Mr. 84. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die LandgemeindeSonnabend, den 11. April 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. steuerkatasters in Niederschlesien war mit großer Sorgfalt mehrung des Bauernstandes", sowie zur„ Hebung der wirthin der Instruktion vom 27. Juli 1742 der durch die Unter- schaftlichen Lage desselben" ist einer der anziehendsten AbOrdnung in Preußen.thanendienste gesteigerte Gutswerth an Gelb veranschlagt. ſchnitte in der Geschichte der preußischen Monarchie. Wir I. Geschichtliche 3. ( Fortsetzung.) all zur Verfügung hatte, ohne die Kosten, welche das Halten nießerin sich aufbaut, bestanden von vornherein nicht die schlesische General- Landschaftsdirektion stellte im Jahre erfahren daraus, was das soziale Königthum" der Hohen1808 eine Tabelle des Verlusts auf, den die Güter des zollern auf dem Felde der Agrarpolitik geleistet hat, und Schweidnitzer Kreises durch das Edikt vom 9. Oftober 1807 welche Machtstellung dem Junkerthum eignet. Das Bauern infolge der Aufhebung der Erbunterthänigkeit erlitten haben legen oder wie die Regierung euphemistisch es nennt,„ die Die Agrarverhältnisse des 17. und 18. Jahrhunderts sollten. Darnach betrug z. B. die Werthsverminderung beim Einverleibung bäuerlichen Landes in das herrschaftliche Gut" hatten sich folgerichtig in der Art entwickelt, daß Gutsherr Dominium Reussendorf, dessen letzter Kaufpreis sich auf( Anlage A. S. 12) war Jahrhundert für Jahrhundert mit und Bauer, besonders wenn dieser Lassit und Erbunterthan 40 000 Thaler belief, 1226 Thlr. 16 Sgr. 8 Pf., Eifer und Geschick fortgesetzt worden. Die wüsten Höfe" war, auf einander angewiesen waren. Lagen Ritter- und also Kapitalswerth des Gutes, zu 5 pCt. oder„ wüsten Hufen", d. h. die durch Krieg zc. verödeten Bauernäcker häufig im Gemenge, was die Innehaltung des gerechnet, 24 341 Thlr. 3 Sgr. 4 Pf. Um noch ein Beispiel Bauernstellen wurden mit demselben Appetit verspeist, wie Flurzwanges, die Unterordnung unter die bis Mitte des herauszugreifen, so betrug nach dieser Tabelle der jährliche andere zur Abrundung" des Gutes passende Befizungen. 18. Jahrhunderts beinahe unumschränkt herrschende Drei- Verlust bei dem jetzigen gräflich Moltte'schen Dotationsgut Was war nicht mit diesem trefflichen Begriffe: wüste Hufe felderwirthschaft bedeutete, bestanden doch gegenseitige Kreisau, damals verkauft für 60 000 Thlr., 528 Thlr. 21 Sgr., anzustellen? Was galt nicht als wüste Hufe? Der Adel Hutungsrechte, gemeinsame Benutzung von Wald und Haide. Kapitalsverlust demnach 10 560 Thlr. 14 Sgr.*) Die Junker hatte schon damals die größte Hochachtung vor dem„ histoDas innigste Bindemittel aber waren die von den Bauern wußten gut zu rechnen mit dem Fleisch und Blut ihrer rischen Recht", das, wie Schnapphanski Lichnowsky geschuldeten Frohnden, die als bleischwerer Alp auf dem Bauern, die als dingliches Besitzthum, als Sache behandelt, so schön gesagt, keinen Datum nich hat"; sie annektirten, Bauern lasteten und ihn schier erdrückten, für den Guts- benützt, geschätzt wurden. was ihnen in den Wurf kam, und der Nothstand des Lands herrn aber die Quelle reichen Gewinnes, ja eine LebensWie die politische Landgemeinde durch die mit dem volts wurde unerträglich. bedingung waren: ohne Frohnden keine feudale Herrlichkeit. Der absolute Staat des ancien régime hörte in Preußen Wie Knapp mittheilt, erklärte ein Interessent aus dem unterthänigkeitsverhältniß entspringende Stellung der ErbHerrenstande, Graf von Schlieben, in einer an den Staats- herrschaft eine leere Form geworden war, so daß die Ge- bei den Dominien auf. Als kleinste Einheit der Verwal fanzler Hardenberg gerichteten Denkschrift vom 17. Juli 1811, meinde- Organe nur als Exekutivbeamte der Herrschaft vor- tungs- und Gerichtsorganisation kannte er nur die Nitter daß bei den meisten Gütern mit scharwerkspflichtigen Bauern kamen, ebenso fiel die alte Realgemeinde der angesessenen güter, die eine staatliche Funktion nach der andern an sich gar fein Inventar und kein Gesinde gehalten werde, sondern Wirthe, die rein äußerlich betrachtet den auf Ritterboden gerissen hatten: der frühere.Zustand, in welchem es selb daß man sich gänzlich auf die der Herrschaft gehörige Hof- angesiedelten Personen, der Gutsherrschaft, dem Gefinde, ständige Gemeinden gab und neben diesen Lehnsherren, die, wehr und die Dienste der Bauern verlassen habe, so daß den Gutshandwerkern und Tagelöhnern( Justleuten) noch selbst unter dem fürstlichen Lehnsrecht stehend, nur über ihr nur etwelche Handwerker und der Hirte von dem Dominium ungebrochen gegenüberstand, unter die Botmäßigkeit des Gesinde Gewalt hatten, exiftirte Ende des 17. Jahrhunderts selbst gestellt werden mußten. Die Billigkeit dieser Pro- Herrn. Unter dem Druck der Hörigkeit und bei dem relativ nicht mehr. So kam es, daß der Staat sehr genau mit buktionsform unter den damaligen landwirthschaftlichen unbedeutenden Gemeinde- Eigenthum an Weide und Wald, auf den einzelnen Bauern, aber nicht mehr mit Bauerngemeinden Verhältnissen, welche stets die erforderliche Zahl von Händen welches die Realgemeinde als Eigenthümerin und Nutz-... rechnete".") Was für wirthschaftliche Reformen wurden unters ständiger Arbeiterschaft und eines kostspieligen Inventars schroffen Gegensäge zwischen vollberechtigten Bauern und nommen, um die Position der Bauern zu verbessern? Die Ver verursacht, leuchtet ohne Weiteres ein. Die Bauern galten minder berechtigten Beisassen. Indeß wurden doch die suche Friedrich Wilhelm I., alle Amtsbauern zu Freien zu als ein in ben Gütern steckendes und mitangeschlagenes Gemeindelaften nach dem Maße der Gemeinderechte abge- machen, find an dem Schwergewicht der bestehenden Zustände Stapital, ohne welches diese nicht zu unterhalten und ful- wogen. In den Verband der Realgemeinde, dieses Ueber- gescheitert." Die aus der Fremde ins Land gezogenen Kolonisten, tiviren wären", wie eine für Pommern. erlassene königlich lebel der gemeinen Mark, schob der Gutsherr die stetig Salzburger, Pfälzer, Schweizer, die als freie Leute aus ihrer schwedische Resolution vom 19. Dezember 1720 in Ueber- wachsende Zahl der angeseffenen Beifassen ein und entschlug sich Heimath gekommen waren, wurden bezüglich ihrer Personen einstimmung mit einer Vorstellung der Landstände sich aus- so der Pflicht, für sie aus seinen Mitteln zu sorgen. Die von jeder Erbunterthänigkeit entbunden, aber mit„ mäßigen drückt. Das ist es: ein in den Gütern steckendes Kapital Gemeindeversammlung wurde die Marionette in der Hand Frohnden" zu Gunsten des Domänensiskus beschwert. Ueber die königlichen Domänen hinaus gingen die damit ist Alles gesagt. möglichst hoch, höher als bisher zinsbar zu machen die Markgenossenschaft noch in Kraft und Blüthe war, erzene Widerstand des Adels und der Bureaukratie, die aus möglichst hoch, höher als bisher zinsbar zu machen und Gebieter und immerdar zu seinem Vortheil war. Als schwächlichen Versuche der Reform nun einmal nicht. Der bestrebt ist. Erschöpfung Dienste thut, erfüllt er seine Schuldigkeit, ver- pulfivte durch die Versammlung der Märker ein warmes, dem Junkerthum sich rekrutirte, vermochte jedes Experiment zinst er sich landesüblich."*) Damals wurde in den Pensions- frisches Leben. Der souveräne Wille der Genossen entschied kurzerhand abzuweisen, das etwa darauf auszugehen schien, fontrakten großer Güter vorgeschrieben, die zum Gut ge- einstens; die Hörigen hatten kein Interesse an Zusammen- die Agrarverhältnisse zu ihren Ungunsten zu verändern. hörigen Unterthanen regelmäßig mit Leibesstrafen( Ganten fünften, die ein Hohn auf die Bergangenheit waren. So Wir wissen, daß die Mehrzahl der Bauern nichterbliche [ eine Art Halseisen], Gefängniß und Ruthenschlägen) zu be- kam es, daß in Schlesien das Erscheinen der Gemeinde- Laffiten waren. Und Friedrich II. so gut wie sein unlegen, nicht mit Geldstrafen, da diese ihre wirthschaftliche mitglieder zu einem solchen„ Gebot" durch Geldbußen sicher mittelbarer Nachfolger konnten die Erblichkeit der bäuerLeistungsfähigkeit vermindern würden. Landesverweisung gestellt werden mußte; zum mindesten waren Weiber oder lichen Laßgüter eben nur auf den Domänen durchführen: wird von einem Juristen jener Zeit deshalb als Strafe für Kinder zum Anhören dessen, was verkündet wurde, abzu- man bedenke, was für einen fleinen Fortschritt diese Maßregel im Grunde bedeutet. Aber es gelang nicht, den nicht anwendbar erklärt, weil sie für den Leibeigenen eine senden. Wohlthat sein würde. Bei der Einrichtung des GrundDie Stellung des Königthums zur„ Erhaltung und Ver- organisirten passiven Widerstand der Junker und der BeEin Kapital, das man des Gutsherrn, der jeden Schritt überwachte, der Bormund Fuchs, Untergang des Bauernstandes S. 174, 175. Feuilleton. Nachdruck verboten.] 183 zur Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol *) Keil, a. a. D., Anlage A, S. 1/2. *) Reil, a. a. D., S. 41, 68. dann an, die Stube zu verlassen. Der Klosterbauer herrschte ihm aber zu, dazubleiben, und Lisei mit einer ungeduldigen Armbewegung von sich weisend, rief er heiser: kommt, waren sie immer schneller und heftiger auf ihn gestürzt. Die Pfeife war ihm entfallen. Darauf war er gefaßt gewesen, daß die Mutter seiner verstorbenen Frau ihn bei Ambros verlästert hätte, nicht auf ihre Enthüllung seines Ver" Ich will ein End' machen. Ich hab' Dir zu sehr den hältnisses zu Kaspar. Die Aehnlichkeit seines Sohnes mit seiner Willen gelassen; jetzt will ich doch sehen, ob es noch Zeit Mutter, namentlich die seiner zornsprühenden Augen mit ist, Dich zu meistern! Meine Einwilligung friegſt Du den ihrigen, war ihm nie so zum Bewußtsein gekommen, nie und ich sag' Dir: Du gehorchst oder es geht übel aus." Ambros mit weitgeöffneten Augen aus einem fahl ge- Ambres mit fufter entschlossener Miene und kreuzte die wie jetzt. Sie verursachte ihm fast Grauen und er starrte " Droh' mir nicht, Vater; es nüßt Dir nichts," versetzte Ambros saß eine Sekunde lang regungslos und buch- Lifei eilte von dem Bruder zu ihm und legte ihm, was Arme über die Brust. jäblich mit sie noch nie gewagt hatte, den Arm um den Nacken und beren Gtast erhobene Verbächtigung. Dann schnellte er von bat:" Vater, liebster Bater, rechne ihm doch seinen Zorn her Bank auf und rief mit einer von der Aufregung anfangs nicht an. Er ist ja Dein Ambros, der Dich lieb hat." von Robert Sa, weichel. noch gedrückten Stimme: wordenen Gesichte an. Die Blicke des Klosterbauers waren wie spikes, weißglühendes Eisen auf ihn gerichtet.„ Lifei," rief er nach einer Weile dumpf, ohne jedoch die Augen von Ambros abDer Klosterbauer achtete ihrer nicht. Sein Anblick aber zuwenden, Du hast gehört, was ich ihm gesagt habe; Du Das ist alles erlogen. Das redet der Haß aus Dir, brachte Ambros wieder zu sich und auf den Bater mit offen sollst mir's" bezeugen! Du willst also nicht gehorchen?" Den Du auf ihren Vater hast. Jesus, hast du nicht schon ausgestreckter Hand zugehend, fagte er:„ Nun ja, Water, fuhr er zu Ambros fort. Unrecht genug gethan, Bater? Du zwingt mich bazu, daß ich das wir beide wollen uns nicht verzürnen." Gieb mir Dein" Nicht in dem Stüd, Vater; ich kann's nicht," wen reden muß. Erst hast Du meine Mutter dem Larseit ab- Jawort von wegen der Stasi, und was Du meiner Mutter entgegnete Ambros, die Arme über der Brust lösend. wendig gemacht, das war schlecht; nachher haft Du meine lebles gethan hast und dem Raspar Larseit, das soll alles„ Nein!" Mutter wie einen Wurm mit Jüßen getreten, das war erst vergeben und vergessen sein." Gut," feuchte der Klosterbauer. Dann hör mein recht schlecht, und jetzt drängst Du Dich mit Lügen zwischen Der Vater stieß die Hand fort und schüttelte den letztes Wort: Der Donner soll mich erschlagen und verBich und die Staft, blos weil Du ihr nicht rechtschaffen ins Arm seiner Tochter von sich sprang at the rang wünscht will ich sein hier und ewiglich, wenn Du auch nur Gesicht sehen kannst, das ist das schlechteste von allem." schwer athmend nach Worten. Lisei fam ihm zuvor und einen Kreuzer von mir friegſt. Ueber meine Schwelle kommt Hier vermochte Lisei sich nicht länger zurückzuhalten dem Bruder einen beschwörenden Blick zuwerfend, sagte mir die Betteldivne nimmer. Jetzt heirathe sie oder heirathe eint entsegt über die schonungslosen Reden des Bruders sie mit leiser, zitternder Stimme:„ D, liebſter Bater, hör sie nicht, mir iſt's gleich. Wir zwei Beide find mit einander eilte sie zu diesem hin, faßte mit einem starten Griff seinen boch blos ein Wort von mir: Redet doch jetzt nicht weiter fertig." Arm und rief, ihn schüttelnd: Um Gotteswillen, wie mit einander. Du weißt ja, was der Ambros für ein Hit- D, Vater, Vater, sei doch nicht so hart," rang Lifei fannst Du so zu Deinem Vater sprechen?" topf ift. Und von wegen der Ahne, so hab' ich ihr ihr in Angst und Qual die Hände und wandte sich darauf an Der Klosterbauer war im Begriff gewesen, sich von Unrecht gegen Dich vorgestellt und sie hat's auch ein den Bruder, daß er um Gotteswillen den Vater bitten möchte. Aber Beide achteten ihrer nicht. seinem Stuhl zu erheben; die Vorwürfe des Sohnes hatten gesehen." ihn zurückgeworfen. Wie ein Stein, der bergab ins Rollen Ambros schwankte einen Augenblick und schickte sich Ambros griff nach seinem Hute und mit einer äußeren " amten zu brechen, und, wie Herr von Meyer- Arns- 1 zu legen. Lockte doch auch die gesteigerte Getreideausfuhr die entschlossen schienen, das Zustandekommen des Arbeiter walde zu sagen pflegt:„ Es ging auch so." Es infolge des amerikanischen Freiheitsfrieges! Grundrente schutz- Gesetzes durch Obstruktion zu verhindern. Obstruktion verlohnt sich, auf diese Angelegenheit, welche typisch und Gutswerth wuchsen ungeheuer, so daß vor allem der daß die sozialdemokratischen Abgeordneten ihr Mandat ist, ein wenig näher einzugehen.*) Die Lassiten der kleine Adel sich auf das Bauernlegen warf, um das Guts- pflichtgemäß ausüben, pflichtgemäß die Rechte ihrer Wähler königlichen Domänen wurden nach und nach in den Besiz areal für die vermehrte Getreideproduktion auf Kosten des und der Arbeiterklaffe mit Aufgebot aller Kraft vertreten! erblicher Stellen gesetzt, die Privatbauern dagegen hatten das Bauernackers zu vergrößern. Um das Schicksal der Frei- Was soll denn aus dem Parlamentarismus werden, Nachsehen. Die Privatbauern in Schlesien nämlich für gesetzten fümmerte man sich nicht. Und hier gelang es welchen Sinn hat dann überhaupt das ganze System ber diese Provinz allein war diese theilweise Zwergverbesserung Friedrich II., die Profitwuth der Junker, die das Land mit Volksvertretung, wenn die Minorität nicht mehr befugt sein soll, unternommen worden. Als auf verschiedene königliche Ordres heimathlosen Landproletariern überschwemmen wollten, ihren Standpunkt der Majorität gegenüber geltend zu machen? am 14. März 1765 ein Verzeichniß über die in Schlesien einigermaßen zu zügeln. Allerdings nur allmälig und nicht Soll denn die Majorität befugt sein, die Minorität einfach vorhandenen bäuerlichen Besitzungen übergeben wurde, zeigte für alle Landestheile führte er das Verbot des Einziehens mundtodt zu machen? Und Solches befürwortet ein Fort es sich, daß nach diefem 154 008 erblichen nur 15 138 unerb- und Zusammenschlagens von Bauernhöfen durch. Aller- schrittler- ein Mitglied jener Partei, die im Vergleich zu liche Bauern-, Gärtner- und Häuslerſtellen gegenüberstanden, dings den Gutsherren blieben, abgesehen davon, daß die ihrer Bahl, mehr als irgend eine andere Partei das Recht wovon 1428 Stellen auf das den größten Theil Nieder- Kontrolle in den Händen von Klassengenossen lag, Mittel zu reden, also" Obstruktion" zu treiben, ausnüßt und stets schlesiens umfassende Glogauer Departement entfielen. In und Wege genug übrig, von dem„ Bauernschutz" mancherlei ausgenügt hat was wir ihr gewiß nicht verargen. Der den halbjährigen über die Beseitigung der unerblichen Stellen abzubröckeln. Man zwang den Gutsherrn nicht etwa, den fortschrittliche Abgeordnete und Journalist findet beiläufig von den Landräthen eingesandten Berichten verminderte sich Bauern als Person zu behalten, das„ Abmeiern" aus ge- einen würdigen Bundesgenossen in der" Post", die auch die Anzahl dieser Stellen reißend schnell. Auf dem Papier setzlichen Gründen blieb gestattet! Nur" die Wiederbesetzung über die langen sozialdemokratischen Reden schimpft, und zählte man im Breslauer Departement am 31. Oftober 1768 der Stelle im alten Umfang wurde erzwungen, sodaß", wie nebenher- wohl, um nicht aus der Uebung zu kommen, nur noch 26 unerbliche Stellen, während das Glogauer Keil sagt, nicht der einzelne Bauer, wohl aber der Bauernstand ein bischen denunzirt. Departement von dieser Besitzform völlig befreit zu sein schien. geschützt wurde". Der König fürchtete die Verödung des platten Genug, das Haus war wieder beschlußunfähig und an Die Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue der Landräthe und die Landes, und er war nicht umsonst der Begründer des die Rede- Guillotine also nicht zu denken. Nach einigen Zuverlässigkeit ihrer Berichte springt in die Augen, wenn Militärstaats Preußen: die" Sozialreform" wurde unter dem inhaltslosen Ausführungen des Fortschrittlers Krause, wir erfahren, daß etwa drei Jahre später ein neuer Bericht Gesichtswinkel der Heeresmacht betrachtet, und schon im ergriff Bebel das Wort zu einer wuchtigen Rede, in der vom 9. Juli 1771 für das Breslauer Departement wieder Kantonsintereffe zog Friedrich Bauernsöhne, die etwas zu er den Geist der Gesetzgebung, aus welchem der vorliegende 4639 unerbliche Stellen aufwies! Der Gehorsam gegen die vertheidigen hatten", besiglosen Proletartern" vor. Gefehentwurf hervorgegangen ist, schonungslos kennzeichnete, Befehle des Königs wirkte wahre Wunder. Die Folge näm- Unmittelbar im Interesse des Großgrundbesizes, der den Klassencharakter der heutigen Gesetzgebung klarlegte und lich geschärften königlichen Ordres war es nämlich, daß 1775 nach der Lage der Dinge in erster Reihe von den technisch- den Nachweis lieferte, daß der heutige Staat ein Klassen offiziell überhaupt keine unerblichen Stellen mehr vorhanden landwirthschaftlichen Fortschritten Nuzen ziehen konnte, staat im entschiedensten Sinne des Wortes, und die heutigen waren. Geschwindigkeit ist keine Hererei, und zu Nutz und waren aber die von Friedrich II. geförderten Gemeinheits- Regierungen nur Kommis der besitzenden Klassen sind. Frommen ihrer Sippen und Magen, der adeligen Guts theilungen und Separationen, d. h. die Zusammenlegung der Herr Dr. Mar Hirsch, der übrigens gegen den Herren, zauberten die Bureaukraten alle unliebsamen Dinge einem Besitzer gehörigen, auf derselben Feldflur zerstreut Paragraphen in der Kommissionsfassung sprach, vermochte fort, radikal fort. Im schneidenden Gegensaße zu dieser liegenden Grundstücke. Die Allmenden, die Liegenschaften, den Eindruck der Bebel'schen Rede nicht abzuschwächen; und der unter einem Friedrich dem Großen, der mit eigenen Augen welche im Besitze der Realgemeinde waren, Weide, Haide, Referent, i te vom Zentrum, ein sehr fähiger Kopf und in der zu sehen gewohnt war, doppelt auffallenden Art von Moor und Wald, die gegenseitigen Grundgerechtigkeiten von Materie wohl beschlagen, hielt es deshalb für gerathen, you Statistiken, beklagt sich am 28. Mai 1785 die königlich Herrschaft und Genieinde, sowie die einzelnen Gemeinde- der Referentenbühne auf seinen Abgeordnetenstuhl herunter Breslauische Haupt- Urbarien- Kommission der Kriegs- und mitglieder untereinander sollten in ihrer alten Form be- zuſteigen und in längerer Rede den Kommissionsparagraphen Domänentammer gegenüber, gegenüber, daß in den Kreisen seitigt werden. Der Fortschritt der Technik machte die zu vertheidigen. rechts der Ober und in Ober- Schlesien die Ge- Aenderung der Zustände nothwendig, er zerstörte aber Weitere Redner meldeten sich nicht und gegen 1/25 U schäfte der Urbarien- Kommissionen durch die Nicht zugleich das letzte Band, das die Bauern zusammenhielt, er ging die zweitägige Debatte zu Ende. Einigen ziemlich leb erblichkeit der Stellen sehr gehindert würden, worauf die untergrub die Fundamente der kleinbürgerlichen Gristenz haften persönlichen Bemerkungen" folgte noch ein furze letztgedachte Behörde das Fortbestehen der verpönten Ver- und er führte zur Verelendung der besiglosen Dorf Ein Schlußwort des Referenten, der zugeben mußte, daß er in erblichkeit damit zu entschuldigen suchte, daß es oft unmög- wohner, die bisher die Nutzungen der gemeinen Mark zum feiner Rede irrthümlicherweise Bebel eines Irrthums( in Bezu lich sei, zwischen Herrschaft und Unterthanen eine Einigung Theil mindestens mitgenossen hatten. auf die Hausindustrie, die allerdings unter den§ 125 fällt zu Stande zu bringen. Uns erscheint die Art der Statistit Der Schlußstein dieser Epoche", das allgemeine Land was Hize bestritten hatte), geziehen habe. feineswegs so auffallend"; Friedrich II, der bei anderen recht," nahm den Bauernschutz in seine Bestimmungen auf Gelegenheiten, wo es sich um die Stügung des Militärstaats, und wiederholte damit die einzige rechtliche Aenderung, um die Angelegenheiten des Fiskus, um die Interessen der welche durch die ganze Reformarbeit in den kommunalen Bevorrechteten, um Handelsmonopole drehte, schneidig und Verhältnissen eingetreten war."( Keil a. a. D. S. 74). schnell genug eingriff, begnügte sich mit dieser platonischen Art des„ Bauernschutes"; die Privilegien des Adels ernstlich anzutasten, versuchte er nicht, wollte er garnicht ver suchen. In 1798 fanden sich wiederum im Breslauer Departement in 14 meist oberschlesischen Kreisen nicht weniger als 38 798 unerbliche Stellen, also fast das Doppelte der Zahl, die 1765 Friedrich II. für ganz Schle- Die Debatte über§ 125 wurde heute vom Reichstag fien angegeben wurde, was, wie Keil sagt, charakteristisch fortgesetzt bei leeren Bänken. bei leeren Bänken. Alle Aufrufe und Eingenug diesmal von der vorgesetzten Behörde der absichtlichen ladungen der Fraktionsvorstände haben nichts genutzt die Unthätigkeit der oberschlesischen Urbarien- Kommissionen" zuge- meisten Vertreter des Kapitalismus finden es angenehmer, schrieben wurde." Mit einem Worte, die ganze Unternehmung ihre Arbeitergroschen" daheim zu verzehren, als hier im erivies fich als eine eitle Narrenpoffe, welche Niemanden täuschen Reichstag zu fizen( wo es wahrhaftig nicht schön ist) und was noch schlimmer, weil Sozialdemokratische Reden, oder was noch schlimmer, weil konnte, der offene Augen hatte. furchbar langweilig die Reden ihrer eigenen Anwälte über sich ergehen zu lassen." = Politische Uebersicht. Berlin, 10. April. Auf Antrag der Sozialdemokraten fand eine namen Liche Abstimmung über den ersten Absatz des§ 125,( aber fünftig ein besonderer Paragraph sein soll, a § 124b), also lautend: Hat ein Gefelle oder Gehilfe rechtswidr bie Arbeit verlassen, so tann ber Arbeitgeb als Entschädigung für den Tag des Vertrag bruchs und jeden folgenden Tag der vertrag mäßigen oder geseglichen Arbeitszeit, höd stens aber für eine Woche, den Betrag des orts üblichen Tagelohns( 88 des Krankenversicherungsgefe vom 15. Juni 1883, Reichs- Gesetzblatt S. 73) forber Diese Forderung ist an den Nachweis eines Schabens nicht gebunden. Durch ihre Geltendmachung wird der Anspruch auf Erfüllung des Vertrages und auf we teren Schadensersatz ausgeschlossen. Dasselbe Recht steht dem Gesellen oder Gehilfen gegen den Arbeitgeber zu, wenn er vo diesem vor rechtmäßiger Beendigung des Arbeitsverhältnis entlassen worden ist." Seit es bekannt geworden, daß ein Antrag auf nament Mit dem Ende des fiebenjährigen Krieges vollzieht sich im nördlichen Deutschland eine grundstürzende Umwälzung des Landwirthschaftsbetriebes, welche weit mehr noch als die Ja, daß man die Reden„ über sich ergehen lassen" muß! liche Abstimmung zu erwarten war, hatte das Telephon ge Gräuel der Kriegszeit die Vernichtung des Bauernstandes und den bösen Sozialdemokraten nicht den Mund verbinden spielt, um die in der Stadt wohnenden Abgeordneten herbe beschleunigte. Die altväterische Weise des Ackerbaues, die fann! Denn die anderen würden gern schweigen, und zurufen. Die Abstimmung ergiebt eine große Berfahrenhei ohne erhebliche Verbesserungen mit der Gemenglage der schweigend, in aller Stille, der Arbeiterklasse den Knebel des unter den Fortschrittlern und Boltsparteilern, von dene Aecker und der Dreifelder- Wirthschaft, wie sie seit Karl dem sogenannten Arbeiterschutz- Gesetzes in den Mund zwängen, einige mit Ja, andere mit Nein stimmen. Der Präsident verkündet das Resultat: Großen etwa in Deutschland geherrscht hatte, genügte nicht wenn nur die Sozialdemokraten nicht eine so scharfe Klinge 194 Stimmen. 143 Ja und 51 Nein. mehr. Die Kartoffel- und Kleekultur, der Bracheinbau, die führten und so rücksichtslos drauf los schlügen! Und wer Das Haus war also, trotz aller Anstrengungen, Stallfütterung, die Einführung einer neuen Fruchtfolge- fann schweigen, wenn die Hiebe hageldicht auf den Rücken beschlußfähig und die Sigung mußte abgebrochen werde Ordnung nach dem Vorbilde der holsteinischen Koppelwirth- fallen? Morgen Wahlprüfungen und andere Materien. schaft, die Separation des Hoffeldes und Bauernfeldes und Am Liebsten würde sie Mojorität auch den sozialbann auch der Bauernäcker unter einander erweisen sich als demokratischen Abgeordneten einen Knebel in den Wund wieder aufgenommen, wo auch die heute verunglückte name Die Arbeiterschutz- Berathungen werden erst Mo die Erfordernisse einer rationelleren Landwirthschaft. Der stecken. Leider geht's nicht, so lange der Reichstag beschlußliche Abstimmung stattfinden soll. laffitische Bauer war wenig geeignet, stumpf, mittellos, unfähig ist. Leider! seufzen sogar die Herren Fortschrittler. Liche Abstimmung stattfinden soll. Ob mit besserem Erfolge? treditunfähig wie er war, sich den neuen Ber Bum Beispiel der„ bekannte parlamentarische Korrespondent hältnissen anzupassen. Es war also gewinnreicher, ihn der Breslauer Zeitung"" einer der bekanntesten und Der Reichstag war seit seinem Wiederzufamment populärsten Führer" der Fortschrittspartei- jammert in nicht mehr beschlußfähig und heute wurde dies durch *) Vgl. Reil a. a. D. G. 70 ff. seinem Blatt über die langen Reden der Sozialdemokraten, namentliche Abstimmung aller Welt offenkundig. Es eisigen Ruhe fragte er: Ist das wirklich Dein letztes Wort?" " Ja, so wahr mir Gott helfe," rief der Vater und schlug sich mit beiden Fäusten betheuernd auf die Brust. wie eine Säule. Neuntes Rapitel. denn gro Ein Wohlleben war es wahrlich nicht, das Hannes Haus in zwei gleiche Hälften getheilt. Der Dfen befta unter seinen Ochsen mästenden, Schafe und Gänse züchten- aus groben, grünen Kacheln und um seine beiden freistehe den Pfarrkindern führte. Schmalhans war so ziemlich den Seiten zog sich eine Bank. Darüber war ein Gestän Küchenmeister und feine Hände hatten in den wenigen um nasse Sachen zum Trocknen anf zu hängen. Die Mo Ambros ging nach der Thüre. Lisei flog ihm nach und Monden, seit er am öftlichen Fuße des Peitlerkofls Messe waren von ungebeiztem Tannenholze, mit Ausnahme ei versuchte, ihn zurückzuhalten, indem sie mit beiden Händen las und predigte, taufte und kopulirte, die Kranken tröstete, Truhe, die ehemals grün angestrichen gewesen war. feinen Arm ergriff: Er riß sich mit Gewalt los und warf und die Todten begrub, eine harte Haut von dem Spaten Kleiderschrank, zwei Stühle mit Strohſizen, ein die Thür hinter sich ins Schloß. Seine Schwester schrie und der Hacke bekommen. Wie die meisten Häuser von Tisch, an dem Hannes zu schreiben und zu studiren pfle verzweifelt auf. Der Klosterbauer stand stumm und steif St. Martin, so war auch das Pfarrhaus ein steinernes; ein kleinerer in einer Ecke, und ein schmales Bücherge Steine lagen ja überall genug zur Hand. bildeten die ganze Ausstattung der Stube, aus der Draußen knarrte die Stiege. Ambros ging auf seine Allein es war klein und ärmlich und der geistliche enge in die Thür die anstoßende Schlafkammer Kammer und packte seine Sachen zusammen. Wie sie ihm Sirt war taum besser behaust, als die Heerde. Er hatte Geistlichen führte. Die kleinen, nach Morgen gelege in die Hand fielen, so warf er sie unordentlich durcheinander auch selber bei Anbruch des Herbstes zu Schnitmesser, Fenster waren, zwei oder drei Scheiben ausgenommen, in die Lade, die er verschloß. Darauf verließ er den Hammer und Kelle greifen müssen, um sein Haupt vor den Alter ziemlich erblindet. Wann die in Blei gefaß Klosterhof. Keine Nacht mehr wollte er unter dem väter eindringenden Wassern des Himmels zu schirmen, wie er eckigen Scheiben von der Morgensonne beschienen wur lichen Dache zubringen. Er lenkte seine Schritte nach eigenhändig bei seinem Anzuge die beiden Räume, die ihm spielte das Licht auf den Dielen in den Farben des Re St. Vigil; in der Schmiede wollte er nächtigen. zur Schlaf, Studir- und Amtsstube dienten, frisch geweißt bogens. Die Hauptfüllung des Büchergerüftes mad hatte. Sauberkeit war der einzige Schmuck der Wohnung, sorgfältig zugebundene Päcke von grauem Löschpapier Dank der Wirthin, einer Wittwe, welche Hannes von seinem das Herbarium des jungen Kuraten. Mit Büchern w Die größte Zahl Der Novembersturm pfiff, sang und heulte durch Amtsvorgänger übernommen hatte. Auch sonst besaß er an die Fächer nur spärlich bestellt. das Gaderthal. Einen besseren Tummelplatz fonnte er ihr einen Schatz, aber er wußte es nicht und erfuhr es erst stand aus den Schulbüchern, mit deren Hilfe Hannes Das sich nicht wünschen, denn das Thal ist nach Norden zu später. Sie wurde in St. Martin, welches ihr Geburtsort zu seiner Würde emporgeschwungen hatte. offen. Aus diesem Grunde ist dessen Klima auch besonders war, von Alt und Jung nur la bona Uschina, die gute lichste Fach enthielt das unentbehrlichste geistliche in dem oberen Theile viel rauher, als in dem gegen Norden Nachbarin, genannt. Es lag in dieser Bezeichnung eine zeug; daneben zwei botanische Lehrbücher, das eine geschützten Vigilthale. Es eignet sich daher wenig zum kleine Fronie, denn sie bezog sich nicht allein auf ihr gutes Linné gearbeitet, das andere das natürliche System Suffie Getreidebau und seine Bewohner sind überwiegend auf die Herz, sondern auch auf ihre Geschicklichkeit als bona Uschina vertretend, beide in deutscher Sprache. An sie reihten Viehzucht angewiesen. Da dieser Erwerbszweig aber im Ver- von den Leuten alle möglichen kleinen Gefälligkeiten in Ge- die Bibliothek erschöpfend, ein Theil von Buffon's Natur hältniß zum Ackerbau nur wenige Hände fordert, so ist die stalt von Naturalien zu Nutz und Frommen ihres geistlichen geschichte in sehr abgenutztem Zustande, die Geschichte überschüssige Bevölkerung genöthigt, ihr Brot in der Fremde Herrn zu erlangen. Hier waren es gelegentlich ein Paar Bierfüßler" in deutscher Uebersehung enthaltend, und beffe zu suchen. Die Männer ziehen alljährlich als Handwerker Gier, dort ein wenig Wachs, oder Honig, oder Wolle zu Buch die Epochen der Natur", in das Italienische aller Art ins Weite, die Mädchen als Mägde namentlich Winterstrümpfen, oder ein kleiner Beitrag an Gerste zur tragen. Beide hatte Hannes von einem Trödler in nach Südtyrol. Dorthin, bietet das Gröduerthal, welches Mast ihrer Gänse. Die Leute gaben ihr gern und wenn bruck für wenige Kreuzer erstanden. Auf dem obersten Eigentlich hieß sie Car- Gader- und dem Raltstein mit ban ber über June sich zwischen Klausen und Bozen öffnet, von Colfosco Jemand in St. Martin schlachtete oder buck, so vergaß er lagen verschiedene Versteinerungen, wie solche in dem oberer Grödnerthale häufig gefunden werden. scharfen Muschel- Abdrücken Brett aus, das einige Stunden weiter südlich von St. Martin auch die gute Nachbarin" nicht. entfernt liegt, über das Grödnerjoch eine nahe Straße. Lotta Tyfona. Rauh und scharf wie das Klima des oberen Gaderthales ist auch der ladinische Dialekt seiner ärmlichen lichen Gebrauche sich vorbehalten hatte, waren gang mit lettem hing an der Wand ein Kruzifig von schwarze Die beiden Räume, welche Hannes zu jeinem unsschließss| Beschweren von Papieren auf dem Schreibtische und übe Bewohner und der Kurat, Johannes Falkner, hatte sein Ohr Holz ausgekleidet, jedoch besaß mur der größere, unmittel- Solze mit einem schlecht gearbeiteten Christus, der eine glich. erst an ihn zu gewöhnen, als er von seiner Pfarre zu St. bar an dem Flur gelegene, einen Ofen. Martin Befit erariff. in dessen Hintergrund sich die Küche Durch den Flur, gebleichten Gerippe befand, wurde das ( Fortsetzung folgt.) Ei diente zu diente 45 E e " a 11 Ic tr fe A 21 fc m he ab gl al e fe t g f K S S 11 a fe n g fi e atur ber Deffen über Brett bere Git über arze tri tan hen ing eind C cop Leg Gef e en 9.3 B B ta ege ung wei dem Ros iffes ent ge bet heit ege en ebs Bes E 1 211 ent te er er et De P ## h it 3 32 ein öffentlicher Skandal, daß ein Staat, der einen Korruptionsfonds von vielen Millionen hat, der ohne jede Kontrolle in gewiffenlosester Weise von Bismarck verwaltet wurde, der die Schulden der Schwiegerväter seiner Minister aus öffentlichen Mitteln zahlt, der die Stempel einem vielfachen Millionär, der zufällig Minister war, schenkt, nicht bie Mittel besitzt, seinen Abgeordneten Diäten zu zahlen, was doch sonst alle Staaten des Kontinents, so auch die gewiß ärmeren wie Desterreich, Ungarn, die Schweiz, leisten können. Die Beschlußunfähigkeit des Reichstags fällt meit iveniger den Abgeordneten, die zum großen Theile ihre Privatgeschäfte nicht vernachlässigen tönnen, als dem fnauserigen Reich zur Last. Auch dies ist ein Verdienst des großen Bismarc. Acht Jahre sind es heute, daß Puttkamer seinen Streiferlaf publizirt hat; um diesen Tag würdig zu feiern, hat eine Dreiviertel- Majorität für die Buße bei Kontrattbruch gestimmt. Der Deutsche Reichstag verdient einen Buttkamer als Präsidenten. Bureautratie haben den großen Jungen immer noch wie ein Baby behandelt und wehklagen nun über seinen Undant, wenn er sie die rauhe Seite seiner Flegeljahre fühlen läßt. Laßt uns darin von England lernen. Stellen wir den Arbeiterstand durch eine zweckinäßige Organisation auf eigene Füße; laufen kann er schon. Es ist gut und menschlich, daß man ihn nicht, wie in England, von Anfang an sich selbst und feinem Schicksal überlassen hat. Aber es wäre thöricht, einen großen Menschen noch ferner in furzen Höschen laufen zu laffen, bis er sie eines schönen Tages mit den Stulpenstiefeln der Revolution vertauscht." So die Kreuz- Zeitung". Vieles hier Gesagte ist überraschend richtig. Daß auch Unsinn mit unterläuft, ist bei dem Standpunkt des Blattes selbstverständlich. Die Für tana forge" des Staates für den deutschen Arbeiter ist höchst problematisch- so problematisch wie der gute Schulunterricht" der für die Leute der Kreuz- Zeitung" freilich noch zu gut" ist. Und sehr stark irrt sich die KreuzZeitung"" in dem großen Kind", es ist der Vormundschaft" glücklich entwachsen und kann nicht bloß laufen", sondern ist auch längst über das Bilderbuch- Lesen" hinaus und den braven Onkeln" und" Tanten" schon jetzt über den Kopf geschossen. " entsprechende Ergänzung des 11. Titels des eidg. Obligationen rechts, handelnd vom Dienstvertrag", gefeßliche Bestimmungen über folgende Punkte aufzustellen: 1. daß der ganze Betrag des Lohnes den Arbeitern regelmäßig in furrentem Geld auszubezahlen und die Ausrichtung von Löhnen in der Form von Verabfolgung von Waaren oder überhaupt auf einem anderen Wege, als mittelst Baarbezahlung, als null und nichtig zu erklären fei; 2. daß kein Lohnabzug irgend welcher Art stattfinden dürfe, der nicht vertraglich vereinbart worden wäre; 3. daß jeder Arbeitgeber gehalten sein solle, feinen Ars beitern mindestens alle 14 Tage den Lohn auszubezahlen, unter Beobachtung] der in Artikel 10 des Fabrikgesetzes enthaltenen Vorschriften. Diese Bestimmungen würden keine Anwendung auf Dienstboten und auf diejenigen Landarbeiter finden, welche bei dem Arbeitgeber Rost und Wohnung haben. Der Bundesrath wird das Ergebniß seiner Untersuchungen in einem Berichte niederlegen, und den eidg. Räthen darauf bezügliche Anträge unterbreiten. Bu gleicher Zeit verlangen die Demokraten des Kantons St. Gallen, daß ein Gesetz zum Schutze der Arbeiter, insbesondere der Frauen und Kinder, erlassen werde, welche in solchen Gewerben und Industrien beschäftigt sind, die nicht der Bundes- Gesetzgebung unterstehen. Morgen ist der Geburtstag Ferdinand Lassalles, des großen Agitators und Begründers der heutigen politischen Der Findling" hat sich die Freiheit genommen, ein Arbeiterbewegung Deutschlands. Würde er den morgigen Tag erlebt haben, so würde er, der das 4. Jahrzehnt kaum gesunder Junge zu werden und sich sein Schicksal Die Zentralfektion, der Ausschuß der belgischen erreicht hat, als 66jähriger unter uns weilen. Wie würde selber zu schmieden. Uebrigens haben auch fast alle englischen Arbeiter das Rammer, den die Wahlreform beschäftigt, hat, wie wir er stolz auf das große Werk, die deutsche Arbeiterbewegung, Wahlrecht, und wenn sie in den Volksschulen zum Theil schon gestern gemeldet hatten, das allgemeine 2Bahlrecht versehen können, dessen Grundlagen er neben Mary und Engels etwas weniger lernen als die deutschen, so wird dies durch worfen; sie nahm einstimmig das Alter von mindestens geschaffen hat. Was Ferdinand Lassalle der Wissenschaft und die höhere öffentliche Bildung mehr als ausgeglichen. Die 25 Jahren als Grundlage des Wahlrechts an und setzte als den Arbeitern war, ist so unvergeßlich, so tief ins Herz jedem deutschen Proletarier eingeschrieben, das wir nicht viel in sonstigen Segnungen, die der Engländer in Deutschland die niedrigste zur Wahlfähigkeit erforderliche Steuer, anstatt wie bisher 100 Frts., 10 Frts. fest. Die meisten Mitglieder Erinnerung zu bringen brauchen. Im kurzen Zeitraume weniger entdeckt hat, bedürfen keiner Kritik. Wir wollen nun abwarten, ob die Partei der Kreuz- waren über das Erforderniß einer eigenen Wohnung einig. Jahre hat er mehr geleistet, als viele andere in ihrem langen Leben. Eine lange Debatte fand statt über die Frage, ob zu der Festsetzung eines Zensus von 10 Frks. und der Bedingung Gerne haben die Gegner seine unleugbaren kleinen Charakter Beitung" im Sinne des Artikels handeln wird. schwächen hervorgehoben, erst unlängst bei Veröffentlichung einer eigenen Wohnung noch das Erforderniß eines Bildungsseines Tagebuches aus seinen Flegeljahren. Mögen sie's! zenfus hinzugefügt werden sollte. Die Mitglieder der Rechten Sie werden damit den großen Mann nicht verkleinern, find im Allgemeinen dagegen. Die Sektion wird nächsten dessen Andenken heilig zu halten uns Ehrenpflicht ist. Mittwoch wieder zusammentreten. Haben auch andere Gegner vor Kurzem den Erisapfel der Zwietracht in unsere Reihen schleudern wollen, um uns zu spalten in solche, die mit Marg und Engels gehen und in andere, die hie Lassalle riefen, so hat keinen von uns dies auch nur einen Augenblick von unserem Stolze abgebracht, daß wir alle drei besitzen, schäßen, verehren, alle drei als die Unseren bezeichnen dürfen. Es wird morgen kein deutscher Sozialdemokrat unterLassen Ferdinand Lassalle's pietätsvoll zu gedenken. " " " 1 TO M Nach dem jezigen Stand der Dinge will man auf die Forderungen der Arbeiter nicht eingehen. Wer das zu bedauern haben soll, wird die Folge lehren. Bulgarien trifft große militärische Vorbereitungen gegen Serbien. Die Freifinnige Zeitung" übernimmt ohne ein Wort der Kritik folgende niederträchtige Verläumdung des Berliner Aktionärs" in die Spalten ihres Blattes. Der " Berl. Akt." schreibt nämlich: Das juristische Mitglied einer bei den Machenschaften zur Herabdrückung der Kurse von Bergwerks- und Hütten Attien vielgenannten jungen und unbedeutenden Börsenfirma hat sich zu dem Kongreß nach Paris begeben und dort durch Vers mittelung der Kaiser Deputirten Schröder, Bunte und Siegel Zutritt zu den Verhandlungen erlangt, wahr fcheinlich auch als Delegirter irgend einer Gruppe von Bergarbeitern, denn sonst hätte die Vermittelung Gegen das neue amerikanische Gesetz zur Er der Kaiser- Deputirten kaum einen Sinn gehabt, da die Ver- schwerung der Einwanderung erhebt sich Widerhandlungen öffentlich geführt wurden." spruch. Nach Meldungen aus New- Yort bereiten die DampfDaß diese Vermuthung unrichtig ist, versteht sich für schifffahrts Gesellschaften eine Agitation gegen das neue Das letzte Heft der Neuen Zeit" enthält einen vorGesetz vor. Die zurückgewiesenen Auswanderer sollen nämlich trefflichen Aufsatz von Engels über die Pariser Kommune, jeden Renner der Arbeiterbewegung von selbst. welcher der in den nächsten Tagen erscheinenden Ausgabe Um fieben Stenerstufen ist, wie wir der Frei- auf Kosten der betreffenden Dampfschifffahrts- Gesellschaften Der Kapitän des Dampfers des Mary'schen„ Bürgerkriegs in Frankreich" als Einleitung sinnigen Zeitung" entnehmen, bei der diesjährigen Ein- zurückgesandt werden. vorausgeschickt werden wird. Die in ihre alte Schamlosig tommensteuer- Beranlagung Generaldirektor Baare, der be-" Iniziativa", welcher 3 italienische Einwanderer und der feit wieder gründlich zurückgefallene Norddeutsche tannte Führer des Schienenkartells, erhöht worden. Der Kapitän des Dampfers Burgundia", welcher 21 italienische Allgemeine Beitung" wärmt bei Besprechung dieses felbe ist also jetzt von der 19. in die 26. Stufe der Gin Einwanderer entkommen ließ, erklärten auf die gegen sie anAuffazes die längst widerlegte niederträchtige Berleumdung kommensteuer( 96 000-108 000 m.) versetzt worden, ob- hängig gemachte Anklage, daß, da sie nicht nach Italien wieder auf, daß die Geiſeln auf Befehl der Kommune er- wohl derselbe im vorigen Jahre eine Erklärung losgelassen zurückkehrten, es ihnen nicht möglich sei, die zurückgewiesenen schossen wurden, obgleich doch gerade in diesem Aufsatze diese hat, in welcher die damaligen Behauptungen der„ Westfäl. Italiener nach Italien zurückzubefördern. Behauptung zum x- ten Male widerlegt ist. Die" Ger Volts- 8tg." über seine Einkommensverhältnisse als jedweder mania" druckt, wohl ohne den Aufsatz zu kennen, diese Grundlage entbehrend hingestellt worden sind. Die erhöhte jüngst eine Expedition über die indische Nordgrenze in GeErmordet" und ,, getödtet". Die Engländer schickten Berläumdung ab. Besteuerung des Herrn Baare anerkennend, rechnet die ge- biete, die den Engländern nicht gehören. Die rechtmäßigen Einen lichten Augenblick hatte die„ Kreuz- Beitung" nannte Beitung weiter aus, daß der Herr Generaldirektor Besizer des Landes- Manipur- wehrten sich und die heute Morgen, als sie den Erguß eines englischen Publizisten nicht in die 26., sondern in die 33. Stufe gehöre, also englische Expedition wurde fast gänzlich aufgerieben. Der abfertigte, der in den„ preußischen Jahrbüchern" einen Ver- nicht 2880 M., sondern 9000 M. Einkommensteuer bezahlen kommandirende Offizier, Quinton, nebst anderen Engländern, von denen man nicht positiv wußte, daß sie getödtet waren, gleich zwischen den deutschen und den englischen Arbeitern müsse. angestellt hat, und dabei zu dem wundersamen Schluß geDas, Artillerie Wochenblatt", Organ der wurden vermißt". Jest giebt ein Londoner Telegramm kommen ist, daß der deutsche Arbeiter dank seinem VolksArtillerievereine Deutschlands" und" Wochenblatt für aktive in folgender Form Aufschluß über das Schicksal der„ Vercharakter und der Fürsorge der Regierung in sozialer und Militärs und Kriegervereine", enthält in seiner nenesten mißten." sittlicher Hinsicht besser dastehe, als sein englischer Kollege." Nummer einen Artikel, betitelt:„ Die Sozialdemokratie Ein Schreiben des Rebellenführers von Manipur an den Vizetönig von Indien erklärt, daß das Volt Quinton Da der Volkscharakter" bei der Stammesverwandtschaft der und dessen Gefährten ermordet hätte, weil diese seine SolDeutschen und Engländer so ziemlich derselbe ist, so bleibt in der Armee." Es ist merkwürdig, wie schwachnervig baten getödtet, den Palast angegriffen und den Tempel also blos„ die Fürsorge der Regierung" als Ursache dieses man in militärischen Kreisen ist; sobald das Wort Sozial demokrat erwähnt wird, kommt man in krankhafte Gr- entheiligt hätten." erstaunlichen Resultats. Sonst pflegen Engländer von der regung. Auf Stärke und Selbstvertrauen läßt das nicht Den Rebellenführer", d. h. den Vertheidiger seines " Fürsorge der Regierung" nicht das Glück des Volkes zu schließen. Der Verfasser des genannten Artikels ergeht sich Landes gegen rechtlose fremde Einbrecher, wollen wir gar - diese freche Umdrehung der WahrWährend die englischen Arbeiter nach den Aus- natürlich auch in dem üblichen Geschimpfe auf die Sozial- nicht näher beleuchten demokraten, er meint aber, wenn die Offiziere die Unzu- heit, diese sprachliche Falschmünzerei, die den Unrecht führungen des Verfassers- vor den deutschen voraus- friedenheit in der Armee beseitigten, würden die Sozial- Leidenden zum Verbrecher stempelt, sind wir nachgerade haben: als daß wir uns dabei und " Freiheit von direkten Steuern; völlige Koalitions- Demokraten nicht eindringen können. Aber wenn nun die zu sehr gewohnt, " Freiheit von direkten Steuern; völlige Koalitions: Mehrheit des Voltes, wie das schon jetzt der Fall darüber aufhalten könnten. Was uns obiges Telegramm und Redefreiheit; Freiheit vom Militärdienst; Freiheit ist, mit der Armee und dem Militärdienst so interessant und so lehrreich machte, war die naive Nebenvon polizeilicher und sonstiger Kontrolle" unzufrieden ist? Indeß das ist überhaupt nicht die einander- und Gegenüberstellung der Wörter ermordet" haben dagegen die deutschen Arbeiter vor den englischen Frage. Die militärischen Angstmeier mögen sich beruhigen, und getödtet". Der Räuber, der die rechtmäßigen Besitzer " Politisches Wahlrecht, Schutz gegen Lebensmittel- in der Armee, wie sie sich dieselbe denken. Allein, wer kann Soldat, der in seinem Rechte ist; und der Ueberfallene, der Politisches Wahlrecht, Schutz gegen Lebensmittel- fein vernünftiger Sozialdemokrat denkt an eine Propaganda des Landes überfiel, tödtete", er handelte als ehrlicher verfälschung(?), billige Rechtspflege(?), nicht gänzlicher verhindern, daß Ideen, die in den Massen des Volkes leben, sich wehrt und Nothwehr übt, ist ein Mörder". In WirkAusschluß von der Möglichkeit Hausbesitzer zu auch in die Armee dringen, wenn die Armee so zusammen- lichkeit ist's umgekehrt, wie jedes Kind einsicht, aber werben(!?), höhere allgemeine Bildung(?), ſtaat- gefeßt ist, wie die deutsche? Hört der junge Mann, der als England ist groß und Manipur ist klein, und so wird der liches Versicherungswesen(!)." Sozialist zur Fahne muß, unter der Fahne auf, Sozialist Rebellenführer", statt als Patriot gefeiert zu werden, wohl Die deutschen Arbeiter werden lächeln, wenn sie lesen, zu sein? Das hieße doch annehmen, daß er ein anderer gelegentlich am Galgen baumeln. was für Glück ihnen dieser sonderbare Heilige von einem Mensch würde. Nein, das glauben die Herren selber nicht. Engländer Alles bescheert hat. Und so sicher die Sozialdemokratie in dem Volfe mehr und mehr Fortschritte machen wird, so sicher wird sie auch mehr und mehr in die Armee dringen. Wer das leugnet, stellt sich das Zeugniß absoluter Denkunfähigkeit aus. erwarten. voraus: Auch der Kreuz- Zeitung" ist es zu arg. Sie weist darauf hin, daß die deutschen Arbeiter im Durchschnitt mit ihrer Lage weit unzufriedener als die englischen sind, und sie erklärt dies wie folgt: Der industrielle Arbeiterstand ist ein Findelfind, bei Die österreichische Regierung geht mit der Korrespondenzen und Parteinachrichten. Benlenroda, 9. April. Am letzten Sonntag fand in Meißendessen Geburt seine Mutter, das alte Innungswesen, feinen ihr nur bei Unterdrückung der Arbeiterbestrebungen zu Gebote dorf eine Bolfsversammlung statt, in welcher Rödiger. Gera Qrist aufgab. Der kleine Findling erfuhr in den einzelnen stehenden Energie und Zielbewußtheit gegen unsere Genossen und hoffmann- Zeiß referirten. Beide Rebner sprachen je Ländern, die mit ihm zu thun bekamen, eine sehr verschiedene vor, welche am 1. Mai feiern wollen. Telegramme aus 11/2 Stunden, legten in ausführlicher und überzeugender Weise England fümmerte wuchs in Wildheit und Unwissenheit auf, sein Leben fristens Wien melden hierüber: mit den Küchenabfällen der Gesellschaft, für die er nicht exiftirte. Das war eine harte Jugend; er mußte sich sein Leben Tag für Tag ertämpfen, aber in diesem Kampfe legte er frühzeitig ab, was findisch war. Er gelangte bald zu einer gewissen männlichen Reife, zur Ausprägung der Eigenschaften, die wir an den englischen Trade Unions bewundern. Was sie sind, sind sie durch sich selbst im Rampfe-ums Dasein geworden. die Wirkungen der kapitalistischen Produktionsweise dar und und Ein Regierungserlaß macht auf die Ungefeßlichkeit auf- ernteten stürmischen Beifall. Es waren Lehrer, Inspektoren 2c. merksam, daß die Arbeiter am 1. Mai eigenmächtig feiern anwesend, aber lange wollte sich niemand zum Worte melden, wollen, die Regierung erklärt, sie habe die Vorstände der unter obgleich der Vorsitzende Sch ent erklärte, dann annehmen zu Staatsbetrieb stehenden Bahnen beauftragt, am 1. Mai unter müssen, daß die Herren einverstanden seien. Darauf nahm endEr bezeichnet sich als feinen Umständen freizugeben, und ebenso die Landes- Bentral- lich Lehrer Schenker das Wort. stellen angewiesen, bei allen großen industriellen Etablissements christlich- sozial, erklärte aber auf die Aufforderung, die Biele der bem entsprechend dahin zu wirken, da die Forderung der Frei- Christlich- Sozialen darzulegen, daß er dazu ohne Borbereitung gabe ungefeßlich sei; trotzdem von der Arbeit fernbleibende nicht im Stande sei. er werde es aber in einer eigens dazu einberufenen Versammlung thun. Dies wurde akzeptirt und Herr Arbeiter sollen entlassen werden. Schenter wird beim Wort genommen werden, Karlsruhe, 9. April. Vor dem Schwurgericht wurde heute die Anklage gegen den Redakteur Adolf Gec aus Offenburg wegen Presvergehen( Aufreizung der Bevölkerungsklaffen zu Ge waltthätigkeiten) verhandelt. Genosse Geck war von dem hiesigen " Ganz anders in Deutschland. Hier ward der Kleine, übrigens jünger an Jahren als sein Bruder in England, als Dabei werden fast überall die Versammlungen verboten, bald von der hochlöblichen Bolizei aufgelesen, und es geschah welche über die Haltung der Arbeiter am 1. Mai Beschlüſſe alles für ihn, was einem wirklichen Findling angethan zu fassen sollen. Ueber die Aussichten der Feier des 1. Mai werden pflegt: Bestellung einer Vormundschaft, Fürsorge, in Desterreich läßt sich absolut nichts voraussagen. daß er nicht erfriert noch verhungert, Bornahme der Impfung und anderer gemeinnüßiger Hygienemaßregeln, guter Schul- Obgleich die Schweiz unzweifelhaft heute das beste Schwurgericht am 14. Januar zu 9 Monaten verurtheilt worden. unterricht. Aber der Matel der Findlingschaft blieb an Arbeiterschuh- Gesetz befigt, ist man dort eifrigft Das Reichsgericht hatte das Urtheil aufgehoben. ihm hängen, und bei aller Fürsorge kam er doch nicht dazu, bemüht, sowohl im Bunde, als in den einzelnen Kantonen schworenen verneinten die Hauptschuldfrage und befahten die dispositionsfähig zu werden. So macht der deutsche Arbeiter die Interessen der Arbeiter gesetzlich zu sichern. Dem Frage, daß der Angeklagte nicht als Thäter, sondern als verantstand noch heute den Eindruck eines großen Kindes, das mit Vorliebe in dem Bilderbuch des sozialdemokratischen Buschweizerischen Nationalrathe liegt soeben ein Antrag vor, wortlicher Redakteur im Sinne des§ 20 Preß- Gesetzes schuldig kunftsstaates liest und feine politische Spielsachen hauptsächlich das dortige bürgerliche Recht in einem wesentlichen Bunkte sei. Der Gerichtshof erkannte auf 4 Monate Gefängniß, welche anderen Sache erkannten 3 Monate in eine Gesammtstvafe von zum Radau- und Entzweimachen benutzt. Warum das? Weil im Interesse der Arbeiter auszubauen. Der betreffende An- aufammen mit dem vom Offenburger Schwurgericht in einer man ihn nicht genöthigt hat, in sozialer Beziehung für sich selbst trag lautet: zu denken und zu sorgen und seine eigenen Angelegenheiten Der Bundesrath wird eingeladen, die Frage zu prüfen, 5 Monaten 14 Tagen umgewandelt wurden. selbst in die Hand zu nehmen. Onkel Unternehmer und Tante ob es nicht angezeigt wäre, durch ein Spezialgesetz oder durch Die Ge Theater. Sonnabend, den 11. April. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Schauspielhaus. Das goldene Vließ. Medea. Lessing- Theater. Ultimo. Berliner Theater. Wallenstein's Tod. Deutsches Theater. Der Sohn der Wildniß. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner- Theater. Des Teufels Weib. Residenz- Theater. Der selige Tou pinel. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Gavaut, Minard u. Ko. Vorher: Die Odaliste. Oftend- Theater. couvreur. Adrienne LeThomas- Theater. Drei Paar Schuhe. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Große Spezialitäten Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Unferem lieben, bewährten Freunde Fachverein der Metallschleifer und Vorsitzenden die Hermann Müller herzlichsten Glückwünsche zum heutigen Tage. Der Orientalische. Todes- Anzeige. Am 9. d. M., Vorm. 101/2 Uhr, verstarb unser Sangesbruder, der Lederarbeiter 151b Willy Schrader im 26. Lebensjahre an der Proletarier- Krankheit. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. b. M., Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Louisen- Kirchhofs( Brizer Chaussee) aus statt. Um zahlreiche Betheilung ersucht Gesangverein ,, Unverzagt". ( Mitgl. d.Arbeiter- Sängerbundes.) 160b Berlins u. Umgegend. und verw. Berufsgenossen Grosse Versammlung am Sonntag, den 12. April cr., Vormittags 10 Uhr, im Lokale von Reyer, Alte Jakobftr. 83. Tagesordnung: 1. Entrichtung der Beiträge. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 3. Die Neu- Organisation der Berliner Metallarbeiter und wie stellen wir uns zur Auflösung des Vereins? 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung erwartet zahlreiches Erscheinen 236/6 Der Vorstand. Grosse öffentliche Kommunal- Wählerversammlung des 17. Kommunal- Wahlbezirks am Sonntag, 12. April, Vorm. 11 Uhr, in Kricger's Salon, Wafferthorftr. 68. Tages Ordnung: = 30/3 1. Die Bedeutung der Stadtverordneten- Wahlen. Referenten die Herren Paul Singer und W. Börner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Das Wahlkomitee. 330/3 Freie Volksbühne. Morgen Sonntag, den 12. April, Nachmittags präzise 8 Uhr, findet im Ofend- Theater, Große Frankfurterstr. 132, für die I. Abtheilung ( rothe Karten) die erste Vorstellung für das Sommerhalbjahr statt. Aufgeführt wird ,, Das verlorene Paradies", Schauspiel in 3 Atten von Ludwig Fulda. 188b General- Versammlung kurz vor 3 Uhr geschlossen. Eine weitere Bekanntmachung erfolgt nicht. Die Ausloosung der Plätze beginnt punkt 2 Uhr und wird des Fachvereins der Stellmacher Allen Freunden und Genossen die Berlins und Umgegend Bruder und Schwager traurige Nachricht, daß mein Sohn, am Sonntag, den 12. d. Mts., Vormittags 102 Uhr, am Mittwoch, den 8. d. M., am HerzAugust Lorenz bei Zemter, Münzstr. Nr. 11. Tagesordnung: schlag verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, 2. Vorstandswahl. 1. Abrechnung vom ersten Quartal. 3. Gewerkschaft aus statt. vom Trauerhause Röpnickerstraße 195, liches. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen bittet 286/7 Der Vorstand. Fachv. der Putzer. Gtablissement Buggenhagen Den Mitgliedern zur Nachricht, am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 Bratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernfängers u. Ronzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Verfammlungen. 703 F. Sodtke. PassagePanopticum. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. das Mitglied des Vereins daß Emil Brandenburg -W 8 Tage später statt und wird dies noch genauer Ende nächster Woche ange Für die III. Abtheilung( graue Karten) findet dieselbe Vorstellung zeigt. Zu diefer Abtheilung, welche sich absolut in gar nichts von den beiden ersten Abtheilungen unterscheidet, werden in nachfolgenden Bahlstellen noch fortwährend Mitglieder aufgenommen gegen ein Mindesteinschreibegeld von 50 Pf. und einen Monatsbeitrag von mindestens 50 Pf. Osten: Auguft Hinze, Bigarrenhd! ,, Pantstr 14a. Hermann Grashold, Pallisadenstr. 59. Ww. Klara Hasenclever, Brunnenstr 122. Süd- Osten: Ronrad Engel, Chorinerstr. 9. Ernst Arndt, Staligerstr. 108. Mehnert, Zig.- Fbt., Diedenhofenerstr. 3. Adolf Rehr, Köpenickerstr. 126. Westen: Norden: Nord- Osten: Franz Niemeyer, Weberstr. 19. Süden: Große öffentliche Versammlung abert Auerbach, Kottbuser Damm 7. sämmtlicher Branchen als da find Wilhelm Börner, Ritterſtr 108. Zentrum: Otto Antrick, Steinmehstr. 60. Wilschte, Zigarrenholg., Razbachstr. 1. Süd- Westen: Ad. Lange, Restaurat., Fürbringerstr. 22. Alex Ochs, Bigarrenhol., Lindenstr. 59. Moabit: Frizz Voß ,, Birkenstr. 59. aller gewerbl. Hilfsarbeiter Gottfried Schulz, Admiralstr. 40a. Gummi-, Apretur-, Färberei-, R.Baginski, Dresdenerstr.52/ 53( Passage) Fabrik-, Anilinarbeiter, Holzund Bretterträger u. s. W. Vogtherr, Werkz.- Hdl., Landsbergerstr.64. souci und Feenpalast, nur für Mitglieder der Freien VolksAm 1. und 2. Mai findet Abends im Konzerthause Sans bühna, ein Maifestspiel statt, worauf wir hiermit ganz besonders aufmerksam machen, da, nachdem die III. Abtheilung geschlossen, neue Mit glieder vorläufig nicht aufgenommen werden. Der Vorstand. am 9. April, Morgens 7/2 Uhr, ge- am Sonntag, den 12. April cr., storben ist. Nachmittags 3/2 Uhr, von der SwineDie Beerdigung findet am Sonntag, im Vereinshaus„ Süd- Ost", münderstr. 29 aus statt. Waldemarstr. 75. Tages- Ordnung: Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. 246/12 Ernst Gründer's Festsäle ( vorm. Schnegelsberg) Hasenhaide 21 und Jahnstraße 8. Jeden Sonntag, Montag und Mitt1. Berichterstattung der Delegirten über den vom 6.- 9. April in Halle Zu der Sonntag'schen öffentlichen Former- Verstattgefundenen Kongreß der Bau- und Sammlung sind die Berufsgenossen( Maschinenformer, gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Referenten W. Schmidt. W. Krüger. Sternmacher, Putzer, Schmelzer, Bestoßer u. s. w.) ver Zur Dedung der Unfoſten Teller- gessen worden, daher sind dieselben hiermit freundlichst zu 157/12 derselben eingeladen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. sammlung. Der Einberufer. Achtung! Achtung! woch: Ball in drei Sälen. Säle bis Möbelpolirer. au 3000 Personen au Festlichkeiten, Vereine und Versammlungen zu koulanten Bedingungen. 186b Destillation. Empfehle meine Destillation. Vereins- und Billardzimmer steht zur Verfügung. Heinrich Sah, Markgrafenstraße 102. 356L Empfehle mein 529L Sonntag, den 11. April cr., veranstaltet der Verband der Möbelpolirer" eine " Grosse Herrenpartie Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter und verwandten Berufsgenessen. General- Versammlung am Montag, den 13. April, Abends 8 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstrasse No. 48 a. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Abrechnung vom Rommers. nach Friedrichshagen. Treffpunkt 4. Namensabänderung des Vereins. 5. Wahl des 2. Borsitzenden. 6. Wahl 3. Einnahme und Ausgabe vom Streit, und Bericht über denselben. Morgens 6 Uhr in Hanke's Festfälen, einer Fünfer- Kommission zur Ausarbeitung einer Statistit. 7. Vereins Blumenstraße Nr. 38. Für Nachzügler angelegenheit, Verschiedenes. 63/4 Uhr Schlesischer Bahnhof, Eingang 186/98 Madaistraße. Abfahrt 7 Uhr mit ArWeiß- u. Bairisch Bier- Lokal. beiterbillet( 30 Bf.) nach Sadowa. 0. Witzke, Stalizerstr. 61. Abmarsch nach Hirschgarten, Grünau, Friedrichshagen. Die Kollegen werben ersucht, jich zahlreich zu betheiligen. Der Vorstand. Allen Genossen zur Nachricht, daß ich die Destillation, Solmsstr. 47, 131/9 Ede Fürbringerstraße übernommen habe. „ Vorwärts"," Tribüne“,„ Wahrer Allgem. Kranken- u. Sterbekasse Jakob" liegen aus. Ein Vereinszimmer zu vergeben. 150b der Metallarbeiter( E.§ 29) Um gütigen Zuspruch bittet Moritz Wringe, Solmsstr. 47. und ,, Vulkan"( E. H. 89) zweite Wahlabtheilung. Meinen werthen Freunden und Ge- Montag, den 13. April, Abends 9 Uhr, Castan's Panopticum. noffen aur gefälligen Nachricht, daß ich etzt: Friedrichstr. 165. Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. 97. Dresdenerstraße 97. das Lokal bei Winter, Lichterfelderstr. 8: 157 b Stimmenzählung und Feststellung des Mitgliedsbuch legitimirt. Nachdruck verboten. 300 Marke deutscher 00000000000000000 belter Contral Gesetzlich geschützt von Hutmacher Ausgegeben der Arbeiter Control Commission in Berlin Jean Holze Markenfabrik Hamburg 000000 Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marke unter dem Schweißleder tra gen, bieten Garantie, daß ben Berfertigern gerechtes Lohn wurde! DS Rauft nur Hülfe mit dieser Marke! Be rüE ben dit hat da da Ra der fich un helf übe Iep fcha Ant missi Seit Sche freise Wor tlasse wen Rech 154/9 Entf gefox Paff zu zu b Buf geger bare ganze Meir Wenn wenig faffen das des 2 Geset parte ganze Para 2 lich einge bedai Mini wie Jahr hört denn gezeig drück demo im J fogar v. Pi bewe 1886, unmi jeder Revo Eind Entri bei il Lohn Mini Kont in ge 1889 Verh dingi verbe Vera Gese eine führe bis 1 bestre Verb natür mode unvei Die durch 0. Mühlberg, Biesenthalerstr. 18. all di hatter bruta Erreg von f word und f Legent das recht, Daß fach i lichkei nehme Zur Alten Linde, am Kottbuserplay, Wahlrefultats.( 142b] F. Bötticher. In folgenden Geschäften sind Hüte mit übernommen habe. Für gute Getränke, fowie reichhaltigen Frühstücks-, Mittaggeneigten Zuspruch bittet und Abendtisch ist bestens gesorgt. Um A. Förster. Allen Genoffen zur gefälligen Renntniß, daß ich am 1. April das 140b Otto Benetetz'sche Stenographen- Schule. 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Carl Stark, Neue Königstr. 73. Ch. Otto, Chausseestr. 22. Carl Wolter, Münzstr. 8. entgegensehen zu können, bitten wir die Genossen dringend, Um den vorkommenden Unregelmäßigkeiten einen Damm den von uns veröffentlichten Geschäften Beachtung zu schenken Eine goldene Damen- Uhr mit fleinem Zifferblatt, hinten m. schwarzer Emaille, jebt: Linienstr. 225, von Außerdem ist es unbedingt nothwendig, daß die Marke felt ei woche Patzenhofer vom Fass, an einem fleinen Kettchen hängend, ist Ecke der Grenadierstraße, nahe dem geklebt ist und darf die Marke nicht erst beim Kaufe eingekleb am Donnerstag Nachmittag, wahrschein Schönhauser Thor( früher Brunnen- keiten bitten wir an uns zu berichten. lich im Thiergarten, verloren gegangen. Näheres in der Expedition d. Bl., u. Elsasserstr.- Ecke u. Weinbergsweg 2. Neu! Neu! Helles Salon- Tivoli, 4/10 Liter 3 Flaschen 25 Pf. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Beuthstr. 3. J. Leiser. 172/3 Die Arbeiter- Kontroll- Kommission. J. A.: C. Kempe, Georgenkirch- Platz 8, NO. 530 L] Verantwortlicher Redakteur: Curt Baak: in Berlin. Drud und Verlag von Mag Vading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen hat. von 1 aben echs 1 8. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. 68 0/3 Nr. 84. bie Thr, ung in 38b Fird icht. ung ge den och Don 59. . 1. 22. $ 59. ms koauf Mit erter, ver zu 54/9 Fer ners. Iben. Wahl reins mit ngang 104. Sonnabend, den 11. April 1891. An die Wähler des 17. Kommunal- Streits so gewefen. Ja, es haben sogar schon Unternehmer man ihnen Lohnabzüge, die oft den Wahlbezirkes. Parteigenossen! Unser Kandidat ist der Zigarrenfabrikant Wilhelm Börner. Wer es noch nicht vergessen hat, wie von höchster Stelle" der Stadtvertretung aus der Nothstand geleugnet wurde, wer fich vergegenwärtigt, mit welchem Sohn vielfach die Aeußerungen unserer Vertreter im rothen Hause aufgenommen werden, der helfe dazu beitragen, daß am 14. April unser Kandidat mit überwältigender Majorität aus der Wahlurne hervorgeht. Das Wahlkomitee. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 95. Sigung vom 10. April. 1 Uhr. als fehlerhafte 8. Jahrg. ganzen Lohn abveranlaßt, um den Preis ihrer Waare erhöhen zu können. forbiren, während den Kaufleuten und dem Publikum Massenstreits kommen nur bei günstiger Konjunktur vor, wo also die Waare oft ohne Preisermäßigung ver wird; die der Unternehmer nicht geschädigt wird. Und für die Unter- fauft Abzüge werden von noch den die die Arbeit vermitteln, vermehrt. Wenn Arbeiter, Parteigenossen! Am 14. d. M. findet in unserem ftübung, welche die Arbeiter den Unternehmern durch die Streits Faktoren, Bezirke die Wahl eines Stadtverordneten statt. Die Gegner sind zur Erzielung eines Profits geliehen haben, sollen sie nun noch büßen. Die Leute sich aber über diese Behandlung beschweren, so Die Königin Marienhütte zahlte 1888, also vor dem Streit, 3 pCt., werden sie aus der Arbeit entlassen, auf die schwarze Liste gesetzt rührig auf dem Plaze; es ist daher Pflicht eines jeden ziel- 1889 5 pCt. und 1890 7 pet. Die Königs- und Laurahütte und können sich überhaupt nicht mehr ernähren. Abg. Gutfleisch bewußten Sozialdemokraten, energisch für die Wahl unseres Kandidaten einzutreten. Die reaktionäre Majorität im rothen Hause zahlte 1888 61/2 pt., 1889 11 pt., 1890 16 pet. Dividende. hat mich mit rabulistischer Geschicklichkeit zum Autor diefes§ 125 hat in den Verhandlungen des letzten Winters mehrfach bewiesen,( Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) So folossale Profite, gemacht. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich bin der daß ihr jedes Verständniß für die Lage des Arbeiters abgeht und auch bei vielen anderen Werken, sind durch den Kontrattbruch Autor dieser Bestimmung nur insofern, als ich, um die Mißdaß ihr der Wille fehlt, dem nothleidenden Proletariat selbst im der Arbeiter veranlaßt, der den Arbeitern als Kapitalverbrechen stände der Lohneinbehaltung zu beseitigen, vorschlug, die ganze Rahmen der heutigen Gesellschaftsordnung zu helfen. angerechnet wird. Die Kohlenpreise entsprechen dem vollständig. Lohneinbehaltungsbefugniß aus dem Gesetz zu streichen. Wenn Der Preis des Waggons Kohle betrug 1888 durchschnittlich 70, aus dieser Anregung die Kommission schließlich den§ 125 aus1890 125 M., während die Lohnerhöhung höchstens 7 M. betrug. gebrütet hat, so bin ich doch nicht für denselben verantwortlich. Auch heute noch beläuft sich die Differenz gegen 1888 auf 35 M. Nun wird infolge der Fabrikordnungen von der Befugniß der trotz der geringen Nachfrage. In diesen Tagen bezahlten die Lohneinbehaltung sehr häufig Gebrauch gemacht werden. Ich preußischen Staatsbahnverwaltungen und die Eisenbahnverwal- habe kürzlich einen Brief von einem Ziegelei- Arbeiter ertungen Elsaß- Lothringens für den Waggon 105 m., und dabei halten, dem der Besitzer den Lohn einbehielt und dem er sind die Bechen aus Angst vor der ausländischen Konkurrenz dann solche Lohnabzüge machte, daß es dem Arbeiter schließ noch entgegenkommend, denn die Privatindustrie zahlt 110 bis lich unerträglich wurde und er aus der Arbeit ging, für 115 M. Umgekehrt bezeichnet man den Kontraktbruch der die er bis zum Ende der Saison verpflichtet war Unternehmer einfach ein naives Unrecht. Während nun war der Arbeiter rechtlos, er hatte den Kontrakt ges Durch das angeblich gemeingefährliche Streben der Rohlenarbeiter brochen, und auf die Veranlassung zum Rontrattbruch, ob die die Zechenbesitzer ganz folossale Profite einheimsten, also schlechte Behandlung direkt dazu trieb, darauf kommt es ja nach ihren Arbeitern für den Kontraktbruch dankbar sein den Worten des Herrn v. Berlepsch nicht an! Dieses Beispiel müßten, beuten dieselben Zechenbefizer die Gunst der Konjunktur zeigt, wie in Zukunft der§ 125, wenn er Gesez wird, angewendet zur Schädigung der allgemeinen industriellen Verhältnisse aus, werden wird. Durch den Antrag Stumm wird natürlich dieser indem sie ihren Abnehmern gegenüber vorgeben, sie könnten ihre Paragraph noch verschlimmert; will er doch gar die Namen der Verpflichtungen nicht halten, weil die Staatsbahn- Verwaltung dadurch gemaßregelten Arbeiter veröffentlicht sehen, was, wenn nicht genügend Waggons stellen könne und die Kohlenförderung es die Arbeiter mit Namen von Arbeitgebern thun, von den GeAm Tische des Bundesraths: v. Bötticher, v. Ber- nachgelassen habe, während sie andererseits nach dem Ausland richten mehrfach als grober Unfug und Verrufserklärung bestraft Lepsch, Lohmann. ganz toloffale Mengen von Rohlen verschleißen. Der Minister wurde. Daß die Ablehnung seines Antrages ihm den ganzen Die Berathung über§ 125 des Arbeiterschutz- Gesetzes( Ent- hat ja vor einigen Monaten eine Enquete darüber veranstaltet.§ 125 unannehmbar macht, meint Abg. v. Stumm wohl nicht so schädigung für Kontrattbruch) nebst den dazu gestellten Freilich die Bergwerksbesitzer haben einen anderen sozialen Gin- ernst aber thun Sie, was Sie für recht halten, Sie thun Anträgen wird fortgesetzt. fluß, als die Arbeiter. Als der Minister sich nach ihrer Mei- scheinbar Ihre Arbeit, in Wahrheit aber thun Sie unsere.( BeiAbg. Krause( fr.): Der§ 125 in der Fassung der Kom- nung herausnahm, eine Enquete über ihre Privatbeziehungen zu fall bei den Sozialdemokraten.) mission ist von der Anschauung diktirt, der gestern auch von veranstalten, haben sie ihm gehörig gedient. Das scheint bei der Abg. Hirsch( dfr.): Mit einem großen Theil meiner Seiten der Regierung und von den Herren v. Puttkamer und preußischen Regierung die nöthige Wirkung geübt zu haben( hört, Freunde befinde ich mich im Gegensaße zu der Stellung unseres Schädler Ausdruck gegeben worden ist, als wenn in Arbeiter hört! links), man hört jetzt nichts mehr von der Enquete. Das Parteifreundes Gutfleisch. Die freisinnige Partei hat in der freisen die Neigung zum Kontrattbruch, zum Bruch des gegebenen fühne Wort:„ Meine Vorfahren sind mit Junkern fertig Kommission den Antrag auf Streichung des§ 125 gestellt, Herr Wortes stärker hervorgetreten sei als in den anderen Bevölkerungs- geworden, ich werde auch mit dieser Bourgeoisie fertig Gutfleisch allein hat ein Amendement empfohlen, welches dem tlassen; den Beweis dafür ist man schuldig geblieben. Aber selbst werden," scheint vergessen zu sein. Die soziale Macht jetzigen 125 ungefähr entspricht. Die Partei fann zu einem wenn er geführt worden wäre, so hätte man den bisher giltigen der Bourgeoisie scheint zu groß zu sein, als daß man großen Theile ihm nicht folgen. Nachdem gestern von Herrn Rechtsgrundsatz für die Arbeiter nicht verlassen dürfen, daß eine den Kampf gegen sie aufnimmt. Diese Herren schädigen Singer die ganze freisinnige Partei zur Verantwortung gezogen Entschädigung ohne Nachweis eines entstandenen Schadens nicht das Allgemeinwohl, indem sie die Kohlenpreise durch Kartelle worden ist für diese jetzige Fassung des§ 125, habe ich diese gefordert werden darf. Ich habe beantragt, diesen künstlich hoch halten und die Industrie auf das Schwerste Erklärung abgeben müssen. Es ist eine Fälschung, wenn man für Baffus, welcher lediglich auf einer juristischen Tiftelei beruht, schädigen, so daß bereits große Industrien klagen, daß, wenn das Verhalten eines einzigen eine ganze Partei verantwortlich zu streichen, damit eine unnöthige Härte für den Arbeiter die Kohlenpreise so hoch bleiben, sie nicht mehr konkurrenzfähig machen will, von einem unauslöschlichen Brandmal spricht, welches zu beseitigen, dem§ 125 der Kommissionsvorlage, welche die auf dem Weltmarkte bleiben. Es ist aber nichts gegen alle diese der freisinnigen Partei aufgedrückt sei. Alle äußerlichen Mittel Buße" nur dem Namen, nicht dem Begriffe nach beseitigt, die infamen Mittel geschehen. Weder die Regierung noch die gegen Kontrattbruch sind verfehlt, sie heilen nicht, sondern sie ver gegen die Arbeiter gerichtete Spitze zu nehmen und ihn annehm- Majorität des Reichstags ist mit Gesezen dem gemeingefährlichen schlimmern das Uebel. 1874 schon habe ich mich in diesem Sinne barer zu machen. Am liebsten wäre es mir freilich, wenn der Treiben der Unternehmerkliquen entgegengetreten. Man hütet sich, ausgesprochen, als die Bewegung für kriminelle Bestrafung des ganze Paragraph gestrichen würde. Ich bin keineswegs der das zu thun, weil man die Unterstützung dieser Kreise bedarf und Kontraktbruchs auf der Höhe war. Wird§ 125 angenommen, Meinung, daß man jeden Vertragsbruch friminell verfolgen sollte. weil troß aller scherzhaften Abweisungen, die der Minister dann werden wir uns zu überzeugen haben, ob wir dann noch Wenn man einmal den Vertragsbruch bestraft, so müßte man v. Berlepsch gestern gegen uns machte, feststeht, daß der Staat§ 119a annehmen können, der allerdings an fich nichts mit wenigstens das Gebiet des Kontrattbruchs so eng wie möglich ein Klassenstaat ist und die Herren der Regierung nichts find, 125 zu thun hat. fassen. Die Geseze haben überhaupt nicht den Zweck, den Leuten als die Kommis der herrschenden Klasse, deren Interesse sie wahr- fchied aufzustellen versucht zwischen dem Arbeiterkontraktbruch und Der Handelsminister hat einen Unterdas Leben schwer zu machen. Ich theile zwar nicht die Anficht zunehmen haben.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Mit allen anderen Kontraktbrüchen und erstere allein für gemeindes Abg. Singer, daß allein der§ 125 die ganze Wohlthat des allen Scherzen kommen Sie über die Sache nicht hinweg. Nach gefährlich erklärt. Der Unterschied ist ganz unmöglich zu kon Gesetzes beseitigt. Gewiß ist aber, daß die organisirte Arbeiter der Statistik über Arbeitseinstellung vom 1. Januar 1889 bis Ende ftruiren. partei diesen Paragraphen als Anhalt benutzen wird, um das April 1890 waren von den 394 440 ausständigen Arbeitern in tönnen sich ganz ähnliche gemeingefährliche Zustände aus dem Aus den Lieferungs-, Mieths, Schuldverhältnissen ganze Gesetz in den Augen der Arbeiter herabzusetzen. Der Deutschland 264 407 oder 67 pct. fontrattbrüchig. Davon waren Bruche des Vertrages ergeben. Die Ziffern der viel erwähnten Paragraph würde also mehr schaden als nüßen. 190 357, alfo gegen 48 pCt., Bergarbeiter, welche durch die ge- Statistit beweisen absolut nichts. Wirkliche Vergleiche sind nur Abg. Bebel: Es fonnte Niemanden überraschen, daß nament- schilderten ganz exzeptionellen Berhältnisse zum Kontraktbruch möglich, wenn man nicht eine beliebige kurze Periode herausgreift, lich Herr v. Buttkamer so warm für diese Ausnahmebestimmung famen. 72 186 oder gegen 18 pet. entfielen auf das Baugewerbe. sondern die ganze Zeit feit Gewährung der Koalitionsfreiheit, eingetreten ist und daß er die Aufhebung des Sozialistengesetzes Charakteristisch tritt da zu Tage, daß Kontrattbruch immer nur b. h. über 20 Jahre in Betracht zieht. Von 1875 bis 1887 find bedauert hat. Niemand Minister has Sozialistengesetz so auszulegen und zu handhaben, daß weitaus der allergrößte Theil derselben auf Betriebe fällt, in Widerspruchsvoller als die Sozialdemokraten kann man sich nicht wie es kaum die entschiedensten Anhänger des Gesetzes aus dem denen die Arbeiter bisher nicht organisirt waren. Man sagt, die zur Regierung stellen. Einmal nennen sie die Regierung Kommis Jahre 1878 für möglich gefunden haben. Herr v. Puttkamer ge- englischen Arbeiter respektirten den Kontrakt und die Kündigungs- Der Unternehmer, und dann legen sie derfelben Regierung alle hört zu denen, die nichts lernen, aber nahezu Alles vergessen, frist und verhandelten auf sogenanntem legalen Wege mit den möglichen Machtvollkommenheiten in die Hand. Ich bitte meine denn hätte er lernen wollen, so hätte ihm das Sozialistengeset Unternehmern. Hätten Sie uns die englische Vereinsfreiheit gegeben, engeren Freunde, den alten Traditionen unserer Partei treu zu gezeigt, daß man mit Ausnahmegeseßen große Ideen nicht unter- tämen Sie überhaupt nicht in die Lage, den Kontrattbruch zu be- bleiben! brücken kann. Unter seiner Amtsführung ist die Zahl der sozial- strafen. Sie sind aber Feinde der Arbeiterorganisationen; unter demokratischen Stimmen von 311 000 im Jahre 1881 auf 760 000 dem berühmten System Buttkamer, unter dem Sozialistengesetz Präsident v. Levehow ruft den Abg. Hirsch wegen des mit im Jahre 1887 gestiegen, und unter seinem Nachfolger hat fie fich wurde geradezu gegen die Arbeiter gewüthet. Die Unternehmer unverkennbarer Beziehung auf den Abg. Singer gebrauchten fogar bis zur folossalen Höhe von 1 427 000 gesteigert! Herr werden nie für gefezwidrige Arbeiterentlassungen haftbar Ausdrucks" Fälschung" zur Ordnung. v. Buttkamer ist aber auch ein Feind der ganzen Arbeiter gemacht. Liegt darin nicht die Ungleichheit? Naives Unrecht soll Abg. Hitze( 3.): Der Abg. Bebel hat sehr viel Staub aufbewegung. Ich erinnere an seinen berüchtigten Streiterlaß von das sein, wenn die Unternehmer zur Wahrung ihrer Interessen gewirbelt, indem er den Kohlenarbeiter- Streit heranzog, aber 1886, wodurch jeder legitime Streit, auch ohne Kontraktbruch, geradezu Streiks provoziren. Daß der Streit der Bergarbeiter dabei übersehen, daß diese Bestimmung auf die Kohlenbergwerke unmöglich gemacht wurde, weil Herr von Buttkamer in durch die Unternehmer provozirt ist, unterliegt feinem Zweifel. gar keine Anwendung findet. Die ganze Vorlage ist eine Ausjeber berartigen Streitbewegung bereits die" Hydra der Jeber Richter würde die Motive des Arbeiters, aus denen er zum nahmegesetzgebung, indem das Gebiet des Handwerks und der Revolution" erblickte. Es macht allerdings einen wunderbaren Kontrattbruch gekommen ist, würdigen und ihn unter solchen Ver- Fabritarbeit unter besonderen Bestimmungen gestellt wird; in Gindruck, wenn gerade Herr v. Puttkamer in der Pose fittlicher hältnissen oft freisprechen; aber hier kommt alles dies für den diesem Sinne ist auch die Entschädigung eine AusnahmeEntrüstung hier den Vertretern der Arbeiterklasse vorwirft, daß Arbeiter nicht in Betracht. Sie sind geschworene Feinde der bestimmung. Gewiß handelt es sich um eine Klaffen, eine bei ihnen ein Mangel an Sittlichkeit zu finden fei, indem sie die Arbeiterorganisationen. Leute wie der Freiherr v. Stumm machen Spezialgesesgebung, aber zum Schuße der Arbeiter, und eine Lohnbewegung unterstützen. Ich komme darauf zurück. Dem den Arbeitern zur Bedingung, daß sie keinem Gewerkverein an- solche muß auch Bestimmungen gegen den Kontraktbruch vorsehen. Moiniſter D. Berlepsch bestreite ich auf das Entschiedenste, daß die gehören. Da spricht man nicht von einem Kontrattbruch. Die Es liegt in feiner Weise mehr der Charakter einer Strafe oder Rontrattbrüche in beständiger Zunahme begriffen feien und sich ürbeiter sind gezwungen, die Fabrikordnung anzunehmen. Das Buße vor, es handelt sich lediglich um eine fixirte Entschädigung. 18 gefährlicher Weise bemerkbar machen. Er hat dabei das Jahr ist die stampfesweise der Unternehmer. Die Unternehmer begehen Diese muß zwar auch dann gezahlt werden, wenn kein Schaden dirhältnisse. Auch damals fuchten die Arbeiter the Contas für lange die Gesenschaft besteht, ist es ein techtsgrund- schwer nachzuweisen ist, oder erst nach endlosen, kostspieligen Berb im Auge. Anfangs der 70er Jahre hatten wir ähnliche Tag für Tag Kontrattbruch, ohne daß der Arbeiter dagegen etwas nachzuweisen ist, aber blos deshalb, weil überhaupt ein Schaden Beranien. Daraus nahmen die verbündeten Regierungen 1834 193 eis bes erlittenen erhabeng men aber auch felt, mimoun Arbeiter hier im Reichstage nicht, den Muth finden, auch nur eine Bebetterte und feitben einzubringen. Das ben§ 125 Goute aber den machen, men, dann kann ich den Arbeitgebern es auch nicht übel nebeich; Gefeß flung, das bekannte Kontrattbruchgefen eßieringen. Das bem e 25 begreifen. Gollte jemand aber den Werjuch, hemen, mit einem Worte den Kontrattbruch aus ein Unrecht zu bezeichführen, wafung des Kontraftbruchs in die Gefehgebung eingut- buch zu bringen, je werben Gie ſich mit den Schlagworten von wenn ſie ſich gegen dieſes Unrecht mit allen mitteln zu wehren big 1867 veil die Depreſſion der gage, von 1874„ ſittlichen Grundlagen" und befire ben Arbeitern fiberhaupt wirthschaftlichen gage boerungs- lrbeiter gegenüber aber, Dagreichen bagegen wenden bearbeiterbewegungen vergleichen, auch die Gireifſiatiſtik, schiet betrebungen geltend zu mogu nicht gestattet, gohn bie allmälige treffen: das beweist, daß wir einen klassenstaat, eine Klassen nicht hierher, ſie ist vielleicht zu benutzen bei§ 158, aber diese ( neben natürlich zuerst in der Kohlenindustrie als der Grundlage der das hier geschaffen wird, richtig charakterisirt: es bleibt hinter| madefferung der ökonomischen Geff 1857 begann die acted has selesgebung haben. Abg. Bayer hat geſtern das neue Geſetz, fleine Frage der Entschädigung hat damit nichts zu thun. 41. Terftr. 4 erftr. 2 lee 4. 4 c. 100. nicht den großen Abg. Möller( natl.): Die Natur der Dinge wird dahin unbernen führen, baß die Organisation der Arbeiter wie der Arbeitgeber Die Thältnismäßig gestiegen, als der Bergarbeiterstreit ausbrach. dadurch erregten Erwartungen erheblich zurück. Abg. Gutfleisch fortschreitet. Das Schelten auf die Koalitionen der Arbeitgeber Die Arbeiter verlangten nicht entgen sonjunttur fagt mit Unrecht, daß hinter diesem Gefeß die Arbeiterschuß- stunberechtigt, es ist ein ganz naturgemäßes Kind unserer Zeit, hervor burch höhere Löhne theilzunehmen, sondern auch die Abschaffung Gesetzgebung, der ganzen Welt zurückbleibe Defterreich- Ungarn, gerufen durch die Konkurrenz und die Erweiterung der Verkehrsmittel. hatter Maßnahmen, unter denen sie jahrelang schwer gefeufst England, Die Schweiz, Nordamerita und zum Theil auch Die Möglichkeit, Arbeiterorganisationen su schaffen, wird id, batten, wie bes abscheulichen Systems bes Zagennullens und der Auſtralien haben beffere Arbeiterschuh- Gesetze. Man sagt, durch nur in bem Grabe verringern, je thōrichtere und unzweckmäßigere brutalen Behandlung seitens der Bergwerksbeamten. Diese den Kontraktbruch werden gerade die kleinen Industriellen ge- Wege die Sozialdemokratie einschlägt, um die Arbeiter- BeglückungsOrregung ist, wie die Untersuchung der Behörden bewiesen hat, schädigt: wenn nur die fleinen Zeute in Betracht kommen, macht pläne durchzuführen. Unruhe bei den Sozialdemokratungswo feiner Seite, am wenigsten von sozialdemokratischer angeregt man hier kein Gesek! Nun werden die westfälischen In- müssen Maßregeln schaffen, die geeignet find, ben Arbeiten Bir unden. Allerdings brachen die Rohlenarbeiter ihren Kontraft buſtriellen, bie rücksichtslosesten und brutalſten der Welt, Bewußtsein zu bringen, daß den Kontrakt zu brechen nicht ſtrafund setzten die Staatsbahnen und die Industrie in gewisse Ver- natürlich der Befugniß der Lohneinbehaltung den los gestattet ist. Der Kontraktbruch ist und bleibt ein illoyales Legenheit; aber wer behauptet, daß die Arbeiter beabsichtigten, ausgedehntesten Gebrauch machen die fistalischen Kampfmittel. Gegen die ursprüngliche Vorlage ist§ 125 eine recht Allgemeinwohl zu schäbigen, thut ihnen bitter Un- Bergwerfe werden ihnen bald folgen. Das zusammen mit einem erhebliche Abschwächung. Der Hinweis auf die hohen Dividenden wollten lediglich ihre Verhältnisse Berhältnisse verbessern. eintretenden Rückgang der Arbeitslöhne und den außerordentlich der Kohlen- Bergbau- Gesellschaften hat gar keinen Werth; nimmt Daß die Kohlenbarone burch den Streit geschädigt sind, ist ein hohen Fleischpreiſen tann uns in der Ausbreitung der Sozial- man den Durchschnitt der letzten 20 Jahre, jo tommt nur ein fach unwahr. Hier ist der deutlichste Beweis für die ungeheuer- Demokratie nur sörderlich sein, und dazu wirkt das Verhalten des ganz winziger Ertrag heraus, der Durchschnitt der Jahre vor lichkeit des§ 125, daß ohne Nachweis des Schadens der Unter- Sentrums, das sich immer als so arbeiterfreundlich hinstellt, ganz 1883 war noch nicht ganz 2 v. H. Der große Streit von 1885 Jenken nehmer Lohn einbehalten fann, ja sogar einen Durchschnitts- besonders mit. Der§ 125 wendet sich auch besonders scharf ist theilweise thatsächlich durch internationale Bewegungen her hat. Die Bergarbeiter haben bei dem Streit eine Lohnerhöhung schlechtest bezahlten Leute, die in Sachsen, wie in Schlesien, in verfolgen können, er hat sich dann verbreitet wie eine Epidemie, mät von 10-25 pet. durchgesezt, wodurch die Förderung pro Tonne der Rhön, wie in der Eifel in gleich schlechter Lage sind und wie eine Geisteskrankheit, wie die Cholera( Gelächter bei den Kohle um 40-70 Pf. vertheuert wurde, aber die Unternehmer vom Trucksystem noch ausgebeutet werden. Die Handweber in Sozialisten). Die ungeheure Steigerung der Kohlenpreise ist leider aben unter der Gunst der Konjunktur infolge des Massenstreits Schlesien bekommen schlechtes Garn, daraus können sie natürlich eine Wahrheit. Sie ist aber auch eine internationale. Die Be echs bis sieben Mal mehr profitirt. Das ist bisher fast bei allen feinen guten Stoff weben, aber für jeden kleinen Fehler macht fürchtung, welche Herr Bebel für die Hausindustrie aussprach, Damm ' g Test ein Bekleb sion. 8, NO. eilagen fie und find grundlos deshalb, weil dort in der großen Mehrzahl eine Kündigungsfrist nicht besteht. Damit schließt die Diskussion. Borwurf gemacht habe. Parlamentarisches. I mit einem Eifer, der eines Besseren werth wäre, Bestrebungen hingeben, die heute bereits ein halb überwundener Standpunt Persönlich verwahrt sich Abg. v. Stumm gegen die Be- In der am 9. d. M. unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten sind. Hierher gehören in erster Linie die Bestrebungen, die weib lichen Mitglieder zu„ praktischen Hausfrauen" zu erziehen. So hauptung, als wolle er schwarze Listen einführen, wenn der§ 125 bes Staatsministeriums, Staatssekretärs des Innern, Dr. von besteht bereits in Berlin ein„ Verein zur Erziehung, minder unverändert angenommen würde. Uebrigens seien nicht die Bötticher abgehaltenen Plenarsizung des Bundesraths Arbeitgeber die schlimmsten Feinde, die Blutsauger der Arbeiter, wurde über die geschäftliche Behandlung von Ausführungs- jähriger Mädchen für die Hauswirthschaft" als eine Ver Arbeitgeber die schlimmsten Feinde, die Blutsauger der Arbeiter, bestimmungen zu dem§ 84 des Invaliditäts- und Altersverber Hauswirthschaft die Küche ein sehr wichtiges Ressort bildet, förperung des philiströsen Gedankens. Und da bekanntlich in fondern die sozialdemokratischen Agitatoren, welche auf Kosten der sicherungs- Gesetzes, einer Vorlage, betreffend die zollfreie Ab- so wird dieser Abtheilung eine ganz besondere Aufmerksamkeit ge Arbeiter leben.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Abg. Singer fonitatirt dem Abg. Hirsch gegenüber, daß er laffung von Trossenstoppern bei der Verwendung zum Schiffsbau, widmet. So hat es sich neben vielen anderen auch die philan nicht dem Freisinn, sondern dem Liberalismus überhaupt einen von Bestimmungen über die Gebührniffe der zur Durchführung thropische Frau Kommerzienräthin Heyl( Charlottenburg) nicht von Absperrungsmaßregeln gegen die Rinderpest verwendeten nehmen lassen, ein Kochbuch zu schreiben, ein Volks- Kochbuch Abg. Bebel: Ich bin überzeugt, daß Herr von Stumm nach Militärkommandos, einer Vorlage wegen Abänderung der auf für Schule, Haus und Mädchenheim," dessen Titel allein der Art, wie er mit seinen Arbeitern umzugehen pflegt, allerdings deutschen Kauffahrteischiffen zu führenden Musterrollen, des Entdeutschen Kauffahrteischiffen zu führenden Musterrollen, des Ent schon hinreicht, die Zwecke deffelben zu veranschaulichen. Der nicht nöthig hat, die schwarzen Listen einzuführen. Die sozial- murfs einer Verordnung wegen Ergänzung der Verordnung vom Berliner Hausfrauen- Verein ist sogar noch weiter gegangen, indemokratischen Agitatoren leben nur von dem, was die Unter- 16. Auguſt 1876 über die Kautionen der bei der Militär- und dem er eine„ Kochschule" errichtet hat( welche u. a. auch die nehmer, die Blutsauger, übrig lassen und was die Arbeiter ihnen Reichstage bei Berathung des Reichsaushalts- Etats angenommener Boltstöchinnen" liefert), in welcher den Hausfrauen in spe gar Marineverwaltung angestellten Beamten, sowie mehrerer vom freiwillig geben.( Oho! rechts.) Sie werden unterrichtet in den Er In der Abstimmung wird zunächst der Antrag Krause auf Refolutionen Beschluß gefaßt. Dem Entwurf eines Gesetzes für fordernissen der Hausmannstoft, Kranken- und Luyusküche, wer Streichung der Bestimmung, daß die Forderung der Entschädi- Elsaß- Lothringen, betreffend die ärztlichen Hausapotheken, er ben in der Wirthschaftslehre, in der Ernährungslehre 2c. unter gung an den Nachweis eines Schadens nicht gebunden sein soll, den Seiner Majestät dem Kaiser wegen Besetzung neuer Stellen wenn es aber auch nur praktisch wäre! Und das ist es nun ganz theilte die Versammlung die Zustimmung und erklärte sich mit wiesen u. f. w. Das mag ja alles ganz schön und gut sein, gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, der Volkspartei und und gar nicht! Wenn wir oben sagten, daß derartige Gin die der Hälfte der Deutschfreisinnigen abgelehnt. Dev un im Reichsversicherungs- Amt zu unterbreitenden Vorschlägen ein wenn es aber auch nur praktisch wäre! Und das ist es nun ganz veränderte erste Absatz wird darauf nach einem Antrage Hart- verstanden. Für die in diesem Jahre nach London zur dortigen richtungen und Bestrebungen nur der spießbürgerlichen Gesell mann und Genossen als besonderer§ 124b von dem bisherigen Kunst- und Industrie- Ausstellung auszuführenden Güter wurde schaft zu Gute kommen, so hat das seine volle Berechtigung $ 125 abgetrennt. Die Abstimmung über den neuen§ 124 b die zollfreie Wiedereinführung gestattet. Die„ pornehmen" und" reichen" Damen würden es als eine ist eine namentlich e. Sie ergiebt 143 Stimmen für, 51 gegen sonderbare Zumuthung empfinden, von ihnen die Tugenden § 124b. einer„ praktischen Hausfrau" zu erwarten oder zu ver langen; dazu haben sie ja ihre Leute!" Die Proletarierinnen brauchen wahrlich keine Kochschulen, Volkskochbücher u. f. w. Bei ihnen ist die Noth der lehrreichste Küchenmeister, und um über Wahl am 14. April. Genossen, welche bei der Flugblatt- haupt kochen zu können, muß man überhaupt erst etwas haben! Bertheilung im 17. Kommunal- Wahlbezirk am Sonntag mit- Berbleiben noch die Töchter des sogenannten Mittelstandes" wirken wollen, werden ersucht, sich früh 8 Uhr im Restaurant die weder reich noch arm sind, ein Zwitterding, die etwas vor stellen wollen und sollen und im Grunde genommen gar nicht Luhm, Brandenburgstr. 11, einzuwenden. find, die sich einfach von ihren Männern ein möglichst an Diejenigen Genossen, welche bei den einzelnen Vertrauens- genehmes Leben bereiten lassen und sich dafür verpflichtet fühlen, Teuten zugesagt haben, wollen sich bei diesen melden. Gleichzeitig eine sparsame, prattische Hausfrau" zu spielen und für de 65. Sigung vom 10. April, 11 Uhr. machen wir darauf aufmerksam, daß am Wahltage sich das Wahl- Magen des Eheherrn in bester Weise zu sorgen, wenigsten vor der Hochzeit. Ist das Jüngferlein erst unter der Haube Am Ministertische: Herrfurth und Kommissarien. Bureau in dem genannten Lokal befindet, und werden die Genossen, so ist der Herr Gemahl natürlich so galant, eine perfett Die zweite Berathung des Entwurfs einer 2 and welche uns an diesem Tage unterstützen wollen, ersucht, sich früh Köchin" zu engagiren, was ihm ohnehin schon det gemeinde Ordnung für die sieben östlichen Pro- 82 Uhr dort einfinden zu wollen. Das Wahlkomitee. Selbsterhaltungstrieb gebietet. Die Rochschulen sind also vinzen der Monarchie wird fortgesetzt. thatsächlich Vorbereitungsschulen zum Ehestande, die Abgang zeugnisse ein Geleitbrief, welcher jedem zaghaften Heirathstand baten die letzten Zweifel bezüglich des späteren Auskommen benehmen muß. Weiter haben die Kochschulen keinen Swed In ihrer Verblendung sehen die Mittelbürgerinnen" nicht, w der sogenannte Mittelstand, von zwei Seiten angegriffen, imm mehr zerrieben wird, immer mehr an Boden verliert. Sie glaube an ein ewiges Bestehen ihrer gesellschaftlichen Position, sie trachten nach wie vor die Ehe als eine Versorgungsanstalt, stimmt, ihrem inhaltslosen Leben eine möglichst glänzende Sc zu geben und gründen Kochschulen 2c., um leichter dieses Gli zu ergattern. Nun, von solcher Gesellschaft kann man wohl Sie ist nicht werth, daß sie besteht, Recht behaupten: Jst werth, daß sie zu Grunde geht! Da nur 104 Mitglieder anwesend sind, ist das Haus nicht beschlußfähig. Die Sigung muß abgebrochen werden. Von den Freisinnigen stimmen für den§ 124b: Goldschmidt, Gutfleisch, Lange( Liegnitz), Meyer( Berlin), Panse, Schröder, Schütte und Uhlendorff. Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr. ( Kleinere Vorlagen und Wahlprüfungen. V angenommen. Abgeordnetenhaus. würde. Lokales. Die Konservativen( von Rauchhaupt und Gen.) beantragen, Die Hoffnungen der Freifinnigen auf einen Wahlfieg folgenden neuen§ 14a einzufügen: Bis zum Erlaß eines im 17. Kommunalbezirk sind ungefähr gleich Null; die AusKommunalsteuer Gesetzes können die bisher für Vertheilung der laffungen verschiedener freifinniger Blätter verrathen, daß die Gemeinde Abgaben statutarisch oder observanzmäßig bestehenden freifinnige Partei nicht mehr erwartet, das Mandat retten zu Maßstäbe mit Genehmigung des Kreisausschusses durch Beschluß tönnen. Dies ist aber für unsere Freunde durchaus kein Grund, der Gemeinde aufrecht erhalten werden." nunmehr die Agitation matt zu betreiben, in der Annahme, daß Der Antrag Hobrecht wird abgelehnt und der Antrag der Sieg doch sicher sei. Vielmehr ist es ein Sporn zu verv. Rauchhaupt unverändert gegen die Stimmen der Freifinnigen, doppelter Arbeit. Denn es wäre eine Blamage der Partei, wenn Nationalliberalen und der großen Mehrheit der Freikonservativen der Bezirk trotz der günstig liegenden Umstände nicht gewonnen Nach§ 15 können die Gemeinde- Abgabepflichtigen mit einem Einkommen von nicht mehr als 900 M. unter 3ustimmung Eine Resolution, die gelegentlich einer Festparthie, welche des Kreisausschusses zu den Gemeinde- Abgaben heran- am 1. Osterfeiertag nach den Müggelbergen stattfand, daselbst von Berliner und Köpnicker Genossen gefaßt wurde, theilen wir gezogen oder freigelassen werden. auf Wunsch der Betheiligten mit. Sie lautet: Genoffen von Röpnick und Berlin erklären sich mit den von der Die heute am Teufelssee zufällig zusammen getroffenen Fraktion getroffenen Beschlüssen bezüglich der Maifeier voll und ganz einverstanden und verpflichten sich, den 1. Mai als Arbeitsfeiertag hoch zu halten und am 3. Mai eine gemüthliche Zusammenkunft am Teufelssee zu veranstalten." Abg. v. Rauchhaupt beantragt, nur die Freilassung dieser Abgabepflichtigen, nicht aber ihre Heranziehung von der Zustim mung des Kreisausschusses abhängig zu machen. Abg. v. Meyer- Arnswalde( wildfonservativ) empfiehlt, die §§ 15 und 20 an die Kommission zurück zu verweisen, weil deren Einführung der sozialdemokratischen Agitation Thor und Thür öffnen würde. Abg. v. Heydebrandt empfiehlt die Annahme des Antrages v. Rauchhaupt, weil derselbe einen Zweifel auffläre. Minister Herrfurth hat gegen die Annahme des Antrages nichts einzuwenden, obgleich die übrigen Paragraphen des Gesetzes deutlich machen, daß jeder Gemeinde- Angehörige zur Steuer gezogen werden kann. Abg. v. Huene und Abg. v. Strombeck treten für den Antrag ein; Redner will es als die Regel hinstellen, damit diese Gemeinde Angehörigen auch zur Wahl berechtigt sind. " " 11 " b Korrespondenz meldet, falsche Zweimarkstücke in Umlauf u Eine elegant gekleidete Dame bringt, wie eine hie verbreitet dieselben durch Zahlung in hiesigen Detailgeschäft Gine bereits mehrere Male mit derartig falschem Gelde von Gaunerin betrogene Händlerin theilt uns mit der Bitte Beröffentlichung das Signalement der Betrügerin mit: Sie eine Dame im Alter von etwa 50 Jahren, mittelgroß und etwa träftig, längliches Gesicht, trägt gewöhnlich schwarz garnirte falschen Zweimartstücke, welche fie verbreitet, tagen das Bild Spizenhut und schwarzen Mantel mit Dolman- Nermeln. D falschen zweimarkstücke, welche sie verbreitet, tagen das Bild Kaiser Wilhelm I. vom Jahre 1876, sind schön versilbert, so da Raiser Wilhelm I. vom Jahre 1876, sind schön versilbert, so da man nur durch die etwas rauhe Oberfläche der glatten Sta beim Reiben mit Wolle geht die leichte Berfilberung ab und wiegen aber 2½ Gramm leichter und klingen etwas heller tommt die bläuliche Farbe des unechten Metalls zum Vorschein Vei den Arbeitern wird jetzt Abonnentenfang für die Deutsche Warte", ein sehr tonfuses, aber sicher extrem realtionäres Blatt versucht. Es ist recht naiv oder eine Spekulation auf die Naivetät der Arbeiter, gerade bei ihnen Interesse oder Sympathie für dieses Blatt, dessen Hauptlockmittel in einem Eine in billigen Abonnementspreise besteht, vorauszusehen. Hunderten von Exemplaren an Nicht- Abonnenten versandte bei genauer Besichtigung aufmerksam wird. Die Falsifikate Nummer enthält einen närrischen Leitartikel zur Empfehlung der Kandidatur Bismarck im 19. hannoverschen Wahlkreise. Man § 15 wird mit dem Antrage v. Rauchhaupt angenommen; hätte diese Exemplare lieber in den Wahlkreis schicken sollen; sie ebenso ohne erhebliche Debatte die§§ 16-27. hätten sicher gewirkt, wenn auch anders, als der Verfasser geNach§ 28 sollen Waldungen höchstens zur Hälfte zu den Ab- wünscht hat. Unsere Arbeiter vor dem Abonnement auf das trob gaben auf Grundbesitz herangezogen werden. Abg. Boht bemängelt diese Bestimmung, weil die Grundsteuer seiner Billigkeit viel zu theure Blatt zu warnen, haben wir wohl vorgestern Vormittag gegen elf Uhr ein Pferdebahnwagen nur nach der Veranlagung von 1863 erhoben werde, aber nicht nach dem jetzigen Zustande des Grund und Bodens. taum nöthig, Fork gro holt die Passagiere von Pferdebahnwagen erschreckt worden. Durch nichtswürdige Bubenstreiche sind vorgestern wiede Linie Gesundbrunnen- Kreuzberg die Brunnenstraße ent Chne jede Raubgloffe bringen die bürgerlichen Blätter die fahrend sich in der Gegend des ehemaligen Universums bef Die Abgg. v. Meyer Arnswalde und Schultz- Lupih( ft.) Nachricht, daß in unserem Nachbarörtchen Velten ein ganz neues ertönten plötzlich hintereinander zwei heftige Detonationen schließen sich diesem Antrage au, während Abg. Ritter( ft.) ihm Kartell in die Erscheinung getreten ist, nämlich das zwischen den gleich darauf wurde der alsbald still haltende Wagen von widerspricht, weil er in der geringeren Steuer ein Anreiz für beiden dort wohnenden Aerzten. Diese beiden Jünger Aestulap's mächtigen Rauchwolte umhüllt. Die Fahrgäste sprangen in die kleineren Bestzer liege, abgeholzten Wald wieder anzus waren des langen Haders müde, der bisher immer durch die Glauben, daß irgend ein Sprengstoff in dem Wagen erple pflanzen. leidige Konkurrenz erzeugt war, sie verbanden sich und schlossen sei, angsterfüllt aus dem Innern des Tramway heraus. Auf eine Anfrage des Abg. Zelle erklärt Minister Herrfurth, mit den Einwohnern Veltens folgendes Abkommen: Beide Aerzte sich bei näherer Untersuchung herausstellte, waren böswill daß als Waldungen diejenigen Bodenflächen verstanden werden verpflichten sich, gemeinsam die Praxis auszuüben, so, daß Weise zwei Plakpatronen in die Geleiſe hineingelegt word sollen, welche jetzt mit Wald besetzt sind, nicht aber biejenigen, wenn der Eine verreist oder aufs Land gegangen ist, der Andere welche natürlich, sobald die Räder des Wagens darüber welche als Holzungen angesprochen sind. sofort die Behandlung des Patienten übernimmt, überhaupt rollten, explodirten. Ein gleichartiger roher Streich verurfach Abg. Bohy: In den Grundsteuerrollen liegt nur der zu von besonderen Kunden" eines Arztes nicht mehr die um fechseinhalb Uhr Abends in der Beteranenstraße stand bei der Veranlagung der Grundsteuer vor 25 Jahren vor; Rede sein soll. Dafür entrichten die Einwohner Veltens Menschenansammlungen. Dort war ebenfalls, wahrscheinlich burd eine Aenderung ist gar nicht berücksichtigt worden. Wenn die einen mäßigen Quartalsbeitrag, der in eine Raffe fließt, beren dieselbe Person, eine Platpatrone in die Geleise hineingel Waldungen in der angedeuteten Weise berücksichtigt werden sollen, Inhalt sich die beiden Aerzte brüderlich theilen. Und die bürger- worden und durch einen Pferdebahnwagen der Linie Bab muß eine Neuvermessung und Veranlagung vorgenommen wer- lichen Blätter berichten, daß fast Niemand von der gesammten Friedrichstraße- Pappel Allee zur Explosion gebracht worden den, die zu den größten Schwierigkeiten führen muß. Abg. v. Erffa empfiehlt, die Vorschrift nur fakultativ zu ferner alle Betheiligten sehr damit zufrieden sind. Einwohnerschaft sich diesem Vertrage entzogen hat, und daß Auch in diesem Falle bemächtigte sich der erschreckten Passagier eine erklärliche Aufregung, bis es gelang, die Ursache dieses Bor machen, wogegen sich Abg. v. Rauchhaupt ausspricht; lieber Und Belten steht noch! Und die kapitalistische Presse setzt falles zu ermitteln. Hoffentlich gelingt es, den oder die Thätet wolle er gegen die ganze Vorschrift stimmen. ihrer Nachricht kein Ausrufungszeichen hinzu, keine hämische oder zur Rechenschaft zu ziehen. wißigseinsollende Bemerkung! Leben wir denn noch in der Zeit Polizeibericht. Am 9. b. M. Morgens wurde eine Näheri ber geheiligten" Konkurrenz, der nur durch den Privatbetrieb hervorgerufenen Blüthe des Handels und Vertebra in ihrer Wohnung, in der Köpnickerstraße, erhängt vorgefund Verkehrs"? Zu derselben Zeit wurde eine Frau in ihrer Wohnung, in Die Aerzte theilen" und es geht. Die Aerzte jagen sich Müllerstraße, mit einer schweren Verlegung an der Stirn, wel nicht, wie die Handelsreisenden, die Kunden ab, und diese die sie sich, angeblich weil sie wegen rückständiger Miethe die Patienten sind sehr zufrieden! Die Aerzte brauchen nicht mehr nung räumen soll, mittelst eines Beils selbst beigebracht ha über die erbärmlichen Späße eines beleibten Bäckermeisters am aufgefunden und nach Anlegung eines Verbandes nach Honoratiorentisch der Stammfneipe vor Lachen zu vergehen, aus Charitee gebracht. Auf dem Potsdamerplatz wurde Vormit Furcht, sie könnten wenn sie nicht blieben bei irgend einem ein sechsjähriger Knabe von einer Droschke überfahren und unfall in der Familie des Spaßmachers nicht geholt werden. am linken Bein bedeutende Quetschungen. In der Spree Ja, auch der ideale Stand der Aerzte geht nach Brot, muß der Moltkebrücke wurde Nachmittags die Leiche einer unbekan heut nach Brot und Gunst gehen, und daß manche Mitglieder etwa 40 Jahre alten Frau angeschwemmt. Ein Arbeite des Aerzteberufes das Materielle weit über das Ideale stellen, zu derselben Zeit bei der Aufstellung eines Leitergerüftes am hat uns mit erschreckender Deutlichkeit leztens die Ausnutzung, Blücherstraße 55 infolge eines Fehltrittes aus dem zweiten beffer Ausschlachtung, des Koch'schen Mittels gezeigt. herab und erlitt einen Bruch des linken Fußes, so daß er Der Paft, den die Medizinmänner Velten's geschloffen haben, dem Krankenhause am Urban gebracht werden mußte. Auch Abg. Lamprecht erklärt sich gegen die Ermäßigung der Steuer für Waldung. Die betreffende Bestimmung wird darauf mit großer Mehrheit gestrichen. Auf Antrag des Abg. Strut wird in§ 36 der Zufaß gemacht, daß den Gemeinden überlassen bleibt, einen bestimmten Steuererhebungstag festzustellen. Nach§ 40 sollte die Liste der Stimmberechtigten im Juli ausgelegt werden. Abg. v. Meyer Arnswalde hält den Juli für einen schlechten Monat für die Landleute; er schlägt den Januar vor. Abg. Draive glaubt, daß sich der April beffer dazu eignen würde. Abe Der Monat Januar wird angenommen. Nach§ 42 steht das Gemeinderecht zu demjenigen Gemeinde: Angehörigen, welcher entweder ein Wohnhaus im Gemeindebezirk besitzt oder von seinem Grundbesit in der Gemeinde mindestens von dem wir nur wünschen wollen, daß er recht lange halten wurde eine Frau in ihrer Wohnung in der Belleallianceit 8 M. Steuer entrichtet oder zur Staatseinkommensteuer oder möge, er follte verallgemeinert werden, er sollte vor allen Dingen todt aufgefunden. Zurückgelaffenen Briefen zufolge hat die nach einem fingirten Steuersage von mindestens 4 m. veranlagt sicher gestellt werden, und das kann er nur, wenn er von der infolge eines Nervenleidens einen Selbstmord, anscheinend und herangezogen ist. Die Worte und herangezogen" sind erst Gesellschaft, vom Staate, afzeptirt wird. Wir wissen, daß die von der Kommission eingefügt worden. Verstaatlichung des Aerztewefens nicht nur eine Forderung des Proletariats ist, daß der Gedanke ferner auch Freunde unter den Aerzten felbft hat. Abg, von Bedlis führt aus, daß danach die Gemeinde in der Hand habe, den Gemeinde- Angehörigen in dem einen Jahre das Wahlrecht zu geben, in den anderen Jahren nicht, indem sie in dem einen Jahre herangezogen werden zur Steuer, in den deren Jahren aber nicht. die Zahl der Stimmberechtigten nur unerheblich. anWürden die Aerzte nicht auf die Honorirung feitens der Patienten angewiesen sein, dann würden unsere ärmsten Brüder und Schwestern im Osten Deutschlands weit schneller, weit besser Vergiften, begangen. " Theater. burd Im Oftend- Theater gaftirte vorgestern Abend Frl. Marcella streichen. Wenn auch diejenigen Stimmen berechtigt würden, Fall ist. Aber die jungen Aerzte gehen nicht nach den Gegenden Erscheinung. Sie spielte die Titelrolle mit großem Erfolge Abg. Rickert beantragt, die Worte und herangezogen" zu und weit öfter ärztliche Hilfe erlangen tönnen, als es heut der Feldern in Deborah". Die Dame ist eine jugendliche und schöne welche nur veranlagt sind zu dem niedrigen Steuersatze von 4 M., Oberschlesiens, Posens, Preußens u. f. w., weil sie bei der Armuth Wenn auch ihr Organ zuweilen nicht ausreichte, und man hier ohne herangezogen zu werden zur Steuerzahlung, so vermehrt sich der dortigen Bevölkerung nicht auf ihre Kosten zu kommen und da eine Neberanstrengung der Kräfte wahrnehmen konnte, f fürchten; darum vermehren sie das Proletariat in den Groß läßt doch die Leidenschaftlichkeit und Wärme, mit der sie nament Auf Antrag des Abg. v. Huene wird die weitere Debatte städten und lauern in ihren Sprechstunden ängstlich auf einen lich im dritten Atte auftrat, eine künstlerische Begabung nich Herr Bindner vom Hoftheater in Potsdam, der den, Jofeph 11 Uhr.( Fortsegung der zweiten Berathung der Landgemeinde Das Beispiel von Velten muß verallgemeinert werden, dann gab, unterstützte sie reichlich, und errang ebenfalls großen A fall. Von dem übrigen Ensemble ist nichts Rühmliches über die Stimmrechtsfrage vertagt. Kranten, scharwenzeln bei den Behörden und Stadtverordneten, verkennen. Schluß gegen 3 Uhr. Nächste Sihung Sonnabendum eine Stelle bei irgend einer Ortskrankenkasse zu erlangen. Ordnung.) Arzt wie Publikum sich gut dabei stehen. werden Beide lagen. Unsere spießbürgerliche Gesellschaft scheint thatsächlich an ein ewiges Leben ihrerseits zu glauben, sonst würde sie sich nicht Be war Ver 20 Urt der pert mal tön zum ist, Der flag 3 geg th auf imm wel füh Der die ihi im geg Die ge eig sch die 110 bef 8og Da ein Da ber We 10C be St nic B im Ge tri ha De De ha fef G 10 be 91 C Sc X fit fti di er et ( S fi D in D g h a b 50 ht te It g пе est ett et 期 11, est be et Го ten Die Da sell nte er; από Gerichts- Beitung. richten hat. Die wichtigste Aenderung war die Möglichkeit des Indifferenten, der zum ersten Male eine Boltsversammlung be Beitritts der Arbeiterinnen und sollen die Mitglieder angehalten suchen wollte, und sich nach der Ausgabestelle der Eintrittskarten werden, die Gründung von Arbeiterinnenvereinen zu beschleunigen. erkundigte, antworten: Bei uns giebt es so etwas nicht! Der Maurer Frig Schulz, Schlesische Straße Nr. 35, 3u bedauern ist es, daß noch einige Branchen ihre besonderen Aber die kleinen Geister der freisinnigen Schaar richten sich war am 21. Januar d. J. vom hiesigen Schöffengericht wegen Bereine haben, die trotz der winzigen Mitgliederzahl die Vereins- fnechtisch nach ihrem großen, nach ihrem„ größten" SpettafelVergehens gegen den§ 4 des Vereinsgesetzes zu 60 M. oder spielerei weiter treiben und sich weigern, dem Ganzen beizutreten. macher; was Herrn Richter auf Tivoli billig, ist dem deutsch20 Tagen Gefängniß verurtheilt. Der Angeklagte legte gegen das Eine Resolution zu Gunsten einer Vereinigung der graphischen freisinnigen Handlungsgehilfen- Verein in der Urtheil Berufung ein und hatte nun am 4. April Termin vor Urtheil Berufung ein und hatte nun am 4. April Termin vor Gewerbe fand einstimmig Annahme. Ebenso wurde die Be- Rosenthalerstraße recht. der 6. Straflammer des hiesigen Landgerichts I. Der Angeklagte fchickung des Gewerkschafts- Kongresses durch zwei Bertreter be vertheidigte sich selbst und legte klar, daß der Schriftführer nie schlossen. Zahlreiche Glückwunschtelegramme und Schreiben aus mals im Sinne des Gesetzes(§ 4) als Redner betrachtet werden allen Theilen Deutschlands zeugten von dem Interesse der Arkönne, da nur solche Personen, welche eine ſelbſtändige Meinung beiter im Buchbindergewerbe an den Verhandlungen des Verzum Ausdruck bringen, nachdem in die Tagesordnung eingetreten bandstages. ist, nach dem Sinne des Gesezes als Redner zu bezeichnen sind. Der Gerichtshof schloß sich jedoch den Ausführungen des Angeflagten nicht ganz an und verurtheilte denselben zu 30 M. oder 3 Tagen Gefängniß. Das that ein Organ des ausDer Liberalismus in Deutschland vernichtet sich selbst; er Weber, Spinner, Färber u. s. w., G. 5. 67( Siz Chemnis). Versammlung am Sonntag, den 12. April, Vormittags 10% Uhr, im gofale des Herrn Reinecke, Große Frankfurterfir. 183. Tagesordnung: Kaffenbericht, Wahl des Allgemeine deutsche Kranken- und Begräbnißkaffe der Wirker, Endlich haben sie sich zu einer großen öffentlichen Versammlung aufgerafft, zu der jedoch nur deutschfreist nnige Kaufleute und Parteigenossen Butritt haben; sie, die das Recht der Redefreiheit in sozialistischen Versammlungen voll für sich in Anspruch nehmen, fchließen sich in ihren Zusammenlänften hermetisch gegen das eindringende Gift ab. Die Herren schaden Die erste General- Versammlung des Allgemeinen deutschen sich damit nur selbst; so hätten ihre Versammlungen vielleicht Sattler- Vereins interessant werden können, jeht- lasset die Hoffnung draußen! wurde am 30. und 31. März in Hannover abgehalten. Es waren Der Freifinn der Provinz ist ebenso freisinnig. Die Stettiner 24 Delegirte erschienen. Aus dem Bericht des Vorsitzenden war Ostsee- Beitung" verweigerte im vorigen Monate In dem vor dem Schwurgericht verhandelten Prozesse zu entnehmen, daß sich dem Verein in feinem 11/ ajährigen Be- bie Aufnahme eines Inserats, das einen Vortrag gegen die Brüder May, Nathan und Wilhelm Blumenau Be- bie iha I wegen betrügerischen Bankerotts wurde gestern die Beweis stehen 37 Städte mit 2000 Mitgliedern angeschloffen haben. Die Albert Auerbach's über„ Der Kaufmann und die Sozialdemo immer dasselbe Bild einer äußerst raffinirten Geschäftsführung, freulich, sie zeigten, daß die Sattler noch zu den am schlechtest gesprochenen& rei handels! welche durch die Buntfcheckigkeit und Unzuverlässigkeit der Buch- bezahlten Arbeitern gehören und eine stramme Organisation hier führung noch übertroffen wurden. Die Angeklagten wehrten sich gerade am nothwendigsten fei. Ueberall, namentlich in den versteht nicht einmal würdig zu fallen; bei seinem Sturz besudelt größeren Städten, lagen die Geschäfte seit dem Herbst gänzlich er noch die alten Fahnen. verzweifelt, machten immer neue Winkelzüge und kämpften gegen Barnieder und viele Arbeitslose waren vorhanden. In den Militärdie Glaubwürdigkeit der Zeugen an. Besonderen Verdruß machte Werkstätten finden gegenwärtig zahlreiche Entlassungen statt, und Am Sonntag, den 5. April, tagte in Krügers Biet hallen, ihnen der Hauptbelastungszeuge Siegmund Casper, welcher es scheint, als wenn dabei die Mitglieder des Vereins bevorzugt Gr. Frankfurterstr. 99, eine öffentliche Versammlung für Frauen immer wieder vorgerufen wurde und immer gravirendere Aussagen würden. Auch an Maßregelungen daselbst hat es nicht gefehlt. und Männer. Genosse Lazarus referirte in derselben über das gegen die Angeklagten machte. Gegen ihn richteten sich denn auch Den Hauptberathungs- Punkt bildete die Agitationsfrage. Da bisher zeitgemäße Thema:" Die Bedeutung des ersten Mai" und erntete die Einwände der Angeklagten, welche behaupteten, daß gerade er es nur ein kleiner Bruchtheil der deutschen Sattler organisirt ist, für seine Ausführungen reichen Beifall. Redner in der Diskussion gewesen, welcher fie ruinirt, sie als Aushängeschild für seine bleibt hier viel zu thun übrig. Es soll in allen Städten, in waren die Genossen Hobrich, Glöschke, Diek und Krüger. Der eigenen Geschäfte benutzt und sie dazu veranlaßt habe, ihr Ge- welchen Mitglieder sind, versucht werden, sämmtliche Kollegen Antrag, den Ueberschuß der Tellersammlung dem Vertrauensschäft in größerem Maßstabe zu betreiben. Belastend war auch die Aussage des Gerichtsvollziehers Edel, welcher auf Grund des gelegenen Städte agitatorisch bearbeiten, jedes auf Reisen gehende Nach Schluß der Versammlung unterhielten sich Theilnehmer und für den Verband zu gewinnen; jede Filiale muß die nächſt- mann des vierten Wahlkreises zu übergeben, wurde angenommen. notariellen Vertrages, den Moses Strauß in Händen hatte, in Mitglied ist verpflichtet, überall, wo es hinkommt, für die Theilnehmerinnen noch lange bei Tanz, Gefang und Vorträgen notariellen Vertrages, den Moses Strauß in Händen hatte, in dessen Auftrag die Pfändung bei der Firma Blumenthal vollAusbreitung des Vereins thätig zu sein. Zu diesem Zweck ernsten und heiteren Inhalts. zogen und die Zwangsversteigerung geleitet hat. Nach seiner follen tausende von Flugblättern ausgegeben werden. Die Statuten Darstellung hatten sich zur Versteigerung ziemlich viele Käufer wurden dahin geändert, daß jetzt auch Frauen dem Verein bei eingefunden, Strauß trieb aber die Preise derart in die Höhe, treten können, das Eintrittsgeld für dieselben wurde auf 25 Pf., daß ihm das ganze Lager zufiel. Nach Schluß der Auktion hat der Beitrag auf wöchentlich 5 Pf. festgesetzt. Für den Unterder Gerichtsvollzieher sofort die Abrechnung aufgestellt, nach stügungsfonds wurde an Stelle der Sammellisten das MarkenBentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer welcher, nach Abzug der Schuld von 10 000 M. und der er system eingeführt, und es werden hierzu Karten mit 52 Wochen,( Bezier Berlin D. Mitglieder- Bersammlung am Sonntag, den 12. April, wachsenen Kosten ein Betrag von 325 M. übrig blieb, welcher arken zu 10 und 5 Pf. ausgegeben. Der Allg. b. Sattler- 3tg." Vormittags 10 Uhr, in Säger's Lofal, Grüner Weg 29. Tagesordnung: den Gebr. Blumenthal auszuzahlen gewesen wäre. Da aber 1. Bortrag des Herrn Dr. Rehfisch über Grerbung ber Krankheiten 2. AbStrauß, der als Gläubiger die Waare an sich gebracht, Gelb bem Organ des Vereins, soll öfter eine technische Beilage beige Eine Herrenpartie der Möbelpolirer, arrangtrt vom Verband, findet nicht sehen ließ, konnte der Gerichtsvollzieher den kleinen geben werden. Es machte sich dies für die kleineren Städte, und am Sonntag, den 12. April, nach Friedrichshagen, Teufelsfee, Grünau statt. Betrag nicht auszahlen, trotzdem aber stellte Nathan Blumenthal zur Heranziehung jüngerer Kollegen nothwendig. Abfahrt vom Schlesischen Bahnhof um 7 Uhr 6 Minuten früh( Arbeiter- TagesDer Sitz des Verbandes bleibt in Berlin. im Namen der Firma eine Quittung über den Empfang des billet hin und zurück 30 Pf.). Treffpunkt um 6 Uhr beim Reftaurateur Hente, Zum Vorsitzenden wurde Kollege Sassenbach, Borsigftr. 24, Blumenstraße 38, nachdem um 17 Uhr am Schlesischen Bahnhof beim Biadult. Geldes aus. Wer eigentlich die Vortheile von der ganzen be= trügerischen Manipulation gehabt hat, ließ sich durch die Ver- zum Kassirer Kollege Matschulat, Schlegelstr. 5, gewählt. Mit Alle Kollegen( auch nichtmitglieber), sowie Freunde und verwandte BerufsNachzügler werden bis 12 Uhr Mittags in der Vertretung des Vereins auf dem event. stattfindenden Ge- Friedrichshagen in Conrad's Salon, Friedrichs- und Seestraßen- Ecke, genossen find willkominen. handlung nicht recht aufklären. Es scheint, als ob Moses Strauß werkschafts- Kongreß wurden die Kollegen Barth und Saffenbach erwartet. Den Löwenantheil gehabt hat, denn verschiedene Zeugen bekun- beauftragt. Die Verhandlungen verliefen von Anfang bis Ende Schloffer und Waschinenbau- Arbeiter Berlins und Umgegend mit der Tagesdeten, daß die Angeklagten wohl kaum mehr herausgeschlagen in bester Harmonie; sämmtliche Anwesende waren von größtem haben dürften, als was sie zum Leben brauchten. Soviel steht Gifer beseelt und gingen mit dem Versprechen, Jeder in seinen fest, daß die beiden Angeklagten nach dem Zusammenbruch des Geschäfts von Strauß für 3000 m. und 4000 M. Kommissions: Kreisen für die weitere Ausbreitung des Vereins thätig zu sein, waare erhalten haben, mit welcher sie ihren Hausirhandel weiter betreiben konnten. Was schließlich die versuchte Berleitung zum Hörstel in Westfalen. Am Sonntag, den 5. April, tagte Meineide betrifft, so spielt auch hierbei der Hauptbelastungszeuge S. hier eine öffentliche Glasarbeiter- Bersammlung, und es wurde beCasper eine Rolle. Derselbe beschuldigt die Angeklagten, welche an schlossen, den 1. Mai zu arbeiten, den vierten Theil des Verscheinend von allen gegen sie unternommenen gerichtlichen Schritten im Dienstes abzugeben und am 3. Mai ein Fest zu veranstalten. Voraus genau informirt waren, daß sie bei Gelegenheit seiner Vernehmungen durch die verschiedenartigsten Versprechungen ver- Antwerpen. Hier hat sich ein Arbeiterinnenfucht hätten, ihn zu einer unrichtigen günstigen Aussage zu be- verband, der erste dieser Art in Belgien, mitglieder- Bersammlung am Dienstag, den 14. April, Abends 8 Uhr, in stimmen. Der Zeuge hatte wegen dieser Behauptung nicht nur die härtesten Angriffe der Angeklagten selbst auszuhalten, sondern gebildet. Von den Tabaks- Arbeiterinnen ließen sich 90 Scheffer's Salon, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Bortrag des Fräulein erregte auch die Wuth einzelner Entlastungszeugen derart, daß als Mitglieder einschreiben. Der neue Verband beschloßnahme neuer Mitglieder. 4. Ersatzwahl des Borstandes. 5. Verschiedenes. einer von ihnen sich nicht entblödete, demselben Angesichts des seine Zugehörigkeit zur Arbeiterpartei. Gerichtshofes Ausdrücke wie„ Zump"," Betrüger" u. dergl. an den Kopf zu werfen. Diese unpassende Kritit mußte vom Vorfizenden nachdrücklichst untersagt werden. Die Angeklagten wurden übrigens im zweiten Theil der Verhandlungen außer von dem Rechtsanwalt Dr. R. Wolff auch noch vom Rechtsanwalt Leonh. Friedmann vertheidigt. auseinander. Versammlungen. Volksversammlung. Vorstandes, Mittheilungen. rechnung vom 1. Quartal 1891. 3. Kaffenangelegenhetten. 4. Berſchtebenes. Achtung, Schloffer! Die General- Bersammlung des Fachpereins für ordnung:" Auflösung des Vereins", findet am Montag, den 20. April, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75, statt. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht sämmtlicher Mitglieder, zu erscheinen. Zur Entgegennahme ber Beiträge sind die Kassirer jeden Sonnabend von 8-10 Uhr und Sonntags von 10-12 Uhr in den Arbeitsnachweisen des Vereins, Süden: Dresdener straße Nr. 116 bet Gründel, Norden: Antlamerstraße Nr. 49 bei Wouttg.. anwesend. Der Lese- und Diskutirklub ,, Wahrheit" veranstaltet am Sonntag, den 12. April, eine Serren- Fußpartie, wozu hierdurch alle Mitglieder und Freunde des Klubs eingeladen werden. Treffpunkt: Schlesischer Bahnhof präzise 7 Uhr Morgens. Gleichzeitig wird hiermit befannt gemacht, daß die nächste Sigung am Donnerstag, den 16. April, bei Hente, Blumenstr. 38, stattfindet. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Große Bader über: Arbeit ist die Quelle alles Reichthums. 2. Diskussion. 3. AufHerren als Gäste sind eingeladen. Um zahlreichen Besuch bittet der Borstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 12. April, Abends 6% Uhr, Ber fammlung Kommandantenstraße 79( Bratweil's Bierhallen). Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über Strchenglaube und Wissenschaft im Mittelalter. Nachdem gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste( Herren und Damen) willtommen. Rixdorf. Deffentliche Versammlung der Schmiede am Sonntag, ben 12. April, Nachmittags 2% Uhr, im Deutschen Wirthshaus, Bergstraße 120. Tagesordnung: Die Bedeutung ber Maifeter. Referent: Herr Millarg. und Schürzen- Fabritation werden zu einer Besprechung ber age nach Achtung! Selbständige Arbeiter und Arbeiterinnen in der WäscheGründung eines Bereins zu Sonntag, den 12. April, Vormittags 10 Uhr, nach Gothmann's Salon, Brunnenstr, 84, eingeladen. Große öffentliche Versammlung und Männer Sonntag, Der Staatsanwalt Dr. Benedig beantragte das Schuldig Eine Voltsversammlung für den 4. Berliner Reichstagsin vollem Umfange der Anklage. Er vertrat die Ansicht, daß Wahlkreis fand am 9. April unter dem Vorsitz des Genossen die Angeklagten von Anfang an nicht auf ehrlichen Geschäfts- Wengels statt, um zur Maifeier Stellung zu nehmen. Das gewinn ausgegangen sind, sondern sich bemüht haben, ihre Mit einleitende Referat hielt der Genosse R. Fischer. An der Große öffentliche Versammlung aller Ban- und gewerblichen menschen auszusaugen und zu betrügen. Zu diesem Zwecke Diskussion betheiligten sich mehrere Redner. Auch abweichende Buntt 10% Uhr, bet 28terfing( früher Troll), Kenesebeckſtr. 77. Sages arbuung Bilfearbeiter von Risdorf und Umgegend am Sonntag, Bormittags haben sie ihre Geschäftsbücher künstlich hergerichtet. Der Staats- Meinungen von den im Referat vertretenen Ansichten wurden 1. Zweck und Ziele der Gewertschaftsorganisation. 2. Welche Organisation. anwalt bat die Geschworenen, durch ihr Verdikt kund zu geben, laut. Folgende Resolution wurde schließlich angenommen: bie beste, lokale oder zentrale? Referent: Wilh. Schweizer. 3. Distusston. daß auch bei uns, wo die Verführungen der Großstadt vielleicht 4. Berschiedenes. Arbeiter! Es ist dringend nothwendig, daß wir uns Die heutige im Böhmischen Brauhause tagende sozialdemo- organisiren, damit wir dem Uebermuth des Kapitals als geschlossenes Ganze mehr auf den Einzelnen wirken, man nicht ungestraft gegen fratische Volksversammlung für den 4. Berliner Reichstags- Wahl- gegenübertreten können um für uns und unsere Mach tomu sammlungTreu und Glauben im Geschäftsleben sündigen darf und daß kreises erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten ein- ftellung zu erringen. Darum erscheint Mann für Mann in der Bersammlung, dem Grundsaße: 3weimal Pleite und dann auf Gummi- verstanden und beschließt, den Vorschlag der Fraktion, am 3. Mai um der hier bestehenden familung für Frau rädern" nach Kräften Einhalt zu gebieten ist. Rechtsanwalt zu demonstriren, gutzuheißen. Sie überläßt es kommenden inter- ben 12. 3. Wis., Abends 6 Uhr, im Neustädter Boltsgarten, Proskauer Dr. R. Wolff plaidirte dagegen auf volle Freisprechung nationalen Kongressen, über das Datum der nächsten Maifeier zu ftraße 37-38( Frankfurter Thor). Tagesordnung und bie Costaldemokratie"; her Angeklagten. Er führte aus, daß dieselben in der That nicht bestimmen. Die Inszenirung der Feier selbst überträgt die Wegterungsbaumeister Reßter über:" Die Familie und bie Costalbemerburber Kaufleute, sondern Haufirer gewesen, selbst von Strauß betrogen sammlung den Vertrauensleuten des 4. Berliner Reichstags- mit Vorträgen und Tang. Zur Deckung ber intoften. Um zahlreiches Grworden seien und bei dem ganzen Geschäft teine Seide gesponnen Wahlkreises." haben, sondern aus dem Konkurse bettelarm herausgegangen seien. fcheinen wird ersucht. Der zweite Punkt der Tagesordnung lautete: Das Berliner Vereinigung der Drechsler Deutschlands. Ortsverwaltungen Berlins. Der Bertheidiger hielt die Freisprechung des dritten Angeklagten Versammlungswesen". Hierzu hatte Genosse Täterow das Referat Montag, ben 13. april, abends 8% Uhr, fombinirte Mitglieder- Berfammlung für durchaus geboten, die beiden anderen höchstens des einfachen übernommen. Seine Ausführungen gingen darauf hinaus, daß bet Reßner, Annenſtr. 16. Tagesordnurasversammlung. 3. Berichtebenes. Bankerotts für schuldig und legte den Geschworenen die Be- eine Regelung in dem zur Zeit sinnlosen Einberufen von so- mitgliedsbuch legitimirt. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen erwünscht. willigung mildernder Umstände ans Herz. verneinten die versuchte Verleitung zum Meineide, sprachen aber Namen werden Versammlungen einberufen, die gar nicht ben abends skur, tomarbeiter. Wettglteber- Ber Die Geschworenen genannten Volksversammlungen eintreten müsse. Unter diesem Die nächste Bersammlung der Ortsverwaltung 1 findet Montag, den 20. April, im Uebrigen alle drei Angeklagte im Sinne der Anklage unter Charakter von Volksversammlungen tragen. Es tritt eine Ueber- Drechsler Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin 2( Stockbranche), bet Bern Ausschluß mildernder Umstände schuldig und der Gerichtshof müdung in parteigenössischen Kreisen ein, und Versammlungen, Gründet, Dresdenerstraße 116, am 15. April, Abends s uhr, mit beu gages verurtheilte Wax und Nathan Blumenthal zu je in benen wichtige Angelegenheiten, wie die, welche den 1. Bunti ordnung: 1. Geſchäftliches. 2. Bortrag. 3. Kaffenbericht. 4. Bericht 1 Jahr 6 Monaten Buchthaus, With. Blumen der heutigen Tagesordnung bildete, verhandelt werden, werden oft thal zu 9 Monaten Gefängniß. Arbeiterbewegung. Die Buchbinder hielten( wie uns zur Ergänzung und Richtigstellung eines von uns schon veröffentlichten Berichtes geschrieben wird) am 28., 29. und 30. März in Altenburg ihren britten Verbandstag ab. Die Kollegen sowie auch die Genossen von Altenburg bereiteten den Delegirten einen ebenso großartigen wie herzlichen Empfang und der Verbandstag erfreute sich einer sehr regen Betheiligung. Den Vorsitz führten die Herren B. Jost- Berlin als erster und Buch wald- Altenburg als zweiter Vorsitzender. Anwesend waren 45 Delegirte, welche 45 Vereine vertraten, 6 Vereine hatten Kostenersparnis halber feinen Delegirten gesandt, sondern schriftlich ihr schwach besucht. Um nun im Berliner Versammlungswesen endlich Remedur zu schaffen, bringe er, Redner, nach Rücksprache mit verschiedenen hervorragenden Berliner Genossen, folgende Refolution ein: Die am 9. April 1891 stattfindende Volksverfammlung des 4. Berliner Wahlkreises beschließt: In Erwägung der vielfach vorkommenden Unregelmäßigkeiten, welche durch die planlose Einberufung von öffentlichen Partei- und Volksversammlungen entstehen, die auch vielfach des Charakters einer Volksversammlung entbehren und in weiterer Erwägung, daß alle Parteiungelegenheiten nur vor das Forum der Genossen gehören, mithin auch vor von diesen eingefegten Organen ihre Erledigung finden müssen, empfiehlt die Versammlung den Genossen, nur solche Versammlungen als Parteiversammlungen zu betrachten, welche von den Vertrauensmännern einberufen Aus dem Bericht des Verbandsvorsitzenden Herrn A. Dietrich Stuttgart, war zu entnehmen, daß der Verband 31 Vereine als werden, oder die zum Mindesten neben dem Namen des Im ein gemeinsames Band umfaßt; zum 1. April durch den Zutritt Einberufers auf der Einladung den Vermerk haben: eines weiteren 52. Seit dem legten Verbandstage sind 22 Vereine Einverständniß mit den Vertrauensleuten." beigetreten resp. net gebildet worden, 7 Vereine ausgetreten refp. Nachdem verschiedene Genossen zu dieser Resolution, die eingegangen. Die Mitgliederzahl beträgt ca. 3000; die Auflage 3wed- und Zeitgemäßheit derfelben anerkennend gesprochen, der Buchbinder- Zeitung" 4000. Leider sind unsere sächsischen wurde sie mit übergroßer Majorität angenommen. Stollegen, Dank ihres famosen Vereinsgesetzes, nicht in der Lage, Da die beiden bisherigen Vertreter des 4. Wahlkreises in fich uns als Vereine anzuschließen, jedoch hatten die beiden größten Vereine Leipzig und Dresden es sich nicht nehmen laffen, der Lokalkommission ihr Amt niedergelegt, wurden an ihrer Stelle Kollegen zu entfenden, die als Gäste den Verhandlungen bei: hierauf die Genossen 3a bel und Bode gewählt und dann die Verbesserungen durch Lohnerhöhung oder Ver- Versammlung geschlossen. Einverständniß bekundet. wohnten. türzung der Arbeitszeit wurden in den letzten zwei Jahren Freiheit der Diskaffion in Stuttgart, Hannover, Stettin, Breslau, Magdeburg und Nürn ist das Merkmal der sozialdemokratischen Versammlungen, und berg gefordert und großentheils durchgeführt. Der Bestand der einem Gegner sollte der Beweis dafür, daß er nicht zum Worte Verbandstaffe betrug ca. 12 000 M., jedoch wurde in Anbetracht gekommen sei, sehr schwer fallen. Aber die wahre Freiheit beeiner regeren Agitation und um beffer auf alle Angriffe vorbe- fißen die Sozialdemokraten doch nicht, die haben die um Richter reitet zu sein, eine Erhöhung der Beiträge von 40 auf 50 Pf. nun einmal in Erbpacht genommen, die Freiheit, die sie beschlossen, die jeder Verein pro Mitglied und Monat zu ent- meinen! Mit Stolz fonnte bisher noch jeder Sozialist dem Diskussion; Verschiedenes. Nachher: Geselliges Beisammenfein, verbunden ftatt. Referent hat sein Erscheinen bestimmt zugefagt. erftattung ber Delegirten von Achtung, Stockarbeiter. Mitglieder- Bersammlung der Vereinigung ber Borstandes. 5. Berschiedenes und Fragetaften. 1 Bimmerer Berlins. Am Sonntag, den 12. April, Vormittags 10 Uhr, findet im Feen- Palast, St. Wolfsgangstraße, Ecke der Burgstraße( neben der Die Tagesordnung lautet: 1. Die Börse), eine große Bersammlung statt. Geid eingebent des Sprichwortes: Vereinte Kräfte führen zum Biel." heutige Sage im Simmergewerbe und die Mittel zur Abhilfe der fortwährenden Lohnabzüge. Referent: Regierungsbaumeister Keßler. 2. Verschiedenes. Große Wander Unterstütungsbund der Bausdiener Berlins. Bersammlung am Mittwoch, den 15. April, bet Säger, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Mittheilungen. 2. Bortrag des Stadtverordneten Herrn D. Heindorf über: Was will die Arbeiterschaft 2. Diskussion. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. Ausgabe der Billets zum Familienfest im Feen- Pallast. 4. Geschäftliches und Fragetaften. Gäste gern gefehen. Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin 3. 2. Vortrag des StadtSonntag, den 12. April, Vormittags 10% Uhr, Bersammlung bei Bolzmann, Andreasstr. 20. Tagesordnung: 1. Staffenbericht. verordneten Heindorf. 3. Discussion. 4. Berschiedenes und Frageraften. Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Porzellan-, Glas-, Galanteriemaler und Berufsgenopfen Montag, den 18. d. Mts., Abends 8% Uhr, bet Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Bericht der Agitationstommiffion und der bevorstehende Delegirtentag in Berlin. 2. Be richt des Delegirten der Streit- Kontrollkommiffion. 3. Verschiedenes. Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen vom geseklub„ Emanzipation" am Sonntag, den 12. April, Abends 6 Uhr, Große Frankfurterstraße 99 bet Strüger: Bortrag des pratiischen Zahnarztes Herrn Semmel. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beifammensein mit Zanz. Rauchklub Rothe Nethe, Weinstraße 22 bet F. Steuer. Gäfte, burch mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Amgegend. Gonntag, den 12. April, Vormittags 9% Uhr, in den Arminhallen( Gartenfaal), Komman= bantenstraße 20, Ausschußfizung. Tagesordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Beschlußfassung über Anschaffung von Grabgefängen. 3. Verschiedenes. Bundestarte legitimirt. Es wird gebeten, die Billets vom Siederabend abzurechnen. Lese- und Dishntivhlubs. Sonnabend. Beses und Diskutirklub Feuerbach" tin sotale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. " eine" Abends& uor, im Botale des perun gechlin, Guperfty. 24 Charlottenburgerstraßen Gde selebs. Gäste haben Sutritt. Paris Deutscher jozialdemokratischer Seferlub. Ecke Rue Montgefes und Distutirklub des Arbeiterbildungs- Vereins in Weißenfes, Tolle martre und Rue Etienne- Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Versamm lungen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends fchaft", Friebenstr. 48 bei Tollkühn. Gesangverein" Sanges Echo," Uhr: Uebungstunde. Aufnahme neuer Witglieder. Gefangverein, Breumde Gefangverein Syrania", Landsberger Statigerstraße 142 bet Greifer. Grüne che", Rigdorf, enesebeck und ftraße 31 bet Mufshold. Gesangverein Treuer Bund" bet Ullrich, Arndt- und Friesens ernannt. Gee het Better. Gefangverein Glückzu" bei Bergmann, Brinzenz ftraßen- Ecke, Allee 10. Gefang-, Turn- und gesellige Persine. Sonnabend. Männer- Gefang-| Stebzett, Wrangelftr. 30. Gäfte willtom. verin Phönir", Steinmenftr. 76, bet Lemm. Aufnahme neuer Mitglieber- brecher", Mendelssohnftr. 4, Sigung mit Damen. Gäfte willkommen. Bergnügungsverein Gorgens fämpfung. Von Karl Rautsty. Literarische Rundscha Mu fitverein„ Borwärts", Ab. 8-10% Uhr, Annenfir. 14, part. Zitherflub Roller'fher Stenographen Berein„ Süd- West Berlin", Abends Der Aufhebung der Leibeigenschaft in Rußland. Fragment aus eine -Feuilleton: Die Familie Worongoff. Ein Bild aus der Be Wildrose", Abends 9 Uhr bei Kleemann, Zausigerstr. 41. Bitherflub, ar= 8% Uhr, im Reftaurant Körner, Barutherstraße 1, Unterricht und Uebung. monte", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7. Tambour Rauchflub, Goldene Quafte", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bei Brückner. Bere in Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo- Ufer 14. flub, Dornröschen", Abends 9 Uhr, bei Restaurateur Pietsch, HennigsRauch längeren Erzählung von Sonja Kowalewski.( Schluß) Aufnahme neuer Mitglieder. dorferstraße 24. Berliner Turngen offenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von 8-10 Uhr, Turnlotal Mariannenplay 1a.- 8. Männer Abtheilung. Abends 9-11 Uhr.- Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung turni Abends 8-10 Uhr. Der Turnsaal befindet sich Königstädtisches Gymnafium, Elisabethstraße 57-58. tattlub Ram fch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung in Ally Schmidt's Restaurant, Wrangelstr. 141. Genoffen sind freundlichst Literarisches. Briefkaffen der Expedition. Für die ausgesperrten Arbeiter gingen ferner ein: Gef. bei der Geburtstagsfeier, Manteuffelstraße 72 2,75 M. eingeladen. Stattlub ,, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Humoristischer Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Dietz' Von der freien Vereinigung der Seifensieder und Berufs Klub ,, Adonis" bei Seib, Koppenstr. 75. Gäfte willkommen. Privat: Berlag) ist soeben das 28. Heft des 9. Jahrgangs erschienen. genossen 14,75. Von den rothen und blaẞrothen Knopfmachern Theater Gesellschaft Schneeglöckchen" im Lokal" Beteranen Aus dem Inhalt heben wir hervor: Ueber den Bürgerkrieg in aus der Blumenstr. 28 3,25. F. P. 48, Berlin 1,50. G. G.-, 50, Berein Lustige Brüder" Abenos 9 Uhr, Frankreich. Von Friedrich Engels.- Brief aus Berlin. Gesammelt auf der Regelbahn bei E. Boll, Wienerstr. 1-6 2,10. Brüderftr. 26. Bergnügungs- Verein" ustige 13", bends 9% Uhr, bei Von M. Liebknecht. Der Altoholismus und seine Be- Regelflub Felicitas in Rigdorf 10,-. ftraße 9 bet Bettin. 9 Uhr, Sigung. Theater- Verein Giaconda", Abends Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Bur gefl. Renntnißnahme theilen wir hierdurch mit, daß der Verband" in der Wallstr. 7-8 ein Arbeitsnachweise- Bureau errichtet hat, welches täglich Don 7-12 Uhr Vorm. und von 3-6 Uhr Nachm. geöffnet ist. An dasselbe find bis auf Weiteres auch alle auf den Verband bezüglichen Mittheilungen, Anfragen, Beschwerden u. f. w. zu richten. Aufnahmen in den Verband werden außer im Arbeitsnachweis noch an folgenden Stellen vollzogen: bei D. Klein, Rottbuser Damm 14; R. Niemet check, Stalizerstr. 18; B. Stabernack, Wrangelstr. 85; Tempel, BresIauerstr. 27; Kleinert, Fennstr. 1; Lenz, Gerichtstr. 3. Ferner in den nächsten Wochen jeden Sonnabend und Montag von 8-10 Uhr Abends und Sonntags von 10-12 Uhr Vorm. in folgenden Lokalen: im Rest. von Schwarzkopff, Stalizerstr. 11, durch Koll. Stopfact; im Rest. von Schönemann, Stalizerstraße 7, durch Roll. Trittelwit; im Rest. von Herschleb, Adalbertstr. 4, durch Roll. Megner; im Rest. von Hense, Prinzen- und Gitschinerstraßen- Ecke, durch Roll. Kähler; im Rest. von Gründel, Dresdenerstr. 116, durch Koll. Röder; im Reftaur. von Stramm, Ritterstr. 123, durch Koll. Foges; im Restaur. von Weinberg, Elisabethstr. 10, durch Koll. Mude; im Rest. von Gnadt, Brunnenstraße 38, durch Koll. Thoma; im Restaurant von Wartig, Anklamerstraße 49, durch Koll. Thrun; im Rest. von Dietz( fr. Dillenberg), Reinickendorferft:. 54, durch Koll. Malinowski; im Rest. von Schayer, Brunnenstr. 40, durch Koll. Knecht; im Rest. von Barth, Gerichtstr. 19, durch Koll. Ahlers; im Reft. von Kleinau, Gartenstr. 171," durch Koll. Bingau; im Rest. von Krädemeier, Gartenstr. 78, durch Koll. Klose; im Rest. von Schulz, Neue Schönhauserstr. 9, durch Koll. Becker; im Rest. von Henke, Blumenstr. 38, durch Roll. Warnecke. Gegründet 1873. Zentral- Halle im Stadtbahnbogen unter Bahnhof Börse ( am Zwirngraben). 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April, Abends 82 Uhr, bei Gründel, Dresdenerstr. 116. Vortrag. Zahlstelle III Versammlung Sonntag, den 12. April, Vorm. 10/2 Uhr, bei Bolzmann, Andreasstr. 26. Vortrag des Herrn Heindorf. Zahlstelle IV: Versammlung Montag, den 20. April, Abends 8 Uhr, bei Gnadt, Brunnenstr. 38. Vorstandswahl. Zahlstelle VI: Bersammlung Montag, den 20. April, Abends 8 Uhr, bei Zemter, Münzstr. 11. Vortrag. Zahlstelle VII: Bersammlung Montag, den 20. April, Abends 8 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83. Vortrag. 186/11 Die Bevollmächtigten. Große öffentliche Versammlung der Weber und Weberinnen Berlins und Umgegend am Filialen: Reinidendorferstraße Nr. 68, wedding. Ticher Sp wurt Ber 32 C der Ham 818L Ref betre Ber Sam vorig einen Butter- Handlung, Delikatessen und Fleischwaare J. Ruff& Töpfer, Berlin SW., von 10 Bergmannstraße 10. Allen Westfalen u. Freunden d. rothen Erde empfehle täglich frisch eintreffend Pökelfleisch u. 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Der dritte Kongreß der Bau- und gewerb Arbeitsnachweise der Arbeiter sind illusorisch geworden. PetersSur Orientirung der deutschen Metallarbeiter sei hiermit lichen Hilfsarbeiter wurde am 6. April, 9 Uhr Vormittags, durch Halle: Hier variirt der Lohn von 25-28 Pf., Affordarbeit herrscht konstatirt, daß ihre vom Weimarer Kongreß gewählten Vertrauens Sprotte Salle eröffnet. In die Mandats- Prüfungskommission vor. Rohlf- Hamburg: Organisirt find 2500 Arbeiter; der leute weder von der dänischen Konferenz Kenntniß hatten, noch Berger: Stettin. Die Mandate jämmtlicher 42 Delegirten, die nehmer, wegen der Maifeier die Organisation zu zerstören, ist sonst von Herrn Dietrich in dieser Angelegenheit vorher ver32 Städte vertreten, wurden giltig befunden. Ins Bureau wählte gescheitert, da die Arbeiter zusammenhielten. Schmidt Hildes ständigt wurden.org der Rongreß Tesch- Hamburg, Berger Stettin, Meyer heim: Der Tageslohn beträgt durchschnittlich 1,80 m., die Miethe Hätten die Vertrauensleute der Metallarbeiter von diesem Hamburg, Gämmerer- Altona, 2ange- Hamburg und 120-150 M. Dagegen zahlt die Hildesheimer Zuckerraffinerie Plane früher Kenntniß erlangt, sie würden unter keinen Um Rehberg Riel. Nach Erledigung einiger die Geschäftsordnung ben Aktionären 72 pet. Dividende und macht dem Direktor betreffenden Punkte wurde die Sigung auf den Nachmittag vertagt. ein Weihnachtsgeschent von 18 000 Mark. In Wilhelmshaven ständen ihre Zustimmung gegeben haben. Ohne genügende Borbereitung, ohne vorherige Verständigung Am Nachmittag erstattete zum ersten Punkt der Tagesordnung: werden dem Wirthe, welcher den Arbeitern seinen Saal hergab, Bericht über die Thätigkeit der Agitationstommission", Lange die Hypotheken gekündigt. Grehling- Schwerin: Die Unter- mit den Berufsgenossen der übrigen in Betracht kommenden Hamburg das Referat. Nach seinem Bericht sind sämmtliche im nehmer wollten feine Mitglieder der freien Hilfskaffen beschäftigen. Bänder, bedeutet ein solcher Rongreß, wenn er überhaupt zu vorigen Sommer unternommenen Streits erfolglos gewesen. In Berger Stettin: In Memel( das Redner vertritt) beträgt die einem Falle( Neumünster) trugen die Maurer insofern die Schuld, Arbeitszeit 12-14 Stunden, Sonntagsarbeit herrscht vor. Der Stande kommt, nichts, als eine pure Geldverschwendung. Auf ihrer Konferenz in Braunschweig haben die Vertrauens als sie die Arbeiten der Bau- Arbeiter mitverrichteten und dadurch Tagelohn ist 1,50-2 Mart. Einem Arbeiter, der sich dem Zwange den Streit illuforisch machten.(!) Die Agitationstommission hielt der Sountagsarbeit nicht fügte, wurden 4 Mart vom Lohn ab- leute der Metallarbeiter die Frage einer internationalen Anes für nothwendig, ein Mitglied fest anzustellen, welches die gezogen. Es referirten noch Steinbrint- Hannover, Behrend- näherung von„ Vereinigung" fann überhaupt keine Rede sein laufenden Geschäfte zu erledigen habe und die kleineren Agitations Schöneberg, Ruprecht- Kiel, Luz Prizwalt, Meinete-- erörtert und sind übereingekommen, die Kollegen, welche touren besorge. Dieser Posten wurde seitens der Agitations Bergedorf, Ruprecht Leipzig. tommiffion dem Referenten übertragen, der dafür ein wöchent Unter dem vierten Punkt der Tagesordnung: Die ver eventuell zum Brüffeler internationalen Kongreß gewählt werden liches Gehalt von 24 M. bezieht. Die Häufung der geschäftlichen schiedenen Vereinsgesetze und das Koalitionsrecht der Arbeiter", follten, zu beauftragen, im Einverständniß mit den etwa von Arbeiten hatte dies nothwendig gemacht. Was die Agitation in worüber Tesch Hamburg referirte, tamen die unseren Lesern anderen Ländern anwesenden Genossen, eine Annäherung der diesem Jahre betreffe, so bemerkte Redner, daß es bei dem Mangel bekannten unwürdigen vereinsgefeßlichen Zustände zur Sprache. Metallarbeiter aller Länder anzubahnen. an Geldmitteln nicht möglich war, eine so umfängliche Agitation Fast alle Redner pläbirten für ein einheitliches Vereinsgesetz. Es wird überhaupt die Frage zu erwägen sein, ob nicht ein zu entfalten wie im Vorjahre. Der Kostenersparniß halber habe( Das würde gegenwärtig ein recht hübsches Gesetz werden. Die man die Agitation für Ost- und Westpreußen an Stettin, für Forderung muß auch grundsäglich vielmehr so lauten: Ab- allgemeiner internationaler Gewerkschafts Rongreß dem eines Sachfen und Schlesien an Berlin abgegeben. In die Berliner schaffung der Vereinsgesetze. Das frei sinnigfte" Vereinsgefeß Metallarbeiter- Rongreffes vorzuziehen ist. Gewerkschaftskommission wurde ein Vertreter delegirt. Referent ist ein Ausnahmegesetz. Also einen Strich durch alle Vereins schloß sein kurzes aber eindringliches Referat mit den Worten: geseze! Anm. d. Red.) Es sei besser, 5000 M. zur Agitation zu verwenden, als 500 M. für einen Streit. # Pein Hamburg: Die katholischen Arbeiter( Trier) hielten, einmal organifirt, viel fester zur Fahne als die anderen. Das Saalabtreiben habe viel Schuld an dem Darniederlegen der Bewegung. Wallenthin Berlin beantragt:" Der Rongreß erklärt, daß die Agitationskommission ihre Schuldigkeit im Sinne des vorigen Kongreßbeschlusses gethan hat und stellt derselben ein Vertrauensvotum aus." Die Abstimmung wurde bis nach Erledigung des dritten Punktes der Tagesordnung ausgesezt. D ( Fortsetzung folgt.) Der Wiener Magiftrat hat wegen des drohenden Bäckerstreits mit auswärtigen Bäckern Verträge auf Lieferung von Brot im Bedarfsfalle abgeschlossen; auch wurde mit der Militärverwaltung ein Einvernehmen hergestellt, demzufolge MilitärDefen und Mannschaften eventuell zur Verfügung gestellt werden follen. Die Ausstandsbewegung der Bäckergehilfen dauert noch fort, etwa 1800 Gehilfen streiken, während etwa 1000 die Arbeit fortfegen. Die zur Beilegung des Ausstandes eingeleiteten Verhandlungen blieben bisher ohne Erfolg. Aus allen diesen Gründen werden die Berufsgenossen ersucht, den von Dietrich einberufenen internationalen Rongreß nicht zu beschicken, da derselbe voraussichtlich erfolglos fein wird. Fürth, den 8. April 1891. 1002 vomida J. A.: Martin Segib, Vertrauensmann der Metallarbeiter. Alle Beitungen, welche den Aufruf Dietrich's ihren Lesern aur Kenntniß brachten, werden ersucht, auch von Borstehendem Notiz zu nehmen.A .02 Achtung, Lederarbeiter! Die Kollegen der LeberwaarenFabrik von 2andes u. Ko. haben wegen Lohnreduzirung eins müthig die Arbeit eingestellt und bitten, Zuzug streng fern zu halten. Beim zwetten Punkte, Abrechnung", wurde die Gesammt einnahme auf 10 159,70 M., die Gesammtausgabe auf 9530,33 m. angegeben, Defizit aus dem Druck des letzten Protokolls 231,25 M., Pittsburg. Die Bemühungen der Konvention sämmtlicher nach dessen Deckung 395,12 M. Bestand verbleiben. Unter den Bergarbeiter der Vereinigten Staaten ein Kompromiß zwischen Ausgaben figuriren: Streit in Braunschweig 500 M., Streif in Arbeitgebern und Arbeitern zu Stande zu bringen, haben nicht Stettin 1220 M., Streit in Hamburg 1850 M., zum Ausschluß zum Ziele geführt. Man befürchtet infolge dessen, daß der Ausnach Altona 450 m., Unterstüßung an Personen, welche durch stand sich noch weiter ausdehnen und bis zum 1. Mai 75 000 den Streit in Mitleidenschaft gezogen sind 775 W., Agitations: Ausständige umfassen könne. Die Ritter der Arbeit und der Briefkaffen der Redaktion. foften in Summa 1393,35 W. u. f. w. Gin Unterstützungsfall Arbeiterbund fahren fort, die Forderung der Arbeiter auf acht( durch Darlehrt) wurde in der Debatte gefadelt. stündigen Arbeitstag zu unterstützen. Den Bericht der Kontrollkommission" erstattete Knobbe Altona; er bestätigte die Richtigkeit der Abrechnung. Darauf wurde der obige Antrag angenommen. ndel birdoğ 08 Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht ertheilt. SA Paris. In der Glasfabrik zu Pantin sind 300 Arbeiter W. P. Sehen Sie doch den Adreßkalender nach; wir ausständig. fönnen Ihnen doch im Briefkasten nicht die Adressen von Privatpersonen mittheilen. Soziale teberlicht. Die lokale Berichterstattung" ergiebt, daß in Dortmund 101/2 stündige Arbeitszeit bei 30 Pfennige Stundenlohn besteht, in Berlin desgleichen; in Berlin sind von 10 000 Bau- Arbeitern nur 600 organisirt, in Reinickendorf von 650 nur 100. In Mecklenburg besteht ein Stundenlohn von 18-20 Pf., die Arbeitszeit beträgt 10, in einzelnen Fabriken An die deutschen Metallarbeiter. Die Nummer 81 des aber bis zu 18( 1) Stunden. Der Berichterstatter erklärt, daß dort Vorwärts" enthält in ihrer 2. Beilage eine von Franz Dietrich ein Boden für die Arbeiterbewegung sei. Revermann- Lübeck in Hamburg unterzeichnete Einladung zu einem internationalen berichtet, daß die Frau bei schwerster Arbeit nicht einmal 2 M., Metallarbeiter- Kongreß, welcher im August d. J3., anschließend und der Mann bei 14-16stündiger Arbeitszeit 3 m. verdiene. " A. N., 100. Ein französischer Arbeiterverein existirt in Berlin nicht. Tipo radared C Idd A W. 155. Jst uns nicht bekannt. H. B. In heutiger Nummer. 99. idi, oqqld various Izobnio S. Rudolph. Ohne Angabe Ihrer Wohnung und Ihres Briefkaffen der Expedition. Schmidt Berlin: Dem Verlangen der Unternehmer, daß die an den internationalen Kongreß, in Brüssel, stattfinden soll. Spediteurs, dessen Name auf der Quittung vermerkt fein muß, Arbeiter aus der Organisation austräten, mußten die meisten Beauftragt wurde Herr Dietrich, wie aus dem Aufruf ersichtlich, tönnen wir teine Abhilfe schaffen. Wir bitten also darum. aft i u ver [ 155 vert [ 188 Verkauf nur gegen Baar au streng fest. Preisen. “ ຮົ າ w.z lbft a nnen 152b M. an gifche mann Spind 95M Taufen [ 519 lator Beg 88 153b it Um Delner 141 enfl.p 154 Geschäfts- Hauser then 147b its als thätig Lich in der zum Besucht resden, 161b Paletots nach Maaß 45 M. u.35 M وال Baer Sohn BERLIN. N. Chauffeestraße 24a. SO. Bridenstraße 8. 0. Große Frankfurterstraße 16. Trot gegnerischer Anfeindungen werden die Geschäfte unter strengster Beobachtung reeller Grundsätze und stets steigender Leistungsfähigkeit fortgesetzt. Läglicher Anzug, dauerh. Stoff, überall 14 M., für M. vorzügl. 8,50 Sommer- Anzug, Butstin 17,50 überall 27 M., für M. 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Geschichte. *) Es wird in der Nord- und Süd- Schule Roller'sche und in der Ost- und West- Schule Neu- Stolze'sche Stenographie gelehrt. Die Unterrichtsstunden beginnen und enden pünktlich zur angesetzten Beit, und ist ganz pünktliches Erscheinen erforderlich,- der Unterricht darf feinesfalls durch Nachzügler gestört werden, ebenso wie es im Intereffe aller Theilnehmer liegt, daß der Eintritt am Beginn und nicht im Laufe des Vierteljahres erfolgt! Die zum Unterricht erforderlichen billigeren Behr mittel werden unentgeltlich geliefert. Nur Inhaber von Unterrichtskarten haben zum Unterricht Zutritt gleich geltend für Männer und Frauen- an sämmtlichen untenstehenden räumen findet keine Ausgabe von Mitgliedsbüchern oder Unterrichtskarten Batt. Bastheten gegen Borzeigung des Mitgliedsbuches zu haben; in den Schul" In den Vorzimmern liegen Tagesblätter und andere Zeitschriften aus! Die Zahlstellen, bei denen Billets zum Aquarium"( von jest ab zum Preise von 25 Pf.) zu haben sind, sind die folgenden: C. S. Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116. A. Günther, Gitschinerstr. 87. Klein, Rottbuser Damm 14. SO. Kehr, Röpnickerstr. 126. Schmidt, Wrangelstr. 141. Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynftr. 86. Linke, Forsterstr. 45. SW. Schönfeld, Mariendorferstr. Wilschke, Junkerstr. 1. Wilschke, Razbachstr. 1. Antrick, Steinmetstr. 60. Müller, Winterfeld- u. BiethenstraßenEcke. 0. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74, Heindorf, Langestr. 70. Jnsinger, Rrautstraße. 48. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Tempel, Breslauerstr. 27. Sommer, Grünstr. 21. Kuhlmey, Rosenstr. 30. Vogtherr, Landsbergerstr. 64, N. Abraham, Straßburgerstr. 5. Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Hasenclever, Chauffeeftr. 49/50, Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenstr. 83. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerftr. 46, NO. Gumpel, Barnimftr. 42. Grasshold, Ballisadenstr. 59. Drescher, Linienstr. 50. NW. Vogtherr, Stephanstr. 27a. Voss, Birkenstr. 59. Friedrichsberg. Lippe, Friedrich Karlstr. 11. Neu- Weissensee. Pratz, Sedanstr. 35d. Wegen Abwesenheit" des unterzeichneten ersten Vorsitzenden sind Zuschriften aller Art, welche die Arbeiter- Bildungs- Schule betreffen, während der nächsten sechs Wochen an den zweiten Vorsitzenden, Herrn Stadtverordneten Frig Zubeil, SO., Naunynstr. 86, zu richten. 108/12 Der Vorstand. J. A.: E. Vogtherr, 1. Vorsitzender, Stephanstr. 27a. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 3. Jm Druck befindet sich und erscheint demnächst in unserem Verlage: Gesek, betreffend die Gewerbe- Gerichte. Mit Erläuterungen, gemeinverständlicher Darlegung des Inhalts des Gesetzes und ausführlichem Sachregister. Cartonnirt mit Leinwandrüden Preis 50 Pfennig. aut con Parthien billiger.) ( In Mit der Veranstaltung dieser Ausgabe des die Arbeiterwelt in ganz besonderem Maße intereffirenden Gesetzes, das am 1. April d. J. in Kraft getreten ist, hoffen wir derselben einen Dienst zu erweisen. Bei der Wichtigkeit, die die Gewerbegerichte bei Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber besitzen, glauben wir die Anschaffung des Buches jedem Parteigenossen empfehlen zu müssen. Format, Druck und sonstige Ausstattung laffen nichts zu wünschen übrig, sie sind dem praktischen Ge brauch angepaßt. In Vorbereitung befindet sich für unseren Verlag und er scheint demnächst: Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich. Mit den Ausführungsbestimmungen, Erläuterungen und ausführlichem Sachregister, unter Berücksichtigung aller seit der Emanation stattgefundenen Abänderungen derselben bearbeitet. Der Preis wird Mk. 1,- nidjt übersteigen. Wir bitten die Parteigenoffen, dem Unternehmen schon jetzt das lebendigste Intereffe entgegenbringen zu wollen. Die Ausgabe erfolgt schnellstens nach der 3. Lesung der ben fog. Arbeiterschuh betreffenden Abänderungen. Schriften zum Garderoben von R. Götze& Co. Achtstundentag! 168 Oranienstr. 168. Als äußerst wichtig für die Agitation zur Verkürzung der Arbeitszeit empfehlen wir den Genossen: Kautsky, K., Der Arbeiterschutz, besonders die internationale Arbeiterschutz- Gesetzgebung und der Achtstundentag. 2. Aufl. 30 Pf. Erust, P., Die ArbeiterschutzGesetzgebung und ihre internationale Regelung 15 Pf. Seidel, R., Der Achtstundentag vom Standpunkte der SozialDekonomie, der Hygiene, der Moral und Demokratie 10 Pf. Der Kampf um den Achtstundentag. Eine Festschrift. 10 Pf. Geib, Aug., Der Normalarbeitstag. 10 Pf. Friedrich, Heinr., Der erste Mai. Ein Zeitbild in drei Abth. 40 Pf. Quark, Dr. M., Die Arbeiterschuß- Gesetzgebung im Deutschen 1 Mark. Reiche. Martin Klein, 43 L Uhrmacher, 25 Neue Hochstr. 25 empfiehlt sein Lager aller Arten Wand- und Taschen- Uhren. Reparaturen zu soliden Preisen. 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