" Nr. 311.- 31. Jahrg. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 m, wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pia. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post Zeitungs. Breisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements rehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich. B Vorwärts Berliner Volksblatt. 5 Pfennig Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 60 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. Kleine Anzeigen", das fettgebrudie Bort 20 Pig.( zulässig 2 fettgebrudte Worte), jedes weitere Wort 10 Bfg. Stellengesuche und Schlafftellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Big. Worte über 15 Buch staben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morigplat, Nr. 151 90-151 97. Freitag, den 13. November 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 151 90-151 97. Weiteres Terrain an Bier und Biertanal gewonnen. 111 Ein deutsches Unterfeeboot vernichtet ein englifches Kanonenboot. billontuelt stulo( do 916 sin Westlicher Kriegsschauplatz. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Feindliche Ausländer" in Englische Meldungen. Amtlich. Großzes Hauptquartier, 12. NovemAmsterdam, 12. November.( Privattelegramm des ber, vormittags.( W. T. B.) Der über Nieuport Vorwärts.) Wie die„ Times" melden, versuchten am bis in den Vorort Lombartzyde vorgedrungene Freitag die Aliierten, ihre Front von Nieuport auf das rechte Vierufer auszudehnen und brangen bis Mannekensvere, fünf Kilometer Feind wurde von unseren Truppen über die Vier von Nieuport, durch. Die Ueberschwemmung brachte sie jedoch in zurückgeworfen. Das östliche Berufer bis zur eine schwierige Position und erzwang ihren Rückzug bis zur Nieu porter Brücke. Kleine deutsche Abteilungen behaupten noch diese See ist vom Feinde geräumt. Kanalfeite. Sie befizen die schweren Kanonen, mit denen sie am Montag Veurne bombardierten, und deren Stellung bis heute noch might entbedt werben fonnte. Das Bombardement Operns wurde Rilometer hinter der Stadt in ſtart befestigter Stellung. Diese Stellung wurde jedoch von den Deutschen ausfindig gemacht und beauf das Stadthaus, da bort das Hauptquartier vermutet wird. Durch die britischen Panzerzüge wurden den Deutschen schwere Verdurch die Deutschen fortgefeßt; die Engländer befinden sich fünf schossen. Mit einer ihrer schwersten Kanonen zielen fie hauptsächlich England. a Ueber die Behandlung der Internierten und Gefangenen in den Konzentrationslagern ist in den letzten liche Erfahrungen habe ich soll ich sagen: glücklicherweise? Tagen in der Presse sehr viel geschrieben worden. Persön nügend ausgestatteten Ställen oder Zelten untergebracht sind, in dieser Beziehung nicht. Aber ich habe von nächstbeteiligten Deutschen und ihren Angehörigen manches davon gehört, Der Angriff über den Vserkanal südlich Dir- abgesehen davon, was sonst in England darüber in die muiden schrift fort. In Gegend öftlich Vpern mit gans weifellos feſt, daß in der deutschen Preſſe überDeffentlichkeit drang. Aus diesen Informationen steht es bei drangen unsere Truppen weiter vorwärts. Jm trieben worden ist. Daß die Gefangenen in ganz ungeGanzen wurden mehr als 700 Franzosen gefan- dag die Schlafgelegenheit mehr als dürftig ist, daß sie dez gen sowie vier Geschütze und vier Maschinen- Nachts bei ungenügender Bedeckung der Kälte ausgesetzt sind, gewehre erbeutet. daß die Nahrung in unzureichender Quantität und in unappetitlichen Geschirren gereicht wird und meist von den GeFeindliche Angriffe westlich des Argonnen- fangenen felber zubereitet werden muß, daß die fanitären waldes und im Walde selbst wurden abgewiesen. Nächstbeteiligten immer wieder geklagt worden. Das ist Verhältnisse unter aller Kritik sind, ist mir von zahlreichen Im Osten warf unsere Kavallerie öftlich müssen aber mit der größten Stepsis aufgenommen werden. schlimm genug. Schilderungen, die darüber hinaus gehen, Rotterdam, 12. November.( T. U.) Die„ Times" melden: Kalisch die erneut vorgegangene überlegene daß die Engländer aus Rachegefühl diese unglücklichen Opfer Die Deutschen nahmen den Angriff südöstlich von Opern mit großer russische Kavallerie zurück. Lufte zugefügt. Auffallend ist es, daß die„ Times" über die bereits gestern von der„ Daily Chronicle" behauptete Zerstörung Operns nichts melden. Die Offensive der Deutschen. Wucht wieder auf. Sie erhielten hier und ebenso in Atrecht und La Bassée große Verstärkungen. Die Verluste der Verbündeten find beträchtlich, diejenigen der Deutschen aber größer. Die Verbündeten haben weder Terrain gewonnen noch verloren. Leiden der Verwundeten. Oberste Heeresleitung. gez. Meyer- Walded. quälen wollten, ohne sich etwas daraus zu machen, wenn ein paar Hundert dabei draufgehen. Wohl hat der Krieg niederträchtigen Gefindel, das sonst genötigt ist, seine gemeinen Instinkte wenigstens äußerlich im Baume zu halten, gestattet, das große Wort zu führen, aber die Engländer im allgeMitte gefallen. Befestigung und Stadt vorher durch ununter- meinen find deshalb noch keine Wilden und Barbaren geLondon, 11. November.( W. T. B.) Das englische Geschüs bis 28 Beutimeter Steilfeuer, verbunden mit starker ternierten büßen müssen, aber mit den Trai brochenes neuntägiges Bombardement von Land mit schwerstem worden. Es herrscht in den Konzentrationslagern viel unAmbulanzkomitee bei dem französischen Roten Kreuz hat eine Geschüt bis 28 Beutimeter Steilfeuer, verbunden mit starker berzeihliche Schlamperei und Mißwirtschaft, für die die Inbringende Bitte nach England gerichtet um Motor Beschießung von See schwer erschüttert; artilleristische Feuer- nierungslagern der neuen englischen Rewagen und Mittel für deren Betrieb, da Frankreich fast fraft zum Schluß vollständig gebrochen. Verluste nicht genau fruten ist es nicht viel beffer bestellt. Fast alle seine für Ambulanzzwede verfügbaren Kraftwagen berübersehbar, aber trot schwersten anhaltenden Feners wie durch alle Klagen, die ich aus Konzentrationslagern gehört habe, braucht habe und die Verwundeten infolge der ein Wunder viel geringer als zu erwarten. find mir auch von befreundeten Rekruten der neuen Erpedidadurch verursachten Verzögerung der Rüd. tionsheere und der Territorialarmee geäußert worden. Das beförderung aus der Front furchtbar zu leiden entschuldigt die Mißstände sicherlich nicht, aber zu einer die hätten. Leidenschaften noch weiter entfesselnden Kampagne in der deutschen Presse ist kein Anlaß vorhanden. Daß Frauen, wie ich in der deutschen Presse lese, ausgewiesen worden seien, ist unwahr. Sie können die Erlaubnis zur Wegreise erhalten, wenn sie darum nachsuchen. Allerdings scheint es mir wohl möglich, daß es zu einer Ausweisung oder Internierung- auch der feindlichen Frauen kommt, denn die London, 12. November.( W. T. B.) Die englische Admiralität Wien, 12. November.( W. Z. B.) Amtlich wird ver- Spionenhege wird bei den Männern sicherlich nicht stehenmeldet, daß das englische Torpedo Kanonenboot Niger" heute lautbart: 12. November. Außer dem siegreichen Reiterkampfe bleiben. Ebenso falsch ist die ich glaube von Dr. Karl morgen auf der Höhe von Dover von einem deutschen Unterseeboot bei Kosminet gegen ein russisches Kavallerieforps fanden eters gemachte Behauptung, Engländer feien wegen zum Sinfen gebracht wurde. Alle Offiziere und 37 Mann der Be- gestern auf dem nordöstlichen Kriegsschauplage teine der Beschäftigung von Deutschen zu Buchthaus verurteilt worfatung wurden gerettet. größeren Gefechte statt. Feindliche Aufklärungs- den. Diese und ähnliche Schauergeschichten sind pure Er. " Niger" 1892 von Stapel gelaufen, 820 Tonnen Wasser abteilungen, die unsere Bewegungen erfunden wollten, wurden findungen, und ihre Kolportierung in der deutschen verdrängung, etwa 20 Seemeilen Geschwindigkeit, zwei abgewiesen. Bei Durchführung der jetzigen Operationen er- Breffe macht in neutralen Ländern, wo man zuverlässigere Be12 Zentimeter und vier 4,7 Zentimeter- Geschüße, 85 Mann weist sich neuerdings die bewährte Tüchtigkeit und Schlagkraft richte aus England hat, einen sehr ungünstigen Eindruck. unferer Truppen. Der Seekrieg. Ein englisches Kanonenboot zum Sinken gebracht. Besagung. Die Geretteten des Kanonenbootes Niger". Berlin, 12 November.( W. T. B.) Nach einer weiteren hier eingegangenen Meldung der englischen Admiralität find 77 Mann von der Befaßung des untergegangenen Torpedo- Kanonenbootes " Niger" gerettet. " Die Verluste der„ Emden". Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplatz. Nur Aufklärungsgefechte. Der stellvertretende Chef des Generalstabes b. Hoefer, Generalmajor. Vom österreichisch- serbischen Kriegsschauplatz. Verfolgung der geschlagenen Serben. Was man von einem gibilisierten Staate verlangen kann, ist, daß er auch im Ariege harmlosen feindlichen Zivilistent Rechtssicherheit gewährt, daß man sie schwarz auf weiß und ein für allemal wissen läßt, weffen fie sich zu versehen haben, daß man ihnen keine Fallstricke stellt, daß man sie nicht in meuchlerischer Weise um Brot und Lebensstellung bringt, daß man alle nach gleichen Grundsäßen behandelt und fie nicht wie vogelfreie Barias fühlen läßt und daß, wenn man schon ihre Internierung aus Staatsgründen für unerläßlich hält, sie in menschenwürdiger Weise behandelt. Es wäre auch nicht zu viel verlangt und es würde auch die Sicherheit des englischen Staates schwerlich gefährden, wenn man allen Wien, 12. November.( W. T. B.) Vom südlichen Kriegsschau- feindlichen Ausländern mit Ausnahme etwa der Reservisten play wird amtlich gemeldet: 12. Rovember. Unter fortwährenden worüber bei der polizeilichen Anmeldung Aufklärung Gefechten mit feindlichen, in vorbereiteten Stellungen eingenisteten gegeben werden mußte das Recht der freien Heimkehr geNachuten wurde gestern die Verfolgung auf der ganzen Front währte. In diesem Sinne und ohne mit Schauermärchen fortgefest und im allgemeinen die Linie der Höhen öftlich zu operieren oder Leidenschaften anzustacheln, tönnen die Dietschina- Natutschani- Novo Selo an der Sabe erreicht. Gegner deutsche Bresse und die deutschen Behörden durch EinflußDer Bericht von Tsingtaus Fall. im bollen Rückzuge gegen Rotscheljeva und Baljevo, wo nach Melnahme auf das neutrale Ausland ihren hilflos in England Berlin, 12. November.( W. T. B.) Durch Ver- dungen unserer Flieger viele tausende von Trainfuhrwerten alle gestrandeten Behntausenden von Volksgenossen in schwerer Kommunikationen verlegen. Not unschäzbare Dienste leisten. mittlung der japanischen Gesandtschaft in Peking ist folgende Außer der gestern gemeldeten Kriegsbeute wurben neuer Ich möchte diesen Bericht nicht schließen, ohne noch einvom Gouverneur von Tsingtan an Seine Majestät den Kaiser dings vier Geschüße, vierzehn Munitions wagen, mal nachdrücklichst zu betonen, daß von einem Deutschenhaß erstattete Meldung hierher gelangt: eine Munitionstolonne, mehrere Munitions- und Verpflegungsdepots, bei den breiten Maffen des englischen Volkes überraschend Tsingtau, 9. November. Festung nach Erschöpfung aller Trains, Belte und sonstiges Kriegsmaterial erbeutet, 3ahlreiche wenig zu merken ist. Gewiß, die Seße der jingoistischen Berteidigungsmittel durch Sturm und Durchbrechung in der Gefangene, deren Anzahl noch nicht bekannt ist, wurden gemacht. Blätter ist nicht ganz ohne Wirkung geblieben, und die beAmsterdam, 12. November.( Privattelegramm des Vorwärts".) Wie aus London offiziell gemeldet wird, ist der Kapitän der„ Emden" underwundet in Kriegsgefangenschaft geraten. Bei dem Kampf mit dem überlegenen Gegner verlor die„ Emden" 200 Tote und 30 Verwundete. Allen Gefallenen wurden friegerische Ehren erwiesen und den Offizieren der Degen belassen. harrlichen Erzählungen aus Frankreick und Belgien- von angeblichen Spionagediensten von langjährig in Belgien oder Frankreich eingebürgerten deutschen haben viel dazu beigetragen, den Abscheu jedes ehrlichen Menschen gegen hinterlistigen und ron langer Hand vorbereiteten Verrat in Mißtrauen gegen an- lässige Deutsche zu verwandeln. Die Wahrheit dieser Spionengeschichten kann man in England natürlich nicht nach- prüfen, und unendlich fortgesetzte Wiederholungen niachen auch dm Mißtrauiichsteiijeichtgläubigcr. Daß deutsche Sozialdemokraten, die der Krieg in England überraschte, von ihren englischen Genossen mit den allergrößten Freundschafts- und Liebesbezeigungen über- schultet wurden, daß sie keine Mühe, keine Opfer und kein versönliches Ungemach scheuten, um ihnen in ihrer schlimmen Lage behilflich zu sein— brauche ich das erst noch zu sagen? Aber auch in ganz gewöhnlichen bürgerlichen Kreisen habe ich in diesen Wochen in England genug Beispiele rührender Nächstenliebe gegenüber de»„Feinden" gesehen. Ich habe es miterlebt, wie wildfremde Engländer Deutschen mit Rat und Tat beigestanden haben, wie sie sie mit ihren Familien tut- entgeltlich in ihr Haus ausgenommen, sie bei Krankheitsfällen gepflegt und mit ärztlichem Beistand versehen haben, obschon die unglücklichen„Feinde" kaum ein englisches Wort hervor- zubringen verniochtcn, und wie sie sich dabei noch grenzenlose Mühe gaben, um diesen hilflosen Deutschen gegenüber nicht als Wohltäter, sondern als gute persönliche Freunde zu er- scheinen. Ich spreche nicht von vereinzelten Fällen, sondern von vielen. To wurden in England„Feinde" behandelt zu einer �eit, wo Hunderttausende von belgischen Flüchtlingen in England Unterkunft suchten. Nur Glieder eines großen und edlen Volkes können in so schwergeprüfter Zeit in dieser Weise handeln. Wenn das große Unglück des Krieges über die beiden großen Nachbarvölker, die ethnologisch und kulturell einander so nahe stehen, gekommen, so ist das ein tragisches Geschick, das uns nicht rauben darf, was wir in jahrzehnte- langer friedlicher Kulturarbeit einander gegeben haben. Der Krieg wird ein Ende nehmen, aber die beiden großen Völker werden bestehen bleiben und wie bisher in gleicher Weise und auf dem gleichen Wege dem Licht zustreben. Sie toerden und niüssen Freilnde sein und bleiben. Das sollte man in diesen Tagen keine» Augenblick vergessen. der türkische Krieg. Gefechte im persischen Golf. knustantinopel, 12. November.nan recht- zeitig einen Damm entgegensetzen müsse. Kommerzien- rat Haberland behauptete, die„rote Presse" sei eZ ge- Wesen, die die Mieter aufgewiegelt habe, indem sie schrieb, daß sie jetzt keine Miete mehr zu zahlen brauchten. Nach einer längeren Entschließung wurde dann im Namen von 15 000 Mitgliedern Einspruch gegen die einseitige Belastung erhoben, die den Hausbesitzern durch die gesetzlichen Bestimmungen vom August dieses Jahres erwüchsen. Abg. Speck kandidiert wieder. Der bayerische Regierungsdirektor Speck, dessen Mandate zum Reichstag und zum Landtag infolge seiner Beförderung erloschen waren, ist in seinem Wahlkreise E i ch st ä t t wieder als Kandidal für beide Parlamente aufgestellt worden. An seiner Wiederwahl ist nicht zu zweifeln; der Kreis ist unbestrittener Besitz des Zentrums.__ Tie Zerstörungen in Ostpreuste». Aus Königsberg meldet W. T. B.: Eine Uebersicht über die r m Kriege zerstörten Gebäude weist im Regierungsbezirke Königsberg nach Mitteilung von zuständiger Stelle zahlreiche schwere Schäden auf. Ganz oder größtenteils zerstört sind 2142 Gebäude, am schwersten betroffen ist der Kreis Gerdauen mit 675 Gebäudeverwüstungen: stark gelitten haben auch die Kreise Wehlau. Friedland, Preußisch-Eylau, Rasienburg und Labiau. Liebesgaben der Landcsverficherungsanstalt Hannover Die Landesversicherungsanstalt Hannover gibt bekannt, daß sie in dankbarer Erinnerung an die im Kriege bewiesene Vaterlands- liebe ihrer Versicherten den Hinterbliebenen der infolge ihrer dem Vaterlande während des Krieges geleisteten Hilfe verstorbenen Ver- sicherten eine Liebesgabe spenden will. Diese soll betragen: a) für eine Witwe 50 M.. b) für ein Kind bis zu 15 Jahren 30 M., für zwei Kinder 50 M., für mehr als zwei Kinder 70 M. Die Ge- Währung der Liebesgabe ist an die Bedingung geknüpft, daß des Verstorbenen letzter Wohnsitz oder Beschästigungsort vor seinem Ein- tritt in das Heer im Bezirke der LandesversicherungSanstoll Hannover gelegen ist. Ferner müssen für den Verstorbenen 200 Beitragsmarken und davon in der Regel 20 seit dem 1. August 1912 verwendet worden sein. Die Liebesgabe soll möglichst rasch nach dem Tode des Versicherten gezahlt werden. Anträge sind zu richten an den Gemeindevorstand(Magistrat) oder unmittelbar schriftlich oder mündlich an die Landesversicherungsanstalt Hannover. Einen schmerzlichen Berlust hat der Vertreter des Reichskanzlers, Staatsminister Dr. Delbrück, erlitten. Seine Frau ist gesteru abend nach langem schweren Leiden gestorben. Zusammentritt des englischen Parlaments. London, 12. November.(Meldung des Reuterschen Bureaus.) In der Thronrede bei der gestern erfolgten Eröffnung des Parlaments wird unter anderem ausgeführt: Die Energie und. Sympathie meiner Untertanen in allen Teilen des Reiches vereinigen sich, um ein siegreiches Ende des Krieges zu sichern. Hervorgehoben werden ferner die Bemühungen Englands und seiner Ver- bündeten, der Türkei gegenüber freundliche Neutralnät zu be- wahren. Die meisten mohammedanischen Untertanen hätten sich beeilt. Beweise von Hingebung und Unterstützung zu geben. Im ganzen Reiche herrsche der unerschütterliche Entschluß, gleichviel um welchen Preis, den Triumph der britischen Waffen zu sichern. Heute wurden in beiden Häusern Adressen zur Beantwortung der Thronrede eingebracht. Bonar Law betonte das vollkommene Verschwinden der Parteipolitik und sagte, Deutschlands einzige Aus- ficht auf Sieg sei geschwunden. Die BundeSgeiiosfen nehmen eine bessere Stellung ein. als bei Ausbruch des Krieges. A s q u i t h sagte, der Krieg habe die Solidarität aller Parteien, beispiellose Sympathiekundgebungen in allen Teilen des Reiches unter allen Himmelsstrichen und bei den Angehörigen aller Religionen herbei- geführt. Die Truppen der Verbündeten hätten daS erste Ziel des Kaisers vollständig vereitelt. Das britische Reich sei auf die Probe gestellt worden. Die Erfahrung der letzten drei Monate flöße die zuversichtliche Hoffnung ein, daß je länger die Prüfung dauere, England als Kämpfer für eine gerechte Sache um so mehr als Sieger hervorgehen werde. Asyuiih lündigte an, Lloyd George werde dem Hause am 16. November Finanz- vorschlüge einschließlich der Frage der Kriegsanleihe vorlegen. Der Premierminister schlug für den 17. November eine große Kredit- Vorlage und ein Ergänzungsvotum für die Ver- ftärkung des Heeres vor. Bisher feien nur 1 186 000 Mann für die reguläre Armee bewilligt. Die Armee zähle bereits 1 086 000 Mann.(Beifall.) Asquith erkennt die aktive Mitwirkung der Opposition an der schweren Ausgabe der Regierung an. Hierauf wurde die Debatte vertagt. Letzte Nachrichten. Zum Untergang des Kanonenbootes„Niger". London, 12. November.(W. T. B.) Das britische Ka- ntrnenboot„Niger" lag vor Deal vor Anker. Als das Schiff angegriffen wurde, gab der Kapitän den Befehl, die Wasser- dichten Schotten zu schließen. Unmittelbar darauf wizrdc der „Niger" von eine m Torpedo getroffen. Tie Explosion an Bord des Schisses wurde an der Küste wahrge- nomine». Das Kanonenboot sank binnen 20 Minuten. Spionenfurcht in England. London, 12. November.(W. T. B.) Im Oberhaus teilte Lord Crawford mit, daß Untertanen feindlicher Staaten trotz des Verbotes in der Grasschaft F i f e wohnten. Es würden fort- während nachts Licht signale gegeben, auch sei ein Sonder- po st dien st zwischen Fife und Deutschland entdeckt worden.— Wegen der in den letzten 14 Tagen trotz des Verbotes erfolgten Ausfuhr von Benzin sagte Lord Haldeme eine Untersuchung zu. Tie Kämpfe in Südafrika. Amsterdam, 12. November.(W. T. B.)„Telegraaf" meldet aus Prätoria: Die Kommandanten G r e y l i n g und Roß wur- den im nördlichen Teil des Freistaates in ein Gefecht mit Rebellen verwickelt, in dessen Verlauf sie 15 von diesen ge- fangen nahmen. dau o Sen Verlustlisten. Die Verlust liste Nr. 75 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Aus der Partei. " Aus Stuttgart. Der Krieg im Lichtbild. Aus Industrie und Handel. Nuznießer des Krieges. In bürgerlichen Blättern findet sich folgendes Inserat: Aktien der Deutschen Waffen und Munitions Fabriken( 5000 Mart) iofort nur gegen Kasse dem Höchstbietenden zu verkaufen. Die Fabriken arbeiten ununterbrochen Tag und Nachtichicht bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Voraussichtlich enorme Gewinnsteigerung dieser Aftien. Lezzie Dividende 32 Prozent. Feste Angebote erbitte unter J. J. 3174 alt M Hierzu bemerkt die, National 3eitung": In der neuesten Nummer der„ Schwäbischen Tagwachi" ver6. Inf.- Brigade; 1. Garde-, 1. Garde- Rej. u. 1. Garde- Erj.Reg.; 2. Garde- Rej.- Reg.; 4. Garde- Neg.; Garde- Gren.- Reg. öffentlicht der Landesvorstand und das Bezirkskartell der Gewerk Augufta; Lehr- Inf.- Neg.; Gren.- Reg. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 3; fchaften in Württemberg einen Aufruf, die in der MitgliederGren. Reg. Nr. 4; Rej.- Jnf.- Reg. Nr. 5; Gren.- Regimenter Nr. 7, versammlung des sozialdemokratischen Vereins Stuttgart beichlossene 8; Brig. Grj.- Bat. Nr. 8; Gren.- Reg. Nr. 9; Res.- Inf.- Regimenter| Gründung eines Stuttgarter Lofalblattes durch intensive WerbeNr. 12, 16; Juf.- Regimenter Nr. 17, 18, 20; Bandw.- Brig.- Erj.- Bat. arbeit für die„ Schwäbische Tagwacht" zu beantworten. Es heißt Nr. 21; Inf. u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 22; Inf. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 23; Juf.- Reg. Nr. 24; Rej. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 26; Brig. in dem Aufruf: In der schweren geit, welche die ArbeiterEri. Bat. Nr. 27; Landw. Znj.- Reg. Nr. 30; Brig.- Erj.- Bat. Nr. 31; bewegung gegenwärtig durchzumachen hat, darf die öffentliche Rej.Inf. Reg. Nr. 32; Füf.- Reg. Nr. 33; Brig.- Eri.- Bat. Nr. 33; Vertretung ihrer Interessen durch unsere Zeitung Landw. Inf. Reg. Nr. 35; Res.- Inf. Reg. Nr. 36; Füs.- Reg. Nr. 39; nicht notleiden." Brig.- Erj.- Bat. Nr. 40; Inf.- Regimenter Nr. 41, 42, 43, 46, 49, 51; Unserer Ansicht nach wäre es besser gewesen, wenn diese Meinung Landw.- Inf.- Reg. Nr. 52; Inf., Res. Inf. und Landw.- Inf.- Reg. dem Landesvorstand vor seinem Handstreich gekommen wäre. Nr. 53; Jnf.- Regimenter Nr. 54, 55, 56; Rej- Inf.- Regimenter Nr. 57, 60; Inf.- Reg. Nr. 63; Rej.- Inf.- Regimenter Nr. 65, 66, 69; Füs- Reg. Nr. 73; Res.- Inf.- Reg. Nr. 78; Jnf.- u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 82; Inf. Reg. Nr. 85; Res. Inf. Reg. Nr. 86; Inf.- Regimenter Der Zentralbildungsausschuß( Berlin SW 68, Lindenstr. 3) gibt Nr. 93, 111, 114, 116, 129; Res.- Inf.- Reg. Nr. 130; Inf.- Regimenter eine Anzahl Lichtbilderreihen heraus, die in unmittelbarer oder Nr. 131, 132, 138, 140, 141, 142, 145, 156, 171, 172; Res.- Inf.- Reg. mittelbarer Beziehung zum gegenwärtigen Kriege ſtehen. Ein Nr. 228; Landst. Bat. Allenstein I; Landst.- Erj.- Bat. Bielefeld; Besuch der Kriegsidhaupläge in Ostpreußen" bes titelt sich eine Serie von 85 Bildern, die von Robert Schmidt bearbeitet und zusammengestellt worden ist. Bilder zum Kriege" zeigt eine zweite von Heinrich Schulz zusammen gestellte Reihe, die 120 Bilder aus den verschiedenen Kapiteln des Strieges enthält. Genosse Dr. Poensgen Alberty hat eine Wir möchten hierzu nur noch bemerken, daß sowohl die Reihe von 113 Bildern über die Kunstschäze Belgiens Dividendenhöhe von 32 Broz., wie die jetzt erfolgte Verdoppelung und Nordfrankreichs" zusammengestellt. Durch die des Aktienkapitals der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken Ba Ifanstaaten führt eine Lichtbilderreihe, die vom Genossen beweist, welch große Profite einzelnen Kapitalistenkreisen jetzt au Regien bearbeitet wird. Die beiden ersten Serien fönnen jetzt fallen. Um so nötiger wäre die Erweiterung des Vermögensschon bezogen werden; der Leibpreis für die Ostpreußen- Serie zuwachsgesetzes, um solche Kriegsprofite wegzusteuern. beträgt für jede Vorführung 4 M., der Leibpreis für die Serie Bilder zum Kriege" 5 M., die anderen beiden Serien werden in zwei Wochen fertig. Jäger- Bat. Nr. 10; Ref.- Jäger- Bat. Nr. 14; MaschinengewehrAbt. Nr. 3; Festungs- Maschinengewehr- Trupp Nr. 6 Mainz; Festungs- Maschinengewehr- Abt. Nr. 14. b 1. Garde- Ullanen- Reg.; Kürajsier- Regimenter Nr. 4, 5; Res.Drag.- Regimenter Nr. 2, 5; Drag. u. Res.- Drag.- Reg. Nr. 7; Drag.- Reg. Nr. 11; Huj.- Regimenter Nr. 2, 8, 14, 15, 16; lanenRegimenter Nr. 5, 6, 7, 12; Jäger- Reg. zu Pferde Nr. 8; Landw. Kab.- Reg. Nr. 1 des 2. Armeekorps; 1. mobile Landw.- Eskadron des 8. Armeekorps; 2. Landw.- Eskadron des 20. Armeekorps; 1. Landst.- Eskadron des 4. Armeekorps; Kav.- Reg. v. Flotow fiche Drag.- Reg. Nr. 7 u. Ulanen- Reg. Nr. 7; Kav.- Reg. v. Günther fiehe Ulanen- Reg. Nr. 6. " " " „ Der Urheber dieser Offerte spekuliert offenbar auf die gänz liche Unfenntnis unerfahrener Personen aus dem Publikum. Es ist eine gröblich e rreführung folder Kreise, wenn die letzte Dividende ohne weiteren Zusag mit 32 Prog. angegeben wird und dadurch, die Meinung erweckt werden soll, bei„ voraussichtlich enormer Gewinnsteigerung" werde die Dividende für das laufende Jahr also noch höher ausfallen; wie nämlich jeder Kenner der Verhältnisse weiß, ist inzwischen das Aktienkapital der Gesellschaft verdoppelt worden, so daß ein entsprechender Rückgang der Dividende die natürliche Folge iſt. Es muß also dringend vor einer Abgabe von Angeboten an Herrn J. J. 3174 gewarnt werden, und es erscheint sogar die Frage am Plaze, ob sich die Behörde der Angelegenheit micht annehmen sollte." Ausdehnung des Zahlungsverbots auf Belgien. 12. Feldart.- Brig.; Feldart.- Regimenter Nr. 25, 42, 43; Rej.- In einer Vorbemerkung zu den Serien schreibt der Heraus- Brüssel, 11. November.( W. T. B.) Das von England und Felbart. Reg. Nr. 43; Feldart,- u. Res- Feldart.- Reg. Nr. 44; Feldgeber: Diese Lichtbilder sollen gemäß den Aufgaben der Bildungs Frankreich gegen Deutschland erlassene Zahlungsverbot bat bekanntartillerie- Regimenter Nr. 46, 55, 57, 58, 59, 60, 61, 67, 71, 73, 74, ausschüsse in erster Linie Kenntnisse verbreiten und der lich die deutsche Regierung gezwungen, Gegenmaßregeln zu ergreifen 75, 76, 79, 80, 82, 83, 84; Landw. Feldart.- Abt. der Landw.- Div. Belehrung der Zuhörer dienen... Um den örtlichen Bildungs- und im Vergeltungswege 3 ahlungen aus Deutschland nach Königsberg i. Pr.; Landst.- Batt. des 2. Armeekorps. ausschüssen, Gewerkschaftskartellen und Parteivereinen die Ver- England und Frankreich ebenfalls zu untersagen. Um dieſe anstaltung eines Lichtbildervortrages so leicht und so billig wie Vergeltungsmaßregeln voll wirksam zu machen, bedurfte es einer möglich zu machen, gibt der Zentralbildungsausschuß, abweichend Ausdehnung des Zahlungsverbotes auf die offupierten Gevon seinen sonstigen Gepflogenheiten, zu jeder Serie einen fertig biete Belgiens. Es sind fonach aus dem belgischen ausgearbeiteten und zum Vorlesen eingerichteten Ditupationsgebiete alle 3ahlungen oder WertüberTert heraus. Ein Redner braucht also nicht bemüht zu werden. weisungen, sei es, daß diefe mittelbar oder unmittelbar erfolgen Es genügt ein Genoffe, der den Tegt mit Ueberlegung und Betonung follen, nach England oder Frankreich verboten und flar und deutlich vorzulesen versteht." alle Schulden an die feindlichen Länder zinslos gestundet. Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot werden ebenso wie der Versuch nach Kriegsrecht bestraft. Ref.- Fußart.- Reg. Nr. 3; Fußart.- Reg. Nr. 4; Res.- Fußart.Reg. Nr. 5; Fußart.- Reg. Nr. 7; Ref.- Fußart.- Regimenter Nr. 7, 8; Fußart.- Reg. Nr. 10; Res- Fußart.- Reg. Nr. 10, 11; Fußart. u. Ref.- Fußart.- Reg. Nr. 15; Ref.- Fußart.- Bat. Nr. 22. 2. Bion.- Bat. Nr. 3; 1. Pion.- Bat. Nr. 4; 2. Pion.- Bataillone Nr. 5, 6; 1. Pion.- Bat. Nr. 7; Bion. Regimenter Nr. 18, 24, 25; 1. Bion. Bat. Nr. 27; Pion.- Reg. Nr. 29; Res. Bion. Komp. Nr. 43, 46; 2. mobile Landw.- Pion.- Komp. des 4. Armeekorps. Feldluftschiffer- Abt. des 18. Rej.- Korps; Luftschifftrupp Nr. 4; Feldfliegertruppe; Immobiles Kraftwagen- Depot Nr. 5. Kommando des Etappen- Munitionswesens der 1. Armee; Inf.Mun.- Kol. Nr. 3 des 7. Armeekorps; Art.- Mun.- Kol. Nr. 7 des 2. Armeekorps; Res.- Art.- Mun.- Kol. Nr. 36 des 4. Res.- Korps. Fortifikation Glogau. San.- Komp. Nr. 1 des Garde- Res.- Korps; Res.- San.- Komp. Nr. 3 des 3. Res.- Korps; Res.- San.- Kompagnien Nr. 44, 45, 46. Train- Abt. Nr. 6; Leichte Prov.- Kol. Nr. 6 des 2. Armeekorps; Magazin- Fuhrpark- Kol. Nr. 35 der 1. Armee. Armee- Feldpostdirektion der 5. Armee. * Die bayerische Verlustliste Nr. 48 enthält Verluste des 5. Res. Inf. Reg.; des Chevauleger- Reg. Straubing; der Etappen Kraftwagen- Kolonnen Nr. 3. 5; der Luftschiffer- Truppe des 3. bayer. Armeekorps; der Feldluftschiffer- Abt. und der Feldflieger- Abt. II B des 2. bayer. Armeekorps. Die fächsische Verlustliste Nr. 53 bringt Verluste des LeibGren.- Reg. Nr. 100; des Gren.- Ref.- u. Gren.- Landw.- Reg. Nr. 100; Gren.- Reg. Nr. 101; des Inf. u. Landw.- Juf.- Reg. Nr. 102; Inf. Reg. Nr. 103; Schüßen-( Füs.-) Reg. Nr. 108; der Inf. Regimenter Nr. 177, 179; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 245; des Jäger- u. Ref.- JägerBat. Nr. 13; des Garde- Reiter- Reg.; Hus- Reg. Nr. 18 und des Feldart.- Reg. Nr. 64. Die württembergische Verlustliste Nr. 56 bringt VerTufte der 54. Ref. Div.; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 119; Jnf.- Reg. Nr. 120; Gren.- Reg. Nr. 123; der Inf.- Regimenter Nr. 125, 126, 180; des Hlanen- Reg. Nr. 20; der Ref.- Kab.- Abt. Nr. 54; des Rej.- Fußart. Reg. Nr. 26; der Feldart.- Regimenter Nr. 49, 65 und der I. Munitions- Solonnen- Abteilung. Allzu früh und fern von lieben Eltern starb Todes- Anzeigen feinen fichent e, com tenem Den Heldentod fürs Baterland fand im Westen der Bädermeister Herr 4386 Albert Wendt Neukölln, Herrfurthplaź 10. Sein liebenswürdiger, ebren fester Charakter und seine wohl. wollende Gesinnung gegenüber feinen Angestellten sichern ihm ein dauerndes Andenken. Bäcker und Konditor der Firma Albert Wendt. Deutscher Holzarbeiterverband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Otto Böhm Berlin, Reichenberger Straße 49, im Alter von 59 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 13. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen halle des Emmaus- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. 93/11 Die Ortsverwaltung. in Allzu früh und fern von seinen Lieben starb am 28. Dttober den Heldentod fürs Vaterland Belgien, unser inniggeliebter Sohn, lieber Bruber und mein herzensguter Bräutigam, der Reservist Max Fieritz im 25. Lebensjahre. Dies zeigen an 1279 im tiefsten Schmerz, die trenernden Eltern, Braut und Geschwister. Emil Fieritz und Frau. Anni Herr als Braut. Geliebt, beweint und unvergessen. Geburtstage, den Heldentod fürs Baterland auf russischem Boden unfer einziger, geliebter Sohn Julius Winkler im Fußartillerie- Regiment Nr. 11, 3. Batterie im 23. Lebensjahre. [ 104A In unermeßlichem Schmerze die tieftrauernden Eltern u. Braut Artur Winkler und Frau. Tischlerverein zu Berlin. V. a. G. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Otto Böhm Reichenberger Str. 49 im Alter von 59 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Frei tag, den 13. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. 289/15 Der Vorstand. 3 Zentralverband der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands Filiale Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Mitglied, der Töpfer Hermann Raasch ( Bezirk Dsten) am 10. November einem Magenleiden im Alter von 65 Jahren erlegen ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet morgen Sonnabend, den 14. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes der Lazarus. firchgemeinde in Ahrensfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 122/18 Gemeindewahlen. In Minden( Westfalen) wurde der Arbeitersekretär Genosse Lizinger als erster Sozialdemokrat in das Stadtparlament gewählt und zwar auf Grund einer Vereinbarung mit den bürgerlichen Parteien. Freigesprochener Preßsünder. " Getreidedurchfuhrverbot in Italien! Einem Züricher Telegramm der Köln. 3tg." zufolge werde die italienische Regierung infolge Steigens der Preise für Lebensmittel, und namentlich für Getreide, nicht nur die Ausfuhr, sondern auch die Durchfuhr von Getreide und Jm April d. J. erhob die Danziger Volkswacht" gegen den einiger anderer Nahrungsmittel für einige Zeit verbieten. dortigen Stadtverordneten Dr. Lenz die Beschuldigung, er habe fich von der Firma Stielow u. Förster, der Danziger Vertreterin der Adlerwerke in Frankfurt a. M., Schmiergelder zahlen lassen. Gegen Die österreichische Kriegsanleihe wird in Sasanweisungen den Genossen Leu, den verantwortlichen Redakteur der Volkswacht", strengte nun der Danziger Magistrat die übliche formale Befeidigungsflage an. Stielow u. Förster erhoben gleichfalls Klage. Den magistratlichen Strafantrag hat das Gericht bisher nicht verhandelt. In der Privatflage der Firma Stielow u. Förster erkannte das Schöffengericht auf 20 M. Geldstrafe. Die Straffammer fam zu einer Freisprechung Leus, da der wahr beitsbeweis gelungen sei. anläglich der Festgestellt wurde, daß Automobilisierung ber Danziger Feuerwehr die Adlerwerke an Dr. Lenz 500 W. zahlten, damit dieser ihre Anlagen besichtige und ein Gutachten erstatte. Dr. Lenz hat dies auch getan. Die Adlerwerke erhielten den Auftrag jedoch nicht und aus Merger plauderten Stielow und Förster. Das Gericht sprach aus brüdlich aus, daß unter den obwaltenden Umständen der Ausdrud " Schmiergelder" teine Beleidigung sei. Scien Dem Undenten unferer auf dem Kriegsschauplat gefallenen Genoffen! Auf dem Schlachtfelde im Often fiel Hermann Lehmann Königstr. 13( Bezirl 8). Sozialdemokratischer Wahlverein Mariendorf. Auf dem Schlachtfelde in Frankreich fiel der Zimmerer Richard Baier. Sozialdemokr. Wahlverein Niederbarnim. Bez Oranienburg Am Mittwoch früh entschlief sanft nach langen schweren Leiden unsere liebe Mutter, Echwester, Schwiegermutter, Großmutter und Tante, Frau Wilhelmine Anders geb. Reuter im 66. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Gustav Anders( zurzeit zur See). Karl Haad und Frau Frida geb. Anders. Franz Hend und Frau Marie geb. Anders. Emil Klostermann und Frau Klara geb. Anders. Frik Rogon und Frau Elfe geb. Anders. Wilhelm Kaczorowski. Margarete Walde. Die Einäscherung erfolgt am Sonnabendnachmittag 5 Uhr im Strematorium, Gerichtstr. 37/38. Allen Verwandten, Freunden, den Herren der Direktion sowie den Kollegen der Kindl- Brauerei hiermit die traurige Nachricht, daß mit fünfjähriger Laufzeit zum Zeichnungspreis von 97% ausgegeben. Die Berziniung beträgt 5½ Bros., stellt sich jedoch infolge bielfacher Vergünstigungen über 6 Broz. Als Rückzahlungstermin ist der 1. April 1920 beſtimmt. Der erste Zinsschein ist am 1. April 1915 fällig. " Pharmazeutical Journal" schreibt: Der Mangel an gewiffen Arzneimittel und Chemikalienmangel in England. Das Londoner Brävaraten, wie Atropin, Resorcin, Natriumializylat, Salol, Santonin usw. macht sich bemerkbar. Für Atropin werden sehr bohe Preise verlangt. Einige Chemikalien fommen aus der Es ist feineswegs sicher, Schweiz, aber nicht in solchen Mengen und zu solchen Preisen, daß der Preis in England beeinflußt würde. daß Amerita fortfahren wird, Chemikalien zu liefern, da es selbst von den Lieferungen Deutschlands abhängt. Da diese früher sehr beträchtlichen Lieferungen jezt ausbleiben, wird das eigene Interesse Ameritas bewirken, daß von dort auch zu hohen Preisen nicht ge= liefert wird. Den Heldentod fürs Baterland starb am 16. September im Westen mein geliebter Mann, meines Kindes guter Bater, unser Schwager, der Behrmann 53A Jakob Karst. Martha Karst geb. Gola. Die Angehörigen der Familie Golz. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Baters, Schwiegervaters und Großs baters Heinrich Scharf fagen wir hierdurch Allen unseren besten Dant. 134A Die trauernden Hinterbliebenen. Deutscher Holzarbeiter- Verband Verwaltung Berlin. Heute Freitag, den 13. November, abends 8%, Uhr: Sitzung der Ortsverwaltung. Mitglieder- Versammlungen mein geliebter Mann, guter Sohn, Vergolder: Montag, den 16. November 1914, abends 6 Uhr, im Bruder und Schwager, der Land wehrmann, Bierfahrer August Poddig in Erfüllung seiner Pflicht am 28. Ditober im Gefecht gefallen ist. Neukölln, Steinmesstr. 72. 146A In tiefer Trauer Witwe Emma Poddig geb. Rimor. Stanislaus Makowiak, zurzeit im Felde, und Frau geb. Poddig. David Poddig und Frau. Fritz Poddig, zurzeit im Felde. Ihm der Friede, mir der Schmerz. Gewerkschaftshause, Engelufer 15( Saal V). ( Gaal V). Tagesordnung: 1. Die gegenwärtige Lage in unserer Branche. 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Möbelpolierer: Dienstag, den 17. November, abends 8 Uyr, bet Fredersdorf, Frankfurter Allee 127. Tagesordnung: 1. Bericht von der Generalversammlung. 2. Besprechung unserer Arbeitsverhältnisse während des Krieges. Kammacher: Dienstag, den 17. November, abends 8 Uhr, in Hermels Vereinshaus, Holzmarktstr. 21. Tagesordnung: 1. Pflichten und Aufgaben der Mitglieder während des Krieges. Referent: Kollege R. Leopold. 2. Branchen angelegenheiten. Donnerstag, den 19. Novbr., Cifchler, Bezirk Südwesten: abends 8%, Ubr, in Habels Brauerei, Bergmannstr. 6-8: Vertrauensmänner- Versammlung. Berlin SO. 16, Achtung, Holzarbeiter! Die Zahlstelle 68 wird verlegt von Gubener Straße 11 nach Gubener Straße 13 bei Rudolf Schmidt. 93/10 H.& P. Uder, Engel- afer 5. Tabak- Großhandlung und Tabakfabrik. Rauch-, Kau-, Schnupftabake, Zigarren, Zigaretten. E Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Größte Auswahl gelagerter Zigarren in allen Preislagen. zu Originalpreisen. kannten Marken Amt Sämtliche be- Zigaretten Mpl., 3014. Die Ortsverwaltung. Reuters Werte Heines Werte 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Borwärts rantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inferatenteil verantw. Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsbl. It Nr. 311. 31. Jahrgang. fuorod Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus Groß- Berlin. ** Notstandshilfe und Liebesgaben. beraten. merfen. Tas Lämpchen der armen Leute! haben. Freitag, 13. November 1914. Eine weitere feßte der Drlan ein und erreichte nach einstündigem Toben den 70 Bf. pro Hektoliter abzugeben. Die Ausgabe erfolgt gegen BarHöhepunkt. Unter den Baumbeständen in den Parkanlagen wurde zahlung und Vorzeigung eines Ausweisscheines in großer Schaden angerichtet. Jm Tiergarten sowie im Friedrichs- der Gasanstalt Mariendorf. Lankwiger Str. 48. Die Ausweisscheine hain lagen gestern morgen mehrere umgebrochene Baumstämme quer werden im Steglitzer Rathaus, Zimmer 12, wochentags von 10-12 und 4-6 1hr ausgestellt. über die Fußwege hinweg. Noch weit erheblicher war der Baum Die Berliner Stadtverordnetenbersamm schaden in den Forsten der Umgebung, besonders im Grunewald. Die städtische Lungenfürsorge in Charlottenburg hat insofern eine Iung hatte gestern wieder über Maßregeln zu beschließen, Hunderte von starken Kiefern wurden durch die Gewalt des Sturmes Henderung erfahren, als die Vermittelung von Heilstättenkuren für die in Beziehung zum Striege, stehen. Der Magistrat be- vernichtet. Ferner hat der Ditan in den Laubentolonien arg gebauft. heilbare Lungentrante jegt in etwas anderer Weise gehandhabt wird als antragte Geldbewilligungen zur Fortsetzung der Notstands Im Innern der Stadt wurden durch den Orkan Tausende von Dach früher. Bisher hatte der Magistrat mit der Landesversicherungshilfe, die bei dem Nationalen Frauendienst und in den ziegeln gelöst und auf die Fahrdämme geschleudert, Fensterscheiben anstalt Brandenburg das Abkommen getroffen, daß die Stadt bei Bürgerspeisehallen gewährt wird. Was er für den Nationalen zertrümmert, Echilder heruntergerissen und andere Schäden verur- allen in Charlottenburg wohnenden Lungenfranten, die von der Landesversicherungsanstalt zur Behandlung in eine Heilstätte ge Frauendienst forderte, wurde ohne weiteres genehmigt. Da sacht. Auf den Seen der Umgebung herrschte das Unwetter mit schickt wurden, ein Drittel der Kosten übernahm, Dadurch hatte die gegen foll über den Beitrag für die Bürgerspeisehallen erst solcher Gewalt, daß selbst verankerte Boote losgerissen und auf die Stadt vor allem den Vorteil, daß von der Landesversicherung auch noch in einem Ausschuß beraten werden. Der sozialdemo- hochgehenden Fluten hinausgetrieben wurden. solche, etwas vorgeschrittene Fälle fortgeschickt wurden, in denen fratische Redner, Genosse Wurm, betonte die Notwendigkeite ein dauernder Erfolg von vornherein nicht mit Sicherheit angeeiner ausreichenden Kontrolle dieses Unternehmens durch die das Gerücht von einem Morde war gestern in Charlottenburg nommen werden fonnte, und die daher die Landesversicherungsanstalt Kosten wahrscheinlich nicht entfundt Stadtbehörde, im besonderen einer Brüfung der Menge und Güte verbreitet. Dort wurde im Hause Kastanienallee 1 der 41 Jahre auf ihre alleinigen der verabreichten Speisen. Eine Geldbewilligung beantragte der alte Stellner Ferdinand Piet, der in dem Hause wohnte, erschlagen haben würde. Da aber die Landesversicherungsanstalt mehrfach die Magistrat auch zur Spendung von Liebesgaben für die im Felde aufgefunden. Sein Schädel war zertrümmert und sein Kopf mit Behandlung fortgeschrittener Fälle abgelehnt hat, ist dieses Abſtehenden Berliner Truppen. Unser Redner wünschte, daß Gewalt zwischen das Gitter einer Treppe geklemmt, die vom Garten lommen seit einem Jahre aufgehoben, und die Surfoften für Tuberkulosekranke in fortgeschritteneren Stadien werden jetzt von über die Art der Durchführung zuvor Klarheit geschaffen nach dem Hause geht. Nach Ausfindung der Leiche benachrichtigte der Stadt allein getragen. Es hat sich gezeigt, daß das neue Verwürde. Jm das Polizeirevier die Mordkommission der Charlottenburger Striminal- fahren für Charlottenburg zweckmäßig ist, denn obwohl im versoll das geschehen. Zur Anschaffung von Weihnachtsliebesgaben für die Berliner polizei. Die eingeleiteten Ermittelungen haben bis jetzt noch keine flossenen Jahre mehr Personen in Heilstätten geschickt find als in Truppen will der Magistrat 125 000 m. aufwenden, wo Aufklärung des Falles gebracht. Es besteht die Möglichkeit, daß den vorhergehenden, waren die Kosten für die Stadt bedeutend bon 100 000 m. der Sammlung„ Gedenket der Garde" Bieg von Einbrechern niedergeschlagen worden ist. Vielleicht daß er geringer. Da die Dauer der einzelnen Kuren nicht etwa kürzer 25 000 M. dem Verein„ Nationaler Frauendienst" über- furz nach seiner Heimkehr wahrgenommen hat, daß man seinem war als früher, kann die Ersparnis nur durch die neue Methode wiesen werden sollen. Auch hierüber soll ein Ausschuß fofort borthin begeben wollte, worauf die Täter ihn niedergeschlagen und, fälliger werden, da die Stadt im Berichtsjahre noch für eine AnGeflügelstall einen Besuch abstattete und er sich auf das Geräusch verursacht sein. Im nächsten Jahre wird der Unterschied noch aufum ihn hilflos zu machen, mit dem Kopf in das Gitter gezwängt des vorigen Jahres schon beantragt waren, einen Teil der Soften getragen hat. Troß der Aufhebung der BeitragsAn den ersten Kriegstagen drängten sich törichte, nur um ihr Nach einer weiteren Mitteilung wurde festgestellt, daß alle leistung der Stadt läßt die Landesversicherungsanstalt Branden periönliches Wohlbehagen besorgte Leute in dichten Haufen an den Türen des Hauses verschlossen waren, als die Leiche des Kellners burg alle Charlottenburger Lungenkranken, die einer Heilstätte überTüren der Verkaufstäden, um sich mit Vorräten von Lebensmitteln Pieß aufgefunden wurde und erst nachträglich geöffnet worden sind. wiefen werden sollen, im Fürsorgeamt untersuchen und das Gutzu versehen. Das war, wie jest jedermann weiß, eine von un- Da bei dem Toten kein Schlüssel vorgefunden wurde, so ist es ganz achten des Direktors ist auch jetzt noch maßgebend. begründeter Furcht eingeg ebene gwedlose Maßnahme. unerklärlich, wie Pieß aus seiner Stube im zweiten Stock, die er Einrichtung, die für Lungenfranfe von großer Bedeutung ist, besteht Jezt kann man wieder zu gewissen Zeiten an den Laden zweifellos aufgesucht hatte, nach dem Garten gekommen ist. Nach in der Regelung der Arbeitsvermittlung für die türen bestimmter Verkaufsgeschäfte einen Massenandrang be- Beugenaussagen hat Pieg in den letzten Tagen wirre Reden geführt. Stranken, besonders für die aus den Heilstätten entlassenen. Es Doch nicht Lebensmittel werden begehrt, sondern Man glaubt deshalb auch, daß er in einem Anfalle von Geistes- und für ihre Mitarbeiter durchaus ungefährliche, und sodann mehr ein für die große Masse der Minderbemittelten sehr not- gestörtheit auf anderem Wege seine Stube verlassen, sich hierbei die oder minder erwerbsunfähige, für ihre Umgebung teils gefährliche, wendiger Bedarfsartikel: Petroleum. Die Großhändler gehen schweren Kopfverlegungen zugezogen hat und dann auf der Treppe teils ungefährliche Personen. Sämtliche in Frage kommenden Permit ihren Petroleumvorräten sparsam um. Sie geben an die Klein- bingeschlagen ist. sonen werden vom Fürsorgeamt für Lungenfranke dem städtischen bändler nur best immte Quantitäten ab, die erheblich hinter den geArbeitsnachweis überwiesen, der sie in geeigneten Stellen bei der forderten zurückbleiben und nicht hinreichen, um den Bedarf des Jerfahrten eines entlassenen Kriegsteilnehmers. städtischen Parkverwaltung und bei solchen Firmen unterzubringen Bublikums zu decken. Wenn jetzt ein Petroleumtransportwagen eines aus dem Kriege wegen Erfranfung zurückgeschickten Landsturm- haben. Troßdem diese Einrichtung erst furze Zeit beſteht, ist es Wir meldeten am letzten Sonntag in Nr. 306 das Berschwinden versucht, die sich zur Beschäftigung Lungenkranker bereit gefunden beim Kleinhändler vorfährt, dann sammelt sich bald eine dichtgedrängte Menge im Laden und vor demselben an, doch Neukölln( Weserstraße 44). Wolzendorf hatte, nachdem er in der heit zu verschaffen. manues, des 43jährigen Rauimannes Louis Wolzendorf aus wiederholt gelungen, Lungenkranken dauernd passende Arbeitsgelegennicht jeder ist so glüdlich, bon dem begehrten Brenna Heimat eingetroffen war, auf seine Angehörigen den Eindruck gemacht, stoff etwas zu erlangen und niemand bekommt so viel, wie er haben daß er nicht nur förperlich erschöpft, sondern auch geistig gestört jei. über den wir gestern berichteten. Der Tote ist, wie festgestellt Der Aufklärung bedarf noch der Leichenfund am Stralauer Platz, möchte. Man fann schon froh sein, wenn man statt eines Liters Er scheint an den Majurischen Seen mitgeholfen zu haben, aber mit einem halben Liter nach Hause geht. Viele müssen mit leeren auf Fragen, was er erlebt habe, gab er abwehrende Antworten. werden konnte, der 33 Jahre alte Lagerist Arno Schumann aus ber Flaschen und Kannen heimgehen, denn wer nicht zu den regel- Nach Ausweis des Militärpasses, er mitbrachte, wäre Bettenfoferstr. 9. Schumann wurde bereits seit Mitte Oktober ver mäßigen Kunden des Händlers gehört, hat gar keine Aussicht, auch fiel auf, daß er nicht mehr in Uniform war, sondern schon seine er wegen eines Herzleidens entlassen worden. Seinen Angehörigen mißt. nur das kleinste Quantum Petroleum zu bekommen. So ist nun Bolkskunstabend in Schöneberg. Vom Verband der Freien VollsZivilkleidung trug. Bei den Versuchen seiner Frau, für ihn die Bühnen findet am Sonnabend, den 14. November, in der Aula der der Fall eingetreten, daß vielen ärmeren Leuten das Licht tatsäch- Aufnahme in einem Militärlazarett zu erwirken, entlief er ihr vor Hohenzollernschule, Belziger, Ede Eisenacher Straße, ein Volks wenigstens zeitweise ausgegangen ist. Auch die Kerzen, dem Gebäude des griff ihn in Schöneberg die Polizei auf, und nun brachte man ihn ins Garnisonlazarett zu Tempelhof. Als er von hier nach zwei Wochen weggeschickt wurde, begab er sich nicht, Wer ist der Tote? Am 7. November wurde am alten Lehrter wie vorgeschrieben, nach dem Bezirkskommando und auch nicht nach Güterbahnhofe, Eingang Paulstr. 20 c, aus der Spree eine etwa Hause, sondern irrte wohl planlos umber und war zunächst 22-30 Jahre alte unbekannte männliche Leiche gelandet. Der Tote nicht aufzufinden. Am Sonnabend, wo wir jene uns zur ist 1,72 Meter groß. Träftig, hat blondes Haar, fleinen blonden ge Veröffentlichung zugegangene, von der Polizei herrührende stuzten Schnurrbart, geneigte Stirn, nicht mehr erkennbare Augen, Unter diesen Umständen würde die Verbreitung der Gasbeleuchtung Notiz über ihn für Sonntag in Druck gaben, batte zwar die blonde bogenförmige Augenbrauen, fleine Naje, große Ohren, kleinen die besten Aussichten haben, wenn nicht für die große Masse der ärmeren Polizei den Umherirrenden noch nicht ermittelt. Er wurde aber zu- Mund, dünne Lippen, vollständige Zähne und breites Kinu. BeBevölkerung die Kosten der ersten Einrichtung, Anschaffung und An- fällig gerade an diesem Tage, wie wir jetzt erfahren, von Bekannten fleidet war derfelbe mit dunklem Jackett und Weste, grauschwarz bringung von Lampen, unerschwinglich wäre. Doch auch diejenigen, welche auf der Straße gesehen und dann durch seine Frau, die ihn für gestreifter Hose, dunklem punktierten Selbstbinder, lila gestreiftem die erforderlichen Mittel aufbringen können, stoßen auf einige Schwierig immer noch frant und geistesgestört hielt, schleunigst wieder dem Chemisett, schwarz und weiß geringelten Strümpfen, Matto- Unterfeiten. Die städtischen Gaswerke sind jetzt mit Anträgen auf An Garnisonlazarett in Tempelhof zugeführt. Als aber Frau W. am wäsche, K. P. gezeichnet, und schwarzen Schnürstiefeln, er trug ein Dienstag dort telephoniich nach ihm fragte, erhielt sie den Bescheid, weißes Taschentuch, gezeichnet K. P., bei sich. Nachricht über die bringung von Gasanschlüssen so überhäuft, daß die Antragsteller schon am Sonntag früh sei der Mann wieder aus dem Lazarett Beriönlichkeit des Toten nimmt jedes Polizeirevier und wochenlang auf den begehrten Anschluß warten müssen. Der un weggegangen und bisher sei er nicht zurückgekehrt. Er war VI. Kr. Bezirk zu 3972 IV 55. 14. entgegen. gewöhnlich starke Andrang neuer Gasabnehmer mag diese Verzögerung also zu der Zeit, wo unseren Lesern jene Notiz zu Gesicht erklären. Wenn die Gaswerte alles was möglich ist tun, um die Anschlüsse fam, richtig schon wieder und jetzt zum dritten Male ver au beichleunigen, wenn sie ferner den kleinen Leuten den Bezug schwunden. Bedauerlich ist, daß Wolzendorf, nachdem er bon Gas möglichst zu erleichtern suchen, indem sie auf die strenge aus dem Lazarett weggeschickt worden war und GelegenInnehaltung aller die kleinen Gasverbraucher belastenden bureau- heit zu einer zweiten Frrfahrt gefunden hatte, nach erneuter Auffratischen Vorschriften, insbesondere über die Vorschriften über den nahme wieder entweichen konnte. Zu seinem Wohl und zur BeGasverbrauch verzichten, und wenn dann jeder, der dazu in der ruhigung seiner Angehörigen ist zu wünschen, daß er baldigst aufgefunden und, sofern er noch frant und pflegebedürftig ist, sicher Lage ist, zur Gasbeleuchtung übergeht, dann muß ja die Nachfrage untergebracht wird, wofür selbstverständlich die Militärverwaltung nach Petroleum bald so weit zurückgehen, daß das Petroleum jorgen wird. Beachten wolle man übrigens, daß der Mann durch lämpchen des armen Mannes wieder regelmäßig mit seinem be- Weiterverbreitung angeblicher Kriegserlebnisse leicht zur Quelle aller scheidenen Licht leuchten fann. möglichen Gerüchte werden könnte. den die als Notbehelf die Petroleumlampe eriegen fönnten, sind erheb- berschwunden. Später stommandos III und blieb einige Tage funstabend statt. Das Programm ist sehr reichhaltig. Karten zunt lich im Preise gestiegen. Es tommt jetzt nicht selten vor, daß Familien, denen der Beleuchtungsstoff ausgegangen ist, den Abend im Dunkeln zubringen, was namentlich von den Heimarbeitern und arbeiterinnen schwer empfunden wird, die gezwungen sind, auch am Abend zu arbeiten. Ein Maßstab für den Beschäftigungsgrad Sammlungen der Berliner Lehrkräfte. der Vermiste Deutsche. Personen, die Auskunft geben können über den Aufenthalt von Robert und Emil Michitsch, zuletzt Bruczkow bei Warschau, Neubau der Beleuchtungszentrale, werden gebeten, Mitteilung an Anna Michitsch, Berlin N 65, Müllerstr. 138, gelangen zu lassen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Hutmacher müssen jest ebenfalls Militärarbeiten ber richten. Es handelt sich dabei um die Anfertigung von Helmen. Bolzendorf ist 1,65 Meter groß, hat hellblonden Schnurrbart, Wie in einer Versammlung der Berliner Filiale des Hutarbeiterblaue Augen, graugelbe Gesichtsfarbe. Bei seinem letzten Weggang verbandes mitgeteilt wurde, werden diese Arbeiten an Großunterist unter anderem der Markenerlös der Landesver aus dem Lazarett war er bekleidet mit bläulichem, breitgestreiftem nehmer vergeben, die sie wieder erit an die eigentlichen Fabrikanten ficherungsanstalten. Wie start bei der Landesverfiche- Rod, ebensolcher Beste, dunklen gestreiften Hofen, feinem Stragen, und zwischenmeister abgeben. Die Folge davon ist, daß dadurch mehrere an der Arbeit verdienen müssen. Dadurch erklärt es sich, rungsanstalt Berlin in den beiden ersten Kriegsgraubrauner Schirmmüte, schwarzen Schnürstiefeln. daß die Fabrikanten ihren Arbeitern für diese Arbeiten einen monaten die Minderung des Martenerloses war, lehren Lohn bieten, der weit unter dem normalen liegt. So werden z. B. folgende Zahlen. Verkauft wurden Marken im Juli für Die vom Verliner Lehrerverein eingeleitete Sammlung für von einzelnen Fabrikanten Stundenlöhne von 40 und 45 Pf. an1229 510 M., im Auguſt dagegen nur für 1097 073 2., im Kriegshilfe der sich auch der Verein Berliner Volksschul geboten. Auch die Affordlöhne seien weit unter dem Grad des September gar nur für 866 382 M. Der Rückgang betrug vom febrerinnen, die Vereinigung Berliner Fachlehrerinnen und der Minimallohnes angefeht, so daß es unmöglich wäre, daß die ArSuli zum August 132 437 M., vom August zum September Berliner Reftorenverein anschlossen, hat die Summe von 109 046 m. beiter mit ihren Angehörigen bei solchen Lohnverhältnissen als 230 691 M., zusammen vom Juli zum September 363 128 M. ergeben. Davon find 35 000 M. der Sammelstelle des Magistrats Menschen leben können. Es müßte versucht werden, alles aufzu Im September vorigen Jahres wurden Marfen für 1299 235 der Stadt Berlin zur Verfügung gestellt worden mit der Bitte, bieten, die Lohnverhältnisse mit den Arbeitgebern zu regeln. Sollte Mark verkauft, der Erlös aus September dieses Jahres war 10 000 W. dem Nationalen Frauendienst zuzuführen. Ferner sind das nicht gelingen, dann müsse man bei der Militärbehörde vorhiernach um 432 853 M. geringer. Das bedeutet gegenüber dem überwiesen worden 20 000 M. der Nationalstiftung für die Hinter- ftellig werden, um auf diesem Wege Befferung erwarten zu können. bliebenen der im Felde Gefallenen, 10 000 m. dem Roten Kreuz, In der Diskussion wurde von den verschiedensten Rednern das September vorigen Jahres einen Ridgang um nahezu 10 000 m. dem Vaterländischen Frauenverein und 84 000. dem bestätigt, was der Referent Möd ei ausgeführt hatte. In einer ein Drittel Erst der Oktober wird wieder eine kleine Besse- unterstügungsfonds der nach Berlin geflüchteten Dstpreußen. einstimmig angenommenen Resolution wurde der Filialvorstand be auftragt, sich mit der in Frage kommenden obersten Militärbehörde rung gebracht haben. in Verbindung zu setzen, um zu bewirken, daß von dieser Seite Lohnregulierend auf die in Frage kommenden Unternehmer eingewirft werden kann, falls eine Regelung mit den Unternehmern Der Bevölkerungsrückgang Berlins hat im zweiten Kriegsmonat, wie die jetzt für Sep. tember abgeschloffenen Berechnungen des Berliner Statistischen mis ergeben, fich um ein Beträchtliches fortgefest. Nachdem die Bevölkerungszahl von Anfang August mit 2053 302 bis Anfang September auf 2010 580 gefallen war, fant fie bis Anfang Oktober weiter auf 1993 379. Wieder stellt das Statistische Amt feit, daß dieses Ergebnis noch die Folge der Einberufungen zum Heer ist. An dem Minus von 17 201, das der September noch gebracht hat, waren die männlichen Personen allein mit 15518, die weiblichen nur mit 1683 beteiligt. Sm August hafte fich die gesamte Bevölkerung um 42 722, die männliche allein um 42119, die weibliche nur um 603 verringert. Der Rüd gang in den beiden ersten Kriegsmonaten zusammen beträgt hiernach für die männlichen Personen 57 637, für die weiblichen 2286, für die gesamte Bevölkerung 59 923. Ein gewaltiger Sturm, der stellenweise große Schäden verursacht hat, fegte gestern in früher Morgenstunde fiber Groß- Berlin hinweg. In der vierten Stunde Das Berliner Rettungswesen ist im Verwaltungsjahr 1913( 1. April 1913 bis März 1914) etwas weniger als im Vorjahr in Anspruch genommen worden. Bei den 30 Rettungsstellen wurden diesmal, wie wir aus dem jezt erschienenen Verwaltungsbericht eriehen, 72 286 Fälle gezählt, gegenüber 76 470 im Vorjahr. Wieder ist nur für die Fälle aus 29 Stellen eine Unterfcheidung nach der Art der Hilfeleistung beigegeben, diesmal für 70 896, im Vorjahr für 75 320. Im letzten( bezw. vorleßten) Jahr wurden diese 29 Rettungsstellen in Anspruch genommen für 60 353 ( 64 637) Perfonen wegen äußerer Erfranfungen, für 9543( 9985) Ber iouen wegen innerer Erkrankungen, für 388( 841) Perſonen wegen Selbstmord oder Selbstmordversuch, für 435( 386) Berfonen wegen Geburtshilfe, für 77( 21) Personen wegen Majsenunfall. da selbst nicht gelingt. Deutsches Reich. Lohnverkürzungen in der Elbeschiffahrt. Mit Beginn des Krieges wurde den Unternehmern der Elbeschiffahrt eine Reduzierung der Bemannung zugestanden. Diese Maßnahme, hat eine Arbeitslosigkeit unter den Schiffsmannschaften zur Folge gehabt, die erst behoben wurde, als sich die Organisation an die Strombauverwaltung nach Magdeburg wandte und darauf berwies, daß in den verschiedenen Schifferorten Mannschaften arbeitslos jeien und demzufolge eine Reduzierung der Bemannung Die Absendung von Liebesgaben für die im Felde stehenden ungerecht erscheinen müsse. Noch gegenwärtig ist die Bejazung nicht Formationen des 1. Garde- Feld artillerie- Regiments io wie früher, und auf vielen Fahrzeugen befinden sich statt drei findet bis auf weiteres an jedem Dienstag und Freitag statt. Ganz Mann deren nur zwei. Der Unternehmer spart dadurch auf jedem besonders erwünscht ist waimes Unterzeug. Die Annahme erfolgt Schiff im Monat 120 M. an Lohn. Die Arbeitsleistungen steigen in der Staferne des Regiments, Struppstr. 3. natürlich für den Ginzelnen, denn die Arbeit für den dritten Mann funden, da auch sie die kritische Lage, in die die Elbeschiffahrt durch den Krieg gekommen ist, berüidjidhtigen. Die Mannschaften haben auch erflävi, daß sie in der Kriegszeit mit Rüdjicht auf die große Billige Koksabgabe au Bedürftige in Steglitz. müssen die Mannschaften mitmachen. Sie haben sich damit abgeDie Gasgesellschaft in Berlin hat sich entschlossen, eine größere Menge Stols für Bedürftige der Gemeinde zu dem Preise von Zahl� der Einberufenen bereit seien, alleZ zu tun, um die erfordere tiehen Arbeitsleislungen zu bewältigen. Dieses Entgegenkommen belobnen nun eine Anzahl Reeder da- mit, dag sie trotz gesteigerter ArdettSIelstung dedeutende tlohu- lürzungen vornehmen. Tie Vereinigten Elbsschiffahrtsgescllschasten baden den Anfang gemacht. Sie verteilen nicht mehr wie sonst die ersparten Löhne und Reisezulagen, auch die Vergütung bei Repara- luren fällt fort; weiter wird der Bezug der Auslösung(besondere Vergütung von 10 Pf. für die Stunde bei Arbeiten außerhalb des eigenen Fahrzeuges! sehr wesentlich eingeschränkt. Damit aber noch nicht genug, erklärt die Firma wörtlich: „Ob und in welchem Umfange wir zur Frage weiterer Be- zugscinschränkungen werden Stellung nehmen müssen, bleibt naturgemäß von der Tauer des Kriegszustandes und der ferne» ren Gestaltung der wirtschaftlichen Verhältnisse abhängig." Dos hat unter den Schiffsmannschaften der Elbe lebhaft- Be- unruhigung hervorgerufen. Die Mannsebaften wandten sich durch den Transportarbeiterverband an die V. E.-G. und ersuchten unter Darlegung der Verhältnisse um Aufhebung der Verschlechterungen. Die Firma ließ durch den Arbeitgeberverband für Binnenschiffahrt antworten, daß doch ein Vertrag mit der Organisation nicht bestehe und die Firma tun und lassen könne, was ihr beliebe; außerdem beständen ja Lohnkommissionen, an die sich die Leute wenden könnten. Diese Lobnkommissionen aber sind eine gelbe Einrichtung, geschaffen nach dem Streik, von der Firma sanktioniert. Mit dieser Kommission wollen die Mannschaften nichts zu tun haben. Ihre Mitglieder sind ehemalige Arbeitswillige. Bei dieser Gelegenheit hat die Organisation der Schiffsmannschaften angefragt, ob die verschiedenartige Behandlung der Mannschaften auch in Zukunft noch beibehalten werden solle, denn die Gelben erhalten 5 M. im Monat mehr und für die Ueberstunde 5 Pf. mehr. Hierauf ist eine Antwort nicht erfolgt. Tie Firma lehnt also jede Verständigung ab; ihr liegt nichts an einer Beseitigung der Gegensätze. Dies geht auch daraus hervor, daß die V. E.-G. den Familienangehörigen der Arbeitswilligen vom letzten Streik einen Zuschuß Qtben will, wohingegen die An- gehörigen der übrigen im Felde stehenden Mannschaften von der Firma nichts erhalten. Was jetzt dort Wenigen gegeben, wird den in Arbeit Stehenden abgezogen, und die später Zurückkommenden finden schlechtere Zustände als früher. Bedauerlich ist, daß, soweit die Lohnkürzungen in Frage kommen, auch andere Firmen hier mitmachen. Eine allgemeine Notwendigkeit liegt zu einer solchen Maßnahme nicht vor, denn es gibt eine Reihe von Firmen, die besondere Lohn- und Arbeits- bedingungen haben und keine Kürzungen vornehmen. Die Erbitterung unter den Mannschaften ist sehr groß, sie nehmen an, daß die Firmen die jetzige Gelegenheit ausnützen(also den Krieg, in dem Über 3000 Mannschaften im Felde stchen), um die Lohn- und Arbeitsbedingungen auf der Elbe rückwärts zu revi- diercn. Feder Versuch, die Gegensätze auszugleichen, wird von den Elbereedern abgelehnt; sie stellen sich trotz der jetzigen Situation auf den veralteten Herrn-im-Hause-Standpunkt und legen den Keim zu neuen Konflikten. Aufsehenerregende Beschlüsse hat der Verband deutscher Tapctenfabrikanten gefaßt, die er in einem Rundschreiben an die deutsche Händlerschaft bekanntgibt. Hiernach sind sämtliche Mit- glieder des Verbandes verpflichtet, neue Ware und neue Muster- rollen bis l. August lSIS nicht zu liefern. Dieser Beschlutz gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für da? gesamte AM- tand. Bereits gelieferte neue Ware oder Musterrollen aus der Mnsterauswahl iOI-l/lö dürfen von Händlern vor dem l. August 1015 nicht zum Verkauf gebracht werden. FedeS Mitglied ist verpflichtet, seine Musterauswahl 1014/15 für das nächste Geschäfts- jähr 1915/16 unverändert fortbestehen zu lassen. Die Mitglieder dürfen also keine neuen Muster hinzufügen oder Aenderungen in irgendwelcher Art an der neuen Musterauswahl vornehmen. Vor Pfingsten 1915 darf kein Mitglied des Verbandes deutscher Tapeten- fabrikanten mehr reisen lassen; bis dahin ist jeder Besuch der Kund- schaft mit Musterauswahl verboten. Die feinen Musterkarten für den zimmerwciscn Bezug dürfen keinesfalls vor dem 1. September 1915 herausgegeben werden. Verstöße gegen diese Beschlüsse durch ein Mitglied des Verbandes deutscher Tapetenfabrikanten sollen mit einer Buße von zehntausend Mark geahndet werden! Diese Beschlüsse sind von SparsamkeitSrücksichten diktiert. Tie Unternehmer wollen an neuen Musterzeichnungen und an der An- fertigung neuer Formen sparen; die alten Muster sollen weiter- verkauft werden. Was bedeuten nun diese Beschlüsse der deutschen Tapetenfabrikantcn? Große Arbeitslosigkeit für die Arbeiterschaft! Insgesamt können zirka 3000 Arbeiter dieser Branche dadurch arbeitslos werden. Besonders werden von diesen Matznahmen der Tapetenfabrikanten die deutschen Formstccher betroffen. ES wird ihnen vollständig die Möglichkeit genommen, sich in ihrem Beruf ihr Brot zu verdienen. Schon vor Ausbruch des Krieges befanden sich die Angehörigen der Formstecherbranche in einer geradezu trost- losen Lage und jetzt sind beinahe alle in ihrem Beruf arbeitslos. Wohl gelang es einem Teil der jüngeren, vorübergehend in anderen Berufen Unterschlupf zu finden, im allgemeinen sind jedoch die Formstechcr von großer Arbeitslosigkeit heimgesucht. Es entsteht daher die Frage, ob sich diese Beschlüsse des Vcr- bandcs deutscher Tapetcnfabrikanten mit der Mahnung der Regie- rung an die Unternehmer verträgt, alles zu tun, um das geschäft- liche Leben im Gang zu halten und möglichst viel Arbeitsgelegen- heit zu schaffen, um so die große Not, die der Krieg über das ge- samte Wirtschaftsleben gebracht hat, zu lindern. Soziales. Klemer Unfall— schwere Folge». Ein AnjpruS» auf Unfallrente besteht nur, wenn der Schaden in ursächlichem Zusammenhang mit dem Unfall selbst steht. Gegen eine zu enge Auslegung wendet sich das Reichs- Versicherungsamt in nachstehendem kürzlich entschiedenen Fall. Der Arbeiter U. ous Schlawe ritz sich am 1. November 1912 beim Ausroden von Gestrüpp am Rande einer Lehmgrube einen Dorn in den rechten Ringfinger. Bald nach diesem Unfall trat bei U. eine seelische Depression ein. Niedergeschlagen, vor sich hin brütend, saß u. oft stundenlang. Als infolge der eingetretenen Zellgewebsentzündung eine Operation vorgenommen werden sollte. fiel U. in Ohnmacht und in diesem Zustande mit dem Hinterkopf auf den Fußboden. Bereits am 29. November, also nach vier Wochen, mutzte der Verletzte in die Provinzial-Jrrenanstalt auf- genommen werden. Der von der Ehefrau als gerichtlich bestellten Pflegerin bei der Zicgclei-Berufsgcnoffenschaft erhobene Anspruch auf Entschädigung wurde abgelehnt, iveil„der ursächliche Zusammenhang zwischen der Zellgewebsentzündung am rechten Ringfinger und der Eni- stehung der Geisteskrankheit ganz unwahrscheinlich ist." Die dagegen eingelegte Berufung wurde vom Oberversiche- rungsamt Köslin zurückgewiesen, da nach dem einwandfreien Gut- achten des Oberarztes der Anstalt. Dr. L., ein Zusammenhang zwischen Unfall und GeftteSkrankheit zu verneinen ist. Der beim Reichs-Bersicherungamt eingelegte Rekurs hatte Erfolg. In den Gründen des Rekursgcrichts heißt es über den ursächlichen Zu- fammenhang u. a.: „Bei ihm selbst hat der Oberarzt der Heilanstalt, Dr. L-, keine Anzeichen eines organischen HirnleidenS festgestellt. In seinem Gutachten vom 20. Januar 1913 führt er auS, daß derartige Geistes- frörungen, wie sie bei dem Kläger vorliegen, nach den Wissenschaft- lichen Erfahrungen allerdings auf dem Boden seiner angeborenen Anlage enfttehen. wie sie auch bei U. gegeben gewesen sei. Zum Ausbruch der Krankheit bedürfe eS aber eines auslösenden Mo- nientes, und als solches fei hier mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die Zellgewebsentzündung am Finger und die durch sie veran- latzten Ohnmachtsansälls, die den Kläger offenbar sehr mitge. nommen haben, anzusprechen, zumal die ersten Wahnideen bei ihm von der Vorstellung ausgegangen seien, der Finger würde nicht mehr heil und er werde an der Verletzung sterben. Wenn U. sich die Fingerwunde nicht zugezogen hätte, wäre er sehr wahrscheinlich nicht zu dem frühen Zeitpunkte, möglicherweise überhaupt nicht geisteskrank geworden. Da der erkennende Senat aus den Aus- sagen der in diesem Verfahre» vernommenen Zeugen nicht den Eindruck gewonnen hat, daß der Kläger bereits vor dem Unfall vom November l912 geisteskrank gewesen ist— 2 Mitarbeiter, von denen der eine zehn Jahre mit ihm zusammen beschäftigt gewesen ist, bekunden übereinstimmend, daß ihnen nie etwas KrankbatteS oder Absonderliches an dem Geisteszustand des Klägers aufgefallen fei, und auch die vom Geschäftsführer N. zur Begründung seiner Anficht. U. sei auch früher schon nicht ganz normal gewesen, ange- führten Tatsachen sprechen keineswegs für das damalige Bestehen einer Geistesstörung—, die Geisteskrankheit sich aber andererseits unmittelbar an die durch den Betriebsunfall hervorgerufene Zell- gewebsentzündung des Fingers angeichlossen hat. so ist das Rekurs- gericht unbedenklich dem einwandfreien und überzeugenden Gutachten des Oberarztes Dr. L. darin gefolgt, daß der Kläger ohne das Unfallereignis vom November 1912 wahrscheinlich jedenfalls damals nicht geisteskrank geworden wäre und daß der Unfall mittel. bar die Geistesstörung verursacht hat, indem er die Zellgewebsent- zündung herbeiführte, die den Irrsinn des U. im Gefolge hatte. Hinzu kam noch, daß der bei der durch die Entzündung bedingten Operation ohnmächtig gewordene Kläger mit dem Kopf auf den nur mit Linoleum belegten Boden aufschlug, ein Vorgang, der selbst nach der Ansicht des Vertrauensarztes der Beklagten, Dr. Sch., möglicherweise geeignet ist. einen schädigenden Einfluß auf das Gehirn auszuüben. Da das Reichsvcrsicherungsamt den Unfall als erwiesen und einen ursächlichen Zusammenhang zwischen ihm und der Geisteskrankheit des Klägers als wahrscheinlich angeschen hat, war dem Rekurs stattzugeben." Gerichtszeitung. Darf das Generalkommando Höchstpreise festsetzen? Vor der Strafkammer II des Altonacr Landgerichts hatte sich, wie das„Hamb. Echo" mitteilt, ein Kaufmann wegen Ueberschreitung der vom Generalkommando fcstge- setzten Höchstpreise zu verantworten. Das Gericht kam im Gegensatz zu der Auffassung des Staatsanwalts zu einer Freisprechung. Das Generalkommando dürfe Wer- ordnungen über die öffentliche Sicherheit, hieß es in den Gründen, nicht aber solche über die Wohlfahrt der Bevölke- rung treffen. Vor dem Reichsgericht wird diese Begründung kaum standhalten.§ 9 Ziffer d des Gesetzes über den Belage- rungszustand bedroht das Uebertreten eines vorn� Militär- befehlshaber„im Interesse der öffentlichen_ Sicherheit" erlassenen Verbots mit Gefängnisstrafe bis zu einem Jahre. Das Verbot, Höchstpreise zu überschreiten, kann sehr wohl im Interesse der öffentlichen Sicherheit ergehen, wenn es auch überdies der öffentlichen Wohlfahrt dient. Chne die Beschränkung einer Rücksichtnahme auf die öffentliche Sicherheit hat das Reichsgesetz vom 4. August 1914 den Zivilbehörden das Recht der Festsetzung von Höchst. preisen zugestanden. Es ist der Militärbefehlshaber be- rechtigt, auch unter die von Zivilbehördcn festgesetzten Höchstpreise im Interesse der öffentlichen Sicherheit herabz»- gehen._ Kindesmißhandlnng. Eine empörend rohe Mißhandlung eines Kindes beichäf- tigte gestern wieder einmal den Strafrichter. Wegen ge- fährlicher Körperverletzung war der Friseur Hugo K ö r l i n aus der Kaiserin-Augusta-Allee angeklagt. Der Angeklagte hat neben einer zehnjährigen Tochter«inen aus erster Ehe stammenden, jetzt 12 jährigen Sohn. Der Junge. der von seinen Lehrern als fleißiges und braves Kind geschildert wird, hatte kleine Unarten an sich, die durch verständiges und gütiges Zureden hätten beseitigt werden können. Anstatt dies zu tun, griff der Angeklagte zu geradezu unmenschlich rohen Züchti- gungen. Wie als Zeugen vernommene Hausbewobner bekundeten, wurde der Junge fast täglich geschlagen und mit dem Kopf auf den Fußboden„aufgestukt". Eine Frau beobachtete eines Sonntags, wie der Junge erst längere Zeit geschlagen wurde, dann mutzte"er sich die Hosen ausziehen, wobei ein auf der Hinterseite mit großen Blutlachen völlig durchtränktes Hemd zum Vorschein kam. Der rohe Vater schlug aber trotzdem auf das nackle blutige Gesäß des bedauernswerten Kindes los.— Diese und andere ähnliche Roheiten veranlatzten das Schöffengericht, dem Angeklagten eine Gefängnisstrafe von neun Monaten zuzudiktieren. Gegen dieses verhältnismäßig milde Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Als eine Zeugin eine besonders brutale Mitzhand- lung bekundete, erklärte der Staatsanwalt, daß er es aufrichtig bedauere, nicht ebenfalls Berufung eingelegt zu haben, da dann der Angeklagte jedenfalls nicht so milde davongekommen wäre.— Nach mehrstündiger Verhandlung kam das Gericht zu einer Ber- werfung der Berufung mit dem Hinweise, daß sich der Angeklagte gegen ein wehrloses Kind in unbarmherzigster Weise vergangen habe und deshalb zu irgendwelcher Milde ihm gegenüber kein Grund vorliege._ Ter falsche Bürgermeister. Von der Strafkammer in Köslin wurde nach einer VerHand- lung, die mehr als fünf Stunden in Anspruch nahm, der frühere KrciSausschutz-Assistent Heinrich Thormann, der unter dem Namen „Tr. jur. Alexander" annähernd ein halbes Jahr in Köslin zweiter Bürgermeister war. wegen schwerer Urkundenfälschung in zwei Fällen in Tateinheit mit Betrug zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr vier Monaten Gefängnis und zu zwei Jahren Ehrverlust verurteilt. Thormann hatte in seiner Stellung als Bürgermeister zwei Anweisungen an die Stadthaupikaffe zur Zahlung an den Architekten M. Johannsen(Stettin) angewiesen, obgleich eS einen Architekten dieses Namens überhaupt nicht gibt, das Gsld an sich zahlen lassen und für sich behalten. Die Hauptanklage wegen Erschleichung des Bürgermeister- Postens steht noch aus.___ kleine Nachrichten. Patrioten. Wir lesen in der.Bergarbeiter-Zeitung": Am Sonntag, den 18. Oktober, hatten wir in Oberhausen etwa eine Stunde Aufenthalt, den wir im Wartesaal verbrachten. An unserem Tische nahmen zwei Herren Platz, von denen der eine nach Emmerich, der andere nach Wesel fuhr, die außer der Kriegslage auch die Geschäftslage besprachen. Der eine Herr, der nach Emmerich fuhr, bekannte sich als G r o tz f ch l ä ch t e r aus Gelsenkirchen, während der andere weder seinen Beruf noch seinen Wohnort verriet. „In der Kohlenkiste", begann der eine,„merkt man vom Kriege abiolul nichts, auch in geschäftlicher Beziehung nicht. Würde die Bahn nicht so überlastet sein durch die vielen Militär- und Materiallransporte. wir hätten jetzt eine bessere Zeit als vor dem Kriege!" Darauf der Grotzfchlächter:.Im Gegenteil! In Geilenkirchen gehen die Geschäfte flotter als jemals. Ich habe während den zwei ersten Monaten deS Krieges 6000 Mark mehr verdient nicht nur mehr eingenommen, sondern rein verdient, als in der gleichen Zeit vorher. Besonders die Häute find kolossal im Prwe gestiegen, und wenn Sie noch Schuhe und sonstiges Lederzeug be- nötigen, kaufen Sie es jetzt, denn nach dem Kriege wird das Ledel unerschwinglich leuer." Auch der andere bestätigte, daß er während der KriegS/p „ganz gut" verdient hätte, jedoch nicht mehr als vorher: er»äri auch froh, wenn er sein Geschäft auf der„alten Höhe" halten lonne, .Brauchen Sie nicht mehr fort?" ftagte der eine, worauf der Gelsenkirchener Grotzschlächter antwortete: „Ich bin schon eingezogen gewesen, aber freigekommen. Als es hieß: Kranke vortreten, bin ich vorgetreten— Kopsgicht. Sofort wurde ich wieder entlassen und konnte nach Hause gehest Im Schützengraben ist nichts zu verdienen! I» Gelsenkirchen läuft noch das ganze Gesindel herum, von dem man nicht weiß, wovon es eigentlich lebt. Warum sollte» wir Geschäftsleute denn erst fort?" Dem andern schien diese.geschäftliche Offenheit" in unser« Gegenwart doch nicht zu behagen und so lenkte er das Gespräi» zurück auf den Kriegsschauplatz, auf dem beide ausgezeichnet be' wandert waren und die Rriegspläne besser kannten als der Große Generalstab. Kopfgicht", untauglich für den Kriegsdienst und zu schade, um im Schützengraben zu liegen, so lange das.Gesindel" noch herum- läuft, von dem man nicht weiß, wovon eS lebt, aber trotz„Kopl' oicht" gesund genug und fähig, in den zwei schlimmsten Monaien, die das deutsche Volk seit Bestehen des Reiches durchgemacht 6000 M. mehr zu„verdienen". Parteiveranstaltungen. Sechster Wah lkreis. Am Dienstag, den l7. November, finden zwei Mitglieder-Verfammlungen in folgenden Lokalen statt: Patzenhoier Brauerei, Turmstr. 25/26, und Frankes Festsäle, Badstr. Ig. Desgleichen am Dienstag, den 24. November, in den Pharus-Säle», Müllerstr. 142, und den Mila-Zälen, Schönhauser Allee 130, Die Tageft ordnung lautet:.Unsere Aufgaben in schwerer Zeit". Reserenten find die ReichSlagsabacordneten Georg Ledebour und Hugo Haas« Jugeudsektiou d«S fünften Kreises. Sonntag, den l5. Novemb«, stndct eine Partie nach Tegel— Heiligense«— Tegel statt. Treffpunkt 7'/« Uhr Alexanderplatz, Berolina. Fahrgeld 20 Ps. Jugendsektion Neukölln. Am kommenden Sonntag, den 15. d. U, Wanderung der Jugendscktton nach Grünau— Schmöckwitz. Fahrgeld 50 P, Trcffpuntt Bahnhof Neukölln. Abfahrt 6.33 Uhr vormittags. Tie nächste Versammlung ist am Dienstag, den 17. November. Wilmersdorf. Freitag, den 13. November, findet im Lokal vo» Schilling. Lauenburgerstr. 20, der 2. Vortrag der Genossin Käte Duncker statt. Thema:.Die Entwicklung der kapitalistischen Wirllchaltsordnung Schöneiche und Umgegend. Der Zahlabend sür alle Bezirke ftndn am Sonnabend, den 14. d. M., abends 8'/, Uhr, in Fichtenau, Naumann! GelelllchastshauS, statt. Vortrag des Herrn Wasewitz über:.Die soziast Versicherung mit besonderer Berücksichtigung der jetzigen Kriegslage". Jugenüveranstaltungen. Vrih-Vuckow. Sonntag, den 15. November: Partie nach de« Jugenddeim in Köpenick, Schönerlinder Straße öd. Treffen: 8'/». Uhr Germanwpromenade. Nachzügler kommen direkt nach Köpenick. Gäste willkommen. Allgemeine Kranke«, und Sterbekaffe der Metallarbeiter