Nr. 301.- 31. Jahrg. 6au Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 R., monatl. 1,10 R., wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt 10 Big. Post Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Bost Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich. Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland si Mark pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Lugemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich. alis asiques ni Untaisnsning il vid hun bot Vorwärts inilai sic Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Anzeigen", das fettgebrudte Bort 20 Bfg.( zulässig 2 fettgebrudte Borte), jedes weitere Wort 10 Pig. 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B.) Im Angriff auf Vpres zwischen den ruſſiſchen und den türkischen Truppen begonnen. wurde weiter Gelände gewonnen. Messines ist in unseren Händen. Gegenüber unserem rechten Flügel sind jetzt mit Sicherheit Inder festgestellt. Diese kämpfen nach den bisherigen Feststellungen nicht in eigenen geschlossenen Verbänden, sondern sind auf der ganzen Front der Engländer verteilt. Auch in den Kämpfen im Argonnerwalde wurden Fortschritte gemacht. Der Gegner erlift hier starke Verluste. Im Osten ist die Lage unverändert. Ein russischer Durchbruchsversuch bei Sziffkehmen wurde abgewiesen. Die Kämpfe nördlich von Lille. Seit 1813 ist der Name der Kosaken in Europa berüchtigt. Als die große Armee, die Napoleon aus den besten Soldaten aller Herren Länder zusammengerafft hatte, durch das verwüstete Rußland zurückzog, genügte der Ruf:„ Die Kosaken kommen!", um die Tapfersten der Tapferen in panischen Schreden zu versezen. Auf den Fersen der geEin englischer Angriff. schlagenen Armee drangen dann die Kosaken in Deutschland Konstantinopel, 2. November.( Meldung des Wiener ein, und noch heute lebt die Erinnerung daran, daß diese„ BeR. K. Telegr.- Korr.- Bureaus.) Nach glaubwürdigen Meldungen freier" unendlich wilder im Lande hausten, als jemals die an ist eine englisch- französische Flotte gestern vor die angesehene" Presse Deutschlands brachte es fertig, den eiferne Disziplin gewöhnten Truppen des Kaisers. Freilich, mittag im Golf von Tschesne in Kleinafien eingelaufen, Rosafen posthume Lorbeerfränze zu flechten, als zur Feier der wo sie das kleine türkische Kanonenboot Burak Schlacht von Leipzig Zar Nikolaus gnädigst geruhte, in der Reiß und den Dampfer„ Kinali Aga" angreifen wollte. Der Militärdeputation auch Kosaken in die Stadt an der Pleiße Kommandant des„ Burak Reiß" versenkte, um sie nicht zu senden. Just ein Jahr ist es her vom Feinde vernichten zu lassen, den Dampfer Kinali Heute ist es ein sicher aktuelles Thema, über die Kosaken Aga" und sprengte sein Kanonenboot in die an schreiben. In Ostpreußen und in Galizien weiß man ein 2uft. Lied von ihnen zu fingen. noch keine Kriegserklärung. Konstantinopel, 2. November.( W. T. B.) In Besprechung der Lage geben die inspirierten Blätter zu, daß die Zwischen fälle im Schwarzen Meere wohl die Form des Krieges angenommen hätten, sie erklären aber, daß sie nicht einen offiziellen Kriegszustand geschaffen hätten. Ob wohl die Pforte im Rechte sei, wolle sie dennoch vor der Geschichte und dem Gewissen der Menschheit beweisen, daß sie sich im Zustande gerechter Verteidigung befinde. Trotz der London, 2. November.( T. U.) Der Korrespondent der„ Daily jest im Schwarzen Meere erlangten Ueberlegenheit zur See, Mail" berichtet, daß die Kämpfe nördlich von Lille mit verwerde es nicht die Türkei sein, welche zuerst den Krieg erklären 3weifelter Erbitterung zwischen Engländern und Bayern werde. Wenn man aber den Krieg um jeden Preis wolle, so ausgefochten werden. Mehrere Tage hätten die Engländer oft einer werde die Türkei ihm nicht ausweichen. bedeutenden Uebermacht standgehalten und unter dem bayerischen Der„ Tanin" meldet, daß die türkische Flotte Artilleriefeuer, das in den Schüßengräben Verheerungen anrichtete, gestern teine Bewegungen im Schwarzen Meere aus gelitten. Sie hätten andauernd die Stellungen wechselweise gestürmt geführt habe. Sie erwarte nun den Befehl, vor oder zurück und wieder verlassen. Auch zwischen La Bajiée und Bethune zu gehen. Der„ Tanin" hält die Ereignisse in Schwarzen lam es zu erbitterten Kämpfen. Große deutsche Geschütze, die die Entfernung genau abgeschätzt hatten, haben furchtbare Verheerungen angerichtet. Der Chef des Generalstabes im Erholungsurlaub. Meere für einen Grenzzwischenfall und sagt: Wenn Rußland will, so werde man nicht weitergehen. Der Schlüssel zum Friedensproblem liege in Petersburg. " Berlin, 2. November.( W. T. B.) Der Chef des Ge neralstabes des Feldheeres, Generaloberst v. Moltke, über dessen Erkrankung fürzlich berichtet wurde, bedarf zu seiner völligen Wiederherstellung eines Erholungsurlaubs. Seine Majestät der Kaiser hat ihm zu diesem Zweck das Schloß in Homburg zur Berfügung gestellt. Generaloberst v. Moltke hat sich 1 Revember dorthin begeben. lebungszwecken Seine Vertretung verbleibt wie Chee in den Händen des Kriegsministers, Generalleutnants von Falkenhayn. am Das Wesen des Stosakentums läßt sich nur historisch erklären. Am sichersten ist die Geschichte der ukrainischen Stofafen bekannt, die heute nicht mehr existieren. Das Wort selbst ist tatarischen Ursprungs*) und bedeutet Straßenräuber. Dieser Name hat auch seinen guten Grund. Zurückzuführen ist nämlich das Kosatentum auf Räuberbanden, die sich am Dnjepr feftfepten. Diesen Strom entlang führte einst eine belebte Handelsstraße von Byzanz nach Norden. Südlich von Kijew wird die Schiffahrt infolge der Stromschnellen ( Porogi) unterbrochen, und hier setzten sich die Wegelagerer fest, die den byzantinischen Kauffahrern schwer zu schaffen machten. Als dann im 13. Jahrhundert die Tataren die füdrussische Steppe überschwemmten, waren die wehrhaften Leute von den Stromschnellen, die Saporoger, die einzigen, dic ihnen Widerstand leisteten. Es bildete sich so am Dnjepr, in der Ukraine, ein eigenartiges Gemeinwesen: halb Ritterorden, halb Räuberbande. Allerlei abenteuerlustiges Volk zog in das csakenlager, die Sicz,( lies: Sitsch), entlaufene Bauern aus Polen, der Moldau, aus Ungarn, aber auch manch adliger oder bürgerlicher Tunichtgut. Wer einen Gaul sein eigen nannte und eine starke Faust hatte, war willkommen, nadj Nam' und Art fragte man nicht. Nur das Zeichen des Kreuzes mußte der Fremdling machen und den Muselmännern Feindschaft schwören. Kampf gegen die Tataren und Raubzüge nach allen Himmelsgegenden waren das Element der Kosaken. Weiber duldete man nicht in der Sicz, aber es stand dem Kosaken frei, sich in der Steppe einen Hof zu errichten, einen utor, wo er Weib und Kind unterbrachte. Ein türkischer Bericht. mas Konstantinopel, 2. November.( W. T. B.) Eine amtliche Mitteilung gibt bekannt, daß die Offiziere und Matrosen des ruffischen Minenschiffes Pruth" in einem Verhör zugestanden haben, daß der„ Pruth" in Sewastovol mit Minen beladen worden sei. Den Offizieren und der Besatzung des„ Pruth", die Jahre hindurch auf dem ruffischen Stationsschiff in Konstantinopel gedient hatten, waren Die polnische Adelsrepublik betrachtete die Ukraine als die Gewässer des Bosporus vollkommen vertraut. Als die russische ein unter ihrer Oberhoheit stehendes Gebiet, hatte aber wenig Flotte erfuhr, daß ein schwacher Teil der türkischen Flotte sich zu Freude an den Kosaken, weil bald die Türkei, bald Rußland lebung saweden in das Schwarze Meer begeben hatte, ging fie am fich über die Raubzüge beschwerten. Weitblickende Staats27. Oftober von Sewastopol in südlicher Richtung in See männer Polens suchten dann im 15. Jahrhundert die Kosaken und ließ nur ein Verteidigungsgeschwader vor Sewastopol zurüd. au einer Grenzwache des Landes zu machen. Der Plan Auch der Pruth" fuhr in südlicher Richtung ab. Die Abficht der scheiterte an der Habsucht des Adels, der die Ukraine zu folonirussischen Schiffe war, vor der Bosporusmündung Minen sieren suchte, d. h. das Land an sich reißend die freien Kosaken Kopenhagen, 1. November.( W. T. B.)" Politiken" zu legen, das kleine, fich im Schwarzen Meer aufhaltende türkische zu Fronbauern machen wollte. Der Kampf gegen diese Untermeldet aus London. Die Stimmung ist hier sehr ges Geschwader anzugreifen und die türkische Hauptflotte, wenn sie biefem iochung im 16. und 17. Jahrhundert ist die heroische Zeit des drückt wegen des Unterganges des Kreuzers Geschwader zu Hilfe eilen sollte, durch Minen zu vernichten. Die Rosakentums. In dieser Zeit versuchen denn auch die Hetmane Chmielnikki) suchen Germes". In Dover wehen die Flaggen Halbmast, türkische Flotte aber bemerkte das ruifische Minenschiff, das von der Rosaken, einen selbständigen Staat zu begründen. DoroGedrückte Stimmung. " da die Mehrzahl der umgekommenen Seeleute aus Dover Torpedobooten begleitet war, zur rechten Zeit und brachte es, wie bald mit Polen ein Einvernehmen, bald berbünden sie sich stammte. Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplah. Die Kämpfe in Galizien. Wieu, 2. November.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 2. November mittags. Die Stämpfe in Russisch Polen dauern an. In den Gefechten am San hatten die Russen, namentlich bei Roswadow, schwere Verluste. dies in den letzten Die Kabelverbindung mit Odessa ist unterbrochen. Die telegraphische Verbindung mit dem Auslande ist auf das deutsche Kabel nach Konstanza und über Smyrna- Syra gelegt wurde, zum Sinfen. Von den russischen Offizieren find fünf mit Rußland und der Türkei gegen Polen. Aber die Staatengerettet worden, darunter ein Fregattentapitän. Alle Gefangenen bildung gelang nicht: im Kriege, der immer zum Raubzug wurden nach Jsmid gebracht. ausartete, war das Kosakenheer wohl zusammenzuhalten, int Frieden lockerte sich jede Bande. Der letzte Hetman, der solche politische Pläne hegte, war Mazeppa( 1640-1709): er fügung, als aber der Bar die Selbständigkeit der Ukraine stellte Peter I. das Kosakenheer gegen die Türken zur Vernicht anerkennen wollte, schlug sich der Hetman auf Seite des Schwedenkönigs und kämpfte gegen Rußland. Die Niederlage der Schweden bei Poltowa( 1709) begrub die Hoffnungen der Kosaken. worden. Die Russische Ban!, verschiedene russische Betriebe und die Mehrzahl der russischen Klöster sind geschlossen. Keine Aktion in Lybien. thon Wir brachten dort 400 Gefangene ein und erbeuteten drei Berlin, 1. November.( W. T. B.) In einigen italienischen Barin Katharina die Kojaken gegen Polen auf, und die langMaschinengewehre. Südlich Starh Sambor nahm eine Gefechts gruppe gleichfalls 400 Russen gefangen. In diesem Raume und nordöstlich Turka machte unsere Vorrückung weitere Fortschritte. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Hoefer, Generalmajor. Blättern wird die Besorgnis geäußert, daß nunmehr nach Ausbruch der Feindseligkeiten im Orient die islamische Bewegung auch nach 2ybien übergreifen könnte. Wie wir demgegenüber feststellen tönnen, liegen 3usicherungen der Pforte vor, daß sie in Berücksichtigung der italienischen Interessen alle erforderlichen Maß nahmen trifft, um die islamische Bewegung von 2ybien fernzuhalten. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wiegelte die wierigen blutigen Kämpfe haben viel zum Zusammenbruch Polens beigetragen. Sobald aber Bolen mit Hilfe Deſter*) Es ist übrigens nicht das einzige tatarische Wort, das in der Militärsprache erhalten blieb. Auch das Wort Ulan ist tatarisch und bedeutet:„ der Tapfere". Die Polen nannten ihre leichte Reiterei jo und von dort kam der Name nach Deutschland. reichs und Preußens erdrosselt war, schlug auch die letzte Stunde des freien Kosakentums: die Ukraine kam unter russiiche Herrschaft, die Zarin verschenkte das Land an ihre Günstlinge und die freien Kojaken wurden niedergeworfen, zu leibeigenen Bauern gemacht. Ein Beduineneinfall in Aegypten. Der Aufstand in Südafrika. Konstantinopel, 2. November.( Meldung des Reuterschen Kapstadt, 2. November.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Bureaus.) Es wird gemeldet, daß zweitausend be- Oberst Alberts hat die Aufständischen im Distrikt von waffnete Beduinen in Aegypten eingefallen Lichtenburg geschlagen. Ob die Kojalen am Don und Ural ihren Ursprung sind. von den ukrainischen haben oder ob sie selbständig entstanden find, ist zweifelhaft. Wahrscheinlich ist, daß nach Zusammenbruch der Tatarenherrschaft ukrainische Kosaken in den Dienst der Zaren von Moskau traten, daß ihnen Land am Don angewiesen wurde, wo sie ihre heimatliche Organisation nachahmten, d. h. Banernhöfe gründeten, in der Hauptsache aber vom Kriege lebten; nur daß sie hier keine Gelegenheit zu großen Naubzügen auf eigene Faust hatten, sondern im Dienst der Baren standen. Aehnlich mag auch das Kosakentum am Auch der serbische Gesandte verläßt Konstantinopel. Konstantinopel, 2. November.( W. T. B.) Die serbische Gesandtschaft hat das serbische Wappen vom Gesandtschaftsgebäude entfernt. Der serbische Gesandte wird entweder heute abend oder morgen abreisen. Führer der Aufständischen gefangen. Pretoria, 1. November.( Meldung des Neuterschen Bureaus.) Oberst Gilliers meldet aus Kenhardt, daß zwei Führer der Aufständischen, Majen Ben Coetzee und der Kapitän de Villiers gefangen genommen wurden. Die Verluste. Ural entstanden sein, von wo aus die Koſaken Sibirien den Beschlagnahme eines russischen Dampfers. Bureaus.) Von den durch Oberst Alberts im Diſtrikt von Baren unterwarfen. Zuzug erhielten die Don- und Uralfofafen aber aus Großrußland, so daß sie schließlich Sprache und Sitten der Großrussen annahmen. Was dem polnischen Staate nicht gelang, das brachte Rußland fertig: die Kosaken wurden seine Grenzwache gegen Asien, aber darüber hinaus ein Instrument der Eroberung. Kapstadt, 2. November.( Meldung des Reuterschen Lichtenburg geschlagenen Aufständischen wurden 13 geKonstantinopel, 31. Ottober.( W. T. B.) Die Hafen- tötet, 30 verwundet und 240 gefangen. behörde hat den Dampfer Se oraljeva Olga" der russischen Schiffahrtsgesellschaft mit Beschlag belegt. Auf dem Dampfer wurde die ottomanische Flagge gehißt und bereits eine ottomanische Bemannung eingeschifft. ISOT Man ſyſtematiſierte im 18. Jahrhundert das Koſakentum in Der Krieg und die Kolonien. Tsingtau vor dem Falle? Die italienische Ministerkrise. Eine Mahnung der„ Humanité." Unser französisches Parteiblatt schreibt in der Nummer vomi 27, Oftober, der Frankf. 8tg." zufolge: Rom, 2. November.( W. T. B.) In einem„ Eintracht" überschriebenen Leitartikel sagt Giornale d'Italia": Die parlamen tarische Krisis wird mit weitem Blick und großer Schnellig der Weise, daß man den Kosaken in den eroberten Gebieten teit gelöst werden. Das Land, das eine rubige und vertrauensvolle Ländereien überwies. Sie blieben frei von Fronarbeit und Haltung zu Salandra anfrechterhielt, wird heute das gleiche Steuern, mußten aber stets eine Anzahl berittener und beSchauspiel der Ruhe und Geschloffenheit bieten. Die Parteien und waffneter Krieger stellen, die für Rußland Heeresdienst leisten. Frankfurt a. M., 1. November.( W. T. B.) Die ,, Frant. parlamentarischen Gruppen werden Manneszucht beweisen. Sa Auf diese Weise sind die freien" Kosaken das Element, durch furter Zeitung" veröffentlicht folgende Havas meldung landra wird mit der Bildung des Ministeriums beauftragt das die zarische Regierung die unterjochten Völker in Zentral- aus Tokio:„ Die Festung von Tsingtau ist zerstört werden. Sein Ruf wird an Männer von gutem Willen ergehen afien und im Raukasus beherrscht. Das Bestehen eines solchen worden. Die Operationen werden mit allgemeinem und kann nicht wirkungslos verballen. Es gilt, eine starke, gewiffenHeeres hat aber noch eine ganz besondere Folge gezeitigt: Erfolge fortgefest." hafte und erleuchtete Regierung zu schaffen. Eintracht ist die erste die Kosaken wurden zu einem Instrument gegen den„ inneren Hierzu schreibt die Frankfurter Zeitung": Die Japaner Bürgschaft und das vornehmste Interesse für das Vaterland. Feind". Der Kosak fühlt sich als Mitglied einer Kriegertaste. hatten bereits vor längerer Zeit angekündigt, daß sie am Der König wird sich heute mit Manfredi, Marcora, Giolitti, Solange die Leibeigenschaft in Rußland herrschte, also bis in Namenstage ihres Mikado, dem 81. Dttober, ihm als Ehren- Sonnino, Luzzatti, Carcano, Sacchi und Bissolati( dem Führer die sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, bestand geschent die eroberte Festung Tsingtau darbieten wollten. Der reformistischen Sozialisten) über die Lage besprechen. zwischen den leibeigenen Bauern und den freien Kosaten eine Dieser Wunsch war wohl auch der leitende Gedanke bei der unüberbrückbare Aluft. Wenn die Bauern gegen die Guts- Herausgabe des vorliegenden Telegramms, das die Agence herren rebellierten, was im 19. Jahrhundert sehr häufig vor- Havas zu verbreiten sich natürlich eilfertig bemühte; fam, dann konnte es gefährlich sein, gegen diese Bauern aber es ist offenbar unrichtig. Wir verhehlen uns reguläre Truppen auszusenden, weil die Soldaten sich ja aus nicht, daß unsere tapferen Landsleute in Tsingtau" Die in Paris und den übrigen Städten Frankreichs ansäsſider Bauernschaft rekrutierten und leicht mit den gepeinigten einen Verzweiflungskampf gegen eine vielfache Uebermacht zu gen Ausländer sind bei Beginn der Mobilmachung in besonderen Bauern gemeinsame Sache machen konnten. Dagegen waren führen haben, dem sie zum Schluß heldenmütig erliegen Bagern im Innern des Landes vereinigt worden. Gewig waren die Stojaken, eben als Kriegertaste, zuverlässig. Es gab auch müssen. Aber noch wird es nicht so weit sein, denn wenn Vorsichtsmaßregeln angezeigt. Wir glauben aber, daß der Sieg 1. ein sehr einfaches Mittel, ihre gemeinen Instinkte aufzu- die Japaner die Festung von Tsingtau zerstört hätten, dann unserer Truppen nichts von seinem Glanze verlieren würde, wenn veitschen und sie zu willfährigen Werkzeugen der russischen wäre es nicht ersichtlich, gegen wen sich ihre weiteren. ,, all- wir diesen Unglücklichen gegenüber alle unsere mensch Regierung zu machen: man ließ sie plündern und schänden gemein erfolgreichen Operationen" richten sollten. Einen lichen Pflichten erfüllen. Wir haben einige Auskünfte nach Herzensluft! Rebellieren die Bauern, dann kommen die weiteren Schutz als die Festung besitzt Tsingtau nicht, und es erlangt. Ueber das Fremdenlager von Montgazon in Angers Kosafen, werfen den Aufstand nieder und dürfen dafür sich müßte doch den Japanern ein leichtes sein, mit ihrer ge- stellen wir zunächst fest, daß sich unter den dort untergebrachten austoben auf Kosten der gemarterten Bauern. So wurden waltigen Uebermacht nach der Zerstörung der Festung den 800 Personen mindestens 500 Französinnen aus Frankreich die Kosaken systematisch zu Bluthunden der zarifchen Regie- offenen Platz zu nehmen. Es wird wohl richtig sein, daß das befinden, die sich mit Ausländern verheiratet haben, deren Ursprung tonzentrische Feuer von der Land- und Seefeite einzelne Teile wir aber doch nicht vergessen dürfen, ohne ungerecht zu werden. der Festung beschädigt hat. Aber das geht aus der Havas- Diese Frauen sind mit ihren Kindern, in deren Adern ebenfalls meldung deutlich hervor: noch hält sich in der Festung die französisches Blut fließt, in die Riesensäle eines ehemaligen Semiheldenmütige Besagung. nars eingepfercht worden. Sie liegen dort auf Stroh. Viele waren gezwungen, ihre Wohnungen in aller Eile zu verlassen. Sie konnten weder für sich noch für ihre Kinder genügend Kleidung beschaffen, und dann hat man die Familien auseinandergerissen und Frauen und Kinder sind in Montgazon, während man ihre Männer in die Forts von Brest geschickt hat. Dabei muß betont werden, daß diejenigen Deutschen, die die Anhänglichkeit an ihr Land- bewahrt haben oder die in Frankreich Unangenehmes erwarten fonnten, sich bei der Mobilmachung schleunigst aus dem Staube gemacht haben; wenn es, was gewiß ist, noch Spione in Frankreich gibt, so kann man sicher sein, daß sie sich nicht in den Fremdenlagern befinden, sondern anderswo verbergen. In diesen Lagern hat man insbesondere Ausländer versammelt, die sich mit Franzosen verheiratet haben oder die seit langen Jahren in Frankreich wohnen und durch ein festes Band an unser Land gekettet sind. Sie haben nicht versucht, zu entfliehen, und ließen sich ohne Schwierigkeit einschließen." rung erzogen. Zieht man das in Betracht, so wird es verständlich, daß eine Truppe, die im Frieden derart hausen darf, zu deren unberbrüchlicher Tradition das Plündern und Verwüsten gehört, auch im Striege fich nicht leicht dem modernen Kriegsbrauch anpakt. Nicht etwa aus einer Raffeneigentümlichkeit erklärt fich die besonders rohe Kriegsführung der Kosaken, sondern sie ist ein Resultat der gesamten Institution, auf der das Kosakentum beruht. Annexion Aegyptens? Dom Vom österreichisch- serbischen Kriegsschauplah. Oesterreichische Erfolge in Serbien. Wien, 2. November.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: Unsere Offensive durch die Macwa schreitet siegreich vorwärts. Aus Loudon, 2. November.( W. T. B.) Die Morning Bost" schreibt: seinen befestigten Stellungen vertrieben, hat der Gegner bisher nur Kitchener hat zweifellos Vorbereitungen zur Verteidigung wenig Widerstand geleistet; nur an der Nordlifiere von Sabac Aegyptens getroffen, und kann eine beträchtliche Streitmacht mußten start verfchanzte Pofitionen im Sturmangriff genommen nach Aegypten berlegen. Sobald die Türkei England betriegt, werden. Auch Sabac selbst wurde heute nacht er fallen die Berträge und Vereinbarungen weg, die stürmt. Unsere durch die Macwa vorgerüdten Kolonnen haben den Stand Aegyptens zwischen England und der Türkei regeln. die Bahnlinie Sabac- Ljesnica bereits überschritten. Kavallerie ist Die britische Regierung werde die bisher als türkische anerkannte am Feinde und hat auch Gefangene gemacht. Suzeränität übernehmen. Der bisher an die Türkei für Aegypten Einen schweren Verlust haben unsere Ballanstreitfräfte zu be und Cypern gezahlte Tribut würde wegfallen. Das Blatt fährt Klagen. Der Feldpilot Oberleutnant Sanchez wurde von einem fort: Die Aufgabe der britischen Regierung ist nunmehr die schwerste, feindlichen Geschoß, welches auch seinen Beobachter verlegte, die je der Regierung dieses Landes aufiel. Daber erlegt die Haltung schwer verwundet. Troz furchtbarer Schmerzen und mit Aufbietung der Türkei England und seinen Kolonien sowie Indien die Not- feiner legten Kräfte vermochte der wadere Pilot seinen Apparat vendigkeit zu neuen Anstrengungen auf. Rußlands Verbündete noch auf den zirka 70 Kilometer entfernten Flugplatz au steuern tönnen nicht in Frieden mit der Türkei bleiben, während diese Ruß- und dort glatt zu landen. Oberleutnant Sanchez ist gestern seinen land betriegt. Man darf annehmen, daß die britische Regierung Wunden erlegen. Vor seinem Tode erhielt er noch das ihm von gemeinsam mit Frankreich und Rußland das Zusammenwirken Seiner Majestät telegraphisch verliehene Militärverdienstkreuz. fichert. Vom östlichen Kriegsschauplah. XLI. Grenzgefechte im Nebel. Potioret, Feldzeugmeister. " Die Humanité" erwähnt mehrere Beispiele von Deutschen, die seit mehr als 20 und 30 Jahren in Frankreich wohnen, aber trotz ihres Naturalisationsantrages und troß der freiwilligen Anmeldung ihrer Söhne zum Militärdienst in das Fremdenlager verbracht worden find. Wir glauben nicht," so fährt der Bericht fort, daß diese Fremden zu fürchten seien. Jedenfalls wären wir es uns selbst schuldig, alle diejenigen, die sich unter dem Echuse unserer Gefeße in Frankreich ansässig gemacht haben, menschlich zu behandeln. Aber die Einrichtung des Fremdenlagers ist sehr mangelhaft, und wir verlangen wenigstens für die Frauen Batterie aufgefahren. Nicht lange dauert es und auch sie läßt| den deutschen Stellungen ein und blieben bollständig wirkungslos. ihre ehernen Schlünde sprechen. In unserem Gesichtskreise ar- Alles war nun ruhig bis zum anderen Morgen gegen 4 Uhr. Bis beiten auf deutscher Seite sieben Batterien. Vor einer von ihnen auf zirka 500 Meter waren die Angreifer herangekommen, als die sehen wir Reservetruppen der Infanterie beim Abfochen. Sie Vorposten sie signalisierten. Aber sie bekamen teine eiserne Bor fümmern sich nicht im geringsten um die von den Russen herüber- tion". Die Deutschen verhielten sich ruhig. Der Leutnant im gesandten Schrapnells. Immer zahlreicher werden die langsam Schüßengraben erklärte den Leuten:„ Wenn jeder nur schießt, soDichter Nebel begrenzt die Aussicht. Nur langsam lichtet derfließenden Wölfchen der meist zu hoch krepierenden Geschosse. bald er sicheres Ziel hat und dann erſt losdrückt, so macht jeder fich der Schleier. Gegen 11 Uhr morgens, am 28. Oktober, fann n Dedung gelangen wir bis auf 400 Meter hinter die vorge- von Euch zehn Mann tampfunfähig. Den Reit nehmen der man, nur sehr unklar, in einer Entfernung von einem Kilometer schobenste deutsche Batterie. Sie und die vorgelagerten Schüßen- sammen!" Das vorwiegend sumpfige Gelände zwang die Andeutsche Batterien erkennen. Die Enge des Horizonts macht die gräben bekommen heftiges Feuer von den Ruſſen. Einige Ver- greifer, nur auf der sicheren Straße vorzustoßen. Gang nahe vor Kanonade, das Pfeifen plaßender Schrapnells, das Bischen und die Russen einen Angriff zur Verteidigung eines Waldes. Als so weit tamen nicht viele. Immer gededt von den Nebeln schoben wundete verlassen die Kampffront. Auch weiter östlich versuchen den Schüßengräben fonnten die Feinde erst ausschwärmen. Aber Sausen der Geschosse noch unheimlicher. Weil sich die sinnlichen wir eine Stunde später auf dem Rüdwege Malinowfa passieren, fie sich näher. Noch ungefähr 50 Weter hatten sie bis zu den Wahrnehmungen fast nur auf das Ohr beschränken, glaubt man, erzählen uns Offiziere der Ersatz- und Reservetruppen sowie ab- Schüßengräben, da trachten die Salven. Reihenweise fielen die das Grollen und Rollen, das Heulen und Gefnatter sei noch lauter I als an hellen Tagen. Man ist nicht ängstlicher, empfindet aber gelöster Bataillone: Der Wald ist gewonnen, die Gefangenen find Russen. Immer neue Truppen wurden vorgeschoben und niederschon durchmarschiert! doch Unbehagen. In taum 1000 Meter Entfernung trepieren geftredt. Dann begannen auch noch zwei Maschinengewehre ihre Schrapnells; schlagen Geschosse ein, aber die charakteristischen Nachmittags um 2 Uhr desselben Tages versuchten die Ruffen grausige, niedermähende Arbeit. Aber stundenlang schoben die Wöllchen sind nicht zu sehen, nicht die Aufsprißer der den Boden zwischen dem Wyszigter und dem Kleinen See bei Ohlinh einen Nachdrängenden ihre Vordermänner dem sicheren Tode entgegen. aufwühlenden Granaten. Das macht unruhig. Unser Führer Durchbruch. Drei Regimenter waren dazu aufgeboten. Darunter Nur wenige konnten von der Straße ausbiegen. Ihnen blieb die schlägt bor, uns zunächst noch etwas auf dem von den Russen das 335. Infanterieregiment aus dem Gouvernement Perm. Die Wahl: in die Sümpfe, zurück ins Feuer oder in die Gefangenschaft! verlassenen Stampfplatz umzusehen, die Verflüchtigung des Rebels Beute kamen zum erstenmal ins Gefecht. Der erste Vorstoß auf Sie zogen vor, fich zu ergeben. Ueber 200 waren es. Biel, viel abzuwarten und dann weiter zur Kampffront vorzugehen. Das Präslauken wurde scharf abgewiesen. Dann versuchten die Angrei- mehr ihrer Kampfgenossen fanden den Tod. Steiner tam an die Umschauen war lohnend genug. Noch nirgends fab ich so starte fer, auf der Straße über Heddingen die Stellungen der Deutschen Schüßengräben heran. Die Deutschen hatten nur ganz geringe Spuren des deutschen Artilleriefeuers wie hier. In den Schüßen- bei Pabbeln zu überrennen. Im Schuße des Rebels schoben sie sich Verluste, nicht eine Verwundung durch Artilleriefener, das auch gräben lagen noch viele tote Russen in einem Gemisch von Blut heran. Aber man war auf ihr Kommen vorbereitet. Nicht, als ob jest wieder die Anstürmenden zu unterſtüzen versuchte. Anscheiund Regenivasser herum, das ordentliche Tümpel bildete. Einige die Kräfte verstärkt worden wären, nur eine Kompagnie stand hier nend wollen die Ruffeu troß ihrer fürchterlichen Verluste den AnTote lagen halb oder fast vollständig im Geröll vergraben. Wahr- bereit, aber es wurde scharf Wache gehalten. Die Absicht des Vor- griff auf diese Stellung noch nicht aufgeben. scheinlich hatten einschlagende Granaten Erdmassen losgebrochen stoßes war verraten worden. Ant Dienstag hatte man an den Unter einem Trupp von 130 Gefangenen befand sich nur ein und über die dahinterliegenden Menschen geworfen. Von einem Sümpfen drei Russen gefangengenommen, darunter einen Ver- deutschsprechender Russe aus Warschau. Lachend erzählte er: brei Russen ragten nur noch die Stiefel aus dem Boden. Merkwürdig wundeten, der bereits bis zu den Knien im Sumpf steckte. Zu Deutsche hätten sie gefangen genommen. für uns war, daß wir unter den halbverschütteten auch einen feiner offenkundigen Verwunderung erhielt er nicht nur einen börten alle Gefangenen, darunter ein Offisier, sum 335. InFast ausnahmslos ges deutschen Soldaten erkannten. Am deutlichsten zeigte sich uns die Verband, sondern auch Nahrung. Er erzählte, daß ihnen fanterieregiment. Die Mannschaften machten durchweg einen gutWirkung des Artilleriefeuers an den zerschmetterten Gewehren. gefagt worden jei, die russischen Gefangenen mütig- harmlosen Eindruck. Es waren Leute zwischen 28 bis 40 Zu Dubenden lagen sie umher; an einzelnen Stellen 6, 8, 10 auf müßten felbft is a fels Bag Babe, Reserve und Landwehr; die meiſten hatten Frau und Kinder bogen, an fast allen der Kolben zersplittert. Massenhaft lagen er folchem Schicksal nicht verfallen, berriet er den für Mittwoch ge. Warmes Essen hätten sie nur selten bekommen. Ihre größte Gorge einem Haufen. Einige waren zerbrochen, andere zusammenge- feitig die Sälfe abschneiden. Aus Freube barüber, daß zurüdgelassen. Sie klagten, ſehr schlecht beföſtigt worden zu ſeints Batronen umher, auch noch vollbeladene Bänder für Maschinen- planten russischen Angriff. Vorgeschobene Posten meldeten gegen galt ihren Frauen und Kindern. Zu ihnen zog es sie zurüd. Ob gewehre. Die Ruſſen müssen die Gräben, drei hintereinander. 4 Uhr die auf Babbeln vorrückenden Angreifer. Auf 500 Meter fie Hoffnung haben dürften, ihre Familie wiederzusehen? Als fluchtartig verlassen haben. Der letzte Graben war anscheinend bekamen fie Feuer und wichen zurück.- In diesem Gelände kom fie hörten, daß ihnen nichts geschehen würde, huschte über die Geüberhaupt nicht benutzt worden. Ich untersuchte einige der von men und gehen die Nebel. Unter dem Schube stärkeren Nebels fichter der bärtigen Männer ein leises Lächeln der Befriedigung. den Russen zurückgelassenen Feldflaschen; Tee war darin, in feiner versuchten die Russen, nochmals heranzukommen. Feuer der Infanterie sie zurück. Dann war es ftill bis abends und marschfähige Stiefel. Während sonst unter den Gefangenen Ausgerüstet waren die Leute ganz gut; fie trugen neue Mäntel Schnaps! Gegen 1 Uhr rüdten wir bis auf einen halben Kilometer 29 Uhr. Unterstützt von Artillerie, griffen die Ruſſen erneut an. immer eine Anzahl eifrig auf Zigaretten fahndet, verhielten sich hinter der deutschen Front vor. Der Nebelschleier hatte sich mehr Leuchtkugeln und das Aufbliken ihrer eigenen krepierenden Schrap- diese Gefangenen absolut zurüdhaltend. gelichtet, geritob aber nicht vollständig; er hing über den Höhen nells brachten die Ruſſen in den Gesichtskreis der Deutschen in flogen wohl die Grenze, versetzten sie in den Kreis ihrer Angehöri und Bäldern, als wollte er die Kämpfer trennen. Aber unab- den Schüßengräben, Ihr gutgezieltes Neuer warf bie Angreifer gen. Mögen sie bald zu ihnen zurüdtehren! lässig donnert es hinüber und herüber. Gerade wird eine neue wiederum zurüd. Die Geschoffe ihrer Artillerie schlugen weit hinter Wieber trieb Ihre Gedanken überDüwell, Kriegsberichterstatter. Wirkungen des Krieges. 1. Sämtliche Submacher in allen Stäbten und Drt schaften des Bezirtes müssen eine bestimmte Anzahl Stiefel zu bestimmten Preisen für die Armeeverwaltung anfertigen. Bur Rontrolle werden Kommissionen aus Vertretern der Gesellschaft gebildet. zumal " Wenn und Kinder etwas mehr Bequemlichkeit. Die Nahrung den hohen Höchstpreisen für das Brotgetreide also nun auch ständiger Fühlung mit der Reichszentrale ber Arbeitsnachweise ivar ganz und gar ungenügend, man gab überhaupt kein Fleisch; noch eine starte Verteuerung der Zusatzmittel! Es ist wirklich und den bestehenden Berufsorganisationen erfolgen. Die Untersie ist, wie wir mit Vergnügen feststellen, jebt ein wenig besser schwer zu begreifen, daß der Bundesrat das nicht vorausnehmer find auch in dieser Hinsicht zu binden und zu beaufgeworden. Aber warum berbietet man den befferfituierten Aus- gesehen und durch Festsetung niedriger Höch st- fichtigen. ländern im Fremdenlager, ihren ärmeren Genossen zu Hilfe zu preise für Kartoffeln verhütet hat, tommen, wie sie wollen? Warum hat man besonders die Er- diese Kartoffelhöchstpreise ja auch aus hundert anderen Gründen Die Pfadfinder dürfen nicht ins Feld. nährung der Gefangenen als Monopol einer Person übertragen, noch dringende Notwendigkeit sind. Das Kriegsministerium teilt mit, daß Weisungen an die Armee die wohl aus Patriotismus den Gefangenen übertriebene Preise Das Bedürfnis nach einer Preisfestsetzung für Kartoffeln ergangen sind, wonach die Verwendung von Pfadfindern und sonstigen abberlangt? Warum gewährt man endlich diesen Gefangenen macht sich denn auch wieder in verschiedenen Beschlüssen nicht im Heeresdienst stehenden Jugendlichen bei den kämpfenden feine äratliche Hilfe, die man selbst auf dem Schlachtfelde geltend, die von tommunalen Körperschaften ge- Truppen unzulässig ist. Insbesondere iſt eine Begleitung bot dem Gegner nicht verweigert? Man berichtet uns, daß ein Kind, faßt wurden. Aus Karlsruhe wird gemeldet, daß der Truppen ins Operationsgebiet oder in Feindesland, Hilfeleistung bei der Sohn einer Französin, an Hirnhautentzündung im Fremben dortige Stadtrat im Hinblick auf die anhaltende speku- Berpflegungs-, Munitions- und Verwundetentransporten außerhalb lager gestorben ist, weil seine Aufnahme ins Spital abgelehnt Iative Steigerung der Kartoffelpreise das des Heimatsgebietes, Heranschaffung von Lebensmitteln und Muwurde. Die Leiche wurde in einen Sack gesteckt und auf einem Ministerium des Innern ersucht hat, auf Grund des nition an die in Schüßengräben liegenden Truppen und Verrichtung Karren fortgeschafft unter den Augen der armen Mutter." Reichsgesetzes vom 4. August 1914 für dieses wichtige und un- von Kundschafterdiensten nicht zu gestatten. Dieser Verfügung entbehrliche Voltsnahrungsmittel die Festsetzung von Höchst- fann man nur zuſtimmen. preisen für das Gebiet des Großherzogtums Baden Deutschland und seine öftlichen Grenzgebiete. Der Krieg führt allerorts zu Umwälzungen, die nicht nur auf herbeizuführen. Die Festsetzung von Höchstpreisen lediglich für Der bekannte lettische Sprachforscher und Kenner der östlichen das wirtschaftliche Leben der Böller gewaltige Wirfungen ausüben, das Gebiet der Stadt oder des Amtsbezirts Starlsruhe fann Bandesverhältnisse, der Königsberger Universitätsprofeffor Dr. sondern auch die bisherigen, tief eingetourzelten Verwaltungs- nach Ansicht des Stadtrats nicht in Betracht kommen, ba Bezzenberger, hielt fürzlich einen Vortrag, über deffen Inmethoden über den Haufen werfen. So hätte sich beispielsweise hierdurch nur die Zufuhr vom Zwischengebiet abgetrennt balt bie Rönigsberger Hartungiche Zeitung" ausführlich berichtet. niemand in Rußland träumen lassen, daß das Schmerzenstind der würde. Und der Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. Danach führte Prof. Bezzenberger u. a. aus: Gemeinsam haben zufflichen Militärverwaltung die Intendantur unter dem An- beschloß, bei der Regierung vorstellig zu werden, damit auch wir mit unseren östlichen und südlichen Nachbarn die Abneigung sturm der Ereignisse felber abdanten und Arbeitsmethoden vor im Regierungsbezirk Wiesbaden Höchstpreise für Kartoffeln gegen Rußland. d. h. gegen das russische Regime. aber den Polen, den Litauern und auch den deutschen schlagen würbe, burch bie sie selber zu einem großen Teil ausge- festgesezt würden, zumal, nachdem sie in ganz Hessen durch Balten die Gewißheit der Beseitigung ihrer anticuffischen Be schaltet werden muß. In einem Rundschreiben, das neben dieser geführt wären. schwerden gegeben würde, so würden fie fich fofort zu Daß selbst bis tief in die Reihen der Landwirt- Rußland bekennen. Selbst das baltische Deutschtum Bankrotterklärung der Intendanturverwaltung eine Reihe Ron zeifionen an die öffentliche Meinung enthält, schlägt der Haupt- haft das Fehlen von Höchstpreisen für Kartoffeln und der mit seinem oft überbeutschen Empfinden und den großartigen Anintendant den Armeekommandierenden vor, folgende Verfügungen in Bucher, der vielerorts heute mit den Preisen getrieben wird, strengungen, die es seiner Kultur gebracht hat, liebt uns nicht. als ungesund und bedauerlich empfunden wird, beweist eine Es begegnet uns mit Ueberhebung ob der Enge unserer Verhältniffe, ihren Militärbezirken zu erlaffen: Buschrift an den Lokalanzeiger der 3. Volksztg.", die von mit Abneigung gegen unsere vermeintliche Bebanterie, gegen unferen militärischen Drill. Unsere straffe Zucht würde ihren Mißmut er einem Bauern herrührt. Darin heißt es: Auf die vielen Klagen über die hohen Kartoffelpreise, für regen; die Zahl der Verdrossenen in unseren Grenzen würde sich unleidlich vermehren und es würde Jahrzehnte dauern, ehe fie die man allgemein die Landwirte verantwortlich machen will, freudige Mitbürger des deutschen Staates würden. Liegt aber in möchte ich als Landwirt einmal antworten. Jeder deuts- bem, was unsern Grenznachbarn gemeinsam ist, nicht, was denkende Bauer muß fagen, daß die Kartoffelpreise entire Annegion empfehlen tönnte, so tun dies noch fchieden zu hoch sind und das längst ein öchstpreis weniger die Züge, in denen sie auseinandergehen. Gegenwärtig daß hätte festgelegt werden müffen: bie Startoffeln sind haben unsere parlamentarischen Parteien den guten Willen, eint für den Landwirt nicht soviel wert, daß er dafür in der für unser friebliches Einvernehmen zu erhalten. Aber es entspricht nicht einer 4. In fämtlichen Reugfabriken und Großhandlungen werben liebes, opferfreudiges Vaterland so schweren Zeit zum Bucherer vernünftigen Staatsräfon, durch unverhältnismäßige und plögliche die für die Belleibung ber Armee geeigneten Stoffe enteignet. und Preistreiber gestempelt werden möchte." Verstärkung einzelner Fraktionen das erprobte Berhältnis der Zugleich wird die Produktivität der betreffenden Fabriken auf das Die Situation wird immer weniger erträglich. Höchst parlamentarischen Sträfte zu stören. Man darf nicht vergeffen, Maximum gesteigert. preise für Kartoffeln, und zwar niedrige Höchstpreise, welche Bedeutung das Polentum, welche gewaltige Macht 5. Zur Anfertigung der Kleidungsstüde werden sämtliche müssen kommen. Der Bundesrat tann sich der Pflicht die fatholische Kirche in ihnen hat, und daß die ganzen großen LandSchneider des Bezirks dem Bezirksintendanten zur Verfügung ihrer Festsetzung nicht mehr entziehen! Unter diesen Um- ftriche politisch forrumpiert und vom Nihilismus durchfest find. Wir geftellt. 6. Sämtliche Leber- und Mügenwerkstätten werden dem ständen kann man wohl dem Publitum empfehlen, mit seinen würden dann ferner im Reichstage der Zukunft neben den Französ 6. Sämtliche Leber- und Müßenwerkstätten werden dem Bezirksintendanten unterordnet und das erforderliche Material Einkäufen vorderhand noch zurüdzuhalten. Aber lingen, Polen, Litauern, noch Letten, Esten, Weißrussen und Schweden um so dringender wird dadurch noch, daß die verantwortlichen au Boltsvertretern haben. Eine Annegion wäre also enteignet. bom lebel. Dagegen müßten diese Staaten in ein Verhältnis Zu den Prüfungskommissionen werden außer den Vertretern Stellen dem Kartoffelwucher endlich ein Ende machen! zu uns treten, welches die Macht Rußlands dauernd schwächt, uns der Behörden Vertreter der Landschaften und Stäbtel militärisch nügt und schüßt und zugleich unserem Erwerbsleben einen Die Bundesratsverordnung über den Zuckerhandel. großen Aufschwung in Aussicht stellt. Wir würden in den Bahnen herangezogen. Int Reichsanzeiger" ist jetzt die bereits angekündigte Bundes- unseres größten Staatsmannes wandeln, wenn wir aus den Grenz ratsverordnung veröffentlicht, die den Verkehr mit Zuder und landen Ostpreußens Bufferstaaten machten..." lleber einzelne der Gründe Prof. Bezzenbergers wird man die Zuderbertvertung regelt. Die wichtigsten Absätze lauten: Von dem im Betriebsjahr 1914/15 in den einzelnen Roh- bielleicht berichiebener Meinung fein fönnen; immerhin verdienen die Ausführungen volle Aufmerksamkeit. zuderfabriken und Melasseentauderungsanstalten hergestellten Zuder werden bis zum 1. Januar 1915 nur 25 Hundertteile des nach Absatz 2 festgesehen Kontingents zum steuerpflichtigen Inlandsverbrauch abgelaffen. Die Höhe der bis zum 31. August 1915 weiter abzulassenden Mengen bestimmt der Bundesrat. Der übrige Zuder ist, sofern er nicht ausgeführt oder steuerfrei ab gelassen wird, von der Steuerverwaltung unter Sperre zu halten. Am 1. September 1915 tritt die Absazbeschränkung außer Kraft. Als Kontingent gilt die im Betriebsjahr 1913/14 von den einzelnen Fabriten hergestellte Rohaudermenge. Die näheren Bestimmungen über die Festseßung der Kontingente erläßt der Bundesrat; er bestimmt auch das Kontingent für diejenigen Fabriten, welche im Betriebsjahr 1913/14 feinen oder einen unregelmäßigen Betrieb gehabt haben. Verbrauchsauder wird bei der Festseßung der Kontingente und der Abschreibungen Zeil allerdings nach dem Krieg vom Reich zurückzuerstatten find, darauf im Verhältnis von 9 au 10 auf Rohzuder umgerechnet. Die Kontingente sind übertragbar." 2. Sämtliche Leberfabriken und Lebergroßhandlungen müssen ihre Waren zu ben ortsüblichen Preifen verkaufen. 8. Für den Bedarf der Armee müssen sämtliche hierzu geeignete Halbpelze enteignet werden. Ein Instrument der Geschichte. Einer unserer österreichischen Parteifreunde, der als Offizier bie Kämpfe gegen die Russen in Galiaien mitmacht, schreibt an seine Frau. Wir find am 28. August zum ersten Mal ins Gefecht gekommen, nahmen an einer mit Sieg beendeten Schlacht teil, die sechs Tage dauerte, wurden dann in Gewaltmärschen verschoben, waren dann fofort wieber an den großen Kämpfen in Ostgaliaien beteiligt, um nach ihrer Beendigung gleich wieder einige Tage und Nächte auf dem Marsche zu sein. Wir lebten also zwei Wochen unter Verhältnissen, in denen ein ruhiger Bericht unmöglich war. Die festgesetten Preise wurden bereits in der Wolff- Meldung mitgeteilt; nachzutragen wäre nur noch, daß die Zuschläge von 15 f. auf je 50 Kilogramm Rohzuder nach dem 31. Dezember monatlich erfolgen. Maßnahmen gegen die Spionage. ben Landtagserfahwahl in Dortmund. Für den im Felde gefallenen Abgeordneten Hafeneleber haben die Dortmunder Nationalliberalen für die bevorstehende Erfahwahl zum Landtag den Geschäftsführer des Zentralverbandes deutscher Industrieller, Regierungsrat Dr. Schweighofer aus Berlin, aufgestellt. Eine Kriegsanleihe der Stadt Leipzig. Die Leipziger Stadtverordneten beschlossen die Aufnahme einer Anleihe von 20 Millionen Mark, um die Mittel zur Deckung der durch den Krieg hervorgerufenen besonderen Ausgaben zu erhalten. Die Kriegsunterstübungen allein, die aunt erfordern in Leipzig monatlich 1 Million Mark. Bei Annahme einer Striegsdauer von einem Jahr berechnen sich die Leipziger Kriegsaufwendungen auf 17% Millionen. Dazu kommen 5 Mil lionen für die Beschaffung von Arbeitsgelegenheit. Die Anleihe soll mit 5 Proz. berzinst werden und bis 1980 getilgt werden. Kommunale Kriegsmaßnahmen. Eine Arbeitslosenunterstügung wurde jegt auch in Während dieser ganzen Zeit hatte ich sehr viel Glück. Von meiner Kompagnie sind drei Offiziere gefallen, gwei ertranitmir allein ist gar nichts geschehen. Es wird Dich intereffieren, daß ich mein Leben eigentlich Deinen Landsleuten( Polen) verdante. Am 5. September ivar ich mit drei Zügen Wache bei einer Prüde und wir wurden dort von vielfacher Uebermacht umsingelt. Zwei Offiziere und die Hälfte der Mannschaft fielen. Mir gelang cô, mich mit 32 Mann durchzuschlagen. Dies verdanke ich nur ben polnischen Ortsbewohnern, die mich mit eigener Gefahr stets über jede Bewegung der Moskali" unterrichteten, so daß wir durch Sumpf und Walb der Verfolgung entgingen. Die ungeheure An spannungsfähigkeit der menschlichen Psyche lernt man im Gefecht erstaunlich kennen. Nach einiger Beit raucht man im feindlichen Feuer gang gemütlich seine Bigarette- wenn man noch eine hat. Noch größer ist vielleicht die Anpassungsfähigkeit der Physis ( Körperlichkeit), die ich erfahren habe. Wir sind bis zu zwanzig Wolffs Telegraphenbureau meldet aus Hannover: Um ber Stunden von vierundzwanzig Stunden marschiert, hatten dabei tagelang nichts, oft nicht einmal ein Stüd Brot zu effen, haben im Bereiche des 10. Armeekorps stärker hervortretenden Spionage Raffel eingeführt. Die Unterstügung beträgt 70 f. täglich für drei Wochen lang tein Dach über uns gefehen, bei strömendem wirksamer entgegentreten gu tönnen, hat der stellvertretende lebige, für berheiratete Arbeitslose 1 Mart. Sie fann für jedes von Regen im Freien auf nassen Wiesen geschlafen und bei all dem bin tommandierende General des 10. Armeekorps über ben dem Arbeitslosen versorgte Kind unter 15 Jahren um 15 Pf. bis ich ganz gefund geblieben, habe nicht einmal den üblichen Dutch berimärften Kriegszustand zu dem Betrage von 1,60 m. heraufgefegt werden. Andere linterTruppen überhaupt gut, von Cholera oder Typhus habe ich nichts berhängt. Um einer Beunruhigung der Bevölkerung durch nicht mehr als 1,80. ,, ein Verheirateter ohne Stinder nicht mehr fall bekommen. Uebrigens ist ber Gesundheitszustand unferer Rorpsbezirk diese Maßnahme borzubeugen, erflärt ber stellvertretende als 2,20 m., ein Verheirateter mit Kindern je nach ihrer Bahl entgesehen, Dysenteric nur in leichter Form. Gelernt habe ich in diesen drei Wochen sehr viel. Zunächst tommandierende General in feiner Bekanntmachung ausdrücklich, sprechend mehr( bis insgesamt 2,80 m.) erhält. 3ft jeboch in dem natürlich militärisch. Ich habe den Krieg schon in faft allen Ge- daß das einwandfreie patriotische Verhalten der Bevölke Gesamteinkommen des Arbeitslosen eine Unterstügung durch einen stalten lennen gelernt: Borrüdung und Rüdaug, Angriff und Berrung des ganzen Storpsbezirkes während der jetzigen Kriegszeit Berufsverein enthalten, so foll über bie oben genannten höchftteidigung, Sieg und Niederlage. Seit dem fünften bin ich in feiner Weise Anlaß zu dieser Erklärung des verschärften fäße hinaus noch die Hälfte des Betrages zur Auszahlung Kompagniekommandant und habe damit eine große Menge mit Striegszustandes gegeben hat, ebenso wenig wie bie allgemeine fommen, und welche bei voller Auszahlung der städtischen Unterjonit fremder Sorgen, aber es geht auch damit ganz leidlich. stützung diese Höchstsäge überschritten würden, jedoch in feinem Falle Wertvoller aber ist mir die Erweiterung des psychologischen Ge- riegslage hierzu den Antag bietet. Aus Stettin tommt die Nachricht, die der„ Dftfeezeitung" mehr als 3,30 M. fichtsfeldes, die ich dem Feldzug verdante. Der Krieg ist ja die In Elbing lehnten die Stadtberordneten einen foaial. gewaltigite aller Maffenattionen und unfereiner von zuverläffiger Seite mitgeteilt fein foll, baß die in der Stadt bemotratifchen Antrag ab, der die Einführung eines bat jonit teine Gelegenheit, mit Arbeitern, Sandwerkern, Bauern anfäffigen Angehörigen des feindlichen Auslandes 75proz. 8uflags zur Reichsfamilienunterfügung fo intim aufammen zu leben, ihr Ach und Weh so gründlich kennen Weifung erhalten hätten, sich fortan täglich zweimal auf der Bolizei verlangte; auch ein christlicher Arbeiterfekretär tar bagegen. Bur Bu Ternen wie im Felde, wo der Offizier mit dem Mann ist, schläft zu melden. Die an der Küste lebenden Ausländer miffen ihren zeit ist die Stadt zu feinerlei Buichuß verpflichtet. Allerdings. und stirbt, Von der Welt find wir vollständig abgeschnitten, haben ohnort spätestens bis zum 3. November geräumt haben, wurden bei Ausbruch des Krieges 100 000 m. für Unterſtügungsfeine Beitungen, feine Kenntnis von den Borgängen auf den andernfalls fie fich der Verhaftung ausfekten. Es fei ihnen gestattet, wede zur Verfügung gestellt, aber Unterſtügungen aus biefem anderen Kriegsschauplähen. Das Glüd, das ich bisher im Gefecht gehabt habe, läßt mich fich einen neuen Aufenthaltsort zu nehmen, der wenigstens 60 Kilo- Fonds werden nur in ungenügender Bahl, in geringer Höhe und unter der Bedingung der Mietezahlung gewährt, so daß in der Arbeiterschaft darüber viele Beschwerden laut werden. hoffen, daß ich unversehrt und um die gewaltigite Erfahrung be- meter von der Stifte entfernt sein müffe. reichert aurüdfommen werde, und die persönlichen Widrigkeiten erträgt man leichter im Bewußtsein, daß es jest vielen Millionen Instrument des geschichtlichen Fortschrittes ist. ebenso und schlechter ergeht und daß dieses Massenleiden ein Politische Uebersicht. Kartoffelwucher. Kein Gold an Ausländer. Letzte Nachrichten. Eine amtliche Bestätigung. Der ftellvertretende fommandierende General des 9. Armee torps, General der Artillerie b. Roehl, hat folgende Berordnung ergehen laffen:" Die Auszahlung von Goldgeld an Ausländer ( 3. B. ausländische Arbeiter und Angestellte) ist verboten. Butvider bandlungen werden, wenn die bestehenden Geseze teine höhere Berlin, 2. November.( W. T. B.) Amtlich. Die nicht Freiheitsstrafe bestimmen, mit Gefängnis bis zu einem Jahre be- amtliche Meldung über die am 31. Oktober erfolgte Verftraft(§ 9 des Gesezes über den Belagerungszustand). Gesuche um Befreiung von dem Verbot, die nur im Falle befonderer Rotwendig feit berücksichtigt werden können, find an das stellvertretende Generalkommando des 9. Armeekorps in Altona zu richten." Arbeitslose und Kriegsgefangene. nichtung des englischen Kreuzers Hermes" durch ein deutsches Unterseeboot wird hierdurch amtlich bestätigt. Das Unterseeboot ist wohlbehalten zurückgekehrt. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes. Behucke. Die Tatsache, daß auf der einen Seite eine Beimischung bon Startoffelpräparaten zum Brot zwangsweise angeordnet, auf der anderen Seite aber von der Festsetzung von Höchftpreisen für Startoffeln abgesehen wurde, mußte ganz naturgemäß worauf wir auch sofort hinwiesen- zu einer unDie Frage, ob Arbeitslose oder Kriegsgefangene bei Notstandserfreulichen und sogar gefährlichen Verteuerung jener Brotzujatpräparate führen. Sie macht sich denn arbeiten zu beschäftigen find, soll nach einem Erlasse des Ministers auch bereits in sehr empfindlicher Weise bemert v. Breitenbach nicht der Arbeitsunternehmer, sondern stets eine bar. Bis zum 21. Oftober betrug der Preis für 100 Kilo staatliche Behörde entscheiden, und zwar bei staatlichen Bauten gramm Kartoffelstärtemehl 22-22,50 M. Hierauf die vorgefekte Baubehörde, bei anderen Bauten der Regierungs Telegramm des Corriere della Sera" hat die franzötieg er auf 29 M., dann etwa 10 Tage später auf 31 M., und präsident. Den Unternehmern soll, wie die Zeitung des Vereinssische Regierung den Zeitpunkt ihrer Südkehrnach heute wird uns mitgeteilt, daß er nunmehr die Höhe von Deutscher Eisenbahnverwaltungen mitteilt, vertraglich die vorDie Rückkehr der französischen Regierung nach Paris. Mailand, 2. November.( W. T. B.) Nach einem Pariser " 32 Mart erreicht hat. Das ist also in bem furzen Zeit zugsweise erangiehung von einheimischen Arbeitslosen auferlegt Paris auf den 20. November festgesetzt. Die Kammer caum von faum 14 Tagen eine Preissteigerung von 10 M. werden. Die Auswahl der für eine bestimmte Arbeitsgelegenheit wird ungefähr am 15. Dezember zu einer kurzen Reihe von für 100 Stilo, das heißt um etwa 30 Broz.! Wie uns ferner geeigneten Arbeitslosen sowie der sehr wichtige und dringend er Sigungen zusammentreten. Einen Monat vorher wird sich mitgeteilt wird, ist auch der Preis für Kartoffel walz mehr wünschte Ausgleich zwischen den Arbeitsmärkten bei Verteilung die Bilanzkommission zur Beratung von Finanzprojekten verin der letzten Zeit von 26 M. auf 29-30 m. geftiegen. Zu der Arbeitslosen auf die verschiedenen Landesgegenden soll in einigen. Theater für Dienstag, 3. November: Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Th. Sechster Wahlkreis. Verkäufe. Fahrradankauf Rinienstraße 27, Alt- Metall, Gold, Silber, Blatin, verbrauchte Schmelztiegel, Glühlichtfodel. Für fleinste Quantitäten En Teppiche mit kleinen Fehlern, grospreise. Snappe, Neukölln, Qer8 Uhr: Der große u. d. kleine Klaus. Heute Dienstag, den 3. Heute Dienstag, den 3. November, abends 8 Uhr: weit unter Breis, Gardinen- Reft. mannstraße 68. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Der Zigeunerbaron. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Kleines Theater 8 Uhr: D. Fest d. Handwerker. Vorh. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 3 November 1914. Verlustlisten. Die Verlust liste Nr. 66 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: 3. 11. 4. Garde- Reg.; Garde- Gren.- Reg. Elisabeth; Gren.- Regimenter Nr. 1, 3; Res- Inf.- Regimenter Nr. 5, 6; Gren.- Reg. Nr. 7; Ref.- Inf. Reg. Nr. 7; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 7; Gren.- Reg. Nr. 10; Res. Inf. Reg. Nr. 10; Gren.- Reg. Nr. 12; Landw.- Inf. Regimenter Nr. 12, 13; Brig.- Erf.- Bataillone Nr. 13, 14; Rej Inf. Reg. Nr. 16; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 16; Jnf.- Reg. Nr. 17; Brig.Ers.- Bat. Nr. 20; Inf.- Regimenter Nr. 21, 23; Res.- Jnf.- Reg. Nr. 23; Jnf.- Reg. Nr. 25; Res.- Inf.- Reg. Nr. 26; Inf.- Reg. Nr. 27; Re- Inf. Reg. Nr. 27; Inf.- Reg. Nr. 28; Brig.- Fri.- Batl. Nr. 28; Inf.- Regimenter Nr. 29, 30, 31; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 31; Res.Inf.- Reg. Nr. 32; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 32; Brig.- Ersatz- Bat. Nr. 32; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 34; Füs.- Regimenter Nr. 35, 36, 37; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 37; Füs.- Reg. Nr. 38; Res.- Inf.- Reg. Nr. 38; Brig.- Erf.- Bataillon Nr. 39, 41; Inf.- Regimenter Nr. 42, 43, 45, 46; Landw.- Jnf.- Regimenter Nr. 46, 47, 49; Brig.- Ers.- Bataillone Nr. 49, 50; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 51; Inf.- Reg. Nr. 53; Reſ.- Inf.Reg. Nr. 56; Inf. Reg. Nr. 62; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 66; Inf.- Reg. Nr. 67; Reſerve- Infanterie- Regimenter Nr. 68, 71; LandwehrInfanterie- Regiment Nr. 71; Infanterie- Regiment Nr. 72; Rej.Inf.- Regimenter Nr. 72, 74; Inf.- Reg. Nr. 75; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 75, 80; Inf.- Reg. Nr. 82; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 82; Landw.Inf.- Reg. Nr. 83; Brig.- Ersatz- Bat. Nr. 83; Inf.- Regis menter Nr. 84, 85, 87; Gren.- Reg. Nr. 89; Füs.- Reg. Nr. 90; Inf.- Reg. Nr. 93; Res.- Inf.- Reg. Nr. 94; Inf.- Regimenter Nr. 95, 97, 98; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 98; Gren.- Reg. Nr. 109; Jnf.- Regimenter Nr. 113, 114; Reibgarde- Inf.- Reg. Nr. 115; Landw.- Inf.Reg. Nr. 115; Inf.- Regimenter Nr. 118, 130, 150, 155, 158, 161, 165, 168, 170, 175; Res.- Inf.- Reg. Meh; Landst.- Bat. Nr. 87; Ref.- Jäger- Bat. Nr. 4. 1. Garde- Drag.- Reg.; Schweres Res.- Reiter- Reg. Nr. 2; Drag. Reg. Nr. 6; Ref.- Drag.- Reg. Nr. 8; Ulanen- Reg. Nr. 3; JägerReg. zu Pferde Nr. 10; 2. Landsturm- Eskadron des 2. Armeekorps. Felbart.- Reg. Nr. 2; Res. Feldart.- Reg. Nr. 3; Feldart.- Reg. Nr. 7; Res- Feldart.- Reg. Nr. 7; Feldart.- Regimenter Nr. 9, 19; Ref.- Feldart.- Regimenter Nr. 19, 20; Felbart.- Regimenter Nr. 25, 38, 39, 41, 45, 56, 59, 63, 67, 75. Fußart.- Regimenter Nr. 5, 13; Res.- Fußart.- Reg. Nr. 15. Pion.- Bataillone Nr. 15, 21, 24; Pion.- Reg. Nr. 25; Pion.Erj.- Bat. Met. Festungs- Baukomp. Nr. 53, Graudenz. San.- Komp. Nr. 1 des 18. Armeekorps. Fuhrpark- Kolonne Nr. 7 des 16. Armeekorps. * * Die Verlustliste Nr. 45 der sächsischen Armee bringt VerTuste des Gren.- Reg. Nr. 101; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 102; Res.Inf. Reg. Nr. 103; Jnf.- Reg. Nr. 104; Res.- Inf.- Reg. Nr. 104; Inf.- Neg. Nr. 106; Res- Inf.- Reg. Nr. 106; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 106; Jnf.- Reg. Nr. 107; Res.- Inf.- Reg. Nr. 107; Schützen( Füsilier- Reg. Nr. 108; Inf.- Reg. Nr. 134; Inf.- Regimenter Nr. 139, 181, 182; Jäger- Bat. Nr. 12, 13; Res.- Jäger- Bat. Nr. 13; ferner des Felbart.- Reg. Nr. 48; der Pion.- Bataillone Nr. 12, 22; des 2. Pion.- Bat. Nr. 22; der Sanitäts- Kompagnien und des Trains. Kriegsfürsorge. Die Unterstützung der Familien der Kriegsteilnehmer in den Gemeinden. Kriegsinvaliden-, Witwen- und Waisenrenten. Ansprüche an die Krankenkassen. Unter diesem Titel hat der Vorstand des Deutschen Metallarbeiterverbandes im Verlage von Alexander Schlicke 1. Co. in Stuttgart ein kleines Büchelchen herausgegeben, welches in übersichtlicher Weise die Unterstützung der Familien der Kriegsteilnehmer durch die Gemeinden, ferner die Ansprüche der Hinterbliebenen auf Seriegswitwen geld, Kriegswaisengeld, Kriegselterngeld sowie die Ansprüche von erwerbsunfähigen Kriegsteilnehmern behandelt, die diese aus Dienstbeschädigungen und Erwerbsunfähigkeit zu beanspruchen haben. Auch die schmalen Rechte aus der Invalidenversicherung und Krankenversicherung sind erwähnt. für die Kinder, die sich nicht in der Pflege eines unter-[ August bis Anfang November von 12608 auf 8056 herabgesunken. Bringt finden, 15 M., für eine Frau mit zwei Kindern 62 M. usw., man die Zahl der zum Heeresdienst Eingezogenen in Anrechnung, daneben ist Mietsunterstützung oder Unterstützung in besonde- so hat sich die Zahl der männlichen Mitglieder weiter rund um 1000 berringert; in der Hauptsache deshalb, weil viele Hunderte ren Fällen zulässig. bon Arbeitslosen von Bremen abreisten, um anderswo Arbeit zu fuchen. Auch die Zahl der weiblichen Mitglieder hat um 281 abWenn das Gesetz seinem Sinn nach richtig ausgelegt wird, so dürften die Beträge nirgends geringere als in Hamburg fein. Denn das Gesez will, daß der Lebensunterhalt der Familie sichergestellt, also zum mindesten das für die Ernährung, Bekleidung, Beschulung und Behausung Erforderliche gezahlt wird. Reichen die Mittel der Lieferungsverbände nicht aus, so sollte der Staat und das Reich eingreifen. Auch aus der dem preußischen Landtag gemachten Vorlage war zu ersehen, daß es in Preußen Lieferungsverbände gibt, die noch nicht einmal die vom Reich als Mindestbeträge bezeichneten Beträge zu berauslagen in der Lage sind. Die Landesregierungen sind nach dem Reichsgesetz befugt, durch Steuern das Erforderliche aufzubringen. Eine Einkommensteuer von etwa 2 Proz. auf die Einkommen über 6000 m. wäre durchaus berechtigt. Hat doch das Reich durch das Krankenkassennotgesetz den übermeisten Mitgliedern der Krankenkassen eine weit höhere Steuer auferlegt. Dringend notwendig erscheint, daß in der kommenden Session des Reichstags Abhilfe gegenüber den berechtigten Beschwerden über unzureichende Unterstüßung von Familien der Kriegsteilnehmer geschaffen wird. Aus der Partei. genommen. freien Gemerkschaften in der Stadt Bremen betrug Ende August Die Zahl der zum Militärdienst eingezogenen Mitglieder der 8882, Ende September 9584. Der Mitgliederbestand war. Ende August 25 788, Ende September 24 070. Arbeitslose waren Ende Auguſt 3779, Ende September 2106 zu verzeichnen. Seit Kriegsbeginn bis Mitte Oktober haben die freien Gewerkschaften Bremens die erhebliche Summe von 100 000 m. an Arbeitslosenunterstügung Bremen oder den Staat wollen die ausschlaggebenden Instanzen, ausgegeben. Von einer Arbeitslosenunterstüßung durch die Stadt Senat und Bürgerschaft, nach wie vor nichts wissen. Gewerkschaftliches. Der Metallarbeiterverband im Jahre 1913. Jahresbericht unserer größten deutschen Gewerkschaft für 1913 erDurch die Kriegsereignisse stark verspätet, ist soeben der schienen. Dem Bericht vorausgeschickt ist eine recht interessante Zusammenstellung über die in der Eisen- und Metallindustrie bestehenden Kartelle und Syndikate. Die Metallindustrie ist ja der= jenige Gewerbezweig, in dem in Deutschland die Kartellierung am weitesten fortgeschritten ist, wenn diese auch noch nirgends die höchste Stufe, die des Trusts, erreicht hat. Die übrigens auf VollDie französische Partei und die Internationale. ständigkeit keinen Anspruch machende Zusammenstellung ergab für Die„ Humanité" vom 25. Oktober veröffentlicht folgenden den Jahresschluß 1913 120 Kartelle und Syndikate, unter denen Beschluß der ständigen Verwaltungskommission der französischen sich 12 internationale Konventionen befanden. Ferner wurden sozialistischen Partei: 45 Händlervereinigungen, die, ähnlich wie die Kartelle, mit denen Auf einen Vorschlag der von den Vertretern der holländischen sie auch teilweise in enger Fühlung stehen, Preisregulierungen Sektion im internationalen sozialistischen Bureau und von Mitgliedern der schweizerischen und der italienischen Sektionen, den vornehmen, festgestellt. Die tatsächliche Anzahl dieser VereiniSiz des internationalen sozialistischen Bureaus zu verlegen, fei gungen ist freilich bedeutend größer. Von den Kartellen bestehen es nach Holland, sei es nach der Schweiz, hat die ständige Ver- 28 in der Urproduktion von Eisen, 28 in der Kleineisenindustrie, waltungskommission der französischen sozialistischen Partei geant- 8 im Waggonbau, Röhren-, Eisenhochbau, 35 in der Urproduktion wortet, daß sie entschieden dagegen wäre, der und Bearbeitung anderer Metalle. Die beiden größten Organibelgischen Sektion das Bureau abzunehmen. Das inter fationen sind der 1897 entstandene Roheisenverband in Essen, dem nationale Bureau soll ihrer Ansicht nach während Verlaufes des Krieges in den Händen derjenigen bleiben, denen die gesamte deutsche Roheisenerzeugung angeschlossen ist, sowie der des mit Ausnahme der Dillinger, der Halberger Hütte und von Stumm es vor dem Kriege anvertraut war, da die belgische Sektion es feinesdeutsche Stahlwerksverband, der wegs weniger verdient infolge des Angriffes, deren Gegenstand gleichfalls 1897 gegründete ihr Land war. Die ständige Verwaltungsfommission hat außerdem 28 Werke mit einer Gesamtbeteiligungsziffer von 6 459 313 Tonnen beschlossen, daß sie gegen jede Ginberufung einer umfaßt. Konferenz oder eines internationalen sozia= Was die Entwickelung des Metallarbeiterverbandes selbst an= listischen Songresses im gegenwärtigen Augenbelangt, so war das verflossene Jahr das zweite seit Bestehen des blice sei. Mitteilung in diesem Sinne ist der holländischen Verbandes( 1908 war das erste), das keinen Mitgliederzuwachs, und schweizerischen Sektion und der sozialistischen Partei der Ver- sondern einen Rückgang aufwies. Es traten 154 056 Mitglieder einigten Staaten von Amerika gemacht worden." dem Verbande bei( gegen 215 463 im Vorjahre), während 170 669 Wir bedauern den Widerspruch unserer französischen Ge-( 169 061) ausschieden, wodurch der Mitgliederbestand von 561547 nossen gegen die Verlegung des Bureaus, für die die stärksten auf 544 934 zurüdging. Der Bericht erklärt diesen Rückgang einsachlichen Argumente sprechen. Denn in einem okkupierten mal mit der um die Mitte des Berichtsjahres einsetzenden GeLande, wie Belgien, ist ja das Funktionieren des Bureaus schäftsflaue, andererseits mit dem unglüdlichen Ausgang zweier ausgeschlossen. Soll es seinen Zweck erfüllen können, so Streits bei der Firma Bosch in Stuttgart und auf den Werften. muß es in einem neutralen Lande seinen Siz haben, dessen Die Verwaltungsstelle Stuttgart hat bei dem leider nicht von ihr Sozialdemokratie auch seine Funktionen übernehmen muß. zu verhindernden Streif 2600 Mitglieder, die Verwaltungsstelle in Bon der Chemniter Volksstimme". Wir lesen unter dieser Neberschrift in der Bremer Bürgerzig.": " " " Samburg infolge des Werftarbeiterstreits 3000 Mitglieder verloren. Leider besteht ja unter den schlimmen Ausnahmezuständen des laufenden Jahres keine Aussicht, daß diese Scharte ausgewetzt wird. Von den Mitgliedern waren 27 373 weibliche und 15 073 jugendliche. Das Prejsebureau in Berlin sendet uns eine Aufstellung über den Abonnentenzuwachs der„ Chemnizer Voltsstimme" während des Krieges. Daraus entnehmen wir: In allen sieben Wahlkreisen ihres famtauflage beträgt nach dem Stande vom 12. Oktober d. 3. 64 500. Organisation, obwohl das Unternehmertum es vielfach darauf an= Verbreitungsbezirks ist die Zahl der Abonnenten gestiegen. Die Ge- Die ungünstige Konjunktur lastete auch auf der Kampflust der Das ist der höchste Abonnentenstand, den unser Chemnizer Partei- legte, die Arbeiter in Streits hineinzutreiben, um bei dieser Georgan bisher erreicht hat. Besonders bemerkenswert ist, daß die legenheit einen vernichtenden Schlag gegen die Organisation zu drei erzgebirgischen Wahlkreise eine so lebhafte Steigerung der führen. Es fanden im Berichtsjahre in 401 Orten 1246 Be Abonnentenzahlen zu verzeichnen haben, trotzdem die Wirtschaftslage wegungen( 1787 in 1912) mit 208 986( 307 667) Beteiligten statt, führen. Es fanden im Berichtsjahre in 401 Orten 1246 Begerade im Erzgebirge seit Striegsbeginn eine sehr schlechte ist. Zu solchen Mitteilungen fagt man gewöhnlich: zur Nach die 7112( 5878) Betriebe erfaßten. Der weitaus größte Teil der ahmung empfohlen, meint die" Elberfelder Preise" und Bewegungen, nämlich 868 mit 138 829 Beteiligten fonnte ohne Arfährt fort: In diesem Falle sehen wir davon ab. Nicht, weil wir beitseinstellung durchgeführt werden. Angriffsstreiks fanden 155 nicht auch wünschen, daß die Genossen und Genoffinnen unseres mit 49 345 Beteiligten statt, Abwehrstreiks 186 mit 11 559 BeGebietes ihre ganze Kraft an die Förderung ihres Parteiorgans teiligten, während 37 Aussperrungen 28 108 Personen trafen. Ueber die Höhe der Unterstützungen der Familien der fetzen. Da meinen wir, daß noch viel mehr getan werden könnte Immerhin hat die Zahl der friedlichen Bewegungen sowie die der Kriegsteilnehmer in den verschiedenen Gemeinden ist auf und müßte. Aber wir sind der Auffassung, daß die Fortschritte der daran Beteiligten gegen das Vorjahr eine prozentuale Abnahme Grund von Umfragen auf 23 Seiten eine Zusammenstellung Barteipreffe nicht erzielt werden dürfen auf Grund einer erfahren. Die Bewegungen mit Arbeitseinstellung verursachten Haltung, erfolgt. Sie zeigt, wie außerordentlich verschiedenartig die denn doch jeden Sozialdemokraten zum Wider zu übergroßem Teil nicht zum Vorteil der Familien und weit pruch herausfordern muß. Es ist natürlich gegenwärtig einen Verlust an Arbeitszeit von 1½ Millionen Tagen, die einen von der Verpflichtung entfernt, für die Familien der Kriegs wir unsere Meinung durch einige Säge aus dem Chemnizer Partei- dafür eine Arbeitszeitverkürzung für 1006 Beteiligte von insfehr schwierig, hierüber Ausreichendes zu sagen. Indes glauben Arbeitsverdienst von 8,3 Millionen Mark darstellen. Es wurde teilnehmer ausreichend zu sorgen das Gesetz gehandhabt organ hinreichend belegen zu fönnen, die dieses am 21. Oftober in gesamt 5,3 Millionen Stunden pro Jahr oder im Durchschnitt eine wird. Die Bemerkungen der Broschüre über die Frage der einem Artikel unter dem Titel„ Die Aufgaben der Parteipreffe im Stunde für den Beteiligten sowie für 52 363 Beteiligte eine Lohn. Bedürftigkeit und die Höhe der Unterstübungen im Sinne des Kriege" schrieb: Gesetzes stehen in Uebereinstimmung mit unseren Ausfüh" Bei dieser Praxis„ des Burgfriedens" werden Schwierig, erhöhung von 4,8 Millionen Mark pro Jahr oder 1,67 M. im rungen vom 13. September über dasselbe Thema. Inter- keiten mit der Militärzensur in der Regel nicht auftreten. Durchschnitt pro Woche erzielt. Die gebrachten Opfer haben sich essant ist die Anführung eines Erlasses des Ministers des In Chemnitz besteht sie glücklicherweise nicht und ist nicht nötig. also bereits im ersten Jahre gelohnt. Wir schreiben jezt so frei wie in der Friedens Innern in Württemberg an die Oberämter über den Begriff Ein weiterer Erfolg der Bewegungen war der Abschluß einer zeit, nur unserem Gewissen und der Partei verantwortlich. Die Reihe neuer Tarifverträge. Es wurden 195 Verträge für der Bedürftigkeit. Dort heißt es unter anderem: Verfolgungen, denen uns in Friedenszeiten die Herren Richter 741 Betriebe und 19 855 Personen abgeschlossen. Damit erhöhte vom Kaßberg aussetzten, haben unter dem Burgfrieden aufgehört. fich der Bestand der abgeschlossenen Verträge für Ende 1913 auf Jedenfalls ist die Militärzenjur in Deutschland im ganzen ge- 1145, von denen 15 471 Betriebe und 181 523 Personen betroffen nommen anständiger und vernünftiger, als in Frankreich oder wurden. Trotz der ungünstigen Verhältnisse hat also das große England. Das Gefchrei über die Bensur, hinter dem sich Tarifwerk weitere Fortschritte gemacht. vielfach der Mangel an fester Stellungnahme zum Es ist nicht möglich, für das ganze Land einen einheitlichen äußeren Maßstab der Bedürftigkeit festzujeßen, vielmehr kommt es stets auf die Gesamtumstände des einzelnen Falles an. Immer ist aber die Bedürftigkeit wohlwollend und ohne Kleinlichkeit zu prüfen, und sie darf, nicht etwa schon wegen des Vorhandenseins eines mäßigen Sparkassenguthabens oder eines kleinen Besitztums berneint werden.... Den Personen, die die Unterstützung nachjuchen, ist mit der Rücksicht zu begegnen, auf welche sie als Ange= hörige der im Felde stehenden Krieger Anspruch haben. Kriegsproblem verbirgt. hilft nur Deutschlands Feinden die Bezüglich der Verbandsverwaltung erfahren wir, daß sich die Lüge verbreiten, als sei Deutschland ein zweites Rußland. Wer Zahl der Geschäftsstellen um 9 auf 144 vermehrt hat. Insgesamt ernsthaft glaubt, unter der jezigen Militärzeniur nicht nach seiner waren für den Verband am Jahresschluß 647 Beamte gegen 619 Gesinnung schreiben zu können, der lege die Feder aus der Hand zu Beginn des Jahres beschäftigt, die ein Gehalt von 2 261 504 M. Wird nach diesen Worten gehandelt oder nach der von und schweige." Nicht wahr, das ist allerhand, ist aber noch nicht das schlimmste Einnahme von 22,2 Millionen Mark und eine Ausgabe von 20,3 bezogen. Im übrigen weist die Abrechnung des Verbandes eine uns schon früher erwähnten Ausführungsverordnung des badischen Ministeriums, so würden viele durchaus berechtigte aus dem angezogenen Artikel. Die Militärzenfur mag im miliKlagen von Familien von Kriegsteilnehmern verschwinden. tärischen Interesse liegen, wogegen allerdings gerade die sozialdemo- Millionen Mark nach. Unter den Ausgaben nehmen die für UnterDas badische Ministerium meinte, die beteiligten Behörden tratiiche Presse mit geringen Ausnahmen am wenigsten gesündigt stübungen mit 9,5 Millionen, wozu noch 4,9 Millionen für Streitwerden„ den richtigen Weg bei der Gewährung und Be- bat, aber wohl fühlen fönnen sich unter ihr nur Leute ohne unterstübung kommen, die erste Stelle ein. 645 083 M. wurden messung der Unterstützungen finden, wenn sie sich gegenwärtig jede eigene Meinung. Und da die„ Chemnizer Boltsstimme" soviel für Rechtsschutz und Bildungszwecke, 520 243 M. für Agitation, halten, daß allen bedürftigen Familien ein Recht auf die gutes von der Zensur zu sagen vermag. so scheint uns zu ihrem 2 798 424 M. für Verwaltung ausgegeben. Das Budget des Metallarbeiterverbandes gleicht dem eines sehr großen Unternehmens. Unterstützung für die Dienste zusteht, welche ihr Ernährer Abonnentenzuwachs dies und jenes aufgeklärt. Wir können uns diesen Auslassungen unseres Elberfelder Partei- Der Vermögensbestand wuchs von 16 504 020 M. Ende 1912 auf dem Vaterland leistet, und daß die im Felde stehenden Mann- blattes nur anschließen. Zu ergänzen wären sie höchstens nur noch 18 550 741 M. Gnpe 1913. schaften mit dem Trost und der Gewißheit zu den Fahnen durch den Hinweis, daß die„ Chemniger Volksstimme" den von der 18550 741 M. Ende 1913. Von diesem Vermögen entfielen geeilt sind, daß für ihre Angehörigen daheim in ausreichender bürgerlichen Presse neuerdings start attadierten Genoffen Karl 13,1 Millionen Mark auf die Hauptkasse und 5,4 Millionen Mart Weise gesorgt wird". Wenn die Lieferungsverbände nach diesen Liebknecht gegenüber eine gar nicht zu bändigende Angriffslust auf die Lokalkassen. Hoffen wir, daß dieser solide Fonds dem VerGrundsäken überall handeln, so würden sie den Zweck er- entwidelt. Sie kann das in dem beruhigenden Bewußtsein, des- band über die außerordentlichen Ansprüche, die die jetzigen Verhältnisse an ihn stellen, hinüberhelfen wird, ebenso wie gerade in füllen, zu dem sie eingesetzt sind. Leider ersehen wir, daß es weren mit der Zensur sicher nicht in Konflift zu kommen." diesen Zeiten die Treue der Mitglieder ihre Probe zu bestehen noch eine große Reihe von Kreisen gibt, die noch nicht einmal Der Krieg und die bremische Arbeiterbewegung. haben wird. Zuschüsse zu den Mindestleistungen, die das Reich erstattet, In der Stadt und dem Landgebiet Bremen sind bis jetzt zu durchweg gewähren, und daß bei sehr vielen Lieferungsver- den Fahnen gerufen worden 3544 Genossen, von denen 2338 ver bänden der Zuschuß noch nicht 100 Proz. der sogenannten heiratet sind, und 4740 Kinder unter 15 Jahren haben. An Funktionären Reichsunterstützung beträgt. Einige Verbände allerdings ge- find 104 einberufen, und zwar 10 Distriktsführer, 32 Bezirksführer Die gegenwärtige Lage der Dreher währen 150 bis 200 Proz., andere haben die prozentuale Be- und 54 Bezirkskassierer. Auch acht Gemeindevertreter aus wurde am Sonntag in einer start besuchten Branchenversammlung messung verworfen. So zahlt Hamburg für alleinstehende den Landdistrikten stehen im Felde. Die Zahl der männlichen folgendermaßen dargestellt: Seit der lebten, am 30, August abFrauen 35 M., für eine Frau mit einem Kind 50 M., Mitglieder des ſozialdemokratischen Vereins in Bremen ist von Anfang gehaltenen Versammlung haben sich die Verhältnisse völlig ge= Berlin und Umgegend. E2 „ Die Notlage im Tapeziererhandwerk kann wesentlich gelindert werden, wenn die Stadtverwaltungen in ihrer Eigenschaft als Arbeit- und Auftraggeber alle aus Anlaß des Krieges unterbrochenen Bauten die noch nicht begonnenen Arbeiten und Renovierungen, zu denen innerhalb des Haushaltplanes Mittel vorhanden sind, unverzüglich in Angriff nimmt, und bei der Vergebung dieser Arbeiten und freihändigen Aufträge an das Tapezierer- und Dekorationsgewerbe möglichst viel Handwerksmeister berücksichtigt werden. Auch die Staatsbehörden dürfen es nicht daran fehlen lassen, der Erwerbslosigkeit entgegenzutreten, besonders gilt dies für die Militärverivaltungen. Hier ist das dringende Ersuchen zu stellen, die Matrazenarbeiten und sonstigen Aufträge den Berufsinnun gen und Genossenschaften oder selbständigen Berufsangehörigen zu übertragen. Auch das private Publikum follte ebenfalls im nationalen Interesse veranlaßt werden, dent Tapezierergewerbe Aufträge zutommen zu lassen, damit die Betriebe aufrechterhalten bleiben und weitere Arbeiterentlassungen vermieden werben." ändert. Damals wurde in den für Heeresbebarf arbeitenden Be-| lange Arbeitszeit empfunden. Es wurde entschieden verurteilt, für Berlin und Umgegend im Verein mit dem Verband der Tapetrieben Ueberstunden und Sonntagsarbeit geleistet, obgleich noch daß die Dreher als Errungenschaft der großen Zeit eine erhebliche zierergehilfen und verwandten Berufsgenossen Deutschlands 838 arbeitslose Dreher vorhanden waren, was eine sehr große Arbeitszeitverlängerung in Kauf nehmen sollen. ( Filiale Berlin) eine gemeinsame Kundgebung bereinbart. Arbeitslosigkeit bedeutete. Mit Rücksicht darauf wurde damals ver- Unter anderem wurde noch angeführt, daß die Firma Hasse heißt in derselben: langt, daß Ueberstunden- und Sonntagsarbeit zu vermeiden fei, fo- u. Wrede bei Ausbruch des Krieges 5000 M. zur Unterstüßung lange noch neue Arbeitskräfte eingestellt werden können. Seitdem der Familien ihrer im Felde stehenden Arbeiter gestiftet hat und ist die Zahl der arbeitslosen Dreher auf 185 zurüdgegangen. Unter daß für denselben 3wved jedent Arbeiter wöchentlich 50 Pf. vom diesen dürften nur wenige sein, die für die gegenivärtig ver- Rohn abgezogen werden. Hierdurch kommen etwa 350 M. wöchentlangte Dreherarbeit in Frage kommen. Auch in der Metallindustrie lich ein, während die Firma nur etwa 250 M. Familienunterüberhaupt hat sich die Arbeitslosigkeit stark vermindert. In allen stübung auszahlen braucht. Das Stiftungskapital braucht also Zweigen, die für den Kriegsbedarf arbeiten, herrscht eine gute nicht angegriffen werden und die Sammlung ergibt Ueberschüsse. Konjunktur, die auch für die Dauer des Krieges anhalten wird. Was mit diesen geschieht, ist unbekannt. Gegenwärtig liegen die Arbeitsverhältnisse bei den Drehern so, daß in vielen Betrieben eine erheblich längere Arbeitszeit herrscht als vor acht Wochen. Die damals erhobene Forderung, feine Ueberstunden- und Sonntagsarbeit zu leisten, hat wenig Erfolg gehabt. Vor acht Wochen waren es 17 Betriebe, wo Ueberstunden gemacht wurden, jetzt sind es 36 Betriebe, wo in 12stün bigen Schichten, zum Teil auch noch Sonntags gearbeitet wird. Täglich drei achtstündige Schichten einzuführen, weigern sich viele Betriebe, angeblich aus betriebstechnischen Gründen. Die Arbeiter find dagegen der Ansicht, daß sich bie betriebstechnischen Bedenken bei gutem Willen wohl überfvinden ließen. Da die gelernten Dreher zurzeit nicht ausreichen, so werden Arbeiter aus allen möglichen Berufen an der Drehbank angelernt. Dagegen haben die Dreher nichts einzuwenden, sie werden dadurch keineswegs geschädigt; aber es erregt Bedenken, daß die angelernten Ar better oft recht niedrig entlohnt werden. Die lange Arbeitsgeit, Sie jetzt allgemein bei ben Drehern herrscht, ist ein großer Mißstand. In angestrengtester Tätigkeit Tag für Tag 12 Stunden und Burgfriede zwischen Polizei und Gewerkschaften. auch noch Sonntags zu arbeiten, das ist eine Leistung, die selbst Vor einiger Zeit fonnten wir mitteilen, daß auf Veranlassung der kräftigste Arbeiter für längere Zeit nicht aushalten fani. bes Regierungspräsidenten in i egnig ein Strafmandat bezw. eine Starke Erhöhung der Krankenziffer, dauernde Schädigung der ArVerfügung der Polizeiverwaltung Kozenau gegen den Bevollmäch beitsfähigkeit ist die unausbleibliche Folge der langen Arbeitszeit. tigten des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Liegnig zurüdDa der Krieg unter Umständen noch lange dauern fann, so haben Zu den Gewerben, welche am empfindlichsten unter der Kriegs- genommen worden ist. Es handelte sich um den bekannten Versuch, Sie Unternehmer Ursache, die Arbeitszeit zu beschränken, um die not zu leiden haben, gehört unstreitig das Tapezierer- und Deko- Gewerkschaften für politische Vereine zu erklären. Da außer diefer ihnen zur Verfügung stehende Arbeiterzahl, bie ja nicht beliebig rationsgewerbe. Behörden und Private stellen die sonst notwendigen Verfügung auch noch eine foldje gegen den Beitragssammler d erfekt werden kann, dauernd auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit Aufträge an Tapeziererarbeiten, Polstersachen, Dekorationen und selben Organisation in Kogenau erlassen worden war, so hatten wir aut erhalten. Möbel zurück, wodurch Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichzeitig die Erwartung ausgesprochen, daß auch diese Verfügung ebenfalls Die Löhne find unter dem Einfluß der guten Konjunktur be- start zu leiden haben. Um das Gesamtgewerbe möglichst lebens- zurückgezogen werden müßte. Wie uns jetzt mitgeteilt wird, ist das trächtlich gestiegen. In Betrieben, wo seit Jahren schlechte Löhne fähig zu halten und die Arbeitslosigkeit zu mindern, hat die Tape- auch geschehen. Die betreffende Verfügung gegen den Beitrags. gezahlt wurden und feine Berbefferung zu erreichen war, haben ziererinnung Berlin auf Veranlassung des Innungsverbandes sammler des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Kogenau ist mit die Arbeiter jetzt im Wege der Verhandlung Lohnerhöhungen er deutscher Tapezierer und verwandter Gewerbetreibender und der derfelben Begründung wie die gegen den Liegniger Bevollmächtigten jielt. So erfreulich diese Erfolge sind, so unangenehm wird die Arbeitgeberschußverband der Dekorations- und Tapeziererbetriebe zurüdgezogen worden. Sozialdemokratischer Wahlverein Niederbarnim. Bezirk Nieder Schönhausen. P Am Sonnabend verstarb unser Genoffe, der Schleifer Albrecht König Eichenstraße 23. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 4. d. Mts., nacymittags 3, Uhr, von der Halle des Neuen Rieber- Schönhausener Germanenstraße Friedhofes, ( Schönhölz) aus statt. Rege Beteiligung erwartet 242/6 Die Bezirtsleitung. Kranken-, Sterbe- u.Zuschußkasse für männl. Personen aller Berufe Groß- Berlin. முக்கம் Am Freitag, dett 30. Oftober, verstarb unser Mitglied Albert Wagener, Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 3. November, nache mittags 3, Uhr, von der Reichen halle des alten Sophienkirchhofes, Bergstraße, ans ftalt. 289/8 Am Sonntag früh i Uhr entfchlief fatft nach langent schweren Leiden mein lieber Mann, unser treuforgenber Bater, Sohn, Bruder und Schwager, der GaftBirt Hermann Tzschentke in vollendeten 44. Lebensjahre. Dies zeigen fiefbetrübt an Frau Marie Tzschentke nebst Tochter, S6sliner Str. 7. Die Beerdigung findet am Mittwoch um 3 Uhr peit, der Salle des Dantes Airchhofes, Steinidendorf, Blankestraße, aus ftatt. 3745 Die Schmiede nahmen am Sonntag den Jahresbericht der Branchenkommission entgegen. Als die jeßige Kommission gewählt wurde, waren die Verhältnisse für die Schmiede sehr schlecht. Besonders zu klagen war über Jnnungsbetriebe. Die Autogenschweißer haben einen Vertrag abgeschlossen und einen Lohnjak von 75 bezw. 85 f. pro Stunde erreicht, der auch zurzeit überall anerkannt wird. Ueberhaupt ist die Gesamtlage für fast alle Gruppen der Schmiede zurzeit eine sehr günstige, da der Kriege alle einschlägigen Arbeiter in Anspruch nimmt. Nur für die Kesselschmiede steht die Konjunktur nicht so gut, desgleichen nicht für die Schmiede aus den Innungsbetrieben. Im ganzen genommen ist es aber für die Branche eine gute Zeit, wie sie seit Jahrzehnten nicht zu verzeichnen war, so daß zurzeit auf dem Nachweis nur zirka 20 arbeitslofe Schmiede vorhanden sind. Der Kampf gegen den vielgenannten Arbeitsnachweis in der Muladstraße ist mit gutem Erfolg durchgeführt worden. Die bisherige Branchenkommission wurde wiedergewählt. Die Lage im Tapezierergewerbe. Dem Undenten unferer auf dem Kriegsschauplah gefallenen Genoffen! Bei den Stämpfent im Westen der Kaufmann Robert Lewkowitz Gr. Frankfurter Str. 49( Bezirk 267). Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. Bei den Stämpfent im Westen der Tischler Richard Krienke. 242/5 Sozialdemokratischer Wahlverein Biesdorf. Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Ant 80. Oftober starb unser Mitglied, der Maurer Alois Rund am ( Bezirk Neukölln). Ghre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwoch, den 4. November, nachmittags 3 r, von der Galle des Gemeinde- Friedhofes in Neu föln, Mariendorfer Weg, aus statt. Um rege Beleiliging ersucht 144/18 Der Vorstand. Ferit von der Heimat im Dsten jand am 11. Oftober eunier berzensgitter, unvergeßlicher Sohn und Bruder Fritz Richter von der 6. Kompagnie, GardeGrenadier Regiment Nr. 5 in treuer Pflichterfüllung den Helden. tob im 23. Lebensjahre. Im Namen der trauternden Hinterbliebenen 1249 Fritz Richter und Frau, Beuſſelſtr. 88. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle. Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer Ernst Schulz Waldstr. 26, am 30. Oftober an Lungenleiden gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 8, November, nach mittags 3 Uhr, von der Leichheit halle des Virchow- Strankenhauses aus nach dem neuen JohannisStirchhof in Plagenfee ftatt. Rege Beteiligung erwartet 127/6 Die Ortsverwaltung. + = Oskar Wollburg Trauer Magazin Berlin N., Brunnenstraße 56. Große Auswahl in schwarzer Konfektion; auch einz. Röcke, Blusen, Hüte eto. Anfertigung nach Maß in 12 Stunden. Aenderungen sofort. Den Heldentod starb im Westen am 16. September unser lieber Bruder, Schwager, Onfel und Bräutigam Allgemeine Deutsches Reich. Orts Krankenkaffe Ochsena- Extrakt Orts- Krankenkasse für Johann Klein Behlendorf n. Umg. Unteroffizier der Nejerve im Alter von 22 Jahren. Um sein junges, hoffnungsvolles Reben trauern Familie Hahmann nebst Geschwister. Sermine Bruhnke als Braut. Oppelner Straße 26. [ 1482 Ani Freitag, den 30. Oftober, starb ganz plöglich und unerwartet unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, der Bauarbeiter Fritz Preppernau im Alter von 37 Jahren. am Die Beisehung finder Mittwoch, den 4. November, nachmittags 4 1hr, von der Zeichenhelle des Philipp,-Apostel Stirchhofes, Müllerstraße aus auf dem Städtischen Friedhofe in der Sees straße statt. 3715 Die Sinterbliebenen. Für die herzliche Teilnahme an der Trauer um den Berlust meines lieben Mannes, unseres guten Baters, Sohnes, Schwagers und Dnfels, des Bierverlegers Max Raebel jagen wir hiermit allen Beteiligten, besonders dem Selterwaffer- Fabri fanten- Verein und dem Stat- Slub Streuz- Bube", unseren herzlichsten Dant. Bitwe Mathilde Raebel nebst Kindern. Hellmuth Raebel und Frau als Eltern. Berlin, den 3. November 1914. Christburger Str. 13. 3736 Die Mitglieder des Ausschusses werden zu einer] Ordentlichen Sikung am Donnerstag, den 12. No: sember 1914, abends 6% hr, in der Aula der Gemeindeschule, hierselbst, Potsdamer Str. 7, hier durch ergebenit eingeladen. Tagesordnung: 278/ 1. Bahl des Ausschusvorsitzenden. 2. Borlegung der Jahresrechnung, 3. Beschlußfassung über eine Strantenordnung. 4. Besprechung und seitsekung des Boranschlags für 1915. 5. Wahl der Jahres- Rechnungs- Prü fungs- Kommiffion. Zehlendorf, den 28. Dltober 1914. Der Vorsitzende. F. Schweizer. Man meide Nachahmungen! Bei Husten, Heiserkeit, rauhen Hals helfen Reichel's Hustentropfen überraschend schnell. FL 50% f. Nur echt mit Marke ,, Medico" FL m. 1, Unentbehrlich f. d. Soldaten im Felde! In Drogerien u. Apotheken, wo nicht, durch Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr. 4. UlsterStoffe, Damentuche3-4-5Blumen- und Kranzbinderei Persianer im 10.- 15.- 20.von Robert Meyer, Plüsche Mtr. M. Tuchläger Koch& Seeland G. m. b.H. Tel. Mpl. 346 Gertraudtenstr.20-21gegenüb.der Jib. P. Golletz Mariannenstr. 3. 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Auf diese Weise entstehen leicht durch einen vernach= läffigten Schnupfen oder Husten die schweren Leiden: Radjen, Nasen- Stehlkopf, Luftröhren-, Bronchial fatarrh, Asthma, Jufluenza uiw. Natürlich find auch alle diefe Zustände anstedend, weil die Bat terien sich im Speichel in Mailen befinden und mit dem Atem nach außen geftoßen werden. Es steht nun aber unumstößlich fest, daß die Entfaltung diefer Batterienbrut den Luftwegen der Atmungsorgane folgt. Logischerweise fann man ihnen also am sichersten nur auf diesem Wege beikommen, d. H. durch Einatimung befonders günstig desinfizierender Dämpfe, welche die Batterien zum Absterben bringen. Daher haben Binfelungen und Gurgeln mit job, Göllenstein uf. oft leinen Grfolg, weil sie nur einen Teil der infizierten SchleimHäute treffen und häufig das lebel verschlimmern. Ebenio nügen aud) Trinkturen mit Salzen oder äußere Behandlung mit warmen oder kalten Umschlägen oft sehr wenig und können unter Umständen ben Bustand des Kranken fogar noch berichlechtern; die fieferliegende Batterienflora wird dadurch nicht alleriert und nach einiger Zeit ist das alte Leiden wieder da. Deshalb erscheinen diese BZustände den meisten als unheilbare Katarthe. kömünlichste Marke | ich ließ mir deshalb Ihren Inhalator kommen. Schon nach mehrmaligent Gebrauch bekam ich Schon nach mehrmaligent Gebrauch bekam ich Linderung, der Auswurf erfolgte schmerzlos, der Huften wurde lodet. Nach 14 tägigem Gebrauch war der statarrh gänglich verfchwunden. Seitdem war der Statarrh gänzlich verschwunden. Seitdem ist der Inhalator das Allheilmittel gegen alle Ertältungstranfheiten in meiner Familie geworden. Bei Sals bezw. Mandelentzündung wirft er geradezu Wunder. Letztere sind stets nach nur Von der Firma Carl A. Tancré, Wiesbaden 16 L, eintägigem Gebrauch des Inhalators beseitigt. Das Brennen im Halse hört schon nach einmaligen ist ein fleiner sinnreicher Apparat fonstruiert, der nach besonderem Verfahren auserwählte missen Gebrauch auf, etwa vorhandener Belag verschaftlich begutachtete Stoffe zum Einatmen bis in schwindet schnell. Ich werde demzufolge jede Gedie tiefften Luftwege bringt, obne Stigelreige zulegenheit gern benugen, Ihren Insalator weiter verurfachen oder sonstwie die Schleimhäute anzu- zu empfehlen; mehrere befreundete Familien haben greifen, und war auf faltem Wege, um auch einer denselben bereits angeschafft. neuen Erfältung vorzubeugen. termit find ganz ausgezeichnete Erfolge erzielt worden, worüber sich mehr als 15 000 Patienten, darunter auch zahl reiche Aerzte, in begeisterten Briefen aussprechent. So schreiben unter vielen anderen! Herr Ernst Fischer, Ingenieur, Hermsdorf bei Berlin, Hennigsdorfer Str. 29: Der im November verg. Jahres von Ihnen bezogene Inhalator hat sowohl mir als auch meiner Familie ganz hervorragende Dienste geleistet. Ich litt feit Sepa fember berg. Jabres an einem hartnädigen Bronchiallatarrh, der allen Heilmitteln trozte und Herr Rudolf Senf, Breslau 6, Frankfurter Straße 64, fchreibt: Bu meinet Freude tann ich Ihnen mitteilen, daß sich Ihr Inhalationsapparat fehr gut bewährt hat. Nach den ersten Inhala tionen schon spürte ich Befferung bei einem hartnädigen Luftröhrentatarrh und nach dreiwöchigem Gebrauch war er vollständig geschwunden. Ich fann und werde Ihren Apparat jederzeit warm empfehlen. Warnung! Achten Sie genau auf den Namen Tancré und die patentamtliche Schußmarte„ Die Kur im Hause", damit Sie auch wirklich. den echten und altbewährten Original- Tancré- Inhalator er halten, da minderwertige Nachahmungen im Handel find. Stein zweiter Apparat fann ich wie dieser auf 15000 Beugnisse von Aerzten und Patienten betufen. Nähere Auskunft über den Original- TancréInhalator wird von der Firma Carl A. Laneré, Wiesbaden 16 I, gern fostenlos und ohne Stauf belehrenbe Broschüre, wang erteilt. Verlangen Sie noch heute gratis Den Kupon wolle man ausschneiden und als Drucksache der Firma einsenden. Firma Carl A. Tancré, Wiesbaden 16 L Ich wünsche Aufklärung über Ihr neues Inhalationssystem. Es dürfen mir jedoch keine Rosien entstehen. Name u. Stand:. Wohnort:. Genaue Adresse:. den arbe Mon herb Bei Verii geger alleir Betri 23,5 Bum einid Uria weibl mehr betri arbei Mob Juli lernte Stäber perfo nachn Don Im offenen Briefumschlag mit 3 Bf. frantieren. ufr en t m, er 24 en I.. E. er 1. T el er Nr. 301. 31. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag. 3. November 1914. Aus Groß- Berlin. Statistischen Amtes in Berlin statt. Diese Erhebung hat ins- nicht, daß es fich dabei um ganz feltene Vorkommnisse handelt. Im besondere für den städtischen Grundbesitz eine große Steuerjahr 1912/13 wurde in Berlin, wie die Steuerdeputation des Bedeutung. Hoffentlich wird es möglich sein, die Ergebnisse Magistrats in ihrem Verwaltungsbericht sagt, bei der Hundesteuer schon nach kurzer Zeit der Deffentlichkeit zuzuführen, was nach erfolglosem Pfändungsversuch in 221 Fällen die Abholung der gerade unter den gegenwärtigen Verhältnissen besonders geordnet. 97 davon wurden bei oder nach Abholung wieder einHunde und Neberweisung an den Deutschen Tierschutzverein an wünschenswert erscheint. gelöst durch Zahlung der Steuer. Was aus den übrigen 124 Hunden geworden ist, darüber finden wir in dem Bericht nichts. Wenn überlassen worden sein. Bei ihm endet in dem Bericht ihre Spur. obige Angaben zutreffen, müßten sie sämtlich dem Tierschutzverein Lücken im Unterstützungswesen. Das jezige Unterstützungswesen für die aus Anlaß des Arieges in Not Geratenen enthält verschiedene Lücken. AbDie städtische Kunstdeputation hat in ihrer lekten gesehen von der vielfach unzureichenden Höhe der Unter: Sigung u. a. beschlossen, ein von Professor Kunz- Meyer gestügung für die Familien Notleidender ist an die ledigen Leute maltes Porträt von Paul Heyse anzukaufen. Es ist für die wenig gedacht worden. Günstigenfalls erhält eine ledige städtische Sammlung wertvoll, ein nach dem Leben gemaltes männliche oder weibliche Person in Berlin eine wöchentliche Porträt Paul Heyses zu besigen, der bekanntlich geborener Arbeitslosenunterstützung von 4 M. Gehört die betreffende Berliner ist. Person einer gewerkschaftlichen Organisation an, so empfindet fie jetzt den Segen dieser Organisation darin, daß sie neben einer Unterſtügung aus der Gewerkschaft ohne toeiteres einen fünfzigprozentigen Zuschlag aus Gemeindemitteln erhält. Erwerbslosenfürsorge in Charlottenburg. Manche Leute, die dieses Verfahren der Hundesteuer- Gintreibung noch nicht kannten, sind erstaunt, wenn sie es mal mit ansehen müffen. Große Befremdung hat ein Fall hervorgerufen, der sich vor einigen Tagen in einem Hause der Gartenstraße abspielte, und dessen Opfer die Frau eines Kriegsteilnehmers wurde. Diese Frau hatte für einen bisher versteuerten Hund im April um Die Einführung einer Erwerbslosenfürsorge Steuerbefreiung gebeten, weil sie ihn fünftig bei einem Obsthandel während des Krieges plant jetzt endlich auch als eine der legten als Ziehhund benußen wollte. Das Gesuch war erst nach Beginn Soweit es sich um die Mietsfrage handelt, gibt es für Groß- Berliner Gemeinden Charlottenburg. Wie erinnerlich, hat des neuen Steuerjahres eingegangen, darum wurde die Bewilli diese Kategorie Unterstützungsbedürftiger bisher keinerlei die Stadtverordnetenversammlung den sozialdemokratischen An- gung versagt. Balo kam dann der Steuererheber, und da nicht geHilfe. Es mag noch angehen, wenn die ledige Person bei trag auf Schaffung einer Arbeitslosenfürsorge nach Berliner zahlt wurde, so brachte er später einen Mahnzettel, der wieder Muster abgelehnt. Der Magistrat unterbreitet der Versammlung feinen Erfolg hatte. Daß die Steuerberwaltung nachher andere den Eltern wohnt, wo die Mietsfrage in solchem Falle weniger nunmehr eine Vorlage, deren Tendenz dahin geht, unter pein- Schritte zur Eintreibung getan hätte, erinnert die Frau sich nicht. brennend ist, was machen aber all die vielen Leute, die in lichster Vermeidung jeder Berührung mit den Gewerkschaften, die Aufs bestimmteste versichert sie, nichts davon zu wissen, daß nun Aftermiete oder in Schlafstelle wohnen? Können sie nicht unterstüßung Arbeitsloser, die bisher in das freie Ermessen der zunächst ein Verfuch zur Abpfändung von Möbeln gemacht worden zahlen, geraten sie in Gefahr, hin und her geschoben zu Unterstüßungskommissionen gestellt war, nach einheitlichen Grund- wäre. Sie blieb die Steuer schuldig und nahm schließlich an, daß werden. Dann kommt die Kategorie von Personen, auch fäßen zu regeln. Was den Kreis der zu unterstüßenden Personen man doch noch auf Eintreibung verzichten werde. Als darauf im Familien von Kriegsteilnehmern, die infolge der jeßigen Zu- betrifft, so können Unterstüßungen gewährt werden: 1. den aus An August der Krieg ausbrach und ihr Mann eingezogen wurde, stände mit bekannten oder verwandten Familien eine ge- laß des Krieges erwerbslos gewordenen Arbeitern, Gesellen, Hand- glaubte sie zur Zahlung noch weniger imstande zu sein. Im Sepmeinsame Wohnung bezogen haben, um Kosten zu sparen. lungsgehilfen usw., 2. den selbständigen Kleingewerbetreibenden tember bat sie aufs neue um Grlaß der Hundesteuer, diesmal mit Und diese Kategorie ist in Berlin sehr zahlreich. Nach den und sonstigen Angehörigen freier Berufe, 3. den gewerbsmäßigen der Begründung, daß sie jetzt allein sei und den Hund als Wache Zimmervermietern und Zimmervermieterinnen, die mit der Ver- brauche. Ende September tam die Bewilligung für das Halbjahr jetigen Bestimmungen erhalten nur die Familien von Kriegs- mietung der Zimmer ihren Haupterwerb ausüben. Für die beiden Oktober 1914 bis März 1915. Aber da restierte ja nun noch die teilnehmern Unterſtüßung, wenn sie als Wohnungsinhaber zuletzt genannten Kategorien sind bestimmte Säße nicht vorgesehen; Steuerschuld aus dem Halbjahr April bis Oktober 1914! Vier auftreten. Die anderen, die in Aftermiete wohnen, gehen hier sollen nach wie vor die Kommissionen von Fall zu Fall die Wochen später, am 29. Oktober, erschien plöblich vor der Wohnung leer aus, obwohl sie doch ebenso zur Miete beitragen müssen, Höhe der Unterstüßungen bestimmen. Auf Antrag können diefen der Frau in ihrer Abwesenheit ein zur Pfändung des Hundes als die, welche vom Wirt direkt gemietet haben und nicht Bersonen auch Mietbeihilfen bis zu 50 Proz. der. Miete, aber entsandter Beamter samt drei Angestellten des Tierschutzvereins, schlechter behandelt zu werden verdienen, wie die anderen nicht mehr als 30 M. monatlich gewährt werden. Anträge auf die den Hund mitnehmen sollten. Einem Schlosser gelang es nicht, Mieter. Mietbeihilfen über 30 M. find an das Mieteinigungsamt abzu- die Tür zu öffnen. Im Hause erregte es Aufsehen, daß wegen der Bemerkenswert ist, daß diejenigen Arbeitslosen als ledig geben, das ermächtigt ist, Mietbeihilfen bis zu 50 M. festzusetzen Hundesteuerschuld so gegen die Frau vorgegangen wurde. Ihre in und anzuweisen. demselben Hause wohnende Schivester lief zu ihr, die auf der gelten, die als geschieden geführt werden oder getrennt leben. Für die ganz oder teilweise er werbslosen Arbeiter, Straße ihrem Handel nachging, und holte den geschuldeten Betrag. Endlich sind alle diejenigen Arbeitslosen von jeglicher Gesellen und Handlungsgehilfen soll die Normal- Auf die Steuern mußten jetzt für Kosten des Pfändungsversuchs Unterstüßung ausgeschlossen, die nach dem 1. Juli nach Berlin unterstüßung, falls feinerlei jonstige Einnahmen vor- noch 4,25 M. draufgelegt werden, wovon einen Teil die Hauswirtin gekommen sind. Was wird aus diesen Personen, unter denen handen sind, betragen für alleinstehende Männer oder Frauen herlieh. Richtig mag sein, daß Hundeabpfändungen sich oft als wirksames jich viele befinden, die nach Ausbruch des Krieges in anderen wöchentlich 6 M., für ein Ehepaar oder zwei erwachsene Personen, Drten existenzlos geworden sind und ihre hiesigen Angehörigen die einen gemeinsamen Haushalt führen, 9 M., für jedes Kind Gintreibungsmittel bewähren. Wer aber Verständnis dafür hat, wieder aufgesucht haben. Nach einem Erlaß des Ministers unter 15 Jahren 1,50 M., für jede erwachsene Person desselben was ein Hund einem Menschen sein kann, wird wünschen Haushalts 3 M. In besonderen Fällen können die Kommissionen müssen, daß dieses Verfahren unterbleibt. Es soll doch die infolge des Krieges eingetretene Notlage feine die Unterstützung anders bemessen, nötigenfalls neben den Normal- ist nicht dasselbe, ob man dem Steuerschuldner ein Stüd Möbel armenrechtlichen Folgen haben. Das tritt aber ein, wenn fäßen einmalige Unterstützungen bewilligen. Zuwendungen oder einen Hund abholt. Möge die Steuerverwaltung sich an totes diese Unterstützungsbedürftigen auf die Armenverwaltung ver- von Berufsverbänden werden mit 50 Proz. angerechnet. Eigentum halten, wenn durchaus gepfändet werden soll. Ganz unwiesen werden, wo sie aber nur schwer etwas erhalten. Geringe Ersparnisse bleiben unberücksichtigt. Uebersteigen etwaige begreiflich ist in dem vorliegenden Fall, daß hier sogar die Frau Man sieht, das Unterstützungswesen weist noch erhebliche Sparguthaben jedoch den Betrag des 15fachen der Normaljäße, so eines Kriegsteilnehmers mit Pfändung bedroht worden ist. Wenn Lücken auf. dürfen bis zur Aufzehrung des Mehr nur 50 Proz. der Normal- die Steuerverwaltung das für zulässig hält, was soll man da von säße gewährt werden. An Stelle von Barunterstützungen fönnen Hauseigentümern erwarten? Zum Stand des Beschäftigungsgrades in Groß- Berlin. auch Lebensmittel verabfolgt werden. Neben der Unterstüßung fönnen unter gewissen Voraussetzungen und wenn die durch BeDie Gesamtzahl der versicherungspflichtigen Mitglieder scheinigung des städtischen Arbeitsnachweises nachgewiesene un= Die Auer- Gesellschaft und Gehaltszahlung. bon 237 Krankenkassen Groß- Berlins hat nach dem neuesten verschuldete Arbeitslosigkeit ununterbrochen länger als einen leber die Deutiche Gasglühlicht- Aktiengesellschaft( Auer- Gesell Wochenberichte des Statistischen Amtes der Stadt Monat gedauert hat, Mietbeihilfen bis zu 50 Proz. der Miete, schaft) brachte der Vorwärts" am Sonnabend eine Notiz, in der Berlin von 984 980 am 17. auf 1000 716 am 24. Oftober, aber nicht mehr als 20 M. monatlich gewährt werden. Bei teil die Wiederzahlung des vollen Gehalts als nachahmenswert be demnach um 15 736 oder 1,60 Proz. zugenommen. Verhältnis- weiser Erwerbslosigkeit kann, wenn der Arbeitsverdienst wöchent zeichnet wird. Dazu schreibt uns der Zentralverband der Handlungsmäßig noch lebhafter war mit 1,78 Broz. die Steigerung bei lich nicht mehr als die Normalunterstützung beträgt, ein Zuschuß zeichnet wird. Dazu schreibt uns der Zentralverband der Handlungsden 28 allgemeinen Ortstrankenkassen. Während sie sich zu den Arbeitsverdienst derart gewährt werden, daß Arbeits- gehilfen: Die Firma hat von den insgesamt 1200 laufmännischen verdienst und Zuschuß, zusammen 150 Proz. der Normalunter- Angestellten im September etwa 200 entlassen. hier beim männlichen Geschlecht auf 1,50 Proz. belief, stellte stüßung erreichen, wobei der Zuschuß jedoch nicht mehr als die gestellten, soweit sie nicht einen längeren Vertrag mit der Firma ie sich beim weiblichen sogar auf 2,02 Proz. Bei der Ber- Normalunterstützung selbst betragen darf. Mietbeihilfen werden hatten, bot sie ein Drittel des bisherigen Gehalts. liner Allgemeinen Ortstrantentasse insbesondere betrug die bei teilweiser Erwerbslosigkeit nur in ganz besonderen Ausnahme- greifen des Zentralverbandes der Handlungsgehilfen wollte sie Zunahme 4249 oder 1,33 Proz., wobei freilich, wenn auch nur fällen gewährt. Sowohl bei völliger als bei teilweiser Erwerbs- chließlich sechzig bis achtzig Prozent des früheren Gehalts bei boller Arbeitszeit zugestehen. Erst nachdem die Angestellten der zu einem geringen Teil, die Uebernahme der Versicherung losigkeit gilt als Voraussetzung der Gewährung von Unterstübung einer Abteilung eines hiesigen Warenhauses mit wirksam die Bescheinigung des städtischen Arbeitsnachweises, daß der Er- Firma beschlossen hatten, den Zentralverband der Handlungsgehilfen Ivar. Sehr beträchtlich ist das diesmalige Mehr an werbslose sich seit mindestens drei Tagen vergeblich um Arbeit zu beauftragen, die Sache der Deffentlichkeit zu unterbreiten, erließ die Direktion folgende Verfügung: Seit Ausbruch des Krieges hat bzw. um Unterſtüßungen dem Versicherungspflichtigen bei der Allgemeinen Drtskrankenkasse berberichte Arbeit bemüht hat die unterzungen die Verwaltung verschiedene Maßnahmen getroffen, die von bent werden für längstens eine Woche festgesetzt und nachträglich gebes Streises Niederbarnim, wo es wesentlich durch die Her aahlt. Vor der jedesmaligen Bewilligung ist eine erneute Be- Bestreben ausgingen, in diesen schweren Zeiten alle Angestellten dauernd zu behalten. Diese Bestrebungen sind leider von unserer Beamtenstellung von Waren verschiedenster Art für den Kriegsbedarf scheinigung des Arbeitsnachweises beizubringen. herbeigeführt war. Komplizierter fönnen die Bestimmungen nicht gut sein. Man fchaft mißverstanden worden. Wir werden deshalb die alten Gehälter ( Juli- Gehalt) in allen Fällen weiter zahlen, bedauern aber, gleich Unter den in dem Bericht unterschiedenen Gewerbegruppen sieht, wohin es führt, wenn man die bewährten Grundlagen ge- zeitig erklären zu müssen, daß wir im Laufe der Zeit genötigt sein ist die Entwickelung bei der Metall- und Maschinenindustrie werkschaftlicher Unterſtüßung verläßt. werden, Kündigungen vorzunehmen, da jeder wirtschaftliche Betrieb hervorzuheben, indem die Steigerung sich hier auf 2140 oder geatvungen ist, Beschäftigungsgrad und Unkosten einigermaßen in 1,31 Proz. belief. Umfangreicheren Neueinstellungen bei der Gleichgewicht zu halten. Wenn dadurch einzelne Angestellte in ihrer Existenz hart betroffen werden, so mögen diese die Einflüsse von außen und innen hierfür verantwortlich machen, welche das bisherige gute Einvernehmen zwischen Verwaltung und Beamtenschaft gestört haben. Gleichzeitig teilen wir mit: 1.& verbleibt bei der in Rusficht gestellten Gratifikation zu Neujahr nach Maßgabe der Bekannts machung vom 17. und 18. 10. b. J. 2. Weitere sonstige Gratifi fationen werden nicht gewährt. 3. Die neuvereinbarten monatlichen Kündigungsfristen bleiben bestehen, es tann also frühestens am Berlin, den Beim Eisbeinessen erstickt Den anderen AnAuf Ein 30. November zum 31. Dezember gekündigt werden. 80. Oftober 1914. Deutsche Gasglühlicht- Attiengesellschaft( AuerBoft ist es zu verdanken, wenn sich der Beschäftigungsgrad ist vorgestern der 42 Jahre alte Maler Otto Tuffrian. T. erschien Verkehrsgewerbe um 1388 oder 4,25 Proz. hob, im abends in einer Schantwirtschaft in der Münzstraße und verzehrte Druckereigewerbe stieg er um 1,49 Proz., im Nahrungs- und dort ein Eisbein. Hierbei geriet ihm ein Knochenstück in die LuftGenußmittelgewerbe um 1,61 Proz, in der Papier- und röhre. Andere Gäste riefen sofort einen Arzt von der nächsten Lederindustrie um 4,07 Proz. Hilfswache Dieser fonnte bei seinem Eintreffen aber nur noch den Aus dem Bericht des Statistischen Amtes ist ferner be- od feststellen. züglich der Arbeitslosigkeit bei 41 Fachverbänden der freien| Die Wilmersdorfer Stadtverordnetenwahl Gewerkschaften die Abnahme von 30 730 auf 25 844, d. i. um war in der letzten Mitgliederversammlung des Wahlvereins Gegen1886 ober 6,14 Proz. für die Woche vom 19. bis zum stand einer Besprechung. Der Borsigenbe, Genoſſe Ruppert, berichtete 26. Oktober hervorzuheben. Im einzelnen stellte sich der zunächst von einer stattgehabten Gizung mit den bürgerlichen geſellſchaft). gez. Meinhardt. gez. Müller. Rückgang der Arbeitslosenzahl u. a. bei den Holzarbeitern Parteien, wonach nunmehr ein Wahlabkommen getroffen sei, ohne| auf 666, bei den Metallarbeitern auf 598, bei den Transport- Stampf den arbeitern auf 150, bei den Tapezierern auf 122, bei den Unserer Partei fielen somit die zwei Mietermandate zu, und zwar Hutmachern, um 59 bei den Staats- und Gemeinde- noffen Riedel. Die Wahl findet am 8. November statt. Kandidaten der Sozialdemokratie sind: Dr. Rudolf Breitscheid und Straßenunfälle. In der Elsenstraße in Treptow fuhr am Sonnarbeitern, um 37 bei den Töpfern. Franz Lugodzinski. Die Wahlperiode des ersteren währt tag gegen 2 Uhr ein Wagen der Straßenbahnlinie 19 in eine falsche jechs, die des letzteren zwei Jahre. Die Versammlung stimmte dem Weiche und stieß dabei gegen den Vorderperron eines aus entgegen Wahlkompromiß zu. Nach einer Mitteilung des Vorsitzenden wird gefeßter Richtung fommenden Triebwagens derselben Linie. Infolge den Die Gestaltung des Arbeitsmarktes. Man darf vor der Hand annehmen, daß die angedrohten Sündigungen nicht zur Ausführung fommen werden, da die Firma nach ihrer eigenen Feststellung für das kaufmännische Personal hin Beschäftigung hat. Am hervorgeht, vor allem auf dem Gebiete des Arbeitsmarktes bemerkbar. beginnt am 6. November, im Restaurant von Schilling, Lauen von einem fahrenden Straßenbahnwagen der Linie 65 in der BeuthDie Wirkungen des Krieges machen sich, wie aus der neuesten die Genoffin Dunder einen Vortragsayflus über den wissenschaft des Anpralls erlitten zwei Fahrgäste leichte Verlegungen. Monatsübersicht des Statistischen Amts der Stadt Charlottenburg lichen Sozialismus halten. Der erste der geplanten fünf Borträge gleichen Tage verunglüdte eine Frau Henriette Rhein. Sie sprang Bei den Arbeiterfrankenkassen ist die Mitgliederzahl der männlichen burger Straße 20, abends 8 1hr. Kosten entstehen für die Teilstraße ab und tam so unglücklich zu Fall, daß fie eine Gehirn Bersicherungspflichtigen im Juli um 1580-3,8 Proz., im Auguft da- nehmer nicht. gegen um 11 503= allein baben 33,2 Prog. ihres Mitgliederbestandes verloren. Betriebsfrankenfaffen 28,8 Proz. gesunken. 19,6 Proz., die Am Anfang der Versammlung referierte Genosse Nestriepte über Die das Thema„ Krieg und Kultur". Die Darlegungen des Redners, in denen er die Wirkungen des Krieges fennzeichnete und am Schluß Beifall. Die Ortskrantentasien Innungstrantentassen aber auch durch Betriebsbeendet. Auf letztere weherschütterung davontrug. Die Berunglückte erhielt auf der nächsten unfallstation die erste Hilfe und wurde dann nach der nahen Wchnung gebracht. Das Gebrüder Herrnfeld- Theater hat nun auch sein Kriegsstüc 19 und hat damit anderen Vorbildern nachgeeifert.. So leben wir Ihren Berlegungen erlegen ist die 12 Jahre alte Schülerin heißt die wieder von den beiden Herrnfelds verfaßte Neuheit, die am Sonnabend zum ersten Male über die Bretter ging. Der Schau23,5 Proz. Die Mitgliedschaft wurde meist durch Einberufung auf die Kulturarbeit des Sozialismus verwies, fanden großen Bum Kriegsdienst, nicht selten einschränkung oder Betriebseinstellung Hundesteuer- Eintreibung. Uriaden ist im wesentlichen der Rüdgaug im Mitgliedsbestande der Gertrud Kunzendorf aus der Lehrter Str. 20, der am Sonntagabend plaß der Handlung ist Desterreich zur Zeit der Mobilmachung. Der weiblichen Versicherungspflichtigen zurüdzuführen, ein Rüdgang, der mehr als 11 Broz. beträgt und hauptsächlich die Ortskrankenkassen bei dem von uns gemeldeten Automobilunglück ein Arm abgefahren jüdische Sohn emes Pferdehändlers Moses läßt kurz vor seiner Einbetrifft. Beim Arbeitsnachweis ist zivar die Nachfrage nach Fabrit- wurde. Sie mußte nach der Charité gebracht werden, wo sie verziehung mit seiner Geliebten, die christlichen Glaubens und Tochter arbeitern und ungelernten Arbeitern infolge der Lücken, die die starb. Mobilmachung in die Reihen der Arbeiter gerissen, höher als im Juli; weit höher aber ist das Angebot an Kräften seitens der ges lernten und ungelernten Arbeiter und Fabrikarbeiter, Aufwärterinnen, Kaufmännisches und Bureauperfonal nehmen in noch nicht dagewesenem Umfange den Arbeits- und gepfändet werden. Das geschieht in Berlin unter mann Monaten beobachteten Umfange hielt. nachweis in Anspruch, während das Stellenangebot fich in dem seit Mitwirkung des Deutschen Tierschutzvereins, der seine Fangbeamten ben Wer seine Steuern tros Mahnung nicht bezahlt, hat Pfändung zu erwarten. Schuldet man Hundesteuer, so kann auch der des Gemeindevorstehers ist, hinter dem Rücken der Eltern die Kriegstrauung vornehmen. Das gibt Anlaß zu Differenzen zwischen den jüdischen und chriftlichen Schwiegereltern und Eltern, die aber angesichts des Krieges beigelegt werden. Dann kommt die Nach richt, daß der ins Feld gezogene Sohn und junge Ehegefallen ist. Jeder will aus garter Rücksicht auf andern die Nachricht zunächst berheimlichen, obwohl mitgibt. Wenn der Schuldner nicht durch nachträgliche Zahlung fast jeder Kenntnis erhält. Schließlich ftellt sich heraus, daß der den Hund einlöst, muß Versteigerung erfolgen. Oft lohnt sie nicht, Gefallene ein Namensbetter des echten Moses ist. Als Verwundeter weil das Tier wertlos scheint oder zu alt ist. Der gepfändete und kehrt der Sohn mit einem Deutschen in das Baterhaus heim, mit bleibt dann dem Tierschutzverein und wird, falls nicht noch großer Freude empfangen. Die beiden Herrnfelds im Verein mit In der ersten Hälfte des Monats November findet eine jemand sich findet, der ihn übernehmen will, getötet. Wer da Ruß und Ullmann und den Damen Muzbauer und Glöckner und Aufnahme der leerstehenden Wohnungen und weiß, wie sehr mancher an einem treuen Hund hängt ,, wird die der als Köchin wirkenden Leischner gaben in der Darstellung ihr Aufnahme leerstehender Wohnungen. titlet Hausverwalter, bereu Verhalten gegen zwei Kriegersrauen wir besprachen(in Nr. 29i und in Nr. 296), wünschen sich zu rechtfertigen. Anstatt sich nur zu den von uns gemachten Angaben zu äußern, erzählen sie daneben allerlei von ihrem guten Einvernehmen mit anderen Mietern. Herr Hitzeroth, Verwalter von Hochstädter Str. 16, hat sich mit einem langen Brief an uns gewandt. Er will zeigen, daß er gegenüber seinen Mietern sehr human sei. Zu diesem Zweck teilt er unS die Mietsschulden von anderen Kriegerfrauen des Hauses mit und zwar unter Beifügung der vollen Namen. Daß wir die Zahlen und Namen veröffentlichen, wird uns niemand zu« muten wollen. Ebenso werden wir nicht wiedergeben, waS Herr Hitzeroth an beleidigenden Worten über jene von uns in Nr. 296 erwähnte Kriegerfran sich leistet. Den Mann tadelt und lobt er in einem und demselben Satz als„ganz faulen Mietezahler" und(zwei Zeilen tiefer) als„anständigen Menschen, der seinen Verpflichtungen nachkommt". Dunkel ist der Rede Sinn. Die von uns gegebene Darstellung wird durch den Brief Hitzeroths bestätigt mit Aus. nähme nur des Umstände«, daß er zu der Frau von Exmission geredet und den„Vorwärts" wegen der Artikel über die Unzulässigkeit der Exmission von Krieger» frauen ein„Ochsenblatt" genannt habe. DaS bestreitet er, aber die Frau bleibt bei ihrer Darft llung. Wie übrigens Herr Hitzeroth Uber die ZeitungSlektüre der Frau denkt, zeigt folgender Satz seines Briefes:„Selbstverständlich habe ich gesagt, sie solle statt Zeitung lesen lieber für die Kinder sorgen, die den ganzen Tag sich selbst überlassen find." Herr Schmidt, Verwalter von Antwerpener Str. 48, über den lvir in Nr. 294 berichteten, hat sich zu uns bemüht. Er erklärt unsere Wiedergabe seiner Aeußerungen gegenüber der Frau des im Felde stehenden Mietsschuldners für unrichtig; aber die Frau hält ihre Antoben aufrecht. Auch Herr Schmidt sagt, daß andere Mieter mit ,hm sehr zufrieden seien. Er wird ja wohl nicht das aus der Welt schaffen können, daß er die Kriegerfrau auf Mietezahlung und Räumung verklagt hat. Zum Termin am 39. Okiober war er nicht gekommen, und der Richter schickte die Verklagte ohne Entscheidung nach Hause. Andernfalls hätte selbstverständlich sofort die Klage bis zur Rückkehr des im Felde stehenden Ehemanns ausgesetzt werden müssen. Nun hat Herr Schmidt zu seiner Rechtfertigung uns einen vom 23. Oktober da- tierlen Brief der Frau des Hauseigentümers vorgelegt. Darin teilt sie ihm mit. soeben sei jene Mieterin bei ihr gewesen und habe ihr etwas vorgeweint, weil er sie verklagt habe.„Ich habe ihr aber", fäbrt sie fort,„gesagt, daß Sie über alle HauSangelegenheiten vollständig freie Verfügung hätten und ich mit dem Hause nichts zu tun haben möchte. Bitte, handeln Sie fo. wie Sie es für richtig halten". Gegenüber diesem Brief bleibt die auf Exmission verklagte Krieger- frau dabei, die Hauswirtin habe das Vorgehen des Verwalters scharf mißbilligt, einen Austrag zur Klagerücknahme in Aussicht gestellt und schließlich ihr noch ein Geldgeschenk eingehändigt. Wir hatten uns wirklich gefreut, hier einmal eine Hauswirtin loben zu können. Jetzt sollen wir durch diesen Brief, der allerdings sonderbar klingt, uns die Freude verderben lassen? Hat die Wirtin vielleicht nur sagen wollen, daß der Verwalter, der ja von dem gleichfalls im Felde stehenden Hauseigentümer weiteste Vollmacht hat, da« Rechte tun solle und werde? Der Mann der verklagten Mieterin hat auf die Nachricht von dem Vorgehen des Verwalters sich in zwei nach Hause gesandten Briefen mit erregten Worten geäußert. Von dem Hauseigentümer nimmt er an, daß dieser, wenn ihm die Sache vorgetragen werden könnte, dem Verwalter nicht recht geben würde. Unseres Erachtens hätten beide Hausverwalter besser getan, uns nicht zu veranlassen, daß wir unS nochmals mit ihnen beschäftigten. Zeugen gesucht. Diejenigen Personen, die gesehen haben, wie in der Nacht vom 26. zum 27. Oktober eine �eitungShändlerin von einem Privatautomobil vor dem BierhauS Siechen am Potsdamer Platz überfahren wurde, werden gebeten, ihre Adressen an Frau Elisabeth Jaenicke, Bernauer Str. 48, abzugeben. Tie Fr seurgeschäfte in Köpenick werden vom 2. Rovetnber ab nach einem Bes-dlussc der freien Vereinigung, der Innung sowie der keiner Korporation angehörenden Friseure um 8 Uhr geschlossen. Wie uns mitgeteilt wird, ist der Beicbluß gefaßt worden, um in der gegen- wältigen schlechten Zeit die Unkosten für Licht und Feuerung zu er- sparen._ Soziales. Eine mißglückte Schiebung. Von dem Kaufmann Heymann, als den Mitinhaber des Rechts- und DetektivbureauZ„Rechtswissenschaftliche Bereinigung", Oranienburger Straße, forderte eine Schreibdame gestern vor dem Gewerbegericht rückständiges Gehalt für Juli und August, in Summa 89 Mark. Der Beklagte bestritt, der richtige Beklagte zu sein und behaup. tete, ein gewisser Neisser, der jetzt im Felde steht, sei Arbeitgeber gewesen. Heymann mutzte zugeben, daß Neisser lediglich seine Kenntnisse dem Geschäft„eingebracht" habe. Er selbst aber hätte nur dem Neisser das erforderliche Kapital verschafft. Gcldgeberin sei seine Schwester. Für die Geldbeschaffung hat er sich die Hälfte des Reingewinnes zusichern lassen. Auf Heymanns Rainen war das Telephon angemeldet. Er führte auch die Bücher sowohl wie die Kassengeschäfte. Eine polizeiliche Anmeldung des Gewerbe- betriebes lag nicht vor, so daß also auch hieraus über die Inhaber- schaft nichts festgestellt werden konnte. Das Gericht sah aus diesen Umständen eine Mithaftung beS Beklagten Heymann für vorliegend an und verurteilte ihn zur Zahlung. Gerichtszeitung. Postunterschleife. Gegen jugendliche Postaushelfer richten sich mehrere zur- zeit bei den Moabiter Gerichten schwebende Strafverfahren. Arn gestrigen Tage hatten sich allein vor der 1. Strafkammer des Landgerichts III zwei derartige ungetreue Posthilfs- beamte zu verantworten. In dem ersten Falle handelte es sich um den PostauShelser Leo Montewski, der bei dem Postamt ö in Charlottenburg beschäftigt gewesen war. Der Angeklagte hatte den Auftrag erhalten, eine Anzahl Briefe nach dem Postamt 2 in Charlottenbnrg zu überführen. Unterwegs eignete er sich einen an die Montanwerke gerichteten Brief, der einen Scheck auf die Deutsche Bank über 599 Mark cnt- hielt/ an. Er veranlatztc dann einen Bekannten, namens Roman Block, den Scheck bei der Bank einzuziehen. Dieser erhielt auch das Geld ausbezahlt und bekam dann von dem Angeklagten einen Teil des erbeuteten Geldes als Belohnung. Nur durch den Um- stand, daß Block bei der Bank mit seinem richtige» Namen quittiert hatte,' kam das Pergehen des Angeklagten zur Entdeckung.— Mit Rücksicht auf den groben Vertrauensbruch erkannte die Straf- kammer auf» Monate Gefängnis und Aberkennung de? Rechts zur Bekleidung öffentlicher Aemter.. In dam zweiten Falle handelte es sich um den Postaushelfer Paul Bettac aus Pankow.— Eines Tages fand das Dienstmädchen des AmtsgerichtsratS Joete in Pankow in dem Vorgarten des Grundstücks Berliner Straße 125 eine Unmenge zerrissener Briefe und Postkarten mit verschiedenen Adressen. Der AmtLgerichtSrat setzte die einzelnen Schnitzel zusammen und handigte die Sachen der Postbehörde aus, da er zu der Ueberzeuguug kam, daß eS sick' Ae«mtwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den hier um widerrechtlich beiseitegeschaffte Briefschaften handelte. Die Postbehörde stellte fest, daß es sich um Briese aus dem Bestellbezirk des Angeklagten handelte, der sie offenbar aus Bequemlichkeit weg- geworfen hatte, um nicht erst die Treppen steigen zu müssen. DaS Gericht kam zu einer Freisprechung, da es den Sachverhalt nicht für genügend aufgeklärt erachtete._ Ein Gaunerstreich. Einen Betrugsversuch an einem Postschalter hat der Händler Theodor Sprung unternommen, der dieserhalb vor der 3. Straf- kaimner sich zu verantworten hatte. Ein Kaufmann B. hatte bei der Postanstalt auf eine Postanweisung die Summe von 175 Mk. eingezahlt, die für eine auswärts wohnende Filialleitcrin bestimmt war. Herr B. hatte den als Bescheinigung für die erfolgte Ein- zahlung dienenden Teil der Anweisung verloren und dieser war von dem Angeklagten gefunden worden. Im Handumdrehen machte sich der letztere einen Plan zur Verwertung dieses Fundes zurecht und führte ihn in folgender Weise aus: Er erschien schleunigst an dem Postschaltcr und trat dort unter Vorweisung der Empfangs- quittung als der Einzahler des Postanwcisungsbetrages aus. Er ersuchte den Schalterbeamten, ihm doch die Anweisung selbst noch einmal vorzulegen, da er vergessen habe, eine für die Empfängerin wichtige erläuternde Bemerkung aufzuschreiben. Die Anweisung wurde auch wirklich zu dem angebenen Zweck nochmals hervorgeholt und der Angeklagte versah sie mit der Bemerkung, daß die Empfän- gerin den Betrag sofort an die Adresse deS Angeklagten senden solle. Damit verließ der Angeklagte das Postamt. Bald darauf erschien dort ein Angestellter des Herrn B. und teilte den Verlust des OuittungsabschnitteS mit, um auf diese Weise einer etwaigen miß- bräuchlichen Benutzung vorzubeugen. Zu seinem Erstaunen konnte ihm nur die Mitteilung werden, daß inzwischen eine solche schon in Szene gesetzt worden wäre. Es wurde dann seitens des Herrn B. eine neue Postanweisung in der Form eines Duplikats aus- geschrieben und an die Filialleiterin abgeschickt, die erste aber zurückbehalten und zu weiteren Nachforschungen nach der Person des Angeklagten benutzt, dessen Ermittelung keine großen Schwierig- ketten machte. DaS Schöffengericht hatte diesen verschmitzten Gaunerstreich mit der sehr milden Strafe von einem: Monat Ge- fängnis geahndet. Hiergegen legte der Angeklagte noch Berufung ein und versuchte, dem Gerichtshof zum Beweise seiner Unschuld ein überaus törichtes Märchen aufzubinden, mit dem Erfolge, daß der Gerichtshof sein lebhaftes Bedauern darüber aussprach, daß nicht auch der Amtsanwalt Berufung eingelegt hatte. Da der Angeklagte ein vielfach, auch mit Zuchthaus vorbestrafter Mensch ist, würde er in diesem Falle wahrscheinlich aufs neue ins Zuchthaus gewandert sein. Die Berufung wurde verworfen. Berkauf in Markthalle». Ter Fleischermeister Hänel sollte§ 3d der Markt-Polizei- Verordnung für die Berliner städtischen Markthallen vom 25. Ok- tobe 1912 übertreten haben. Darin wird bestimint, daß vor Beginn und Schluß der vorgeschriebenen Geschäftszeit in den Markthallen nichts verkaust werden darf. H. hatte vor Schluß der Verkaufs- zeit einem Verwandten Fleisch verkauft und eingepackt, es aber gestattet, daß das Fleisch in seinem Stand liegen blieb. Hier holte es der Käufer am nächsten Tage vor Beginn der Geschäftszeit ab. Das sah die Behörde als eine Ucbertretung der zitierten Be- stimmung an. Das Kammergericht als letzte Instanz nahm jetzt in lieber- einstrmmung mit dem Landgericht keine llebertretung der Vorschrift an und billigte die Freisprechung des Angeklagten. Zur Begründung wurde ausgeführt: Es möge zugegeben werden, daß auch die lieber- gäbe der Ware noch als ein Teil des Verkaufs, angesehen werden könne. Hier sei aber die Uebergabe der verpackten Ware bereits am Verkaufstage rechtzeitig erfolgt. Es sei dann ein neuer Ver- trag abgeschlossen worden zwischen dem Angeklagten und dem Käufer, dahingehend, daß Angeklagter die Ware bis zum nächsten Tage aufheben sollte. Wenn sie der Käufer dann am anderen Tage abholte, könne darin ein Teil der Verkaufshandlung nicht mehr gefunden werden. Der Angeklagte könne darum nicht ver- urteilt werden, obwohl das Abholen der Ware vor dem Beginn der Geschäftszeit erfolgte. /Ins Industrie und Handel. Die Arbeitslosigkeit im ersten Kriegsvierteljahr. Man durfte mit Spannung dem ersten in die KriegSzeit fallenden VicrteljahrSbericht de« Kais. Stat. Amtes über die Arbeits- lostgkeit in deutschen Fachverbänden entgegensehen, der einen Auf- schlutz über den tatsächlichen Umfang der allgemeinen Arbeitsstockung geben würde. Freilich ist dieser Aufschluß auch kein umfassender, da von den 52 der Berichterstattung angeschlossenen Verbänden nur 18 Nachweise eingeschickt haben. Diese Nachlveise beziehen sich aus 1 919 283 Mitglieder, während beispielsweise im vorletzten Quartal über 2 182 622 Mitglieder berichtet wurde. ES waren von diesen Mitgliedern am Schlüsse der letzten OuartalSwoche 161 164 als arbeitslos am Orte und auf der Reise gemeldet worden, das sind 16 Proz. DaS vorletzte Vierteljahr schloß mit einem Prozentsatz an Arbeitslosen von 2,5. Die Steigerung ist also groß. Immerhin bedeutet der Ende September festgestellte Satz schon ein Nachlassen der Arbeitslosigkeit, die Ende August sogar die Höbe von 22,4 Proz. erreicht hatte. Mit Ausnahme des Gutenbergbundes, bei de», die Arbeitslosigkeit noch um ein geringes, nämlich von 28,0 auf 29,4 Proz. stieg, machte sich bei ollen übrigen für die beiden Monate vetgleichbaren Verbänden ein Rückgang bemerkbar. Beachtenswert ist, daß der Prozentsatz der arbeitslosen w e i b- kicken Mitglieder, der sonst stets hinter dem der männlichen zurückbleibt, diesmal 29.9 gegen 15.2 Proz. beträgt. EL erklärt sich dies natürlich dadurch, daß von den mannlichen Mitgliedern eben ein großer Teil im Kriege ist und dadurch die Zahl der Arbeitslosen vermindert. Nur bei den Transportarbeitern und den Textil- arbeitern ist der Prozentsatz der weiblichen Arbeitslosen kleiner als der der männlichen. Die höchsten Arbeitslosensätze wiesen auf Ende Sep- August tember Bildhauer(Gewerksch.)...... 56,2 48,5 Hutmachcr(Gewerksch.)..... 62,2 46,3 Porzellanarbeiter(Gewerksch.)... 54,9 41,8 Glasarbeiter(Gewerksch.)..... 49,7 41,6 Buchdrucker(Gewerksch.)..... 41,2 83,2 Senefelder-Bund(Gewerksch.)... 54,8 31.7 Umgekehrt hatten die niedrigsten Arbeitslosenziffern an beiden Stichtagen: Gemeinde- u. Staatsarb.(Gewerksch.) 1,8 1,1 Notenstecher(Gewerksch.)..... 12,8 1,1 Brauerei- u. Mühlenarb.(Gewerksch.) 1,7 1.6 Kupferschmiede(Gewerksch.).... 4,9 2.7 Kürschner(Gewerksch.)...... 18,3 8,1 Schuhmacher und Lederarb.(H.-D.). 13,2 5,4 Endlich seien noch die Arbeitslosenziffern unserer größten Ge- werkschaiten genannt: Bauarbeiter(296 375 Mitglieder).. 16.4 11,4 Fabrikarbeiter(151 892 Mitglieder). 16,3 11,2 Transportarbeiter(142 643 Mitglieder) 19,8 8,6 Holzarbeiter(184 313 Mitglieder).. 33,0 26,8 Textilarbeiter(116 283 Mitglieder). 28,2 17,1 Der Bergarbeiterverband und der Metallarbeiterverband habe» nicht zur Statistik berichtet. Bei ersterein ist überhaupt keine Ar- beitSlosigkeit vorhanden., während die Metallarbeiter mit ziemlich hohen Ziffern von Erwerbslosen zu rechnen haben._ Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u.PerIag:Vorwärt» Jedenfalls zeigen die amtlichen Veröffentlichungen zur Genüge. wie notwendig ein weiteres Eingreifen der Gesamiheii zur Linderung der Arbeitslosigkeit und der dadurch hervorgerufenen Not ist. Kleine Nachrichten. „Patriotischer Klimbim"« Im„Hamburger Fremdenblatt" war neulich zu lesen: „Kam da neulich ein junger Offizier in ein Berliner Cafö, und als er den Mantel ablegte, wurde daS Eiserne Kreuz auf seiner Brust sichtbar. Sofort brach die Musik ab und begann daS„Deulsch- land, Deutschland, über alles". Man sieht ordenilich, wie die ganze Besatzung, vom Kapellmeister bis zum Pikkolo, jeden einttelenden Soldaten belauert, damit der patriotische Trick ja auch gelingt. Der junge Offizier hatte aber kaum begriffen, als er auch schon den Mantel wieder umwarf und das Lokal verließ.„Wir haben", so äußerte er zu einem Freunde,„ein einzigmal im Felde das Lied gesungen, noch einer großen blutigen Schlacht, da standen uns allen die Tränen in den Augen— da steht einem solch patriotischer Kaffeehaus-Klimbin nickt mebr an!" Der Würde der Zeit ist jenes Heldentum, das sich durch besonderes Lärmen hervortut, tatsächlich wenig angemessen. Profcfforenstil. Im„Berliner Tageblatt" läßt sich Herr Prof. Dr. Werner S o m b a r t des längeren über die Weltlage aus. Dabei liest man: „... Ich persönlich empfinde daS„Königreich" Montenegro als einen schlechten Witz der Weltgeschichte. Belgien be- trachte ich als eine Mißgeburt der Politik und die belgische .Nationalität" hat für mich einen leisen Anflug von Komik. Im übr gen können einem die Leute leidtun. Serben und Japaner lösen eher ein Gefühl des Widerwillens und Ab- s ch e u§ aus. und ich komme von dem Gedanken nicht los. daß man ehrliche Waffen beschmutzt, wenn man mit solchen Völkern ficht. Die Seiben kennen wir ja nur als Mausefallenbändler und Studenten und dann aus ihrer unsagbar schmutzigeu Regentengeschichte. Die Japaner, mit denen man ja als akademi- scher Lehrer nur allzu oft zu tun hat. habe ich schon vor dem Kriege nie eigentlich als Menschen, sondern immer nur alS außerordentlich gelehrige Halbaffen angesehen. Ein eigentlich menschliches Gefühl ihnen gegenüber loird man schwer ausbringen können. Auch ganz gewiß keinen Haß. Man„haßt" doch auch den Köter nicht, der einem auf der Straße in die Waden fährt, sondern begnügt sich damit, ihn zu verprügeln...." Allerdings erklärt selbst die Redaktion des„Verl. Tagebl.", day sie mit vielen Ausführungen des Herrn Professor Sombart nicht einverstanden sei._ parteiveranftaltungen. Frauenverfammlungen. Sechster Wahlkreis. Heute Dienstag, abends 8V2 Uhr. finden zwei öffentliche Frauenversammlungen in folgenden Lokalen statt: Mila° Säle, Schönhauser Allee IM, und Pharus-Säle, Müllerstr. 142. Zum Vortrage gelangt:„Wer Hilst den Frauen der Krieger und der Arbeitslosen?" Rc- ferenttnnen sind die Genossinnen Luise Zietz und Klara Wehl- Mariendorf. Ter zweite Vortrag des Geirossen Dmicker findci heute DieuStag, pünktlich'Ifi Uhr, bei Benscheck, Chaussceftr 27, statt. Potsdam. In der Wabwer-mSversammlung am Mittwoch spricht Genosse Dr. Karl Liebknecht über„Die deutsche Schwerindustrie und der Krieg"._ Briefkasten üer Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet jür Abonnenten Liudenftr. 3. IV. Hvl rechts, parterre, am Montag bis Freilag von 3 bis 6 llbr, aw Soimabend von ö bis 6 U»r statt. Jeder für den Bri es käste»he. stimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen bo- zufügen. Briesliche Antwort wird nicht ettellt. Ansrage», denen leim Abonnementsquitlung beigefügt ist, werden nicht beantwortet.�&W Fragen trage mau in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstuar und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. O. F, ISS. Stellen Sie einen Antrag aus Extraunterstützung bei dtt zuständigen Steuerkasse.— R. S. 6. 1. Die Ausnahme erfolgt dum Ueberweisung durch den zuständigen Armcnvorsteher, wenn Hilssbedürstigtt« vorliegt: Ehepaare können gemeinsam dort ivohnen.— M.®. L»; 2ie können lediglich um weitere llnlerstützung tw kommen den Wirt dadurch, daß Sie überhaupl keine Miete zahlen, da nichts»achlassen will, zu einem endlichen Rachlaß veranlasse»- Eine Klage aus Exmission gegen Sie würde keinen Erfolg habe»- R. G. 18. Die Iran erhält 499 M. Witwenrente von dem aus de» Tod des Verstorbenen folgenden Tag an und lk8M. für jedes der beiden Kindtt jährlich.— H. P. 39. 1. Bruchanlage und herzleidend. Landsturmpstich«� 2. und 3. Da ist nichts vorauszusagen.— Döring 23. Wegen Unlerleibsleijje» werden Sie voraussichtlich nicht mehr herangezogen werden.— E. D. 19"' Die Sachen könnte der Mann verkaufen. Der Ehemann hat aber»>' Pflicht, die Frau unter allen Umständen zu alimentieren. DaS Erbteil Frau kann er keineswegs verkürzen. Ob die Frau au den Vertrag s's bnnden ist, hängt von dem Inhalt dcS Vertrages' selbst ab, der uns in? bekannt ist.— K. M. 3>. 1. Wegen Nervenleiden untauglich, 2. Nc)»- — 31. M. 1908. 1. und 2. Die Ehe ist gültig. Die Küider sind cheli®. —�i4inrf 9 00 4 00? Champignons 50 kg 10,90—25,00; Kürbis 50 kg 1,00-3,90. bff WetterauSsichte» für das mittlere Rorddeutschland ivtittwochmittaa: Im Binnenlande»ielsach heiter, nur zeitweise ncvc>- An der Küste noch meist bewöltt, am Tage überall mild, nirgends tf9 lichc Niederschläge,_____ Buckoruckerei u. VerlagSanstolt Paul Ginger u. Co.. Berlin I l