Ar. 310.-81. Jahrg. HOonnementS'ßedlngunaeti: BlonntmenU• Stet« rränumeranSai StetlcljäfjtL 330 Mk. monail. 1,10 Mk, wöchenttich 26 Pfg. frei in« Hau«. Oinjelne Nummer 5 Pfg, Tonnlag». mimmet mil iDuflrlertet Sonntag«. Beilage ,Xie Neue Seit* 10 Sfi« 7 Uhr abend« geöffnet. Telegramm- Rdreffe: »ZoÄIIäfMoiifZI Iwlill". Zentvalorgzn der fozialdemoltratifcbeii Partei Deutfchlands. Neüaktion: EW. 68, Linüenstraße Z. Fernsprecher: Ami Moritzpla«, Nr. ISt 90—151 97. Donnerstag, den 12. November 1914. Expedition: EW. 68, Anüenstraße Z. Fernsprecher: Amt Moritzplnh. Nr. 15190—15197. WM MW 9Me m der MWsl. Die„€mden" und„Königsberg" von den feinden geitelit.— Przemyfl wieder von den Ruifen bedroht. DlC ßtlCttölftttC! Die Melöung öes Großen Hauptquartiers &&*' Amtlich. Großes Hauptquartier, 11. Nooem- rr. B.)" In Westflandern und den angrenzenden französischen LandcSteilen find nach der letzten Meldung des Großen HauptquartiersErfolge errungen worden. Dix- m u i d e n, einer der umstrittensten Schlüsfelpunkte deS mit so gewaltigen Blutströmen gedüngten Bser-Abschnittes, ist von den Deutschen erstürmt worden. Westlich von Langemark— also etwa 1K Kilometer südlich von Dixmuiden— erstürmten„junge Regimenter", also Verstärkungstruppen der Reservcformationcn, die erste Linie der feindlichen Stellungen, wobei sie 2(XX) Mann französischer Linieninfanterie gefangen nahmen. Auch südlich von Apern und bei Armcntieres errangen die deutschen Truppen Erfolge. Bei all diesen Gefechten auf dem westlichsten Teile des Kriegsschauplatzes wurden 21 Maschinengewehre und 3500 Gefangene erbeutet. Der französiich-englische Optimismus, der bereits von einer gewissen Ermattung der deutschen Vorstöße gegen Calais und Dünkirchen gerichteten Offensive zu sprechen wagte, wird also angesichts solcher Erfolge verstummen müssen. Auf der anderen Seite wird sich natürlich auch in Deutschland niemand einbilden, daß damit schon der gegnerische Widerstand gebrochen sei. Stehen doch unseren Streitmächten in West- flandern und Nordwest-Frankretch sicher mehrere hunderttausend Mann französischer, belgischer und britischer Truppen gegenüber, die zweifellos ihre äußerste Energie einsetzen werden, um den deutschen Vorstoß gegen die nordfranzösische Äanalküste zu verhindern. Nur das Höchstmaß von Zähigkeit und andauernder Offcnsivkrast vermag hier Zug um Zug das furchtbare Ringen zu entscheiden. Ein bedauerlicher, wenn auch für die Kriegführung selbst völlig unerheblicher Verlust ist die Vernichtung der„Emden" und die Einschließung der„Königsberg". Diese beiden Kreuzer sind nach langen erfolgreichen Kreuzfahrten das Opfer des Angriffs überlegener maritimer Streitkräfte des Gegners ge- worden. Sic hatten durch das Erbeuten zahlloser Prisen keine geringe Aufregung unter der englischen Handelsschiffahrt angerichtet und an Scebeute das Vielfache ihres eigenen Schiffswertes aufgebracht. Daß sie schließlich ihren zahl- reichen Verfolgern erliegen mußten, war vorauszusehen. Noch ist deshalb der englische Handel nicht von dem Alb befreit. denn noch schwimmt eine Anzahl großer und kleiner deutscher Kreuzer auf den Meeren, die. wie der kühne Streich an der chilenischen Küste beweist, dem Feinde noch schweren Schaden zuzufügen vermag. Im Gegensatz zu der Meldung von dem Fortschreiten unserer Truppen steht die amtliche österreichische Meldung, daß die wichtige Festung P r z e m y s l wiederum der russischen Einschließung preisgegeben werden mußte und daß die russischen Truppen die vorher von den Oesterrcichern gehaltene Sanlinie in breiter Front überschritten haben und ftellemveisc bereits um 100 Kilometer in dem westlichen Galizicn Vorgerückt sind. Für den aufmerksamen Beobachter der strategischen Be- wcgungen auf dem polnischen und galizischen Kriegsschauplatz bedeutet freilich auch diese Meldung keinerlei Ucberraschung. Der Räumung der nördlichen Weichsellinic war ja vor einiger Zeit auch die Räumung der Lvsa-Gora gefolgt, so daß sich die ösrerreicpische San-Linie nunmehr von einem russischen Front- angriff vom Norden her bedroht sah. Die österreichischen Truppen lösten sich deshalb in Galizion rechtzeitig vom Feinde, um tveiter westwärts, also vor Krakau, neue Stellungen ein- zunehmen. Ans dieser neuen Schlacbtlinie der deutschen und österreichischen Truppen, die sich östlich der Grenze Posens, Schlesiens und dura, das westliche Galizien hinzieht, wird nun vermutlich abermats der Kampf entbrennen. Diese strategische Nettgnipp erung bedeutet jedenfalls eine wesentliche Erleichte- rung des Etappen- und Verpflegnngsdieiistcs für die deutsch- östet reichlichen Armee». Wichtig wird e» für die Oesterreichcr sein, die Karpathen- päfse derart zu sichern, daß weder von Galizien, noch von der zurzeit erfolgreich behaupteten Bukowina her ein starker russi- fMer Durchbruch nach Ungarn erfolgen kann. Die erneut der russischen Belagerung ausgesetzte Festung Przemysl ist vor der RückwärtSbcwegung der österreichischen Truppen nach Meldungen der Kriegskorrespondentrn reichlich verproviantiert und mit neuen Befestigungsanlagen versehen worden, so daß sie hoffentlich die Angriffe der Russen auch diesmal ebenso erfolgreich abzuwehren vermag wie bei der ersten Belagerung. der, vormittags.(W. T. B.) Am Tser-Ab- schnitte machten wir gestern gute Fort chritte. Dixmuiden wurde erstürmt, mehr als 599 Gefangene und 9 Maschinengewehre fielen in unsere Hände.— Weiter südlich drangen unsere Truppen über den Kanal vor. Westlich Langemarck brachen junge Regimenter unter dem Gesänge..Deutschland, Deutschland über alles" gegen die erste Linie der feindlichen Stellungen vor und nahmen sie. Etwa 2999 Mann französischer Linien-Infanterie wurden gefangen und 6 Maschinengewehre erbeulet. Südlich Vpern vertrieben wir den Gegner aus St. Elvi, um das mehrere Tage erbittert gekämpft worden ist. Etwa 1999 Gefangene und 6 Maschinengewehre gingen dort in unseren Besitz über. Trotz mehrfacher heftiger Gegenangriffe der Engländer blieben die beherrschenden Höhen nördlich Armentieres in unserer Hand. Südwestlich Lille kam unser Angriff vorwärts. Große Verluste erlitten die Franzosen bei dem Versuch, die beherrschende Höhe nördlich Vienne le Chaleau am Westrand der Argonnen zurückzuerobern. Auch im Argonnenwalde sowie nordöstlich und südlich Verdun wurden fran- zösische Vorstöße überall zurückgeworfen. Vom östlichen Kriegsschauplatz liegen keine Nachrichten von Bedeutung vor. Oberste Heeresleitung. feindliche Mslänöer" in England. Unser Londoner Korrespondent, der sich bis vor wenigen Tagen in England aufgehauen hat. schreibt uns zu diesem Thema: � Ten Zehntauscnden von ahnungslosen Deutschen, Oester- reichern und Ungarn, die vom Strudel des Krieges in England erfaßt wurden und sich plötzlich als».Feinde" im„Feindesland" fanden, wird es ein Trost und eiae Ermutigung in schwerer Zeit sein, wenn sie erfahren, daß Nirm sich in der Heimat ernst- hast um ihre Lage Limmert, sich nach Möglichkeit ihrer an- nimmt und sie nicht völlig hilf- und schutzlos ihrem Schicksal überläßt. Daß die Aufrollung dieser Frage zu einer Wechsel- seitigen Preßkampagnc geführt hat, bei der hüben und drüben vielfach stark übertrieben und damit die Leidensckwsten in UN- nötiger Weise aufgepeitscht werden, ist ein Uebel, daS unter den gegenwärtigen Umständen leider nicht überraschen kann. Es wird vielleicht zur Klärung beitragen, wenn wir über die Lage der„feindlichen Ausländer" in England, so wie sie uns aus eigener Erfahrung und Anschauung bekannt ist. ohne Be- schönigung, aber auch ohne Uebtertreibimg oder Leidenschast- lichkeit berichten. Gleich nach dein Ausbruch des Krieges wurde mittels neuer Gesetze und Verordnungen, die die Regierung mit fast unbegrenzten Vollmachten für waiterc Maßnahmen aus- statteten, die Bewegungsfreiheit dar„feindlichen Ausländer" (slian enexnieK) eingeengt. Jeder Deutsche, Oesterreichcr und Ungar mußte sich persönlich im Polizeirevier einfinden, dort seine Wohnung, Nastonale und Familienverhältnisse an- geben und zumindest zwei Photographien abgeben, wovon eine auf die ihm fürderhin als Legitimation dienende„Registra- tionskarte" geklebt wurde, während die andere bei der Polizei zurückblieb. In manchen Fällen wurden auch Fingerabdrückc genommen. Vernünftige Ausländer beklagten sich darüber nicht, wenn es auch vielen, die längere Zeit in England, wo es sonst bekanntlich keinerlei Anmeldewcsen gibt und man nie mit der Polizei in Berührung kommt, lästig genug war. Aber zugleich wurde man anderen Rechtsnachteilen unterworfen. Man mußte die Erklärung abgeben, daß man keine Feuer- Waffen, keinen drahtlosen Telegraphenapparat, Hein Auto Der Kriegsschanplat« in Galizien. Vertus. Belgische Völkerrechtsverletzung. oder Motorrad, feine Brieftauben und feinen photographi.| tärpflichtigen Alter. Der Anfang wurde mit den arbeitslosen| Offiziere mehr. Die Bewaffnung, Ausrüstung und Verpflegung der ichen Apparat besaß. Ferner wurde es allen feindlichen Aus- oder in Not befindlichen jungen Beuten gemacht damit Deutschen seien nicht mehr ersten Ranges. Der deutsche Generalstab ländern bei Strafe von bis zu 6 Monaten Zuchthaus ver- feine bösen Gedanken in ihre Köpfe stiegen. Eine große habe das belgische Invasioneheer sorgfältig organisiert, welches die boten, sich ohne besondere schriftliche Erlaubnis( permit) Menge, die sich vor dem Unterstützungsverein für notleidende Franzosen endgültig besiegen und dann gegen die Russen geworfen weiter als 5 Meilen( 8 Kilometer) von ihrer registrierten Ausländer versammelt hatte, wurde einmal von der Polizei werden soll. Aber es ist nicht auf so lange und erbitterte Kämpfe Wohnung zu entfernen. Adressenänderungen mußten am überrascht, die sogleich etwa 200 Männer mitnahm. In den vorbereitet gewesen. Eine offizielle Note rühmt den Wert der franTage des Umzugs bei der Polizei angemeldet werden. Da- Emigrantenvierteln wurden ahnungslose junge Leute oft vom zöfifchen Flieger, deren Taten nicht aufgezählt werden könnten. Sie neben gab es auch eine Anzahl berbotener Gebiete"( pro- Schußmann auf der Straße angesprochen: Welcher Natio- hätten mehrere glänzende Informationen über die Bewegung des hibited areas), wie strategisch wichtige Hafenpläße, in denen nalität sind Sie?- Deutscher. Was ist ihr Beruf? Feindes, den Zugverkehr und Marschkolonnen gebracht. Sie beschießen sich feindliche Ausländer überhaupt nicht aufhalten durften. Schneider. Wo arbeiten Sie?- Augenblicklich nirgends. die feindlichen Truppenansammlungen, Fahrzeuge und den GeneralZuwiderhandlungen wurden mit Zuchthaus bis zu 6 Monaten Kommen Sie mit! Gleichzeitig ließ die Polizei es sich stab und säubern den Horizont von„ Tauben". bedroht.. Von der Fünfmeilengrenze" wurden naturgemäß angelegen sein, dafür zu sorgen, daß möglichst viele feindliche Ritterliche Kriegführung. die Bewohner Londons und anderer Großstädte mit ihren Ausländer arbeitslos seien. Sie ging bei Unternehmern und großen Entfernungen am empfindlichsten getroffen. Wer in Geschäftsleuten von Haus zu Haus und ersuchte sie, alle bei Der Feldunterarzt Dr. Schiller von der 2. Sanitätskompagnie der City beschäftigt war und in den Vorstädten wohnte, mußte ihnen beschäftigten Deutschen, Desterreicher und Ungarn zu des XII. Armeekorps war am 10. September in Lenharrée in Ge erst ein polizeiliches Permit"- das zumeist auf 14 Tage entlassen. In den meisten Fällen wurde diesem Ersuchen fangenschaft geraten. Die französischen Offiziere und Mannschaften, lautete und dann erneuert werden mußte- erlangen, um zur natürlich prompt Folge geleistet. Ich vermute, daß die Polizei in deren Gewalt er sich befand, haben ihm eine durchaus gerechte Arbeit zu gehen, wenn er sich nicht der Gefahr einer Bucht- damit hauptsächlich bezweckte, daß keine ernsten Betriebsstör- annahm. Auch gegen die deutschen Verwundeten benahmen sich die hausstrafe aussehen wollte. Das Gesetz wurde besonders in ungen und Unternehmerklagen auftauchen sollten, wenn die Franzosen zuvorkommend. Dieses Verhalten der französischen Truppe den ersten Wochen mit der größten Strenge gehandhabt, um Zeit für die Massenverhaftungen gekommen sein würde. wurde seitens der deutschen Behörden durch die Gegenmaßnahme den Feinden" zu zeigen, daß mit den Vorschriften nicht zu Dann jetzte die bodenlos gemeine und niederträchtige anerkannt, daß das zurückgehaltene Personal der französischen„ Amscherzen sei. Wer es versäumt hatte, sich bei der Polizei an- Seße der Schmukpresse ein, derer sich anständige Eng- bulance 13" ohne Rücksicht auf Entbehrlichkeit sogleich über Gent zumelden, wer ohne Anmeldung seinen Wohnplag änderte länder im innersten schämen. Bis auf den heutigen Tag nach Frankreich zurückgeschickt wurde, mit besonderem Hinweis auf oder ohne Permit die Fünfmeilengrenze überschritt, wurde, das kann ich aus einer jahrelangen intimen Kenntnis des das gute Verhalten der Ambulance gegen unsere Verwundeten in wenn er erfaßt wurde, unbarmherzig ins Zuchthaus geschickt. englischen Volfes und einem weiten persönlichen Bekannten. Es wäre nur zu wünschen, daß diese Art der Behandlung von Die Vorschriften in bezug auf die Fünfmeilengrenze waren freise mit der größten Zuversicht behaupten- gibt es im Sanitätspersonal, Berwundeten und Gefangenen bei allen Striegzudem etwas unbestimmt, zweifelhafte Bunfte mußte der englischen Volfe kein Gefühl des Hasses gegen das deutsche, führenden selbstverständliche Regel wäre. Ausländer für sich selber auslegen, freilich auf eigene Gefahr geschweige denn gegen das österreichische oder ungarische Volk. und mit dem sicheren Bewußtsein, daß er, wenn er unversehens Man ist überzeugt, daß Deutchland diesen Krieg zum Zwecke strauchelte, auf feine Sympathie beim Gericht rechen konnte. der Machterweiterung heraufbeschworen hat, aber man macht So befand sich beispielsweise das British Museum ungefähr Unterschiede, die die englische imperialistische Bresse für innerhalb der Fünfmeilengrenze von meiner Wohnung, aber nicht ungefährlich hält und deshalb mit allen Mitteln zu ich hielt es doch für ratsam, ein Permit zu verlangen, um es untergraben sucht. Diesen Haß aber wollte die Schußpresse besuchen zu können, und dieses Permit mußte ich 14täglich mit aller Kraft wecken und schüren, unter anderem weil man erneuern lassen. Ich muß gestehen, daß ich es für ratiam damit eine der Refrutenwerbung günstigere AtmoEs kam die unsinnige hielt, vor jeder Erneuerung die nötigen Anstalten zu Hause zu sphäre schaffen zu können glaubte. treffen für den Fall, daß ich aus dem Polizeiamt nicht mehr Spionenhe be, insbesondere gegen deutsche Kellner, Barzurückfehfen sollte. Auch hütete ich mich wohl, ohne beson- biere usw. Dann folgte die Heze gegen die bessergestellten deren Permit oder ohne zwingenden Grund auch nur hundert Feinde", und zwar sowohl eigentliche wie naturalisierte, Schritte jenseits des British Museum zu wandeln. Oft genug wohinter sich vielfach nur allzu durchsichtig niedrige persönliche habe ich auch mit feindlichen" Leidensgenossen, die mehr als Intrigen verbargen. Eine Zeitlang leistete die Regierung 5 Meilen von mir entfernt wohnten, auf halbem Wege eine Widerstand, weswegen der Minister des Innern McKenna Zusammenkunft arrangieren müssen, wenn wir etwas zu be- maßlos angegriffen und beinahe von Amite verjagt wurde. sprechen hatten. Aber die Hezer triumphierten endlich: die Polizei erhielt Unbequent und lästig wie diese Vorschriften waren, waren Order, alle int waffenfähigen Alter stehenden feindlichen sie doch immerhin erträglich, und vernünftige Ausländer Ausländer zu verhaften und nach den Konzentrationslagern fanden sich, wie gesagt, mit ihnen ab, denn man mußte den zu bringen. Diese Maßregel ist aber bis heute noch nicht englischen Behörden zugestehen, daß fie nach Mitteln suchen vollständig durchgeführt und das ist vielleicht daz müßten, die feindlichen Ausländer nach Möglichkeit unter schlimmste! Die peinigende Ungewißheit, das Gefühl, vogelihrer Kontrolle zu halten, was bei den englischen Verhält- frei, völlig hilf- und schutzlos zu sein, von Tag zu Tag und nissen feine leichte Sache ist. Wenn man darunter mehr als von Shinde zu Stunde die Festnahme erwarten zu müssen, notwendig schien, leiden mußte, so tröstete man sich eben da- ein gehezter Paria zu sein, das ist unerträglich und nervenmit, daß die englischen Behörden die Polizeiwirtschaft nicht zerrüttend und bringt unsägliches Leid über zahllose unschulordentlich verstinden und naturgemäß Böcke schießen mußten. dige Familien. Würden alle ausnahmslos und endgültig Die Behandlung der Ausländer von seiten der Polizei war- interniert, dann könnte man sich mit der Lage noch abfinden, Die dienstliche Aufforderung zum Schießen auf Parlamentäre ist das müssen wir rühmend anerkennen durchweg eine außer es wäre auch gerechter den bereits Internierten gegenüber eine schwere Berlegung der elementarsten völkerrechtlichen Bestim ordentlich schonende, höfliche und zuvorkammende. und würde ihnen wahrscheinlich eine bessere Behandlung mungen, die durch nichts entschuldigt werden kann. So weit wären die Dinge, wie gesagt, ganz erträglich sichern. gewesen. Aber wir müssen zu unserem großen Bedauern, Denn nichts kann unserer Abſicht ferner liegen, als die Er. Vom westlichen Kriegsschauplah. bitterung und das Mißtrauen, das auf beiden Seiten verbreitet ist, noch schüren zu wollen sagen, daß die englischen Behörden den„ feindlichen Ausländern" gegenüber nicht die Französische Militärkritiker über die Lage wenigstens denjenigen Wahrheit und die Treue haben walten lassen, die man ermarten durfte. unter uns, die Gelegenheit hatten, sich direkt oder indirekt Es wurde uns im Westen. In der Redoute du chemin de fer" von Antwerpen wurde ein Befehl des damaligen belgischen Festungskommandos aufgefunden, der folgenden Wortlaut hat: Befestigte Stellung von Antwerpen. Dritter Abschnittt. Generalstab. 0 Düffel, 28. September 1914. An die Abschnitts Kommandanten für die Forts- und Redouten Kommandanten. 1. Jedes Forts oder jede Redoute bleibt ein brauchbarer Stüßpunft, um einen Sturm auszuhalten, selbst im Fall, wenn zerstört wurden: a) Panzerungen, die Geschütze für Nah- und Fernkampf decken, b) Ueberführungsfasematten, c) Flantierungsanlagen. 2. Jeder Forts- und Redoutenkommandant, der das Werk auf gibt, das er befehligt, oder der sein Werk verläßt, wird mit dem Tode bestraft. 8. Jeder Offizier, Unteroffizier, Korporal oder, Soldat, der fein Fort oder seine Redoute verläßt, wird mit dem Tode bes straft. 4. Es ist ausdrücklich jedem, der ein ständiges Festungswerk besetzt hält, verboten, in Verhandlungen mit feindlichen Parla mentären einzutreten. Es wird ohne Ausnahme auf jeden feindlichen Parlamentar Feuer gegeben, der sich irgend einem Punkte der Umwallung des ständigen Festungswertes nähert. Generalleutnant und Kommandant. Deguise. Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplah. Das Vordringen der Russen über die San- Linie. Przemysl abermals eingeschlossen. Paris, 11. Nov.( T. 11.) Gegenüber der Einförmigkeit der Bulletins den höheren Stellen zu nähern feierlich versichert, daß wir betonen die Militärkritiker, daß das Oberkommando die sehr gute unbesorgt sein mögen; wenn wir die angeführten Vorschriften Taktik befolge, jede Anstrengung und Ueberstürzung zu vermeiden. Wien, 11. November, mittags.( W. T. B.) Amtlich wird vera peinlich einhielten, würde uns weiter fein Saar gekrümmt vielleicht könnten die Verbündeten mit einer energischen Offensive lautbart: Die Operationen auf dem nordöstlichen Kriegswerden. Aber kaum hatte die Polizei durch diese Maßnahmen die Lage entscheiden oder aber sie verzichten darauf, aus denselben schanplass entwickeln sich plangemäß und ohne Störung durch den ein vollständiges Register aller in England befindlichen Deut- Erwägungen, welche Joffre seinerzeit zum Rückzuge zur Marne ver- haupla entwickeln sich plangemäß und ohne Störung durch den ichen, Desterreicher und Ungarn beisammen, da fing fie schon anlaßt haben. Wenn die Verbündeten sich darauf beschränken, die Feind. In dem von uns freiwillig geräumten Gebiet Mittelgaliziens sind die Russen über die untere an, Hunderte und bald Tausende von ihnen ohne jeden Grund Angriffe der Deutschen erfolgreich zurückzuweisen, ohne selbst vorzuund scheinbar ganz regel- und planlos festzunehmen und in gehen, so bereiten sie sich dabei zu einem fünftigen Vorstoß vor. istoka, über Rzeszow und in den Raum von Lisks Ronzentrationslagern zu internieren. In der Der" Temps" sagt: Die Deutschen verfügen sicherlich noch über vorgerüdt. Przemysl ist wieder eingeschlossen. Im Stryjtale mußte eine feindliche Gruppe vor dem Feuer Hauptsache beschränkte man sich dabei auf Männer im mili- mehrere hunderttausend Soldaten, aber sie haben keine geeigneten eines Bangerzuges und überraschend aufgetretener Kavallerie unter dem Zurückwerfen wollte man sich auch nicht begnügen, es bot sich großen Verlusten flüchten. die Gelegenheit, den Russen eine empfindliche Schlappe beizubringen. Dazu mußten sie in die Falle gelockt, breitere Angriffsflächen geschaffen und ein schnelles Entweichen über die Grenze verhindert Vom östlichen Kriegsschauplatz. Menschen sind wohlfeil in Rußland. ... den 6. November 1914. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Hoefer, Generalmajor. werden. Darum ließen sich die Deutschen langsam zurüd. Der russische Vormarsch auf die Bukowina. Budapest, 11. Novbr.( T. 11.) Verschiedene Umstände ließen unsere drängen, wobei sie die nachziehenden Russen beständig unter lebMit ihrer Taktik der Beunruhigung haben sich die Ruffen in haftem Artillerie- und Gewehrfeuer hielten. Ohne ſelbſt große Heeresleitung darauf schließen, daß die Ruffen in der Bukowina Ostpreußen wieder einmal eine nicht unerhebliche Schlappe geholt. Verluste zu erleiden, machten sie auch bei dem Zurüdgehen sehr Dort, wo die Russen nicht mit sehr erheblichen Kräften angreifen, biele Gegner kampfunfähig. Dabei fand man Zeit, einen um- einen neuen Angriff, insbesondere auf Czernowik, planten. Um ihnen also nur geringe Verluste beigebracht werden können, liegt es fassenden Angriff einzuleiten. Bis Szittkehmen zog man die Russen dieses Vorhaben zu vereiteln, wurden umfassende Vorkehrungen nicht im Interesse der deutschen Heeresleitung, opferreiche Gegen- hinter sich her. Dann wurden sie aufgehalten und die Angriffe getroffen, die zu einem glänzenden Erfolge führten. Unsere stöße zu unternehmen. Behauptung der Position bei möglichster von Norden und Süden her angejezt. Am 4. November erfolgte Truppen überschritten einige Kilometer nördlich von Czernowitz den Schonung der Kräfte ist die Tattit, die von unserer Heeresleitung der Hauptangriff. Es war ein schauerliches Schlachten auf ver- Pruth und überfielen die Russen in der Flanke. Völlig überrascht eingeschlagen worden ist. Anders liegen die Dinge, wenn erhebliche hältnismäßig kleinem Raum. Dabei entstanden in der Romintener von dem Angriff leisteten die Ruffen nur kurzen Widerstand und Truppenmaſſen von der Gegenseite herangeschoben werden. Ganz Heide Feuersbrünste, wahrscheinlich, infolge von Artilleriefeuer. traten den Rückzug auf die dem Anschein nach einzig freie Linie an, offensichtlich strebt die russische Tattit dahin, die Kräfte der Deut- unter enormen Verluiten wurden die Russen zurückgeworfen, grop schen zu schwächen, ganz gleich, unter welchen Opfern. Rußland ist die Zahl derer, die sich gefangen gaben. Nur ein verhältnis fie gerieten jedoch in den Schutzbereich unserer Geschüße, die hat ja Menschen genug. Mit der Masse will es Deutschland er mäßig kleiner Teil der Russen entrann dem Schicksal, getötet oder furchtbare Verheerungen in den Reihen der stiden. Um nur einen Deutschen támpfunfähig zu machen, läßt gefangen zu werden. Allerdings, die Russen nehmen ihre Toten Russen anrichteten. Das Schlachtfeld bedeckten förmliche Berge man ohne Bedenken 5, 6 und mehr Russen als Opfer fallen. nach Möglichkeit mit, damit man nicht erfahre, wie groß ihre Zahl von russischen Leichen. Mehrere hundert Russen wurden gefangen In Ostgalizien ist es gestern zwischen Rznow und Menschen sind wohlfeil in Rußland! Die russische ist. Darum müssen immer je zwei Maun einen Gefallenen mit genommen. Kriegführung bringt vielfach große Massen völlig unausgebildeter zurückschleppen. Daraus erklärt es sich, daß viel weniger tote Jablonow zu einem Zusammenstoß mit einer russischen Abteilung Leute ins Feuer, die der Technik des modernen Krieges und seinen Russen auf den von ihnen geräumten Schlachtfeldern zurückbleiben gekommen. Die Russen wurden in die Flucht getrieben. Strapazen wehrlos gegenüberstehen. Nach russischer Taktik hat als in Wirklichkeit dem deutschen Feuer erlagen. Dies wird von dieses Material" seine Dienste getan, wenn ein Haufen dieser gefangenen Russen bestätigt, und immer wieder spricht aus ihren Menschen dafür geopfert wird, daß eine bedeutend geringere Zahl Erzählungen der Schrecken, den das deutsche Artilleriefeuer in den Deutscher getötet oder verwundet wird. Hieraus ergibt sich von russischen Schüßenlinien verursacht. Das furchtbare Getöse der selbst die eine Aufgabe der deutschen Truppenführer: mit wenigen schweren Geschosse, ihre entsetzlichen Verwüstungen wirken, mili Opfern möglichst viele Gegner kampfunfähig zu machen, den Gegner tärisch gesprochen, demoralisierend auf die Leute, besonders dann, in die Falle zu loden oder ihn ruhig in die von ihm selbst gewählte venn sie eben erst zu Soldaten gemacht worden waren, nichts von Die österreichisch- serbischen Kämpfe. Falle hineinipazieren zu lassen. Es ist geradezu erstaunlich, daß Feuerdisziplin verstehen, widerwillig ihre ferne Heimat verließen, Budapest, 11. November.( T. U.) Es liegen jetzt Einzeldas immer wieder glückt. In diesem Kriege wird mit dem größten als Kanonenfutter, als" Material" herangeschleppt wurden und technischen und strategischen Raffinement gekämpft und trotzdem mit ihren Gedanken und Wünschen bei ihren Angehörigen weilen. heiten über die Kämpfe vor, welche der Einnahme von Kru gibt oft ein altbekannter, abgenutzter Trid, ein plumper Bluff Das Furchtbare, das viele von ihnen ganz unvermittelt erleben, panj vorangingen. Die Serben waren auf dem Berg Kuliste nimmt ihre Sinne gefangen und lähmt ihre Aktionskraft; sie den Ausschlag gegen die Russen. Vom österreichisch- serbischen Kriegsschauplatz. Nachdem die Russen aus Lyd hinausgeworfen waren und sie wehren sich nur aus Verzweiflung oder geben sich gefangen.„ Es berschanzt, während unsere Truppen auf dem Erniboh standen. ihren Durchbruchsversuch als gescheitert erkennen mußten, unter- ist, als sei die Hölle losgelassen," so umschreiben sie ihre Empfin- Drei Tage und Nächte dauerten die erbitterten Kämpfe unnahmen sie plöblich mit sehr starken Kräften einen wütenden An- dungen im deutschen Artilleriefeuer. Viele hatten aber auch eine unterbrochen an. In der Nacht zum 6. November sprengten griff in der Richtung Pabbeln- Szittkehmen. Das war am heillose Angst vor der Gefangenschaft, die ihnen furchtbar qual- unsere Genietruppen einen Teil der Kulisterhöhe mit Efrasit 29. Oktober. Deutsches Maschinengewehr- und Infanteriefeuer rig boll geschildert worden war. Nun merkt man ihnen an, wie die in die Luft, worauf ein erbitterter Bajonettkampf folgte. Die gewaltige Büden in die hervorbrechenden Reihen der Ruffen. Aber Wirklichkeit ihr Gemüt erleichtert; fie sehen ganz zufrieden aus. Serben hatten etwa 1000 Zote und doppelt so viel Verimmer neue Massen schoben sich auf dem verhältnismäßig engen Sie bekommen zu essen, gewöhnlich sogar besser als sie während wundete. Zugangsgelände an die Stellungen heran. Es war wie ein Quell, ihrer Kriegerzeit gewöhnt waren; sie werden nicht mißhandelt, sie der nicht versiegt; fängt man das Wasser auch ab, so sprudelt es hören, daß es nach dem Kriege zurück in die Heimat, zu den Andoch weiter! Ob auch Tausende von Russen durch das Feuer der gehörigen, geht. Das föhnt sie mit ihrem Los aus, ja die meisten Deutschen kampfunfähig gemacht wurden aus dem dunklen Gefangenen freuen sich ganz augenscheinlich, nun in Sicherheit und Grund des Riesenreichs quollen unablässig neue russische Massen den Schrecken und Greueln des Krieges entronnen zu sein. Man hervor. Ueber Berge von Leichen drangen jie gegen die Stellungen darf es schon glauben, tas mancher Gefangene versichert:„ Wir der Deutschen. Selbst wenn man auf einen Deutschen sechs Russen wollen nicht schießen, feine Menschen töten, wir beten, daß der rechnete, fonnte mit der unmittelbar an der Grenze stehenden Krieg aufhören möge." Truppenmacht die Masse der Gegner nicht bewältigt werden. Mit Düwell, Striegsberichterstatter. Oesterreichische Erfolge. Wien, 11. November.( W. T. B.) Vom südlichen Kriegsschauplat wird amtlich gemeldet: In den Morgenstunden des 10. November wurden die Höhen von Misar, südlich Sabac, nach viertägigen verlustreichem Kampfe erstürmt und hierdurch der feindliche rechte Flügel eingebrüdt; es wurden zahlreiche Gefangene gemacht. Der Gegner mußte die start befestigte Linie Misar- Cer Planina räumen Nr. 310. 31. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 12. November 1914. Politische Uebersicht. Die bevorstehende Reichstagsfeffion. zu wissen, daß ich mich mit der Regierung, der Volksvertretung und dem ganzen Volte eins fühle. Bleiben wir geeint! Inmitten der Ereignisse, wobei unsere Nachbarländer Wunder der Tapferkeit für die Größe und das Glück ihres Vaterlandes verrichten, wollen auch wir uns ganz für unser Vaterland einsetzen. Gott schütze unser teures Vaterland!( Stürmischer Beifall!) Die Kammer wählte eine siebzehngliedrige Kommission, die eine Antwortadresse auf die Thronrede ausarbeiten und am Donnerstag der Kammer unterbreiten wird. Das bisherige Präsidium wurde wiedergewählt. Verlustlisten. 6. Bei der Auswahl und Aufstellung der Kandidaten hat jede Umfange aufrecht zu erhalten. Es ist für mich ein großer Trost Bartei volle Freiheit innerhalb der ihr zukommenden Anzahl Size. Für alle Gemeinden ohne Verhältniswahl ist gleichfalls durch Aufstellung einer gemeinsamen Liste auf Grund des jezigen Befißstandes der Wahlkampf auszuschalten. Der Reichstag nimmt am 2. Dezember seine Arbeiten Die Parteien verpflichten sich, überall für Vereinbarungen nach ohne weitere Förmlichkeiten wieder auf, nachdem er am 4. August den vorliegenden Grundsätzen einzutreten und in all den Orten, nicht geschlossen, sondern vertagt worden ist. Zunächst hätte er wo sich Schwierigkeiten ergeben sollten, auf einen Ausgleich und die Aufgabe, seine ständigen Kommissionen zu wählen. Davon eine friedliche Verständigung hinzuwirken. dürfte aber Abstand genommen werden, weil diese Kommissionen Das Pfälzer Wahlabkommen entspricht zwar auch nicht den jezt doch nicht in Tätigkeit treten fönnen. Die neue Kriegs- Beschlüssen des sozialdemokratischen Landesvorstandes; aber in der frebitborlage läßt jedoch eine Vorberatung wünschenswert Pfalz liegen ganz eigenartige Wahlbestimmungen erscheinen, und deshalb ist man auf den Ausweg gekommen, eine bor; die Gemeinderäte müssen vollständig, nicht nur teilweise, er= freie Kommission zu berufen, die am 1. Dezember zusammentritt. neuert werden; hierzu kommt das Standrecht. Die Verlust liste Nr. 74 der preußischen Armee Diese Kommission besteht aus den Mitgliedern der Budgetenthält Verluste folgender Truppen: kommission der vorigen Session des Reichstags, unter HinzuDie Zahlung der Familienunterſtügung. 10. Armeekorps, Feldintendantur; Kommandantur Graudenz. ziehung von Vertretern der kleinen Gruppen( Reichspartei, AntiDie Klagen über eine wenig entgegenkommende Auszahlung 7. Inf.- Div., Feldintendantur; 35. Inf.- Div., Stab; Gardesemiten), die in der Budgetkommission nicht vertreten waren. Der Unterstüßung für die Familien der ins Feld gezogenen Krieger Gren.- Reg. Franz; Garde- Füs.- Reg.; Garde- Gren.- Reg. Augusta; Der Weg, den man damit beschreitet, ist nicht neu, denn auch die mehren sich. Besonders lebhafte Beschwerden kommen aus Garde- Jäger- Bat.; Garde- Ref.- Schüßen- Bat.; Gren. u. Ref.- Inf.legte Militärvorlage ist zuerst in einer solchen freien Kommission Danzig. Reg. Nr. 2; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 4 siehe Landw.- Inf.- Reg. Nr. 48; erörtert worden. Das besondere Merkmal einer solchen freien Obgleich es sich hier um eine größere Stadt mit verhältnis- Gren.- Regimenter Nr. 5, 6; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 6, 8, 9; Kommission besteht darin, daß ihre Verhandlungen streng mäßig hohen Lebensunterhaltskosten handelt, gewährt die Ge- Gren. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 12; Inf.- Reg. Nr. 13; Brig.- Ers.geheim sind und daß Abgeordnete, die nicht in die Kommission meinde zu den dürftigen Reichsunterstüßungen feinen 3uBat. Nr. 13; Landw.- Brig.- Ers.- Bat. Nr. 13; Brig.- Ers.- Bataillone berufen sind, den Verhandlungen nicht, wie sonst bei Stont- u. Obendrein verfährt der Stadtrat Evert, der die Bewilli- Nr. 14, 18; Inf. u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 19; Inf. u. Landw.- Inf.missionsberatungen üblich, als Zuhörer beiwohnen dürfen. Be- gung und Auszahlung der Reichsuuterſtüßung unter sich hat, Reg. Nr. 22; Inf.- Regimenter Nr. 23, 24; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 25; in einer recht engherzigen Weise dergestalt, daß nach der Inf.- Reg. Nr. 26; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 27; Inf.- Reg. Nr. 30; Inf. schlüsse werden in dieser Kommission nicht gefaßt und können Mitteilung eines Danziger Arztes von 17 000 Familien, deren u. Ref.- nf.- Reg. Nr. 31; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 31; Juf.- Reg. Nr. 32; auch nicht gefaßt werden, weil sie der Reichstag nicht eingesetzt Ernährer im Felde stehen, nur 3000 die Unterstüßung erhalten Landw.- Inf.- Reg. Nr. 33 fiehe Landw.- Inf.- Reg. Nr. 48; Brig. sollen. Wie das möglich sein kann, dafür gibt ein Rundschreiben Erf.- Bat. Nr. 34; Füs.- Reg. Nr. 35; Brig.- Erf.- Bat. Nr. 35; Füs.Die zum Militär eingezogenen Mitglieder Anhaltspunkte, das in den letzten Tagen einer Reihe von Damen Regimenter Nr. 36, 38, 39; Brig.- Ers.- Bataillone Nr. 41, 43; Inf. des Reichstages werden für die Dauer dieses Sessionsabschnittes zuging, die in einer freiwilligen Unterstüßungsorganisation tätig Regimenter Nr. 45, 47; Res. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 48; Brig. beurlaubt. In zwei Sigungen, die sich an einander an- find. Das Schreiben beweist, in welch rigoroser Weise der Erf.- Bat. Nr. 49; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 53; Inf. u. Ref.Inf. Reg. schließen, soll das Arbeitspensum erledigt werden. Der Etat geringste Verdienst einer Frau schon zum Anlaß genommen wird, Nr. 56; Inf.- Reg. Nr. 58; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 60; Inf.- Regium die Kriegsunterstüßung ganz oder größtenteils zu streichen. menter Nr. 64, 67, 68; Res.- Inf.- Reg. Nr. 71; Inf.- Reg. Nr. 72; wird nicht vorgelegt. Es heißt da u. a. über die Grundsätze der Auszahlung der Unter- Füs. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 73; Inf.- Regimenter Nr. 77, 78, 81; stübungen: Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 81, 83; Füs.- Reg. Nr. 86; Inf. u. Res. Inf.- Reg. Nr. 88; Gren.- Reg. Nr. 89; Res.- Inf.- Regimenter Nr. 92, 94; Inf. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 99; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 110; Leib- Garde- Inf.- Reg. Nr. 115; Res. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 116; Inf. Regimenter Nr. 137, 145, 151, 154, 156, 164, 174, 175; Ueberplanmäßiges Landw.- Inf.- Bat. Nr. 1 des 4. Armeekorps; Randst. Bataillone Allenstein I, Deutsch- Eylau II, Graudenz, Osterode II, Tilfit II, Wiesbaden. hat. Eine Absage. Kürzlich hat der sozialdemokratische Abgeordnete von Magdeburg, Gen. Dr. Landsberg eine Rede gehalten, über die die Kreuz- 3tg." folgende bemerkenswerte Bemerfungen macht: Bei einem Tagesberdienst bon 2 M. und höher werden folgende Abzüge gemacht: a) Die Unterſtügung für eine alleinstehende Frau wird gestrichen. b) Bei Familien von Frau und 1 oder 2 Kindern wird die Unterstüßung für die Frau gestrichen, die für die Kinder gelaffen. = c) Bei Frau und drei bis sechs Kindern wird die Unterstützung für ein Kind = 6 M. abgezogen. Soweit bei a- c durch die Kürzung im Einzelfall nachweis liche Härten eingetreten sind, find wir zur Milderung bereit. 7. Kav.- Div., Stab; 12. Sav.- Brig., Stab; 1. Garde- Drag.- Reg.; In vereinzelten Fällen haben auch bei einem Gin- Drag.- Reg. Nr. 1; Garde- Drag.- Reg. Nr. 23; Hus.- Reg. Nr. 5; tommen von 1,50 bis 2 m. Kürzungen stattgefun- lanen- Reg. Nr. 2; Ref.- Ulanen- Reg. Nr. 3; Ulanen- Regimenter den; falls hier in den Einzelfällen Härten zutage getreten, Nr. 4, 16; Reg. Königs- Jäger zu Pferde Nr. 1; Landw.- Kavalleries bitte ich ebenfalls um Mitteilung. Reg. Nr. 2 des 6. Landwehrkorps. Jäger- Bataillone Nr. 4, 5; Rej.- Jäger- Bat. Nr. 6; JägerBataillone Nr. 7, 9; Rej.- Jäger- Bat. Nr. 9; Garde- Maschinena gewehr- Abt. Nr. 1; Festungs- Maschinengewehr- Abt. Mainz. " Sie glauben nicht, wie es unter den Kriegerfamilien aussieht. Ich bin gewiß nicht sentimental, aber wenn ich sehe, wie die Kinder hungern, während ihre Väter in den deutschen Lauf gräben verbluten, kommen mir Tränen in die Augen." Aehnliche Klagen und Beschwerden sind uns auch aus anderen Orten zugegangen. Es wäre zu hoffen, daß die an anderer Stelle mitgeteilte neue Verfügung über die Auszahlung der Familienunterstützung ihnen ein Ende bereiten würde. Feldart.- Regimenter Nr. 25, 26, 31, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 47, 50, 51, 69. 1. Garde- Fußart.- Reg.; Ref.- Fußart.- Reg. Nr. 6; 1. Pion.- Bataillone Nr. 8, 9, 10, 11; 2. Pion.- Bat. Nr. 11; Bion.- Bat. Nr. 15; Pion.- Reg. Nr. 25. Landw.- Eisenbahnbautomp. Nr. 6; Eisenbahnbaukomp. Nr. 12; Fernsprech- Abteilungen des 7., 14. und 16. Armeekorps." Fortifikation Mez- Ost. Ref. Feldlazarett Nr. 86; Res.- Lazarett Deutsch- Eylau. Schwere Proviantfolonne Nr. 3 des 8. Armeekorps; FuhrparkKolonne Nr. 2 des 4. Armeekorps. * * Die bayerische Verlustliste Nr. 47 bringt Verluste des 5. Ref.- Inf.- Reg.; des Brig.- Ers.- Bat. Nr. 2; 2. Pipn.- Bat. und der 1. Res.- Pion.- Komp. des 2. Pion.- Bat. In Magdeburg hat man sogar baterländische Kundgebungen eingerichtet. Bei der zweiten sprach als Hauptredner der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Landsberg. Als Gäste wohnten der Veranstaltung u. a. Oberpräsident Dr. b. Hegel, Regierungspräsident Miefitsched v. Wischkau, Polizeipräsident v. Alten, Bezirksfommandeur Stern und Walther b. Monbary bei. Der Abgeordnete Landsberg schlug in seinen Kriegsbetrachtungen" warme vaterländische Töne an. Wir müßten die Freiheit des Vaterlandes verteidigen bis zum lezteft Atemzuge und mit dem legten Blutstropfen, müßten den letzten Rest gez. Ebert, Stadtrat." bon Kraft daranseßen, um die Feinde niederzuringen. Es gebe Wir lassen es dahingestellt, ob eine solche allgemeine Anweisung tein Land der Welt, dessen Wert die Opfer aufwiege, die wir schon gefeßlich überhaupt zulässig ist. In jedem Falle muß es doch aber bisher in diesem Kriege gebracht hätten, feines außer einem, und einleuchten, daß ein Tagesverdienst von 2 M. oder gar 1,50 M. das sei Deutschland. Wenn wir für die Freiheit Deutschlands nicht als ausreichend angesehen und zur Entziehung der Familien. eintreten, so fämpfen wir für den ewigen Fortschritt der unterstützung benutzt werden kann, zumal wenn alle Lebensmittel Menschheit; denn die Nationen sind die Schap- fo im Preise gestiegen sind, wie es heute tatsächlich der Fall ist. lammern der Kultur, weil sie die Mittler find zwischen Natürlich wirkt der Mangel an Unterstügung auch stark auf die dem Einzelnen und der Menschheit, und eine Nation ausrotten auftraft der Bevölkerung und damit auf den Verdienst der wollen. heißt die Menschheit um eine Kulturform bringen." Stann Geschäftsleute ein, so daß hier der Unwille über die" Sparman sich dieses freudigen Bekenntnisses zum nationalen Gedanken samkeit" bei der Auszahlung der Unterstüßungen auch nicht gering nur freuen wir sind es aus sozialdemokratischem Munde nicht ist. Unser Gewährsmann schreibt: gewohnt fann man über manche andere Ausführungen des Redners mit stillem Vorbehalt hinweggehen, so fordern feine Schlußbetrachtungen doch zu einem Wort der Kritit heraus, Sie gipfelten nämlich darin, daß die jetzigen Erfahrungen gezeigt hätten, daß der Vorwurf der Baterlandslosigkeit gegen eine Partei grundlos sei. Vielmehr bilde dieser Vorwurf eine Gefahr für Deutschland, einen Anreiz für das Ausland. Er hoffe, daß nach dem Kriege die Schikanen, die Stecknadelftiche aufhören würden. Sie seien dem Mißtrauen gegen die breite Masse des Volkes entsprungen, das sich jetzt als so Berurteilung wegen versuchten Landesverrats. bollkommen ungerechtfertigt erwiesen habe. Demgegenüber wird Der Prediger einer religiösen Gemeinschaft, Frant aus doch daran zu erinnern sein, daß die Partei des Abgeordneten Landsberg selbst es gewefen ist, die dem Auslande den Anreiz Straßburg in Westpreußen, der unlängst während eines Vortrages gegeben hat, von dem er sprach. Oder waren es nicht die sozial- in Stettin verhaftet wurde, ist wegen versuchten Landesverrats Demokratischen Streise, die bis unmittelbar zum Striegsausbruch, ja vom Kriegsgericht des Kriegszustandes zu sechs Monaten noch nach demselben die Frage erörtert haben, ob und wie etwa e stungshaft verurteilt worden. durch Maßnahmen des Proletariats", durch Massenstreit und dergleichen der Krieg zu verhindern sei? Mußte es dem Auslande nicht einen sehr starken Anreiz" geben, wenn es sah, wie Aus München wird gemeldet: Der Stellvertretende omunjere größte politische Partei dem Reiche jeden Mann und jeden Groschen zu seiner Wehrhaftmachung versagte? Es würde uns mandierende General des 1. Bayerischen Armeekorps, freuen, wenn hierin nach dem Kriege eine enderung ein- General von der Tann, erläßt folgende Bekanntmachung: treten follte. Glaubt der Abgeordnete Landsberg nach gewissen Um den immer wiederkehrenden beunruhigenden Gerüchten Inmitten des traßenlebens, das erfüllt ist von dem Borkommnissen der legten Zeit dafür eine Bürgschaft über fünftig mit Nachdruck entgegentreten zu können, verfüge ich auf Ausrufen neuer Kriegsnachrichten, vom Getöse dahinrasender nehmen zu fönnen? Aber wenn das nicht geschieht, Grund Artikel 4, Ziffer 2d des Kriegszustandgesezes: Mit Ge- Autos, vom Lärm der Straßenbahnen, steht an einem breiten wenn die Sozialdemokratie dem Staate auch weiter fängnis bis zu einem Jahr wird bestraft, wet falsche Schaufenster der Kunsthandlung ein Mann in den dreißiger hint die Mittel zur Erhaltung seiner Existenz verweigert, wenn sie nicht loyal auf Gerüchte ausstreut oder verbreitet, die geeignet sind, die Be- Jahren. Er scheint völlig losgelöst von diesem brausenden den Boden der Verfassung tritt, sondern wie bisher ihren bölferung zu beunruhigen. republikanischen Bielen nadjagt, dann wird Staat sie auch weiterhin bekämpfen müssen, wenu auch nicht mit Schikanen und Nadelstichen, so doch mit jener Luxemburg, 10. November. Heute nachmittag trat die rüdfightslosen Entschiedenheit, die er seinen Lebensinteressen schuldig ist." " " der Wie schon neulich in den Bemerkungen über das preußische Wahlrecht, so läßt die Kreuz- Zeitung" auch jetzt deutlich erkennen, daß sie ihre Politit nicht für änderungsbedürftig hält. Zu den bayrischen Gemeindewahlen. Sa in der Rheinpfalz das Standrecht verkündet und da her ein Wahlt ampf taum möglich ist, haben alle Parteien folgendes Kompromiß geschlossen: 1. In den Gemeinden mit Verhältniswahl muß der Besitzstand der Parteien gewahrt werden; maßgebend ist das Ergebnis der Wahlen des Jahres 1909. Gegen falsche Gerüchte. Die Eröffnung der luxemburgischen Kammer. Rammer gemäß der Verfassung zu einer ordentlichen Tagung zusammen. Die Großherzogin hielt dabei folgende Thronrede: Die sächsische Verlustliste Nr. 52 enthält Verluste des Gren.- Landw.- Reg. Nr. 100; des Gren. u. Ref.- Inf.- Reg. Nr. 101; der Inf.- Regimenter Nr. 102, 103; Res.- Inf.- Reg. Nr. 103; des Inf. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 104; Gris. Bat. des Landw.- Inf. Reg. Nr. 104; JInf. u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 106; Schüßen-( Füstlier) Reg. Nr. 108; Inf.- Regimenter Nr. 139, 177, 178, 181, 182; der Jäger- Bataillone Nr. 12, 13; Res.- Jäger- Bat. Nr. 13; des Karabiner- Regiments Borna; der Feldart.- Regimenter Nr. 12, 77; Fußart.- Reg. Nr. 19; der Pion.- Bataillone Nr. 12, 22; der Res.- Art.Mun.- Solonnen Abt. 23 und der Res. Inf.- Mun.- Kol. Nr. 54. Die württembergische Verlustliste Nr. 55 bringt Verlufte des Gren. u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 119 und der Inf.- Regimenter Nr. 121, 124, 127. Aus Groß- Berlin. Vor der Kunsthandlung. Großstadtleben, in sich versunken, als ob sein Seelenieben mit den Auslagen da drinnen verschmolzen wäre. Ist es die bewegte Zeit selbst, die diesen Menschen um so intensiver zur Betrachtung der Gegenstände gemahnt? Hat ihn das gewaltige Weltgeschehen beim Anblick der Kunst zu einer stille Einkehr genötigt?, Monumente der Plastik und der Malerei rufen ihm hier in geheimnisvollem Tone zu:„ Wir sind KunstEin wirkliches Herzensbedürfnis führt mich heute in Eure werte! Alles Große und Wertvolle, was die Menschheit in Mitte. Wir alle sind erschüttert durch bas furchtbare Schau- ihrer Entwicklung geschaffen hat, ist aufbewahrt im weiten spiel eines blutigen Krieges, in dem sich unsere Nach- Reiche der Kunst." barstaaten zerfleischen. Nach hundert Tagen eines entfeßlichen Ein Vermächtnis der Vorwelt an die Gegenwart und die Rampfes tommt das Wort Frieden" noch auf niemandes kommenden Geschlechter ist es, was sich dem Beschauer hier Lippen. Wir können nur insofern intervenieren, als es sich darum darbietet. Ueber fein Antlig huscht ein zufriedenes Lächeln, handelt, die Verwundeten zu pflegen und das Heer der Beiden wie wenn er erlebt, was diese Kunst in ihrer geheimen Sprache zu bekämpfen, die infolge des Krieges auch über unser Land herein- au ihm redet. Er empfindet, daß die Menschheit in diesen brechen. Unser Bolt hat in dieser Beziehung reichlich seine Pflicht Denkmälern der Schönheit sich eine besondere Welt geschaffen getan. Unsere Neutralität ist verlegt worden und hat, in die sich mitunter der Mensch flüchten muß, wenn ihn wir haben uns beeilt, ich und meine Regierung, dagegen Protest die Sorge und die tragischen Vorgänge der realen Welt zu zu erheben. Wir haben diesen Protest zur Kenntnis der Garantie- erdrüden drohen. 2. Zu dem Besisstande zählen auch die jetzt den einzelnen Bar teien zugehörigen Aemter der Bürgermeister und Admächte gebracht: Die Kammer hat unsere Handlungsweise gebilligt. Zu dem Beschauer gesellt sich ein anderer Passant. Auch juntten. Jede Partei, die aus irgendeinem Grunde die ihr Obwohl verkannt, bleiben unsere Rechte durchaus beer blidt auf die Gegenstände, anders aber wie sein Nachbar. nach der Vereinbarung zustehende Zahl von Gemeinderäten und stehen. Es wurde uns für das uns augefügte Unrecht eine Er sucht etwas. All das, was sich ihm hier darbietet, scheint Adjunkten nicht erhält, hat das Recht, zu verlangen, daß alle von Entschädigung versprochen und für den von den Truppen ihn nicht zu interessieren. Sein unruhiges Auge läßt darauf den bereinigten Parteien Gewählten, einschließlich der Ersatzmänner, angerichteten Schaden wurden uns bereits Entschädigungsschließen, daß er ganz aufgegangen ist in dem Strudel der ihre Aemter niederlegen.. gelder ausgezahlt. Das Land fühlt sich keineswegs von den gegenwärtigen Ereignisse, und er sucht daher etwas, was mit 3. Zur Sicherung des Wahlabkommens müssen alle Kandidaten Pflichten entbunden, die ihm durch die internationalen Abmachun- diesen Dingen im Zusammenhange steht. Wie groß ist doch der gemeinsamen Vorschlagsliste, einschließlich der Ersaßmänner, gen auferlegt werden, unser Protest bleibt bestehen. Wir halten der Unterschied dieser beiden Menschen. Jener sammelt gesich unterschriftlich verpflichten, auf Verlangen der geschädigten ihn in seiner ganzen Tragweite aufrecht.( Beifall.) wissermaßen beim Anblick dieser Kunstwerke neue Kräfte zumt Pattei ihr Amt niederzulegen. weiteren Vorwärtsstreben, während auf diesen die Produkte der Kunst ohne jeden Einfluß sind. Bei letzterem ist das Verständnis für die Werte der Kunst noch nicht gewedt. 4. Ebenso müssen alle Kandidaten der gemeinsamen Liste sich verpflichten, für die nach der Vereinbarung von den einzelnen Barteien vorzuschlagenden Bürgermeister und Adjunkten- Kandi daten zu stimmen. 5. Die Vereinbarung erstreckt sich auf die Dauer der nächsten gesetzlichen Amtsdauer des Gemeinderats. Ich danke der Bevölkerung für ihre forrette Haltung, durch die unliebsame Vorkommnisse verhütet wurden. Wir werden unseren internationalen Pflichten nicht untreu werden. Unser Bolt war wirklich glücklich, unser Nationallied zeugt dafür. Bu gemburg hat den Beweis für sein Existenzrecht erbracht. Gs will und muß fortfahren zu bestehen. Es ist Pflicht der Regierung, die öffentliche Gewalt in ihrem ganzen Nur durch das Morgentor des Schönen, Dringst Du in der Erkenntnis Land. An höherem Glanz Dich zu gewöhnen, Uebt sich am Reize der Verstand. Eine Tortur. und Elend der vielen ostpreußischen Flüchtlinge zu steuern, die Ehrenpreis für die sozialdemokratische Presse auf der Bugra. Die täglich nach Ober- Schöneweide fahrenden Arbeiter erheben aus ihren Wohnorten fliehen mußten und den bittersten Ent- Auf der Bugra in Leipzig hat die Gruppenausstellung der laute Klage über die schlechte Beförderung durch die Stadtbahn nach behrungen ausgesetzt waren. Wie wir einem Aufruf entnehmen, sozialdemokratischen Parteipresse Deutschlands den Ehrenpreis er und von der Arbeitsstätte. Die nach Ober- Schöneweide fahrenden ist die vom Landtag für Ostpreußen bewilligte Summe von halten. Züge sind schon früh um 5 Uhr so überfüllt, daß viele Arbeiter nicht 400 Millionen nur für Ostpreußen bestimmt und soll nur in Ein sozialdemokratischer Dumaabgeordneter in Defterreich ge mitkommen und wenn sie auf die folgenden Züge warten, blüht Ostpreußen verwendet werden, so daß nach keiner Richtung hin fangen. Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Dumafrattion, ihnen dasselbe Schicksal. Das Gedränge ist lebensgefährlich. Das- für diese Aermsten gesorgt ist. Bisher hat die Wohltätigkeit ein- Genoffe fcheidse, der zurzeit in Petersburg weilt, erhielt von selbe Schauspiel wiederholt sich am Nachmittag bei der Rückfahrt. gegriffen, auch die Berliner Armenverwaltung hat nach Mög- dem Genossen Jagello, dem sozialdemokratischen Abgeordneten Von Arbeitern, die täglich diese Tortur ertragen müssen, wird uns lichkeit geholfen. In Berlin kommen allein mehr als 10 000 von Warschau, die Nachricht, daß er als Zivilgefangener in Wien Die sozialdemokratische Dumafraktion hat erklärt, daß diese Fahrt zu und von der Arbeitsstätte anstrengender Menschen in Frage, die mit Nahrung und Kleidung zu versorgen zurüdgehalten wird. ist als die Arbeit selber, und es wird der Wunsch an die Eisenbahn- find. Der Ausschuß ersucht um Hilfeleistung an die Geschäfts- Schritte ergriffen, um die Befreiung des Genossen Jagello zu ers direktion gerichtet, daß einige höhere Beamte sich an dieser Fahrt beteiligen möchten. Die Arbeiter glauben, daß auf diesem Wege am ehesten Abhilfe geschaffen werden würde. Sie meinen, daß diese Zustände so unerträglich sind, daß sie auf irgendeine Weise abgestellt werden müßten. So wie jest fönne es nicht bleiben. Auf der Suche nach Mitgliedern. Sehr geehrte Frau! stelle der ostpreußischen Flüchtlinge, Universitätsstraße 6. Es wäre schon notwendig, daß diese Notleidenden nicht auf die öffentliche Wohltätigkeit verwiesen werden, sondern daß Staats- und Reichsmittel zur Linderung der Not der ostpreußischen Flüchtlinge bereitgestellt würden. wirken. Gewerkschaftliches. Kriegsaufwendungen der Gewerkschaftskassen. Kleine Nachrichten. In der Panke ertrunken ist die 8 Jahre alte Schülerin Johanna Sacharsti aus der Hochstraße Nr. 10. In Berlin besteht ein Verein, der sich„ Verband für handwerks- Das Mädchen fiel beim Spielen von der Brücke an der Welche hohen Anforderungen der Krieg an die Unterſtüßungs. mäßige und fachgewerbliche Ausbildung der Frau" nennt. Bon Schulzendorfer Straße in die Panke und schwemmte in den diesem Verein erhielt eine in Schöneberg wohnende Schneiderin eine Spandauer Stichkanal. Dort wurde die Ertrunkene vor dem Grund- lassen der Gewerkschaften stellt, empfinden die durch starken Zuschrift, in welcher folgendes dargelegt wurde: Der Verein habe ftüd Stieler Str. 24 gelandet. Jm Autoomnibus vom Tode über- industriellen Niedergang oder sonstige Ursachen schon vor dem sich zur Aufgabe gemacht, in der schweren Kriegszeit Arbeit zu ver- aus der Mittenwalder Str. 6. Frau Schröder wollte kurz nach vier Kurz vor Ausbruch des Krieges befand sich nach langem Niederrascht wurde die 59 Jahre alte Ehefrau des Fabrikdirektors Schröder Kriege finanziell schlecht dastehenden Verbände am stärksten. schaffen und zu vergeben. In erster Linie tämen Militärarbeiten, Ihr mit einem Autoomnibus der Linie 4c vom Blücherplas nach gang das graphische Gewerbe im Aufstieg, besonders das LithoVerarbeitung von Beltbahnen in Frage. Es wurde um Antwort er- Neu- Tempelhof fahren. An der Ede der Belle- Alliance- Straße und graphie- und Steindrudgewerbe. So war denn auch der Versucht, ob die Schneiderin sofort solche Arbeiten annehmen würde, der Nordstraße wurde sie plötzlich von einem heftigen Unwohlsein be- band der Lithographen und Steindrucker auf dem Wege, sich wegen der Lohnverhältnisse würden persönliche Besprechungen statt- fallen und brach besinnungslos zusammen. Auf der Unfallstation finanziell wieder zu kräftigen. Da kam der Krieg und machte finden. Dem Schreiben war ein Fragebogen mit verschiedenen am Tempelhofer Ulfer konnte der Arzt nur noch ihren Tob, feftſtellen. Fragen beigefügt über die Zahl der Gehilfinnen, Arbeiterinnen, Aus der Spree gelandet wurde vor dem Grundstüd Stralauer alles zu nichte. Der Verbandsvorstand sah sich daher gleich zu die Zahl der Maschinen, ob die Arbeiten in der Werkstatt aus Biaz bie 33 die Leiche eines unbekannten Mannes, der der linke Beginn des Krieges zu außerordentlichen Maßnahmen gezwungeführt, ob sofort große Lieferungen übernommen werden können, Arm fehlt. Nach dem Befunde ist dieser durch Dampferschrauben gen. Er setzte die statutarischen Unterstützungen außer Kraft und geführt, ob sofort große Lieferungen übernommen werden können, von der Leiche, die etwa 8 Tage im Wasser gelegen haben mag, beschloß, den Arbeitslosen nur eine Notstandsunterſtüßung zu ob die Angefragte mit ihren Maschinen in der Zentralarbeitsstätte getrennt worden. Der unbekannte Tote ist etwa 35 Jahre alt und gewähren. Die Arbeitslosigkeit wurde aber so groß, daß auch arbeiten könne u. a. m. Auf die bejahende Antwort erhielt die nur 1,55 Meter groß, hat blondes Haar und ebensolchen Schnurr diese Unterstüßung nicht lange gezahlt werden konnte. Während Schneiderin folgendes merkwürdige Schreiben: bart und trug einen dunklen Anzug. Die Leiche wurde dem Schau- in normalen Zeiten der Verband faum 600 arbeitslose MitVerband für handwerksmäßige und fachgewerbliche Ausbildung hause überwiesen. glieder zu unterstüßen hatte, waren in den ersten Kriegswochen der Frau. Volkskunstabende des Verbandes der Freien Boltsbühnen etwa 7000 Arbeitslose vorhanden, welche Zahl erfreulicherweise Sonntag, den 15. November, in der Pasteurstr. 44/46, iegt auf 3750 gesunken ist. Viele im Berufe Arbeitslose verRönigstädtische Oberrealschule. Montag, den 16. November, richten gemeindliche Notstandsarbeiten oder haben in anderen in der Bochumer Straße 8, Friedrich- Werdersches Gymnasium. Gewerben Unterkunft gefunden. Wenn der Verband nur aus Dienstag, den 17. November, in der Dresdener Str. 113. eigenen Mitteln die Notstandsunterstützung hätte zahlen sollen, Quisenstädtische Oberrralschule. Es wirkten mit: Hermann Weißen eigenen Mitteln die Notſtandsunterſtüßung hätte zahlen sollen, born, Gefang; M. Lewiski, Klavier; und Walli Kussel, Rezitationen. o hätte er diese Auszahlung schon längst einstellen müssen. Durch Anfang 8 Uhr abends. die Hilfe der anderen Gewerkschaften aber war es ihm möglich, Eintrittskarten zum Preise von 10 Bf. in folgenden Verkaufsstellen: bis jetzt Unterstützungen zu zahlen. Nunmehr ist aber auch diese Nordweiten: Gozłowskyftr. 10, Beder; Oldenburger Str. 10, Restaurant Quelle versiegt und der Verband kann nur mit feinen eigenen Baerfch; Lübeder Str. 29, Konsumgenossenschaft.- Norden: Malplaquet Einnahmen rechnen. ftraße 14, Buht; Solonieſtr. 139, Konsumgenossenschaft; Huffitenſtr. 53, Stonium: 20 000 m. werden aber bei den bisherigen Unterstützungssägen Diese betragen wöchentlich 7000 m., Konsumgenossenschaft; Brunnenstr. 150, Restauration Dieseler; Beteranenstr. 6, Fischer; 20,000 m. werden aber bei den bisherigen Unterstützungssägen Beißenburger Str. 60, Hasel; Linienſtr. 227, Geschäftsstelle des Ber: gebraucht. bandes der Voltsbühnen; Linienſtr. 83/85, Verwaltungsstelle des Deutschen Eine Konferenz des Verbandsvorstandes mit den Gau Metallarbeiter Verbandes( Zimmer 2 und 3), Expedition. Zentrum: Alexanderplatz, Kaufhaus Hermann Ties, Theaterkaffe. Nordosten: leitern faßte deshalb den Beschluß, in Anbetracht der gegen. Landwehrstr. 3, Kohnert; Hufelandstr. 30, Zigarrengesch. Schneider.Diten: wärtigen Verbandslage die Weiterzahlung der bisherigen UnterGrüner Weg 15, Konsumgenossenschaft; Stralauer Blas 10/11, Bureau des Wahl- stüßung einzustellen und zu prüfen, wieviel Arbeitslose aus vereins( 9-1, 5-7); Frankfurter Allee 109/112, Kaufhaus Hermann Tiez, Hauptkasse; Petersburger Plak 4, Spedition des„ Borwärts": Kopernikus öffentlichen Mitteln unterstützt werden. Es wurde darauf hin. straße 3, Konsumgenossenschaft. bühnenbuchhandlung; Engeluser 15, Bigarrengeschäft Horsch; Admiral Losenunterstüßungen eingeführt sind, daß aber in vielen GeSüdosten: Köpenider Str. 68, Bolts- gewiesen, daß bereits in manchen Orten gemeindliche Arbeitsftraße 40a, Zigarrengeschäft Schulz; Forster Str. 3, Konsumgenossenschaft. meinden noch recht viele Arbeitslose vorhanden sind, die nichts Süden: Kommandantenstr. 62, Bobsien; Ritterstr. 15, Zigarrengeschäft erhalten, weil dort noch keine Arbeitslosenfürsorge eingeführt Börner; Gräfeftr. 65a, Konfumgenossenschaft. Südwesten: Leipziger Straße( am Dönhoffplat), Staufbaus Hermann Tiez, Reisebureau; Koch worden ist. Der Verband betrachtet es als seine Pflicht, den Verband für Handwerksmäßige und fachgewerbliche Ausbildung straße 62, Konsumgenossenschaft; Lindenstr. 2, Zigarrengeschäft Klabunde; arbeitslosen Mitgliedern, die von keiner Seite unterstützt wer Arndtstr. 29, Konsumgenossenschaft; Hagelberger Str. 53/54. Bigarrengeschäft den, zu helfen, soweit es in seiner Macht steht. Um eine Ueberder Frau." Schröder. Westen: Potsdamer Str. 43, Zigarrengeschäft Martienzen; ficht zu erhalten über die in den einzelnen Orten gewährten Nach dieser Antwort sieht es sehr danach aus, als ob es dem Französische Str. 57/58, Verein der Bankbeamten. Verein in erster Linie um Gewinnung von Mitgliedern zu tun städtischen oder staatlichen Unterstützungen und über die Anzahl Der Verein für Kindervoltsküchen und Boltstinderhorte Berlin der arbeitslosen Mitglieder, die keine Unterstützung erhalten, hat berausgabte während des Monats Oktober in den 47 Kinder- der Verband eine Umfrage veranstaltet. Diese ergibt, daß in bollstüchen 1203 104 Portionen, in den 8 Bürgerfüchen Das Oberkommando der Marken veröffentlicht werden, wachsen von Tag zu Tag: es ist anzunehmen, daß der die feine Unterſtüßung durch die Gemeinde, die Landesversiche 83 534 Portionen. Die Anforderungen, die an den Verein gestellt Deutschland zirka 1300 arbeitslose Mitglieder vorhanden sind, folgende Mahnung: Wir sind im Befiz Ihrer Antwort auf unsere Anfrage vom 29. Dftober und teilen Ihnen mit, daß wir Ihnen zurzeit feine Arbeit auf Zeltbahnen nachweisen fönnen. Wir raten Ihnen aber statt dessen, sich an den Fachberein der selbständigen Maßschneiderinnen von Groß- Berlin zu wenden, der eine Lieferung von Militärflanellhemden erhalten hat. Die Arbeit wird in der Zentralwerkstätte des Fachbereins in der Handwerkskammer Berlin, Teltower Straße 1-4, ausgegeben, wo Sie alle näheren Bedingungen erfahren. Allerdings müßten Sie Mitglied des Fach, vereins werden und den jährlichen Beitrag von vier Mark entrichten, wofür Sie außer den sonstigen Vergünstigungen des Fachvereins auch monatlich die„ Deutsche Schneiderinnen- Zeitung" erhalten. Anmeldung in der Zentralwerkstätte. Gleichzeitig müssen wir Sie darauf aufmerksam machen, daß die Zahl der täglich zur Ausgabe gelangenden Stüde sehr schwankt, so daß Ihre Berücksichtigung bei der Arbeitsausgabe vielleicht nicht sofort erfolgen kann. Donnerstag, den 5. November, findet abends 8 Uhr eine Mitgliederversammlung des Fachvereins der selbständigen Maßschneiderinnen in der Handwerkskammer statt, an der aber nur Mitglieder teilnehmen können und in der über Arbeitsbeschaffung gesprochen wird. tatia wäre. Hochachtungsvoll Das Traktieren der Krieger. „ Das herzliche Verhältnis zwischen Armee und Voll, wie es in der preußisch deutschen Geschichte von jeher als etwas Selbstverständliches erschien, kommt besonders auch in der rührenden Fürforge zum Ausdrud, die unseren vor dem Ausmarsch stehenden --laufende Monat eine noch größere Zahl Bedürftiger aufweisen wird. Wer für Wohlfahrtszwede sich von Kinderwagen, Kinderbettstellen und betten trennen kann, wird gebeten, dieselben zum Abholenlassen bei Frau Geheimrat Martin, Schöneberg, Freiherr bom- Stein- Str. 2, anzumelden. Aus der Partei. rungsanstalten, die Organisationen der Kriegshilfe oder andere gleichartige Organisationen erhalten. Dazu kommen noch Rrante, Invaliden und Witwen, die der Verband ebenfalls unterftüken muß. Bauend auf die Solidarität und Opferwilligkeit der Mitglieder soll versucht werden, alle diese Silfsbedürftigen weiter zu unterſtüßen. Vom Verbandsvorstand wurden jezt folgende Bestimmungen erlassen: Von jest ab erhalten die Arbeitslosen, die Kranten, Invaliden und Witwen, die von keiner Seite eine Unterstübung erhalten, eine Notstandsunterstüßung wie bisher weiter. Sterbegeld für Mitglieder und deren Frauen wird zur Hälfte der bisherigen Höhe bezahlt. An die in Arbeit befindlichen Mitglieder wird appelliert, ihre Beiträge pünktlich zu zahlen und, sofern es ihnen irgend möglich ist, noch einen Extrabeitrag, um diese Unterstützung möglichst für die ganze Kriegszeit hindurch zahlen zu tönnen. Denn es sei Pflicht eines jeden Mitgliedes, das schwere Los derjenigen Arbeitslosen zu mildern, denen der Verband jeht die einzigste Hilfsquelle ift. Dieses typische Beispiel, das der Verband der Lithographen und Steindrucker dafür liefert, in welch hohem Maße unsere Gewerkschaftstassen für den Krieg bluten müssen, verweist aber auch wieder auf die zwingende Notwendigkeit der Einführung einer staatlichen Arbeitslosenunterſtüßung. Ausland. Soldaten und unseren zur Heilung in die Heimat zurückgekehrten Verwundeten von allen Kreisen der Bevölkerung entgegengebracht Dem Berliner Aquarium sind von der Fischzuchtanstalt wird. Um so bedauerlicher ist es, daß durch die Unüberlegtheit von dem Borne in Berneuchen einige besonders schöne Süßwassereinzelner auf dieses schöne Einvernehmen bisweilen häßliche fische zum Geschent gemacht worden, von denen namentlich zwei Schatten fallen. Wir haben dabei die oft viel zu weit gehende riesige Karpfen das Augenmerk auf sich ziehen; der eine davon wiegt Verabreichung, das sogenannte Spendieren" von alkoholi- über 25 Pfund. Außer recht stattlichen amerikanischen Zwergwelſen, einer Art, die sich in unseren heimischen Gewässern bereits einschen Getränken besonders an leicht verwundete Mannschaften gebürgert hat und auch ab und zu als Speisefisch auf den Markt - im Auge. Es gibt faum etwas, was in der gegenwärtigen bitter- fommt, find drei prächtige Goldorfen, bekanntlich die rote Abart des ernsten Zeit das Auge aller vaterländisch Gesinnten mehr beleidigt. Alandes, sehenswert; sie stechen durch ihr leuchtendes Rot besonders als der Anblick eines Angetrunkenen, der den feldgrauen Rock des hervor. Königs trägt. Dieser Anblick ist in Berlin glüdlicherweise eine Seltenheit, aber ganz ist er auch uns leider nicht erspart geblieben. Außerdem liegt für Verwundete in jedem starken Alkoholgenuß die Gefahr einer Schädigung ihrer Gesundheit und eine Verlangsamung ihrer Heilung. Verschiedene militärische Dienststellen in der Provinz Das Urteil der Stuttgarter Genossen. haben sich nach Zeitungsmeldungen deshalb veranlaßt gesehen, gegen Mit den Vorgängen in der Redaktion der„ Schwäbischen Tag Mißstände der bezeichneten Art mit aller Schärfe vorzugehen und für wacht" beschäftigte sich am Montagabend eine Mitgliederversammlung Wiederholungsfälle die Schließung der betreffenden Wirtschaftsbetriebe des sozialdemokratischen Vereins Stuttgart. Ueber die Versammlung anzukündigen. Es steht zu hoffen, daß ein ähnliches Vorgehen in der erhalten wir vom Schriftführer des Vereins folgenden Bericht: Reichshauptstadt sich nicht als nötig erweisen wird. Es ist vielmehr Eine überfüllte Mitgliederversammlung nahm heute Montag Wie die Humanité" vom 2. November berichtet, hat die fran von dem gefunden Sinn der Bevölkerung zu erwarten, daß es Stellung zu den Vorgängen in der Redaktion der Schwäbischen genügt, wenn die Bürgerschaft und namentlich die Gastwirte Berlins Tagwacht". zöfifche sozialistische Bartei gemeinsam mit der Conféderation GéDie Genossen Crispien und West meyer erstatteten Be- néral du Travail ein" Comite d'action" gebildet, das alle Fälle hiermit dringend davor gewarnt werden, unseren gefunden oder richt über die dem Konflikt zugrunde liegenden Ursachen. Sie der Lohnbrüderei überwachen und ans Tageslicht bringen will. In verwundeten Soldaten alkoholische Getränke in Mengen zukommen fanden mit ihrer Verurteilung der Handlungsweise des Landes der Erklärung dazu werden verschiedene Fälle von Lohnbrüderei zu lassen, die zu einer Schädigung ihrer Gesundheit oder gar zu vorstandes stürmischen Beifall. angeführt. Die Presse fordert, wird in der Erklärung gesagt, immer ärgerlichen Auftritten in der Deffentlichkeit führen könnten. Die wieder zur Aufrechterhaltung des Burgfriedens. Wie ziemt es sich Gesundheit und das Ansehen unserer Armee darf durch solche Dinge aber mit dem Verhalten der Unternehmer. Man verfolgt die orgas unter feinen Umständen geschädigt werden." „ Die Mitgliederversammlung des fozialdemokratischen Vereins fierten Arbeiter. Statt des von kompetenten Autoritäten als den Stuttgart verlangt die sofortige Entfernung des Ges geradezu unentbehrlich festgefeßten Minimallohnes von 90 Centimes noffen W. Keil als Chefredakteur der„ Tagwacht". Sie fordert pro Stunde wird ein Lohn von 60-65 Centimes angeboten. Selbst weiter die umgehende Einsegung der Redakteure in den Unternehmungen, die für die Armee arbeiten, werden LohnCrifpien, Hörnle, Walcher in ihre bisherige Stellung abzüge von 10 bis 60 Broz. gemacht, wozu noch Abzüge von 5 bis und zu den alten Rechten. Den Redakteuren fann teine andere 20 Broz. für die Familien der Mobilisierten kommen. Eine wohlfeile Bindung auferlegt werden, als die durch die Redakteurkonferenz und den Parteivorstand aufgestellten Richtlinien für die Parteiredakteure Deutschlands, die von den Redakteuren Crispien, Hörnle und Walcher rückhaltlos anerkannt und befolgt worden sind. Die Versammlung verlangt weiter öffentliche Genugtuung für die genannten Redakteure." Liebesgabenausstellung in Charlottenburg. Bom Charlottenburger Magistrat erhalten wir folgende Buſchrift: Wir haben von arbeitslosen Frauen eine größere Anzahl aus gestrickten Wollsachen bestehende Liebesgaben Einheits. pädchen herstellen lassen, die wir zu einer fleinen Ausstellung bereinigt haben. Wir hoffen, durch diese Zusammenstellungen erprobter, zwedentsprechender Bekleidungsgegenstände, bei verhältnismäßig billigen Preisen( 5, 4, 3 und 2 M., je nach Inhalt des Päckchens). weite Streise des Publikums dazu anzuregen, unsere Truppen zu Weihnachten zu beschenken und sich an den Bescherungen für die Armen zu beteiligen, was in diesem Jahr doppelt not tut. Gleichzeitig möchten wir unseren arbeitslosen Frauen zu Verdienst verhelfen, um ihnen das Fortkommen in den schweren Wintermonaten zu er leichtern. Arbeitsgelegenheit für Näherinnen. Es Die kommunale Nähstube der Gemeinde Weißensee hat die Lieferung von 200 000 Stüd Helmüberzügen übernommen. werden 800 Frauen in und außer dem Hause gesucht. Der Lohn beträgt 11 Pf. pro Stüd. Garn wird geliefert. Meldungen beim Patriebsleiter in der Schulaula der Gemeindeschule, Langhansstraße. " Einstimmig wurde folgender Antrag der Vertrauensleute angenommen: Ein weiterer Antrag: " Die Mitgliederversammlung beschließt die Schaffung eines eigenen Parteiorgans für die Stutt garter Parteigenoffen. Es ist ein Breffefonds zu schaffen, Sem bom sozialdemokratischen Verein Stuttgart tausend Mart als Grundstock überwiesen werden. Außerdem find Anteilscheine und Preßfondsmarken herauszugeben. Zur Gründung des Unternehmens wird eine Produktivgenossenschaft gebildet. Die Vorarbeiten hat eine dreigliedrige Kommission auszuführen," wurde gegen 12-15 Stimmen angenommen. Die Kommission wurde sofort gewählt. Weiter wurde die Parteileitung beauftragt, die Vorgänge in einer Broschüre zusammenzufassen und sie der weitesten Parteiöffentlichkeit zugängig zu machen. Einen Ruf um Hilfe läßt der Ausschuß der oftpreußischen Heilbronner Parteigenossen hatten ein Sympathietelegramm geFlüchtlinge in Berlin ertönen. Es handelt sich um die Bitte, Not fandt Philantropie. Lohndrückerei in Frankreich. In der Konfektionsindustrie, sowohl in der, die für die Armee als auch in der, die für Privatpersonen arbeitet, arbeiten die Mütter, Schwestern oder die Frauen der Mobilisierten und werden ungeheuerlich ausgebeutet. Sie erhalten einen Sohn von 40 bis 60 Centimes pro Tag! Die Erklärung wendet sich an die Arbeiter, die jetzt ihr Blut bergießen, und ermahnt sie, diese Handlungsweise der Unternehmer nicht zu vergessen. Man fieht, felbft im Moment der größten Gefahr suchen die Unternehmer ihren Profit zu erhöhen.... Aus Industrie und Handel. Beschlagnahme deutschen Eigentums in Frankreich. Die fran zösischen Behörden fahren fort, deutsches Eigentum mit Beschlag zu belegen. So wurden in Roy Warenlieferungen beschlagnahmt, die folgenden deutschen Häusern gehören: Rantorowig u. Co., Breslau; Gebrüder Salomon, Hannover;. E.-G., Berlin, und Schönherr Chemniz. Soziales. Akkordunterbrechmlff. Zu einem der umstrittensten Kapitel auf dem Gebiete des Arbeitsvertrages gehört die Bezahlung für Akkordarbeit. Auch beim Akkord bildet die Zeit den Gradmesser für die Berechnung der Lohnhöhe. Aber nicht die individuell verwendete, vom Ar- beitgeber kontrollierte und beaufsichtigte Arbeitszeit, sondern die Zeit, innerhalb deren durchschnittlich nach Annahme einer oder beider Parteien die Herstellung einer bestimmten Ware möglich ist. Das Akkordsystem entlastet den Arbeitgeber von der Mühe und den Kosten der Kontrolle über die Zeitdauer und die Beaufsichtigung der Art der Arbeitsleistung. Es veranlaßt den Arbeiter zur intensivsten Anspannung seiner Arbeitskraft, steigert die Konkurrenz der Arbester untereinander und führt zu gesund- heitsschädlicher Ueberanstrengung und Ueberarbeit. Neben diesen allgemeinen im Akkordsystem begründeten Nachtesten erwachsen bei der Berechnung des Lohnes dem Arbeiter erbebliche Nach- teile. Diese betreffen insbesondere die dem Wesen des Arbeits- Vertrages widerstrebende Forderung, daß der Arbester(wie beim Werkvertrag der selbständigen Unternehmer) für den Er , folg seiner Arbeit einstehe und die Benachteiligung des Ar beiters bei Unterbrechungen des Akkords. Einen solchen Nach teil betraf ein gestern vor dem Jnnungsschiedsgcricht VerHandel ter Fall. Der Tischler Kliewert forderte von der Firma G. u. H. Schütze 29,51 M. Restlohn. Dem Kläger war eine Akkordarbeit zum Preise von 250 M. im Frühjahr übertragen worden. Er hatte diese Arbeit mehrere Monate unterbrechen müssen und glaubte, daß da- mit die frühere Akkordvereinbarung aufgehoben sei. Als er nach der Unterbrechung die angefangene Arbeit fortsetzte, erhielt er mehrere Wochen hindurch seinen üblichen Lohnsatz ausbezahlt. Plötzlich wurde er jedoch nach Hause geschickt, ohne den jetzt im Klagewege geforderten verdienten Lohn zu erhalten. Die Firma hatte jetzt nachgerechnet und herausgefunden, daß die Arbeit weit teurer zu stehen kam als vor 14 Jahren eine ähnliche Arbeit. Das Gericht entschied zuungunsten des Klägers. Es nahm an, daß der ursprüngliche Akkordvertrag fortbestehe. Danach habe die Firma schon mehr gezahlt, als sie verpflichtet war. Gerichtszeitung. Rücktrstt vom Mietvertrag. Wird dem Mieter der vertragsmäßige Gebrauch der gemieteten Sache nichtrechtzeitiggewährt,so kann er nach ß 542 des Bürgerlichen Gesetzbuches den Mietvertrag ohne Einhaltung einer �rist kündigen. Der Mieter muß aber vorher dem Vermieter eine angemessene Frist gesetzt haben, die dieser hat unbenutzt verstreichen lassen. Es darf sich auch nicht um eine nur unerhebliche Vorent- Haltung des Gebrauchs der Mietsache handeln. Hiernach kann der Mieter von gewerblichen Räumen, die erst noch umge- baut werden sollen, ohne Kündigungsfrist vom Vertrag zurück- treten, wenn der Umbau zu lange verzögert wird und dem Mieter dadurch die Mieträume zu lange vorenthalten wer- den. Die Fristsetzung kann darin liegen, daß d tt Vermieter dem Mieter auf seine'Frage einen bestimmten Termin zur Fertigstellung des Umbaues zusichert. In diesem Sinne hat am Dienstag das Reichsgericht entschieden. Durch Vertrag vom 30. November 1912 mieteten die Eheleute Cafetier V. von' einem Hauseigentümer aM Kurfürstendamm der- schiedene Räume zum Betriebe eines Cafes und einer Konditorei, und zwar auf die Zeit vom 1. Januar 1913 bis 30. September 1320. Der Vermieter hatte die Räume, die bisher zu Wohnwecken benutzt worden waren, umzubauen. Er behauptet, die polizeiliche Bau- genehmigung sei erst am 20. Januar 1913 erfolgt, sofort am nach- sten Tage habe er die Umbauarbeiten beginnen lassen. Am 28. Ja- nuar fand zwischen den Parteien eine Unterredung statt, wobei der Ehemann V. fragte, wann mit aller Sicherheit auf die Beendigung des Umbaues gerechnet werden könne; der Vermieter C. erwiderte ihm hierauf, daß der Bau bestimmt zum 15. Februar fertig sei. Da daS nicht der Fall war, kündigten die Eheleute V. am 24. Fe- bruar den Mietvertrag gemäß§ 542 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist. Der Umbau ist erst anc 13. März vollständig fertig geworden. Der Hauseigentümer erhob nun gegen die Eheleute V. eine Klage auf Feststellung, daß der Mietvertrag trotz der Kündigung noch zu Recht bestehe. Das Kammergericht hat die Klage abgewiesen. Zur Begrün- dung dieser Entscheidung führt das Kammergericht aus: Im Mietvertrag ist der Beginn der Mietzeit auf den 1. Januar 1913 festgesetzt. Die Beklagten haben also von diesem Tage ab ein vertragsn ätzigeS Recht auf Gebrauch der Mieträume gehabt. Der Kläger hat ihnen aber an diesem Tage den Gebrauch der Miet- räume nicht gewährt. Sie sind deshalb an sich nach§ 542 des Bürgerlichen Gesetzbuchs zur fristlosen Kündigung berechtigt ge-- Wesen. Wenn die Baupolizei erst am 20. Januar 1913 den Um- bau genehmigt hat, so ist daraus gegen die Beklagten nichts herzu- leiten. Es wäre Sache des Klägers gewesen, alle? zu tun, was dazu beitragen konnte, daß die Genehmigung in einer kürzeren Zeit als sieben Wochen erteilt wurde. Der Umstand, daß der beklagte Ehemann bei der Unterredung am 28. Januar bestimmt wissen wollte, bis wann der Umbau fertig sei, nötigt zu der Annahme, daß die Beklagten dem Kläger damit zugleich eine Frist bcS zu dem vom Kläger genannten Zeitpunkt(15. Fehruar) setzen wollten. Daß die dem Kläger gesetzte Frist angemessen war. kann nicht zweifelhaft sein. Der Kläger hatte den Beklagten bis zum Ablauf der Frist die zum Betrieb des Cafes bestimmten Räume bereits Ith Monate vorenthalten. Die Frage, ob es sich etwa um eine nur unerhebliche Vorenthaltung des Gebrauchs der Mietsache handelt, ist deshalb zu verneinen. Hiernach waren die Voraus- setzungen des§ 542 des Bürgerlichen Gesetzbuchs erfüllt und die Beklagten berechtigt, daS Mietverhältnis � fristlos durch Kündigung zu beendigen.. Das Reichsgericht wies d,e Revision zurück. Versammlungen. Generalversammlung des MetallarbeiterverbanbeS. Am 8. November hielt die Verwaltungsstelle Berlin des Deutzen Metallarbeiterverba�zes ihre ordentliche Generalverzammlung it das dritte Öuartal 1914 ab. Aus dem Kassenbericht, den der Kastierer Henrnnfl gab,'s lgendeS zu entnehmen: Die Einnahmen im Dritten �uarwllalt trugen in der Hauplkasse 563 680,51 M. DaS'st cm Weniger igenüber dem dritten Quartal 1913 von rund 140 MI M. Die u»gaben der Hauptkasse im 3. Quartal 1914 betragen tnkü eines affenbestandes von 601,23 M. 768 680,51 M. Die Ausgaben für is 3. Quartal 1914 sind um rund 98 000 M. gertnger als tm Quartal 1913. Trotzdem mußten zum Ausgleich gegenüber n Einnahmen 205 000 M. der Lokalkasse entnommen werden. Der luptsächlichste Posten der Ausgaben ist die Ausgabe für Arbeits- senunterstützung, nämlich 509 978,55 M.. gegenüber 263 8o3,6o M ;§ gleichen Quartals des Vorjahres. In her Lokalkage'ü eine innahme inkl. des Bestandes von 1 281 336,62 M.. zu Beginn de- uartalS von 1 549 735.94 M. zu verzeichnen. Unterden Uus- iben der Lokalkaffe befindet sich der Postenvon 205 000 M., der x Hauptkasse zum Ausgleich überwiesen ist. Am«cblutz des uartals betrug der Kassenbestand der Lokalkasse 1 165 909,34 M. Da irgendwelche Anträge zur Generalversammlung nicht ge- stellt waren, gab Cohen einen Situationsbericht für das dritte Quartal. Er führte folgendes aus: Die Arbeitslosigkeit, die Anfang August eine beängstigende Höhe erreicht hatte, ist infolge der Kriegsarbeit in den verschie- densten Betrieben der Metallindustrie Berlins erheblich zurück� gegangen, so daß die Kosten für Arbeitslosenunterstützung, die zur zeit in Berlin zu tragen sind, als normal bezeichnet werden können und sogar noch etwas niedriger sind als die Kosten der Arbeitslosenunterstützung kurz vor Beginn des Krieges. Bedauerlich sei allerdings, daß die seinerzeit mit so vielen schönen Worten proklamierte Unterstützung der Arbeitslosen durch Staat und Kommunen so mangelhafte Resultate gezeitigt habe. Von Staat und Reich ist bisher überhaupt nichts geschehen, und von den Kommunen ist nur teilweise in die Tat umgesetzt worden, was seinerzeit angekündigt wurde. Ein Hand-in-Hand-Arbeiten mit den Gewerkschaften ist in Grotz-Berlin nur mit den Kommunen Berlin, Steglitz, Wilmersdorf, Tegel und Köpenick zu verzeichnen. Die übrigen Kommunen verhalten sich ablehnend, oder aber die Gewerkschaften müssen ein Zusammenarbeiten ablehnen, weil die Kommunen die Absicht haben, bei Zuwendung von Unterstützungen an die Arbeitslosen den von den Gewerkschaften geleisteten Betrag anzurechnen. Da nun die Unterstützung der Kommunen vielfach den Betrag der Gewerkschaftsunterstützung nicht übersteigt und zum Teil sogar nicht einmal erreicht, würde das einS gewaltige Entlastung der kommunalen Ausgaben ausmachen, ohne daß den Arbeitern auch nur ein Pfennig mehr Unterstützung wird, als sie aus den Kassen der Gewerkschaften erhalten. Dazu hat man dann noch die Freundlichkeit seitens verschie- dener Gemeinden, den Gewerkschaften die gesamten Verwaltungs- und Kontrollkosten aufzubürden. Am schlimmsten ist in der Be- ziehung die Haltung der Stadt Schöneberg, die neben der vollen Anrechnung der Gewerkschaftsunterstützung auch noch eine Reihe sonstiger Bestimmungen erfüllt sehen will, die es uns unmöglich machen, irgendwie mit dieser Gemeinde zusammenzuarbeiten. (Jetzt ist beschlossen worden, nur noch die halbe Unterstützung an- zurechnen. Red.) Die vornehnlste Aufgabe gegenüber den Arbeitslosen, nämlich die Schaffung von Arbeitsgelegenheit, hat auch recht eigentüm- liche Blüten gezeitigt, die von uns durchaus nicht als angenehm empfunden werden. So ist z. B. der Versuch gemacht worden, eine Organisafton der Arbeitsnachweise mit einer Zentrale: der Reichszentrale für Arbeitsnachweise, zu schaffen. Nach dieser Reichszentrale sollen alle Stellen gemeldet werden, die durch die einzelnen Nachweise nicht besetzt werden können. Bei den Re sultaten, die diese Zusammenfassung der Arbeftsnachweise ge- zeitigt hat, stellte sich dann heraus, daß man schematisch etwas derartiges nicht machen könne, wenn nicht wider Willen die gcmze Einrichtung dazu dienen soll, den Firmen, die auf reguläre Weise wegen mangelhafter Bezahlung keine Arbeitskräfte erhalten, bei- zuspringen. So wurden uns von der Reichszentrale Stellen angeboten für Dreher, Werkzeugmacher, Maschinenbauer und Former für 50 bis 60 Pf., in einigen Fällen auch 65 Pf. und in einem einzelnen Fall 70 Pf., und das nur bei besonderer Leistungsfähigkeit. Wie ein verheirateter Mann, der nach einem anderen Ort arbeiten geht, wegen der Kürze der Beschäftigung aber nicht mit seiner Familie umziehen kann, bei derartigen Verdiensten zurechtkommen soll, ist eine Frage, die uns auch von der Reichszentrale nicht beantwortet werden konnte. In einem Fall wurden uns sogar Stellen angeboten als Konstruktionsschlosser und Zuschläger zu einem Verdienst von 3,80 bis 5 M. pro Schicht. In einem weiteren Fall wurden tüchtige Former gesucht, und zwar nach Branden- bürg a. H. Dabei hat sich der Arbeitgeber bereit erklärt, den Formern nach drei- bis vierwöchiger Beschäftigung das Fahrgeld vierter Klasse von Berlin nach Brandenburg zurückzuerstatten. Da nun das. Fahrgeld von Berlin nach Brandenburg 4. Klasse 1,30 M. beträgt, so kann man ersehen, wie gewaltig das Entgegenkommen dieser Firma ist. Alles in allem steht es so, daß diese Art des Arbeitsnachweises nicht als ideal bezeichnet werden kann. Es wird wohl nötig fem, wenn derarttge Einrichtungen wirklich funkftonieren sollen und Be- dcutung und ausreichende Beachtung unter den Arbeitern finden, däß man bei der Beratung solcher Dinge wirkliche Praktiker hinzuzieht. Es schwirren ja auch gegenwärtig Gerüchte herum, wonach an die gesetzliche Regelung der Arbeitsnachweise herangegangen werden soll. Zu den Dingen, die da geboren werden sollen, könne man aber erst Stellung nehmen, wenn man die Vorlage sieht. Es kann wohl als selbstverständlich bezeichnet werden, daß, wenn es zu einer gesetzlichen Regelung der Arbeftsnachweise kommt, Licht und Schatten gegenüber den Nachweisen der Arbeitgeber und Arbeit- nehmer gleichmäßig verteilt sind. Sollte es zu paritätischen Arbeitsnachweisen kommen, dann aber auch wirkliche Parität und nicht scheinbare. Die Erledigung von Differenzen und Beseitigung von Miß- ständen hat im dritten Quartal deshalb große Schwierigkeiten ge- macht, weil einmal die gewerkschaftliche Betätigung eingeengt war. zum anderen aber auch, weil uns die Möglichkeit der Besprechung von Mißständen in der Presse zum großen Teil genommen ist. Die von uns eingeschlagenen neuen Wege zur Behebung von Miß- ständen, als da sind Beschwerdeführung an die Behörden usw., waren so gut wie ergebnislos. Eine am 14. Oktober an das Reichs- amt des Innern gerichtete Beschwerde über eine Firma, die in bezug auf Behandlung und Bezahlung von weiblichen Arbeits- kräften stark zu wünschen übrig ließ, wurde am 27. Oktober dahin beantwortet, daß unsere Beschwerde an das Kriegsministerium weitergegeben wäre. Eine Antwort des Kriegsministeriums ist bis heute noch nicht eingelaufen. Am 23. Oktober richteten wir eine wohlbegründete Beschwerde an das Reichsamt des Innern über die Firma Siemens u. Halske. Eine Antwort ist bis zur Generalversammlung am 8. November noch nicht eingelaufen. Des weiteren macht Cohen darauf aufmerksam, daß wir im allgemeinen schon mit dem Stand der Organisation zufrieden sein können. Und wenn die Arbeitgeber hoffen, daß wir durch die starke Inanspruchnahme der Arbeitslosenunterstützung finanziell stark ge- schwächt werden, dann irren sie sich. Wir werden, wenn die Herren glauben, nach dem Krieg über uns herfallen zu können, sehr wohl in der Lage sein, finanziell selbst Lohnbewegungen größeren Um- fanges bestehen zu können. Dazu gehört aber auch, daß jeder ein- zelne Kollege seinen Mann steht. Es müsse jetzt schon unter.allen Umständen möglich sein, gerade weil es in verschiedenen Berufen so wenig Arbeitslose gäbe, den Lockungen der Gelben gegenüber fest zu bleiben. Tie Haltung der Unternehmer beweise auch sonst, was die Arbeiter zu gewärtigen haben, wenn sie sich durch schöne Worte einschläfern lassen. Nur eine starke Organisation ist in der Lage, allen Anschlägen begegnen zu können. Darum sei es die Pflicht aller Mitglieder, am Aufbau, der weiteren Festigung und Stärkung der Organisation niitzuarbeiten. Die allgemeine Zustimmung zeigte daS vollste Einverständnis der Versammlung mit diesen Ausführungen. Damit war dann die Tagesordnung der Generalversammlung erledigt.__ Kleine Nachrichten. Msftellung von Kriegsenten. Unser römischer Korrespondent schreibt uns vom 7. d. MtS.: Die Enienproduktion der Ententepresse zeitigt in den letzten Wochen. was die Quantität betrifft, geradezu glänzende Resultate. Der Markt, der ja bei dieser Ware in der Glaubfähigleit deS Publikums besteht, ist wirklich übersättigt und zu weiterer Aufnahme unfähig. Heute früh haben die Ententedepeschen glücklicherweise den G e- neral Hin den bürg wieder in Freiheit gesetzt, der gestern mit seinem ganzen Generalstav gefangen genommen wurde. Es waren vier sächsische und drei preußische Prinzen dabei! Ueberhaupt ist Deutschland daS Land der Prinzen und jeder einzelne Prinz ist außerordentlich ergiebig. Er kann mehrmals getötet, mehrmals verwundet werden und unbegrenzt oft in Gefangenschaft fallen. Den Relord schlägt darin der Kronprinz: wie oft der schon tot war, läßt sich gar nicht mehr feststellen. Dieselbe Nachricht meldete un- längst in gleichem Atem seinen Tod und seine geheimnisvolle Be- Handlung in Straßburg. Augenblicklich befindet er sich, ohne daß der Tod oder die.Tode" dementiert worden wären, iu P e g l r an der Riviera zur Erholung. Daß er, auch von den eigenen Wunden abgesehen, erholungsbedürftig ist, muß jeder zugeben: wenn ein Mensch fünf Brüder hat und es werden davon etwa fünfzig ver- wundet oder gefangen genommen, so mutz das ja die stärlste Ge- sundheit erschütiern. Leider geht es nun diesen Enten, auf deren Zucht so viel Er- findungsgabe und Lügenkrast verwendet wird, wie allen Waren, die im Uebermaß angeboten werden: man hat keine Verwendung mehr für sie. Man muß sich schon wieder auf eine andere in den letzten Wochen weniger versandte Spielart werfen: von den Prinzenenten aus die Greuelenten. Ein niedliches Exemplar hat Maurice Donnay gezüchtet: den in den Taschen eines toten Gardesoldaten auf den Schlachtfeldern der Marne gefundenen Brief seiner Gattin mit fol- genden Worten:.Ich hoffe, Du wirst weder Frauen noch Kinder schonen". In demselben Artikel werden dieselben Worte schon in der folgenden Form wieder zitiert:.Vor allen Dingen verschone weder Frauen noch Kinderl"_ Feldpostmarder. Leipzig, 11. November.(W. T. B.) Die Strafkammer per- urteilte den Handlungsgehilfen Dombrowski, der seit Kriegsbeginn aushilfsweise in einem hiesigen Postamt beschäftigt war, wegen Be- raubung von mindestens 37 Feldpostbriefen zu einem Jahre und sechs Monaten Gefängnis. » ß- * Eine Berliner Zeitung veröffentlicht heute ein Telegrwmnr ihres Korrespondenten aus München, wonach in Würzburg ein Postbeamter durch eine Haussuchung überführt worden sei. Liebes- gaben in großen Mengen unterschlagen zu haben; man habe die ge- stohlenen Gaben zum Teil noch in seiner Wohnung vorgefunden. Der Beamte, dessen niedrige Handlungsweise allgemeine Eni- rüstung hervorgerufen habe, sei sofort verhaftet worden. Wie wir erfahren, fehlt diesen Nachrichten jede tatsächliche Unterlage._ Die tapfere Quartiermutter. Im badischen.Staufener Wochenblatt" schildert ein junger Kriegsteilnehmer aus Staufen, mit welch aufopfernder Fürsorglich- keit er und feine Kameraden von ihren Ouartiergebern in dem ober- elsässischen Orte W. verpflegt wurden. Er schreibt:„Ich und mein Kamerad waren in W. bei einem Sattlermeister in Quartier. Früh 5 Uhr mußten wir unsere Schützengräben, welche etwa 200 Meter von dem Orte entfernt lagen, besetzen: Um 7 Uhr brachte uns unser Ouartiervater den Kaffee m den Schützengraben. Als wir, gemütlich plaudernd, den Kaffee tranken, fielen plötzlich sechs Schrapnellschüsse in das Dorf, gerade in das Haus, in welchem wir nachts die Ma- schinengewehre untergebracht hatten. Im schnellsten Tempo eilte nun unser Kaffeeträger wieder seiner Behausung zu. Das feindliche Feuer nahm den ganzen Vormittag zu, und unter fortwährendem Feuer wurde es Mittag. Das feindliche Feuer war wirkungslos, denn die Schrappnells schlugen immer 50 bis 100 Meter hinter uns ein. Jetzt sagte ich zu meinem Kameraden:„Heute bringt uns unser Ouartiermeister lein Mittagessen, denn jetzt kracht es ihm zu sehr." Wir lagen ganz ruhig im Schützengraben; da auf einmal bören wir eine Stimme rufen:.Wo sind denn meine zwei Soldaten?" Als wir aufschauten, sahen wir zu unserem größten Erstaunen unsere Ouartterinutter mit dem Mittagessen, welches wir ihr mit dem besten Dank abnahmen. Gewiß eine tapfere Heldin und ehrenwerte Quartier- mutier."_ parteiveranftaltungen. Tchöneberg. Morgen Freitag, abends 8>/, Uhr, findet der 3. Vortrag des Genossen Reimers über:.Die Entwickelung der kapitalistischen Wirt- schastSordnung", EbcrZstr. 80, WilhelrnShof, statt. öriefkasten üer Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Wonnenten Liudenstr. 3, IV. Hos rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 8 bis 6 Uhr, am Sonnabend von S bis 6 Uhr statt. Jeder für den Briefkasten be- stimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merkzeichen bei- zusagen. Brieslichc Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen leine Abonnemcntsquittung beigcsügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Vertrüge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. B. P. 24. Darüber ist uns nichts bekannt.— A. I. 99. Nein- — C. A. 19. Im Falle einer Klage würden Sie zur Zahlung verurteilt werden.— L. 75. Wegen Plattsug landsturmpflichtig.— M. R. 150. Das ist unwahrscheinlich, aber garantieren kann niemand.— O. 48. ES mühte ein neues Gesetz sür diesen Fall geschaffen werden.— Cr. 8. 7. Die Firma ist zur Zahlung verpflichtet.(§ 63 H. G. B.)— A. F. 22. Eine Klage hätte leider keine sichere Aussicht aus Erfolg. Der Erfolg der Klage hängt von dem Gutachten des Sachverständigen über die Güte der Ware und die Preiswürdigkeit ab. Wie ein solches Gutachten ausfällt, läßt sich nicht im voraus sagen. Da der unterliegende Teil die Kosten zu tragen hat und das Sachverständigenurteil allein mehr Kosten ausmachen würde als das Klageobjekt selbst, können ww zur Klage nicht raten.— Cohn 156. Der Vertrag ist an sich gültig. Ob aber der Möbclhändler mit der Klage durch- kommen würde, ist mehr als zweiselhast. Sollte eine Klage angestrengt werden, so sprechen Sie mit derselben in der Sprechstunde vor.— Kuni. Sie sind wegen allgemeiner Körperschwäche und einer Verkürzung des Beins nur landswrmpflichtig und würden nur als solcher eingezogen werden.— Karl 8. Suchen Sie im Termin die Aussetzung des Versahrens herbei- usühren.— H. G. Das gilt nur für die KnegSzeit.— F. I. 2. t. Nein. I. Ein Verzug in einen anderen Stadtteil ist unerheblich.— K. 7. Nein. (S. M. 25. 1. Nein. 2. Der Bitreffende kann Verwalter sein. Sie können ihn natürlich aus der Wohnung weisen.— Z. 2. Wegen Fettleibigkeit zurückgestellt.— Brandt. Kommen Sie bei der Steuerbehörde unter Darlegung d er Einkommensverhäliniffc um Herabsetzung und Stundung ein. Amtlicher Marktbericht der städtischen Markthallen-Direktion über den Großhandel in den Zenlral-Markthallen.(Ohne Verbindlichkeit.) Mittwoch, den 11. November. Fleisch: Rindfleisch per 50 ste-, Ochsen- fleisch la 79-90, d°. IIa 74—78, do. Ma 65-73; Bullenfleisch la 76—83, do. Ha 68—75; Kühe, fett 60—70, do. mager 55—60, Fresser 65—72, do. Holl. 45—50, do. dän. 45—55, Bullen, dän. 65—75. Kalbfleisch: Doppellender 110—120; Mastkälber la 85—97, do. IIa 72—85. Hammelfleisch: Mastlämmer 78—86; Hammel la 72—77, do. IIa 67—72;' Schaje 67—72. Schweinefleisch: Schweine la seit 74—78, IIa 64—73; Sauen, dänische 0,00—0,00.— Gemüse, inländisches: Kartoffeln. Dabersche 50 kg 3,75—4,00; weiße Kaiserkronen 3,25—3,75; Magnurn bonurn 3,50— 3,75; Wöstmann 3,25— 3,75; Porree, Schock 0,70-1,00; Sellerie. Schock 3,50-6,00; Spinat 50 kg 7,00-10,00; Mohrrüben 2,00—2,50; Kohlrabi schock 0,80—1,10; Wirsingkohl schock 4,00—10,00; Wirsingkohl 50 kg 3,50-4,00; Weißkohl Schock 3,00—8,00, Weißkohl 50 kg 2,00—2,50; Rotkohl. Schock 4,00—10,00; Rotfohl 50 kg 3,00 bis 4,00; Grünkohl 50 kg 3,00— 4,00; Kohlrüben 50 kg 3,00— 5,00; Testower Rüben 60 kg 12,00— 16,00, Märkische Rüben 50 kg 4,00—10,00; Blumenkohl Erfurter, 100 St. 15,00-23,00, Rosenkohl 50 kg 22,00—30,00, Meer- rettich Schock 5,00—12,00, Petersilienwurzel Schockbund 1,00—3,00; Radieschen. Schockbund 0,70— 1,00; Salat Schock 2,00—3,00; Zwiebeln 50 kg 7,50—9,00; Tomaten 50 kg 7,00—10,00; Psefferlinge 50 kg 00,00; Steinpilze 50 kg 00,00—00,00; Grünlinge 50 kg 5,00—7,00: Champignons 50 kg 00,00—00,00; Kürbis 50 kg 3,00—4,00. Wetterausstchten für das mittlere Norddeutschland bis Frettagmittag: Vorwiegend trübe und sehr windig mit weitocrdreiteten, im Norden, besonders an der Küste, vielfach starken, im Süden schwächeren Regensällen. Später zeitweilige Aushetterung und vorübergehende Zlb» kühlung, Anzu früh und fern der Heimat ftarb am 25. Oftober bei den Rämpfen im Dsten mein über alles geliebter, unvergeßlicher Gatte, unser berzensguter, treu forgenber, zärtlich geliebter Vater, einziger, geliebter Sohn und Bruder, Schwiegerfohn Schwager und Heinrich Schomacker im blühenden Alter von 35 Jahren. Im tiefsten Schmerz im Namen aller Hinterbliebenen Emma Schomacker geb. Simon und Kinder Herta und Wally, Soldiner Straße 8. Du treues Herz, rub' still in Frieden, All unser Glud nahmst Du mit hin, Du kämpftest sorgend für Dein junges Leben, In unsern Herzen stirbst Du nie. Ber unser Glüd gelannt, weiß was wir verloren. 127A Rube sanft in Feindesland, so fern von Deinen Lieben! Vereinigung deutscher Chemigraphen 1911. Auf dem Schlachtfelde im Osten fiel unser lieber Stollege und anaiter Borsigender Hermann Peters. A verlieren in ihm einen aufrid tigen und geschästen Kollegen. Sein ehrenhafter Charatter und seine Tätigkeit für uns fichern ihm ein dauerndes Andenken. Er war einer unserer Beften. Der Vorstand. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Schloffer Oskar Biedermann am 10. d. Mts. gestorben ist. an Herzschlag am Die Beerdigung findet Freitag, den 13. November, nachmittags 34, Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in der Müllerstr. 44/45 aus ftatt. Den Kollegen ferner zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Sternmacher Paul John Dppelner Straße 43 am 9. d. M. an Lungenleiden geftorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 12. November, nachmttags 3 Uhr, bon der Leichenhalle des Gemeinde- Fried: hofes in Ahrensfelde aus statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet 127/14 Die Ortsverwaltung. Verband der Lithographen, Steindrucker u. verwandten Berufe ( Deutscher Senefelder- Bund). Nachruf. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Kollege, der Stein: druder Paul Schubotz am 6. Ditober bei den Kämpfen im Dsten im Alter von 35 Jahren gefallen ist. Wir werden ihm ein ehrendes Andenten bewahren. 109/17 Die Verwaltung Berlin I. Nachruf. Am 5. Oftober fiel bei den Rampfen im Besten unser Sollege, der Lithograph Julius Seyffarth im Alter von 24 Jahren. Bevor unser Kollege in den Berband übertrat, hatte er sich als Mitglied unferer Lehrlingsabteilung, um diese verdient gemacht. Sein Andenten wird nns in bauernder Erinnerung bleiben. Die Verwaltung Berlin III. Am 30. Dftober fiel in Frant reich unser lieber Freund und Sollege, der Schriftseker Erich Kind Gefreiter der Reserve im 24. Infanterie- Regiment, im 23. Lebens 427b jahre. Durch sein kollegiales Wesen hat er sich die Liebe und Achtung aller Mitarbeiter erworben und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren Das Personal der Buchdruckerei L. Simion Nf. Am 16. Dftober fiel auf dem öfilichen Striegsschauplage unfer liebe: Kollege 140 Richard Neumann. Ehre seinem Andenken! Die Kollegen des ZentralMagazins der städt. Gaswerke. Dem Undenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genoffen! Am 4. Oktober fiel bei den Kämpfen im Westen der Tapezierer 217/11 Alex Kampka Fruchtstr. 3( Bezirk 291). Sozialdemekr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. Bei den Kämpfen im Often ficl am 28. Oktober der Fahrstuhlführer Hermann Holz 30 Jahre alt, Türrschmidtstr. 27. Sozialdemokratischer Wahlverein Lichtenberg Gruppe 58. Kreis Niederbarnim. Auf dem Schlachtfelde in Rußland fiel am 26. September Nikolaus Hamelmann Slabyftr. 23.( Bezirk 7.) Sozialdemokrat. Wahlverein Niederbarnim. Bezirk Oberschöneweide. Am 30. Oftober fiel auf dem Schlachtfelde in Frankreich Otto Fischer Handjergstr. 26. Sozialdemokratischer Wahlverein Adlershof. Freie Vereinigung der TourenSegler, Grünau. E. V. Fern der Heimat, auf dem Danksagung. Für die herzliche Teilnahme und die schönen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Konzert- Café Tivoli Neukölln Kottbuser Damm 95. Wiedereröffnet! Nene Direktion: Karl Kuhl. Täglich: Patriotische Künstler- Konzerte. 274/11 Für unsere Truppen im Felde ist das Beste gut genug; der gute Ruf, den die Kapitän Kau, Rauch- u. Schnupftabake seit vielen Jahren haben, bürgt für die Güte derselben. Zu haben in den einschlägigen Geschäften. Karl Röcker, Berlin, Grüner Weg 119. Fernspr.: Königstadt 3861. Kleine Anzeigen. Verkäufe. Teppiche mit fleinen Fehlern, weit unter Breis, Gardinen- Rest bestände enorm billig. Vorwärts", lejer noch 5 Prozent Ertra- Rabatt. Georg Lange Nachf., Chauffeestr. 73/74 und Schöneberg, Hauptstraße 149. In Geschäftsverkäufe. Bäckerei Niederlage wegen Uebernahme Bäderei für 450,- verkäuflich, Neukölln, Hermannstraße 176 1 rechts. +76 Möbel. Nukbaumpianino, wenig gebraucht, 270,-, verkäuflich.( Raten gestattet). Pianohaus, Potsdamerstraße 31. 222/ 17* Kaufgesuche. Zahngebiffe, Goldsachen, Silber fachen, Blatinabfälle, sämtliche Metalle höchstzahlend. Schmeizerei Christionat, ( gegenüber Stopenideritraße 20 a Manteufelfrage). 108/ 1* Kupfer, Messing, Zint, Zinn, Blei, Stanniolpapier, Goldsachen, Silbersachen, Platinabfälle, Duecksilber, Bahngebisse. Metallschmelze" Cohn, Brunnenstraße 25 und Neuköln, Berlinerstraße 76. 105/ 1* Fahrradgesuch. Schrader, Weberstraße 42. 120/ 15* Fahrradankauf Linienstraße 27. Goldschmelze tauft Platin, Silber Gebisse, Quedfilber, alle Metalle. Nieper, Köpemiderstraße nur 157. Platinabfälle, Goldsachen, Silberjachen, Zahngebisse bis 50,00, Militärtreffen, Quedfilber! Stanniolpapier! Ridel! Kupfer! Zinn, Aluminium, Messing, Bint, Blei höchstzahlend. Edelmetall Eintaujsbureau Beber87* ſtraße 31. # Unterricht. Automobilführer, erstklassige ftellungssichere Ausbildung, 100 Mart Auch Abendkurse. Ratenzahlung. 21978 Köpeniderstraße 116. Unterricht in der englischen Sprache. Für Anfänger und Fortwird englischer Unterricht erteilt. Auch werden Uebersehungen an gefertigt. 6. Swienty Liebknecht, Charlottenburg, Stuttgarterplay 9, Gartenhaus III. 445* Schlachtfelde in Belgien, fiel am Friedrich Voigt Freien Stunden. Bochen- 1 Biele gebrauchte Möbel billig. Sofa geschrittene, einzeln oder im Birkel, 8. Oftober unser Vereinskollege Bruno Baronsky im Alter von 27 Jahren. Wir verlieren in ihm einen der Besten unferes Vereins. Unbergänglich wird sein Name in der Geschichte des Vereins fortleben. 4336 Der Vorstand. Hierdurch allen Verwandten, Freunden und Bekannten die fraurige Nachricht, daß mein inniggeliebter Mann, unser herzensguter, treusorgender Bater, Großvater, Schwiegervater, Bru der, Schwager und Dnkel, der Tischler Otto Böhm im Alter von 59 Jahren nach langen, schweren, in Geduld ertragenen Leiden am 10. No vember sanft entschlafen ist. Wer ihn gelannt hat, wird unseren Schmerz berstehen. Dies zeigen tiefbetrübt an Frau Auguste Böhm geb. Franke und Kinder. am Die Beerdigung findet Freitag, den 13. Nov., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes, Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Berliner Wettsegel- Verband. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, den am 8. Dttober in Belgien erfolgten Tod unseres Borstandsmitgliedes Bruno Baronsky anzuzeigen. 4346 Seine unermüdliche Tätigkeit für unseren sportlichen Verband sichert ihm ein dauerndes Andenken. Der Vorstand. Für die mir erwiesene Teilnahme beim Ableben meines Mannes, des Paul Schulze, Buchdruders Bekannten, jage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dant. 82 Hedwig Voigt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes, Bruders und Schwagers Franz Rotsch fagen allen, allen herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Spezialarzt S f. Hauts, Harns, Frauenleiben, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. j Blut Dr. Homeyer untersuchung., Fäden i. Harn usw. Friedrichstr. 81, gegenüber Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. 20 Prozent Rabatt während des Krieges auf fämtliche Möbel. schrift für das arbeitende Boll. Romane 36,-, Kleiderschrank 36,-, Tisch 15, und Erzählungen. Abonnements Bettstelle 28,-. Moderne Arbeiters toöchentlich 10 Pf. nehmen alle Aus- möbel. Ehrlich, Alte Schönhauser375* gabestellen des Vorwärts" entgegenstraße 32. Probehefte gratis. Prachtvolle Wohnungseinrichtung, bildschöne Küche, zusammen 225, berfaust Glas, Rosenthalerstraße 57. ( Gewerblich.) Händler verbeten. Verschiedenes. Hiermit nehme ich die Beleidi 38 gungen gegen Frau Anna Brandt geb. Dochow, Liebenwalderstr. 16a, Leibhaus Morinplay 58a! faufen Sie spottbillig von Stabalieren wenig getragene sowie im Bersaz ge wesene Jadett, Rodanzüge, Ulster, 300 Mart verkaufe nagelneue, Baletots, Serie 1: 10-18, Serie II: wunderbare Nußbaum geschnitte 20-30 Mart, größtenteils auf Seide. Wohnungseinrichtung, brachtvolle Patentanwalt Müller, Gitschiner Gelegenheitstäuje in neuer Maß Küchenmöbel 65,-, direkt Möbel- straße 16. garderobe, enorm billig. Riesenposten tischlerei Lehmert, Große Hamburger Kunitstopferei Große Frankfurter Kleider, Kostüme, Plüschmäntel, auf ftraße 4. 4185* ftraße 67. 23999* Seide, früher bis 150, jest 20-35 M. Moebel- Boebel, Morigplatz 58. Kriegsprogramm, Brams, Ge Große Posten Belzitolas in Stunts, Spezialität: Ein- und Zweizimmerfellschaft, Strausbergerstraße 39.+46 Marder, Nerz, Füchsen, früher bis Einrichtungen. Billigite Preise! 200, jett 20-75 Marf. Große Aus- Musterbuch gratis. Sonntags 12-2 wahl in Herren- Behpelzen, Gelegen- geöffnet. heit in Damen-, Reise-, Wagenpelzen. Extra- Angebot in Lombard gewesener Schreibtisch 40,00, 65,00, Büfett zurüd und erkläre dieselbe für eine Teppiche, Gardinen, Bortieren, 28,00, Baschtoilette 20,00, 30,00, achtbare Person. Franz Tönnies, 30,00, Betten, Wäsche, Uhren, Brillanten, Musdelspinden Plüschlofa, Marstraße 16. englische Bettstellen, Goldwaren enorm billig nur Moriz- Chaiselongue, Panoptikum Wäsche wird sauber gewaschen, plat 58a I. 88 Schlafzimmer, Dresdenerstr. 107/108. Freien getrodnet, Lalen, Leibwäsche, Hermannplat Abholung Plüschsofa, Chaiselongue, englische vier Handtücher 0,10. Pfandleibhaus. Kriegswegen extra Bettstellen, Trumeau, Ausziehtisch, Sonnabends. Frau Nimz, Köpenid, billiger Bettenverfauf, Wäscheverkauf, Stüble, Kücheneinrichtung billigst. Gutenbergstraße 18. Teppichverlauf, Tapezierer Stargarder 395* gemäßer Ausführung, in Eiche( alle Moderne Arbeitermöbel in zeit Farben) und Rußbaum, unerreichte Auswahl, zu den allerbilligiten Breisen, in solider Arbeit, direkt vom Tischler Wohnungen. meister Julius Apelt, Adalbertstraße 6, 345 am Rottbusertor. Charlottenstraße 87, fleine Boh 2326* Möbel! Für Braufleute günstigste mungen sofort billig. Greifswalderstraße 206, aweiMit fleiner Anzahlung schon Stube zimmerige Wohnungen, Bad, Balkon, 4026und Küche. An jedem Stüd deutlicher fofort, auch später. Breis. Uebervorteilung ausgeschlossen. Sonnenburgerstraße 27. Bier, Bei Krankheitsfällen, Arbeitslosigkeit 3weizimmer, Zubehör sofort, auch anerkannt Rüdjicht. Möbelgeschäft später. 4016 Goldftaub, 3ossenerstraße 38, Ede Gneisenaustraße. 6. Eilt zum Brikett- Reisender Belajachen, Belzgarnituren, Gold- ftraße 18. für leistungsfähige Großhandlung für Berlin und Provinz gesucht gegen Provision. Offerten unter J. J. 9235 befördert Rudolf Mosse, Berlin SW. 121/ 11* Bandbilder, Festgeschenfe, Riesen fachen, Uhrenverlauf, Kettenverkauf, auswahl, Herrenanzüge, Winter paletots, Herrenulſter, Binterjoppen, Herrenhosen, Burschensachen. Jeder manns Einlaufsquelle, Hermann plat 6. Teppich- Thomas, Dranieuftr. 44 Walter, Buchhandlung Vorwärts pottbillig farbfehlerhafte Teppiche, Gelegenheit, fich Möbel anzuschaffen. Berlin SW., Lindenstr. 3 Soeben erschien: Die Zarengeißel Sturmschreie aus hundert Jahren. Dichtungen von Blateu, Chamiffo, Beranger, Herwegh, Freiligrath, Keller, Turgenjew, Björnson, Hendell, Gorki, Preczang, Diederich u. a. Herausgegeben von Gardinen. Borwärtslejern 5 Prozent Extrarabatt. 10 Zinkwaschfäffer, Rober, Sig wannen, Badewannen, Waschtöpfe, Spezialjabrit, Reichenbergerstraße 47, Lefern 5 Prozent. 4st Eine angenehme Abwechslung wird es Ihnen sein, einmal anstatt von den täglichen Preissteigerungen von Preisherabfezungen zu hören. Invalidenstraße 135 find jezt Herren joppen, Ulster, Paletots folossal billig zu haben. 28798 29018* Musikinstrumente. 4316 Vermietungen. Schlafstellen. Alleinige freundliche Schlafstelle Kriegshalber verlauft Bracht Hasenheide 56, zweiter Aufgang IV, piano, Spottpreis, Neukölln, Knese- Späth. bedstraße 119, Knabenfonfettion.+76 Sattler Arbeitsmarkt. Stellenangebote. Schuhmacher auf Sattlerarbeit lichstraße 20. auf Tornister, Patronentaschen, Riemen- fucht Guftas Brezel, Bankow, HadStollegen ber Budbruderet Strebs Dr. Franz Diederich. zeuge, Geschoßkörbe finden beim höchsten Lohn und zu Selbständige Schmiede bei hohem dem Sozialdemokratischen Wahl- und dem Bezirksverein meinen aufrichtigen Dant. Marie Schulze. Preis 50 Pf. Gewerkschaftshaus Engelufer 15. Sonnabend, den 14. November 1914: Bunter Abend 2. Teil unter Leitung des Direktors Edgar Schick. Mitwirkende u. a.: Nina Waldau- Roth und Lori Bründl mit neuem Reinhold Krüger, beliebter Instrumentalist. Programm. Ernst Helmrich, Virtuose auf dem Streichmelodien. Frida Gattenkamp, Operettendiva. Beginn des Konzerts 7 1hr, der Vorträge 8 Uhr Programm mit Garderobe 20 Pf. Sonntag, den 15. November 1914: Volkslieder- Abend des Berliner Sängerchors( Mitgl. des D. Arb.- Sänger- Bundes), Chormeister Fr. Bothe. Mitwirkende: Marianne Geher( Lieder zur Laute), Konzert- Trio( Kapellmeister R. Plau). Eintritt infl. Programm 25 Pf. Einlaß 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Sonnabendabend: Prima Frifaffee von Huhn a 70 Pf. Kälber vom Roft a Portion 70 Bf. Hafenbraten a Bortion 70 Bf. Sonntagabend: Großes Hirschrösten a Bortion 70 Pf. Ein Riesenposten Gänse a Portion 70 ẞf. Sonntag, den 15. November; Mittageffen a 1 M. Spargelfuppe Bouillon mit Einlage Hecht, grün, mit Klößchen Kotelett mit Spinat Leberpaftetchen Gänsebraten Heidschnucleule Ralbonierenbraten Kompott oder Salat Gewerkschaftstorte oder Käse, In sämtlichen Räumen: Konzert.schlägen dauernde Beschäftigung bei Carl Trenner, 121/8 121/6 Rohn stellt sofort ein, ebenso Stod gefellen. Ferd. Paul Krüger, Neut tölln, Glasowstraße 42/43. Schmiedelehrling Stettinerstraße 52. Militärausrüstungsfabrik, Tempelhof, Dorfstraße 23. Wir suchen fofort tüchtige erfahrene Dreher und 222/ 18* Automatendreher für Cleveland- u. Acme- Automaten. Off. m. Zeugnisabschr. an Benz& Cie., Motorenfabrik A.-G. Rheinische Automobil- Mannheim. Wir suchen sofort u. Motorenfabrik A.-G. tüchtige erfahrene Motorenschlosser für unsere Abteilungen Flugmotoren- und Automobilmotorenbau. Offerten mit Zeugnisabschriften an 120/ 17* Benz& Cie., Motorenfabrik A.-G., Rheinische Automobil u. Mannheim. Wir suchen sofort tüchtige, erfahrene Wagensattler. Offerten mit Zeugnisabschriften an Rheinische Automobil120/9 Benz& Cie., Motorenfabrik A- G. Mannheim. U. 4325* verlangt +61 Züchtige Schmiede( Schirr meister) auf Bagenteile und Kunsts schlosser fofort und dauernd. Marcus, Schöneberg, Monumentenstraße 35. Einrichter, nur erfahrene, auf Handschraubenbänke. Zeidler& Remak, Exerzierstr. 6. 120/20 Tüchtige Schlosser und Schmiede für dauernde Beschäftigung gesucht. Ed. Puls, Berlin- Tempelhof. Tüchtige Kunstschmiede fofort gesucht. * 121/ 10* Schulz& Holdefleiß, Fennstraße 13. Tüchtiger Arbeiter, ber moderne Belzimitationen auf Mohair- Plüsche für Mäntel Konj felbftändig ausführen fann, auf dauernde Stellung nach aus. gef Diskret. zuges. Offerten ut. K. L. 6098 an Rudolf Mosse, Cöln, erbeten. Merantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Gloce, Berlin, Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruderet u. Verlagsanstalt Paul Singer u. Co., Berlin S und den Rückzug antreten. Starke feindliche Nachhuten leiſten in Gefährdung der neutralen Schiffahrt durch| Türkei keinen Widerstand entgegensetzen könne, wenn diese zur vorbereiteten rückwärtigen Verteidigungsstellungen neuerdings Widerstand. Die Vorrüdung östlich Losnica- Krupanj geht fließend borwärts, trok heftigen Widerstandes feindlicher Nachhuten. Die Höhen östlich Javlaka sind bereits in unserem Befiz. Soweit bisher bekannt, wurden in den Kämpfen vom 6. bis 10. d. Mts. zirka 4300 Mann gefangen. 16 Maschinengewehre, 28 Geschütze, darunter ein schweres, eine Fahne, mehrere Munitionswagen und sehr viel Munition erbeutet. Vom österreichisch- monte" Unterstüßung der persischen Regierung ottomanische Truppen die englische Nordseesperre. nach Persien entsende. Es heißt, daß England den letzten Kriftiania, 11. November.( W. Z. B.) Der Dampfer Paffus der persischen Note beanstandet und erwidert habe, unter Pluton" ist am Sonntagabend in der Nähe von diesen Umständen keine Vermittelung übernehmen zu können. Es armouth auf eine Mine gelaufen und gesunken. erregt die größte Erbitterung in Teheran, daß, wie aus der aufDie Mannschaft wurde gerettet. Der Göteborger Dampfer gefangenen Korrespondenz des russischen Geschäftsträgers mit der Atle Thorbjörnson" ist am Sonntag ebenfalls in Petersburger Regierung hervorgeht, Rußland bereits den Beder Nähe von Yarmouth auf eine Mine gelaufen und fehl zum Vormarsch der russischen Truppen auf Teheran gegleichfalls gesunken. Hierzu schreibt Norges Handels- geben hat. og Sjoefahrtstidende": Jn 24 Stunden sind zwei Verschärfte Lage in der Mongolei. negrinischen Kriegsschauplah. dt und zwar, wie man ſehen kann, auf einer bon teilt, ſpişt ſich die Lage in der Mongolei mit jedem Tage Eine montenegrinische Abteilung aufgerieben. Der Seekrieg. Kreuzer„ Emden" verbrannt Kreuzer „ Königsberg" abgeschnitten. 11 London, 11. November.( W. T. B.) Die Admiralität meldet: Nachdem der Angriff auf den Begasus" am 19. September anzeigte, wo sich die Königsberg" befand, veranlaßte die Admiralität die Zusammenziehung einiger schneller Kreuzer in den ostafrikanischen Gewässern. Die Schiffe suchten gemeinsam die See ab. Die Königsberg" wurde am 30. Oktober von dem englischen Kriegsschiff„ Chatham" entdect; fie lag ungefähr sechs Meilen von der Mündung des Rufidschi Flusses " des größeren Tiefganges die Königsberg" nicht erreichen. Wahrscheinlich sitzt der deutsche Kreuzer außer bei hohem Wasser auf Grund. Ein Teil der Bemannung der Königsberg" ist an Land gefest und liegt an dem Ufer verschanzt. neutrale Handelsschiffe vor Yarmouth verunglückt " Der türkische Krieg. gegenüber der Insel Mafia. Die„ Chatam" fonnte wegen Große russische Verluste im Kaukasus. Ueberschreiten der ägyptischen Grenze. Konstantinopel, 11. November.( W. T. B.) Amtliche Sowohl die Verschanzungen als der Kreuzer wurden von der Meldung aus dem Hauptquartier. Im autasus hat der „ Chatham" beschossen, aber üppige Palmwaldungen verhindern fest- Feind sich auf die zweite Linie seiner Stellungen aftellen, welcher Schaden durch die Beschießungen angerichtet wurde. zurückgezogen und große Verluste erlitten. Wir Sodann wurden Schritte getan, um den Kreuzer in dem Fluß abzuschließen, indem in der einzigen Fahrriune ein Kohlen schiff versenkt wurde. Nachdem der Kreuzer gefangen und unfähig ist, Schaden zu tun, wurden die schnellen Schiffe, die ihn verfolgt hatten, für den anderen Dienst frei. Eine andere kombinierte Operation wurde seit einigen Tagen durch schnelle Kreuzer gegen die Emden" geführt. Dabei wurden englische Kreuzer durch französische, russische und japanische Kriegsschiffe und die australischen Kreuzer Melbourne" und" Sidney" unterstützt. Wie die Sibirische Handels- und Industriezeitung" mitder britischen Admiralität als sicher angewiesenen Route. Soweit ersichtlich, sind beide Schiffe dieser Route gefolgt, so- zu. Die Haltung der Mongolen den Russen gegenüber werde weit dies ohne Leuchtfeuer und bei unklarem Better immer feindseliger. Die russischen Kaufleute fürchteten desmöglich ist. Falls sie außerhalb der sicheren Route halb, ihre Waren nach der Mongolei zu senden. Bis vor kurzem hieß es, die Mongolen betrachteten die Budapest, 11. November.( T. 11.) Nach einer Meldung aus waren, so ist das nur ein Beweis dafür, daß es Sarajewo verſuchten dieser Tage 750 Montenegriner bei dem Dorfe außerordentlich schwierig ist, der verhältnismäßig schmalen Ruſſen als„ Befreier" aus dem chinesischen Joch. Die jetzt Lisac nach Dalmatien einzudringen. Die Truppen gerieten zwischen Rinne, die die Admiralität vorschreibt, zu folgen. Auf jeden ausgebrochene antirussische Bewegung in der Mongolei zeigt, ein Doppelfeuer von Geschützen und Maschinengewehren und wurden Fall ist es ein Beweis dafür, welchen Gefahren die Schiffahrt welchen Wert diese Beteuerungen gehabt haben. bis auf den letzten Mann aufgerieben. ausgesetzt ist, falls sie längs Großbritanniens Ostküste und Englische Ministerreden. durch den Kanal gehen. Die Konsequenz hiervon muß not- Da es immer nüßlich ist, auch den Standpunkt der Gegner zu wendigerweise sein, daß der neutralen Schiffahrt ein fennen, wollen wir aus den Reden der englischen Minister beim sicherer Weg östlich um Schottland angewiesen wird Guildhallbankett einiges nach den Berichten bürgerlicher Blätter und nicht andere, als die in den Häfen der Ostküste wiedergeben. Danach besprach der Premierminister Asquith ladenden Schiffe längs der Ostküste dirigiert werden. namentlich den Strieg mit der Türkei. Er sagte:„ Als der Krieg Aftenposten" und" Morgenbladet" unterstützen die Forderung ausbrach, machten wir und unsere Verbündeten der türkischen Reder Handels- og Sjoefartstidende" restlos. Wie ein gleich gierung klar, daß, wenn fie neutral bliebe, die Integrität und zeitig eingetroffenes Telegramm mitteilt, ist ein anderer nor- Autorität des türkischen Reichs nichts leiden solle. Die türkischen wegischer Ueberseedampfer„ Myrdal", von Amerika tommend, Staatsmänner waren untereinander sehr uneinig und sehr schwandeutschen Drohungen, der deutschen Schiffe und des beim Versuch, den Pentland- Firth zu passieren, von der kend und ließen die wahren Interessen der Türkei wegen der deutschen Goldes im Stiche. Sie ließen sich zu einer unAdmiralität gezwungen worden, durch den Kanal zu gehen. nüßen Gewaltshandlung nach der anderen hinreißen. Zuerst kam das Bombardement der offenen Häfen Rußlands und darauf der ebenso rechtwidrige Einzug auf ägyptischem Boden, bis die Alliierten, die mit beispielloser Geduld sich eine ganze Reihe von Verhöhnungen, berschleierten Drohungen und unverschämten Zweideutigkeiten hatten gefallen lassen, gezwungen waren, die Türkei als einen offenen Feind zu betrachten. Ich wünsche darzulegen, daß dies nicht unsere Schuld sei. Es geschah gegen das das Schwert gezogen hat, und ich habe kein Bedenken, die Anunseren Wunsch und unseren Willen. Es war das türkische Volk, ficht auszusprechen, daß es durch das Schwert zugrunde gehen wird. Sie waren es und nicht wir, die die Totenhaben eine Anzahl Gefangene gemacht. Unsere Offensive a lode über die ottomanische Herrschaft läuteten. Wir haben mit den mohammedanischen Untertanen des Sultans dauert fort. feinen Streit, und nichts liegt unseren Gedanken und Absichten Unsere Truppen, welche die ägyptische Grenze ferner als ein Kreuzzug gegen ihren Glauben. Das türkische überschritten hatten, haben die Stellung von Scheitzar Reich hat Selbstmord begangen und seine Gruft mit und das Fort El Arisch besetzt; wir haben den Engländern den eigenen Händen gegraben." Dann sprach Asquith über die finanzielle Page Großvier Feldgeschütze und Feldtelegraphenmaterial abgenommen. britanniens, die er als sehr günstig bezeichnete. Der anInder und Afghanen als türkische gefangene Kampf," schloß Asquith, wird noch lange dauern, aber nichts fann unsere Hoffnungen schwächen oder unsere Handelsfähigkeit erschüttern. She wir wieder das Schwert in die Kriegsfreiwillige. Scheide stecken, muß Belgien alles zurüdgewonnen haben, was es geopfert hat, Frankreich vollständig ge sichert sein, das Recht der kleinen Nationen auf einer unan greifbaren Grundlage basiert und die Militärherrschaft Preußens vollständig und für immer gebrochen sein." Marineminister Churchill sprach über die Aufgabe der Iotte. Die britische Flotte, sagte er, benuke ihre Ueberlegenheit in ihrer Stärke und Zahl, aber sie habe eine Aufgabe auszuführen, die größer als die des Feindes sei.(?) Sie versuche, die Wege auf den Meeren und den friedlichen Welthandel gegen neue Gefahren und Methoden zu schüßen(!), die früher niemals in der Ariegführung zibilisierter Nationen benutzt worden wären. Sie habe den Transport von großen Heeren zu den wichtigsten Kriegsschaupläßen und den Handel des Landes an allen Enden des Grda balls aufrechtzuerhalten. Sie habe Expeditionen esfortiert, welche die deutschen Kolonien anzugreifen und zu besehen hatten. Das britische Volt habe sich zum Motto gemacht: Das Geschäft wie gewöhnlich unter der veränderten Karte Europas," und das Volk verlasse sich darauf, daß die Marine es möglich machen werde, dieses Motto durchzuführen. Es sei schwierig, den von der Marine in den ersten Monaten ausgeübten Druck zu ermessen. aber in sechs oder neun oder zwölf Monaten werde man anfangen, einzusehen, daß gradweise und in der Stille Resultate erreicht wor den seien, die Deutschlands Verurteilung bedeuteten. Die Marine sei tros des Verlustes von Schiffen, die keinen größeren Wert besaßen, und von Offizieren und Mannschaften, die nur schwierig ersetzt werden könnten, gleichwohl jetzt auf jedem Punkt und in jedem Teil relativ und tatsächlich stärker(?) im Vergleich " Gestern ging ein Bericht ein, daß die Emden" bei den Kokosinseln angekommen sei und auf der Insel Keeling eine Konftantinopel, 10. November.( W. T. B.) Aus Bagdad bewaffnete Abteilung ausgeschickt habe, um die drahtlose Station zu wird berichtet, daß sich zahlreiche muselmanische Inder und vernichten und das Telegraphentabel abzuschneiden. Dort wurde die Afghanen als Freiwillige melden. Mesopotamien „ Emden" durch die„ Sidney" überrascht und zum Kampf gebefige Getreidevorräte für fünf Jahre. In Smyrna nötigt. Ju dem heftigen Gefecht, das nun folgte, hatte die haben die Behörden drei englische Dampfer, drei englische und " Sidney" drei Tote und drei Verwundete. Die„ Emden" drei französische Schlepper sowie andere fremde Schiffe wurde auf den Strand getrieben und ist verbeschlagnahmt und die Bejagungen für friegsgefangen erklärt. brannt. Den Geretteten wurde alle mögliche Hilfe geleistet. Die Bewegung unter den ägyptischen Die„ Emden" ist von einem stärkeren Gegner niedergerungen worden. Sie stammte aus dem Jahre 1908, hatte 3650 Tons Wasserverdrängung, eine Armierung von zehn 10,5 Zentimeter- Geschützen und 361 Mann. Die„ Sidney" stammt aus dem Jahre 1912, hatte 5490 Tons Deplacement, acht 15,2 Zentimeter- Geschüße und 400 Mann Be fatzung. Sie war also artilleristisch der„ Emden" weit überlegen, so daß der Kampf feinen anderen Ausgang haben konnte. " Ebenso überlegen war der Kreuzer Chatham" unserem Kreuzer„ Königsberg". Der englische Kreuzer stammt aus dem Jahre 1911, hatte 5500 Tons Wasserverdrängung und acht 15,2 Zentimeter- Geschüße, sowie 380 Mann Besagung. Die„ Königsberg" war sechs Jahre älter, wies nur 3400 Zons Deplacement, zehn 10,5 Zentimeter- Geschüße und 322 Mann Besagung auf. So hat auch die erfolgreiche Tätigkeit dieses deutschen Kreuzers, der noch fürzlich den englischen Kreuzer Pegasus" vernichtete, sein Ende erreicht. Keine deutschen Kreuzer in Tsingtau vernichtet. Beduinen. Mailand, 11. November.( W. T. B.) Nach dem„ Corriere della Sera" hat die revolutionäre Bewegung in Aegypten start zugenommen. Der Augenblick sei für die unter nehmungsluftigen Beduinen günstig. Die Regenzeit schüße vor Wassermangel und die Feldarbeit sei beendet. Hinzu komme die von Enver Pascha eingeführte militärische Organisation, sowie die reichlichen Geldunterstützungen durch die ägyptischen Notabeln. Außer den Beduinen des westlichen Niltale bis Chrenaika seien auch die Stämme jenseits des Nil empörungsbereit. Die englisch- französischen Bemühungen um Griechenland. aur feindlichen Marine als bei der Kriegserklärung." " Gegen die allgemeine Wehrpflicht in England. Konstantinopel, 11. November. Während England und Frankreich fortgesetzt in Athen tätig sind, um GriechenTand zur Entsendung eines Expeditionskorps von 40 000 Mann nach Aegypten zu bewegen, wofür England die Abtretung der Insel Cypern und des Dodekanesos zusichert, stellte Rußland in Bukarest und Sofia nunmehr das abgeordnete Barnes hielt eine Rede in Birmingham, London, 10. November.( W. T. B.) Der Arbeiter. Nach englischen Quellen sollen in Tsingtau neun deutsche Verlangen, den Durchmarsch russischer Truppen zu gestatten. in der er sagte, es gehe viel bedenkliches Gerede über die allgemeine Wehrpflicht um. Wenn die Kriegsschiffe vorhanden gewesen und vernichtet worden sein, und Beide Kabinette wurden wegen Teilnahme am Kriege Konstription als praktische Frage in die Politik einträte, zwar zwei Kreuzer, bier Kanonenboote und drei Torpedoboote. Schulter an Schulter mit Rußland gegen die Türkei Diese Nachricht ist unzutreffend. Bei Beginn des Krieges be- fondiert. Die Antwort der beiden Kabinette steht noch aus. würde die Nation sofort in zwei feindliche Lager fand sich im Hafen von Tsingtau ein Kreuzer, und zwar der Was Bulgarien anbelangt, so darf man der absoluten geschieden sein. Viele junge Leute würden denken, daß österreichische Streuzer, aiserin Elisabeth", der bereits Ablehnung der russischen Wünsche sicher sein. Trotz der Ruß- dann Amerika der lezte Zufluchtsort der Freiheit sei. Viele vor einiger Zeit gesprengt worden ist. An deutschen Schiffen waren land nicht abgeneigten Stimmung Rumäniens bewegt sich würden dahin auswandern und man könnte sie nicht einmal in Tsingtau vorhanden fünf Kanonenboote, und zwar das Kabinett in den Anschauungen des heimgegangenen tadeln. „ Cormoran"," Jltis"," Luchs"," Tiger" und" Jaguar". Außerdem das Königs, welcher in einer Abenteurerpolitik den Untergang des Vorgehen gegen die irische Presse. Torpedoboot S 90". Das alte Torpedoboot" Tafu" war abgeflaggt, also Rönigreichs erblickte. nicht mehr als Kriegsschiff zu rechnen. Bei Ausbruch des Krieges waren außer Dienst gestellt worden die Kanonenboote„ Cormoran", London, 10. November.( W. T. B.) Die„ Times" meldet Der Newhort Herald" veröffentlicht ein Interview mit dem zus " Gesandten. aus Dublin, daß die irische Regierung die Verfolgung Erklärungen des bulgarischen Gesandten. der aufrührerischen Blätter in Erwägung ziehe, von Der neue bulgarische Gesandte in Petersburg, Madiha row, denen drei gegen den Eintritt in das Heer und die Flotte agitieren, " Tiger" und„ Luchs"; ihre Geschütze waren von Bord genommen, um zur Verteidigung Tsingtaus zu dienen, und ihre Besatzung war hat in einer Unterredung mit dem Vertreter der„ Retsch" die Stellung Nur die Bulgariens folgendermaßen präzifiert: Die Rolle der Vereinigten Staaten. der Verteidigungstruppe Tsingtaus angegliedert worden. Bulgarien wird nach wie vor zweifellos die Neutra dann noch übrigbleibenden Schiffe haben zur Hafenverteidigung Verwendung gefunden. Da Kanonenboote keinen besonderen Stampf- lität einhalten, da die politische Konjunktur zurzeit ſo iſt, fünftigen amerikanischen Botschafter für Frankreich, William wert für Geegefechte haben, waren sie im Hafen zurückgeblieben, daß Bulgarien nichts anderes als eine abwartende Haltung Sharp, über Ameritas Vermittelung im gegenwärtigen als unser Kreuzergeschwader zu weiteren Operationen in See ging. den kommenden Ereignissen gegenüber einnehmen kann, ohne sich Was aus unseren in Tsingtau zurückgebliebenen Schiffen geworden der einen oder anderen Mächtegruppe anzuschließen. Die Intereffen ist, darüber fehlen vorläufig noch nähere Nachrichten; es ist jedoch Bulgariens verlangen es, daß es gegenwärtig, wenigstens im jetzigen nicht anzunehmen, daß sie den Japanern in die Hände gefallen sind. Stadium der Ereignisse, bei Seite steht und die proflamierte NeuDie gerettete Zivilbevölkerung von Thingtau. Ueber die in Peking und Tientsin geborgenen Familien liegt beim Zentral- Nachweise- Bureau des Reichsmarineamts, Matthäifirchstraße 9, eine Liste aus. Der Bruder des Gouverneurs von Kiautschou Alfred Meyer- Walded, der in München lebende stunstmaler Professor Schulz- Meyer, hat die Nachricht erhalten, daß die Gattin des Gouverneurs, eine geborene Dietrichien, mit ihren Kindern, einem Knaben und zwei Mädchen, sich in Tientsin in Sicherheit befindet. Berlin, 11. Rovember.( W. T. B.) Einem amtlichen Tele gramm aus Beting zufolge sind die verheirateten Efingtautämpfer, beren Frauen in Pefing find, wohlauf. Einzelheiten fehlen. tralität einhält." „ Ich bin aber zugleich- fuhr der Gesandte fort- fest überzeugt, daß Bulgarien nicht vereint mit der Türkei fämpfen wird." Persien gegen Rußland. Wien, 11. November.( W. T. B.) Die Korrespondenz Rundschau" meldet aus Konstantinopel: Der russische Ministerrat hat die Aufforderung der persischen Regierung, die russischen Truppen aus Persien abzuberufen, abgelehnt. Damit hat Rußland die persische Neutralität verlegt. Es verlautet, daß Versien noch die Vermittelung Englands angerufen und betont habe, daß es genötigt sein werde, mit bewaffneter Hand seine Neutralität zu schüßen und die russischen Truppen aus den persischen Städten zu entfernen, aber auch der Sonflikt.ilson 3 Vermittelungsanerbieten, sagt Sharp, war zeitgemäß. Obgleich jedermann wußte, daß es damals noch nicht angenommen werden konnte, dürfte es doch eine gewiffe Wirkung erzielt haben, indem es die diplomatischen Streise zum Nachdenken anregte. Welche Nation würde sich wohl besser dazu eignen, als die Vereinigten Staaten, in denen alle Rassen der kriegführenden Nationen vorhanden sind, die Führung in den Friedensverhanda Lungen zu übernehmen. Unsere neutrale Stellung ist derart, daß Ameritas Stimme im gegenwärtigen Augenblick maßgebend sein dürfte. Sharp, der einer amerikanischen Friedensgesellschaft angehört, glaubt, daß nach diesem Kriege eine vollständige Umwälzung der öffentlichen Meinung aller 2änder zugunsten des Friedens stattfinden werde, und möchte sehen, daß die Vereinigten Staaten an einem zukünftigen Vertrage Anteil hätten, der einen derartigen dauernden Frieden besiegle. Wie grauenhaft auch der gegenwärtige Weltbrand sein möge, so heil. bringend werde sein Ende für alle Nationen werden, gleichviel, wer Sieger bleibe. A.WERTHEIM A Leipziger Straße Soweit Vorrat! Königstraße Versand- Abteilung Leipziger Straße 132-137 .m. b. H. Rosenthaler Straße Moritzplatz Billige Lebensmittel Fleisch Kalbfleisch Piund Keule u. Rücken im ganzen, 85 Pf. geteilt ... Pfund 90 Pf. Kamm und Brust Pfund 80 Pt. Hammelfleisch Plund Keule u. Rücken im ganzen, 85 Pt. geteilt.... Pfund 90 Pf. Dicke Rippe Pfund 70 Pf. Dünnung Pfund 65 Pt. Schweinefleisch Kamm u. Schuft Pfund 80 Pf. Eisbein( Dickbein) 60 Pt. Plund Koteletts Pfund 90 Pt. bis 1 M. Kasseler im ganzen, Pfund 85 Pf. Eckstück 2-3 Pfund. Pid. 80 Pt. Mittelstück.... Pfund 95 Pt. Hirsch-, Damwild, Wild schwein, Rehkeulen, Rehrücken, Rehblätter, Hasen und Kaninchen zu billigsten Tagespreisen. 1/1 Dose .1.65 Stangenspargel extra stark. 2 M. Stangenspargel stark..... 1.90 Bruchspargel extra stark Bruchspargel mittel. Abschnittspargel....... 68PL. Junge Schoten sehr feina... 1.25 1.35 Junge Schoten fein....... 95 PL ..... 80 PL. Junge Schoten I Suppenschoten.......... 40 PL. Obst und Gemüse Pid. Schwarzwurzeln 25 Pf.| Radieschen Bund 10 Pl.| Sellerie Stettiner, Knolle 10 Pf. Mohrrüben.. Pfund 3 Pi, Karotten.... Bund 20 Pf. Rote Aepfel Pfund 15 Pl. Grünkohl.... Pfund 5 Pt. Märk. Rübchen Ptd. 5 PI. Boskop- Apfel Pid. 20 Pf. Rosenkohl.. Pfund 23 Pl. Blumenkohl 20. 25 Pt. Rotkohl..... Pfund 5 Pf. Kohlrabi.... Mandel 18 Pt. Zwiebeln Oporto, Pid. 15 Pl. Weißkohl Geflügel Gänse......... Pfund 95 Pf. SuppenhühnerStck.1.55 bis 3 M. Brathühner Stück 90 Pf. bis 1.90 Enten... Stück 2.25 bis 3.90 Fasanen. Stück 1.50 bis 2.65 Schneehühner... Stück 88 Pt. Butter Tafelbuiter.. Pfund 1.48 -Pfund- Pakete 72 u. 74 Pl. Butter in Dosen für Feldpostsendungen Pfund 3 Pf. Käse Limburger Käse. Pfund 60 Pt. Emmenthaler Käse Pfund 1.10 Schweizer Käse. Pfund 95 Pf. Brie- Käse...... Pfund 85 Pt. Camembert..... Stück 23 Pf. Harzer Käse Kiste 100 Stück 2.50 Dose 60 Pf. Bierkäse Pfund 60 Pf. Dose 1.10 1.20 2 M. Bratenschmalz in Dosen für Feldpostsendu gen Konserven 1½ Dose mit Karotten 68 Pl. 35 Pl. 1.35 Junge Erbsen mittelfein, Karotten geschnitten Haricots verts extra fein.. Gemischt. Gemüse 1.35 Sellerie...... Schmorgurken Junge Erbsen feln, mit Karottes 95 PL. Tomaten- Püree..... Theater für Donnerstag, 12. Novbr.: URANIA Taubenstr. Berliner Theater Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Th. 8 Uhr: Der große u. d. kleine Klaus. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 8 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Kleines Theater 8 Uhr: D. Fest d. Handwerker. Vorh. Familie Rüstig oder der hundertjährige Greis. Komödienhaus 8 Uhr: Wie einst im Mai. Lessing- Theater 7. U.: Peer Gynt. Lustspielhaus 8. U.: Wolkenreiter. Residenz- Theater 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 8 Uhr: Die Räuber. Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Grüne Ostern. 4 Uhr: 48/49. Die Weichsel and die masur. Seen. ( Halbe Preise.) Abends 8 Uhr: Prof. Dr. Hoetzsch: Rußland als Gegner Deutschlands. Theater des Westens Wiederbeginn der Operetten- Spielzeit Sonnabend, den 14. November: Don Cesar. Breife 0.50, 1.00, 2.00, 2,50, Drchefter Fauteuil 3. Zirkus Alb. Schumann Karlstraße. Tel.: Norden 2941. Heute Donnerstag, 12. November, abends 7%, Uhr: Gr. Sport- Vorstellung mit ermäßigten Preisen. der bedeutendste Gedankenleser der Gegenwart. Bellini 10 Araber zu Pferde. Clermont mit seiner urkomisch. Zirkusparodie Barnum u. Baily Wunder der Dressur Schiller- Th. Charlottenbg. Der auf 1 Bein stehende Elefant. 8 Uhr: Die glückl. Hand. Thalia- Theater Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 8 Uhr: Immer feste druff! Sonnt. nchm. 3: Immer feste druff! Theater a. d.Weidendammerbrücke. 81Uhr: Anfang gut- alles gut! Sonnabd.nachm.: Vater zieht ins Feld Theater in d. Königgrätzer Straße. 8 Uhr: Rausch. Volksbühne( MontisOperettenth.) 9. Wenn der junge Wein blüht Walhalla- Theater U.: Berlin im Felde. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Täglich 8 Uhr: Unsere Feldgrauen! Sonntagnachmittag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Theater Folies- Caprice 8% Possen- Theater Täglich: 8% Blinkfeuer. Landwehrleute. Feft steht und treu Leonhard Gastel, Martin Kettner a. sehr fein Dunstfrüchte Glas Stachel- und Heidelbeeren, Pflaumen, Johannisbeeren, 58 Pf. Kirschen mit Steinen.. 1/1 Dose Aprikosen halbe Frucht..... 1.10 38 PL Erdbeeren 1 M. 80 PL. Sauerkirschen ohne Steine 1 M. 70 PL. Weichselkirschen 1.15 CART EN WINTERS Großes Steine Birnen weiß, halbe Frucht.... 75 PL ..... Melangefrüchte 90 PL. 1.20 Melangefrüchte la Stachelbeeren........ 68 PL. Norw. Sprotten, 25.50 Pt. in Tomat., 25.50 PL Norw. Sprotten Dose Oe'sardinen roma 85, Graten 95 PL. Aal in Gelee....... Dose 1 M. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Lichtbilder v. Kriege! Megter- oche! Hierauf erft! laffige Spezialitäten. Zum Schluß das dreiattige Boltsstüd, feit Sept. mit groß. Erfolg aufgeführt Mein Leben dem Vaterland. Sonntag 4 Uhr: Die große Zeit. Programm! Berliner Prater- Theater Kleine N, Rastanienallee 7-9. Heute Donnerstag, den 12. November: Gastspiel des Voigt- Theaters: PREISE! Der Pfarrer von Kirchfeld. Sonntag, 15. Nov. nachmitt 8 Uhr Vorstellung Kind. zahl. nachm. halbe Pr. Ungekürztes Programm! Boltsstück mit Gesang in 4 Atten von 2. Anzengruber. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8. Ubr. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Reichshallen- Theater. Blutuntersuchung. Schnelle, sichere Stettiner Sänger. Neu:„ Unser Oskar!" Anfang 8 Uhr, Sonnt. 7%, U. Militärpers. und beren Angehörige haben freien Ein fritt Bu den Stett. Sangern. Liebesgaben schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10. PaletotStoffe, Ulsterstoffe Seiden-, SealMtr. M. 5.-, 6-, 7Schliff Mtr. M. 10.-, 15.-, 20.Tuchlager Koch& Seeland G. m. b. H. Gertraudtenstr.20-21, gegenüber d Petrikirche. bestehend aus wollenen Strümpfen, Puls- und Kniewärmern oder sonstigen Wollsachen wasche man, ehe sie den Kriegern in's Feld geschickt werden, zuvor mit PERSIL Das Gewebe wird dadurch weich, locker und gleichzeitig desinfiziert; also wohliges angenehmes Tragen und Vorbeugung von Blutvergiftungen! HENKEL& Cie., DÜSSELDORF, auch Fabrikanten der bekannten Henkel's Bleich- Soda. in ohne Soweit Vorrat! Wurst Bauernmettwurst.. Pfund 1.40 Teewurst.... Jagdwurst Pfund 1.30 Plund 1.10 Sardellenleberwurst) in kleinen Trüffel eberwurst Würsten Tomaten'eberwurst Pld. 1.30 Pastetenleberwurst Pfund 1.20 I andieberwurst... Pfund 1 M. Rotwurst.... Pfund 6 Pf. 85 Pf. Pökelfleisch gekocht, in Stück. von 1.25 Fische ca. 1 Pfund an, Plund ohne Kopi in ganzen 40 Pf. Fischen.. Pfund Schellfisch Pfund 40 Pt. Bratschollen..... Pfund 30 Pt. Lachs in ganzen Fischen, Plund 50 Pf. Frische Hechte... Pfund 65 Pt. Lebend.Karpfenau 85 90 Pt. Lebd. Hechte Pid.68Pf. Pid..Pid. 1 M. unter Lebende Schleie.. Pfund 1.5 Lebende Bleie.... Pfund 45 Pf. Marmeladen( Spezialmarke) Elger 5 Pid. Aprikosen, Kirschen, Erdbeer, Himbeer, Johannisbeer Eimer à 5 Pfd. 2.85 Glas à 1 Pfd. 68 Pt, Melange- Konfitüren Ep. 2 M Gemischte Marmelade mit mehr als 25% Capillair- Syrup gelab Einer 1.30 Für Feldpost: Leberwurst..Dose 35 und 60 Pl. Marmelade....... Dose 50 Pf. Pflaumenmus..... Dose 40 Pl. Besser 5 Plund als Seife oder Seife und Soda wäscht Minlos- Waschpulver Millionen dran. Wie ein Mann hängen Man achte streng auf diese Sohutzmarke das weltbekannte Waschpulver von unvergleichbarer Qualität. Preis nur 30 Pig. das 1 Pid.- Paket. Das Waschpulver wird in heißem Wasser aufgelöst, in den Waschkessel gegossen, in diesem die Wäsche gekocht, solche danach heiß leicht durchgewaschen und darauf gespült. In dieser Weise erhält man bei leichtester Arbeit eine blendend weiße, frische und reine Wäsche. Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren-, Apotheker- und Seifengeschäften wie en gros von der Fabrik L. Minlos& Co. in Köln- Ehrenfeld. ? Ein Gelegenheitskauf der Aufsehen erregen wird? Ich habe einen großen Posten moderner HerrenWinter Ulster, welche für mein Herren- KonfektionsEngrosgeschäft angefertigt sind, frisch aus Arbeit bekommen und wegen der Kriegszeit meiner Kundschaft nicht liefern können. Ich will nun diese im Einzelverkauf dem Privatpublikum zu enorm billigen Preisen abgeben. Der Verkauf findet Freitag und Sonnabend bis 8 Uhr abends und Sonntag von 12-2 Uhr statt. Serie I 22,50 Mark Serie II 26,50 Mark Serie III 30,50 Mark G. Lachotzki Königstraße 46, III Treppen, im Hause von Belmonte. Der weiteste Weg ist eine Geldersparnis. Berantw. Rebatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glođe, Berlin, Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl.