sie wurden jedoch sehr barsch abgewiesen und flagten nunmehr den entgangenen Arbeitsverdienst für einen Tag ein. Das Gericht verurteilte die Firma, an jeden Kläger antrag gemäß 5 M zu zahlen, da eine fefte" Bestellung vorlag Parteiveranstaltungen. Stadtverordnetenwahl.( Siehe Anzeige.) Eines Hauswirts Selbsthilfe gegen eine Kriegerfrau. Mancher Hauswirt hält es gegen einen Mieteschuldner für zu Die Kostümschneider nahmen am Mittwoch Stellung zu einer bon den Unternehmern angebotenen Tarifherabseßung lässig, zur Sicherung des Anspruches auf Zurückbehaliung von Möbeln 25 Proz. Kunze referierte und legte die Sachlage dar. Wie all- noffinnen beteiligen sich am Sonnabend, den 31. Oktober, an dem in der Jugendfektion des 1. und 5. Kreises. Die Genossen und Ge einfach dem Mieter in seiner Abwesenheit die Wohnung zu sperren. jährlich war die Konjunktur im August eine sehr schlechte. In Stlosterstraße stattfindenden Voltskunstabend. Starten a 10 Pfennig find in Vom Amtsgericht Neukölln ist am Donnerstag ein Hauswirt diesem Jahre um so mehr, als der Krieg ausbrach. Sofort gingen den bekannten Verkaufsstellen zu haben. belehrt worden, daß Mieteschuldner gegenüber einer derartigen Selbst einzelne Firmen, wie Maassen, Salm u. Spiegel, Wilmersdorf. Heute Freitag: Mitgliederversammlung des Wahlhilfe glücklicherweise denn doch nicht schutzlos sind. Dem Eigen- v. Drecoll und Engel, Landsberger Straße, dazu über, die vereins. Vortrag des Genossen Dr. Nestriepke und die bevorstehende tümer des Hauses Kirchhofstr. 3, einem Herrn Reinh. Scholz, meinte Tariflöhne herabzusetzen. Britz Buckow. Die Wahlvereinsbibliothek bleibt wegen Umzuges die Frau eines im August zu den Fahnen einberufenen Mieters vom Auf eine Beschwerde vom Verband der Schneider antwortete wird im Vorwärts" bekanntgegeben. Die am Kursus bei Bartsch, September ab die Miete nicht mehr zahlen zu können. Sie wünschte, der Unternehmerverband, er könne nichts machen, die betreffenden und Neuordnung noch auf turze Zeit geschlossen. Die Wiedereröffnung die Wohnung möglichst sofort aufzugeben, aber hiergegen wehrte sich Arbeiter sollten sich an das Gewerbegericht wenden. Damit wäre Neukölln, Hermannstraße, teilnehmenden Genossen treffen fich Sonntag der Wirt. Als sie bei ihrer in einem andern Hause wohnenden Mutter diesen Arbeitern natürlich nicht gedient gewesen, denn das Ge- vormittag Germaniapromenade, Ede Chausseestraße. Abmarsch: pünktlich werbegericht in Berlin vertritt den eigenartigen Standpunkt, daß 9% Uhr. fich einquartierte und von ihren Sachen einiges mitnahm, arg- die Tarife abdingbar und die beiden Parteien gleichberechtigte Reinickendorf- Oft. Morgen Sonnabend, abends 8%, Uhr, findet bei wöhnte er, daß sie rüden wolle. Schon Ende August, noch ehe sie kontrahenten seien, die beim Abschluß des Arbeitsvertrages vom Sadau, Refidenzstraße 124, eine Mitglieder Bersammlung des ihm etwas schuldete, verhinderte er die Wegschaffung eines Schrankes, Tarif abweichende Löhne vereinbaren fönnen. Den von den Unter- abivereins statt, in der Genosse Breitscheid referieren wird wobei es zu einem Auflauf fam. Anfang Oktober machte er kurzen nehmern erteilten Rat befolgte der Verband nicht, sondern wandte über das Thema: Pflichten, die uns der Krieg auferlegt. Eintritt gegen Borzeigung des Mitgliedsbuches gestattet. Prozeß und legte ein Sperrschloß vor die Wohnungs- sich an das Tarifschiedsamt und erreichte damit auch, daß eine tür, so daß der Frau die Verfügung auch über die dem Zurück- Reihe von Firmen verurteilt wurden, die abgezogenen Summen herauszuzahlen. Vor Gericht erklärten die Unternehmer, sic Behaltungsrecht des Hauswirtes nicht unterliegenden Sachen entfönnten die Tariflöhne nicht zahlen, da die Kundschaft zurzeit zogen war. Sie bot dann Zahlung eines Teiles der Miete an, aber der Wirt verlangte noch Bürgschaft für weitere Zahlung. Die Frau nicht mehr wie 250 M. für ein Kostüm zahlen wolle. Er, Kunze, habe demgegenüber ausgeführt, er könne unmöglich annehmen, daß war gezwungen, auf Auslieferung der nötigsten Möbelstücke zu die befizenden Kreise in der jebigen Kriegszeit Vorteile aus der flagen. Vor Gericht mußte der Wirt sich dann zu dem Anerkennt Notlage armer Arbeiter ziehen wollten. Uebrigens müsse ja jeder nis bequemen, daß er zu der geforderten Herausgabe eines andere auch dieselben Preise zahlen wie vor dem Kriege. Wenn Schrankes, einer Kommode und einer Matratze verpflichtet ist. Er die Unternehmer drohen, ihre Geschäfte zumachen zu wollen, so hat jest obenein die Kosten der Klage zu bezahlen. wirke dies nicht, da sie ja am Fortgang der Geschäfte dasselbe Interesse hätten wie die Arbeiter. Unentgeltliche Unterrichtskurse für stellenlose Kunstgewerbezeichner. Wir werden um Aufnahme folgender Notiz gebeten: Das deutsche Kunstgewerbe hat unter den Einwirkungen des Krieges besonders schwer zu leiden. Vor allem werden die Kunstgewerbezeichner schwer betroffen; sie sind jest in ihrer übergroßen Mehrzahl stellenlos. Es liegt aber in ihrem eigenen wie im Interesse der Allgemeinheit, daß diese künstlerischen Arbeitskräfte während der, vor aussichtlich längeren Zeit unfreiwilliger Muße nicht völlig brachliegen. Daher hat auf Anregung des Verbandes der Kunstgewerbezeichner die Direktion der Unterrichtsanstalt am tgl. Stunstgewerbemuseum in Berlin in dankenswerter Weise geeignete Lehrkräfte und Räume zu befonderen, unentgeltlichen Unterrichts fursen für Berufszeichner zur Verfügung gestellt. Die Kurse beginnen am 2. und 5. November. Nähere Auskunft darüber erteilt der Verband der Kunstgewerbezeichner, Berlin SO. 16, Wusterhausener Str. 12. Dort können auch noch weitere Anmeldungen zur Teilnahme am Unterricht erfolgen. Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Friedrichshagen. Heute Freitag, den 30. Dftober, nachmittags 5 Uhr, im Rathaus, Friedrichstr. 87. Diese Sitzungen sind öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be techtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Allgemeine Kranken und Sterbekasse der Metallarbeiter ( 2. a. G.) Hamburg. Filiale Baumsgulenweg. Am Sonnabend, den 31. Oftober, abends 8%, Uhr: Mitgliederversammlung im Lokal bon Boche, Baumschulenstr. 67. Vorsitzender v. Schulze legte bei den Verhandlungen den Arbeiter- Athleten- Bund. Um in dieser schweren Zeit den Athletik rechtlichen Standpunkt folgendermaßen dar: Die Unternehmer vereinen und Sportlern Gelegenheit zu bieten, ihren Sport weiter aus müßten sich an ihre Organisation wenden, die wiederum mit dem üben zu können, hat der Arbeiter- Athleten Bund zum Sonntag, den 1. NoVerband der Schneider behufs Ermäßigung des Tarifs in Ver- vember, im Restaurant„ Alt- Berlin", Blumenstr. 10, eine öffentliche Uebungsstunde arrangiert. Sportinteressenten freundlichst einbindung treten fönne. Dies habe der Unternehmerverband auch geladen.( Siehe Inserat.) getan und beim Schneiderverband eine Kürzung der Tariflöhne um 25 Proz. beantragt. Kunze betonte in seinem Referat ausdrücklich, hiervon könne keine Rede sein; der Krieg hebe die Tarife nicht auf, und jeder Unternehmer müsse die vereinbarten Löhne zahlen. Alle Arbeiter seien verpflichtet, sich die tariflichen Preise bezahlen zu lassen und jegliche Verstöße gegen den Tarif dem Verband zu melden. Die beste Abwehr sei aber immer, wenn auch der letzte Arbeiter, die legte Arbeiterin sich dem Verbande der Schneider anschlösse. Nur so könnte dieser mit Erfolg auch den leisesten Versuch einer Lohnfürzung zurückweisen. In der Diskussion kam der einmütige Wille zum Ausdruck, sich den Abzug unter feinen Umständen gefallen zu lassen. Der Antrag der Unternehmer wurde denn auch einstimmig ab= gelehnt. Der Vorsitzende Reinke ermahnte die Anwesenden dringend, diesen Beschluß auch streng durchzuführen. Weiter wies er auf die Notwendigkeit hin, den paritätischen Arbeitsnachweis zu benutzen, Die Arbeiter der chirurgischen Branche " Eingegangene Druckschriften. Heft 4 der Nenen Zeit ist erschienen. Es hat folgenden Inhalt: Die finanzielle Kriegsrüstung Kriegsfitten. Von R. Kautsky.( Schluß.) Die internationalen Beziehungen der Ge Rußlands. Von Spectator. werkschaften. Von Adolf Braun.( Schluß.) Aus Ameritas Arbeiter bewegung. Bon G. Edſtein. Notiz. Literarische Rungschau. Postkarte mit Bildnis des Genossen Dr. Frank( in Liefdruck ausPreis 10 Pf. Herausgegeben vom geführt). Deutschen Arbeiter Abstinentenbund, Berlin SO, Engelufer 19. Deutsch- Französisch, Sprachbüchlein für Feldsoldaten. Bu saminengestellt von Georg Davidsohn. 15 Pf. Buchhandlung„ Vorwärts", Berlin SW 68, Lindenstr. 3. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hoj rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten be stimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen bei zufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Eilige Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke - D. W. E. Nein. Für das Reserve- Infanterie- Regiment Nr. 20, dessen Angehörige zum größten Teile aus Berlin und Umgegend stammen, foll Mitte November ein Transport von Liebesgaben abgehen. Zusendungen werden bis zum 10. November an das Ersatz- statt nach den Inseraten zu gehen. Bataillon Reserve- Infanterie- Regiments 20 nach Wittenberg ( Bez. Halle) erbeten. Grwünscht sind besonders warme Unterfleidung, Zigarren, Zigaretten, Tabak. Mit dem Transport können auch Pakete für bestimmte Empfänger befördert werden. Diese wurden unmittelbar nach dem Ausbruch des Krieges in großer Batete müssen mit einer doppelten Umhüllung versehen sein, bon R. 33. Zentralauskunftsstelle für Auswanderer, Berlin, Am Karls denen die äußere die Adresse des Ersatz- Bataillons, die innere da- Bahl arbeitslos, weil einige Fabriken den Betrieb ganz einstellten, andere einen Teil der Arbeiter entließen oder die Arbeitszeit bebad 9/10.- B. J. 33. Sie müssen schon einen Fachmann fragen. gegen die genaue Adresse des Empfängers tragen muß, 3. B. deutend verkürzten. Nach den ersten Siegesnachrichten sezte aber.. 70. Wenden Sie sich sofort an ihre Organisation. 23. 2. 52. Reservist Schulze, 1. Armee, III. Reserve- Armeekorps, 6. Reserve- das Geschäft wieder ein. Verschiedene Firmen erhielten größere Benden Sie sich an die freiwillige Hilfskommission des Nationalen division, 11. Reserve- Infanteriebrigade, Reserve- Infanterieregiment Aufträge für das Heer. Gegenwärtig ist der Beschäftigungsgrad Frauendienst. Unentgeltliche Beratungsstellen in allen Steuerbezirken Nr. 20, II. Bataillon, 6. Kompagnie. Die übrigen, für nicht ein recht günstiger. In einer am Mittwoch abgehaltenen Ver- Berlins, die von 10 bis 7 Uhr geöffnet sind. namentlich bezeichnete Angehörige des Reserve- Infanterieregiments sammlung der Arbeiter der chirurgischen Branche wurden die E. 28. 1. Verpflichtet ist man zum Umtausch nicht. Der wirtschaftliche Nr. 20 bestimmten Pakete müssen außer der Adresse die Aufschrift Verhältnisse in den einzelnen Betrieben besprochen und festgestellt, Bwed der Auffüllung des Goldbestandes der Reichsbank ist wiederholt eins O.. 92. Nein, aber angeführt tragen: Liebesgabe für das Reserve- Infanterieregiment 20. daß die Betriebe für Operationsmöbel zurzeit am stärksten be- gehend von uns dargelegt. 2. Ja. werden kann diese Ausgabe trotzdem. G. R. 13 a. Nein. 8. R. 24. Die Mitgliederversammlung des Wahlvereins Schöneberg nahm schäftigt sind. Die Arbeiter haben es durchgesezt, daß Ueberstunden Die Säge sind uns nicht bekannt, wenden Sie sich an das Reichsmarine3. 2. 34. 1. Das ist möglich. 2. Sie geben nachher den Auftrag ein Referat des Reichstagsabgeordneten Genossen Robert Schmidt erst dann gemacht wurden, als sämtliche Arbeitspläge besetzt amt. über die sozialen Aufgaben der Gegenwart entgegen. An den mit waren. Doch nicht in allen Zweigen der chirurgischen Branche dem Gerichtsvollzieher, den Bersteigerungstermin aufzuheben. reichem Beifall aufgenommenen Vortrag knüpfte sich eine lebhafte herrschen so günstige Verhältnisse. Einige Gummiwarenfabriken verbietet in Berlin eine Polizeiverordnung. Diskussion über das Vorgehen der Stadtgemeinde bei der Regelung haben die Arbeitszeit verkürzt und Arbeiter entlassen. Bei der D. G. 10. 1. Es müßten alle Mitglieder verklagt werden. Der Ausgang der Arbeitslosenunterſtügung. Die Genossen Mollenbuhr, Küter, Firma Elges, die start beschäftigt ist und sonst sehr niedrige Löhne des Prozeffes ist sehr zweifelhaft. Mohs und Henkel brachten zum Ausdruck, daß es bedauerlich ist, zahlte, haben die Arbeiter erst nach mehrmaligen Verhandlungen muß das Verfahren bis zur Beendigung des Feldzuges unterbrochen anfangs 10, dann 20 Proz. einen Zuschlag für Ueberstunden daß die Stadtgemeinde in so ernster Zeit die Arbeitslosenversicherung erhalten. Stürzlich wurde ihnen eine allgemeine Lohnerhöhung von verschlechtert habe. Durch diese Maßnahme sei Schöneberg von 5 Broz. unter Fortfall des Ueberstundenzuschlages bewilligt. dem immer behauptet wurde, daß es in sozialpolitischer Hinsicht an der Spize marschiere, mit an die letzte Slelle innerhalb der GroßBerliner Gemeinden gerückt. R. M. Das Betriebsstener. Nein. Da mehrere ins Feld gerufen find, werden. 2. Neukölln wäre zuständig. A. Treptow. Leider zu spät. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Sonnabendmittag: Etwas fühler, zunächst vorwiegend trübe und windig, mit wiederholten, im Nordosten meist geringen, sonst vielfach starken Regenällen, später langfam aufflarend.