Nr. 313. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 M., wöchentlich 25 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pa. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post Zeitungs Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. S Vorwärts Berliner Volksblaff. 31. Jahrgang. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Sonntag, den 15. November 1914. Expedition: SW. 68, Lindenstraße 3. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 151 90-151 97. Kämpfe unter Sturm und Regen in Westflandern. Die Abwehr der Ruffen in Oftpreußen.- Englische Rüftungen. Westlicher Kriegsschauplah. Die Meldung des Großen Hauptquartiers Die politische und wirtschaftliche Kräftige deutsche Offensive. Amtlich. Großes Hauptquartier, 14. NovemLage Aegyptens. II. Zur Abwägung der Aussichten einer inneren politischen Erhebung gegen die englische Herrschaft ist es nötig, die ethische Zusammensetzung der Bevölkerung und ihre wirtschaftlichen und religiösen Gegensätze in Betracht Rotterdam, 14. November.( W. T. B.) Der„ Ma as- ber, vormittags.( W. T. B.) Die Kämpfe in bode" meldet aus Dünkirchen: Schwerer Nebel hängt über Westflandern dauern noch an, in den letzten dem Schlachtfeld. Seit dem Falle Dirmuidens nehmen die Tagen behindert durch das regnerische und stürDeutschen ohne Zweifel eine viel bessere Stellung mische Wetter. Unsere Angriffe schriften weiter ein als vorher. Die Truppen haben sehr viel unter Ueberschwemmungen zu leiden. Man erwartet jeden Augen- langsam vorwärts, südlich Ypern wurden 700 blick den Angriff der Deutschen, die schweres Geschütz in Franzosen gefangen genommen. Englische An- zu ziehen. Stellung gebracht haben. Ziel ihrer jetzt wieder kräftig auf griffe westlich Lille wurden abgewiesen. Bei Von der ägyptischen Bevölkerung, die( ohne den ägyptigenommenen Offensive scheint vor allem zu sein, die Engländer aus ihren Stellungen zu vertreiben und gleichzeitig Berry- au- Bac mußten die Franzosen eine be- schen Sudan) bei der letzten Bevölkerungsaufnahme im Jahre 1907 sich auf 11 287 359 Röpfe belief, gehören mehr als die Belgier abzuschneiden. herrschende Stellung räumen. Im Argonnen- 9 Millionen zu den Fella chen( d. h.„ Pflügern" walde nahm unser Angriff einen guten Fort- oder Ackerbauern): einer Mischrasse, die vornehmlich aus gang; die Franzosen erlitten starke Verluste und Nachkommen der alten eingesessenen Bevölkerung und den mit dieser verschmolzenen, später eingewanderten Arabern besteht. ließen auch gestern wieder über 150 Gefangene hre Beschäftigung ist, wie schon der Name sagt, der AckerParis, 14. November.( T.- 11.) Da der Eindruck, den die Einin unseren Händen. bau, der durchweg noch von ihnen nach der Weise der Urväter nahme Dirmuidens gemacht hat, immer noch anhält, fahren die mit ganz primitiven Ackergeräten ohne Anwendung von Ma. Militärtrititer in ihren Versuchen fort, nachzuweisen, daß diese Tat In Ostpreußen dauern die Kämpfe noch an. inen auf fleinen Landparzellen betrieben wird. Auch fache ohne Bedeutung set. Oberstleutnant Rouſſet weist da hin, daß die Verbündelen noch den stanal zwischen Opern und Nieuport Bei Stallupönen wurden 500 Russen gefangen tierische Arbeitskraft wird meist nur beim Vflügen und Berad, angewandt vorausgesetzt, daß der fellachische Kleinzu nehmen. Die Deutschen seien in ähnlicher Lage wie die Franzosen dung. In Gegend Wloclawec wurde ein russi- bauer sich einen solchen primitiven Betrieb zu leisten vermag, halten, und daß es den Deutschen nicht gelungen sei, dieses Hindernis genommen, bei Soldau fiel noch keine Entschei- wässern des Ackers mit der Sakich, dem unförmigen Schöpfvor der entscheidenden Phase der Schlacht von Magenta, wo die sches Armeekorps zurückgeworfen; 1500 Ge- sonst muß er das Wasserschöpfen mit dem Schaduf vornehmen, Zeffin- Kanal aufgehalten worden sei und Gefahr lief, zurückgeworfen fangene und 12 Maschinengewehre fielen in Der Eindruck der Einnahme Dixmuidens in Frankreich. französische Vorhut schon den Tessin überschritten habe, jedoch am zu werden, wenn nicht Mac Mahon durch einen Flankenangriff die unsere Hände. Situation gerettet hätte. Die Verbündeten könnten jedoch nicht in der Flanke gefaßt werden, wohl aber die Deutschen. Dies Schicksal könne den Deutschen von Lombaergyde aus blühen. Rousset schließt mit der Behauptung, die Deutschen machten augenblicklich die Hauptanstrengungen an dieser Stelle. Aehnlicher Ansicht ist General Bonnal. Wirkung einer englischen Fliegerbombe. Brüssel, 14. Dktober.( W. T. B.) Die Brüsseler Zeitung Le Belge" meldet, daß ein englischer Flieger über Courtrai eine Bombe abwarf, die fünfzehn Personen in der Stadt tötete. Ein französisches Flugzeug heruntergeschossen., Einem Feld post brief eines Kölner Soldaten vom 7. November entnimmt die Kölnische Volkszeitung" folgende Begebenheit: Tag für Tag überfliegen feindliche Flugzeuge, eins nach dem Flieger über uns. Es war der tüchtige, bei uns schon befannte wirft flugs einige Bomben ab und saust, von dem Feuer unserer Artillerie verfolgt, in sehr schnellem Fluge davon. Oberste Heeresleitung. Die Seeschlacht fürzeres Ende mit einem Stein beschwert ist, während an dem weithinausragenden Ende sich der Schöpfeimer befindet. Obgleich nicht ohne Begabung, hat die harte eintönige. Arbeit und der ihn niemals zu freiem Aufatmen kominen lassende Steuerdruck dem Fellachen alle geistige Frische, alle Energie und alles Aufwärtsstreben geraubt. Fatalistisch fiigt er sich in sein Arbeitsjoch. Von früh bis spät verrichtet er sein Arbeitspensum, stumpf, ohne geistige Interessen, ergeben in sein Lo3. Allah hat es so gewollt! Er ist zum mechanisch seine Arbeit verrichtenden Arbeitstier geworden. Zu dieser Abstumpfung trägt wesentlich bei, daß schon die kinder vom 7. und 8. Lebensjahr an in steigende m Maße zu harter Landarbeit herangezogen werden. Durch ein Gesetz von 1909 ist zwar die Arbeit von Kindern unter 9 Jahren in den Fabriken und gewerb lichen Anlagen verboten worden, und Kinder von 9 bis 13 Jahren dürfen nur nach Einholung eines Attestes beschäftigt werden; aber für die ländlichen ffeinbäuerlichen BeAm 1. November trafen auf der Höhe triebe gilt diese Einschränkung nicht. Heiter, lustig und aufgeweckt in der Kindheit, stumpft der Fellache mehr und mehr von Coronel S. M. Schiffe Scharnhorst, ab, sobald ihn die eintönige schwere Arbeit in die harte Schule an der chilenischen Küste. Berlin, 14. November.( W. T. B.) Amtlich. Ueber das Seegefecht von Coronel ist auf funkentelegraphischem Wege von Nordamerika folgender Bericht des Chefs des Kreuzergeschwaders eingegangen: " andern, unsere Gefechtslinie. Auch am 5. d. Mis. Kreiſte wieder ein Gneisenau, Leipzig und Dresden nimmt. Die frühere Fronarbeit, die noch beim Bau des Suezfranzösische Flieger, den wir hier mit dem Spitznamen„ Louis der die englischen Kreuzer Good hope, Monfanals eine so große Rolle spielte, ist zwar abgeschafft; nur und Glasgow Bombenschmeißer" bezeichneten. Derselbe fliegt nämlich mit einer mouth, Hilfskreuzer zur Strombewachung und zu Danimarbeiten dürfen bei solchen Sicherheit, daß man oft in großes Staunen versetzt wird. Otranto. S. M. Schiff Nürnberg war drohenden Ueberschwemmungen noch die Fellachen zwangsweise herangezogen werden( im Jahre 1892, wo die Flut sehr Sein Flugzeug soll mit einem Motor von 300 Pferdestärken aushoch stand, wurden 84 000 Mann aufgeboten, in Jahren sehr gerüstet sein. Wenn der Flieger ein Ziel erblickt hat, bleibt er stehen, während der Schlacht detachiert. Bei schwerem Seegang wurde das Fener tiefer Flut gewöhnlich nur 5000 bis 10 000 Mann); aber die Am Morgen des 5. November flog er wieder über der Linie auf große Entfernung eröffnet und die Ar- Lage der Fellachen hat sich deshalb keineswegs gebessert. gegeneinander abwiegt, nicht wesentlich schlechter, als sie vor Ich war gerade in S. an der Bahn und konnte ihn genau be- tillerie der feindlichen Schiffe in 52 Mi- Vielleicht ist sie heute, wenn man Vorteile und Nachteile obachten. Den ganzen Morgen flog er hin und her. Fortwährend nuten zum Schweigen gebracht; das der englischen Herrschaft unter türkischer Verwaltung war, wurde er von unserer Artillerie beschossen, aber zunächst erfolglos. Feuer wurde nach Einbruch der Dunkelheit wohl aber weit schlechter als im 18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts unter dem alten islamitischen Lehnsystem. Einige Bomben hatte er schon geworfen. Gegen 12 Uhr mittags Good hope" wurde, durch Damals gehörte aller Boden dem Landesherrn als Oberbegannen auch zwei schwere Feldhaubigen auf das Flugzeug zu eingestellt. feuern. Es fielen ein, zwei und drei Schuß. Ich konnte genau be- Artilleriefeuer und Explosion schwer be- eigentümer. Die Bauern saßen entweder auf Lehnsland, von obachten, wie der Flieger, immer mehr durch unser Feuer bedroht, schädigt, in der Dunkelheit aus Sicht ver- dem meist nur ganz geringe Lehnsabgaben zu entrichten stets seine Flugbahn änderte. Da, beim achten Schuß, war sein Monmouth" wurde auf der waren, oder auf abgabenpflichtigem Bacht- Fronland, Kharadji genannt, von dessen Besizern, verschieden in den einzelnen Schicksal besiegelt. Ein Bolltreffer rig einen Flügel des loren; Flugzeuge ab. Es überschlug sich nach der Seite und Flucht von„ Nürnberg" gefunden; sie hatte Gegenden, nicht nur hohe Pachtabgaben, sondern auch durchsauste dann zur Erde. Einige Kavalleriepatrouillen nahmen starke Schlagfeite, wurde beschossen und weg die Ableistung bestimmter Fronarbeiten gefordert wurden. Trümmerhausen vor., Ein Insasse war ganz verstümmelt, der fenterte. Rettung der Befagung war wegen verteilung des Bodens vorgenommen. Jeder großiährige andere durch einen Granatsplitter ins Herz getroffen. Etwas später schweren Seegangs und aus Mangel an Fellache( Aegypten hatte damals knapp 21 Millionen Einfand man auch eine blutbesprizte Karte, auf der man ganz deutlich Booten nicht möglich. Glasgow", an- wohner und war noch ganz reiner Agrarftaat) erhielt als sehen konnte, welche Aufklärungsarbeit die Flieger leisten. scheinend leicht beschädigt, entkam. Der Bachtland auf Lebenszeit 3 bis 4 Feddan Ackerboden( 1 Feddan der Karte war unsere ganze Linie auffkizziert. gleich 4200 Quadratmeter) zugeteilt und ferner wurde zum Hilfskreuzer flüchtete nach dem ersten Treffer Swed einer gerechteren Abgabenverteilung bei der Festaus dem Feuerbereich. Auf unserer fegung der Abgaben die Bodenqualität mit in Rücksicht geSeite teine Verluste, unbedeutende zogen und drei verschiedene Bodenflaffen unterschieden. Das war eine relativ günstige Zeit für den fellachischen Bauer; aber sie ist längst vorüber. Die Vermehsofort ihren Weg zur Absturzstelle und fanden einen brennenden Englische Schiffe durch das deutsche Artilleriefeuer beschädigt. Auf " Genf, 14. November.( T. U.) Die deutschen Geschüße an der Beschädigungen. Belgischen Küste haben nach Pariser Meldungen auf den englischen " geSchiffen größeren Schaden, angerichtet, als bie Berichte der Der stellvertretende Chef des Admiralstabes den späteren Regenten, das von dem englischen Regime acenglischen Admiralität zugaben. Man glaubt, daß die Kreuzer Behucke. #Falcon", Brillant" und" Rinaldo" unbrauchbar geworden sind. ( Köln. Stg.") förderte schnelle Eindringen kapitalistischer Wirtschafts- und Eigentumsformen hat die Lage des Fellachen herabgedrückt. Einführung des Privateigentums hat, zumal der Umschlag dem Großen Hauptquartier befagt: Jm Kampf bei Schweden hat ein Ausfuhrverbot für Petroleum erlassen. Die Verhandlungen des englischen Parlaments. Die Aufhebung des Landesherrlichen Obereigentums und die Schwere Verluste der Russen im Kaukasus. nach deren Niederlagen in Sundwall es bestimmt war. ohne Berücksichtigung der alten historisch gegebenen Verhält- Konstantinopel, 13. November.( W. T. B.) Eine Mitteilung aus Die englische Saperei ist in diesem Falle um so ungehöriger, nisse erfolgte, au einer starken Steigerung der Röpritsi, der am 11. und 12. d. M. fiattfand, wurden die als der schwedische Generalkonsul in New York auf den Zwergwirtschaft, Anwachsendes Großgrund- Ruffen geschlagen. Sie verloren 4000 Tote, ebensoviel Ber- Schiffspapieren einen amtlichen Bürgschaftsvermerk geſetzt hat, besites, Ausbreitung des Halbpachtsystem 3 wundete und fünfhundert Gefangene. Unsere Truppen erbeuteten daß das Del zum inländischen Verbrauch Schwedens bestimmt und Verschuldung der kleinbefiber geführt. Für zehntausend Gewehre und eine Menge Munition. Die Russen zogen sei. ( Franks. Ztg.") die ältere Zeit fehlen leider statistische Nachweise. Kenn- fich in schlechtem Zustande in der Richtung auf Stutel zurüd. Steiles zeichnend für diese zu einem großen Teil dem kapitalistischen Gelände, Nebel und Schnee erschwerte die Umgebungsbewegung englischen Regime geschuldete Entwickelung ist aber, daß es unserer Truppen und so konnte den Russen die Rüdzugslinie nicht 1897 erst 644 066 Besizer von Grundstücken unter 5 Feddan vollständig abgeschnitten werden, doch wird die Verfolgung fortgab und diese Grundstücke insgesamt 1 020 463 Feddan um- gesetzt. faßten, ungefähr 1,58 Feddan pro Haushalt, 1909 betrug Die Gärung in Aegypten. hingegen die Anzahl der kleinen Besizer London, 13. November.( W. T. B.) Unterhaus.( Ausführbereits 1210 727 mit einem Gesamtbesit von Italienische Reisende aus Aegypten erzählen nach der lichere Meldung über die Sitzung vom 12. November.) Bonar Law 1363 437 ed dan, also 1,13& eddan pro Haus- Frants. Stg.", daß das ganze Land in Gärung sei. Die führte u. a. aus: Jch teilte niemals die Jufion, daß dies nur ein halt. Dementsprechend ist die Zahl der Besitzer mit Grund- Engländer seien fieberhaft mit Verteidigungsarbeiten be- Krieg mit den Regierenden in Deutschland sei, es ist ein Krieg stücken von 5 bis 50 Jeddan stark zurückgegangen, während schäftigt. Schwere Artillerie werde herbeigeschafft. Durch mit der deutschen Nation. Bonar Law machte sich sodann bei den Besizern über 50 Feddan wieder eine Steigerung militärische Aufzüge suche man die Bevölkerung einzu- die Verleumdungen gegen die deutsche Kriegführung zu eigen. Dann erfolgte. Daß aber derartige kleinbäuerliche Betriebe von schüchtern. Die arabischen Notabeln hatten vor dem englischen fuhr er fort: Es ist müßig, die Augen vor dem Patriotismus zu ½ bis 4 Heftar größtenteils nicht existenzfähig sind, zumal General Treue schwören müssen, doch sei kein Zweifel, daß schließen, mit dem ihre Bürger sich um die Fahnen scharten und vor nicht, wenn wie in Aegypten alle Hilfsmittel fehlen, braucht der erzwungene Eid von den Eingeborenen als ungiltig be- dem Mut, mit dem sie auf dem Schlachtfelde kämpften. Aber die nicht erst nachgewiesen zu werden. Hilfsquellen der Verbündeten sind, wenn sie verfügbar gemacht trachtet werde. Die Ausweisung der ägyptischen Prinzen werden lönnen, tönnen, weit größer als die unserer Feinde. habe bei dem englandfreundlichen Teil der Bevölkerung ent- Jedenfalls müsse fremdet. Kitcheners Heeresaufgebot. " Amsterdam, 13. November.( Privattelegramm des Vorwärts"). Wie der Militaire Spectator" schreibt, wird das englische Heer nach dem von Kitchener ausgearbeiteten Plan zu vier Armeen ausgebaut werden; jede Armee soll aus 6 Divisionen bestehen. Die erste Armee bes stehe schon, zwei weitere werden gebildet aus Truppen, die außerhalb des Divisionsverbandes waren, wozu Abteilungen des stehenden Heeres aus Aegypten, Malta, Gibraltar und Südafrika kommen. Südafrika soll seine Verteidigung selbst Vom österreichisch- serbischen Kriegsschauplatz. Weiteres Vordringen der Oesterreicher in Serbien. man alle Anstrengungen machen, 1111 jeden Mann ins Feld zu ichicken. Bonar Law stellte sodann einige Fragen, insbesondere über die Ve teiligung der Admiralität an der Verteidigung Antwerpens und fragte, da es ausschließlich eine militärische Operation war, weshalb Marineminister Churchill und nicht Lord Kitchener dort hingegangen sei, wenn der Chef der Streitkräfte dorthin gehen mußte. Bonar Lat erörterte sodann die Be handlung der Untertanen feindlicher Staaten und sagte, niemand im Lande wünsche, rachfüchtig gegen sie zu handeln. Wir wünschen", fuhr Bonar Law fort, ihnen teine Härten Wien, 14. November.( W. T. B.) Vom südlichen Kriegsbesorgen. Im Mittelmeer sind diese Truppen schon durch schauplage wird amtlich gemeldet: 14. November. Die eigene Vor- und fein Unrecht zuzufügen, wir wollen nur die Sicherheit, daß Territoriale ersetzt worden. Die erste Armee mit einer Stavalleriedivision besteht hauptsächlich aus Expeditionsstreit rückung stößt nordwestlich bei Valjevo auf starten Widerstand, sie uns nicht schädigen. Ich bin sicher, daß die Nation zu wissen Stavalleriedivision besteht hauptsächlich aus Expeditionsstreit auch erschwert der durch Lehm und Schnee grundlos gewordene wünscht, nach welchem Grundsatz die Regierung diefe heikle Frage kräften, davon steht die siebente und achte Division vermutlich Boden die Fortbringung der eigenen Artillerie. behandelt hat. Wir wünschen zu wissen, daß sie, indem sie eines fräften, davon steht die siebente und achte Division vermutlich schon in Frankreich. Die übrigen Heere werden aus Frei- Tiozdem gewannen alle Kolonnen Raum nach vorwärts, eroberten Tages verhältnismäßig wenig, am nächsten Tage mehr tat, nicht vom willigen mit möglichster Einfügung von Zerritorials zu mehrere wichtige Positionen und erreichten die Linie Stela an der Beitungslärm beeinflußt wurde." sammengesetzt. Die Brigadechefs find fast alle im Ruhestand Eave bis füblich Koceljeva, sodann wurden in südlicher Ministerpräsident Asquith fagte, der Krieg könne lange Zeit befindliche Offiziere und durch den Mangel geschulter Kader ent- Richtung bis an die Drina zahlreiche Gefangene ge- dauern, aber er zweifle, ob er so lange dauern werde, stehen große Schwierigkeiten. Wiederholt find Aufrufe an ge- macht, die aussagen, daß die Serben bei Valjevo erneut Wider- als man anfänglich angenommen habe. Je länger er dauere, desto diente Unteroffiziere erschienen und intelligente junge Männer stand leisten wollen. In einigen Regimentern soll Meuterei aus- mehr würden die Kraftreserven des Reiches sich imstande ohne jede militärische Vorbildung werden Offiziere. Die gebrochen sein. In den legten Kämpfen wirkten auch die Monitore erweisen, die Lücken auszufüllen, die Verlufte zu ersetzen und die Zeitungen beklagen, daß die„ Times" schrieben, viele Offiziere" Körös"," Marcs" und" Leitha" sehr erfolgreich mit. Sie unter- Stellung zu behaupten, bis sie den endgültigen und vollständigen ziehen ein gut enfadriertes Heer von acht Divisionen dem stüßten das siegreiche Vordringen unserer Truppen längs der Save Sieg errungen hätten. Die Verantwortung für die Expedition neuen Heer mit wenig brauchbaren Kaders vor. Jedoch mache durch vernichtendes Feuer in die Flanke des Gegners. die große Masse des Feindes viele Truppen notwendig. Bis zum Frühjahr hofft man die Bereitschaft der zweiten Armee. Außerdem gibt es noch eine aus drei Brigaden bestehende Marinedivision, und schließlich sind die Verstärkungen aus Indien und den anderen Stronländern teilweise schon gelandet. Das Hindukontingent wird zwei Divisionen und eine Reiterdivision umfassen, dazu seien 24 Bataillone nötig. Da aber in Indien tatsächlich 52 englische Bataillone stehen, sei die Heranziehung weiterer Eingeborener durchführbar. Die kanadische Division umfasse 22 500 Mann und 7500 Pferde. 10 000 Ueberzählige werden als Depottruppen nach England gesandt. Die australischen Truppen betragen 20 000 Mann, dazu kommen 8000 Neuseeländer. Die englischen Verluste. Amsterdam, 13. November.( Privattelegramm des Vorwärs".) In einer Rebe im Unterhause bezifferte heute Asquith die englischen Verluste bis Ende Oktober auf 57000 Unteroffiziere und Mannschaften. " Der Militair Spectator" beziffert den Offiziersverlust des Er peditionsheeres allein auf 1100 von 3000. Gestlicher Kriegsschauplah. Ein deutsches Dementi. Amtlich. Berlin, 14. November.( W. T. B.) Eine Meldung des Bureau Reuter aus russischer Quelle behauptet, daß zwischen bem 23. Oktober und dem 5. November die Russen den Deutschen 22 000 Gefangene, darunter 323 Offiziere, mehr als 100 Kanonen und vier Haubigen abgenommen bätten. Wir sind ermächtigt, feftzustellen, daß diese Angaben erfunden sind. Vom österreichisch- russischen Kriegsschauplatz. Keine Zusammenstöße in Galizien. Wien, 14. November.( W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: Auf dem nordöstlichen Striegsschauplage wurde an unserer Front auch gestern nicht gekämpft. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Generalmajor. Der türkische Krieg. Die Proklamation Enver Paschas. Der Seekrieg. Deutsche Antwort auf einen englischen Protest. nach Antwerpen trage die Regierung als Ganzes. Der Kriegss sekretär sei befragt worden. Asquith Betonte, daß die Expedition ein wesentlicher und der nützlichste Faktor im Feldzug gewesen sei. Betreffend die Behandlung der Ausländer sagte Asquith, die Ansichten über die beste Methode der Behandlung schwankten mehrfach. Das erste Prinzip, nach dem die Negierung gehandelt habe, sei gewesen, verdächtige Personen unschädlich zu machen. Dies sei geschehen während der ersten Die britische Regierung hat unterm 20. September zwei Wochen nach dem Kriegsausbruch, aber die Verzweigung an die neutralen Mächte eine Note gerichtet, in der sie der Spionage sei eine unendlich große Gefahr. Die Spiogegen die Legung deutscher Minen Verwahrung einlegt. In der nage sei nicht vollständig beseitigt, wenn jeder englischen Note wird behauptet, daß die deutschen Minen in völker- Deutete in England hinter Schloß und Sieget sich befände. Die rechtswidriger Weise an unzulässigen Stellen gelegt seien. Dem- Regierung habe geglaubt, daß als Vorsichtsmaßregel wünschensgegenüber hat die deutsche Regierung ihrerseits den neutralen wert gewesen sei, die Ausländer zu internieren, nicht um völlig Mächten eine Erwiderung zugehen lassen, in der sie die Auffassung unschuldige Leute dauernd gefangen zu halten, sondern um sie vertritt, daß sie in jeder Beziehung die völkerrechtlichen Bestim- einer Sichtung zu unterwerfen, um zu ent mungen nach Menschenmöglichkeit eingehalten habe. fcheiden, wer freigelassen und wer im öffentlichen Interesse minen unter Verlegung der völkerrechtlichen Bestimmungen offen- und gefährlich sei, werde jetzt ausgeführt. Berfehen tämen notWenn die britische Regierung behaupte, daß die deutschen festgehalten werden jolle. Dieier Prozeß, der schwierig bar durch Fischerboote, vielleicht sogar unter neutraler wendig von Zeit zu Zeit vor. Der Prozeß werde, soweit die ReFlagge, gelegt worden seien, so sei diese Behauptung völlig aus der Zuft gegriffen. Die deutschen Minen seien aus- gierung in Betracht komme und soweit sie es vermeiden könne, ficher nicht mit einem lebermaß an härte oder nahmslos von deutschen Kriegsschiffen gelegt. Grausamfeit für die Individuen ausgeführt. Wenn UnbeWenn der britische Protest behaupte, daß vielfach deutsche quemlichkeiten und in einzelnen Fällen Härten vorfämen, ſo ſei Minen treibend gefunden seien, ohne daß sie ihre Spreng- quemlichkeiten so traft verloren, so sei demgegenüber festzustellen, daß Deutsch- zuerst die Sicherheit des Landes zu berücksichtigen. Asquith land für die Verankerung der Minen alle mögliche Sorgfalt auf- rechtfertigte die 8eniur und betonte, daß alles gemeinsam und Strömung oder Stürme losgerissen haben, so sei der von ihnen Vorschlage Bonar Laws zu, einen Ausschuß einzufezen. gewendet habe. Sollten sich dennoch einzelne Minen infolge der nach Beratung mit Frankreich geschehen müsse und erörterte sodann die Versorgung der Angehörigen der Soldaten und stimmte dem verursachte Schaden wesentlich geringer als derjenige, den eng- Vorschlage Bonar Laws zu, einen Ausschuß einzusegen. Tische Minen, die an der belgischen und niederländischen Küste angetrieben seien, dort durch ihre unverminderte Sprengwirkung Schaden verursacht hätten. Angriffe auf Churchill. London, 14. November. Jm Oberhaus fritisierte Lord Ferner wendet sich die deutsche Regierung gegen die Behauptung, daß sie den neutralen Mächten niemals eine Bekanntmachung Selborne die Expedition nach Antwerpen mit Seesoldaten, über den Ort der Minenlegung habe zugehen lassen. Auch diese die für eine Landoperation untauglich waren. Viele betrachteten die Verwendung der Seebrigade zur Verteidigung Antwerpens mit Behauptung widerspreche völlig den Tatsachen. Er fragte, wie es möglich war, daß Unter Zurüdweisung der starken Worte und sittlichen Ent- höchstem Erstaunen. des Admirals Gradod gewählt wurde, rüftung des britischen Protestes" gibt die deutsche Regierung ihrer das Geschwader seits der Ueberzeugung Ausdrud, daß die andauernde Vergewal- um die britische Flagge gegen ein Geschwader deutscher Kreuzer tigung des neutralen Handels durch England den britischen Protest au verteidigen. Die Nation habe Anspruch auf genaue Aufklärung. daß Churchill persönlich überall in dem rechten Lichte erscheinen lassen" werde. Recht- Selborne protestierte dagegen, fertigten sich doch die Beeinträchtigungen der neutralen Lebens- Botschaften an fremde Mächte und eine Seebrigade in seinem Namen schide, anstatt daß sie im Namen des interessen von englischer Seite durch keinerlei militärische Not- eigenen wendigkeit. Diese grundsätzliche Mißachtung der Mee- Stollegiums der Admiralität gesandt würde. Selborne rühmte den Der Angriff auf ihn sei resfreiheit", auf die sich die britische Regierung doch berufe. Prinzen Louis von Battenberg. nehme ihr jedes Recht, in der Frage der die Neutralen ungleich nationale Schmach. weniger schädigenden Minenlegung als Anwalt dieser Freiheit aufzutreten. " Der Lordkanaler erflärte, daß ein hochorganisiertes System geheimen Nachrichtendienstes bestanden und beobachtet wurde. Man habe es jedoch mit Leuten von großer Schlauheit zu tun, und bei Ausbruch des Krieges wurde es sehr schwer, die richtigen Leute zu faffen. Die Folge war, daß bei den Bemühungen, gerechtigkeiten unvermeidlich waren. die Spionage zu unterdrüden, eine enorme Menge von n übernehme übrigens die volle Verantwortlichkeit für alles, was in Antwerpen geschah. Das Kabinett Eine Rede Lloyd Georges. Amfterdam, 18. November.( ribattelegramm bes ,, Vorwärts".) Lloyd George sagte in einer Versammlung der Nonforformisten: Drei Tage vor Ausbruch des Krieges standen Konstantinopel, 14. November.( W. T. B.) Die„ Agence Ottomane" Das gutgezielte Torpedo. Beröffentlicht folgende vom Vize- Generalissimus Enver Pascha an London, 13. November.( W. T. B.)„ Daily Chronicle" die Armee gerichtete Proklamation: Kameraben! Ich teile Euch hiermit das erhebende grade unseres geliebten Oberkommandanten, meldet: Das deutsche Unterseeboot, das das Seiner Majestät des Stalifen, unseres erlauchten Herrn, mit. Unsere Sanonenboot" Niger" torpedierte, schoß nur ein Armee wird mit der Hilfe Gottes und dem Beistand des Propheten Torpedo ab, das man an Bord des" Niger" von weitem und durch die frommen Gebete unseres Souveräns unsere kommen sah ohne ausweichen zu können, da das Schiff vor Feinde vernichten. Der bis heute von den Offizieren und Anfer lag. Der Schuß war gut gezielt und ging dicht an Soldaten, unseren Kameraden, zu Wasser und zu Lande be- dem Bug eines holländischen und eines spanischen Schiffes zeugte Heldenmut ist der beste Beweis dafür, daß unsere vorbei, die in der Nähe des" Niger" vor Anker lagen. Feinde werden vernichtet werden. Rein Offizier und fein Soldat darf vergessen, daß das Schlachtfeld ein Feld des Die deutschen Verwundeten in Tsingtau. wir mit Deutschland auf befferem Fuße als seit 15 Jahren. NieOpfers ist. Die Geschichte ist eine Beugin dafür, daß es feine Rotterdam, 14. November.( T. 1.) Nach einer englischen so standhafte und so opferbereite Armee gibt, wie die ottomanische. Wir alle müssen daran denken, daß über uns die Seelen des Pro- Meldung aus Tokio sollen sich im Lazarett von Tsingtau pheten und der übrigen Heiligen schweben und daß unsere ruhm 436 deutsche Verwundete befinden. reichen Vorfahren unsere Taten verfolgen. Wenn Ihr beweisen wollt, daß wir ihre wahren Kinder sind, wenn Ihr dem Fluch der Nachwelt entrinnen wollt, dann laßt uns arbeiten. 800 Millionen Muselmanen, darunter unsere ehemaligen Landsleute, beten alle für unferen Sieg. Niemand kann dem Tode entrinnen. Wie glücklich Stockholm, 14. November.(..) Größtes Aufsehen erregt in find diejenigen, die vorwärts stürmen, wie glüdlich diejenigen, die hiesigen Handelskreisen die Nachricht, daß ein englischer als Märtyrer fallen auf dem Wege für den Glauben und das Kreuzer den norwegischen Dampfer ,, Dagny" mit einer großen Baterland! Vorwärts, immer vorwärts! Sieg, Ruhm und das schwedischen Petroleumfracht an Bord aufgebracht und nach Paradies sind vor uns. Tod und Schande hinter uns. Es lebe unser Storneway geschleppt habe. Das Petroleum war in New York Padischah! eingenommen und gehörte der Delfirma Kroots in Stockholm, Ein norwegischer Dampfer von den Engländern festgehalten. mand im Lande dachte an die Möglichkeit eines Krieges. Wir hatten teine Pläne gegen Deutschland, fielen nicht in deutsches Gebiet ein und suchten auch keinen Krieg wegen seiner Kolonien. Wir gingen aus reiner Ritterlichkeit in den Krieg, um die Schwachen zu verteidigen. In seiner weiteren Rede griff Lloyd George heftig das Berhalten der Türkei an, das er verächtlich nannte. Man werde für alte Schandtaten jetzt abrechnen, wo die Türkei an der Schulter des Berwüsters von Belgien marschiere. England braucht noch große Opfer an Geld und Menschen, aber der Grundfehler der deutschen Berechnung wird täglich deutlicher. Daß wir uns im Necht befinden, ist der größte militärische Faktor. Viereinhalb Milliarden Kriegskredit in England. Kriegsbekanntmachungen. Liebesgaben für die Marine. London, 14. November.( W. T. B.) Amtlich wird bekannt Berlin, 14. November.( W. T. B.) Die Liebesgabengegeben, daß die Regierung einen kredit von 225 Millionen Abnahmestelle für die Marine- Geschäftsstelle im Pfund Sterling außer den bereits bewilligten 180 Millionen Reichsmarineamt, Reiter Bizeadmiral 3. D. Winkler, macht bekannt, zur Bestreitung der Kriegskosten fordern wird. Die 225 Millionen daß jezt schon eifrig mit dem Herstellen der Weihnachts, find bestimmt zur Deckung der Ausgaben für das Heer und die paketen für jeden Mann begonnen ist, und deshalb augenblicklich Flotte bis zum 31. März 1915, für Anleihen der als Liebesgaben in erster Linie solche Sachen erwünscht sind, die sich Rotonien, einen Vorschuß von 3 Millionen Pfund an Belgien, von 800 000 Pfund an Serbien und ferner zur Deckung der zu Weihnachtsgeschenken eignen. Kosten und Ausgaben englischer Gemeinden für Unterftügungszwede. Eine neue bulgarische Absage. Frankfurt a. M., 14. November.( W. T. B.) Die Frankfurter Zeitung" meldet aus Konstantinopel: Nachdem Ruß land mit dem Verlangen des Durchtransports seiner Truppen durch Bulgarien in Sofia feinen Erfolg gehabt hat, fragte es nunmehr in Sofia an, ob Bulgarien gegebenenfalls feinen Kriegsschiffen in den Schwarzmeerhäfen von Burgas und Warna Schuß und Aufenthalt zu gewähren bereit sei. Auch dieses russische Verlangen hat Bulgarien abgelehnt. Gar nicht genug fann an Rauchiachen gegeben werden, Bigarren, Tabat, Pfeifen, Tabatsbeutel, Lunten( mit Feuerstein, nicht Benzin), außerdem erwünscht Taschentücher, Briefpapier, Notizbücher ( als Tagebücher), Seife, Messer, Mundharmonikas, Schokolade, Pfeffernüsse usw. Sehr notwendig ist noch weiterer Eingang an Geldspenden zum Beschaffen solcher Gegenstände, die nicht in genügender Zahl eingegangen sind. Geldspenden sind zu richten: An die Abnahmestelle für Liebesgaben für die Kaiserliche Marine, Reichsmarineamt, Berlin W. 10, Königin- Augusta- Str. 38/42. Hierher ebenso zu richten Post- und Frachtsendungen, lettere werden unter der Bezeichnung ,, Liebesgaben für die Marine" frei befördert. Persönliche Entgegennahme von Liebesgaben an allen Wochen tagen im Reichsmarineamt, Eingang Hauptportal, in der Zeit von 10 bis 1 1hr vormittags. Die Wollzüge. Beschränkung auf den eigentlichen Vereinszweddie turnerische Ausbildung der Mitglieder zu bewirken, daß die bisher vorhandenen Voraussetzungen für jene höchstrichterlichen Entscheidungen nicht mehr vorliegen. Bei der gegenwärtigen Sach- und Rechtslage ist es demzufolge gesetzlich ausgeschlossen, daß Jugendliche Mits glieder der Vereine werden oder Jugendabteilungen bilden, die mit jenen Vereinen in organischem Zusammenhange stehen. Da es aber im allgemein anerkannten dringenden Interesse unseres Volkes und Staates liegt, daß die körperliche Ausbildung der Jugend aller Bevölkerungsfreise in jeder Beziehung gepflegt und gefördert wird, so wird darauf Bedacht zu nehmen sein, den Zusammenschluß derjenigen Jugendlichen, welche durch§ 17 R. V. G. verhindert sind, sich den ArbeiterTurnvereinen als Mitglieder anzuschließen, zum Zwede der turnes rischen Ausbildung auf andere Weise zu ermöglichen. Dies tönnte in der Weise geschehen, daß diese Jugendlichen besondere Turnergruppen außerhalb des Vereins bilden, die in feinem organischen Zusammenhange mit den zurzeit als politische Vereine geltenden Arbeiter- Turnvereinen stehen, und daß ihre Gründer, Leiter und Vorturner Gewähr dafür leisten, daß bei ihren körperlichen lebungen jede politische Tätigkeit und Beeinflussung unterbleibt. gez. Oppen. In einer Zeit, in der die körperliche Ausbildung der Jugend eine so bedeutsame Rolle spielt, sollte man doch erwarten, daß alle ihr im Wege stehenden Verbote bedingungslos aufgehoben werden. Die Lage in Mexiko. Eine Versicherung des Zaren. Von der holländischen Grenze, 14. November. In London hat auch in bet abgelaufenen Woche, seinem Programm entsprechend, Der Kriegsausschus für warme Unterleibung ist eine Versicherung des Baren bekannt gemacht worden, daß je einen wollzug sowohl nach dem Westen als nach dem der Friede nicht geschlossen werden soll, bevor sten zur Beförderung gebracht. Inzwischen haben sich die AnRußland bis in das Herz Deutschlands vorsprüche nach Versorgung der in den Schüßengräben liegen erweitert Washington, 13. November.( W. T. B.) Nach hier eingedrungen ist. Wie dem„ Telegraaf" berichtet wird, erregte den außerordentlich Truppen mit Wolldeden diese Erklärung große Genugtuung in dem Heer, das bis und der Kriegsausschuß hat bereits mehr als 1000 000 m. gegangenen Berichten leistete Gutierrez den Eid als Die Truppen provisorischer Präsident von Merifo vor der Verdahin einigermaßen niedergeschlagen war, weil Gerüchte um- zur Beschaffung solcher Decken aufgewendet.. und mit einem Gefühl fammlung von Aguascalientes, die darauf Carranza für liefen, wonach Friedensunterhandlungen er haben mit äußerster Dankbarkeit großer Erleichterung diese Spenden empfangen, die eine neue, Bürg- einen Rebellen erklärte. öffnet seien. schaft für die Aufrechterhaltung des übrigens vorzüglichen Gefundheitszustandes unserer waderen mutigen Strieger im Felde gewähren. ist nunmehr („ Köln. 3tg.") Aeußerungen aus Frankreich zurückgekehrter& il mummer Aufgabe des Kriegsausschusses für Beschaffung Oesterreicher. Wien, 14. November. 140 Desterreicher, fast alles Frauen und Kinder, die seit dem Kriegsausbruch in Frankreich interniert gewesen Blätter bringen ausführliche Berichte über die Erzählungen der Heimgekehrten. Während ein Teil erklärt, sich nicht über besonders schlechte Behandlung bellagen zu tönnen, gaben andere lebhafte Schilderungen von ausgestandenen Leiden. ( Frankf. 3tg.") weiterer Mittel zu sorgen, um in der planmäßigen Ver sorgung der einzelnen Truppenteile mit einem über die vorschriftsmäßigen Ausrüstungsgegenstände bin ausreichenden Kälteschutz Die Einsicht in fortfahren zu fönnen. find, sind auf dem Wege über die Schweiz hier angekommen. Die solcher vorsorgenden Tätigkeit ergreift immer Notwendigkeit so haben sich zum Beispiel die sämtlichen Fachverbände der Großherzoglich Hessischen Eisenbahngemeinschaft und der Reichseisenbahn mit faft 600 000 Mitgliedern angeschlossen. Dieses Beispiel bedarf dringend der Nachahmung durch andere Verbände und wohlhabenden Privatpersonen. Es ergeht deshalb hierdurch die Bitte an die große Deffentlichkeit, vor allem Geldbeiträge an das Bankhaus Mendelsohn Wien, 14. November.( W. T. B.) Nach Berichten von Zivil- u. Co., Berlin, Jägerstraße, für den Kriegsausschuß für warme personen beiderlei Geschlechts, die aus französischer Ge- Unterkleidung baldmöglichst einsenden zu wollen. fangenschaft jegt zurüdgekehrt sind, waren die durch den Kriegsausbruch überraschten feindlichen Staatsangehörigen auf dem Wege zu den Gefangenenlagern und während der Gefangenschaft rohester Behandlung ausgefegt. Das nach vertrauens würdigen Schilderungen aufgenommene Protokoll wurde gestern der amerikanischen Botschaft zur Weitergabe an die amerikanische Botschaft in Frankreich übergeben, damit das Los der Gefangenen dort nach Möglichkeit erleichtert werde. In dem Protokoll heißt es unter anderem: Einige hundert Personen, und zwar Frauen, Männer und Kinder haben die Fahrt von Lyon nach Chartreuse unter Bewachung von Soldaten und begleitet von jo hlendem Böbel i mitgemacht. Hierbei wurde ein etwa 70jähriger Mann buchstäblich vom Pöbel zu Tode getreten. Vor den Augen der übrigen Gefangenen wurden jungen Mädchen die Kleider vom Leibe gerissen bezw. abgeschnitten, so daß fie beinahe nackt den Leidensweg bis zu dem Bestimmungsorte ihrer Internierung an treten mußten. Wöchnerinnen wurden auf das unmenschlichste behandelt. Weder ärztliche Hilfe, noch ein Tropfen Milch, noch sonst eine Erleichterung wurde ihnen gewährt. Sie wurden ebenso wie alle anderen Gefangenen rohen und gemeinen Soldaten zur Obhut übergeben. Die Nahrung bestand aus altbackenem Brot, schlechtem Wasser und Fleisch von abgestandenem Vieh. Andere Einzelheiten über die Frauen und Mädchen zugefügten Beleidigungen lassen sich kaum wiedergeben. Zensur in Kanada. Rußlands wirtschaftlicher Druck auf die neutralen Länder.ne Die Geiseln. Basel, 14. November.( W. Z. B.) Die Hilfsstelle für Geiseln hat ihre Tätigkeit im Bureau, Freie Straße 107, aufgenommen. Sie hat vorläufig an die Regierungen Deutsch lands und Frankreichs die Bitte um Unterstützung ihrer Bestrebungen gerichtet. Das Internationale Rote Kreuz in Genf hat das Patronat übernommen. Politische Uebersicht. Ein interessantes Zeitungsverbot. 090800 Aus Industrie und Handel. Europäischer Handelsverkehr mit dem Vereinigten Staaten. Unser Londoner Korrespondent schreibt: Eine New Yorker Meldung der" Times" enthält Angaben über den Handelsberkehr der Vereinigten Staaten von Amerika mit europäischen Ländern im September 1914, also im ersten vollen Kriegsnionat. Nur ein einziges friegführendes Land hat seine Ausfuhr nach Amerika im Vergleich mit dem Monat September 1913 vermehrt, und dieses Land ist England. Die Zunahme betrug 7 Millionen Dollar oder oder ungefähr 28 Prozent. Neben England war Holland das einzige Land, das seine Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten vermehrte. Leider werden dafür keine Zahlen angegeben, aus denen sich vielleicht. Schlüsse auf den Ursprungsort der Exportwaren ziehen ließen. Der österreichische Handel war unbedeutend. Belgiens Erport nach den Vereinigten Staaten fant von 4 400 000 auf 919 000 Dollar; der Export Frankreichs von 15 Millionen auf 5 Millionen Dollar; die Ausfuhr Deutschlands bon 19 Millionen auf 3 Millionen Dollar. Ueber Rußland werden keine Angaben gemacht. Die Einfuhr Deutschlands aus den Bereinigten Staaten ist beinahe gänzlich verschwunden; sie sant von fast 35 Millionen Dollar im September 1913 auf noch nicht 3 Millionen Dollar im September 1914. Nicht besser erging es der belgischen Wie dänische Zeitungen berichten, wurde„ Heimdal", Einfuhr, während auch die Einfuhr Englands um 17 Millionen das in Apenrade erscheinende Organ des im ersten schleswig- Dollar oder über 30 Proz. abnahm. Holsteinschen Wahlkreis gewählten Reichstagsabgeordneten Das bemerkenswerteste Ergebnis dieser Zahlen ist, daß neben anssen( Däne) auf 8 Tage verboten, weil es zum dem Außenhandel Deutschlands und Oesterreichs auch der Frank. Geburtstag der Kaiserin feinen Festartikel veröffentlicht hatte. reichs und Belgiens durch den Krieg vernichtet worden ist. Den Die Vermutung liegt nahe, daß über das Thema der Vorteil hat England allein. Zenfur in dent bald zusammentretenden Reichstag aus führlicher gesprochen werden wird. Keine Wahlen im Fürstentum Lippe. Für die in diesem Herbst im Fürstentum Lippe stattfindenben Landgemeindewahlen ist zwischen den Parteien vereinbart worden, daß der gegenwärtige Besisstand anerkannt wird. In den Städten finden keine Wahlen statt. Kartoffelhöchstpreise in Reuß j. 2. bis zum Marktorte oder SOUDO Letzte Nachrichten. Kein 42- Zentimeter- Mörser explodiert. Berlin, 14. November.( W. T. B.) Die Nachricht ausländischer Blätter, daß einer der deutschen 42-8entimeter- Mörser explodiert sei, und daß die Explosion großen Schaden angerichtet habe, ist, svie amtlich festgestellt worden ist, vollständig erfunden. Der Vorstand des Städtetages gegen die Forderungen der Hausbesitzer. Ottawa, 12. November.( W. T. B.) Eine Verordnung der Regierung setzt auf die Einfuhr aufrührerischer eng landfeindlicher, besonders deutscher Zeitungen aus den Nach einer Verfügung des fürstlichen Ministeriums vom 4. NoBereinigten Staaten eine Geldstrafe von 1000 Pfund und Ge- vember ist im Einvernehmen mit den übrigen thüringischen Bundesfängnisstrafe von zwei Jahren. staaten ein Kartoffelhöchstpreis im Kleinhandel von 3,50 M. pro 3entner festgefest worben. Die Kartoffelproduzenten Berlin, 14. November( W. T. B.), Der Vorstand des deutschest nahmen indes keine Rücksicht auf die vorgeschriebenen Kleinhandels- Städtetages, der im Berliner Rathause zu einer Sizung zu preise und forderten die Höchstpreise für sich wenn sie über- jammengetreten war, hat über die Regelung des MietsIm Einklang mit den Anschauungen der unter Vorsitz des haupt Startoffeln verkauften. Damit war für Händler jeglicher Gesverhältnisses im Kriege folgende Resolution einstimmig Ministergehilfen S. Hahn in Petersburg tagenden Kommission für winn ausgeschlossen, sie mußten noch Transport- und Anfuhrkosten gefaßt: Förderung des auswärtigen Handels, erhob die, Retsch" vor aus ihrer Tasche drauflegen. Die gesamten Kleinhändler Trotz der fast unübersehbaren Fülle von Ausgaben und kurzem die Forderung, die Regierungen der neutralen Staaten auf stellten darauf den Kartoffelbertauf ein. Die Ne Leistungen, die der Krieg den Gemeinden gebracht hat, haben die dem Wege diplomatischer Verhandlungen zu veranlassen, ein Ausgierung fab sich nunmehr wohl oder übel genötigt, eine Gemeinden ein besonderes Interesse für die Frage der Mietfahrverbot für alle Produkte zu erlassen, die aus Rußland in neue Verordnung herauszugeben, die sofort in Kraft tritt. zahlung an den Tag gelegt und je nach den örtlichen Verhältnissen die neutralen Länder eingeführt werden können. Ohne ein solches Damit Ohne ein solches Damit schließt der höchstpreis von 8,50 M. für den burch organisatorische Maßnahmen, z. B. durch Kreditfürsorge tatVerbot, bieß es in dem aufsehenerregenden Artikel des Petersburger Bentner Speisefartoffeln im Kleinhandel die Trans fräftig bewährt. Nachdrücklich zugunsten der Hausbesitzer wirken Blattes, könne die russische Regierung nicht die Erlaubnis zur Ausfuhr portkosten bis zum auch die Beschlüsse der Gemeinden, wonach vielfach besondere Mietrussischer Produkte geben, da die Befürchtung bestehe, daß diese Verbraucher ein. Uebernimmt der Kartoffelproduzent diese auschüsse für die Kriegerfamilien vorgesehen oder die allgemeinen Produkte, also vor allem Getreide, direkt oder indirekt nach Deutsch Kosten nicht, so beträgt der Höchstpreis für den Zentner Speise- Zuschüsse der Gemeinden zu den Reichsmindeſtsätzen reichlicher land ausgeführt würden. Selbst die Verpflichtung, hieß es in dem tartoffeln 3,00 M. Werden die Kartoffeln in einer Menge bemeffen werden, damit daraus ein Teil der Miete gewährleistet Blatte weiter, daß die eingeführten Produkte im Einfuhrlande ver- unter 5 Kilogramm verkauft, so fönnen die Preise auf volle Pfennig werden kann. Die Gemeinden haben die in diesen Mietunterbraucht werden würden, genüge nicht, da an Stelle der eingeführten beträge abgerundet werden. Weiter ist bereits durch die Behörden ftübungen liegenden großen Opfer im vaterländischen Interesse russischen Produkte die entsprechenden heimischen nach Deutschland eine genaue Schägung der Kartoffelvorräte zur event. Ile bergern auf sich genommen, obwohl die Fürsorge für die Kriegerausgeführt werden könnten. nahme auf die Gemeinden in die Wege geleitet. familien grundsätzlich, und jedenfalls im Rahmen des Notwen Nun nimmt die„ Retsch", im Anschluß an ihre früheren Be- Hat die neue Verordnung auch noch erhebliche Mängel, so ist bigsten, Angelegenheit des Reiches ist und deshalb umfassend nur mertungen, Bezug auf das fürzlich erfolgte Verbot der Ausfuhr sie doch eine Besserung gegenüber der ersten und die Bewegung zur durch Eintreten des Reiches geregelt werden kann. verschiedener Getreide und Mehlprodukte aus Dänemart. Erreichung angemeffener Höchstpreise, an deren Spitze der KonsumDieses Gesetzschreibt fie- trägt in diese Frage völlige Klar verein steht, wird auf alle Fälle weitere Erfolge erzielen. heit hinein und wird sicherlich die Entwicklung unserer Handels beziehungen mit Dänemark fördern, denn die ruffische Regierung wird dem nicht nur feine Hindernisse in den Weg legen, sondern die Ausfuhr unserer Getreide, Wehl- und anderer Produkte nach Däne mark unbedingt fördern, nachdem sie die volle Garantie erhalten hat, daß diese Produkte in Dänemark selbst verbraucht und keinesfalls nach Deutschland ausgeführt werden." Das Blatt führt weiter aus, daß die jetzige Situation, wo die Zufuhr von Lebensmitteln aus Amerifa nach Holland, Schweden und Dänemark unterbunden ist, sehr geeignet fei, auf die neutralen Länder einen Drud im Sinne cines Ausfuhrverbotes nach Deutschland auszuüben. „ Der jezige Moment ist äußerst günstig, daß unsere Vorstellungen betreffend ein Ausfuhrverbot aus diesen Ländern nach Deutschland Erfolg haben, da die betreffenden Länder nur auf diese Weise die ihnen fehlenden Produkte aus Rußland erhalten können. Es ist auch erwünscht, daß das Verzeichnis der zur Ausfuhr ver botenen Produfte im Einvernehmen mit der russischen Regierung verfaßt werden soll." Bom Arbeiter- Turnerbund. Diesen Leistungen der Gemeinden gegenüber entbehrt die vont Schußberband für deutschen Grundbefiß in breiter Deffentlichkeit bertretene Ansicht, die Gemeinden täten in der Mietsfrage nicht, was ihnen obliegt, jeder Berechtigung. Trotz aller Anstürme gegen die Gemeinden hält der Vorstand des deutschen Städtetages daran fest, daß die Grenzen für die Verwendung der Gemeindemittel auch in Kriegszeiten, und besonders in Kriegszeiten, ausschließlich durch das Interesse der Allgemeinheit bestimmt werden, und daß selbst zugunsten des den Gemeinden so eng verknüpffen Hausbesizerstandes eine Hilfsaktion, die anderen Ständen versagt bleibt, aus öffentlichen Mitteln nicht zulässig ist. Die vom Schutzverband für deutDurch höchstrichterliche Entscheidungen ist festgestellt, daß der schen Grundbesitz vorgeschlagene Aktion würde obendrein die finanArbeiter Turnerbund und die ihm angeschlossenen Arbeiter- Turn- gielle Leistungsfähigkeit der Gemeinden und damit die Grundlage bereine politische Vereine im Sinne der$$ 3, 17 Meichs- des Hausbesizes zerstören. vereinsgesetzes sind und daß demgemäß Leute unter Im Gegensatz zu den Gewerkschaften hat man den Arbeiter Turnerbund noch nicht von der Politisch- Erklärung losgesprochen. In die legte Mitgliederversammlung der Freien Turnerschaft in Breslau fam wieder Polizei, aber diesmal folgte nicht das sonst übliche Strafmandat, sondern folgende Rechtsbelehrung":" Der Königliche Polizeipräsident. Breslau, den 3. November 1914. 18 Jahren nicht Mitglieder dieser Vereine sein dürfen. Vom russisch- türkischen Kriegsschauplak. Petersburg, 14. November.( W. T. B.) Bericht des GeneralWollen die genannten Vereine in Zukunft von der Befolgung ftabs der faufafischen Armee. Der Kampf in der Gegend der Steldieser gesetzlichen Vorschriften befreit sein, so liegt es in ihrer lungen von Köperhköj dauert immer noch an. Keine friege= Hand, durch fünftige Abstandnahme von jeder rische Bewegung in der Proving Batchordh und in den Tälern von Einwirtung auf politische Angelegenheiten und Bajafid und Alaschkert, noch am Gestade des Schwarzen Meers, Die Umwandlung der Sunlight Seifenfabril in ein rein deutsches Unternehmen. Wir gestatten uns, unseren verehrten Abnehmern sowie der deutschen Konsumentenschaft, welche in der heutigen Zeit ein berechtigtes Interesse daran besitzen, über die inneren Verhältnisse der Gesellschaft eine zuverlässige Aufklärung zu erhalten, die ergebene Mitteilung zu machen, daß mit dem heutigen Tage diejenigen Gesellschaftsanteile, welche bisher in Händen englischer Kapitalisten gewesen waren, restlos und endgültig in den Besitz der Süddeutschen Disconto- Gesellschaft A.-G. übergegangen sind unter Modalitäten, welche die volle Zustimmung der Großherzogl. Bad. Regierung gefunden haben. Dieses deutsche Finanzinstitut hat sich für die Erhaltung und Weiterführung unseres Unternehmens deshalb interessiert, weil die Sunlight Seifenfabrik sich im Laufe der Jahre zu einem nußbringenden Faktor im deutschen Wirtschaftsleben entwickelt hat, unserer Heimatstadt wie dem deutschen Vaterlande von nicht unbedeutendem Werte gewesen ist, unter einer rein deutschen Verwaltung stehend, zahlreichen deutschen Beamten und Arbeitern lohnende Existenzmöglichkeit geboten und als vorbildlich geleitetes Unternehmen auch dem speziellen Industriezweige große Dienste geleistet hat. = In diesen Erwägungen hat die Direktion der Süddeutschen Disconto Gefellichaft die, rückhaltlose Zustimmung und fördernde Unterstützung der hiesigen Handelskammer, des Verbandes Südwestdeutscher Industrieller und des Hansabundes gefunden. Sämtliche Gesellschaftsanteile der Sunlight Seifenfabrik G. m. b. H. find deshalb von jetzt ab rein deutsches Eigentum. Kein Ausländer befindet sich mehr unter den Gesellschaftern. Der Uebergang des englifchen Kapitals in deutschen Belitz bedeutet also einen nicht gering cin= zufchätzenden Sieg auf dem Gebiete des deutfchen Wirtichaftslebens. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft wird sich aus folgenden Herren zusammensetzen: Nechtsanwalt Ernit Balfermann, Mannheim, Mitglied des Reichstages, Major der Landwehr- Kavallerie, z. 3t. Adjutant des Militär- Gouverneurs von Antwerpen, Uorfitzender. Kommerzienrat Ludwig Stollwerck, i. Fa. Gebr. Stollwerd A.-G., Köln a. Nh., stellvertr. Uorfitzender. Geh. Kommerzienrat Emil Engelhard, Präsident der Handelskammer Mannheim. Bankdirektor Benno Weil, in Fa. Süddeutsche Disconto- Gesellschaft A.-G., Mannheim. Fabrikant Richard Lenel, in Fa. Lenel, Bensinger& Co., Mannheim. Generalkonsul Carl Stollwerck, i. Fa. Gebr. Stollwerd A.-G., Köln a. Mh., Nittmeister d.Landw.- Kavall., 3.3t. im Felde. Rechtsanwalt Dr. Emil Selb, Mannheim. Eine Veränderung in der Herstellung unserer Fabrikate und namentlich der Sunlicht Seife wird durch die vorgenommene Transaktion nicht herbeigeführt, da alle Fabrikationsverfahren sich in voller Kenntnis der Geschäfts- und Betriebsleitung befinden und alle Nechte zur Fabrikation im Besiße der Gesellschaft verbleiben. Auch bezüglich der für eine ununterbrochene und unveränderte Fabrikation und Lieferung der Sunlicht Seife erforderlichen Nohmaterialien sind wir in der ganz besonders günstigen Lage, jede Zusicherung zu machen. Die Sunlicht Seife und alle anderen Produkte werden deshalb auch in Zukunft in unveränderter Qualität und gleichmäßiger Güte hergestellt werden können. Einen Wechsel oder auch nur eine Abänderung des Namens, unter dem unser hauptsächlichstes Fabrikat, die Sunlicht Seife in Hunderttausenden von deutschen Familien Eingang und Wertschätzung gefunden hat, erachten wir nicht als im Interesse ihrer Volkstümlichkeit liegend, zumal die Befürchtung sonst zu hegen wäre, daß das Fabrikat unter einer anderen Marke von den an diesen Namen gewöhnten Konsumenten nicht mehr erkannt werden würde. Dagegen wird die Firmierung des Unternehmens in Zukunft lauten: Neue Sunlicht Gesellschaft von 1914 Wir bestätigen hiermit, daß vorstehende Erklärung den Tatsachen in vollem Umfange entspricht. Süddeutiche Disconto- Gefellfchaft H.-G. Weil. Dr. Helle, m. b. H. Mannheim- Rheinau, den 9. November 1914. Hochachtungsvollst Der Vorstand: 5. O. Beck, Generaldirektor, mannheim. Carl Hoeffler, Direktor, Berlin. Berantwo. Rebatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsb Nr. 313. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 15. November 191 Verlustlisten. Die Verlust liste Nr. 77 der preußischen Armee enthält Verluste folgender Truppen: Mobile Etappenkommandantur Nr. 8 der 1. Armee; EtappenIntendantur der 1. Armee. 2. Gardeerjahreg.; 3. und 5. Gardereg.; Res.- Inf.- Reg. Nr. 1; Gren.- Regimenter Nr. 2, 3; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 4; Brig.- Ers.Bat. Nr. 5; Landw.- Inf.- Regimenter Nr. 7, 8; Gren.- Reg. u. Res.Inf. Reg. Nr. 11; Gren.- Reg. Nr. 12; Inf.- Reg. Nr. 13; Brig.- Ers.Bat. Nr. 14; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 15; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 16; Inf.u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 20; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 20; Inf.- Reg. Nr. 21; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 22, 25; Inf.- Reg. Nr. 26; Res-- Inf.- Regimenter Nr. 27, 28, 29; Inf. u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 30; Inf. u. Bandiv.- Inf.- Reg. Nr. 32; Füs.- u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 35; Brig.Ers.- Bataillone Nr. 36, 37; Rej.- Inf.- Reg. Nr. 39; Füs. u. Res.Inf. Reg. Nr. 40; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 41; Inf.- Reg. Nr. 47; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 50; Inf. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 52; Landw. Inf. Reg. Nr. 53; Inf.- Regimenter Nr. 54, 55, 56; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 56; Inf. u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 57; Brig.- Ers.- Bat. Nr. 57; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 61; Inf.- u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 64; Inf., Res.Inf. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 65; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 66; Inf.Reg. Nr. 67; Rej.- Inf.- Regimenter Nr. 68; Inf.- Regimenter Nr. 69, 70; Rej.- Inf. Reg. Nr 72; Füj.- Reg. Nr. 73; Res.- Inf. Reg. Nr 74; Inf. u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 75; Inf. u. Res.- Inf. Reg. Nr 76; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 77, 78; Inf.- Reg. Nr. 79; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 80; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 81, 84; Inf. Nr. 85; Füf. u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 86; Inf. u. Res.- Inf.- Reg. Nr. 87; Inf.- Reg. Nr. 88; Gren.- Reg. Nr. 89; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 91; Inf.- u. Res- Inf. Reg. Nr. 92; Inf- Reg. Nr. 93; Res.- Inf.- Reg. Nr. 94; Inf.- Regin enter Nr. 95, 96; Nej. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 39; Gren. u. Res- Inf.- Reg. Nr. 110; Inf.- Regimenter Nr. 112, 115, 116, 117, 118; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 118; Inf- Regimenter Nr 136, 137, 138, 143, 148, 151, 156, 158, 159, 161, 163, 166, 167, 170, 172, 173, 176; Ref.- Inf.- Regimenter Nr. 202, 204, 205, 206, 207, 208, 209, 237; Landst.- Bataillon Braunsberg I, Marienburg 2; I Trier. Garde- Ref.- Jäger- Bat.; Res.- Jäger- Bat. Nr. 1; Jäger- u. Res.Jäger- Bat. Nr. 2; Jäger- Bataillone Nr. 3, 4; Ref.- Jäger- Bat. Nr. 4; Jäger- u. Ref.- Jäger- Bat. Nr. 5; Jäger- Bataillone Nr. 6, 7; Rej. Jäger- Bat. Nr. 7; Jäger- Bataillone Nr. 8, 9, 10, 11; Res.Jäger- Bataillone Nr. 8, 9, 10, 11; Res- Jäger- Bataillone Nr. 11, 15; Festungsradfahrerkomp. Graudenz; Garde- Maschinengewehrabt. Nr. 1; Maschinengewehrabt. Nr. 5. 7. Armeekorps; San.- Komp. Nr. 3 des 8. Armeekorps; San.- Komp. insgesamt 20 000 m. gegeben worden, das andere besteht aus Nr. 2 des 9. Armeekorps; Res.- San- Komp. Nr. 9 des 9. Res.- Storps; mildtätigen Gaben. Mindestens 15 000 M. wären täglich San. Komp. Nr. 1 u. 2 des 16. Armeekorps; San.- Komp. Nr. 2 des nötig. Komp. Nr. 1 des 21. Armeekorps; Ref.- San.- Kompagnien Nr. 43, 17. Armeekorps; San.- Komp. Nr. 3 des 18. Armeekorps; San.45; San.-ol. Nr. 2 des 9. Armeekorps; Feldlazarett Nr. 5 des 4. Armeekorps; Depot- Trupp der Freiwilligen Krankenpflege vom Roten Kreuz; 2. Kolonnenstaffel des 4. Armeekorps. Korps- Brüdentrain Nr. 14 des 14. Armeekorps; Div.- Brückentrain Nr. 21. # Die bayerische Verlustliste Nr. 51 bringt Verluste des 5. Inf.- Reg.; des 5. Res.- Inf.- Reg.; des Stabes der Mun.- Kolonne und der Inf.- Mun- Kolonne Nr. 1. Die sächsische Verlustliste Nr. 54 enthält Verluste des Generalfommandos 27, Reserveforps; Feldintendantur; der Brig. Ers.- Batillone Nr. 46, 47, 88; des Gren.- Landw.- Reg. Nr. 100; Gren.- Reg. Nr. 101; Inf.- Reg. Nr. 102; Landw.- Inf.- Reg. Nr. 102; der Inf.- Regimenter Nr. 103, 104; des Res.- u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 104; des Ers.- Bat. des Landw.- Inf.- Reg. Nr. 104; der Inf.Regimenter Nr. 105, 106; Reſ.- Inf. u. Landw.- Inf.- Reg. Nr. 107: Schüßen-( Füfilier-) Reg. Nr. 108; Inf.- u. Ref.- Inf.- Reg. Nr. 133 Inf.- Regimenter 134, 139, 178, 181, 182; Ref.- Inf.- Reg. Nr. 243; Jäger- Bat. Nr. 12; Ref.- Jäger- Bat. Nr. 25; 8. Stav.- Div.; Garde Reiter- Reg.; Karabiner- Reg.; Ulanen- Regimenter 17, 21; Hus.Reg. Nr. 20; Gri.- Abt., 4. Art.- Reg. Nr. 48; Res.- Feldart.- Reg. Nr. 53; Feldart.- Regimenter Nr. 64, 77; der Ers.- Abt. des Feldart.Reg. Nr. 77; des Feldart.- Reg. Nr. 78; des Fußart.- Reg. Nr. 19; des II./1. Pion.- Bat. Nr 12; des 2. Pion.- Bat. Nr. 22; der Ref.Fernſprech- Abt. W. 27; der Ref.- Inf.- Mun.- Kol. 54 und der Res.Art.- Mun.- Sol 72; des Ref.- Felolazaretts 91. Die württembergische Verlustliste Nr 57 bringt Verluste der Landw.- Infanterie- Regimenter Nr. 119, 120, 123 und des Pionier- Bataillons Nr. 13. Die behördliche Fürsorge wird als völlig unzureichend bezeichnet. Manche Flüchtlinge sind schon seit August hier. Da kommt eine Frau mit ihren Kindern zu uns heran. Sie hat verweinte Augen und schluchzt heftig auf. Schon seit acht ihr wartet sie. Es werden noch ein paar Mark für sie aufgetrieben. Ein altes Mütterchen tauert in einer Ecke und weint herzzerbrechend. Man gibt ihr fünf Mark und vertröstet sie auf den nächsten Tag. So wechseln die Bilder, Bilder, die einem ins Herz schneiden. Denen, die zu Hause an wohlgedeckten Tischen oder in Weinstuben und Cafés jubilieren, bietet sich durch einen Besuch der ostpreußischen Flüchtlinge Gelegenheit, die Schrecken des Krieges kennen zu lernen. Das Pfundpaket bei der Feldpoft. Das Pfundpaket ist bei der Feldpost wieder vorübergehend zugelassen. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß vom Sonntag, den 15., bis Sonnabend, den 21. November einschließlich, wieder Feldpostbriefe bis zum Gewicht von 500 Gramm befördert werden. Die Gebühr beträgt von 50 bis 250 Gramm 10 Pf., über 250 Gramm 20 Pf. Zur Verpackung müssen aber starke Pappkartons, festes Backpapier oder dauerhafte Leinewand verwendet werden, je nach der Art des Gegenstandes. Die Päckchen können auch mit Klammern geschlossen werden, sollen aber sämtlich mit dauerhaftem Bindfaden verschnürt werden, sind sie größer, mehrfach gekreuzt. Die Aufschriften müssen fest auf der Sendung selbst angebracht sein. Man tann alles schicken, was nicht zu umfangreich und zu schnell verdibt oder etwa gar feuergefährlich ist, also kein frisches Obst, keine frische Wurst, feine Streichhölzer, Patronen, Benzin usw. Flüssigkeiten müssen besonders fest verpackt und mit Baumwolle, Sägespänen oder sonst einem saugfähigen Die Not der oftpreußischen Flüchtlinge. Stoffe verpackt sein, so daß nichts auslaufen kann. Will man Wer einen kleinen, aber trotzdem erschütternden Ausschnitt unbestellbare Sendungen den Kameraden des Empfängers zuaus der Kriegszeit kennen lernen will, braucht nur an einem tommen lassen, so muß man einen Vermerk anbringen, Vormittage sich ins Erdgeschoß der Neuen Bibliothek, etwa des Inhalts: Wenn unbestellbar, zur Verfügung des Universitätsstr. 6 zu begeben. Dort treffen sich alltäglich die Truppenteils. unglücklichen Bewohner der Ostprovinzen, soweit sie vor den Wir weisen außerdem auf die an anderer Stelle abRussen flüchten mußten. Bilder von erschütternder Tragit gedruckte Bekanntmachung über die Weihnachtspakete entrollen sich hier, graufig zeigt sich an dieser Stelle die an die im Felde stehenden Truppen hin. Erst in diesen Tagen sind wiederum Wirkung des Krieges. Aus Groß- Berlin. " lung vollzählig erscheinen. 1. u. 2. Garde- Drag.- Reg.; Drag.- Regimenter Nr. 6, 19, 24; Ulanen- Regimenter Nr. 6, 8; Sus.- Reg. Nr. 15; Reg. Königs Jäger zu Pferde Nr. 1; Jäger- Regimenter zu Pferde Nr. 3, 4, 8; 2. Landst.- Eskadron des 2. Armeforps; 3. Landst.- Hus.- Eskadron des 17. Armeforps; Kab.- Reg. v. Günther, siehe Drag. u. Ulanenzirka 15 000 ostpreußische Flüchtlinge hier angekommen, 25 Jahre Wahlverein in Charlottenburg. Reg. Nr. 6. 3. Feld- Art.- Brig., Stab; Feldart.- Regimenter Nr. 8, 11, 14, mittel- und Heimatlos. Um dem schlimmsten Elend zu steuern, Auf sein 25 jähriges Bestehen blickt in diefen Tagen der 18, 40, 42, 45; Felbart.- Reg. Nr. 55, fiehe Feldart.- Reg. ber haben sich zwei Komitees gebildet, die mit rühriger Umsicht 4. Landw.- Div.; Felbart.- Regimenter Nr. 71, 76; Feldart- Reg. und Tattrast den Aermsten beistehen. Es ist dies der„ Aus- Wahlverein Charlottenburg zurück. Angesichts der ernſten Zeit, der 4. Landw.- Div. festes abgesehen worden. Die am Dienstagabend im Volkshause 1. und 2. Garde- Fußart.- Reg.; Fußart.- Regimenter Nr. 5, 6, schuß ostpreußischer Flüchtlinge" und die Gesellschaft der oft- in der wir stehen, ist von der Veranstaltung eines Stiftungs7; Res- Fußart.- Reg. Nr. 9; Landiv.- Fußart.- Bat. Nr. 9; Fußart.- preußischen Flüchtlinge". Reg. Nr. 10; Ref.- Fußart.- Regimenter Nr. 14, 15; Fußart- Reg. In einer langgestreckten, gut geheizten Halle kommen sie stattfindende Mitgliederversammlung soll aber der Erinnerung Nr. 16; Res- Fußart.- Reg. Nr. 17; Fußart. u. Res.- Fußart.- Reg. in den Vormittagsstunden von 9-1 Uhr zusammen. Frauen, an die Gründung gewidmet werden. Genoffe Eduard BernNr. 18; Fußart.- Reg. Nr. 20. Kinder, Greise, militärfreie Familienväter, Beamte, Geschäfts- st ein wird die Gedenkrede halten. Weitere Ansprachen werden 1. Bion.- Bat. Nr. 1; 2. Pion.- Bat. Nr. 2; Pion.- Bat. Nr. 3; leute, Landwirte und Arbeiter, alles wahllos durcheinander. folgen. Es wird erwartet, daß die Genoffen in dieser Versamm1. u. 2. Bion.- Bat. Nr. 4; 1. Bion.- Bataillone Nr. 5, 7; Bion.- Bat. Arm sind sie alle, arm und bedürftig, auch die, die noch vor Nr. 9; 1. Pion.- Bat. Nr. 14; 2. Pion.- Bat. Nr. 15; 1. Pion.- Bat. wenigen Monaten für wohlhabend galten. Sie haben meist Nr. 16; 1. Landw.- Pion.- Konp. des Gardekorps; 1. mobile Sandiv.- alles verloren, viele sind gegangen, wie sie standen, einzelne Gewerkschaftliche und genossenschaftliche Einrichtungen Pion.- Komp. des 11. Armeekorps. während des Krieges. Eisenbahnbaufompagnien 11, 12; Festungs- Telegraphen- Bau- in Pantinen, da die Gefahr drängte. Ohne Geld, ohne sehen sie sich dem Weltstadtleben gegenüber, Um ein Bild ihrer Tätigkeit auf dem Gebiete der Kriegstom. Nr. 4; Fernsprechabt. des Garde- Ref.- Korps; Fernsprechabt. Obdach sehen sie des 15. Armeekorps; Feldluftschifferabt.; Festungsluftschiffertruppe; nicht alle haben das Glück, bei Verwandten usw. unter- fürsorge zu geben, hatte die Berliner Gewerkschaftskommission Feldfliegertruppe; Kommando der Kraftfahrtruppen einer Armee. schlüpfen zu können. Die Hilfskomitees tun, was sie die beteiligten Reichsäuter und Ministerien für gestern vorRef.- Inf.- Mun.- Kol. Nr. 21 des 9. Res.- Korps; Mun.- Kolonnen können, aber es ist nur wie ein Tropfen auf einen heißen mittag zu einer Besichtigung gewerkschaftlicher und genossendes 9. Armeekorps; Art.- Mun.- Kol. Nr. 3 der 10. Ersatzdiv. San.- Komp. Nr. 1 des Gardekorps; San- Komp. Nr. 3 des 2. Stein. Viele müssen weggeschickt werden, ohne daß sie etwas schaftlicher Einrichtungen aufgefordert. Erschienen waren etwa 11. 4. Armeekorps; San.- Komp. Nr. 2 des 5. Armeekorps; Res.- San.- erhalten hätten laut weinend wanten sie fort, hinaus, der 30 Herren, unter ihnen der Handelsminister und der Minister Stomp. Nr. 6 des 6. Res.- Korps; Ref.- San.- Komp. Nr. 7 des Himmel weiß, wohin. Von behördlicher Seite sind bis jetzt des Innern, die Staatssekretäre des Reichsjustizamts und des unserer Lage, der Eigenart unseres Handels. Das ist nicht leicht| Gelehrte. Das wird man vielleicht in Deutschland nicht zugeben, auseinanderzusetzen, und ich will es darum auch nicht versuchen, ein Handelsvolk wie das unsrige ist jedoch davon überzeugt, obgleich und nur auf die 30- bis 40 000 Gefangenen und die 700 000 auch wir unsere Professoren sehr hoch schäzen. Flüchtlinge hinweisen, die wir wenigstens zeitweise zu ernähren haben. Wenn man nun selbst so leidet, dann dünkt es einem etwas merkwürdig, wenn eine der friegführenden Parteien immerfort an die Tür klopft und Sympathie anregen will durch den Nachweis, daß ihr Unrecht geschieht. Wir Neutrale sind an der ganzen Geschichte doch gewiß so unschuldig wie neugeborene Kinder, wir leiden aber und schweigen, auch wenn Belgier und Franzosen in der unangenehmsten Weise unsere Neutralität verdächtigen. Eine Anekdote berichtet von Friedrich dem Großen, daß, als ein Spottbild von ihm in den Straßen Berlins aufgehängt wurde und man ihm den Rat erteilte, es entfernen zu lassen, er die Antwort gab:" Laßt es tiefer hängen, damit ein jeder es bequem betrachten kann." Man möchte wünschen, daß etwas mehr von diesem Geist Friedrichs des Großen im deutschen Volk lebte. Auf uns Neutrale machen diese Verteidigungsschriften den Eindruck mangelnden Nationalstolzes. Wir haben in Holland ein Sprichwort, das, ins Deutsche übertragen, ungefähr lautet:„ Tu das Rechte und sieh dich nicht um." Mir würde es besser an den Deutschen gefallen, wenn sie in dieser Weise handelten. Nun kommt noch hinzu, daß alle diese Verteidigungsschriften in solch einem Brusttone der Ueberzeugung, der Entrüstung, der Autorität geschrieben sind, dabei noch in dem Stil von Kongreßreden, daß sie auf uns nüchterne Niederländer fast komisch wirken. Was soll es doch heißen, wenn immerfort wiederholt wird:" Es ist nicht wahr." Es kann ja sein, daß es nicht wahr ist, aber das ist ohne weiteres einleuchtend doch nur für den, der im voraus annimmt, daß alles, was deutscherseits geschieht, absolut gut und richtig sein muß. Eine neutrale Stimme. 1 Die Köln. 3tg." brudt den unten folgenden Brief eines dem holländischen Professors an einen deutschen Kollegen ab, weil er ihr Wunsch des Einsenders gemäß unverkürzt für die Auffassung vieler Angehöriger neutraler Ränder recht bezeichnend zu sein scheint. Praktische Beachtung verdienen, bemerkt das Blatt dazu, namentlich die kritischen Bemerfungen über die vielleicht nicht immer glückliche Formi, in der im Auslande die Sache Deutschlands verteidigt worden ist. Sonst zeige der Brief, wie schwer es manchem Neutralen wird, sich in die Seele des deutschen Volkes zu versehen, das, zu einem Kampf ums Dasein gezwungen, sich nicht nur von ehrlichen Waffen, sondern auch von zahllosen Berleumdungen und Lügen umgeben sehe. Solle man das alles ruhig hingehen lassen, selbst auf die Gefahr hin, daß weniger urteilsfähige und um ihre Ruhe besorgte Neutralen sagen würden:" Deutschland antwortet nicht auf die Anflagen, die gegen es erhoben werden; es muß also doch etwas Wahres an den Beschuldigungen sein?" Utrecht, 25, Oktober. Sehr geehrter Herr Kollege! Sie haben mich aufgefordert, auseinanderzusehen, warum ich Verteidigungsschriften wie„ Es ist nicht wahr" im Interesse Deutschlands berurteile. Nun, ich will es versuchen: Welches ist die Stellung, die der Neutrale für den doch in erster Linie diese Schriften bestimmt sind, einnehmen muß? Kein deutscher Forscher würde sich bei irgendeiner Frage, auch nicht von der berühmtesten Autorität, vorschreiben lassen, was er zu glauben oder nicht zu glauben hat. Wir Neutrale sollen aber unverzüglich glauben„ Es ist nicht wahr". Vor einigen Tagen sprach ich einen Kollegen, der sonst gewiß nicht gegen Deutschland eingenommen ist. Der hatte gerade die Publikation der englischen Professoren erhalten, die unterzeichnet ist von den ersten wissenschaftlichen Autoritäten Englands. Er sagte:„ Wenn diese hervorragenden Männer, die wir früher in Friedenszeiten immer hoch geachtet haben, einstimmig solcher Auffassung sind, dann ist es doch unerlaubt, das als Lüge zu bezeichnen, was sie gegen Deutschland vorbringen." Da soll man also den englischen Autoritäten glauben, und der Deutsche sagt:" Du sollst mir glauben." Meiner Ansicht nach in erster Linie, daß er in dieser Zeit, in der er viel mehr leidet, als die Kriegführenden ahnen, sich zunächst und fast ausschließlich damit beschäftigt, wie er sein eigenes Volk durch diese Not hindurchbringen kann. Von allem, was draußen in der Welt vorgeht, hat er zunächst nur in diesem Sinne Kenntnis zu nehmen und Stellung dazu zu nehmen. Nun ist es recht auffallend, daß die kriegführenden Länder den Neutralen immerfort aus dieser Stellung herausdrängen möchten. So auch Deutschland, mit dem diese Zeilen sich speziell zu beschäftigen haben, weil ich an einen Deutschen schreibe. Die deutschen Zeitungen( Gleiches gilt natürlich für die andern) beschäftigen sich nur mit eigener, deutscher Auffassung, und man gibt sich nicht die geringste Mühe, der Auffassung anderer Bölfer gerecht zu werden. Dieser einseitige Standpunkt ist begreiflich bei einem Volt, das um seine Eristenz fämpft. Aber welches Recht hat man nun, den Neutralen moralisch zu zwingen, Deutschland Sympathie zu erzeigen? Der Neutrale zudt die Achseln und sagt zu beiden:„ Ich muß Man sagt dem Niederländer:" Sei neutral im Aeußerlichen, wenn du nun einmal nicht anders willst, aber nicht innerlich. das Urteil der Geschichte überlassen. Laßt mich doch alle in Ruhe. Unsere Sache ist allein gerecht, du mußt aber mit uns sympathi- Gin jeder gehe seines Weges, trage sein Leid und tue, was er sieren." Ja, auch verborgene Drohungen, zuweilen auch Zukunfts- meint, das recht ist." Nun kommt noch hinzu, daß berühmte Gelehrte, deren Autorität bersprechungen werden nicht verschmäht, um diese in deutschen Augen selbstverständlichen Sympathien zu erzwingen, die man als in ihrem Fach ein jeder anerkennt, darum doch nicht die berufenen Leute sind oder nicht zu sein brauchen, um gerade in solchen Fragen fein Recht fordert. Nun fann der Neutrale von Haus aus sehr viel Sympathie für zu entscheiden. Gelehrte haben eine hohe, aber einseitige Begabung, Deutschland befizen, sich zu diesem Volk vielleicht mehr angezogen wäre dem nicht so, so wären sie keine Gelehrten. Ein jeder prüfe fühlen als zu irgendeinem andern, und trotzdem im Kriegsfall jede sich selbst und gebe zu, wie schwer es ihm fällt, sich umzuschalten; er gebe zu, daß in vielen Dingen seine Frau gescheiter ist als er Sympathie zurückhalten. Zunächst schon darum, weil er in dieser schweren Zeit zu sehr selbst. Eine Erklärung der hervorragenden Vertreter des deutschen mit sich selbst beschäftigt ist. Ale neutralen Länder leiden schwer, Handels würde schon mehr Eindruck machen, weil Kaufleute meist aber ich glaube, wir mehr als die andern wegen der Eigenart| nüchterner, vielseitiger, unbefangener und unabhängiger find als " Aber wenn nun auch solche Handels- Größen sich zu solch einer Grklärung zusammentäten, dann würde der Neutrale sich doch noch folgendes sagen: Alle tämpfenden Völker stehen heute unter einer Kriegssuggestion, die ihnen die unanfechtbare Ueberzeugung des ausschließlichen Rechtes gibt. Das ist nicht zu ändern. Neutrale steht eben nicht unter dieser Suggestion." Aber der Dazu kommt, daß in allen Ländern Stimmung gemacht wird, die eben diese Suggestion erzeugte. Die Zeitungen dürfen( auch im neutralen Land) nur das bringen, was die Regierung erlaubt. Jede Kritik schweigt also, und so steigt die der Regierung erwünschte Suggestion in den kriegführenden Ländern bis zur Allmacht. Das selbständige Denten hat aufgehört. Der Neutrale ist aber noch in der Lage einzusehen, daß der Zustand so ist. Es kommt noch ein anderer Punkt hinzu. England führte einen heftigen Zeitungskrieg zur Faschodazeit gegen Frankreich, dann vor 14 Jahren gegen die Buren, dann gegen die Belgier wegen des Kongostaats. Was Belgier und Buren gegen die Schwarzen Afrikas gesündigt haben sollen, klang noch weit blutiger, als was man heute den Deutschen wegen Belgiens zuschreibt. Vor 14 Jahren herrschte auch eine Kriegssuggestion, an der wir Niederländer uns redlich beteiligt haben, und es wäre dem schlecht ergangen, der damals gegen die Buren und für die Engländer gesprochen hätte. Nach und nach haben wohl die meisten von meinen Landsleuten eingesehen, daß es eine Suggestion war, man ist entnüchtert. Deutschland hat wegen seiner zentralen Zeitung und seiner vorzüglichen Organisation nicht nötig, das Volk so durch die Presse bearbeiten zu lassen. England und Frankreich müssen es, wenn sie etwas erreichen wollen. Sie tun es ja in ganz gleicher Weise bei ihren inneren politischen Kämpfen, so daß noch vor einigen Jahren der Speaker urteilte, daß Ausdrücke, die unter andern Umständen beleidigend seien, im politischen Kampf nicht als solche aufzufassen wären. Ist der Zweck erreicht, so hört der Zeitungskampf auf, und es kann eine große politische Freundschaft folgen, wie heute Frankreich, Belgien und Südafrika zeigen. Die Deutschen nehmen das nun aber sozusagen ,, tragisch" und fämpfen gegen etwas, wogegen gar nicht gefämpft werden kann. Es ist also zwecklos. Ebenso zwecklos, als wenn ich mich darüber erbose, wenn ein vorbeifahrender Kraftwagen mir Spritzer oder Staubwolfen zusendet. Zeitungshezze gehört eben in England und Frankreich zum Regierungssystem und ist dort unentbehrlich. Uebrigens ist kein Volk Man vergesse doch nicht, daß man auch in Deutschfrei davon. land weiß, was es heißt, Stimmung zu machen". Ich erinnere nur an die Abänderung der Depesche durch Bismard 1870. Ich weiß nicht, ob der Strieg hätte unterbleiben können; nun er aber einmal ausgebrochen ist, weiß der deutsche Soldat, daß er kämpft für alles, was ihm teuer ist. Das gilt nicht für den englischen Soldaten, weil England eine Insel ist. Um nun diesem die nötigen Imponderabilien( der Ausdruck ist von Bismarc) mitzugeben, muß Stimmung gemacht werden. Dagegen anzufämpfen, ist Unsinn. Ebenso unsinnig finde ich es, darüber zu streiten, wer Schuld.. an diesem Krieg hat und wer am meisten. Der Krieg mußte ein Keine Aufhebung des Tanzverbotes! Reichsschazamts, der Oberbürgermeister Son Berlin, die Präsi-] Beim Spielen tödlich verunglückt ist der achtjährige Schüler[ vom oftpreußischen Kriegsschauplah ist vom Oberkommando verboten. Die denten des Reichstags und des Herrenhauses sowie eine Anzahl Fris Baer aus der Tegeler Straße 14. Unweit der elterlichen Woh Angabe des neuen Lichtbildervortrages fann erst am Dienstag erfolgen. Mitglieder verschiedener Parteien des Reichstags. Besichtigt nung wird ein neuer Straßenbrunnen gebaut. Der Junge hängte Mitgliedsbuch legitimiert. Tempelhof Mariendorf. Die Jugendsektion besichtigt heute das wurden der Arbeitsnachweis und die Zahlstelle der Arbeitslosen sich hier an das Brunnenrohr, das auf einem Handwagen lag. Das Meerestunde- Museum in der Georgenstraße. Treffpunkt 1/2 Uhr vor dem unterstützung in Metallarbeiterhaus in der Linienstraße, die Rohr kippte dadurch über und begrub den Knaben unter sich. Mit Museum. Abends 7 Uhr: Teilnahme an dem Vortrag der Genoffin schweren Brustquetschungen wurde er nach dem Virchow- Kranken- Dunder in der Arbeiter- Bildungsschule. Am Montag, den 16. November, große Bäckerei der Konsumgenossenschaft in Lichtenberg, das haus gebracht, wo er bald nach der Aufnahme seinen Verlegungen abends 8 Uhr, beginnt im Lofale von Hennig, Tempelhof, FriedrichGewerkschaftshaus am Engelufer und das Holzarbeiterhaus am erlag. Die Leiche des verunglückten Knaben wurde beschlagnahmi Wilhelm- Str. 35, ein Vortragsturius des Genossen W. Pieck über Geschichte. Stöllnischen Park. Oberschöneweide. Beger Verlegung der Bibliothek findet bis auf und nach dem Schauhause gebracht. weiteres feine Ausgabe von Büchern statt. Sie Genossen werden gebeten, die entliebenen Bücher innerhalb 14 Tagen während der üblichen BibliotheksArbeiterheim, Restaurant Lindenhof: Mitgliederversammlung des Wahlstunden einzuliefern. Johannisthal. Dienstag, den 17. November, abends 8, Uhr, im vereins. Vortrag: Strieg und Kultur". Referent: Genosse Kurt Heinig. Adlershof. Sonntag, den 15. November, nachmittags 6 Ubr, findet bei Saul, Bismardstraße, ein Volksliederabend statt. Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Spandau. Die am legten Sonnabend bekanntgegebene Mitgliederversammlung findet nicht am Dienstag, den 17., sondern erit ant Freitag, den 20. November, bei Moldenhauer, Seeburger Str. 26, statt. Tagesordnung: Bortrag des Reichstagsabgeordneten Dr. Karl Lieb Inecht über:" Die Schwerindustrie und der Krieg". Kassenberichte. Wahl eines erften und eines zweiten Borsigenden und eines Mitgliedes des Streisvorsiandes. Im Verein der Saalbesiber von Berlin und Umgegend machte der Vorsitzende R. Fiebig die Mitteilung, daß das Gesuch des Vereins an den Oberstkommandierenden in den Marken, während der Kriegszeit wenigstens des Sonntags den öffentlichen Tanz freizugeben, abschläglich beschieden sei. Der Bescheid besagt, daß nach eingehenden Grivägungen dem Antrage nicht stattgegeben werden könne. Wie weiter mitgeteilt wurde, sind auch die Bereinsfestlichkeiten einer strengen polizeilichen Beaufsichtigung daraufhin unterworfen, ob es sich um eine wirkliche geschlossene Vereinsfestlichkeit handelt oder um eine verschleierte öffentliche Tanzlustbarkeit. Es seien bereits elf Saalbesiber bei der Bolizeibehörde angezeigt worden, daß fie öffentliche Tanzluftbarkeiten unter der Maske von Vereinsfestlichkeiten abhielten. Den Saalbefißern wurde empfohlen, stattfindende Vereinsfestlichkeiten der Polizeibehörde vorher anzuzeigen, und auch den Namen des Vercinsvorsitzenden anzugeben, um so jedem Verdacht zuvor zu begegnen. Sehr scharf achtet, wie weiter mitgeteilt wurde, die Polizei diesmal darauf, daß der Totensonntag in würdiger und ernster Weise begangen wird. Variétévorstellungen und Tanz werden nicht Wegen eines größeren Brandes wurde am Sonnabend die Berim Quergebäude die oberen Geschosse mit dem Dachstuhl in liner Feuerwehr nach der Schüßenstr. 68 alarmiert. Dort standen Flammen. Diese hatten an der Einrichtung eines Geschäfts, das int Begriff war umzuziehen, reiche Nahrung gefunden; die Flammen ergriffen noch vor Ankunft der Wehr das Dachgebält, den Fußboden, die Schaldecken u. a. Der Hauptwache gelang es, den Brand auf das Quergebäude zu beschränken. Sie konnte es aber nicht mehr verhüten, daß eine Menge Waren verbrannten. Frauen- Leseabende. Zu dem tödlichen Betriebsunfall", über den wir in Nr. 305 des Vorwärts" berichtet hatten, erhalten wir von der Firma Siemens u. Halste folgende Berichtigung: Die unter dieser Weber schrift in der Beilage des Vorwärts" vom 7. d M. enthaltem Notiz entspricht nicht den Tatsachen. Es ist unrichtig, daß der Ofen, an welchem der Unfall passierte, an dem betreffenden Tage ohne fachmännische Aufsicht war. Wahr ist vielmehr, daß trotz Niederschönhausen- Nordend. Dienstag, den 17, November, abends furz vorher erfolgter ausdrücklicher Warnung des Obermeisters 8%, Uhr, bei Rettig, Biankenburger Str. 4. Schöneberg. Montag, den 16., abends 8%, Uhr, in den Neuen Rats der Arbeiter Schalow, welcher die Schmelzöfen schon mehrere Tage bedient hatte, die untere Verschlußklappe des Ofens Nr. 8 öffnete, hausfälen, Meininger Str. 8: Gemeinschaftlicher Griralefeabend. Tagesvorher abgelassen zu haben; die fluffige den 23. November, Stegli. Montag, den 16., 8, 11hr abends, bei Thiel, Albrechtstr. 87: Bortrag der Genoffin Regine Ruben: Proletarische Aufgaben. gestattet. Nur Konzert und Aufführungen ernsten, dem Totenfelte Masse stürzte auf den Boden, sprigte nach allen Seiten umher und wiederum daselbit: Vortrag der Genoffin Käte Dunder. angemessenen Charakters. Herrscht Mangel an Arbeitskräften in Spandau? Man schreibt uns: Hunderte von Arbeitslojen stehen jeben Morgen frierend vor den Toren der Staatsbetriebe in Spandau und warten auf Arbeit. Troßdem berichtete fürzlich die Spandauer Zeitung" u. a., daß auf der städtischen Spandauer Gasanstalt Mangel an Arbeitsfräften herrsche. Von in 4 Tagen mit Hilfe der Arbeitsnachweise Spandaus und Groß- Berlins, sowie von Inseraten in drei Spandauer und in Berliner Zeitungen angenommenen rund 40 Arbeitern hätten vielleicht 12 Mann die Arbeit angetreten, aber baldmöglichst wieder verlassen, da sie ihnen nicht paßte und auch zu gering bezahlt war. In Widerspruch mit dem Mangel an Arbeitsfräften auf der Spandauer Gasanstalt steht ie Tatsache, daß am Dienstag 9 Arbeiter von einem Berliner beitsnachweis nach der dortigen Gasanstalt geschickt wurden, Ausweises aber nicht eingestellt wurden. Da den Arbeitern Protestes nicht einmal das Fahrgeld vergütet wurde, mußten fich di Arbeiter zur Wahrnehmung ihrer Rechte zum Oberbürgermeister nach dem Rathaus begeben. fro tro Neue Säuglingskrippe in Charlottenburg. Um einem jeit Jahren start hervorgetretenen Bedürfnis in dent start betölterten Fabrikviertel der Säuglingsfürsorgestelle V in Charlottenburg Rechnung zu tragen, wird im Anschluß an diese ant 1.6. d. mt in der Kaiserin- Augusta- Allee 103 eine Säug Tingstrippe eröffnet werden. In der Krippe sollen möglichst Kinder solcher ledig' n Mütter Aufnahme finden, die tagsüber auf Arbeit gehen und ihr Kind selbst stillen. Für die Aufnahme in die Strippe wird von arbet, enden Müttern ein Betrag von 25 Pf. für das Kind und den Tag erhoben. Die Aufnahmen in die Krippe erfolgen ausschließlich dich die Säuglingsfürsorgestellen. Außer dem besteht in der Nehri ftr. 11 noch eine zweite Säuglingsfrippe, die zur Fürsorgestel IV gehört und sich während ihres 3½jährigen Bestehens bestens bewährt hat. Ein Toppelfelbft nord. fügte Schalow, der beim Fortlaufen auch noch fiel, schwere Brandwunden zu. Unrichtig ist ferner, daß der betreffende Obermeister bereits 4 Wochen vor dem Unglück auf schadhafte Stellen des betreffenden Ofens aufmerksam gemacht worden war, ohne daß eine Reparatur erfolgt wäre. Wahr ist vielmehr, daß der Ofen, an dem der Unfall sich ereignete, in völliger Ordnung war. Unrichtig ist endlich die Angabe, daß in dem Betriebe zur Zeit des Unfalls kein Verbandmaterial vorhanden gewesen sei. Wahr ist vielmehr, daß in dem unter dauernder ärztlicher Ueberwachung stehenden Verbandraum der Eisengießerei Verbandmaterial in reichlichem Maße vorhanden war. Der als Heilgehilfe ausgebildete Meister nahm jedoch angesichts der großen Brandwunden des Verunglückten von dem Berbinden Abstand, und auch der sofort zu gezogene Arzt hielt es für besser, keinen Verband anzulegen, sondern die unverzügliche Ueberführung durch das bereit stehende Kranten automobil der Werke nach dem Krankenhaus zu veranlassen. Einen für ihre Verhältnisse empfindlichen Verlust hat die in der Manteuffelstr. 114 wohnhajte Frau Raschbichler zu beklagen. Dieselbe berlor am Sonnabend in der Zeit von 11 bis 11 Uhr auf dem Wege vom Schulhof Wrangelstr. 128, woselbst sie sich die Striegsunterstügung ge bolt batte, bis zu ihrer Wohnung einen Zwanzigmarkschein. Die Frau bittet den ehrlichen Finder, Mitteilung an ihre Adresse gelangen zu lassen. Parteiveranstaltungen. Zweiter Wahlkreis. Dienstag, den 24. November, abends 82 Uhr, Ersier und dritter Wahlkreis. Donnerstag, den 19. November, abends 8% br: Deffentliche Frauenversammlung in den Corona Feft fälen, Stommandantenjir. 72. Tagesordnung:„ Wer hilft den Frauen der Wehrmänner und der Arbeitslosen?" Referentin: Genoffin Luise Ziek. beginnt der Vortragsturfus fiber: Die wirtschaftlichen Ursachen bes Weltfrieges"( Bortragender: Dr. Herm. Dunder) in den Kammerfälen, Teltower Str. 1/4. Hörerfarten für alle drei Borträge 20 Pf. find noch bei Schmidt, Spediteur, Baerwaldstr. 42, zu haben. Jugendveranstaltungen. Weißensce. Am Mittwoch, den 18. November( Bußtag): Partie nach Waidmannsluft, Hermsdorf, Schulzendorf, Tegel. Fahrgeld 40 Pf. Treffpunkt 8 Uhr: Jugendheim. Essen und Getränke find mitzubringen. Geschäftliche Mitteilungen. Das Warenhaus H. Joseph u. Co., Neukölln, Berliner Str. 51/55, eröffnet im Laufe der nächsten Woche den Erweiterungsbau. Durch Hinzunahme des neuen Teiles wird das Geschäft bedeutend vergrößert, so daß die Barterreräumlichkeiten eine Berdoppelung ihres bisberigen Umfanges erfahren. Die Frontlänge in der Berliner, Säger- und Neckarstraße beträgt ea. 170 Meter. Der neue Haupteingang ist an der Ede Berliner und Nedarstraße. In der vierten Etage ist die Spielwarenausstellung durch Durchbruch nach dem Neubau bedeutend vergrößert worden. Das Datum des Eröffnungstages wird besonders befanntgegeben. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet für Abonnenten Lindenstr. 3, IV. Hof rechts, parterre, am Montag bis Freitag von 3 bis 6 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeder für den Brieftasten beftimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Babi als Mertzeichen beiaufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Verträge, Schriftstüce und dergleichen bringe man in die Sprechstunde mit. 3. Wahlkreis. Für die Genossen im Alter von 18-21 Jahren findet. Die Braut hat keinen Anspruch auf Familienunterſtügung. Wegen Lungenleibens untauglich. 3. 3. 77. 1. Jawohl. 2. Diebstahl, 1 A. S. 24. Im Fall einer Klage würde leider Verurteilung erfolgen. Sch. 2. Nein. Erst nach der Heirat steht Striegsunterstützung der Frau 2. K. 2. am Dienstag, den 17. November, abends 81, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Behlerei und dergleichen. m. R. 20. 1. Steineswegs ist der Wirt be. Saal 3, eine Bersammlung statt mit einem Vortrage des Genossen Eich- rechtigt, von Ihnen Auszug zu verlangen. Er fann Sie, da zhr Mann im horn. Die älteren Genoffen wollen die jüngeren auf diese Versammlung Felde steht, nicht ermittieren. Wenn Sie jetzt ausziehen, würde For Mann besonders hinweisen. später doch zahlen müssen. 2. Zum Nachlaß fann der Wirt nicht gezwungen Sechster Wahlkreis. In den Mitgliederversammlungen, die am werden, ebensowenig aber Sie zur Zahlung. 2. R. 20. Sie müssen Gestern abend gegen 7 Uhr entdesta man in einer Wohnung Dienstag, den 17. November, abends 8 Uhr, in der Bazenhofer- Brauerei, zahlen, weil Sie nicht dafür gesorgt haben, daß die Abmeldung vor dem des Hauses Kolonieftr. 43 die Leichen des 56jährigen Händlers Turmſtr. 25/26, und in Frankes Festsälen, Badstr. 19, stattfinden, referieren Ersten der Gemeinde zuging, M. B. 79. 1. In verschiedenen Gegenden ja. Paul Wolf und deffen 58jähriger Schwester Augufte Wolf. Die die Reichstagsabgeordneten Hugo a afe und Georg Ledebour über: 2. Sa, aber über den Zeitpunkt fann niemand etwas voraussagen. beiden hatten gemeinsam schon vor mehi eren Tagen durch eine Unsere Aufgaben in schwerer Zeit". Lichtenberg. Dienstag, den 17. November, abends 81, Uhr: Außera Kohlengasvergiftung ihrem Leben ein En de gemacht. Nahrungs- ordentliche Generalversammlung des Wahlvereins im Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis jorgen und Strankheit des Mannes scheinen das Motiv zur Lat Schwarzen Adler, Frankfurter Chaussee 5/6. Tagesordnung: 1. Aufstellung Montagmittag: Zunächst vielfach heiter, aber ziemlich rauh und windig. gewefen zu sein. Die schon start verwesten Leichen wurden nach der Kanoidaten für die Stadtverordnetenwahlen in der zweiten Abteilung. Später von Westen nach Often fortschreitende neue Zunahme der Bewöllung dent Schauhause übergeführt. 2. Lichtbildervortrag.-Der in Aussicht genommene Vortrag über Bilder Erwärmung und wieder etwas Regen. mal fommen, wir warteten doch alle auf is n feit vierzig Jahren.| nichts zu gewinnen, wir haben nur Glend und Armut. Eigentlich| Sportgefühl bewundern. Aber wie die Dinge jett liegen, wo Er war sozusagen eine Naturnotwendigkeit. Der direkte Anlaß ist ganz Nebenfache. Ich weiß nicht, ob Schweizer, Dänen, Schi peden usw. in gleicher Beise mit Druckschriften, sogar in ganzen Bai eten, bearbeitet werben wie wir in Holland. Ich habe den Eindruck, daß man von uns, die man als mehr stammverwandt betrachtet, auch mehr Sympathien glaubt fordern zu dürfen. Steht 4 och im Daniel, dem früher so viel benutten Lehrbuch der Geographie, zu lesen:" Daß die Holländer Deutsche find, fönnte ihnen lebenipiger bewußt sein." Man vergißt dabei die ungeheuren Unterschiede, die sich im Laufe der Jahrhunderte bei unserm feefahrendesi Handelsbolt mit durchaus demokratischen Auffassungen herausgebildet haben. Man vergißt immer, daß unsere eigene Literatur schen 1100 anfängt ( van Veldeke), daß der legie deutsche Kaiser, der über uns regierte ( Karl V.), nie daran dachte, mit uns Deutsch zu sprechen, sondern mit uns unsere Sprache redete. Auch wenn er mitten in Deutsch land war, sprach er sofort unsere Sprache, wenn er sich mit seinem Leibarzt( Vesalius) unterhalten wollte. ärgern wir uns über alle Parteien, die alle zusammen das Glend zwei gegen sieben zu fämpfen haben, nun jagen wir uns über uns brachten. Am allerwenigsten fönnen wir eine voll it is not a fair fight" und fühlen nun mehr für die zwei als für ständige Niederlage einer der beiden Parteien wünschen, weil das die sieben. Manche achten nur auf dieses Migverhältnis, und. Es dann braucht man nicht weiter zu fragen, wo ihre Sympathien sind. bedeuten müßte, daß die andere Partei zur Weltmacht wird. lehrt uns die Erfahrung des täglichen Lebens wie die Weltgeschichte, Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, mich deutlich auszudrücken. Wenn ich mir erlauben darf, Deutschen einen wohl= daß, wer zu viel Macht hat, Mißbrauch damit treibt. gemeinten Rat zu geben, so wäre es dieser. Hört doch auf mit allen euern Verteidigungsschriften.( Im Haag erscheint dafür schon eine eigene Zeitung!) Man widerfpreche einfach falschen Angaben. So, wenn z. B. behauptet wird, der deutsche Kronpring habe ein Schloß ausgeplündert", oder wenn man berichtet, alle deutschen Univerfitäten seien geschlossen". Weiter werden Sympathien zu Deutschland zurückgehalten durch den Verlauf des Krieges. Sympathien werden in erster Linie laut für Unglüdliche. Unglückliche find aber in erster Linie die Belgier, dann die Franzosen der Ostgrenze. Davon hören und sehen wir viel mehr als andere. Es ist richtig, daß Gleiches für Teile Ostpreußens und Galiziens gelten würde, aber davon sehen wir gar nichts und hören wir nur sehr wenig. Die deutschen Erfolge haben das Mitleid also auf die belgische Seite gebracht. G3 würde aber ganz auf der deutschen Seite stehen, wenn z. B. die Rheingegend von den Verbündeten verwüstet würde, zumal die Familienbeziehungen dorthinüber wohl viel zahlreicher find als nach Belgien. Man drude eventuell ohne jede weiteren Bemerkungen alle die falschen Berichte hintereinander ab, die im Auslande kursieren, unt dem Leser damit ein angenehmes Stündchen zu bereiten. Aber man lasse es auch dabei. Es ist viel besser, solche Dinge mit Humor aufzufassen, als sich darüber zu entrüsten. Ein deutscher Aufklärungsdienst ist nur in den Bändern erMan vergißt auch die vielen fleinen Nadelftiche, die uns der Während des Balfantrieges wurde man immerfort recht un- wünscht, die nur durch Reuter und die Havas- Agentur bedient große Better im Bewußtsein seiner Kraft so gern ausgeteilt hat, angenehm davon berührt, daß das eine Volt dem andern Grausam werden, denn diese werden einseitig informiert. Dort berichte und die, wenn man flein ist, doppelt unangenehm empfunden feiten und Vergehungen gegen das Note Kreuz vorwarf. Jeht man, wie es in Deutschland aussieht und wie an den Grenzen. werden. Ich erinnere nur aus den lezten Jahren an den Rheine hört man die gleichen gegenseitigen Anschuldigungen. Wir Nieder- Man gebe Tatjachen, Tatsachen und nichts als Tatsachen. Vor zoll, an den Hafen von Emben gegen den von Rotterdam und länder wissen sehr gut, daß Soldaten verwildern müssen. Unsere allen Dingen feine Erklärungen oder Verteidigungsschriften wie anderes, wozu man auch gegen Holland Stimmung machte. In Kolonialarmee von etwa 30 000 Mann hat uns dies oft genug die von Euden oder G3 ist nicht wahr". Steine Beschuldiden Zeitungen trat deutlich genug hervor, daß man ein in Bezug gelehrt. Darum werden die im Felde stehenden Truppen so oft gungen der Gegenpartei, wie man fie nach Amerita geschickt hat, auf die Bolle unwilliges Holland einfach swingen müsse durch wie möglich gewechselt, um das Verwilbern einzuschränken. In feine Selbstverteidigungen wegen der Neutralitätsverlegung BelNepreffalien oder auf anderem Wege. Deutschland hat die Striminalität seit dem Kriege sehr abgenommen, giens, feine Hervorhebung deutscher Friebfertigkeit gegenüber vermutlich auch in den andern Ländern. Solche Neigungen finden fremder Groberungssucht und fremdem Neib. Nichts von dent jezt eine andere Aeußerung. Daran ist nichts zu ändern, es ge- allem, was man der Geschichte überlassen muß. aber die kriegführenden hört leider zum Kriege. Wenn nun Parteien alle so fun, als ob ihre Soldaten nie etwas ungehöriges begingen, so berührt das sehr unangenehm. Es gibt so viel in Deutschland und in der deutschen Auffassung, was uns direkt zurüdstößt und England weit näher rüdt. Ich weiß, daß viele, auch wenn sie die englische auswärtige Politik verurteilen, sich sehr zu England hingezogen fühlen. Stellte man sie vor die unangenehme Wahl, einen fremden Herrscher wählen zu müssen, so würden viele England den Vorzug geben. Allerdings würden viele andere für Deutschland stimmen. Alle bleiben aber wohl am liebsten, was fie find. Denn auch das hat uns die Geschichte gelehrt, daß fein Volt hoch genug steht, um ein anders geartetes Bolt zu regieren". Ein anderer Grund, Sympathien zurüdzuhalten, ist dieser, daß wir Neutrale doch gewiß nicht verpflichtet sind, über die Stämpfenben zu urteilen. Wir sind keine Richter und auch keine Gewiffens richter. Auch würde jede der Parteien ein Urteil unserseits absolut berwerfen, das nicht vollständig und ohne jeben Vorbehalt die Auf fassung der betreffenden Partei wiedergibt. Da der Deutsche als Privatmann gewiß das richtige Selbstgefühl befißt, wie Friedrich der Große es in der oben angeführten Anekdote zeigte, so ist es so wunderlich, daß er es in bezug auf sein Land zu verlieren scheint. Das liegt natürlich zum Teil daran, daß jeder der Nicht- Rombattanten doch auch etwas tun möchte; er tut Bum anderen Teil liegt es an der obenDann leicht zu viel. genannten Kriegssuggestion und Kriegshyfterie, die ja schon solche chronischen Früchte erzeugt hat wie das Zurüdsenden ausländischer Orden und Ehrungen. Nun, die andern machen es ja auch nicht besser, wie„ Petrograd" und die Bestrebungen, den internationalen Handel aufzuheben", uns zeigen. Ernste Leute lächeln über diese Krankheitserscheinungen. Im neutralen Auslande können sie nur schaden. Wenn man in Deutschland einsehen wollte, daß berartiges eine Krant heitserscheinung ist, dann würde man sofort den richtigen Weg finden. Die deutsche Organisation muß ein jeder bewundern, auch Dazu kommt, daß deutschen Soldaten bisher mehr Gelegenheit geboten worden ist. Roheiten zu verüben, weil Deutschland bisher das Glück hatte, den Krieg fast ganz in fremdem Lande zu führen. Im entgegengesetten Falle würde Gleiches für die andern gelten, und die Sympathien würden sich sofort Deutschland zuwenden. Als Deutschland die Neutralität Belgiens verlegte, war auch ich sehr entrüstet, aber es versöhnte mich teilweise, als der Reichsfangler offen erflärte, wir fun Unrecht, aber es geht aus militärischen Gründen nicht anders". Die Notlage ist immerhin eine fräftige Entschuldigung. Dabei hätte es nun aber auch bleiben sollen. Wenn nun nachträglich alle möglichen Kleinigkeiten hervor gesucht werden, um zu zeigen, daß Deutschland ein Recht hatte, Uns wäre es gewiß am liebsten gewesen, wenn der Krieg unter- so zu handeln, dann berührt dies unsympathisch. Der anfangs vom blieben wäre. Nun der Krieg die Welt beherrscht, können wir Reichskanzler eingenommene Standpunkt, der, wenn ich nicht irre, der Feind. Wenn der Wunsch der Neutralen in Erfüllung ginge, gar nicht wünschen, daß die Karte Europas geändert wird, auch auch der von v. Liszt ist, war männlicher, stolzer, daß alle Länder am Ende des Krieges ungefähr die gleichen nicht in einem für uns günstig genannten Sinne. Kolonien haben sympathischer. Sie sehen also, daß ich die Stellungnahme Grenzen behielten, daß aus diesem Striege aber gleichzeitig bie wir genug, auf den Kongostaat haben wir aus guten Gründen des Reichsfanglers begreiflich finde. Trotzdem meine ich, daß Ueberzeugung geboren würde, daß ein Krieg zwischen den zibili berzichtet, als er uns angeboten wurde. In Europa fönnten wir Deutschland nicht mehr berechtigt ist, solch einen Zon der Entrüftung fierten Teilen Europas nicht mehr geführt werden kann, so tak teine Ausbreitung auf Kosten Belgiens wünschen, wie sie in den anzuschlagen, wenn auch andere sich nicht an internationale Ver- eine lange, lange Friedenszeit folgt, dann hätten wir viel erreicht. deutschen Zeitungen oder gesprächweise angeregt wurde. Die träge halten. Auch wenn dieses Ziel eine Million Menschen fosten sollte, sie wären Flamländer ftanden uns früher sehr nahe, die Jahrhunderte der Troß alledem würden Sie in Holland genug deutsche Sym- nicht vergebens gestorben. Dann hat aber ein lebensfräftiges Volt Trennung haben uns aber so sehr entfremdet, daß wir heute pathien finden, zumal aus dem Grunde, weil wir es zu schäßen wie das deutsche eine gewaltige Zukunft vor sich, sobald alle Engländern und Deutschen geistig näherstehen als ben Belgiern. wissen, was der Engländer a fair fight" nennt. Stände jest Drei Sträfte fich auf Sandel und Wissenschaft zentrieren können. Es Der Fehler von 1865 sollte nicht wieder begangen werden. Wir bund gegen Tripelentente, so würden wir uns fagen it is a fair wird einem fast schwindelig bei dem Gedanken an die sich dann danten fogar für Antwerpen! Wir haben also nichts zu eriparten, fight" und wir würden die Heldentaten der sechs Kämpfer mit ergebenden grenzenlosen Möglichkeiten, 1 Königl. Hochschule f. Musik, Fasanenstr. 1. Kriegsvorträge von Dr. Johannes Müller Montag, den 16. XI.: Freitag, den 20. XI.: abends pünktlich 8 Uhr. Die nationale Wiedergeburt durch den Krieg. Der Krieg als Erzieher. 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Kaffeewürfel, Milchkakao, kondensierte Milch, Teebomben, Bouillonwürfel, Zucker, Pfefferminztabletten M Ferner: 1 Flasche Kognak, Rum oder Arrak in kleiner Kiste ( 500- Gramm- Brief).... Verband der Freien Volksbühnen Theater a. d.Weidendammerbrücke. Heute Sonntag: Nachm. 2, Uhr: Deutsches Theater: Was ihr wollt. Nachm. 3 Uhr: Montis Operetten- Th.: Minna von Barnhelm. 3, U.: Heimat. 810Uhr: Hasemanns Töchter Theater des Westens. 8 Uhr: Don Cesar. Theater in d. Königgrätzer Straße. Schiller- Th. Charl.: Weh' dem der lügt. 8 Uhr: Rausch. Leffing- Th.: Der Erbförster. Deutsches Opernhaus: Martha. Deutsches Künstler- Theater. Glaube und Heimat. Abends 8 Uhr: Volksbühne( MontisOperettenth.) 3 Uhr: Minna von Barnhelm 8 Uhr: Wenn der junge Wein blüht. Montis Operetten- Th.: Wenn der Walhalla- Theater junge Wein blüht. Königstädt. Oberrealschule: funstabend. Abends 8 Uhr: 8 BoltsMontag, Dienstag, Freitag: Wenn der junge Wein blüht. Donnerstag, Sonnabend: von Barnhelm. Mittwoch geschlossen. Minna Theater für Sonntag, 15. Novbr.: Berliner Theater 8 Uhr: Extrablätter! Deutsches Künstler- Th. 3 Uhr: Glaube und Heimat. 8 Uhr: Der große u. d. kleine Klaus. Deutsches Opernhaus, Charlottenb. 3 Uhr: Martha. 8 Uhr: Die Jüdin. Gebr. Herrnfeld- Theater 8 Uhr: So leben wir! Kleines Theater 8 Uhr: Das Fest der Handwerker Komödienhaus 8 Uhr: Wie einst im Mai. Lessing- Theater 3 Uhr: Der Erbförster. 8 Uhr: 2 x 2= 5. Lustspielhaus 3 U.: Die Haubenlerche. 8 U.: Wolkenreiter. Residenz- Theater 3 Uhr: Die Anna- Liese. 8 Uhr: Krümel vor Paris. Rose- Theater 3 Uhr: Onkel Bräsig. 8 Uhr: Die relegierten Studenten. Schiller- Theater 0. 8 Uhr: Johannisfeuer. Schiller- Th. Charlottenbg. 3 Uhr: Weh' dem, der lügt. 8. Uhr: An der Spree und am Rhein. Thalia- Theater 3 Uhr: Heimat. 8 Uhr: Kam'rad Männe. Theater am Nollendorfpl. 3, U.: Immer feste druff! 8 Uhr: Immer feste druff! 3 U.: Berlin im Felde. Uhr: Die Waffen her! URANIA Taubenstr. 4 Uhr: 48/49. Die Weichsel und die masur. Seen. ( Halbe Preise.) Abends 8 Uhr: 1.60 WINTER CARTEN Nachm. 3 Uhr Abends 8 Uhr Großes Programm! Kleine PREISE! Kinder nachm. halbe Preise! Ungekürztes Programm! Auf den Schlacht Voigt- Theater. feldern Ostpreußens. Montag 4 Uhr( Halbe Preise): Badstr. 58. Badstr. 58. Die Weichsel u. die masurischen Seen. Heute Sonntag, den 15. November: Montag 8 Uhr: Auf den Schlachtfeldern Ostpreußens. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Täglich 8 Uhr: Unsere Feldgrauen! Heute nachmittag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Theater des Westens Wiederbeginn der Operetten- Spielzeit. Heute Sonntag, 15. November: U. Die Räuber. 8 Uhr: Don Cesar. Preise 0.50, 1.00, 2.00, 2,50, Orchester- Fauteuil 3 M. Theater Folies Caprice 8% Possen- Theater Täglich: 8% Blinkfeuer. Landwehrleute. Fest steht und tren Leonhard Hastel, Martin Kettner a. G Zirkus Alb. Schumann Karlstraße. Tel.: Norden 2941. Heute Sonntag, den 15. November, 2 große Vorstellungen nachm. 3%, u. abends 7, U. 2 In beiden Vorstellungen ermäßigte Preise. Nachm. hat jeder Erwachsene ein Kind unter 12 Jahren auf allen Sitzplätzen frei. In beiden Vorstellungen: Großes Sportprogramm. D2 Apollinas Der Pfarrer von Kirchfeld. Boltsstüd mit Gesang in 4 Aften von L. Anzengruber. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Casino- Theater. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Lichtbilder v. Kriege! Meßter- Woche! Hierauf erstklassige Spezialitäten. Zum Schluß das dreiattige Bollsstüd, feit Sept. mit groß. Erfolg aufgeführt Mein Leben dem Vaterland. Sonntag 4 Uhr: Die große Zeit. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Neu:„ Unser Oskar!" Anfang 8 Uhr, Sonnt. 7, U. Militärpers. und deren Angehörige haben freien Eintritt 311 den Stett. Sängern. Charlottenburger Festsäle Charlottenburg, Kaiser- Friedrichstr. 24 123/1 Heute: Konzert, Spezialitäten- und Theater Vorstellung. Anf. 6 Uhr. Eintritt 30 Pf. Militär frei. KostümU. a.: Stoffe, Damentuche 3.- 4.-, 5.Mtr. M. der Gipfel weiblicher Kraft. 4Salvanos, Kunstradfahrer. Bellini, Gedankenleser, sowie alle übrigen Attraktionen. Persianer imit. 10.-, 15.-, 20. Plüsche Mtr. M. Tuchlager Koch& Seeland G. m. b. H. Petrikirche. Gertraudtenstr. 20-21, gegenüber der Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wieleby, Neulbun. Für der Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u.Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hr. 313. 31. Jahrgang. 2. des Sonntag. 15. November 1914. Ausschneiden nnd aufheben! Weihnachtspaketwoche 2». bis ZV. November. Zur Entgegennahme der Weihnachtspakete werden die in der beigefügten Liste aufgeführten Paketdepots in der Zeit vom 23. bis 33. November geöffnet. Es wird darauf hingewiesen, daß es sich nur um die Sendung von Paketen an die im Felde stehenden Truppen handelt. Tie Aufgabe von Paketen für die im Jnlande stehenden Truppen(Besatzungs- und Ersatztruppen) ist bei den Paketdepots nicht gestattet. Kür diese Truppen nehmen alle Postanstalten Pakete nach den üb- l'.chen Postvorschristen an. Weihnachtspakete können als solche dadurch besonders kenntlich gemacht werden, daß sie mit einem Krellroten Zettel beklebt oder mit einem roten Farbstrich der» sehen werden. Tie Feldpakete können aufgeliefert werden: 1. unmittelbar bei den Paketdepots: in diesem Falle wird keinerlei Gebühr erhoben: 2. bei den Postanstalten: in diesem Falle wird ein Porto den 25 Pf. für jedes Paket erhoben. Die Versend ungsbedinguu gen sind folgende: 1. Die Pakete dürfen höchstens 5 Kilogramm wiegen: Wert- und Einschreib-Pakete sind unzulässig. 2. Leicht verderbliche Waren(z. B. Weintrauben, frisches Fleisch) dürfen den Paketen nicht beigepackt werden, ebenso- wenig feuergefährliche Gegenstände(Streichhölzer, Feuerzeuge mit Benzinfüllung). 3. Tic Verpackung muß fest und dauerhaft, auch gegen Nässe widerstandsfähig sein. Pappkartons müssen mit Leinwand umnäht werden. Waren, die leicht zerdrückt werden können(z. B. Obst, Pfeffer- kuchen, Flüssigkeiten) sind nur in Kisten zu verpacken. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Pakete nicht nur einen wochenlangen Transport auszuhalten haben, sondern auch zeit- weise einem beträchtlichen Druck ausgesetzt sind, da ungefähr 3333 Pakete in einem Eisenbahnwagen verpackt werden müssen. Ungenügend verpackte Pakete werden von der Weiterbe- sörderung ausgeschlossen, falls sie versehentlich angenommen worden sind. l. Ter AnbringungderAdresseist besondere Auf- Merksamkeit zuzuwenden! Bei Kisten wird die Adresse am besten mit Tinte oder Farbe auf den Teckel geschrieben. Bei in Leinwand eingenähten Paketen muß die Adresse auf- genäht werden: zweckmäßig sind dazu die im Handel zu haben- l'en Paketadrcssen aus Leinwandpapicr, mit dem üblichen Vordruck für Feldpostsendungen. Neben diesen aufgeschriebenen bezw. aufgenähten Adressen ist auch die Befestigung der Adressen durch Anhänger aus Leder oder Leincwand empfehlenswert. Das Aufkleben der Adresse mit Gumnü, Leim oder Kleister 3t zu vermeiden, weil derartige Adressen durch Regen abgeweicht und von Mäusen während der Lagerung in den Paketdepots und auch auf dem Trausport abgefressen werden können. ä. D i e Beschreibung der Adresse. Tie Truppen im Felde sind mehrfach und nachdrücklich darauf hingewiesen worden, ihren Angehörigen ihre richtige Feldadresse mitzuteilen. Es wird dringend davor gewarnt, -iMderungen an diesen mitgeteilten Adressen vorzunehmen. Bei der Abfassung der Adressen sind folgende Punkte zu beachten: a) Ob der Truppenteil des Empfängers einem A r in e e- k o r p s oder einem Reservekorps oder einem Land- Wehrkorps angehört. In diesem Falle muß der Adresse stets das betreffende Korps und das dazu gehörige Paketdepot zugefügt werden. Welches Paketdepot zugehörig ist, ergibt sich aus der am Schluß beigefügten Liste. Beispiele ft'ir solche Adressen: Grenadier Ernst Müller. 3. Kompagnie, Infanterie-Regiment 7, 9. Infanterie-Division, 5. Armeekorps, Paketdepot Glogau. Reservist Franz Schmidt. 2. Kompagnie, Reserve-Jäger-Bataillon 3, 5. Reserve-Division, 3. Reservekorps, Paketdepot Brandenburg a. H. Wehrmann A u g u st S ch u l z e, 3. Landwehr-Eskadron, Landwehr-Kavalleric-Regiment Nr. 1, Landwehrkorps, Paketdepot Breslau. Gefreiter Hermann Kuhn. Proviantkolonnc 1, 3. Jnfanterie-Division, 2. Armeekorps, Paketdepot Stettin. Unteroffizier Winter. Pferdedepot, 4. Armeekorps, Paketdepot Magdeburg. Leutnant Bötzow, Korps-Brückentrain, Gardekorps, Paketdepot Berlin. d) Ob der Empfänger einein Truppenteile angehört, der weder einen: Armeekorps, noch einem Reservekorps, noch einem Landwehrkorps angehört. In diesem Falle muß die Adresse außer dem Truppenteil noch die betreffende Armee bezw. die Etappen-Inspektion enthalten. Ein Paketdepot darf nicht angegeben werden. Die unter b) aufgeführten Sendungen werden durch die Postanstalten an bestimmte Paketdepots gesandt, deren Orte Zwischen der Heeresverwaltung und dein Reichspostamt ver- einbart sind. Beispiele für solche Adress�l sind: Dragoner Heinz, Tragoner-Regiment 4, 5. Kavallerie-Division, xte Armee. Gefreiter August, Flieger-Abteilung 1, 1. Armee. Unteroffizier Weiß, Etappen-Bäckerei-Kolonns 4. Etappen-Inspektion der 3. Armee. Hauptmann Schmidt, Eisenbahnbau-Kompagnie 14. Militär-Eisenbahn-Direktion 3. Leutnant Schwarz, Pionier-Belagerungstrain des Pionier-Regiments 23. 5. Armee. (Jeder Adresse ist hinzuzufügen: Gehört keinem Armee-, Reserve- oder Landwehrkorps an!) Abkürzungen jeder Art sind verboten, da sie nicht nur auf- halten, sondern auch zu Irrtümern Anlaß geben. Bei der letzten Paketlieferung wurde unter anderem folgende Adresse vorgelegt: E. K. K. 4. FI. 3., das sollte heißen: Etappen-Kraftfahr-Ko- lonne 4, Fleischkolonne 3. Pakete mit solchen Aufschristen wer- den zurückgewiesen oder nicht weiterbefördert. Auf jeder Adresse ist der A b s e n d e r zu vermerken. 6. Die Pakete sind mit B e g l e i t a d r e s s e aufzgliefern. Auf dem Abschnitt dieser Begleitadresse dürfen keine Mitteilun- gen gemacht werden, da diese Begleitadressen als Belege bei den Postanstalten und Paketdepots verbleiben! 7. Die Versendung erfolgt auf Gefahr des Absenders. Ersatzansprüche können weder bei der Post noch bei der Heeres- Verwaltung erhoben werden. Sollten die Empfänger beim Eintreffen der Pakete— weil verwundet, gefallen oder verniißt— sich nicht mehr beim Truppenteil befinden, so werden solche Pakete zum Besten des betreffenden Truppenteils verwendet. Ebenso werden Pakete, welche infolge falscher oder unge- nügender Adresse nicht bestellt werden können, den Truppen- teilen zur Verwendung überlassen. Eine Rücksendung findet in beiden Fällen nicht statt. 8. Pakete, die beim Pakctdepot eingeliefert worden sind, können nicht wieder zurückverlangt werden: ebensowenig kann den Anträgen auf nachträgliche Berichtigung oder Aenderung der Adressen nachgegeben werden. 9. Verzeichnisder Paketdepots: In zweifelhaften Fällen wollen die Absender sich Rat bei unterrichteten Personen oder bei den Postanstalten, vor Ab- fassung der Adresse, holen. Verzeichnis der Paketdepots. Für Angehörige derjenigen Truppentelle, die dem Verbände der nachstehenden Korps angehören, sind Pakete zu senden nach dem Paketdepot: Berlin: Gardekorps. Garde-Reservekorps.— Königsberg i. Pr.: I. Armeekorps. I. Reservekorps— Stettin: II. Armeekorps. II. Reservekorps.— Brandenburg(Havel): III. Armeekorps. III. Reserve- korps.— Magdeburg: IV. Armeekorps. IV. Reservekorps.— Glogau: V. Armeekorps. V. Reservekorps.— Breslau: VI. Armeekorps. VI. Reservekorps.— Düsseldorf: VII. Armeekorps. VII. Reservekorps.— Coblenz: VIII. Armeekorps. VIII. Reservekorps.— Hamburg: IX. Armeekorps. IX. Reservekorps.— Hannover: X. Armeekorps. X. Reservekorps.— Cassel: XI. Armeekorps. XI. Reservekorps.— Dresden: XII. Armeekorps. XII. Reservekorps(Kgl. Sachs.).— Stuttgart: XIII. Armeekorps. XIII. Rc- servekorps(Kgl. Württ.).— Karlsruhe: XIV. Armeekorps. XIV. Reservekorps.— Straßburg i. E.: XV. Armeekorps. XV. Rc- servekorps.— Metz: XVI. Armeekorps. XVI. Reservekorps.— Danzig: XVII. Armeekorps. XVII. Reservekorps.— Frankfurt a.M. (Darmstadt)*): XVIIl. Armeekorps.' XVIII. Reservekorps.— Leipzig: XIX. Armeekorps. XIX. Reservekorps(Kgl. Sachs.).— Elbing: XX. Arnreekorps. XX. Reservekorps.— Mannheim: XXI. Armeekorps. XXI. Reservekorps.— Berlin: XXII. Armeekorps. XXII. Reservekorps.— Stettin: XXIII. Armeekorps. XXITI. Reservekorps.— Magdeburg: XXIV. Armeekorps. XXIV. Reservekorps.— Glogau: XXV. Armeekorps. XXV. Reservekorps.— Cassel: XXVI. Armeekorps. XXVI. Reservekorps. — Dresden und Stuttgart: XXVII. Armeekorps. XXVIl. Reserve- korps.— Königsberg i. Pr.: XXVIII. Armeekorps. XXVIII Re- servekorps.— Brandenburg a.£).: XXIX. Armeekorps. XXIX. Reservekorps.— Düssetdorf: XXX. Armeekorps. XXX. Reserve- korps. Breslau: XXXI. Armeekorps. XXXI. Reservekorps.— Coblenz: XXXII. Armeekorps. XXXII. Reservekorps.— Hannover: XXXIII. Armeekorps. XXXIII. Reservekorps.— Karls- ruhe i. B.: XXXIV. Armeekorps. XXXIV. Reservekorps.— Straßburg i. E.: XXXV. Armeekorps. XXXV. Reservekorps.— Metz: XXXVI. Armeekorps. XXXVI. Reservekorps.— Danzig: XXXVII. Armeekorps. XXXVII. Reservekorps.— Frankfurt am Main: XXXVIII. Armeekorps. XXXVIII. Reservekorps.— Leipzig: XXXIX. Armeekorps. XXXIX. Reservekorps(Kgl. Sachs.).— Elbtng: XXXX. Armeekorps. XXXX. Reservekorps.— Mannheim: XXXXI. Armeekorps. XXXXI. Reservekorps.— Glogau: XXXXII. Armeekorps. XXXXII. Reservekorps.— Stuttgart: XXXXIII. Armeekorps. XX XXIII. Reservekorps.(Kgl. Württ.)— München: Kgl. Bah. I. Armeekorps. Kgl. Bah. I. Reserve- korps.— Würzburg: Kgl. Bah. II. Armeekorps. Kgl. Bah. II. Reserve- korps.— Nürnberg: Kgl.Bay. III. Armeekorps. Kgl. Bah. III. Reserve- korps.— München: Kgl. Bali. IV. Armeekorps. Kgl. Bah. IV. Re- servekorps.— Nürnberg: Kgl. Bat). V. Armeekorps. Kgl. Bah. V. Reservekorps.— Breslau: Landwehrkorps.— Hamburg: Marinetruppen in Belgien und belgische Besatzungstruppen.— Coblenz: Eisenbahn-Formationen und-Kolonnen für den westlichen 5kiegsschauplatz.— Breslau: Eisenbahn-Formationen für den öst- lichen Kriegsschauplatz._ Gewerkschaftliches. Deutsches Neich. Gewcrkschaftler-Frauen. In vielen Orten ist durch den Krieg und seine Folgen, durch Einberufung der Mitglieder und der Verwaltungsbeamten sowie die große Arbeitslosigkeit, das Zahlstellenleben der Gewerkschaften fast zerstört. Wo der Ortsvorsitzcnde oder Verwalter einberufen war, hat sich vielfach über Nacht passender Ersatz nicht finden lassen. Da ist es eine Frpude zu sehen, wie hier und dort die Frauen der einberufenen Gewerkschaftsleiter kurz entschlossen die Arbeit ihrer Männer in die Hand genommen haben. So erhielt der„Töpfer" aus A r ns walde folgenden Brief: „Teile Ihnen mit, daß mein Mann seit dem 15. Oktober zum Militär einberufen ist und ich deshalb vorläufig die Ver- waltung übernommen habe. Ta von hier auch 4 Mann�ein- gezogen sind und sich keiner meldet, der die Sache in die Hand nimmt, habe ich mich entschlossen, die Geschäfte des Verbandes zu verwalten. Tie Abrechnung habe ich so gut es ging fertig gemacht; hoffentlich gelingt es mir das nächste Mal noch besser. Zur Unterschrift der Abrechnung waren leider keine Kollegen vorhanden, sie arbeiten alle auswärts. Frau Marie Gutzke." Ter Hauptkassierer des Töpferverbandes teilt mit, daß Frau Gutzke die Abrechnung in einwandfreier und sauberer Weise aus- gefertigt hat. Die Tätigkeit der braven Frau ist öffentlichen Dankes wert. Frau Gutzke steht mit ihrem tatkräftigen Eingreifen unter den Gewerkschaftlerfrauen nicht allein da. Auch in der„Holzarbeiter- Zeitung" wurden schon früher zwei bemerkenswerte Briefe von Arbeiterfrauen abgedruckt, die die Verwaltungsgeschäfte des Holz- arbeitcrverbandes für ihre zum Kriegsdienst eingezogenen Männer- Übernahmen und tatkräftig weiterführen. Eine dieser Frauen schreibt u. a.: „Traurige Umstände veranlassen mich, Ihnen Ihr wertes Schreiben an meinen lieben Mann selbst zu beantworten. Er ist heute früh mit den vielen andern in den Kamps gezogen. Sämt- liche Verwaltungsmitglieder der hiesigen Zahlstelle sind mit ein- gezogen worden, und es ist auch keiner mehr da. der fähig wäre, eine Funktion zu übernehmen. So haben wir, die Frau F. und ich, uns entschlossen, die beiden Funktionen zu übernehmen, aus Anraten unsrer lieben Männer, da wir doch mit der Sache schon *) Nur für die Großherzoglich Hessischen Truppenteile. ein wenig vertraut sind),... Tie Kasse kann jederzeit revidiert werden. Ich möchte Sie bitten, ein wenig Geduld mit uns zu haben und uns Aufklärung zu geben, wenn wir etwas nicht ver- stehen." In dem Briefe der anderen Frau wird der Stuttgarter Gau- leitung des Holzarbeiterverbandes u. a. geschrieben: „Teile Ihnen mit, daß bei uns sämtliche Betriebe geschlossen und unsere Kollegen bereits alle aus dem Lande bei der Getreide- und Oehmdcrnte beschäftigt sind. Einige sind in Ulm bei den Armierungsarbeiten und einzelne(darunter auch der Mann der Briefschreibcrin) haben in Ulm Arbeit gesunden.... Die Ver- waltung ist jetzt in ir.Änen Händen und der Herr G. soll sich von Kollegen R. sagen lassen, ob ich Herr werde. Leider haben wir nur noch 6 M. in der Kasse und eben doch einen arbeits- losen Kollegen und sieben Familien zu unterstützen. Vier ein- berufene Kollegen sind ledig. Kollege Max E. liegt schwer ver- wundet mit Brustschuß in Ulm und Kollege Josef E., einer unserer Tüchtigsten trotz seiner Jugend, ebenfalls schwer ver- letzt im Westen. Der entsetzliche Krieg mit seinen Folgen reißt alle Familien auseinander. Also, wenn sich die Kollegen wieder scharen, dann werde ich, im Verein mit Kollegen F., alles tun, um unsere Sache ins Reine zu bringen und hochzuhalten. So- bald etwas von Belang sich ereignet, werde wieder Nachricht geben." Die Tatkraft und Einsicht dieser Frauen verdient nicht nur Anerkennung, sondern vor allem Nachahmung. Um die Vergebung von Stcinlicferungen in die Wege zu leiten, hat die Leitung des Steinarbeiterverbandes an über 500 Städte eine Petition gerichtet. An die Eisenbahndirektionen und an 40 Ministerien der verschiedensten Bundesstaaten wurden ebenfalls Eingaben gerichtet. Von den Rückäußerungen veröffentlicht der „Steinarbeiter" die Antwort des Dresdener Tiefbauamtes: D re s d e n, den 0. November 1914. Auf das Rundschreiben vom 01. Oktober 1914, betreffend schnelle Vergebung von Pflaster- und Werksteinarbeiten, teilen wir mit. daß den darin enthaltenen Wünschen hierseits in der Hauptsache bereits entsprochen worden ist. � Die Vergebung der Lieferung der im nächsten Jahre benötigten Steinmaterialien, als Granitplatien, Granitbord- und Pflastersteine ist teils schon erfolgt, teils im Gange. Die Höhe der von den Unternehmern bzw. Lieferanten zu stellenden Kautionen wurde ermäßigt. In der Regel wird von der Einhebung einer Kaution bis auf wei- teres sogar ganz abgesehen. Schwedische Steinmaterialien werden hierseits nicht bezogen. Der Umfang der Verwendung von Kunststeinen ist gegenüber dem Verbrauch an Natursteinen jetzt noch als gering"zu be- zeichnen. Wenn auch in den Lieferungsverträgen nicht ausdrücklich gefordert wird, daß der Unternehmer mit seinen Arbeitern Tarif- Verträge abzuschließen hat, so sind doch, wie hier bekannt, alle von unfern Lieferanten beschäftigten Arbeiter Mitglieder eines Verbandes und arbeiten nach einem ent- sprechenden Tarif. Beschwerden in bezug auf die Tarif- Verhältnisse sind jedenfalls seitens der betreffenden Arbeiter bis jetzt hier nicht angebracht worden. Gegebenenfalls würde auch solchen Beschtv erden nach den Be- stimmungen der Vergebnngsordnung für die Stadt Dresden abgeholfen werden können. Der Rat zu Dresden, Ticfbauamk. Es geht aus dem Schreiben hervor, daß die Eingabe nicht umsonst"war. Das Tiefbäuamt schreibt freimütig, es sei ihm bekannt, daß die Arbeiter der Steinlieferanten samt und sonders organisiert sind. Die Steinarbeiter, welche in der Lausitz in den Grünsteinwerken schassen, werden mit Interesse davon Kenntnis nehmen, daß das Tiefbanamt wegen Lohnkürzungen auf Grund der Vergebungsordnung einschreiten würde.— Aus einem großen Teil der übrigen Antworten ist ebenfalls zu entnehmen, daß die Petition recht wohlwollend geprüft wird. Soziales. Bundesratslicrordnilng. Der Bundesrat hat, wie der gestern abend erschienene „Reichsanzeiger" mitteilt, das Verbot der Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Anlagen zur Her- stellung von Bleifarben und Bleiprodukten(§ 13 Abs. 1 und 2 der Verordnung vom 26. Mai 1933) bis zum 1. Januar 1917 verlängert.__ Verspätung wider Willen. Durch ein verständiges Urteil hat gestern die Kammer 2 des Gewerbegerichts verhütet, daß eine Putzfederarbeiterin größeren Nachteil von den noch jetzt zum Teil recht mangel- haften Verkehrsverhältnissen der Straßenbahn hatte. Die betreffende Arbeiterin hatte gegen die Firma Ruhemann u. Co. wegen fristloser Entlassung aus Lohnentschädigung für eine Woche geklagt. Tie Klägerin war mehrmals zu spät zur Arbeit erschienen und deswegen verwarnt worden. Als sie eines Tages wiederum verspätet antrat, erfolgte ihre sofortige Entlassung. Sie entschuldigte die UnPünktlichkeit damit, die Wagen des Außenring L, der einzigen Verbindung zwischen ihrer Wohnung nnd der Arbeits- stelle, seien häufig so überfüllt, daß sie beim besten Willen nicht mitkommen könne. Die Firma Ruhemann u. Co. wurde verurteilt, die geforderten 17,80 M. zu zahlen. Der Vorsitzende Gewerberichter legte die An- ficht des Gerichts wie folgt dar: Wiederholt verspäteter Arbeits- 'antritt berechtigt zu sofortiger Entlassung, namentlich dann, wenn mehrfache Verwarnungen vorausgingen. Im vorliegenden Fall sei die Klägerin durch„höhere Gewalt" am pünktlichen Erscheinen verhindert gewesen und dadurch dem Gesetz gegenüber genügend gedeckt._ Gerichtszeitung. Zcugniszwangsvcrfahrcn gegen einen Justizrat. Eine, wenn auch späte, Aufklärung erfahren nunmehr die Jahre hindurch betriebenen Jnternierungs- und Entmündi- gnngsversnche, die gegen den Rechtsanwalt Dr. Ehrenfried ge- richtet waren und bekanntlich zur rechtskräftigen Zurückweisung der von den Miterben des Dr. E. gestellten Anträge geführt haben. Das Jnternierungsversahren war auf die Behauptung gestützt, daß dieser an dem Wahn der Beeinträchtigung hinsichtlich seines Erbteils leide, dessen Verwaltung der Witwe seines verstorbenen Vaters zusteht, und daß er in diesem Wahn die Behauptung aus- stelle, sein Erbteil werde von der Witwe an ihre Töchter und Schwiegersöhne, die Rechtsanwalt Bratschen und Justizrat Lehmann- schen Eheleute, verschoben. Bei einer kürzlich stattgehabten gericht- jichen Ermittelung über die Beweisstage, welche Erbansprüche bei einer dem Gesetz entsprechenden Verwaltung dem Rechtsanwalt Dr. Ehrenfried zustehen, hat Justizrat Lehmann-Charlottenburg sein Zeugnis verweigert. Diese Zeugnisverweigerung wurde durch Beschluß des Amtsgerichts Charlottenburg für imbegründet er- klärt. Die gegen diesen Beschluß von dem Zeugen eingelegte Be- schwcrdc wurde zurückgewiesen. In.einem zweiten zu seiner Ver- nehmung anberaumten Termin hat Justizrat Lehmann sein Zeug- nis wiederum verweigert, und zwar mit der Begründung, daß die Bon dem Richter geftellten Fragen nicht auf der Rüdseite feiner] Zeugenladung angegeben seien. Der Staatsanwalt beantragte nunmehr, in Rücksicht der auf Böswilligkeit beruhenden Hartnädigkeit des Zeugen" eine Geldstrafe von 300 M. event!. 30 Tage Haft gegen ihn festzusehen. Vor Beschlußfassung über diesen Antrag lehnte der Zeuge den amtierenden Richter wegen Besorgnis der Befangenheit ab. Nachdem dieses Gesuch von der höheren Instanz zurückgewiesen war, wurde durch Gerichtsbeschluß vom 9. November d. J. gegen den Zeugen wegen der unbegründeten Zeugnisverweigerung eine Geldstrafe von 150 M. event!. 15 Tage Haft festgesetzt. Seiden- PlüschMantel erstklass. Plüsch, 130 cm lang, auf reinseid. Futter 95% M. Derselbe in Pelz Seal- Electric auf reinseid. Futter, Mark 196 Allgemeine Orts- Krankenkasse Berlin- Briz. Am Mittwoch, den 25. November, abends 8%, Uhr, findet im Lokal des Gastwirts Raddatz, Brit, Chausseestr. 39 19 Kleine Nachrichten. Zusammenstoß zweier Güterzüge. Die Sehnsucht nach dem Seinebabel. $ 1500 Wie aus Paris.gemeldet wird, wurde der frühere Minister Caillaug, der jetzt Oberzahlmeister in der Armee ist, wegen unerlaubter Entfernung bon der Front zu Halle( Saale), 14. November. Amtlich. Auf Bahnhof 14 Tagen Arrest verurteilt. Caillaur hatte sich ohne Urlaub Schleudis sind durch Ueberfahren des auf Halt" stehenden nach Paris begeben. Einfahrtssignals die Güterzüge 6031 und 8460 gegen 1 Uhr mittags zusammengestaßen. Das Gleis Halle- Reipzig war bis 4½ Uhr gesperrt. Bahnmeister Seipte tot; 3ugführer Michaelis aus Budau schwer verlett; Privatperson Otto Heindrichs anscheinend leicht verletzt. Lokomotiven und mehrere Wagen beschädigt. Mord und Selbstmord. Jn Driesen i. d. M. erschoß der 18jährige Handlungs lehrling O. Jeste aus Schönlante feinen Kollegen. Groß aus Selchow. Jeste versuchte nun im Steller ein Faß mit Spiritus in die Luft zu sprengen und erschoß sich dann. Mollige Mäntel aus modernen karierten und glaffen Stoffen. Nachstehende Angebote beweisen aufs neue unsere außerordentliche Preiswürdigkelt! Langer Mantel Rips- Samt- Jacke Langer Mantel Astrachan- Jacke Astrachan- Mantei aus mod.warm. Stoffen, solide Form, gediegen verarbeitet.. 1450 Preiswerte moderne weite Form mit Gürtel in aparten und neuestenFarben Blusen Haus Bluse aus kartertem Flanell mit Seldenpaspel und Kravatte. Wollene Bluse in neuen 90 Karo- Stoffen 290 mit SeidenM. paspal... 50 5.50 Wollene Bluse aparte Karos mit SeidenKravatte und M. 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Beschlußfassung über die Krankenversicherung des Hausgewerbes im Gemeindebezirk Berlin- Brig. 6. Bewilligung der Mittel für die Beschidung der Konferenz der Freien Bereinigung der Krankenkassen der Provinz Brandenburg und des Hauptverbandes Deutscher Strantenfaffen für das Jahr 1915. schiedenes. Berfür 1914. 10 Beschlußfassung über die Löschung der im Grundbuch Neukölln Band 84, Blatt 2458, Abteilung III Nr. 5 und 7 für die Allgemeine Drtstranten tasse Neukölln eingetragenen Eigentümer- Grundschulden. Beschlußsassung über die Zahlung des Fünfpfennig Buschlages zum Arzthonorar gemäß dem Abkommen vom 23./12. 1913. Wahl von Erfagmännern für die Kommission zur Vertretung des Aus. schusses in Grundstüdsangelegenheiten. Neukölln, 12. November 1914. Der Kassenvorstand. Heinrich, 2. Borsigender. Ritter, Schriftführer. 278/7 Zur Beachtung! Die den Herren Bertretern zugesandten besonderen Ginladungen gelten als Legitimationen und find beim Eintritt in die Versammlung zur Eintragung in die Präsenzliste vorzuzeigen. Bertreter welche die wählbarkeit berloren haben, find aus dem Ausschuß ausgeschieden. Es wird ersucht, Anträge oder Beschwerden, bei denen die Einsicht nahme der Kassenatten erforderlich ist, spätestens einen Tag vor der Ausschußversammlung mitzuteilen. Billthner- Saal, Luitzowstr. 76 Erster Dichter- Abend des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller am Freitag, den 20. November, abends 8 Uhr. Ludwig Fulda. Georg Hermann. Georg Reicke. Gabriele Reuter. Karl Hans Strobl. Fedor v. Zobel titz. Der Reinertrag des Abends ist für die Kriegshilfskasse d. Schutzverband. deutsch. Schriftsteller bestimmt. Eintrittskarten zu 1, 2, 3 M. bei Bote u. Bock, an den Theaterkassen von A. Wertheim und an der Abendkasse. Spezialarzt $ f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. tonz. Laborat. f Blut: 7. Be Orts- Krankenkasse Spezialarzt Dr. Homeyer Anfragen, welche Einsichtnahme in die Bücher erfordern, müssen drei Tage vor Beginn der Sigung im Raffenlokal schriftlich eingereicht 278/5 werden. Haack, 1. Borfizender. Innungs- Krankenkaffe der der Buchbinder und verw. Gewerbe zu Berlin. Dienstag, den 24. November 1914, abends 8 Uhr, im Saal I des Be werkschaftshauses, Engelufer 15: Ordentliche Ausschuß- Sitzung. Tagesordnung: Tischler- Innung. 1. Beratung und Beschlußſaſſung über Ordentliche Ausschuß- Sigung der Vertreter der Kassenmitglieder und der Junungsmitglieder am Dienstag, den 24. Novbr. 1914 abends 8 Uhr, im Gewerkschafts. hause, Engelujer 15. Tagesordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Beschlußfassung über den vom Borstande aufgestellten Etat. 3. Wahl von drei Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung pro 1914. 4. Berschiedenes. 278/3 Der Vorstand. Charlottenburg. Kranken- u. Sterbekaffe der Maurer, Charlottenburgs Zuschußkasse. Sonntag, den 13. Dezember, bormittags 10 Uhr, im Staffenlotal, Spreeftr. 17: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht vom 3. Vierteljahr. 2. Neuwahl des Vorstandes und des Aufsichtsrates. 3. Verschiedenes. Regen Besuch erwartet 290/2 Der Vorstand. den Boranschlag des Rechnungsjahres 1915. 2. Berfügung des Ober- Bersicherungs. amts Groß- Berlin auf Aenderung des§ 24 der Sagung. Dr. med. Wockenfuß, untersuchung., Fäden t. Harn usw. Banoptikum Friedrichstr. 125,( Oranienb. Tor). Friedrichstr. 81, gegenüber für Syphilis. Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung. Spr. 11-2 u. 5-8, Sonnt. 9-10 3. Wahl einer Prüfungskommission zur Abnahme der Jahresrechnung B für 1914. 4. Berschiedenes. 278/4 St. Gottesmann, Vorsitzender. F. Keefe, Schriftführer. Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. Reichel's J. Baer Magentropfen Badstr.26 Ecke Prinz.- Allee( Benedict. 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Den Heldentod fürs Vaterland fand im Westen der Bäckermeister Herr Albert Wendt Neukölln, Herrfurth- Platz 10. Sein liebenswürdiger, ehrenhafter Geralter und seine wohl wollende Gesinnung gegenüber seinen Angestellten sichern ihm ein dauerndes Andenken. Bäcker und Konditor der Firma Albert Wendt. Verband der Sattleru. Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß am 26. Oftober bei den Kämpfen im Dsten der Kollege Franz Koelmel, am 27. Dltober bei den Kämpfen im Westen der Kollege Erich Kühl gefallen sind. Dem Andenten unserer auf dem Kriegsschauplak gefallenen Genoffen! Bei den Kämpfen im Westen der Schmied Wilhelm Weinrich Langenbeckstr. 3. Bezirk 386. Bor Dirmuiden der Handlungsgehilfe Richard Lengsfeld Blumenstr. 31. Bezirk 265. Vor Nieuwport der Kohlenbändler Max Walther Weberstr. 64. Bezirk 272 II. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkr. Am 26. August gefallen im Osten Martin Helling 232/19 Maurer, Wilhelmshavener Str. 35. 15. Abt. 709. Bezirk. Sozialdemokr. Wahlverein f. d. 6. Berliner Reichstagswahlkr. Im Besten gefallen Hermann Lasch Zimmerer, Leineftr. 6. 16. Bezirk. Im Dften gefallen August Poddig Bierfahrer, Steinmetstr. 72. 21. Bezirk. 239/13 An seinen bei den Kämpfen im Dsten erlittenen Wunden starb im Lazarett in Rönigsberg Ernst Knappe Arbeiter, Knesebecstr. 45. 14. Bezirk. Sozialdemokratischer Wahlverein Neukölln. Als Opfer des Strieges fiel unser junger Genosse Oskar Schwanfelder 197/13 Lankwizer Str. 9. Bezirk I. Sozialdemokratischer Wahlverein Mariendorf. Auf dem Schlachtfelde im Westen sind gefallen Kronig Maurer August Richter Metallarbeiter. Sozialdemokratischer Wahlverein Lankwitz. Bei den Kämpfen im Westen fiel der Klempner Alwin Grieß Krachtstr. 11. 242/15 Sozialdemokratischer Wahlverein Niederbarnim. Bezirk Stralau. Am 5. Dktober fiel auf dem Schlachtfelde in Frankreich der Schlosser Willi Kalisch 197/12 157/13 Ehre ihrem Andenken! Alzufrüh und fern von seinen Lieben starb am 12. November in Sorau mein über alles geliebter Mann, und herzensguter Bater, Schwager nnd Onkel, der Tischler Alwin Rämisch im besten Alter von 47 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Hennriette Rämisch nebst Sohn. Die Beerdigung findet Montag, den 16. November, nachmittags 2 Uhr, in Sorau statt. 53 Verband der Sattler u.Portefeuiller Ortsverwaltung Berlin. Den Kollegen hiermit zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Täschner Albert Prossert verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 16. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Luisenkirchhofs, Neukölln, Hermannstraße, aus statt. 157/12 Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Turnverein Weißensee. Fern der Heimat auf dem Schlachtfelde im Dsten, fiel am 24. August unser lieber Turngenoffe Gerhardt Kurz im blühenden Alter von 22 Jahren. Wir verlieren in ihm einen der Besten unseres Vereins. Unvergänglich wird sein Name in der Geschichte des Vereins fortleben. 186/17 Der Vorstand. Am 12. November früh wurde mein inniggeliebter Mann, unser herzensguter Bater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel, der Buchdruckerinvalide Emil Engel von seinem langjährigen Leiden durch den Tod erlöst. Im tiefsten Schmerz im Namen der Hinterbliebenen am Agnes Engel geb. Härtel. Die Beerdigung findet Montagnachmittag 4 Uhr auf dem Elisabethkirchhof, Aderstraße, statt. Sozialdemokratischer Wahlverein Köpenick. Auf dem Schlachtfelde im Diten fiel der Former Paul Fischer 242/14 Sozialdemokratischer Wahlverein Niederbarnim. Bez. Friedrichshagen. Deutscher Transportarbeiter- Verband Bezirk Groß- Berlin. 68/15 Folgende Kollegen sind im Felde gefallen: Max Bertz, Industriearbeiter. Paul Bertz, Industriearbeiter. Karl Kutzner, Lagerarbeiter. August Poddig, Bierfahrer. Georg Schilsky, Möbelpader. Franz Schröder, Warenhausdiener. Max Utpadel, Droschkenchauffeur. Robert Neumann, Bierfahrer. Ehre ihrem Andenken! Nachruf. Am 28. Ditober fiel im Dsten unfer lieber Stollege Hermann Lehmann. Wir verlieren in ihm einen reellen und pflichtgetreuen Kollegen. 450b Ehre seinem Andenken. Die Maurer und Helfer des Gaswerks Mariendorf. Gesangverein, Männerchor Ost" In den Kämpfen für das Baterland starben unsere braven Sangesbrüder 60/16 Gustav Jochücke im Westn und Jopeph Cyran im Dften. Möge ihnen die feindliche Erde leicht fein. Ehre ihrem Andenken! Der Vorstand. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands. Geschäftsstelle Berlin. Auf dem Schlachtfelde in Frankreich fiel der Kollege Hermann Köhler im Alter von 36 Jahren. Ehre seinem Andenken! 169/19 Die Ortsverwaltung. Yerh.d. Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter Deutschlands Filiale Berlin. Unseren Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß der Herrenmaßschneider, Kollege Bruno Schinaka am 1 November im Feldzuge verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 164/19 Die Ortsverwaltung. Yolks- Feuerbestattungs- Verein Groß- Berlin. Am 12. d. Mts. starb unser Mitglied und Bahlstellenleiter, Herr Rudolf Müller Tegel, Berliner St. 84. Die Bestattung findet Montag, den 16. November, nachmittags 3 Uhr, im Krematorium, Berlin, Gerichtstraße 37/38, statt. Rege Beteiligung erwartet 290/1 Der Vorstand. Am 2. November fiel auf dem westlichen Kampfplatz unser Sollege Walter Michaelis. Möge ihm die Erde leicht sein! Die Kollegen der Allg. Orts- Krankenkasse der Stadt Berlin. Deutsch.Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Im Felde starben folgende Mitglieder: Joseph Lauganki, Sernmacher, geb. 6. Dezember 1882 in Migehn, Streis Braunsberg. Max Dietrich, Schloffer, geb. 8. Januar 1885 in Jeßnik, Kreis Guben. Gustav Krakowiak, lempner, geb. 25. Mai 1882 in Lastowiza, Kreis Schubin. Otto Larisch, Bohrer, geb. 16. April 1886 in Breslau. Otto Schiefelbein, Metallarbeiter, geb. 23. März 1886 in Tempelburg, Kreis Neuftettin. Johann Kaiser, Hobler, geb. 20. Februar 1882 in Defterfeld. Wilhelm Kühne, Schraubendreher, geb. 15. April 1887 in Berlin. Max Hoßfeld, Dreher, geb. 14. September 1884 in Leipzig- Mödern. Joseph Kesz, Rohrleger, geb. 24. Februar 1885 in Wien. Johann Janke, Metallarbeiter, geb. 26. Oftober in Steegermühle. Nikolaus Hamelmann, Sloffer, geb. 25. Januar 1884 in Stade. Fritz Alter, Dreher, geb. 10. September 1891 in Neuköln. Franz Pietsch, Schloffer, geb. 29. Dezember 1881 in Steglit. Oskar Gutsche, Schloffer, geb. 13. September 1888 in Stranz. August Phiel, Metallarbeiter, geb. 26. Juni 1891 in Popeltau. Bernhard Tief, Selfer, geb. 10. April 1887 in Hammer i. P. Karl Kurzweg, Bohrer, geb. 9. Februar 1891 in Löhne. Stephan Kowalsky, Buter, geb. 13. Dezember in Silberdorf. Rud. Poerschke, Wertzengmacher, geb. 5. Januar in Georgental. Gustav Jochinke, Fräser, geb. 10. März 1887 in Berlin. Heinrich Schomacker, Bohrer, geb. 28. April 1879 in Berlin. Ferdinand Schmidt, Dreher, geb. 6. Februar 1888 in Stöln. Albert Breitschu, Schloffer, geb. 28. Januar 1890 in Berlin. Franz Haeusler, Schloffer, 127/17 geb. 20. Dezember 1884 in Postnowic i. Posen. Ehre ihrem Andenken! In voller Jugendkraft und fern von der Heimat starb in treuer Bflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland am 1. November im Besten mein Sohn, unser Bruder Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Asphalteure Deutschlands. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, Borarbeiter Richard Lengsfeld. Theodor Lüscher Unvergeßlich bleibst Du Deinen Hinterbliebenen! A Frau Witwe Pauline Lengsfeld geb. Jacoby, Blumenstraße 32. Ruhe sanft in fremder Erde, Du geliebter, treuer Sohn, Jezt deckt Dich die fühle Erde In des Feindeslande zu. In Erfüllung seiner Pflicht wurde uns am 29. Oftober, bor. mittags 11 Ubr, unser innigftgeliebter Sohn, Bruder, Schwager und Onfel 34 Gustav Jochinke im blühenden Alter von 27 Jahren auf dem westlichen Kriegsschauplak durch einen Granatschuß entrissen. Möge ihn die fremde Gegend, in der er seine Augen für immer Schloß, ungestört ruhen lassen. Freunde und alle, die ihn ge fannt, bei jedermann beliebt, trauern mit uns. In tiefsten Schmerz A. Kliemenz u. Frau als Eltern. Familie May Jochinke. Paul Krüger und Frau geb. Sliemenz. Hans Kliemenz als Bruder. Er ging von uns mit Freuden Und hoffte auf ein Wiedersehn, Doch größer tit jetzt unser Leiden, Da dieses nicht mehr tann geschehn. Auf dem Schlachtfelde in Nordfrankreich fiel unser langjähriger Mitarbeiter und lieber Kollege Oskar Fischer. Ein ehrendes Andenken wird ihm bewahren Das Personal der Großbuchbinderel H. Sperling.[ 4555 am 4. November auf dem Schlacht felde im Westen den Heldentod fand. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren! 289/18 Die Ortsverwaltung. Am 29. September starb im Dienste fürs Vaterland auf französischem Boden als Hilfs- Hohoift im 4. Garde Regiment zu Fuß unfer hoffnungsvoller, innig ge liebter Sohn, lieber Bruder, Enkel, Neffe und Better Walter May im 21. Lebensjahre. Dies zeigen in tiefftem Schmerz im Namen der Hinterbliebenen an: Lichtenberg, Frankfurt. Chauffee 97. Karl May und Frau Elisabeth May geb. Steinbacher Hans und Fritz May. [ 4496 Fern von der Heimat auf belgischer Erde starb am 24. Dktober in treuer Pflichterfüllung den Heldentod mein inniggeliebter Mann, unser lieber Schwiegersohn, Sohn, Bruder, Onkel, Schwager und Freund ZA Willi Lehmann. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen Bw. Lucie Lehmann geb. Janviers. Familie Janviers, Familie Lehmann. Gar einfach war Dein Leben, Du dachtest nie an Dich, Nur für die Deinen streben, Bar Deine größte Pflicht. Am Donnerstag, den 12. Nobember, entschlief plößlich an Herzschlag meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegerund Großmutter Marie Schumann am geb. Paetsch Wiener Straße 42. Die Beerdigung findet Montag, den 16. November, nachmittags 2 Uhr, von der Halle des Bentral Friedhofs, Friedrichs4396 felde, aus statt. Spiel- und Sportverein Lankwitz. Auf dem östlichen Kriegsschauplaz fiel am 16. Oktober unser lieber, braber, laagjähriger Turn= wart, der Metalldreher August Richter Hornist. 289/19 Unseren Schmerz um den lieben Verstorbenen werden die verstehen, die ihn getannt haben. Durch treue Pflichterfüllung hat er fich bei allen Sportgenossen ein chrendes Andenken bewahrt. Leicht sei ihm die fremde Erde! Auf dem Felde der Ehre fand am 25. Dftober in Belgien unser lieber, unvergeßlicher Stollege, der Unteroffizier der Landwehr Otto Reinecke den Heldentod. Wir verlieren in ihm einen lieben Freund, der mit unermüdlichem Fleiß an dem gedeihlichen Fortschritt unseres Bereins tätig war. 289/20 Ehre seinem Andenken. Beivat- Theater- Gesellschaft Concordia 1892. Allen, die ihn fannten, zur Nachricht, daß unser lieber Sohn und Bruder, der Gefreite Hermann Zack nom 24. Inf.- Rgt. 7. Komp. zu Neu- Ruppin am 30. Oftober in Frankreich gefallen ist. In tiefem Schmerz seine Eltern und Brüder. November 1914. 39 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer Heinrich Wilke Schönwalder Str. 24, am 24. b. Mts. infolge Unfalls gestorben ist. Ehre seinem Andenken. 127/16 Die Ortsverwaltung. Fern von seinen Lieben fiel am 25. Dktober mein inniggeliebter Mann, unfer guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager, der Reservist August Haschke. Dies zeigt in tiefstem Schmerze im Namen der Hinterbliebenen an Helene Haschke. Geliebt, beweint und unvergessen. Fern von der Heimat starb am 20. September auf französischem Boden den Heldentod fürs Bater land unser Kollege, der Maschinen 451b meister Richard Kegebein im Alter von 24 Jahren. Wir werden den lieben Kollegen, treuen Kameraden und Freund nie vergessen und rusen ihm ein Ruhe sanft in fremder Erde!" za. Das Personal der Buchdruckerei Jhring u. Fahrenholt. Nachruf. Am 8. Oftober starb infolge einer schweren Schußverlegung im Lazarett zu Lüttich unfer Kollege Willi Kalisch. Wir verlieren in ihm einen lieben Stollegen. Alle, die ihn gekannt haben, werden ihm ein ehrendes Andenten bewahren. Die Kollegen des Werkzeugbanes Kabelwerk Oberspree. Sänger- Chor Wedding ( M. d. D. A.-S.-B.) in Am 18. Dttober fiel bei den Kämpfen Rußland unfer Sangesbruder Julius Winkler im 23. Lebensjahre. Er war uus ein treuer Sangesbruder. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 60/17 Der Vorstand. Allzufrüh und fern von der Heimat starb auf französischem Boden am 2. November den Heldentod fürs Vaterland, unser unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager, Neffe und Dnkel, der Füfilier Deutscher Holzarbeiter- Verhand Verwaltung Berlin. Georg Kalenberg Mitglieder- Versammlungen im blühenden Alter von 21 Jahren. Leicht sei ihm die fremde Erde. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Montag, den 16. November 1914, abends 6 Uhr, im 4486 Vergolder: Gewerkschaftshause, Engelufer 15( Saal V). Tagesordnung: 1. Die gegenwärtige Lage in unserer Branche. 2. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Schirmmacher: Stein, An der Stralauer Brüde 3. Montag, den 16. November, ábends 7 Uhr, bei Tagesordnung: 1. Unsere Lage. 2. Branchenangelegenheiten. August Kalenberg und Frau, Zeuthen i. M., Kurfürstenstr. 48. Am 27. Oftober 1914 Möbelpolierer: Dienstag, den 17. November, abends 8 Uhr, bei fand in einem Gefecht im Osten den Heldentod für das Vaterland unser lieber Kollege, der Buchdrudmaschinenmeister Fredersdorf, Frankfurter Allee 127. Tagesordnung: 1. Bericht von der Generalversammlung. 2. Besprechung unserer Arbeitsverhältnisse während des Krieges. Dienstag, den 17. November, abends 8 Uhr, in Kammacher: Hermels Vereinshaus, Holzmarktstr. 21. Tagesordnung: 1. Pflichten und Aufgaben der Mitglieder Max Bischoff während des Strieges. Referent: Sollege R. Leopold. 2. BranchenUnteroffizier der Reserve, geb. 21. 9. 1877 in Rigdorf. Er liegt im Garten des Gutes Ringen, Kreis Goldap, in deutscher Erde begraben. Ein ehrendes Andenken werden ihm bewahren Die Kollegen der Norddeutschen Buchdruckerei, Berlin. 461b Am Freitag, den 13. November, abends 7 Uhr, entschlief sanft nach langen Leiden im fiebzigsten Lebensjahre Frau 1402 Karoline Margenau geb. Krafan. Die Beerdigung findet am 17. November nachmittags 3, Uhr von der Lejchenhalle der Markusgemeinde in Wilhelmsberg aus statt. Der Bevollmächtigte. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise Herzlicher Teilnahme sowie die vielen Stranzspenden bei der Beerdigung angelegenheiten. Dienstag, den 17. Rob., abends Cifchler, Bezirk Süden: 5%, br, bei Ewald, Schönleinſtr. 6. Tagesordnung: 1. Sozialpolitische Maßnahmen in Kriegszeiten. Referent: Genosse Stadtverordneter Adolf Nitter. 2. Bericht von der Generalversammlung. 3. Verbandsangelegenheiten. Zu dieser Versammlung sind auch die arbeitslosen Mitglieder besonders eingeladen. Korbmacher: Dienstag, den 17. November, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, großer Saal. Tagesordnung: 1. Vortrag über Strieg und Wirtschaftsleben. Referent: Kollege Fr. Schlemminger. 2. Bericht von der Generalversammlung. 3. Branchenangelegenheiten. Wegen der äußerst wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen sämtlicher Kollegen dringend erforderlich. Die Mitglieder der Kommission und die Vertrauensleute der einzelnen Werkstätten werden ersucht, zu einer wichtigen Vorbesprechung sich um 72 Uhr im selben Saal pünktlich einzufinden. Vertrauensmänner- Versammlungen Kiftenmacher: Hermel, Holzmaiftstraße 21. Dienstag, den 17. November, abends 8 Uhr, bei Jede Werkstatt muß vertreten sein, wo fein Vertrauensmann vorhanden ist, ist es Pflicht der Kollegen, unbedingt einen Kollegen als Vertrauensmann zu entsenden. Donnerstag, den 19. Novbr., meines geliebten Mannes. unferes Cifchler, Bezirk Südwelten: abends 81, Uhr, in Sabels treusorgenden Vaters, des Tischlers Otto Böhm fagen wir hierdurch allen Beteiligten, besonders dem Verein der Parzellen befizer Falkenhorst unseren innigsten Dant. 4625 Witwe Auguste Böhm und Kinder. Danksagung. Für die uns in so reichem Maße erwiesene Teilnahme sowie für die Stranzspenden anläßlich des Hinscheidens meines geliebten Mannes, unseres lieben Baters, Schwiegerbaters und Großvaters, des Schrift gießers Paul Grüßner sagen Brauerei, Bergmannstr. 5-7: Achtung, Holzarbeiter! Die Zahlstelle 68 wird verlegt von Gubener Straße 11 nach Gubener Straße 13 bei Rudolf Schmidt. Die Ortsverwaltung. 93/12 Berliner Arbeiter- Schachklub. Achtung, Schachspieler! Am Bußtag, Mittwoch, den 18. November 1914, nachmittags 3 Uhr, wir hiermit allen Freunden, Ber- findet im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 1 und 2, ein wandten und Bekannten unseren Herzlichsten Dank. 4526 Die trauernden Hinterbliebenen. Miersdorf bei Zeuthen. 16 Allgemeine Ortskrankenkasse Berlin- Weißenfee. Freitag, den 27. November 1914, abends 8 Uhr: Ordentliche Sitzung des Ausschusses im Restaurant von Peukert, BerlinWeißensee, Berliner Allee 251. Tagesordnung: 1. Bericht über den Stand der Staffe durch den Vorsitzenden des Vorstandes. 2. Wahl, der Rechnungsprüfer( zwei Arbeitnehmer, ein Arbeitgeber). 3. Beratung und Festsetzung des Bor anschlages für 1915. 4. Beratung und Beschlußfaffung über die Gewährung einer Witwenpension. 5. Kaffenangelegenheiten. Etwaige Beschwerden müssen schriftlich erfolgen und können in der Sigung nur beantwortet werden, wenn diefelben mindestens 3 Sage borher erhoben worden sind. Zum Eintritt sind nur die mit einer Einladung versehenen Ausschußmitglieder berechtigt. Berlin- Weißensee, den 15. November 1914. 278/6 Der Vorstand. R. Fuhrmann, Borsigender. Damen- Mäntel verkauft an Private unter Preis Ulster 9,75, Plüschmäntel 27, Lange Astrachanmäntel M. 24. Schneider- Werkstatt Schönhauser Allee 132, Hof I. Hochb.- Stat. ,, Danziger Str." großer Schachwettkampf mit anschließenden humoristischen Vorführungen am Demonftrationsbrett statt. Alle Schachspieler sind freundlichst eingeladen, der Zutritt ist un entgeltlich. NB. Der freie Schachverkehr, welcher jeden Sonntagvormittag von 10-1 Uhr stattfindet und woran sich jedermann unentgeltlich beteiligen fann, befindet sich Stralauer Brücke 3, Zum kleinen Gewerkschaftshaus". Allen, die Lust haben, dies edle Spiel zu lernen, wird unentgeltlicher Unterricht erteilt. Der Vorstand. J. A.: Richard Beier, Kiautschoustr. 1. KREDITHAUS ALLE TAGE ANDERS Bahnh. Wedding, grösst. Haus direkt a. Nettelbeckpl. Jeder erhält Kredit Auf allerbequemste Tellzahlung! Ersatz f. Massarbeit. 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Wer mit seinen Beiträgen über 8 Wochen im Rückstand ist, hat ebenfalls feinen Zutritt. Die Bezirksverwaltung. J. A.: A. Werner. Leinen u. Wäsche Modewaren Konfektion Wollwaren Trikotagen Strümpfe N. JSRAEL Spandauerstr. 16 Berlin C. Königstr. 11-14 Gegründet 1815 In allen Abteilungen Weihnachts- Angebote: Um meinen Kunden Ersparnisse für Liebesgaben zu ermöglichen, gewähre ich in diesem Jahre an Stelle der Weihnachts- Agenda von heute ab einen bitKassen- Rabatt von pine 4% auf alle Einkäufe zu Einzel-( Detail-) Preisen. Dieser Rabatt wird bei jedem Einkauf sofort in Abzug gebracht Seide u. Sammete Kleiderstoffe Möbel Gardinen Teppiche, Felle Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. 2 Dienstag, den 17. November, abends 8½ thr: Mitglieder- Versammlungen in folgenden Lokalen: Pazenhofer Brauerei, Turmstraße 25/26, Frankes Festfäle, Badstraße 19. Zagesordnung: „ Unsere Aufgaben in schwerer Zeit". Referenten: Reichstagsabgeordneter Georg Ledebour und Reichstagsabgeordneter Hugo Haase. 232/ 20* Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Der Vorstand, Wahlverein Charlottenburg. Am Dienstag, den 17. November, abends 8 Uhr, findet im Volkshause, Rosinenstr. 3, eine Außerordentliche Mitgliederversammlung statt, die dem Andenken an die vor 25 Jahren erfolgte Gründung unseres Wahlvereins gewidmet sein soll. Die Gedenkrede wird Reichstagsabgeordneter Genosse Eduard Bernstein halten. Weitere Ansprachen werden folgen. Zahlreiches Erscheinen besonders der älteren Genossen erwartet Der Vorstand. Freireligiöfe Gemeinde Am Bußtag, Mittwoch, den 18. Nov., abends 6 Uhr, in Obiglos Festsälen, Koppenstraße 29: Oeffentliche Versammlung. Vortrag des Landtagsabgeordneten Adolf Hoffmann: Was haben wir zu büßen? Eintrittspreis 10 Pf. Der Einberufer: A. Harndt, Pappelallee 15-17. In der Kleinen Frankfurter Straße 6 jeden Sonntagvormittag 11 Uhr Vortrag. Am 15. Nov.: Harmonium: Träumerei( Schubert). Hr. Dr. B. Wille: Parteien und Menschentum. : Harmonium: Aeses Tod( Grieg). Herr Dr. B. Wille: Unsere Toten. Nachmittags 4 Uhr in unserer Halle, Pappelallee 15-17: Herr W. Manasse: Die Toten an die Lebenden. 22. " 19 29. 9 : Harmonium: Vorspiel" Traviata"( Verdi). Herr E. Däumig: Kirchenzunft einst und jetzt. 6. Dez.: Harmonium: Kirchenszene aus" Faust"( Wagner). Die 80 Sätze der kirchlichen Anmaßung.( Der Syllabus.) Herr Dr. H. Hasse: 54/20 Berantwortlichet Stebattenre: Alfred stelepp, Neutbun. Für den Inferatenteil beranito.: Th. Glode, Berlin. Drud u.Verlag: Borwärts Buchbruderet a. Berlagsanstalt Baul Ginger& Co., Berlin SW 251/9