Nr. 298.- 31. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerandot Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1.10 mt., wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pa. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragon in die Bost Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mark pro Monat. Bostabonnements rehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg. Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. S Vorwärts Berliner Volksblaff. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 60 fg., für politische und gewerfichaftliche Bereins. und Versammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das fettgebrudte Bort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Bfg. 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Schwarzen Meer, wo durch die ersten Taten der türkischen gebiete kommen zunächst die russischen Küstengebiete am Flotte der Kampf bereits eröffnet ist, dann das kaukasische Gebiet Rußlands und Aegypten in Betracht. Agentur meldet: Zwischen 9% and 10% Uhr vormittags hat fober, vormittags.( W. T. B.) Unsere Angriffe ein türkischer Kreuzer mit drei Schornsteinen in Theodosia den Bahnhof und die Stadt beschoffen und die südlich Nieuport und öfflich Ypres wurden Kathedrale, die griechische Kirche, die Speicher am Hafen und erfolgreich fortgesetzt. Acht Maschinengewehre die Mole beschädigt. Ein Soldat wurde verwundet. Die Filiale der Russischen Bank für auswärtigen Handel geriet wurden erbeutet und 200 Engländer zu Gein Brand. Um 10% Uhr dampfte der Kreuzer nach Südfangenen gemacht. westen ab. " Ju Noworossijsk ist der türkische Kreuzer Im Argonnerwald nahmen unsere Truppen Hamadie" angekommen und hat die Stadt aufgefordert, sich zu ergeben und das Staatseigentum auszuliefern, mit der mehrere Blockhäuser und Stützpunkte. NordDrohung, im Falle der Ablehnung die Stadt zu bombardieren. westlich Verdun griffen die Franzosen ohne ErDer türkische Konsul und seine Beamten wurden verhaftet. Der Kreuzer ist wieder abgefahren. folg an. Ein Kampf im Schwarzen Meer. Auf der türkischen Botschaft ist folgendes amtidjes Zelegramm eingetroffen: Rußland und die Türkei. Mit dem Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen Rußland und der Türkei hat der Weltkrieg ein neues ungeheures Ge biet erfaßt und Probleme von unübersehbarer Tragweite aufgerollt. Nicht nur die Länder im Becken des Schwarzen Meeres, nicht nur Kleinasien, Armenien und Syrien sind nunmehr in den Krieg hineingezogen, auch Arabien und Aegypten werden zu Schaupläßen friegerischer Ereignisse, die gegen die Verbündeten Rußlands, England und Frankreich, gerichtet die Möglichkeit friegerischer Verwidelungen auf der Balkanhalbinsel, dessen Staaten von einem Neß sich gegenseitig durch freuzender Einflüsse und Interessen umwoben sind. Nachist, droht diese Flamme auch auf den bisher vom Kriege verdem nun auch ganz Vorderasien vom Kriegsfeuer erfaßt worden schonten Südosten Europas überzugreifen. Im übrigen ist im Westen und ebenso auf dem öfflichen Kriegsschauplatz die Lage unver- sein werden. Und hinter diesen Perspektiven erhebt sich noch ändert. Russische Schiffe versuchten die Ausfahrt der türkischen Flotte aus dem Bosporus in das Schwarze Meer zu verreichs eröffnet auch der Türkei Aussicht auf eine Wiedergeburt, hindern. Die türkischen Schiffe eröffneten das wie er Deutschland die einflußreichste Stellung in Kleinasien Feuer und vernichteten ein russisches Tor- sichert. pedoboot und ein Kanonenboot. Hierbei wurden achtzig Gefangene gemacht." Eine offizielle Kriegserklärung ist nicht erfolgt. Am wesentlichsten ist es zunächst, die Ursachen und tretVon großem Interesse wird die Rückwirkung des Ein- benden Kräfte des türkisch- russischen Krieges zu untersuchen. greifens der Türkei auf die übrigen Balkanstaaten sein. Ein Seit 1878 hat Rußland feinen Krieg mit der Türkei geführt, Opfer des letzten Balkankrieges war auch Bulgarien. Es aber all die vorhergehenden Jahrhunderte waren ausgefüllt ist bisher neutral geblieben; ob es aus dieser Neutralität her- mit blutigen Kriegen gegen die Türkei, die ehemals die stärkste austreten wird, hängt wohl vor allem von der Stellungnahme Macht im Südosten Europas und im Becken des Schwarzen Griechenlands, das jetzt selbst in Südalbanien engagiert ist, Meeres gewesen ist. Die Türkei war der Erbfeind" Rußund Rumäniens ab. Jedenfalls erscheinen aber durch die Be- lands, und im Stampf gegen die Ungläubigen" erſtarkte der teiligung der Türkei die Balkanprobleme in all ihrer Kom- Baren, das, aus allen möglichen europäischen und asiatischen pliziertheit aufs neue aufgerollt. Provinzen zusammengestohlen, durch die Erwerbung der ehemals türkischen Provinzen den Zugang zum Schwarzen Meere erzwang und auf dem unbezwingbaren Felsrüden des Kaufajus feste Grenzwälle gegen die asiatischen Nachbarn auftürmte. Auch der sogenannte„ Befreiungsfrieg" von 1877/78 war ein Glied in dieser Kette der russischen Eroberungskriege, die den Traum verwirklichen sollten, Konstantinopel und die Dardanellen und damit den freien Ausgang zum Mittelländischen Meer Rußland in die Hand zu geben. Deren An dem osteuropäischen Problem hat sich der Weltkrieg entzündet, und seitdem im Balkankrieg sich die slawischen Nationen gegen die Türkei unter dem Schuße Rußlands erhoben hatten, war hier wiederholt auf die drohende Gefahr hingewiesen worden. Der Kampf der kleinen slawischen Entscheidend für die Beurteilung der Bedeutung des Nationen gegen die türkische Herrschaft war stets von Ruß- türkischen Vorgehens wird schließlich die Rückwirkung land begünstigt worden, um dadurch seine Machtstellung auf sein, die die Stellungnahme des Kalifats auf die übrigen dem Balkan zu stärken. Nach dem Siege der Balfanstaaten Teile der islamitischen Welt haben wird. Man kann suchte Rußland deren Drang nach nationaler Vereinigung erwarten, daß vor allem die Unabhängigkeitsbewegung in die Spitze gegen Desterreich- Ungarn zu geben, den Serben Persien und Aegypten eine Stärkung erfahren wird. und Montenegrinern die Eroberung der südslawischen Ge- Ausdehnung wird für die Bindung russischer und englischer biete der Habsburgischen Monarchie in lockende Aussicht zu Streitkräfte entscheidend sein. Das Ergebnis des Krieges war anders, als Rußland es stellen und so Desterreich gegenüber dieselbe Politik der Ueber die Stärke der türkischen Militär- fich gedacht hatte trotzdem es im Kriege Sieger geblieben nationalen Zerrüttung und Sprengung von innen heraus zu treiben, die es mit solch großem Erfolg ein Jahrhundert lang gegenüber der Türkei getrieben hatte. Als Desterreich sich zur Wehr setzte und Serbien zur Ruhe zwingen wollte, hat Rußland sich auf die Seite Serbiens gestellt. Der Krieg war entfesselt, der das durch Gegensätze und Fragen ganz anderer Art gespaltene übrige Europa in seinen Wirbel 80g. Jett kehrt der Krieg wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück, rollt noch einmal den alten und unversöhnlichen türtisch- russischen Gegensatz auf und stellt der Türkei wohl zum lettenmal die Schicksalsfrage. Auf deutscher Seite meldet die Türkei die Revision ihres Prozesses vor dem Weltgericht an. Auf deutscher Seite: Denn seit Jahren schon hatte die deutsche Weltpolitik die Türkei in ihrem Kampfe gegen Rußland auf der einen, gegen Frankreich und England auf der anderen Seite zu stüßen gesucht. Durch den Bau der Bagdadbahn schuf sich Deutschland nicht nur eine Grundlage für eine wirtschaftliche Einflußnahme in Kleinasien, es suchte damit die Türkei zugleich ökonomisch und militärisch zu stärken. Namentlich sah sich England durch diesen Bahnbau, den es immer wieder zu hindern suchte ,, in seiner Stellung in Aegypten und am Persischen Golf bedroht, und diese türkische Politik Deutschlands war es ja auch nicht zum wenigsten, die die steigende Gegnerschaft Englands hervorrief. Die Niederlage der Türkei im Balkankrieg schien auch eine Niederlage dieser Politik. An ihre Stelle trat der Versuch einer Verständigung mit England über eine Abgrenzung der Interessensphären in Kleinafien. Der Ausbruch des Krieges machte dem ein Ende und die Türkei geht jetzt als Bundesgenosse gegen die Gegner Deutschlands ins Feld. Der Sieg Deutschlands und Dester10166 ODESSA Bug RU Nikolaje Otschalow Kinburn Onjepr o Alexandrowsk Nikopol S N D Taganrog Melitopol Golf v. Tagan Jeja Jeisk Chersson Eupatoria Perekop Krim Simferopol Sewastopol alla Berdjansk Mariupo Theodossija ASOWSCHES MEER Kerisch femrjuk Kuban Jekatermoo dar Noworossiisk ESCHWARZES MEER Der Schauplatz der türkischen Flottenaktion. 0 50 100 Km fwir. Das auf dem Berliner Kongreß 1879 gebildete System der Balkanstaaten setzte allen Hoffnungen Rußlands, seine Macht bis zum Mittelländischen Meere auszudehnen, ein Ende, denn es lag keineswegs im Interesse der neugebildeten Balkan- staaten, sich der russischen Politik unterzuordnen und sich frei- willig in russische Satrapien zu verwandeln.'Die gesamte russische Balkanpolitik war deshalb seitdem darauf gerichtet, durch fortwährende Intrigen das zu erreichen, was ihr auf dem Wege des Krieges versagt geblieben war. Und die Ver- Wickelungen der Balkanpolitik steigerten sich um so mehr, als die Balkanhalbinsel bald zum Mittelpunkt der nach Südosten drängenden Weltpolitik Lest erreich- Ungarns, und Teutschlands wurde. Auch auf asiatischem Boden trat Rußland— und zugleich auch seine Verbündeten Frankreich und England— in immer schärferen Gegensatz zu der innerlich nicht gefestigten, auseiu- anderstrebenden Türkei. Wenn Frankreich mit seinen Kapi- talsinvestionen in der europäischen und asiatischen. Türkei, vornehmlich in Syrien, noch eine Art Wirtschaftspolitik in der Türkei betrieb, so hatten es' England und Rußland vor allem auf Gcbictseroberungen abgesehen. Nach der schwach verhüllten Annexion Aegyptens durch England vor seinem Vordringen in Arabien, nach der immer offenkrmdiger auf- tretenden Politik Rußlands in Armenien und an der persisch- türkischen Grenze zeigte es sich immer deutlicher, daß die Tür- kei sowohl vom Süden wie vom Norden.von England und Rußland bedroht wurde. Zugleich drangen vom Nordwesten her neue starke Einflüsse wie ein Keil in die asiatische Türkei ein. Tie. ans die Erlangung neuer Wirtschaftsgebiete und auf die Schwächung Englands ausgehende'd e i> tsch e B a g- dadbahnpolitik sah sich sowohl aus politischen wie aus wirtschastlich-geographischcn Gründen gezwungen, eine andere Art Äusdchnungspolitik zu betreiben wie England und Ruß- land. Auch sie stand auf kapitalistischer'Grundlage, auch sie trug den Keim politischer Verwickelungen in sich, auch sie scherte sich subjektiv herzlich wenig um die Völker, deren Ge- biete sie wirtschaftlich„erschloß". Aber die objektive Lage tvar so, daß die deutsche Politik in Vorderasicn eine Regeneration der Türkei brauchte— um sich ihrer als Waffe gegen England zu bedienen, während England— wie auch Rußland— eine schwache Türkei brauchte, um ihre seit Jahrzehnten gegenüber der Türkei inaugurierte Gebietspolitik fortsetzen zu können. Diese verschiedenen Richtungen des deutschen und englisch- russischen Imperialismus in der Türkei— die zentripetale Deutschlands und die zentrifugale Englands und Rußlands— haben es nun mit sich gebracht, daß die Türkei in der jetzigen großen Auseinandersetzung der kapitalistischen Staaten sich auf die Seite Teutschlands und Oesterreich-Ilngarns gestellt hat. Rußlanüs strategische Lage am Schwarzen Meer. Da mau bei dein Kriege zwischen Rußland und der Türkei zunächst mit Flottenoperationeu auf dem Schwarzen Meere zu rechnen hat, gewinnen die Flottenstärken wie die Küstenbefefti- gnngen eine besondere Bedeutung. Die russische Schwarz- incerflotte besteht zurzeit aus 5 Linienschiffen, 2 geschützten Kreuzern, B ungeschützten Kreuzern, 17 Torpedobootzerstörern, 17 Torpedobooten und 5 Unterseebooten. Was die Küsten- Verhältnisse betrifft, besitzt Rußland in dem europäischen Küstentcil für tiefgehende Schiffe nur 3 brauchbare Häfen: Odessa, Feodossia und Sewastopol, von denen der letztere, bekannt durch die Belagerung durch die verbündeten Türken, Engländer und Franzosen im Jahre 1854/65, stark befestigt ist und als Basis für die russische Flotte dient. Fco- d o s s i a, das gestern von einem türkischen Kreuzer bombardiert worden ist, liegt etwa 100 Kilometer von der Einfahrt in das Asowsche Meer, an der Südostküste der Halbinsel Krim. Am Ein- gang zum Asowschen Meer liegt der Handelshafen Kcrtsch mit der 12 Kilometer weiter östlich gelegenen alten Festung I e n i k a l e und der 3 Kilometer südöstlich entfernten neuen Festung Paul. Als Küstenbefestigungen sind ferner zu erwähnen die Forts von Otschakow und Kicburn(bekannt aus den russisch-türkischen KricAcn), die den Eingang zum Dnjepr-Bug-Liman sperren. An der kaukasischen Küste sind die Häfen von N o w o r o s s i s k, P o t i und Baku in zu nennen. Rußlands Landgrenze mit der Türkei ist durch eine Reihe starker Gebirgszüge und durch die Festung Kars geschützt, die die Russen nach harten Kämpfen 1877/78 den Türken abnahmen. Weniger ge- schützt ist die russisch-persische Grenze, die sich vom Ararat bis zum Kaspischen Meer hinzieht. Zum Schutz dieser Grenze hat Rußland in den letzten Jahren Befestigungen in den von russischen Truppen besetzten nordpersischen Provinzen am llrniia-Sce errichtet. Indessen kann die Lage dieser Truppen bei einem kräftigen Zusammenwirken der Türkei und Pcrsiens ziemlich schwierig werden. Es ist deshalb zu erwarten, daß Rußland aus diesem Teil des Kriegsschauplatzes .die.Ojseusive ergreifen wird. Wie sich öie Nusten täuschten. Berlin, 90. Oktober.(W.T.B.) Die heute hier eingekroffenc Nummer der römischen„Tribnna" Pom llsi. d. M. meldet aus Athen vom 24. d. M.: Die„Gäben" und die„Breslau" sind eilig in den BoS- porus zurückgekehrt und wie es scheint, werden sie nicht wieder im Schwarzen Meer auftreten. Die Botschafter Rußlands und Englands haben der Pforte erklärt, daß ihre Regierungen den Eigcntumsübergang dieser Schiffe als null und nichtig be- trachteten; wenn also die„Göben" und die„Breslau" außer- halb der Dardanellen mit der englischen oder im Bosporus mit der russischen Flotte zusammentreffen sollten, so würden sie riskieren, in den Grund gebohrt zu werden, welche Flagge sie nun auch führen möchten. Der russische Botschafter soll hinzugesügt haben, die Bewegungen des russischen Geschwaders gegen den Bosporus seien auf die Tatsache zurückzuführen, daß die„Göben" und die„Breslau" außerhalb der türkischen. Gewässer signalisiert gelvesen seien. Die Sotschafter öer Triple-�llianz verlasten Konstantinopel. Rom, 3(1. Oktober.(T. U.) Die„Agenzi Stefani" meldet: Das italienische Ministerium des Aeußcrn erhielt aus Kou- stantinopel die Nachricht, daß der russische Botschafter in Kon- stantinopel von dort abgereist ist und den Schutz der russischen Staatsangehörigen der italienischen Regierung übertragen habe. Die Abreise des englischen und des französischen Bot- schafters gilt als bevorstehend. Englische Truppenverschiebungen in slepppten. Hirnz, 30. Oktober.(T. II.) Reuter meldet aus Kairo, daß ein Teil der am Suczkaual aufgestellten e n g li sch en T r u p P en nach dem Süden geschickt wurde, wo die Anwesenheit von starken Streitkräften erforderlich sei. Die vulgaren beschießen ein russisches Kanonenboot. London, 29. Oktober.(W. T. B.) Nach Blättcrmcldungru haben die Bulgaren auf ein russisches Kanonenboot geschossen, das der serbischen Armee auf der Donau Vorräte zuführen wollte. Vorsichtsmaßnahmen öer Englänöer. 5lo»stantinopel, 29. Oktober.(W. T. B.) Nachrichten aus Aegypten zutolge verboten die Engländer unter dem Vor- wände der Unsicherheit der Verkehrsstraßen die Pilgerschaft nach den heiligen Stätten des Islam. Die Engländer scheinen vermeiden zu wollen, daß die Mohammedaner Aegyptens mit der übrigen mohammedanischen Welt in Bcrnhrm.g kommen. Diese Eingriffe in religiöse Angelegenheiten verschärfen die Erbitte- rung gegen England. Die Blätter bestreiten die Gültigkeit der zu- stimmenden Begutachtung, die der Obcrmufti unter englischem Druck gab. Ein griechisch-bulgarischer Zwischenfall. Sofia, 30. Oktober. Tie Agence Bulgare meldet: Am 25. Oktober kanr es zwischen bulgarischen und griechischen G r e n z p o st c n von Goleschowo zu einem G c w e h r f e u e r, das sieben Stunde» währte. Veranlaßt wurde der Zwischenfall durch den Versuch der Griechen, in der neutralen Zone Laufgräben zu errichte». Auf bulgarischer Seite wurde ei» Man» verwundet auf griechischer Seite ein Mann gelötet und zwei Mann ver- wundet. vom westlichen Kriegsschauplatz. Frankreich hat nichts zu melöen. Paris, 30. Oktober.(W. T. B.) Amtlich wird vom 29. Oktober 11 Uhr abends gemeldet: Nach den letzten Berichten sind keinerlei Nachrichten von Bedeutung zu melden. Englanö rechnet auf eine lange Kriegs- öauer. London, 29. Oktober.(W. T. V.)„ M o r n i n g p o st' schreibt über die Kriegslage: Dcuischland ist einig und entschlossen. auszuharren. Es wirft alle seine Hiltsguellen, die gewallig und wohlorganisiert sind, in den Kampf. Seine Truppen sind diSzi- p liniert, gut ausgebildet und gut bewaffnet. Ihre Tapferkeit ist wunderbar. Gegen die.Nation, die äugen- scheinlich bereit ist, einen hohen Preis für den Sieg zu zahlen, für die Herrschaft in Land, Meer und Luft, werden die Verbiin- d c t e n schwer für d e n E r f o l g zahlen müssen. Wenn Deutschland die Linie der Verbündeten zwischen der Schweiz und dem Meere nicht durchbrechen und die russischen Heere nicht erschöpfen kann, unterliegt es. Für die Verbündeten sind Geduld und Ausharren die Losung, für England die unermüdliche Anstrengung, die Vermehrung seiner Streitkräfte vor- zubereiten. Aber die 9t c g i e r u n g.kann die Männer nicht in einen, schnelleren Tempo aufrufen, als sie organisiert, ausgebildet und ausgerüstet werden können. Wir sind gegenwärtig kaum in der Lage, die Anregung in dem Montag vcröffenilichlen vortrefflichen Briefe des Franzosen anzunehmen. Die Zeit mag kommen, wo ein allgemeiner Aufruf zu den Waffen notwendig w ä r e. Aber auch eine solche Maßregel muß vorbereitet werden, wozu bisher keine Zeit Ivar, obwohl wir darauf vertrauen, daß sie erwogen und geplant würde. Die augenblickliche Aufgabe ist die Ausrüstung und Ausbildung einer großen Zahl Männer, die jetzt organisiert und gedrillt werden. Erschöpfung im französischen tzeer! Der Korrespondent der römischen„Tribnna" entwirft aus Dünkirchen von dem jetzigen Zustand der französischen Armee fol- gendes Bild: „Der französische Soldat ist völlig erschöpft, völlig zusammen- gebrochen. Rur der Territorialsoldat ist noch einigermaßen munter, der Liniensoldat und der Reservist dagegen schlafen kaum mehr. Seit Anfang des Krieges haben sie keine Zeit, an Körperhygicne zu denken. Sie müssen alle drei bis vier Tage endlose Märsche zurücklegen, kämpfen und dann weitermarschieren. Ter französische Soldat ist an sich robust, widerstandsfähig, mutig, intelligent und patriotisch, aber„er kann nicht mehr, er kann einfach nicht mehr". Das den Deutschen abgelernte Graben von Schützengräben, das er früher verlachte, bringt ihn vollends herunter. Tie Entbehrungen sowie der Mangel an Reinlichkeit setzen ihn Krankheiten aus. Wenn man ihn so sieht, besonders. in der Nähe der Fcuerlinie, so weiß rrnrn wirklich nicht, ob man für ihn mehr Mitleid oder Be- wunderung empfinden soll. Die Kokonialtrnppen, die noch so große Dienste leisten könnten und sollten, sind vor Kälte erstarrt und werden binnen kurzem samt und sonders nach Südsrankreich gebracht werden müssen, um nicht zu erfrieren. Etwas besser scheinen d.ie Hindus die Kälte ertragen zu können. Sie sind auch wärmer gekleidet als die nur mit kurzen, leichten Tuniken an- getanen Afrikaner, die zudem im Freien schlafen müssen. Be- sonders leiden die Sudanesen, die immer eiskalte Hände haben und vor Frist zittern wie Espenlaub. Im Kampfe müssen solche zitternden Leute einen traurigen Eindruck machen. Am beneidens- wertesten sind die Engländer daran, die sich gewissermaßen als Touristen fühlen, an nichts Mangel leiden und eine Art von Aristokratie im bunten Heere der Verbündeten bilden." Der Kampf in öen Lüften. London, 30. Oktober.(T. U.) Die„T i m e s" melden aus Nord- frankreich: Eine neue britische Feuerwaffe, die in den letzten Tagen zum ersten Male zur Anwendung gelangte, ist der S ch r e ck e n d e r deutschen Flieger, die bis jetzt jeder Gelegenheit eines Einzelkampfcs mit englischen Fliegern aus dem Wege gingen, soweit eine Flucht ohne Erwiderung des feindlichen Feuers über- Haupt möglich war. Eine„Taube" flog kürzlich über das Haupt- quartier des britischen Generalstabcs und streute reichlich Bomben aus, ihr Flug kam jedoch schon nach ein oder zwei Schuß zum Ende. Die hochsliegende Maschine kam allerdings nicht zur Erde, sie war aber so schwer beschädigt, daß sie schon nach Zurücklegung einiger Meilen landen mußte. Ein anderer deutscher Flieger ver- suchte am nächsten Tage den Fehlschlag wieder gutzumachen, aber bevor er ernstlich mit Bombenwerfen beginnen konnte, zwang ihn das feindliche Feuer, eiligst in seine Linien zurückzukehren. Die britischen Flidger, so sagt das Blatt, hätten große Vorliebe für Gewehrfeuev, neben dem Gebrauch des Revolvers und der Flug- zeugkanone und sie machten außerordentlich guten Gebrauch von diesen Waffen, wenn sie sich im Kampfe mit feindlichen Flng- zeugen befinden. vom österreichisch-rujsischen Kriegsschauplatz. Die Schlacht an öer Weichsel in rujsijcher Darstellung. Der militärische Mitarbeiter der Petersburger„Ret sch" gibt in der Nummer vom 2(1. d. M. eine zusammenfassende Schilderung des gewaltigen Ringens an der Weichsel. Ob- gleich diese Schilderung sich nur auf die erste Phase dieser Kämpfe bezieht, ist sie für uns doch recht interessant. Aller- dings muß stets berücksichtigt werde», daß die eigenen und die gegnerischen Operationen hier vom russischen Stand- Punkt gekennzeichnet werden. Wir entnehmen dieser Schilde- rung folgendes: „Ter Hauptschlag der deutschen Armeen war gegen die Linie Warschau— Jwangcrod gerichtet, wobei drei anrückende Gruppen der deutschen Truppen die Richtung auf Warschau hatten, während eine Gruppe deutscher und österreichischer Truppen, die in nordöstlicher Richtung operierte, den lieber- gang über die Weichsel bei Jwangorod zu forcieren suchte, um auf den Eisenbahnknotenpunkt bei Jwangorod ein- zuWirken und bei einem schwachen Widerstand bei Jwangorod und dem Gelingen eines Ueberganges über die Weichsel unsere Verbindungen im Rücken Warschaus zu bedrohen. Diese Operation der vierten Gruppe der deutschen und osterreichi- scheu Truppen gelang nicht. Nachdem die ersten drei Gruppen bei Warschau auf hartnäckigen Widerstand gestoßen waren, gingen sie ein wenig zurück und nahmen eine abwartende Haltung ein, indem sie Befestigungen aufwarfen und Defcnsivstellungen einnahmen.(Offenbar bestanden die Operationen nach dem 29. d. M., also in der zweiten Phase der Weichselschlacht, in der Wiederaufnahme der deutschen Offensive, die bekanntlich mit der Loslösung vom Feinde und dem Zurückziehen auf die mehr nach Westen gelegenen Feld- befestigimgen endeten. D. Red.) Aus dem allem— fährt das russische Blatt fort— kann gefolgert werden, daß die Operationen in diesem Rayon offenbar keinen ernsten C h a r a k t e r trugen, sondern eher eine D e in o Ii- st r a t i o n waren, die allerdings nicht der Hoffnung auf einen zufälligen Erfolg entbehrten. Diese Demonstration hätte sich in einen Hauptschlag verwandelt, wenn die Gegner an irgendeinem Punkt einen Erfolg gehabt hätten, d. h. wenn es ihnen gelungen wäre, von Warschau ohne Kampf Besitz zu ergreifen— woraus übrigens die Deutschen ge- rechnet haben mögen, von der Ansicht geleitet, wir würden Warschau nicht dem feindlichen Bombardement aussetzen wollen—, oder wenn es ihnen gelungen wäre, die Fluß- Übergänge bei Jwangorod in die Hand zu bekommen und dadurch unsere Verbindungen zu bedrohen, was unseren Rück- zug ans das rechte Ufer der Weichsel und die Räumung Warschaus zur Folge gehabt hätte. Da ihnen aber weder das eine noch das andere gelungen ist, und sie keine besondere Hartnäckigkeit bei der Erreichung dieser Ziele an den Tag legen, verfolgen sie offenbar eine andere Aufgabe, die für sie wesentlicher und wichtiger ist. Um festzustellen, was das für eine Aufgabe ist, müssen wir den fortwährenden Hinweisen des Stabes des Over- koinistcmd'ierenden auf die hartnäckigen Kämpfe im Süden von Przemysl Beachtung schenken, die ungeachtet unseres Erfolges, der in der fortwährenden Gefangennahme der anrückenden Abteilungen zum Ausdruck kommt, mit ungeschwächter Energie weiter geführt werden; auch müssen wir beachten, daß südlich von Przemysl.in den Karpathen sich eine An- Häufung der österreichischen Truppen bemerkbar macht, die gleichsam eine neue ziemlich starke Gruppe bilden. Wir schließen daraus, daß zurzeit der Schwerpunkt gerade tu der Aufgabe dieser Gruppe liegt, die sich im Rayou Tucholka-Slawskö, d. h. im Tale des Flusses Opor, des rechten Nebenflusses des Stryi, und auch am Oberlauf des letzteren entwickelt hat. Offenbar hat die Leitung der deutschen und österreichi- scheu Truppen diese Gruppe mit der schwersten und ver- antwortlichsten Aufgabe betraut: unseren linken Flügel zu umgehen, damit wir gezwungen sind, G a l i z i e n w e st l i ch von Lemberg zu räumen und unsere Truppen aus dem Rayon S a n— D n j e st r— W e r e s ch i n zurück- zuziehe n."________ Der Seekrieg. �Emöen� versenkt einen Kreuzer unö einen Torpeöobootszerstö'rer. Leipzig, 30. Oktober.(W. T. B.) Die„Leipziger Neueste» Nachrichten" verbreiten folgendes Extrablatt: Kopenhagen, 29. Oktober. Nach einer amtlichen Petersburger Meldung ans Tokio wurde der russische Kreuzer „ S ch e in t s ch u g" imd ein französischer Torpedos ägcr ans der Reede von Pul» Pinang durch Torpedo schüsse des deutsche» Kreuzers„Emden" zum Sinken gebracht. Ter Kreuzer hatte sich durch Anbringung eines vierten falsches Schornstein-? un- kenntlich gemacht und konnte sich auf diese Weise den vernichteten Schiffen unerkannt nähern. Ter russische Kreuzer � S ch e in t s ch u g" ist das neueste Schiff der russischen sibirischen Flotte. Er lief 1903 von Stapel, ist immer- hin also noch ein modernes Schiff.„Schemtschug" ist 110,9 Meter lang, hat eine Breite von 12,2 Meier und einen Tiefgang von lünf Meter. Das Deplacement beträgt 3180 Tonnen, das der„Emden" 3050 Tonnen, also unser Kreuzer ist nur eine Kleinigkeit größer, als der vernichtete russische. Der Verlust trifft die russische Flotte um so schwerer, als„Schemtslbug" sehr schnell war; die 17 000 Pserdckräfte, welche die Maschinen entwickelten, gaben dem Russen eine Geschwindigkeit von 24 Knoten. Der Besatznngsetat ist 350 Mann. P n I o- P i n a n ist eine zu Britisch-Hinterindien gehörige Insel; sie liegt südlich der siamesischen Grenze, nahe dem nördlichen Eingänge der Straße von Malatza. Die Insel, die auch Prince-of- Wales-Jnsel genannt wird, wird von etwa 130 000 Malaien. Chinesen und Chiuliar bewohnt. Ihre Hauptstadt ist Georgetown. Die minenverseuchte irische Küste. Amsterdam, 29. Oktober.(T.-U.) Reuter meldet auS London: Die Besatzung eines in Fleetwood angekommenen Schiffes berichtet, daß noch ein anderes D a m p f i ch i f f an der N o r d k ü st e von Irland auf der Höhe von Malin Head auf eine Mine gestoßen ist. Die„Time!" erklären anss neue, mit Rücksicht auf die feindlichen Minen in der Nordsee, die einzige Sicherheitsmaßregel gegen ein derartige» Vorgehen sei, die Nordsee gegen jeden neutralen Handelsverkehr zu schließen. Nr. 298. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 31. Oktober 1914. Feldpost- Abonnements. Wir weisen unsere Leser darauf hin, daß unsere sämtlichen Filialspeditionen wie die Hauptexpedition Feldpost- Abonnements auf den Vorwärts" zum Preise von 1,10 Mark monatlich entgegennehmen. Die Zeitung wird den im Felde Stehenden von unserer Hauptexpedition als Feldpostbrief täglich nach gefandt. Bei Bestellung des Abonnements ist genau anzugeben, welchem Armeekorps, Division, Brigade, Regiment, Bataillon, Kompagnie usw. der Empfänger angehört. Verlustlisten. williger Krankenpflege. Der durch Sanitätssoldaten und Aus der Neuköllner Kriegsnotstandskommission Militärärzte ausgeübte Feldsanitätsdienst behält sich die ge- Sonderausschuß II für Lebensmittelteuerung samte Tätigkeit unmittelbar hinter den Feuerlinien, auf den wird folgendes berichtet: Aus den Kreisen der Schlächtermeister war armeen vor und zieht nach Bedarf besonders gut ausge- zu lassen. Im Laufe der Erörterungen lam der Ausschuß zu der Schlachtfeldern, überhaupt im Operationsgebiet der Feld- beantragt worden, eine Erhöhung des Preises für Schmalz eintreten bildetes Personal der freiwilligen Krankenpflege als Helfer leberzeugung, daß eine Revision der Schmalzpreise nach der gegen hinzu, während die Angehörigen des Roten Kreuzes, die nach wärtigen Marktlage in so furzen Zeiträumen stattfinden müsse, daß alter Sitte sich in der Verwundetenpflege betätigenden eine sachgemäße Kontrolle nicht mehr durchführbar sein würde. Johanniter- und Malteser- Ordensritter sowie einige andere Außerdem gelangte der Ausschuß zu der Ueberzeugung, daß bei dem fleinere Samaritervereine erst mehrere Meilen hinter der geringen Angebot, insbesondere wegen Fehlens des ausländischen Kampffront, auf den Etappenlinien bis weit in die Heimats- Schmalzes, diese Ware aus Zweckmäßigkeitsgründen nicht mehr in die gebiete hinein, zugelassen sind. Naturalienlieferungen der Stadtgemeinde einbezogen werden dürfte. Von der Riefenfülle der Arbeit, die hier der freiwilligen Infolgedessen wurde beschlossen, Gutscheine für Schmalzlieferungen Krankenpflege harrt, kann man sich einen fleinen Begriff neu nicht mehr auszugeben und lediglich die noch im Um machen aus dem Organisationstableau kurz vor Ausbruch des lauf befindlichen Marken einzulösen. Ferner wurden die SchlächterStrieges. Hiernach verfügte das Rote Kreuz über 2000 Sa- meister ermächtigt, auf Schmalzmarken Liesen, Rückenfett oder Fettnitätstolonnen mit 65 000 Stöpfen, hauptsächlich für den backe zu verabsolgen. Der Preis für die letztgenannten Artikel wurde Krankentransport, ferner über die Gemeinschaft freiwilliger um 5 Pf. erhöht. Krankenpfleger im Striege" mit 82 Verbänden und 12 000 " Ein Köpfen, durchweg theoretisch und praktisch ausgebildeten die hiesigen Schlächtermeister wurden, Einzelfälle zur Sprache_geGelegentlich der Erörterungen über die Fleischlieferung durch Leuten, sodann über 5500 Berufsschwestern, den sogenannten bracht, in denen Schlächtermeister auf die nach der GutDie Verlust liste Nr. 64 der preußischen Armee bringt rinnen vom Roten Kreuz", endlich über eine große Zahl von Mit- und zehn Pfennigen gefordert Rote Kreuz- Schwestern, 1000 Hilfsschwestern und 7200 Helfe- fcheinen gelieferten Fleischwaren noch Zuzahlungen von fünf Verlufte folgender Truppen: zehn Pfennigen gefordert und erhalten haben. 4. und 15. Inf.- Brig., Stab; 69. Res.- Inf.- Brig., Stab; fannt, auch schon auf die Hilfe in Friedenszeiten und ist in dieser Form als Betrug bar, der im Falle einer Anzeige gliedern in Vereinen. Die Tätigkeit dieser Armee erstreckt sich, wie be- derartiges Verfahren ist unzulässig und stellt sich in 1. Garde- Ers.- Reg.; 2. Garde- Reg.; 2. Garde- Res- Reg.; 2. GardeEri.- Reg.; 3. Garde- Reg.; Garde- Gren.- Reg. Augusta; 5. Garde- ihrer Organisation so zugeschnitten, daß sie mit allen Kräften zur Einleitung des Strafverfahrens gegen den Lieferanten Reg.; Garde- Gren.- Reg. Nr. 5; Gren.- Regimenter Nr. 2, 6, 7; Ref. auch für den Striegsfall bereit sein soll. Die 5500 Berufs- führen kann. Die Inhaber von Wertmarken müssen in ihrem InterInf. Reg. Nr. 7; Pandi.- Inf.- Reg. Nr. 7; Gren.- Reg. Nr. 9; Brig.- schwestern, 1000 Hilfsschwestern und 7200 Helferinnen müssen effe selbst darauf achten, daß die Schlächtermeister die auf den Ers.- Bat. Nr. 9; Gren.- Reg. Nr. 11; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 11; Gren.- praktische Vorbildung genossen haben, lettere allerdings nur Magistratsgutscheinen bezeichneten Waren ohne Nachforderung tatReg. Nr. 12; Brig.- Ers.- Bataillone Nr. 12, 17; Ref.- Inf.- Regi- durch einen vicrwöchigen theoretischen Kursus, und aus dieser sächlich liefern. Allerdings kann von den Schlächtermeistern nicht menter Nr. 19, 20, 22; Juf.- Reg. Nr. 23; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 23; großen Zahl weiblicher Hilfskräfte erklärt es sich einiger erwartet werden, baß fie bei Auswahl einer bestimmten Fleischsorte, Res- Inf.- Regimenter, Nr. 24, 25; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 25; Res.Inf.- Reg. Nr. 26; Juf.- Reg. Nr. 30; Rei- Inf.- Reg. Nr. 32; Brig.- maßen, daß viele Hunderte stellenloser berufsmäßiger Kranken- die nicht auf den Magistratsgutscheinen bezeichnet ist, die höherwertige Ers.- Bat. Nr. 34; Füs.- Reg. Nr. 35; Res- Inf.- Reg. Nr. 35;& ü Pflegerinnen, die dem Roten Kreuz ihre Dienste anboten, zu ware liefern. Die Schlächtermeister sind gehalten, grundsätzlich nur Erſ.- Bat. Nr. 34; Füs.- Reg. Nr. 35; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 35; Hüsnächst Regimenter Nr. 38, 39; Landw.- Jnf.- Reg. Nr. 39; Res.- Inf.- Reg. nächst zurückgewiesen wurden, obwohl sie viel größere Kennt die auf den Gutscheinen bezeichneten Waren zu liefern, dürfen auch Nr. 40; Inf.- Reg. Nr. 41; Brig.- Fri.- Bat. Nr. 44; Ref.- Inf.- Reg. nisse besigen als die 7200 Helferinnen". Hier ist in der beim Willen der Inhaber der Gutscheine gegen Nachzahlung eine andere Nr. 48; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 49; Inf.- Reg. Nr. 51; Landw.- Inf.- Organisation eine soziale Lücke, die nach dem Kriege aus- Ware nicht verabfolgen. Den Inhabern von Gutscheinen steht das Recht Reg. Nr. 53; Inf.- Reg. Nr. 55; Res.- Inf.- Reg. Nr. 55; Landw.- gefüllt werden muß. Inf.- Reg. Nr. 55; Inf.- Regimenter Nr. 57, 59, 60, 61, 63; Landw.- Bei der Arbeitseinteilung der Rote Kreuz- Armee wird bezeichnen, den Gutschein erst nach Empfang der Ware in Zahlung zu, wenn sie die auf den Gutscheinen enthaltenen Waren sachgemä Inf.- Reg Nr. 66; Rej.- Inf.- Regimenter Nr. 67, 68; Inf.- Reg. Hauptsächlich unterschieden zwischen Lazarett, Transport, au geben. Nr. 69; Füs.- Reg. Nr. 73; Res. Inf.- Regimenter Nr. 75, 76; Landw. Begleit- und Depotpersonal. Daneben sind überaus weitInf.- Reg. Nr. 76; Inf.- Reg. Nr. 77; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 78; Brig.- verzweigte andere Arbeitsfelder vorgesehen, die mühsam schon Bädermeistern gegebene Anregung auf Erhöhung der Mehl- und Eine aus Anlaß der allgemeinen Mehlteuerung von den Ers.- Bat. Nr. 79; Füj.- Reg. Nr. 80; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 83; Inf.- Reg. Nr. 85; Füs.- Reg. Nr. 86; Res-- Inf.- Reg. Nr. 87; Inf. während des Krieges und in jahrzehntelanger Friedenstätigkeit Brepreise wurde in Anbetracht der behördlichen Festsetzung von Regimenter Nr. 92, 93, 94; Rej.- Inf.- Reg. Nr. 94; Inf.- Regimenter für ihren Teil wieder aufbauen helfen wollen, was an Kultur Höchstpreisen für Getreide vorläufig zurückgezogen, um erst die Nr. 96, 97; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 109; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 109; der Weltkrieg in wenigen Monaten zerstört hat. Jede Groß- Wirkungen der Preisfestfegungen auf den Kleinhandel abzuwarten. Inf. Regimenter Nr. 117, 118, 130, 135, 137, 143, 147, 152, 153, ſtadt und fast jede Kleinstadt hat seine eigene Kreuzvereinigung. 154, 155, 156, 160, 163, 165, 167, 168, 170, 171; Sandsturm- Bat. So gibt es auch ein besonderes Rotes Kreuz von Berlin. Burg; Jäger- Bataillone Nr. 4, 7, 10; Festungs- MaschinengewehrAbt. Nr. 8. 2. Garde- Drag.- Reg.; Schweres Res.- Reiter- Reg. Nr. 3; Ulanen- Reg. Nr. 15; Kav.- Estabron der 4. Erf.- Div. 1., 2. und 4. Garde- Feldart.- Neg.; Feldart.- Regimenter Nr. 5, 17; Ref.- Feldart.- Reg. Nr. 20; Feldart.- Regimenter Nr. 21, 24, 30, 35, 44, 54, 55, 57, 61, 66, 75. Fußart.- Regimenter Nr. 1, 3; Ref.- Fußart.- Reg. Nr. 4; Fußart.- Reg Nr. 7; Ref.- Fußart.- Reg. Nr. 7; Fußart.- Reg. Nr. 10; Ref.- Fußart.- Reg. Nr. 10; Artillerie- Kommando der Feste Kaiserin Pionier- Bataillone Nr. 3, 4, 6, 7, 10, 16; Pionier- Reg. Nr. 25; Pionier- Bataillone Nr. 3, 4, 6, 7, 10, 16; Pionier- Reg. Nr. 25; bei Mep. Pionier- Bat. Nr. 27; Pionier- Regimenter Nr. 29, 31; PionierErs.- Bat. Stettin. Feldfliegertruppe. * Gewerbegericht und Kaufmannsgericht. Sollten trotz der Fefisezung der Höchstpreise für Getreide die Mehlpreise sich nicht entsprechend ermäßigen, wird die Stellung von Anträgen auf Regelung auch dieser Preise durch behördliche Festsetzung in Aussicht genommen. In Berlin haben im letzten Jahre die Klagen beim Eine amerikanische Hilfsküche ist durch die Erträgnisse Gewerbegericht sich gemindert, beim Kauf einer Sammlung unter den hier lebenden Amerikanern durch mannsgericht sich gemehrt. Eingereicht wurden in die amerikanische Handelskammer in Berlin in der Schlesischen 1913/14( 1. April 1913 bis 31. März 1914) dem Gelverbe- Straße 26 eröffnet worden. In freundlichen, großen und gericht, 13 059 Slagen, gegenüber 14 486 im Vorjahr, dem hellen Räumen wird dort täglich 200 Bedürftigen unentgeltKaufmannsgericht 5977 Slagen, gegenüber 5828 im Vorjahr. lich Effen verabfolgt. Die Auswahl der zu Speisenden trifft Nach Abzug der vor dem ersten Termin erledigten verblieben der Nationale Frauendienst in seinen Hilfskommissionen, um für die Rechtsprechung dem Gewerbegericht 12 603 Klagen diese dankenswerte Einrichtung nur wirklich Bedürftigen zu( 13 967 im Vorjahr), dem Kaufmannsgericht 5762 Slagen kommen zu lassen. ( 5612 im Vorjahr). Kundgebung gegen die Feldpost. 7. Art.- Munitionskolonne des 4. Armeekorps. An dem beim Gewerbegericht eingetretenen RückSanitäts- Komp. Nr. 1 des 1. Armeekorps; Res.- Sanitäts- gang waren, wie der jetzt durch den Magistrat veröffentlichte Komp. Nr. 4 des 4. Reserveforps; Sanitäts- Komp. Nr. 3 des Jahresbericht hervorhebt, fast alle Kammern beteiligt, haupt- nach Berlin einberufenen Versammlung mit dem mangelhaften Der Kriegsausschuß für das deutsche Papierfach hat sich in einer 14. Armeekorps. Train- Abt. Nr. 3; Res.- Prov.- Kolonne Nr. 26 des 8. Reserve- sächlich aber Stammer III( Bau) und Stammer V( Metalle). Dienst der Feldpost befaßt. Die Papierfachleute erblicken den HauptKorps; Res.- Fuhrpart- Kolonne Nr. 40 des 1. Reserveforps; Fuhr- 3u erklären sei das daraus, daß im letzten Jahre die In- fehler darin, daß die Feldpoft nur bis zu den Divisionen geleitet park- Kolonne Nr. 2 des 3. Armeekorps. dustrie noch immer daniedergelegen habe. Diesmal hatte wird und nicht bis zu den Brigaden oder den Regimentern. Wäre Rammer III nur 849 Klagen( 863 im Vorjahr), Kammer V jedem Regiment ein Bostbeamter beigegeben, dann würde sofort nur 1343 Klagen( 1772 im Vorjahr). Erledigt wurden, wie eine Besserung der Verhältnisse eintreten. Auch die Versendung der üblich, die meisten Klagen durch Vergleich, nächstdem durch Bafete werde ganz unnötig erschwert durch die Vorschrift, daß die Rücknahme oder Ruhenlassen. Von 12 154 bis zum Schluß Batete mit Leinwand umwickelt sein müssen. Die Post habe es des Geschäftsjahres erledigten Klagen endeten Vergleich 4952(= 40,7 Broz.), durch Rücknahme oder hindurch Brieffchaften überhaupt nicht befördert wurden, dies durfte durch unterlassen, das Publikum zu informieren; daß einmal einige Zeit diftorisches Urteil endeten 1340 Slagen(= 11,0 Proz.). Felbvost feien derart, daß man eigentlich an den Kaiser und an den Ruhenlassen 3243( 26,7 Proz.). Durch fontra der Deffentlichkeit nicht verschwiegen werden. Die Klagen über die Nimmt man hier die Reste aus dem Vorjahre hinzu, so waren Reichsfanzler um Abhilfe telegraphieren müßte. In der Kritik an es im ganzen 1412. Bei diesen dauerte der Prozeß 57mal der Feldpost waren sich alle Redner einig. bis 1 Woche, 294mal 1 bis 2 Wochen, 663mal 2 Wochen bis 1 Monat, 350mal 1 bis 3 Monate, 48mal über 3 Monate. An der Gesamtzahl der 13059 Klagen waren die Arbeitgeber mit 937 Klagen, die Arbeitnehmer mit 12122 Klagen beteiligt, unter diesen die weiblichen mit 3565. Die bayerische Verlustliste Nr. 38 bringt Verluste des 17. Jnf.- Reg. Die sächsische Verlustliste Nr. 43 bringt Verluste des Brig.Erf.- Bat Nr. 88; des 2. Gren.- Reg. Nr. 101; des 3. Inf.- Reg. Nr. 102; des 5. Inf.- Reg. Nr. 104; des Res- Inf. Reg. Nr. 106; des Ref.- Inf.- Reg. Nr. 107; des 10. Inf.- Reg. Nr. 134; des 11. Inf.Reg. Nr. 139; des 13. Inf. Reg. Nr. 178; des 2. Feldart.- Reg. Nr. 28; tes 5. Feldart.- Reg. Nr. 64; des 1. Pionier- Bat. Nr. 12; der Landw.- Pionier- Komp. 19. Die württembergische Verlustliste Nr. 46 bringt VerTufte des Gren.- Reg. Nr. 119; des Res- Inf.- Reg. Nr. 120; des Ref.- Inf.- Reg. Nr. 121; des Landw.- Inf.- Reg. Nr. 121; des Landw. Inf. Reg. Nr. 122; des Gren.- Reg. Nr. 123; des Landw.- Inf.- Reg. Nr. 124; des Inf.- Reg. Nr. 127; des Drag.- Reg. Nr. 25; des Drag. Reg. Nr. 26; des Ref.- Drag.- Reg.; der 1. Landwehr- Eskadron; des Feldart.- Reg. Nr. 13; des Feldart.- Reg. Nr. 29. Aus Groß- Berlin. Vom Roten Kreuz. # Aus dem Lichtenberger Stadtparlament. Die Mahnung der Postverwaltung, genau zu adressieren und gut zu Alle Klagen über die Feldpost werden wohl nie verschwinden. verpaden muß wiederholt werden angesichts der Klagen, welche die Poft felber über mangelhaftes Adreffieren und Verpacken erheben muß. Bemerkt soll auch werden, daß nach den uns gewordenen Nicht ganz so groß wie beim Gewerbegericht ist beim Informationen nicht alle Schuld an dem Versagen der Feldpost Kaufmannsgericht die Neigung, eine Klage durch Ver- ausschließlich auf das Konto der letzteren gesezt werden darf, sondern gleich abzutun. Von 5535 hier bis Schluß des Geschäftsjahres im Wesen dieses modernen Strieges, seinen Millionenheeren, seinen erledigten Klagen endeten durch Vergleich 2096(= 37,9 Proz.), fortwährenden Truppenverschiebungen, den zahllosen Formationen durch Rücknahme oder Ruhenlassen 1543( 27,9 Proz.). Be- usw. begründet liegt. Daß ein besseres Funktionieren des Feldendigung durch kontradiktatorisches Urteil fami 923 mal postdienstes erforderlich ist, ist allerdings allgemeiner Wunsch. Eine der größten halb militärischen, halb bürgerlichen Sier war die Dauer bei 14 Prozessen bis 1 Woche, bei (= 16,7 Proz.) vor, mit Vorjahrsresten zusammen 1088 mal. Drganisationen Deutschlands hat jetzt Interesse auch für unsere 115 Brozessen 1 bis 2 Wochen, bei 450 Prozessen 2 Wochen Leser. Das Rote Kreuz, das internationalen Charakter trägt, bis 1 Monat, bei 44 Prozessen 1 bis 3 Monate, bis 98 Pro- mete zunächst der stellvertretende Vorsteher Danneberg unserem In der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag widwurde gegründet vor genau einem halben Jahrhundert, furz geffen über 3 Monate. Ueber 2 Wochen dauerten beim Stauf- verstorbenen Genossen Grauer einen warmempfundenen Nadh vor dem preußisch dänischen Kriege von 1864. Unter den Beffen über 3 Monate. Ueber 2 Wochen dauerten beim Kaufvor dem preußisch dänischen Kriege von 1864. Unter den mannsgericht 88 Proz.( beim Gewerbegericht 75 Proz.) der ruf. Er rühmte dem Verstorbenen großen Pflichteifer, strengste schrecklichen Eindrücken der blutigen Schlacht von Solferino mannsgericht 88 Proz.( beim Gewerbegericht 75 Proz.) der berstorbenen Genossen Grauer einen warmempfundenen Nach durch kontradiktatorisches Urteil beendeten Prozesse. Unter ruf. Er rühmte dem Verstorbenen großen Pflichteifer, strengste burch kontradiktatorisches Urteil beendeten Prozesse. Unter im Jahre 1859 hatte der Schweizer Henri Dunant sich in den überhaupt 5977 eingegangenen Klagen waren 250 von Objektivität und umfassende Sachkenntnis nach. cinem leidenschaftlichen Aufruf an alle Kulturstaaten gewandt, Kaufleuten, 5727 von Handlungsgehilfen, wovon 1932 weiblich Vorlage, worin vom Magistrat 20 000 m. angefordert werden zur Von den Verhandlungsgegenständen interessiert besonders die um auf internationaler Grundlage eine planmäßige, dauernd waren. bereite Hilfsaktion für die Kriegsopfer zu organisieren. Der gute Gedanke schlug so stark Wurzel, daß heute das Rote Kreuz alle zivilisierten Völker umspannt. Fast allgemein wird geglaubt, daß das deutsche Rote Streuz, das nur einen Teil, allerdings den größten Teil findet sich folgendes zeitgemäße" Inferat: der freiwilligen Strankenpflege" darstellt, eine durchaus selbständige. Vereinigung ist und im Kriege ganz selbständig Bin Junggeselle, 40, gebildet, aufrichtig, zielbewußt. Suche arbeitet. In Wirklichkeit ist die gesamte Organisation im Dame zwecks Heirat mit einigen Tausend Barkapital 3ur Kriege und auch schon im Frieden militärischer Oberleitung, Gründung nicht öffentlichen, nur stillen schriftlichen und zwar einem vom Kaiser ernannten Militärinspekteur, Heiratsvermittlungs- Geschäfts. Sicherer täg einem ebenfalls ernannten Zivilkommissar und zahlreichen licher Verdienst 150 M. und mehr. In fünf Jahren vom Kriegsministerium bestätigten Territorialdelegierten" reich. Erbitte Ausführliches Oa 64 Haupterped. d. Bl. unterstellt. Durch dieses enge Zusammenarbeiten mit den Das Gesuch scheint wirklich zeitgemäß". Während alle Welt Militärbehörden ist in Friedenszeiten alles fo eingerichtet dem Ernst der Zeit Rechnung trägt, findet ein Blatt es zeitgemäß, worden, daß es sich dem Rahmen des Kriegsbedarfes in Heiratsvermittlern Vorschub zu leisten, um Inserateneinnahmen zu genau vorher bestimmten Formen anpaßt. Neben der Mobil- erzielen. machung des Feldheeres und des rein militärischen Feldsanitätswesens ging fast gleichzeitig die Mobilisierung der freiwilligen Strankenpflege des Roten Kreuzes einher. ist aber nicht " Zeitgemäß!" In Nr. 546 des„ Berliner Lokal- Anzeiger" vom 27. Dtober 1914 an weibliche Arbeitslose übertragen werden, um auf diese Weise Zeitgemäß. Die zweite Badeanstalt in Moabit. Damit Moabit soll eine zweite Boltsbadeanstalt mit Schwimmbassin etwa eine Gleichstellung beider Arten und Säuglingsfürsorgestelle, Abonnement usw. in der Bremer von Verwundeten- und Krankenpflege berbunden, sondern nur Straße erhalten. Der Magistrat hat den Vorentwurf und Kosteneine Arbeitsteilung zwischen Feldsanitätswesen und frei- anschlag mit 415 000 m. genehmigt. Beschaffung von wärmenden Kleidungsstücken für die im Felde stehenden Truppen. Die Anfertigung soll von der Stadt zugleich auch der Arbeitslosigkeit ein wenig zu steuern. Natürlich stimmten unsere Genossen der Vorlage zu. Sie waren allerdings gezwungen, durch den Genossen Brühl einige Vorbehalte zu machen, wozu das Verhalten einzelner Mitglieder der Notstandstommiffionen nötigte. Unser Redner forderte ausdrücklich, daß aus Anlaß der Bewilligung nicht etwa die ohnehin oft ganz depla cierte Sparsamkeit bei Zuwendungen an Hilfsbedürftige von einzelnen Herren noch weitergetrieben werde. Gine weitere Vorlage betraf den Abschluß eines Vertrages mit der Militärverwaltung über die Bereitstellung von hundert Betten für verwundete und trante Soldaten im kürzlich eröffneten städtischen Krankenhause. Dieser Vorlage wurde zugestimmt. Dagegen stieß die est sezung der Kurtosten für Privatpersonen auf den Widerspruch unserer Fraktion. Die Strankenhausdeputation hatte einstimmig für Patienten 3. Alaffe 3 M., soweit sie einheimisch sind, und 4 M. für auswärtige beschlossen. Der Magistrat hatte diese Säße um je 50 Pf. erhöht. Leider fanden diese erhöhten Säße eine Mehrheit. Der Rechnungsabschluß der städtischen Werke Der französische Wirtschaftskrieg. für 1912 nötigte den Genossen John, in Uebereinstimmung mit| schäftigung mit spielenden oder lernenden Kindern wie auch das Bewußts| Betrag auf die Einleger entfallen würde, noch nicht einmal 4½ Proz. der Werksdeputation, dieselben Beanstandungen zu machen, die er fein, damit mancher notleidenden Familie ihre Laſt erleichtern zu helfen, der Einlagen zur Zeichnung auf die Kriegsanleihen verwandt bereits im vorigen Jahre vorgetragen hatte. Durch die eigenartige werden sicher für die zu übernehmenden Zeitopfer und Mühen entschädigen. worden. Bergleicht man diese Feststellung mit den Behauptungen meldungen werden jeden Nachmittag im Sorte entgegengenommen. Rechnungsaufstellung, wonach die Tilgungsbeträge den Ab- Für die vom Horte für die regelmäßig besuchenden Kinder geplante des englischen Preßbureaus, so wird Jedermann leicht erkennen, schreibungssummen entnommen und dann der überschießende Teil Weihnachtsbescherung ist gleichfalls die Teilnahme weiterer was er von den Mitteilungen der britischen Regierung über Deutschder Stadthauptkasse als Gewinn zugeführt wird, wird der Wert Helferinnen an den jeden Dienstag und Freitag im Jugendheim statt- lands Finanzlage zu halten hat. findenden Na habenden willkommen, ebenso die Spendung weiterer der Werke allmählich aufgezehrt. Von dieser Praris ist die Werks- Gaben; Geld, Stoffe zur Herstellung von Kleidung und Wäsche und verwaltung trotz der vorjährigen Kritik nicht abgegangen. Das fertiger, auch guterhaltener getragener Seleidungsstüde oder Spielfachen, hat zur Folge, daß wiederum ca. 500 000 M. als Wertsgewinn dem erwünscht. Annahmestelle im Hort oder an der Nähabenden( Nosinenstr. 3, born 1 Treppe lints); Stadtfädel zugeflossen sind, obwohl sie den Deputations- und Die usunitstelle für Angelegenheiten der Kriegsbiljsaltion Stadtberordnetenbeschlüssen gemäß einem Erneuerungsfonds gu- befindet sich bei Genoffen stagenstein, wiglebenstr. 37, Gartenbaus Sie ist an den Wochentagen von 4 bis 17 Uhr nachmittags gewendet werden mußten. In Rücksicht auf die gegenwärtig parterre. geöffffnet.. großen finanziellen Anforderungen will die Deputation nochmals über diese Anstände hinwegsehen, fordert aber für den nächſtjährigen Rechnungsabschluß strikte Beachtung ihrer Beschlüsse. Gemeindefürsorge in Mariendorf. In der lebten Gemeindevertretersizung wurden zunächst der Zimmermeister Noack( Südende) und der praktische Arzt Dr. Maaß( Mariendorf) als Schöffen für die Dauer von 6 Jahren gewählt. Der Anspruch der Sozialdemokratie, im Gemeindevorstand vertreten zu sein, wurde abgelehnt.- Zum 1. November errichtet die Gemeinde in der Stantine der Gasmesserfabrik eine Volksküche. Das Essen kann dort verzehrt oder auch mit nach Hause genommen werden. Die Portion foftet 20 und 30 Pf. Die Preise sollen noch ermäßigt werden. Unbemittelte erhalten das Effen gratis. werden können. Der Botanische Garten in Dahlem ist am Sonntag, den 1. November, von 11 Uhr vormittags bis 4 1hr nachmittags dem allgemeinen Besuch geöffnet. Gefunden wurde am Mittwoch in der Grünauer Straße ein neuer Herrenhut. Abzuholen bei Friz Zubeil, Grünauer Straße 32. Aus der Frauenbewegung. Ein Manifest der sozialistischen Frauen Englands. Marseille, 30. Oktober( W. T. B.) Der Staatsanwalt hat die Beſchlagnahme out( 28, Beschlagnahme eines brei Deutschen gehörenden großen Hotels, sowie die Beschlagnahme einer Filiale der Raffinerie von Wallach in Lemberg angeordnet; ferner wurden 160 000 Frank, die auf einer Bank eingezahlt waren, aus dem Nachlaß eines gewiffen Hermann Bilfinger stammen und an dessen deutsche Grben fallen sollten, beschlagnahmt. Keine Beschlagnahme von Baumwolle. London, 28. Oktober. Das Reutersche Bureau meldet aus afhington von gestern: Der britische Botschafter hat bem Staatsdepartement denen erklärt wird, datament awei Noten übermittelt, in molladungen nicht be schlagnahmt werden würden. Es sei nicht die Absicht der britischen Regierung, Baumwolle auf die neue in Vorbereitung befindliche Konterbandeliste zu setzen, Was Mineralöle und andere in der Konterbandeliste aufgeführte Güter betreffe, so werde England feine Ladung beschlagnahmen, wenn die Schiffpapiere bewiesen, daß das Bestimmungsland neutral sei. Nur wenn die Güter„ auf Order" fonsigniert seien, werde England eine Durch= Amsterdam, 30. Oftober.( Privattelegramm des suchung vornehmen. Bugleich wird den amerikanischen VerfrachIn der Gemeindevertretersizung vom 2. August ist beschlossen Bor wärts".) Der Internationale Frauenrat der sozia- tern empfohlen, ihre Sendungen an neutrale Regierungen oder worden, 200 000 m, zu bewilligen zur Unterſtüßung der An- listischen und der Arbeiterorganisationen richtet an den hol- andere bestimmte Empfänger zu richten. In der einen Note wird gehörigen der Kriegsteilnehmer und zur Beschaffung von Lebensländischen sozialistischen Frauenbund ein Wanifeft, be- ferner die Aufmerksamkeit auf die merkliche Zunahme der mitteln. Dieser Beschluß soll dahin geändert werden, daß bon titelt: Botschaft der Frauen der Arbeiterklasse Großbritan- der letzten Wochen gelenkt, und es wird gesagt, es sei unnötig, die amerikanischen Ausfuhr von Mineralölen während dieser Summe auch Arbeitslose und Unbemittelte unterstützt niens an unsere Schwestern in anderen Ländern". Das gewaltige Bedeutung der Motore und Unterfeeboote Manifest sagt, daß die britische Frauenfektion ihre Jahres- während dieses Krieges, die alle Mineralöl brauchten, zu betonen. Eröffnung einer Omnibuslinie. Eine Dmnibuslinie eröffnet die versammlung abhalte in einer Zeit internationaler KataAllgemeine Berliner Omnibus- Gesellschaft am heutigen Sonnabend, strophen. Unsere Schwestern in anderen Ländern betrauern Die Schantungbahn. den 31. Dltober. Es ist dies die alte Pferdelinie 12 Greifswalder gleich uns die Verwüstung Frankreichs, Belgiens, Ostpreußens In der Sitzung des Ausschusses des Aufsichtsrats ber Straße, Ede Marienburger Straße- Dönhoffplay, Ece Krausenstraße. und Galiziens. Wir verurteilen nach wie vor den Krieg. Shantung- Gisenbahn- Gesellschaft wurde über die Die Linie entspricht einem besonders lebhaften Bedürfnis nach dem Aber wir halten es für unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, daß Lage des Unternehmens Bericht erstattet. Nach den eingelaufenen billigen Verkehrsmittel. Auch Monatstarten tommen zur Ausgabe es der letzte ist. Die sozialistischen Arbeiterinnen Englands Nachrichten ist nicht nur die im Bachtgebiet gelegene Strecke, sondern und sind bei der Omnibus- Gesellschaft, Krausenstr. 10, zu haben. werden mit allen Kräften für einen dauerhaften Frieden die gesamte Schantungbahn von den Japanern bewirken und für eine Erfegung der Geheimdiplomatie durch fest; der größte Teil der Lokomotiven ist vorher dienstunbraucheinen europäischen Staatenbund mit Gleichberechtigung für bar gemacht und sämtliche Bergwerfsschächte sind unter Wasser geMann und Frau." Das Manifest ist gezeichnet von Marion fest. Das gesamte deutsche Personal, soweit es nicht zu den Fahnen Philips als Vorsitzender, Marie Longman als Schrift- einberufen ist, befindet sich an einem neutralen Orte, darunter auch der Direktor Dr. Brücher. Wegen des durch Japan verübten führerin. Das Begleitschreiben bittet die Holländerinnen um Nechtsbruchs und des der Gesellschaft daraus erwachsenen Schadens Die bisher vergeblich versuchte Uebermittelung dieses Manifests ist Japan und China gegenüber bei dem Reichskanzler vom an die Frauen Deutschlands, Desterreich- Ungarns und Polens, Borstande alsbald Verwahrung eingelegt worden. Die Gedamit sie wissen, daß ihnen die englischen Frauen sellschaft macht den Schaden gegen China aus dem Gesichtspunkte schwesterlich die Hände entgegenstrecken und der Schußpflicht und gegen die verbündeten Feinde, England, daß sie sich eins fühlen mit den deutschen und Frankreich, Belgien, Nußland, Japan usw. auf der Rechtsgrundlage Ser solidarischen Gesamthaft für die Folgen des gemeinsam unterösterreichischen Frauen. nommenen Krieges geltend Der Geigendieb, über deffen Auftreten wir berichteten, ist Donnerstag in der Person des 22jährigen Schneiders Gustav Fettkau dingfest gemacht worden. Sein letztes Opfer, ein Stnabe, den er in der Landsberger Straße anfiel und würgte, hatte sich sein Aeußeres so genau gemerkt. daß die Kriminalpolizei bald auf die Spur des Diebes famt. Fettkau, der schon früher ähnliche Schwindeleien verübt, wurde am 16. Oftober von dem ihm gegenübergestellten Knaben als der Geigenbieb erkannt. Er hat jämtliche Instrumente auf seinen richtigen Namen versetzt. Ein Straßenunfall ereignete sich vor dem Hauſe Greifswalder Straße 212. Dort sprang die 14jährige Schülerin Rosa Bessow von einem Straßenbahnwagen der Linie 62E ab. Das Mädchen fam zu Fall und erlitt eine leichte Gehirnerschütterung fowie Haute abschürfungen. Die Verunglückte fand im Krankenhause Friedrichshain Aufnahme. Todessturz einer Greisin. Die 75jährige Rentenempfängerin Therese Schreier stürzte am Donnerstagabend beim Umzug nach ihrer neuen in der Choriner Str. 53 gelegenen Wohnung so unglüdlich die Treppe hinunter, daß sie auf der Stelle verstarb. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. Wer ist die Tote? Aus dem Hafenbassin an der Köthener Straße wurde Donnerstag nachmittag die Reiche einer unbefannten, etwa 26 Jahre alten Frau gelandet, die schon längere Zeit im Wasser gelegen hat. Die unbekannte Tote ist 1,63 Meter groß, hat dunkelblondes Haar und lückenhafte Zähne und trug ein schwarzes Jackett, eine schwarze Bluje, weiße Wäsche und" S" gezeichnete Strümpfe. Die Leiche wurde nach dem Schauhause geschafft. Die Direktion der Deutschen Gasglühlicht- Aktiengesellschaft ( Auergesellschaft) hat beschlossen, ihrer gesamten Beamtenschaft das volle Gehalt unverändert zu bezahlen, nachdem unter den Angestellten Klage über Gehaltskürzungen laut geworden waren. Bu Der letzteren Maßnahme glaubte die Gesellschaft greifen zu müssen, um Angestellte während der Dauer des Strieges nicht zu entlassen. Der nunmehr von der Gesellschaft gefaßte Beschluß dürfte von den Angestellten begrüßt werden. Im übrigen fönnen wir dieses Vorgehen einer großen Anzahl Firmen, die ohne Not die Einkommen ihrer Angestellten und Arbeiter erheblich gekürzt haben, nur zur Nachahmung empfehlen. Adreßbuch für Berlin und seine Vororte. Die Frist für Vorbestellungen des Jahrganges 1915 des Berliner Adreßbuches zum Preise von 14 M. läuft mit dem 31. b. M. ab; bom 1. November tritt der um 2 M. höhere Ladenpreis in Straft. Alle Abnehmer, die ihre Bestellungen nicht schon auf den Eintragungstarten oder Hauslisten aufgegeben haben, werden daher nochmals an die rechtzeitige Bestellung erinnert. Neben der zweibändigen Ausgabe des adreßbuches erscheint auch eine Ausgabe in brei Bänden, die den Vorzug größerer Handlichkeit bietet. Das breibändige Adreßbuch wird jedoch nur auf besonderen Wunsch unter Vorausbestellung für 15 M. geliefert. Arbeiterbildungsschule. Heute Sonnabend, findet der zweite Bortrag des Nurses Wölferred t" statt. Beginn 19 Uhr. Vor tragender: Emil Eichhorn, Sörer werden noch aufgenommen. Sonntag, den 1. November, abends 7 Uhr, hält die Genoffin säte Dunder ihren zweiten Vortrag mit Lichtbildern. Das Thema lautet: Die Entwicklungsgeschichte der Tierwelt." Eintrittspreis 10 Pf. Beide Vorträge im Schullokal Lindenstraße 8, 4. of, rechter Aufgang, 8 Treppen. " Kriegsberatungsstelle für den Berliner Buchhandel. Die Berliner Buchhändlervereine haben eine Kriegsberatungsstelle im Buchhändlerhof, Wilhelmstr. 47, eingerichtet. Die Stelle hat sich die Vermittlung angemessener Grwerbsmöglichkeiten und notwendiger Hilfeleistung zum Ziele gefest. Auch den Frauen der stellenlos gewordenen Buchhändler soll die Möglichkeit zum Gewerb geboten werden. Die Unterstüßung mit Geldbeträgen liegt in der Hand des Unterstützungsvereins deutscher Buchhändler und Buchhandlungsgehilfen. Die Beratungsstelle ist werktäglich von 9 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr geöffnet. " Aus Industrie und Handel. Petroleumnot. In Berlin wie auch in anderen Städten macht sich seit Wochen bereits der Mangel an Petroleum bemerkbar. Auf eine Umfrage, die der Berliner Sofalanzeiger" bei einer Reihe Grossisten veranstaltet hat, erhielt das Blatt Auskünfte, die sich dahin zusammen fassen lassen: Jugendbewegung. Kleine Nachrichten. Grubenkastrophe in Nordamerika. Die sozialistische Jugendbewegung in Spanien. Renovacion", eins der vielseitigsten spanischen Barteiblätter, augleich bas Organ der sozialistischen Jugendbewegung, teilt das Ergebnis seiner am 1. Auguft d. J. gemachten Erhebung über die Bewegung mit. Danach hat die Drganisation einen gang erstaunlichen Fortschritt zu verzeichnen. Seit dem 1. Januar " Die Ursache der Teuerung und des geringen zur Verfügung 1913, alfo im Laufe von 19 Monaten, hat ein Zuwachs in der Zahl stehenden Quantums ist, daß Deutschland in der Hauptfache von der Seftionen von 43 auf 128, d. b. von 200 Broz, stattgefunden. der amerikanischen Zufuhr abhängig bleibt und wir mit Besonders erfreulich ist der große Fortschritt in den nördlichen und amerikanischer Ware des Krieges wegen nicht versorgt werden westlichen Landesteilen, die als ganz besonders schwarz" gelten, tönnen. Allerdings erhalten wir sonst auch viele Ware aus wie auch in Katalonien. Auch diese Provinz war infolge der von Oesterreich, vornehmlich aus Galizien. Da sich die kriegerischen jeher dort sich geltend machenden syndikalistischen Einflüsse dem soGreignisse jetzt dort abspielen, fommt nichts herein Die öfter- zialistischen Gedanten nur sehr schwer zugänglich. reichischen Raffinierien arbeiten hauptsächlich für die Regierung und sind zumeist mit der Grzeugung von Benzin, als des wichtigeren Stoffes von Erdöl, beschäftigt. Aber auch Rumänien ist ein großes Produktionsland. Dort liegt sehr viel Ware, doch ist es im Moment nicht möglich, diese nach Deutschland zu bekommen oder überhaupt auszuführen, well Rumänien ebenfalls mobilisiert hat. Dadurch sind die Bahnen so überlastet, daß man Privatgüter nicht befördern fann. Es ist möglich, daß die Oley- Petroleumgefell- ranklin Soblenmine im Staate Ilinois ein rhaft in naher Zeit größere Mengen Betroleum aus Rumänien furchtbares Unglück ereignet. 150 Bergleute wurden von befommt, aber dies wäre doch nur ein Tropfen auf einen heißen niedergehenden Gesteinsmassen verschüttet. Es wird befürchtet, Stein. Die Amerikaner, die in Deutschland über große Vorräte daß alle Verunglückten ums Leben gekommen sind. verfügen, gehen mit diesen Beständen sehr haushälterisch um, weil sie nicht wissen, wann neue Ware fommt, und fie möglichst lange über Vorräte verfügen wollen. Sie haben ihre Vorräte eingestellt Das Rettungsboot Jrene" der Rettungsstation Helgoland hat für eine Reihe von Monaten und geben jedem Abnehmer nur ungefähr die älfte des Quantums, das er im vergangenen am Donnerstag während eines schweren Ostfüdoststurmes die MannJahre bezogen hat Die Großhändler wollen ihrerseits jedem Ab- schaften zweier deutscher Dampfer gerettet. Der Dampfer Greif" nehmer wenigstens etwas geben, um die Leute für ruhigere Zeiten mit 24 Mann Besatzung und der Fischdampfer" Grete" mit als Kunden zu behalten Die Gespanne fahren also nach wie vor 26 Mann waren während des Sturmes an den Seehundsherum, so daß jedem Verbraucher etwa die Hälfte des Quantums flippen gescheitert. In siebenstündiger schwerer Arbeit geangeboten wird, das er im vergangenen Jahre bezogen hat." natürlich nicht feſtſtellen, aber beſſer wäre es jedenfalls, wenn bas Schiffbrüchigen in Sicherheit zu bringen. Inwieweit diese Auskünfte der Wahrheit entsprechen, läßt sich lang es ber mutigen Mannschaft des Rettungsbootes, allc Reich die vorhandenen Petroleumvorräte übernehmen und durch Vertriebsstellen an die Verbraucher abgeben würde. Das allein würde die Sicherheit bieten, daß schließlich nicht auch mit dem Petroleum Wucher getrieben wird. " Zur Finanzlage Deutschlands. Rettung aus Seenot. Geschäftliche Mitteilungen. Die Firma A. Jandorf n. Co. veranstaltet in ihren sämtlichen Geschäften eine 95 Pf. Woche für tägliche Bedarfsartikel. Gewerkschaftshaus Engelufer 15. Sonntag, den 1. November 1914: Berlin, 30. Oftober.( W. T. B.) Das Preßbureau der englischen Regierung hat dem neutralen Ausland über die finanzielle Lage Deutschlands eine Mitteilung augehen lassen, in der behauptet wird, die deutsche Kriegsan= leihe sei nur durch die Sparkassen gedeckt worden, die gezwungen wurden, 25 Broz. ihrer Depositen an die Regierungsfonds zu über- ,, Musikalischer Familienabend" tragen." Diese Verbreitung zeigt, welchen Neid in England der veranstaltet vom Künstlerbund", unter Mitwirkung beliebter GesangsErfolg der Zeichnung auf Deutschlands Kriegsanleihe erregt hat, und Instrumentalioliten. U. a.:" Fandango", Damengefangsbuett. und wie sich infolgedessen die englische Regierung dazu verleiten W. Stegemann, Piftonvirtuose. Nina Noth, Operettenfängerin, läßt, die Wahrheit auf den Kopf zu stellen. Nicht der Gertrud Dewald, preisgekrönte Wiener Zithervirtuosin u. a. geringste 3wang, fich für eigene Rechnung oder für Rechnung Anjang 7 Uhr, des Konzertes der Hauskapelle 5 Uhr. ihrer Einleger an der Zeichnung auf die Kriegsanleihe zu beteiligen, Programm mit Garderobe 20 Pf. ist auf die Sparkassen im Reiche ausgeübt worden. Das einzige, was geschah, war, daß den Sparkassen nahegelegt wurde, solchen Einlegern gegenüber, die die Kriegsanleihen zeichnen wollten, nicht auf der Innehaltung der Kündigungsfrist für Spargelder zu be= Der von den profetarischen Helferinnen der Kriegshilfsaktion für die stehen. Die Summe, die durch die Sparkassen und ihre Einleger Sinber der Striegsteilnehmer und Arbeitslosen eingerichtete Kinderhort, der auf die Striegsanleihe gezeichnet wurde, war groß; aber sie beläuft jeben Wochentagnachmittag von 2-6 Uhr im Boltshause, Rofinenstraße 3, fich nicht entfernt auf 25 Broz, der Ginlagen bei den Sparkassen. geöffnet ist, erfreut sich nach wie vor der Teilnahme zahlreicher Arbeiter Nach dem Statistischen Jahrbuch für das Deutsche Reich betrugen familien. Die Zahl der eingeschriebenen Kinder beträgt über 180, bie der Ende 1912 die Gesamtguthaben der Einleger bei den deutschen Sparregelmäßigen Besucher durchschnittlich 140-150. Um die Beaufsichtigung faffen 18 679 937 000. Dieser Betrag dürfte bis zur Mitte des und Beschäftigung dieser Kinderzahl sachgemäß und ohne Ueberlastung der bisher in opferwilliger Weise tätigen Hilfskräfte vorzunehmen, bedarf es Jahres 1914 auf rund 20 Milliarden Mart angeschwollen sein. noch einer Reihe elferinnen, deren sich unter unseren Genojjinnen. Da die Sparkassen und ihre Einleger, wie wir hören, zusammen namentlich den jüngeren Frauen, sicher noch manche finden dürften. Die 884 Millionen Mark auf die Kriegsanleihen gezeichnet haben, so anzichende, von manchen heute schiver lastenden Sorgen ablentende Be- I wären, selbst wenn was aber nicht der Fall ist der ganze Kinderhort und Weihnachtsbescherung der Arbeiterschaft Charlottenburgs. Central- Haus Jägerstr. 13" Conc. Lelhhaus Menu für Sonntag, den 1. November 1914, a 1 m. Hühnerfuppe Kraftbrühe mit Mart Hecht, grün Bökelzunge mit Grünkohl Rinderbruft mit Meerrettichsauce Gänsebraten Prager Schinken in Burgunder Stalbsnierenbraten Kompott oder Salat Speise oder Stäse. Abends: Großes Schweinebraten- Essen Ganze Schweine vom Grill a Portion 70 31. Prima Frikassee vom Huhu a Portion 70 1. Konzert des Kunft- Trios. Yon Kavalieren wenig getragene sowie im Versatz gewesene Jackettanzüge, Rockanzüge, Paletots u. Ulster, 12, 15 18, 20, 25 bis 86 M., Prima. Ferner Gelegenheitskäufe in neuer Maßgarderobe enorm billig. Riesenposten Kostüme, Ulster u, Pluschmäntel, auf Seide, enorm billig. Große Posten Pelzstolas in Skunks, Marder, Nerz usw., außerordentlich billig. Große Auswahl in Herren- Gehpelzen, Damen, Reise- und Wagen- Pelzen. Extraangebot in Lombard gewesener Brillanten, Uhren und Goldwaren zu enorm billigen Preisen." Vorwärts"-Leser erhalten 10 Proz. extra. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin N. 54, Linienstraße 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Bureau geöffnet von 9-1 und 4-7 Uhr. Montag, den 2. November 1914, abends 8 Uhr: Zwei gr. Mitglieder- Versammlungen in folgenden Lokalen: 1. Gewerkschaftshaus( gr. Saal), Engelufer 15. 2. Pharussäle( gr. Saal), Müllerftr. 142 Tagesordnung: Die sozialen Pflichten während des Krieges. Referenten sind die beiden Vorsitzenden der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands, Reichstags- Abgg. Genossen Legien und Bauer. Kollegen! Die obige Tagesordnung umfaßt die gegenwärtig wichtigste Frage auf fozialem Gebiet und ist es deshalb dringend erforderlich, daß jeder Kollege zur Versammlung kommt, zumal die beiden Referenten die Gewähr dafür bieten, daß die Frage mit großer Sachkenntnis behandelt wird. Besondere Einladungen erfolgen nicht. Die Ortsverwaltung. Verein der Stereotypeure und Galvanoplastiker Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser Kollege Willi Tabel am 14. Dttober in den Kämpfen in Frankreich den Heldentod erlitten hat. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. 289/5 Der Vorstand. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Spandau. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Albert Teichert am 1. Oftober bei den Kämpfen in Belgien gefallen ist. 68/9 Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Am Mittwoch, den 28. Oktober, mittags 12, hr, verschied nach furzem Leiden mein inniggeliebter Mann, unser herzensBater, guter Schwiegervater, guter Schwiegerfohn, Großvater, Pflegevater. Bruder, Schwager und Dutel, der Bergolder Ferdinand Gurk im vollendeten 47. Lebensjahr. an Sciede Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genossen! Am 2. Oktober fiel bei einem Stampje im Westen der Buchdrucker Hermann Tietze Allerstr. 1( Bezirk 21). Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Am 16. September fiel bei den Kämpfen im Dsten: Georg Bosse Deulstr. 18. I. Bezirk. 242/2 Wahlkreis Niederbarnim( Bez. Oberschöneweide). Nachruf. Fern von der Heimat auf russischem Boden fiel als erster von den ins Feld gezogenen Kollegen der Tischler Karl Jakob Lichtenberg. Wir betrauern in dem Toten einen Menschen von wahrhaft edler Gesinnung. Er wird uns unvergeßlich bleiben! 731a Die Kollegen der Firma Albatros( Abteilung Lichtenberg). Danksagung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei der Beerdigung Für die vielen Beweise herzlicher unseres lieben Sohnes 3505 Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Vaters, Moderne Ulster in unerreichter Auswahl Kleider- Werke BAERSOHN Chausseestraße 29-30 BERLIN 11 Brückenstraße 11 Große Frankfurter Str.20 Gegr. 1801 Schöneberg, Hauptstr.10 Sonntag nur von 12-2 geöffnet Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Wannes sage ich hiermit 134 meinen besten Dant. Frau Reinhardt, Eberthstr. 14. Anna Gurt geb. Ziete nebit Richard Köhler lage to bierburg allen Beteiligten Monats- Garderobe! Rindern. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. November, nach mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle, Baumschulenweg, Stiefholz= straße, aus statt. 346b Allen Freunden und Betannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwä gerin und Zante am Mittwoch plötzlich an Herzschwäche ver schieden ist. Berlin, den 28. Oftober 1914. Gustav Schumann und Kinder. Geschwister Melcher. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. November, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Neuköllner GemeindeFriedhofes, Mariendorfer Weg. aus statt. 592 Am 2. Oftober fiel bei den Kämpfen in Frankreich mein über alles geliebter Mann, der herzens. gute Bater unserer beiden Jungen Hermann Tietze geboren 6. Februar 1878 zu Biesenthal. 351b In tiefster Trauer Frau Martha Tietze geb. Regling. Neukölln, Allerstr. 1. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Stranz Spenden bei der Beerdigung meiner unvergeßlichen Frau, unserer guten Mutter, Schwieger- und Großmutter Marie Rathke lagen wir allen Beteiligten unseren herzlichsten Dant. 138A August Rathke und Kinder. fagen wir allen Beteiligten, insbesondere Herrn Scharlau für die trostreichen Worte am Sarge des Verstorbenen, sowie den Kollegen der städtischen Gaswerfe und seinen Sonstigen Freunden und Bekannten herzlichsten Dauf. Familie Köhler, meinen herzlichfin Dant. Amalie Stalk und Kinder, Südufer 23. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie die zab.reichen Stranzspenden bei der Beendigung meiner lieben Frau Marie Lorenz Friedersdorf, Streis Lauban i. Schl. geb. Beigel sage ich allen Freunden. Danksagung. Bekannten, besonders dem FrauenFür die vielen Beweise herzlicher und Männerchor Neukölln", dem Teilnahme und Kranzspenden fagen Bablverein und den Mietern des 117/7 Hauses Leinestraße 50 meinen herzwir unseren besten Dant. Frau Thieme nebst Kindern. lichsten Dant Paul Lorenz. 4-500 getragene Anzüge f. Herren: Smoling, Frads u. Gehrod- An züge( auch 3. verlciben), Winterpaletots und Ulster forte von Savalieren getragene, fast neue Sachen( a.Seide), f. jed. Figur pass. in größter Auswahl 3. unübertroff. billigen Preisen. 13r., deshalb billiger wie i. Laden. Hirsch Kieferbaum, straße 12/13 I. WassertorKonsumgenossenschaft Berlin u. Umg. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Zentrale: Lichtenberg, Rittergutstraße 16-26. Wir geben unseren Mitgliedern hiermit bekannt, daß wir am 3. November mit der Auszahlung der Rückvergütung in unseren Verkaufsstellen in folgender Weise beginnen. Für die Mitglieder von Nr. 1-25 000 erfolgt die Auszahlung ab 3. November 25 001-50 000 22 99 92 50 001-80 000 99 " 99 99 80 001 u. darüber 92 10. 17. 24. 99 " 93 11 99 $ 9 Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß die Bekanntmachung! Abhebung der Rückvergütung nur in den VerkaufsWestmann Milo 1. Mohrenstraße 37a II. Gr. Frankfurter Str. 115 ( Kolonnaden). ( nahe Andreasstr). ( durchEin Pesten Ulster, darunter Stücke bis 18,-, für M. 8/2 schnittl.) gediegene beste Stoffe, darunter Ein Posten Ulster, Stücke bis 54,-, für M. hochfeine ( durch20, schnittl.) heute ab stellen erfolgen kann, in denen seinerzeit die MitgliedsSchnupftabak heißt von bücher abgegeben worden sind. Inzwischen erfolgte Wohnungsveränderungen können beim Auszahlen nicht berücksichtigt werden. Die Auszahlung erfolgt nur Gesundheitstabak gegen Vorzeigung der seinerzeit erhaltenen Quittung. derselbe wird in Berlin An Kinder wird nicht ausbezahlt. Milo Deutscher dreimal darunter Stückt. Schnittl.) 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Verlegung n südafrikanische Regierung für den Dienst in Europa abgelöst und| Der ,, Burgfriede" bei den bayerischen Gemeindewahlen. haben das Land wahrscheinlich verlassen. Die Times" meint Zur Nettung des Burgfriedens" zwischen den Parteien bemüht jedoch, daß die Aufständischen einen endgültigen Erfolg nicht sich die bayerische Regierung jegt nach Sträften, bei den haben werden. Gemeindetvahlen, die sie durchaus während des Krieges stattfinden lassen will, die technische Möglichkeit einer Verständigung der Paris, 29. Oktober.( W. T. B.) Die Agence Havas Herzog vermittelt. Parteien zu schaffen, die an sich bei dem in den meisten Städten meldet aus Tofio: Der geschützte Streuzer Tschitose" hat Kapstadt, 30. Oftober.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) gültigen Proporzwahlverfahren so gut wie ausgeschlossen war. Eine am 18. und 19. Oktober die Angriffe zweier deutscher Fahr- General Herzog hat Bloemfontain verlassen in der Verordnung soll die Aufstellung gemeinsamer Vorschlagslisten zeuge abgeschlagen und sie in die Bucht von Kiautschou Hoffnung, die Führer der Rebellen zu treffen, um ihnen zu meindebevollmächtigten und die für die Erjaßmänner getrennt sein ermöglichen. Sie jetzt fest, daß die Vorschlagslisten für die Gezurückgetrieben. Das Wetter verhindert einen raten, heimzukehren. Es gelang ihm vorläufig weder müssen und daß die Gemeindeverwaltungen ermächtigt werden, die sofortigen Angriff auf Tsingtau. Die fort Dewet noch das Mitglied des Provinzparlaments Conroy, wahl in zwei Wahlgänge zu zerlegen, so daß alle dauernde Beschießung von der Land- und Seeseite der ein Rebellenkommando anführt, zu treffen. Bisher ist in Griagwahlmänner in gesonderten Wahlen gewählt werden.- 06 verursacht in der Festung schwere Verluste. Mehrere Minen, der Oranje- Kolonie fein Blutvergießen zu verzeichnen. diefe merkwürdigerweise auf dem Verordnungswege getroffene Abdie sich von ihren Verankerungen gelöst haben, gefährden die änderung des Wahlmodus wirklich bewirken wird, daß die Parteien Schiffahrt im Großen Ozean. Die Behandlung der Deutschen in England. auf ein gefondertes Vorgehen verzichten, muß natürlich dahinManchester, 29. Oktober.( W. T. B.) Der Londoner Norre- gestellt bleiben. spondent des„ Manchester Guardian" meldet: Englische Frauen, Eine unverständliche„ höhere Weisung“. die im Gefangenenlager von Olympia ihre deutschen Am Anfang des Krieges hatte das Gouvernement der Gatten wollen, sich bitterste über des Internationalen Bureaus. Schwierigkeiten, bie fie babei haben. Viele diejer halb englischen Feſtung Mainz bei Klagen über Gehaltskürzungen, über rücksichtsloses Vorgehen von Hausbesizern gegen Mieter, über Amsterdam, 29. Oftober.( Privattelegramm des faufen ihre Möbel für einen Spottpreis an jeden, der ein vorteil- griffen. Jetzt macht das Gouvernement bekannt, daß es auf Familien befinden sich in einer unerwarteten Notlage und ver Preissteigerung der Lebensmittel usw. regulierend einge Vorwärts".) Gestern waren als Delegierte des Exekutiv haftes Geschäft machen will. Der Korrespondent sagt weiter: Die griffen. Jetzt macht das Gouvernement bekannt, daß es auf Grund höherer Weisung" sich veranlaßt sehe, von einer des Internationalen Sozialistischen Bureaus, Verhaftungen werden in London in so panifartiger Stellungnahme in wirtschaftlichen Fragen Huysmans und Bertrand in Amsterdam, um a st vorgenommen, daß die Behörden vor eine Aufgabe gestellt abzusehen. Diesbezügliche Wünsche seien in Zukunft an mit dem holländischen Parteivorstand entsprechend seiner wurden, auf die sie ganz und gar nicht vorbereitet waren. Hierdie Zivilbehörden zu richten. Umfrage bei den angeschlossenen Parteien über die Verdurch entstanden in vielen Fällen für die Gefangenen, namentlich legung des Bureaus nach Holland während der für unvorbereitete Familien, unnötige Härten. Die weiKriegsdauer zu beratschlagen. Auf Vorschlag des Inter- teren Verhaftungen find mehrere Tage aufgeschoben worden, bis nationalen Erekutivkomitees wurde beschlossen, daß das Bureau die Ueberfüllung in Olympia beseitigt ist. zeitweilig im Haag sihen soll. Auch wird ein Teil des Personals zeitweilig übergeführt werden. Dem Erekutivkomitee sind die drei holländischen Delegierten im Bureau als Delegation der neutralen Länder beigetreten. " fomitees Troelstra über seinen Besuch im Auswärtigen Amt. Die Deutschen in Kanada. " 1 Für eine Kriegsvermögenszuwachssteuer. Wiederholt ist in der letzten Zeit in der sozialdemokratischen Presse, auch im Vorwärts", der Gedanke einer Besteuerung, ja, womöglich einer glatten Weg steuerung des während des Krieges erworbenen Vermögenszuwachses propagiert worden. London, 28. Oktober. Die„ Times" meldet aus Toronto Diesen Gedanken greift jetzt auch die Arbeitsmarkt Korres vom 26. Oktober: In Ottawa wurden alle Häuser ver- ipondenz" auf und führt dazu aus: dächtiger Deutscher und Oesterreich er von der Polizei„ Darüber wird wohl nur eine Stimme herrschen, daß eine durchsucht. Die British Imperial Assoziation in Toronto hat Bereicherung in Kriegszeiten ein öffentliches eine Resolution angenommen, wonach alle Deutschen und Oester- ergernis bildet. Es fragt sich also nur, ob eine solche Kriegsreicher, auch bereits naturalisierte, in Konzentrations steuer durchführbar ist. Wenn man freilich glaubt, daß die Kriegsa lager gebracht werden sollen. gewinne in den Se I b st einschätzungen zur Einkommens- und Vermögenssteuer voll zum Ausdruck kommen würden, so gibt man sich einer schweren Täuschung hin. Der Steuerertrag würde dann sicherlich sehr minimal ausfallen und in feinem Verhältnis zu den Gewinnen stehen, die in den Kriegszeiten erzielt worden sind. Es müßte vielmehr für alle Lieferanten großen Stiles, für alle Warenhersteller, die größere Kriegsbestellungen auszuführen haben, eine Nach kalkulierung ihrer Einnahmen und Gewinne zu erfolgen haben, was kaufmännisch und steuertechnisch sehr wohl Die Unruhen in Deptford. wurde erlaubt. Genosse Troelstra schreibt in ,, Het Volf", er habe sich bei seiner Anwesenheit in Berlin eine fleine diplomatische Sondierung erlaubt. Als unser Münchener Genosse Adolf London, 28. Oktober.( W. T. V.) Der Polizeirichter in Müller in Holland war, hatte er versichert, die deutsche Re- Deptford sette das Verhör in betreff der gegen die Deutschen gierung denke nicht daran, die Unabhängigkeit und freie Willen bestimmung Hollands anzutasten und sie würde in gerichteten Unruhen fort. Dreizehn Männer und junge Leute feiner Weise versuchen, Holland eine Beziehung mit dem wurden vor das Schwurgericht verwiesen, Bürgschaftsstellung Deutschen Reich aufzudrängen, die nicht dem eigenen freien Willen der holländischen Nation entspräche. Weil er zu wissen Der Unterhalt der belgischen Flüchtlinge. möglich ist, da die Personen und Firmen, die Hauptsächlich in Frage wünschte, ob dies in Wirklichkeit die Meinung der deutschen Regierung war, fragte Troelstra durch den deutschen Ge- Amsterdam, 30. Oktober.( Privattelegramm des fommen, sehr wohl eruiert werden können. Gewiß würden nicht alle Amsterdam, 30. Oftober.( Privattelegramm des Personen, die es nötig hätten, von dieser Besteuerung getroffen jandten im Haag wegen einer Unterredung mit dem deutschen Vorwärts".) Der„ Nieuwve Courant" teilt mit, daß werden können, aber doch die große Mehrzahl derer, die in diesen Staatssekretär des Aeußeren an, und da dieser im Haupt- die englische Regierung der holländischen kürzlich einen an- werden können, aber doch die große Mehrzahl derer, die in diesen Kriegszeiten, wie man wohl sagen darf, kloßig verdienen. Der quartier war, fand die Unterhaltung mit seinem Stellvertreter, sehnlichen Geldbetrag zum Unterhalt belgischer Steueriak müßte allerdings sehr hoch sein, damit die überUnterstaatssekretär Zimmermann, statt.( Es folgt die bereits Flüchtlinge in Holland anbot. Die holländische Regierung mäßigen Gewinne auch ziemlich vollständig dem Reiche wieder zubekannte Erklärung, die Herr Zimmermann mündlich gab antwortete dankend, daß das Land die Kosten der freiwillig fließen würden. Andernfalls verlohnt sich eine derartige Sonderund deren Niederschrift ihm von Troelstra zur Bestätigung übernommenen Sorge selbst tragen wolle. borgelegt wurde.) Soweit die holländische Presse sich zu dieser Erklärung äußert, wird sie nicht günstig aufgenommen und als eine Ankündigung wirtschaftlicher Maßnahmen aufgefaßt, die Holland in freundschaftlicher Weise" zwingen sollten, im cigenen Interesse sich zum Beispiel dem deutschen Zollstaat anzuschließen. Holland und Deutschland. " Politische Uebersicht. Deutsche Drohung gegen England. " steuer ganz und gar nicht. Mit einer solchen Steuer würde man auf die Gesamtstimmung der Bevölkerung, die unter der Ueberteuerung direkt und auch späterhin noch indirekt schwer zu leiden hat, außerordentlich günstig einwirken... Wir glauben faum, daß eine solche Steuer im Reichstag auf Widerspruch stoßen würde, bielmehr würde das gesamte deutsche Volf einmütig eine solche Ueber die nach verschiedenen Blättermeldungen von der Steuer billigen; selbst die Kreise könnten kaum ernsthaften Wider deutschen Regierung geplanten Vergeltungsmaß- spruch erheben, die von ihr getroffen werden." nahmen" gegen die in Deutschland befindlichen Angehörigen der feindlichen Staaten gibt eine Bekannt. Aus der Leidensgeschichte der russischen Presse. Amsterdam, 30. Oftober.( Privattelegramm des Vor ma chung näheren Aufschluß, die der stellvertretende Riewstaja Myit" zählt die ihm befannt gewordenen Leiden wärts".) Der„ Rotterdamsche Courant" sagt in einem Leitartikel kommandierende General des IX. Armeekorps in Altona der russischen Presse in der ersten Jahreshälfte 1914 zusammen. Danach erfolgten Bestrafungen in 298 Fällen. Die Gesamtsumme über 3immermanns Erklärungen an Troelstra, sie seien äußerst veröffentlicht hat; es heißt da: " Die Frage der Behandlung der Deutschen in England hat der Geldstrafen beträgt 103 850 Rubel. Dazu kommen 26 Jahre zufriedenstellend. Wir haben auch keine andere Antwort erwartet. in der jüngsten Zeit mehrfach eine Erörterung in der Breffe und 10 Monate Gefängnis. Neben den Redakteuren wurden andere Unser Land wünscht, die einzig seinen inneren Interessen dienliche gefunden. Insbesondere wurden dabei die öffentlichen Mit- 41 Schriftsteller zur Berantwortung gezogen. Konfiskationen der Stellung, die als vollkommen unabhängige, in den teilungen eines fürzlich aus England Zurüdgefehrten erörtert, Blätter erfolgten 351 mal. Bis zur gerichtlichen Aburteilung mußten großen internationalen Fragen vollständig neutrale Macht die sich auf das Gefangenenlager von Newbury bezogen und 8 Zeitungen das Erscheinen einstellen. Auf administrativem Wege aufrecht zu erhalten. Dies weiß man in Berlin und London; festgestellt, daß die Behandlung unserer dort untergebrachten wurde 2, durch Gerichtsbeschluß 19 Zeitungen das weitere Erscheinen Landsleute, nicht nur der Kriegsgefangenen, sondern auch ber verboten. es liefen jedoch lezzthin Stimmen in Deutschland aus übrigen Deutschen in England geradezu menschenunwürdig sei. In- Im gleichen Zeitraume des Vorjahres erfolgten 167 Beden man ableiten durfte, daß die Position der Niederlande nicht von folgedessen ist in allen Provinzen ein Sturm der Entrüstung da strafungen der Preise zu insgesamt 65 750 Rubel Geldstrafen, jedem, der darüber sprach, begriffen wurde. Diesen Stimmen hat rüber entstanden, und man ist der Meinung, daß die hier lebenden während 3 Blättern das Weitererscheinen verboten wurde. Zimmermann Schweigen auferlegt und damit vielleicht auch den Ausländer viel zu milde behandelt werden. Diese Tatsache hat den zuständigen Behörden Veranlassung gegeben, dem amerikanischen Hengstlichen in unserem Lande gedient. Die Erklärung wird dazu Botschafter in London mitzuteilen, daß die hier lebenden beitragen, das Mißtrauen gegen deutsche Zukunftspläne zu mindern. englischen Männer bom 17. bis zum 55. Lebensjahre Politisch ist Holland unbedroht, aber wie ist es wirtschaftlich? gleichfalls gefangen gefest werden, wenn nicht Zimmermanns Erklärungen über Annäherung verschiedener Staaten über die Freilaffung der wehrfähigen Deutschen bis zum 5. November eine amtliche Mitteilung lasien an Unbestimmtheit nichts zu wünschen übrig, alles ist möglich in England bekanntgegeben worden ist." und wir werden nicht behaupten, daß es unmöglich sei, fich irgend was vorzustellen, wovon niemand weiß, was es sein wird. Die int, " Die Landtagswahlen in Heffen. Letzte Nachrichten. Der österreichische Situationsbericht. lantbart: 30. Oktober mittags. In Russisch- Polen Wien, 30. Oktober.( W. T. V.) Amtlich wird verwurde auch gestern nicht gekämpft. Am unteren San wurden stärkere, südlich Nisko über den Fluß gegangene feindliche Kräfte nach heftigem Gefechte zurückgeworfen. Bei Stary Sambor sprengte unser Geschütz fenter ein russisches Munitionsdepot in die Luft. Alle feind lichen Angriffe auf die Höhen westlich dieses Ories wurden abgeschlagen. Im Raume nordöstlich von Turka gewannen unfere angreifenden Truppen mehrere wichtige Höhenstellun gen, die der Feind fluchtartig räumen mußte. fangene. Unser Landsturm machte in diesen Kämpfen viele Geökonomische Annäherung an alle anderen Länder ist auch für In Hessen haben von Rechtswegen im November dieses die Zukunft sicherlich unser Wunsch, jedoch ebenso wie bisher, Jahres die Wahlen zur Zweiten Kammer des Landtages statt wo wir mit allen Mächten trachteten, durch Handelsverträge die zufinden. Die Regierung erklärte sich hier aber in einer BeAnnäherung zu begründen, ohne eine Begünstigung und ein be- fprechung zwischen den Vorständen der beiden Stammern bereit, die fonderes Verhalten gegen einzelne. Uebrigens scheint es wenig Neuwahlen auf die zweite Hälfte des nächsten nützlich, über diese Zukunftsdinge zu reden. Wenn Zimmer- Jahres zu verschieben. mann unter den verschiedenen Staaten auch Deutschland versteht, so.." aus der Mitte der Abgeordneten in Frage gestellt, Merkwürdigerweise wurde dann aber nach einer Meldung des wollen wir daran erinnern, daß, während sich Holland mit England ob es nicht möglich sei, diese Ergänzungswahlen dennoch demnächst Die Gesamtzahl der in der Monarchie internierten als Freihandelsstaat zu behaupten wußte, Deutschland ein aus vorzunehmen, wenn die Parteien eine Vereinbarung Kriegsgefangenen betrug am 28. d. Mts. 649 Offi gesprochener Schutzzöllner blieb. Hohe Tarife find nie gute Mittel träfen, die den 23abitampfaufbebt, alio jeder Partei ihren ziere und 73 179 Mann, nicht eingerechnet die auf 3u einer öfonomischen Annäherung. Befizstand sichert. Die Regierung erklärte sich bereit, unter dieser beiden Kriegsschauplägen sehr zahlreichen, noch nicht abgeVoraussetzung den Wahltermin nicht hinauszuschieben. Die Ber- schobenen Gefangenen aus den Kämpfen der letzten Wochen. handlungen zwischen den Parteien sollen bereits eingeleitet sein, den Erfolg wird man abwarten müssen. Die Unruhen in Südafrika. London, 28. Oftober.( W. T. B.) Die Times" schreibt über Demnächst findet eine außerordentliche Landtagsden Aufit and in Südafrika: Der Aufstand ist augen- situng statt, um die notwendigen Entschließungen für staatliche scheinlich schon sehr im Gange, mindestens in einem Teile Maßnahmen in der Kriegsfürsorge zu fassen. Die Regierung wird des Landes. Die Führung ist gut; die Burghers der be- fein neues Budget vorlegen, sondern das laufende Budget als Rottreffenden Bezirke haben Gewehre und mindestens eine kleine budget verlangen. Quantität Munition. Sie können mit größter Schnelligkeit mobili fiert werden, sie kennen das Land vollständig und haben gute Landtagstagung in Weimar. Pferde. In Westtransvaal hat General Beyers anscheinend Der weimarische Landtag ist von der Großherzogin, das Kommando, obwohl nicht ganz flar ist, ob auch er tatsächlich als derzeitige Landesregentin, auf Montag, den 9. November, zur sich dem Aufstand angeschlossen hat. Beyers war viele Jahre Beratung einiger wichtiger Vorlagen ein berufen worden. Es Amtsgenosse Bothas und muß bis auf den letzten Punkt alle mili handelt sich bei dem Programm der Tagung zumeist um Maß tärischen Pläne der Regierung und alle ihre Hilfsmittel fennen, nahmen, die durch den Krieg erforderlich geworden sind, so um sowie auch wissen, wo ihre Stärke und ihre Schwächen liegen. Abänderung des Ergänzungssteuergesetes, Verstärkung der Kaffen Ohne Zweifel ist bei ihm General Kemp, ein früherer Offizier vorräte der Hauptstaatskasse, Beteiligung des Staates an einer Delareys, der als tapferer und tüchtiger Führer seit dem Buren- Kriegskreditkasse und vorübergehende Abänderung der Gemeindefrieg befannt ist. Sein persönlicher Einfluß reicht weit in Süd- ordnung. Auffällig muß es berühren, daß in den bis jetzt bekannt afrika. Es besteht wenig weifel, daß Führer wie Dewet, Beyers gewordenen Vorlagen mit keinem Worte von Maßnahmen die und Kemp auf eine gewisse Gefolgschaft rechnen können. Rede ist, die der in einzelnen Teilen des Landes geradezu grenzenDie Rebellen wählten den Augenblid gut. Ein südafrikanisches losen Not der industriellen Bevölkerung entgegenwirken. Sind doch Expeditionskorps ist durch Operationen gegen Deutsch- Südwest in einem großen Teile der Landorte, wegen Mangel an Mitteln, afrika in Anspruch genommen. Die englischen Truppen, die vor zwei Monate nach der Mobilmachung noch nicht einmal die gesetz dem Krieg in der Union thre Garnison hatten, wurden durch die lich festgelegten Kriegsunterstühungen ausgezahlt. " Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs. von Hoefer, Generalmajor. " 1 Zum Untergang des Kreuzers Schemtschug". Petersburg, 30. Oftober.( W. T. B.) Der Admiralstab gibt folgende Einzelheiten über den Verluit des Kreu zers Schemti chuq" bei Penang bekannt: Am 28. Oftober um 5 Uhr früh näherte sich der Kreuzer ,, Emden", der einen vierten falschen Schornstein aufgerichtet hatte, in der Dunkelheit den Wachtschiffen, die ihn für ein Schiff der verbündeten Flotten hielten. Die Einden" fuhr unter vollem Dampf gegen den„ Schemtjchug", eröffnete das Feuer und schoz einen Torpedo ab, der nahe dem Bug explodierte. Der ,, Schemtschug" erwiderte das Feuer, doch schoß die„ Emden" einen zweiten Torpedo ab, der den„ Schemtschug" zum Sinfen brachte. Von der Besaßung famen 85 Mann um; 250 wurden gerettet; 112 von ihnen sind verwundet. 17 Nene englische Kriegsfrodite. London, 30. Cflober.( W. T. V.) De„ Morningpost" erfährt, daß bei dem Zusammentritt des Parlaments am 11. November die Regierung wieder Hundert Millionen Pfund Ster. fing( 2 Milliarden Mark) für den Krieg fordern wird. 95,9 Jugendschriften tr Knaben und ädchen mit vielen Abbildungen Jeder and 95P Pf. 1 Meter Blusentüll schwarz mit Kunstseide gestickt 95 t 5m Klappelspitze Leinen Imitiert Handarbeit in vielen Mustern 95P. 1 Huirose aus Metallstoff stahl- ouer altgoldtarbig 95 Pf. 1 Kriegserinnerungs- Mappe I mit Landkarte 95 Pf. 1 Kaffeekanne Emaille ca. 16 cm 95 Pf. 1 Straussfedernkranz 95 für Hutgarnituren Pf 1 Küchenbeil 95 Pf 1 Eierschrank mit Deltt- Einlage 95 Pf. HE JANDORF's Woche Spittelmarkt Belle- Alliancestr. Gr. Frankfurterstr. 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Die Frankfurter Beitung" vergleicht die Durchschnittspreise der letzten acht Jahre, die sich für Roggen zwischen 161 und 193 M., für Weizen zwischen 180 und 234 M. bewegten, mit den festgesetzten Höchstpreisen und bemerkt dazu: " Im September hatte der Frankfurter Magistrat einen zehnprozentigen Zuschlag auf die Preise vor Kriegsausbruch für billig angesehen, das hätte Höchstpreise von 190 bis 200 m. für Roggen, von 210 bis 220 M. für Weizen gegeben. Was darüber ist, bedeutet bei einem Jahreskonsum von 16 Millionen Tonnen, eine Mehr last von mehreren 100 Millionen Mark, zu zahlen von der konsumierenden Masse des Volkes an den anderen Teil die Produzenten und die Auffäufer. Das ist das Trübe: Niemand wird in dieser Zeit sich sträuben, Lasten zu tragen, die notwendig sind und die dem Reiche zugute fommen. Aber diese Steuer tommt dem Reiche nicht zugute, und sie wäre nicht nötig gewejen, wenn die Regierung nach dem Kriegsausbruch nicht drei Monate für ihre Beschlüsse gebraucht hätte." Diese Anschauungen werden dann noch ergänzt durch die folgenden: Diese unnötige Belastung des Volkes ist hart, sehr hart, darüber hilft kein Argumentieren hinweg. Und man muß mit aller Entschiedenheit fordern, daß nicht etwa der gleiche schwere Fehler auch weiterhin wiederholt werde. Diese Gefahr liegt sehr nahe. Denn zur Einführung von Höchstpreisen für Kartoffeln hat der Bundesrat sich noch immer nicht entschließen können, obwohl sie auch hier unbedingt geboten ist, um der gänzlich unberechtigten Preistreiberei zu steuern. Und auch über den 3uder liegen noch keine Beschlüsse vor: gerade hier hätte die Regierung die Gelegenheit, durch Preisgabe der Verbrauchssteuer und Festſetzung niedriger Preiſe dem Volke( und den Produzenten zu gleich) Grleichterungen zu schaffen." Die Kreuzzeitung" erachtet die Bundesratsbeschlüsse in anderer Richtung nicht für weitgehend genug: " Der Staat aber wird sich nicht der Aufgabe entziehen tönnen, bis zu einem gewissen Grade die Hand auf die vorhandenen Vorräte zu legen und die Verteilung nach Ort und Zeit wesentlich zu beeinflussen. Wir leben wahrlich in einem Ausnahmezustande, der Ausnahmemaßregeln rechtfertigt und der den Verwaltungsbehörden die Pflicht auferlegt, auch vor den schwierigsten Aufgaben, wenn die Stunde sie gebietet, nicht zurückzuschrecken." Die umfassendsten Forderungen stellen die freikonservativen " Hamburger Nachrichten": Sonnabend, 31. Oktober 1914. Soziales. Verleitung zu erhrloser Handlung. Als erste eigentliche Organisation der Branche kann der Ueber die Arbeitsverhältnisse der Stellmacher berichtete Gewerkverein der Gold- und Silberarbeiter Deutschlands an- Lehmann in einer Branchenversammlung, daß der Beschäfti gesehen werden. Es war eine Gründung von Dr. Mar sind aber damit eine Reihe von Verschlechterungen der Arbeitsvergungsgrad sich durch Militäraufträge bedeutend gehoben hat. Leider Hirsch, wie die anderen Gewerkschaften dieser Art, dazu be- hältnisse verknüpft gewesen. Es hat erst eines energischen Einstimmt, die Arbeiter für den Liberalismus zu gewinnen. Die greifens bedurft, um eine Besserung durchzusetzen, z. B. das Ueberwesentlichste Aufgabe dieser Organisation damals war der stundenunwesen durch Schichtwechsel zu verdrängen. Es sollen aber Ausbau und die Pflege der Unterstüßungseinrichtungen. Der auch ferner noch Schritte unternommen werden, um die vorhandenen Gewerkverein nahm den Hirsch- Dunderschen Gedanken gegen- Arbeiten auf einen größeren Teil von Beschäftigungslosen zu ver über eine immer schärfere Stellung ein. 1870 traten die teilen. Besondere Aufmerksamkeit soll dem Arbeitsnachweis zu süddeutschen Goldarbeiter aus und forderten die Berliner auf, nehmer vielfach Arbeitskräfte von außerhalb heranziehen, obgleich gewendet werden. Ganz entschieden sei zu verurteilen, daß Unterdas gleiche zu tun. In Berlin wurde 1869 ein neuer Ge- wohl nirgends so zahlreiche Arbeitslose vorhanden seien wie in werfverein gegründet Berlin, die sehr wohl die verlangte Arbeit zu leisten vermöchten. Das Ausnahmegeset räumte, wie mit anderen Organi- In der Diskussion wurden die Ausführungen durch eine große fationen, auch mit der der Gold- und Silberarbeiter auf. Erst Anzahl von Beschwerdefällen bestätigt. Von besonderem Intereſſe gegen Ende des Ausnahmezustandes war es wieder möglich, den waren auch die Mitteilungen über die große Zahl vom zum Militär Versuch einer Organisationsgründung zu unternehmen. Der einbezogenen Funktionären. Diese Lücken schnellstens und bereitWeckruf hierzu ging von den Hamburger Berufsgenossen aus. willigst auszufüllen, müsse Ehrensache der Kollegen sein, dann werde werden können. Eine öffentliche Versammlung der Gold- und Silberarbeiter auch wirksamer den bestehenden Uebelständen entgegengearbeitet in Hamburg beschloß 1889 die Gründung einer Organisation. Eine eigene Zeitung, Der Goldarbeiter", wurde gegründet. Daß die Organisation von modernem Geiste beseelt war, zeigt ihr Programm, in dem verlangt wurde: beffere Lohnbeedingungen, mäßige Arbeitszeit und Arbeiterschutz. Dem Rufe zur Organisation wurde überall Folge geleistet. In Berlin beschlossen 500 Gold- und Silberarbeiter in einer öffentlichen Versammlung bei Feuerstein nach einem Referat von Gott fried Schulz den Anschluß zur Organisation. Am 28. Oktober 1889, also vor 25 Jahren, tagte in Berlin eine Generalverfammlung. Der Vorstand der Organisation sette sich aus folgenden Personen zusammen: H. Faber, 1. Vorsitzender; R. Brückner, 2. Borfißender; P. Zeuge, 1. Kassierer; H. Damm, 2. Kassierer; Fr. Heymann, Schriftführer; W. Tschentscher, Achilles, Revisoren. Viele andere Städte schlossen sich an. Die neue Organisation erfüllte ihre Aufgaben in hervorragender Weise. Kämpfe mit den Unternehmern blieben die erſte Lohnbewegung. Schon dieser erste Versuch war von nicht aus. Bereits im September 1890 erfolgte in Berlin Erfolg begleitet. Der 1. Mai 1890 wurde von den Berliner Gold- und Silberarbeitern einmütig gefeiert. Der Wunsch, dem Metallarbeiterverbande beizutreten, wurde 1891 noch abgelehnt. Auch auf dem Verbandstag 1894 wurde der sofortige Anschluß wiederum nicht gutgeheißen. Selbst im Jahre 1897 war feine Stimmung hierfür vorhanden. Erſt tief ein- au werben. schneidende wirtschaftliche Verhältnisse brachten die Organi- rechtigt an. ſation dahin, und Berlin war es, das im Oktober 1899 zuerst den Uebertritt bewerkstelligte. Die anderen Städte folgten bald nach. In den später immer wieder ausbrechenden Differenzen mit dem Unternehmertum hat es sich gezeigt, daß der Uebertritt zum Nußen und Wohl der Gold- und Silberarbeiter ausgeschlagen ist. Eine Fülle von Arbeit wurde geleistet, und die Gold- und Silberarbeiter haben auch unter den schwierig. sten Verhältnissen allseitig ihren Mann gestanden. Sie haben sich durch ihre Solidarität und Disziplin einen Ehrenplatz in der Arbeiterbewegung und insbesondere im Deutschen " Es bleibt zu beachten, daß die von der Regierung festgesezten Höchstpreise von 220 M. für die Tonne Roggen ab Berlin, d. H. 228 M. für die Tonne Roggen ab Hamburg und 40 M. mehr für die Tonne Weizen den Verbrauch start belasten werden, so daß zu wünschen wäre, daß im Laufe der Zeit noch eine Ermäßigung dieser Säße um 10 bis 20 W. eintreten wird, denn auch dann sind die Preise noch hoch gemig, um einer Verschwendung entgegenwirten zu können, Für unbedingt erforderlich halten wir ferner, daß die Regie- Metallarbeiterverband erworben. rung auch den etwaigen passiven Widerstand der Spekulanten, die in versteckter Form damit gedroht haben, daß Angebot von Getreide bei Festsetzung von Höchstpreisen zurüdzuhalten, da= durch entgegenwirkt, daß sie sich im Falle eines Bedarfes der Mühlen des Beitreibungsrechts vorbehält. Die Regierung müßte in Fällen des böswilligen Zurückhaltens von Getreide Strafpreise festseßen, die 50 M. unter den Höchstpreisen stehen. Das würde wirken. Ferner sind wir der Ansicht, daß jetzt endlich ganze Arbeit gemacht werden sollte. Der spekulative Zwischenhandel in Futtermitteln müßte dadurch in seine Grenzen verwiesen werden, daß die Höchstpreise überall da eingeführt werden, wo wucherische Absichten einzelner Unternehmer den Markt ungünstig beeinflussen. Auch auf anderen Gebieten, z. B. auf den Einkauf fertiger Wollwaren, für die in den jüngsten Wochen von der Bevölkerung jeder verlangte Preis bezahlt wurde, sollte die Regierung ihr Augenmerk werfen. Kartoffeln, Erbsen und Bohnen und in allen Es ist jest wahrlich nicht die Zeit, in der es einer verhält nismäßig fleinen Zahl von Unternehmern gestattet werden darf, sich skrupellos zu bereichern auf Kosten des ganzen Wolfes." Wir können all diese Forderungen, nachdem wir sie schon wiederholt gestellt haben, nur unterstreichen und in mancher Beziehung erweitern. Und wenn ihnen keine Beachtung zuteil wird, so müssen wir mit umso größerem Nachdruck von neuem dafür eintreten, daß eine Steuer die ungerechtfertigten Gewinne bei der heutigen Art der Höchstpreise wieder beseitigt. Wir können auch hier wieder dem zustimmen, was das Hamburger Blatt sagt:„ Es ist jetzt wahrlich nicht an der Zeit, in der es einer verhältnis. mäßig fleinen Zahl von Unternehmern gestattet werden darf, sich strupellos zu bereichern auf werden darf, sich skrupellos zu bereichern auf Kosten des ganzen Volkes." Gewerkschaftliches. 25 Jahre Gold- und SilberarbeiterOrganisation. Ein Jubiläum in ernster Zeit. Berlin und Umgegend. Die Lage der Arbeiterinnen in der Metallindustrie während des Krieges. § 124 3iffer 3 der Gewerbeordnung gibt dem Helverbegehilfen das Recht, fristlos das Arbeitsverhältnis aufzugeben, wenn der Arbeitgeber ihn zu Handlungen zu verleiten sucht, die gegen die guten Sitten verstoßen. Aus diesem Grunde wurde gestern der Inhaber einer Reparaturwerkstatt für Automobile, Lezel, von der Kammer 5 des Gewerbegerichts verurteilt, eine 14tägige Lohnentschädigung in Höhe von 90 M. zu zahlen. Bei dem Beklagten war ein Monteur gegen einen Wochenlohn von 45 M. eingestellt, der eine bevorzugte Stellung einnahm. An ihn trat der Beklagte nach der Zeugenbekundung mit dem Anfinnen heran, einem Kunden gegenüber auszusagen, daß zur InstandTat nicht verwendet wurden. Er sollte ferner die Kostenpreise der fegung von dessen Automobil Erfaßteile verwendet seien, die in der verwendeten Materialien und Maschinenteile wesentlich höher angeben, um so den Kunden recht ausgiebig übervorteilen zu fönnen. Dieses Ansinnen hat der Monteur entschieden zurückgewiesen und hat das Arbeitsverhältnis sofort gelöst. Da eine Kündigungsverein. barung nicht vorlag, verlangte er nun, für vierzehn Tage entschädigt Das Gericht erkannte den Anspruch durch Urteil als beGerichtszeitung. Zwei Wochen Gefängnis gegen einen Hausverwalter. Eine Verurteilung, die unter allen verständig Denkenden Befriedigung auslösen wird, fällte das Breslauer Kriegsgericht. Ein Hausverwalter hatte dort eine arme Witwe, Mutter von fünf noch schulpflichtigen Kindern, rücksichtslos auf die Straße seßen lassen, weil diese mit der Miete int Rückstande blieb. Der Frau, die von der Stadt nur 24 M. monatlich Armenunterstüßung erhielt, war es troß dieser geringen Unterſtüßung durch fleißiges Arbeiten immer möglich gewesen, nicht nur die zahlreiche Kinderschar zu ernähren, sondern auch ihren Verpflichtungen gegenüber dem Hauswirt stets pünktlich nachzukommen. Als die Witwe dann Anfang September frank wurde und ihrem Erwerb nicht mehr nachBon allen, die vom Kriege in ihrer Eristenz getroffen worden gehen konnte, mußte sie die Miete schuldig bleiben. Troß der find, haben die arbeitslosen Frauen und Mädchen am bittersten zu Not der Frau drang der Hausverwalter, ein Vorkosthändler leiden. Insbesondere sind die Arbeiterinnen aus der Metallindustrie in große Bedrängnis geraten, wie schon fürzlich berichtet Leuschner, auf Zahlung der Miete und drohte mit der zwangsworden ist. Man sollte nun annehmen, daß von den in Betracht weisen Räumung der Wohnung zum 1. Oktober ohne Klage. kommenden Stellen alles getan werde, um eine gerechte Verteilung als am 16. Oktober die Aermste trop eifrigen Suchens immer der zurzeit vorhandenen Arbeit herbeizuführen, damit ein möglichst noch keine Wohnung gefunden hatte, stieg Leuschner in Abwenn auch noch so wesenheit der Mieterin vermittelst Leiter in die verschlossene großer Teil von Arbeiterinnen zu einem kleinen Verdienst gelangt. Es ist an dieser Stelle schon darauf Wohnung und räumte die Habseligkeiten bis auf das letzte hingewiesen worden, daß nach diesem Grundsatz bei vielen Firmen Stück ans. Vier Tage und vier Nächte waren die Frau und nicht verfahren wird. Und jetzt können wir wieder Firmen beübermäßig langer Arbeitszeit beschäftigen. Nach bekannt gewors zeichnen, die eine Anzahl der bei ihr beschäftigten Arbeiterinnen in denen Mitteilungen werden in mehreren Abteilungen Arbeiterinnen bis zu zwölf Stunden pro Tag beschäftigt. Und das, nachdem vorher eine größere Anzahl entlassen worden sind, die auch jetzt noch feine Arbeit wiedergefunden haben. Es geht doch wirklich nicht an und liegt auch nicht im Interesse der nationalen Volkswirtschaft, daß ein Teil Menschen bis zur Erschöpfung arbeitet, während andere vor dem Nichts stehen und darben müssen. die Kinder obdachlos. Prozeß vor dem Kriegsgericht, das Leuschner zu 2 Wochen GeDie Folge dieses menschenfreundlichen Verhaltens war ein fängnis verurteilte. In der Begründung hieß es, der Angeklagte habe eine arme, kranke Witwe in einer ganz unerhörten Weise bedrängt. Der Anklagevertreter batte mur eine Woche Gefängnis beantragt. Nötigungen oder Nötigungsversuche, in dieser oder ähnlicher Art ohne gerichtliches Urteil zu ermittieren, find strafbar. Daß das Kriegsgericht die Einwände nicht gelten ließ, der Verwalter habe dies nicht gewußt, entspricht durchaus dem Geſetz. Ein Wiederaufnahmeverfahren. Der Verband der Gemeindearbeiter nahm in seiner General. bersammlung am Donnerstag den vom Vorsitzenden Müntner erIn einem milder liegenden Falle erhielt eine Verwalterin statteten Geschäftsbericht für das dritte Quartal entgegen, der in der Hauptsache die erfolgreichen Verhandlungen schilderte, welche die einen Tag Gefängnis; aber der Festungskommandant von Breslau Organisation mit den städtischen Behörden führte zum Zweck der kündigt Gefängnisstrafen bis zu einem Jahre für Fürsorge für die Familien der im Felde stehenden Gemeinde- die Hausbefizer an, die arme Mieter ohne Klage heraussetzen. arbeiter. Ferner führte der Redner aus, daß in einigen städtischen Betrieben versucht worden sei, durch Verlängerung der Arbeitszeit oder Erhöhung der Leistung des einzelnen ohne Neueinstellungen an Stelle der eingezogenen Arbeiter auszukommen. Diese Versuche Ein junger Leutnant mußte unlängst zu seinem Schrecken era feien aber infolge des Eingreifens des Verbandes vereitelt worden. fahren, daß man wegen unerlaubter Auswanderung verurteilt Aus dem Bericht des Kassierers Hoffmann ging hervor, daß werden kann, ohne jemals einen Fuß über die deutsche Grenze ges sich in den Kassenverhältnissen die Wirkung des Krieges bemerkbar fetzt zu haben. Der bei seinen Sameraden sehr beliebte Offizier macht. Infolge der Verminderung der Mitgliederzahl sind die Ein- hatte f. 3. wegen finanzieller Schwierigkeiten den Abschied genomnahmen zurückgegangen. Auf der anderen Seite haben sich aber auch men und war zur Reserve übergetreten. Da er die Mittel zur die Ausgaben verringert, weil ja die Unterstützungsfäße gekürzt Dedung seiner Schulden nicht aufbringen konnte, ergriff er einen Die Organisation der Goldarbeiter konnte in dieser Zeit stand der Lokalfasse hat sich von 68 701 M. auf 70 624 M. erhöht. dauerte nicht lange und er versuchte sich auf fast allen größeren wurden. Das Gesamtergebnis ist demnach nicht ungünstig. Der Be- bürgerlichen Beruf und bildete sich zum Herrenreiter aus. Es auf ein Bierteljahrhundert ihres Bestehens zurückblicken, und Für Unterstützungen wurden ausgegeben: Sterbegeld 3236 M., Rennpläßen Deutschlands. Der Militärbehörde gegenüber, der er es war dem Genossen Wilhelm Siering vergönnt, am Krankengeld 9217 M., Arbeitslosenunterstüßung 3962 M., Kriegs- feinen jeweiligen Aufenthalt stets anzugeben hatte, bediente er sich 28. d. M. in einer Versammlung der Gold- und Silber- unterstüßung 649 M., Notstandsunterstübung 245 M., Streifunter einer sogenannten Befehlsvermittleradresse, deren Aufgabe es ist, arbeiter ein Bild von der Entstehung und der Entwicke- ftüßung 40 M., Rechtsschutz 110 M. Die Mitgliederzahl ist von eingegangene militärische Befehle oder Mitteilungen sofort weitera lung dieser Organisation zu entwerfen. Es waren in der 9619 auf 6701 zurückgegangen. Der Rüdgang ist hauptsächlich durch zugeben. Als Befehlsvermittler hatte er einen Bekannten in HamBersammlung viele bejahrte Berufskollegen zu sehen, unter die zum Militär eingezogenen Mitglieder entstanden, deren Zahl burg angegeben. Leider vergaß er, diefem im Laufe der Zeit seine denen sich eine größere Anzahl Jubilare befanden, die auf 2624 beträgt. Außerdem sind 294 Mitglieder abgegangen, und zwar wechselnde Adresse immer prompt aufzugeben, und so kam es, daß eine 25jährige Organisationszugehörigkeit mindestens die Hälfte davon wegen der Herabsetzung der Unter- eine militärische Order ihn nicht erreichte. Da gerade Hamburg als zurückblicken zurückblicken fügungen. fönnen. Befehlsvermittleradresse aufgegeben war, tam die Behörde auf den Müntner teilte mit, daß der Hauptvorstand beschlossen hat, Gedanken, daß der junge Herrenreiter diesen Ort zum AusgangsDie Berliner Gold- und Silberarbeiter trugen fich mit die Bezugsdauer der Arbeitslosenunterstüßung um sechs Wochen zu punkt einer Weltreise genommen hätte. Die Folge war ein Berdem Plan, ihr 25jähriges Jubiläum mit einer schönen Feier verlängern. Die Versammlung erklärte sich damit einverstanden, fahren wegen unerlaubter Auswanderung, das in Abwesenheit des zu begehen. Mitten hinein in diese Vorfreude fiel der Aus- daß auch für die lokalen Zuschläge zur Arbeitslosenunterstützung die Angeklagten zu seiner rechtskräftigen Verurteilung führte. Die bruch des Krieges, der zu einem Weltendrama ausgewachsen Bezugsdauer in aleicher Weise verlängert wird. Ferner hat der weitere Folge war naturgemäß seine Entfernung aus dem Heere ist. Viele Berufskollegen stehen nun im Felde, mancher von Hauptvorstand beschlossen, daß den Angehörigen der im Kriege ge- und Streichung aus den Listen. ihnen ist schon von der Kugel dahingerafft. fallenen Mitglieder, welche dem Verbande 26 Wochen angehören, ein Als er von seiner Verurteilung und dem Verlust seines LeutSterbeeld von 30 M. gewährt wird. In diesen Fällen zahlt nun nantsranges auf Umwegen Kenntnis erhielt, beauftragte er die die Lokalkasse aus eigenen Mitteln fein Sterbegeld. Die Orts- hiesigen Rechtsanwälte Dr. Halpert und Carl Richter mit der Einverwaltung hat beschlossen, daß die Arbeitslosen sowie die Familien leitung des Wiederaufnahmeverfahrens. Dieses hatte den Erfolg, der Kriegsteilnehmer eine Weihnachtszuwendung bekommen. Da sich daß er unmittelbar vor Ausbruch des Krieges freigesprochen wurde auch der Hauptvorstand mit dieser Frage beschäftigt, so können die und nach der Mobilmachung sofort als aktiver Leutnant vor die Ginzelheiten dieser Unterstützung erst später festgesetzt werden. Front tommen konnte. 25 Jahre sind in der Weltgeschichte nur eine kurze Spanne Zeit, in der Arbeiterbewegung stellen sie schon einen wichtigen und ereignisreichen Zeitabschnitt dar. Sie sind eine 25jährige Kulturarbeit, ein 25jähriges Streben danach, den Berufsangehörigen eine menschenwürdige Eristenz zu schaffen. Theater für Sonnabend, 31. Oktob. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Glaube und Heimat. 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Arbeitslosigkeit Arbeitermangel Perlicher Arbeit beim besten Willen nicht gewachſen find. Wenn Dieser Tage erklärte in einer Ausschußsihung der Stadtberordneten, die sich mit der Beratung über die Nord- Südbahn zu beschäftigen hatte, der Herr Stadtbaurat, daß beim Bau des Westhafens sowohl wie bei dem Bau der Nord- Südbahn sich ein zeitweiliger Mangel an Arbeitskräften bemerkbar gemacht habe. Auch der Oberbürgermeister machte in einer Sizung am 24. Ottober, die sich mit der Frage der Mietsunterstützung zu befassen hatte, die Bemerkung, daß sogar ungelernte Arbeiter zeitweise nicht zu erhalten seien". Vermutlich stützt sich diese Bemerkung auf die Mitteilungen des Herrn Stadtbaurats, die wiederum auf die Angaben von Unternehmern an die Baubeamten zurückgeführt werden müssen. Um keiner Legendenbildung Vorschub zu leisten, möchten wir folgendes feststellen: 31. Oktober 1914. Eingegangene Druckschriften. Deutschlands neue Einigkeit. Vortrag von Dr. Heinz Marr. Lithographen, Mechaniker, Kaufleute, kurz alle, die mit feineren Arbeiten, mit Schreibarbeiten usw., Beschäftigte, die schwerer körtrotzdem selbst eine Anzahl Buchdrucker und andere sich zu schweren Schanzarbeiten gemeldet haben, so beweist das nur, wie sehr die 20 Bf.. Boysen, Hamburg. materielle Lage dieser Arbeiterkategorien, die Stubenarbeiter sind, Der europäische Krieg. Heft 1. Historische Darstellung der Kriegs. diese zwingt, jeden Strohhalm zu ergreifen. Nach Einziehung ereignisse von 1914. Von A. Hemberger. Erscheint in etwa 40 Heften a 40 Pf. Neueste Erfahrungen und Erfindungen auf dem Gevieler kräftiger Arbeiter zum Heere kann es schon kommen, daß biete de praktischen Technik ufw. 41. Jahrg. 12. Heft. Heransfür bestimmte Tätigkeiten Arbeiter knapp werden, obwohl Taufende gegeben von Dr. L. Banino. Einzelh. 70 Pf. A. Hartlebens Berlag, von Arbeitslosen vorhanden sind. Daraus etwa Schlüsse gegen die Etferne Poefie. 1. Band. Neue Freiheitslieder. Gesammelt Arbeitslosen herleiten zu wollen, wäre aber ein Beginnen, dem von A. Paulofat. 93 S. Baya- Verlag, Berlin N 4. nicht entschieden genug entgegengetreten werden kann. Veranstaltungen. Volkskunstabend in Tempe lhof am Sonnabend, den 31. Oktober, abends 8 Uhr, in der Aula der 1. Gemeindeschule, Manteuffelstr. 66. der Konsumgenossenschaft und an der Abendkasse. Wien J. Wachtfeuer. Nr. 2 und 3. Künstlerblätter zum Strieg 1914. Erscheint wöchentlich. Einzelnummer 20 Pf. Verlag: Der Birkel. Berlin W 66. Der Deutsche Krieg. 6. und 7. Heft. Politische Flugschriften, herausgegeben von E. Jäch. Einzelheft 50 Pf. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. Universal Bibliothek: 5712. Fröschweiler. Bollsschauspiel von 6715. Einberufen oder Mit 5. b. Wenzel und v. Runkel. 20 Pf. Ph. Reclam, Leipzig. 19 Die Arbeiten am Westhafen sind der Firma Habermann u. Gutes übertragen worden. Diese Firma ist bemüht, so billig wie Klavier, Gesang, Rezitation. Gintrittskarten a 10 Pf. in den Verkaufstäden Gott für König und Baterland. Poffe von H. Salingré. 20 Pf. Parteiveranstaltungen. Jugendveranstaltungen. Sechster Kreis, Rosenthaler Vorstadt. Der für die arbeitende Sugend morgen Sonntag, nachmittags 8 Uhr, stattfindende heitere halber in Gramottes Festsälen, Bergstr. 12. Abend findet nicht bei Büttner, Schwedter Str. 23, statt, sondern umftandeBriefkasten der Redaktion. Nordkap Bagdad. Das politische Programm des Krieges, Bon K. v. Winterftetten. 60 Bf. Neuer Frankfurter Verlag, Frankfurt a. M. Süddeutsche Monatshefte. Dftober 1914.( Das neue Deutschland.) 1,50 M. Verlag in München. D Spezialfarte des deutsch franzöfifch belgischen Kriegsschau. plates. Größe 46 mal 55 Zentimeter. Spezialfarte des deutschrussischen Kriegsschauplatzes. Größe 48 mal 72 Bentimeter. Einzeltarte 40 Pf. Verlag P. Ehrich, Inhaber G. Grosser, Genthin. " Eliak- Lothringen und der Krieg", von Dr. B. Weil. Straßburg, Josef Singer Verlag. 0,80 m. Die europäischen Kriegsschauplätze 1914, Belgien, Dst und Nordfrankreich, Nordsee, Ostpreußen, Rußland, insbesondere Westrußland, Galizien, Serbien, Montenegro. Geographisch dargestellt von E. Oppermann. Karten von Ed. Gaebler. 2 M., in Leinenband 2,60 m. 3. Klinthardt, Leipzig. Praktische Winke. Wie bietet man den Seinen eine schmackhafte, bollwertige. Ernährung ohne Fleisch. Von Frau Kl. Hente. 10 Pf. P. Hente, Dresden A 29. Zeitschrift für Politit. Band 7. Heft 4. Herausgegeben von R. Schmidt und A. Grabowsky. Jährlich ein Band in vier Heften 16 M. . Heymann, Berlin W 8. Herrn Arnes Schah. Von Selma Lagerlöf.( Fischers Bibliothek zeitgenössischer Romane.) 6. Reihe, vierter Band.( S. Fischer, Verlag, Berlin.) Pappband 1 M., in Leinen 1,25 M. " Jenseits". Aus der jüdischen Lebenstragödie im Barenlande. Bon S. Schachnowik. 2 M., geb. 2,50 M. Verlag: Ifraelit", Frankfurt Für unsere tapferen Soldaten! Anleitung zur Herstellung gea. M. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hof rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 1hr statt. Jeder für den Briefkasten be stimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Babl als Mertzeichen bei- stricter Bekleidungsstücke von K. Glauch. 10 Pf. H. Thümmler, Chemniz. zufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. Eilige möglich zu arbeiten. Für die sehr mühsamen Erdarbeiten zahlt fie einen Stundenlohn von 42 Pf., ein Lohn, der für Berliner Berhältnisse ein schlechter genannt werden muß. Die Wege nach dem Westhafen erfordern viel Zeit. Bedenkt man, daß der Arbeiter noch Fahrgeld opfern muß, auch daß er seine Mahlzeiten Sechster Kreis, Jugendabteilung. Mittwoch, den 4. November, am Tage nicht bei der Familie einnehmen kann, bedenkt man den abends 8 Uhr, finden die Bersammlungen der jugendlichen Mitglieder von Verlust an Lohn bei Regenwetter, so kann man sich ausrechnen, 18 bis 21 Jahren in nachstehenden Lokalen statt: Strad, Schönhauser welcher Betrag den Arbeitern nach Abzug der Kassenbeiträge nach ee 134 a; Nietschmann, Gerichtstr. 74; Franke, Badstr. 19 und Schröder, Stromstr. 36. Referenten sind die Genossen E. Eichhorn, E. Neumann, Wochenschluß übrigbleibt. Es kam schließlich zu einer Arbeits- Räthe Dunder und C. Döring. niederlegung, um einen besseren Lohn zu erreichen, aber ohne Borsigwalde. Bu einer Sonntagnachmittag in den Borsigwalder erheblichen Erfolg. Trotzdem sind immer noch genügend Arbeiter Festsälen stattfindenden öffentlichen Versammlung erfolgt heute Sonnabendfür diese Arbeiten vorhanden gewesen, die, von der Not getrieben, abend 7% Uhr eine Handzettelverbreitung von den bekannten Stellen aus. die sehr schwere Arbeit verrichten. Aber nicht jeder arbeitslose, entfräftete Arbeiter kann die Arbeit leisten. So ist es gekommen, daß mancher nach einigen, Stunden wieder aufhören mußte, weil er sich der Arbeit nicht gewachsen fühlte. Gerade dieser Umstand beweist, wie schlecht die Arbeit bezahlt wird. Die leistungsfähigen, fräftigen Arbeiter sehen sich dann nach lohnenderer Arbeit um und es ist zu verstehen, daß sie sich lieber den von der HeeresTeitung vergebenen, besser bezahlten Schanzarbeiten widmeten. Das Streifpostenverbot. Von Dr. E. Kracht. Geb. 2,50 M. Aber an Arbeitern fehlt es nicht, trotz des Fehlens geeigneter, gegen Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 1. November, vorm. 9 Uhr, thal. Geb. 8,50 M. Verlag Dunder u. Humblot, München- Leipzig. Der preußische Verfassungsstreit 1862-1866. Von Dr. F. LöwenWitterungsverhältnisse schüßender Baubuden. Eine bessere Be- Pappel- Allee 15-17; Neukölln, Jdealpaffage"; Tegel, Bahnhofstr. 15 und Lieder deutscher Dichter. Eine Auswahl von H. Hesse. 3 M., in Ober- Schöneweide, Selarastr. 2: Freireligiöse Vorlesung. Vormittags zahlung würde der Firma leistungsfähigere Arbeiter schaffen. G3 11 Uhr, Seleine Frankfurter St. 6: Vortrag von Herrn Dr. H. Hasse: Pappband 4 M. A. Langen, München. Was man während der Kriegszeit von den wichtigsten gesek: muß einmal offen ausgesprochen werden: Städtische Arbeiten sind" Der Traum des Gerechten." Damen und Herren als Gäste will- lichen Bestimmungen und behördlichen Verordnungen missen mus! nicht nur dazu da, daß einige Unternehmer Vorteil haben, sondern kommen. Ratgeber für die Angehörigen der zu den Fahnen Einberufenen. Herausauch dazu, daß die Arbeiter bei diesen aus städtischen Mitteln gegeben von Dr. A. Salzgeber und Dr. L. Zach. Mit Formularen für ausgeführten Arbeiten auch einen angemessenen Rohn erhalten. Eingaben an Behörden. 30 Bf. Germania, Aft.- Ges., Berlin. Mit den Zimmerarbeiten bei diesem Hafenbau steht es nicht besser. Die Firma ist beim besten Willen nicht dazu zu bewegen, die tariflich festgesetzte Arbeitszeit einzuhalten. Sie nötigt die Leute, 10 und 11 Stunden zu arbeiten und die städtische Bauverwaltung sieht ruhig zu, obwohl sie auf Innehaltung dieses Teils des Vertrags besonders achten müßte. Auch deshalb ist es zu Differenzen mit dem Verbande der Zimmerer gekommen, der doch die Aufgabe hat, auf die Innehaltung des Tarifs zu achten. Das Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen- Direktion über N. G. 20. Sie haben Anspruch auf die Unterstützung für Familien den Großhandel in den Zentral- Martiballen.( Ohne Verbindlichkeit.) muß er tun im Interesse seiner Mitglieder wie auch der anderen von Seriegsteilnehmern. Das wären hier in Berlin die Reichsmindestfäße Freitag, den 30. Oftober. Fleisch: Rindfleisch per 50 kg, OchsenArbeitgeber, die den Tarif einhalten. Aber auch an Zimmer- und 100 Broz. dazu. Im Einzelfall fönnen Sie, wenn Bedürftigkeit vor fleisch La 74-85, do. Ila 69-73, do. IIIa 60-68; Bullenfleisch Teuten hat es nicht gefehlt; im September sind sogar Entlassungen liegt, bei der Unterſtüßungskommission unt Erhöhung einkommen. Ihr Ia 73-78, bo. Ha 63-70; Stübe, fett 55-60, do. mager 50-55, erfolgt. Und auch heute stehen der Firma genügend gelernte Bater sollte sich direkt an den Magistral wenden. Er hat leider neben dem Fresser 60-66, do. holl. 45-50, dän. 87-45, Bullen, dän sogenannten Ehrensold nur Anspruch auf Armeng eld. Der Magistrat hat Arbeitskräfte zur Verfügung, wenn sie die für jeden anderen auch darüber zu entscheiden, ob seinem Wunsch um Aufnahme in das bo. Ila 60-74. Hammelfleisch: Maftlämmer 78-84; Hammel Ia 72-77, Kalbfleisch: Doppellender 100-110; Mastfälber Ia 75-80, Arbeitgeber geltenden Grundsäße einhält. Aber die Firma Haber- Siechenhaus stattgegeben werden kann. Adele 54. Allenfalls die Wasch- do. IIa 67-72; Schafe 67-72. Schweinefleisch: Schweinte la fett mann u. Gutes wendet sich leider nicht an die zuständigen Arbeits- toilette wird als pfändbar erachtet werden. Bevor ein Urteil da ist oder 74-78, IIa 64-73; Sauen, dänische 48-54. Gemüse, ineine einstweilige Verfügung, fann Bollstreckung nicht vorgenommen werden. ländisches: Kartoffeln, Daberfche 50 kg 3,75-4,00; weiße Saiſertronen nachweise. Die meisten Einstellungen erfolgen auf Umwegen, und E. B. 3566. Nein. Hinterlegen Sie die Miete beim Amtsgericht.3,50 3,75; Magnum bonum 3,75-4,00; Woltmann 3,25-3,50; Borree, schon seit Beginn der Arbeiten am Westhafen weiß man in Arbeiter-. 11. 47. Nein. 5. 2. 1. Nur soweit der Lohn 1500 m. jährlich Schod 0,70-1,00; Sellerie, Schod 8,00-5,50; Spinat 50 kg 6,00-11,00; treisen allgemein, daß die Firma mit aller Macht darauf hin- übersteigt. 2. Die Frau ist zahlungspflichtig, nicht der Mann. C. 49. Mohrrüben 2,00-2,50; Stohlrabi Schod 0,70-1,10; Wirsingtohl Schock wirkt, von dem lästigen Zwang, nur Berliner Arbeiter einzustellen, gibt verschiedene Liften, die numeriert werden. Auf der mit G. ge- 4,00-10,00; Wirfingfohl 50 kg 3,50-4,00; Weißtohl Schod 3,00-8,00, zeichneten sind Sie verzeichnet. E. B. 13. Beantragen Sie bei der Weißlohl 50 kg 2,00-2,50; Stoffohl, Schod 4,00-10,00; Roifobl 50 kg 3,00 befreit zu werden und in der Auswahl der Arbeiter unbeschränkt Landesversicherung, Ihnen das Geld zu belaffen. Soweit ersichtlich, bis 4,00; Grünkohl 50 kg 3,00-4,00; Stoblrüben 50 kg 3,00-5,00; Teltower zu sein. In Arbeiterkreisen hat sich sogar die Ueberzeugung ge- ist allerdings die Versicherungsanstalt zu der Einziehung berechtigt. Rüben 50 kg 12,00-16,00, Märkische Stüben 50 kg 4,00-10,00; Blumenbildet, daß die Bauverwaltung dem Unternehmer ausschließlich Ge2. G. Nach dem Gesez sind die Lieferungsverbände, das find in fohl, Erfurter, 100 St. 15,00-22,00, Rofentohl 50 kg 22,00-25,00, Meerhör geschenkt und sich weniger der Arbeiter annimmt, sonst hätte der Kriegsteilnehmer soviel Unterstügung zu geben, daß die Bedürftigkeit Radieschen Schockbund 0,70-1,00; Salat Schod 2,00-4,00; 8miebeln, Preußen die selbständigen Städte und die Streise, verpflichtet, den Familien rettich Schod 5,00-12.00, Beterfilienwurzel Schodbund 1,00-3,00; sie alle Veranlassung gehabt, bei den Differenzen mit den Zimmer- beseitigt wird. In der Praxis wird allerdings fortdauernd gegen diese Ber 50 kg 75,-10,00; Tomaten 50 kg 7,00-10,00; Pfefferlinge 50 kg 00,00; Teuten mit besonderem Nachdruck nicht nur für die tariflich fürzere pflichtung von Lieferungsverbänden häufig verstoßen. Das Gefeß fagt, Steinplize 50 kg 15,00-25,00; Brünlinge 50 kg 4,00-6,00; Arbeitszeit einzutreten, sondern sogar im Allgemeininteresse auf wenn überhaupt Bedürftigkeit anzuerkennen ist, muß mindestens 9 M. für Champignons 50 kg 10,00-25,00; Sturbis 50 kg 1,00-2,50. die Ehefrau( vom November ab 12 M.) und für jedes Kind 6 M. gezahlt eine erhebliche Verkürzung der Arbeitszeit, eventuell für einen werden. Diese Mindestunterstüßung wird später den Lieferungsverbänden Schichtwechsel einzutreten, wodurch eine größere Anzahl Arbeiter vom Reich ersetzt. Man nennt gemeinhin diese Mindeſtunterstützung den bei den städtischen Unternehmern beschäftigt werden, wie das be- Reichszuschuß. Der Streis ist, gleich viel ob er einen dahingehenden Beschtuk fanntlich in einem ministeriellen Erlasse von den Gemeinden ver- gejagt hat oder nicht, an sich verpflichtet, soviel mehr zu zahlen als erforderlich ist, um die Bedürftigkeit zu beseitigen. Ob der von Ihnen benannte langt worden ist. Leider ist das nicht geschehen, wie man über- Streis eine prozentuale Striegsunterstüßung beschlossen hat, ist uns nicht bekannt. haupt fast nichts hört, daß in städtischen Betrieben nach dieser Rich- J. F. 1914. 1. Wahrscheinlich. 2. Nein. 3. und 4. Ja. tung hin für eine größere Beschäftigung nennenswertes geschehen Ph. Sch. 100. Sie wohnen auf Grund des alten Vertrages, den Ihr Mann geschlossen hat. Da dieser im Felde steht, fönnen Sie nicht ist. Die Verwaltung in einzelnen städtischen Betrieben fümmert ermittiert werden. Sprechen Sie eventuell mit dem alten und neuen Bersich sehr wenig um diese Arbeiterverhältnisse und doch könnte auf trag in der Sprechstunde vor. F. R. 80. Sie sind wegen Herzleidens diesem Gebiete dem Allgemeinwohl viel genügt werden. für dauernd unbrauchbar erachtet. F. K. 82. 1. 49" bedeutet: ÜntangEs muß überhaupt endlich einmal der Ansicht entgegengetreten lich wegen Herzenleiden;„ U. 9": Untauglich wegen chronischer Strantbeits Reuters Werte zustände des Lymphsystems. 9. 11. Wenden Sie sich an das Bezirkswerden, als ob für alle Arbeitslosen jedwede Erdarbeit geeignet sei. tommando. Bielleicht erhalten Sie dort Auskunft. Die Einziehung Es gibt Tausende von qualifizierten Arbeitern, wie Buchdrucker, ift bei den verschiedenen Regimentern außerordentlich verschieden. Ganz besonders billige Ulster Damen- Konfektion in warmen gemusterten Stoffen Sportjacket uni und gemustert.. 19.75 12.50 9.75 6.75 Schotten- Doppelrock in reicher Musterauswahl.... Seiden- Schottenbluse in geschmackvollen Dessins, 9.75 Astrachanmantel auf Futter. ca. 130 cm lang. 28.50 Kinderschulkleid dunkel, geschmackvolle Streifen, jede 4.50 10% Größe steigend um 50 Pf. in Bar wwww 54-60. Arbeiter Gesundheits- Bibliothek Jedes Heft 20 Rg. bo. Der Spezialist 50 M. 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